Gen 1:1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Gen 1:2 Und die Erde war wst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
Gen 1:3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
Gen 1:4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
Gen 1:5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
Gen 1:6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.
Gen 1:7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser ber der Feste. Und es geschah also.
Gen 1:8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.
Gen 1:9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere rter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also.
Gen 1:10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen 1:11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.
Gen 1:12 Und die Erde lie aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen 1:13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
Gen 1:14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
Gen 1:15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also.
Gen 1:16 Und Gott machte zwei groe Lichter: ein groes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
Gen 1:17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde
Gen 1:18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen 1:19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
Gen 1:20 Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevgel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels.
Gen 1:21 Und Gott schuf groe Walfische und allerlei Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevgel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen 1:22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfllet das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.
Gen 1:23 Da ward aus Abend und Morgen der fnfte Tag.
Gen 1:24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewrm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.
Gen 1:25 Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewrm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen 1:26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen ber die Fische im Meer und ber die Vgel unter dem Himmel und ber das Vieh und ber die ganze Erde und ber alles Gewrm, das auf Erden kriecht.
Gen 1:27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.
Gen 1:28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und fllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet ber die Fische im Meer und ber die Vgel unter dem Himmel und ber alles Getier, das auf Erden kriecht.
Gen 1:29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bume, die sich besamen, zu eurer Speise,
Gen 1:30 und allem Getier auf Erden und allen Vgeln unter dem Himmel und allem Gewrm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei grnes Kraut essen. Und es geschah also.
Gen 1:31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
Gen 2:1 Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
Gen 2:2 Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte.
Gen 2:3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.
Gen 2:4 Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HErr Erde und Himmel machte.
Gen 2:5 Und allerlei Bume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HErr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute.
Gen 2:6 Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.
Gen 2:7 Und Gott der HErr machte den Menschen aus einem Erdenklo, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.
Gen 2:8 Und Gott der HErr pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
Gen 2:9 Und Gott der HErr lie aufwachsen aus der Erde allerlei Bume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bsen.
Gen 2:10 Und es ging aus von Eden ein Strom, zu wssern den Garten, und er teilte sich von da in vier Hauptwasser.
Gen 2:11 Das erste heit Pison, das fliet um das ganze Land Hevila; und daselbst findet man Gold.
Gen 2:12 Und das Gold des Landes ist kstlich; und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx.
Gen 2:13 Das andere Wasser heit Gihon, das fliet um um das ganze Mohrenland.
Gen 2:14 Das dritte Wasser heit Hiddekel, das fliet vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Euphrat.
Gen 2:15 Und Gott der HErr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte.
Gen 2:16 Und Gott der HErr gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bumen im Garten;
Gen 2:17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bsen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben.
Gen 2:18 Und Gott der HErr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
Gen 2:19 Denn als Gott der HErr gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vgel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, dass er she, wie er sie nennte; denn wie der Mensch allerlei lebendige Tiere nennen wrde, so sollten sie heien.
Gen 2:20 Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fr den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wre.
Gen 2:21 Da lie Gott der HErr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Sttte zu mit Fleisch.
Gen 2:22 Und Gott der HErr baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
Gen 2:23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Mnnin heien, darum dass sie vom Manne genommen ist.
Gen 2:24 Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch.
Gen 2:25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schmten sich nicht.
Gen 3:1 Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HErr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allerlei Bumen im Garten?
Gen 3:2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Frchten der Bume im Garten;
Gen 3:3 aber von den Frchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rhret's auch nicht an, dass ihr nicht sterbet.
Gen 3:4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;
Gen 3:5 sondern Gott wei, dass, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und bse ist.
Gen 3:6 Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wre und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und a und gab ihrem Mann auch davon, und er a.
Gen 3:7 Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenbltter zusammen und machten sich Schrze.
Gen 3:8 Und sie hrten die Stimme Gottes des HErrn, der im Garten ging, da der Tag khl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HErrn unter die Bume im Garten.
Gen 3:9 Und Gott der HErr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
Gen 3:10 Und er sprach: Ich hrte deine Stimme im Garten und frchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
Gen 3:11 Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?
Gen 3:12 Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich a.
Gen 3:13 Da sprach Gott der HErr zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, dass ich a.
Gen 3:14 Da sprach Gott der HErr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.
Gen 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
Gen 3:16 Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebren; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.
Gen 3:17 Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen,  verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nhren dein Leben lang.
Gen 3:18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen.
Gen 3:19 Im Schweie deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
Gen 3:20 Und Adam hie sein Weib Eva, darum dass sie eine Mutter ist aller Lebendigen.
Gen 3:21 Und Gott der HErr machte Adam und seinem Weibe Rcke von Fellen und kleidete sie.
Gen 3:22 Und Gott der HErr sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und wei, was gut und bse ist. Nun aber, dass er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!
Gen 3:23 Da wies ihn Gott der HErr aus dem Garten Eden, dass er das Feld baute, davon er genommen ist,
Gen 3:24 und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.
Gen 4:1 Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit dem HErrn.
Gen 4:2 Und sie fuhr fort und gebar Abel, seinen Bruder. Und Abel ward ein Schfer; Kain aber ward ein Ackermann.
Gen 4:3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HErrn Opfer brachte von den Frchten des Feldes;
Gen 4:4 und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HErr sah gndig an Abel und sein Opfer;
Gen 4:5 aber Kain und sein Opfer sah er nicht gndig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebrde verstellte sich.
Gen 4:6 Da sprach der HErr zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebrde?
Gen 4:7 Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Snde vor der Tr, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche ber sie.
Gen 4:8 Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
Gen 4:9 Da sprach der HErr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich wei nicht; soll ich meines Bruders Hter sein?
Gen 4:10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde.
Gen 4:11 Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Hnden empfangen.
Gen 4:12 Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermgen nicht geben. Unstet und flchtig sollst du sein auf Erden.
Gen 4:13 Kain aber sprach zu dem HErrn: Meine Snde ist grer, denn dass sie mir vergeben werden mge.<RF>Wrtlich: Meine Snde ist zu gro, als dass ich sie tragen knnte.<Rf>
Gen 4:14 Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und flchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlage, wer mich findet.
Gen 4:15 Aber der HErr sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlgt, das soll siebenfltig gercht werden. Und der HErr machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlge, wer ihn fnde.
Gen 4:16 Also ging Kain von dem Angesicht des HErrn und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen.
Gen 4:17 Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch.
Gen 4:18 Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mahujael, Mahujael zeugte Methusael, Methusael zeugte Lamech.
Gen 4:19 Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hie Ada, die andere Zilla.
Gen 4:20 Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Htten wohnten und Vieh zogen.
Gen 4:21 Und sein Bruder hie Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer.
Gen 4:22 Die Zilla aber gebar auch, nmlich den Thubalkain, den Meister in allerlei Erz- und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema.
Gen 4:23 Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hret meine Rede und merket, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen fr meine Wunde und einen Jngling fr meine Beule;
Gen 4:24 Kain soll siebenmal gercht werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.
Gen 4:25 Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hie sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fr Abel, den Kain erwrgt hat.
Gen 4:26 Und Seth zeugte auch einen Sohn und hie ihn Enos. Zu der Zeit fing man an, zu predigen von des HErrn Namen.
Gen 5:1 Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes;
Gen 5:2 und schuf sie einen Mann und ein Weib und segnete sie und hie ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden.
Gen 5:3 Und Adam war hundertunddreiig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem Bild hnlich war und hie ihn Seth
Gen 5:4 und lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:5 dass sein ganzes Alter ward neunhundertunddreiig Jahre, und starb.
Gen 5:6 Seth war hundertundfnf Jahre alt und zeugte Enos
Gen 5:7 und lebte darnach achthundertundsieben Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:8 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzwlf Jahre, und starb.
Gen 5:9 Enos war neunzig Jahre alt und zeugte Kenan
Gen 5:10 und lebte darnach achthundertundfnzig Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:11 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfnf Jahre, und starb.
Gen 5:12 Kenan war siebzig Jahre alt und zeugte Mahalaleel
Gen 5:13 und lebte darnach achthundertundvierzig Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:14 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb.
Gen 5:15 Mahalaleel war fnfundsechzig Jahre und zeugte Jared
Gen 5:16 und lebte darnach achthundertunddreiig Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:17 dass sein ganzes Alter ward achthundertundfnfundneunzig Jahre, und starb.
Gen 5:18 Jared war hundertzweiundsechzig Jahre alt und zeugte Henoch
Gen 5:19 und er lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:20 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzweiundsechzig Jahre, und starb.
Gen 5:21 Henoch war fnfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah.
Gen 5:22 Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem gttlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:23 dass sein ganzes Alter ward dreihundertfnfundsechzig Jahre.
Gen 5:24 Und dieweil er ein gttliches Leben fhrte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.
Gen 5:25 Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugte Lamech
Gen 5:26 und lebte darnach siebenhundertundzweiundachtzig Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:27 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundneunundsechzig Jahre, und starb.
Gen 5:28 Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugte einen Sohn
Gen 5:29 und hie ihn Noah und sprach: Der wird uns trsten in unsrer Mhe und Arbeit auf der Erde, die der HErr verflucht hat.
Gen 5:30 Darnach lebte er fnfhundertundfnfundneunzig Jahre und zeugte Shne und Tchter;
Gen 5:31 dass sein ganzes Alter ward siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, und starb.
Gen 5:32 Noah war fnfhundert Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Japheth.
Gen 6:1 Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Tchter geboren wurden,
Gen 6:2 da sahen die Kinder Gottes nach den Tchtern der Menschen, wie sie schn waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten.
Gen 6:3 Da sprach der HErr: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre.
Gen 6:4 Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Tchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berhmte Mnner.
Gen 6:5 Da aber der HErr sah, dass der Menschen Bosheit gro war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur bse war immerdar,
Gen 6:6 da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekmmerte ihn in seinem Herzen,
Gen 6:7 und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewrm und bis auf die Vgel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
Gen 6:8 Aber Noah fand Gnade vor dem HErrn.
Gen 6:9 Dies ist das Geschlecht Noahs. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und fhrte ein gttliches Leben zu seinen Zeiten
Gen 6:10 und zeugte drei Shne: Sem, Ham und Japheth.
Gen 6:11 Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels.
Gen 6:12 Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.
Gen 6:13 Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde.
Gen 6:14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig.
Gen 6:15 Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Lnge, fnfzig Ellen die Weite und dreiig Ellen die Hhe<RF>Das Ellenma war von Zeit und Region abhngig und lag zwischen 45 cm und 60 cm.<Rf>.
Gen 6:16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle gro. Die Tr sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Boden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hhe.
Gen 6:17 Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
Gen 6:18 Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Shnen, mit deinem Weibe und mit deiner Shne Weibern.
Gen 6:19 Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Mnnlein und Weiblein, dass sie lebendig bleiben bei dir.
Gen 6:20 Von den Vgeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewrm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben.
Gen 6:21 Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isst, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung da sei.
Gen 6:22 Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
Gen 7:1 Und der HErr sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit.
Gen 7:2 Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mnnlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Mnnlein und sein Weiblein.
Gen 7:3 Desgleichen von den Vgeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Mnnlein und sein Weiblein, auf dass Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden.
Gen 7:4 Denn von nun an ber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nchte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe.
Gen 7:5 Und Noah tat alles, was ihm der HErr gebot.
Gen 7:6 Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam.
Gen 7:7 Und er ging in den Kasten mit seinen Shnen, seinem Weibe und seiner Shne Weibern vor dem Gewsser der Sintflut.
Gen 7:8 Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vgeln und von allem Gewrm auf Erden
Gen 7:9 gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Mnnlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte.
Gen 7:10 Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewsser der Sintflut auf Erden.
Gen 7:11 In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der groen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels,
Gen 7:12 und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nchte.
Gen 7:13 Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Shnen, und mit seinem Weibe und seiner Shne drei Weibern,
Gen 7:14 dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewrm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Vgel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte;
Gen 7:15 das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war.
Gen 7:16 Und das waren Mnnlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HErr schloss hinter ihm zu.
Gen 7:17 Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor ber die Erde.
Gen 7:18 Also nahm das Gewsser berhand und wuchs sehr auf Erden, dass der Kasten auf dem Gewsser fuhr.
Gen 7:19 Und das Gewsser nahm berhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
Gen 7:20 Fnfzehn Ellen hoch ging das Gewsser ber die Berge, die bedeckt wurden.
Gen 7:21 Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vgeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen.
Gen 7:22 Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb.
Gen 7:23 Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewrm und auf die Vgel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb brig und was mit ihm in dem Kasten war.
Gen 7:24 Und das Gewsser stand auf Erden hundertundfnfzig Tage.
Gen 8:1 Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und lie Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen;
Gen 8:2 und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt;
Gen 8:3 und das Gewsser verlief sich von der Erde immer mehr und nahm ab nach hundertfnfzig Tagen.
Gen 8:4 Am siebzehnten Tage des siebenten Monats lie sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat.
Gen 8:5 Es nahm aber das Gewsser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen der Berge Spitzen hervor.
Gen 8:6 Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte,
Gen 8:7 und lie einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewsser vertrocknete auf Erden.
Gen 8:8 Darnach lie er eine Taube von sich ausfliegen, auf dass er erfhre, ob das Gewsser gefallen wre auf Erden.
Gen 8:9 Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fu ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewsser war noch auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten.
Gen 8:10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und lie abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten.
Gen 8:11 Die kam zu ihm zur Abendzeit, und siehe, ein lblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da merkte Noah, dass das Gewsser gefallen wre auf Erden.
Gen 8:12 Aber er harrte noch weiter sieben Tage und lie eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.
Gen 8:13 Im sechshundertundersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des ersten Monats vertrocknete das Gewsser auf Erden. Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah, dass der Erdboden trocken war.
Gen 8:14 Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats.
Gen 8:15 Da redete Gott mit Noah und sprach:
Gen 8:16 Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Shne und deiner Shne Weiber mit dir.
Gen 8:17 Allerlei Getier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Vgeln, an Vieh und an allerlei Gewrm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
Gen 8:18 Also ging Noah heraus mit seinen Shnen und seinem Weibe und seiner Shne Weibern,
Gen 8:19 dazu allerlei Getier, allerlei Gewrm, allerlei Vgel und alles, was auf Erden kriecht; das ging aus dem Kasten, ein jegliches mit seinesgleichen.
Gen 8:20 Noah aber baute dem HErrn einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Geflgel und opferte Brandopfer auf dem Altar.
Gen 8:21 Und der HErr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist bse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.
Gen 8:22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Gen 9:1 Und Gott segnete Noah und seine Shne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfllet die Erde.
Gen 9:2 Furcht und Schrecken vor euch sei ber alle Tiere auf Erden und ber alle Vgel unter dem Himmel, ber alles, was auf dem Erdboden kriecht, und ber alle Fische im Meer; in eure Hnde seien sie gegeben.
Gen 9:3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grne Kraut habe ich's euch alles gegeben.
Gen 9:4 Allein esset das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut.
Gen 9:5 Auch will ich eures Leibes Blut rchen und will's an allen Tieren rchen und will des Menschen Leben rchen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist.
Gen 9:6 Wer Menschenblut vergiet, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.
Gen 9:7 Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, dass euer viel darauf werden.
Gen 9:8 Und Gott sagte zu Noah und seinen Shnen mit ihm:
Gen 9:9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch
Gen 9:10 und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vgeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was fr Tiere es sind auf Erden.
Gen 9:11 Und ich richte meinen Bund also mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt soll werden mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe.
Gen 9:12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich:
Gen 9:13 Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
Gen 9:14 Und wenn es kommt, dass ich Wolken ber die Erde fhre, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
Gen 9:15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe.
Gen 9:16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.
Gen 9:17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.
Gen 9:18 Die Shne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham und Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans.
Gen 9:19 Das sind die drei Shne Noahs, von denen ist alles Land besetzt.
Gen 9:20 Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge.
Gen 9:21 Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Htte aufgedeckt.
Gen 9:22 Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Ble, sagte er's seinen beiden Brdern drauen.
Gen 9:23 Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rcklings hinzu und deckten des Vaters Ble zu; und ihr Angesicht war abgewandt, dass sie ihres Vater Ble nicht sahen.
Gen 9:24 Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein jngster Sohn getan hatte,
Gen 9:25 sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brdern!
Gen 9:26 und sprach weiter: Gelobt sei der HErr, der Gott Sems; und Kanaan sei sein Knecht!
Gen 9:27 Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Htten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht!
Gen 9:28 Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfnfzig Jahre,
Gen 9:29 dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfnfzig Jahre, und starb.
Gen 10:1 Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugten Kinder nach der Sintflut.
Gen 10:2 Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras.
Gen 10:3 Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thorgama.
Gen 10:4 Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, die Chittiter und die Dodaniter.
Gen 10:5 Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Lndern, jegliche nach ihren Sprachen, Geschlechtern und Leuten.
Gen 10:6 Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan.
Gen 10:7 Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma und Sabthecha. Aber die Kinder von Ragma sind diese: Saba und Dedan.
Gen 10:8 Chus aber zeugte den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden,
Gen 10:9 und war ein gewaltiger Jger vor dem HErrn. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jger vor dem HErrn wie Nimrod.
Gen 10:10 Und der Anfang seines Reiches war Babel, Erech, Akkad und Chalne im Lande Sinear.
Gen 10:11 Von dem Land ist er gekommen nach Assur und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah,
Gen 10:12 dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist die groe Stadt.
Gen 10:13 Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter,
Gen 10:14 die Pathrusiter und die Kasluhiter (von dannen sind gekommen die Philister) und die Kaphthoriter.
Gen 10:15 Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth,
Gen 10:16 den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter,
Gen 10:17 den Heviter, den Arkiter, den Siniter,
Gen 10:18 den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter.
Gen 10:19 Und ihre Grenzen waren von Sidon an durch Gerar bis gen Gaza, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und bis gen Lasa.
Gen 10:20 Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen und Leuten.
Gen 10:21 Sem aber, Japheths, des ltern, Bruder, zeugte auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber.
Gen 10:22 Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram.
Gen 10:23 Die Kinder von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas.
Gen 10:24 Arphachsad aber zeugte Salah, Salah zeugte Eber.
Gen 10:25 Eber zeugte zwei Shne. Einer hie Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward; des Bruder hie Joktan.
Gen 10:26 Und Joktan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
Gen 10:27 Hadoram, Usal, Dikla,
Gen 10:28 Obal, Abimael, Saba,
Gen 10:29 Ophir, Hevila und Jobab. Das sind die Kinder von Joktan.
Gen 10:30 Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen Morgen.
Gen 10:31 Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Lndern und Leuten.
Gen 10:32 Das sind nun die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut.
Gen 11:1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
Gen 11:2 Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst.
Gen 11:3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk
Gen 11:4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Lnder.
Gen 11:5 Da fuhr der HErr hernieder, dass er she die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
Gen 11:6 Und der HErr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
Gen 11:7 Wohlauf, lasset uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
Gen 11:8 Also zerstreute sie der HErr von dort in alle Lnder, dass sie mussten aufhren die Stadt zu bauen.
Gen 11:9 Daher heit ihr Name Babel, dass der HErr daselbst verwirrt hatte aller Lnder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Lnder.
Gen 11:10 Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut,
Gen 11:11 und lebte darnach fnfhundert Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:12 Arphachsad war fnfunddreiig Jahre alt und zeugte Salah
Gen 11:13 und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:14 Salah war dreiig Jahre alt und zeugte Eber
Gen 11:15 und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:16 Eber war vierunddreiig Jahre alt und zeugte Peleg
Gen 11:17 und lebte darnach vierhundertunddreiig Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:18 Peleg war dreiig Jahre alt und zeugte Regu
Gen 11:19 und lebte darnach zweihundertundneun Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:20 Regu war zweiundreiig Jahre alt und zeugte Serug
Gen 11:21 und lebte darnach zweihundertundsieben Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:22 Serug war dreiig Jahre alt und zeugte Nahor
Gen 11:23 und lebte darnach zweihundert Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:24 Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugte Tharah
Gen 11:25 und lebte darnach hundertundneunzehn Jahre und zeugte Shne und Tchter.
Gen 11:26 Tharah war siebzig Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran.
Gen 11:27 Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugte Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugte Lot.
Gen 11:28 Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chalda.
Gen 11:29 Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hie Sarai, und Nahors Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska.
Gen 11:30 Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.
Gen 11:31 Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Haran Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abram Weib, und fhrte sie aus Ur in Chalda, dass er ins Land Kanaan zge; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst.
Gen 11:32 Und Tharah war zweihundertundfnf Jahre alt und starb in Haran.
Gen 12:1 Und der HErr sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.
Gen 12:2 Und ich will dich zum groen Volk machen und will dich segnen und dir einen groen Namen machen, und sollst ein Segen sein.
Gen 12:3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
Gen 12:4 Da zog Abram aus, wie der HErr zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber war fnfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog.
Gen 12:5 Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land,
Gen 12:6 zog Abram durch bis an die Sttte Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.
Gen 12:7 Da erschien der HErr dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HErrn, der ihm erschienen war.
Gen 12:8 Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth-El, und richtete seine Htte auf, dass er Beth-El gegen Abend und Ai gegen Morgen hatte, und baute daselbst dem HErrn einen Altar und predigte von dem Namen des HErrn.
Gen 12:9 Darnach zog Abram weiter und zog aus ins Mittagsland.
Gen 12:10 Es kam aber eine Teuerung in das Land. Da zog Abram hinab nach gypten, dass er sich daselbst als ein Fremdling aufhielte; denn die Teuerung war gro im Lande.
Gen 12:11 Und da er nahe an gypten kam, sprach er zu seinem Weib Sarai: Siehe, ich wei, dass du ein schnes Weib von Angesicht bist.
Gen 12:12 Wenn dich nun die gypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib,  und werden mich erwrgen, und dich leben lassen.
Gen 12:13 So sage doch, du seist meine Schwester, auf dass mir's wohl gehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe um deinetwillen.
Gen 12:14 Als nun Abram nach gypten kam, sahen die gypter das Weib, dass sie sehr schn war.
Gen 12:15 Und die Frsten des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht.
Gen 12:16 Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mgde, Eselinnen und Kamele.
Gen 12:17 Aber der HErr plagte den Pharao mit groen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes, willen.
Gen 12:18 Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, dass sie dein Weib wre?
Gen 12:19 Warum sprachst du denn, sie wre deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und ziehe hin.
Gen 12:20 Und Pharao befahl seinen Leuten ber ihm, dass sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.
Gen 13:1 Also zog Abram herauf aus gypten mit seinem Weibe und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Mittagsland.
Gen 13:2 Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.
Gen 13:3 Und er zog immer fort von Mittag bis gen Beth-El, an die Sttte, da am ersten seine Htte war, zwischen Beth-El und Ai,
Gen 13:4 eben an den Ort, da er zuvor den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HErrn.
Gen 13:5 Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Htten.
Gen 13:6 Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war gro, und sie konnten nicht beieinander wohnen.
Gen 13:7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten ber Abrams Vieh und zwischen den Hirten ber Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande.
Gen 13:8 Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrder.
Gen 13:9 Steht dir nicht alles Land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken.
Gen 13:10 Da hob Lot sein Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HErr Sodom und Gomorra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HErrn, gleichwie gyptenland.
Gen 13:11 Da erwhlte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern,
Gen 13:12 dass Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Stdten der Jordangegend und setzte seine Htte gen Sodom.
Gen 13:13 Aber die Leute zu Sodom waren bse und sndigten sehr wider den HErrn.
Gen 13:14 Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HErr zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Sttte an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend.
Gen 13:15 Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich;
Gen 13:16 und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zhlen, der wird auch deinen Samen zhlen.
Gen 13:17 Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Lnge und Breite; denn dir will ich's geben.
Gen 13:18 Also erhob Abram sein Htte, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HErrn einen Altar.
Gen 14:1 Und es begab sich zu der Zeit des Knigs Amraphel von Sinear, Ariochs, des Knigs von Ellasar, Kedor-Laomors, des Knigs von Elam, und Thideals, des Knigs der Heiden,
Gen 14:2 dass sie kriegten mit Bera, dem Knig von Sodom, und mit Birsa, dem Knig von Gomorra, und mit Sineab, dem Knig von Adama, und mit Semeber, dem Knig von Zeboim, und mit dem Knig von Bela, das Zoar heit.
Gen 14:3 Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, wo nun das Salzmeer ist.
Gen 14:4 Denn sie waren zwlf Jahre unter dem Knig Kedor-Laomor gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen.
Gen 14:5 Darum kam Kedor-Laomor und die Knige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susiter zu Ham und die Emiter in dem Felde Kirjathaim
Gen 14:6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir, bis El-Pharan, welches an die Wste stt.
Gen 14:7 Darnach wandten sie um und kamen an den Born Mispat, das ist Kades, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-Thamar wohnten.
Gen 14:8 Da zogen aus der Knig von Sodom, der Knig von Gomorra, der Knig von Adama, der Knig von Zeboim und der Knig von Bela, das Zoar heit, und rsteten sich, zu streiten im Tal Siddim
Gen 14:9 mit Kedor-Laomor, dem Knig von Elam, und mit Thideal, dem Knig der Heiden, und mit Amraphel, dem Knig von Sinear, und mit Arioch, dem Knig von Ellasar: vier Knige mit fnfen.
Gen 14:10 Das Tal Siddim aber hatte viel Erdharzgruben; und die Knige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was brigblieb, floh auf das Gebirge.
Gen 14:11 Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle Speise und zogen davon.
Gen 14:12 Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Brudersohn, und seine Habe, denn er wohnte zu Sodom, und zogen davon.
Gen 14:13 Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslnder, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde.
Gen 14:14 Als nun Abram hrte, dass sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan
Gen 14:15 und teilte sich, fiel des Nachts ber sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, das zur Linken der Stadt Damaskus liegt,
Gen 14:16 und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk.
Gen 14:17 Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Knige mit ihm, ging ihm entgegen der Knig von Sodom in das Feld, das Knigstal heit.
Gen 14:18 Aber Melchisedek, der Knig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Hchsten.
Gen 14:19 Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem hchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat;
Gen 14:20 und gelobt sei Gott der Hchste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allem.
Gen 14:21 Da sprach der Knig von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute; die Gter behalte dir.
Gen 14:22 Aber Abram sprach zu dem Knig von Sodom: Ich hebe mein Hnde auf zu dem HErrn, dem hchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat,
Gen 14:23 dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagest, du habest Abram reich gemacht;
Gen 14:24 ausgenommen, was die Jnglinge verzehrt haben; und die Mnner Aner, Eskol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die lass ihr Teil nehmen.
Gen 15:1 Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram geschah das Wort des HErrn im Gesicht und sprach: Frchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr groer Lohn.
Gen 15:2 Abram sprach aber: Herr HErr, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
Gen 15:3 Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein.
Gen 15:4 Und siehe, der HErr sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.
Gen 15:5 Und er hie ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zhle die Sterne; kannst du sie zhlen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden.
Gen 15:6 Abram glaubte dem HErrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
Gen 15:7 Und er sprach zu ihm: Ich bin der HErr, der dich von Ur in Chalda ausgefhrt hat, dass ich dir dies Land zu besitzen gebe.
Gen 15:8 Abram aber sprach: Herr HErr, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde?
Gen 15:9 Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijhrige Kuh und eine dreijhrige Ziege und einen dreijhrigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube.
Gen 15:10 Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenber; aber die Vgel zerteilte er nicht.
Gen 15:11 Und die Raubvgel fielen auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon.
Gen 15:12 Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und groe Finsternis berfiel ihn.
Gen 15:13 Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, dass dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.
Gen 15:14 Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen mssen. Darnach sollen sie ausziehen mit groem Gut.
Gen 15:15 Und du sollst fahren zu deinen Vtern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden.
Gen 15:16 Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.
Gen 15:17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stcken hin.
Gen 15:18 An dem Tage machte der HErr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser gyptens an bis an das groe Wasser Euphrat:
Gen 15:19 die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter,
Gen 15:20 die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen,
Gen 15:21 die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.
Gen 16:1 Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine gyptische Magd, die hie Hagar.
Gen 16:2 Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HErr hat mich verschlossen, dass ich nicht gebren kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen mge. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais.
Gen 16:3 Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre gyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten.
Gen 16:4 Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Frau gering gegen sich.
Gen 16:5 Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, muss ich gering sein in ihren Augen. Der HErr sei Richter zwischen mir und dir.
Gen 16:6 Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tue mit ihr, wie dir's gefllt. Da sie nun Sarai wollte demtigen, floh sie von ihr.
Gen 16:7 Aber der Engel des HErrn fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wste, nmlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur.
Gen 16:8 Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen.
Gen 16:9 Und der Engel des HErrn sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau, und demtige dich unter ihre Hand.
Gen 16:10 Und der Engel des HErrn sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, dass er vor groer Menge nicht soll gezhlt werden.
Gen 16:11 Weiter sprach der Engel des HErrn zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebren, des Namen sollst du Ismael heien, darum dass der HErr dein Elend erhrt hat.
Gen 16:12 Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn,  und wird gegen alle seine Brder wohnen.
Gen 16:13 Und sie hie den Namen des HErrn, der mit ihr redete: Du Gott siehest mich. Denn sie sprach: Gewiss habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat.
Gen 16:14 Darum hie man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared.
Gen 16:15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram hie den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael.
Gen 16:16 Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar.
Gen 17:1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HErr und sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
Gen 17:2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren.
Gen 17:3 Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:
Gen 17:4 Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Vlker werden.
Gen 17:5 Darum sollst du nicht mehr Abram heien, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Vlker
Gen 17:6 und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Vlker machen, und sollen auch Knige von dir kommen.
Gen 17:7 Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Nachkommen, dass es ein ewiger Bund sei, also dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir,
Gen 17:8 und will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein.
Gen 17:9 Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen.
Gen 17:10 Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was mnnlich ist unter euch, soll beschnitten werden.
Gen 17:11 Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
Gen 17:12 Ein jegliches Knblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles Gesinde, das daheim geboren oder erkauft ist von allerlei Fremden, die nicht eures Samens sind.
Gen 17:13 Beschnitten soll werden alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund.
Gen 17:14 Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum dass es meinen Bund unterlassen hat.
Gen 17:15 Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heien, sondern Sara soll ihr Name sein.
Gen 17:16 Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Vlker sollen aus ihr werden und Knige ber viele Vlker.
Gen 17:17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sara, neunzig Jahre alt, gebren?
Gen 17:18 Und Abraham sprach zu Gott: Ach, dass Ismael leben sollte vor dir!
Gen 17:19 Da sprach Gott: Ja, Sara, dein Weib, soll dir einen Sohn gebren, den sollst du Isaak heien; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Samen nach ihm.
Gen 17:20 Dazu um Ismael habe ich dich auch erhrt. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren gar sehr. Zwlf Frsten wird er zeugen, und ich will ihn zum groen Volk machen.
Gen 17:21 Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebren soll um diese Zeit im andern Jahr.
Gen 17:22 Und er hrte auf, mit ihm zu reden. Und Gott fuhr auf von Abraham.
Gen 17:23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was mnnlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte.
Gen 17:24 Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschnitt.
Gen 17:25 Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward.
Gen 17:26 Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn Ismael,
Gen 17:27 und was mnnlich in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten.
Gen 18:1 Und der HErr erschien ihm im Hain Mamre, da er sa an der Tr seiner Htte, da der Tag am heiesten war.
Gen 18:2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Mnner vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tr seiner Htte und bckte sich nieder zur Erde
Gen 18:3 und sprach: HErr, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht an deinem Knecht vorber.
Gen 18:4 Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure Fe waschen, und lehnet euch unter den Baum.
Gen 18:5 Und ich will einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labet; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knecht gekommen. Sie sprachen: Tue wie du gesagt hast.
Gen 18:6 Abraham eilte in die Htte zu Sara und sprach: Eile und menge drei Ma Semmelmehl, knete und backe Kuchen.
Gen 18:7 Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.
Gen 18:8 Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie aen.
Gen 18:9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Htte.
Gen 18:10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen ber ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hrte Sara hinter ihm, hinter der Tr der Htte.
Gen 18:11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also dass es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise.
Gen 18:12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein Herr ist auch alt?
Gen 18:13 Da sprach der HErr zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, das es wahr sei, dass ich noch gebren werde, so ich doch alt bin?
Gen 18:14 Sollte dem HErrn etwas unmglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen ber ein Jahr, so soll Sara einen Sohn haben.
Gen 18:15 Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie frchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also; du hast gelacht.
Gen 18:16 Da standen die Mnner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dass er sie geleitete.
Gen 18:17 Da sprach der HErr: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue,
Gen 18:18 sintemal<RF>bedeutet: weil doch<Rf> er ein groes und mchtiges Volk soll werden, und alle Vlker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen?
Gen 18:19 Denn ich wei, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, dass sie des HErrn Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HErr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheien hat.
Gen 18:20 Und der HErr sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist gro, und ihre Snden sind sehr schwer.
Gen 18:21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht also sei, dass ich's wisse.
Gen 18:22 Und die Mnner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HErrn
Gen 18:23 und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen?
Gen 18:24 Es mgen vielleicht fnfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fnfzig Gerechter willen, die darin wren?
Gen 18:25 Das sei ferne von dir, dass du das tust und ttest den Gerechten mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten.
Gen 18:26 Der HErr sprach: Finde ich fnfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort vergeben.
Gen 18:27 Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HErrn, wiewohl ich Erde und Asche bin.
Gen 18:28 Es mchten vielleicht fnf weniger denn fnfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fnf willen? Er sprach: Finde ich darin fnfundvierzig, so will ich sie nicht verderben.
Gen 18:29 Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man mchte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen.
Gen 18:30 Abraham sprach: Zrne nicht, HErr, dass ich noch mehr rede. Man mchte vielleicht dreiig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreiig darin, so will ich ihnen nichts tun.
Gen 18:31 Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden mit dem HErrn zu reden. Man mchte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen.
Gen 18:32 Und er sprach: Ach zrne nicht, HErr, dass ich nur noch einmal rede. Man mchte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.
Gen 18:33 Und der HErr ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort.
Gen 19:1 Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber sa zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bckte sich mit seinem Angesicht auf die Erde
Gen 19:2 und sprach: Siehe, liebe Herren, kehret doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibet ber Nacht; lasset eure Fe waschen, so stehet ihr morgens frh auf und ziehet eure Strae. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen ber Nacht auf der Gasse bleiben.
Gen 19:3 Da ntigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesuerte Kuchen; und sie aen.
Gen 19:4 Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden,
Gen 19:5 und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Mnner, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Fhre sie heraus zu uns, dass wir sie erkennen.
Gen 19:6 Lot ging heraus zu ihnen vor die Tr und schloss die Tr hinter sich zu
Gen 19:7 und sprach: Ach, liebe Brder, tut nicht so bel!
Gen 19:8 Siehe, ich habe zwei Tchter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefllt; allein diesen Mnnern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen.
Gen 19:9 Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich bler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tr aufbrechen,
Gen 19:10 griffen die Mnner hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tr zu.
Gen 19:11 Und die Mnner vor der Tr am Hause wurden mit Blindheit geschlagen, klein und gro, bis sie mde wurden und die Tr nicht finden konnten.
Gen 19:12 Und die Mnner sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hier einen Eidam<RF>bedeutet: Schwiegersohn<Rf> und Shne und Tchter und wer dir angehrt in der Stadt, den fhre aus dieser Sttte.
Gen 19:13 Denn wir werden diese Sttte verderben, darum dass ihr Geschrei gro ist vor dem HErrn; der hat uns gesandt, sie zu verderben.
Gen 19:14 Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Tchter nehmen sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort; denn der HErr wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lcherlich.
Gen 19:15 Da nun die Morgenrte aufging, hieen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Tchter, die vorhanden sind, dass du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt.
Gen 19:16 Da er aber verzog, ergriffen die Mnner ihn und sein Weib und seine zwei Tchter bei der Hand, darum dass der HErr ihn verschonte, und fhrten ihn hinaus und lieen ihn drauen vor der Stadt.
Gen 19:17 Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette dein Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf den Berg rette dich, dass du nicht umkommst.
Gen 19:18 Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!
Gen 19:19 Siehe, dieweil dein Knecht Gnade gefunden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit gro machen, die du an mir getan hast, dass du meine Seele am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf den Berg retten; es mchte mich ein Unfall ankommen, dass ich strbe.
Gen 19:20 Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten (ist sie doch klein), dass meine Seele lebendig bleibe.
Gen 19:21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stck dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast.
Gen 19:22 Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis dass du hineinkommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar.
Gen 19:23 Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot nach Zoar kam.
Gen 19:24 Da lie der HErr Schwefel und Feuer regnen  von dem HErrn vom Himmel herab  auf Sodom und Gomorra
Gen 19:25 und kehrte die Stdte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Stdte und was auf dem Lande gewachsen war.
Gen 19:26 Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsule.
Gen 19:27 Abraham aber machte sich des Morgens frh auf an den Ort, da er gestanden vor dem HErrn,
Gen 19:28 und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land der Gegend und schaute; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande wie ein Rauch vom Ofen.
Gen 19:29 Und es geschah, da Gott die Stdte in der Gegend verderbte, gedachte er an den Abraham und geleitete Lot aus den Stdten, die er umkehrte, darin Lot wohnte.
Gen 19:30 Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Tchtern; denn er frchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hhle mit seinen beiden Tchtern.
Gen 19:31 Da sprach die ltere zu der jngeren: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden der zu uns eingehen mge nach aller Welt Weise;
Gen 19:32 so komm, lass uns unsrem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, dass wir Samen von unsrem Vater erhalten.
Gen 19:33 Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand.
Gen 19:34 Des Morgens sprach die ltere zu der jngeren: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Lass uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, dass du hineingehest und legest dich zu ihm, dass wir Samen von unsrem Vater erhalten.
Gen 19:35 Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die jngere machte sich auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand.
Gen 19:36 Also wurden die beiden Tchter Lots schwanger von ihrem Vater.
Gen 19:37 Und die ltere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag.
Gen 19:38 Und die jngere gebar auch einen Sohn, den hie sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
Gen 20:1 Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnte zwischen Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar.
Gen 20:2 Er sprach aber von seinem Weibe Sara: Es ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der Knig zu Gerar, nach ihr und lie sie holen.
Gen 20:3 Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib.
Gen 20:4 Abimelech aber hatte sie nicht berhrt und sprach: HErr, willst du denn auch ein gerechtes Volk erwrgen?
Gen 20:5 Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist mein Bruder. Habe ich doch das getan mit einfltigem Herzen und unschuldigen Hnden.
Gen 20:6 Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich wei auch, dass du mit einfltigem Herzen das getan hast. Darum habe ich dich auch behtet, dass du nicht wider mich sndigtest, und habe es dir nicht zugegeben, dass du sie berhrtest.
Gen 20:7 So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; und lass ihn fr dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, dass du des Todes sterben musst und alles, was dein ist.
Gen 20:8 Da stand Abimelech des Morgens frh auf und rief alle seine Knechte und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute frchteten sich sehr.
Gen 20:9 Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns das getan? Und was habe ich an dir gesndigt, dass du so eine groe Snde wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, nicht wie man handeln soll.
Gen 20:10 Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen<RF>Abimelech wusste, dass Abraham Prophet ist.<Rf>, dass du solches getan hast?
Gen 20:11 Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meines Weibes willen erwrgen.
Gen 20:12 Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein Weib geworden.
Gen 20:13 Da mich aber Gott aus meines Vaters Hause wandern hie, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, dass, wo wir hinkommen, du von mir sagest, ich sei dein Bruder.
Gen 20:14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mgde und gab sie Abraham und gab ihm wieder sein Weib Sara
Gen 20:15 und sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wohne, wo dir's wohl gefllt.
Gen 20:16 Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und damit war ihr Recht verschafft.
Gen 20:17 Abraham aber betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Mgde, dass sie Kinder gebaren.
Gen 20:18 Denn der HErr hatte zuvor hart verschlossen alle Mtter des Hauses Abimelechs um Saras, Abrahams Weibes, willen.
Gen 21:1 Und der HErr suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte.
Gen 21:2 Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte.
Gen 21:3 Und Abraham hie seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar,
Gen 21:4 und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte.
Gen 21:5 Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward.
Gen 21:6 Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hren wird, der wird ber mich lachen,
Gen 21:7 und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, dass Sara Kinder suge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.
Gen 21:8 Und das Kind wuchs und ward entwhnt; und Abraham machte ein groes Mahl am Tage, da Isaak entwhnt ward.
Gen 21:9 Und Sara sah den Sohn Hagars, der gyptischen, den sie Abraham geboren hatte, dass er ein Sptter war,
Gen 21:10 und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak.
Gen 21:11 Das Wort gefiel Abraham sehr bel um seines Sohnes willen.
Gen 21:12 Aber Gott sprach zu ihm: Lass dir's nicht bel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn in Isaak soll dir der Same genannt werden.
Gen 21:13 Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum dass er deines Samens ist.
Gen 21:14 Da stand Abraham des Morgens frh auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter und den Knaben mit und lie sie von sich. Da zog sie hin und ging in der Wste irre bei Beer-Seba.
Gen 21:15 Da nun das Wasser in dem Schlauch aus war, warf sie den Knaben unter einen Strauch
Gen 21:16 und ging hin und setzte sich gegenber von fern, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenber und hob ihre Stimme auf und weinte.
Gen 21:17 Da erhrte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Frchte dich nicht; denn Gott hat erhrt die Stimme des Knaben, da er liegt.
Gen 21:18 Steh auf, nimm den Knaben und fhre ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum groen Volk machen.
Gen 21:19 Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und fllte den Schlauch mit Wasser und trnkte den Knaben.
Gen 21:20 Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnte in der Wste und ward ein guter Schtze.
Gen 21:21 Und er wohnte in der Wste Pharan, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus gyptenland.
Gen 21:22 Zu der Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust.
Gen 21:23 So schwre mir nun bei Gott, dass du mir und meinen Kindern und meinen Enkeln keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, darin du ein Fremdling bist.
Gen 21:24 Da sprach Abraham: Ich will schwren.
Gen 21:25 Und Abraham setzte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen.
Gen 21:26 Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehrt bis heute.
Gen 21:27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und sie machten beide einen Bund miteinander.
Gen 21:28 Und Abraham stellt sieben Lmmer besonders.
Gen 21:29 Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lmmer, die du besonders gestellt hast?
Gen 21:30 Er antwortete: Sieben Lmmer sollst du von meiner Hand nehmen, dass sie mir zum Zeugnis seien, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.
Gen 21:31 Daher heit die Sttte Beer-Seba<RF>bedeutet: Schwur-Brunnen oder Sieben-Brunnen<Rf>, weil sie beide miteinander da geschworen haben.
Gen 21:32 Und also machten sie den Bund zu Beer-Seba. Da machten sich auf Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land.
Gen 21:33 Abraham aber pflanzte Bume zu Beer-Seba und predigte daselbst von dem Namen des HErrn, des ewigen Gottes.
Gen 21:34 Und er war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit.
Gen 22:1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
Gen 22:2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.
Gen 22:3 Da stand Abraham des Morgens frh auf und grtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.
Gen 22:4 Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Sttte von ferne
Gen 22:5 und sprach zu seinen Knechten: Bleibet ihr hier mit dem Esel! Ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.
Gen 22:6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander.
Gen 22:7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?
Gen 22:8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.
Gen 22:9 Und als sie kamen an die Sttte, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz
Gen 22:10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.
Gen 22:11 Da rief ihm der Engel des HErrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Gen 22:12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun wei ich, dass du Gott frchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
Gen 22:13 Da hob Abraham sein Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hrnern hangen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.
Gen 22:14 Und Abraham hie die Sttte: Der HErr siehet. Daher man noch heutigestages sagt: Auf dem Berge, da der HErr siehet.
Gen 22:15 Und der Engel des HErrn rief Abraham abermals vom Himmel
Gen 22:16 und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HErr, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont,
Gen 22:17 dass ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde;
Gen 22:18 und durch deinen Samen sollen alle Vlker auf Erden gesegnet werden, darum dass du meiner Stimme gehorcht hast.
Gen 22:19 Also kehrte Abraham wieder zu seinen Knechten; und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba; und er wohnte daselbst.
Gen 22:20 Nach diesen Geschichten begab sich's, dass Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor,
Gen 22:21 nmlich Uz, den Erstgeborenen, und Buz, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen,
Gen 22:22 und Chesed und Haso und Phildas und Jedlaph und Bethuel.
Gen 22:23 Bethuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder.
Gen 22:24 Und sein Kebsweib<RF>eine aus dem Sklavenstand stammende Nebenfrau<Rf>, mit Namen Rehuma, gebar auch, nmlich den Tebah, Gaham, Thahas und Maacha.
Gen 23:1 Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt
Gen 23:2 und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heit, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte.
Gen 23:3 Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach:
Gen 23:4 Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch; gebt mir ein Erbbegrbnis bei euch, dass ich meinen Toten begrabe, der vor mir liegt.
Gen 23:5 Da antworteten Abraham die Kinder Heth und sprachen zu ihm:
Gen 23:6 Hre uns, lieber Herr! Du bist ein Frst Gottes unter uns, begrabe deinen Toten in unsren vornehmsten Grbern; kein Mensch soll dir unter uns wehren, dass du in seinem Grabe begrabest deinen Toten.
Gen 23:7 Da stand Abraham auf und bckte sich vor dem Volk des Landes, vor den Kindern Heth.
Gen 23:8 Und er redete mit ihnen und sprach: Gefllt es euch, dass ich meinen Toten, der vor mir liegt, begrabe, so hrt mich und bittet fr mich Ephron, den Sohn Zohars,
Gen 23:9 dass er mir gebe seine zwiefache Hhle, die er hat am Ende seines Ackers; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, unter euch zum Erbbegrbnis.
Gen 23:10 Ephron aber sa unter den Kindern Heth. Da antwortete Ephron, der Hethiter, Abraham, dass zuhrten die Kinder Heth, vor allen, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und sprach:
Gen 23:11 Nein, mein Herr, sondern hre mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Hhle darin dazu und bergebe dir's vor den Augen der Kinder meines Volkes, zu begraben deinen Toten.
Gen 23:12 Da bckte sich Abraham vor dem Volk des Landes
Gen 23:13 und redete mit Ephron, dass zuhrte das Volk des Landes, und sprach: Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld fr den Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Toten daselbst begraben.
Gen 23:14 Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm:
Gen 23:15 Mein Herr, hre doch mich! Das Feld ist vierhundert Lot Silber wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Toten!
Gen 23:16 Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar, das er gesagt hatte, dass zuhrten die Kinder Heth, vierhundert Lot Silber, das im Kauf gang und gbe war.
Gen 23:17 Also ward Ephrons Acker, darin die zwiefache Hhle ist, Mamre gegenber, Abraham zum eigenen Gut besttigt mit der Hhle darin und mit allen Bumen auf dem Acker umher,
Gen 23:18 dass die Kinder Heth zusahen und alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen.
Gen 23:19 Darnach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Hhle des Ackers, die zwiefach ist, Mamre gegenber, das ist Hebron, im Lande Kanaan.
Gen 23:20 Also ward besttigt der Acker und die Hhle darin Abraham zum Erbbegrbnis von den Kindern Heth.
Gen 24:1 Abraham war alt und wohl betagt, und der HErr hatte ihn gesegnet allenthalben.
Gen 24:2 Und er sprach zu dem ltesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Gtern vorstand: Lege deine Hand unter meine Hfte
Gen 24:3 und schwre mir bei dem HErrn, dem Gott des Himmels und der Erde, dass du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Tchtern der Kanaaniter, unter welchen ich wohne,
Gen 24:4 sondern dass du ziehest in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib.
Gen 24:5 Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Land, soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du gezogen bist?
Gen 24:6 Abraham sprach zu ihm: Davor hte dich, dass du meinen Sohn nicht wieder dahin bringest.
Gen 24:7 Der HErr, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat, der mir geredet hat und mir auch geschworen hat und gesagt: Dies Land will ich deinem Samen geben,  der wird seinen Engel vor dir her senden, dass du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest.
Gen 24:8 So aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin.
Gen 24:9 Da legte der Knecht seine Hand unter die Hfte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm solches.
Gen 24:10 Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Gter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien zu der Stadt Nahors.
Gen 24:11 Da lie er die Kamele sich lagern drauen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wo die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schpfen,
Gen 24:12 und sprach: HErr, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham!
Gen 24:13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Tchter in dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schpfen.
Gen 24:14 Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug und lass mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch trnken:  das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, dass du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan habest.
Gen 24:15 Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milka war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war, und trug einen Krug auf ihrer Achsel.
Gen 24:16 Und sie war eine sehr schne Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen und fllte den Krug und stieg herauf.
Gen 24:17 Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken.
Gen 24:18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und eilend lie sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
Gen 24:19 Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schpfen, bis sie alle getrunken haben.
Gen 24:20 Und eilte und goss den Krug aus in die Trnke und lief abermals zum Brunnen, zu schpfen, und schpfte allen seinen Kamelen.
Gen 24:21 Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der HErr zu seiner Reise Gnade gegeben htte oder nicht.
Gen 24:22 Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Lot schwer, und zwei Armringe an ihre Hnde, zehn Lot Goldes schwer,
Gen 24:23 und sprach: Wes Tochter bist du? das sage mir doch. Haben wir auch Raum in deines Vaters Hause, zu herbergen?
Gen 24:24 Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor geboren hat.
Gen 24:25 Und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, zu herbergen.
Gen 24:26 Da neigte sich der Mann und betete den HErrn an
Gen 24:27 und sprach: Gelobt sei der HErr, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der HErr hat mich den Weg gefhrt zum Hause des Bruders meines Herrn.
Gen 24:28 Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause.
Gen 24:29 Und Rebekka hatte einen Bruder, der hie Laban; und Laban lief zu dem Mann drauen bei dem Brunnen.
Gen 24:30 Und als er sah den Reif und die Armringe an seiner Schwester Hnden und hrte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, dass sie sprach: Also hat mir der Mann gesagt,  kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen.
Gen 24:31 Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HErrn! Warum stehst du drauen? Ich habe das Haus gerumt und fr die Kamele auch Raum gemacht.
Gen 24:32 Also fhrte er den Mann ins Haus und zumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, zu waschen seine Fe und die Fe der Mnner, die mit ihm waren,
Gen 24:33 und setzte ihm Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis dass ich zuvor meine Sache vorgebracht habe. Sie antworteten: Sage an!
Gen 24:34 Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht.
Gen 24:35 Und der HErr hat meinen Herrn reichlich gesegnet, dass er gro geworden ist, und hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Mgde, Kamele und Esel gegeben.
Gen 24:36 Dazu hat Sara, meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat.
Gen 24:37 Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn kein Weib nehmen von den Tchtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne,
Gen 24:38 sondern ziehe hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib.
Gen 24:39 Ich aber sprach zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen will?
Gen 24:40 Da sprach er zu mir: Der HErr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, dass du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause.
Gen 24:41 Alsdann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du zu meiner Freundschaft kommst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines Eides quitt.
Gen 24:42 Also kam ich heute zum Brunnen und sprach: HErr, Gott meines Herrn Abraham, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, auf der ich bin,
Gen 24:43 siehe, so steh ich hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau herauskommt, zu schpfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug,
Gen 24:44 und sie wird sagen: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schpfen:  die sei das Weib, das der HErr meines Herrn Sohne beschert hat.
Gen 24:45 Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und geht hinab zum Brunnen und schpft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken.
Gen 24:46 Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach: Trinke, und deine Kamele will ich auch trnken. Also trank ich, und sie trnkte die Kamele auch.
Gen 24:47 Und ich fragte sie und sprach: Wes Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da legte ich einen Reif an ihre Stirn und Armringe an ihre Hnde
Gen 24:48 und neigte mich und betete den HErrn an und lobte den HErrn, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefhrt hat, dass ich seinem Sohn die Tochter nehme des Bruders meines Herrn.
Gen 24:49 Seid ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's; wo nicht, so sagt mir's auch, dass ich mich wende zur Rechten oder zur Linken.
Gen 24:50 Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt vom HErrn; darum knnen wir nichts wider dich reden, weder Bses noch Gutes;
Gen 24:51 da ist Rebekka vor dir, nimm sie und zieh hin, dass sie das Weib sei des Sohnes deines Herrn, wie der HErr geredet hat.
Gen 24:52 Da diese Worte hrte Abrahams Knecht, bckte er sich vor dem HErrn zur Erde
Gen 24:53 und zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und gab sie Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Wrze.
Gen 24:54 Da a und trank er samt den Mnnern, die mit ihm waren, und blieb ber Nacht allda. Des Morgens aber stand er auf und sprach: Lasst mich ziehen zu meinem Herrn.
Gen 24:55 Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: Lass doch die Dirne einen Tag oder zehn bei uns bleiben; darnach sollst du ziehen.
Gen 24:56 Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf; denn der HErr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasset mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.
Gen 24:57 Da sprachen sie: Lasst uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu sagt.
Gen 24:58 Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Mann ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm.
Gen 24:59 Also lieen sie Rebekka, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme samt Abrahams Knecht und seinen Leuten.
Gen 24:60 Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsre Schwester; wachse in vieltausendmal tausend, und dein Same besitze die Tore seiner Feinde.
Gen 24:61 Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin.
Gen 24:62 Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnte im Lande gegen Mittag)
Gen 24:63 und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen.
Gen 24:64 Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilend vom Kamel
Gen 24:65 und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann, der uns entgegenkommt auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel und verhllte sich.
Gen 24:66 Und der Knecht erzhlte Isaak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte.
Gen 24:67 Da fhrte sie Isaak in die Htte seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie ward sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getrstet ber seine Mutter.
Gen 25:1 Abraham nahm wieder ein Weib, die hie Ketura.
Gen 25:2 Die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah.
Gen 25:3 Joksan aber zeugte Saba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: die Assuriter, die Letusiter und die Leumiter.
Gen 25:4 Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura.
Gen 25:5 Und Abraham gab all sein Gut Isaak.
Gen 25:6 Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er Geschenke und lie sie von seinem Sohn Isaak ziehen, dieweil er noch lebte, gegen Aufgang in das Morgenland.
Gen 25:7 Das aber ist Abrahams Alter, das er gelebt hat: hundertfnfundsiebzig Jahre.
Gen 25:8 Und er nahm ab und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und lebenssatt war, und ward zu seinem Volk gesammelt.
Gen 25:9 Und es begruben ihn seine Shne Isaak und Ismael in der zwiefachen Hhle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, die da liegt Mamre gegenber,
Gen 25:10 in dem Felde, das Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte. Da ist Abraham begraben mit Sara, seinem Weibe.
Gen 25:11 Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden.
Gen 25:12 Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Saras aus gypten;
Gen 25:13 und das sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Ismaels, Nebajoth,  Kedar, Abdeel, Mibsam,
Gen 25:14 Misma, Duma, Massa,
Gen 25:15 Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma.
Gen 25:16 Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Hfen und Zeltdrfern, zwlf Frsten ber ihre Leute.
Gen 25:17 Und das ist das Alter Ismaels: hundert und siebenunddreiig Jahre. Und er nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk.
Gen 25:18 Und sie wohnten von Hevila an bis gen Sur vor gypten und bis wo man nach Assyrien geht. Er lie sich aber nieder gegen alle seine Brder.
Gen 25:19 Dies ist das Geschlecht Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak.
Gen 25:20 Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers, Schwester.
Gen 25:21 Isaak aber bat den HErrn fr sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HErr lie sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger.
Gen 25:22 Und die Kinder stieen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? Und sie ging hin, den HErrn zu fragen.
Gen 25:23 Und der HErr sprach zu ihr: Zwei Vlker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern berlegen sein, und der ltere wird dem Jngeren dienen.
Gen 25:24 Da nun die Zeit kam, dass sie gebren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.
Gen 25:25 Der erste, der herauskam, war rtlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau.
Gen 25:26 Darnach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau; und sie hieen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie geboren wurden.
Gen 25:27 Und da nun die Knaben gro wurden, ward Esau ein Jger und streifte auf dem Felde, Jakob aber ein sanfter Mann und blieb in den Htten.
Gen 25:28 Und Isaak hatte Esau lieb und a gern von seinem Weidwerk; Rebekka aber hatte Jakob lieb.
Gen 25:29 Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Felde und war mde
Gen 25:30 und sprach zu Jakob: Lass mich kosten das rote Gericht; denn ich bin mde. Daher heit er Edom<RF>Edom ist hebrisch und heit der Rote.<Rf>.
Gen 25:31 Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt.
Gen 25:32 Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir denn die Erstgeburt?
Gen 25:33 Jakob sprach: So schwre mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt.
Gen 25:34 Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er a und trank und stand auf und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt.
Gen 26:1 Es kam aber eine Teuerung ins Land nach der vorigen, so zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister Knig, gen Gerar.
Gen 26:2 Da erschien ihm der HErr und sprach: Ziehe nicht hinab nach gypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage.
Gen 26:3 Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Lnder geben und will meinen Eid besttigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe,
Gen 26:4 und will deinem Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Lnder geben. Und durch deinen Samen sollen alle Vlker auf Erden gesegnet werden,
Gen 26:5 darum dass Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz.
Gen 26:6 Also wohnte Isaak zu Gerar.
Gen 26:7 Und wenn die Leute an demselben Ort fragten nach seinem Weibe, so sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er frchtete sich zu sagen: Sie ist mein Weib; sie mchten mich erwrgen um Rebekkas willen; denn sie war schn von Angesicht.
Gen 26:8 Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister Knig, durchs Fenster und ward gewahr, dass Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebekka.
Gen 26:9 Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich gedachte, ich mchte vielleicht sterben mssen um ihretwillen.
Gen 26:10 Abimelech sprach: Warum hast du denn uns das getan? Es wre leicht geschehen, dass jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt htte, und httest also eine Schuld auf uns gebracht.
Gen 26:11 Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben.
Gen 26:12 Und Isaak ste in dem Lande und erntete desselben Jahres hundertfltig; denn der HErr segnete ihn.
Gen 26:13 Und er ward ein groer Mann und nahm immer mehr zu, bis er sehr gro ward,
Gen 26:14 dass er viel Gut hatte an kleinem und groem Vieh und ein groes Gesinde. Darum beneideten ihn die Philister
Gen 26:15 und verstopften alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben hatten zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und fllten sie mit Erde;
Gen 26:16 dass auch Abimelech zu ihm sprach: Ziehe von uns, denn du bist uns zu mchtig geworden.
Gen 26:17 Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und wohnte allda
Gen 26:18 und lie die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten gegraben hatten, welche die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit denselben Namen, mit denen sie sein Vater genannt hatte.
Gen 26:19 Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers.
Gen 26:20 Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hie er den Brunnen Esek, darum dass sie ihm da unrecht getan hatten.
Gen 26:21 Da gruben sie einen andern Brunnen. Darber zankten sie auch, darum hie er ihn Sitna<RF>Esek heit Streit und Sitna Anfeindung.<Rf>.
Gen 26:22 Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen. Darber zankten sie sich nicht; darum hie er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns der HErr Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande.
Gen 26:23 Darnach zog er von dannen gen Beer-Seba.
Gen 26:24 Und der HErr erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin deines Vaters Abraham Gott. Frchte dich nicht; denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechtes Abraham willen.
Gen 26:25 Da baute er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HErrn und richtete daselbst seine Htte auf, und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen.
Gen 26:26 Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahussath, sein Freund, und Phichol, sein Feldhauptmann.
Gen 26:27 Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasset ihr mich doch und habt mich von euch getrieben.
Gen 26:28 Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, dass der HErr mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir machen,
Gen 26:29 dass du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des HErrn.
Gen 26:30 Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aen und tranken.
Gen 26:31 Und des Morgens frh standen sie auf und schwur einer dem andern; und Isaak lie sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden.
Gen 26:32 Desselben Tages kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.
Gen 26:33 Und er nannte ihn Seba; daher heit die Stadt Beer-Seba bis auf den heutigen Tag.
Gen 26:34 Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters.
Gen 26:35 Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid.
Gen 27:1 Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen lteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich.
Gen 27:2 Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und wei nicht, wann ich sterben soll.
Gen 27:3 So nimm nun dein Gerte, Kcher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret,
Gen 27:4 und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, dass ich esse, dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe.
Gen 27:5 Rebekka aber hrte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbrchte.
Gen 27:6 Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehrt deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen:
Gen 27:7 Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HErrn, ehe ich sterbe.
Gen 27:8 So hre nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heie.
Gen 27:9 Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Bcklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat.
Gen 27:10 Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tode.
Gen 27:11 Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt;
Gen 27:12 so mchte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich wrde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betrgen wollte, und brchte ber mich einen Fluch und nicht einen Segen.
Gen 27:13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir.
Gen 27:14 Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gerne hatte,
Gen 27:15 und nahm Esaus, ihres lteren Sohnes, kstliche Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem jngeren Sohn;
Gen 27:16 aber die Felle von den Bcklein tat sie ihm um seine Hnde und wo er glatt war am Halse,
Gen 27:17 und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes.
Gen 27:18 Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn?
Gen 27:19 Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Steh auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne.
Gen 27:20 Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald gefunden? Er antwortete: Der HErr, dein Gott, bescherte mir's.
Gen 27:21 Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau seiest oder nicht.
Gen 27:22 Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hnde sind Esaus Hnde.
Gen 27:23 Und er kannte ihn nicht; denn seine Hnde waren rauh wie Esaus, seines Bruders, Hnde. Und er segnete ihn
Gen 27:24 und sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin's.
Gen 27:25 Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, dass dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er a, und trug ihm auch Wein hinein, und er trank.
Gen 27:26 Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und ksse mich, mein Sohn.
Gen 27:27 Er trat hinzu und ksste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der HErr gesegnet hat.
Gen 27:28 Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Flle.
Gen 27:29 Vlker mssen dir dienen, und Leute mssen dir zu Fue fallen. Sei ein Herr ber deine Brder, und deiner Mutter Kinder mssen dir zu Fue fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet.
Gen 27:30 Als nun Isaak vollendet hatte den Segen ber Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd
Gen 27:31 und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne.
Gen 27:32 Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn.
Gen 27:33 Da entsetzte sich Isaak ber die Maen sehr und sprach: Wer ist denn der Jger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben.
Gen 27:34 Als Esau diese Rede seines Vaters hrte, schrie er laut und ward ber die Maen sehr betrbt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater!
Gen 27:35 Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen hinweg.
Gen 27:36 Da sprach er: Er heit wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal berlistet. Meine Erstgeburt hat er dahin; und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten?
Gen 27:37 Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn ber dich gesetzt, und alle seine Brder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn?
Gen 27:38 Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte.
Gen 27:39 Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher.
Gen 27:40 Von deinem Schwerte wirst du dich nhren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, dass du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reien wirst.
Gen 27:41 Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muss; dann will ich meinen Bruder Jakob erwrgen.
Gen 27:42 Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres lteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und lie Jakob, ihren jngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, dass er dich erwrgen will.
Gen 27:43 Und nun hre meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran
Gen 27:44 und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt
Gen 27:45 und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergisst, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag?
Gen 27:46 Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdriet, zu leben vor den Tchter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Tchter Heth wie diese, von den Tchtern des Landes, was soll mir das Leben?
Gen 28:1 Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Tchtern Kanaans;
Gen 28:2 sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Tchtern Labans, des Bruders deiner Mutter.
Gen 28:3 Aber der allmchtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du werdest ein Haufe Vlker,
Gen 28:4 und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, dass du besitzest das Land, darin du Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat.
Gen 28:5 Also fertigte Isaak den Jakob ab, dass er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter.
Gen 28:6 Als nun Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, dass er daselbst ein Weib nhme, und dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Tchtern Kanaans,
Gen 28:7 und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog,
Gen 28:8 sah auch, dass Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Tchter Kanaans:
Gen 28:9 ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe.
Gen 28:10 Aber Jakob zog aus von Beer-Seba und reiste gen Haran
Gen 28:11 und kam an einen Ort, da blieb er ber Nacht; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Hupten und legte sich an dem Ort schlafen.
Gen 28:12 Und ihm trumte; und siehe, eine Leiter stand auf der Erde, die rhrte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder;
Gen 28:13 und der HErr stand obendarauf und sprach: Ich bin der HErr, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinem Samen geben.
Gen 28:14 Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.
Gen 28:15 Und siehe, ich bin mit dir und will dich behten, wo du hin ziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis dass ich tue alles, was ich dir geredet habe.
Gen 28:16 Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiss ist der HErr an diesem Ort, und ich wusste es nicht;
Gen 28:17 und frchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Sttte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.
Gen 28:18 Und Jakob stand des Morgens frh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Hupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und goss l obendarauf
Gen 28:19 und hie die Sttte Beth-El; zuvor aber hie die Stadt Lus.
Gen 28:20 Und Jakob tat ein Gelbde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen
Gen 28:21 und mich in Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HErr mein Gott sein;
Gen 28:22 und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
Gen 29:1 Da hob Jakob seine Fe auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt,
Gen 29:2 und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu trnken, und ein groer Stein lag vor dem Loch des Brunnens.
Gen 29:3 Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wlzen und die Schafe zu trnken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Sttte.
Gen 29:4 Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran.
Gen 29:5 Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl.
Gen 29:6 Er sprach: Geht es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.
Gen 29:7 Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; trnket doch die Schafe und gehet hin und weidet sie.
Gen 29:8 Sie antworteten: Wir knnen nicht, bis dass alle Herden zusammengebracht werden und wir den Stein von des Brunnens Loch wlzen und also die Schafe trnken.
Gen 29:9 Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie htete die Schafe.
Gen 29:10 Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und wlzte den Stein von dem Loch des Brunnens und trnkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.
Gen 29:11 Und er ksste Rahel und weinte laut
Gen 29:12 und sagte ihr an, dass er ihres Vaters Bruder wre und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an.
Gen 29:13 Da aber Laban hrte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und ksste ihn und fhrte ihn in sein Haus. Da erzhlte er dem Laban alle diese Sachen.
Gen 29:14 Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und da er nun einen Monat lang bei ihm gewesen war,
Gen 29:15 sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein?
Gen 29:16 Laban aber hatte zwei Tchter; die ltere hie Lea und die jngere Rahel.
Gen 29:17 Aber Lea hatte ein bldes Gesicht, Rahel war hbsch und schn.
Gen 29:18 Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jngere Tochter, dienen.
Gen 29:19 Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir.
Gen 29:20 Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als wren's einzelne Tage, so lieb hatte er sie.
Gen 29:21 Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, dass ich zu ihr gehe.
Gen 29:22 Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl.
Gen 29:23 Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr.
Gen 29:24 Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd.
Gen 29:25 Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?
Gen 29:26 Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unsrem Lande, dass man die jngere ausgebe vor der lteren.
Gen 29:27 Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst.
Gen 29:28 Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe
Gen 29:29 und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.
Gen 29:30 Also ging er auch zu Rahel ein, und hatte Rahel lieber als Lea; und diente bei ihm frder die andern sieben Jahre.
Gen 29:31 Da aber der HErr sah, dass Lea unwert war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.
Gen 29:32 Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hie sie Ruben, und sprach: Der HErr hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann liebhaben.
Gen 29:33 Und ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HErr hat gehrt, dass ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und hie ihn Simeon.
Gen 29:34 Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Shne geboren. Darum hie sie ihn Levi.
Gen 29:35 Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HErrn danken. Darum hie sie ihn Juda. Und hrte auf, Kinder zu gebren.
Gen 30:1 Da Rahel sah, dass sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich.
Gen 30:2 Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will.
Gen 30:3 Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, dass sie auf meinen Scho gebre und ich doch durch sie aufgebaut werde.
Gen 30:4 Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr.
Gen 30:5 Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
Gen 30:6 Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhrt und mir einen Sohn gegeben. Darum hie sie ihn Dan.
Gen 30:7 Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn.
Gen 30:8 Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hie ihn Naphthali.
Gen 30:9 Da nun Lea sah, dass sie aufgehrt hatte zu gebren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
Gen 30:10 Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn.
Gen 30:11 Da sprach Lea: Rstig! Und hie ihn Gad.
Gen 30:12 Darnach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn.
Gen 30:13 Da sprach Lea: Wohl mir! denn mich werden selig preisen die Tchter. Und hie ihn Asser.
Gen 30:14 Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebespfel auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebespfeln deines Sohnes einen Teil.
Gen 30:15 Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebespfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Liebespfel deines Sohnes.
Gen 30:16 Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen; denn ich habe dich erkauft um die Liebespfel meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
Gen 30:17 Und Gott erhrte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den fnften Sohn
Gen 30:18 und sprach Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hie ihn Isaschar.
Gen 30:19 Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn,
Gen 30:20 und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann doch bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Shne geboren. Und hie ihn Sebulon.
Gen 30:21 Darnach gebar sie eine Tochter, die hie sie Dina.
Gen 30:22 Gott gedachte aber an Rahel und erhrte sie und machte sie fruchtbar.
Gen 30:23 Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen.
Gen 30:24 Und hie ihn Joseph und sprach: Der HErr wolle mir noch einen Sohn dazugeben!
Gen 30:25 Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Lass mich ziehen und reisen an meinen Ort in mein Land.
Gen 30:26 Gib mir meine Weiber und meine Kinder, um die ich dir gedient habe, dass ich ziehe; denn du weit, wie ich dir gedient habe.
Gen 30:27 Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spre, dass mich der HErr segnet um deinetwillen;
Gen 30:28 bestimme den Lohn, den ich dir geben soll.
Gen 30:29 Er aber sprach zu ihm: Du weit, wie ich dir gedient habe und was du fr Vieh hast unter mir.
Gen 30:30 Du hattest wenig, ehe ich her kam, nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HErr hat dich gesegnet durch meinen Fu. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen?
Gen 30:31 Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben; sondern so du mir tun willst, was ich sage, so will ich wiederum weiden und hten deine Schafe.
Gen 30:32 Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt fallen wird, das soll mein Lohn sein.
Gen 30:33 So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, dass ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also dass, was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Lmmern, das sei ein Diebstahl bei mir.
Gen 30:34 Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast.
Gen 30:35 Und sonderte des Tages die sprenkligen und bunten Bcke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur was Weies daran war, und alles, was schwarz war unter den Lmmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder
Gen 30:36 und machte Raum drei Tagereisen weit zwischen sich und Jakob. Also weidete Jakob die brigen Herden Labans.
Gen 30:37 Jakob aber nahm Stbe von grnen Pappelbumen, Haseln und Kastanien und schlte weie Streifen daran, dass an den Stben das Wei blo ward,
Gen 30:38 und legte die Stbe, die er geschlt hatte, in die Trnkrinnen vor die Herden, die kommen mussten, zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kmen.
Gen 30:39 Also empfingen die Herden ber den Stben und brachten Sprenklinge, Gefleckte und Bunte.
Gen 30:40 Da schied Jakob die Lmmer und richtete die Herde mit dem Angesicht gegen die Gefleckten und Schwarzen in der Herde Labans und machte sich eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans.
Gen 30:41 Wenn aber der Lauf der Frhling-Herde war, legte er die Stbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie ber den Stben empfingen;
Gen 30:42 aber in der Sptlinge Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Sptlinge des Laban, aber die Frhlinge des Jakob.
Gen 30:43 Daher ward der Mann ber die Maen reich, dass er viele Schafe, Mgde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
Gen 31:1 Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, dass sie sprachen: Jakob hat alles Gut unsres Vaters an sich gebracht, und von unsres Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwege gebracht.
Gen 31:2 Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern.
Gen 31:3 Und der HErr sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Vter Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein.
Gen 31:4 Da sandte Jakob hin und lie rufen Rahel und Lea aufs Feld zu seiner Herde
Gen 31:5 und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, dass es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen.
Gen 31:6 Und ihr wisset, dass ich aus allen meinen Krften eurem Vater gedient habe.
Gen 31:7 Und er hat mich getuscht und nun zehnmal meinen Lohn verndert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, dass er mir Schaden tte.
Gen 31:8 Wenn er sprach: Die Bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Bunte. Wenn er aber sprach: Die Sprenkligen sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Sprenklinge.
Gen 31:9 Also hat Gott die Gter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben.
Gen 31:10 Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hob ich meine Augen auf und sah im Traum, und siehe, die Bcke, die auf die Herde sprangen, waren sprenklig, gefleckt und bunt.
Gen 31:11 Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hier bin ich.
Gen 31:12 Er aber sprach: Hebe deine Augen, und siehe, alle Bcke, die auf die Herde springen, sind sprenklig, gefleckt und bunt; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut.
Gen 31:13 Ich bin der Gott zu Beth-El, da du den Stein gesalbt hast und mir daselbst ein Gelbde getan. Nun mache dich auf und zieh aus diesem Land und zieh wieder in das Land deiner Freundschaft.
Gen 31:14 Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsres Vaters Hause.
Gen 31:15 Hat er uns doch gehalten wie die Fremden; denn er hat uns verkauft und unsren Lohn verzehrt;
Gen 31:16 darum hat Gott unsrem Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsren Kindern. Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue.
Gen 31:17 Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele
Gen 31:18 und fhrte weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er zu Mesopotamien erworben hatte, dass er kme zu Isaak, seinem Vater, ins Land Kanaan.
Gen 31:19 (Laban aber war gegangen, seine Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Gtzen.
Gen 31:20 Also tuschte Jakob den Laban zu Syrien damit, dass er ihm nicht ansagte, dass er floh.
Gen 31:21 Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr ber den Strom (Euphrat) und richtete sich nach dem Berge Gilead.
Gen 31:22 Am dritten Tage ward Laban angesagt, dass Jakob geflohen wre.
Gen 31:23 Und er nahm seine Brder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilte ihn auf dem Berge Gilead.
Gen 31:24 Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Hte dich, dass du mit Jakob nicht anders redest als freundlich.
Gen 31:25 Und Laban nahte zu Jakob. Jakob aber hatte seine Htte aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Brdern schlug seine Htte auch auf auf dem Berge Gilead.
Gen 31:26 Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getuscht hast und hast meine Tchter entfhrt, als wenn sie durchs Schwert gefangen wren?
Gen 31:27 Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, dass ich dich htte geleitet mit Freuden, mit Singen, mit Pauken und Harfen?
Gen 31:28 Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Tchter kssen? Nun, du hast tricht getan.
Gen 31:29 Und ich htte wohl so viel Macht, dass ich euch knnte bles tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Hte dich, dass du mit Jakob nicht anders als freundlich redest.
Gen 31:30 Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so sehr nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Gtter gestohlen?
Gen 31:31 Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich frchtete mich und dachte, du wrdest deine Tchter von mir reien.
Gen 31:32 Bei welchem du aber deine Gtter findest, der sterbe hier vor unsren Brdern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wusste aber nicht, dass sie Rahel gestohlen hatte.
Gen 31:33 Da ging Laban in die Htten Jakobs und Leas und der beiden Mgde, und fand nichts; und ging aus der Htte Leas in die Htte Rahels.
Gen 31:34 Da nahm Rahel die Gtzen und legte sie unter den Kamelsattel und setzte sich darauf. Laban aber betastete die ganze Htte und fand nichts.
Gen 31:35 Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zrne nicht, denn ich kann nicht aufstehen vor dir, denn es geht mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Gtzen nicht, wie sehr er suchte.
Gen 31:36 Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich missgehandelt oder gesndigt, dass du so auf mich erhitzt bist?
Gen 31:37 Du hast all meinen Hausrat betastet. Was hast du von deinem Hausrat gefunden? Lege das dar vor meinen und deinen Brdern, dass sie zwischen uns beiden richten.
Gen 31:38 Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen;
Gen 31:39 was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es bezahlen; du fordertest es von meiner Hand, es mochte mir des Tages oder des Nachts gestohlen sein.
Gen 31:40 Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen.
Gen 31:41 Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Tchter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal verndert.
Gen 31:42 Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und die Furcht Isaaks, auf meiner Seite gewesen wre, du httest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und meine Mhe angesehen und hat dich gestern gestraft.
Gen 31:43 Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Tchter sind meine Tchter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich meinen Tchtern heute oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben?
Gen 31:44 So komm nun und lass uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir.
Gen 31:45 Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal
Gen 31:46 und sprach zu seinen Brdern: Leset Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und aen auf dem Haufen.
Gen 31:47 Und Laban hie ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hie ihn Gilead.
Gen 31:48 Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heit man ihn Gilead)
Gen 31:49 und sei eine Warte; denn er sprach: Der HErr sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen,
Gen 31:50 wo du meine Tchter bedrckst oder andere Weiber dazunimmst ber meine Tchter. Es ist hier kein Mensch mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir.
Gen 31:51 Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir.
Gen 31:52 Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wenn ich herberfahre zu dir oder du herberfhrst zu mir ber diesen Haufen und dies Mal, zu beschdigen.
Gen 31:53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors, der Gott ihres Vaters sei Richter zwischen uns.
Gen 31:54 Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge ber Nacht.
Gen 32:1 Des Morgens aber stand Laban frh auf, ksste seine Kinder und Tchter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort.
Gen 32:2 Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes.
Gen 32:3 Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hie die Sttte Mahanaim.
Gen 32:4 Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in die Gegend Edoms,
Gen 32:5 und befahl ihnen und sprach: Also sagt meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob lsst dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange auen gewesen
Gen 32:6 und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mgde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, dass ich Gnade vor deinen Augen fnde.
Gen 32:7 Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau; und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann.
Gen 32:8 Da frchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere
Gen 32:9 Bund sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlgt es, so wird das brige entrinnen.
Gen 32:10 Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HErr, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohltun! 
Gen 32:11 ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, da ich ber diesen Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere geworden.
Gen 32:12 Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich frchte mich vor ihm, dass er nicht komme und schlage mich, die Mtter samt den Kindern.
Gen 32:13 Du hast gesagt ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zhlen kann vor der Menge.
Gen 32:14 Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vorhanden hatte, ein Geschenk fr seinen Bruder Esau:
Gen 32:15 zweihundert Ziegen, zwanzig Bcke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder
Gen 32:16 und dreiig sugende Kamele mit ihren Fllen, vierzig Khe und zehn Farren<RF>bedeutet: Stier, Bulle<Rf>, zwanzig Eselinnen mit zehn Fllen,
Gen 32:17 und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern;
Gen 32:18 und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehrst du an, und wo willst du hin, und wes ist's, was du vor dir treibst?
Gen 32:19 sollst du sagen: Es gehrt deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her.
Gen 32:20 Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau, wenn ihr ihm begegnet;
Gen 32:21 und saget ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte: Ich will ihn vershnen mit dem Geschenk, das vor mir her geht; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen.
Gen 32:22 Also ging das Geschenk vor ihm her; aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer
Gen 32:23 und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Mgde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok,
Gen 32:24 nahm sie und fhrte sie ber das Wasser, dass hinberkam, was er hatte,
Gen 32:25 und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenrte anbrach.
Gen 32:26 Und da er sah, dass er ihn nicht bermochte, rhrte er das Gelenk seiner Hfte an; und das Gelenk der Hfte Jakobs ward ber dem Ringen mit ihm verrenkt.
Gen 32:27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenrte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
Gen 32:28 Er sprach: Wie heiest du? Er antwortete: Jakob.
Gen 32:29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heien, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekmpft und bist obgelegen.
Gen 32:30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heiest du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heie? Und er segnete ihn daselbst.
Gen 32:31 Und Jakob hie die Sttte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen.
Gen 32:32 Und als er an Pniel vorberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hfte.
Gen 32:33 Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hfte bis auf den heutigen Tag, darum dass die Spannader an dem Gelenk der Hfte Jakobs angerhrt ward.
Gen 33:1 Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Mgden
Gen 33:2 und stellte die Mgde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt.
Gen 33:3 Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam.
Gen 33:4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und ksste ihn; und sie weinten.
Gen 33:5 Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat.
Gen 33:6 Und die Mgde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm.
Gen 33:7 Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm.
Gen 33:8 Und er sprach: Was willst du mit all dem Heere, dem ich begegnet bin? Er antwortete: dass ich Gnade fnde vor meinem Herrn.
Gen 33:9 Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte was du hast.
Gen 33:10 Jakob antwortete: Ach, nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als she ich Gottes Angesicht; und lass dir's wohl gefallen von mir.
Gen 33:11 Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert, und ich habe alles genug. Also ntigte er ihn, dass er's nahm.
Gen 33:12 Und er sprach: Lass uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen.
Gen 33:13 Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu sugende Schafe und Khe; wenn sie einen Tag bertrieben wrden, wrde mir die ganze Herde sterben.
Gen 33:14 Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemchlich hintennach treiben, nach dem das Vieh und die Kinder gehen knnen, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir.
Gen 33:15 Esau sprach: So will ich doch etliche bei dir lassen vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnten? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden.
Gen 33:16 Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir.
Gen 33:17 Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Htten; daher heit die Sttte Sukkoth.
Gen 33:18 Darnach zog Jakob mit Frieden zu der Stadt Sichems, die im Lande Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war), und machte sein Lager vor der Stadt
Gen 33:19 und kaufte ein Stck Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Htte auf.
Gen 33:20 Und er richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israels.
Gen 34:1 Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die Tchter des Landes zu sehen.
Gen 34:2 Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, nahm er sie und lag bei ihr und schwchte sie.
Gen 34:3 Und sein Herz hing an ihr, und er hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr.
Gen 34:4 Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Mgdlein zum Weibe.
Gen 34:5 Und Jakob erfuhr, dass seine Tochter Dina geschndet war; und seine Shne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg bis dass sie kamen.
Gen 34:6 Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden.
Gen 34:7 Indes kamen die Shne Jakobs vom Felde. Und da sie es hrten, verdross es die Mnner, und sie wurden sehr zornig, dass er eine Torheit an Israel begangen und bei Jakobs Tochter gelegen hatte, denn so sollte es nicht sein.
Gen 34:8 Da redete Hemor mit ihnen und sprach: Meines Sohnes Sichem Herz sehnt sich nach eurer Tochter; gebt sie ihm doch zum Weibe.
Gen 34:9 Befreundet euch mit uns; gebt uns eure Tchter und nehmt ihr unsre Tchter
Gen 34:10 und wohnet bei uns. Das Land soll euch offen sein; wohnet und werbet und gewinnet darin.
Gen 34:11 Und Sichem sprach zu ihrem Vater und ihren Brdern: Lasst mich Gnade bei euch finden; was ihr mir sagt, das will ich geben.
Gen 34:12 Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will's geben, wie ihr heischet; gebt mir nur die Dirne zum Weibe.
Gen 34:13 Da antworteten Jakobs Shne dem Sichem und seinem Vater Hemor betrglich, darum dass ihre Schwester Dina geschndet war,
Gen 34:14 und sprachen zu ihnen: Wir knnen das nicht tun, dass wir unsre Schwester einem unbeschnittenen Mann geben; denn das wre uns eine Schande.
Gen 34:15 Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, so ihr uns gleich werdet und alles, was mnnlich unter euch ist, beschnitten werde;
Gen 34:16 dann wollen wir unsre Tchter euch geben und eure Tchter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein.
Gen 34:17 Wo ihr aber nicht darein willigen wollt, euch zu beschneiden, so wollen wir unsre Tochter nehmen und davonziehen.
Gen 34:18 Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl.
Gen 34:19 Und der Jngling verzog nicht, solches zu tun; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten ber alle in seines Vaters Hause.
Gen 34:20 Da kamen sie nun, Hemor und sein Sohn Sichem, unter der Stadt Tor und redeten mit den Brgern der Stadt und sprachen:
Gen 34:21 Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und werben; so ist nun das Land weit genug fr sie. Wir wollen uns ihre Tchter zu Weibern nehmen und ihnen unser Tchter geben.
Gen 34:22 Aber dann wollen sie uns zu Willen sein, dass sie bei uns wohnen und ein Volk mit uns werden, wo wir alles, was mnnlich unter uns ist, beschneiden, gleich wie sie beschnitten sind.
Gen 34:23 Ihr Vieh und ihre Gter und alles, was sie haben, wird unser sein, so wir nur ihnen zu Willen werden, dass sie bei uns wohnen.
Gen 34:24 Und sie gehorchten dem Hemor und Sichem, seinem Sohn, alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und beschnitten alles, was mnnlich war, das zu seiner Stadt aus und ein ging.
Gen 34:25 Und am dritten Tage, da sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Shne Jakobs, Simeon und Levi, der Dina Brder, ein jeglicher sein Schwert und gingen khn in die Stadt und erwrgten alles, was mnnlich war,
Gen 34:26 und erwrgten auch Hemor und seinen Sohn Sichem mit der Schrfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
Gen 34:27 Da kamen die Shne Jakobs ber die Erschlagenen und plnderten die Stadt, darum dass sie hatten ihre Schwester geschndet.
Gen 34:28 Und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war
Gen 34:29 und alle ihre Habe; alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen, und plnderten alles, was in den Husern war.
Gen 34:30 Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglck zugerichtet und mich stinkend gemacht vor den Einwohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln ber mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilgt samt meinem Hause.
Gen 34:31 Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unsrer Schwester wie mit einer Hure handeln?
Gen 35:1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und ziehe gen Beth-El und wohne daselbst und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau.
Gen 35:2 Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch fremde Gtter, so unter euch sind, und reinigt euch und ndert eure Kleider
Gen 35:3 und lasst uns auf sein und gen Beth-El ziehen, dass ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhrt hat zur Zeit meiner Trbsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin.
Gen 35:4 Da gaben sie ihm alle fremden Gtter, die unter ihren Hnden waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter einer Eiche, die neben Sichem stand.
Gen 35:5 Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes ber die Stdte, die um sie her lagen, dass sie den Shnen Jakobs nicht nachjagten.
Gen 35:6 Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, das da Beth-El heit, samt all dem Volk, das mit ihm war,
Gen 35:7 und baute daselbst einen Altar und hie die Sttte El-Beth-El, darum dass ihm daselbst Gott offenbart war, da er floh vor seinem Bruder.
Gen 35:8 Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unterhalb Beth-El unter der Eiche; die ward genannt die Klageeiche.
Gen 35:9 Und Gott erschien Jakob abermals, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn
Gen 35:10 und sprach zu ihm: Du heit Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heien, sondern Israel sollst du heien. Und also heit man ihn Israel.
Gen 35:11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Vlker und Vlkerhaufen sollen von dir kommen, und Knige sollen aus deinen Lenden kommen;
Gen 35:12 und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben.
Gen 35:13 Also fuhr Gott auf von ihm von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte.
Gen 35:14 Jakob aber richtete ein steinernes Mal auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goss Trankopfer darauf und begoss es mit l.
Gen 35:15 Und Jakob hie den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Beth-El.
Gen 35:16 Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel.
Gen 35:17 Und es kam sie hart an ber der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Frchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben.
Gen 35:18 Da ihr aber die Seele ausging, dass sie sterben musste, hie sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hie ihn Ben-Jamin.
Gen 35:19 Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heit Bethlehem.
Gen 35:20 Und Jakob richtete ein Mal auf ber ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
Gen 35:21 Und Israel zog aus und richtete seine Htte auf jenseit des Turms Eder.
Gen 35:22 Und es begab sich, da Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwlf Shne.
Gen 35:23 Die Shne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborene Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon;
Gen 35:24 die Shne Rahels waren: Joseph und Benjamin;
Gen 35:25 die Shne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali;
Gen 35:26 die Shne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Shne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien.
Gen 35:27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre zu Kirjat-Arba, das da heit Hebron, darin Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind.
Gen 35:28 Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt
Gen 35:29 und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Shne Esau und Jakob begruben ihn.
Gen 36:1 Das ist das Geschlecht Esaus, der da heit Edom.
Gen 36:2 Esau nahm Weiber von den Tchtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter des Ana, die Enkelin des Zibeons, des Heviters,
Gen 36:3 und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester.
Gen 36:4 Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel.
Gen 36:5 Oholibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind Esaus Kinder, die ihm geboren sind im Lande Kanaan.
Gen 36:6 Und Esau nahm seine Weiber, Shne und Tchter und alle Seelen seines Hauses, seine Habe und alles Vieh mit allen Gtern, so er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in ein ander Land, hinweg von seinem Bruder Jakob.
Gen 36:7 Denn ihre Habe war zu gro, dass sie nicht konnten beieinander wohnen; und das Land darin sie Fremdlinge waren, vermochte sie nicht zu ertragen vor der Menge ihres Viehs.
Gen 36:8 Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom.
Gen 36:9 Dies ist das Geschlecht Esaus, von dem die Edomiter herkommen, auf dem Gebirge Seir.
Gen 36:10 Und so heien die Kinder Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, Esaus Weibes; Reguel, der Sohn Basmaths, Esaus Weibes.
Gen 36:11 Des Eliphas Shne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas.
Gen 36:12 Und Thimna war ein Kebsweib des Eliphas, Esaus Sohnes; die gebar ihm Amalek. Das sind die Kinder von Ada, Esaus Weib.
Gen 36:13 Die Kinder aber Reguels sind diese: Nahath, Serah, Samma, Missa. Das sind die Kinder von Basmath, Esaus Weib.
Gen 36:14 Die Kinder aber von Oholibama, Esaus Weib, der Tochter des Ana, der Enkelin Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah.
Gen 36:15 Das sind die Frsten unter den Kindern Esaus. Die Kinder des Eliphas, des ersten Sohnes Esaus: der Frst Theman, der Frst Omar, der Frst Zepho, der Frst Kenas,
Gen 36:16 der Frst Korah, der Frst Gaetham, der Frst Amalek. Das sind die Frsten von Eliphas im Lande Edom und sind Kinder von der Ada.
Gen 36:17 Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohnes: der Frst Nahath, der Frst Serah, der Frst Samma, der Frst Missa. Das sind die Frsten von Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weib.
Gen 36:18 Das sind die Kinder Oholibamas, Esaus Weibes: der Frst Jehus, der Frst Jaelam, der Frst Korah. Das sind die Frsten von Oholibama, der Tochter des Ana, Esaus Weib.
Gen 36:19 Das sind die Kinder und ihre Frsten. Er ist der Edom.
Gen 36:20 Die Kinder aber von Seir, dem Horiter, die im Lande wohnten, sind diese: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und Disan.
Gen 36:21 Das sind die Frsten der Horiter, Kinder des Seir, im Lande Edom.
Gen 36:22 Aber des Lotan Kinder waren diese: Hori und Hemam; und Lotans Schwester hie Thimna.
Gen 36:23 Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und Onam.
Gen 36:24 Die Kinder von Zibeon waren: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der Wste die warmen Quellen fand, da er seines Vaters Zibeon Esel htete.
Gen 36:25 Die Kinder aber Anas waren: Dison und Oholibama, das ist die Tochter Anas.
Gen 36:26 Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Cheran.
Gen 36:27 Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sawan und Akan.
Gen 36:28 Die Kinder Disans waren: Uz und Aran.
Gen 36:29 Dies sind die Frsten der Horiter: der Frst Lotan, der Frst Sobal, der Frst Zibeon, der Frst Ana,
Gen 36:30 der Frst Dison, der Frst Ezer, der Frst Disan. Das sind die Frsten der Horiter, die regiert haben im Lande Seir.
Gen 36:31 Die Knige aber, die im Lande Edom regiert haben, ehe denn die Kinder Israel Knige hatten, sind diese:
Gen 36:32 Bela war Knig in Edom, ein Sohn Beors, und seine Stadt hie Dinhaba.
Gen 36:33 Und da Bela starb, ward Knig an seiner Statt Jobab, ein Sohn Serahs von Bozra.
Gen 36:34 Da Jobab starb, ward an seiner Statt Knig Husam aus der Themaniter Lande.
Gen 36:35 Da Husam starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hie Awith.
Gen 36:36 Da Hadad starb, regierte Samla von Masrek.
Gen 36:37 Da Samla starb, ward Saul Knig, von Rehoboth am Strom.
Gen 36:38 Da Saul starb, ward an seiner Statt Knig Baal-Hanan, der Sohn Achbors.
Gen 36:39 Da Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward an seiner Statt Knig Hadar; und seine Stadt hie Pagu, und sein Weib Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die Mesahabs Tochter war.
Gen 36:40 Also heien die Frsten von Esau in ihren Geschlechtern, rtern und Namen: der Frst Thimna, der Frst Alwa, der Frst Jetheth,
Gen 36:41 der Frst Oholibama, der Frst Ela, der Frst Pinon,
Gen 36:42 der Frst Kenas, der Frst Theman, der Frst Mibzar,
Gen 36:43 der Frst Magdiel, der Frst Iram. Das sind die Frsten in Edom, wie sie gewohnt haben in ihrem Erblande. Das ist Esau, der Vater der Edomiter.
Gen 37:1 Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan.
Gen 37:2 Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebzehn Jahre alt, da er ein Hirte des Viehs ward mit seinen Brdern; und der Knabe war bei den Kinder Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters, und brachte vor ihren Vater, wo ein bses Geschrei wider sie war.
Gen 37:3 Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Kinder, darum dass er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock.
Gen 37:4 Da nun seine Brder sahen, dass ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen.
Gen 37:5 Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brdern davon; da wurden sie ihm noch feinder.
Gen 37:6 Denn er sprach zu ihnen: Hret doch, was mir getrumt hat:
Gen 37:7 Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand, und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe.
Gen 37:8 Da sprachen seine Brder zu ihm: Solltest du unser Knig werden und ber uns herrschen? und wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen.
Gen 37:9 Und er hatte noch einen andern Traum, den erzhlte er seinen Brdern und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir.
Gen 37:10 Und da das seinem Vater und seinen Brdern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fr ein Traum, der dir getrumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brder kommen und vor dir niederfallen?
Gen 37:11 Und seine Brder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte.
Gen 37:12 Da nun seine Brder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem,
Gen 37:13 sprach Israel zu Joseph: Hten nicht deine Brder das Vieh in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich.
Gen 37:14 Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob's wohl stehe um deine Brder und um das Vieh, und sage mir wieder Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, dass er gen Sichem ginge.
Gen 37:15 Da fand ihn ein Mann, dass er irreging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du?
Gen 37:16 Er antwortete: Ich suche meine Brder; sage mir doch an, wo sie hten.
Gen 37:17 Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hrte, dass sie sagten: Lasst uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brdern nach und fand sie zu Dothan.
Gen 37:18 Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe denn er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, dass sie ihn tteten,
Gen 37:19 und sprachen untereinander: Seht, der Trumer kommt daher.
Gen 37:20 So kommt nun und lasst uns ihn erwrgen und in eine Grube werfen und sagen, ein bses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Trume sind.
Gen 37:21 Da das Ruben hrte, wollte er ihn aus ihren Hnden erretten, und sprach: Lasst uns ihn nicht tten.
Gen 37:22 Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiet nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube, die in der Wste ist, und legt die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dass er ihn seinem Vater wiederbrchte.
Gen 37:23 Als nun Joseph zu seinen Brdern kam, zogen sie ihm seinen Rock, den bunten Rock, aus, den er anhatte,
Gen 37:24 und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin.
Gen 37:25 Und setzten sich nieder, zu essen. Indes hoben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Wrze, Balsam und Myrrhe und zogen hinab nach gypten.
Gen 37:26 Da sprach Juda zu seinen Brdern: Was hilft's uns, dass wir unsren Bruder erwrgen und sein Blut verbergen?
Gen 37:27 Kommt, lasst uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dass sich unsre Hnde nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm.
Gen 37:28 Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorberreisten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig Silberlinge; die brachte ihn nach gypten.
Gen 37:29 Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand Joseph nicht darin, zerriss er sein Kleid
Gen 37:30 und kam wieder zu seinen Brdern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin?
Gen 37:31 Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut
Gen 37:32 und schickten den bunten Rock hin und lieen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob's deines Sohnes Rock sei oder nicht.
Gen 37:33 Er kannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein bses Tier hat ihn gefressen, ein reiendes Tier hat Joseph zerrissen.
Gen 37:34 Und Jakob zerriss sein Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit.
Gen 37:35 Und alle seine Shne und Tchter traten auf, dass sie ihn trsteten; aber er wollte sich nicht trsten lassen und sprach: Ich werde mit Leid hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohn. Und sein Vater beweinte ihn.
Gen 37:36 Aber die Midianiter verkauften ihn in gypten dem Potiphar, des Pharao Kmmerer und Hauptmann der Leibwache.
Gen 38:1 Es begab sich um dieselbe Zeit, dass Juda hinabzog von seinen Brdern und tat sich zu einem Mann von Adullam, der hie Hira.
Gen 38:2 Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter, der hie Sua, und nahm sie. Und da er zu ihr einging,
Gen 38:3 ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hie er Ger.
Gen 38:4 Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn, den hie sie Onan.
Gen 38:5 Sie gebar abermals einen Sohn, den hie sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar.
Gen 38:6 Und Juda gab seinem ersten Sohn, Ger, ein Weib, die hie Thamar.
Gen 38:7 Aber Ger war bse vor dem HErrn; darum ttete ihn der HErr.
Gen 38:8 Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest.
Gen 38:9 Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, lie er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gbe.
Gen 38:10 Da gefiel dem HErrn bel, was er tat, und er ttete ihn auch.
Gen 38:11 Da sprach Juda zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe eine Witwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela gro wird. Denn er gedachte, vielleicht mchte er auch sterben wie seine Brder. Also ging Thamar hin und blieb in ihres Vaters Hause.
Gen 38:12 Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Sua Tochter, Judas Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf, seine Schafe zu scheren, gen Thimnath, mit seinem Freunde Hira von Adullam.
Gen 38:13 Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf gen Thimnath, seine Schafe zu scheren.
Gen 38:14 Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit einem Mantel und verhllte sich und setzte sich vor das Tor von Enaim an dem Wege gen Thimnath; denn sie sah, dass Sela war gro geworden, und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben.
Gen 38:15 Da sie nun Juda sah, meinte er, es wre eine Hure; denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt.
Gen 38:16 Und er machte sich zu ihr am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter wre. Sie antwortete: Was willst du mir geben, dass du zu mir kommst?
Gen 38:17 Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis dass du mir's sendest.
Gen 38:18 Er sprach: Was willst du fr ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den Hnden hast. Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger.
Gen 38:19 Und sie machte sich auf und ging hin und zog ihre Witwenkleider wieder an.
Gen 38:20 Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund Adullam, dass er das Pfand wieder holte von dem Weibe; und er fand sie nicht.
Gen 38:21 Da fragte er die Leute des Orts und sprach: Wo ist die Hure, die zu Enaim am Wege sa? Sie antworteten: Es ist keine Hure da gewesen.
Gen 38:22 Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht gefunden; dazu sagen die Leute des Orts, es sei keine Hure da gewesen.
Gen 38:23 Juda sprach: Sie mag's behalten; sie kann uns doch nicht Schande nachsagen, denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht gefunden.
Gen 38:24 ber drei Monate ward Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Thamar hat gehurt; dazu siehe, sie ist von Hurerei schwanger geworden. Juda sprach: Bringt sie hervor, dass sie verbrannt werde.
Gen 38:25 Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und sprach: Von dem Mann bin ich schwanger, des dies ist. Und sprach: Kennst du auch, wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist?
Gen 38:26 Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn ich habe sie nicht gegeben meinem Sohn Sela. Doch erkannte er sie frder nicht mehr.
Gen 38:27 Und da sie gebren sollte, wurden Zwillinge in ihrem Leib gefunden.
Gen 38:28 Und als sie jetzt gebar, tat sich eine Hand heraus. Da nahm die Wehmutter einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der wird zuerst herauskommen.
Gen 38:29 Da aber der seine Hand wieder hineinzog, kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Warum hast du um deinetwillen solchen Riss gerissen? Und man hie ihn Perez.
Gen 38:30 Darnach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um seine Hand hatte. Und man hie ihn Serah.
Gen 39:1 Joseph ward hinab nach gypten gefhrt; und Potiphar, ein gyptischer Mann, des Pharao Kmmerer und Hauptmann, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten.
Gen 39:2 Und der HErr war mit Joseph, dass er ein glcklicher Mann ward; und er war in seines Herrn, des gypters, Hause.
Gen 39:3 Und sein Herr sah, dass der HErr mit ihm war; denn alles, was er tat, dazu gab der HErr Glck durch ihn,
Gen 39:4 also dass er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn ber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Hnde.
Gen 39:5 Und von der Zeit an, da er ihn ber sein Haus und alle seine Gter gesetzt hatte, segnete der HErr des gypters Haus um Josephs willen; und war eitel Segen des HErrn in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde.
Gen 39:6 Darum lie er alles unter Josephs Hnden, was er hatte, und er nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur dass er a und trank. Und Joseph war schn und hbsch von Angesicht.
Gen 39:7 Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir!
Gen 39:8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hnde getan,
Gen 39:9 und hat nichts so Groes in dem Hause, das er vor mir verhohlen habe, auer dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch gro bel tun und wider Gott sndigen?
Gen 39:10 Und sie trieb solche Worte gegen Joseph tglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er nahe bei ihr schliefe noch um sie wre.
Gen 39:11 Es begab sich eines Tages, dass Joseph in das Haus ging, sein Geschft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei.
Gen 39:12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er lie das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.
Gen 39:13 Da sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand lie und hinaus entfloh,
Gen 39:14 rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebrischen Mann hereingebracht, dass er seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme.
Gen 39:15 Und da er hrte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da lie er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus.
Gen 39:16 Und sie legte sein Kleid neben sich, bis der Herr heimkam,
Gen 39:17 und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebrische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben.
Gen 39:18 Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da lie er sein Kleid bei mir und floh hinaus.
Gen 39:19 Als sein Herr hrte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig.
Gen 39:20 Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefngnis, darin des Knigs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefngnis.
Gen 39:21 Aber der HErr war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und lie ihn Gnade finden vor dem Amtmann ber das Gefngnis,
Gen 39:22 dass er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefngnis, auf dass alles, was da geschah, durch ihn geschehen musste.
Gen 39:23 Denn der Amtmann ber das Gefngniss nahm sich keines Dinges an; denn der HErr war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HErr Glck.
Gen 40:1 Und es begab sich darnach, dass sich der Schenke des Knigs in gypten und der Bcker versndigten an ihrem Herrn, dem Knig in gypten.
Gen 40:2 Und Pharao ward zornig ber seine beiden Kmmerer, ber den Amtmann ber die Schenken und ber den Amtmann ber die Bcker,
Gen 40:3 und lie sie setzen in des Hauptmanns Haus ins Gefngnis, da Joseph gefangen lag.
Gen 40:4 Und der Hauptmann setzte Joseph ber sie, dass er ihnen diente; und sie saen etliche Tage im Gefngnis.
Gen 40:5 Und es trumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Bcker des Knigs von gypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung.
Gen 40:6 Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hereinkam und sah, dass sie traurig waren,
Gen 40:7 fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig?
Gen 40:8 Sie antworteten: Es hat uns getrumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehrt Gott zu; doch erzhlt mir's.
Gen 40:9 Da erzhlte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat getrumt, dass ein Weinstock vor mir wre,
Gen 40:10 der hatte drei Reben, und er grnte, wuchs und blhte, und seine Trauben wurden reif;
Gen 40:11 und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrckte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand.
Gen 40:12 Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage.
Gen 40:13 ber drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, dass du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst.
Gen 40:14 Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, dass du Pharao erinnerst, dass er mich aus diesem Hause fhre.
Gen 40:15 Denn ich bin aus dem Lande der Hebrer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, dass sie mich eingesetzt haben.
Gen 40:16 Da der oberste Bcker sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch getrumt, ich trge drei weie Krbe auf meinem Haupt
Gen 40:17 und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise fr den Pharao; und die Vgel aen aus dem Korbe auf meinem Haupt.
Gen 40:18 Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung. Drei Krbe sind drei Tage;
Gen 40:19 und nach drei Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen hngen, und die Vgel werden dein Fleisch von dir essen.
Gen 40:20 Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Bckers unter seinen Knechten
Gen 40:21 und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, dass er den Becher reichte in Pharaos Hand;
Gen 40:22 aber den obersten Bcker lie er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte.
Gen 40:23 Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern verga ihn.
Gen 41:1 Und nach zwei Jahren hatte Pharao einen Traum, wie er stnde am Nil
Gen 41:2 und she aus dem Wasser steigen sieben schne, fette Khe; die gingen auf der Weide im Grase.
Gen 41:3 Nach diesen sah er andere sieben Khe aus dem Wasser aufsteigen; die waren hsslich und mager und traten neben die Khe an das Ufer am Wasser.
Gen 41:4 Und die hsslichen und mageren fraen die sieben schnen, fetten Khe. Da erwachte Pharao.
Gen 41:5 Und er schlief wieder ein, und ihm trumte abermals, und er sah, dass sieben hren wuchsen aus einem Halm, voll und dick.
Gen 41:6 Darnach sah er sieben dnne hren aufgehen, die waren vom Ostwind versengt.
Gen 41:7 Und die sieben mageren hren verschlangen die sieben dicken und vollen hren. Da erwachte Pharao und merkte, dass es ein Traum war.
Gen 41:8 Und da es Morgen ward, war sein Geist bekmmert; und er schickte aus und lie rufen alle Wahrsager in gypten und alle Weisen und erzhlte ihnen seine Trume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte.
Gen 41:9 Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach: Ich gedenke heute an meine Snden.
Gen 41:10 Da Pharao zornig ward ber seine Knechte, und mich mit dem obersten Bcker ins Gefngnis legte in des Hauptmanns Hause,
Gen 41:11 da trumte uns beiden in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, des Deutung ihn betraf.
Gen 41:12 Da war bei uns ein hebrischer Jngling, des Hauptmanns Knecht, dem erzhlten wir's. Und er deutete uns unsre Trume, einem jeglichen seinen Traum.
Gen 41:13 Und wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wieder in mein Amt gesetzt, und jener ist gehenkt.
Gen 41:14 Da sandte Pharao hin und lie Joseph rufen; und sie lieen ihn eilend aus dem Gefngnis. Und er lie sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zu Pharao.
Gen 41:15 Da sprach Pharao zu ihm: Mir hat ein Traum getrumt, und ist niemand, der ihn deuten kann; ich habe aber gehrt von dir sagen, wenn du einen Traum hrst, so kannst du ihn deuten.
Gen 41:16 Joseph antwortete Pharao und sprach: Das steht bei mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen.
Gen 41:17 Pharao sprach zu Joseph: Mir trumte, ich stand am Ufer bei dem Wasser
Gen 41:18 und sah aus dem Wasser steigen sieben schne, fette Khe; die gingen auf der Weide im Grase.
Gen 41:19 Und nach ihnen sah ich andere sieben, drre, sehr hssliche und magere Khe heraussteigen. Ich habe in ganz gyptenland nicht so hssliche gesehen.
Gen 41:20 Und die sieben mageren und hsslichen Khe fraen auf die sieben ersten, fetten Khe.
Gen 41:21 Und da sie die hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, dass sie die gefressen hatten, und waren hsslich gleich wie vorhin. Da wachte ich auf.
Gen 41:22 Und ich sah abermals in meinem Traum sieben hren auf einem Halm wachsen, voll und dick.
Gen 41:23 Darnach gingen auf sieben drre hren, dnn und versengt.
Gen 41:24 Und die sieben dnnen hren verschlangen die sieben dicken hren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt; aber die knnen's mir nicht deuten.
Gen 41:25 Joseph antwortete Pharao: Beide Trume Pharaos sind einerlei. Gott verkndigt Pharao, was er vorhat.
Gen 41:26 Die sieben schnen Khe sind sieben Jahre, und die sieben guten hren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei Traum.
Gen 41:27 Die sieben mageren und hsslichen Khe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengten hren sind sieben Jahre teure Zeit.
Gen 41:28 Das ist nun, wie ich gesagt habe zu Pharao, dass Gott Pharao zeigt, was er vorhat.
Gen 41:29 Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz gyptenland.
Gen 41:30 Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, dass man vergessen wird aller solcher Flle in gyptenland; und die teure Zeit wird das Land verzehren,
Gen 41:31 dass man nichts wissen wird von der Flle im Lande vor der teuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer sein.
Gen 41:32 Dass aber dem Pharao zum andernmal getrumt hat, bedeutet, dass solches Gott gewiss und eilend tun wird.
Gen 41:33 Nun sehe Pharao nach einem verstndigen und weisen Mann, den er ber gyptenland setze,
Gen 41:34 und schaffe, dass er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fnften in gyptenland in den sieben reichen Jahren
Gen 41:35 und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, dass sie Getreide aufschtten in Pharaos Kornhuser zum Vorrat in den Stdten und es verwahren,
Gen 41:36 auf dass man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren Jahren, die ber gyptenland kommen werden, dass nicht das Land vor Hunger verderbe.
Gen 41:37 Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl.
Gen 41:38 Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie knnten wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes sei?
Gen 41:39 Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist keiner so verstndig und weise wie du.
Gen 41:40 Du sollst ber mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den kniglichen Stuhl will ich hher sein als du.
Gen 41:41 Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ber ganz gyptenland gesetzt.
Gen 41:42 Und er tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand und kleidete ihn mit kstlicher Leinwand und hing ihm eine goldene Kette an seinen Hals
Gen 41:43 und lie ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und lie vor ihm her ausrufen: Der ist des Landes Vater! und setzte ihn ber ganz gyptenland.
Gen 41:44 Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll niemand seine Hand und seinen Fu regen in ganz gyptenland.
Gen 41:45 Und nannte ihn den heimlichen Rat und gab ihm ein Weib, Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Land gypten zu besehen.
Gen 41:46 Und er war dreiig Jahre alt, da er vor Pharao stand, dem Knig in gypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz gyptenland.
Gen 41:47 Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Flle;
Gen 41:48 und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande gypten waren, und taten sie in die Stdte. Was fr Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs, das taten sie hinein.
Gen 41:49 Also schttete Joseph das Getreide auf, ber die Maen viel wie Sand am Meer, also dass er aufhrte zu zhlen; denn man konnte es nicht zhlen.
Gen 41:50 Und Joseph wurden zwei Shne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On, Tochter.
Gen 41:51 Und er hie den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen vergessen alles meines Unglcks und all meines Vaters Hauses.
Gen 41:52 Den andern hie er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
Gen 41:53 Da nun die sieben reichen Jahre um waren im Lande gypten,
Gen 41:54 da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen, davon Joseph gesagt hatte. Und es ward eine Teuerung in allen Landen; aber in ganz gyptenland war Brot.
Gen 41:55 Da nun das ganze gyptenland auch Hunger litt, schrie das Volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen gyptern: Gehet hin zu Joseph; was euch der sagt, das tut.
Gen 41:56 Als nun im ganzen Lande Teuerung war, tat Joseph allenthalben Kornhuser auf und verkaufte den gyptern. Denn die Teuerung ward je lnger, je grer im Lande.
Gen 41:57 Und alle Lande kamen nach gypten, zu kaufen bei Joseph; denn die Teuerung war gro in allen Landen.
Gen 42:1 Da aber Jakob sah, dass Getreide in gypten feil war, sprach er zu seinen Shnen: Was sehet ihr euch lange um?
Gen 42:2 Siehe, ich hre, es sei in gypten Getreide feil; ziehet hinab und kauft uns Getreide, dass wir leben und nicht sterben.
Gen 42:3 Also zogen hinab zehn Brder Josephs, dass sie in gypten Getreide kauften.
Gen 42:4 Aber den Benjamin, Josephs Bruder, lie Jakob nicht mit seinen Brdern ziehen; denn er sprach: Es mchte ihm ein Unfall begegnen.
Gen 42:5 Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Kanaan auch teuer.
Gen 42:6 Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz.
Gen 42:7 Und er sah sie an und kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen.
Gen 42:8 Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht.
Gen 42:9 Und Joseph gedachte an die Trume, die ihm von ihnen getrumt hatten, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist.
Gen 42:10 Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen Speise zu kaufen.
Gen 42:11 Wir sind alle eines Mannes Shne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen.
Gen 42:12 Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, zu ersehen, wo das Land offen ist.
Gen 42:13 Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwlf Brder, eines Mannes Shne im Lande Kanaan, und der jngste ist noch bei unsrem Vater; aber der eine ist nicht mehr vorhanden.
Gen 42:14 Joseph sprach zu ihnen: Das ist's, was ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr.
Gen 42:15 Daran will ich euch prfen; bei dem Leben Pharaos! ihr sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer jngster Bruder.
Gen 42:16 Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt gefangen sein. Also will ich prfen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgeht oder nicht. Denn wo nicht, so seid ihr, bei dem Leben Pharaos! Kundschafter.
Gen 42:17 Und er lie sie beisammen verwahren drei Tage lang.
Gen 42:18 Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; denn ich frchte Gott.
Gen 42:19 Seid ihr redlich, so lasst eurer Brder einen gebunden liegen in eurem Gefngnis; ihr aber zieht hin und bringet heim, was ihr gekauft habt fr den Hunger.
Gen 42:20 Und bringt euren jngsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, dass ihr nicht sterben msst. Und sie taten also.
Gen 42:21 Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir uns an unsrem Bruder verschuldet, dass wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhren; darum kommt nun diese Trbsal ber uns.
Gen 42:22 Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagte ich's euch nicht, da ich sprach: Versndigt euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hren? Nun wird sein Blut gefordert.
Gen 42:23 Sie wussten aber nicht, dass es Joseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher.
Gen 42:24 Und er wandte sich von ihnen und weinte. Da er nun sich wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen.
Gen 42:25 Und Joseph tat Befehl, dass man ihre Scke mit Getreide fllte und ihr Geld wiedergbe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und man tat ihnen also.
Gen 42:26 Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen.
Gen 42:27 Da aber einer seinen Sack auftat, dass er seinem Esel Futter gbe in der Herberge, ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sack lag,
Gen 42:28 und sprach zu seinen Brdern: Mein Geld ist mir wieder geworden; siehe, in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie erschraken untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan?
Gen 42:29 Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:
Gen 42:30 Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns fr Kundschafter des Landes.
Gen 42:31 Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen,
Gen 42:32 sondern zwlf Brder, unsres Vaters Shne, einer ist nicht mehr vorhanden, und der jngste ist noch bei unsrem Vater im Lande Kanaan,
Gen 42:33 sprach der Herr im Lande zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: Einen eurer Brder lasst bei mir, und nehmt die Notdurft fr euer Haus und zieht hin,
Gen 42:34 und bringt euren jngsten Bruder zu mir, so merke ich, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; so will ich euch auch euren Bruder geben, und ihr mgt im Lande werben.
Gen 42:35 Und da sie die Scke ausschtteten, fand ein jeglicher sein Bndlein Geld in seinem Sack. Und da sie sahen, dass es Bndlein ihres Geldes waren, erschraken sie samt ihrem Vater.
Gen 42:36 Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubt mich meiner Kinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hinnehmen; es geht alles ber mich.
Gen 42:37 Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so erwrge meine zwei Shne; gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen.
Gen 42:38 Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein briggeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, den ihr reiset, wrdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen.
Gen 43:1 Die Teuerung aber drckte das Land.
Gen 43:2 Und da es verzehrt war, was sie an Getreide aus gypten gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Ziehet wieder hin und kauft uns ein wenig Speise.
Gen 43:3 Da antwortete ihm Juda und sprach: Der Mann band uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch.
Gen 43:4 Ist's nun, dass du unsren Bruder mit uns sendest, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen.
Gen 43:5 Ist's aber, dass du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch.
Gen 43:6 Israel sprach: Warum habt ihr so bel an mir getan, dass ihr dem Mann ansagtet, dass ihr noch einen Bruder habt?
Gen 43:7 Sie antworteten: Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer Freundschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, dass er sagen wrde: Bringt euren Bruder mit hernieder?
Gen 43:8 Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: Lass den Knaben mit mir ziehen, dass wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, wir und du und unsre Kindlein.
Gen 43:9 Ich will Brge fr ihn sein, von meinen Hnden sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.
Gen 43:10 Denn wo wir nicht htten verzogen, wren wir schon wohl zweimal wiedergekommen.
Gen 43:11 Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muss es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des Landes besten Frchten in eure Scke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig, Wrze und Myrrhe, Datteln und Mandeln.
Gen 43:12 Nehmt auch anderes Geld mit euch; und das Geld, das euch oben in euren Scken wieder geworden ist, bringt auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen.
Gen 43:13 Dazu nehmt euren Bruder, macht euch auf und kommt wieder zu dem Manne.
Gen 43:14 Aber der allmchtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber muss sein wie einer, der seiner Kinder gar beraubt ist.
Gen 43:15 Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefltig mit sich und Benjamin, machten sich auf, zogen nach gypten und traten vor Joseph.
Gen 43:16 Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter: Fhre diese Mnner ins Haus und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen.
Gen 43:17 Und der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fhrte die Mnner in Josephs Haus.
Gen 43:18 Sie frchteten sich aber, dass sie in Josephs Haus gefhrt wurden, und sprachen: Wir sind hereingefhrt um des Geldes willen, das wir in unsren Scken das erstemal wiedergefunden haben, dass er's auf uns bringe und flle ein Urteil ber uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsren Eseln.
Gen 43:19 Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustr
Gen 43:20 und sprachen: Mein Herr, wir sind das erstemal herabgezogen Speise zu kaufen,
Gen 43:21 und da wir in die Herberge kamen und unsre Scke auftaten, siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit vlligem Gewicht; darum haben wir's wieder mit uns gebracht,
Gen 43:22 haben auch anderes Geld mit uns hergebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsre Scke gesteckt hat.
Gen 43:23 Er aber sprach: Gehabt euch wohl, frchtet euch nicht. Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Scke. Euer Geld ist mir geworden. Und er fhrte Simeon zu ihnen heraus
Gen 43:24 und fhrte sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, dass sie ihre Fe wuschen, und gab ihren Eseln Futter.
Gen 43:25 Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis das Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehrt, dass sie daselbst das Brot essen sollten.
Gen 43:26 Da nun Joseph zum Hause einging, brachten sie ihm ins Haus das Geschenk in ihren Hnden und fielen vor ihm nieder zur Erde.
Gen 43:27 Er aber grte sie freundlich und sprach: Geht es eurem Vater, dem alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch?
Gen 43:28 Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unsrem Vater, wohl, und er lebt noch. Und sie neigten sich und fielen vor ihm nieder.
Gen 43:29 Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer jngster Bruder, von dem ihr mir sagtet? und sprach weiter: Gott sei dir gndig, mein Sohn!
Gen 43:30 Und Joseph eilte, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst.
Gen 43:31 Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt sich fest und sprach: Legt Brot auf!
Gen 43:32 Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den gyptern, die mit ihm aen, auch besonders. Denn die gypter drfen nicht Brot essen mit den Hebrern, denn es ist ein Greuel vor ihnen.
Gen 43:33 Und man setzte sie ihm gegenber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Jngsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander.
Gen 43:34 Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fnfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden frhlich mit ihm.
Gen 44:1 Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach: Flle den Mnnern ihre Scke mit Speise, soviel sie fhren knnen, und lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack;
Gen 44:2 und meinen silbernen Becher lege oben in des Jngsten Sack mit dem Gelde fr das Getreide. Der tat, wie ihm Joseph gesagt hatte.
Gen 44:3 Des Morgens, da es licht ward, lieen sie die Mnner ziehen mit ihren Eseln.
Gen 44:4 Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem Haushalter: Auf, und jage den Mnnern nach! und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bsem vergolten?
Gen 44:5 Ist's nicht das, daraus mein Herr trinkt und damit er weissagt? Ihr habt bel getan.
Gen 44:6 Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen solche Worte.
Gen 44:7 Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne von deinen Knechten, ein solches zu tun.
Gen 44:8 Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsren Scken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Und wie sollten wir denn aus deines Herrn Hause gestohlen haben Silber und Gold?
Gen 44:9 Bei welchem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte sein.
Gen 44:10 Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei welchem er gefunden wird, der sei mein Knecht; ihr aber sollt ledig sein.
Gen 44:11 Und sie eilten, und ein jeglicher legte seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeglicher tat seinen Sack auf.
Gen 44:12 Und er suchte und hob am ltesten an bis auf den Jngsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack.
Gen 44:13 Da zerrissen sie ihre Kleider und belud ein jeglicher seinen Esel und zogen wieder in die Stadt.
Gen 44:14 Und Juda ging mit seinen Brdern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde.
Gen 44:15 Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun drfen? Wisset ihr nicht, dass ein solcher Mann, wie ich, erraten knne?
Gen 44:16 Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und womit knnen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte.
Gen 44:17 Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der Mann, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Knecht sein; ihr aber ziehet hinauf mit Frieden zu eurem Vater.
Gen 44:18 Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn ergrimme nicht ber deinen Knecht; denn du bist wie Pharao.
Gen 44:19 Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr auch einen Vater oder Bruder?
Gen 44:20 Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist tot, und er ist allein briggeblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb.
Gen 44:21 Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will ihm Gnade erzeigen.
Gen 44:22 Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen; wo er von ihm kme, wrde der sterben.
Gen 44:23 Da sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer jngster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.
Gen 44:24 Da zogen wir hinauf zu deinem Knecht, unsrem Vater, und sagten ihm an meines Herrn Rede.
Gen 44:25 Da sprach unser Vater: Ziehet wieder hin und kauft uns ein wenig Speise.
Gen 44:26 Wir aber sprachen: Wir knnen nicht hinabziehen, es sei denn unser jngster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir knnen des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser jngster Bruder nicht mit uns ist.
Gen 44:27 Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, dass mir mein Weib zwei Shne geboren hat;
Gen 44:28 einer ging hinaus von mir, und man sagte: Er ist zerrissen; und ich habe ihn nicht gesehen bisher.
Gen 44:29 Werdet ihr diesen auch von mir nehmen und widerfhrt ihm ein Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen.
Gen 44:30 Nun, so ich heimkme zu deinem Knecht, meinem Vater, und der Knabe wre nicht mit uns, an des Seele seine Seele hanget,
Gen 44:31 so wird's geschehen, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist, dass er stirbt; so wrden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unsres Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen.
Gen 44:32 Denn ich, dein Knecht, bin Brge geworden fr den Knaben gegen meinen Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.
Gen 44:33 Darum lass deinen Knecht hier bleiben an des Knaben Statt zum Knecht meines Herrn und den Knaben mit seinen Brdern hinaufziehen.
Gen 44:34 Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich wrde den Jammer sehen mssen, der meinem Vater begegnen wrde.
Gen 45:1 Da konnte sich Joseph nicht lnger enthalten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und stand kein Mensch bei ihm, da sich Joseph seinen Brdern zu erkennen gab.
Gen 45:2 Und er weinte laut, dass es die gypter und das Gesinde des Pharao hrten,
Gen 45:3 und sprach zu seinen Brdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Und seine Brder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht.
Gen 45:4 Er aber sprach zu seinen Brdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach gypten verkauft habt.
Gen 45:5 Und nun bekmmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zrne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt.
Gen 45:6 Denn dies sind zwei Jahre, dass es teuer im Lande ist; und sind noch fnf Jahre, dass kein Pflgen und Ernten sein wird.
Gen 45:7 Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, dass er euch brig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine groe Errettung.
Gen 45:8 Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ber all sein Haus und zum Frsten in ganz gyptenland.
Gen 45:9 Eilet nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das lsst dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn in ganz gypten gesetzt; komm herab zu mir, sume nicht;
Gen 45:10 du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein kleines und dein groes Vieh und alles, was du hast.
Gen 45:11 Ich will dich daselbst versorgen; denn es sind noch fnf Jahre der Teuerung, auf dass du nicht verderbest mit deinem Hause und allem, was du hast.
Gen 45:12 Siehe, eure Augen sehen und die Augen meines Bruders Benjamin, dass ich mndlich mit euch rede.
Gen 45:13 Verkndigt meinem Vater alle meine Herrlichkeit in gypten und alles, was ihr gesehen habt; eilet und kommt hernieder mit meinem Vater hierher.
Gen 45:14 Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte auch an seinem Halse.
Gen 45:15 Und er ksste alle seine Brder und weinte ber ihnen. Darnach redeten seine Brder mit ihm.
Gen 45:16 Und da das Gercht kam in Pharaos Haus, dass Josephs Brder gekommen wren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten.
Gen 45:17 Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brdern: Tut also, beladet eure Tiere, ziehet hin;
Gen 45:18 und wenn ihr kommt ins Land Kanaan, so nehmt euren Vater und alle die Euren und kommt zu mir; ich will euch Gter geben in gyptenland, dass ihr essen sollt das Mark im Lande;
Gen 45:19 und gebiete ihnen: Tut also, nehmet zu euch aus gyptenland Wagen fr eure Kinder und Weiber und fhret euren Vater und kommt;
Gen 45:20 und seht euren Hausrat nicht an; denn die Gter des ganzen Landes gypten sollen euer sein.
Gen 45:21 Die Kinder Israels taten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg
Gen 45:22 und gab ihnen allen, einem jeglichem, ein Feierkleid; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fnf Feierkleider.
Gen 45:23 Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel, mit Gut aus gypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater auf den Weg.
Gen 45:24 Also lie er seine Brder von sich, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Zanket nicht auf dem Wege!
Gen 45:25 Also zogen sie hinauf von gypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob
Gen 45:26 und verkndigten ihm und sprachen: Joseph lebt noch und ist ein Herr im ganzen gyptenland. Aber sein Herz dachte gar viel anders, denn er glaubte ihnen nicht.
Gen 45:27 Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zu fhren, ward der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig,
Gen 45:28 und Israel sprach: Ich habe genug, dass mein Sohn Joseph noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe.
Gen 46:1 Israel zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beer-Seba kam, opferte er Opfer dem Gott seines Vaters Isaak.
Gen 46:2 Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich.
Gen 46:3 Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; frchte dich nicht, nach gypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum groen Volk machen.
Gen 46:4 Ich will mit dir hinab nach gypten ziehen und will dich auch wieder herauffhren; und Joseph soll seine Hnde auf deine Augen legen.
Gen 46:5 Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels fhrten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu fhren,
Gen 46:6 und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach gypten, Jakob und all sein Same mit ihm,
Gen 46:7 seine Shne und seine Kindesshne mit ihm, seine Tchter und seine Kindestchter und all sein Same; die brachte er mit sich nach gypten.
Gen 46:8 Dies sind die Namen der Kinder Israel, die nach gypten kamen: Jakob, und seine Shne. Der erstgeborene Sohn Jakobs, Ruben.
Gen 46:9 Die Kinder Rubens: Henoch, Pallu, Hezron und Charmi.
Gen 46:10 Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn von dem kanaanischen Weibe.
Gen 46:11 Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Merari.
Gen 46:12 Die Kinder Judas: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah. Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Kanaan. Die Kinder aber des Perez: Hezron und Hamul.
Gen 46:13 Die Kinder Isaschars: Thola, Phuva, Job und Simron.
Gen 46:14 Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel.
Gen 46:15 Das sind die Kinder von Lea, die sie Jakob gebar in Mesopotamien mit seiner Tochter Dina. Die machen allesamt mit Shnen und Tchtern dreiunddreiig Seelen.
Gen 46:16 Die Kinder Gads: Ziphjon, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und Areli.
Gen 46:17 Die Kinder Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre Schwester. Aber die Kinder Berias: Heber und Malchiel.
Gen 46:18 Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und sie gebar Jakob diese sechzehn Seelen.
Gen 46:19 Die Kinder Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin.
Gen 46:20 Und Joseph wurden geboren in gyptenland Manasse und Ephraim, die ihm gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On.
Gen 46:21 Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard.
Gen 46:22 Das sind die Kinder von Rahel, die Jakob geboren sind, allesamt vierzehn Seelen.
Gen 46:23 Die Kinder Dans: Husim.
Gen 46:24 Die Kinder Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.
Gen 46:25 Das sind die Kinder Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und sie gebar Jakob die sieben Seelen.
Gen 46:26 Alle Seelen, die mit Jakob nach gypten kamen, die aus seinen Lenden gekommen waren (ausgenommen die Weiber seiner Kinder), sind alle zusammen sechsundsechzig Seelen,
Gen 46:27 Und die Kinder Josephs, die in gypten geboren sind, waren zwei Seelen, also dass alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach gypten kamen, waren siebzig.
Gen 46:28 Und er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, das dieser ihn anwiese zu Gosen; und sie kamen in das Land Gosen.
Gen 46:29 Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen, nach Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.
Gen 46:30 Da sprach Israel zu Joseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, dass du noch lebst.
Gen 46:31 Joseph sprach zu seinen Brdern und seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan,
Gen 46:32 und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; ihr kleines und groes Vieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.
Gen 46:33 Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen: Was ist eure Nahrung?
Gen 46:34 so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unsrer Jugend auf bis her, beide, wir und unsre Vter, auf dass ihr wohnen mget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den gyptern ein Greuel.
Gen 47:1 Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brder, ihr kleines und groes Vieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan; und siehe, sie sind im Lande Gosen.
Gen 47:2 Und er nahm aus allen seinen Brdern fnf und stellte sie vor Pharao.
Gen 47:3 Da sprach Pharao zu seinen Brdern: Was ist eure Nahrung? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsre Vter;
Gen 47:4 und sagten weiter zu Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide fr ihr Vieh, so hart drckt die Teuerung das Land Kanaan; so lass doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen.
Gen 47:5 Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater und sind deine Brder, die sind zu dir gekommen;
Gen 47:6 das Land gypten steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Lande Gosen wohnen; und so du weit, dass Leute unter ihnen sind, die tchtig sind, so setze sie ber mein Vieh.
Gen 47:7 Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.
Gen 47:8 Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du?
Gen 47:9 Jakob sprach zu Pharao: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreiig Jahre; wenig und bse ist die Zeit meines Lebens und langt nicht an die Zeit meiner Vter in ihrer Wallfahrt.
Gen 47:10 Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm.
Gen 47:11 Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Brdern Wohnung und gab ihnen Besitz in gyptenland, am besten Ort des Landes, im Lande Raemses, wie Pharao geboten hatte.
Gen 47:12 Und er versorgte seinen Vater und seine Brder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeglichen, nachdem er Kinder hatte.
Gen 47:13 Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, dass das Land gypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung.
Gen 47:14 Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in gypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos.
Gen 47:15 Da nun Geld gebrach im Lande gypten und Kanaan, kamen alle gypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum lsst du uns vor dir sterben, darum dass wir ohne Geld sind?
Gen 47:16 Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid.
Gen 47:17 Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernhrte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh.
Gen 47:18 Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unsrem Herrn nicht verbergen, dass nicht allein das Geld sondern auch alles Vieh dahin ist zu unsrem Herrn; und ist nichts mehr brig vor unsrem Herrn denn nur unsre Leiber und unser Feld.
Gen 47:19 Warum lsst du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, dass wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wst werde.
Gen 47:20 Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze gypten. Denn die gypter verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teuerung war zu stark ber sie. Und ward also das Land Pharao eigen.
Gen 47:21 Und er teilte das Volk aus in die Stdte, von einem Ende gyptens bis ans andere.
Gen 47:22 Ausgenommen der Priester Feld, das kaufte er nicht; denn es war von Pharao fr die Priester verordnet, dass sie sich nhren sollten von dem Verordneten, das er ihnen gegeben hatte; darum brauchten sie ihr Feld nicht zu verkaufen.
Gen 47:23 Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und beset das Feld.
Gen 47:24 Und von dem Getreide sollt ihr den Fnften Pharao geben; vier Teile sollen euer sein, zu besen das Feld und zu eurer Speise und fr euer Haus und eure Kinder.
Gen 47:25 Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; lass uns nur Gnade finden vor dir, unsrem Herrn, so wollen wir gerne Pharao leibeigen sein.
Gen 47:26 Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag ber der gypter Feld, den Fnften Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward Pharao nicht eigen.
Gen 47:27 Also wohnte Israel in gypten im Lande Gosen, und hatten's inne und wuchsen und mehrten sich sehr.
Gen 47:28 Und Jakob lebte siebzehn Jahre in gyptenland, dass sein ganzes Alter ward hundertsiebenundvierzig Jahre.
Gen 47:29 Da nun die Zeit herbeikam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Hfte, dass du die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in gypten;
Gen 47:30 sondern ich will liegen bei meinen Vtern, und du sollst mich aus gypten fhren und in ihrem Begrbnis begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast.
Gen 47:31 Er aber sprach: So schwre mir. Und er schwur ihm. Da neigte sich Israel zu Hupten des Bettes.
Gen 48:1 Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Shne, Manasse und Ephraim.
Gen 48:2 Da ward's Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette
Gen 48:3 und sprach zu Joseph: Der allmchtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich
Gen 48:4 und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich.
Gen 48:5 So sollen nun deine zwei Shne, Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in gyptenland, ehe ich hereingekommen bin zu dir, mein sein gleich wie Ruben und Simeon.
Gen 48:6 Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brder in deren Erbteil.
Gen 48:7 Und da ich aus Mesopotamien kam starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Weg, da noch ein Feld Weges war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephraths, das nun Bethlehem heit.
Gen 48:8 Und Israel sah die Shne Josephs und sprach: Wer sind die?
Gen 48:9 Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Shne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne.
Gen 48:10 Denn die Augen Israels waren dunkel geworden vor Alter, und er konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber ksste sie und herzte sie
Gen 48:11 und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht htte; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen.
Gen 48:12 Und Joseph nahm sie von seinem Scho und neigte sich zur Erde gegen sein Angesicht.
Gen 48:13 Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine linke Hand gegen Israels rechte Hand, und brachte sie zu ihm.
Gen 48:14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und tat wissend also mit seinen Hnden, denn Manasse war der Erstgeborene.
Gen 48:15 Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dem meine Vter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag,
Gen 48:16 der Engel, der mich erlset hat von allem bel, der segne die Knaben, dass sie nach meinem und nach meiner Vter, Abrahams und Isaaks, Namen genannt werden, dass sie wachsen und viel werden auf Erden.
Gen 48:17 Da aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm bel, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraim Haupt auf Manasses Haupt wendete,
Gen 48:18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, lege deine rechte Hand auf sein Haupt.
Gen 48:19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich wei wohl, mein Sohn, ich wei wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird gro sein; aber sein jngerer Bruder wird grer denn er werden, und sein Same wird ein groes Volk werden.
Gen 48:20 Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! Und setzte also Ephraim Manasse vor.
Gen 48:21 Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vter.
Gen 48:22 Ich habe dir ein Stck Land zu geben vor deinen Brdern, das ich mit Schwert und Bogen aus der Amoriter Hand genommen habe.
Gen 49:1 Und Jakob berief seine Shne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkndige, was euch begegnen wird in knftigen Zeiten.
Gen 49:2 Kommt zuhauf und hret zu, ihr Kinder Jakobs, und hret euren Vater Israel.
Gen 49:3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Strke, der Oberste in der Wrde und der Oberste in der Macht.
Gen 49:4 Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen.
Gen 49:5 Die Brder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind mrderische Waffen.
Gen 49:6 Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwrgt, und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verlhmt.
Gen 49:7 Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist, und ihr Grimm, dass er so strrig ist. Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel.
Gen 49:8 Juda, du bist's; dich werden deine Brder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen.
Gen 49:9 Juda ist ein junger Lwe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch groe Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Lwe und wie eine Lwin; wer will sich wider ihn auflehnen?
Gen 49:10 Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Fen, bis dass der Held komme; und demselben werden die Vlker anhangen.
Gen 49:11 Er wird sein Fllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut.
Gen 49:12 Seine Augen sind trbe vom Wein und seine Zhne wei von Milch.
Gen 49:13 Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon.
Gen 49:14 Isaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Hrden.
Gen 49:15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lustig ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht worden.
Gen 49:16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie ein ander Geschlecht in Israel.
Gen 49:17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beien, dass sein Reiter zurckfalle.
Gen 49:18 HErr, ich warte auf dein Heil!
Gen 49:19 Gad wird gedrngt werden von Kriegshaufen, er aber drngt sie auf der Ferse.
Gen 49:20 Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Knigen leckere Speise geben.
Gen 49:21 Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schne Rede.
Gen 49:22 Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen ber die Mauer.
Gen 49:23 Und wiewohl ihn die Schtzen erzrnen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen,
Gen 49:24 so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hnde stark durch die Hnde des Mchtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Stein Israels.
Gen 49:25 Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmchtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brste und des Mutterleibes.
Gen 49:26 Die Segen deines Vaters gehen strker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt, und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brdern.
Gen 49:27 Benjamin ist ein reiender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen.
Gen 49:28 Das sind die zwlf Stmme Israels alle, und das ist's, was ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besonderen Segen.
Gen 49:29 Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich zu meinen Vtern in der Hhle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters,
Gen 49:30 in der zwiefachen Hhle, die gegenber Mamre liegt, im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegrbnis.
Gen 49:31 Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben,
Gen 49:32 in dem Acker und der Hhle, die von den Kindern Heth gekauft ist.
Gen 49:33 Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Fe zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk.
Gen 50:1 Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte ber ihn und ksste ihn.
Gen 50:2 Und Joseph befahl seinen Knechten, den rzten, das sie seinen Vater salbten. Und die rzte salbten Israel,
Gen 50:3 bis dass vierzig Tage um waren; denn so lange whren die Salbetage. Und die gypter beweinten ihn siebzig Tage.
Gen 50:4 Da nun die Leidtage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach: Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Pharao und sprecht:
Gen 50:5 Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen.
Gen 50:6 Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast.
Gen 50:7 Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos, die ltesten seines Hauses und alle ltesten des Landes gypten,
Gen 50:8 dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brder und das Gesinde seines Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Ochsen lieen sie im Lande Gosen.
Gen 50:9 Und es zogen mit ihm hinauf Wagen und Reisige<RF>bedeutet: Berittene<Rf>, und war ein sehr groes Heer.
Gen 50:10 Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine gar groe und bittere Klage; und er trug ber seinen Vater Leid sieben Tage.
Gen 50:11 Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die gypter halten da groe Klage. Daher heit man den Ort: Der gypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans.
Gen 50:12 Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte,
Gen 50:13 und fhrten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Hhle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegrbnis von Ephron, dem Hethiter, gegenber Mamre.
Gen 50:14 Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach gypten mit seinen Brdern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben.
Gen 50:15 Die Brder aber Josephs frchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph mchte uns gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben.
Gen 50:16 Darum lieen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach:
Gen 50:17 Also sollt ihr Joseph sagen: Vergib doch deinen Brdern die Missetat und ihre Snde, dass sie so bel an dir getan haben. So vergib doch nun diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters. Aber Joseph weinte, da sie solches mit ihm redeten.
Gen 50:18 Und seine Brder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.
Gen 50:19 Joseph sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott.
Gen 50:20 Ihr gedachtet's bse mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, dass er tte, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks.
Gen 50:21 So frchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er trstete sie und redete freundlich mit ihnen.
Gen 50:22 Also wohnte Joseph in gypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre
Gen 50:23 und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch wurden dem Machir, Manasses Sohn, Kinder geboren auf den Scho Josephs.
Gen 50:24 Und Joseph sprach zu seinen Brdern: Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande fhren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
Gen 50:25 Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israel und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so fhret meine Gebeine von dannen.
Gen 50:26 Also starb Joseph, da er war hundertundzehn Jahre alt. Und sie salbten ihn und legten ihn in eine Lade in gypten.
Exo 1:1 Dies sind die Namen der Kinder Israel, die mit Jakob nach gypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein:
Exo 1:2 Ruben, Simeon, Levi, Juda,
Exo 1:3 Isaschar, Sebulon, Benjamin,
Exo 1:4 Dan, Naphthali, Gad, Asser.
Exo 1:5 Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs gekommen waren, deren waren siebzig. Joseph aber war zuvor in gypten.
Exo 1:6 Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten,
Exo 1:7 wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden sehr viel, dass ihrer das Land voll ward.
Exo 1:8 Da kam ein neuer Knig auf in gypten, der wusste nichts von Joseph
Exo 1:9 und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr als wir.
Exo 1:10 Wohlan, wir wollen sie mit List dmpfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhbe, mchten sie sich auch zu unsren Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen.
Exo 1:11 Und man setzte Fronvgte ber sie, die sie mit schweren Diensten drcken sollten; denn man baute dem Pharao die Stdte Pithon und Raemses zu Vorratshusern.
Exo 1:12 Aber je mehr sie das Volk drckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel.
Exo 1:13 Und die gypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit
Exo 1:14 und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Frnen<RF>bedeutet: Frondiensten<Rf> auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.
Exo 1:15 Und der Knig in gypten sprach zu den hebrischen Wehmttern, deren eine hie Siphra und die andere Pua:
Exo 1:16 Wenn ihr den hebrischen Weibern helft, und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so ttet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben.
Exo 1:17 Aber die Wehmtter frchteten Gott und taten nicht, wie der Knig von gypten ihnen gesagt hatte, sondern lieen die Kinder leben.
Exo 1:18 Da rief der Knig in gypten die Wehmtter und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasset?
Exo 1:19 Die Wehmtter antworteten Pharao: Die hebrischen Weiber sind nicht wie die gyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren.
Exo 1:20 Darum tat Gott den Wehmttern Gutes. Und das Volk mehrte sich und ward sehr viel.
Exo 1:21 Und weil die Wehmtter Gott frchteten, baute er ihnen Huser.
Exo 1:22 Da gebot Pharao allem seinem Volk und sprach: Alle Shne, die geboren werden, werft ins Wasser, und alle Tchter lasst leben.
Exo 2:1 Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levi.
Exo 2:2 Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.
Exo 2:3 Und da sie ihn nicht lnger verbergen konnte, machte sie ein Kstlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers.
Exo 2:4 Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen wrde.
Exo 2:5 Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kstlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und lie es holen.
Exo 2:6 Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebrischen Kindlein eins.
Exo 2:7 Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebrischen Weiber eine rufen, die da sugt, dass sie dir das Kindlein suge?
Exo 2:8 Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter.
Exo 2:9 Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und suge mir's; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und sugte es.
Exo 2:10 Und da das Kind gro war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hie ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
Exo 2:11 Zu den Zeiten, da Mose war gro geworden, ging er aus zu seinen Brdern und sah ihre Last und ward gewahr, dass ein gypter schlug seiner Brder, der Hebrischen, einen.
Exo 2:12 Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den gypter und scharrte ihn in den Sand.
Exo 2:13 Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebrische Mnner sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlgst du deinen Nchsten?
Exo 2:14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ber uns gesetzt? Willst du mich auch erwrgen, wie du den gypter erwrgt hast? Da frchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden?
Exo 2:15 Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, dass er ihn erwrgte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.
Exo 2:16 Der Priester aber in Midian hatte sieben Tchter; die kamen, Wasser zu schpfen, und fllten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe trnkten.
Exo 2:17 Da kamen die Hirten und stieen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und trnkte ihre Schafe.
Exo 2:18 Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen?
Exo 2:19 Sie sprachen: Ein gyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schpfte uns und trnkte die Schafe.
Exo 2:20 Er sprach zu seinen Tchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?
Exo 2:21 Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora.
Exo 2:22 Die gebar einen Sohn; und er hie ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.
Exo 2:23 Lange Zeit aber darnach starb der Knig in gypten. Und die Kinder Israel seufzten ber ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien ber ihre Arbeit kam vor Gott.
Exo 2:24 Und Gott erhrte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob;
Exo 2:25 und er sah darein und nahm sich ihrer an.
Exo 3:1 Mose aber htete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wste und kam an den Berg Gottes, Horeb.
Exo 3:2 Und der Engel des HErrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt;
Exo 3:3 und sprach: ich will dahin und beschauen dies groe Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt.
Exo 3:4 Da aber der HErr sah, dass er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
Exo 3:5 Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe aus von deinen Fen; denn der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land!
Exo 3:6 Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhllte sein Angesicht; denn er frchtete sich, Gott anzuschauen.
Exo 3:7 Und der HErr sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volks in gypten und habe ihr Geschrei gehrt ber die, so sie drngen; ich habe ihr Leid erkannt
Exo 3:8 und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der gypter Hand und sie ausfhre aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fliet, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
Exo 3:9 Weil denn nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist, und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die gypter sie ngsten,
Exo 3:10 so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus gypten fhrest.
Exo 3:11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und fhre die Kinder Israel aus gypten?
Exo 3:12 Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus gypten gefhrt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
Exo 3:13 Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heit sein Name? was soll ich ihnen sagen?
Exo 3:14 Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt.
Exo 3:15 Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Der HErr, eurer Vter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein Gedenken fr und fr.
Exo 3:16 Darum so gehe hin und versammle die ltesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HErr, euer Vter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in gypten widerfahren ist,
Exo 3:17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend gyptens fhren in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fliet.
Exo 3:18 Und wenn sie deine Stimme hren, so sollst du und die ltesten in Israel hineingehen zum Knig in gypten und zu ihm sagen: Der HErr, der Hebrer Gott, hat uns gerufen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen in die Wste, dass wir opfern unsrem Gott.
Exo 3:19 Aber ich wei, dass euch der Knig in gypten nicht wird ziehen lassen, auer durch eine starke Hand.
Exo 3:20 Denn ich werde meine Hand ausstrecken und gypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen.
Exo 3:21 Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den gyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht;
Exo 3:22 sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und goldene Gefe und Kleider; die sollt ihr auf eure Shne und Tchter legen und von den gyptern zur Beute nehmen.
Exo 4:1 Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hren, sondern werden sagen: Der HErr ist dir nicht erschienen.
Exo 4:2 Der HErr sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab.
Exo 4:3 Er sprach: Wirf ihn von dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr.
Exo 4:4 Aber der HErr sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
Exo 4:5 Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der HErr, der Gott ihrer Vter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.
Exo 4:6 Und der HErr sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte sie in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war sie ausstzig wie Schnee.
Exo 4:7 Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in den Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch.
Exo 4:8 Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hren bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deiner Stimme bei dem andern Zeichen.
Exo 4:9 Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hren, so nimm Wasser aus dem Strom und gie es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Lande.
Exo 4:10 Mose aber sprach zu dem HErrn: Ach mein Herr, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
Exo 4:11 Der HErr sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HErr?
Exo 4:12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.
Exo 4:13 Mose sprach aber: Mein Herr, sende, welchen du senden willst.
Exo 4:14 Da ward der HErr sehr zornig ber Mose und sprach: Wei ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er wird herausgehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wir er sich von Herzen freuen.
Exo 4:15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.
Exo 4:16 Und er soll fr dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein.
Exo 4:17 Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.
Exo 4:18 Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Brdern komme, die in gypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden.
Exo 4:19 Auch sprach der HErr zu ihm in Midian: Gehe hin und ziehe wieder nach gypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen.
Exo 4:20 Also nahm Mose sein Weib und seine Shne und fhrte sie auf einem Esel und zog wieder nach gyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand.
Exo 4:21 Und der HErr sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach gypten kommst, dass du alle die Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; ich aber will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird.
Exo 4:22 Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HErr: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
Exo 4:23 und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwrgen.
Exo 4:24 Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HErr entgegen und wollte ihn tten.
Exo 4:25 Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und rhrte ihm seine Fe an und sprach: Du bist mir ein Blutbrutigam.
Exo 4:26 Da lie er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbrutigam um der Beschneidung willen.
Exo 4:27 Und der HErr sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und ksste ihn.
Exo 4:28 Und Mose sagte Aaron alle Worte des HErrn, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
Exo 4:29 Und sie gingen hin und versammelten alle ltesten von den Kindern Israel.
Exo 4:30 Und Aaron redete alle Worte, die der HErr mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk.
Exo 4:31 Und das Volk glaubte. Und da sie hrten, dass der HErr die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen htte, neigten sie sich und beteten an.
Exo 5:1 Darnach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HErr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wste.
Exo 5:2 Pharao antwortete: Wer ist der HErr, des Stimme ich hren msse und Israel ziehen lassen? Ich wei nichts von dem HErrn, will auch Israel nicht lassen ziehen.
Exo 5:3 Sie sprachen: Der Hebrer Gott hat uns gerufen; so lass uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wste und dem HErrn, unsrem Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert.
Exo 5:4 Da sprach der Knig in gypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste!
Exo 5:5 Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zu viel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heien von ihrem Dienst!
Exo 5:6 Darum befahl Pharao desselben Tages den Vgten des Volks und ihren Amtleuten und sprach:
Exo 5:7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel machen wie bisher; lasst sie selbst hingehen und Stroh zusammenlesen,
Exo 5:8 und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen mig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unsrem Gott opfern.
Exo 5:9 Man drcke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede.
Exo 5:10 Da gingen die Vgte des Volkes und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben;
Exo 5:11 gehet ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden.
Exo 5:12 Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land gypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh htten.
Exo 5:13 Und die Vgte trieben sie und sprachen: Erfllet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet.
Exo 5:14 Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Vgte Pharaos ber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher? 
Exo 5:15 Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrieen zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren?
Exo 5:16 Man gibt deinen Knechten kein Stroh, und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muss schuldig sein.
Exo 5:17 Pharao sprach: Ihr seid mig, mig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HErrn opfern.
Exo 5:18 So gehet nun hin und frnet; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl Ziegel sollt ihr schaffen.
Exo 5:19 Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es rger ward, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln.
Exo 5:20 Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten ihnen entgegen
Exo 5:21 und sprachen zu ihnen: Der HErr sehe auf euch und richte es, dass ihr unsren Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in die Hnde gegeben, uns zu tten.
Exo 5:22 Mose aber kam wieder zu dem HErrn und sprach: HErr, warum tust du so bel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?
Exo 5:23 Denn seit dem, dass ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch hrter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.
Exo 6:1 Der HErr sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie lassen ziehen, er muss sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.
Exo 6:2 Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HErr
Exo 6:3 und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmchtige Gott; aber mein Name HErr ist ihnen nicht offenbart worden.
Exo 6:4 Auch habe ich einen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sind.
Exo 6:5 Auch habe ich gehrt die Wehklage der Kinder Israel, welche die gypter mit Frnen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.
Exo 6:6 Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HErr und will euch ausfhren von euren Lasten in gypten und will euch erretten von eurem Frnen und will euch erlsen durch ausgereckten Arm und groe Gerichte
Exo 6:7 und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HErr bin, euer Gott, der euch ausfhrt von der Last gyptens
Exo 6:8 und euch bringt in das Land, darber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gbe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HErr.
Exo 6:9 Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hrten ihn nicht vor Seufzen und Angst und vor harter Arbeit.
Exo 6:10 Da redete der HErr mit Mose und sprach:
Exo 6:11 Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Knig in gypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
Exo 6:12 Mose aber redete vor dem HErrn und sprach: Siehe, die Kinder Israel hren mich nicht; wie sollte mich denn Pharao hren? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen.
Exo 6:13 Also redete der HErr mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und an Pharao, den Knig in gypten, dass sie die Kinder Israel aus gypten fhrten.
Exo 6:14 Dies sind die Hupter in ihren Vaterhusern. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.
Exo 6:15 Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanischen Weibes. Das sind Simeons Geschlechter.
Exo 6:16 Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreiig Jahre alt.
Exo 6:17 Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern.
Exo 6:18 Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreiig Jahre alt.
Exo 6:19 Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung.
Exo 6:20 Und Amram nahm seine Muhme<RF>bedeutet: Tante<Rf> Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreiig Jahre alt.
Exo 6:21 Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg, Sichri.
Exo 6:22 Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri.
Exo 6:23 Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahessons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar.
Exo 6:24 Die Kinder Korahs sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter.
Exo 6:25 Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Tchtern Putiels ein Weib; die gebar ihm den Pinehas. Das sind die Hupter unter den Vtern der Leviten-Geschlechter.
Exo 6:26 Das ist der Aaron und Mose, zu denen der HErr sprach: Fhret die Kinder Israel aus gyptenland mit ihrem Heer.
Exo 6:27 Sie sind's die mit Pharao, dem Knig in gypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus gypten fhrten, nmlich Mose und Aaron.
Exo 6:28 Und des Tages redete der HErr mit Mose in gyptenland
Exo 6:29 und sprach zu Ihm: Ich bin der HErr; rede mit Pharao, dem Knig in gypten, alles, was ich mit dir rede.
Exo 6:30 Und er antwortete vor dem HErrn: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hren?
Exo 7:1 Der HErr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt ber Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.
Exo 7:2 Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
Exo 7:3 Aber ich will Pharaos Herz verhrten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in gyptenland.
Exo 7:4 Und Pharao wird euch nicht hren, auf dass ich meine Hand in gypten beweise und fhre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus gyptenland durch groe Gerichte.
Exo 7:5 Und die gypter sollen's innewerden, dass ich der HErr bin, wenn ich nun meine Hand ber gypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegfhren werde.
Exo 7:6 Mose und Aaron taten, wie ihnen der HErr geboten hatte.
Exo 7:7 Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten
Exo 7:8 Und der HErr sprach zu Mose und Aaron:
Exo 7:9 Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweiset eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde.
Exo 7:10 Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HErr geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange.
Exo 7:11 Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die gyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren:
Exo 7:12 ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stbe.
Exo 7:13 Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hrte sie nicht, wie denn der HErr geredet hatte.
Exo 7:14 Und der HErr sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich, das Volk zu lassen.
Exo 7:15 Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward,
Exo 7:16 und sprich zu ihm: Der HErr, der Hebrer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Lass mein Volk, dass mir's diene in der Wste. Aber du hast bisher nicht wollen hren.
Exo 7:17 Darum spricht der HErr also: Daran sollst du erfahren, dass ich der HErr bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden,
Exo 7:18 dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den gyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom.
Exo 7:19 Und der HErr sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus ber die Wasser in gypten, ber ihre Bche und Strme und Seen und ber alle Wassersmpfe, dass sie Blut werden; und es sei Blut in ganz gyptenland, in hlzernen und in steinernen Gefen.
Exo 7:20 Mose und Aaron taten, wie ihnen der HErr geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt.
Exo 7:21 Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die gypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz gyptenland.
Exo 7:22 Und die gyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hrte sie nicht, wie denn der HErr geredet hatte.
Exo 7:23 Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.
Exo 7:24 Aber alle gypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken.
Exo 7:25 Und das whrte sieben Tage lang, dass der HErr den Strom schlug.
Exo 7:26 Der HErr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HErr: Lass mein Volk, dass mir's diene.
Exo 7:27 Wo du dich des weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Frschen plagen,
Exo 7:28 dass der Strom soll von Frschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auf dein Bett, auch in die Huser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backfen und in deine Teige;
Exo 7:29 und die Frsche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.
Exo 8:1 Und der HErr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe ber die Bche und Strme und Seen und lass Frsche ber gyptenland kommen.
Exo 8:2 Und Aaron reckte seine Hand ber die Wasser in gypten, und es kamen Frsche herauf, dass gyptenland bedeckt ward.
Exo 8:3 Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwren und lieen Frsche ber gyptenland kommen.
Exo 8:4 Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HErrn fr mich, dass er die Frsche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem HErrn opfere.
Exo 8:5 Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich fr dich, fr deine Knechte und fr dein Volk bitten soll, dass die Frsche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben.
Exo 8:6 Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der HErr, unser Gott,
Exo 8:7 so sollen die Frsche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein im Strom bleiben.
Exo 8:8 Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HErrn der Frsche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.
Exo 8:9 Und der HErr tat, wie Mose gesagt hatte; und die Frsche starben in den Husern, in den Hfen und auf dem Felde.
Exo 8:10 Und sie huften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon.
Exo 8:11 Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, verhrtete er sein Herz und hrte sie nicht, wie denn der HErr geredet hatte.
Exo 8:12 Und der HErr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, dass Stechmcken werden in ganz gyptenland.
Exo 8:13 Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Mcken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Mcken in ganz gyptenland.
Exo 8:14 Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren, dass sie Mcken herausbrchten, aber sie konnten nicht. Und die Mcken waren sowohl an Menschen als an Vieh.
Exo 8:15 Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hrte sie nicht, wie denn der HErr gesagt hatte.
Exo 8:16 Und der HErr sprach zu Mose: Mache dich morgen frh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HErr: Lass mein Volk, dass es mir diene;
Exo 8:17 wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ber dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller gypter Huser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.
Exo 8:18 Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhlt, dass kein Ungeziefer da sei; auf dass du innewerdest, dass ich der HErr bin auf Erden allenthalben;
Exo 8:19 und will eine Erlsung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen.
Exo 8:20 Und der HErr tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Huser und ber ganz gyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer.
Exo 8:21 Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande.
Exo 8:22 Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir wrden der gypter Greuel opfern unsrem Gott, dem HErrn; siehe, wenn wir denn der gypter Greuel vor ihren Augen opferten, wrden sie uns nicht steinigen?
Exo 8:23 Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wste und dem HErrn, unsrem Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.
Exo 8:24 Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem HErrn, eurem Gott, opfert in der Wste; allein, dass ihr nicht ferner ziehet; und bittet fr mich.
Exo 8:25 Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HErrn bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein tusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem HErrn zu opfern.
Exo 8:26 Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HErrn.
Exo 8:27 Und der HErr tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eines brigblieb.
Exo 8:28 Aber Pharao verhrtete sein Herz auch dieses Mal und lie das Volk nicht.
Exo 9:1 Der HErr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HErr, der Gott der Hebrer: Lass mein Volk, dass sie mir dienen.
Exo 9:2 Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhltst,
Exo 9:3 siehe, so wird die Hand des HErrn sein ber dein Vieh auf dem Felde, ber Pferde, ber Esel, ber Kamele, ber Ochsen, ber Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz.
Exo 9:4 Und der HErr wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der gypter, dass nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben.
Exo 9:5 Und der HErr bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HErr solches auf Erden tun.
Exo 9:6 Und der HErr tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der gypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins.
Exo 9:7 Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er lie das Volk nicht.
Exo 9:8 Da sprach der HErr zu Mose und Aaron: Nehmet eure Fuste voll Ru aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,
Exo 9:9 dass es ber ganz gyptenland stube und bse schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz gyptenland.
Exo 9:10 Und sie nahmen Ru aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf bse schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh,
Exo 9:11 also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den bsen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl bse Blattern als an allen gyptern.
Exo 9:12 Aber der HErr verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hrte, wie denn der HErr zu Mose gesagt hatte.
Exo 9:13 Da sprach der HErr zu Mose: Mache dich morgen frh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HErr, der Hebrer Gott: Lass mein Volk, dass mir's diene;
Exo 9:14 ich will sonst diesmal alle meine Plagen ber dich selbst senden, ber deine Knechte und ber dein Volk, dass du innewerden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen.
Exo 9:15 Denn ich htte schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, dass du von der Erde vertilgt wrdest.
Exo 9:16 Aber darum habe ich dich erhalten, dass meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkndigt werde in allen Landen.
Exo 9:17 Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen.
Exo 9:18 Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr groen Hagel regnen lassen, desgleichen in gypten nicht gewesen ist, seitdem es gegrndet ist, bis her.
Exo 9:19 Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Huser versammelt ist, so der Hagel auf sie fllt, werden sterben.
Exo 9:20 Wer nun unter den Knechten Pharaos des HErrn Wort frchtete, der lie seine Knechte und sein Vieh in die Huser fliehen.
Exo 9:21 Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HErrn Wort, die lieen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.
Exo 9:22 Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagle ber ganz gyptenland, ber Menschen, ber Vieh und ber alles Kraut auf dem Felde in gyptenland.
Exo 9:23 Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HErr lie donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoss. Also lie der HErr Hagel regnen ber gyptenland,
Exo 9:24 dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz gyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind.
Exo 9:25 Und der Hagel schlug in ganz gyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Bume auf dem Felde.
Exo 9:26 Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel waren, da hagelte es nicht.
Exo 9:27 Da schickte Pharao hin und lie Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versndigt; der HErr ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose.
Exo 9:28 Bittet aber den Herrn, dass er aufhre solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht lnger hier bleibet.
Exo 9:29 Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Hnde ausbreiten gegen den HErrn; so wird der Donner aufhren und kein Hagel mehr sein, auf dass du innewerdest, dass die Erde des HErrn sei.
Exo 9:30 Ich wei aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht frchtet vor Gott dem HErrn.
Exo 9:31 Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosst und der Flachs Knoten gewonnen.
Exo 9:32 Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Sptgetreide.
Exo 9:33 So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hnde gegen den HErrn, und der Donner und Hagel hrten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde.
Exo 9:34 Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhrte, versndigte er sich weiter und verhrtete sein Herz, er und seine Knechte.
Exo 9:35 Also ward des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht lie, wie denn der HErr geredet hatte durch Mose.
Exo 10:1 Und der HErr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhrtet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,
Exo 10:2 und dass du verkndigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in gypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr wisset: Ich bin der HErr.
Exo 10:3 Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HErr, der Hebrer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demtigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen?
Exo 10:4 Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,
Exo 10:5 dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen knne; und sie sollen fressen, was euch brig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle eure grnenden Bume fressen auf dem Felde
Exo 10:6 und sollen erfllen dein Haus, aller deiner Knechte Huser und aller gypter Huser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vter und deiner Vter Vter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.
Exo 10:7 Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem HErrn, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren, dass gypten untergegangen sei?
Exo 10:8 Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HErrn, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen?
Exo 10:9 Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Shnen und Tchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HErrn.
Exo 10:10 Er sprach zu ihnen: O ja, der HErr sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Bses vorhabt!
Exo 10:11 Nicht also, sondern ihr Mnner ziehet hin und dienet dem HErrn; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stie sie heraus von Pharao.
Exo 10:12 Da sprach der HErr zu Mose: Recke deine Hand ber gyptenland, dass Heuschrecken auf gyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel brig gelassen hat.
Exo 10:13 Mose reckte seinen Stab ber gyptenland; und der HErr trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens fhrte der Ostwind die Heuschrecken her.
Exo 10:14 Und sie kamen ber ganz gyptenland und lieen sich nieder an allen Orten in gypten, so sehr viel, dass zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird.
Exo 10:15 Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie fraen alles Kraut im Lande auf und alle Frchte auf den Bumen, die der Hagel brig gelassen hatte, und lieen nichts Grnes brig an den Bumen und am Kraut auf dem Felde in ganz gyptenland.
Exo 10:16 Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versndigt an dem HErrn, eurem Gott, und an euch;
Exo 10:17 vergebt mir meine Snde nur noch diesmal und bittet den HErrn, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.
Exo 10:18 Und er ging aus von Pharao und bat den HErrn.
Exo 10:19 Da wendete der HErr den Wind, also dass er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine brigblieb an allen Orten gyptens.
Exo 10:20 Aber der HErr verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht lie.
Exo 10:21 Der HErr sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in gyptenland, dass man's greifen mag.
Exo 10:22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz gyptenland drei Tage,
Exo 10:23 dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.
Exo 10:24 Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hier; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen.
Exo 10:25 Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unsrem Gott, dem HErrn, tun mgen.
Exo 10:26 Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn von demselben werden wir nehmen zum Dienst unseres Gottes, des HErrn. Denn wir wissen nicht, womit wir dem HErrn dienen sollen, bis dass wir dahin kommen.
Exo 10:27 Aber der HErr verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht lassen wollte.
Exo 10:28 Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und hte dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben.
Exo 10:29 Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.
Exo 11:1 Und der HErr sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ber Pharao und gypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch auch von hinnen treiben.
Exo 11:2 So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Nchsten und eine jegliche von ihrer Nchsten silberne und goldene Gefe fordere.
Exo 11:3 Und der HErr gab dem Volk Gnade vor den gyptern. Und Mose war ein sehr groer Mann in gyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk.
Exo 11:4 Und Mose sprach: So sagt der HErr: Ich will zu Mitternacht ausgehen in gyptenland;
Exo 11:5 und alle Erstgeburt in gyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Mhle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh;
Exo 11:6 und wird ein groes Geschrei sein in ganz gyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird;
Exo 11:7 aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf dass ihr erfahret, wie der HErr gypten und Israel scheide.
Exo 11:8 Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.
Exo 11:9 Der HErr aber sprach zu Mose: Pharao hrt euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in gyptenland.
Exo 11:10 Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HErr verstockte ihm sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.
Exo 12:1 Der HErr aber sprach zu Mose und Aaron in gyptenland:
Exo 12:2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben.
Exo 12:3 Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus.
Exo 12:4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nchster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen knnen.
Exo 12:5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Mnnlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen
Exo 12:6 und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Huflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend.
Exo 12:7 Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tr und die obere Schwelle damit bestreichen an den Husern, darin sie es essen.
Exo 12:8 Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesuertes Brot, und sollt es mit bitteren Krutern essen.
Exo 12:9 Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden.
Exo 12:10 Und sollt nichts davon briglassen bis morgen; wo aber etwas brigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
Exo 12:11 Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegrtet sein und eure Schuhe an den Fen haben und Stbe in euren Hnden, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HErrn Passah.
Exo 12:12 Denn ich will in derselben Nacht durch gyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in gyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Gttern der gypter, ich, der HErr.
Exo 12:13 Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Husern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorbergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich gyptenland schlage.
Exo 12:14 Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedchtnis und sollt ihn feiern dem HErrn zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
Exo 12:15 Sieben Tage sollt ihr ungesuertes Brot essen; nmlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Husern tun. Wer gesuertes Brot isst vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel.
Exo 12:16 Der erste Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; auer, was zur Speise gehrt fr allerlei Seelen, das allein mgt ihr fr euch tun.
Exo 12:17 Und haltet das ungesuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus gyptenland gefhrt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
Exo 12:18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend,
Exo 12:19 dass man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Husern. Denn wer gesuertes Brot isst, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.
Exo 12:20 Darum so esset kein gesuertes Brot, sondern eitel ungesuertes Brot in allen euren Wohnungen.
Exo 12:21 Und Mose forderte alle ltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe fr euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah.
Exo 12:22 Und nehmet ein Bschel Isop und tauchet in das Blut in dem Becken und berhret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustr heraus bis an den Morgen.
Exo 12:23 Denn der HErr wird umhergehen und die gypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tr vorbergehen und den Verderber nicht in eure Huser kommen lassen, zu plagen.
Exo 12:24 Darum so halte diese Weise fr dich und deine Kinder ewiglich.
Exo 12:25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HErr geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.
Exo 12:26 Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fr einen Dienst?
Exo 12:27 sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HErrn, der an den Kindern Israel vorberging in gypten, da er die gypter plagte und unsre Huser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an.
Exo 12:28 Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HErr Mose und Aaron geboten hatte.
Exo 12:29 Und zur Mitternacht schlug der HErr alle Erstgeburt in gyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sa, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefngnis und alle Erstgeburt des Viehs.
Exo 12:30 Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle gypter, und ward ein groes Geschrei in gypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war.
Exo 12:31 Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HErrn, wie ihr gesagt habt.
Exo 12:32 Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch.
Exo 12:33 Und die gypter drngten das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.
Exo 12:34 Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.
Exo 12:35 Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den gyptern gefordert silberne und goldene Gerte und Kleider.
Exo 12:36 Dazu hatte der HErr dem Volk Gnade gegeben vor den gyptern, dass sie ihnen willfhrig waren; und so nahmen sie es von den gyptern zur Beute.
Exo 12:37 Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth, sechshunderttausend Mann zu Fu ohne die Kinder.
Exo 12:38 Und es zog auch mit ihnen viel Pbelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
Exo 12:39 Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus gypten brachten, ungesuerte Kuchen; denn es war nicht gesuert, weil sie aus gypten gestoen wurden und nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten.
Exo 12:40 Die Zeit aber, die die Kinder Israel in gypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreiig Jahre.
Exo 12:41 Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des HErrn auf einen Tag aus gyptenland.
Exo 12:42 Darum wird diese Nacht dem HErrn gehalten, dass er sie aus gyptenland gefhrt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HErrn halten, sie und ihre Nachkommen.
Exo 12:43 Und der HErr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise, Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen.
Exo 12:44 Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon.
Exo 12:45 Ein Beisass<RF>bedeutet: Einwohner mit eingeschrnkten Brgerrechten<Rf> und Mietling<RF>bedeutet: Tagelhner<Rf> sollen nicht davon essen.
Exo 12:46 In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
Exo 12:47 Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun.
Exo 12:48 So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HErrn das Passah halten will, der beschneide alles, was mnnlich ist; alsdann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.
Exo 12:49 Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt.
Exo 12:50 Und alle Kinder Israel taten, wie der HErr Mose und Aaron hatte geboten.
Exo 12:51 Also fhrte der HErr auf einen Tag die Kinder Israel aus gyptenland mit ihrem Heer.
Exo 13:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 13:2 Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht, bei den Kindern Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh; denn sie sind mein.
Exo 13:3 Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus gypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der HErr euch mit mchtiger Hand von hinnen hat ausgefhrt; darum sollst du nicht Sauerteig essen.
Exo 13:4 Heute seid ihr ausgegangen, in dem Monat Abib.
Exo 13:5 Wenn dich nun der HErr bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, dass er deinen Vtern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliet, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monat.
Exo 13:6 Sieben Tage sollst du ungesuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HErrn Fest.
Exo 13:7 Darum sollst du sieben Tage ungesuertes Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten.
Exo 13:8 Ihr sollt euren Shnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HErr getan hat, da wir aus gypten zogen.
Exo 13:9 Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des HErrn Gesetz sei in deinem Munde; denn der HErr hat dich mit mchtiger Hand aus gypten gefhrt.
Exo 13:10 Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jhrlich.
Exo 13:11 Wenn dich nun der HErr ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vtern geschworen hat, und dir's gegeben,
Exo 13:12 so sollst du aussondern dem HErrn alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Mnnlein ist.
Exo 13:13 Die Erstgeburt vom Esel sollst du lsen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lsest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Shnen sollst du lsen.
Exo 13:14 Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HErr hat uns mit mchtiger Hand aus gypten, von dem Diensthause, gefhrt.
Exo 13:15 Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HErr alle Erstgeburt in gyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HErrn alles, was die Mutter bricht, was ein Mnnlein ist, und die Erstgeburt meiner Shne lse ich.
Exo 13:16 Und das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HErr hat uns mit mchtiger Hand aus gypten gefhrt.
Exo 13:17 Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fhrte sie Gott nicht auf der Strae durch der Philister Land, die am nchsten war; denn Gott gedachte es mchte das Volk gereuen, wenn sie den Streit shen, und sie mchten wieder nach gypten umkehren.
Exo 13:18 Darum fhrte er das Volk um auf die Strae durch die Wste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerstet aus gyptenland.
Exo 13:19 Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so fhret meine Gebeine mit euch von hinnen.
Exo 13:20 Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wste.
Exo 13:21 Und der HErr zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensule, dass er sie den rechten Weg fhrte, und des Nachts in einer Feuersule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht.
Exo 13:22 Die Wolkensule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersule des Nachts.
Exo 14:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 14:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern bei Pihachiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenber sich lagern ans Meer.
Exo 14:3 Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande; die Wste hat sie eingeschlossen.
Exo 14:4 Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die gypter sollen innewerden, dass ich der HErr bin. Und sie taten also.
Exo 14:5 Und da es dem Knig in gypten angesagt ward, dass das Volk geflohen war, ward sein Herz verwandelt und das Herz seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten?
Exo 14:6 Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich
Exo 14:7 und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in gypten war und die Hauptleute ber all sein Heer.
Exo 14:8 Denn der HErr verstockte das Herz Pharaos, des Knigs in gypten, dass er den Kindern Israel nachjagte. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgezogen.
Exo 14:9 Und die gypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao bei Pihachiroth, gegen Baal-Zephon.
Exo 14:10 Und da Pharao nahe zu ihnen kam, hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die gypter zogen hinter ihnen her; und sie frchteten sich sehr und schrieen zu dem HErrn
Exo 14:11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Grber in gypten, dass du uns musstest wegfhren, dass wir in der Wste sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus gypten gefhrt hast?
Exo 14:12 Ist's nicht das, das wir dir sagten in gypten: Hre auf und lass uns den gyptern dienen? Denn es wre uns ja besser den gyptern dienen als in der Wste sterben.
Exo 14:13 Mose sprach zum Volk: Frchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was fr ein Heil der HErr heute an euch tun wird. Denn diese gypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich.
Exo 14:14 Der HErr wird fr euch streiten, und ihr werdet still sein.
Exo 14:15 Der HErr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, dass sie ziehen.
Exo 14:16 Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand ber das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen.
Exo 14:17 Siehe, ich will das Herz der gypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern.
Exo 14:18 Und die gypter sollen innewerden, dass ich der HErr bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.
Exo 14:19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie
Exo 14:20 und kam zwischen das Heer der gypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.
Exo 14:21 Da nun Mose seine Hand reckte ber das Meer, lie es der HErr hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander.
Exo 14:22 Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen fr Mauern zur Rechten und zur Linken.
Exo 14:23 Und die gypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer.
Exo 14:24 Als nun die Morgenwache kam, schaute der HErr auf der gypter Heer aus der Feuersule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer
Exo 14:25 und stie die Rder von ihren Wagen, strzte sie mit Ungestm. Da sprachen die gypter: Lasst uns fliehen von Israel; der HErr streitet fr sie wider die gypter.
Exo 14:26 Aber der HErr sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ber das Meer, dass das Wasser wieder herfalle ber die gypter, ber ihre Wagen und Reiter.
Exo 14:27 Da reckte Mose seine Hand aus ber das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die gypter flohen ihm entgegen. Also strzte sie der HErr mitten ins Meer,
Exo 14:28 dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen brigblieb.
Exo 14:29 Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fr Mauern zur Rechten und zur Linken.
Exo 14:30 Also half der HErr Israel an dem Tage von der gypter Hand. Und sie sahen die gypter tot am Ufer des Meeres
Exo 14:31 und die groe Hand, die der HErr an den gyptern erzeigt hatte. Und das Volk frchtete den HErrn, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose.
Exo 15:1 Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HErrn und sprachen: Ich will dem HErrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestrzt.
Exo 15:2 Der HErr ist meine Strke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.
Exo 15:3 Der HErr ist der rechte Kriegsmann; HErr ist sein Name.
Exo 15:4 Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer; seine auserwhlten Hauptleute versanken im Schilfmeer.
Exo 15:5 Die Tiefe hat sie bedeckt; sie fielen zu Grund wie die Steine.
Exo 15:6 HErr, deine rechte Hand tut groe Wunder; HErr, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.
Exo 15:7 Und mit deiner groen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestrzt; denn da du deinen Grimm auslieest, verzehrte er sie wie Stoppeln.
Exo 15:8 Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer.
Exo 15:9 Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen khlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben.
Exo 15:10 Da lieest du deinen Wind blasen, und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im mchtigen Wasser.
Exo 15:11 HErr, wer ist dir gleich unter den Gttern? Wer ist dir gleich, der so mchtig, heilig, schrecklich, lblich und wunderttig sei?
Exo 15:12 Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.
Exo 15:13 Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlset hast, und hast sie gefhrt durch deine Strke zu deiner heiligen Wohnung.
Exo 15:14 Da das die Vlker hrten, erbebten sie; Angst kam die Philister an;
Exo 15:15 da erschraken die Frsten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig.
Exo 15:16 Es fllt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen groen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HErr, hindurchkomme, bis das Volk hindurchkomme, das du erworben hast.
Exo 15:17 Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HErr, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HErr, das deine Hand bereitet hat.
Exo 15:18 Der HErr wird Knig sein immer und ewig.
Exo 15:19 Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HErr lie das Meer wieder ber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.
Exo 15:20 Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen.
Exo 15:21 Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HErrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestrzt.
Exo 15:22 Mose lie die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wste, dass sie kein Wasser fanden.
Exo 15:23 Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hie man den Ort Mara.
Exo 15:24 Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
Exo 15:25 Er schrie zu dem HErrn, und der HErr wies ihm einen Baum; den tat er ins Wasser, da ward es s. Daselbst stellte er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie
Exo 15:26 und sprach: Wirst du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf gypten gelegt habe; denn ich bin der HErr, dein Arzt.
Exo 15:27 Und sie kamen gen Elim, da waren zwlf Wasserbrunnen und siebzig Palmbume, und sie lagerten sich daselbst ans Wasser.
Exo 16:1 Von Elim zogen sie aus; und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fnfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie aus gypten gezogen waren.
Exo 16:2 Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wste
Exo 16:3 und sprachen: Wollte Gott, wir wren in gypten gestorben durch des HErrn Hand, da wir bei den Fleischtpfen saen und hatten die Flle Brot zu essen; denn ihr habt uns darum ausgefhrt in diese Wste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset.
Exo 16:4 Da sprach der HErr zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln tglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht.
Exo 16:5 Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefltig soviel sein, als sie sonst tglich sammeln.
Exo 16:6 Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HErr aus gyptenland gefhrt hat,
Exo 16:7 und des Morgens werdet ihr des HErrn Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HErrn gehrt. Was sind wir, dass ihr wider uns murret?
Exo 16:8 Weiter sprach Mose: Der HErr wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Flle, darum dass der HErr euer Murren gehrt hat, das ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HErrn.
Exo 16:9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HErrn, denn er hat euer Murren gehrt.
Exo 16:10 Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wste; und siehe, die Herrlichkeit des HErrn erschien in einer Wolke.
Exo 16:11 Und der HErr sprach zu Mose:
Exo 16:12 Ich habe der Kinder Israel Murren gehrt. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden, und innewerden, dass ich der HErr, euer Gott, bin.
Exo 16:13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her.
Exo 16:14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wste rund und klein wie der Reif auf dem Lande.
Exo 16:15 Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu [d. h. was ist das?]; denn sie wussten nicht was es war. Mose aber sprach zu ihnen: es ist das Brot, das euch der HErr zu essen gegeben hat.
Exo 16:16 Das ist's aber, was der HErr geboten hat: Ein jeglicher sammle, soviel er fr sich essen mag, und nehme einen Gomer<RF>Ein Gomer ist nach Vers 36 der zehnte Teil eines Epha. Ein Epha fasste 36,4 Liter.<Rf> auf ein jeglich Haupt nach der Zahl der Seelen in seiner Htte.
Exo 16:17 Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig.
Exo 16:18 Aber da man's mit dem Gomer ma, fand der nicht darber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fr sich essen mochte.
Exo 16:19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon brig bis morgen.
Exo 16:20 Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche lieen davon brig bis morgen; da wuchsen Wrmer darin, und es ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie.
Exo 16:21 Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeglicher fr sich essen mochte. Wenn aber die Sonne hei schien, zerschmolz es.
Exo 16:22 Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefltig, je zwei Gomer fr einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkndigten's Mose.
Exo 16:23 Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HErr gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HErrn; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber brig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen.
Exo 16:24 Und sie lieen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward's nicht stinkend und war auch kein Wurm darin.
Exo 16:25 Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HErrn; ihr werdet's heute nicht finden auf dem Felde.
Exo 16:26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.
Exo 16:27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts.
Exo 16:28 Da sprach der HErr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze?
Exo 16:29 Sehet, der HErr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages.
Exo 16:30 Also feierte das Volk am siebenten Tage.
Exo 16:31 Und das Haus Israel hie es Man. Und es war wie Koriandersamen und wei und hatte einen Geschmack wie Semmel mit Honig.
Exo 16:32 Und Mose sprach: Das ist's, was der HErr geboten hat: Flle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wste, da ich euch aus gyptenland fhrte.
Exo 16:33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krglein und tu ein Gomer voll Man darein und lass es vor dem HErrn, dass es behalten werde auf eure Nachkommen.
Exo 16:34 Wie der HErr dem Mose geboten hatte, also lie es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, dass es behalten werde.
Exo 16:35 Und die Kinder Israel aen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan aen sie Man.
Exo 16:36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.
Exo 17:1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der HErr befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
Exo 17:2 Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HErrn?
Exo 17:3 Da aber das Volk daselbst drstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus gypten ziehen, dass du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben lieest?
Exo 17:4 Mose schrie zum HErrn und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen.
Exo 17:5 Der HErr sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche lteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin.
Exo 17:6 Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den ltesten von Israel.
Exo 17:7 Da hie man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den HErrn versucht und gesagt hatten: Ist der HErr unter uns oder nicht? 
Exo 17:8 Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.
Exo 17:9 Und Mose sprach zu Josua: Erwhle uns Mnner, zieh aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Hgels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner Hand haben.
Exo 17:10 Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Hgels.
Exo 17:11 Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand niederlie, siegte Amalek.
Exo 17:12 Aber die Hnde Moses wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur sttzten ihm seine Hnde, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Hnde fest, bis die Sonne unterging.
Exo 17:13 Und Josua dmpfte den Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schrfe.
Exo 17:14 Und der HErr sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedchtnis in ein Buch und befiehl's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke.
Exo 17:15 Und Mose baute einen Altar und hie ihn: Der HErr ist mein Panier.
Exo 17:16 Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HErrn, dass der HErr streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.
Exo 18:1 Und da Jethro, der Priester in Midian, Moses Schwiegervater, hrte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der HErr Israel htte aus gypten gefhrt,
Exo 18:2 nahm er Zippora, Moses Weib, die er hatte zurckgesandt,
Exo 18:3 samt ihren zwei Shnen, deren einer hie Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande)
Exo 18:4 und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos).
Exo 18:5 Da nun Jethro, Moses Schwiegervater, und seine Shne und sein Weib zu ihm kamen in die Wste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte,
Exo 18:6 lie er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Shne mit ihr.
Exo 18:7 Da ging Mose hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und ksste ihn. Und da sie sich untereinander gegrt hatten, gingen sie in die Htte.
Exo 18:8 Da erzhlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HErr dem Pharao und den gyptern getan hatte Israels halben, und alle die Mhsal, die ihnen auf den Wege begegnet war, und dass sie der HErr errettet htte.
Exo 18:9 Jethro aber freute sich all des Guten, das der HErr Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der gypter Hand.
Exo 18:10 Und Jethro sprach: Gelobt sei der HErr, der euch errettet hat von der gypter und Pharaos Hand, der wei sein Volk von der gypter Hand zu erretten.
Exo 18:11 Nun wei ich, dass der HErr grer ist denn alle Gtter, darum dass sie Hochmut an ihnen gebt haben.
Exo 18:12 Und Jethro, Moses Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer mit Dankopfern. Da kamen Aaron und alle ltesten in Israel, mit Moses Schwiegervater das Brot zu essen vor Gott.
Exo 18:13 Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend.
Exo 18:14 Da aber sein Schwiegervater sah alles, was er mit dem Volke tat, sprach er: Was ist's, das du tust mit dem Volk? Warum sitzest du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend?
Exo 18:15 Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen.
Exo 18:16 Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Nchsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze.
Exo 18:17 Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust.
Exo 18:18 Du machst dich zu mde, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschft ist dir zu schwer; du kannst's allein nicht ausrichten.
Exo 18:19 Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschfte vor Gott
Exo 18:20 und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrest den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
Exo 18:21 Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott frchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ber sie, etliche ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber zehn,
Exo 18:22 dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine groe Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie werden mit dir tragen.
Exo 18:23 Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was Gott dir gebietet, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
Exo 18:24 Mose gehorchte seines Schwiegervaters Wort und tat alles, was er sagte,
Exo 18:25 und erwhlte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Huptern ber das Volk, etliche ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber zehn,
Exo 18:26 dass sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen wren, zu Mose brchten, und die kleinen Sachen selber richteten.
Exo 18:27 Also lie Mose seinen Schwiegervater in sein Land ziehen.
Exo 19:1 Im dritten Monat nach dem Ausgang der Kinder Israel aus gyptenland kamen sie dieses Tages in die Wste Sinai.
Exo 19:2 Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wste Sinai und lagerten sich in der Wste daselbst gegenber dem Berge.
Exo 19:3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HErr rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und verkndigen den Kindern Israel:
Exo 19:4 Ihr habt gesehen, was ich den gyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerflgeln und habe euch zu mir gebracht.
Exo 19:5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Vlkern; denn die ganze Erde ist mein.
Exo 19:6 Und ihr sollt mir ein priesterlich Knigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
Exo 19:7 Mose kam und forderte die ltesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HErr geboten hatte.
Exo 19:8 Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der HErr geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volkes dem HErrn wieder.
Exo 19:9 Und der HErr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk es hre, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkndigte dem HErrn die Rede des Volks.
Exo 19:10 Und der HErr sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen
Exo 19:11 und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HErr herabfahren auf den Berg Sinai.
Exo 19:12 Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Htet euch, dass ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anrhret; denn wer den Berg anrhrt, soll des Todes sterben.
Exo 19:13 Keine Hand soll ihn anrhren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoss erschossen werden; es sei ein Tier oder Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange tnen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.
Exo 19:14 Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider.
Exo 19:15 Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe.
Exo 19:16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
Exo 19:17 Und Mose fhrte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den Berg.
Exo 19:18 Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der HErr herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte.
Exo 19:19 Und der Posaune Ton ward immer strker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut.
Exo 19:20 Als nun der HErr herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf.
Exo 19:21 Da sprach der HErr zu ihm: Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum HErrn, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen.
Exo 19:22 Dazu die Priester, die zum HErrn nahen, sollen sich heiligen, dass sie der HErr nicht zerschmettere.
Exo 19:23 Mose aber sprach zum HErrn: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn.
Exo 19:24 Und der HErr sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Du und Aaron mit dir sollt heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem HErrn, dass er sie nicht zerschmettere.
Exo 19:25 Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihm.
Exo 20:1 Und Gott redete alle diese Worte:
Exo 20:2 Ich bin der HErr, dein Gott, der ich dich aus gyptenland, aus dem Diensthause, gefhrt habe.
Exo 20:3 Du sollst keine anderen Gtter neben mir haben.
Exo 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
Exo 20:5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HErr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
Exo 20:6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.
Exo 20:7 Du sollst den Namen des HErrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
Exo 20:8 Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest.
Exo 20:9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken;
Exo 20:10 aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HErrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.
Exo 20:11 Denn in sechs Tagen hat der HErr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HErr den Sabbattag und heiligte ihn.
Exo 20:12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HErr, dein Gott, gibt.
Exo 20:13 Du sollst nicht tten.
Exo 20:14 Du sollst nicht ehebrechen.
Exo 20:15 Du sollst nicht stehlen.
Exo 20:16 Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nchsten.
Exo 20:17 Lass dich nicht gelsten deines Nchsten Hauses. Lass dich nicht gelsten deines Nchsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nchster hat.
Exo 20:18 Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne
Exo 20:19 und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und lass Gott nicht mit uns reden, wir mchten sonst sterben.
Exo 20:20 Mose aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, dass er euch versuchte und dass seine Furcht euch vor Augen wre, dass ihr nicht sndiget.
Exo 20:21 Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel, darin Gott war.
Exo 20:22 Und der HErr sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe.
Exo 20:23 Darum sollt ihr nichts neben mir machen; silberne und goldene Gtter sollt ihr nicht machen.
Exo 20:24 Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedchtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.
Exo 20:25 Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darber fhrst, so wirst du ihn entweihen.
Exo 20:26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Ble aufgedeckt werde vor ihm.
Exo 21:1 Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:
Exo 21:2 So du einen hebrischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst.
Exo 21:3 Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
Exo 21:4 Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Shne oder Tchter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen.
Exo 21:5 Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,
Exo 21:6 so bringe ihn sein Herr vor die Gtter<RF>bedeutet: Richter<Rf> und halte ihn an die Tr oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriemen durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.
Exo 21:7 Verkauft jemand sein Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte.
Exo 21:8 Gefllt sie aber ihrem Herrn nicht und will er sie nicht zur Ehe nehmen, so soll er sie zu lsen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat er nicht Macht, weil er sie verschmht hat.
Exo 21:9 Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun.
Exo 21:10 Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen.
Exo 21:11 Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Lsegeld.
Exo 21:12 Wer einen Menschen schlgt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.
Exo 21:13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefhr in seine Hnde fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll.
Exo 21:14 Wo aber jemand an seinem Nchsten frevelt und ihn mit List erwrgt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn tte.
Exo 21:15 Wer Vater oder Mutter schlgt, der soll des Todes sterben.
Exo 21:16 Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.
Exo 21:17 Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
Exo 21:18 Wenn Mnner miteinander hadern und einer schlgt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt:
Exo 21:19 kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versumt hat, und das Arztgeld gebe.
Exo 21:20 Wer seinen Knecht oder seine Magd schlgt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Hnden, der soll darum gestraft werden.
Exo 21:21 Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld.
Exo 21:22 Wenn Mnner hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfhrt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen.
Exo 21:23 Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,
Exo 21:24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu,
Exo 21:25 Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
Exo 21:26 Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlgt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge.
Exo 21:27 Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlgt, soll er sie frei loslassen um den Zahn.
Exo 21:28 Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stt, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig.
Exo 21:29 Ist aber der Ochse zuvor stig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er ttet darber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.
Exo 21:30 Wird man aber ein Lsegeld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu lsen, was man ihm auflegt.
Exo 21:31 Desgleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stt.
Exo 21:32 Stt er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er ihrem Herrn dreiig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man steinigen.
Exo 21:33 So jemand eine Grube auftut oder grbt eine Grube und deckt sie nicht zu, und es fllt ein Ochs oder Esel hinein,
Exo 21:34 so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wiederbezahlen; das Aas aber soll sein sein.
Exo 21:35 Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stt, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen.
Exo 21:36 Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse zuvor stig gewesen ist, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen fr den andern vergelten und das Aas haben.
Exo 21:37 Wenn jemand einen Ochsen oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, der soll fnf Ochsen fr einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fr ein Schaf.
Exo 22:1 Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht ber jenen lassen gehen.
Exo 22:2 Ist aber die Sonne ber ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl.
Exo 22:3 Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefltig wiedergeben.
Exo 22:4 Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschdigt, dass er sein Vieh lsst Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten.
Exo 22:5 Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezndet hat.
Exo 22:6 Wenn jemand seinem Nchsten Geld oder Gerte zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefltig wiedergeben;
Exo 22:7 findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die Gtter<RF>bedeutet: Richter<Rf> bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nchsten Habe gelegt.
Exo 22:8 Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die Gtter kommen. Welchen die Gtter verdammen, der soll's zwiefltig seinem Nchsten wiedergeben.
Exo 22:9 Wenn jemand seinem Nchsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschdigt oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht,
Exo 22:10 so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HErrn kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nchsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also dass jener nicht bezahlen msse.
Exo 22:11 Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen.
Exo 22:12 Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen.
Exo 22:13 Wenn's jemand von seinem Nchsten entlehnt, und es wird beschdigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.
Exo 22:14 Ist aber sein Herr dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat.
Exo 22:15 Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schlft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben.
Exo 22:16 Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwgen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebhrt.
Exo 22:17 Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.
Exo 22:18 Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben.
Exo 22:19 Wer den Gttern opfert und nicht dem HErrn allein, der sei verbannt.
Exo 22:20 Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrcken; denn ihr seid auch Fremdlinge in gyptenland gewesen.
Exo 22:21 Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedrngen.
Exo 22:22 Wirst du sie bedrngen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhren;
Exo 22:23 so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert tte und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.
Exo 22:24 Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben.
Exo 22:25 Wenn du von deinem Nchsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht;
Exo 22:26 denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schlft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhren; denn ich bin gndig.
Exo 22:27 Den Gttern sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk sollst du nicht lstern.
Exo 22:28 Deiner Frucht Flle und Saft sollst du nicht zurckhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.
Exo 22:29 So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du mir's geben.
Exo 22:30 Ihr sollt heilige Leute vor mir sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen.
Exo 23:1 Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist.
Exo 23:2 Du sollst nicht folgen der Menge zum Bsen und nicht also antworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest.
Exo 23:3 Du sollst den Geringen nicht beschnigen in seiner Sache.
Exo 23:4 Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zufhren.
Exo 23:5 Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, hte dich, und lass ihn nicht, sondern versume gern das Deine um seinetwillen.
Exo 23:6 Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.
Exo 23:7 Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwrgen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben.
Exo 23:8 Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
Exo 23:9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrcken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in gyptenland gewesen.
Exo 23:10 Sechs Jahre sollst du dein Land besen und seine Frchte einsammeln.
Exo 23:11 Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was brigbleibt, lass das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und lberg.
Exo 23:12 Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken.
Exo 23:13 Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Gtter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehrt werden.
Exo 23:14 Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr:
Exo 23:15 das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesuertes Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus gypten gezogen. Erscheinet aber nicht leer vor mir.
Exo 23:16 Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Frchte, die du auf dem Felde gest hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde.
Exo 23:17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HErrn, dem Herrscher, alles, was mnnlich ist unter dir.
Exo 23:18 Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.
Exo 23:19 Die Erstlinge von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HErrn, deines Gottes. Und sollst das Bcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
Exo 23:20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behte auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.
Exo 23:21 Darum hte dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer bertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm.
Exo 23:22 Wirst du aber seine Stimme hren und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein.
Exo 23:23 Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge,
Exo 23:24 so sollst du ihre Gtter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Gtzen umreien und zerbrechen.
Exo 23:25 Aber dem HErrn, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.
Exo 23:26 Es soll nichts Untrchtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden.
Exo 23:27 Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben.
Exo 23:28 Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter.
Exo 23:29 Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoen vor dir, auf dass nicht das Land wst werde und sich wilde Tiere wider dich mehren;
Exo 23:30 einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoen, bis du wchsest und das Land besitzest.
Exo 23:31 Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstoen vor dir her.
Exo 23:32 Du sollst mit ihnen oder mit ihren Gttern keinen Bund machen;
Exo 23:33 sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verfhren wider mich. Denn wo du ihren Gttern dienst, wird dir's zum Fall geraten.
Exo 24:1 Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HErrn, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den ltesten Israels, und betet an von ferne.
Exo 24:2 Aber Mose allein nahe sich zum HErrn und lasse jene sich nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.
Exo 24:3 Mose kam und erzhlte dem Volk alle Worte des HErrn und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HErr gesagt hat, wollen wir tun.
Exo 24:4 Da schrieb Mose alle Worte des HErrn und machte sich des Morgens frh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwlf Sulen nach den zwlf Stmmen Israels
Exo 24:5 und sandte hin Jnglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HErrn von Farren.
Exo 24:6 Und Mose nahm die Hlfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Hlfte sprengte er auf den Altar.
Exo 24:7 Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HErr gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen,
Exo 24:8 da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist Blut des Bundes, den der HErr mit euch macht ber allen diesen Worten.
Exo 24:9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den ltesten Israels hinauf
Exo 24:10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fen war es wie ein schner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist.
Exo 24:11 Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, aen und tranken sie.
Exo 24:12 Und der HErr sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst.
Exo 24:13 Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes
Exo 24:14 und sprach zu den ltesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben.
Exo 24:15 Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg,
Exo 24:16 und die Herrlichkeit des HErrn wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke.
Exo 24:17 Und das Ansehen der Herrlichkeit des HErrn war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.
Exo 24:18 Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Nchte.
Exo 25:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 25:2 Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es willig gibt.
Exo 25:3 Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz,
Exo 25:4 blauer und roter Purpur, Scharlach, kstliche weie Leinwand, Ziegenhaar,
Exo 25:5 rtliche Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz,
Exo 25:6 l zur Lampe, Spezerei zur Salbe und zu gutem Ruchwerk,
Exo 25:7 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
Exo 25:8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.
Exo 25:9 Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Gertes zeigen werde, so sollt ihr's machen.
Exo 25:10 Macht eine Lade aus Akazienholz; dritthalb<RF>bedeutet: zweieinhalb<Rf> Ellen<RF>Eine Elle entspricht etwa 50 cm.<Rf> soll die Lnge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hhe.
Exo 25:11 Du sollst sie mit Gold berziehen inwendig und auswendig, und mache einen goldenen Kranz oben umher.
Exo 25:12 Und giee vier goldene Ringe und mache sie an ihre vier Ecken, also dass zwei Ringe seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite.
Exo 25:13 Und mache Stangen von Akazienholz und berziehe sie mit Gold
Exo 25:14 und stecke sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie damit trage;
Exo 25:15 sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden.
Exo 25:16 Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
Exo 25:17 Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Lnge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
Exo 25:18 Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls,
Exo 25:19 dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.
Exo 25:20 Und die Cherubim sollen ihr Flgel ausbreiten von obenher, dass sie mit ihren Flgeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.
Exo 25:21 Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
Exo 25:22 Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, nmlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.
Exo 25:23 Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Lnge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Hhe.
Exo 25:24 Und sollst ihn berziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen
Exo 25:25 und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her.
Exo 25:26 Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Fen.
Exo 25:27 Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage.
Exo 25:28 Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold berziehen, dass der Tisch damit getragen werde.
Exo 25:29 Du sollst auch aus feinem Golde seine Schsseln und Lffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe.
Exo 25:30 Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.
Exo 25:31 Du sollst auch einen Leuchter von feinem, getriebenem Golde machen; daran soll der Schaft mit Rhren, Schalen, Knufen und Blumen sein.
Exo 25:32 Sechs Rhren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Rhren.
Exo 25:33 Eine jegliche Rhre soll drei offene Schalen mit Knufen und Blumen haben; so soll es sein bei den sechs Rhren aus dem Leuchter.
Exo 25:34 Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knufen und Blumen haben
Exo 25:35 und je einen Knauf unter zwei von den Sechs Rhren, welche aus dem Leuchter gehen.
Exo 25:36 Beide, die Knufe und Rhren, sollen aus ihm gehen, alles getriebenes, lauteres Gold.
Exo 25:37 Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie nach vornehin leuchten,
Exo 25:38 und Lichtschneuzen und Lschnpfe von feinem Golde.
Exo 25:39 Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Gert.
Exo 25:40 Und siehe zu, dass du es machst nach dem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.
Exo 26:1 Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weier Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit.
Exo 26:2 Die Lnge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein.
Exo 26:3 Und sollen je fnf zu einem Stck zusammengefgt sein, einer an den andern.
Exo 26:4 Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stck am Rand, wo die zwei Stcke sollen zusammengeheftet werden;
Exo 26:5 fnfzig Schleifen an jegliches Stck, dass eine Schleife der andern gegenberstehe.
Exo 26:6 Und sollst fnfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenhefte, einen an den andern, auf dass es eine Wohnung werde.
Exo 26:7 Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Htte ber die Wohnung von elf Teppichen.
Exo 26:8 Die Lnge eines Teppichs soll dreiig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich gro sein.
Exo 26:9 Fnf sollst du aneinander fgen und sechs auch aneinander, dass du den sechsten Teppich zwiefltig machst vorn an der Htte.
Exo 26:10 Und sollst an jegliches Stck fnfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stcke sollen zusammengeheftet werden.
Exo 26:11 Und sollst fnfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, dass die Htte zusammengefgt und eine Htte werde.
Exo 26:12 Aber vom berlangen an den Teppichen der Htte sollst du einen halben Teppich lassen berhangen hinten an der Htte
Exo 26:13 und auf beiden Seiten je eine Elle, dass das berlange sei an der Htte Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.
Exo 26:14 ber diese Decke sollst du eine Decke machen von rtlichen Widderfellen, dazu ber sie eine Decke von Dachsfellen.
Exo 26:15 Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen.
Exo 26:16 Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.
Exo 26:17 Zwei Zapfen soll ein Brett haben, dass eins an das andere knne gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen.
Exo 26:18 Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag.
Exo 26:19 Die sollen vierzig silberne Fe unten haben, je zwei Fe unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen.
Exo 26:20 Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen
Exo 26:21 und vierzig silberne Fe, je zwei Fe unter jeglichem Brett.
Exo 26:22 Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen;
Exo 26:23 dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung,
Exo 26:24 dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer;
Exo 26:25 dass es acht Bretter seien mit ihren silbernen Fen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett.
Exo 26:26 Und sollst Riegel machen von Akazienholz, fnf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung
Exo 26:27 und fnf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fnf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen Abend.
Exo 26:28 Und sollst den mittleren Riegel mitten an den Brettern hindurchstoen und alles zusammenfassen von einem Ende zu dem andern.
Exo 26:29 Und sollst die Bretter mit Gold berziehen und ihre Ringe von Gold machen, dass man die Riegel darein tue.
Exo 26:30 Und die Riegel sollst du mit Gold berziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge.
Exo 26:31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit.
Exo 26:32 Und sollst ihn hngen an vier Sulen von Akazienholz, die mit Gold berzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fe haben.
Exo 26:33 Und sollst den Vorhang hngen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, dass er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
Exo 26:34 Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten.
Exo 26:35 Den Tisch aber setze auen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenber, mittagswrts in der Wohnung, dass der Tisch stehe gegen Mitternacht.
Exo 26:36 Und sollst ein Tuch machen in die Tr der Htte, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 26:37 Und sollst dem Tuch fnf Sulen machen von Akazienholz, mit Gold berzogen, mit goldenen Haken, und sollst ihnen fnf eherne Fe gieen.
Exo 27:1 Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fnf Ellen lang und breit, dass er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch.
Exo 27:2 Hrner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz berziehen.
Exo 27:3 Mache auch Aschentpfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Gerte sollst du von Erz machen.
Exo 27:4 Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden.
Exo 27:5 Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, dass das Gitter reiche bis mitten an den Altar.
Exo 27:6 Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz berzogen.
Exo 27:7 Und man soll die Stangen in die Ringe tun, dass die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn trgt.
Exo 27:8 Und sollst ihn also von Brettern machen, dass er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist.
Exo 27:9 Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weier Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag,
Exo 27:10 und zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen, und ihre Haken mit ihren Querstben von Silber.
Exo 27:11 Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen, und ihre Haken mit ihren Querstben von Silber.
Exo 27:12 Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fnfzig Ellen lang, zehn Sulen auf zehn Fen.
Exo 27:13 Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fnfzig Ellen,
Exo 27:14 also dass der Umhang habe auf einer Seite fnfzehn Ellen, dazu drei Sulen auf drei Fen,
Exo 27:15 und wieder fnfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Sulen auf drei Fen;
Exo 27:16 aber in dem Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand, dazu vier Sulen auf ihren vier Fen.
Exo 27:17 Alle Sulen um den Hof her sollen silberne Querstbe und silberne Haken und eherne Fe haben.
Exo 27:18 Und die Lnge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fnfzig Ellen, die Hhe fnf Ellen, von gezwirnter weier Leinwand, und seine Fe sollen ehern sein.
Exo 27:19 Auch alle Gerte der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Ngel und alle Ngel des Hofes sollen ehern sein.
Exo 27:20 Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen das allerreinste, lautere l von lbumen, gestoen, zur Leuchte, dass man tglich Lampen aufsetze
Exo 27:21 in der Htte des Stifts, auen vor dem Vorhang, der vor dem Zeugnis hngt. Und Aaron und seine Shne sollen sie zurichten des Morgens und des Abends vor dem HErrn. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel.
Exo 28:1 Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Shne zu dir nehmen aus den Kindern Israel, dass er mein Priester sei, nmlich Aaron und seine Shne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
Exo 28:2 Und sollst Aaron, deinem Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schn seien.
Exo 28:3 Und sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfllt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei.
Exo 28:4 Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Amtschild, den Leibrock, Purpurrock, engen Rock, Hut und Grtel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Shnen, dass er mein Priester sei.
Exo 28:5 Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weie Leinwand.
Exo 28:6 Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand, kunstreich;
Exo 28:7 zwei Schulterstcke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden.
Exo 28:8 Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 28:9 Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel,
Exo 28:10 auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters.
Exo 28:11 Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also dass sie mit Gold umher gefasst werden.
Exo 28:12 Und sollst sie auf die Schulterstcke des Leibrocks heften, dass es Steine seien zum Gedchtnis fr die Kinder Israel, dass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HErrn zum Gedchtnis.
Exo 28:13 Und sollst goldene Fassungen machen
Exo 28:14 und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun.
Exo 28:15 Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 28:16 Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Lnge sein und eine Spanne breit seine Breite.
Exo 28:17 Und sollst's fllen mit vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd;
Exo 28:18 die andere ein Rubin, Saphir, Demant;
Exo 28:19 die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst;
Exo 28:20 die vierte ein Trkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen
Exo 28:21 und sollen nach den zwlf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwlf Stmmen.
Exo 28:22 Und sollst Ketten zu dem Schild machen mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend, von feinem Golde,
Exo 28:23 und zwei goldene Ringe an das Schild, also dass du die zwei Ringe heftest an zwei Ecken des Schildes,
Exo 28:24 und die zwei goldenen Ketten in die zwei Ringe an den beiden Ecken des Schildes tust.
Exo 28:25 Aber die zwei Enden der zwei Ketten sollst du an die zwei Fassungen tun und sie heften auf die Schulterstcke am Leibrock vornehin.
Exo 28:26 Und sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die zwei anderen Ecken des Schildes heften an seinem Rand, inwendig gegen den Leibrock.
Exo 28:27 Und sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die zwei Schulterstcke vorn am Leibrock heften, wo der Leibrock zusammengeht, oben ber dem Gurt des Leibrocks.
Exo 28:28 Und man soll das Schild mit seinen Ringen mit einer blauen Schnur an die Ringe des Leibrocks knpfen, dass es ber dem Gurt des Leibrocks hart anliege und das Schild sich nicht von dem Leibrock losmache.
Exo 28:29 Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedchtnis vor dem HErrn allezeit.
Exo 28:30 Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HErrn, dass er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HErrn allewege.
Exo 28:31 Du sollst auch den Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur.
Exo 28:32 Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, dass er nicht zerreie.
Exo 28:33 Und unten an seinem Saum sollst du Granatpfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um,
Exo 28:34 dass eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks.
Exo 28:35 Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, dass man seinen Klang hre, wenn er aus und ein geht in das Heilige vor dem HErrn, auf dass er nicht sterbe.
Exo 28:36 Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgrbt: Heilig dem HErrn.
Exo 28:37 Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut,
Exo 28:38 auf der Stirn Aarons, dass also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, dass er sie vershne vor dem HErrn.
Exo 28:39 Du sollst auch den engen Rock machen von weier Leinwand und einen Hut von weier Leinwand machen und einen gestickten Grtel.
Exo 28:40 Und den Shnen Aarons sollst du Rcke, Grtel und Hauben machen, die herrlich und schn seien.
Exo 28:41 Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Shnen anziehen; und sollst sie salben und ihre Hnde fllen und sie weihen, dass sie meine Priester seien.
Exo 28:42 Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, zu bedecken die Ble des Fleisches von den Lenden bis an die Hften.
Exo 28:43 Und Aaron und seine Shne sollen sie anhaben, wenn sie in die Htte des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, dass sie dienen in dem Heiligtum, dass sie nicht ihre Missetat tragen und sterben mssen. Das soll ihm und seinem Samen nach ihm eine ewige Weise sein.
Exo 29:1 Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, dass sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl,
Exo 29:2 ungesuertes Brot und ungesuerte Kuchen, mit l gemengt, und ungesuerte Fladen, mit l gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen.
Exo 29:3 Und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zwei Widdern.
Exo 29:4 Und sollst Aaron und seine Shne vor die Tr der Htte des Stifts fhren und mit Wasser waschen
Exo 29:5 und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Purpurrock und den Leibrock und das Schild zu dem Leibrock, und sollst ihn grten mit dem Gurt des Leibrocks
Exo 29:6 und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut.
Exo 29:7 Und sollst nehmen das Salbl und auf sein Haupt schtten und ihn salben.
Exo 29:8 Und seine Shne sollst du auch herzufhren und den engen Rock ihnen anziehen
Exo 29:9 und beide, Aaron und auch sie, mit Grteln grten und ihnen die Hauben aufbinden, dass sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Shnen die Hnde fllen,
Exo 29:10 und den Farren herzufhren vor die Htte des Stifts; und Aaron und seine Shne sollen ihre Hnde auf des Farren Haupt legen.
Exo 29:11 Und du sollst den Farren schlachten vor dem HErrn, vor der Tr der Htte des Stifts.
Exo 29:12 Und sollst von seinem Blut nehmen und auf des Altars Hrner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schtten.
Exo 29:13 Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett, das darber liegt, und sollst es auf dem Altar anznden.
Exo 29:14 Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du drauen vor dem Lager verbrennen; denn es ist ein Sndopfer.
Exo 29:15 Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Shne sollen ihre Hnde auf sein Haupt legen.
Exo 29:16 Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum.
Exo 29:17 Aber den Widder sollst du zerlegen in Stcke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stcke und sein Haupt legen
Exo 29:18 und den ganzen Widder anznden auf dem Altar; denn es ist dem HErrn ein Brandopfer, ein ser Geruch, ein Feuer des HErrn.
Exo 29:19 Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Shne sollen ihre Hnde auf sein Haupt legen;
Exo 29:20 und sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und Aaron und seinen Shnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die groe Zehe ihres rechten Fues; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum.
Exo 29:21 Und sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und vom Salbl, und Aaron und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider geweiht.
Exo 29:22 Darnach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz ber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett darber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fllung),
Exo 29:23 und ein Brot und einen lkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesuerten Brots, der vor dem HErrn steht;
Exo 29:24 und lege es alles auf die Hnde Aarons und seiner Shne und webe es dem HErrn.
Exo 29:25 Darnach nimm's von ihren Hnden und znde es an auf dem Altar zu dem Brandopfer, zum sen Geruch vor dem HErrn; denn das ist ein Feuer des HErrn.
Exo 29:26 Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fllung Aarons und sollst sie vor dem HErrn weben. Das soll dein Teil sein.
Exo 29:27 Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebt und gehebt sind von dem Widder der Fllung Aarons und seiner Shne.
Exo 29:28 Und das soll Aarons und seiner Shne sein ewigerweise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und eine Hebe soll es sein von den Kindern Israel von ihrem Dankopfern, ihre Hebe fr den HErrn.
Exo 29:29 Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Shne haben nach ihm, dass sie darin gesalbt und ihre Hnde gefllt werden.
Exo 29:30 Welcher unter seinen Shnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, dass er gehe in die Htte des Stifts, zu dienen im Heiligen.
Exo 29:31 Du sollst aber nehmen den Widder der Fllung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen.
Exo 29:32 Und Aaron mit seinen Shnen soll des Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tr der Htte des Stifts.
Exo 29:33 Denn es ist Vershnung damit geschehen, zu fllen ihre Hnde, dass sie geweiht werden. Kein andrer soll es essen; denn es ist heilig.
Exo 29:34 Wo aber etwas brigbleibt von dem Fleisch der Fllung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig.
Exo 29:35 Und sollst also mit Aaron und seinen Shnen tun alles, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Hnde fllen
Exo 29:36 und tglich einen Farren zum Sndopfer schlachten zur Vershnung. Und sollst den Altar entsndigen, wenn du ihn vershnst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde.
Exo 29:37 Sieben Tage sollst du den Altar vershnen und ihn weihen, dass er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anrhren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
Exo 29:38 Und das sollst du mit dem Altar tun: zwei jhrige Lmmer sollst du allewege des Tages darauf opfern,
Exo 29:39 Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend;
Exo 29:40 und zu einem Lamm ein Zehntel<RF>Ein Zehntel Epha sind etwa 3,6 Liter.<Rf> Semmelmehl, gemengt mit einem Viertel von einem Hin<RF>Ein Viertel eines Hin sind etwa 1,5 Liter.<Rf> gestoenen ls, und ein Viertel vom Hin Wein zum Trankopfer.
Exo 29:41 Mit dem andern Lamm gegen Abend sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu sem Geruch, ein Feuer dem Herrn.
Exo 29:42 Das ist das tgliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tr der Htte des Stifts, vor dem HErrn, da ich mich euch bezeugen und mit dir reden will.
Exo 29:43 Daselbst will ich mich den Kindern Israel bezeugen und geheiligt werden in meiner Herrlichkeit.
Exo 29:44 So will ich die Htte des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Shne mir zu Priestern weihen.
Exo 29:45 Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein,
Exo 29:46 dass sie wissen sollen, ich sei der HErr, ihr Gott, der sie aus gyptenland fhrte, dass ich unter ihnen wohne, ich, der HErr, ihr Gott.
Exo 30:1 Du sollst auch einen Rucheraltar machen, zu ruchern, von Akazienholz,
Exo 30:2 eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hrnern.
Exo 30:3 Und sollst ihn mit feinem Golde berziehen, sein Dach und seine Wnde ringsumher und seine Hrner. Und sollst einen Kranz von Gold umher machen
Exo 30:4 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tue und ihn damit trage.
Exo 30:5 Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold berziehen.
Exo 30:6 Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses hngt, und vor den Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde.
Exo 30:7 Und Aaron soll darauf ruchern gutes Ruchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet.
Exo 30:8 Desgleichen, wenn er die Lampen anzndet gegen Abend, soll er solch Ruchwerk auch ruchern. Das soll das tgliche Ruchopfer sein vor dem HErrn bei euren Nachkommen.
Exo 30:9 Ihr sollt kein fremdes Ruchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern.
Exo 30:10 Und Aaron soll auf seinen Hrnern vershnen einmal im Jahr mit dem Blut des Sndopfers zur Vershnung. Solche Vershnung soll jhrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HErrn ein Hochheiliges.
Exo 30:11 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 30:12 Wenn du die Hupter der Kinder Israel zhlst, so soll ein jeglicher dem HErrn geben die Vershnung seiner Seele, auf dass ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezhlt werden.
Exo 30:13 Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot<RF>Ein Lot wog 14,55 Gramm.<Rf> hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HErrn sein.
Exo 30:14 Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darber, der soll solch Hebopfer dem HErrn geben.
Exo 30:15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HErrn zur Hebe gibt fr die Vershnung ihre Seelen.
Exo 30:16 Und du sollst solch Geld der Vershnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Htte des Stifts geben, dass es sei den Kindern Israel ein Gedchtnis vor dem HErrn, dass er sich ber ihre Seelen vershnen lasse.
Exo 30:17 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 30:18 Du sollst auch ein ehernes Handfass machen mit einem ehernen Fu, zum Waschen, und sollst es setzen zwischen die Htte des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
Exo 30:19 dass Aaron und seine Shne ihre Hnde und Fe darin waschen,
Exo 30:20 wenn sie in die Htte des Stifts gehen oder zum Altar, dass sie dienen, ein Feuer anzuznden dem HErrn,
Exo 30:21 auf dass sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen.
Exo 30:22 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 30:23 Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fnfhundert Lot, und Zimt, die Hlfte soviel, zweihundertfnfzig, und Kalmus, auch zweihundertfnfzig,
Exo 30:24 und Kassia, fnfhundert, nach dem Lot des Heiligtums, und l vom lbaum ein Hin.
Exo 30:25 Und mache ein heiliges Salbl nach der Kunst des Salbenbereiters.
Exo 30:26 Und sollst damit salben die Htte des Stifts und die Lade des Zeugnisses,
Exo 30:27 den Tisch mit allem seinem Gerte, den Leuchter mit seinem Gerte, den Rucheraltar,
Exo 30:28 den Brandopferaltar mit allem seinem Gerte und das Handfass mit seinem Fu.
Exo 30:29 Und sollst sie also weihen, dass sie hochheilig seien; denn wer sie anrhren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
Exo 30:30 Aaron und seine Shne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen.
Exo 30:31 Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies l soll mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen.
Exo 30:32 Auf Menschenleib soll's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig sein.
Exo 30:33 Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden.
Exo 30:34 Und der HErr sprach zu Mose: Nimm zu dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel als vom andern,
Exo 30:35 und mache Ruchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei.
Exo 30:36 Und du sollst es zu Pulver stoen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Htte des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein.
Exo 30:37 Und desgleichen Ruchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HErrn.
Exo 30:38 Wer ein solches machen wird, dass er damit ruchere, der wird ausgerottet werden von seinem Volk.
Exo 31:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 31:2 Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda,
Exo 31:3 und habe ihn erfllt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit,
Exo 31:4 kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz,
Exo 31:5 kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk.
Exo 31:6 Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe:
Exo 31:7 die Htte des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Gerte der Htte,
Exo 31:8 den Tisch und sein Gert, den feinen Leuchter und all sein Gert, den Rucheraltar,
Exo 31:9 den Brandopferaltar mit allem seinem Gerte, das Handfass mit seinem Fu,
Exo 31:10 die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Shne, priesterlich zu dienen,
Exo 31:11 das Salbl und das Ruchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen.
Exo 31:12 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 31:13 Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der HErr bin, der euch heiligt.
Exo 31:14 Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk.
Exo 31:15 Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HErrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben.
Exo 31:16 Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund.
Exo 31:17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HErr Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.
Exo 31:18 Und da der HErr ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und beschrieben mit dem Finger Gottes.
Exo 32:1 Da aber das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Gtter, die vor uns her gehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus gyptenland gefhrt hat.
Exo 32:2 Aaron sprach zu ihnen: Reiet ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Shne und eurer Tchter und bringet sie zu mir.
Exo 32:3 Da riss alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron.
Exo 32:4 Und er nahm sie von ihren Hnden und entwarf's mit einem Griffel und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Gtter, Israel, die dich aus gyptenland gefhrt haben!
Exo 32:5 Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und lie ausrufen und sprach: Morgen ist des HErrn Fest.
Exo 32:6 Und sie standen des Morgens frh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Volk, zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen.
Exo 32:7 Der HErr sprach aber zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus gyptenland gefhrt hast, hat's verderbt.
Exo 32:8 Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Gtter, Israel, die dich aus gyptenland gefhrt haben.
Exo 32:9 Und der HErr sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist.
Exo 32:10 Und nun lass mich, dass mein Zorn ber sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum groen Volk machen.
Exo 32:11 Mose aber flehte vor dem HErrn, seinem Gott, und sprach: Ach HErr, warum will dein Zorn ergrimmen ber dein Volk, das du mit groer Kraft und starker Hand hast aus gyptenland gefhrt?
Exo 32:12 Warum sollen die gypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglck ausgefhrt, dass er sie erwrgte im Gebirge und vertilgte sie von dem Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des bels ber dein Volk.
Exo 32:13 Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheien hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich verheien habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich.
Exo 32:14 Also gereute den HErrn das bel, das er drohte seinem Volk zu tun.
Exo 32:15 Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten.
Exo 32:16 Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben.
Exo 32:17 Da nun Josua hrte des Volks Geschrei, dass sie jauchzten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit.
Exo 32:18 Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich hre ein Geschrei eines Singetanzes.
Exo 32:19 Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge
Exo 32:20 und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und stubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken
Exo 32:21 und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, dass du eine so groe Snde ber sie gebracht hast?
Exo 32:22 Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weit, dass dies Volk bse ist.
Exo 32:23 Sie sprachen zu mir: Mache uns Gtter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus gyptenland gefhrt hat.
Exo 32:24 Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reie es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden.
Exo 32:25 Da nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwtz bei ihren Widersachern),
Exo 32:26 trat er in das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HErrn angehrt! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi.
Exo 32:27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Grte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurck von einem Tor zum andern das Lager, und erwrge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nchsten.
Exo 32:28 Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.
Exo 32:29 Da sprach Mose: Fllet heute eure Hnde dem HErrn, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, dass heute ber euch der Segen gegeben werde.
Exo 32:30 Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine groe Snde getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HErrn, ob ich vielleicht eure Snde vershnen mge.
Exo 32:31 Als nun Mose wieder zum HErrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine groe Snde getan, und sie haben sich goldene Gtter gemacht.
Exo 32:32 Nun vergib ihnen ihre Snde; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
Exo 32:33 Der HErr sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sndigt.
Exo 32:34 So gehe nun hin und fhre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Snde wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.
Exo 32:35 Also strafte der HErr das Volk, dass sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte.
Exo 33:1 Der HErr sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus gyptenland gefhrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben;
Exo 33:2 und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstoen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, 
Exo 33:3 dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fliet. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich mchte dich unterwegs vertilgen.
Exo 33:4 Da das Volk diese bse Rede hrte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich.
Exo 33:5 Und der HErr sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzge, wrde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, dass ich wisse, was ich dir tun soll.
Exo 33:6 Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb.
Exo 33:7 Mose aber nahm die Htte und schlug sie auf drauen, ferne vor dem Lager, und hie sie eine Htte des Stifts. Und wer den HErrn fragen wollte, musste herausgehen zur Htte des Stifts vor das Lager.
Exo 33:8 Und wenn Mose ausging zur Htte so stand alles Volk auf und trat ein jeglicher in seiner Htte Tr und sahen ihm nach, bis er in die Htte kam.
Exo 33:9 Und wenn Mose in die Htte kam, so kam die Wolkensule hernieder und stand in der Htte Tr und redete mit Mose.
Exo 33:10 Und alles Volk sah die Wolkensule in der Htte Tr stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Htte Tr.
Exo 33:11 Der HErr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jngling, nicht aus der Htte.
Exo 33:12 Und Mose sprach zu dem HErrn: Siehe, du sprichst zu mir: Fhre das Volk hinauf! und lsst mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden.
Exo 33:13 Habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, dass dies Volk dein Volk ist.
Exo 33:14 Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten.
Exo 33:15 Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so fhre uns nicht von dannen hinauf.
Exo 33:16 Denn wobei soll doch erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, auer wenn du mit uns gehst, auf dass ich und dein Volk gerhmt werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist?
Exo 33:17 Der HErr sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
Exo 33:18 Er aber sprach: So lass mich deine Herrlichkeit sehen.
Exo 33:19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Gte vorbergehen lassen und will ausrufen des HErrn Namen vor dir. Wem ich aber gndig bin, dem bin ich gndig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich.
Exo 33:20 Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.
Exo 33:21 Und der HErr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen.
Exo 33:22 Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorbergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich vorbergehe.
Exo 33:23 Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
Exo 34:1 Und der HErr sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast.
Exo 34:2 Und sei morgen bereit, dass du frh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze.
Exo 34:3 Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind lass weiden gegen diesen Berg hin.
Exo 34:4 Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens frh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HErr geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
Exo 34:5 Da kam der HErr hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HErrn Namen.
Exo 34:6 Und der HErr ging vor seinem Angesicht vorber und rief: HErr, HErr, Gott, barmherzig und gndig und geduldig und von groer Gnade und Treue!
Exo 34:7 der da bewahret Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, bertretung und Snde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Vter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.
Exo 34:8 Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an
Exo 34:9 und sprach: Habe ich, HErr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HErr mit uns  denn es ist ein halstarriges Volk , dass du unsrer Missetat und Snde gndig seist und lassest uns dein Erbe sein.
Exo 34:10 Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Vlkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HErrn Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde.
Exo 34:11 Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
Exo 34:12 Hte dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden;
Exo 34:13 sondern ihre Altre sollst du umstrzen und ihre Gtzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;
Exo 34:14 denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HErr heit ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er.
Exo 34:15 Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Gttern nachlaufen und opfern ihren Gttern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest,
Exo 34:16 und dass du nehmest deinen Shnen ihre Tchter zu Weibern und dieselben dann ihren Gttern nachlaufen und machen deine Shne auch ihren Gttern nachlaufen.
Exo 34:17 Du sollst dir keine gegossenen Gtter machen.
Exo 34:18 Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in dem Monat Abib bist du aus gypten gezogen.
Exo 34:19 Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was mnnlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf.
Exo 34:20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lsen. Wo du es aber nicht lsest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Shnen sollst du lsen. Und dass niemand vor mir leer erscheine!
Exo 34:21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pflgen und mit Ernten.<RF>bedeutet: auch in der Zeit des Pflgens und des Erntens<Rf>
Exo 34:22 Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist.
Exo 34:23 Dreimal im Jahr soll alles, was mnnlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HErrn und Gott Israels.
Exo 34:24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, dieweil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HErrn, deinem Gott.
Exo 34:25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht ber Nacht bleiben bis an den Morgen.
Exo 34:26 Die Erstlinge von den ersten Frchten deines Ackers sollst du in das Haus des HErrn, deines Gottes, bringen. Du sollst das Bcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
Exo 34:27 Und der HErr sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
Exo 34:28 Und er war allda bei dem HErrn vierzig Tage und vierzig Nchte und a kein Brot und trank kein Wasser. Und Er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.
Exo 34:29 Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glnzte davon, dass er mit ihm geredet hatte.
Exo 34:30 Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glnzte, frchteten sie sich, zu ihm zu nahen.
Exo 34:31 Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen.
Exo 34:32 Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HErr mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.
Exo 34:33 Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.
Exo 34:34 Und wenn er hineinging vor den HErrn, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war,
Exo 34:35 so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glnzte; so tat er die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.
Exo 35:1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HErr geboten hat, das ihr es tun sollt:
Exo 35:2 Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HErrn. Wer an dem arbeitet, soll sterben.
Exo 35:3 Ihr sollt kein Feuer anznden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.
Exo 35:4 Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das ist's, was der HErr geboten hat:
Exo 35:5 Gebt unter euch Hebopfer dem HErrn, also dass das Hebopfer des HErrn ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz,
Exo 35:6 blauen und roten Purpur, Scharlach, weie Leinwand und Ziegenhaar,
Exo 35:7 rtliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
Exo 35:8 l zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Ruchwerk,
Exo 35:9 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
Exo 35:10 Und wer unter euch verstndig ist, der komme und mache, was der HErr geboten hat:
Exo 35:11 nmlich die Wohnung mit ihrer Htte und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Sulen und Fen;
Exo 35:12 die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang;
Exo 35:13 den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Gerte und die Schaubrote;
Exo 35:14 den Leuchter, zu leuchten, und sein Gert und seine Lampen und das l zum Licht;
Exo 35:15 den Rucheraltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Ruchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tr;
Exo 35:16 den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und allem seinem Gerte; das Handfass mit seinem Fue;
Exo 35:17 den Umhang des Vorhofs mit seinen Sulen und Fen und das Tuch des Tors am Vorhof;
Exo 35:18 die Ngel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen;
Exo 35:19 die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Shne zum Priestertum.
Exo 35:20 Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel aus von Mose.
Exo 35:21 Und alle, die es gern und willig gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HErrn zum Werk der Htte des Stifts und zu allem ihrem Dienst und zu den heiligen Kleidern.
Exo 35:22 Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer's willig tat, Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes Gert. Dazu brachte jedermann Gold zum Webeopfer dem HErrn.
Exo 35:23 Und wer bei sich fand blauen und roten Purpur, Scharlach, weie Leinwand, Ziegenhaar, rtliche Widderfelle und Dachsfelle, der brachte es.
Exo 35:24 Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem HErrn. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes.
Exo 35:25 Und welche verstndige Weiber waren, die spannen mit ihren Hnden und brachten ihr Gespinnst, blauen und roten Purpur, Scharlach und weie Leinwand.
Exo 35:26 Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die spannen Ziegenhaare.
Exo 35:27 Die Frsten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Schild
Exo 35:28 und Spezerei und l zu den Lichtern und zur Salbe und zum guten Ruchwerk.
Exo 35:29 Also brachten die Kinder Israel willig, beide, Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HErr geboten hatte durch Mose, dass man's machen sollte.
Exo 35:30 Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HErr hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda,
Exo 35:31 und hat ihn erfllt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verstndig, geschickt sei zu allerlei Werk,
Exo 35:32 kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz,
Exo 35:33 Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit.
Exo 35:34 Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan.
Exo 35:35 Er hat ihr Herz mit Weisheit erfllt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weier Leinwand, und mit Weben, dass sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden.
Exo 36:1 Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Mnner, denen der HErr Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HErr geboten hatte.
Exo 36:2 Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Mnner, denen der HErr Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich willig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke.
Exo 36:3 Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, dass es gemacht wrde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm.
Exo 36:4 Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten,
Exo 36:5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HErr zu machen geboten hat.
Exo 36:6 Da gebot Mose, dass man rufen lie durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hrte das Volk auf zu bringen.
Exo 36:7 Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch brig.
Exo 36:8 Also machten alle weisen Mnner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weier Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim daran von kunstreicher Arbeit.
Exo 36:9 Die Lnge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Ma.
Exo 36:10 Und er fgte je fnf Teppiche zu einem Stck zusammen, einen an den andern.
Exo 36:11 Und machte blaue Schleifen an jegliches Stck am Rande, wo die zwei Stcke sollten zusammengeheftet werden,
Exo 36:12 fnfzig Schleifen an jegliches Stck, dass eine Schleife der anderen gegenberstnde.
Exo 36:13 Und machte fnfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, dass es eine Wohnung wrde.
Exo 36:14 Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zur Htte ber die Wohnung,
Exo 36:15 dreiig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Ma.
Exo 36:16 Und fgte ihrer fnf zusammen auf einen Teil und sechs zusammen auf den andern Teil.
Exo 36:17 Und machte fnfzig Schleifen an jegliches Stck am Rande, wo die Stcke sollten zusammengeheftet werden.
Exo 36:18 Und machte je fnfzig eherne Haken, dass die Htte damit zusammen in eins gefgt wrde.
Exo 36:19 Und machte eine Decke ber die Htte von rtlichen Widderfellen und ber die noch eine Decke von Dachsfellen.
Exo 36:20 Und machte Bretter zur Wohnung von Akazienholz, die stehen sollten,
Exo 36:21 ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit
Exo 36:22 und an jeglichem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt wrde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung,
Exo 36:23 dass der Bretter zwanzig gegen Mittag standen.
Exo 36:24 Und machte vierzig silberne Fe darunter, unter jeglich Brett zwei Fe an seine zwei Zapfen.
Exo 36:25 Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter
Exo 36:26 mit vierzig silbernen Fen, unter jeglich Brett zwei Fe.
Exo 36:27 Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter
Exo 36:28 und zwei andere hinten an den zwei Ecken der Wohnung,
Exo 36:29 dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf gesellte und oben am Haupt zusammenkme mit einer Klammer,
Exo 36:30 dass der Bretter acht wrden und sechzehn silberne Fe, unter jeglichem zwei Fe.
Exo 36:31 Und er machte Riegel von Akazienholz, fnf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung
Exo 36:32 und fnf auf der andern Seite und fnf hintenan, gegen Abend.
Exo 36:33 Und machte den mittleren Riegel, dass er mitten an den Brettern hindurchgestoen wrde von einem Ende zum andern.
Exo 36:34 Und berzog die Bretter mit Gold; aber ihre Ringe machte er von Gold, dass man die Riegel darein tte, und berzog die Riegel mit Gold.
Exo 36:35 Und machte den Vorhang mit den Cherubim daran knstlich von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 36:36 Und machte zu demselben vier Sulen von Akazienholz und berzog sie mit Gold, und ihre Haken von Gold; und goss dazu vier silberne Fe.
Exo 36:37 Und machte ein Tuch in der Tr der Htte von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand, gestickt,
Exo 36:38 und fnf Sulen dazu mit ihren Haken, und berzog ihre Kpfe und Querstbe mit Gold, und fnf eherne Fe daran.
Exo 37:1 Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch,
Exo 37:2 und berzog sie mit feinem Golde inwendig und auswendig und machte ihr einen goldenen Kranz umher.
Exo 37:3 Und goss vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwei.
Exo 37:4 Und machte Stangen von Akazienholz und berzog sie mit Gold
Exo 37:5 und tat sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie tragen konnte.
Exo 37:6 Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit.
Exo 37:7 Und machte zwei Cherubim von getriebenem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls,
Exo 37:8 einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende.
Exo 37:9 Und die Cherubim breiteten ihre Flgel aus von obenher und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze standen gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl.
Exo 37:10 Und er machte den Tisch von Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch,
Exo 37:11 und berzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz umher.
Exo 37:12 Und machte ihm eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her.
Exo 37:13 Und goss dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken an seinen vier Fen,
Exo 37:14 hart an der Leiste, dass die Stangen darin wren, daran man den Tisch trge.
Exo 37:15 Und machte die Stangen von Akazienholz und berzog sie mit Gold, dass man den Tisch damit trge.
Exo 37:16 Und machte auch von feinem Golde das Gert auf den Tisch: Schsseln und Lffel, Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbrchte.
Exo 37:17 Und er machte den Leuchter von feinem, getriebenem Golde. Daran waren der Schaft mit Rhren, Schalen, Knufe und Blumen.
Exo 37:18 Sechs Rhren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Rhren.
Exo 37:19 Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knufen und Blumen.
Exo 37:20 An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knufen und Blumen,
Exo 37:21 je ein Knauf unter zwei von den sechs Rhren, die aus ihm gingen,
Exo 37:22 und die Knufe und Rhren gingen aus ihm, und war alles aus getriebenem, feinem Gold.
Exo 37:23 Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschnuzen und Lschnpfen von feinem Gold.
Exo 37:24 Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Gert.
Exo 37:25 Er machte auch den Rucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig, und zwei Ellen hoch, mit seinen Hrnern,
Exo 37:26 und berzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Wnde ringsumher und seine Hrner, und machte ihm einen Kranz umher von Gold
Exo 37:27 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tte und ihn damit trge.
Exo 37:28 Aber die Stangen machte er von Akazienholz und berzog sie mit Gold.
Exo 37:29 Und er machte die heilige Salbe und Ruchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters.
Exo 38:1 Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fnf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch.
Exo 38:2 Und machte vier Hrner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und berzog ihn mit Erz.
Exo 38:3 Und machte allerlei Gerte zu dem Altar: Aschentpfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles von Erz.
Exo 38:4 Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Hlfte des Altars.
Exo 38:5 Und goss vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters fr die Stangen.
Exo 38:6 Dieselben machte er aus Akazienholz und berzog sie mit Erz
Exo 38:7 und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, dass man ihn damit trge; und machte ihn inwendig hohl.
Exo 38:8 Und machte ein Handfass von Erz und seinen Fu auch von Erz aus Spiegeln der Weiber, die vor der Tr der Htte des Stifts dienten.
Exo 38:9 Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weier Leinwand,
Exo 38:10 mit seinen zwanzig Sulen und zwanzig Fen von Erz, aber ihre Haken und Querstbe von Silber;
Exo 38:11 desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Sulen und zwanzig Fen von Erz, aber ihre Haken und Querstbe von Silber;
Exo 38:12 gegen Abend aber fnfzig Ellen mit zehn Sulen und zehn Fen, aber ihre Haken und Querstbe von Silber;
Exo 38:13 gegen Morgen auch fnfzig Ellen;
Exo 38:14 fnfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Sulen und drei Fen,
Exo 38:15 und auf der andern Seite auch fnfzehn Ellen mit drei Sulen und drei Fen, dass ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern.
Exo 38:16 Alle Umhnge des Vorhofs waren von gezwirnter weier Leinwand
Exo 38:17 und die Fe der Sulen von Erz und ihre Haken und Querstbe von Silber, also dass ihre Kpfe berzogen waren mit Silber. Und ihre Querstbe waren silbern an allen Sulen des Vorhofs.
Exo 38:18 Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand, zwanzig Ellen lang und fnf Ellen hoch, nach dem Ma der Umhnge des Vorhofs.
Exo 38:19 Dazu vier Sulen und vier Fe von Erz, und ihre Haken von Silber und ihre Kpfe und ihre Querstbe berzogen mit Silber.
Exo 38:20 Und alle Ngel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz.
Exo 38:21 Das ist nun die Summe zu der Wohnung des Zeugnisses, die gezhlt ward, wie Mose geboten hatte, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
Exo 38:22 Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, machte alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte,
Exo 38:23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weier Leinwand.
Exo 38:24 Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, das zum Webeopfer gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner siebenhundertunddreiig Lot nach dem Lot des Heiligtums.
Exo 38:25 Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfnfundsiebzig Lot nach dem Lot des Heiligtums:
Exo 38:26 so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezhlt wurden von zwanzig Jahren an und darber, sechshundertdreitausend fnfhundertundfnfzig.
Exo 38:27 Aus den hundert Zentnern Silber goss man die Fe des Heiligtums und die Fe des Vorhangs, hundert Fe aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fu.
Exo 38:28 Aber aus den tausendsiebenhundertfnfundsiebzig Loten wurden gemacht der Sulen Haken, und ihre Kpfe berzogen und ihre Querstbe.
Exo 38:29 Das Webeopfer aber des Erzes war siebzig Zentner zweitausendvierhundert Lot.
Exo 38:30 Daraus wurden gemacht die Fe in der Tr der Htte des Stifts und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Gerte des Altars,
Exo 38:31 dazu die Fe des Vorhofs ringsherum und die Fe des Tores am Vorhofe, alle Ngel der Wohnung und alle Ngel des Vorhofs ringsherum.
Exo 39:1 Aber von dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:2 Und er machte den Leibrock von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 39:3 Und sie schlugen das Gold und schnitten's zu Faden, dass man's knstlich wirken konnte unter den blauen und roten Purpur, Scharlach und weie Leinwand.
Exo 39:4 Schulterstcke machten sie an ihm, die zusammengingen, und an beiden Enden ward er zusammengebunden.
Exo 39:5 Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Arbeit von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:6 Und sie machten zwei Onyxsteine, umher gefasst mit Gold, gegraben durch die Steinschneider mit den Namen der Kinder Israel;
Exo 39:7 und er heftete sie auf die Schulterstcke des Leibrocks, dass es Steine seien zum Gedchtnis der Kinder Israel, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:8 Und sie machten das Schild nach der Kunst und dem Werk des Leibrocks von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand,
Exo 39:9 dass es viereckig und zwiefach war, eine Spanne lang und breit.
Exo 39:10 Und fllten es mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, Topas und Smaragd;
Exo 39:11 die andere ein Rubin, Saphir und Demant;
Exo 39:12 die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst;
Exo 39:13 die vierte ein Trkis, Onyx und Jaspis, umher gefasst mit Gold in allen Reihen.
Exo 39:14 Und die Steine standen nach den zwlf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Name stand nach den zwlf Stmmen.
Exo 39:15 Und sie machten am Schild Ketten mit zwei Enden von feinem Golde
Exo 39:16 und zwei goldene Fassungen und zwei goldene Ringe und hefteten die zwei Ringe auf die zwei Ecken des Schildes.
Exo 39:17 Und die zwei goldenen Ketten taten sie in die zwei Ringe auf den Ecken des Schildes.
Exo 39:18 Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwei Fassungen und hefteten sie auf die Schulterstcke des Leibrocks vornehin.
Exo 39:19 Und machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die zwei andern Ecken des Schildes an seinen Rand, inwendig gegen den Leibrock.
Exo 39:20 Und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die zwei Schulterstcke vorn am Leibrock, wo er zusammengeht, oben ber dem Gurt des Leibrocks,
Exo 39:21 dass das Schild mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknpft wrde mit einer blauen Schnur, dass es ber dem Gurt des Leibrocks hart anlge und nicht von dem Leibrock los wrde, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:22 Und machte den Purpurrock zum Leibrock, gewirkt, ganz von blauem Purpur,
Exo 39:23 und sein Loch oben mitteninne und eine Borte ums Loch her gefaltet, dass er nicht zerrisse.
Exo 39:24 Und sie machten an seinen Saum Granatpfel von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weier Leinwand.
Exo 39:25 Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granatpfel ringsumher am Saum des Purpurrocks,
Exo 39:26 je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu dienen, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:27 Und sie machten auch die engen Rcke, von weier Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Shnen,
Exo 39:28 und den Hut von weier Leinwand und die schnen Hauben von weier Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weier Leinwand
Exo 39:29 und den gestickten Grtel von gezwirnter weier Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:30 Sie machten auch das Stirnblatt, die heilige Krone, von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Heilig dem HErrn.
Exo 39:31 Und banden eine blaue Schnur daran, dass sie an den Hut von obenher geheftet wrde, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:32 Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Htte des Stifts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HErr dem Mose geboten hatte.
Exo 39:33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose: die Htte und alle ihre Gerte, Haken, Bretter, Riegel, Sulen, Fe,
Exo 39:34 die Decke von rtlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang;
Exo 39:35 die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl;
Exo 39:36 den Tisch und alle seine Gerte und die Schaubrote;
Exo 39:37 den schnen Leuchter mit den Lampen zubereitet und allem seinem Gerte und l zum Licht;
Exo 39:38 den goldenen Altar und die Salbe und gutes Ruchwerk; das Tuch in der Htte Tr;
Exo 39:39 den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und allem seinem Gerte; das Handfass mit seinem Fu;
Exo 39:40 die Umhnge des Vorhofs mit seinen Sulen und Fen; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Ngeln und allem Gerte zum Dienst der Wohnung der Htte des Stifts;
Exo 39:41 die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Shne, dass sie Priesteramt tten.
Exo 39:42 Alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an allem diesem Dienst.
Exo 39:43 Und Mose sah an all dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HErr geboten hatte. Und er segnete sie.
Exo 40:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Exo 40:2 Du sollst die Wohnung der Htte des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.
Exo 40:3 Und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang hngen.
Exo 40:4 Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen daraufsetzen.
Exo 40:5 Und sollst den goldenen Rucheraltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tr der Wohnung aufhngen.
Exo 40:6 Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tr der Wohnung der Htte des Stifts,
Exo 40:7 und das Handfass zwischen die Htte des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
Exo 40:8 und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Tr des Vorhofs aufhngen.
Exo 40:9 Und sollst die Salbe nehmen und die Wohnung und alles, was darin ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Gerte, dass sie heilig sei.
Exo 40:10 Und sollst den Brandopferaltar salben mit allem seinem Gerte, und weihen, dass er hochheilig sei.
Exo 40:11 Sollst auch das Handfass und seinen Fu salben und weihen.
Exo 40:12 Und sollst Aaron und seine Shne vor die Tr der Htte des Stifts fhren und mit Wasser waschen,
Exo 40:13 und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei;
Exo 40:14 und seine Shne auch herzufhren und ihnen die engen Rcke anziehen,
Exo 40:15 und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen.
Exo 40:16 Und Mose tat alles, wie ihm der HErr geboten hatte.
Exo 40:17 Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats.
Exo 40:18 Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fe und die Bretter und Riegel und richtete die Sulen auf
Exo 40:19 und breitete die Htte aus ber der Wohnung und legte die Decke der Htte obendarauf, wie der HErr ihm geboten hatte,
Exo 40:20 und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade
Exo 40:21 und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HErr geboten hatte,
Exo 40:22 und setzte den Tisch in die Htte des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, auen vor dem Vorhang,
Exo 40:23 und richtete Brot darauf zu vor dem HErrn, wie ihm der HErr geboten hatte,
Exo 40:24 und setzte den Leuchter auch hinein, gegenber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,
Exo 40:25 und tat Lampen darauf vor dem HErrn, wie ihm der HErr geboten hatte,
Exo 40:26 und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang
Exo 40:27 und rucherte darauf mit gutem Ruchwerk, wie ihm der HErr geboten hatte,
Exo 40:28 und hing das Tuch in die Tr der Wohnung.
Exo 40:29 Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tr der Wohnung der Htte des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HErr geboten hatte.
Exo 40:30 Und das Handfass setzte er zwischen die Htte des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.
Exo 40:31 Und Mose, Aaron und seine Shne wuschen ihre Hnde und Fe darin.
Exo 40:32 Denn sie mssen sich waschen, wenn sie in die Htte des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HErr geboten hatte.
Exo 40:33 Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk.
Exo 40:34 Da bedeckte die Wolke die Htte des Stifts, und die Herrlichkeit des HErrn fllte die Wohnung.
Exo 40:35 Und Mose konnte nicht in die Htte des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HErrn die Wohnung fllte.
Exo 40:36 Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten.
Exo 40:37 Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob.
Exo 40:38 Denn die Wolke des HErrn war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten.
Lev 1:1 Und der HErr rief Mose und redete mit ihm aus der Htte des Stifts und sprach:
Lev 1:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem HErrn ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen.
Lev 1:3 Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Mnnlein, das ohne Fehl sei, vor der Tr der Htte des Stifts, dass es dem HErrn angenehm sei von ihm,
Lev 1:4 und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein und ihn vershnen.
Lev 1:5 Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HErrn; und die Priester, Aarons Shne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umhersprengen, der vor der Tr der Htte des Stifts ist.
Lev 1:6 Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen, und es soll in Stcke zerhauen werden;
Lev 1:7 und die Shne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf dem Altar machen und Holz obendarauf legen
Lev 1:8 und sollen die Stcke, den Kopf und das Fett, auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt.
Lev 1:9 Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles anznden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 1:10 Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer tun, so opfere er ein Mnnlein, das ohne Fehl sei.
Lev 1:11 Und soll es schlachten zur Seite des Altars gegen Mitternacht vor dem HErrn. Und die Priester, Aarons Shne, sollen sein Blut auf den Altar umhersprengen.
Lev 1:12 Und man soll es in Stcke zerhauen, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz und Feuer, das auf dem Altar ist, legen.
Lev 1:13 Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll es alles opfern und anznden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 1:14 Will er aber von Vgeln dem HErrn ein Brandopfer tun, so tue er's von Turteltauben oder von jungen Tauben.
Lev 1:15 Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abkneipen, dass es auf dem Altar angezndet werde, und sein Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars.
Lev 1:16 Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben dem Altar gegen Morgen auf den Aschenhaufen werfen;
Lev 1:17 und soll seine Flgel spalten, aber nicht abbrechen. Und also soll's der Priester auf dem Altar anznden, auf dem Holz, auf dem Feuer zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 2:1 Wenn eine Seele dem HErrn ein Speisopfer tun will, so soll es von Semmelmehl sein, und sie sollen l darauf gieen und Weihrauch darauf legen
Lev 2:2 und es also bringen zu den Priestern, Aarons Shnen. Da soll der Priester seine Hand voll nehmen von dem Semmelmehl und l samt dem ganzen Weihrauch und es anznden zum Gedchtnis auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 2:3 Das brige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Shne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HErrn.
Lev 2:4 Will er aber sein Speisopfer tun vom Gebackenen im Ofen, so nehme er Kuchen von Semmelmehl, ungesuert, mit l gemengt, oder ungesuerte Fladen, mit l bestrichen.
Lev 2:5 Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne, so soll's von ungesuertem Semmelmehl mit l gemengt sein;
Lev 2:6 und sollst's in Stcke zerteilen und l darauf gieen, so ist's ein Speisopfer.
Lev 2:7 Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost Gerstetes, so sollst du es von Semmelmehl mit l machen
Lev 2:8 und sollst das Speisopfer, das du von solcherlei machen willst dem HErrn, zu dem Priester bringen; der soll es zu dem Altar bringen
Lev 2:9 und des Speisopfers einen Teil abheben zum Gedchtnis und anznden auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 2:10 Das brige aber soll Aarons und seiner Shne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HErrn.
Lev 2:11 Alle Speisopfer, die ihr dem HErrn opfern wollt, sollt ihr ohne Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll dem HErrn zum Feuer angezndet werden.
Lev 2:12 Unter den Erstlingen sollt ihr sie dem HErrn bringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum sen Geruch.
Lev 2:13 Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; denn in allem deinem Opfer sollst du Salz opfern.
Lev 2:14 Willst du aber ein Speisopfer dem HErrn tun von den ersten Frchten, so sollst du hren, am Feuer gedrrt, klein zerstoen und also das Speisopfer deiner ersten Frchte opfern;
Lev 2:15 und sollst l darauf tun und Weihrauch darauf legen, so ist's ein Speisopfer.
Lev 2:16 Und der Priester soll einen Teil von dem Zerstoenen und vom l mit dem ganzen Weihrauch anznden zum Gedchtnis. Das ist ein Feuer dem HErrn.
Lev 3:1 Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder eine Kuh, soll er eins opfern vor dem HErrn, das ohne Fehl sei.
Lev 3:2 Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Tr der Htte des Stifts. Und die Priester, Aarons Shne, sollen das Blut auf den Altar umhersprengen.
Lev 3:3 Und er soll von dem Dankopfer dem HErrn opfern, nmlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide
Lev 3:4 und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen.
Lev 3:5 Und Aarons Shne sollen's anznden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 3:6 Will er aber dem HErrn ein Dankopfer von kleinem Vieh tun, es sei ein Widder oder Schaf, so soll's ohne Fehl sein.
Lev 3:7 Ist's ein Lmmlein, soll er's vor den HErrn bringen
Lev 3:8 und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Htte des Stifts. Und die Shne Aarons sollen sein Blut auf den Altar umhersprengen.
Lev 3:9 Und er soll also von dem Dankopfer dem HErrn opfern zum Feuer, nmlich sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Rcken abgerissen, dazu das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
Lev 3:10 die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen.
Lev 3:11 Und der Priester soll es anznden auf dem Altar zur Speise des Feuers dem HErrn.
Lev 3:12 Ist aber sein Opfer eine Ziege und er bringt es vor den HErrn,
Lev 3:13 soll er seine Hand auf ihr Haupt legen und sie schlachten vor der Htte des Stifts. Und die Shne Aarons sollen das Blut auf den Altar umhersprengen,
Lev 3:14 und er soll davon opfern ein Opfer dem HErrn, nmlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
Lev 3:15 die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ber der Leber, an den Nieren abgerissen.
Lev 3:16 Und der Priester soll's anznden auf dem Altar zur Speise des Feuers zum sen Geruch. Alles Fett ist des HErrn.
Lev 3:17 Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, dass ihr kein Fett noch Blut esset.
Lev 4:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 4:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele sndigen wrde aus Versehen an irgend einem Gebot des HErrn und tte, was sie nicht tun sollte:
Lev 4:3 nmlich so der Priester, der gesalbt ist, sndigen wrde, dass er eine Schuld auf das Volk brchte, der soll fr seine Snde, die er getan hat, einen jungen Farren bringen, der ohne Fehl sei, dem HErrn zum Sndopfer.
Lev 4:4 Und soll den Farren vor die Tr der Htte des Stifts bringen vor den HErrn und seine Hand auf desselben Haupt legen und ihn schlachten vor dem HErrn.
Lev 4:5 Und der Priester, der gesalbt ist, soll von des Farren Blut nehmen und es in die Htte des Stifts bringen
Lev 4:6 und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit siebenmal sprengen vor dem HErrn, vor dem Vorhang im Heiligen.
Lev 4:7 Und soll von dem Blut tun auf die Hrner des Rucheraltars, der vor dem HErrn in der Htte des Stifts steht, und alles brige Blut gieen an den Boden des Brandopferaltars, der vor der Tr der Htte des Stifts steht.
Lev 4:8 Und alles Fett des Sndopfers soll er abheben, nmlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
Lev 4:9 die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ber der Leber, an den Nieren abgerissen,
Lev 4:10 gleichwie er's abhebt vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anznden auf dem Brandopferaltar.
Lev 4:11 Aber das Fell des Farren mit allem Fleisch samt Kopf und Schenkeln und das Eingeweide und den Mist,
Lev 4:12 das soll er alles hinausfhren aus dem Lager, an eine reine Sttte, da man die Asche hin schttet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit Feuer.
Lev 4:13 Wenn die ganze Gemeinde Israel etwas versehen wrde und die Tat vor ihren Augen verborgen wre, dass sie wider irgend ein Gebot des HErrn getan htten, was sie nicht tun sollten, und sich also verschuldeten,
Lev 4:14 und darnach ihrer Snde innewrden, die sie getan htten, sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Sndopfer und vor die Tr der Htte des Stifts stellen.
Lev 4:15 Und die ltesten von der Gemeinde sollen ihre Hnde auf sein Haupt legen vor dem HErrn und den Farren schlachten vor dem HErrn.
Lev 4:16 Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut vom Farren in die Htte des Stifts bringen
Lev 4:17 und mit seinem Finger hineintauchen und siebenmal sprengen vor dem HErrn vor dem Vorhang.
Lev 4:18 Und soll von dem Blut auf die Hrner des Altars tun, der vor dem HErrn steht in der Htte des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des Brandopferaltars gieen, der vor der Tr der Htte des Stifts steht.
Lev 4:19 Alles sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar anznden.
Lev 4:20 Und soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Sndopfers getan hat. Und soll also der Priester sie vershnen, so wird's ihnen vergeben.
Lev 4:21 Und soll den Farren hinaus vor das Lager tragen und verbrennen, wie er den vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Sndopfer der Gemeinde sein.
Lev 4:22 Wenn aber ein Frst sndigt und irgend <FI>etwas<Fi> wider des HErrn, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte, und versieht etwas, dass er sich verschuldet,
Lev 4:23 und er wird seiner Snde inne, die er getan hat, der soll zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehl,
Lev 4:24 und seine Hand auf des Bockes Haupt legen und ihn schlachten an der Sttte, da man die Brandopfer schlachtet vor dem HErrn. Das sei sein Sndopfer.
Lev 4:25 Da soll denn der Priester von dem Blut des Sndopfers nehmen mit seinem Finger und es auf die Hrner des Brandopferaltars tun und das andere Blut an den Boden des Brandopferaltars gieen.
Lev 4:26 Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anznden gleich wie das Fett des Dankopfers. Und soll also der Priester seine Snde vershnen, so wird's ihm vergeben.
Lev 4:27 Wenn aber eine Seele vom gemeinen Volk etwas versieht und sndigt, dass sie wider irgend eines der Gebote des HErrn tut, was sie nicht tun sollte, und sich also verschuldet,
Lev 4:28 und ihrer Snde innewird, die sie getan hat, die soll zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehl fr die Snde, die sie getan hat,
Lev 4:29 und soll ihre Hand auf des Sndopfers Haupt legen und es schlachten an der Sttte des Brandopfers.
Lev 4:30 Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hrner des Altars des Brandopfers tun und alles andere Blut an des Altars Boden gieen.
Lev 4:31 All sein Fett aber soll er abreien, wie er das Fett des Dankopfers abgerissen hat, und soll's anznden auf dem Altar zum sen Geruch dem HErrn. Und soll also der Priester sie vershnen, so wird's ihr vergeben.
Lev 4:32 Wird er aber ein Schaf zum Sndopfer bringen, so bringe er ein weibliches, das ohne Fehl ist,
Lev 4:33 und lege seine Hand auf des Sndopfers Haupt und schlachte es zum Sndopfer an der Sttte, da man die Brandopfer schlachtet.
Lev 4:34 Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hrner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Boden des Altars gieen.
Lev 4:35 Aber all sein Fett soll er abreien, wie er das Fett vom Schaf des Dankopfers abgerissen hat, und soll's auf dem Altar anznden zum Feuer dem HErrn. Und soll also der Priester vershnen seine Snde, die er getan hat, so wird's ihm vergeben.
Lev 5:1 Wenn jemand also sndigen wrde, dass er den Fluch aussprechen hrt und Zeuge ist, weil er's gesehen oder erfahren hat, es aber nicht ansagt, der ist einer Missetat schuldig.
Lev 5:2 Oder wenn jemand etwas Unreines anrhrt, es sei ein Aas eines unreinen Tiers oder Viehs oder Gewrms, und wsste es nicht, der ist unrein und hat sich verschuldet.
Lev 5:3 Oder wenn er einen unreinen Menschen anrhrt, in was fr Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wsste es nicht und wird's inne, der hat sich verschuldet.
Lev 5:4 Oder wenn jemand schwrt, dass ihm aus dem Mund entfhrt, Schaden oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er's bedchte), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet.
Lev 5:5 Wenn's nun geschieht, dass er sich an der einem verschuldet und bekennt, dass er daran gesndigt hat,
Lev 5:6 so soll er fr seine Schuld dieser seiner Snde, die er getan hat, dem HErrn bringen von der Herde eine Schaf- oder Ziegenmutter zum Sndopfer, so soll ihm der Priester seine Snde vershnen.
Lev 5:7 Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem HErrn fr seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die erste zum Sndopfer, die andere zum Brandopfer,
Lev 5:8 und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Sndopfer machen und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen;
Lev 5:9 und sprenge mit dem Blut des Sndopfers an die Seite des Altars und lasse das brige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Sndopfer.
Lev 5:10 Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, so wie es recht ist. Und soll also der Priester ihm seine Snde vershnen, die er getan hat, so wird's ihm vergeben.
Lev 5:11 Vermag er aber nicht zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, so bringe er fr seine Snde als ein Opfer ein zehntel Epha Semmelmehl zum Sndopfer. Er soll aber kein l darauf legen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Sndopfer.
Lev 5:12 Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedchtnis und anznden auf dem Altar zum Feuer dem HErrn. Das ist ein Sndopfer.
Lev 5:13 Und der Priester soll also seine Snde, die er getan hat, ihm vershnen, so wird's ihm vergeben. Und es soll dem Priester gehren wie ein Speisopfer.
Lev 5:14 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 5:15 Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versndigt an dem, das dem HErrn geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HErrn bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer.
Lev 5:16 Dazu was er gesndigt hat an dem Geweihten, soll er wiedergeben und den fnften Teil darber geben, und soll's dem Priester geben; der soll ihn vershnen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird's ihm vergeben.
Lev 5:17 Wenn jemand sndigt und tut wider irgend ein Gebot des HErrn, was er nicht tun sollte, und hat's nicht gewusst, der hat sich verschuldet und ist einer Missetat schuldig
Lev 5:18 und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Fehl, der eines Schuldopfers wert ist, zum Priester; der soll ihm vershnen, was er versehen hat und wusste es nicht, so wird's ihm vergeben.
Lev 5:19 Das ist das Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HErrn.
Lev 5:20 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 5:21 Wenn jemand sndigen wrde und sich damit an dem Herrn vergreifen, dass er seinem Nebenmenschen ableugnet, was ihm dieser befohlen hat, oder was ihm zu treuer Hand getan ist, oder was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht,
Lev 5:22 oder wenn er, was verloren ist, gefunden hat, und leugnet solches und tut einen falschen Eid ber irgend etwas, darin ein Mensch wider seinen Nchsten Snde tut;
Lev 5:23 wenn's nun geschieht, dass er also sndigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er gefunden hat,
Lev 5:24 oder worber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu den fnften Teil darber geben dem, des es gewesen ist, des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt.
Lev 5:25 Aber fr seine Schuld soll er dem HErrn zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Fehl bringen, der eines Schuldopfers wert ist.
Lev 5:26 So soll ihn der Priester vershnen vor dem HErrn, so wird ihm vergeben alles, was er getan hat, daran er sich verschuldet hat.
Lev 6:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 6:2 Gebiete Aaron und seinen Shnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Das Brandopfer soll brennen auf dem Herd des Altars die ganze Nacht bis an den Morgen, und es soll des Altars Feuer brennend darauf erhalten werden.
Lev 6:3 Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen und die leinenen Beinkleider an seinen Leib, und soll die Asche aufheben, die das Feuer des Brandopfers auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar schtten,
Lev 6:4 und soll seine Kleider darnach ausziehen und andere Kleider anziehen und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine Sttte.
Lev 6:5 Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verlschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anznden und obendarauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer darauf anznden.
Lev 6:6 Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verlschen.
Lev 6:7 Und das ist das Gesetz des Speisopfers, das Aarons Shne opfern sollen vor dem HErrn auf dem Altar.
Lev 6:8 Es soll einer abheben eine Handvoll Semmelmehl vom Speisopfer und vom l und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt, und soll's anznden auf dem Altar zum sen Geruch, ein Gedchtnis dem HErrn.
Lev 6:9 Das brige aber sollen Aaron und seine Shne verzehren und sollen's ungesuert essen an heiliger Sttte, im Vorhof der Htte des Stifts.
Lev 6:10 Sie sollen's nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, den ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen ein Hochheiliges sein gleichwie das Sndopfer und Schuldopfer.
Lev 6:11 Was mnnlich ist unter den Kindern Aarons, die sollen's essen. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen an den Opfern des HErrn: es soll sie niemand anrhren, er sei denn geweiht.
Lev 6:12 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 6:13 Das soll das Opfer sein Aarons und seiner Shne, das sie dem HErrn opfern sollen am Tage der Salbung: ein zehntel Epha Semmelmehl als tgliches Speisopfer, eine Hlfte des Morgens, die andere Hlfte des Abends.
Lev 6:14 In der Pfanne mit l sollst du es machen und gerstet darbringen; und in Stcken gebacken sollst du solches opfern zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 6:15 Und der Priester, der unter seinen Shnen an seiner Statt gesalbt wird, soll solches tun; das ist ein ewiges Recht. Es soll dem HErrn ganz verbrannt werden;
Lev 6:16 denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt und nicht gegessen werden.
Lev 6:17 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 6:18 Sage Aaron und seinen Shnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Sndopfers. An der Sttte, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Sndopfer schlachten vor dem HErrn; das ist ein Hochheiliges.
Lev 6:19 Der Priester, der das Sndopfer tut, soll's essen an heiliger Sttte, im Vorhof der Htte des Stifts.
Lev 6:20 Niemand soll sein Fleisch anrhren, er sei denn geweiht. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte Stck waschen an heiliger Sttte.
Lev 6:21 Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser splen.
Lev 6:22 Was mnnlich ist unter den Priestern, die sollen davon essen; denn es ist ein Hochheiliges.
Lev 6:23 Aber all das Sndopfer, des Blut in die Htte des Stifts gebracht wird, zu vershnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer verbrennen.
Lev 7:1 Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Ein Hochheiliges ist es.
Lev 7:2 An der Sttte, da man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer schlachten und sein Blut auf den Altar umhersprengen.
Lev 7:3 Und all sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
Lev 7:4 die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ber der Leber, an den Nieren abgerissen.
Lev 7:5 Und der Priester soll's auf dem Altar anznden zum Feuer dem HErrn. Das ist ein Schuldopfer.
Lev 7:6 Was mnnlich ist unter den Priestern, die sollen das essen an heiliger Sttte; denn es ist ein Hochheiliges.
Lev 7:7 Wie das Sndopfer, also soll auch das Schuldopfer sein; aller beider soll einerlei Gesetz sein; und sollen dem Priester gehren, der dadurch vershnt.
Lev 7:8 Welcher Priester jemandes Brandopfer opfert, des soll des Brandopfers Fell sein, das er geopfert hat.
Lev 7:9 Und alles Speisopfer, das im Ofen oder auf dem Rost oder in der Pfanne gebacken ist, soll dem Priester gehren, der es opfert.
Lev 7:10 Und alles Speisopfer, das mit l gemengt oder trocken ist, soll aller Kinder Aarons sein, eines wie des andern.
Lev 7:11 Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HErrn opfert.
Lev 7:12 Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesuerte Kuchen opfern, mit l gemengt, oder ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, oder gerstete Semmelkuchen, mit l gemengt.
Lev 7:13 Sie sollen aber solches Opfer tun auf Kuchen von gesuertem Brot mit ihrem Lob- und Dankopfer,
Lev 7:14 und sollen einen von den allen dem HErrn zur Hebe opfern, und es soll dem Priester gehren, der das Blut des Dankopfers sprengt.
Lev 7:15 Und das Fleisch ihres Lob- und Dankopfers soll desselben Tages gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts briggelassen werden bis an den Morgen.
Lev 7:16 Ist es aber ein Gelbde oder freiwilliges Opfer, so soll es desselben Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas brigbleibt auf den andern Tag, so soll man's doch essen.
Lev 7:17 Aber was vom geopferten Fleisch brigbleibt am dritten Tage, soll mit Feuer verbrannt werden.
Lev 7:18 Und wo jemand am dritten Tage wird essen von dem geopferten Fleisch seines Dankopfers, so wird er nicht angenehm sein, der es geopfert hat; es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel sein; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missetat schuldig.
Lev 7:19 Und das Fleisch, das von etwas Unreinem berhrt wird, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll von dem Fleisch essen.
Lev 7:20 Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HErrn zugehrt, und hat eine Unreinigkeit an sich, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 7:21 Und wenn eine Seele etwas Unreines anrhrt, es sei ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder was sonst greulich ist, und vom Fleisch des Dankopfers isst, das dem HErrn zugehrt, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 7:22 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 7:23 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von Ochsen, Lmmern und Ziegen.
Lev 7:24 Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, macht euch zu allerlei Nutz; aber essen sollt ihr's nicht.
Lev 7:25 Denn wer das Fett isst von dem Vieh, davon man dem HErrn Opfer bringt, dieselbe Seele soll ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 7:26 Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Vgeln, berall, wo ihr wohnt.
Lev 7:27 Welche Seele wrde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 7:28 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 7:29 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HErrn sein Dankopfer tun will, der soll darbringen, was vom Dankopfer dem HErrn gehrt.
Lev 7:30 Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des HErrn; nmlich das Fett soll er bringen samt der Brust, dass sie ein Webeopfer werden vor dem HErrn.
Lev 7:31 Und der Priester soll das Fett anznden auf dem Altar, aber die Brust soll Aarons und seiner Shne sein.
Lev 7:32 Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern.
Lev 7:33 Und welcher unter Aarons Shnen das Blut der Dankopfer opfert und das Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil.
Lev 7:34 Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und seinen Shnen gegeben zum ewigen Recht.
Lev 7:35 Dies ist die Gebhr Aarons und seiner Shne von den Opfern des HErrn, des Tages, da sie berantwortet wurden, Priester zu sein dem HErrn,
Lev 7:36 die der HErr gebot am Tage, da er sie salbte, dass sie ihnen gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen.
Lev 7:37 Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Sndopfers, des Schuldopfers, der Fllopfer und der Dankopfer,
Lev 7:38 das der HErr dem Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem HErrn in der Wste Sinai.
Lev 8:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 8:2 Nimm Aaron und seine Shne mit ihm samt ihren Kleidern und das Salbl und einen Farren zum Sndopfer, zwei Widder und einen Korb mit ungesuertem Brot,
Lev 8:3 und versammle die ganze Gemeinde vor die Tr der Htte des Stifts.
Lev 8:4 Mose tat, wie ihm der HErr gebot, und versammelte die Gemeinde vor die Tr der Htte des Stifts
Lev 8:5 und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HErr geboten hat zu tun.
Lev 8:6 Und nahm Aaron und seine Shne und wusch sie mit Wasser
Lev 8:7 und legte ihm den leinenen Rock an und grtete ihn mit dem Grtel und zog ihm den Purpurrock an und tat ihm den Leibrock an und Grtete ihn ber den Leibrock her
Lev 8:8 und tat ihm das Amtschild an und in das Schild Licht und Recht
Lev 8:9 und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut oben an seiner Stirn das goldene Blatt der heiligen Krone, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Lev 8:10 Und Mose nahm das Salbl und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und weihte es
Lev 8:11 und sprengte damit siebenmal auf den Altar und salbte den Altar mit allem seinem Gerte, das Handfass mit seinem Fu, dass es geweiht wrde,
Lev 8:12 und goss von dem Salbl auf Aarons Haupt und salbte ihn, dass er geweiht wrde,
Lev 8:13 und brachte herzu Aarons Shne und zog ihnen leinene Rcke an und grtete sie mit dem Grtel und band ihnen Hauben auf, wie ihm der HErr geboten hatte.
Lev 8:14 Und lie herzufhren einen Farren zum Sndopfer. Und Aaron und seine Shne legten ihre Hnde auf sein Haupt.
Lev 8:15 Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm das Blut und tat's auf die Hrner des Altars umher mit seinem Finger und entsndigte den Altar und goss das Blut an des Altars Boden und weihte ihn, dass er ihn vershnte.
Lev 8:16 Und nahm alles Fett am Eingeweide, das Netz ber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett daran, und zndete es an auf dem Altar.
Lev 8:17 Aber den Farren mit seinem Fell, Fleisch und Mist verbrannte er mit Feuer drauen vor dem Lager, wie ihm der HErr geboten hatte.
Lev 8:18 Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron und seine Shne legten ihre Hnde auf sein Haupt.
Lev 8:19 Da schlachtete er ihn. Und Mose sprengte das Blut auf den Altar umher,
Lev 8:20 zerhieb den Widder in Stcke und zndete an das Haupt, die Stcke und das Fett
Lev 8:21 und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und zndete also den ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum sen Geruch, ein Feuer dem HErrn, wie ihm der HErr geboten hatte.
Lev 8:22 Er brachte auch herzu den andern Widder des Fllopfers. Und Aaron und seine Shne legten ihre Hnde auf sein Haupt.
Lev 8:23 Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm von seinem Blut und tat's Aaron auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues.
Lev 8:24 Und brachte herzu Aarons Shne und tat von dem Blut auf den Knorpel ihres rechten Ohres und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die groe Zehe ihres rechten Fues und sprengte das Blut auf den Altar umher.
Lev 8:25 Und nahm das Fett und den Schwanz und alles Fett am Eingeweide und das Netz ber der Leber, die zwei Nieren mit dem Fett daran und die rechte Schulter;
Lev 8:26 dazu nahm er von dem Korb des ungesuerten Brots vor dem HErrn einen ungesuerten Kuchen und einen Kuchen gelten Brots und einen Fladen und legte es auf das Fett und auf die rechte Schulter.
Lev 8:27 Und gab das allesamt auf die Hnde Aarons und seiner Shne und webte es zum Webeopfer vor dem HErrn.
Lev 8:28 Und nahm alles wieder von ihren Hnden und zndete es an auf dem Altar oben auf dem Brandopfer. Ein Fllopfer war es zum sen Geruch, ein Feuer dem HErrn.
Lev 8:29 Und Mose nahm die Brust und webte ein Webeopfer vor dem HErrn von dem Widder des Fllopfers; der ward Mose zu seinem Teil, wie ihm der HErr geboten hatte.
Lev 8:30 Und Mose nahm von dem Salbl und dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Shne und auf ihre Kleider, und weihte also Aaron und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider mit ihm.
Lev 8:31 Und sprach zu Aaron und seinen Shnen: Kochet das Fleisch vor der Tr der Htte des Stifts und esset es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Fllopfers, wie mir geboten ist und gesagt, dass Aaron und seine Shne es essen sollen.
Lev 8:32 Was aber brigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen.
Lev 8:33 Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Tr der Htte des Stifts bis an den Tag, da die Tage eures Fllopfers aus sind; denn sieben Tage sind eure Hnde gefllt,
Lev 8:34 wie es an diesem Tage geschehen ist; der HErr hat's geboten zu tun, auf dass ihr vershnt seid.
Lev 8:35 Und sollt vor der Tr der Htte des Stifts Tag und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HErrn tun, dass ihr nicht sterbet; denn also ist mir's geboten.
Lev 8:36 Und Aaron und seine Shne taten alles, was der HErr geboten hatte durch Mose.
Lev 9:1 Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Shne und die ltesten in Israel
Lev 9:2 und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein junges Kalb zum Sndopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide ohne Fehl, und bringe sie vor den Herrn.
Lev 9:3 Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Sndopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und ohne Fehl, zum Brandopfer
Lev 9:4 und einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, dass wir vor dem HErrn opfern, und ein Speisopfer, mit l gemengt. Denn heute wird euch der HErr erscheinen.
Lev 9:5 Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Tr der Htte des Stifts; und es trat herzu die ganze Gemeinde und stand vor dem HErrn.
Lev 9:6 Da sprach Mose: Das ist's, was der HErr geboten hat, dass ihr es tun sollt, so wird euch des HErrn Herrlichkeit erscheinen.
Lev 9:7 Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und mache dein Sndopfer und dein Brandopfer und vershne dich und das Volk; darnach mache des Volkes Opfer und vershne sie auch, wie der HErr geboten hat.
Lev 9:8 Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb zu seinem Sndopfer.
Lev 9:9 Und seine Shne brachten das Blut zu ihm, und er tauchte mit seinem Finger ins Blut und tat's auf die Hrner des Altars und goss das Blut an des Altars Boden.
Lev 9:10 Aber das Fett und die Nieren und das Netz von der Leber am Sndopfer zndete er an auf dem Altar, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Lev 9:11 Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer drauen vor dem Lager.
Lev 9:12 Darnach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Shne brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es auf den Altar umher.
Lev 9:13 Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstckt und den Kopf; und er zndete es an auf dem Altar.
Lev 9:14 Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und zndete es an oben auf dem Brandopfer auf dem Altar.
Lev 9:15 Darnach brachte er herzu des Volks Opfer und nahm den Bock, das Sndopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein Sndopfer daraus wie das vorige.
Lev 9:16 Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit, wie es recht war.
Lev 9:17 Und brachte herzu das Speisopfer und nahm seine Hand voll und zndete es an auf dem Altar, auer dem Morgenbrandopfer.
Lev 9:18 Darnach schlachtete er den Ochsen und den Widder zum Dankopfer des Volks; und seine Shne brachten ihm das Blut, das sprengte er auf den Altar umher.
Lev 9:19 Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide und die Nieren und das Netz ber der Leber:
Lev 9:20 alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zndete das Fett an auf dem Altar.
Lev 9:21 Aber die Brust und die rechte Schulter webte Aaron zum Webeopfer vor dem HErrn, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Lev 9:22 Und Aaron hob seine Hand auf zum Volk und segnete sie; und er stieg herab, da er das Sndopfer, Brandopfer und Dankopfer gemacht hatte.
Lev 9:23 Und Mose und Aaron gingen in die Htte des Stifts; und da sie wieder herausgingen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HErrn allem Volk.
Lev 9:24 Und ein Feuer ging aus von dem HErrn und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und das Fett. Da das alles Volk sah, frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz.
Lev 10:1 Und die Shne Aarons Nadab und Abihu nahmen ein jeglicher seinen Napf und taten Feuer darein und legten Ruchwerk darauf und brachten das fremde Feuer vor den HErrn, das er ihnen nicht geboten hatte.
Lev 10:2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HErrn und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HErrn.
Lev 10:3 Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HErr gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg still.
Lev 10:4 Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Shne Usiels, Aarons Vettern, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und traget eure Brder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager.
Lev 10:5 Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Rcken vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.
Lev 10:6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Shnen Eleasar und Ithamar: Ihr sollt eure Hupter nicht entblen noch eure Kleider zerreien, dass ihr nicht sterbet und der Zorn ber die ganze Gemeinde komme. Lasst eure Brder, das ganze Haus Israel, weinen ber diesen Brand, den der HErr getan hat.
Lev 10:7 Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tr der Htte des Stifts, ihr mchtet sterben; denn das Salbl des HErrn ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.
Lev 10:8 Der HErr aber redete mit Aaron und sprach:
Lev 10:9 Du und deine Shne mit dir sollt keinen Wein noch starkes Getrnk trinken, wenn ihr in die Htte des Stifts geht, auf dass ihr nicht sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen,
Lev 10:10 auf dass ihr knnt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist,
Lev 10:11 und dass ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der HErr zu ihnen geredet hat durch Mose.
Lev 10:12 Und Mose redete mit Aaron und mit seinen noch brigen Shnen, Eleasar und Ithamar: Nehmet, was briggeblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des HErrn, und esset's ungesuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges.
Lev 10:13 Ihr sollt's aber an heiliger Sttte essen; denn das ist dein Recht und deiner Shne Recht an den Opfern des HErrn; denn so ist's mir geboten.
Lev 10:14 Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Shne und deine Tchter mit dir essen an reiner Sttte; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel.
Lev 10:15 Denn die Hebeschulter und die Webebrust soll man zu den Opfern des Fetts bringen, dass sie zum Webeopfer gewebt werden vor dem HErrn; darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HErr geboten hat.
Lev 10:16 Und Mose suchte den Bock des Sndopfers, und fand ihn verbrannt. Und er ward zornig ber Eleasar und Ithamar, Aarons Shne, die noch brig waren, und sprach:
Lev 10:17 Warum habt ihr das Sndopfer nicht gegessen an heiliger Sttte? denn es ist ein Hochheiliges, und er hat's euch gegeben, dass ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt, dass ihr sie vershnet vor dem HErrn.
Lev 10:18 Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist.
Lev 10:19 Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sndopfer und ihr Brandopfer vor dem HErrn geopfert, und es ist mir also gegangen, wie du siehst; und ich sollte essen heute vom Sndopfer? Sollte das dem HErrn gefallen?
Lev 10:20 Da das Mose hrte, lie er's sich gefallen.
Lev 11:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen:
Lev 11:2 Redet mit den Kindern Israel und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden.
Lev 11:3 Alles, was die Klauen spaltet und wiederkut unter den Tieren, das sollt ihr essen.
Lev 11:4 Was aber wiederkut und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, wie das Kamel, das ist euch unrein, und ihr sollt's nicht essen.
Lev 11:5 Die Kaninchen wiederkuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein.
Lev 11:6 Der Hase wiederkut auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein.
Lev 11:7 Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkut nicht; darum soll's euch unrein sein.
Lev 11:8 Von dieser Fleisch sollt ihr nicht essen noch ihr Aas anrhren; denn sie sind euch unrein.
Lev 11:9 Dies sollt ihr essen unter dem, das in Wassern ist: alles, was Flofedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und in Bchen, sollt ihr essen.
Lev 11:10 Alles aber, was nicht Flofedern und Schuppen hat im Meer und in Bchen, unter allem, was sich regt in Wassern, und allem, was lebt im Wasser, soll euch eine Scheu sein,
Lev 11:11 dass ihr von ihrem Fleisch nicht esst und vor ihrem Aas euch scheut.
Lev 11:12 Denn alles, was nicht Flofedern und Schuppen hat in Wassern, sollt ihr scheuen.
Lev 11:13 Und dies sollt ihr scheuen unter den Vgeln, dass ihr's nicht esset: den Adler, den Habicht, den Fischaar,
Lev 11:14 den Geier, den Weih, und was seine Art ist,
Lev 11:15 und alle Raben mit ihrer Art,
Lev 11:16 den Strau, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art,
Lev 11:17 das Kuzlein, den Schwan, den Uhu,
Lev 11:18 die Fledermaus, die Rohrdommel,
Lev 11:19 den Storch, den Reiher, den Hher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe.
Lev 11:20 Alles auch, was sich regt und Flgel hat und geht auf vier Fen, das soll euch eine Scheu sein.
Lev 11:21 Doch das sollt ihr essen von allem, was sich regt und Flgel hat und geht auf vier Fen: was noch zwei Beine hat, womit es auf Erden hpft;
Lev 11:22 von demselben mgt ihr essen die Heuschrecken, als da ist: Arbe mit seiner Art und Solam mit seiner Art und Hargol mit seiner Art und Hagab mit seiner Art.
Lev 11:23 Alles aber, was sonst Flgel und vier Fe hat, soll euch eine Scheu sein,
Lev 11:24 und sollt sie unrein achten. Wer solcher Aas anrhrt, der wird unrein sein bis auf den Abend.
Lev 11:25 Und wer dieser Aase eines tragen wird, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis auf den Abend.
Lev 11:26 Darum alles Getier, das Klauen hat und spaltet sie nicht und wiederkut nicht, das soll euch unrein sein; wer es anrhrt, wird unrein sein.
Lev 11:27 Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Fen gehen, soll euch unrein sein; wer ihr Aas anrhrt, wird unrein sein bis auf den Abend.
Lev 11:28 Und wer ihr Aas trgt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis auf den Abend; denn solche sind euch unrein.
Lev 11:29 Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Krte, ein jegliches mit seiner Art,
Lev 11:30 der Igel, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der Maulwurf;
Lev 11:31 die sind euch unrein unter allem, was da kriecht; wer ihr Aas anrhrt, der wird unrein sein bis an den Abend.
Lev 11:32 Und alles, worauf ein solch totes Aas fllt, das wird unrein, es sei allerlei hlzernes Gef oder Kleider oder Fell oder Sack; und alles Gert, womit man etwas schafft, soll man ins Wasser tun, und es ist unrein bis auf den Abend; alsdann wird's rein.
Lev 11:33 Allerlei irdenes Gef, wo solcher Aas hineinfllt, wird alles unrein, was darin ist; und sollt's zerbrechen.
Lev 11:34 Alle Speise, die man isst, so solch Wasser hineinkommt, ist unrein; und aller Trank, den man trinkt in allerlei solchem Gef, ist unrein.
Lev 11:35 Und alles, worauf ein solch Aas fllt, wird unrein, es sei Ofen oder Kessel, so soll man's zerbrechen; denn es ist unrein und soll euch unrein sein.
Lev 11:36 Doch die Brunnen und Gruben und Teiche bleiben rein. Wer aber ihr Aas anrhrt, ist unrein.
Lev 11:37 Und ob ein solch Aas fiele auf Samen, den man st, so ist er doch rein.
Lev 11:38 Wenn man aber Wasser ber den Samen gsse, und fiele darnach ein solch Aas darauf, so wrde er euch unrein.
Lev 11:39 Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen mgt: wer das Aas anrhrt, der ist unrein bis an den Abend.
Lev 11:40 Wer von solchem Aas isst, der soll sein Kleid waschen und er wird unrein sein bis an den Abend. Also wer auch trgt ein solch Aas, soll sein Kleid waschen, und er wird unrein sein bis an den Abend.
Lev 11:41 Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu sein, und man soll's nicht essen.
Lev 11:42 Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr Fen geht, unter allem, was auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu sein.
Lev 11:43 Macht eure Seelen nicht zum Scheusal und verunreinigt euch nicht an ihnen, dass ihr euch besudelt.
Lev 11:44 Denn ich bin der HErr, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, dass ihr heilig seid, denn ich bin heilig, und sollt nicht eure Seelen verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht.
Lev 11:45 Denn ich bin der HErr, der euch aus gyptenland gefhrt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.
Lev 11:46 Dies ist das Gesetz von den Tieren und Vgeln und allerlei Tieren, die sich regen im Wasser, und allerlei Tieren, die auf Erden schleichen,
Lev 11:47 dass ihr unterscheiden knnet, was unrein und rein ist, und welches Tier man essen und welches man nicht essen soll.
Lev 12:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 12:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfngt und gebiert ein Knblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet.
Lev 12:3 Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.
Lev 12:4 Und sie soll daheimbleiben dreiunddreiig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrhren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis dass die Tage ihrer Reinigung aus sind.
Lev 12:5 Gebiert sie aber ein Mgdlein, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
Lev 12:6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind fr den Sohn oder fr die Tochter, soll sie ein jhriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Sndopfer dem Priester vor die Tr der Htte des Stifts.
Lev 12:7 Der soll es opfern vor dem HErrn und sie vershnen, so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz fr die, so ein Knblein oder Mgdlein gebiert.
Lev 12:8 Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Sndopfer; so soll sie der Priester vershnen, dass sie rein werde.
Lev 13:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Lev 13:2 Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffhrt oder ausschlgt oder eiterwei wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron fhren oder zu einem unter seinen Shnen, den Priestern.
Lev 13:3 Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches sieht, dass die Haare in Wei verwandelt sind und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewiss der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen und fr unrein urteilen.
Lev 13:4 Wenn aber etwas eiterwei ist an der Haut des Fleisches, und doch das Ansehen der Haut nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches und die Haare nicht in Wei verwandelt sind, so soll der Priester ihn verschlieen sieben Tage
Lev 13:5 und am siebenten Tage besehen. Ist's, dass das Mal bleibt, wie er's zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen an der Haut,
Lev 13:6 so soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschlieen. Und wenn er ihn zum andermal am siebenten Tage besieht und findet, dass das Mal verschwunden ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, so soll er ihn rein urteilen; denn es ist Grind. Und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein.
Lev 13:7 Wenn aber der Grind weiterfrisst in der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und wird nun zum andernmal vom Priester besehen, 
Lev 13:8 wenn dann da der Priester sieht, dass der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss Aussatz.
Lev 13:9 Wenn ein Mal des Aussatzes an einem Menschen sein wird, den soll man zum Priester bringen.
Lev 13:10 Wenn derselbe sieht und findet, dass Weies aufgefahren ist an der Haut und die Haare in Wei verwandelt und rohes Fleisch im Geschwr ist,
Lev 13:11 so ist's gewiss ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen und nicht verschlieen; denn er ist schon unrein.
Lev 13:12 Wenn aber der Aussatz blht in der Haut und bedeckt die ganze Haut, von dem Haupt bis auf die Fe, alles, was dem Priester vor Augen sein mag, 
Lev 13:13 wenn dann der Priester besieht und findet, dass der Aussatz das ganze Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen, dieweil es alles an ihm in Wei verwandelt ist; denn er ist rein.
Lev 13:14 Ist aber rohes Fleisch da des Tages, wenn er besehen wird, so ist er unrein.
Lev 13:15 Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn unrein urteilen; denn das rohe Fleisch ist unrein, und es ist gewiss Aussatz.
Lev 13:16 Verkehrt sich aber das rohe Fleisch wieder und verwandelt sich in Wei, so soll er zum Priester kommen.
Lev 13:17 Und wenn der Priester besieht und findet, dass das Mal ist in Wei verwandelt, soll er ihn rein urteilen; denn er ist rein.
Lev 13:18 Wenn in jemandes Fleisch an der Haut eine Drse wird und wieder heilt,
Lev 13:19 darnach an demselben Ort etwas Weies auffhrt oder rtliches Eiterwei wird, soll er vom Priester besehen werden.
Lev 13:20 Wenn dann der Priester sieht, dass das Ansehen tiefer ist denn die andere Haut und das Haar in Wei verwandelt, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal aus der Drse geworden.
Lev 13:21 Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare nicht wei sind und es ist nicht tiefer denn die andere Haut und ist verschwunden, so soll er ihn sieben Tage verschlieen.
Lev 13:22 Frisst es weiter in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal.
Lev 13:23 Bleibt aber das Eiterwei also stehen und frisst nicht weiter, so ist's die Narbe von der Drse, und der Priester soll ihn rein urteilen.
Lev 13:24 Wenn sich jemand an der Haut am Feuer brennt und das Brandmal weirtlich oder wei ist
Lev 13:25 und der Priester ihn besieht und findet das Haar in Wei verwandelt an dem Brandmal und das Ansehen tiefer denn die andere Haut, so ist's gewiss Aussatz, aus dem Brandmal geworden. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen; denn es ist ein Aussatzmal.
Lev 13:26 Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare am Brandmal nicht in Wei verwandelt und es nicht tiefer ist denn die andere Haut und ist dazu verschwunden, soll er ihn sieben Tage verschlieen;
Lev 13:27 und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat's weitergefressen an der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist Aussatz.
Lev 13:28 Ist's aber gestanden an dem Brandmal und hat nicht weitergefressen an der Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwr des Brandmals. Und der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist die Narbe des Brandmals.
Lev 13:29 Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart ein Mal hat
Lev 13:30 und der Priester das Mal besieht und findet, dass das Ansehen tiefer ist denn die andere Haut und das Haar daselbst golden und dnn, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist ein ausstziger Grind des Hauptes oder des Bartes.
Lev 13:31 Sieht aber der Priester, dass der Grind nicht tiefer anzusehen ist denn die Haut, und das Haar nicht dunkel ist, soll er denselben sieben Tage verschlieen.
Lev 13:32 Und wenn er am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat und kein goldenes Haar da ist und das Ansehen des Grindes nicht tiefer ist denn die andere Haut,
Lev 13:33 soll er sich scheren, doch dass er den Grind nicht beschere; und soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschlieen.
Lev 13:34 Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat in der Haut und das Ansehen ist nicht tiefer denn die andere Haut, so soll ihn der Priester rein sprechen, und er soll seine Kleider waschen; denn er ist rein.
Lev 13:35 Frisst aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen ist,
Lev 13:36 und der Priester besieht und findet, dass der Grind also weitergefressen hat an der Haut, so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die Haare golden sind; denn er ist unrein.
Lev 13:37 Ist aber vor Augen der Grind stillgestanden und dunkles Haar daselbst aufgegangen, so ist der Grind heil und er rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen.
Lev 13:38 Wenn einem Mann oder Weib an der Haut ihres Fleisches etwas eiterwei ist
Lev 13:39 und der Priester sieht daselbst, dass das Eiterwei schwindet, das ist ein weier Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein.
Lev 13:40 Wenn einem Mann die Haupthaare ausfallen, dass er kahl wird, der ist rein.
Lev 13:41 Fallen sie ihm vorn am Haupt aus und wird eine Glatze, so ist er rein.
Lev 13:42 Wird aber an der Glatze oder wo er kahl ist, ein weies oder rtliches Mal, so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen.
Lev 13:43 Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, dass ein weies oder rtliches Mal aufgelaufen an seiner Glatze oder am Kahlkopf, dass es sieht, wie sonst der Aussatz an der Haut,
Lev 13:44 so ist er ausstzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein sprechen solches Mals halben auf seinem Haupt.
Lev 13:45 Wer nun ausstzig ist, des Kleider sollen zerrissen sein und das Haupt blo und die Lippen verhllt, und er soll rufen: Unrein, unrein!
Lev 13:46 Und solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen, und seine Wohnung soll auerhalb des Lagers sein.
Lev 13:47 Wenn an einem Kleid ein Aussatzmal sein wird, es sei wollen oder leinen,
Lev 13:48 am Aufzug oder am Eintrag, es sei leinen oder wollen, oder an einem Fell oder an allem, was aus Fellen gemacht wird,
Lev 13:49 und wenn das Mal grnlich oder rtlich ist am Kleid oder am Fell oder am Aufzug oder am Eintrag oder an irgend einem Ding, das von Fellen gemacht ist, das ist gewiss ein Mal des Aussatzes; darum soll's der Priester besehen.
Lev 13:50 Und wenn er das Mal sieht, soll er's einschlieen sieben Tage.
Lev 13:51 Und wenn er am siebenten Tage sieht, dass das Mal hat weitergefressen am Kleid, am Aufzug oder am Eintrag, am Fell oder an allem, was man aus Fellen macht, so ist das Mal ein fressender Aussatz, und es ist unrein.
Lev 13:52 Und man soll das Kleid verbrennen oder den Aufzug oder den Eintrag, es sei wollen oder leinen oder allerlei Fellwerk, darin solch ein Mal ist; denn es ist fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen.
Lev 13:53 Wird aber der Priester sehen, dass das Mal nicht weitergefressen hat am Kleid oder am Aufzug oder am Eintrag oder an allerlei Fellwerk,
Lev 13:54 so soll er gebieten, dass man das wasche, worin das Mal ist, und soll's einschlieen andere sieben Tage.
Lev 13:55 Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal nicht verwandelt ist vor seinen Augen und auch nicht weitergefressen hat, so ist's unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen; denn es ist tief eingefressen und hat's vorn oder hinten schbig gemacht.
Lev 13:56 Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verschwunden ist nach seinem Waschen, so soll er's abreien vom Kleid, vom Fell, vom Aufzug oder vom Eintrag.
Lev 13:57 Wird's aber noch gesehen am Kleid, am Aufzug, am Eintrag oder allerlei Fellwerk, so ist's ein Aussatzmal, und sollst das mit Feuer verbrennen, worin solch Mal ist.
Lev 13:58 Das Kleid aber oder der Aufzug oder Eintrag oder allerlei Fellwerk, das gewaschen und von dem das Mal entfernt ist, soll man zum andernmal waschen, so ist's rein.
Lev 13:59 Das ist das Gesetz ber die Male des Aussatzes an Kleidern, sie seien wollen oder leinen, am Aufzug und am Eintrag und allerlei Fellwerk, rein oder unrein zu sprechen.
Lev 14:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 14:2 Das ist das Gesetz ber den Ausstzigen, wenn er soll gereinigt werden. Er soll zum Priester kommen.
Lev 14:3 Und der Priester soll aus dem Lager gehen und besehen, wie das Mal des Aussatzes am Ausstzigen heil geworden ist,
Lev 14:4 und soll gebieten dem, der zu reinigen ist, dass er zwei lebendige Vgel nehme, die da rein sind, und Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop.
Lev 14:5 Und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes Gef ber frischem Wasser.
Lev 14:6 Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Zedernholz, scharlachfarbener Wolle und Isop und in des Vogels Blut tauchen, der ber dem frischen Wasser geschlachtet ist,
Lev 14:7 und besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal; und reinige ihn also und lasse den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen.
Lev 14:8 Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser baden, so ist er rein. Darnach gehe er ins Lager; doch soll er auerhalb seiner Htte sieben Tage bleiben.
Lev 14:9 Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Haupt, am Bart, an den Augenbrauen, dass alle Haare abgeschoren seien, und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein.
Lev 14:10 Und am achten Tage soll er zwei Lmmer nehmen ohne Fehl und ein jhriges Schaf ohne Fehl und drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, und ein Log<RF>das ist etwas weniger als ein Drittel Liter<Rf> l.
Lev 14:11 Da soll der Priester den Gereinigten und diese Dinge stellen vor den HErrn, vor der Tr der Htte des Stifts.
Lev 14:12 Und soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer opfern mit dem Log l; und soll solches vor dem HErrn weben
Lev 14:13 und darnach das Lamm schlachten, wo man das Sndopfer und Brandopfer schlachtet, nmlich an heiliger Sttte; denn wie das Sndopfer, also ist auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist ein Hochheiliges.
Lev 14:14 Und der Priester soll von dem Blut nehmen vom Schuldopfer und dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues.
Lev 14:15 Darnach soll er von dem Log l nehmen und es in seine, des Priesters, linke Hand gieen
Lev 14:16 und mit seinem rechten Finger in das l tauchen, das in seiner linken Hand ist, und sprengen vom l mit seinem Finger siebenmal vor dem HErrn.
Lev 14:17 Vom brigen l aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die groe Zehe seines rechten Fues, oben auf das Blut des Schuldopfers.
Lev 14:18 Das brige l aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt tun und ihn vershnen vor dem HErrn.
Lev 14:19 Und soll das Sndopfer machen und den Gereinigten vershnen seiner Unreinigkeit halben; und soll darnach das Brandopfer schlachten
Lev 14:20 und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn vershnen, so ist er rein.
Lev 14:21 Ist er aber arm und erwirbt mit seiner Hand nicht so viel, so nehme er ein Lamm zum Schuldopfer, zu weben, zu seiner Vershnung und ein Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer, und ein Log l
Lev 14:22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die er mit seiner Hand erwerben kann, dass eine sei ein Sndopfer, die andere ein Brandopfer,
Lev 14:23 und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester vor die Tr der Htte des Stifts, vor den HErrn.
Lev 14:24 Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen und das Log l und soll's alles weben vor dem HErrn
Lev 14:25 und das Lamm des Schuldopfers schlachten und Blut nehmen von demselben Schuldopfer und es dem Gereinigten tun auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues,
Lev 14:26 und von dem l in seine, des Priesters, linke Hand gieen
Lev 14:27 und mit seinem rechten Finger vom l, das in seiner linken Hand ist, siebenmal sprengen vor dem HErrn.
Lev 14:28 Von dem brigen aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues tun, oben auf das Blut des Schuldopfers.
Lev 14:29 Das brige l aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das Haupt tun, ihn zu vershnen vor dem HErrn;
Lev 14:30 und darnach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand hat mgen erwerben,
Lev 14:31 ein Sndopfer, aus der andern ein Brandopfer machen samt dem Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also vershnen vor dem HErrn.
Lev 14:32 Das sei das Gesetz fr den Ausstzigen, der mit seiner Hand nicht erwerben kann, was zu seiner Reinigung gehrt.
Lev 14:33 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Lev 14:34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe, und ich werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmal geben,
Lev 14:35 so soll der kommen, des das Haus ist, es dem Priester ansagen und sprechen: Es sieht mich an, als sei ein Aussatzmal an meinem Hause.
Lev 14:36 Da soll der Priester heien, dass sie das Haus ausrumen, ehe denn der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, auf dass nicht unrein werde alles, was im Hause ist; darnach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen.
Lev 14:37 Wenn er nun das Mal besieht und findet, dass an der Wand des Hauses grnliche oder rtliche Grblein sind und ihr Ansehen tiefer denn sonst die Wand ist,
Lev 14:38 so soll er aus dem Hause zur Tr herausgehen und das Haus sieben Tage verschlieen.
Lev 14:39 Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, dass das Mal weitergefressen hat an des Hauses Wand,
Lev 14:40 so soll er die Steine heien ausbrechen, darin das Mal ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen.
Lev 14:41 Und das Haus soll man inwendig ringsherum schaben und die abgeschabte Tnche hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schtten
Lev 14:42 und andere Steine nehmen und an jener Statt tun und andern Lehm nehmen und das Haus bewerfen.
Lev 14:43 Wenn das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat,
Lev 14:44 so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, dass das Mal weitergefressen hat am Hause, so ist's gewiss ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein.
Lev 14:45 Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und alle Tnche am Hause, und soll's hinausfhren vor die Stadt an einen unreinen Ort.
Lev 14:46 Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis an den Abend.
Lev 14:47 Und wer darin liegt oder darin isst, der soll seine Kleider waschen.
Lev 14:48 Wo aber der Priester, wenn er hineingeht, sieht, dass dies Mal nicht weiter am Hause gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist, so soll er's rein sprechen; denn das Mal ist heil geworden.
Lev 14:49 Und soll zum Sndopfer fr das Haus nehmen zwei Vgel, Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop,
Lev 14:50 und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gef ber frischem Wasser.
Lev 14:51 Und soll nehmen das Zedernholz, die scharlachfarbene Wolle, den Isop und den lebendigen Vogel, und in des geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen, und das Haus siebenmal besprengen.
Lev 14:52 Und soll also das Haus entsndigen mit dem Blut des Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit Isop und mit scharlachfarbener Wolle.
Lev 14:53 Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freie Feld fliegen, und das Haus vershnen, so ist's rein.
Lev 14:54 Das ist das Gesetz ber allerlei Mal des Aussatzes und Grindes,
Lev 14:55 ber den Aussatz der Kleider und der Huser,
Lev 14:56 ber Beulen, Ausschlag und Eiterwei,
Lev 14:57 auf dass man wisse, wann etwas unrein oder rein ist. Das ist das Gesetz vom Aussatz.
Lev 15:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Lev 15:2 Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch einen Fluss hat, derselbe ist unrein.
Lev 15:3 Dann aber ist er unrein an diesem Fluss, wenn sein Fleisch vom Fluss eitert oder verstopft ist.
Lev 15:4 Alles Lager, darauf er liegt, und alles, darauf er sitzt, wird unrein werden.
Lev 15:5 Und wer sein Lager anrhrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:6 Und wer sich setzt, wo er gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:7 Wer sein Fleisch anrhrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:8 Wenn er seinen Speichel wirft auf den, der rein ist, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:9 Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden.
Lev 15:10 Und wer anrhrt irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird unrein sein bis auf den Abend. Und wer solches trgt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:11 Und welchen er anrhrt, ehe er die Hnde wscht, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:12 Wenn er ein irdenes Gef anrhrt, das soll man zerbrechen; aber das hlzerne Gef soll man mit Wasser splen.
Lev 15:13 Und wenn er rein wird von seinem Fluss, so soll er sieben Tage zhlen, nachdem er rein geworden ist, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit flieendem Wasser baden, so ist er rein.
Lev 15:14 Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den HErrn bringen vor die Tr der Htte des Stifts und dem Priester geben.
Lev 15:15 Und der Priester soll aus einer ein Sndopfer, aus der andern ein Brandopfer machen und ihn vershnen vor dem HErrn seines Flusses halben.
Lev 15:16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgeht, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:17 Und alles Kleid und alles Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll er waschen mit Wasser und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:18 Ein Weib, bei welchem ein solcher liegt, die soll sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:19 Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, die soll sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anrhrt, der wird unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:20 Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein sein, und worauf sie sitzt, wird unrein sein.
Lev 15:21 Und wer ihr Lager anrhrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:22 Und wer anrhrt irgend etwas, darauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:23 Und wer etwas anrhrt, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat, soll unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:24 Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein sein, und das Lager, darauf er gelegen hat, wird unrein sein.
Lev 15:25 Wenn aber ein Weib den Blutfluss eine lange Zeit hat, zu ungewhnlicher Zeit oder ber die gewhnliche Zeit, so wird sie unrein sein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewhnlichen Zeit, so soll sie auch da unrein sein.
Lev 15:26 Alles Lager, darauf sie liegt die ganze Zeit ihres Flusses, soll sein wie ihr Lager zu ihrer gewhnlichen Zeit. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein gleich der Unreinigkeit ihrer gewhnlichen Zeit.
Lev 15:27 Wer deren etwas anrhrt, der wird unrein sein und soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
Lev 15:28 Wird sie aber rein von ihrem Fluss, so soll sie sieben Tage zhlen; darnach soll sie rein sein.
Lev 15:29 Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tr der Htte des Stifts.
Lev 15:30 Und der Priester soll aus einer machen ein Sndopfer, aus der andern ein Brandopfer, und sie vershnen vor dem HErrn ber dem Fluss ihrer Unreinigkeit.
Lev 15:31 So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist.
Lev 15:32 Das ist das Gesetz ber den, der einen Fluss hat und dem der Same im Schlaf entgeht, dass er unrein davon wird,
Lev 15:33 und ber die, die ihren Blutfluss hat, und wer einen Fluss hat, es sei Mann oder Weib, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt.
Lev 16:1 Und der HErr redete mit Mose, nachdem die zwei Shne Aarons gestorben waren, da sie vor dem HErrn opferten,
Lev 16:2 und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu aller Zeit in das inwendige Heiligtum gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, der auf der Lade ist, dass er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem Gnadenstuhl;
Lev 16:3 sondern damit soll er hineingehen: mit einem jungen Farren zum Sndopfer und mit einem Widder zum Brandopfer,
Lev 16:4 und soll den heiligen leinenen Rock anlegen und leinene Beinkleider an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Grtel grten und den leinenen Hut aufhaben  denn das sind die heiligen Kleider  und soll sein Fleisch mit Wasser baden und sie anlegen.
Lev 16:5 Und soll von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenbcke nehmen zum Sndopfer und einen Widder zum Brandopfer.
Lev 16:6 Und Aaron soll den Farren, sein Sndopfer, herzubringen, dass er sich und sein Haus vershne,
Lev 16:7 und darnach die zwei Bcke nehmen und vor den HErrn stellen vor der Tr der Htte des Stifts,
Lev 16:8 und soll das Los werfen ber die zwei Bcke: ein Los dem HErrn und das andere dem Asasel<RF>Das hebrische Wort Asasel heit Entlassung. Luther bersetzte 1545: ledig Bock.<Rf>.
Lev 16:9 Und soll den Bock, auf welchen des HErrn Los fllt, opfern zum Sndopfer.
Lev 16:10 Aber den Bock, auf welchen das Los fr Asasel fllt, soll er lebendig vor den HErrn stellen, dass er ber ihm vershne, und lasse den Bock fr Asasel in die Wste.
Lev 16:11 Und also soll er denn den Farren seines Sndopfers herzubringen und sich und sein Haus vershnen und soll ihn schlachten
Lev 16:12 und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HErrn steht, und die Hand voll zerstoenen Ruchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen
Lev 16:13 und das Ruchwerk aufs Feuer tun vor dem HErrn, dass der Nebel vom Ruchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, dass er nicht sterbe.
Lev 16:14 Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen.
Lev 16:15 Darnach soll er den Bock, des Volks Sndopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl;
Lev 16:16 und soll also vershnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer bertretung in allen ihren Snden. Also soll er auch tun der Htte des Stifts; denn sie sind unrein, die umher lagern.
Lev 16:17 Kein Mensch soll in der Htte des Stifts sein, wenn er hineingeht, zu vershnen im Heiligtum, bis er herausgehe; und soll also vershnen sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel.
Lev 16:18 Und wenn er herausgeht zum Altar, der vor dem HErrn steht, soll er ihn vershnen und soll vom Blut des Farren und von dem Blut des Bocks nehmen und es auf des Altars Hrner umher tun;
Lev 16:19 und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel.
Lev 16:20 Und wenn er vollbracht hat das Vershnen des Heiligtums und der Htte des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen.
Lev 16:21 Da soll denn Aaron seine beiden Hnde auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre bertretung in allen ihren Snden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wste laufen lassen,
Lev 16:22 dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich in eine Wildnis trage; und er lasse ihn in die Wste.
Lev 16:23 Und Aaron soll in die Htte des Stifts gehen und ausziehen die leinenen Kleider, die er anzog, da er in das Heiligtum ging, und soll sie daselbst lassen.
Lev 16:24 Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Sttte und seine eigenen Kleider antun und herausgehen und sein Brandopfer und des Volks Brandopfer machen und beide, sich und das Volk, vershnen
Lev 16:25 und das Fett vom Sndopfer auf dem Altar anznden.
Lev 16:26 Der aber den Bock fr Asasel<RF>Luther 1545: den ledigen Bock<Rf> hat ausgefhrt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen.
Lev 16:27 Den Farren des Sndopfers und den Bock des Sndopfers, deren Blut in das Heiligtum zu vershnen gebracht ward, soll man hinausschaffen vor das Lager und mit Feuer verbrennen, Haut, Fleisch und Mist.
Lev 16:28 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen.
Lev 16:29 Auch soll euch das ein ewiges Recht sein: am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr euren Leib kasteien und kein Werk tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremder unter euch.
Lev 16:30 Denn an diesem Tage geschieht eure Vershnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Snden werdet ihr gereinigt vor dem HErrn.
Lev 16:31 Darum soll's euch ein groer Sabbat sein, und ihr sollt euren Leib kasteien. Ein ewiges Recht sei das.
Lev 16:32 Es soll aber solche Vershnung tun ein Priester, den man geweiht und des Hand man gefllt hat zum Priester an seines Vaters Statt; und er soll die leinenen Kleider antun, die heiligen Kleider,
Lev 16:33 und soll also vershnen das heiligste Heiligtum und die Htte des Stifts und den Altar und die Priester und alles Volk der Gemeinde.
Lev 16:34 Das soll euch ein ewiges Recht sein, dass ihr die Kinder Israel vershnet von allen ihren Snden, im Jahr einmal. Und Aaron tat, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Lev 17:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 17:2 Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HErr geboten hat.
Lev 17:3 Welcher aus dem Haus Israel einen Ochsen oder Lamm oder Ziege schlachtet, in dem Lager oder drauen vor dem Lager,
Lev 17:4 und es nicht vor die Tr der Htte des Stifts bringt, dass es dem HErrn zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HErrn, der soll des Blutes schuldig sein als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
Lev 17:5 Darum sollen die Kinder Israel ihre Schlachttiere, die sie auf dem freien Feld schlachten wollen, vor den HErrn bringen vor die Tr der Htte des Stifts zum Priester und allda ihre Dankopfer dem HErrn opfern.
Lev 17:6 Und der Priester soll das Blut auf den Altar des HErrn sprengen vor der Tr der Htte des Stifts und das Fett anznden zum sen Geruch dem HErrn.
Lev 17:7 Und mitnichten sollen sie ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie Abgtterei treiben. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen.
Lev 17:8 Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, ein Opfer oder Brandopfer tut
Lev 17:9 und bringt's nicht vor die Tr der Htte des Stifts, dass er's dem HErrn tue, der soll ausgerottet werden von seinem Volk.
Lev 17:10 Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut isst, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten.
Lev 17:11 Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit vershnt werden. Denn das Blut ist die Vershnung, weil das Leben in ihm ist.
Lev 17:12 Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt.
Lev 17:13 Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, ein Tier oder einen Vogel fngt auf der Jagd, das man isst, der soll desselben Blut hingieen und mit Erde zuscharren.
Lev 17:14 Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es isst, der soll ausgerottet werden.
Lev 17:15 Und welche Seele ein Aas oder was vom Wild zerrissen ist, isst, er sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein.
Lev 17:16 Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er seiner Missetat schuldig sein.
Lev 18:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 18:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 18:3 Ihr sollt nicht tun nach den Werken des Landes gypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Werken des Landes Kanaan, darein ich euch fhren will; ihr sollt auch nach ihrer Weise nicht halten;
Lev 18:4 sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun, und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 18:5 Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HErr.
Lev 18:6 Niemand soll sich zu seiner nchsten Blutsfreundin tun, ihre Ble aufzudecken; denn ich bin der HErr.
Lev 18:7 Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Ble nicht aufdecken; es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Ble nicht aufdecken.
Lev 18:8 Du sollst deines Vaters Weibes Ble nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters Ble.
Lev 18:9 Du sollst deiner Schwester Ble, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, daheim oder drauen geboren, nicht aufdecken.
Lev 18:10 Du sollst die Ble der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht aufdecken; denn es ist deine Ble.
Lev 18:11 Du sollst die Ble der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht aufdecken.
Lev 18:12 Du sollst die Ble der Schwester deines Vaters nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters nchste Blutsfreundin.
Lev 18:13 Du sollst deiner Mutter Schwester Ble nicht aufdecken; denn es ist deiner Mutter nchste Blutsfreundin.
Lev 18:14 Du sollst deines Vaters Bruders Ble nicht aufdecken, dass du sein Weib nehmest; denn sie ist deine Base.
Lev 18:15 Du sollst deiner Schwiegertochter Ble nicht aufdecken; denn es ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Ble nicht aufdecken.
Lev 18:16 Du sollst deines Bruders Weibes Ble nicht aufdecken; denn sie ist deines Bruders Ble.
Lev 18:17 Du sollst eines Weibes samt ihrer Tochter Ble nicht aufdecken noch ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter nehmen, ihre Ble aufzudecken; denn sie sind ihre nchsten Blutsfreundinnen, und es ist ein Frevel.
Lev 18:18 Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen neben ihr, ihre Ble aufzudecken, ihr zuwider, solange sie noch lebt.
Lev 18:19 Du sollst nicht zum Weibe gehen, solange sie ihre Krankheit hat, in ihrer Unreinigkeit ihre Ble aufzudecken.
Lev 18:20 Du sollst auch nicht bei deines Nchsten Weibe liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst.
Lev 18:21 Du sollst auch nicht eines deiner Kinder dahingeben, dass es dem Moloch verbrannt werde, dass du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; denn ich bin der HErr.
Lev 18:22 Du sollst nicht bei Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel.
Lev 18:23 Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du mit ihm verunreinigt werdest. Und kein Weib soll mit einem Tier zu schaffen haben; denn es ist ein Greuel.
Lev 18:24 Ihr sollt euch in dieser keinem verunreinigen; denn in diesem allem haben sich verunreinigt die Heiden, die ich vor euch her will ausstoen,
Lev 18:25 und das Land ist dadurch verunreinigt. Und ich will ihre Missetat an ihnen heimsuchen, dass das Land seine Einwohner ausspeie.
Lev 18:26 Darum haltet meine Satzungen und Rechte, und tut dieser Greuel keine, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch;
Lev 18:27 denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land verunreinigt;
Lev 18:28 auf dass euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, gleich wie es die Heiden hat ausgespieen, die vor euch waren.
Lev 18:29 Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 18:30 Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den greulichen Sitten, die vor euch waren, dass ihr nicht damit verunreinigt werdet; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 19:2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der HErr, euer Gott.
Lev 19:3 Ein jeglicher frchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:4 Ihr sollt euch nicht zu den Gtzen wenden und sollt euch keine gegossenen Gtter machen; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:5 Und wenn ihr dem HErrn wollt ein Dankopfer tun, so sollt ihr es opfern, dass es ihm gefallen knne.
Lev 19:6 Ihr sollt es desselben Tages essen, da ihr's opfert, und des andern Tages; was aber auf den dritten Tag brigbleibt, soll man mit Feuer verbrennen.
Lev 19:7 Wird aber jemand am dritten Tage davon essen, so ist er ein Greuel und wird nicht angenehm sein.
Lev 19:8 Und der Esser wird seine Missetat tragen, darum dass er das Heiligtum des HErrn entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
Lev 19:9 Wenn du dein Land einerntest, sollst du nicht alles bis an die Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln.
Lev 19:10 Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:11 Ihr sollt nicht stehlen noch lgen noch flschlich handeln einer mit dem andern.
Lev 19:12 Ihr sollt nicht falsch schwren bei meinem Namen und entheiligen den Namen deines Gottes; denn ich bin der HErr.
Lev 19:13 Du sollst deinem Nchsten nicht unrecht tun noch ihn berauben. Es soll des Tagelhners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen.
Lev 19:14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor dem Blinden keinen Ansto setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott frchten, denn ich bin der HErr.
Lev 19:15 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Groen ehren; sondern du sollst deinen Nchsten recht richten.
Lev 19:16 Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Nchsten Blut; denn ich bin der HErr.
Lev 19:17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nchsten zurechtweisen, auf dass du nicht seinethalben Schuld tragen mssest.
Lev 19:18 Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HErr.
Lev 19:19 Meine Satzungen sollt ihr halten, dass du dein Vieh nicht lassest mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besest mit mancherlei Samen und kein Kleid an dich komme, dass mit Wolle und Leinen gemengt ist.
Lev 19:20 Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt, die eine leibeigene Magd und von dem Mann verschmht ist, doch nicht erlst noch Freiheit erlangt hat, das soll gestraft werden; aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen.
Lev 19:21 Er soll aber fr seine Schuld dem HErrn vor die Tr der Htte des Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen;
Lev 19:22 und der Priester soll ihn vershnen mit dem Schuldopfer vor dem HErrn ber die Snde, die er getan hat, so wird ihm Gott gndig sein ber seine Snde, die er getan hat.
Lev 19:23 Wenn ihr ins Land kommt und allerlei Bume pflanzt, davon man isst, sollt ihr mit ihren Frchten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, dass ihr sie nicht esset;
Lev 19:24 im vierten Jahr aber sollen alle ihre Frchte heilig sein, ein Preisopfer dem HErrn;
Lev 19:25 im fnften Jahr aber sollt ihr die Frchte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:26 Ihr sollt nichts vom Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch Tage whlen.
Lev 19:27 Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundumher abschneiden noch euren Bart gar abscheren.
Lev 19:28 Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reien noch Buchstaben an euch tzen; denn ich bin der HErr.
Lev 19:29 Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, dass nicht das Land Hurerei treibe und werde voll Lasters.
Lev 19:30 Meine Feiertage haltet, und frchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der HErr.
Lev 19:31 Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, dass ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich frchten vor deinem Gott, denn ich bin der HErr.
Lev 19:33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden.
Lev 19:34 Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in gyptenland. Ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 19:35 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, mit der Elle, mit Gewicht, mit Ma.
Lev 19:36 Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HErr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhrt hat,
Lev 19:37 dass ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HErr.
Lev 20:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 20:2 Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein Fremdling, der in Israel wohnt, eines seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk im Lande soll ihn steinigen.
Lev 20:3 Und ich will mein Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, dass er dem Moloch eines seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat.
Lev 20:4 Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen wrde dem Menschen, der eines seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, dass es ihn nicht ttet,
Lev 20:5 so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen setzen und wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die mit ihm mit dem Moloch Abgtterei getrieben haben, aus ihrem Volk ausrotten.
Lev 20:6 Wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, dass sie ihnen nachfolgt, so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen und will sie aus ihrem Volk ausrotten.
Lev 20:7 Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 20:8 Und haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich bin der HErr, der euch heiligt.
Lev 20:9 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Sein Blut sei auf ihm, dass er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat.
Lev 20:10 Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, darum dass er mit seines Nchsten Weibe die Ehe gebrochen hat.
Lev 20:11 Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schlft, dass er seines Vaters Ble aufgedeckt hat, die sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
Lev 20:12 Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter schlft, so sollen sie beide des Todes sterben; denn sie haben eine Schande begangen; ihr Blut sei auf ihnen.
Lev 20:13 Wenn jemand beim Knaben schlft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
Lev 20:14 Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat einen Frevel verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen und sie beide auch, dass kein Frevel sei unter euch.
Lev 20:15 Wenn jemand beim Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man erwrgen.
Lev 20:16 Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh tut, dass sie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du tten und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
Lev 20:17 Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre Ble schaut und sie wieder seine Ble, das ist eine Blutschande. Die sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks; denn er hat seiner Schwester Ble aufgedeckt; er soll seine Missetat tragen.
Lev 20:18 Wenn ein Mann beim Weibe schlft zur Zeit ihrer Krankheit und entblt ihre Scham und deckt ihren Brunnen auf, und sie entblt den Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden.
Lev 20:19 Deiner Mutter Schwester Ble und deines Vaters Schwester Ble sollst du nicht aufdecken; denn ein solcher hat seine nchste Blutsfreundin aufgedeckt, und sie sollen ihre Missetat tragen.
Lev 20:20 Wenn jemand bei seines Vaters Bruders Weibe schlft, der hat seines Oheims Ble aufgedeckt. Sie sollen ihre Snde tragen; ohne Kinder sollen sie sterben.
Lev 20:21 Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schndliche Tat; sie sollen ohne Kinder sein, darum dass er seines Bruders Ble aufgedeckt hat.
Lev 20:22 So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut darnach, auf dass euch nicht das Land ausspeie, darein ich euch fhre, dass ihr darin wohnet.
Lev 20:23 Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her werde ausstoen. Denn solches alles haben sie getan, und ich habe einen Greuel an ihnen gehabt.
Lev 20:24 Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch ein Land zum Erbe geben, darin Milch und Honig fliet. Ich bin der HErr, euer Gott, der euch von den Vlkern abgesondert hat,
Lev 20:25 dass ihr auch absondern sollt das reine Vieh vom unreinen und unreine Vgel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreinigt am Vieh, an Vgeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich euch abgesondert habe, dass es unrein sei.
Lev 20:26 Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HErr, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Vlkern, dass ihr mein wret.
Lev 20:27 Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie steinigen; ihr Blut sei auf ihnen.
Lev 21:1 Und der HErr sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Shnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen,
Lev 21:2 auer an seinem Blutsfreunde, der ihm am nchsten angehrt, als: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder
Lev 21:3 und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen.
Lev 21:4 Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm zugehrt unter seinem Volk, dass er sich entheilige.
Lev 21:5 Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt noch ihren Bart abscheren und an ihrem Leibe kein Mal stechen.
Lev 21:6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes. Denn sie opfern des HErrn Opfer, das Brot ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein.
Lev 21:7 Sie sollen keine Hure nehmen noch eine Geschwchte oder die von ihrem Mann verstoen ist; denn er ist heilig seinem Gott.
Lev 21:8 Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HErr, der euch heiligt.
Lev 21:9 Wenn eines Priesters Tochter anfngt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschndet.
Lev 21:10 Wer Hoherpriester ist unter seinen Brdern, auf dessen Haupt das Salbl gegossen und dessen Hand gefllt ist, dass er angezogen wrde mit den Kleidern, der soll sein Haupt nicht entblen und seine Kleider nicht zerreien
Lev 21:11 und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder ber Vater noch ber Mutter verunreinigen.
Lev 21:12 Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, dass er nicht entheilige das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salbls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HErr.
Lev 21:13 Eine Jungfrau soll er zum Weibe nehmen;
Lev 21:14 aber keine Witwe noch Verstoene noch Geschwchte noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen,
Lev 21:15 auf dass er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn ich bin der HErr, der ihn heiligt.
Lev 21:16 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 21:17 Rede mit Aaron und sprich: Wenn an jemand deiner Nachkommen in euren Geschlechtern ein Fehl ist, der soll nicht herzutreten, dass er das Brot seines Gottes opfere.
Lev 21:18 Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten; er sei blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewhnlichem Glied,
Lev 21:19 oder der an einem Fu oder einer Hand gebrechlich ist
Lev 21:20 oder hckerig ist oder ein Fell auf dem Auge hat oder schielt oder den Grind oder Flechten hat oder der gebrochen ist.
Lev 21:21 Welcher nun von Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehl an sich hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Opfer des HErrn; denn er hat einen Fehl, darum soll er zu dem Brot seines Gottes nicht nahen, dass er es opfere.
Lev 21:22 Doch soll er das Brot seines Gottes essen, von dem Heiligen und vom Hochheiligen.
Lev 21:23 Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil der Fehl an ihm ist, dass er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HErr, der sie heiligt.
Lev 21:24 Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Shnen und zu allen Kindern Israel.
Lev 22:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 22:2 Sage Aaron und seinen Shnen, dass sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entheiligen; denn ich bin der HErr.
Lev 22:3 So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher eurer Nachkommen herzutritt zum Heiligen, das die Kinder Israel dem HErrn heiligen, und hat eine Unreinigkeit an sich, des Seele soll ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn ich bin der HErr.
Lev 22:4 Welcher der Nachkommen Aarons ausstzig ist oder einen Fluss hat, der soll nicht essen von dem Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa einen anrhrt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder welchem der Same entgeht im Schlaf,
Lev 22:5 und welcher irgend ein Gewrm anrhrt, dadurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird, und alles, was ihn verunreinigt:
Lev 22:6 welcher der eins anrhrt, der ist unrein bis auf den Abend und soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser baden.
Lev 22:7 Und wenn die Sonne untergegangen und er rein geworden ist, dann mag er davon essen; denn es ist seine Nahrung.
Lev 22:8 Ein Aas und was von wilden Tieren zerrissen ist, soll er nicht essen, auf dass er nicht unrein daran werde; denn ich bin der HErr.
Lev 22:9 Darum sollen sie meine Stze halten, dass sie nicht Snde auf sich laden und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn ich bin der HErr, der sie heiligt.
Lev 22:10 Kein anderer soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisass oder Tagelhner.
Lev 22:11 Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kauft, die mag davon essen; und was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem Brot essen.
Lev 22:12 Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll nicht von der heiligen Hebe essen.
Lev 22:13 Wird sie aber eine Witwe oder ausgestoen und hat keine Kinder und kommt wieder zu ihres Vaters Hause, so soll sie essen von ihres Vaters Brot, wie da sie noch eine Jungfrau war. Aber kein Fremdling soll davon essen.
Lev 22:14 Wer sonst aus Versehen von dem Heiligen isst, der soll den fnften Teil dazutun und dem Priester geben samt dem Heiligen,
Lev 22:15 auf dass sie sich nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie dem HErrn heben,
Lev 22:16 auf dass sie nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn ich bin der HErr, der sie heiligt.
Lev 22:17 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 22:18 Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel: Welcher Israeliter oder Fremdling in Israel sein Opfer tun will  es sei ein Gelbde oder von freiem Willen, dass sie dem HErrn ein Brandopfer tun wollen, das ihm von euch angenehm sei ,
Lev 22:19 das soll ein Mnnlein und ohne Fehl sein, von Rindern oder Lmmern oder Ziegen.
Lev 22:20 Alles, was einen Fehl hat, sollt ihr nicht opfern; denn es wird von euch nicht angenehm sein.
Lev 22:21 Und wer ein Dankopfer dem HErrn tun will, ein besonderes Gelbde oder von freiem Willen, von Rindern oder Schafen, das soll ohne Gebrechen sein, dass es angenehm sei; es soll keinen Fehl haben.
Lev 22:22 Ist's blind oder gebrechlich oder geschlagen oder drr oder rudig oder hat es Flechten, so sollt ihr solches dem HErrn nicht opfern und davon kein Opfer geben auf den Altar des HErrn.
Lev 22:23 Einen Ochsen oder Schaf, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du von freiem Willen opfern; aber angenehm mag's nicht sein zum Gelbde.
Lev 22:24 Du sollst auch dem HErrn kein zerstoenes oder zerriebenes oder zerrissenes oder das ausgeschnitten ist, opfern, und sollt in eurem Lande solches nicht tun.
Lev 22:25 Du sollst auch solcher keins von eines Fremdlings Hand als Brot eures Gottes opfern; denn es taugt nicht und hat einen Fehl; darum wird's nicht angenehm sein von euch.
Lev 22:26 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 22:27 Wenn ein Ochs oder Lamm oder Ziege geboren ist, so soll es sieben Tage bei seiner Mutter sein, und am achten Tage und darnach mag man's dem HErrn opfern, so ist's angenehm.
Lev 22:28 Es sei ein Ochs oder Schaf, so soll man's nicht mit seinem Jungen auf einen Tag schlachten.
Lev 22:29 Wenn ihr aber wollt dem HErrn ein Lobopfer tun, das von euch angenehm sei,
Lev 22:30 so sollt ihr's desselben Tages essen und sollt nichts brig bis auf den Morgen behalten; denn ich bin der HErr.
Lev 22:31 Darum haltet meine Gebote und tut darnach; denn ich bin der HErr.
Lev 22:32 Dass ihr meinen heiligen Namen nicht entheiligt, und ich geheiligt werde unter den Kindern Israel; denn ich bin der HErr, der euch heiligt,
Lev 22:33 der euch aus gyptenland gefhrt hat, dass ich euer Gott wre, ich, der HErr.
Lev 23:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 23:2 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das sind die Feste des HErrn, die ihr heilig und meine Feste heien sollt, da ihr zusammenkommt.
Lev 23:3 Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der groe, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HErrn in allen euren Wohnungen.
Lev 23:4 Dies sind aber die Feste des HErrn, die ihr heilige Feste heien sollt, da ihr zusammenkommt.
Lev 23:5 Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HErrn Passah.
Lev 23:6 Und am fnfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesuerten Brote des HErrn; da sollt ihr sieben Tage ungesuertes Brot essen.
Lev 23:7 Der erste Tag soll heilig unter euch heien, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun.
Lev 23:8 Und sieben Tage sollt ihr dem HErrn opfern. Der siebente Tag soll auch heilig heien, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.
Lev 23:9 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 23:10 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet's ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen.
Lev 23:11 Da soll die Garbe gewebt werden vor dem HErrn, dass es von euch angenehm sei; solches soll aber der Priester tun des Tages nach dem Sabbat.
Lev 23:12 Und ihr sollt des Tages, da eure Garbe gewebt wird, ein Brandopfer dem HErrn tun von einem Lamm, das ohne Fehl und jhrig sei,
Lev 23:13 samt dem Speisopfer: zwei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, als ein Opfer dem HErrn zum sen Geruch; dazu das Trankopfer: ein viertel Hin Wein.
Lev 23:14 Und sollt kein neues Brot noch gerstete oder frische Krner zuvor essen bis auf den Tag, da ihr eurem Gott Opfer bringt. Das soll ein Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
Lev 23:15 Darnach sollt ihr Zhlen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Webegarbe brachtet, sieben ganze Wochen;
Lev 23:16 bis an den Tag nach dem siebenten Sabbat, nmlich fnfzig Tage, sollt ihr zhlen und neues Speisopfer dem HErrn opfern,
Lev 23:17 und sollt's aus euren Wohnungen opfern, nmlich zwei Webebrote von zwei Zehnteln Semmelmehl, gesuert und gebacken, zu Erstlingen dem HErrn.
Lev 23:18 Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jhrige Lmmer ohne Fehl und einen jungen Farren und zwei Widder  die sollen des HErrn Brandopfer sein  mit ihren Speisopfern und Trankopfern, ein Opfer eines sen Geruchs dem HErrn.
Lev 23:19 Dazu sollt ihr machen einen Ziegenbock zum Sndopfer und zwei jhrige Lmmer zum Dankopfer.
Lev 23:20 Und der Priester soll's weben samt den Erstlingsbroten vor dem HErrn; die sollen samt den zwei Lmmern dem HErrn heilig sein und dem Priester gehren.
Lev 23:21 Und sollt diesen Tag ausrufen; denn er soll unter euch heilig heien, da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Ein ewiges Recht soll das sein bei euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
Lev 23:22 Wenn ihr aber euer Land erntet sollt ihr nicht alles bis an die Enden des Feldes abschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt's den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 23:23 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 23:24 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedchtnis halten, da ihr zusammenkommt;
Lev 23:25 da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HErrn opfern.
Lev 23:26 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 23:27 Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist der Vershnungstag. Der soll bei euch heilig heien, dass ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HErrn opfern
Lev 23:28 und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Vershnungstag, dass ihr vershnt werdet vor dem HErrn, eurem Gott.
Lev 23:29 Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
Lev 23:30 Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
Lev 23:31 Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen ihren Wohnungen.
Lev 23:32 Es ist euer groer Sabbat, dass ihr eure Leiber kasteiet. Am neunten Tage des Monats zu Abend sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend an bis wieder zu Abend.
Lev 23:33 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 23:34 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fnfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhtten sieben Tage dem HErrn.
Lev 23:35 Der erste Tag soll heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
Lev 23:36 Sieben Tage sollt ihr dem HErrn opfern. Der achte Tag soll auch heilig heien, dass ihr zusammenkommt, und sollt eure Opfer dem HErrn tun; denn es ist der Tag der Versammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
Lev 23:37 Das sind die Feste des HErrn, die ihr sollt fr heilig halten, dass ihr zusammenkommt und dem HErrn Opfer tut: Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage,
Lev 23:38 auer was die Sabbate des HErrn und eure Gaben und Gelbde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HErrn gebt.
Lev 23:39 So sollt ihr nun am fnfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Frchte des Landes eingebracht habt, das Fest des HErrn halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat.
Lev 23:40 Und sollt am ersten Tage Frchte nehmen von schnen Bumen, Palmenzweige und Maien von dichten Bumen und Bachweiden und sieben Tage frhlich sein vor dem HErrn, eurem Gott.
Lev 23:41 Und sollt also dem HErrn das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat also feiern.
Lev 23:42 Sieben Tage sollt ihr in Laubhtten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhtten wohnen,
Lev 23:43 dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Htten wohnen, da ich sie aus gyptenland fhrte. Ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 23:44 Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HErrn.
Lev 24:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 24:2 Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen gestoenes lauteres Bauml zur Leuchte, dass man tglich Lampen aufsetze
Lev 24:3 auen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Htte des Stifts. Und Aaron soll's zurichten des Abends und des Morgens vor dem HErrn tglich. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen.
Lev 24:4 Er soll die Lampen auf dem feinen Leuchter zurichten vor dem HErrn tglich.
Lev 24:5 Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwlf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen haben.
Lev 24:6 Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HErrn.
Lev 24:7 Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, dass er sei bei den Broten zum Gedchtnis, ein Feuer dem HErrn.
Lev 24:8 Alle Sabbate fr und fr soll er sie zurichten vor dem HErrn, von den Kindern Israel zum ewigen Bund.
Lev 24:9 Und sie sollen Aarons und seiner Shne sein; die sollen sie essen an heiliger Sttte; denn das ist ihm ein Hochheiliges von den Opfern des HErrn zum ewigen Recht.
Lev 24:10 Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn, der eines gyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann
Lev 24:11 und lsterte den Namen des HErrn und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hie Selomith, eine Tochter Dibris vom Stamme Dan)
Lev 24:12 und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort wrde durch den Mund des HErrn.
Lev 24:13 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 24:14 Fhre den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehrt haben, ihre Hnde auf sein Haupt legen und lass ihn die ganze Gemeinde steinigen.
Lev 24:15 Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott flucht, der soll seine Snde tragen.
Lev 24:16 Welcher des HErrn Namen lstert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der Einheimische sein; wenn er den Namen lstert, so soll er sterben.
Lev 24:17 Wer irgend einen Menschen erschlgt, der soll des Todes sterben.
Lev 24:18 Wer aber ein Vieh erschlgt, der soll's bezahlen, Leib um Leib.
Lev 24:19 Und wer seinen Nchsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat,
Lev 24:20 Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun.
Lev 24:21 Also dass, wer ein Vieh erschlgt, der soll's bezahlen; wer aber einen Menschen erschlgt, der soll sterben.
Lev 24:22 Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling wie dem Einheimischen; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 24:23 Mose aber sagte es den Kindern Israel; und sie fhrten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Also taten die Kinder Israel, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Lev 25:1 Und der HErr redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach:
Lev 25:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HErrn feiern,
Lev 25:3 dass du sechs Jahre dein Feld besest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammlest die Frchte ein;
Lev 25:4 aber im siebenten Jahr soll das Land seinen groen Sabbat dem HErrn feiern, darin du dein Feld nicht besen noch deinen Weinberg beschneiden sollst.
Lev 25:5 Was aber von selber nach deiner Ernte wchst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist.
Lev 25:6 Aber was das Land whrend seines Sabbats trgt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tagelhner, dein Beisass, dein Fremdling bei dir,
Lev 25:7 dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Frchte sollen Speise sein.
Lev 25:8 Und du sollst zhlen solcher Sabbatjahre sieben, dass sieben Jahre siebenmal gezhlt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre.
Lev 25:9 Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Vershnung.
Lev 25:10 Und ihr sollt das fnfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen;
Lev 25:11 denn das fnfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht sen,  auch was von selber wchst, nicht ernten,  auch was ohne Arbeit wchst im Weinberge, nicht lesen;
Lev 25:12 denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld trgt.
Lev 25:13 Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll.
Lev 25:14 Wenn du nun etwas deinem Nchsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder bervorteilen,
Lev 25:15 sondern nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen mgen, so hoch soll er dir's verkaufen.
Lev 25:16 Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der Wenige der Jahre sollst du den Kauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag, verkaufen.
Lev 25:17 So bervorteile nun keiner seinen Nchsten, sondern frchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 25:18 Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr darnach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen mget.
Lev 25:19 Denn das Land soll euch seine Frchte geben, dass ihr zu essen genug habet und sicher darin wohnet.
Lev 25:20 Und ob du wrdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn wir sen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein:
Lev 25:21 da will ich meinem Segen ber euch im sechsten Jahr gebieten, dass er soll dreier Jahr Getreide machen,
Lev 25:22 dass ihr set im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, dass ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt.
Lev 25:23 Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen fr immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gste vor mir.
Lev 25:24 Und sollt in all eurem Lande das Land zu lsen geben.
Lev 25:25 Wenn dein Bruder verarmt, und verkauft dir seine Habe, und sein nchster Verwandter kommt zu ihm, dass er's lse, so soll er's lsen, was sein Bruder verkauft hat.
Lev 25:26 Wenn aber jemand keinen Lser hat und kann mit seiner Hand so viel zuwege bringen, dass er's lse,
Lev 25:27 so soll er rechnen von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch brig ist, dem Kufer wiedergeben und also wieder zu seiner Habe kommen.
Lev 25:28 Kann aber seine Hand nicht so viel finden, dass er's ihm wiedergebe, so soll, was er verkauft hat, in der Hand des Kufers sein bis zum Halljahr; in demselben soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe kommen.
Lev 25:29 Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu lsen; das soll die Zeit sein, darin er es lsen kann.
Lev 25:30 Wo er's aber nicht lst, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's der Kufer fr immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht frei werden im Halljahr.
Lev 25:31 Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, um das keine Mauer ist, das soll man dem Feld des Landes gleich rechnen, und es soll knnen los werden und im Halljahr frei werden.
Lev 25:32 Die Stdte der Leviten aber, nmlich die Huser in den Stdten, darin ihre Habe ist, knnen immerdar gelst werden.
Lev 25:33 Wer etwas von den Leviten lst, der soll's verlassen im Halljahr, es sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Huser in den Stdten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel.
Lev 25:34 Aber das Feld vor ihren Stdten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigentum ewiglich.
Lev 25:35 Wenn dein Bruder verarmt und neben dir abnimmt, so sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, dass er lebe neben dir,
Lev 25:36 und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher, sondern sollst dich vor deinem Gott frchten, auf dass dein Bruder neben dir leben knne.
Lev 25:37 Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch deine Speise auf Wucher austun.
Lev 25:38 Denn ich bin der HErr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhrt hat, dass ich euch das Land Kanaan gbe und euer Gott wre.
Lev 25:39 Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen;
Lev 25:40 sondern wie ein Tagelhner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen.
Lev 25:41 Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Vter Habe.
Lev 25:42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus gyptenland gefhrt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen.
Lev 25:43 Und sollst nicht mit Strenge ber sie herrschen, sondern dich frchten vor deinem Gott.
Lev 25:44 Willst du aber leibeigene Knechte und Mgde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind,
Lev 25:45 und auch von den Kindern der Gste, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen; dieselben mgt ihr zu eigen haben
Lev 25:46 und sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum fr und fr; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber von euren Brdern, den Kindern Israel, soll keiner ber den andern herrschen mit Strenge.
Lev 25:47 Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bei dir zunimmt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Gast bei dir oder jemand von seinem Stamm verkauft,
Lev 25:48 so soll er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder frei zu werden, und es mag ihn jemand unter seinen Brdern lsen,
Lev 25:49 oder sein Vetter oder Vetters Sohn oder sonst ein Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine Hand so viel erwirbt, so soll er selbst sich lsen.
Lev 25:50 Und soll mit seinem Kufer rechnen von dem Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld, darum er sich verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre gerechnet werden, als wre er die ganze Zeit Tagelhner bei ihm gewesen.
Lev 25:51 Sind noch viele Jahre bis an das Halljahr, so soll er nach denselben desto mehr zu seiner Lsung wiedergeben von dem Gelde, darum er gekauft ist.
Lev 25:52 Sind aber wenig Jahre brig bis ans Halljahr, so soll er auch darnach wiedergeben zu seiner Lsung.
Lev 25:53 Als Tagelhner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, und sollst nicht lassen mit Strenge ber ihn herrschen vor deinen Augen.
Lev 25:54 Wird er aber auf diese Weise sich nicht lsen, so soll er im Halljahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm.
Lev 25:55 Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus gyptenland gefhrt habe. Ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 26:1 Ihr sollt euch keinen Gtzen machen noch Bild und sollt euch keine Sule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, dass ihr davor anbetet; denn ich bin der HErr, euer Gott.
Lev 26:2 Haltet meine Sabbate und frchtet euch vor meinem Heiligtum. Ich bin der HErr.
Lev 26:3 Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun,
Lev 26:4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein Gewchs geben und die Bume auf dem Felde ihre Frchte bringen,
Lev 26:5 und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat; und sollt Brots die Flle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.
Lev 26:6 Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand schrecke. Ich will die bsen Tiere aus eurem Land tun, und soll kein Schwert durch euer Land gehen.
Lev 26:7 Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert fallen.
Lev 26:8 Euer fnf sollen hundert jagen, und euer hundert sollen zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her fallen ins Schwert.
Lev 26:9 Und ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen und euch mehren lassen und will meinen Bund euch halten.
Lev 26:10 Und sollt von dem Vorjhrigen essen, und wenn das Neue kommt, das Vorjhrige wegtun.
Lev 26:11 Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen.
Lev 26:12 Und will unter euch wandeln und will euer Gott sein; so sollt ihr mein Volk sein.
Lev 26:13 Denn ich bin der HErr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhrt hat, dass ihr nicht ihre Knechte wret, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufgerichtet wandeln lassen.
Lev 26:14 Werdet ihr aber mir nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle
Lev 26:15 und werdet meine Satzungen verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen,
Lev 26:16 so will ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre<RF>bedeutet: Schwindsucht<Rf> und Fieber, dass euch die Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen sen, und eure Feinde sollen ihn essen;
Lev 26:17 und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen ber euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt.
Lev 26:18 So ihr aber ber das noch nicht mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure Snden,
Lev 26:19 dass ich euren Stolz und eure Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen.
Lev 26:20 Und eure Mhe und Arbeit soll verloren sein, dass euer Land sein Gewchs nicht gebe und die Bume im Lande ihre Frchte nicht bringen.
Lev 26:21 Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich nicht hren wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Snden willen.
Lev 26:22 Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreien und euer weniger machen, und eure Straen sollen wst werden.
Lev 26:23 Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zchtigen lassen und mir entgegen wandeln,
Lev 26:24 so will ich euch auch entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Snden willen
Lev 26:25 und will ein Racheschwert ber euch bringen, das meinen Bund rchen soll. Und ob ihr euch in eure Stdte versammelt, will ich doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Hnde geben.
Lev 26:26 Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, dass zehn Weiber sollen euer Brot in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht auswgen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden.
Lev 26:27 Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen wandeln,
Lev 26:28 so will ich auch euch im Grimm entgegen wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Snden,
Lev 26:29 dass ihr sollt eurer Shne und Tchter Fleisch essen.
Lev 26:30 Und will eure Hhen vertilgen und eure Sonnensulen ausrotten und will eure Leichname auf eure Gtzen werfen, und meine Seele wird an euch Ekel haben.
Lev 26:31 Und will eure Stdte wst machen und eure Heiligtmer einreien und will euren sen Geruch nicht riechen.
Lev 26:32 Also will ich das Land wst machen, dass eure Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden.
Lev 26:33 Euch aber will ich unter die Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, dass euer Land soll wst sein und eure Stdte verstrt.
Lev 26:34 Alsdann wird das Land sich seine Sabbate gefallen lassen, solange es wst liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land feiern und sich seine Sabbate gefallen lassen.
Lev 26:35 Solange es wst liegt, wird es feiern, darum dass es nicht feiern konnte, da ihr's solltet feiern lassen, da ihr darin wohntet.
Lev 26:36 Und denen, die von euch brigbleiben, will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, dass sie soll ein rauschend Blatt jagen, und sollen fliehen davor, als jagte sie ein Schwert, und fallen, da sie niemand jagt.
Lev 26:37 Und soll einer ber den andern hinfallen, gleich als vor dem Schwert, da sie doch niemand jagt; und ihr sollt euch nicht auflehnen drfen wider eure Feinde.
Lev 26:38 Und ihr sollt umkommen unter den Heiden, und eurer Feinde Land soll euch fressen.
Lev 26:39 Welche aber von euch brigbleiben, die sollen in ihrer Missetat verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Vter Missetat sollen sie mit ihnen verschmachten.
Lev 26:40 Da werden sie denn bekennen ihre Missetat und ihrer Vter Missetat, womit sie sich an mir versndigt und mir entgegen gewandelt haben.
Lev 26:41 Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demtigen, und dann werden sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen.
Lev 26:42 Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken,
Lev 26:43 das von ihnen verlassen ist und sich seine Sabbate gefallen lsst, dieweil es wst von ihnen liegt, und sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen, darum dass sie meine Rechte verachtet haben und ihre Seele an meinen Satzungen Ekel gehabt hat.
Lev 26:44 Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind, habe ich sie gleichwohl nicht verworfen und ekelt mich ihrer nicht also, dass es mit ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich bin der HErr, ihr Gott.
Lev 26:45 Und ich will ber sie an meinen ersten Bund gedenken, da ich sie aus gyptenland fhrte vor den Augen der Heiden, dass ich ihr Gott wre, ich, der HErr.
Lev 26:46 Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HErr zwischen ihm selbst und den Kindern Israel gestellt hat auf dem Berge Sinai durch die Hand Moses.
Lev 27:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Lev 27:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem HErrn ein besonderes Gelbde tut, also dass du seinen Leib schtzen musst,
Lev 27:3 so soll das eine Schtzung sein: ein Mannsbild, zwanzig Jahre alt bis ins sechzigste Jahr, sollst du schtzen auf fnfzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums,
Lev 27:4 ein Weibsbild auf dreiig Silberlinge.
Lev 27:5 Von fnf Jahren an bis auf zwanzig Jahre sollst du ihn schtzen auf zwanzig Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge.
Lev 27:6 Von einem Monat an bis auf fnf Jahre sollst du ihn schtzen auf fnf Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf drei Silberlinge.
Lev 27:7 Ist er aber sechzig Jahre alt und darber, so sollst du ihn schtzen auf fnfzehn Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge.
Lev 27:8 Ist er aber zu arm zu solcher Schtzung, so soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schtzen; er soll ihn aber schtzen, nach dem die Hand des, der gelobt hat, erwerben kann.
Lev 27:9 Ist's aber ein Vieh, das man dem HErrn opfern kann: alles, was man davon dem HErrn gibt, ist heilig.
Lev 27:10 Man soll's nicht wechseln noch wandeln, ein gutes um ein bses, oder ein bses um ein gutes. Wird's aber jemand wechseln, ein Vieh um das andere, so sollen sie beide dem HErrn heilig sein.
Lev 27:11 Ist aber das Tier unrein, dass man's dem HErrn nicht opfern darf, so soll man's vor den Priester stellen,
Lev 27:12 und der Priester soll's schtzen, ob es gut oder bse sei; und es soll bei des Priesters Schtzung bleiben.
Lev 27:13 Will's aber jemand lsen, der soll den Fnften ber die Schtzung geben.
Lev 27:14 Wenn jemand sein Haus heiligt, dass es dem HErrn heilig sei, das soll der Priester schtzen, ob's gut oder bse sei; und darnach es der Priester schtzt, so soll's bleiben.
Lev 27:15 So es aber der, so es geheiligt hat, will lsen, so soll er den fnften Teil des Geldes, zu dem es geschtzt ist, draufgeben, so soll's sein werden.
Lev 27:16 Wenn jemand ein Stck Acker von seinem Erbgut dem HErrn heiligt, so soll es geschtzt werden nach der Aussaat. Ist die Aussaat ein Homer Gerste, so soll es fnfzig Silberlinge gelten.
Lev 27:17 Heiligt er seinen Acker vom Halljahr an, so soll er nach seinem Wert gelten.
Lev 27:18 Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiligt, so soll der Priester das Geld berechnen nach den brigen Jahren zum Halljahr und ihn darnach geringer schtzen.
Lev 27:19 Will aber der, so ihn geheiligt hat, den Acker lsen, so soll er den fnften Teil des Geldes, zu dem er geschtzt ist, draufgeben, so soll er sein werden.
Lev 27:20 Will er ihn aber nicht lsen, sondern verkauft ihn einem andern, so soll er ihn nicht mehr lsen knnen;
Lev 27:21 sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr frei wird, soll dem HErrn heilig sein wie ein verbannter Acker und soll des Priesters Erbgut sein.
Lev 27:22 Wenn aber jemand dem HErrn einen Acker heiligt, den er gekauft hat und der nicht sein Erbgut ist,
Lev 27:23 so soll der Priester berechnen, was er gilt bis an das Halljahr; und er soll desselben Tages solche Schtzung geben, dass sie dem HErrn heilig sei.
Lev 27:24 Aber im Halljahr soll er wieder gelangen an den, von dem er ihn gekauft hat, dass er sein Erbgut im Lande sei.
Lev 27:25 Alle Schtzung soll geschehen nach dem Lot des Heiligtums; ein Lot aber hat zwanzig Gera.
Lev 27:26 Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HErrn ohnehin gebhrt, soll niemand dem HErrn heiligen, es sei ein Ochs oder Schaf; denn es ist des HErrn.
Lev 27:27 Ist es aber unreines Vieh, so soll man's lsen nach seinem Werte, und darbergeben den Fnften. Will er's nicht lsen, so verkaufe man's nach seinem Werte.
Lev 27:28 Man soll kein Verbanntes verkaufen noch lsen, das jemand dem HErrn verbannt von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles Verbannte ist ein Hochheiliges dem HErrn.
Lev 27:29 Man soll auch keinen verbannten Menschen lsen, sondern er soll des Todes sterben.
Lev 27:30 Alle Zehnten im Lande von Samen des Landes und von Frchten der Bume sind des HErrn und sollen dem HErrn heilig sein.
Lev 27:31 Will aber jemand seinen Zehnten lsen, der soll den Fnften darbergeben.
Lev 27:32 Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Hirtenstabe geht, das ist ein heiliger Zehnt dem HErrn.
Lev 27:33 Man soll nicht fragen, ob's gut oder bse sei; man soll's auch nicht wechseln. Wird's aber jemand wechseln, so soll's beides heilig sein und nicht gelst werden.
Lev 27:34 Dies sind die Gebote, die der HErr dem Mose gebot an die Kinder Israel auf dem Berge Sinai.
Num 1:1 Und der HErr redete mit Mose in der Wste Sinai in der Htte des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus gyptenland gegangen waren, und sprach:
Num 1:2 Nehmet die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern und Namen, alles, was mnnlich ist, von Haupt zu Haupt,
Num 1:3 von zwanzig Jahren an und darber, was ins Heer zu ziehen taugt in Israel; ihr sollt sie zhlen nach ihren Heeren, du und Aaron.
Num 1:4 Und sollt zu euch nehmen je vom Stamm einen Hauptmann ber sein Vaterhaus.
Num 1:5 Dies sind aber die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen sollen: von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs;
Num 1:6 von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais;
Num 1:7 von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs;
Num 1:8 von Isaschar sei Nathanael, der Sohn Zuars;
Num 1:9 von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons;
Num 1:10 von den Kindern Josephs: von Ephraim sei Elisama, der Sohn Ammihuds; von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs;
Num 1:11 von Benjamin sei Abidan, der Sohn des Gideoni;
Num 1:12 von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais;
Num 1:13 von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans;
Num 1:14 von Gad sei Eljasaph, der Sohn Deguels;
Num 1:15 von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans.
Num 1:16 Das sind die Vornehmsten der Gemeinde, die Frsten unter den Stmmen ihrer Vter, die da Hupter ber die Tausende in Israel waren.
Num 1:17 Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen genannt sind,
Num 1:18 und sammelten auch die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats und rechneten sie nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren an und darber, von Haupt zu Haupt,
Num 1:19 wie der HErr dem Mose geboten hatte, und zhlten sie in der Wste Sinai.
Num 1:20 Der Kinder Ruben, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was mnnlich war, von zwanzig Jahren und darber, und ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:21 wurden gezhlt vom Stamm Ruben sechsundvierzigtausend und fnfhundert.
Num 1:22 Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern, Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was mnnlich war, von zwanzig Jahren und darber, und ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:23 wurden gezhlt zum Stamm Simeon neunundfnfzigtausend und dreihundert.
Num 1:24 Der Kinder Gad nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, und ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:25 wurden gezhlt zum Stamm Gad fnfundvierzigtausend sechshundertundfnfzig.
Num 1:26 Der Kinder Juda nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:27 wurden gezhlt zum Stamm Juda vierundsiebzigtausend und sechshundert.
Num 1:28 Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:29 wurden gezhlt zum Stamm Isaschar vierundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 1:30 Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:31 wurden gezhlt zum Stamm Sebulon siebenundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 1:32 Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:33 wurden gezhlt zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fnfhundert.
Num 1:34 Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:35 wurden zum Stamm Manasse gezhlt zweiunddreiigtausend und zweihundert.
Num 1:36 Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:37 wurden zum Stamm Benjamin gezhlt fnfunddreiigtausend und vierhundert.
Num 1:38 Der Kinder Dan nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:39 wurden gezhlt zum Stamme Dan zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
Num 1:40 Der Kinder Asser nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:41 wurden gezhlt zum Stamm Asser einundvierzigtausend und fnfhundert.
Num 1:42 Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte,
Num 1:43 wurden zum Stamm Naphthali gezhlt dreiundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 1:44 Dies sind, die Mose und Aaron zhlten samt den zwlf Frsten Israels, deren je einer ber ein Vaterhaus war.
Num 1:45 Und die Summe der Kinder Israel nach ihren Vaterhusern und Namen, von zwanzig Jahren und darber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel,
Num 1:46 war sechsmal hunderttausend und dreitausend fnfhundertundfnfzig.
Num 1:47 Aber die Leviten nach ihrer Vter Stamm wurden nicht mit darunter gezhlt.
Num 1:48 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 1:49 Den Stamm Levi sollst du nicht zhlen noch ihre Summe nehmen unter den Kindern Israel,
Num 1:50 sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung des Zeugnisses und zu allem Gerte und allem, was dazu gehrt. Und sie sollen die Wohnung tragen und alles Gert und sollen sein pflegen und um die Wohnung her sich lagern.
Num 1:51 Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazumacht, der soll sterben.
Num 1:52 Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager und zu dem Panier seiner Schar.
Num 1:53 Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, auf dass nicht ein Zorn ber die Gemeinde der Kinder Israel komme; darum sollen die Leviten des Dienstes warten an der Wohnung des Zeugnisses.
Num 1:54 Und die Kinder Israel taten alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 2:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 2:2 Die Kinder Israel sollen vor der Htte des Stifts umher sich lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihren Vaterhusern.
Num 2:3 Gegen Morgen soll sich lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs,
Num 2:4 und sein Heer, zusammen vierundsiebzigtausend und sechshundert.
Num 2:5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann Nathanael, der Sohn Zuars,
Num 2:6 und sein Heer, zusammen vierundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 2:7 Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons,
Num 2:8 sein Heer, zusammen siebenundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 2:9 Dass alle, die ins Lager Judas gehren, seien zusammen hundertsechsundachtzigtausend und vierhundert, die zu ihrem Heer gehren; und sie sollen vornean ziehen.
Num 2:10 Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Elizur, der Sohn Sedeurs,
Num 2:11 und sein Heer, zusammen sechsundvierzigtausend fnfhundert.
Num 2:12 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Hauptmann Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais,
Num 2:13 und sein Heer, zusammen neunundfnfzigtausend dreihundert.
Num 2:14 Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eljasaph, der Sohn Reguels,
Num 2:15 und sein Heer, zusammen fnfundvierzigtausend sechshundertfnfzig.
Num 2:16 Dass alle, die ins Lager Rubens gehren, seien zusammen hunderteinundfnfzigtausend vierhundertfnfzig, die zu ihrem Heer gehren; und sie sollen die zweiten im Ausziehen sein.
Num 2:17 Darnach soll die Htte des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten, mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch ziehen, ein jeglicher an seinem Ort unter seinem Panier.
Num 2:18 Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims mit ihrem Heer; ihr Hauptmann soll sein Elisama, der Sohn Ammihuds,
Num 2:19 und sein Heer, zusammen vierzigtausend und fnfhundert.
Num 2:20 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann Gamliel, der Sohn Pedazurs,
Num 2:21 und sein Heer, zusammen zweiunddreiigtausend und zweihundert.
Num 2:22 Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn des Gideoni,
Num 2:23 und sein Heer, zusammen fnfunddreiigtausend und vierhundert.
Num 2:24 Dass alle, die ins Lager Ephraims gehren, seien zusammen hundertundachttausend und einhundert, die zu seinem Heer gehren; und sie sollen die dritten im Ausziehen sein.
Num 2:25 Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais,
Num 2:26 und sein Heer, zusammen zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
Num 2:27 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagiel, der Sohn Ochrans,
Num 2:28 und sein Heer, zusammen einundvierzigtausend und fnfhundert.
Num 2:29 Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans,
Num 2:30 und sein Heer, zusammen dreiundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 2:31 Dass alle, die ins Lager Dans gehren, seien zusammen hundertsiebenundfnfzigtausend und sechshundert; und sie sollen die letzten sein im Ausziehen mit ihrem Panier.
Num 2:32 Dies ist die Summe der Kinder Israel nach ihren Vaterhusern und Lagern mit ihren Heeren: sechshunderttausend und dreitausend fnfhundertfnfzig.
Num 2:33 Aber die Leviten wurden nicht in die Summe unter die Kinder Israel gezhlt, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 2:34 Und die Kinder Israel taten alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte, und lagerten sich unter ihre Paniere und zogen aus, ein jeglicher in seinem Geschlecht nach seinem Vaterhaus.
Num 3:1 Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses zu der Zeit, da der HErr mit Mose redete auf dem Berge Sinai.
Num 3:2 Und dies sind die Namen der Shne Aarons: der Erstgeborene Nadab, darnach Abihu, Eleasar und Ithamar.
Num 3:3 Das sind die Namen der Shne Aarons, die zu Priestern gesalbt waren und deren Hnde gefllt wurden zum Priestertum.
Num 3:4 Aber Nadab und Abihu starben vor dem HErrn, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HErrn in der Wste Sinai, und hatten keine Shne. Eleasar aber und Ithamar pflegten des Priesteramtes unter ihrem Vater Aaron.
Num 3:5 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 3:6 Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen
Num 3:7 und seiner und der ganzen Gemeinde Hut warten vor der Htte des Stifts und dienen am Dienst der Wohnung
Num 3:8 und warten alles Gertes der Htte des Stifts und der Hut der Kinder Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung.
Num 3:9 Und sollst die Leviten Aaron und seinen Shnen zuordnen zum Geschenk von den Kindern Israel.
Num 3:10 Aaron aber und seine Shne sollst du setzen, dass sie ihres Priestertums warten. Wo ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
Num 3:11 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 3:12 Siehe, ich habe die Leviten genommen unter den Kindern Israel fr alle Erstgeburt, welche die Mutter bricht, unter den Kindern Israel, also dass die Leviten sollen mein sein.
Num 3:13 Denn die Erstgeburten sind mein seit der Zeit, da ich alle Erstgeburt schlug in gyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, dass sie mein sein sollen, ich, der HErr.
Num 3:14 Und der HErr redete mit Mose in der Wste Sinai und sprach:
Num 3:15 Zhle die Kinder Levi nach ihren Vaterhusern und Geschlechtern, alles, was mnnlich ist, einen Monat alt und darber.
Num 3:16 Also zhlte sie Mose nach dem Wort des HErrn, wie er geboten hatte.
Num 3:17 Und dies waren die Kinder Levis mit Namen: Gerson, Kahath, Merari.
Num 3:18 Die Namen aber der Kinder Gersons nach ihren Geschlechtern waren: Libni und Simei.
Num 3:19 Die Kinder Kahaths nach ihren Geschlechtern waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel.
Num 3:20 Die Kinder Meraris nach ihren Geschlechtern waren; Maheli und Musi. Dies sind die Geschlechter Levis nach ihren Vaterhusern.
Num 3:21 Dies sind die Geschlechter von Gerson: die Libniter und Simeiter.
Num 3:22 Deren Summe war an der Zahl gefunden siebentausendundfnfhundert, alles, was mnnlich war, einen Monat alt und darber.
Num 3:23 Und dieselben Geschlechter der Gersoniter sollen sich lagern hinter der Wohnung gegen Abend.
Num 3:24 Ihr Oberster sei Eljasaph, der Sohn Laels.
Num 3:25 Und sie sollen an der Htte des Stifts warten der Wohnung und der Htte und ihrer Decken und des Tuchs in der Tr der Htte des Stifts,
Num 3:26 des Umhangs am Vorhof und des Tuchs in der Tr des Vorhofs, welcher um die Wohnung und um den Altar her geht, und ihre Seile und alles dessen, was zu ihrem Dienst gehrt.
Num 3:27 Dies sind die Geschlechter von Kahath: die Amramiten, die Jizhariten, die Hebroniten und Usieliten,
Num 3:28 was mnnlich war, einen Monat alt und darber, an der Zahl achttausendsechshundert, die der Sorge fr das Heiligtum warten.
Num 3:29 und sie sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mittag.
Num 3:30 Ihr Oberster sei Elizaphan, der Sohn Usiels.
Num 3:31 Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, der Altre und alles Gertes des Heiligtums, daran sie dienen und des Tuchs und was sonst zu ihrem Dienst gehrt.
Num 3:32 Aber der Oberste ber alle Obersten der Leviten soll Eleasar sein, Aarons Sohn, des Priesters, ber die, so verordnet sind, zu warten der Sorge fr das Heiligtum.
Num 3:33 Dies sind die Geschlechter Meraris: die Maheliter und Musiter,
Num 3:34 die an der Zahl waren sechstausendundzweihundert, alles was mnnlich war, einen Monat alt und darber.
Num 3:35 Ihr Oberster sei Zuriel, der Sohn Abihails. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht.
Num 3:36 Und ihr Amt soll sein, zu warten der Bretter und Riegel und Sulen und Fe der Wohnung und alles ihres Gertes und ihres Dienstes,
Num 3:37 dazu der Sulen um den Vorhof her mit den Fen und Ngeln und Seilen.
Num 3:38 Aber vor der Wohnung und vor der Htte des Stifts gegen Morgen sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Shne, dass sie des Heiligtums warten fr die Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder herzutut, der soll sterben.
Num 3:39 Alle Leviten zusammen, die Mose und Aaron zhlten nach ihren Geschlechtern nach dem Wort des HErrn eitel Mannsbilder einen Monat alt und darber, waren zweiundzwanzigtausend.
Num 3:40 Und der HErr sprach zu Mose: Zhle alle Erstgeburt, was mnnlich ist unter den Kindern Israel, einen Monat und darber, und nimm die Zahl ihrer Namen.
Num 3:41 Und sollst die Leviten mir, dem HErrn, aussondern fr alle Erstgeburt der Kinder Israel und der Leviten Vieh fr alle Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel.
Num 3:42 Und Mose zhlte, wie ihm der HErr geboten hatte, alle Erstgeburt unter den Kindern Israel;
Num 3:43 und fand sich die Zahl der Namen aller Erstgeburt, was mnnlich war, einen Monat alt und darber, in ihrer Summe zweiundzwanzigtausend zweihundertdreiundsiebzig.
Num 3:44 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 3:45 Nimm die Leviten fr alle Erstgeburt unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten fr ihr Vieh, dass die Leviten mein, des HErrn, seien.
Num 3:46 Aber als Lsegeld von den zweihundertdreiundsiebzig Erstgeburten der Kinder Israel, die ber der Leviten Zahl sind,
Num 3:47 sollst du je fnf Silberlinge nehmen von Haupt zu Haupt nach dem Lot des Heiligtums (zwanzig Gera hat ein Lot)
Num 3:48 und sollst das Geld fr die, so berzhlig sind unter ihnen, geben Aaron und seinen Shnen.
Num 3:49 Da nahm Mose das Lsegeld von denen, die ber der Leviten Zahl waren,
Num 3:50 von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausenddreihundert und fnfundsechzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums,
Num 3:51 und gab's Aaron und seinen Shnen nach dem Worte des HErrn, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 4:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 4:2 Nimm die Summe der Kinder Kahath aus den Kindern Levi nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern,
Num 4:3 von dreiig Jahren an bis ins fnfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie tun die Werke in der Htte des Stifts.
Num 4:4 Das soll aber das Amt der Kinder Kahath in der Htte des Stifts sein; was das Hochheilige ist.
Num 4:5 Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Shne hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses darein winden
Num 4:6 und darauf tun die Decke von Dachsfellen und obendrauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Stangen daran legen
Num 4:7 und ber den Schaubrottisch auch eine blaue Decke breiten und darauf legen die Schsseln, Lffel, die Schalen und Kannen zum Trankopfer, und das bestndige Brot soll darauf liegen.
Num 4:8 Und sollen darber breiten eine scharlachrote Decke und dieselbe bedecken mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran legen.
Num 4:9 Und sollen eine blaue Decke nehmen und darein winden den Leuchter des Lichts und seine Lampen mit seinen Schneuzen und Npfen und alle lgefe, die zum Amt gehren.
Num 4:10 Und sollen um das alles tun eine Decke von Dachsfellen und sollen es auf die Stangen legen.
Num 4:11 Also sollen sie auch ber den goldenen Altar eine blaue Decke breiten und sie bedecken mit der Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun.
Num 4:12 Alle Gert, womit sie schaffen im Heiligtum, sollen sie nehmen und blaue Decken darber tun und mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und auf Stangen legen.
Num 4:13 Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke von rotem Purpur ber ihn breiten
Num 4:14 und alle seine Gerte darauf schaffen, Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken mit allem Gert des Altars; und sollen darber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun.
Num 4:15 Wenn nun Aaron und seine Shne solches ausgerichtet und das Heiligtum und all sein Gert bedeckt haben, wenn das Heer aufbricht, darnach sollen die Kinder Kahath hineingehen, dass sie es tragen; und sollen das Heiligtum nicht anrhren, dass sie nicht sterben. Dies sind die Lasten der Kinder Kahath an der Htte des Stifts.
Num 4:16 Und Eleasar, Aarons, des Priesters, Sohn, soll das Amt haben, dass er ordne das l zum Licht und die Spezerei zum Ruchwerk und das tgliche Speisopfer und das Salbl, dass er beschicke die ganze Wohnung und alles, was darin ist, im Heiligtum und seinem Gerte.
Num 4:17 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 4:18 Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kahathiter nicht lassen sich verderben unter den Leviten;
Num 4:19 sondern das sollt ihr mit ihnen tun, dass sie leben und nicht sterben, wo sie werden anrhren das Hochheilige: Aaron und seine Shne sollen hineingehen und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und seiner Last.
Num 4:20 Sie sollen aber nicht hineingehen, zu schauen das Heiligtum auch nur einen Augenblick, dass sie nicht sterben.
Num 4:21 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 4:22 Nimm die Summe der Kinder Gerson auch nach ihren Vaterhusern und Geschlechtern,
Num 4:23 von dreiig Jahren an und darber bis ins fnfzigste Jahr, und ordne sie alle, die da zum Dienst tchtig sind, dass sie ein Amt haben in der Htte des Stifts.
Num 4:24 Das soll aber der Geschlechter der Gersoniter Amt sein, das sie schaffen und tragen:
Num 4:25 sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Htte des Stifts tragen und ihre Decke und die Decke von Dachsfellen, die obendrber ist, und das Tuch in der Htte des Stifts
Num 4:26 und die Umhnge des Vorhofs und das Tuch in der Tr des Tores am Vorhof, welcher um die Wohnung und den Altar her geht, und ihre Seile und alle Gerte ihres Amtes und alles, was zu ihrem Amt gehrt.
Num 4:27 Nach dem Wort Aarons und seiner Shne soll alles Amt der Kinder Gerson geschehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen, und ihr sollt zusehen, dass sie aller ihrer Last warten.
Num 4:28 Das soll das Amt der Geschlechter der Kinder der Gersoniter sein in der Htte des Stifts; und ihr Dienst soll unter der Hand Ithamars sein, des Sohnes Aarons, des Priesters.
Num 4:29 Die Kinder Merari nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern sollst du auch ordnen,
Num 4:30 von dreiig Jahren an und darber bis ins fnfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie ein Amt haben in der Htte des Stifts.
Num 4:31 Dieser Last aber sollen sie warten nach allem ihrem Amt in der Htte des Stifts, das sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und Sulen und Fe,
Num 4:32 dazu die Sulen des Vorhofs umher und Fe und Ngel und Seile mit allem ihrem Gerte, nach allem ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr seinen Teil der Last am Gerte zu warten verordnen.
Num 4:33 Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Merari, alles, was sie schaffen sollen in der Htte des Stifts unter der Hand Ithamars, des Priesters, des Sohnes Aarons.
Num 4:34 Und Mose und Aaron samt den Hauptleuten der Gemeinde zhlten die Kinder der Kahathiter nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern,
Num 4:35 von dreiig Jahren an und darber bis ins fnfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Htte des Stifts htten.
Num 4:36 Und die Summe war zweitausend siebenhundertfnfzig.
Num 4:37 Das ist die Summe der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu schaffen hatten in der Htte des Stifts, die Mose und Aaron zhlten nach dem Wort des HErrn durch Mose.
Num 4:38 Die Kinder Gerson wurden auch gezhlt in ihren Geschlechtern und Vaterhusern,
Num 4:39 von dreiig Jahren an und darber bis ins fnfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Htte des Stifts htten.
Num 4:40 Und die Summe war zweitausend sechshundertdreiig.
Num 4:41 Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Gerson, die alle zu schaffen hatten in der Htte des Stifts, welche Mose und Aaron zhlten nach dem Wort des HErrn.
Num 4:42 Die Kinder Merari wurden auch gezhlt nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern,
Num 4:43 von dreiig Jahren an und darber bis ins fnfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Htte des Stifts htten.
Num 4:44 Und die Summe war dreitausendzweihundert.
Num 4:45 Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Merari, die Mose und Aaron zhlten nach dem Wort des HErrn durch Mose.
Num 4:46 Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Hauptleuten Israels zhlten nach ihren Geschlechtern und Vaterhusern,
Num 4:47 von dreiig Jahren und darber bis ins fnfzigste, aller, die eingingen, zu schaffen ein jeglicher sein Amt und zu tragen die Last der Htte des Stifts,
Num 4:48 war achttausend fnfhundertachtzig,
Num 4:49 die gezhlt wurden nach dem Wort des HErrn durch Mose, ein jeglicher zu seinem Amt und seiner Last, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 5:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 5:2 Gebiete den Kindern Israel, dass sie aus dem Lager tun alle Ausstzigen und alle, die Eiterflsse haben, und die an Toten unrein geworden sind.
Num 5:3 Beide, Mann und Weib, sollt ihr hinaustun vor das Lager, dass sie nicht ihr Lager verunreinigen, darin ich unter ihnen wohne.
Num 5:4 Und die Kinder Israel taten also und taten sie hinaus vor das Lager, wie der HErr zu Mose geredet hatte.
Num 5:5 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 5:6 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib irgend eine Snde wider einen Menschen tut und sich an dem HErrn damit versndigt, so hat die Seele eine Schuld auf sich;
Num 5:7 und sie sollen ihre Snde bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld vershnen mit der Hauptsumme und darber den fnften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich versndigt haben.
Num 5:8 Ist aber niemand da, dem man's bezahlen sollte, so soll man es dem HErrn geben fr den Priester auer dem Widder der Vershnung, dadurch er vershnt wird.
Num 5:9 Desgleichen soll alle Hebe von allem, was die Kinder Israel heiligen und dem Priester opfern, sein sein.
Num 5:10 Und wer etwas heiligt, das soll auch sein sein; und wer etwas dem Priester gibt, das soll auch sein sein.
Num 5:11 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 5:12 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib untreu wrde und sich an ihm versndigte
Num 5:13 und jemand bei ihr liegt, und es wrde doch dem Manne verborgen vor seinen Augen und wrde entdeckt, dass sie unrein geworden ist, und er kann sie nicht berfhren, denn sie ist nicht dabei ergriffen,
Num 5:14 und der Eifergeist entzndet ihn, dass er um sein Weib eifert, sie sei unrein oder nicht unrein,
Num 5:15 so soll er sie zum Priester bringen und ein Opfer ber sie bringen, ein zehntel Epha Gerstenmehl, und soll kein l darauf gieen noch Weihrauch darauf tun. Denn es ist ein Eiferopfer und Rgeopfer, das Missetat rgt.
Num 5:16 Da soll der Priester sie herzufhren und vor den HErrn stellen
Num 5:17 und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gef und Staub vom Boden der Wohnung ins Wasser tun.
Num 5:18 Und soll das Weib vor den HErrn stellen und ihr Haupt entblen und das Rgeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen; und der Priester soll in seiner Hand bitteres verfluchtes Wasser haben
Num 5:19 und soll das Weib beschwren und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen, und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, dass du dich verunreinigt hast, so sollen dir diese bittern verfluchten Wasser nicht schaden.
Num 5:20 Wo du aber deinem Mann untreu geworden bist, dass du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen auer deinem Mann,
Num 5:21 so soll der Priester das Weib beschwren mit solchem Fluch und soll zu ihr sagen: Der HErr setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, dass der HErr deine Hfte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse!
Num 5:22 So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, dass dein Bauch schwelle und deine Hfte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, amen.
Num 5:23 Also soll der Priester diese Flche auf einen Zettel schreiben und mit dem bittern Wasser abwaschen
Num 5:24 und soll dem Weibe von dem bittern Wasser zu trinken geben, dass das verfluchte bittere Wasser in sie gehe.
Num 5:25 Es soll aber der Priester von ihrer Hand das Eiferopfer nehmen und zum Speisopfer vor dem HErrn weben und auf dem Altar opfern, nmlich:
Num 5:26 er soll eine Handvoll des Speisopfers nehmen und auf dem Altar anznden zum Gedchtnis und darnach dem Weibe das Wasser zu trinken geben.
Num 5:27 Und wenn sie das Wasser getrunken hat: ist sie unrein und hat sich an ihrem Mann versndigt, so wird das verfluchte Wasser in sie gehen und ihr bitter sein, dass ihr der Bauch schwellen und die Hfte schwinden wird, und wird das Weib ein Fluch sein unter ihrem Volk;
Num 5:28 ist aber ein solch Weib nicht verunreinigt, sondern rein, so wird's ihr nicht schaden, dass sie kann schwanger werden.
Num 5:29 Dies ist das Eifergesetz, wenn ein Weib ihrem Mann untreu ist und unrein wird,
Num 5:30 oder wenn einen Mann der Eifergeist entzndet, dass er um sein Weib eifert, dass er's stelle vor den HErrn und der Priester mit ihr tue alles nach diesem Gesetz.
Num 5:31 Und der Mann soll unschuldig sein an der Missetat; aber das Weib soll ihre Missetat tragen.
Num 6:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 6:2 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib ein besonderes Gelbde tut, dem HErrn sich zu enthalten,
Num 6:3 der soll sich Weins und starken Getrnks enthalten; Weinessig oder Essig von starkem Getrnk soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch drre Weinbeeren essen.
Num 6:4 Solange solch ein Gelbde whrt, soll er nichts essen, das man vom Weinstock macht, vom Weinkern bis zu den Hlsen.
Num 6:5 Solange die Zeit solches seines Gelbdes whrt, soll kein Schermesser ber sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HErrn gelobt hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen.
Num 6:6 Die ganze Zeit ber, die er dem HErrn gelobt hat, soll er zu keinem Toten gehen.
Num 6:7 Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelbde seines Gottes ist auf seinem Haupt.
Num 6:8 Die ganze Zeit seines Gelbdes soll er dem HErrn heilig sein.
Num 6:9 Und wo jemand vor ihm unversehens pltzlich stirbt, da wird das Haupt seines Gelbdes verunreinigt; darum soll er sein Haupt scheren am Tage seiner Reinigung, das ist am siebenten Tage.
Num 6:10 Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben bringen oder zwei junge Tauben zum Priester vor die Tr der Htte des Stifts.
Num 6:11 Und der Priester soll eine zum Sndopfer und die andere zum Brandopfer machen und ihn vershnen, darum dass er sich an einem Toten versndigt hat, und also sein Haupt desselben Tages heiligen,
Num 6:12 dass er dem HErrn die Zeit seines Gelbdes aushalte. Und soll ein jhriges Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst sein, darum dass sein Gelbde verunreinigt ist.
Num 6:13 Dies ist das Gesetz des Gottgeweihten: wenn die Zeit seines Gelbdes aus ist, so soll man ihn bringen vor die Tr der Htte des Stifts.
Num 6:14 Und er soll bringen sein Opfer dem HErrn, ein jhriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer und ein jhriges Schaf ohne Fehl zum Sndopfer und einen Widder ohne Fehl zum Dankopfer
Num 6:15 und einen Korb mit ungesuerten Kuchen von Semmelmehl, mit l gemengt, und ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, und ihre Speisopfer und Trankopfer.
Num 6:16 Und der Priester soll's vor den HErrn bringen und soll sein Sndopfer und sein Brandopfer machen.
Num 6:17 Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem HErrn samt dem Korbe mit den ungesuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer machen.
Num 6:18 Und der Geweihte soll das Haupt seines Gelbdes scheren vor der Tr der Htte des Stifts und soll das Haupthaar seines Gelbdes nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist.
Num 6:19 Und der Priester soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder und einen ungesuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesuerten Fladen und soll's dem Geweihten auf sein Hnde legen, nachdem er sein Gelbde abgeschoren hat,
Num 6:20 und der Priester soll's vor dem HErrn weben. Das ist heilig dem Priester samt der Webebrust und der Hebeschulter. Darnach mag der Geweihte Wein trinken.
Num 6:21 Das ist das Gesetz des Gottgeweihten, der sein Opfer dem HErrn gelobt wegen seines Gelbdes, auer dem, was er sonst vermag; wie er gelobt hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Gelbdes.
Num 6:22 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 6:23 Sage Aaron und seinen Shnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
Num 6:24 Der HErr segne dich und behte dich;
Num 6:25 der HErr lasse sein Angesicht leuchten ber dir und sei dir gndig;
Num 6:26 der HErr hebe sein Angesicht ber dich und gebe dir Frieden.
Num 6:27 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne.
Num 7:1 Und da Mose die Wohnung aufgerichtet hatte und sie gesalbt und geheiligt allem ihrem Gerte, dazu auch den Altar mit allem seinem Gerte gesalbt und geheiligt,
Num 7:2 da opferten die Frsten Israels, die Hupter waren in ihren Vaterhusern; denn sie waren die Obersten unter den Stmmen und standen obenan unter denen, die gezhlt waren.
Num 7:3 Und sie brachten Opfer vor den HErrn, sechs bedeckte Wagen und zwlf Rinder, je einen Wagen fr zwei Frsten und einen Ochsen fr einen, und brachten sie vor die Wohnung.
Num 7:4 Und der HErr sprach zu Mose:
Num 7:5 Nimm's von ihnen, dass es diene zum Dienst der Htte des Stifts, und gib's den Leviten, einem jeglichen nach seinem Amt.
Num 7:6 Da nahm Mose die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten.
Num 7:7 Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson nach ihrem Amt;
Num 7:8 und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Merari nach ihrem Amt unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters;
Num 7:9 den Kinder Kahath aber gab er nichts, darum dass sie ein heiliges Amt auf sich hatten und auf ihren Achseln tragen mussten.
Num 7:10 Und die Frsten opferten zur Einweihung das Altars an dem Tage, da er gesalbt ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar.
Num 7:11 Und der HErr sprach zu Mose: Lass einen jeglichen Frsten an seinem Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.
Num 7:12 Am ersten Tage opferte seine Gabe Nahesson, der Sohn Amminadabs, des Stammes Juda.
Num 7:13 Und seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silbern Schale siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:14 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:15 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:16 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:17 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohnes Amminadabs.
Num 7:18 Am zweiten Tage opferte Nathanael, der Sohn Zuars, der Frst Isaschars.
Num 7:19 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:20 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:21 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:22 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:23 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Nathanaels, des Sohnes Zuars.
Num 7:24 Am dritten Tage der Frst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn Helons.
Num 7:25 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:26 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:27 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:28 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:29 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.
Num 7:30 Am vierten Tage der Frst der Kinder Ruben, Elizur, der Sohn Sedeurs.
Num 7:31 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:32 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:33 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:34 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:35 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohnes Sedeurs.
Num 7:36 Am fnften Tage der Frst der Kinder Simeon, Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais.
Num 7:37 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:38 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:39 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:40 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:41 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohnes Zuri-Saddais.
Num 7:42 Am sechsten Tage der Frst der Kinder Gad, Eljasaph, der Sohn Deguels.
Num 7:43 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:44 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:45 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:46 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:47 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Eljasaphs, des Sohnes Deguels.
Num 7:48 Am siebenten Tage der Frst der Kinder Ephraim, Elisama, der Sohn Ammihuds.
Num 7:49 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:50 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:51 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:52 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:53 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Elisamas, des Sohnes Ammihuds.
Num 7:54 Am achten Tage der Frst der Kinder Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs.
Num 7:55 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:56 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:57 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:58 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:59 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
Num 7:60 Am neunten Tage der Frst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn des Gideoni.
Num 7:61 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:62 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:63 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:64 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:65 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohn's Gideonis.
Num 7:66 Am zehnten Tage der Frst der Kinder Dan, Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais.
Num 7:67 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:68 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:69 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:70 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:71 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Ahi-Esers, des Sohnes Ammi-Saddais.
Num 7:72 Am elften Tage der Frst der Kinder Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans.
Num 7:73 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:74 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:75 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:76 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:77 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.
Num 7:78 Am zwlften Tage der Frst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans.
Num 7:79 Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertdreiig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer;
Num 7:80 dazu einen goldenen Lffel, zehn Lot schwer, voll Ruchwerk,
Num 7:81 einen jungen Farren, einen Widder, ein jhriges Lamm zum Brandopfer;
Num 7:82 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
Num 7:83 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder und fnf jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.
Num 7:84 Das ist die Einweihung des Altars zur Zeit, da er gesalbt ward, dazu die Frsten Israels opferten diese zwlf silbernen Schsseln, zwlf silberne Schalen, zwlf goldene Lffel,
Num 7:85 also dass je eine Schssel hundertdreiig Lot Silber und je eine Schale siebzig Lot hatte, dass die Summe alles Silbers am Gef betrug zweitausendvierhundert Lot nach dem Lot des Heiligtums.
Num 7:86 Und der zwlf goldenen Lffel voll Ruchwerk hatte je einer zehn Lot nach dem Lot des Heiligtums, dass die Summe Goldes an den Lffeln betrug hundertzwanzig Lot.
Num 7:87 Die Summe der Rinder zum Brandopfer waren zwlf Farren, zwlf Widder, zwlf jahrige Lmmer samt ihrem Speisopfer und zwlf Ziegenbcke zum Sndopfer.
Num 7:88 Und die Summe der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren, sechzig Widder, sechzig Bcke, sechzig jhrige Lmmer. Das ist die Einweihung des Altars, da er gesalbt ward.
Num 7:89 Und wenn Mose in die Htte des Stifts ging, dass mit ihm geredet wrde, so hrte er die Stimme mit ihm reden von dem Gnadenstuhl, der auf der Lade des Zeugnisses war, dort ward mit ihm geredet.
Num 8:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 8:2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du Lampen aufsetzt, sollst du sie also setzen, dass alle sieben vorwrts von dem Leuchter scheinen.
Num 8:3 Und Aaron tat also und setzte die Lampen auf, vorwrts von dem Leuchter zu scheinen, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 8:4 Der Leuchter aber war getriebenes Gold, beide, sein Schaft und seine Blumen; nach dem Gesicht, das der HErr dem Mose gezeigt hatte, also machte er den Leuchter.
Num 8:5 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 8:6 Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie.
Num 8:7 Also sollst du aber mit ihnen tun, dass du sie reinigst: du sollst Sndwasser auf sie sprengen, und sie sollen alle ihre Haare rein abscheren und ihre Kleider waschen, so sind sie rein.
Num 8:8 Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren und sein Speisopfer, Semmelmehl, mit l gemengt; und einen andern jungen Farren sollst du zum Sndopfer nehmen.
Num 8:9 Und sollst die Leviten vor die Htte des Stifts bringen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln
Num 8:10 und die Leviten vor den HErrn bringen; und die Kinder Israel sollen ihre Hnde auf die Leviten legen,
Num 8:11 und Aaron soll die Leviten vor dem HErrn weben als Webeopfer von den Kindern Israel, auf dass sie dienen mgen in dem Amt des HErrn.
Num 8:12 Und die Leviten sollen ihre Hnde aufs Haupt der Farren legen, und einer soll zum Sndopfer, der andere zum Brandopfer dem HErrn gemacht werden, die Leviten zu vershnen.
Num 8:13 Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Shne stellen und vor dem HErrn weben,
Num 8:14 und sollst sie also aussondern von den Kindern Israel, dass sie mein seien.
Num 8:15 Darnach sollen sie hineingehen, dass sie dienen in der Htte des Stifts. Also sollst du sie reinigen und weben;
Num 8:16 denn sie sind mein Geschenk von den Kindern Israel, und ich habe sie mir genommen fr alles, was die Mutter bricht, nmlich fr die Erstgeburt aller Kinder Israel.
Num 8:17 Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, der Menschen und des Viehes, seit der Zeit ich alle Erstgeburt in gyptenland schlug und heiligte sie mir
Num 8:18 und nahm die Leviten an fr alle Erstgeburt unter den Kindern Israel
Num 8:19 und gab sie zum Geschenk Aaron und seinen Shnen aus den Kindern Israel, dass sie dienen im Amt der Kinder Israel in der Htte des Stifts, die Kinder Israel zu vershnen, auf dass nicht unter den Kindern Israel sei eine Plage, so sie sich nahen wollten zum Heiligtum.
Num 8:20 Und Mose mit Aaron samt der ganzen Gemeinde der Kinder Israel taten mit den Leviten alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 8:21 Und die Leviten entsndigten sich und wuschen ihre Kleider, und Aaron webte sie vor dem HErrn und vershnte sie, dass sie rein wurden.
Num 8:22 Darnach gingen sie hinein, dass sie ihr Amt tten in der Htte des Stifts vor Aaron und seinen Shnen. Wie der HErr dem Mose geboten hatte ber die Leviten, also taten sie mit ihnen.
Num 8:23 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 8:24 Das ist's, was den Leviten gebhrt: von fnfundzwanzig Jahren und darber taugen sie zum Amt und Dienst in der Htte des Stifts;
Num 8:25 aber von dem fnfzigsten Jahr an sollen sie ledig sein vom Amt des Dienstes und sollen nicht mehr dienen,
Num 8:26 sondern ihren Brdern helfen des Dienstes warten an der Htte des Stifts; des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den Leviten tun, dass ein jeglicher seines Dienstes warte.
Num 9:1 Und der HErr redete mit Mose in der Wste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus gyptenland gezogen waren, im ersten Monat, und sprach:
Num 9:2 Lass die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit,
Num 9:3 am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend; zu seiner Zeit sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und seinem Recht.
Num 9:4 Und Mose redete mit den Kindern Israel, dass sie das Passah hielten.
Num 9:5 Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend in der Wste Sinai; alles, wie der HErr dem Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel.
Num 9:6 Da waren etliche Mnner unrein geworden an einem toten Menschen, dass sie nicht konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselben Tages
Num 9:7 und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen; warum sollen wir geringer sein, dass wir unsre Gabe dem HErrn nicht bringen drfen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel?
Num 9:8 Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hren, was euch der HErr gebietet.
Num 9:9 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 9:10 Sage den Kinder Israel und sprich: Wenn jemand unrein an einem Toten oder ferne ber Feld ist, unter euch oder unter euren Nachkommen, der soll dennoch dem HErrn Passah halten,
Num 9:11 aber im zweiten Monat, am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll's neben ungesuertem Brot und bitteren Krutern essen,
Num 9:12 und sie sollen nichts davon briglassen, bis morgen, auch kein Bein daran zerbrechen und sollen's nach aller Weise des Passah halten.
Num 9:13 Wer aber rein und nicht ber Feld ist und lsst es anstehen, das Passah zu halten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, darum dass er seine Gabe dem HErrn nicht gebracht hat zu seiner Zeit; er soll seine Snde tragen.
Num 9:14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem HErrn Passah hlt, der soll's halten nach der Satzung und dem Recht des Passah. Diese Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden wie des Landes Einheimischen.
Num 9:15 Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine Wolke auf der Htte des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen war ber der Wohnung eine Gestalt des Feuers.
Num 9:16 Also geschah's immerdar, dass die Wolke sie bedeckte, und des Nachts die Gestalt des Feuers.
Num 9:17 Und so oft sich die Wolke aufhob von der Htte, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel.
Num 9:18 Nach dem Wort des HErrn zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagen sie still.
Num 9:19 Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des HErrn und zogen nicht.
Num 9:20 Und wenn's war, dass die Wolke auf der Wohnung nur etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HErrn und zogen nach dem Wort des HErrn.
Num 9:21 Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch.
Num 9:22 Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder lnger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie sich dann erhob, so zogen sie.
Num 9:23 Denn nach des HErrn Mund lagen sie, und nach des HErrn Mund zogen sie, dass sie tten, wie der HErr gebot, nach des HErrn Wort durch Mose.
Num 10:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 10:2 Mache dir zwei Drommeten von getriebenem Silber, dass du sie brauchst, die Gemeinde zu berufen und wenn das Heer aufbrechen soll.
Num 10:3 Wenn man mit beiden schlicht blst, soll sich zu dir versammeln die ganze Gemeinde vor die Tr der Htte des Stifts.
Num 10:4 Wenn man nur mit einer schlicht blst, so sollen sich zu dir versammeln die Frsten, die Obersten ber die Tausende in Israel.
Num 10:5 Wenn ihr aber drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Morgen liegen.
Num 10:6 Und wenn ihr zum andernmal drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr drommeten.
Num 10:7 Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr schlicht blasen und nicht drommeten.
Num 10:8 Es sollen aber solch Blasen mit den Drommeten die Shne Aarons, die Priester, tun; und das soll euer Recht sein ewiglich bei euren Nachkommen.
Num 10:9 Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider eure Feinde, die euch bedrngen, so sollt ihr drommeten mit den Drommeten, dass euer gedacht werde vor dem HErrn, eurem Gott, und ihr erlst werdet von euren Feinden.
Num 10:10 Desgleichen, wenn ihr frhlich seid, und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr mit den Drommeten blasen ber eure Brandopfer und Dankopfer, dass es euch sei zum Gedchtnis vor eurem Gott. Ich bin der HErr, euer Gott.
Num 10:11 Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.
Num 10:12 Und die Kinder Israel brachen auf und zogen aus der Wste Sinai, und die Wolke blieb in der Wste Pharan.
Num 10:13 Es brachen aber auf die ersten nach dem Wort des HErrn durch Mose;
Num 10:14 nmlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zog am ersten mit ihrem Heer, und ber ihr Heer war Nahesson, der Sohn Amminadabs;
Num 10:15 und ber das Heer des Stammes der Kinder Isaschar war Nathanael, der Sohn Zuars;
Num 10:16 und ber das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn Helons.
Num 10:17 Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gerson und Merari und trugen die Wohnung.
Num 10:18 Darnach zog das Panier des Lagers Rubens mit ihrem Heer, und ber ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs;
Num 10:19 und ber das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais;
Num 10:20 und Eljasaph, der Sohn Deguels, ber das Heer des Stammes der Kinder Gad.
Num 10:21 Da zogen auch die Kahathiten und trugen das Heiligtum; und jene richteten die Wohnung auf, bis diese nachkamen.
Num 10:22 Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim mit ihrem Heer, und ber ihr Heer war Elisama, der Sohn Ammihuds;
Num 10:23 und Gamliel, der Sohn Pedazurs, ber das Heer des Stammes der Kinder Manasse;
Num 10:24 und Abidan, der Sohn des Gideoni, ber das Heer des Stammes der Kinder Benjamin.
Num 10:25 Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan mit ihrem Heer; und so waren die Lager alle auf. Und Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais, war ber ihr Heer;
Num 10:26 und Pagiel, der Sohn Ochrans, ber das Heer des Stammes der Kinder Asser;
Num 10:27 und Ahira, der Sohn Enans, ber das Heer des Stammes der Kinder Naphthali.
Num 10:28 So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer.
Num 10:29 Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus Midian: Wir ziehen dahin an die Sttte, davon der HErr gesagt hat: Ich will sie euch geben; so komm nun mit uns, so wollen wir das Beste an dir tun; denn der HErr hat Israel Gutes zugesagt.
Num 10:30 Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu meiner Freundschaft ziehen.
Num 10:31 Er sprach: Verlass uns doch nicht; denn du weit, wo wir in der Wste uns lagern sollen, und sollst unser Auge sein.
Num 10:32 Und wenn du mit uns ziehst: was der HErr Gutes an uns tut, das wollen wir an dir tun.
Num 10:33 Also zogen sie von dem Berge des HErrn drei Tagereisen, und die Lade des Bundes des HErrn zog vor ihnen her die drei Tagereisen, ihnen zu weisen, wo sie ruhen sollten.
Num 10:34 Und die Wolke des Herrn war des Tages ber ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen.
Num 10:35 Und wenn die Lade zog, so sprach Mose: HErr, stehe auf! lass deine Feinde zerstreut und die dich hassen, flchtig werden vor dir!
Num 10:36 Und wenn sie ruhte, so sprach er: Komm wieder, HErr, zu der Menge der Tausende Israels!
Num 11:1 Und da sich das Volk ungeduldig machte, gefiel es bel vor den Ohren des HErrn. Und als es der HErr hrte, ergrimmte sein Zorn, und zndete das Feuer des HErrn unter ihnen an; das verzehrte die uersten Lager.
Num 11:2 Da schrie das Volk zu Mose, und Mose bat den HErrn; da verschwand das Feuer.
Num 11:3 Und man hie die Sttte Thabeera, darum dass sich unter ihnen des HErrn Feuer angezndet hatte.
Num 11:4 Das Pbelvolk aber unter ihnen war lstern geworden, und sie saen und weinten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben?
Num 11:5 Wir gedenken der Fische, die wir in gypten umsonst aen, und der Krbisse, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs.
Num 11:6 Nun aber ist unsre Seele matt; denn unsre Augen sehen nichts als das Man.
Num 11:7 Es war aber das Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion.
Num 11:8 Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mhlen und stie es in Mrsern und kochte es in Tpfen und machte sich Aschenkuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie ein lkuchen.
Num 11:9 Und wenn des Nachts der Tau ber die Lager fiel, so fiel das Man mit darauf.
Num 11:10 Da nun Mose das Volk hrte weinen unter ihren Geschlechtern, einen jeglichen in seiner Htte Tr, da ergrimmte der Zorn des HErrn sehr, und Mose ward auch bange.
Num 11:11 Und Mose sprach zu dem HErrn: Warum bekmmerst du deinen Knecht? und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?
Num 11:12 Habe ich nun all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen magst: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trgt, in das Land, das du ihren Vtern geschworen hast?
Num 11:13 Woher soll ich Fleisch nehmen, dass ich allem diesem Volk gebe? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, dass wir essen.
Num 11:14 Ich vermag alles das Volk nicht allein zu ertragen; denn es ist mir zu schwer.
Num 11:15 Und willst du also mit mir tun, so erwrge ich mich lieber, habe ich anders Gnade vor deinen Augen gefunden, dass ich nicht mein Unglck so sehen msse.
Num 11:16 Und der HErr sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Mnner unter den ltesten Israels, von denen du weit, dass sie lteste im Volk und seine Amtleute sind, und nimm sie vor die Htte des Stifts und stelle sie daselbst vor dich,
Num 11:17 so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, dass sie mit dir die Last des Volkes tragen, dass du nicht allein tragest.
Num 11:18 Und zum Volk sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, dass ihr Fleisch esset; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HErrn gekommen, die ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen? denn es ging uns wohl in gypten. Darum wird euch der HErr Fleisch geben, dass ihr esset,
Num 11:19 nicht einen Tag, nicht zwei, nicht fnf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang,
Num 11:20 sondern einen Monat lang, bis dass es euch zur Nase ausgehe und euch ein Ekel sei; darum dass ihr den HErrn verworfen habt, der unter euch ist, und vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus gypten gegangen?
Num 11:21 Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fuvolk ist es, darunter ich bin, und du sprichst Ich will euch Fleisch geben, dass ihr esset einen Monat lang!
Num 11:22 Soll man Schafe und Rinder schlachten, dass es ihnen genug sei? Oder werden sich alle Fische des Meeres herzu versammeln, dass es ihnen genug sei?
Num 11:23 Der HErr aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HErrn verkrzt? Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte knnen dir etwas gelten oder nicht.
Num 11:24 Und Mose ging heraus und sagte dem Volk des HErrn Worte und versammelte siebzig Mnner unter den ltesten des Volks und stellte sie um die Htte her.
Num 11:25 Da kam der HErr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig ltesten Mnner. Und da der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie und hrten nicht auf.
Num 11:26 Es waren aber noch zwei Mnner im Lager geblieben; der eine hie Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhte auf ihnen; denn sie waren auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Htte, und sie weissagten im Lager.
Num 11:27 Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose an und sprach: Eldad und Medad weissagen im Lager.
Num 11:28 Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, Moses Diener, den er erwhlt hatte, und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen.
Num 11:29 Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer fr mich? Wollte Gott, dass all das Volk des HErrn weissagte und der HErr seinen Geist ber sie gbe!
Num 11:30 Also sammelte sich Mose zum Lager mit den ltesten Israels.
Num 11:31 Da fuhr aus der Wind von dem HErrn und lie Wachteln kommen vom Meer und streute sie ber das Lager, hier eine Tagereise lang, da eine Tagereise lang um das Lager her, zwei Ellen hoch ber der Erde.
Num 11:32 Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen andern Tag und sammelten Wachteln; und welcher am wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homer. Uns sie hngten sie auf um das Lager her.
Num 11:33 Da aber das Fleisch noch unter ihren Zhnen war und ehe es aufgezehrt war, da ergrimmte der Zorn des HErrn unter dem Volk, und schlug sie mit einer sehr groen Plage.
Num 11:34 Daher heit diese Sttte Lustgrber, darum dass man daselbst begrub das lsterne Volk.
Num 11:35 Von den Lustgrbern aber zog das Volk aus gen Hazeroth, und sie blieben zu Hazeroth.
Num 12:1 Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen, der Mohrin, die er genommen hatte, darum dass er eine Mohrin zum Weibe genommen hatte,
Num 12:2 und sprachen: Redet denn der HErr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HErr hrte es.
Num 12:3 Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch ber alle Menschen auf Erden.
Num 12:4 Und pltzlich sprach der HErr zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht heraus, ihr drei, zu der Htte des Stifts. Und sie gingen alle drei heraus.
Num 12:5 Da kam der HErr hernieder in der Wolkensule und trat in der Htte Tr und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus.
Num 12:6 Und er sprach: Hret meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HErrn, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht oder will mit ihm reden in einem Traum.
Num 12:7 Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu ist.
Num 12:8 Mndlich rede ich mit ihm, und er sieht den HErrn in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse. Warum habt ihr euch denn nicht gefrchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden?
Num 12:9 Und der Zorn des HErrn ergrimmte ber sie, und er wandte sich weg;
Num 12:10 dazu die Wolke wich auch von der Htte. Und siehe da war Mirjam ausstzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, dass sie ausstzig ist,
Num 12:11 Und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, lass die Snde nicht auf uns bleiben, mit der wir tricht getan und uns versndigt haben,
Num 12:12 dass diese nicht sei wie ein Totes, das von seiner Mutter Leibe kommt und ist schon die Hlfte seines Fleisches gefressen.
Num 12:13 Mose aber schrie zu dem HErrn und sprach: Ach Gott, heile sie!
Num 12:14 Der HErr sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespieen htte, sollte sie sich nicht sieben Tage schmen? Lass sie verschlieen sieben Tage auerhalb des Lagers; darnach lass sie wieder aufnehmen.
Num 12:15 Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen auerhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam aufgenommen ward.
Num 12:16 Darnach zog das Volk von Hazeroth und lagerte sich in die Wste Pharan.
Num 13:1 Und der HErr redet mit Mose und sprach:
Num 13:2 Sende Mnner aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Vter einen vornehmen Mann.
Num 13:3 Mose, der sandte sie aus der Wste Pharan nach dem Wort des HErrn, die alle vornehme Mnner waren unter den Kindern Israel.
Num 13:4 Und hieen also: Sammua, der Sohn Sakkurs, des Stammes Ruben;
Num 13:5 Saphat, der Sohn Horis, des Stammes Simeon;
Num 13:6 Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda;
Num 13:7 Jigeal, der Sohn Josephs, des Stammes Isaschar;
Num 13:8 Hosea, der Sohn Nuns, des Stammes Ephraim;
Num 13:9 Palti, der Sohn Raphus, des Stammes Benjamin;
Num 13:10 Gaddiel, der Sohn Sodis, des Stammes Sebulon;
Num 13:11 Gaddi, der Sohn Susis, des Stammes Joseph von Manasse;
Num 13:12 Ammiel, der Sohn Gemallis, des Stammes Dan;
Num 13:13 Sethur, der Sohn Michaels, des Stammes Asser;
Num 13:14 Nahebi, der Sohn Vaphsis, des Stammes Naphthali;
Num 13:15 Guel, der Sohn Machis, des Stammes Gad.
Num 13:16 Das sind die Namen der Mnner, die Mose aussandte, zu erkunden das Land. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.
Num 13:17 Da sie nun Mose sandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Ziehet hinauf ins Mittagsland und geht auf das Gebirge
Num 13:18 und besehet das Land, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;
Num 13:19 und was es fr ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder bse sei; und was fr Stdte sind, darin sie wohnen, ob sie in Gezelten oder Festungen wohnen;
Num 13:20 und was es fr Land sei, ob's fett oder mager sei und ob Bume darin sind oder nicht. Seid getrost und nehmet die Frchte des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
Num 13:21 Sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wste Zin bis gen Rehob, da man gen Hamath geht.
Num 13:22 Sie gingen auch hinauf ins Mittagsland und kamen bis gen Hebron; da waren Ahiman, Sesai und Thalmai, die Kinder Enaks. Hebron aber war sieben Jahre gebaut vor Zoan in gypten.
Num 13:23 Und sie kamen bis an den Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe ab mit einer Weintraube und lieen sie zwei auf einem Stecken tragen, dazu auch Granatpfel und Feigen.
Num 13:24 Der Ort heit Bach Eskol um der Traube willen, die die Kinder Israel daselbst abschnitten.
Num 13:25 Und sie kehrten um, als sie das Land erkundet hatten, nach vierzig Tagen,
Num 13:26 gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wste Pharan gen Kades und sagten ihnen wieder und der ganzen Gemeinde, wie es stnde, und lieen sie die Frchte des Landes sehen.
Num 13:27 Und erzhlten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, dahin ihr uns sandtet, darin Milch und Honig fliet, und dies ist seine Frucht;
Num 13:28 nur, dass starkes Volk darin wohnt und sehr groe und feste Stdte sind; und wir sahen auch Enaks Kinder daselbst.
Num 13:29 So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und um den Jordan.
Num 13:30 Kaleb aber stillte das Volk gegen Mose und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir knnen es berwltigen.
Num 13:31 Aber die Mnner, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir vermgen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk; denn sie sind uns zu stark,
Num 13:32 und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein bses Geschrei unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen sind, es zu erkunden, frisst seine Einwohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von groer Lnge.
Num 13:33 Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen; und wir waren vor unsren Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch vor ihren Augen.
Num 14:1 Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das Volk weinte die Nacht.
Num 14:2 Und alle Kinder Israel murrten wider Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir in gyptenland gestorben wren oder noch strben in dieser Wste!
Num 14:3 Warum fhrt uns der HErr in dies Land, dass wir durchs Schwert fallen und unsre Weiber und unsre Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach gypten?
Num 14:4 Und einer sprach zu dem andern: Lasst uns einen Hauptmann aufwerfen und wieder nach gypten ziehen!
Num 14:5 Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.
Num 14:6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider
Num 14:7 und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das Land, das wir durchwandelt haben, es zu erkunden, ist sehr gut.
Num 14:8 Wenn der HErr uns gndig ist, so wird er uns in das Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fliet.
Num 14:9 Fallt nur nicht ab vom HErrn und frchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen; der HErr aber ist mit uns. Frchtet euch nicht vor ihnen.
Num 14:10 Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HErrn in der Htte des Stifts allen Kindern Israel.
Num 14:11 Und der HErr sprach zu Mose: Wie lange lstert mich dies Volk? und wie lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?
Num 14:12 So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zu einem greren und mchtigeren Volk machen, denn dies ist.
Num 14:13 Mose aber sprach zu dem HErrn: So werden's die gypter hren; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen gefhrt.
Num 14:14 Und man wird es sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehrt haben, dass du, HErr, unter diesem Volk seist, dass du von Angesicht gesehen werdest und deine Wolke stehe ber ihnen und du, HErr, gehest vor ihnen her in der Wolkensule des Tages und Feuersule des Nachts.
Num 14:15 Wrdest du nun dies Volk tten, wie einen Mann, so wrden die Heiden sagen, die solch Gercht von dir hren, und sprechen:
Num 14:16 Der HErr konnte mitnichten dies Volk in das Land bringen, das er ihnen geschworen hatte; darum hat er sie geschlachtet in der Wste.
Num 14:17 So lass nun die Kraft des HErrn gro werden, wie du gesagt hast und gesprochen:
Num 14:18 Der HErr ist geduldig und von groer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und bertretung und lsst niemand ungestraft sondern sucht heim die Missetat der Vter ber die Kinder ins dritte und vierte Glied.
Num 14:19 So sei nun gndig der Missetat dieses Volks nach deiner groen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus gypten bis hierher.
Num 14:20 Und der HErr sprach: Ich habe es vergeben, wie du gesagt hast.
Num 14:21 Aber so wahr als ich lebe, so soll alle Herrlichkeit des HErrn voll werden.
Num 14:22 Denn alle die Mnner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in gypten und in der Wste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,
Num 14:23 deren soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vtern geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich verlstert hat.
Num 14:24 Aber meinen Knecht Kaleb, darum dass ein anderer Geist mit ihm ist und er mir treulich nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, darein er gekommen ist, und sein Same soll es einnehmen,
Num 14:25 dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Tale wohnen. Morgen wendet euch und ziehet in die Wste auf dem Wege zum Schilfmeer.
Num 14:26 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 14:27 Wie lange murrt diese bse Gemeinde wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich gemurrt haben, gehrt.
Num 14:28 Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HErr, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.
Num 14:29 Eure Leiber sollen in dieser Wste verfallen; und alle, die ihr gezhlt seid von zwanzig Jahren und darber, die ihr wider mich gemurrt habt,
Num 14:30 sollt nicht in das Land kommen, darber ich meine Hand gehoben habe, dass ich euch darin wohnen liee, auer Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.
Num 14:31 Eure Kinder, von denen ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, dass sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerft.
Num 14:32 Aber ihr samt euren Leibern sollt in dieser Wste verfallen.
Num 14:33 Und eure Kinder sollen Hirten sein in dieser Wste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis dass eure Leiber aufgerieben werden in der Wste,
Num 14:34 Nach der Zahl der vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habt; je ein Tag soll ein Jahr gelten, dass ihr vierzig Jahre eure Missetaten tragt; auf dass ihr innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
Num 14:35 Ich, der HErr, habe es gesagt; das will ich auch tun aller dieser bsen Gemeinde, die sich wider mich emprt hat. In dieser Wste sollen sie aufgerieben werden und daselbst sterben.
Num 14:36 Also starben durch die Plage vor dem HErrn alle die Mnner, die Mose gesandt hatte, das Land zu erkunden, und wiedergekommen waren und wider ihn murren machten die ganze Gemeinde,
Num 14:37 damit dass sie dem Lande ein Geschrei machten, dass es bse wre.
Num 14:38 Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben lebendig aus den Mnnern, die gegangen waren, das Land zu erkunden.
Num 14:39 Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da trauerte das Volk sehr,
Num 14:40 und sie machten sich des Morgens frh auf und zogen auf die Hhe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen hinaufziehen an die Sttte, davon der HErr gesagt hat; denn wir haben gesndigt.
Num 14:41 Mose aber sprach: Warum bertretet ihr also das Wort des HErrn? Es wird euch nicht gelingen.
Num 14:42 Ziehet nicht hinauf, denn der HErr ist nicht unter Euch, dass ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.
Num 14:43 Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind vor euch daselbst, und ihr werdet durchs Schwert fallen, darum dass ihr euch vom HErrn gekehrt habt, und der HErr wird nicht mit euch sein.
Num 14:44 Aber sie waren strrig, hinaufzuziehen auf die Hhe des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HErrn und Mose kamen nicht aus dem Lager.
Num 14:45 Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis gen Horma.
Num 15:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 15:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde,
Num 15:3 und wollt dem HErrn Opfer tun, es sei ein Brandopfer oder ein Opfer zum besonderen Gelbde oder ein freiwilliges Opfer oder euer Festopfer, auf dass ihr dem HErrn einen sen Geruch machet von Rindern oder von Schafen:
Num 15:4 wer nun seine Gabe dem HErrn opfern will, der soll das Speisopfer tun, ein Zehntel Semmelmehl, mit einem viertel Hin l;
Num 15:5 und Wein zum Trankopfer, auch ein viertel Hin, zu dem Brandopfer oder sonst zu dem Opfer, da ein Lamm geopfert wird.
Num 15:6 Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen aus zwei Zehntel Semmelmehl, mit einem drittel Hin l gemengt,
Num 15:7 und Wein zum Trankopfer, auch ein drittel Hin; das sollst du dem HErrn zum sen Geruch opfern.
Num 15:8 Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen Gelbdeopfer oder zum Dankopfer dem HErrn machen,
Num 15:9 so sollst du zu dem Rind ein Speisopfer tun, drei Zehntel Semmelmehl, mit einem halben Hin l gemengt,
Num 15:10 und Wein zum Trankopfer, auch ein halbes Hin; das ist ein Opfer dem HErrn zum sen Geruch.
Num 15:11 Also sollst du tun mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit einem Schaf oder mit einer Ziege.
Num 15:12 Darnach die Zahl dieser Opfer ist, darnach soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer sein.
Num 15:13 Wer ein Einheimischer ist, der soll solches tun, dass er dem HErrn opfere ein Opfer zum sen Geruch.
Num 15:14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei euren Nachkommen ist, und will dem HErrn ein Opfer zum sen Geruch tun, der soll tun, wie ihr tut.
Num 15:15 Der ganzen Gemeinde sei eine Satzung, euch sowohl als den Fremdlingen; eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen, dass vor dem HErrn der Fremdling sei wie ihr.
Num 15:16 Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling sein, der bei euch wohnt.
Num 15:17 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 15:18 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, darein ich euch bringen werde,
Num 15:19 dass ihr esset von dem Brot im Lande, sollt ihr dem HErrn eine Hebe geben:
Num 15:20 als eures Teiges Erstling sollt ihr einen Kuchen zur Hebe geben; wie die Hebe von der Scheune,
Num 15:21 also sollt ihr auch dem HErrn eures Teiges Erstling zur Hebe geben bei euren Nachkommen.
Num 15:22 Und wenn ihr aus Versehen dieser Gebote irgend eins nicht tut, die der HErr zu Mose geredet hat,
Num 15:23 alles, was der HErr euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten auf eure Nachkommen;
Num 15:24 wenn nun ohne Wissen der Gemeinde etwas versehen wrde, so soll die ganze Gemeinde einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen, zum sen Geruch dem HErrn, samt seinem Speisopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock zum Sndopfer.
Num 15:25 Und der Priester soll also die ganze Gemeinde der Kinder Israel vershnen, so wird's ihnen vergeben sein; denn es ist ein Versehen. Und sie sollen bringen solch ihre Gabe zum Opfer dem HErrn und ihr Sndopfer vor dem HErrn ber ihr Versehen,
Num 15:26 so wird's vergeben der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze Volk an solchem versehen teilhat.
Num 15:27 Wenn aber eine Seele aus Versehen sndigen wird, die soll eine jhrige Ziege zum Sndopfer bringen.
Num 15:28 Und der Priester soll vershnen solche Seele, die aus Versehen gesndigt hat, vor dem HErrn, dass er sie vershne und ihr vergeben werde.
Num 15:29 Und es soll ein Gesetz sein fr die, so ein Versehen begehen, fr den Einheimischen unter den Kindern Israel und fr den Fremdling, der unter ihnen wohnt.
Num 15:30 Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, der hat den HErrn geschmht. Solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk;
Num 15:31 denn sie hat des HErrn Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren. Ja, sie soll ausgerottet werden; die Schuld sei ihr.
Num 15:32 Als nun die Kinder Israel in der Wste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage.
Num 15:33 Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.
Num 15:34 Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrckt, was man mit ihm tun sollte.
Num 15:35 Der HErr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen drauen vor dem Lager.
Num 15:36 Da fhrte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, dass er starb, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 15:37 Und der HErr sprach zu Mose:
Num 15:38 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, dass sie sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider samt allen ihren Nachkommen, und blaue Schnre auf die Quasten an die Zipfel tun;
Num 15:39 und sollen euch die Quasten dazu dienen, dass ihr sie ansehet und gedenket aller Gebote des HErrn und tut sie, dass ihr nicht von eures Herzens Dnken noch von euren Augen euch umtreiben lasset und abgttisch werdet.
Num 15:40 Darum sollt ihr gedenken und tun alle meine Gebote und heilig sein eurem Gott.
Num 15:41 Ich bin der HErr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhrt hat, dass ich euer Gott wre, ich, der HErr, euer Gott.
Num 16:1 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, samt Dathan und Abiram, den Shnen Eliabs, und On, dem Sohn Peleths, den Shnen Rubens,
Num 16:2 die emprten sich wider Mose samt etlichen Mnnern unter den Kindern Israel, zweihundertundfnfzig, Vornehmste in der Gemeinde, Ratsherren und namhafte Leute.
Num 16:3 Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel. Denn die ganze Gemeinde ist berall heilig, und der HErr ist unter ihnen; warum erhebt ihr euch ber die Gemeinde des HErrn?
Num 16:4 Da das Mose hrte, fiel er auf sein Angesicht
Num 16:5 und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HErr kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und zu ihm nahen soll; welchen er erwhlt, der soll zu ihm nahen.
Num 16:6 Das tut: nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte,
Num 16:7 und legt Feuer darein und tut Ruchwerk darauf vor dem HErrn morgen. Welchen der HErr erwhlt, der sei heilig. Ihr macht es zu viel, ihr Kinder Levi.
Num 16:8 Und Mose sprach zu Korah: Hret doch, ihr Kinder Levi!
Num 16:9 Ist's euch zu wenig, dass euch der Gott Israels ausgesondert hat von der Gemeinde Israel, dass ihr zu ihm nahen sollt, dass ihr dienet im Amt der Wohnung des HErrn und vor die Gemeinde tretet, ihr zu dienen?
Num 16:10 Er hat dich und alle deine Brder, die Kinder Levi, samt dir zu sich genommen; und ihr sucht nun auch das Priestertum?
Num 16:11 Du und deine ganze Rotte macht einen Aufruhr wider den HErrn. Was ist Aaron, dass ihr wider ihn murrt? 
Num 16:12 Und Mose schickte hin und lie Dathan und Abiram rufen, die Shne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf.
Num 16:13 Ist's zu wenig, dass du uns aus dem Lande gefhrt hast, darin Milch und Honig fliet, dass du uns ttest in der Wste? Du musst auch noch ber uns herrschen?
Num 16:14 Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fliet, und hast uns cker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreien? Wir kommen nicht hinauf.
Num 16:15 Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HErrn: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer! Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe ihrer keinem nie ein Leid getan.
Num 16:16 Und er sprach zu Korah: Du und deine Rotte sollt morgen vor dem HErrn sein; du, sie auch und Aaron.
Num 16:17 Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Ruchwerk darauf, und tretet herzu vor den HErrn, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zweihundertundfnfzig Pfannen; auch Du Aaron, ein jeglicher mit seiner Pfanne.
Num 16:18 Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer und Ruchwerk darauf; und sie traten vor die Tr der Htte des Stifts, und Mose und Aaron auch.
Num 16:19 Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde vor der Tr der Htte des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HErrn erschien vor der ganzen Gemeinde.
Num 16:20 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 16:21 Scheidet euch von dieser Gemeinde, dass ich sie pltzlich vertilge.
Num 16:22 Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches, wenn ein Mann gesndigt hat, willst du darum ber die ganze Gemeinde wten?
Num 16:23 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 16:24 Sage der Gemeinde und sprich: Weicht ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams.
Num 16:25 Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die ltesten Israels folgten ihm nach,
Num 16:26 und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weichet von den Htten dieser gottlosen Menschen und rhrt nichts an, was ihr ist, dass ihr nicht vielleicht umkommt in irgend einer ihrer Snden.
Num 16:27 Und sie gingen hinweg von der Htte Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus und traten an die Tr ihrer Htten mit ihren Weibern und Shnen und Kindern.
Num 16:28 Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, dass mich der HErr gesandt hat, dass ich alle diese Werke tte, und nicht aus meinem Herzen:
Num 16:29 werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HErr nicht gesandt;
Num 16:30 wird aber der HErr etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und verschlingt sie mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter in die Hlle fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HErrn gelstert haben.
Num 16:31 Und als er diese Worte hatte alle ausgeredet, zerriss die Erde unter ihnen
Num 16:32 und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Husern, mit allen Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe;
Num 16:33 und sie fuhren hinunter lebendig in die Hlle mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeinde.
Num 16:34 Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: dass uns die Erde nicht auch verschlinge!
Num 16:35 Dazu fuhr das Feuer aus von dem HErrn und fra die zweihundertundfnfzig Mnner, die das Ruchwerk opferten.
Num 17:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 17:2 Sage Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, dass er die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer hin und her;
Num 17:3 denn die Pfannen solcher Snder sind dem Heiligtum verfallen durch ihre Seelen. Man schlage sie zu breiten Blechen, dass man den Altar damit berziehe; denn sie sind geopfert vor dem HErrn und geheiligt und sollen den Kindern Israel zum Zeichen sein.
Num 17:4 Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die Verbrannten geopfert hatten und schlug sie zu Blechen, den Altar zu berziehen,
Num 17:5 zum Gedchtnis der Kinder Israel, dass nicht jemand Fremdes sich herzumache, der nicht ist des Samens Aarons, zu opfern Ruchwerk vor dem HErrn, auf dass es ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der HErr ihm geredet hatte durch Mose.
Num 17:6 Des andern Morgens aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron, und sprachen: Ihr habt des HErrn Volk gettet.
Num 17:7 Und da sich die Gemeinde versammelte wider Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Htte des Stifts. Und siehe, da bedeckte es die Wolke, und die Herrlichkeit des HErrn erschien.
Num 17:8 Und Mose und Aaron gingen herzu vor die Htte des Stifts.
Num 17:9 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 17:10 Hebt euch aus dieser Gemeinde; ich will sie pltzlich vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht.
Num 17:11 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer darein vom Altar und lege Ruchwerk darauf und gehe eilend zu der Gemeinde und vershne sie; denn das Wten ist von dem HErrn ausgegangen, und die Plage ist angegangen.
Num 17:12 Und Aaron nahm wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und rucherte und vershnte das Volk
Num 17:13 und stand zwischen den Toten und den Lebendigen. Da ward der Plage gewehrt.
Num 17:14 Derer aber, die an der Plage gestorben waren, waren vierzehntausend und siebenhundert, ohne die, so mit Korah starben.
Num 17:15 Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tr der Htte des Stifts, und der Plage ward gewehrt.
Num 17:16 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 17:17 Sage den Kindern Israel und nimm von ihnen zwlf Stecken, von Jeglichem Frsten seines Vaterhauses einen, und schreib eines jeglichen Namen auf seinen Stecken.
Num 17:18 Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stecken Levis. Denn je fr ein Haupt ihrer Vaterhuser soll ein Stecken sein.
Num 17:19 Und lege sie in die Htte des Stifts vor dem Zeugnis, da ich mich euch bezeuge.
Num 17:20 Und welchen ich erwhlen werde, des Stecken wird grnen, dass ich das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille.
Num 17:21 Mose redete mit den Kindern Israel, und alle ihre Frsten gaben ihm zwlf Stecken, ein jeglicher Frst einen Stecken, nach ihren Vaterhusern; und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken.
Num 17:22 Und Mose legte die Stecken vor den HErrn in der Htte des Zeugnisses.
Num 17:23 Des Morgens aber, da Mose in die Htte des Zeugnisses ging, fand er den Stecken Aarons des Hauses Levi grnen und die Blte aufgegangen und Mandeln tragen.
Num 17:24 Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem HErrn vor alle Kinder Israel, dass sie es sahen; und ein jeglicher nahm seinen Stecken.
Num 17:25 Der HErr sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das Zeugnis, dass er verwahrt werde zum Zeichen den ungehorsamen Kindern, dass ihr Murren von mir aufhre, dass sie nicht sterben.
Num 17:26 Mose tat wie ihm der HErr geboten hatte.
Num 17:27 Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.
Num 17:28 Wer sich naht zur Wohnung des HErrn, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar untergehen?
Num 18:1 Und der HErr sprach zu Aaron: Du und deine Shne und deines Vaters Haus mit dir sollt die Missetat des Heiligtums tragen; und du und deine Shne mit dir sollt die Missetat eures Priestertums tragen.
Num 18:2 Aber deine Brder des Stammes Levis, deines Vaters, sollst du zu dir nehmen, dass sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Shne mit dir vor der Htte des Zeugnisses.
Num 18:3 Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Htte warten. Doch zu dem Gert des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie nicht nahen, dass nicht beide, sie und ihr, sterbet;
Num 18:4 sondern sie sollen bei dir sein, dass sie des Dienstes warten an der Htte des Stifts in allem Amt der Htte; und kein Fremder soll sich zu euch tun.
Num 18:5 So wartet nun des Dienstes des Heiligtums und des Dienstes des Altars, dass hinfort nicht mehr ein Wten komme ber die Kinder Israel.
Num 18:6 Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brder, genommen aus den Kindern Israel, dem HErrn zum Geschenk, und euch gegeben, dass sie des Amts pflegen an der Htte des Stifts.
Num 18:7 Du aber und deine Shne mit dir sollt eures Priestertums warten, dass ihr dienet in allerlei Geschft des Altars und inwendig hinter dem Vorhang; denn euer Priestertum gebe ich euch zum Amt, zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
Num 18:8 Und der HErr sagte zu Aaron: Siehe, ich habe dir gegeben meine Hebopfer von allem, was die Kinder Israel heiligen, als Gebhr dir und deinen Shnen zum ewigen Recht.
Num 18:9 Das sollst du haben von dem Hochheiligen: Was nicht angezndet wird von allen ihren Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Sndopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir geben, das soll dir und deinen Shnen ein Hochheiliges sein.
Num 18:10 An einem heiligen Ort sollst du es essen. Was mnnlich ist, soll davon essen; denn es soll dir heilig sein.
Num 18:11 Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder Israel dir gegeben und deinen Shnen und Tchtern samt dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
Num 18:12 Alles beste l und alles Beste vom Most und Korn, nmlich ihre Erstlinge, die sie dem HErrn geben, habe ich dir gegeben.
Num 18:13 Die erste Frucht, die sie dem HErrn bringen von allem, was in ihrem Lande ist, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
Num 18:14 Alles Verbannte in Israel soll dein sein.
Num 18:15 Alles, was die Mutter bricht unter allem Fleisch, das sie dem HErrn bringen, es sei ein Mensch oder Vieh, soll dein sein; doch dass du die erste Menschenfrucht lsen lassest und die erste Frucht eines unreinen Viehs auch lsen lassest.
Num 18:16 Sie sollen's aber lsen, wenn's einen Monat alt ist; und sollst es zu lsen geben um Geld, um fnf Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, das hat zwanzig Gera.
Num 18:17 Aber die erste Frucht eines Rindes oder Schafes oder einer Ziege sollst du nicht zu lsen geben, denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen auf den Altar, und ihr Fett sollst du anznden zum Opfer des sen Geruchs dem HErrn.
Num 18:18 Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte Schulter dein ist.
Num 18:19 Alle Hebeopfer, die die Kinder Israel heiligen dem HErrn, habe ich dir gegeben und deinen Shnen und deinen Tchtern samt dir zum ewigen Recht. Das soll ein unverweslicher Bund sein ewig vor dem HErrn, dir und deinem Samen samt dir.
Num 18:20 Und der HErr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und dein Erbgut unter den Kindern Israel.
Num 18:21 Den Kindern Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut fr ihr Amt, das sie mir tun an der Htte des Stifts.
Num 18:22 dass hinfort die Kinder Israel nicht zur Htte des Stifts sich tun, Snde auf sich zu laden, und sterben;
Num 18:23 sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Htte des Stifts, und sie sollen jener Missetat tragen zu ewigem Recht bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen;
Num 18:24 Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HErrn heben, habe ich den Leviten zum Erbgut gegeben. Darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen.
Num 18:25 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 18:26 Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu eurem Erbgut, so sollt ihr davon ein Hebeopfer dem HErrn tun, je den Zehnten von dem Zehnten;
Num 18:27 und sollt solch euer Hebeopfer achten, als gbet ihr Korn aus der Scheune und Flle aus der Kelter.
Num 18:28 Also sollt auch ihr das Hebeopfer dem HErrn geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Kindern Israel, dass ihr solches Hebopfer des HErrn dem Priester Aaron gebet.
Num 18:29 Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HErrn allerlei Hebopfer geben, von allem Besten das, was davon geheiligt wird.
Num 18:30 Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebt, so soll's den Leviten gerechnet werden wie ein Einkommen der Scheune und wie ein Einkommen der Kelter.
Num 18:31 Ihr mget's essen an allen Sttten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn fr euer Amt in der Htte des Stifts.
Num 18:32 So werdet ihr nicht Snde auf euch laden an demselben, wenn ihr das Beste davon hebt, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder Israel und nicht sterben.
Num 19:1 Und der HErr redete mit Mose und Aaron und sprach:
Num 19:2 Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der HErr geboten hat und gesagt: Sage den Kindern Israel, dass sie zu dir fhren ein rtliche Kuh ohne Gebrechen, an der kein Fehl sei und auf die noch nie ein Joch gekommen ist.
Num 19:3 Und gebt sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager fhren und daselbst vor ihm schlachten lassen.
Num 19:4 Und Eleasar, der Priester, soll von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und stracks gegen die Htte des Stifts siebenmal sprengen
Num 19:5 und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beides, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.
Num 19:6 Und der Priester soll Zedernholz und Isop und scharlachrote Wolle nehmen und auf die brennende Kuh werfen
Num 19:7 und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und darnach ins Lager gehen und unrein sein bis an den Abend.
Num 19:8 Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib in Wasser baden und unrein sein bis an den Abend.
Num 19:9 Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen und sie schtten drauen vor dem Lager an eine reine Sttte, dass sie daselbst verwahrt werde fr die Gemeinde der Kinder Israel zum Sprengwasser; denn es ist ein Sndopfer.
Num 19:10 Und derselbe, der die Asche der Kuh aufgerafft hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend. Dies soll ein ewiges Recht sein den Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter euch wohnen.
Num 19:11 Wer nun irgend einen toten Menschen anrhrt, der wird sieben Tage unrein sein.
Num 19:12 Der soll sich hiermit entsndigen am dritten Tage und am siebenten Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsndigt, so wird er nicht rein werden.
Num 19:13 Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anrhrt und sich nicht entsndigen wollte, der verunreinigt die Wohnung des HErrn, und solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum dass das Sprengwasser nicht ber ihn gesprengt ist, so ist er unrein; seine Unreinigkeit bleibt an ihm.
Num 19:14 Das ist das Gesetz: Wenn ein Mensch in der Htte stirbt, soll jeder, der in die Htte geht und wer in der Htte ist, unrein sein sieben Tage.
Num 19:15 Und alles offene Gert, das keinen Deckel noch Band hat, ist unrein.
Num 19:16 Auch wer anrhrt auf dem Felde einen, der erschlagen ist mit dem Schwert, oder einen Toten oder eines Menschen Gebein oder ein Grab, der ist unrein sieben Tage.
Num 19:17 So sollen sie nun fr den Unreinen nehmen Asche von diesem verbrannten Sndopfer und flieendes Wasser darauf tun in ein Gef.
Num 19:18 Und ein reiner Mann soll Isop nehmen und ins Wasser tauchen und die Htte besprengen und alle Gerte und alle Seelen, die darin sind; also auch den, der eines Toten Gebein oder einen Erschlagenen oder Toten oder ein Grab angerhrt hat.
Num 19:19 Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage entsndigen; und er soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden, so wird er am Abend rein.
Num 19:20 Welcher aber unrein sein wird und sich nicht entsndigen will, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde; denn er hat das Heiligtum des HErrn verunreinigt und ist mit Sprengwasser nicht besprengt; darum ist er unrein.
Num 19:21 Und dies soll ihnen ein ewiges Recht sein. Und der auch, der mit dem Sprengwasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen; und wer das Sprengwasser anrhrt, der soll unrein sein bis an den Abend.
Num 19:22 Und alles, was der Unreine anrhrt, wird unrein werden; und welche Seele ihn anrhren wird, soll unrein sein bis an den Abend.
Num 20:1 Und die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeinde in die Wste Zin im ersten Monat, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst und ward daselbst begraben.
Num 20:2 Und die Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich wider Mose und Aaron.
Num 20:3 Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, dass wir umgekommen wren, da unsre Brder umkamen vor dem HErrn!
Num 20:4 Warum habt ihr die Gemeinde des HErrn in diese Wste gebracht, dass wir hier sterben mit unsrem Vieh?
Num 20:5 Und warum habt ihr uns aus gypten gefhrt an diesen bsen Ort, da man nicht sen kann, da weder Feigen noch Weinstcke noch Granatpfel sind und dazu kein Wasser zu trinken?
Num 20:6 Mose und Aaron gingen vor der Gemeinde zur Tr der Htte des Stifts und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HErrn erschien ihnen.
Num 20:7 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 20:8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet mit dem Fels vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. Also sollst du ihnen Wasser aus dem Fels bringen und die Gemeinde trnken und ihr Vieh.
Num 20:9 Da nahm Mose den Stab vor dem HErrn, wie er ihm geboten hatte.
Num 20:10 Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor den Fels, und er sprach zu ihnen: Hret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch Wasser bringen aus jenem Fels?
Num 20:11 Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Fels mit dem Stab zweimal. Da ging viel Wasser heraus, dass die Gemeinde trank und ihr Vieh.
Num 20:12 Der HErr aber sprach zu Mose und Aaron: Darum dass ihr nicht an mich geglaubt habt, mich zu heiligen vor den Kindern Israel, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde.
Num 20:13 Das ist das Haderwasser, darber die Kinder Israel mit dem HErrn haderten und er geheiligt ward an ihnen.
Num 20:14 Und Mose sandte Botschaft aus Kades zu dem Knig der Edomiter: Also lsst dir dein Bruder Israel sagen: Du weit alle die Mhsal, die uns betroffen hat,
Num 20:15 dass unsre Vter nach gypten hinabgezogen sind und wir lange Zeit in gypten gewohnt haben, und die gypter behandelten uns und unsre Vter bel.
Num 20:16 Und wir schrieen zu dem HErrn; der hat unsre Stimme erhrt und einen Engel gesandt und uns aus gypten gefhrt. Und siehe, wir sind zu Kades, in der Stadt an deinen Grenzen.
Num 20:17 Lass uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch cker noch Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die Landstrae wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch deine Grenze kommen.
Num 20:18 Edom aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht durch mich ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegenziehen.
Num 20:19 Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Strae ziehen, und so wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir's bezahlen; wir wollen nichts denn nur zu Fue hindurchziehen.
Num 20:20 Er aber sprach: Du sollst nicht herdurchziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit mchtigem Volk und starker Hand.
Num 20:21 Also weigerten sich die Edomiter, Israel zu vergnnen, durch ihr Gebiet zu ziehen. Und Israel wich von ihnen.
Num 20:22 Und die Kinder Israel brachen auf von Kades und kamen mit der ganzen Gemeinde an den Berg Hor.
Num 20:23 Und der HErr redete mit Mose und Aaron am Berge Hor, an den Grenzen des Landes der Edomiter, und sprach:
Num 20:24 Lass sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum dass ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.
Num 20:25 Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und fhre sie auf den Berg Hor
Num 20:26 und zieh Aaron seine Kleider aus und ziehe sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben.
Num 20:27 Da tat Mose, wie ihm der HErr geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor der ganzen Gemeinde.
Num 20:28 Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie Eleasar an, seinem Sohne.
Num 20:29 Und Aaron starb daselbst oben auf dem Berge. Mose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge.
Num 21:1 Und da die Kanaaniter, der Knig von Arad, der gegen Mittag wohnte, hrte, dass Israel hereinkommt durch den Weg der Kundschafter, stritt er wider Israel und fhrte etliche gefangen.
Num 21:2 Da gelobte Israel dem HErrn ein Gelbde und sprach: Wenn du dies Volk unter Meine Hand gibst, so will ich ihre Stdte verbannen.
Num 21:3 Und der HErr erhrte die Stimme Israels und gab die Kanaaniter, und sie verbannten sie samt ihren Stdten und hieen die Sttte Horma.
Num 21:4 Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, dass sie um der Edomiter Land hinzgen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege
Num 21:5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus gypten gefhrt, dass wir sterben in der Wste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser mageren Speise.
Num 21:6 Da sandte der HErr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viel Volks in Israel starb.
Num 21:7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesndigt, dass wir wider dich geredet haben; bitte den HErrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Mose bat fr das Volk.
Num 21:8 Da sprach der HErr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
Num 21:9 Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange bi, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.
Num 21:10 Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth.
Num 21:11 Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Wste Moab, gegenber gegen der Sonne Aufgang.
Num 21:12 Und von da zogen sie und lagerten sich am Bach Sered.
Num 21:13 Von da zogen sie und lagerten sich diesseits am Arnon, der in der Wste ist und herauskommt von der Grenze der Amoriter; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.
Num 21:14 Daher heit es in dem Buch von den Kriegen des HErrn: Das Vaheb in Supha und die Bche Arnon
Num 21:15 und die Quelle der Bche, welche reicht hinan bis zur Stadt Ar und lenkt sich und ist die Grenze Moabs.
Num 21:16 Und von da zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon der HErr zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.
Num 21:17 Da sang Israel das Lied: Brunnen, steige auf! Singet von ihm!
Num 21:18 Das ist der Brunnen, den die Frsten gegraben haben; die Edlen im Volk haben ihn gegraben mit dem Zepter, mit ihren Stben. Und von dieser Wste zogen sie gen Matthana;
Num 21:19 und von Matthana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth;
Num 21:20 und von Bamoth in das Tal, das im Felde Moabs liegt, zu dem hohen Berge Pisgas, der gegen die Wste sieht.
Num 21:21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Knig der Amoriter, und lie ihm sagen:
Num 21:22 Lass mich durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht weichen in die cker noch in die Weingrten, wollen auch Brunnenwasser nicht trinken; die Landstrae wollen wir ziehen, bis wir durch deine Grenze kommen.
Num 21:23 Aber Sihon gestattete den Kindern Israel nicht den Zug durch sein Gebiet, sondern sammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen in die Wste; und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel.
Num 21:24 Israel aber schlug ihn mit der Schrfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon; denn die Grenzen der Kinder Ammon waren fest.
Num 21:25 Also nahm Israel alle diese Stdte und wohnte in allen Stdten der Amoriter, zu Hesbon und in allen seinen Ortschaften.
Num 21:26 Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Knigs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem Knig der Moabiter gestritten und ihm all sein Land abgewonnen bis zum Arnon.
Num 21:27 Daher sagt man im Lied: Kommt gen Hesbon, dass man die Stadt Sihons baue und aufrichte;
Num 21:28 denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihons, die hat gefressen Ar der Moabiter und die Brger der Hhen am Arnon.
Num 21:29 Weh dir, Moab! Du Volk des Kamos bist verloren; man hat seine Shne in die Flucht geschlagen und seine Tchter gefangen gefhrt Sihon, dem Knig der Amoriter.
Num 21:30 Ihre Herrlichkeit ist zunichte worden von Hesbon bis gen Dibon; sie ist verstrt bis gen Nophah, die da langt bis gen Medeba.
Num 21:31 Also wohnte Israel im Lande der Amoriter.
Num 21:32 Und Mose sandte aus Kundschafter gen Jaser, und sie gewannen seine Ortschaften und nahmen die Amoriter ein, die darin waren,
Num 21:33 und wandten sich und zogen hinauf den Weg nach Basan. Da zog aus, ihnen entgegen, Og, der Knig von Basan, mit allem seinem Volk, zu streiten in Edrei.
Num 21:34 Und der HErr sprach zu Mose: Frchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Knig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.
Num 21:35 Und sie schlugen ihn und seine Shne und all sein Volk, bis dass keiner brigblieb, und nahmen das Land ein.
Num 22:1 Darnach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab jenseit des Jordans, gegenber Jericho.
Num 22:2 Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern;
Num 22:3 und die Moabiter frchteten sich sehr vor dem Volk, das so gro war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel;
Num 22:4 und sie sprachen zu den ltesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit Knig der Moabiter.
Num 22:5 Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der wohnte an dem Strom im Lande der Kinder seines Volks, dass sie ihn forderten, und lie ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus gypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt mir gegenber.
Num 22:6 So komm nun und verfluche mir das Volk (denn es ist mir zu mchtig), ob ich's schlagen mchte und aus dem Lande vertreiben; denn ich wei, dass, welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchst, der ist verflucht.
Num 22:7 Und die ltesten der Moabiter gingen hin mit den ltesten der Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagers in ihren Hnden und kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.
Num 22:8 Und er sprach zu ihnen: Bleibt hier ber Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HErr sagen wird. Also blieben die Frsten der Moabiter bei Bileam.
Num 22:9 Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind?
Num 22:10 Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Knig, hat zu mir gesandt:
Num 22:11 Siehe, ein Volk ist aus gypten gezogen und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten mge und sie vertreiben.
Num 22:12 Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet.
Num 22:13 Da stand Bileam des Morgens auf und sprach zu den Frsten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der HErr will's nicht gestatten, dass ich mit euch ziehe.
Num 22:14 Und die Frsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen.
Num 22:15 Da sandte Balak noch grere und herrlichere Frsten, denn jene waren.
Num 22:16 Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lsst dir sagen Balak, der Sohn Zippors: Wehre dich doch nicht, zu mir zu ziehen;
Num 22:17 denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagst, das will ich tun; komm doch und fluche mir diesem Volk.
Num 22:18 Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gbe, so knnte ich doch nicht bertreten das Wort des HErrn, meines Gottes, Kleines oder Groes zu tun.
Num 22:19 So bleibt doch nur hier auch ihr diese Nacht, dass ich erfahre, was der HErr weiter mit mir reden werde.
Num 22:20 Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Mnner gekommen, dich zu rufen, so mache dich auf und zieh mit ihnen; doch was ich dir sagen werde, das sollst du tun.
Num 22:21 Da stand Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Frsten der Moabiter.
Num 22:22 Aber der Zorn Gottes ergrimmte, dass er hinzog. Und der Engel des HErrn trat ihm in den Weg, dass er ihm widerstnde. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm.
Num 22:23 Und die Eselin sah den Engel des HErrn im Wege stehen und ein bloes Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, dass sie in den Weg sollte gehen.
Num 22:24 Da trat der Engel des HErrn in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Wnde waren.
Num 22:25 Und da die Eselin den Engel des HErrn sah, drngte sie sich an die Wand und klemmte Bileam den Fu an der Wand; und er schlug sie noch mehr.
Num 22:26 Da ging der Engel des HErrn weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken.
Num 22:27 Und da die Eselin den Engel des HErrn sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.
Num 22:28 Da tat der HErr der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich geschlagen hast nun dreimal?
Num 22:29 Bileam sprach zur Eselin: dass du mich hhnest! ach, dass ich jetzt ein Schwert in der Hand htte, ich wollte dich erwrgen!
Num 22:30 Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten bist zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein.
Num 22:31 Da ffnete der HErr dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HErrn sah im Wege stehen und ein bloes Schwert in seiner Hand, und er neigte und bckte sich mit seinem Angesicht.
Num 22:32 Und der Engel des HErrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, dass ich dir widerstehe; denn dein Weg ist vor mir verkehrt.
Num 22:33 Und die Eselin hat mich gesehen und ist dreimal ausgewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen wre, so wollte ich dich auch jetzt erwrgt und die Eselin lebendig erhalten haben.
Num 22:34 Da sprach Bileam zu dem Engel des HErrn: Ich habe gesndigt; denn ich habe es nicht gewusst, dass du mir entgegenstandest im Wege. Und nun, so dir's nicht gefllt, will ich wieder umkehren.
Num 22:35 Der Engel des HErrn sprach zu ihm: Zieh hin mit den Mnnern; aber nichts anderes, denn was ich dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Frsten Balaks.
Num 22:36 Da Balak hrte, dass Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze des Arnon, welcher ist an der uersten Grenze,
Num 22:37 und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Meinst du ich knnte dich nicht ehren?
Num 22:38 Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin gekommen zu dir; aber wie kann ich etwas anderes reden, als was mir Gott in den Mund gibt? Das muss ich reden.
Num 22:39 Also zog Bileam mit Balak, und sie kamen in die Gassenstadt.
Num 22:40 Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte davon an Bileam und an die Frsten, die bei ihm waren.
Num 22:41 Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fhrte ihn hin auf die Hhe Baals, dass er von da sehen konnte das Ende des Volks.
Num 23:1 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altre und schaffe mir her sieben Farren und sieben Widder.
Num 23:2 Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam, opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
Num 23:3 Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer; ich will hingehen, ob vielleicht mir der HErr begegne, dass ich dir ansage, was er mir zeigt. Und ging hin eilend.
Num 23:4 Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altre habe ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder geopfert.
Num 23:5 Der HErr aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.
Num 23:6 Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei dem Brandopfer samt allen Frsten der Moabiter.
Num 23:7 Da hob er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der Moabiter Knig, holen lassen von dem Gebirge gegen Aufgang: Komm, verfluche mir Jakob! komm schilt Israel!
Num 23:8 Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich schelten, den der HErr nicht schilt?
Num 23:9 Denn von der Hhe der Felsen sehe ich ihn wohl, und von den Hgeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter die Heiden gerechnet werden.
Num 23:10 Wer kann zhlen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils Israels? Meine Seele msse sterben des Todes der Gerechten, und mein Ende werde wie dieser Ende!
Num 23:11 Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest.
Num 23:12 Er antwortete und sprach: Muss ich das nicht halten und reden, was mir der HErr in den Mund gibt?
Num 23:13 Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von wo du nur sein Ende sehest und es nicht ganz sehest, und fluche mir ihm daselbst.
Num 23:14 Und er fhrte ihn auf einen freien Platz auf der Hhe Pisga und baute sieben Altre und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
Num 23:15 Und (Bileam) sprach zu Balak: Tritt her zu deinem Brandopfer; ich will dort warten.
Num 23:16 Und der HErr begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.
Num 23:17 Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt den Frsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der HErr gesagt?
Num 23:18 Und er hob an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hre! nimm zu Ohren was ich sage, du Sohn Zippors!
Num 23:19 Gott ist nicht ein Mensch, dass er lge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
Num 23:20 Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; er segnet, und ich kann's nicht wenden.
Num 23:21 Man sieht keine Mhe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der HErr, sein Gott, ist bei ihm und das Drommeten des Knigs unter ihm.
Num 23:22 Gott hat sie aus gypten gefhrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns.
Num 23:23 Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel. Zu seiner Zeit wird Jakob gesagt und Israel, was Gott tut.
Num 23:24 Siehe, das Volk wird aufstehen, wie ein junger Lwe und wird sich erheben wie ein Lwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse und das Blut der Erschlagenen saufe.
Num 23:25 Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch es segnen.
Num 23:26 Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt, alles, was der HErr reden wrde, das wrde ich tun?
Num 23:27 Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen Ort fhren, ob's vielleicht Gott gefalle, dass du daselbst mir sie verfluchst.
Num 23:28 Und er fhrte ihn auf die Hhe des Berges Peor, welcher gegen die Wste sieht.
Num 23:29 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altre und schaffe mir sieben Farren und sieben Widder.
Num 23:30 Balak tat, wie ihm Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
Num 24:1 Da nun Bileam sah, dass es dem HErrn gefiel, dass er Israel segnete, ging er nicht aus, wie vormals, nach Zauberei, sondern richtete sein Angesicht stracks zu der Wste,
Num 24:2 hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagen nach ihren Stmmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn,
Num 24:3 und er hob an seinen Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geffnet sind,
Num 24:4 es sagt der Hrer gttlicher Rede, der des Allmchtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geffnet werden, wenn er niederkniet:
Num 24:5 Wie fein sind deine Htten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!
Num 24:6 Wie die Tler, die sich ausbreiten, wie die Grten an den Wassern, wie die Aloebume, die der HErr pflanzt, wie die Zedern an den Wassern.
Num 24:7 Es wird Wasser aus seinem Eimer flieen, und sein Same wird ein groes Wasser werden; sein Knig wird hher werden denn Agag, und sein Reich wird sich erheben.
Num 24:8 Gott hat ihn aus gypten gefhrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.
Num 24:9 Er hat sich niedergelegt wie ein Lwe und wie ein junger Lwe; wer will sich gegen ihn auflehnen? Gesegnet sei, der dich segnet, und verflucht, der dir flucht! 
Num 24:10 Da ergrimmte Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Hnde zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, dass du meinen Feinden fluchen solltest; und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.
Num 24:11 Und nun hebe dich an deinen Ort! Ich gedachte, ich wollte dich ehren; aber der HErr hat dir die Ehre verwehrt.
Num 24:12 Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest, und gesprochen:
Num 24:13 Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gbe, so knnte ich doch an des HErrn Wort nicht vorber, Bses oder Gutes zu tun nach meinem Herzen; sondern was der HErr reden wrde, das wrde ich auch reden?
Num 24:14 Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir verkndigen, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.
Num 24:15 Und er hob an seinen Spruch und sprach: es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geffnet sind,
Num 24:16 es sagt der Hrer gttlicher Rede und der die Erkenntnis hat des Hchsten, der die Offenbarung des Allmchtigen sieht und dem die Augen geffnet werden, wenn er niederkniet.
Num 24:17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn aber nicht von nahe. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Frsten der Moabiter und verstren alle Kinder des Getmmels.
Num 24:18 Edom wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen sein; Israel aber wird den Sieg haben.
Num 24:19 Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was brig ist von den Stdten.
Num 24:20 Und da er sah die Amalekiter, hob er an seinen Spruch und sprach: Amalek, die Ersten unter den Heiden; aber zuletzt wirst du gar umkommen.
Num 24:21 Und da er die Keniter sah, hob er an seinen Spruch und sprach: Fest ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Felsen gelegt.
Num 24:22 Aber, o Kain, du wirst verbrannt werden, wenn Assur dich gefangen wegfhren wird.
Num 24:23 Und er hob abermals an seinen Spruch und sprach: Ach, wer wird leben, wenn Gott solches tun wird?
Num 24:24 Und Schiffe aus Chittim werden verderben den Assur und Eber; er aber wird auch umkommen.
Num 24:25 Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder an seinen Ort, und Balak zog seinen Weg.
Num 25:1 Und Israel wohnte in Sittim. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Tchtern,
Num 25:2 welche luden das Volk zum Opfer ihrer Gtter. Und das Volk a und betete ihre Gtter an.
Num 25:3 Und Israel hngte sich an den Baal-Peor. Da ergrimmte des HErrn Zorn ber Israel,
Num 25:4 und er sprach zu Mose: nimm alle Obersten des Volks und hnge sie dem HErrn auf an der Sonne, auf dass der grimmige Zorn des HErrn von Israel gewandt werde.
Num 25:5 Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwrge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehngt haben.
Num 25:6 Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brder eine Midianitin vor den Augen Moses und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor der Tr der Htte des Stifts.
Num 25:7 Da das sah Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spie in seine Hand
Num 25:8 und ging dem israelitischen Mann nach hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hrte die Plage auf von den Kindern Israel.
Num 25:9 Und es wurden gettet in der Plage vierundzwanzigtausend.
Num 25:10 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 25:11 Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgte.
Num 25:12 Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;
Num 25:13 und er soll haben und sein Same nach ihm den Bund eines ewigen Priestertums, darum dass er fr seinen Gott geeifert und die Kinder Israel vershnt hat.
Num 25:14 Der israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der Midianitin, hie Simri, der Sohn Salus, der Frst eines Vaterhauses der Simeoniter.
Num 25:15 Das midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hie Kosbi, eine Tochter Zurs, der ein Frst war seines Geschlechts unter den Midianitern.
Num 25:16 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 25:17 Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie;
Num 25:18 denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie wider euch gebt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter des Frsten der Midianiter, die erschlagen ist am Tag der Plage um des Peor willen.
Num 26:1 Und es geschah, nach der Plage sprach der HErr zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron:
Num 26:2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darber, nach ihren Vaterhusern, alle, die ins Heer zu ziehen taugen in Israel.
Num 26:3 Und Mose redete mit ihnen samt Eleasar, dem Priester, in dem Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenber Jericho,
Num 26:4 die zwanzig Jahre alt waren und darber, wie der HErr dem Mose geboten hatte und den Kindern Israel, die aus gypten gezogen waren.
Num 26:5 Ruben, der Erstgeborene Israels. Die Kinder Rubens aber waren: Henoch, von dem das Geschlecht der Henochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht der Palluiter kommt;
Num 26:6 Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Charmi, von dem das Geschlecht der Charmiter kommt.
Num 26:7 Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war dreiundvierzigtausend siebenhundertdreiig.
Num 26:8 Aber die Kinder Pallus waren: Eliab.
Num 26:9 Und die Kinder Eliabs waren: Nemuel und Dathan und Abiram, die Vornehmen in der Gemeinde, die sich wider Mose und Aaron auflehnten in der Rotte Korahs, die sich wider den HErrn auflehnten
Num 26:10 und die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit Korah, da die Rotte starb, da das Feuer zweihundertfnfzig Mnner fra und sie ein Zeichen wurden.
Num 26:11 Aber die Kinder Korahs starben nicht.
Num 26:12 Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher kommt das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt;
Num 26:13 Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt; Saul, daher das Geschlecht der Sauliter kommt.
Num 26:14 Das sind die Geschlechter Simeon, zweiundzwanzigtausend und zweihundert.
Num 26:15 Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das Geschlecht der Ziphoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt;
Num 26:16 Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das Geschlecht der Eriter kommt;
Num 26:17 Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das Geschlecht der Arieliter kommt.
Num 26:18 Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl vierzigtausend und fnfhundert
Num 26:19 Die Kinder Judas: Ger und Onan, welche beide starben im Lande Kanaan.
Num 26:20 Es waren aber die Kinder Judas in ihren Geschlechtern: Sela, daher das Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt.
Num 26:21 Aber die Kinder des Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt.
Num 26:22 Das sind die Geschlechter Judas, an ihrer Zahl sechsundsiebzigtausend und fnfhundert.
Num 26:23 Die Kinder Isaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher das Geschlecht der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der Phuvaniter kommt;
Num 26:24 Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter kommt; Simron, daher das Geschlecht der Simroniter kommt.
Num 26:25 Das sind die Geschlechter Isaschars, an der Zahl vierundsechzigtausend und dreihundert.
Num 26:26 Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt; Jahleel, daher das Geschlecht der Jahleeliter kommt.
Num 26:27 Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzigtausend und fnfhundert.
Num 26:28 Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim.
Num 26:29 Die Kinder aber Manasses waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter; Machir aber zeugte Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer.
Num 26:30 Dies sind aber die Kinder Gileads: Hieser, daher kommt das Geschlecht der Hieseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter;
Num 26:31 Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichem, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter;
Num 26:32 Semida, daher kommt das Geschlecht der Semiditer; Hepher, daher kommt das Geschlecht der Hepheriter.
Num 26:33 Zelophehad aber war Hephers Sohn und hatte keine Shne sondern Tchter; die hieen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza.
Num 26:34 Das sind die Geschlechter Manasses, an ihrer Zahl zweiundfnfzigtausend und siebenhundert.
Num 26:35 Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher kommt das Geschlecht der Suthelahiter; Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der Thahaniter.
Num 26:36 Die Kinder Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter.
Num 26:37 Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl zweiunddreiigtausend und fnfhundert. Das sind die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern.
Num 26:38 Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher kommt das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher kommt das Geschlecht der Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter;
Num 26:39 Supham, daher kommt das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher kommt das Geschlecht der Huphamiter.
Num 26:40 Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naemaniter.
Num 26:41 Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl fnfundvierzigtausend und sechshundert.
Num 26:42 Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt das Geschlecht der Suhamiter
Num 26:43 Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, allesamt an der Zahl vierundsechzigtausend und vierhundert.
Num 26:44 Die Kinder Asser in ihren Geschlechtern waren: Jimna, daher kommt das Geschlecht der Jimniter; Jiswi, daher kommt das Geschlecht der Jiswiter; Beria, daher kommt das Geschlecht der Beriiter.
Num 26:45 Aber die Kinder Berias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der Hebriter; Melchiel, daher kommt das Geschlecht der Melchieliter.
Num 26:46 Und die Tochter Assers hie Sarah.
Num 26:47 Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, an ihrer Zahl dreiundfnfzigtausend und vierhundert.
Num 26:48 Die Kinder Naphthalis in ihren Geschlechtern waren: Jahzeel, daher kommt das Geschlecht der Jahzeeliter; Guni, daher kommt das Geschlecht der Guniter;
Num 26:49 Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher kommt das Geschlecht der Sillemiter.
Num 26:50 Das sind die Geschlechter von Naphthali, an ihrer Zahl fnfundvierzigtausend und vierhundert.
Num 26:51 Das ist die Summe der Kinder Israel sechsmal hunderttausend eintausend siebenhundertdreiig.
Num 26:52 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 26:53 Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen.
Num 26:54 Vielen sollst du viel zum Erbe geben, und wenigen wenig; jeglichen soll man geben nach ihrer Zahl.
Num 26:55 Doch man soll das Land durchs Los teilen; nach dem Namen der Stmme ihrer Vter sollen sie Erbe nehmen.
Num 26:56 Denn nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und den wenigen.
Num 26:57 Und das ist die Summe der Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson, daher kommt das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher kommt das Geschlecht der Kahathiter; Merari, daher das Geschlecht der Merariter.
Num 26:58 Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath zeugte Amram.
Num 26:59 Und Amrams Weib hie Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren ward in gypten; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam.
Num 26:60 Dem Aaron aber ward geboren: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
Num 26:61 Nadab aber und Abihu starben, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HErrn.
Num 26:62 Und ihre Summe war dreiundzwanzigtausend, alles Mannsbilder, von einem Monat und darber. Denn sie wurden nicht gezhlt unter die Kinder Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel.
Num 26:63 Das ist die Summe der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der Priester, zhlten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenber Jericho;
Num 26:64 unter welchen war keiner aus der Summe, da Mose und Aaron, der Priester, die Kinder Israel zhlten in der Wste Sinai.
Num 26:65 Denn der HErr hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wste. Und blieb keiner brig als Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
Num 27:1 Und die Tchter Zelophehads, des Sohnes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, unter den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza, kamen herzu
Num 27:2 und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Frsten und die ganze Gemeinde vor der Tr der Htte des Stifts und sprachen:
Num 27:3 Unser Vater ist gestorben in der Wste und war nicht mit unter der Gemeinde, die sich wider den HErrn emprte in der Rotte Korahs, sondern ist an seiner Snde gestorben, und hatte keine Shne.
Num 27:4 Warum soll denn unsres Vaters Name unter seinem Geschlecht untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns auch ein Gut unter unsres Vaters Brdern!
Num 27:5 Mose brachte ihre Sache vor den HErrn.
Num 27:6 Und der HErr sprach zu ihm:
Num 27:7 Die Tchter Zelophehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Brdern geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden.
Num 27:8 Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Shne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden.
Num 27:9 Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brdern geben.
Num 27:10 Hat er keine Brder, sollt ihr's seines Vaters Brdern geben.
Num 27:11 Hat er nicht Vatersbrder, sollt ihr's seinen nchsten Blutsfreunden geben, die ihm angehren in seinem Geschlecht, dass sie es einnehmen. Das soll den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der HErr dem Mose geboten hat.
Num 27:12 Und der HErr sprach zu Mose: Steig auf dies Gebirge Abarim und besiehe das Land, das ich den Kindern Israel gebe werde.
Num 27:13 Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, wie dein Bruder Aaron versammelt ist,
Num 27:14 dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wste Zin bei dem Hader der Gemeinde, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wste Zin.
Num 27:15 Und Mose redete mit dem HErrn und sprach:
Num 27:16 Der HErr, der Gott der Geister alles Fleisches, wolle einen Mann setzen ber die Gemeinde,
Num 27:17 der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein fhre, dass die Gemeinde des HErrn nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.
Num 27:18 Und der HErr sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hnde auf ihn
Num 27:19 und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde und gebiete ihm vor ihren Augen,
Num 27:20 und lege von deiner Herrlichkeit auf ihn, dass ihm gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Israel.
Num 27:21 Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll fr ihn ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem HErrn. Nach desselben Mund sollen aus und ein ziehen er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeinde.
Num 27:22 Mose tat, wie ihm der HErr geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde
Num 27:23 und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der HErr mit Mose geredet hatte.
Num 28:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 28:2 Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Opfer meines Brots, welches mein Opfer des sen Geruchs ist, sollt ihr halten zu seiner Zeit, dass ihr mir's opfert.
Num 28:3 Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem HErrn opfern sollt: jhrige Lmmer, die ohne Fehl sind, tglich zwei zum tglichen Brandopfer,
Num 28:4 Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend;
Num 28:5 dazu ein zehntel Epha Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, das gestoen ist, ein viertel Hin.
Num 28:6 Das ist das tgliche Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet, zum sen Geruch ein Feuer dem HErrn.
Num 28:7 Dazu ein Trankopfer je zu einem Lamm ein viertel Hin. Im Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem HErrn.
Num 28:8 Das andere Lamm sollst du gegen Abend zurichten; mit dem Speisopfer wie am Morgen und mit einem Trankopfer sollst du es machen zum Opfer des sen Geruchs dem HErrn.
Num 28:9 Am Sabbattag aber zwei jhrige Lmmer ohne Fehl und zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, und sein Trankopfer.
Num 28:10 Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbats auer dem tglichen Brandopfer samt seinem Trankopfer.
Num 28:11 Aber des ersten Tages eurer Monate sollt ihr dem HErrn ein Brandopfer opfern: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 28:12 und je drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, zu einem Farren; zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, zu einem Widder;
Num 28:13 und je ein Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, zu einem Lamm. Das ist das Brandopfer des sen Geruchs, ein Opfer dem HErrn.
Num 28:14 Und ihr Trankopfer soll sein ein halbes Hin Wein zum Farren, ein drittel Hin zum Widder, ein viertel Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Monats im Jahr.
Num 28:15 Dazu soll man einen Ziegenbock zum Sndopfer dem HErrn machen auer dem tglichen Brandopfer und seinem Trankopfer.
Num 28:16 Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HErrn.
Num 28:17 Und am fnfzehnten Tage desselben Monats ist Fest. Sieben Tage soll man ungesuertes Brot essen.
Num 28:18 Der erste Tag soll heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an ihm tun
Num 28:19 und sollt dem HErrn Brandopfer tun: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 28:20 samt ihren Speisopfern: Drei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zu einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder,
Num 28:21 und je ein Zehntel auf ein Lamm unter den sieben Lmmern;
Num 28:22 dazu einen Bock zum Sndopfer, dass ihr vershnt werdet.
Num 28:23 Und sollt solches tun auer dem Brandopfer am Morgen, welche das tgliche Brandopfer ist.
Num 28:24 Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das Brot opfern zum Opfer des sen Geruchs dem HErrn auer dem tglichen Brandopfer, dazu sein Trankopfer.
Num 28:25 Und der siebente Tag soll bei euch heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun.
Num 28:26 Und der Tag der Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem HErrn, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun
Num 28:27 und sollt dem HErrn Brandopfer tun zum sen Geruch: zwei junge Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer;
Num 28:28 samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zu einem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
Num 28:29 und je ein Zehntel zu einem Lamm der sieben Lmmer;
Num 28:30 und einen Ziegenbock, euch zu vershnen.
Num 28:31 Dies sollt ihr tun auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Fehl soll's sein, dazu ihre Trankopfer.
Num 29:1 Und der erste Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun  es ist euer Drommetentag 
Num 29:2 und sollt Brandopfer tun zum sen Geruch dem HErrn: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:3 dazu ihr Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
Num 29:4 und ein Zehntel auf ein jegliches Lamm der sieben Lmmer;
Num 29:5 auch einen Ziegenbock zum Sndopfer, euch zu vershnen 
Num 29:6 auer dem Brandopfer des Monats und seinem Speisopfer und auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit seinem Trankopfer, wie es recht ist , zum sen Geruch. Das ist ein Opfer dem HErrn.
Num 29:7 Der zehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch auch heilig heien, dass ihr zusammenkommt; und sollt eure Leiber kasteien und keine Arbeit da tun,
Num 29:8 sondern Brandopfer dem HErrn zum sen Geruch opfern: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:9 mit ihren Speisopfern: drei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
Num 29:10 und ein Zehntel je zu einem Lamm der sieben Lmmer;
Num 29:11 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem Sndopfer der Vershnung und dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:12 Der fnfzehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heien, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an dem tun und sollt dem HErrn sieben Tage feiern
Num 29:13 und sollt dem HErrn Brandopfer tun zum Opfer des sen Geruchs dem HErrn: dreizehn junge Farren, zwei Widder; vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:14 samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, je zu einem der dreizehn Farren, zwei Zehntel je zu einem Widder,
Num 29:15 und ein Zehntel je zu einem der vierzehn Lmmer;
Num 29:16 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer,  auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
Num 29:17 Am zweiten Tage: zwlf junge Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:18 mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:19 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:20 Am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:21 mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:22 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:23 Am vierten Tage: Zehn Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:24 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:25 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:26 Am fnften Tage: neun Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:27 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:28 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:29 Am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:30 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:31 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:32 Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:33 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:34 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:35 Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun
Num 29:36 und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des sen Geruchs dem HErrn: einen Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Fehl;
Num 29:37 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lmmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
Num 29:38 dazu einen Bock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Num 29:39 Solches sollt ihr dem HErrn tun auf eure Feste, auerdem, was ihr gelobt und freiwillig gebt zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern.
Num 30:1 Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der HErr geboten hatte.
Num 30:2 Und Mose redete mit den Frsten der Stmme der Kinder Israel und sprach: das ist's, was der HErr geboten hat:
Num 30:3 Wenn jemand dem HErrn ein Gelbde tut oder einen Eid schwrt, dass er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht aufheben, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen.
Num 30:4 Wenn ein Weib dem HErrn ein Gelbde tut und sich verbindet, solange sie in ihres Vaters Hause und ledig ist,
Num 30:5 und ihr Gelbde und Verbndnis, das sie nimmt auf ihre Seele, kommt vor ihren Vater, und er schweigt dazu, so gilt all ihr Gelbde und all ihr Verbndnis, das sie ihrer Seele aufgelegt hat.
Num 30:6 Wo aber ihr Vater ihr wehrt des Tages, wenn er's hrt, so gilt kein Gelbde noch Verbndnis, das sie auf ihre Seele gelegt hat; und der HErr wird ihr gndig sein, weil ihr Vater ihr gewehrt hat.
Num 30:7 Wird sie aber eines Mannes und hat ein Gelbde auf sich oder ist ihr aus ihren Lippen ein Verbndnis entfahren ber ihre Seele,
Num 30:8 und der Mann hrt es, und schweigt desselben Tages, wenn er's hrt, so gilt ihr Gelbde und Verbndnis, das sie auf ihre Seele genommen hat.
Num 30:9 Wo aber ihr Mann ihr wehrt des Tages, wenn er's hrt, so ist ihr Gelbde los, das sie auf sich hat, und das Verbndnis, das ihr aus den Lippen entfahren ist ber ihre Seele; und der HErr wird ihr gndig sein.
Num 30:10 Das Gelbde einer Witwe und Verstoenen, alles Verbndnis, das sie nimmt auf ihre Seele, das gilt auf ihr.
Num 30:11 Wenn eine in ihres Mannes Hause gelobt oder sich mit einem Eide verbindet ber ihre Seele,
Num 30:12 und ihr Mann hrt es, und schweigt dazu und wehrt es nicht, so gilt all dasselbe Gelbde und alles Verbndnis, das sie auflegt ihrer Seele.
Num 30:13 Macht's aber ihr Mann des Tages los, wenn er's hrt, so gilt das nichts, was aus ihren Lippen gegangen ist, was sie gelobt oder wozu sie sich verbunden hat ber ihre Seele; denn ihr Mann hat's losgemacht, und der HErr wird ihr gndig sein.
Num 30:14 Alle Gelbde und Eide, die verbinden den Leib zu kasteien, mag ihr Mann bekrftigen oder aufheben also:
Num 30:15 wenn er dazu schweigt von einem Tag zum andern, so bekrftigt er alle ihre Gelbde und Verbndnisse, die sie auf sich hat, darum dass er geschwiegen hat des Tages, da er's hrte;
Num 30:16 wird er's aber aufheben, nachdem er's gehrt hat, so soll er ihre Missetat tragen.
Num 30:17 Das sind die Satzungen, die der HErr dem Mose geboten hat zwischen Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, solange sie noch ledig ist in ihres Vaters Hause.
Num 31:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 31:2 Rche die Kinder Israel an den Midianitern, dass du darnach dich sammelst zu deinem Volk.
Num 31:3 Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rstet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, dass sie den HErrn rchen an den Midianitern,
Num 31:4 aus jeglichem Stamm tausend, dass ihr aus allen Stmmen Israels in das Heer schickt.
Num 31:5 Und sie nahmen aus den Tausenden Israels je tausend eines Stammes, zwlftausend gerstet zum Heer.
Num 31:6 Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, ins Heer und die heiligen Gerte und die Halldrommeten in seiner Hand.
Num 31:7 Und sie fhrten das Heer wider die Midianiter, wie der HErr dem Mose geboten hatte, und erwrgten alles, was mnnlich war.
Num 31:8 Dazu die Knige der Midianiter erwrgten sie samt ihren Erschlagenen, nmlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fnf Knige der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwrgten sie auch mit dem Schwert.
Num 31:9 Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Gter raubten sie,
Num 31:10 und verbrannten mit Feuer alle ihre Stdte ihrer Wohnungen und alle Zeltdrfer.
Num 31:11 Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh,
Num 31:12 und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, nmlich die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut ins Lager auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan liegt gegenber Jericho.
Num 31:13 Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Frsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor das Lager.
Num 31:14 Und Mose ward zornig ber die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute ber tausend und ber hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen,
Num 31:15 und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen?
Num 31:16 Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versndigten am HErrn ber dem Peor und eine Plage der Gemeinde des HErrn widerfuhr?
Num 31:17 So erwrget nun alles, was mnnlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Mnner erkannt und beigelegen haben;
Num 31:18 aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Mnner erkannt haben, die lasst fr euch leben.
Num 31:19 Und lagert euch drauen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemand erwrgt oder Erschlagene angerhrt haben, dass ihr euch entsndigt am dritten und am siebenten Tage, samt denen, die ihr gefangen genommen habt.
Num 31:20 Und alle Kleider und alles Gert von Fellen und alles Pelzwerk und alles hlzerne Gef sollt ihr entsndigen.
Num 31:21 Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in den Streit gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der HErr dem Mose geboten hat:
Num 31:22 Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei
Num 31:23 und alles was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen und reinigen; nur dass es mit dem Sprengwasser entsndigt werde. Aber alles, was das Feuer nicht leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
Num 31:24 Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; darnach sollt ihr ins Lager kommen.
Num 31:25 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 31:26 Nimm die Summe des Raubes der Gefangenen, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Vter der Gemeinde;
Num 31:27 und gib die Hlfte denen, die ins Heer gezogen sind und die Schlacht getan haben, und die andere Hlfte der Gemeinde.
Num 31:28 Du sollst aber dem HErrn heben von den Kriegsleuten, die ins Heer gezogen sind, je fnf Hunderten eine Seele, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen.
Num 31:29 Von ihrer Hlfte sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar geben zur Hebe dem HErrn.
Num 31:30 Aber von der Hlfte der Kinder Israel sollst du je ein Stck von fnfzigen nehmen, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen und von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben, die des Dienstes warten an der Wohnung des HErrn.
Num 31:31 Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 31:32 Und es war die brige Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubt hatte, sechsmal hundert und fnfundsiebzigtausend Schafe,
Num 31:33 zweiundsiebzigtausend Rinder,
Num 31:34 einundsechzigtausend Esel
Num 31:35 und der Mdchen, die nicht Mnner erkannt hatten, zweiunddreiigtausend Seelen.
Num 31:36 Und die Hlfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehrte, war an der Zahl dreihundertmal und siebenunddreiigtausend und fnfhundert Schafe;
Num 31:37 davon wurden dem HErrn sechshundertfnfundsiebzig Schafe.
Num 31:38 Desgleichen sechsunddreiigtausend Rinder; davon wurden dem HErrn zweiundsiebzig.
Num 31:39 Desgleichen dreiigtausend und fnfhundert Esel; davon wurden dem HErrn einundsechzig.
Num 31:40 Desgleichen Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem HErrn zweiunddreiig Seelen.
Num 31:41 Und Mose gab solche Hebe des HErrn dem Priester Eleasar, wie ihm der HErr geboten hatte.
Num 31:42 Aber die andere Hlfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den Kriegsleuten,
Num 31:43 nmlich die Hlfte, der Gemeinde zustndig, war auch dreihundertmal und siebenunddreiigtausend fnfhundert Schafe,
Num 31:44 sechsunddreiigtausend Rinder,
Num 31:45 dreiigtausend und fnfhundert Esel
Num 31:46 und sechzehntausend Menschenseelen.
Num 31:47 Und Mose nahm von dieser Hlfte der Kinder Israel je ein Stck von fnfzigen, sowohl des Viehs als der Menschen, und gab's den Leviten, die des Dienstes warteten an der Wohnung des HErrn, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Num 31:48 Und es traten herzu die Hauptleute ber die Tausende des Kriegsvolks, nmlich die ber tausend und ber hundert waren, zu Mose
Num 31:49 und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summe genommen der Kriegsleute, die unter unsren Hnden gewesen sind, und fehlt nicht einer.
Num 31:50 Darum bringen wir dem HErrn Geschenke, was ein jeglicher gefunden hat von goldenem Gerte, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenringe und Spangen, dass unsre Seelen vershnt werden vor dem HErrn.
Num 31:51 Und Mose samt dem Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold von allerlei Gerte.
Num 31:52 Und alles Goldes Hebe, das sie dem HErrn hoben, war sechzehntausend und siebenhundertfnfzig Lot von den Hauptleuten ber tausend und hundert.
Num 31:53 Denn die Kriegsleute hatten geraubt ein jeglicher fr sich.
Num 31:54 Und Mose mit Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten ber tausend und hundert, und brachten es in die Htte des Stifts zum Gedchtnis der Kinder Israel vor dem HErrn.
Num 32:1 Die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Sttte fr ihr Vieh
Num 32:2 und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Frsten der Gemeinde:
Num 32:3 Das Land Ataroth, Dibon, Jaser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam, Nebo und Beon,
Num 32:4 das der HErr geschlagen hat vor der Gemeinde Israel, ist gut zur Weide; und wir, deine Knechte, haben Vieh.
Num 32:5 Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dies Land deinen Knechten zu eigen, so wollen wir nicht ber den Jordan ziehen.
Num 32:6 Mose sprach zu ihnen: Eure Brder sollen in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
Num 32:7 Warum macht ihr der Kinder Israel Herzen abwendig, dass sie nicht hinberziehen in das Land, das ihnen der HErr geben wird?
Num 32:8 Also taten auch eure Vter, da ich sie aussandte von Kades-Barnea, das Land zu schauen;
Num 32:9 und da sie hinaufgekommen waren bis an den Bach Eskol und sahen das Land, machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig, dass sie nicht in das Land wollten, das ihnen der HErr geben wollte.
Num 32:10 Und des HErrn Zorn ergrimmte zur selben Zeit, und er schwur und sprach:
Num 32:11 Diese Leute, die aus gypten gezogen sind, von zwanzig Jahren und darber sollen wahrlich das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, darum dass sie mir nicht treulich nachgefolgt sind;
Num 32:12 ausgenommen Kaleb, den Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua, den Sohn Nuns; denn sie sind dem HErrn treulich nachgefolgt.
Num 32:13 Also ergrimmte des HErrn Zorn ber Israel, und er lie sie hin und her in der Wste ziehen vierzig Jahre, bis dass ein Ende ward all des Geschlechts, das bel getan hatte vor dem HErrn.
Num 32:14 Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Vter Statt, dass der Snder desto mehr seien und ihr auch den Zorn und Grimm des HErrn noch mehr macht wider Israel.
Num 32:15 Denn wo ihr euch von ihm wendet, so wird er auch noch lnger sie lassen in der Wste, und ihr werdet dies Volk alles verderben.
Num 32:16 Da traten sie herzu und sprachen: Wir wollen nur Schafhrden hier bauen fr unser Vieh und Stdte fr unsre Kinder;
Num 32:17 wir aber wollen uns rsten vornan vor den Kindern Israel her, bis dass wir sie bringen an ihren Ort. Unsre Kinder sollen in den verschlossenen Stdten bleiben um der Einwohner willen des Landes.
Num 32:18 Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein jeglicher sein Erbe.
Num 32:19 Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern unser Erbe soll uns diesseit des Jordan gegen Morgen gefallen sein.
Num 32:20 Mose sprach zu Ihnen: Wenn ihr das tun wollt, dass ihr euch rstet zum Streit vor dem HErrn,
Num 32:21 so zieht ber den Jordan vor dem HErrn, wer unter euch gerstet ist, bis dass er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht
Num 32:22 und das Land untertan werde dem HErrn; darnach sollt ihr umwenden und unschuldig sein vor dem HErrn und vor Israel und sollt dies Land also haben zu eigen vor dem HErrn.
Num 32:23 Wo ihr aber nicht also tun wollt, siehe, so werdet ihr euch an dem HErrn versndigen und werdet eurer Snde innewerden, wenn sie euch finden wird.
Num 32:24 So bauet nun Stdte fr eure Kinder und Hrden fr euer Vieh und tut, was ihr geredet habt.
Num 32:25 Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine Knechte sollen tun, wie mein Herr geboten hat.
Num 32:26 Unsre Kinder, Weiber, Habe und all unser Vieh sollen in den Stdten Gileads sein;
Num 32:27 wir aber, deine Knechte, wollen alle gerstet zum Heer in den Streit ziehen vor dem HErrn, wie mein Herr geredet hat.
Num 32:28 Da gebot Mose ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und den obersten Vtern der Stmme der Kinder Israel
Num 32:29 und sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben mit euch ber den Jordan ziehen, alle gerstet zum Streit vor dem HErrn, und das Land euch untertan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen;
Num 32:30 ziehen sie aber nicht mit euch gerstet, so sollen sie unter euch erben im Lande Kanaan.
Num 32:31 Die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie der Herr redete zu seinen Knechten, so wollen wir tun.
Num 32:32 Wir wollen gerstet ziehen vor dem HErrn ins Land Kanaan und unser Erbgut besitzen diesseit des Jordans.
Num 32:33 Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem halben Stamm Manasses, des Sohnes Josephs, das Knigreich Sihons, des Knigs der Amoriter, und das Knigreich Ogs, des Knigs von Basan, das Land samt den Stdten in dem ganzen Gebiete umher.
Num 32:34 Da bauten die Kinder Gad Dibon, Ataroth, Aroer,
Num 32:35 Atroth-Sophan, Jaser, Jogbeha,
Num 32:36 Beth-Nimra und Beth-Haran, verschlossene Stdte und Schafhrden.
Num 32:37 Die Kinder Ruben bauten Hesbon, Eleale, Kirjathaim,
Num 32:38 Nebo, Baal-Meon, und nderten die Namen, und Sibma, und gaben den Stdten Namen, die sie bauten.
Num 32:39 Und die Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, gingen nach Gilead und gewannen's und vertrieben die Amoriter, die darin waren.
Num 32:40 Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead; und er wohnte darin.
Num 32:41 Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Drfer und hie sie Drfer Jairs.
Num 32:42 Nobah ging hin und gewann Knath mit seinen Ortschaften und hie sie Nobah nach seinem Namen.
Num 33:1 Das sind die Reisen der Kinder Israel, da sie aus gyptenland gezogen sind mit ihrem Heer durch Mose und Aaron.
Num 33:2 Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen nach dem Befehl des HErrn, und dies sind die Reisen ihres Zuges.
Num 33:3 Sie zogen aus von Raemses am fnfzehnten Tag des ersten Monats, dem zweiten Tage der Ostern, durch eine hohe Hand, dass es alle gypter sahen,
Num 33:4 als sie eben die Erstgeburt begruben, die der HErr unter ihnen geschlagen hatte; denn der HErr hatte auch an ihren Gttern Gericht gebt.
Num 33:5 Als sie nun von Raemses auszogen, lagerten sie sich in Sukkoth.
Num 33:6 Und zogen aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, welches liegt an dem Ende der Wste.
Num 33:7 Von Etham zogen sie aus und blieben in Pihachiroth, welches liegt gegen Baal-Zephon, und lagerten sich gegen Migdol.
Num 33:8 Von Hachiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die Wste und reisten drei Tagereisen in der Wste Etham und lagerten sich in Mara.
Num 33:9 Von Mara zogen sie aus und kamen gen Elim; da waren zwlf Wasserbrunnen und siebzig Palmen; und lagerten sich daselbst.
Num 33:10 Von Elim zogen sie aus und lagerten sich an das Schilfmeer.
Num 33:11 Von dem Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Sin.
Num 33:12 Von der Wste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Dophka.
Num 33:13 Von Dophka zogen sie aus und lagerten sich in Alus.
Num 33:14 Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim, daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
Num 33:15 Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Sinai.
Num 33:16 Von Sinai zogen sie aus und lagerten sich bei den Lustgrbern.
Num 33:17 Von den Lustgrbern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth.
Num 33:18 Von Hazeroth zogen sie aus und lagerten sich in Rithma.
Num 33:19 Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimmon-Perez.
Num 33:20 Von Rimmon-Perez zogen sie aus und lagerten sich in Libna.
Num 33:21 Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa.
Num 33:22 Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha.
Num 33:23 Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Sepher.
Num 33:24 Vom Gebirge Sepher zogen sie aus und lagerten sich in Harada.
Num 33:25 Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makheloth.
Num 33:26 Von Makheloth zogen sie aus und lagerten sich in Thahath.
Num 33:27 Von Thahath zogen sie aus und lagerten sich in Tharah.
Num 33:28 Von Tharah zogen sie aus und lagerten sich in Mithka.
Num 33:29 Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Hasmona.
Num 33:30 Von Hasmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth.
Num 33:31 Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bne-Jaakan.
Num 33:32 Von Bne-Jaakan zogen sie aus und lagerten sich in Horgidgad.
Num 33:33 Von Horgidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jotbatha.
Num 33:34 Von Jotbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona.
Num 33:35 Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezeon-Geber.
Num 33:36 Von Ezeon-Geber zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Zin, das ist Kades.
Num 33:37 Von Kades zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom.
Num 33:38 Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HErrn und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel aus gyptenland am ersten Tage des fnften Monats,
Num 33:39 da er hundertunddreiundzwanzig Jahre alt war.
Num 33:40 Und der Knig der Kanaaniter zu Arad, der da wohnte gegen Mittag des Landes Kanaan, hrte, dass die Kinder Israel kamen.
Num 33:41 Und von dem Berge Hor zogen sie aus und lagerten sich in Zalmona.
Num 33:42 Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Phunon.
Num 33:43 Von Phunon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth.
Num 33:44 Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Moabiter Gebiet.
Num 33:45 Von Ijim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad.
Num 33:46 Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathaim.
Num 33:47 Von Almon-Diblathaim zogen sie aus und lagerten sich in dem Gebirge Abarim vor dem Nebo.
Num 33:48 Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich in das Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenber Jericho.
Num 33:49 Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jesimoth an bis an Abel-Sittim, im Gefilde der Moabiter.
Num 33:50 Und der HErr redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenber Jericho und sprach:
Num 33:51 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan,
Num 33:52 so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und alle ihre Sulen und alle ihre gegossenen Bilder zerstren und alle ihre Hhen vertilgen,
Num 33:53 dass ihr also das Land einnehmet und darin wohnet; denn euch habe ich das Land gegeben, dass ihr's einnehmet.
Num 33:54 Und sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. Denen, deren viele sind, sollt ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren wenige sind, sollt ihr desto weniger zuteilen. Wie das Los einem jeglichen daselbst fllt, so soll er's haben; nach den Stmmen eurer Vter sollt ihr's austeilen.
Num 33:55 Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, so ihr berbleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch drngen in dem Lande darin ihr wohnet.
Num 33:56 So wird's dann gehen, dass ich euch gleich tun werde, wie ich gedachte ihnen zu tun.
Num 34:1 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 34:2 Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll dies das Land sein, das euch zum Erbteil fllt, das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
Num 34:3 Die Ecke gegen Mittag soll anfangen an der Wste Zin bei Edom, dass eure Grenze gegen Mittag sei vom Ende des Salzmeeres, das gegen Morgen liegt,
Num 34:4 und das die Grenze sich lenke mittagwrts von der Steige Akrabbim und gehe durch Zin, und ihr Ausgang sei mittagwrts von Kades-Barnea und gelange zum Dorf Adar und gehe durch Azmon
Num 34:5 und lenke sich von Azmon an den Bach gyptens, und ihr Ende sei an dem Meer.
Num 34:6 Aber die Grenze gegen Abend soll diese sein, nmlich das groe Meer. Das sei eure Grenze gegen Abend.
Num 34:7 Die Grenze gegen Mitternacht soll diese sein: ihr sollt messen von dem groen Meer bis an den Berg Hor,
Num 34:8 und von dem Berg Hor messen, bis man kommt gen Hamath, das der Ausgang der Grenze sei gen Zedad
Num 34:9 und die Grenze ausgehe gen Siphron und ihr Ende sei am Dorf Enan. Das sei eure Grenze gegen Mitternacht.
Num 34:10 Und sollt messen die Grenze gegen Morgen vom Dorf Enan gen Sepham,
Num 34:11 und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla morgenwrts von Ain; darnach gehe sie herab und lenke sich an die Seite des Meers Kinneret gegen Morgen
Num 34:12 und komme herab an den Jordan, dass ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze umher.
Num 34:13 Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, das der HErr geboten hat den neun Stmmen und dem halben Stamm zu geben.
Num 34:14 Denn der Stamm der Kinder Ruben nach ihren Vaterhusern und der halbe Stamm Manasse haben ihr Teil genommen.
Num 34:15 Also haben zwei Stmme und der halbe Stamm ihr Erbteil dahin, diesseit des Jordans gegenber Jericho gegen Morgen.
Num 34:16 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 34:17 Das sind die Namen der Mnner, die das Land unter euch teilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns.
Num 34:18 Dazu sollt ihr nehmen von einem jeglichen Stamm einen Frsten, das Land auszuteilen.
Num 34:19 Und das sind der Mnner Namen: Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda;
Num 34:20 Samuel, der Sohn Ammihuds, des Stammes Simeon;
Num 34:21 Elidad, der Sohn Chislons, des Stammes Benjamin;
Num 34:22 Bukki, der Sohn Joglis, Frst des Stammes der Kinder Dan;
Num 34:23 Hanniel, der Sohn Ephods, Frst des Stammes der Kinder Manasse, von den Kindern Joseph;
Num 34:24 Kemuel, der Sohn Siphtans, Frst des Stammes der Kinder Ephraim;
Num 34:25 Elizaphan, der Sohn Parnachs, Frst des Stammes der Kinder Sebulon;
Num 34:26 Paltiel, der Sohn Assans, der Frst des Stammes der Kinder Isaschar;
Num 34:27 Ahihud, der Sohn Selomis, Frst des Stammes der Kinder Asser;
Num 34:28 Pedahel, der Sohn Ammihuds, Frst des Stammes der Kinder Naphthali.
Num 34:29 Dies sind die, denen der HErr gebot, dass sie den Kindern Israel Erbe austeilten im Lande Kanaan.
Num 35:1 Und der HErr redete mit Mose auf den Gefilde der Moabiter am Jordan gegenber Jericho und sprach:
Num 35:2 Gebiete den Kindern Israel, dass sie den Leviten Stdte geben von ihren Erbgtern zur Wohnung;
Num 35:3 dazu Vorstdte um die Stdte her sollt ihr den Leviten auch geben, dass sie in den Stdten wohnen und in den Vorstdten ihr Vieh und Gut und allerlei Tiere haben.
Num 35:4 Die Weite aber der Vorstdte, die ihr den Leviten gebt, soll tausend Ellen drauen vor der Stadtmauer umher haben.
Num 35:5 So sollt ihr nun messen auen an der Stadt von der Ecke gegen Morgen zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mittag zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Abend zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mitternacht zweitausend Ellen, dass die Stadt in der Mitte sei. Das sollen ihre Vorstdte sein.
Num 35:6 Und unter den Stdten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr sechs Freistdte geben, dass dahinein fliehe, wer einen Totschlag getan hat. ber dieselben sollt ihr noch zweiundvierzig Stdte geben,
Num 35:7 dass alle Stdte, die ihr den Leviten gebt, seien achtundvierzig mit ihren Vorstdten.
Num 35:8 Und sollt derselben desto mehr geben von denen, die viel besitzen unter den Kindern Israel, und desto weniger von denen, die wenig besitzen; ein jeglicher nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilt wird, soll Stdte den Leviten geben.
Num 35:9 Und der HErr redete mit Mose und sprach:
Num 35:10 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den Jordan ins Land Kanaan kommt,
Num 35:11 sollt ihr Stdte auswhlen, dass sie Freistdte seien, wohin fliehe, wer einen Totschlag unversehens tut.
Num 35:12 Und sollen unter euch solche Freistdte sein vor dem Blutrcher, dass der nicht sterben msse, der einen Totschlag getan hat, bis dass er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden sei.
Num 35:13 Und der Stdte, die ihr geben werdet zu Freistdten, sollen sechs sein.
Num 35:14 Drei sollt ihr geben diesseit des Jordans und drei im Lande Kanaan.
Num 35:15 Das sind die sechs Freistdte, den Kindern Israel und den Fremdlingen und den Beisassen unter euch, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat unversehens.
Num 35:16 Wer jemand mit einem Eisen schlgt, dass er stirbt, der ist ein Totschlger und soll des Todes sterben.
Num 35:17 Wirft er ihn mit einem Stein, mit dem jemand mag gettet werden, dass er davon stirbt, so ist er ein Totschlger und soll des Todes sterben.
Num 35:18 Schlgt er ihn aber mit einem Holz, mit dem jemand mag totgeschlagen werden, dass er stirbt, so ist er ein Totschlger und soll des Todes sterben.
Num 35:19 Der Rcher des Bluts soll den Totschlger zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn tten.
Num 35:20 Stt er ihn aus Hass oder wirft etwas auf ihn aus List, dass er stirbt,
Num 35:21 oder schlgt ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, dass er stirbt, so soll er des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein Totschlger. Der Rcher des Bluts soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet.
Num 35:22 Wenn er ihn aber ungefhr stt, ohne Feindschaft, oder wirft irgend etwas auf ihn unversehens
Num 35:23 oder wirft irgend einen Stein auf ihn, davon man sterben mag, und er hat's nicht gesehen, also dass er stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch kein bles gewollt,
Num 35:24 so soll die Gemeinde richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Rcher des Bluts nach diesen Rechten.
Num 35:25 Und die Gemeinde soll den Totschlger erretten von der Hand des Blutrchers und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freistadt, dahin er geflohen war; und er soll daselbst bleiben, bis dass der Hohepriester sterbe, den man mit dem heiligen l gesalbt hat.
Num 35:26 Wird aber der Totschlger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin er geflohen ist,
Num 35:27 und der Blutrcher findet ihn auerhalb der Grenze seiner Freistadt und schlgt ihn tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein.
Num 35:28 Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis an den Tod des Hohenpriesters, und nach des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines Erbguts kommen.
Num 35:29 Das soll euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, berall, wo ihr wohnt.
Num 35:30 Den Totschlger soll man tten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein Zeuge soll nicht aussagen ber eine Seele zum Tode.
Num 35:31 Und ihr sollt keine Vershnung nehmen fr die Seele eines Totschlgers; denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes sterben.
Num 35:32 Und sollt keine Vershnung nehmen fr den, der zur Freistadt geflohen ist, dass er wiederkomme, zu wohnen im Lande, bis der Priester sterbe.
Num 35:33 Und schndet das Land nicht, darin ihr wohnet; denn wer blutschuldig ist, der schndet das Land, und das Land kann vom Blut nicht vershnt werden, das darin vergossen wird, auer durch das Blut des, der es vergossen hat.
Num 35:34 Verunreinigt das Land nicht, darin ihr wohnet, darin ich auch wohne; denn ich bin der HErr, der unter den Kindern Israel wohnt.
Num 36:1 Und die obersten Vter des Geschlechts der Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den Geschlechtern der Kinder Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den Frsten, den obersten Vtern der Kinder Israel,
Num 36:2 und sprachen: Meinem Herrn hat der HErr geboten, dass man das Land zum Erbteil geben sollte durchs Los den Kindern Israel; auch ward meinem Herrn geboten von dem HErrn, dass man das Erbteil Zelophehads, unsres Bruders, seinen Tchtern geben soll.
Num 36:3 Wenn sie jemand aus den Stmmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so wird unsrer Vter Erbteil weniger werden, und so viel sie haben, wird zu dem Erbteil kommen des Stammes, dahin sie kommen; also wird das Los unsres Erbteils verringert.
Num 36:4 Wenn nun das Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes kommen, da sie sind; also wird das Erbteil des Stammes unsrer Vter verringert, so viel sie haben.
Num 36:5 Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des Herrn und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet.
Num 36:6 Das ist's, was der HErr gebietet den Tchtern Zelophehads und spricht: Lass sie freien, wie es ihnen gefllt; allein dass sie freien unter dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters,
Num 36:7 auf dass nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einen Stamm zum andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen an dem Erbe des Stammes seiner Vter.
Num 36:8 Und alle Tchter, die Erbteil besitzen unter den Stmmen der Kinder Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, auf dass ein jeglicher unter den Kindern Israel seiner Vter Erbe behalte
Num 36:9 und nicht ein Erbteil von einem Stamm falle auf den andern, sondern ein jeglicher hange an seinem Erbe unter den Stmmen der Kinder Israel.
Num 36:10 Wie der HErr dem Mose geboten hatte, so taten die Tchter Zelophehads,
Num 36:11 Mahela, Thirza, Hogla, Milka und Noa, und freiten die Kinder ihrer Vettern,
Num 36:12 des Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbteil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.
Num 36:13 Das sind die Gebote und Rechte, die der HErr gebot durch Mose den Kindern Israel auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan gegenber Jericho.
Deu 1:1 Das sind die Worte die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der Wste, auf dem Gefilde gegen das Schilfmeer, zwischen Pharan und Tophel, Laban Hazeroth und Disahab.
Deu 1:2 Elf Tagereisen von Horeb, durch den Weg des Gebirges Seir, bis gen Kades-Barnea.
Deu 1:3 Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HErr an sie geboten hatte,
Deu 1:4 nachdem er Sihon, den Knig der Amoriter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnte, dazu Og, den Knig von Basan, der zu Astharoth und zu Edrei wohnte.
Deu 1:5 Jenseit des Jordans, im Lande der Moabiter, fing an Mose auszulegen dies Gesetz und sprach:
Deu 1:6 Der HErr, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lang genug an diesem Berge gewesen;
Deu 1:7 wendet euch und ziehet hin, dass ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Grnden, gegen Mittag und gegen die Anfurt des Meers, ins Land Kanaan und zum Berge Libanon, bis an das groe Wasser Euphrat.
Deu 1:8 Siehe da, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben; gehet hinein und nehmet es ein, das der HErr euren Vtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte.
Deu 1:9 Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann nicht allein ertragen;
Deu 1:10 denn der HErr, euer Gott, hat euch gemehrt, dass ihr heutigestages seid wie die Menge der Sterne am Himmel.
Deu 1:11 Der HErr, euer Vter Gott, mache euer noch viel tausend mehr und segne euch, wie er euch verheien hat!
Deu 1:12 Wie kann ich allein solche Mhe und Last und Hader von euch ertragen?
Deu 1:13 Schafft her weise, verstndige und erfahrene Leute unter euren Stmmen, die will ich ber euch zu Huptern setzen.
Deu 1:14 Da antwortetet ihr mir und spracht: Das ist ein gut Ding, davon du sagst, dass du tun willst.
Deu 1:15 Da nahm ich die Hupter eurer Stmme, weise und erfahrene Mnner, und setzte sie ber euch zu Huptern ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber zehn, und zu Amtleuten unter euren Stmmen,
Deu 1:16 und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verhrt eure Brder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem Fremdlinge.
Deu 1:17 Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen hren wie den Groen, und vor niemandes Person euch scheuen; denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, dass ich sie hre.
Deu 1:18 Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt.
Deu 1:19 Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze Wste, die gro und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Strae zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HErr, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen Kades-Barnea.
Deu 1:20 Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter gekommen, das uns der HErr, unser Gott, geben wird.
Deu 1:21 Siehe da das Land vor dir, das der HErr, dein Gott, dir gegeben hat; zieh hinauf und nimm's ein, wie der HErr, deiner Vter Gott, dir verheien hat. Frchte dich nicht und lass dir nicht grauen.
Deu 1:22 Da kamt ihr alle zu mir und spracht: Lasst uns Mnner vor uns hin senden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hineinziehen sollen und die Stdte, da wir hineinkommen sollen.
Deu 1:23 Das gefiel mir wohl, und ich nahm aus euch zwlf Mnner, von jeglichem Stamm einen.
Deu 1:24 Da diese weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Bach Eskol kamen, da besahen sie es
Deu 1:25 und nahmen Frchte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der HErr, unser Gott, uns gegeben hat.
Deu 1:26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HErrn, eures Gottes,
Deu 1:27 und murrtet in euren Htten und spracht: Der HErr ist uns gram; darum hat er uns aus gyptenland gefhrt, dass er uns in der Amoriter Hnde gebe, uns zu vertilgen.
Deu 1:28 Wo sollen wir hinauf? Unsre Brder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei grer und hher denn wir; die Stdte seien gro und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir Enakiter daselbst gesehen.
Deu 1:29 Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und frchtet euch nicht vor ihnen.
Deu 1:30 Der HErr, euer Gott, zieht vor euch hin und wird fr euch streiten, wie er mit euch getan hat in gypten vor euren Augen
Deu 1:31 und in der Wste, da du gesehen hast, wie dich der HErr, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trgt, durch allen Weg, daher ihr gewandelt seid, bis ihr an diesen Ort kamt.
Deu 1:32 Aber das gilt nichts bei euch, dass ihr an den HErrn, euren Gott, httet geglaubt,
Deu 1:33 der vor euch her ging, euch die Sttte zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, dass er euch den Weg zeigte, darin ihr gehen solltet, und des Tages in der Wolke.
Deu 1:34 Als aber der HErr euer Geschrei hrte, ward er zornig und schwur und sprach:
Deu 1:35 Es soll keiner dieses bsen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren Vtern zu geben geschworen habe;
Deu 1:36 auer Kaleb, dem Sohn Jephunnes, der soll es sehen, und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten ist, und seinen Kindern, darum dass er treulich dem HErrn gefolgt ist.
Deu 1:37 Auch ward der HErr ber mich zornig um euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen.
Deu 1:38 Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. Denselben strke; denn er soll Israel das Erbe austeilen.
Deu 1:39 Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie wrden ein Raub werden, und eure Shne, die heutigestages weder Gutes noch Bses verstehen, die sollen hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen's einnehmen.
Deu 1:40 Ihr aber wendet euch und ziehet nach der Wste den Weg zum Schilfmeer.
Deu 1:41 Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben an dem HErrn gesndigt; wir wollen hinauf und streiten, wie uns der HErr, unser Gott, geboten hat. Da ihr euch nun rstetet, ein jeglicher mit seinen Waffen, und wart an dem, dass ihr hinaufzget aufs Gebirge,
Deu 1:42 sprach der HErr zu mir: Sage ihnen, dass sie nicht hinaufziehen, auch nicht streiten, denn ich bin nicht unter euch, auf dass ihr nicht geschlagen werdet von euren Feinden.
Deu 1:43 Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HErrn und wart vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge.
Deu 1:44 Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohnten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir bis gen Horma.
Deu 1:45 Da ihr nun wiederkamt und weintet vor dem HErrn, wollte der HErr eure Stimme nicht hren und neigte seine Ohren nicht zu euch.
Deu 1:46 Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit.
Deu 2:1 Da wandten wir uns und zogen aus zur Wste auf der Strae zum Schilfmeer, wie der HErr zu mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine lange Zeit.
Deu 2:2 Und der HErr sprach zu mir:
Deu 2:3 Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch gegen Mitternacht.
Deu 2:4 Und gebiete dem Volk und sprich: ihr werdet durch das Land eurer Brder, der Kinder Esau, ziehen, die zu Seir wohnen; und sie werden sich vor euch frchten. Aber verwahrt euch mit Flei,
Deu 2:5 dass ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht einen Fubreit geben; denn das Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu besitzen gegeben.
Deu 2:6 Speise sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr esset, und Wasser sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr trinket.
Deu 2:7 Denn der HErr, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hnde. Er hat dein Reisen durch diese groe Wste zu Herzen genommen, und vierzig Jahre ist der HErr, dein Gott, bei dir gewesen, dass dir nichts gemangelt hat.
Deu 2:8 Da wir nun vor unsren Brdern, den Kindern Esau, weitergezogen waren, die auf dem Gebirge Seir wohnten, auf dem Wege des Gefildes von Elath und Ezeon-Geber, wandten wir uns und gingen durch den Weg der Wste der Moabiter.
Deu 2:9 Da sprach der HErr zu mir: Du sollst den Moabitern nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben; denn ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
Deu 2:10 (Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein groes, starkes und hohes Volk wie die Enakiter.
Deu 2:11 Man hielt sie auch fr Riesen gleich wie die Enakiter; und die Moabiter heien sie Emiter.
Deu 2:12 Auch wohnten vorzeiten in Seir die Horiter; und die Kinder Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Statt, gleich wie Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihnen der HErr gab.)
Deu 2:13 So macht euch nun auf und ziehet durch den Bach Sered! und wir zogen hindurch.
Deu 2:14 Die Zeit aber, die wir von Kades-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sered kamen, war achtunddreiig Jahre, bis alle die Kriegsleute gestorben waren im lager, wie der HErr ihnen geschworen hatte.
Deu 2:15 Dazu war auch die Hand des HErrn wider sie, dass sie umkmen aus dem Lager, bis dass ihrer ein Ende wrde.
Deu 2:16 Und da aller der Kriegsleute ein Ende war und sie gestorben waren unter dem Volk,
Deu 2:17 redete der HErr mit mir und sprach:
Deu 2:18 Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar
Deu 2:19 und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon. Denen sollst du nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir des Landes der Kinder Ammon nichts zu besitzen geben; denn ich habe es den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
Deu 2:20 (Es ist auch gehalten fr der Riesen Land, und haben vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter hieen sie Samsummiter.
Deu 2:21 Das war ein groes, starkes hohes Volk wie die Enakiter; und der HErr vertilgte sie vor ihnen und lie sie ihr Land besitzen, dass sie an ihrer Statt da wohnten,
Deu 2:22 gleichwie er getan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgte und lie sie ihr Land besitzen, dass sie da an ihrer Statt wohnten bis auf diesen Tag.
Deu 2:23 Und die Kaphthoriter zogen aus Kaphthor und vertilgten die Avviter, die in Drfern wohnten bis gen Gaza, und wohnten an ihrer Statt daselbst.)
Deu 2:24 Macht euch auf und ziehet aus und gehet ber den Bach Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den Knig der Amoriter zu Hesbon, in deine Hnde gegeben mit seinem Lande. Hebe an einzunehmen, und streite wider ihn.
Deu 2:25 Heutigestages will ich anheben, dass sich vor dir frchten und erschrecken sollen alle Vlker unter dem ganzen Himmel, dass, wenn sie von dir hren, ihnen bange und wehe werden soll vor dir.
Deu 2:26 Da sandte ich Boten aus der Wste von Kedemoth zu Sihon, dem Knig zu Hesbon, mit friedlichen Worten und lie ihm sagen:
Deu 2:27 Ich will durch dein Land ziehen, und wo die Strae geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen.
Deu 2:28 Speise sollst du mir um Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir um Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur zu Fu hindurchgehen,
Deu 2:29 wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen, bis dass ich komme ber den Jordan, in das Land, das uns der HErr, unser Gott, geben wird.
Deu 2:30 Aber Sihon, der Knig zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; denn der HErr, dein Gott, verhrtete seinen Mut und verstockte ihm sein Herz, auf dass er ihn in deine Hnde gbe, wie es heutigestages ist.
Deu 2:31 Und der HErr sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, dahinzugeben vor dir Sihon mit seinem Lande; hebt an, einzunehmen und zu besitzen sein Land.
Deu 2:32 Und Sihon zog aus, uns entgegen, mit allem seinem Volk zum Streit gen Jahza.
Deu 2:33 Aber der HErr, unser Gott, gab ihn dahin vor uns, dass wir ihn schlugen mit seinen Kindern und seinem ganzen Volk.
Deu 2:34 Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Stdte und verbannten alle Stdte, Mnner, Weiber und Kinder und lieen niemand brigbleiben.
Deu 2:35 Allein das Vieh raubten wir fr uns und die Ausbeute der Stdte, die wir gewannen.
Deu 2:36 Von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt am Bach gen Gilead war keine Stadt, die sich vor uns schtzen konnte; der HErr, unser Gott, gab alles dahin vor uns.
Deu 2:37 Allein zu dem Lande der Kinder Ammon kamst du nicht, weder zu allem, was am Bach Jabbok war, noch zu den Stdten auf dem Gebirge noch zu allem, das uns der HErr, unser Gott, verboten hatte.
Deu 3:1 Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg nach Basan. Und Og, der Knig von Basan, zog aus uns entgegen, mit allem seinem Volk, zu streiten bei Edrei.
Deu 3:2 Aber der HErr sprach zu mir: Frchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn und all sein Volk mit seinem Lande in deine Hnde gegeben; und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Knig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon sa.
Deu 3:3 Also gab der HErr, unser Gott, auch den Knig Og von Basan in unsre Hnde mit allem seinem Volk, dass wir ihn schlugen, bis dass ihm nichts brigblieb.
Deu 3:4 Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Stdte (und war keine Stadt, die wir ihm nicht nahmen): sechzig Stdte, die ganze Gegend Argob, das Knigreich Ogs von Basan.
Deu 3:5 Alle diese Stdte waren fest mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, auer sehr vielen anderen Flecken ohne Mauern.
Deu 3:6 Und wir verbannten sie, gleich wie wir mit Sihon, dem Knig zu Hesbon, taten. Alle Stdte verbannten wir, mit Mnnern, Weibern und Kindern.
Deu 3:7 Aber alles Vieh und den Raub der Stdte raubten wir fr uns.
Deu 3:8 Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zwei Knige der Amoriter, jenseit des Jordans, von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon
Deu 3:9 (welchen die Sidoniter Sirjon heien, aber die Amoriter heien ihn Senir),
Deu 3:10 alle Stdte auf der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis gen Salcha und Edrei, die Stdte des Knigreichs Ogs von Basan.
Deu 3:11 (Denn allein der Knig Og von Basan war noch brig von den Riesen. Siehe, sein eisernes Bett ist zu Rabba der Kinder Ammon, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.)
Deu 3:12 Solches Land nahmen wir ein zu derselben Zeit. Von Aroer an, das am Bach Arnon liegt, gab ich's den Rubeniter und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Stdten.
Deu 3:13 Aber das brige Gilead und das ganze Basan, das Knigreich Ogs, gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob (dieses ganze Basan heit der Riesen Land).
Deu 3:14 Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob bis an die Grenze der Gessuriter und Maachathiter und hie das Basan nach seinem Namen Drfer Jairs bis auf den heutigen Tag.
Deu 3:15 Machir aber gab ich Gilead.
Deu 3:16 Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Teil bis an den Bach Arnon, die Mitte des Bachs, der die Grenze ist, und bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon;
Deu 3:17 dazu das Gefilde und den Jordan, der die Grenze ist, von Kinnereth an bis an das Meer am Gefilde, das Salzmeer, unten am Berge Pisga gegen Morgen.
Deu 3:18 Und ich gebot euch zu der Zeit und sprach: Der HErr, euer Gott, hat euch dies Land gegeben einzunehmen; so ziehet nun gerstet vor euren Brder, den Kindern Israel, her, was streitbar ist,
Deu 3:19 allein eure Weiber und Kinder und das Vieh (denn ich wei, dass ihr viel Vieh habt) lasst in euren Stdten belieben, die ich euch gegeben habe,
Deu 3:20 bis dass der HErr eure Brder auch zu Ruhe bringe wie euch, dass sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HErr, euer Gott, geben wird jenseit des Jordans; so sollt ihr dann wiederkehren zu eurer Besitzung, die ich euch gegeben habe.
Deu 3:21 Und Josua gebot ihnen zu derselben Zeit und sprach: Deine Augen haben gesehen alles, was der HErr, euer Gott, diesen Knigen getan hat. Also wird der HErr auch allen Knigreichen tun, da du hin ziehst.
Deu 3:22 Frchtet euch nicht vor ihnen; denn der HErr, euer Gott, streitet fr euch.
Deu 3:23 Und ich bat den HErrn zu derselben Zeit und sprach:
Deu 3:24 Herr HErr, du hast angehoben, zu erzeigen deinem Knecht deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht knnte nachtun?
Deu 3:25 Lass mich hinbergehen und sehen das gute Land jenseit des Jordans, dies gute Gebirge und den Libanon.
Deu 3:26 Aber der HErr war erzrnt auf mich um euretwillen und erhrte mich nicht, sondern sprach: Lass es genug sein! rede mir davon nicht mehr!
Deu 3:27 Steige auf die Hhe des Berges Pisga, und hebe deine Augen auf gegen Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen Morgen, und siehe es mit deinen Augen; denn du wirst nicht ber diesen Jordan gehen.
Deu 3:28 Und gebiete dem Josua, dass er getrost und unverzagt sei; denn er soll ber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst.
Deu 3:29 Also blieben wir im Tal gegenber Beth-Peor.
Deu 4:1 Und nun hre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommet und das Land einnehmet, das euch der HErr, eurer Vter Gott, gibt.
Deu 4:2 Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahren mget die Gebote des HErrn, eures Gottes, die ich euch gebiete.
Deu 4:3 Eure Augen haben gesehen, was der HErr getan hat wider den Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgten, hat der HErr, dein Gott, vertilgt unter euch.
Deu 4:4 Aber ihr, die ihr dem HErrn, eurem Gott, anhinget, lebt alle heutigestages.
Deu 4:5 Siehe, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HErr, mein Gott, geboten hat, dass ihr also tun sollt in dem Lande, darein ihr kommen werdet, dass ihr's einnehmet.
Deu 4:6 So behaltet's nun und tut es. Denn das wird eure Weisheit und Verstand sein bei allen Vlkern, wenn sie hren werden alle diese Gebote, dass sie mssen sagen: Ei, welch weise und verstndige Leute sind das und ein herrlich Volk!
Deu 4:7 Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Gtter also nahe sich tun als der HErr, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?
Deu 4:8 Und wo ist so ein herrlich Volk, das so gerechte Sitten und Gebote habe wie all dies Gesetz, dass ich euch heutigestages vorlege?
Deu 4:9 Hte dich nur und bewahre deine Seele wohl, dass du nicht vergessest der Geschichten, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen kommen all dein Leben lang. Und sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun
Deu 4:10 den Tag, da du vor dem HErrn, deinem Gott, standest am Berge Horeb, da der HErr zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass sie meine Worte hren und lernen mich frchten alle ihre Lebtage auf Erden und lehren ihre Kinder.
Deu 4:11 Und ihr tratet herzu und standet unten an dem Berge; der Berg brannte aber bis mitten an den Himmel, und war da Finsternis, Wolken und Dunkel.
Deu 4:12 Und der HErr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hrtet ihr; aber keine Gestalt saht ihr auer der Stimme.
Deu 4:13 Und er verkndigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, nmlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
Deu 4:14 Und der HErr gebot mir zur selben Zeit, dass ich euch lehren sollte Gebote und Rechte, dass ihr darnach ttet in dem Lande, darein ihr ziehet, dass ihr's einnehmet.
Deu 4:15 So bewahret nun eure Seelen wohl, denn ihr habt keine Gestalt gesehen des Tages, da der HErr mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb,
Deu 4:16 auf dass ihr nicht verderbet und machet euch irgend ein Bild, das gleich sei einem Mann oder Weib
Deu 4:17 oder Vieh auf Erden oder Vogel unter dem Himmel
Deu 4:18 oder Gewrm auf dem Lande oder Fisch im Wasser unter der Erde,
Deu 4:19 dass du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der HErr, dein Gott, verordnet hat allen Vlkern unter dem ganzen Himmel.
Deu 4:20 Euch aber hat der HErr angenommen und aus dem eisernen Ofen, nmlich aus gypten, gefhrt, dass ihr sein Erbvolk sollt sein, wie es ist an diesem Tag.
Deu 4:21 Und der HErr war so erzrnt ber mich um eures Tuns willen, dass er schwur, ich sollte nicht ber den Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HErr, dein Gott, zum Erbteil geben wird,
Deu 4:22 sondern ich muss in diesem Lande sterben und werde nicht ber den Jordan gehen; ihr aber werdet hinbergehen und solch gutes Land einnehmen.
Deu 4:23 So htet euch nun, dass ihr des Bundes des HErrn, eures Gottes, nicht vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nicht Bilder machet irgend einer Gestalt, wie der HErr, dein Gott, geboten hat.
Deu 4:24 Denn der HErr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifriger Gott.
Deu 4:25 Wenn ihr nun aber Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und verderbt euch und machet euch Bilder irgend einer Gestalt, dass ihr bel tut vor dem HErrn, eurem Gott, und ihr ihn erzrnet:
Deu 4:26 so rufe ich heutigestages ber euch zu Zeugen Himmel und Erde, dass ihr werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet ber den Jordan, dass ihr's einnehmet; ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden.
Deu 4:27 Und der HErr wird euch zerstreuen unter die Vlker, und wird euer ein geringer Haufe brig sein unter den Heiden, dahin euch der HErr treiben wird.
Deu 4:28 Daselbst wirst du dienen den Gttern, die Menschenhnde Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hren noch essen noch riechen.
Deu 4:29 Wenn du aber daselbst den HErrn, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen.
Deu 4:30 Wenn du gengstet sein wirst und dich treffen werden alle diese Dinge in den letzten Tage, so wirst du dich bekehren zu dem HErrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.
Deu 4:31 Denn der HErr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht lassen noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen Vtern geschworen hat.
Deu 4:32 Denn frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je solch groes Ding geschehen oder desgleichen je gehrt sei,
Deu 4:33 dass ein Volk Gottes Stimme gehrt habe aus dem Feuer reden, wie du gehrt hast, und dennoch lebest?
Deu 4:34 oder ob Gott versucht habe hineinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit und durch eine mchtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der HErr, euer Gott, fr euch getan hat in gypten vor deinen Augen?
Deu 4:35 Du hast's gesehen, auf dass du wissest, dass der HErr allein Gott ist und keiner mehr.
Deu 4:36 Vom Himmel hat er dich seine Stimme hren lassen, dass er dich zchtigte; und auf Erden hat er dir gezeigt sein groes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehrt.
Deu 4:37 Darum dass er deine Vter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwhlt hat, hat er dich ausgefhrt mit seinem Angesicht durch sein groe Kraft aus gypten,
Deu 4:38 dass er vertriebe vor dir her groe Vlker und strkere, denn du bist, und dich hineinbrchte, dass er dir ihr Land gbe zum Erbteil, wie es heutigestages steht.
Deu 4:39 So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, dass der HErr Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und keiner mehr;
Deu 4:40 dass du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete: so wird dir's und deinen Kindern nach dir wohl gehen, dass dein Leben lange whre in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, gibt ewiglich.
Deu 4:41 Da sonderte Mose drei Stdte aus jenseit des Jordans, gegen der Sonne Aufgang,
Deu 4:42 dass dahin flhe, wer seinen Nchsten totschlgt unversehens und ihm zuvor nicht Feind gewesen ist; der soll in der Stdte eine fliehen, dass er lebendig bleibe:
Deu 4:43 Bezer in der Wste im ebnen Lande unter den Rubenitern und Ramoth in Gilead unter den Gaditern und Golan in Basan unter den Manassitern.
Deu 4:44 Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte.
Deu 4:45 Das sind die Zeugnisse und Gebote und Rechte, die Mose den Kindern Israel sagte, da sie aus gypten gezogen waren,
Deu 4:46 jenseit des Jordans, im Tal gegenber Beth-Peor, im Lande Sihons, des Knigs der Amoriter, der zu Hesbon sa, den Mose und die Kinder Israel schlugen, da sie aus gypten gezogen waren,
Deu 4:47 und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Knigs von Basan, der zwei Knige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren, gegen der Sonne Aufgang,
Deu 4:48 von Aroer an, welches am Ufer liegt des Baches Arnon, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon,
Deu 4:49 und alles Blachfeld jenseit des Jordans, gegen Aufgang der Sonne, bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga.
Deu 5:1 Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Hre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und behaltet sie, dass ihr darnach tut!
Deu 5:2 Der HErr, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb
Deu 5:3 und hat nicht mit unsren Vtern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir hier sind heutigestages und alle leben.
Deu 5:4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet.
Deu 5:5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HErrn und euch, dass ich euch ansagte des HErrn Wort; denn ihr frchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach:
Deu 5:6 Ich bin der HErr, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhrt hat, aus dem Diensthause.
Deu 5:7 Du sollst keine andern Gtter haben vor mir.
Deu 5:8 Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.
Deu 5:9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der HErr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Vter heimsucht ber die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen;
Deu 5:10 und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten.
Deu 5:11 Du sollst den Namen des HErrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
Deu 5:12 Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligest, wie dir der HErr, dein Gott, geboten hat.
Deu 5:13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
Deu 5:14 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HErrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhe wie du.
Deu 5:15 Denn du sollst gedenken, dass du auch Knecht in gyptenland warst und der HErr, dein Gott, dich von dort ausgefhrt hat mit einer mchtigen Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HErr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.
Deu 5:16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HErr, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dass dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird.
Deu 5:17 Du sollst nicht tten.
Deu 5:18 Du sollst nicht ehebrechen.
Deu 5:19 Du sollst nicht stehlen.
Deu 5:20 Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nchsten.
Deu 5:21 Lass dich nicht gelsten deines Nchsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Nchsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.
Deu 5:22 Das sind die Worte, die der HErr redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit groer Stimme, und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
Deu 5:23 Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis hrtet und den Berg mit Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle Obersten unter euren Stmmen und eure ltesten,
Deu 5:24 und spracht: Siehe, der HErr, unser Gott, hat uns lassen sehen sein Herrlichkeit und seine Majestt; und wir haben sein Stimme aus dem Feuer gehrt. Heutigestages haben wir gesehen, dass Gott mit Menschen redet, und sie lebendig bleiben.
Deu 5:25 Und nun, warum sollen wir sterben, dass uns dies groe Feuer verzehre? Wenn wir des HErrn, unsres Gottes, Stimme weiter hren, so mssen wir sterben.
Deu 5:26 Denn was ist alles Fleisch, dass es hren mge die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden wie wir, und lebendig bleibe?
Deu 5:27 Tritt nun hinzu und hre alles, was der HErr, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HErr, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hren und tun.
Deu 5:28 Da aber der HErr eure Worte hrte, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehrt die Worte dieses Volks, die sie dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.
Deu 5:29 Ach dass sie ein solch Herz htten, mich zu frchten, und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohl ginge und ihren Kindern ewiglich!
Deu 5:30 Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure Htten.
Deu 5:31 Du aber sollst hier vor mir stehen, dass ich mit dir rede alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, dass sie darnach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.
Deu 5:32 So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HErr, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
Deu 5:33 sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HErr, euer Gott geboten hat, auf dass ihr leben mget und es euch wohl gehe und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet.
Deu 6:1 Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die euch der HErr, euer Gott, geboten hat, dass ihr sie lernen und tun sollt in dem Lande, dahin ihr ziehet, es einzunehmen,
Deu 6:2 dass du den HErrn, deinen Gott, frchtest und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dass ihr lange lebt.
Deu 6:3 Israel, du sollst hren und behalten, dass du es tust, dass dir's wohl gehe und du sehr vermehrt werdest, wie der HErr, deiner Vter Gott, dir verheien hat ein Land, darin Milch und Honig fliet.
Deu 6:4 Hre, Israel, der HErr, unser Gott, ist ein einiger HErr.
Deu 6:5 Und du sollst den HErrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermgen.
Deu 6:6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen
Deu 6:7 und sollst sie deinen Kindern einschrfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst,
Deu 6:8 und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein,
Deu 6:9 und sollst sie ber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.
Deu 6:10 Wenn dich nun der HErr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat dir zu geben, groe und feine Stdte, die du nicht gebaut hast,
Deu 6:11 und Huser, alles Guts voll, die du nicht gefllt hast und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und lberge, die du nicht gepflanzt hast, dass du essest und satt werdest;
Deu 6:12 so hte dich, dass du nicht des HErrn vergessest, der dich aus gyptenland, aus dem Diensthaus, gefhrt hat;
Deu 6:13 sondern du den HErrn, deinen Gott, frchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwren.
Deu 6:14 Und sollst nicht andern Gttern nachfolgen der Vlker, die um euch her sind
Deu 6:15 denn der HErr, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir, dass nicht der Zorn des HErrn, deines Gottes, ber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde.
Deu 6:16 Ihr sollt den HErrn, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa,
Deu 6:17 sondern sollt halten die Gebote des HErrn, eures Gottes, und seine Zeugnisse und Rechte, die er geboten hat,
Deu 6:18 dass du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HErrn, auf dass dir's wohl gehe und du hineinkommest und einnehmest das gute Land, das der HErr geschworen hat deinen Vtern,
Deu 6:19 dass er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HErr geredet hat.
Deu 6:20 Wenn dich aber dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fr Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HErr, unser Gott, geboten hat?
Deu 6:21 so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in gypten, und der HErr fhrte uns aus gypten mit mchtiger Hand,
Deu 6:22 und der HErr tat groe und bse Zeichen und Wunder an gypten und Pharao und allem seinem Hause vor unsren Augen
Deu 6:23 und fhrte uns von dannen, auf dass er uns einfhrte und gbe uns das Land, das er unsren Vtern geschworen hatte;
Deu 6:24 und der HErr hat uns geboten, zu tun nach allen diesen Rechten, dass wir den HErrn, unsren Gott, frchten, auf dass es uns wohl gehe alle unsre Lebtage, wie es geht heutigestages;
Deu 6:25 und es wird unsre Gerechtigkeit sein vor dem HErrn, unsrem Gott, so wir tun und halten alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.
Deu 7:1 Wenn dich der HErr, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausgerottet viele Vlker vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Vlker, die grer und strker sind denn du,
Deu 7:2 und wenn sie der HErr, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlgst, so sollt ihr sie verbannen, dass du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest.
Deu 7:3 Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Tchter sollt ihr nicht geben ihren Shnen, und ihre Tchter sollt ihr nicht nehmen euren Shnen.
Deu 7:4 Denn sie werden eure Shne mir abfllig machen, dass sie andern Gttern dienen; so wird dann des HErrn Zorn ergrimmen ber euch und euch bald vertilgen.
Deu 7:5 Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: ihre Altre sollt ihr zerreien, ihre Sulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Gtzen mit Feuer verbrennen.
Deu 7:6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HErrn, deinem Gott, Dich hat der HErr, dein Gott erwhlt zum Volk des Eigentums aus allen Vlkern, die auf Erden sind.
Deu 7:7 Nicht hat euch der HErr angenommen und euch erwhlt, darum dass euer mehr wre als alle Vlker, denn du bist das kleinste unter allen Vlkern;
Deu 7:8 sondern darum, dass er euch geliebt hat und dass er seinen Eid hielte, den er euren Vtern geschworen hat, hat er euch ausgefhrt mit mchtiger Hand und hat dich erlst vom Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des Knigs in gypten.
Deu 7:9 So sollst du nun wissen, dass der HErr, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit hlt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glieder,
Deu 7:10 und vergilt denen, die ihn hassen, ins Angesicht, dass er sie umbringe, und sumt sie nicht, dass er denen vergelte ins Angesicht, die ihn hassen.
Deu 7:11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust.
Deu 7:12 Und wenn ihr diese Rede hrt und haltet sie und darnach tut, so wird der HErr, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, die er deinen Vter geschworen hat,
Deu 7:13 und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und l, die Frchte deiner Khe und die Frchte deiner Schafe in dem Lande, das er deinen Vtern geschworen hat dir zu geben.
Deu 7:14 Gesegnet wirst du sein ber alle Vlker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein noch unter deinem Vieh.
Deu 7:15 Der HErr wird von dir tun alle Krankheit und wird keine bse Seuche der gypter dir auflegen, die du erfahren hast, und wir sie allen deinen Hassern auflegen.
Deu 7:16 Du wirst alle Vlker verzehren, die der HErr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Gttern nicht dienen; denn das wrde dir ein Strick sein.
Deu 7:17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volk ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben?
Deu 7:18 so frchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HErr, dein Gott, Pharao und allen gyptern getan hat
Deu 7:19 durch groe Versuchungen, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mchtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HErr, dein Gott, ausfhrte. Also wird der HErr, dein Gott, allen Vlkern tun, vor denen du dich frchtest.
Deu 7:20 Dazu wird der HErr, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was brig ist und sich verbirgt vor dir.
Deu 7:21 Lass dir nicht grauen vor ihnen; denn der HErr, dein Gott, ist unter dir, der groe und schreckliche Gott.
Deu 7:22 Er, der HErr, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf dass sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.
Deu 7:23 Der HErr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit groer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge,
Deu 7:24 und wird dir ihre Knige in deine Hnde geben, und du sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgst.
Deu 7:25 Die Bilder ihrer Gtter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das daran ist, oder es zu dir nehmen, dass du dich nicht darin verstrickst; denn solches ist dem HErrn, deinem Gott, ein Greuel.
Deu 7:26 Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, dass du nicht wie dasselbe verbannt werdest; sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannt.
Deu 8:1 Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten dass ihr darnach tut, auf dass ihr lebt und gemehrt werdet und hineinkommt und einnehmet das Land, das der HErr euren Vtern geschworen hat.
Deu 8:2 Und gedenke alles des Weges, durch den dich der HErr, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wste, auf dass er dich demtigte und versuchte, dass kund wrde, was in deinem Herzen wre, ob du seine Gebote halten wrdest oder nicht.
Deu 8:3 Er demtigte dich und lie dich hungern und speiste dich mit Man, das du und deine Vter nie gekannt hattet; auf dass er dir kundtte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HErrn geht.
Deu 8:4 Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Fe sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
Deu 8:5 So erkennst du ja in deinem Herzen, dass der HErr, dein Gott, dich gezogen hat, wie eine Mann seinen Sohn zieht.
Deu 8:6 So halte nun die Gebote des HErrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und frchtest ihn.
Deu 8:7 Denn der HErr, dein Gott, fhrt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen flieen;
Deu 8:8 ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstcke, Feigenbume und Granatpfel sind; ein Land darin lbume und Honig wachsen;
Deu 8:9 ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da dir nichts mangelt; ein Land, des Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest.
Deu 8:10 Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HErrn, deinen Gott, loben fr das gute Land, das er dir gegeben hat.
Deu 8:11 So hte dich nun, dass du des HErrn, deines Gottes, nicht vergessest, damit dass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hltst;
Deu 8:12 dass, wenn du nun gegessen hast und satt bist und schne Huser erbaust und darin wohnst
Deu 8:13 und du deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt,
Deu 8:14 dass dann dein Herz sich nicht berhebe und du vergessest des HErrn, deines Gottes, der dich aus gyptenland gefhrt hat, aus dem Diensthause,
Deu 8:15 und dich geleitet hat durch die groe und grausame Wste, da feurige Schlangen und Skorpione und eitel Drre und kein Wasser war, und lie dir Wasser aus dem harten Felsen gehen
Deu 8:16 und speiste dich mit Man in der Wste, von welchem deine Vter nichts gewusst haben, auf dass er dich demtigte und versuchte, dass er dir hernach wohltte.
Deu 8:17 Du mchtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Krfte und meiner Hnde Strke haben mir dies Vermgen ausgerichtet.
Deu 8:18 Sondern gedenke an den HErrn, deinen Gott; denn er ist's, der dir Krfte gibt, solch mchtige Taten zu tun, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vtern geschworen hat, wie es geht heutigestages.
Deu 8:19 Wirst du aber des HErrn, deines Gottes, vergessen und andern Gttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute ber euch, dass ihr umkommen werdet;
Deu 8:20 eben wie die Heiden, die der HErr umbringt vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum dass ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HErrn, eures Gottes.
Deu 9:1 Hre, Israel, du wirst heute ber den Jordan gehen, dass du hineinkommest, einzunehmen das Land der Vlker, die grer und strker sind denn du, groe Stdte vermauert bis in den Himmel,
Deu 9:2 ein groes, hohes Volk, die Enakiter, die du kennst, von denen du auch gehrt hast: Wer kann wider die Kinder Enak bestehen?
Deu 9:3 So sollst du wissen heute, dass der HErr, dein Gott, vor dir her geht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her, und du wirst sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HErr geredet hat.
Deu 9:4 Wenn nun der HErr, dein Gott, sie ausgestoen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HErr hat mich hereingefhrt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HErr diese Heiden vertreibt vor dir her um ihres gottlosen Wesens willen.
Deu 9:5 Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen; sondern der HErr, dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, dass er das Wort halte, das der HErr geschworen hat deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob.
Deu 9:6 So wisse nun, dass der HErr, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal<RF>bedeutet: weil<Rf> du ein halsstarriges Volk bist.
Deu 9:7 Gedenke, und vergiss nicht, wie du den HErrn, deinen Gott, erzrntest in der Wste. Von dem Tage an, da du aus gyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HErrn.
Deu 9:8 Denn am Horeb erzrntet ihr den HErrn also, dass er vor Zorn euch vertilgen wollte,
Deu 9:9 da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HErr mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berge blieb und kein Brot a und kein Wasser trank
Deu 9:10 und mir der HErr die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HErr mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.
Deu 9:11 Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nchten gab mir der HErr die zwei steinernen Tafeln des Bundes
Deu 9:12 und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus gypten gefhrt hast, hat's verderbt. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe: sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.
Deu 9:13 Und der HErr sprach zu mir: Ich sehe, dass dies Volk ein halsstarriges Volk ist.
Deu 9:14 Lass ab von mir, dass ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein strkeres uns greres Volk machen, denn dieses ist.
Deu 9:15 Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwei Tafeln des Bundes auf meinen Hnden hatte,
Deu 9:16 da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HErrn, eurem Gott, versndigt, dass ihr euch ein gegossenes Kalb gemacht hattet und schnell von dem Wege getreten wart, den euch der HErr geboten hatte.
Deu 9:17 Da fasste ich beide Tafeln und warf sie aus meinen Hnden und zerbrach sie vor euren Augen
Deu 9:18 und fiel nieder vor dem HErrn, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nchte, und a kein Brot und trank kein Wasser um all eurer Snden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches bel tatet vor dem HErrn, ihn zu erzrnen.
Deu 9:19 Denn ich frchtete mich vor dem Zorn und Grimm, mit dem der HErr ber euch erzrnt war, dass er euch vertilgen wollte. Aber der HErr erhrte mich auch damals.
Deu 9:20 Auch war der HErr sehr zornig ber Aaron, also dass er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fr Aaron zur selbigen Zeit.
Deu 9:21 Aber eure Snde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und zerschmelzte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub ward und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fliet.
Deu 9:22 So erzrntet ihr den HErrn auch zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgrbern.
Deu 9:23 Und da er euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe! wart ihr ungehorsam dem Mund des HErrn, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht.
Deu 9:24 Denn ihr seid ungehorsam dem HErrn gewesen, solange ich euch gekannt habe.
Deu 9:25 Also fiel ich nieder vor dem HErrn die vierzig Tage und vierzig Nchte, die ich dalag; denn der HErr sprach, er wollte euch vertilgen.
Deu 9:26 Ich aber bat den HErrn und sprach: Herr HErr, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine groe Kraft erlst und mit mchtiger Hand aus gypten gefhrt hast!
Deu 9:27 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh nicht an die Hrtigkeit und das gottlose Wesen und Snde dieses Volks,
Deu 9:28 dass nicht das Land sage, daraus du uns gefhrt hast: Der HErr konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen verheien hatte, und hat sie darum ausgefhrt, dass er ihnen gram war, dass er sie ttete in der Wste!
Deu 9:29 Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen groen Krften und mit deinem ausgerecktem Arm hast ausgefhrt.
Deu 10:1 Zu derselben Zeit sprach der HErr zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hlzerne Lade,
Deu 10:2 so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen.
Deu 10:3 Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Hnden.
Deu 10:4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HErr zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HErr gab sie mir.
Deu 10:5 Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, dass sie daselbst wren, wie mir der HErr geboten hatte.
Deu 10:6 Und die Kinder Israel zogen aus von Beeroth-Bne-Jaakan gen Moser. Daselbst starb Aaron, und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward fr ihn Priester.
Deu 10:7 Von da zogen sie aus gen Gudegoda, von Gugegoda gen Jotbatha, ein Land, da Bche sind.
Deu 10:8 Zur selben Zeit sonderte der HErr den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HErrn zu tragen und zu stehen vor dem HErrn, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf diesen Tag.
Deu 10:9 Darum sollten die Leviten kein Teil noch Erbe haben mit ihren Brdern; denn der HErr ist ihr Erbe, wie der HErr, dein Gott, ihnen geredet hat.
Deu 10:10 Ich aber stand auf dem Berge, wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig Nchte; und der HErr erhrte mich auch diesmal und wollte dich nicht verderben.
Deu 10:11 Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, dass du vor dem Volk her ziehst, dass sie hineinkommen und das Land einnehmen, das ich ihren Vtern geschworen habe ihnen zu geben.
Deu 10:12 Nun, Israel, was fordert der HErr, dein Gott, von dir, denn dass du den HErrn, deinen Gott, frchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HErrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
Deu 10:13 dass du die Gebote des HErrn haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir's wohl gehe?
Deu 10:14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HErrn, deines Gottes.
Deu 10:15 dennoch hat er allein zu deinen Vtern Lust gehabt, dass er sie liebte, und hat ihren Samen erwhlt nach ihnen, euch, aus allen Vlkern, wie es heutigestages steht.
Deu 10:16 So beschneidet nun eure Herzen und seid frder nicht halsstarrig.
Deu 10:17 Denn der HErr, euer Gott, ist ein Gott aller Gtter und HErr ber alle Herren, ein groer Gott, mchtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt
Deu 10:18 und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gebe.
Deu 10:19 Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in gyptenland.
Deu 10:20 Den HErrn, deinen Gott, sollst du frchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwren.
Deu 10:21 Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche groe und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.
Deu 10:22 Deine Vter zogen hinab nach gypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HErr, dein Gott, gemehrt wie die Sterne am Himmel.
Deu 11:1 So sollst du nun den HErrn, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte halten dein Leben lang.
Deu 11:2 Und erkennet heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, nmlich die Zchtigung des HErrn, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine mchtige Hand und ausgereckten Arm
Deu 11:3 und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den gyptern, an Pharao, dem Knig in gypten, und am allem seinem Lande;
Deu 11:4 und was er an der Macht der gypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers ber sie fhrte, da sie euch nachjagten und sie der HErr umbrachte bis auf diesen Tag;
Deu 11:5 und was er euch getan hat in der Wste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid;
Deu 11:6 was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit Gesinde und Htten und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter dem ganzen Israel.
Deu 11:7 Denn eure Augen haben die groen Werke des HErrn gesehen, die er getan hat.
Deu 11:8 Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf dass ihr gestrkt werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, dass ihr's einnehmet;
Deu 11:9 und dass du lange lebest in dem Lande, das der HErr euren Vtern geschworen hat ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, darin Milch und Honig fliet.
Deu 11:10 Denn das Land, da du hin kommst, ist nicht wie gyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen sen und selbst trnken musstest wie einen Kohlgarten;
Deu 11:11 sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel trnkt,
Deu 11:12 auf welch Land der HErr, dein Gott, acht hat und die Augen des HErrn, deines Gottes, immerdar sehen, von Anfang des Jahres bis ans Ende.
Deu 11:13 Werdet ihr nun meine Gebote hren, die ich euch gebiete, dass ihr den HErrn, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
Deu 11:14 so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Frhregen und Sptregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein l,
Deu 11:15 und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet.
Deu 11:16 Htet euch aber, dass sich euer Herz nicht berreden lasse, dass ihr abweichet und dienet andern Gttern und betet sie an,
Deu 11:17 und dass dann der Zorn des HErrn ergrimme ber euch und schliee den Himmel zu, dass kein Regen komme und die Erde ihr Gewchs nicht gebe und ihr bald umkommt von dem guten Lande, das euch der HErr gegeben hat.
Deu 11:18 So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, dass sie ein Denkmal vor euren Augen seien.
Deu 11:19 Und lehret sie eure Kinder, dass du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;
Deu 11:20 und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an die Tore,
Deu 11:21 dass du und deine Kinder lange leben in dem Lande, das der HErr deinen Vtern geschworen hat ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden whren.
Deu 11:22 Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, dass ihr darnach tut, dass ihr den HErrn, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,
Deu 11:23 so wir der HErr alle diese Vlker vor euch her ausstoen, dass ihr grere und strkere Vlker vertreibt, denn ihr seid.
Deu 11:24 Alle Orte, darauf eure Fusohle tritt, sollen euer sein; von der Wste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein.
Deu 11:25 Niemand wird euch widerstehen knnen. Furcht und Schrecken vor euch wird der HErr ber alles Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheien hat.
Deu 11:26 Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:
Deu 11:27 den Segen so ihr gehorchet den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete;
Deu 11:28 den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HErrn, eures Gottes, und abweichet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dass ihr andern Gttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.
Deu 11:29 Wenn dich der HErr, dein Gott, in das Land bringt, da du hineinkommst, dass du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal,
Deu 11:30 welche sind jenseit des Jordans, der Strae nach gegen der Sonne Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen, Gilgal gegenber, bei dem Hain More.
Deu 11:31 Denn ihr werdet ber den Jordan gehen, dass ihr hineinkommet, das Land einzunehmen, das euch der HErr, euer Gott, gegeben hat, dass ihr's einnehmet und darin wohnet.
Deu 11:32 So haltet nun, dass ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.
Deu 12:1 Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, dass ihr darnach tut in dem Lande, das der HErr, deiner Vter Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebt.
Deu 12:2 Verstrt alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Gttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hgeln oder unter grnen Bumen,
Deu 12:3 und reit um ihre Altre und zerbrecht ihre Sulen und verbrennt mit Feuer ihre Haine, und die Bilder ihrer Gtter zerschlagt, und vertilgt ihren Namen aus demselben Ort.
Deu 12:4 Ihr sollt dem HErrn, eurem Gott, nicht also tun;
Deu 12:5 sondern den Ort, den der HErr, euer Gott, erwhlen wird aus allen euren Stmmen, dass er seinen Namen daselbst lsst wohnen, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen
Deu 12:6 und eure Brandopfer und eure andern Opfer und eure Zehnten und eurer Hnde Hebe und euer Gelbde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen.
Deu 12:7 Und sollt daselbst vor dem HErrn, eurem Gott, essen und frhlich sein, ihr und euer Haus, ber alles, was eure Hand vor sich bringt, darin dich der HErr, dein Gott, gesegnet hat.
Deu 12:8 Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhier tun, ein jeglicher, was ihn recht dnkt.
Deu 12:9 Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen noch zu dem Erbteil, das dir der HErr, dein Gott, geben wird.
Deu 12:10 Ihr werdet aber ber den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das euch der HErr, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und er wird euch Ruhe geben von allen euren Feinden um euch her, und ihr werdet sicher wohnen.
Deu 12:11 Wenn nun der HErr, dein Gott, einen Ort erwhlt, dass sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure andern Opfer, eure Zehnten, eurer Hnde Hebe und eure freien Gelbde, die ihr dem HErrn geloben werdet.
Deu 12:12 und sollt frhlich sein vor dem HErrn, eurem Gott, ihr und eure Shne und eure Tchter und eure Knechte und eure Mgde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch.
Deu 12:13 Hte dich, dass du nicht deine Brandopfer opferst an allen Orten, die du siehst;
Deu 12:14 sondern an dem Ort, den der HErr erwhlt in irgend einem deiner Stmme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun alles, was ich dir gebiete.
Deu 12:15 Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren, nach aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des HErrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat; beide, der Reine und der Unreine, mgen's essen, wie man Reh oder Hirsch isst.
Deu 12:16 Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gieen wie Wasser.
Deu 12:17 Du darfst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines ls noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe, oder von irgend einem deiner Gelbde, die du gelobt hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von der Hebe deiner Hand;
Deu 12:18 sondern vor dem HErrn, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HErr, dein Gott, erwhlt, du und deine Shne, deine Tchter, deine Knechte, deine Mgde und der Levit, der in deinem Tor ist, und sollst frhlich sein vor dem HErrn, deinem Gott, ber alles, was deine Hand vor sich bringt.
Deu 12:19 Und hte dich, dass du den Leviten nicht verlsst, solange du in deinem Lande lebst.
Deu 12:20 Wenn aber der HErr, dein Gott, deine Grenze erweitern wird, wie er dir verheien hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen gelstet, so iss Fleisch nach aller Lust deiner Seele.
Deu 12:21 Ist aber die Sttte fern von dir, die der HErr, dein Gott, erwhlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der HErr gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iss es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele.
Deu 12:22 Wie man Reh oder Hirsch isst, magst du es essen; beide, der Reine und der Unreine, mgen es zugleich essen.
Deu 12:23 Allein merke, dass du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele; darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen,
Deu 12:24 sondern sollst es auf die Erde gieen wie Wasser.
Deu 12:25 Und sollst es darum nicht essen, dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist vor dem HErrn.
Deu 12:26 Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HErr erwhlt hat,
Deu 12:27 und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf dem Altar des HErrn, deines Gottes. Das Blut deiner andern Opfer soll gegossen werden auf den Altar des HErrn, deines Gottes, und das Fleisch sollst du essen.
Deu 12:28 Sieh zu, und hre alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und gefllig ist vor dem HErrn, deinem Gott.
Deu 12:29 Wenn der HErr, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, dass du hinkommst, ihr Land einzunehmen, und es eingenommen hast und darin wohnst,
Deu 12:30 so hte dich, dass du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und nicht fragst nach ihren Gttern und sprichst: Wie diese Vlker haben ihren Gttern gedient, also will ich auch tun.
Deu 12:31 Du sollst nicht also dem HErrn, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren Gttern getan alles, was dem HErrn ein Greuel ist und was er hasst, denn sie haben auch ihre Shne und Tchter mit Feuer verbrannt ihren Gttern.
Deu 13:1 Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, dass ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun.
Deu 13:2 Wenn ein Prophet oder Trumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder,
Deu 13:3 und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns andern Gttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen;
Deu 13:4 so sollst du nicht gehorchen den Worten des Propheten oder Trumers; denn der HErr, euer Gott, versucht euch, dass er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt.
Deu 13:5 Denn ihr sollt dem HErrn, eurem Gott, folgen und ihn frchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.
Deu 13:6 Der Prophet aber oder der Trumer soll sterben, darum dass er euch von dem HErrn, eurem Gott, der euch aus gyptenland gefhrt und dich von dem Diensthause erlst hat, abzufallen gelehrt und dich aus dem Wege verfhrt hat, den der HErr, dein Gott, geboten hat, darin zu wandeln , auf dass du das Bse von dir tust.
Deu 13:7 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib in deinen Armen oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, heimlich berreden wrde und sagen: Lass uns gehen und andern Gttern dienen!  die du nicht kennst noch deine Vter,
Deu 13:8 von den Gttern der Vlker, die um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, von einem Ende der Erde bis an das andere,
Deu 13:9 so willige nicht darein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen,
Deu 13:10 sondern sollst ihn erwrgen. Deine Hand soll die erste ber ihm sein, dass man ihn tte, und darnach die Hand des ganzen Volks.
Deu 13:11 Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verfhren von dem HErrn, deinem Gott, der dich aus gyptenland, aus dem Diensthaus, gefhrt hat,
Deu 13:12 auf dass ganz Israel hre und frchte sich und man nicht mehr solch bel vornehme unter euch.
Deu 13:13 Wenn du hrst von irgend einer Stadt, die dir der HErr, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, dass man sagt:
Deu 13:14 Es sind etliche heillose Leute ausgegangen unter dir und haben die Brger ihrer Stadt verfhrt und gesagt: Lasst uns gehen und andern Gttern dienen!  die ihr nicht kennt 
Deu 13:15 so sollst du sie fleiig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, dass es gewiss also ist, dass der Greuel unter euch geschehen ist,
Deu 13:16 so sollst du die Brger derselben Stadt schlagen mit des Schwertes Schrfe und sie verbannen mit allem, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schrfe des Schwerts.
Deu 13:17 Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen, die Stadt und allen ihren Raub miteinander, dem HErrn, deinem Gott, dass sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde.
Deu 13:18 Und lass nichts von dem Bann an deiner Hand hangen, auf dass der HErr von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er den Vtern geschworen hat;
Deu 13:19 darum dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorcht hast, zu halten alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HErrn, deines Gottes.
Deu 14:1 Ihr seid die Kinder des HErrn, eures Gottes; ihr sollt euch nicht Male stechen noch kahl scheren ber den Augen ber einem Toten.
Deu 14:2 Denn du bist ein heiliges Volk dem HErrn, deinem Gott; und der HErr hat dich erwhlt, dass du sein Eigentum seist, aus allen Vlkern, die auf Erden sind.
Deu 14:3 Du sollst keine Greuel essen.
Deu 14:4 Das sind aber die Tiere, die ihr essen sollt: Ochs, Schaf, Ziege,
Deu 14:5 Hirsch, Reh, Bffel, Steinbock, Gemse, Auerochs und Elen;
Deu 14:6 und alles Tier, das seine Klauen spaltet und wiederkut, sollt ihr essen.
Deu 14:7 Das sollt ihr aber nicht essen von dem, das wiederkut, und von dem, das die Klauen spaltet: das Kamel, der Hase und Kaninchen, die wiederkuen und doch ihre Klauen nicht spalten, sollen euch unrein sein;
Deu 14:8 das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so wiederkut es doch nicht: es soll euch unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrhren,
Deu 14:9 Das ist, was ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist: alles, was Flofedern und Schuppen hat, sollt ihr essen.
Deu 14:10 Was aber keine Flofedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.
Deu 14:11 Alle reinen Vgel esset.
Deu 14:12 Das sind aber die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaar,
Deu 14:13 der Taucher, der Weih, der Geier mit seiner Art
Deu 14:14 und alle Raben mit ihrer Art,
Deu 14:15 der Strau, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art,
Deu 14:16 das Kuzlein, der Uhu, die Fledermaus,
Deu 14:17 die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,
Deu 14:18 der Reiher, der Hher mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe.
Deu 14:19 Und alles was Flgel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und sollt es nicht essen.
Deu 14:20 Die reinen Vgel sollt ihr essen.
Deu 14:21 Ihr sollt kein Aas essen  dem Fremdling in deinem Tor magst du es geben, dass er's esse oder dass er's verkaufe einem Auslnder; denn du bist ein heiliges Volk dem HErrn, deinem Gott. Du sollst das Bcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.
Deu 14:22 Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern alles Ertrages deiner Saat, der aus deinem Acker kommt,
Deu 14:23 und sollst davon essen vor dem HErrn, deinem Gott, an dem Ort, den er erwhlt, dass sein Name daselbst wohne, nmlich vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines ls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du lernst frchten den HErrn, deinen Gott, dein Leben lang.
Deu 14:24 Wenn aber des Weges dir zu viel ist, dass du solches hintragen kannst, darum dass der Ort dir zu ferne ist, den der HErr, dein Gott, erwhlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse (denn der HErr, dein Gott, hat dich gesegnet):
Deu 14:25 so gib's hin um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, den der HErr, dein Gott, erwhlt hat,
Deu 14:26 und gib das Geld um alles, was deiner Seele gelstet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele wnscht, und iss daselbst vor dem HErrn, deinem Gott, und sei frhlich, du und dein Haus
Deu 14:27 und der Levit, der in deinem Tor ist (den sollst du nicht verlassen, denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir).
Deu 14:28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den Zehnten deines Ertrages desselben Jahrs und sollst's lassen in deinem Tor.
Deu 14:29 So soll kommen der Levit (der kein Teil noch Erbe mit dir hat) und der Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen und sich sttigen, auf dass dich der HErr, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.
Deu 15:1 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlassjahr halten.
Deu 15:2 Also soll's aber zugehen mit dem Erlassjahr: wenn einer seinem Nchsten etwas borgte, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Nchsten oder von seinem Bruder; denn es heit das Erlassjahr des HErrn.
Deu 15:3 Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.
Deu 15:4 Es sollte allerdinge kein Armer unter euch sein; denn der HErr wird dich segnen in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen,
Deu 15:5 allein, dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust.
Deu 15:6 Denn der HErr, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheien hat; so wirst du vielen Vlkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst ber viele Vlker herrschen, und ber dich wird niemand herrschen.
Deu 15:7 Wenn deiner Brder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der HErr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhrten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder,
Deu 15:8 sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er Mangel hat.
Deu 15:9 Hte dich, dass nicht in deinem Herzen eine bse Tcke sei, dass du sprichst: Es naht herzu das siebente Jahr, das Erlassjahr, und siehst einen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er ber dich zu dem HErrn rufen, und es wird dir eine Snde sein.
Deu 15:10 Sondern du sollst ihm geben und dein Herz nicht verdrieen lassen, dass du ihm gibst; denn um solches willen wird dich der HErr, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du vornimmst.
Deu 15:11 Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrngt und arm ist in deinem Lande.
Deu 15:12 Wenn sich dein Bruder, ein Hebrer oder eine Hebrerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben.
Deu 15:13 Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen,
Deu 15:14 sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne von deiner Kelter, dass du gebest von dem, das dir der HErr, dein Gott, gesegnet hat.
Deu 15:15 Und gedenke, dass du auch Knecht warst in gyptenland und der HErr, dein Gott, dich erlst hat; darum gebiete ich dir solches heute.
Deu 15:16 Wird er aber zu dir sprechen: Ich will nicht ausziehen von dir; denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist),
Deu 15:17 so nimm einen Pfriemen und bohre ihm durch sein Ohr an der Tr und lass ihn ewiglich dein Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun.
Deu 15:18 Und lass dich's nicht schwer dnken, dass du ihn frei losgibst, denn er hat dir als zwiefltiger Tagelhner sechs Jahre gedient; so wird der HErr, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.
Deu 15:19 Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, was ein Mnnlein ist, sollst du dem HErrn, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe.
Deu 15:20 Vor dem HErrn, deinem Gott, sollst du sie essen jhrlich an der Sttte, die der HErr erwhlt, du und dein Haus.
Deu 15:21 Wenn's aber einen Fehl hat, dass es hinkt oder blind ist, oder sonst irgend einen bsen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem HErrn, deinem Gott;
Deu 15:22 sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seist unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch isst.
Deu 15:23 Allein dass du sein Blut nicht essest, sondern auf die Erde gieest wie Wasser.
Deu 16:1 Halte den Monat Abib, dass du Passah haltest dem HErrn, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HErr, dein Gott, aus gypten gefhrt bei der Nacht.
Deu 16:2 Und sollst dem HErrn, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Sttte, die der HErr erwhlen wird, dass sein Name daselbst wohne.
Deu 16:3 Du sollst kein Gesuertes auf das Fest essen, denn mit Furcht bist du aus gyptenland gezogen, auf dass du des Tages deines Auszugs aus gyptenland gedenkest dein Leben lang.
Deu 16:4 Es soll in sieben Tagen kein Sauerteig gesehen werden in allen deinen Grenzen und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage geschlachtet ist, ber Nacht bleiben bis an den Morgen.
Deu 16:5 Du darfst nicht Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir der HErr, dein Gott gegeben hat;
Deu 16:6 sondern an der Sttte, die der HErr, dein Gott erwhlen wird, dass sein Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus gypten zogst.
Deu 16:7 Und sollst kochen und essen an der Sttte, die der HErr, dein Gott, erwhlen wird, und darnach dich wenden des Morgens und heimgehen in deine Htten.
Deu 16:8 Sechs Tage sollst du ungesuertes essen, und am siebenten Tag ist die Versammlung des HErrn, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.
Deu 16:9 Sieben Wochen sollst du dir zhlen, und anheben zu zhlen, wenn man anfngt mit der Sichel in der Saat.
Deu 16:10 Und sollst halten das Fest der Wochen dem HErrn, deinem Gott, dass du eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nach dem dich der HErr, dein Gott, gesegnet hat;
Deu 16:11 und sollst frhlich sein vor dem HErrn, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deinem Tor ist, der Fremdling, der Waise, und die Witwe, die unter dir sind, an der Sttte, die der HErr, dein Gott, erwhlen wird, dass sein Name da wohne.
Deu 16:12 Und gedenke, dass du Knecht in gypten gewesen bist, dass du haltest und tust nach diesen Geboten.
Deu 16:13 Das Fest der Laubhtten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter,
Deu 16:14 und sollst frhlich sein auf deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind.
Deu 16:15 Sieben Tage sollst du dem HErrn, deinem Gott, das Fest halten an der Sttte, die der HErr erwhlen wird. Denn der HErr, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem Einkommen und in allen Werken deiner Hnde; darum sollst du frhlich sein.
Deu 16:16 Dreimal des Jahres soll alles, was mnnlich ist unter dir, vor dem HErr, deinem Gott, erscheinen, an der Sttte, die der HErr erwhlen wird: aufs Fest der ungesuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der Laubhtten; sie sollen aber nicht leer vor dem HErrn erscheinen,
Deu 16:17 ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der HErr, dein Gott, gegeben hat.
Deu 16:18 Richter und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Toren, die dir der HErr, dein Gott, geben wird unter deinen Stmmen, dass sie das Volk richten mit rechtem Gericht.
Deu 16:19 Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
Deu 16:20 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, auf dass du leben und einehmen mgest das Land, das dir der HErr, dein Gott, geben wird.
Deu 16:21 Du sollst keinen Hain von Bumen pflanzen bei dem Altar des HErrn, deines Gottes, den du dir machst.
Deu 16:22 Du sollst keine Sule aufrichten, welche der HErr, dein Gott, hasst.
Deu 17:1 Du sollst dem HErrn, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das einen Fehl oder irgend etwas Bses an sich hat; denn es ist dem HErrn, deinem Gott, ein Greuel.
Deu 17:2 Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der HErr, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Weib, der da bel tut vor den Augen des HErrn, deines Gottes, dass er seinen Bund bertritt
Deu 17:3 und hingeht und dient andern Gttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder allerlei Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe,
Deu 17:4 und es wird dir angesagt, und du hrst es, so sollst du wohl darnach fragen. Und wenn du findest, das es gewiss wahr ist, dass solcher Greuel in Israel geschehen ist,
Deu 17:5 so sollst du den Mann oder das Weib ausfhren, die solches bel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen.
Deu 17:6 Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist; aber auf eines Zeugen soll er nicht sterben.
Deu 17:7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu tten, und darnach die Hand alles Volks, dass du das Bse von dir tust.
Deu 17:8 Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hingehen zu der Sttte, die der HErr, dein Gott, erwhlen wird,
Deu 17:9 und zu den Priestern, den Leviten, und zu dem Richter, der zur Zeit sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen.
Deu 17:10 Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der Sttte, die der HErr erwhlen wird, und sollst es halten, dass du tust nach allem, was sie dich lehren werden.
Deu 17:11 Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, dass du davon nicht abweichest, weder zur Rechten noch zur Linken.
Deu 17:12 Und wo jemand vermessen handeln wrde, dass er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HErrn, deines Gottes, Amt steht, oder dem Richter, der soll sterben, und sollst das Bse aus Israel tun,
Deu 17:13 dass es alles Volk hre und sich frchte und nicht mehr vermessen sei.
Deu 17:14 Wenn du in das Land kommst, das dir der HErr, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin und wirst sagen: Ich will einen Knig ber mich setzen, wie alle Vlker um mich her haben,
Deu 17:15 so sollst du den zum Knig ber dich setzen, den der HErr, dein Gott, erwhlen wird. Du sollst aber aus deinen Brdern einen zum Knig ber dich setzen. Du darfst nicht irgend einen Fremdem, der nicht dein Bruder ist, ber dich setzen.
Deu 17:16 Allein dass er nicht viele Rosse halte und fhre das Volk nicht wieder nach gypten um der Menge der Rosse willen; weil der HErr euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg kommen sollt.
Deu 17:17 Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.
Deu 17:18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines Knigreichs, soll er dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und in ein Buch schreiben lassen.
Deu 17:19 Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, auf dass er lerne frchten den HErrn, seinen Gott, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte, dass er darnach tue.
Deu 17:20 Er soll sein Herz nicht erheben ber seine Brder und soll nicht weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass er seine Tage verlngere in seinem Knigreich, er und seine Kinder in Israel.
Deu 18:1 Die Priester, die Leviten des ganzen Stammes Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des HErrn und sein Erbteil sollen sie essen.
Deu 18:2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brdern haben, dass der HErr ihr Erbe ist, wie er ihnen geredet hat.
Deu 18:3 Das soll aber das Recht der Priester sein an dem Volk, an denen, die da opfern, es sei Ochse oder Schaf, dass man dem Priester gebe den Arm und beide Kinnbacken und den Wanst
Deu 18:4 und die Erstlinge deines Korns, deines Mostes und deines ls und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe.
Deu 18:5 Denn der HErr, dein Gott, hat ihn erwhlt aus allen deinen Stmmen, dass er stehe am Dienst im Namen des HErrn, er und seine Shne ewiglich.
Deu 18:6 Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus ganz Israel, da er Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der HErr erwhlen wird,
Deu 18:7 dass er diene im Namen des HErrn, seines Gottes, wie alle seine Brder, die Leviten, die daselbst vor dem HErr stehen:
Deu 18:8 die sollen gleichen Teil zu essen haben, ohne was einer hat von dem verkauften Gut seiner Vter.
Deu 18:9 Wenn du in das Land kommst, das dir der HErr, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Vlker,
Deu 18:10 dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder Tagewhler oder der auf Vogelgeschrei achte oder ein Zauberer
Deu 18:11 oder Beschwrer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage.
Deu 18:12 Denn wer solches tut, der ist dem HErrn ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HErr, dein Gott, vor dir her.
Deu 18:13 Du aber sollst rechtschaffen sein mit dem HErrn, deinem Gott.
Deu 18:14 Denn diese Vlker, deren Land du einnehmen wirst, gehorchen den Tagewhlern und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den HErrn, deinen Gott.
Deu 18:15 Einen Propheten wie mich wird der HErr, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brdern; dem sollt ihr gehorchen.
Deu 18:16 Wie du denn von dem HErrn, deinem Gott, gebeten hast am Horeb am Tage der Versammlung und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hren die Stimme des HErrn, meines Gottes, und das sehr groe Feuer nicht mehr sehen, dass ich nicht sterbe.
Deu 18:17 Und der HErr sprach zu mir: Sie haben wohl geredet.
Deu 18:18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.
Deu 18:19 Und wer meine Worte nicht hren wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich's fordern.
Deu 18:20 Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe zu reden, und wenn einer redet in dem Namen anderer Gtter, derselbe Prophet soll sterben.
Deu 18:21 Ob du aber in deinem Herzen sagen wrdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HErr nicht geredet hat?
Deu 18:22 Wenn der Prophet redet in dem Namen des HErrn, und es wird nichts daraus und es kommt nicht, das ist das Wort, das der HErr nicht geredet hat, darum scheue dich nicht vor ihm.
Deu 19:1 Wenn der HErr, dein Gott, die Vlker ausgerottet hat, welcher Land dir der HErr, dein Gott, geben wird, dass du es einnehmest und in ihren Stdten und Husern wohnst,
Deu 19:2 sollst du dir drei Stdte aussondern in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird einzunehmen.
Deu 19:3 Und sollst den Weg dahin zurichten und das Gebiet deines Landes, das dir der HErr, dein Gott, austeilen wird, in drei Kreise scheiden, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat.
Deu 19:4 Und also soll's sein mit der Sache des Totschlgers, der dahin flieht, dass er lebendig bleibe: wenn jemand seinen Nchsten schlgt, nicht vorstzlich, und hat zuvor keinen Hass auf ihn gehabt,
Deu 19:5 sondern als wenn jemand mit seinem Nchsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen fhre vom Stiel und trfe seinen Nchsten, dass er strbe: der soll in dieser Stdte eine fliehen, dass er lebendig bleibe,
Deu 19:6 auf dass nicht der Blutrcher dem Totschlger nachjage, weil sein Herz erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihn tot, so er doch nicht des Todes schuldig ist, weil er keinen Hass gegen ihn getragen hat.
Deu 19:7 Darum gebiete ich dir, dass du drei Stdte aussonderst.
Deu 19:8 Und so der HErr, dein Gott, deine Grenzen erweitern wird, wie er deinen Vtern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat deinen Vtern zu geben
Deu 19:9 (so du anders alle diese Gebote halten wirst, dass du darnach tust, die ich dir heute gebiete, dass du den HErrn, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang), so sollst du noch drei Stdte tun zu diesen dreien,
Deu 19:10 auf dass nicht unschuldig Blut in deinem Land vergossen werde, das dir der HErr, dein Gott, zum Erbe gibt, und Blutschulden auf dich kommen.
Deu 19:11 Wenn aber jemand Hass trgt wider seinen Nchsten und lauert auf ihn und macht sich ber ihn und schlgt ihn tot und flieht in dieser Stdte eine,
Deu 19:12 so sollen die ltesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die Hnde des Blutrchers geben, dass er sterbe.
Deu 19:13 Deine Augen sollen ihn nicht verschonen, und du sollst das unschuldige Blut aus Israel tun, dass dir's wohl gehe.
Deu 19:14 Du sollst deines Nchsten Grenze nicht zurcktreiben, die die Vorfahren gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, gegeben hat einzunehmen.
Deu 19:15 Es soll kein einzelner Zeuge wider jemand auftreten ber irgend eine Missetat oder Snde, es sei welcherlei Snde es sei, die man tun kann, sondern in dem Mund zweier oder dreier Zeugen soll die Sache bestehen.
Deu 19:16 Wenn ein frevler Zeuge wider jemand auftritt, ber ihn zu bezeugen eine bertretung,
Deu 19:17 so sollen die beiden Mnner, die eine Sache miteinander haben, vor dem HErrn, vor den Priestern und Richtern stehen, die zur selben Zeit sein werden;
Deu 19:18 und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben,
Deu 19:19 so sollt ihr ihm tun, wie er gedachte seinem Bruder zu tun, dass du das Bse von dir wegtust,
Deu 19:20 auf dass es die andern hren, sich frchten und nicht mehr solche bse Stcke vornehmen zu tun unter dir.
Deu 19:21 Dein Auge soll sie nicht schonen; Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu.
Deu 20:1 Wenn du in einen Krieg ziehst wider deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Volks, das grer ist als du, so frchte dich nicht vor ihnen; denn der HER, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhrt hat, ist mit dir.
Deu 20:2 Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden
Deu 20:3 und zu ihnen sprechen: Israel, hre zu! Ihr geht heute in den Streit wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, frchtet euch nicht und erschreckt nicht und lasst euch nicht grauen vor ihnen;
Deu 20:4 denn der HErr, euer Gott, geht mit euch, dass er fr euch streite mit euren Feinden, euch zu helfen.
Deu 20:5 Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Welcher ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht, der gehe hin und bleibe in seinem Hause, auf dass er nicht sterbe im Krieg und ein anderer weihe es ein.
Deu 20:6 Welcher einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine Frchte noch nicht genossen, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer geniee seine Frchte.
Deu 20:7 Welcher ein Weib sich verlobt hat und hat sie noch nicht heimgeholt, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer hole sie heim.
Deu 20:8 Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Welcher sich frchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und bleibe daheim, auf dass er nicht auch seiner Brder Herz feige mache, wie sein Herz ist.
Deu 20:9 Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk, so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen.
Deu 20:10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten.
Deu 20:11 Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll das Volk, das darin gefunden wird dir zinsbar und untertan sein.
Deu 20:12 Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie.
Deu 20:13 Und wenn sie der HErr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was mnnlich darin ist, mit des Schwertes Schrfe schlagen.
Deu 20:14 Allein die Weiber, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich austeilen und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der HErr, dein Gott, gegeben hat.
Deu 20:15 Also sollst du allen Stdten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht von den Stdten dieser Vlker hier sind.
Deu 20:16 Aber in den Stdten dieser Vlker, die dir der HErr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,
Deu 20:17 sondern sollst sie verbannen, nmlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der HErr, dein Gott, geboten hat,
Deu 20:18 auf dass sie euch nicht lehren tun alle die Greuel, die sie ihren Gttern tun, und ihr euch versndigt an dem HErr, eurem Gott.
Deu 20:19 Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen musst, wider die du streitest, sie zu erobern, so sollst die Bume nicht verderben, dass du mit xten dran fhrst; denn du kannst davon essen, darum sollst du sie nicht ausrotten. Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht ein Mensch, dass es vor dir ein Bollwerk sein knnte.
Deu 20:20 Welches aber Bume sind, von denen du weit, dass man nicht davon isst, die sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk daraus bauen wider die Stadt, die mit dir kriegt, bis du ihrer mchtig werdest.
Deu 21:1 Wenn man einen Erschlagenen findet in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird einzunehmen, und er liegt im Felde und man wei nicht, wer ihn erschlagen hat,
Deu 21:2 so sollen deine ltesten und Richter hinausgehen und von dem Erschlagenen messen bis an die Stdte, die umher liegen.
Deu 21:3 Welche Stadt die nchste ist, deren lteste sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, mit der man nicht gearbeitet und die noch nicht am Joch gezogen hat,
Deu 21:4 und sollen sie hinabfhren in einen kiesigen Grund, der weder bearbeitet noch best ist, und daselbst im Grund ihr den Hals brechen.
Deu 21:5 Da sollen herzukommen die Priester, die Kinder Levi; denn der HErr, dein Gott, hat sie erwhlt, dass sie ihm dienen und in seinem Namen segnen, und nach ihrem Mund sollen alle Sachen und alle Schden gerichtet werden.
Deu 21:6 Und alle ltesten der Stadt sollen herzutreten zu dem Erschlagenen und ihre Hnde waschen ber die junge Kuh, der im Grunde der Hals gebrochen ist,
Deu 21:7 und sollen antworten und sagen: Unsre Hnde haben dies Blut nicht vergossen, so haben's auch unsre Augen nicht gesehen.
Deu 21:8 Sei gndig deinem Volk Israel, das du, HErr, erlst hast; lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel! So werden sie ber dem Blut vershnt sein.
Deu 21:9 Also sollst du das unschuldige Blut von dir tun, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HErrn.
Deu 21:10 Wenn du in einen Streit ziehst wider deine Feinde, und der HErr, dein Gott, gibt sie dir in deine Hnde, dass du ihre Gefangenen wegfhrst,
Deu 21:11 und siehst unter den Gefangenen ein schnes Weib und hast Lust zu ihr, dass du sie zum Weibe nehmest,
Deu 21:12 so fhre sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Ngel beschneiden
Deu 21:13 und die Kleider ablegen, darin sie gefangen ist, und lass sie sitzen in deinem Hause und beweinen einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter; darnach gehe zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie dein Weib sein.
Deu 21:14 Wenn du aber nicht mehr Lust zu ihr hast, so sollst du sie gehen lassen, wohin sie will, und nicht um Geld verkaufen noch versetzen, darum dass du sie gedemtigt hast.
Deu 21:15 Wenn jemand zwei Weiber hat, eine, die er liebhat, und eine, die er hasst, und sie ihm Kinder gebren, beide, die liebe und die unwerte, dass der Erstgeborene von der unwerten ist,
Deu 21:16 und die Zeit kommt, dass er seinen Kindern das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der liebsten zum erstgeborenen Sohn machen fr den erstgeborenen Sohn der unwerten,
Deu 21:17 sondern er soll den Sohn der unwerten fr den ersten Sohn erkennen, dass er ihm zwiefltig gebe von allem, was vorhanden ist; denn derselbe ist der Erstling seiner Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein.
Deu 21:18 Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn zchtigen, ihnen nicht gehorchen will,
Deu 21:19 so sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den ltesten der Stadt fhren und zu dem Tor des Orts,
Deu 21:20 und zu den ltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold.
Deu 21:21 So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, dass er sterbe, und sollst also das Bse von dir tun, dass es ganz Israel hre und sich frchte.
Deu 21:22 Wenn jemand eine Snde getan hat, die des Todes wrdig ist, und wird gettet, und man hngt ihn an ein Holz,
Deu 21:23 so soll sein Leichnam nicht ber Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn desselben Tages begraben, denn ein Gehenkter ist verflucht bei Gott, auf dass du dein Land nicht verunreinigst, das dir der HErr, dein Gott, gibt zum Erbe.
Deu 22:1 Wenn du deines Bruders Ochsen oder Schaf siehst irregehen, so sollst du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem Bruder fhren.
Deu 22:2 Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus nehmen, dass sie bei dir seien, bis sie dein Bruder suche, und sollst sie ihm dann wiedergeben.
Deu 22:3 Also sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleid und mit allem Verlorenen, das dein Bruder verliert und du findest; du kannst dich nicht entziehen.
Deu 22:4 Wenn du deines Bruders Esel oder Ochsen siehst fallen auf dem Wege, so sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen.
Deu 22:5 Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HErrn, deinem Gott, ein Greuel.
Deu 22:6 Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und dass die Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzt, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen,
Deu 22:7 sondern sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen nehmen, auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest.
Deu 22:8 Wenn du ein neues Haus baust, so mache eine Lehne darum auf deinem Dache, auf dass du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele.
Deu 22:9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei besen, dass nicht dem Heiligtum verfalle die Flle, der Same, den du gest hast, samt dem Ertrage des Weinbergs.
Deu 22:10 Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel.
Deu 22:11 Du sollst nicht anziehen ein gemengtes Kleid, von Wolle und Leinen zugleich.
Deu 22:12 Du sollst dir Quasten machen an den Zipfeln deines Mantels mit dem du dich bedeckst.
Deu 22:13 Wenn jemand ein Weib nimmt und wird ihr gram, wenn er zu ihr gegangen ist,
Deu 22:14 und legt ihr etwas Schndliches auf und bringt ein bses Geschrei ber sie aus und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr tat, fand ich sie nicht Jungfrau,
Deu 22:15 so sollen Vater und Mutter der Dirne sie nehmen und vor die ltesten der Stadt in dem Tor hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft.
Deu 22:16 Und der Dirne Vater soll sagen: Ich habe diesem Mann meine Tochter zum Weibe gegeben; nun ist er ihr gram geworden
Deu 22:17 und legt ein schndlich Ding auf sie und spricht: Ich habe deine Tochter nicht Jungfrau gefunden; hier ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sollen das Kleid vor den ltesten der Stadt ausbreiten.
Deu 22:18 So sollen die ltesten der Stadt den Mann nehmen und zchtigen
Deu 22:19 und um hundert Silberlinge ben und dieselben der Dirne Vater geben, darum dass er eine Jungfrau in Israel berchtigt hat; und er soll sie zum Weibe haben, dass er sie sein Leben lang nicht lassen mge.
Deu 22:20 Ist's aber Wahrheit, dass die Dirne nicht ist Jungfrau gefunden,
Deu 22:21 so soll man sie heraus vor die Tr ihres Vaters Hauses fhren, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, darum dass sie eine Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehurt hat; und sollst das Bse von dir tun.
Deu 22:22 Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schlft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei dem er geschlafen hat; und sollst das Bse von Israel tun.
Deu 22:23 Wenn eine Dirne jemand verlobt ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schlft bei ihr,
Deu 22:24 so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausfhren und sollt sie steinigen, dass sie sterben; die Dirne darum, dass sie nicht geschrieen hat, da sie doch in der Stadt war; den Mann darum, dass er seines Nchsten Weib geschndet hat; und sollst das Bse von dir tun.
Deu 22:25 Wenn aber jemand eine verlobte Dirne auf dem Felde kriegt und ergreift sie und schlft bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei ihr geschlafen hat,
Deu 22:26 und der Dirne sollst du nichts tun; denn sie hat keine Snde des Todes wert getan, sondern gleich wie jemand sich wider seinen Nchsten erhbe und schlge ihn tot, so ist dies auch.
Deu 22:27 Denn er fand sie auf dem Felde, und die verlobte Dirne schrie, und war niemand, der ihr half.
Deu 22:28 Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und schlft bei ihr, und es findet sich also,
Deu 22:29 so soll, der bei ihr geschlafen hat, ihrem Vater fnfzig Silberlinge geben und soll sie zum Weibe haben, darum dass er sie geschwcht hat; er kann sie nicht lassen sein Leben lang.
Deu 23:1 Niemand soll seines Vaters Weib nehmen und nicht aufdecken seines Vaters Decke.
Deu 23:2 Es soll kein Zerstoener noch Verschnittener in die Gemeinde des HErrn kommen.
Deu 23:3 Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeinde des HErrn kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern soll allewege nicht in die Gemeinde des HErrn kommen.
Deu 23:4 Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HErrn kommen, auch nach dem zehnten Glied; sondern sie sollen nimmermehr hineinkommen,
Deu 23:5 darum dass sie euch nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, da ihr aus gypten zoget, vielmehr wider euch dingten den Bileam, den Sohn Beors von Pethor aus Mesopotamien, dass er dich verfluchen sollte.
Deu 23:6 Aber der HErr, dein Gott, wollte Bileam nicht hren und wandelte dir den Fluch in den Segen, darum, dass dich der HErr, dein Gott, liebhatte.
Deu 23:7 Du sollst nicht ihren Frieden noch ihr Bestes suchen dein Leben lang ewiglich.
Deu 23:8 Den Edomiter sollst du nicht fr eine Greuel halten; er ist dein Bruder. Den gypter sollst du auch nicht fr einen Greuel halten; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.
Deu 23:9 Die Kinder, die sie im dritten Glied zeugen, sollen in die Gemeinde des HErrn kommen.
Deu 23:10 Wenn du ausziehst wider deine Feinde und ein Lager aufschlgst, so hte dich vor allem Bsen.
Deu 23:11 Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, dass ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen,
Deu 23:12 bis er vor abends sich mit Wasser bade; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.
Deu 23:13 Und du sollst drauen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du zur Not hinausgehst.
Deu 23:14 Und sollst eine Schaufel haben, und wenn du dich drauen setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen hast, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist.
Deu 23:15 Denn der HErr, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, dass er dich errette und gebe deine Feinde vor dir dahin. Darum soll dein Lager heilig sein, dass nichts Schndliches unter dir gesehen werde und er sich von dir wende.
Deu 23:16 Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn berantworten, der von ihm zu dir sich entwandt hat.
Deu 23:17 Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erwhlt in deiner Tore einem, wo es ihm gefllt; und sollst ihn nicht schinden.
Deu 23:18 Es soll keine Hure sein unter den Tchtern Israels und kein Hurer unter den Shnen Israels.
Deu 23:19 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HErrn, deines Gottes, bringen aus irgend einem Gelbde; denn das ist dem HErrn, deinem Gott, beides ein Greuel.
Deu 23:20 Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit man wuchern kann.
Deu 23:21 Von den Fremden magst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf dass dich der HErr, dein Gott, segne in allem, was du vornimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.
Deu 23:22 Wenn du dem HErrn ein Gelbde tust, so sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der HErr, dein Gott, wird's von dir fordern, und es wird dir Snde sein.
Deu 23:23 Wenn du das Geloben unterwegs lsst, so ist dir's keine Snde.
Deu 23:24 Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten und darnach tun, wie du dem HErrn, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Munde geredet hast.
Deu 23:25 Wenn du in deines Nchsten Weinberg gehst, so magst du Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt hast; aber du sollst nichts in dein Gef tun
Deu 23:26 Wenn du in die Saat deines Nchsten gehst, so magst du mit der Hand hren abrupfen; aber mit der Sichel sollst du nicht darin hin und her fahren.
Deu 24:1 Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas schndliches an ihr gefunden hat, so soll er einen Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Haus entlassen.
Deu 24:2 Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingeht und wird eines andern Weib,
Deu 24:3 und der andere ihr auch gram wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause lsst, oder so der andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte:
Deu 24:4 so kann sie ihr erster Mann, der sie entlie, nicht wiederum nehmen, dass sie sein Weib sei, nachdem sie unrein ist, den solches ist ein Greuel vor dem HErrn, auf dass du nicht eine Snde ber das Land bringst, das dir der HErr, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.
Deu 24:5 Wenn jemand kurz zuvor ein Weib genommen hat, der soll nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, dass er frhlich sei mit seinem Weibe, das er genommen hat.
Deu 24:6 Du sollst nicht zum Pfande nehmen den unteren und den oberen Mhlstein; denn damit httest du das Leben zum Pfand genommen.
Deu 24:7 Wenn jemand gefunden wird, der aus seinen Brdern, aus den Kindern Israel, eine Seele stiehlt, und versetzt oder verkauft sie: solcher Dieb soll sterben, dass du das Bse von dir tust.
Deu 24:8 Hte dich bei der Plage des Aussatzes, dass du mit Flei haltest und tust alles, was dich die Priester, die Leviten, lehren; wie ich ihnen geboten habe, so sollt ihr's halten und darnach tun.
Deu 24:9 Bedenke, was der HErr, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus gypten zoget.
Deu 24:10 Wenn du deinem Nchsten irgend eine Schuld borgst, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen,
Deu 24:11 sondern du sollst auen stehen, und er, dem du borgst, soll sein Pfand zu dir herausbringen.
Deu 24:12 Ist er aber ein Drftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen ber seinem Pfand,
Deu 24:13 sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht, dass er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HErrn, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein.
Deu 24:14 Du sollst dem Drftigen und Armen seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von deinen Brdern oder den Fremdlingen, die in deinem Lande und in deinen Toren sind,
Deu 24:15 sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, dass die Sonne nicht darber untergehe (denn er ist drftig und erhlt seine Seele damit), auf dass er nicht wider dich den HErrn anrufe und es dir Snde sei.
Deu 24:16 Die Vter sollen nicht fr die Kinder noch die Kinder fr die Vter sterben, sondern ein jeglicher soll fr seine Snde sterben.
Deu 24:17 Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen.
Deu 24:18 Denn du sollst gedenken, dass du Knecht in gypten gewesen bist und der HErr, dein Gott, dich von dort erlst hat; darum gebiete ich dir, dass du solches tust.
Deu 24:19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf dass dich der HErr, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hnde.
Deu 24:20 Wenn du deine lbume hast geschttelt, so sollst du nicht nachschtteln; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
Deu 24:21 Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
Deu 24:22 Und sollst gedenken, dass du Knecht in gyptenland gewesen bist; darum gebiete ich dir, dass du solches tust.
Deu 25:1 Wenn ein Hader ist zwischen Mnnern, so soll man sie vor Gericht bringen und sie richten und den Gerechten gerecht sprechen und den Gottlosen verdammen.
Deu 25:2 Und so der Gottlose Schlge verdient hat, soll ihn doch der Richter heien niederfallen, und man soll ihm vor dem Richter eine Zahl Schlge geben nach dem Ma seiner Missetat.
Deu 25:3 Wenn man ihm vierzig Schlge gegeben hat, soll man ihn nicht mehr schlagen, auf dass nicht, so man mehr Schlge gibt, er zuviel geschlagen werde und dein Bruder verchtlich vor deinen Augen sei.
Deu 25:4 Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Deu 25:5 Wenn Brder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann drauen nehmen; sondern ihr Schwager soll sich zu ihr tun und sie zum Weibe nehmen und sie ehelichen.
Deu 25:6 Und den ersten Sohn, den sie gebiert, soll er besttigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, dass sein Name nicht vertilgt werde aus Israel.
Deu 25:7 Gefllt es aber dem Mann nicht, dass er sein Schwgerin nehme, so soll sie, seine Schwgerin hinaufgehen unter das Tor vor die ltesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen.
Deu 25:8 So sollen ihn die ltesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn er dann darauf besteht und spricht: Es gefllt mir nicht, sie zu nehmen,
Deu 25:9 so soll seine Schwgerin zu ihm treten vor den ltesten und ihm einen Schuh ausziehen von seinen Fen und ihn anspeien und soll antworten und sprechen: Also soll man tun einem jeden Mann, der seines Bruders Haus nicht erbauen will!
Deu 25:10 Und sein Namen soll in Israel heien des Barfers Haus.
Deu 25:11 Wenn zwei Mnner miteinander hadern und des einen Weib luft zu, dass sie ihren Mann errette von der Hand dessen, der ihn schlgt, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham,
Deu 25:12 so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll sie nicht verschonen.
Deu 25:13 Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, gro und klein, haben;
Deu 25:14 und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, gro und klein, sein.
Deu 25:15 Du sollst ein vllig und recht Gewicht und einen vlligen und rechten Scheffel haben, auf dass dein Leben lange whre in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, geben wird.
Deu 25:16 Denn wer solches tut, der ist dem HErrn, deinem Gott, ein Greuel wie alle, die bel tun.
Deu 25:17 Gedenke was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus gypten zoget,
Deu 25:18 wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen die letzten deines Heeres, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du mde und matt warst, und frchteten Gott nicht.
Deu 25:19 Wenn nun der HErr, dein Gott, dich zur Ruhe bringt von allen deinen Feinden umher im Lande, das dir der HErr, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen, so sollst du das Gedchtnis der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergiss nicht!
Deu 26:1 Wenn du in das Land kommst, das dir der HErr, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin,
Deu 26:2 so sollst du nehmen allerlei erste Frchte des Landes, die aus der Erde kommen, die der HErr, dein Gott dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an den Ort, den der HErr, dein Gott, erwhlen wird, dass sein Name daselbst wohne,
Deu 26:3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HErrn, deinem Gott, dass ich gekommen bin in das Land, das der HErr unsren Vtern geschworen hat uns zu geben.
Deu 26:4 Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand und vor dem Altar des HErrn, deines Gottes, niedersetzen.
Deu 26:5 Da sollst du antworten und sagen vor dem HErrn, deinem Gott: Mein Vater war ein Syrer und nahe dem Umkommen und zog hinab nach gypten und war daselbst ein Fremdling mit geringem Volk und ward daselbst ein groes, starkes und zahlreiches Volk.
Deu 26:6 Aber die gypter behandelten uns bel und zwangen uns und legten einen harten Dienst auf uns.
Deu 26:7 Da schrieen wir zu dem HErrn, dem Gott unsrer Vter; und der HErr erhrte unser Schreien und sah unser Elend, unsre Angst und Not
Deu 26:8 und fhrte uns aus gypten mit mchtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit groem Schrecken, durch Zeichen und Wunder
Deu 26:9 und brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, darin Milch und Honig fliet.
Deu 26:10 Nun bringe ich die ersten Frchte des Landes, die du, HErr, mir gegeben hast. Und sollst sie lassen vor dem HErrn, deinem Gott, und anbeten vor dem HErrn, deinem Gott,
Deu 26:11 und frhlich sein ber allem Gut, das dir der HErr, dein Gott, gegeben hat und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.
Deu 26:12 Wenn du alle Zehnten deines Einkommens zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du dem Leviten, dem Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, dass sie essen in deinem Tor und satt werden.
Deu 26:13 Und sollst sprechen vor dem HErrn, deinem Gott: Ich habe gebracht, was geheiligt ist, aus meinem Hause und habe es gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht bertreten noch vergessen;
Deu 26:14 ich habe nichts davon gegessen in meinem Leide und habe nichts davongetan in Unreinigkeit; ich habe nicht zu den Toten davon gegeben; ich bin der Stimme des HErrn, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe getan alles, wie du mir geboten hast.
Deu 26:15 Siehe herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsren Vtern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig fliet.
Deu 26:16 Heutigestages gebietet dir der HErr, dein Gott, dass du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, dass du sie hltst und darnach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
Deu 26:17 Dem HErrn hast du heute zugesagt, dass er dein Gott, sei, dass du wollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen.
Deu 26:18 Und der HErr hat dir heute zugesagt, dass du sein eigen Volk sein sollst, wie er dir verheien hat, so du alle seine Gebote hltst
Deu 26:19 und dass er dich zum hchsten machen werde und du gerhmt, gepriesen und geehrt werdest ber alle Vlker, die er gemacht hat, dass du dem HErrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er geredet hat.
Deu 27:1 Und Mose gebot samt den ltesten Israels dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete.
Deu 27:2 Und zu der Zeit, wenn ihr ber den Jordan geht in das Land, das dir der HErr, dein Gott, geben wird, sollst du groe Steine aufrichten und sie mit Kalk tnchen
Deu 27:3 und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinberkommst, auf dass du kommst in das Land, das der HErr, dein Gott, dir geben wird, ein Land darin Milch und Honig fliet, wie der HErr, deiner Vter Gott, dir verheien hat.
Deu 27:4 Wenn ihr nun ber den Jordan geht, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk tnchen.
Deu 27:5 Und sollst daselbst dem HErrn, deinem Gott, einen steinernen Altar bauen, darber kein Eisen fhrt.
Deu 27:6 Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem HErrn, deinem Gott, bauen und Brandopfer darauf opfern dem HErrn, deinem Gott.
Deu 27:7 Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und frhlich sein vor dem HErrn, deinem Gott.
Deu 27:8 Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich.
Deu 27:9 Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten mit ganz Israel und sprachen: Merke und hre zu, Israel! Heute, dieses Tages, bist du ein Volk des HErrn, deines Gottes, geworden,
Deu 27:10 dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.
Deu 27:11 Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach:
Deu 27:12 Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, zu segnen das Volk, wenn ihr ber den Jordan gegangen seid; Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und Benjamin.
Deu 27:13 Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphthali.
Deu 27:14 Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit lauter Stimme:
Deu 27:15 Verflucht sei, wer einen Gtzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel des HErrn, ein Werk von den Hnden der Werkmeister, und stellt es verborgen auf! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen.
Deu 27:16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter unehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:17 Verflucht sei wer seines Nchsten Grenze verengert! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:18 Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:20 Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt, dass er aufdecke die Decke seines Vaters! und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:21 Verflucht sei wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:24 Verflucht sei, wer seinen Nchsten heimlich erschlgt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:25 Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, dass er unschuldiges Blut vergiet! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 27:26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfllt, dass er darnach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen.
Deu 28:1 Und wenn du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du hltst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HErr, dein Gott, zum hchsten machen ber alle Vlker auf Erden,
Deu 28:2 und werden ber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, bist gehorsam gewesen.
Deu 28:3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker.
Deu 28:4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehs, die Frchte deiner Rinder und die Frchte deiner Schafe.
Deu 28:5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
Deu 28:6 Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, gesegnet, wenn du ausgehst.
Deu 28:7 Und der HErr wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir fliehen.
Deu 28:8 Der HErr wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HErr, dein Gott, gegeben hat.
Deu 28:9 Der HErr wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum dass du die Gebote des HErrn, deines Gottes, hltst und wandelst in seinen Wegen,
Deu 28:10 dass alle Vlker auf Erden werden sehen, dass du nach dem Namen des HErrn genannt bist, und werden sich vor dir frchten.
Deu 28:11 Und der HErr wird machen, dass du berfluss an Gtern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Ackers, in dem Lande, das der HErr deinen Vtern geschworen hat dir zu geben.
Deu 28:12 Und der HErr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hnde. Und du wirst vielen Vlkern leihen; du aber wirst von niemand borgen.
Deu 28:13 Und der HErr wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum dass du gehorsam bist den Geboten des HErrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun,
Deu 28:14 und nicht weichst von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern Gttern nachwandelst, ihnen zu dienen.
Deu 28:15 Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HErrn, deines Gottes, dass du hltst und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle Flche ber dich kommen und dich treffen.
Deu 28:16 Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker.
Deu 28:17 Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
Deu 28:18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Rinder und die Frucht deiner Schafe.
Deu 28:19 Verflucht wirst du sein, wenn du eingehst, verflucht, wenn du ausgehst.
Deu 28:20 Der HErr wird unter dich senden Unfall, Unruhe und Unglck in allem, was du vor die Hand nimmst, was du tust, bis du vertilgt werdest und bald untergehst um deines bsen Wesens willen, darum dass du mich verlassen hast.
Deu 28:21 Der HErr wird dir die Pestilenz anhngen, bis dass er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.
Deu 28:22 Der HErr wird dich schlagen mit Darre, Fieber, Hitze, Brand, Drre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe.
Deu 28:23 Dein Himmel, der ber deinem Haupt ist, wird ehern sein und die Erde unter dir eisern.
Deu 28:24 Der HErr wird deinem Lande Staub und Asche fr Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilgt werdest.
Deu 28:25 Der HErr wird dich vor deinen Feinden schlagen; durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen und wirst zerstreut werden unter alle Reiche auf Erden.
Deu 28:26 Dein Leichnam wird eine Speise sein allen Vgeln des Himmels und allen Tieren auf Erden, und niemand wird sein, der sie scheucht.
Deu 28:27 Der HErr wird dich schlagen mit Drsen gyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Krtze, dass du nicht kannst heil werden.
Deu 28:28 Der HErr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens;
Deu 28:29 und wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege kein Glck haben; und wirst Gewalt und Unrecht leiden mssen dein Leben lang, und niemand wird dir helfen.
Deu 28:30 Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen; aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine Frchte nicht genieen.
Deu 28:31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden; aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen.
Deu 28:32 Deine Shne und Tchter werden einem andern Volk gegeben werden, dass deine Augen zusehen und verschmachten ber ihnen tglich; und wird keine Strke in deinen Hnden sein.
Deu 28:33 Die Frchte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst, und wirst Unrecht leiden und zerstoen werden dein Leben lang
Deu 28:34 und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen mssen.
Deu 28:35 Der HErr wird dich schlagen mit bsen Drsen an den Knieen und Waden, dass du nicht kannst geheilt werden, von den Fusohlen an bis auf den Scheitel.
Deu 28:36 Der HErr wird dich und deinen Knig, den du ber dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennst noch deine Vter; und wirst daselbst dienen andern Gttern: Holz und Steinen.
Deu 28:37 Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen Vlkern, dahin dich der HErr getrieben hat.
Deu 28:38 Du wirst viel Samen ausfhren auf das Feld, und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen.
Deu 28:39 Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Wrmer werden's verzehren.
Deu 28:40 lbume wirst du haben in allen deinen Grenzen; aber du wirst dich nicht salben mit l, denn dein lbaum wird ausgerissen werden.
Deu 28:41 Shne und Tchter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggefhrt werden.
Deu 28:42 Alle deine Bume und Frchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.
Deu 28:43 Der Fremdling, der bei dir ist, wird ber dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen.
Deu 28:44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein.
Deu 28:45 Und alle diese Flche werden ber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilgt werdest, darum dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, nicht gehorcht hast, dass du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir geboten hat.
Deu 28:46 Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich,
Deu 28:47 dass du dem HErrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du allerlei genug hattest,
Deu 28:48 Und du wirst deinem Feinde, den dir der HErr zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Ble und allerlei Mangel; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis dass er dich vertilge.
Deu 28:49 Der HErr wird ein Volk ber dich schicken von ferne, von der Welt Ende, wie ein Adler fliegt, des Sprache du nicht verstehst,
Deu 28:50 ein freches Volk, das nicht ansieht die Person des Alten noch schont der Jnglinge.
Deu 28:51 Es wird verzehren die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes, bis du vertilgt werdest; und wird dir nichts briglassen an Korn, Most, l, an Frchten der Rinder und Schafe, bis dass dich's umbringe;
Deu 28:52 und wird dich ngsten in allen deinen Toren, bis dass es niederwerfe deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verlsst, in allem deinem Lande; und wirst gengstet werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HErr, dein Gott, gegeben hat.
Deu 28:53 Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Shne und Tchter, die dir der HErr, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrngen wird,
Deu 28:54 dass ein Mann, der zuvor sehr zrtlich und in ppigkeit gelebt hat unter euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohne, der noch brig ist von seinen Shnen, nicht gnnen,
Deu 28:55 zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Shne, das er isst, sintemal<RF>bedeutet: weil<Rf> ihm nichts brig ist von allem Gut in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrngen wird in allen deinen Toren.
Deu 28:56 Ein Weib unter euch, das zuvor zrtlich und in ppigkeit gelebt hat, dass sie nicht versucht hat, ihre Fusohle auf die Erde zu setzen, vor Zrtlichkeit und Wohlleben, die wird ihrem Manne in ihren Armen und ihrem Sohne und ihrer Tochter nicht gnnen
Deu 28:57 die Nachgeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Shne, die sie geboren hat; denn sie werden vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrngen wird in deinen Toren.
Deu 28:58 Wo du nicht wirst halten, dass du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du frchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den HErrn, deinen Gott,
Deu 28:59 so wird der HErr erschrecklich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit groen und langwierigen Plagen, mit bsen und langwierigen Krankheiten,
Deu 28:60 und wird dir zuwenden alle Seuchen gyptens, davor du dich frchtest, und sie werden dir anhangen;
Deu 28:61 dazu alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, wird der HErr ber dich kommen lassen, bis du vertilgt werdest.
Deu 28:62 Und wird euer ein geringer Haufe brigbleiben, die ihr zuvor gewesen seid wie Sterne am Himmel nach der Menge, darum dass du nicht gehorcht hast der Stimme des HErrn, deines Gottes.
Deu 28:63 Und wie sich der HErr ber euch zuvor freute, dass er euch Gutes tte und mehrte euch, also wird er sich ber euch freuen, dass er euch umbringe und vertilge; und werdet verstrt werden von dem Lande, in das du jetzt einziehst, es einzunehmen.
Deu 28:64 Denn der HErr wird dich zerstreuen unter alle Vlker von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Gttern dienen, die du nicht kennst noch deine Vter: Holz und Steinen.
Deu 28:65 Dazu wirst du unter denselben Vlkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fusohlen werden keine Ruhe haben. Denn der HErr wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und eine verdorrte Seele,
Deu 28:66 dass dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich frchten und deines Lebens nicht sicher sein.
Deu 28:67 Des Morgens wirst du sagen: Ach, dass es Abend wre! des Abends wirst du sagen: Ach, das es Morgen wre! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst.
Deu 28:68 Und der HErr wird dich mit Schiffen wieder nach gypten fhren, den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und Mgden verkauft werden, und wird kein Kufer dasein.
Deu 28:69 Dies sind die Worte des Bundes, den der HErr dem Mose geboten hat zu machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte am Horeb.
Deu 29:1 Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen; Ihr habt gesehen alles, was der HErr getan hat in gypten vor euren Augen dem Pharao mit allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande,
Deu 29:2 die groen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, dass es groe Zeichen und Wunder waren.
Deu 29:3 Und der HErr hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben ein Herz, das verstndig wre, Augen, die da shen, und Ohren, die da hrten.
Deu 29:4 Er hat euch vierzig Jahre in der Wste lassen wandeln: eure Kleider sind an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen Fen;
Deu 29:5 ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken noch starkes Getrnk, auf dass du wissest, dass ich der HErr, euer Gott, bin.
Deu 29:6 Und da ihr kamt an diesen Ort, zog aus der Knig Sihon zu Hesbon und der Knig Og von Basan uns entgegen, mit uns zu streiten; und wir haben sie geschlagen
Deu 29:7 und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter.
Deu 29:8 So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut darnach, auf dass ihr weise handeln mget in allem eurem Tun.
Deu 29:9 Ihr stehet heute alle vor dem HErrn, eurem Gott, die Obersten eurer Stmme, eure ltesten, eure Amtleute, ein jeder Mann in Israel,
Deu 29:10 eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling, der in deinem Lager ist (beide, dein Holzhauer und dein Wasserschpfer),
Deu 29:11 dass du tretest in den Bund des HErrn, deines Gottes, und in den Eid, den der HErr, dein Gott, heute mit dir macht,
Deu 29:12 auf dass er dich heute ihm zum Volk aufrichte und er dein Gott sei, wie er dir verheien hat und wie er deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
Deu 29:13 denn ich mache diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein,
Deu 29:14 sondern sowohl mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns stehet vor dem HErrn, unsrem Gott, als auch mit denen, die heute nicht mit uns sind.
Deu 29:15 Denn ihr wisst, wie wir in gyptenland gewohnt haben und mitten durch die Heiden gezogen sind, durch welche ihr zoget,
Deu 29:16 und saht ihre Greuel und ihre Gtzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren.
Deu 29:17 dass nicht vielleicht ein Mann oder ein Weib oder ein Geschlecht oder ein Stamm unter euch sei, des Herz heute sich von dem HErrn, unsrem Gott, gewandt habe, dass er hingehe und diene den Gttern dieser Vlker und werde vielleicht eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermut trage,
Deu 29:18 und ob er schon hre die Worte dieses Fluches, dennoch sich segne in seinem Herzen und spreche: Es geht mir wohl, dieweil ich wandle, wie es mein Herz dnkt, auf dass die Trunkenen mit den Durstigen dahinfahren!
Deu 29:19 Da wird der HErr dem nicht gndig sein; sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen ber solchen Mann und werden sich auf ihn legen alle Flche, die in diesem Buch geschrieben sind; und der HErr wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel
Deu 29:20 und wird ihn absondern zum Unglck aus allen Stmmen Israels, laut aller Flche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.
Deu 29:21 So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, womit sie der HErr beladen hat
Deu 29:22 (dass er all ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, dass es nicht best werden kann noch etwas wchst noch Kraut darin aufgeht, gleich wie Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim umgekehrt sind, die der HErr in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat),
Deu 29:23 so werden alle Vlker sagen: Warum hat der HErr diesem Lande also getan? Was ist das fr ein so groer und grimmiger Zorn?
Deu 29:24 So wird man sagen: Darum dass sie den Bund des HErrn, des Gottes ihrer Vter, verlassen haben, den er mit ihnen machte, da er sie aus gyptenland fhrte,
Deu 29:25 und sind hingegangen und haben andern Gttern gedient und sie angebetet (solche Gtter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht verordnet hat),
Deu 29:26 darum ist des HErrn Zorn ergrimmt ber dies Land, dass er ber sie hat kommen lassen alle Flche, die in diesem Buch geschrieben stehen;
Deu 29:27 und der HErr hat sie aus ihrem Lande gestoen mit groem Zorn, Grimm und Ungnade und hat sie in ein ander Land geworfen, wie es steht heutigestages.
Deu 29:28 Das Geheimnis ist des HErrn, unsres Gottes; was aber offenbart ist, das ist unser und unsrer Kinder ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.
Deu 30:1 Wenn nun ber dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du in dein Herz gehst, wo du unter den Heiden bist, dahin dich der HErr, dein Gott, verstoen hat,
Deu 30:2 und bekehrst dich zu dem HErrn, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, was ich dir heute gebiete,
Deu 30:3 so wird der HErr, dein Gott, dein Gefngnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen Vlkern, dahin dich der HErr, dein Gott, verstreut hat.
Deu 30:4 Wenn du bis an der Himmel Ende verstoen wrest, so wird dich doch der HErr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen
Deu 30:5 und wird dich in das Land bringen, das deine Vter besessen haben, und wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren ber deine Vter.
Deu 30:6 Und der HErr, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, dass du den HErrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du leben mgest.
Deu 30:7 Aber diese Flche wird der HErr, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die, so dich hassen und verfolgen;
Deu 30:8 du aber wirst dich bekehren und der Stimme des HErrn gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.
Deu 30:9 Und der HErr, dein Gott, wird dir Glck geben in allen Werken deiner Hnde, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Landes, dass dir's zugut komme. Denn der HErr wird sich wenden, dass er sich ber dich freue, dir zugut, wie er sich ber deine Vter gefreut hat,
Deu 30:10 darum dass du der Stimme des HErrn, deines Gottes, gehorchest, zu halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem HErrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
Deu 30:11 Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen noch zu ferne
Deu 30:12 noch im Himmel, dass du mchtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hren und tun?
Deu 30:13 Es ist auch nicht jenseit des Meers, dass du mchtest sagen: Wer will uns ber das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hren und tun?
Deu 30:14 Denn es ist das Wort gar nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
Deu 30:15 Siehe ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Bse,
Deu 30:16 der ich dir heute gebiete, dass du den HErrn, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben mgest und gemehrt werdest und dich der HErr, dein Gott, segne in dem Lande, in das du einziehst, es einzunehmen.
Deu 30:17 Wendest du aber dein Herz und gehorchst nicht, sondern lsst dich verfhren, dass du andere Gtter anbetest und ihnen dienest,
Deu 30:18 so verkndige ich euch heute, dass ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet, dahin du einziehst ber den Jordan, es einzunehmen.
Deu 30:19 Ich nehme Himmel und Erde heute ber euch zu Zeugen: ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwhlest und du und dein Same leben mgt,
Deu 30:20 dass ihr den HErrn, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, dass du in dem Lande wohnst, das der HErr deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat ihnen zu geben.
Deu 31:1 Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel
Deu 31:2 und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt; ich kann nicht mehr aus noch ein gehen; dazu hat der HErr zu mir gesagt: Du sollst nicht ber diesen Jordan gehen.
Deu 31:3 Der HErr, dein Gott, wird selber vor dir her gehen; er wird selber diese Vlker vor dir her vertilgen, dass du ihr Land einnehmest. Josua, der soll vor dir hinbergehen, wie der HErr geredet hat.
Deu 31:4 Und der HErr wird ihnen tun, wie er getan hat Sihon und Og, den Knigen der Amoriter, und ihrem Lande, welche er vertilgt hat.
Deu 31:5 Wenn sie nun der HErr vor euch dahingeben wird, so sollt ihr ihnen tun nach allem Gebot, das ich euch geboten habe.
Deu 31:6 Seid getrost und unverzagt, frchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der HErr, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.
Deu 31:7 Und Mose rief zu Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der HErr ihren Vtern geschworen hat ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen.
Deu 31:8 Der HErr aber, der selber vor euch her geht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. Frchte dich nicht und erschrick nicht.
Deu 31:9 Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Kindern Levi, die die Lade des Bundes trugen, und allen ltesten Israels
Deu 31:10 und gebot ihnen und sprach: Je nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahrs, am Fest der Laubhtten,
Deu 31:11 wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem HErrn, deinem Gott, an dem Ort, den er erwhlen wird, sollst du dieses Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren,
Deu 31:12 nmlich vor der Versammlung des Volks (der Mnner, Weiber und Kinder und deines Fremdlings, der in deinem Tor ist), auf dass sie es hren und lernen den HErrn, euren Gott, frchten und es zu halten, dass sie tun alle Worte dieses Gesetzes,
Deu 31:13 und dass ihre Kinder, die es nicht wissen, es auch hren und lernen den HErrn, euren Gott, frchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, darein ihr gehet ber den Jordan, es einzunehmen.
Deu 31:14 Und der HErr sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, dass du stirbst. Rufe Josua und tretet in die Htte des Stifts, dass ich ihm Befehl tue. Mose ging hin mit Josua, und sie traten in die Htte des Stifts.
Deu 31:15 Der HErr aber erschien in der Htte in einer Wolkensule, und die Wolkensule stand in der Htte Tr.
Deu 31:16 Und der HErr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vtern; und dies Volk wird aufkommen und wird abfallen zu fremden Gttern des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe.
Deu 31:17 So wird mein Zorn ergrimmen ber sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, dass sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies bel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist?
Deu 31:18 Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Bsen willen, das sie getan haben, dass sie sich zu andern Gttern gewandt haben.
Deu 31:19 So schreibt euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und legt es in ihren Mund, dass mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel.
Deu 31:20 Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vtern geschworen habe, darin Milch und Honig fliet. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu andern Gttern und ihnen dienen und mich lstern und meinen Bund fahren lassen.
Deu 31:21 Und wenn sie dann viel Unglck und Angst betreten wird, so soll dieses Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Mund ihrer Nachkommen. Denn ich wei ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, das ich geschworen habe.
Deu 31:22 Also schrieb Mose dieses Lied zur selben Zeit und lehrte es die Kinder Israel.
Deu 31:23 Und befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel in das Land fhren, das ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein.
Deu 31:24 Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch,
Deu 31:25 gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des HErrn trugen, und sprach:
Deu 31:26 Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es an die Seite der Lade des Bundes des HErrn, eures Gottes, dass es daselbst ein Zeuge sei wider dich.
Deu 31:27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, wo ich noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den HErrn; wie viel mehr nach meinem Tode!
Deu 31:28 So versammelt nun vor mich alle ltesten eurer Stmme und eure Amtleute, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme.
Deu 31:29 Denn ich wei, dass ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglck begegnen hernach, darum dass ihr bel getan habt vor den Augen des HErrn, dass ihr ihn erzrntet durch eurer Hnde Werk.
Deu 31:30 Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel:
Deu 32:1 Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde hre die Rede meines Mundes.
Deu 32:2 Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fliee wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
Deu 32:3 Denn ich will den Namen des HErrn preisen. Gebt unsrem Gott allein die Ehre!
Deu 32:4 Er ist ein Fels. Seine Werke sind unstrflich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Bses an ihm; gerecht und fromm ist er.
Deu 32:5 Die verkehrte und bse Art fllt von ihm ab; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder.
Deu 32:6 Dankest du also dem HErrn, deinem Gott, du toll und tricht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein HErr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?
Deu 32:7 Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an den alten Vtern. Frage deinen Vater, der wird dir's verkndigen, deine ltesten, die werden dir's sagen.
Deu 32:8 Da der Allerhchste die Vlker zerteilte und zerstreute der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Vlker nach der Zahl der Kinder Israel.
Deu 32:9 Denn des HErrn teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe.
Deu 32:10 Er fand ihn in der Wste, in der drren Einde, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behtete ihn wie seinen Augapfel.
Deu 32:11 Wie ein Adler ausfhrt seine Jungen und ber ihnen schwebt, breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flgeln.
Deu 32:12 Der HErr allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.
Deu 32:13 Er lie ihn hoch herfahren auf Erden und nhrte ihn mit den Frchten des Feldes und lie ihn Honig saugen aus den Felsen und l aus den harten Steinen,
Deu 32:14 Butter von den Khen und Milch von den Schafen samt dem Fetten von den Lmmern und feiste Widder und Bcke mit fetten Nieren und Weizen und trnkte ihn mit gutem Traubenblut.
Deu 32:15 Da aber Jesurun<RF>bedeutet: Ehrenname Israels<Rf> fett ward, ward er bermtig. Er ist fett und dick und stark geworden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet
Deu 32:16 und hat ihn zum Eifer gereizt durch fremde Gtter; durch Greuel hat er ihn erzrnt.
Deu 32:17 Sie haben den Teufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den Gttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die ihre Vter nicht geehrt haben.
Deu 32:18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat.
Deu 32:19 Und da es der HErr sah, ward er zornig ber seine Shne und Tchter,
Deu 32:20 und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder.
Deu 32:21 Sie haben mich gereizt an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abgtterei haben sie mich erzrnt. Und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem trichten Volk will ich sie erzrnen.
Deu 32:22 Denn ein Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hlle und wird verzehren das Land mit seinem Gewchs und wird anznden die Grundfesten der Berge.
Deu 32:23 Ich will alles Unglck ber sie hufen, ich will meine Pfeile in sie schieen.
Deu 32:24 Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jhem Tod. Ich will der Tiere Zhne unter sie schicken und der Schlangen Gift.
Deu 32:25 Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig der Schrecken, beide, Jnglinge und Jungfrauen, die Suglinge mit dem grauen Mann.
Deu 32:26 Ich wollte sagen: Wo sind sie? ich werde ihr Gedchtnis aufheben unter den Menschen,
Deu 32:27 wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheute, dass nicht ihre Feinde stolz wrden und mchten sagen: Unsre Macht ist hoch, und der HErr hat nicht solches alles getan.
Deu 32:28 Denn es ist ein Volk, darin kein Rat ist, und ist kein Verstand in ihnen.
Deu 32:29 O, dass sie weise wren und vernhmen solches, dass sie verstnden, was ihnen hernach begegnen wird!
Deu 32:30 Wie gehet es zu, dass einer wird ihrer tausend jagen, und zwei werden zehntausend flchtig machen? Ist es nicht also, dass sie ihr Fels verkauft hat und der HErr sie bergeben hat?
Deu 32:31 Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsre Feinde selbst Richter.
Deu 32:32 Denn ihr Weinstock ist vom Weinstock zu Sodom und von dem Acker Gomorras; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren;
Deu 32:33 ihr Wein ist Drachengift und wtiger Ottern Galle.
Deu 32:34 Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Schtzen?
Deu 32:35 Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fu gleiten; denn die Zeit ihres Unglcks ist nahe, und was ber sie kommen soll, eilt herzu.
Deu 32:36 Denn der HErr wird sein Volk richten, und ber seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, dass ihre Macht dahin ist und beides, das Verschlossene und Verlassene, weg ist.
Deu 32:37 Und man wird sagen: Wo sind ihre Gtter, ihr Fels, auf den sie trauten?
Deu 32:38 Welche das Fett ihrer Opfer aen und tranken den Wein ihrer Trankopfer, lasst sie aufstehen und euch helfen und schtzen!
Deu 32:39 Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann tten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette.
Deu 32:40 Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich.
Deu 32:41 Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder rchen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten.
Deu 32:42 Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entblten Haupt des Feindes.
Deu 32:43 Jauchzet alle, die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte rchen und wird sich an seinen Feinden rchen und gndig sein dem Lande seines Volkes.
Deu 32:44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns.
Deu 32:45 Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel,
Deu 32:46 sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, dass ihr euren Kindern befehlt, dass sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes.
Deu 32:47 Denn es ist nicht ein vergebliches Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solches Wort wird euer Leben verlngern in dem Lande, da ihr hin gehet ber den Jordan, dass ihr es einnehmet.
Deu 32:48 Und der HErr redete mit Mose desselben Tages und sprach:
Deu 32:49 Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde,
Deu 32:50 und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleich wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte,
Deu 32:51 darum dass ihr euch an mir versndigt habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der Wste Zin, dass ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel;
Deu 32:52 denn du sollst das Land vor dir sehen, dass ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.
Deu 33:1 Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode segnete.
Deu 33:2 Und er sprach: Der Herr ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Pharan und ist gekommen mit viel tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie.
Deu 33:3 Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen Fen und werden lernen von deinen Worten.
Deu 33:4 Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs.
Deu 33:5 Und Er ward Knig ber Jesurun, als sich versammelten die Hupter des Volks samt den Stmmen Israels.
Deu 33:6 Ruben lebe, und sterbe nicht, und er sei ein geringer Haufe.
Deu 33:7 Dies ist der Segen Judas. Und er sprach: HErr, erhre die Stimme Judas und mache ihn zum Regenten in seinem Volk und lass seine Macht gro werden, und ihm msse wider seine Feinde geholfen werden.
Deu 33:8 Und zu Levi sprach er: Deine Macht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versucht hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser.
Deu 33:9 Wer von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und von seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und von seinem Sohn: Ich wei nicht, die halten deine Rede und bewahren deinen Bund;
Deu 33:10 die werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; die werden Ruchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.
Deu 33:11 HErr, segne sein Vermgen und lass dir gefallen die Werke seiner Hnde; zerschlage den Rcken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen.
Deu 33:12 Und zu Benjamin sprach er: der Geliebte des HErrn wird sicher wohnen; allezeit wird er ber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen.
Deu 33:13 Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des HErrn: da sind edle Frchte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt;
Deu 33:14 da sind edle Frchte von der Sonne, und edle, reife Frchte der Monde,
Deu 33:15 und von den hohen Bergen von alters her und von den Hgeln fr und fr
Deu 33:16 und edle Frchte von der Erde und dem, was darinnen ist. Die Gnade des, der in dem Busch wohnte, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brdern.
Deu 33:17 Seine Herrlichkeit ist wie eines erstgeborenen Stieres, und seine Hrner sind wie Einhornshrner; mit denselben wird er die Vlker stoen zuhauf bis an des Landes Enden. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.
Deu 33:18 Und zu Sebulon sprach er: Sebulon freue dich deines Auszugs; aber Isaschar, freue dich deiner Htten.
Deu 33:19 Sie werden die Vlker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die versenkten Schtze im Sande.
Deu 33:20 Und zu Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum macht! Er liegt wie ein Lwe und raubt den Arm und den Scheitel,
Deu 33:21 und er ersah sich das Erbe, denn daselbst war ihm eines Frsten Teil aufgehoben, und er kam mit den Obersten des Volks und vollfhrte die Gerechtigkeit des HErrn und seine Rechte an Israel.
Deu 33:22 Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Lwe, der herausspringt von Basan.
Deu 33:23 Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehrt, und wird voll Segens des HErrn sein; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz sein.
Deu 33:24 Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet unter den Shnen und tauche seinen Fu in l.
Deu 33:25 Eisen und Erz sei dein Riegel; dein Alter sei wie die Jugend.
Deu 33:26 Es ist kein Gott wie der Gott Jesuruns. Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist.
Deu 33:27 Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilgt!
Deu 33:28 Israel wird sicher allein wohnen; der Brunnen Jakobs wird sein in dem Lande, da Korn und Most ist, dazu sein Himmel wird mit Tau triefen.
Deu 33:29 Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den HErrn selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihren Hhen einhertreten.
Deu 34:1 Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegenber Jericho. Und der HErr zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan
Deu 34:2 und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer gegen Abend
Deu 34:3 und das Mittagsland und die Gegend der Ebene Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar.
Deu 34:4 Und der HErr sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen; aber du sollst nicht hinbergehen.
Deu 34:5 Also starb Mose, der Knecht des HErrn, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HErrn.
Deu 34:6 Und er begrub ihn im Tal im Lande der Moabiter gegenber Beth-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag.
Deu 34:7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Kraft war nicht verfallen.
Deu 34:8 Und die Kinder Israel beweinten Mose im Gefilde der Moabiter dreiig Tage; und es wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens ber Mose.
Deu 34:9 Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hnde auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Deu 34:10 Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HErr erkannt htte von Angesicht zu Angesicht,
Deu 34:11 zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HErr sandte, dass er sie tte in gyptenland an Pharao und an allen seinen Knechten und an allem seinem Lande
Deu 34:12 und zu aller dieser mchtigen Hand und den schrecklichen Taten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israels.
Jos 1:1 Nach dem Tode Moses, des Knechts des HErrn, sprach der HErr zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener:
Jos 1:2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf und zieh ber den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gegeben habe.
Jos 1:3 Alle Sttten, darauf eure Fusohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose geredet habe.
Jos 1:4 Von der Wste an und diesem Libanon bis an das groe Wasser Euphrat, das ganze Land der Hethiter, bis an das groe Meer gegen Abend sollen eure Grenzen sein.
Jos 1:5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
Jos 1:6 Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihren Vtern geschworen habe, dass ich's ihnen geben wollte.
Jos 1:7 Sei nur getrost und sehr freudig, dass du haltest und tust allerdinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du weise handeln mgest in allem, was du tun sollst.
Jos 1:8 Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln knnen.
Jos 1:9 Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HErr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.
Jos 1:10 Da gebot Josua den Hauptleuten des Volks und sprach:
Jos 1:11 Geht durch das Lager und gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn ber drei Tage werdet ihr ber diesen Jordan gehen, dass ihr hineinkommt und das Land einnehmt, dass euch der HErr, euer Gott, geben wird.
Jos 1:12 Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Josua:
Jos 1:13 Gedenket an das Wort, das euch Mose, der Knecht des HErrn, sagte und sprach: Der HErr, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und dies Land gegeben.
Jos 1:14 Eure Weiber und Kinder und Vieh lasst in dem Lande bleiben, das euch Mose gegeben hat, diesseit des Jordans; ihr aber sollt vor euren Brdern her ziehen gerstet, was streitbare Mnner sind, und ihnen helfen,
Jos 1:15 bis dass der HErr eure Brder auch zur Ruhe bringt wie euch, dass sie auch einnehmen das Land, das ihnen der HErr, euer Gott, geben wird. Alsdann sollt ihr wieder umkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht des HErrn, gegeben hat zu besitzen diesseit des Jordans, gegen der Sonne Aufgang.
Jos 1:16 Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun; und wo du uns hinsendest, da wollen wir hin gehen.
Jos 1:17 Wie wir Mose gehorsam sind gewesen, so wollen wir dir auch gehorsam sein; allein, dass der HErr, dein Gott, nur mit dir sei, wie er mit Mose war.
Jos 1:18 Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt!
Jos 2:1 Josua aber, der Sohn Nuns, hatte zwei Kundschafter heimlich ausgesandt von Sittim und ihnen gesagt: Geht hin, beseht das Land und Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hie Rahab, und kehrten zu ihr ein.
Jos 2:2 Da ward dem Knig von Jericho gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Mnner hereingekommen von den Kindern Israel, das Land zu erkunden.
Jos 2:3 Da sandte der Knig zu Jericho zu Rahab und lie ihr sagen: Gib die Mnner heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, das ganze Land zu erkunden.
Jos 2:4 Aber das Weib verbarg die zwei Mnner und sprach also: Es sind ja Mnner zu mir hereingekommen; aber ich wusste nicht, woher sie waren.
Jos 2:5 Und da man die Tore wollte zuschlieen, da es finster war, gingen sie hinaus, dass ich nicht wei, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilend nach, denn ihr werdet sie ergreifen.
Jos 2:6 Sie aber lie sie auf das Dach steigen und verdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie auf dem Dache ausgebreitet hatte.
Jos 2:7 Aber die Mnner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furt; und man schloss das Tor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten.
Jos 2:8 Und ehe denn die Mnner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach
Jos 2:9 und sprach zu ihnen: Ich wei, dass der HErr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist ber uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind feig geworden.
Jos 2:10 Denn wir haben gehrt, wie der HErr hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus gypten zoget, und was ihr den zwei Knigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannt habt.
Jos 2:11 Und seit wir solches gehrt haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor euch; denn der HErr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.
Jos 2:12 So schwrt mir nun bei dem HErrn, dass, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, ihr auch an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut; und gebt mir ein gewisses Zeichen,
Jos 2:13 dass ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Brder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und errettet unsre Seelen vom Tode.
Jos 2:14 Die Mnner sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HErr das Land gibt, so soll unsre Seele fr euch des Todes sein, sofern du unser Geschft nicht verrtst.
Jos 2:15 Da lie sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte auch auf der Mauer.
Jos 2:16 Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verbergt euch daselbst drei Tage, bis dass sie wiederkommen, die euch nachjagen; darnach geht eure Strae.
Jos 2:17 Die Mnner aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los sein, den du von uns genommen hast,
Jos 2:18 wenn wir kommen ins Land und du nicht dies rote Seil in das Fenster knpfst, womit du uns herniedergelassen hast, und zu dir ins Haus versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Brder und deines Vaters ganzes Haus.
Jos 2:19 Und wer zu Tr deines Hauses herausgeht, des Blut sei auf seinem Haupt, und wir unschuldig; aber aller, die in deinem Hause sind, so eine Hand an sie gelegt wird, so soll ihr Blut auf unsrem Haupt sein.
Jos 2:20 Und so du etwas von diesem unsrem Geschft wirst aussagen, so wollen wir des Eides los sein, den du von uns genommen hast.
Jos 2:21 Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt, und lie sie gehen. Und sie gingen hin. Und sie knpfte das rote Seil ins Fenster.
Jos 2:22 Sie aber gingen hin und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage daselbst, bis dass die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straen, und doch nicht gefunden.
Jos 2:23 Also kehrten die zwei Mnner wieder und gingen vom Gebirge und fuhren ber und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzhlten ihm alles, wie sie es gefunden hatten,
Jos 2:24 und sprachen zu Josua: Der HErr hat uns alles Land in unsre Hnde gegeben; so sind auch alle Einwohner des Landes feig vor uns.
Jos 3:1 Und Josua machte sich frh auf, und sie zogen aus Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst ber Nacht, ehe sie hinberzogen.
Jos 3:2 Nach drei Tagen aber gingen die Hauptleute durchs Lager
Jos 3:3 und geboten dem Volk und sprachen: Wenn ihr sehen werdet die Lade des Bundes des HErrn, eures Gottes, und die Priester aus den Leviten sie tragen, so ziehet aus von eurem Ort und folgt ihr nach.
Jos 3:4 Doch dass zwischen euch und ihr Raum sei bei zweitausend Ellen. Ihr sollt nicht zu ihr nahen, auf dass ihr wisset, auf welchem Weg ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher nicht gegangen.
Jos 3:5 Und Josua sprach zu dem Volk: Heiligt euch; denn morgen wir der HErr ein Wunder unter euch tun.
Jos 3:6 Und zu den Priestern sprach er: Tragt die Lade des Bundes und geht vor dem Volk her. Da trugen sie die Lade des Bundes und gingen vor dem Volk her.
Jos 3:7 Und der HErr sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich gro zu machen vor dem ganzen Israel, dass sie wissen, wie ich mit Mose gewesen bin, also sei ich auch mit dir.
Jos 3:8 Und du gebiete den Priestern, die die Lade des Bunde tragen, und sprich: Wenn ihr kommt vorn ins Wasser des Jordans, so steht still.
Jos 3:9 Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Herzu! und Hrt die Worte des HErrn, eures Gottes!
Jos 3:10 Und sprach: Dabei sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist, und dass er vor euch austreiben wird die Kanaaniter, Hethiter, Heviter, Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter.
Jos 3:11 Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers ber alle Welt wird vor euch her gehen in den Jordan.
Jos 3:12 So nehmt nun zwlf aus den Stmmen Israels, aus jeglichem Stamm einen.
Jos 3:13 Wenn dann die Fusohlen der Priester, die des HErrn Lade, des Herrschers ber alle Welt, tragen, in des Jordans Wasser sich lassen, so wird das Wasser, das von oben herabfliet im Jordan, abreien, dass es auf einem Haufen stehen bleibe.
Jos 3:14 Da nun das Volk auszog aus seinen Htten, dass sie ber den Jordan gingen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen
Jos 3:15 und an den Jordan kamen und ihre Fe vorn ins Wasser tauchten (der Jordan aber war voll an allen seinen Ufern die ganze Zeit der Ernte),
Jos 3:16 da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet auf einem Haufen, sehr ferne, bei der Stadt Adam, die zur Seite Zarthans liegt; aber das Wasser das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und verflo. Also ging das Volk hinber, Jericho gegenber.
Jos 3:17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HErrn trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging trocken durch, bis das ganze Volk alles ber den Jordan kam.
Jos 4:1 Da nun das Volk ganz ber den Jordan gegangen war, sprach der HErr zu Josua:
Jos 4:2 Nehmt euch zwlf Mnner, aus jeglichem Stamm einen,
Jos 4:3 und gebietet ihnen und sprecht: Hebt auf aus dem Jordan zwlf Steine von dem Ort, da die Fe der Priester stillgestanden sind, und bringt sie mit euch hinber, dass ihr sie in der Herberge lasst, da ihr diese Nacht herbergen werdet.
Jos 4:4 Da rief Josua die zwlf Mnner, die er verordnet hatte aus den Kindern Israel, aus jeglichem Stamm einen,
Jos 4:5 und sprach zu ihnen: Geht hinber vor die Lade des HErrn, eures Gottes, mitten in den Jordan und hebe ein jeglicher einen Stein auf seine Achsel, nach der Zahl der Stmme der Kinder Israel,
Jos 4:6 dass sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder hernach ihre Vter fragen werden und sprechen: Was tun diese Steine da?
Jos 4:7 so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans abgerissen ist vor der Lade des Bundes des HErrn, da sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine den Kindern Israels ein ewiges Gedchtnis sein.
Jos 4:8 Da taten die Kinder Israel, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen zwlf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HErr zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Stmme der Kinder Israel, und brachten sie mit sich hinber in die Herberge und lieen sie daselbst.
Jos 4:9 Und Josua richtete zwlf Steine auf mitten im Jordan, da die Fe der Priester gestanden waren, die die Lade des Bundes trugen; die sind noch daselbst bis auf diesen Tag.
Jos 4:10 Denn die Priester, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis dass alles ausgerichtet ward, was der HErr dem Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und ging hinber.
Jos 4:11 Da nun das Volk ganz hinbergegangen war, da ging die Lade des HErrn auch hinber und die Priester vor dem Volk her.
Jos 4:12 Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen gerstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte.
Jos 4:13 Bei vierzigtausend Gerstete zum Heer gingen vor dem HErrn zum Streit auf das Gefilde Jerichos.
Jos 4:14 An dem Tage machte der HErr den Josua gro vor dem ganzen Israel; und sie frchteten ihn, wie sie Mose frchteten, sein Leben lang.
Jos 4:15 Und der HErr sprach zu Josua:
Jos 4:16 Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen.
Jos 4:17 Also gebot Josua den Priestern und sprach: Steigt herauf aus dem Jordan!
Jos 4:18 Und da die Priester, die die Lade des HErrn trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fusohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Sttte und flo wie zuvor an allen seinen Ufern.
Jos 4:19 Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, da das Volk aus dem Jordan heraufstieg; und lagerten sich in Gilgal, gegen Morgen vor der Stadt Jericho.
Jos 4:20 Und die zwlf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf zu Gilgal
Jos 4:21 und sprach zu den Kinder Israel: Wenn eure Kinder hernach ihre Vter fragen werden und sagen: Was sollen diese Steine?
Jos 4:22 So sollt ihr's ihnen kundtun und sagen: Israel ging trocken durch den Jordan,
Jos 4:23 da der HErr, euer Gott, das Wasser des Jordans austrocknete vor euch, bis ihr hinberginget, gleichwie der HErr, euer Gott, tat in dem Schilfmeer, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgingen,
Jos 4:24 auf dass alle Vlker auf Erden die Hand des HErrn erkennen, wie mchtig sie ist, dass ihr den HErrn, euren Gott, frchtet allezeit.
Jos 5:1 Da nun alle Knige der Amoriter, die jenseit des Jordans gegen Abend wohnten, und alle Knige der Kanaaniter am Meer hrten, wie der HErr das Wasser des Jordans hatte ausgetrocknet vor den Kindern Israel, bis sie hinbergingen, verzagte ihr Herz, und war kein Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel.
Jos 5:2 Zu der Zeit sprach der HErr zu Josua: Mach dir steinerne Messer und beschneide die Kinder Israel zum andernmal.
Jos 5:3 Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die Kinder Israel auf dem Hgel Araloth.
Jos 5:4 Und das ist die Sache, darum Josua sie beschnitt: Alles Volk, das aus gypten gezogen war, die Mnner, alle Kriegsleute, waren gestorben in der Wste auf dem Wege, da sie aus gypten zogen.
Jos 5:5 Denn alles Volk, das auszog war beschnitten; aber alles Volk, das in der Wste geboren war, auf dem Wege, da sie aus gypten zogen, das war nicht beschnitten.
Jos 5:6 Denn die Kinder Israel wandelten vierzig Jahre in der Wste, bis dass das ganze Volk der Kriegsmnner, die aus gypten gezogen waren, umkamen, darum dass sie der Stimme des HErrn nicht gehorcht hatten; wie denn der HErr ihnen geschworen hatte uns zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliet.
Jos 5:7 Deren Kinder, die an ihrer Statt waren aufgekommen, beschnitt Josua; denn sie hatten Vorhaut und waren auf dem Wege nicht beschnitten.
Jos 5:8 Und da das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden.
Jos 5:9 Und der HErr sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande gyptens von euch gewendet. Und diese Sttte ward Gilgal genannt bis auf diesen Tag.
Jos 5:10 Und als die Kinder Israel also in Gilgal das Lager hatten, hielten sie Passah am vierzehnten Tage des Monats am Abend auf dem Gefilde Jerichos
Jos 5:11 und aen vom Getreide des Landes am Tag nach dem Passah, nmlich ungesuertes Brot und gerstete Krner, ebendesselben Tages.
Jos 5:12 Und das Man hrte auf des andern Tages, da sie des Landes Getreide aen, dass die Kinder Israel kein Man mehr hatten, sondern aen vom Getreide des Landes Kanaan in demselben Jahr.
Jos 5:13 Und es begab sich, da Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und ward gewahr, dass ein Mann ihm gegenberstand und hatte sein bloes Schwert in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehrst du uns an oder unsren Feinden?
Jos 5:14 Er sprach: Nein, sondern ich bin ein Frst ber das Heer des HErrn und bin jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach zu ihm: Was sagt mein HErr seinem Knecht?
Jos 5:15 Und der Frst ber das Heer des HErrn sprach zu Josua: Zieh deine Schuhe aus von deinen Fen; denn die Sttte, darauf du stehst, ist heilig. Und Josua tat also.
Jos 6:1 Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Kindern Israel, dass niemand aus oder ein kommen konnte,
Jos 6:2 Aber der HErr sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt seinem Knig und seinen Kriegsleuten in deine Hnde gegeben.
Jos 6:3 Lass alle Kriegsmnner rings um die Stadt her gehen einmal, und tue sechs Tage also.
Jos 6:4 Und lass sieben Priester sieben Posaunen des Halljahrs tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage geht siebenmal um die Stadt, und lass die Priester die Posaunen blasen.
Jos 6:5 Und wenn man das Halljahrshorn blst und es lange tnt, dass ihr die Posaune hrt, so soll das ganze Volk ein groes Feldgeschrei machen, so werden der Stadt Mauern umfallen, und das Volk soll hineinsteigen, ein jeglicher stracks vor sich.
Jos 6:6 Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: Tragt die Lade des Bundes, und sieben Priester lasst sieben Halljahrsposaunen tragen vor der Lade des HErrn.
Jos 6:7 Zieht hin und geht um die Stadt; wer gerstet ist, gehe vor der Lade des HErrn her.
Jos 6:8 Da Josua solches dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben Priester sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des HErrn her und gingen und bliesen die Posaunen; und die Lade des Bundes des HErrn folgt ihnen nach.
Jos 6:9 Und wer gerstet war, ging vor den Priestern her, die die Posaunen bliesen; und der Haufe folgte der Lade nach, und man blies Posaunen.
Jos 6:10 Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrei machen noch eure Stimme hren lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen bis auf den Tag, da ich zu euch sagen werde: Macht ein Feldgeschrei! so macht dann ein Feldgeschrei.
Jos 6:11 Also ging die Lade des HErrn rings um die Stadt einmal, und sie kamen in das Lager und blieben darin ber Nacht.
Jos 6:12 Und Josua machte sich des Morgens frh auf, und die Priester trugen die Lade des HErrn.
Jos 6:13 So trugen die sieben Priester die sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des HErrn her und gingen und bliesen Posaunen; und wer gerstet war, ging vor ihnen her, und der Haufe folgte der Lade des HErrn, und man blies Posaunen.
Jos 6:14 Des andern Tages gingen sie auch einmal um die Stadt und kamen wieder ins Lager. Also taten sie sechs Tage.
Jos 6:15 Am siebenten Tage aber, da die Morgenrte aufging, machten sie sich frh auf und gingen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt, dass sie desselben einen Tages siebenmal um die Stadt kamen.
Jos 6:16 Und beim siebentenmal, da die Priester die Posaunen bliesen, sprach Josua zum Volk: Macht ein Feldgeschrei; denn der HErr hat euch die Stadt gegeben.
Jos 6:17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem HErrn verbannt sein. Allein die Hure Rahab soll leben bleiben und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten.
Jos 6:18 Allein htet euch von dem Verbannten, dass ihr euch nicht verbannt, so ihr des Verbannten etwas nehmt, und macht das Lager Israel verbannt und bringt's in Unglck.
Jos 6:19 Aber alles Silber und Gold samt dem ehernen Gerte soll dem HErrn geheiligt sein, dass es zu des HErrn Schatz komme.
Jos 6:20 Da machte das Volk ein Feldgeschrei, und man blies die Posaunen. Denn als das Volk den Hall der Posaunen hrte, machte es ein groes Feldgeschrei. Und die Mauer fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher stracks vor sich. Also gewannen sie die Stadt
Jos 6:21 und verbannten alles, was in der Stadt war, mit der Schrfe des Schwerts: Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel.
Jos 6:22 Aber Josua sprach zu den zwei Mnnern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und fhrt das Weib von dort heraus mit allem, was sie hat, wie ihr versprochen habt.
Jos 6:23 Da gingen die Jnglinge, die Kundschafter, hinein und fhrten Rahab heraus samt Vater und Mutter und Brdern und alles, was sie hatte, und alle ihre Geschlechter und lie sie drauen, auerhalb des Lagers Israels.
Jos 6:24 Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles, was darin war. Allein das Silber und Gold und eherne und eiserne Gerte taten sie zum Schatz in das Haus des HErrn.
Jos 6:25 Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie hatte, lie Josua leben. Und sie wohnt in Israel bis auf diesen Tag, darum dass sie die Boten verborgen hatte, die Josua auszukundschaften gesandt hatte gen Jericho.
Jos 6:26 Zu der Zeit schwur Josua und sprach: Verflucht sei der Mann vor dem HErrn, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho wieder baut! Wenn er einen Grund legt, das koste ihn den ersten Sohn; wenn er ihre Tore setzt, das koste ihn seinen jngsten Sohn!
Jos 6:27 Also war der HErr mit Josua, dass man von ihm sagte in allen Landen.
Jos 7:1 Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Verbannten; denn Achan, der Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, vom Stamm Juda nahm des Verbannten etwas. Da ergrimmte der Zorn des HErrn ber die Kinder Israel.
Jos 7:2 Und Josua sandte Mnner aus von Jericho gen Ai, das bei Beth-Aven liegt, gegen Morgen vor Beth-El, und sprach zu ihnen: Geht hinauf und erkundet das Land! Und da sie hinaufgegangen waren und Ai erkundet hatten,
Jos 7:3 kamen sie wieder zu Josua und sprachen zu ihm: Lass nicht das ganze Volk hinaufziehen, sondern bei zwei- oder dreitausend Mann, dass sie hinaufziehen und schlagen Ai, dass nicht das ganze Volk sich daselbst bemhe; denn ihrer ist wenig.
Jos 7:4 Also zogen hinauf des Volks bei dreitausend Mann, und sie flohen vor den Mnnern zu Ai.
Jos 7:5 Und die von Ai schlugen ihrer bei sechsunddreiig Mann und jagten sie vor dem Tor bis gen Sabarim und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem Volk das Herz verzagt und ward zu Wasser.
Jos 7:6 Josua aber zerriss seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des HErrn bis auf den Abend samt den ltesten Israels, und sie warfen Staub auf ihre Hupter.
Jos 7:7 Und Josua sprach: Ach Herr HErr, warum hast du dies Volk ber den Jordan gefhrt, dass du uns in die Hnde der Amoriter gbest, uns umzubringen? O, dass wir's uns htten gefallen lassen, jenseit des Jordans zu bleiben!
Jos 7:8 Ach, mein HErr, was soll ich sagen, weil Israel seinen Feinden den Rcken kehrt?
Jos 7:9 Wenn das die Kanaaniter und alle Einwohner des Landes hren, so werden sie uns umbringen und auch unsren Namen ausrotten von der Erde. Was willst du denn fr deinen groen Namen tun?
Jos 7:10 Da sprach der HErr zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du also auf deinem Angesicht?
Jos 7:11 Israel hat sich versndigt, sie haben meinen Bund bertreten, den ich ihnen angeboten habe, und haben des Verbannten etwas genommen und gestohlen und es verleugnet und unter eure Gerte gelegt.
Jos 7:12 Die Kinder Israel knnen nicht stehen vor ihren Feinden, sondern mssen ihren Feinden den Rcken kehren; denn sie sind im Bann. Ich werde hinfort nicht mit euch sein, wo ihr nicht den Bann aus euch vertilgt.
Jos 7:13 Stehe auf und heilige das Volk und sprich: Heiligt euch auf morgen. Denn also sagte der HErr, der Gott Israels: Es ist ein Bann unter dir Israel; darum kannst du nicht stehen vor deinen Feinden, bis dass ihr den Bann von euch tut.
Jos 7:14 Und sollt euch frh herzumachen, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm der HErr treffen wird, der soll sich herzumachen, ein Geschlecht nach dem andern; und welch Geschlecht der HErr treffen wird, das soll sich herzumachen, ein Haus nach dem andern; und welch Haus der HErr treffen wird, das soll sich herzumachen, ein Hauswirt nach dem andern.
Jos 7:15 Und welcher gefunden wird im Bann, den soll man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, darum dass er den Bund des HErrn bertreten und eine Torheit in Israel begangen hat.
Jos 7:16 Da machte sich Josua des Morgens frh auf und brachte Israel herzu, einen Stamm nach dem andern; und es ward getroffen der Stamm Juda.
Jos 7:17 Und da er die Geschlechter in Juda herzubrachte, ward getroffen das Geschlecht der Serahiter. Und da er das Geschlecht der Serahiter herzubrachte, einen Hauswirt nach dem andern, ward Sabdi getroffen.
Jos 7:18 Und da er sein Haus herzubrachte, einen Wirt nach dem andern, ward getroffen Achan, der Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, aus dem Stamm Juda.
Jos 7:19 Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib dem HErrn, dem Gott Israels, die Ehre und gib ihm das Lob und sage mir an: Was hast du getan? und leugne mir nichts.
Jos 7:20 Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich versndigt an dem HErrn, dem Gott Israels. Also und also habe ich getan:
Jos 7:21 ich sah unter dem Raub einen kstlichen babylonischen Mantel und zweihundert Silberlinge und eine goldene Stange, fnfzig Lot am Gewicht; des gelstete mich, und ich nahm es. Und siehe es ist verscharrt in die Erde in meiner Htte und das Silber darunter.
Jos 7:22 Da sandte Josua Boten hin, die liefen zur Htte; und siehe, es war verscharrt in seiner Htte und das Silber darunter.
Jos 7:23 Und sie nahmen's aus der Htte und brachten's zu Josua und zu allen Kindern Israel und schtteten es vor den HErrn.
Jos 7:24 Da nahm Josua und das ganze Israel mit ihm Achan, den Sohn Serahs, samt dem Silber, Mantel und der goldenen Stange, seine Shne und Tchter, seine Ochsen und Esel und Schafe, seine Htte und alles, was er hatte, und fhrten sie hinauf ins Tal Achor.
Jos 7:25 Und Josua sprach: Weil du uns betrbt hast, so betrbe dich der HErr an diesem Tage. Und das ganze Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und da sie sie gesteinigt hatten,
Jos 7:26 machten sie ber sie einen groen Steinhaufen, der bleibt bis auf diesen Tag. Also kehrte sich der HErr von dem Grimm seines Zorns, Daher heit derselbe Ort das Tal Achor bis auf diesen Tag.
Jos 8:1 Und der HErr sprach zu Josua: Frchte dich nicht und zage nicht! Nimm mit dir alles Kriegsvolk und mache dich auf und zieh hinauf gen Ai! Siehe da, ich habe den Knig zu Ai samt seinem Volk, seiner Stadt, und seinem Lande in deine Hnde gegeben.
Jos 8:2 Du sollst mit Ai und seinem Knig tun, wie du mit Jericho und seinem Knig getan hast, nur dass ihr ihren Raub und ihr Vieh unter euch teilen sollt. Aber stelle einen Hinterhalt hinter der Stadt.
Jos 8:3 Da machte sich Josua auf und alles Kriegsvolk, hinaufzuziehen gen Ai. Und Josua erwhlte dreiigtausend streitbare Mnner und sandte sie aus bei der Nacht
Jos 8:4 und gebot ihnen und sprach: Seht zu, ihr sollt der Hinterhalt sein hinter der Stadt; macht euch aber nicht allzu ferne von der Stadt und seid allesamt bereit!
Jos 8:5 Ich aber und das Volk, das mit mir ist, wollen uns zu der Stadt machen. Und wenn sie uns entgegen herausfahren wie das erstemal, so wollen wir vor ihnen fliehen,
Jos 8:6 dass sie uns nachfolgen heraus, bis dass wir sie von der Stadt hinwegreien. Denn sie werden gedenken, wir fliehen vor ihnen wie das erstemal. Und wenn wir vor ihnen fliehen,
Jos 8:7 sollt ihr euch aufmachen aus dem Hinterhalt und die Stadt einnehmen; denn der HErr, euer Gott, wird sie in eure Hnde geben.
Jos 8:8 Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie an mit Feuer und tut nach dem Wort des HErrn. Seht, ich habe es euch geboten.
Jos 8:9 Also sandte sie Josua hin; und sie gingen hin auf den Hinterhalt und hielten zwischen Beth-El und Ai abendwrts von Ai. Josua aber blieb die Nacht unter dem Volk
Jos 8:10 und machte sich des Morgens frh auf und ordnete das Volk und zog hinauf mit den ltesten Israels vor dem Volk her gen Ai.
Jos 8:11 Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und sie traten herzu und kamen gegen die Stadt und lagerten sich gegen Mitternacht vor Ai, dass nur ein Tal war zwischen ihnen und Ai.
Jos 8:12 Er hatte aber bei fnftausend Mann genommen und auf den Hinterhalt gestellt zwischen Beth-El und Ai abendwrts von der Stadt.
Jos 8:13 Und sie stellten das Volk des ganzen Lagers, das gegen Mitternacht vor der Stadt war, also, dass sein letztes reichte bis gegen den Abend von der Stadt. Und Josua ging hin in derselben Nacht mitten in das Tal.
Jos 8:14 Als aber der Knig zu Ai das sah, eilten die Mnner der Stadt und machten sich frh auf und zogen heraus, Israel zu begegnen im Streit, er mit allem seinem Volk, an einem bestimmten Ort vor dem Gefilde. Denn er wusste nicht, dass ihm ein Hinterhalt gelegt war hinter der Stadt.
Jos 8:15 Josua aber und ganz Israel stellten sich, als wrden sie geschlagen vor ihnen und flohen auf dem Weg zur Wste.
Jos 8:16 Da ward das ganze Volk in der Stadt zuhauf gerufen, dass es ihnen sollte nachjagen.
Jos 8:17 Und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt hinweggerissen, dass nicht ein Mann brigblieb in Ai und Beth-El, der nicht ausgezogen wre, Israel nachzujagen; und lieen die Stadt offen stehen, dass sie Israel nachjagten.
Jos 8:18 Da sprach der HErr zu Josua: Recke aus die Lanze in deiner Hand gegen Ai; denn ich will sie in deine Hand geben. Und da Josua die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt ausreckte,
Jos 8:19 da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Ort, und liefen, nachdem er seine Hand ausreckte und kamen in die Stadt und gewannen sie und eilten und steckten sie mit Feuer an.
Jos 8:20 Und die Mnner von Ai wandten sich und sahen hinter sich und sahen den Rauch der Stadt aufgehen gen Himmel und hatten nicht Raum zu fliehen, weder hin noch her. Und das Volk, das zur Wste floh, kehrte sich um gegen die, so ihnen nachjagten.
Jos 8:21 Denn da Josua und das ganze Israel sah, dass der Hinterhalt die Stadt gewonnen hatte, weil der Stadt Rauch aufging, kehrten sie wieder um und schlugen die Mnner von Ai.
Jos 8:22 Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, dass sie mitten unter Israel kamen, von dorther und von hierher; und schlugen sie, bis dass niemand unter ihnen brigblieb noch entrinnen konnte,
Jos 8:23 und griffen den Knig zu Ai lebendig und brachten ihn zu Josua.
Jos 8:24 Und da Israel alle Einwohner zu Ai erwrgt hatte auf dem Felde und in der Wste, die ihnen nachgejagt hatten, und alle durch die Schrfe des Schwertes fielen, bis dass sie alle umkamen, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts.
Jos 8:25 Und alle, die des Tages fielen, beide Mnner und Weiber, der waren zwlftausend, alles Leute von Ai.
Jos 8:26 Josua aber zog nicht wieder zurck seine Hand, mit der er die Lanze ausgereckt hatte, bis dass verbannt wurden alle Einwohner Ais.
Jos 8:27 Nur das Vieh und den Raub der Stadt teilte Israel aus unter sich nach dem Wort des HErrn, das er Josua geboten hatte.
Jos 8:28 Und Josua brannte Ai aus und machte einen Haufen daraus ewiglich, der noch heute daliegt,
Jos 8:29 und lie den Knig zu Ai an einen Baum hngen bis an den Abend. Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, dass man seinen Leichnam vom Baum tte, und sie warfen ihn unter der Stadt Tor und machten einen groen Steinhaufen auf ihn, der bis auf diesen Tag da ist.
Jos 8:30 Da baute Josua dem HErrn, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal
Jos 8:31 (wie Mose der Knecht des HErrn, geboten hatte den Kindern Israel, wie geschrieben steht im Gesetzbuch Moses: einen Altar von ganzen Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren) und opferte dem HErrn darauf Brandopfer und Dankopfer
Jos 8:32 und schrieb daselbst auf die Steine das andere Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorgeschrieben hatte.
Jos 8:33 Und das ganze Israel mit seinen ltesten und Amtleuten und Richtern standen zu beiden Seiten der Lade, gegenber den Priestern aus Levi, die die Lade des Bundes des HErrn trugen, die Fremdlinge sowohl wie die Einheimischen, eine Hlfte neben dem Berge Garizim und die andere Hlfte neben dem Berge Ebal, wie Mose, der Knecht des HErrn, vormals geboten hatte zu segnen das Volk Israel.
Jos 8:34 Darnach lie er ausrufen alle Worte des Gesetzes vom Segen und Fluch, wie es geschrieben steht im Gesetzbuch.
Jos 8:35 Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht htte lassen ausrufen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Weibern und Kindern und Fremdlingen, die unter ihnen wandelten.
Jos 9:1 Da nun das hrten alle Knige, die jenseit des Jordans waren auf den Gebirgen und in den Grnden und an allen Anfurten des groen Meers, auch die neben dem Berge Libanon waren, nmlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
Jos 9:2 sammelten sie sich eintrchtig zuhauf, dass sie wider Josua und wider Israel stritten.
Jos 9:3 Aber die Brger zu Gibeon, da sie hrten, was Josua mit Jericho und Ai gemacht hatte, erdachten sie eine List,
Jos 9:4 gingen hin und versahen sich mit Speise und nahmen alte Scke auf ihre Esel.
Jos 9:5 und alte, zerrissene, geflickte Weinschluche und alte, geflickte Schuhe an ihre Fe und zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie nahmen, war hart und schimmlig.
Jos 9:6 Und gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal und sprachen zu ihm und zum ganzen Israel: Wir kommen aus fernen Landen; so macht einen Bund mit uns.
Jos 9:7 Da sprach das ganze Israel zu dem Heviter: Vielleicht mchtest du unter uns wohnend werden; wie knnte ich dann einen Bund mit dir machen?
Jos 9:8 Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu ihnen: Was seid ihr, und woher kommt ihr?
Jos 9:9 Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen gekommen um des Namens willen des HErrn, deines Gottes; denn wir haben sein Gercht gehrt und alles, was er in gypten getan hat,
Jos 9:10 und alles, was er den zwei Knigen der Amoriter jenseit des Jordans getan hat: Sihon, dem Knig zu Hesbon, und Og, dem Knig von Basan, der zu Astharoth wohnte.
Jos 9:11 Darum sprachen unsre ltesten und alle Einwohner unsres Landes: Nehmt Speise mit euch auf die Reise und geht hin, ihnen entgegen, und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte. So macht nun einen Bund mit uns.
Jos 9:12 Dies unser Brot, das wir aus unsren Husern zu unsrer Speise nahmen, war noch frisch, da wir auszogen zu euch, nun aber, siehe, es ist hart und schimmlig;
Jos 9:13 und diese Weinschluche fllten wir neu, und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsre Kleider und Schuhe sind alt geworden ber der sehr langen Reise.
Jos 9:14 Da nahmen die Hauptleute ihre Speise an und fragten den Mund des HErrn nicht.
Jos 9:15 Und Josua machte Frieden mit ihnen und richtete einen Bund mit ihnen auf, dass sie leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeinde schwuren ihnen.
Jos 9:16 Aber ber drei Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht hatten, kam es vor sie, dass jene nahe bei ihnen waren und wrden unter ihnen wohnen.
Jos 9:17 Denn da die Kinder Israel fortzogen, kamen sie des dritten Tages zu ihren Stdten, die hieen Gibeon, Kaphira, Beeroth und Kirjath-Jearim,
Jos 9:18 und schlugen sie nicht, darum dass ihnen die Obersten der Gemeinde geschworen hatten bei dem HErrn, dem Gott Israels. Da aber die ganze Gemeinde wider die Obersten murrte,
Jos 9:19 sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen geschworen bei dem HErrn, dem Gott Israels; darum knnen wir sie nicht antasten.
Jos 9:20 Aber das wollen wir tun: lasst sie leben, dass nicht ein Zorn ber uns komme um des Eides willen, den wir ihnen getan haben.
Jos 9:21 Und die Obersten sprachen zu ihnen: Lasst sie leben, dass sie Holzhauer und Wassertrger seien der ganzen Gemeinde, wie ihnen die Obersten gesagt haben.
Jos 9:22 Da rief sie Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt, ihr seid sehr ferne von uns, so ihr doch unter uns wohnet?
Jos 9:23 Darum sollt ihr verflucht sein, dass unter euch nicht aufhren Knechte, die Holz hauen und Wasser tragen zum Hause meines Gottes.
Jos 9:24 Sie antworteten Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten angesagt, dass der HErr, dein Gott, Mose, seinem Knecht, geboten habe, dass er euch das ganze Land geben und vor euch her alle Einwohner des Landes vertilgen wolle. Da frchteten wir fr unser Leben vor euch sehr und haben solches getan.
Jos 9:25 Nun aber, siehe, wir sind in deinen Hnden; was dich gut dnkt uns zu tun, das tue.
Jos 9:26 Und er tat ihnen also und errettete sie von der Kinder Israel Hand, dass sie sie nicht erwrgten.
Jos 9:27 Also machte sie Josua desselben Tages zu Holzhauern und Wassertrgern fr die Gemeinde und den Altar des HErrn bis auf diesen Tag, an dem Ort, den er erwhlen wrde.
Jos 10:1 Da aber Adoni-Zedek, der Knig zu Jerusalem, hrte dass Josua Ai gewonnen und es verbannt hatte und Ai samt seinem Knig getan hatte, gleich wie er Jericho und seinem Knig getan hatte, und dass die zu Gibeon Frieden mit Israel gemacht hatten und unter sie gekommen waren,
Jos 10:2 frchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine groe Stadt wie eine knigliche Stadt und grer als Ai, und alle seine Brger streitbar.
Jos 10:3 Und er sandte zu Hoham, dem Knig zu Hebron, und zu Piream, dem Knig zu Jarmuth, und zu Japhia, dem Knig zu Eglon, und lie ihnen sagen:
Jos 10:4 Kommt herauf zu mir und helft mir, dass wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden gemacht.
Jos 10:5 Da kamen zuhauf und zogen hinauf die fnf Knige der Amoriter, der Knig zu Jerusalem, der Knig zu Hebron, der Knig zu Jarmuth, der Knig zu Lachis, der Knig zu Eglon, mit allem ihrem Heerlager und belagerten Gibeon und stritten dawider.
Jos 10:6 Aber die zu Gibeon sandten zu Josua ins Lager gen Gilgal und lieen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht ab von deinen Knechten; komm zu uns herauf eilend, rette uns und hilf uns! denn es haben sich wider uns versammelt alle Knige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen.
Jos 10:7 Josua zog hinauf von Gilgal und alles Kriegsvolk mit ihm und alle streitbaren Mnner.
Jos 10:8 Und der HErr sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hnde gegeben; niemand unter ihnen wird vor dir stehen knnen.
Jos 10:9 Also kam Josua pltzlich ber sie; denn die ganze Nacht zog er herauf von Gilgal.
Jos 10:10 Aber der HErr schreckte sie vor Israel, dass sie eine groe Schlacht schlugen zu Gibeon und jagten ihnen nach den Weg hinan zu Beth-Horon und schlugen sie bis gen Aseka und Makkeda.
Jos 10:11 Und da sie vor Israel flohen den Weg zu Beth-Horon, lie der HErr einen groen Hagel vom Himmel auf sie fallen bis gen Aseka, dass sie starben. Und viel mehr starben ihrer von dem Hagel, als die Kinder Israel mit dem Schwert erwrgten.
Jos 10:12 Da redete Josua mit dem HErrn des Tages, da der HErr die Amoriter dahingab vor den Kindern Israel, und sprach vor dem gegenwrtigen Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!
Jos 10:13 da stand die Sonne und der Mond still, bis dass sich das Volk an ihren Feinden rchte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen beinahe einen ganzen Tag.
Jos 10:14 Und war kein Tag diesem gleich, weder zuvor noch darnach, da der HErr der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der HErr stritt fr Israel.
Jos 10:15 Josua aber zog wieder ins Lager gen Gilgal und das ganze Israel mit ihm.
Jos 10:16 Aber diese fnf Knige waren geflohen und hatten sich versteckt in die Hhle zu Makkeda.
Jos 10:17 Da ward Josua angesagt: Wir haben die fnf Knige gefunden, verborgen in der Hhle zu Makkeda.
Jos 10:18 Josua sprach: So wlzt groe Steine vor das Loch der Hhle und bestellt Mnner davor, die sie hten.
Jos 10:19 Ihr aber steht nicht still, sondern jagt euren Feinde nach und schlagt ihre Nachzgler und lasst sie nicht in ihre Stdte kommen; denn der HErr, euer Gott, hat sie in eure Hnde gegeben.
Jos 10:20 Und da Josua und die Kinder Israel vollendet hatten diese sehr groe Schlacht an ihnen und sie ganz geschlagen, und was brigblieb von ihnen, in die festen Stdte gekommen war,
Jos 10:21 da kam alles Volk wieder ins Lager zu Josua gen Makkeda mit Frieden, und wagte niemand vor den Kindern Israel seine Zunge zu regen.
Jos 10:22 Josua aber sprach: Macht auf das Loch der Hhle und bringt hervor die fnf Knige zu mir!
Jos 10:23 Sie taten also und brachten die fnf Knige zu ihm aus der Hhle: den Knig zu Jerusalem, den Knig zu Hebron, den Knig zu Jarmuth, den Knig zu Lachis, den Knig zu Eglon.
Jos 10:24 Da aber die fnf Knige zu ihm herausgebracht waren, rief Josua das ganze Israel und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm zogen: Kommt herzu und setzt eure Fe auf die Hlse dieser Knige. Und sie kamen herzu und setzten ihre Fe auf ihre Hlse.
Jos 10:25 Und Josua sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid getrost und unverzagt; denn also wird der HErr allen euren Feinden tun, wider die ihr streitet.
Jos 10:26 Und Josua schlug sie darnach und ttete sie und hing sie an fnf Bume; und sie hingen an den Bumen bis zum Abend.
Jos 10:27 Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, dass man sie von den Bumen nhme und wrfe sie in die Hhle darin sie sich verkrochen hatten. Und sie legten groe Steine vor der Hhle Loch; die sind noch da bis auf diesen Tag.
Jos 10:28 Desselben Tages aber gewann Josua auch Makkeda und schlug es mit der Schrfe des Schwerts, dazu seinen Knig, und verbannte es und alle Seelen, die darin waren, und lie niemand brigbleiben und tat dem Knig zu Makkeda, wie er dem Knig zu Jericho getan hatte.
Jos 10:29 Da zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Makkeda gen Libna und stritt dawider.
Jos 10:30 Und der HErr gab dieses auch in die Hand Israels mit seinem Knig; und er schlug es mit der Schrfe des Schwerts und alle Seelen, die darin waren, und lie niemand brigbleiben und tat seinem Knig, wie er dem Knig zu Jericho getan hatte.
Jos 10:31 Darnach zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Libna nach Lachis und belagerten und bestritten es.
Jos 10:32 Und der HErr gab Lachis auch in die Hnde Israels, dass sie des andern Tages gewannen und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts und alle Seelen, die darin waren, allerdinge wie sie Libna getan hatten.
Jos 10:33 Zu derselben Zeit zog Horam, der Knig der Geser, hinauf, Lachis zu helfen; aber Josua schlug ihn mit allem seinem Volk, bis dass niemand brigblieb.
Jos 10:34 Und Josua zog von Lachis samt dem ganzen Israel gen Eglon und belagerte und bestritt es
Jos 10:35 und gewann es desselben Tages und schlug es mit der Schrfe des Schwerts und verbannte alle Seelen, die darin waren, desselben Tages, allerdinge wie er Lachis getan hatte.
Jos 10:36 Darnach zog Josua hinauf samt dem ganzen Israel von Eglon gen Hebron und bestritt es
Jos 10:37 und gewann es und schlug es mit der Schrfe des Schwerts und seinen Knig mit allen seinen Stdten und allen Seelen, die darin waren, und lie niemand brigbleiben, allerdinge wie er Eglon getan hatte, und verbannte es und alle Seelen, die darin waren.
Jos 10:38 Da kehrte Josua wieder um samt dem ganzen Israel gen Debir und bestritt es
Jos 10:39 und gewann es samt seinem Knig und alle seine Stdte; und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts und verbannten alle Seelen, die darin waren, und lie niemand brigbleiben. Wie er Hebron getan hatte, so tat er auch Debir und seinem Knig, und wie er Libna und seinem Knig getan hatte.
Jos 10:40 Also schlug Josua alles Land auf dem Gebirge und gegen Mittag und in den Grnden und an den Abhngen mit allen ihren Knigen und lie niemand brigbleiben und verbannte alles, was Odem hatte, wie der HErr, der Gott Israels, geboten hatte.
Jos 10:41 Und schlug sie von Kades-Barnea an bis gen Gaza und das ganze Land Gosen bis gen Gibeon
Jos 10:42 und gewann alle diese Knige mit ihrem Lande auf einmal; denn der HErr, der Gott Israels, stritt fr Israel.
Jos 10:43 Und Josua zog wieder ins Lager gen Gilgal mit dem ganzen Israel.
Jos 11:1 Da aber Jabin, der Knig zu Hazor, solches hrte, sandte er zu Jobab, dem Knig zu Madon, und zum Knig zu Simron und zum Knig zu Achsaph
Jos 11:2 und zu den Knigen, die gegen Mitternacht auf dem Gebirge und auf dem Gefilde gegen Mittag von Kinneroth und in den Grnden und in Naphoth-Dor am Meer wohnten,
Jos 11:3 zu den Kanaanitern gegen Morgen und Abend, Hethitern, Pheresitern und Jebusitern, auf dem Gebirge, dazu den Hevitern unten am Berge Hermon im Lande Mizpa.
Jos 11:4 Diese zogen aus mit allem ihrem Heer, ein groes Volk, so viel als des Sandes am Meer, und sehr viel Rosse und Wagen.
Jos 11:5 Alle diese Knige versammelten sich und kamen und lagerten sich zuhauf an das Wasser Merom, zu streiten mit Israel.
Jos 11:6 Und der HErr sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen! denn morgen um diese Zeit will ich sie alle erschlagen geben vor den Kindern Israel; ihre Rosse sollst du Lhmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.
Jos 11:7 Und Josua kam pltzlich ber sie und alles Kriegsvolk mit ihm am Wasser Merom, und berfielen sie.
Jos 11:8 Und der HErr gab sie in die Hnde Israels, und schlugen sie und jagten sie bis gen Gro-Sidon und bis an die warmen Wasser und bis an die Ebene Mizpa gegen Morgen und schlugen sie, bis dass niemand unter ihnen brigblieb.
Jos 11:9 Da tat ihnen Josua, wie der HErr ihm gesagt hatte, und lhmte ihre Rosse und verbrannte ihre Wagen
Jos 11:10 und kehrte um zu derselben Zeit und gewann Hazor und schlug seinen Knig mit dem Schwert; denn Hazor war vormals die Hauptstadt aller dieser Knigreiche.
Jos 11:11 Und sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit der Schrfe des Schwerts und verbannten sie, und er lie nichts brigbleiben, das Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer.
Jos 11:12 Dazu gewann Josua alle Stdte dieser Knige mit ihren Knigen und schlug sie mit der Schrfe des Schwerts und verbannte sie, wie Mose, der Knecht des HErrn, geboten hatte.
Jos 11:13 Doch verbrannten die Kinder Israel keine Stdte, die auf Hgeln standen, sondern Hazor allein verbrannte Josua.
Jos 11:14 Und allen Raub dieser Stdte und das Vieh teilten die Kinder Israel unter sich; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts, bis sie die vertilgten, und lieen nichts brigbleiben, das Odem hatte.
Jos 11:15 Wie der HErr dem Mose, seinem Knecht, und Mose Josua geboten hatte, so tat Josua, dass er nichts fehlte an allem, was der HErr dem Mose geboten hatte.
Jos 11:16 Also nahm Josua alles dies Land ein, das Gebirge und alles, was gegen Mittag liegt, und das Land Gosen und die Grnde und das Gefilde und das Gebirge Israel mit seinen Grnden,
Jos 11:17 von dem kahlen Gebirge an, das aufsteigt gen Seir, bis gen Baal-Gad in der Ebene beim Berge Libanon, unten am Berge Hermon. Alle ihre Knige gewann er und schlug sie und ttete sie.
Jos 11:18 Er stritt aber eine lange Zeit mit diesen Knigen.
Jos 11:19 Es war aber keine Stadt, die sich mit Frieden ergab den Kindern Israel, ausgenommen die Heviter, die zu Gibeon wohnten; sondern sie gewannen sie alle im Streit.
Jos 11:20 Und das alles geschah also von dem HErrn, dass ihr Herz verstockt wrde, mit Streit zu begegnen den Kindern Israel, auf dass sie verbannt wrden und ihnen keine Gnade widerfhre, sondern vertilgt wrden, wie der HErr dem Mose geboten hatte.
Jos 11:21 Zu der Zeit kam Josua und rottete aus die Enakiter von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von allem Gebirge Juda und von allem Gebirge Israel und verbannte sie mit ihren Stdten
Jos 11:22 und lie keine Enakiter brigbleiben im Lande der Kinder Israel; auer zu Gaza, zu Gath, zu Asdod, da blieben ihrer brig.
Jos 11:23 Also nahm Josua alles Land ein, allerdinge wie der HErr zu Mose geredet hatte, und gab es Israel zum Erbe, einem jeglichen Stamm seinen Teil. Und der Krieg hrte auf im Lande.
Jos 12:1 Dies sind die Knige des Landes, die die Kinder Israel schlugen und nahmen ihr Land ein jenseit des Jordans gegen der Sonne Aufgang von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon und das ganze Gefilde gegen Morgen:
Jos 12:2 Sihon, der Knig der Amoriter, der zu Hesbon wohnte und herrschte von Aroer an, das am Ufer liegt des Bachs Arnon, und von der Mitte des Tals an und ber das halbe Gilead bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon,
Jos 12:3 und ber das Gefilde bis an das Meer Kinneroth gegen Morgen und bis an das Meer im Gefilde, nmlich das Salzmeer, gegen Morgen, des Weges gen Beth-Jesimoth, und gegen Mittag unten an den Abhngen des Gebirges Pisga.
Jos 12:4 Dazu das Gebiet des Knigs Og von Basan, der noch von den Riesen brig war und wohnte zu Astharoth und Edrei
Jos 12:5 und herrschte ber den Berg Hermon, ber Salcha und ber ganz Basan bis an die Grenze der Gessuriter und Maachathiter und ber das halbe Gilead, da die Grenze war Sihons, des Knigs zu Hesbon.
Jos 12:6 Mose, der Knecht des HErrn, und die Kinder Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des HErrn, gab ihr Land einzunehmen den Rubenitern, Gaditer und dem halben Stamm Manasse.
Jos 12:7 Dies sind die Knige des Landes, die Josua schlug und die Kinder Israel, diesseit des Jordans gegen Abend, von Baal-Gad an auf der Ebene beim Berge Libanon bis an das kahle Gebirge, das aufsteigt gen Seir (und Josua gab das Land den Stmmen Israels einzunehmen, einem jeglichen sein Teil,
Jos 12:8 was auf den Gebirgen, in den Grnden, Gefilden, an den Abhngen, in der Wste und gegen Mittag war: die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter):
Jos 12:9 der Knig zu Jericho, der Knig zu Ai, das zur Seite an Beth-el liegt,
Jos 12:10 der Knig zu Jerusalem, der Knig zu Hebron,
Jos 12:11 der Knig zu Jarmuth, der Knig zu Lachis,
Jos 12:12 der Knig zu Eglon, der Knig zu Geser,
Jos 12:13 der Knig zu Debir, der Knig zu Geder,
Jos 12:14 der Knig zu Horma, der Knig zu Arad,
Jos 12:15 der Knig zu Libna, der Knig zu Adullam,
Jos 12:16 der Knig zu Makkeda, der Knig zu Beth-El,
Jos 12:17 der Knig zu Thappuah, der Knig zu Hepher,
Jos 12:18 der Knig zu Aphek, der Knig zu Lasaron,
Jos 12:19 der Knig zu Madon, der Knig zu Hazor,
Jos 12:20 der Knig zu Simron-Meron, der Knig zu Achsaph,
Jos 12:21 der Knig zu Thaanach, der Knig zu Megiddo,
Jos 12:22 der Knig zu Kedes, der Knig zu Jokneam am Karmel,
Jos 12:23 der Knig zu Naphoth-Dor, der Knig der Heiden zu Gilgal,
Jos 12:24 der Knig zu Thirza. Das sind einunddreiig Knige.
Jos 13:1 Da nun Josua alt war und wohl betagt, sprach der HErr zu ihm: Du bist alt geworden und wohl betagt, und des Landes ist noch sehr viel brig einzunehmen,
Jos 13:2 nmlich alle Kreise der Philister und ganz Gessur,
Jos 13:3 vom Sihor an, der vor gypten fliet bis an die Grenze Ekrons gegen Mitternacht, die den Kanaanitern zugerechnet wird, fnf Herren der Philister, nmlich der Gaziter, der Asdoditer, der Askaloniter, der Gathiter der Ekroniter, und die Avviter;
Jos 13:4 vom Mittag an aber das ganze Land der Kanaaniter und Meara der Sidonier bis gen Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;
Jos 13:5 dazu das Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen der Sonne Aufgang, von Baal-Gad an unter dem Berge Hermon, bis man kommt gen Hamath.
Jos 13:6 Alle, die auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an bis an die warmen Wasser, alle Sidonier: ich will sie vertreiben vor den Kindern Israel; lose nur darum, sie auszuteilen unter Israel, wie ich dir geboten habe.
Jos 13:7 So teile nun dies Land zum Erbe unter die neun Stmme und unter den halben Stamm Manasse.
Jos 13:8 Denn die Rubeniter und Gaditer haben mit dem andern halben Manasse ihr Erbteil empfangen, das ihnen Mose gab jenseit des Jordans, gegen Aufgang, wie ihnen dasselbe Mose, der Knecht des HErrn, gegeben hat,
Jos 13:9 von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Tal und die ganze Ebene Medeba bis gen Dibon
Jos 13:10 und alle Stdte Sihons, des Knigs der Amoriter, der zu Hesbon sa, bis an die Grenze der Kinder Ammon,
Jos 13:11 dazu Gilead und das Gebiet von Gessur und Maacha und den ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis gen Salcha
Jos 13:12 (das ganze Reich Ogs von Basan, der zu Astharoth und Edrei sa, welcher noch brig war von den Riesen. Mose aber schlug sie und vertrieb sie.
Jos 13:13 Die Kinder Israel vertrieben aber die zu Gessur und zu Maacha nicht, sondern es wohnten beide, Gessur und Maacha, unter den Kindern Israel bis auf diesen Tag).
Jos 13:14 Aber dem Stamm der Leviten gab er kein Ertbteil; denn das Opfer des HErrn, des Gottes Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
Jos 13:15 Also gab Mose dem Stamm der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern,
Jos 13:16 dass ihr Gebiet war von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Tal mit allem ebenen Felde bis gen Medeba,
Jos 13:17 Hesbon und alle seine Stdte, die im ebenen Felde liegen, Dibon, Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon,
Jos 13:18 Jahza, Kedemoth, Mephaath,
Jos 13:19 Kirjathaim, Sibma, Zereth-Sahar auf dem Berge im Tal,
Jos 13:20 Beth-Peor, die Abhnge am Pisga und Beth-Jesimoth
Jos 13:21 und alle Stdte auf der Ebene und das ganze Reich Sihons, des Knigs der Amoriter, der zu Hesbon sa, den Mose schlug samt den Frsten Midians, Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, den Gewaltigen des Knigs Sihon, die im Lande wohnten.
Jos 13:22 Auch Bileam, der Sohn Beors, den Weissager erwrgten die Kinder Israel mit dem Schwert samt den Erschlagenen.
Jos 13:23 Und die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan. Das ist das Erbteil der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 13:24 Dem Stamm der Kinder Gad nach ihrem Geschlecht gab Mose,
Jos 13:25 dass ihr Gebiet war Jaser und alle Stdte in Gilead und das halbe Land der Kinder Ammon bis gen Aroer, welches liegt vor Rabba,
Jos 13:26 und von Hesbon bis gen Ramath-Mizpe und Betonim, und von Mahanaim bis an die Grenze Debirs,
Jos 13:27 im Tal aber Beth-Haran, Beth-Nimra, Sukkoth und Zaphon, was brig war von dem Reich Sihons, des Knigs zu Hesbon, dass der Jordan die Grenze war bis ans Ende des Meeres Kinnereth, jenseit des Jordans gegen Aufgang.
Jos 13:28 Das ist das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 13:29 Dem halben Stamm der Kinder Manasse nach ihren Geschlechtern gab Mose,
Jos 13:30 dass ihr Gebiet war von Mahanaim an: das ganze Basan, das ganze Reich Ogs, des Knigs von Basan, und alle Flecken Jairs, die in Basan liegen, nmlich Stdte.
Jos 13:31 Und das halbe Gilead, Astharoth, Edrei, die Stdte des Knigreichs Ogs von Basan, gab er den Kindern Machirs, des Sohnes Manasses, das ist die Hlfte der Kinder Machirs, nach ihren Geschlechtern.
Jos 13:32 Das ist es, was Mose ausgeteilt hat in dem Gefilde Moabs, jenseit des Jordans vor Jericho gegen Aufgang.
Jos 13:33 Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil; denn der HErr, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
Jos 14:1 Dies ist es aber, was die Kinder Israel eingenommen haben im Lande Kanaan, das unter sie ausgeteilt haben der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns, und die obersten Vter unter den Stmmen der Kinder Israel.
Jos 14:2 Sie teilten es aber durchs Los unter sie, wie der HErr durch Mose geboten hatte, zu geben den zehnthalb Stmmen.
Jos 14:3 Denn den zwei Stmmen und dem halben Stamm hatte Mose Erbteil gegeben jenseit des Jordans; den Leviten aber hatte er kein Erbteil unter ihnen gegeben.
Jos 14:4 Denn die Kinder Josephs wurden zwei Stmme, Manasse und Ephraim; den Leviten aber gaben sie kein Teil im Lande, sondern Stdte, darin zu wohnen, und Vorstdte fr ihr Vieh und ihre Habe.
Jos 14:5 Wie der HErr dem Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel und teilten das Land.
Jos 14:6 Da traten herzu die Kinder Juda zu Josua zu Gilgal, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du weit, was der Herr zu Mose, dem Manne Gottes, sagte meinet- und deinetwegen in Kades-Barnea.
Jos 14:7 Ich war vierzig Jahre alt, da mich Mose, der Knecht des HErrn, aussandte von Kades-Barnea, das Land zu erkunden, und ich ihm Bericht gab nach meinem Gewissen.
Jos 14:8 Aber meine Brder, die mit mir hinaufgegangen waren, machten dem Volk das Herz verzagt; ich aber folgte dem HErrn, meinem Gott, treulich.
Jos 14:9 Da schwur Mose desselben Tages und sprach: Das Land, darauf du mit deinem Fu getreten hast, soll dein und deiner Kinder Erbteil sein ewiglich, darum dass du dem HErrn, meinem Gott, treulich gefolgt bist.
Jos 14:10 Und nun siehe, der HErr hat mich leben lassen, wie er geredet hat. Es sind nun fnfundvierzig Jahre, dass der HErr solches zu Mose sagte, die Israel in der Wste gewandelt ist. Und nun siehe, ich bin heut fnfundachtzig Jahre alt
Jos 14:11 und bin noch heutigestages so stark, als ich war des Tages, da mich Mose aussandte; wie meine Kraft war dazumal, also ist sie auch jetzt, zu streiten und aus und ein zu gehen.
Jos 14:12 So gib mir nun dies Gebirge, davon der HErr geredet hat an jenem Tage; denn du hast's gehrt am selben Tage. Denn es wohnen die Enakiter droben, und sind groe feste Stdte. Ob der HErr mit mir sein wollte, dass ich sie vertriebe, wie der HErr geredet hat.
Jos 14:13 Da segnete ihn Josua und gab also Hebron Kaleb, dem Sohn Jephunnes, zum Erbteil.
Jos 14:14 Daher ward Hebron Kalebs, des Sohnes Jephunnes, des Kenisiters, Erbteil bis auf diesen Tag, darum dass er dem HErrn, dem Gott Israels, treulich gefolgt war.
Jos 14:15 Aber Hebron hie vorzeiten Stadt des Arba, der ein groer Mensch war unter den Enakiter. Und der Krieg hatte aufgehrt im Lande.
Jos 15:1 Das Los des Stammes der Kinder Juda nach ihren Geschlechtern war an der Grenze Edoms bei der Wste Zin, mittagwrts, am Ende des Landes gegen Mittag,
Jos 15:2 dass ihre Mittagsgrenze war von der Ecke an dem Salzmeer  das ist, von der Zunge, die mittagswrts geht 
Jos 15:3 und geht aus mittagswrts von der Steige Akrabbim und geht durch Zin und geht hinauf im Mittag von Kades-Barnea und geht durch Hezron und geht hinauf gen Adar und lenkt sich um gen Karkaa
Jos 15:4 und geht durch Azmon und kommt hinaus an den Bach gyptens, dass das Ende der Grenze das Meer wird. Das sei eure Grenze gegen Mittag.
Jos 15:5 Aber die Morgengrenze ist das Salzmeer bis an des Jordans Ende. Die Grenze gegen Mitternacht ist von der Zunge des Meers, die am Ende des Jordans ist,
Jos 15:6 und geht herauf gen Beth-Hogla und zieht sich mitternachtswrts von Beth-Araba und kommt herauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens,
Jos 15:7 und geht herauf gen Debir vom Tal Achor und wendet sich mitternachtwrts gen Gilgal, welches liegt gegenber der Steige Adummim, die mittagwrts vom Wasser liegt; darnach geht sie zu dem Wasser En-Semes und kommt hinaus zum Brunnen Rogel;
Jos 15:8 darnach geht sie herauf zum Tal des Sohnes Hinnoms an der Mittagseite des Jebusiters, das ist Jerusalem, und kommt herauf an die Spitze des Berges, der vor dem Tal Hinnom liegt abendwrts, welcher stt an die Ecke des Tals Rephaim gegen Mitternacht zu;
Jos 15:9 darnach kommt sie von des Berges Spitze zu dem Wasserbrunnen Nephthoa und kommt heraus zu den Stdten des Gebirges Ephron und neigt sich gen Baala, das ist Kirjath-Jearim,
Jos 15:10 und lenkt sich herum von Baala gegen Abend zum Gebirge Seir und geht an der Mitternachtseite des Gebirges Jearim, das ist Chesalon, und kommt herab gen Beth-Semes und geht durch Thimna
Jos 15:11 und bricht heraus an der Seite Ekrons her mitternachtwrts und zieht sich gen Sichron und geht ber den Berg Baala und kommt heraus gen Jabneel, dass ihr Ende ist das Meer.
Jos 15:12 Die Grenze aber gegen Abend ist das groe Meer. Das ist die Grenze der Kinder Juda umher nach ihren Geschlechtern.
Jos 15:13 Kaleb aber, dem Sohn Jephunnes, ward sein Teil gegeben unter den Kindern Juda, wie der HErr dem Josua befahl, nmlich die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron.
Jos 15:14 Und Kaleb vertrieb von da die drei Shne Enaks: Sesai, Ahiman und Thalmai, geboren von Enak,
Jos 15:15 und zog von dort hinauf zu den Einwohnern Debirs. Debir aber hie vorzeiten Kirjath-Sepher.
Jos 15:16 Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlgt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben.
Jos 15:17 Da gewann es Othniel, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe.
Jos 15:18 Und es begab sich, da sie einzog, beredete sie ihn, einen Acker zu fordern von ihrem Vater. Und sie stieg vom Esel; da sprach Kaleb zu ihr: Was ist dir?
Jos 15:19 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Mittagsland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die Quellen von oben und unten.
Jos 15:20 Dies ist das Erbteil des Stammes der Kinder Juda nach ihren Geschlechtern.
Jos 15:21 Und die Stdte des Stammes der Kinder Juda von einer Ecke zu der andern, an der Grenze der Edomiter gegen Mittag, waren diese: Kabzeel, Eder, Jagur,
Jos 15:22 Kina, Dimona, Ad-Ada,
Jos 15:23 Kedes, Hazor, Ithnan,
Jos 15:24 Siph, Telem, Bealoth,
Jos 15:25 Hazor-Hadatta, Karioth-Hezron, das ist Hazor,
Jos 15:26 Amam, Sema, Molada,
Jos 15:27 Hazar-Gadda, Hesmon, Beth-Pelet,
Jos 15:28 Hazar-Sual, Beer-Seba, Bisjothja,
Jos 15:29 Baala, Ijim, Ezem,
Jos 15:30 Eltholad, Chesil, Horma,
Jos 15:31 Ziklag, Madmanna, Sansanna,
Jos 15:32 Lebaoth, Silhim, Ain, Rimmon. Das sind neunundzwanzig Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:33 In den Grnden aber war Esthaol, Zora, Asna,
Jos 15:34 Sanoah, En-Gannim, Tappuah, Enam,
Jos 15:35 Jarmuth, Adullam, Socho, Aseka,
Jos 15:36 Saaraim, Adithaim, Gedera, Gederothaim. Das sind vierzehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:37 Zenan, Hadasa, Migdal-Gad,
Jos 15:38 Dilean, Mizpe, Joktheel,
Jos 15:39 Lachis, Bozkath, Eglon,
Jos 15:40 Chabbon, Lahmas, Kithlis,
Jos 15:41 Gederoth, Beth-Dagon, Naema, Makkeda. Das sind sechzehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:42 Libna, Ether, Asan,
Jos 15:43 Jephthah, Asna, Nezib,
Jos 15:44 Kegila, Achsib, Maresa. Das sind neun Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:45 Ekron mit seinen Ortschaften und Drfern.
Jos 15:46 Von Ekron und ans Meer, alles, was an Asdod und seine Drfer reicht:
Jos 15:47 Asdod mit seinen Ortschaften und Drfern, Gaza mit seinen Ortschaften und Drfern bis an das Wasser gyptens; und das groe Meer ist seine Grenze.
Jos 15:48 Auf dem Gebirge aber war Samir, Jatthir, Socho,
Jos 15:49 Danna, Kirjath-Sanna, das ist Debir,
Jos 15:50 Anab, Esthemo, Anim,
Jos 15:51 Gosen, Holon, Gilo. Das sind elf Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:52 Arab, Duma, Esean,
Jos 15:53 Janum, Beth-Thappuah, Apheka,
Jos 15:54 Humta, Kirjath-Arba, das ist Hebron, Zior. Das sind neun Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:55 Maon, Karmel, Siph, Jutta,
Jos 15:56 Jesreel, Jokdeam, Sanoah,
Jos 15:57 Hakain, Gibea, Thimna. Das sind zehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:58 Halhul, Beth-Zur, Gedor,
Jos 15:59 Maarath, Beth-Anoth, Elthekon. Das sind sechs Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:60 Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, Harabba; zwei Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:61 In der Wste aber war Beth-Araba, Middin, Sechacha,
Jos 15:62 Nibsan und die Salzstadt und Engedi. Das sind sechs Stdte und ihre Drfer.
Jos 15:63 Die Jebusiter aber wohnten zu Jerusalem, und die Kinder Juda konnten sie nicht vertreiben; also blieben die Jebusiter mit den Kindern Juda zu Jerusalem bis auf diesen Tag.
Jos 16:1 Und das Los fiel den Kindern Joseph aufgangwrts vom Jordan gegenber Jericho bis zum Wasser bei Jericho, und die Wste, die heraufgeht von Jericho durch das Gebirge gen Beth-El;
Jos 16:2 und kommt von Beth-El heraus gen Lus und geht durch zur Grenze des Arachiters gen Ataroth
Jos 16:3 und zieht sich hernieder abendwrts zu der Grenze des Japhletiters bis an die Grenze des niederen Beth-Horon und bis gen Geser; und das Ende ist am Meer.
Jos 16:4 Das haben zum Erbteil genommen die Kinder Josephs, Manasse und Ephraim.
Jos 16:5 Die Grenze der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern, die Grenze ihres Erbteils aufgangwrts, war Ataroth-Adar bis zum obern Beth-Horon
Jos 16:6 und geht aus gegen Abend bei Michmethath, das gegen Mitternacht liegt; daselbst lenkt sie sich herum gegen Aufgang gen Thaanath-Silo und geht da durch aufgangwrts gen Janoha
Jos 16:7 und kommt herab von Janoha gen Ataroth und Naarath und stt an Jericho und geht aus am Jordan;
Jos 16:8 von Thappuah geht sie abendwrts zum Bach Kana; und ihr Ende ist am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern.
Jos 16:9 dazu alle Stdte mit ihren Drfern, welche fr die Kinder Ephraim ausgesondert waren unter dem Erbteil der Kinder Manasse.
Jos 16:10 Und sie vertrieben die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten; also blieben die Kanaaniter unter Ephraim bis auf diesen Tag und wurden zinsbar.
Jos 17:1 Und das Los fiel dem Stamm Manasse, denn er ist Josephs erster Sohn, und fiel auf Machir, den ersten Sohn Manasses, den Vater Gileads, denn er war ein streitbarer Mann; darum ward ihm Gilead und Basan.
Jos 17:2 Den andern Kindern aber Manasses nach ihren Geschlechtern fiel es auch, nmlich den Kindern Abiesers, den Kindern Heleks, den Kindern Asriels, den Kindern Sichems, den Kindern Hephers und den Kindern Semidas. Das sind die Kinder Manasses, des Sohnes Josephs, die Mnner, nach ihren Geschlechtern.
Jos 17:3 Aber Zelophehad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gilead, des Sohnes Machir, des Sohnes Manasses, hatte keine Shne, sondern Tchter, und ihre Namen sind diese: Mahela, Noa, Hogla, Milka, Thirza;
Jos 17:4 und sie traten vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn Nuns, und vor die Obersten und sprachen: Der HErr hat Mose geboten, dass er uns solle Erbteil geben unter unsren Brdern. Und man gab ihnen Erbteil unter den Brdern ihres Vaters nach dem Befehl des HErrn.
Jos 17:5 Es fielen aber auf Manasse zehn Messschnre, auer dem Lande Gilead und Basan, das jenseit des Jordans liegt;
Jos 17:6 denn die Tchter Manasse nahmen Erbteil unter seinen Shnen, und das Land Gilead war den andern Kindern Manasses.
Jos 17:7 Und die Grenze Manasses war von Asser gen Michmethath, das vor Sichem liegt, und reicht zur Rechten an die von En-Thappuah;
Jos 17:8 denn das Land Thappuah ward dem Manasse; aber Thappuah an der Grenze Manasses ward den Kindern Ephraim;
Jos 17:9 darnach kommt sie herab zum Bach Kana zur Mittagsseite des Bachs, die Stdte daselbst sind Ephraims unter den Stdten Manasses; die Grenze Manasses aber geht weiter an der Mitternachtseite des Baches und endet am Meer.
Jos 17:10 Dem Ephraim ward's gegen Mittag und dem Manasse gegen Mitternacht, und das Meer ist seine Grenze; und sie sollen stoen an Asser von Mitternacht und an Isaschar von Morgen.
Jos 17:11 So hatte nun Manasse unter Isaschar und Asser: Beth-Sean und seine Ortschaften, Jibleam und seine Ortschaften und die zu Dor und seine Ortschaften und die zu Endor und seine Ortschaften und die zu Thaanach und seine Ortschaften und die zu Megiddo und seine Ortschaften und den dritten Teil Nepheths.
Jos 17:12 Und die Kinder Manasse konnten diese Stdte nicht einnehmen; sondern die Kanaaniter blieben wohnen in dem Lande.
Jos 17:13 Da aber die Kinder Israel mchtig wurden, machten sie die Kanaaniter zinsbar und vertrieben sie nicht.
Jos 17:14 Da redeten die Kinder Joseph mit Josua und sprachen: Warum hast du mir nur ein Los und eine Schnur des Erbteils gegeben? Und ich bin doch ein groes Volk, wie mich der HErr so gesegnet hat.
Jos 17:15 Da sprach Josua zu ihnen: Weil du ein groes Volk bist, so gehe hinauf in den Wald und haue um daselbst im Lande die Pheresiter und Riesen, weil dir das Gebirge Ephraim zu enge ist.
Jos 17:16 Da sprachen die Kinder Joseph: Das Gebirge wird nicht Raum genug fr uns sein, und es sind eiserne Wagen bei allen Kanaanitern, die im Tal des Landes wohnen: bei denen zu Beth-Sean und seinen zugehrigen Orten und bei denen im Tal Jesreel.
Jos 17:17 Josua sprach zum Hause Josephs, zu Ephraim und Manasse: Du bist ein groes Volk; und weil du so gro bist, sollst du nicht nur ein Los haben,
Jos 17:18 sondern das Gebirge soll dein sein, da der Wald ist, den haue um; und er wird dein sein bis an seine Enden, wenn du die Kanaaniter vertreibst, die eiserne Wagen haben und mchtig sind.
Jos 18:1 Und es versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel gen Silo und richteten daselbst auf die Htte des Stifts, und das Land war ihnen unterworfen.
Jos 18:2 Und es waren noch sieben Stmme der Kinder Israel, denen sie ihr Erbteil nicht ausgeteilt hatten.
Jos 18:3 Und Josua sprach zu den Kinder Israel: Wie lange seid ihr so lass<RF>bedeutet: lasch, schlaff, trge<Rf>, dass ihr nicht hingeht, das Land einzunehmen, das euch der HErr, euer Vter Gott, gegeben hat?
Jos 18:4 Schafft euch aus jeglichem Stamm drei Mnner, dass ich sie sende und sie sich aufmachen und durchs Land gehen und es aufschreiben nach ihren Erbteilen und zu mir kommen.
Jos 18:5 Teilt das Land in sieben Teile. Juda soll bleiben auf seiner Grenze von Mittag her, und das Haus Josephs soll bleiben auf seiner Grenze von Mitternacht her.
Jos 18:6 Ihr aber schreibt die sieben Teile der Lande auf und bringt sie zu mir hierher, so will ich euch das Los werfen hier vor dem HErrn, unsrem Gott.
Jos 18:7 Denn die Leviten haben kein Teil unter euch, sondern das Priestertum des HErrn ist ihr Erbteil. Gad aber und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben ihr Teil genommen jenseit des Jordans, gegen Morgen, das ihnen Mose, der Knecht Gottes, gegeben hat.
Jos 18:8 Da machten sich die Mnner auf, dass sie hingingen; und Josua gebot ihnen, da sie hin wollten gehen, das Land aufzuschreiben, und sprach: Gehet hin und durchwandelt das Land und schreibt es auf und kommt wieder zu mir, dass ich euch hier das Los werfe vor dem HErrn zu Silo.
Jos 18:9 Also gingen die Mnner hin und durchzogen das Land und schrieben es auf in einen Brief nach den Stdten in sieben Teile und kamen zu Josua ins Lager gen Silo.
Jos 18:10 Da warf Josua das Los ber sie zu Silo vor dem HErrn und teilte daselbst das Land aus unter die Kinder Israel, einem jeglichen sein Teil.
Jos 18:11 Und das Los des Stammes der Kinder Benjamin fiel nach ihren Geschlechtern, und die Grenze ihres Loses ging aus zwischen den Kindern Juda und den Kindern Joseph.
Jos 18:12 Und ihre Grenze war an der Seite gegen Mitternacht vom Jordan an und geht herauf an der Mitternachtseite Jerichos und kommt aufs Gebirge abendwrts und geht aus nach der Wste Beth-Aven
Jos 18:13 und geht von da gen Lus, an der Seite her an Lus mittagwrts, das ist Beth-El, und kommt hinab gen Ataroth-Adar an den Berg, der gegen Mittag liegt von dem niederen Beth-Horon.
Jos 18:14 Darnach neigt sie sich und lenkt sich um zur Seite des Abends gegen Mittag von dem Berge an, der vor Beth-Horon mittagswrts liegt, und endet an Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, die Stadt der Kinder Juda. Das ist die Seite gegen Abend.
Jos 18:15 Aber die Seite gegen Mittag ist von Kirjath-Jearim an und geht aus gegen Abend und kommt hinaus zum Wasserbrunnen Nephthoa
Jos 18:16 und geht herab an des Berges Ende, der vor dem Tal des Sohnes Hinnoms liegt, am Grunde Rephaim gegen Mitternacht, und geht durchs Tal Hinnom an der Mittagseite des Jebusiters und kommt hinab zum Brunnen Rogel
Jos 18:17 und zieht sich mitternachtwrts und kommt hinaus gen En-Semes und kommt hinaus gen Geliloth, das gegenber der Steige Adummim liegt, und kommt herab zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens,
Jos 18:18 und geht zur Seite hin neben dem Gefilde, das gegen Mitternacht liegt, und kommt hinab aufs Gefilde
Jos 18:19 und geht an der Seite Beth-Hoglas, das gegen Mitternacht liegt, und ihr Ende ist an der Zunge des Salzmeers gegen Mitternacht, an dem Ende des Jordans gegen Mittag. Das ist die Mittagsgrenze.
Jos 18:20 Aber die Seite gegen Morgen soll der Jordan enden. Das ist das Erbteil der Kinder Benjamin in ihren Grenzen umher nach ihren Geschlechtern.
Jos 18:21 Die Stdte aber des Stammes der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern sind diese: Jericho, Beth-Hogla, Emek-Keziz,
Jos 18:22 Beth-Araba, Zemaraim, Beth-El,
Jos 18:23 Avvim, Happara, Ophra,
Jos 18:24 Kaphar-Ammonai, Ophni, Geba. Das sind zwlf Stdte und ihre Drfer.
Jos 18:25 Gibeon Rama, Beeroth,
Jos 18:26 Mizpe, Kaphira, Moza,
Jos 18:27 Rekem, Jerpeel, Thareala,
Jos 18:28 Zela, Eleph und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibeath, Kirjath. Vierzehn Stdte und ihre Drfer. Das ist das Erbteil der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:1 Darnach fiel das zweite Los auf den Stamm der Kinder Simeon nach ihren Geschlechtern; und ihr Erbteil war unter dem Erbteil der Kinder Juda.
Jos 19:2 Und es ward ihnen zum Erbteil Beer-Seba, Seba, Molada,
Jos 19:3 Hazar-Sual, Bala, Ezem,
Jos 19:4 Eltholad, Bethul, Horma,
Jos 19:5 Ziklag, Beth-Markaboth, Hazar-Susa,
Jos 19:6 Beth-Lebaoth, Saruhen. Das sind dreizehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:7 Ain, Rimmon, Ehter, Asan. Das sind vier Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:8 Dazu alle Drfer, die um diese Stdte liegen, bis gen Baalath-Beer-Ramath gegen Mittag. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Simeon nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:9 Denn der Kinder Simeon Erbteil ist unter dem Erbteil der Kinder Juda. Weil das Erbteil der Kinder Juda ihnen zu gro war, darum erbten die Kinder Simeon unter ihrem Erbteil.
Jos 19:10 Das dritte Los fiel auf die Kinder Sebulon nach ihren Geschlechtern; und die Grenze ihres Erbteils war bis gen Sarid
Jos 19:11 und geht hinauf abendwrts gen Mareala und stt an Dabbeseth und stt an den Bach, der vor Jokneam fliet,
Jos 19:12 und wendet sich von Sarid gegen der Sonne Aufgang bis an die Grenze Kisloth-Thabor und kommt hinaus gen Dabrath und reicht hinauf gen Japhia,
Jos 19:13 und von da geht sie gegen Aufgang durch Gath-Hepher, Eth-Kazin und kommt hinaus gen Rimmon, Mithoar und Nea
Jos 19:14 und lenkt sich herum mitternachtwrts gen Hannathon und endet im Tal Jephthah-El,
Jos 19:15 und Kattath, Nahalal, Simron, Jedeala und Bethlehem. Das sind zwlf Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:16 Das ist das Erbteil der Kinder Sebulon nach ihren Geschlechtern; das sind ihre Stdte und Drfer.
Jos 19:17 Das vierte Los fiel auf die Kinder Isaschar nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:18 Und ihr Gebiet war Jesreel, Chesulloth, Sunem,
Jos 19:19 Hapharaim, Sion, Anaharath,
Jos 19:20 Rabbith, Kisjon, Ebez,
Jos 19:21 Remeth, En-Gannim, En-Hadda, Beth-Pazez,
Jos 19:22 und die Grenze stt an Thabor, Sahazima, Beth-Semes, und ihr Ende ist am Jordan. Sechzehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:23 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Isaschar nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:24 Das fnfte Los fiel auf den Stamm der Kinder Asser nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:25 Und ihr Gebiet war Helkath, Hali, Beten, Achsaph,
Jos 19:26 Allammelech, Amead, Miseal, und die Grenze stt an den Karmel am Meer und an Sihor-Libnath
Jos 19:27 und wendet sich gegen der Sonne Aufgang gen Beth-Dagon und stt an Sebulon und an das Tal Jephthah-El mitternachtwrts, Beth-Emek, Negiel und kommt hinaus gen Kabul zur Linken,
Jos 19:28 Ebron, Rehob, Hammon, Kana bis an Gro-Sidon
Jos 19:29 und wendet sich gen Rama bis zu der festen Stadt Tyrus und wendet sich gen Hosa und endet am Meer in der Gegend von Achsib
Jos 19:30 und schliet ein Umma, Aphek, Rehob. Zweiundzwanzig Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:31 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Asser nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:32 Das sechste Los fiel auf die Kinder Naphthali nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:33 Und ihre Grenze war von Heleph, von den Eichen bei Zaanannim an, Adami-Nebek, Jabneel, bis gen Lakkum und endet am Jordan,
Jos 19:34 und die Grenze wendet sich zum Abend gen Asnoth-Thabor und kommt von da hinaus gen Hukkok und stt an Sebulon gegen Mittag und an Asser gegen Abend und an Juda am Jordan gegen der Sonne Aufgang;
Jos 19:35 und feste Stdte sind: Ziddim, Zer, Hammath, Rakkath, Kinnereth,
Jos 19:36 Adama, Rama, Hazor,
Jos 19:37 Kedes, Edrei, En-Hazor,
Jos 19:38 Jereon, Migdal-El, Horem, Beth-Anath, Beth-Semes. Neunzehn Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:39 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Naphthali nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:40 Das siebente Los fiel auf den Stamm der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern.
Jos 19:41 Und das Gebiet ihres Erbteils waren Zora, Esthaol, Ir-Semes,
Jos 19:42 Saalabbin, Ajalon, Jethla,
Jos 19:43 Elon, Thimnatha, Ekron,
Jos 19:44 Eltheke, Gibbethon, Baalath,
Jos 19:45 Jehud, Bne-Barak, Gath-Rimmon,
Jos 19:46 Me-Jarkon, Rakkon mit den Grenzen gegen Japho.
Jos 19:47 Und an demselben endet das Gebiet der Kinder Dan. Und die Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Lesem und gewannen und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts und nahmen es ein und wohnten darin und nannten es Dan nach ihres Vaters Namen.
Jos 19:48 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
Jos 19:49 Und da sie das Ganze Land ausgeteilt hatten nach seinen Grenzen, gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbteil unter ihnen
Jos 19:50 und gaben ihm nach dem Befehl des HErrn die Stadt, die er forderte, nmlich Thimnath-Serah auf dem Gebirge Ephraim. Da baute er die Stadt und wohnte darin.
Jos 19:51 Das sind die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Obersten der Vaterhuser unter den Stmmen durchs Los den Kindern Israel austeilten zu Silo vor dem HErrn, vor der Tr der Htte des Stifts; und vollendeten also das Austeilen des Landes.
Jos 20:1 Und der HErr redete mit Josua und sprach:
Jos 20:2 Sage den Kindern Israel: Gebt unter euch Freistdte, davon ich durch Mose euch gesagt habe,
Jos 20:3 dahin fliehen mge ein Totschlger, der eine Seele unversehens und unwissend schlgt, dass sie unter euch frei seien von dem Blutrcher.
Jos 20:4 Und der da flieht zu der Stdte einer, soll stehen drauen vor der Stadt Tor und vor den ltesten der Stadt seine Sache ansagen; so sollen sie ihn zu sich in die Stadt nehmen und ihm Raum geben, dass er bei ihnen wohne.
Jos 20:5 Und wenn der Blutrcher ihm nachjagt, sollen sie den Totschlger nicht in seine Hnde bergeben, weil er unwissend seinen Nchsten geschlagen hat und ist ihm zuvor nicht feind gewesen.
Jos 20:6 So soll er in der Stadt wohnen, bis dass er stehe vor der Gemeinde vor Gericht, und bis dass der Hohepriester sterbe, der zur selben Zeit sein wird. Alsdann soll der Totschlger wiederkommen in seine Stadt und in sein Haus, zur Stadt, davon er geflohen ist.
Jos 20:7 Da heiligten sie Kedes in Galila, auf dem Gebirge Naphthali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim und Kirjath-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda;
Jos 20:8 und jenseit des Jordans, da Jericho liegt, gegen Aufgang, gaben sie Bezer in der Wste auf der Ebene aus dem Stamm Ruben und Ramoth in Gilead aus dem Stamm Gad und Golan in Basan aus dem Stamm Manasse.
Jos 20:9 Das waren die Stdte, bestimmt allen Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter ihnen wohnten, dass dahin fliehe, wer eine Seele unversehens schlgt, dass er nicht sterbe durch den Blutrcher, bis dass er vor der Gemeinde gestanden sei.
Jos 21:1 Da traten herzu die obersten Vter unter den Leviten zu dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und zu den obersten Vtern unter den Stmmen der Kinder Israel
Jos 21:2 und redeten mit ihnen zu Silo im Lande Kanaan und sprachen: Der HErr hat uns geboten durch Mose, dass man uns Stdte geben solle, zu wohnen, und ihre Vorstdte zu unsrem Vieh.
Jos 21:3 Da gaben die Kinder Israel den Leviten von ihren Erbteilen nach dem Befehl des HErrn diese Stdte und ihre Vorstdte.
Jos 21:4 Und das Los fiel auf die Geschlechter der Kahathiter, und wurden den Kindern Aarons, des Priesters, aus den Leviten durchs Los dreizehn Stdte von dem Stamm Juda, von dem Stamm Simeon und von dem Stamm Benjamin.
Jos 21:5 Den andern Kindern Kahaths aber wurden durchs Los zehn Stdte von den Geschlechtern des Stammes Ephraim, von dem Stamme Dan und von dem halben Stamm Manasse.
Jos 21:6 Aber den Kindern Gersons wurden durchs Los dreizehn Stdte von den Geschlechtern des Stammes Isaschar, von dem Stamm Asser und von dem Stamm Naphthali und von dem halben Stamm Manasse in Basan.
Jos 21:7 Den Kindern Meraris nach ihren Geschlechtern wurden zwlf Stdte von dem Stamm Ruben, von dem Stamm Gad und von dem Stamm Sebulon.
Jos 21:8 Also gaben die Kinder Israel den Leviten durchs Los diese Stdte und Vorstdte, wie der HErr durch Mose geboten hatte.
Jos 21:9 Von dem Stamm der Kinder Juda und von dem Stamm der Kinder Simeon gaben sie diese Stdte, die sie mit ihren Namen nannten,
Jos 21:10 den Kindern Aarons, vom Geschlecht der Kahathiter, aus den Kindern Levi; denn das erste Los ward ihnen.
Jos 21:11 So geben sie ihnen die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron auf dem Gebirge Juda und ihre Vorstdte um sie her.
Jos 21:12 Aber den Acker der Stadt und ihre Drfer gaben sie Kaleb, dem Sohn Jephunnes, zu seinem Erbe.
Jos 21:13 Also gaben sie den Kindern Aarons, des Priesters, die Freistadt der Totschlger, Hebron, und seine Vorstdte, Libna und sein Vorstdte,
Jos 21:14 Jatthir und seine Vorstdte, Esthemoa und sein Vorstdte,
Jos 21:15 Holon und seine Vorstdte, Debir und seine Vorstdte,
Jos 21:16 Ain und seine Vorstdte, Jutta und seine Vorstdte, Beth-Semes und seine Vorstdte, neun Stdte von diesen zwei Stmmen;
Jos 21:17 von dem Stamm Benjamin aber gaben sie vier Stdte: Gibeon und seine Vorstdte, Geba und seine Vorstdte,
Jos 21:18 Anathoth und seine Vorstdte, Almon und seine Vorstdte,
Jos 21:19 dass alle Stdte der Kinder Aarons, der Priester, waren dreizehn mit ihren Vorstdten.
Jos 21:20 Den Geschlechtern aber der andern Kinder Kahath, den Leviten, wurden durch ihr Los vier Stdte von dem Stamm Ephraim;
Jos 21:21 sie gaben ihnen die Freistadt der Totschlger, Sichem und seine Vorstdte auf dem Gebirge Ephraim, Geser und seine Vorstdte,
Jos 21:22 Kibzaim und seine Vorstdte, Beth-Horon und seine Vorstdte.
Jos 21:23 Von dem Stamme Dan vier Stdte: Eltheke und seine Vorstdte, Gibbethon und seine Vorstdte,
Jos 21:24 Ajalon und seine Vorstdte, Gath-Rimmon und seine Vorstdte.
Jos 21:25 Von dem halben Stamm Manasse zwei Stdte: Thaanach und seine Vorstdte, Gath-Rimmon und seine Vorstdte,
Jos 21:26 dass alle Stdte der Geschlechter der andern Kinder Kahath waren zehn mit ihren Vorstdten.
Jos 21:27 Den Kindern aber Gerson aus den Geschlechtern der Leviten wurden gegeben von dem halben Stamm Manasse zwei Stdte: die Freistadt fr die Totschlger, Golan in Basan, und sein Vorstdte, Beesthra und seine Vorstdte.
Jos 21:28 Von dem Stamme Isaschar vier Stdte: Kisjon und seine Vorstdte, Dabrath und seine Vorstdte,
Jos 21:29 Jarmuth und seine Vorstdte, En-Gannim und seine Vorstdte.
Jos 21:30 Von dem Stamm Asser vier Stdte: Miseal und seine Vorstdte, Abdon und seine Vorstdte,
Jos 21:31 Helkath und seine Vorstdte, Rehob und seine Vorstdte.
Jos 21:32 Von dem Stamm Naphthali drei Stdte: die Freistadt fr die Totschlger, Kedes in Galila, und seine Vorstdte, Hammoth-Dor und seine Vorstdte, Karthan und seine Vorstdte,
Jos 21:33 dass alle Stdte des Geschlechts der Gersoniter waren dreizehn mit ihren Vorstdten.
Jos 21:34 Den Geschlechtern aber der Kinder Merari, den andern Leviten, wurden gegeben von dem Stamm Sebulon vier Stdte: Jokneam und seine Vorstdte, Kartha und seine Vorstdte,
Jos 21:35 Dimna und seine Vorstdte, Nahalal und seine Vorstdte.
Jos 21:36 Von dem Stamm Ruben vier Stdte: Bezer und seine Vorstdte, Jahza und seine Vorstdte,
Jos 21:37 Kedemoth und seine Vorstdte, Mephaath und seine Vorstdte.
Jos 21:38 Von dem Stamme Gad vier Stdte: die Freistadt fr die Totschlger, Ramoth in Gilead, und seine Vorstdte,
Jos 21:39 Mahanaim und seine Vorstdte, Hesbon und seine Vorstdte, Jaser und seine Vorstdte,
Jos 21:40 dass alle Stdte der Kinder Merari nach ihren Geschlechtern, der andern Leviten, nach ihrem Los waren zwlf.
Jos 21:41 Alle Stdte der Leviten unter dem Erbe der Kinder Israel waren achtundvierzig mit ihren Vorstdten.
Jos 21:42 Und eine jegliche dieser Stdte hatte ihre Vorstadt um sich her, eine wie die andere.
Jos 21:43 Also gab der HErr Israel alles Land, das er geschworen hatte ihren Vtern zu geben, und sie nahmen es ein und wohnten darin.
Jos 21:44 Und der HErr gab ihnen Ruhe von allen umher, wie er ihren Vtern geschworen hatte, und stand ihrer Feinde keiner wider sie, sondern alle ihre Feinde gab er in ihre Hnde.
Jos 21:45 Und es fehlte nichts an allem Guten, das der HErr dem Hause Israel verheien hatte. Es kam alles.
Jos 22:1 Da rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse
Jos 22:2 und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des HErrn, geboten hat, und gehorcht meiner Stimme in allem, was ich euch geboten habe.
Jos 22:3 Ihr habt eure Brder nicht verlassen eine lange Zeit her bis auf diesen Tag und habt gehalten an dem Gebot des HErrn, eures Gottes.
Jos 22:4 Weil nun der HErr, euer Gott, hat eure Brder zur Ruhe gebracht, wie er ihnen geredet hat, so wendet euch nun und ziehet hin in eure Htten im Lande eures Erbes, das euch Mose, der Knecht des HErrn, gegeben hat jenseit des Jordans.
Jos 22:5 Haltet aber nur an mit Flei, dass ihr tut nach dem Gebot und Gesetz, das euch Mose, der Knecht des HErrn, geboten hat, dass ihr den HErrn, euren Gott, liebt und wandelt auf allen seinen Wegen und seine Gebote haltet und ihm anhanget und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
Jos 22:6 Also segnete sie Josua und lie sie gehen; und sie gingen zu ihren Htten.
Jos 22:7 Dem halben Stamm Manasse hatte Mose gegeben in Basan; der andern Hlfte gab Josua unter ihren Brdern diesseit des Jordans gegen Abend. Und da er sie gesegnet hatte,
Jos 22:8 sprach er zu ihnen: Ihr kommt wieder heim mit groem Gut zu euren Htten, mit sehr viel Vieh, Silber, Gold, Erz, Eisen und Kleidern; so teilt nun den Raub eurer Feinde mit euren Brdern.
Jos 22:9 Also kehrten um die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse und gingen von den Kindern Israel aus Silo, das im Lande Kanaan liegt, dass sie ins Land Gilead zgen zum Lande ihres Erbes, das sie erbten nach Befehl des HErrn durch Mose.
Jos 22:10 Und da sie kamen in die Kreise am Jordan, die im Lande Kanaan liegen, bauten die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse daselbst am Jordan einen groen, schnen Altar.
Jos 22:11 Da aber die Kinder Israel hrten sagen: Siehe, die Kinder Ruben, die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut gegenber dem Land Kanaan, in den Kreisen am Jordan, diesseit der Kinder Israel,
Jos 22:12 da versammelten sie sich mit der ganzen Gemeinde zu Silo, dass sie wider sie hinaufzgen mit einem Heer.
Jos 22:13 Und sandten zu ihnen ins Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters,
Jos 22:14 und mit ihm zehn oberste Frsten unter ihren Vaterhusern, aus jeglichem Stamm Israels einen.
Jos 22:15 Und da sie zu ihnen kamen ins Land Gilead, redeten sie mit ihnen und sprachen:
Jos 22:16 So lsst euch sagen die ganze Gemeinde des HErrn: Wie versndigt ihr euch also an dem Gott Israels, dass ihr euch heute kehrt von dem HErrn damit, dass ihr euch einen Altar baut, dass ihr abfallt von dem HErrn?
Jos 22:17 Ist's uns zu wenig an der Missetat ber dem Peor, von welcher wir noch auf diesen Tag nicht gereinigt sind und kam eine Plage unter die Gemeinde des HErrn?
Jos 22:18 Und ihr wendet euch heute von dem HErrn weg und seid heute abtrnnig geworden von dem HErrn, auf dass er heute oder morgen ber die ganze Gemeinde Israel erzrne.
Jos 22:19 Dnkt euch das Land eures Erbes unrein, so kommt herber in das Land, das der HErr hat, da die Wohnung des HErrn steht, und macht euch ansssig unter uns; und werdet nicht abtrnnig von dem Herrn und von uns, dass ihr euch einen Altar baut auer dem Altar des HErrn, unsres Gottes.
Jos 22:20 Versndigte sich nicht Achan, der Sohn Serahs, am Verbannten? und der Zorn kam ber die ganze Gemeinde Israel, und er ging nicht allein unter ber seiner Missetat.
Jos 22:21 Da antworteten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse und sagten zu den Huptern ber die Tausende Israels:
Jos 22:22 Der starke Gott, der HErr, wei es; so wisse es Israel auch: fallen wir ab oder sndigen wider den HErrn, so helfe er uns heute nicht!
Jos 22:23 Und so wir darum den Altar gebaut haben, dass wir uns von dem HErrn wenden wollten, Brandopfer und Speisopfer darauf opfern oder Dankopfer darauf tun, so fordere es der HErr.
Jos 22:24 Und so wir's nicht vielmehr aus Sorge darum getan haben, dass wir sprachen: Heut oder morgen mchten eure Kinder zu unsren Kindern sagen: Was geht euch der HErr, der Gott Israels, an?
Jos 22:25 Der HErr hat den Jordan zur Grenze gesetzt zwischen uns und euch Kindern Ruben und Gad; ihr habt keinen Teil am HErrn. Damit wrden eure Kinder unsre Kinder von der Furcht des HErrn weisen.
Jos 22:26 Darum sprachen wir: Lasst uns einen Altar bauen, nicht zum Brandopfer noch zu andern Opfern,
Jos 22:27 sondern dass er ein Zeuge sei zwischen uns und euch und unsren Nachkommen, dass wir dem HErrn Dienst tun mgen vor ihm mit unsren Brandopfern, Dankopfern und andern Opfern und eure Kinder heut oder morgen nicht sagen drfen zu unsren Kindern: Ihr habt keinen Teil an dem HErrn.
Jos 22:28 Wenn sie aber also zu uns sagen wrden oder zu unsren Nachkommen heut oder morgen, so knnten wir sagen: Seht das Gleichnis des Altars des HErrn, den unsre Vter gemacht haben, nicht zum Brandopfer noch zu andern Opfern, sondern zum Zeugen zwischen uns und euch.
Jos 22:29 Das sei ferne von uns, dass wir abtrnnig werden von dem HErrn, dass wir uns heute wollten von ihm wenden und einen Altar bauen zum Brandopfer und andern Opfern, auer dem Altar des HErrn, unsres Gottes, der vor seiner Wohnung steht.
Jos 22:30 Da aber Pinehas, der Priester, und die Obersten der Gemeinde, die Hupter ber die Tausende Israels, die mit ihm waren, hrten diese Worte, die die Kinder Ruben, Gad und Manasse sagten, gefielen sie ihnen wohl.
Jos 22:31 Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den Kindern Ruben, Gad und Manasse: Heute erkennen wir, dass der HErr unter uns ist, dass ihr euch nicht an dem HErrn versndigt habt in dieser Tat. Nun habt ihr die Kinder Israel errettet aus der Hand des HErrn.
Jos 22:32 Da zogen Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Obersten aus dem Lande Gilead von den Kindern Ruben und Gad wieder ins Land Kanaan zu den Kindern Israel und sagten's ihnen an.
Jos 22:33 Das gefiel den Kindern Israel wohl, und lobten den Gott der Kinder Israel und sagten nicht mehr, dass sie hinauf wollten ziehen mit einem Heer wider sie, zu verderben das Land, darin die Kinder Ruben und Gad wohnten.
Jos 22:34 Und die Kinder Ruben und Gad hieen den Altar: dass er Zeuge sei zwischen uns, dass der HErr Gott sei.
Jos 23:1 Und nach langer Zeit, da der HErr hatte Israel zur Ruhe gebracht vor allen ihren Feinden umher und Josua nun alt und wohl betagt war,
Jos 23:2 berief er das ganze Israel, ihre ltesten, Hupter, Richter und Amtleute, und sprach zu ihnen: Ich bin alt und wohl betagt,
Jos 23:3 und ihr habt gesehen alles, was der HErr, euer Gott, getan hat an allen diesen Vlkern vor euch her; denn der HErr, euer Gott, hat selber fr euch gestritten.
Jos 23:4 Seht, ich habe euch diese noch brigen Vlker durchs Los zugeteilt, einem jeglichen Stamm sein Erbteil, vom Jordan an, und alle Vlker, die ich ausgerottet habe, und am groen Meer gegen der Sonne Untergang.
Jos 23:5 Und der HErr, euer Gott, wird sie ausstoen vor euch und von euch vertreiben, dass ihr ihr Land einnehmt, wie euch der HErr, euer Gott, geredet hat.
Jos 23:6 So seid nun sehr getrost, dass ihr haltet und tut alles, was geschrieben steht im Gesetzbuch Moses, dass ihr nicht davon weicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
Jos 23:7 auf dass ihr nicht unter diese brigen Vlker kommt, die bei euch sind, und nicht gedenkt noch schwrt bei dem Namen ihrer Gtter noch ihnen dient noch sie anbetet,
Jos 23:8 sondern dem HErrn, eurem Gott, anhangt, wie ihr bis auf diesen Tag getan habt.
Jos 23:9 Der HErr hat vor euch vertrieben groe und mchtige Vlker, und niemand hat euch widerstanden bis auf diesen Tag.
Jos 23:10 Euer einer jagt tausend; denn der HErr, euer Gott, streitet fr euch, wie er euch geredet hat.
Jos 23:11 Darum so behtet aufs fleiigste eure Seelen, dass ihr dem HErrn, euren Gott, liebhabt.
Jos 23:12 Denn wo ihr euch umwendet und diesen Vlkern anhangt und euch mit ihnen verheiratet, dass ihr unter sie und sie unter euch kommen:
Jos 23:13 so wisset, dass der HErr, euer Gott, wird nicht mehr alle diese Vlker vor euch vertreiben; sondern sie werden euch zum Strick und Netz und zur Geiel in euren Seiten werden und zum Stachel in eure Augen, bis dass er euch umbringe hinweg von dem guten Lande, das euch der HErr, euer Gott, gegeben hat.
Jos 23:14 Siehe, ich gehe heute dahin wie alle Welt; und ihr sollt wissen von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass nicht ein Wort gefehlt hat an all dem Guten, das der HErr, euer Gott, euch verheien hat. Es ist alles gekommen und keins ausgeblieben.
Jos 23:15 Gleichwie nun alles Gute gekommen ist, das der HErr, euer Gott, euch verheien hat, also wird der HErr auch ber euch kommen lassen alles Bse, bis er euch vertilge von diesem guten Land, das euch der HErr, euer Gott, gegeben hat,
Jos 23:16 wenn ihr bertretet den Bund des HErrn, eures Gottes, den er euch geboten hat, und hingeht und andern Gttern dient und sie anbetet, dass der Zorn des HErrn ber euch ergrimmt und euch bald umbringt hinweg von dem guten Land, das er euch gegeben hat.
Jos 24:1 Josua versammelte alle Stmme Israels gen Sichem und berief die ltesten von Israel, die Hupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor Gott getreten waren,
Jos 24:2 sprach er zum ganzen Volk: So sagt der HErr, der Gott Israels: Eure Vter wohnten vorzeiten jenseit des Stroms, Tharah, Abrahams und Nahors Vater, und dienten andern Gttern.
Jos 24:3 Da nahm ich euren Vater Abraham jenseit des Stroms und lie ihn wandern im ganzen Land Kanaan und mehrte ihm seinen Samen und gab ihm Isaak.
Jos 24:4 Und Isaak gab ich Jakob und Esau und gab Esau das Gebirge Seir zu besitzen. Jakob aber und seine Kinder zogen hinab nach gypten.
Jos 24:5 Da sandte ich Mose und Aaron und plagte gypten, wie ich unter ihnen getan habe.
Jos 24:6 Darnach fhrte ich euch und eure Vter aus gypten. Und da ihr an das Meer kamt und die gypter euren Vtern nachjagten mit Wagen und Reitern ans Schilfmeer,
Jos 24:7 da schrieen sie zum HErrn; der setzte eine Finsternis zwischen euch und die gypter und fhrte das Meer ber sie, und es bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich an den gyptern getan habe. Und ihr habt gewohnt in der Wste eine lange Zeit.
Jos 24:8 Und ich habe euch gebracht in das Land der Amoriter, die jenseit des Jordans wohnten; und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Hnde, dass ihr ihr Land besaet, und vertilgte sie vor euch her.
Jos 24:9 Da machte sich auf Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Knig, und stritt wider Israel und sandte hin und lie rufen Bileam, den Sohn Beors, dass er euch verfluchte.
Jos 24:10 Aber ich wollte ihn nicht hren. Und er segnete euch und ich errettete euch aus seinen Hnden.
Jos 24:11 Und da ihr ber den Jordan gingt und gen Jericho kamt, stritten wider euch die Brger von Jericho, die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter, Hethiter, Girgasiter, Heviter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure Hnde.
Jos 24:12 Und sandte Hornissen vor euch her; die trieben sie aus vor euch her, die zwei Knige der Amoriter, nicht durch dein Schwert noch durch deinen Bogen.
Jos 24:13 Und ich habe euch ein Land gegeben, daran ihr nicht gearbeitet habt, und Stdte, die ihr nicht gebaut habt, dass ihr darin wohnt und esst von Weinbergen und lbumen, die ihr nicht gepflanzt habt.
Jos 24:14 So frchtet nun den HErrn und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Gtter, denen eure Vter gedient haben jenseit des Stroms und in gypten, und dient dem HErrn.
Jos 24:15 Gefllt es euch aber nicht, dass ihr dem HErrn dient, so erwhlt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Gttern, denen eure Vter gedient haben jenseit des Stroms, oder den Gttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HErrn dienen.
Jos 24:16 Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den HErrn verlassen und andern Gttern dienen!
Jos 24:17 Denn der HErr, unser Gott, hat uns und unsre Vter aus gyptenland gefhrt, aus dem Diensthause, und hat vor unsren Augen solche groe Zeichen getan und uns behtet auf dem ganzen Weg, den wir gezogen sind, und unter allen Vlkern, durch welche wir gezogen sind,
Jos 24:18 und hat ausgestoen vor uns her alle Vlker der Amoriter, die im Land wohnten. Darum wollen wir auch dem HErrn dienen; denn er ist unser Gott.
Jos 24:19 Josua sprach zu dem Volk: Ihr knnt dem HErrn nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer bertretungen und Snden nicht schonen wird.
Jos 24:20 Wenn ihr aber den HErrn verlasst und fremden Gttern dient, so wird er sich wenden und euch plagen und euch umbringen, nachdem er euch Gutes getan hat.
Jos 24:21 Das Volk aber sprach zu Josua: Nicht also, sondern wir wollen dem HErrn dienen.
Jos 24:22 Da sprach Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen ber euch, dass ihr den HErrn euch erwhlt habt, dass ihr ihm dient. Und sie sprachen: Ja.
Jos 24:23 So tut nun von euch die fremden Gtter, die unter euch sind, und neigt euer Herz zu dem HErrn, dem Gott Israels.
Jos 24:24 Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem HErrn, unsrem Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen.
Jos 24:25 Also machte Josua desselben Tages einen Bund mit dem Volk und legte ihnen Gesetze und Rechte vor zu Sichem.
Jos 24:26 Und Josua schrieb dies alles ins Gesetzbuch Gottes und nahm einen groen Stein und richtete ihn auf daselbst unter einer Eiche, die bei dem Heiligtum des HErrn war,
Jos 24:27 und sprach zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge sein ber uns, denn er hat gehrt alle Rede des HErrn, die er uns geredet hat; und soll ein Zeuge ber euch sein, dass ihr euren Gott nicht verleugnet.
Jos 24:28 Also lie Josua das Volk gehen, einen jeglichen in sein Erbteil.
Jos 24:29 Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HErrn, starb, da er hundertundzehn Jahre alt war.
Jos 24:30 Und man begrub ihn in der Grenze seines Erbteils zu Thimnath-Serah, das auf dem Gebirge Ephraim liegt mitternachtwrts vom Berge Gaas.
Jos 24:31 Und Israel diente dem Herrn, solange Josua lebte und die ltesten, welche noch lange Zeit lebten nach Josua, die alle die Werke des HErrn wussten, die er an Israel getan hatte.
Jos 24:32 Die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel hatten aus gypten gebracht, begruben sie zu Sichem in dem Stck Feld, das Jakob kaufte von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen und das der Kinder Josephs Erbteil ward.
Jos 24:33 Eleasar, der Sohn Aarons, starb auch, und sie begruben ihn zu Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben war auf dem Gebirge Ephraim.
Jdg 1:1 Nach dem Tod Josuas fragten die Kinder Israel den HErrn und sprachen: Wer soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu fhren wider die Kanaaniter?
Jdg 1:2 Der HErr sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
Jdg 1:3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und lass uns wider die Kanaaniter streiten, so will ich wieder mit dir ziehen in dein Los. Also zog Simeon mit ihm.
Jdg 1:4 Da nun Juda hinaufzog, gab der HErr die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hnde, und sie schlugen zu Besek zehntausend Mann.
Jdg 1:5 Und fanden den Adoni-Besek zu Besek und stritten wider ihn und schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
Jdg 1:6 Aber Adoni-Besek floh, und sie jagten ihm nach; und da sie ihn ergriffen, hieben sie ihm die Daumen ab an seinen Hnden und Fen.
Jdg 1:7 Da sprach Adoni-Besek: Siebzig Knige mit abgehauenen Daumen ihrer Hnde und Fe lasen auf unter meinem Tisch. Wie ich nun getan habe, so hat mir Gott wieder vergolten. Und man brachte ihn gen Jerusalem; daselbst starb er.
Jdg 1:8 Aber die Kinder Juda stritten wider Jerusalem und gewannen es und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts und zndeten die Stadt an.
Jdg 1:9 Darnach zogen die Kinder Juda herab, zu streiten wider die Kanaaniter, die auf dem Gebirge und gegen Mittag und in den Grnden wohnten.
Jdg 1:10 Und Juda zog hin wider die Kanaaniter, die zu Hebron wohnten (Hebron aber hie vorzeiten Kirjath-Arba), und sie schlugen den Sesai und Ahiman und Thalmai.
Jdg 1:11 Und zogen von da wider die Einwohner zu Debir (Debir aber hie vorzeiten Kirjath-Sepher).
Jdg 1:12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlgt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben.
Jdg 1:13 Da gewann es Othniel, der Sohn des Kenas, Kalebs jngerer Bruder. Und er gab ihm sein Tochter Achsa zum Weibe.
Jdg 1:14 Und es begab sich, da sie einzog, beredete sie ihn, einen Acker zu fordern von ihrem Vater. Und sie stieg vom Esel; da sprach Kaleb zu ihr: Was ist dir?
Jdg 1:15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Mittagsland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die Quellen oben und unten.
Jdg 1:16 Und die Kinder des Keniters, Moses Schwagers, zogen herauf aus der Palmenstadt mit den Kindern Juda in die Wste Juda, die da liegt gegen Mittag der Stadt Arad, und gingen hin und wohnten unter dem Volk.
Jdg 1:17 Und Juda zog hin mit seinem Bruder Simeon, und schlugen die Kanaaniter zu Zephath und verbannten sie und nannten die Stadt Horma.
Jdg 1:18 Dazu gewann Juda Gaza mit seinem Zugehr und Askalon mit seinem Zugehr und Ekron mit seinem Zugehr.
Jdg 1:19 Und der HErr war mit Juda, dass er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht vertreiben, darum dass sie eiserne Wagen hatten.
Jdg 1:20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; und er vertrieb daraus die drei Shne des Enak.
Jdg 1:21 Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamin zu Jerusalem bis auf diesen Tag.
Jdg 1:22 Desgleichen zogen auch die Kinder Joseph hinauf gen Beth-El, und der HErr war mit ihnen.
Jdg 1:23 Und das Haus Josephs lie auskundschaften Beth-El, das vorzeiten Lus hie.
Jdg 1:24 Und die Wchter sahen einen Mann aus der Stadt gehen und sprachen zu ihm: Weise uns, wo wir in die Stadt kommen, so wollen wir Barmherzigkeit an dir tun.
Jdg 1:25 Und da er ihnen zeigte, wo sie in die Stadt kmen, schlugen sie die Stadt mit der Schrfe des Schwerts; aber den Mann und all sein Geschlecht lieen sie gehen.
Jdg 1:26 Da zog derselbe Mann ins Land der Hethiter und baute eine Stadt und hie sie Lus; die heit noch heutigestages also.
Jdg 1:27 Und Manasse vertrieb nicht Beth-Sean mit den zugehrigen Orten noch Thaanach mit den zugehrigen Orten noch die Einwohner zu Dor mit den zugehrigen Orten noch die Einwohner zu Jibleam mit den zugehrigen Orten noch die Einwohner zu Megiddo mit den zugehrigen Orten; und die Kanaaniter blieben wohnen im Land.
Jdg 1:28 Da aber Israel mchtig war, machte es die Kanaaniter zinsbar und vertrieb sie nicht.
Jdg 1:29 Desgleichen vertrieb auch Ephraim die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten, sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen zu Geser.
Jdg 1:30 Sebulon vertrieb auch nicht die Einwohner von Kitron und Nahalol; sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen und waren zinsbar.
Jdg 1:31 Asser vertrieb die Einwohner zu Akko nicht noch die Einwohner zu Sidon, zu Ahelab, zu Achsib, zu Helba, zu Aphik und zu Rehob;
Jdg 1:32 sondern die Asseriter wohnten unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten, denn sie vertrieben sie nicht.
Jdg 1:33 Naphthali vertrieb die Einwohner nicht zu Beth-Semes noch zu Beth-Anath, sondern wohnte unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten. Aber die zu Beth-Semes und zu Beth-Anath wurden zinsbar.
Jdg 1:34 Und die Amoriter drngten die Kinder Dan aufs Gebirge und lieen nicht zu, dass sie herunter in den Grund kmen.
Jdg 1:35 Und die Amoriter blieben wohnen auf dem Gebirge Heres, zu Ajalon und Saalbim. Doch ward ihnen die Hand des Hauses Joseph zu schwer, und wurden zinsbar.
Jdg 1:36 Und die Grenze der Amoriter war, da man nach Akrabbim hinaufgeht, von dem Fels an und weiter hinauf.
Jdg 2:1 Es kam aber der Engel des HErrn herauf von Gilgal gen Bochim und sprach: Ich habe euch aus gypten heraufgefhrt und in das Land gebracht, das ich euren Vtern geschworen habe, und sprach, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich;
Jdg 2:2 ihr aber solltet keinen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes und ihre Altre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan?
Jdg 2:3 Da sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, dass sie euch zum Strick werden und ihre Gtter zum Netz.
Jdg 2:4 Und da der Engel des HErrn solche Worte geredet hatte zu allen Kinder Israel, hob das Volk seine Stimme auf und weinte,
Jdg 2:5 und hieen die Sttte Bochim und opferten daselbst dem HErrn.
Jdg 2:6 Als Josua das Volk von sich gelassen hatte und die Kinder Israel hingezogen waren, ein jeglicher in sein Erbteil, das Land einzunehmen,
Jdg 2:7 diente das Volk dem HErrn, solange Josua lebte und die ltesten, die noch lange nach Josua lebten und alle die groen Werke des HErrn gesehen hatten, die er getan hatte.
Jdg 2:8 Da nun Josua, der Sohn Nuns, gestorben war, der Knecht des HErrn, als er hundertundzehn Jahre alt war,
Jdg 2:9 begruben sie ihn in den Grenzen seines Erbteile zu Thimnath-Heres auf dem Gebirge Ephraim, mitternachtwrts vom Berge Gaas.
Jdg 2:10 Da auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vtern versammelt wurden, kam nach ihnen ein andres Geschlecht auf, das den HErrn nicht kannte noch sein Werke, die er an Israel getan hatte.
Jdg 2:11 Da taten die Kinder Israel bel vor dem HErrn und dienten den Baalim
Jdg 2:12 und verlieen den HErrn, ihrer Vter Gott, der sie aus gyptenland gefhrt hatte, und folgten andern Gttern nach von den Gttern der Vlker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzrnten den HErrn;
Jdg 2:13 denn sie verlieen je und je den HErrn und dienten Baal und den Astharoth.
Jdg 2:14 So ergrimmte der Zorn des HErrn ber Israel und gab sie in die Hand der Ruber, dass diese sie beraubten, und verkaufte sie in die Hnde ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen;
Jdg 2:15 sondern wo sie hinaus wollten, da war des HErrn Hand wider sie zum Unglck, wie denn der HErr ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart gedrngt.
Jdg 2:16 Wenn dann der HErr Richter auferweckte, die ihnen halfen aus der Ruber Hand,
Jdg 2:17 so gehorchten sie den Richtern auch nicht, sondern liefen andern Gttern nach und beteten sie an und wichen bald von dem Weg, darauf ihre Vter gegangen waren, des HErrn Geboten zu gehorchen, und taten nicht wie dieselben.
Jdg 2:18 Wenn aber der HErr ihnen Richter erweckte, so war der HErr mit dem Richter und half ihnen aus ihrer Feinde Hand, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HErrn ihr Wehklagen ber die, so sie zwangen und drngten.
Jdg 2:19 Wenn aber der Richter starb, so wandten sie sich und verderbten es mehr denn ihre Vter, dass sie andern Gttern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie lieen nicht von ihrem Vornehmen noch von ihrem halsstarrigen Wesen.
Jdg 2:20 Darum ergrimmte denn des HErrn Zorn ber Israel, dass er sprach: Weil dies Volk meinen Bund bertreten hat, den ich ihren Vtern geboten habe, und gehorchen meiner Stimme nicht,
Jdg 2:21 so will ich auch hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb,
Jdg 2:22 dass ich Israel durch sie versuche, ob sie auf dem Wege des HErrn bleiben, dass sie darin wandeln, wie ihre Vter geblieben sind, oder nicht.
Jdg 2:23 Also lie der HErr diese Heiden, dass er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josuas Hand bergeben.
Jdg 3:1 Dies sind die Heiden, die der HErr lie bleiben, dass er durch sie Israel versuchte, alle, die nicht wussten um die Kriege Kanaans,
Jdg 3:2 und dass die Geschlechter der Kinder Israel wssten und lernten streiten, die zuvor nichts darum wussten,
Jdg 3:3 nmlich die fnf Frsten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und Heviter, die am Berg Libanon wohnten, von dem Berg Baal-Hermon an, bis wo man kommt gen Hamath.
Jdg 3:4 Dieselben blieben, Israel durch sie zu versuchen, dass es kund wrde, ob sie den Geboten des HErrn gehorchten, die er ihren Vtern geboten hatte durch Mose.
Jdg 3:5 Da nun die Kinder Israel also wohnten unter den Kanaanitern, Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern,
Jdg 3:6 nahmen sie jener Tchter zu Weibern und gaben ihre Tchter jener Shnen und dienten jener Gttern.
Jdg 3:7 Und die Kinder Israel taten bel vor dem HErrn und vergaen des HErrn, ihres Gottes, und dienten den Baalim und den Ascheroth.
Jdg 3:8 Da ergrimmte der Zorn des HErrn ber Israel, und er verkaufte sie unter die Hand Kusan-Risathaims, des Knigs von Mesopotamien; und dienten also die Kinder Israel dem Kusan-Risathaim acht Jahre.
Jdg 3:9 Da schrieen die Kinder Israel zu dem HErrn; und der HErr erweckte ihnen einen Heiland, der sie erlste; Othniel, den Sohn Kenas, Kalebs jngsten Bruder.
Jdg 3:10 Und der Geist des HErrn kam auf ihn, und er ward Richter in Israel und zog aus zum Streit. Und der HErr gab den Knig von Mesopotamien, Kusan-Risathaim, in seine Hand, dass seine Hand ber ihn zu stark ward.
Jdg 3:11 Da ward das Land still vierzig Jahre. Und Othniel, der Sohn Kenas, starb.
Jdg 3:12 Aber die Kinder Israel taten frder bel vor dem HErrn. Da strkte der HErr den Eglon, den Knig der Moabiter, wider Israel, darum dass sie bel taten vor dem HErrn.
Jdg 3:13 Und er sammelte zu sich die Kinder Ammon und die Amalekiter und zog hin und schlug Israel und nahm ein die Palmenstadt.
Jdg 3:14 Und die Kinder Israel dienten Eglon, dem Knig der Moabiter, achtzehn Jahre.
Jdg 3:15 Da schrieen sie zu dem HErrn; und der HErr erweckte ihnen einen Heiland: Ehud, den Sohn Geras, den Benjaminiten, der war links. Und da die Kinder Israel durch ihn Geschenk sandten Eglon, dem Knig der Moabiter,
Jdg 3:16 machte sich Ehud ein zweischneidig Schwert, eine Elle lang, und grtete es unter sein Kleid auf seine rechte Hfte
Jdg 3:17 und brachte das Geschenk dem Eglon, dem Knig der Moabiter. Eglon aber war ein sehr fetter Mann.
Jdg 3:18 Und da er das Geschenk hatte berantwortet, lie er das Volk von sich, die das Geschenk getragen hatten,
Jdg 3:19 und kehrte um von den Gtzen zu Gilgal und lie ansagen: Ich habe, o Knig, dir was Heimliches zu sagen. Er aber hie schweigen, und gingen aus von ihm alle, die um ihn standen.
Jdg 3:20 Und Ehud kam zu ihm hinein. Er aber sa oben in der Sommerlaube, die fr ihn allein war. Und Ehud sprach: Ich habe Gottes Wort an dich. Da stand er auf vom Stuhl.
Jdg 3:21 Ehud aber reckte seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten Hfte und stie es ihm in seinen Bauch,
Jdg 3:22 dass auch das Heft der Schneide nach hineinfuhr und das Fett das Heft verschloss; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch.
Jdg 3:23 Aber Ehud ging zum Saal hinaus und tat die Tr der Sommerlaube hinter sich zu und verschloss sie.
Jdg 3:24 Da er nun hinaus war, kamen seine Knechte und sahen, dass die Tr verschlossen war, und sprachen: Er ist vielleicht zu Stuhl gegangen in der Kammer an der Sommerlaube.
Jdg 3:25 Da sie aber so lange harrten, bis sie sich schmten (denn niemand tat die Tr der Laube auf), nahmen sie den Schlssel und schlossen auf; siehe, da lag ihr Herr auf der Erde tot.
Jdg 3:26 Ehud aber war entronnen, dieweil sie verzogen, und ging an den Gtzen vorber und entrann bis gen Seira.
Jdg 3:27 Und da er hineinkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel zogen mit ihm vom Gebirge und er vor ihnen her,
Jdg 3:28 und sprach zu ihnen: Jagt mir nach; denn der HErr hat euch die Moabiter, eure Feinde, in eure Hnde gegeben! Und sie jagten ihm nach und gewannen die Furten am Jordan, die gen Moab gehen, und lieen niemand hinber
Jdg 3:29 und schlugen die Moabiter zu der Zeit, bei zehntausend Mann, allzumal die besten und streitbare Mnner, dass nicht einer entrann.
Jdg 3:30 Also wurden die Moabiter zu der Zeit unter die Hand der Kinder Israel gedmpft. Und das Land war still achtzig Jahre.
Jdg 3:31 Darnach war Samgar, der Sohn Anaths; der schlug sechshundert Philister mit einem Ochsenstecken, und auch er erlste Israel.
Jdg 4:1 Aber die Kinder Israel taten frder bel vor dem HErrn, da Ehud gestorben war.
Jdg 4:2 Und der HErr verkaufte sie in die Hand Jabins, des Knigs der Kanaaniter, der zu Hazor sa; und sein Feldhauptmann war Sisera, und er wohnte zu Haroseth der Heiden.
Jdg 4:3 Und die Kinder Israel schrieen zum HErrn; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen und zwang die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.
Jdg 4:4 Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, das Weib Lapidoths.
Jdg 4:5 Und sie wohnte unter der Palme Deboras zwischen Rama und Beth-El auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel kamen zu ihr hinauf vor Gericht.
Jdg 4:6 Diese sandte hin und lie rufen Barak, den Sohn Abinoams von Kedes-Naphthali, und lie ihm sagen: Hat dir nicht der HErr, der Gott Israels, geboten: Gehe hin und zieh auf den Berg Thabor und nimm zehntausend Mann mit dir von den Kindern Naphthali und Sebulon?
Jdg 4:7 Denn ich will Sisera, den Feldhauptmann Jabins, zu dir ziehen an das Wasser Kison mit seinen Wagen und mit seiner Menge und will ihn in deine Hnde geben.
Jdg 4:8 Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir ziehst, so will ich ziehen; ziehst du aber nicht mit mir, so will ich nicht ziehen.
Jdg 4:9 Sie sprach: Ich will mit dir ziehen, aber der Preis wird nicht dein sein auf dieser Reise, die du tust, sondern der HErr wird Sisera in eines Weibes Hand bergeben. Also machte sich Debora auf und zog mit Barak gen Kedes.
Jdg 4:10 Da rief Barak Sebulon und Naphthali gen Kedes, und es zogen hinauf ihm nach zehntausend Mann. Debora zog auch mit ihm.
Jdg 4:11 (Heber aber, der Keniter, war von den Kenitern, von den Kindern Hobabs, Moses Schwagers, weggezogen und hatte seine Htte aufgeschlagen bei den Eichen zu Zaanannim neben Kedes.)
Jdg 4:12 Da ward Sisera angesagt, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Thabor gezogen wre.
Jdg 4:13 Und er rief alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und alles Volk, das mit ihm war, von Haroseth der Heiden an das Wasser Kison.
Jdg 4:14 Debora aber sprach zu Barak: Auf! das ist der Tag, da dir der HErr den Sisera hat in deine Hand gegeben; denn der HErr wird vor dir her ausziehen. Also zog Barak von dem Berge Thabor herab und die zehntausend Mann ihm nach.
Jdg 4:15 Aber der HErr erschreckte den Sisera samt allen seinen Wagen und ganzem Heer vor der Schrfe des Schwertes Baraks, dass Sisera von seinem Wagen sprang und floh zu Fu.
Jdg 4:16 Barak aber jagte nach den Wagen und dem Heer bis gen Haroseth der Heiden. Und alles Heer Siseras fiel vor der Schrfe des Schwerts, dass nicht einer brigblieb.
Jdg 4:17 Sisera aber floh zu Fu in die Htte Jaels, des Weibes Hebers, des Keniters. Denn der Knig Jabin zu Hazor und das Haus Hebers, des Keniters, standen miteinander im Frieden.
Jdg 4:18 Jael aber ging heraus, Sisera entgegen, und sprach zu ihm: Weiche, mein Herr, weiche zu mir und frchte dich nicht! Und er wich zu ihr in die Htte, und sie deckte ihn zu mit einer Decke.
Jdg 4:19 Er aber sprach zu ihr: Gib mir doch ein wenig Wasser zu trinken, denn mich drstet. Da tat sie auf einen Milchtopf und gab ihm zu trinken und deckte ihn zu.
Jdg 4:20 Und er sprach zu ihr: Tritt in der Htte Tr, und wenn jemand kommt und fragt, ob jemand hier sei, so sprich: Niemand.
Jdg 4:21 Da nahm Jael, das Weib Hebers, einen Nagel von der Htte und einen Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Nagel durch seine Schlfe, dass er in die Erde drang. Er aber war entschlummert, ward ohnmchtig und starb.
Jdg 4:22 Da aber Barak Sisera nachjagte, ging Jael heraus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Gehe her! ich will dir den Mann zeigen, den du suchst. Und da er zu ihr hineinkam, lag Sisera tot, und der Nagel steckte in seiner Schlfe.
Jdg 4:23 Also dmpfte Gott zu der Zeit Jabin, der Kanaaniter Knig, vor den Kindern Israel.
Jdg 4:24 Und die Hand der Kinder Israel ward immer strker wider Jabin, der Kanaaniter Knig, bis sie ihn ausrotteten.
Jdg 5:1 Da sang Debora und Barak, der Sohn Abinoams, zu der Zeit und sprachen:
Jdg 5:2 Lobet den HErrn, dass Israel wieder frei geworden ist und das Volk willig dazu gewesen ist.
Jdg 5:3 Hret zu, ihr Knige, und merket auf, ihr Frsten! Ich will, dem HErrn will ich singen; dem HErrn, dem Gott Israels, will ich spielen.
Jdg 5:4 HErr, da du von Seir auszogst und einhergingst vom Felde Edoms, da erzitterte die Erde, der Himmel troff, und die Wolken troffen von Wasser.
Jdg 5:5 Die Berge ergossen sich vor dem HErrn, der Sinai vor dem HErrn, dem Gott Israels.
Jdg 5:6 Zu den Zeiten Samgars, des Sohnes Anaths, zu den Zeiten Jaels waren verlassen die Wege; und die da auf Straen gehen sollten, die wandelten durch krumme Wege.
Jdg 5:7 Es gebrach, an Regiment gebrach's in Israel, bis dass ich, Debora, aufkam, bis ich aufkam, eine Mutter in Israel.
Jdg 5:8 Ein Neues hat Gott erwhlt, er hat die Tore bestritten. Es war kein Schild noch Speer unter vierzigtausend in Israel zu sehen.
Jdg 5:9 Mein Herz ist mit den Gebietern Israels, mit denen, die willig waren unter dem Volk. Lobet den HErrn!
Jdg 5:10 Die ihr auf schnen Eselinnen reitet, die ihr auf Teppichen sitzet, und die ihr auf dem Wege gehet: singet!
Jdg 5:11 Da die Schtzen schreien zwischen den Schpf-Rinnen, da sage man von der Gerechtigkeit des HErrn, von der Gerechtigkeit seines Regiments in Israel. Da zog des HErrn Volk herab zu den Toren.
Jdg 5:12 Wohlauf, wohlauf, Debora! Wohlauf, wohlauf, und singe ein Lied! Mache dich auf, Barak, und fange deine Fnger, du Sohn Abinoams!
Jdg 5:13 Da zog herab, was brig war von Herrlichen im Volk; der HErr zog mit mir herab unter den Helden.
Jdg 5:14 Aus Ephraim die, so ihre Wurzel haben in Amalek, und nach dir Benjamin in deinem Volk; von Machir zogen Gebieter herab und von Sebulon, die den Fhrerstab hielten.
Jdg 5:15 Und Frsten zu Isaschar waren mit Debora. Und Isaschar war wie Barak, in den Grund gesandt ihm nach. Ruben hielt hoch von sich und sonderte sich von uns.
Jdg 5:16 Warum bleibst du zwischen den Hrden, zu hren das Blken der Herden, und hltst gro von dir und sonderst dich von uns?
Jdg 5:17 Gilead blieb jenseit des Jordans. Und warum wohnt Dan unter den Schiffen? Asser sa an der Anfurt des Meers und blieb an seinen zerrissenen Ufern.
Jdg 5:18 Sebulons Volk aber wagte seinen Seele in den Tod, Naphthali auch auf der Hhe des Gefildes.
Jdg 5:19 Die Knige kamen und stritten; da stritten die Knige der Kanaaniter zu Thaanach am Wasser Megiddos; aber sie brachten keinen Gewinn davon.
Jdg 5:20 Vom Himmel ward wider sie gestritten; die Sterne in ihren Bahnen stritten wider Sisera.
Jdg 5:21 Der Bach Kison wlzte sie, der Bach Kedumin, der Bach Kison. Tritt, meine Seele, auf die Starken!
Jdg 5:22 Da rasselten der Pferde Fe von dem Jagen ihrer mchtigen Reiter.
Jdg 5:23 Fluchet der Stadt Meros, sprach der Engel des HErrn; fluchet ihren Brgern, dass sie nicht kamen dem HErrn zu Hilfe, zu Hilfe dem HErrn unter den Helden!
Jdg 5:24 Gesegnet sei unter den Weibern Jael, das Weib Hebers, des Keniters; gesegnet sei sie in der Htte unter den Weibern!
Jdg 5:25 Milch gab sie, da er Wasser forderte, und Butter brachte sie dar in einer herrlichen Schale.
Jdg 5:26 Sie griff mit ihrer Hand den Nagel und mit ihrer Rechten den Schmiedhammer und schlug Sisera durch sein Haupt und zerquetschte und durchbohrte seine Schlfe.
Jdg 5:27 Zu ihren Fen krmmte er sich, fiel nieder und legte sich; er krmmte sich, fiel nieder zu ihren Fen; wie er sich krmmte, so lag er verderbt.
Jdg 5:28 Die Mutter Siseras sah zum Fenster hinaus und heulte durchs Gitter: Warum verzieht sein Wagen, dass er nicht kommt? Wie bleiben die Rder seiner Wagen so dahinten?
Jdg 5:29 Die weisesten unter ihren Frauen antworteten, da sie ihre Klageworte immer wiederholte:
Jdg 5:30 Sollen sie denn nicht finden und austeilen den Raub, einem jeglichen Mann eine Dirne oder zwei zur Ausbeute und Sisera bunte gestickte Kleider zur Ausbeute, gestickte bunte Kleider um dem Hals zur Ausbeute?
Jdg 5:31 Also mssen umkommen, HErr, alle deine Feinde! Die ihn aber liebhaben, mssen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Macht!  Und das Land war still vierzig Jahre.
Jdg 6:1 Und da die Kinder Israel bel taten vor dem HErrn, gab sie der HErr unter die Hand der Midianiter sieben Jahre.
Jdg 6:2 Und da der Midianiter Hand zu stark ward ber Israel, machten die Kinder Israel fr sich Klfte in den Gebirgen und Hhlen und Festungen.
Jdg 6:3 Und wenn Israel etwas ste, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf ber sie
Jdg 6:4 und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewchs auf dem Lande bis hinan gen Gaza und lieen nichts brig von Nahrung in Israel, weder Schafe noch Ochsen noch Esel.
Jdg 6:5 Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Htten wie eine groe Menge Heuschrecken, dass weder sie noch ihre Kamele zu zhlen waren, und fielen ins Land, dass sie es verderbten.
Jdg 6:6 Also war Israel sehr gering vor den Midianitern. Da schrieen die Kinder Israel zu dem HErrn.
Jdg 6:7 Als sie aber zu dem HErrn schrieen um der Midianiter willen,
Jdg 6:8 sandte der HErr einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Ich habe euch aus gypten gefhrt und aus dem Diensthause gebracht
Jdg 6:9 und habe euch errettet von der gypter Hand und von der Hand aller, die euch drngten, und habe sie vor euch her ausgestoen und ihr Land euch gegeben
Jdg 6:10 und sprach zu euch: Ich bin der HErr, euer Gott; frchtet nicht der Amoriter Gtter, in deren Lande ihr wohnt. Und ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.
Jdg 6:11 Und der Engel des HErrn kam und setzte sich unter eine Eiche zu Ophra, die war des Joas, des Abiesriters; und sein Sohn Gideon drosch Weizen in der Kelter, dass er ihn brge vor den Midianitern.
Jdg 6:12 Da erschien ihm der Engel des HErrn und sprach zu ihm: Der HErr mit dir, du streitbarer Held!
Jdg 6:13 Gideon aber sprach zu ihm: Mein Herr, ist der HErr mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle die Wunder, die uns unsre Vter erzhlten und sprachen: Der HErr hat uns aus gypten gefhrt? Nun aber hat uns der HErr verlassen und unter der Midianiter Hnde gegeben.
Jdg 6:14 Der HErr aber wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erlsen aus der Midianiter Hnden. Siehe, ich habe dich gesandt.
Jdg 6:15 Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, womit soll ich Israel erlsen? Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Kleinste in meines Vaters Hause.
Jdg 6:16 der HErr aber sprach zu ihm: Ich will mit dir sein, dass du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann.
Jdg 6:17 Er aber sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so mache mir doch ein Zeichen, dass du es seist, der mit mir redet;
Jdg 6:18 weiche nicht, bis ich zu dir komme und bringe mein Speisopfer und es vor dir hinlege. Er sprach: Ich will bleiben bis dass du wiederkommst.
Jdg 6:19 Und Gideon kam und richtete zu ein Ziegenbcklein und ein Epha ungesuerten Mehls und legte das Fleisch in einen Korb und tat die Brhe in einen Topf und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche und trat herzu.
Jdg 6:20 Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das Ungesuerte und lege es hin auf den Fels, der hier ist, und gie die Brhe aus. Und er tat also.
Jdg 6:21 Da reckte der Engel des HErrn den Stecken aus, den er in der Hand hatte, und rhrte mit der Spitze das Fleisch und das Ungesuerte an. Und das Feuer fuhr aus dem Fels und verzehrte das Fleisch und das Ungesuerte. Und der Engel des HErrn verschwand aus seinen Augen.
Jdg 6:22 Da nun Gideon sah, dass es der Engel des HErrn war, sprach er: Ach Herr HErr! habe ich also den Engel des HErrn von Angesicht gesehen?
Jdg 6:23 Aber der HErr sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Frchte dich nicht; du wirst nicht sterben.
Jdg 6:24 Da baute Gideon daselbst dem HErrn einen Altar und hie ihn: Der HErr ist der Friede. Der steht noch bis auf diesen heutigen Tag zu Ophra, der Stadt der Abiesriter.
Jdg 6:25 Und in derselben Nacht sprach der HErr zu ihm: Nimm einen Farren unter den Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjhrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue um das Ascherabild, das dabei steht,
Jdg 6:26 und baue dem HErrn, deinem Gott, oben auf der Hhe dieses Felsens einen Altar und rste ihn zu und nimm den andern Farren und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Ascherabildes, das du abgehauen hast.
Jdg 6:27 Da nahm Gideon zehn Mnner aus seinen Knechten und tat, wie ihm der HErr gesagt hatte. Aber er frchtete sich, solches zu tun des Tages, vor seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat's bei der Nacht.
Jdg 6:28 Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frh aufstanden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen und der andere Farre ein Brandopfer auf dem Altar, der gebaut war.
Jdg 6:29 Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn des Joas, hat das getan.
Jdg 6:30 Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus; er muss sterben, dass er den Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen hat.
Jdg 6:31 Joas aber sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr um Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, dass sein Altar zerbrochen ist.
Jdg 6:32 Von dem Tag an hie man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte mit ihm, dass er seinen Altar zerbrochen hat.
Jdg 6:33 Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenland sich zuhauf versammelt hatten und zogen herber und lagerten sich im Grunde Jesreel,
Jdg 6:34 erfllte der Geist des HErrn den Gideon; und er lie die Posaune blasen und rief die Abiesriter, dass sie ihm folgten,
Jdg 6:35 und sandte Botschaft zu ganz Manasse und rief sie an, dass sie ihm auch nachfolgten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; die kamen herauf, ihm entgegen.
Jdg 6:36 Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlsen, wie du geredet hast,
Jdg 6:37 so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau auf dem Fell allein sein und die ganze Erde umher trocken, so will ich merken, dass du Israel erlsen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast.
Jdg 6:38 Und es geschah also. Und da er des andern Morgens frh aufstand, drckte er den Tau aus vom Fell und fllte eine Schale voll des Wassers.
Jdg 6:39 Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, dass ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Fell. Es sei allein auf dem Fell trocken und der Tau auf der ganzen Erde.
Jdg 6:40 Und Gott tat also dieselbe Nacht, dass es trocken war allein auf dem Fell und Tau auf der ganzen Erde.
Jdg 7:1 Da machte sich Jerubbaal, das ist Gideon, frh auf und alles Volk, das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, dass er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht vom dem Hgel More im Grund.
Jdg 7:2 Der HErr aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, dass ich sollte Midian in ihre Hnde geben; Israel mchte sich rhmen wider mich und sagen: Meine Hand hat mich erlst.
Jdg 7:3 So lass nun ausrufen vor den Ohren des Volks und sagen: Wer blde und verzagt ist, der kehre um und hebe sich alsbald vom Gebirge Gilead. Da kehrten des Volks um bei zweiundzwanzigtausend, dass nur zehntausend brigblieben.
Jdg 7:4 Und der HErr sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Fhre sie sie hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir prfen. Und von welchem ich dir sagen werde, dass er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen; von welchem aber ich sagen werde, dass er nicht mit dir ziehen soll, der soll nicht ziehen.
Jdg 7:5 Und er fhrte das Volk hinab ans Wasser. Und der HErr sprach zu Gideon: Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders; des gleichen wer auf seine Kniee fllt, zu trinken.
Jdg 7:6 Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der Hand zum Mund, dreihundert Mann; das andere Volk alles hatte knieend getrunken.
Jdg 7:7 Und der HErr sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erlsen und die Midianiter in deine Hnde geben; aber das andere Volk lass alles gehen an seinen Ort.
Jdg 7:8 Und sie nahmen Zehrung fr das Volk mit sich und ihre Posaunen. Aber die andern Israeliten lie er alle gehen, einen jeglichen in seine Htte; die dreihundert Mann aber behielt er. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde.
Jdg 7:9 Und der HErr sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf und gehe hinab zum Lager; denn ich habe es in deine Hnde gegeben.
Jdg 7:10 Frchtest du dich aber hinabzugehen, so lass deinen Diener Pura mit dir hinabgehen zum Lager,
Jdg 7:11 dass du hrst, was sie reden. Darnach werden deine Hnde stark sein, und du wirst hinabziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Diener Pura hinab vorn an den Ort der Schildwchter, die im Lager waren.
Jdg 7:12 Und die Midianiter und Amalekiter und alle aus dem Morgenland hatten sich niedergelegt im Grunde wie eine groe Menge Heuschrecken; und ihre Kamele waren nicht zu zhlen vor der Menge wie der Sand am Ufer des Meers.
Jdg 7:13 Da nun Gideon kam, siehe, da erzhlte einer einem andern einen Traum und sprach: Siehe, mir hat getrumt: mich deuchte, ein gerstetes Gerstenbrot wlzte sich zum Heer der Midianiter; und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselben und warf sie nieder und kehrte sie um, das Oberste zu unterst, dass das Gezelt lag.
Jdg 7:14 Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes denn das Schwert Gideons, des Sohnes Joas, des Israeliten. Gott hat die Midianiter in seine Hnde gegeben mit dem ganzen Heer.
Jdg 7:15 Da Gideon den hrte solchen Traum erzhlen und seine Auslegung, betete er an und kam wieder ins Heer Israels und sprach: Macht euch auf, denn der HErr hat das Heer der Midianiter in eure Hnde gegeben.
Jdg 7:16 und er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine Hand und leere Krge mit Fackeln darin
Jdg 7:17 und sprach zu ihnen: Seht auf mich und tut auch also; und siehe, wenn ich vor das Lager komme, wie ich tue so tut ihr auch.
Jdg 7:18 Wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr auch die Posaune blasen ums ganze Heer und sprechen: Hie HErr und Gideon!
Jdg 7:19 Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm vor das Lager, zu Anfang der mittelsten Nachtwache, da sie eben die Wchter aufgestellt hatten, und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Krge in ihren Hnden.
Jdg 7:20 Also bliesen alle drei Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Krge. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand, dass sie bliesen und riefen: Hie Schwert des HErrn und Gideons!
Jdg 7:21 Und ein jeglicher stand auf seinem Ort um das Lager her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrieen und flohen.
Jdg 7:22 Und indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der HErr, dass sie im ganzen Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis Beth-Sitta gen Zereda, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbath.
Jdg 7:23 Und die Mnner Israels von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse wurden zuhauf gerufen und jagten den Midianitern nach.
Jdg 7:24 Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und lie sagen: Kommt herab, den Midanitern entgegen, und gewinnt das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und auch den Jordan. Da eilten zusammen alle, die von Ephraim waren, und gewannen das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und den Jordan
Jdg 7:25 und fingen zwei Frsten der Midianiter, Oreb und Seeb, und erwrgten Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in der Kelter Seeb, und jagten die Midianiter und brachten die Hupter Orebs und Seebs zu Gideon ber den Jordan.
Jdg 8:1 Und die Mnner von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das getan, dass du uns nicht riefst, da du in den Streit zogst wider die Midianiter? Und zankten mit ihm heftig.
Jdg 8:2 Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich sei? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser denn die ganze Weinernte Abiesers?
Jdg 8:3 Gott hat die Frsten der Midianiter, Oreb und Seeb, in eure Hnde gegeben. Wie htte ich knnen das tun, was ihr getan habt? Da er solches redete, lie ihr Zorn von ihm ab.
Jdg 8:4 Da nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinber mit den dreihundert Mann, die bei ihm waren; die waren mde und jagten nach.
Jdg 8:5 Und er sprach zu den Leuten von Sukkoth: Gebt doch dem Volk, das unter mir ist, etliche Brote; denn sie sind mde, dass ich nachjagte den Knigen der Mididaniter, Sebah und Zalmuna.
Jdg 8:6 Aber die Obersten zu Sukkoth sprachen: Sind die Fuste Sebahs und Zalmunas schon in deinen Hnden, dass wir deinem Heer sollen Brot geben?
Jdg 8:7 Gideon sprach: Wohlan, wenn der HErr Sebah und Zalmuna in meine Hand gibt, will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wste und mit Hecken zerdreschen.
Jdg 8:8 Und er zog von da hinauf gen Pnuel und redete auch also zu ihnen. Und die Leute zu Pnuel antworteten ihm gleich wie die zu Sukkoth.
Jdg 8:9 Und er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel: Komme ich mit Frieden wieder, so will ich diesen Turm zerbrechen.
Jdg 8:10 Sebah aber und Zalmuna waren zu Karkor und ihr Heer mit ihnen, bei fnfzehntausend, alle, die briggeblieben waren vom ganzen Heer derer aus Morgenland; denn hundertzwanzigtausend waren gefallen, die das Schwert ausziehen konnten.
Jdg 8:11 Und Gideon zog hinauf auf der Strae derer, die in Htten wohnten, gegen Morgen von Nobah und Jogbeha, und schlug das Heer, denn das Heer war sicher.
Jdg 8:12 Und Sebah und Zalmuna flohen; aber er jagte ihnen nach und fing die zwei Knige der Midianiter, Sebah und Zalmuna, und schreckte das ganze Heer.
Jdg 8:13 Da nun Gideon, der Sohn Joas, wiederkam vom Streit, ehe die Sonne heraufgekommen war,
Jdg 8:14 fing er einen Knaben aus den Leuten zu Sukkoth und fragte ihn; der schrieb ihm auf die Obersten zu Sukkoth und ihre ltesten, siebenundsiebzig Mann.
Jdg 8:15 Und er kam zu den Leuten zu Sukkoth und sprach: Siehe, hier ist Sebah und Zalmuna, ber welchen ihr mein spottetet und spracht: Ist denn Sebahs und Zalmunas Faust schon in deinen Hnden, dass wir deinen Leuten, die mde sind, Brot geben sollen?
Jdg 8:16 Und er nahm die ltesten der Stadt und Dornen aus der Wste und Hecken und lie es die Leute zu Sukkoth fhlen.
Jdg 8:17 Und den Turm Pnuels zerbrach er und erwrgte die Leute der Stadt.
Jdg 8:18 Und er sprach zu Sebah und Zalmuna: Wie waren die Mnner, die ihr erwrgtet zu Thabor? Sie sprachen: Sie waren wie du und ein jeglicher schn wie eines Knigs Kinder.
Jdg 8:19 Er aber sprach: Es sind meine Brder, meiner Mutter Shne, gewesen. So wahr der HErr lebt, wo ihr sie httet leben lassen, wollte ich euch nicht erwrgen.
Jdg 8:20 Und er sprach zu seinem erstgeborenen Sohn, Jether: Stehe auf und erwrge sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er frchtete sich, weil er noch ein Knabe war.
Jdg 8:21 Sebah aber und Zalmuna sprachen: Stehe du auf und mache dich an uns; denn darnach der Mann ist, ist auch seine Kraft. Also stand Gideon auf und erwrgte Sebah und Zalmuna und nahm die Spangen, die an ihrer Kamele Hlsen waren.
Jdg 8:22 Da sprachen zu Gideon etliche in Israel: Sei Herr ber uns, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, weil du uns von der Midianiter Hand erlst hast.
Jdg 8:23 Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herr sein ber euch, und auch mein Sohn soll nicht Herr ber euch sein, sondern der HErr soll Herr ber euch sein.
Jdg 8:24 Gideon aber sprach zu Ihnen: Eins begehre ich von euch: ein jeglicher gebe mir die Stirnbnder, die er geraubt hat. (Denn weil es Ismaeliter waren, hatten sie goldene Stirnbnder.)
Jdg 8:25 Sie sprachen: Die wollen wir geben; und breiteten ein Kleid aus, und ein jeglicher warf die Stirnbnder darauf, die er geraubt hatte.
Jdg 8:26 Und die goldenen Stirnbnder, die er forderte, machten am Gewicht tausendsiebenhundert Lot Gold, ohne die Spangen und Ketten und Purpurkleider, die der Midianiter Knige tragen, und ohne die Halsbnder ihrer Kamele.
Jdg 8:27 Und Gideon machte einen Leibrock daraus und setzte ihn in seine Stadt zu Ophra. Und ganz Israel trieb damit Abgtterei daselbst, und er geriet Gideon und seinem Hause zum Fall.
Jdg 8:28 Also wurden die Midianiter gedemtigt vor den Kindern Israel und hoben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land war still vierzig Jahre, solange Gideon lebte.
Jdg 8:29 Und Jerubbaal, der Sohn des Joas, ging hin und wohnte in seinem Hause.
Jdg 8:30 Und Gideon hatte siebzig Shne, die aus seiner Hfte gekommen waren; denn er hatte viele Weiber.
Jdg 8:31 Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen Sohn; den nannte er Abimelech.
Jdg 8:32 Und Gideon, der Sohn des Joas, starb in gutem Alter und ward begraben in seines Vaters Joas Grab zu Ophra, der Stadt der Abiesriter.
Jdg 8:33 Da aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Kinder Israel um und liefen dem Baalim nach und machten sich Baal-Berith zum Gott.
Jdg 8:34 Und die Kinder Israel gedachten nicht an den HErrn, ihren Gott, der sie errettet hatte von der Hand aller ihrer Feinde umher,
Jdg 8:35 und taten nicht Barmherzigkeit an dem Hause des Jerubbaal Gideon, wie er alles Gute an Israel getan hatte.
Jdg 9:1 Abimelech aber, der Sohn Jerubbaals, ging hin zu Sichem zu den Brdern seiner Mutter und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des Vaterhauses seiner Mutter und sprach:
Jdg 9:2 Redet doch vor den Ohren aller Mnner zu Sichem: was ist euch besser, dass siebzig Mnner, alle Kinder Jerubbaals, ber euch Herren seien, oder dass ein Mann ber euch Herr sei? Gedenkt auch dabei, dass ich euer Gebein und Fleisch bin.
Jdg 9:3 Da redeten die Brder seiner Mutter von ihm alle diese Worte vor den Ohren aller Mnner zu Sichem. Und ihr Herz neigte sich Abimelech nach; denn sie gedachten: Er ist unser Bruder.
Jdg 9:4 Und sie gaben ihm siebzig Silberlinge aus dem Haus Baal-Beriths. Und Abimelech dingte damit lose, leichtfertige Mnner, die ihm nachfolgten.
Jdg 9:5 Und er kam in seines Vaters Haus gen Ophra und erwrgte seine Brder, die Kinder Jerubbaals, siebzig Mann, auf einem Stein. Es blieb aber brig Jotham, der jngste Sohn Jerubbaals; denn er war versteckt.
Jdg 9:6 Und es versammelten sich alle Mnner von Sichem und das ganze Haus Millo, gingen hin und machten Abimelech zum Knig bei der hohen Eiche, die zu Sichem steht.
Jdg 9:7 Da das angesagt ward dem Jotham, ging er hin und trat auf die Hhe des Berges Garizim und hob auf seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: Hrt mich, ihr Mnner zu Sichem, dass euch Gott auch hre!
Jdg 9:8 Die Bume gingen hin, dass sie einen Knig ber sich salbten, und sprachen zu dem lbaum: Sei unser Knig!
Jdg 9:9 Aber der lbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die beide, Gtter und Menschen, an mir preisen, und hingehen, dass ich schwebe ber den Bumen?
Jdg 9:10 Da sprachen die Bume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser Knig!
Jdg 9:11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Sigkeit und meine gute Frucht lassen und hingehen, dass ich ber den Bumen schwebe?
Jdg 9:12 Da sprachen die Bume zum Weinstock: Komm du und sei unser Knig!
Jdg 9:13 Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Gtter und Menschen frhlich macht, und hingehen, dass ich ber den Bumen schwebe?
Jdg 9:14 Da sprachen die Bume zum Dornbusch: Komm du und sei unser Knig!
Jdg 9:15 Und der Dornbusch sprach zu den Bumen: Ist's wahr, dass ihr mich zum Knig salbt ber euch, so kommt und vertraut euch unter meinen Schatten; wo nicht, so gehe Feuer aus dem Dornbusch und verzehre die Zedern Libanons.
Jdg 9:16 Habt ihr nun recht und redlich getan, dass ihr Abimelech zum Knig gemacht habt; und habt ihr wohl getan an Jerubbaal und an seinem Hause und habt ihm getan, wie er um euch verdient hat
Jdg 9:17 (denn mein Vater hat gestritten um euretwillen und seine Seele dahingeworfen von sich, dass er euch errettete von der Midianiter Hand;
Jdg 9:18 und ihr lehnt euch auf heute wider meines Vaters Haus und erwrgt seine Kinder, siebzig Mann, auf einem Stein und macht euch Abimelech, seiner Magd Sohn, zum Knig ber die Mnner zu Sichem, weil er euer Bruder ist);
Jdg 9:19 und habt ihr nun recht und redlich gehandelt an Jerubbaal und an seinem Hause an diesem Tage: so seid frhlich ber Abimelech und er sei frhlich ber euch;
Jdg 9:20 wo nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Mnner zu Sichem und das Haus Millo, und gehe auch Feuer aus von den Mnnern zu Sichem und vom Haus Millo und verzehre Abimelech.
Jdg 9:21 Und Jotham floh vor seinem Bruder Abimelech und entwich und ging gen Beer und wohnte daselbst.
Jdg 9:22 Als nun Abimelech drei Jahre ber Israel geherrscht hatte,
Jdg 9:23 sandte Gott einen bsen Willen zwischen Abimelech und den Mnnern zu Sichem. Und die Mnner zu Sichem wurden Abimelech untreu,
Jdg 9:24 auf dass der Frevel, an den siebzig Shnen Jerubbaals begangen, und ihr Blut kme auf Abimelech, ihren Bruder, der sie erwrgt hatte, und auf die Mnner zu Sichem, die ihm seine Hand dazu gestrkt hatten, dass er seine Brder erwrgte.
Jdg 9:25 Und die Mnner zu Sichem stellten einen Hinterhalt auf den Spitzen der Berge und beraubten alle, die auf der Strae zu ihnen wandelten. Und es ward Abimelech angesagt.
Jdg 9:26 Es kam aber Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brder und zogen zu Sichem ein. Und die Mnner von Sichem verlieen sich auf ihn
Jdg 9:27 und zogen heraus aufs Feld und lasen ab ihre Weinberge und kelterten und machten einen Tanz und gingen in ihres Gottes Haus und aen und tranken und fluchten dem Abimelech.
Jdg 9:28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech, und was ist Sichem, dass wir ihm dienen sollten? Ist er nicht Jerubbaals Sohn und hat Sebul, seinen Knecht, hergesetzt? Dienet den Leuten Hemors, des Vaters Sichems! Warum sollten wir jenen dienen?
Jdg 9:29 Wollte Gott, das Volk wre unter meiner Hand, dass ich Abimelech vertriebe! Und es ward Abimelech gesagt: Mehre dein Heer und zieh aus!
Jdg 9:30 Denn Sebul, der Oberste in der Stadt, da er die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hrte, ergrimmte er in seinem Zorn
Jdg 9:31 und sandte Botschaft zu Abimelech heimlich und lie ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brder sind gen Sichem gekommen und machen dir die Stadt aufrhrerisch.
Jdg 9:32 So mache dich nun auf bei der Nacht, du und dein Volk, das bei dir ist, und mache einen Hinterhalt auf sie im Felde.
Jdg 9:33 Und des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, so mache dich frh auf und berfalle die Stadt. Und wo er und das Volk, das bei ihm ist, zu dir hinauszieht, so tue mit ihm, wie es deine Hand findet.
Jdg 9:34 Abimelech stand auf bei der Nacht und alles Volk, das bei ihm war, und hielt auf Sichem mit vier Haufen.
Jdg 9:35 Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog heraus und trat vor die Tr an der Stadt Tor. Aber Abimelech machte sich auf aus dem Hinterhalt samt dem Volk, das mit ihm war.
Jdg 9:36 Da nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk von der Hhe des Gebirges hernieder. Sebul aber sprach zu Ihm: Du siehst die Schatten der Berge fr Leute an.
Jdg 9:37 Gaal redete noch mehr und sprach: Siehe, ein Volk kommt hernieder aus der Mitte des Landes, und ein Haufe kommt auf dem Wege zur Zaubereiche.
Jdg 9:38 Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun hier dein Maul, das da sagte: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und streite mit ihm!
Jdg 9:39 Gaal zog aus vor den Mnnern zu Sichem her und stritt mit Abimelech.
Jdg 9:40 Aber Abimelech jagte ihn, dass er floh vor ihm; und fielen viel Erschlagene bis an die Tr des Tors.
Jdg 9:41 Und Abimelech blieb zu Aruma. Sebul aber verjagte den Gaal und seine Brder, die zu Sichem nicht durften bleiben.
Jdg 9:42 Am Morgen aber ging das Volk heraus aufs Feld. Da das Abimelech ward angesagt,
Jdg 9:43 nahm er das Kriegsvolk und teilte es in drei Haufen und machte einen Hinterhalt auf sie im Felde. Als er nun sah, dass das Volk aus der Stadt ging, erhob er sich ber sie und schlug sie.
Jdg 9:44 Abimelech aber und die Haufen, die bei ihm waren, berfielen sie und traten an die Tr des Stadttors; und zwei der Haufen berfielen alle, die auf dem Felde waren, und schlugen sie.
Jdg 9:45 Da stritt Abimelech wider die Stadt denselben Tag und gewann sie und erwrgte das Volk, das darin war, und zerbrach die Stadt und ste Salz darauf.
Jdg 9:46 Da das hrten alle Mnner des Turms zu Sichem, gingen sie in die Festung des Hauses des Gottes Berith.
Jdg 9:47 Da das Abimelech hrte, dass sich alle Mnner des Turms zu Sichem versammelt hatten,
Jdg 9:48 ging er auf den Berg Zalmon mit allem seinem Volk, das bei ihm war und nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast von den Bumen und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu allem Volk, das mit ihm war: Was ihr gesehen habt, dass ich tue, das tut auch ihr eilend wie ich.
Jdg 9:49 Da hieb alles Volk ein jeglicher einen Ast ab und folgten Abimelech nach und legten sie an die Festung und steckten's an mit Feuer, dass auch alle Mnner des Turms zu Sichem starben, bei tausend Mann und Weib.
Jdg 9:50 Abimelech aber zog gen Thebez und belagerte es und gewann es.
Jdg 9:51 Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt. Auf den flohen alle Mnner und Weiber und alle Brger der Stadt und schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turms.
Jdg 9:52 Da kam Abimelech zum Turm und stritt dawider und nahte sich zur Tr des Turms, dass er ihn mit Feuer verbrannte.
Jdg 9:53 Aber ein Weib warf einen Mhlstein Abimelech auf den Kopf und zerbrach ihm den Schdel.
Jdg 9:54 Da rief Abimelech eilend dem Diener, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Zieh dein Schwert aus und tte mich, dass man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn erwrgt. Da durchstach ihn sein Diener, und er starb.
Jdg 9:55 Da aber die Israeliten, die mit ihm waren, sahen, dass Abimelech tot war, ging ein jeglicher an seinen Ort.
Jdg 9:56 Also bezahlte Gott Abimelech das bel, das er an seinem Vater getan hatte, da er seine siebzig Brder erwrgte;
Jdg 9:57 desgleichen alles bel der Mnner Sichems vergalt ihnen Gott auf ihren Kopf, und es kam ber sie der Fluch Jothams, des Sohnes Serubbaals.
Jdg 10:1 Nach Abimelech machte sich auf, zu helfen Israel, Thola, ein Mann von Isaschar, ein Sohn Phuas, des Sohnes Dodos. Und er wohnte zu Samir auf dem Gebirge Ephraim
Jdg 10:2 und richtete Israel dreiundzwanzig Jahre und starb und wurde begraben zu Samir.
Jdg 10:3 Nach ihm machte sich auf Jair, ein Gileaditer, und richtete Israel zweiundzwanzig Jahre.
Jdg 10:4 Der hatte dreiig Shne auf dreiig Eselsfllen reiten; und sie hatten dreiig Stdte, die hieen Drfer Jairs bis auf diesen Tag und liegen in Gilead.
Jdg 10:5 Und Jair starb und ward begraben zu Kamon.
Jdg 10:6 Aber die Kinder Israel taten frder bel vor dem HErrn und dienten den Baalim und den Astharoth und den Gttern von Syrien und den Gttern von Sidon und den Gttern Moabs und den Gttern der Kinder Ammon und den Gttern der Philister und verlieen den HErrn und dienten ihm nicht.
Jdg 10:7 Da ergrimmte der Zorn des HErrn ber Israel, und er verkaufte sie unter die Hand der Philister und der Kinder Ammon.
Jdg 10:8 Und sie zertraten und zerschlugen die Kinder Israel von dem Jahr an wohl achtzehn Jahre, nmlich alle Kinder Israel jenseit des Jordans, im Lande der Amoriter, das in Gilead liegt.
Jdg 10:9 Dazu zogen die Kinder Ammon ber den Jordan und stritten wider Juda, Benjamin und das Haus Ephraim, also dass Israel sehr gengstet ward.
Jdg 10:10 Da schrieen die Kinder Israel zu dem HErrn und sprachen: Wir haben an dir gesndigt; denn wir haben unsren Gott verlassen und den Baalim gedient.
Jdg 10:11 Aber der HErr sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht auch gezwungen die gypter, die Amoriter, die Kinder Ammon, die Philister,
Jdg 10:12 die Sidonier, die Amalekiter und Maoniter, und ich half euch aus ihren Hnden, da ihr zu mir schrieet?
Jdg 10:13 Und doch habt ihr mich verlassen und andern Gttern gedient; darum will ich euch nicht mehr helfen.
Jdg 10:14 Geht hin und schreit die Gtter an, die ihr erwhlt habt; lasst euch dieselben helfen zur Zeit eurer Trbsal.
Jdg 10:15 Aber die Kinder Israel sprachen zu dem HErrn: Wir haben gesndigt, mache es nur du mit uns, wie es dir gefllt; allein errette uns zu dieser Zeit.
Jdg 10:16 Und sie taten von sich die fremden Gtter und dienten dem HErrn. Und es jammerte ihn, dass Israel so geplagt ward.
Jdg 10:17 Und die Kinder Ammon kamen zuhauf und lagerten sich in Gilead; aber die Kinder Israel versammelten sich und lagerten sich zu Mizpa.
Jdg 10:18 Und die Obersten des Volks zu Gilead sprachen untereinander: Welcher anfngt zu streiten wider die Kinder Ammon, der soll das Haupt sein ber alle, die in Gilead wohnen.
Jdg 11:1 Jephthah, ein Gileaditer, war ein streibarer Held, aber ein Hurenkind. Gilead aber hatte Jephthah gezeugt.
Jdg 11:2 Da aber das Weib Gileads ihm Kinder gebar und des Weibes Kinder gro wurden, stieen sie Jephthah aus und sprachen zu ihm: Du sollst nicht erben in unsres Vaters Haus; denn du bist eines andern Weibes Sohn.
Jdg 11:3 Da floh er vor seinen Brdern und wohnte im Lande Tob. Und es sammelten sich zu ihm lose Leute und zogen aus mit ihm.
Jdg 11:4 Und ber etliche Zeit hernach stritten die Kinder Ammon mit Israel.
Jdg 11:5 Da nun die Kinder Ammon also stritten mit Israel, gingen die ltesten von Gilead hin, dass sie Jephthah holten aus dem Lande Tob,
Jdg 11:6 und sprachen zu ihm: Komm und sei unser Hauptmann, dass wir streiten wider die Kinder Ammon.
Jdg 11:7 Aber Jephthah sprach zu den ltesten von Gilead: Seid ihr es nicht, die mich hassen und aus meines Vaters Haus gestoen haben? Und nun kommt ihr zu mir, weil ihr in Trbsal seid?
Jdg 11:8 Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Darum kommen wir nun wieder zu dir, dass du mit uns ziehst und hilfst uns streiten wider die Kinder Ammon und seist unser Haupt ber alle, die in Gilead wohnen.
Jdg 11:9 Jephthah sprach zu den ltesten von Gilead: So ihr mich wieder holet, zu streiten wider die Kinder Ammon, und der HErr sie vor mir dahingeben wird, soll ich dann euer Haupt sein?
Jdg 11:10 Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Der HErr sei Zuhrer zwischen uns, wo wir nicht tun, wie du gesagt hast.
Jdg 11:11 Also ging Jephthah mit den ltesten von Gilead; und das Volk setzte ihn zum Haupt und Obersten ber sich. Und Jephthah redete solches alles vor dem HErrn zu Mizpa.
Jdg 11:12 Da sandte Jephthah Botschaft zum Knig der Kinder Ammon und lie ihm sagen: Was hast du mit mir zu schaffen, dass du kommst zu mir, wider mein Land zu streiten?
Jdg 11:13 Der Knig der Kinder Ammon antwortete den Boten Jephthahs: Darum dass Israel mein Land genommen hat, da sie aus gypten zogen, vom Arnon an bis an den Jabbok und wieder bis zum Jordan; so gib mir's nun wieder mit Frieden.
Jdg 11:14 Jephthah aber sandte noch mehr Boten zum Knig der Kinder Ammon,
Jdg 11:15 die sprachen zu ihm: So spricht Jephthah: Israel hat kein Land genommen, weder den Moabitern noch den Kindern Ammon.
Jdg 11:16 Denn da sie aus gypten zogen, wandelte Israel durch die Wste bis ans Schilfmeer und kam gen Kades
Jdg 11:17 und sandte Boten zum Knig der Edomiter und sprach: Lass mich durch dein Land ziehen. Aber der Edomiter Knig erhrte sie nicht. Auch sandten sie zum Knig der Moabiter; der wollte auch nicht. Also blieb Israel in Kades
Jdg 11:18 und wandelte in der Wste. Und sie umzogen das Land der Edomiter und Moabiter und kamen von der Sonne Aufgang an der Moabiter Land und lagerten sich jenseit des Arnon und kamen nicht in die Grenze der Moabiter; denn der Arnon ist der Moabiter Grenze.
Jdg 11:19 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Knig der Amoriter zu Hesbon, und lie ihm sagen: Lass uns durch dein Land ziehen bis an meinen Ort.
Jdg 11:20 Aber Sihon vertraute Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen, sondern versammelte all sein Volk und lagerte sich zu Jahza und stritt mit Israel.
Jdg 11:21 Der HErr aber, der Gott Israels, gab den Sihon mit all seinem Volk in die Hnde Israels, dass sie sie schlugen. Also nahm Israel ein alles Land der Amoriter, die in demselben Lande wohnten.
Jdg 11:22 Und sie nahmen alles Gebiet der Amoriter ein vom Arnon an bis an den Jabbok und von der Wste an bis an den Jordan.
Jdg 11:23 So hat nun der HErr, der Gott Israels, die Amoriter vertrieben vor seinem Volk Israel; und du willst ihr Land einnehmen?
Jdg 11:24 Du solltest deren Land einnehmen, die dein Gott Kamos vertriebe, und uns lassen einnehmen das Land aller, die der HErr, unser Gott, vor uns vertrieben hat.
Jdg 11:25 Meinst du, dass du besser recht habest denn Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Knig? Hat derselbe auch je gerechtet 518heeft oder gestritten wider Israel?
Jdg 11:26 Dieweil nun Israel dreihundert Jahre gewohnt hat in Hesbon und in Aroer und ihren Ortschaften und allen Stdten, die am Arnon liegen, warum errettetet ihr's nicht in dieser Zeit?
Jdg 11:27 Ich habe nichts an dir gesndigt, und du tust so bel an mir, dass du wider mich streitest. Der HErr, der da Richter ist, richte heute zwischen Israel und den Kindern Ammon.
Jdg 11:28 Aber der Knig der Kinder Ammon erhrte die Rede Jephthahs nicht, die er zu ihm sandte.
Jdg 11:29 Da kam der Geist des HErrn auf Jephthah, und er zog durch Gilead und Manasse und durch Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead liegt auf die Kinder Ammon.
Jdg 11:30 Und Jephthah gelobte dem HErrn ein Gelbde und sprach: Gibst du die Kinder Ammon in meine Hand:
Jdg 11:31 was zu meiner Haustr heraus mir entgegengeht, wenn ich mit Frieden wiederkomme von den Kindern Ammon, das soll des HErrn sein, und ich will's zum Brandopfer opfern.
Jdg 11:32 Also zog Jephthah auf die Kinder Ammon, wider sie zu streiten. Und der HErr gab sie in seine Hnde.
Jdg 11:33 Und er schlug sie von Aroer an, bis wo man kommt gen Minnith, zwanzig Stdte, und bis an den Plan der Weinberge, eine sehr groe Schlacht. Und wurden also die Kinder Ammon gedemtigt vor den Kindern Israel.
Jdg 11:34 Da nun Jephthah kam gen Mizpa zu seinem Hause, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen Sohn noch Tochter.
Jdg 11:35 Und da er sie sah, zerriss er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter, wie beugst du mich und betrbst mich! Denn ich habe meinen Mund aufgetan gegen den HErrn und kann's nicht widerrufen.
Jdg 11:36 Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan gegen den HErrn, so tue mir, wie es aus deinem Mund gegangen ist, nachdem der HErr dich gercht hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon.
Jdg 11:37 Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das tun, dass du mir lassest zwei Monate, dass ich von hinnen hinabgehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen.
Jdg 11:38 Er sprach: Gehe hin! und lie sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
Jdg 11:39 Und nach zwei Monaten kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte; und sie war nie eines Mannes schuldig geworden. Und es ward eine Gewohnheit in Israel,
Jdg 11:40 dass die Tchter Israel jhrlich hingehen, zu klagen um die Tochter Jephthahs, des Gileaditers, des Jahres vier Tage.
Jdg 12:1 Und die von Ephraim kamen zuhauf und gingen mitternachtwrts und sprachen zu Jephthah: Warum bist du in den Streit gezogen wider die Kinder Ammon und hast uns nicht gerufen, dass wir mit dir zgen? Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen.
Jdg 12:2 Jephthah sprach zu ihnen: ich und mein Volk hatten eine groe Sache mit den Kindern Ammon, und ich schrie euch an, aber ihr halft mir nicht aus ihren Hnden.
Jdg 12:3 Da ich nun sah, dass ihr nicht helfen wolltet, stellte ich meine Seele in meine Hand und zog hin wider die Kinder Ammon, und der HErr gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten?
Jdg 12:4 Und Jephthah sammelte alle Mnner in Gilead und stritt wider Ephraim. Und die Mnner in Gilead schlugen Ephraim, darum dass sie sagten: Seid doch ihr Gileaditer unter Ephraim und Manasse als die Flchtigen Ephraims.
Jdg 12:5 Und die Gileaditer nahmen ein die Furten des Jordans vor Ephraim. Wenn nun die Flchtigen Ephraims sprachen: Lass mich hinbergehen! so sprachen die Mnner von Gilead zu Ihm: Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann antwortete: Nein!
Jdg 12:6 hieen sie ihn sprechen: Schiboleth; so sprach er Siboleth und konnte es nicht recht reden; alsdann griffen sie ihn schlugen ihn an den Furten des Jordans, dass zu der Zeit von Ephraim fielen zweiundvierzigtausend.
Jdg 12:7 Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre. Und Jephthah, der Gileaditer, starb und ward begraben in den Stdten zu Gilead.
Jdg 12:8 Nach diesem richtete Israel Ebzan von Bethlehem.
Jdg 12:9 Der hatte dreiig Shne, und dreiig Tchter gab er hinaus, und dreiig Tchter nahm er von auen seinen Shnen; er richtete Israel sieben Jahre
Jdg 12:10 und starb und ward begraben zu Bethlehem.
Jdg 12:11 Nach diesem richtete Israel Elon, ein Sebuloniter; er richtete Israel zehn Jahre
Jdg 12:12 und starb und ward begraben zu Ajalon im Lande Sebulon.
Jdg 12:13 Nach diesem richtete Israel Abdon, ein Sohn Hillels, ein Pirathoniter.
Jdg 12:14 der hatte vierzig Shne und dreiig Enkel, die auf siebzig Eselsfllen ritten; er richtete Israel acht Jahre
Jdg 12:15 und starb und ward begraben zu Pirathon im Lande Ephraim auf dem Gebirge der Amalekiter.
Jdg 13:1 Und die Kinder Israel taten frder bel vor dem HErrn; und der HErr gab sie in die Hnde der Philister vierzig Jahre.
Jdg 13:2 Es war aber ein Mann zu Zora von einem Geschlecht der Daniter, mit Namen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.
Jdg 13:3 Und der Engel des HErrn erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebren.
Jdg 13:4 So hte dich nun, dass du nicht Wein noch starkes Getrnk trinkst und nichts Unreines essest;
Jdg 13:5 Denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebren, dem kein Schermesser soll aufs Haupt kommen. Denn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erlsen aus der Philister Hand.
Jdg 13:6 Da kam das Weib und sagte es ihrem Mann an und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, gar erschrecklich, dass ich ihn nicht fragte, woher oder wohin; und er sagte mir nicht, wie er hiee.
Jdg 13:7 Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebren. So trinke nun keinen Wein noch starkes Getrnk und iss nichts Unreines; denn der Knabe soll ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an bis an seinen Tod.
Jdg 13:8 Da bat Manoah den HErrn und sprach: Ach HErr, lass den Mann Gottes wieder zu uns kommen, den du gesandt hast, dass er uns lehre, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren soll werden.
Jdg 13:9 Und Gott erhrte die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam wieder zum Weibe. Sie sa aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoah war nicht bei ihr.
Jdg 13:10 Da lief sie eilend und sagte es ihrem Mann an und sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der jenes Tages zu mir kam.
Jdg 13:11 Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach und kam zu dem Mann und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet hat? Er sprach: Ja.
Jdg 13:12 Und Manoah sprach: Wenn nun kommen wird, was du geredet hast, welches soll des Knaben Weise und Werk sein?
Jdg 13:13 Der Engel des HErrn sprach zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe gesagt habe, soll sie sich hten.
Jdg 13:14 Sie soll nicht essen was aus dem Weinstock kommt, und soll keinen Wein noch starkes Getrnk trinken und nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie halten.
Jdg 13:15 Manoah sprach zu dem Engel des HErrn: Lass dich doch halten; wir wollen dir ein Ziegenbcklein zurichten.
Jdg 13:16 Aber der Engel des HErrn antwortete Manoah: Wenn du gleich mich hier hltst, so esse ich doch von deiner Speise nicht. Willst du aber dem HErrn ein Brandopfer tun, so magst du es opfern. Denn Manoah wusste nicht, dass es der Engel des HErrn war.
Jdg 13:17 Und Manoah sprach zum Engel des HErrn: Wie heiest du? dass wir dich preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast.
Jdg 13:18 Aber der Engel des HErrn sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch wundersam ist?
Jdg 13:19 Da nahm Manoah ein Ziegenbcklein und Speisopfer und opferte es auf einem Fels dem HErrn. Und Er tat Wunderbares  Manoah aber und sein Weib sahen zu ;
Jdg 13:20 denn da die Lohe auffuhr vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des HErrn in der Lohe des Altars mit hinauf. Da das Manoah und sein Weib sahen, fielen sie zur Erde auf ihr Angesicht.
Jdg 13:21 Und der Engel des HErrn erschien nicht mehr Manoah und seinem Weibe. Da erkannte Manoah, dass es der Engel des HErrn war,
Jdg 13:22 und sprach zu seinem Weibe: Wir mssen des Todes sterben, dass wir Gott gesehen haben.
Jdg 13:23 Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der HErr Lust htte, uns zu tten, so htte er das Brandopfer und Speisopfer nicht genommen von unsren Hnden; er htte uns auch nicht alles solches erzeigt noch uns solches hren lassen, wie jetzt geschehen ist.
Jdg 13:24 Und das Weib gebar einen Sohn und hie ihn Simson. Und der Knabe wuchs, und der HErr segnete ihn.
Jdg 13:25 Und der Geist des HErrn fing an, ihn zu treiben im Lager Dan zwischen Zora und Esthaol.
Jdg 14:1 Simson ging gen Thimnath und sah ein Weib zu Thimnath unter den Tchtern der Philister.
Jdg 14:2 Und da er heraufkam, sagte er's an seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ich habe ein Weib gesehen zu Thimnath unter den Tchtern der Philister; gebt mir nun diese zum Weibe.
Jdg 14:3 Sein Vater und sein Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Weib unter den Tchtern deiner Brder und in allem deinem Volk, dass du hingehst und nimmst ein Weib bei den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater: Gib mir diese; denn sie gefllt meinen Augen.
Jdg 14:4 Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem HErrn wre; denn er suchte Ursache wider die Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit ber Israel.
Jdg 14:5 Also ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter gen Thimnath. Und als sie kamen an die Weinberge zu Thimnath, siehe, da kam ein junger Lwe brllend ihm entgegen.
Jdg 14:6 Und der Geist des HErrn geriet ber ihn, und er zerriss ihn, wie man ein Bcklein zerreit, und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Und sagte es nicht an seinem Vater noch seiner Mutter, was er getan hatte.
Jdg 14:7 Da er nun hinabkam redete er mit dem Weibe, und sie gefiel Simson in seinen Augen.
Jdg 14:8 Und nach etlichen Tagen kam er wieder, dass er sie nhme; und trat aus dem Wege, dass er das Aas des Lwen beshe. Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Leibe des Lwen und Honig.
Jdg 14:9 Und er nahm ihn in seine Hand und a davon unterwegs und ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch aen. Er sagte ihnen aber nicht an, dass er den Honig aus des Lwen Leibe genommen hatte.
Jdg 14:10 Und da sein Vater hinabkam zu dem Weibe, machte Simson daselbst eine Hochzeit, wie die Jnglinge zu tun pflegen.
Jdg 14:11 Und da sie ihn sahen, gaben sie ihm dreiig Gesellen zu, die bei ihm sein sollten.
Jdg 14:12 Simson aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Rtsel aufgeben. Wenn ihr mir das erratet und trefft diese sieben Tage der Hochzeit, so will ich euch dreiig Hemden geben und dreiig Feierkleider.
Jdg 14:13 Knnt ihrs aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreiig Hemden und dreiig Feierkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Rtsel auf; lass uns hren!
Jdg 14:14 Er sprach zu ihnen: Speise ging von dem Fresser und Sigkeit von dem Starken. Und sie konnten in drei Tagen das Rtsel nicht erraten.
Jdg 14:15 Am siebenten Tage sprachen sie zu Simsons Weibe: berrede deinen Mann, dass er uns sage das Rtsel, oder wir werden dich und deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns hierher geladen, dass ihr uns arm macht? Oder nicht?
Jdg 14:16 Da weinte Simsons Weib vor ihm und sprach: Du bist mir gram und hast mich nicht lieb. Du hast den Kindern meines Volkes ein Rtsel aufgegeben und hast mir's nicht gesagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich habe es meinem Vater und meiner Mutter nicht gesagt und sollte dir's sagen?
Jdg 14:17 Und sie weinte die sieben Tage vor ihm, da sie Hochzeit hatten; aber am siebenten Tage sagte er's ihr, denn sie drngte ihn. Und sie sagte das Rtsel ihres Volkes Kindern.
Jdg 14:18 Da sprachen die Mnner der Stadt zu ihm am siebenten Tage, ehe die Sonne unterging: Was ist ser den Honig? Was ist strker denn der Lwe? Aber er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht httet mit meinem Kalb gepflgt, ihr httet mein Rtsel nicht getroffen.
Jdg 14:19 Und der Geist des HErrn geriet ber ihn, und er ging hinab gen Askalon und schlug dreiig Mann unter ihnen und nahm ihr Gewand und gab Feierkleider denen, die das Rtsel erraten hatten. Und ergrimmte in seinem Zorn und ging herauf in seines Vaters Haus.
Jdg 14:20 Aber Simsons Weib ward einem seiner Gesellen gegeben, der ihm zugehrte.
Jdg 15:1 Es begab sich aber nach etlichen Tagen, um die Weizenernte, dass Simson sein Weib besuchte mit einem Ziegenbcklein. Und als er gedachte: Ich will zu meinem Weibe gehen in die Kammer, wollte ihn der Vater nicht hinein lassen
Jdg 15:2 und sprach: Ich meinte, du wrest ihr gram geworden, und habe sie deinem Freunde gegeben. Sie hat aber eine jngere Schwester, die ist schner denn sie; die lass dein sein fr diese.
Jdg 15:3 Da sprach Simson zu ihnen: Ich habe einmal eine gerechte Sache wider die Philister; ich will euch Schaden tun.
Jdg 15:4 Und Simson ging hin und fing dreihundert Fchse und nahm Brnde und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat einen Brand je zwischen zwei Schwnze
Jdg 15:5 und zndete die Brnde an mit Feuer und lie sie unter das Korn der Philister und zndete also an die Garben samt dem stehenden Korn und Weinberge und lbume.
Jdg 15:6 Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Eidam des Thimniters; darum dass er ihm sein Weib genommen und seinem Freunde gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie samt ihrem Vater mit Feuer.
Jdg 15:7 Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr solches tut, so will ich mich an euch rchen und darnach aufhren,
Jdg 15:8 und schlug sie hart, an Schultern und an Lenden. Und zog hinab und wohnte in der Steinkluft zu Etam.
Jdg 15:9 Da zogen die Philister hinauf und lagerten sich in Juda und lieen sich nieder zu Lehi.
Jdg 15:10 Aber die von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns heraufgezogen? Sie antworteten: Wir sind heraufgekommen, Simson zu binden, dass wir mit ihm tun, wie er uns getan hat.
Jdg 15:11 Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab in die Steinkluft zu Etam und sprachen zu Simson: Weit du nicht, dass die Philister ber uns herrschen? Warum hast du denn das an uns getan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan haben, so habe ich ihnen wieder getan.
Jdg 15:12 Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabgekommen, dich zu binden und in der Philister Hnde zu geben. Simson sprach zu ihnen: So schwrt mir, dass ihr mir kein Leid tun wollt.
Jdg 15:13 Sie antworteten ihm: Wir wollen dir kein Leid tun, sondern wollen dich nur Binden und in ihre Hnde geben und wollen dich nicht tten. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und fhrten ihn herauf vom Fels.
Jdg 15:14 Und da er kam bis gen Lehi, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist Gottes geriet ber ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fden, die das Feuer versengt hat, dass die Bande an seinen Hnden zerschmolzen.
Jdg 15:15 Und er fand einen frischen Eselskinnbacken; da reckte er seine Hand aus und nahm ihn und schlug damit tausend Mann.
Jdg 15:16 Und Simson sprach: Da liegen sie bei Haufen; durch eines Esels Kinnbacken habe ich tausend Mann geschlagen.
Jdg 15:17 Und da er das ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand und hie die Sttte Ramath-Lehi (das ist Kinnbackenhhe).
Jdg 15:18 Da ihn aber sehr drstete, rief er den HErrn an und sprach: Du hast solch groes Heil gegeben durch die Hand deines Knechtes; nun aber muss ich Durstes sterben und in der Unbeschnittenen Hnde fallen.
Jdg 15:19 Da spaltete Gott die Hhlung in Lehi, das Wasser herausging; und als er trank, kam der Geist wieder, und er ward erquickt. Darum heit er noch heutigestages des Anrufers Brunnen, der in Lehi ist.
Jdg 15:20 Und er richtete Israel zu der Philister Zeit zwanzig Jahre.
Jdg 16:1 Simson ging hin gen Gaza und sah daselbst eine Hure und kam zu ihr.
Jdg 16:2 Da ward den Gazitern gesagt: Simson ist hereingekommen. Und sie umgaben ihn und lieen auf ihn lauern die ganze Nacht in der Stadt Tor und waren die ganze Nacht still und sprachen: Harre; morgen, wenn's licht wird, wollen wir ihn erwrgen.
Jdg 16:3 Simson aber lag bis Mitternacht. Da stand er auf zu Mitternacht und ergriff beide Tren an der Stadt Tor samt den Pfosten und hob sie aus mit den Riegeln und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf die Hhe des Berges vor Hebron.
Jdg 16:4 Darnach gewann er ein Weib lieb am Bach Sorek, die hie Delila.
Jdg 16:5 Zu der kamen der Philister Frsten hinauf und sprachen zu ihr: berrede ihn und siehe, worin er solche groe Kraft hat und womit wir ihn bermgen, dass wir ihn binden und zwingen, so wollen wir dir geben ein jeglicher tausendundhundert Silberlinge.
Jdg 16:6 Und Delila sprach zu Simson: Sage mir doch, worin deine groe Kraft sei und womit man dich binden mge, dass man dich zwinge?
Jdg 16:7 Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bnde mit sieben Seilen von frischem Bast, die noch nicht verdorrt sind, so wrde ich schwach und wre wie ein anderer Mensch.
Jdg 16:8 Da brachten der Philister Frsten zu ihr hinauf sieben Seile von frischem Bast, die noch nicht verdorrt waren; und sie band ihn damit.
Jdg 16:9 (Man lauerte ihm aber auf bei ihr in der Kammer.) Und sie sprach zu ihm: Die Philister ber dir, Simson! Er aber zerriss die Seile, wie eine flchsene Schnur zerreit, wenn sie ans Feuer riecht; und es ward nicht kund, wo seine Kraft wre.
Jdg 16:10 Da sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getuscht und mir gelogen; nun, so sage mir doch, womit kann man dich binden?
Jdg 16:11 Er antwortete ihr: Wenn sie mich bnden mit neuen Stricken, damit nie eine Arbeit geschehen ist, so wrde ich schwach und wie ein anderer Mensch.
Jdg 16:12 Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit und sprach: Philister ber dir, Simson! (Man lauerte ihm aber auf in der Kammer.) Und er zerriss sie von seinen Armen herab wie einen Faden.
Jdg 16:13 Delila aber sprach zu ihm: Bisher hast du mich getuscht und mir gelogen. Sage mir doch, womit kann man dich binden? Er antwortete ihr: Wenn du mir die sieben Locken meines Hauptes zusammenflchtest mit einem Gewebe und heftetest sie mit dem Nagel ein.
Jdg 16:14 Und sie sprach zu ihm: Philister ber dir, Simson! Er aber wachte auf von seinem Schlaf und zog die geflochtenen Locken mit Nagel und Gewebe heraus.
Jdg 16:15 Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen, du habest mich lieb, so dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich getuscht und mir nicht gesagt, worin deine groe Kraft sei.
Jdg 16:16 Da sie ihn aber drngte mit ihren Worten alle Tage und ihn zerplagte, ward seine Seele matt bis an den Tod,
Jdg 16:17 und er sagte ihr sein ganzes Herz und sprach zu ihr: Es ist nie ein Schermesser auf mein Haupt gekommen; denn ich bin ein Geweihter Gottes von Mutterleibe an. Wenn man mich schre, so wiche meine Kraft von mir, dass ich schwach wrde und wie alle anderen Menschen.
Jdg 16:18 Da nun Delila sah, dass er ihr all sein Herz offenbart hatte, sandte sie hin und lie der Philister Frsten rufen und sagen: Kommt noch einmal herauf; denn er hat mir all sein Herz offenbart. Da kamen der Philister Frsten zu ihr herauf und brachten das Geld mit sich in ihrer Hand.
Jdg 16:19 Und sie lie ihn entschlafen auf ihrem Scho und rief einem, der ihm die sieben Locken seines Hauptes abschre. Und sie fing an ihn zu zwingen; da war seine Kraft von ihm gewichen.
Jdg 16:20 Und sie sprach zu ihm: Philister ber dir, Simson! Da er nun aus seinem Schlaf erwachte, gedachte er: Ich will ausgehen, wie ich mehrmals getan habe, ich will mich losreien; und wusste nicht, dass der HErr von ihm gewichen war.
Jdg 16:21 Aber die Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus und fhrten ihn hinab gen Gaza und banden ihn mit zwei ehernen Ketten, und er musste mahlen im Gefngnis.
Jdg 16:22 Aber das Haar seines Hauptes fing an, wieder zu wachsen, wo es geschoren war.
Jdg 16:23 Da aber der Philister Frsten sich versammelten, ihrem Gott Dagon ein groes Opfer zu tun und sich zu freuen, sprachen sie: Unser Gott hat uns unsren Feind Simson in unsre Hnde gegeben.
Jdg 16:24 Desgleichen, als ihn das Volk sah, lobten sie ihren Gott; denn sie sprachen: Unser Gott hat uns unsren Feind in unsre Hnde gegeben, der unser Land verderbte und unsrer viele erschlug.
Jdg 16:25 Da nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: Lasst Simson holen, dass er vor uns spiele. Da holten sie Simson aus dem Gefngnis, und er spielte vor ihnen, und sie stellten ihn zwischen die Sulen.
Jdg 16:26 Simson aber sprach zu dem Knabe, der ihn bei der Hand leitete: Lass mich, das ich die Sulen taste, auf welchen das Haus steht, dass ich mich dranlehne.
Jdg 16:27 Da Haus aber war voll Mnner und Weiber. Es waren der Philister Frsten alle da und auf dem Dach bei dreitausend, Mann und Weib, die zusahen, wie Simson spielte.
Jdg 16:28 Simson aber rief den HErrn an und sprach: Herr HErr, gedenke mein und strke mich doch, Gott, diesmal, dass ich fr meine beiden Augen mich einmal rche an den Philistern!
Jdg 16:29 Und er fasste die zwei Mittelsulen, auf welche das Haus gesetzt war und darauf es sich hielt, eine in seine rechte und die andere in seine linke Hand,
Jdg 16:30 und sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! und neigte sich krftig. Da fiel das Haus auf die Frsten und auf alles Volk, das darin war, dass der Toten mehr waren, die in seinem Tod starben, denn die bei seinem Leben starben.
Jdg 16:31 Da kamen sein Brder hernieder und seines Vaters ganzes Haus und hoben ihn auf und trugen ihn hinauf und begruben ihn in seines Vaters Manoahs Grab, zwischen Zora und Esthaol. Er richtete aber Israel zwanzig Jahre.
Jdg 17:1 Es war ein Mann auf dem Gebirge Ephraim, mit Namen Micha.
Jdg 17:2 Der sprach zu seiner Mutter: Die tausendundhundert Silberlinge, die dir genommen worden sind und derenthalben du den Fluch gesprochen und auch vor meinen Ohren gesagt hast, sieh, das Geld ist bei mir; ich habe es genommen. Da sprach sein Mutter: Gesegnet sei mein Sohn dem HErrn!
Jdg 17:3 Also gab er seiner Mutter die tausendundhundert Silberlinge wieder. Und seine Mutter sprach: Ich habe das Geld dem HErrn geheiligt von meiner Hand fr meinen Sohn, dass man ein Bildnis und einen Abgott machen soll; darum so gebe ich's dir nun wieder.
Jdg 17:4 Aber er gab seiner Mutter das Geld wieder. Da nahm seine Mutter zweihundert Silberlinge und tat sie zu dem Goldschmied; der machte ihr ein Bild und einen Abgott, das war darnach im Hause Michas.
Jdg 17:5 Und der Mann Micha hatte also ein Gotteshaus; und machte einen Leibrock und Hausgtzen und fllte seiner Shne einem die Hand, dass er sein Priester ward.
Jdg 17:6 Zu der Zeit war kein Knig in Israel, und ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte.
Jdg 17:7 Es war aber ein Jngling von Bethlehem-Juda unter dem Geschlecht Judas, und er war ein Levit und war fremd daselbst.
Jdg 17:8 Er zog aus der Stadt Bethlehem-Juda, zu wandern, wo er hin konnte. Und da er aufs Gebirge Ephraim kam zum Hause Michas, dass er seinen Weg ginge,
Jdg 17:9 fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin ein Levit von Bethlehem-Juda und wandere, wo ich hin kann.
Jdg 17:10 Micha aber sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mein Vater und mein Priester sein; ich will dir jhrlich zehn Silberlinge und deine Kleidung und Nahrung geben. Und der Levit ging hin.
Jdg 17:11 Der Levit trat an, zu bleiben bei dem Mann; und er hielt den Jngling gleich wie einen Sohn.
Jdg 17:12 Und Micha fllte dem Leviten die Hand, dass er sein Priester ward, und war also im Haus Michas.
Jdg 17:13 Und Micha sprach: Nun wei ich, dass mir der HErr wird wohltun, weil ich einen Leviten zum Priester habe.
Jdg 18:1 Zu der Zeit war kein Knig in Israel. Und der Stamm der Daniter suchte sich ein Erbteil, da sie wohnen mchten; denn es war bis auf den Tag noch kein Erbe auf sie gefallen unter den Stmmen Israels.
Jdg 18:2 Und die Kinder Dan sandten aus ihren Geschlechtern von ihren Enden fnf streitbare Mnner von Zora und Esthaol, das Land zu erkunden und zu erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin und erforschet das Land. Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim ans Haus Michas und blieben ber Nacht daselbst.
Jdg 18:3 Und da sie bei dem Gesinde Michas waren, erkannten sie die Stimme des Jnglings, des Leviten; und sie wichen von ihrem Weg dahin und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Was machst du da? Und was hast du hier?
Jdg 18:4 Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan und hat mich gedingt, dass ich sein Priester sei.
Jdg 18:5 Sie sprachen zu ihm: Frage doch Gott, dass wir erfahren, ob unser Weg, den wir wandeln, auch wohl geraten werde.
Jdg 18:6 Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg, den ihr ziehet, ist recht vor dem HErrn.
Jdg 18:7 Da gingen die fnf Mnner hin und kamen gen Lais und sahen das Volk, das darin war, sicher wohnen auf die Weise wie die Sidonier, still und sicher; und war niemand, der ihnen Leid tte im Land oder Herr ber sie wre, und waren ferne von den Sidoniern und hatten nichts mit Leuten zu tun.
Jdg 18:8 Und sie kamen zu ihren Brdern gen Zora und Esthaol; und ihre Brder sprachen zu ihnen: Wie steht's mit euch?
Jdg 18:9 Sie sprachen: Auf, lasst uns zu ihnen hinaufziehen! denn wir haben das Land besehen, das ist sehr gut. Darum eilt und seid nicht faul zu ziehen, dass ihr kommt, das Land einzunehmen.
Jdg 18:10 Wenn ihr kommt, werdet ihr zu einem sichern Volke kommen, und das Land ist weit und breit; denn Gott hat's in eure Hnde gegeben, einen solchen Ort, da nichts gebricht an alle dem, was auf Erden ist.
Jdg 18:11 Da zogen von da aus den Geschlechtern Dan von Zora und Esthaol sechshundert Mann, gerstet mit ihren Waffen zum Streit,
Jdg 18:12 und zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjath-Jearim in Juda. Daher nannten sie die Sttte das Lager Dan bis auf diesen Tag, das hinter Kirjath-Jearim liegt.
Jdg 18:13 Und von da gingen sie auf das Gebirge Ephraim und kamen zum Hause Michas.
Jdg 18:14 Da antworteten die fnf Mnner, die ausgegangen waren, das Land Lais zu erkunden, und sprachen zu ihren Brdern: Wisst ihr auch, dass in diesen Husern ein Leibrock, Hausgtzen, Bildnis und Abgott sind? Nun mget ihr denken, was euch zu tun ist.
Jdg 18:15 Sie kehrten da ein und kamen an das Haus des Jnglings, des Leviten, in Michas Haus und grten ihn freundlich.
Jdg 18:16 Aber die sechshundert Gersteten mit ihren Waffen, die von den Kindern Dan waren, standen vor dem Tor.
Jdg 18:17 Und die fnf Mnner, die das Land zu erkunden ausgezogen waren, gingen hinauf und kamen dahin und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgtzen und den Abgott. Dieweil stand der Priester vor dem Tor bei den sechshundert Gersteten mit ihren Waffen.
Jdg 18:18 Als nun jene ins Haus Michas gekommen waren und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgtzen und den Abgott, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr?
Jdg 18:19 Sie antworteten ihm: Schweige und halte das Maul zu und ziehe mit uns, dass du unser Vater und Priester seist. Ist dir's besser, dass du in des einen Mannes Haus Priester seist oder unter derer einem ganzen Stamm und Geschlecht in Israel?
Jdg 18:20 Das gefiel dem Priester wohl, und er nahm den Leibrock, die Hausgtzen und das Bild und kam mit unter das Volk.
Jdg 18:21 Und da sie sich wandten und hinzogen, schickten sie die Kindlein und das Vieh und was sie Kstliches hatten, vor sich her.
Jdg 18:22 Da sie nun fern von Michas Haus kamen, wurden die Mnner zuhauf gerufen, die in den Husern waren bei Michas Haus, und folgten den Kindern Dan nach und riefen den Kindern Dan.
Jdg 18:23 Sie aber wandten ihr Antlitz um und sprachen zu Micha: was ist dir, dass du also zuhauf kommst?
Jdg 18:24 Er antwortete: Ihr habt meine Gtter genommen, die ich gemacht hatte, und den Priester und ziehet hin; und was habe ich nun mehr? Und ihr fragt noch, was mir fehle?
Jdg 18:25 Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Lass deine Stimme nicht hren bei uns, dass nicht auf dich stoen zornige Leute und deine Seele und deines Hauses Seele nicht hingerafft werde!
Jdg 18:26 Also gingen die Kinder Dan ihres Weges. Und Micha, da er sah, dass sie ihm zu stark waren, wandte er sich um und kam wieder zu seinem Hause.
Jdg 18:27 Sie aber nahmen, was Micha gemacht hatte, und den Priester, den er hatte, und kamen an Lais, an ein stilles, sicheres Volk, und schlugen es mit der Schrfe des Schwerts und verbrannten die Stadt mit Feuer.
Jdg 18:28 Und war niemand, der sie errettete; denn sie lag fern von Sidon, und sie hatten mit den Leuten nichts zu schaffen; und sie lag im Grunde, welcher an Beth-Rehob liegt. Da bauten sie die Stadt und wohnten darin
Jdg 18:29 und nannten sie Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der Israel geboren war. (Und die Stadt hie vorzeiten Lais.)
Jdg 18:30 Und die Kinder Dan richteten fr sich auf das Bild. Und Jonathan, der Sohn Gersons, des Sohnes Manasses, und seine Shne waren Priester unter dem Stamm der Daniter bis an die Zeit, da sie aus dem Lande gefangen gefhrt wurden.
Jdg 18:31 Also setzten sie unter sich das Bild Michas, das er gemacht hatte, so lange, als das Haus Gottes war zu Silo.
Jdg 19:1 Zu der Zeit war kein Knig in Israel. Und ein levitischer Mann war Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim und hatte sich ein Kebsweib genommen von Bethlehem-Juda.
Jdg 19:2 Und da sie hatte neben ihm gehurt, lief sie von ihm zu ihres Vaters Haus gen Bethlehem-Juda und war daselbst vier Monate lang.
Jdg 19:3 Und ihr Mann machte sich auf und zog ihr nach, dass er freundlich mit ihr redete und sie wieder zu sich holte; und hatte einen Knecht und ein Paar Esel mit sich. Und sie fhrte ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber der Vater der Dirne sah, ward er froh und empfing ihn.
Jdg 19:4 Und sein Schwiegervater, der Dirne Vater, hielt ihn, dass er drei Tage bei ihm blieb; sie aen und tranken und blieben des Nachts da.
Jdg 19:5 Des vierten Tages erhoben sie sich des Morgens frh, und er machte sich auf und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater zu seinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einem Bissen Brot, darnach sollt ihr ziehen.
Jdg 19:6 Und sie setzten sich und aen beide miteinander und tranken. Da sprach der Dirne Vater zu dem Mann: Bleib doch ber Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein.
Jdg 19:7 Da aber der Mann aufstand und wollte ziehen, ntigte ihn sein Schwiegervater, dass er ber Nacht dablieb.
Jdg 19:8 Des Morgens am fnften Tage machte er sich frh auf und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater: Labe doch dein Herz und lass uns verziehen, bis sich der Tag neigt. Und aen also die beiden miteinander.
Jdg 19:9 Und der Mann machte sich auf und wollte ziehen mit seinem Kebsweib und mit seinem Knechte. Aber sein Schwiegervater, der Dirne Vater, sprach zu ihm: Siehe, der Tag hat sich geneigt, und es will Abend werden; bleib ber Nacht. Siehe, hier ist Herberge noch diesen Tag; bleibe hier ber Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein. Morgen steht ihr frh auf und zieht eures Weges zu deiner Htte.
Jdg 19:10 Aber der Mann wollte nicht ber Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und sein Paar Esel beladen und sein Kebsweib mit ihm.
Jdg 19:11 Da sie nun nahe bei Jebus kamen, sank der Tag sehr dahin. Und der Knecht sprach zu seinem Herrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und ber Nacht darin bleiben.
Jdg 19:12 Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in der Fremden Stadt einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel, sondern wollen hinber gen Gibea.
Jdg 19:13 Und sprach zu seinem Knecht: Gehe weiter, dass wir hinzukommen an einen Ort und ber Nacht zu Gibea oder zu Rama bleiben.
Jdg 19:14 Und sie zogen weiter und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter, hart bei Gibea, das liegt in Benjamin.
Jdg 19:15 Und sie kehrten daselbst ein, dass sie hineinkmen und ber Nacht zu Gibea blieben. Da er aber hineinkam, setzte er sich in der Stadt Gasse; denn es war niemand, der sie bei Nacht im Hause herbergen wollte.
Jdg 19:16 Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend, und er war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber die Leute des Orts waren Benjaminiter.
Jdg 19:17 Und da er seine Augen aufhob und sah den Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: Wo willst du hin? und wo kommst du her?
Jdg 19:18 Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda, bis wir kommen an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem-Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des HErrn, und niemand will mich beherbergen.
Jdg 19:19 Wir haben Stroh und Futter fr unsre Esel und Brot und Wein fr mich und deine Magd und fr den Knecht, der mit deinem Diener ist, dass uns nichts gebricht.
Jdg 19:20 Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles was dir mangelt findest du bei mir; bleibe nur nicht ber Nacht auf der Gasse.
Jdg 19:21 Und fhrte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter, und sie wuschen ihre Fe und aen und tranken.
Jdg 19:22 Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der Stadt, bse Buben, und umgaben das Haus und pochten an die Tr und sprachen zu dem alten Mann, dem Hauswirt: Bringe den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, dass wir ihn erkennen.
Jdg 19:23 Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen heraus und sprach zu ihnen: Nicht, meine Brder, tut nicht so bel; nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, tut nicht eine solche Torheit!
Jdg 19:24 Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein Kebsweib; die will ich herausbringen. Die mgt ihr zu Schanden machen, und tut mit ihr, was euch gefllt; aber an diesen Mann tut nicht solche Torheit.
Jdg 19:25 Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fasste der Mann sein Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie und trieben ihren Mutwillen an ihr die ganze Nacht bis an den Morgen; und da die Morgenrte anbrach, lieen sie sie gehen.
Jdg 19:26 Da kam das Weib hart vor morgens und fiel nieder vor der Tr am Hause des Mannes, darin ihr Herr war, und lag da, bis es licht ward.
Jdg 19:27 Da nun ihr Herr des Morgens aufstand und die Tr auftat am Hause und herausging, dass er seines Weges zge, siehe, da lag sein Kebsweib vor der Tr des Hauses und ihre Hnde auf der Schwelle.
Jdg 19:28 Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, lass uns ziehen! Aber sie antwortete nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort.
Jdg 19:29 Als er nun heimkam, nahm er ein Messer und fasste sein Kebsweib und zerstckte sie mit Gebein und mit allem in zwlf Stcke und sandte sie in alle Grenzen Israels.
Jdg 19:30 Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit die Kinder Israel aus gyptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun bedenkt euch ber dem, gebt Rat und sagt an!
Jdg 20:1 Da zogen die Kinder Israel aus und versammelten sich zuhauf wie ein Mann, von Dan bis gen Beer-Seba und vom Lande Gilead zu dem HErrn gen Mizpa;
Jdg 20:2 und traten zuhauf die Obersten des ganzen Volks aller Stmme Israels in der Gemeinde Gottes, vierhundertausend Mann zu Fu, die das Schwert auszogen.
Jdg 20:3 Aber die Kinder Benjamin hrten, dass die Kinder Israel hinauf gen Mizpa gezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Sagt, wie ist das bel zugegangen?
Jdg 20:4 Da antwortete der Levit, des Weibes Mann, die erwrgt war, und sprach: Ich kam gen Gibea in Benjamin mit meinem Kebsweibe, ber Nacht dazubleiben.
Jdg 20:5 Da machten sich wider mich auf die Brger zu Gibea und umgaben mich im Hause des Nachts und gedachten, mich zu erwrgen; und haben mein Kebsweib geschndet, dass sie gestorben ist.
Jdg 20:6 Da fasste ich mein Kebsweib und zerstckte es und sandte es in alle Felder des Erbes Israels; denn sie haben einen Mutwillen und eine Torheit getan in Israel.
Jdg 20:7 Siehe, da seid ihr Kinder Israel alle; schafft euch Rat und tut hierzu!
Jdg 20:8 Da machte sich alles Volk auf wie ein Mann und sprach: Es soll niemand in seine Htte gehen noch in sein Haus kehren;
Jdg 20:9 sondern das wollen wir jetzt tun wider Gibea:
Jdg 20:10 lasst uns losen und nehmen zehn Mann von hundert, und hundert von tausend, und tausend von zehntausend aus allen Stmmen Israels, dass sie Speise nehmen fr das Volk, dass es komme und tue mit Gibea-Benjamin nach all seiner Torheit, die es in Israel getan hat.
Jdg 20:11 Also versammelten sich zu der Stadt alle Mnner Israels, wie ein Mann verbunden.
Jdg 20:12 Und die Stmme Israels sandten Mnner zu allen Geschlechtern Benjamins und lieen ihnen sagen: Was ist das fr eine Bosheit, die bei euch geschehen ist?
Jdg 20:13 So gebt nun her die Mnner, die bsen Buben zu Gibea, dass wir sie tten und das bel aus Israel tun! Aber die Kinder Benjamin wollten nicht gehorchen der Stimme ihrer Brder, der Kinder Israel;
Jdg 20:14 sondern versammelten sich aus den Stdten gen Gibea, auszuziehen in den Streit wider die Kinder Israel.
Jdg 20:15 Und wurden des Tages gezhlt der Kinder Benjamin aus den Stdten sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert auszogen, ohne die Brger zu Gibea, deren wurden siebenhundert gezhlt, auserlesene Mnner.
Jdg 20:16 Und unter allem diesem Volk waren siebenhundert Mann auserlesen, die links waren und konnten mit der Schleuder ein Haar treffen, dass sie nicht fehlten.
Jdg 20:17 Aber derer von Israel (ohne die von Benjamin) wurden gezhlt vierhunderttausend Mann, die das Schwert fhrten, und alle streitbare Mnner.
Jdg 20:18 Die machten sich auf und zogen hinauf gen Beth-el und fragten Gott und sprachen: Wer soll vor uns hinaufziehen, den Streit anzufangen mit den Kindern Benjamin? Der HErr sprach: Juda soll anfangen.
Jdg 20:19 Also machten sich die Kinder Israel des Morgens auf und lagerten sich vor Gibea.
Jdg 20:20 Und ein jeder Mann von Israel ging heraus, zu streiten mit Benjamin, und schickten sich, zu streiten wider Gibea.
Jdg 20:21 Da fielen die Kinder Benjamin heraus aus Gibea und schlugen des Tages unter Israel zweiundzwanzigtausend zu Boden.
Jdg 20:22 Aber das Volk der Mnner von Israel ermannte sich und stellte sich auf, noch weiter zu streiten am selben Ort, da sie sich des vorigen Tages gestellt hatten.
Jdg 20:23 Und die Kinder Israel zogen hinauf und weinten vor dem HErrn bis an den Abend und fragten den HErrn und sprachen: Sollen wir wieder nahen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsren Brdern? Der HErr sprach: Zieht hinauf zu ihnen!
Jdg 20:24 Und da die Kinder Israel sich machten an die Kinder Benjamin des andern Tages,
Jdg 20:25 fielen die Benjaminiter heraus aus Gibea ihnen entgegen desselben Tages und schlugen von den Kindern Israel noch achtzehntausend zu Boden, die alle das Schwert fhrten.
Jdg 20:26 Da zogen alle Kinder Israel hinauf und alles Volk und kamen gen Beth-El und weinten und blieben daselbst vor dem HErrn und fasteten den Tag bis zum Abend und opferten Brandopfer und Dankopfer vor dem HErrn.
Jdg 20:27 Und die Kinder Israel fragten den HErrn (es war aber daselbst die Lade des Bundes Gottes zu der Zeit,
Jdg 20:28 und Pinehas, der Sohn Eleasars, Aarons Sohns, stand vor ihm zu der Zeit) und sprachen: Sollen wir weiter ausziehen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsren Brdern, oder sollen wir ablassen? Der HErr sprach: Zieht hinauf; morgen will ich sie in eure Hnde geben.
Jdg 20:29 Und die Kinder Israel stellten einen Hinterhalt auf Gibea umher.
Jdg 20:30 Und zogen also die Kinder Israel hinauf des dritten Tages gegen die Kinder Benjamin und stellten sich wider Gibea wie zuvor zweimal.
Jdg 20:31 Da fuhren die Kinder Benjamin heraus, dem Volk entgegen, und wurden losgerissen von der Stadt und fingen an zu schlagen und zu verwunden etliche vom Volk, wie zuvor zweimal, im Felde auf zwei Straen, deren eine gen Beth-El, die andere gen Gibea geht, bei dreiig Mann in Israel.
Jdg 20:32 Da gedachten die Kinder Benjamin: Sie sind geschlagen vor uns wie vorhin. Aber die Kinder Israel sprachen: Lasst uns fliehen, dass wir sie von der Stadt reien auf die Straen!
Jdg 20:33 Da machten sich auf alle Mnner von Israel von ihrem Ort und stellten sich zu Baal-Thamar. Und der Hinterhalt Israels brach hervor an seinem Ort, von der Hhle Geba,
Jdg 20:34 und kamen gen Gibea zehntausend Mann, auserlesen aus ganz Israel, dass der Streit hart ward; sie aber wussten nicht, dass sie das Unglck treffen wrde.
Jdg 20:35 Also schlug der HErr den Benjamin vor den Kindern Israel, dass die Kinder Israel auf den Tag verderbten fnfundzwanzigtausend und hundert Mann in Benjamin, die alle das Schwert fhrten.
Jdg 20:36 Denn da die Kinder Benjamin sahen, dass sie geschlagen waren, gaben ihnen die Mnner Israels Raum; denn sie verlieen sich auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea aufgestellt hatten.
Jdg 20:37 Und der Hinterhalt eilte auch und brach hervor auf Gibea zu und zog hinan und schlug die ganze Stadt mit der Schrfe des Schwerts.
Jdg 20:38 Sie hatten aber abgeredet miteinander, die Mnner von Israel und der Hinterhalt, mit dem Schwert ber sie zu fallen, wenn der Rauch aus der Stadt sich erhbe.
Jdg 20:39 Da nun die Mnner von Israel sich wandten im Streit und Benjamin anfing zu schlagen und verwundeten in Israel bei dreiig Mann und gedachten: Sie sind vor uns geschlagen wie im vorigen Streit,
Jdg 20:40 da fing an sich zu erheben von der Stadt ein Rauch stracks ber sich. Und Benjamin wandte sich hinter sich, und siehe, da ging die Stadt ganz auf gen Himmel.
Jdg 20:41 Und die Mnner von Israel wandten sich auch um. Da erschraken die Mnner Benjamins; denn sie sahen, dass sie das Unglck treffen wollte.
Jdg 20:42 Und wandten sich von den Mnnern Israels auf den Weg zur Wste; aber der Streit folgte ihnen nach, und die von den Stdten hineingekommen waren, die verderbten sie drinnen.
Jdg 20:43 Und sie umringten Benjamin und jagten ihn bis gen Menuha und zertraten sie bis vor Gibea gegen der Sonne Aufgang.
Jdg 20:44 Und es fielen von Benjamin achtzehntausend Mann, die alle streitbare Mnner waren.
Jdg 20:45 Da wandten sie sich und flohen zu der Wste, an den Fels Rimmon; aber auf derselben Strae schlugen sie fnftausend Mann und folgten ihnen hintennach bis gen Gideom und schlugen ihrer zweitausend.
Jdg 20:46 Und also fielen des Tages von Benjamin fnfundzwanzigtausend Mann, die das Schwert fhrten und alle streitbare Mnner waren.
Jdg 20:47 Nur sechshundert Mann wandten sich und flohen zur Wste, zum Fels Rimmon, und blieben im Fels Rimmon, vier Monate.
Jdg 20:48 Und die Mnner Israels kamen wieder zu den Kindern Benjamin und schlugen mit der Schrfe des Schwerts die in der Stadt, Leute und Vieh und alles, was man fand; und alle Stdte, die man fand, verbrannte man mit Feuer.
Jdg 21:1 Aber die Mnner Israels hatten zu Mizpa geschworen und gesagt: Niemand soll seine Tochter den Benjaminitern zum Weib geben.
Jdg 21:2 Und das Volk kam gen Beth-El und blieb da bis zum Abend vor Gott, und sie hoben auf ihre Stimme und weinten sehr
Jdg 21:3 und sprachen: O HErr, Gott von Israel, warum ist das geschehen in Israel, dass heute Israel um einen Stamm kleiner geworden ist?
Jdg 21:4 Des andern Morgens machte sich das Volk frh auf und baute da einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer.
Jdg 21:5 Und die Kinder Israel sprachen: Wer ist irgend von den Stmmen Israels, der nicht mit der Gemeinde ist heraufgekommen zum HErrn? Denn es war ein groer Eid geschehen, dass, wer nicht hinaufkme zum HErrn gen Mizpa, der sollte des Todes sterben.
Jdg 21:6 Und es reute die Kinder Israel ber Benjamin, ihre Brder, und sie sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel abgebrochen.
Jdg 21:7 Wie wollen wir ihnen tun, dass die briggebliebenen Weiber kriegen? Denn wir haben geschworen bei dem HErrn, dass wir ihnen von unsren Tchtern nicht Weiber geben.
Jdg 21:8 Und sprachen: Wer ist irgend von den Stmmen Israels, die nicht hinaufgekommen sind zum HErrn gen Mizpa? Und siehe, da war im Lager der Gemeinde niemand gewesen von Jabes in Gilead.
Jdg 21:9 Denn sie zhlten das Volk, und siehe, da war kein Brger da von Jabes in Gilead.
Jdg 21:10 Da sandte die Gemeinde zwlftausend Mann dahin von streitbaren Mnnern und geboten ihnen und sprachen: Geht hin und schlagt mit der Schrfe des Schwerts die Brger zu Jabes in Gilead mit Weib und Kind.
Jdg 21:11 Doch also sollt ihr tun: alles, was mnnlich ist, und alle Weiber, die beim Mann gelegen haben, verbannt.
Jdg 21:12 Und sie fanden bei den Brgern zu Jabes in Gilead vierhundert Dirnen, die Jungfrauen waren und bei keinem Mann gelegen hatten; die brachten sie ins Lager gen Silo, das da liegt im Lande Kanaan.
Jdg 21:13 Da sandte die ganze Gemeinde hin und lie reden mit den Kindern Benjamin, die im Fels Rimmon waren, und sagten ihnen Frieden zu.
Jdg 21:14 Also kamen die Kinder Benjamin wieder zu der Zeit. Und sie gaben ihnen die Weiber, die sie hatten erhalten von den Weibern zu Jabes in Gilead; aber es waren ihrer nicht genug fr sie.
Jdg 21:15 Da reute es das Volk ber Benjamin, dass der HErr einen Riss gemacht hatte in den Stmmen Israels.
Jdg 21:16 Und die ltesten der Gemeinde sprachen: Was wollen wir tun, dass die briggebliebenen Weiber kriegen? Denn die Weiber in Benjamin sind vertilgt.
Jdg 21:17 Und sie sprachen: Die brigen von Benjamin mssen ja ihr Erbe behalten, dass nicht ein Stamm ausgetilgt werde von Israel.
Jdg 21:18 Und wir knnen ihnen unsre Tchter nicht zu Weibern geben; denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, wer den Benjaminitern ein Weib gibt!
Jdg 21:19 Und sie sprachen: Siehe, es ist ein Jahrfest des HErrn zu Silo, das mitternachtwrts liegt von Beth-El, gegen der Sonne Aufgang von der Strae, da man hinaufgeht von Beth-El gen Sichem, und mittagswrts liegt von Lebona.
Jdg 21:20 Und sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Gehet hin und lauert in den Weinbergen.
Jdg 21:21 Wenn ihr dann seht, dass die Tchter Silos heraus mit Reigen zum Tanz gehen, so fahret hervor aus den Weinbergen und nehme ein jeglicher sich ein Weib von den Tchtern Silos und gehet hin ins Land Benjamin.
Jdg 21:22 Wenn aber ihre Vter oder Brder kommen, mit uns zu rechten, wollen wir zu ihnen sagen: Gnnt sie uns; denn wir hatten nicht fr jeden ein Weib genommen im Streit. Auch habt nicht ihr sie ihnen gegeben; sonst wret ihr jetzt schuldig.
Jdg 21:23 Die Kinder Benjamin taten also und nahmen Weiber nach ihrer Zahl von den Reigen, die sie raubten, und zogen hin und wohnten in ihrem Erbteil und bauten die Stdte und wohnten darin.
Jdg 21:24 Auch die Kinder Israel machten sich von dannen zu der Zeit, ein jeglicher zu seinem Stamm und zu seinem Geschlecht, und zogen von da aus, ein jeglicher zu seinem Erbteil.
Jdg 21:25 Zu der Zeit war kein Knig in Israel; ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte.
Rut 1:1 Zu der Zeit, da die Richter regierten, ward eine Teuerung im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog wallen in der Moabiter Land mit seinem Weibe und seinen zwei Shnen.
Rut 1:2 Der hie Elimelech und sein Weib Naemi und seine zwei Shne Mahlon und Chiljon; die waren Ephrather von Bethlehem-Juda. Und da sie kamen ins Land der Moabiter, blieben sie daselbst.
Rut 1:3 Und Elimelech, der Naemi Mann, starb, und sie blieb brig mit ihren zwei Shnen.
Rut 1:4 Die nahmen moabitische Weiber; eine hie Orpa, die andere Ruth. Und da sie daselbst gewohnt hatten ungefhr zehn Jahre,
Rut 1:5 starben sie alle beide, Mahlon und Chiljon, dass das Weib berlebte beide Shne und ihren Mann.
Rut 1:6 Da machte sie sich auf mit ihren zwei Schwiegertchtern und zog wieder aus der Moabiter Lande; denn sie hatte erfahren im Moabiterlande, dass der HErr sein Volk hatte heimgesucht und ihnen Brot gegeben.
Rut 1:7 Und sie ging aus von dem Ort, da sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertchter mit ihr. Und da sie ging auf dem Wege, dass sie wiederkme ins Land Juda,
Rut 1:8 sprach sie zu ihren beiden Schwiegertchtern: Geht hin und kehrt um, eine jegliche zu ihrer Mutter Haus. Der HErr tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und mir getan habt!
Rut 1:9 Der HErr gebe euch, dass ihr Ruhe findet, eine jegliche in ihres Mannes Hause! Und ksste sie. Da hoben sie ihre Stimmen auf und weinten
Rut 1:10 und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen.
Rut 1:11 Aber Naemi sprach: Kehrt um, meine Tchter! warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich frder Kinder in meinem Leibe haben, die eure Mnner sein knnten?
Rut 1:12 Kehrt um, meine Tchter, und geht hin! denn ich bin nun zu alt, dass ich einen Mann nehme. Und wenn ich sprche: Es ist zu hoffen, dass ich diese Nacht einen Mann nehme und Kinder gebre,
Rut 1:13 wie knntet ihr doch harren, bis sie gro wrden? wie wolltet ihr verziehen, dass ihr nicht Mnner solltet nehmen? Nicht, meine Tchter! denn mich jammert euer sehr; denn des HErrn Hand ist ber mich ausgegangen.
Rut 1:14 Da hoben sie ihre Stimme auf und weinten noch mehr. Und Opra ksste ihre Schwiegermutter; Ruth aber blieb bei ihr.
Rut 1:15 Sie aber sprach: Siehe, deine Schwgerin ist umgewandt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre auch du um, deiner Schwgerin nach.
Rut 1:16 Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Rut 1:17 Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HErr tue mir dies und das, der Tod muss mich und dich scheiden.
Rut 1:18 Als sie nun sah, dass sie fest im Sinn war, mit ihr zu gehen, lie sie ab, mit ihr davon zu reden.
Rut 1:19 Also gingen die beiden miteinander, bis sie gen Bethlehem kamen. Und da sie nach Bethlehem hineinkamen, regte sich die ganze Stadt ber ihnen und sprach: Ist das die Naemi?
Rut 1:20 Sie aber sprach: Heit mich nicht Naemi, sondern Mara; denn der Allmchtige hat mich sehr betrbt.
Rut 1:21 Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HErr wieder heimgebracht. Warum heit ihr mich denn Naemi, so mich doch der HErr gedemtigt und der Allmchtige betrbt hat?
Rut 1:22 Es war aber um die Zeit, dass die Gerstenernte anging, da Naemi mit ihrer Schwiegertochter Ruth, der Moabitin, wiederkam vom Moabiterlande gen Bethlehem.
Rut 2:1 Es war auch ein Mann, ein Verwandter des Mannes der Naemi, von dem Geschlecht Elimelechs, mit Namen Boas; der war ein wohlhabender Mann.
Rut 2:2 Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Naemi: Lass mich aufs Feld gehen und hren auflesen dem nach, vor dem ich Gnade finde. Sie aber sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.
Rut 2:3 Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und es begab sich eben, dass dasselbe Feld war des Boas, der von dem Geschlecht Elimelechs war.
Rut 2:4 Und siehe, Boas kam eben von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Der HErr mit euch! Sie antworteten: Der HErr segne dich!
Rut 2:5 Und Boas sprach zu seinem Knechte, der ber die Schnitter gestellt war: Wes ist die Dirne?
Rut 2:6 Der Knecht, der ber die Schnitter gestellt war, antwortete und sprach: Es ist die Dirne, die Moabitin, die mit Naemi wiedergekommen ist von der Moabiter Lande.
Rut 2:7 Denn sie sprach: Lasst mich doch auflesen und sammeln unter den Garben, den Schnittern nach; und ist also gekommen und dagestanden vom Morgen an bis her und bleibt wenig daheim.
Rut 2:8 Da sprach Boas zu Ruth: Hrst du es, meine Tochter? Du sollst nicht gehen auf einen andern Acker, aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich zu meinen Dirnen.
Rut 2:9 Und siehe, wo sie schneiden im Felde, da gehe ihnen nach. Ich habe meinen Knechten geboten, dass dich niemand antaste. Und so dich drstet, so gehe hin zu dem Gef und trinke von dem, was meine Knechte schpfen.
Rut 2:10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich nieder zur Erde und sprach zu ihm: Womit habe ich die Gnade gefunden vor deinen Augen, dass du mich ansiehst, die ich doch fremd bin?
Rut 2:11 Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir angesagt alles, was du hast getan an deiner Schwiegermutter nach deines Mannes Tod: dass du verlassen hast deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland und bist zu meinem Volk gezogen, das du zuvor nicht kanntest.
Rut 2:12 Der HErr vergelte dir deine Tat, und dein Lohn msse vollkommen sein bei dem HErrn, dem Gott Israels, zu welchem du gekommen bist, dass du unter seinen Flgeln Zuversicht httest.
Rut 2:13 Sie sprach: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden, mein Herr; denn du hast mich getrstet und deine Magd freundlich angesprochen, so ich doch nicht bin wie deiner Mgde eine.
Rut 2:14 Boas sprach zu ihr, da Essenszeit war: Mache dich hier herzu und iss vom Brot und tauche deinen Bissen in den Essig. Und sie setzte sich zur Seite der Schnitter. Er aber legte ihr gerstete Krner vor, und sie a und ward satt und lie brig.
Rut 2:15 Und da sie sich aufmachte, zu lesen, gebot Boas seinen Knechten und sprach: Lasst sie auch zwischen den Garben lesen und beschmt sie nicht;
Rut 2:16 Auch von den Haufen lasst brigbleiben und lasst liegen, dass sie es auflese, und niemand schelte sie darum.
Rut 2:17 Also las sie auf dem Felde bis zum Abend und schlug's aus, was sie aufgelesen hatte; und es war bei einem Epha Gerste.
Rut 2:18 Und sie hob's auf und kam in die Stadt; und ihre Schwiegermutter sah es, was sie gelesen hatte. Da zog sie hervor und gab ihr, was briggeblieben war, davon sie satt war geworden.
Rut 2:19 Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute gelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich angesehen hat! Sie aber sagte es ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet htte, und sprach: Der Mann, bei dem ich heute gearbeitet habe, heit Boas.
Rut 2:20 Naemi aber sprach zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er dem HErrn! denn er hat seine Barmherzigkeit nicht gelassen an den Lebendigen und an den Toten. Und Naemi sprach zu ihr: Der Mann gehrt zu uns und ist unser Erbe.
Rut 2:21 Ruth, die Moabitin, sprach: Er sprach auch das zu mir: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie mir alles eingeerntet haben.
Rut 2:22 Naemi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, dass du mit seinen Dirnen ausgehst, auf dass nicht jemand dir dreinrede auf einem andern Acker.
Rut 2:23 Also hielt sie sich zu den Dirnen des Boas, dass sie las, bis dass die Gerstenernte und Weizenernte aus war; und kam wieder zu ihrer Schwiegermutter.
Rut 3:1 Und Naemi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, ich will dir Ruhe schaffen, dass dir's wohl gehe.
Rut 3:2 Nun, der Boas, unser Verwandter, bei des Dirnen du gewesen bist, worfelt diese Nacht Gerste auf seiner Tenne.
Rut 3:3 So bade dich und salbe dich und lege dein Kleid an und gehe hinab auf die Tenne; gib dich dem Manne nicht zu erkennen, bis er ganz gegessen und getrunken hat.
Rut 3:4 Wenn er sich dann legt, so merke den Ort, da er sich hin legt, und komm und decke auf zu seinen Fen und lege dich, so wird er dir wohl sagen, was du tun sollst.
Rut 3:5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, will ich tun.
Rut 3:6 Sie ging hinab zur Tenne und tat alles, wie ihre Schwiegermutter geboten hatte.
Rut 3:7 Und da Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge, und er kam und legte sich hinter einen Kornhaufen; und sie kam leise und deckte auf zu seinen Fen und legte sich.
Rut 3:8 Da es nun Mitternacht ward, erschrak der Mann und beugte sich vor; und siehe, ein Weib lag zu seinen Fen.
Rut 3:9 Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd. Breite deine Decke ber deine Magd; denn du bist der Erbe.
Rut 3:10 Er aber sprach: Gesegnet seist du dem HErrn, meine Tochter! Du hast deine Liebe hernach besser gezeigt den zuvor, dass du bist nicht den Jnglingen nachgegangen, weder reich noch arm.
Rut 3:11 Nun, meine Tochter, frchte dich nicht. Alles was du sagst, will ich dir tun; denn die ganze Stadt meines Volkes wei, dass du ein tugendsam Weib bist.
Rut 3:12 Nun, es ist wahr, dass ich der Erbe bin; aber es ist einer nher denn ich.
Rut 3:13 Bleibe ber Nacht. Morgen, so er dich nimmt, wohl; gelstet's ihn aber nicht, dich zu nehmen, so will ich dich nehmen, so wahr der HErr lebt. Schlaf bis zum Morgen.
Rut 3:14 Und sie schlief bis zum Morgen zu seinen Fen. Und sie stand auf, ehe denn einer den andern erkennen konnte; und er gedachte, dass nur niemand innewerde, dass das Weib in die Tenne gekommen sei.
Rut 3:15 Und sprach: Lange her den Mantel, den du anhast, und halt ihn. Und sie hielt ihn. Und er ma sechs Ma Gerste und legte es auf sie. Und er kam in die Stadt.
Rut 3:16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter; die sprach: Wie steht's mit dir, meine Tochter? Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann getan hatte,
Rut 3:17 und sprach: Diese sechs Ma Gerste gab er mir; denn er sprach: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.
Rut 3:18 Sie aber sprach: Sei still, meine Tochter, bis du erfhrst, wo es hinaus will; denn der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heute zu Ende.
Rut 4:1 Boas ging hinauf ins Tor und setzte sich daselbst. Und siehe, da der Erbe vorberging, von welchem er geredet hatte, sprach Boas: Komm und setze dich hierher! Und er kam und setzte sich.
Rut 4:2 Und er nahm zehn Mnner von den ltesten der Stadt und sprach: Setzt euch her! Und sie setzten sich.
Rut 4:3 Da sprach er zu dem Erben: Naemi, die vom Lande der Moabiter wiedergekommen ist, bietet feil das Stck Feld, das unsres Bruders war, Elimelechs.
Rut 4:4 Darum gedachte ich's vor deine Ohren zu bringen und zu sagen: Willst du es beerben, so kaufe es vor den Brgern und vor den ltesten meines Volkes; willst du es aber nicht beerben, so sage mir's, dass ich's wisse. Denn es ist kein Erbe auer dir und ich nach dir. Er sprach: Ich will's beerben.
Rut 4:5 Boas sprach: Welches Tages du das Feld kaufst von der Hand Naemis, so musst du auch Ruth, die Moabitin, des Verstorbenen Weib, nehmen, dass du dem Verstorbenen einen Namen erweckst auf seinem Erbteil.
Rut 4:6 Da sprach er: Ich vermag es nicht zu beerben, dass ich nicht vielleicht mein Erbteil verderbe. Beerbe du, was ich beerben soll; denn ich vermag es nicht zu beerben.
Rut 4:7 Und es war von alters her eine solche Gewohnheit in Israel: wenn einer ein Gut nicht beerben noch erkaufen wollte, auf dass eine Sache besttigt wrde, so zog er seinen Schuh aus und gab ihn dem andern; das war das Zeugnis in Israel.
Rut 4:8 Und der Erbe sprach zu Boas: Kaufe du es! und zog seinen Schuh aus.
Rut 4:9 Und Boas sprach zu den ltesten und zu allem Volk: Ihr seid heute Zeugen, dass ich alles gekauft habe, was dem Elimelech, und alles, was Chiljon und Mahlon gehrt hat, von der Hand Naemis;
Rut 4:10 dazu auch Ruth, die Moabitin, Mahlons Weib, habe ich mir erworben zum Weibe, dass ich dem Verstorbenen einen Namen erwecke auf sein Erbteil und sein Name nicht ausgerottet werde unter seinen Brdern und aus dem Tor seines Orts; Zeugen seid ihr des heute.
Rut 4:11 Und alles Volk, das im Tor war, samt den ltesten sprachen: Wir sind Zeugen. Der HErr mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und Leah, die beide das Haus Israels gebaut haben; und wachse sehr in Ephratha und werde gepriesen zu Bethlehem.
Rut 4:12 Und dein Haus werde wie das Haus des Perez, den Thamar dem Juda gebar, von dem Samen, den dir der HErr geben wird von dieser Dirne.
Rut 4:13 Also nahm Boas die Ruth, dass sie sein Weib ward. Und da er zu ihr einging, gab ihr der HErr, dass sie schwanger ward und gebar einen Sohn.
Rut 4:14 Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobt sei der HErr, der dir nicht hat lassen abgehen einen Erben zu dieser Zeit, dass sein Name in Israel bliebe.
Rut 4:15 Der wir dich erquicken und dein Alter versorgen. Denn deine Schwiegertochter, die dich geliebt hat, hat ihn geboren, welche dir besser ist als sieben Shne.
Rut 4:16 Und Naemi nahm das Kind und legte es auf ihren Scho und ward seine Wrterin.
Rut 4:17 Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen und sprachen: Naemi ist ein Kind geboren; und hieen ihn Obed. Der ist der Vater Isais, welcher ist Davids Vater.
Rut 4:18 Dies ist das Geschlecht des Perez: Perez zeugte Hezron;
Rut 4:19 Hezron zeugte Ram; Ram zeugte Amminadab;
Rut 4:20 Amminadab zeugte Nahesson; Nahesson zeugte Salma;
Rut 4:21 Salma zeugte Boas; Boas zeugte Obed;
Rut 4:22 Obed zeugte Isai; Isai zeugte David.
1Sa 1:1 Es war ein Mann von Ramathaim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, der hie Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Thohus, des Sohnes Zuphs, ein Ephraimiter.
1Sa 1:2 Und er hatte zwei Weiber; eine hie Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder.
1Sa 1:3 Und derselbe Mann ging jhrlich hinauf von seiner Stadt, dass er anbetete und opferte dem HErrn Zebaoth zu Silo. Daselbst waren aber Priester des HErrn Hophni und Pinehas, die zwei Shne Elis.
1Sa 1:4 Und des Tages, da Elkana opferte, gab er seinem Weib Peninna und allen ihren Shnen und Tchtern Stcke.
1Sa 1:5 Aber Hanna gab er ein Stck traurig; denn er hatte Hanna lieb, aber der HErr hatte ihren Leib verschlossen.
1Sa 1:6 Und ihre Widersacherin betrbte und reizte sie sehr, darum dass der HErr ihren Leib verschlossen hatte.
1Sa 1:7 Also ging's alle Jahre; wenn sie hinaufzog zu des HErrn Hause, betrbte jene sie also; so weinte sie dann und a nichts.
1Sa 1:8 Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du, und warum issest du nichts, und warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht besser denn zehn Shne?
1Sa 1:9 Da stand Hanna auf, nachdem sie gegessen hatten zu Silo und getrunken. (Eli aber, der Priester, sa auf einem Stuhl an der Pfoste des Tempels des HErrn.)
1Sa 1:10 Und sie war von Herzen betrbt und betete zum HErrn und weinte sehr
1Sa 1:11 und gelobte ein Gelbde und sprach: HErr Zebaoth, wirst du deiner Magd Elend ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HErrn geben sein Leben lang und soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen.
1Sa 1:12 Und da sie lange betete vor dem HErrn, hatte Eli acht auf ihren Mund.
1Sa 1:13 Denn Hanna redete in ihrem Herzen; allein ihre Lippen regten sich, und ihre Stimme hrte man nicht. Da meinte Eli, sie wre trunken,
1Sa 1:14 und sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken sein? Lass den Wein von dir kommen, den du bei dir hast!
1Sa 1:15 Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein betrbtes Weib. Wein und starkes Getrnk habe ich nicht getrunken, sondern habe mein Herz vor dem HErrn ausgeschttet.
1Sa 1:16 Du wolltest deine Magd nicht achten wie ein loses Weib; denn ich habe aus meinem groen Kummer und Traurigkeit geredet bisher.
1Sa 1:17 Eli antwortete und sprach: Gehe hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir geben deine Bitte, die du von ihm gebeten hast.
1Sa 1:18 Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Also ging das Weib hin ihres Weges und a und sah nicht mehr so traurig.
1Sa 1:19 Und des Morgens frh machten sie sich auf; und da sie angebetet hatten vor dem HErrn, kehrten sie wieder um und kamen heim gen Rama. Und Elkana erkannte sein Weib Hanna, und der HErr gedachte an sie.
1Sa 1:20 Und da die Tage um waren, ward Hanna schwanger und gebar einen Sohn und hie ihn Samuel: denn ich habe ihn von dem HErrn erbeten.
1Sa 1:21 Und da der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, dass er dem HErrn opferte das jhrliche Opfer und sein Gelbde,
1Sa 1:22 zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Bis der Knabe entwhnt werde, so will ich ihn bringen, dass er vor dem HErrn erscheine und bleibe daselbst ewiglich.
1Sa 1:23 Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: So tue, wie dir's gefllt: bleib, bis du ihn entwhnst; der HErr besttige aber was er geredet hat. Also blieb das Weib und sugte ihren Sohn, bis dass sie ihn entwhnte,
1Sa 1:24 und brachte ihn mit sich hinauf, nachdem sie ihn entwhnt hatte, mit drei Farren, mit einem Epha Mehl und einem Krug Wein; und brachte ihn in das Haus des HErrn zu Silo. Der Knabe war aber noch jung.
1Sa 1:25 Und sie schlachteten einen Farren und brachten den Knaben zu Eli.
1Sa 1:26 Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand, zu dem HErrn zu beten.
1Sa 1:27 Um diesen Knaben bat ich. Nun hat der HErr meine Bitte gegeben, die ich von ihm bat.
1Sa 1:28 Darum gebe ich ihm dem HErrn wieder sein Leben lang, weil er vom HErrn erbeten ist. Und sie beteten daselbst den HErrn an.
1Sa 2:1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist frhlich in dem HErrn; mein Horn ist erhht in dem HErrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan ber meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils.
1Sa 2:2 Es ist niemand heilig wie der HErr, auer dir ist keiner; und ist kein Hort, wie unser Gott ist.
1Sa 2:3 Lasst euer groes Rhmen und Trotzen, noch gehe freches Reden aus eurem Munde; denn der HErr ist ein Gott, der es merkt, und lsst solch Vornehmen nicht gelingen.
1Sa 2:4 Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgrtet mit Strke.
1Sa 2:5 Die da satt waren, sind ums Brot Knechte geworden, und die Hunger litten, hungert nicht mehr; ja die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, hat abgenommen.
1Sa 2:6 Der HErr ttet und macht lebendig, fhrt in die Hlle und wieder heraus.
1Sa 2:7 Der HErr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhht.
1Sa 2:8 Er hebt auf den Drftigen aus dem Staub und erhht den Armen aus dem Kot, dass er ihn setze unter die Frsten und den Stuhl der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HErrn, und er hat den Erdboden darauf gesetzt.
1Sa 2:9 Er wird behten die Fe seiner Heiligen, aber die Gottlosen mssen zunichte werden in Finsternis; denn viel Vermgen hilft doch niemand.
1Sa 2:10 Die mit dem HErrn hadern, mssen zugrunde gehen; ber ihnen wird er donnern im Himmel. Der HErr wird richten der Welt Enden und wird Macht geben seinem Knig und erhhen das Horn seines Gesalbten.
1Sa 2:11 Elkana aber ging hin gen Rama in sein Haus; und der Knabe war des HErrn Diener vor dem Priester Eli.
1Sa 2:12 Aber die Shne Elis waren bse Buben; die fragten nicht nach dem HErrn
1Sa 2:13 noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Diener, wenn das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zacken in seiner Hand
1Sa 2:14 und stie in den Tiegel oder Kessel oder Pfanne oder Topf; was er mit der Gabel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie dem ganzen Israel, die dahinkamen zu Silo.
1Sa 2:15 Desgleichen, ehe denn sie das Fett anzndeten, kam des Priesters Diener und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes.
1Sa 2:16 Wenn dann jemand zu ihm sagte: Lass erst das Fett anznden und nimm darnach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du sollst mir's jetzt geben; wo nicht so will ich's mit Gewalt nehmen.
1Sa 2:17 Darum war die Snde der jungen Mnner sehr gro vor dem HErrn; denn die Leute lsterten das Opfer des HErrn.
1Sa 2:18 Samuel aber war ein Diener vor dem HErrn; und der Knabe war umgrtet mit einem Leibrock.
1Sa 2:19 Dazu machte ihm seine Mutter ein kleines Oberkleid und brachte es ihm hinauf zu seiner Zeit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, zu opfern das jhrliche Opfer.
1Sa 2:20 Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Der HErr gebe dir Samen von diesem Weibe um der Bitte willen, die sie vom HErrn gebeten hat. Und sie gingen an ihren Ort.
1Sa 2:21 Und der HErr suchte Hanna heim, dass sie schwanger ward und gebar drei Shne und zwei Tchter. Aber Samuel, der Knabe, nahm zu bei dem HErrn.
1Sa 2:22 Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine Shne taten dem ganzen Israel, und dass sie schliefen bei den Weibern, die da dienten vor der Tr der Htte des Stifts.
1Sa 2:23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr solches? Denn ich hre euer bses Wesen von diesem ganzen Volk.
1Sa 2:24 Nicht, meine Kinder, das ist nicht ein gutes Gercht, das ich hre. Ihr macht des HErrn Volk bertreten.
1Sa 2:25 Wenn jemand wider einen Menschen sndigt, so kann's der Richter schlichten. Wenn aber jemand wider den HErrn sndigt, wer kann fr ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht; denn der HErr war willens, sie zu tten.
1Sa 2:26 Aber der Knabe Samuel nahm immermehr zu und war angenehm bei dem HErrn und bei den Menschen.
1Sa 2:27 Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der HErr: Ich habe mich offenbart deines Vaters Hause, da sie noch in gypten waren, in Pharaos Hause,
1Sa 2:28 und habe ihn daselbst mir erwhlt vor allen Stmmen Israels zum Priestertum, dass er opfern sollte auf meinem Altar und Ruchwerk anznden und den Leibrock vor mir tragen, und habe deines Vaters Hause gegeben alle Feuer der Kinder Israel.
1Sa 2:29 Warum tretet ihr denn mit Fen meine Schlachtopfer und Speisopfer, die ich geboten habe in der Wohnung? Und du ehrst deine Shne mehr denn mich, dass ihr euch mstet von dem Besten aller Speisopfer meines Volkes Israel.
1Sa 2:30 Darum spricht der HErr, der Gott Israels: Ich habe geredet, dein Haus und deines Vaters Haus sollten wandeln vor mir ewiglich. Aber nun spricht der HErr: Es sei fern von mir! sondern wer mich ehrt, den will ich auch ehren; wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden.
1Sa 2:31 Siehe, es wird die Zeit kommen, dass ich will entzweibrechen deinen Arm und den Arm deines Vaterhauses, dass kein Alter sei in deinem Hause,
1Sa 2:32 und dass du sehen wirst deinen Widersacher in der Wohnung bei allerlei Gutem, das Israel geschehen wird, und wird kein Alter sein in deines Vaters Hause ewiglich.
1Sa 2:33 Doch will ich dir nicht einen jeglichen von meinem Altar ausrotten, auf dass deine Augen verschmachten und deine Seele sich grme; und alle Menge deines Hauses sollen sterben, wenn sie Mnner geworden sind.
1Sa 2:34 Und das soll dir ein Zeichen sein, das ber deine zwei Shne, Hophni und Pinehas, kommen wird: auf einen Tag werden sie beide sterben.
1Sa 2:35 Ich will aber einen treuen Priester erwecken, der soll tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefllt; dem will ich ein bestndiges Haus bauen, dass er vor meinem Gesalbten wandle immerdar.
1Sa 2:36 Und wer brig ist von deinem Hause, der wird kommen und vor jenem niederfallen um einen silbernen Pfennig und ein Stck Brot und wird sagen: Lass mich doch zu einem Priesterteil, dass ich einen Bissen Brot esse.
1Sa 3:1 Und da Samuel, der Knabe, dem HErrn diente unter Eli, war des HErrn Wort teuer zu derselben Zeit, und war wenig Weissagung.
1Sa 3:2 Und es begab sich, zur selben Zeit lag Eli an seinem Ort, und seine Augen fingen an, dunkel zu werden, dass er nicht sehen konnte.
1Sa 3:3 Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des HErrn, da die Lade Gottes war, und die Lampe Gottes war noch nicht verloschen.
1Sa 3:4 Und der HErr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin ich!
1Sa 3:5 und lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen.
1Sa 3:6 Der HErr rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen.
1Sa 3:7 Aber Samuel kannte den HErrn noch nicht, und des HErrn Wort war ihm noch nicht offenbart.
1Sa 3:8 Und der HErr rief Samuel wieder, zum drittenmal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HErr den Knaben rief,
1Sa 3:9 und sprach zu ihm: Gehe wieder hin und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Rede, HErr, denn dein Knecht hrt. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.
1Sa 3:10 Da kam der HErr und trat dahin und rief wie vormals: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hrt.
1Sa 3:11 Und der HErr sprach zu Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, dass, wer das hren wird, dem werden seine beiden Ohren gellen.
1Sa 3:12 An dem Tage will ich erwecken ber Eli, was ich wider sein Haus geredet habe; ich will's anfangen und vollenden.
1Sa 3:13 Denn ich habe es ihm angesagt, dass ich Richter sein will ber sein Haus ewiglich um der Missetat willen, dass er wusste, wie seine Kinder sich schndlich hielten, und hat ihnen nicht gewehrt.
1Sa 3:14 Darum habe ich dem Hause Eli geschworen, dass die Missetat des Hauses Eli solle nicht vershnt werden weder mit Schlachtopfer noch mit Speisopfer ewiglich.
1Sa 3:15 Und Samuel lag bis an den Morgen und tat die Tren auf am Hause des HErrn. Samuel aber frchtete sich, das Gesicht Eli anzusagen.
1Sa 3:16 Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hier bin ich!
1Sa 3:17 Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigst, das dir gesagt ist.
1Sa 3:18 Da sagte es Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HErr; er tue, was ihm wohl gefllt.
1Sa 3:19 Samuel aber nahm zu, und der HErr war mit ihm, und fiel keines unter allen seinen Worten auf die Erde.
1Sa 3:20 Und ganz Israel von Dan an bis gen Beer-Seba erkannte, dass Samuel ein treuer Prophet des HErrn war.
1Sa 3:21 Und der HErr erschien hinfort zu Silo; denn der HErr war durch Samuel offenbart worden zu Silo durchs Wort des HErrn. Und Samuel fing an zu predigen dem ganzen Israel.
1Sa 4:1 Israel aber zog aus, den Philistern entgegen, in den Streit, und lagerten sich bei Eben-Ezer. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek
1Sa 4:2 und stellten sich gegen Israel. Und der Streit teilte sich weit, und Israel ward vor den Philistern geschlagen; und sie schlugen in der Ordnung im Felde bei viertausend Mann.
1Sa 4:3 Und da das Volk ins Lager kam, sprachen die ltesten Israels: Warum hat uns der HErr heute schlagen lassen vor den Philistern? Lasst uns zu uns nehmen die Lade des Bundes des HErrn von Silo und lasst sie unter uns kommen, dass sie uns helfe von der Hand unsrer Feinde.
1Sa 4:4 Und das Volk sandte gen Silo und lie von da holen die Lade des Bundes des HErrn Zebaoth, der ber den Cherubim sitzt. Und es waren da die zwei Shne Elis mit der Lade des Bundes Gottes, Hophni und Pinehas.
1Sa 4:5 Und da die Lade des Bundes des HErrn ins Lager kam, jauchzte das ganze Israel mit groem Jauchzen, dass die Erde erschallte.
1Sa 4:6 Da aber die Philister hrten das Geschrei solches Jauchzens, sprachen sie: Was ist das Geschrei solches groen Jauchzens in der Hebrer Lager? Und da sie erfuhren, dass die Lade des HErrn ins Lager gekommen wre,
1Sa 4:7 frchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager gekommen; und sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist zuvor nicht also gestanden.
1Sa 4:8 Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mchtigen Gtter, die gypten schlugen mit allerlei Plage in der Wste.
1Sa 4:9 So seid nun getrost ihr Mnner, ihr Philister, dass ihr nicht dienen msst den Hebrern, wie sie euch gedient haben! Seid Mnner und streitet!
1Sa 4:10 Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und ein jeglicher floh in seine Htte; und es war eine sehr groe Schlacht, dass aus Israel fielen dreiigtausend Mann Fuvolk.
1Sa 4:11 Und die Lade Gottes ward genommen, und die zwei Shne Elis, Hophni und Pinehas, starben.
1Sa 4:12 Da lief einer von Benjamin aus dem Heer und kam gen Silo desselben Tages und hatte seine Kleider zerrissen und hatte Erde auf sein Haupt gestreut.
1Sa 4:13 Und siehe, als er hineinkam, sa Eli auf dem Stuhl, dass er den Weg she; denn sein Herz war zaghaft ber die Lade Gottes. Und da der Mann in die Stadt kam, sagte er's an, und die ganze Stadt schrie.
1Sa 4:14 Und da Eli das laute Schreien hrte, fragte er: Was ist das fr ein lautes Getmmel? Da kam der Mann eilend und sagte es Eli an.
1Sa 4:15 Eli aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren dunkel, dass er nicht sehen konnte.
1Sa 4:16 Der Mann aber sprach zu Eli: Ich komme und bin heute aus dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie geht es zu, mein Sohn?
1Sa 4:17 Da antwortete der Verkndiger und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und ist eine groe Schlacht im Volk geschehen, und deine zwei Shne, Hophni und Pinehas, sind gestorben; dazu die Lade Gottes ist genommen.
1Sa 4:18 Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zurck vom Stuhl am Tor und brach seinen Hals entzwei und starb; denn er war alt und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre.
1Sa 4:19 Seine Schwiegertochter aber, des Pinehas Weib, war schwanger und sollte gebren. Da sie das Gercht hrte, dass die Lade Gottes genommen und ihr Schwiegervater und ihr Mann tot war, krmmte sie sich und gebar; denn es kam sie ihre Wehe an.
1Sa 4:20 Und da sie jetzt starb, sprachen die Weiber, die neben ihr standen: Frchte dich nicht, du hast einen jungen Sohn. Aber sie antwortete nicht und nahm's auch nicht zu Herzen.
1Sa 4:21 Und sie hie den Knaben Ikabod und sprach: Die Herrlichkeit ist dahin von Israel! weil die Lade Gottes genommen war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.
1Sa 4:22 Und sprach abermals: Die Herrlichkeit ist dahin von Israel; denn die Lade Gottes ist genommen.
1Sa 5:1 Die Philister aber nahmen die Lade Gottes und brachten sie von Eben-Ezer gen Asdod
1Sa 5:2 in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon.
1Sa 5:3 Und da die von Asdod des andern Morgens frh aufstanden, fanden sie Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HErrn. Aber sie nahmen den Dagon und setzten ihn wieder an seinen Ort.
1Sa 5:4 Da sie aber des andern Morgens frh aufstanden, fanden sie Dagon abermals auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HErrn, aber sein Haupt und seine beiden Hnde waren abgehauen auf der Schwelle, dass der Rumpf allein dalag.
1Sa 5:5 Darum treten die Priester Dagons und alle, die in Dagons Haus gehen, nicht auf die Schwelle Dagons zu Asdod bis auf diesen Tag.
1Sa 5:6 Aber die Hand des HErrn war schwer ber die von Asdod und verderbte sie und schlug sie mit bsen Beulen, Asdod und sein Gebiet.
1Sa 5:7 Da aber die Leute zu Asdod sahen, dass es so zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist zu hart ber uns und unsrem Gott Dagon.
1Sa 5:8 Und sie sandten hin und versammelten alle Frsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Da antworteten sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nach Gath tragen. Und sie trugen die Lade des Gottes Israels dahin.
1Sa 5:9 Da sie aber dieselbe dahin getragen hatten, ward durch die Hand des HErrn in der Stadt ein sehr groer Schrecken, und er schlug die Leute in der Stadt, beide, klein und gro, also dass an ihnen Beulen ausbrachen.
1Sa 5:10 Da sandten sie die Lade des HErrn gen Ekron. Da aber die Lade Gottes gen Ekron kam, schrieen die von Ekron: Sie haben die Lade Gottes hergetragen zu mir, dass sie mich tte und mein Volk.
1Sa 5:11 Da sandten sie hin und versammelten alle Frsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels wieder an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht tte. Denn die Hand Gottes machte einen sehr groen Schrecken mit Wrgen in der ganzen Stadt.
1Sa 5:12 Und welche Leute nicht starben, die wurden geschlagen mit Beulen, dass das Geschrei der Stadt auf gen Himmel ging.
1Sa 6:1 Also war die Lade des HErrn sieben Monate im Lande der Philister.
1Sa 6:2 Und die Philister riefen ihre Priester und Weissager und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des HErrn machen? Lehrt uns, womit sollen wir sie an ihren Ort senden?
1Sa 6:3 Sie sprachen: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels senden, so sendet sie nicht leer, sondern sollt ihm vergelten ein Schuldopfer; so werdet ihr gesund werden und wird euch kund werden, warum seine Hand nicht von euch lsst.
1Sa 6:4 Sie aber sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm geben sollen? Sie antworteten: Fnf goldene Beulen und fnf goldene Muse nach der Zahl der fnf Frsten der Philister; denn es ist einerlei Plage gewesen ber euch alle und ber eure Frsten.
1Sa 6:5 So msst ihr nun machen Bilder eurer Beulen und eurer Muse, die euer Land verderbt haben, dass ihr dem Gott Israels die Ehre gebt; vielleicht wird seine Hand leichter werden ber euch und ber euren Gott und ber euer Land.
1Sa 6:6 Warum verstockt ihr euer Herz, wie die gypter und Pharao ihr Herz verstockten? Ist's nicht also: da er seine Macht an ihnen bewies, lieen sie sie fahren, dass sie hingingen?
1Sa 6:7 So nehmet nun und machet einen neuen Wagen und zwei junge, sugende Khe, auf die noch nie ein Joch gekommen ist, und spannt sie an den Wagen und lasst ihre Klber hinter ihnen daheim bleiben.
1Sa 6:8 Und nehmet die Lade des HErrn und legt sie auf den Wagen; und die goldenen Kleinode, die ihr ihm zum Schuldopfer gebet, tut in ein Kstlein neben ihre Seite. Und sendet sie hin und lasst sie gehen.
1Sa 6:9 Und sehet zu: geht sie hin auf dem Weg ihrer Grenze gen Beth-Semes, so hat er uns all das groe bel getan; wo nicht, so werden wir wissen, dass sein Hand uns nicht gerhrt hat, sondern es ist uns ungefhr widerfahren.
1Sa 6:10 Die Leute taten also und nahmen zwei junge, sugende Khe und spannten sie an den Wagen und behielten ihre Klber daheim
1Sa 6:11 und legten die Lade des HErr auf den Wagen und das Kstlein mit den goldenen Musen und mit den Bildern ihrer Beulen.
1Sa 6:12 Und die Khe gingen geradewegs auf Beth-Semes zu auf einer Strae und gingen und blkten und wichen nicht weder zur Rechten noch zur Linken; und die Frsten der Philister gingen ihnen nach bis an die Grenze von Beth-Semes.
1Sa 6:13 Die Beth-Semiter aber schnitten eben in der Weizenernte im Grund, und hoben ihre Augen auf und sahen die Lade und freuten sich, sie zu sehen.
1Sa 6:14 Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Beth-Semiters, und stand daselbst still. Und war ein groer Stein daselbst. Und sie spalteten das Holz vom Wagen und opferten die Khe dem HErrn zum Brandopfer.
1Sa 6:15 Die Leviten aber hoben die Lade des HErrn herab und das Kstlein, das obendran war, darin die goldenen Kleinode waren, und setzten sie auf den groen Stein. Aber die Leute zu Beth-Semes opferten dem HErrn desselben Tages Brandopfer und andere Opfer.
1Sa 6:16 Da aber die fnf Frsten der Philister zugesehen hatten, zogen sie wiederum gen Ekron desselben Tages.
1Sa 6:17 Dies sind aber die goldenen Beulen, die die Philister dem HErrn zum Schuldopfer gaben: Sadod eine, Gaza eine, Askalon eine, Gath eine und Ekron eine;
1Sa 6:18 und die goldenen Muse nach der Zahl aller Stdte der Philister unter den fnf Frsten, der gemauerten Stdte und der Drfer. Und Zeuge ist der groe Stein, darauf sie die Lade des HErrn lieen, bis auf diesen Tag auf dem Acker Josuas, des Beth-Semiters.
1Sa 6:19 Und etliche zu Beth-Semes wurden geschlagen, darum dass sie die Lade des HErrn angesehen hatten. Und er schlug des Volks siebzig Mann (fnfzigtausendund siebzig). Da trug das Volk Leid, dass der HErr so eine groe Schlacht im Volk getan hatte.
1Sa 6:20 Und die Leute zu Beth-Semes sprachen: Wer kann stehen vor dem HErrn, solchem heiligen Gott? Und zu wem soll er von uns ziehen?
1Sa 6:21 Und sie sandten Boten zu den Brgern Kirjath-Jearims und lieen ihnen sagen: Die Philister haben uns die Lade des HErrn wiedergebracht; kommt herab und holt sie zu euch hinauf.
1Sa 7:1 Also kamen die Leute von Kirjath-Jearim und holten die Lade des HErrn hinauf und brachten sie ins Haus Abinadabs auf dem Hgel; und seinen Sohn Eleasar heiligten sie, dass er die Lade des HErrn htete.
1Sa 7:2 Und von dem Tage an, da die Lade des HErrn zu Kirjath-Jearim blieb, verzog sich die Zeit so lange, bis es zwanzig Jahre wurden; und das ganze Haus Israel weinte vor dem HErrn.
1Sa 7:3 Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: So ihr euch mit ganzem Herzen bekehrt zu dem HErrn, so tut von euch die fremden Gtter und die Astharoth und richtet euer Herz zu dem HErrn und dienet ihm allein, so wird er euch erretten aus der Philister Hand.
1Sa 7:4 Da taten die Kinder Israel von sich die Baalim und die Astharoth und dienten dem HErrn allein.
1Sa 7:5 Samuel aber sprach: Versammelt das ganze Israel gen Mizpa, dass ich fr euch bitte zum HErrn.
1Sa 7:6 Und sie kamen zusammen gen Mizpa und schpften Wasser und gossen's aus vor dem HErrn und fasteten denselben Tag und sprachen daselbst: Wir haben an dem HErrn gesndigt. Also richtete Samuel die Kinder Israel zu Mizpa.
1Sa 7:7 Da aber die Philister hrten, dass die Kinder Israel zusammengekommen waren gen Mizpa, zogen die Frsten der Philister hinauf wider Israel. Da das die Kinder Israel hrten, frchteten sie sich vor den Philistern
1Sa 7:8 und sprachen zu Samuel: Lass nicht ab, fr uns zu schreien zu dem HErrn, unsrem Gott, dass er uns helfe aus der Philister Hand.
1Sa 7:9 Samuel nahm ein Milchlmmlein und opferte dem HErrn ein ganzes Brandopfer und schrie zum HErrn fr Israel; und der HErr erhrte ihn.
1Sa 7:10 Und indem Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister herzu, zu streiten wider Israel. Aber der HErr lie donnern einen groen Donner ber die Philister desselben Tages und schreckte sie, dass sie vor Israel geschlagen wurden.
1Sa 7:11 Da zogen die Mnner Israels aus von Mizpa und jagten die Philister und schlugen sie bis unter Beht-Kar.
1Sa 7:12 Da nahm Samuel einen Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen und hie ihn Eben-Ezer und sprach: Bis hierher hat uns der HErr geholfen.
1Sa 7:13 Also wurden die Philister gedmpft und kamen nicht mehr in die Grenze Israels; und die Hand des HErrn war wider die Philister, solange Samuel lebte.
1Sa 7:14 Also wurden Israel die Stdte wieder, die die Philister ihnen genommen hatten, von Ekron an bis gen Gath, samt ihrem Gebiet; die errettete Israel von der Hand der Philister. Und Israel hatte Frieden mit den Amoritern.
1Sa 7:15 Samuel aber richtete Israel sein Leben lang
1Sa 7:16 und zog jhrlich umher zu Beth-El und Gilgal und Mizpa. Und wenn er Israel an allen diesen Orten gerichtet hatte,
1Sa 7:17 kam er wieder gen Rama (denn da war sein Haus) und richtete Israel daselbst und baute dem HErrn daselbst einen Altar.
1Sa 8:1 Da aber Samuel alt ward, setzte er seine Shne zu Richtern ber Israel.
1Sa 8:2 Sein erstgeborener Sohn hie Joel und der andere Abia, und sie waren Richter zu Beer-Seba.
1Sa 8:3 Aber seine Shne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigten sich zum Geiz und nahmen Geschenke und beugten das Recht.
1Sa 8:4 Da versammelten sich alle ltesten in Israel und kamen gen Rama zu Samuel
1Sa 8:5 und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Shne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen Knig ber uns, der uns richte, wie alle Heiden haben.
1Sa 8:6 Das gefiel Samuel bel, dass sie sagten: Gib uns einen Knig, der uns richte. Und Samuel betete vor dem HErrn.
1Sa 8:7 Der HErr aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volks in allem, was sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht soll Knig ber sie sein.
1Sa 8:8 Sie tun dir, wie sie immer getan haben von dem Tage an, da ich sie aus gypten fhrte, bis auf diesen Tag, und sie mich verlassen und andern Gttern gedient haben.
1Sa 8:9 So gehorche nun ihrer Stimme. Doch bezeuge ihnen und verkndige ihnen das Recht des Knigs, der ber sie herrschen wird.
1Sa 8:10 Und Samuel sagte alle Worte des HErrn dem Volk, das von ihm einen Knig forderte,
1Sa 8:11 und sprach: Das wird des Knigs Recht sein, der ber euch herrschen wird: Eure Shne wird er nehmen zu seinem Wagen und zu Reitern, und dass sie vor seinem Wagen her laufen,
1Sa 8:12 und zu Hauptleuten ber tausend und ber fnfzig und zu Ackerleuten, die ihm seinen Acker bauen, und zu Schnittern in seiner Ernte, und dass sie seine Kriegswaffen und was zu seinen Wagen gehrt, machen.
1Sa 8:13 Eure Tchter aber wird er nehmen, dass sie Salbenbereiterinnen, Kchinnen und Bckerinnen seien.
1Sa 8:14 Eure besten cker und Weinberge und lgrten wird er nehmen und seinen Knechten geben.
1Sa 8:15 Dazu von eurer Saat und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen Kmmerern und Knechten geben.
1Sa 8:16 Und eure Knechte und Mgde und eure schnsten Jnglinge und eure Esel wird er nehmen und seine Geschfte damit ausrichten.
1Sa 8:17 Von euren Herden wird er den Zehnten nehmen, und ihr msst seine Knechte sein.
1Sa 8:18 Wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit ber euren Knig, den ihr euch erwhlt habt, so wird der HErr zu derselben Zeit euch nicht erhren.
1Sa 8:19 Aber das Volk weigerte sich, zu gehorchen der Stimme Samuels, und sprachen: Mitnichten, sondern es soll ein Knig ber uns sein,
1Sa 8:20 dass wir auch seien wie alle Heiden, dass uns unser Knig richte und vor uns her ausziehe und unsre Kriege fhre.
1Sa 8:21 Und da Samuel alle Worte des Volks gehrt hatte, sagte er sie vor den Ohren des HErrn.
1Sa 8:22 Der HErr aber sprach zu Samuel: Gehorche ihrer Stimme und mache ihnen einen Knig. Und Samuel sprach zu den Mnnern Israels: Geht hin, ein jeglicher in seine Stadt.
1Sa 9:1 Es war aber ein Mann von Benjamin mit Namen Kis, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Aphiahs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein wohlhabender Mann.
1Sa 9:2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schner Mann, und war kein schnerer unter den Kindern Israel, eines Hauptes lnger denn alles Volk.
1Sa 9:3 Es hatte aber Kis, der Vater Sauls, seine Eselinnen verloren; und er sprach zu seinem Sohn Saul: Nimm der Knechte einen mit dir, mache dich auf, gehe hin und suche die Eselinnen.
1Sa 9:4 Und sie gingen durch das Gebirge Ephraim und durch das Land Salisa, und fanden sie nicht; sie gingen durch das Land Saalim, und sie waren nicht da; sie gingen durch das Land Benjamin, und fanden sie nicht.
1Sa 9:5 Da sie aber kamen in das Land Zuph, sprach Saul zu dem Knecht, der mit ihm war: Komm, lass uns wieder heimgehen; mein Vater mchte von den Eselinnen lassen und um uns sorgen.
1Sa 9:6 Er aber sprach: Siehe, es ist ein berhmter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, was er sagt, das geschieht. Nun lass uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsren Weg, den wir gehen.
1Sa 9:7 Saul aber sprach zu seinem Knechte: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Mann? Denn das Brot ist dahin aus unsrem Sack; so haben wir sonst keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen. Was haben wir?
1Sa 9:8 Der Knecht antwortete Saul wieder und sprach: Siehe, ich habe ein viertel eines Silberlings bei mir; das wollen wir dem Mann Gottes geben, dass er uns unsren Weg sage.
1Sa 9:9 (Vorzeiten in Israel, wenn man ging, Gott zu fragen, sprach man: Kommt, lasst uns gehen zu dem Seher! Denn die man jetzt Propheten heit, die hie man vorzeiten Seher.)
1Sa 9:10 Saul sprach zu seinem Knecht: Du hast wohl geredet; komm lass uns gehen! Und da sie hingingen zu der Stadt, da der Mann Gottes war,
1Sa 9:11 und zur Stadt hinaufstiegen, fanden sie Dirnen, die herausgingen, Wasser zu schpfen. Zu denselben sprachen sie: Ist der Seher hier?
1Sa 9:12 Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, da ist er; eile, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute zu opfern hat auf der Hhe.
1Sa 9:13 Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn finden, ehe denn er hinaufgeht auf die Hhe, zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er komme, sintemal er segnet das Opfer; darnach essen die, so geladen sind. Darum geht hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn eben antreffen.
1Sa 9:14 Und da sie hinauf zur Stadt kamen und in die Stadt eintraten, siehe, da ging Samuel heraus, ihnen entgegen, und wollte auf die Hhe gehen.
1Sa 9:15 Aber der HErr hatte Samuels Ohren offenbart einen Tag zuvor, ehe denn Saul kam, und gesagt:
1Sa 9:16 Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande Benjamin; den sollst du zum Frsten salben ber mein Volk Israel, dass er mein Volk erlse von der Philister Hand. Denn ich habe mein Volk angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen.
1Sa 9:17 Da nun Samuel Saul ansah, antwortete ihm der HErr: Siehe, das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er ber mein Volk herrsche.
1Sa 9:18 Da trat Saul zu Samuel unter dem Tor und sprach: Sage mir, wo ist hier des Sehers Haus?
1Sa 9:19 Samuel antwortete Saul wieder und sprach: Ich bin der Seher. Gehe vor mir hinauf auf die Hhe, denn ihr sollt heute mit mir essen; morgen will ich dich lassen gehen, und alles, was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen.
1Sa 9:20 Und um die Eselinnen, die du vor drei Tagen verloren hast, bekmmere dich jetzt nicht: sie sind gefunden. Und wes wird sein alles, was das Beste ist in Israel? Wird's nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses sein?
1Sa 9:21 Saul antwortete: Bin ich nicht ein Benjamiter und von einem der geringsten Stmme Israels, und mein Geschlecht das kleinste unter allen Geschlechtern der Stmme Benjamin? Warum sagst du denn mir solches?
1Sa 9:22 Samuel aber nahm Saul und seinen Knecht und fhrte sie in den Speisesaal und setzte sie obenan unter die, so geladen waren; der waren bei dreiig Mann.
1Sa 9:23 Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib her das Stck, das ich dir gab und befahl, du solltest es bei dir behalten.
1Sa 9:24 Da trug der Koch eine Schulter auf und was daranhing. Und er legte es Saul vor und sprach: Siehe, das ist brig; lege vor dich und iss; denn es ist fr dich aufbehalten eben auf diese Zeit, da ich das Volk lud. Also a Saul mit Samuel des Tages.
1Sa 9:25 Und da sie hinabgegangen waren von der Hhe zur Stadt, redete er mit Saul auf dem Dache.
1Sa 9:26 Und sie standen frh auf; und da die Morgenrte aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dach und sprach: Auf! dass ich dich gehen lasse. Und Saul machte sich auf, und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel.
1Sa 9:27 Und da sie kamen hinab an der Stadt Ende, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knecht, dass er uns vorangehe (und er ging voran); du aber stehe jetzt still, dass ich dir kundtue, was Gott gesagt hat.
1Sa 10:1 Da nahm Samuel ein lglas und goss auf sein Haupt und ksste ihn und sprach: Siehst du, dass dich der HErr zum Frsten ber sein Erbteil gesalbt hat?
1Sa 10:2 Wenn du jetzt von mir gehst, so wirst du zwei Mnner finden bei dem Grabe Rahels, in der Grenze Benjamins, zu Zelzah; die werden dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen bist gegangen; und siehe, dein Vater hat die Esel aus der Acht gelassen und sorgt um euch und spricht: Was soll ich um meinen Sohn tun?
1Sa 10:3 Und wenn du dich von da weiter wendest, so wirst du kommen zu der Eiche Thabor; daselbst werden dich antreffen drei Mnner, die hinaufgehen zu Gott gen Beth-El. Einer trgt drei Bcklein, der andere drei Laibe Brot, der dritte einen Krug mit Wein.
1Sa 10:4 Und sie werden dich freundlich gren und dir zwei Brote geben. Die sollst du von ihren Hnden nehmen.
1Sa 10:5 Darnach wirst du kommen zu dem Hgel Gottes, da der Philister Schildwacht ist; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir begegnen ein Haufe Propheten, von der Htte herabkommend, und vor ihnen her Psalter und Pauke und Flte und Harfe, und sie werden weissagen.
1Sa 10:6 Und der Geist des HErrn wird ber dich geraten, dass du mit ihnen weissagst; da wirst du ein anderer Mann werden.
1Sa 10:7 Wenn dir nun diese Zeichen kommen, so tue, was dir unter die Hand kommt; denn Gott ist mit dir.
1Sa 10:8 Du sollst aber vor mir hinabgehen gen Gilgal; siehe, da will ich zu dir hinabkommen, zu opfern Brandopfer und Dankopfer. Sieben Tage sollst du harren, bis ich zu dir komme und dir kundtue, was du tun sollst.
1Sa 10:9 Und da er seine Schultern wandte, dass er von Samuel ginge, gab Gott ihm ein anderes Herz, und alle diese Zeichen kamen auf denselben Tag.
1Sa 10:10 Und da sie kamen an den Hgel, siehe, da kam ihm ein Prophetenhaufe entgegen; und der Geist Gottes geriet ber ihn, dass er unter ihnen weissagte.
1Sa 10:11 Da ihn aber sahen alle, die ihn vormals gekannt hatten, dass er mit den Propheten weissagte, sprachen sie alle untereinander: Was ist dem Sohn des Kis geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?
1Sa 10:12 Und einer daselbst antwortete und sprach: Wer ist ihr Vater? Daher ist das Sprichwort gekommen: Ist Saul auch unter den Propheten?
1Sa 10:13 Und da er ausgeweisagt hatte, kam er auf die Hhe.
1Sa 10:14 Es sprach aber Sauls Vetter zu ihm und zu seinem Knecht: Wo seid ihr hingegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen; und da wir sahen, dass sie nicht da waren kamen wir zu Samuel.
1Sa 10:15 Da sprach der Vetter Sauls: Sage mir, was sagte euch Samuel?
1Sa 10:16 Saul antwortete seinem Vetter: Er sagte uns, dass die Eselinnen gefunden wren. Aber von dem Knigreich sagte er ihm nicht, was Samuel gesagt hatte.
1Sa 10:17 Samuel aber berief das Volk zum HErrn gen Mizpa
1Sa 10:18 und sprach zu den Kinder Israel: So sagt der HErr, der Gott Israels: Ich habe Israel aus gypten gefhrt und euch von der gypter Hand errettet und von der Hand aller Knigreiche, die euch zwangen.
1Sa 10:19 Und ihr habt euren Gott verworfen, der euch aus all eurem Unglck und Trbsal geholfen hat, und sprecht zu ihm: Setze einen Knig ber uns. Wohlan! so tretet nun vor den HErrn nach euren Stmmen und Freundschaften.
1Sa 10:20 Da nun Samuel alle Stmme Israels herzubrachte, ward getroffen der Stamm Benjamin.
1Sa 10:21 Und da er den Stamm Benjamin herzubrachte mit seinen Geschlechtern, ward getroffen das Geschlecht Matris, und ward getroffen Saul, der Sohn des Kis. Und sie suchten ihn; aber sie fanden ihn nicht.
1Sa 10:22 Da fragten sie weiter den HErrn: Wird er auch noch kommen? Der HErr antwortete: Siehe, er hat sich bei dem Gerte versteckt.
1Sa 10:23 Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und da er unter das Volk trat, war er eines Hauptes lnger denn alles Volk.
1Sa 10:24 Und Samuel sprach zu allem Volk: Da seht ihr, welchen der HErr erwhlt hat; denn ihm ist keiner gleich in allem Volk. Da jauchzte das Volk und sprach: Glck zu dem Knig!
1Sa 10:25 Samuel aber sagte dem Volk alle Rechte des Knigreiches und schrieb es in ein Buch und legte es vor den HErrn. Und Samuel lie alles Volk gehen, einen jeglichen in sein Haus.
1Sa 10:26 Und Saul ging auch heim gen Gibea, und ging mit ihm des Heeres ein Teil, welcher Herz Gott rhrte.
1Sa 10:27 Aber etliche lose Leute sprachen: Was sollte uns dieser helfen? und verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Er aber tat, als hrte er's nicht.
1Sa 11:1 Es zog aber herauf Nahas, der Ammoniter, und belagerte Jabes in Gilead. Und alle Mnner zu Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienen.
1Sa 11:2 Aber Nahas, der Ammoniter, antwortete ihnen: Darin will ich einen Bund mit euch machen, dass ich euch das rechte Auge aussteche und bringe damit Schmach ber ganz Israel.
1Sa 11:3 Da sprachen zu ihm die ltesten zu Jabes: Gib uns sieben Tage, dass wir Boten senden in alles Gebiet Israels; ist dann niemand, der uns rette, so wollen wir zu dir hinausgehen.
1Sa 11:4 Da kamen die Boten gen Gibea Sauls und redeten solches vor den Ohren des Volks. Da hob alles Volk seine Stimme auf und weinte.
1Sa 11:5 Und siehe, da kam Saul vom Felde hinter den Rindern her und sprach: Was ist dem Volk, dass es weint? Da erzhlten sie ihm die Sache der Mnner von Jabes.
1Sa 11:6 Da geriet der Geist Gottes ber ihn, als er solche Worte hrte, und sein Zorn ergrimmte sehr,
1Sa 11:7 und er nahm ein paar Ochsen und zerstckte sie und sandte in alles Gebiet Israels durch die Boten und lie sagen: Wer nicht auszieht, Saul und Samuel nach, des Rinder soll man also tun. Da fiel die Furcht des HErrn auf das Volk, dass sie auszogen wie ein Mann.
1Sa 11:8 Und er musterte sie zu Besek; und der Kinder Israel waren dreihundert mal tausend Mann und der Kinder Juda dreiigtausend.
1Sa 11:9 Und sie sagten den Boten, die gekommen waren: Also sagt den Mnnern zu Jabes in Gilead: Morgen soll euch Hilfe geschehen, wenn die Sonne beginnt hei zu scheinen. Da die Boten kamen und verkndigten das den Mnnern zu Jabes, wurden sie froh.
1Sa 11:10 Und die Mnner von Jabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, dass ihr uns tut alles, was euch gefllt.
1Sa 11:11 Und des andern Morgens stellte Saul das Volk in drei Haufen, und sie kamen ins Lager um die Morgenwache und schlugen die Ammoniter, bis der Tag hei ward; welche aber brigblieben, wurden also zerstreut, dass ihrer nicht zwei beieinander blieben.
1Sa 11:12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer sind die, die da sagten: Sollte Saul ber uns herrschen? Gebt sie her, die Mnner, dass wir sie tten.
1Sa 11:13 Saul aber sprach: Es soll auf diesen Tag niemand sterben; denn der HErr hat heute sein Heil gegeben in Israel.
1Sa 11:14 Samuel sprach zum Volk: Kommt, lasst uns gen Gilgal gehen und das Knigreich daselbst erneuen.
1Sa 11:15 Da ging alles Volk gen Gilgal und machten daselbst Saul zum Knig vor dem HErrn zu Gilgal und opferten Dankopfer vor dem HErrn. Und Saul samt allen Mnnern Israels freuten sich daselbst gar sehr.
1Sa 12:1 Da sprach Samuel zum ganzen Israel: Siehe, ich habe eurer Stimme gehorcht in allem, was ihr mir gesagt habt, und habe einen Knig ber euch gemacht.
1Sa 12:2 Und nun siehe, da zieht euer Knig vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden, und meine Shne sind bei euch, und ich bin vor euch hergegangen von meiner Jugend auf bis auf diesen Tag.
1Sa 12:3 Siehe, hier bin ich; antwortet wider mich vor dem HErrn und seinem Gesalbten, ob ich jemandes Ochsen oder Esel genommen habe? ob ich jemand habe Gewalt oder Unrecht getan? ob ich von jemandes Hand ein Geschenk genommen habe und mir die Augen blenden lassen? so will ich's euch wiedergeben.
1Sa 12:4 Sie sprachen: Du hast uns keine Gewalt noch Unrecht getan und von niemandes Hand etwas genommen.
1Sa 12:5 Er sprach zu ihnen: Der HErr sei Zeuge wider euch und sein Gesalbter heutigestages, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt. Sie sprachen: Ja, Zeugen sollen sie sein.
1Sa 12:6 Und Samuel sprach zum Volk: Ja, der HErr, der Mose und Aaron gemacht hat und eure Vter aus gyptenland gefhrt hat.
1Sa 12:7 So tretet nun her, dass ich mit euch rechte vor dem HErrn ber alle Wohltat des HErrn, die er an euch und euren Vtern getan hat.
1Sa 12:8 Als Jakob nach gypten gekommen war, schrieen eure Vter zu dem HErrn, und er sandte Mose und Aaron, dass sie eure Vter aus gypten fhrten und sie an diesem Ort wohnen lieen.
1Sa 12:9 Aber da sie des HErrn, ihres Gottes, vergaen, verkaufte er sie unter die Gewalt Siseras, des Feldhauptmanns zu Hazor, und unter die Gewalt der Philister und unter die Gewalt des Knigs der Moabiter, die stritten wider sie.
1Sa 12:10 Und sie schrieen zum HErrn und sprachen: Wir haben gesndigt, dass wir den HErrn verlassen und den Baalim und den Astharoth gedient haben; nun aber errette uns von der Hand unsrer Feinde, so wollen wir dir dienen.
1Sa 12:11 Da sandte der HErr Jerubbaal, Bedan, Jephthah und Samuel und errettete euch von eurer Feinde Hnden umher und lie euch sicher wohnen.
1Sa 12:12 Da ihr aber saht, das Nahas, der Knig der Kinder Ammon, wider euch kam, spracht ihr zu mir: Mitnichten, sondern ein Knig soll ber uns herrschen; so doch der HErr, euer Gott, euer Knig war.
1Sa 12:13 Nun, da habt ihr euren Knig, den ihr erwhlt und erbeten habt; denn siehe, der HErr hat einen Knig ber euch gesetzt.
1Sa 12:14 Werdet ihr nun den HErrn frchten und ihm dienen und seiner Stimme gehorchen und dem Munde des HErrn nicht ungehorsam sein, so werdet ihr und euer Knig, der ber euch herrscht, dem HErrn, eurem Gott, folgen.
1Sa 12:15 Werdet ihr aber des HErrn Stimme nicht gehorchen, sondern seinem Munde ungehorsam sein, so wird die Hand des HErrn wider euch sein wie wider eure Vter.
1Sa 12:16 Tretet auch nun her und seht das groe Ding, das der HErr vor euren Augen tun wird.
1Sa 12:17 Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will aber den HErrn anrufen, dass er soll donnern und regnen lassen, dass ihr innewerdet und sehen sollt das groe bel, das ihr vor des HErrn Augen getan habt, dass ihr euch einen Knig erbeten habt.
1Sa 12:18 Und da Samuel den HErrn anrief, lie der HErr donnern und regnen desselben Tages. Da frchtete das ganze Volk sehr den HErrn und Samuel
1Sa 12:19 und sprachen alle zu Samuel: Bitte fr deine Knechte den HErrn, deinen Gott, dass wir nicht sterben; denn ber alle unsre Snden haben wir auch das bel getan, dass wir uns einen Knig erbeten haben.
1Sa 12:20 Samuel aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht! Ihr habt zwar das bel alles getan; doch weicht nicht hinter dem HErrn ab, sondern dient dem HErrn von ganzem Herzen
1Sa 12:21 und folgt nicht dem Eitlen nach; denn es ntzt nicht und kann nicht erretten, weil es ein eitel Ding ist.
1Sa 12:22 Aber der HErr verlsst sein Volk nicht um seines groen Namens willen; denn es hat dem HErrn gefallen, euch ihm selbst zum Volk zu machen.
1Sa 12:23 Es sei aber auch ferne von mir, mich also an dem HErrn zu versndigen, dass ich sollte ablassen fr euch zu beten und euch zu lehren den guten und richtigen Weg.
1Sa 12:24 Frchtet nur den HErrn und dient ihm treulich von ganzem Herzen; denn ihr habt gesehen wie groe Dinge er an euch tut.
1Sa 12:25 Werdet ihr aber bel handeln, so werdet ihr und euer Knig verloren sein.
1Sa 13:1 Saul war ein Jahr Knig gewesen; und da er zwei Jahre ber Israel regiert hatte,
1Sa 13:2 erwhlte er sich dreitausend Mann aus Israel. Zweitausend waren mit Saul zu Michmas und auf dem Gebirge zu Beth-El und eintausend mit Jonathan zu Gibea-Benjamin; das andere Volk aber lie er gehen, einen jeglichen in seine Htte.
1Sa 13:3 Jonathan aber schlug die Schildwacht der Philister, die zu Gibea war. Das kam vor die Philister. Und Saul lie die Posaune blasen im ganzen Land und sagen: Das lasst die Hebrer hren!
1Sa 13:4 Und ganz Israel hrte sagen: Saul hat der Philister Schildwacht geschlagen, und Israel ist stinkend geworden vor den Philistern. Und alles Volk wurde zuhauf gerufen Saul nach gen Gilgal.
1Sa 13:5 Da versammelten sich die Philister, zu streiten mit Israel, dreiigtausend Wagen, sechstausend Reiter und sonst Volk, so viel wie Sand am Rand des Meers, und zogen herauf und lagerten sich zu Michmas, gegen Morgen vor Beth-Aven.
1Sa 13:6 Da das sahen die Mnner Israels, dass sie in Nten waren (denn dem Volk war bange), verkrochen sie sich in die Hhlen und Klfte und Felsen und Lcher und Gruben.
1Sa 13:7 Es gingen aber auch Hebrer ber den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal, und alles Volk ward hinter ihm verzagt.
1Sa 13:8 Da harrte er sieben Tage auf die Zeit, von Samuel bestimmt. Und da Samuel nicht kam gen Gilgal, zerstreute sich das Volk von ihm.
1Sa 13:9 Da sprach Saul: Bringt mir her Brandopfer und Dankopfer. Und er opferte Brandopfer.
1Sa 13:10 Als aber das Brandopfer vollendet war, siehe, da kam Samuel. Da ging Saul hinaus ihm entgegen, ihn zu gren.
1Sa 13:11 Samuel aber sprach: Was hast du getan? Saul antwortete: Ich sah, dass das Volk sich von mir zerstreute, und du kamst nicht zu bestimmter Zeit, und die Philister waren versammelt zu Michmas.
1Sa 13:12 Da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir herabkommen gen Gilgal, und ich habe das Angesicht des HErrn nicht erbeten; da wagte ich's und opferte Brandopfer.
1Sa 13:13 Samuel aber sprach zu Saul: Du hast tricht getan und nicht gehalten des HErrn, deines Gottes, Gebot, das er dir geboten hat; denn er htte dein Reich besttigt ber Israel fr und fr.
1Sa 13:14 Aber nun wird dein Reich nicht bestehen. Der HErr hat sich einen Mann ersucht nach seinem Herzen; dem hat der HErr geboten, Frst zu sein ber sein Volk; denn du hast des HErrn Gebot nicht gehalten.
1Sa 13:15 Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal gen Gibea-Benjamin. Aber Saul zhlte das Volk, das bei ihm war, bei sechshundert Mann.
1Sa 13:16 Saul aber und sein Sohn Jonathan und das Volk, das bei ihm war, blieben zu Gibea-Benjamin. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Michmas.
1Sa 13:17 Und aus dem Lager der Philister zogen drei Haufen, das Land zu verheeren. Einer wandte sich auf die Strae gen Ophra ins Land Sual;
1Sa 13:18 der andere wandte sich auf die Strae Beth-Horons; der dritte wandte sich auf die Strae, die da reicht bis an das Tal Zeboim an der Wste.
1Sa 13:19 Es ward aber kein Schmied im ganzen Lande Israel gefunden, denn die Philister gedachten, die Hebrer mchten sich Schwert und Spie machen;
1Sa 13:20 und ganz Israel musste hinabziehen zu den Philistern, wenn jemand hatte eine Pflugschar, Haue, Beil oder Sense zu schrfen.
1Sa 13:21 Und die Schneiden an den Sensen und Hauen und Gabeln und Beilen waren abgearbeitet und die Stachel stumpf geworden.
1Sa 13:22 Da nun der Streittag kam, ward kein Schwert noch Spie gefunden in des ganzen Volkes Hand, das mit Saul und Jonathan war; nur Saul und sein Sohn Jonathan hatten Waffen.
1Sa 13:23 Und eine Wache der Philister zog heraus an den engen Weg von Michmas.
1Sa 14:1 Es begab sich eines Tages, dass Jonathan, der Sohn Sauls, sprach zu seinem Knaben, der sein Waffentrger war: Komm, lass und hinbergehen zu der Philister Wache, die da drben ist! und sagte es seinem Vater nicht an.
1Sa 14:2 Saul aber blieb zu Gibea am Ende unter einem Granatbaum, der in der Vorstadt war; und des Volks, das bei ihm war, waren bei sechshundert Mann.
1Sa 14:3 Und Ahia, der Sohn Ahitobs, des Bruders Ikabods, des Sohnes Pinehas, des Sohnes Elis, des Priesters des HErrn zu Silo, trug den Leibrock. Das Volk wusste auch nicht, dass Jonathan war hingegangen.
1Sa 14:4 Es waren aber an dem Wege, da Jonathan versuchte hinberzugehen zu der Philister Wache, zwei spitze Felsen, einer diesseits, der andere jenseits; der eine hie Bozez, der andere Sene.
1Sa 14:5 Und einer sah von Mitternacht gegen Michmas und der andere von Mittag gegen Geba.
1Sa 14:6 Und Jonathan sprach zu seinem Waffentrger: Komm, lass uns hinbergehen zu der Wache der Unbeschnittenen! Vielleicht wird der HErr etwas durch uns ausrichten; denn es ist dem HErrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.
1Sa 14:7 Da antwortete ihm sein Waffentrger: Tue alles, was in deinem Herzen ist; fahre hin. Siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will.
1Sa 14:8 Jonathan sprach: Wohlan! Wenn wir hinberkommen zu den Leuten und ihnen ins Gesicht kommen,
1Sa 14:9 werden sie dann sagen: Steht still, bis wir zu euch gelangen! so wollen wir an unsrem Ort stehenbleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen.
1Sa 14:10 Werden sie aber sagen: Kommt zu uns herauf! so wollen wir zu ihnen hinaufsteigen, so hat sie uns der HErr in unsre Hand gegeben. Und das soll uns zum Zeichen sein.
1Sa 14:11 Da sie nun der Philister Wache beide ins Gesicht kamen, sprachen die Philister: Siehe, die Hebrer sind aus ihren Lchern gegangen, darin sie sich verkrochen hatten.
1Sa 14:12 Und die Mnner der Wache antworteten Jonathan und seinem Waffentrger und sprachen: Kommt herauf zu uns, so wollen wir's euch wohl lehren! Da sprach Jonathan zu seinem Waffentrger: Steig mir nach! der HErr hat sie gegeben in die Hnde Israels.
1Sa 14:13 Und Jonathan kletterte mit Hnden und mit Fen hinauf und sein Waffentrger ihm nach. Da fielen sie vor Jonathan darnieder, und sein Waffentrger wrgte ihm immer nach,
1Sa 14:14 also dass derer, die Jonathan und sein Waffentrger zuerst erschlug, waren bei zwanzig Mann, beinahe auf einer halben Hufe Acker, die ein Joch pflgt.
1Sa 14:15 Und es kam ein Schrecken ins Lager auf dem Felde und ins ganze Volk; die Wache und die streifenden Rotten erschraken auch, also dass das Land erbebte; denn es war ein Schrecken von Gott.
1Sa 14:16 Und die Wchter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, dass der Haufe zerrann und verlief sich und ward zerschmissen.
1Sa 14:17 Saul sprach zu dem Volk, das bei ihm war: Zhlt und seht, wer von uns sei weggegangen! Und da sei zhlten, siehe, das war Jonathan und sein Waffentrger nicht da.
1Sa 14:18 Da sprach Saul zu Ahia: Bringe die Lade Gottes! (Denn die Lade Gottes war zu der Zeit bei den Kindern Israel.)
1Sa 14:19 Und da Saul noch redete mit dem Priester, da ward das Getmmel und das Laufen in der Philister Lager grer. Und Saul sprach zum Priester: Zieh deine Hand ab!
1Sa 14:20 Und Saul rief und alles Volk, das mit ihm war, und sie kamen zum Streit; und siehe, da ging eines jeglichen Schwert wider den andern und war ein sehr groes Getmmel.
1Sa 14:21 Auch die Hebrer, die bisher bei den Philistern gewesen waren und mit ihnen im Lager hinaufgezogen waren umher, taten sich zu denen von Israel, die mit Saul und Jonathan waren.
1Sa 14:22 Und alle Mnner von Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim verkrochen hatten, da sie hrten, dass die Philister flohen, strichen hinter ihnen her im Streit.
1Sa 14:23 Also half der HErr zu der Zeit Israel. Und der Streit whrte bis gen Beth-Aven.
1Sa 14:24 Und da die Mnner Israels matt waren desselben Tages, beschwor Saul das Volk und sprach: Verflucht sei jedermann, wer etwas isst zum Abend, dass ich mich an meinen Feinden rche! Da a das ganze Volk nichts.
1Sa 14:25 Und das ganze Land kam in den Wald. Es war aber Honig auf dem Erdboden.
1Sa 14:26 Und da das Volk hineinkam in den Wald, siehe, da flo der Honig. Aber niemand tat davon mit der Hand zu seinem Munde; denn das Volk frchtete sich vor dem Eid.
1Sa 14:27 Jonathan aber hatte nicht gehrt, dass sein Vater das Volk beschworen hatte, und reckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte mit der Spitze in den Honigseim und wandte seine Hand zu seinem Munde; da wurden sein Augen wacker.
1Sa 14:28 Da antwortete einer des Volks und sprach: Dein Vater hat das Volk beschworen und gesagt: Verflucht sei jedermann, der heute etwas isst! Und das Volk war matt geworden.
1Sa 14:29 Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land ins Unglck gebracht; seht, wie wacker sind meine Augen geworden, dass ich ein wenig dieses Honigs gekostet habe.
1Sa 14:30 Weil aber das Volk heute nicht hat drfen essen von der Beute seiner Feinde, die es gefunden hat, so hat auch nun die Schlacht nicht grer werden knnen wider die Philister.
1Sa 14:31 Sie schlugen aber die Philister des Tages von Michmas bis gen Ajalon. Und das Volk ward sehr matt.
1Sa 14:32 Und das Volk fiel ber die Beute her und nahm Schafe und Rinder und Klber und schlachteten auf der Erde und aen so blutig.
1Sa 14:33 Da verkndete man Saul: Siehe, das Volk versndigt sich am HErrn, dass es Blut isst. Er sprach: Ihr habt bel getan; wlzt her zu mir jetzt einen groen Stein.
1Sa 14:34 Und Saul sprach weiter: Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen, dass ein jeglicher seinen Ochsen und sein Schaf zu mir bringe, und schlachtet allhier, dass ihr esset und euch nicht versndigt an dem HErrn mit dem Blutessen. Da brachte alles Volk ein jeglicher seinen Ochsen mit seiner Hand herzu des Nachts und schlachtete daselbst.
1Sa 14:35 Und Saul baute dem HErrn einen Altar. (Das ist der erste Altar, den er dem HErrn baute.)
1Sa 14:36 Und Saul sprach: Lasst uns hinabziehen den Philistern nach bei der Nacht und sie berauben, bis dass es lichter Morgen wird, dass wir niemand von ihnen briglassen. Sie antworteten: Tue alles, was dir gefllt. Aber der Priester sprach: Lasst uns hierher zu Gott nahen.
1Sa 14:37 Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen den Philistern nach? Und willst du sie geben in Israels Hnde? Aber er antwortete ihm zu der Zeit nicht.
1Sa 14:38 Da sprach Saul: Lasst herzutreten alle Obersten des Volks, und erfahret und sehet, an welchem die Snde sei zu dieser Zeit;
1Sa 14:39 denn so wahr der HErr lebt, der Heiland Israels, und ob sie gleich an meinem Sohn Jonathan wre, so soll er sterben! Und niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volk.
1Sa 14:40 Und er sprach zu dem ganzen Israel: Seid ihr auf jener Seite; ich und mein Sohn Jonathan wollen sein auf dieser Seite. Das Volk sprach: Tue, was dir gefllt.
1Sa 14:41 Und Saul sprach zu dem HErrn, dem Gott Israels: Schaffe Recht! Da ward Jonathan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.
1Sa 14:42 Saul sprach: Werft ber mich und meinen Sohn Jonathan! Da ward Jonathan getroffen.
1Sa 14:43 Und Saul sprach zu Jonathan: Sage mir, was hast du getan? Jonathan sagte es ihm und sprach: Ich habe ein wenig Honig gekostet mit dem Stabe, den ich in meiner Hand hatte; und siehe, ich muss darum sterben.
1Sa 14:44 Da sprach Saul: Gott tue mir dies und das, Jonathan, du musst des Todes sterben.
1Sa 14:45 Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der ein solch groes Heil in Israel getan hat! Das sei ferne! So wahr der HErr lebt, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn Gott hat's heute durch ihn getan. Also erlste das Volk Jonathan, dass er nicht sterben musste.
1Sa 14:46 Da zog Saul herauf von den Philistern, und die Philister zogen an ihren Ort.
1Sa 14:47 Aber da Saul das Reich ber Israel eingenommen hatte, stritt er wider alle seine Feinde umher: wider die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider die Edomiter, wider die Knige Zobas, wider die Philister; und wo er sich hin wandte, da bte er Strafe.
1Sa 14:48 Und er hatte Sieg und schlug die Amalekiter und errettete Israel von der Hand aller, die sie zwackten.
1Sa 14:49 Saul aber hatte Shne: Jonathan, Iswi, Malchisua. Und seine Tchter hieen also: die erstgeborene Merab und die jngere Michal.
1Sa 14:50 Und das Weib Sauls hie Ahinoam, eine Tochter des Ahimaaz. Und sein Feldhauptmann hie Abner, ein Sohn Ners, Sauls Vetters.
1Sa 14:51 Kis war aber Sauls Vater; Ner aber, Abners Vater, war ein Sohn Abiels.
1Sa 14:52 Es war aber ein harter Streit wider die Philister, solange Saul lebte. Und wo Saul sah einen starken und rstigen Mann, den nahm er zu sich.
1Sa 15:1 Samuel aber sprach zu Saul: Der HErr hat mich gesandt, dass ich dich zum Knig salbte ber sein Volk Israel; so hre nun die Stimme der Worte des HErrn.
1Sa 15:2 So spricht der HErr Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus gypten zog.
1Sa 15:3 So zieh nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben; schone ihrer nicht sondern tte Mann und Weib, Kinder und Suglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel!
1Sa 15:4 Saul lie solches vor das Volk kommen; und er zhlte sie zu Telaim: zweihunderttausend Mann Fuvolk und zehntausend Mann aus Juda.
1Sa 15:5 Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach
1Sa 15:6 und lie den Kenitern sagen: Geht hin, weicht und zieht herab von den Amalekiter, dass ich euch nicht mit ihnen aufrume; denn ihr tatet Barmherzigkeit an allen Kindern Israel, da sie aus gypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern.
1Sa 15:7 Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, das vor gypten liegt,
1Sa 15:8 und griff Agag, der Amalekiter Knig, lebendig, und alles Volk verbannte er mit des Schwertes Schrfe.
1Sa 15:9 Aber Saul und das Volk verschonten den Agag, und was gute Schafe und Rinder und gemstet war, und die Lmmer und alles, was gut war, und wollten's nicht verbannen; was aber schnde und untchtig war, das verbannten sie.
1Sa 15:10 Da geschah des HErrn Wort zu Samuel und sprach:
1Sa 15:11 Es reut mich, dass ich Saul zum Knig gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erfllt. Darob ward Samuel zornig und schrie zu dem HErrn die ganze Nacht.
1Sa 15:12 Und Samuel machte sich frh auf, dass er Saul am Morgen begegnete. Und ihm ward angesagt, dass Saul gen Karmel gekommen wre und htte sich ein Siegeszeichen aufgerichtet und wre umhergezogen und gen Gilgal hinabgekommen.
1Sa 15:13 Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seist du dem HErrn! Ich habe des HErrn Wort erfllt.
1Sa 15:14 Samuel antwortete: Was ist denn das fr ein Blken der Schafe in meinen Ohren und ein Brllen der Rinder, die ich hre?
1Sa 15:15 Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder um des Opfers willen des HErrn, deines Gottes; das andere haben wir verbannt.
1Sa 15:16 Samuel aber antwortete Saul: Lass dir sagen, was der HErr mit mir geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage an!
1Sa 15:17 Samuel sprach: Ist's nicht also? Da du klein warst vor deinen Augen, wurdest du das Haupt unter den Stmmen Israels, und der HErr salbte dich zum Knig ber Israel?
1Sa 15:18 Und der HErr sandte dich auf den Weg und sprach: Zieh hin und verbanne die Snder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vertilgst!
1Sa 15:19 Warum hast du nicht gehorcht der Stimme des HErrn, sondern hast dich zum Raub gewandt und bel gehandelt vor den Augen des HErrn?
1Sa 15:20 Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des HErrn gehorcht und bin hingezogen des Wegs, den mich der HErr sandte, und habe Agag, der Amalekiter Knig, gebracht und die Amalekiter verbannt;
1Sa 15:21 Aber das Volk hat vom Raub genommen, Schafe und Rinder, das Beste unter dem Verbannten, dem HErrn deinem Gott, zu opfern in Gilgal.
1Sa 15:22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HErr Lust habe am Opfer und Brandopfer gleich wie am Gehorsam gegen die Stimme des Herrn? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer, und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern;
1Sa 15:23 denn Ungehorsam ist eine Zaubereisnde, und Widerstreben ist Abgtterei und Gtzendienst. Weil du nun des HErrn Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht Knig seist.
1Sa 15:24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesndigt, dass ich des HErrn Befehl und deine Worte bertreten habe; denn ich frchtete das Volk und gehorchte ihrer Stimme.
1Sa 15:25 Und nun vergib mir die Snden und kehre mit mir um, dass ich den HErrn anbete.
1Sa 15:26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des HErrn Wort verworfen, und der HErr hat dich auch verworfen, dass du nicht Knig seist ber Israel.
1Sa 15:27 Und als Samuel sich umwandte, dass er wegginge, ergriff er ihn bei einem Zipfel seines Rocks, und er zerriss.
1Sa 15:28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HErr hat das Knigreich Israel heute von dir gerissen und deinem Nchsten gegeben, der besser ist denn du.
1Sa 15:29 Auch lgt der Held in Israel nicht, und es gereut ihn nicht; denn er ist nicht ein Mensch, dass ihn etwas gereuen sollte.
1Sa 15:30 Er aber sprach: Ich habe gesndigt; aber ehre mich doch jetzt vor den ltesten meines Volks und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den HErrn, deinen Gott, anbete.
1Sa 15:31 Also kehrte Samuel um und folgte Saul nach, dass Saul den HErrn anbetete.
1Sa 15:32 Samuel aber sprach: Lasst her zu mir bringen Agag, der Amalekiter Knig. Und Agag ging zu ihm getrost und sprach: Also muss man des Todes Bitterkeit vertreiben.
1Sa 15:33 Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubt hat, also soll auch deine Mutter der Kinder beraubt sein unter den Weibern. Also hieb Samuel den Agag zu Stcken vor dem HErrn in Gilgal.
1Sa 15:34 Und Samuel ging hin gen Rama; Saul aber zog hinauf zu seinem Hause zu Gibea Sauls.
1Sa 15:35 Und Samuel sah Saul frder nicht mehr bis an den Tag seines Todes. Aber doch trug Samuel Leid um Saul, dass es den HErrn gereut hatte, dass er Saul zum Knig ber Israel gemacht hatte.
1Sa 16:1 Und der HErr sprach zu Samuel: Wie lange trgst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht Knig sei ber Israel? Flle dein Horn mit l und gehe hin: ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Shnen habe ich mir einen Knig ersehen.
1Sa 16:2 Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwrgen. Der HErr sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HErrn zu opfern.
1Sa 16:3 Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, dass du mir salbest, welchen ich dir sagen werde.
1Sa 16:4 Samuel tat, wie ihm der HErr gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die ltesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, dass du kommst?
1Sa 16:5 Er sprach: Ja, ich bin gekommen, dem HErrn zu opfern; heiligt euch und kommt zu mir zum Opfer. Und er heiligte Isai und seine Shne und lud sie zum Opfer.
1Sa 16:6 Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, der sei vor dem HErrn sein Gesalbter.
1Sa 16:7 Aber der HErr sprach zu Samuel: Sieh nicht an seine Gestalt noch seine groe Person; ich habe ihn verworfen. Denn es geht nicht, wie ein Mensch sieht: ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HErr aber sieht das Herz an.
1Sa 16:8 Da rief Isai den Abinadab und lie ihn an Samuel vorbergehen. Und er sprach: Diesen hat der HErr auch nicht erwhlt.
1Sa 16:9 Da lie Isai vorbergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HErr auch nicht erwhlt.
1Sa 16:10 Da lie Isai seine sieben Shne an Samuel vorbergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HErr hat der keinen erwhlt.
1Sa 16:11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch brig der jngste; und siehe, er htet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai; Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hierherkomme.
1Sa 16:12 Da sandte er hin und lie ihn holen. Und er war brunlich, mit schnen Augen und guter Gestalt. Und der HErr sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's.
1Sa 16:13 Da nahm Samuel sein lhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brdern. Und der Geist des HErrn geriet ber David von dem Tage an und frder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.
1Sa 16:14 Und der Geist des HErrn wich von Saul, und ein bser Geist vom HErrn machte ihn unruhig.
1Sa 16:15 Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein bser Geist von Gott macht dich sehr unruhig;
1Sa 16:16 unser Herr sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der auf der Harfe wohl spielen knne, auf dass, wenn der bse Geist Gottes ber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, dass es besser mit dir werde.
1Sa 16:17 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Seht nach einem Mann, der des Saitenspiels kundig ist, und bringt ihn zu mir.
1Sa 16:18 Da antwortete der Jnglinge einer und sprach: Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der ist des Saitenspiels kundig; ein rstiger Mann und streitbar und verstndig in seinen Reden und schn, und der HErr ist mit ihm.
1Sa 16:19 Da sandte Saul Boten zu Isai und lie ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist.
1Sa 16:20 Da nahm Isai einen Esel mit Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenbcklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David.
1Sa 16:21 Also kam David zu Saul und diente vor ihm, und er gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Waffentrger.
1Sa 16:22 Und Saul sandte zu Isai und lie ihm sagen: Lass David vor mir bleiben; denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen.
1Sa 16:23 Wenn nun der Geist Gottes ber Saul kam, so nahm David die Harfe und spielte mit seiner Hand; so erquickte sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der bse Geist wich von ihm.
1Sa 17:1 Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Ephes-Dammim.
1Sa 17:2 Aber Saul und die Mnner Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde und rsteten sich zum Streit gegen die Philister.
1Sa 17:3 Und die Philister standen auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, dass ein Tal zwischen ihnen war.
1Sa 17:4 Da trat aus den Lagern der Philister ein Riese mit Namen Goliath von Gath, sechs Ellen und eine Handbreit hoch;
1Sa 17:5 und er hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und einen schuppendichten Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war fnftausend Lot Erz,
1Sa 17:6 und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln und einen ehernen Schild auf seinen Schultern.
1Sa 17:7 Und der Schaft seines Spiees war wie ein Weberbaum, und das Eisen seines Spiees hatte sechshundert Lot Eisen; und sein Schildtrger ging vor ihm her.
1Sa 17:8 Und er stand und rief zu dem Heer Israels und sprach zu ihnen: Was seid ihr ausgezogen, euch zu rsten in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister und ihr Sauls Knechte? Erwhlt einen unter euch, der zu mir herabkomme.
1Sa 17:9 Vermag er wider mich zu streiten und schlgt mich, so wollen wir eure Knechte sein; vermag ich aber wider ihn und schlage ihn, so sollt ihr unsre Knechte sein, dass ihr uns dient.
1Sa 17:10 Und der Philister sprach: Ich habe heutigestages dem Heer Israels Hohn gesprochen: Gebt mir einen und lasst uns miteinander streiten.
1Sa 17:11 Da Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters hrten, entsetzten sie sich und frchteten sich sehr.
1Sa 17:12 David aber war jenes ephrathischen Mannes Sohn von Bethlehem-Juda, der hie Isai; der hatte acht Shne und war ein alter Mann zu Sauls Zeiten und war betagt unter den Mnnern.
1Sa 17:13 Und die drei ltesten Shne Isais waren mit Saul in den Streit gezogen und hieen mit Namen: Eliab, der erstgeborene, Abinadab, der andere, und Samma, der dritte.
1Sa 17:14 David aber war der jngste. Da aber die drei ltesten mit Saul in den Krieg zogen,
1Sa 17:15 ging David ab und zu von Saul, dass er die Schafe seines Vaters htete zu Bethlehem.
1Sa 17:16 Aber der Philister trat herzu frhmorgens und abends und stellt sich dar vierzig Tage.
1Sa 17:17 Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm fr deine Brder dieses Epha gerstete Krner und diese zehn Brote und lauf ins Heer zu deinen Brdern,
1Sa 17:18 und diese zehn frischen Kse und bringe sie dem Hauptmann und besuche deine Brder, ob's ihnen wohl gehe, und nimm, was sie dir befehlen.
1Sa 17:19 Saul aber und sie und alle Mnner Israels waren im Eichgrunde und stritten wider die Philister.
1Sa 17:20 Da machte sich David des Morgens frh auf und lie die Schafe dem Hter und trug und ging hin, wie ihm Isai geboten hatte und kam zur Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen und hatte sich gerstet, und sie schrieen im Streit.
1Sa 17:21 Denn Israel hatte sich gerstet; so waren die Philister wider ihr Heer auch gerstet.
1Sa 17:22 Da lie David das Gef, das er trug, unter dem Hter des Gertes und lief zum Heer und ging hinein und grte seine Brder.
1Sa 17:23 Und da er noch mit ihnen redete, siehe, da trat herauf der Riese mit Namen Goliath, der Philister von Gath, aus der Philister Heer und redete wie vorhin, und David hrte es.
1Sa 17:24 Aber jedermann in Israel, wenn er den Mann sah, floh er vor ihm und frchtete sich sehr.
1Sa 17:25 Und jedermann in Israel sprach: Habt ihr den Mann gesehen herauftreten? Denn er ist heraufgetreten Israel Hohn zu sprechen. Und wer ihn schlgt, den will der Knig sehr reich machen und ihm seine Tochter geben und will seines Vaters Haus freimachen in Israel.
1Sa 17:26 Da sprach David zu den Mnnern, die bei ihm standen: Was wird man dem tun, der diesen Philister schlgt und die Schande von Israel wendet? Denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der das Heer des lebendigen Gottes hhnt?
1Sa 17:27 Da sagte ihm das Volk wie vorhin: So wird man tun dem, der ihn schlgt.
1Sa 17:28 Und Eliab, sein ltester Bruder, hrte ihn reden mit den Mnnern und ergrimmte mit Zorn wider David und sprach: Warum bist du herabgekommen? und wem hast du die wenigen Schafe dort in der Wste gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und deines Herzens Bosheit. Denn du bist herabgekommen, dass du den Streit sehest.
1Sa 17:29 David antwortete: Was habe ich dir nun getan? Ist mir's nicht befohlen?
1Sa 17:30 und wandte sich von ihm gegen einen andern und sprach, wie er vorhin gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk wie vorhin.
1Sa 17:31 Und da sie die Worte hrten, die David sagte, verkndigten sie es vor Saul, und er lie ihn holen.
1Sa 17:32 Und David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz um deswillen; Dein Knecht soll hingehen und mit dem Philister streiten.
1Sa 17:33 Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen wider diesen Philister, mit ihm zu streiten; denn du bist ein Knabe, dieser aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf.
1Sa 17:34 David aber sprach zu Saul: Dein Knecht htete die Schafe seines Vaters, und es kam ein Lwe und ein Br und trug ein Schaf weg von der Herde;
1Sa 17:35 und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maul. Und da er sich ber mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und ttete ihn.
1Sa 17:36 Also hat dein Knecht geschlagen beide, den Lwen und den Bren. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleich wie deren einer; denn er hat geschndet das Heer des lebendigen Gottes.
1Sa 17:37 Und David sprach: Der HErr, der mich von dem Lwen und Bren errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister.
1Sa 17:38 Und Saul sprach zu David: Gehe hin, der HErr sei mit dir! Und Saul zog David seine Kleider an und setzte ihm seinen ehernen Helm auf sein Haupt und legte ihm seinen Panzer an.
1Sa 17:39 Und David grtete sein Schwert ber seine Kleider und fing an zu gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann nicht also gehen, denn ich bin's nicht gewohnt, und legte es von sich
1Sa 17:40 und nahm seinen Stab in seine Hand und erwhlte fnf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in seine Hirtentasche, die er hatte, und in den Sack und nahm die Schleuder in seine Hand und machte sich zu dem Philister.
1Sa 17:41 Und der Philister ging auch einher und machte sich zu David und sein Schildtrger vor ihm her.
1Sa 17:42 Da nun der Philister sah und schaute David an, verachtete er ihn; denn er war ein Knabe, brunlich und schn.
1Sa 17:43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stecken zu mir kommst? und fluchte dem David bei seinem Gott
1Sa 17:44 und sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde!
1Sa 17:45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spie und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des HErrn Zebaoth, des Gottes des Heeres Israels, das du gehhnt hast.
1Sa 17:46 Heutigestages wird dich der HErr in meine Hand berantworten, dass ich dich schlage und nehme dein Haupt von dir und gebe die Leichname des Heeres der Philister heute den Vgeln unter dem Himmel und dem Wild auf Erden, dass alles Land innewerde, dass Israel einen Gott hat,
1Sa 17:47 und dass alle diese Gemeinde innewerde, dass der HErr nicht durch Schwert noch Spie hilft; denn der Streit ist des HErrn, und er wird euch geben in unsre Hnde.
1Sa 17:48 Da sich nun der Philister aufmachte und daherging und nahte sich zu David, eilte David und lief auf das Heer zu, dem Philister entgegen.
1Sa 17:49 Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.
1Sa 17:50 Also berwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn und ttete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte,
1Sa 17:51 lief er und trat zu dem Philister und nahm sein Schwert und zog's aus der Scheide und ttete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, dass ihr Strkster tot war, flohen sie.
1Sa 17:52 Und die Mnner Israels und Judas machten sich auf und riefen und jagten den Philistern nach, bis man kommt ins Tal und bis an die Tore Ekrons. Und die Philister fielen erschlagen auf dem Wege zu den Toren bis gen Gath und gen Ekron.
1Sa 17:53 Und die Kinder Israel kehrten um von dem Nachjagen der Philister und beraubten ihr Lager.
1Sa 17:54 David aber nahm des Philisters Haupt und brachte es gen Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Htte.
1Sa 17:55 Da aber Saul David sah ausgehen wider die Philister, sprach er zu Abner, seinem Feldhauptmann: Wes Sohn ist der Knabe? Abner aber sprach: So wahr deinen Seele lebt, Knig, ich wei es nicht.
1Sa 17:56 Der Knig sprach: So frage darnach, wes Sohn der Jngling sei.
1Sa 17:57 Da nun David wiederkam von der Schlacht des Philisters, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul, und er hatte des Philisters Haupt in seiner Hand.
1Sa 17:58 Und Saul sprach zu ihm: Wes Sohn bist du, Knabe? David sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiten.
1Sa 18:1 Und da er hatte ausgeredet mit Saul, verband sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigen Herz.
1Sa 18:2 Und Saul nahm ihn des Tages und lie ihn nicht wieder zu seines Vaters Haus kommen.
1Sa 18:3 Und Jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie sein eigen Herz.
1Sa 18:4 Und Jonathan zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Grtel.
1Sa 18:5 Und David zog aus, wohin ihn Saul sandte, und hielt sich klglich. Und Saul setzte ihn ber Kriegsleute; und er gefiel wohl allem Volk, auch den Knechten Sauls.
1Sa 18:6 Es begab sich aber, da er wiedergekommen war von des Philisters Schlacht, dass die Weiber aus allen Stdten Israels waren gegangen mit Gesang und Reigen, dem Knig Saul entgegen, mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen.
1Sa 18:7 Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen: Saul hat tausend geschlagen, aber David zehntausend.
1Sa 18:8 Da ergrimmte Saul sehr, und gefiel ihm das Wort bel und sprach: Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend: das Knigreich will noch sein werden!
1Sa 18:9 Und Saul sah David sauer an von dem Tage und hinfort.
1Sa 18:10 Des andern Tages geriet der bse Geist von Gott ber Saul, und er raste daheim in seinem Hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner Hand, wie er tglich pflegte. Und Saul hatte einen Spie in der Hand
1Sa 18:11 und er schoss ihn und gedachte: Ich will David an die Wand spieen. David aber wandte sich zweimal von ihm.
1Sa 18:12 Und Saul frchtete sich vor David; denn der HErr war mit ihm und war von Saul gewichen.
1Sa 18:13 Da tat ihn Saul von sich und setzte ihn zum Frsten ber tausend Mann; und er zog aus und ein vor dem Volk.
1Sa 18:14 Und David hielt sich klglich in allem seinem Tun, und der HErr war mit ihm.
1Sa 18:15 Da nun Saul sah, dass er sich so klglich hielt, scheute er sich vor ihm.
1Sa 18:16 Aber ganz Israel und Juda hatte David lieb; denn er zog aus und ein vor ihnen her.
1Sa 18:17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine grte Tochter Merab will ich dir zum Weibe geben; sei mir nur tapfer und fhre des HErrn Kriege. Denn Saul gedachte: Meine Hand soll nicht an ihm sein, sondern die Hand der Philister.
1Sa 18:18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich? und was ist mein Leben und das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich des Knigs Eidam werden soll?
1Sa 18:19 Da aber die Zeit kam, dass Merab, die Tochter Sauls, sollte David gegeben werden, ward sie Adriel, dem Meholathiter, zum Weibe gegeben.
1Sa 18:20 Aber Michal, Sauls Tochter, hatte den David lieb. Da das Saul angesagt ward, sprach er: Das ist recht;
1Sa 18:21 ich will sie ihm geben, dass sie ihm zum Fall gerate und der Philister Hnde ber ihn kommen. Und sprach zu David: Du sollst heute mit der andern mein Eidam werden.
1Sa 18:22 Und Saul gebot seinen Knechten: Redet mit David heimlich und sprecht: Siehe, der Knig hat Lust zu dir, und alle seine Knechte lieben dich; so sei nun des Knigs Eidam.
1Sa 18:23 Und die Knechte Sauls redeten solche Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: Dnkt euch das ein Geringes, des Knigs Eidam zu sein? Ich aber bin ein armer, geringer Mann.
1Sa 18:24 Und die Knechte Sauls sagten es ihm wieder und sprachen: Solche Worte hat David geredet.
1Sa 18:25 Saul sprach: So sagt zu David: Der Knig begehrt keine Morgengabe, nur hundert Vorhute von den Philistern, dass man sich rche an des Knigs Feinden. Denn Saul trachtete David zu fllen durch der Philister Hand.
1Sa 18:26 Da sagten seine Knechte David an solche Worte, und deuchte David die Sache gut, dass er des Knigs Eidam wrde. Und die Zeit war noch nicht aus,
1Sa 18:27 da machte sich David auf und zog mit seinen Mnnern und schlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhute dem Knig in voller Zahl, dass er des Knigs Eidam wrde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zum Weibe.
1Sa 18:28 Und Saul sah und merkte, dass der HErr mit David war. Und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb.
1Sa 18:29 Da frchtete sich Saul noch mehr vor David und ward sein Feind sein Leben lang.
1Sa 18:30 Und da der Philister Frsten auszogen, handelte David klglicher denn alle Knechte Sauls, wenn sie auszogen, dass sein Name hoch gepriesen ward.
1Sa 19:1 Saul aber redete mit seinem Sohn Jonathan und mit allen seinen Knechten, dass sie David sollten tten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte David sehr lieb
1Sa 19:2 und verkndigte es ihm und sprach: Mein Vater Saul trachtet darnach, dass er dich tte. Nun, so bewahre dich morgen und bleib verborgen und verstecke dich.
1Sa 19:3 Ich will aber herausgehen und neben meinem Vater stehen auf dem Felde, da du bist, und von dir mit meinem Vater reden; und was ich sehe, will ich dir kundtun.
1Sa 19:4 Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Es versndige sich der Knig nicht an seinem Knecht David; denn er hat keine Snde wider dich getan, und sein Tun ist dir sehr ntze,
1Sa 19:5 und er hat sein Leben in seine Hand gesetzt und schlug den Philister, und der HErr tat ein groes Heil dem ganzen Israel. Das hast du gesehen und dich des gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versndigen, dass du David ohne Ursache ttest?
1Sa 19:6 Da gehorchte Saul der Stimme Jonathans und schwur: So wahr der HErr lebt, er soll nicht sterben!
1Sa 19:7 Da rief Jonathan David und sagte ihm alle diese Worte und brachte ihn zu Saul, dass er zu ihm war wie zuvor.
1Sa 19:8 Es erhob sich aber wieder ein Streit, und David zog aus und stritt wider die Philister und tat eine groe Schlacht, dass sie vor ihm flohen.
1Sa 19:9 Aber der bse Geist vom HErrn kam ber Saul, und er sa in seinem Hause und hatte einen Spie in seiner Hand; David aber spielte auf den Saiten mit der Hand.
1Sa 19:10 Und Saul trachtete, David mit dem Spie an die Wand zu spieen. Er aber riss sich von Saul, und der Spie fuhr in die Wand. David aber floh und entrann dieselbe Nacht.
1Sa 19:11 Saul sandte aber Boten zu Davids Haus, dass sie ihn verwahrten und tteten am Morgen. Das verkndigte dem David sein Weib Michal und sprach: Wirst du nicht diese Nacht deine Seele erretten, so musst du morgen sterben.
1Sa 19:12 Da lie ihn Michal durchs Fenster hernieder, dass er hinging, entfloh und entrann.
1Sa 19:13 Und Michal nahm ein Gtzenbild und legte es ins Bett und legte ein Ziegenfell zu seinen Hupten und deckte es mit Kleidern zu.
1Sa 19:14 Da sandte Saul Boten, dass sie David holten. Sie aber sprach: Er ist krank.
1Sa 19:15 Saul aber sandte Boten, nach David zu sehen, und sprach: Bringt ihn herauf zu mir mit dem Bett, dass er gettet werde!
1Sa 19:16 Da nun die Boten kamen, siehe, da lag das Bild im Bett und ein Ziegenfell zu seinen Hupten.
1Sa 19:17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich betrogen und meinen Feind gelassen, dass er entrnne? Michal sprach zu Saul: Er sprach zu mir: Lass mich gehen, oder ich tte dich!
1Sa 19:18 David aber entfloh und entrann und kam zu Samuel nach Rama und sagte ihm an alles, was ihm Saul getan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und sie blieben zu Najoth.
1Sa 19:19 Und es ward Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama.
1Sa 19:20 Da sandte Saul Boten, dass sie David holten; und sie sahen den Chor der Propheten weissagen, und Samuel war ihr Vorsteher. Da kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, dass auch sie weissagten.
1Sa 19:21 Da das Saul ward angesagt, sandte er andere Boten; die weissagten auch. Da sandte er die dritten Boten; die weissagten auch.
1Sa 19:22 Da ging er selbst auch gen Rama. Und da er kam zum groen Brunnen, der zu Seku ist, fragte er und sprach: Wo ist Samuel und David? Da ward ihm gesagt: Siehe, zu Najoth in Rama.
1Sa 19:23 Und er ging dahin gen Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn, und er ging einher und weissagte, bis er kam gen Najoth in Rama.
1Sa 19:24 Und er zog auch seine Kleider aus und weissagte auch vor Samuel und fiel blo nieder den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: Ist Saul auch unter den Propheten? 
1Sa 20:1 David aber floh von Najoth in Rama und kam und redete vor Jonathan: Was habe ich getan? Was habe ich missgehandelt? Was habe ich gesndigt vor deinem Vater, dass er nach meinem Leben steht?
1Sa 20:2 Er aber sprach zu Ihm: Das sei ferne; du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut nichts, weder Groes noch Kleines, das er nicht meinen Ohren offenbare; warum sollte denn mein Vater dies vor mir verbergen? Es wird nicht so sein.
1Sa 20:3 Da schwur David weiter und sprach: Dein Vater wei wohl, dass ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe; darum wird er denken: Jonathan soll solches nicht wissen, es mchte ihn bekmmern. Wahrlich, so wahr der HErr lebt, und so wahr deine Seele lebt, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tode.
1Sa 20:4 Jonathan sprach zu David: Ich will an dir tun, was dein Herz begehrt.
1Sa 20:5 David sprach zu ihm: Siehe, morgen ist der Neumond, da ich mit dem Knig zu Tisch sitzen sollte; so lass mich, dass ich mich auf dem Felde verberge bis an den Abend des dritten Tages.
1Sa 20:6 Wird dein Vater nach mir fragen, so sprich: David bat mich, dass er gen Bethlehem, zu seiner Stadt, laufen mchte; denn es ist ein jhrlich Opfer daselbst dem ganzen Geschlecht.
1Sa 20:7 Wird er sagen: Es ist gut, so steht es wohl um deinen Knecht. Wird er aber ergrimmen, so wirst du merken, dass Bses bei ihm beschlossen ist.
1Sa 20:8 So tue nun Barmherzigkeit an deinem Knecht; denn du hast mit mir, deinem Knecht, einen Bund im HErrn gemacht. Ist aber eine Missetat an mir, so tte du mich; denn warum wolltest du mich zu deinem Vater bringen?
1Sa 20:9 Jonathan sprach: Das sei ferne von dir, dass ich sollte merken, dass Bses bei meinem Vater beschlossen wre ber dich zu bringen, und sollte es dir nicht ansagen.
1Sa 20:10 David aber sprach: Wer will mir's ansagen, so dir dein Vater etwas Hartes antwortet?
1Sa 20:11 Jonathan sprach zu David: Komm, lass uns aufs Feld gehen! Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.
1Sa 20:12 Und Jonathan sprach zu David: HErr, Gott Israels, wenn ich erforsche an meinem Vater morgen und am dritten Tag, dass es wohl steht mit David, und nicht hinsende zu dir und es vor deinen Ohren offenbare,
1Sa 20:13 so tue der HErr dem Jonathan dies und jenes. Wenn aber das Bse meinem Vater gefllt wider dich, so will ich's auch vor deinen Ohren offenbaren und dich ziehen lassen, dass du mit Frieden weggehst. Und der HErr sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist.
1Sa 20:14 Tue ich's nicht, so tue keine Barmherzigkeit des HErrn an mir, solange ich lebe, auch nicht, so ich sterbe.
1Sa 20:15 Und wenn der HErr die Feinde Davids ausrotten wird, einen jeglichen aus dem Lande, so reie du deine Barmherzigkeit nicht von meinem Hause ewiglich.
1Sa 20:16 Also machte Jonathan einen Bund mit dem Hause Davids und sprach: Der HErr fordere es von der Hand der Feinde Davids.
1Sa 20:17 Und Jonathan fuhr fort und schwur David, so lieb hatte er ihn; denn er hatte ihn so lieb wie seine Seele.
1Sa 20:18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist der Neumond, so wird man nach dir fragen; denn man wird dich vermissen, wo du zu sitzen pflegst.
1Sa 20:19 Des dritten Tages aber komm bald hernieder und gehe an einen Ort, da du dich verbergest am Werktage, und setze dich an den Stein Asel.
1Sa 20:20 So will ich zu seiner Seite drei Pfeile schieen, als ob ich nach dem Ziel schsse.
1Sa 20:21 Und siehe, ich will den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile! Werde ich zu dem Knaben sagen: Siehe, die Pfeile liegen hierwrts hinter dir, hole sie! so komm, denn es ist Friede und hat keine Gefahr, so wahr der HErr lebt.
1Sa 20:22 Sage ich aber zum Jngling: Siehe, die Pfeile liegen dortwrts vor dir! so gehe hin, denn der HErr hat dich lassen gehen.
1Sa 20:23 Was aber du und ich miteinander geredet haben, da ist der HErr zwischen mir und dir ewiglich.
1Sa 20:24 David verbarg sich im Felde. Und da der Neumond kam, setzte sich der Knig zu Tisch, zu essen.
1Sa 20:25 Da sich aber der Knig gesetzt hatte an seinen Ort, wie er gewohnt war, an der Wand, stand Jonathan auf; Abner aber setzte sich an die Seite Sauls. Und man vermisste David an seinem Ort.
1Sa 20:26 Und Saul redete des Tages nichts; denn er gedachte; Es ist ihm etwas widerfahren, dass er nicht rein ist.
1Sa 20:27 Des andern Tages nach dem Neumond, da man David vermisste an seinem Ort, sprach Saul zu seinem Sohn Jonathan: Warum ist der Sohn Isai nicht zu Tisch gekommen, weder gestern noch heute?
1Sa 20:28 Jonathan antwortete Saul: Er bat mich sehr, dass er gen Bethlehem ginge,
1Sa 20:29 und sprach: Lass mich gehen; denn unser Geschlecht hat zu opfern in der Stadt, und mein Bruder hat mir's selbst geboten; habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so will ich hinweg und meine Brder sehen. Darum ist er nicht gekommen zu des Knigs Tisch.
1Sa 20:30 Da ergrimmte der Zorn Sauls wider Jonathan, und er sprach zu ihm: Du ungehorsamer Bsewicht! ich wei wohl, dass du den Sohn Isais auserkoren hast, dir und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande.
1Sa 20:31 Denn solange der Sohn Isais lebt auf Erden, wirst du, dazu auch dein Knigreich, nicht bestehen. So sende nun hin und lass ihn herholen zu mir; denn er muss sterben.
1Sa 20:32 Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?
1Sa 20:33 Da schoss Saul den Spie nach ihm, dass er ihn spiete. Da merkte Jonathan, dass bei seinem Vater gnzlich beschlossen war, David zu tten,
1Sa 20:34 und stand auf vom Tisch mit grimmigem Zorn und a des andern Tages nach dem Neumond kein Brot; denn er war bekmmert um David, dass ihn sein Vater also verdammte.
1Sa 20:35 Des Morgens ging Jonathan hinaus aufs Feld, dahin David bestimmt hatte, und ein kleiner Knabe mit ihm;
1Sa 20:36 und sprach zu dem Knaben: Lauf und suche mir die Pfeile, die ich schiee! Da aber der Knabe lief, schoss er einen Pfeil ber ihn hin.
1Sa 20:37 Und als der Knabe kam an den Ort, dahin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm Jonathan nach und sprach: Der Pfeil liegt dortwrts vor dir.
1Sa 20:38 Und rief abermals ihm nach: Rasch! eile, und stehe nicht still! Da las der Knabe Jonathans Pfeile auf und brachte sie zu seinem Herrn.
1Sa 20:39 Und der Knabe wusste nichts darum; allein Jonathan und David wussten um die Sache.
1Sa 20:40 Da gab Jonathan seine Waffen seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe hin und trage sie in die Stadt.
1Sa 20:41 Da der Knabe hineinkam, stand David auf vom Ort gegen Mittag und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder, und sie kssten sich miteinander und weinten miteinander, David aber am allermeisten.
1Sa 20:42 Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin mit Frieden! Was wir beide geschworen haben im Namen des HErrn und gesagt: Der HErr sei zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen, das bleibe ewiglich.
1Sa 21:1 Und Jonathan machte sich auf und kam in die Stadt.
1Sa 21:2 David aber kam gen Nobe zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech entsetzte sich, da er David entgegenging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein und ist kein Mann mit dir?
1Sa 21:3 David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der Knig hat mir eine Sache befohlen und sprach zu mir: Lass niemand wissen, warum ich dich gesandt habe und was ich dir befohlen habe. Denn ich habe auch meine Leute an den und den Ort beschieden.
1Sa 21:4 Hast du nun etwas unter deiner Hand, ein Brot oder fnf, die gib mir in meine Hand, oder was du findest.
1Sa 21:5 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gemeines Brot unter meiner Hand, sondern heiliges Brot; wenn sich nur die Leute von Weibern enthalten htten!
1Sa 21:6 David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Es sind die Weiber drei Tage uns versperrt gewesen, da ich auszog, und der Leute Zeug war heilig; ist aber dieser Weg unheilig, so wird er heute geheiligt werden an dem Zeuge.
1Sa 21:7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot, weil kein anderes da war denn die Schaubrote, die man vor dem HErrn abhob, dass man anderes frisches Brot auflegte des Tages, da man sie wegnahm.
1Sa 21:8 Es war aber des Tages ein Mann drinnen versperrt vor dem HErrn aus den Knechten Sauls, mit Namen Doeg, ein Edomiter, der mchtigste unter den Hirten Sauls.
1Sa 21:9 Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Spie oder Schwert? Ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen; denn die Sache des Knigs war eilend.
1Sa 21:10 Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du schlugst im Eichgrunde, das ist hier, gewickelt in einen Mantel hinter dem Leibrock. Willst du das, so nimm's hin; denn es ist hier kein anderes als das. David sprach: Es ist seinesgleichen nicht; gib mir's!
1Sa 21:11 Und David machte sich auf und floh vor Saul und kam zu Achis, dem Knig zu Gath.
1Sa 21:12 Aber die Knechte des Achis sprachen zu ihm: Das ist der David, des Landes Knig, von dem sie sangen im Reigen und sprachen: Saul schlug tausend, David aber zehntausend.
1Sa 21:13 Und David nahm die Rede zu Herzen und frchtete sich sehr vor Achis, dem Knig zu Gath,
1Sa 21:14 und verstellte seine Gebrde vor ihnen und tobte unter ihren Hnden und stie sich an die Tr am Tor, und sein Geifer flo ihm in den Bart.
1Sa 21:15 Da sprach Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, dass der Mann unsinnig ist; warum habt ihr ihn zu mir gebracht?
1Sa 21:16 Habe ich der Unsinnigen zu wenig, dass ihr diesen herbrchtet, dass er neben mir rasete? Sollte der in mein Haus kommen?
1Sa 22:1 David ging von dannen und entrann in die Hhle Adullam. Da das seine Brder hrten und das ganze Haus seines Vaters, kamen sie zu ihm hinab dahin.
1Sa 22:2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Mnner, die in Not und Schulden und betrbten Herzens waren; und er war ihr Oberster, dass bei vierhundert Mann bei ihm waren.
1Sa 22:3 Und David ging von da gen Mizpe in der Moabiter Land und sprach zu der Moabiter Knig: Lass meinen Vater und meine Mutter bei euch aus und ein gehen, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird.
1Sa 22:4 Und er lie sie vor dem Knig der Moabiter, dass sie bei ihm blieben, solange David sich barg an sicherem Orte.
1Sa 22:5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht verborgen, sondern gehe hin und komm ins Land Juda. Da ging David hin und kam in den Wald Hereth.
1Sa 22:6 Und es kam vor Saul, dass David und die Mnner, die bei ihm waren, wren hervorgekommen. Und Saul sa zu Gibea unter dem Baum auf der Hhe und hatte seinen Spie in der Hand, und alle seine Knechte standen neben ihm.
1Sa 22:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten, die neben ihm standen: Hret, ihr Benjaminiter! wird auch der Sohn Isais euch allen cker und Weinberge geben und euch alle ber tausend und ber hundert zu Obersten machen,
1Sa 22:8 dass ihr euch alle verbunden habt wider mich und ist niemand, der es meinen Ohren offenbarte, weil auch mein Sohn einen Bund gemacht hat mit dem Sohn Isais? Ist niemand unter euch, den es krnke meinethalben und der es meinen Ohren offenbare? Denn mein Sohn hat meinen Knecht wider mich auferweckt, dass er mir nachstellt, wie es am Tage ist.
1Sa 22:9 Da antwortete Doeg, der Edomiter, der neben den Knechten Sauls stand, und sprach: Ich sah den Sohn Isais, dass er gen Nobe kam zu Ahimelech, dem Sohn Ahitobs.
1Sa 22:10 Der fragte den HErrn fr ihn und gab ihm Speise und das Schwert Goliaths, des Philisters.
1Sa 22:11 Da sandte der Knig hin und lie rufen Ahimelech, den Priester, den Sohn Ahitobs, und seines Vaters ganzes Haus, die Priester, die zu Nobe waren. Und sie kamen alle zum Knig.
1Sa 22:12 Und Saul sprach: Hre, du Sohn Ahitobs! Er sprach: Hier bin ich, mein Herr.
1Sa 22:13 Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr einen Bund wider mich gemacht, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und Schwert gegeben und Gott fr ihn gefragt hast, dass du ihn erweckest, dass er mir nachstelle, wie es am Tage ist?
1Sa 22:14 Ahimelech antwortete dem Knig und sprach: Und wer ist unter allen deinen Knechten wie David, der getreu ist und des Knigs Eidam und geht in deinem Gehorsam und ist herrlich gehalten in deinem Hause?
1Sa 22:15 Habe ich denn heute erst angefangen Gott fr ihn zu fragen? Das sei ferne von mir! Der Knig lege solches seinem Knecht nicht auf noch meines Vaters ganzem Hause; denn dein Knecht hat von allem diesem nichts gewusst, weder Kleines noch Groes.
1Sa 22:16 Aber der Knig sprach: Ahimelech, du musst des Todes sterben, du und deines Vater ganzes Haus.
1Sa 22:17 Und der Knig sprach zu seinen Trabanten, die neben ihm standen: Wendet euch und ttet des HErrn Priester! denn ihre Hand ist auch mit David, und da sie wussten, dass er floh, haben sie mir's nicht erffnet. Aber die Knechte des Knigs wollten ihre Hnde nicht an die Priester des HErrn legen, sie zu erschlagen.
1Sa 22:18 Da sprach der Knig zu Doeg: Wende du dich und erschlage die Priester! Doeg, der Edomiter, wandte sich und erschlug die Priester, dass des Tages starben fnfundachtzig Mnner, die leinene Leibrcke trugen.
1Sa 22:19 Und die Stadt der Priester, Nobe, schlug er mit der Schrfe des Schwerts, Mann und Weib, Kinder und Suglinge, Ochsen und Esel und Schafe.
1Sa 22:20 Es entrann aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitobs, der hie Abjathar, und floh David nach
1Sa 22:21 und verkndigte ihm, dass Saul die Priester des HErrn erwrgt htte.
1Sa 22:22 David aber sprach zu Abjathar: Ich wusste es wohl an dem Tage, da der Edomiter Doeg da war, dass er's wrde Saul ansagen. Ich bin schuldig an allen Seelen in deines Vaters Hause.
1Sa 22:23 Bleibe bei mir und frchte dich nicht; wer nach meinem Leben steht, der soll auch nach deinem Leben stehen, und sollst mit mir bewahrt werden.
1Sa 23:1 Und es ward David angesagt: Siehe, die Philister streiten wider Kegila und berauben die Tennen.
1Sa 23:2 Da fragte David den HErrn und sprach: Soll ich hingehen und diese Philister schlagen? Und der HErr sprach zu David: Gehe hin! du wirst die Philister schlagen und Kegila erretten.
1Sa 23:3 Aber die Mnner bei David sprachen zu ihm: Siehe, wir frchten uns hier in Juda, und wollen hingehen gen Kegila zu der Philister Heer?
1Sa 23:4 Da fragte David wieder den HErrn, und der HErr antwortete ihm und sprach: Auf, zieh hinab gen Kegila! denn ich will die Philister in deine Hnde geben.
1Sa 23:5 Also zog David samt seinen Mnnern gen Kegila und stritt wider die Philister und trieb ihnen ihr Vieh weg und tat eine groe Schlacht an ihnen. Also errettete David die zu Kegila.
1Sa 23:6 Denn da Abjathar, der Sohn Ahimelechs, floh zu David gen Kegila, trug er den Leibrock mit sich hinab.
1Sa 23:7 Da ward Saul angesagt, dass David gen Kegila gekommen wre, und er sprach: Gott hat ihn in meine Hnde bergeben, dass er eingeschlossen ist, nun er in eine Stadt gekommen ist, mit Tren und Riegeln verwahrt.
1Sa 23:8 Und Saul lie alles Volk rufen zum Streit hinab gen Kegila, dass sie David und seine Mnner belagerten.
1Sa 23:9 Da aber David merkte, dass Saul Bses ber ihn gedachte, sprach er zu dem Priester Abjathar: Lange den Leibrock her!
1Sa 23:10 Und David sprach: HErr, Gott Israels, dein Knecht hat gehrt, dass Saul darnach trachte, dass er gen Kegila komme, die Stadt zu verderben um meinetwillen.
1Sa 23:11 Werden mich auch die Brger zu Kegila berantworten in seine Hnde? Und wird auch Saul herabkommen, wie dein Knecht gehrt hat? Das verkndige, HErr, Gott Israels, deinem Knecht! Und der HErr sprach: Er wird herabkommen.
1Sa 23:12 David sprach: Werden aber die Brger zu Kegila mich und meine Mnner berantworten in die Hnde Sauls? Der HErr sprach: Ja.
1Sa 23:13 Da machte sich David auf samt seinen Mnnern, deren bei sechshundert waren, und zogen aus von Kegila und wandelten, wo sie konnten. Da nun Saul angesagt ward, dass David von Kegila entronnen war, lie er sein Ausziehen anstehen.
1Sa 23:14 David aber blieb in der Wste verborgen und blieb auf dem Berge in der Wste Siph. Saul aber suchte ihn sein Leben lang; aber Gott gab ihn nicht in seine Hnde.
1Sa 23:15 Und David sah, dass Saul ausgezogen war, sein Leben zu suchen. Aber David war in der Wste Siph, in der Heide.
1Sa 23:16 Da machte sich Jonathan auf, der Sohn Sauls, und ging hin zu David in der Heide und strkte seine Hand in Gott
1Sa 23:17 und sprach zu ihm: Frchte dich nicht; meines Vaters Sauls Hand wird dich nicht finden, und du wirst Knig werden ber Israel, so will ich der nchste um dich sein; auch wei solches mein Vater wohl.
1Sa 23:18 Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem HErrn; und David blieb in der Heide, aber Jonathan zog wieder heim.
1Sa 23:19 Aber die Siphiter zogen hinauf zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David bei uns verborgen an sicherem Ort in der Heide, auf dem Hgel Hachila, der zur Rechten liegt an der Wste?
1Sa 23:20 So komme nun der Knig hernieder nach all seines Herzens Begehr, so wollen wir ihn berantworten in des Knigs Hnde.
1Sa 23:21 Da sprach Saul: Gesegnet seid ihr dem HErrn, dass ihr euch meiner erbarmt habt!
1Sa 23:22 So gehet nun hin und werdet's noch gewisser, dass ihr wisset und sehet, an welchem Ort seine Fe gewesen sind und wer ihn daselbst gesehen habe; denn mir ist gesagt, dass er listig ist.
1Sa 23:23 Besehet und erkundet alle Orte, da er sich verkriecht, und kommt wieder zu mir, wenn ihr's gewiss seid, so will ich mit euch ziehen. Ist er im Lande, so will ich nach ihm forschen unter allen Tausenden in Juda.
1Sa 23:24 Da machten sie sich auf und gingen gen Siph vor Saul hin. David aber und seine Mnner waren in der Wste Maon, auf dem Gefilde zur Rechten der Wste.
1Sa 23:25 Da nun Saul hinzog mit seinen Mnnern, zu suchen, ward's David angesagt; und er machte sich den Fels hinab und blieb in der Wste Maon. Da das Saul hrte, jagte er David nach in die Wste Maon.
1Sa 23:26 Und Saul mit seinen Mnnern ging an einer Seite des Berge, David mit seinen Mnnern an der anderen Seite des Berges. Da David aber eilte, dem Saul zu entgehen, da umringte Saul samt seinen Mnnern David und seine Mnner, dass er sie griffe.
1Sa 23:27 Aber es kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm! denn die Philister sind ins Land gefallen.
1Sa 23:28 Da kehrte sich Saul von dem Nachjagen Davids und zog hin, den Philistern entgegen; daher heit man den Ort Sela-Mahlekoth (das heit Scheidefels).
1Sa 24:1 Und David zog hinauf von dannen und barg sich auf den Berghhen zu Engedi.
1Sa 24:2 Da nun Saul wiederkam von den Philistern, ward ihm gesagt: Siehe, David ist in der Wste Engedi.
1Sa 24:3 Und Saul nahm dreitausend junger Mannschaft aus ganz Israel und zog hin, David samt seinen Mnnern zu suchen auf den Felsen der Gemsen.
1Sa 24:4 Und da er kam zu den Schafhrden am Wege, war daselbst eine Hhle, und Saul ging hinein seine Fe zu decken. David aber und seine Mnner saen hinten in der Hhle.
1Sa 24:5 Da sprachen die Mnner Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, davon der HErr dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine Hnde geben, dass du mit ihm tust, was dir gefllt. Und David stand auf und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sauls.
1Sa 24:6 Aber darnach schlug ihm sein Herz, dass er den Zipfel Sauls hatte abgeschnitten,
1Sa 24:7 und er sprach zu seinen Mnnern: Das lasse der HErr ferne von mir sein, dass ich das tun sollte und meine Hand legen an meinen Herrn, den Gesalbten des HErrn; denn er ist der Gesalbte des HErrn.
1Sa 24:8 Und David wies seine Mnner von sich mit den Worten und lie sie nicht sich wider Saul auflehnen. Da aber Saul sich aufmachte aus der Hhle und ging des Weges,
1Sa 24:9 machte sich darnach David auch auf und ging aus der Hhle und rief Saul hintennach und sprach: Mein Herr Knig! Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde und fiel nieder
1Sa 24:10 und sprach zu Saul: Warum gehorchst du der Menschen Wort, die da sagen: David sucht dein Unglck?
1Sa 24:11 Siehe, heutigestages sehen deine Augen, dass dich der HErr heute hat in meine Hnde gegeben in der Hhle, und es ward gesagt, dass ich dich sollte erwrgen. Aber es ward dein verschont; denn ich sprach: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen; denn er ist der Gesalbte des HErrn.
1Sa 24:12 Mein Vater, siehe doch den Zipfel von deinem Rock in meiner Hand, dass ich dich nicht erwrgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitt. Erkenne und sieh, dass nichts Bses in meiner Hand ist noch keine bertretung. Ich habe auch an dir nicht gesndigt, und du jagst meine Seele, dass du sie wegnehmest.
1Sa 24:13 Der HErr wird Richter sein zwischen mir und dir und mich an dir rchen; aber meine Hand soll nicht ber dir sein.
1Sa 24:14 Wie man sagt nach dem alten Sprichwort: Von Gottlosen kommt Untugend. Aber meine Hand soll nicht ber dir sein.
1Sa 24:15 Wem ziehst du nach, Knig von Israel? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzigen Floh.
1Sa 24:16 Der HErr sei Richter und richte zwischen mir und dir und sehe darein und fhre meine Sache aus und rette mich von deiner Hand.
1Sa 24:17 Als nun David solche Worte zu Saul hatte ausgeredet, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul hob auf seine Stimme und weinte
1Sa 24:18 und sprach zu David: Du bist gerechter denn ich: du hast mir Gutes bewiesen; ich aber habe dir Bses bewiesen;
1Sa 24:19 und du hast mir heute angezeigt, wie du Gutes an mir getan hast, dass mich der HErr hatte in deine Hnde beschlossen und du mich doch nicht erwrgt hast.
1Sa 24:20 Wie sollte jemand seinen Feind finden und ihn lassen einen guten Weg gehen? Der HErr vergelte dir Gutes fr diesen Tag, wie du an mir getan hast.
1Sa 24:21 Nun siehe, ich wei, dass du Knig werden wirst, und das Knigreich Israel wird in deiner Hand bestehen:
1Sa 24:22 so schwre mir nun bei dem HErrn, dass du nicht ausrottest meinen Samen nach mir und meinen Namen nicht austilgest von meines Vaters Hause.
1Sa 24:23 Und David schwur Saul. Da zog Saul heim; David aber mit seinen Mnnern machte sich hinauf auf die Berghhe.
1Sa 25:1 Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich und trug Leid um ihn, und sie begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog hinab in die Wste Pharan.
1Sa 25:2 Und es war ein Mann zu Maon und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war sehr groen Vermgens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und es begab sich eben, dass er seine Schafe schor zu Karmel.
1Sa 25:3 Und er hie Nabal; sein Weib aber hie Abigail und war ein Weib von guter Vernunft und schn von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaft in seinem Tun und war einer von Kaleb.
1Sa 25:4 Da nun David in der Wste hrte, dass Nabal seine Schafe schor,
1Sa 25:5 sandte er aus zehn Jnglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Karmel; und wenn ihr zu Nabal kommt, so gret ihn von mir freundlich
1Sa 25:6 und sprecht: Glck zu! Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, was du hast!
1Sa 25:7 Ich habe gehrt, dass du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verhhnt, und hat ihnen nichts gefehlt an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind
1Sa 25:8 frage deine Jnglinge darum, die werden dir's sagen, und lass die Jnglinge Gnade finden vor deinen Augen; denn wir sind auf einen guten Tag gekommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.
1Sa 25:9 Und da die Jnglinge Davids hinkamen und in Davids Namen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, hrten sie auf.
1Sa 25:10 Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren Herren reien.
1Sa 25:11 Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich fr meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her sind?
1Sa 25:12 Da kehrten sich die Jnglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles.
1Sa 25:13 Da sprach David zu seinen Mnnern: Grte ein jeglicher sein Schwert um sich und David grtete sein Schwert auch um sich, und zogen hinauf bei vierhundert Mann; aber zweihundert blieben bei dem Gerte.
1Sa 25:14 Aber der Abigail, Nabals Weib, sagte an der Jnglinge einer und sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der Wste, unsren Herrn zu gren; er aber schnaubte sie an.
1Sa 25:15 Und sie sind uns doch sehr ntzliche Leute gewesen und haben uns nicht verhhnt, und hat uns nichts gefehlt an der Zahl, solange wir bei ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren;
1Sa 25:16 sondern sie sind unsre Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir die Schafe bei ihnen gehtet haben.
1Sa 25:17 So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewiss ein Unglck vorhanden ber unsren Herrn und ber sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf.
1Sa 25:18 Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Krge Wein und fnf gekochte Schafe und fnf Scheffel Mehl und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud's auf Esel
1Sa 25:19 und sprach zu ihren Jnglingen: Geht vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Mann Nabal nichts davon.
1Sa 25:20 Und als sie nun auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, siehe, da kam David und seine Mnner hinab ihr entgegen, dass sie auf sie stie.
1Sa 25:21 David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst behtet alles, was dieser hat in der Wste, dass nichts gefehlt hat an allem, was er hat; und er bezahlt mir Gutes mit Bsem.
1Sa 25:22 Gott tue dies und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis zum lichten Morgen briglasse einen, der mnnlich ist, aus allem, was er hat.
1Sa 25:23 Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David auf ihr Antlitz und beugte sich nieder zur Erde
1Sa 25:24 und fiel zu seinen Fen und sprach: Ach, mein Herr, mein sei die Missetat, und lass deine Magd reden vor deinen Ohren und hre die Worte deiner Magd!
1Sa 25:25 Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name heit, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Jnglinge meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.
1Sa 25:26 Nun aber, mein Herr, so wahr der HErr lebt und so wahr deine Seele lebt, der HErr hat dich verhindert, dass du nicht kmst in Blutschuld und dir mit eigener Hand hilfst. So mssen nun werden wie Nabal deine Feinde und die meinem Herrn belwollen.
1Sa 25:27 Hier ist der Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den gib den Jnglingen, die unter meinem Herrn wandeln.
1Sa 25:28 Vergib deiner Magd die bertretung. Denn der HErr wird meinem Herrn ein bestndiges Haus machen; denn du fhrst des HErrn Kriege; und lass kein Bses an dir gefunden werden dein Leben lang.
1Sa 25:29 Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele steht, so wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im Bndlein der Lebendigen bei dem HErrn, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder.
1Sa 25:30 Wenn denn der HErr all das Gute meinem Herrn tun wird, was er dir geredet hat, und gebieten, dass du ein Herzog seist ber Israel,
1Sa 25:31 so wird's dem Herzen meines Herrn nicht ein Ansto noch rgernis sein, dass du Blut vergossen ohne Ursache und dir selber geholfen; so wird der HErr meinem Herrn wohltun und wirst an deine Magd gedenken.
1Sa 25:32 Da sprach David zu Abigail: Gelobt sei der HErr, der Gott Israels, der dich heutigestages hat mir entgegengesandt;
1Sa 25:33 und gesegnet sei deine Rede, und gesegnet seist du, dass du mir heute gewehrt hast, dass ich nicht in Blutschuld gekommen bin und mir mit eigener Hand geholfen habe.
1Sa 25:34 Wahrlich, so wahr der HErr, der Gott Israels, lebt, der mich verhindert hat, dass ich nicht bel an dir tte: wrst du nicht eilend mir begegnet, so wre dem Nabal nicht briggeblieben bis auf diesen lichten Morgen einer, der mnnlich ist.
1Sa 25:35 Also nahm David von ihrer Hand, was sie gebracht hatte und sprach zu ihr: Zieh mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorcht und deine Person angesehen.
1Sa 25:36 Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause wie eines Knigs Mahl, und sein Herz war guter Dinge bei ihm selbst, und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder klein noch gro bis an den lichten Morgen.
1Sa 25:37 Da es aber Morgen ward und der Wein von Nabal gekommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, dass er ward wie ein Stein.
1Sa 25:38 Und ber zehn Tage schlug ihn der HErr, dass er starb.
1Sa 25:39 Da das David hrte, dass Nabal tot war, sprach er: Gelobt sei der HErr, der meine Schmach gercht hat an Nabal und seinen Knecht abgehalten hat von dem bel; und der HErr hat dem Nabal das bel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin und lie mit Abigail reden, dass er sie zum Weibe nhme.
1Sa 25:40 Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, dass er dich zum Weibe nehme.
1Sa 25:41 Sie stand auf und fiel nieder auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, hier ist deine Magd, dass sie diene den Knechten meines Herrn und ihre Fe wasche.
1Sa 25:42 Und Abigail eilte und machte sich auf und ritt auf einem Esel, und fnf Dirnen, die unter ihr waren, und zog den Boten Davids nach und ward sein Weib.
1Sa 25:43 Auch hatte David Ahinoam von Jesreel genommen; und waren beide seine Weiber.
1Sa 25:44 Saul aber hatte Michal seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn des Lais von Gallim, gegeben.
1Sa 26:1 Die aber von Siph kamen zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David verborgen auf dem Hgel Hachila vor der Wste?
1Sa 26:2 Da machte sich Saul auf und zog herab zur Wste Siph und mit ihm dreitausend junger Mannschaft in Israel, dass er David suchte in der Wste Siph,
1Sa 26:3 und lagerte sich auf dem Hgel Hachila, der vor der Wste liegt am Wege. David aber blieb in der Wste. Und da er merkte, dass Saul ihm nachkam in die Wste,
1Sa 26:4 sandte er Kundschafter aus und erfuhr, dass Saul gewiss gekommen wre.
1Sa 26:5 Und David machte sich auf und kam an den Ort, da Saul sein Lager hielt, und sah die Sttte, da Saul lag mit seinem Feldhauptmann Abner, dem Sohn des Ners. (Denn Saul lag in der Wagenburg und das Heervolk um ihn her.)
1Sa 26:6 Da antwortete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir hinab zu Saul ins Lager? Abisai sprach: Ich will mit dir hinab.
1Sa 26:7 Also kam David und Abisai zum Volk des Nachts. Und siehe, Saul lag und schlief in der Wagenburg, und sein Spie steckte in der Erde zu seinen Hupten; Abner aber und das Volk lag um ihn her.
1Sa 26:8 Da sprach Abisai zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand beschlossen; so will ich ihn nun mit dem Spie stechen in die Erde einmal, dass er's nicht mehr bedarf.
1Sa 26:9 David aber sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht; denn wer will die Hand an den Gesalbten des HErrn legen und ungestraft bleiben?
1Sa 26:10 Weiter sprach David: So wahr der HErr lebt, wo der HErr nicht ihn schlgt, oder seine Zeit kommt, dass er sterbe oder in einen Streit ziehe und komme um,
1Sa 26:11 so lasse der HErr ferne von mir sein, dass ich meine Hand sollte an den Gesalbten des HErrn legen. So nimm nun den Spie zu seinen Hupten und den Wasserbecher und lass uns gehen.
1Sa 26:12 Also nahm David den Spie und den Wasserbecher zu den Hupten Sauls und ging hin, und war niemand, der es sah noch merkte noch erwachte, sondern sie schliefen alle; denn es war ein tiefer Schlaf vom HErrn auf sie gefallen.
1Sa 26:13 Da nun David auf die andere Seite hinbergekommen war, trat er auf des Berges Spitze von ferne, dass ein weiter Raum war zwischen ihnen,
1Sa 26:14 und schrie das Volk an und Abner, den Sohn Ners, und sprach: Hrst du nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, dass du so schreist gegen den Knig?
1Sa 26:15 Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann und wer ist dir gleich in Israel? Warum hast du denn nicht behtet deinen Herrn, den Knig? Denn es ist des Volk einer hineingekommen, deinen Herrn, den Knig, zu verderben.
1Sa 26:16 Es ist aber nicht fein, was du getan hast. So wahr der HErr lebt, ihr seid Kinder des Todes, dass ihr euren Herrn, den Gesalbten des HErrn, nicht behtet habt. Nun siehe, hier ist der Spie des Knigs und der Wasserbecher, die zu seinen Hupten waren.
1Sa 26:17 Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: Ist das nicht deine Stimme mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein Herr Knig.
1Sa 26:18 Und sprach weiter: Warum verfolgt mein Herr also seinen Knecht? Was habe ich getan? und was bels ist in meiner Hand?
1Sa 26:19 So hre doch nun mein Herr, der Knig, die Worte seines Knechtes: Reizt dich der HErr wider mich, so lasse man ihn ein Speisopfer riechen; tun's aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem HErrn, dass sie mich heute verstoen, dass ich nicht hafte in des HErrn Erbteil, und sprechen: Gehe hin, diene andern Gttern!
1Sa 26:20 So falle nun mein Blut nicht auf die Erde, ferne von dem Angesicht des HErrn. Denn der Knig Israels ist ausgezogen zu suchen einen Floh, wie man ein Rebhuhn jagt auf den Bergen.
1Sa 26:21 Und Saul sprach: Ich habe gesndigt, komm wieder, mein Sohn David, ich will dir frder kein Leid tun, darum dass meine Seele heutigestages teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe tricht und sehr unweise getan.
1Sa 26:22 David antwortete und sprach: Siehe, hier ist der Spie des Knigs; es gehe der Jnglinge einer herber und hole ihn.
1Sa 26:23 Der HErr aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit und seinem Glauben. Denn der HErr hat dich heute in meine Hand gegeben; aber ich wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HErrn legen.
1Sa 26:24 Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist gro geachtet gewesen, so werde meine Seele gro geachtet vor den Augen des HErrn, und er errette mich von aller Trbsal.
1Sa 26:25 Saul sprach zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David; du wirst's tun und hinausfhren. David aber ging seine Strae, und Saul kehrte wieder an seinen Ort.
1Sa 27:1 David aber gedachte in seinem Herzen: Ich werde der Tage einen Saul in die Hnde fallen; es ist mir nichts besser, denn dass ich entrinne in der Philister Land, dass Saul von mir ablasse, mich frder zu suchen im ganzen Gebiet Israels; so werde ich seinen Hnden entrinnen.
1Sa 27:2 Und machte sich auf und ging hinber samt den sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohn Maochs, dem Knig zu Gath.
1Sa 27:3 Also blieb David bei Achis zu Gath mit seinen Mnnern, ein jeglicher mit seinem Hause, David auch mit seinen zwei Weibern Ahinoam, der Jesreelitin, und Abigail, des Nabals Weibe, der Karmeliterin.
1Sa 27:4 Und da Saul angesagt ward, dass David gen Gath geflohen wre, suchte er ihn nicht mehr.
1Sa 27:5 Und David sprach zu Achis: Habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mir geben einen Raum in der Stdte einer auf dem Lande, dass ich darin wohne; was soll dein Knecht in der kniglichen Stadt bei dir wohnen?
1Sa 27:6 Da gab ihm Achis des Tages Ziklag. Daher gehrt Ziklag zu den Knigen Judas bis auf diesen Tag.
1Sa 27:7 Die Zeit aber, die David in der Philister Lande wohnte, ist ein Jahr und vier Monate.
1Sa 27:8 David aber zog hinauf samt seinen Mnnern und fiel ins Land der Gessuriter und Girsiter und Amalekiter; denn diese waren von alters her die Einwohner dieses Landes, wo man kommt gen Sur bis an gyptenland.
1Sa 27:9 Da aber David das Land schlug, lie er weder Mann noch Weib leben und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider und kehrte wieder und kam zu Achis.
1Sa 27:10 Wenn dann Achis sprach: Seid ihr heute nicht eingefallen? so sprach David: In das Mittagsland Judas und in das Mittagsland der Jerahmeeliter und in das Mittagsland der Keniter.
1Sa 27:11 David aber lie weder Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen und gedachte: Sie mchten wider uns reden und schwtzen. Also tat David, und das war seine Weise, solange er wohnte in der Philister Lande.
1Sa 27:12 Darum glaubte Achis David und gedachte: Er hat sich stinkend gemacht vor seinem Volk Israel, darum soll er immer mein Knecht sein.
1Sa 28:1 Und es begab sich zu derselben Zeit, dass die Philister ihr Heer versammelten, in den Streit zu ziehen wieder Israel. Und Achis sprach zu David: Du sollst wissen, dass du und deine Mnner sollt mit mir ausziehen ins Heer.
1Sa 28:2 David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht tun wird. Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum Hter meines Hauptes setzen mein Leben lang.
1Sa 28:3 Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte Leid um ihn getragen und ihn begraben in seiner Stadt in Rama. Und Saul hatte aus dem Lande vertrieben die Wahrsager und Zeichendeuter.
1Sa 28:4 Da nun die Philister sich versammelten und kamen und lagerten sich zu Sunem, versammelte Saul auch das ganze Israel, und sie lagerten sich zu Gilboa.
1Sa 28:5 Da aber Saul der Philister Heer sah, frchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr.
1Sa 28:6 Und er ratfragte den HErrn; aber der HErr antwortete ihm nicht, weder durch Trume noch durchs Licht noch durch Propheten.
1Sa 28:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sucht mir ein Weib, die einen Wahrsagergeist hat, dass ich zu ihr gehe und sie Frage. Seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, die hat einen Wahrsagergeist.
1Sa 28:8 Und Saul wechselte seine Kleider und zog andere an und ging hin und zwei Mnner mit ihm, und sie kamen bei der Nacht zu dem Weibe, und er sprach: Weissage mir doch durch den Wahrsagergeist und bringe mir herauf, den ich dir sage.
1Sa 28:9 Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weit wohl, was Saul getan hat, wie er die Wahrsager und Zeichendeuter ausgerottet hat vom Lande; warum willst du denn meine Seele ins Netz fhren, dass ich gettet werde?
1Sa 28:10 Saul aber schwur ihr bei dem HErrn und sprach: So wahr der HErr lebt, es soll dir dies nicht zur Missetat geraten.
1Sa 28:11 Da sprach das Weib: Wen soll ich dir denn heraufbringen? Er sprach: Bringe mir Samuel herauf.
1Sa 28:12 Da nun das Weib Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul.
1Sa 28:13 Und der Knig sprach zu ihr: Frchte dich nicht! Was siehst du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe Gtter heraufsteigen aus der Erde.
1Sa 28:14 Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Priesterrock. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und fiel nieder.
1Sa 28:15 Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, dass du mich heraufbringen lsst? Saul sprach: Ich bin sehr gengstet: die Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch Propheten noch durch Trume; darum habe ich dich lassen rufen, dass du mir weisest, was ich tun soll.
1Sa 28:16 Samuel sprach: Was willst du mich fragen, weil der HErr von dir gewichen und dein Feind geworden ist?
1Sa 28:17 Der HErr wird dir tun, wie er durch mich geredet hat, und wird das Reich von deiner Hand reien und David, deinem Nchsten, geben.
1Sa 28:18 Darum dass du der Stimme des HErrn nicht gehorcht und den Grimm seines Zorns nicht ausgerichtet hast wider Amalek, darum hat dir der HErr solches jetzt getan.
1Sa 28:19 Dazu wird der HErr Israel mit dir auch geben in der Philister Hnde. Morgen wirst du und deine Shne mit mir sein. Auch wird der HErr das Lager Israels in der Philister Hnde geben.
1Sa 28:20 Da fiel Saul zur Erde, so lang er war, und erschrak sehr vor den Worten Samuels, dass keine Kraft mehr in ihm war; denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht.
1Sa 28:21 Und das Weib ging hinein zu Saul und sah, dass er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorcht, und ich habe meine Seele in deine Hand gesetzt, dass ich deinen Worten gehorchte, die du zu mir sagtest.
1Sa 28:22 So gehorche nun auch deiner Magd Stimme. Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen, dass du essest, dass du zu Krften kommest und deine Strae gehest.
1Sa 28:23 Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da ntigten ihn seine Knechte und das Weib, dass er ihrer Stimme gehorchte. Und er stand auf von der Erde und setzte sich aufs Bett.
1Sa 28:24 Das Weib aber hatte daheim ein gemstetes Kalb; da eilte sie und schlachtete es und nahm Mehl und knetete es und buk's ungesuert
1Sa 28:25 und brachte es herzu vor Saul und seine Knechte. Und da sie gegessen hatten, standen sie auf und gingen die Nacht.
1Sa 29:1 Die Philister aber versammelten alle ihre Heere zu Aphek; und Israel lagerte sich zu Ain in Jesreel.
1Sa 29:2 Und die Frsten der Philister gingen daher mit Hunderten und mit Tausenden; David aber und seine Mnner gingen hintennach bei Achis.
1Sa 29:3 Da sprachen die Frsten der Philister: Was sollen diese Hebrer? Achis sprach zu ihnen: Ist nicht das David, der Knecht Sauls, des Knigs Israels, der nun bei mir gewesen ist Jahr und Tag, und ich habe nichts an ihm gefunden, seit der Zeit, dass er abgefallen ist, bis her?
1Sa 29:4 Aber die Frsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu ihm: Lass den Mann umkehren und an seinem Ort bleiben, dahin du ihn bestellt hast, dass er nicht mit uns hinabziehe zum Streit und unser Widersacher werde im Streit. Denn woran knnte er seinem Herrn greren Gefallen tun als an den Kpfen dieser Mnner?
1Sa 29:5 Ist er nicht David, von dem sie sangen im Reigen: Saul hat tausend geschlagen, David aber zehntausend?
1Sa 29:6 Da rief Achis David und sprach zu ihm: So wahr der HErr lebt, ich halte dich fr redlich, und dein Ausgang und Eingang mit mir im Heer gefllt mir wohl, und habe nichts Arges an dir gesprt, seit der Zeit, dass du zu mir gekommen bist; aber du gefllst den Frsten nicht.
1Sa 29:7 So kehre nun um und gehe hin mit Frieden, auf dass du nicht bel tust vor den Augen der Frsten der Philister.
1Sa 29:8 David aber sprach zu Achis: Was habe ich getan, und was hast du gesprt an deinem Knecht seit der Zeit, dass ich vor dir gewesen bin, bis her, dass ich nicht sollte kommen und streiten wider die Feinde meines Herrn, des Knigs?
1Sa 29:9 Achis antwortete und sprach zu David: Ich wei es wohl; denn du gefllst meinen Augen wie ein Engel Gottes. Aber der Philister Frsten haben gesagt: Lass ihn nicht mit uns hinauf in den Streit ziehen.
1Sa 29:10 So mache dich nun morgen frh auf und die Knechte deines Herrn, die mit dir gekommen sind; und wenn ihr euch morgen frh aufgemacht habt, da es licht ist, so gehet hin.
1Sa 29:11 Also machten sich David und seine Mnner frh auf, dass sie des Morgens hingingen und wieder in der Philister Land kmen. Die Philister aber zogen hinauf gen Jesreel.
1Sa 30:1 Da nun David des dritten Tages kam gen Ziklag mit seinen Mnnern, waren die Amalekiter eingefallen ins Mittagsland und in Ziklag und hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt
1Sa 30:2 und hatten die Weiber daraus weggefhrt, beide, klein und gro; sie hatten aber niemand gettet, sondern weggetrieben, und waren dahin ihres Weges.
1Sa 30:3 Da nun David samt seinen Mnnern zur Stadt kam und sah, dass sie mit Feuer verbrannt und ihre Weiber, Shne und Tchter gefangen waren,
1Sa 30:4 hoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme auf und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten.
1Sa 30:5 Denn Davids zwei Weiber waren auch gefangen: Ahinoam, die Jesreelitin, und Abigail, Nabals Weib, des Karmeliten.
1Sa 30:6 Und David war sehr gengstet, denn das Volk wollte ihn steinigen; denn des ganzen Volkes Seele war unwillig, ein jeglicher um seine Shne und Tchter willen. David aber strkte sich in dem HErrn, seinem Gott,
1Sa 30:7 und sprach zu Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn: Bringe mir her den Leibrock. Und da Abjathar den Leibrock zu David gebracht hatte,
1Sa 30:8 fragte David den HErrn und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen, und werde ich sie ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach! du wirst sie ergreifen und Rettung tun.
1Sa 30:9 Da zog David hin und die sechshundert Mann, die bei ihm waren; und da sie kamen an den Bach Besor, blieben etliche stehen.
1Sa 30:10 David aber und die vierhundert Mann jagten nach; die zweihundert Mann aber, die stehen blieben, waren zu mde, ber den Bach Besor zu gehen.
1Sa 30:11 Und sie fanden einen gyptischen Mann im Felde; den fhrten sie zu David und gaben ihm Brot, dass er a und trnkten ihn mit Wasser
1Sa 30:12 und gaben ihm ein Stck Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und da er gegessen hatte, kam sein Geist wieder zu ihm; denn er hatte in drei Tagen und drei Nchten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.
1Sa 30:13 David aber sprach zu ihm: Wes bist du? und woher bist du? Er sprach: Ich bin ein gyptischer Jngling, eines Amalekiters Knecht, und mein Herr hat mich verlassen; denn ich war krank vor drei Tagen.
1Sa 30:14 Wir sind eingefallen in das Mittagsland der Kreter und in Juda und in das Mittagsland Kalebs und haben Ziklag mit Feuer verbrannt.
1Sa 30:15 David sprach zu ihm: Willst du mich hinfhren zu diesen Kriegsleuten? Er sprach: Schwre mir bei Gott, dass du mich nicht ttest noch in meines Herrn Hand berantwortest, so will ich dich hinabfhren zu diesen Kriegsleuten.
1Sa 30:16 Und er fhrte ihn hinab. Und siehe, sie hatten sich zerstreut auf dem ganzen Lande, aen und tranken und feierten ber all dem groen Raub, den sie genommen hatten aus der Philister und Judas Lande.
1Sa 30:17 Und David schlug sie vom Morgen an bis an den Abend gegen den andern Tag, dass ihrer keiner entrann, auer vierhundert Jnglinge; die stiegen auf die Kamele und flohen.
1Sa 30:18 Also errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten, und seine zwei Weiber;
1Sa 30:19 und fehlte an keinem, weder klein noch gro noch Shne noch Tchter noch Beute noch alles, das sie genommen hatten; David brachte es alles wieder.
1Sa 30:20 Und David nahm die Schafe und Rinder und trieb das Vieh vor sich her, und sie sprachen: Das ist Davids Raub.
1Sa 30:21 Und da David zu den zweihundert Mnnern kam, die zu mde gewesen, David nachzufolgen, und am Bach Besor geblieben waren, gingen sie heraus, David entgegen und dem Volk, das mit ihm war. Und David trat zum Volk und grte sie freundlich.
1Sa 30:22 Da antworteten, was bse und lose Leute waren unter denen, die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, soll man ihnen nichts geben von der Beute, die wir errettet haben; sondern ein jeglicher fhre sein Weib und seine Kinder und gehe hin.
1Sa 30:23 Da sprach David: Ihr sollt nicht so tun, Brder, mit dem, was uns der HErr gegeben hat, und hat uns behtet und diese Kriegsleute, die wider uns gekommen waren, in unsre Hnde gegeben.
1Sa 30:24 Wer sollte euch darin gehorchen? Wie das Teil derjenigen, die in den Streit hinabgezogen sind, so soll auch sein das Teil derjenigen, die bei dem Gerte geblieben sind, und soll gleich geteilt werden.
1Sa 30:25 Das ist seit der Zeit und forthin in Israel Sitte und Recht geworden bis auf diesen Tag.
1Sa 30:26 Und da David gen Ziklag kam, sandte er von der Beute den ltesten in Juda, seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr den Segen aus der Beute der Feinde des HErrn!
1Sa 30:27 nmlich denen zu Beth-El, denen zu Ramoth im Mittagsland, denen zu Jatthir,
1Sa 30:28 denen zu Aroer, denen zu Siphamoth, denen zu Esthemoa,
1Sa 30:29 denen zu Rachal, denen in den Stdten der Jerahmeeliter, denen in den Stdten der Keniter,
1Sa 30:30 denen zu Horma, denen zu Bor-Asan, denen zu Athach,
1Sa 30:31 denen zu Hebron und allen Orten, da David gewandelt hatte mit seinen Mnnern.
1Sa 31:1 Die Philister aber stritten wider Israel; und die Mnner Israels flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Gebirge Gilboa.
1Sa 31:2 Und die Philister hingen sich an Saul und seine Shne und erschlugen Jonathan und Abinadab und Malchisua, die Shne Sauls.
1Sa 31:3 Und der Streit ward hart wider Saul, und die Schtzen trafen auf ihn mit Bogen, und er ward sehr verwundet von den Schtzen.
1Sa 31:4 Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Zieh dein Schwert aus und erstich mich damit, dass nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich erstechen und treiben ihren Spott mit mir. Aber sein Waffentrger wollte nicht; denn er frchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und fiel hinein.
1Sa 31:5 Da nun sein Waffentrger sah, dass Saul tot war, fiel er auch in sein Schwert und starb mit ihm.
1Sa 31:6 Also starb Saul und seine drei Shne und sein Waffentrger und alle seine Mnner zugleich auf diesen Tag.
1Sa 31:7 Da aber die Mnner Israels, die jenseits des Grundes und gegen den Jordan hin waren, sahen, dass die Mnner Israels geflohen waren, und dass Saul und seine Shne tot waren, verlieen sie die Stdte und flohen auch; so kamen die Philister und wohnten darin.
1Sa 31:8 Des andern Tages kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine drei Shne liegen auf dem Gebirge Gilboa
1Sa 31:9 und hieben ihm sein Haupt ab und zogen ihm seine Waffen ab und sandten sie in der Philister Land umher, zu verkndigen im Hause ihrer Gtzen und unter dem Volk,
1Sa 31:10 und legten seine Rstung in das Haus der Astharoth; aber seinen Leichnam hingen sie auf die Mauer zu Beth-Sean.
1Sa 31:11 Da die zu Jabes in Gilead hrten, was die Philister Saul getan hatten,
1Sa 31:12 machten sie sich auf, was streitbare Mnner waren, und gingen die ganze Nacht und nahmen die Leichname Sauls und seiner Shne von der Mauer zu Beth-Sean und brachten sie gen Jabes und verbrannten sie daselbst
1Sa 31:13 und nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter den Baum zu Jabes und fasteten sieben Tage.
2Sa 1:1 Nach dem Tode Sauls, da David von der Amalekiter Schlacht wiedergekommen und zwei Tage in Ziklag geblieben war,
2Sa 1:2 siehe, da kam am dritten Tage ein Mann aus dem Heer von Saul mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt. Und da er zu David kam, fiel er zur Erde und beugte sich nieder.
2Sa 1:3 David aber sprach zu ihm: Wo kommst du her? Er sprach zu ihm: Aus dem Heer Israels bin ich entronnen.
2Sa 1:4 David sprach zu ihm: Sage mir, wie geht es zu? Er sprach: Das Volk ist geflohen vom Streit, und ist viel Volks gefallen; dazu ist Saul tot und sein Sohn Jonathan.
2Sa 1:5 David sprach zu dem Jngling, der ihm solches sagte: Woher weit du, dass Saul und Jonathan tot sind?
2Sa 1:6 Der Jngling, der ihm solches sagte, sprach: Ich kam von ungefhr aufs Gebirge Gilboa, und siehe Saul lehnte sich auf seinen Spie, und die Wagen und Reiter jagten hinter ihm her.
2Sa 1:7 Und er wandte sich um und sah mich und rief mich. Und ich sprach: Hier bin ich.
2Sa 1:8 Und er sprach zu mir: Wer bist du? Ich sprach zu ihm: Ich bin ein Amalekiter.
2Sa 1:9 Und er sprach zu mir: Tritt zu mir und tte mich; denn ich bin bedrngt umher, und mein Leben ist noch ganz in mir.
2Sa 1:10 Da trat ich zu ihm und ttete ihn; denn ich wusste wohl, dass er nicht leben konnte nach seinem Fall; und nahm die Krone von seinem Haupt und das Armgeschmeide von seinem Arm und habe es hergebracht zu dir, meinem Herrn.
2Sa 1:11 Da fasste David seine Kleider und zerriss sie, und alle Mnner, die bei ihm waren,
2Sa 1:12 und trugen Leid und weinten und fasteten bis an den Abend ber Saul und Jonathan, seinen Sohn, und ber das Volk des HErrn und ber das Haus Israel, dass sie durchs Schwert gefallen waren.
2Sa 1:13 Und David sprach zu dem Jngling, der es ihm ansagte: Wo bist du her? Er sprach: Ich bin eines Fremdlings, eines Amalekiters, Sohn.
2Sa 1:14 David sprach zu ihm: Wie, dass du dich nicht gefrchtet hast, deine Hand zu legen an den Gesalbten des HErrn, ihn zu verderben!
2Sa 1:15 Und David sprach zu seiner Jnglinge einem: Herzu, und schlag ihn! Und er schlug, ihn dass er starb.
2Sa 1:16 Da sprach David zu ihm: Dein Blut sei ber deinem Kopf; denn dein Mund hat wider dich selbst geredet und gesprochen: Ich habe den Gesalbten des HErrn gettet.
2Sa 1:17 Und David klagte diese Klage ber Saul und Jonathan, seinen Sohn,
2Sa 1:18 und befahl, man sollte die Kinder Juda das Bogenlied lehren. Siehe, es steht geschrieben im Buch der Redlichen:
2Sa 1:19 Die Edelsten in Israel sind auf deiner Hhe erschlagen. Wie sind die Helden gefallen!
2Sa 1:20 Sagt's nicht an zu Gath, verkndet's nicht auf den Gassen zu Askalon, dass sich nicht freuen die Tchter der Philister, dass nicht frohlocken die Tchter der Unbeschnittenen.
2Sa 1:21 Ihr Berge zu Gilboa, es msse weder tauen noch regnen auf euch noch cker sein, davon Hebopfer kommen; denn daselbst ist den Helden ihr Schild abgeschlagen, der Schild Sauls, als wre er nicht gesalbt mit l.
2Sa 1:22 Der Bogen Jonathans hat nie gefehlt, und das Schwert Sauls ist nie leer wiedergekommen von dem Blut der Erschlagenen und vom Fett der Helden.
2Sa 1:23 Saul und Jonathan, holdselig und lieblich in ihrem Leben, sind auch im Tode nicht geschieden; schneller waren sie denn die Adler und strker denn die Lwen.
2Sa 1:24 Ihr Tchter Israels, weint ber Saul, der euch kleidete mit Scharlach suberlich und schmckte euch mit goldenen Kleinoden an euren Kleidern.
2Sa 1:25 Wie sind die Helden so gefallen im Streit! Jonathan ist auf deinen Hhen erschlagen.
2Sa 1:26 Es ist mir Leid um dich, mein Bruder Jonathan: ich habe groe Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist.
2Sa 1:27 Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umgekommen!
2Sa 2:1 Nach dieser Geschichte fragte David den HErrn und sprach: Soll ich hinauf in der Stdte Judas eine ziehen? Und der HErr sprach zu ihm: Zieh hinauf! David sprach: Wohin? Er sprach: Gen Hebron.
2Sa 2:2 Da zog David dahin mit seinen zwei Weibern Ahinoam, der Jesreelitin, und Abigail, Nabals, des Karmeliten, Weib.
2Sa 2:3 Dazu die Mnner, die bei ihm waren, fhrte David hinauf, einen jeglichen mit seinem Hause, und sie wohnten in den Stdten Hebrons.
2Sa 2:4 Und die Mnner Judas kamen und salbten daselbst David zum Knig ber das Haus Juda. Und da es David ward angesagt, dass die von Jabes in Gilead Saul begraben hatten,
2Sa 2:5 sandte er Boten zu ihnen und lie ihnen sagen: Gesegnet seid ihr dem HErrn, dass ihr solche Barmherzigkeit an eurem Herrn Saul, getan und ihn begraben habt.
2Sa 2:6 So tue nun an euch der HErr Barmherzigkeit und Treue; und ich will euch auch Gutes tun, darum dass ihr solches getan habt.
2Sa 2:7 So seien nun eure Hnde getrost, und seit freudig; denn euer Herr, Saul ist tot; so hat mich das Haus Juda zum Knig gesalbt ber sich.
2Sa 2:8 Abner aber, der Sohn Ners, der Sauls Feldhauptmann war, nahm Is-Boseth, Sauls Sohn, und fhrte ihn gen Mahanaim
2Sa 2:9 und machte ihn zum Knig ber Gilead, ber die Asuriter, ber Jesreel, Ephraim, Benjamin und ber ganz Israel.
2Sa 2:10 Und Is-Boseth, Sauls Sohn, war vierzig Jahre alt, da er Knig ward ber Israel, und regierte zwei Jahre. Aber das Haus Juda hielt es mit David.
2Sa 2:11 Die Zeit aber, da David Knig war zu Hebron ber das Haus Juda, war sieben Jahre und sechs Monate.
2Sa 2:12 Und Abner, der Sohn Ners, zog aus samt den Knechten Is-Boseths, des Sohnes Sauls, von Mahanaim, gen Gibeon;
2Sa 2:13 und Joab, der Zeruja Sohn, zog aus samt den Knechten Davids; und sie stieen aufeinander am Teich zu Gibeon, und lagerten sich diese auf dieser Seite des Teichs, jene auf jener Seite.
2Sa 2:14 Und Abner sprach zu Joab: Lass sich die Leute aufmachen und vor uns spielen. Joab sprach: Es gilt wohl.
2Sa 2:15 Da machten sich auf und gingen hin an der Zahl zwlf aus Benjamin auf Is-Boseths Teil, des Sohnes Sauls, und zwlf von den Knechten Davids.
2Sa 2:16 Und ein jeglicher ergriff den andern bei dem Kopf und stie ihm sein Schwert in seine Seite, und fielen miteinander; daher der Ort genannt wird: Helkath-Hazzurim, der zu Gibeon ist.
2Sa 2:17 Und es erhob sich ein sehr harter Streit des Tages. Abner aber und die Mnner Israels wurden geschlagen vor den Knechten Davids.
2Sa 2:18 Es waren aber drei Shne der Zeruja daselbst: Joab, Abisai und Asahel. Asahel aber war von leichten Fen wie ein Reh auf den Felde
2Sa 2:19 und jagte Abner nach und wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken von Abner.
2Sa 2:20 Da wandte sich Abner um und sprach: Bist du Asahel? Er sprach: Ja.
2Sa 2:21 Abner sprach zu ihm: Hebe dich entweder zur Rechten oder zur Linken und nimm fr dich der Leute einen und nimm ihm sein Waffen. Aber Asahel wollte nicht von ihm ablassen.
2Sa 2:22 Da sprach Abner weiter zu Asahel: Hebe dich von mir! Warum willst du, dass ich dich zu Boden schlage? Und wie drfte ich mein Antlitz aufheben vor deinem Bruder Joab?
2Sa 2:23 Aber er weigerte sich zu weichen. Da stach ihn Abner mit dem Schaft des Spiees in seinen Bauch, dass der Spie hinten ausging; und er fiel daselbst und starb vor ihm. Und wer an den Ort kam, da Asahel tot lag, der stand still.
2Sa 2:24 Aber Joab und Abisai jagten Abner nach, bis die Sonne unterging. Und da sie kamen auf den Hgel Amma, der vor Giah liegt auf dem Wege zur Wste Gibeon,
2Sa 2:25 versammelten sich die Kinder Benjamin hinter Abner her und wurden ein Haufe und traten auf eines Hgels Spitze.
2Sa 2:26 Und Abner rief zu Joab und sprach: Soll denn das Schwert ohne Ende fressen? Weit du nicht, dass hernach mchte mehr Jammer werden? Wie lange willst du dem Volk nicht sagen, dass es ablasse von seinen Brdern?
2Sa 2:27 Joab sprach: So wahr Gott lebt, httest du heute morgen so gesagt, das Volk htte ein jeglicher von seinem Bruder abgelassen.
2Sa 2:28 Und Joab blies die Posaune, und alles Volk stand still und jagten nicht mehr Israel nach und stritten auch nicht mehr.
2Sa 2:29 Abner aber und seine Mnner gingen die ganze Nacht ber das Blachfeld und gingen ber den Jordan und wandelten durchs ganze Bithron und kamen gen Mahanaim.
2Sa 2:30 Joab aber wandte sich von Abner und versammelte das ganze Volk; und es fehlten an den Knechten Davids neunzehn Mann und Asahel.
2Sa 2:31 Aber die Knechte Davids hatten geschlagen unter Benjamin und den Mnnern Abner, dass dreihundertundsechzig Mann waren tot geblieben.
2Sa 2:32 Und sie hoben Asahel auf und begruben ihn in seines Vaters Grab zu Bethlehem. Und Joab mit seinen Mnnern gingen die ganze Nacht, dass ihnen das Licht anbrach zu Hebron.
2Sa 3:1 Und es war ein langer Streit zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids. David aber nahm immer mehr zu, und das Haus Saul nahm immer mehr ab.
2Sa 3:2 Und es wurden David Kinder geboren zu Hebron: Sein erstgeborener Sohn: Amnon, von Ahinoam, der Jesreelitin;
2Sa 3:3 der zweite Chileab, von Abigail, Nabals Weib, des Karmeliten; der dritte: Absalom, der Sohn Maachas, der Tochter Thalmais, des Knigs zu Gessur;
2Sa 3:4 der vierte: Adonia, der Sohn der Haggith; der fnfte: Sephatja, der Sohn der Abital;
2Sa 3:5 der sechste: Jethream, von Egla, dem Weib Davids. Diese sind David geboren zu Hebron.
2Sa 3:6 Als nun der Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids, strkte Abner das Haus Sauls.
2Sa 3:7 Und Saul hatte ein Kebsweib, die hie Rizpa, eine Tochter Ajas. Und Is-Boseth sprach zu Abner: Warum hast du dich getan zu meines Vaters Kebsweib?
2Sa 3:8 Da ward Abner sehr zornig ber die Worte Is-Boseths und sprach: Bin ich denn ein Hundskopf, der ich wider Juda an dem Hause Sauls, deines Vaters, und an seinen Brdern und Freunden Barmherzigkeit tue und habe dich nicht in Davids Hnde gegeben? Und du rechnest mir heute eine Missetat zu um ein Weib?
2Sa 3:9 Gott tue Abner dies und das, wenn ich nicht tue, wie der HErr dem David geschworen hat,
2Sa 3:10 dass das Knigreich vom Hause Saul genommen werde und der Stuhl Davids aufgerichtet werde ber Israel und Juda von Dan bis gen Beer-Seba.
2Sa 3:11 Da konnte er frder ihm kein Wort mehr antworten, so frchtete er sich vor ihm.
2Sa 3:12 Und Abner sandte Boten zu David fr sich und lie ihm sagen: Wes ist das Land? Und sprach: Mache einen Bund mit mir; siehe, meine Hand soll mit dir sein, dass ich zu dir kehre das ganze Israel.
2Sa 3:13 Er sprach: Wohl, ich will einen Bund mit dir machen. Aber eins bitte ich von dir, dass du mein Angesicht nicht sehest, du bringst denn zuvor Michal, Sauls Tochter, wenn du kommst, mein Angesicht zu sehen.
2Sa 3:14 Auch sandte David Boten zu Is-Boseth, dem Sohn Sauls, und lie ihm sagen: Gib mir mein Weib Michal, die ich mir verlobt habe mit hundert Vorhuten der Philister.
2Sa 3:15 Is-Boseth sandte hin und lie sie nehmen von dem Mann Paltiel, dem Sohn des Lais.
2Sa 3:16 Und ihr Mann ging mit ihr und weinte hinter ihr bis gen Bahurim. Da sprach Abner zu ihm: Kehre um und gehe hin! Und er kehrte um.
2Sa 3:17 Und Abner hatte eine Rede mit den ltesten in Israel und sprach: Ihr habt schon lngst nach David getrachtet, dass er Knig wre ber euch.
2Sa 3:18 So tut's nun; denn der HErr hat von David gesagt: Ich will mein Volk Israel erretten durch die Hand Davids, meines Knechtes, von der Philister Hand und aller seiner Feinde Hand.
2Sa 3:19 Auch redete Abner vor den Ohren Benjamins und ging auch hin, zu reden vor den Ohren Davids zu Hebron alles, was Israel und dem ganzen Hause Benjamin wohl gefiel.
2Sa 3:20 Da nun Abner gen Hebron zu David kam und mit ihm zwanzig Mann, machte ihnen David ein Mahl.
2Sa 3:21 Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, dass ich das ganze Israel zu meinem Herrn, dem Knig, sammle und dass sie einen Bund mit dir machen, auf dass du Knig seist, wie es deine Seele begehrt. Also lie David Abner von sich, dass er hinginge mit Frieden.
2Sa 3:22 Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzuge und brachten mit sich groe Beute. Abner aber war nicht mehr bei David zu Hebron, sondern er hatte ihn von sich gelassen, dass er mit Frieden weggegangen war.
2Sa 3:23 Da aber Joab und das ganze Heer mit ihm war gekommen, ward ihm angesagt, dass Abner, der Sohn Ners, zum Knig gekommen war und hatte er ihn von sich gelassen, dass er mit Frieden war weggegangen.
2Sa 3:24 Da ging Joab zum Knig hinein und sprach: Was hast du getan? Siehe, Abner ist zu dir gekommen; warum hast du ihn von dir gelassen, dass er ist weggegangen?
2Sa 3:25 Kennst du Abner, den Sohn Ners, nicht? Denn er ist gekommen, dich zu berreden, dass er erkennt deinen Ausgang und Eingang und erfhre alles, was du tust.
2Sa 3:26 Und da Joab von David ausging, sandte er Boten Abner nach, dass sie ihn wiederum holten von Bor-Hassira; und David wusste nichts darum.
2Sa 3:27 Als nun Abner wieder gen Hebron kam, fhrte ihn Joab mitten unter das Tor, dass er heimlich mit ihm redete, und stach ihn daselbst in den Bauch, dass er starb, um seines Bruders Asahel Bluts willen.
2Sa 3:28 Da das David hernach erfuhr, sprach er: Ich bin unschuldig und mein Knigreich vor dem HErrn ewiglich an dem Blut Abners, des Sohnes Ners;
2Sa 3:29 es falle aber auf das Haupt Joabs und auf seines Vaters ganzes Haus, und msse nicht aufhren im Hause Joabs, der einen Eiterfluss und Aussatz habe und am Stabe gehe und durchs Schwert falle und an Brot Mangel habe.
2Sa 3:30 Also erwrgten Joab und Abisai Abner, darum dass er ihren Bruder Asahel gettet hatte im Streit zu Gibeon.
2Sa 3:31 David aber sprach zu Joab und allem Volk, das mit ihm war: Zerreit eure Kleider und grtet Scke um euch und tragt Leid um Abner! Und der Knig ging dem Sarge nach.
2Sa 3:32 Und da sie Abner begruben zu Hebron, hob der Knig seine Stimme auf und weinte bei dem Grabe Abners, und weinte auch alles Volk.
2Sa 3:33 Und der Knig klagte um Abner und sprach: Musste Abner sterben, wie ein Ruchloser stirbt?
2Sa 3:34 Deine Hnde waren nicht gebunden, deine Fe waren nicht in Fesseln gesetzt; du bist gefallen, wie man vor bsen Buben fllt. Da beweinte ihn alles Volk noch mehr.
2Sa 3:35 Da nun alles Volk hineinkam, mit David zu essen, da es noch hoch am Tage war, schwur David und sprach: Gott tue mir dies und das, wo ich Brot esse oder etwas koste, ehe die Sonne untergeht.
2Sa 3:36 Und alles Volk erkannte es, und gefiel ihnen auch wohl, wie alles, was der Knig tat, dem ganzen Volke wohl gefiel;
2Sa 3:37 und alles Volk und ganz Israel merkten des Tages, dass es nicht vom Knig war, dass Abner, der Sohn Ners, gettet ward.
2Sa 3:38 Und der Knig sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, dass auf diesen Tag ein Frst und Groer gefallen ist in Israel?
2Sa 3:39 Ich aber bin noch zart und erst gesalbt zum Knig. Aber die Mnner, die Kinder der Zeruja, sind mir verdrielich. Der HErr vergelte dem, der Bses tut, nach seiner Bosheit.
2Sa 4:1 Da aber der Sohn Sauls hrte, dass Abner zu Hebron tot wre, wurden seine Hnde lass, und ganz Israel erschrak.
2Sa 4:2 Es waren aber zwei Mnner, Hauptleute der streifenden Rotten unter dem Sohn Sauls; einer hie Baana, der andere Rechab, Shne Rimmons, des Beerothiters, aus den Kindern Benjamin. (Denn Beeroth ward auch unter Benjamin gerechnet;
2Sa 4:3 und die Beerothiter waren geflohen gen Gitthaim und wohnten daselbst gastweise bis auf den heutigen Tag.)
2Sa 4:4 Auch hatte Jonathan, der Sohn Sauls, einen Sohn, der war lahm an den Fen, und war fnf Jahre alt, da das Geschrei von Saul und Jonathan aus Jesreel kam und seine Amme ihn aufhob und floh; und indem sie eilte und floh, fiel er und ward hinkend; und er hie Mephiboseth.
2Sa 4:5 So gingen nun hin die Shne Rimmons, des Beerothiters, Rechab und Baana, und kamen zum Hause Is-Boseths, da der Tag am heiesten war; und er lag auf seinem Lager am Mittag.
2Sa 4:6 Und sie kamen ins Haus, Weizen zu holen, und stachen ihn in den Bauch und entrannen.
2Sa 4:7 Denn da sie ins Haus kamen, lag er auf seinem Bette in seiner Schlafkammer; und sie stachen ihn tot und hieben ihm den Kopf ab und nahmen seinen Kopf und gingen hin des Weges auf dem Blachfelde die ganze Nacht
2Sa 4:8 und brachten das Haupt Is-Boseths zu David gen Hebron und sprachen zum Knig: Siehe, da ist das Haupt Is-Boseths, Sauls Sohnes, deines Feindes, der nach deiner Seele stand; der HErr hat heute meinen Herrn, den Knig, gercht an Saul und an seinem Samen.
2Sa 4:9 Da antwortete ihnen David: So wahr der HErr lebt, der meine Seele aus aller Trbsal erlst hat,
2Sa 4:10 ich griff den, der mir verkndigte und sprach: Saul ist tot! und meinte, er wre ein guter Bote, und erwrgte ihn zu Ziklag, dem ich sollte Botenlohn geben.
2Sa 4:11 Und diese gottlosen Leute haben einen gerechten Mann in seinem Hause auf seinem Lager erwrgt. Ja, sollte ich das Blut nicht fordern von euren Hnden und euch von der Erde tun?
2Sa 4:12 Und David gebot seinen Jnglingen; die erwrgten sie und hieben ihre Hnde und Fe ab und hingen sie auf am Teich zu Hebron. Aber das Haupt Is-Boseths nahmen sie und begruben's in Abners Grab zu Hebron.
2Sa 5:1 Und es kamen alle Stmme Israels zu David gen Hebron und sprachen: Siehe, wir sind deines Gebeins und deines Fleisches.
2Sa 5:2 Dazu auch vormals, da Saul ber uns Knig war, fhrtest du Israel aus und ein. So hat der HErr dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel hten und sollst ein Herzog sein ber Israel.
2Sa 5:3 Und es kamen alle ltesten in Israel zum Knig gen Hebron. Und der Knig David machte mit ihnen einen Bund zu Hebron vor dem HErrn, und sie salbten David zum Knig ber Israel.
2Sa 5:4 Dreiig Jahre war David alt, da er Knig ward, und regierte vierzig Jahre.
2Sa 5:5 Zu Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate ber Juda; aber zu Jerusalem regierte er dreiunddreiig Jahre ber ganz Israel und Juda.
2Sa 5:6 Und der Knig zog hin mit seinen Mnnern gen Jerusalem wider die Jebusiter, die im Lande wohnten. Sie aber sprachen zu David: Du wirst nicht hier hereinkommen, sondern Blinde und Lahme werden dich abtreiben. Damit meinten sie aber, dass David nicht wrde dahinein kommen.
2Sa 5:7 David aber gewann die Burg Zion, das ist Davids Stadt.
2Sa 5:8 Da sprach David desselben Tages: Wer die Jebusiter schlgt und erlangt die Dachrinnen, die Lahmen und die Blinden, denen die Seele Davids feind ist...! Daher spricht man: Lass keinen Blinden und Lahmen ins Haus kommen.
2Sa 5:9 Also wohnte David auf der Burg und hie sie Davids Stadt. Und David baute ringsumher von Millo an einwrts.
2Sa 5:10 Und David nahm immer mehr zu, und der HErr, der Gott Zebaoth, war mit ihm.
2Sa 5:11 Und Hiram, der Knig zu Tyrus sandte Boten zu David und Zedernbume und Zimmerleute und Steinmetzen, dass sie David ein Haus bauten.
2Sa 5:12 Und David merkte, dass ihn der HErr zum Knig ber Israel besttigt hatte und sein Knigreich erhht um seines Volks Israel willen.
2Sa 5:13 Und David nahm noch mehr Weiber und Kebsweiber zu Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommmen war; und wurden ihm noch mehr Shne und Tchter geboren.
2Sa 5:14 Und das sind die Namen derer, die ihm zu Jerusalem geboren sind: Sammua, Sobab, Nathan, Salomo,
2Sa 5:15 Jibhar, Elisua, Nepheg, Japhia,
2Sa 5:16 Elisama, Eljada, Eliphelet.
2Sa 5:17 Und da die Philister hrten, dass man David zum Knig ber Israel gesalbt hatte, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David erfuhr, zog er hinab in eine Burg.
2Sa 5:18 Aber die Philister kamen und lieen sich nieder im Grunde Rephaim.
2Sa 5:19 Und David fragte den HErrn und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die Philister? und willst du sie in meine Hand geben? Der HErr sprach zu David: Zieh hinauf! ich will die Philister in deine Hnde geben.
2Sa 5:20 Und David kam gen Baal-Perazim und schlug sie daselbst und sprach: Der HErr hat meine Feinde vor mir voneinander gerissen, wie die Wasser reien. Daher hie man den Ort Baal-Perazim.
2Sa 5:21 Und sie lieen ihre Gtzen daselbst; David aber und seine Mnner hoben sie auf.
2Sa 5:22 Die Philister aber zogen abermals herauf und lieen sich nieder im Grunde Rephaim.
2Sa 5:23 Und David fragte den HErrn; der sprach: Du sollst nicht hinaufziehen, sondern komm von hinten zu ihnen, dass du an sie kommst gegenber den Maulbeerbumen.
2Sa 5:24 Und wenn du hrst das Rauschen auf den Wipfeln der Maulbeerbume einhergehen, so eile; denn der HErr ist dann ausgegangen vor dir her, zu schlagen das Heer der Philister.
2Sa 5:25 David tat, wie ihm der HErr geboten hatte, und schlug die Philister von Geba an, bis man kommt gen Geser.
2Sa 6:1 Und David sammelte abermals alle junge Mannschaft in Israel, dreiigtausend,
2Sa 6:2 und machte sich auf und ging hin mit allem Volk, das bei ihm war, gen Baal in Juda, dass er die Lade Gottes von da heraufholte, deren Name heit: Der Name des HErrn Zebaoth wohnt darauf ber den Cherubim.
2Sa 6:3 Und sie lieen die Lade Gottes fhren auf einen neuen Wagen und holten sie aus dem Hause Abinadabs, der auf dem Hgel wohnte. Usa aber und Ahjo, die Shne Abinadabs, trieben den neuen Wagen.
2Sa 6:4 Und da sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs fhrten, der auf einem Hgel wohnte, und Ahjo vor der Lade her ging,
2Sa 6:5 spielte David und das ganze Haus Israel vor dem HErrn her mit allerlei Saitenspiel von Tannenholz, mit Harfen und Psaltern und Pauken und Schellen und Zimbeln.
2Sa 6:6 Und da sie kamen zu Tenne Nachons, griff Usa zu und hielt die Lade Gottes; denn die Rinder traten beiseit aus.
2Sa 6:7 Da ergrimmte des HErrn Zorn ber Usa, und Gott schlug ihn daselbst um seines Frevels willen, dass er daselbst starb bei der Lade Gottes.
2Sa 6:8 Da ward David betrbt, dass der HErr den Usa so wegriss, und man hie die Sttte Perez-Usa bis auf diesen Tag.
2Sa 6:9 Und David frchtete sich vor dem HErrn des Tages und sprach: Wie soll die Lade des HErrn zu mir kommen?
2Sa 6:10 Und wollte sie nicht lassen zu sich bringen in die Stadt Davids, sondern lie sie bringen ins Haus Obed-Edoms, des Gathiters.
2Sa 6:11 Und da die Lade des HErrn drei Monate blieb im Hause Obed-Edoms, des Gathiters, segnete ihn der HErr und sein ganzes Haus.
2Sa 6:12 Und es ward dem Knig David angesagt, dass der HErr das Haus Obed-Edoms segnete und alles, was er hatte, um der Lade Gottes willen. Da ging er hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden.
2Sa 6:13 Und da sie einhergegangen waren mit der Lade des HErrn sechs Gnge, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf.
2Sa 6:14 Und David tanzte mit aller Macht vor dem HErr her und war begrtet mit einem leinenen Leibrock.
2Sa 6:15 Und David samt dem ganzen Israel fhrten die Lade des HErrn herauf mit Jauchzen und Posaunen.
2Sa 6:16 Und da die Lade des HErrn in die Stadt Davids kam, sah Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den Knig David springen und tanzen vor dem HErrn und verachtete ihn in ihrem Herzen.
2Sa 6:17 Da sie aber die Lade des HErrn hereinbrachten, stellten sie die an ihren Ort mitten in der Htte, die David fr sie hatte aufgeschlagen. Und David opferte Brandopfer und Dankopfer vor dem HErrn.
2Sa 6:18 Und da David hatte ausgeopfert die Brandopfer und Dankopfer, segnete er das Volk in dem Namen des HErrn Zebaoth
2Sa 6:19 und teilte aus allem Volk, der ganzen Menge Israels, sowohl Mann als Weib, einem jeglichen einen Brotkuchen und ein Stck Fleisch und ein halbes Ma Wein. Da kehrte alles Volk heim, ein jeglicher in sein Haus.
2Sa 6:20 Da aber David wiederkam sein Haus zu gren, ging Michal, die Tochter Sauls, heraus ihm entgegen und sprach: Wie herrlich ist heute der Knig von Israel gewesen, der sich vor den Mgden seiner Knechte entblt hat, wie sich die losen Leute entblen!
2Sa 6:21 David aber sprach zu Michal: Ich will vor dem HErrn spielen, der mich erwhlt hat vor deinem Vater und vor allem seinem Hause, dass er mir befohlen hat, ein Frst zu sein ber das Volk des HErrn, ber Israel,
2Sa 6:22 Und ich will noch geringer werden denn also und will niedrig sein in meinen Augen, und mit den Mgden, von denen du geredet hast, zu Ehren kommen.
2Sa 6:23 Aber Michal, Sauls Tochter, hatte kein Kind bis an den Tag ihres Todes.
2Sa 7:1 Da nun der Knig in seinem Hause sa und der HErr ihm Ruhe gegeben hatte von allen seinen Feinden umher,
2Sa 7:2 sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade Gottes wohnt unter den Teppichen.
2Sa 7:3 Nathan sprach zu dem Knig: Gehe hin; alles, was du in deinem Herzen hast, das tue, denn der HErr ist mit dir.
2Sa 7:4 Des Nachts aber kam das Wort des HErrn zu Nathan und sprach:
2Sa 7:5 Gehe hin und sage meinem Knechte David: So spricht der HErr: Solltest du mir ein Haus bauen, dass ich darin wohne?
2Sa 7:6 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tage, da ich die Kinder Israel aus gypten fhrte, bis auf diesen Tag, sondern ich habe gewandelt in der Htte und Wohnung.
2Sa 7:7 Wo ich mit allen Kinder Israel hin wandelte, habe ich auch je geredet mit irgend der Stmme Israels einem, dem ich befohlen habe, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?
2Sa 7:8 So sollst du nun so sagen meinem Knechte David: So spricht der HErr Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhrden, dass du sein solltest ein Frst ber mein Volk Israel,
2Sa 7:9 und bin mit dir gewesen, wo du hin gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet und habe dir einen groen Namen gemacht wie der Name der Groen auf Erden.
2Sa 7:10 Und ich will meinem Volk Israel einen Ort setzen und will es pflanzen, dass es daselbst wohne und nicht mehr in der Irre gehe, und es Kinder der Bosheit nicht mehr drngen wie vormals und seit der Zeit, dass ich Richter ber mein Volk Israel verordnet habe;
2Sa 7:11 und will Ruhe geben von allen deinen Feinden. Und der HErr verkndigt dir, dass der HErr dir ein Haus machen will.
2Sa 7:12 Wenn nun deine Zeit hin ist, dass du mit deinen Vtern schlafen liegst, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soll; dem will ich sein Reich besttigen.
2Sa 7:13 Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will den Stuhl seines Knigreichs besttigen ewiglich.
2Sa 7:14 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine Missetat tut, will ich ihn mit Menschenruten und mit der Menschenkinder Schlgen strafen;
2Sa 7:15 aber meine Barmherzigkeit soll nicht von ihm entwandt werden, wie ich sie entwandt habe von Saul, den ich vor dir habe weggenommen.
2Sa 7:16 Aber dein Haus und dein Knigreich soll bestndig sein ewiglich vor dir, und dein Stuhl soll ewiglich bestehen.
2Sa 7:17 Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte,
2Sa 7:18 kam David, der Knig, und blieb vor dem Herrn und sprach: Wer bin ich, Herr HErr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?
2Sa 7:19 Dazu hast du das zu wenig geachtet Herr HErr, sondern hast dem Hause deines Knechts noch von fernem Zuknftigem geredet, und das nach Menschenweise, Herr HErr!
2Sa 7:20 Und was soll David mehr reden mit dir? Du erkennst deinen Knecht, Herr HErr!
2Sa 7:21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du solche groen Dinge alle getan, dass du sie deinem Knecht kundttest.
2Sa 7:22 Darum bist du auch gro geachtet, HErr, Gott; denn es ist keiner wie du und ist kein Gott als du, nach allem, was wir mit unsren Ohren gehrt haben.
2Sa 7:23 Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen Gott ist hingegangen, sich ein Volk zu erlsen und sich einen Namen zu machen und solch groe und schreckliche Dinge zu tun in deinem Lande vor deinem Volk, welches du dir erlst hast von gypten, von den Heiden und ihren Gttern?
2Sa 7:24 Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit; und du, HErr, bist ihr Gott geworden.
2Sa 7:25 So bekrftige nun, HErr, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du ber deinen Knecht und ber sein Haus geredet hast, und tue, wie du geredet hast!
2Sa 7:26 So wird dein Name gro werden in Ewigkeit, dass man wird sagen: Der HErr Zebaoth ist der Gott ber Israel, und das Haus deines Knechtes David wird bestehen vor dir.
2Sa 7:27 Denn du, HErr Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts geffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sein Herz gefunden, dass er dieses Gebet zu dir betet.
2Sa 7:28 Nun, Herr HErr, du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches Gute ber deinen Knecht geredet.
2Sa 7:29 So hebe nun an und segne das Haus deines Knechtes, dass es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr HErr, hast's geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechtes Haus gesegnet ewiglich.
2Sa 8:1 Und es begab sich darnach, dass David die Philister schlug und schwchte sie und nahm den Dienstzaum von der Philister Hand.
2Sa 8:2 Er schlug auch die Moabiter also zu Boden, dass er zwei Teile zum Tode brachte und einen Teil am Leben lie. Also wurden die Moabiter David untertnig, dass sie ihm Geschenke zutrugen.
2Sa 8:3 David schlug auch Hadadeser, den Sohn Rehobs, Knig zu Zoba, da er hinzog, seine Macht wieder zu holen an dem Wasser Euphrat.
2Sa 8:4 Und David fing aus ihnen tausendundsiebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fuvolk und verlhmte alle Rosse der Wagen und behielt brig hundert Wagen.
2Sa 8:5 Es kamen aber die Syrer von Damaskus, zu helfen Hadadeser, dem Knig zu Zoba; und David schlug der Syrer zweiundzwanzigtausend Mann
2Sa 8:6 und legte Volk in das Syrien von Damaskus. Also ward Syrien David untertnig, dass sie ihm Geschenke zutrugen. Denn der HErr half David, wo er hin zog.
2Sa 8:7 Und David nahm die goldenen Schilde, die Hadadesers Knechte gehabt hatten, und brachte sie gen Jerusalem.
2Sa 8:8 Aber von Betah und Berothai, den Stdten Hadadesers, nahm der Knig David sehr viel Erz.
2Sa 8:9 Da aber Thoi, der Knig zu Hamath, hrte, dass David hatte alle Macht des Hadadesers geschlagen,
2Sa 8:10 sandte er Joram, seinen Sohn, zu David, ihn freundlich zu gren und ihn zu segnen, dass er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte (denn Thoi hatte einen Streit mit Hadadeser): und er hatte mit sich silberne, goldene und eherne Kleinode,
2Sa 8:11 welche der Knig David auch dem HErr heiligte samt dem Silber und Gold, das er heiligte von allen Heiden, die er unter sich gebracht;
2Sa 8:12 von Syrien, von Moab, von den Kindern Ammon, von den Philistern, von Amalek, von der Beute Hadadesers, des Sohnes Rehobs, Knig zu Zoba.
2Sa 8:13 Auch machte sich David einen Namen da er wiederkam von der Syrer Schlacht und schlug im Salztal achtzehntausend Mann,
2Sa 8:14 und legte Volk in ganz Edom, und ganz Edom war David unterworfen; denn der HErr half David, wo er hin zog.
2Sa 8:15 Also war David Knig ber ganz Israel, und schaffte Recht und Gerechtigkeit allem Volk.
2Sa 8:16 Joab, der Zeruja Sohn, war ber das Heer; Josaphat aber, der Sohn Ahiluds war Kanzler;
2Sa 8:17 Zadok, der Sohn Ahitobs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars, waren Priester; Seraja war Schreiber;
2Sa 8:18 Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Kreter und Plether, und die Shne Davids waren Priester.
2Sa 9:1 Und David sprach: Ist auch noch jemand briggeblieben von dem Hause Sauls, dass ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonathans willen?
2Sa 9:2 Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hie Ziba; den riefen sie zu David. Und der Knig sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach: Ja, dein Knecht.
2Sa 9:3 Der Knig sprach: Ist noch jemand vom Hause Sauls, dass ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach: Es ist noch da ein Sohn Jonathans, lahm an den Fen.
2Sa 9:4 Der Knig sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum Knig: Siehe, er ist zu Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiels.
2Sa 9:5 Da sandte der Knig David hin und lie ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiels.
2Sa 9:6 Da nun Mephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und beugte sich nieder. David aber sprach: Mephiboseth! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht.
2Sa 9:7 David sprach zu ihm: Frchte dich nicht; denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um Jonathans, deines Vaters, willen und will dir allen Acker deines Vaters Saul wiedergeben; du sollst aber tglich an meinem Tisch das Brot essen.
2Sa 9:8 Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hunde, wie ich bin?
2Sa 9:9 Da rief der Knig Ziba, den Diener Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul gehrt hat und seinem ganzen Hause, habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben.
2Sa 9:10 So arbeite ihm nun seinen Acker, du und deine Kinder und Knechte, und bringe es ein, dass es das Brot sei des Sohnes deines Herrn, dass er sich nhre; aber Mephiboseth, deines Herrn Sohn, soll tglich das Brot essen an meinem Tisch. Ziba aber hatte fnfzehn Shne und zwanzig Knechte.
2Sa 9:11 Und Ziba sprach zum Knig: Alles, wie mein Herr, der Knig, seinem Knecht geboten hat, so soll dein Knecht tun. Und Mephiboseth (sprach David) esse an meinem Tisch wie der Knigskinder eins.
2Sa 9:12 Und Mephiboseth hatte einen kleinen Sohn, der hie Micha. Aber alles, was im Hause Zibas wohnte, das diente Mephiboseth.
2Sa 9:13 Mephiboseth aber wohnte zu Jerusalem; denn er a tglich an des Knigs Tisch, und er hinkte mit seinen beiden Fen.
2Sa 10:1 Und es begab sich darnach, dass der Knig der Kinder Ammon starb, und sein Sohn Hanun ward Knig an seiner Statt.
2Sa 10:2 Da sprach David: Ich will Barmherzigkeit tun an Hanun, dem Sohn Nahas, wie sein Vater an mir Barmherzigkeit getan hat. Und sandte hin und lie ihn trsten durch seine Knechte ber seinen Vater. Da nun die Knechte Davids ins Land der Kinder Ammon kamen,
2Sa 10:3 sprachen die Gewaltigen der Kinder Ammon zu ihrem Herrn, Hanun: Meinst du, dass David deinen Vater ehren wolle, dass er Trster zu dir gesandt hat? Meinst du nicht, dass er darum hat seine Knechte zu dir gesandt, dass er die Stadt erforsche und erkunde und umkehre?
2Sa 10:4 Da nahm Hanun die Knechte David und schor ihnen den Bart halb und schnitt ihnen die Kleider halb ab bis an den Grtel und lie sie gehen.
2Sa 10:5 Da das David ward angesagt, sandte er ihnen entgegen; denn die Mnner waren sehr geschndet. Und der Knig lie ihnen sagen: Bleibt zu Jericho, bis euer Bart gewachsen; so kommt dann wieder.
2Sa 10:6 Da aber die Kinder Ammon sahen, dass sie vor David stinkend geworden waren, sandten sie hin und dingten die Syrer des Hauses Rehob und die Syrer zu Zoba, zwanzigtausend Mann Fuvolk, und von dem Knig Maachas tausend Mann und von Is-Tob zwlftausend Mann.
2Sa 10:7 Da das David hrte, sandte er Joab mit dem ganzen Heer der Kriegsleute.
2Sa 10:8 Und die Kinder Ammon zogen aus und rsteten sich zum Streit vor dem Eingang des Tors. Die Syrer aber von Zoba, von Rehob, von Is-Tob und von Maacha waren allein im Felde.
2Sa 10:9 Da Joab nun sah, dass der Streit auf ihn gestellt war vorn und hinten, erwhlte er aus aller jungen Mannschaft in Israel und stellte sich wider die Syrer.
2Sa 10:10 Und das brige Volk tat er unter die Hand seines Bruders Abisai, dass er sich rstete wider dir Kinder Ammon,
2Sa 10:11 und sprach: Werden mir die Syrer berlegen sein, so komm mir zu Hilfe; werden aber die Kinder Ammon dir berlegen sein, so will ich dir zu Hilfe kommen.
2Sa 10:12 Sei getrost und lass uns stark sein fr unser Volk und fr die Stdte unsres Gottes; der HErr aber tue, was ihm gefllt.
2Sa 10:13 Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, zu streiten wider die Syrer; und sie flohen vor ihm.
2Sa 10:14 Und da die Kinder Ammon sahen, dass die Syrer flohen, flohen sie auch vor Abisai und zogen in die Stadt. Also kehrte Joab um von den Kindern Ammon und kam gen Jerusalem.
2Sa 10:15 Und da die Syrer sahen, dass sie geschlagen waren vor Israel, kamen sie zuhauf.
2Sa 10:16 Und Hadadeser sandte hin und brachte heraus die Syrer jenseit des Stromes und fhrte herein ihre Macht; und Sobach, der Feldhauptmann Hadadesers, zog vor ihnen her.
2Sa 10:17 Da das David ward angesagt, sammelte er zuhauf das ganze Israel und zog ber den Jordan und kam gen Helam. Und die Syrer stellten sich wider David, mit ihm zu streiten.
2Sa 10:18 Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David verderbte der Syrer siebenhundert Wagen und vierzigtausend Reiter; dazu Sobach, den Feldhauptmann, schlug er, dass er daselbst starb.
2Sa 10:19 Da aber die Knige, die unter Hadadeser waren, sahen, dass sie geschlagen waren vor Israel, machten sie Frieden mit Israel und wurden ihnen untertan. Und die Syrer frchteten sich, den Kindern Ammon mehr zu helfen.
2Sa 11:1 Und da das Jahr um kam, zur Zeit, wann die Knige pflegen auszuziehen, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm das ganze Israel, dass sie die Kinder Ammon verderbten und Rabba belagerten. David aber blieb zu Jerusalem.
2Sa 11:2 Und es begab sich, dass David um den Abend aufstand von seinem Lager und ging auf dem Dach des Knigshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; und das Weib war sehr schner Gestalt.
2Sa 11:3 Und David sandte hin und lie nach dem Weibe fragen, und man sagte: Ist das nicht Bath-Seba, die Tochter Eliams, das Weib des Urias, des Hethiters?
2Sa 11:4 Und David sandte Boten hin und lie sie holen. Und da sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit und kehrte wieder zu ihrem Hause.
2Sa 11:5 Und das Weib ward schwanger und sandte hin und lie David verkndigen und sagen: Ich bin schwanger geworden.
2Sa 11:6 David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hethiter. Und Joab sandte Uria zu David.
2Sa 11:7 Und da Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem Volk und mit dem Streit wohl stnde?
2Sa 11:8 Und David sprach zu Uria: Gehe hinab in dein Haus und wasche deine Fe. Und da Uria zu des Knigs Haus hinausging, folgte ihm nach des Knigs Geschenk.
2Sa 11:9 Aber Uria legte sich schlafen vor der Tr des Knigshauses, da alle Knechte seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus.
2Sa 11:10 Da man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht ber Feld hergekommen? Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen?
2Sa 11:11 Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda bleiben in Zelten, und Joab, mein Herr, und meines Herrn Knechte liegen im Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, dass ich e und trnke und bei meinem Weibe lge? So wahr du lebst und deine Seele lebt, ich tue solches nicht.
2Sa 11:12 David sprach zu Uria: So bleibe auch heute hier; morgen will ich dich lassen gehen. So blieb Uria zu Jerusalem des Tages und des andern dazu.
2Sa 11:13 Und David lud ihn, dass er vor ihm a und trank, und machte ihn trunken. Aber des Abends ging er aus, dass er sich schlafen legte auf sein Lager mit seines Herrn Knechten, und ging nicht hinab in sein Haus.
2Sa 11:14 Des Morgens schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria.
2Sa 11:15 Er schrieb aber also in den Brief: Stellt Uria an den Streit, da er am hrtesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, dass er erschlagen werde und sterbe.
2Sa 11:16 Als nun Joab um die Stadt lag, stellte er Uria an den Ort, wo er wusste, dass streitbare Mnner waren.
2Sa 11:17 Und da die Mnner der Stadt herausfielen und stritten wider Joab, fielen etliche des Volks von den Knechten Davids, und Uria, der Hethiter, starb auch.
2Sa 11:18 Da sandte Joab hin und lie David ansagen allen Handel des Streits
2Sa 11:19 und gebot dem Boten und sprach: Wenn du allen Handel des Streits hast ausgeredet mit dem Knig
2Sa 11:20 und siehst, dass der Knig sich erzrnt und zu dir spricht: Warum habt ihr euch so nahe zur Stadt gemacht mit dem Streit? Wisst ihr nicht, wie man pflegt von der Mauer zu schieen?
2Sa 11:21 Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerubbeseths? Warf nicht ein Weib einen Mhlstein auf ihn von der Mauer, dass er starb zu Thebez? Warum habt ihr euch so nahe zur Mauer gemacht? so sollst du sagen: Dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch tot.
2Sa 11:22 Der Bote ging hin und kam und sagte an David alles, darum ihn Joab gesandt hatte.
2Sa 11:23 Und der Bote sprach zu David: Die Mnner nahmen berhand wider uns und fielen zu uns heraus aufs Feld; wir aber waren an ihnen bis vor die Tr des Tors;
2Sa 11:24 und die Schtzen schossen von der Mauer auf deine Knechte und tteten etliche von des Knigs Knechten; dazu ist Uria, der Hethiter, auch tot.
2Sa 11:25 David sprach zum Boten: So sollst du zu Joab sagen: Lass dir das nicht bel gefallen; denn das Schwert frisst jetzt diesen, jetzt jenen. Fahre fort mit dem Streit wider die Stadt, dass du sie zerbrechest, und seid getrost.
2Sa 11:26 Und da Urias Weib hrte, dass ihr Mann, Uria, tot war, trug sie Leid um ihren Eheherrn.
2Sa 11:27 Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und lie sie in sein Haus holen, und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat gefiel dem HErrn bel, die David tat.
2Sa 12:1 Und der HErr sandte Nathan zu David. Da der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Mnner in einer Stadt, einer reich, der andere arm.
2Sa 12:2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;
2Sa 12:3 aber der Arme hatte nichts denn ein einziges kleines Schflein, das er gekauft hatte. Und er nhrte es, dass es gro ward bei ihm und bei seinen Kindern zugleich: es a von seinem Bissen und trank von seinem Becher und schlief in seinem Scho, und er hielt es wie eine Tochter.
2Sa 12:4 Da aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, schonte er zu nehmen von seinen Schafen und Rindern, dass er dem Gast etwas zurichtete, der zu ihm gekommen war, und nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es zu dem Mann, der zu ihm gekommen war.
2Sa 12:5 Da ergrimmte David mit groem Zorn wider den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HErr lebt, der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat!
2Sa 12:6 Dazu soll er vierfltig bezahlen, darum dass er solches getan hat und nicht geschont hat.
2Sa 12:7 Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HErr, der Gott Israels: Ich habe dich zum Knig gesalbt ber Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls,
2Sa 12:8 und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Weiber in deinen Scho, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun.
2Sa 12:9 Warum hast du denn das Wort des HErrn verachtet, dass du solches bel vor seinen Augen tatest? Uria, den Hethiter, hast du erschlagen mit dem Schwert; sein Weib hast du dir zum Weib genommen; ihn aber hast du erwrgt mit dem Schwert der Kinder Ammon.
2Sa 12:10 Nun so soll von deinem Hause das Schwert nicht lassen ewiglich, darum dass du mich verachtet hast und das Weib Urias, des Hethiters, genommen hast, dass sie dein Weib sei.
2Sa 12:11 So spricht der HErr: Siehe, ich will Unglck ber dich erwecken aus deinem eigenen Hause und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nchsten geben, dass er bei deinen Weibern schlafen soll an der lichten Sonne.
2Sa 12:12 Denn du hast es heimlich getan; ich aber will dies tun vor dem ganzen Israel und an der Sonne.
2Sa 12:13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesndigt wider den HErrn. Nathan sprach zu David: So hat auch der HErr deine Snde weggenommen; du wirst nicht sterben.
2Sa 12:14 Aber weil du die Feinde des HErrn hast durch diese Geschichte lstern gemacht, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben.
2Sa 12:15 Und Nathan ging heim. Und der HErr schlug das Kind, das Urias Weib David geboren hatte, dass es todkrank ward.
2Sa 12:16 Und David suchte Gott um des Knbleins willen und fastete und ging hinein und lag ber Nacht auf der Erde.
2Sa 12:17 Da standen auf die ltesten seines Hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; er wollte aber nicht und a auch nicht mit ihnen.
2Sa 12:18 Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die Knechte Davids frchteten sich ihm anzusagen, dass das Kind tot wre; denn sie gedachten: Siehe, da das Kind noch lebendig war, redeten wir mit ihm, und er gehorchte unsrer Stimme nicht; wie viel mehr wird er sich wehe tun, so wir sagen: Das Kind ist tot.
2Sa 12:19 Da aber David sah, dass seine Knechte leise redeten, und merkte, dass das Kind tot wre, sprach er zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sprachen: Ja.
2Sa 12:20 Da stand David auf von der Erde und wusch sich und salbte sich und tat andere Kleider an und ging in das Haus des HErrn und betete an. Und da er wieder heimkam, hie er ihm Brot auftragen und a.
2Sa 12:21 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das fr ein Ding, das du tust? Da das Kind lebte, fastetest du und weintest; aber nun es gestorben ist, stehst du auf und isst?
2Sa 12:22 Er sprach: Um das Kind fastete ich und weinte, da es lebte; denn ich gedachte: Wer wei, ob mir der HErr nicht gndig wird, dass das Kind lebendig bleibe.
2Sa 12:23 Nun es aber tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es auch wiederum holen? Ich werde wohl zu ihm fahren; es kommt aber nicht zu mir.
2Sa 12:24 Und da David sein Weib Bath-Seba getrstet hatte, ging er zu ihr hinein und schlief bei ihr. Und sie gebar ihm einen Sohn, den hie er Salomo. Und der HErr liebte ihn.
2Sa 12:25 Und er tat ihn unter die Hand Nathans, des Propheten; der hie ihn Jedidja, um des HErrn willen.
2Sa 12:26 So stritt nun Joab wider Rabba der Kinder Ammon knigliche Stadt
2Sa 12:27 und sandte Boten zu David und lie ihm sagen: Ich habe gestritten wider Rabba und habe auch gewonnen die Wasserstadt.
2Sa 12:28 So nimm nun zuhauf das brige Volk und belagere die Stadt und gewinne sie, auf dass ich sie nicht gewinne und ich den Namen davon habe.
2Sa 12:29 Also nahm David alles Volk zuhauf und zog hin und stritt wider Rabba und gewann es
2Sa 12:30 und nahm die Krone seines Knigs von seinem Haupt, die am Gewicht einen Zentner Gold hatte und Edelgesteine, und sie ward David auf sein Haupt gesetzt; und er fhrte aus der Stadt sehr viel Beute.
2Sa 12:31 Aber das Volk drinnen fhrte er heraus und legte sie unter eiserne Sgen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelfen. So tat er allen Stdten der Kinder Ammon. Da kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem.
2Sa 13:1 Und es begab sich darnach, dass Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schne Schwester, die hie Thamar; und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie lieb.
2Sa 13:2 Und dem Amnon ward wehe, als wollte er krank werden um Thamars, seiner Schwester, willen. Denn sie war eine Jungfrau, und es deuchte Amnon schwer sein, dass er ihr etwas sollte tun.
2Sa 13:3 Amnon aber hatte einen Freund, der hie Jonadab, ein Sohn Simeas, Davids Bruders; und derselbe Jonadab war ein sehr weiser Mann.
2Sa 13:4 Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager, du Knigssohn, von Tag zu Tag? Magst du mir's nicht ansagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Thamar, meines Bruders Absalom Schwester, liebgewonnen.
2Sa 13:5 Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Lass doch meine Schwester Thamar kommen, dass sie mir zu essen gebe und mache vor mir das Essen, dass ich zusehe und von ihrer Hand esse.
2Sa 13:6 Also legte sich Amnon und stellte sich krank. Da nun der Knig kam, ihn zu besuchen, sprach Amnon zum Knig: Lass doch meine Schwester Thamar kommen, dass sie vor mir einen Kuchen oder zwei mache und ich von ihrer Hand esse.
2Sa 13:7 Da sandte David nach Thamar ins Haus und lie ihr sagen: Gehe hin ins Haus deines Bruders Amnon und mache ihm eine Speise.
2Sa 13:8 Thamar ging hin ins Haus ihres Bruders Amnon; er aber lag im Bett. Und sie nahm einen Teig und knetete und bereitete es vor seinen Augen und buk die Kuchen.
2Sa 13:9 Und sie nahm eine Pfanne und schttete es vor ihm aus; aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasst jedermann von mir hinausgehen. Und es ging jedermann von ihm hinaus.
2Sa 13:10 Da sprach Amnon zu Thamar: Bringe das Essen in die Kammer, dass ich von deiner Hand esse. Da nahm Thamar die Kuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer.
2Sa 13:11 Und da sie es zu ihm brachte, dass er e, ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm her, meine Schwester, schlaf bei mir!
2Sa 13:12 Sie aber sprach zu ihm: Nicht, mein Bruder, schwche mich nicht, denn so tut man nicht in Israel; tue nicht eine solche Torheit!
2Sa 13:13 Wo will ich mit meiner Schande hin? Und du wirst sein wie die Toren in Israel. Rede aber mit dem Knig; der wird mich dir nicht versagen.
2Sa 13:14 Aber er wollte nicht gehorchen und berwltigte sie und schwchte sie und schlief bei ihr.
2Sa 13:15 Und Amnon ward ihr beraus gram, dass der Hass grer war, denn vorhin die Liebe war. Und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf und hebe dich!
2Sa 13:16 Sie aber sprach zu ihm: Das bel ist grer denn das andere, das du an mir getan hast, dass du mich ausstest. Aber er gehorchte ihrer Stimme nicht,
2Sa 13:17 sondern rief seinen Knaben, der sein Diener war, und sprach: Treibe diese von mir hinaus und schliee die Tr hinter ihr zu!
2Sa 13:18 Und sie hatte einen bunten Rock an; denn solche Rcke trugen des Knigs Tchter, welche Jungfrauen waren. Und da sie sein Diener hinausgetrieben und die Tr hinter ihr zugeschlossen hatte,
2Sa 13:19 warf Thamar Asche auf ihr Haupt und zerriss den bunten Rock, den sie anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt und ging daher und schrie.
2Sa 13:20 Und ihr Bruder Absalom sprach zu Ihr: Ist denn dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun, meine Schwester, schweig still; es ist dein Bruder, und nimm die Sache nicht so zu Herzen. Also blieb Thamar einsam in Absaloms, ihres Bruders, Haus.
2Sa 13:21 Und da der Knig David solches alles hrte, ward er sehr zornig. Aber Absalom redete nicht mit Amnon, weder Bses noch Gutes;
2Sa 13:22 denn Absalom war Amnon gram, darum dass er seine Schwester Thamar geschwcht hatte.
2Sa 13:23 ber zwei Jahre aber hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt; und Absalom lud alle Kinder des Knigs
2Sa 13:24 und kam zum Knig und sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafscherer; der Knig wolle samt seinen Knechten mit seinem Knecht gehen.
2Sa 13:25 Der Knig aber sprach zu Absalom: Nicht, mein Sohn, lass uns nicht alle gehen, dass wir dich nicht beschweren. Und da er ihn ntigte, wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn.
2Sa 13:26 Absalom sprach: Soll denn nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der Knig sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?
2Sa 13:27 Da ntigte ihn Absalom, dass er mit ihm lie Amnon und alle Kinder des Knigs.
2Sa 13:28 Absalom aber gebot seinen Leuten und sprach: Sehet darauf, wenn Amnon guter Dinge wird von dem Wein und ich zu euch spreche: Schlagt Amnon und ttet ihn, dass ihr euch nicht frchtet; denn ich hab's euch geheien. Seid getrost und frisch daran!
2Sa 13:29 Also taten die Leute Absaloms dem Amnon, wie ihnen Absalom geboten hatte. Da standen alle Kinder des Knigs auf, und ein jeglicher setzte sich auf sein Maultier und flohen.
2Sa 13:30 Und da sie noch auf dem Wege waren, kam das Gercht vor David, dass Absalom htte alle Kinder des Knigs erschlagen, dass nicht einer von ihnen brig wre.
2Sa 13:31 Da stand der Knig auf und zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte, die um ihn her standen, zerrissen ihre Kleider.
2Sa 13:32 Da hob Jonadab an, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, und sprach: Mein Herr denke nicht, dass alle jungen Mnner, die Kinder des Knigs tot sind, sondern Amnon ist allein tot. Denn Absalom hat's bei sich behalten von dem Tage an, da er seine Schwester Thamar schwchte.
2Sa 13:33 So nehme nun mein Herr, der Knig, solches nicht zu Herzen, dass alle Kinder des Knigs tot seien, sondern Amnon ist allein tot.
2Sa 13:34 Absalom aber floh. Und der Diener auf der Warte hob seine Augen auf und sah; und siehe, ein groes Volk kam auf dem Wege nacheinander an der Seite des Berges.
2Sa 13:35 Da sprach Jonadab zum Knig: Siehe, die Kinder des Knigs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, so ist's ergangen.
2Sa 13:36 Und da er hatte ausgeredet, siehe, da kamen die Kinder des Knigs und hoben ihre Stimme auf und weinten. Der Knig und alle seine Knechte weinten auch gar sehr.
2Sa 13:37 Absalom aber floh und zog zu Thalmai, dem Sohn Ammihuds, dem Knig zu Gessur. Er aber trug Leid ber seinen Sohn alle Tage.
2Sa 13:38 Da aber Absalom geflohen war und gen Gessur gezogen, blieb er daselbst drei Jahre.
2Sa 13:39 Und der Knig David hrte auf, auszuziehen wider Absalom; denn er hatte sich getrstet ber Amnon, dass er tot war.
2Sa 14:1 Joab aber, der Zeruja Sohn, merkte, dass des Knigs Herz war wider Absalom,
2Sa 14:2 und sandte hin gen Thekoa und lie holen von dort ein kluges Weib und sprach zu ihr: Trage Leid und zieh Trauerkleider an und salbe dich nicht mit l, sondern stelle dich wie ein Weib, das eine lange Zeit Leid getragen hat ber einen Toten;
2Sa 14:3 und sollst zum Knig hineingehen und mit ihm reden so und so. Und Joab gab ihr ein, was sie reden sollte.
2Sa 14:4 Und da das Weib von Thekoa mit dem Knig reden wollte, fiel sie auf ihr Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und sprach: Hilf mir, Knig!
2Sa 14:5 Der Knig sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Ach, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben.
2Sa 14:6 Und deine Magd hatte zwei Shne, die zankten miteinander auf dem Felde, und da kein Retter war, schlug einer den andern und ttete ihn.
2Sa 14:7 Und siehe, nun steht auf die ganze Freundschaft wider deine Magd und sagen: Gib her den, der seinen Bruder erschlagen hat, dass wir ihn tten fr die Seele seines Bruders, den er erwrgt hat, und auch den Erben vertilgen; und wollen meinen Funken auslschen, der noch brig ist, dass meinem Mann kein Name und nichts briges bleibe auf Erden.
2Sa 14:8 Der Knig sprach zum Weibe: Gehe heim, ich will fr dich gebieten.
2Sa 14:9 Und das Weib von Thekoa sprach zum Knig: Mein Herr Knig, die Missetat sei auf mir und meines Vaters Hause; der Knig aber und sein Stuhl sei unschuldig.
2Sa 14:10 Der Knig sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, so soll er nicht mehr dich antasten.
2Sa 14:11 Sie sprach: Der Knig gedenke an den HErrn, deinen Gott, dass der Blutrcher nicht noch mehr Verderben anrichte und sie meinen Sohn nicht vertilgen. Er sprach: So wahr der HErr lebt, es soll kein Haar von deinem Sohn auf die Erde fallen.
2Sa 14:12 Und das Weib sprach: Lass deine Magd meinem Herrn Knig etwas sagen. Er sprach: Sage an!
2Sa 14:13 Das Weib sprach: Warum bist du also gesinnt wider Gottes Volk? Denn da der Knig solches geredet hat, ist er wie ein Schuldiger, dieweil er seinen Verstoenen nicht wieder holen lsst.
2Sa 14:14 Denn wir sterben eines Todes und sind wie Wasser, so in die Erde verluft, das man nicht aufhlt; und Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern bedenkt sich, dass nicht das Verstoene auch von ihm verstoen werde.
2Sa 14:15 So bin ich nun gekommen, mit meinem Herrn Knig solches zu reden; denn das Volk macht mir bang. Denn deine Magd gedachte: Ich will mit dem Knig reden; vielleicht wird er tun, was seine Magd sagt.
2Sa 14:16 Denn er wird seine Magd erhren, dass er mich errette von der Hand aller, die mich samt meinem Sohn vertilgen wollen vom Erbe Gottes.
2Sa 14:17 Und deine Magd gedachte: Meines Herrn, des Knigs, Wort soll mir ein Trost sein; denn mein Herr, der Knig, ist wie ein Engel Gottes, dass er Gutes und Bses hren kann. Darum wird der HErr, dein Gott, mit dir sein.
2Sa 14:18 Der Knig antwortete und sprach zu dem Weibe: Leugne mir nicht, was ich dich frage. Das Weib sprach: Mein Herr, der Knig, rede.
2Sa 14:19 Der Knig sprach: Ist nicht die Hand Joabs mit dir in diesem allem? Das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr Knig, es ist nicht anders, weder zur Rechten noch zur Linken, denn wie mein Herr, der Knig, geredet hat. Denn dein Knecht Joab hat mir's geboten, und er hat solches alles seiner Magd eingegeben;
2Sa 14:20 dass ich diese Sache also wenden sollte, das hat dein Knecht Joab gemacht. Aber mein Herr ist weise wie die Weisheit eines Engels Gottes, dass er merkt alles auf Erden.
2Sa 14:21 Da sprach der Knig zu Joab: Siehe, ich habe solches getan; so gehe hin und bringe den Knaben Absalom wieder.
2Sa 14:22 Da fiel Joab auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und dankte dem Knig und sprach: Heute merkt dein Knecht, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, mein Herr Knig, da der Knig tut, was sein Knecht sagt.
2Sa 14:23 Also macht sich Joab auf und zog gen Gessur und brachte Absalom gen Jerusalem.
2Sa 14:24 Aber der Knig sprach: Lass ihn wider in sein Haus gehen und mein Angesicht nicht sehen. Also kam Absalom wieder in sein Haus und sah des Knigs Angesicht nicht.
2Sa 14:25 Es war aber in ganz Israel kein Mann so schn wie Absalom, und er hatte dieses Lob vor allen; von seiner Fusohle an bis auf seinen Scheitel war nicht ein Fehl an ihm.
2Sa 14:26 Und wenn man sein Haupt schor (das geschah gemeiniglich alle Jahre; denn es war ihm zu schwer, dass man's abscheren musste), so wog sein Haupthaar zweihundert Lot nach dem kniglichen Gewicht.
2Sa 14:27 Und Absalom wurden drei Shne geboren und eine Tochter, die hie Thamar und war ein Weib schn von Gestalt.
2Sa 14:28 Also blieb Absalom zwei Jahre zu Jerusalem, dass er des Knigs Angesicht nicht sah.
2Sa 14:29 Und Absalom sandte nach Joab, dass er ihn zum Knig sendete; und er wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte zum andernmal; immer noch wollte er nicht kommen.
2Sa 14:30 Da sprach er zu seinen Knechten: Seht das Stck Acker Joabs neben meinem, und er hat Gerste darauf; so geht hin und steckt es mit Feuer an. Da steckten die Knechte Absaloms das Stck mit Feuer an.
2Sa 14:31 Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Stck mit Feuer angesteckt?
2Sa 14:32 Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte nach dir und lie dir sagen: Komm her, dass ich dich zum Knig sende und sagen lasse: Warum bin ich von Gessur gekommen? Es wre mir besser, dass ich noch da wre. So lass mich nun das Angesicht des Knigs sehen; ist aber eine Missetat an mir, so tte mich.
2Sa 14:33 Und Joab ging hinein zum Knig und sagte es ihm an. Und er rief Absalom, dass er hinein zum Knig kam; und er fiel nieder vor dem Knig auf sein Antlitz zur Erde, und der Knig ksste Absalom.
2Sa 15:1 Und es begab sich darnach, dass Absalom lie sich machen einen Wagen und Rosse und fnfzig Mann, die seine Trabanten waren.
2Sa 15:2 Auch machte sich Absalom des Morgens frh auf und trat an den Weg bei dem Tor. Und wenn jemand einen Handel hatte, dass er zum Knig vor Gericht kommen sollte, rief ihn Absalom zu sich und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Wenn dann der sprach: Dein Knecht ist aus der Stmme Israels einem,
2Sa 15:3 so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache ist recht und schlecht; aber du hast keinen, der dich hrt, beim Knig.
2Sa 15:4 Und Absalom sprach: O, wer setzt mich zum Richter im Lande, dass jedermann zu mir kme, der eine Sache und Gerichtshandel hat, dass ich ihm hlfe!
2Sa 15:5 Und wenn jemand sich zu ihm tat, dass er wollte vor ihm niederfallen, so reckte er seine Hand aus und ergriff ihn und ksste ihn.
2Sa 15:6 Auf diese Weise tat Absalom dem ganzen Israel, wenn sie kamen vor Gericht zum Knig, und stahl also das Herz der Mnner Israels.
2Sa 15:7 Nach vierzig Jahren sprach Absalom zum Knig: Ich will hingehen und mein Gelbde zu Hebron ausrichten, das ich dem HErrn gelobt habe.
2Sa 15:8 Denn dein Knecht tat ein Gelbde, da ich zu Gessur in Syrien wohnte, und sprach: Wenn mich der HErr wieder gen Jerusalem bringt, so will ich dem HErrn einen Gottesdienst tun.
2Sa 15:9 Der Knig sprach: Gehe hin mit Frieden. Und er machte sich auf und ging gen Hebron.
2Sa 15:10 Absalom aber hatte Kundschafter ausgesandt in alle Stmme Israels und lassen sagen: Wenn ihr der Posaune Schall hren werdet, so sprecht: Absalom ist Knig geworden zu Hebron.
2Sa 15:11 Es gingen aber mit Absalom zweihundert Mann von Jerusalem, die geladen waren; aber sie gingen in ihrer Einfalt und wussten nichts um die Sache.
2Sa 15:12 Absalom aber sandte auch nach Ahithophel, dem Giloniten, Davids Rat, aus seiner Stadt Gilo. Da er nun die Opfer tat, ward der Bund stark, und das Volk lief zu und mehrte sich mit Absalom.
2Sa 15:13 Da kam einer, der sagte es David an und sprach: Das Herz jedermanns in Israel folgt Absalom nach.
2Sa 15:14 David sprach aber zu allen seinen Knechten, die bei ihm waren zu Jerusalem: Auf, lasst uns fliehen! denn hier wird kein entrinnen sein vor Absalom; eilet, dass wir gehen, dass er uns nicht bereile und ergreife uns und treibe ein Unglck auf uns und schlage die Stadt mit der Schrfe des Schwerts.
2Sa 15:15 Da sprachen die Knechte des Knigs zu ihm: Was mein Herr, der Knig, erwhlt, siehe, hier sind deine Knechte.
2Sa 15:16 Und der Knig zog hinaus und sein ganzes Haus ihm nach. Er lie aber zehn Kebsweiber zurck, das Haus zu bewahren.
2Sa 15:17 Und da der Knig und alles Volk, das ihm nachfolgte, hinauskamen, blieben sie stehen am uersten Hause.
2Sa 15:18 Und alle seine Knechte gingen an ihm vorber; dazu alle Kreter und Plether und alle Gathiter, sechshundert Mann, die von Gath ihm nachgefolgt waren, gingen an dem Knig vorber.
2Sa 15:19 Und der Knig sprach zu Itthai, dem Gathiter: Warum gehst du auch mit uns? Kehre um und bleibe bei dem Knig; denn du bist hier fremd und von deinem Ort gezogen hierher.
2Sa 15:20 Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns hin und her ziehen lassen? Denn ich will gehen, wohin ich gehen kann. Kehre um und deine Brder mit dir; dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue.
2Sa 15:21 Itthai antwortete und sprach: So wahr der HErr lebt, und so wahr mein Knig lebt, an welchem Ort mein Herr, der Knig, sein wird, es gerate zum Tod oder zum Leben, da wird dein Knecht auch sein.
2Sa 15:22 David sprach zu Itthai: So komm und gehe mit. Also ging Itthai, der Gathiter, und alle seine Mnner und der ganze Haufe Kinder, die mit ihm waren.
2Sa 15:23 Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und alles Volk ging mit. Und der Knig ging ber den Bach Kidron, und alles Volk ging vor auf dem Wege, der zur Wste geht.
2Sa 15:24 Und siehe, Zadok war auch da und alle Leviten, die bei ihm waren, und trugen die Lade des Bundes und stellten sie dahin. Und Abjathar trat empor, bis dass alles Volk zur Stadt hinauskam.
2Sa 15:25 Aber der Knig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes wieder in die Stadt. Werde ich Gnade finden vor dem HErrn, so wird er mich wieder holen und wird mich sie sehen lassen und sein Haus.
2Sa 15:26 Spricht er aber also: Ich habe nicht Lust zu dir, siehe, hier bin ich. Er mache es mit mir, wie es ihm wohl gefllt.
2Sa 15:27 Und der Knig sprach zu dem Priester Zadok: O du Seher, kehre um wieder in die Stadt mit Frieden und mit euch eure beiden Shne, Ahimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars!
2Sa 15:28 Siehe ich will verziehen auf dem blachen Felde in der Wste, bis dass Botschaft von euch komme, und sage mir an.
2Sa 15:29 Also brachten Zadok und Abjathar die Lade Gottes wieder gen Jerusalem und blieben daselbst.
2Sa 15:30 David aber ging den lberg hinan und weinte, und sein Haupt war verhllt, und er ging barfu. Dazu alles Volk, das bei ihm war, hatte ein jeglicher sein Haupt verhllt und gingen hinan und weinten.
2Sa 15:31 Und da es David angesagt ward, dass Ahithophel im Bund mit Absalom war, sprach er: HErr, mache den Ratschlag Ahithophels zur Narrheit!
2Sa 15:32 Und da David auf die Hhe kam, da man Gott pflegt anzubeten, siehe, da begegnete ihm Husai, der Arachiter, mit zerrissenem Rock und Erde auf seinem Haupt.
2Sa 15:33 Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine Last sein.
2Sa 15:34 Wenn du aber wieder in die Stadt gingest und sprchest zu Absalom: Ich bin dein Knecht, ich will des Knigs sein; der ich deines Vaters Knecht war zu der Zeit, will nun dein Knecht sein: So wrdest du mir zugut den Ratschlag Ahithophels zunichte machen.
2Sa 15:35 Auch sind Zadok und Abjathar, die Priester, mit dir. Alles, was du hrst aus des Knigs Haus, wrdest du ansagen den Priestern Zadok und Abjathar.
2Sa 15:36 Siehe, es sind bei ihnen ihre zwei Shne: Ahimaaz, Zadoks, und Jonathan, Abjathars Sohn. Durch die kannst du mir entbieten, was du hren wirst.
2Sa 15:37 Also kam Husai, der Freund Davids, in die Stadt; und Absalom kam gen Jerusalem.
2Sa 16:1 Und da David ein wenig von der Hhe gegangen war, siehe, da begegnete ihm Ziba, der Diener Mephiboseths, mit einem Paar Esel, gesattelt, darauf waren zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert Feigenkuchen und ein Krug Wein.
2Sa 16:2 Da sprach der Knig zu Ziba: Was willst du damit machen? Ziba sprach: Die Esel sollen fr das Haus des Knigs sein, darauf zu reiten, und die Brote und Feigenkuchen fr die Diener, zu essen, und der Wein, zu trinken, wenn sie mde werden in der Wste.
2Sa 16:3 Der Knig sprach: Wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba sprach zum Knig: Siehe, er blieb zu Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus Israel meines Vaters Reich wiedergeben.
2Sa 16:4 Der Knig sprach zu Ziba: Siehe, es soll dein sein alles, was Mephiboseth hat. Ziba sprach: Ich neige mich; lass mich Gnade finden vor dir, mein Herr Knig.
2Sa 16:5 Da aber der Knig bis gen Bahurim kam, siehe, da ging ein Mann daselbst heraus, vom Geschlecht des Hauses Sauls, der hie Simei, der Sohn Geras; der ging heraus und fluchte
2Sa 16:6 und warf David mit Steinen und alle Knechte des Knigs David. Denn alles Volk und alle Gewaltigen waren zu seiner Rechten und zur Linken.
2Sa 16:7 So sprach aber Simei, da er fluchte: Heraus, heraus, du Bluthund, du heilloser Mann!
2Sa 16:8 Der HErr hat dir vergolten alles Blut des Hauses Sauls, dass du an seiner Statt bist Knig geworden. Nun hat der HErr das Reich gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst du in deinem Unglck; denn du bist ein Bluthund.
2Sa 16:9 Aber Abisai, der Zeruja Sohn, sprach zu dem Knig: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem Knig, fluchen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abreien.
2Sa 16:10 Der Knig sprach: Ihr Kinder der Zeruja, was habe ich mit euch zu schaffen? Lasst ihn fluchen; denn der HErr hat's ihn geheien: Fluche David! Wer kann nun sagen: Warum tust du also?
2Sa 16:11 Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, steht mir nach meinem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Lasst ihn, dass er fluche; denn der HErr hat's ihn geheien.
2Sa 16:12 Vielleicht wird der HErr mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen.
2Sa 16:13 Also ging David mit seinen Leuten des Weges; Aber Simei ging an des Berges Seite her ihm gegenber und fluchte und warf mit Steinen nach ihm und besprengte ihn mit Erdklen.
2Sa 16:14 Und der Knig kam hinein mit allem Volk, das bei ihm war, mde und erquickte sich daselbst.
2Sa 16:15 Aber Absalom und alles Volk der Mnner Israels kamen gen Jerusalem und Ahithophel mit ihm.
2Sa 16:16 Da aber Husai, der Arachiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, sprach er zu Absalom: Glck zu, Herr Knig! Glck zu, Herr Knig!
2Sa 16:17 Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Barmherzigkeit an deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
2Sa 16:18 Husai aber sprach zu Absalom: Nicht also, sondern welchen der HErr erwhlt und dies Volk und alle Mnner in Israel, des will ich sein und bei ihm bleiben.
2Sa 16:19 Zum andern, wem sollte ich dienen? Sollte ich nicht vor seinem Sohn dienen? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, so will ich auch vor dir sein.
2Sa 16:20 Und Absalom sprach zu Ahithophel: Ratet zu, was sollen wir tun?
2Sa 16:21 Ahithophel sprach zu Absalom: Gehe hinein zu den Kebsweibern deines Vaters, die er zurckgelassen hat, das Haus zu bewahren, so wird das ganze Israel hren, dass du dich bei deinem Vater hast stinkend gemacht, und wird aller Hand, die bei dir sind, desto khner werden.
2Sa 16:22 Da machten sie Absalom eine Htte auf dem Dache, und Absalom ging hinein zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen des ganzen Israel.
2Sa 16:23 Zu der Zeit, wenn Ahithophel einen Rat gab, das war, als wenn man Gott um etwas htte gefragt; also waren alle Ratschlge Ahithophels bei David und bei Absalom.
2Sa 17:1 Und Ahithophel sprach zu Absalom: Ich will zwlftausend Mann auslesen und mich aufmachen und David nachjagen bei der Nacht
2Sa 17:2 und will ihn berfallen, weil er matt und lass ist. Wenn ich ihn dann erschrecke, dass alles Volk, das bei ihm ist, flieht, will ich den Knig allein schlagen
2Sa 17:3 und alles Volk wieder zu dir bringen. Wenn dann jedermann zu dir gebracht ist, wie du begehrst, so bleibt alles Volk mit Frieden.
2Sa 17:4 Das deuchte Absalom gut und alle ltesten in Israel.
2Sa 17:5 Aber Absalom sprach: Lasst doch Husai, den Arachiten, auch rufen und hren, was er dazu sagt.
2Sa 17:6 Und da Husai hinein zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: Solches hat Ahithophel geredet; sage du, sollen wir's tun oder nicht?
2Sa 17:7 Da sprach Husai zu Absalom: Es ist nicht ein guter Rat, den Ahithophel auf diesmal gegeben hat.
2Sa 17:8 Und Husai sprach weiter: Du kennst deinen Vater wohl und seine Leute, dass sie stark sind und zornigen Gemts wie ein Br auf dem Felde, dem die Jungen geraubt sind; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann und wird sich nicht sumen mit dem Volk.
2Sa 17:9 Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen irgend in einer Grube oder sonst an einen Ort. Wenn's dann geschhe, dass es das erstemal bel geriete und kme ein Geschrei und sprche: Es ist das Volk, welches Absalom nachfolgt, geschlagen worden,
2Sa 17:10 so wrde jedermann verzagt werden, der auch sonst ein Krieger ist und ein Herz hat wie ein Lwe. Denn es wei ganz Israel, dass dein Vater stark ist und Krieger, die bei ihm sind.
2Sa 17:11 Aber das rate ich, dass du zu dir versammlest ganz Israel von Dan an bis gen Beer-Seba, so viel als der Sand am Meer, und deine Person ziehe unter ihnen.
2Sa 17:12 So wollen wir ihn berfallen, an welchem Ort wir ihn finden, und wollen ber ihn kommen, wie der Tau auf die Erde fllt, dass wir von ihm und allen seinen Mnnern nicht einen briglassen.
2Sa 17:13 Wird er sich aber in eine Stadt versammeln, so soll das ganze Israel Stricke an die Stadt werfen und sie in den Bach reien, dass man nicht ein Kieselein da finde.
2Sa 17:14 Da sprach Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Husais, des Arachiten, ist besser denn Ahithophels Rat. Aber der HErr schickte es also, dass der gute Rat Ahithophels verhindert wurde, auf dass der HErr Unheil ber Absalom brchte.
2Sa 17:15 Und Husai sprach zu Zadok und Abjathar, den Priestern: So und so hat Ahithophel Absalom und den ltesten in Israel geraten; ich aber habe so und so geraten.
2Sa 17:16 So sendet nun eilend hin und lasset David ansagen und sprecht: Bleibe nicht auf dem blachen Felde der Wste, sondern mache dich hinber, dass der Knig nicht verschlungen werde und alles Volk, das bei ihm ist.
2Sa 17:17 Jonathan aber und Ahimaaz standen bei dem Brunnen Rogel, und eine Magd ging hin und sagte es ihnen an. Sie aber gingen hin und sagten es dem Knig David an; denn sie durften sich nicht sehen lassen, dass sie in die Stadt kmen.
2Sa 17:18 Es sah sie aber ein Knabe und sagte es Absalom an. Aber die beiden gingen eilend hin und kamen in eines Mannes Haus zu Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe. Dahinein stiegen sie,
2Sa 17:19 und das Weib nahm und breitete eine Decke ber des Brunnens Loch und breitete Grtze darber, dass man es nicht merkte.
2Sa 17:20 Da nun die Knechte Absaloms zum Weibe ins Haus kamen, sprachen sie: Wo ist Ahimaaz und Jonathan? Das Weib sprach zu ihnen: Sie gingen ber das Wsserlein. Und da sie suchten, und nicht fanden, gingen sie wieder gen Jerusalem.
2Sa 17:21 Und da sie weg waren, stiegen jene aus dem Brunnen und gingen hin und sagten's David, dem Knig, an und sprachen zu David: Macht euch auf und geht eilend ber das Wasser; denn so und so hat Ahithophel wider euch Rat gegeben.
2Sa 17:22 Da machte sich David auf und alles Volk, das bei ihm war, und gingen ber den Jordan, bis es lichter Morgen ward, und fehlte nicht an einem, der nicht ber den Jordan gegangen wre.
2Sa 17:23 Als aber Ahithophel sah, dass sein Rat nicht ausgefhrt ward, sattelte er seinen Esel, machte sich auf und zog heim in seine Stadt und beschickte sein Haus und erhngte sich und starb und ward begraben in seines Vaters Grab.
2Sa 17:24 Und David kam gen Mahanaim. Und Absalom zog ber den Jordan und alle Mnner Israels mit ihm.
2Sa 17:25 Und Absalom hatte Amasa an Joabs Statt gesetzt ber das Heer. Es war aber Amasa eines Mannes Sohn, der hie Jethra, ein Israeliter, welcher einging zu Abigail, der Tochter des Nahas, der Schwester der Zeruja, Joabs Mutter.
2Sa 17:26 Israel aber und Absalom lagerten sich in Gilead.
2Sa 17:27 Da David gen Mahanaim gekommen war, da brachten Sobi, der Sohn Nahas von Rabba der Kinder Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels von Lo-Dabar, und Barsillai, ein Gileaditer von Roglim,
2Sa 17:28 Bettwerk, Becken, irdene Gefe, Weizen, Gerste, Mehl, gerstete Krner, Bohnen, Linsen, Grtze,
2Sa 17:29 Honig, Butter, Schafe und Rinderkse zu David und zu dem Volk, das bei ihm war, zu essen. Denn sie gedachten: Das Volk wird hungrig, mde und durstig sein in der Wste.
2Sa 18:1 Und David ordnete das Volk, das bei ihm war, und setzte ber sie Hauptleute, ber tausend und ber hundert,
2Sa 18:2 und stellte des Volkes einen dritten Teil unter Joab und einen dritten Teil unter Abisai, den Sohn der Zeruja, Joabs Bruder, und einen dritten Teil unter Itthai, den Gathiter. Und der Knig sprach zum Volk: Ich will auch mit euch ausziehen.
2Sa 18:3 Aber das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn ob wir gleich fliehen oder die Hlfte sterben, so werden sie unser nicht achten; denn du bist wie unser zehntausend; so ist's nun besser, dass du uns von der Stadt aus helfen mgst.
2Sa 18:4 Der Knig sprach zu ihnen: Was euch gefllt, das will ich tun. Und der Knig trat ans Tor, und alles Volk zog aus bei Hunderten und bei Tausenden.
2Sa 18:5 Und der Knig gebot Joab und Abisai und Itthai und sprach: Fahrt mir suberlich mit dem Knaben Absalom! Und alles Volk hrte es, da der Knig gebot allen Hauptleuten um Absalom.
2Sa 18:6 Und da das Volk hinauskam aufs Feld, Israel entgegen, erhob sich der Streit im Walde Ephraim.
2Sa 18:7 Und das Volk Israel ward daselbst geschlagen vor den Knechten Davids, dass desselben Tages eine groe Schlacht geschah, zwanzigtausend Mann.
2Sa 18:8 Und war daselbst der Streit zerstreut auf allem Lande; und der Wald fra viel mehr Volk des Tages, denn das Schwert fra.
2Sa 18:9 Und Absalom begegnete den Knechten Davids und ritt auf einem Maultier. Und da das Maultier unter eine groe Eiche mit dichten Zweigen kam, blieb sein Haupt an der Eiche hangen, und er schwebte zwischen Himmel und Erde; aber sein Maultier lief unter ihm weg.
2Sa 18:10 Da das ein Mann sah, sagte er's Joab an und sprach: Siehe, ich sah Absalom an einer Eiche hangen.
2Sa 18:11 Und Joab sprach zu dem Mann, der's ihm hatte angesagt: Siehe, sahst du das, warum schlugst du ihn nicht daselbst zur Erde? so wollte ich dir von meinetwegen zehn Silberlinge und einen Grtel gegeben haben.
2Sa 18:12 Der Mann sprach zu Joab: Wenn du mir tausend Silberlinge in meine Hand gewogen httest, so wollte ich dennoch meine Hand nicht an des Knigs Sohn gelegt haben; denn der Knig gebot dir und Abisai und Itthai vor unsren Ohren und sprach: Htet euch, dass nicht jemand dem Knaben Absalom...!
2Sa 18:13 Oder wenn ich etwas Falsches getan htte auf meiner Seele Gefahr, weil dem Knig nichts verhohlen wird, wrdest du selbst wider mich gestanden sein.
2Sa 18:14 Joab sprach: Ich kann nicht so lange bei dir verziehen. Da nahm Joab drei Spiee in sein Hand und stie sie Absalom ins Herz, da er noch lebte an der Eiche.
2Sa 18:15 Und zehn Knappen, Joabs Waffentrger, machten sich umher und schlugen ihn zu Tod.
2Sa 18:16 Da blies Joab die Posaune und brachte das Volk wieder, dass es nicht weiter Israel nachjagte; denn Joab wollte das Volk schonen.
2Sa 18:17 Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in den Wald in eine groe Grube und legten einen sehr groen Haufen Steine auf ihn. Und das ganze Israel floh, ein jeglicher in seine Htte.
2Sa 18:18 Absalom aber hatte sich eine Sule aufgerichtet, da er noch lebte; die steht im Knigsgrunde. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, darum soll dies meines Namens Gedchtnis sein; er hie die Sule nach seinem Namen, und sie heit auch bis auf diesen Tag Absaloms Mal.
2Sa 18:19 Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Lass mich doch laufen und dem Knig verkndigen, dass der HErr ihm Recht verschafft hat von seiner Feinde Hnden.
2Sa 18:20 Joab aber sprach zu ihm: Du bringst heute keine gute Botschaft. Einen andern Tag sollst du Botschaft bringen, und heute nicht; denn des Knigs Sohn ist tot.
2Sa 18:21 Aber zu Chusi sprach Joab: Gehe hin und sage dem Knig an, was du gesehen hast. Und Chusi neigte sich vor Joab und lief.
2Sa 18:22 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermals zu Joab: Wie, wenn ich auch liefe dem Chusi nach? Joab sprach: Was willst du laufen, Mein Sohn? Komm her, die Botschaft wird dir nichts einbringen.
2Sa 18:23 Wie wenn ich liefe? Er sprach zu ihm: So laufe doch! Also lief Ahimaaz geradewegs und kam Chusi vor.
2Sa 18:24 David aber sa zwischen beiden Toren. Und der Wchter ging aufs Dach des Tors an der Mauer und hob seine Augen auf und sah einen Mann laufen allein
2Sa 18:25 und rief und sagte es dem Knig an. Der Knig aber sprach: Ist er allein, so ist eine gute Botschaft in seinem Munde. Und da derselbe immer nher kam,
2Sa 18:26 sah der Wchter einen andern Mann laufen, und rief in das Tor und sprach: Siehe, ein Mann luft allein. Der Knig aber sprach: Der ist auch ein guter Bote.
2Sa 18:27 Der Wchter sprach: Ich sehe des ersten Lauf wie den Lauf des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Und der Knig sprach: Es ist ein guter Mann und bringt eine gute Botschaft.
2Sa 18:28 Ahimaaz aber rief und sprach zum Knig: Friede! Und fiel nieder vor dem Knig auf sein Antlitz zur Erde und sprach: Gelobt sei der HErr, dein Gott, der die Leute, die ihre Hand wider meinen Herrn, den Knig, aufhoben, bergeben hat.
2Sa 18:29 Der Knig aber sprach: Geht es auch wohl dem Knaben Absalom? Ahimaaz sprach: Ich sah ein groes Getmmel, da des Knigs Knecht Joab mich, deinen Knecht, sandte, und wei nicht, was es war.
2Sa 18:30 Der Knig sprach: Gehe herum und tritt daher. Und er ging herum und stand allda.
2Sa 18:31 Siehe, da kam Chusi und sprach: Hier gute Botschaft, mein Herr Knig! Der HErr hat dir heute Recht verschafft von der Hand aller, die sich wider dich auflehnten.
2Sa 18:32 Der Knig aber sprach zu Chusi: Geht es dem Knaben Absalom auch wohl? Chusi sprach: Es msse allen Feinden meines Herrn Knigs gehen, wie es dem Knaben geht, und allen, die sich wider ihn auflehnen, bel zu tun.
2Sa 19:1 Da ward der Knig traurig und ging hinauf auf den Sller im Tor und weinte, und im Gehen sprach er also: Mein Sohn Absalom! mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wollte Gott, ich wre fr dich gestorben! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
2Sa 19:2 Und es ward Joab angesagt: Siehe, der Knig weint und trgt Leid um Absalom.
2Sa 19:3 Und es ward aus dem Sieg des Tages ein Leid unter dem ganzen Volk; denn das Volk hatte gehrt des Tages, dass sich der Knig um seinen Sohn bekmmerte.
2Sa 19:4 Und das Volk stahl sich weg an dem Tage in die Stadt, wie sich ein Volk wegstiehlt, das zu Schanden geworden ist, wenn's im Streit geflohen ist.
2Sa 19:5 Der Knig aber hatte sein Angesicht verhllt und schrie laut: Ach, mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
2Sa 19:6 Joab aber kam zum Knig ins Haus und sprach: Du hast heute schamrot gemacht alle deine Knechte, die heute deine, deiner Shne, deiner Tchter, deiner Weiber und deiner Kebsweiber Seele errettet haben,
2Sa 19:7 dass du liebhast, die dich hassen, und hasst, die dich liebhaben. Denn du lsst heute merken, dass dir's nicht gelegen ist an den Hauptleuten und Knechten. Denn ich merke heute wohl: wenn dir nur Absalom lebte und wir heute alle tot wren, das wre dir recht.
2Sa 19:8 So mache dich nun auf und gehe heraus und rede mit deinen Knechten freundlich. Denn ich schwre dir bei dem HErrn: Wirst du nicht herausgehen, es wird kein Mann bei dir bleiben diese Nacht ber. Das wird dir rger sein denn alles bel, das ber dich gekommen ist von deiner Jugend auf bis hierher.
2Sa 19:9 Da machte sich der Knig auf und setzte sich ins Tor. Und man sagte es allem Volk: Siehe, der Knig sitzt im Tor. Da kam alles Volk vor den Knig. Aber Israel war geflohen, ein jeglicher in seine Htte.
2Sa 19:10 Und es zankte sich alles Volk in allen Stmmen Israels und sprachen: Der Knig hat uns errettet von der Hand unsrer Feinde und erlste uns von der Philister Hand und hat mssen aus dem Lande fliehen vor Absalom.
2Sa 19:11 So ist Absalom, den wir ber uns gesalbt hatten, gestorben im Streit. Warum seid ihr so nun still, dass ihr den Knig nicht wieder holet?
2Sa 19:12 Der Knig aber sandte zu Zadok und Abjathar, den Priestern, und lie ihnen sagen: Redet mit den ltesten in Juda und sprecht: Warum wollt ihr die letzten sein, den Knig wieder zu holen in sein Haus? (Denn die Rede des ganzen Israel war vor den Knig gekommen in sein Haus.)
2Sa 19:13 Ihr seid meine Brder, mein Bein und mein Fleisch; warum wollt ihr denn die letzten sein, den Knig wieder zu holen?
2Sa 19:14 Und zu Amasa sprecht: Bist du nicht mein Bein und mein Fleisch? Gott tue mir dies und das, wo du nicht sollst sein Feldhauptmann vor mir dein Leben lang an Joabs Statt.
2Sa 19:15 Und er neigte das Herz aller Mnner Judas wie eines Mannes; und sie sandten hin zum Knig: Komm wieder, du und alle deine Knechte!
2Sa 19:16 Also kam der Knig wieder. Und da er an den Jordan kam, waren die Mnner Judas gen Gilgal gekommen, hinabzuziehen dem Knig entgegen, dass sie den Knig ber den Jordan fhrten.
2Sa 19:17 Und Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der zu Bahurim wohnte, eilte und zog mit den Mnnern Judas hinab, dem Knig David entgegen;
2Sa 19:18 und waren tausend Mann mit ihm von Benjamin, dazu auch Ziba, der Diener des Hauses Sauls, mit seinen fnfzehn Shnen und zwanzig Knechten; und sie gingen durch den Jordan vor dem Knig hin;
2Sa 19:19 und die Fhre war hinbergegangen, dass sie das Gesinde des Knigs hinberfhrten und tten, was ihm gefiel. Simei aber, der Sohn Geras, fiel vor dem Knig nieder, da er ber den Jordan fuhr,
2Sa 19:20 und sprach zum Knig: Mein Herr, rechne mir nicht zu die Missetat und gedenke nicht, dass dein Knecht dich beleidigte des Tages, da mein Herr, der Knig, aus Jerusalem ging, und der Knig nehme es nicht zu Herzen.
2Sa 19:21 Denn dein Knecht erkennt, dass ich gesndigt habe. Und siehe, ich bin heute zuerst gekommen unter dem ganzen Hause Joseph, dass ich meinen Herrn, dem Knig, entgegen herabzge.
2Sa 19:22 Aber Abisai, der Zeruja Sohn, antwortete und sprach: Und Simei sollte darum nicht sterben, so er doch dem Gesalbten des HErrn geflucht hat?
2Sa 19:23 David aber sprach: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Kinder der Zeruja, dass ihr mir heute wollt zum Satan werden? Sollte heute jemand sterben in Israel? Meinst du, ich wisse nicht, dass ich heute bin Knig geworden ber Israel?
2Sa 19:24 Und der Knig sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben. Und der Knig schwur ihm.
2Sa 19:25 Mephiboseth, der Sohn Sauls, kam auch herab, dem Knig entgegen. Und er hatte seine Fe und seinen Bart nicht gereinigt und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da der Knig weggegangen war, bis an den Tag, da er mit Frieden kam.
2Sa 19:26 Da er nun von Jerusalem kam, dem Knig zu begegnen, sprach der Knig zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth?
2Sa 19:27 Und er sprach: Mein Herr Knig, mein Knecht hat mich betrogen. Denn dein Knecht gedachte, ich will einen Esel satteln und darauf reiten und zum Knig ziehen, denn dein Knecht ist lahm.
2Sa 19:28 Dazu hat er deinen Knecht angegeben vor meinem Herrn, dem Knig. Aber mein Herr, der Knig, ist wie ein Engel Gottes; tue, was dir wohl gefllt.
2Sa 19:29 Denn all meines Vaters Haus ist nichts gewesen als Leute des Todes vor meinem Herrn, dem Knig; so hast du deinen Knecht gesetzt unter die, so an deinem Tisch essen. Was habe ich weiter Gerechtigkeit oder weiter zu schreien zu dem Knig?
2Sa 19:30 Der Knig sprach zu ihm: Was redest du noch weiter von deinem Dinge? Ich habe es gesagt: Du und Ziba teilt den Acker miteinander.
2Sa 19:31 Mephiboseth sprach zum Knig: Er nehme ihn auch ganz dahin, nachdem mein Herr Knig mit Frieden heimgekommen ist.
2Sa 19:32 Und Barsillai, der Gileaditer, kam herab von Roglim und fhrte den Knig ber den Jordan, dass er ihn ber den Jordan geleitete.
2Sa 19:33 Und Barsillai war sehr alt, wohl achtzig Jahre, der hatte den Knig versorgt, als er zu Mahanaim war; denn er war ein Mann von groem Vermgen.
2Sa 19:34 Und der Knig sprach zu Barsillai: Du sollst mit mir hinberziehen; ich will dich versorgen bei mir zu Jerusalem.
2Sa 19:35 Aber Barsillai sprach zum Knig: was ist's noch, das ich zu leben habe, dass ich mit dem Knig sollte hinauf gen Jerusalem ziehen?
2Sa 19:36 Ich bin heute achtzig Jahre alt. Wie sollte ich kennen, was gut oder bse ist, oder schmecken, was ich esse oder trinke, oder hren, was die Snger oder Sngerinnen singen? Warum sollte dein Knecht meinem Herrn Knig weiter beschweren?
2Sa 19:37 Dein Knecht soll ein wenig gehen mit dem Knig ber den Jordan. Warum will mir der Knig eine solche Vergeltung tun?
2Sa 19:38 Lass deinen Knecht umkehren, dass ich sterbe in meiner Stadt bei meines Vaters und meiner Mutter Grab. Siehe, da ist dein Knecht Chimham; den lass mit meinem Herrn Knig hinberziehen, und tue ihm, was dir wohl gefllt.
2Sa 19:39 Der Knig sprach: Chimham soll mit mir hinberziehen, und ich will ihm tun, was dir wohl gefllt; auch alles, was du von mir begehrst, will ich dir tun.
2Sa 19:40 Und da alles Volk ber den Jordan war gegangen und der Knig auch, ksste der Knig den Barsillai und segnete ihn; und er kehrte wieder an seinen Ort.
2Sa 19:41 Und der Knig zog hinber gen Gilgal, und Chimham zog mit ihm. Und alles Volk Juda hatte den Knig hinbergefhrt; aber des Volkes Israel war nur die Hlfte da.
2Sa 19:42 Und siehe, da kamen alle Mnner Israels zum Knig und sprachen zu ihm: Warum haben dich unsre Brder, die Mnner Judas, gestohlen und haben den Knig und sein Haus ber den Jordan gefhrt und alle Mnner Davids mit ihm?
2Sa 19:43 Da antworteten die von Juda denen von Israel: Der Knig gehrt uns nahe zu; was zrnt ihr darum? Meint ihr, dass wir von dem Knig Nahrung und Geschenke empfangen haben?
2Sa 19:44 So antworteten dann die von Israel denen von Juda und sprachen: Wir haben zehnmal mehr beim Knig, dazu auch bei David, denn ihr. Warum hast du mich denn so gering geachtet? Und haben wir nicht zuerst davon geredet, uns unsren Knig zu holen? Aber die von Juda redeten hrter denn die von Israel.
2Sa 20:1 Es traf sich aber, dass daselbst ein heilloser Mann war, der hie Seba, ein Sohn Bichris, ein Benjaminiter; der blies die Posaune und sprach: Wir haben keinen Teil an David noch Erbe am Sohn Isais. Ein jeglicher hebe sich zu seiner Htte, o Israel!
2Sa 20:2 Da fiel von David jedermann in Israel, und sie folgten Seba, dem Sohn Bichris. Aber die Mnner Judas hingen an ihrem Knig vom Jordan an bis gen Jerusalem.
2Sa 20:3 Da aber der Knig David heimkam gen Jerusalem, nahm er die zehn Kebsweiber, die er hatte zurckgelassen, das Haus zu bewahren, und tat sie in eine Verwahrung und versorgte sie; aber er ging nicht zu ihnen ein. Und sie waren also verschlossen bis an ihren Tod und lebten als Witwen.
2Sa 20:4 Und der Knig sprach zu Amasa: Berufe mir alle Mnner in Juda auf den dritten Tag, und du sollst auch hier stehen!
2Sa 20:5 Und Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog die Zeit, die er ihm bestimmt hatte.
2Sa 20:6 Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, mehr Leides tun denn Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, dass er nicht etwa fr sich feste Stdte finde und entrinne aus unsren Augen.
2Sa 20:7 Da zogen aus, ihm nach, die Mnner Joabs, dazu die Kreter und Plether und alle Starken. Sie zogen aber aus von Jerusalem, nachzujagen Seba, dem Sohn Bichris.
2Sa 20:8 Da sie aber bei dem groen Stein waren zu Gibeon, kam Amasa vor ihnen her. Joab aber war gegrtet ber seinem Kleide, das er anhatte, und hatte darber ein Schwert gegrtet, das hing in seiner Hfte in der Scheide; das ging gerne aus und ein.
2Sa 20:9 Und Joab sprach zu Amasa: Friede sei mit dir, mein Bruder! Und Joab fasste mit seiner rechten Hand Amasa bei dem Bart, dass er ihn ksste.
2Sa 20:10 Und Amasa hatte nicht acht auf das Schwert in der Hand Joabs; und er stach ihn damit in den Bauch, dass sein Eingeweide sich auf die Erde schttete, und gab ihm keinen Stich mehr und er starb. Joab aber und sein Bruder Abisai jagten nach Seba, dem Sohn Bichris.
2Sa 20:11 Und es trat ein Mann von den Leuten Joabs neben ihn und sprach: Wer's mit Joab hlt und fr David ist, der folge Joab nach!
2Sa 20:12 Amasa aber lag im Blut gewlzt mitten auf der Strae. Da aber der Mann sah, dass alles Volk da stehenblieb, wandte er Amasa von der Strae auf den Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, dass, wer an ihn kam, stehenblieb.
2Sa 20:13 Da er nun aus der Strae getan war, folgte jedermann Joab nach, Seba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
2Sa 20:14 Und er zog durch alle Stmme Israels gen Abel und Beth-Maacha und ganz Haberim; und versammelten sich und folgten ihm nach
2Sa 20:15 und kamen und belagerten ihn zu Abel-Beth-Maacha und schtteten einen Wall gegen die Stadt hin, dass er bis an die Vormauer langte; und alles Volk, das mit Joab war, strmte und wollte die Mauer niederwerfen.
2Sa 20:16 Da rief eine weise Frau aus der Stadt: Hrt! hrt! Sprecht zu Joab, dass er hierher komme; ich will mit ihm reden.
2Sa 20:17 Und da er zu ihr kam, sprach die Frau: Bist du Joab? Er sprach: Ja. Sie sprach zu ihm: Hre die Rede deiner Magd. Er sprach: Ich hre.
2Sa 20:18 Sie sprach: Vorzeiten sprach man: Wer fragen will, der frage zu Abel; und so ging's wohl aus.
2Sa 20:19 Ich bin eine von den friedsamen und treuen Stdten in Israel; und du willst die Stadt und Mutter in Israel tten? Warum willst du das Erbteil des HErrn verschlingen?
2Sa 20:20 Joab antwortete und sprach: Das sei ferne, das sei ferne von mir, dass ich verschlingen und verderben sollte! Es steht nicht also;
2Sa 20:21 sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim mit Namen Seba, der Sohn Bichris, hat sich emprt wider den Knig David. Gebt ihn allein her, so will ich von der Stadt ziehen. Die Frau aber sprach zu Joab: Siehe, sein Haupt soll zu dir ber die Mauer geworfen werden.
2Sa 20:22 Und die Frau kam hinein zu allem Volk mit ihrer Weisheit. Und sie hieben Seba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn zu Joab. Da blies er die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt, ein jeglicher in seine Htte. Joab aber kam wieder gen Jerusalem zum Knig.
2Sa 20:23 Joab aber war ber das ganze Heer Israels. Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Kreter und Plether.
2Sa 20:24 Adoram war Rentmeister. Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler.
2Sa 20:25 Seja war Schreiber. Zadok und Abjathar waren Priester;
2Sa 20:26 dazu war Ira, der Jairiter, Davids Priester.
2Sa 21:1 Es war auch eine Teuerung zu Davids Zeiten drei Jahre aneinander. Und David suchte das Angesicht des HErrn; und der HErr sprach: Um Sauls willen und um des Bluthauses willen, dass er die Gibeoniter gettet hat.
2Sa 21:2 Da lie der Knig die Gibeoniter rufen und sprach zu ihnen. (Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel, sondern brig von den Amoritern; aber die Kinder Israel hatten ihnen geschworen, und Saul suchte sie zu schlagen in seinem Eifer fr die Kinder Israel und Juda.)
2Sa 21:3 So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun? und womit soll ich shnen, dass ihr das Erbteil des HErrn segnet?
2Sa 21:4 Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber zu tun an Saul und seinem Hause und steht uns nicht zu, jemand zu tten in Israel. Er sprach: Was sprecht ihr denn, dass ich euch tun soll?
2Sa 21:5 Sie sprachen zum Knig: Den Mann, der uns verderbt und zunichte gemacht hat, sollen wir vertilgen, dass ihm nichts bleibe in allen Grenzen Israels.
2Sa 21:6 Gebt uns sieben Mnner aus seinem Hause, dass wir sie aufhngen dem HErrn zu Gibea Sauls, des Erwhlten des HErrn. Der Knig sprach: Ich will sie geben.
2Sa 21:7 Aber der Knig verschonte Mephiboseth, den Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, um des Eides willen des HErrn, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonathan, dem Sohn Sauls.
2Sa 21:8 Aber die zwei Shne Rizpas, der Tochter Ajas, die sie Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboseth, dazu die fnf Shne Merabs, der Tochter Sauls, die sie dem Adriel geboren hatte, dem Sohn Barsillais, des Meholathiters, nahm der Knig
2Sa 21:9 und gab sie in die Hand der Gibeoniter; die hingen sie auf dem Berge vor dem HErrn. Also fielen diese sieben auf einmal und starben zur Zeit der ersten Ernte, wann die Gerstenernte angeht.
2Sa 21:10 Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, einen Sack und breitete ihn auf den Fels am Anfang der Ernte, bis dass Wasser von Himmel ber sie troff, und lie des Tages die Vgel des Himmels nicht auf ihnen ruhen noch des Nachts die Tiere des Feldes.
2Sa 21:11 Und es ward David angesagt, was Rizpa, die Tochter Ajas, Sauls Kebsweib, getan hatte.
2Sa 21:12 Und David ging hin und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von den Brgern zu Jabes in Gilead (die sie vom Platz am Tor Beth-Seans gestohlen hatten, dahin sie die Philister gehngt hatten zu der Zeit, da die Philister Saul schlugen auf dem Berge Gilboa),
2Sa 21:13 und brachte sie von da herauf; und sie sammelten sie zuhauf mit den Gebeinen der Gehngten
2Sa 21:14 und begruben die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonathan im Lande Benjamin zu Zela im Grabe seines Vaters Kis und taten alles, wie der Knig geboten hatte. Also ward Gott nach diesem dem Lande wieder vershnt.
2Sa 21:15 Es erhob sich aber wieder ein Krieg von den Philistern wider Israel; und David zog hinab und seine Knechte mit ihm und stritten wider die Philister. Und David ward mde.
2Sa 21:16 Und Jesbi zu Nob (welcher war der Kinder Raphas einer, und das Gewicht seines Speers war dreihundert Gewicht Erzes, und er hatte neue Waffen), der gedachte David zu schlagen.
2Sa 21:17 Aber Abisai, der Zeruja Sohn, half ihm und schlug den Philister tot. Da schwuren ihm die Mnner Davids und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen in den Streit, dass nicht die Leuchte in Israel verlsche.
2Sa 21:18 Darnach erhob sich noch ein Krieg zu Gob mit den Philistern. Da schlug Sibbechai, der Husathiter, den Saph, welcher auch der Kinder Raphas einer war.
2Sa 21:19 Und es erhob sich noch ein Krieg zu Gob mit den Philistern. Da schlug El-Hanan, der Sohn Jaere-Orgims, ein Bethlehemiter, den Goliath, den Gathiter, welcher hatte einen Spie, des Stange war wie ein Weberbaum.
2Sa 21:20 Und es erhob sich noch ein Krieg zu Gath. Da war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen Hnden und sechs Zehen an seinen Fen, das ist vierundzwanzig an der Zahl; und er war auch geboren dem Rapha.
2Sa 21:21 Und da er Israel Hohn sprach, schlug ihn Jonathan, der Sohn Simeas, des Bruders Davids.
2Sa 21:22 Diese vier waren geboren dem Rapha zu Gath und fielen durch die Hand Davids und seiner Knechte.
2Sa 22:1 Und David redete vor dem HErrn die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach:
2Sa 22:2 Der HErr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
2Sa 22:3 Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor dem Frevel.
2Sa 22:4 Ich rufe an den HErrn, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlst.
2Sa 22:5 Es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bche des Verderbens erschreckten mich.
2Sa 22:6 Der Hlle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke berwltigten mich.
2Sa 22:7 Da mir angst war, rief ich den HErrn an und schrie zu meinem Gott; da erhrte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
2Sa 22:8 Die Erde bebte und ward bewegt; die Grundfesten des Himmels regten sich und bebten, da er zornig war.
2Sa 22:9 Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, dass es davon blitzte.
2Sa 22:10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Fen.
2Sa 22:11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den Fittichen des Windes.
2Sa 22:12 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken.
2Sa 22:13 Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen.
2Sa 22:14 Der HErr donnerte vom Himmel, und der Hchste lie seinen Donner aus.
2Sa 22:15 Er schoss seine Strahlen und zerstreute sie; er lie blitzen und erschreckte sie.
2Sa 22:16 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HErrn, von dem Odem und Schnauben seiner Nase.
2Sa 22:17 Er streckte seine Hand aus von der Hhe und holte mich und zog mich aus den groen Wassern.
2Sa 22:18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die zu mir mchtig waren,
2Sa 22:19 die mich berwltigten zur Zeit meines Unglcks; und der HErr ward meine Zuversicht.
2Sa 22:20 Und er fhrte mich aus in das Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.
2Sa 22:21 Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hnde.
2Sa 22:22 Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
2Sa 22:23 Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir;
2Sa 22:24 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hte mich vor Snden.
2Sa 22:25 Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen.
2Sa 22:26 Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm,
2Sa 22:27 bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt.
2Sa 22:28 Denn du hilfst dem elenden Volk, und mit deinen Augen erniedrigst du die Hohen.
2Sa 22:29 Denn du, HErr, bist meine Leuchte; der HErr macht meine Finsternis licht.
2Sa 22:30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott ber die Mauer springen.
2Sa 22:31 Gottes Wege sind vollkommen; des HErrn Reden sind durchlutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
2Sa 22:32 Denn wo ist ein Gott auer dem HErrn, und wo ist ein Hort auer unsrem Gott?
2Sa 22:33 Gott strkt mich mit Kraft und weist mir einen Weg ohne Tadel.
2Sa 22:34 Er macht meine Fe gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Hhen.
2Sa 22:35 Er lehrt meine Hnde streiten und lehrt meinen Arm den ehernen Bogen spannen.
2Sa 22:36 Du gibst mir den Schild deines Heils; und wenn du mich demtigst, machst du mich gro.
2Sa 22:37 Du machst unter mir Raum zu gehen, dass meine Knchel nicht wanken.
2Sa 22:38 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie vertilgen und will nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
2Sa 22:39 Ich will sie umbringen und zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und mssen unter meine Fe fallen.
2Sa 22:40 Du kannst mich rsten mit Strke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.
2Sa 22:41 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, dass ich verstre, die mich hassen.
2Sa 22:42 Sie sahen sich um, aber da ist kein Helfer, nach dem HErrn; aber er antwortet ihnen nicht.
2Sa 22:43 Ich will sie zerstoen wie Staub auf der Erde; wie Kot auf der Gasse will ich sie verstuben und zerstreuen.
2Sa 22:44 Du hilfst mir von dem znkischen Volk und behtest mich, dass ich ein Haupt sei unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
2Sa 22:45 Den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt; sie gehorchen mir mit gehorsamen Ohren.
2Sa 22:46 Die Kinder der Fremde sind verschmachtet und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
2Sa 22:47 Der HErr lebt, und gelobt sei mein Hort; und Gott, der Hort meines Heils, werde erhoben,
2Sa 22:48 der Gott, der mir Rache gibt und wirft die Vlker unter mich.
2Sa 22:49 Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhhst mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.
2Sa 22:50 Darum will ich dir danken, HErr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
2Sa 22:51 der seinem Knige groes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
2Sa 23:1 Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David der Sohn Isais, es sprach der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, lieblich mit Psalmen Israels.
2Sa 23:2 Der Geist des HErrn hat durch mich geredet, und seine Rede ist auf meiner Zunge.
2Sa 23:3 Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Hort Israels hat geredet: Ein Gerechter herrscht unter den Menschen, er herrscht mit der Furcht Gottes
2Sa 23:4 und ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wchst.
2Sa 23:5 Denn ist mein Haus nicht also bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, der in allem wohl geordnet und gehalten wird. All mein Heil und all mein Begehren, das wird er wachsen lassen.
2Sa 23:6 Aber die heillosen Leute sind allesamt wie die ausgeworfenen Disteln, die man nicht mit Hnden fassen kann;
2Sa 23:7 sondern wer sie angreifen soll, muss Eisen und Spiestange in der Hand haben; sie werden mit Feuer verbrannt an ihrem Ort.
2Sa 23:8 Dies sind die Namen der Helden Davids: Jasobeam, der Sohn Hachmonis, ein Vornehmster unter den Rittern; er hob seinen Spie auf und schlug achthundert auf einmal.
2Sa 23:9 Nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, des Sohnes Ahohis, unter den drei Helden mit David. Da sie Hohn sprachen den Philistern und daselbst versammelt waren zum Streit und die Mnner Israels hinaufzogen,
2Sa 23:10 da stand er und schlug die Philister, bis seine Hand mde am Schwert erstarrte. Und der HErr gab ein groes Heil zu der Zeit, dass das Volk umwandte ihm nach, zu rauben.
2Sa 23:11 Nach ihm war Samma, der Sohn Ages, des Harariters. Da die Philister sich versammelten in eine Rotte, und war daselbst ein Stck Acker voll Linsen, und das Volk floh vor den Philistern,
2Sa 23:12 da trat er mitten auf das Stck und errettete es und schlug die Philister; und Gott gab ein groes Heil.
2Sa 23:13 Und diese drei Vornehmsten unter dreiigen kamen hinab in der Ernte zu David in die Hhle Adullam, und die Rotte der Philister lag im Grunde Rephaim.
2Sa 23:14 David aber war dazumal an sicherem Ort; aber der Philister Volk lag zu Bethlehem.
2Sa 23:15 Und David ward lstern und sprach: Wer will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor?
2Sa 23:16 Da brachen die drei Helden ins Lager der Philister und schpften Wasser aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor und trugen's und brachten's zu David. Aber er wollte nicht trinken sondern goss es aus dem HErrn
2Sa 23:17 und sprach: Das lasse der HErr fern von mir sein, dass ich das tue! Ist's nicht das Blut der Mnner, die ihr Leben gewagt haben und dahin gegangen sind? Und wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.
2Sa 23:18 Abisai, Joabs Bruder, der Zeruja Sohn, war auch ein Vornehmster unter den Rittern: er hob seinen Spie auf und schlug dreihundert, und war auch berhmt unter dreien
2Sa 23:19 und der Herrlichste unter dreien und war ihr Oberster; aber er kam nicht bis an jene drei.
2Sa 23:20 Und Benaja, der Sohn Jojadas, des Sohnes Is-Hails, von groen Taten, von Kabzeel, der schlug zwei Helden der Moabiter und ging hinab und schlug einen Lwen im Brunnen zur Schneezeit.
2Sa 23:21 Und schlug auch einen gyptischen ansehnlichen Mann, der hatte einen Spie in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken und riss dem gypter den Spie aus der Hand und erwrgte ihn mit seinem eigenen Spie.
2Sa 23:22 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas, und war berhmt unter den drei Helden
2Sa 23:23 und herrlicher denn die dreiig; aber er kam nicht bis an jene drei. Und David machte ihn zum heimlichen Rat.
2Sa 23:24 Asahel, der Bruder Joabs, war unter den dreiig; Elhanan, der Sohn Dodos, zu Bethlehem;
2Sa 23:25 Samma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
2Sa 23:26 Helez, der Paltiter; Ira, der Sohn Ikkes, des Thekoiters;
2Sa 23:27 Abieser, der Anathothiter; Mebunnai, der Husathiter;
2Sa 23:28 Zalmon, der Ahohiter; Maherai, der Netophathiter;
2Sa 23:29 Heleb, der Sohn Baanas, der Netophathiter; Itthai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin;
2Sa 23:30 Benaja, der Pirathoniter; Hiddai, von Nahale-Gaas;
2Sa 23:31 Abi-Albon, der Arbathiter; Asmaveth, der Barhumiter;
2Sa 23:32 Eljahba, der Saalboniter; die Kinder Jasen und Jonathan;
2Sa 23:33 Samma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Sarars, der Harariter;
2Sa 23:34 Eliphelet, der Sohn Ahasbais, des Maachathiters; Eliam, der Sohn Ahithophels, des Gileoniters;
2Sa 23:35 Hezrai, der Karmeliter; Paerai, der Arbiter;
2Sa 23:36 Jigeal, der Sohn Nathans, von Zoba; Bani, der Gaditer;
2Sa 23:37 Zelek, der Ammoniter; Naharai, der Beerothiter, der Waffentrger Joabs, des Sohnes der Zeruja;
2Sa 23:38 Ira, der Jethriter; Gareb, der Jethriter;
2Sa 23:39 Uria, der Hethiter. Das sind allesamt siebenunddreiig.
2Sa 24:1 Und der Zorn des HErrn ergrimmte abermals wider Israel und er reizte David wider sie, dass er sprach: Gehe hin, zhle Israel und Juda!
2Sa 24:2 Und der Knig sprach zu Joab, seinem Feldhauptmann: Gehe umher in allen Stmmen Israels von Dan an bis gen Beer-Seba und zhle das Volk, dass ich wisse, wieviel sein ist!
2Sa 24:3 Joab sprach zu dem Knig: Der HErr, dein Gott, tue diesem Volk, wie es jetzt ist, noch hundertmal soviel, dass mein Herr, der Knig, seiner Augen Lust daran sehe; aber was hat mein Herr Knig zu dieser Sache Lust?
2Sa 24:4 Aber des Knigs Wort stand fest wider Joab und die Hauptleute des Heeres. Also zog Joab aus und die Hauptleute des Heeres von dem Knig, dass sie das Volk Israel zhlten.
2Sa 24:5 Und sie gingen ber den Jordan und lagerten sich zu Aroer, zur Rechten der Stadt, die am Bach Gad liegt, und gen Jaser hin,
2Sa 24:6 und kamen gen Gilead und ins Niederland Hodsi, und kamen gen Dan-Jaan und um Sidon her,
2Sa 24:7 und kamen zu der festen Stadt Tyrus und allen Stdten der Heviter und Kanaaniter, und kamen hinaus an den Mittag Judas gen Beer-Seba,
2Sa 24:8 und durchzogen das ganze Land und kamen nach neuen Monaten und zwanzig Tagen gen Jerusalem.
2Sa 24:9 Und Joab gab dem Knig die Summe des Volks, das gezhlt war. Und es waren in Israel achthundertmal tausend starke Mnner, die das Schwert auszogen, und in Juda fnfhundertmal tausend Mann.
2Sa 24:10 Und das Herz schlug David, nachdem das Volk gezhlt war. Und David sprach zum HErrn: Ich habe schwer gesndigt, dass ich das getan habe; und nun, HErr, nimm weg die Missetat deines Knechtes; denn ich habe sehr tricht getan.
2Sa 24:11 Und da David des Morgens aufstand, kam des HErrn Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher, und sprach:
2Sa 24:12 Gehe hin und rede mit David: So spricht der HErr: Dreierlei bringe ich zu dir; erwhle dir deren eins, dass ich es dir tue.
2Sa 24:13 Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach zu ihm: Willst du, dass sieben Jahre Teuerung in dein Land komme? oder dass du drei Monate vor deinen Widersachern fliehen mssest und sie dich verfolgen? oder drei Tage Pestilenz in deinem Lande sei? So merke nun und siehe, was ich wieder sagen soll dem, der mich gesandt hat.
2Sa 24:14 David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst; aber lass uns in die Hand des HErrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist gro; ich will nicht in der Menschen Hand fallen.
2Sa 24:15 Also lie der HErr Pestilenz in Israel kommen von Morgen an bis zur bestimmten Zeit, dass des Volks starb von Dan an bis gen Beer-Seba siebzigtausend Mann.
2Sa 24:16 Und da der Engel seine Hand ausstreckte ber Jerusalem, dass er es verderbte, reute den HErrn das bel, und er sprach zum Engel, zu dem Verderber im Volk: Es ist genug; lass deine Hand ab! Der Engel aber des HErrn war bei der Tenne Aravnas, des Jebusiters.
2Sa 24:17 Da aber David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum HErrn: Siehe, ich habe gesndigt, ich habe die Missetat getan; was habe diese Schafe getan? Lass deine Hand wider mich und meines Vaters Haus sein!
2Sa 24:18 Und Gad kam zu David zur selben Zeit und sprach zu ihm: Gehe hinauf und richte dem HErrn einen Altar auf in der Tenne Aravnas, des Jebusiters!
2Sa 24:19 Also ging David hinauf, wie Gad ihm gesagt und der HErr ihm geboten hatte.
2Sa 24:20 Und da Aravna sich wandte, sah er den Knig mit seinen Knechten zu ihm herberkommen und fiel nieder auf sein Angesicht zur Erde
2Sa 24:21 und sprach: Warum kommt mein Herr, der Knig, zu seinem Knecht? David sprach: Zu kaufen von dir die Tenne und zu bauen dem HErrn einen Altar, dass die Plage vom Volk aufhre.
2Sa 24:22 Aber Aravna sprach zu David: Mein Herr, der Knig, nehme und opfere, wie es ihm gefllt: siehe, da ist ein Rind zum Brandopfer und Schleifen und Geschirr vom Ochsen zu Holz.
2Sa 24:23 Das alles gab Aravna, der Knig, dem Knig. Und Aravna sprach zum Knig: Der HErr, dein Gott, lasse dich ihm angenehm sein.
2Sa 24:24 Aber der Knig sprach zu Aravna: Nicht also, sondern ich will dir's abkaufen um seinen Preis; denn ich will dem HErrn, meinem Gott, nicht Brandopfer tun, das ich umsonst habe. Also kaufte David die Tenne und das Rind um fnfzig Silberlinge
2Sa 24:25 und baute daselbst dem HErrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. Und der HErr ward dem Land vershnt, und die Plage hrte auf von dem Volk Israel.
1Ki 1:1 Und da der Knig David alt war und wohl betagt, konnte er nicht mehr warm werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte.
1Ki 1:2 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Lasst sie meinem Herrn, dem Knig, eine Dirne, eine Jungfrau, suchen, die vor dem Knig stehe und sein pflege und schlafe in seinen Armen und wrme meinen Herrn, den Knig.
1Ki 1:3 Und sie suchten eine schne Dirne im ganzen Gebiet Israels und fanden Abisag von Sunem und brachten sie dem Knig.
1Ki 1:4 Und sie war eine sehr schne Dirne und pflegte des Knigs und diente ihm. Aber der Knig erkannte sie nicht.
1Ki 1:5 Adonia aber, der Sohn der Haggith, erhob sich und sprach: Ich will Knig werden! und machte sich Wagen und Reiter und fnfzig Mann zu Trabanten vor ihm her.
1Ki 1:6 Und sein Vater hatte ihn nie bekmmert sein Leben lang, dass er htte gesagt: Warum tust du also? Und er war auch ein sehr schner Mann und war geboren nchst nach Absalom.
1Ki 1:7 Und er hatte seinen Rat mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Abjathar, dem Priester; die halfen Adonia.
1Ki 1:8 Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan, der Prophet, und Simei und Rei und die Helden Davids waren nicht mit Adonia.
1Ki 1:9 Und da Adonia Schafe und Rinder und gemstetes Vieh opferte bei dem Stein Soheleth, der neben dem Brunnen Rogel liegt, lud er alle seine Brder, des Knigs Shne, und alle Mnner Judas, des Knigs Knechte.
1Ki 1:10 Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht.
1Ki 1:11 Da sprach Nathan zu Bath-Seba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehrt, dass Adonia, der Sohn der Haggith, ist Knig geworden? Und unser Herr David wei nichts darum.
1Ki 1:12 So komm nun, ich will dir einen Rat geben, dass du deine Seele und deines Sohnes Salomo Seele errettest.
1Ki 1:13 Auf, und gehe zum Knig David hinein und sprich zu ihm: Hast du nicht, mein Herr Knig, deiner Magd geschworen und geredet: Dein Sohn Salomo soll nach mir Knig sein, und er soll auf meinem Stuhl sitzen? Warum ist denn Adonia Knig geworden?
1Ki 1:14 Siehe, wenn du noch da bist und mit dem Knig redest, will ich dir nach hineinkommen und vollends deine Worte ausreden.
1Ki 1:15 Und Bath-Seba ging hinein zum Knig in die Kammer. Und der Knig war sehr alt, und Abisag von Sunem diente dem Knig.
1Ki 1:16 Und Bath-Seba neigte sich und fiel vor dem Knig nieder. Der Knig aber sprach: Was ist dir?
1Ki 1:17 Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei dem HErrn, deinem Gott: Dein Sohn Salomo soll Knig sein nach mir und auf meinem Stuhl sitzen.
1Ki 1:18 Nun aber siehe, Adonia ist Knig geworden, und, mein Herr Knig, du weit nichts darum.
1Ki 1:19 Er hat Ochsen und gemstetes Vieh und viele Schafe geopfert und hat geladen alle Shne des Knigs, dazu Abjathar, den Priester, und Joab den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
1Ki 1:20 Du aber, mein Herr Knig, die Augen des ganzen Israel sehen auf dich, dass du ihnen anzeigest, wer auf dem Stuhl meines Herrn Knigs sitzen soll.
1Ki 1:21 Wenn aber mein Herr Knig mit seinen Vtern entschlafen ist, so werden ich und mein Sohn Salomo mssen Snder sein.
1Ki 1:22 Als sie aber noch redete mit dem Knig, kam der Prophet Nathan.
1Ki 1:23 Und sie sagten's dem Knig an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und als er hinein vor den Knig kam, fiel er vor dem Knig nieder auf sein Angesicht zu Erde
1Ki 1:24 und sprach: Mein Herr Knig, hast du gesagt: Adonia soll nach mir Knig sein und auf meinem Stuhl sitzen?
1Ki 1:25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Ochsen und Mastvieh und viele Schafe und hat alle Shne des Knigs geladen und die Hauptleute, dazu den Priester Abjathar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Glck zu dem Knig Adonia!
1Ki 1:26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
1Ki 1:27 Ist das von meinem Herrn, dem Knig, befohlen, und hast du es deine Knechte nicht wissen lassen, wer auf dem Stuhl meines Herrn, des Knigs, nach ihm sitzen soll?
1Ki 1:28 Der Knig David antwortete und sprach: Rufet mir Bath-Seba! Und sie kam hinein vor den Knig. Und da sie vor dem Knig stand,
1Ki 1:29 schwur der Knig und sprach: So wahr der HErr lebt, der meine Seele erlst hat aus aller Not,
1Ki 1:30 ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HErrn, dem Gott Israels, und geredet, dass Salomo, dein Sohn, soll nach mir Knig sein, und er soll auf meinem Stuhl sitzen fr mich.
1Ki 1:31 Da neigte sich Bath-Seba mit ihrem Antlitz zur Erde und fiel vor dem Knig nieder und sprach: Glck meinem Herrn, dem Knig David, ewiglich!
1Ki 1:32 Und der Knig David sprach: Rufet mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und da sie hineinkamen vor den Knig,
1Ki 1:33 sprach der Knig zu ihnen: Nehmet mit euch eures Herrn Knechte und setzet meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und fhret ihn hinab gen Gihon.
1Ki 1:34 Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn daselbst zum Knig ber Israel. Und blast mit den Posaunen und sprecht: Glck dem Knig Salomo!
1Ki 1:35 Und ziehet mit ihm herauf, und er soll kommen und sitzen auf meinem Stuhl und Knig sein fr mich; und ich will ihm gebieten, dass er Frst sei ber Israel und Juda.
1Ki 1:36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Knig und sprach: Amen! Es sage der HErr, der Gott meines Herrn, des Knigs, auch also!
1Ki 1:37 Wie der HErr mit meinem Herrn, dem Knig gewesen ist, so sei er auch mit Salomo, dass sein Stuhl grer werde denn der Stuhl meines Herrn, des Knigs David.
1Ki 1:38 Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Plether und setzten Salomo auf das Maultier des Knigs David und fhrten ihn gen Gihon.
1Ki 1:39 Und der Priester Zadok nahm das lhorn aus der Htte und salbte Salomo. Und sie bliesen mit der Posaune, und alles Volk sprach: Glck dem Knig Salomo!
1Ki 1:40 Und alles Volk zog ihm nach herauf, und das Volk pfiff mit Flten und war sehr frhlich, dass die Erde von ihrem Geschrei erscholl.
1Ki 1:41 Und Adonai hrte es und alle, die er geladen hatte, die bei ihm waren; und sie hatten schon gegessen. Und da Joab der Posaune Schall hrte, sprach er: Was will das Geschrei und Getmmel der Stadt?
1Ki 1:42 Da er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn Abjathars, des Priesters. Und Adonia sprach: Komm herein, denn du bist ein redlicher Mann und bringst gute Botschaft.
1Ki 1:43 Jonathan antwortete und sprach zu Adonia: Ja, unser Herr, der Knig David, hat Salomo zum Knig gemacht
1Ki 1:44 und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Plether; und sie haben ihn auf des Knigs Maultier gesetzt;
1Ki 1:45 und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbt zum Knig zu Gihon, und sind von da heraufgezogen mit Freuden, dass die Stadt voll Getmmels ist. Das ist das Geschrei, das ihr gehrt habt.
1Ki 1:46 Dazu sitzt Salomo auf dem kniglichen Stuhl.
1Ki 1:47 Und die Knechte des Knigs sind hineingegangen, zu segnen unsren Herrn, den Knig David, und haben gesagt: Dein Gott mache Salomo einen bessern Namen, denn dein Name ist, und mache seinen Stuhl grer, denn deinen Stuhl! Und der Knig hat angebetet auf dem Lager.
1Ki 1:48 Auch hat der Knig also gesagt: Gelobt sei der HErr, der Gott Israels, der heute hat lassen einen sitzen auf meinem Stuhl, dass es meine Augen gesehen haben.
1Ki 1:49 Da erschraken und machten sich auf alle, die bei Adonia geladen waren, und gingen hin, ein jeglicher seinen Weg.
1Ki 1:50 Aber Adonia frchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin und fasste die Hrner des Altars.
1Ki 1:51 Und es ward Salomo angesagt: Siehe, Adonia frchtet den Knig Salomo; und siehe, er fasste die Hrner des Altars und spricht: Der Knig Salomo schwre mir heute, dass er seinen Knecht nicht tte mit dem Schwert.
1Ki 1:52 Salomo sprach: Wird er redlich sein, so soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wird aber Bses an ihm gefunden, so soll er sterben.
1Ki 1:53 Und der Knig Salomo sandte hin und lie ihn herab vom Altar holen. Und da er kam, fiel er vor dem Knig Salomo nieder. Salomo aber sprach zu Ihm: Gehe in dein Haus!
1Ki 2:1 Als nun die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach:
1Ki 2:2 Ich gehe hin den Weg aller Welt; so sei getrost und sei ein Mann
1Ki 2:3 und warte des Dienstes des HErrn, deines Gottes, dass du wandelst in seinen Wegen und haltest seine Sitten, Gebote und Rechte und Zeugnisse, wie geschrieben steht im Gesetz Moses, auf dass du klug seist in allem, was du tust und wo du dich hin wendest;
1Ki 2:4 auf dass der HErr sein Wort erwecke, das er ber mich geredet hat und gesagt: Werden deine Kinder ihre Wege behten, dass sie vor mir treulich und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll dir nimmer gebrechen ein Mann auf dem Stuhl Israels.
1Ki 2:5 Auch weit du wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptmnnern Israels, Abner dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jethers, die er erwrgt hat und vergoss Kriegsblut im Frieden und tat Kriegsblut an seinen Grtel, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Fen waren.
1Ki 2:6 Tue nach deiner Weisheit, dass du seine grauen Haare nicht mit Frieden hinunter in die Grube bringst.
1Ki 2:7 Aber den Kindern Barsillais, des Gileaditers, sollst du Barmherzigkeit beweisen, dass sie an deinem Tisch essen. Denn also nahten sie zu mir, da ich vor Absalom, deinem Bruder, floh.
1Ki 2:8 Und siehe, du hast bei mir Simei, den Sohn Geras, den Benjaminiter von Bahurim, der mir schndlich fluchte zu der Zeit, da ich gen Mahanaim ging. Er aber kam herab mir entgegen am Jordan. Da schwur ich ihm bei dem HErrn und sprach: Ich will dich nicht tten mit dem Schwert.
1Ki 2:9 Du aber lass ihn nicht unschuldig sein; denn du bist ein weiser Mann und wirst wohl wissen, was du ihm tun sollst, dass du seine grauen Haare mit Blut hinunter in die Grube bringst.
1Ki 2:10 Also entschlief David mit seinen Vtern und ward begraben in der Stadt Davids.
1Ki 2:11 Die Zeit aber, die David Knig gewesen ist ber Israel, ist vierzig Jahre: sieben Jahre war er Knig zu Hebron und dreiunddreiig Jahre zu Jerusalem.
1Ki 2:12 Und Salomo sa auf dem Stuhl seines Vaters David, und sein Knigreich ward sehr bestndig.
1Ki 2:13 Aber Adonia, der Sohn der Haggith, kam hinein zu Bath-Seba, der Mutter Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch in Frieden? Er sprach: Ja!
1Ki 2:14 und sprach: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage an!
1Ki 2:15 Er sprach: Du weit, dass das Knigreich mein war und ganz Israel hatte sich auf mich gerichtet, dass ich Knig sein sollte; aber nun ist das Knigreich gewandt und meines Bruders geworden, von dem HErrn ist's ihm geworden.
1Ki 2:16 Nun bitte ich eine Bitte von dir; du wolltest mein Angesicht nicht beschmen. Sie sprach zu ihm: Sage an!
1Ki 2:17 Er sprach: Rede mit dem Knig Salomo, denn er wird dein Angesicht nicht beschmen, dass er mir gebe Abisag von Sunem zum Weibe.
1Ki 2:18 Bath-Seba sprach: Wohl, ich will mit dem Knig deinethalben reden.
1Ki 2:19 Und Bath-Seba kam hinein zum Knig Salomo, mit ihm zu reden Adonias halben. Und der Knig stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich vor ihr und setzte sie auf seinen Stuhl. Und es ward der Mutter des Knigs ein Stuhl gesetzt, dass sie sich setzte zu seiner Rechten.
1Ki 2:20 Und sie sprach: Ich bitte eine kleine Bitte von dir; du wollest mein Angesicht nicht beschmen. Der Knig sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter; ich will dein Angesicht nicht beschmen.
1Ki 2:21 Sie sprach: Lass Abisag von Sunem deinem Bruder Adonia zum Weibe geben.
1Ki 2:22 Da antwortete der Knig Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abisag von Sunem fr Adonia? Bitte ihm das Knigreich auch; denn er ist mein lterer Bruder und hat den Priester Abjathar und Joab, den Sohn der Zeruja.
1Ki 2:23 und der Knig Salomo schwur bei dem HErrn und sprach: Gott tue mir dies und das, Adonia soll das wider sein Leben geredet haben!
1Ki 2:24 Und nun, so wahr der HErr lebt, der mich besttigt hat und sitzen lassen auf dem Stuhl meines Vaters David und der mir ein Haus gemacht hat, wie er geredet hat, heute soll Adonia sterben!
1Ki 2:25 Und der Knig Salomo sandte hin Benaja, den Sohn Jojadas; der schlug ihn, dass er starb.
1Ki 2:26 Und zu dem Priester Abjathar sprach der Knig: Gehe hin gen Anathoth zu deinem Acker; denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute nicht tten; denn du hast die Lade des HErrn HErrn vor meinem Vater David getragen und hast mitgelitten, wo mein Vater gelitten hat.
1Ki 2:27 Also verstie Salomo den Abjathar, dass er nicht durfte Priester des HErrn sein, auf dass erfllet wrde des HErrn Wort, das er ber das Haus Elis geredet hatte zu Silo.
1Ki 2:28 Und dies Gercht kam vor Joab; denn Joab hatte an Adonia gehangen, wiewohl nicht an Absalom. Da floh Joab in die Htte des HErrn und fasste die Hrner des Altars.
1Ki 2:29 Und es ward dem Knig Salomo angesagt, dass Joab zur Htte des HErrn geflohen wre, und siehe, er steht am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe, schlage ihn!
1Ki 2:30 Und da Benaja zur Htte des HErrn kam, sprach er zu ihm: So sagt der Knig: Gehe heraus! Er sprach: Nein, hier will ich sterben. Und Benaja sagte solches dem Knig wieder und sprach: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.
1Ki 2:31 Der Knig sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat, und schlage ihn und begrabe ihn, dass du das Blut, das Joab ohne Ursache vergossen hat, von mir tust und von meines Vaters Hause;
1Ki 2:32 und der HErr bezahle ihm sein Blut auf seinen Kopf, dass er zwei Mnner erschlagen hat, die gerechter und besser waren denn er, und hat sie erwrgt mit dem Schwert, dass mein Vater David nichts darum wusste: Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann ber Israel, und Amasa, den Sohn Jethers, den Feldhauptmann ber Juda;
1Ki 2:33 dass ihr Blut bezahlt werde auf den Kopf Joabs und seines Samens ewiglich, aber David und sein Same, sein Haus und sein Stuhl Frieden habe ewiglich von dem HErrn.
1Ki 2:34 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hinauf und schlug ihn und ttete ihn. Und er ward begraben in seinem Hause in der Wste.
1Ki 2:35 Und der Knig setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seine Statt ber das Heer, und Zadok, den Priester, setzte der Knig an die Statt Abjathars.
1Ki 2:36 Und der Knig sandte hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: Baue dir ein Haus zu Jerusalem und wohne daselbst und gehe von da nicht heraus, weder hierher noch daher.
1Ki 2:37 Welches Tages du wirst hinausgehen und ber den Bach Kidron gehen, so wisse, dass du des Todes sterben musst; dein Blut sei auf deinem Kopf!
1Ki 2:38 Simei sprach zum Knig: Das ist eine gute Meinung; wie mein Herr, der Knig, geredet hat, so soll dein Knecht tun. Also wohnte Simei zu Jerusalem lange Zeit.
1Ki 2:39 Es begab sich aber ber drei Jahre, dass zwei Knechte dem Simei entliefen zu Achis, dem Sohn Maachas, dem Knig zu Gath. Und es ward Simei angesagt: Siehe, deine Knechte sind zu Gath.
1Ki 2:40 Da machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und zog hin gen Gath zu Achis, dass er seine Knechte suchte. Und da er hinkam, brachte er seine Knechte von Gath.
1Ki 2:41 Und es ward Salomo angesagt, dass Simei hingezogen wre von Jerusalem gen Gath und wiedergekommen.
1Ki 2:42 Da sandte der Knig hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: Habe ich dir nicht geschworen bei dem HErrn und dir bezeugt und gesagt, welches Tages du wrdest ausziehen und hierhin oder dahin gehen, dass du wissen solltest, du msstest des Todes sterben? und du sprachst zu mir: Ich habe eine gute Meinung gehrt.
1Ki 2:43 Warum hast du denn nicht dich gehalten nach dem Eid des HErrn und dem Gebot, das ich dir geboten habe?
1Ki 2:44 Und der Knig sprach zu Simei: Du weit alle die Bosheit, der dir dein Herz bewusst ist, die du meinem Vater David getan hast; der HErr hat deine Bosheit bezahlt auf deinen Kopf,
1Ki 2:45 und der Knig Salomo ist gesegnet, und der Stuhl Davids wird bestndig sein vor dem HErrn ewiglich.
1Ki 2:46 Und der Knig gebot Benaja, dem Sohn Jojadas; der ging hinaus und schlug ihn, dass er starb. Und das Knigreich ward besttigt durch Salomos Hand.
1Ki 3:1 Und Salomo verschwgerte sich mit Pharao, dem Knig in gypten und nahm Pharaos Tochter und brachte sie in die Stadt Davids, bis er ausbaute sein Haus und des HErrn Haus und die Mauer um Jerusalem her.
1Ki 3:2 Aber das Volk opferte noch auf den Hhen; denn es war noch kein Haus gebaut dem Namen des HErrn bis auf die Zeit.
1Ki 3:3 Salomo aber hatte den HErrn lieb und wandelte nach den Sitten seines Vaters David, nur dass er auf den Hhen opferte und rucherte.
1Ki 3:4 Und der Knig ging hin gen Gibeon daselbst zu opfern; denn das war die vornehmste Hhe. Und Salomo opferte tausend Brandopfer auf demselben Altar.
1Ki 3:5 Und der HErr erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
1Ki 3:6 Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knecht, groe Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit richtigem Herzen vor dir, und hast ihm diese groe Barmherzigkeit gehalten und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Stuhl se, wie es denn jetzt geht.
1Ki 3:7 Nun, HErr, mein Gott, du hast deinen Knecht zum Knig gemacht an meines Vaters David Statt. So bin ich ein junger Knabe, wei weder meinen Ausgang noch Eingang.
1Ki 3:8 Und dein Knecht ist unter dem Volk, das du erwhlt hast, einem Volke, so gro das es niemand zhlen noch beschreiben kann vor der Menge.
1Ki 3:9 So wollest du deinem Knecht geben ein gehorsames Herz, dass er dein Volk richten mge und verstehen, was gut und bse ist. Denn wer vermag dies dein mchtiges Volk zu richten?
1Ki 3:10 Das gefiel dem HErrn wohl, dass Salomo um ein solches bat.
1Ki 3:11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du solches bittest und bittest nicht um langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Seele, sondern um Verstand, Gericht zu hren,
1Ki 3:12 siehe, so habe ich getan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein weises und verstndiges Herz gegeben, dass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.
1Ki 3:13 Dazu, was du nicht gebeten hast, habe ich dir auch gegeben, sowohl Reichtum als Ehre, dass deinesgleichen keiner unter den Knigen ist zu deinen Zeiten.
1Ki 3:14 Und so du wirst in meinen Wegen wandeln, dass du hltst meine Sitten und Gebote, wie dein Vater David gewandelt hat, so will ich dir geben ein langes Leben.
1Ki 3:15 Und da Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und er kam gen Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des HErrn und opferte Brandopfer und Dankopfer und machte ein groes Mahl allen seinen Knechten.
1Ki 3:16 Zu der Zeit kamen zwei Huren zum Knig und traten vor ihn.
1Ki 3:17 Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dies Weib wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause.
1Ki 3:18 Und ber drei Tage, da ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, dass kein Fremder mit uns war im Hause, nur wir beide.
1Ki 3:19 Und dieses Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrckt.
1Ki 3:20 Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, da deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Arm.
1Ki 3:21 Und da ich des Morgens aufstand, meinen Sohn zu sugen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
1Ki 3:22 Das andere Weib sprach: Nicht also; mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nicht also; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt. Und redeten also vor dem Knig.
1Ki 3:23 Und der Knig sprach: Diese spricht: mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot; jene spricht: Nicht also; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt.
1Ki 3:24 Und der Knig sprach: Holet mir ein Schwert her! und da das Schwert vor den Knig gebracht ward,
1Ki 3:25 sprach der Knig: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hlfte und jener die Hlfte.
1Ki 3:26 Da sprach das Weib, des Sohn lebte, zum Knig (denn ihr mtterliches Herz entbrannte ber ihren Sohn): Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und ttet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; lasst es teilen!
1Ki 3:27 Da antwortete der Knig und sprach: Gebet dieser das Kind lebendig und ttet es nicht; die ist seine Mutter.
1Ki 3:28 Und das Urteil, das der Knig gefllt hatte, erscholl vor dem ganzen Israel, und sie frchteten sich vor dem Knig; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten.
1Ki 4:1 Also war Salomo Knig ber ganz Israel.
1Ki 4:2 Und dies waren seine Frsten: Asarja, der Sohn Zadoks, des Priesters,
1Ki 4:3 Elihoreph und Ahija, die Shne Sisas, waren Schreiber. Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler.
1Ki 4:4 Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann. Zadok und Abjathar waren Priester.
1Ki 4:5 Asarja, der Sohn Nathans, war ber die Amtleute. Sabud, der Sohn Nathans, war Priester, des Knigs Freund.
1Ki 4:6 Ahisar war Hofmeister. Adoniram, der Sohn Abdas, war Rentmeister.
1Ki 4:7 Und Salomo hatte zwlf Amtleute ber ganz Israel, die den Knig und sein Haus versorgten. Ein jeder hatte des Jahres eine Monat lang zu versorgen;
1Ki 4:8 und hieen also: Der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;
1Ki 4:9 der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saalbim und zu Beth-Semes und zu Elon und Beth-Hanan;
1Ki 4:10 der Sohn Heseds zu Arubboth, und hatte dazu Socho und das ganze Land Hepher;
1Ki 4:11 der Sohn Abinadabs ber die ganze Herrschaft zu Dor, und hatte Taphath, Salomos Tochter zum Weibe;
1Ki 4:12 Baana, der Sohn Ahiluds, zu Thaanach und zu Megiddo und ber ganz Beth-Sean, welches liegt neben Zarthan unter Jesreel, von Beth-Sean bis an Abel-Mehola, bis jenseit Jokmeams;
1Ki 4:13 der Sohn Gebers zu Ramoth in Gilead, und hatte die Flecken Jairs, des Sohnes Manasses, in Gilead und hatte die Gegend Argob, die in Basan liegt, sechzig groe Stdte, vermauert und mit ehernen Riegeln;
1Ki 4:14 Ahinadab, der Sohn Iddos, zu Mahanaim;
1Ki 4:15 Ahimaaz in Naphthali, und der nahm auch Salomos Tochter Basmath zum Weibe;
1Ki 4:16 Baana, der Sohn Husais, in Asser und zu Aloth;
1Ki 4:17 Josaphat, der Sohn Paruahs, in Isaschar;
1Ki 4:18 Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;
1Ki 4:19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Knigs der Amoriter und Ogs, des Knigs von Basan (ein Amtmann war in demselben Lande).
1Ki 4:20 Juda aber und Israel, deren war viel wie der Sand am Meer, und sie aen und tranken und waren frhlich.
1Ki 5:1 Also war Salomo ein Herr ber alle Knigreiche, von dem Strom an bis zu der Philister Lande und bis an die Grenze gyptens, die ihm Geschenke zubrachten und ihm dienten sein Leben lang.
1Ki 5:2 Und Salomo musste tglich zur Speisung haben dreiig Kor Semmelmehl, sechzig Kor anderes Mehl,
1Ki 5:3 zehn gemstete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, ausgenommen Hirsche und Rehe und Gemsen und gemstetes Federvieh.
1Ki 5:4 Denn er herrschte im ganzen Lande diesseit des Stromes, von Tiphsah bis gen Gaza, ber alle Knige diesseit des Stromes, und hatte Frieden von allen seinen Untertanen umher,
1Ki 5:5 dass Juda und Israel sicher wohnten, ein jeglicher unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis gen Beer-Seba, solange Salomo lebte.
1Ki 5:6 Und Salomo hatte vierzigtausend Wagenpferde und zwlftausend Reisige.
1Ki 5:7 Und die Amtleute versorgten den Knig Salomo und alles, was zum Tisch des Knigs gehrte, ein jeglicher in seinem Monat, und lieen nichts fehlen.
1Ki 5:8 Auch Gerste und Stroh fr die Rosse und Renner brachten sie an den Ort, da er war, ein jeglicher nach seinem Befehl.
1Ki 5:9 Und Gott gab Salomo sehr groe Weisheit und Verstand und reichen Geist wie Sand, der am Ufer des Meeres liegt,
1Ki 5:10 dass die Weisheit Salomos grer war denn aller, die gegen Morgen wohnen, und aller gypter Weisheit.
1Ki 5:11 Und er war weiser denn alle Menschen, auch weiser denn Ethan, der Esrahiter, Heman, Chalkol und Darda, die Shne Mahols, und war berhmt unter allen Heiden umher.
1Ki 5:12 Und er redete dreitausend Sprche, und seine Lieder waren tausendundfnf.
1Ki 5:13 Und er redete von Bumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis an Isop, der aus der Wand wchst. Auch redete er von Vieh, von Vgeln, von Gewrm und von Fischen.
1Ki 5:14 Und es kamen aus allen Vlkern, zu hren die Weisheit Salomos, von allen Knigen auf Erden, die von seiner Weisheit gehrt hatten.
1Ki 5:15 Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo; denn er hatte gehrt, dass sie ihn zum Knig gesalbt hatten an seines Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Leben lang.
1Ki 5:16 Und Salomo sandte zu Hiram und lie ihm sagen:
1Ki 5:17 Du weit, dass mein Vater David nicht konnte bauen ein Haus dem Namen des HErrn, seines Gottes, um des Krieges willen, der um ihn her war, bis sie der HErr unter seiner Fe Sohlen gab.
1Ki 5:18 Nun aber hat mir der HErr, mein Gott, Ruhe gegeben umher, dass kein Widersacher noch bses Hindernis mehr ist.
1Ki 5:19 Siehe, so habe ich gedacht, ein Haus zu bauen dem Namen des HErrn, meines Gottes, wie der HErr geredet hat zu meinem Vater David und gesagt: Dein Sohn, den ich an deine Statt setzen werde auf deinen Stuhl, der soll meinem Namen das Haus bauen.
1Ki 5:20 So befiehl nun, dass man mir Zedern aus dem Libanon haue, und dass deine Knechte mit meinen Knechten seien. Und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben, alles, wie du sagst. Denn du weit, dass bei uns niemand ist, der Holz zu hauen wisse wie die Sidonier.
1Ki 5:21 Da Hiram aber hrte die Worte Salomos, freute er sich hoch und sprach: Gelobt sei der HErr heute, der David einen weisen Sohn gegeben hat ber dies groe Volk.
1Ki 5:22 Und Hiram sandte zu Salomo und lie ihm sagen: Ich habe gehrt, was du zu mir gesandt hast. Ich will tun nach allem deinem Begehr mit Zedern- und Tannenholz
1Ki 5:23 Meine Knechte sollen die Stmme vom Libanon hinabbringen ans Meer, und will sie in Fle legen lassen auf dem Meer bis an den Ort, den du mir wirst ansagen lassen, und will sie daselbst abbinden, und du sollst's holen lassen. Aber du sollst auch mein Begehr tun und Speise geben meinem Gesinde.
1Ki 5:24 Also gab Hiram Salomo Zedern- und Tannenholz nach allem seinem Begehr.
1Ki 5:25 Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Kor Weizen, zu essen fr sein Gesinde, und zwanzig Kor gestoenen ls. Solches gab Salomo jhrlich dem Hiram.
1Ki 5:26 Und der HErr gab Salomo Weisheit, wie er ihm geredet hatte. Und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie machten beide einen Bund miteinander.
1Ki 5:27 Und Salomo hob Fronarbeiter aus von ganz Israel, und ihre Zahl war dreiigtausend Mann,
1Ki 5:28 und sandte sie auf den Libanon, je einen Monat zehntausend, dass sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und Adoniram war ber solche Anzahl.
1Ki 5:29 Und Salomo hatte siebzigtausend, die Last trugen, und achtzigtausend, die da Steine hieben auf dem Berge,
1Ki 5:30 ohne die obersten Amtleute Salomos, die ber das Werk gesetzt waren: dreitausenddreihundert, welche ber das Volk herrschten, das da am Werk arbeitete.
1Ki 5:31 und der Knig gebot, dass sie groe und kstliche Steine ausbrchen, gehauene Steine zum Grund des Hauses.
1Ki 5:32 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter hieben aus und bereiteten zu Holz und Steine, zu bauen das Haus.
1Ki 6:1 Im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Ausgang der Kinder Israel aus gyptenland, im vierten Jahr des Knigreichs Salomo ber Israel, im Monat Siv, das ist der zweite Monat, ward das Haus des HErrn gebaut.
1Ki 6:2 Das Haus aber, das der Knig Salomo dem HErrn baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch.
1Ki 6:3 Und er baute eine Halle vor dem Tempel, zwanzig Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem Hause her.
1Ki 6:4 Und er machte an das Haus Fenster mit festen Stben davor.
1Ki 6:5 Und er baute einen Umgang an der Wand des Hauses ringsumher, dass er um den Tempel und um den Chor her ging, und machte Seitengemcher umher.
1Ki 6:6 Der unterste Gang war fnf Ellen weit und der mittelste sechs Ellen weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er machte Abstze auen am Hause umher, dass die Balken nicht in die Wnde des Hauses eingriffen.
1Ki 6:7 Und da das Haus gesetzt ward, waren die Steine zuvor ganz zugerichtet, dass man kein Hammer noch Beil noch irgend ein eisernes Werkzeug im Bauen hrte.
1Ki 6:8 Eine Tr aber war zur rechten Seite mitten im Hause, dass man durch eine Wendeltreppe hinaufging auf den Mittelgang und vom Mittelgang auf den dritten.
1Ki 6:9 Also baute er das Haus und vollendete es; und er deckte das Haus mit Balken und Tafelwerk von Zedern.
1Ki 6:10 Und er baute die Gnge um das ganze Haus herum, je fnf Ellen hoch, und verband sie mit dem Hause durch Balken von Zedernholz.
1Ki 6:11 Und es geschah des HErrn Wort zu Salomo und sprach:
1Ki 6:12 Also sei es mit dem Hause, das du baust: Wirst du in meinen Geboten wandeln und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten, darin zu wandeln, so will ich mein Wort mit dir besttigen, wie ich deinem Vater David geredet habe,
1Ki 6:13 und will wohnen unter den Kindern Israel und will mein Volk Israel nicht verlassen.
1Ki 6:14 Und Salomo baute das Haus und vollendete es.
1Ki 6:15 Er baute die Wnde des Hauses inwendig mit Brettern von Zedern; von des Hauses Boden bis an die Decke tfelte er es mit Holz inwendig, und den Boden des Hauses tfelte er mit Tannenbrettern.
1Ki 6:16 Und er baute von der hintern Seite des Hauses an zwanzig Ellen mit zedernen Brettern vom Boden bis an die Decke und baute also inwendig den Chor, das Allerheiligste.
1Ki 6:17 Aber das Haus des Tempels (vor dem Chor) war vierzig Ellen lang.
1Ki 6:18 Inwendig war das ganze Haus eitel Zedern mit gedrehten Knoten und Blumenwerk, dass man keinen Stein sah.
1Ki 6:19 Aber den Chor bereitete er inwendig im Haus, dass man die Lade des Bundes des HErrn dahin tte.
1Ki 6:20 Und vor dem Chor, der zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen weit und zwanzig Ellen hoch war und berzogen mit lauterem Gold, tfelte er den Altar mit Zedern.
1Ki 6:21 Und Salomo berzog das Haus inwendig mit lauterem Golde und zog goldene Riegel vor dem Chor her, den er mit Gold berzogen hatte,
1Ki 6:22 also dass das ganze Haus ganz mit Gold berzogen war; dazu auch den ganzen Altar vor dem Chor berzog er mit Gold.
1Ki 6:23 Er machte auch im Chor zwei Cherubim, zehn Ellen hoch, von lbaumholz.
1Ki 6:24 Fnf Ellen hatte ein Flgel eines jeglichen Cherubs, dass zehn Ellen waren vom Ende seines einen Flgels zum Ende des andern Flgels.
1Ki 6:25 Also hatte der andere Cherub auch zehn Ellen, und war einerlei Ma und einerlei Gestalt beider Cherubim;
1Ki 6:26 auch war ein jeglicher Cherub zehn Ellen hoch.
1Ki 6:27 Und er tat die Cherubim inwendig ins Haus. Und die Cherubim breiteten ihre Flgel aus, dass eines Flgel rhrte an diese Wand und des andern Cherubs Flgel rhrte an die andere Wand; aber mitten im Hause rhrte ein Flgel an den andern.
1Ki 6:28 Und er berzog die Cherubim mit Gold.
1Ki 6:29 Und an allen Wnden des Hauses um und um lie er Schnitzwerk machen von ausgehhlten Cherubim, Palmen und Blumenwerk inwendig und auswendig.
1Ki 6:30 Auch berzog er den Boden des Hauses mit goldenen Blechen inwendig und auswendig.
1Ki 6:31 Und am Eingang des Chors machte er zwei Tren von lbaumholz mit fnfeckigen Pfosten
1Ki 6:32 und lie Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und berzog sie mit goldenen Blechen.
1Ki 6:33 Also machte er auch im Eingang des Tempels viereckige Pfosten von lbaumholz
1Ki 6:34 und zwei Tren von Tannenholz, dass eine jegliche Tr zwei Blatt hatte aneinander hangen in ihren Angeln,
1Ki 6:35 und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und berzog es mit Gold, genau wie es eingegraben war.
1Ki 6:36 Und er baute auch den inneren Hof von drei Reihen behauener Steine und von einer Reihe zederner Balken.
1Ki 6:37 Im vierten Jahr, im Monat Siv, ward der Grund gelegt am Hause des HErrn,
1Ki 6:38 und im elften Jahr, im Monat Bul (das ist der achte Monat), ward das Haus bereitet, wie es sein sollte, dass sie sieben Jahre daran bauten,
1Ki 7:1 Aber an seinem Hause baute Salomo dreizehn Jahre, dass er's ganz ausbaute.
1Ki 7:2 Nmlich er baute das Haus vom Wald Libanon, hundert Ellen lang, fnfzig Ellen weit und dreiig Ellen hoch. Auf vier Reihen von zedernen Sulen legte er den Boden von zedernen Balken,
1Ki 7:3 und deckte mit Zedern die Gemcher auf den Sulen, und der Gemcher waren fnfundvierzig, je fnfzehn in einer Reihe.
1Ki 7:4 Und Geblk lag in drei Reihen, und waren Fenster einander gegenber dreimal.
1Ki 7:5 Und alle Tren waren in ihren Pfosten viereckig, und die Fenster waren einander gegenber dreimal.
1Ki 7:6 Er baute auch eine Halle von Sulen, fnfzig Ellen lang und dreiig Ellen breit, und noch eine Halle vor diese mit Sulen und einem Aufgang davor,
1Ki 7:7 Und baute eine Halle zum Richtstuhl, darin man Gericht hielt, und tfelte sie vom Boden bis zur Decke mit Zedern.
1Ki 7:8 Dazu sein Haus, darin er wohnte, im Hinterhof, hinten an der Halle, gemacht wie die andern. Und machte auch ein Haus wie die Halle der Tochter Pharaos, die Salomo zum Weibe genommen hatte.
1Ki 7:9 Solches alles waren kstliche Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, mit Sgen geschnitten auf allen Seiten, vom Grund an bis an das Dach und von auen bis zum groen Hof.
1Ki 7:10 Die Grundfeste aber waren auch kstliche und groe Steine, zehn und acht Ellen gro,
1Ki 7:11 und darauf kstliche Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, und Zedern.
1Ki 7:12 Aber der groe Hof umher hatte drei Reihen behauene Steine und eine Reihe von zedernen Balken wie auch der innere Hof am Hause des HErrn und die Halle am Hause.
1Ki 7:13 Und der Knig Salomo sandte hin und lie holen Hiram von Tyrus,
1Ki 7:14 einer Witwe Sohn aus dem Stamm Naphthali, und sein Vater war ein Mann von Tyrus gewesen; der war ein Meister im Erz, voll Weisheit, Verstand und Kunst, zu arbeiten allerlei Erzwerk. Da er zum Knig Salomo kam, machte er alle seine Werke.
1Ki 7:15 Und machte zwei eherne Sulen, eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und ein Faden von zwlf Ellen war das Ma um jegliche Sule her.
1Ki 7:16 Und machte zwei Knufe, von Erz gegossen, oben auf die Sulen zu setzen und ein jeglicher Knauf war fnf Ellen hoch.
1Ki 7:17 Und es war an jeglichem Knauf oben auf den Sulen Gitterwerk, sieben geflochtenen Reife wie Ketten.
1Ki 7:18 Und machte an jeglichem Knauf zwei Reihen Granatpfel umher an dem Gitterwerk, womit der Knauf bedeckt ward.
1Ki 7:19 Und die Knufe waren wie die Lilien, vor der Halle, vier Ellen gro.
1Ki 7:20 Und der Granatpfel in den Reihen umher waren zweihundert, oben und unten an dem Gitterwerk, das um den Bauch des Knaufs her ging, an jeglichem Knauf auf beiden Sulen.
1Ki 7:21 Und er richtete die Sulen auf vor der Halle des Tempels. Und die er zur rechten Hand setzte, hie er Jachin, und die er zur linken Hand setzte, hie er Boas.
1Ki 7:22 Und es stand also oben auf den Sulen wie Lilien. Also ward vollendet das Werk der Sulen.
1Ki 7:23 Und er machte ein Meer, gegossen von einem Rand zum andern zehn Ellen weit, rundumher, und fnf Ellen hoch, und eine Schnur dreiig Ellen lang war das Ma ringsum.
1Ki 7:24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rande rings ums Meer her, je zehn auf eine Elle; der Knoten aber waren zwei Reihen gegossen.
1Ki 7:25 Und es stand auf zwlf Rindern, deren drei gegen Mitternacht gewandt waren, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen, und das Meer obendrauf, dass alle ihre Hinterteile inwendig waren.
1Ki 7:26 Seine Dicke aber ward eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand, wie eine aufgegangene Lilie, und gingen darein zweitausend Bath.
1Ki 7:27 Er machte auch zehn eherne Gesthle, ein jegliches vier Ellen lang und breit und drei Ellen hoch.
1Ki 7:28 Es war aber das Gesthl also gemacht, dass es Seiten hatte zwischen den Leisten.
1Ki 7:29 Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Lwen, Ochsen und Cherubim. Und die Seiten, daran die Lwen und Ochsen waren, hatten Leisten oben und unten, dazu herabhngende Krnze.
1Ki 7:30 Und ein jegliches Gesthl hatte vier eherne Rder mit ehernem Gestell. Und auf vier Ecken waren Achseln gegossen, eine jegliche der andern gegenber, unten an den Kessel gelehnt.
1Ki 7:31 Aber der Hals mitten auf dem Gesthl war eine Elle hoch und rund, anderthalb Ellen weit, und waren Buckeln an dem Hals, in Feldern, die viereckig waren und nicht rund.
1Ki 7:32 Die vier Rder aber standen unten an den Seiten, und die Achsen der Rder waren am Gesthl. Ein jegliches Rad war anderthalb Ellen hoch.
1Ki 7:33 Und es waren Rder wie Wagenrder. Und ihre Achsen, Naben, Speichen und Felgen waren alle gegossen.
1Ki 7:34 Und die vier Achseln auf den vier Ecken eines jeglichen Gesthls waren auch am Gesthl.
1Ki 7:35 Und am Hals oben auf dem Gesthl, eine halbe Elle hoch, rundumher, waren Leisten und Seiten am Gesthl.
1Ki 7:36 Und er lie auf die Flche der Seiten und Leisten graben Cherubim, Lwen und Palmenbume, nach dem auf jeglichem Raum war, und Krnze ringsumher daran.
1Ki 7:37 Auf diese Weise machte er zehn Gesthle, gegossen; einerlei Ma und Gestalt war an allen.
1Ki 7:38 Und er machte zehn eherne Kessel, dass vierzig Bath in einen Kessel ging, und jeder war vier Ellen gro; und auf jeglichem Gesthl war ein Kessel.
1Ki 7:39 Und setzte fnf Gesthle an die rechte Ecke des Hauses und die andern fnf an die linke Ecke; aber das Meer setzte er zur Rechten vornan gegen Mittag.
1Ki 7:40 Und Hiram machte auch Tpfe, Schaufeln, Becken und vollendete also alle Werke, die der Knig Salomo am Hause des HErrn machen lie:
1Ki 7:41 die zwei Sulen und die kugeligen Knufe oben auf den zwei Sulen; die zwei Gitterwerke, zu bedecken die zwei kugeligen Knufe auf den Sulen;
1Ki 7:42 und die vierhundert Granatpfel an den zwei Gitterwerken, je zwei Reihen Granatpfel an einem Gitterwerk, zu bedecken die zwei kugeligen Knufe auf den Sulen;
1Ki 7:43 dazu die zehn Gesthle und zehn Kessel obendrauf;
1Ki 7:44 und das Meer und zwlf Rinder unter dem Meer;
1Ki 7:45 und die Tpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Gefe, die Hiram dem Knig Salomo machte zum Hause des HErrn, waren von geglttetem Erz.
1Ki 7:46 In der Gegend am Jordan lie sie der Knig gieen in dicker Erde, zwischen Sukkoth und Zarthan.
1Ki 7:47 Und Salomo lie alle Gefe ungewogen vor der sehr groen Menge des Erzes.
1Ki 7:48 Auch machte Salomo alles Gert, das zum Hause des HErrn gehrte: einen goldenen Altar, einen goldenen Tisch, darauf die Schaubrote liegen;
1Ki 7:49 fnf Leuchter zur rechten Hand und fnf Leuchter zur Linken vor dem Chor, von lauterem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und Schneuzen;
1Ki 7:50 dazu Schalen, Messer, Becken, Lffel und Pfannen von lauterem Gold. Auch waren die Angeln an der Tr am Hause inwendig, im Allerheiligsten, und an der Tr des Hauses des Tempels golden.
1Ki 7:51 Also ward vollendet alles Werk, das der Knig Salomo machte am Hause des HErrn. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte von Silber und Gold und Gefen, und legte es in den Schatz des Hauses des HErrn.
1Ki 8:1 Da versammelt der Knig Salomo zu sich die ltesten in Israel, alle Obersten der Stmme und Frsten der Vaterhuser unter den Kindern Israel gen Jerusalem, die Lade des Bundes des HErrn heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
1Ki 8:2 Und es versammelten sich zum Knig Salomo alle Mnner in Israel im Monat Ethanim, am Fest, das ist der siebente Monat.
1Ki 8:3 Und da alle ltesten Israels kamen, hoben die Priester die Lade des HErrn auf
1Ki 8:4 und brachten sie hinauf, dazu die Htte des Stifts und alle Gerte des Heiligtums, das in der Htte war. Das taten die Priester und die Leviten.
1Ki 8:5 Und der Knig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte, gingen mit ihm vor der Lade her und opferten Schafe und Rinder, so viel, dass man's nicht zhlen noch rechnen konnte.
1Ki 8:6 Also brachten die Priester die Lade des Bundes des HErrn an ihren Ort, in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flgel der Cherubim.
1Ki 8:7 Denn die Cherubim breiteten die Flgel aus an dem Ort, da die Lade stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von obenher.
1Ki 8:8 Und die Stangen waren so lang, dass ihre Knufe gesehen wurden in dem Heiligtum vor dem Chor, aber auen wurden sie nicht gesehen, und waren daselbst bis auf diesen Tag.
1Ki 8:9 Und war nichts in der Lade denn nur die zwei steinernen Tafeln Moses, die er hineingelegt hatte am Horeb, da der HErr mit den Kindern Israel einen Bund machte, da sie aus gyptenland gezogen waren.
1Ki 8:10 Da aber die Priester aus dem Heiligtum gingen, erfllte die Wolke das Haus des HErrn,
1Ki 8:11 dass die Priester nicht konnten stehen und des Amts pflegen vor der Wolke; denn die Herrlichkeit des HErrn erfllte das Haus des HErrn.
1Ki 8:12 Da sprach Salomo: Der HErr hat geredet, er wolle im Dunkel wohnen.
1Ki 8:13 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, einen Sitz, dass du ewiglich da wohnest.
1Ki 8:14 Und der Knig wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israel; und die ganze Gemeinde Israel stand.
1Ki 8:15 Und er sprach: Gelobet sei der HErr, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David geredet und durch seine Hand erfllt hat und gesagt:
1Ki 8:16 Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus gypten fhrte, habe ich keine Stadt erwhlt unter irgend einem Stamm Israels, dass mir ein Haus gebaut wrde, dass mein Name da wre; David aber habe ich erwhlt, dass er ber mein Volk Israel sein sollte.
1Ki 8:17 Und mein Vater David hatte es zuvor im Sinn, dass er ein Haus baute dem Namen des HErrn, des Gottes Israels;
1Ki 8:18 aber der HErr sprach zu meinem Vater David: dass du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du wohl getan, dass du dir solches vornahmst.
1Ki 8:19 Doch du sollst das Haus nicht bauen; sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden kommen wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
1Ki 8:20 Und der HErr hat sein Wort besttigt, das er geredet hat; denn ich bin aufgekommen an meines Vaters Davids Statt und sitze auf dem Stuhl Israels, wie der HErr geredet hat, und habe gebaut ein Haus dem Namen des HErrn des Gottes Israels,
1Ki 8:21 und habe daselbst eine Sttte zugerichtet der Lade, darin der Bund des HErrn ist, den er gemacht hat mit unsren Vtern, da er sie aus gyptenland fhrte.
1Ki 8:22 Und Salomo trat vor den Altar des HErrn gegenber der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hnde aus gen Himmel
1Ki 8:23 und sprach: HErr, Gott Israels, es ist kein Gott, weder droben im Himmel noch unten auf der Erden, dir gleich, der du hltst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen;
1Ki 8:24 der du hast gehalten deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm geredet hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfllt, wie es steht an diesem Tage.
1Ki 8:25 Nun, HErr, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm verheien hast und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Mann vor mir, der da sitze auf dem Stuhl Israels, so doch, dass deine Kinder ihren Weg bewahren, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt hast.
1Ki 8:26 Nun, Gott Israels, lass deine Worte wahr werden, die du deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast.
1Ki 8:27 Denn sollte in Wahrheit Gott auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel knnen dich nicht fassen; wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe?
1Ki 8:28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HErr, mein Gott, auf dass du hrest das Lob und Gebet, das dein Knecht heute vor dir tut;
1Ki 8:29 dass deine Augen offen stehen ber dies Haus Nacht und Tag, ber die Sttte, davon du gesagt hast: Mein Name soll da sein. Du wollest hren das Gebet, das dein Knecht an dieser Sttte tut,
1Ki 8:30 und wollest erhren das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie hier tun werden an dieser Sttte; und wenn du es hrst in deiner Wohnung, im Himmel, wollest du gndig sein.
1Ki 8:31 Wenn jemand wider seinen Nchsten sndigt und es wird ihm ein Eid aufgelegt, den er schwren soll, und der Eid kommt vor deinen Altar in diesem Hause:
1Ki 8:32 so wollest du hren im Himmel und recht schaffen deinen Knechten, den Gottlosen zu verdammen und seinen Wandel auf seinen Kopf zu bringen und den Gerechten gerecht zu sprechen, ihm zu geben nach seiner Gerechtigkeit.
1Ki 8:33 Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, weil sie an dir gesndigt haben, und sie bekehren sich zu dir und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause:
1Ki 8:34 so wollest du hren im Himmel und der Snde deines Volkes Israel gndig sein und sie wiederbringen in das Land, das du ihren Vtern gegeben hast.
1Ki 8:35 Wenn der Himmel verschlossen wird, dass es nicht regnet, weil sie an dir gesndigt haben, und sie werden beten an diesem Ort und deinen Namen bekennen und sich von ihren Snden bekehren, weil du sie drngest;
1Ki 8:36 so wollest du hren im Himmel und gndig sein der Snde deiner Knechte und deines Volkes Israel, dass du ihnen den guten Weg weisest, darin sie wandeln sollen, und lassest regnen auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.
1Ki 8:37 Wenn eine Teuerung oder Pestilenz oder Drre oder Brand oder Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden, oder sein Feind im Lande seine Tore belagert, oder irgend eine Plage oder Krankheit da ist;
1Ki 8:38 wer dann bittet und fleht, es seien sonst Menschen oder dein ganzes Volk Israel, die da gewahr werden ihrer Plage ein jeglicher in seinem Herzen, und breitet seine Hnde aus zu diesem Hause:
1Ki 8:39 so wollest du hren im Himmel, in dem Sitz, da du wohnst, und gndig sein und schaffen, dass du gebest einem jeglichen, wie er gewandelt hat, wie du sein Herz erkennst, denn du allein kennst das Herz aller Kinder der Menschen,
1Ki 8:40 auf dass sie dich frchten allezeit, solange sie in dem Lande leben, das du unsren Vtern gegeben hast.
1Ki 8:41 Wenn auch ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, kommt aus fernem Lande um deines Namens willen
1Ki 8:42 (denn sie werden hren von deinem groen Namen und von deiner mchtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm), und kommt, dass er bete vor diesem Hause:
1Ki 8:43 so wollest du hren im Himmel, im Sitz deiner Wohnung, und tun alles, darum der Fremde dich anruft, auf dass alle Vlker auf Erden deinen Namen erkennen, dass sie auch dich frchten wie dein Volk Israel und dass sie innewerden, wie dies Haus nach deinem Namen genannt sei, das ich gebaut habe.
1Ki 8:44 Wenn dein Volk auszieht in den Streit wider seine Feinde des Weges, den du sie senden wirst, und sie werden beten zum HErrn nach der Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
1Ki 8:45 so wollest du ihr Gebet und Flehen hren im Himmel und Recht schaffen.
1Ki 8:46 Wenn sie an dir sndigen werden (denn es ist kein Mensch, der nicht sndigt), und du erzrnst und gibst sie dahin vor ihren Feinden, dass sie sie gefangen fhren in der Feinde Land, fern oder nahe,
1Ki 8:47 und sie in ihr Herz schlagen in dem Lande, da sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihres Gefngnisses und sprechen: Wir haben gesndigt und bel getan und sind gottlos gewesen,
1Ki 8:48 und bekehren sich also zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele in ihrer Feinde Land, die sie weggefhrt haben, und beten zu dir nach ihrem Lande hin, das du ihren Vtern gegeben hast, nach der Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
1Ki 8:49 so wollest du ihr Gebet und Flehen hren im Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und Recht schaffen
1Ki 8:50 und deinem Volk gndig sein, das an dir gesndigt hat, und allen ihren bertretungen, damit sie wider dich bertreten haben, und Barmherzigkeit geben vor denen, die sie gefangen halten, dass sie sich ihrer erbarmen;
1Ki 8:51 denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus gypten, aus dem eisernen Ofen, gefhrt hast.
1Ki 8:52 Lass deine Augen offen sein auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, dass du sie hrest in allem, darum sie dich anrufen;
1Ki 8:53 denn du hast sie dir abgesondert zum Erbe aus allen Vlkern auf Erden, wie du geredet hast durch Mose, deinen Knecht, da du unsre Vter aus gypten fhrtest, Herr HErr!
1Ki 8:54 Und da Salomo all dieses Gebet und Flehen hatte vor dem HErrn ausgebetet, stand er auf von dem Altar des HErrn und lie ab vom Knieen und Hnde-Ausbreiten gen Himmel
1Ki 8:55 und trat dahin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter Stimme und sprach:
1Ki 8:56 Gelobet sei der HErr, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie er geredet hat. Es ist nicht eins dahingefallen aus allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.
1Ki 8:57 Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er gewesen ist mit unsren Vtern. Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns,
1Ki 8:58 zu neigen unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebote, Sitten und Rechte, die er unsren Vtern geboten hat.
1Ki 8:59 Und diese Worte, die ich vor dem HErr gefleht habe, mssen nahekommen dem HErrn, unsrem Gott, Tag und Nacht, dass er Recht schaffe seinem Knecht und seinem Volk Israel, ein jegliches zu seiner Zeit,
1Ki 8:60 auf dass alle Vlker auf Erden erkennen, dass der HErr Gott ist und keiner mehr.
1Ki 8:61 Und euer Herz sei rechtschaffen mit dem HErrn, unsrem Gott, zu wandeln in seinen Sitten und zu halten seine Gebote, wie es heute geht.
1Ki 8:62 Und der Knig samt dem ganzen Israel opferten vor dem HErrn Opfer.
1Ki 8:63 Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem HErr opferte, zweiundzwanzigtausend Ochsen und hundertzwanzigtausend Schafe. Also weihten sie das Haus des HErrn ein, der Knig und alle Kinder Israel.
1Ki 8:64 Desselben Tages weihte der Knig die Mitte des Hofes, der vor dem Hause des HErrn war, damit, dass er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Dankopfer daselbst ausrichtete. Denn der eherne Altar, der vor dem HErrn stand, war zu klein zu dem Brandopfer, Speisopfer und zum Fett der Dankopfer.
1Ki 8:65 Und Salomo machte zu der Zeit ein Fest und alles Israel mit ihm, eine groe Versammlung, von der Grenze Hamaths an bis an den Bach gyptens, vor dem HErrn, unsrem Gott, sieben Tage und abermals sieben Tage, das waren vierzehn Tage.
1Ki 8:66 Und er lie das Volk des achten Tages gehen. Und sie segneten den Knig und gingen hin zu ihren Htten frhlich und guten Muts ber all dem Guten, das der HErr an David, seinem Knecht und an seinem Volk Israel getan hatte.
1Ki 9:1 Und da Salomo hatte ausgebaut des HErrn Haus und des Knigs Haus und alles, was er begehrte und Lust hatte zu machen,
1Ki 9:2 erschien ihm der HErr zum andernmal, wie er ihm erschienen war zu Gibeon.
1Ki 9:3 Und der HErr sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen gehrt, das du vor mir gefleht hast, und habe dies Haus geheiligt, das du gebaut hast, dass ich meinen Namen dahin setze ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen da sein allewege.
1Ki 9:4 Und du, so du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt hat, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, dass du tust alles, was ich dir geboten habe, und meine Gebote und Rechte hltst:
1Ki 9:5 so will ich besttigen den Stuhl deines Knigreiches ber Israel ewiglich, wie ich deinem Vater David geredet habe und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Mann auf dem Stuhl Israels.
1Ki 9:6 Werdet ihr aber euch von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe, und hingehen und andern Gttern dienen und sie anbeten:
1Ki 9:7 so werde ich Israel ausrotten von dem Lande, das ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich geheiligt habe meinem Namen, will ich verwerfen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Sprichwort und eine Fabel sein unter allen Vlkern.
1Ki 9:8 Und das Haus wird eingerissen werden, dass alle, die vorbergehen, werden sich entsetzen und zischen und sagen: Warum hat der HErr diesem Lande und diesem Hause also getan?
1Ki 9:9 so wird man antworten: Darum, dass sie den HErrn, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Vter aus gyptenland fhrte, und haben angenommen andere Gtter und sie angebetet und ihnen gedient, darum hat der HErr all dies bel ber sie gebracht.
1Ki 9:10 Da nun die zwanzig Jahre um waren, in welchen Salomo die zwei Huser baute, des HErrn Haus und des Knigs Haus,
1Ki 9:11 dazu Hiram, der Knig zu Tyrus, Salomo Zedernbume und Tannenbume und Gold nach allem seinem Begehr brachte: Da gab der Knig Salomo Hiram zwanzig Stdte im Land Galila.
1Ki 9:12 Und Hiram zog aus von Tyrus, die Stdte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte; und sie gefielen ihm nicht,
1Ki 9:13 und er sprach: Was sind das fr Stdte, mein Bruder, die du mir gegeben hast? Und hie das Land Kabul bis auf diesen Tag.
1Ki 9:14 Und Hiram hatte gesandt dem Knig Salomo hundertzwanzig Zentner Gold.
1Ki 9:15 Und also verhielt sich's mit den Fronleuten, die der Knig Salomo aushob, zu bauen des HErrn Haus und sein Haus und Millo und die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser.
1Ki 9:16 Denn Pharao, der Knig in gypten, war heraufgekommen und hatte Geser gewonnen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter erwrgt, die in der Stadt wohnten, und hatte sie seiner Tochter, Salomos Weib, zum Geschenk gegeben.
1Ki 9:17 Also baute Salomo Geser und das niedere Beth-Horon
1Ki 9:18 und Baalath und Thamar in der Wste im Lande
1Ki 9:19 und alle Stdte der Kornhuser, die Salomo hatte, und alle Stdte der Wagen und die Stdte der Reiter, und wozu er Lust hatte zu bauen in Jerusalem, im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
1Ki 9:20 Und alles brige Volk von den Amoritern, Hethitern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, die nicht von den Kindern Israel waren,
1Ki 9:21 derselben Kinder, die sie hinter sich brigbleiben lieen im Lande, die die Kinder Israel nicht konnten verbannen: die machte Salomo zu Fronleuten bis auf diesen Tag.
1Ki 9:22 Aber von den Kindern Israel machte er nicht Knechte, sondern lie sie Kriegsleute und seine Knechte und Frsten und Ritter und ber seine Wagen und Reiter sein.
1Ki 9:23 Und die obersten Amtleute, die ber Salomos Geschfte waren, deren waren fnfhundertfnfzig, die ber das Volk herrschten, das die Geschfte ausrichtete.
1Ki 9:24 Und die Tochter Pharaos zog herauf von der Stadt Davids in ihr Haus, das er fr sie gebaut hatte. Da baute er auch Millo.
1Ki 9:25 Und Salomo opferte des Jahres dreimal Brandopfer und Dankopfer auf dem Altar, den er dem HErrn gebaut hatte, und rucherte auf ihm vor dem HErrn. Und ward also das Haus fertig.
1Ki 9:26 Und Salomo machte auch Schiffe zu Ezeon-Geber, das bei Eloth liegt am Ufer des Schilfmeers im Lande der Edomiter.
1Ki 9:27 Und Hiram sandte seine Knechte im Schiff, die gute Schiffsleute und auf dem Meer erfahren waren, mit den Knechten Salomos;
1Ki 9:28 und sie kamen gen Ophir und holten daselbst vierhundertzwanzig Zentner Gold und brachten's dem Knig Salomo.
1Ki 10:1 Und da das Gercht von Salomo und von dem Namen des HErrn kam vor die Knigin von Reicharabien, kam sie, Salomo zu versuchen mit Rtseln.
1Ki 10:2 Und sie kam gen Jerusalem mit sehr vielem Volk, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und da sie zum Knig Salomo hineinkam, redete sie ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte.
1Ki 10:3 Und Salomo sagte es ihr alles, und war dem Knig nichts verborgen, das er ihr nicht sagte.
1Ki 10:4 Da aber die Knigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte,
1Ki 10:5 und die Speise fr seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die er im Hause des HErrn opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten
1Ki 10:6 und sprach zum Knig: Es ist wahr, was ich in meinem Lande gehrt habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit.
1Ki 10:7 Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich gekommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hlfte gesagt. Du hast mehr Weisheit und Gut, denn das Gercht ist, das ich gehrt habe.
1Ki 10:8 Selig sind die Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hren.
1Ki 10:9 Gelobt sei der HErr, dein Gott, der zu dir Lust hat, dass er dich auf den Stuhl Israels gesetzt hat; darum dass der HErr Israel liebhat ewiglich, hat er dich zum Knig gesetzt, dass du Gericht und Recht haltest.
1Ki 10:10 Und sie gab dem Knig hundertzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelgestein. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die Knigin von Reicharabien dem Knig Salomo gab.
1Ki 10:11 Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir fhrten, brachten sehr viel Sandelholz und Edelgestein.
1Ki 10:12 Und der Knig lie machen von Sandelholz Pfeiler im Hause des HErrn und im Hause des Knigs und Harfen und Psalter fr die Snger. Es kam nicht mehr solch Sandelholz, ward auch nicht mehr gesehen bis auf diesen Tag.
1Ki 10:13 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Reicharabien alles, was sie begehrte und bat, auer was er ihr von selbst gab. Und sie wandte sich und zog in ihr Land samt ihren Knechten.
1Ki 10:14 Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr bekam, war am Gewicht sechshundertsechsundsechzig Zentner,
1Ki 10:15 auer was von den Krmern und dem Handel der Kaufleute und von allen Knigen Arabiens und von den Landpflegern kam.
1Ki 10:16 Und der Knig Salomo lie machen zweihundert Schilde vom besten Gold, sechshundert Lot tat er zu einem Schild,
1Ki 10:17 und dreihundert Tartschen vom besten Gold, je drei Pfund Gold zu einer Tartsche. Und der Knig tat sie in das Haus am Wald Libanon.
1Ki 10:18 Und der Knig machte einen groen Stuhl von Elfenbein und berzog ihn mit dem edelsten Golde.
1Ki 10:19 Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt hinten am Stuhl war rund, und waren Lehnen auf beiden Seiten um den Sitz, und zwei Lwen standen an den Lehnen.
1Ki 10:20 Und zwlf Lwen standen auf den sechs Stufen auf beiden Seiten. Solches ist nie gemacht in allen Knigreichen.
1Ki 10:21 Alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren golden, und alle Gefe im Hause vom Wald Libanon waren auch lauter Gold; denn das Silber achtete man zu den Zeiten Salomos fr nichts.
1Ki 10:22 Denn die Meerschiffe des Knigs, die auf dem Meer mit den Schiffen Hirams fuhren, kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
1Ki 10:23 Also ward der Knig Salomo grer an Reichtum und Weisheit denn alle Knige auf Erden.
1Ki 10:24 Und alle Welt begehrte Salomo zu sehen, dass sie die Weisheit hrten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
1Ki 10:25 Und jedermann brachte ihm Geschenke  silberne und goldene Gerte, Kleider und Waffen, Wrze, Rosse, Maultiere  jhrlich.
1Ki 10:26 Und Salomo brachte zuhauf Wagen und Reiter, dass er hatte tausend und vierhundert Wagen und zwlftausend Reiter, und legte sie in die Wagenstdte und zum Knig nach Jerusalem.
1Ki 10:27 Und der Knig machte, dass des Silbers zu Jerusalem so viel war wie die Steine, und Zedernholz so viel wie die wilden Feigenbume in den Grnden
1Ki 10:28 Und man brachte dem Salomo Pferde aus gypten und allerlei Ware; und die Kaufleute des Knigs kauften diese Ware
1Ki 10:29 und brachten's aus gypten heraus, je einen Wagen um sechshundert Silberlinge und ein Pferd um hundertfnfzig. Also brachte man sie auch allen Knigen der Hethiter und den Knigen von Syrien durch ihre Hand.
1Ki 11:1 Aber der Knig Salomo liebte viel auslndische Weiber: Die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hethitische,
1Ki 11:2 von solchen Vlkern, davon der HErr gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiss eure Herzen neigen ihren Gttern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe.
1Ki 11:3 Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.
1Ki 11:4 Und da er nun alt war, neigten seine Weiber sein Herz den fremden Gttern nach, dass sein Herz nicht ganz war mit dem HErrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
1Ki 11:5 Also wandelte Salomo Asthoreth, der Gttin derer von Sidon, nach und Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
1Ki 11:6 Und Salomo tat, was dem HErrn bel gefiel, und folgte nicht gnzlich dem HErrn wie sein Vater David.
1Ki 11:7 Da baute Salomo eine Hhe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Moloch, dem Greuel der Ammoniter.
1Ki 11:8 Also tat Salomo allen seinen Weibern, die ihren Gttern rucherten und opferten.
1Ki 11:9 Der HErr aber ward zornig ber Salomo, dass sein Herz von dem HErrn, dem Gott Israels, abgewandt war, der ihm zweimal erschienen war
1Ki 11:10 und ihm solches geboten hatte, dass er nicht andern Gttern nachwandelte, und dass er doch nicht gehalten hatte, was ihm der HErr geboten hatte.
1Ki 11:11 Darum sprach der HErr zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist, und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Knigreich von dir reien und deinem Knecht geben.
1Ki 11:12 Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun um deines Vaters David willen; sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reien.
1Ki 11:13 Doch ich will nicht das ganze Reich abreien; einen Stamm will ich deinem Sohn geben um Davids willen, meines Knechtes, und um Jerusalems willen, das ich erwhlt habe.
1Ki 11:14 Und der HErr erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, vom kniglichen Geschlecht in Edom.
1Ki 11:15 Denn da David in Edom war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die Erschlagenen zu begraben, schlug er was ein Mannsbild war in Edom.
1Ki 11:16 (Denn Joab blieb sechs Monate daselbst und das ganze Israel, bis er ausrottete alles, was ein Mannsbild war in Edom.)
1Ki 11:17 Da floh Hadad und mit ihm etliche Mnner der Edomiter von seines Vaters Knechten, dass sie nach gypten kmen; Hadad aber war ein junger Knabe.
1Ki 11:18 Und sie machten sich auf von Midian und kamen gen Pharan und nahmen Leute mit sich aus Pharan und kamen nach gypten zu Pharao, dem Knig in gypten; der gab ihm ein Haus und Nahrung und wies ihm ein Land an.
1Ki 11:19 Und Hadad fand groe Gnade vor dem Pharao, dass er ihm auch seines Weibes Thachpenes, der Knigin, Schwester zum Weibe gab.
1Ki 11:20 Und die Schwester der Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn; und Thachpenes zog ihn auf im Hause Pharaos, dass Genubath war im Hause Pharaos unter den Kindern Pharaos.
1Ki 11:21 Da nun Hadad hrte in gypten, dass David entschlafen war mit seinen Vtern und dass Joab, der Feldhauptmann, tot war, sprach er zu Pharao: Lass mich in mein Land ziehen!
1Ki 11:22 Pharao sprach zu ihm: Was fehlt dir bei mir, dass du willst in dein Land ziehen? Er sprach: Nichts; aber lass mich ziehen!
1Ki 11:23 Auch erweckte Gott ihm einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadadeser, dem Knig zu Zoba, geflohen war,
1Ki 11:24 und sammelte wider ihn Mnner und ward ein Hauptmann der Kriegsknechte, da sie David erwrgte; und sie zogen gen Damaskus und wohnten daselbst und regierten zu Damaskus.
1Ki 11:25 Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem Schaden, den Hadad tat; und Reson hatte einen Hass wider Israel und ward Knig ber Syrien.
1Ki 11:26 Dazu Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zereda, Salomos Knecht (und seine Mutter hie Zeruga, eine Witwe), der hob auch die Hand auf wider den Knig.
1Ki 11:27 Und das ist die Sache, darum er die Hand wider den Knig aufhob: da Salomo Millo baute, verschloss er die Lcke an der Stadt Davids, seines Vaters.
1Ki 11:28 Und Jerobeam war ein streitbarer Mann. Und da Salomo sah, dass der Jngling tchtig war, setzte er ihn ber alle Lastarbeit des Hauses Joseph.
1Ki 11:29 Es begab sich aber zu der Zeit, dass Jerobeam ausging von Jerusalem, und es traf ihn der Prophet Ahia von Silo auf dem Wege und hatte einen Mantel an, und waren beide allein im Felde.
1Ki 11:30 Und Ahia fasste den neuen Mantel, den er anhatte, und riss ihn in zwlf Stcke
1Ki 11:31 und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stcke zu dir! Denn so spricht der HErr, der Gott Israels: Siehe, ich will das Knigreich von der Hand Salomos reien und dir zehn Stmme geben,
1Ki 11:32 einen Stamm soll er haben um meines Knechtes David willen und um der Stadt Jerusalem willen, die ich erwhlt habe aus allen Stmmen Israels,
1Ki 11:33 darum dass sie mich verlassen und angebetet haben Asthoreth, die Gttin der Sidonier, Kamos, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Kinder Ammon, und nicht gewandelt haben in meinen Wegen, dass sie tten, was mir wohl gefllt, meine Gebote und Rechte, wie David, sein Vater.
1Ki 11:34 Ich will aber nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen; sondern ich will ihn zum Frsten machen sein Leben lang um Davids, meines Knechtes, willen, den ich erwhlt habe, der meine Gebote und Rechte gehalten hat.
1Ki 11:35 Aus der Hand seines Sohnes will ich das Knigreich nehmen und will dir zehn Stmme
1Ki 11:36 und seinem Sohn einen Stamm geben, auf dass David, mein Knecht, vor mir eine Leuchte habe allewege in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwhlt habe, dass ich meinen Namen dahin stellte.
1Ki 11:37 So will ich nun dich nehmen, dass du regierest ber alles, was dein Herz begehrt, und sollst Knig sein ber Israel.
1Ki 11:38 Wirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefllt, dass du haltest meine Rechte und Gebote, wie mein Knecht David getan hat: so will ich mit dir sein und dir ein bestndiges Haus bauen, wie ich David gebaut habe, und will dir Israel geben
1Ki 11:39 und will den Samen Davids um deswillen demtigen, doch nicht ewiglich.
1Ki 11:40 Salomo aber trachtete, Jerobeam zu tten. Da machte sich Jerobeam auf und floh nach gypten zu Sisak, dem Knig in gypten, und blieb in gypten, bis dass Salomo starb.
1Ki 11:41 Was mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, das ist geschrieben in der Chronik von Salomo.
1Ki 11:42 Die Zeit aber, die Salomo Knig war zu Jerusalem ber ganz Israel, ist vierzig Jahre.
1Ki 11:43 Und Salomo entschlief mit seinen Vtern und ward begraben in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam ward Knig an seiner Statt.
1Ki 12:1 Und Rehabeam zog gen Sichem; denn das ganze Israel war gen Sichem gekommen, ihn zum Knig zu machen.
1Ki 12:2 Und Jerobeam, der Sohn Nebats, hrte das, da er noch in gypten war, dahin er vor dem Knig Salomo geflohen war, und blieb in gypten.
1Ki 12:3 Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Und Jerobeam samt der ganzen Gemeinde Israel kamen und redeten mit Rehabeam und sprachen:
1Ki 12:4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so wollen wir dir untertnig sein.
1Ki 12:5 Er aber sprach zu ihnen: Gehet hin bis an den dritten Tag, dann kommt wieder zu mir. Und das Volk ging hin.
1Ki 12:6 Und der Knig Rehabeam hielt einen Rat mit den ltesten, die vor seinem Vater Salomo standen, da er lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass wir diesem Volk eine Antwort geben?
1Ki 12:7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und ihnen zu Willen sein und sie erhren und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertnig sein dein Leben lang.
1Ki 12:8 Aber er lie auer acht der ltesten Rat, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen.
1Ki 12:9 Und er sprach zu Ihnen: Was ratet ihr, dass wir antworten diesem Volk, die zu mir gesagt haben: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns gelegt hat?
1Ki 12:10 Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mache du es uns leichter, also sagen: Mein kleinster Finger soll dicker sein denn meines Vaters Lenden.
1Ki 12:11 Nun, mein Vater hat auf euch ein schweres Joch geladen; ich aber will des noch mehr ber euch machen: Mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtigt; ich will euch mit Skorpionen zchtigen.
1Ki 12:12 Also kam Jerobeam samt dem ganzen Volk zu Rehabeam am dritten Tage, wie der Knig gesagt hatte und gesprochen: Kommt wieder zu mir am dritten Tage.
1Ki 12:13 Und der Knig gab dem Volk eine harte Antwort und lie auer acht den Rat, den ihm die ltesten gegeben hatten,
1Ki 12:14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht; ich aber will des noch mehr ber euch machen: Mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtigt; ich aber will euch mit Skorpionen zchtigen.
1Ki 12:15 Also gehorchte der Knig dem Volk nicht; denn es war also abgewandt von dem HErrn, auf dass er sein Wort bekrftigte, das er durch Ahia von Silo geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
1Ki 12:16 Da aber das ganze Israel sah, dass der Knig nicht auf sie hren wollte, gab das Volk dem Knig eine Antwort und sprach: Was haben wir fr Teil an David oder Erbe am Sohn Isais? Israel, hebe dich zu deinen Htten! So, siehe nun du zu deinem Hause, David! Also ging Israel in seine Htten,
1Ki 12:17 dass Rehabeam regierte nur ber die Kinder Israel, die in den Stdten Judas wohnten.
1Ki 12:18 Und da der Knig Rehabeam hinsandte Adoram, den Rentmeister, warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der Knig Rehabeam stieg stracks auf einen Wagen, dass er flhe gen Jerusalem.
1Ki 12:19 Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.
1Ki 12:20 Da nun ganz Israel hrte, dass Jerobeam war wiedergekommen, sandten sie hin und lieen ihn rufen zu der ganzen Gemeinde und machten ihn zum Knig ber das ganze Israel. Und folgte niemand dem Hause David als der Stamm Juda allein.
1Ki 12:21 Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertundachtzigtausend junge, streitbare Mannschaft, wider das Haus Israel zu streiten und das Knigreich wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos, zu bringen.
1Ki 12:22 Es kam aber Gottes Wort zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach:
1Ki 12:23 Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Knig Judas, und zum ganzen Hause Juda und Benjamin und dem andern Volk und sprich:
1Ki 12:24 So spricht der HErr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und streiten wider eure Brder, die Kinder Israel; jedermann gehe wieder heim; denn solches ist von mir geschehen. Und sie gehorchten dem Wort des HErrn und kehrten um, dass sie hingingen, wie der Herr gesagt hatte.
1Ki 12:25 Jerobeam aber baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim und wohnte darin, und zog von da heraus und baute Pnuel.
1Ki 12:26 Jerobeam aber gedachte in seinem Herzen: Das Knigreich wird nun wieder zum Hause David fallen.
1Ki 12:27 Wenn dies Volk soll hinaufgehen, Opfer zu tun in des HErrn Hause zu Jerusalem, so wird sich das Herz dieses Volkes wenden zu ihrem Herrn Rehabeam, dem Knig Judas, und sie werden mich erwrgen und wieder zu Rehabeam, dem Knig Judas, fallen.
1Ki 12:28 Und der Knig hielt einen Rat und machte zwei goldenen Klber und sprach zu ihnen: es ist euch zuviel, hinauf gen Jerusalem zu gehen; siehe, da sind deine Gtter, Israel, die dich aus gyptenland gefhrt haben.
1Ki 12:29 Und er setzte eins zu Beth-El, und das andere tat er gen Dan.
1Ki 12:30 Und das geriet zur Snde; denn das Volk ging hin vor das eine bis gen Dan.
1Ki 12:31 Er machte auch ein Haus der Hhen und machte Priester aus allem Volk, die nicht von den Kindern Levi waren.
1Ki 12:32 Und er machte ein Fest am fnfzehnten Tage des achten Monats wie das Fest in Juda und opferte auf dem Altar. So tat er zu Beth-El, dass man den Klbern opferte, die er gemacht hatte, und stiftete zu Beth-El die Priester der Hhen, die er gemacht hatte,
1Ki 12:33 und opferte auf dem Altar, den er gemacht hatte zu Beth-El, am fnfzehnten Tage des achten Monats, welchen er aus seinem Herzen erdacht hatte, und machte den Kindern Israel ein Fest und opferte auf dem Altar und rucherte.
1Ki 13:1 Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des HErrn gen Beth-El; und Jerobeam stand bei dem Altar, zu ruchern.
1Ki 13:2 Und er rief wider den Altar durch das Wort des HErrn und sprach: Altar, Altar! so spricht der HErr: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren werden mit Namen Josia; der wird auf dir opfern die Priester der Hhen, die auf dir ruchern, und wir Menschengebeine auf dir verbrennen.
1Ki 13:3 Und er gab des Tages ein Wunderzeichen und sprach: Das ist das Wunderzeichen, dass solches der HErr geredet hat: Siehe der Altar wird reien und die Asche verschttet werden, die darauf ist.
1Ki 13:4 Da aber der Knig das Wort von dem Mann Gottes hrte, der wider den Altar zu Beth-El rief, reckte er seine Hand aus bei dem Altar und sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er wider ihn ausgereckt hatte, und er konnte sie nicht wieder zu sich ziehen.
1Ki 13:5 Und der Altar riss, und die Asche ward verschttet vom Altar nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte durch das Wort des HErrn.
1Ki 13:6 Und der Knig hob an und sprach zu dem Mann Gottes: Bitte das Angesicht des Herrn, deines Gottes, und bitte fr mich, dass meine Hand wieder zu mir komme. Da bat der Mann Gottes das Angesicht des HErrn; und dem Knig ward seine Hand wieder zu ihm gebracht und ward, wie sie zuvor war.
1Ki 13:7 Und der Knig redete mit dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und labe dich, ich will dir ein Geschenk geben.
1Ki 13:8 Aber der Mann Gottes sprach zum Knig: Wenn du mir auch dein halbes Haus gbst, so kme ich doch nicht mit dir; denn ich will an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser trinken.
1Ki 13:9 Denn also ist mir geboten durch des HErrn Wort und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder den Weg kommen, den du gegangen bist.
1Ki 13:10 Und er ging weg einen andern Weg und kam nicht wieder den Weg, den er gen Beth-El gekommen war.
1Ki 13:11 Es wohnte aber ein alter Prophet zu Beth-El; zu dem kamen seine Shne und erzhlten ihm alle Werke, dir der Mann Gottes getan hatte des Tages zu Beth-El, und die Worte, die er zum Knig geredet hatte.
1Ki 13:12 Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg, den er gezogen ist? Und seine Shne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen war, der von Juda gekommen war.
1Ki 13:13 Er aber sprach zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! und da sie ihm den Esel sattelten, ritt er darauf
1Ki 13:14 und zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzen und sprach: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach: Ja.
1Ki 13:15 Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und iss Brot.
1Ki 13:16 Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen; ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem Ort.
1Ki 13:17 Denn es ist mit mir geredet worden durch das Wort des HErrn: Du sollst daselbst weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht wieder den Weg gehen, den du gegangen bist.
1Ki 13:18 Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat mit mir geredet durch des HErrn Wort und gesagt: Fhre ihn wieder mit dir heim, dass er Brot esse und Wasser trinke. Er log ihm aber
1Ki 13:19 und fhrte ihn wieder zurck, dass er Brot a und Wasser trank in seinem Hause.
1Ki 13:20 Und da sie zu Tisch saen, kam das Wort des HErrn zu dem Propheten, der ihn wieder zurckgefhrt hatte;
1Ki 13:21 und er rief dem Mann Gottes zu, der da von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der HErr: Darum dass du dem Munde des HErrn bist ungehorsam gewesen und hast nicht gehalten das Gebot, das dir der HErr, dein Gott, geboten hat,
1Ki 13:22 und bist umgekehrt, hast Brot gegessen und Wasser getrunken an dem Ort, davon ich dir sagte: Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in deiner Vter Grab kommen.
1Ki 13:23 Und nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, sattelte man den Esel dem Propheten, den er wieder zurckgefhrt hatte.
1Ki 13:24 Und da er wegzog, fand ihn ein Lwe auf dem Wege und ttete ihn; und sein Leichnam lag geworfen in dem Wege, und der Esel stand neben ihm und der Lwe stand neben dem Leichnam.
1Ki 13:25 Und da Leute vorbergingen, sahen sie den Leichnam in den Weg geworfen und den Lwen bei dem Leichnam stehen, und kamen und sagten es in der Stadt, darin der alte Prophet wohnte.
1Ki 13:26 Da das der Prophet hrte, der ihn wieder zurckgefhrt hatte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Munde des HErrn ist ungehorsam gewesen. Darum hat ihn der HErr dem Lwen gegeben; der hat ihn zerrissen und gettet nach dem Wort, das ihm der HErr gesagt hat.
1Ki 13:27 Und er sprach zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Und da sie ihn gesattelt hatten,
1Ki 13:28 zog er hin und fand seinen Leichnam in den Weg geworfen und den Esel und den Lwen neben dem Leichnam stehen. Der Lwe hatte nichts gefressen vom Leichnam und den Esel nicht zerrissen.
1Ki 13:29 Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und fhrte ihn wieder zurck und kam in die Stadt des alten Propheten, dass sie ihn beklagten und begrben.
1Ki 13:30 Und er legte den Leichnam in sein Grab; und sie beklagten ihn: Ach, Bruder!
1Ki 13:31 Und da sie ihn begraben hatten, sprach er zu seinen Shnen: Wenn ich sterbe, so begrabt mich in dem Grabe, darin der Mann Gottes begraben ist, und legt mein Gebein neben sein Gebein.
1Ki 13:32 Denn es wird geschehen was er geschrieen hat wider den Altar zu Beth-El durch das Wort des HErrn und wider alle Huser der Hhen, die in den Stdten Samarias sind.
1Ki 13:33 Aber nach dieser Geschichte kehrte sich Jerobeam nicht von seinem bsen Wege, sondern machte Priester der Hhen aus allem Volk. Zu wem er Lust hatte, dessen Hand fllte er, und der ward Priester der Hhen.
1Ki 13:34 Und dies geriet zu Snde dem Hause Jerobeam, dass es verderbt und von der Erde vertilgt ward.
1Ki 14:1 Zu der Zeit war Abia, der Sohn Jerobeams, krank.
1Ki 14:2 Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich auf und verstelle dich, dass niemand merke, dass du Jerobeams Weib bist, und gehe hin gen Silo; siehe, daselbst ist der Prophet Ahia, der mit mir geredet hat, dass ich sollte Knig sein ber dies Volk.
1Ki 14:3 Und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug mit Honig und komm zu ihm, dass er dir sage, wie es dem Knaben gehen wird.
1Ki 14:4 Und das Weib Jerobeams tat also und machte sich auf und ging hin gen Silo und kam in das Haus Ahias. Ahia aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren starr vor Alter.
1Ki 14:5 Aber der HErr sprach zu Ahia: Siehe, das Weib Jerobeams kommt, dass sie von dir eine Sache frage um ihren Sohn; denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so. Da sie nun hineinkam, stellte sie sich fremd.
1Ki 14:6 Als aber Ahia hrte das Rauschen ihrer Fe zur Tr hineingehen, sprach er: Komm herein, du Weib Jerobeams! Warum stellst du dich so fremd? Ich bin zu dir gesandt als ein harter Bote.
1Ki 14:7 Gehe hin und sage Jerobeam: So spricht der HErr, der Gott Israels: Ich habe dich erhoben aus dem Volk und zum Frsten ber mein Volk Israel gesetzt
1Ki 14:8 und habe das Knigreich von Davids Haus gerissen und dir gegeben. Du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote hielt und wandelte mir nach von ganzem Herzen, dass er tat, was mir wohl gefiel,
1Ki 14:9 und hast bel getan ber alle, die vor dir gewesen sind, bist hingegangen und hast dir andere Gtter gemacht und gegossene Bilder, dass du mich zum Zorn reizest, und hast mich hinter deinen Rcken geworfen.
1Ki 14:10 Darum siehe, ich will Unglck ber das Haus Jerobeam fhren und ausrotten von Jerobeam alles, was mnnlich ist, den Verschlossenen und Verlassenen in Israel, und will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz mit ihm aus sei.
1Ki 14:11 Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel des Himmels fressen; denn der HErr hat's geredet.
1Ki 14:12 So mache dich nun auf und gehe heim; und wenn dein Fu zur Stadt eintritt, wird das Kind sterben.
1Ki 14:13 Und es wird ihn das ganze Israel beklagen, und werden ihn begraben; denn dieser allein von Jerobeam wird zu Grabe kommen, darum dass etwas Gutes an ihm erfunden ist vor dem HErrn, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams.
1Ki 14:14 Der HErr aber wird sich einen Knig ber Israel erwecken, der wird das Haus Jerobeams ausrotten an dem Tage. Und was ist's, das schon jetzt geschieht!
1Ki 14:15 Und der HErr wird Israel schlagen, gleich wie das Rohr im Wasser bewegt wird, und wird Israel ausreien aus diesem guten Lande, dass er ihren Vtern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseit des Stromes, darum dass sie ihre Ascherahbilder gemacht haben, den HErrn zu erzrnen.
1Ki 14:16 Und er wird Israel bergeben um der Snden willen Jerobeams, der da gesndigt hat und Israel hat sndigen gemacht.
1Ki 14:17 Und das Weib Jerobeams machte sich auf, ging hin und kam gen Thirza. Und da sie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe.
1Ki 14:18 Und sie begruben ihn und ganz Israel beklagte ihn nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia, den Propheten.
1Ki 14:19 Was mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er gestritten und regiert hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 14:20 Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, sind zweiundzwanzig Jahre; und er entschlief mit seinen Vtern, und sein Sohn Nadab ward Knig an seiner Statt.
1Ki 14:21 So war Rehabeam, der Sohn Salomos, Knig in Juda. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, da er Knig ward, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der HErr erwhlt hatte aus allen Stmmen Israels, dass er seinen Namen dahin stellte. Seine Mutter hie Naema, eine Ammonitin.
1Ki 14:22 Und Juda tat, was dem HErrn bel gefiel, und sie reizten ihn zum Eifer mehr denn alles, das ihre Vter getan hatten mit ihren Snden, die sie taten.
1Ki 14:23 Denn sie bauten auch Hhen, Sulen und Ascherahbilder auf allen hohen Hgeln und unter allen grnen Bumen.
1Ki 14:24 Es waren auch Hurer im Lande; und sie taten alle Greuel der Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
1Ki 14:25 Aber im fnften Jahr des Knigs Rehabeam zog Sisak, der Knig in gypten, herauf wider Jerusalem
1Ki 14:26 und nahm die Schtze aus dem Hause des HErrn und aus dem Hause des Knigs und alles, was zu nehmen war, und nahm alle goldenen Schilde, die Salomo hatte lassen machen;
1Ki 14:27 an deren Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und befahl sie unter die Hand der obersten Trabanten, die die Tr hteten am Hause des Knigs.
1Ki 14:28 Und so oft der Knig in das Haus des HErrn ging, trugen sie die Trabanten und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer.
1Ki 14:29 Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist und alles was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
1Ki 14:30 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.
1Ki 14:31 Und Rehabeam entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen Vtern in der Stadt Davids. Und seine Mutter hie Naema, eine Ammonitin. Und sein Sohn Abiam ward Knig an seiner Statt.
1Ki 15:1 Im achtzehnten Jahr des Knigs Jerobeam, des Sohnes Nebats, ward Abiam Knig in Juda,
1Ki 15:2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Maacha, eine Tochter Abisaloms.
1Ki 15:3 Und er wandelte in allen Snden seines Vaters, die er vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht rechtschaffen an dem HErrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
1Ki 15:4 Denn um Davids willen gab der HErr, sein Gott, ihm eine Leuchte zu Jerusalem, dass er seinen Sohn nach ihn erweckte und Jerusalem erhielt,
1Ki 15:5 darum dass David getan hatte, was dem HErrn wohl gefiel, und nicht gewichen war von allem, was er ihm gebot sein Leben lang, auer dem Handel mit Uria, dem Hethiter.
1Ki 15:6 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam sein Leben lang.
1Ki 15:7 Was aber mehr von Abiam zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas. Es war aber Krieg zwischen Abiam und Jerobeam.
1Ki 15:8 Und Abiam entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1Ki 15:9 Im zwanzigsten Jahr des Knigs Jerobeam ber Israel ward Asa Knig in Juda,
1Ki 15:10 und regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Maacha, eine Tochter Abisaloms.
1Ki 15:11 Und Asa tat was dem HErrn wohl gefiel, wie sein Vater David,
1Ki 15:12 und tat die Hurer aus dem Lande und tat ab alle Gtzen, die seine Vter gemacht hatten.
1Ki 15:13 Dazu setzte er auch sein Mutter Maacha ab, dass sie nicht mehr Herrin war, weil sie ein Greuelbild gemacht hatte der Ascherah. Und Asa rottete aus ihr Greuelbild und verbrannte es am Bach Kidron.
1Ki 15:14 Aber die Hhen taten sie nicht ab. Doch war das Herz Asas rechtschaffen an dem HErrn sein Leben lang.
1Ki 15:15 Und das Silber und Gold und Gef, das sein Vater geheiligt hatte, und was von ihm selbst geheiligt war, brachte er ein zum Hause des HErrn.
1Ki 15:16 Und es war ein Streit zwischen Asa und Baesa, dem Knig Israels, ihr Leben lang.
1Ki 15:17 Basea aber, der Knig Israels, zog herauf wider Juda und baute Rama, dass niemand sollte aus und ein ziehen auf Asas Seite, des Knigs Judas.
1Ki 15:18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das brig war im Schatz des Hauses des HErrn und im Schatz des Hauses des Knigs, und gab's in seiner Knechte Hnde und sandte sie zu Benhadad, dem Sohn Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem Knig zu Syrien, der zu Damaskus wohnte, und lie ihm sagen:
1Ki 15:19 Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold, dass du fahren lassest den Bund, den du mit Baesa, dem Knig Israels, hast, dass er von mir abziehe.
1Ki 15:20 Benhadad gehorchte dem Knig Asa und sandte seine Hauptleute wider die Stdte Israels und schlug Ijon und Dan und Abel-Beth-Maacha, das ganze Kinneroth samt dem Lande Naphthali.
1Ki 15:21 Da das Baesa hrte, lie er ab zu bauen Rama und zog wieder gen Thirza.
1Ki 15:22 Der Knig Asa aber bot auf das ganze Juda, niemand ausgenommen, und sie nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Baesa gebaut hatte; und der Knig Asa baute damit Geba-Benjamin und Mizpa.
1Ki 15:23 Was aber mehr von Asa zu sagen ist und alle seine Macht und alles, was er getan hat, und die Stdte, die er gebaut hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas. Nur war er in seinem Alter an seinen Fen krank.
1Ki 15:24 Und Asa entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1Ki 15:25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward Knig ber Israel im zweiten Jahr Asas, des Knigs Judas, und regierte ber Israel zwei Jahre
1Ki 15:26 und tat, was dem HErrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege seines Vaters und in seiner Snde, durch die er Israel hatte sndigen gemacht.
1Ki 15:27 Aber Baesa, der Sohn Ahias, aus dem Hause Isaschar, machte einen Bund wider ihn und erschlug ihn zu Gibbethon, welches den Philistern gehrt. Denn Nadab und das ganze Israel belagerten Gibbethon.
1Ki 15:28 Also ttete ihn Baesa im dritten Jahr Asas, des Knigs Judas, und ward Knig an seiner Statt.
1Ki 15:29 Als er nun Knig war, schlug er das ganze Haus Jerobeam und lie nichts brig, was Odem hatte, von Jerobeam, bis er ihn vertilgte, nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia von Silo
1Ki 15:30 um der Snden willen Jerobeam, die er tat und durch die er Israel sndigen machte, mit dem Reizen, durch das er den HErrn, den Gott Israels, erzrnte.
1Ki 15:31 Was aber mehr von Nadab zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 15:32 Und es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem Knig Israels, ihr Leben lang.
1Ki 15:33 Im dritten Jahr Asas, des Knigs Judas, ward Baesa, der Sohn Ahias, Knig ber das ganze Israel zu Thirza vierundzwanzig Jahre;
1Ki 15:34 und tat, was dem HErrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner Snde, durch die er Israel hatte sndigen gemacht.
1Ki 16:1 Es kam aber das Wort des HErrn zu Jehu, dem Sohn Hananis, wider Baesa und sprach:
1Ki 16:2 Darum dass ich dich aus dem Staub erhoben habe und zum Frsten gemacht habe ber mein Volk Israel und du wandelst in dem Wege Jerobeams und machst mein Volk Israel sndigen, dass du mich erzrnst durch ihre Snden,
1Ki 16:3 siehe, so will ich die Nachkommen Baesas und die Nachkommen seines Hauses wegnehmen und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats.
1Ki 16:4 Wer von Baesa stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer von ihm stirbt auf dem Felde, den sollen die Vgel des Himmels fressen.
1Ki 16:5 Was aber mehr von Baesa zu sagen ist und was er getan hat, und seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 16:6 Und Baesa entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Thirza. Und sein Sohn Ela ward Knig an seiner Statt.
1Ki 16:7 Auch kam das Wort des HErrn durch den Propheten Jehu, den Sohn Hananis, ber Baesa und ber sein Haus und wider alles bel, das er tat vor dem HErrn, ihn zu erzrnen durch die Werke seiner Hnde, dass es wrde wie das Haus Jerobeam, und darum dass er dieses geschlagen hatte.
1Ki 16:8 Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Knigs Judas, ward Ela, der Sohn Baesas, Knig ber Israel zu Thirza zwei Jahre.
1Ki 16:9 Aber sein Knecht Simri, der Oberste ber die Hlfte der Wagen, machte einen Bund wider ihn. Er war aber zu Thirza, trank und war trunken im Hause Arzas, des Vogts zu Thirza.
1Ki 16:10 Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Knigs Judas, und ward Knig an seiner Statt.
1Ki 16:11 Und da er Knig war und auf seinem Stuhl sa, schlug er das ganze Haus Baesas, und lie nichts brig, was mnnlich war, dazu seine Erben und seine Freunde.
1Ki 16:12 Also vertilgte Simri das ganze Haus Baesa nach dem Wort des Herrn, das er ber Baesa geredet hatte durch den Propheten Jehu,
1Ki 16:13 um aller Snden willen Baesas und seines Sohnes Ela, die sie taten und durch die sie Israel sndigen machten, den HErrn, den Gott Israels, zu erzrnen durch ihr Abgtterei.
1Ki 16:14 Was aber mehr von Ela zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 16:15 Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Knigs Judas, ward Simri Knig sieben Tage zu Thirza. Und das Volk lag vor Gibbethon der Philister.
1Ki 16:16 Da aber das Volk im Lager hrte sagen, dass Simri einen Bund gemacht und auch den Knig erschlagen htte, da machte das ganze Israel desselben Tages Omri, den Feldhauptmann, zum Knig ber Israel im Lager.
1Ki 16:17 Und Omri zog herauf und das ganze Israel mit ihm von Gibbethon und belagerten Thirza.
1Ki 16:18 Da aber Simri sah, dass die Stadt wrde gewonnen werden, ging er in den Palast im Hause des Knigs und verbrannte sich mit dem Hause des Knigs und starb
1Ki 16:19 um seiner Snden willen, die er getan hatte, dass er tat, was dem HErrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und seiner Snde, die er tat, dass er Israel sndigen machte.
1Ki 16:20 Was aber mehr von Simri zu sagen ist und wie er seinen Bund machte, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 16:21 Dazumal teilte sich das Volk Israel in zwei Teile. Eine Hlfte hing an Thibni, dem Sohn Ginaths, dass sie ihn zum Knig machten; die andere Hlfte aber hing an Omri.
1Ki 16:22 Aber das Volk, das an Omri hing, ward strker denn das Volk, das an Thibni hing, dem Sohn Ginaths. Und Thibni starb; da ward Omri Knig.
1Ki 16:23 Im einunddreiigsten Jahr Asas, des Knigs Judas, ward Omri Knig ber Israel zwlf Jahre, und regierte zu Thirza sechs Jahre.
1Ki 16:24 Er kaufte den Berg Samaria von Semer um zwei Zentner Silber und baute auf den Berg und hie die Stadt, die er baute, nach dem Namen Semers, des Berges Herr, Samaria.
1Ki 16:25 Und Omri tat, was dem HErrn bel gefiel und war rger denn alle, die vor ihm gewesen waren,
1Ki 16:26 und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seinen Snden, durch die er Israel sndigen machte, dass sie den HErrn, den Gott Israels, erzrnten in ihrer Abgtterei.
1Ki 16:27 Was aber mehr von Omri zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Macht, die er gebt hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 16:28 Und Omri entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Samaria. Und Ahab, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1Ki 16:29 Im achunddreiigsten Jahr Asas, des Knigs Judas, ward Ahab, der Sohn Omris, Knig ber Israel, und regierte ber Israel zu Samaria zweiundzwanzig Jahre
1Ki 16:30 und tat was dem HErrn bel, gefiel, ber alle, die vor ihm gewesen waren.
1Ki 16:31 Und es war ihm ein Geringes, dass er wandelte in der Snde Jerobeams, des Sohnes Nebats, und nahm dazu Isebel, die Tochter Ethbaals, des Knigs zu Sidon, zum Weibe und ging hin und diente Baal und betete ihn an
1Ki 16:32 und richtete Baal einen Altar auf im Hause Baals, das er baute zu Samaria,
1Ki 16:33 und machte ein Ascherabild; dass Ahab mehr tat, den HErrn, den Gott Israels, zu erzrnen, denn alle Knige Israels, die vor ihm gewesen waren.
1Ki 16:34 Zur selben Zeit baute Hiel von Beth-El Jericho. Es kostete ihn seinen ersten Sohn Abiram, da er den Grund legte, und den jngsten Sohn Segub, da er die Tren setzte, nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch Josua, den Sohn Nuns.
1Ki 17:1 Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Brgern Gileads, zu Ahab: So wahr der HErr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
1Ki 17:2 Und das Wort des HErrn kam zu ihm und sprach:
1Ki 17:3 Gehe weg von hinnen und wende dich gegen Morgen und verbirg dich am Bach Krith, der gegen den Jordan fliet;
1Ki 17:4 und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, dass sie dich daselbst sollen versorgen.
1Ki 17:5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HErrn und ging weg und setzte sich am Bach Krith, der gegen den Jordan fliet.
1Ki 17:6 Und die Raben brachten ihm das Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank vom Bach.
1Ki 17:7 Und es geschah nach etlicher Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.
1Ki 17:8 Da kam das Wort des HErrn zu ihm und sprach:
1Ki 17:9 Mache dich auf und gehe gen Zarpath, welches bei Sidon liegt, und bleibe daselbst; denn ich habe einer Witwe geboten, dass sie dich versorge.
1Ki 17:10 Und er machte sich auf und ging gen Zarpath. Und da er kam an das Tor der Stadt, siehe, da war eine Witwe und las Holz auf. Und er rief ihr und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gef, dass ich trinke!
1Ki 17:11 Da sie aber hinging, zu holen, rief er ihr und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!
1Ki 17:12 Sie sprach: So wahr der HErr, dein Gott, lebt, ich habe nichts gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Kad und ein wenig l im Krug. Und siehe, ich habe ein Holz oder zwei aufgelesen und gehe hinein und will mir und meinem Sohn zurichten, dass wir essen und sterben.
1Ki 17:13 Elia sprach zu ihr: Frchte dich nicht! Gehe hin und mach's, wie du gesagt hast. Doch mache mir am ersten ein kleines Gebackenes davon und bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du darnach auch machen.
1Ki 17:14 Denn also spricht der HErr, der Gott Israels: Das Mehl im Kad soll nicht verzehrt werden, und dem lkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, da der HErr regnen lassen wird auf Erden.
1Ki 17:15 Sie ging hin und machte, wie Elia gesagt hatte. Und er a und sie auch und ihr Haus eine Zeitlang.
1Ki 17:16 Das Mehl im Kad ward nicht verzehrt, und dem lkrug mangelte nichts nach dem Wort des HErrn, dass er geredet hatte durch Elia.
1Ki 17:17 Und nach diesen Geschichten ward des Weibes, seiner Hauswirtin, Sohn krank, und seine Krankheit war sehr hart, dass kein Odem mehr in ihm blieb.
1Ki 17:18 Und sie sprach zu Elia: Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Bist du zu mir hereingekommen, dass meiner Missetat gedacht und mein Sohn gettet wrde.
1Ki 17:19 Er sprach zu ihr: Gib mir her deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Scho und ging hinauf auf den Sller, da er wohnte, und legte ihn auf sein Bett
1Ki 17:20 und rief den HErrn an und sprach: HErr, mein Gott, hast du auch der Witwe, bei der ich ein Gast bin, so bel getan, dass du ihren Sohn ttetest?
1Ki 17:21 Und er ma sich ber dem Kinde dreimal und rief den HErrn an und sprach: HErr, mein Gott, lass die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!
1Ki 17:22 Und der HErr erhrte die Stimme Elias; und die Seele des Kindes kam wieder zu ihm, und es ward lebendig.
1Ki 17:23 Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Sller ins Haus und gab's seiner Mutter und sprach: Siehe da, dein Sohn lebt!
1Ki 17:24 Und das Weib sprach zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist, und des HErrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit.
1Ki 18:1 Und ber eine lange Zeit kam das Wort des HErrn zu Elia, im dritten Jahr, und sprach: Gehe hin und zeige dich Ahab, dass ich regnen lasse auf Erden.
1Ki 18:2 Und Elia ging hin, dass er sich Ahab zeigte. Es war aber eine groe Teuerung zu Samaria.
1Ki 18:3 Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister. (Obadja aber frchtete den HErrn sehr.
1Ki 18:4 Denn da Isebel die Propheten des HErrn ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in Hhlen, hier fnfzig und da fnfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser.)
1Ki 18:5 So sprach nun Ahab zu Obadja: Zieh durchs Land zu allen Wasserbrunnen und Bchen, ob wir mchten Heu finden und die Rosse und Maultiere erhalten, dass nicht das Vieh alles umkomme.
1Ki 18:6 Und sie teilten sich ins Land, dass sie es durchzogen. Ahab zog allein auf einem Wege und Obadja auch allein den andern Weg.
1Ki 18:7 Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und er erkannte ihn, fiel auf sein Antlitz und sprach: Bist du nicht mein Herr Elia?
1Ki 18:8 Er sprach: Ja. Gehe hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier!
1Ki 18:9 Er aber sprach: Was habe ich gesndigt, dass du deinen Knecht willst in die Hnde Ahabs geben, dass er mich tte?
1Ki 18:10 So wahr der HErr, dein Gott, lebt, es ist kein Volk noch Knigreich, dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen; und wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem Knigreich und Volk, dass man dich nicht gefunden htte.
1Ki 18:11 Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier!
1Ki 18:12 Wenn ich nun hinginge von dir, so wrde dich der Geist des HErrn wegnehmen, wei nicht, wohin; und wenn ich dann kme und sagte es Ahab an und er fnde dich nicht, so erwrgte er mich. Aber dein Knecht frchtet den HErrn von seiner Jugend auf.
1Ki 18:13 Ist's meinem Herrn nicht angesagt, was ich getan habe, da Isebel die Propheten des HErr erwrgte? dass ich der Propheten des HErrn hundert versteckte, hier fnfzig und da fnfzig, in Hhlen und versorgte sie mit Brot und Wasser?
1Ki 18:14 Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia ist hier! dass er mich erwrge.
1Ki 18:15 Elia sprach: So wahr der HErr Zebaoth lebt, vor dem ich stehe, ich will mich ihm heute zeigen.
1Ki 18:16 Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen.
1Ki 18:17 Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du, der Israel verwirrt?
1Ki 18:18 Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern Du und deines Vaters Haus, damit dass ihr des HErrn Gebote verlassen habt und wandelt Baalim nach.
1Ki 18:19 Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertfnfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen.
1Ki 18:20 Also sandte Ahab hin unter alle Kinder Israel und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel.
1Ki 18:21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Ist der HErr Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.
1Ki 18:22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein briggeblieben als Prophet des HErrn; aber der Propheten Baals sind vierhundertfnfzig Mann.
1Ki 18:23 So gebt uns zwei Farren und lasst sie erwhlen einen Farren und ihn zerstcken und aufs Holz legen und kein Feuer daran legen; so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen.
1Ki 18:24 So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HErrn anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht.
1Ki 18:25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwhlt ihr einen Farren und richtet zu am ersten, denn euer ist viel; und ruft eures Gottes Namen an und legt kein Feuer daran.
1Ki 18:26 Und sie nahmen den Farren, den man ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals vom Morgen bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten.
1Ki 18:27 Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Ruft laut! denn er ist ein Gott; er dichtet oder hat zu schaffen oder ist ber Feld oder schlft vielleicht, dass er aufwache.
1Ki 18:28 Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis dass ihr Blut herabflo.
1Ki 18:29 Da aber Mittag vergangen war, weissagten sie bis um die Zeit, da man Speisopfer tun sollte; und da war keine Stimme noch Antwort noch Aufmerken.
1Ki 18:30 Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HErrn wieder auf, der zerbrochen war,
1Ki 18:31 und nahm zwlf Steine nach der Zahl der Stmme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HErrn redete und sprach: Du sollst Israel heien),
1Ki 18:32 und baute mit den Steinen einen Altar im Namen des HErrn und machte um den Altar her eine Grube, zwei Kornma weit,
1Ki 18:33 und richtete das Holz zu und zerstckte den Farren und legte ihn aufs Holz
1Ki 18:34 und sprach: Holet vier Kad<RF>Ein Kad ist ein Gef mit einem Volumen von etwa 2 Litern.<Rf> Wasser voll und gieet es auf das Brandopfer und aufs Holz! Und sprach: Tut's noch einmal! Und sie taten's noch einmal. Und er sprach: Tut's zum drittenmal! Und sie taten's zum drittenmal.
1Ki 18:35 Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll Wasser.
1Ki 18:36 Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HErr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kund werden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich solches alles nach deinem Wort getan habe!
1Ki 18:37 Erhre mich HErr, erhre mich, dass dies Volk wisse, dass du, HErr, Gott bist, dass du ihr Herz darnach bekehrst!
1Ki 18:38 Da fiel das Feuer des HErrn herab und fra Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube.
1Ki 18:39 Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprach: Der HErr ist Gott, der HErr ist Gott!
1Ki 18:40 Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, dass ihrer keiner entrinne! und sie griffen sie. Und Elia fhrte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
1Ki 18:41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen.
1Ki 18:42 Und da Ahab hinaufzog, zu essen und zu trinken, ging Elia auf des Karmels Spitze und bckte sich zur Erde und tat sein Haupt zwischen seine Kniee
1Ki 18:43 und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schau zum Meer zu! Er ging hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Er sprach: Geh wieder hin siebenmal!
1Ki 18:44 Und beim siebentenmal sprach er: Siehe, es geht eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Er sprach: Geh hinauf und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, dass dich der Regen nicht ergreife!
1Ki 18:45 Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und kam ein groer Regen. Ahab aber fuhr und zog gen Jesreel.
1Ki 18:46 Und die Hand des HErrn kam ber Elia, und er grtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel.
1Ki 19:1 Und Ahab sagte Isebel alles an, was Elia getan hatte und wie er hatte alle Propheten Baals mit dem Schwert erwrgt.
1Ki 19:2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und lie ihm sagen: Die Gtter tun mir dies und das, wo ich nicht morgen um diese Zeit deiner Seele tue wie dieser Seelen einer.
1Ki 19:3 Da er das sah, machte er sich auf und ging hin um seines Lebens willen und kam gen Beer-Seba in Juda und lie seinen Diener daselbst.
1Ki 19:4 Er aber ging hin in die Wste eine Tagereise und kam hinein und setzte sich unter einen Wacholder und bat, dass seine Seele strbe, und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HErr, meine Seele; ich bin nicht besser denn meine Vter.
1Ki 19:5 Und er legte sich und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, ein Engel rhrte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!
1Ki 19:6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Hupten lag ein gerstetes Brot und eine Kanne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
1Ki 19:7 Und der Engel des HErrn kam zum andernmal wieder und rhrte ihn an und sprach: Steh auf und iss! denn du hast einen groen Weg vor dir.
1Ki 19:8 Er stand auf und a und trank und ging durch die Kraft derselben Speise vierzig Tage und vierzig Nchte bis an den Berg Gottes Horeb
1Ki 19:9 und kam daselbst in eine Hhle und blieb daselbst ber Nacht. Und siehe, das Wort des HErrn kam zu ihm und sprach zu ihm: Was machst du hier, Elia?
1Ki 19:10 Er sprach: Ich habe geeifert um den HErrn, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erwrgt, und ich bin allein briggeblieben, und sie stehen darnach, dass sie mir mein Leben nehmen.
1Ki 19:11 Er sprach: Gehe heraus und tritt auf den Berg vor den HErrn! Und siehe, der HErr ging vorber und ein groer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, vor dem HErrn her; der HErr war aber nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der HErr war nicht im Erdbeben.
1Ki 19:12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HErr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
1Ki 19:13 Da das Elia hrte, verhllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tr der Hhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?
1Ki 19:14 Er sprach: Ich habe um den HErrn, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwrgt, und ich bin allein briggeblieben, und sie stehen darnach, dass sie mir das Leben nehmen.
1Ki 19:15 Aber der HErr sprach zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die Wste gen Damaskus und gehe hinein und salbe Hasael zum Knig ber Syrien,
1Ki 19:16 Und Jehu, den Sohn Nimsis, zum Knig ber Israel, und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola, zum Propheten an deiner Statt.
1Ki 19:17 Und es soll geschehen, dass wer dem Schwert Hasaels entrinnt, den soll Jehu tten.
1Ki 19:18 Und ich will briglassen siebentausend in Israel: alle Kniee, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und allen Mund, der ihn nicht geksst hat.
1Ki 19:19 Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, dass er pflgte mit zwlf Jochen vor sich hin; und er war selbst bei dem zwlften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel auf ihn.
1Ki 19:20 Er aber lie die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich meinen Vater und meine Mutter kssen, so will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Gehe hin und komme wieder; bedenke, was ich dir getan habe!
1Ki 19:21 Und er lief wieder von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte es und kochte das Fleisch mit dem Holzwerk an den Rindern und gab's dem Volk, dass sie aen. Und machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.
1Ki 20:1 Und Benhadad, der Knig von Syrien, versammelte alle seine Macht, und waren zweiunddreiig Knige mit ihm und Ross und Wagen, und zog herauf und belagerte Samaria und stritt dawider
1Ki 20:2 und sandte Boten zu Ahab, dem Knig Israels, in die Stadt
1Ki 20:3 und lie ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Weiber und deine besten Kinder sind auch mein.
1Ki 20:4 Der Knig Israels antwortete und sprach: Mein Herr Knig, wie du geredet hast! Ich bin dein und alles, was ich habe.
1Ki 20:5 Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad: Weil ich zu dir gesandt habe und lassen sagen: Dein Silber und dein Gold, deine Weiber und deine Kinder sollst du mir geben,
1Ki 20:6 so will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, dass sie dein Haus und deiner Untertanen Huser durchsuchen; und was dir lieblich ist, sollen sie in ihre Hnde nehmen und wegtragen.
1Ki 20:7 Da rief der Knig Israels alle ltesten des Landes und sprach: Merkt und seht, wie bse er's vornimmt! Er hat zu mir gesandt um meine Weiber und Kinder, Silber und Gold, und ich hab ihm nichts verweigert.
1Ki 20:8 Da sprachen zu ihm alle Alten und das Volk: Du sollst nicht gehorchen noch bewilligen.
1Ki 20:9 Und er sprach zu den Boten Benhadads: Sagt meinem Herrn, dem Knig: Alles, was du am ersten entboten hast, will ich tun; aber dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und sagten solches wieder.
1Ki 20:10 Da sandte Benhadad zu ihm und lie ihm sagen: Die Gtter tun mir dies und das, wo der Staub Samarias genug sein soll, dass alles Volk unter mir eine Handvoll davon bringe.
1Ki 20:11 Aber der Knig Israels antwortete und sprach: Sagt: Der den Harnisch anlegt, soll sich nicht rhmen wie der, der ihn hat abgelegt.
1Ki 20:12 Da das Benhadad hrte und er eben trank mit den Knigen in den Gezelten, sprach er zu seinen Knechten: Schickt euch! Und sie schickten sich wider die Stadt.
1Ki 20:13 Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Knigs Israels, und sprach: So spricht der HErr: Du hast ja gesehen all diesen groen Haufen. Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben, dass du wissen sollst, ich sei der HErr.
1Ki 20:14 Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der HErr: Durch die Leute der Landvgte. Er sprach: Wer soll den Streit anheben? Er sprach: Du.
1Ki 20:15 Da zhlte er die Landvgte, und ihrer waren zweihundertzweiunddreiig, und zhlte nach ihnen das Volk aller Kinder Israel, siebentausend Mann.
1Ki 20:16 Und sie zogen aus am Mittag. Benhadad aber trank und war trunken im Gezelt samt den zweiunddreiig Knigen, die ihm zu Hilfe gekommen waren.
1Ki 20:17 Und die Leute der Landvgte zogen am ersten aus. Benhadad aber sandte aus, und die sagten ihm an und sprachen: Es ziehen Mnner aus Samaria.
1Ki 20:18 Er sprach: Greift sie lebendig, sie seien um Friedens oder um Streit ausgezogen!
1Ki 20:19 Da aber die Leute der Landvgte waren ausgezogen und das Heer ihnen nach,
1Ki 20:20 schlug ein jeglicher, wer ihm vorkam. Und die Syrer flohen und Israel jagte ihnen nach. Und Benhadad, der Knig von Syrien, entrann mit Rossen und Reitern.
1Ki 20:21 Und der Knig Israels zog aus und schlug Ross und Wagen, dass er an den Syrern eine groe Schlacht tat.
1Ki 20:22 Da trat der Prophet zum Knig Israels und sprach zu ihm: Gehe hin und strke dich und merke und siehe, was du tust! Denn der Knig von Syrien wird wider dich heraufziehen, wenn das Jahr um ist.
1Ki 20:23 Denn die Knechte des Knigs von Syrien sprachen zu ihm: Ihre Gtter sind Berggtter; darum haben sie uns berwunden. O dass wir mit ihnen auf der Ebene streiten mssten! Was gilt's, wir wollten sie berwinden!
1Ki 20:24 Tue also: Tue die Knige weg, einen jeglichen an seinen Ort, und stelle die Landpfleger an ihre Sttte
1Ki 20:25 und ordne dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast, und Ross und Wagen, wie jene waren, und lass uns wider sie streiten auf der Ebene. Was gilt's, wir wollen ihnen obliegen! Er gehorchte ihrer Stimme und tat also.
1Ki 20:26 Als nun das Jahr um war, ordnete Benhadad die Syrer und zog herauf gen Aphek, wider Israel zu streiten.
1Ki 20:27 Und die Kinder Israel ordneten sich auch und versorgten sich und zogen hin ihnen entgegen und lagerten sich gegen sie wie zwei kleine Herden Ziegen. Der Syrer aber war das Land voll.
1Ki 20:28 Und es trat der Mann Gottes herzu und sprach zum Knig Israels: So spricht der HErr: Darum dass die Syrer haben gesagt, der HErr sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Grnde, so habe ich all diesen groen Haufen in deine Hand gegeben, dass ihr wisset, ich sei der HErr.
1Ki 20:29 Und sie lagerten sich stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten Tage zogen sie zuhauf in den Streit; und die Kinder Israel schlugen die Syrer hunderttausend Mann Fuvolk auf einen Tag.
1Ki 20:30 Und die brigen flohen gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf die brigen siebenundzwanzigtausend Mann. Und Benhadad floh auch in die Stadt von einer Kammer in die andere.
1Ki 20:31 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe, wir haben gehrt, dass die Knige des Hauses Israel barmherzige Knige sind; so lasst uns Scke um unsre Lenden tun und Stricke um unsre Hupter und zum Knig Israels hinausgehen; vielleicht lsst er deine Seele leben.
1Ki 20:32 Und sie grteten Scke um ihre Lenden und Stricke um ihre Hupter und kamen zum Knig Israels und sprachen: Benhadad, dein Knecht, lsst dir sagen: Lass doch meine Seele leben! Er aber sprach: Lebt er noch, so ist er mein Bruder.
1Ki 20:33 Und die Mnner nahmen eilend das Wort von ihm und deuteten's fr sich und sprachen: Ja dein Bruder Benhadad. Er sprach: Kommt und bringt ihn! Da ging Benhadad zu ihm heraus. Und er lie ihn auf dem Wagen sitzen.
1Ki 20:34 Und Benhadad sprach zu ihm: Die Stdte, die mein Vater deinem Vater genommen hat, will ich dir wiedergeben; und mache dir Gassen zu Damaskus, wie mein Vater zu Samaria getan hat. So will ich (sprach Ahab) mit einem Bund dich ziehen lassen. Und er machte mit ihm einen Bund und lie ihn ziehen.
1Ki 20:35 Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nchsten durch das Wort des HErrn: Schlage mich doch! Er aber weigerte sich, ihn zu schlagen.
1Ki 20:36 Da sprach er zu ihm: Darum dass du der Stimme des HErrn nicht hast gehorcht, siehe, so wird dich ein Lwe schlagen, wenn du von mir gehst. Und da er von ihm abging, fand ihn ein Lwe und schlug ihn.
1Ki 20:37 Und er fand einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! und der Mann schlug ihn wund.
1Ki 20:38 Da ging der Prophet hin und trat zum Knig an den Weg und verstellte sein Angesicht mit einer Binde.
1Ki 20:39 Und da der Knig vorberzog, schrie er den Knig an und sprach: Dein Knecht war ausgezogen mitten in den Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen und brachte einen Mann zu mir und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man ihn wird vermissen, so soll deine Seele anstatt seiner Seele sein, oder du sollst einen Zentner Silber darwgen.
1Ki 20:40 Und da dein Knecht hier und da zu tun hatte, war der nicht mehr da. Der Knig Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urteil; du hast es selbst gefllt.
1Ki 20:41 Da tat er eilend die Binde von seinem Angesicht; und der Knig Israels kannte ihn, dass er der Propheten einer war.
1Ki 20:42 Und er sprach zu ihm: So spricht der HErr: Darum dass du hast den verbannten Mann von dir gelassen, wird deine Seele fr seine Seele sein und dein Volk fr sein Volk.
1Ki 20:43 Aber der Knig Israels zog hin voll Unmuts und zornig in sein Haus und kam gen Samaria.
1Ki 21:1 Nach diesen Geschichten begab sich's, dass Naboth, ein Jesreeliter, einen Weinberg hatte zu Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Knigs zu Samaria.
1Ki 21:2 Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg; ich will mir einen Kohlgarten daraus machen, weil er so nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafr geben, oder, so dir's gefllt, will ich dir Silber dafr geben, soviel er gilt.
1Ki 21:3 Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der HErr fern von mir sein, dass ich dir meiner Vter Erbe sollte geben!
1Ki 21:4 Da kam Ahab heim voll Unmuts und zornig um des Wortes willen, das Naboth, der Jesreeliter, zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Vter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz und a kein Brot.
1Ki 21:5 Da kam zu ihm hinein Isebel, sein Weib, und redete mit ihm: Was ist's, dass du nicht Brot isst?
1Ki 21:6 Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliten, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder, so du Lust dazu hast, will ich dir einen andern dafr geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben.
1Ki 21:7 Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Was wre fr ein Knigreich in Israel, wenn du nicht ttig wrst! Stehe auf und iss Brot und sei guten Muts! Ich will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, verschaffen.
1Ki 21:8 Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte sie zu den ltesten und Obersten in seiner Stadt, die um Naboth wohnten.
1Ki 21:9 Und sie schrieb also in diesen Briefen: Lasst ein Fasten ausschreien und setzt Naboth obenan im Volk
1Ki 21:10 und stellt zwei lose Buben vor ihn, die da Zeugen und sprechen: Du hast Gott und den Knig gelstert! und fhrt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er sterbe.
1Ki 21:11 Und die ltesten und Obersten seiner Stadt, die in seiner Stadt wohnten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte,
1Ki 21:12 und lieen ein Fasten ausschreien und lieen Naboth obenan unter dem Volk sitzen.
1Ki 21:13 Da kamen die zwei losen Buben und stellten sich vor ihn und zeugten wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und den Knig gelstert. Da fhrten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, dass er starb.
1Ki 21:14 Und sie entboten Isebel und lieen ihr sagen: Naboth ist gesteinigt und tot.
1Ki 21:15 Da aber Isebel hrte, dass Naboth gesteinigt und tot war, sprach sie zu Ahab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, welchen er sich weigerte dir um Geld zu geben; denn Naboth lebt nimmer, sondern ist tot.
1Ki 21:16 Da Ahab hrte, dass Naboth tot war, stand er auf, dass er hinabginge zum Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnhme.
1Ki 21:17 Aber das Wort des HErrn kam zu Elia, dem Thisbiter, und sprach:
1Ki 21:18 Mache dich auf und gehe hinab, Ahab, dem Knig Israels, entgegen, der zu Samaria ist, siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinabgegangen, dass er ihn einnehme,
1Ki 21:19 und rede mit ihm und sprich: So spricht der HErr: Du hast totgeschlagen, dazu auch in Besitz genommen. Und sollst mit ihm reden und Sagen: So spricht der HErr: An der Sttte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen auch Hunde dein Blut lecken.
1Ki 21:20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden, darum dass du dich verkauft hast, nur bles zu tun vor dem HErrn.
1Ki 21:21 Siehe, ich will Unglck ber dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen und will von Ahab ausrotten, was mnnlich ist, den der verschlossen und briggelassen ist in Israel,
1Ki 21:22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Ahias, um des Reizens willen, durch das du mich erzrnt und Israel sndigen gemacht hast.
1Ki 21:23 Und ber Isebel redete der HErr auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels.
1Ki 21:24 Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel unter dem Himmel fressen.
1Ki 21:25 (Also war niemand, der sich so gar verkauft htte, bel zu tun vor dem HErrn, wie Ahab; denn sein Weib Isebel berredete ihn also.
1Ki 21:26 Und er machte sich zum groen Greuel, dass er den Gtzen nachwandelte allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.)
1Ki 21:27 Da aber Ahab solche Worte hrte, zerriss er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging jmmerlich einher.
1Ki 21:28 Und das Wort des HErrn kam zu Elia, dem Thisbiter, und sprach:
1Ki 21:29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bckt? Weil er sich nun vor mir bckt, will ich das Unglck nicht einfhren bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich das Unglck ber sein Haus fhren.
1Ki 22:1 Und es vergingen drei Jahre, dass kein Krieg war zwischen den Syrern und Israel.
1Ki 22:2 Im dritten Jahr aber zog Josaphat, der Knig Judas hinab zum Knig Israels.
1Ki 22:3 Und der Knig Israels sprach zu seinen Knechten: Wisst ihr nicht, dass Ramoth in Gilead unser ist; und wir sitzen still und nehmen es nicht von der Hand des Knigs von Syrien?
1Ki 22:4 Und sprach zu Josaphat: Willst du mit mir ziehen in den Streit gen Ramoth in Gilead? Josaphat sprach zum Knig Israels: ich will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie deine Rosse.
1Ki 22:5 Und Josaphat sprach zum Knig Israels: Frage doch heute um das Wort des HErrn!
1Ki 22:6 Da sammelte der Knig Israels Propheten bei vierhundert Mann und sprach zu ihnen: Soll ich gen Ramoth in Gilead ziehen, zu streiten, oder soll ich's lassen anstehen? Sie sprachen: Zieh hinauf! der HErr wird's in die Hand des Knigs geben.
1Ki 22:7 Josaphat aber sprach: Ist hier kein Prophet des HErrn mehr, dass wir durch ihn fragen?
1Ki 22:8 Der Knig Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, Micha, der Sohn Jemlas, durch den man den HErr fragen kann. Aber ich bin ihm gram; denn er weissagt mir kein Gutes, sondern eitel Bses. Josaphat sprach: Der Knig rede nicht also.
1Ki 22:9 Da rief der Knig Israels einen Kmmerer und sprach: Bringe eilend her Micha, den Sohn Jemlas!
1Ki 22:10 Der Knig aber Israels und Josaphat, der Knig Judas, saen ein jeglicher auf seinem Stuhl, mit ihren Kleidern angezogen, auf dem Platz vor der Tr am Tor Samarias; und alle Propheten weissagten vor ihnen.
1Ki 22:11 Und Zedekia, der Sohn Knaenas, hatte sich eiserne Hrner gemacht und sprach: So spricht der HErr: Hiermit wirst du die Syrer stoen, bis du sie aufrumst.
1Ki 22:12 Und alle Propheten weissagten also und sprachen: Ziehe hinauf gen Ramoth in Gilead und fahre glcklich; der HErr wird's in die Hand des Knigs geben.
1Ki 22:13 Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, der Propheten Reden sind eintrchtig gut fr den Knig; so lass nun dein Wort auch sein wie das Wort derselben und rede Gutes.
1Ki 22:14 Micha sprach: So wahr der HErr lebt, ich will reden, was der HErr mir sagen wird.
1Ki 22:15 Und da er zum Knig kam, sprach der Knig zu Ihm: Micha, sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen, zu streiten oder sollen wir's lassen anstehen? Er sprach zu Ihm: Ja, ziehe hinauf und fahre glcklich; der HErr wird's in die Hand des Knigs geben.
1Ki 22:16 Der Knig sprach abermals zu ihm: Ich beschwre dich, dass du mir nichts denn die Wahrheit sagst im Namen des HErrn.
1Ki 22:17 Er sprach: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HErr sprach: Diese haben keinen Herrn; ein jeglicher kehre wieder heim mit Frieden.
1Ki 22:18 Da sprach der Knig Israels zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt, dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern eitel Bses?
1Ki 22:19 Er sprach: Darum hre nun das Wort des HErrn! Ich sah den HErrn sitzen auf seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken.
1Ki 22:20 Und der HErr sprach: Wer will Ahab berreden, dass er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und einer sagte dies, und der andere das.
1Ki 22:21 Da ging ein Geist heraus und trat vor den HErrn und sprach: Ich will ihn berreden. Der HErr sprach zu ihm:Womit?
1Ki 22:22 Er sprach: Ich will ausgehen und will ein falscher Geist sein in aller Propheten Munde. Er sprach: Du sollst ihn berreden und sollst's ausrichten; gehe aus und tue also!
1Ki 22:23 Nun siehe, der HErr hat einen falschen Geist gegeben in aller dieser deiner Propheten Mund; und der HErr hat bses ber dich geredet.
1Ki 22:24 Da trat herzu Zedekia, der Sohn Knaenas, und schlug Micha auf den Backen und sprach: Wie? Ist der Geist des HErrn von mir gewichen, dass er mit dir redete?
1Ki 22:25 Micha sprach: Siehe, du wirst's sehen an dem Tage, wenn du von einer Kammer in die andere gehen wirst, dass du dich verkriechst.
1Ki 22:26 Der Knig Israels sprach: Nimm Micha und lass ihn bleiben bei Amon, dem Obersten der Stadt, und bei Joas, dem Sohn des Knigs,
1Ki 22:27 und sprich: So spricht der Knig: Diesen setzt ein in den Kerker und speist ihn mit Brot und Wasser der Trbsal, bis ich mit Frieden wiederkomme.
1Ki 22:28 Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HErr nicht durch mich geredet. Und sprach: Hret zu, alles Volk!
1Ki 22:29 Also zog der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, hinauf gen Ramoth in Gilead.
1Ki 22:30 Und der Knig Israels sprach zu Josaphat: Ich will mich verstellen und in den Streit kommen; du aber habe deine Kleider an. Und der Knig Israels verstellte sich und zog in den Streit.
1Ki 22:31 Aber der Knig von Syrien gebot den Obersten ber seine Wagen, deren waren zweiunddreiig, und sprach: Ihr sollt nicht streiten wider Kleine noch Groe, sondern wider den Knig Israels allein.
1Ki 22:32 Und da die Obersten der Wagen Josaphat sahen, meinten sie er wre der Knig Israels, und fielen auf ihn mit Streiten; aber Josaphat schrie.
1Ki 22:33 Da aber die Obersten der Wagen sahen, dass er nicht der Knig Israels war, wandten sie sich von ihm.
1Ki 22:34 Ein Mann aber spannte den Bogen von ungefhr und schoss den Knig Israels zwischen Panzer und Wehrgehnge. Und er sprach zu seinem Fuhrmann: Wende deine Hand und fhre mich aus dem Heer, denn ich bin wund!
1Ki 22:35 Und der Streit nahm berhand desselben Tages, und der Knig stand auf dem Wagen der Syrer und starb des Abends. Und das Blut flo von den Wunden mitten in den Wagen.
1Ki 22:36 Und man lie ausrufen im Heer, da die Sonne unterging, und sagen: Ein jeglicher gehe in seine Stadt und in sein Land.
1Ki 22:37 Also starb der Knig und ward gen Samaria gebracht. Und sie begruben ihn zu Samaria.
1Ki 22:38 Und da sie den Wagen wuschen bei dem Teich Samarias, leckten die Hunde sein Blut (es wuschen ihn aber die Huren) nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte.
1Ki 22:39 Was mehr von Ahab zu sagen ist und alles, was er getan hat, und das elfenbeinerne Haus, das er baute, und alle Stdte, die er gebaut hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
1Ki 22:40 Also entschlief Ahab mit seinen Vtern; und sein Sohn Ahasja ward Knig an seiner Statt.
1Ki 22:41 Und Josaphat, der Sohn Asas, ward Knig ber Juda im vierten Jahr Ahabs, des Knigs Israels,
1Ki 22:42 und war fnfunddreiig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte fnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Asuba, eine Tochter Silhis.
1Ki 22:43 Und er wandelte in allem Wege seines Vaters Asa und wich nicht davon; und er tat was dem HErrn wohl gefiel.
1Ki 22:44 Doch tat er die Hhen nicht weg, und das Volk opferte und rucherte noch auf den Hhen.
1Ki 22:45 Und er hatte Frieden mit dem Knig Israels.
1Ki 22:46 Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist und seine Macht, was er getan und wie er gestritten hat, siehe das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
1Ki 22:47 Auch tat er aus dem Lande, was noch brige Hurer waren, die zu der Zeit seines Vaters Asa waren briggeblieben.
1Ki 22:48 Und es war kein Knig in Edom; ein Landpfleger war Knig.
1Ki 22:49 Und Josaphat hatte Schiffe lassen machen aufs Meer, die nach Ophir gehen sollten, Gold zu holen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen zu Ezeon-Geber.
1Ki 22:50 Dazumal sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Lass meine Knechte mit deinen Schiffen fahren! Josaphat aber wollte nicht.
1Ki 22:51 Und Josaphat entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters; und Joram, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1Ki 22:52 Ahasja, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im siebzehnten Jahr Josaphats, des Knigs Judas, und regierte ber Israel zwei Jahre;
1Ki 22:53 und er tat, was dem HErrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege seines Vaters und seiner Mutter und in dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte,
1Ki 22:54 und diente Baal und betete ihn an und erzrnte den HErrn, den Gott Israels, wie sein Vater tat.
2Ki 1:1 Es fielen aber die Moabiter ab von Israel, da Ahab tot war.
2Ki 1:2 Und Ahasja fiel durch das Gitter in seinem Sller zu Samaria und ward krank; und sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und fragt Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.
2Ki 1:3 Aber der Engel des HErrn redete mit Elia, dem Thisbiter: Auf! und begegne den Boten des Knigs zu Samaria und sprich zu ihnen: Ist denn nun kein Gott in Israel, dass ihr hingehet, zu fragen Baal-Sebub, den Gott Ekrons?
2Ki 1:4 Darum so spricht der HErr: Du sollst nicht von dem Bette kommen, darauf du dich gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben. Und Elia ging weg.
2Ki 1:5 Und da die Boten wieder zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Warum kommt ihr wieder?
2Ki 1:6 Sie sprachen zu ihm: Es kam ein Mann herauf uns entgegen und sprach zu uns: Gehet wiederum hin zu dem Knig, der euch gesandt hat, und sprecht zu ihm: So spricht der HErr: Ist denn kein Gott in Israel, dass du hinsendest, zu fragen Baal-Sebub, den Gott Ekrons? Darum sollst du nicht kommen von dem Bette, darauf du dich gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben.
2Ki 1:7 Er sprach zu ihnen: Wie war der Mann gestaltet, der euch begegnete und solches zu euch sagte?
2Ki 1:8 Sie sprachen zu ihm: Er hatte eine rauhe Haut an und einen ledernen Grtel um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der Thisbiter.
2Ki 1:9 Und er sandte hin zu ihm einen Hauptmann ber fnfzig samt seinen fnfzigen. Und da er hinaufkam, siehe, da sa er oben auf dem Berge. Er aber sprach zu Ihm: Du Mann Gottes, der Knig sagt: Du sollst herabkommen!
2Ki 1:10 Elia antwortete dem Hauptmann ber fnfzig und sprach zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fnfzig. Da fiel Feuer vom Himmel und fra ihn und seine fnfzig.
2Ki 1:11 Und er sandte wiederum einen andern Hauptmann ber fnfzig zu ihm samt seinen fnfzigen. Der antwortete und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so spricht der Knig: Komm eilends herab!
2Ki 1:12 Elia antwortete und sprach: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fnfzig. Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel und fra ihn und seine fnfzig.
2Ki 1:13 Da sandte er wiederum den dritten Hauptmann ber fnfzig samt seinen fnfzigen. Da der zu ihm hinaufkam, beugte er seine Kniee gegen Elia und flehte ihn an und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, lass meine Seele und die Seele deiner Knechte, dieser fnfzig, vor dir etwas gelten.
2Ki 1:14 Siehe, das Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei Hauptmnner ber fnfzig mit ihren fnfzigen gefressen; nun aber lass meine Seele etwas gelten vor dir.
2Ki 1:15 Da sprach der Engel des HErrn zu Elia: Gehe mit ihm hinab und frchte dich nicht vor ihm! und er machte sich auf und ging mit ihm hinab zum Knig.
2Ki 1:16 Und er sprach zu ihm: So spricht der HErr: Darum dass du hast Boten hingesandt und lassen fragen Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, als wre kein Gott in Israel, dessen Wort man fragen mchte, so sollst du von dem Bette nicht kommen, darauf du dich gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben.
2Ki 1:17 Also starb er nach dem Wort des HErrn, das Elia geredet hatte. Und Joram ward Knig an seiner Statt im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats, des Knigs Judas; denn er hatte keinen Sohn.
2Ki 1:18 Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist, das er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 2:1 Da aber der HErr wollte Elia im Wetter gen Himmel holen, gingen Elia und Elisa von Gilgal.
2Ki 2:2 Und Elia sprach zu Elisa: Bleib doch hier; denn der HErr hat mich gen Beth-El gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HErr lebt und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie hinab gen Beth-El kamen,
2Ki 2:3 gingen der Propheten Kinder, die zu Beth-El waren, heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weit du auch, dass der HErr wird deinen Herrn heute von deinen Hupten nehmen? Er aber sprach: Ich wei es auch wohl; schweigt nur still.
2Ki 2:4 Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleib doch hier; denn der HErr hat mich gen Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der HErr lebt und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie gen Jericho kamen,
2Ki 2:5 traten der Propheten Kinder, die zu Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weit du auch, dass der HErr wird deinen Herrn heute von deinen Hupten nehmen? Er aber sprach: Ich wei es auch wohl; schweigt nur still.
2Ki 2:6 Und Elia sprach zu ihm: Bleib doch hier; denn der HErr hat mich gesandt an den Jordan. Er aber sprach: So wahr der HErr lebt und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und sie gingen beide miteinander.
2Ki 2:7 Aber fnfzig Mnner unter der Propheten Kindern gingen hin und traten gegenber von ferne; aber die beiden standen am Jordan.
2Ki 2:8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich auf beiden Seiten, dass die beiden trocken hindurchgingen.
2Ki 2:9 Und da sie hinberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: dass mir werde ein zwiefltig Teil von deinem Geiste.
2Ki 2:10 Er sprach: Du hast ein Hartes gebeten. Doch, so du mich sehen wirst, wenn ich von dir genommen werde, so wird's ja sein; wo nicht, so wird's nicht sein.
2Ki 2:11 Und da sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander; und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel.
2Ki 2:12 Elisa aber sah es und schrie: Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter! und sah ihn nicht mehr. Und er fasste sein Kleider und zerriss sie in zwei Stcke
2Ki 2:13 und hob auf den Mantel Elias, der ihm entfallen war, und kehrte um und trat an das Ufer des Jordans
2Ki 2:14 und nahm den Mantel Elias, der ihm entfallen war, und schlug ins Wasser und sprach: Wo ist nun der HErr, der Gott Elias? und schlug ins Wasser; da teilte sich's auf beide Seiten, und Elisa ging hindurch.
2Ki 2:15 Und da ihn sahen der Propheten Kinder, die gegenber zu Jericho waren, sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa; und gingen ihm entgegen und fielen vor ihm nieder zur Erde
2Ki 2:16 und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fnfzig Mnner, starke leute, die lass gehen und deinen Herrn suchen; vielleicht hat ihn der Geist des HErrn genommen und irgend auf einen Berg oder irgend in ein Tal geworfen. Er aber sprach: Lasst ihn gehen!
2Ki 2:17 Aber sie ntigten ihn, bis dass er nachgab und sprach: Lasst hingehen! Und sie sandte hin fnfzig Mnner und suchten ihn drei Tage; aber sie fanden ihn nicht.
2Ki 2:18 Und kamen wieder zu ihm, da er noch zu Jericho war; und er sprach zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?
2Ki 2:19 Und die Mnner der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr sieht; aber es ist bses Wasser und das Land unfruchtbar.
2Ki 2:20 Er sprach: Bringet mir her eine neue Schale und tut Salz darein! Und sie brachten's ihm.
2Ki 2:21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der HErr: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll hinfort kein Tod noch Unfruchtbarkeit daher kommen.
2Ki 2:22 Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, das er redete.
2Ki 2:23 Und er ging hinauf gen Beth-El. Und als er auf dem Wege hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und spotteten sein und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!
2Ki 2:24 Und er wandte sich um; und da er sie sah, fluchte er ihnen im Namen des HErrn. Da kamen zwei Bren aus dem Walde und zerrissen der Kinder zweiundvierzig.
2Ki 2:25 Von da ging er auf den Berg Karmel und kehrte um von da gen Samaria.
2Ki 3:1 Joram, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im achtzehnten Jahr Josaphats, des Knigs Judas, und regierte zwlf Jahre.
2Ki 3:2 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel; doch nicht wie sein Vater und seine Mutter. Denn er tat weg die Sule Baals, die sein Vater machen lie.
2Ki 3:3 Aber er blieb hangen an den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte, und lie nicht davon.
2Ki 3:4 Mesa aber, der Moabiter Knig, hatte viele Schafe und zinste dem Knig Israels Wolle von hunderttausend Lmmern und hunderttausend Widdern.
2Ki 3:5 Da aber Ahab tot war, fiel der Moabiter Knig ab vom Knig Israels.
2Ki 3:6 Da zog zur selben Zeit aus der Knig Joram von Samaria und ordnete das ganze Israel
2Ki 3:7 und sandte hin zu Josaphat, dem Knig Judas, und lie ihm sagen: Der Moabiter Knig ist von mir abgefallen; komm mit mir, zu streiten wider die Moabiter! Er sprach: Ich will hinaufkommen; ich bin wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie deine Rosse.
2Ki 3:8 Und er sprach: Welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sprach: Den Weg durch die Wste Edom.
2Ki 3:9 Also zog hin der Knig Israels, der Knig Judas und der Knig Edoms. Und da sie sieben Tagereisen zogen, hatte das Heer und das Vieh, das unter ihnen war kein Wasser.
2Ki 3:10 Da sprach der Knig Israels: O wehe! der HErr hat diese drei Knige geladen, dass er sie in der Moabiter Hnde gebe.
2Ki 3:11 Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des HErrn hier, dass wir den HErrn durch ihn ratfragen? Da antwortete einer unter den Knechten des Knigs Israels und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der Elia Wasser auf die Hnde goss.
2Ki 3:12 Josaphat sprach: Des HErrn Wort ist bei ihm. Also zogen sie zu ihm hinab der Knig Israels und Josaphat und der Knig Edoms.
2Ki 3:13 Elisa aber sprach zum Knig Israels: Was hast du mit mir zu schaffen? gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der Knig Israels sprach zu ihm: Nein! denn der HErr hat diese drei Knige geladen, dass er sie in der Moabiter Hnde gebe.
2Ki 3:14 Elisa sprach: So wahr der HErr Zebaoth lebt, vor dem ich stehe, wenn ich nicht Josaphat, den Knig Judas, anshe, ich wollte dich nicht ansehen noch achten.
2Ki 3:15 So bringet mir nun einen Spielmann! Und da der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des HErrn auf ihn,
2Ki 3:16 und er sprach: So spricht der HErr: Macht hier und da Grben an diesem Bach!
2Ki 3:17 Denn so spricht der HErr: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll der Bach voll Wasser werden, dass ihr und euer Gesinde und euer Vieh trinket.
2Ki 3:18 Dazu ist das ein Geringes vor dem HErrn; er wird auch die Moabiter in eure Hnde geben,
2Ki 3:19 dass ihr schlagen werdet alle festen Stdte und alle auserwhlten Stdte und werdet fllen alle guten Bume und werdet verstopfen alle Wasserbrunnen und werdet allen guten Acker mit Steinen verderben.
2Ki 3:20 Des Morgens aber, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam ein Gewsser des Weges von Edom und fllte das Land mit Wasser.
2Ki 3:21 Da aber alle Moabiter hrten, dass die Knige heraufzogen, wider sie zu streiten, beriefen sie alle, die zur Rstung alt genug und darber waren, und traten an die Grenze.
2Ki 3:22 Und da sie sich des Morgens frh aufmachten und die Sonne aufging ber dem Gewsser, deuchte die Moabiter das Gewsser ihnen gegenber rot zu sein wie Blut;
2Ki 3:23 und sie sprachen: Es ist Blut! Die Knige haben sich mit dem Schwert verderbt, und einer wird den andern geschlagen haben. Hui, Moab, mache dich nun auf zur Ausbeute!
2Ki 3:24 Aber da sie zum Lager Israels kamen, machte sich Israel auf und schlug die Moabiter; und sie flohen vor ihnen. Aber sie kamen hinein und schlugen Moab.
2Ki 3:25 Die Stdte zerbrachen sie, und ein jeglicher warf seine Steine auf alle guten cker und machten sie voll und verstopften die Wasserbrunnen und fllten alle guten Bume, bis dass nur die Steine von Kir-Hareseth brigblieben; und es umgaben die Stadt die Schleuderer und warfen auf sie.
2Ki 3:26 Da aber der Moabiter Knig sah, dass ihm der Streit zu stark war, nahm er siebenhundert Mann zu sich, die das Schwert auszogen, durchzubrechen wider den Knig Edoms; aber sie konnten nicht.
2Ki 3:27 Da nahm er seinen ersten Sohn, der an seiner Statt sollte Knig werden, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein groer Zorn ber Israel, dass sie von ihm abzogen und kehrten wieder in ihr Land.
2Ki 4:1 Und es schrie ein Weib unter den Weibern der Kinder der Propheten zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, so weit du, dass er, dein Knecht, den HErrn frchtete; nun kommt der Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen Knechten.
2Ki 4:2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause denn einen lkrug.
2Ki 4:3 Er sprach: Gehe hin und bitte drauen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefe, und derselben nicht wenig,
2Ki 4:4 und gehe hinein und schliee die Tr zu hinter dir und deinen Shnen und gie in alle Gefe; und wenn du sie gefllt hast, so gib sie hin.
2Ki 4:5 Sie ging hin und schloss die Tr zu hinter sich und ihren Shnen; die brachten ihr die Gefe zu, so goss sie ein.
2Ki 4:6 Und da die Gefe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Lange mir noch ein Gef her! Er sprach: Es ist kein Gef mehr hier. Da stand das l.
2Ki 4:7 Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das l und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Shne nhret euch von dem brigen.
2Ki 4:8 Und es begab sich zu der Zeit, dass Elisa ging gen Sunem. Daselbst war eine reiche Frau; die hielt ihn, dass er bei ihr a. Und so oft er daselbst durchzog, kehrte er zu ihr ein und a bei ihr.
2Ki 4:9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich merke, dass dieser Mann Gottes heilig ist, der immerdar hier durchgeht.
2Ki 4:10 Lass uns ihm eine kleine bretterne Kammer oben machen und ein Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hineinsetzen, auf dass er, wenn er zu uns kommt, dahin sich tue.
2Ki 4:11 Und es begab sich zu der Zeit, dass er hineinkam und legte sich oben in die Kammer und schlief darin
2Ki 4:12 und sprach zu seinem Diener Gehasi: Rufe die Sunamitin! Und da er sie rief, trat sie vor ihn.
2Ki 4:13 Er sprach zu ihm: Sage ihr: Siehe, du hast uns allen diesen Dienst getan; was soll ich dir tun? Hast du eine Sache an den Knig oder an den Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne unter meinem Volk.
2Ki 4:14 Er sprach: Was ist ihr denn zu tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
2Ki 4:15 Er sprach: Rufe sie! Und da er sie rief, trat sie in die Tr.
2Ki 4:16 Und er sprach: Um diese Zeit ber ein Jahr sollst du einen Sohn herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes! lge deiner Magd nicht!
2Ki 4:17 Und die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit ber ein Jahr, wie ihr Elisa geredet hatte.
2Ki 4:18 Da aber das Kind gro ward, begab sich's, dass es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging
2Ki 4:19 und sprach zu seinem Vater: O mein Haupt, mein Haupt! Er sprach zu seinem Knecht: Bringe ihn zu seiner Mutter!
2Ki 4:20 Und er nahm ihn und brachte ihn zu seiner Mutter, und sie setzte ihn auf ihren Scho bis an den Mittag; da starb er.
2Ki 4:21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloss zu und ging hinaus
2Ki 4:22 und rief ihren Mann und sprach: Sende mir der Knechte einen und eine Eselin; ich will zu dem Mann Gottes, und wiederkommen.
2Ki 4:23 Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute nicht Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Es ist gut.
2Ki 4:24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knecht: Treibe fort und sume nicht mit dem Reiten, wie ich dir sage!
2Ki 4:25 Also zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie kommen sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Siehe, die Sunamitin ist da!
2Ki 4:26 So laufe ihr nun entgegen und frage sie, ob's ihr und ihrem Mann und Sohn wohl gehe. Sie sprach: Wohl.
2Ki 4:27 Da sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, hielt sie ihn bei seinen Fen; Gehasi aber trat herzu, dass er sie abstiee. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie! denn ihre Seele ist betrbt, und der HErr hat mir's verborgen und nicht angezeigt.
2Ki 4:28 Wann habe ich einen Sohn gebeten von meinem Herrn? sagte ich nicht du solltest mich nicht tuschen?
2Ki 4:29 Er sprach zu Gehasi: Grte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und gehe hin (so dir jemand begegnet, so gre ihn nicht, und grt dich jemand, so danke ihm nicht), und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz.
2Ki 4:30 Die Mutter des Knaben aber sprach: So wahr der HErr lebt und deine Seele, ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und ging ihr nach.
2Ki 4:31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz; da war aber keine Stimme noch Fhlen. Und er ging wiederum ihnen entgegen und zeigte ihm an und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht.
2Ki 4:32 Und da Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.
2Ki 4:33 Und er ging hinein und schloss die Tr zu fr sie beide und betete zu dem HErrn
2Ki 4:34 und stieg hinauf und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf seine Augen und seine Hnde auf seine Hnde und breitete sich also ber ihn, dass des Kindes Leib warm ward.
2Ki 4:35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierher und daher und stieg hinauf und breitete sich ber ihn. Da schnaubte der Knabe siebenmal; darnach tat der Knabe seine Augen auf.
2Ki 4:36 Und er rief Gehasi und sprach: Rufe die Sunamitin! Und da er sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da nimm hin deinen Sohn!
2Ki 4:37 Da kam sie und fiel zu seinen Fen und beugte sich nieder zur Erde und nahm ihren Sohn und ging hinaus.
2Ki 4:38 Da aber Elisa wieder gen Gilgal kam, ward Teuerung im Lande, und die Kinder der Propheten wohnten vor ihm. Und er sprach zu seinem Diener: Setze zu einen groen Topf und koche ein Gemse fr die Kinder der Propheten!
2Ki 4:39 Da ging einer aufs Feld, dass er Kraut lse, und fand wilde Ranken und las davon Koloquinten sein Kleid voll; und da er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemse, denn sie kannten es nicht.
2Ki 4:40 Und da sie es ausschtteten fr die Mnner, zu essen, und sie von dem Gemse aen, schrieen sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! denn sie konnten es nicht essen.
2Ki 4:41 Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: Schtte es dem Volk vor, dass sie essen! Da war nichts Bses in dem Topf.
2Ki 4:42 Es kam aber ein Mann von Baal-Salisa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nmlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Kleid. Er aber sprach: Gib's dem Volk, dass sie essen!
2Ki 4:43 Sein Diener sprach: Wie soll ich hundert Mann von dem geben? Er sprach: Gib dem Volk, dass sie essen! Denn so spricht der HErr: Man wird essen, und es wird brigbleiben.
2Ki 4:44 Und er legte es ihnen vor, dass sie aen; und es blieb noch brig nach dem Wort des HErrn.
2Ki 5:1 Naeman, der Feldhauptmann des Knigs von Syrien, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der HErr Heil in Syrien. Und er war ein gewaltiger Mann, und ausstzig.
2Ki 5:2 Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen und hatten eine junge Dirne weggefhrt aus dem Lande Israel; die war im Dienst des Weibes Naemans.
2Ki 5:3 Die sprach zu ihrer Frau: Ach, dass mein Herr wre bei dem Propheten zu Samaria! der wrde ihn von seinem Aussatz losmachen.
2Ki 5:4 Da ging er hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm an und sprach: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet.
2Ki 5:5 Der Knig von Syrien sprach: So zieh hin, ich will dem Knig Israels einen Brief schreiben. Und er zog hin und nahm mit sich zehn Zentner Silber und sechstausend Goldgulden und zehn Feierkleider
2Ki 5:6 und brachte den Brief dem Knig Israels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, dass du ihn von seinem Aussatz losmachst.
2Ki 5:7 Und da der Knig Israels den Brief las, zerriss er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, dass ich tten und lebendig machen knnte, dass er zu mir schickt, dass ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merkt und seht, wie sucht er Ursache wider mich!
2Ki 5:8 Da das Elisa, der Mann Gottes, hrte, dass der Knig seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und lie ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn zu mir kommen, dass er innewerde, dass ein Prophet in Israel ist.
2Ki 5:9 Also kam Naeman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tr am Hause Elisas.
2Ki 5:10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und lie ihm sagen: Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder erstattet und rein werden.
2Ki 5:11 Da erzrnte Naeman und zog weg und sprach: Ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen der HErrn, seines Gottes, anrufen und mit seiner Hand ber die Sttte fahren und den Aussatz also abtun.
2Ki 5:12 Sind nicht die Wasser Amana und Pharphar zu Damaskus besser denn alle Wasser in Israel, dass ich mich darin wsche und rein wrde? Und wandte sich und zog weg mit Zorn.
2Ki 5:13 Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Groes htte geheien, solltest du es nicht tun? Wie viel mehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein!
2Ki 5:14 Da stieg er ab und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wieder erstattet wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er ward rein.
2Ki 5:15 Und er kehrte wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, ich wei, dass kein Gott ist in allen Landen, auer in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knecht.
2Ki 5:16 Er aber sprach: So wahr der HErr lebt, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er ntigte ihn, dass er's nhme; aber er wollte nicht.
2Ki 5:17 Da sprach Naeman: Mchte deinem Knecht nicht gegeben werden dieser Erde Last, soviel zwei Maultiere tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Gttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem HErrn.
2Ki 5:18 Nur darin wolle der HErr deinem Knecht gndig sein: wo ich anbete im Hause Rimmons, wenn mein Herr ins Haus Rimmons geht, daselbst anzubeten, und er sich an meine Hand lehnt.
2Ki 5:19 Er sprach zu ihm: Zieh hin mit Frieden! Und als er von ihm weggezogen war ein Feld Wegs auf dem Lande,
2Ki 5:20 gedachte Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat diesen Syrer Naeman verschont, dass er nichts von ihm hat genommen, das er gebracht hat. So wahr der HErr lebt, ich will ihm nachlaufen und etwas von ihm nehmen.
2Ki 5:21 Also jagte Gehasi dem Naeman nach. Und da Naeman sah, dass er ihm nachlief, stieg er vom Wagen ihm entgegen und sprach: Steht es wohl?
2Ki 5:22 Er sprach: Ja. Aber mein Herr hat mich gesandt und lsst dir sagen: Siehe, jetzt sind zu mir gekommen vom Gebirge Ephraim zwei Jnglinge aus der Propheten Kinder; gib ihnen einen Zentner Silber und zwei Feierkleider!
2Ki 5:23 Naeman sprach: Nimm lieber zwei Zentner! Und ntigte ihn und band zwei Zentner Silber in zwei Beutel und zwei Feierkleider und gab's zweien seiner Diener; die trugen's vor ihm her.
2Ki 5:24 Und da er kam an den Hgel, nahm er's von ihren Hnden und legte es beiseit im Hause und lie die Mnner gehen.
2Ki 5:25 Und da sie weg waren, trat er vor seinen Herrn. Und Elisa sprach zu ihm: Woher, Gehasi? Er sprach: Dein Knecht ist weder hierher noch daher gegangen.
2Ki 5:26 Er aber sprach zu ihm: Ist nicht mein Herz mitgegangen, da der Mann umkehrte von seinem Wagen dir entgegen? war das die Zeit, Silber und Kleider zu nehmen, lgrten, Weinberge, Schafe, Rinder, Knechte und Mgde?
2Ki 5:27 Aber der Aussatz Naeman wird dir anhangen und deinem Samen ewiglich. Da ging er von ihm hinaus ausstzig wie Schnee.
2Ki 6:1 Die Kinder der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, da wir vor dir wohnen, ist uns zu enge.
2Ki 6:2 Lass uns an den Jordan gehen und einen jeglichen daselbst Holz holen, dass wir uns daselbst eine Sttte bauen, da wir wohnen. Er sprach: Gehet hin!
2Ki 6:3 Und einer sprach: Gehe lieber mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will mitgehen.
2Ki 6:4 Und er kam mit ihnen. Und da sie an den Jordan kamen hieben sie Holz ab.
2Ki 6:5 Und da einer sein Holz fllte, fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie und sprach: O weh, mein Herr! dazu ist's entlehnt.
2Ki 6:6 Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und stie es dahin. Da schwamm das Eisen.
2Ki 6:7 Und er sprach: Heb's auf! da reckte er seine Hand aus und nahm's.
2Ki 6:8 Und der Knig von Syrien fhrte einen Krieg wider Israel und beratschlagte sich mit seinen Knechten und sprach: Wir wollen uns lagern da und da.
2Ki 6:9 Aber der Mann Gottes sandte zum Knig Israels und lie ihm sagen: Hte dich, dass du nicht an dem Ort vorberziehst; denn die Syrer ruhen daselbst.
2Ki 6:10 So sandte denn der Knig Israels hin an den Ort, den ihm der Mann Gottes gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und war daselbst auf der Hut; und tat das nicht einmal oder zweimal allein.
2Ki 6:11 Da ward das Herz des Knigs von Syrien voll Unmuts darber, und er rief seine Knechte und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht ansagen: Wer von den Unsren hlt es mit dem Knig Israels?
2Ki 6:12 Da sprach seiner Knechte einer: Nicht also, mein Herr Knig; sondern Elisa, der Prophet in Israel, sagt alles dem Knig Israels, was du in der Kammer redest, da dein Lager ist.
2Ki 6:13 Er sprach: So gehet hin und sehet, wo er ist, dass ich hinsende und lasse ihn holen. Und sie zeigten ihm an und sprachen: Siehe, er ist zu Dothan.
2Ki 6:14 Da sandte er hin Rosse und Wagen und eine groe Macht. Und da sie bei der Nacht hinkamen, umgaben sie die Stadt.
2Ki 6:15 Und der Diener des Mannes Gottes stand frh auf, dass er sich aufmachte und auszge; und siehe, da lag eine Macht um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu ihm: O weh, mein Herr! wie wollen wir nun tun?
2Ki 6:16 Er sprach: Frchte dich nicht! denn derer ist mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind.
2Ki 6:17 Und Elisa betete und sprach: HErr, ffne ihm die Augen, dass er sehe! Da ffnete der HErr dem Diener die Augen, dass er sah; und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.
2Ki 6:18 Und da sie zu ihm hinabkamen, bat Elisa und sprach: HErr, schlage dies Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas.
2Ki 6:19 Und Elisa sprach zu Ihnen: Dies ist nicht der Weg noch die Stadt. Folget mir nach! ich will euch fhren zu dem Mann, den ihr sucht. Und er fhrte sie gen Samaria.
2Ki 6:20 Und da sie gen Samaria kamen, sprach Elisa: HErr, ffne diesen die Augen, dass sie sehen! Und der HErr ffnete ihnen die Augen, dass sie sahen; und siehe, da waren sie mitten in Samaria.
2Ki 6:21 Und der Knig Israels, da er sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie schlagen?
2Ki 6:22 Er sprach: Du sollst sie nicht schlagen. Schlgst du denn die, welche du mit deinem Schwert und Bogen gefangen hast? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken, und lass sie zu ihrem Herrn ziehen!
2Ki 6:23 Da ward ein groes Mahl zugerichtet. Und da sie gegessen und getrunken hatten, lie er sie gehen, dass sie zu ihrem Herrn zogen. Seit dem kamen streifende Rotten der Syrer nicht mehr ins Land Israel.
2Ki 6:24 Nach diesem begab sich's, dass Benhadad, der Knig von Syrien all sein Heer versammelte und zog herauf und belagerte Samaria.
2Ki 6:25 Und es ward eine groe Teuerung zu Samaria. Sie aber belagerten die Stadt, bis dass ein Eselskopf achtzig Silberlinge und ein viertel Kab<RF>Ein Kab entspricht dem 18. Teil eines Epha, also etwa 2 Litern<Rf> Taubenmist fnf Silberlinge galt.
2Ki 6:26 Und da der Knig Israels an der Mauer einherging, schrie ihn ein Weib an und sprach: Hilf mir, Mein Knig!
2Ki 6:27 Er sprach: Hilft dir der HErr nicht, woher soll ich dir helfen? von der Tenne oder der Kelter?
2Ki 6:28 Und der Knig sprach zu Ihr: Was ist dir? Sie sprach: Dies Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, dass wir heute essen; morgen wollen wir meinen Sohn essen.
2Ki 6:29 So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr am andern Tage: Gib deinen Sohn her und lass uns essen! Aber sie hat ihren Sohn versteckt.
2Ki 6:30 Da der Knig die Worte des Weibes hrte, zerriss er seine Kleider, indem er auf der Mauer ging. Da sah alles Volk, dass er darunter einen Sack am Leibe anhatte.
2Ki 6:31 Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wo das Haupt Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm stehen wird!
2Ki 6:32 Elisa aber sa in seinem Hause, und alle ltesten saen bei ihm. Und der Knig sandte einen Mann vor sich her. Aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er zu den ltesten: Habt ihr gesehen, wie dies Mordkind hat hergesandt, dass er mein Haupt abreie? Sehet zu, wenn der Bote kommt, dass ihr die Tr zuschliet und stot ihn mit der Tr weg! Siehe, das Rauschen der Fe seines Herrn folgt ihm nach.
2Ki 6:33 Da er noch also mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm hinab; und er sprach: Siehe, solches bel kommt von dem HErrn! was soll ich mehr von dem HErrn erwarten?
2Ki 7:1 Elisa aber sprach: Hret des HErrn Wort! So spricht der HErr: Morgen um diese Zeit wird ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling gelten und zwei Scheffel Gerste einen Silberling unter dem Tor zu Samaria.
2Ki 7:2 Da antwortete der Ritter, auf dessen Hand sich der Knig lehnte, dem Mann Gottes und sprach: Und wenn der HErr Fenster am Himmel machte, wie knnte solches geschehen? Er sprach: Siehe da, mit deinen Augen wirst du es sehen, und nicht davon essen!
2Ki 7:3 Und es waren vier ausstzige Mnner an der Tr vor dem Tor; und einer sprach zum andern: Was wollen wir hier bleiben, bis wir sterben?
2Ki 7:4 Wenn wir gleich gedchten, in die Stadt zu kommen, so ist Teuerung in der Stadt, und wir mssten doch daselbst sterben; bleiben wir aber hier, so mssen wir auch sterben. So lasst uns nun hingehen und zu dem Heer der Syrer fallen. Lassen sie uns leben, so leben wir; tten sie uns, so sind wir tot.
2Ki 7:5 Und sie machten sich in der Frhe auf, dass sie zum Heer der Syrer kmen. Und da sie vorn an den Ort des Heeres kamen, siehe, da war niemand.
2Ki 7:6 Denn der HErr hatte die Syrer lassen hren ein Geschrei von Rossen, Wagen und groer Heereskraft, dass sie untereinander sprachen: Siehe, der Knig Israels hat wider uns gedingt die Knige der Hethiter und die Knige der gypter, dass sie ber uns kommen sollen.
2Ki 7:7 Und sie machten sich auf und flohen in der Frhe und lieen ihre Htten, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen mit ihrem Leben davon.
2Ki 7:8 Als nun die Ausstzigen an den Ort kamen, gingen sie in der Htten eine, aen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es und kamen wieder und gingen in eine andere Htte und nahmen daraus und gingen hin und verbargen es.
2Ki 7:9 Aber einer sprach zum andern: Lasst uns nicht also tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wo wir das verschweigen und harren, bis dass es lichter Morgen wird, wird unsre Missetat gefunden werden; so lasst uns nun hingehen, dass wir kommen und es ansagen dem Hause des Knigs.
2Ki 7:10 Und da sie kamen, riefen sie am Tor der Stadt und sagten es ihnen an und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer gekommen, und siehe, es ist niemand da und keine Menschenstimme, sondern Rosse und Esel angebunden und die Htten, wie sie stehen.
2Ki 7:11 Da rief man den Torhtern zu, dass sie es drinnen ansagten im Hause des Knigs.
2Ki 7:12 Und der Knig stand auf in der Nacht und sprach zu seinen Knechten: Lasst euch sagen, wie die Syrer mit uns umgehen. Sie wissen, dass wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, dass sie sich im Felde verkrchen, und denken: Wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt kommen.
2Ki 7:13 Da antwortete seiner Knechte einer und sprach: Man nehme fnf Rosse von denen, die noch drinnen sind briggeblieben. Siehe, es wird ihnen gehen, wie aller Menge Israels, so drinnen briggeblieben oder schon dahin ist. Die lasst uns senden und sehen.
2Ki 7:14 Da nahmen sie zwei Wagen mit Rossen, und der Knig sandte sie dem Heere der Syrer nach und sprach: Ziehet hin und sehet!
2Ki 7:15 Und da sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg voll Kleider und Gerte, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie eilten. Und da die Boten wiederkamen und sagten es dem Knig an,
2Ki 7:16 ging das Volk hinaus und beraubte das Lager der Syrer. Und es galt ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling und zwei Scheffel Gerste auch einen Silberling nach dem Wort des HErrn.
2Ki 7:17 Aber der Knig bestellte den Ritter, auf dessen Hand er sich lehnte, unter das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor, dass er starb, wie der Mann Gottes geredet hatte, da der Knig zu ihm hinabkam.
2Ki 7:18 Und es geschah, wie der Mann Gottes dem Knig gesagt hatte, da er sprach: Morgen um diese Zeit werden zwei Scheffel Gerste einen Silberling gelten und ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling unter dem Tor zu Samaria,
2Ki 7:19 und der Ritter dem Mann Gottes antwortete und sprach: Siehe, wenn der HErr Fenster am Himmel machte, wie mchte solches geschehen? Er aber sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen, und wirst nicht davon essen!
2Ki 7:20 Und es ging ihm eben also; denn das Volk zertrat ihn im Tor, dass er starb.
2Ki 8:1 Elisa redete mit dem Weibe, dessen Sohn er hatte lebendig gemacht, und sprach: Mache dich auf und gehe hin mit deinem Hause und wohne in der Fremde, wo du kannst; denn der HErr wird eine Teuerung rufen, die wird ins Land kommen sieben Jahre lang.
2Ki 8:2 Das Weib machte sich auf und tat, wie der Mann Gottes sagte, und zog hin mit ihrem Hause und wohnte in der Philister Land sieben Jahre.
2Ki 8:3 Da aber die sieben Jahre um waren, kam das Weib wieder aus der Philister Land; und sie ging aus, den Knig anzurufen um ihr Haus und ihren Acker.
2Ki 8:4 Der Knig aber redete mit Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und sprach: Erzhle mir alle groen Taten, die Elisa getan hat!
2Ki 8:5 Und indem er dem Knig erzhlte, wie er htte einen Toten lebendig gemacht, sieh, da kam eben das Weib, dessen Sohn er hatte lebendig gemacht, und rief den Knig an um ihr Haus und ihren Acker. Da sprach Gehasi: Mein Herr Knig, dies ist das Weib, und dies ist der Sohn, den Elisa hat lebendig gemacht.
2Ki 8:6 Und der Knig fragte das Weib; und sie erzhlte es ihm. Da gab ihr der Knig einen Kmmerer und sprach: Schaffe ihr wieder alles, was ihr gehrt; dazu alles Einkommen des Ackers, seit der Zeit, dass sie das Land verlassen hat, bis hierher!
2Ki 8:7 Und Elisa kam gen Damaskus. Da lag Benhadad, der Knig von Syrien, krank; und man sagte es ihm an und sprach: Der Mann Gottes ist hergekommen.
2Ki 8:8 Da sprach der Knig zu Hasael: Nimm Geschenke zu dir und gehe dem Mann Gottes entgegen und frage den HErrn durch ihn und sprich, ob ich von dieser Krankheit mge genesen.
2Ki 8:9 Hasael ging ihm entgegen und nahm Geschenke mit sich und allerlei Gter zu Damaskus, eine Last fr vierzig Kamele. Und da er kam, trat er vor ihn und sprach: Dein Sohn Benhadad, der Knig von Syrien, hat mich zu dir gesandt und lsst dir sagen: Kann ich auch von dieser Krankheit genesen?
2Ki 8:10 Elisa sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen! Aber der HErr hat mir gezeigt, dass er des Todes sterben wird.
2Ki 8:11 Und der Mann Gottes schaute ihn starr und lange an und weinte.
2Ki 8:12 Da sprach Hasael: Warum weint mein Herr? Er sprach: Ich wei, was fr bel du den Kindern Israel tun wirst: du wirst ihre festen Stdte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erwrgen und ihre jungen Kinder tten und ihre schwangeren Weiber zerhauen.
2Ki 8:13 Hasael sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, dass er solch groes Ding tun sollte? Elisa sprach: Der HErr hat mir gezeigt, dass du Knig von Syrien sein wirst.
2Ki 8:14 Und er ging weg von Elisa und kam zu seinem Herrn; der sprach zu ihm: Was sagte dir Elisa? Er sprach: Er sagte mir: Du wirst genesen.
2Ki 8:15 Des andern Tages aber nahm er die Bettdecke und tauchte sie in Wasser und breitete sie ber sein Angesicht; da starb er, und Hasael ward Knig an seiner Statt.
2Ki 8:16 Im fnften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs in Israel, ward Joram, der Sohn Josaphats, Knig in Juda.
2Ki 8:17 Zweiunddreiig Jahre alt war er, da er Knig ward. Und er regierte acht Jahre zu Jerusalem
2Ki 8:18 und wandelte auf dem Wege der Knige Israels, wie das Haus Ahab tat; denn Ahabs Tochter war sein Weib. Und er tat, was dem HErrn bel gefiel;
2Ki 8:19 aber der HErr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, wie er ihm verheien hatte, ihm zu geben eine Leuchte unter seinen Kindern immerdar.
2Ki 8:20 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda und machten einen Knig ber sich.
2Ki 8:21 Da zog Joram gen Zair und alle Wagen mit ihm und machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, die um ihn her waren, dazu die Obersten ber die Wagen, dass das Volk floh in seine Htten.
2Ki 8:22 Doch blieben die Edomiter abtrnnig von Juda bis auf diesen Tag. Auch fiel zur selben Zeit ab Libna.
2Ki 8:23 Was aber mehr von Joram zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 8:24 Und Joram entschlief mit seinen Vtern in der Stadt Davids. Und Ahasja, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 8:25 Im zwlften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs Israels, ward Ahasja, der Sohn Jorams, Knig in Juda.
2Ki 8:26 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, da er Knig ward, und regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hie Athalja, eine Tochter Omris, des Knigs Israels.
2Ki 8:27 Und er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahab und tat, was dem HErrn bel gefiel, wie das Haus Ahab; denn er war Schwager im Hause Ahab.
2Ki 8:28 Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Streit wider Hasael, den Knig von Syrien gen Ramoth in Gilead; aber die Syrer schlugen Joram.
2Ki 8:29 Da kehrte Joram, der Knig, um, dass er sich heilen lie zu Jesreel von den Wunden, die ihm die Syrer geschlagen hatten zu Rama, da er mit Hasael, dem Knig von Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Knig Judas, kam hinab, zu besuchen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel; denn er lag krank.
2Ki 9:1 Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einen und sprach zu ihm: Grte deine Lenden und nimm diesen lkrug mit dir und gehe hin gen Ramoth in Gilead.
2Ki 9:2 Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis. Und gehe hinein und hei ihn aufstehen unter seinen Brdern und fhre ihn in die innerste Kammer
2Ki 9:3 und nimm den lkrug und schtte es auf sein Haupt und sprich: So sagt der HErr: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt. Und sollst die Tr auftun und fliehen und nicht verziehen.
2Ki 9:4 Und der Jngling, der Diener des Propheten, ging hin gen Ramoth in Gilead.
2Ki 9:5 Und da er hineinkam, siehe, da saen die Hauptleute des Heeres. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter uns allen? Er sprach: Dir, Hauptmann.
2Ki 9:6 Da stand er auf und ging hinein. Er aber schttete das l auf sein Haupt und sprach zu ihm: So sagt der HErr, der Gott Israels: Ich habe dich zum Knig gesalbt ber das Volk Israel.
2Ki 9:7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, dass ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HErrn rche, das die Hand Isebels vergossen hat,
2Ki 9:8 dass das ganze Haus Ahab umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten, was mnnlich ist, den Verschlossenen und Verlassenen in Israel,
2Ki 9:9 und will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Ahias.
2Ki 9:10 Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soll sie niemand begraben. Und er tat die Tr auf und floh.
2Ki 9:11 Und da Jehu herausging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu ihm: Steht es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennt doch den Mann wohl und was er sagt.
2Ki 9:12 Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns aber an! Er sprach: So und so hat er mir geredet und gesagt: So spricht der HErr: Ich habe dich zum Knig gesalbt.
2Ki 9:13 Da eilten sie und nahm ein jeglicher sein Kleid und legte unter ihn auf die hohen Stufen und bliesen mit der Posaune und sprachen: Jehu ist Knig geworden!
2Ki 9:14 Also machte Jehu, der Sohn Nimsis, einen Bund wider Joram. Joram aber hatte mit ganz Israel vor Ramoth in Gilead gelegen wider Hasael, den Knig von Syrien.
2Ki 9:15 Und Joram der Knig war wiedergekommen, dass er sich heilen lie zu Jesreel von den Wunden, die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er stritt mit Hasael, dem Knig von Syrien. Und Jehu sprach: Ist's euer Wille, so soll niemand entrinnen aus der Stadt, dass er hingehe und es ansage zu Jesreel.
2Ki 9:16 Und er fuhr und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; so war Ahasja, der Knig Judas, hinabgezogen, Joram zu besuchen.
2Ki 9:17 Der Wchter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stand, sah den Haufen Jehus kommen und sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter und sende ihnen entgegen und sprich: Ist's Friede?
2Ki 9:18 Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der Knig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was geht dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Der Wchter verkndigte und sprach: Der Bote ist zu ihnen gekommen und kommt nicht wieder.
2Ki 9:19 Da sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihnen kam, sprach er: So spricht der Knig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was geht dich der Friede an? Wende dich hinter mich!
2Ki 9:20 Das verkndigte der Wchter und sprach: Er ist zu ihnen gekommen und kommt nicht wieder. Und es ist ein Treiben wie das Treiben Jehus, des Sohnes Nimsis; denn er treibt, wie wenn er unsinnig wre.
2Ki 9:21 Da sprach Joram: Spannt an! Und man spannte seinen Wagen an. Und sie zogen aus, Joram, der Knig Israels, und Ahasja, der Knig Judas, ein jeglicher auf seinem Wagen, dass sie Jehu entgegenkmen; und sie trafen ihn auf dem Acker Naboths, des Jesreeliten.
2Ki 9:22 Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Isebel Abgtterei und Zauberei wird immer grer.
2Ki 9:23 Da wandte Joram seine Hand und floh und sprach zu Ahasja: Es ist Verrterei, Ahasja!
2Ki 9:24 Aber Jehu fasste den Bogen und schoss Joram zwischen die Arme, dass sein Pfeil durch sein Herz ausfuhr, und er fiel in seinen Wagen.
2Ki 9:25 Und er sprach zu seinem Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn auf den Acker Naboths, des Jesreeliten! Denn ich gedenke, dass du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrst, da der HErr solchen Spruch ber ihn tat:
2Ki 9:26 Was gilt's (sprach der HErr), ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des HErrn.
2Ki 9:27 Da das Ahasja, der Knig Judas, sah, floh er des Weges zum Hause des Gartens. Jehu aber jagte ihm nach und hie ihn auch schlagen in dem Wagen auf der Hhe Gur, die bei Jibleam liegt. Und er floh gen Megiddo und starb daselbst.
2Ki 9:28 Und seine Knechte lieen ihn fhren gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen Vtern in der Stadt Davids.
2Ki 9:29 Ahasja aber regierte ber Juda im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs.
2Ki 9:30 Und da Jehu gen Jesreel kam und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr Angesicht und schmckte ihr Haupt und guckte zum Fenster hinaus.
2Ki 9:31 Und da Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwrgte?
2Ki 9:32 Und er hob sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer hlt's hier mit mir? Da sahen zwei oder drei Kmmerer zu ihm heraus.
2Ki 9:33 Er sprach: Strzt sie herab! und sie strzten sie herab, dass die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprengt wurden, und sie ward zertreten.
2Ki 9:34 Und da er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Sehet doch nach der Verfluchten und begrabet sie; denn sie ist eines Knigs Tochter!
2Ki 9:35 Da sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn den Schdel und die Fe und ihre flachen Hnde.
2Ki 9:36 Und sie kamen wieder und sagten's ihm an. Er aber sprach: Es ist, was der HErr geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiter, und gesagt: Auf dem Acker Jesreel sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen;
2Ki 9:37 und das Aas Isebels soll wie Kot auf dem Felde sein im Acker Jesreels, dass man nicht sagen knne: Das ist Isebel.
2Ki 10:1 Ahab aber hatte siebzig Shne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie gen Samaria, zu den Obersten der Stadt (Jesreel), zu den ltesten und Vormndern Ahabs, die lauteten also:
2Ki 10:2 Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Shne sind und Wagen, Rosse, feste Stdte und Rstung,
2Ki 10:3 so sehet, welcher der Beste und geschickteste sei unter den Shnen eures Herrn, und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl und streitet fr eures Herrn Haus.
2Ki 10:4 Sie aber frchteten sich gar sehr und sprachen: Siehe, zwei Knige konnten ihm nicht widerstehen; wie wollen wir denn stehen?
2Ki 10:5 Und die ber das Haus und ber die Stadt waren und die ltesten und Vormnder sandten hin zu Jehu und lieen ihm sagen: Wir sind deine Knechte: wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum Knig machen. Tue was dir gefllt.
2Ki 10:6 Da schrieb er den andern Brief an sie, der lautete also: So ihr mein seid und meiner Stimme gehorcht, so nehmet die Hupter von den Mnnern, eures Herrn Shnen, und bringt sie zu mir morgen um diese Zeit gen Jesreel. (Der Shne aber des Knigs waren siebzig Mann, und die Grten der Stadt zogen sie auf.)
2Ki 10:7 Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Knigs Shne und schlachteten die siebzig Mnner und legten ihre Hupter in Krbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel.
2Ki 10:8 Und da der Bote kam und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Hupter der Knigskinder gebracht, sprach er: Legt sie auf zwei Haufen vor die Tr am Tor bis morgen.
2Ki 10:9 Und des Morgens, da er ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: Ihr seid ja gerecht. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht und ihn erwrgt, wer hat denn diese alle geschlagen?
2Ki 10:10 So erkennet ihr ja, dass kein Wort des HErrn ist auf die Erde gefallen, das der HErr geredet hat wider das Haus Ahab; und der HErr hat getan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia.
2Ki 10:11 Also schlug Jehu alle brigen vom Hause Ahab zu Jesreel, alle seine Groen, seine Verwandten und seine Priester, bis dass ihm nicht einer brigblieb;
2Ki 10:12 und machte sich auf, zog hin und kam gen Samaria. Unterwegs aber war ein Hirtenhaus.
2Ki 10:13 Da traf Jehu an die Brder Ahasjas, des Knigs Judas, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Brder Ahasjas und ziehen hinab, zu gren des Knigs Kinder und der Knigin Kinder.
2Ki 10:14 Er aber sprach: Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und lieen nicht einen von ihnen brig.
2Ki 10:15 Und da er von dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm begegnete. Und er grte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir deine Hand! Und er gab ihm seine Hand! Und er lie ihn zu sich auf den Wagen sitzen
2Ki 10:16 und sprach: Komm mit mir und siehe meinen Eifer um den HErrn! Und sie fhrten ihn mit ihm auf seinem Wagen.
2Ki 10:17 Und da er gen Samaria kam, schlug er alles, was brig war von Ahab zu Samaria, bis dass er ihn vertilgte nach dem Wort des HErrn, das er zu Elia geredet hatte.
2Ki 10:18 Und Jehu versammelt alles Volk und lie ihnen sagen: Ahab hat Baal wenig gedient; Jehu will ihm besser dienen.
2Ki 10:19 So lasst nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, dass man niemand vermisse; denn ich habe ein groes Opfer dem Baal zu tun. Wen man vermissen wird, der soll nicht leben. Aber Jehu tat solches mit Hinterlist, dass er die Diener Baals umbrchte.
2Ki 10:20 Und Jehu sprach: Heiligt dem Baal das Fest! Und sie lieen es ausrufen.
2Ki 10:21 Auch sandte Jehu in ganz Israel und lie alle Diener Baals kommen, dass niemand brig war, der nicht gekommen wre. Und sie gingen in das Haus Baals, dass das Haus Baals voll ward an allen Enden.
2Ki 10:22 Da sprach er zu denen, die ber das Kleiderhaus waren: Bringet allen Dienern Baals Kleider heraus! Und sie brachten die Kleider heraus.
2Ki 10:23 Und Jehu ging in das Haus Baal mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, dass nicht hier unter euch sei jemand von des HErrn Dienern, sondern Baals Diener allein!
2Ki 10:24 Und da sie hineinkamen Opfer und Brandopfer zu tun, bestellte sich Jehu auen achtzig Mann und sprach: Wenn der Mnner jemand entrinnt, die ich unter eure Hnde gebe, so soll fr seine Seele dessen Seele sein.
2Ki 10:25 Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten und Rittern: Geht hinein und schlagt jedermann; lasst niemand herausgehen! Und sie schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen zur Stadt des Hauses Baals
2Ki 10:26 und brachte heraus die Sulen in dem Hause Baal und verbrannten sie
2Ki 10:27 und zerbrachen die Sule Baals samt dem Hause Baals und machten heimliche Gemcher daraus bis auf diesen Tag.
2Ki 10:28 Also vertilgte Jehu den Baal aus Israel;
2Ki 10:29 aber von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte, lie Jehu nicht, von den goldenen Klbern zu Beth-El und zu Dan.
2Ki 10:30 Und der HErr sprach zu Jehu: Darum, dass du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahab getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir auf dem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied.
2Ki 10:31 Aber doch hielt Jehu nicht, dass er im Gesetz des HErrn, des Gottes Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er lie nicht von den Snden Jerobeams, der Israel hatte sndigen gemacht.
2Ki 10:32 Zur selben Zeit fing der HErr an, Israel zu mindern; denn Hasael schlug sie in allen Grenzen Israels,
2Ki 10:33 vom Jordan gegen der Sonne Aufgang, das Land Gilead der Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer an, das am Bach Arnon liegt, so Gilead wie Basan.
2Ki 10:34 Was aber mehr von Jehu zu sagen ist und alles, was er getan hat, und alle seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 10:35 Und Jehu entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn zu Samaria. Und Joahas, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 10:36 Die Zeit aber, die Jehu ber Israel regiert hat zu Samaria, sind achtundzwanzig Jahre.
2Ki 11:1 Athalja aber, Ahasjas Mutter, da sie sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte um alle aus dem kniglichen Geschlecht.
2Ki 11:2 Aber Joseba, die Tochter des Knigs Joram, Ahasjas Schwester, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus des Knigs Kinder, die gettet wurden, und tat ihn mit seiner Amme in die Bettkammer; und sie verbargen ihn vor Athalja, dass er nicht gettet ward.
2Ki 11:3 Und er war mit ihr versteckt im Hause des HErrn sechs Jahre. Athalja aber war Knigin im Lande.
2Ki 11:4 Im siebenten Jahr aber sandte hin Jojada und nahm die Obersten ber hundert von den Leibwchtern und den Trabanten und lie sie zu sich ins Haus des HErrn kommen und machte einen Bund mit ihnen und nahm einen Eid von ihnen im Hause des HErrn und zeigte ihnen des Knigs Sohn
2Ki 11:5 und gebot ihnen und sprach: Das ist's, was ihr tun sollt: Ein dritter Teil von euch, die ihr des Sabbats antretet, soll der Hut warten im Hause des Knigs,
2Ki 11:6 und ein dritter Teil soll sein am Tor Sur, und ein dritter Teil am Tor das hinter den Trabanten ist, und soll der Hut warten am Hause Massah.
2Ki 11:7 Aber die zwei Teile euer aller, die des Sabbats abtreten, sollen der Hut warten im Hause des HErrn um den Knig,
2Ki 11:8 und sollt rings um den Knig euch machen, ein jeglicher mit seiner Wehre in der Hand, und wer herein zwischen die Reihen kommt, der sterbe, und sollt bei dem Knig sein, wenn er aus und ein geht.
2Ki 11:9 Und die Obersten taten alles, was ihnen Jojada, der Priester, gesagt hatte, und nahmen zu sich ihre Mnner, die des Sabbats abtraten, und kamen zu dem Priester Jojada.
2Ki 11:10 Und der Priester gab den Hauptleuten Spiee und Schilde, die dem Knig David gehrt hatten und in dem Hause des HErrn waren.
2Ki 11:11 Und die Trabanten standen um den Knig her, ein jeglicher mit seiner Wehre in der Hand, von dem Winkel des Hauses zur Rechten bis zum Winkel zur Linken, zum Altar zu und zum Hause.
2Ki 11:12 Und er lie des Knigs Sohn hervorkommen und setzte ihm eine Krone auf und gab ihm das Zeugnis, und sie machten ihn zum Knig und salbten ihn und schlugen die Hnde zusammen und sprachen: Glck zu dem Knig!
2Ki 11:13 Und da Athalja hrte das Geschrei des Volkes, das zulief, kam sie zum Volk in das Haus des HErrn
2Ki 11:14 und sah. Siehe, da stand der Knig an der Sule, wie es Gewohnheit war, und die Obersten und die Drommeter bei dem Knig; und alles Volk des Landes war frhlich, und man blies mit Drommeten. Athalja aber zerriss ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!
2Ki 11:15 Aber der Priester Jojada gebot den Obersten ber hundert, die ber das Heer gesetzt waren, und sprach zu ihnen: Fhret sie zwischen den Reihen hinaus; und wer ihr folgt, der sterbe des Schwerts! Denn der Priester hatte gesagt, sie sollte nicht im Hause des HErrn sterben.
2Ki 11:16 Und sie machten ihr Raum zu beiden Seiten; und sie ging hinein des Weges, da die Rosse zum Hause des Knigs gehen, und ward daselbst gettet.
2Ki 11:17 Da machte Jojada einen Bund zwischen dem HErrn und dem Knig und dem Volk, dass sie des HErrn Volk sein sollten; also auch zwischen dem Knig und dem Volk.
2Ki 11:18 Da ging alles Volk des Landes in das Haus Baals und brachen ihre Altre ab und zerbrachen seine Bildnisse grndlich, und Matthan, den Priester Baals, erwrgten sie vor den Altren. Der Priester aber bestellte die mter im Hause des HErrn
2Ki 11:19 und nahm die Obersten ber hundert und die Leibwchter und die Trabanten und alles Volk des Landes, und sie fhrten den Knig hinab vom Hause des HErrn und kamen durchs Tor der Trabanten zum Knigshause; und er setzte sich auf der Knige Stuhl.
2Ki 11:20 Und alles Volk im Lande war frhlich, und die Stadt war still. Athalja aber tteten sie mit dem Schwert in des Knigs Hause.
2Ki 12:1 Und Joas war sieben Jahre alt, da er Knig ward.
2Ki 12:2 Im siebenten Jahr Jehus ward Joas Knig, und regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Zibja von Beer-Seba.
2Ki 12:3 Und Joas tat, was recht war und dem HErrn wohl gefiel, solange ihn der Priester Jojada lehrte,
2Ki 12:4 nur, dass sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und rucherte noch auf den Hhen.
2Ki 12:5 Und Joas sprach zu den Priestern: Alles Geld, das geheiligt wird, dass es in das Haus des HErrn gebracht werde, das gang und gbe ist, das Geld, das jedermann gibt in der Schtzung seiner Seele, und alles Geld, das jedermann von freiem Herzen opfert, dass es in des HErrn Haus gebracht werde,
2Ki 12:6 das lasst die Priester zu sich nehmen, einen jeglichen von seinen Bekannten. Davon sollen sie bessern, was baufllig ist am Hause, wo sie finden, dass es baufllig ist.
2Ki 12:7 Da aber die Priester bis ins dreiundzwanzigste Jahr des Knigs Joas nicht besserten, was baufllig war am Hause,
2Ki 12:8 rief der Knig Joas den Priester Jojada samt den Priestern und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr nicht, was baufllig ist am Hause? So sollt ihr nun nicht zu euch nehmen das Geld, ein jeglicher von seinen Bekannten, sondern sollt's geben zu dem, das baufllig ist am Hause.
2Ki 12:9 Und die Priester willigten darein, dass sie nicht vom Volk Geld nhmen und das Baufllige am Hause besserten.
2Ki 12:10 Da nahm der Priester Jojada eine Lade und bohrte oben ein Loch darein und setzte sie zur rechten Hand neben den Altar, da man in das Haus des HErrn geht. Und die Priester, die an der Schwelle hteten, taten darein alles Geld, das zu des HErrn Haus gebracht ward.
2Ki 12:11 Wenn sie dann sahen, dass viel Geld in der Lade war, so kam des Knigs Schreiber herauf mit dem Hohenpriester, und banden das Geld zusammen und zhlten es, was fr des HErrn Haus gefunden ward.
2Ki 12:12 Und man bergab das Geld bar den Werkmeistern, die da bestellt waren zu dem Hause des HErrn; und sie gaben's heraus den Zimmerleuten und Bauleuten, die da arbeiteten am Hause des HErrn,
2Ki 12:13 nmlich den Maurern und Steinmetzen und denen, die da Holz und gehauene Stein kaufen sollten, dass das Baufllige am Hause des HErrn gebessert wrde, und fr alles, was not war, um am Hause zu bessern.
2Ki 12:14 Doch lie man nicht machen silberne Schalen, Messer, Becken, Drommeten noch irgend ein goldenes oder silbernes Gert im Hause des HErrn von solchem Geld, das zu des HErrn Hause gebracht ward;
2Ki 12:15 sondern man gab's den Arbeitern, dass sie damit das Baufllige am Hause des Herrn besserten.
2Ki 12:16 Auch brauchten die Mnner nicht Rechnung zu tun, denen man das Geld bergab, dass sie es den Arbeitern gben; sondern sie handelten auf Glauben.
2Ki 12:17 Aber das Geld von Schuldopfern und Sndopfern ward nicht zum Hause des HErrn gebracht; denn es gehrte den Priestern.
2Ki 12:18 Zu der Zeit zog Hasael, der Knig von Syrien, herauf und stritt wider Gath und gewann es. Und da Hasael sein Angesicht stellte, nach Jerusalem hinaufzuziehen,
2Ki 12:19 nahm Joas, der Knig Judas, all das Geheiligte, das seine Vter Josaphat, Joram und Ahasja, die Knige Judas, geheiligt hatten, und was er geheiligt hatte, dazu alles Gold, das man fand im Schatz in des HErrn Hause und in des Knigs Hause, und schickte es Hasael, dem Knig von Syrien. Da zog er ab von Jerusalem.
2Ki 12:20 Was aber mehr von Joas zu sagen ist und alles, was er getan hat, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas,
2Ki 12:21 Und seine Knechte emprten sich und machten einen Bund und schlugen ihn im Haus Millo, da man hinabgeht zu Silla.
2Ki 12:22 Denn Josachar, der Sohn Simeaths, und Josabad, der Sohn Somers, seine Knechte, schlugen ihn tot. Und man begrub ihn mit seinen Vtern in der Stadt Davids. Und Amazja, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 13:1 Im dreiundzwanzigsten Jahr des Joas, des Sohnes Ahasjas, des Knigs Judas, ward Joahas, der Sohn Jehus, Knig ber Israel zu Samaria siebzehn Jahre;
2Ki 13:2 und er tat, was dem HErrn bel gefiel, und wandelte nach den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte, und lie nicht davon.
2Ki 13:3 Und des HErrn Zorn ergrimmte ber Israel, und er gab sie in die Hand Hasaels, des Knigs von Syrien, und Benhadads, des Sohnes Hasaels, die ganze Zeit.
2Ki 13:4 Aber Joahas bat des HErrn Angesucht. Und der HErr erhrte ihn; denn er sah den Jammer Israels an, wie sie der Knig von Syrien drngte.
2Ki 13:5 Und der HErr gab Israel einen Heiland, der sie aus der Gewalt der Syrer fhrte, dass die Kinder Israel in ihren Htten wohnten wie zuvor.
2Ki 13:6 Doch sie lieen nicht von der Snde des Hauses Jerobeams, der Israel sndigen machte, sondern wandelten darin. Auch blieb stehen das Ascherabild zu Samaria.
2Ki 13:7 Denn es war des Volks des Joahas nicht mehr briggeblieben als fnfzig Reiter, zehn Wagen und zehntausend Mann Fuvolk. Denn der Knig von Syrien hatte sie umgebracht und hatte sie gemacht wie Staub beim Dreschen.
2Ki 13:8 Was aber mehr von Joahas zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 13:9 Und Joahas entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn zu Samaria. Und sein Sohn Joas ward Knig an seiner Statt.
2Ki 13:10 Im siebenunddreiigsten Jahr des Joas, des Knigs in Juda, ward Joas, der Sohn Joahas, Knig ber Israel zu Samaria sechzehn Jahre;
2Ki 13:11 und er tat, was dem HErrn bel gefiel, und lie nicht von allen Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte, sondern wandelte darin.
2Ki 13:12 Was aber mehr von Joas zu sagen ist und was er getan hat und seine Macht, wie er mit Amazja, dem Knig Judas, gestritten hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 13:13 Und Joas entschlief mit seinen Vtern, und Jerobeam sa auf seinem Stuhl. Joas aber ward begraben zu Samaria bei den Knigen Israels.
2Ki 13:14 Elisa aber war krank, daran er auch starb. Und Joas, der Knig Israels, kam zu ihm hinab und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!
2Ki 13:15 Elisa aber sprach zu ihm: Nimm Bogen und Pfeile! Und da er den Bogen und die Pfeile nahm,
2Ki 13:16 sprach er zum Knig Israels: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf des Knigs Hand
2Ki 13:17 und sprach: Tu das Fenster auf gegen Morgen! Und er tat's auf. Und Elisa sprach: Schie! Und er schoss. Er aber sprach: Ein Pfeil des Heils vom HErrn, ein Pfeil des Heils wider die Syrer; und du wirst die Syrer schlagen zu Aphek, bis sie aufgerieben sind.
2Ki 13:18 Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und da er sie nahm, sprach er zum Knig Israels: Schlage die Erde! Und er schlug dreimal und stand still.
2Ki 13:19 Da ward der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach: Httest du fnf- oder sechsmal geschlagen, so wrdest du die Syrer geschlagen haben, bis sie aufgerieben wren; nun aber wirst du sie dreimal schlagen.
2Ki 13:20 Da aber Elisa gestorben war und man ihn begraben hatte, fielen die Kriegsleute der Moabiter ins Land desselben Jahres.
2Ki 13:21 Und es begab sich, dass man einen Mann begrub; da sie aber die Kriegsleute sahen, warfen sie den Mann in Elisas Grab. Und da er hinabkam und die Gebeine Elisas berhrte, ward er lebendig und trat auf seine Fe.
2Ki 13:22 Also zwang nun Hasael, der Knig von Syrien, Israel, solange Joahas lebte.
2Ki 13:23 Aber der HErr tat ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte sich zu ihnen um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.
2Ki 13:24 Und Hasael, der Knig von Syrien, starb, und sein Sohn Benhadad ward Knig an seiner Statt.
2Ki 13:25 Joas aber nahm wieder die Stdte aus der Hand Benhadads, des Sohnes Hasaels, die er aus der Hand seines Vaters Joahas genommen hatte im Streit. Dreimal schlug ihn Joas und brachte die Stdte Israels wieder.
2Ki 14:1 Im zweiten Jahr des Joas, des Sohnes des Joahas, des Knigs ber Israel, ward Amazja Knig, der Sohn des Joas, des Knigs in Juda.
2Ki 14:2 Fnfundzwanzig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Joaddan von Jerusalem.
2Ki 14:3 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, doch nicht wie sein Vater David; sondern wie sein Vater Joas tat er auch.
2Ki 14:4 Denn die Hhen wurden nicht abgetan; sondern das Volk opferte und rucherte noch auf den Hhen.
2Ki 14:5 Da er nun seines Knigreiches mchtig ward, schlug er seine Knechte, die seinen Vater, den Knig geschlagen hatten.
2Ki 14:6 Aber die Kinder der Totschlger ttete er nicht, wie es denn geschrieben steht im Gesetzbuch Moses, da der HErr geboten hat und gesagt: Die Vter sollen nicht um der Kinder willen sterben, und die Kinder sollen nicht um der Vter willen sterben; sondern ein jeglicher soll um seiner Snde sterben.
2Ki 14:7 Er schlug auch die Edomiter im Salztal zehntausend und gewann die Stadt Sela mit Streit und hie sie Joktheel bis auf diesen Tag.
2Ki 14:8 Da sandte Amazja Boten zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Knig ber Israel, und lie ihm sagen: Komm her, wir wollen uns miteinander messen!
2Ki 14:9 Aber Joas, der Knig Israels, sandte zu Amazja, dem Knig Judas und lie ihm sagen: Der Dornstrauch, der im Libanon ist, sandte zur Zeder im Libanon und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber das Wild auf dem Felde im Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat ihn.
2Ki 14:10 Du hast die Edomiter geschlagen; des berhebt sich dein Herz. Habe den Ruhm und bleibe daheim! Warum ringst du nach Unglck, dass du fllst und Juda mit dir?
2Ki 14:11 Aber Amazja gehorchte nicht. Da zog Joas, der Knig Israels, herauf; und sie maen sich miteinander, er und Amazja, der Knig Judas, zu Beth-Semes, das in Juda liegt.
2Ki 14:12 Aber Juda ward geschlagen vor Israel, dass ein jeglicher floh in seine Htte.
2Ki 14:13 Und Joas, der Knig Israels, griff Amazja, den Knig in Juda, den Sohn des Joas, des Sohnes Ahasjas, zu Beth-Semes und kam gen Jerusalem und riss ein die Mauer Jerusalems von dem Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang,
2Ki 14:14 und nahm alles Gold und Silber und Gert, das gefunden ward im Hause des HErrn und im Schatz des Knigshauses, dazu die Geiseln, und zog wieder gen Samaria.
2Ki 14:15 Was aber mehr von Joas zu sagen ist, was er getan hat, und seine Macht, und wie er mit Amazja, dem Knig Judas gestritten hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 14:16 Und Joas entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Samaria unter den Knigen Israels. Und sein Sohn Jerobeam ward Knig an seiner Statt.
2Ki 14:17 Amazja aber, der Sohn des Joas, des Knigs in Juda, lebte nach dem Tod des Joas, des Sohnes des Joahas, des Knigs ber Israel, fnfzehn Jahre.
2Ki 14:18 Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 14:19 Und sie machten einen Bund wider ihn zu Jerusalem; er aber floh gen Lachis. Und sie sandten hin, ihm nach, gen Lachis und tteten in daselbst.
2Ki 14:20 Und sie brachten ihn auf Rossen, und er ward begraben zu Jerusalem bei seinen Vtern in der Stadt Davids.
2Ki 14:21 Und das ganze Volk Judas nahm Asarja in seinem sechzehnten Jahr und machten ihn zum Knig anstatt seines Vaters Amazja.
2Ki 14:22 Er baute Elath und brachte es wieder zu Juda, nachdem der Knig mit seinen Vtern entschlafen war.
2Ki 14:23 Im fnfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes Joas, des Knigs in Juda, ward Jerobeam, der Sohn des Joas, Knig ber Israel zu Samaria einundvierzig Jahre;
2Ki 14:24 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, und lie nicht ab von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte.
2Ki 14:25 Er aber brachte wieder herzu das Gebiet Israels von Hamath an bis an das Meer, das im blachen Felde liegt, nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amitthais, den Propheten, der von Gath-Hepher war.
2Ki 14:26 Denn der HErr sah an den elenden Jammer Israels, dass auch die Verschlossenen und Verlassenen dahin waren und kein Helfer war in Israel.
2Ki 14:27 Und der HErr hatte nicht geredet, dass er wollte den Namen Israels austilgen unter dem Himmel, und half ihnen durch Jerobeam, den Sohn des Joas.
2Ki 14:28 Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Macht, wie er gestritten hat, und wie er Damaskus und Hamath wiedergebracht an Juda in Israel, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 14:29 Und Jerobeam entschlief mit seinen Vtern, mit den Knigen Israels. Und sein Sohn Sacharja ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:1 Im siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Knigs Israels, ward Knig Asarja, der Sohn Amazjas, des Knigs Judas;
2Ki 15:2 und er war sechzehn Jahre alt, da er Knig ward, und regierte zweiundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jecholja von Jerusalem.
2Ki 15:3 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, ganz wie sein Vater Amazja,
2Ki 15:4 nur, dass sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und rucherte noch auf den Hhen.
2Ki 15:5 Der HErr aber plagte den Knig, dass er ausstzig war bis an seinen Tod, und wohnte in einem besonderen Hause. Jotham aber, des Knigs Sohn, regierte das Haus und richtete das Volk im Lande.
2Ki 15:6 Was aber mehr von Asarja zu sagen ist und alles, was er getan hat, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 15:7 Und Asarja entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn bei seinen Vtern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotham ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:8 Im achtunddreiigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig Sacharja, der Sohn Jerobeams, ber Israel zu Samaria sechs Monate;
2Ki 15:9 und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten. Er lie nicht ab von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte.
2Ki 15:10 Und Sallum, der Sohn des Jabes, machte einen Bund wider ihn und schlug ihn vor dem Volk und ttete ihn und ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:11 Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 15:12 Und das ist's, was der HErr zu Jehu geredet hatte: Dir sollen Kinder ins vierte Glied sitzen auf dem Stuhl Israels. Und ist also geschehen.
2Ki 15:13 Sallum aber, der Sohn des Jabes, ward Knig im neununddreiigsten Jahr Usias, des Knigs in Juda, und regierte einen Monat zu Samaria.
2Ki 15:14 Denn Menahem, der Sohn Gadis, zog herauf von Thirza und kam gen Samaria und schlug Sallum, den Sohn des Jabes, zu Samaria und ttete ihn und ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:15 Was aber mehr von Sallum zu sagen ist und seinen Bund, den er anrichtete, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 15:16 Dazumal schlug Menahem Tiphsah und alle, die darin waren, und ihr Gebiet von Thirza aus, darum dass sie ihn nicht wollten einlassen, und schlug alle ihre Schwangeren und zerriss sie.
2Ki 15:17 Im neununddreiigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig Menahem, der Sohn Gadis, ber Israel zu Samaria;
2Ki 15:18 und er tat, was dem HErrn bel gefiel. Er lie sein Leben lang nicht von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte.
2Ki 15:19 Und es kam Phul, der Knig von Assyrien, ins Land. Und Menahem gab dem Phul tausend Zentner Silber, dass er's mit ihm hielte und befestigte ihm das Knigreich.
2Ki 15:20 Und Menahem setzte ein Geld in Israel auf die Reichsten, fnfzig Silberlinge auf einen jeglichen Mann, dass er's dem Knig von Assyrien gbe. Also zog der Knig von Assyrien wieder heim und blieb nicht im Lande.
2Ki 15:21 Was aber mehr von Menahem zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 15:22 Und Menahem entschlief mit seinen Vtern, und Pekahja, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:23 Im fnfzigsten Jahr Asarjas, des Knigs in Juda, ward Knig Pekahja, der Sohn Menahems, ber Israel zu Samaria, zwei Jahre;
2Ki 15:24 und er tat, was dem HErrn bel gefiel; denn er lie nicht von der Snde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte.
2Ki 15:25 Und es machte Pekah, der Sohn Remaljas, sein Ritter, einen Bund wider ihn und schlug ihn zu Samaria im Palast des Knigshauses samt Argob und Arje, und mit ihm waren fnfzig Mann von den Kindern Gileads, und ttete ihn und ward Knig an seiner Statt.
2Ki 15:26 Was aber mehr von Pekahja zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 15:27 Im zweiundfnfzigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig Pekah, der Sohn Remaljas, ber Israel zu Samaria zwanzig Jahre;
2Ki 15:28 und er tat, was dem HErrn bel gefiel; denn er lie nicht von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sndigen machte.
2Ki 15:29 Zu den Zeiten Pekahs, des Knigs Israels, kam Thiglath-Pileser, der Knig von Assyrien, und nahm Ijon, Abel-Beth-Maacha, Janoah, Kedes, Hazor, Gilead und Galila, das ganze Land Naphthali, und fhrte sie weg nach Assyrien.
2Ki 15:30 Und Hosea, der Sohn Elas, machte einen Bund wider Pekah, den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot und ward Knig an seiner Statt im zwanzigsten Jahr Jothams, des Sohnes Usias.
2Ki 15:31 Was aber mehr von Pekah zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2Ki 15:32 Im zweiten Jahr Pekahs, des Sohnes Remaljas, des Knigs ber Israel, ward Knig Jotham, der Sohn Usias, des Knigs in Juda.
2Ki 15:33 Er war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jerusa, eine Tochter Zadoks.
2Ki 15:34 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, ganz wie sein Vater Usia getan hatte,
2Ki 15:35 nur, dass sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und rucherte noch auf den Hhen. Er baute das obere Tor am Hause des HErrn.
2Ki 15:36 Was aber mehr von Jotham zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 15:37 Zu der Zeit hob der HErr an, zu senden gen Juda Rezin, den Knig von Syrien und Pekah, den Sohn Remaljas.
2Ki 15:38 Und Jotham entschlief mit seinen Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Ahas, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 16:1 Im siebzehnten Jahr Pekahs, des Sohnes Remaljas, ward Knig Ahas, der Sohn Jothams, des Knigs in Juda.
2Ki 16:2 Zwanzig Jahre war Ahas alt, da er Knig ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und tat nicht, was dem HErrn, seinem Gott, wohl gefiel wie sein Vater David;
2Ki 16:3 denn er wandelte auf dem Wege der Knige Israels. Dazu lie er seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Greueln der Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte,
2Ki 16:4 und tat Opfer und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und unter allen grnen Bumen.
2Ki 16:5 Dazumal zogen Rezin, der Knig von Syrien und Pekah, der Sohn Remaljas, Knig in Israel, hinauf gen Jerusalem, zu streiten und belagerten Ahas; aber sie konnten es nicht gewinnen.
2Ki 16:6 Zu derselben Zeit brachte Rezin, Knig von Syrien, Elath wieder an Syrien und stie die Juden aus Elath; aber die Syrer kamen und wohnten darin bis auf diesen Tag.
2Ki 16:7 Und Ahas sandte Boten zu Thiglath-Pileser, dem Knig von Assyrien, und lie ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und hilf mir aus der Hand des Knigs von Syrien und des Knigs Israels, die sich wider mich haben aufgemacht!
2Ki 16:8 Und Ahas nahm das Silber und Gold, das im Hause des HErrn und in den Schtzen des Knigshauses gefunden ward, und sandte dem Knig von Assyrien Geschenke.
2Ki 16:9 Und der Knig von Assyrien gehorchte ihm und zog herauf gen Damaskus und gewann es und fhrte es weg gen Kir und ttete Rezin.
2Ki 16:10 Und der Knig Ahas zog entgegen Thiglath-Pileser, dem Knig zu Assyrien, gen Damaskus. Und da er einen Altar sah, sandte der Knig Ahas desselben Altars Ebenbild und Gleichnis zum Priester Uria, wie derselbe gemacht war.
2Ki 16:11 Und Uria, der Priester, baute einen Altar und machte ihn, wie der Knig Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus, bis der Knig Ahas von Damaskus kam.
2Ki 16:12 Und da der Knig von Damaskus kam und den Altar sah, opferte er darauf
2Ki 16:13 und zndete darauf an sein Brandopfer und Speisopfer und goss darauf sein Trankopfer und lie das Blut der Dankopfer, die er opferte, auf den Altar sprengen.
2Ki 16:14 Aber den ehernen Altar, der vor dem HErrn stand, tat er weg, dass er nicht stnde zwischen dem Altar und dem Hause des HErrn, sondern setzte ihn an die Seite des Altars gegen Mitternacht.
2Ki 16:15 Und der Knig Ahas gebot Uria, dem Priester, und sprach: Auf dem groen Altar sollst du anznden die Brandopfer des Morgens und die Speisopfer des Abends und die Brandopfer des Knigs und sein Speisopfer und die Brandopfer alles Volks im Lande samt ihrem Speisopfer und Trankopfer; und alles Blut der Brandopfer und das Blut aller andern Opfer sollst du darauf sprengen; aber mit dem ehernen Altar will ich denken, was ich mache.
2Ki 16:16 Uria, der Priester, tat alles, was ihn der Knig Ahas hie.
2Ki 16:17 Und der Knig Ahas brach ab die Seiten an den Gesthlen und tat die Kessel oben davon; und das Meer tat er von den Ehernen Ochsen, die darunter waren, und setzte es auf steinernes Pflaster.
2Ki 16:18 Dazu bedeckte die Sabbathalle, die sie im Hause gebaut hatten, und den ueren Eingang des Knigs wandte er zum Hause des HErrn, dem Knig von Assyrien zum Dienst.
2Ki 16:19 Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 16:20 Und Ahas entschlief mit seinen Vtern und ward begraben bei seinen Vtern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 17:1 Im zwlften Jahr des Ahas, des Knigs in Juda, ward Knig ber Israel zu Samaria Hosea, der Sohn Elas, neun Jahre;
2Ki 17:2 und er tat, was dem HErrn bel gefiel, doch nicht wie die Knige Israels, die vor ihm waren.
2Ki 17:3 Wider denselben zog herauf Salmanasser, der Knig von Assyrien. Und Hosea ward ihm untertan, dass er ihm Geschenke gab.
2Ki 17:4 Da aber der Knig von Assyrien inneward, dass Hosea einen Bund anrichtete und hatte Boten zu So, dem Knig in gypten, gesandt, griff er ihn und legte ihn ins Gefngnis.
2Ki 17:5 Nmlich der Knig von Assyrien zog ber das ganze Land und gen Samaria und belagerte es drei Jahre.
2Ki 17:6 Und im neunten Jahr Hoseas gewann der Knig von Assyrien Samaria und fhrte Israel weg nach Assyrien und setzte sie nach Halah und an den Habor, an das Wasser Gosan und in die Stdte der Meder.
2Ki 17:7 Denn die Kinder Israel sndigten wider den HErrn, ihren Gott, der sie aus gyptenland gefhrt hatte, aus der Hand Pharaos, des Knigs von gypten, und frchteten andere Gtter
2Ki 17:8 und wandelten nach der Heiden Weise, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte, und taten wie die Knige Israels;
2Ki 17:9 und die Kinder Israels schmckten ihre Sachen wider den HErrn, ihren Gott, die doch nicht gut waren, also dass sie sich Hhen bauten in allen Stdten, von den Wachttrmen bis zu den festen Stdten,
2Ki 17:10 und richteten Sulen auf und Ascherabilder auf allen hohen Hgeln und unter allen grnen Bumen,
2Ki 17:11 und rucherten daselbst auf allen Hhen wie die Heiden, die der HErr vor ihnen weggetrieben hatte, und sie trieben bse Stcke, den HErrn zu erzrnen,
2Ki 17:12 und dienten den Gtzen, davon der HErr zu ihnen gesagt hatte: Ihr sollt solches nicht tun;
2Ki 17:13 und wenn der HErr bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und Seher und lie ihnen sagen: Kehret um von euren bsen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach allem Gesetz, das ich euren Vtern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten:
2Ki 17:14 so gehorchen sie nicht, sondern hrteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Vter, die nicht glaubten an den HErrn, ihren Gott;
2Ki 17:15 dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren Vtern gemacht hatte, und seine Zeugnisse, die er unter ihnen tat, und wandelten ihrer Eitelkeit nach und wurden eitel den Heiden nach, die um sie her wohnten, von welchen ihnen der HErr geboten hatte, sie sollten nicht wie sie tun;
2Ki 17:16 aber sie verlieen alle Gebote des HErrn, ihres Gottes, und machten sich zwei gegossene Klber und Ascherabild und beteten an alles Heer des Himmels und dienten Baal
2Ki 17:17 und lieen ihre Shne und Tchter durchs Feuer gehen und gingen mit Weissagen und Zaubern um und verkauften sich, zu tun, was dem HErrn bel gefiel, ihn zu erzrnen:
2Ki 17:18 da ward der HErr sehr zornig ber Israel und tat sie von seinem Angesicht, dass nichts brigblieb denn der Stamm Juda allein.
2Ki 17:19 (Dazu hielten auch die von Juda nicht die Gebote des HErrn, ihres Gottes, und wandelten in den Sitten, darnach Israel getan hatte.)
2Ki 17:20 Darum verwarf der HErr allen Samen Israels und drngte sie und gab sie in die Hnde der Ruber, bis er sie verwarf von seinem Angesicht.
2Ki 17:21 Denn Israel ward gerissen vom Hause Davids; und sie machten zum Knig Jerobeam, den Sohn Nebats. Derselbe wandte Israel ab vom HErrn und machte, dass sie schwer sndigten.
2Ki 17:22 Also wandelten die Kinder Israel in allen Snden Jerobeams, die er angerichtet hatte, und lieen nicht davon,
2Ki 17:23 bis der HErr Israel von seinem Angesicht tat, wie er geredet hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. Also ward Israel aus seinem Lande weggefhrt nach Assyrien bis auf diesen Tag.
2Ki 17:24 Der Knig aber von Assyrien lie kommen Leute von Babel, von Kutha, von Avva, von Hamath und Sepharvaim und setzte sie in die Stdte in Samaria anstatt der Kinder Israel. Und sie nahmen Samaria ein und wohnten in desselben Stdten.
2Ki 17:25 Und da sie aber anhoben daselbst zu wohnen und den HErrn nicht frchteten, sandte der HErr Lwen unter sie, die erwrgten sie.
2Ki 17:26 Und sie lieen dem Knig von Assyrien sagen: Die Heiden, die du hast hergebracht und die Stdte Samarias damit besetzt, wissen nichts von der Weise Gottes im Lande; darum hat der HErr Lwen unter sie gesandt, und siehe, dieselben tten sie, weil sie nicht wissen um die Weise Gottes im Lande.
2Ki 17:27 Der Knig von Assyrien gebot und sprach: Bringet dahin der Priester einen, die von dort sind weggefhrt, und ziehet hin und wohnet daselbst, und er lehre sie die Weise Gottes im Lande.
2Ki 17:28 Da kam der Priester einer, die von Samaria weggefhrt waren, und wohnte zu Beth-El und lehrte sie, wie sie den HErrn frchten sollten.
2Ki 17:29 Aber ein jegliches Volk machte seinen Gott und taten sie in die Huser auf den Hhen, die die Samariter gemacht hatten, ein jegliches Volk in ihren Stdten, darin sie wohnten.
2Ki 17:30 Die von Babel machten Sukkoth-Benoth; die von Chut machten Nergal; die von Hamath machten Asima;
2Ki 17:31 die von Avva machten Nibehas und Tharthak; die von Sepharvaim verbrannten ihre Shne dem Adrammelech und Anammelech, den Gttern derer von Sepharvaim.
2Ki 17:32 Und weil sie den HErrn auch frchteten, machten sie sich Priester auf den Hhen aus allem Volk unter ihnen; die opferten fr sie in den Husern auf den Hhen.
2Ki 17:33 Also frchteten sie den HErrn und dienten auch den Gttern nach eines jeglichen Volkes Weise, von wo sie hergebracht waren.
2Ki 17:34 Und bis auf diesen Tag tun sie nach der alten Weise, dass sie weder den HErrn frchten noch ihre Rechte und Sitten tun nach dem Gesetz und Gebot, das der HErr geboten hat den Kindern Jakobs, welchem er den Namen Israel gab.
2Ki 17:35 Und er machte einen Bund mit ihnen und gebot ihnen und sprach: Frchtet keine andern Gtter und betet sie nicht an und dienet ihnen nicht und opfert ihnen nicht;
2Ki 17:36 sondern den HErrn, der euch aus gyptenland gefhrt hat mit groer Kraft und ausgerecktem Arm, den frchtet, den betet an, und dem opfert;
2Ki 17:37 und die Sitten, Rechte Gesetze und Gebote, die er euch hat aufschreiben lassen, die haltet, dass ihr darnach tut allewege und nicht andere Gtter frchtet;
2Ki 17:38 und des Bundes, den er mit euch gemacht hat, vergesset nicht dass ihr nicht andre Gtter frchtet;
2Ki 17:39 sondern frchtet den HErrn, euren Gott, der wird euch erretten von allen euren Feinden.
2Ki 17:40 Aber diese gehorchten nicht, sondern taten nach ihrer vorigen Weise.
2Ki 17:41 Also frchteten die Heiden den HErrn und dienten auch ihren Gtzen. Also taten auch ihre Kinder und Kindeskinder, wie ihre Vter getan haben, bis auf diesen Tag.
2Ki 18:1 Im dritten Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Knigs ber Israel, ward Knig Hiskia, der Sohn Ahas, des Knigs in Juda.
2Ki 18:2 Er war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Abi, eine Tochter Sacharjas.
2Ki 18:3 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, wie sein Vater David.
2Ki 18:4 Er tat ab die Hhen und zerbrach die Sulen und rottete das Ascherabild aus und zerstie die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel geruchert, und man hie sie Nehusthan.
2Ki 18:5 Er vertraute dem HErrn, dem Gott Israels, dass nach ihm seinesgleichen nicht war unter allen Knigen Judas noch vor ihm gewesen.
2Ki 18:6 Er hing dem HErrn an und wich nicht von ihm ab und hielt seine Gebote, die der HErr dem Mose geboten hatte.
2Ki 18:7 Und der HErr war mit ihm; und wo er auszog handelte er klglich. Dazu ward er abtrnnig vom Knig von Assyrien und war ihm nicht untertan.
2Ki 18:8 Er schlug die Philister bis gen Gaza und ihr Gebiet von den Wachttrmen an bis die festen Stdte.
2Ki 18:9 Im vierten Jahr Hiskias, des Knigs in Juda (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Knigs ber Israel), da zog Salmanasser, der Knig von Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte es
2Ki 18:10 und gewann es nach drei Jahren; im sechsten Jahr Hiskias, das ist im neunten Jahr Hoseas, des Knigs Israels, da ward Samaria gewonnen.
2Ki 18:11 Und der Knig von Assyrien fhrte Israel weg gen Assyrien und setzte sie nach Halah und an den Habor, an das Wasser Gosan und in die Stdte der Meder,
2Ki 18:12 darum dass sie nicht gehorcht hatten der Stimme des HErrn, ihres Gottes, und bertreten hatten seinen Bund und alles, was Mose, der Knecht des HErrn, geboten hatte; deren sie keines gehrt noch getan.
2Ki 18:13 Im vierzehnten Jahr aber des Knigs Hiskia zog herauf Sanherib, der Knig von Assyrien, wider alle festen Stdte Judas und nahm sie ein.
2Ki 18:14 Da sandte Hiskia, der Knig Judas, zum Knig von Assyrien gen Lachis und lie ihm sagen: Ich habe mich versndigt. Kehre um von mir; was du mir auflegst, will ich tragen. Da legte der Knig von Assyrien Hiskia, dem Knig Judas, dreihundert Zentner Silber auf und dreiig Zentner Gold.
2Ki 18:15 Also gab Hiskia all das Silber, das im Hause des HErrn und in den Schtzen des Knigshauses gefunden ward.
2Ki 18:16 Zur selben Zeit zerbrach Hiskia, der Knig Judas, die Tren am Tempel des HErrn und die Bleche, die er selbst hatte darberziehen lassen, und gab sie dem Knig von Assyrien.
2Ki 18:17 Und der Knig von Assyrien sandte den Tharthan und den Erzkmmerer und den Erzschenken von Lachis zum Knig Hiskia mit groer Macht gen Jerusalem, und sie zogen herauf. Und da sie hinkamen, hielten sie an der Wasserleitung des oberen Teiches, der da liegt an der Strae bei dem Acker des Walkmllers,
2Ki 18:18 und riefen nach dem Knig. Da kam heraus zu ihnen Eljakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler.
2Ki 18:19 Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Sagt doch dem Knig Hiskia: So spricht der groe Knig, der Knig von Assyrien: Was ist das fr ein Trotz, darauf du dich verlsst?
2Ki 18:20 Meinst du, es sei noch Rat und Macht, zu streiten? Worauf verlsst du dich denn, dass du mir abtrnnig geworden bist?
2Ki 18:21 Siehe, verlssest du dich auf diesen zerstoenen Rohrstab, auf gypten, welcher, so sich jemand darauf lehnt, wird er ihm die Hand durchbohren? Also ist Pharao, der Knig in gypten, allen, die sich auf ihn verlassen.
2Ki 18:22 Ob ihr aber wolltet zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den HErrn, unsren Gott! ist's denn nicht der, dessen Hhen und Altre Hiskia hat abgetan und gesagt zu Juda und zu Jerusalem: Vor diesem Altar, der zu Jerusalem ist, sollt ihr anbeten?
2Ki 18:23 Wohlan, nimm eine Wette an mit meinem Herrn, dem Knig von Assyrien: ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du knntest Reiter dazu geben.
2Ki 18:24 Wie willst du denn bleiben vor der geringsten Hauptleute einem von meines Herrn Untertanen? Und du verlsst dich auf gypten um der Wagen und Reiter willen.
2Ki 18:25 Meinst du aber, ich sei ohne den HErrn heraufgezogen, dass ich diese Sttte verderbe? Der HErr hat mich's geheien: Ziehe hinauf in dies Land und verderbe es!
2Ki 18:26 Da sprach Eljakim, der Sohn Hilkias und Sebna und Joah zum Erzschenken: Rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn deine Knechte verstehen es; und rede nicht mit uns auf jdisch vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist.
2Ki 18:27 Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, dass ich solche Worte rede? und nicht vielmehr zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, dass sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Harn saufen?
2Ki 18:28 Also stand der Erzschenke auf und redete mit lauter Stimme auf jdisch und sprach: Hrt das Wort des groen Knigs, des Knigs von Assyrien!
2Ki 18:29 So spricht der Knig: Lasst euch Hiskia nicht betrgen; denn er vermag euch nicht zu erretten von meiner Hand.
2Ki 18:30 Und lasst euch Hiskia nicht vertrsten auf den HErrn, dass er sagt: Der HErr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hnde des Knigs von Assyrien gegeben werden.
2Ki 18:31 Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Knig von Assyrien: Nehmet an meine Gnade und kommt zu mir heraus, so soll jedermann von seinem Weinstock und seinem Feigenbaum essen und von seinem Brunnen trinken,
2Ki 18:32 bis ich komme und hole euch in ein Land, das eurem Lande gleich ist, darin Korn, Most, Brot, Weinberge, lbume und Honig sind; so werdet ihr leben bleiben und nicht sterben. Gehorchet Hiskia nicht; denn er verfhrt euch, dass er spricht: Der HErr wird uns erretten.
2Ki 18:33 Haben auch die Gtter der Heiden ein jeglicher sein Land errettet von der Hand des Knigs von Assyrien?
2Ki 18:34 Wo sind die Gtter zu Hamath und Arpad? Wo sind die Gtter zu Sepharvaim, Hena und Iwwa? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand?
2Ki 18:35 Wo ist ein Gott unter aller Lande Gttern, die ihr Land haben von meiner Hand errettet, dass der HErr sollte Jerusalem von meiner Hand erretten?
2Ki 18:36 Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts; denn der Knig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts.
2Ki 18:37 Da kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler, zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern und sagten ihm an die Worte des Erzschenken.
2Ki 19:1 Da der Knig Hiskia das hrte, zerriss er seine Kleider und legte einen Sack an und ging in das Haus des Herrn
2Ki 19:2 und sandte Eljakim, den Hofmeister, und Sebna, den Schreiber, samt den ltesten der Priester, mit Scken angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz;
2Ki 19:3 und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not, des Scheltens und des Lsterns; die Kinder sind gekommen an die Geburt und ist keine Kraft da, zu gebren.
2Ki 19:4 Ob vielleicht der HErr, dein Gott, hren wollte alle Worte des Erzschenken, den sein Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott und zu schelten mit Worten, die der HErr, dein Gott, gehrt hat: So erhebe dein Gebet fr die brigen, die noch vorhanden sind.
2Ki 19:5 Und da die Knechte Hiskias zu Jesaja kamen,
2Ki 19:6 sprach Jesaja zu ihnen: So sagt eurem Herrn: So spricht der HErr: Frchte dich nicht vor den Worten, die du gehrt hast, womit mich die Knechte des Knigs von Assyrien gelstert haben.
2Ki 19:7 Siehe, ich will ihm einen Geist geben, dass er ein Gercht hren wird und wieder in sein Land ziehen, und will ihn durchs Schwert fllen in seinem Lande.
2Ki 19:8 Und da der Erzschenke wiederkam, fand er den Knig von Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehrt, dass er von Lachis gezogen war.
2Ki 19:9 Und da er hrte von Thirhaka, dem Knig der Mohren: Siehe, er ist ausgezogen mit dir zu streiten, sandte er abermals Boten zu Hiskia und lie ihm sagen:
2Ki 19:10 So sagt Hiskia, dem Knig Judas: Lass dich deinen Gott nicht betrgen, auf den du dich verlssest und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Knigs von Assyrien gegeben werden.
2Ki 19:11 Siehe, du hast gehrt, was die Knige von Assyrien getan haben allen Landen und sie verbannt; und du solltest errettet werden?
2Ki 19:12 Haben der Heiden Gtter auch sie errettet, welche meine Vter haben verderbt: Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Edens, die zu Thelassar waren?
2Ki 19:13 Wo ist der Knig von Hamath, der Knig zu Arpad und der Knig der Stadt Sepharvaim, von Hena und Iwwa?
2Ki 19:14 Und da Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HErrn und breitete ihn aus vor dem HErrn
2Ki 19:15 und betete vor dem HErrn und sprach: HErr, Gott Israels, der du ber dem Cherubim sitzest, du bist allein Gott ber alle Knigreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
2Ki 19:16 HErr, neige deine Ohren und hre; tue deine Augen auf und siehe, und hre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott.
2Ki 19:17 Es ist wahr HErr, die Knige von Assyrien haben die Heiden mit dem Schwert umgebracht und ihr Land
2Ki 19:18 und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Gtter, sondern Werke von Menschenhnden, Holz und Stein; darum haben sie sie vertilgt.
2Ki 19:19 Nun aber, HErr, unser Gott, hilf uns aus seiner Hand, auf dass alle Knigreiche auf Erden erkennen, dass du, HErr, allein Gott bist.
2Ki 19:20 Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und lie ihm sagen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast um Sanherib, den Knig von Assyrien, das habe ich gehrt.
2Ki 19:21 Das ist's, was der HErr wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein; die Tochter Jerusalem schttelt ihr Haupt dir nach.
2Ki 19:22 Wen hast du gehhnt und gelstert? ber wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel.
2Ki 19:23 Du hast den HErrn durch deine Boten gehhnt und gesagt: Ich bin durch die Menge meiner Wagen auf die Hhen der Berge gestiegen, auf den innersten Libanon; ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen Tannen abgehauen und bin gekommen an seine uerste Herberge, an den Wald seines Baumgartens.
2Ki 19:24 Ich habe gegraben und ausgetrunken die fremden Wasser und werde austrocknen mit meinen Fusohlen alle Flsse gyptens.
2Ki 19:25 Hast du aber nicht gehrt, dass ich solches lange zuvor getan habe, und von Anfang habe ich's bereitet? Nun aber habe ich's kommen lassen, dass die festen Stdte werden fallen in einen wsten Steinhaufen,
2Ki 19:26 und die darin wohnen, matt werden und sich frchten und schmen mssen und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das grne Kraut, wie Gras auf den Dchern, das verdorrt, ehe denn es reif wird.
2Ki 19:27 Ich wei dein Wohnen, dein Aus- und Einziehen und dass du tobst wider mich.
2Ki 19:28 Weil du denn wider mich tobst und dein bermut vor meine Ohren heraufgekommen ist, so will ich dir einen Ring an deine Nase legen und ein Gebi in dein Maul und will dich den Weg wieder zurckfhren, da du her gekommen bist.
2Ki 19:29 Und das sei dir ein Zeichen: In diesem Jahr iss, was von selber wchst; im andern Jahr, was noch aus den Wurzeln wchst; im dritten Jahr set und erntet, und pflanzt Weinberge und esset ihre Frchte.
2Ki 19:30 Und was vom Hause Judas errettet und briggeblieben ist, wird frder unter sich wurzeln und ber sich Frucht tragen.
2Ki 19:31 Denn von Jerusalem werden ausgehen, die briggeblieben sind, und die Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HErrn Zebaoth wird solches tun.
2Ki 19:32 Darum spricht der HErr vom Knig von Assyrien also: Er soll nicht in diese Stadt kommen und keinen Pfeil hineinschieen und mit keinem Schilde davonkommen und soll keinen Wall darum schtten;
2Ki 19:33 sondern er soll den Weg wiederum ziehen, den er gekommen ist, und soll in diese Stadt nicht kommen; der HErr sagt's.
2Ki 19:34 Und ich will diese Stadt beschirmen, dass ich ihr helfe um meinetwillen und um Davids, meines Knechtes, willen.
2Ki 19:35 Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des HErrn und schlug im Lager von Assyrien hundertfnfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens frh aufmachten, siehe, da lag's alles eitel tote Leichname.
2Ki 19:36 Also brach Sanherib, der Knig von Assyrien, auf und zog weg und kehrte um und blieb zu Ninive.
2Ki 19:37 Und da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, erschlugen ihn mit dem Schwert Adrammelech und Sarezer, seine Shne, und entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Asar-Haddon ward Knig an seiner Statt.
2Ki 20:1 Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HErr: Beschicke dein Haus; denn du wirst sterben und nicht leben bleiben!
2Ki 20:2 Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HErrn und sprach:
2Ki 20:3 Ach, HErr, gedenke doch, dass ich vor dir treulich gewandelt habe und mit rechtschaffenem Herzen und habe getan, was dir wohl gefllt. Und Hiskia weinte sehr.
2Ki 20:4 Da aber Jesaja noch nicht zur Stadt halb hinausgegangen war, kam des HErrn Wort zu ihm und sprach:
2Ki 20:5 Kehre um und sage Hiskia, dem Frsten meines Volkes: So spricht der HErr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehrt und deine Trnen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen, am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des HErrn gehen,
2Ki 20:6 und ich will fnfzehn Jahre zu deinem Leben tun und dich und diese Stadt erretten von dem Knig von Assyrien und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
2Ki 20:7 Und Jesaja sprach: Bringet her ein Pflaster von Feigen! Und da sie es brachten, legten sie es auf die Drse; und er ward gesund.
2Ki 20:8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, dass mich der HErr wird gesund machen und ich in des HErrn Haus hinaufgehen werde am dritten Tage?
2Ki 20:9 Jesaja sprach: Das Zeichen wirst du haben vom HErrn, dass der HErr tun wird, was er geredet hat: Soll der Schatten zehn Stufen frdergehen oder zehn Stufen zurckgehen?
2Ki 20:10 Hiskia sprach: Es ist leicht, dass der Schatten zehn Stufen niederwrts gehe; das will ich nicht, sondern dass er zehn Stufen hinter sich zurckgehe.
2Ki 20:11 Da rief der Prophet den HErrn an; und der Schatten ging hinter sich zurck zehn Stufen am Zeiger Ahas, die er niederwrts gegangen war.
2Ki 20:12 Zu der Zeit sandte Berodoch-Baladan, der Sohn Baladans, Knig zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehrt, dass Hiskia krank gewesen war.
2Ki 20:13 Hiskia aber war frhlich mit ihnen und zeigte ihnen das ganze Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerei und das beste l, und das Zeughaus und alles, was in seinen Schtzen vorhanden war. Es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, das ihnen Hiskia nicht zeigte.
2Ki 20:14 Da kam Jesaja, der Prophet, zum Knig Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Leute gesagt? und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir gekommen, von Babel.
2Ki 20:15 Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und ist nichts in meinen Schtzen, was ich ihnen nicht gezeigt htte.
2Ki 20:16 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hre des HErrn Wort:
2Ki 20:17 Siehe, es kommt die Zeit, dass alles wird gen Babel weggefhrt werden aus deinem Hause und was deine Vter gesammelt haben bis auf diesen Tag; und wird nichts briggelassen werden, spricht der HErr.
2Ki 20:18 Dazu von den Kindern, die von dir kommen, die du zeugen wirst, werden sie nehmen, dass sie Kmmerer seien im Palast des Knigs zu Babel.
2Ki 20:19 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das ist gut, was der HErr geredet hat, und sprach weiter: Es wird doch Friede und Treue sein zu meinen Zeiten.
2Ki 20:20 Was mehr von Hiskia zu sagen ist und alle seine Macht und was er getan hat und der Teich und die Wasserleitung, durch die er Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 20:21 Und Hiskia entschlief mit seinen Vtern. Und Manasse, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ki 21:1 Manasse war zwlf Jahre alt, da er Knig ward, und regierte fnfundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hephzibah.
2Ki 21:2 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, nach den Greueln der Heiden, die der HErr vor den Kinder Israel vertrieben hatte,
2Ki 21:3 und baute wieder Hhen, die sein Vater Hiskia hatte zerstrt, und richtete dem Baal Altre auf und machte ein Ascherabild, wie Ahab, der Knig Israels, getan hatte, und betete an alles Heer des Himmels und diente ihnen.
2Ki 21:4 Und baute Altre im Hause des HErrn, davon der HErr gesagt hatte: Ich will meinen Namen zu Jerusalem setzen;
2Ki 21:5 und er baute allem Heer des Himmels Altre in beiden Hfen am Hause des HErrn.
2Ki 21:6 Und lie seinen Sohn durchs Feuer gehen und achtete auf Vogelgeschrei und Zeichen und hielt Wahrsager und Zeichendeuter und tat des viel, das dem HErrn bel gefiel, ihn zu erzrnen.
2Ki 21:7 Er setzte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von welchem der HErr gesagt hatte: In dies Haus und nach Jerusalem, das ich erwhlt habe aus allen Stmmen Israels, will ich meinen Namen setzen ewiglich;
2Ki 21:8 und will den Fu Israels nicht mehr bewegen lassen von dem Lande, das ich ihren Vtern gegeben habe, so doch, dass sie halten und tun nach allem, was ich geboten habe, und nach allem Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat.
2Ki 21:9 Aber sie gehorchten nicht; sondern Manasse verfhrte sie, dass sie rger taten denn die Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertilgt hatte.
2Ki 21:10 Da redete der HErr durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
2Ki 21:11 Darum dass Manasse, der Knig Judas, hat diese Greuel getan, die rger sind denn alle Greuel, so die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und hat auch Juda sndigen gemacht mit seinen Gtzen;
2Ki 21:12 darum spricht der HErr, der Gott Israels, also: Siehe, ich will Unglck ber Jerusalem und Juda bringen, dass, wer es hren wird, dem sollen seine beide Ohren gellen;
2Ki 21:13 und will ber Jerusalem die Messschnur Samarias ziehen und das Richtblei des Hauses Ahab; und will Jerusalem ausschtten, wie man Schsseln ausschttet, und will sie umstrzen;
2Ki 21:14 und ich will die brigen meines Erbteils verstoen und sie geben in die Hnde ihrer Feinde, dass sie ein Raub und Reien werden aller ihrer Feinde,
2Ki 21:15 darum dass sie getan haben, was mir bel gefllt, und haben mich erzrnt von dem Tage an, da ihre Vter aus gypten gezogen sind, bis auf diesen Tag.
2Ki 21:16 Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldig Blut, bis dass Jerusalem allerorten voll ward, auer der Snde, durch die er Juda sndigen machte, dass sie taten, was dem HErrn bel gefiel.
2Ki 21:17 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Snde, die er tat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 21:18 Und Manasse entschlief mit seinen Vtern und ward begraben im Garten an seinem Hause, im Garten Usas. Und sein Sohn Amon ward Knig an seiner Statt.
2Ki 21:19 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, da er Knig ward, und regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Mesullemeth, eine Tochter des Haruz von Jotba.
2Ki 21:20 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie sein Vater Manasse getan hatte,
2Ki 21:21 und wandelte in allem Wege, den sein Vater gewandelt hatte, und diente allen Gtzen, welchen sein Vater gedient hatte, und betete sie an,
2Ki 21:22 und verlie den HErrn, seiner Vter Gott, und wandelte nicht im Wege des HErrn.
2Ki 21:23 Und seine Knechte machten einen Bund wider Amon und tteten den Knig in seinem Hause.
2Ki 21:24 Aber das Volk im Land schlug alle, die den Bund gemacht hatten wider den Knig Amon. Und das Volk im Lande machte Josia, seinen Sohn zum Knig an seiner Statt.
2Ki 21:25 Was aber Amon mehr getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 21:26 Und man begrub ihn in seinem Grabe im Garten Usas. Und sein Sohn Josia ward Knig an seiner Statt.
2Ki 22:1 Josia war acht Jahre alt, da er Knig ward, und regierte einunddreiig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jedida, eine Tochter Adajas, von Bozkath.
2Ki 22:2 Und er tat was dem HErrn wohl gefiel, und wandelte in allem Wege seines Vaters David und wich nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.
2Ki 22:3 Und im achtzehnten Jahr des Knigs Josia sandte der Knig hin Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, den Schreiber, in das Haus des HErrn und sprach:
2Ki 22:4 Gehe hinauf zu dem Hohenpriester Hilkia, dass er abgebe alles Geld, das zum Hause des HErrn gebracht ist, das die Trhter gesammelt haben vom Volk,
2Ki 22:5 dass man es gebe den Werkmeistern, die bestellt sind im Hause des HErrn, und sie es geben den Arbeitern am Hause des HErrn, dass sie bessern, was baufllig ist am Hause,
2Ki 22:6 nmlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern und denen, die da Holz und gehauene Steine kaufen sollen, das Haus zu bessern;
2Ki 22:7 doch dass man keine Rechnung von ihnen nehme von dem Geld, das unter ihre Hand getan wird, sondern dass sie auf Glauben handeln.
2Ki 22:8 Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber Saphan: Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des HErrn. Und Hilkia gab das Buch Saphan, dass er's lse.
2Ki 22:9 Und Saphan, der Schreiber kam zum Knig und gab ihm Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschttet, das im Hause gefunden ist und haben's den Werkmeistern gegeben, die bestellt sind am Hause des HErrn.
2Ki 22:10 Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem Knig und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem Knig.
2Ki 22:11 Da aber der Knig hrte die Worte im Gesetzbuch, zerriss er seine Kleider.
2Ki 22:12 Und der Knig gebot Hilkia, dem Priester, und Ahikam, dem Sohn Saphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja dem Knecht des Knigs, und sprach:
2Ki 22:13 Gehet hin und fraget den HErrn fr mich, fr dies Volk und fr ganz Juda um die Worte dieses Buches, das gefunden ist; denn es ist ein groer Grimm des HErrn, der ber uns entbrannt ist, darum dass unsre Vter nicht gehorcht haben den Worten dieses Buches, dass sie tten alles, was darin geschrieben ist.
2Ki 22:14 Da gingen hin Hilkia, der Priester, Ahikam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes Thikwas, des Sohnes Harhas, des Hters der Kleider, und sie wohnte zu Jerusalem im andern Teil; und sie redeten mit ihr.
2Ki 22:15 Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
2Ki 22:16 So spricht der HErr: Siehe, ich will Unglck ber diese Sttte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Gesetzes, die der Knig Judas hat lassen lesen.
2Ki 22:17 Darum, dass sie mich verlassen und andern Gttern geruchert haben, mich zu erzrnen mit allen Werken ihrer Hnde, darum wird mein Grimm sich wider diese Sttte entznden und nicht ausgelscht werden.
2Ki 22:18 Aber dem Knig Judas, der euch gesandt hat, den HErrn zu fragen, sollt ihr sagen: So spricht der HErr, der Gott Israels:
2Ki 22:19 Darum dass dein Herz erweicht ist ber den Worten, die du gehrt hast, und hast dich gedemtigt vor dem HErrn, da du hrtest, was ich geredet habe wider diese Sttte und ihre Einwohner, dass sie sollen eine Verwstung und ein Fluch sein, und hast deine Kleider zerrissen und hast geweint vor mir, so habe ich's auch erhrt, spricht der HErr.
2Ki 22:20 Darum will ich dich zu deinen Vtern sammeln, dass du mit Frieden in dein Grab versammelt werdest und deine Augen nicht sehen all das Unglck, das ich ber diese Sttte bringen will. Und sie sagten es dem Knig wieder.
2Ki 23:1 Und der Knig sandte hin, und es versammelten sich zu ihm alle ltesten in Juda und Jerusalem.
2Ki 23:2 Und der Knig ging hinauf ins Haus des HErrn und alle Mnner von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten, und alles Volk, klein und gro; und man las vor ihren Ohren alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HErrn gefunden war.
2Ki 23:3 Und der Knig trat an die Sule und machte einen Bund vor dem HErrn, dass sie sollten wandeln dem HErrn nach und halten seine Gebote, Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass sie aufrichteten die Worte dieses Bundes, die geschrieben standen in diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund.
2Ki 23:4 Und der Knig gebot dem Hohenpriester Hilkia und den nchsten Priestern nach ihm und den Htern an der Schwelle, dass sie sollten aus dem Tempel des HErrn tun alle Gerte, die dem Baal und der Aschera und allem Heer des Himmels gemacht waren. Und sie verbrannten sie auen vor Jerusalem im Tal Kidron, und ihr Staub ward getragen gen Beth-El.
2Ki 23:5 Und er tat ab die Gtzenpfaffen, welche die Knige Judas hatten eingesetzt, zu ruchern auf den Hhen in den Stdten Judas und um Jerusalem her, auch die Rucherer des Baal und der Sonne und des Mondes und der Planeten und alles Heeres am Himmel.
2Ki 23:6 Und lie das Ascherabild aus dem Hause des HErrn fhren hinaus vor Jerusalem an den Bach Kidron und verbrannte es am Bach Kidron und machte es zu Staub und man warf den Staub auf die Grber der gemeinen Leute.
2Ki 23:7 Und er brach ab die Huser der Hurer, die an dem Hause des HErrn waren, darin die Weiber wirkten Huser fr die Aschera.
2Ki 23:8 Und lie kommen alle Priester aus den Stdten Judas und verunreinigte die Hhen, da die Priester rucherten, von Geba an bis gen Beer-Seba, und brach ab die Hhen an den Toren, die an der Tr des Tors Josuas, des Stadtvogts, waren und zur Linken, wenn man zum Tor der Stadt geht.
2Ki 23:9 Doch durften die Priester der Hhen nicht opfern auf dem Altar des HErrn zu Jerusalem, sondern aen ungesuertes Brot unter ihren Brdern.
2Ki 23:10 Er verunreinigte auch das Topheth im Tal der Kinder Hinnom, dass niemand seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer lie gehen.
2Ki 23:11 Und tat ab die Rosse, welche die Knige Judas hatten der Sonne gesetzt am Eingang des Hauses des HErrn, an der Kammer Nethan-Melechs, des Kmmerers, die im Parwarim war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.
2Ki 23:12 Und die Altre auf dem Dach, dem Sller des Ahas, die die Knige Judas gemacht hatten, und die Altre, die Manasse gemacht hatte in den zwei Hfen des Hauses des HErrn, brach der Knig ab, und lief von dannen und warf ihren Staub in den Bach Kidron.
2Ki 23:13 Auch die Hhen, die vor Jerusalem waren, zur Rechten am Berge des Verderbens, die Salomo, der Knig Israels, gebaut hatte der Asthoreth, dem Greuel von Sidon, und Kamos, ,dem Greuel von Moab, und Milkom, dem Greuel der Kinder Ammon, verunreinigte der Knig,
2Ki 23:14 und zerbrach die Sulen und rottete aus die Ascherabilder und fllte ihre Sttte mit Menschenknochen.
2Ki 23:15 Auch den Altar zu Beth-El, die Hhe, die Jerobeam gemacht hatte, der Sohn Nebats, der Israel sndigen machte, denselben Altar brach er ab und die Hhe und verbrannte die Hhe und machte sie zu Staub und verbrannte das Ascherabild.
2Ki 23:16 Und Josia wandte sich und sah die Grber, die da waren auf dem Berge, und sandte hin und lie die Knochen aus den Grbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn nach dem Wort des HErrn, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, der solches ausrief.
2Ki 23:17 Und er sprach: Was ist das fr ein Grabmal, das ich sehe? Und die Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam und rief solches aus, das du getan hast wider den Altar zu Beth-El.
2Ki 23:18 Und er sprach: Lasst ihn liegen; niemand bewege seine Gebeine! Also wurden seine Gebeine errettet mit den Gebeinen des Propheten, der von Samaria gekommen war.
2Ki 23:19 Er tat auch weg alle Huser der Hhen in den Stdten Samarias, welche die Knige Israel gemacht hatten, (den HErrn) zu erzrnen, und tat mit ihnen ganz wie er zu Beth-El getan hatte.
2Ki 23:20 Und er opferte alle Priester der Hhen, die daselbst waren, auf den Altren und verbrannte also Menschengebeine darauf und kam wieder gen Jerusalem.
2Ki 23:21 Und der Knig gebot dem Volk und sprach: Haltet dem HErrn, eurem Gott, Passah, wie es geschrieben steht in diesem Buch des Bundes!
2Ki 23:22 Denn es war kein Passah so gehalten wie dieses von der Richter Zeit an, die Israel gerichtet haben, und in allen Zeiten der Knige Israels und der Knige Judas;
2Ki 23:23 sondern im achtzehnten Jahr des Knigs Josia ward dieses Passah gehalten dem HErrn zu Jerusalem.
2Ki 23:24 Auch fegte Josia aus alle Wahrsager, Zeichendeuter, Bilder und Gtzen und alle Greuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem gesehen wurden, auf dass er aufrichtete die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen im Buch, das Hilkia, der Priester, fand im Hause des HErrn.
2Ki 23:25 Seinesgleichen war vor ihm kein Knig gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Krften sich zum HErrn bekehrte nach allem Gesetz Moses; und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf.
2Ki 23:26 Doch kehrte sich der Herr nicht von dem Grimm seines Zorns, mit dem er ber Juda erzrnt war um all der Reizungen willen, durch die ihn Manasse gereizt hatte.
2Ki 23:27 Und der HErr sprach: Ich will Juda auch von meinem Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe, und will diese Stadt verwerfen, die ich erwhlt hatte, Jerusalem, und das Haus, davon ich gesagt habe: Mein Namen soll daselbst sein.
2Ki 23:28 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 23:29 Zu seiner Zeit zog Pharao Necho, der Knig in gypten, herauf wider den Knig von Assyrien an das Wasser Euphrat. Aber der Knig Josia zog ihm entgegen und starb zu Megiddo, da er ihn gesehen hatte.
2Ki 23:30 Und seine Knechte fhrten ihn tot von Megiddo und brachten ihn gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk im Lande nahm Joahas, den Sohn Josias, und salbten ihn und machten ihn zum Knig an seines Vaters Statt.
2Ki 23:31 Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, da er Knig ward, und regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, eine Tochter Jeremias von Libna.
2Ki 23:32 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten.
2Ki 23:33 Aber Pharao Necho legte ihn ins Gefngnis zu Ribla im Lande Hamath, dass er nicht regieren sollte in Jerusalem, und legte eine Schatzung aufs Land: hundert Zentner Silber und einen Zentner Gold.
2Ki 23:34 Und Pharao Necho machte zum Knig Eljakim, den Sohn Josias, anstatt seines Vaters Josia und wandte seinen Namen in Jojakim. Aber Joahas nahm er und brachte ihn nach gypten; daselbst starb er.
2Ki 23:35 Und Jojakim gab das Silber und das Gold Pharao. Doch schtzte er das Land, dass es solches Silber gbe nach Befehl Pharaos; einen jeglichen nach seinem Vermgen schtzte er am Silber und Gold unter dem Volk im Lande, dass er es dem Pharao Necho gbe.
2Ki 23:36 Fnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Knig ward, und regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Sebuda, eine Tochter Pedajas von Ruma.
2Ki 23:37 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten.
2Ki 24:1 Zu seiner Zeit zog herauf Nebukadnezar, der Knig zu Babel, und Jojakim war ihm untertnig drei Jahre; und er wandte sich und ward abtrnnig von ihm.
2Ki 24:2 Und der HErr lie auf ihn Kriegsknechte kommen aus Chalda, aus Syrien, aus Moab und aus den Kindern Ammon und lie sie nach Juda kommen, dass sie es verderbten, nach dem Wort des HErrn, das er geredet hatte durch seine Knechte, die Propheten.
2Ki 24:3 Es geschah aber Juda also nach dem Wort des HErrn, dass er sie von seinem Angesicht tte um der Snden willen Manasses, die er getan hatte;
2Ki 24:4 auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoss und machte Jerusalem voll mit unschuldigem Blut, wollte der HErr nicht vergeben.
2Ki 24:5 Was aber mehr zu sagen ist von Jojakim und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
2Ki 24:6 Und Jojakim entschlief mit seinen Vtern. Und sein Sohn Jojachin ward Knig an seiner Statt.
2Ki 24:7 Und der Knig von gypten zog nicht mehr aus seinem Lande; denn der Knig zu Babel hatte ihm genommen alles, was dem Knig zu gypten gehrte vom Bach gyptens an bis an das Wasser Euphrat.
2Ki 24:8 Achtzehn Jahre alt war Jojachin, da er Knig ward, und regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hie Nehusta, eine Tochter Elnathans von Jerusalem.
2Ki 24:9 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie sein Vater getan hatte.
2Ki 24:10 Zu der Zeit zogen herauf die Knechte Nebukadnezars, des Knigs von Babel, gen Jerusalem und kamen an die Stadt mit Bollwerk.
2Ki 24:11 Und Nebukadnezar kam zur Stadt, da seine Knechte sie belagerten.
2Ki 24:12 Aber Jojachin, der Knig Judas, ging heraus zum Knig von Babel mit seiner Mutter, mit seinen Knechten, mit seinen Obersten und Kmmerern; und der Knig von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seines Knigreiches.
2Ki 24:13 Und er nahm von dort heraus alle Schtze im Hause des HErrn und im Hause des Knigs und zerschlug alle goldenen Gefe, die Salomo, der Knig Israels, gemacht hatte im Tempel des HErrn, wie denn der HErr geredet hatte.
2Ki 24:14 Und fhrte weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Gewaltigen, zehntausend Gefangene, und alle Zimmerleute und alle Schmiede und lie nichts brig denn geringes Volk des Landes.
2Ki 24:15 Und er fhrte weg Jojachin gen Babel, die Mutter des Knigs, die Weiber des Knigs und seine Kmmerer; dazu die Mchtigen im Lande fhrte er auch gefangen von Jerusalem gen Babel,
2Ki 24:16 und was der besten Leute waren, siebentausend, und Zimmerleute und Schmiede, tausend, alles starke Kriegsmnner; und der Knig von Babel brachte sie gen Babel.
2Ki 24:17 Und der Knig von Babel machte Matthanja, Jojachins Oheim, zum Knig an seiner Statt und wandelte seinen Namen in Zedekia.
2Ki 24:18 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, da er Knig ward, und regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, eine Tochter Jeremias von Libna.
2Ki 24:19 Und er tat, was dem HErrn bel gefiel, wie Jojakim getan hatte.
2Ki 24:20 Denn es geschah also mit Jerusalem und Juda aus dem Zorn des HErrn, bis dass er sie von seinem Angesicht wrfe. Und Zedekia ward abtrnnig vom Knig zu Babel.
2Ki 25:1 Und es begab sich im neunten Jahr seines Knigreichs, am zehnten Tag des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem; und sie lagerten sich dawider und bauten Bollwerke darum her.
2Ki 25:2 Also ward die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Knigs Zedekia.
2Ki 25:3 Aber am neunten Tag des (vierten) Monats ward der Hunger stark in der Stadt, dass das Volk des Landes nichts zu essen hatte.
2Ki 25:4 Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsmnner flohen bei der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen zwei Mauern, der zu des Knigs Garten geht. Aber die Chalder lagen um die Stadt. Und er floh des Weges zum blachen Felde.
2Ki 25:5 Aber die Macht der Chalder jagte dem Knig nach, und sie ergriffen ihn im blachen Felde zu Jericho, und alle Kriegsleute, die bei ihm waren, wurden von ihm zerstreut.
2Ki 25:6 Sie aber griffen den Knig und fhrten ihn hinauf zum Knig von Babel gen Ribla; und sie sprachen ein Urteil ber ihn.
2Ki 25:7 Und sie schlachteten die Kinder Zedekias vor seinen Augen und blendeten Zedekia die Augen und banden ihn mit Ketten und fhrten ihn gen Babel.
2Ki 25:8 Am siebenten Tag des fnften Monats, das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, kam Nebusaradan, der Hauptmann der Trabanten, des Knigs zu Babels Knecht, gen Jerusalem
2Ki 25:9 und verbrannte das Haus des HErrn und das Haus des Knigs und alle Huser zu Jerusalem; alle groen Huser verbrannte er mit Feuer.
2Ki 25:10 Und die ganze Macht der Chalder, die mit dem Hauptmann war, zerbrach die Mauer um Jerusalem her.
2Ki 25:11 Das andere Volk aber, das brig war in der Stadt, und die zum Knig von Babel fielen, und den andern Haufen fhrte Nebusaradan, der Hauptmann, weg.
2Ki 25:12 Und von den Geringsten im Lande lie der Hauptmann Weingrtner und Ackerleute.
2Ki 25:13 Aber die ehernen Sulen am Hause des HErrn und die Gesthle und das eherne Meer, das am Hause des HErrn war, zerbrachen die Chalder und fhrten das Erz gen Babel.
2Ki 25:14 Und die Tpfe, Schaufeln, Messer, Lffel und alle ehernen Gefe, womit man diente, nahmen sie weg.
2Ki 25:15 Dazu nahm der Hauptmann die Pfannen und Becken, was golden und silbern war,
2Ki 25:16 die zwei Sulen, das Meer und das Gesthle, das Salomo gemacht hatte zum Hause des HErrn. Es war nicht zu wgen das Erz aller dieser Gefe.
2Ki 25:17 Achtzehn Ellen hoch war eine Sule, und ihr Knauf darauf war auch ehern und drei Ellen hoch, und das Gitterwerk und die Granatpfel an dem Knauf umher war alles ehern. Auf diese Weise war auch die andere Sule mit dem Gitterwerk.
2Ki 25:18 Und der Hauptmann nahm den Obersten Priester Seraja und den Priester Zephania, den nchsten nach ihm, und die drei Trhter
2Ki 25:19 und einen Kmmerer aus der Stadt, der gesetzt war ber die Kriegsmnner, und fnf Mnner, die stets vor dem Knig waren, die in der Stadt gefunden wurden, und den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Volk im Lande zum Heer aufbot, und sechzig Mann vom Volk auf dem Lande, die in der Stadt gefunden wurden;
2Ki 25:20 diese brachte Nebusaradan, der Hauptmann, und brachte sie zum Knig von Babel zu Ribla.
2Ki 25:21 Und der Knig von Babel schlug sie tot zu Ribla im Lande Hamath. Also ward Juda weggefhrt aus seinem Lande.
2Ki 25:22 Aber ber das brige Volk im Lande Juda, das Nebukadnezar, der Knig von Babel, briglie, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans.
2Ki 25:23 Da nun alle Hauptleute des Kriegsvolks und die Mnner hrten, dass der Knig von Babel Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn Nethanjas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, der Netophathiter, und Jaasanja, der Sohn des Maachathiters, samt ihren Mnnern.
2Ki 25:24 Und Gedalja schwur ihnen und ihren Mnnern und sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht, untertan zu sein den Chaldern; bleibet im Lande und seid untertnig dem Knig von Babel, so wird's euch wohl gehen!
2Ki 25:25 Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohnes Elisamas, vom kniglichen Geschlecht, und zehn Mnner mit ihm, und sie schlugen Gedalja tot, dazu die Juden und Chalder, die bei ihm waren zu Mizpa.
2Ki 25:26 Da machte sich auf alles Volk, klein und gro, und die Obersten des Kriegsvolks und kamen nach gypten; denn sie frchteten sich vor den Chaldern.
2Ki 25:27 Aber im siebenunddreiigsten Jahr, nachdem Jojachin, der Knig Judas, weggefhrt war, am siebenundzwanzigsten Tag des zwlften Monats, hob Evil-Merodach, der Knig zu Babel im ersten Jahr seines Knigreichs das Haupt Jojachins, des Knigs Judas, aus dem Kerker hervor
2Ki 25:28 und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Stuhl ber die Sthle der Knige, die bei ihm waren zu Babel,
2Ki 25:29 und wandelte die Kleider seines Gefngnisses, und er a allewege vor ihm sein Leben lang;
2Ki 25:30 und es ward ihm ein Teil bestimmt, das man ihm allewege gab vom Knig, auf einen jeglichen Tag sein ganzes Leben lang.
1Ch 1:1 Adam, Seth, Enos,
1Ch 1:2 Kenan, Mahalaleel, Jared,
1Ch 1:3 Henoch, Methusalah, Lamech,
1Ch 1:4 Noah, Sem, Ham, Japheth.
1Ch 1:5 Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech, Thiras.
1Ch 1:6 Die Kinder aber Gomers sind: Askenas, Riphath, Thogarma.
1Ch 1:7 Die Kinder Javans sind: Elisa, Tharsisa, die Chittiter, die Dodaniter.
1Ch 1:8 Die Kinder Hams sind: Chus, Mizraim, Put, Kanaan.
1Ch 1:9 Die Kinder aber von Chus sind: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma, Sabthecha. Die Kinder aber Ragmas sind: Saba und Dedan.
1Ch 1:10 Chus aber zeugte Nimrod; der fing an, gewaltig zu sein auf Erden.
1Ch 1:11 Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter,
1Ch 1:12 die Pathrusiter, die Kasluhiter, von welchen sind ausgegangen die Philister, und die Kaphthoriter.
1Ch 1:13 Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn und Heth,
1Ch 1:14 den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter,
1Ch 1:15 den Heviter, den Arkiter, den Siniter,
1Ch 1:16 den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter.
1Ch 1:17 Die Kinder Sems sind diese: Elam, Assur, Arphachsad, Lud, Aram, Uz, Hul, Gether und Mesech.
1Ch 1:18 Arphachsad aber zeugte Salah; Salah zeugte Eber.
1Ch 1:19 Eber aber wurden zwei Shne geboren: der eine hie Peleg, darum dass zu seiner Zeit das Land zerteilt ward, und sein Bruder hie Joktan.
1Ch 1:20 Joktan aber zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
1Ch 1:21 Hadoram, Usal, Dikla,
1Ch 1:22 Ebal, Abimael, Saba,
1Ch 1:23 Ophir, Hevila, und Jobab. Diese alle sind Kinder Joktans.
1Ch 1:24 Sem, Arphachsad, Salah,
1Ch 1:25 Eber, Peleg, Regu,
1Ch 1:26 Serug, Nahor, Tharah,
1Ch 1:27 Abram, das ist Abraham.
1Ch 1:28 Die Kinder aber Abrahams sind: Isaak und Ismael.
1Ch 1:29 Dies ist ihr Geschlecht: der erste Sohn Ismaels, Nebajoth, Kedar, Adbeel, Mibsam,
1Ch 1:30 Misma, Duma, Massa, Hadad, Thema,
1Ch 1:31 Jetur, Naphis, Kedma. Das sind die Kinder Ismaels.
1Ch 1:32 Die Kinder aber Keturas, des Kebsweibs Abraham: die gebar Simran, Joksan, Medan, Midian, Jesbak, Suah. Aber die Kinder Joksans sind: Saba und Dedan.
1Ch 1:33 Und die Kinder Midians sind: Epha, Epher, Hanoch, Abida, Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura.
1Ch 1:34 Abraham zeugte Isaak. Die Kinder aber Isaaks sind: Esau und Israel.
1Ch 1:35 Die Kinder Esaus sind: Eliphas, Reguel, Jeus, Jaelam, Korah.
1Ch 1:36 Die Kinder Eliphas sind: Theman, Omar, Zephi, Gaetham, Kenas, Thimna, Amalek.
1Ch 1:37 Die Kinder Reguels sind: Nahath, Serah, Samma und Missa.
1Ch 1:38 Die Kinder Seirs sind: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer, Disan.
1Ch 1:39 Die Kinder Lotans sind: Hori, Homam; und Thimna war eine Schwester Lotans.
1Ch 1:40 Die Kinder Sobals sind: Aljan, Manahath, Ebal, Sephi, Onam. Die Kinder Zibeons sind: Aja und Ana.
1Ch 1:41 Die Kinder Anas: Dison. Die Kinder Disons sind: Hamran, Esban, Jethran, Cheran.
1Ch 1:42 Die Kinder Ezers sind: Bilhan, Saawan, Jaakan. Die Kinder Disans sind: Uz und Aran.
1Ch 1:43 Die sind die Knige die regiert haben im Lande Edom, ehe denn ein Knig regierte unter den Kindern Israel; Bela, der Sohn Beors; und seine Stadt hie Dinhaba.
1Ch 1:44 Und da Bela starb, ward Knig an seiner Statt Jobab, der Sohn Serahs von Bozra.
1Ch 1:45 Und da Jobab starb, ward Knig an seiner Statt Husam aus der Themaniter Lande.
1Ch 1:46 Da Husam starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, der Sohn Bedads der die Midianiter schlug in der Moabiter Feld; und seine Stadt hie Awith.
1Ch 1:47 Da Hadad starb, ward Knig an seiner Statt Samla von Masrek.
1Ch 1:48 Da Samla starb, ward Knig an seiner Statt Saul von Rehoboth am Strom.
1Ch 1:49 Da Saul starb, ward Knig an seiner Statt Baal-Hanan, der Sohn Achbors.
1Ch 1:50 Da Baal-Hanan starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, und seine Stadt hie Pagi; und sein Weib hie Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die Mesahabs Tochter war.
1Ch 1:51 Da aber Hadad starb, wurden Frsten zu Edom: Frst Thimna, Frst Alwa, Frst Jetheth,
1Ch 1:52 Frst Oholibama, Frst Ela, Frst Pinon,
1Ch 1:53 Frst Kenas, Frst Theman, Frst Mizbar,
1Ch 1:54 Frst Magdiel, Frst Iram. Das sind die Frsten zu Edom.
1Ch 2:1 Dies sind die Kinder Israels: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Sebulon,
1Ch 2:2 Dan, Joseph, Benjamin, Naphthali, Gad, Asser.
1Ch 2:3 Die Kinder Judas sind: Ger, Onan, Sela. Die drei wurden ihm geboren von der Kanaanitin, der Tochter Suas. Ger aber, der erste Sohn Judas, war bse vor dem HErrn; darum ttete er ihn.
1Ch 2:4 Thamar aber, seine Schwiegertochter, gebar ihm Perez und Serah, dass aller Kinder Judas waren fnf.
1Ch 2:5 Die Kinder des Perez sind: Hezron und Hamul.
1Ch 2:6 Die Kinder aber Serahs sind: Simri, Ethan, Heman, Chalkol, Dara. Diese alle sind fnf.
1Ch 2:7 Die Kinder Charmis sind Achan, welcher Israel betrbte, da er sich am Verbannten vergriff.
1Ch 2:8 Die Kinder Ethans sind: Asarja.
1Ch 2:9 Die Kinder aber Hezrons, die ihm geboren, sind: Jerahmeel, Ram, Chalubai.
1Ch 2:10 Ram aber zeugte Amminadab. Amminadab zeugte Nahesson, den Frsten der Kinder Juda.
1Ch 2:11 Nahesson zeugte Salma. Salma zeugte Boas.
1Ch 2:12 Boas zeugte Obed. Obed zeugte Isai.
1Ch 2:13 Isai zeugte seinen ersten Sohn Eliab; Abinadab, den zweiten; Simea, den dritten;
1Ch 2:14 Nathanel, den vierten; Raddai, den fnften;
1Ch 2:15 Ozem, den sechsten; David, den siebenten.
1Ch 2:16 Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigail. Die Kinder Zerujas sind Abisai, Joab, Asahael, die drei.
1Ch 2:17 Abigail aber gebar Amasa. Der Vater aber Amasas war Jether, ein Ismaeliter.
1Ch 2:18 Kaleb, der Sohn Hezrons, zeugte mit Asuba, seiner Frau, und mit Jerigoth; und dies sind derselben Kinder: Jeser, Sobab und Ardon.
1Ch 2:19 Da aber Asuba starb, nahm Kaleb Ephrath; die gebar ihm Hur.
1Ch 2:20 Hur zeugte Uri. Uri zeugte Bezaleel.
1Ch 2:21 Darnach kam Hezron zu der Tochter Machirs, des Vaters Gileads, und er nahm sie, da er sechzig Jahre alt war; und sie gebar ihm Segub.
1Ch 2:22 Segub aber zeugte Jair; der hatte dreiundzwanzig Stdte im Lande Gilead.
1Ch 2:23 Aber die Gessuriter und Syrer nahmen ihnen die Flecken Jairs, dazu Kenath mit seinen Ortschaften, sechzig Stdte. Diese alle sind Kinder Machirs, des Vaters Gileads.
1Ch 2:24 Nach dem Tode Hezrons in Kaleb Ephratha gebar Hezrons Weib Abia ihm Ashur, den Vater Thekoas.
1Ch 2:25 Jerahmeel, der erste Sohn Hezrons, hatte Kinder: den ersten, Ram, Buna, Oren und Ozem und Ahia.
1Ch 2:26 Und Jerahmeel hatte noch ein anderes Weib, die hie Atara; die ist die Mutter Onams.
1Ch 2:27 Die Kinder aber Rams, des ersten Sohnes Jerahmeels, sind: Maaz, Jamin und Eker.
1Ch 2:28 Aber Onam hatte Kinder: Sammai und Jada. Die Kinder aber Sammais sind: Nadab und Abisur.
1Ch 2:29 Das Weib aber Abisurs hie Abihail, die gebar Achban und Molid.
1Ch 2:30 Die Kinder aber Nadabs sind: Seled und Appaim; und Seled starb ohne Kinder.
1Ch 2:31 Die Kinder Appaims sind: Jesai. Die Kinder Jesais sind: Sesan. Die Kinder Sesans sind: Ahelai.
1Ch 2:32 Die Kinder aber Jadas, des Bruders Sammais, sind: Jether und Jonathan; Jether aber starb ohne Kinder.
1Ch 2:33 Die Kinder aber Jonathans sind: Peleth und Sasa. Das sind die Kinder Jerahmeels.
1Ch 2:34 Sesan aber hatte nicht Shne, sondern Tchter. Und Sesan hatte einen gyptischen Knecht, der hie Jarha.
1Ch 2:35 Und Sesan gab Jarha, seinem Knecht seine Tochter zum Weibe; die gebar ihm Atthai.
1Ch 2:36 Atthai zeugte Nathan. Nathan zeugte Sabad.
1Ch 2:37 Sabad zeugte Ephlal. Ephlal zeugte Obed.
1Ch 2:38 Obed zeugte Jehu. Jehu zeugte Asarja.
1Ch 2:39 Asarja zeugte Helez. Helez zeugte Eleasa.
1Ch 2:40 Eleasa zeugte Sisemai. Sisemai zeugte Sallum.
1Ch 2:41 Sallum zeugte Jekamja. Jekamja zeugte Elisama.
1Ch 2:42 Die Kinder Kalebs, des Bruder Jerahmeels, sind: Mesa, sein erster Sohn, der ist der Vater Siphs, und die Kinder Maresas, des Vaters Hebrons.
1Ch 2:43 Die Kinder aber Hebrons sind: Korah, Tappuah, Rekem und Sama.
1Ch 2:44 Sama aber zeugte Raham, den Vater Jorkeams. Rekem zeugte Sammai.
1Ch 2:45 Der Sohn aber Sammais hie Maon, und Maon war der Vater Beth-Zurs.
1Ch 2:46 Epha aber, das Kebsweib Kalebs, gebar Haran, Moza und Gases. Haran aber zeugte Gases.
1Ch 2:47 Die Kinder aber Jahdais sind: Regem, Jotham, Gesan, Pelet, Epha und Saaph.
1Ch 2:48 Aber Maacha, das Kebsweib Kalebs, gebar Seber und Thirhena
1Ch 2:49 und gebar auch Saaph, den Vater Madmannas, und Sewa, den Vater Machbenas und den Vater Gibeas. Aber Achsa war Kalebs Tochter.
1Ch 2:50 Dies waren die Kinder Kalebs: die Shne Hurs, des ersten Sohn's von der Ephratha: Sobal, der Vater Kirjath-Jearims;
1Ch 2:51 Salma, der Vater Bethlehems; Hareph, der Vater Bethgaders.
1Ch 2:52 Und Sobal, der Vater Kirjath-Jearims, hatte Shne: Haroe und die Hlfte der Manahthiter.
1Ch 2:53 Die Freundschaften aber zu Kirjath-Jearim waren die Jethriter, Puthiter, Sumathiter und Misraiter. Von diesen sind ausgegangen die Zorathiter und Esthaoliter.
1Ch 2:54 Die Kinder Salmas sind Bethlehem und die Netophathiter, Atharoth des Hauses Joabs und die Hlfte der Manahthiter, das sind die Zoraiter.
1Ch 2:55 Und die Freundschaften der Schreiber, die zu Jabez wohnten, sind die Thireathiter, Simeathiter, Suchathiter. Das sind die Kiniter, die da gekommen sind von Hammath, dem Vater des Hauses Rechabs.
1Ch 3:1 Die sind die Kinder Davids, die ihm zu Hebron geboren sind: der erste: Amnon, von Ahinoam, der Jesreelitin; der zweite: Daniel, von Abigail, der Karmelitin;
1Ch 3:2 der dritte: Absalom, der Sohn Maachas, der Tochter Thalmais, des Knigs zu Gessur; der vierte: Adonia, der Sohn Haggiths;
1Ch 3:3 der fnfte: Sephatja, von Abital; der sechste: Jethream, von seinem Weibe Egla.
1Ch 3:4 Diese sechs sind ihm geboren zu Hebron; denn er regierte daselbst sieben Jahre und sechs Monate; aber zu Jerusalem regierte er dreiunddreiig Jahre.
1Ch 3:5 Und diese sind ihm geboren zu Jerusalem: Simea, Sobab, Nathan, Salomo, die vier von Bath-Sua, der Tochter Ammiels;
1Ch 3:6 dazu Jibhar, Elisama, Eliphelet,
1Ch 3:7 Nogah, Nepheg, Japhia,
1Ch 3:8 Elisama, Eljada, Eliphelet, die neun.
1Ch 3:9 Das sind alles Kinder Davids, ohne was der Kebsweiber Kinder waren. Und Thamar war ihre Schwester.
1Ch 3:10 Salomos Sohn war Rehabeam; des Sohn war Abia; des Sohn war Asa; des Sohn war Josaphat;
1Ch 3:11 des Sohn war Joram; des Sohn war Ahasja; des Sohn war Joas;
1Ch 3:12 des Sohn war Amazja; des Sohn war Asarja; des Sohn war Jotham;
1Ch 3:13 des Sohn war Ahas; des Sohn war Hiskia; des Sohn war Manasse;
1Ch 3:14 des Sohn war Amon; des Sohn war Josia.
1Ch 3:15 Josias Shne aber waren: der erste: Johanan, der zweite: Jojakim, der dritte: Zedekia, der vierte: Sallum.
1Ch 3:16 Aber die Kinder Jojakims waren: Jechonja; des Sohnes war Zedekia.
1Ch 3:17 Die Kinder aber Jechonjas, der gefangen ward, waren Sealthiel,
1Ch 3:18 Malchiram, Pedaja, Seneazzar, Jekamja, Hosama, Nedabja.
1Ch 3:19 Die Kinder Pedajas waren: Serubabel und Simei. Die Kinder Serubabels waren: Mesullam und Hananja und ihre Schwester Selomith;
1Ch 3:20 dazu Hasuba, Ohel, Berechja, Hasadja, Jusab-Hesed, die fnf.
1Ch 3:21 Die Kinder aber Hananjas waren: Pelatja und Jesaja, die Shne Rephajas, die Shne Arnans, die Shne Obadja, die Shne Sechanjas.
1Ch 3:22 Die Kinder aber Sechanjas waren Semaja. Die Kinder Semajas waren: Hattus, Jigeal, Bariah, Nearja, Saphat, die sechs.
1Ch 3:23 Die Kinder aber Nearjas waren: Eljoenai, Hiskia, Asrikam, die drei.
1Ch 3:24 Die Kinder aber Eljoenais waren: Hodavja, Eljasib, Pelaja, Akkub, Johanan, Delaja, Anani, die sieben.
1Ch 4:1 Die Kinder Judas waren: Perez, Hezron, Karmi, Hur und Sobal.
1Ch 4:2 Reaja aber, der Sohn Sobals, zeugte Jahath. Jahath zeugte Ahumai und Lahad. Das sind die Freundschaften der Zorathiter.
1Ch 4:3 Und dies ist der Stamm des Vaters Etams: Jesreel, Jisma, Jidbas; und ihre Schwester hie Hazlelponi;
1Ch 4:4 und Pnuel, der Vater Gedors, und Eser, der Vater Husas. Das sind die Kinder Hurs, des ersten Sohnes der Ephrata, des Vaters Bethlehems.
1Ch 4:5 Ashur aber, der Vater Thekoas, hatte zwei Weiber: Helea und Naera.
1Ch 4:6 Und Naera gebar ihm Ahussam, Hepher, Themni, Ahastari. Das sind die Kinder Naeras.
1Ch 4:7 Aber die Kinder Heleas waren: Zereth, Jizhar und Ethnan.
1Ch 4:8 Koz aber zeugte Anub und Hazobeba und die Freundschaft Aharhels, des Sohnes Harums.
1Ch 4:9 Jaebez aber war herrlicher denn seine Brder; und seine Mutter hie ihn Jaebez, denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren.
1Ch 4:10 Und Jaebez rief den Gott Israels an und sprach: Ach, dass du mich segnetest und meine Grenze mehrtest und deine Hand mit mir wre und schafftest mit dem bel, dass mich's nicht bekmmere! Und Gott lie kommen, was er bat.
1Ch 4:11 Kalub aber, der Bruder Suhas, zeugte Mehir; der ist der Vater Esthons.
1Ch 4:12 Esthon aber zeugte Beth-Rapha, Paseah und Thehinna, den Vater der Stadt Nahas; das sind die Mnner von Recha.
1Ch 4:13 Die Kinder des Kenas waren: Othniel und Seraja. Die Kinder aber Othniels waren: Hathath.
1Ch 4:14 Und Meonothai zeuget Ophra. Und Seraja zeugte Joab, den Vater des Tals der Zimmerleute; denn sie waren Zimmerleute.
1Ch 4:15 Die Kinder aber Kalebs, des Sohnes Jephunnes, waren: Iru, Ela und Naam und die Kinder des Ela und Kenas.
1Ch 4:16 Die Kinder aber Jehallel-Els waren Siph, Sipha, Thirja und Asareel.
1Ch 4:17 Die Kinder aber Esras waren: Jether, Mered, Epher und Jalon. Und das sind die Kinder Bithjas, der Tochter Pharaos, die der Mered nahm: sie gebar Mirjam, Sammai, Jesbah, den Vater Esthemoas.
1Ch 4:18 Und sein jdisches Weib gebar Jered, den Vater Gedors; Heber, den Vater Sochos; Jekuthiel, den Vater Sanoahs.
1Ch 4:19 Die Kinder des Weibes Hodijas, der Schwester Nahams, waren: der Vater Kegilas, der Garmiter, und Esthemoa, der Maachathiter.
1Ch 4:20 Die Kinder Simons waren: Amnon und Rinna, Ben-Hanan und Thilon. Die Kinder Jeseis waren: Soheth und Ben-Soheth.
1Ch 4:21 Die Kinder aber Selas, des Sohnes Judas, waren: Ger, der Vater Lechas, Laeda, der Vater Maresas, und die Freundschaft der Leinweber von dem Hause Asbeas;
1Ch 4:22 dazu Jokim und die Mnner von Koseba, und Joas und Saraph, die da Herren wurden ber Moab, und sie kehrten nach Lahem zurck, wie die alte Rede lautet.
1Ch 4:23 Sie waren Tpfer und wohnten unter Pflanzungen und Zunen bei dem Knig zu seinem Geschft und blieben daselbst.
1Ch 4:24 Die Kinder Simeons waren: Nemuel, Jamin, Jarib, Serah, Saul;
1Ch 4:25 des Sohn war Sallum; des Sohn war Mibsam; des Sohn war Mismas.
1Ch 4:26 Die Kinder aber Mismas waren: Hammuel; des Sohn war Sakkur; des Sohn war Simei.
1Ch 4:27 Und Simei hatte sechzehn Shne und sechs Tchter; aber seine Brder hatten nicht viel Kinder, und alle ihre Freundschaften mehrten sich nicht so wie die Kinder Judas.
1Ch 4:28 Sie wohnten aber zu Beer-Seba, Molada, Hazar-Sual,
1Ch 4:29 Bilha, Ezem, Tholad,
1Ch 4:30 Bethuel, Horma, Ziklag,
1Ch 4:31 Beth-Markaboth, Hasar-Susim, Beth-Birei, Saaraim. Dies waren ihre Stdte bis auf den Knig David, dazu ihre Drfer.
1Ch 4:32 Etam, Ain, Rimmon, Thochen, Asan, die fnf Stdte,
1Ch 4:33 und alle Drfer, die um diese Stdte her waren, bis gen Baal; das ist ihre Wohnung, und sie hatten ihr eigenes Geschlechtsregister.
1Ch 4:34 Und Mesobab, Jamlech, Josa, der Sohn Amazjas,
1Ch 4:35 Joel, Jehu, der Sohn Josibjas, des Sohnes Serajas, des Sohnes Asiels,
1Ch 4:36 Eljoenai, Jaekoba, Jesohaja, Asaja, Adiel, Ismeel und Benaja,
1Ch 4:37 Sisa, der Sohn Sipheis, des Sohnes Allons, des Sohnes Jedajas, des Sohnes Simris, des Sohnes Semajas:
1Ch 4:38 diese, die mit Namen genannt sind, waren Frsten in ihren Geschlechtern; und ihre Vaterhuser breiteten sich aus in die Menge.
1Ch 4:39 Und sie zogen hin, dass sie gen Gedor kmen, bis gegen Morgen des Tals, dass sie Weide suchten fr ihre Schafe,
1Ch 4:40 und fanden fette und gute Weide und ein Land, weit von Raum, still und ruhig; denn vormals wohnten daselbst die von Ham.
1Ch 4:41 Und die jetzt mit Namen aufgezeichnet sind, kamen zur Zeit Hiskias, des Knigs Judas, und schlugen jener Htten und die Meuniter, die daselbst gefunden wurden, und verbannte sie bis auf diesen Tag und wohnten an ihrer Statt; denn es war Weide daselbst fr ihre Schafe.
1Ch 4:42 Auch gingen aus ihnen, aus den Kindern Simeons, fnfhundert Mnner zu dem Gebirge Seir mit ihren Obersten: Pelatja, Nearja, Rephaja und Usiel, den Kindern Jeseis,
1Ch 4:43 und schlugen die brigen Entronnenen der Amalekiter und wohnten daselbst bis auf diesen Tag.
1Ch 5:1 Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels (denn er war der erste Sohn; aber damit, dass er seines Vaters Bett entweihte, war seine Erstgeburt gegeben den Kinder Josephs, des Sohnes Israels, und er ward nicht aufgezeichnet zur Erstgeburt;
1Ch 5:2 denn Juda, der mchtig war unter seinen Brdern, dem ward das Frstentum vor ihm gegeben, und Joseph die Erstgeburt).
1Ch 5:3 So sind nun die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Charmi.
1Ch 5:4 Die Kinder aber Joels waren: Semaja; des Sohnes war Gog; des Sohnes war Simei;
1Ch 5:5 des Sohn war Micha; des Sohn war Reaja; des Sohn war Baal;
1Ch 5:6 des Sohn war Beera, welchen gefangen wegfhrte Thilgath-Pilneser, der Knig von Assyrien; er aber war ein Frst unter den Rubenitern.
1Ch 5:7 Aber seine Brder unter seinen Geschlechtern, da sie nach ihrer Geburt aufgezeichnet wurden, waren: Jeiel, der Oberste, und Sacharja
1Ch 5:8 und Bela, der Sohn des Asas, des Sohnes Semas, des Sohnes Joels; der wohnte zu Aroer und bis gen Nebo und Baal-Meon
1Ch 5:9 und wohnte gegen Aufgang, bis man kommt an die Wste am Wasser Euphrat; denn ihres Viehs war viel im Lande Gilead.
1Ch 5:10 Und zur Zeit Sauls fhrten sie Krieg wider die Hagariter, dass sie fielen durch ihre Hand, und wohnten in deren Htten auf der ganzen Morgengrenze von Gilead.
1Ch 5:11 Die Kinder Gads aber wohnten ihnen gegenber im Lande Basan bis gen Salcha:
1Ch 5:12 Joel, der Vornehmste, und Sapham, der andere, Jaenai und Saphat zu Basan.
1Ch 5:13 Und ihre Brder nach ihren Vaterhusern waren: Michael, Mesullam, Seba, Jorai, Jaekan, Sia und Eber, die sieben.
1Ch 5:14 Dies sind die Kinder Abihails, des Sohnes Huris, des Sohnes Jaroahs, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes Jesisais, des Sohnes Jahdos, des Sohnes Bus.
1Ch 5:15 Ahi, der Sohn Abdiels, des Sohnes Gunis, war ein Oberster in ihren Vaterhusern,
1Ch 5:16 und sie wohnten zu Gilead in Basan und in seinen Ortschaften und in allen Fluren Sarons bis an ihre Enden.
1Ch 5:17 Diese wurden alle aufgezeichnet zur Zeit Jothams, des Knig in Juda, und Jerobeams, des Knigs ber Israel.
1Ch 5:18 Der Kinder Ruben, der Gaditer und des halben Stammes Manasse, was streitbare Mnner waren, die Schild und Schwert fhren und Bogen spannen konnten und streitkundig waren, deren waren vierundvierzigtausend und siebenhundertundsechzig die ins Heer zogen.
1Ch 5:19 Und sie stritten mit den Hagaritern und mit Jetur, Naphis und Nodab;
1Ch 5:20 und es ward ihnen geholfen wider sie, und die Hagariter wurden gegeben in ihre Hnde und alle, die mit ihnen waren. Denn sie schrieen zu Gott im Streit, und er lie sich erbitten; denn sie vertrauten ihm.
1Ch 5:21 Und sie fhrten weg ihr Vieh, fnftausend Kamele, zweihundertfnfzigtausend Schafe, zweitausend Esel, und hunderttausend Menschenseelen.
1Ch 5:22 Denn es fielen viele Verwundete; denn der Streit war von Gott. Und sie wohnten an ihrer Statt bis zur Zeit, da sie gefangen weggefhrt wurden.
1Ch 5:23 Die Kinder aber des halben Stammes Manasse wohnten im Lande von Basan an bis gen Baal-Hermon und Senir und den Berg Hermon; und ihrer waren viel.
1Ch 5:24 Und diese waren die Hupter ihrer Vaterhuser: Epher, Jesei, Eliel, Asriel, Jeremia, Hodavja, Jahdiel, gewaltige Mnner und berhmte Hupter in ihren Vaterhusern.
1Ch 5:25 Und da sie sich an dem Gott ihrer Vter versndigten und abfielen zu den Gtzen der Vlker im Lande, die Gott vor ihnen vertilgt hatte,
1Ch 5:26 erweckte der Gott Israels den Geist Phuls, des Knigs von Assyrien, und den Geist Thilgath-Pilnesers, des Knigs von Assyrien; der fhrte weg die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse und brachte sie gen Halah und an den Habor und gen Hara und an das Wasser Gosan bis auf diesen Tag.
1Ch 5:27 Die Kinder Levis waren: Gerson, Kahath und Merari.
1Ch 5:28 Die Kinder aber Kahaths waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel.
1Ch 5:29 Die Kinder Amrams waren: Aaron, Mose und Mirjam. Die Kinder Aaron waren Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
1Ch 5:30 Eleasar zeugte Pinehas. Pinehas zeugte Abisua.
1Ch 5:31 Abisua zeugte Bukki. Bukki zeugte Usi.
1Ch 5:32 Usi zeugte Serahja. Serahja zeugte Merajoth.
1Ch 5:33 Merajoth zeugte Amarja. Amarja zeugte Ahitob.
1Ch 5:34 Ahitob zeugte Zadok. Zadok zeugte Ahimaaz.
1Ch 5:35 Ahimaaz zeugte Asarja. Asarja zeugte Johanan.
1Ch 5:36 Johanan zeugte Asarja, den, der Priester war in dem Hause, das Salomo baute zu Jerusalem.
1Ch 5:37 Asarja zeugte Amarja. Amarja zeugte Ahitob.
1Ch 5:38 Ahitob zeugte Zadok. Zadok zeugte Sallum.
1Ch 5:39 Sallum zeugte Hilkia. Hilkia zeugte Asarja.
1Ch 5:40 Asarja zeugte Seraja. Seraja zeugte Jozadak.
1Ch 5:41 Jozadak aber ward mit weggefhrt, da der HErr Juda und Jerusalem durch Nebukadnezar lie gefangen wegfhren.
1Ch 6:1 So sind nun die Kinder Levis diese: Gerson, Kahath, Merari.
1Ch 6:2 So heien aber die Kinder Gersons: Libni und Simei.
1Ch 6:3 Aber die Kinder Kahaths heien: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel.
1Ch 6:4 Die Kinder Meraris heien: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter der Leviten nach ihren Vaterhusern.
1Ch 6:5 Gerson Sohn war Libni; des Sohn war Jahath; des Sohn war Simma;
1Ch 6:6 des Sohn war Joah; des Sohn war Iddo; des Sohn war Serah; des Sohn war Jeathrai.
1Ch 6:7 Kahaths Sohn aber war Aminadab; des Sohn war Korah; des Sohn war Assir;
1Ch 6:8 des Sohn war Elkana; des Sohn war Abiasaph; des Sohn war Assir;
1Ch 6:9 des Sohn war Thahat; des Sohn war Uriel; des Sohn war Usia; des Sohn war Saul.
1Ch 6:10 Die Kinder Elkanas waren: Amasai und Ahimoth;
1Ch 6:11 des Sohn war Elkana; des Sohn war Elkana von Zoph; des Sohn war Nahath;
1Ch 6:12 des Sohn war Eliab; des Sohn war Jeroham; des Sohn war Elkana.
1Ch 6:13 Und die Kinder Samuels waren: der Erstgeborene Vasni und Abia.
1Ch 6:14 Meraris Sohn war Maheli; des Sohn war Libni; des Sohn war Simei; des Sohn war Usa;
1Ch 6:15 des Sohn war Simea; des Sohn war Haggia; des Sohn war Asaja.
1Ch 6:16 Dies sind aber, die David bestellte, zu singen im Hause des HErrn, als die Lade des Bundes zur Ruhe gekommen war;
1Ch 6:17 und sie dienten vor der Wohnung der Htte des Stifts mit Singen, bis dass Salomo das Haus des HErrn baute zu Jerusalem, und standen nach ihrer Weise in ihrem Amt.
1Ch 6:18 Und dies sind sie, die da standen, und ihre Kinder: Von den Kindern Kahaths war Heman, der Snger, der Sohn Joels, des Sohnes Samuel;
1Ch 6:19 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerohams, des Sohnes Eliels, des Sohnes Thoahs,
1Ch 6:20 des Sohnes Zuphs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Mahaths, des Sohnes Amasais,
1Ch 6:21 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Zephanjas,
1Ch 6:22 des Sohnes Thahaths, des Sohnes Assirs, des Sohnes Abiasaphs, des Sohnes Korahs,
1Ch 6:23 des Sohnes Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels.
1Ch 6:24 Und sein Bruder Asaph stand zu seiner Rechten. Und er, der Asaph, war ein Sohn Berechjas, des Sohnes Simeas,
1Ch 6:25 des Sohnes Michaels, des Sohnes Baesejas, des Sohnes Malchias,
1Ch 6:26 des Sohnes Athnis, des Sohnes Serahs, des Sohnes Adajas,
1Ch 6:27 des Sohnes Ethans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Simeis,
1Ch 6:28 des Sohnes Jahats, des Sohnes Gersons, des Sohnes Levis.
1Ch 6:29 Ihre Brder aber, die Kinder Meraris, standen zur Linken: nmlich Ethan, der Sohn Kusis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluchs,
1Ch 6:30 des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Amazjas, des Sohnes Hilkias,
1Ch 6:31 des Sohnes Amzis, des Sohnes Banis, des Sohnes Semers,
1Ch 6:32 des Sohnes Mahelis, des Sohnes Musis, des Sohnes Meraris, des Sohnes Levis.
1Ch 6:33 Ihre Brder aber, die Leviten, waren gegeben zu allerlei Amt an der Wohnung des Hauses Gottes.
1Ch 6:34 Aaron aber und seine Shne waren im Amt, anzuznden auf dem Brandopferaltar und auf dem Rucheraltar und zu allem Geschft im Allerheiligsten und zu vershnen Israel, wie Mose, der Knecht Gottes, geboten hatte.
1Ch 6:35 Dies sind aber die Kinder Aarons: Eleasar, sein Sohn: des Sohn war Pinehas; des Sohn war Abisua;
1Ch 6:36 des Sohn war Bukki, des Sohn war Usi; des Sohn war Serahja;
1Ch 6:37 des Sohn war Merajoth; des Sohn war Amarja; des Sohn war Ahitob;
1Ch 6:38 des Sohn war Zadok; des Sohn war Ahimaaz.
1Ch 6:39 Und dies ist ihre Wohnung und Sitz in ihren Grenzen, nmlich der Kinder Aaron, des Geschlechts der Kahathiter; denn das Los fiel ihnen zu,
1Ch 6:40 und sie gaben ihnen Hebron im Lande Juda und desselben Vorstdte umher.
1Ch 6:41 Aber das Feld der Stadt und ihre Drfer gaben sie Kaleb, dem Sohn Jephunnes.
1Ch 6:42 So gaben sie nun den Kinder Aaron die Freistdte Hebron und Libna samt ihren Vorstdten, Jatthir und Esthemoa mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:43 Hilen, Debir,
1Ch 6:44 Asan und Beth-Semes mit ihren Vorstdten;
1Ch 6:45 und aus dem Stamm Benjamin: Geba, Alemeth und Anathoth mit ihren Vorstdten, dass aller Stdte in ihren Geschlechtern waren dreizehn.
1Ch 6:46 Aber den Kindern Kahaths nach ihren Geschlechtern wurden durch Los aus dem Stamm Ephraim, aus dem Stamm Dan und aus dem halben Stamm Manasse zehn Stdte.
1Ch 6:47 Den Kindern Gerson nach ihren Geschlechtern wurden aus dem Stamm Isaschar und aus dem Stamm Asser und aus dem Stamm Naphthali und aus dem Stamm Manasse in Basan dreizehn Stdte.
1Ch 6:48 Den Kindern Merari nach ihren Geschlechtern wurden durch das Los aus dem Stamm Ruben und aus dem Stamm Gad und aus dem Stamm Sebulon zwlf Stdte.
1Ch 6:49 Und die Kinder Israel gaben den Leviten die Stdte mit ihren Vorstdten,
1Ch 6:50 nmlich durchs Los aus dem Stamm der Kinder Juda und aus dem Stamm der Kinder Simeon und aus dem Stamm der Kinder Benjamin die Stdte, die sie mit Namen bestimmten.
1Ch 6:51 Aber den Geschlechtern der Kinder Kahath wurden Stdte ihres Gebietes aus dem Stamm Ephraim.
1Ch 6:52 So gaben sie nun ihnen, dem Geschlecht der andern Kinder Kahath, die Freistdte: Sichem auf dem Gebirge Ephraim, Geser,
1Ch 6:53 Jokmeam, Beth-Horon,
1Ch 6:54 Ajalon und Gath-Rimmon mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:55 Dazu aus dem halben Stamm Manasse: Aner und Bileam mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:56 Aber den Kindern Gerson gaben sie aus dem Geschlecht des halben Stammes Manasse: Golan in Basan und Astharoth mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:57 Aus dem Stamm Isaschar: Kedes, Dabrath,
1Ch 6:58 Ramoth und Anem mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:59 Aus dem Stamm Asser: Masal, Abdon,
1Ch 6:60 Hukok und Rehob mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:61 Aus dem Stamm Naphthali: Kedes in Galila, Hammon und Kirjathaim mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:62 Den andern Kindern Merari gaben sie aus dem Stamm Sebulon: Rimmono und Thabor mit ihren Vorstdten;
1Ch 6:63 und jenseit des Jordans gegenber Jericho, gegen der Sonne Aufgang am Jordan, aus dem Stamm Ruben: Bezer in der Wste, Jahza,
1Ch 6:64 Kedemoth und Mephaat mit ihren Vorstdten.
1Ch 6:65 Aus dem Stamm Gad: Ramoth in Gilead, Mahanaim,
1Ch 6:66 Hesbon und Jaser mit ihren Vorstdten.
1Ch 7:1 Die Kinder Isaschars waren: Thola, Phua, Jasub und Simron, die vier.
1Ch 7:2 Die Kinder aber Tholas waren: Usi, Rephaja, Jeriel, Jahemai, Jibsam und Samuel, Hupter in ihren Vaterhusern von Thola und gewaltige Mnner in ihrem Geschlecht, an der Zahl zu Davids Zeiten zweiundzwanzigtausend und sechshundert.
1Ch 7:3 Die Kinder Usis, waren: Jisrahja. Aber die Kinder Jisrahjas waren: Michael, Obadja, Joel und Jissia, die fnf, und alle waren Hupter.
1Ch 7:4 Und mit ihnen unter ihrem Geschlecht nach ihren Vaterhusern waren gerstetes Heervolk zum Streit sechsunddreiigtausend; denn sie hatten viel Weiber und Kinder.
1Ch 7:5 Und ihre Brder in allen Geschlechtern Isaschars waren gewaltige Mnner und wurden alle aufgezeichnet, siebenundachtzigtausend.
1Ch 7:6 Die Kinder Benjamins waren Bela, Becher und Jediael, die drei.
1Ch 7:7 Aber die Kinder Belas waren: Ezbon, Usi, Usiel, Jerimoth und Iri, die fnf, Hupter in ihren Vaterhusern, gewaltige Mnner. Und wurden aufgezeichnet zweiundzwanzigtausend und vierunddreiig.
1Ch 7:8 Die Kinder Bechers waren: Semira, Joas, Elieser, Eljoenai, Omri, Jerimoth, Abia, Anathoth und Alemeth; die waren alle Kinder des Becher.
1Ch 7:9 Und wurden aufgezeichnet in ihren Geschlechtern nach den Huptern ihrer Vaterhuser, gewaltige Mnner, zwanzigtausend und zweihundert.
1Ch 7:10 Die Kinder aber Jediaels waren: Bilhan. Bilhans Kinder aber waren: Jeus, Benjamin, Ehud, Knaena, Sethan, Tharsis und Ahisahar.
1Ch 7:11 Die waren alle Kinder Jediaels, Hupter ihrer Vaterhuser, gewaltige Mnner, siebzehntausend zweihundert, die ins Heer auszogen, zu streiten.
1Ch 7:12 Und Suppim und Huppim waren Kinder der Irs; Husim aber waren Kinder Ahers.
1Ch 7:13 Die Kinder Naphthalis waren: Jahziel, Guni, Jezer und Sallum, Kinder von Bilha.
1Ch 7:14 Die Kinder Manasse sind diese: Asriel, welchen gebar sein syrisches Kebsweib; auch gebar sie Machir, den Vater Gileads.
1Ch 7:15 Und Machir gab Huppim und Suppim Weiber; und seine Schwester hie Maacha. Sein andrer Sohn hie Zelophehad; und Zelophehad hatte Tchter.
1Ch 7:16 Und Maacha, das Weib Machirs, gebar einen Sohn, den hie sie Peres; und sein Bruder hie Seres, und desselben Shne waren Ulam und Rekem.
1Ch 7:17 Ulams Sohn aber war Bedan. Das sind die Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses.
1Ch 7:18 Und seine Schwester Molecheth gebar Ishod, Abieser und Mahela.
1Ch 7:19 Und Semida hatte diese Kinder: Ahjan, Sichem, Likhi und Aniam.
1Ch 7:20 Die Kinder Ephraims waren diese: Suthela (des Sohn war Bered; des Sohn war Thahath; des Sohn war Eleada; des Sohn war Thahath;
1Ch 7:21 des Sohn war Sebad; des Sohn war Suthela) und Eser und Elead. Und die Mnner zu Gath, die Einheimischen im Lande, erwrgten sie, darum dass sie hinabgezogen waren ihr Vieh zu nehmen.
1Ch 7:22 Und ihr Vater Ephraim trug lange Zeit Leid, und seine Brder kamen, ihn zu trsten.
1Ch 7:23 Und er ging ein zu seinem Weibe; die ward schwanger und gebar einen Sohn, den hie er Beria, darum dass es in seinem Hause bel zuging.
1Ch 7:24 Seine Tochter aber war Seera; die baute das niedere und obere Beth-Horon und Usen-Seera.
1Ch 7:25 Des Sohn war Repha und Reseph; des Sohn war Thelah; des Sohn war Thahan;
1Ch 7:26 des Sohn war Laedan; des Sohn war Ammihud, des Sohn war Elisama
1Ch 7:27 des Sohn war Nun; des Sohn war Josua.
1Ch 7:28 Und ihre Habe und Wohnung war Beth-El und seine Ortschaften, und gegen Aufgang Naeran, und gegen Abend Geser und seine Ortschaften, Sichem und seine Ortschaften bis gen Ajia und seine Ortschaften,
1Ch 7:29 und an der Seite der Kinder Manasse Beth-Sean und seine Ortschaften, Thaanach und seine Ortschaften, Megiddo und seine Ortschaften, Dor und seine Ortschaften. In diesen wohnten die Kinder Josephs, des Sohnes Israels.
1Ch 7:30 Die Kinder Asser waren diese: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre Schwester.
1Ch 7:31 Die Kinder Berias waren: Heber und Malchiel, das ist der Vater Birsawiths.
1Ch 7:32 Heber aber zeugte Japhlet, Semer, Hotham und Sua, ihre Schwester.
1Ch 7:33 Die Kinder Japhlets waren: Pasach, Bimehal und Aswath; das waren die Kinder Japhlets.
1Ch 7:34 Die Kinder Semers waren: Ahi, Rohga, Jehubba und Aram.
1Ch 7:35 Und die Kinder seines Bruders Helem waren: Zophah, Jimna, Seles und Amal.
1Ch 7:36 Die Kinder Zophas waren: Suah, Harnepher, Sual, Beri, Jimra,
1Ch 7:37 Bezer, Hod, Samma, Silsa, Jethran und Beera.
1Ch 7:38 Die Kinder Jethers waren: Jephunne, Phispa und Ara.
1Ch 7:39 Die Kinder Ullas waren: Arah, Hanniel und Rizja.
1Ch 7:40 Diese waren alle Kinder Assers, Hupter ihrer Vaterhuser, auserlesene, gewaltige Mnner und Hupter ber Frsten. Und wurden aufgezeichnet ins Heer zum Streit an ihrer Zahl sechsundzwanzigtausend Mann.
1Ch 8:1 Benjamin aber zeugte Bela, seinen ersten Sohn; Asbal, den zweiten; Ahrah, den dritten;
1Ch 8:2 Noha, den vierten; Rapha, den fnften.
1Ch 8:3 Und Bela hatte Kinder: Addar, Gera, Abihud,
1Ch 8:4 Abisua, Naeman, Ahoah,
1Ch 8:5 Gera, Sephuphan und Huram.
1Ch 8:6 Dies sind die Kinder Ehuds (die da Hupter waren der Vaterhuser unter den Brgern zu Geba und zogen weg gen Manahath,
1Ch 8:7 nmlich Naeman, Ahia und Gera, derselbe fhrte sie weg): und er zeugte Usa und Abihud.
1Ch 8:8 Und Saharaim zeugte im Lande Moab, da er von sich gelassen hatte seine Weiber Husim und Baara,
1Ch 8:9 und er zeugte von Hodes, seinem Weibe: Jobab, Zibja, Mesa, Malcham,
1Ch 8:10 Jeuz, Sachja und Mirma. Das sind seine Kinder, Hupter der Vaterhuser.
1Ch 8:11 Von Husim aber zeugte er Abitob und Elpaal.
1Ch 8:12 die Kinder aber Elpaals waren: Eber, Miseam und Semer. Derselbe baute Ono und Lod und ihre Ortschaften.
1Ch 8:13 Und Beria und Sema waren Hupter der Vaterhuser unter den Brgern zu Ajalon; sie verjagten die zu Gath.
1Ch 8:14 Ahjo aber, Sasak, Jeremoth,
1Ch 8:15 Sebadja, Arad, Ader,
1Ch 8:16 Michael, Jispa und Joha, das sind Kinder Berias.
1Ch 8:17 Sebadja, Mesullam, Hiski, Heber,
1Ch 8:18 Jismerai, Jislia, Jobab, das sind Kinder Elpaals.
1Ch 8:19 Jakim, Sichri, Sabdi,
1Ch 8:20 Eljoenai, Zilthai, Eliel,
1Ch 8:21 Adaja, Braja und Simrath, das sind Kinder Simeis.
1Ch 8:22 Jispan, Eber, Eliel,
1Ch 8:23 Abdon, Sichri, Hanan,
1Ch 8:24 Hananja, Elam, Anthothja,
1Ch 8:25 Jephdeja und Pnuel, das sind die Kinder Sasaks.
1Ch 8:26 Samserai, Seharja, Athalja,
1Ch 8:27 Jaeresja, Elia und Sichri, das sind Kinder Jerohams.
1Ch 8:28 das sind die Hupter der Vaterhuser ihrer Geschlechter, die zu Jerusalem wohnten.
1Ch 8:29 Aber zu Gibeon wohnte der Vater Gibeons, und sein Weib hie Maacha,
1Ch 8:30 und sein erster Sohn war Abdon, Zur, Kis, Baal, Nadab,
1Ch 8:31 Gedo, Ahjo, Secher;
1Ch 8:32 Mikloth aber zeugte Simea. Und auch sie wohnten ihren Brdern gegenber zu Jerusalem mit ihnen.
1Ch 8:33 Ner zeugte Kis. Kis zeugte Saul. Saul zeugte Jonathan, Malchisua, Abinadab und Esbaal.
1Ch 8:34 Der Sohn aber Jonathans war Merib-Baal. Merib-Baal zeugte Micha.
1Ch 8:35 Die Kinder Michas waren: Pithon, Melech, Tharea und Ahas.
1Ch 8:36 Ahas aber zeugte Joadda. Joadda zeugte Alemeth, Asmaveth und Simri. Simri zeugte Moza.
1Ch 8:37 Moza zeugte Binea; des Sohn war Rapha; des Sohn war Eleasa; des Sohn war Azel.
1Ch 8:38 Azel aber hatte sechs Shne; die hieen: Asrikam, Bochru, Ismael, Searja, Obadja, Hanan. Die waren alle Shne Azels.
1Ch 8:39 Die Kinder Eseks, seines Bruders, waren: Ulam, sein erster Sohn; Jeus, der andere; Eliphelet, der dritte.
1Ch 8:40 Die Kinder aber Ulams waren gewaltige Leute und geschickt mit Bogen und hatten viele Shne und Sohnes-Shne: hundertfnfzig. Die sind alle von den Kindern Benjamins.
1Ch 9:1 Und das ganze Israel ward aufgezeichnet, und siehe, sie sind aufgeschrieben im Buch der Knige Israels; und Juda ward weggefhrt gen Babel um seiner Missetat willen.
1Ch 9:2 Und die zuerst wohnten auf ihren Gtern und Stdten, waren Israel, Priester, Leviten und Tempelknechte.
1Ch 9:3 Und zu Jerusalem wohnten etliche der Kinder Juda, etliche der Kinder Benjamin, etliche der Kinder Ephraim und Manasse:
1Ch 9:4 nmlich aus den Kindern des Perez, des Sohnes Judas, war Uthai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes Omris, des Sohnes Imris, des Sohnes Banis,
1Ch 9:5 von den Selaniter aber Asaja, der erste Sohn, und seine Shne,
1Ch 9:6 von den Kindern Serah: Jeguel und seine Brder, sechshundertundneunzig;
1Ch 9:7 von den Kindern Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des Sohnes Hodavjas, des Sohnes Hasnuas,
1Ch 9:8 und Jibneja, der Sohn Jerohams, und Ela, der Sohn Usis, des Sohnes Michris, und Mesullam, der Sohn Sephatjas, des Sohnes Reguels, des Sohnes Jibnejas,
1Ch 9:9 dazu ihre Brder in ihren Geschlechtern, neunhundertsechsundfnfzig. Alle diese Mnner waren Hupter in ihren Vaterhusern.
1Ch 9:10 Von den Priestern aber: Jedaja, Jojarib, Jachin
1Ch 9:11 und Asarja, der Sohn Hilkias, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitobs, ein Frst im Hause Gottes,
1Ch 9:12 und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pashurs, des Sohnes Malchias, und Maesai, der Sohn Abdiels, des Sohnes Jahseras, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Mesillemiths, des Sohnes Immers,
1Ch 9:13 dazu ihre Brder, Hupter ihrer Vaterhuser, tausendsiebenhundert und sechzig, tchtige Leute im Geschft des Amtes im Hause Gottes.
1Ch 9:14 Von den Leviten aber aus den Kinder Meraris: Semaja, der Sohn Hassubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Hasabjas,
1Ch 9:15 und Bakbakkar, Heres und Galal und Matthanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sichris, des Sohnes Asaphs,
1Ch 9:16 und Obadja, der Sohn Semajas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jeduthuns, und Berechja, der Sohn Asas, des Sohnes Elkanas, der in den Drfern der Netophathiter wohnte.
1Ch 9:17 Die Pfrtner aber waren: Sallum, Akkub, Talmon, Ahiman mit ihren Brdern; und Sallum war der Oberste,
1Ch 9:18 und er hat bisher am Tor des Knigs gegen Aufgang gewartet. Dies sind die Pfrtner in den Lagern der Kinder Levi.
1Ch 9:19 Und Sallum, der Sohn Kores, des Sohnes Abiasaphs, des Sohnes Korahs, und seine Brder aus seinem Vaterhause, die Korahiter, waren im Geschft des Amts, dass sie warteten an der Schwelle der Htte, wie auch ihre Vter im Lager des HErrn des Eingangs gewartet hatten.
1Ch 9:20 Pinehas aber, der Sohn Eleasars, war vorzeiten Frst ber sie, darum dass der HErr mit ihm gewesen war.
1Ch 9:21 Sacharja aber, der Sohn Meselemjas, war Hter am Tor der Htte des Stifts.
1Ch 9:22 Alle diese waren auserlesen zu Htern an der Schwelle, zweihundertundzwlf; die waren aufgezeichnet in ihren Drfern. Und David und Samuel, der Seher, setzten sie ein auf Glauben,
1Ch 9:23 dass sie und ihre Kinder hten sollten die Tore am Hause des HErrn, nmlich an dem Hause der Htte, dass sie sein warteten.
1Ch 9:24 Es waren aber solche Torwchter gegen die vier Winde gestellt: gegen Morgen, gegen Abend, gegen Mitternacht, gegen Mittag.
1Ch 9:25 Ihre Brder aber waren auf ihren Drfern, dass sie hereinkmen allezeit je des siebenten Tages, bei ihnen zu sein,
1Ch 9:26 Denn auf Glauben waren diese die vier obersten Torhter. Und die Leviten waren ber die Kammern und Schtze im Hause Gottes.
1Ch 9:27 Auch blieben sie ber Nacht um das Haus Gottes; denn es gebhrte ihnen die Hut, dass sie alle Morgen auftten.
1Ch 9:28 Und etliche aus ihnen waren ber das Gert des Amts; denn sie trugen's gezhlt aus und ein.
1Ch 9:29 und ihrer etliche waren bestellt ber die Gefe und ber alles heilige Gert, ber Semmelmehl, ber Wein, ber l, ber Weihrauch, ber Spezereien.
1Ch 9:30 Und der Priester Kinder machten etliche das Salbl mit Spezereien.
1Ch 9:31 Und Matthithja, aus den Leviten, dem ersten Sohn Sallums, des Korahiters, waren vertraut die Pfannen.
1Ch 9:32 Aus den Kahathitern aber, ihren Brdern, waren etliche ber die Schaubrote, sie zuzurichten auf alle Sabbate.
1Ch 9:33 Jene aber sind die Snger, die Hupter der Vaterhuser der Leviten, die in den Kammern keinen Dienst hatten; denn Tag und Nacht waren sie in ihrem Geschft.
1Ch 9:34 Das sind die Hupter der Vaterhuser unter den Leviten in ihren Geschlechtern. Diese wohnten zu Jerusalem.
1Ch 9:35 Zu Gibeon wohnten Jeiel, der Vater Gibeons; sein Weib hie Maacha
1Ch 9:36 und sein erster Sohn Abdon, Zur, Kis, Baal, Ner, Nadab,
1Ch 9:37 Gedor, Ahjo, Sacharja, Mikloth;
1Ch 9:38 Mikloth aber zeugte Simeam. Und sie wohnten auch ihren Brdern gegenber zu Jerusalem unter den Ihren.
1Ch 9:39 Ner aber zeugte Kis. Kis zeugte Saul. Saul zeugte Jonathan, Malchisua, Abinadab, Esbaal.
1Ch 9:40 Der Sohn aber Jonathans war Merib-Baal. Merib-Baal aber zeugte Micha.
1Ch 9:41 Die Kinder Michas waren: Pithon, Melech und Tharea.
1Ch 9:42 Ahas zeugte Jaera. Jaera zeugte Alemeth, Asmaveth und Simmri. Simmri zeugte Moza.
1Ch 9:43 Moza zeugte Binea; des Sohn war Raphaja; des Sohn war Eleasa; des Sohn war Azel.
1Ch 9:44 Azel aber hatte sechs Shne; die hieen: Asrikam, Bochru, Ismael, Searja, Obadja, Hanan. Das sind die Kinder Azels.
1Ch 10:1 Die Philister stritten wider Israel. Und die von Israel flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Gebirge Gilboa.
1Ch 10:2 Aber die Philister hingen sich an Saul und seine Shne hinter ihnen her und erschlugen Jonathan, Abinadab und Malchisua, die Shne Sauls.
1Ch 10:3 Und des Streit ward hart wider Saul; und die Bogenschtzen kamen an ihn, dass er von den Schtzen verwundet ward.
1Ch 10:4 Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Zieh dein Schwert aus und erstich mich damit, dass diese Unbeschnittenen nicht kommen und schndlich mit mir umgehen! Aber sein Waffentrger wollte nicht; denn er frchtete sich sehr. Da nahm Saul sein Schwert und fiel hinein.
1Ch 10:5 Da aber sein Waffentrger sah, dass er tot war, fiel er auch ins Schwert und starb.
1Ch 10:6 Also starb Saul und seine drei Shne und sein ganzes Haus zugleich.
1Ch 10:7 Da aber die Mnner Israels, die im Grunde wohnten, sahen, dass sie geflohen waren und dass Saul und seine Shne tot waren, verlieen sie ihre Stdte und flohen, und die Philister kamen und wohnten darin.
1Ch 10:8 Des andern Morgens kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine Shne liegen auf dem Gebirge Gilboa
1Ch 10:9 und zogen ihn aus und hoben auf sein Haupt und seine Waffen und sandten's ins Land der Philister umher und lieen's verkndigen vor ihren Gtzen und dem Volk
1Ch 10:10 und legten seine Waffen ins Haus ihres Gottes, und seinen Schdel hefteten sie ans Haus Dagons.
1Ch 10:11 Da aber alle die zu Jabes in Gilead hrten alles, was die Philister Saul getan hatten,
1Ch 10:12 machten sie sich auf, alle streitbaren Mnner, und nahmen die Leichname Sauls und seiner Shne und brachten sie gen Jabes und begruben ihre Gebeine unter der Eiche zu Jabes und fasteten sieben Tage.
1Ch 10:13 Also starb Saul an seiner Missetat, die er wider den HErrn getan hatte an dem Wort des HErrn, das er nicht hielt; auch dass er die Wahrsagerin fragte
1Ch 10:14 und fragte den HErrn nicht, darum ttete er ihn und wandte das Reich zu David, dem Sohn Isais.
1Ch 11:1 Und ganz Israel versammelte sich zu David gen Hebron und sprach: Siehe, wir sind dein Bein und dein Fleisch.
1Ch 11:2 Auch schon, da Saul Knig war, fhrtest du Israel aus und ein. So hat der HErr, dein Gott, dir geredet: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Frst sein ber mein Volk Israel.
1Ch 11:3 Also kamen alle ltesten Israels zum Knig gen Hebron. Und David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron vor dem HErrn. Und sie salbten David zu Knig ber Israel nach dem Wort des HErrn durch Samuel.
1Ch 11:4 Und David zog hin und das ganze Israel gen Jerusalem, das ist Jebus; denn die Jebusiter wohnten daselbst im Lande.
1Ch 11:5 Und die Brger zu Jebus sprachen zu David: Du sollst nicht hereinkommen. David aber gewann die Burg Zion, das ist Davids Stadt.
1Ch 11:6 Und David sprach: Wer die Jebusiter am ersten schlgt, der soll ein Haupt und Oberster sein. Da erstieg sie am ersten Joab, der Zeruja Sohn, und ward Hauptmann.
1Ch 11:7 David aber wohnte auf der Burg; daher heit man sie Davids Stadt.
1Ch 11:8 Und er baute die Stadt umher, von Millo an bis ganz umher. Joab aber lie leben die brigen in der Stadt.
1Ch 11:9 Und David nahm immer mehr zu, und der HErr Zebaoth war mit ihm.
1Ch 11:10 Dies sind die Obersten unter den Helden Davids, die sich redlich mit ihm hielten in seinem Knigreiche bei ganz Israel, dass man ihn zum Knig machte nach dem Wort des HErrn ber Israel.
1Ch 11:11 Und dies ist die Zahl der Helden Davids: Jasobeam, der Sohn Hachmonis, der Vornehmste unter den dreiig; er hob seinen Spie auf und schlug dreihundert auf einmal.
1Ch 11:12 Nach ihm aber Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahohiter; und er war unter den drei Helden.
1Ch 11:13 Dieser war mit David zu Pas-Dammim, da die Philister sich daselbst versammelt hatten zu Streit. Und es war da ein Stck Acker voll Gerste. Und das Volk floh vor den Philistern.
1Ch 11:14 Und sie traten mitten aufs Stck und erretteten es und schlugen die Philister; und der HErr gab groes Heil.
1Ch 11:15 Und drei aus dem dreiig Vornehmsten zogen hinab zum Felsen zu David in die Hhle Adullam; aber der Philister Lager lag im Grunde Rephaim.
1Ch 11:16 David aber war an sicherem Ort; und die Schildwacht der Philister war dazumal zu Bethlehem.
1Ch 11:17 Und David ward lstern und sprach: Wer will mir Wasser zu trinken geben aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor?
1Ch 11:18 Da brachen die drei in der Philister Lager und schpften Wasser aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor und trugen's und brachten's zu David. Er aber wollte es nicht trinken, sondern goss es aus dem HErrn
1Ch 11:19 und sprach: Das lasse mein Gott fern von mir sein, dass ich solches tue und trinke das Blut dieser Mnner in ihres Lebens Gefahr; denn sie haben's mit ihres Lebens Gefahr hergebracht! Darum wollte er's nicht trinken. Das taten die drei Helden.
1Ch 11:20 Abisai, der Bruder Joabs, der war der Vornehmste unter dreien; und er hob seinen Spie auf und schlug dreihundert. Und er war unter dreien berhmt,
1Ch 11:21 und er, der dritte, herrlicher denn die zwei und war ihr Oberster; aber bis an jene drei kam er nicht.
1Ch 11:22 Benaja, der Sohn Jojadas, des Sohnes Is-Hails, von groen Taten, von Kabzeel, er schlug zwei Helden der Moabiter und ging hinab und schlug einen Lwen mitten im Brunnen zur Schneezeit.
1Ch 11:23 Er schlug auch einen gyptischen Mann, der war fnf Ellen gro und hatte einen Spie in der Hand wie ein Weberbaum. Aber er ging zu ihm hinab mit einem Stecken und nahm ihm den Spie aus der Hand und ttete ihn mit seinem eigenen Spie.
1Ch 11:24 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas, und war berhmt unter drei Helden
1Ch 11:25 und war der herrlichste unter den dreiig; aber an jene drei kam er nicht. David aber machte ihn zum heimlichen Rat.
1Ch 11:26 Die streitbaren Helden sind diese: Asahel, der Bruder Joabs; Elhanan, der Sohn Dodos von Bethlehem;
1Ch 11:27 Sammoth, der Haroriter; Helez, der Peloniter;
1Ch 11:28 Ira, der Sohn Ikkes, der Thekoiter; Abieser, der Anathothiter;
1Ch 11:29 Sibbechai, der Husathiter; Ilai, der Ahohiter;
1Ch 11:30 Maherai, der Netophathiter; Heled, der Sohn Baanas, der Netophathiter;
1Ch 11:31 Itthai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin; Benaja, der Pirathoniter;
1Ch 11:32 Hurai, von Nahale-Gaas; Abiel, der Arbathiter;
1Ch 11:33 Asmaveth, der Baherumiter; Eljahba, der Saalboniter;
1Ch 11:34 die Kinder Hasems, des Gisoniters; Jonathan, der Sohn Sages, der Harariter;
1Ch 11:35 Ahiam, der Sohn Sachars, der Harariter; Elipal der Sohn Urs;
1Ch 11:36 Hepher, der Macherathiter; Ahia, der Peloniter;
1Ch 11:37 Hezro, der Karmeliter; Naerai, der Sohn Asbais;
1Ch 11:38 Joel, der Bruder Nathans; Mibehar, der Sohn Hagris;
1Ch 11:39 Zelek, der Ammoniter; Naherai, der Berothiter, der Waffentrger Joabs, des Sohnes der Zeruja;
1Ch 11:40 Ira, der Jethriter; Gareb, der Jethriter;
1Ch 11:41 Uria, der Hethiter; Sabad, der Sohn Ahelais;
1Ch 11:42 Adina, der Sohn Sisas, der Rubeniter, ein Hauptmann der Rubeniter, und dreiig waren unter ihm;
1Ch 11:43 Hanan, der Sohn Maachas; Josaphat, der Mithniter;
1Ch 11:44 Usia, der Asthrathiter; Sama und Jaiel, die Shne Hothams des Aroeriters;
1Ch 11:45 Jediael, der Sohn Simris; Joha, sein Bruder, der Thiziter;
1Ch 11:46 Eliel, der Maheviter; Jeribai und Josawja, die Shne Elnaams; Jethma, der Moabiter;
1Ch 11:47 Eliel, Obed, Jaesiel von Mezobaja.
1Ch 12:1 Auch kamen zu David gen Ziklag, da er noch abgesondert war vor Saul, dem Sohn des Kis, und sie waren auch unter den Helden, die zum Streit halfen,
1Ch 12:2 mit Bogen gerstet, geschickt mit beiden Hnden, auf Steine und auf Pfeile und Bogen: von den Brdern Sauls, die aus Benjamin waren:
1Ch 12:3 der Vornehmste Ahieser und Joas, die Kinder Saamas, des Gibeathiters, Jesiel und Pelet, die Kinder Asmaveths, Baracha und Jehu, der Anathothiter,
1Ch 12:4 Jismaja, der Gibeoniter, gewaltig unter den dreiig und ber die dreiig.
1Ch 12:5 Jeremia, Jahasiel, Johanan, Josabad, der Gederathither,
1Ch 12:6 Eleusai, Jerimoth, Bealja, Semarja, Sephatja, der Harophiter,
1Ch 12:7 Elkana, Jissia, Asareel, Joeser, Jasobeam, die Korahiter,
1Ch 12:8 Joela und Sebadja, die Kinder Jerohams von Gedor.
1Ch 12:9 Von den Gaditern sonderten sich aus zu David nach dem sichern Ort in der Wste, da er sich verborgen hatte, starke Helden und Kriegsleute, die Schild und Spie fhrten, und ihr Angesicht wie der Lwen, und schnell wie die Rehe auf den Bergen:
1Ch 12:10 der erste: Eser, der zweite: Obadja, der dritte: Eliab,
1Ch 12:11 der vierte: Masmanna, der fnfte: Jeremia,
1Ch 12:12 der sechste: Atthai, der siebente: Eliel,
1Ch 12:13 der achte: Johanan, der neunte: Elsabad,
1Ch 12:14 der zehnte: Jeremia, der elfte: Machbannai.
1Ch 12:15 Diese waren von den Kindern Gad, Hupter im Heer, der Kleinste ber hundert und der grte ber tausend.
1Ch 12:16 Die sind's, die ber den Jordan gingen im ersten Monat, da er voll war an beiden Ufern, und verjagten alle, die in den Grnden wohnten, gegen Morgen und gegen Abend.
1Ch 12:17 Es kamen aber auch Kinder Benjamins und Judas zu David an seinen sichern Ort.
1Ch 12:18 David aber ging heraus zu ihnen, und antwortete und sprach zu ihnen: Kommt ihr im Frieden zu mir und mir zu helfen, so soll mein Herz mit euch sein; kommt ihr aber mit List und mir zuwider zu sein, da doch kein Frevel an mir ist, so sehe der Gott unsrer Vter darein und strafe es.
1Ch 12:19 Aber der Geist ergriff Amasai, den Hauptmann unter den dreiig: Dein sind wir, David, und mit dir halten wir's, du Sohn Isais. Friede, Friede sei mit dir! Friede sei mit deinen Helfern! denn dein Gott hilft dir. Da nahm sie David an und setzte sie zu Huptern ber die Kriegsleute.
1Ch 12:20 Und von Manasse fielen zu David, da er kam mit den Philistern wider Saul zum Streit und half ihnen nicht. Denn die Frsten der Philister lieen ihn mit Bedacht von sich und sprachen: Wenn er zu seinem Herrn Saul fiele, so mchte es uns unsren Hals kosten.
1Ch 12:21 Da er nun gen Ziklag zog, fielen zu ihm von Manasse Adna, Josabad, Jediael, Michael, Josabad, Elihu, Zilthai, Hupter ber tausend in Manasse.
1Ch 12:22 Und sie halfen David wider die Kriegsleute; denn sie waren alle streitbare Mnner und wurden Hauptleute ber das Heer.
1Ch 12:23 Auch kamen alle Tage etliche zu David, ihm zu helfen, bis dass es ein groes Heer ward wie ein Heer Gottes.
1Ch 12:24 Und dies ist die Zahl der Hupter, gerstet zum Heer, die zu David gen Hebron kamen, das Knigreich Sauls zu ihm zu wenden nach dem Wort des HErrn:
1Ch 12:25 der Kinder Juda, die Schild und Spie trugen, waren sechstausend und achthundert, gerstet zum Heer;
1Ch 12:26 der Kinder Simeon, streitbare Helden zum Heer, siebentausend und hundert;
1Ch 12:27 der Kinder Levi viertausend und sechshundert,
1Ch 12:28 und Jojada, der Frst unter denen von Aaron, mit dreitausend und siebenhundert,
1Ch 12:29 Zadok, ein junger streitbarer Held mit seines Vaters Hause, zweiundzwanzig Oberste;
1Ch 12:30 der Kinder Benjamin, Sauls Brder, dreitausend (denn bis auf die Zeit hielten ihrer noch viel an dem Hause Saul);
1Ch 12:31 der Kinder Ephraim zwanzigtausend und achthundert, streitbare Helden und berhmte Mnner in ihren Vaterhusern;
1Ch 12:32 des halben Stammes Manasse achtzehntausend, die mit Namen genannt wurden, dass sie kmen und machten David zum Knig;
1Ch 12:33 der Kinder Isaschar, die verstndig waren und rieten, was zu der Zeit Israel tun sollte, zweihundert Hauptleute; und alle ihre Brder folgten ihrem Wort;
1Ch 12:34 von Sebulon, die ins Heer zogen zum Streit, gerstet mit allerlei Waffen zum Streit, fnfzigtausend, sich in die Ordnung zu schicken eintrchtig;
1Ch 12:35 von Naphthali tausend Hauptleute und mit ihnen, die Schild und Spie fhrten, siebenunddreiigtausend;
1Ch 12:36 von Dan, zum Streit gerstet, achtundzwanzigtausend sechshundert;
1Ch 12:37 von Asser, die ins Heer zogen, gerstet zum Streit, vierzigtausend;
1Ch 12:38 von jenseit des Jordans, von den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse, mit allerlei Waffen zum Streit, hundertzwanzigtausend.
1Ch 12:39 Alle diese Kriegsleute, die das Heer ordneten, kamen von ganzem Herzen gen Hebron, David zum Knig zu machen ber ganz Israel. Auch war alles andere Israel eines Herzens, dass man David zum Knig machte.
1Ch 12:40 Und sie waren daselbst bei David drei Tage, aen und tranken; denn ihre Brder hatten fr sie zubereitet.
1Ch 12:41 Auch welche die nchsten um sie waren, bis hin an Isaschar, Sebulon und Naphthali, die brachten Brot auf Eseln, Kamelen, Maultieren und Rindern, Speise von Mehl, Kuchen von Feigen und Rosinen, Wein, l, Rinder, Schafe die Menge; denn es war Freude in Israel.
1Ch 13:1 Und David hielt einen Rat mit den Hauptleuten ber tausend und ber hundert und mit allen Frsten
1Ch 13:2 und sprach zu der ganzen Gemeinde Israel: Gefllt es euch und ist's vom HErrn, unsrem Gott, so lasst uns allenthalben ausschicken zu unsren andern Brdern in allen Landen Israels und mit ihnen zu den Priestern und Leviten in den Stdten, da sie Vorstdte haben, dass sie zu uns versammelt werden,
1Ch 13:3 und lasst uns die Lade unsres Gottes zu uns wieder holen; denn zu den Zeiten Sauls fragten wir nicht nach ihr.
1Ch 13:4 Da sprach die ganze Gemeinde, man sollte also tun; denn solches gefiel allem Volk wohl.
1Ch 13:5 Also versammelte David das ganze Israel, vom Sihor gyptens an, bis man kommt gen Hamath, die Lade Gottes zu holen von Kirjath-Jearim.
1Ch 13:6 Und David zog hinauf mit ganz Israel gen Baala, nach Kirjath-Jearim, welches liegt in Juda, dass er von da heraufbrchte die Lade Gottes, des HErrn, der auf dem Cherubim sitzt, da der Name angerufen wird.
1Ch 13:7 Und sie lieen die Lade Gottes auf einem neuen Wagen fhren aus dem Hause Abinadabs. Usa aber und sein Bruder trieben den Wagen.
1Ch 13:8 David aber und das ganze Israel spielten vor Gott her aus ganzer Macht mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln, und mit Posaunen.
1Ch 13:9 Da sie aber kamen zur Tenne Chidon, reckte Usa seine Hand aus, die Lade zu halten; denn die Rinder schritten beiseit aus.
1Ch 13:10 Da erzrnte der Grimm des HErrn ber Usa, und er schlug ihn, darum dass er seine Hand hatte ausgereckt an die Lade, dass er daselbst starb vor Gott.
1Ch 13:11 Da ward David traurig, dass der HErr den Usa wegriss, und hie die Sttte Perez-Usa bis auf diesen Tag.
1Ch 13:12 Und David frchtete sich vor Gott des Tages und sprach: Wie soll ich die Lade Gottes zu mir bringen?
1Ch 13:13 Darum lie er die Lade Gottes nicht zu sich bringen in die Stadt Davids, sondern lenkte sie hin ins Haus Obed-Edoms, des Gahtiters.
1Ch 13:14 Also blieb die Lade Gottes bei Obed-Edom in seinem Hause drei Monate. Und der HErr segnete das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte.
1Ch 14:1 Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz, Maurer und Zimmerleute, dass sie ihm ein Haus bauten.
1Ch 14:2 Und David merkte, dass ihn der HErr zum Knig ber Israel besttigt hatte; denn sein Knigreich stieg auf um seines Volkes Israel willen.
1Ch 14:3 Und David nahm noch mehr Weiber zu Jerusalem und zeugte noch mehr Shne und Tchter.
1Ch 14:4 Und die ihm zu Jerusalem geboren wurden, hieen also: Sammua, Sobab, Nathan, Salomo,
1Ch 14:5 Jibhar, Elisua, Elpelet,
1Ch 14:6 Nogah, Nepheg, Japhia,
1Ch 14:7 Elisama, Baeljada, Eliphelet.
1Ch 14:8 Und da die Philister hrten, dass David zum Knig gesalbt war ber ganz Israel, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David hrte, zog aus gegen sie.
1Ch 14:9 Und die Philister kamen und lieen sich nieder im Grunde Rephaim.
1Ch 14:10 David aber fragte Gott und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die Philister? und willst du sie in meine Hand geben? Der HErr sprach zu ihm: Zieh hinauf! ich hab sie in deine Hnde gegeben.
1Ch 14:11 Und da sie hinaufzogen gen Baal-Perazim, schlug sie David daselbst. Und David sprach: Gott hat meine Feinde durch meine Hand zertrennt, wie sich das Wasser trennt. Daher hieen sie die Sttte Baal-Perazim.
1Ch 14:12 Und sie lieen ihre Gtter daselbst; da hie sie David mit Feuer verbrennen.
1Ch 14:13 Aber die Philister machten sich wieder heran und lieen sich nieder im Grunde.
1Ch 14:14 Und David fragte abermals Gott; und Gott sprach zu ihm: Du sollst nicht hinaufziehen hinter ihnen her, sondern lenke dich von ihnen, dass du an sie kommst gegenber den Maulbeerbumen.
1Ch 14:15 Wenn du dann wirst hren das Rauschen oben auf den Maulbeerbumen einhergehen, so fahre heraus zum Streit; denn Gott ist da vor dir ausgezogen, zu schlagen der Philister Heer.
1Ch 14:16 Und David tat, wie ihm Gott geboten hatte; und sie schlugen das Heer der Philister von Gibeon an bis gen Geser.
1Ch 14:17 Und Davids Namen ging aus in alle Lande, und der HErr lie seine Furcht ber alle Heiden kommen.
1Ch 15:1 Und er baute Huser in der Stadt Davids und bereitete der Lade Gottes eine Sttte und breitete eine Htte ber sie.
1Ch 15:2 Dazumal sprach David: Die Lade Gottes soll niemand tragen auer den Leviten; denn diese hat der HErr erwhlt, dass sie die Lade Gottes tragen und ihm dienen ewiglich.
1Ch 15:3 Da versammelte David das ganze Israel gen Jerusalem, dass sie die Lade des HErrn hinaufbrchten an die Sttte, die er dazu bereitet hatte.
1Ch 15:4 Und David brachte zuhauf die Kinder Aaron und die Leviten:
1Ch 15:5 aus den Kindern Kahath: Uriel, den Obersten, samt seinen Brdern, hundertundzwanzig;
1Ch 15:6 aus den Kindern Merari: Asaja, den Obersten, samt seinen Brdern, zweihundertzwanzig;
1Ch 15:7 aus den Kindern Gerson: Joel, den Obersten, samt seinen Brdern, hundertunddreiig;
1Ch 15:8 aus den Kindern Elizaphan: Semaja, den Obersten, samt seinen Brdern, zweihundert;
1Ch 15:9 aus den Kindern Hebron: Eliel, den Obersten, samt seinen Brdern, achtzig;
1Ch 15:10 aus den Kinder Usiel: Amminadab, den Obersten, samt seinen Brdern, hundertundzwlf.
1Ch 15:11 Und David rief Zadok und Abjathar, die Priester, und die Leviten, nmlich Uriel, Asaja, Joel, Semaja, Eliel, Amminadab,
1Ch 15:12 und sprach zu ihnen: Ihr seid die Hupter der Vaterhuser unter den Leviten; so heiligt nun euch und eure Brder, dass ihr die Lade des HErrn, des Gottes Israels, heraufbringt an den Ort, den ich ihr bereitet habe;
1Ch 15:13 denn das erstemal, da ihr nicht da waret, machte der HErr, unser Gott, einen Riss unter uns, darum dass wir ihn nicht suchten, wie sich's gebhrt.
1Ch 15:14 Also heiligten sich die Priester und die Leviten, dass sie die Lade des HErrn, des Gottes Israels, heraufbrchten.
1Ch 15:15 Und die Kinder Levi trugen die Lade Gottes auf ihren Achseln mit den Stangen daran, wie Mose geboten hatte nach dem Wort des HErrn.
1Ch 15:16 Und David sprach zu den Obersten der Leviten, dass sie ihre Brder zu Sngern bestellen sollten mit Saitenspiel, mit Psaltern, Harfen und hellen Zimbeln, dass sie laut sngen und mit Freuden.
1Ch 15:17 Da bestellten die Leviten Heman, den Sohn Joels, und aus seinen Brdern Asaph, den Sohn Berechjas, und aus den Kindern Meraris, ihren Brdern, Ethan, den Sohn Kusajas,
1Ch 15:18 und mit ihnen ihre Brder der zweiten Ordnung: Sacharja, Ben-Jaesiel, Semiramoth, Jehiel, Unni, Eliab, Benaja, Maaseja, Matthithja, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jeiel, die Torhter.
1Ch 15:19 Denn Heman, Asaph und Ethan waren Snger mit ehernen Zimbeln, hell zu klingen;
1Ch 15:20 Sacharja aber, Asiel, Semiramoth, Jehiel, Unni, Eliab, Maaseja und Benaja mit Psaltern, nachzusingen;
1Ch 15:21 Matthithja aber, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jeiel und Asasja mit Harfen von acht Saiten, vorzusingen;
1Ch 15:22 Chenanja aber, der Leviten Oberster, der Sangmeister, dass er sie unterwiese zu singen; denn er war verstndig.
1Ch 15:23 Und Berechja und Elkana waren Torhter der Lade.
1Ch 15:24 Aber Sebanja, Josaphat, Nathanael, Amasai, Sacharja, Benaja, Elieser, die Priester, bliesen die Drommeten vor der Lade Gottes; und Obed-Edom und Jehia waren Torhter an der Lade.
1Ch 15:25 Also gingen hin David und die ltesten in Israel und die Obersten ber die Tausende, heraufzuholen die Lade des Bundes des HErrn aus dem Hause Obed-Edoms mit Freuden.
1Ch 15:26 Und da Gott den Leviten half, die die Lade des Bundes des HErrn trugen, opferte man sieben Farren und sieben Widder.
1Ch 15:27 Und David hatte einen leinenen Rock an, dazu alle Leviten, die die Lade trugen, und die Snger und Chenanja, der Sangmeister, mit den Sngern; auch hatte David einen leinenen Leibrock darber.
1Ch 15:28 Also brachte das ganze Israel die Lade des Bundes des HErrn hinauf mit Jauchzen, Posaunen, Drommeten und hellen Zimbeln, mit Psaltern und Harfen.
1Ch 15:29 Da nun die Lade des Bundes des HErrn in die Stadt Davids kam, sah Michal, die Tochter Sauls, zum Fenster heraus; und da sie den Knig David sah hpfen und spielen, verachtete sie ihn in ihrem Herzen.
1Ch 16:1 Und da sie die Lade Gottes hineinbrachten, setzten sie sie in die Htte, die ihr David aufgerichtet hatte, und opferten Brandopfer und Dankopfer vor Gott.
1Ch 16:2 Und da David die Brandopfer und Dankopfer ausgerichtet hatte, segnete er das Volk im Namen des HErrn
1Ch 16:3 und teilte aus jedermann in Israel, Mnnern und Weibern, einen Laib Brot und ein Stck Fleisch und ein halbes Ma Wein.
1Ch 16:4 Und er bestellte etliche Leviten zu Dienern vor der Lade des HErrn, dass sie priesen, dankten und lobten den HErrn, den Gott Israels:
1Ch 16:5 nmlich Asaph, den ersten, Sacharja, den andern, Jeiel, Semiramoth, Jehiel, Matthithja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jeiel mit Psaltern und Harfen, Asaph aber mit hellen Zimbeln,
1Ch 16:6 Benaja aber und Jahasiel, die Priester, mit Drommeten allezeit vor der Lade des Bundes Gottes.
1Ch 16:7 Zu der Zeit bestellte David zum ersten, dem HErrn zu danken, durch Asaph und seine Brder:
1Ch 16:8 Danket dem HErrn, prediget seinen Namen; tut kund unter den Vlkern sein Tun!
1Ch 16:9 Singet und spielet ihm; dichtet von allen seinen Wundern!
1Ch 16:10 Rhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HErrn suchen!
1Ch 16:11 Fraget nach dem HErrn und nach seiner Macht; suchet sein Angesicht allezeit!
1Ch 16:12 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und der Gerichte seines Mundes,
1Ch 16:13 ihr, der Same Israels, seines Knechtes, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwhlten!
1Ch 16:14 Er ist der HErr, unser Gott; er richtet in aller Welt.
1Ch 16:15 Gedenket ewiglich seines Bundes, was er verheien hat in tausend Geschlechter,
1Ch 16:16 den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides mit Isaak;
1Ch 16:17 und stellte es Jakob zum Recht und Israel zum ewigen Bund
1Ch 16:18 und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils,
1Ch 16:19 da sie wenig und gering waren und Fremdlinge darin.
1Ch 16:20 Und sie zogen von einem Volk zum andern und aus einem Knigreich zum andern Volk.
1Ch 16:21 Er lie niemand ihnen Schaden tun und strafte Knige um ihretwillen.
1Ch 16:22 Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!
1Ch 16:23 Singet dem HErrn, alle Lande; verkndiget tglich sein Heil!
1Ch 16:24 Erzhlet unter den Heiden seine Herrlichkeit, unter allen Vlkern seine Wunder!
1Ch 16:25 Denn der HErr ist gro und sehr lblich und herrlich ber alle Gtter.
1Ch 16:26 Denn aller Heiden Gtter sind Gtzen; der HErr aber hat den Himmel gemacht.
1Ch 16:27 Es stehet herrlich und prchtig vor ihm und gehet gewaltig und frhlich zu an seinem Ort.
1Ch 16:28 Bringet her dem HErrn, ihr Vlker, bringet her dem HErrn Ehre und Macht!
1Ch 16:29 Bringet her dem HErrn die Ehre seines Namens; bringet Geschenke und kommt vor ihn und betet den HErrn an in heiligem Schmuck!
1Ch 16:30 Es frchte ihn alle Welt; er hat den Erdboden bereitet, dass er nicht bewegt wird.
1Ch 16:31 Es freue sich der Himmel, und die Erde sei Frhlich; und man sage unter den Heiden, dass der HErr regieret.
1Ch 16:32 Das Meer brause und was darinnen ist; und das Feld sei frhlich und alles, was darauf ist.
1Ch 16:33 Und lasset jauchzen alle Bume im Walde vor dem HErrn; denn er kommt, zu richten die Erde.
1Ch 16:34 Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich.
1Ch 16:35 Und sprecht: Hilf uns, Gott, unser Heiland, und sammle uns und errette uns aus den Heiden, dass wir deinem heiligen Namen danken und dir Lob sagen.
1Ch 16:36 Gelobet sei der HErr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sagte Amen! und: Lobe den HErrn!
1Ch 16:37 Also lie er daselbst vor der Lade des Bundes des HErrn den Asaph und seine Brder, zu dienen vor der Lade allezeit, einen jeglichen Tag sein Tagewerk,
1Ch 16:38 aber Obed-Edom und ihre Brder, achtundsechzig, und Obed-Edom, den Sohn Jedithuns, und Hosa zu Torhtern.
1Ch 16:39 Und Zadok, den Priester, und seine Brder, die Priester, lie er vor der Wohnung des HErrn auf der Hhe zu Gibeon,
1Ch 16:40 dass sie dem HErrn tglich Brandopfer tten auf dem Brandopferaltar, des Morgens und des Abends, wie geschrieben steht im Gesetz des HErrn, das er an Israel geboten hat,
1Ch 16:41 und mit ihnen Heman und Jedithun und die andern Erwhlten, die mit Namen benannt waren, zu danken dem HErrn, dass seine Gte whret ewiglich,
1Ch 16:42 und mit ihnen Heman und Jedithun, mit Drommeten und Zimbeln zu klingen und mit Saitenspielen Gottes. Die Kinder aber Jedithun machte er zu Torhtern.
1Ch 16:43 Also zog alles Volk heim, ein jeglicher in sein Haus; und David kehrte auch heim, sein Haus zu gren.
1Ch 17:1 Es begab sich, da David in seinem Hause wohnte, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhaus, und die Lade des Bundes des HErrn ist unter Teppichen.
1Ch 17:2 Nathan sprach zu David: Alles was in deinem Herzen ist, das tue; denn Gott ist mit dir.
1Ch 17:3 Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan und sprach:
1Ch 17:4 Gehe hin und sage David, meinem Knecht: So spricht der HErr: Du sollst mir nicht ein Haus bauen zur Wohnung.
1Ch 17:5 Denn ich habe in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, da ich die Kinder Israel ausfhrte, bis auf diesen Tag; sondern bin gewesen, wo die Htte gewesen ist und die Wohnung.
1Ch 17:6 Wo ich wandelte im ganzen Israel, habe ich auch zu der Richter einem in Israel je gesagt, denen ich gebot zu weiden mein Volk, und gesprochen: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?
1Ch 17:7 So sprich nun also zu meinem Knecht David: So spricht der HErr Zebaoth: Ich habe dich genommen von der Weide hinter den Schafen, dass du solltest sein ein Frst ber mein Volk Israel,
1Ch 17:8 und bin mit dir gewesen, wo du hin gegangen bist, und habe deine Feinde ausgerottet vor dir und habe dir einen Namen gemacht, wie die Groen auf Erden Namen haben.
1Ch 17:9 Und ich will meinem Volk Israel eine Sttte setzen und will es pflanzen, dass es daselbst wohnen soll und nicht mehr bewegt werde; und die bsen Leute sollen es nicht mehr schwchen wie vormals und zu den Zeiten, da ich den Richtern gebot ber mein Volk Israel.
1Ch 17:10 Und ich will alle deine Feinde demtigen und verkndige dir, dass der HErr dir ein Haus bauen will.
1Ch 17:11 Wenn aber deine Tage aus sind, dass du hingehst zu deinen Vtern, so will ich dir Samen erwecken, der deiner Shne einer sein soll; dem will ich sein Knigreich besttigen.
1Ch 17:12 Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Stuhl besttigen ewiglich.
1Ch 17:13 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Barmherzigkeit nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt habe, der vor dir war;
1Ch 17:14 sondern ich will ihn setzen in mein Haus und in mein Knigreich ewiglich, dass sein Stuhl bestndig sei ewiglich.
1Ch 17:15 Und da Nathan nach allen diesen Worten und all diesem Gesicht mit David redete,
1Ch 17:16 kam der Knig David und blieb vor dem HErrn und sprach: Wer bin ich, HErr, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?
1Ch 17:17 Und das hat dich noch zu wenig gedeucht, Gott, sondern du hast ber das Haus deines Knechtes noch von fernem Zuknftigen geredet; und hast mich angesehen nach Menschenweise, der du in der Hhe Gott der HErr bist.
1Ch 17:18 Was soll David mehr sagen zu dir, dass du deinem Knecht herrlich machst? Du erkennst deinen Knecht.
1Ch 17:19 HErr, um deines Knechtes willen, nach deinem Herzen hast du alle solche groen Dinge getan, dass du kundttest alle Herrlichkeit.
1Ch 17:20 HErr, es ist deinesgleichen nicht und ist kein Gott denn du, nach allem, was wir mit unsren Ohren gehrt haben.
1Ch 17:21 Und wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen Gott hingegangen ist, sich ein Volk zu erlsen und sich selbst einen Namen zu machen von groen und schrecklichen Dingen, Heiden auszustoen vor deinem Volk her, das du aus gypten erlst hast.
1Ch 17:22 Und du hast dir dein Volk Israel zum Volk gemacht ewiglich; und du, HErr, bist ihr Gott geworden.
1Ch 17:23 Nun, HErr, das Wort, das du geredet hast ber deinen Knecht und ber sein Haus, werde wahr ewiglich, und tue, wie du geredet hast.
1Ch 17:24 Und dein Name werde wahr und gro ewiglich, dass man sage: Der HErr Zebaoth, der Gott Israels, ist Gott in Israel, und das Haus deines Knechtes David ist bestndig vor dir.
1Ch 17:25 Denn du, mein Gott, hast das Ohr deines Knechtes geffnet, dass du ihm ein Haus bauen willst; darum hat dein Knecht Mut gefunden, dass er vor dir betet.
1Ch 17:26 Nun, HErr, du bist Gott und hast solch Gutes deinem Knecht geredet.
1Ch 17:27 Nun hebe an, zu segnen das Haus deines Knechtes, dass es ewiglich sei vor dir; denn was du, HErr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.
1Ch 18:1 Nach diesem schlug David die Philister und demtigte sie und nahm Gath und seine Ortschaften aus der Philister Hand.
1Ch 18:2 Auch schlug er die Moabiter, dass die Moabiter David untertnig wurden und Geschenke brachten.
1Ch 18:3 Er schlug auch Hadadeser, den Knig zu Zoba und Hamath, da er hinzog, sein Zeichen aufzurichten am Wasser Euphrat.
1Ch 18:4 Und David gewann ihm ab tausend Wagen, siebentausend Reiter und zwanzigtausend Mann zu Fu. Und David verlhmte alle Rosse der Wagen und behielt hundert Wagen brig.
1Ch 18:5 Und die Syrer von Damaskus kamen, dem Hadadeser, dem Knig zu Zoba, zu helfen. Aber David schlug der Syrer zweiundzwanzigtausend Mann
1Ch 18:6 und legte Volk in das Syrien von Damaskus, dass die Syrer David untertnig wurden und brachten ihm Geschenke. Denn der HErr half David, wo er hin zog.
1Ch 18:7 Und David nahm die goldenen Schilde, die Hadadesers Knechte gehabt hatten, und brachte sie gen Jerusalem.
1Ch 18:8 Auch nahm David aus den Stdten Hadadesers, Tibehath und Chun, sehr viel Erz, davon Salomo das eherne Meer und die Sulen und eherne Gefe machte.
1Ch 18:9 Und da Thou, der Knig zu Hamath, hrte, dass David alle Macht Hadadesers, des Knigs zu Zoba, geschlagen hatte,
1Ch 18:10 sandte er seinen Sohn Hadoram zum Knig David und lie ihn gren und segnen, dass er Hadadeser geschlagen hatte (denn Thou hatte einen Streit mit Hadadeser); und er hatte mit sich allerlei goldene, silberne und eherne Gefe.
1Ch 18:11 Auch diese heiligte der Knig David dem HErrn mit dem Silber und Gold, das er den Heiden genommen hatte: den Edomitern, Moabitern, Ammonitern, Philistern und Amalekitern.
1Ch 18:12 Und Abisai, der Zeruja Sohn, schlug der Edomiter im Salztal achtzehntausend
1Ch 18:13 und legte Volk in Edom, dass alle Edomiter David untertnig waren. Denn der HErr half David, wo er hin zog.
1Ch 18:14 Also regierte David ber das ganze Israel und handhabte Gericht und Gerechtigkeit allem seinem Volk.
1Ch 18:15 Joab, der Zeruja Sohn, war ber das Heer; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;
1Ch 18:16 Zadok, der Sohn Ahitobs, und Abimelech, der Sohn Abjathars, waren Priester; Sawsa war Schreiber;
1Ch 18:17 Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Kreter und Plether und die Shne Davids waren die Ersten zur Hand des Knigs.
1Ch 19:1 Und nach diesem starb Nahas, der Knig der Kinder Ammon, und sein Sohn ward Knig an seiner Statt.
1Ch 19:2 Da gedachte David: Ich will Barmherzigkeit tun an Hanon, dem Sohn des Nahas; denn sein Vater hat an mir Barmherzigkeit getan. Und sandte Boten hin, ihn zu trsten ber seinen Vater. Und da die Knechte Davids ins Land der Kinder Ammon kamen zu Hanon, ihn zu trsten,
1Ch 19:3 sprachen die Frsten der Kinder Ammon zu Hanon: Meinst du, dass David deinen Vater ehre vor deinen Augen, dass er Trster zu dir gesandt hat? Ja, seine Knechte sind gekommen zu dir, zu forschen und umzukehren und zu erkunden das Land.
1Ch 19:4 Da nahm Hanon die Knechte Davids und schor sie und schnitt ihre Kleider halb ab bis an die Lenden und lie sie gehen.
1Ch 19:5 Und etliche gingen hin und sagten es David an von den Mnnern. Er aber sandte ihnen entgegen; denn die Mnner waren sehr geschndet. Und der Knig sprach: Bleibet zu Jericho, bis euer Bart wachse; so kommt dann wieder.
1Ch 19:6 Da aber die Kinder Ammon sahen, dass sie waren stinkend geworden vor David, sandten sie hin, beide Hanon und die Kinder Ammon, tausend Zentner Silber, Wagen und Reiter zu dingen aus Mesopotamien, aus dem Syrien von Maacha und aus Zoba.
1Ch 19:7 Und dingten zweiunddreiigtausend Wagen und den Knig von Maacha mit seinem Volk; die kamen und lagerten sich vor Medeba. Und die Kinder Ammon sammelten sich aus ihren Stdten und kamen zum Streit.
1Ch 19:8 Da das David hrte, sandte er hin Joab mit dem ganzen Heer der Helden.
1Ch 19:9 Die Kinder Ammon aber waren ausgezogen und rsteten sich zum Streit vor der Stadt Tor. Die Knige aber, die gekommen waren, hielten im Felde besonders.
1Ch 19:10 Da nun Joab sah, dass vorn und hinter ihm Streit wider ihn war, erwhlte er aus aller jungen Mannschaft in Israel und stellte sich gegen die Syrer.
1Ch 19:11 Das brige Volk aber tat er unter die Hand Abisais, seines Bruders, dass sie sich rsteten wider die Kinder Ammon,
1Ch 19:12 und sprach: Wenn mir die Syrer zu stark werden, so komm mir zu Hilfe; wo dir aber die Kinder Ammon zu stark werden, will ich dir helfen.
1Ch 19:13 Sei getrost und lass uns getrost handeln fr unser Volk und fr die Stdte unsres Gottes; der HErr tue, was ihm gefllt.
1Ch 19:14 Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, gegen die Syrer zu streiten; und sie flohen vor ihm.
1Ch 19:15 Da aber die Kinder Ammon sahen, dass die Syrer flohen, flohen sie auch vor Abisai, seinem Bruder, und zogen in die Stadt. Joab aber kam gen Jerusalem.
1Ch 19:16 Da aber die Syrer sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, sandten sie Boten hin und brachten heraus die Syrer jenseit des Stroms; und Sophach, der Feldhauptmann Hadadesers, zog vor ihnen her.
1Ch 19:17 Da das David angesagt ward, sammelte er zuhauf das ganze Israel und zog ber den Jordan; und da er an sie kam, rstete er sich wider sie. Und David rstete sich gegen die Syrer zum Streit, und sie stritten mit ihm.
1Ch 19:18 Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David verderbte der Syrer siebentausend Wagen und vierzigtausend Mann zu Fu; dazu ttete er Sophach, den Feldhauptmann.
1Ch 19:19 Und da die Knechte Hadadesers sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, machten sie Frieden mit David und wurden seine Knechte. Und die Syrer wollten den Kindern Ammon nicht mehr helfen.
1Ch 20:1 Und da das Jahr um war, zur Zeit, wann die Knige ausziehen, fhrte Joab die Heermacht und verderbte der Kinder Ammon Land, kam und belagerte Rabba; David aber blieb zu Jerusalem. Und Joab schlug Rabba und zerbrach es.
1Ch 20:2 Und David nahm die Krone seines Knigs von seinem Haupt und fand daran einen Zentner Gold und Edelsteine; und sie ward David auf sein Haupt gesetzt. Auch fhrte er aus der Stadt sehr viel Raub.
1Ch 20:3 Aber das Volk drinnen fhrte er heraus und zerteilte sie mit Sgen und eisernen Dreschwagen und Keilen. Also tat David in allen Stdten der Kinder Ammon. Und David zog samt dem Volk wider nach Jerusalem.
1Ch 20:4 Darnach erhob sich ein Streit zu Geser mit den Philistern. Dazumal schlug Sibbechai, der Husathiter, den Sippai, der aus den Kindern der Riesen war, und sie wurden gedemtigt.
1Ch 20:5 Und es erhob sich noch ein Streit mit den Philistern. Da schlug Elhanan, der Sohn Jairs, den Lahemi, den Bruder Goliaths, den Gathiter, welcher hatte eine Spiestange wie ein Weberbaum.
1Ch 20:6 Abermals ward ein Streit zu Gath. Da war ein groer Mann, der hatte je sechs Finger und sechs Zehen, die machen zusammen vierundzwanzig; und er war auch von den Riesen geboren
1Ch 20:7 und hhnte Israel. Aber Jonathan, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, schlug ihn.
1Ch 20:8 Diese waren geboren von den Riesen zu Gath und fielen durch die Hand Davids und seiner Knechte.
1Ch 21:1 Und der Satan stand wider Israel und reizte David, dass er Israel zhlen liee.
1Ch 21:2 Und David sprach zu Joab und zu des Volkes Obersten: Gehet hin, zhlt Israel von Beer-Seba an bis gen Dan und bringt es zu mir, dass ich wisse, wieviel ihrer sind.
1Ch 21:3 Joab sprach: Der HErr tue zu seinem Volk, wie sie jetzt sind, hundertmal soviel; aber, mein Herr Knig, sind sie nicht alle meines Herrn Knechte? Warum fragt denn mein Herr darnach? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen?
1Ch 21:4 Aber des Knigs Wort stand fest wider Joab. Und Joab zog aus und wandelte durch das ganze Israel und kam gen Jerusalem
1Ch 21:5 und gab die Zahl des gezhlten Volks David. Und es waren des ganzen Israels elfhundertmal tausend Mann, die das Schwert auszogen, und Judas vierhundertmal und siebzigtausend Mann, die das Schwert auszogen.
1Ch 21:6 Levi aber und Benjamin zhlte er nicht unter ihnen; denn es war dem Joab des Knigs Wort ein Greuel.
1Ch 21:7 Aber solches gefiel Gott bel, und er schlug Israel.
1Ch 21:8 Und David sprach zu Gott: Ich habe schwer gesndigt, dass ich das getan habe. Nun aber nimm weg die Missetat deines Knechtes; denn ich habe sehr tricht getan.
1Ch 21:9 Und der HErr redete mit Gad, dem Seher Davids, und sprach:
1Ch 21:10 Gehe hin, rede mit David und sprich: So spricht der HErr: Dreierlei lege ich dir vor; erwhle dir eins, dass ich es dir tue.
1Ch 21:11 Und da Gad zu David kam, sprach er zu ihm: So spricht der HErr: Erwhle dir
1Ch 21:12 entweder drei Jahre Teuerung, oder drei Monate Flucht vor deinen Widersachern und vor dem Schwert deiner Feinde, dass dich's ergreife, oder drei Tage das Schwert des HErrn und Pestilenz im Lande, dass der Engel des HErrn verderbe in allen Grenzen Israels. So siehe nun zu, was ich antworten soll dem, der mich gesandt hat.
1Ch 21:13 David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst; doch ich will in die Hand des HErrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist sehr gro, und will nicht in Menschenhnde fallen.
1Ch 21:14 Da lie der HErr Pestilenz in Israel kommen, dass siebzigtausend Mann fielen aus Israel.
1Ch 21:15 Und Gott sandte den Engel gen Jerusalem, sie zu verderben. Und im Verderben sah der HErr darein und reute ihn das bel, und er sprach zum Engel, dem Verderber: Es ist genug; lass deine Hand ab! Der Engel aber des HErrn stand bei der Tenne Ornans, des Jebusiters.
1Ch 21:16 Und David hob seine Augen auf und sah den Engel des HErrn stehen zwischen Himmel und Erde und sein bloes Schwert in seiner Hand ausgereckt ber Jerusalem. Da fielen David und die ltesten, mit Scken bedeckt, auf ihr Antlitz.
1Ch 21:17 Und David sprach zu Gott: Bin ich's nicht, der das Volk zhlen hie? ich bin, der gesndigt und das bel getan hat; diese Schafe aber, was haben sie getan? HErr, mein Gott, lass deine Hand wider mich und meines Vaters Haus, und nicht wider dein Volk sein, es zu plagen!
1Ch 21:18 Und der Engel des HErrn sprach zu Gad, dass er David sollte sagen, dass David hinaufgehen und dem HErrn einen Altar aufrichten sollte in der Tenne Ornans, des Jebusiters.
1Ch 21:19 Also ging David hinauf nach dem Wort Gads, das er geredet hatte in des HErrn Namen.
1Ch 21:20 Ornan aber, da er sich wandte und sah den Engel, und seine vier Shne mit ihm, versteckten sie sich; denn Ornan drosch Weizen.
1Ch 21:21 Als nun David zu Ornan ging, sah Ornan und ward Davids gewahr und ging heraus aus der Tenne und fiel vor David nieder mit seinem Antlitz zur Erde.
1Ch 21:22 Und David sprach zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, dass ich einen Altar dem HErrn darauf baue; um volles Geld sollst du ihn mir geben, auf dass die Plage unter dem Volk aufhre.
1Ch 21:23 Ornan aber sprach zu David: Nimm dir und mache, mein Herr Knig, wie dir's gefllt: siehe, ich gebe das Rind zum Brandopfer und das Geschirr zu Holz und Weizen zum Speisopfer; das alles gebe ich.
1Ch 21:24 Aber der Knig David sprach zu Ornan: Nicht also, sondern um volles Geld will ich's kaufen; denn ich will nicht, was dein ist, nehmen fr den HErrn und will's nicht umsonst haben zum Brandopfer.
1Ch 21:25 Also gab David Ornan um den Platz Gold, am Gewicht sechshundert Lot.
1Ch 21:26 Und David baute daselbst dem HErrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. Und da er den HErrn anrief, erhrte er ihn durch das Feuer vom Himmel auf den Altar des Brandopfers.
1Ch 21:27 Und der HErr sprach zum Engel, dass er sein Schwert in sein Scheide kehrte.
1Ch 21:28 Zur selben Zeit, da David sah, dass ihn der HErr erhrt hatte auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, pflegte er daselbst zu opfern.
1Ch 21:29 Denn die Wohnung des HErrn, die Mose in der Wste gemacht hatte, und der Brandopferaltar war zu der Zeit auf der Hhe zu Gibeon.
1Ch 21:30 David aber konnte nicht hingehen vor denselben, Gott zu suchen, so war er erschrocken vor dem Schwert des Engels des HErrn.
1Ch 22:1 Und David sprach: Hier soll das Haus Gottes des HErrn sein und dies ist der Altar zum Brandopfer Israels.
1Ch 22:2 Und David lie versammeln die Fremdlinge, die im Lande Israel waren, und bestellte Steinmetzen, Steine zu hauen, das Haus Gottes zu bauen.
1Ch 22:3 Und David bereitet viel Eisen zu Ngeln an die Tren in den Toren und zu Klammern und so viel Erz, dass es nicht zu wgen war,
1Ch 22:4 Auch Zedernholz ohne Zahl; denn die von Sidon und Tyrus brachten viel Zedernholz zu David.
1Ch 22:5 Denn David gedachte: Mein Sohn Salomo ist jung und zart; das Haus aber, das dem HErrn soll gebaut werden, soll gro sein, dass sein Name und Ruhm erhoben werde in allen Landen; darum will ich Vorrat schaffen. Also schaffte David viel Vorrat vor seinem Tode.
1Ch 22:6 Und er rief seinem Sohn Salomo und gebot ihm, zu bauen das Haus des HErrn, des Gottes Israels,
1Ch 22:7 und sprach zu ihm: Mein Sohn, ich hatte es im Sinn, dem Namen des HErrn, meines Gottes, ein Haus zu bauen.
1Ch 22:8 Aber das Wort des HErrn kam zu mir und sprach: Du hast viel Blut vergossen und groe Kriege gefhrt; darum sollst du meinem Namen nicht ein Haus bauen, weil du so viel Blutes auf die Erde vergossen hast vor mir.
1Ch 22:9 Siehe, der Sohn, der dir geboren soll werden, der wird ein Mann der Ruhe sein; denn ich will ihn ruhen lassen von all seinen Feinden umher; denn er soll Salomo heien; denn ich will Frieden und Ruhe geben ber Israel sein Leben lang.
1Ch 22:10 Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Er soll mein Sohn sein, und ich will sein Vater sein. Und ich will seinen kniglichen Stuhl ber Israel besttigen ewiglich.
1Ch 22:11 So wird nun, mein Sohn, der HErr mit dir sein und es wird dir gelingen, dass du dem HErrn, deinem Gott, ein Haus bauest, wie er von dir geredet hat.
1Ch 22:12 Auch wird der HErr dir geben Klugheit und Verstand und wird dir Israel befehlen, dass du haltest das Gesetz des HErrn, deines Gottes.
1Ch 22:13 Dann aber wirst du Glck haben, wenn du dich hltst, dass du tust nach den Geboten und Rechten, die der HErr dem Mose geboten hat an Israel. Sei getrost und unverzagt, frchte dich nicht und zage nicht!
1Ch 22:14 Siehe ich habe in meiner Mhsal geschafft zum Hause des HErrn hunderttausend Zentner Gold und tausendmal tausend Zentner Silber, dazu Erz und Eisen ohne Zahl; denn es ist zu viel. Auch Holz und Steine habe ich zugerichtet; des magst du noch mehr machen.
1Ch 22:15 So hast du viel Arbeiter, Steinmetzen und Zimmerleute an Stein und Holz, und allerlei Meister in allerlei Arbeit,
1Ch 22:16 an Gold, Silber, Erz und Eisen ohne Zahl. So mache dich auf und richte es aus; der HErr wird mit dir sein!
1Ch 22:17 Und David gebot allen Obersten Israels, dass sie seinem Sohn Salomo hlfen.
1Ch 22:18 Ist nicht der HErr, euer Gott, mit euch und hat euch Ruhe gegeben umher? Denn er hat die Einwohner des Landes in meine Hand gegeben, und das Land ist unterworfen dem HErrn und seinem Volk.
1Ch 22:19 So richtet nun euer Herz und eure Seele, den HErrn, euren Gott, zu suchen. Und macht euch auf und bauet Gott dem HErrn ein Heiligtum, dass man die Lade des Bundes des HErrn und die heiligen Gefe Gottes in das Haus bringe, das dem Namen des HErrn gebaut soll werden.
1Ch 23:1 Also machte David seinen Sohn Salomo zum Knig ber Israel, da er alt und des Lebens satt war.
1Ch 23:2 Und David versammelte alle Obersten in Israel und die Priester und Leviten.
1Ch 23:3 Und man zhlte die Leviten von dreiig Jahren und darber; und ihre Zahl war von Haupt zu Haupt, was Mnner waren, achtunddreiigtausend.
1Ch 23:4 Aus diesen sollen vierundzwanzigtausend dem Werk am Hause des HErrn vorstehen und sechstausend Amtleute und Richter sein
1Ch 23:5 und viertausend Torhter und viertausend Lobsnger des HErrn mit Saitenspielen, die ich gemacht habe, Lob zu singen.
1Ch 23:6 Und David machte Ordnungen unter den Kindern Levi, nmlich unter Gerson, Kahath und Merari.
1Ch 23:7 Die Gersoniter waren: Laedan und Simei.
1Ch 23:8 Die Kinder Laedans: der erste, Jehiel, Setham und Joel, die drei.
1Ch 23:9 Die Kinder Simeis waren: Salomith, Hasiel und Haran, die drei. Diese waren die Hupter der Vaterhuser von Laedan.
1Ch 23:10 Und diese waren Simeis Kinder: Jahath, Sina, Jeus und Beria. Diese vier waren Simeis Kinder.
1Ch 23:11 Jahath aber war der erste, Sina der andere. Aber Jeus und Beria hatten nicht Kinder; darum wurden sie fr ein Vaterhaus gerechnet.
1Ch 23:12 Die Kinder Kahaths waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel, die vier.
1Ch 23:13 Die Kinder Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber ward abgesondert, dass er geheiligt wrde zum Hochheiligen, er und seine Shne ewiglich, zu ruchern vor dem HErrn und zu dienen und zu segnen in dem Namen des HErrn ewiglich.
1Ch 23:14 Und Moses, des Mannes Gottes, Kinder wurden genannt unter der Leviten Stamm.
1Ch 23:15 Die Kinder aber Moses waren: Gersom und Elieser.
1Ch 23:16 Die Kinder Gersoms: der erste war Sebuel.
1Ch 23:17 Die Kinder Eliesers: der erste war Rehabja. Und Elieser hatte keine andern Kinder; aber der Kinder Ehabjas waren beraus viele.
1Ch 23:18 Die Kinder Jizhars waren: Salomith, der erste.
1Ch 23:19 Die Kinder Hebrons waren: Jeria, der erste; Amarja, der zweite; Jahasiel, der dritte; und Jakmeam, der vierte.
1Ch 23:20 Die Kinder Usiels waren, Micha, der erste, und Jissia, der andere.
1Ch 23:21 Die Kinder Meraris waren: Maheli und Musi. Die Kinder Mahelis waren: Eleasar und Kis.
1Ch 23:22 Eleasar aber starb und hatte keine Shne, sondern Tchter; und die Kinder des Kis, ihre Brder, nahmen sie.
1Ch 23:23 Die Kinder Musis waren: Maheli, Eder und Jeremoth, die drei.
1Ch 23:24 Das sind die Kinder Levi nach ihren Vaterhusern, nmlich die Hupter der Vaterhuser, die gerechnet wurden nach der Namen Zahl von Haupt zu Haupt, welche taten das Geschft des Amts im Hause des HErrn, von zwanzig Jahren und darber.
1Ch 23:25 Denn David sprach: Der HErr, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe gegeben und wird zu Jerusalem wohnen ewiglich.
1Ch 23:26 So wurden auch die Kinder Levi gezhlt von zwanzig Jahren und darber, da sie ja die Wohnung nicht mehr zu tragen hatten mit all ihrem Gerte ihres Amts,
1Ch 23:27 sondern nach den letzten Worten Davids,
1Ch 23:28 dass sie stehen sollten unter der Hand der Kinder Aaron, zu dienen im Hause des HErrn in den Vorhfen und Kammern und zur Reinigung von allerlei Heiligem und zu allem Werk des Amts im Hause Gottes
1Ch 23:29 und zum Schaubrot, zum Semmelmehl fr das Speisopfer, zu den ungesuerten Fladen, zur Pfanne, zum Rsten und zu allem Gewicht und Ma
1Ch 23:30 und zu stehen des Morgens, zu danken und zu loben den HErrn, und des Abends auch also,
1Ch 23:31 und alle Brandopfer dem HErrn zu opfern auf die Sabbate, Neumonde und Feste, nach der Zahl und Gebhr allewege vor dem HErrn,
1Ch 23:32 dass sie des Dienstes an der Htte des Stifts warteten und des Heiligtums und der Kinder Aaron, ihrer Brder, zu dienen im Hause des HErrn.
1Ch 24:1 Aber dies waren die Ordnungen der Kinder Aaron. Die Kinder Aarons waren: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
1Ch 24:2 Aber Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater und hatten keine Kinder. Und Eleasar und Ithamar wurden Priester.
1Ch 24:3 Und es ordneten sie David und Zadok aus den Kinder Eleasars und Ahimelech aus den Kindern Ithamars nach ihrer Zahl und ihrem Amt.
1Ch 24:4 Und wurden der Kinder Eleasars mehr gefunden an Huptern der Mnner denn der Kinder Ithamars. Und er ordnete sie also: sechzehn aus den Kindern Eleasars zu Obersten ihrer Vaterhuser und acht aus den Kindern Ithamars nach ihren Vaterhusern.
1Ch 24:5 Er ordnete sie aber durchs Los, darum dass beide aus Eleasars und Ithamars Kindern Oberste waren im Heiligtum und Oberste vor Gott.
1Ch 24:6 Und der Schreiber Semaja, der Sohn Nathanaels, aus den Leviten, schrieb sie auf vor dem Knig und vor den Obersten und vor Zadok, dem Priester,und vor Ahimelech, dem Sohn Abjathars, und vor den Obersten der Vaterhuser unter den Priestern und Leviten, nmlich je ein Vaterhaus fr Eleasar und das andere fr Ithamar.
1Ch 24:7 Das erste Los fiel auf Jojarib, das zweite auf Jedaja,
1Ch 24:8 das dritte auf Harim, das vierte auf Seorim,
1Ch 24:9 das fnfte auf Malchia, das sechste auf Mijamin,
1Ch 24:10 das siebente auf Hakkoz, das achte auf Abia,
1Ch 24:11 das neunte auf Jesua, das zehnte auf Sechanja,
1Ch 24:12 das elfte auf Eljasib, das zwlfte auf Jakim,
1Ch 24:13 das dreizehnte auf Huppa, das vierzehnte auf Jesebeab,
1Ch 24:14 das fnfzehnte auf Bilga, das sechzehnte auf Immer,
1Ch 24:15 das siebzehnte auf Hefir, das achtzehnte auf Hapizzez,
1Ch 24:16 das neunzehnte auf Pethaja, das zwanzigste auf Jeheskel,
1Ch 24:17 das einundzwanzigste auf Jachin, das zweiundzwanzigste auf Gamul,
1Ch 24:18 das dreiundzwanzigste auf Delaja, das vierundzwanzigste auf Maasja.
1Ch 24:19 Das ist die Ordnung nach ihrem Amt, zu gehen in das Haus des HErrn nach ihrer Weise unter ihrem Vater Aaron, wie ihm der HErr, der Gott Israels, geboten hat.
1Ch 24:20 Aber unter den andern Kindern Levi war unter den Kindern Amrams Subael. Unter den Kindern Subaels war Jehdeja.
1Ch 24:21 Unter den Kindern Rehabjas war der erste: Jissia.
1Ch 24:22 Aber unter den Jizharitern war Selomoth. Unter den Kindern Selomoths war Jahath.
1Ch 24:23 Die Kinder Hebrons waren: Jeria, der erste; Amarja, der zweite; Jahasiel, der dritte; Jakmeam, der vierte.
1Ch 24:24 Die Kinder Usiels waren: Micha. Unter den Kindern Michas war Samir.
1Ch 24:25 Der Bruder Michas war: Jissia. Unter den Kindern Jissias war Sacharja.
1Ch 24:26 Die Kinder Meraris waren: Maheli und Musi, die Kinder Jaesias, seines Sohnes.
1Ch 24:27 Die Kinder Meraris von Jaesia, seinem Sohn, waren: Soham, Sakkur und Ibri.
1Ch 24:28 Maheli aber hatte Eleasar, der hatte keine Shne.
1Ch 24:29 Von Kis: unter den Kindern des Kis war: Jerahmeel.
1Ch 24:30 Die Kinder Musis waren: Maheli, Eder und Jeremoth. Das sind die Kinder der Leviten nach ihren Vaterhusern.
1Ch 24:31 Und man warf fr sie auch das Los neben ihren Brdern, den Kindern Aaron, vor dem Knig David und Zadok und Ahimelech und vor den Obersten der Vaterhuser unter den Priestern und Leviten, fr den jngsten Bruder ebensowohl als fr den Obersten in den Vaterhusern.
1Ch 25:1 Und David samt den Feldhauptleuten sonderten ab zu mtern die Kinder Asaphs, Hemans und Jedithuns, die Propheten mit Harfen, Psaltern und Zimbeln; und sie wurden gezhlt zum Werk nach ihrem Amt.
1Ch 25:2 Unter den Kindern Asaphs waren: Sakkur, Joseph, Nethanja, Asarela, Kinder Asaph, unter Asaph der da weissagte bei dem Knig.
1Ch 25:3 Von Jedithun: die Kinder Jedithuns waren: Gedalja, Sori, Jesaja, Hasabja, Matthithja, Simei, die sechs, unter ihrem Vater Jedithun, mit Harfen, der da weissagte, zu danken und zu loben den HErrn.
1Ch 25:4 Von Heman: die Kinder Hemans waren: Bukkia, Matthanja, Usiel, Sebuel, Jerimoth, Hananja, Hanani, Eliatha, Giddalthi, Romamthi-Eser, Josbekasa, Mallothi, Hothir und Mahesioth.
1Ch 25:5 Diese waren alle Kinder Hemans, des Sehers des Knigs in den Worten Gottes, das Horn zu erheben; denn Gott hatte Heman vierzehn Shne und drei Tchter gegeben.
1Ch 25:6 Diese waren alle unter ihren Vtern Asaph, Jedithun und Heman, zu singen im Hause des HErrn mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, nach dem Amt im Hause Gottes bei dem Knig.
1Ch 25:7 Und es war ihre Zahl samt ihren Brdern, die im Gesang des HErrn gelehrt waren, allesamt Meister, zweihundertachtundachtzig.
1Ch 25:8 Und sie warfen das Los ber ihre mter zugleich, dem Jngeren wie dem lteren, dem Lehrer wie dem Schler.
1Ch 25:9 Und das erste Los fiel unter Asaph auf Joseph. Das zweite auf Gedalja samt seinen Brdern und Shnen; derer waren zwlf.
1Ch 25:10 Das dritte auf Sakkur samt seine Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:11 Das vierte auf Jizri samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:12 Das fnfte auf Nethanja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:13 Das sechste auf Bukkia samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:14 Das siebente auf Jesarela samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:15 Das achte auf Jesaja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:16 Das neunte auf Matthanja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:17 Das zehnte auf Simei samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:18 Das elfte auf Asareel samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:19 Das zwlfte auf Hasabja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:20 Das dreizehnte auf Subael samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:21 Das vierzehnte auf Matthithja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:22 Das fnfzehnte auf Jeremoth samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:23 Das sechzehnte auf Hanaja samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:24 Das siebzehnte auf Josbekasa samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:25 Das achtzehnte auf Hanani samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:26 Das neunzehnte auf Mallothi samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:27 Das zwanzigste auf Eliatha samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:28 Das einundzwanzigste auf Hothir samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:29 Das zweiundzwanzigste auf Giddalthi samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:30 Das dreiundzwanzigste auf Mahesioth samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 25:31 Das vierundzwanzigste auf Romamthi-Eser samt seinen Shnen und Brdern; derer waren zwlf.
1Ch 26:1 Von den Ordnungen der Torhter. Unter den Korahitern war Meselemja, der Sohn Kores, aus den Kindern Asaph.
1Ch 26:2 Die Kinder Meselemjas waren diese: der Erstgeborene: Sacharja, der zweite: Jediael, der dritte: Sebadja, der vierte: Jathniel,
1Ch 26:3 der fnfte: Elam, der sechste: Johanan, der siebente: Eljoenai.
1Ch 26:4 Die Kinder aber Obed-Edoms waren diese: der Erstgeborene: Semaja, der zweite: Josabad, der dritte: Joah, der vierte: Sachar, der fnfte: Nathanael,
1Ch 26:5 der sechste: Ammiel, der siebente: Isaschar, der achte: Pegulthai; denn Gott hatte ihn gesegnet.
1Ch 26:6 Und seinem Sohn Semaja wurden auch Shne geboren, die im Hause ihres Vaters herrschten; denn es waren tchtige Leute.
1Ch 26:7 So waren nun die Kinder Semajas: Othni, Rephael, Obed und Elsabad, dessen Brder tchtige Leute waren, Elihu und Samachja.
1Ch 26:8 Diese waren alle aus den Kindern Obed-Edoms; sie samt ihren Kindern und Brdern, tchtige Leute, geschickt zu mtern, waren zweiundsechzig von Obed-Edom.
1Ch 26:9 Meselemja hatte Kinder und Brder, tchtige Mnner, achtzehn.
1Ch 26:10 Hosa aber aus den Kindern Meraris hatte Kinder: den Vornehmsten: Simri (denn der Erstgeborene war er nicht, aber sein Vater setzte ihn zum Vornehmsten),
1Ch 26:11 den zweiten: Hilkia, den dritten: Tebalja, den vierten: Sacharja. Aller Kinder und Brder Hosas waren dreizehn.
1Ch 26:12 Dies sind die Ordnungen der Torhter nach den Huptern der Mnner im Amt neben ihren Brdern, zu dienen im Hause des HErrn.
1Ch 26:13 Und das Los ward geworfen, dem Jngeren wie dem lteren, unter ihren Vaterhusern zu einem jeglichen Tor.
1Ch 26:14 Das Los gegen Morgen fiel auf Meselemja; aber sein Sohn war Sacharja, der ein kluger Rat war, warf man auch das Los, und es fiel ihm gegen Mitternacht,
1Ch 26:15 Obed-Edom aber gegen Mittag und seinen Shnen bei dem Vorratshause,
1Ch 26:16 und Suppim und Hosa gegen Abend bei dem Tor Salecheth, da man die Strae hinaufgeht, da eine Hut neben der andern steht.
1Ch 26:17 Gegen Morgen waren der Leviten sechs, gegen Mitternacht des Tages vier, gegen Mittag des Tages vier, bei dem Vorratshause aber je zwei und zwei,
1Ch 26:18 am Parbar aber gegen Abend vier an der Strae und zwei am Parbar.
1Ch 26:19 Dies sind die Ordnungen der Torhter unter den Kindern der Korahiter und den Kindern Merari.
1Ch 26:20 Von den Leviten aber war Ahia ber die Schtze des Hauses Gottes und ber die Schtze, die geheiligt wurden.
1Ch 26:21 Von den Kindern Laedan, den Kindern des Gersoniten Laedan, waren Hupter der Vaterhuser die Jehieliten.
1Ch 26:22 Die Kinder der Jehieliten waren: Setham und sein Bruder Joel ber die Schtze des Hauses des HErrn.
1Ch 26:23 Unter den Amramiten, Jizhariten, Hebroniten und Usieliten
1Ch 26:24 war Sebuel, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, Frst ber die Schtze.
1Ch 26:25 Aber sein Bruder Elieser hatte einen Sohn, Rehabja; des Sohn war Jesaja; des Sohn war Joram; des Sohn war Sichri; des Sohn war Selomith.
1Ch 26:26 Derselbe Selomith und seine Brder waren ber alle Schtze des Geheiligten, welches geheiligt hatte der Knig David und die Hupter der Vaterhuser, die Obersten ber tausend und ber hundert und die Obersten im Heer.
1Ch 26:27 (Von Krieg und Raub hatten sie es geheiligt, zu bessern das Haus des HErrn.)
1Ch 26:28 Auch alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn des Kis, und Abner, der Sohn des Ners, und Joab, der Zeruja Sohn, geheiligt hatten, alles Geheiligte war unter der Hand Selomiths und seiner Brder.
1Ch 26:29 Unter den Jizhariten waren Chenanja und seine Shne zum Werk drauen ber Israel Amtleute und Richter.
1Ch 26:30 Unter den Hebroniten aber waren Hasabja und seine Brder, tchtige Leute, tausend und siebenhundert, ber die mter Israels diesseits des Jordans gegen Abend, zu allerlei Geschft des HErrn und zu dienen dem Knig.
1Ch 26:31 Unter den Hebroniten war Jeria, der Vornehmste unter den Hebroniten seines Geschlechts unter den Vaterhusern (es wurden aber unter ihnen gesucht und gefunden im vierzigsten Jahr des Knigreiches Davids tchtige Mnner zu Jaser in Gilead),
1Ch 26:32 und seine Brder, tchtige Mnner, zweitausend und siebenhundert Oberste der Vaterhuser. Und David setzte sie ber die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse zu allen Hndeln Gottes und des Knigs.
1Ch 27:1 Dies sind aber die Kinder Israel nach ihrer Zahl, die Hupter der Vaterhuser und die Obersten ber tausend und ber hundert, und ihre Amtleute, die dem Knig dienten, nach ihren Ordnungen, die ab und zu zogen, einen jeglichen Monat eine, in allen Monaten des Jahres. Eine jegliche Ordnung aber hatte vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:2 ber die erste Ordnung des ersten Monats war Jasobeam, der Sohn Sabdiels; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:3 Er war aus den Kinder Perez und war der Oberste ber alle Hauptleute der Heere im ersten Monat.
1Ch 27:4 ber die Ordnung des zweiten Monats war Dodai, der Ahohiter, und Mikloth war Frst ber seine Ordnung; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:5 Der dritte Feldhauptmann des dritten Monats, der Oberste, war Benaja, der Sohn Jojadas, des Priesters: und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:6 Das ist Benaja, der Held unter den dreiigen und ber die dreiig; und seine Ordnung war unter seinem Sohn Ammisabad.
1Ch 27:7 Der vierte im vierten Monat war Asahel, Joabs Bruder, und nach ihm Sebadja, sein Sohn; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:8 Der fnfte im fnften Monat war Samehuth, der Jishariter; und unter seine Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:9 Der sechste im sechsten Monat war Ira, der Sohn des Ikkes, der Thekoiter; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:10 Der siebente im siebenten Monat war Helez, der Peloniter, aus den Kindern Ephraim; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:11 Der achte im achten Monat war Sibbechai, der Husathiter, aus den Serahitern; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:12 Der neunte im neunten Monat war Abieser, der Anathothiter, aus den Benjaminitern; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:13 Der zehnte im zehnten Monat war Maherai, der Netophathiter, aus den Serahitern; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:14 Der elfte im elften Monat war Benaja der Pirathoniter, aus den Kindern Ephraim; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:15 Der zwlfte im zwlften Monat war Heldai, der Netophathiter, aus Othniel; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
1Ch 27:16 ber die Stmme Israels aber waren diese: unter den Rubenitern war Frst: Elieser, der Sohn Sichris; unter den Simeonitern war Sephatja, der Sohn Maachas;
1Ch 27:17 unter den Leviten war Hasabja, der Sohn Kemuels; unter den Aaroniten war Zadok;
1Ch 27:18 unter Juda war Elihu aus den Brdern Davids; unter Isaschar war Omri, der Sohn Michaels;
1Ch 27:19 unter Sebulon war Jismaja, der Sohn Obadjas; unter Naphthali war Jeremoth, der Sohn Asriels;
1Ch 27:20 unter den Kindern Ephraim war Hosea, der Sohn Asasjas; unter dem halben Stamm Manasse war Joel, der Sohn Pedajas;
1Ch 27:21 unter dem halben Stamm Manasse in Gilead war Iddo, der Sohn Sacharjas; unter Benjamin war Jaesiel, der Sohn Abners;
1Ch 27:22 unter Dan war Asareel, der Sohn Jerohams. Das sind die Frsten der Stmme Israels.
1Ch 27:23 Aber David nahm nicht die Zahl derer, die von zwanzig Jahren und darunter waren; denn der HErr hatte verheien, Israel zu mehren wie die Sterne am Himmel.
1Ch 27:24 Joab aber, der Zeruja Sohn, der hatte angefangen zu zhlen, und vollendete es nicht; denn es kam darum ein Zorn ber Israel. Darum kam die Zahl nicht in die Chronik des Knigs David.
1Ch 27:25 ber den Schatz des Knigs war Asmaveth, der Sohn Abdiels; und ber die Schtze auf dem Lande in Stdten, Drfern und Trmen war Jonathan, der Sohn Usias.
1Ch 27:26 ber die Ackerleute, das Land zu bauen, war Esri, der Sohn Chelubs.
1Ch 27:27 ber die Weinberge war Simei, der Ramathiter; ber die Weinkeller und Schtze des Weins war Sabdi, der Sephamiter.
1Ch 27:28 ber die lgrten und Maulbeerbume in den Auen war Baal-Hanan, der Gaderiter. ber den lschatz war Joas.
1Ch 27:29 ber die Weiderinder zu Saron war Sitrai, der Saroniter; aber ber die Rinder in den Grnden war Saphat, der Sohn Adlais.
1Ch 27:30 ber die Kamele war Obil, der Ismaeliter. ber die Esel war Jehdeja, der Meronothiter.
1Ch 27:31 ber die Schafe war Jasis, der Hagariter. Diese waren alle Oberste ber die Gter des Knigs David.
1Ch 27:32 Jonathan aber, Davids Vetter, war Rat, ein verstndiger und gelehrter Mann. Und Jehiel, der Sohn Hachmonis, war bei den Shnen des Knigs.
1Ch 27:33 Ahithophel war auch Rat des Knigs. Husai, der Arachiter, war des Knigs Freund.
1Ch 27:34 Nach Ahithophel war Jojada, der Sohn Benajas, und Abjathar. Joab aber war der Feldhauptmann des Knigs.
1Ch 28:1 Und David versammelte gen Jerusalem alle Obersten Israels, nmlich die Frsten der Stmme, die Frsten der Ordnungen, die dem Knig dienten, die Frsten ber tausend und ber hundert, die Frsten ber die Gter und das Vieh des Knigs und seiner Shne mit den Kmmerern, die Kriegsmnner und alle ansehnlichen Mnner.
1Ch 28:2 Und David, der Knig, stand auf und sprach: Hret mir zu, meine Brder und mein Volk! Ich hatte mir vorgenommen, ein Haus zu bauen, da ruhen sollte die Lade des Bundes des HErrn und der Schemel seiner Fe unsres Gottes, und hatte mich geschickt, zu bauen.
1Ch 28:3 Aber Gott lie mir sagen: Du sollst meinem Namen kein Haus bauen; denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.
1Ch 28:4 Nun hat der HErr, der Gott Israel, mich erwhlt aus meines Vaters ganzem Hause, dass ich Knig ber Israel sein sollte ewiglich. Denn er hat Juda erwhlt zum Frstentum, und im Hause Juda meines Vaters Haus, und unter meines Vaters Kindern hat er Gefallen gehabt an mir, dass er mich ber ganz Israel zum Knig machte.
1Ch 28:5 Und unter allen seinen Shnen (denn der HErr hat mir viele Shne gegeben) hat er meinen Sohn Salomo erwhlt, dass er sitzen soll auf dem Stuhl des Knigreichs des Herrn ber Israel,
1Ch 28:6 und hat zu mir geredet: Dein Sohn Salomo soll mein Haus und meine Vorhfe bauen; denn ich habe ihn erwhlt zum Sohn, und ich will sein Vater sein
1Ch 28:7 und will sein Knigreich besttigen ewiglich, so er wird anhalten, dass er tue nach meinen Geboten und Rechten, wie es heute steht.
1Ch 28:8 Nun vor dem ganzen Israel, der Gemeinde des HErrn, und vor den Ohren unsres Gottes: So haltet und sucht alle die Gebote des HErrn, eures Gottes, auf dass ihr besitzet das gute Land und es vererbt auf eure Kinder nach euch ewiglich.
1Ch 28:9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele. Denn der HErr sucht alle Herzen und versteht aller Gedanken Dichten. Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden; wirst du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich.
1Ch 28:10 So siehe nun zu; denn der HErr hat dich erwhlt, dass du sein Haus baust zum Heiligtum. Sei getrost und mache es!
1Ch 28:11 Und David gab seinem Sohn Salomo ein Vorbild der Halle des Tempels und seiner Huser und der Gemcher und Sller und Kammern inwendig und des Hauses Gnadenstuhls,
1Ch 28:12 dazu Vorbilder alles dessen, was bei ihm in seinem Gemt war, nmlich die Vorhfe am Hause des HErrn und aller Gemcher umher fr die Schtze im Hause Gottes und fr die Schtze des Geheiligten,
1Ch 28:13 und der Ordnungen der Priester und Leviten, und aller Geschfte und Gerte der mter im Hause des HErrn,
1Ch 28:14 und des goldenen Zeuges nach dem Goldgewicht zu allerlei Gerte eines jeglichen Amts, und alles silbernen Zeuges nach dem Gewicht zu allerlei Gerte eines jeglichen Amts,
1Ch 28:15 und das Gewicht fr den goldenen Leuchter und die goldenen Lampen, fr jeglichen Leuchter und seine Lampen sein Gewicht, also auch fr die silbernen Leuchter, fr den Leuchter und seine Lampen, nach dem Amt eines jeglichen Leuchters;
1Ch 28:16 auch gab er das Gewicht des Goldes fr die Tische der Schaubrote, fr jeglichen Tisch sein Gewicht, also auch des Silbers fr die silbernen Tische,
1Ch 28:17 und fr die Gabeln, Becken und Kannen von lauterem Golde und fr die goldenen Becher, fr jeglichen Becher sein Gewicht, und fr die silbernen Becher, fr jeglichen Becher sein Gewicht,
1Ch 28:18 und fr den Rucheraltar vom allerlautersten Golde sein Gewicht, auch ein Vorbild des Wagens, nmlich der goldenen Cherubim, dass sie sich ausbreiteten und bedeckten oben die Lade des Bundes des HErrn.
1Ch 28:19 Das alles ist mir beschrieben gegeben von der Hand des HErrn, dass es mich unterwiese ber alle Werke des Vorbildes.
1Ch 28:20 Und David sprach zu seinem Sohn Salomo: Sei getrost und unverzagt und mache es; frchte dich nicht und zage nicht! Gott der HErr, mein Gott, wird mit dir sein und wird die Hand nicht abziehen noch dich verlassen, bis du alle Werke zum Amt im Hause des HErrn vollendest.
1Ch 28:21 Siehe da, die Ordnungen der Priester und Leviten zu allen mtern im Hause Gottes sind mit dir zu allem Geschft und sind willig und weise zu allen mtern, dazu die Frsten und alles Volk zu allen deinen Hndeln.
1Ch 29:1 Und der Knig David sprach zu der ganzen Gemeinde: Gott hat Salomo, meiner Shne einen, erwhlt, der noch jung und zart ist; das Werk aber ist gro; denn es ist nicht eines Menschen Wohnung, sondern Gottes des HErrn.
1Ch 29:2 Ich aber habe aus allen meinen Krften zugerichtet zum Hause Gottes Gold zu goldenem, Silber zu silbernem, Erz zu erhernem, Eisen zu eisernem, Holz zu hlzernem Gerte, Onyxsteine und eingefasste Steine, Rubine und bunte Steine und allerlei Edelsteine und Marmelsteine die Menge.
1Ch 29:3 berdas, aus Wohlgefallen am Hause meines Gottes, habe ich eigenes Gutes, Gold und Silber,
1Ch 29:4 dreitausend Zentner Gold von Ophir und siebentausend Zentner lauteres Silber, das gebe ich zum heiligen Hause Gottes auer allem, was ich zugerichtet habe, die Wnde der Huser zu berziehen,
1Ch 29:5 dass golden werde, was golden, silbern, was silbern sein soll, und zu allerlei Werk durch die Hand der Werkmeister. Und wer ist nun willig, seine Hand heute dem HErrn zu fllen?
1Ch 29:6 Da waren die Frsten der Vaterhuser, die Frsten der Stmme Israels, die Frsten ber tausend und ber hundert und die Frsten ber des Knigs Geschfte willig
1Ch 29:7 und gaben zum Amt im Hause Gottes fnftausend Zentner Gold und zehntausend Goldgulden und zehntausend Zentner Silber, achtzehntausend Zentner Erz und hundertausend Zentner Eisen.
1Ch 29:8 Und bei welchem Steine gefunden wurden, die gaben sie zum Schatz des Hauses des HErrn unter die Hand Jehiels, des Gersoniten.
1Ch 29:9 Und das Volk ward frhlich, dass sie willig waren; denn sie gaben's von ganzem Herzen dem HErrn freiwillig. Und David, der Knig, freute sich auch hoch
1Ch 29:10 und lobte den HErrn und sprach vor der ganzen Gemeinde: Gelobt seist du, HErr, Gott Israels, unsres Vaters, ewiglich.
1Ch 29:11 Dir, HErr, gebhrt die Majestt und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist. das ist dein. Dein, HErr, ist das Reich, und du bist erhht ber alles zum Obersten.
1Ch 29:12 Reichtum und Ehre ist vor dir; Du herrschest ber alles; in deiner Hand steht Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, jedermann gro und stark zu machen.
1Ch 29:13 Nun, unser Gott, wir danken dir und rhmen den Namen deiner Herrlichkeit.
1Ch 29:14 Denn was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir sollten vermgen, freiwillig so viel zu geben? Denn von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben.
1Ch 29:15 Denn wir sind Fremdlinge und Gste vor dir wie unsre Vter alle. unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten, und ist kein Aufhalten.
1Ch 29:16 HErr, unser Gott, aller dieser Haufe, den wir zugerichtet haben, dir ein Haus zu bauen, deinem heiligen Namen, ist von deiner Hand gekommen, und ist alles dein.
1Ch 29:17 Ich wei, mein Gott, dass du das Herz prfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hier vorhanden ist, dass es dir freiwillig gegeben hat.
1Ch 29:18 HErr, Gott unsrer Vter, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihre Herzen zu dir.
1Ch 29:19 Und meinem Sohn Salomo gib ein rechtschaffenes Herz, dass er halte deine Gebote, Zeugnisse und Rechte, dass er alles tue und baue diese Wohnung, die ich zugerichtet habe.
1Ch 29:20 Und David sprach zu der ganzen Gemeinde: Lobet den HErrn, euren Gott! Und die ganze Gemeinde lobte den HErrn, den Gott ihrer Vter; und sie neigten sich und fielen nieder vor dem HErrn und vor dem Knig
1Ch 29:21 und opferten dem HErrn Opfer. Und des Morgens opferten sie Brandopfer: tausend Farren, tausend Widder, tausend Lmmer mit ihren Trankopfern, und opferten die Menge unter dem ganzen Israel
1Ch 29:22 und aen und tranken desselben Tages vor dem HErrn mit groen Freuden und machten zum zweitenmal Salomo, den Sohn Davids, zum Knig und salbten ihn dem HErrn zum Frsten und Zadok zum Priester.
1Ch 29:23 Also sa Salomo auf dem Stuhl des Herrn als ein Knig an seines Vaters Davids Statt und ward glcklich; und ganz Israel ward ihm gehorsam.
1Ch 29:24 Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Kinder des Knigs David taten sich unter den Knig Salomo.
1Ch 29:25 Und der HErr machte Salomo immer grer vor dem Volk Israel und gab ihm ein prchtiges Knigreich, wie keiner vor ihm ber Israel gehabt hatte.
1Ch 29:26 So ist nun David, der Sohn Isais. Knig gewesen ber ganz Israel.
1Ch 29:27 Die Zeit aber, die er Knig ber Israel gewesen ist, ist vierzig Jahre: zu Hebron regierte er sieben Jahre und zu Jerusalem dreiunddreiig Jahre.
1Ch 29:28 Und er starb im guten Alter, gesttigt mit Leben, Reichtum und Ehre. Und sein Sohn Salomo ward Knig an seiner Statt.
1Ch 29:29 Die Geschichten aber des Knigs David, beide, die ersten und die letzten, siehe, die sind geschrieben in den Geschichten Samuels, des Sehers, und in den Geschichten des Propheten Nathan und in den Geschichten Gads, des Sehers,
1Ch 29:30 mit allem seinem Knigreich und seiner Gewalt und den Zeiten, die ergangen sind ber ihn und ber Israel und alle Knigreiche in den Landen.
2Ch 1:1 Und Salomo, der Sohn Davids, ward in seinem Reich bekrftigt; und der HErr, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer grer.
2Ch 1:2 Und Salomo redete mit dem ganzen Israel, mit den Obersten ber tausend und hundert, mit den Richtern und mit allen Frsten in Israel, mit den Obersten der Vaterhuser,
2Ch 1:3 dass sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm, zu der Hhe, die zu Gibeon war; denn daselbst war die Htte des Stifts Gottes, die Mose, der Knecht des HErrn, gemacht hatte in der Wste.
2Ch 1:4 (Aber die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kirjath-Jearim an den Ort, den er bereitet hatte; denn er hatte ihr eine Htte aufgeschlagen zu Jerusalem.)
2Ch 1:5 Aber der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war daselbst vor der Wohnung des HErrn; und Salomo und die Gemeinde pflegten ihn zu suchen.
2Ch 1:6 Und Salomo opferte auf dem ehernen Altar vor dem HErrn, der vor der Htte des Stifts stand, tausend Brandopfer.
2Ch 1:7 In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was soll ich dir geben?
2Ch 1:8 Und Salomo sprach zu Gott: Du hast groe Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an seiner Statt zum Knig gemacht;
2Ch 1:9 so lass nun, HErr, Gott, deine Worte wahr werden an meinem Vater David; denn du hast mich zum Knig gemacht ber ein Volk, des so viel ist als Staub auf Erden.
2Ch 1:10 So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, dass ich vor diesem Volk aus und ein gehe; denn wer kann dies dein groes Volk richten?
2Ch 1:11 Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinn hast und hast nicht um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner Feinde Seele noch um langes Leben gebeten, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, dass du mein Volk richten mgst, darber ich dich zum Knig gemacht habe,
2Ch 1:12 so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; dazu will ich dir Reichtum und Gut und Ehre geben, dass deinesgleichen unter den Knigen vor dir nicht gewesen ist noch werden soll nach dir.
2Ch 1:13 Also kam Salomo von der Hhe, die zu Gibeon war, von der Htte des Stifts, gen Jerusalem und regierte ber Israel.
2Ch 1:14 Und Salomo sammelte sich Wagen und Reiter, dass er zuwege brachte tausendundvierhundert Wagen und zwlftausend Reiter, und legte sie in die Wagenstdte und zu dem Knig nach Jerusalem.
2Ch 1:15 Und der Knig machte, dass des Silbers und Goldes so viel war zu Jerusalem wie die Steine und der Zedern wie die Maulbeerbume in den Grnden.
2Ch 1:16 Und man brachte Salomo Rosse aus gypten und allerlei Ware; und die Kaufleute des Knigs kauften die Ware
2Ch 1:17 und brachten's aus gypten heraus, je einen Wagen um sechshundert Silberlinge, ein Ross um hundertfnfzig. Also brachten sie auch allen Knigen der Hethiter und den Knigen von Syrien.
2Ch 1:18 Und Salomo gedachte zu bauen ein Haus dem Namen des HErrn und ein Haus seines Knigreichs.
2Ch 2:1 Und Salomo zhlte ab siebzigtausend, die da Last trugen, und achtzigtausend, die da Steine hieben auf dem Berge, und dreitausend und sechshundert Aufseher ber sie.
2Ch 2:2 Und Salomo sandte zu Huram, dem Knig zu Tyrus, und lie ihm sagen: Wie du mit meinem Vater David tatest und ihm sandtest Zedern, dass er sich ein Haus baute, darin er wohnte.
2Ch 2:3 Siehe, ich will dem Namen des HErrn, meines Gottes, ein Haus bauen, das ihm geheiligt werde, gutes Ruchwerk vor ihm zu ruchern und Schaubrote allewege zuzurichten und Brandopfer des Morgens und des Abends auf die Sabbate und Neumonde und auf die Feste des HErrn, unsres Gottes, ewiglich fr Israel.
2Ch 2:4 Und das Haus, das ich bauen will soll gro sein; denn unser Gott ist grer als alle Gtter.
2Ch 2:5 Aber wer vermag's, dass er ihm ein Haus baue? denn der Himmel und aller Himmel Himmel knnen ihn nicht fassen. Wer sollte ich denn sein, dass ich ihm ein Haus baute? es sei denn um vor ihm zu ruchern.
2Ch 2:6 So sende mir nun einen weisen Mann, zu arbeiten mit Gold, Silber, Erz, Eisen, rotem Purpur, Scharlach und blauem Purpur und der da wisse einzugraben mit den Weisen, die bei mir sind in Juda und Jerusalem, welche mein Vater David bestellt hat.
2Ch 2:7 Und sende mir Zedern-, Tannen- und Sandelholz vom Libanon; denn ich wei, dass deine Knechte das Holz zu hauen wissen auf dem Libanon. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein,
2Ch 2:8 dass man mir viel Holz zubereite; denn das Haus, das ich bauen will, soll gro und sonderlich sein.
2Ch 2:9 Und siehe, ich will den Zimmerleuten, deinen Knechten, die das Holz hauen, zwanzigtausend Kor Gerste und zwanzigtausend Kor Weizen und zwanzigtausend Bath Wein und zwanzigtausend Bath l geben.
2Ch 2:10 Da sprach Huram, der Knig zu Tyrus, durch Schrift und sandte zu Salomo: Darum dass der HErr sein Volk liebt, hat er dich ber sie zum Knig gemacht.
2Ch 2:11 Und Huram sprach weiter: Gelobt sei der HErr, der Gott Israels, der da Himmel und Erde gemacht hat, dass er dem Knig David hat einen weisen, klugen und verstndigen Sohn gegeben, der dem HErrn ein Haus baue und ein Haus seines Knigreichs.
2Ch 2:12 So sende ich nun einen weisen Mann, der Verstand hat, Huram, meinen Meister
2Ch 2:13 (der ein Sohn ist eines Weibes aus den Tchtern Dans, und dessen Vater ein Tyrer gewesen ist); der wei zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, Eisen, Steinen, Holz, rotem und blauem Purpur, kstlicher weier Leinwand und Scharlach und einzugraben allerlei und allerlei kunstreich zu machen, was man ihm aufgibt, mit deinen Weisen und mit den Weisen meines Herrn, des Knigs Davids, deines Vaters.
2Ch 2:14 So sende nun mein Herr Weizen, Gerste, l und Wein seinen Knechten, wie er geredet hat;
2Ch 2:15 so wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, wieviel es not ist, und wollen's auf Flen bringen im Meer gen Japho; von da magst du es hinauf gen Jerusalem bringen.
2Ch 2:16 Und Salomo zhlte alle Fremdlinge im Lande Israel nach dem, dass David, sein Vater, sie gezhlt hatte; und wurden gefunden hundert und fnfzigtausend dreitausend und sechshundert.
2Ch 2:17 Und er machte aus denselben siebzigtausend Trger und achtzigtausend Hauer auf dem Berge und dreitausend sechshundert Aufseher, die das Volk zum Dienst anhielten.
2Ch 3:1 Und Salomo fing an zu bauen das Haus des HErrn zu Jerusalem auf dem Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeigt war, welchen David zubereitet hatte zum Raum auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
2Ch 3:2 Er fing aber an zu bauen im zweiten Monat am zweiten Tage im vierten Jahr seines Knigreiches.
2Ch 3:3 Und also legte Salomo den Grund, zu bauen das Haus Gottes: die Lnge sechzig Ellen nach altem Ma, die Weite zwanzig Ellen.
2Ch 3:4 Und die Halle vor der Weite des Hauses her war zwanzig Ellen lang, die Hhe aber war hundertzwanzig Ellen; und er berzog sie inwendig mit lauterem Golde.
2Ch 3:5 Das groe Haus aber tfelte er mit Tannenholz und berzog's mit dem besten Golde und machte darauf Palmen und Kettenwerk
2Ch 3:6 und berzog das Haus mit edlen Steinen zum Schmuck; das Gold aber war Parwaim-Gold.
2Ch 3:7 Und berzog das Haus, die Balken und die Schwellen samt seinen Wnden und Tren mit Gold und lie Cherubim schnitzen an die Wnde.
2Ch 3:8 Er machte auch das Haus des Allerheiligsten, des Lnge war zwanzig Ellen nach der Weite des Hauses, und seine Weite war auch zwanzig Ellen, und berzog's mit dem besten Golde bei sechshundert Zentner.
2Ch 3:9 Und gab auch zu Ngeln fnfzig Lot Gold am Gewicht und berzog die Sller mit Gold.
2Ch 3:10 Er machte auch im Hause des Allerheiligsten zwei Cherubim nach der Bildner Kunst und berzog sie mit Gold.
2Ch 3:11 Und die Lnge der Flgel an den Cherubim war zwanzig Ellen, dass ein Flgel fnf Ellen hatte und rhrte an die Wand des Hauses und der andere Flgel auch fnf Ellen hatte und rhrte an den Flgel des andern Cherubs.
2Ch 3:12 Also hatte auch der eine Flgel des andern Cherubs fnf Ellen und rhrte an die Wand des Hauses und sein anderer Flgel auch fnf Ellen und rhrte an den Flgel des andern Cherubs,
2Ch 3:13 dass diese Flgel der Cherubim waren ausgebreitet zwanzig Ellen weit; und sie standen auf ihren Fen, und ihr Antlitz war gewandt zum Hause hin.
2Ch 3:14 Er machte auch einen Vorhang von blauem und rotem Purpur, von Scharlach und kstlichem weien Leinwerk und machte Cherubim darauf.
2Ch 3:15 Und er machte vor dem Hause zwei Sulen, fnfunddreiig Ellen lang und der Knauf obendrauf fnf Ellen,
2Ch 3:16 und machte Ketten zum Gitterwerk und tat sie oben an die Sulen und machte hundert Granatpfel und tat sie an die Ketten
2Ch 3:17 und richtete die Sulen auf vor dem Tempel, eine zur Rechten und die andere zur Linken, und hie die zur Rechten Jachin und die zur Linken Boas.
2Ch 4:1 Er machte auch einen ehernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und zehn Ellen hoch.
2Ch 4:2 Und er machte ein gegossenes Meer, von einem Rand bis zum andern zehn Ellen weit, rundumher, und fnf Ellen hoch; und ein Ma von dreiig Ellen mochte es umher begreifen.
2Ch 4:3 Und Knoten waren unter ihm umher, je zehn auf eine Elle; und es waren zwei Reihen Knoten um das Meer her, die mit gegossen waren.
2Ch 4:4 Es stand aber auf zwlf Ochsen, also dass drei gewandt waren gegen Mitternacht, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen, und das Meer oben auf ihnen, und alle ihre Hinterteile waren inwendig.
2Ch 4:5 Seine Dicke war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand und eine aufgegangene Lilie, und es fasste dreitausend Bath.
2Ch 4:6 Und er machte zehn Kessel; deren setzte er fnf zur Rechten und fnf zur Linken, darin zu waschen, dass sie darin absplten, was zum Brandopfer gehrt; das Meer aber, dass sich die Priester darin wschen.
2Ch 4:7 Er machte auch zehn goldene Leuchter, wie sie sein sollten, und setzte sie in den Tempel, fnf zur Rechten und fnf zur Linken,
2Ch 4:8 und machte zehn Tische und tat sie in den Tempel, fnf zur Rechten und fnf zur Linken, und machte hundert goldene Becken.
2Ch 4:9 Er machte auch einen Hof fr die Priester und einen groen Vorhof und Tren in den Vorhof und berzog die Tren mit Erz
2Ch 4:10 und setzte das Meer an die rechte Ecke gegen Morgen mittagswrts.
2Ch 4:11 Und Huram machte Tpfe, Schaufeln und Becken. Also vollendete Huram die Arbeit, die er dem Knig Salomo tat am Hause Gottes,
2Ch 4:12 nmlich die zwei Sulen mit den Kugeln und Knufen oben auf beiden Sulen; und beide Gitterwerke, zu bedecken beide Kugeln der Knufe oben auf den Sulen;
2Ch 4:13 und die vierhundert Granatpfel an den Gitterwerken, zwei Reihen Granatpfel an jeglichem Gitterwerk, zu bedecken beide Kugeln der Knufe, die oben auf den Sulen waren.
2Ch 4:14 Auch machte er die Gesthle und die Kessel auf den Gesthlen
2Ch 4:15 und das Meer und zwlf Ochsen darunter;
2Ch 4:16 dazu Tpfe, Schaufeln, gabeln und alle ihre Gefe machte Huram, der Meister, dem Knig Salomo zum Hause des HErrn von geglttetem Erz.
2Ch 4:17 In der Gegend des Jordans lie sie der Knig gieen in dicker Erde, zwischen Sukkoth und Zaredatha.
2Ch 4:18 Und Salomo machte aller dieser Gefe sehr viel, dass des Erzes Gewicht nicht zu erforschen war.
2Ch 4:19 Und Salomo machte alles Gert zum Hause Gottes, nmlich den goldenen Altar und die Tische mit den Schaubroten darauf;
2Ch 4:20 die Leuchter mit ihren Lampen von lauterem Gold, dass sie brennten vor dem Chor, wie sich's gebhrt;
2Ch 4:21 und die Blumen und die Lampen und die Schneuzen waren golden, das war alles vlliges Gold;
2Ch 4:22 dazu die Messer, Becken, Lffel und Npfe waren lauter Gold. Und der Eingang, nmlich seine Tr inwendig zu dem Allerheiligsten und die Tren am Hause des Tempels, waren golden.
2Ch 5:1 Also ward alle Arbeit vollbracht, die Salomo tat am Hause des HErrn. Und Salomo brachte hinein alles, was sein Vater David geheiligt hatte, nmlich Silber und Gold und allerlei Gerte, und legte es in den Schatz im Hause Gottes.
2Ch 5:2 Da versammelte Salomo alle ltesten in Israel, alle Hauptleute der Stmme, Frsten der Vaterhuser unter den Kindern Israel gen Jerusalem, dass sie die Lade des Bundes des HErrn hinaufbrchten aus der Stadt Davids, das ist Zion.
2Ch 5:3 Und es versammelten sich zum Knig alle Mnner Israels am Fest, das ist im siebenten Monat,
2Ch 5:4 und kamen alle ltesten Israels. Und die Leviten hoben die Lade auf
2Ch 5:5 und brachten sie hinauf samt der Htte des Stifts und allem heiligen Gert, das in der Htte war; es brachten sie hinauf die Priester, die Leviten.
2Ch 5:6 Aber der Knig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, zu ihm versammelt vor der Lade, opferten Schafe und Ochsen, so viel, dass es niemand zhlen noch rechnen konnte.
2Ch 5:7 Also brachten die Priester die Lade des Bundes des HErrn an ihre Sttte, in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flgel der Cherubim,
2Ch 5:8 dass die Cherubim ihre Flgel ausbreiteten ber die Sttte der Lade; und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von obenher.
2Ch 5:9 Die Stangen aber waren so lang, dass man ihre Knufe sah von der Lade her vor dem Chor; aber auen sah man sie nicht. Und sie war daselbst bis auf diesen Tag.
2Ch 5:10 Und war nichts in der Lade auer den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingetan hatte, da der HErr einen Bund machte mit den Kindern Israel, da sie aus gypten zogen.
2Ch 5:11 Und die Priester gingen heraus aus dem Heiligen, denn alle Priester, die vorhanden waren, hatten sich geheiligt, also dass auch die Ordnungen nicht gehalten wurden;
2Ch 5:12 und die Leviten und die Snger alle, Asaph, Heman und Jedithun und ihre Kinder und Brder, angezogen mit feiner Leinwand, standen gegen Morgen des Altars mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Drommeten bliesen;
2Ch 5:13 und es war, als wre es einer, der drommetete und snge, als hrte man eine Stimme loben und danken dem HErrn. Und da die Stimme sich erhob von den Drommeten, Zimbeln und Saitenspielen und von dem Loben des HErrn, dass er gtig ist und seine Barmherzigkeit ewig whret, da ward das Haus des HErrn erfllt mit einer Wolke,
2Ch 5:14 dass die Priester nicht stehen konnten, zu dienen vor der Wolke; denn die Herrlichkeit des HErrn erfllte das Haus Gottes.
2Ch 6:1 Da sprach Salomo: Der HErr hat geredet, er wolle wohnen im Dunkel.
2Ch 6:2 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, und einen Sitz, da du ewiglich wohnst.
2Ch 6:3 Und der Knig wandte sein Antlitz und segnete die ganze Gemeinde Israel; denn die ganze Gemeinde Israel stand.
2Ch 6:4 Und er sprach: Gelobt sei der HErr, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David geredet und es mit seiner Hand erfllt hat, der da sagte:
2Ch 6:5 Seit der Zeit, da ich mein Volk aus gyptenland gefhrt habe, habe ich keine Stadt erwhlt in allen Stmmen Israels, ein Haus zu bauen, dass mein Name daselbst wre, und habe auch keinen Mann erwhlt, dass er Frst wre ber mein Volk Israel;
2Ch 6:6 aber Jerusalem habe ich erwhlt, dass mein Name daselbst sei, und David habe ich erwhlt, dass er ber mein Volk Israel sei.
2Ch 6:7 Und da es mein Vater im Sinn hatte, ein Haus zu bauen dem Namen des HErrn, des Gottes Israels,
2Ch 6:8 sprach der HErr zu meinem Vater David: Du hast wohl getan, dass du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen.
2Ch 6:9 Doch du sollst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden kommen wird, soll meinem Namen das Haus bauen.
2Ch 6:10 So hat nun der HErr sein Wort besttigt, das er geredet hat; denn ich bin aufgekommen an meines Vaters David Statt und sitze auf dem Stuhl Israels, wie der HErr geredet hat, und habe ein Haus gebaut dem Namen des HErrn, des Gottes Israels,
2Ch 6:11 und habe hineingetan die Lade, darin der Bund des HErrn ist, den er mit den Kindern Israel gemacht hat.
2Ch 6:12 Und er trat vor den Altar des HErrn vor der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hnde aus
2Ch 6:13 (denn Salomo hatte eine eherne Kanzel gemacht und gesetzt mitten in den Vorhof, fnf Ellen lang und breit und drei Ellen hoch; auf dieselbe trat er und fiel nieder auf seine Kniee vor der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hnde aus gen Himmel)
2Ch 6:14 und sprach: HErr, Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich, weder im Himmel noch auf Erden, der du hltst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten die vor dir wandeln aus ganzem Herzen.
2Ch 6:15 Du hast gehalten deinem Knechte David, meinem Vater, was du ihm geredet hast; mit deinem Munde hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfllt, wie es heutigestages steht.
2Ch 6:16 Nun, HErr, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, was du ihm verheien hast und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne vor mir, der auf dem Stuhl Israels sitze, doch sofern deine Kinder ihren Weg bewahren, dass sie wandeln in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt hast.
2Ch 6:17 Nun, HErr, Gott Israels, lass deine Worte wahr werden, das du deinem Knechte David geredet hast.
2Ch 6:18 Denn sollte in Wahrheit Gott bei den Menschen wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel knnen dich nicht fassen; wie sollte es denn das Haus tun, das ich gebaut habe?
2Ch 6:19 Wende dich aber, HErr, mein Gott, zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, dass du erhrest das Bitten und Beten, das dein Knecht vor dir tut;
2Ch 6:20 dass deine Augen offen seien ber dies Haus Tag und Nacht, ber die Sttte, dahin du deinen Namen zu stellen verheien hast; dass du hrest das Gebet, das dein Knecht an dieser Stelle tun wird.
2Ch 6:21 So hre nun das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie bitten werden an dieser Sttte; hre es aber von der Sttte deiner Wohnung, vom Himmel. Und wenn du es hrst, wollest du gndig sein.
2Ch 6:22 Wenn jemand wider seinen Nchsten sndigen wird und es wird ihm ein Eid aufgelegt, den er schwren soll, und der Eid kommt vor deinen Altar in diesem Hause:
2Ch 6:23 so wollest du hren vom Himmel und deinem Knechte Recht verschaffen, dass du dem Gottlosen vergeltest und gibst seinen Wandel auf seinen Kopf und rechtfertigst den Gerechten und gebest ihm nach seiner Gerechtigkeit.
2Ch 6:24 Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, weil an dir gesndigt haben, und sie bekehren sich und bekennen deinen Namen, bitten und flehen vor dir in diesem Hause:
2Ch 6:25 so wollest du hren vom Himmel und gndig sein der Snde deines Volkes Israel und sie wieder in das Land bringen, das du ihnen und ihren Vtern gegeben hast.
2Ch 6:26 Wenn der Himmel zugeschlossen wird, dass es nicht regnet, weil sie an dir gesndigt haben, und sie bitten an dieser Sttte und bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Snden, weil du sie gedemtigt hast:
2Ch 6:27 so wollest du hren vom Himmel und gndig sein der Snde deiner Knechte und deines Volkes Israel, dass du sie den guten Weg lehrest, darin sie wandeln sollen, und regnen lassest auf dein Land, das du deinem Volk gegeben hast zu besitzen.
2Ch 6:28 Wenn eine Teuerung im Lande wird oder Pestilenz oder Drre, Brand, Heuschrecken, Raupen, oder wenn sein Feind im Lande seine Tore belagert oder irgend eine Plage oder Krankheit da ist;
2Ch 6:29 wer dann bittet oder fleht, es seien allerlei Menschen oder dein ganzes Volk Israel, so jemand ein Plage und Schmerzen fhlt und seine Hnde ausbreitet zu diesem Hause:
2Ch 6:30 so wollest du hren vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und gndig sein und jedermann geben nach all seinem Wandel, nach dem du sein Herz erkennst (denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder),
2Ch 6:31 auf dass sie dich frchten und wandeln in deinen Wegen alle Tage, solange sie leben in dem Lande, das du unsren Vtern gegeben hast.
2Ch 6:32 Wenn auch ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, kommt aus fernen Landen um deines groen Namens und deiner mchtigen Hand und deines ausgereckten Armes willen und betet vor diesem Hause:
2Ch 6:33 so wollest du hren vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und tun alles, warum er dich anruft, auf dass alle Vlker auf Erden deinen Namen erkennen und dich frchten wie dein Volk Israel und innewerden, dass dies Haus, das ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt sei.
2Ch 6:34 Wenn dein Volk auszieht in den Streit wider seine Feinde des Weges, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten nach dieser Stadt hin, die du erwhlt hast und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
2Ch 6:35 so wollest du ihr Gebet und Flehen hren vom Himmel und ihnen zu ihrem Recht helfen.
2Ch 6:36 Wenn sie an dir sndigen werden (denn es ist kein Mensch, der nicht sndige), und du ber sie erzrnst und gibst sie dahin ihren Feinden, dass sie sie gefangen wegfhren in ein fernes oder nahes Land,
2Ch 6:37 und sie in ihr Herz schlagen in dem Lande, darin sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihres Gefngnisses und sprechen: Wir haben gesndigt, bel getan und sind gottlos gewesen,
2Ch 6:38 und sich also von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir bekehren im Lande ihres Gefngnisses, da man sie gefangen hlt, und sie beten nach ihrem Lande hin, das du ihren Vtern gegeben hast, nach der Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
2Ch 6:39 so wollest du ihr Gebet und Flehen hren vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen und deinem Volk gndig sein, das an dir gesndigt hat.
2Ch 6:40 So lass nun, mein Gott, deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Sttte.
2Ch 6:41 So mache dich nun auf, HErr, Gott zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht. Lass deine Priester, HErr, Gott, mit Heil angetan werden und deine Heiligen sich freuen ber dem Guten.
2Ch 6:42 Du, HErr, Gott, wende nicht weg das Antlitz deines Gesalbten; gedenke an die Gnaden, deinem Knechte David verheien.
2Ch 7:1 Und da Salomo ausgebetet hatte, fiel ein Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die anderen Opfer; und die Herrlichkeit des HErrn erfllte das Haus,
2Ch 7:2 dass die Priester nicht konnten hineingehen ins Haus des HErrn, weil die Herrlichkeit des HErrn fllte des HErrn Haus.
2Ch 7:3 Auch sahen alle Kinder Israel das Feuer herabfallen und die Herrlichkeit des HErrn ber dem Hause, und fielen auf ihre Kniee mit dem Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an und dankten dem HErrn, dass er gtig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich whret.
2Ch 7:4 Der Knig aber und alles Volk opferten vor dem HErrn;
2Ch 7:5 denn der Knig Salomo opferte zweiundzwanzigtausend Ochsen und hundertzwanzigtausend Schafe. Und also weihten sie das Haus Gottes ein, der Knig und alles Volk.
2Ch 7:6 Aber die Priester standen in ihrem Dienst und die Leviten mit den Saitenspielen des HErrn, die der Knig David hatte machen lassen, dem HErrn zu danken, dass seine Barmherzigkeit ewiglich whret, mit den Psalmen Davids durch ihre Hand; und die Priester bliesen die Drommeten ihnen gegenber, und das ganze Israel stand.
2Ch 7:7 Und Salomo heiligte die Mitte des Hofes, der vor dem Hause des HErrn war; denn er hatte daselbst Brandopfer und das Fett der Dankopfer ausgerichtet. Denn der eherne Altar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen.
2Ch 7:8 Und Salomo hielt zu derselben Zeit ein Fest sieben Tage lang und das ganze Israel mit ihm, eine sehr groe Gemeinde, von Hamath an bis an den Bach gyptens,
2Ch 7:9 und hielt am achten Tag eine Versammlung; denn die Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch sieben Tage.
2Ch 7:10 Aber am dreiundzwanzigsten Tag des siebenten Monats lie er das Volk heimgehen in ihre Htten frhlich und guten Muts ber allem Guten, das der HErr an David, Salomo und seinem Volk Israel getan hatte.
2Ch 7:11 Also vollendete Salomo das Haus des HErrn und das Haus des Knigs; und alles, was in sein Herz gekommen war, zu machen im Hause des HErrn und in seinem Hause, gelang ihm.
2Ch 7:12 Und der HErr erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhrt und diese Sttte mir erwhlt zum Opferhause.
2Ch 7:13 Siehe, wenn ich den Himmel zuschliee, dass es nicht regnet, oder heie die Heuschrecken das Land fressen oder lasse Pestilenz unter mein Volk kommen,
2Ch 7:14 und mein Volk sich demtigt, das nach meinem Namen genannt ist, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bsen Wegen bekehren werden: so will ich vom Himmel hren und ihre Snde vergeben und ihr Land heilen.
2Ch 7:15 So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Sttte.
2Ch 7:16 So habe ich nun dies Haus erwhlt und geheiligt, dass mein Name daselbst sein soll ewiglich und meine Augen und mein Herz soll da sein allewege.
2Ch 7:17 Und so du wirst vor mir wandeln, wie dein Vater David gewandelt hat, dass du tust alles, was ich dich heie, und hltst meine Gebote und Rechte:
2Ch 7:18 so will ich den Stuhl deines Knigreichs besttigen, wie ich mich deinem Vater David verbunden habe und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne, der ber Israel Herr sei.
2Ch 7:19 Werdet ihr euch aber umkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Gttern dienen und sie anbeten:
2Ch 7:20 so werde ich sie auswurzeln aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe; und dies Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht werfen und werde es zum Sprichwort machen und zur Fabel unter allen Vlkern.
2Ch 7:21 Und vor diesem Haus, das das hchste gewesen ist, werden sich entsetzen alle, die vorbergehen, und sagen: Warum ist der HErr mit diesem Lande und diesem Hause also verfahren?
2Ch 7:22 so wird man sagen: Darum dass sie den HErrn, ihrer Vter Gott, verlassen haben, der sie aus gyptenland gefhrt hat, und haben sich an andere Gtter gehngt und sie angebetet und ihnen gedient, darum hat er all dies Unglck ber sie gebracht.
2Ch 8:1 Und nach zwanzig Jahren, in welchen Salomo des HErrn Haus und sein Haus baute,
2Ch 8:2 baute er auch die Stdte, die Huram Salomo gab, und lie die Kinder Israel darin wohnen.
2Ch 8:3 Und Salomo zog gen Hamath-Zoba und ward desselben mchtig
2Ch 8:4 und baute Thadmor in der Wste und alle Kornstdte, die er baute in Hamath;
2Ch 8:5 er baute auch Ober- und Nieder-Beth-Horon, die feste Stdte waren mit Mauern, Tren und Riegeln;
2Ch 8:6 auch Baalath und alle Kornstdte, die Salomo hatte, und alle Wagen- und Reiter-Stdte und alles, wozu Salomo Lust hatte zu bauen zu Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
2Ch 8:7 Alles brige Volk von den Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, die nicht von den Kindern Israel waren,
2Ch 8:8 ihre Kinder, die sie hinterlassen hatten im Lande, die die Kinder Israel nicht vertilgt hatten, machte Salomo zu Fronleuten bis auf diesen Tag.
2Ch 8:9 Aber von den Kindern Israel machte Salomo nicht Knechte zu seiner Arbeit; sondern sie waren Kriegsleute und Oberste ber seine Ritter und ber seine Wagen und Reiter.
2Ch 8:10 Und der obersten Amtleute des Knigs Salomo waren zweihundert und fnfzig, die ber das Volk herrschten.
2Ch 8:11 Und die Tochter Pharaos lie Salomo heraufholen aus der Stadt Davids in das Haus, das er fr sie gebaut hatte. Denn er sprach: Mein Weib soll mir nicht wohnen im Hause Davids, des Knigs Israels; denn es ist geheiligt, weil die Lade des HErrn hineingekommen ist.
2Ch 8:12 Von dem an opferte Salomo dem HErrn Brandopfer auf dem Altar des HErrn, den er gebaut hatte vor der Halle,
2Ch 8:13 ein jegliches auf seinen Tag zu opfern nach dem Gebot Moses, auf die Sabbate, Neumonde und bestimmte Zeiten des Jahres dreimal, nmlich aufs Fest der ungesuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der Laubhtten.
2Ch 8:14 Und er bestellte die Priester in ihren Ordnungen zu ihrem Amt, wie es David, sein Vater, bestimmt hatte und die Leviten zu ihrem Dienst, dass sie lobten und dienten vor den Priestern, jegliche auf ihren Tag, und die Torhter in ihren Ordnungen, jegliche auf ihr Tor; denn also hatte es David, der Mann Gottes, befohlen.
2Ch 8:15 Und es ward nicht gewichen vom Gebot des Knigs ber die Priester und Leviten in allerlei Sachen und bei den Schtzen.
2Ch 8:16 Also ward bereitet alles Geschft Salomos von dem Tage an, da des HErrn Haus gegrndet ward, bis er's vollendete, dass des HErrn Haus ganz bereitet ward.
2Ch 8:17 Da zog Salomo gen Ezeon-Geber und gen Eloth an dem Ufer des Meeres im Lande Edom.
2Ch 8:18 Und Huram sandte ihm Schiffe durch seine Knechte, die des Meeres kundig waren und sie fuhren mit den Knechten Salomos gen Ophir und holten von da vierhundertundfnfzig Zentner Gold und brachten's dem Knig Salomo.
2Ch 9:1 Und da die Knigin von Reicharabien das Gercht von Salomo hrte, kam sie mit sehr vielem Volk gen Jerusalem, mit Kamelen, die Gewrze und Gold die Menge trugen und Edelsteine, Salomo mit Rtseln zu versuchen. Und da sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich hatte vorgenommen.
2Ch 9:2 Und der Knig sagte ihr alles, was sie fragte, und war Salomo nichts verborgen, das er ihr nicht gesagt htte.
2Ch 9:3 Und da die Knigin von Reicharabien sah die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte,
2Ch 9:4 die Speise fr seinen Tisch, die Wohnung fr die Knechte, die mter seiner Diener und ihre Kleider, seine Schenken mit ihren Kleidern und seinen Gang, da man hinaufging ins Haus des HErrn, konnte sie sich nicht mehr enthalten,
2Ch 9:5 und sie sprach zum Knig: Es ist wahr, was ich gehrt habe in meinem Lande von deinem Wesen und von deiner Weisheit.
2Ch 9:6 Ich wollte aber ihren Worten nicht glauben, bis ich gekommmen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hlfte gesagt deiner groen Weisheit. Es ist mehr an dir denn das Gercht, das ich gehrt habe.
2Ch 9:7 Selig sind deine Mnner und selig diese deine Knechte, die allewege vor dir stehen und deine Weisheit hren.
2Ch 9:8 Der HErr, dein Gott, sei gelobt, der dich liebhat, dass er dich auf seinen Stuhl zum Knig gesetzt hat dem HErrn, deinem Gott. Das macht, dein Gott hat Israel lieb, dass er es ewiglich aufrichte; darum hat er dich ber sie zum Knig gesetzt, dass du Recht und Redlichkeit handhabest.
2Ch 9:9 Und sie gab dem Knig hundertundzwanzig Zentner Gold und sehr viel Gewrze und Edelsteine. Es waren keine Gewrze wie diese, die die Knigin von Reicharabien dem Knig Salomo gab.
2Ch 9:10 Dazu die Knechte Hurams und die Knechte Salomos, die Gold aus Ophir brachten, die brachten auch Sandelholz und Edelsteine.
2Ch 9:11 Und Salomo lie aus dem Sandelholz Treppen im Hause des HErrn und im Hause des Knigs machen und Harfen und Psalter fr die Snger. Es waren vormals nie gesehen solche Hlzer im Lande Juda.
2Ch 9:12 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Reicharabien alles, was sie begehrte und bat, auer was sie zum Knig gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihren Knechten.
2Ch 9:13 Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr gebracht ward, war sechshundertsechsundsechzig Zentner,
2Ch 9:14 auer was die Krmer und Kaufleute brachten. Und alle Knige der Araber und die Landpfleger brachten Gold und Silber zu Salomo.
2Ch 9:15 Daher machte der Knig Salomo zweihundert Schilde vom besten Golde, dass sechshundert Lot auf einen Schild kam,
2Ch 9:16 und dreihundert Tartschen vom besten Golde, dass dreihundert Lot Gold zu einer Tartsche kam.
2Ch 9:17 Und der Knig tat sie ins Haus vom Walde Libanon. Und der Knig machte einen groen elfenbeinernen Stuhl und berzog ihn mit lauterem Golde.
2Ch 9:18 Und der Stuhl hatte sechs Stufen und einen goldenen Fuschemel am Stuhl und hatte Lehnen auf beiden Seiten um den Sitz, und zwei Lwen standen neben den Lehnen.
2Ch 9:19 Und zwlf Lwen standen daselbst auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Ein solches ist nicht gemacht in allen Knigreichen.
2Ch 9:20 Und alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren golden, und alle Gefe des Hauses vom Walde Libanon waren lauteres Gold; denn das Silber ward fr nichts gerechnet zur Zeit Salomos.
2Ch 9:21 Denn die Schiffe des Knigs fuhren auf dem Meer mit den Knechten Hurams und kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
2Ch 9:22 Also ward der Knig Salomo grer denn alle Knige auf Erden an Reichtum und Weisheit.
2Ch 9:23 Und alle Knige auf Erden suchten das Angesicht Salomos, seine Weisheit zu hren, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
2Ch 9:24 Und sie brachten ein jeglicher sein Geschenk, silberne und goldene Gefe, Kleider, Waffen, Gewrz, Rosse und Maultiere, jhrlich.
2Ch 9:25 Und Salomo hatte viertausend Wagenpferde und zwlftausend Reisige; und man legte in die Wagenstdte und zu dem Knig nach Jerusalem.
2Ch 9:26 Und er war ein Herr ber alle Knige vom Strom an bis an der Philister Land und bis an die Grenze gyptens.
2Ch 9:27 Und der Knig machte, dass des Silber so viel war zu Jerusalem wie die Steine und der Zedern so viel wie die Maulbeerbume in den Grnden.
2Ch 9:28 Und man brachte ihm Rosse aus gypten und aus allen Lndern.
2Ch 9:29 Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, beides, sein erstes und sein letztes, siehe, das ist geschrieben in den Geschichten des Propheten Nathan und in den Prophezeiungen Ahias von Silo und in den Geschichten Jeddis, des Sehers, wider Jerobeam, den Sohn Nebats.
2Ch 9:30 Und Salomo regierte zu Jerusalem ber ganz Israel vierzig Jahre.
2Ch 9:31 Und Salomo entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Rehabeam, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ch 10:1 Rehabeam zog gen Sichem; denn ganz Israel war gen Sichem gekommen, ihn zum Knig zu machen.
2Ch 10:2 Und da das Jerobeam hrte, der Sohn Nebats, der in gypten war, dahin er vor dem Knig Salomo geflohen war, kam er wieder aus gypten.
2Ch 10:3 Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Und Jerobeam kam mit dem ganzen Israel, und sie redeten mir Rehabeam uns sprachen:
2Ch 10:4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so erleichtere nun du den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir untertnig sein.
2Ch 10:5 Er sprach zu ihnen: ber drei Tage kommt wieder zu mir. Und das Volk ging hin.
2Ch 10:6 Und der Knig Rehabeam ratfragte die ltesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden waren, da er am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, dass ich diesem Volk Antwort gebe?
2Ch 10:7 Sie redeten mit ihm und sprachen: Wirst du diesem Volk freundlich sein und sie gtig behandeln und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertnig sein allewege.
2Ch 10:8 Er aber lie auer acht den Rat der ltesten, den sie ihm gegeben hatten, und ratschlagte mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen,
2Ch 10:9 und sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten, die mit mir geredet haben und sagen: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?
2Ch 10:10 Die Jungen aber, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten mit ihm und sprachen: So sollst du sagen zu dem Volk, das mit dir geredet und spricht: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mache du unser Joch leichter, und sprich zu ihnen: Mein kleinster Finger soll dicker sein den meines Vaters Lenden.
2Ch 10:11 Hat nun mein Vater auf euch ein schweres Joch geladen, so will ich eures Joches noch mehr machen: mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtigt, ich aber mit Skorpionen.
2Ch 10:12 Als nun Jerobeam und alles Volk zu Rehabeam kam am dritten Tage, wie denn der Knig gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten Tage,
2Ch 10:13 antwortete ihnen der Knig hart. Und der Knig Rehabeam lie auer acht den Rat der ltesten
2Ch 10:14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich noch mehr dazu machen: mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtigt, ich aber mit Skorpionen.
2Ch 10:15 Also gehorchte der Knig dem Volk nicht; denn es war also von Gott gewandt, auf dass der HErr sein Wort besttigte, das er geredet hatte durch Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
2Ch 10:16 Da aber das ganze Israel sah, dass ihnen der Knig nicht gehorchte, antwortete das Volk dem Knig und sprach: Was haben wir fr Teil an David oder Erbe am Sohn Isais? Jedermann von Israel zu seiner Htte! So siehe nun du zu deinem Hause, David! Und das ganze Israel ging in seine Htten,
2Ch 10:17 also dass Rehabeam nur ber die Kinder Israel regierte, die in den Stdten Judas wohnten.
2Ch 10:18 Aber der Knig Rehabeam sandte Hadoram, den Rentmeister; aber die Kinder Israel steinigten ihn zu Tode. Und der Knig Rehabeam stieg stracks auf seinen Wagen, dass er flhe gen Jerusalem.
2Ch 10:19 Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag.
2Ch 11:1 Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und Benjamin, hunderundachtzigtausend junger Mannschaft, die streitbar waren, wider Israel zu streiten, dass sie das Knigreich wieder an Rehabeam brchten.
2Ch 11:2 Aber das Wort des HErrn kam zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach:
2Ch 11:3 Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Knig Judas, und dem ganzen Israel, das in Juda und Benjamin ist, und sprich:
2Ch 11:4 So spricht der HErr: Ihr sollt nicht hinaufziehen noch wider eure Brder streiten; ein jeglicher gehe wieder heim; denn das ist von mir geschehen. Sie gehorchten dem HErrn und lieen ab von dem Zug wider Jerobeam.
2Ch 11:5 Rehabeam aber wohnte zu Jerusalem und baute Stdte zu Festungen in Juda,
2Ch 11:6 nmlich: Bethlehem, Etam, Thekoa,
2Ch 11:7 Beth-Zur, Socho, Adullam,
2Ch 11:8 Gath, Maresa, Siph,
2Ch 11:9 Adoraim, Lachis, Aseka,
2Ch 11:10 Zora, Ajalon und Hebron, welche waren die festen Stdte in Juda und Benjamin;
2Ch 11:11 und machte sie stark und setzte Frsten darein und Vorrat von Speise, l und Wein.
2Ch 11:12 Und in allen Stdten schaffte er Schilde und Spiee und machte sie sehr stark. Juda und Benjamin waren unter ihm.
2Ch 11:13 Auch machten sich zu ihm die Priester und Leviten aus ganz Israel und allem Gebiet;
2Ch 11:14 denn die Leviten verlieen ihre Vorstdte und Habe und kamen zu Juda gen Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Shne verstieen sie, dass sie vor dem HErrn nicht des Priesteramtes pflegen konnten.
2Ch 11:15 Er stiftete sich aber Priester zu den Hhen und zu den Feldteufeln und Klbern, die er machen lie.
2Ch 11:16 Und nach ihnen kamen aus allen Stmmen Israels, die ihr Herz gaben, dass sie nach dem HErrn, dem Gott Israels, fragten, gen Jerusalem, dass sie opferten dem HErrn, dem Gott ihrer Vter.
2Ch 11:17 Und strkten also das Knigreich Juda und befestigten Rehabeam, den Sohn Salomos, drei Jahre lang; denn sie wandelten in den Wegen Davids und Salomos drei Jahre.
2Ch 11:18 Und Rehabeam nahm Mahalath, die Tochter Jerimoths, des Sohnes Davids, zum Weibe und Abihail, die Tochter Eliabs, des Sohnes Isais.
2Ch 11:19 Die gebar ihm diese Shne: Jeus, Semarja und Saham.
2Ch 11:20 Nach der nahm er Maacha, die Tochter Absaloms; die gebar ihm Abia, Atthai, Sisa und Selomith.
2Ch 11:21 Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Absaloms, lieber denn alle seine Weiber und Kebsweiber; denn er hatte achtzehn Weiber und sechzig Kebsweiber und zeugte achtundzwanzig Shne und sechzig Tchter.
2Ch 11:22 Und Rehabeam setzte Abia, den Sohn Maachas, zum Haupt und Frsten unter seinen Brdern; denn er gedachte ihn zum Knig zu machen.
2Ch 11:23 Und er handelte klglich und verteilte alle seine Shne in die Lande Juda und Benjamin in alle festen Stdte, und er gab ihnen Nahrung die Menge und nahm ihnen viele Weiber.
2Ch 12:1 Da aber das Knigreich Rehabeams befestigt und bekrftigt ward, verlie er das Gesetz des HErrn und ganz Israel mit ihm.
2Ch 12:2 Aber im fnften Jahr des Knigs Rehabeam zog herauf Sisak, der Knig in gypten, wider Jerusalem (denn sie hatten sich versndigt am HErrn)
2Ch 12:3 mit tausendzweihundert Wagen und mit sechzigtausend Reiter, und das Volk war nicht zu zhlen, das mit ihm kam aus gypten: Libyer, Suchiter und Mohren.
2Ch 12:4 Und er gewann die festen Stdte, die in Juda waren, und kam bis gen Jerusalem.
2Ch 12:5 Da kam Semaja, der Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten Judas, die sich gen Jerusalem versammelt hatten vor Sisak, und sprach zu ihnen: So spricht der HErr: Ihr habt mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen in Sisaks Hand.
2Ch 12:6 Da demtigten sich die Obersten in Israel mit dem Knig und sprachen: Der HErr ist gerecht.
2Ch 12:7 Als aber der HErr sah, dass sie sich demtigten, kam das Wort des HErrn zu Semaja und sprach: Sie haben sich gedemtigt; darum will ich sie nicht verderben, sondern ich will ihnen ein wenig Errettung geben, dass mein Grimm nicht triefe auf Jerusalem durch Sisak.
2Ch 12:8 Doch sollen sie ihm untertan sein, dass sie innewerden, was es sei, mir dienen und den Knigreichen in den Landen dienen.
2Ch 12:9 Also zog Sisak, der Knig in gypten, herauf gen Jerusalem und nahm die Schtze im Hause des HErrn und die Schtze im Hause des Knigs und nahm alles weg und nahm auch die goldenen Schilde, die Salomo machen lie.
2Ch 12:10 An deren Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und befahl sie den Obersten der Trabanten, die an der Tr des Knigshauses hteten.
2Ch 12:11 Und so oft der Knig in des HErrn Haus ging, kamen die Trabanten und trugen sie und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer.
2Ch 12:12 Und weil er sich demtigte, wandte sich des HErrn Zorn von ihm, dass nicht alles verderbt ward. Denn es war in Juda noch etwas Gutes.
2Ch 12:13 Also ward Rehabeam, der Knig, bekrftigt in Jerusalem und regierte. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam da er Knig ward, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem in der Stadt, die der HErr erwhlt hatte aus allen Stmmen Israels, dass er seinen Namen dahin stellte. Seine Mutter hie Naema, eine Ammonitin.
2Ch 12:14 Und er handelte bel und schickte sein Herz nicht, dass er den HErrn suchte.
2Ch 12:15 Die Geschichten aber Rehabeams, beide, die ersten und die letzten, sind geschrieben in den Geschichten Semajas, des Propheten, und Iddos, des Sehers, und aufgezeichnet, dazu die Kriege Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.
2Ch 12:16 Und Rehabeam entschlief mit seinen Vtern und ward begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Abia ward Knig an seiner Statt.
2Ch 13:1 Im achtzehnten Jahr des Knigs Jerobeam ward Abia Knig in Juda,
2Ch 13:2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Michaja, eine Tochter Uriels von Gibea. Und es erhob sich ein Streit zwischen Abia und Jerobeam.
2Ch 13:3 Und Abia rstete sich zum Streit mit vierhunderttausend junger Mannschaft, starke Leute zum Kriege. Jerobeam aber rstete sich, mit ihm zu streiten mit achthunderttausend junger Mannschaft, starke Leute.
2Ch 13:4 Und Abia machte sich auf oben auf den Berg Zemaraim, welcher liegt auf dem Gebirge Ephraim und sprach: Hrt mir zu, Jerobeam und ganz Israel!
2Ch 13:5 Wisset ihr nicht, dass der HErr, der Gott Israels, hat das Knigreich zu Israel David gegeben ewiglich, ihm und seinen Shnen durch einen Salzbund?
2Ch 13:6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, Davids Sohnes, warf sich auf und ward seinem Herrn abtrnnig.
2Ch 13:7 Und haben sich zu ihm geschlagen lose Leute und bse Buben und haben sich gestrkt wider Rehabeam, den Sohn Salomos; denn Rehabeam war jung und eines blden Herzens, dass er sich vor ihnen nicht wehrte.
2Ch 13:8 Nun denkt ihr euch zu setzen wider das Reich des HErrn unter den Shnen Davids, weil euer ein groer Haufe ist und habt goldene Klber, die euch Jerobeam zu Gttern gemacht hat.
2Ch 13:9 Habt ihr nicht die Priester des HErrn, die Kinder Aaron, und die Leviten ausgestoen und habt euch eigene Priester gemacht wie die Vlker in den Landen? Wer da kommt, seine Hand zu fllen mit einem jungen Farren und sieben Widdern, der wird Priester derer, die nicht Gtter sind.
2Ch 13:10 Mit uns aber ist der HErr, unser Gott, den wir nicht verlassen, und die Priester, die dem HErrn dienen, die Kinder Aaron, und die Leviten mit ihrem Geschft,
2Ch 13:11 die anznden dem HErrn alle Morgen Brandopfer und alle Abende, dazu das gute Ruchwerk, und bereitete Brote auf den reinen Tisch, und der goldene Leuchter mit seinen Lampen, die da alle Abende angezndet werden. Denn wir halten die Gebote des HErrn, unsres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen.
2Ch 13:12 Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester und die Halldrommeten, dass man wider euch drommete. Ihr Kinder Israel, streitet nicht wider den HErrn, eurer Vter Gott; denn es wird euch nicht gelingen.
2Ch 13:13 Aber Jerobeam machte einen Hinterhalt umher, dass er von hinten an sie kme, dass sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda.
2Ch 13:14 Da sich nun Juda umwandte, siehe, da war vorn und hinten Streit. Da schrieen sie zum HErrn, und die Priester drommeteten mit den Drommeten,
2Ch 13:15 und jedermann in Juda erhob Geschrei. Und da jedermann in Juda schrie, schlug Gott Jerobeam und das ganze Israel vor Abia und Juda.
2Ch 13:16 Und die Kinder Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hnde,
2Ch 13:17 dass Abia mit seinem Volk eine groe Schlacht an ihnen tat und fielen aus Israel Erschlagene fnfhunderttausend junger Mannschaft.
2Ch 13:18 Also wurden die Kinder Israel gedemtigt zu der Zeit; aber die Kinder Juda wurden getrost, denn sie verlieen sich auf den HErrn, ihrer Vter Gott.
2Ch 13:19 Und Abia jagte Jerobeam nach und gewann ihm Stdte ab: Beth-El mit seinen Ortschaften, Jesana mit seinen Ortschaften und Ephron mit seinen Ortschaften,
2Ch 13:20 dass Jerobeam frder nicht zu Krften kam, solange Abia lebte. Und der HErr plagte ihn, dass er starb.
2Ch 13:21 Abia aber ward mchtig, und er nahm vierzig Weiber und zeugte zweiundzwanzig Shne und sechzehn Tchter.
2Ch 13:22 Was aber mehr von Abia zu sagen ist und seine Wege und sein Tun, das ist geschrieben in der Historie des Propheten Iddo.
2Ch 13:23 Und Abia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, war Knig an seiner Statt. Zu dessen Zeiten war das Land still zehn Jahre.
2Ch 14:1 Und Asa tat, was recht war und dem HErrn, seinem Gott, wohl gefiel,
2Ch 14:2 und tat weg die fremden Altre und die Hhen und zerbrach die Sulen und hieb die Ascherahbilder ab
2Ch 14:3 und lie Juda sagen, dass sie den HErrn, den Gott ihrer Vter, suchten und tten nach dem Gesetz und Gebot.
2Ch 14:4 Und er tat weg aus allen Stdten Judas die Hhen und die Sonnensulen; denn das Knigreich war still vor ihm.
2Ch 14:5 Und er baute feste Stdte in Juda, weil das Land still und kein Streit wider ihn war in denselben Jahren; denn der HErr gab ihm Ruhe.
2Ch 14:6 Und er sprach zu Juda: Lasst uns diese Stdte bauen und Mauern darumher fhren und Trme, Tren und Riegel, weil das Land noch offen vor uns ist; denn wir haben den HErrn, unsren Gott, gesucht, und er hat uns Ruhe gegeben umher. Also bauten sie, und es ging glcklich vonstatten.
2Ch 14:7 Und Asa hatte eine Heereskraft, die Schild und Spie trugen, aus Juda dreihunderttausend und aus Benjamin, die Schilde trugen und mit dem Bogen schieen konnten zweihundertachtzigtausend; und diese waren starke Helden.
2Ch 14:8 Es zog aber wider sie aus Serah, der Mohr, mit einer Heereskraft tausendmaltausend, dazu dreihundert Wagen, und sie kamen bis gen Maresa.
2Ch 14:9 Und Asa zog aus ihnen entgegen; und sie rsteten sich zum Streit im Tal Zephatha bei Maresa.
2Ch 14:10 Und Asa rief an den HErrn, seinen Gott, und sprach: HErr, es ist bei dir kein Unterschied, zu helfen unter vielen oder da keine Kraft ist. Hilf uns, HErr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen wider diese Menge. HErr, unser Gott, wider dich vermag kein Mensch etwas.
2Ch 14:11 Und der HErr schlug die Mohren vor Asa und vor Juda, dass sie flohen.
2Ch 14:12 Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach bis gen Gerar. Und die Mohren fielen, dass ihrer keiner lebendig blieb; sondern sie wurden geschlagen vor dem HErrn und vor seinem Heerlager. Und sie trugen sehr viel Raub davon.
2Ch 14:13 Und er schlug alle Stdte um Gerar her; denn die Furcht des HErrn kam ber sie. Und sie beraubten alle Stdte; denn es war viel Raub darin.
2Ch 14:14 Auch schlugen sie die Htten des Viehs und fhrten weg Schafe die Menge und Kamele und kamen wieder gen Jerusalem.
2Ch 15:1 Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.
2Ch 15:2 Der ging hinaus Asa entgegen und sprach zu ihm: Hret mir zu, Asa und ganz Juda und Benjamin. Der HErr ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Werdet ihr aber ihn verlassen, so wird er euch auch verlassen.
2Ch 15:3 Es werden aber viel Tage sein in Israel, dass kein rechter Gott, kein Priester, der da lehrt, und kein Gesetz sein wird.
2Ch 15:4 Und wenn sie sich bekehren in ihrer Not zum Herrn, dem Gott Israels, und werden ihn suchen, so wird er sich finden lassen.
2Ch 15:5 Zu der Zeit wird's nicht wohl gehen dem, der aus und ein geht; denn es werden groe Getmmel sein ber alle, die auf Erden wohnen.
2Ch 15:6 Denn ein Volk wird das andere zerschlagen und eine Stadt die andere; denn Gott wird sie erschrecken mit allerlei Angst.
2Ch 15:7 Ihr aber seid getrost und tut eure Hnde nicht ab; denn euer Werk hat seinen Lohn.
2Ch 15:8 Da aber Asa hrte diese Worte und die Weissagung Odeds, des Propheten, ward er getrost und tat weg die Greuel aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin uns aus den Stdten, die er gewonnen hatte auf dem Gebirge Ephraim, und erneuerte den Altar des HErrn, der vor der Halle des HErrn stand,
2Ch 15:9 und versammelte das ganze Juda und Benjamin und die Fremdlinge bei ihnen aus Ephraim, Manasse und Simeon. Denn es fielen zu ihm aus Israel die Menge, als sie sahen, dass der HErr, sein Gott, mit ihm war.
2Ch 15:10 Und sie versammelten sich gen Jerusalem im dritten Monat des fnfzehnten Jahres des Knigreichs Asas
2Ch 15:11 und opferten desselben Tages dem HErrn von dem Raub, den sie gebracht hatten, siebenhundert Ochsen und siebentausend Schafe.
2Ch 15:12 Und sie traten in den Bund, dass sie suchten den HErrn, ihrer Vter Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele;
2Ch 15:13 und wer nicht wrde den HErrn, den Gott Israels, suchen, sollte sterben, klein oder gro, Mann oder Weib.
2Ch 15:14 Und sie schwuren dem HErrn mit lauter Stimme, mit Freudengeschrei, mit Drommeten und Posaunen.
2Ch 15:15 Und das ganze Juda war frhlich ber dem Eide; denn sie hatten geschworen von ganzen Herzen, und suchten ihn mit ganzem Willen. Und er lie sich finden, und der HErr gab ihnen Ruhe umher.
2Ch 15:16 Auch setzte Asa, der Knig, ab Maacha, seine Mutter, dass sie nicht mehr Herrin war, weil sie der Ascherah ein Greuelbild gestiftet hatte. Und Asa rottete ihr Greuelbild aus und zerstie es und verbrannte es am Bach Kidron.
2Ch 15:17 Aber die Hhen in Israel wurden nicht abgetan; doch war das Herz Asas rechtschaffen sein Leben lang.
2Ch 15:18 Und er brachte ein, was sein Vater geheiligt und was er geheiligt hatte, ins Haus Gottes: Silber, Gold und Gefe.
2Ch 15:19 Und es war kein Streit bis an das fnfunddreiigste Jahr des Knigreichs Asas.
2Ch 16:1 Im sechsundreiigsten Jahr des Knigreichs Asas zog herauf Baesa, der Knig Israels, wider Juda und baute Rama, dass er Asa, dem Knig Judas, wehrte aus und ein zu ziehen.
2Ch 16:2 Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause des HErrn und im Hause des Knigs Silber und Gold und sandte zu Benhadad, dem Knig von Syrien, der zu Damaskus wohnte, und lie ihm sagen:
2Ch 16:3 Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum habe ich dir Silber und Gold gesandt, dass du den Bund mit Baesa, dem Knig Israels fahren lsst, dass er von mir abziehe.
2Ch 16:4 Benhadad gehorchte dem Knig Asa und sandte seine Heerfrsten wider die Stdte Israels; die schlugen Ijon, Dan und Abel-Maim und alle Kornstdte Naphthalis.
2Ch 16:5 Da Baesa das hrte, lie er ab Rama zu bauen, und hrte auf von seinem Werk.
2Ch 16:6 Aber der Knig Asa nahm zu sich das ganze Juda, und sie trugen die Steine und das Holz von Rama, womit Baesa baute; und er baute damit Geba und Mizpa.
2Ch 16:7 Zu der Zeit kam Hanani, der Seher, zu Asa, dem Knig Judas, und sprach zu ihm: dass du dich auf den Knig von Syrien verlassen hast und hast dich nicht auf den HErrn, deinen Gott, verlassen, darum ist die Macht des Knigs von Syrien deiner Hand entronnen.
2Ch 16:8 Waren nicht die Mohren und Libyer ein groe Menge mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch da gab sie der HErr in deine Hand, da du dich auf ihn verlieest.
2Ch 16:9 Denn des HErrn Augen schauen alle Lande, dass er strke die, so von ganzem Herzen an ihm sind. Du hast tricht getan; darum wirst du auch von nun an Kriege haben.
2Ch 16:10 Aber Asa ward zornig ber den Seher und legte ihn ins Gefngnis; denn er grollte ihm ber diesem Stck. Und Asa unterdrckte etliche des Volkes zu der Zeit.
2Ch 16:11 Die Geschichten aber Asas, beide, die ersten und die letzten, siehe, die sind geschrieben im Buch von den Knigen Judas und Israels.
2Ch 16:12 Und Asa ward krank an seinen Fen im neununddreiigsten Jahr seines Knigreichs, und seine Krankheit nahm sehr zu; und er suchte auch in seiner Krankheit den HErrn nicht, sondern die rzte.
2Ch 16:13 Also entschlief Asa mit seinen Vtern und starb im einundvierzigsten Jahr seines Knigreichs.
2Ch 16:14 Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er hatte lassen graben in der Stadt Davids. Und sie legten ihn auf sein Lager, welches man gefllt hatte mit gutem Ruchwerk und allerlei Spezerei, nach der Kunst des Salbenbereiters gemacht, und machten ihm einen groen Brand.
2Ch 17:1 Und sein Sohn Josaphat ward Knig an seiner Statt und ward mchtig wider Israel.
2Ch 17:2 Und er legte Kriegsvolk in alle festen Stdte Judas und setzte Amtleute im Lande Juda und in den Stdten Ephraims, die sein Vater Asa gewonnen hatte.
2Ch 17:3 Und der HErr war mit Josaphat; denn er wandelte in den vorigen Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim,
2Ch 17:4 sondern den Gott seines Vaters, und wandelte in seinen Geboten und nicht nach den Werken Israels.
2Ch 17:5 Darum besttigte ihm der HErr das Knigreich; und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre die Menge.
2Ch 17:6 Und da sein Herz mutig ward in den Wegen des HErrn, tat er frder ab die Hhen und Ascherabilder aus Juda.
2Ch 17:7 Im dritten Jahr seines Knigreichs sandte er seine Frsten Ben-Hail, Obadja, Sacharja, Nathanael und Michaja, dass sie lehren sollten in den Stdten Judas;
2Ch 17:8 und mit ihnen die Leviten Semaja, Nethanja, Sebadja, Asael, Semiramoth, Jonathan, Adonia, Tobia und Tob-Adonia; und mit ihnen die Priester Elisama und Joram.
2Ch 17:9 Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des HErrn mit sich und zogen umher in allen Stdten Judas und lehrten das Volk.
2Ch 17:10 Und es kam die Furcht des HErrn ber alle Knigreiche in den Landen, die um Juda her lagen, dass sie nicht stritten wider Josaphat.
2Ch 17:11 Und die Philister brachten Josaphat Geschenke, eine Last Silber; und die Araber brachten ihm siebentausend und siebenhundert Widder und siebentausend und siebenhundert Bcke.
2Ch 17:12 Also nahm Josaphat zu und ward immer grer; und er baute in Juda Burgen und Kornstdte
2Ch 17:13 und hatte viel Vorrat in den Stdten Judas und streitbare Mnner und gewaltige Leute zu Jerusalem.
2Ch 17:14 Und dies war die Ordnung nach ihren Vaterhusern: in Juda waren Oberste ber tausend: Adna, ein Oberster und mit ihm waren dreihunderttausend gewaltige Mnner;
2Ch 17:15 Neben ihm war Johanan, der Oberste, und mit ihm waren zweihundertachtzigtausend;
2Ch 17:16 neben ihm war Amasja, der Sohn Sichris, der Freiwillige des HErrn, und mit ihm waren zweihundertausend gewaltige Mnner;
2Ch 17:17 und von den Kindern Benjamin war Eljada, ein gewaltiger Mann, und mit ihm waren zweihunderttausend, die mit Bogen und Schild gerstet waren;
2Ch 17:18 neben ihm war Josabad, und mit ihm waren hundertachtzigtausend Gerstete zum Heer.
2Ch 17:19 Diese dienten alle dem Knig, auer denen, die der Knig noch gelegt hatte in die festen Stdte im ganzen Juda.
2Ch 18:1 Und Josaphat hatte groe Reichtmer und Ehre und verschwgerte sich mit Ahab.
2Ch 18:2 Und nach etlichen Jahren zog er hinab zu Ahab gen Samaria. Und Ahab lie ihn fr das Volk, das bei ihm war, viel Schafe und Ochsen schlachten. Und er beredete ihn, dass er hinauf gen Ramoth in Gilead zge.
2Ch 18:3 Und Ahab, der Knig Israels, sprach zu Josaphat, dem Knig Judas: Zieh mit mir gen Ramoth in Gilead! Er sprach zu ihm: Ich bin wie du, und mein Volk wie dein Volk; wir wollen mit dir in den Streit.
2Ch 18:4 Aber Josaphat sprach zum Knig Israels: Frage doch heute des HErrn Wort!
2Ch 18:5 Und der Knig Israels versammelte vierhundert Mann und sprach zu ihnen: Sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen in den Streit, oder soll ich's anstehen lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Gott wird sie in deine Hand geben.
2Ch 18:6 Josaphat aber sprach: Ist nicht irgend noch ein Prophet des HErrn hier, dass wir durch ihn fragen?
2Ch 18:7 Der Knig Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, dass man den HErrn durch ihn frage, aber ich bin ihm gram; denn er weissagt ber mich kein Gutes, sondern allewege Bses, nmlich Micha, der Sohn Jemlas. Josaphat sprach: der Knig rede nicht also.
2Ch 18:8 Und der Knig Israels rief einen seiner Kmmerer und sprach: Bringe eilend her Micha, den Sohn Jemlas!
2Ch 18:9 Und der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, saen ein jeglicher auf seinem Stuhl, mit ihren Kleider angezogen. Sie saen aber auf dem Platz vor der Tr am Tor zu Samaria; und alle Propheten weissagten vor ihnen.
2Ch 18:10 Und Zedekia, der Sohn Knaenas, machte sich eiserne Hrner und sprach: So spricht der HErr: Hiermit wirst du die Syrer stoen, bis du sie aufreibst.
2Ch 18:11 Und alle Propheten weissagten auch also und sprachen: Zieh hinauf gen Ramoth in Gilead! es wird dir gelingen; der HErr wird sie geben in des Knigs Hand.
2Ch 18:12 Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, der Propheten Reden sind eintrchtig gut fr den Knig; lass doch dein Wort auch sein wie derselben eines und rede Gutes.
2Ch 18:13 Micha aber sprach: So wahr der HErr lebt, was mein Gott sagen wird, das will ich reden.
2Ch 18:14 Und da er zum Knig kam, sprach der Knig zu ihm: Micha, sollen wir gen Ramoth in Gilead in den Streit ziehen, oder soll ich's lassen anstehen? Er sprach: Ja, ziehet hinauf! es wird euch gelingen; es wird euch in eure Hnde gegeben werden.
2Ch 18:15 Aber der Knig sprach zu ihm: Ich beschwre dich noch einmal, dass du mir nichts denn die Wahrheit sagst im Namen des HErrn.
2Ch 18:16 Da sprach er: Ich sehe das ganze Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HErr sprach: Diese haben keinen HErrn; es kehre ein jeglicher wieder heim mit Frieden.
2Ch 18:17 Da sprach der Knig Israels zu Josaphat: Sagte ich dir nicht: Er weissagt ber mich kein Gutes, sondern Bses?
2Ch 18:18 Er aber sprach: Darum hret des HErrn Wort! Ich sah den HErrn sitzen auf seinem Stuhl, und alles Himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
2Ch 18:19 Und der HErr sprach: Wer will Ahab, den Knig Israels, berreden, dass er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und da dieser so und jener anders sagte,
2Ch 18:20 kam ein Geist hervor und trat vor den HErrn und sprach: Ich will ihn berreden. Der HErr aber sprach zu ihm: Womit?
2Ch 18:21 Er sprach: Ich will ausfahren und ein falscher Geist sein in aller Propheten Mund. Und er sprach: Du wirst ihn berreden und wirst es ausrichten; fahre hin und tue also!
2Ch 18:22 Nun siehe, der HErr hat einen falschen Geist gegeben in dieser deiner Propheten Mund, und der HErr hat Bses wider dich geredet.
2Ch 18:23 Da trat herzu Zedekia, der Sohn Knaenas, und schlug Micha auf den Backen und sprach: Welchen Weg ist der Geist des HErrn von mir gegangen, dass er durch dich redete?
2Ch 18:24 Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen des Tages, wenn du von einer Kammer in die andere gehen wirst, dass du dich versteckst.
2Ch 18:25 Aber der Knig Israels sprach: Nehmt Micha und lasst ihn bleiben bei Amon, dem Stadtvogt, und bei Joas, dem Sohn des Knigs,
2Ch 18:26 und sagt: So spricht der Knig: Legt diesen ins Gefngnis und speist ihn mit Brot und Wasser der Trbsal, bis ich wiederkomme mit Frieden.
2Ch 18:27 Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HErr nicht durch mich geredet. Und er sprach: Hret, ihr Vlker alle! 
2Ch 18:28 Also zog hinauf der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, gen Ramoth in Gilead.
2Ch 18:29 Und der Knig Israels sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und in den Streit kommen; du aber habe deine Kleider an. Und der Knig Israels verkleidete sich, und sie kamen in den Streit.
2Ch 18:30 Aber der Knig von Syrien hatte den Obersten ber seine Wagen geboten: Ihr sollt nicht streiten, weder gegen klein noch gegen gro, sondern gegen den Knig Israels allein.
2Ch 18:31 Da nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, dachten sie: Es ist der Knig Israels! und umringten ihn, wider ihn zu streiten. Aber Josaphat schrie; und der HErr half ihm, und Gott wandte sie von ihm.
2Ch 18:32 Denn da die Obersten der Wagen sahen, dass er nicht der Knig Israels war, wandten sie sich von ihm ab.
2Ch 18:33 Es spannte aber ein Mann seinen Bogen von ungefhr und schoss den Knig Israels zwischen Panzer und Wehrgehnge. Da sprach er zu seinem Fuhrmann: Wende deine Hand und fhre mich aus dem Heer, denn ich bin wund!
2Ch 18:34 Und der Streit nahm zu des Tages. Und der Knig Israels stand auf seinem Wagen gegen die Syrer bis an den Abend und starb, da die Sonne unterging.
2Ch 19:1 Josaphat aber, der Knig Judas, kam wieder heim mit Frieden gen Jerusalem.
2Ch 19:2 Und es gingen ihm entgegen hinaus Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, und sprach zum Knig Josaphat: Sollst du so dem Gottlosen helfen, und lieben, die den HErrn hassen? Und um deswillen ist ber dir der Zorn vom HErrn.
2Ch 19:3 Aber doch ist etwas Gutes an dir gefunden, dass du die Ascherabilder hast ausgefegt aus dem Lande und hast dein Herz gerichtet, Gott zu suchen.
2Ch 19:4 Also blieb Josaphat zu Jerusalem. Und er zog wiederum aus unter das Volk von Beer-Seba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie wieder zu dem HErrn, ihrer Vter Gott.
2Ch 19:5 Und er bestellte Richter im Lande in allen festen Stdten Judas, in einer jeglichen Stadt etliche,
2Ch 19:6 Und sprach zu den Richtern: Sehet zu, was ihr tut! denn ihr haltet das Gericht nicht den Menschen, sondern dem HErrn; und er ist mit euch im Gericht.
2Ch 19:7 Darum lasst die Furcht des HErrn bei euch sein und htet euch und tut's; denn bei dem HErrn, unsrem Gott, ist kein Unrecht noch Ansehen der Person noch Annehmen des Geschenks.
2Ch 19:8 Auch bestellte Josaphat zu Jerusalem etliche aus den Leviten und Priestern und aus den Obersten der Vaterhuser in Israel ber das Gericht des HErrn und ber die Streitsachen und lie sie zu Jerusalem wohnen,
2Ch 19:9 und er gebot ihnen und sprach: Tut also in der Furcht des HErrn, treulich und mit rechtem Herzen.
2Ch 19:10 In allen Sachen, die zu euch kommen von euren Brdern, die in ihren Stdten wohnen, zwischen Blut und Blut, zwischen Gesetz und Gebot, zwischen Sitten und Rechten, sollt ihr sie unterrichten, dass sie sich nicht verschulden am HErrn und ein Zorn ber euch und eure Brder komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden.
2Ch 19:11 Siehe, Amarja, der oberste Priester, ist ber euch in allen Sachen des HErrn, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Frst im Hause Judas, in allen Sachen des Knigs, und als Amtleute habt ihr die Leviten vor euch. Seid getrost und tut's, und der HErr wird mit dem Guten sein.
2Ch 20:1 Nach diesem kamen die Kinder Moab, die Kinder Ammon und mit ihnen auch Meuniter, wider Josaphat zu streiten.
2Ch 20:2 Und man kam und sagte es Josaphat an und sprach: Es kommt wider dich eine groe Menge von jenseits des Meeres, von Syrien; und siehe, sie sind zu Hazezon-Thamar, das ist Engedi.
2Ch 20:3 Josaphat aber frchtete sich und stellte sein Angesicht, zu suchen den HErrn, und lie ein Fasten ausrufen unter ganz Juda.
2Ch 20:4 Und Juda kam zusammen, den HErrn zu suchen; auch kamen sie aus allen Stdten Judas, den HErrn zu suchen.
2Ch 20:5 Und Josaphat trat unter die Gemeinde Judas und Jerusalems im Hause des HErrn vor dem neuen Hofe
2Ch 20:6 und sprach: HErr, unser Vter Gott, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher in allen Knigreichen der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und ist niemand, der wider dich zu stehen vermge.
2Ch 20:7 Hast du, unser Gott, nicht die Einwohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es gegeben dem Samen Abrahams, deines Liebhabers, ewiglich,
2Ch 20:8 dass sie darin gewohnt und dir ein Heiligtum fr deinen Namen darin gebaut haben und gesagt:
2Ch 20:9 Wenn ein Unglck, Schwert, Strafe, Pestilenz oder Teuerung ber uns kommt, sollen wir stehen vor diesem Hause vor dir (denn dein Name ist in diesem Hause) und schreien zu dir in unsrer Not, so wollest du hren und helfen?
2Ch 20:10 Nun siehe, die Kinder Ammon und Moab und die vom Gebirge Seir, durch welche du die Kinder Israel nicht ziehen lieest, da sie aus gyptenland zogen, sondern sie mussten von ihnen weichen und durften sie nicht vertilgen;
2Ch 20:11 und siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszustoen aus deinem Erbe, das du uns gegeben hast.
2Ch 20:12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist nicht Kraft gegen diesen groen Haufen, der wider uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen; sondern unsre Augen sehen nach dir.
2Ch 20:13 Und das ganze Juda stand vor dem HErrn mit ihren Kindern, Weibern und Shnen.
2Ch 20:14 Aber auf Jahasiel, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Matthanjas, den Leviten aus den Kindern Asaph, kam der Geist des HErrn mitten in der Gemeinde,
2Ch 20:15 und er sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem und du, Knig Josaphat! So spricht der HErr zu euch: Ihr sollt euch nicht frchten noch zagen vor diesem groen Haufen; denn ihr streitet nicht, sondern Gott.
2Ch 20:16 Morgen sollt ihr zu ihnen hinabziehen; und siehe, sie ziehen die Hhe von Ziz herauf, und ihr werdet sie treffen, wo das Tal endet, vor der Wste Jeruel.
2Ch 20:17 Aber ihr werdet nicht streiten in dieser Sache. Tretet nur hin und steht und seht das Heil des HErrn, der mit euch ist, Juda und Jerusalem. Frchtet euch nicht und zaget nicht. Morgen zieht aus wider sie; der HErr ist mit euch.
2Ch 20:18 Da beugte sich Josaphat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HErrn nieder und beteten den HErrn an.
2Ch 20:19 Und die Leviten aus den Kindern der Kahathiter, nmlich von den Kindern der Korahiter, machten sich auf, zu loben den HErrn, den Gott Israels, mit lauter Stimme gen Himmel.
2Ch 20:20 Und sie machten sich des Morgens frh auf und zogen aus zur Wste Thekoa. Und da sie auszogen, stand Josaphat und sprach: Hrt mir zu, Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem! Glaubet an den HErrn, euren Gott, so werdet ihr sicher sein; und glaubt an seine Propheten, so werdet ihr Glck haben.
2Ch 20:21 Und er unterwies das Volk und bestellte die Snger dem HErrn, dass sie lobten in heiligem Schmuck und vor den Gersteten her zgen und sprchen: Danket dem HErrn; denn sein Barmherzigkeit whret ewiglich.
2Ch 20:22 Und da sie anfingen mit Danken und Loben, lie der HErr einen Hinterhalt kommen ber die Kinder Ammon und Moab und die auf dem Gebirge Seir, die wider Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen.
2Ch 20:23 Da standen die Kinder Ammon wider die vom Gebirge Seir, sie zu verbannen und zu vertilgen. Und da sie die vom Gebirge Seir hatten alle aufgerieben, half einer dem andern zum Verderben.
2Ch 20:24 Da aber Juda an die Warte kam an der Wste, wandten sie sich gegen den Haufen; und siehe, da lagen die Leichname auf der Erde, dass keiner entronnen war.
2Ch 20:25 Und Josaphat kam mit seinem Volk, ihren Raub auszuteilen, und sie fanden unter ihnen so viel Gter und Kleider und kstliche Gerte und nahmen sich's, dass es auch nicht zu tragen war. Und teilten drei Tage den Raub aus; denn es war viel.
2Ch 20:26 Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn daselbst lobten sie den HErrn. Daher heit die Sttte Lobetal bis auf diesen Tag.
2Ch 20:27 Also kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder um und Josaphat an der Spitze, dass sie gen Jerusalem zgen mit Freuden; denn der HErr hatte ihnen eine Freude gegeben an ihren Feinden.
2Ch 20:28 Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Drommeten zum Hause des HErrn.
2Ch 20:29 Und die Furcht Gottes kam ber alle Knigreiche in den Landen, da sie hrten, dass der HErr wider die Feinde Israels gestritten hatte.
2Ch 20:30 Also war das Knigreich Josaphats still, und Gott gab ihm Ruhe umher.
2Ch 20:31 Und Josaphat regierte ber Juda und war fnfunddreiig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte fnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Asuba, eine Tochter Silhis.
2Ch 20:32 Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und lie nicht davon, dass er tat, was dem HErrn wohl gefiel.
2Ch 20:33 Nur die Hhen wurden nicht abgetan; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht geschickt zu dem Gott ihrer Vter.
2Ch 20:34 Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, beides, das erste und das letzte, siehe, das ist geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind ins Buch der Knige Israels.
2Ch 20:35 Darnach vereinigte sich Josaphat, der Knig Judas, mit Ahasja, dem Knig Israels, welcher war gottlos in seinem Tun.
2Ch 20:36 Und er vereinigte sich mit ihm, Schiffe zu machen, dass sie aufs Meer fhren; und sie machten Schiffe zu Ezeon-Geber.
2Ch 20:37 Aber Elieser, der Sohn Dodavas von Maresa, weissagte wider Josaphat und sprach: Darum dass du dich mit Ahasja vereinigt hast, hat der HErr deine Werke zerrissen. Und die Schiffe wurden zerbrochen und konnten nicht aufs Meer fahren.
2Ch 21:1 Und Josaphat entschlief mit seinen Vtern und ward begraben bei seinen Vtern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Joram ward Knig an seiner Statt.
2Ch 21:2 Und er hatte Brder, Josaphats Shne: Asarja, Jehiel, Sacharja, Asarja, Michael und Sephatja; diese alle waren Kinder Josaphats, des Knigs in Juda.
2Ch 21:3 Und ihr Vater gab ihnen viel Gaben von Silber, Gold und Kleinoden, mit festen Stdten in Juda; aber das Knigreich gab er Joram, denn er war der Erstgeborene.
2Ch 21:4 Da aber Joram aufkam ber das Knigreich seines Vaters und mchtig ward, erwrgte er seine Brder alle mit dem Schwert, dazu auch etliche Oberste in Israel.
2Ch 21:5 Zweiunddreiig Jahre alt war Joram, da er Knig ward, und regierte acht Jahre zu Jerusalem
2Ch 21:6 und wandelte in dem Wege der Knige Israels, wie das Haus Ahab getan hatte; denn Ahabs Tochter war sein Weib. Und er tat, was dem HErrn bel gefiel;
2Ch 21:7 aber der HErr wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes willen, den er mit David gemacht hatte, und wie er verheien hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen Kindern immerdar.
2Ch 21:8 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda und machten ber sich einen Knig.
2Ch 21:9 Da zog Joram hinber mit seinen Obersten und alle Wagen mit ihm und machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter um ihn her und die Obersten der Wagen.
2Ch 21:10 Doch blieben die Edomiter abtrnnig von Juda bis auf diesen Tag. Zur selben Zeit fiel Libna auch von ihm ab; denn er verlie den HErrn, seiner Vter Gott.
2Ch 21:11 Auch machte er Hhen auf den Bergen in Juda und machte die zu Jerusalem abgttisch und verfhrte Juda.
2Ch 21:12 Es kam aber Schrift zu ihm von dem Propheten Elia, die lautete also: So spricht der HErr, der Gott deines Vaters David: Darum dass du nicht gewandelt hast in den Wegen deines Vaters Josaphat noch in den Wegen Asas, des Knigs in Juda,
2Ch 21:13 sondern wandelst in dem Wege der Knige Israels und machst Juda und die zu Jerusalem abgttisch nach der Abgtterei des Hauses Ahab, und hast dazu deine Brder, deines Vaters Haus, erwrgt, die besser waren als du:
2Ch 21:14 siehe, so wird dich der HErr mit einer groen Plage schlagen an deinem Volk, an deinen Kindern, an deinen Weibern und an aller deiner Habe;
2Ch 21:15 du aber wirst viel Krankheit haben in deinem Eingeweide, bis dass dein Eingeweide vor Krankheit herausgehe in Jahr und Tag.
2Ch 21:16 Also erweckte der HErr wider Joram den Geist der Philister und Araber, die neben den Mohren wohnen;
2Ch 21:17 und sie zogen herauf und brachen ein in Juda und fhrten weg alle Habe, die vorhanden war im Hause des Knigs, dazu seine Shne und seine Weiber, dass ihm kein Sohn brigblieb, auer Joahas, sein jngster Sohn.
2Ch 21:18 Und nach alledem plagte ihn der HErr in seinem Eingeweide mit solcher Krankheit, die nicht zu heilen war.
2Ch 21:19 Und das whrte von Tag zu Tag, als die Zeit zweier Jahre um war, ging sein Eingeweide von ihm in seiner Krankheit, und er starb in schlimmen Schmerzen. Und sie machten ihm keinen Brand, wie sie seinen Vtern getan hatten.
2Ch 21:20 Zweiunddreiig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierte acht Jahre zu Jerusalem und wandelte, dass es nicht fein war. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber nicht in der Knige Grbern.
2Ch 22:1 Und die zu Jerusalem machten zum Knig Ahasja, seinen jngsten Sohn, an seiner Statt. Denn die Kriegsleute, die aus den Arabern zum Lager kamen, hatten die ersten alle erwrgt; darum ward Knig Ahasja, der Sohn Jorams, des Knigs in Juda.
2Ch 22:2 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, da er Knig ward, und regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hie Athalja, die Tochter Omris.
2Ch 22:3 Und er wandelte auch in den Wegen des Hauses Ahab; denn sein Mutter hielt ihn dazu, dass er gottlos war.
2Ch 22:4 Darum tat er, was dem HErrn bel gefiel, wie das Haus Ahab. Denn sie waren seine Ratgeber nach seines Vaters Tode, dass sie ihn verderbten.
2Ch 22:5 Und er wandelte nach ihrem Rat. Und er zog hin mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem Knig Israels, in den Streit gen Ramoth in Gilead wider Hasael, den Knig von Syrien. Aber die Syrer schlugen Joram,
2Ch 22:6 dass er umkehrte, sich heilen zu lassen zu Jesreel; denn er hatte Wunden, die ihm geschlagen waren zu Rama, da er stritt mit Hasael, dem Knig von Syrien. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Knig Judas, zog hinab, zu besuchen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel, der krank lag.
2Ch 22:7 Denn es war von Gott Ahasja der Unfall zugefgt, dass er zu Joram kme und also mit Joram auszge wider Jehu, den Sohn Nimsis, welchen der HErr gesalbt hatte, auszurotten das Haus Ahab.
2Ch 22:8 Da nun Jehu Strafe bte am Hause Ahab, fand er etliche Oberste aus Juda und die Kinder der Brder Ahasjas, die Ahasja dienten, und erwrgte sie.
2Ch 22:9 Und er suchte Ahasja, und sie fingen ihn, da er sich versteckt hatte zu Samaria. Und er ward zu Jehu gebracht; der ttete ihn, und man begrub ihn. Denn sie sprachen: Er ist Josaphats Sohn, der nach dem HErrn trachtete von ganzem Herzen. Und es niemand mehr aus dem Hause Ahasja, der tchtig war zum Knigreich.
2Ch 22:10 Da aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte um alle vom kniglichen Geschlecht im Hause Juda.
2Ch 22:11 Aber Josabeath, die Knigstochter, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn unter den Kindern des Knigs, die gettet wurden, und tat ihn mit seiner Amme in die Bettkammer. Also verbarg ihn Josabeath, die Tochter des Knigs Joram, des Priesters Jojada Weib (denn sie war Ahasjas Schwester), vor Athalja, dass er nicht gettet ward.
2Ch 22:12 Und er war bei ihnen im Hause Gottes versteckt sechs Jahre, solange Athalja Knigin war im Lande.
2Ch 23:1 Aber im siebenten Jahr fasste Jojada einen Mut und nahm die Obersten ber hundert, nmlich Asarja, den Sohn Jerohams, Ismael, den Sohn Johanans, Asarja, den Sohn Obeds, Maaseja, den Sohn Adajas, und Elisaphat, den Sohn Sichris, mit sich zum Bund.
2Ch 23:2 Die zogen umher in Juda und brachten die Leviten zuhauf aus allen Stdten Judas und die Obersten der Vaterhuser in Israel, dass sie kmen gen Jerusalem.
2Ch 23:3 Und die ganze Gemeinde machte einen Bund im Hause Gottes mit dem Knig. Und er sprach zu ihnen: Siehe des Knigs Sohn soll Knig sein, wie der HErr geredet hat ber die Kinder Davids.
2Ch 23:4 So sollt ihr also tun: Der dritte Teil von euch, die des Sabbats antreten von den Priestern und Leviten, sollen die Torhter sein an der Schwelle,
2Ch 23:5 und der dritte Teil im Hause des Knigs, und der dritte Teil am Grundtor; aber alles Volk soll sein in den Hfen am Hause des HErrn.
2Ch 23:6 Und dass niemand in das Haus des HErrn gehe; nur die Priester und Leviten, die da dienen, die sollen hineingehen, denn sie sind heilig, und alles Volk tue nach dem Gebot des HErrn.
2Ch 23:7 Und die Leviten sollen sich rings um den Knig her machen, ein jeglicher mit seiner Wehr in der Hand, und wer ins Haus geht, der sei des Todes, und sie sollen bei dem Knig sein, wenn er aus und ein geht.
2Ch 23:8 Und die Leviten und ganz Juda taten, wie der Priester Jojada geboten hatte, und nahm ein jeglicher seine Leute, die des Sabbats antraten, mit denen, die des Sabbats abtraten. Denn Jojada, der Priester, lie die Ordnungen nicht auseinander gehen.
2Ch 23:9 Und Jojada, der Priester, gab den Obersten ber hundert die Spiee und Schilde und Waffen des Knigs David, die im Hause Gottes waren,
2Ch 23:10 und stellte alles Volk, einen jeglichen mit seiner Waffe in der Hand, von dem rechten Winkel des Hauses bis zum linken Winkel, zum Altar und zum Hause hin um den Knig her.
2Ch 23:11 Und sie brachten des Knigs Sohn hervor und setzten ihm die Krone auf und gaben ihm das Zeugnis und machten ihn zum Knig. Und Jojada samt seinen Shnen salbten ihn und sprachen: Glck zu dem Knig!
2Ch 23:12 Da aber Athalja hrte das Geschrei des Volkes, das zulief und den Knig lobte, ging sie zum Volk im Hause des HErrn.
2Ch 23:13 Und sie sah, und siehe, der Knig stand an seiner Sttte am Eingang und die Obersten und die Drommeten um den Knig; und alles Volk des Landes war frhlich, und man blies Drommeten, und die Snger mit allerlei Saitenspiel sangen Lob. Da zerriss sie ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!
2Ch 23:14 Aber Jojada, der Priester, machte sich heraus mit den Obersten ber hundert, die ber das Heer waren, und sprach zu ihnen: Fhrt sie zwischen den Reihen hinaus; und wer ihr nachfolgt, den soll man mit dem Schwert tten! Denn der Priester hatte befohlen, man sollte sie nicht tten im Hause des HErrn.
2Ch 23:15 Und sie machten Raum zu beiden Seiten; und da sie kam zum Eingang des Rosstors am Hause des Knigs, tteten sie sie daselbst.
2Ch 23:16 Und Jojada machte einen Bund zwischen ihm und allem Volk und dem Knig, dass sie des HErrn Volk sein sollten.
2Ch 23:17 Da ging alles Volk ins Haus Baals und brachen es ab, und seine Altre und Bilder zerbrachen sie, und erwrgten Matthan, den Priester Baals, vor den Altren.
2Ch 23:18 Und Jojada bestellte die mter im Hause des HErrn unter den Priestern und den Leviten, die David verordnet hatte zum Hause des HErrn, Brandopfer zu tun dem HErrn, wie es geschrieben steht im Gesetz Moses, mit Freuden und mit Lieder, die David gedichtet,
2Ch 23:19 und stellte Torhter in die Tore am Hause des HErrn, dass niemand hineinkme, der sich verunreinigt htte an irgend einem Dinge.
2Ch 23:20 Und er nahm die Obersten ber hundert und die Mchtigen und Herren im Volk und alles Volk des Landes und fhrte den Knig hinab vom Hause des HErrn, und sie brachten ihn durch das hohe Tor am Hause des Knigs und lieen den Knig sich auf den kniglichen Stuhl setzen.
2Ch 23:21 Und alles Volk des Landes war frhlich, und die Stadt war still; aber Athalja ward mit dem Schwert erwrgt.
2Ch 24:1 Joas war sieben Jahre alt, da er Knig ward, und regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Zibja von Beer-Seba.
2Ch 24:2 Und Joas tat, was dem HErrn wohl gefiel, solange der Priester Jojada lebte.
2Ch 24:3 Und Jojada gab ihm zwei Weiber, und er zeugte Shne und Tchter.
2Ch 24:4 Darnach nahm sich Joas vor das Haus des HErrn zu erneuern,
2Ch 24:5 und versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: Ziehet aus zu allen Stdten Judas und sammelt Geld aus ganz Israel, das Haus eures Gottes zu bessern jhrlich, und eilet, solches zu tun. Aber die Leviten eilten nicht.
2Ch 24:6 Da rief der Knig Jojada, den Vornehmsten, und sprach zu ihm: Warum hast du nicht acht auf die Leviten, dass sie einbringen von Juda und Jerusalem die Steuer, die Mose, der Knecht des HErrn, gesetzt hat, die man sammelte unter Israel zu der Htte des Stifts?
2Ch 24:7 Denn die gottlose Athalja und ihre Shne haben das Haus Gottes zerrissen, und alles, was zum Hause des HErrn geheiligt war, haben sie an die Baalim gebracht.
2Ch 24:8 Da befahl der Knig, dass man eine Lade machte und setzte sie auen ins Tor am Hause des HErrn,
2Ch 24:9 und lie ausrufen in Juda und zu Jerusalem, dass man dem HErrn einbringen sollte die Steuer, die von Mose, dem Knecht Gottes, auf Israel gelegt war in der Wste.
2Ch 24:10 Da freuten sich alle Obersten und alles Volk und brachten's und warfen's in die Lade, bis sie voll ward.
2Ch 24:11 Und wenn's Zeit war, dass man die Lade herbringen sollte durch die Leviten nach des Knigs Befehl (wenn sie sahen, dass viel Geld darin war), so kam der Schreiber des Knigs und wer vom vornehmsten Priester Befehl hatte, und schttete die Lade aus und trugen sie wieder an ihren Ort. So taten sie alle Tage, dass sie Geld die Menge zuhauf brachten.
2Ch 24:12 Und der Knig und Jojada gaben's den Werkmeistern, die da schaffen am Hause des HErrn; dieselben dingten Steinmetzen und Zimmerleute, zu erneuern das Haus des HErrn; auch Meister in Eisen und Erz, zu bessern das Haus des HErrn.
2Ch 24:13 Und die Arbeiter arbeiteten, dass die Besserung im Werk zunahm durch ihre Hand, und machten das Haus Gottes ganz fertig und wohl zugerichtet.
2Ch 24:14 Und da sie es vollendet hatten, brachten sie das brige Geld vor den Knig und Jojada; davon machte man Gefe zum Hause des HErrn, Gefe zum Dienst und zu Brandopfern, Lffel und goldene und silberne Gerte. Und sie opferten Brandopfer bei dem Hause des HErrn allewege, solange Jojada lebte.
2Ch 24:15 Und Jojada ward alt und des Lebens satt und starb, und war hundertunddreiig Jahre alt, da er starb.
2Ch 24:16 Und sie begruben ihn in der Stadt Davids unter die Knige, darum dass er hatte wohl getan an Israel und an Gott und seinem Hause.
2Ch 24:17 Und nach dem Tode Jojadas kamen die Obersten von Juda und bckten sich vor dem Knig; da hrte der Knig auf sie.
2Ch 24:18 Und sie verlieen das Haus des HErrn, des Gottes ihrer Vter, und dienten den Ascherabildern und Gtzen. Da kam der Zorn ber Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.
2Ch 24:19 Er sandte aber Propheten zu ihnen, dass sie sich zu dem HErrn bekehren sollten, und die zeugten wider sie; aber sie nahmen's nicht zu Ohren.
2Ch 24:20 Und der Geist Gottes erfllte Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters. Der trat oben ber das Volk und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum bertretet ihr die Gebote des HErrn und wollt kein Gelingen haben? Denn ihr habt den HErrn verlassen, so wird er euch wieder verlassen.
2Ch 24:21 Aber sie machten einen Bund wider ihn und steinigten ihn, nach dem Gebot des Knigs, im Hofe am Hause des HErrn.
2Ch 24:22 Und der Knig Joas gedachte nicht an die Barmherzigkeit, die Jojada, sein Vater, an ihm getan hatte, sondern erwrgte seinen Sohn. Da er aber starb, sprach er: Der HErr wird's sehen und heimsuchen.
2Ch 24:23 Und da das Jahr um war, zog herauf das Heer der Syrer, und sie kamen gen Juda und Jerusalem und brachten um alle Obersten im Volk, und allen ihren Raub sandten sie dem Knig zu Damaskus.
2Ch 24:24 Denn der Syrer Macht kam mit wenig Mnner; doch gab der HErr in ihre Hand eine sehr groe Macht, darum dass sie den HErrn, den Gott ihrer Vter, verlassen hatten. Auch bten sie an Joas Strafe.
2Ch 24:25 Und da sie von ihm zogen, lieen sie ihn in groer Krankheit zurck. Es machten aber seine Knechte einen Bund wider ihn um des Blutes willen der Kinder Jojadas, des Priesters, und erwrgten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in der Knige Grbern.
2Ch 24:26 Die aber den Bund wider ihn machten, waren diese: Sabad, der Sohn Simeaths, der Ammonitin, und Josabad, der Sohn Simriths, der Moabitin.
2Ch 24:27 Aber seine Shne und die Summe, die unter ihm gesammelt ward, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, die sind geschrieben in der Historie im Buche der Knige. Und sein Sohn Amazja ward Knig an seiner Statt.
2Ch 25:1 Fnfundzwanzig Jahre alt war Amazja, da er Knig ward, und regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Joaddan von Jerusalem.
2Ch 25:2 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, doch nicht von ganzem Herzen.
2Ch 25:3 Da nun sein Knigreich bekrftigt war, erwrgte er seine Knechte, die den Knig, seinen Vater, geschlagen hatten.
2Ch 25:4 Aber ihre Kinder ttete er nicht; denn also steht's im Gesetz, im Buch Moses, da der HErr gebietet und spricht: Die Vter sollen nicht sterben fr die Kinder noch die Kinder fr die Vter; sondern ein jeglicher soll um seiner Snde willen sterben.
2Ch 25:5 Und Amazja brachte zuhauf Juda und stellte sie nach ihren Vaterhusern, nach den Obersten ber tausend und ber hundert unter ganz Juda und Benjamin, und zhlte sie von zwanzig Jahren und darber und fand ihrer dreihunderttausend auserlesen, die ins Heer ziehen und Spie und Schild fhren konnten.
2Ch 25:6 Dazu nahm er aus Israel hunderttausend starke Kriegsleute um hundert Zentner Silber.
2Ch 25:7 Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: Knig, lass nicht das Heer Israels mit dir kommen; denn der HErr ist nicht mit Israel, mit allen Kindern Ephraim;
2Ch 25:8 sondern ziehe du hin, dass du Khnheit beweisest im Streit. Sollte Gott dich fallen lassen vor deinen Feinden? Denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
2Ch 25:9 Amazja sprach zum Mann Gottes: Was soll man denn tun mit den hundert Zentnern, die ich den Kriegsknechten von Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Der HErr hat noch mehr, das er dir geben kann, denn dies.
2Ch 25:10 Da sonderte Amazja die Kriegsleute ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, dass sie an ihren Ort hingingen. Da ergrimmte ihr Zorn wider Juda sehr, und sie zogen wieder an ihren Ort mit grimmigem Zorn.
2Ch 25:11 Und Amazja ward getrost und fhrte sein Volk aus und zog aus ins Salztal und schlug die Kinder von Seir zehntausend.
2Ch 25:12 Und die Kinder Juda fingen ihrer zehntausend lebendig; die fhrten sie auf die Spitze eines Felsen und strzten sie von der Spitze des Felsens, dass sie alle zerbarsten.
2Ch 25:13 Aber die Kriegsknechte, die Amazja hatte wiederum lassen ziehen, dass sie nicht mit seinem Volk zum Streit zgen, fielen ein in die Stdte Judas, von Samaria an bis gen Beth-Horon, und schlugen ihrer dreitausend und nahmen viel Raub.
2Ch 25:14 Und da Amazja wiederkam von der Edomiter Schlacht, brachte er die Gtter der Kinder Seir und stellte sie sich zu Gttern und betete an vor ihnen und rucherte ihnen.
2Ch 25:15 Da ergrimmte der Zorn des HErrn ber Amazja, und er sandte den Propheten zu ihm; der sprach zu ihm: Warum suchst du die Gtter des Volks, die ihr Volk nicht konnten erretten von deiner Hand?
2Ch 25:16 Und da er mit ihm redete, sprach er zu ihm: Hat man dich zu des Knigs Rat gemacht? Hre auf; warum willst du geschlagen sein? Da hrte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, dass Gott sich beraten hat, dich zu verderben, weil du solches getan hast und gehorchst meinem Rat nicht.
2Ch 25:17 Und Amazja, der Knig Judas, ward Rats und sandte hin zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Knig Israels, und lie ihm sagen: Komm, wir wollen uns miteinander messen!
2Ch 25:18 Aber Joas, der Knig Israels, sandte zu Amazja, dem Knig Judas, und lie ihm sagen: Der Dornstrauch im Libanon sandte zur Zeder im Libanon und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber das Wild im Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat ihn.
2Ch 25:19 Du gedenkst: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen; des berhebt sich dein Herz, und du suchst Ruhm. Nun bleib daheim! Warum ringst du nach Unglck, dass du fallest und Juda mit dir?
2Ch 25:20 Aber Amazja gehorchte nicht; denn es geschah von Gott, dass sie dahingegeben wrden, darum dass sie die Gtter der Edomiter gesucht hatten.
2Ch 25:21 Da zog Joas, der Knig Israels, herauf; und sie maen sich miteinander, er und Amazja, der Knig Judas, zu Beth-Semes, das in Juda liegt.
2Ch 25:22 Aber Juda ward geschlagen vor Israel, und sie flohen, ein jeglicher in seine Htte.
2Ch 25:23 Aber Amazja, den Knig in Juda, den Sohn des Joas, griff Joas, der Sohn des Joahas, der Knig ber Israel, zu Beth-Semes und brachte ihn gen Jerusalem und riss ein die Mauer zu Jerusalem vom Tor Ephraim an bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang.
2Ch 25:24 Und alles Gold und Silber und alle Gefe, die vorhanden waren im Hause Gottes bei Obed-Edom und in dem Schatz im Hause des Knigs, und die Geiseln nahm er mit sich gen Samaria.
2Ch 25:25 Und Amazja, der Sohn des Joas, der Knig in Juda, lebte nach dem Tode des Joas, des Sohnes Joahas, des Knigs ber Israel, fnfzehn Jahre.
2Ch 25:26 Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, das erste und das letzte, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Judas und Israels.
2Ch 25:27 Und von der Zeit an, da Amazja von dem HErrn wich, machten sie einen Bund wider ihn zu Jerusalem; er aber floh gen Lachis. Da sandten sie ihm nach gen Lachis und tteten ihn daselbst.
2Ch 25:28 Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei seinen Vtern in der Stadt Judas.
2Ch 26:1 Da nahm das ganze Volk Juda Usia, der war sechzehn Jahre alt, und machten ihn zum Knig an seines Vaters Statt,
2Ch 26:2 Derselbe baute Eloth und brachte es wieder an Juda, nachdem der Knig entschlafen war mit seinen Vtern.
2Ch 26:3 Sechzehn Jahre alt war Usia, da er Knig ward, und regierte zweiundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jecholja von Jerusalem.
2Ch 26:4 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, wie sein Vater Amazja getan hatte.
2Ch 26:5 Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der Lehrer in den Gesichten Gottes; und solange er den HErrn suchte, lie es ihm Gott gelingen.
2Ch 26:6 Denn er zog aus und stritt wider die Philister und riss nieder die Mauer zu Gath und die Mauer zu Jabne und die Mauer zu Asdod und baute Stdte um Asdod und unter den Philistern.
2Ch 26:7 Denn Gott half ihm wider die Philister, wider die Araber, die zu Gur-Baal wohnten, und wider die Meuniter.
2Ch 26:8 Und die Ammoniter gaben Usia Geschenke, und er ward berhmt so weit, bis man kommt nach gypten; denn er ward immer strker und strker.
2Ch 26:9 Und Usia baute Trme zu Jerusalem am Ecktor und am Taltor und am Winkel und befestigte sie.
2Ch 26:10 Er baute auch Trme in der Wste und grub viele Brunnen. Denn er hatte viel Vieh, sowohl in den Auen als auf den Ebenen, auch Ackerleute und Weingrtner an den Bergen und am Karmel; denn er hatte Lust zum Ackerwerk.
2Ch 26:11 Und Usia hatte eine Macht zum Streit, die ins Heer zogen, von Kriegsknechten, in der Zahl gerechnet durch Jeiel, den Schreiber, und Maaseja, den Amtmann, unter der Hand Hananjas aus den Obersten des Knigs.
2Ch 26:12 Und die Zahl der Hupter der Vaterhuser unter den starken Kriegern war zweitausend und sechshundert,
2Ch 26:13 und unter ihrer Hand die Heeresmacht dreihunderttausend und siebentausendundfnfhundert, zum Streit geschickt in Heereskraft, zu helfen dem Knig wider die Feinde.
2Ch 26:14 Und Usia schaffte ihnen fr das ganze Heer Schilde, Spiee, Helme, Panzer, Bogen und Schleudersteine
2Ch 26:15 und machte zu Jerusalem kunstvolle Geschtze, die auf den Trmen und Ecken sein sollten, zu schieen mit Pfeilen und groen Steinen. Und sein Name kam weit aus, darum dass ihm wunderbar geholfen ward, bis er mchtig ward.
2Ch 26:16 Und da er mchtig geworden war, berhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er vergriff sich an dem HErrn, seinem Gott, und ging in den Tempel des HErrn, zu ruchern auf dem Rucheraltar.
2Ch 26:17 Aber Asarja, der Priester, ging ihm nach und achtzig Priester des HErrn mit ihm, ansehnliche Leute,
2Ch 26:18 und standen wider Usia, den Knig, und sprachen zu ihm: Es gebhrt dir, Usia, nicht, zu ruchern dem HErrn, sondern den Priestern, Aarons Kindern, die zu ruchern geheiligt sind. Gehe heraus aus dem Heiligtum; denn du vergreifst dich, und es wird dir keine Ehre sein vor Gott dem HErrn.
2Ch 26:19 Aber Usia ward zornig und hatte ein Ruchfass in der Hand. Und da er mit den Priestern zrnte, fuhr der Aussatz aus an seiner Stirn vor den Priestern im Hause des HErrn, vor dem Rucheraltar.
2Ch 26:20 Und Asarja, der oberste Priester, wandte das Haupt zu ihm und alle Priester, und siehe, da war er ausstzig an seiner Stirn; und sie stieen ihn von dannen. Er eilte auch selbst, herauszugehen; denn seine Plage war vom HErrn.
2Ch 26:21 Also war Usia, der Knig, ausstzig bis an seinen Tod und wohnte in einem besonderen Hause ausstzig; denn er ward verstoen vom Hause des HErrn. Jotham aber, sein Sohn, stand des Knigs Hause vor und richtete das Volk im Lande.
2Ch 26:22 Was aber mehr von Usia zu sagen ist, beides, das erste und das letzte, hat beschrieben der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz.
2Ch 26:23 Und Usia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn bei seinen Vtern im Acker bei dem Begrbnis der Knige; denn sie sprachen: Er ist ausstzig. Und Jotham, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2Ch 27:1 Jotham war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jerusa, eine Tochter Zadoks.
2Ch 27:2 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, ganz wie sein Vater Usia getan hatte, nur ging er nicht in den Tempel des HErrn; das Volk aber verderbte sich noch immer.
2Ch 27:3 Er baute das obere Tor am Hause des HErrn, und an der Mauer des Ophel baute er viel,
2Ch 27:4 und baute die Stdte auf dem Gebirge Juda, und in den Wldern baute er Burgen und Trme.
2Ch 27:5 Und er stritt mit dem Knig der Kinder Ammon, und ward ihrer mchtig, dass ihm die Kinder Ammon dasselbe Jahr gaben hundert Zentner Silber, zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste. So viel gaben ihm die Kinder Ammon auch im zweiten und im dritten Jahr.
2Ch 27:6 Also ward Jotham mchtig; denn er richtete seine Wege vor dem HErrn, seinem Gott.
2Ch 27:7 Was aber mehr von Jotham zu sagen ist und alle seine Streite und seine Wege, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Israels und Judas.
2Ch 27:8 Fnfundzwanzig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem.
2Ch 27:9 Und Jotham entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas ward Knig an seiner Statt.
2Ch 28:1 Ahas war zwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem und tat nicht, was dem HErrn wohl gefiel, wie sein Vater David,
2Ch 28:2 sondern wandelte in den Wegen der Knige Israels. Dazu machte er gegossene Bilder den Baalim
2Ch 28:3 und rucherte im Tal der Kinder Hinnom und verbrannte seine Shne mit Feuer nach den Greuel der Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte,
2Ch 28:4 und opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und unter allen grnen Bumen.
2Ch 28:5 Darum gab ihn der HErr, sein Gott, in die Hand des Knigs von Syrien, dass sie ihn schlugen und einen groen Haufen von den Seinen gefangen wegfhrten und gen Damaskus brachten. Auch ward er gegeben unter die Hand des Knigs Israels, dass er einen groen Schlag an ihm tat.
2Ch 28:6 Denn Pekah, der Sohn Remaljas, schlug in Juda hundertzwanzigtausend auf einen Tag, die alle streitbare Leute waren, darum dass sie den HErrn, ihrer Vter Gott, verlieen.
2Ch 28:7 Und Sichri, ein Gewaltiger in Ephraim, erwrgte Maaseja, einen Knigssohn, und Asrikam, den Hausfrsten, und Elkana, den nchsten nach dem Knig.
2Ch 28:8 Und die Kinder Israel fhrten gefangen weg zweihunderttausend Weiber, Shne und Tchter und nahmen dazu groen Raub von ihnen und brachten den Raub gen Samaria.
2Ch 28:9 Es war daselbst aber ein Prophet des HErrn, der hie Obed; der ging heraus, dem Heer entgegen, das gen Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der HErr, eurer Vter Gott, ber Juda zornig ist, hat er sie in eure Hnde gegeben; ihr aber habt sie erwrgt so greulich, dass es in den Himmel reicht.
2Ch 28:10 Nun gedenkt ihr, die Kinder Judas und Jerusalems euch zu unterwerfen zu Knechten und Mgden. Ist das denn nicht Schuld bei euch wider den HErrn, euren Gott?
2Ch 28:11 So gehorcht mir nun und bringt die Gefangenen wieder hin, die ihr habt weggefhrt aus euren Brdern; denn des HErrn Zorn ist ber euch ergrimmt.
2Ch 28:12 Da machten sich auf etliche unter den Vornehmsten der Kinder Ephraim: Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Mesillemoths, Jehiskia, der Sohn Sallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, wider die, so aus dem Heer kamen,
2Ch 28:13 und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hereinbringen; denn ihr gedenkt nur, Schuld vor dem HErrn ber uns zu bringen, auf dass ihr unsrer Snden und Schuld desto mehr macht; denn es ist schon der Schuld zu viel und der Zorn ber Israel ergrimmt.
2Ch 28:14 Da lieen die Geharnischten die Gefangenen und den Raub vor den Obersten und vor der ganzen Gemeinde.
2Ch 28:15 Da standen auf die Mnner, die jetzt mit Namen genannt sind, und nahmen die Gefangenen; und alle, die blo unter ihnen waren, zogen sie an von dem Geraubten und kleideten sie und zogen ihnen Schuhe an und gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie und fhrten sie auf Eseln alle, die schwach waren, und brachten sie gen Jericho, zur Palmenstadt, zu ihren Brdern und kamen wieder gen Samaria.
2Ch 28:16 Zu derselben Zeit sandte der Knig Ahas zu den Knigen von Assyrien, dass sie ihm hlfen.
2Ch 28:17 Und es kamen abermals die Edomiter und schlugen Juda und fhrten etliche weg.
2Ch 28:18 Auch fielen die Philister ein in die Stdte in der Aue und dem Mittagslande Judas und gewannen Beth-Semes, Ajalon, Gederoth und Socho mit ihren Ortschaften und wohnten darin.
2Ch 28:19 Denn der HErr demtigte Juda um Ahas willen, des Knigs Judas, darum dass er die Zucht auflste in Juda und vergriff sich am HErrn.
2Ch 28:20 Und es kam wider ihn Thilgath-Pilneser, der Knig von Assyrien; der bedrngte ihn, und strkte ihn nicht.
2Ch 28:21 Denn Ahas plnderte das Haus des HErrn und das Haus des Knigs und der Obersten und gab es dem Knig von Assyrien; aber es half ihm nichts.
2Ch 28:22 Dazu in seiner Not machte der Knig Ahas das Vergreifen am HErrn noch mehr
2Ch 28:23 und opferte den Gttern zu Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sprach: Die Gtter der Knige von Assyrien helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, dass sie mir auch helfen, so doch dieselben ihn und dem ganzen Israel zum Fall waren.
2Ch 28:24 Und Ahas brachte zuhauf die Gefe des Hauses Gottes und zerschlug die Gefe im Hause Gottes und schloss die Tren zu am Hause des HErrn und machte sich Altre in allen Winkeln zu Jerusalem.
2Ch 28:25 Und in den Stdten Judas hin und her machte er Hhen, zu ruchern andern Gttern, und reizte den HErrn, seiner Vter Gott.
2Ch 28:26 Was aber mehr von ihm zu sagen ist und alle seine Wege, beide, die ersten und die letzten, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Judas und Israels.
2Ch 28:27 Und Ahas entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der Stadt zu Jerusalem; denn sie brachten ihn nicht in die Grber der Knige Israels. Und sein Sohn Hiskia ward Knig an seiner Statt.
2Ch 29:1 Hiskia war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Abia, eine Tochter Sacharjas.
2Ch 29:2 Und er tat, was dem HErrn wohl gefiel, wie sein Vater David.
2Ch 29:3 Er tat auf die Tren am Hause des HErrn im ersten Monat des ersten Jahres seines Knigreichs und befestigte sie
2Ch 29:4 und brachte hinein die Priester und die Leviten und versammelte sie auf der breiten Gasse gegen Morgen
2Ch 29:5 und sprach zu ihnen: Hrt mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch nun, dass ihr heiligt das Haus des HErr, des Gottes eurer Vter, und tut heraus den Unflat aus dem Heiligtum.
2Ch 29:6 Denn unsre Vter haben sich vergriffen und getan, was dem HErrn, unsrem Gott, bel gefllt, und haben ihn verlassen; denn sie haben ihr Angesicht von der Wohnung des HErrn abgewandt und ihr den Rcken zugekehrt
2Ch 29:7 und haben die Tore an der Halle zugeschlossen und die Lampen ausgelscht und kein Ruchwerk geruchert und kein Brandopfer getan im Heiligtum dem Gott Israels.
2Ch 29:8 Daher ist der Zorn des HErrn ber Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie dahingegeben in Zerstreuung und Verwstung, dass man sie anpfeift, wie ihr mit euren Augen seht.
2Ch 29:9 Denn siehe, um deswillen sind unsre Vter gefallen durchs Schwert; unsre Shne, Tchter und Weiber sind weggefhrt.
2Ch 29:10 Nun habe ich im Sinn einen Bund zu machen mit dem HErrn, dem Gott Israels, dass sein Zorn und Grimm sich von uns wende.
2Ch 29:11 Nun, meine Shne, seid nicht lssig; denn euch hat der HErr erwhlt, dass ihr vor ihm stehen sollt und dass ihr seine Diener und Rucherer seid.
2Ch 29:12 Da machten sich auf die Leviten: Mahath, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, aus den Kindern der Kahathiter; aus den Kindern aber Merari: Kis, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallel-Els; aber aus den Kindern der Gersoniter: Joah, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joahs;
2Ch 29:13 Und aus den Kinder Elizaphan: Simri und Jeiel; aus den Kindern Asaph: Sacharja und Matthanja;
2Ch 29:14 und aus den Kindern Heman: Jehiel und Simei; und aus den Kindern Jeduthun: Semaja und Usiel.
2Ch 29:15 Und sie versammelten ihre Brder und heiligten sich und gingen hinein nach dem Gebot des Knigs aus dem Wort des HErrn, zu reinigen das Haus des HErrn.
2Ch 29:16 Die Priester aber gingen hinein inwendig ins Haus des HErrn, zu reinigen und taten alle Unreinigkeit, die im Tempel des HErrn gefunden ward, auf den Hof am Hause des HErrn, und die Leviten nahmen sie und trugen sie hinaus an den Bach Kidron.
2Ch 29:17 Sie fingen aber an am ersten Tage des ersten Monats, sich zu heiligen, und am achten Tage des Monats gingen sie in die Halle des HErrn und heiligten das Haus des HErrn acht Tage und vollendeten es am sechzehnten Tage des ersten Monats.
2Ch 29:18 Und sie gingen hinein zum Knig Hiskia und sprachen: Wir haben gereinigt das ganze Haus des HErrn, den Brandopferaltar und alle seine Gerte, den Tisch der Schaubrote und alle seine Gerte.
2Ch 29:19 Und alle Gefe, die der Knig Ahas, da er Knig war, besudelt hatte, da er sich versndigte, die haben wir zugerichtet und geheiligt; siehe, sie sind vor dem Altar des HErrn.
2Ch 29:20 Da machte sich auf der Knig Hiskia und versammelte die Obersten der Stadt und ging hinauf zum Hause des Herrn;
2Ch 29:21 und sie brachten herzu sieben Farren, sieben Widder, sieben Lmmer und sieben Ziegenbcke zum Sndopfer fr das Knigreich, fr das Heiligtum und fr Juda. Und er sprach zu den Priestern, den Kindern Aaron, dass sie opfern sollten auf dem Altar des HErrn.
2Ch 29:22 Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und sprengten es auf den Altar; und schlachteten die Widder und sprengten das Blut auf den Altar; und schlachteten die Lmmer und sprengten das Blut auf den Altar;
2Ch 29:23 und brachten die Bcke zum Sndopfer vor den Knig und die Gemeinde und legten ihre Hnde auf sie,
2Ch 29:24 und die Priester schlachteten sie und taten ihr Blut zur Entsndigung auf den Altar, zu vershnen das ganze Israel. Denn der Knig hatte befohlen, Brandopfer und Sndopfer zu tun fr das ganze Israel.
2Ch 29:25 Und er stellte die Leviten auf im Hause des HErrn mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie es David befohlen hatte und Gad, der Seher des Knigs und der Prophet Nathan; denn es war des HErrn Gebot durch seine Propheten.
2Ch 29:26 Und die Leviten standen mit den Saitenspielen Davids und die Priester mit den Drommeten.
2Ch 29:27 Und Hiskia hie Brandopfer tun auf dem Altar. Und um die Zeit, da man anfing das Brandopfer, fing auch der Gesang des HErrn und die Drommeten und dazu mancherlei Saitenspiel Davids, des Knigs Israels.
2Ch 29:28 Und die ganze Gemeinde betete an; und der Gesang der Snger und das Drommeten der Drommeter whrte alles, bis das Brandopfer ausgerichtet war.
2Ch 29:29 Da nun das Brandopfer ausgerichtet war, beugte sich der Knig und alle, die sich bei ihm fanden, und beteten an.
2Ch 29:30 Und der Knig Hiskia samt den Obersten hie die Leviten den HErrn loben mit den Liedern Davids und Asaphs, des Sehers. Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten an.
2Ch 29:31 Und Hiskia antwortete und sprach: Nun habt ihr eure Hnde gefllt dem HErrn; tretet hinzu und bringt her die Opfer und Lobopfer zum Hause des HErrn. Und die Gemeinde brachte herzu Opfer und Lobopfer, und jedermann freiwilligen Herzens Brandopfer.
2Ch 29:32 Und die Zahl der Brandopfer, die die Gemeinde herzubrachte, waren siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lmmer, und solches alles zum Brandopfer dem HErrn.
2Ch 29:33 Und sie heiligten sechshundert Rinder und dreitausend Schafe.
2Ch 29:34 Aber der Priester waren zu wenig, und konnten nicht allen Brandopfern die Haut abziehen, darum halfen ihnen ihre Brder, die Leviten, bis das Werk ausgerichtet ward und bis sich die Priester heiligten; denn die Leviten waren eifriger, sich zu heiligen, als die Priester.
2Ch 29:35 Auch war der Brandopfer viel mit dem Fett der Dankopfer und mit den Trankopfern zu den Brandopfern. Also ward das Amt am Hause des HErrn fertig.
2Ch 29:36 Und Hiskia freute sich samt allem Volk dessen, was Gott dem Volke bereitet hatte; denn es geschah eilend.
2Ch 30:1 Und Hiskia sandte hin zum ganzen Israel und Juda und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, dass sie kmen zum Hause des HErrn gen Jerusalem, Passah zu halten dem HErrn, dem Gott Israels.
2Ch 30:2 Und der Knig hielt einen Rat mit seinen Obersten und der ganzen Gemeinde zu Jerusalem, das Passah zu halten im zweiten Monat.
2Ch 30:3 Denn sie konnten's nicht halten zur selben Zeit, darum dass der Priester nicht genug geheiligt waren und das Volk noch nicht zuhauf gekommen war gen Jerusalem.
2Ch 30:4 Und es gefiel dem Knig wohl und der ganzen Gemeinde,
2Ch 30:5 und sie bestellten, dass solches ausgerufen wrde durch ganz Israel von Beer-Seba an bis gen Dan, dass sie kmen, Passah zu halten dem HErrn, dem Gott Israels, zu Jerusalem; denn es war lange nicht gehalten, wie es geschrieben steht.
2Ch 30:6 Und die Lufer gingen hin mit den Briefen von der Hand des Knigs und seiner Obersten durch ganz Israel und Juda nach dem Befehl des Knigs und sprachen: Ihr Kinder Israel, bekehrt euch zu dem HErrn, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich kehren zu den Entronnenen, die noch brig unter euch sind aus der Hand der Knige von Assyrien.
2Ch 30:7 Und seid nicht wie eure Vter und Brder, die sich am HErrn, ihrer Vter Gott, vergriffen, dass er sie dahingab in die Verwstung, wie ihr selber seht.
2Ch 30:8 So seid nun nicht halsstarrig wie eure Vter; sondern gebt eure Hand dem HErrn und kommt zu seinem Heiligtum, das er geheiligt hat ewiglich, und dient dem HErrn, eurem Gott, so wird sich der Grimm seines Zorns von euch wenden.
2Ch 30:9 Denn so ihr euch bekehrt zu dem HErrn, so werden eure Brder und Kinder Barmherzigkeit haben vor denen, die sie gefangen halten, dass sie wieder in dies Land kommen. Denn der HErr, euer Gott, ist gndig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, so ihr euch zu ihm bekehrt.
2Ch 30:10 Und die Lufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande Ephraim und Manasse und bis gen Sebulon; aber sie verlachten sie und spotteten ihrer.
2Ch 30:11 Doch etliche von Asser und Manasse und Sebulon demtigten sich und kamen gen Jerusalem.
2Ch 30:12 Auch kam Gottes Hand ber Juda, dass er ihnen gab einerlei Herz, zu tun nach des Knigs und der Obersten Gebot aus dem Wort des HErrn.
2Ch 30:13 Und es kam zuhauf gen Jerusalem ein groes Volk, zu halten das Fest der ungesuerten Brote im zweiten Monat, eine sehr groe Gemeinde.
2Ch 30:14 Und sie machten sich auf und taten ab die Altre, die zu Jerusalem waren, und alle Ruchwerke taten sie weg und warfen sie in den Bach Kidron;
2Ch 30:15 und sie schlachteten das Passah am vierzehnten Tage des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten bekannten ihre Schande und heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Hause des HErrn
2Ch 30:16 und standen in ihrer Ordnung, wie sich's gebhrt, nach dem Gesetz Moses, des Mannes Gottes. Und die Priester sprengten das Blut von der Hand der Leviten.
2Ch 30:17 Denn ihrer waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten; darum schlachteten die Leviten das Passah fr alle, die nicht rein waren, dass sie dem HErrn geheiligt wrden.
2Ch 30:18 Auch war des Volks viel von Ephraim, Manasse, Isaschar und Sebulon, die nicht rein waren, sondern aen das Osterlamm, aber nicht, wie geschrieben steht. Denn Hiskia bat fr sie und sprach: Der HErr, der gtig ist, wolle gndig sein
2Ch 30:19 allen, die ihr Herz schicken, Gott zu suchen, den HErrn, den Gott ihrer Vter, wiewohl nicht in heiliger Reinigkeit.
2Ch 30:20 Und der HErr erhrte Hiskia und heilte das Volk.
2Ch 30:21 Also hielten die Kinder Israel, die zu Jerusalem gefunden wurden, das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage mit groer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den HErrn alle Tage mit starken Saitenspielen des HErrn.
2Ch 30:22 Und Hiskia redete herzlich mit allen Leviten, die verstndig waren im Dienste des HErrn. Und sie aen das Fest ber, sieben Tage, und opferten Dankopfer und dankten dem HErrn, ihrer Vter Gott.
2Ch 30:23 Und die ganze Gemeinde ward Rats, noch andere sieben Tage zu halten, und hielten auch die sieben Tage mit Freuden.
2Ch 30:24 Denn Hiskia, der Knig Judas, gab eine Hebe fr die Gemeinde: tausend Farren und siebentausend Schafe; die Obersten aber gaben eine Hebe fr die Gemeinde: tausend Farren und zehntausend Schafe. Auch hatten sich der Priester viele geheiligt.
2Ch 30:25 Und es freuten sich die ganze Gemeinde Judas, die Priester und Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen waren, und die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren und in Juda wohnten,
2Ch 30:26 und war eine groe Freude zu Jerusalem; denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Knigs Israels, war solches zu Jerusalem nicht gewesen.
2Ch 30:27 Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme ward erhrt, und ihr Gebet kam hinein vor seine heilige Wohnung im Himmel.
2Ch 31:1 Und da dies alles war ausgerichtet, zogen hinaus alle Israeliten, die unter den Stdten Judas gefunden wurden, und zerbrachen die Sulen und hieben die Ascherabilder ab und brachen ab die Hhen und Altre aus dem ganzen Juda, Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie sie ganz aufrumten. Und die Kinder Israel zogen alle wieder zu ihrem Gut in ihre Stdte.
2Ch 31:2 Hiskia aber bestellte die Priester und Leviten nach ihren Ordnungen, einen jeglichen nach seinem Amt, beider, der Priester und Leviten, zu Brandopfern und Dankopfern, dass sie dienten, dankten und lobten in den Toren des Lagers des HErrn.
2Ch 31:3 Und der Knig gab seinen Teil von seiner Habe zu Brandopfern des Morgens und des Abends und zu Brandopfern am Sabbat und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht im Gesetz des HErrn.
2Ch 31:4 Und er sprach zu dem Volk, das zu Jerusalem wohnte, dass sie ihren Teil gben den Priestern und Leviten, auf dass sie knnten desto hrter halten am Gesetz des HErrn.
2Ch 31:5 Und da das Wort ausging, gaben die Kinder Israel viel Erstlinge von Getreide, Most, l, Honig und allerlei Ertrag des Feldes, und allerlei Zehnten brachten sie viel hinein.
2Ch 31:6 Und die Kinder Israel und Juda, die in den Stdten Judas wohnten, brachten auch Zehnten von Rindern und Schafen und Zehnten von dem Geheiligten, das sie dem HErrn, ihrem Gott, geheiligt hatten, und machten hier einen Haufen und da einen Haufen.
2Ch 31:7 Im dritten Monat fingen sie an, Haufen auszuschtten, und im siebenten Monat richteten sie es aus.
2Ch 31:8 Und da Hiskia mit den Obersten hineinging und sahen die Haufen, lobten sie den HErrn und sein Volk Israel.
2Ch 31:9 Und Hiskia fragte die Priester und die Leviten um die Haufen.
2Ch 31:10 Und Asarja, der Priester, der Vornehmste im Hause Zadok, sprach zu ihm: Seit der Zeit, da man angefangen hat, die Hebe zu bringen ins Haus des HErrn, haben wir gegessen und sind satt geworden, und ist noch viel briggeblieben; denn der HErr hat sein Volk gesegnet, darum ist dieser Haufe briggeblieben.
2Ch 31:11 Da befahl der Knig, dass man Kammern zubereiten sollte am Hause des HErrn. Und sie bereiteten zu
2Ch 31:12 und taten hinein die Hebe, die Zehnten und das Geheiligte treulich. Und ber dasselbe war Frst Chananja, der Levit, und Simei, sein Bruder, der nchste nach ihm;
2Ch 31:13 und Jehiel, Asasja, Nahath, Asahel, Jerimoth, Josabad, Eliel, Jismachja, Mahath und Benaja, verordnet zur Hand Chananjas und Simeis, seine Bruders, nach Befehl des Knigs Hiskia und Asarjas, des Frsten im Hause Gottes.
2Ch 31:14 Und Kore, der Sohn Jimnas, der Levit, der Torhter gegen Morgen, war ber die freiwilligen Gaben Gottes, die dem HErrn zur Hebe gegeben wurden, und ber die hochheiligen.
2Ch 31:15 Und unter seiner Hand waren: Eden, Minjamin, Jesua, Semaja, Amarja und Sechanja in den Stdten der Priester, auf Treu und Glauben, dass sie geben sollten ihren Brdern nach ihren Ordnungen, dem jngsten wie dem ltesten,
2Ch 31:16 ausgenommen, die aufgezeichnet waren als Mannsbilder drei Jahre alt und darber, alle, die in das Haus des HErrn gingen nach Gebhr eines jeglichen Tages zu ihrem Amt in ihrem Dienst nach ihren Ordnungen
2Ch 31:17 (die Priester aber wurden aufgezeichnet nach ihren Vaterhusern, und die Leviten von zwanzig Jahren und darber waren in ihrem Dienst nach ihren Ordnungen);
2Ch 31:18 dazu denen, die ausgezeichnet wurden als ihre Kinder, Weiber, Shne und Tchter unter der ganzen Menge. Denn sie heiligten treulich das Geheiligte.
2Ch 31:19 Auch waren Mnner mit Namen benannt unter den Kindern Aaron, den Priestern, auf den Feldern der Vorstdte in allen Stdten, dass sie Teile gben allen Mannsbildern unter den Priestern und allen, die unter die Leviten aufgezeichnet wurden.
2Ch 31:20 Also tat Hiskia im ganzen Juda und tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HErrn, seinem Gott.
2Ch 31:21 Und in allem Tun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, zu suchen seinen Gott, handelte er von ganzem Herzen; darum hatte er auch Glck.
2Ch 32:1 Nach diesen Geschichten und dieser Treue kam Sanherib, der Knig von Assyrien, und zog nach Juda und lagerten sich vor die festen Stdte und gedachte, sie zu sich zu reien.
2Ch 32:2 Und da Hiskia sah, dass Sanherib kam und sein Angesicht stand zu streiten wider Jerusalem,
2Ch 32:3 ward er Rats mit seinen Obersten und Gewaltigen, zuzudecken die Wasser der Brunnen, die drauen vor der Stadt waren; und sie halfen ihm.
2Ch 32:4 Und es versammelte sich ein groes Volk und deckten zu alle Brunnen und den Bach, der mitten durchs Land fliet, und sprachen: dass die Knige von Assyrien nicht viel Wasser finden, wenn sie kommen.
2Ch 32:5 Und er ward getrost und baute alle Mauern, wo sie lckig waren, und machte Trme darauf und baute drauen noch die andere Mauer und befestigte Millo an der Stadt Davids und machte viel Waffen und Schilde
2Ch 32:6 und setzte Hauptleute zum Streit ber das Volk und sammelte sie zu sich auf die breite Gasse am Tor der Stadt und redete herzlich mit ihnen und sprach:
2Ch 32:7 Seid getrost und frisch, frchtet euch nicht und zagt nicht vor dem Knig von Assyrien noch vor all dem Haufen, der bei ihm ist; denn es ist ein Grerer mit uns als mit ihm:
2Ch 32:8 Mit ihm ist sein fleischlicher Arm; mit uns aber ist der HErr, unser Gott, dass er uns helfe und fhre den Streit. Und das Volk verlie sich auf die Worte Hiskias, des Knigs Judas.
2Ch 32:9 Darnach sandte Sanherib, der Knig von Assyrien, seine Knechte gen Jerusalem (denn er lag vor Lachis und alle seine Herrschaft mit ihm) zu Hiskia, dem Knig Judas, und zum ganzen Juda, das zu Jerusalem war, und lie ihm sagen:
2Ch 32:10 So spricht Sanherib, der Knig von Assyrien: Wes vertrstet ihr euch, die ihr wohnt in dem belagerten Jerusalem?
2Ch 32:11 Hiskia beredet euch, dass er euch gebe in den Tod durch Hunger und Durst, und spricht: Der HErr, unser Gott, wird uns erretten von der Hand des Knigs von Assyrien.
2Ch 32:12 Ist er nicht der Hiskia, der seine Hhen und Altre weggetan hat und gesagt zu Juda und Jerusalem: Vor einem Altar sollt ihr anbeten und darauf ruchern?
2Ch 32:13 Wisst ihr nicht, was ich und meine Vter getan haben allen Vlkern in den Lndern? Haben auch die Gtter der Heiden in den Lndern knnen ihre Lnder erretten von meiner Hand?
2Ch 32:14 Wer ist unter allen Gttern dieser Heiden, die meine Vter verbannt haben, der sein Volk habe erretten knnen von meiner Hand, dass euer Gott euch sollte erretten knnen aus meiner Hand?
2Ch 32:15 So lasst euch nun Hiskia nicht betrgen und lasst euch durch solches nicht bereden und glaubt ihm nicht. Denn so kein Gott aller Heiden und Knigreiche hat sein Volk knnen von meiner und meiner Vter Hnde erretten, so werden euch auch eure Gtter nicht erretten knnen von meiner Hand.
2Ch 32:16 Dazu redeten seine Knechte noch mehr wider Gott den HErrn und wider seinen Knecht Hiskia.
2Ch 32:17 Auch schrieb er Briefe, Hohn zu sprechen dem HErrn, dem Gott Israels, und redete von ihm und sprach: Wie die Gtter der Heiden in den Lndern Ihr Volk nicht haben errettet von meiner Hand, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht erretten von meiner Hand.
2Ch 32:18 Und sie riefen mit lauter Stimme auf jdisch zum Volk zu Jerusalem, das auf der Mauer war, sie furchtsam zu machen und zu erschrecken, dass sie die Stadt gewnnen,
2Ch 32:19 und redeten wider den Gott Jerusalems wie wider die Gtter der Vlker auf Erden, die Menschenhnde Werk waren.
2Ch 32:20 Aber der Knig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten dawider und schrieen gen Himmel.
2Ch 32:21 Und der HErr sandte einen Engel, der vertilgte alle Gewaltigen des Heeres und Frsten und Obersten im Lager des Knigs von Assyrien, dass er mit Schanden wieder in sein Land zog. Und da er in seines Gottes Haus ging, fllten ihn daselbst durchs Schwert, die von seinem eigenen Leib gekommen waren.
2Ch 32:22 Also half der HErr dem Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Knigs von Assyrien, und aller andern und gab ihnen Ruhe umher,
2Ch 32:23 dass viele dem HErrn Geschenke brachten gen Jerusalem und Kleinode Hiskia, dem Knig Judas. Und er ward darnach erhoben vor allen Heiden.
2Ch 32:24 Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und er bat den HErrn; der redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.
2Ch 32:25 Aber Hiskia vergalt nicht, wie ihm gegeben war; denn sein Herz berhob sich. Darum kam der Zorn ber ihn und ber Juda und Jerusalem.
2Ch 32:26 Aber Hiskia demtigte sich, dass sein Herz sich berhoben hatte, samt denen zu Jerusalem; darum kam der Zorn des HErrn nicht ber sie, solange Hiskia lebte.
2Ch 32:27 Und Hiskia hatte sehr groen Reichtum und Ehre und machte sich Schtze von Silber, Gold, Edelsteinen, Gewrzen, Schilden und allerlei kstlichem Gerte
2Ch 32:28 und Vorratshuser zu dem Ertrag an Getreide, Most und l und Stlle fr allerlei Vieh und Hrden fr die Schafe,
2Ch 32:29 und er baute sich Stdte und hatte Vieh an Schafen und Rindern die Menge; denn Gott gab ihm sehr groes Gut.
2Ch 32:30 Er ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle in Gihon zudeckte und leitete sie hinunter abendwrts von der Stadt Davids; denn Hiskia war glcklich in allen seinen Werken.
2Ch 32:31 Da aber die Botschafter der Frsten von Babel zu ihm gesandt waren, zu fragen nach dem Wunder, das im Lande geschehen war, verlie ihn Gott also, dass er ihn versuchte, auf dass kund wrde alles, was in seinem Herzen war.
2Ch 32:32 Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist und seine Barmherzigkeit, siehe, das ist geschrieben in dem Gesicht des Propheten Jesaja, des Sohnes Amoz, im Buche der Knige Judas und Israels.
2Ch 32:33 Und Hiskia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn, wo man hinangeht zu den Grbern der Kinder Davids. Und ganz Juda und die zu Jerusalem taten ihm Ehre in seinem Tod. Und sein Sohn Manasse ward Knig an seiner Statt.
2Ch 33:1 Manasse war zwlf Jahre alt, da er Knig ward, und regierte fnfundfnzig Jahre zu Jerusalem
2Ch 33:2 und tat, was dem HErr bel gefiel, nach den Greueln der Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertrieben hatte,
2Ch 33:3 und baute wieder Hhen, die sein Vater Hiskia abgebrochen hatte und stiftete den Baalim Altre und machte Ascherabilder und betete an alles Heer des Himmels und diente ihnen.
2Ch 33:4 Er baute auch Altre im Hause des HErrn, davon der HErr geredet hat: Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich;
2Ch 33:5 und baute Altre allem Heer des Himmels in beiden Hfen am Hause des HErrn.
2Ch 33:6 Und er lie seine Shne durchs Feuer gehen im Tal des Sohnes Hinnoms und whlte Tage und achtete auf Vogelgeschrei und zauberte und stiftete Wahrsager und Zeichendeuter und tat viel, was dem HErrn bel gefiel, ihn zu erzrnen.
2Ch 33:7 Er setzte auch das Bild des Gtzen, das er machen lie, ins Haus Gottes, davon Gott zu David geredet hatte und zu Salomo, seinem Sohn: In diesem Hause zu Jerusalem, das ich erwhlt habe vor allen Stmmen Israels, will ich meinen Namen setzen ewiglich;
2Ch 33:8 und will nicht mehr den Fu Israels lassen weichen von dem Lande, das ich ihren Vtern bestellt habe, sofern sie sich halten, dass sie tun alles, was ich ihnen geboten habe, in allem Gesetz und den Geboten und Rechten durch Mose.
2Ch 33:9 Aber Manasse verfhrte Juda und die zu Jerusalem, dass sie rger taten denn die Heiden, die der HErr vor den Kindern Israel vertilgt hatte.
2Ch 33:10 Und wenn der HErr mit Manasse und seinem Volk reden lie, merkten sie nicht darauf.
2Ch 33:11 Darum lie der HErr ber sie kommen die Frsten des Heeres des Knigs von Assyrien, die nahmen Manasse gefangen mit Fesseln und banden ihn mit Ketten und brachten ihn gen Babel.
2Ch 33:12 Und da er in Angst war, flehte er vor dem HErrn, seinem Gott, und demtigte sich sehr vor dem Gott seiner Vter
2Ch 33:13 und bat und flehte zu ihm. Da erhrte er sein Flehen und brachte ihm wieder gen Jerusalem zu seinem Knigreich. Da erkannte Manasse, dass der HErr Gott ist.
2Ch 33:14 Darnach baute er die uere Mauer an der Stadt Davids abendswrts an Gihon im Tal und wo man zum Fischtor eingeht und umher an den Ophel und machte sie sehr hoch und legte Hauptleute in die festen Stdte Judas
2Ch 33:15 und tat weg die fremden Gtter und den Gtzen aus dem Hause des HErrn und alle Altre, die er gebaut hatte auf dem Berge des Hauses des HErrn und zu Jerusalem, und warf sie hinaus vor die Stadt
2Ch 33:16 und richtete zu den Altar des HErrn und opferte darauf Dankopfer und Lobopfer und befahl Juda, dass sie dem HErrn, dem Gott Israels, dienen sollten.
2Ch 33:17 Doch opferte das Volk noch auf den Hhen, wiewohl dem HErrn, ihrem Gott.
2Ch 33:18 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und sein Gebet zu seinem Gott und die Reden der Seher, die mit ihm redeten im Namen des HErrn, des Gottes Israels, siehe, die sind unter den Geschichten der Knige Israels.
2Ch 33:19 Und sein Gebet und Flehen und alle seine Snde und Missetat und die Sttten, darauf er die Hhen baute und Ascherabilder und Gtzen stiftete, ehe denn er gedemtigt ward, siehe, die sind geschrieben unter den Geschichten der Seher.
2Ch 33:20 Und Manasse entschlief mit seinen Vtern und sie begruben ihn in seinem Hause. Und sein Sohn Amon ward Knig an seiner Statt.
2Ch 33:21 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, da er Knig ward, und regierte zwei Jahre zu Jerusalem
2Ch 33:22 und tat, was dem HErrn bel gefiel, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Gtzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen.
2Ch 33:23 Aber er demtigte sich nicht vor dem HErrn, wie sich sein Vater Manasse gedemtigt hatte; denn er, Amon machte der Schuld viel.
2Ch 33:24 Und seine Knechte machten einen Bund wieder ihn und tteten ihn in seinem Hause.
2Ch 33:25 Da schlug das Volk im Lande alle, die den Bund wider den Knig Amon gemacht hatten. Und das Volk im Lande macht Josia, seinen Sohn zum Knig an seiner Statt.
2Ch 34:1 Acht Jahre alt war Josia, da er Knig ward, und regierte einunddreiig Jahre zu Jerusalem
2Ch 34:2 und tat, was dem HErrn wohl gefiel, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.
2Ch 34:3 Denn im achten Jahr seines Knigreichs, da er noch jung war, fing er an zu suchen den Gott seines Vaters David, und im zwlften Jahr fing er an zu reinigen Juda und Jerusalem von den Hhen und Ascherabildern und Gtzen und gegossenen Bildern
2Ch 34:4 und lie vor sich abbrechen die Altre der Baalim, und die Sonnensulen obendrauf hieb er ab, und die Ascherabilder und Gtzen und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Grber derer, die ihnen geopfert hatten,
2Ch 34:5 und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altren und reinigte also Juda und jerusalem,
2Ch 34:6 dazu in den Stdten Manasses, Ephraims, Simeons und bis an Naphthali in ihren Wsten umher.
2Ch 34:7 Und da er die Altre und Ascherabilder abgebrochen und die Gtzen klein zermalmt und alle Sonnensulen abgehauen hatte im ganzen Lande Israel, kam er wieder gen Jerusalem.
2Ch 34:8 Im achtzehnten Jahr seines Knigreichs, da er das Land und das Haus gereinigt hatte, sandte er Saphan, den Sohn Azaljas, und Maaseja, den Stadtvogt, und Joah, den Sohn Joahas, den Kanzler, zu bessern das Haus des HErrn, seines Gottes.
2Ch 34:9 Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia; und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war, welches die Leviten, die an der Schwelle hteten, gesammelt hatten von Manasse, Ephraim und von allen brigen in Israel und vom ganzen Juda und Benjamin und von denen, die zu Jerusalem wohnten;
2Ch 34:10 und sie gaben's den Werkmeistern, die bestellt waren am Hause des HErrn. Die gaben's denen, die da arbeiteten am Hause des Herrn, wo es baufllig war, dass sie das Haus besserten,
2Ch 34:11 nmlich den Zimmerleuten und Bauleuten, gehauene Steine zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken an den Husern, welche die Knige Judas verderbt hatten.
2Ch 34:12 Und die Mnner arbeiteten am Werk treulich. Und es waren ber sie verordnet Jahath und Obadja, die Leviten aus den Kindern Meraris, Sacharja und Mesullam aus den Kindern der Kahathiten, das Werk zu treiben (und waren alle Leviten, die des Saitenspiels kundig waren).
2Ch 34:13 Aber ber die Lasttrger und Treiber zu allerlei Arbeit in allen ihren mtern waren aus den Leviten die Schreiber, Amtleute und Torhter.
2Ch 34:14 Und da sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des HErrn eingelegt war, fand Hilkia, der Priester, das Buch des Gesetzes des HErrn, das durch Mose gegeben war.
2Ch 34:15 Und Hilkia antwortete und sprach zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des HErrn. Und Hilkia gab das Buch Saphan.
2Ch 34:16 Saphan aber brachte es zum Knig und gab dem Knig Bericht und sprach: Alles, was unter die Hnde deiner Knechte gegeben ist, das machen sie.
2Ch 34:17 Und sie haben das Geld zuhauf geschttet, das im Hause des HErrn gefunden ist, und haben's gegeben denen, die verordnet sind, und den Arbeitern.
2Ch 34:18 Und Saphan, der Schreiber, sagte dem Knig an und sprach: Hilkia, der Priester, hat mir ein Buch gegeben. Und Saphan las daraus vor dem Knig.
2Ch 34:19 Und da der Knig die Worte des Gesetzes hrte, zerriss er seine Kleider.
2Ch 34:20 Und der Knig gebot Hilkia und Ahikam, dem Sohn Saphans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Knigs, und sprach:
2Ch 34:21 Gehet hin und fraget den HErrn fr mich und fr die brigen in Israel und Juda ber die Worte des Buches, das gefunden ist; denn der Grimm des HErrn ist gro, der ber uns entbrannt ist, dass unsre Vter nicht gehalten haben das Wort des HErrn, dass sie tten, wie geschrieben steht in diesem Buch.
2Ch 34:22 Da ging Hilkia hin samt den andern, die der Knig gesandt hatte, zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes Thokehaths, des Sohnes Hasras, des Kleiderhters, die zu Jerusalem wohnte im andern Teil, und redeten solches mit ihr.
2Ch 34:23 Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
2Ch 34:24 So spricht der HErr: Siehe, ich will Unglck bringen ber diesen Ort und die Einwohner, alle die Flche, die geschrieben stehen in dem Buch, das man vor dem Knig Judas gelesen hat,
2Ch 34:25 darum dass sie mich verlassen haben und andern Gttern geruchert, dass sie mich erzrnten mit allerlei Werken ihrer Hnde. Und mein Grimm ist entbrannt ber diesen Ort und soll nicht ausgelscht werden.
2Ch 34:26 Und zum Knig Judas, der euch gesandt hat, den HErrn zu fragen, sollt ihr also sagen: So spricht der HErr, der Gott Israels, von den Worten, die du gehrt hast:
2Ch 34:27 Darum dass dein Herz weich geworden ist und hast dich gedemtigt vor Gott, da du seine Worte hrtest wider diesen Ort und wider die Einwohner, und hast dich vor mir gedemtigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhrt, spricht der HErr.
2Ch 34:28 Siehe, ich will dich sammeln zu deinen Vtern, dass du in dein Grab mit Frieden gesammelt werdest, dass deine Augen nicht sehen all das Unglck, das ich ber diesen Ort und die Einwohner bringen will. Und sie sagten's dem Knig wieder.
2Ch 34:29 Da sandte der Knig hin und lie zuhauf kommen alle ltesten in Juda und Jerusalem.
2Ch 34:30 Und der Knig ging hinauf ins Haus des HErrn und alle Mnner Judas und Einwohner zu Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, klein und gro; und wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte im Buch des Bundes, das im Hause des HErrn gefunden war.
2Ch 34:31 Und der Knig trat an seinen Ort und machte einen Bund vor dem HErrn, dass man dem HErrn nachwandeln sollte, zu halten seine Gebote, Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, zu tun nach allen Worten des Bundes, die gechrieben standen in diesem Buch.
2Ch 34:32 Und er lie in den Bund treten alle, die zu Jerusalem und in Benjamin vorhanden waren. Und die Einwohner zu Jerusalem taten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Vter.
2Ch 34:33 Und Josia tat weg alle Greuel aus allen Landen der Kinder Israel und schaffte, dass alle, die in Israel gefunden wurden, dem HErrn, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem HErrn, ihrer Vter Gott.
2Ch 35:1 Und Josia hielt dem HErrn Passah zu Jerusalem, und sie schlachteten das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats.
2Ch 35:2 Und er bestellte die Priester zu ihrem Dienst und strkte sie zu ihrem Amt im Hause des HErrn
2Ch 35:3 und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und dem HErrn geheiligt waren: Tut die heilige Lade ins Haus das Salomo, der Sohn Davids, der Knig Israels, gebaut hat. Ihr sollt sie nicht auf den Schultern tragen. So dienet nun dem HErrn, eurem Gott, und seinem Volk Israel
2Ch 35:4 und bereitet euch nach euren Vaterhusern in euren Ordnungen, wie sie vorgeschrieben sind von David, dem Knig Israels, und seinem Sohn Salomo,
2Ch 35:5 und steht im Heiligtum nach den Ordnungen der Vaterhuser eurer Brder, vom Volk geboren, je eine Ordnung eines Vaterhauses der Leviten,
2Ch 35:6 und schlachtet das Passah und heiligt euch und bereitet es fr eure Brder, dass sie tun nach dem Wort des HErrn durch Mose.
2Ch 35:7 Und Josia gab zur Hebe fr den gemeinen Mann Lmmer und junge Ziegen (alles zum Passah fr alle, die vorhanden waren, an der Zahl dreiigtausend) und dreitausend Rinder, alles von dem Gut des Knigs.
2Ch 35:8 Seine Frsten aber gaben zur Hebe freiwillig fr das Volk und fr die Priester und Leviten. Hilkia, Sacharja und Jehiel, die Frsten im Hause Gottes, gaben den Priestern zum Passah zweitausend und sechshundert Lmmer und Ziegen, dazu dreihundert Rinder.
2Ch 35:9 Aber Chananja, Semaja, Nathanael und seine Brder, Hasabja, Jeiel und Josabad, der Leviten Oberste, gaben zur Hebe den Leviten zum Passah fnftausend Lmmer und Ziegen und dazu fnfhundert Rinder.
2Ch 35:10 Also ward der Gottesdienst beschickt; und die Priester standen an ihrer Sttte und die Leviten in ihren Ordnungen nach dem Gebot des Knigs.
2Ch 35:11 Und sie schlachteten das Passah, und die Priester nahmen das Blut von ihren Hnden und sprengten, und die Leviten zogen die Haut ab.
2Ch 35:12 Und die Brandopfer taten sie davon, dass sie die gben unter die Teile der Vaterhuser des Volks, dem HErrn zu opfern. Wie es geschrieben steht im Buch Moses. So taten sie mit den Rindern auch.
2Ch 35:13 Und sie kochten das Passah am Feuer, wie sich's gebhrt. Aber was geheiligt war, kochten sie in Tpfen, Kesseln und Pfannen, und machten's eilend fr alles Volk.
2Ch 35:14 Darnach aber bereiteten sie auch fr sich und die Priester. Denn die Priester, die Kinder Aaron, schafften an dem Brandopfer und Fetten bis in die Nacht; darum mussten die Leviten fr sich und fr die Priester, die Kinder Aaron, zubereiten.
2Ch 35:15 Und die Snger, die Kinder Asaph, standen an ihrer Sttte nach dem Gebot Davids und Asaphs und Hemans und Jedithuns, des Sehers des Knigs, und die Torhter an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem Amt; denn die Leviten, ihre Brder, bereiteten zu fr sie.
2Ch 35:16 Also ward beschickt der Gottesdienst des HErrn des Tages, dass man Passah hielt und Brandopfer tat auf dem Altar des HErrn nach dem Gebot des Knigs Josia.
2Ch 35:17 Also hielten die Kinder Israel, die vorhanden waren, Passah zu der Zeit und das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage.
2Ch 35:18 Es war aber kein Passah gehalten in Israel wie das, von der Zeit Samuels, des Propheten; und kein Knig in Israel hatte solch Passah gehalten, wie Josia Passah hielt und die Priester, Leviten, ganz Juda und was von Israel vorhanden war und die Einwohner zu Jerusalem.
2Ch 35:19 Im achtzehnten Jahr des Knigreichs Josias ward dies Passah gehalten.
2Ch 35:20 Nach diesem, da Josia das Haus zugerichtet hatte, zog Necho, der Knig in gypten, herauf, zu streiten wider Karchemis am Euphrat. Und Josia zog aus, ihm entgegen.
2Ch 35:21 Aber er sandte Boten zu ihm und lie ihm sagen: Was habe ich mit dir zu tun, Knig Judas? ich komme jetzt nicht wider dich, sondern wider das Haus, mit dem ich Krieg habe; und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Lass ab von Gott, der mit mir ist, dass er dich nicht verderbe!
2Ch 35:22 Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm, sondern stellte sich, mit ihm zu streiten und gehorchte nicht den Worten Nechos aus dem Munde Gottes und kam, mit ihm zu streiten auf der Ebene bei Megiddo.
2Ch 35:23 Aber die Schtzen schossen den Knig Josia, und der Knig sprach zu seinen Knechten: Fhrt mich hinber; denn ich bin sehr wund!
2Ch 35:24 Und seine Knechte taten ihn von dem Wagen und fhrten ihn auf seinem andern Wagen und brachten ihn gen Jerusalem; und er starb und ward begraben in den Grbern seiner Vter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um Josia.
2Ch 35:25 Und Jeremia beklagte Josia, und alle Snger und Sngerinnen redeten in ihren Klageliedern ber Josia bis auf diesen Tag und machten eine Gewohnheit daraus in Israel. Siehe, es ist geschrieben unter den Klageliedern.
2Ch 35:26 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine Barmherzigkeit nach der Vorschrift im Gesetz des HErrn
2Ch 35:27 und seine Geschichten, beide, die ersten und die letzten, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Israels und Judas.
2Ch 36:1 Und das Volk im Lande nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte ihn zum Knig an seines Vaters Statt zu Jerusalem.
2Ch 36:2 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, da er Knig ward. Und regierte drei Monate zu Jerusalem;
2Ch 36:3 denn der Knig in gypten setzte ihn ab zu Jerusalem und bte das Land um hundert Zentner Silber und einen Zentner Gold.
2Ch 36:4 Und der Knig in gypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum Knig ber Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen in Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho und brachte ihn nach gypten.
2Ch 36:5 Fnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Knig ward. Und regierte elf Jahre zu Jerusalem und tat, was dem HErrn, seinem Gott, bel gefiel.
2Ch 36:6 Und Nebukadnezar, der Knig zu Babel, zog wider ihn herauf und band ihn mit Ketten, dass er ihn gen Babel fhrte.
2Ch 36:7 Auch brachte Nebukadnezar etliche Gefe des Hauses des HErrn gen Babel und tat sie in seinen Tempel zu Babel.
2Ch 36:8 Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist und seine Greuel, die er tat und die an ihm gefunden wurden, siehe, die sind geschrieben im Buch der Knige Israels und Judas. Und sein Sohn Jojachin ward Knig an seiner Statt.
2Ch 36:9 Acht Jahre alt war Jojachin, da er Knig ward. Und regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem und tat, was dem HErrn bel gefiel.
2Ch 36:10 Da aber das Jahr um kam, sandte hin Nebukadnezar und lie ihn gen Babel holen mit den kstlichen Gefen im Hause des HErrn und machte Zedekia, seinen Bruder zum Knig ber Juda und Jerusalem.
2Ch 36:11 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, da er Knig ward. Und regierte elf Jahre zu Jerusalem
2Ch 36:12 und tat, was dem HErrn, seinem Gott, bel gefiel, und demtigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete aus dem Munde des HErrn.
2Ch 36:13 Dazu ward er abtrnnig von Nebukadnezar, dem Knig zu Babel, der einen Eid bei Gott ihm genommen hatte, und ward halsstarrig und verstockte sein Herz, dass er sich nicht bekehrte zu dem HErrn, dem Gott Israels.
2Ch 36:14 Auch alle Obersten unter den Priestern samt dem Volk machten des Sndigens viel nach allerlei Greueln der Heiden und verunreinigten das Haus des HErrn, das er geheiligt hatte zu Jerusalem.
2Ch 36:15 Und der HErr, ihrer Vter Gott, sandte zu ihnen durch seine Boten frh und immerfort; denn er schonte seines Volkes und seiner Wohnung.
2Ch 36:16 Aber sie spotteten der Boten Gottes und verachteten seine Worte und fften seine Propheten, bis der Grimm des HErrn ber sein Volk wuchs, dass kein Heilen mehr da war.
2Ch 36:17 Denn er fhrte ber sie den Knig der Chalder und lie erwrgen ihre junge Mannschaft mit dem Schwert im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die Jnglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die Grovter; alle gab er sie in seine Hand.
2Ch 36:18 Und alle Gefe im Hause Gottes, gro und klein, die Schtze im Hause des HErrn und die Schtze des Knigs und seiner Frsten, alles lie er gen Babel fhren.
2Ch 36:19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und brachen ab die Mauer zu Jerusalem, und alle ihre Palste brannten sie mit Feuer aus, dass alle ihre kstlichen Gerte verderbt wurden.
2Ch 36:20 Und er fhrte weg gen Babel, wer vom Schwert briggeblieben war, und sie wurden seine und seiner Shne Knechte, bis das Knigreich der Perser aufkam,
2Ch 36:21 dass erfllt wrde das Wort des HErrn durch den Mund Jeremias, bis das Land an seinen Sabbaten genug htte. Denn die ganze Zeit ber, da es wst lag, hatte es Sabbat, bis dass siebzig Jahre voll wurden.
2Ch 36:22 Aber im ersten Jahr des Kores, des Knigs in Persien (dass erfllt wrde das Wort des HErrn, durch den Mund Jeremias geredet), erweckte der HErr den Geist des Kores, des Knigs in Persien, dass er lie ausrufen durch sein ganzes Knigreich, auch durch Schrift, und sagen:
2Ch 36:23 So spricht Kores, der Knig in Persien: Der HErr, der Gott des Himmels, hat mir alle Knigreiche der Erde gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch seines Volkes ist, mit dem sei der HErr, sein Gott, und er ziehe hinauf.
Ezr 1:1 Im ersten Jahr des Kores, des Knigs in Persien (dass erfllt wrde das Wort des HErrn durch den Mund Jeremias geredet), erweckte der HErr den Geist des Kores, des Knigs in Persien, dass er ausrufen lie durch sein ganzes Knigreich, auch durch Schrift, und sagen:
Ezr 1:2 So spricht Kores, der Knig in Persien: Der HErr, der Gott des Himmels, hat mir alle Knigreiche der Erde gegeben, und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda.
Ezr 1:3 Wer nun unter euch seine Volkes ist, mit dem Sei Gott, und er ziehe hinauf gen Jerusalem in Juda und baue das Haus des HErrn, des Gottes Israels. Er ist der Gott, der zu Jerusalem ist.
Ezr 1:4 Und wer noch brig ist an allen Orten, da der Fremdling ist, dem sollen helfen die Leute seines Orts mit Silber und Gold, Gut und Vieh, auer dem, was sie aus freiem Willen geben zum Hause Gottes zu Jerusalem.
Ezr 1:5 Da machten sich auf die Obersten der Vaterhuser aus Juda und Benjamin und die Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen und zu bauen das Haus des HErrn zu Jerusalem.
Ezr 1:6 Und alle, die um sie her waren, strkten ihre Hnde mit silbernem und goldenem Gerte, mit Gut und Vieh und Kleinoden, auer dem, Was sie freiwillig gaben.
Ezr 1:7 Und der Knig Kores tat heraus die Gefe des Hauses des HErrn, die Nebukadnezar aus Jerusalem genommen hatte und in seines Gottes Haus getan hatte.
Ezr 1:8 Aber Kores, der Knig in Persien, tat sie heraus durch Mithredath, den Schatzmeister; der zhlte sie dar Sesbazar, dem Frsten Judas.
Ezr 1:9 Und dies ist ihre Zahl: dreiig goldene Becken und tausend silberne Becken, neunundzwanzig Messer,
Ezr 1:10 dreiig goldene Becher und der andern, silbernen Becher vierhundertundzehn und anderer Gefe tausend,
Ezr 1:11 dass aller Gefe, golden und silbern, waren fnftausend und vierhundert. Alle brachte sie Sesbazar herauf mit denen, die aus der Gefangenschaft von Babel heraufzogen gen Jerusalem.
Ezr 2:1 Dies sind die Kinder der Landschaft, die heraufzogen aus der Gefangenschaft, die Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hatte gen Babel gefhrt und die wieder gen Jerusalem und nach Juda kamen, ein jeglicher in seine Stadt,
Ezr 2:2 und kamen mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Seraja, Reelaja, Mardochai, Bilsa, Mispar, Bigevai, Rehum und Baana. Dies ist nun die Zahl der Mnner des Volkes Israel:
Ezr 2:3 der Kinder Parevs zweitausend hundertundzweiundsiebzig;
Ezr 2:4 der Kinder Sephatja dreihundert und zweiundsiebzig;
Ezr 2:5 der Kinder Arah siebenhundert und fnfundsiebzig;
Ezr 2:6 der Kinder Pahath-Moab, von den Kindern Jesua, Joab, zweitausend achthundertundzwlf;
Ezr 2:7 der Kinder Elam tausend zweihundertvierundfnfzig;
Ezr 2:8 der Kinder Satthu neunhundert und fnfundvierzig;
Ezr 2:9 der Kinder Sakkai siebenhundert und sechzig;
Ezr 2:10 der Kinder Bani sechshundert und zweiundvierzig;
Ezr 2:11 der Kinder Bebai sechshundert und dreiundzwanzig;
Ezr 2:12 der Kinder Asgad tausend zweihundert und zweiundzwanzig;
Ezr 2:13 der Kinder Adonikam sechshundert und sechsundsechzig;
Ezr 2:14 der Kinder Bigevai zweitausend und sechsundfnfzig;
Ezr 2:15 der Kinder Adin vierhundert und vierundfnfzig;
Ezr 2:16 der Kinder Ater von Hiskia achtundneunzig;
Ezr 2:17 der Kinder Bezai dreihundert und dreiundzwanzig;
Ezr 2:18 der Kinder Jorah hundertundzwlf;
Ezr 2:19 der Kinder Hasum zweihundert und dreiundzwanzig;
Ezr 2:20 der Kinder von Gibbar fnfundneunzig;
Ezr 2:21 der Kinder von Bethlehem hundertdreiundzwanzig;
Ezr 2:22 der Mnner von Netopha sechsundfnfzig;
Ezr 2:23 der Mnner von Anathoth hundertachtundzwanzig;
Ezr 2:24 der Kinder von Asmaveth zweihundertvierzig;
Ezr 2:25 der Kinder von Kirjath-Arim, Kaphira und Beeroth siebenhundert und dreiundvierzig;
Ezr 2:26 der Kinder von Rama und Geba sechshundert und einundzwanzig;
Ezr 2:27 der Mnner von Michmas hundertzweiundzwanzig;
Ezr 2:28 der Mnner von Beth-El und Ai zweihundert und dreiundzwanzig;
Ezr 2:29 der Kinder von Nebo zweiundfnfzig;
Ezr 2:30 der Kinder Magbis hundertsechsundfnfzig;
Ezr 2:31 der Kinder des andern Elam tausendzweihundert und vierundfnfzig;
Ezr 2:32 der Kinder Harim dreihundertundzwanzig;
Ezr 2:33 der Kinder von Lod, Hadid und Ono siebenhundert und fnfundzwanzig;
Ezr 2:34 der Kinder von Jericho dreihundert und fnfundvierzig;
Ezr 2:35 der Kinder von Senaa dreitausend und sechshundertunddreiig.
Ezr 2:36 Der Priester: der Kinder Jedaja vom Hause Jesua neunhundert und dreiundsiebzig;
Ezr 2:37 der Kinder Immer tausend und zweiundfnfzig;
Ezr 2:38 der Kinder Pashur tausendzweihundert und siebenundvierzig;
Ezr 2:39 der Kinder Harim tausend und siebzehn.
Ezr 2:40 Der Leviten: der Kinder Jesua und Kadmiel von den Kindern Hodavja vierundsiebzig.
Ezr 2:41 Der Snger: der Kinder Asaph hundertachtundzwanzig.
Ezr 2:42 der Kinder der Torhter: die Kinder Sallum, die Kinder Ater, die Kinder Talmon, die Kinder Akkub, die Kinder Hatita und die Kinder Sobai, allesamt hundertneununddreiig.
Ezr 2:43 Der Tempelknechte: die Kinder Ziha, die Kinder Hasupha, die Kinder Tabbaoth,
Ezr 2:44 die Kinder Keros, die Kinder Siaha, die Kinder Padon,
Ezr 2:45 die Kinder Lebana, die Kinder Hagaba, die Kinder Akkub,
Ezr 2:46 die Kinder Hagab, die Kinder Samlai, die Kinder Hanan,
Ezr 2:47 die Kinder Giddel, die Kinder Gahar, die Kinder Reaja,
Ezr 2:48 die Kinder Rezin, die Kinder Nekoda, die Kinder Gassam,
Ezr 2:49 die Kinder Usa, die Kinder Paseah, die Kinder Beasi,
Ezr 2:50 die Kinder Asna, die Kinder der Meuniter, die Kinder der Nephusiter,
Ezr 2:51 die Kinder Bakbuk, die Kinder Hakupha, die Kinder Harhur,
Ezr 2:52 die Kinder Bazluth, die Kinder Mehida, die Kinder Harsa,
Ezr 2:53 die Kinder Barkos, die Kinder Sisera, die Kinder Themah,
Ezr 2:54 die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha.
Ezr 2:55 Die Kinder der Knechte Salomos: Die Kinder Sotai, die Kinder Sophereth, die Kinder Peruda,
Ezr 2:56 die Kinder Jaala, die Kinder Darkon, die Kinder Giddel,
Ezr 2:57 die Kinder Sephatja, die Kinder Hattil, die Kinder Pochereth von Zebaim, die Kinder der Ami.
Ezr 2:58 Aller Tempelknechte und Kinder der Knechte Salomos waren zusammen dreihundert und zweiundneunzig.
Ezr 2:59 Und diese zogen auch mit herauf von Thel-Melah, Thel-Harsa, Cherub, Addon und Immer, aber sie konnten nicht anzeigen ihr Vaterhaus noch ihr Geschlecht, ob sie aus Israel wren:
Ezr 2:60 die Kinder Delaja, die Kinder Tobia, die Kinder Nekoda, sechshundert und zweiundfnfzig.
Ezr 2:61 Und von den Kindern der Priester: die Kinder Habaja, die Kinder Hakkoz, die Kinder Barsillais, der aus den Tchtern Barsillais, des Gileaditers, ein Weib nahm und ward unter ihrem Namen genannt.
Ezr 2:62 Die suchten ihre Geburtsregister, und fanden keine; darum wurden sie untchtig geachtet zum Priestertum.
Ezr 2:63 Und der Landpfleger sprach zu ihnen, sie sollten nicht essen vom Hochheiligen, bis ein Priester aufstnde mit dem Licht und Recht.
Ezr 2:64 Der ganzen Gemeinde wie ein Mann waren zweiundvierzigtausend und dreihundertundsechzig.
Ezr 2:65 ausgenommen ihre Knechte und Mgde, derer waren siebentausend dreihundert und siebenunddreiig, dazu zweihundert Snger und Sngerinnen.
Ezr 2:66 Und hatten siebenhundert und sechsunddreiig Rosse, zweihundert und fnfundvierzig Maultiere,
Ezr 2:67 vierhundert und fnfunddreiig Kamele und sechstausend und siebenhundertzwanzig Esel.
Ezr 2:68 Und etliche Oberste der Vaterhuser, da sie kamen zum Hause des Herrn zu Jerusalem, gaben sie freiwillig zum Hause Gottes, dass man's setzte auf seine Sttte,
Ezr 2:69 und gaben nach ihrem Vermgen zum Schatz frs Werk einundsechzigtausend Goldgulden und fnftausend Pfund Silber und hundert Priesterrcke.
Ezr 2:70 Also setzten sich die Priester und die Leviten und die vom Volk und die Snger und die Torhter und die Tempelknechte in ihre Stdte und alles Israel in seine Stdte.
Ezr 3:1 Und da herbeikam der siebente Monat und die Kinder Israel nun in ihren Stdten waren, kam das Volk zusammen wie ein Mann gen Jerusalem.
Ezr 3:2 Und es machte sich auf Jesua, der Sohn Jozadaks, und seine Brder, die Priester, und Serubabel, der Sohn Sealthiels, und seine Brder und bauten den Altar des Gottes Israels, Brandopfer darauf zu opfern, wie es geschrieben steht im Gesetz Moses, des Mannes Gottes,
Ezr 3:3 und richteten zu den Altar auf seine Sttte (denn es war ein Schrecken unter ihnen vor den Vlkern in den Lndern) und opferten dem HErrn Brandopfer darauf des Morgens und des Abends.
Ezr 3:4 Und hielten der Laubhtten Fest, wie geschrieben steht, und taten Brandopfer alle Tage nach der Zahl, wie sich's gebhrt, einen jeglichen Tag sein Opfer,
Ezr 3:5 darnach auch die tglichen Brandopfer und der Neumonde und aller Festtage des HErrn, die geheiligt sind, und allerlei freiwillige Opfer, die sie dem HErrn freiwillig taten.
Ezr 3:6 Am ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, dem HErrn Brandopfer zu tun. Aber der Grund des Tempels war noch nicht gelegt.
Ezr 3:7 Sie gaben aber Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und Speise und Trank und l denen zu Sidon und zu Tyrus, dass sie Zedernholz vom Libanon aufs Meer gen Japho brchten nach dem Befehl des Kores, des Knigs in Persien, an sie.
Ezr 3:8 Im zweiten Jahr ihrer Ankunft am Hause Gottes zu Jerusalem, im zweiten Monat, fingen an Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn Jozadaks, und die brigen ihrer Brder, Priester und Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft gekommen waren gen und bestellten die Leviten von zwanzig Jahren und darber, zu treiben das Werk am Hause des HErrn.
Ezr 3:9 Und Jesua stand mit seinen Shnen und Brdern und Kadmiel mit seinen Shnen, die Kinder Juda, wie ein Mann, vorzustehen den Arbeitern am Hause Gottes, desgleichen die Kinder Henadad mit ihren Kindern und Brdern, den Leviten.
Ezr 3:10 Und da die Bauleute den Grund legten am Tempel des HErrn, standen die Priester in ihren Kleidern mit Drommeten und die Leviten, die Kinder Asaph, mit Zimbeln, zu loben den HErrn mit dem Gedicht Davids, des Knigs ber Israel,
Ezr 3:11 und sangen umeinander und lobten und dankten dem HErrn, dass er gtig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich whret ber Israel. Und alles Volk jauchzte laut beim Lobe des HErrn, dass der Grund am Hause des HErrn gelegt war.
Ezr 3:12 Aber viele der alten Priester und Leviten und Obersten der Vaterhuser, die das vorige Haus gesehen hatten, da nun dies Haus vor ihren Augen gegrndet ward, weinten sie laut. Viele aber jauchzten mit Freuden, dass das Geschrei hoch erscholl,
Ezr 3:13 also dass das Volk nicht unterscheiden konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute Weinen im Volk; denn das Volk jauchzte laut, dass man das Geschrei ferne hrte.
Ezr 4:1 Da aber die Widersacher Judas und Benjamins hrten, dass die Kinder der Gefangenschaft dem HErrn, dem Gott Israels, den Tempel bauten,
Ezr 4:2 kamen sie zu Serubabel und zu den Obersten der Vaterhuser und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn wir suchen euren Gott gleichwie ihr, und wir haben ihm geopfert, seit der Zeit da Asar-Haddon, der Knig von Assyrien, uns hat heraufgebracht.
Ezr 4:3 Aber Serubabel und Jesua und die andern Obersten der Vaterhuser in Israel antworteten ihnen: Es ziemt sich nicht, uns und euch, das Haus unsres Gottes zu bauen; sondern wir wollen allein bauen dem HErrn, dem Gott Israels, wie uns Kores, der Knig in Persien, geboten hat.
Ezr 4:4 Da hinderte das Volk im Lande die Hand des Volkes Juda und schreckten sie ab im Bauen
Ezr 4:5 und dingten Ratgeber wider sie und verhinderten ihren Rat, solange Kores, der Knig in Persien, lebte, bis an das Knigreich Darius, des Knigs in Persien.
Ezr 4:6 Und da Ahasveros Knig ward, im Anfang seines Knigreichs, schrieben sie eine Anklage wider die von Juda und Jerusalem.
Ezr 4:7 Und zu den Zeiten Arthahsasthas schrieb Bislam, Mithredath, Tabeel und die andern ihres Rats an Arthahsastha, den Knig in Persien. Die Schrift aber des Briefes war syrisch, und er war auf syrisch verdolmetscht.
Ezr 4:8 Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber schrieben diesen Brief wider Jerusalem an Arthahsastha, den Knig:
Ezr 4:9 Wir, Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, und die andern des Rats: die von Dina, von Arpharsach, von Tarpal, von Persien, von Erech, von Babel, von Susan, von Deha und von Elam,
Ezr 4:10 und die andern Vlker, welche der groe und berhmte Asnaphar herbergebracht und gesetzt hat in die Stadt Samaria und in die andern Orte diesseits des Wassers, und so fort.
Ezr 4:11 Und dies ist der Inhalt des Briefes, den sie dem Knig Arthahsastha sandten: Deine Knechte, die Mnner diesseits des Wassers, und so fort.
Ezr 4:12 Es sei kund dem Knig, dass die Juden, die von dir zu uns heraufgekommen sind gen Jerusalem, in die aufrhrerische und bse Stadt, bauen sie und machen ihre Mauern und fhren sie aus dem Grunde.
Ezr 4:13 So sei nun dem Knig kund: Wo diese Stadt gebaut wird und die Mauern wieder gemacht, so werden sie Scho, Zoll und jhrliche Zinse nicht geben, und ihr Vornehmen wird den Knigen Schaden bringen.
Ezr 4:14 Nun wir aber das Salz des Knigshauses essen und die Schmach des Knigs nicht lnger wollen sehen, darum schicken wir hin und lassen es den Knig zu wissen tun,
Ezr 4:15 dass man lasse suchen in den Chroniken deiner Vter; so wirst du finden in denselben Chroniken und erfahren, dass diese Stadt aufrhrerisch und schdlich ist den Knigen und Landen und macht, dass andere auch abfallen, von alters her, darum die Stadt auch zerstrt ist.
Ezr 4:16 Darum tun wir dem Knig zu wissen, dass, wo diese Stadt gebaut wird und ihre Mauern gemacht, so wirst du vor ihr nichts behalten diesseits des Wassers.
Ezr 4:17 Da sandte der Knig ein Antwort an Rehum, den Kanzler, und Simsai, den Schreiber, und die andern ihres Rates, die in Samaria wohnten und in den andern Orten jenseits des Wassers: Friede und Gru!
Ezr 4:18 der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist deutlich vor mir gelesen.
Ezr 4:19 Und ist von mir befohlen, dass man suchen sollte. Und man hat gefunden, dass diese Stadt von alters her wider die Knige sich emprt hat und Aufruhr und Abfall darin geschieht.
Ezr 4:20 Auch sind mchtige Knige zu Jerusalem gewesen, die geherrscht haben ber alles, was jenseits des Wassers ist, dass ihnen Zoll, Scho und jhrliche Zinse gegeben wurden.
Ezr 4:21 So tut nun nach diesem Befehl: Wehrt denselben Mnnern, dass diese Stadt nicht gebaut werde, bis dass von mir der Befehl gegeben werde.
Ezr 4:22 So seht nun zu, dass ihr nicht lssig hierin seid, damit nicht grerer Schade entstehe dem Knig!
Ezr 4:23 Da nun der Brief des Knigs Arthahsastha gelesen ward vor Rehum und Simsai, dem Schreiber, und ihrem Rat, zogen sie eilend hinauf gen Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit Arm und Gewalt.
Ezr 4:24 Da hrte auf das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem und blieb nach bis ins zweite Jahr des darius, des Knigs in Persien.
Ezr 5:1 Es weissagten aber die Propheten Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, den Juden, die in Juda und Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels.
Ezr 5:2 Da machten sich auf Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn Jozadaks, und fingen an zu bauen das Haus Gottes zu Jerusalem, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie strkten.
Ezr 5:3 Zu der Zeit kam Thathnai, der Landpfleger diesseits des Wassers, und Sethar-Bosnai und ihr Rat und sprachen also zu ihnen: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen?
Ezr 5:4 Da sagten wir ihnen, wie die Mnner hieen, die diesen Bau taten.
Ezr 5:5 Aber das Auge ihres Gottes war ber den ltesten der Juden, dass ihnen nicht gewehrt ward, bis dass man die Sache an Darius gelangen lie und darber eine Schrift wiederkme.
Ezr 5:6 Dies ist aber der Inhalt des Briefes Thathnais, des Landpflegers diesseits des Wassers, und Sethar-Bosnais und ihres Rats, derer von Apharsach, die diesseits des Wassers waren, an den Knig Darius.
Ezr 5:7 Und die Worte die sie zu ihm sandten, lauteten also: Dem Knig Darius allen Frieden!
Ezr 5:8 Es sei kund dem Knig, dass wir ins jdische Land gekommen sind zu dem Hause des groen Gottes, welches man baut mit behauenen Steinen, und Balken legt man in die Wnde, und das Werk geht frisch vonstatten unter ihrer Hand.
Ezr 5:9 Wir aber haben die ltesten gefragt und zu ihnen gesagt also: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen?
Ezr 5:10 Auch fragten wir, wie sie hieen, auf dass wir sie dir kundtten und die Namen der Mnner aufschrieben, die ihre Obersten waren.
Ezr 5:11 Sie aber gaben uns solche Worte zur Antwort und sprachen: Wir sind Knechte des Gottes im Himmel und der Erde und bauen das Haus, das vormals vor vielen Jahren gebaut war, das ein groer Knig Israels gebaut hat und aufgerichtet.
Ezr 5:12 Da aber unsre Vter den Gott des Himmels erzrnten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, des Chalders; der zerbrach dies Haus und fhrte das Volk weg gen Babel.
Ezr 5:13 Aber im ersten Jahr des Kores, des Knigs zu Babel, befahl derselbe Knig Kores, dies Haus Gottes zu bauen.
Ezr 5:14 Denn auch die goldenen und silbernen Gefe im Hause Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem nahm und brachte sie in den Tempel zu Babel, nahm der Knig Kores aus dem Tempel zu Babel und gab sie Sesbazar mit Namen, den er zum Landpfleger setzte,
Ezr 5:15 und sprach zu ihm: Diese Gefe nimm, zieh hin und bringe sie in den Tempel zu Jerusalem und lass das Haus Gottes bauen an seiner Sttte.
Ezr 5:16 Da kam derselbe Sesbazar und legte den Grund am Hause Gottes zu Jerusalem. Seit der Zeit baut man, und es ist noch nicht vollendet.
Ezr 5:17 Gefllt es nun dem Knig, so lasse er suchen in dem Schatzhause des Knigs, das zu Babel ist, ob's von dem Knig Kores befohlen sei, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen, und sende zu uns des Knigs Meinung darber.
Ezr 6:1 Da befahl der Knig Darius, dass man suchen sollte in der Kanzlei im Schatzhause des Knigs, die zu Babel lag.
Ezr 6:2 da fand man zu Ahmetha im Schloss das in Medien Liegt, ein Buch und stand also darin eine Geschichte geschrieben:
Ezr 6:3 Im ersten Jahr des Knigs Kores befahl der Knig Kores, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen als eine Sttte, da man opfert und den Grund zu legen; zur Hhe sechzig Ellen und zur Weite auch sechzig Ellen;
Ezr 6:4 und drei Reihen von behauenen Steinen und eine Reihe von Holz; und die Kosten sollen vom Hause des Knigs gegeben werden;
Ezr 6:5 dazu die goldenen und silbernen Gefe des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und gen Babel gebracht hat, soll man wiedergeben, dass sie wiedergebracht werden in den Tempel zu Jerusalem an ihre Statt im Hause Gottes.
Ezr 6:6 So haltet euch nun fern von ihnen, du, Thathnai, Landpfleger jenseits des Wassers, und Sethar-Bosnai und ihr andern des Rats, ihr von Apharsach, die ihr jenseits des Wassers seid.
Ezr 6:7 Lasst sie arbeiten am Hause Gottes, dass der Juden Landpfleger und ihre ltesten das Haus Gottes bauen an seine Sttte.
Ezr 6:8 Auch ist von mir befohlen, was man den ltesten der Juden tun soll, zu bauen das Haus Gottes; nmlich, dass man aus des Knigs Gtern von den Renten jenseits des Wassers mit Flei nehme und gebe es den Leuten und dass man ihnen nicht wehre;
Ezr 6:9 und wenn sie bedrfen junge Farren, Widder oder Lmmer zum Brandopfer dem Gott des Himmels, Weizen, Salz, Wein und l, nach dem Wort der Priester zu Jerusalem soll man ihnen geben jeglichen Tag seine Gebhr, und dass solches nicht lssig geschehe! ,
Ezr 6:10 dass sie opfern zum sen Geruch dem Gott des Himmels und bitten fr das Leben des Knigs und seiner Kinder.
Ezr 6:11 Von mir ist solcher Befehl geschehen. Und welcher Mensch diese Worte verndert, von des Hause soll man einen Balken nehmen und aufrichten und ihn daran hngen, und sein Haus soll dem Gericht verfallen sein um der Tat willen.
Ezr 6:12 Der Gott aber, der seinen Namen daselbst wohnen lsst, bringe um alle Knige und jegliches Volk, das seine Hand ausreckt, daran zu ndern und zu brechen das Haus Gottes in Jerusalem. Ich, Darius, habe dies befohlen, dass es mit Flei getan werde.
Ezr 6:13 Das taten mit Flei Thathnai, der Landpfleger jenseits des Wassers, und Sethar-Bosnai mit ihrem Rat, zu welchem der Knig Darius gesandt hatte.
Ezr 6:14 Und die ltesten der Juden bauten; und es ging vonstatten durch die Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohnes Iddos, und sie bauten und richteten auf nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl des Kores, Darius und Arthahsastha, der Knige in Persien,
Ezr 6:15 und vollendeten das Haus bis an den dritten Tag des Monats Adar, das war das sechste Jahr des Knigreichs des Knigs Darius.
Ezr 6:16 Und die Kinder Israel, die Priester, die Leviten und die andern Kinder der Gefangenschaft hielten Einweihung des Hauses Gotte mit Freuden
Ezr 6:17 und opferten auf die Einweihung des Hauses Gottes hundert Farren, zweihundert Widder, vierhundert Lmmer und zum Sndopfer fr ganz Israel zwlf Ziegenbcke nach der Zahl der Stmme Israels
Ezr 6:18 und bestellten die Priester und die Leviten in ihren Ordnungen, zu dienen Gott, der zu Jerusalem ist, wie es geschrieben steht im Buch Moses.
Ezr 6:19 Und die Kinder der Gefangenschaft hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats;
Ezr 6:20 Denn die Priester und Leviten hatten sich gereinigt wie ein Mann, dass sie alle rein waren, und schlachteten das Passah fr alle Kinder der Gefangenschaft und fr ihre Brder, die Priester und fr sich.
Ezr 6:21 Und die Kinder Israel, die aus der Gefangenschaft waren wiedergekommen, und alle, die sich zu ihnen abgesondert hatten von der Unreinigkeit der Heiden im Lande, zu suchen den HErrn, den Gott Israels, aen
Ezr 6:22 und hielten das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage mit Freuden; denn der HErr hatte sie frhlich gemacht und das Herz des Knigs von Assyrien zu ihnen gewandt, dass sie gestrkt wrden im Werk am Hause Gottes, der der Gott Israels ist.
Ezr 7:1 Nach diesen Geschichten, da Arthahsastha, der Knig in Persien, regierte, zog herauf von Babel Esra, der Sohn Serajas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Hilkias,
Ezr 7:2 des Sohnes Sallum, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitobs,
Ezr 7:3 des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajoths,
Ezr 7:4 des Sohnes Serahjas, des Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis,
Ezr 7:5 des Sohnes Abisuas, des Sohnes Pinehas, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Aarons, des obersten Priesters.
Ezr 7:6 Esra aber war ein geschickter Schriftgelehrter im Gesetz Moses, das der HErr, der Gott Israels gegeben hatte. Und der Knig gab ihm alles, was er forderte, nach der Hand des HErrn, seines Gottes, ber ihm.
Ezr 7:7 Und es zogen herauf etliche der Kinder Israel und der Priester und der Leviten, der Snger, der Torhter und der Tempelknechte gen Jerusalem, im siebenten Jahr Arthahsasthas, des Knigs.
Ezr 7:8 Und er kam gen Jerusalem im fnften Monat, nmlich des siebenten Jahres des Knigs.
Ezr 7:9 Denn am ersten Tage des ersten Monats ward er Rats, heraufzuziehen von Babel, und am ersten Tage des fnften Monats kam er gen Jerusalem nach der guten Hand Gottes ber ihm.
Ezr 7:10 Denn Esra schickte sein Herz, zu suchen das Gesetz des HErrn und zu tun, und zu lehren in Israel Gebote und Rechte.
Ezr 7:11 Und dies ist der Inhalt des Briefes, den der Knig Arthahsastha gab Esra, dem Priester, dem Schriftgelehrten, der ein Lehrer war in den Worten des HErrn und seiner Gebote ber Israel:
Ezr 7:12 Arthahsastha, Knig aller Knige, Esra, dem Priester und Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels, Friede und Gru!
Ezr 7:13 Von mir ist befohlen, dass alle, die da willig sind in meinem Reich, des Volkes Israel und der Priester und Leviten, gen Jerusalem zu ziehen, dass die mit dir ziehen,
Ezr 7:14 dieweil du vom Knig und seinen sieben Ratsherren gesandt bist, zu besichtigen Juda und Jerusalem nach dem Gesetz Gottes, das unter deiner Hand ist,
Ezr 7:15 und hinzubringen Silber und Gold, das der Knig und seine Ratsherren freiwillig geben dem Gott Israels, des Wohnung zu Jerusalem ist,
Ezr 7:16 und allerlei Silber und Gold, das du finden kannst in der ganzen Landschaft Babel, mit dem, was das Volk und die Priester freiwillig geben zum Hause ihres Gottes zu Jerusalem.
Ezr 7:17 Alles das nimm und kaufe mit Flei von dem Gelde Farren, Widder, Lmmer und die Speisopfer und Trankopfer dazu, dass man opfere auf dem Altar beim Hause eures Gottes zu Jerusalem.
Ezr 7:18 Dazu was dir und deinen Brdern mit dem brigen Gelde zu tun gefllt, das tut nach dem Willen eures Gottes.
Ezr 7:19 Und die Gefe, die dir gegeben sind zum Amt im Hause Gottes, berantworte vor Gott zu Jerusalem.
Ezr 7:20 Auch was mehr not sein wird zum Hause deines Gottes, das dir vorfllt auszugeben, das lass geben aus der Kammer des Knigs.
Ezr 7:21 Ich, Knig Arthahsastha, habe dies befohlen den Schatzmeistern jenseit des Wassers, dass, was Esra von euch fordern wird, der Priester und Schriftgelehrte im Gesetz des Gottes des Himmels, dass ihr das fleiig tut,
Ezr 7:22 bis auf hundert Zentner Silber und auf hundert Kor Weizen und auf hundert Bath Wein und auf hundert Bath l und salz ohne Ma.
Ezr 7:23 Alles was gehrt zum Gesetz des Gottes des Himmels, dass man dasselbe fleiig tue zum Hause des Gottes des Himmels, dass nicht ein Zorn komme ber das Knigreich des Knigs und seiner Kinder.
Ezr 7:24 Und euch sei kund, dass ihr nicht Macht habt, Zins, Zoll und jhrliche Rente zu legen auf irgend einen Priester, Leviten, Snger, Torhter, Tempelknecht und Diener im Hause dieses Gottes.
Ezr 7:25 Du aber, Esra, nach der Weisheit deines Gottes, die unter deiner Hand ist, setze Richter und Pfleger, die alles Volk richten, das jenseit des Wassers ist, alle, die das Gesetz deines Gottes wissen; und welche es nicht wissen, die lehret es.
Ezr 7:26 Und ein jeglicher, der nicht mit Flei tun wird das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des Knigs, der soll sein Urteil um der Tat willen haben, es sei zum Tod oder in die Acht oder zur Bue am Gut oder ins Gefngnis.
Ezr 7:27 Gelobt sei der HErr, unsrer Vter Gott, der solches hat dem Knig eingegeben, dass er das Haus des HErrn zu Jerusalem ziere,
Ezr 7:28 und hat zu mir Barmherzigkeit geneigt vor dem Knig und seinen Ratsherren und allen Gewaltigen des Knigs! Und ich ward getrost nach der Hand des HErrn, meines Gottes, ber mir und versammelte Hupter aus Israel, dass sie mit mir hinaufzgen.
Ezr 8:1 Dies sind die Hupter ihrer Vaterhuser und ihr Geschlecht, die mit mir heraufzogen von Babel zu den Zeiten, da der Knig Arthahsastha regierte:
Ezr 8:2 Von den Kindern Pinhas: Gersom; von den Kinder Ithamar: Daniel; von den Kindern David: Hattus,
Ezr 8:3 von den Kindern Sechanja; von den Kindern Pareos: Sacharja und mit ihm Mannsbilder, gerechnet hundertfnfzig;
Ezr 8:4 von den Kindern Pahath-Moab: Eljoenai, der Sohn Serahjas, und mit ihm zweihundert Mannsbilder;
Ezr 8:5 von den Kindern Satthu: Sechanja, der Sohn Jahasiels, und mit ihm dreihundert Mannsbilder;
Ezr 8:6 von den Kindern Adin: Ebed, der Sohn Jonathan, und mit ihm fnfzig Mannsbilder;
Ezr 8:7 von den Kindern Elam: Jesaja, der Sohn Athaljas, und mit ihm siebzig Mannsbilder;
Ezr 8:8 von den Kindern Sephatja: Sebadja, der Sohn Michaels und mit ihm achtzig Mannsbilder;
Ezr 8:9 von den Kindern Joab: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm zweihundertachtzehn Mannsbilder;
Ezr 8:10 von den Kindern Bani: Selomith, der Sohn Josiphjas, und mit ihm hundertsechzig Mannsbilder;
Ezr 8:11 von den Kindern Bebai: Sacharja, der Sohn Bebais, und mit ihm achtundzwanzig Mannsbilder;
Ezr 8:12 von den Kindern Asgad: Johanan, der Sohn Hakkatans, und mit ihm hundertundzehn Mannsbilder;
Ezr 8:13 von den Kindern Adonikams die letzten, und hieen also: Eliphelet, Jeiel und Semaja, und mit ihnen sechzig Mannsbilder;
Ezr 8:14 von den Kindern Bigevai: Uthai und Sabbud und mit ihnen siebzig Mannsbilder.
Ezr 8:15 Und ich versammelte sie ans Wasser, das gen Ahava kommt; und wir bleiben drei Tage daselbst. Und da ich achthatte aufs Volk und die Priester, fand ich keine Leviten daselbst.
Ezr 8:16 Da sandte ich hin Elieser, Ariel, Semaja, Elnathan, Jarib, Elnathan, Nathan, Sacharja und Mesullam, die Obersten, und Jojarib und Elnathan, die Lehrer,
Ezr 8:17 und sandte sie aus zu Iddo, dem Obersten, gen Kasphia, dass sie uns holten Diener fr das Haus unsres Gottes. Und ich gab ihnen ein, was sie reden sollten mit Iddo und seinen Brdern, den Tempelknechten, zu Kasphia.
Ezr 8:18 Und sie brachten uns, nach der guten Hand unsres Gottes ber uns, einen klugen Mann aus den Kindern Maheli, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, und Serebja mit seinen Shnen und Brdern, achtzehn,
Ezr 8:19 und Hasabja und mit ihm Jesaja von den Kindern Merari mit seinen Brdern und ihren Shnen, zwanzig,
Ezr 8:20 und von den Tempelknechten, die David und die Frsten gaben, zu dienen den Leviten, zweihundertundzwanzig, alle mit Namen genannt.
Ezr 8:21 Und ich lie daselbst am Wasser bei Ahava ein Fasten ausrufen, dass wir uns demtigten vor unsrem Gott, zu suchen von ihm einen richtigen Weg fr uns und unsre Kinder und alle unsre Habe.
Ezr 8:22 Denn ich schmte mich vom Knig Geleit und Reiter zu fordern, uns wider die Feinde zu helfen auf dem Wege. Denn wir hatten dem Knig gesagt: Die Hand unsres Gottes ist zum Besten ber alle, die ihn suchen, und seine Strke und Zorn ber alle, die ihn verlassen.
Ezr 8:23 Also fasteten wir und suchten solches von unsrem Gott, und er hrte uns.
Ezr 8:24 Und ich sonderte zwlf aus von den obersten Priestern, dazu Serebja und Hasabja und mit ihnen ihrer Brder zehn,
Ezr 8:25 und wog ihnen dar das Silber und Gold und die Gefe zur Hebe fr das Haus unsres Gottes, welche der Knig und seine Ratsherren und Frsten und ganz Israel, das vorhanden war, zur Hebe gegeben hatten.
Ezr 8:26 Und wog ihnen dar unter ihre Hand sechshundertundfnfzig Zentner Silber und an silbernen Gefen hundert zentner und an Gold hundert Zentner,
Ezr 8:27 zwanzig goldene Becher, tausend Goldgulden wert, und zwei eherne, kstliche Gefe, lauter wie Gold.
Ezr 8:28 Und sprach zu ihnen: Ihr seid heilig dem HErrn, so sind die Gefe auch heilig; dazu das frei gegebene Silber und Gold dem HErrn, eurer Vter Gott.
Ezr 8:29 So wacht und bewahrt es, bis dass ihr's darwgt vor den Obersten Priestern und Leviten und den Obersten der Vaterhuser in Israel zu Jerusalem in die Kammer des Hauses des HErrn.
Ezr 8:30 Da nahmen die Priester und Leviten das gewogene Silber und Gold und die Gefe, dass sie es brchten gen Jerusalem zum Hause unsres Gottes.
Ezr 8:31 Also brachen wir auf von dem Wasser Ahava am zwlften Tage des ersten Monats, dass wir gen Jerusalem zgen. Und die Hand unsres Gottes war ber uns und errettete uns von der Hand der Feinde und derer, die uns nachstellten auf dem Wege.
Ezr 8:32 Und wir kamen gen Jerusalem und blieben daselbst drei Tage.
Ezr 8:33 Aber am vierten Tage wurden dargewogen das Silber und Gold und die Gefe ins Haus unsres Gottes unter die Hand des Priesters Meremoth, des Sohnes Urias, und mit ihm Eleasar, dem Sohn Pinehas, und mit ihnen Josabad, dem Sohn Jesuas, und Noadja, dem Sohn Binnuis, den Leviten,
Ezr 8:34 nach Zahl und Gewicht eines jeglichen; und das Gewicht ward zu der Zeit alles aufgeschrieben.
Ezr 8:35 Und die Kinder der Gefangenschaft, die aus der Gefangenschaft gekommen waren, opferten Brandopfer dem Gott Israels: zwlf Farren fr das ganze Israel, sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Lmmer, zwlf Bcke zum Sndopfer, alles zum Brandopfer dem HErrn.
Ezr 8:36 Und sie berantworteten des Knigs Befehle den Amtleuten des Knigs und den Landpflegern diesseit des Wassers. Und diese halfen dem Volk und dem Hause Gottes.
Ezr 9:1 Da das alles war ausgerichtet, traten zu mir die Obersten und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten sind nicht abgesondert von den Vlkern in den Lndern nach ihren Greueln, nmlich die Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Jebusiter, Ammoniter, Moabiter, gypter und Amoriter;
Ezr 9:2 denn sie haben derselben Tchter genommen sich und ihren Shnen und den heiligen Samen gemein gemacht mit den Vlkern in den Lndern. Und die Hand der Obersten und Ratsherren war die vornehmste in dieser Missetat.
Ezr 9:3 Da ich solches hrte, zerriss ich mein Kleid und meinen Rock und raufte mein Haupthaar und Bart aus und sa bestrzt.
Ezr 9:4 Und es versammelten sich zu mir alle, die des HErrn Wort, des Gottes Israels, frchteten, um der Vergreifung willen derer, die gefangen gewesen waren; und ich sa bestrzt bis an das Abendopfer.
Ezr 9:5 Und um das Abendopfer stand ich auf von meinem Elend und zerriss mein Kleid und meinen Rock und fiel auf meine Kniee und breitete meine Hnde aus zu dem HErrn, meinem Gott,
Ezr 9:6 und sprach: Mein Gott, ich schme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsre Missetat ist ber unser Haupt gewachsen und unsre Schuld ist gro bis in den Himmel.
Ezr 9:7 Von der Zeit unsrer Vter an sind wir in groer Schuld gewesen bis auf diesen Tag, und um unsrer Missetat willen sind wir und unsre Knige und Priester gegeben in die Hand der Knige in den Lndern, ins Schwert, ins Gefngnis in Raub und in Scham des Angesichts, wie es heutigestages geht.
Ezr 9:8 Nun aber ist einen kleinen Augenblick Gnade von dem HErrn, unsrem Gott, geschehen, dass uns noch Entronnene briggelassen sind, dass er uns gebe einen Nagel an seiner heiligen Sttte, dass unser Gott unsre Augen erleuchte und gebe uns ein wenig Leben, da wir Knechte sind.
Ezr 9:9 Denn wir sind Knechte, und unser Gott hat uns nicht verlassen, ob wir Knechte sind, und hat Barmherzigkeit zu uns geneigt vor den Knigen in Persien, dass sie uns das Leben gelassen haben und erhht das Haus unsres Gottes und aufgerichtet seine Verstrung und uns gegeben einen Zaun in Juda und Jerusalem.
Ezr 9:10 Nun, was sollen wir sagen, unser Gott, nach diesem, dass wir deine Gebote verlassen haben,
Ezr 9:11 die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast und gesagt: Das Land, darein ihr kommt, es zu erben, ist ein unreines Land durch die Unreinigkeit der Vlker in den Lndern in ihren Greueln, womit sie es an allen Enden voll Unreinigkeit gemacht haben.
Ezr 9:12 So sollt ihr nun eure Tchter nicht geben ihren Shnen, und ihre Tchter sollt ihr euren Shnen nicht nehmen; und sucht nicht ihren Frieden noch ihr Gutes ewiglich, auf dass ihr mchtig werdet und esset das Gute im Lande und vererbt es auf eure Kinder ewiglich.
Ezr 9:13 Und nach dem allem, was ber uns gekommen ist um unsrer bsen Werke groer Schuld willen, hast du, unser Gott, unsre Missetat verschont und hast uns eine Errettung gegeben, wie es da steht.
Ezr 9:14 Sollten wir wiederum deine Gebote lassen fahren, dass wir uns mit den Vlkern dieser Greuel befreundeten? Wirst du nicht ber uns zrnen, bis dass es ganz aus sei, dass nichts briges noch keine Errettung sei?
Ezr 9:15 HErr, Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind briggeblieben als Errettete, wie es heute steht. Siehe, wir sind vor dir in unsrer Schuld; denn um deswillen ist nicht zu bestehen vor dir.
Ezr 10:1 Und da Esra also betete und bekannte, weinte und vor dem Hause Gottes lag, sammelten sich zu ihm aus Israel eine sehr groe Gemeinde von Mnnern und Weibern und Kindern; denn das Volk weinte sehr.
Ezr 10:2 Und Sechanja, der Sohn Jehiels, aus den Kindern Elam, antwortete und sprach zu Esra: Wohlan, wir haben uns an unsrem Gott vergriffen, dass wir fremde Weiber aus den Vlkern des Landes genommen haben. Nun, es ist noch Hoffnung fr Israel ber dem.
Ezr 10:3 So lasst uns einen Bund machen mit unsrem Gott, dass wir alle Weiber und die von ihnen geboren sind, hinaustun nach dem Rat des HErrn und derer, die die Gebote unsres Gottes frchten, dass man tue nach dem Gesetz.
Ezr 10:4 So mache dich auf! denn dir gebhrt's; wir wollen mit dir sein. Sei getrost und tue es!
Ezr 10:5 Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den Obersten der Priester und Leviten und des ganzen Israels, dass sie nach diesem Wort tun sollten. Und sie schwuren.
Ezr 10:6 Und Esra stand auf vor dem Hause Gottes und ging in die Kammer Johanans, des Sohnes Eljasibs. Und da er dahin kam, a er kein Brot und trank kein Wasser; denn er trug Leid um die Vergreifung derer, die gefangen gewesen waren.
Ezr 10:7 Und sie lieen ausrufen durch Juda und Jerusalem zu allen, die gefangen gewesen waren, dass sie sich gen Jerusalem versammelten.
Ezr 10:8 Und welcher nicht kme in drei Tagen nach dem Rat der Obersten und ltesten, des Habe sollte alle verbannt sein und er abgesondert von der Gemeinde der Gefangenen.
Ezr 10:9 Da versammelten sich alle Mnner Judas und Benjamins gen Jerusalem in drei Tagen, das ist am zwanzigsten Tage des neunten Monats. Und alles Volk sa auf der Strae vor dem Hause Gottes und zitterte um der Sache willen und vom Regen.
Ezr 10:10 Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr habt euch vergriffen, dass ihr fremde Weiber genommen habt, dass ihr der Schuld Israels noch mehr machtet.
Ezr 10:11 So bekennt nun dem HErrn, eurer Vter Gott, und tut sein Wohlgefallen und scheidet euch von den Vlkern des Landes und von den fremden Weibern.
Ezr 10:12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: Es geschehe, wie du uns gesagt hast.
Ezr 10:13 Aber des Volks ist viel, und Regenzeit, und man kann nicht drauen stehen; so ist's auch nicht eines oder zweier Tage Werk, denn wir haben viel gemacht solcher bertretungen.
Ezr 10:14 Lasst uns unsre Obersten bestellen fr die ganze Gemeinde, dass alle, die in unsren Stdten fremde Weiber genommen haben, zu bestimmten Zeiten kommen und die ltesten einer jeglichen Stadt und ihre Richter mit ihnen, bis dass von uns gewendet werde der Zorn unsres Gottes um dieser Sache willen.
Ezr 10:15 (Nur Jonathan, der Sohn Asahels, und Jahseja, der Sohn Tikwas, setzten sich dawider, und Mesullam und Sabthai, der Levit, halfen ihnen.)
Ezr 10:16 Und die Kinder der Gefangenschaft taten also. Und der Priester Esra und Mnner, welche die Hupter ihrer Vaterhuser waren, alle mit Namen genannt, wurden ausgesondert und setzten sich am ersten Tage des zehnten Monats, zu erforschen diese Sache;
Ezr 10:17 und sie richteten es aus an allen Mnnern, die fremde Weiber hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats.
Ezr 10:18 Und es wurden gefunden unter den Kindern der Priestern, die fremde Weiber genommen hatten, nmlich unter den Kindern Jesuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen Brdern Maaseja, Elieser, Jarib und Gedalja,
Ezr 10:19 und sie gaben ihre Hand darauf, dass sie die Weiber wollten ausstoen und zu ihrem Schuldopfer einen Widder fr ihre Schuld geben;
Ezr 10:20 unter den Kindern Immer: Hanani und Sebadja;
Ezr 10:21 unter den Kindern Harim: Maaseja, Elia, Semaja Jehiel und Usia;
Ezr 10:22 unter den Kindern Pashur: Eljoenai, Maaseja, Ismael, Nathanael, Josabad und Eleasa;
Ezr 10:23 unter den Leviten: Josabad, Simei und Kelaja (er ist der Kelita), Pethahja, Juda und Elieser;
Ezr 10:24 unter den sngern: Eljasib; unter den Torhtern: Sallum, Telem und Uri.
Ezr 10:25 Von Israel unter den Kindern Pareos: Ramja, Jesia, Malchia, Mijamin, Eleasar, Malchia und Benaja;
Ezr 10:26 unter den Kindern Elam: Matthanja, Sacharja, Jehiel, Abdi, Jeremoth und Elia;
Ezr 10:27 unter den Kindern Satthu: Eljoenai, Eljasib, Matthanja, Jeremoth, Sabad und Asisa;
Ezr 10:28 unter den Kindern Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und Athlai;
Ezr 10:29 unter den Kindern Bani: Mesullam, Malluch, Adaja, Jasub, Seal und Jeremoth;
Ezr 10:30 unter den Kindern Pahath-Moab: Adna, Chelal, Benaja, Maaseja, Matthanja, Bezaleel, Binnui und Manasse;
Ezr 10:31 unter den Kindern Harim: Elieser, Jissia, Malchia, Semaja Simeon,
Ezr 10:32 Benjamin, Malluch und Semarja;
Ezr 10:33 unter den Kindern Hasum: Matthnai, Matthattha, Sabad, Eliphelet, Jeremai, Manasse und Simei;
Ezr 10:34 unter den Kindern Bani: Maedai, Amram, Uel,
Ezr 10:35 Benaja, Bedja, Cheluhi,
Ezr 10:36 Vanja, Meremoth, Eljasib,
Ezr 10:37 Matthanja, Matthnai, Jaesai,
Ezr 10:38 Bani, Binnui, Simei,
Ezr 10:39 Selemja, Nathan, Adaja,
Ezr 10:40 Machnadbai, Sasai, Sarai,
Ezr 10:41 Asareel, Selemja, Semarja,
Ezr 10:42 Sallum, Amarja und Joseph;
Ezr 10:43 unter den Kindern Nebo: Jeiel, Matthithja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel und Benaja.
Ezr 10:44 Diese alle hatten fremde Weiber genommen; und waren etliche unter denselben Weibern, die Kinder getragen hatten.
Neh 1:1 Dies sind die Geschichten Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Es geschah im Monat Chislev des zwanzigsten Jahres, da ich war zu Susan auf dem Schloss,
Neh 1:2 da kam Hanani, einer meiner Brder, mit etlichen Mnnern aus Juda. Und ich fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und brig waren von der Gefangenschaft, und wie es zu Jerusalem ginge.
Neh 1:3 Und sie sprachen zu mir: Die brigen von der Gefangenschaft sind daselbst im Lande in groem Unglck und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen und seine Tore mit Feuer verbrannt.
Neh 1:4 Da ich aber solche Worte hrte, sa ich und weinte und trug Leid etliche Tage und fastete und betete vor dem Gott des Himmels
Neh 1:5 und sprach: Ach HErr, Gott des Himmels, groer und schrecklicher Gott, der da hlt den Bund und die Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten,
Neh 1:6 lass doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, dass du hrst das Gebet deines Knechtes, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht fr die Kinder Israel, deine Knechte, und bekenne die Snden der Kinder Israel, die wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben auch gesndigt.
Neh 1:7 Wir haben an dir missgehandelt, dass wir nicht gehalten haben die Gebote, Befehle und Rechte, die du geboten hast deinem Knecht Mose.
Neh 1:8 Gedenke aber doch des Wortes, das du deinem Knecht Mose gebotest und sprachst: Wenn ihr euch versndigt, so will ich euch unter die Vlker streuen.
Neh 1:9 Wo ihr euch aber bekehrt zu mir und haltet meine Gebote und tut sie, und ob ihr verstoen wret bis an der Himmel Ende, so will ich euch doch von da versammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwhlt habe, dass mein Name daselbst wohne.
Neh 1:10 Sie sind ja doch deine Knechte und dein Volk, die du erlst hast durch deine groe Kraft und mchtige Hand.
Neh 1:11 Ach HErr, lass deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die da begehren deinen Namen zu frchten; und lass es deinem Knecht heute gelingen und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Manne! Denn ich war des Knigs Schenke.
Neh 2:1 Im Monat Nisan des zwanzigsten Jahre des Knigs Arthahsastha, da Wein vor ihm stand, hob ich den Wein auf und gab dem Knig; und ich sah traurig vor ihm.
Neh 2:2 Da sprach der Knig zu mir: Warum siehst du so bel? Du bist ja nicht krank? Das ist's nicht, sondern du bist schwermtig. Ich aber frchtete mich gar sehr
Neh 2:3 und sprach zu dem Knig: Der Knig lebe ewiglich! Sollte ich nicht bel sehen? Die Stadt da das Begrbnis meiner Vter ist, liegt wst, und ihre Tore sind mit Feuer verzehrt.
Neh 2:4 Da sprach der Knig: Was forderst du denn? da betete ich zu dem Gott des Himmels
Neh 2:5 und sprach zum Knig: Gefllt es dem Knig und ist dein Knecht angenehm vor dir, so wollest du mich senden nach Juda zu der Stadt des Begrbnisses meiner Vter, dass ich sie baue.
Neh 2:6 Und der Knig sprach zu mir und die Knigin, die neben ihm sa: Wie lange wird deine Reise whren, und wann wirst du wiederkommen? Und es gefiel dem Knig, dass er mich hinsendete. Und ich setzte ihm eine bestimmte Zeit
Neh 2:7 und sprach zum Knig: Gefllt es dem Knig, so gebe man mir Briefe an die Landpfleger jenseit des Wassers, dass sie mich hinbergeleiten, bis ich komme nach Juda,
Neh 2:8 und Briefe an Asaph den Holzfrsten des Knigs, dass er mir Holz gebe zu Balken der Pforten an der Burg beim Tempel und zu der Stadtmauer und zum Hause, da ich einziehen soll. Und der Knig gab mir nach der guten Hand meines Gottes ber mir.
Neh 2:9 Und da ich kam zu den Landpflegern jenseit des Wassers, gab ich ihnen des Knigs Briefe. Und der Knig sandte mit mir Hauptleute und Reiter.
Neh 2:10 Da aber das hrten Saneballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische Knecht, verdross es sie sehr, dass ein Mensch gekommen wre, der Gutes suchte fr die Kinder Israel.
Neh 2:11 Und da ich gen Jerusalem kam und drei Tage da gewesen war,
Neh 2:12 machte ich mich des Nachts auf und wenig Mnner mit mir (denn ich sagte keinem Menschen, was mir mein Gott eingegeben hatte zu tun an Jerusalem), und war kein Tier mit mir, ohne das, darauf ich ritt.
Neh 2:13 Und ich ritt zum Taltor aus bei der Nacht und gegen den Drachenbrunnen und an das Misttor; und es tat mir wehe, dass die Mauern Jerusalems eingerissen waren und die Tore mit Feuer verzehrt.
Neh 2:14 Und ging hinber zu dem Brunnentor und zu des Knigs Teich; und war da nicht Raum meinem Tier, dass es unter mir htte gehen knnen.
Neh 2:15 Da zog ich bei Nacht den Bach hinan; und es tat mir wehe, die Mauern also zu sehen. Und kehrte um und kam zum Taltor wieder heim.
Neh 2:16 Und die Obersten wussten nicht, wo ich hinging oder was ich machte; denn ich hatte bis daher den Juden und den Priestern, den Ratsherren und den Obersten und den andern, die am Werk arbeiteten, nichts gesagt.
Neh 2:17 Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglck, darin wir sind, dass Jerusalem wst liegt und seine Tore sind mit Feuer verbrannt. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems bauen, dass wir nicht mehr eine Schmach seien!
Neh 2:18 Und sagte ihnen an die Hand meines Gottes, die gut ber mir war, dazu die Worte des Knigs, die er zu mir geredet hatte. Und sie sprachen: So lasst uns auf sein und bauen! Und ihre Hnde wurden gestrkt zum Guten.
Neh 2:19 Da aber das Saneballat, der Horoniter und Tobia, der ammonitische Knecht, und Gesem, der Araber, hrten, spotteten sie unser und verachteten uns und sprachen: Was ist das, das ihr tut? Wollt ihr von dem Knig abfallen?
Neh 2:20 Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen. Ihr aber habt kein Teil noch Recht noch Gedchtnis in Jerusalem.
Neh 3:1 Und Eljasib, der Hohepriester, machte sich auf mit seinen Brdern, den Priestern und bauten das Schaftor. Sie heiligten es und setzten seine Tren ein. Sie heiligten es aber bis an den Turm Mea, bis an den Turm Hananeel.
Neh 3:2 Neben ihm bauten die Mnner von Jericho. Und daneben baute Sakkur, der Sohn Imris.
Neh 3:3 Aber das Fischtor bauten die Kinder von Senaa, sie deckten es und setzten seine Tren ein, Schlsser und Riegel.
Neh 3:4 Neben ihnen baute Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes Hakkoz. Neben ihnen baute Mesullam, der Sohn Berechjas, des Sohnes Mesesabeels. Neben ihnen baute Zadok, der Sohn Baanas.
Neh 3:5 Neben ihnen bauten die von Thekoa; aber ihre Vornehmeren brachten ihren Hals nicht zum Dienst ihrer Herren.
Neh 3:6 Das alte Tor baute Jojada, der Sohn Paseahs, und Mesullam, der Sohn Besodjas; sie deckten es und setzten ein seine Tren und Schlsser und Riegel.
Neh 3:7 Neben ihnen bauten Melatja von Gibeon und Jadon von Meronoth, die Mnner von Gibeon und von Mizpa, am Stuhl des Landpflegers diesseit des Wassers.
Neh 3:8 Daneben baute Usiel, der Sohn des Harhajas, der Goldschmied. Neben ihm baute Hananja, der Sohn der Salbenbereiter; und sie bauten aus zu Jerusalem bis an die breite Mauer.
Neh 3:9 Neben ihm baute Rephaja, der Sohn Hurs, der Oberste des halben Kreises von Jerusalem.
Neh 3:10 Neben ihm baute Jedaja, der Sohn Harumaphs, gegenber seinem Hause. Neben ihm baute Hattus, der Sohn Hasabnejas.
Neh 3:11 Aber Malchia, der Sohn Harims, und Hassub, der Sohn Pahath-Moabs, bauten ein andres Stck und den Ofenturm.
Neh 3:12 Daneben baute Sallum, der Sohn des Halohes, der Oberste des andern halben Kreises von Jerusalem, er und seine Tchter.
Neh 3:13 Das Taltor bauten Hanun und die Brger von Sanoah, sie bauten's und setzten ein seine Tren, Schlsser und Riegel, und tausend Ellen an der Mauer bis an das Misttor.
Neh 3:14 Das Misttor aber baute Malchia, der Sohn Rechabs, der Oberste des Kreises von Beth-Cherem; er baute es und setzte ein seine Tren, Schlsser und Riegel.
Neh 3:15 Aber das Brunnentor baute Sallun, der Sohn Chol-Hoses, der Oberste des Kreises von Mizpa, er baute es und deckte es und setzte ein seine Tren, Schlsser und Riegel, dazu die Mauer am Teich Siloah bei dem Garten des Knigs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids herabgehen.
Neh 3:16 Nach ihm baute Nehemia, der Sohn Asbuks, der Oberste des halben Kreises von Beth-Zur, bis gegenber den Grbern Davids und bis an den Teich, den man gemacht hatte, und bis an das Haus der Helden.
Neh 3:17 Nach ihm bauten die Leviten, Rehum, der Sohn Banis. Neben ihm baute Hasabja, der Oberste des halben Kreises von Kegila, fr seinen Kreis.
Neh 3:18 Nach ihm bauten ihre Brder, Bavvai, der Sohn Henadads, der Oberste des andern halben Kreises von Kegila.
Neh 3:19 Neben ihm baute Eser, der Sohn Jesuas, der Oberste zu Mizpa, ein anderes Stck den Winkel hinan gegenber dem Zeughaus.
Neh 3:20 Nach ihm auf dem Berge baute Baruch, der Sohn Sabbais, ein anderes Stck vom Winkel bis an die Haustr Eljasibs, des Hohenpriesters.
Neh 3:21 Nach ihm baute Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes Hakkoz, ein anderes Stck von der Haustr Eljasibs, bis an das Ende des Hauses Eljasibs,
Neh 3:22 Nach ihm bauten die Priester, die Mnner aus der Gegend.
Neh 3:23 Nach dem baute Benjamin und Hassub gegenber ihrem Hause. Nach dem baute Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Hause.
Neh 3:24 Nach ihm baute Binnui, der Sohn Henadads, ein anderes Stck vom Hause Asarjas bis an den Winkel und bis an die Ecke.
Neh 3:25 Palal, der Sohn Usais, gegenber dem Winkel und den Oberen Turm, der vom Knigshause heraussieht bei dem Kerkerhofe. Nach ihm Pedaja, der Sohn Pareos.
Neh 3:26 Die Tempelknechte aber wohnten am Ophel bis an das Wassertor gegen Morgen, da der Turm heraussieht.
Neh 3:27 Nach dem bauten die von Thekoa ein anderes Stck gegenber dem groen Turm, der heraussieht, und bis an die Mauer des Ophel.
Neh 3:28 Aber vom Rosstor an bauten die Priester, ein jeglicher gegenber seinem Hause.
Neh 3:29 Nach dem baute Zadok, der Sohn Immers, gegenber seinem Hause. Nach ihm baute Semaja, der Sohn Sechanjas, der Hter des Tores gegen Morgen.
Neh 3:30 Nach ihm baute Hananja, der Sohn Selemjas, und Hanun, der Sohn Zalaphs, der sechste, ein anderes Stck. Nach ihm baute Mesullam, der Sohn Berechjas, gegenber seiner Kammer.
Neh 3:31 Nach ihm baute Malchia, der Sohn des Goldschmieds, bis an das Haus der Tempelknechte und der Krmer, gegenber dem Ratstor und bis an den Sller an der Ecke.
Neh 3:32 Und zwischen dem Sller und dem Schaftor bauten die Goldschmiede und die Krmer.
Neh 3:33 Da aber Saneballat hrte, dass wir die Mauer bauten, ward er zornig und sehr entrstet und spottete der Juden
Neh 3:34 und sprach vor seinen Brdern und den Mchtigen zu Samaria: Was machen die ohnmchtigen Juden? Wird man sie so lassen? Werden sie opfern? Werden sie es diesen Tag vollenden? Werden sie die Steine lebendig machen, die Schutthaufen und verbrannt sind?
Neh 3:35 Aber Tobia, der Ammoniter, neben ihm sprach: Lass sie nur bauen; wenn Fchse hinaufzgen, die zerrissen wohl ihre steinerne Mauer.
Neh 3:36 Hre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Kehre ihren Hohn auf ihren Kopf, dass du sie gibst in Verachtung im Lande ihrer Gefangenschaft.
Neh 3:37 Decke ihre Missetat nicht zu, und ihre Snde vertilge nicht vor dir; denn sie haben vor den Bauleuten dich erzrnt.
Neh 3:38 Aber wir bauten die Mauer und fgten sie ganz aneinander bis an die halbe Hhe. Und das Volk gewann ein Herz zu arbeiten.
Neh 4:1 Da aber Saneballat und Tobia und die Araber und Ammoniter und Asdoditer hrten, dass die Mauern zu Jerusalem zugemacht wurden und dass sie die Lcken hatten angefangen zu verschlieen, wurden sie sehr zornig
Neh 4:2 und machten allesamt einen Bund zuhaufen, dass sie kmen und stritten wider Jerusalem und richteten darin Verwirrung an.
Neh 4:3 Wir aber beteten zu unsrem Gott und stellten Hut gegen sie Tag und Nacht vor ihnen.
Neh 4:4 Und Juda sprach: Die Kraft der Trger ist zu schwach, und des Schuttes ist zu viel; wir knnen nicht an der Mauer bauen.
Neh 4:5 Unsre Widersacher aber gedachten: Sie sollen's nicht wissen noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwrgen und das Werk hindern.
Neh 4:6 Da aber die Juden, die neben ihnen wohnten, kamen, und sagten's uns wohl zehnmal, aus allen Orten, da sie um uns wohnten,
Neh 4:7 da stellte ich unten an die Orte hinter der Mauer in die Grben das Volk nach ihren Geschlechtern mit ihren Schwertern, Spieen und Bogen.
Neh 4:8 Und ich besah es und machte mich auf und sprach zu den Ratsherren und Obersten und dem andern Volk: Frchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den groen, schrecklichen HErrn und streitet fr eure Brder, Shne, Tchter, Weiber und Huser!
Neh 4:9 Da aber unsre Feinde hrten, dass es uns kund war geworden und Gott ihren Rat zunichte gemacht hatte, kehrten wir alle wieder zur Mauer, ein jeglicher zu seiner Arbeit.
Neh 4:10 Und es geschah von hier an, dass der Jnglinge die Hlfte taten die Arbeit, die andere Hlfte hielten die Spiee, Schilde, Bogen und Panzer. Und die Obersten standen hinter dem ganzen Hause Juda,
Neh 4:11 die da bauten an der Mauer. Und die da Last trugen von denen, die ihnen aufluden, mit einer Hand taten sie die Arbeit, und mit der andern hielten sie die Waffe.
Neh 4:12 Und ein jeglicher, der da baute, hatte sein Schwert an seine Lenden gegrtet und baute also; und der mit der Posaune blies, war neben mir.
Neh 4:13 Und ich sprach zu den Ratsherren und Obersten und zum andern Volk: Das Werk ist gro und weit, und wir sind zerstreut auf der Mauer, ferne voneinander.
Neh 4:14 An welchem Ort ihr nun die Posaune tnen hrt, dahin versammelt euch zu uns. Unser Gott wird fr uns streiten.
Neh 4:15 So arbeiteten wir am Werk, und ihre Hlfte hielt die Spiee von dem Aufgang der Morgenrte, bis die Sterne hervorkamen.
Neh 4:16 Auch sprach ich zu der Zeit zum Volk: Ein jeglicher bleibe mit seinen Leuten ber Nacht zu Jerusalem, dass sie uns des Nachts der Hut und des Tages der Arbeit warten.
Neh 4:17 Aber ich und meine Brder und meine Leute und die Mnner an der Hut hinter mir, wir zogen unsre Kleider nicht aus; ein jeglicher lie das Baden anstehen.
Neh 5:1 Und es erhob sich ein groes Geschrei des Volkes und ihrer Weiber wider ihre Brder, die Juden.
Neh 5:2 Und waren etliche, die da sprachen: Unsrer Shne und Tchter sind viel; lasst uns Getreide nehmen und essen, dass wir leben.
Neh 5:3 Aber etliche sprachen: Lasst uns unsre cker, Weinberge und Huser versetzen und Getreide nehmen in der Teuerung.
Neh 5:4 Etliche aber sprachen: Wir habe Geld entlehnt zum Scho fr den Knig auf unsre cker und Weinberge;
Neh 5:5 nun ist doch wie unsrer Brder Leib auch unser Leib und wie ihre Kinder unsre Kinder, und siehe, wir mssen unsre Shne und Tchter unterwerfen dem Dienst, und sind schon unsrer Tchter etliche unterworfen, und ist kein Vermgen in unsren Hnden, und unsre cker und Weinberge sind der andern geworden.
Neh 5:6 Da ich aber ihr Schreien und solche Worte hrte, ward ich sehr zornig.
Neh 5:7 Und mein Herz ward Rats mit mir, dass ich schalt die Ratsherren und die Obersten und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf den andern Wucher treiben? Und ich brachte die Gemeinde wider sie zusammen
Neh 5:8 und sprach zu ihnen: Wir haben unsre Brder, die Juden, erkauft die den Heiden verkauft waren, nach unsrem Vermgen; und ihr wollt auch eure Brder verkaufen und sie sollen uns verkauft werden? Da schwiegen sie und fanden nichts zu antworten.
Neh 5:9 Und ich sprach: Es ist nicht gut, was ihr tut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln um des Hohnes willen der Heiden, unsrer Feinde?
Neh 5:10 Ich und meine Brder und meine Leute haben ihnen auch Geld geliehen und Getreide; lasst uns doch diese Schuld erlassen.
Neh 5:11 So gebt ihnen nun heute wieder ihre cker, Weinberge, lgrten und Huser und den Hundertsten am Geld, am Getreide, am Most und am l, den ihr von ihnen zu fordern habt.
Neh 5:12 Da sprachen sie: Wir wollen's wiedergeben und wollen nichts von ihnen fordern und wollen tun wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester und nahm einen Eid von ihnen, dass sie also tun sollten.
Neh 5:13 Auch schttelte ich meinen Busen aus und sprach: Also schttle Gott aus jedermann von seinem Hause und von seiner Arbeit, der dies Wort nicht handhabt, dass er sei ausgeschttelt und leer. Und die ganze Gemeinde sprach: Amen! und lobte den HErrn. Und das Volk tat also.
Neh 5:14 Auch von der Zeit an, da mir befohlen ward, ihr Landpfleger zu sein im Lande Juda, nmlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zweiunddreiigste Jahr des Knigs Arthahsastha, das sind zwlf Jahre, nhrte ich mich und meine Brder nicht von der Landpfleger Kost.
Neh 5:15 Denn die vorigen Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk beschwert und hatten von ihnen genommen Brot und Wein, dazu auch vierzig Silberlinge; auch waren die Leute mit Gewalt gefahren ber das Volk. Ich tat aber nicht also um der Furcht Gottes willen.
Neh 5:16 Auch arbeitete ich an der Mauer Arbeit und kaufte keinen Acker; und alle meine Leute mussten daselbst an die Arbeit zuhauf kommen.
Neh 5:17 Dazu waren die Juden und Obersten hundertundfnfzig an meinem Tisch und die zu uns kamen aus den Heiden, die um uns her sind.
Neh 5:18 Und man gebrauchte fr mich des Tages einen Ochsen und sechs erwhlte Schafe und Vgel und je innerhalb zehn Tagen allerlei Wein die Menge. Dennoch forderte ich nicht der Landpfleger Kost; denn der Dienst war schwer auf dem Volk.
Neh 5:19 Gedenke mir, mein Gott, zum Besten alles, was ich diesem Volk getan habe!
Neh 6:1 Und da Saneballat, Tobia und Gesem, der Araber, und unsre Feinde erfuhren, dass ich die Mauer gebaut hatte und keine Lcke mehr daran wre, wiewohl ich die Tren zu der Zeit noch nicht eingehngt hatte in den Toren,
Neh 6:2 sandte Sanaballat und Gesem zu mir und lieen mir sagen: Komm und lass uns zusammenkommen in den Drfern in der Flche Ono! Sie gedachten mir aber Bses zu tun.
Neh 6:3 Ich aber sandte Boten zu ihnen und lie ihnen sagen: Ich habe ein groes Geschft auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es mchte das Werk nachbleiben, wo ich die Hnde abtte und zu euch hinabzge.
Neh 6:4 Sie sandten aber viermal zu mir auf diese Weise, und ich antwortete ihnen auf diese Weise.
Neh 6:5 Da sandte Saneballat zum fnftenmal zu mir seinen Diener mit einem offenen Brief in seiner Hand.
Neh 6:6 Darin war geschrieben: Es ist vor die Heiden gekommen, und Gesem hat's gesagt, dass du und die Juden gedenkt abzufallen, darum du die Mauer baust, und wollest also Knig werden;
Neh 6:7 und du habest die Propheten bestellt, die von dir ausrufen sollen zu Jerusalem und sagen: Er ist der Knig Judas. Nun, solches wird vor den Knig kommen. So komm nun und lass uns miteinander ratschlagen!
Neh 6:8 Ich aber sandte zu ihm und lie ihm sagen: Solches ist nicht geschehen, was du sagst; du hast es aus deinem Herzen erdacht.
Neh 6:9 Denn sie alle wollen uns furchtsam machen und gedachten: Sie sollen die Hand abtun vom Geschft, dass es nicht fertig werde, aber nun strke meine Hnde!
Neh 6:10 Und ich kam in das Haus Semajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabeels; und er hatte sich verschlossen und sprach: Lass uns zusammenkommen im Hause Gottes mitten im Tempel und die Tren zuschlieen; denn sie werden kommen, dich zu erwrgen, und werden bei der Nacht kommen, dass sie dich erwrgen.
Neh 6:11 Ich aber sprach: Sollte ein solcher Mann fliehen? Sollte ein solcher Mann, wie ich bin, in den Tempel gehen, dass er lebendig bleibe? Ich will nicht hineingehen.
Neh 6:12 Denn ich merkte, dass ihn Gott nicht gesandt hatte. Denn er sagte wohl Weissagung auf mich; aber Tobia und Saneballat hatten ihm Geld gegeben.
Neh 6:13 Darum nahm er Geld, auf dass ich mich frchten sollte und also tun und sndigen, dass sie ein bses Gercht htten, damit sie mich lstern mchten.
Neh 6:14 Gedenke, mein Gott, des Tobia und Saneballat nach diesen Werken, auch der Prophetin Noadja und der anderen Propheten, die mich wollten abschrecken!
Neh 6:15 Und die Mauer ward fertig am fnfundzwanzigsten Tage des Monats Elul in zweiundfnfzig Tagen.
Neh 6:16 Und da alle unsre Feinde das hrten, frchteten sich alle Heiden, die um uns her waren, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten, dass dies Werk von Gott war.
Neh 6:17 Auch waren zu derselben Zeit viele der Obersten Judas, deren Briefe gingen zu Tobia und von Tobia zu ihnen.
Neh 6:18 Denn ihrer waren viel in Juda, die ihm geschworen waren; denn er war der Eidam Sechanjas, des Sohnes Arahs, und sein Sohn Johanan hatte die Tochter Mesullams, des Sohnes Berechjas.
Neh 6:19 Und sie sagten Gutes von ihm vor mir und brachten meine Reden aus zu ihm. So sandte denn Tobia Briefe, mich abzuschrecken.
Neh 7:1 Da wir nun die Mauer gebaut hatten, hngte ich die Tren ein und wurden bestellt die Torhter, Snger und Leviten.
Neh 7:2 Und ich gebot meinem Bruder Hanani und Hananja, dem Burgvogt zu Jerusalem (denn er war ein treuer Mann und gottesfrchtig vor vielen andern),
Neh 7:3 und sprach zu Ihnen: Man soll die Tore Jerusalem nicht auftun, bis dass die Sonne hei wird; und wenn man noch auf der Hut steht, soll man die Tren zuschlagen und verriegeln. Und es wurden Hter bestellt aus den Brgern Jerusalems, ein jeglicher auf seine Hut seinem Hause gegenber.
Neh 7:4 Die Stadt aber war weit von Raum und gro, aber wenig Volk darin, und die Huser wurden nicht gebaut.
Neh 7:5 Und mein Gott gab mir ins Herz, dass ich versammelte die Ratsherren und die Obersten und das Volk, sie zu verzeichnen. Und ich fand das Geschlechtsregister derer, die vorhin heraufgekommen waren, und fand darin geschrieben:
Neh 7:6 Dies sind die Kinder der Landschaft, die heraufgekommen sind aus der Gefangenschaft, die Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hatte weggefhrt, und die wieder gen Jerusalem und nach Juda kamen, ein jeglicher in seine Stadt,
Neh 7:7 und sind gekommen mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Asarja, Raamja, Nahamani, Mardochai, Bilsan, Mispereth, Bigevai, Nehum und Baana. Dies ist die Zahl der Mnner vom Volk Israel:
Neh 7:8 der Kinder Pareos waren zweitausend einhundert und zweiundsiebzig;
Neh 7:9 der Kinder Sephatja dreihundert und zweiundsiebzig;
Neh 7:10 der Kinder Arah sechshundert und zweiundfnfzig;
Neh 7:11 der Kinder Pahath-Moab von den Kindern Jesua und Joab zweitausend achthundert und achtzehn;
Neh 7:12 der Kinder Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
Neh 7:13 der Kinder Satthu achthundert und fnfundvierzig;
Neh 7:14 der Kinder Sakkai siebenhundert und sechzig;
Neh 7:15 der Kinder Binnui sechshundert und achtundvierzig;
Neh 7:16 der Kinder Bebai sechshundert und achtundzwanzig;
Neh 7:17 der Kinder Asgad zweitausend dreihundert und zweiundzwanzig;
Neh 7:18 der Kinder Adonikam sechshundert und siebenundsechzig;
Neh 7:19 der Kinder Bigevai zweitausend und siebenundsechzig;
Neh 7:20 der Kinder Adin sechshundert und fnfundfnzig;
Neh 7:21 der Kinder Ater von Hiskia achtundneunzig;
Neh 7:22 der Kinder Hasum dreihundert und achtundzwanzig;
Neh 7:23 der Kinder Bezai dreihundert und vierundzwanzig;
Neh 7:24 der Kinder Hariph hundert und zwlf;
Neh 7:25 der Kinder von Gibeon fnfundneunzig;
Neh 7:26 der Mnner von Bethlehem und Netopha hundert und achtundachtzig;
Neh 7:27 der Mnner von Anathoth hundert und achtundzwanzig;
Neh 7:28 der Mnner von Beth-Asmaveth zweiundvierzig;
Neh 7:29 der Mnner von Kirjath-Jearim, Kaphira und Beeroth siebenhundert und dreiundvierzig;
Neh 7:30 der Mnner von Rama und Geba sechshundert und einundzwanzig;
Neh 7:31 der Mnner von Michmas hundert und zweiundzwanzig;
Neh 7:32 der Mnner von Beth-El und Ai hundert und dreiundzwanzig;
Neh 7:33 der Mnner vom andern Nebo zweiundfnfzig;
Neh 7:34 der Kinder des andern Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
Neh 7:35 der Kinder Harim dreihundert und zwanzig;
Neh 7:36 der Kinder von Jericho dreihundert und fnfundvierzig;
Neh 7:37 der Kinder von Lod, Hadid und Ono siebenhundert und einundzwanzig;
Neh 7:38 der Kinder von Seena dreitausend und neunhundert und dreiig;
Neh 7:39 Die Priester: der Kinder Jedaja, vom Hause Jesua, neunhundert und dreiundsiebzig;
Neh 7:40 der Kinder Immer tausend und zweiundfnfzig;
Neh 7:41 der Kinder Pashur tausend zweihundert und siebenundvierzig;
Neh 7:42 der Kinder Harim tausend und siebzehn;
Neh 7:43 Die Leviten: der Kinder Jesua von Kadmiel, von den Kindern Hodavja, vierundsiebzig;
Neh 7:44 Die Snger: der Kinder Asaph hundert und achtundvierzig;
Neh 7:45 Die Torhter waren: die Kinder Sallum, die Kinder Ater, die Kinder Talmon, die Kinder Akkub, die Kinder Hatita, die Kinder Sobai, allesamt hundert und achtunddreiig;
Neh 7:46 Die Tempelknechte: die Kinder Ziha, die Kinder Hasupha, die Kinder Tabbaoth,
Neh 7:47 die Kinder Keros, die Kinder Sia, die Kinder Padon,
Neh 7:48 die Kinder Lebana, die Kinder Hagaba, die Kinder Salmai,
Neh 7:49 die Kinder Hanan, die Kinder Giddel, die Kinder Gahar,
Neh 7:50 die Kinder Reaja, die Kinder Rezin, die Kinder Nekoda,
Neh 7:51 die Kinder Gassam, die Kinder Usa, die Kinder Paseah,
Neh 7:52 die Kinder Besai, die Kinder der Meuniter, die Kinder der Nephusiter,
Neh 7:53 die Kinder Bakbuk, die Kinder Hakupha, die Kinder Harhur,
Neh 7:54 die Kinder Bazlith, die Kinder Mehida, die Kinder Harsa,
Neh 7:55 die Kinder Barkos, die Kinder Sisera, die Kinder Themah,
Neh 7:56 die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha.
Neh 7:57 Die Kinder der Knechte Salomos waren: die Kinder Sotai, die Kinder Sophereth, die Kinder Perida,
Neh 7:58 die Kinder Jaala, die Kinder Darkon, die Kinder Giddel,
Neh 7:59 die Kinder Sephatja, die Kinder Hattil, die Kinder Pochereth von Zebaim, die Kinder Amon.
Neh 7:60 Aller Tempelknechte und Kinder der Knechte Salomos waren dreihundert und zweiundneunzig;
Neh 7:61 Und diese zogen auch mit herauf von Thel-Melah, Thel-Harsa, Cherub, Addon und Immer, aber sie konnten nicht anzeigen ihr Vaterhaus noch ihr Geschlecht, ob sie aus Israel wren:
Neh 7:62 die Kinder Delaja, die Kinder Tobia und die Kinder Nekoda, sechshundert und zweiundvierzig;
Neh 7:63 Und von den Priestern waren die Kinder Habaja, die Kinder Hakkoz, die Kinder Barsillai, der aus den Tchtern Barsillais, des Gileaditers, ein Weib nahm und ward nach ihrem Namen genannt.
Neh 7:64 Diese suchten ihr Geburtsregister; und da sie es nicht fanden, wurden sie untchtig geachtet zum Priestertum.
Neh 7:65 Und der Landpfleger sprach zu ihnen, sie sollten nicht essen vom Hocheiligen, bis dass ein Priester aufkme mit dem Licht und Recht.
Neh 7:66 Der ganzen Gemeinde wie ein Mann waren zweiundvierzigtausend und dreihundertundsechzig,
Neh 7:67 ausgenommen ihre Knechte und Mgde; derer waren siebentausend dreihundert und siebenunddreiig, dazu zweihundert und fnfundvierzig Snger und Sngerinnen.
Neh 7:68 Und sie hatten siebenhundert und sechsunddreiig Rosse, zweihundert und fnfundvierzig Maultiere,
Neh 7:69 vierhundert und fnfunddreiig Kamele, sechstausend siebenhundert und zwanzig Esel.
Neh 7:70 Und etliche Obersten der Vaterhuser gaben zum Werk. Der Landpfleger gab zum Schatz tausend Goldgulden, fnfzig Becken, fnfhundert und dreiig Priesterrcke.
Neh 7:71 Und etliche Obersten der Vaterhuser gaben zum Schatz frs Werk zwanzigtausend Goldgulden, zweitausend und zweihundert Pfund Silber.
Neh 7:72 Und das andere Volk gab zwanzigtausend Goldgulden und zweitausend Pfund Silber und siebenundsechzig Priesterrcke.
Neh 7:73 Und die Priester und die Leviten, die Torhter, die Snger und die vom Volk und die Tempelknechte und ganz Israel setzten sich in ihre Stdte.
Neh 8:1 Da nun herzukam der siebente Monat und die Kinder Israel in ihren Stdten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf die breite Gasse vor dem Wassertor und sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, dass er das Buch des Gesetzes Moses holte, das der HErr Israel geboten hat.
Neh 8:2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Mnner und Weiber und alle, die es vernehmen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats
Neh 8:3 und las daraus auf der breiten Gasse, die vor dem Wassertor ist, vom lichten Morgen an bis auf den Mittag, vor Mann und Weib und wer's vernehmen konnte. Und des ganzen Volkes Ohren waren zu dem Gesetz gekehrt.
Neh 8:4 Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem hlzernen, hohen Stuhl, den sie gemacht hatten, zu predigen, und standen neben ihm Matthithja, Sema, Anaja, Uria, Hilkia und Maaseja, zu seiner Rechten, aber zu seiner Linken Pedaja, Misael, Malchia, Hasum, Hasbaddana, Sacharja und Mesullam.
Neh 8:5 Und Esra tat das Buch auf vor dem ganzen Volk, denn er ragte ber alles Volk; und da er's auftat, stand alles Volk.
Neh 8:6 Und Esra lobte den HErrn, den groen Gott. Und alles Volk antwortete: Amen, Amen! mit ihren Hnden empor und neigten sich und beteten den HErrn an mit dem Antlitz zur Erde.
Neh 8:7 Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akkub, Sabthai, Hodia, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja und die Leviten machten, dass das Volk aufs Gesetz merkte; und das Volk stand auf seiner Sttte.
Neh 8:8 Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klar und verstndlich, dass man verstand, was gelesen ward.
Neh 8:9 Und Nehemia, der da ist der Landpfleger, und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die alles Volk aufmerken machten sprachen zum Volk: Dieser Tag ist heilig dem HErrn, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weint nicht! Denn alles Volk weinte, da sie die Worte des Gesetzes hrten.
Neh 8:10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und esst das Fette und trinkt das Se und sendet denen auch Teile, die nichts fr sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unsrem HErrn. Und bekmmert euch nicht; denn die Freude am HErrn ist eure Strke.
Neh 8:11 Und die Leviten stillten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig; bekmmert euch nicht!
Neh 8:12 Und alles Volk ging hin, dass es e, trnke und Teile sendete und eine groe Freude machte; denn sie hatten die Worte verstanden, die man hatte kundgetan.
Neh 8:13 Und des andern Tages versammelten sich die Obersten der Vaterhuser unter dem ganzen Volk und die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, dass er sie in den Worten des Gesetzes unterrichtete.
Neh 8:14 Und sie fanden geschrieben im Gesetz, das der HErr durch Mose geboten hatte, dass die Kinder Israel in Laubhtten wohnen sollten am Fest im siebenten Monat
Neh 8:15 und sollten's lassen laut werden und ausrufen in allen ihren Stdten und zu Jerusalem und sagen: Geht hinaus auf die Berge und holt lzweige, Myrtenzweige, Palmenzweige und Zweige von dichten Bumen, dass man Laubhtten mache, wie es geschrieben steht.
Neh 8:16 Und das Volk ging hinaus und holten und machten sich Laubhtten, ein jeglicher auf seinem Dach und in ihren Hfen und in den Hfen am Hause Gottes und auf der breiten Gasse am Wassertor und auf der breiten Gasse am Tor Ephraim.
Neh 8:17 Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft waren wiedergekommen, machten Laubhtten und wohnten darin. Denn die Kinder Israel hatten seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht also getan; und es war eine groe Freude.
Neh 8:18 Und ward im Gesetzbuch Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tag an bis auf den letzten; und sie hielten das Fest sieben Tage und am achten Tage die Versammlung, wie sich's gebhrt.
Neh 9:1 Am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats kamen die Kinder Israel zusammen mit Fasten und Scken und Erde auf ihnen
Neh 9:2 und sonderten den Samen Israels ab von allen fremden Kindern und traten hin und bekannten ihre Snden und ihrer Vter Missetaten.
Neh 9:3 Und standen auf an ihrer Sttte, und man las im Gesetzbuch des HErrn, ihres Gottes, ein Viertel des Tages; und ein Viertel bekannten sie und beteten an den HErrn, ihren Gott.
Neh 9:4 Und auf dem hohen Platz fr die Leviten standen auf Jesua, Bani, Kadmiel, Sebanja, Bunni, Serebja, Bani und Chenani und schrieen laut zu dem HErrn, ihrem Gott.
Neh 9:5 Und die Leviten Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabneja, Serebja, Hodia, Sebanja, Pethahja sprachen: Auf! Lobet den HErrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der erhaben ist ber allen Preis und Ruhm.
Neh 9:6 HErr, du bist's allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit allem ihrem Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist; du machst alles lebendig, und das himmlische Heer betet dich an.
Neh 9:7 Du bist der HErr, Gott, der du Abram erwhlt hast und ihn von Ur in Chalda ausgefhrt und Abraham genannt
Neh 9:8 und sein Herz treu vor dir gefunden und einen Bund mit ihm gemacht, seinem Samen zu geben das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Jebusiter und Girgasiter; und hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.
Neh 9:9 Und du hast angesehen das Elend unsrer Vter in gypten und ihr Schreien erhrt am Schilfmeer
Neh 9:10 und Zeichen und Wunder getan an Pharao und allen seinen Knechten und an allem Volk seines Landes, denn du erkanntest, dass sie stolz wider sie waren, und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist.
Neh 9:11 Und hast das Meer vor ihnen zerrissen, dass sie mitten im Meer trocken hindurchgingen, und ihre Verfolger in die Tiefe geworfen wie Steine in mchtige Wasser
Neh 9:12 und sie gefhrt des Tages in einer Wolkensule und des Nachts in einer Feuersule, ihnen zu leuchten auf dem Weg, den sie zogen.
Neh 9:13 Und bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel geredet und gegeben ein wahrhaftiges Recht und ein rechtes Gesetz und gute Gebote und Sitten
Neh 9:14 und deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan und Gebote, Sitten und Gesetz ihnen geboten durch deinen Knecht Mose,
Neh 9:15 und hast ihnen Brot vom Himmel gegeben, da sie hungerte, und Wasser aus dem Felsen lassen gehen, da sie drstete, und mit ihnen geredet, sie sollten hineingehen und das Land einnehmen, darber du deine Hand hobst, es ihnen zu geben.
Neh 9:16 Aber unsre Vter wurden stolz und halsstarrig, dass sie deinen Geboten nicht gehorchten,
Neh 9:17 und weigerten sich zu hren und gedachten auch nicht an deine Wunder, die du an ihnen tatest; sondern sie wurden halsstarrig und warfen ihr Haupt auf, dass sie sich zurckwendeten zu Dienstbarkeit in ihrer Ungeduld. Aber du, mein Gott, vergabst und warst gndig, barmherzig, geduldig und von groer Barmherzigkeit und verlieest sie nicht.
Neh 9:18 Und ob sie wohl ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus gyptenland gefhrt hat! und taten groe Lsterungen:
Neh 9:19 doch verlieest du sie nicht in der Wste nach deiner groen Barmherzigkeit, und die Wolkensule wich nicht von ihnen des Tages, sie zu fhren auf dem Wege, noch die Feuersule des Nachts, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen.
Neh 9:20 Und du gabst ihnen einen guten Geist, sie zu unterweisen; und dein Man wandtest du nicht von ihrem Munde, und gabst ihnen Wasser, da sie drstete.
Neh 9:21 Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wste, dass ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider veralteten nicht und ihre Fe zerschwollen nicht.
Neh 9:22 Und gabst ihnen Knigreiche und Vlker und teiltest sie hierher und daher, dass sie einnahmen das Land Sihons, des Knigs zu Hesbon, und das Land Ogs, des Knigs von Basan.
Neh 9:23 Und vermehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und brachtest sie in das Land, das du ihren Vtern verheien hattest, dass sie einziehen und es einnehmen sollten.
Neh 9:24 Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein; und du demtigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hnde, ihre Knige und die Vlker im Lande, dass sie mit ihnen tten nach ihrem Willen.
Neh 9:25 Und sie gewannen feste Stdte und ein fettes Land und nahmen Huser ein voll allerlei Gter, ausgehauene Brunnen, Weinberge, lgrten und Bume, davon man isst, die Menge, und sie aen und wurden satt und fett und lebten in Wonne durch deine groe Gte.
Neh 9:26 Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein Gesetz hinter sich zurck und erwrgten deine Propheten, die ihnen zeugten, dass sie sollten sich zu dir bekehren, und taten groe Lsterungen.
Neh 9:27 Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ngsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrieen sie zu dir; und du erhrtest sie vom Himmel, und durch deine groe Barmherzigkeit gabst du ihnen Heilande, die ihnen halfen aus ihrer Feinde Hand.
Neh 9:28 Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder bel vor dir. So verlieest du sie in ihrer Feinde Hand, dass sie ber sie herrschten. So schrieen sie dann wieder zu dir; und du erhrtest sie vom Himmel und errettetest sie nach deiner groen Barmherzigkeit vielmal.
Neh 9:29 Und du lieest ihnen bezeugen, dass sie sich bekehren sollten zu deinem Gesetz. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht und sndigten an deinen Rechten (durch welche ein Mensch lebt, so er sie tut) und kehrten dir den Rcken zu und wurden halsstarrig und gehorchten nicht.
Neh 9:30 Und du verzogst viele Jahre ber ihnen und lieest ihnen bezeugen durch deinen Geist in deinen Propheten; aber sie nahmen es nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Vlker in den Lndern.
Neh 9:31 Aber nach deiner groen Barmherzigkeit hast du es nicht gar aus mit ihnen gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein gndiger und barmherziger Gott.
Neh 9:32 Nun, unser Gott, du groer Gott, mchtig und schrecklich, der du hltst Bund und Barmherzigkeit, achte nicht gering alle die Mhsal, die uns getroffen hat, unsre Knige, Frsten, Priester, Propheten, Vter und dein ganzes Volk von der Zeit an der Knige von Assyrien bis auf diesen Tag.
Neh 9:33 Du bist gerecht in allem, was du ber uns gebracht hast; denn du hast recht getan, wir aber sind gottlos gewesen.
Neh 9:34 Und unsre Knige, Frsten, Priester und Vter haben nicht nach deinem Gesetz getan und auch nicht achtgehabt auf deine Gebote und Zeugnisse, die du hast ihnen lassen bezeugen.
Neh 9:35 Und sie haben dir nicht gedient in ihrem Knigreich und in deinen groen Gtern, die du ihnen gabst, und in dem weiten und fetten Lande, das du ihnen dargegeben hast, und haben sich nicht bekehrt von ihrem bsen Wesen.
Neh 9:36 Siehe, wir sind heutigestages Knechte, und in dem Lande, das du unsren Vtern gegeben hast, zu essen seine Frchte und Gter, siehe, da sind wir Knechte.
Neh 9:37 Und sein Ertrag mehrt sich den Knigen, die du ber uns gesetzt hast um unsrer Snden willen; und sie herrschen ber unsre Leiber und unser Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in groer Not.
Neh 10:1 Und in diesem allem machen wir einen festen Bund und schreiben und lassen's unsre Frsten, Leviten und Priester versiegeln.
Neh 10:2 Die Versiegler aber waren: Nehemia, der Landpfleger, der Sohn Hachaljas, und Zedekia,
Neh 10:3 Seraja, Asarja, Jeremia,
Neh 10:4 Pashur, Amarja, Malchia,
Neh 10:5 Hattus, Sebanja, Malluch,
Neh 10:6 Harim, Meremoth, Obadja,
Neh 10:7 Daniel, Ginthon, Baruch,
Neh 10:8 Mesullam, Abia, Mijamin,
Neh 10:9 Maasja, Bilgai und Semaja, das waren die Priester;
Neh 10:10 die Leviten aber waren: Jesua, der Sohn Asanjas, Binnui von den Kindern Henadads, Kadmiel
Neh 10:11 und ihre Brder: Sechanja, Hodia, Kelita, Pelaja, Hanan,
Neh 10:12 Micha, Rehob, Hasabja,
Neh 10:13 Sakkur, Serebja, Sebanja,
Neh 10:14 Hodia, Bani und Beninu;
Neh 10:15 die Hupter im Volk waren: Pareos, Pahath-Moab, Elam, Satthu, Bani,
Neh 10:16 Bunni, Asgad, Bebai,
Neh 10:17 Adonia, Bigevai, Adin,
Neh 10:18 Ater, Hiskia, Assur,
Neh 10:19 Hodia, Hasum, Bezai,
Neh 10:20 Hariph, Anathoth, Nobai,
Neh 10:21 Magpias, Mesullam, Hesir,
Neh 10:22 Mesesabeel, Zadok, Jaddua,
Neh 10:23 Pelatja, Hanan, Anaja,
Neh 10:24 Hosea, Hananja, Hassub,
Neh 10:25 Halohes, Pilha, Sobek,
Neh 10:26 Rehum, Hasabna, Maaseja,
Neh 10:27 Ahia, Hanan, Anan,
Neh 10:28 Malluch, Harim und Baana.
Neh 10:29 Und das andere Volk, Priester, Leviten, Torhter, Snger, Tempelknechte und alle, die sich von den Vlker in den Landen abgesondert hatten zum Gesetz Gottes, samt ihren Weibern, Shnen und Tchtern, alle, die es verstehen konnten,
Neh 10:30 hielten sich zu ihren Brdern, den Mchtigen, und kamen, dass sie schwuren und sich mit einem Eide verpflichteten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben ist, dass sie es hielten und tun wollten nach allen Geboten, Rechten und Sitten des HErrn, unsres Herrschers;
Neh 10:31 und dass wir den Vlkern im Lande unsre Tchter nicht geben noch ihre Tchter unsren Shnen nehmen wollten;
Neh 10:32 auch wenn die Vlker im Lande am Sabbattage bringen Ware und allerlei Getreide zu verkaufen, dass wir nichts von ihnen nehmen wollten am Sabbat und den Heiligen Tagen; und dass wir das siebente Jahr von aller Hand Beschwerung freilassen wollten.
Neh 10:33 Und wir legten ein Gebot auf uns, dass wir jhrlich einen dritten Teil eines Silberlings gben zum Dienst im Hause unsres Gottes,
Neh 10:34 nmlich zu Schaubrot, zu tglichem Speisopfer, zum tglichen Brandopfer, zum Opfer des Sabbats, der Neumonde und Festtage und zu dem Geheiligten und zum Sndopfer, damit Israel vershnt werde, und zu allem Geschft im Hause unsres Gottes.
Neh 10:35 Und wir warfen das Los unter den Priestern, Leviten und dem Volk um das Opfer des Holzes, das man zum Hause unsres Gottes bringen sollte jhrlich nach unsren Vaterhusern auf bestimmte Zeit, zu brennen auf dem Altar des HErrn, unsres Gottes, wie es im Gesetz geschrieben steht.
Neh 10:36 Und wir wollen jhrlich bringen die Erstlinge unsres Landes und die Erstlinge aller Frchte auf allen Bumen zum Hause des HErrn;
Neh 10:37 und die Erstlinge unsrer Shne und unsres Viehs, wie es im Gesetz geschrieben steht, und die Erstlinge unsrer Rinder und unsrer Schafe wollen wir zum Hause unsres Gottes bringen den Priestern, die im Hause unsres Gottes dienen.
Neh 10:38 Auch wollen wir bringen das Erste unsres Teiges und unsre Hebopfer und Frchte von allerlei Bumen, Most und l den Priestern in die Kammern am Hause unsres Gottes und den Zehnten unsres Landes den Leviten, dass die Leviten den Zehnten haben in allen Stdten unsres Ackerwerks.
Neh 10:39 Und der Priester, der Sohn Aarons, soll mit den Leviten sein, wenn sie den Zehnten nehmen, dass die Leviten den Zehnten ihrer Zehnten heraufbringen zum Hause unsres Gottes in die Kammern im Vorratshause.
Neh 10:40 Denn die Kinder Israel und die Kinder Levi sollen die Hebe des Getreides, Mosts und ls herauf in die Kammern bringen. Daselbst sind die Gefe des Heiligtums und die Priester, die da dienen, und die Torhter und Snger. So wollen wir das Haus unsres Gottes nicht verlassen.
Neh 11:1 Und die Obersten des Volks wohnten zu Jerusalem. Das andere Volk aber warf das Los darum, dass unter zehn ein Teil gen Jerusalem, in die heilige Stadt, zge zu wohnen, und neun Teile in den Stdten wohnten.
Neh 11:2 Und das Volk segnete alle die Mnner, die willig waren, zu Jerusalem zu wohnen.
Neh 11:3 Dies sind die Hupter in der Landschaft, die zu Jerusalem und in den Stdten Judas wohnten. (Sie wohnten aber ein jeglicher in seinem Gut, das in ihren Stdten war: nmlich Israel, Priester, Leviten, Tempelknechte und die Kinder der Knechte Salomos.)
Neh 11:4 Und zu Jerusalem wohnten etliche der Kinder Juda und Benjamin. Von den Kindern Juda: Athaja, der Sohn Usias, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Sephatjas, des Sohnes Mahalaleels, aus den Kindern Perez,
Neh 11:5 und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Chol-Hoses, des Sohnes Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes des Selaniters.
Neh 11:6 Aller Kinder Perez, die zu Jerusalem wohnten, waren vierhundert und achtundsechzig, tchtige Leute.
Neh 11:7 Dies sind die Kinder Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des Sohnes Joeds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes Maasejas, des Sohnes Ithiels, des Sohnes Jesaja's,
Neh 11:8 und nach ihm Gabbai, Sallai, neunhundert und achtundzwanzig;
Neh 11:9 und Joel, der Sohn Sichris, war ihr Vorsteher, und Juda, der Sohn Hasnuas, ber den andern Teil der Stadt.
Neh 11:10 Von den Priestern wohnten daselbst Jedaja, der Sohn Jojaribs, Jachin,
Neh 11:11 Seraja, der Sohn Hilkias, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitobs, ein Frst im Hause Gottes,
Neh 11:12 und ihre Brder, die im Hause schafften, derer waren achthundert und zweiundzwanzig; und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pelaljas, des Sohnes Amzis, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes Pashurs, des Sohnes Malchias,
Neh 11:13 und seine Brder, Oberste der Vaterhuser, zweihundert und zweiundvierzig; und Amassai, der Sohn Asareels, des Sohnes Ahsais, des Sohnes Mesillemoths, des Sohnes Immers,
Neh 11:14 und ihre Brder, gewaltige Mnner, hundert und achtundzwanzig; und ihr Vorsteher war Sabdiel, der Sohn Gedolims.
Neh 11:15 Von den Leviten: Semaja, der Sohn Hassubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Bunnis,
Neh 11:16 und Sabthai und Josabad, aus der Leviten Obersten, an den uerlichen Geschften im Hause Gottes,
Neh 11:17 und Matthanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Asaphs, der das Haupt war, Dank anzuheben zum Gebet, und Bakbukja, der andere unter seinen Brdern, und Abda, der Sohn Sammuas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedithuns.
Neh 11:18 Alle Leviten in der heiligen Stadt waren zweihundert und vierundachtzig.
Neh 11:19 Und die Torhter: Akkub und Talmon und ihre Brder, die in den Toren hteten, waren hundert und zweiundsiebzig.
Neh 11:20 Das andere Israel aber, Priester und Leviten, waren in allen Stdten Judas, ein jeglicher in seinem Erbteil.
Neh 11:21 Und die Tempelknechte wohnten am Ophel; und Ziha und Gispa waren ber die Tempelknechte.
Neh 11:22 Der Vorsteher aber ber die Leviten zu Jerusalem war Usi, der Sohn Banis, des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Matthanjas, des Sohnes Michas, aus den Kindern Asaphs, den Sngern, fr das Geschft im Hause Gottes.
Neh 11:23 Denn es war des Knigs Gebot ber sie, dass man den Sngern treulich gbe, einen jeglichen Tag seine Gebhr.
Neh 11:24 Und Pethahja, der Sohn Mesesabeels, aus den Kindern Serahs, des Sohnes Judas, war zu Handen des Knigs in allen Geschften an das Volk.
Neh 11:25 Und der Kinder Juda, die auen auf den Drfern auf ihrem Lande waren, wohnten etliche zu Kirjath-Arba und seinen Ortschaften und zu Dibon und seinen Ortschaften und zu Kabzeel und seinen Ortschaften
Neh 11:26 und zu Jesua, Molada, Beth-Pelet,
Neh 11:27 Hazar-Sual, Beer-Seba und ihren Ortschaften
Neh 11:28 und zu Ziklag und Mechona und ihren Ortschaften
Neh 11:29 und zu En-Rimmon, Zora, Jarmuth,
Neh 11:30 Sanoah, Adullam und ihren Drfern, zu Lachis und auf seinem Felde, zu Aseka und seinen Ortschaften. Und sie lagerten sich von Beer-Seba an bis an das Tal Hinnom.
Neh 11:31 Die Kinder Benjamin aber wohnten von Geba an zu Michmas, Aja, Beth-El und seinen Ortschaften
Neh 11:32 und zu Anathoth, Nob, Ananja,
Neh 11:33 Hazor, Rama, Gitthaim,
Neh 11:34 Hadid, Zeboim, Neballat,
Neh 11:35 Lod und Ono im Tal der Zimmerleute.
Neh 11:36 Und etliche Leviten, die Teile in Juda hatten, wohnten unter Benjamin.
Neh 12:1 Dies sind die Priester und die Leviten, die mit Serubabel, dem Sohn Sealthiels, und mit Jesua heraufzogen: Seraja, Jeremia, Esra,
Neh 12:2 Amarja, Malluch, Hattus,
Neh 12:3 Sechanja, Rehum, Meremoth,
Neh 12:4 Iddo, Ginthoi, Abia,
Neh 12:5 Mijamin, Maadja, Bilga,
Neh 12:6 Semaja, Jojarib, Jedaja,
Neh 12:7 Sallu, Amok, Hilkia und Jedaja. Dies waren die Hupter unter den Priestern und ihren Brdern zu den Zeiten Jesuas.
Neh 12:8 Die Leviten aber waren diese: Jesua, Binnui, Kadmiel, Serebja, Juda und Matthanja, der hatte das Dankamt mit seinen Brdern;
Neh 12:9 Bakbukja und Unni, ihre Brder, waren ihnen gegenber zum Dienst.
Neh 12:10 Jesua zeugte Jojakim, Jojakim zeugte Eljasib, Eljasib zeugte Jojada,
Neh 12:11 Jojada zeugte Jonathan, Jonathan zeugte Jaddua.
Neh 12:12 Und zu den Zeiten Jojakims waren diese Oberste der Vaterhuser unter den Priestern: nmlich von Seraja war Meraja, von Jeremia war Hananja,
Neh 12:13 von Esra war Mesullam, von Amarja war Johanan,
Neh 12:14 von Malluch war Jonathan, von Sebanja war Joseph,
Neh 12:15 von Harim war Adna, von Merajoth war Helkai,
Neh 12:16 von Iddo war Sacharja, von Ginthon war Mesullam,
Neh 12:17 von Abia war Sichri, von Minjamin-Moadja war Piltai,
Neh 12:18 von Bilga war Sammua, von Semaja war Jonathan,
Neh 12:19 von Jojarib war Matthnai, von Jedaja war Usi,
Neh 12:20 von Sallai war Kallai, von Amok war Eber,
Neh 12:21 von Hilkia war Hasabja, von Jedaja war Nathanael.
Neh 12:22 Und zu den Zeiten Eljasibs, Jojadas, Johanans und Jadduas wurden die Obersten der Vaterhuser unter den Leviten aufgeschrieben und die Priester, unter dem Knigreich des Darius, des Persers.
Neh 12:23 Es wurden aber die Kinder Levi, die Obersten der Vaterhuser, aufgeschrieben in der Chronik bis zur Zeit Johanans, des Sohnes Eljasibs.
Neh 12:24 Und dies waren die Obersten unter den Leviten: Hasabja, Serebja und Jesua, der Sohn Kadmiels; und ihre Brder neben ihnen, verordnet, zu loben und zu danken, wie es David, der Mann Gottes, geboten hatte, eine Ordnung um die andere,
Neh 12:25 waren Matthanja, Bakbukja, Obadja. Aber Mesullam, Talmon und Akkub, die Torhter, hatten die Hut an den Vorratskammern der Tore.
Neh 12:26 Diese waren zu den Zeiten Jojakims, des Sohnes Jesuas, des Sohnes Jozadaks, und zu den Zeiten Nehemias, des Landpflegers, und des Priesters Esra, des Schriftgelehrten.
Neh 12:27 Und bei der Einweihung der Mauer zu Jerusalem suchte man die Leviten aus allen ihren Orten, dass man sie gen Jerusalem brchte, zu halten Einweihung in Freuden, mit Danken, mit Singen, mit Zimbeln, Psalter und Harfen.
Neh 12:28 Und es versammelten sich die Kinder der Snger von der Gegend um Jerusalem her und von den Hfen der Netophathiter
Neh 12:29 und von Beth-Gilgal und von den ckern zu Geba und Asmaveth; denn die Snger hatten sich Hfe gebaut um Jerusalem her.
Neh 12:30 Und die Priester und Leviten reinigten sich und reinigten das Volk, die Tore und die Mauer.
Neh 12:31 Und ich lie die Frsten Judas oben auf die Mauer steigen und bestellte zwei groe Dankchre. Die einen gingen hin zur Rechten oben auf der Mauer zum Misttor hin,
Neh 12:32 und ihnen ging nach Hosaja und die Hlfte der Frsten Judas
Neh 12:33 und Asarja, Esra, Mesullam,
Neh 12:34 Juda, Benjamin, Semaja und Jeremia
Neh 12:35 und etliche der Priester-Kinder mit Drommeten, dazu Sacharja, der Sohn Jonathans, des Sohnes Semajas, des Sohnes Matthanjas, des Sohnes Michajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes Asaphs,
Neh 12:36 und seine Brder: Semaja, Asareel, Milalai, Gilalai, Maai, Nathanael und Juda, Hanani, mit den Saitenspielen Davids, des Mannes Gottes, Esra aber, der Schriftgelehrte, vor ihnen her.
Neh 12:37 Und zogen zum Brunnentor hin und gingen stracks vor sich auf den Stufen zur Stadt Davids, die Mauer hinauf zu dem Hause Davids hinan und bis an das Wassertor gegen Morgen.
Neh 12:38 Der andere Dankchor ging ihnen gegenber, und ich ihm nach und die Hlfte des Volks, oben auf der Mauer zum Ofenturm hinan und bis an die breite Mauer
Neh 12:39 und zum Tor Ephraim hinan und zum alten Tor und zum Fischtor und zum Turm Hananeel und zum Turm Mea bis an das Schaftor, und blieben stehen im Kerkertor.
Neh 12:40 Und standen also die zwei Dankchre am Hause Gottes, und ich und die Hlfte der Obersten mit mir,
Neh 12:41 und die Priester, nmlich Eljakim, Maaseja, Minjamin, Michaja, Eljoenai, Sacharja, Hananja mit Drommeten,
Neh 12:42 und Maaseja, Semaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malchia, Elam und Eser. Und die Snger sangen laut, und Jisrahja war der Vorsteher.
Neh 12:43 Und es wurden desselben Tages groe Opfer geopfert, und sie waren frhlich; denn Gott hatte ihnen eine groe Freude gemacht, dass sich auch die Weiber und Kinder freuten, und man hrte die Freude Jerusalems ferne.
Neh 12:44 Zu der Zeit wurden verordnet Mnner ber die Vorratskammern, darin die Heben, Erstlinge und Zehnten waren, dass sie sammeln sollten von den ckern um die Stdte her, auszuteilen nach dem Gesetz fr die Priester und Leviten; denn Juda hatte eine Freude an den Priestern und Leviten, dass sie standen
Neh 12:45 und warteten des Dienstes ihres Gottes und des Dienstes der Reinigung. Und die Snger und Torhter standen nach dem Gebot Davids und seines Sohnes Salomo;
Neh 12:46 denn vormals, zu den Zeiten Davids und Asaphs, wurden gestiftet die obersten Snger und Loblieder und Dank zu Gott.
Neh 12:47 Aber ganz Israel gab den Sngern und Torhtern Teile zu den Zeiten Serubabels und Nehemias, einen jeglichen Tag sein Teil; und sie gaben Geheiligtes fr die Leviten, die Leviten aber gaben Geheiligtes fr die Kinder Aaron.
Neh 13:1 Und es ward zu der Zeit gelesen das Buch Mose vor den Ohren des Volks und ward gefunden darin geschrieben, dass die Ammoniter und Moabiter sollen nimmermehr in die Gemeinde Gottes kommen,
Neh 13:2 darum dass sie den Kindern Israel nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser und dingten sie wider Bileam, dass er sie verfluchen sollte; aber unser Gott wandte den Fluch in einen Segen.
Neh 13:3 Da sie nun dies Gesetz hrten, schieden sie alle Fremdlinge von Israel.
Neh 13:4 Und vor dem hatte der Priester Eljasib, der gesetzt war ber die Kammern am Hause unsres Gottes, ein Verwandter des Tobia, demselben eine groe Kammer gemacht;
Neh 13:5 und dahin hatten sie zuvor gelegt Speisopfer, Weihrauch, Gerte und die Zehnten vom Getreide, Most und l, die Gebhr der Leviten, Snger und Torhter, dazu die Hebe der Priester.
Neh 13:6 Aber bei diesem allem war ich nicht zu Jerusalem; denn im zweiunddreiigsten Jahr Arthahsasthas, des Knigs zu Babel, kam ich zum Knig, und nach etlicher Zeit erwarb ich vom Knig,
Neh 13:7 dass ich gen Jerusalem zog. Und ich merkte, dass nicht gut war, was Eljasib an Tobia getan hatte, da er sich eine Kammer machte im Hofe am Hause Gottes;
Neh 13:8 und es verdross mich sehr, und ich warf alle Gerte vom Hause hinaus vor die Kammer
Neh 13:9 und hie, dass sie die Kammern reinigten; und ich brachte wieder dahin das Gert des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch.
Neh 13:10 Und ich erfuhr, dass der Leviten Teile ihnen nicht gegeben waren, derhalben die Leviten und die Snger, die das Geschft des Amts ausrichten sollten, geflohen waren, ein jeglicher zu seinen Acker.
Neh 13:11 Da schalt ich die Obersten und sprach: Warum ist das Haus Gottes verlassen? Aber ich versammelte sie und stellte sie an ihre Sttte.
Neh 13:12 Da brachte ganz Juda den Zehnten vom Getreide, Most und l zum Vorrat.
Neh 13:13 Und ich setzte ber die Vorrte Selemja, den Priester, und Zadok, den Schriftgelehrten, und aus den Leviten Pedaja und ihnen zur Hand Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Matthanjas; denn sie wurden fr treu gehalten, und ihnen ward befohlen, ihren Brdern auszuteilen.
Neh 13:14 Gedenke, mein Gott, mir daran und tilge nicht aus meine Barmherzigkeit, die ich an meines Gottes Hause und an seinem Dienst getan habe!
Neh 13:15 Zur selben Zeit sah ich in Juda Kelter treten am Sabbat und Garben hereinbringen und Esel, beladen mit Wein, Trauben, Feigen und allerlei Last, gen Jerusalem bringen am Sabbattag. Und ich zeugte wider sie des Tages, da sie die Nahrung verkauften.
Neh 13:16 Es wohnten auch Tyrer darin; die brachten Fische und allerlei Ware und verkauften's am Sabbat den Kinder Judas in Jerusalem.
Neh 13:17 Da schalt ich die Obersten in Juda und sprach zu ihnen: Was ist das fr ein bses Ding, das ihr tut, und brecht den Sabbattag?
Neh 13:18 Taten nicht eure Vter also, und unser Gott fhrte all dies Unglck ber uns und ber diese Stadt? Und ihr macht des Zorns ber Israel noch mehr, dass ihr den Sabbat brecht!
Neh 13:19 Und da es in den Toren zu Jerusalem dunkel ward vor dem Sabbat, hie ich die Tren zuschlieen und befahl, man sollte sie nicht auftun bis nach dem Sabbat. Und ich bestellte meiner Leute etliche an die Tore, dass man keine Last hereinbrchte am Sabbattage.
Neh 13:20 Da blieben die Krmer und Verkufer mit allerlei Ware ber Nacht drauen vor Jerusalem, ein Mal oder zwei.
Neh 13:21 Da zeugte ich wider sie und sprach zu ihnen: Warum bleibt ihr ber Nacht um die Mauer? Werdet ihr's noch einmal tun, so will ich Hand an euch legen. Von der Zeit an kamen sie des Sabbats nicht.
Neh 13:22 Und ich sprach zu den Leviten, dass sie sich reinigten und kmen und hteten die Tore, zu heiligen den Sabbattag. Mein Gott, gedenke mir des auch und schone mein nach deiner groen Barmherzigkeit.
Neh 13:23 Ich sah auch zu der Zeit Juden, die Weiber genommen hatten von Asdod, Ammon und Moab.
Neh 13:24 Und ihre Kinder redeten die Hlfte asdodisch und konnten nicht jdisch reden, sondern nach der Sprache eines jeglichen Volks.
Neh 13:25 Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug etliche Mnner und raufte sie und nahm einen Eid von ihnen bei Gott: Ihr sollt eure Tchter nicht geben ihren Shnen noch ihre Tchter nehmen euren Shnen oder euch selbst.
Neh 13:26 Hat nicht Salomo, der Knig Israels, daran gesndigt? Und war doch in vielen Heiden kein Knig ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott setzte ihn zum Knig ber ganz Israel; dennoch machten ihn die auslndischen Weiber sndigen.
Neh 13:27 Und von euch muss man das hren, dass ihr solches bel tut, euch an unsrem Gott zu vergreifen und auslndische Weiber zu nehmen?
Neh 13:28 Und einer aus den Kindern Jojadas, des Sohnes Eljasibs, des Hohenpriesters, war Saneballats, des Horoniters, Eidam; aber ich jagte ihn von mir.
Neh 13:29 Gedenke an sie, mein Gott, dass sie das Priestertum befleckt haben und den Bund des Priestertums und der Leviten!
Neh 13:30 Also reinigte ich sie von allem Auslndischen und bestellte den Dienst der Priester und Leviten, einen jeglichen zu seinem Geschft,
Neh 13:31 und fr die Opfergaben an Holz zu bestimmten Zeiten und fr die Erstlinge. Gedenke meiner, mein Gott, im Besten!
Est 1:1 Zu den Zeiten Ahasveros (der da Knig war von Indien bis an Mohrenland ber hundert und siebenundzwanzig Lnder)
Est 1:2 und da er auf seinem kniglichen Stuhl sa zu Schloss Susan,
Est 1:3 im dritten Jahr seines Knigreichs, machte er bei sich ein Mahl allen seinen Frsten und Knechten, den Gewaltigen in Persien und Medien, den Landpflegern und Obersten in seinen Lndern,
Est 1:4 dass er sehen liee den herrlichen Reichtum seines Knigreichs und die kstliche Pracht seiner Majestt viele Tage lang, hundert und achtzig Tage.
Est 1:5 Und da die Tage aus waren, machte der Knig ein Mahl allem Volk, das zu Schloss Susan war, Groen und Kleinen, sieben Tage lang im Hofe des Gartens am Hause des Knigs.
Est 1:6 Da hingen weie, rote und blaue Tcher, mit leinenen und scharlachnen Seilen gefasst, in silbernen Ringen auf Marmorsulen. Die Bnke waren golden und silbern auf Pflaster von grnem, weiem, gelbem und schwarzen Marmor.
Est 1:7 Und das Getrnk trug man in goldenen Gefen und immer andern und andern Gefen, und kniglichen Wein die Menge, wie denn der Knig vermochte.
Est 1:8 Und man setzte niemand, was er trinken sollte; denn der Knig hatte allen Vorstehern befohlen, dass ein jeglicher sollte tun, wie es ihm wohl gefiel.
Est 1:9 Und die Knigin Vasthi machte auch ein Mahl fr die Weiber im kniglichen Hause des Knigs Ahasveros.
Est 1:10 Und am siebenten Tage, da der Knig gutes Muts war vom Wein, hie er Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha, Abagtha, Sethar und Charkas, die sieben Kmmerer, die vor dem Knig Ahasveros dienten,
Est 1:11 dass sie die Knigin Vasthi holten vor den Knig mit der kniglichen Krone, dass er den Vlkern und Frsten zeigte ihre Schne; denn sie war schn.
Est 1:12 Aber die Knigin Vasthi wollte nicht kommen nach dem Wort des Knigs durch seine Kmmerer. Da ward der Knig sehr zornig, und sein Grimm entbrannte in ihm.
Est 1:13 Und der Knig sprach zu den Weisen, die sich auf die Zeiten verstanden (denn des Knigs Sachen mussten geschehen vor allen, die sich auf Recht und Hndel verstanden;
Est 1:14 die nchsten aber die bei ihm waren Charsena, Sethar, Admatha, Tharsis, Meres, Marsena und Memuchan, die sieben Frsten der Perser und Meder, die das Angesicht des Knigs sahen und saen obenan im Knigreich),
Est 1:15 was fr ein Recht man an der Knigin Vasthi tun sollte, darum dass sie nicht getan hatte nach dem Wort des Knigs durch seine Kmmerer.
Est 1:16 Da sprach Memuchan vor dem Knig und den Frsten: Die Knigin Vasthi hat nicht allein an dem Knig bel getan, sondern auch an allen Frsten und an allen Vlkern in allen Landen des Knigs Ahasveros.
Est 1:17 Denn es wird solche Tat der Knigin auskommen zu allen Weibern, dass sie ihre Mnner verachten vor ihren Augen und werden sagen: Der Knig Ahasveros hie die Knigin Vasthi vor sich kommen; aber sie wollte nicht.
Est 1:18 So werden nun die Frstinnen in Persien und Medien auch so sagen zu allen Frsten des Knigs, wenn sie solche Tat der Knigin hren; so wird sich Verachtens und Zorn genug erheben.
Est 1:19 Gefllt es dem Knig, so lasse man ein kniglich Gebot von ihm ausgehen und schreiben nach der Perser und Meder Gesetz, welches man nicht darf bertreten: dass Vasthi nicht mehr vor den Knig Ahasveros komme, und der Knig gebe ihre knigliche Wrde einer andern, die besser ist denn sie.
Est 1:20 Und es erschalle dieser Befehl des Knigs, den er geben wird, in sein ganzes Reich, welches gro ist, dass alle Weiber ihre Mnner in Ehren halten, unter Groen und Kleinen.
Est 1:21 Das gefiel dem Knig und den Frsten; und der Knig tat nach dem Wort Memuchans.
Est 1:22 Da wurden Briefe ausgesandt in alle Lnder des Knigs, in ein jegliches Land nach seiner Schrift und zu jeglichem Volk nach seiner Sprache: dass ein jeglicher Mann der Oberherr in seinem Hause sei und liee reden nach der Sprache seines Volkes.
Est 2:1 Nach diesen Geschichten, da der Grimm des Knigs Ahasveros sich gelegt hatte, gedachte er an Vasthi, was sie getan hatte und was ber sie beschlossen war.
Est 2:2 Da sprachen die Diener des Knigs, die ihm dienten: Man suche dem Knig junge, schne Jungfrauen,
Est 2:3 und der Knig bestellte Mnner in allen Landen seines Knigreichs, dass sie allerlei junge, schne Jungfrauen zusammenbringen gen Schloss Susan ins Frauenhaus unter der Hand Hegais, des Knigs Kmmerers, der der Weiber wartet, und man gebe ihnen ihren Schmuck;
Est 2:4 und welche Dirne dem Knig gefllt, die werde Knigin an Vasthis Statt. Das gefiel dem Knig, und er tat also.
Est 2:5 Es war aber ein jdischer Mann zu Schloss Susan, der hie Mardochai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes des Kis, ein Benjaminiter,
Est 2:6 der mit weggefhrt war von Jerusalem, da Jechonja, der Knig Judas, weggefhrt ward, welchen Nebukadnezar, der Knig zu Babel, wegfhrte.
Est 2:7 Und er war ein Vormund der Hadassa, das ist Esther, eine Tochter seines Oheims; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und sie war eine schne und feine Dirne. Und da ihr Vater und ihre Mutter starb, nahm sie Mardochai auf zur Tochter.
Est 2:8 Da nun das Gebot und Gesetz des Knigs laut ward und viel Dirnen zuhaufe gebracht wurden gen Schloss Susan unter die Hand Hegais, ward Esther auch genommen zu des Knigs Hause unter die Hand Hegais, des Hters der Weiber.
Est 2:9 Und die Dirne gefiel ihm, und sie fand Barmherzigkeit vor ihm. Und er eilte mit ihrem Schmuck, dass er ihr ihren Teil gbe und sieben feine Dirnen von des Knigs Hause dazu. Und er tat sie mit ihren Dirnen an den besten Ort im Frauenhaus.
Est 2:10 Und Esther sagte ihm nicht an ihr Volk und ihre Freundschaft; denn Mardochai hatte ihr geboten, sie sollte es nicht ansagen.
Est 2:11 Und Mardochai wandelte alle Tage vor dem Hofe am Frauenhaus, dass er erfhre, ob's Esther wohl ginge und was ihr geschehen wrde.
Est 2:12 Wenn aber die bestimmte Zeit einer jeglichen Dirne kam, dass sie zum Knig Ahasveros kommen sollte, nachdem sie zwlf Monate im Frauen-Schmcken gewesen war (denn ihr Schmcken musste soviel Zeit haben, nmlich sechs Monate mit Balsam und Myrrhe und sechs Monate mit guter Spezerei, so waren denn die Weiber geschmckt):
Est 2:13 alsdann ging die Dirne zum Knig und alles, was sie wollte, musste man ihr geben, dass sie damit vom Frauenhaus zu des Knigs Hause ginge.
Est 2:14 Und wenn eine des Abends hineinkam, die ging des Morgens von ihm in das andere Frauenhaus unter die Hand des Saasgas, des Knigs Kmmerers, des Hters der Kebsweiber Und sie durfte nicht wieder zum Knig kommen, es lstete denn den Knig und er lie sie mit Namen rufen.
Est 2:15 Da nun die Zeit Esthers herankam, der Tochter Abihails, des Oheims Mardochais (die er zur Tochter hatte aufgenommen), dass sie zum Knig kommen sollte, begehrte sie nichts, denn was Hegai, des Knigs Kmmerer, der Weiber Hter, sprach. Und Esther fand Gnade vor allen, die sie ansahen.
Est 2:16 Es ward aber Esther genommen zum Knig Ahasveros ins knigliche Haus im zehnten Monat, der da heit Tebeth, im siebenten Jahr seines Knigreichs.
Est 2:17 Und der Knig gewann Esther lieb ber alle Weiber, und sie fand Gnade und Barmherzigkeit vor ihm vor allen Jungfrauen. Und er setzte die knigliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Knigin an Vasthis Statt.
Est 2:18 Und der Knig machte ein groes Mahl allen seinen Frsten und Knechten, das war ein Mahl um Esthers willen, und lie die Lnder ruhen und gab knigliche Geschenke aus.
Est 2:19 Und da man das anderemal Jungfrauen versammelte, sa Mardochai im Tor des Knigs.
Est 2:20 Und Esther hatte noch nicht angesagt ihre Freundschaft noch ihr Volk, wie ihr Mardochai geboten hatte; denn Esther tat nach den Worten Mardochais, gleich als da er ihr Vormund war.
Est 2:21 Zur selben Zeit, da Mardochai im Tor des Knigs sa, wurden zwei Kmmerer des Knigs, Bigthan und Theres, die die Tr hteten, zornig und trachteten ihre Hnde an den Knig Ahasveros zu legen.
Est 2:22 Das ward Mardochai kund, und er sagte es der Knigin Esther, und Esther sagte es dem Knig in Mardochais Namen.
Est 2:23 Und da man nachforschte, ward's gefunden, und sie wurden beide an Bume gehngt. Und es ward geschrieben in die Chronik vor dem Knig.
Est 3:1 Nach diesen Geschichten machte der Knig Ahasveros Haman gro, den Sohn Hammedathas, den Agagiter, und erhhte ihn und setzte seinen Stuhl ber alle Frsten, die bei ihm waren.
Est 3:2 Und alle Knechte des Knigs, die im Tor waren, beugten die Kniee und fielen vor Haman nieder; denn der Knig hatte es also geboten. Aber Mardochai beugte die Kniee nicht und fiel nicht nieder.
Est 3:3 Da sprachen des Knigs Knechte, die im Tor des Knigs waren, zu Mardochai: Warum bertrittst du des Knigs Gebot?
Est 3:4 Und da sie solches tglich zu ihm sagten und er ihnen nicht gehorchte, sagten sie es Haman an, dass sie shen, ob solch Tun Mardochais bestehen wrde; denn er hatte ihnen gesagt, dass er ein Jude wre.
Est 3:5 Und da nun Haman sah, dass Mardochai ihm nicht die Kniee beugte noch vor ihm niederfiel, ward er voll Grimms.
Est 3:6 Und verachtete es, dass er an Mardochai allein sollte die Hand legen, denn sie hatten ihm das Volk Mardochais angesagt; sondern er trachtete, das Volk Mardochais, alle Juden, so im ganzen Knigreich des Ahasveros waren, zu vertilgen.
Est 3:7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwlften Jahr des Knigs Ahasveros, ward das Pur, das ist das Los, geworfen vor Haman, von einem Tage auf den andern und von Monat zu Monat bis auf den zwlften, das ist der Monat Adar.
Est 3:8 Und Haman sprach zum Knig Ahasveros: Es ist ein Volk, zerstreut in allen Lndern deines Knigreichs, und ihr Gesetz ist anders denn aller Vlker, und tun nicht nach des Knigs Gesetzen; es ziemt dem Knig nicht, sie also zu lassen.
Est 3:9 Gefllt es dem Knig, so lasse er schreiben, dass man sie umbringe; so will ich zehntausend Zentner Silber darwgen unter die Hand der Amtleute, dass man's bringt in die Kammer des Knigs.
Est 3:10 Da tat der Knig seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammadathas, dem Agagiter, der Juden Feind.
Est 3:11 Und der Knig sprach zu Haman: Das Silber sei dir gegeben, dazu das Volk, dass du damit tust, was dir gefllt.
Est 3:12 Da rief man die Schreiber des Knigs am dreizehnten Tage des ersten Monats; und ward geschrieben, wie Haman befahl, an die Frsten des Knigs und zu den Landpflegern hin und her in den Lndern und zu den Hauptleuten eines jeglichen Volks in den Lndern hin und her, nach der Schrift eines jeglichen Volks und nach ihrer Sprache, im Namen des Knigs Ahasveros und mit des Knigs Ring versiegelt.
Est 3:13 Und die Briefe wurden gesandt durch die Lufer in alle Lnder des Knigs, zu vertilgen, zu erwrgen und umzubringen alle Juden, jung und alt, Kinder und Weiber, auf einen Tag, nmlich auf den dreizehnten Tag des zwlften Monats, das ist der Monat Adar, und ihr Gut zu rauben.
Est 3:14 Also war der Inhalt der Schrift: dass ein Gebot gegeben wre in allen Lndern, allen Vlkern zu erffnen, dass sie auf denselben Tag bereit wren.
Est 3:15 Und die Lufer gingen aus eilend nach des Knigs Wort, und zu Schloss Susan ward das Gebot angeschlagen. Und der Knig und Haman saen und tranken; aber die Stadt Susan ward bestrzt.
Est 4:1 Da Mardochai erfuhr alles, was geschehen war, zerriss er seine Kleider und legte einen Sack an und Asche und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut und klglich.
Est 4:2 Und kam bis vor das Tor des Knigs; denn es durfte niemand zu des Knigs Tor eingehen, der einen Sack anhatte.
Est 4:3 Und in allen Lndern, an welchen Ort des Knigs Wort und Gebot gelangte, war ein groes Klagen unter den Juden, und viele fasteten, weinten trugen Leid und lagen in Scken und in der Asche.
Est 4:4 Da kamen die Dirnen Esthers und ihre Kmmerer und sagten's ihr an. Da erschrak die Knigin sehr. Und sie sandte Kleider, dass Mardochai sie anzge und den Sack von sich legte; aber er nahm sie nicht.
Est 4:5 Da rief Esther Hathach unter des Knigs Kmmerern, der vor ihr stand, und gab ihm Befehl an Mardochai, dass sie erfhre, was das wre und warum er so tte.
Est 4:6 Da ging Hathach hinaus zu Mardochai in die Gasse der Stadt, die vor dem Tor des Knigs war.
Est 4:7 Und Mardochai sagte ihm alles, was ihm begegnet wre, und die Summe des Silbers, das Haman versprochen hatte in des Knigs Kammer darzuwgen um der Juden willen, sie zu vertilgen,
Est 4:8 und gab ihm die Abschrift des Gebots, das zu Susan angeschlagen war, sie zu vertilgen, dass er's Esther zeigte und ihr ansagte und gebte ihr, dass sie zum Knig hineinginge und flehte zu ihm und tte eine Bitte an ihn um ihr Volk.
Est 4:9 Und da Hathach hineinkam und sagte Esther die Worte Mardochais,
Est 4:10 sprach Esther zu Hathach und gebot ihm an Mardochai:
Est 4:11 Es wissen alle Knechte des Knigs und das Volk in den Landen des Knigs, dass, wer zum Knig hineingeht inwendig in den Hof, er sei Mann oder Weib, der nicht gerufen ist, der soll stracks nach dem Gebot sterben; es sei denn, dass der Knig das goldene Zepter gegen ihn recke, damit er lebendig bleibe. Ich aber bin nun in dreiig Tagen nicht gerufen, zum Knig hineinzukommen.
Est 4:12 Und da die Worte Esthers wurden Mardochai angesagt,
Est 4:13 hie Mardochai Esther wieder sagen: Gedenke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Hause des Knigs bist, vor allen Juden;
Est 4:14 denn wo du wirst zu dieser Zeit schweigen, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden entstehen, und du und deines Vaters Haus werdet umkommen. Und wer wei, ob du nicht um dieser Zeit willen zur kniglichen Wrde gekommen bist?
Est 4:15 Esther hie Mardochai antworten:
Est 4:16 So gehe hin und versammle alle Juden, die zu Susan vorhanden sind, und fastet fr mich, dass ihr nicht esset und trinket in drei Tagen, weder Tag noch Nacht; ich und meine Dirnen wollen auch also fasten. Und ich will zum Knig hineingehen wider das Gebot; komme ich um, so komme ich um.
Est 4:17 Mardochai ging hin und tat alles, was ihm Esther geboten hatte.
Est 5:1 Und am dritten Tage zog sich Esther kniglich an und trat in den inneren Hof am Hause des Knigs gegenber dem Hause des Knigs. Und der Knig sa auf seinem kniglichen Stuhl im kniglichen Hause, gegenber der Tr des Hauses.
Est 5:2 Und da der Knig sah Esther, die Knigin, stehen im Hofe, fand sie Gnade vor seinen Augen. Und der Knig reckte das goldene Zepter in seiner Hand gegen Esther. Da trat Esther herzu und rhrte die Spitze des Zepters an.
Est 5:3 Da sprach der Knig zu ihr: Was ist dir, Esther, Knigin? und was forderst du? Auch die Hlfte des Knigreichs soll dir gegeben werden.
Est 5:4 Esther sprach: Gefllt es dem Knig, so komme der Knig und Haman heute zu dem Mahl, das ich zugerichtet habe.
Est 5:5 Der Knig sprach: Eilet, dass Haman tue, was Esther gesagt hat! Da nun der Knig und Haman zu dem Mahl kamen, das Esther zugerichtet hatte,
Est 5:6 sprach der Knig zu Esther, da er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Esther? Es soll dir gegeben werden. Und was forderst du? Auch die Hlfte des Knigreichs, es soll geschehen.
Est 5:7 Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und Begehr ist:
Est 5:8 Habe ich Gnade gefunden vor dem Knig, und so es dem Knig gefllt mir zu geben eine Bitte und zu tun mein Begehren, so komme der Knig und Haman zu dem Mahl, das ich fr sie zurichten will; so will ich morgen Tun, was der Knig gesagt hat.
Est 5:9 Da ging Haman des Tages hinaus frhlich und gutes Muts. Und da er sah Mardochai im Tor des Knigs, dass er nicht aufstand noch sich vor ihm bewegte, ward er voll Zorns ber Mardochai.
Est 5:10 Aber er hielt an sich. Und da er heimkam, sandte er hin und lie holen seine Freunde und sein Weib Seres
Est 5:11 und zhlte ihnen auf die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge seiner Kinder und alles, wie ihn der Knig so gro gemacht htte und dass er ber die Frsten und Knechte des Knigs erhoben wre.
Est 5:12 Auch sprach Haman: Und die Knigin Esther hat niemand kommen lassen mit dem Knig zum Mahl, das sie zugerichtet hat, als mich; und ich bin morgen auch zu ihr geladen mit dem Knig.
Est 5:13 Aber an dem allem habe ich keine Genge, solange ich sehe den Juden Mardochai am Knigstor sitzen.
Est 5:14 Da sprachen zu ihm sein Weib Seres und alle Freunde: Man mache einen Baum, fnfzig Ellen hoch, und morgen sage dem Knig, dass man Mardochai daran hnge; so kommst du mit dem Knig frhlich zum Mahl. Das gefiel Haman wohl, und er lie einen Baum zurichten.
Est 6:1 In derselben Nacht konnte der Knig nicht schlafen und hie die Chronik mit den Historien bringen. Da die wurden vor dem Knig gelesen,
Est 6:2 fand sich's geschrieben, wie Mardochai hatte angesagt, dass die zwei Kmmerer des Knigs, Bigthan und Theres, die an der Schwelle hteten, getrachtet htten, die Hand an den Knig Ahasveros zu legen.
Est 6:3 Und der Knig sprach: Was haben wir Mardochai Ehre und Gutes dafr getan? Da sprachen die Diener des Knigs, die ihm dienten: Es ist ihm nichts geschehen.
Est 6:4 Und der Knig sprach: Wer ist im Hofe? Haman aber war in den Hof gegangen, drauen vor des Knigs Hause, dass er dem Knig sagte, Mardochai zu hngen an den Baum, den er zubereitet hatte.
Est 6:5 Und des Knigs Diener sprachen zu ihm: Siehe, Haman steht im Hofe. Der Knig sprach: Lasst ihn hereingehen!
Est 6:6 Und da Haman hineinkam, sprach der Knig zu ihm: Was soll man dem Mann tun, den der Knig gerne wollte ehren? Haman aber gedachte in seinem Herzen: Wem sollte der Knig anders gern wollen Ehre tun denn mir?
Est 6:7 Und Haman sprach zum Knig: Dem Mann, den der Knig gerne wollte ehren,
Est 6:8 soll man knigliche Kleider bringen, die der Knig pflegt zu tragen, und ein Ross, darauf der Knig reitet, und soll eine knigliche Krone auf sein Haupt setzen;
Est 6:9 und man soll solch Kleid und Ross geben in die Hand eines Frsten des Knigs, dass derselbe den Mann anziehe, den der Knig gern ehren wollte, und fhre ihn auf dem Ross in der Stadt Gassen und lasse rufen vor ihm her: So wird man tun dem Mann, den der Knig gerne ehren will.
Est 6:10 Der Knig sprach zu Haman: Eile und nimm das Kleid und Ross, wie du gesagt hast, und tu also mit Mardochai, dem Juden, der vor dem Tor des Knigs sitzt; und lass nichts fehlen an allem, was du geredet hast!
Est 6:11 Da nahm Haman das Kleid und Ross und zog Mardochai an und fhrte ihn auf der Stadt Gassen und rief vor ihm her: So wird man tun dem Mann, den der Knig gerne ehren will.
Est 6:12 Und Mardochai kam wieder an das Tor des Knigs. Haman aber eilte nach Hause, trug Leid mit verhlltem Kopf
Est 6:13 und erzhlte seinem Weibe Seres und seinen Freunden allen alles, was ihm begegnet war. Da sprachen zu ihm seine Weisen und sein Weib Seres: Ist Mardochai vom Geschlecht der Juden, vor dem du zu fallen angehoben hast, so vermagst du nichts an ihm, sondern du wirst vor ihm fallen.
Est 6:14 Da sie aber noch mit ihm redeten, kamen herbei des Knigs Kmmerer und trieben Haman, zum Mahl zu kommen, das Esther zugerichtet hatte.
Est 7:1 Und da der Knig mit Haman kam zum Mahl, das die Knigin Esther zugerichtet hatte,
Est 7:2 sprach der Knig zu Esther auch des andern Tages, da er Wein getrunken hatte: Was bittest du, Knigin Esther, dass man's dir gebe? Und was forderst du? Auch das halbe Knigreich, es soll geschehen.
Est 7:3 Esther, die Knigin, antwortete und sprach: habe ich Gnade vor dir gefunden, o Knig, und gefllt es dem Knig, so gib mir mein Leben um meiner Bitte willen und mein Volk um meines Begehrens willen.
Est 7:4 Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, dass wir vertilgt, erwrgt und umgebracht werden. Und wren wir doch nur zu Knechten und Mgden verkauft, so wollte ich schweigen; so wrde der Feind doch dem Knig nicht schaden.
Est 7:5 Der Knig Ahasveros redete und sprach zu der Knigin Esther: Wer ist der, oder wo ist der, der solches in seinen Sinn nehmen drfe, also zu tun?
Est 7:6 Esther sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser bse Haman. Haman entsetzte sich vor dem Knig und der Knigin.
Est 7:7 Und der Knig stand auf vom Mahl und vom Wein in seinem Grimm und ging in den Garten am Hause. Und Haman stand auf und bat die Knigin Esther um sein Leben; denn er sah, dass ihm ein Unglck vom Knig schon bereitet war.
Est 7:8 Und da der Knig wieder aus dem Garten am Hause in den Saal, da man gegessen hatte, kam, lag Haman an der Bank, darauf Esther sa. Da sprach der Knig: Will er auch der Knigin Gewalt tun bei mir im Hause? Da das Wort aus des Knigs Munde ging, verhllten sie Haman das Antlitz.
Est 7:9 Und Harbona, der Kmmerer einer vor dem Knig, sprach: Siehe, es steht ein Baum im Hause Haman, fnfzig Ellen hoch, den er Mardochai gemacht hatte, der Gutes fr den Knig geredet hat. Der Knig sprach: Lasst ihn daran hngen!
Est 7:10 Also hngte man Haman an den Baum, den er Mardochai gemacht hatte. Da legte sich des Knigs Zorn.
Est 8:1 An dem Tage gab der Knig Ahasveros der Knigin Esther das Haus Hamans, des Judenfeindes. Und Mardochai kam vor den Knig; denn Esther sagte an, wie er ihr zugehrte.
Est 8:2 Und der Knig tat ab von seinem Fingerreif, den er von Haman hatte genommen, und gab ihn Mardochai. Und Esther setzte Mardochai ber das Haus Hamans.
Est 8:3 Und Esther redete weiter vor dem Knig und fiel ihm zu den Fen und weinte und flehte ihn an, dass er zunichte machte die Bosheit Hamans, des Agagiters, und seine Anschlge, die er wider die Juden erdacht hatte.
Est 8:4 Und der Knig reckte das goldene Zepter gegen Esther. Da stand Esther auf und trat vor den Knig
Est 8:5 und sprach: Gefllt es dem Knig und habe ich Gnade gefunden vor ihm und ist's gelegen dem Knig und ich gefalle ihm, so schreibe man, dass die Briefe Hamans, des Sohnes Hammedathas, des Agagiters, widerrufen werden, die er geschrieben hat, die Juden umzubringen in allen Landen des Knigs.
Est 8:6 Denn wie kann ich zusehen dem bel, das mein Volk treffen wrde? Und wie kann ich zusehen, dass mein Geschlecht umkomme?
Est 8:7 Da sprach der Knig Ahasveros zur Knigin Esther und zu Mardochai, dem Juden: Siehe, ich habe Esther das Haus Hamans gegeben, und ihn hat man an einen Baum gehngt, darum dass er seine Hand hat an die Juden gelegt;
Est 8:8 so schreibt ihr nun fr die Juden, wie es euch gefllt, in des Knigs Namen und versiegelt's mit des Knigs Ringe. Denn die Schriften, die in des Knigs Namen geschrieben und mit des Knigs Ring versiegelt wurden, durfte niemand widerrufen.
Est 8:9 Da wurden berufen des Knigs Schreiber zu der Zeit im dritten Monat, das ist der Monat Sivan, am dreiundzwanzigsten Tage, und wurde geschrieben, wie Mardochai gebot, an die Juden und an die Frsten, Landpfleger und Hauptleute in den Landen von Indien bis an das Mohrenland, nmlich hundert und siebenundzwanzig Lnder, einem jeglichen Lande nach seiner Schrift, einem jeglichen Volk nach seiner Sprache, und den Juden nach ihrer Schrift und Sprache.
Est 8:10 Und es war geschrieben in des Knigs Ahasveros Namen und mit des Knigs Ring versiegelt. Und er sandte die Briefe durch die reitenden Boten auf jungen Maultieren,
Est 8:11 darin der Knig den Juden Macht gab, in welchen Stdten sie auch waren, sich zu versammeln und zu stehen fr ihr Leben und zu vertilgen, zu erwrgen und umzubringen alle Macht des Volkes und Landes, die sie ngsteten, samt den Kindern und Weibern, und ihr Gut zu rauben
Est 8:12 auf einen Tag in allen Lndern des Knigs Ahasveros, nmlich am dreizehnten Tage des zwlften Monats, das ist der Monat Adar.
Est 8:13 Der Inhalt aber der Schrift war, dass ein Gebot gegeben wre in allen Landen, zu erffnen allen Vlkern, dass die Juden bereit sein sollten, sich zu rchen an ihren Feinden.
Est 8:14 Und die reitenden Boten auf den Maultieren ritten aus schnell und eilend nach dem Wort des Knigs, und das Gebot ward zu Schloss Susan angeschlagen.
Est 8:15 Mardochai aber ging aus von dem Knig in kniglichen Kleidern, blau und wei, und mit einer groen goldenen Krone, angetan mit einem Leinen- und Purpurmantel; und die Stadt Susan jauchzte und war frhlich.
Est 8:16 Den Juden aber war Licht und Freude und Wonne und Ehre gekommen.
Est 8:17 Und in allen Landen und Stdten, an welchen Ort des Knigs Wort und Gebot gelangte, da war Freude und Wonne unter den Juden, Wohlleben und gute Tage, dass viele aus den Vlkern im Lande Juden wurden; denn die Furcht vor den Juden war ber sie gekommen.
Est 9:1 Im zwlften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag, den des Knigs Wort und Gebot bestimmt hatte, dass man's tun sollte, ebendesselben Tages, da die Feinde der Juden hofften, sie zu berwltigen, wandte sich's, dass die Juden ihre Feinde berwltigen sollten.
Est 9:2 Da versammelten sich die Juden in ihren Stdten in allen Landen des Knigs Ahasveros, dass sie die Hand legten an die, so ihnen bel wollten. Und niemand konnte ihnen widerstehen; denn ihre Furcht war ber alle Vlker gekommen.
Est 9:3 Auch alle Obersten in den Landen und Frsten und Landpfleger und Amtleute des Knigs halfen den Juden; denn die Furcht vor Mardochai war ber sie gekommen.
Est 9:4 Denn Mardochai war gro im Hause des Knigs, und sein Gercht erscholl in allen Lndern, wie er zunhme und gro wrde.
Est 9:5 Also schlugen die Juden an allen ihren Feinden eine Schwertschlacht und wrgten und raubten und brachten um und taten nach ihrem Willen an denen, die ihnen feind waren.
Est 9:6 Und zu Schloss Susan erwrgten die Juden und brachten um fnfhundert Mann;
Est 9:7 dazu erwrgten sie Parsandatha, Dalphon, Aspatha,
Est 9:8 Poratha, Adalja, Aridatha,
Est 9:9 Parmastha, Arisai, Aridai, Vajesatha,
Est 9:10 die zehn Shne Hamans, des Sohne Hammedathas, des Judenfeindes. Aber an die Gter legten sie ihre Hnde nicht.
Est 9:11 Zu derselben Zeit kam die Zahl der Erwrgten zu Schloss Susan vor den Knig.
Est 9:12 Und der Knig sprach zu der Knigin Esther: Die Juden haben zu Schloss Susan fnfhundert Mann erwrgt und umgebracht und die zehn Shne Hamans; was werden sie tun in den andern Lndern des Knigs? was bittest du, dass man dir gebe? und was forderst du mehr, dass man tue?
Est 9:13 Esther sprach: Gefllt's dem Knig, so lasse er auch morgen die Juden tun nach dem heutigen Gebot, und die zehn Shne Hamans soll man an den Baum hngen.
Est 9:14 Und der Knig hie also tun. Und das Gebot ward zu Susan angeschlagen, und die zehn Shne Haman wurden gehngt.
Est 9:15 Und die Juden zu Susan versammelten sich auch am vierzehnten Tage des Monats Adar und erwrgten zu Susan dreihundert Mann; aber an ihre Gter legten sie ihre Hnde nicht.
Est 9:16 Aber die andern Juden in den Lndern des Knigs kamen zusammen und standen fr ihr Leben, dass sie Ruhe schafften vor ihren Feinden, und erwrgten ihrer Feinde fnfundsiebzigtausend; aber an ihre Gter legten sie ihre Hnde nicht.
Est 9:17 Das geschah am dreizehnten Tage des Monats Adar, und sie ruhten am vierzehnten Tage desselben Monats; den machte man zum Tage des Wohllebens und der Freude.
Est 9:18 Aber die Juden zu Susan waren zusammengekommen am dreizehnten und am vierzehnten Tage und ruhten am fnfzehnten Tag; und den Tag machte man zum Tage des Wohllebens und der Freude.
Est 9:19 Darum machten die Juden, die auf den Drfern und Flecken wohnten, den vierzehnten Tag des Monats Adar zum Tag des Wohllebens und der Freude, und sandte einer dem andern Geschenke.
Est 9:20 Und Mardochai schrieb diese Geschichten auf und sandte Briefe an alle Juden, die in den Landen des Knigs Ahasveros waren, nahen und fernen,
Est 9:21 dass sie annhmen und hielten den vierzehnten und fnfzehnten Tag des Monats Adar jhrlich,
Est 9:22 nach den Tagen, darin die Juden zur Ruhe gekommen waren von ihren Feinden und nach dem Monat, darin ihre Schmerzen in Freude und ihr Leid in gute Tage verkehrt war; dass sie dieselben halten sollten als Tage des Wohllebens und der Freude und einer dem andern Geschenke schicken und den Armen mitteilen.
Est 9:23 Und die Juden nahmen's an, was sie angefangen hatten zu tun und was Mardochai an sie schrieb:
Est 9:24 wie Haman, der Sohn Hammedathas, der Agagiter, aller Juden Feind, gedacht hatte, alle Juden umzubringen, und das Pur, das ist das Los, werfen lassen, sie zu erschrecken und umzubringen;
Est 9:25 und wie Esther zum Knig gegangen war und derselbe durch Briefe geboten hatte, dass seine bsen Anschlge, die er wider die Juden gedacht, auf seinen Kopf gekehrt wrden; und wie man ihn und seine Shne an den Baum gehngt hatte.
Est 9:26 Daher sie diese Tage Purim nannten nach dem Namen des Loses. Und nach allen Worten dieses Briefes und dem, was sie selbst gesehen hatten und was an sie gelangt war,
Est 9:27 richteten die Juden es auf und nahmen's auf sich und auf ihre Nachkommen und auf alle, die sich zu ihnen taten, dass sie nicht unterlassen wollten, zu halten diese zwei Tage jhrlich, wie die vorgeschrieben und bestimmt waren;
Est 9:28 dass diese Tage nicht vergessen, sondern zu halten seien bei Kindeskindern, bei allen Geschlechtern, in allen Lndern und Stdten. Es sind die Tage Purim, welche nicht sollen bergangen werden unter den Juden, und ihr Gedchtnis soll nicht umkommen bei ihren Nachkommen.
Est 9:29 Und die Knigin Esther, die Tochter Abihails, und Mardochai, der Jude, schrieben mit ganzem Ernst, um es zu besttigen, diesen zweiten Brief von Purim;
Est 9:30 und er sandte die Briefe zu allen Juden in den hundert und siebenundzwanzig Lndern des Knigreichs des Ahasveros mit freundlichen und treuen Worten:
Est 9:31 dass sie annhmen die Tage Purim auf die bestimmte Zeit, wie Mardochai, der Jude, ber sie besttigt hatte und die Knigin Esther, und wie sie fr sich selbst und ihre Nachkommen besttigt hatten die Geschichte der Fasten und ihres Schreiens.
Est 9:32 Und Esther befahl, die Geschichte dieser Purim zu besttigen. Und es ward in ein Buch geschrieben.
Est 10:1 Und der Knig Ahasveros legte Zins aufs Land und auf die Inseln im Meer.
Est 10:2 Aber alle Werke seiner Gewalt und Macht und die groe Herrlichkeit Mardochais, die ihm der Knig gab, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige in Medien und Persien.
Est 10:3 Denn Mardochai, der Jude, war der nchste nach dem Knig Ahasveros und gro unter den Juden und angenehm unter der Menge seiner Brder, der fr sein Volk Gutes suchte und redete das Beste fr sein ganzes Geschlecht.
Job 1:1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hie Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfrchtig und mied das Bse.
Job 1:2 Und zeugte sieben Shne und drei Tchter;
Job 1:3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fnfhundert Joch Rinder und fnfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten.
Job 1:4 Und seine Shne gingen und machten ein Mahl, ein jeglicher in seinem Hause auf seinen Tag, und sandten hin und luden ihre drei Schwestern, mit ihnen zu essen und zu trinken.
Job 1:5 Und wenn die Tage des Mahls um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte sich des Morgens frh auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob gedachte: Meine Shne mchten gesndigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob allezeit.
Job 1:6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HErrn traten, kam der Satan auch unter ihnen.
Job 1:7 Der HErr aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HErrn und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
Job 1:8 Der HErr sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfrchtig und meidet das Bse.
Job 1:9 Der Satan antwortete dem HErrn und sprach: Meinst du, dass Hiob umsonst Gott frchtet?
Job 1:10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hnde gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
Job 1:11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
Job 1:12 Der HErr sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HErrn.
Job 1:13 Des Tages aber, da seine Shne und Tchter aen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
Job 1:14 kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflgten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide,
Job 1:15 da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schrfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, dass ich dir's ansagte.
Job 1:16 Da er noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knechte und verzehrte sie; und ich bin allein entronnen, dass ich dir's ansagte.
Job 1:17 Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chalder machte drei Rotten und berfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schrfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, dass ich dir's ansagte.
Job 1:18 Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Shne und Tchter aen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,
Job 1:19 Und siehe, da kam ein groer Wind von der Wste her und stie auf die vier Ecken des Hauses und warf's auf die jungen Leute, dass sie starben; und ich bin allein entronnen, dass ich dir's ansagte.
Job 1:20 Da stand Hiob auf und zerriss seine Kleider und raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an
Job 1:21 und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HErr hat's gegeben, der HErr hat's genommen; der Name des HErrn sei gelobt.
Job 1:22 In diesem allem sndigte Hiob nicht und tat nichts Trichtes wider Gott.
Job 2:1 Es begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HErrn, dass der Satan auch unter ihnen kam und vor den HErrn trat.
Job 2:2 Da sprach der HErr zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HErrn und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
Job 2:3 Der HErr sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfrchtig und meidet das Bse und hlt noch fest an seiner Frmmigkeit; du aber hast mich bewogen, dass ich ihn ohne Ursache verderbt habe.
Job 2:4 Der Satan antwortete dem HErrn und sprach: Haut fr Haut; und alles was ein Mann hat, lsst er fr sein Leben.
Job 2:5 Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
Job 2:6 Der HErr sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines Lebens!
Job 2:7 Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HErrn und schlug Hiob mit bsen Schwren von der Fusohle an bis auf seinen Scheitel.
Job 2:8 Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und sa in der Asche.
Job 2:9 Und sein Weib sprach zu ihm: Hltst du noch fest an deiner Frmmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb!
Job 2:10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die nrrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Bse nicht auch annehmen? In diesem allem versndigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
Job 2:11 Da aber die drei Freunde Hiobs hrten all das Unglck, das ber ihn gekommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, dass sie kmen, ihn zu beklagen und zu trsten.
Job 2:12 Und da sie ihre Augen aufhoben von ferne, kannten sie ihn nicht und hoben auf ihre Stimme und weinten, und ein jeglicher zerriss sein Kleid, und sie sprengten Erde auf ihr Haupt gen Himmel
Job 2:13 und saen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nchte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr gro war.
Job 3:1 Darnach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
Job 3:2 Und Hiob sprach:
Job 3:3 Der Tag msse verloren sein, darin ich geboren bin, und die Nacht, welche sprach: Es ist ein Mnnlein empfangen!
Job 3:4 Derselbe Tag msse finster sein, und Gott von obenherab msse nicht nach ihm fragen; kein Glanz msse ber ihn scheinen!
Job 3:5 Finsternis und Dunkel mssen ihn berwltigen, und dicke Wolken mssen ber ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn grsslich!
Job 3:6 Die Nacht msse Dunkel einnehmen; sie msse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen noch in die Zahl der Monden kommen!
Job 3:7 Siehe, die Nacht msse einsam sein und kein Jauchzen darin sein!
Job 3:8 Es mssen sie verfluchen die Verflucher des Tages und die da bereit sind, zu erregen den Leviathan!
Job 3:9 Ihre Sterne mssen finster sein in ihrer Dmmerung; sie hoffe aufs Licht, und es komme nicht, und msse nicht sehen die Wimpern der Morgenrte,
Job 3:10 darum dass sie nicht verschlossen hat die Tr des Leibes meiner Mutter und nicht verborgen das Unglck vor meinen Augen!
Job 3:11 Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht verschieden, da ich aus dem Leibe kam?
Job 3:12 Warum hat man mich auf den Scho gesetzt? Warum bin ich mit Brsten gesugt?
Job 3:13 So lge ich doch nun und wre still, schliefe und htte Ruhe
Job 3:14 mit den Knigen und Ratsherren auf Erden, die das Wste bauen,
Job 3:15 oder mit den Frsten, die Gold haben und deren Huser voll Silber sind.
Job 3:16 Oder wie eine unzeitige Geburt, die man verborgen hat, wre ich gar nicht, wie Kinder, die das Licht nie gesehen haben.
Job 3:17 Daselbst mssen doch aufhren die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mhe gehabt haben.
Job 3:18 Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hren nicht die Stimme des Drngers.
Job 3:19 Da sind beide, klein und gro, und der Knecht ist frei von seinem Herrn.
Job 3:20 Warum ist das Licht gegeben dem Mhseligen und das Leben den betrbten Herzen
Job 3:21 (die des Todes warten, und er kommt nicht, und grben ihn wohl aus dem Verborgenen,
Job 3:22 die sich sehr freuten und frhlich wren, wenn sie ein Grab bekmen),
Job 3:23 dem Manne, dessen Weg verborgen ist und vor ihm von Gott verzunt ward?
Job 3:24 Denn wenn ich essen soll, muss ich seufzen, und mein Heulen fhrt heraus wie Wasser.
Job 3:25 Denn was ich gefrchtet habe ist ber mich gekommen, und was ich sorgte, hat mich getroffen.
Job 3:26 War ich nicht glckselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und es kommt solche Unruhe!
Job 4:1 Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
Job 4:2 Du hast's vielleicht nicht gern, so man versucht, mit dir zu reden; aber wer kann sich's enthalten?
Job 4:3 Siehe, du hast viele unterwiesen und lssige Hnde gestrkt;
Job 4:4 deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet, und die bebenden Kniee hast du gekrftigt.
Job 4:5 Nun aber es an dich kommt, wirst du weich; und nun es dich trifft, erschrickst du.
Job 4:6 Ist nicht deine Gottesfurcht dein Trost, deine Hoffnung die Unstrflichkeit deiner Wege?
Job 4:7 Gedenke doch, wo ist ein Unschuldiger umgekommen? oder wo sind die Gerechten je vertilgt?
Job 4:8 Wie ich wohl gesehen habe: die da Mhe pflgen und Unglck sten, ernteten es auch ein;
Job 4:9 durch den Odem Gottes sind sie umgekommen und vom Geist seines Zorns vertilgt.
Job 4:10 Das Brllen der Lwen und die Stimme der groen Lwen und die Zhne der jungen Lwen sind zerbrochen.
Job 4:11 Der Lwe ist umgekommen, dass er nicht mehr raubt, und die Jungen der Lwin sind zerstreut.
Job 4:12 Und zu mir ist gekommen ein heimlich Wort, und mein Ohr hat ein Wrtlein davon empfangen.
Job 4:13 Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fllt,
Job 4:14 da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken.
Job 4:15 Und da der Geist an mir vorberging standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe.
Job 4:16 Da stand ein Bild vor meinen Augen, und ich kannte seine Gestalt nicht; es war still, und ich hrte eine Stimme:
Job 4:17 Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott? oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?
Job 4:18 Siehe, unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel, und seine Boten zeiht er der Torheit:
Job 4:19 wie viel mehr die in Lehmhusern wohnen und auf Erde gegrndet sind und werden von Wrmern gefressen!
Job 4:20 Es whrt vom Morgen bis an den Abend, so werden sie zerschlagen; und ehe sie es gewahr werden, sind sie gar dahin,
Job 4:21 und ihre Nachgelassenen vergehen und sterben auch unversehens.
Job 5:1 Rufe doch! was gilts, ob einer dir antworte? Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?
Job 5:2 Einen Toren aber erwrgt wohl der Unmut, und den Unverstndigen ttet der Eifer.
Job 5:3 Ich sah einen Toren eingewurzelt, und ich fluchte pltzlich seinem Hause.
Job 5:4 Seine Kinder werden fern sein vom Heil und werden zerschlagen werden im Tor, da kein Erretter sein wird.
Job 5:5 Seine Ernte wird essen der Hungrige und auch aus den Hecken sie holen, und sein Gut werden die Durstigen aussaufen.
Job 5:6 Denn Mhsal aus der Erde nicht geht und Unglck aus dem Acker nicht wchst;
Job 5:7 sondern der Mensch wird zu Unglck geboren, wie die Vgel schweben, emporzufliegen.
Job 5:8 Ich aber wrde zu Gott mich wenden und meine Sache vor ihn bringen,
Job 5:9 der groe Dinge tut, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zhlen sind:
Job 5:10 der den Regen aufs Land gibt und lsst Wasser kommen auf die Gefilde;
Job 5:11 der die Niedrigen erhht und den Betrbten emporhilft.
Job 5:12 Er macht zunichte die Anschlge der Listigen, dass es ihre Hand nicht ausfhren kann;
Job 5:13 er fngt die Weisen in ihrer Listigkeit und strzt der Verkehrten Rat,
Job 5:14 dass sie des Tages in der Finsternis laufen und tappen am Mittag wie in der Nacht.
Job 5:15 Er hilft den Armen von dem Schwert, von ihrem Munde und von der Hand des Mchtigen,
Job 5:16 und ist des Armen Hoffnung, dass die Bosheit wird ihren Mund mssen zuhalten.
Job 5:17 Siehe, selig ist der Mensch, den Gott straft; darum weigere dich der Zchtigung des Allmchtigen nicht.
Job 5:18 Denn er verletzt und verbindet; er zerschlgt und seine Hand heilt.
Job 5:19 Aus sechs Trbsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein bel rhren:
Job 5:20 in der Teuerung wird er dich vom Tod erlsen und im Kriege von des Schwertes Hand;
Job 5:21 Er wird dich verbergen vor der Geiel Zunge, dass du dich nicht frchtest vor dem Verderben, wenn es kommt;
Job 5:22 im Verderben und im Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht frchten;
Job 5:23 sondern sein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere im Lande werden Frieden mit dir halten.
Job 5:24 Und du wirst erfahren, dass deine Htte Frieden hat, und wirst deine Behausung versorgen und nichts vermissen,
Job 5:25 und wirst erfahren, dass deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden,
Job 5:26 und wirst im Alter zum Grab kommen, wie Garben eingefhrt werden zu seiner Zeit.
Job 5:27 Siehe, das haben wir erforscht und ist also; dem gehorche und merke du dir's.
Job 6:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 6:2 Wenn man doch meinen Unmut wge und mein Leiden zugleich in die Waage legte!
Job 6:3 Denn nun ist es schwerer als Sand am Meer; darum gehen meine Worte irre.
Job 6:4 Denn die Pfeile des Allmchtigen stecken in mir: derselben Gift muss mein Geist trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
Job 6:5 Das Wild schreit nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blkt nicht, wenn er sein Futter hat.
Job 6:6 Kann man auch essen, was ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weie um den Dotter?
Job 6:7 Was meine Seele widerte anzurhren, das ist meine Speise, mir zum Ekel.
Job 6:8 O, dass meine Bitte geschhe und Gott gbe mir, was ich hoffe!
Job 6:9 dass Gott anfinge und zerschlge mich und liee seine Hand gehen und zerscheiterte mich!
Job 6:10 So htte ich nun Trost, und wollte bitten in meiner Krankheit, dass er nur nicht schonte, habe ich doch nicht verleugnet die Reden des Heiligen.
Job 6:11 Was ist meine Kraft, dass ich mge beharren? und welches ist mein Ende, dass meine Seele geduldig sein sollte?
Job 6:12 Ist doch meine Kraft nicht steinern und mein Fleisch nicht ehern.
Job 6:13 Habe ich doch nirgend Hilfe, und mein Vermgen ist dahin.
Job 6:14 Wer Barmherzigkeit seinem Nchsten verweigert, der verlsst des Allmchtigen Furcht.
Job 6:15 Meine Brder trgen wie ein Bach, wie Wasserstrme, die vergehen,
Job 6:16 die trbe sind vom Eis, in die der Schnee sich birgt:
Job 6:17 zur Zeit, wenn sie die Hitze drckt, versiegen sie; wenn es hei wird, vergehen sie von ihrer Sttte.
Job 6:18 Die Reisezge gehen ab vom Wege, sie treten aufs Ungebahnte und kommen um;
Job 6:19 die Reisezge von Thema blicken ihnen nach, die Karawanen von Saba hofften auf sie:
Job 6:20 aber sie wurden zu Schanden ber ihrer Hoffnung und mussten sich schmen, als sie dahin kamen.
Job 6:21 So seid ihr jetzt ein Nichts geworden, und weil ihr Jammer sehet, frchtet ihr euch.
Job 6:22 Habe ich auch gesagt: Bringet her von eurem Vermgen und schenkt mir
Job 6:23 und errettet mich aus der Hand des Feindes und erlst mich von der Hand der Gewaltttigen?
Job 6:24 Lehret mich, so will ich schweigen; und was ich nicht wei, darin unterweist mich.
Job 6:25 Warum tadelt ihr rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen knnte?
Job 6:26 Gedenket ihr, Worte zu strafen? Aber eines Verzweifelten Rede ist fr den Wind.
Job 6:27 Ihr fielet wohl ber einen armen Waisen her und grbet eurem Nachbarn Gruben.
Job 6:28 Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lgen bestehen werde.
Job 6:29 Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben.
Job 6:30 Ist denn auf meiner Zunge Unrecht, oder sollte mein Gaumen Bses nicht merken?
Job 7:1 Muss nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und sind seine Tage nicht wie eines Tagelhners?
Job 7:2 Wie ein Knecht sich sehnt nach dem Schatten und ein Tagelhner, dass seine Arbeit aus sei,
Job 7:3 also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nchte sind mir viel geworden.
Job 7:4 Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend ward mir lang; ich wlzte mich und wurde des satt bis zur Dmmerung.
Job 7:5 Mein Fleisch ist um und um wurmig und knotig; meine Haut ist verschrumpft und zunichte geworden.
Job 7:6 Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn die Weberspule und sind vergangen, dass kein Aufhalten dagewesen ist.
Job 7:7 Gedenke, dass mein Leben ein Wind ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden.
Job 7:8 Und kein lebendiges Auge wird mich mehr schauen; sehen deine Augen nach mir, so bin ich nicht mehr.
Job 7:9 Eine Wolke vergeht und fhrt dahin: also, wer in die Hlle hinunterfhrt, kommt nicht wieder herauf
Job 7:10 und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennt ihn nicht mehr.
Job 7:11 Darum will ich auch meinem Munde nicht wehren; ich will reden in der Angst meines Herzens und will klagen in der Betrbnis meiner Seele.
Job 7:12 Bin ich denn ein Meer oder ein Meerungeheuer, dass du mich so verwahrst?
Job 7:13 Wenn ich gedachte: Mein Bett soll mich trsten, mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern,
Job 7:14 so erschrecktest du mich mit Trumen und machtest mir Grauen durch Gesichte,
Job 7:15 dass meine Seele wnschte erstickt zu sein und meine Gebeine den Tod.
Job 7:16 Ich begehre nicht mehr zu leben. Lass ab von mir, denn meine Tage sind eitel.
Job 7:17 Was ist ein Mensch, dass du ihn gro achtest und bekmmerst dich um ihn?
Job 7:18 Du suchst ihn tglich heim und versuchst ihn alle Stunden.
Job 7:19 Warum tust du dich nicht von mir und lssest mich nicht, bis ich nur meinen Speichel schlinge?
Job 7:20 Habe ich gesndigt, was tue ich dir damit, o du Menschenhter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anlufe, dass ich mir selbst eine Last bin?
Job 7:21 Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst weg meine Snde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen, und wenn du mich morgen suchst, werde ich nicht da sein.
Job 8:1 Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
Job 8:2 Wie lange willst du solches reden und sollen die Reden deines Mundes so einen stolzen Mut haben?
Job 8:3 Meinst du, dass Gott unrecht richte oder der Allmchtige das Recht verkehre?
Job 8:4 Haben deine Shne vor ihm gesndigt, so hat er sie verstoen um ihrer Missetat willen.
Job 8:5 So du aber dich beizeiten zu Gott tust und zu dem Allmchtigen flehst,
Job 8:6 und so du rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten deine Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen;
Job 8:7 und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach gar sehr zunehmen.
Job 8:8 Denn frage die vorigen Geschlechter und merke auf das, was ihr Vter erforscht haben;
Job 8:9 denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unser Leben ist ein Schatten auf Erden.
Job 8:10 Sie werden dich's lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen:
Job 8:11 Kann auch ein Rohr aufwachsen, wo es nicht feucht steht? oder Schilf wachsen ohne Wasser?
Job 8:12 Sonst wenn's noch in der Blte ist, ehe es abgehauen wird, verdorrt es vor allem Gras.
Job 8:13 So geht es allen denen, die Gottes vergessen; und die Hoffnung der Heuchler wird verloren sein.
Job 8:14 Denn seine Zuversicht vergeht, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe.
Job 8:15 Er verlsst sich auf sein Haus, und wird doch nicht bestehen; er wird sich daran halten, aber doch nicht stehenbleiben.
Job 8:16 Er steht voll Saft im Sonnenschein, und seine Reiser wachsen hervor in seinem Garten.
Job 8:17 Seine Saat steht dick bei den Quellen und sein Haus auf Steinen.
Job 8:18 Wenn er ihn aber verschlingt von seiner Sttte, wird sie sich gegen ihn stellen, als kennte sie ihn nicht.
Job 8:19 Siehe, das ist die Freude seines Wesens; und aus dem Staube werden andere wachsen.
Job 8:20 Darum siehe, dass Gott nicht verwirft die Frommen und erhlt nicht die Hand der Boshaften,
Job 8:21 bis dass dein Mund voll Lachens werde und deine Lippen voll Jauchzens.
Job 8:22 Die dich aber hassen, werden zu Schanden werden, und der Gottlosen Htte wird nicht bestehen.
Job 9:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 9:2 Ja, ich wei gar wohl, dass es also ist und dass ein Mensch nicht recht behalten mag gegen Gott.
Job 9:3 Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
Job 9:4 Er ist weise und mchtig; wem ist's je gelungen, der sich wider ihn gelegt hat?
Job 9:5 Er versetzt Berge, ehe sie es innewerden, die er in seinem Zorn umkehrt.
Job 9:6 Er bewegt die Erde aus ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern.
Job 9:7 Er spricht zur Sonne, so geht sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
Job 9:8 Er breitet den Himmel aus allein und geht auf den Wogen des Meeres.
Job 9:9 Er macht den Wagen am Himmel und Orion und die Plejaden und die Sterne gegen Mittag.
Job 9:10 Er tut groe Dinge, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist.
Job 9:11 Siehe, er geht an mir vorber, ehe ich's gewahr werde, und wandelt vorbei, ehe ich's merke.
Job 9:12 Siehe, wenn er hinreit, wer will ihm wehren? Wer will zu ihm sagen: Was machst du?
Job 9:13 Er ist Gott; seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihn mussten sich beugen die Helfer Rahabs.
Job 9:14 Wie sollte ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn?
Job 9:15 Wenn ich auch recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten, sondern ich msste um mein Recht flehen.
Job 9:16 Wenn ich ihn schon anrufe, und er mir antwortet, so glaube ich doch nicht, dass er meine Stimme hre.
Job 9:17 Denn er fhrt ber mich mit Ungestm und macht mir Wunden viel ohne Ursache.
Job 9:18 Er lsst meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrbnis.
Job 9:19 Will man Macht, so ist er zu mchtig; will man Recht, wer will mein Zeuge sein?
Job 9:20 Sage ich, dass ich gerecht bin, so verdammt er mich doch; bin ich Unschuldig, so macht er mich doch zu Unrecht.
Job 9:21 Ich bin unschuldig! ich frage nicht nach meiner Seele, begehre keines Lebens mehr.
Job 9:22 Es ist eins, darum sage ich: Er bringt um beide, den Frommen und den Gottlosen.
Job 9:23 Wenn er anhebt zu geieln, so dringt er alsbald zum Tod und spottet der Anfechtung der Unschuldigen.
Job 9:24 Das Land aber wird gegeben unter die Hand der Gottlosen, und der Richter Antlitz verhllt er. Ist's nicht also, wer anders sollte es tun?
Job 9:25 Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Lufer; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt.
Job 9:26 Sie sind dahingefahren wie die Rohrschiffe, wie ein Adler fliegt zur Speise.
Job 9:27 Wenn ich gedenke: Ich will meiner Klage vergessen und meine Gebrde lassen fahren und mich erquicken,
Job 9:28 so frchte ich alle meine Schmerzen, weil ich wei, dass du mich nicht unschuldig sein lssest.
Job 9:29 Ich muss ja doch ein Gottloser sein; warum mhe ich mich denn so vergeblich?
Job 9:30 Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wsche und reinigte mein Hnde mit Lauge,
Job 9:31 so wirst du mich doch tauchen in Kot, und so werden mir meine Kleider greulich anstehen.
Job 9:32 Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten knnte, dass wir vor Gericht miteinander kmen.
Job 9:33 Es ist zwischen uns kein Schiedsmann, der seine Hand auf uns beide lege.
Job 9:34 Er nehme von mir seine Rute und lasse seinen Schrecken von mir,
Job 9:35 dass ich mge reden und mich nicht vor ihm frchten drfe; denn ich wei, dass ich kein solcher bin.
Job 10:1 Meine Seele verdriet mein Leben; ich will meiner Klage bei mir ihren Lauf lassen und reden in der Betrbnis meiner Seele
Job 10:2 und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! lass mich wissen, warum du mit mir haderst.
Job 10:3 Gefllt dir's, dass du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hnde gemacht haben, und bringst der Gottlosen Vornehmen zu Ehren?
Job 10:4 Hast du denn auch fleischliche Augen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht?
Job 10:5 Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, oder deine Jahre wie eines Mannes Jahre?
Job 10:6 dass du nach einer Missetat fragest und suchest meine Snde,
Job 10:7 so du doch weit wie ich nicht gottlos sei, so doch niemand ist, der aus deiner Hand erretten knne.
Job 10:8 Deine Hnde haben mich bereitet und gemacht alles, was ich um und um bin; und du wolltest mich verderben?
Job 10:9 Gedenke doch, dass du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen?
Job 10:10 Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Kse lassen gerinnen?
Job 10:11 Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit Gebeinen und Adern hast du mich zusammengefgt.
Job 10:12 Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein Aufsehen bewahrt meinen Odem.
Job 10:13 Aber dies verbargst du in deinem Herzen, ich wei, dass du solches im Sinn hattest:
Job 10:14 wenn ich sndigte, so wolltest du es bald merken und meine Missetat nicht ungestraft lassen.
Job 10:15 Bin ich gottlos, dann wehe mir! bin ich gerecht, so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend.
Job 10:16 Und wenn ich es aufrichte, so jagst du mich wie ein Lwe und handelst wiederum wunderbar an mir.
Job 10:17 Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zornes viel auf mich; es zerplagt mich eins ber das andere in Haufen.
Job 10:18 Warum hast du mich aus Mutterleib kommen lassen? Ach, dass ich wre umgekommen und mich nie ein Auge gesehen htte!
Job 10:19 So wre ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe gebracht.
Job 10:20 Ist denn mein Leben nicht kurz? So hre er auf und lasse ab von mir, dass ich ein wenig erquickt werde,
Job 10:21 ehe ich denn hingehe und komme nicht wieder, ins Land der Finsternis und des Dunkels,
Job 10:22 ins Land da es stockfinster ist und da keine Ordnung ist, und wenn's hell wird, so ist es wie Finsternis.
Job 11:1 Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
Job 11:2 Wenn einer lang geredet, muss er nicht auch hren? Muss denn ein Schwtzer immer recht haben?
Job 11:3 Mssen die Leute zu deinem eitlen Geschwtz schweigen, dass du spottest und niemand dich beschme?
Job 11:4 Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich vor deinen Augen.
Job 11:5 Ach, dass Gott mit dir redete und tte seine Lippen auf
Job 11:6 und zeigte dir die heimliche Weisheit! Denn er htte noch wohl mehr an dir zu tun, auf dass du wissest, dass er deiner Snden nicht aller gedenkt.
Job 11:7 Meinst du, dass du wissest, was Gott wei, und wollest es so vollkommen treffen wie der Allmchtige?
Job 11:8 Es ist hher denn der Himmel; was willst du tun? tiefer denn die Hlle; was kannst du wissen?
Job 11:9 lnger denn die Erde und breiter denn das Meer.
Job 11:10 So er daherfhrt und gefangen legt und Gericht hlt, wer will's ihm wehren?
Job 11:11 Denn er kennt die losen Leute, er sieht die Untugend, und sollte es nicht merken?
Job 11:12 Ein unntzer Mann blht sich, und ein geborener Mensch will sein wie ein junges Wild.
Job 11:13 Wenn du dein Herz richtetest und deine Hnde zu ihm ausbreitetest;
Job 11:14 wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, fern von dir ttest, dass in deiner Htte kein Unrecht bliebe:
Job 11:15 so mchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und wrdest fest sein und dich nicht frchten.
Job 11:16 Dann wrdest du der Mhsal vergessen und so wenig gedenken als des Wassers, das vorbergeht;
Job 11:17 und die Zeit deines Lebens wrde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere wrde ein lichter Morgen werden;
Job 11:18 und drftest dich dessen trsten, dass Hoffnung da sei; wrdest dich umsehen und in Sicherheit schlafen legen;
Job 11:19 wrdest ruhen, und niemand wrde dich aufschrecken; und viele wrden vor dir flehen.
Job 11:20 Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und sie werden nicht entrinnen knnen; denn Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.
Job 12:1 Da antwortete Hiob und sprach:
Job 12:2 Ja, ihr seid die Leute, mit euch wird die Weisheit sterben!
Job 12:3 Ich habe so wohl ein Herz als ihr und bin nicht geringer denn ihr; und wer ist, der solches nicht wisse?
Job 12:4 Ich muss von meinem Nchsten verlacht sein, der ich Gott anrief, und er erhrte mich. Der Gerechte und Fromme muss verlacht sein
Job 12:5 und ist ein verachtet Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen, steht aber, dass sie sich daran rgern.
Job 12:6 Der Verstrer Htten haben die Flle, und Ruhe haben, die wider Gott toben, die ihren Gott in der Faust fhren.
Job 12:7 Frage doch das Vieh, das wird dich's lehren und die Vgel unter dem Himmel, die werden dir's sagen;
Job 12:8 oder rede mit der Erde, die wird dich's lehren, und die Fische im Meer werden dir's erzhlen.
Job 12:9 Wer erkennte nicht an dem allem, dass des HErrn Hand solches gemacht hat?
Job 12:10 dass in seiner Hand ist die Seele alles dessen, was da lebt, und der Geist des Fleisches aller Menschen?
Job 12:11 Prft nicht das Ohr die Rede? und der Mund schmeckt die Speise?
Job 12:12 Ja, bei den Grovtern ist die Weisheit, und der Verstand bei den Alten.
Job 12:13 Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und Verstand.
Job 12:14 Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bauen; wenn er jemand einschliet, kann niemand aufmachen.
Job 12:15 Siehe, wenn er das Wasser verschliet, so wird alles drr; und wenn er's auslsst, so kehrt es das Land um.
Job 12:16 Er ist stark und fhrt es aus. Sein ist, der da irrt und der da verfhrt.
Job 12:17 Er fhrt die Klugen wie einen Raub und macht die Richter toll.
Job 12:18 Er lst auf der Knige Zwang und bindet mit einem Gurt ihre Lenden.
Job 12:19 Er fhrt die Priester wie einen Raub und bringt zu Fall die Festen.
Job 12:20 Er entzieht die Sprache den Bewhrten und nimmt weg den Verstand der Alten.
Job 12:21 Er schttet Verachtung auf die Frsten und macht den Grtel der Gewaltigen los.
Job 12:22 Er ffnet die finsteren Grnde und bringt heraus das Dunkel an das Licht.
Job 12:23 Er macht etliche zu groem Volk und bringt sie wieder um. Er breitet ein Volk aus und treibt es wieder weg.
Job 12:24 Er nimmt weg den Mut der Obersten des Volkes im Lande und macht sie irre auf einem Umwege, da kein Weg ist,
Job 12:25 dass sie in Finsternis tappen ohne Licht; und macht sie irre wie die Trunkenen.
Job 13:1 Siehe, das alles hat mein Auge gesehen und mein Ohr gehrt, und ich habe es verstanden.
Job 13:2 Was ihr wisst, das wei ich auch; und bin nicht geringer denn ihr.
Job 13:3 Doch wollte ich gern zu dem Allmchtigen reden und wollte gern mit Gott rechten.
Job 13:4 Aber ihr deutet's flschlich und seid alle unntze rzte.
Job 13:5 Wollte Gott, ihr schwieget, so wret ihr weise.
Job 13:6 Hret doch meine Verantwortung und merket auf die Sache, davon ich rede!
Job 13:7 Wollt ihr Gott verteidigen mit Unrecht und fr ihn List brauchen?
Job 13:8 Wollt ihr seine Person ansehen? Wollt ihr Gott vertreten?
Job 13:9 Wird's euch auch wohl gehen, wenn er euch richten wird? Meint ihr, dass ihr ihn tuschen werdet, wie man einen Menschen tuscht?
Job 13:10 Er wird euch strafen, wo ihr heimlich Person ansehet.
Job 13:11 Wird er euch nicht erschrecken, wenn er sich wird hervortun, und wird seine Furcht nicht ber euch fallen?
Job 13:12 Eure Denksprche sind Aschensprche; eure Bollwerke werden wie Lehmhaufen sein.
Job 13:13 Schweiget mir, dass ich rede, es komme ber mich, was da will.
Job 13:14 Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zhnen davontragen und meine Seele in meine Hnde legen?
Job 13:15 Siehe, er wird mich doch erwrgen, und ich habe nichts zu hoffen; doch will ich meine Wege vor ihm verantworten.
Job 13:16 Er wird ja mein Heil sein; denn es kommt kein Heuchler vor ihn.
Job 13:17 Hret meine Rede, und meine Auslegung gehe ein zu euren Ohren.
Job 13:18 Siehe, ich bin zum Rechtsstreit gerstet; ich wei, dass ich recht behalten werde.
Job 13:19 Wer ist, der mit mir rechten knnte? Denn dann wollte ich schweigen und verscheiden.
Job 13:20 Zweierlei tue mir nur nicht, so will ich mich vor dir nicht verbergen:
Job 13:21 lass deine Hand fern von mir sein, und dein Schrecken erschrecke mich nicht!
Job 13:22 Dann rufe, ich will antworten, oder ich will reden, antworte du mir!
Job 13:23 Wie viel ist meiner Missetaten und Snden? Lass mich wissen meine bertretung und Snde.
Job 13:24 Warum verbirgst du dein Antlitz und hltst mich fr deinen Feind?
Job 13:25 Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein und einen drren Halm verfolgen?
Job 13:26 Denn du schreibst mir Betrbnis an und willst ber mich bringen die Snden meiner Jugend.
Job 13:27 Du hast meinen Fu in den Stock gelegt und hast acht auf alle meine Pfade und siehst auf die Futapfen meiner Fe,
Job 13:28 der ich doch wie Moder vergehe und wie ein Kleid, das die Motten fressen.
Job 14:1 Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
Job 14:2 geht auf wie eine Blume und fllt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.
Job 14:3 Und du tust deine Augen ber einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehest.
Job 14:4 Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.
Job 14:5 Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden steht bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht berschreiten.
Job 14:6 So tu dich von ihm, dass er Ruhe habe, bis dass seine Zeit komme, deren er wie ein Tagelhner wartet.
Job 14:7 Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, dass er sich wieder erneue, und seine Schlinge hren nicht auf.
Job 14:8 Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm im Staub erstirbt,
Job 14:9 so grnt er doch wieder vom Geruch des Wassers und wchst daher, als wre er erst gepflanzt.
Job 14:10 Aber der Mensch stirbt und ist dahin; er verscheidet, und wo ist er?
Job 14:11 Wie ein Wasser ausluft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet,
Job 14:12 so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.
Job 14:13 Ach dass du mich in der Hlle verdecktest und verbrgest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, dass du an mich dchtest.
Job 14:14 Wird ein toter Mensch wieder leben? Alle Tage meines Streites wollte ich harren, bis dass meine Vernderung komme!
Job 14:15 Du wrdest rufen und ich dir antworten; es wrde dich verlangen nach dem Werk deiner Hnde.
Job 14:16 Jetzt aber zhlst du meine Gnge. Hast du nicht acht auf meine Snden?
Job 14:17 Du hast meine bertretungen in ein Bndlein versiegelt und meine Missetat zusammengefasst.
Job 14:18 Zerfllt doch ein Berg und vergeht, und ein Fels wird von seinem Ort versetzt;
Job 14:19 Wasser wscht Steine weg, und seine Fluten flen die Erde weg: aber des Menschen Hoffnung ist verloren;
Job 14:20 denn du stest ihn gar um, dass er dahinfhrt, vernderst sein Wesen und lssest ihn fahren.
Job 14:21 Sind seine Kinder in Ehren, das wei er nicht; oder ob sie gering sind, des wird er nicht gewahr.
Job 14:22 Nur sein eigen Fleisch macht ihm Schmerzen, und seine Seele ist ihm voll Leides.
Job 15:1 Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
Job 15:2 Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blhen mit leeren Reden?
Job 15:3 Du verantwortest dich mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist nichts ntze.
Job 15:4 Du hast die Furcht fahren lassen und redest verchtlich vor Gott.
Job 15:5 Denn deine Missetat lehrt deinen Mund also, und hast erwhlt eine listige Zunge.
Job 15:6 Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; deine Lippen zeugen gegen dich.
Job 15:7 Bist du der erste Mensch geboren? bist du vor allen Hgeln empfangen?
Job 15:8 Hast du Gottes heimlichen Rat gehrt und die Weisheit an dich gerissen?
Job 15:9 Was weit du, das wir nicht wissen? was verstehst du, das nicht bei uns sei?
Job 15:10 Es sind Graue und Alte unter uns, die lnger gelebt haben denn dein Vater.
Job 15:11 Sollten Gottes Trstungen so gering vor dir gelten und ein Wort, in Lindigkeit zu dir gesprochen?
Job 15:12 Was nimmt dein Herz vor? was siehst du so stolz?
Job 15:13 Was setzt sich dein Mut gegen Gott, dass du solche Reden aus deinem Munde lssest?
Job 15:14 Was ist ein Mensch, dass er sollte rein sein, und dass er sollte gerecht sein, der von einem Weibe geboren ist?
Job 15:15 Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die im Himmel sind nicht rein vor ihm.
Job 15:16 Wie viel weniger ein Mensch, der ein Greuel und schnde ist, der Unrecht suft wie Wasser.
Job 15:17 Ich will dir's zeigen, hre mir zu, und ich will dir erzhlen, was ich gesehen habe,
Job 15:18 was die Weisen gesagt haben und ihren Vtern nicht verhohlen gewesen ist,
Job 15:19 welchen allein das Land gegeben war, dass kein Fremder durch sie gehen durfte:
Job 15:20 Der Gottlose bebt sein Leben lang, und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.
Job 15:21 Was er hrt, das schreckt ihn; und wenn's gleich Friede ist, frchtet er sich, der Verderber komme,
Job 15:22 glaubt nicht, dass er mge dem Unglck entrinnen, und versieht sich immer des Schwerts.
Job 15:23 Er zieht hin und her nach Brot, und es dnkt ihn immer, die Zeit seines Unglcks sei vorhanden.
Job 15:24 Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder wie ein Knig mit seinem Heer.
Job 15:25 Denn er hat seine Hand wider Gott gestreckt und sich wider den Allmchtigen gestrubt.
Job 15:26 Er luft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarrig wider ihn.
Job 15:27 Er brstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich feist und dick.
Job 15:28 Er wohnt in verstrten Stdten, in Husern, da man nicht bleiben darf, die auf einem Haufen liegen sollen.
Job 15:29 Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glck wird sich nicht ausbreiten im Lande.
Job 15:30 Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und er wird ihn durch den Odem seines Mundes wegnehmen.
Job 15:31 Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dnkel betrogen; und eitel wird sein Lohn werden.
Job 15:32 Er wird ein Ende nehmen vor der Zeit; und sein Zweig wird nicht grnen.
Job 15:33 Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein lbaum seine Blte abwirft.
Job 15:34 Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben; und das Feuer wird fressen die Htten derer, die Geschenke nehmen.
Job 15:35 Sie gehen schwanger mit Unglck und gebren Mhsal, und ihr Scho bringt Trug.
Job 16:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 16:2 Ich habe solches oft gehrt. Ihr seid allzumal leidige Trster!
Job 16:3 Wollen die leeren Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden?
Job 16:4 Ich knnte auch wohl reden wie ihr. Wre eure Seele an meiner Statt, so wollte ich auch Worte gegen euch zusammenbringen und mein Haupt also ber euch schtteln.
Job 16:5 Ich wollte euch strken mit dem Munde und mit meinen Lippen trsten.
Job 16:6 Aber wenn ich schon rede, so schont mein der Schmerz nicht; lasse ich's anstehen so geht er nicht von mir.
Job 16:7 Nun aber macht er mich mde und verstrt alles, was ich bin.
Job 16:8 Er hat mich runzlig gemacht, das zeugt wider mich; und mein Elend steht gegen mich auf und verklagt mich ins Angesicht.
Job 16:9 Sein Grimm zerreit, und der mir gram ist, beit die Zhne ber mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich.
Job 16:10 Sie haben ihren Mund aufgesperrt gegen mich und haben mich schmhlich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut miteinander an mir gekhlt.
Job 16:11 Gott hat mich bergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen Hnde kommen lassen.
Job 16:12 Ich war in Frieden, aber er hat mich zunichte gemacht; er hat mich beim Hals genommen und zerstoen und hat mich zum Ziel aufgerichtet.
Job 16:13 Er hat mich umgeben mit seinen Schtzen; er hat meine Nieren gespalten und nicht verschont; er hat meine Galle auf die Erde geschttet.
Job 16:14 Er hat mir eine Wunde ber die andere gemacht; er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger.
Job 16:15 Ich habe einen Sack um meine Haut genht und habe mein Horn in den Staub gelegt.
Job 16:16 Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine Augenlider sind verdunkelt,
Job 16:17 wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist und mein Gebet ist rein.
Job 16:18 Ach Erde, bedecke mein Blut nicht! und mein Geschrei finde keine Ruhesttte!
Job 16:19 Auch siehe da, meine Zeuge ist mein Himmel; und der mich kennt, ist in der Hhe.
Job 16:20 Meine Freunde sind meine Sptter; aber mein Auge trnt zu Gott,
Job 16:21 dass er entscheiden mge zwischen dem Mann und Gott, zwischen dem Menschenkind und seinem Freunde.
Job 16:22 Denn die bestimmten Jahre sind gekommen, und ich gehe hin des Weges, den ich nicht wiederkommen werde.
Job 17:1 Mein Odem ist schwach, und meine Tage sind abgekrzt; das Grab ist da.
Job 17:2 Frwahr, Gesptt umgibt mich, und auf ihrem Hadern muss mein Auge weilen.
Job 17:3 Sei du selber mein Brge bei dir; wer will mich sonst vertreten?
Job 17:4 Denn du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen; darum wirst du ihnen den Sieg geben.
Job 17:5 Es rhmt wohl einer seinen Freunden die Ausbeute; aber seiner Kinder Augen werden verschmachten.
Job 17:6 Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gemacht, und ich muss mir ins Angesicht speien lassen.
Job 17:7 Mein Auge ist dunkel geworden vor Trauern, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.
Job 17:8 Darber werden die Gerechten sich entsetzen, und die Unschuldigen werden sich entrsten gegen die Heuchler.
Job 17:9 Aber der Gerechte wird seinen Weg behalten; und wer reine Hnde hat, wird an Strke zunehmen.
Job 17:10 Wohlan, so kehrt euch alle her und kommt; ich werde doch keinen Weisen unter euch finden.
Job 17:11 Meine Tage sind vergangen; meine Anschlge sind zerrissen, die mein Herz besessen haben.
Job 17:12 Sie wollen aus der Nacht Tag machen und aus dem Tage Nacht.
Job 17:13 Wenn ich gleich lange harre, so ist doch bei den Toten mein Haus, und in der Finsternis ist mein Bett gemacht;
Job 17:14 Die Verwesung heie ich meinen Vater und die Wrmer meine Mutter und meine Schwester:
Job 17:15 was soll ich denn harren? und wer achtet mein Hoffen?
Job 17:16 Hinunter zu den Toten wird es fahren und wird mit mir in dem Staub liegen.
Job 18:1 Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
Job 18:2 Wann wollt ihr der Reden ein Ende machen? Merkt doch; darnach wollen wir reden.
Job 18:3 Warum werden wir geachtet wie Vieh und sind so unrein vor euren Augen?
Job 18:4 Willst du vor Zorn bersten? Meinst du, dass um deinetwillen die Erde verlassen werde und der Fels von seinem Ort versetzt werde?
Job 18:5 Und doch wird das Licht der Gottlosen verlschen, und der Funke seines Feuers wird nicht leuchten.
Job 18:6 Das Licht wird finster werden in seiner Htte, und seine Leuchte ber ihm verlschen.
Job 18:7 Seine krftigen Schritte werden in die Enge kommen, und sein Anschlag wird ihn fllen.
Job 18:8 Denn er ist mit seinen Fen in den Strick gebracht und wandelt im Netz.
Job 18:9 Der Strick wird seine Ferse halten, und die Schlinge wird ihn erhaschen.
Job 18:10 Sein Strick ist gelegt in die Erde, und seine Falle auf seinem Gang.
Job 18:11 Um und um wird ihn schrecken pltzliche Furcht, dass er nicht wei, wo er hinaus soll.
Job 18:12 Hunger wird seine Habe sein, und Unglck wird ihm bereit sein und anhangen.
Job 18:13 Die Glieder seines Leibes werden verzehrt werden; seine Glieder wird verzehren der Erstgeborene des Todes.
Job 18:14 Seine Hoffnung wird aus seiner Htte ausgerottet werden, und es wird ihn treiben zum Knig des Schreckens.
Job 18:15 In seiner Htte wird nichts bleiben; ber seine Sttte wird Schwefel gestreut werden.
Job 18:16 Von unten werden verdorren seine Wurzeln, und von oben abgeschnitten seine Zweige.
Job 18:17 Sein Gedchtnis wird vergehen in dem Lande, und er wird keinen Namen haben auf der Gasse.
Job 18:18 Er wird vom Licht in die Finsternis vertrieben und vom Erdboden verstoen werden.
Job 18:19 Er wird keine Kinder haben und keine Enkel unter seinem Volk; es wird ihm keiner brigbleiben in seinen Gtern.
Job 18:20 Die nach ihm kommen, werden sich ber seinen Tag entsetzen; und die vor ihm sind, wird eine Furcht ankommen.
Job 18:21 Das ist die Wohnung des Ungerechten; und dies ist die Sttte des, der Gott nicht achtet.
Job 19:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 19:2 Wie lange plagt ihr doch meine Seele und peinigt mich mit Worten?
Job 19:3 Ihr habt mich nun zehnmal gehhnt und schmt euch nicht, dass ihr mich also umtreibt.
Job 19:4 Irre ich, so irre ich mir.
Job 19:5 Wollt ihr wahrlich euch ber mich erheben und wollt meine Schmach mir beweisen,
Job 19:6 so merkt doch nun einmal, dass mir Gott Unrecht tut und hat mich mit seinem Jagdstrick umgeben.
Job 19:7 Siehe, ob ich schon schreie ber Frevel, so werde ich doch nicht erhrt; ich rufe, und ist kein Recht da.
Job 19:8 Er hat meinen Weg verzunt, dass ich nicht kann hinbergehen, und hat Finsternis auf meinen Steig gestellt.
Job 19:9 Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen.
Job 19:10 Er hat mich zerbrochen um und um und lsst mich gehen und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum.
Job 19:11 Sein Zorn ist ber mich ergrimmt, und er achtet mich fr seinen Feind.
Job 19:12 Seine Kriegsscharen sind miteinander gekommen und haben ihren Weg gegen mich gebahnt und haben sich um meine Htte her gelagert.
Job 19:13 Er hat meine Brder fern von mir getan, und meine Verwandten sind mir fremd geworden.
Job 19:14 Meine Nchsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben mein vergessen.
Job 19:15 Meine Hausgenossen und meine Mgde achten mich fr fremd; ich bin unbekannt geworden vor ihren Augen.
Job 19:16 Ich rief meinen Knecht, und er antwortete mir nicht; ich musste ihn anflehen mit eigenem Munde.
Job 19:17 Mein Odem ist zuwider meinem Weibe, und ich bin ein Ekel den Kindern meines Leibes.
Job 19:18 Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich ihnen widerstehe, so geben sie mir bse Worte.
Job 19:19 Alle meine Getreuen haben einen Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben sich auch gegen mich gekehrt.
Job 19:20 Mein Gebein hanget an mir an Haut und Fleisch, und ich kann meine Zhne mit der Haut nicht bedecken.
Job 19:21 Erbarmt euch mein, erbarmt euch mein, ihr meine Freunde! denn die Hand Gottes hat mich getroffen.
Job 19:22 Warum verfolgt ihr mich gleich wie Gott und knnt meines Fleisches nicht satt werden?
Job 19:23 Ach dass meine Reden geschrieben wrden! ach dass sie in ein Buch gestellt wrden!
Job 19:24 mit einem eisernen Griffel auf Blei und zum ewigem Gedchtnis in Stein gehauen wrden!
Job 19:25 Aber ich wei, dass mein Erlser lebt; und als der letzte wird er ber dem Staube sich erheben.
Job 19:26 Und nachdem diese meine Haut zerschlagen ist, werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen.
Job 19:27 Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Darnach sehnen sich meine Nieren in meinem Scho.
Job 19:28 Wenn ihr sprecht: Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache gegen ihn finden!
Job 19:29 so frchtet euch vor dem Schwert; denn das Schwert ist der Zorn ber die Missetaten, auf dass ihr wisst, dass ein Gericht sei.
Job 20:1 Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
Job 20:2 Darauf muss ich antworten und kann nicht harren.
Job 20:3 Denn ich muss hren, wie man mich straft und tadelt; aber der Geist meines Verstandes soll fr mich antworten.
Job 20:4 Weit du nicht, dass es allezeit so gegangen ist, seitdem Menschen auf Erden gewesen sind:
Job 20:5 dass der Ruhm der Gottlosen steht nicht lange und die Freude des Heuchlers whrt einen Augenblick?
Job 20:6 Wenngleich seine Hhe in den Himmel reicht und sein Haupt an die Wolken rhrt,
Job 20:7 so wird er doch zuletzt umkommen wie Kot, dass die, welche ihn gesehen haben, werden sagen: Wo ist er?
Job 20:8 Wie ein Traum vergeht, so wird er auch nicht zu finden sein, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet.
Job 20:9 Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen; und seine Sttte wird ihn nicht mehr schauen.
Job 20:10 Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hnde mssen seine Habe wieder hergeben.
Job 20:11 Seine Gebeine werden seine heimlichen Snden wohl bezahlen, und sie werden sich mit ihm in die Erde legen.
Job 20:12 Wenn ihm die Bosheit in seinem Munde wohl schmeckt, dass er sie birgt unter seiner Zunge,
Job 20:13 dass er sie hegt und nicht loslsst und sie zurckhlt in seinem Gaumen,
Job 20:14 so wird seine Speise inwendig im Leibe sich verwandeln in Otterngalle.
Job 20:15 Die Gter, die er verschlungen hat, muss er wieder ausspeien, und Gott wird sie aus seinem Bauch stoen.
Job 20:16 Er wird der Ottern Gift saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn tten.
Job 20:17 Er wird nicht sehen die Strme noch die Wasserbche, die mit Honig und Butter flieen.
Job 20:18 Er wird arbeiten, und des nicht genieen; und seine Gter werden andern, dass er deren nicht froh wird.
Job 20:19 Denn er hat unterdrckt und verlassen den Armen; er hat Huser an sich gerissen, die er nicht erbaut hat.
Job 20:20 Denn sein Wanst konnte nicht voll werden; so wird er mit seinem kstlichen Gut nicht entrinnen.
Job 20:21 Nichts blieb brig vor seinem Fressen; darum wird sein gutes Leben keinen Bestand haben.
Job 20:22 Wenn er gleich die Flle und genug hat, wird ihm doch angst werden; aller Hand Mhsal wird ber ihn kommen.
Job 20:23 Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, wenn er wird den Grimm seines Zorns ber ihn senden und ber ihn wird regnen lassen seine Speise.
Job 20:24 Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen.
Job 20:25 Ein bloes Schwert wird durch ihn ausgehen; und des Schwertes Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken ber ihn fahren.
Job 20:26 Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken mchte. Es wird ihn ein Feuer verzehren, das nicht angeblasen ist; und wer brig ist in seiner Htte, dem wird's bel gehen.
Job 20:27 Der Himmel wird seine Missetat erffnen, und die Erde wird sich gegen ihn setzen.
Job 20:28 Das Getreide in seinem Hause wird weggefhrt werden, zerstreut am Tage seines Zorns.
Job 20:29 Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe, das ihm zugesprochen wird von Gott.
Job 21:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 21:2 Hrt doch meiner Rede zu und lasst mir das anstatt eurer Trstungen sein!
Job 21:3 Vertragt mich, dass ich auch rede, und spottet darnach mein!
Job 21:4 Handle ich denn mit einem Menschen? oder warum sollte ich ungeduldig sein?
Job 21:5 Kehrt euch her zu mir; ihr werdet erstarren und die Hand auf den Mund legen mssen.
Job 21:6 Wenn ich daran denke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an.
Job 21:7 Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu an Gtern?
Job 21:8 Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkmmlinge sind bei ihnen.
Job 21:9 Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rute ist nicht ber ihnen.
Job 21:10 Seinen Stier lsst man zu, und es missrt ihm nicht; seine Kuh kalbt und ist nicht unfruchtbar.
Job 21:11 Ihre jungen Kinder lassen sie ausgehen wie eine Herde, und ihre Knaben hpfen.
Job 21:12 Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind frhlich mit Flten.
Job 21:13 Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor dem Tode,
Job 21:14 die doch sagen zu Gott: Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen nicht wissen!
Job 21:15 Wer ist der Allmchtige, dass wir ihm dienen sollten? oder was sind wir gebessert, so wir ihn anrufen?
Job 21:16 Aber siehe, ihr Glck steht nicht in ihren Hnden; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein.
Job 21:17 Wie oft geschieht's denn, dass die Leuchte der Gottlosen verlischt und ihr Unglck ber sie kommt? dass er Herzeleid ber sie austeilt in seinem Zorn?
Job 21:18 dass sie werden wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu, die der Sturmwind wegfhrt?
Job 21:19 Gott spart desselben Unglck auf seine Kinder. Er vergelte es ihm selbst, dass er's innewerde.
Job 21:20 Seine Augen mgen sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmchtigen mge er trinken.
Job 21:21 Denn was ist ihm gelegen an seinem Hause nach ihm, wenn die Zahl seiner Monden ihm zugeteilt ist?
Job 21:22 Wer will Gott lehren, der auch die Hohen richtet?
Job 21:23 Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genge,
Job 21:24 sein Melkfass ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemstet mit Mark;
Job 21:25 jener aber stirbt mit betrbter Seele und hat nie mit Freuden gegessen;
Job 21:26 und liegen gleich miteinander in der Erde, und Wrmer decken sie zu.
Job 21:27 Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevles Vornehmen gegen mich.
Job 21:28 Denn ihr sprecht: Wo ist das Haus des Frsten? und wo ist die Htte, da die Gottlosen wohnten?
Job 21:29 Habt ihr denn die Wanderer nicht befragt und nicht gemerkt ihre Zeugnisse?
Job 21:30 Denn der Bse wird erhalten am Tage des Verderbens, und am Tage des Grimms bleibt er.
Job 21:31 Wer will ihm ins Angesicht sagen, was er verdient? wer will ihm vergelten, was er tut?
Job 21:32 Und er wird zu Grabe geleitet und hlt Wache auf seinem Hgel.
Job 21:33 S sind ihm die Schollen des Tales, und alle Menschen ziehen ihm nach; und derer, die ihm vorangegangen sind, ist keine Zahl.
Job 21:34 Wie trstet ihr mich so vergeblich, und eure Antworten finden sich unrecht!
Job 22:1 Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
Job 22:2 Kann denn ein Mann Gottes etwas ntzen? Nur sich selber ntzt ein Kluger.
Job 22:3 Meinst du, dem Allmchtigen liege daran, dass du gerecht seist? Was hilft's ihm, wenn deine Wege ohne Tadel sind?
Job 22:4 Meinst du wegen deiner Gottesfurcht strafe er dich und gehe mit dir ins Gericht?
Job 22:5 Nein, deine Bosheit ist zu gro, und deiner Missetaten ist kein Ende.
Job 22:6 Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genommen ohne Ursache; du hast den Nackten die Kleider ausgezogen;
Job 22:7 du hast die Mden nicht getrnkt mit Wasser und hast dem Hungrigen dein Brot versagt;
Job 22:8 du hast Gewalt im Lande gebt und prchtig darin gegessen;
Job 22:9 die Witwen hast du leer lassen gehen und die Arme der Waisen zerbrochen.
Job 22:10 Darum bist du mit Stricken umgeben, und Furcht hat dich pltzlich erschreckt.
Job 22:11 Solltest du denn nicht die Finsternis sehen und die Wasserflut, die dich bedeckt?
Job 22:12 Ist nicht Gott hoch droben im Himmel? Siehe, die Sterne an droben in der Hhe!
Job 22:13 Und du sprichst: Was wei Gott? Sollte er, was im Dunkeln ist, richten knnen?
Job 22:14 Die Wolken sind die Vordecke, und er sieht nicht; er wandelt im Umkreis des Himmels.
Job 22:15 Achtest du wohl auf den Weg, darin vorzeiten die Ungerechten gegangen sind?
Job 22:16 die vergangen sind, ehe denn es Zeit war, und das Wasser hat ihren Grund weggewaschen;
Job 22:17 die zu Gott sprachen: Hebe dich von uns! was sollte der Allmchtige uns tun knnen?
Job 22:18 so er doch ihr Haus mit Gtern fllte. Aber der Gottlosen Rat sei ferne von mir.
Job 22:19 Die Gerechten werden es sehen und sich freuen, und der Unschuldige wird ihrer spotten:
Job 22:20 Frwahr, unser Widersacher ist verschwunden; und sein briggelassenes hat das Feuer verzehrt.
Job 22:21 So vertrage dich nun mit ihm und habe Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen.
Job 22:22 Hre das Gesetz von seinem Munde und fasse seine Reden in dein Herz.
Job 22:23 Wirst du dich bekehren zu dem Allmchtigen, so wirst du aufgebaut werden. Tue nur Unrecht ferne hinweg von deiner Htte
Job 22:24 und wirf in den Staub dein Gold und zu den Steinen der Bche das Ophirgold,
Job 22:25 so wird der Allmchtige dein Gold sein und wie Silber, das dir zugehuft wird.
Job 22:26 Dann wirst du Lust haben an dem Allmchtigen und dein Antlitz zu Gott aufheben.
Job 22:27 So wirst du ihn bitten, und er wird dich hren, und wirst dein Gelbde bezahlen.
Job 22:28 Was du wirst vornehmen, wird er dir lassen gelingen; und das Licht wird auf deinem Wege scheinen.
Job 22:29 Denn die sich demtigen, die erhht er; und wer seine Augen niederschlgt, der wird genesen.
Job 22:30 Auch der nicht unschuldig war wird errettet werden; er wird aber errettet um deiner Hnde Reinigkeit willen.
Job 23:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 23:2 Meine Rede bleibt noch betrbt; meine Macht ist schwach ber meinem Seufzen.
Job 23:3 Ach dass ich wsste, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen mchte
Job 23:4 und das Recht vor ihm sollte vorlegen und den Mund voll Verantwortung fassen
Job 23:5 und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen wrde!
Job 23:6 Will er mit groer Macht mit mir rechten? Er stelle sich nicht so gegen mich,
Job 23:7 sondern lege mir's gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen.
Job 23:8 Aber ich gehe nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurck, so spre ich ihn nicht;
Job 23:9 ist er zur Linken, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.
Job 23:10 Er aber kennt meinen Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.
Job 23:11 Denn ich setze meinen Fu auf seine Bahn und halte seinen Weg und weiche nicht ab
Job 23:12 und trete nicht von dem Gebot seiner Lippen und bewahre die Rede seines Mundes mehr denn mein eigen Gesetz.
Job 23:13 Doch er ist einig; wer will ihm wehren? Und er macht's wie er will.
Job 23:14 Denn er wird vollfhren, was mir bestimmt ist, und hat noch viel dergleichen im Sinne.
Job 23:15 Darum erschrecke ich vor ihm; und wenn ich's bedenke, so frchte ich mich vor ihm.
Job 23:16 Gott hat mein Herz blde gemacht, und der Allmchtige hat mich erschreckt.
Job 23:17 Denn die Finsternis macht kein Ende mit mir, und das Dunkel will vor mir nicht verdeckt werden.
Job 24:1 Warum sind von dem Allmchtigen nicht Zeiten vorbehalten, und warum sehen, die ihn kennen, seine Tage nicht?
Job 24:2 Man verrckt die Grenzen, raubt die Herde und weidet sie.
Job 24:3 Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwe Ochsen zum Pfande.
Job 24:4 Die Armen mssen ihnen weichen, und die Drftigen im Lande mssen sich verkriechen.
Job 24:5 Siehe, wie Wildesel in der Wste gehen sie hinaus an ihr Werk und suchen Nahrung; die Einde gibt ihnen Speise fr ihre Kinder.
Job 24:6 Sie ernten auf dem Acker, was er trgt, und lesen den Weinberg des Gottlosen.
Job 24:7 Sie liegen in der Nacht nackt ohne Gewand und haben keine Decke im Frost.
Job 24:8 Sie mssen sich zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie giet, weil sie sonst keine Zuflucht haben.
Job 24:9 Man reit das Kind von den Brsten und macht's zum Waisen und macht die Leute arm mit Pfnden.
Job 24:10 Den Nackten lassen sie ohne Kleider gehen, und den Hungrigen nehmen sie die Garben.
Job 24:11 Sie zwingen sie, l zu machen auf ihrer Mhle und ihre Kelter zu treten, und lassen sie doch Durst leiden.
Job 24:12 Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seele der Erschlagenen schreiend, und Gott strzt sie nicht.
Job 24:13 Jene sind abtrnnig geworden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Strae.
Job 24:14 Wenn der Tag anbricht, steht auf der Mrder und erwrgt den Armen und Drftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb.
Job 24:15 Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel, und er spricht: Mich sieht kein Auge, und verdeckt sein Antlitz.
Job 24:16 Im Finstern bricht man in die Huser ein; des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht.
Job 24:17 Denn wie wenn der Morgen kme, ist ihnen allen die Finsternis; denn sie sind bekannt mit den Schrecken der Finsternis.
Job 24:18 Er fhrt leicht wie auf einem Wasser dahin; seine Habe wird gering im Lande, und er baut seinen Weinberg nicht.
Job 24:19 Der Tod nimmt weg, die da sndigen, wie die Hitze und Drre das Schneewasser verzehrt.
Job 24:20 Der Mutterscho vergisst sein; die Wrmer haben ihre Lust an ihm. Sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen wie ein fauler Baum,
Job 24:21 er, der beleidigt hat die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan.
Job 24:22 Aber Gott erhlt die Mchtigen durch seine Kraft, dass sie wieder aufstehen, wenn sie am Leben verzweifelten.
Job 24:23 Er gibt ihnen, dass sie sicher seien und eine Sttze haben; und seine Augen sind ber ihren Wegen.
Job 24:24 Sie sind hoch erhht, und ber ein kleines sind sie nicht mehr; sinken sie hin, so werden sie weggerafft wie alle andern, und wie das Haupt auf den hren werden sie abgeschnitten.
Job 24:25 Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lgen strafen und bewhren, dass meine Rede nichts sei?
Job 25:1 Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
Job 25:2 Ist nicht Herrschaft und Schrecken bei ihm, der Frieden macht unter seinen Hchsten?
Job 25:3 Wer will seine Kriegsscharen zhlen? und ber wen geht nicht auf sein Licht?
Job 25:4 Und wie kann ein Mensch gerecht vor Gott sein? und wie kann rein sein eines Weibes Kind?
Job 25:5 Siehe, auch der Mond scheint nicht helle, und die Sterne sind nicht rein vor seinen Augen:
Job 25:6 wie viel weniger ein Mensch, die Made, und ein Menschenkind, der Wurm!
Job 26:1 Hiob antwortete und sprach:
Job 26:2 Wie stehest du dem bei, der keine Kraft hat, hilfst dem, der keine Strke in den Armen hat!
Job 26:3 Wie gibst du Rat dem, der keine Weisheit hat, und tust kund Verstandes die Flle!
Job 26:4 Zu wem redest du? und wes Odem geht von dir aus?
Job 26:5 Die Toten ngsten sich tief unter den Wassern und denen, die darin wohnen.
Job 26:6 Das Grab ist aufgedeckt vor ihm, und der Abgrund hat keine Decke.
Job 26:7 Er breitet aus die Mitternacht ber das Leere und hngt die Erde an nichts.
Job 26:8 Er fasst das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreien darunter nicht.
Job 26:9 Er verhllt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor.
Job 26:10 Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt, bis wo Licht und Finsternis sich scheiden.
Job 26:11 Die Sulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten.
Job 26:12 Von seiner Kraft wird das Meer pltzlich ungestm, und durch seinen Verstand zerschmettert er Rahab.
Job 26:13 Am Himmel wird's schn durch seinen Wind, und seine Hand durchbohrt die flchtige Schlange.
Job 26:14 Siehe, also geht sein Tun, und nur ein geringes Wrtlein davon haben wir vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen?
Job 27:1 Und Hiob fuhr fort und hob an seine Sprche und sprach:
Job 27:2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht weigert, und der Allmchtige, der meine Seele betrbt;
Job 27:3 solange mein Odem in mir ist und der Hauch von Gott in meiner Nase ist:
Job 27:4 meine Lippen sollen nichts Unrechtes reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
Job 27:5 Das sei ferne von mir, dass ich euch recht gebe; bis dass mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Unschuld.
Job 27:6 Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beit mich nicht meines ganzen Lebens halben.
Job 27:7 Aber mein Feind msse erfunden werden als ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnt, als ein Ungerechter.
Job 27:8 Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers, wenn Gott ein Ende mit ihm macht und seine Seele hinreit?
Job 27:9 Meinst du das Gott sein Schreien hren wird, wenn die Angst ber ihn kommt?
Job 27:10 Oder kann er an dem Allmchtigen seine Lust haben und Gott allezeit anrufen?
Job 27:11 Ich will euch lehren von der Hand Gottes; und was bei dem Allmchtigen gilt, will ich nicht verhehlen.
Job 27:12 Siehe, ihr haltet euch alle fr klug; warum bringt ihr denn solch unntze Dinge vor?
Job 27:13 Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmchtigen nehmen werden:
Job 27:14 wird er viele Kinder haben, so werden sie des Schwertes sein; und seine Nachkmmlinge werden des Brots nicht satt haben.
Job 27:15 Die ihm brigblieben, wird die Seuche ins Grab bringen; und seine Witwen werden nicht weinen.
Job 27:16 Wenn er Geld zusammenbringt wie Staub und sammelt Kleider wie Lehm,
Job 27:17 so wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen.
Job 27:18 Er baut sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Wchter seine Htte macht.
Job 27:19 Der Reiche, wenn er sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein.
Job 27:20 Es wird ihn Schrecken berfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen.
Job 27:21 Der Ostwind wird ihn wegfhren, dass er dahinfhrt; und Ungestm wird ihn von seinem Ort treiben.
Job 27:22 Er wird solches ber ihn fhren und wird sein nicht schonen; vor seiner Hand muss er fliehen und wieder fliehen.
Job 27:23 Man wird ber ihn mit den Hnden klatschen und ber ihn zischen, wo er gewesen ist.
Job 28:1 Es hat das Silber seine Gnge, und das Gold, das man lutert seinen Ort.
Job 28:2 Eisen bringt man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz.
Job 28:3 Man macht der Finsternis ein Ende und findet zuletzt das Gestein tief verborgen.
Job 28:4 Man bricht einen Schacht von da aus, wo man wohnt; darin hangen und schweben sie als die Vergessenen, da kein Fu hin tritt, fern von den Menschen.
Job 28:5 Man zerwhlt unten die Erde wie mit Feuer, darauf doch oben die Speise wchst.
Job 28:6 Man findet Saphir an etlichen Orten, und Erdenkle, da Gold ist.
Job 28:7 Den Steig kein Adler erkannt hat und kein Geiersauge gesehen;
Job 28:8 es hat das stolze Wild nicht darauf getreten und ist kein Lwe darauf gegangen.
Job 28:9 Auch legt man die Hand an die Felsen und grbt die Berge um.
Job 28:10 Man reit Bche aus den Felsen; und alles, was kstlich ist, sieht das Auge.
Job 28:11 Man wehrt dem Strome des Wassers und bringt, das darinnen verborgen ist, ans Licht.
Job 28:12 Wo will man aber die Weisheit finden? und wo ist die Sttte des Verstandes?
Job 28:13 Niemand wei, wo sie liegt, und sie wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen.
Job 28:14 Die Tiefe spricht: Sie ist in mir nicht; und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir.
Job 28:15 Man kann nicht Gold um sie geben noch Silber darwgen, sie zu bezahlen.
Job 28:16 Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold oder kstlicher Onyx und Saphir.
Job 28:17 Gold und Glas kann man ihr nicht vergleichen noch um sie golden Kleinod wechseln.
Job 28:18 Korallen und Kristall achtet man gegen sie nicht. Die Weisheit ist hher zu wgen denn Perlen.
Job 28:19 Topaz aus dem Mohrenland wird ihr nicht gleich geschtzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich.
Job 28:20 Woher kommt denn die Weisheit? und wo ist die Sttte des Verstandes?
Job 28:21 Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch den Vgeln unter dem Himmel.
Job 28:22 Der Abgrund und der Tod sprechen: Wir haben mit unsren Ohren ihr Gercht gehrt.
Job 28:23 Gott wei den Weg dazu und kennt ihre Sttte.
Job 28:24 Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.
Job 28:25 Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Ma;
Job 28:26 da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg:
Job 28:27 da sah er sie und verkndigte sie, bereitete sie und ergrndete sie
Job 28:28 und sprach zu den Menschen: Siehe, die Furcht des HErrn, das ist Weisheit; und meiden das Bse, das ist Verstand.
Job 29:1 Und Hiob hob abermals an seine Sprche und sprach:
Job 29:2 O dass ich wre wie in den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott behtete;
Job 29:3 da seine Leuchte ber meinem Haupt schien und ich bei seinem Licht in der Finsternis ging;
Job 29:4 wie war ich in der Reife meines Lebens, da Gottes Geheimnis ber meiner Htte war;
Job 29:5 da der Allmchtige noch mit mir war und meine Kinder um mich her;
Job 29:6 da ich meine Tritte wusch in Butter und die Felsen mir lbche gossen;
Job 29:7 da ich ausging zum Tor in der Stadt und mir lie meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
Job 29:8 da mich die Jungen sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstanden;
Job 29:9 da die Obersten aufhrten zu reden und legten ihre Hand auf ihren Mund;
Job 29:10 da die Stimme der Frsten sich verkroch und ihre Zunge am Gaumen klebte!
Job 29:11 Denn wessen Ohr mich hrte, der pries mich selig; und wessen Auge mich sah, der rhmte mich.
Job 29:12 Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
Job 29:13 Der Segen des, der verderben sollte, kam ber mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.
Job 29:14 Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein frstlicher Hut.
Job 29:15 Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fu.
Job 29:16 Ich war ein Vater der Armen; und die Sache des, den ich nicht kannte, die erforschte ich.
Job 29:17 Ich zerbrach die Backenzhne des Ungerechten und riss den Raub aus seinen Zhnen.
Job 29:18 Ich gedachte: Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie Sand.
Job 29:19 Meine Wurzel war aufgetan dem Wasser, und der Tau blieb ber meinen Zweigen.
Job 29:20 Meine Herrlichkeit erneute sich immer an mir, und mein Bogen ward immer strker in meiner Hand.
Job 29:21 Sie hrten mir zu und schwiegen und warteten auf meinen Rat.
Job 29:22 Nach meinen Worten redete niemand mehr, und meine Rede troff auf sie.
Job 29:23 Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperrten ihren Mund auf als nach dem Sptregen.
Job 29:24 Wenn ich mit ihnen lachte, wurden sie nicht zu khn darauf; und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer.
Job 29:25 Wenn ich zu ihrem Geschft wollte kommen, so musste ich obenan sitzen und wohnte wie ein Knig unter Kriegsknechten, da ich trstete, die Leid trugen.
Job 30:1 Nun aber lachen sie mein, die jnger sind denn ich, deren Vter ich verachtet htte, sie zu stellen unter meine Schafhunde;
Job 30:2 deren Vermgen ich fr nichts hielt; die nicht zum Alter kommen konnten;
Job 30:3 die vor Hunger und Kummer einsam flohen in die Einde, neulich verdarben und elend wurden;
Job 30:4 die da Nesseln ausraufen um die Bsche, und Ginsterwurzel ist ihre Speise;
Job 30:5 aus der Menschen Mitte werden sie weggetrieben, man schreit ber sie wie ber einen Dieb;
Job 30:6 in grausigen Tlern wohnen sie, in den Lchern der Erde und Steinritzen;
Job 30:7 zwischen den Bschen rufen sie, und unter den Disteln sammeln sie sich:
Job 30:8 die Kinder gottloser und verachteter Leute, die man aus dem Lande weggetrieben.
Job 30:9 Nun bin ich ihr Spottlied geworden und muss ihr Mrlein sein.
Job 30:10 Sie haben einen Greuel an mir und machen sich ferne von mir und scheuen sich nicht, vor meinem Angesicht zu speien.
Job 30:11 Sie haben ihr Seil gelst und mich zunichte gemacht und ihren Zaum vor mir abgetan.
Job 30:12 Zur Rechten haben sich Buben wider mich gesetzt und haben meinen Fu ausgestoen und haben wider mich einen Weg gemacht, mich zu verderben.
Job 30:13 Sie haben meine Steige zerbrochen; es war ihnen so leicht, mich zu beschdigen, dass sie keiner Hilfe dazu bedurften.
Job 30:14 Sie sind gekommen wie zu einer weiten Lcke der Mauer herein und sind ohne Ordnung dahergefallen.
Job 30:15 Schrecken hat sich gegen mich gekehrt und hat verfolgt wie der Wind meine Herrlichkeit; und wie eine Wolke zog vorber mein glckseliger Stand.
Job 30:16 Nun aber giet sich aus meine Seele ber mich, und mich hat ergriffen die elende Zeit.
Job 30:17 Des Nachts wird mein Gebein durchbohrt allenthalben; und die mich nagen, legen sich nicht schlafen.
Job 30:18 Mit groer Gewalt werde ich anders und anders gekleidet, und ich werde damit umgrtet wie mit einem Rock.
Job 30:19 Man hat mich in den Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und der Asche.
Job 30:20 Schreie ich zu dir, so antwortest du mir nicht; trete ich hervor, so achtest du nicht auf mich.
Job 30:21 Du hast mich verwandelt in einen Grausamen und zeigst an mit der Strke deiner Hand, dass du mir gram bist.
Job 30:22 Du hebst mich auf und lssest mich auf dem Winde fahren und zerschmelzest mich krftig.
Job 30:23 Denn ich wei du wirst mich dem Tod berantworten; da ist das bestimmte Haus aller Lebendigen.
Job 30:24 Aber wird einer nicht die Hand ausstrecken unter Trmmern und nicht schreien vor seinem Verderben?
Job 30:25 Ich weinte ja ber den, der harte Zeit hatte; und meine Seele jammerte der Armen.
Job 30:26 Ich wartete des Guten, und es kommt das Bse; ich hoffte aufs Licht, und es kommt Finsternis.
Job 30:27 Meine Eingeweide sieden und hren nicht auf; mich hat berfallen die elende Zeit.
Job 30:28 Ich gehe schwarz einher, und brennt mich doch die Sonne nicht; ich stehe auf in der Gemeinde und schreie.
Job 30:29 Ich bin ein Bruder der Schakale und ein Geselle der Straue.
Job 30:30 Meine Haut ber mir ist schwarz geworden, und meine Gebeine sind verdorrt vor Hitze.
Job 30:31 Meine Harfe ist eine Klage geworden und meine Flte ein Weinen.
Job 31:1 Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, dass ich nicht achtete auf eine Jungfrau.
Job 31:2 Was gbe mir Gott sonst als Teil von oben und was fr ein Erbe der Allmchtige in der Hhe?
Job 31:3 Wird nicht der Ungerechte Unglck haben und ein beltter verstoen werden?
Job 31:4 Sieht er nicht meine Wege und zhlt alle meine Gnge?
Job 31:5 Habe ich gewandelt in Eitelkeit, oder hat mein Fu geeilt zum Betrug?
Job 31:6 So wge man mich auf der rechten Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld.
Job 31:7 Ist mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an meinen Hnden,
Job 31:8 so msse ich sen, und ein andrer esse es; und mein Geschlecht msse ausgewurzelt werden.
Job 31:9 Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe und habe ich an meines Nchsten Tr gelauert,
Job 31:10 so msse mein Weib von einem andern geschndet werden, und andere mssen bei ihr liegen;
Job 31:11 denn das ist ein Frevel und eine Missetat fr die Richter.
Job 31:12 Denn das wre ein Feuer, das bis in den Abgrund verzehrte und all mein Einkommen auswurzelte.
Job 31:13 Hab ich verachtet das Recht meines Knechtes oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten?
Job 31:14 Was wollte ich tun, wenn Gott sich aufmachte, und was wrde ich antworten, wenn er heimsuchte?
Job 31:15 Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Schoe ebensowohl bereitet?
Job 31:16 Habe ich den Drftigen ihr Begehren versagt und die Augen der Witwe lassen verschmachten?
Job 31:17 Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und hat nicht der Waise auch davon gegessen?
Job 31:18 Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater, und von meiner Mutter Leib an habe ich gerne getrstet.
Job 31:19 Hab ich jemand sehen umkommen, dass er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen?
Job 31:20 Haben mich nicht gesegnet seine Lenden, da er von den Fellen meiner Lmmer erwrmt ward?
Job 31:21 Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich sah, dass ich im Tor Helfer hatte?
Job 31:22 So falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Rhre.
Job 31:23 Denn ich frchte Gottes Strafe ber mich und knnte seine Last nicht ertragen.
Job 31:24 Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht und zu dem Goldklumpen gesagt: Mein Trost?
Job 31:25 Hab ich mich gefreut, dass ich groes Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte?
Job 31:26 Hab ich das Licht angesehen, wenn es hell leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging,
Job 31:27 dass ich mein Herz heimlich beredet htte, ihnen Ksse zuzuwerfen mit meiner Hand?
Job 31:28 was auch eine Missetat ist vor den Richtern; denn damit htte ich verleugnet Gott in der Hhe.
Job 31:29 Hab ich mich gefreut, wenn's meinem Feind bel ging, und habe mich berhoben, darum dass ihn Unglck betreten hatte?
Job 31:30 Denn ich lie meinen Mund nicht sndigen, dass ich verwnschte mit einem Fluch seine Seele.
Job 31:31 Haben nicht die Mnner in meiner Htte mssen sagen: Wo ist einer, der von seinem Fleisch nicht wre gesttigt worden?
Job 31:32 Drauen musste der Gast nicht bleiben, sondern meine Tr tat ich dem Wanderer auf.
Job 31:33 Hab ich meine bertretungen nach Menschenweise zugedeckt, dass ich heimlich meine Missetat verbarg?
Job 31:34 Habe ich mir grauen lassen vor der groen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt, dass ich stille blieb und nicht zur Tr ausging?
Job 31:35 O htte ich einen, der mich anhrt! Siehe, meine Unterschrift, der Allmchtige antworte mir!, und siehe die Schrift, die mein Verklger geschrieben!
Job 31:36 Wahrlich, dann wollte ich sie auf meine Achsel nehmen und mir wie eine Krone umbinden;
Job 31:37 ich wollte alle meine Schritte ihm ansagen und wie ein Frst zu ihm nahen.
Job 31:38 Wird mein Land gegen mich schreien und werden miteinander seine Furchen weinen;
Job 31:39 hab ich seine Frchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht:
Job 31:40 so mgen mir Disteln wachsen fr Weizen und Dornen fr Gerste. Die Worte Hiobs haben ein Ende.
Job 32:1 Da hrten die drei Mnner auf, Hiob zu antworten, weil er sich fr gerecht hielt.
Job 32:2 Aber Elihu, der Sohn Baracheels von Bus, des Geschlechts Rams, ward zornig ber Hiob, dass er seine Seele gerechter hielt denn Gott.
Job 32:3 Auch ward er zornig ber seine drei Freunde, dass sie keine Antwort fanden und doch Hiob verdammten.
Job 32:4 Denn Elihu hatte geharrt, bis dass sie mit Hiob geredet hatten, weil sie lter waren als er.
Job 32:5 Darum, da er sah, dass keine Antwort war im Munde der drei Mnner, ward er zornig.
Job 32:6 Und so antwortete Elihu, der Sohn Baracheels von Bus, und sprach: Ich bin jung, ihr aber seid alt; darum habe ich mich gescheut und gefrchtet, mein Wissen euch kundzutun.
Job 32:7 Ich dachte: Lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen.
Job 32:8 Aber der Geist ist in den Leuten und der Odem des Allmchtigen, der sie verstndig macht.
Job 32:9 Die Groen sind nicht immer die Weisesten, und die Alten verstehen nicht das Recht.
Job 32:10 Darum will ich auch reden; hre mir zu. Ich will mein Wissen auch kundtun.
Job 32:11 Siehe, ich habe geharrt auf das, was ihr geredet habt; ich habe aufgemerkt auf eure Einsicht, bis ihr trfet die rechte Rede,
Job 32:12 und ich habe achtgehabt auf euch. Aber siehe, da ist keiner unter euch, der Hiob zurechtweise oder seiner Rede antworte.
Job 32:13 Sagt nur nicht: Wir haben Weisheit getroffen; Gott muss ihn schlagen, kein Mensch.
Job 32:14 Gegen mich hat er seine Worte nicht gerichtet, und mit euren Reden will ich ihm nicht antworten.
Job 32:15 Ach! sie sind verzagt, knnen nicht mehr antworten; sie knnen nicht mehr reden.
Job 32:16 Weil ich denn geharrt habe, und sie konnten nicht reden (denn sie stehen still und antworten nicht mehr),
Job 32:17 will ich auch mein Teil antworten und will mein Wissen kundtun.
Job 32:18 Denn ich bin der Reden so voll, dass mich der Odem in meinem Innern ngstet.
Job 32:19 Siehe, mein Inneres ist wie der Most, der zugestopft ist, der die neuen Schluche zerreit.
Job 32:20 Ich muss reden, dass ich mir Luft mache; ich muss meine Lippen auftun und antworten.
Job 32:21 Ich will niemands Person ansehen und will keinem Menschen schmeicheln.
Job 32:22 Denn ich wei nicht zu schmeicheln; leicht wrde mich sonst mein Schpfer dahinraffen.
Job 33:1 Hre doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte!
Job 33:2 Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde.
Job 33:3 Mein Herz soll recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen.
Job 33:4 Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmchtigen hat mir das Leben gegeben.
Job 33:5 Kannst du, so antworte mir; rste dich gegen mich und stelle dich.
Job 33:6 Siehe, ich bin Gottes ebensowohl als du, und aus Lehm bin ich auch gemacht.
Job 33:7 Siehe, du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soll dir nicht zu schwer sein.
Job 33:8 Du hast geredet vor meinen Ohren; die Stimme deiner Reden musste ich hren:
Job 33:9 Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Snde;
Job 33:10 siehe, er hat eine Sache gegen mich gefunden, er achtet mich fr einen Feind;
Job 33:11 er hat meinen Fu in den Stock gelegt und hat acht auf alle meine Wege.
Job 33:12 Siehe, darin hast du nicht recht, muss ich dir antworten; denn Gott ist mehr als ein Mensch.
Job 33:13 Warum willst du mit ihm zanken, dass er dir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns?
Job 33:14 Denn in einer Weise redet Gott und wieder in einer anderen, nur achtet man's nicht.
Job 33:15 Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Leute fllt, wenn sie schlafen auf dem Bette,
Job 33:16 da ffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und zchtigt sie,
Job 33:17 dass er den Menschen von seinem Vornehmen wende und behte ihn vor Hoffart
Job 33:18 und verschone seine Seele vor dem Verderben und sein Leben, dass es nicht ins Schwert falle.
Job 33:19 Auch straft er ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seinen Gebeine heftig
Job 33:20 und richtet ihm sein Leben so zu, dass ihm vor seiner Speise ekelt, und seine Seele, dass sie nicht Lust zu essen hat.
Job 33:21 Sein Fleisch verschwindet, dass man's nimmer sehen kann; und seine Gebeine werden zerschlagen, dass man sie nicht gerne ansieht,
Job 33:22 dass seine Seele naht zum Verderben und sein Leben zu den Toten.
Job 33:23 So dann fr ihn ein Engel als Mittler eintritt, einer aus tausend, zu verkndigen dem Menschen, wie er solle recht tun,
Job 33:24 so wird er ihm gndig sein und sagen: Erlse ihn, dass er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Vershnung gefunden.
Job 33:25 Sein Fleisch wird wieder grnen wie in der Jugend, und er wird wieder jung werden.
Job 33:26 Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten.
Job 33:27 Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: Ich hatte gesndigt und das Recht verkehrt; aber es ist mir nicht vergolten worden.
Job 33:28 Er hat meine Seele erlst, dass sie nicht fhre ins Verderben, sondern mein Leben das Licht she.
Job 33:29 Siehe, das alles tut Gott zwei- oder dreimal mit einem jeglichen,
Job 33:30 dass er seine Seele zurckhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.
Job 33:31 Merke auf, Hiob, und hre mir zu und schweige, dass ich rede!
Job 33:32 Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; Sage an! ich wollte dich gerne rechtfertigen.
Job 33:33 Hast du aber nichts, so hre mir zu und schweige; ich will dich die Weisheit lehren.
Job 34:1 Und es hob an Elihu und sprach:
Job 34:2 Hrt, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verstndigen, merkt auf mich!
Job 34:3 Denn das Ohr prft die Rede, und der Mund schmeckt die Speise.
Job 34:4 Lasst uns ein Urteil finden, dass wir erkennen unter uns, was gut sei.
Job 34:5 Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott weigert mir mein Recht;
Job 34:6 ich muss lgen, ob ich wohl recht habe, und bin geqult von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe.
Job 34:7 Wer ist ein solcher Hiob, der da Sptterei trinkt wie Wasser
Job 34:8 und auf dem Wege geht mit den belttern und wandelt mit gottlosen Leuten?
Job 34:9 Denn er hat gesagt: Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott.
Job 34:10 Darum hrt mir zu, ihr weisen Leute: Es sei ferne, dass Gott sollte gottlos handeln und der Allmchtige ungerecht;
Job 34:11 sondern er vergilt dem Menschen, darnach er verdient hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun.
Job 34:12 Ohne zweifel, Gott verdammt niemand mit Unrecht, und der Allmchtige beugt das Recht nicht.
Job 34:13 Wer hat, was auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt?
Job 34:14 So er nun an sich dchte, seinen Geist und Odem an sich zge,
Job 34:15 so wrde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch wrde wieder zu Staub werden.
Job 34:16 Hast du nun Verstand, so hre das und merke auf die Stimme meiner Reden.
Job 34:17 Kann auch, der das Recht hasst regieren? Oder willst du den, der gerecht und mchtig ist, verdammen?
Job 34:18 Sollte einer zum Knig sagen: Du heilloser Mann! und zu den Frsten: Ihr Gottlosen!?
Job 34:19 Und er sieht nicht an die Person der Frsten und kennt den Herrlichen nicht mehr als den Armen; denn sie sind alle seiner Hnde Werk.
Job 34:20 Pltzlich mssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mchtigen werden weggenommen nicht durch Menschenhand.
Job 34:21 Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gnge.
Job 34:22 Es ist keine Finsternis noch Dunkel, dass sich da mchten verbergen die beltter.
Job 34:23 Denn er darf auf den Menschen nicht erst lange achten, dass er vor Gott ins Gericht komme.
Job 34:24 Er bringt die Stolzen um, ohne erst zu forschen, und stellt andere an ihre Statt:
Job 34:25 darum dass er kennt ihre Werke und kehrt sie um des Nachts, dass sie zerschlagen werden.
Job 34:26 Er straft sie ab wie die Gottlosen an einem Ort, da man es sieht:
Job 34:27 darum dass sie von ihm weggewichen sind und verstanden seiner Wege keinen,
Job 34:28 dass das Schreien der Armen musste vor ihn kommen und er das Schreien der Elenden hrte.
Job 34:29 Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirgt, wer will ihn schauen unter den Vlkern und Leuten allzumal?
Job 34:30 Denn er lsst nicht ber sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drngen.
Job 34:31 Denn zu Gott muss man sagen: Ich habe gebt, ich will nicht bel tun.
Job 34:32 Habe ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; habe ich Unrecht gehandelt, ich will's nicht mehr tun.
Job 34:33 Soll er nach deinem Sinn vergelten? Denn du verwirfst alles; du hast zu whlen, und nicht ich. Weit du nun was, so sage an.
Job 34:34 Verstndige Leute werden zu mir sagen und ein weiser Mann, der mir zuhrt:
Job 34:35 Hiob redet mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug.
Job 34:36 O, dass Hiob versucht wrde bis ans Ende! darum dass er sich zu ungerechten Leuten kehrt.
Job 34:37 Denn er hat ber seine Snde noch gelstert; er treibt Spott unter uns und macht seiner Reden viel wider Gott.
Job 35:1 Und es hob an Elihu und sprach:
Job 35:2 Achtest du das fr Recht, dass du sprichst: Ich bin gerechter denn Gott?
Job 35:3 Denn du sprichst: Wer gilt bei dir etwas? Was hilft es, ob ich nicht sndige?
Job 35:4 Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir.
Job 35:5 Schaue gen Himmel und siehe; und schau an die Wolken, dass sie dir zu hoch sind.
Job 35:6 Sndigst du, was kannst du ihm Schaden? Und ob deiner Missetaten viel ist, was kannst du ihm tun?
Job 35:7 Und ob du gerecht seist, was kannst du ihm geben, oder was wird er von deinen Hnden nehmen?
Job 35:8 Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit, und einem Menschenkind deine Gerechtigkeit.
Job 35:9 Man schreit, dass viel Gewalt geschieht, und ruft ber den Arm der Groen;
Job 35:10 aber man fragt nicht: Wo ist Gott, mein Schpfer, der Lobgesnge gibt in der Nacht,
Job 35:11 der uns klger macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die Vgel unter dem Himmel?
Job 35:12 Da schreien sie ber den Hochmut der Bsen, und er wird sie nicht erhren.
Job 35:13 Denn Gott wird das Eitle nicht erhren, und der Allmchtige wird es nicht ansehen.
Job 35:14 Nun sprichst du gar, du wirst ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht vor ihm, harre sein nur!
Job 35:15 ob auch sein Zorn so bald nicht heimsucht und er sich's nicht annimmt, dass so viel Laster da sind.
Job 35:16 Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und gibt stolzes Gerede vor mit Unverstand.
Job 36:1 Elihu redet weiter und sprach:
Job 36:2 Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen etwas zu sagen.
Job 36:3 Ich will mein Wissen weither holen und beweisen, dass mein Schpfer recht habe.
Job 36:4 Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein; mein Verstand soll ohne Tadel vor dir sein.
Job 36:5 Siehe, Gott ist mchtig, und verachtet doch niemand; er ist mchtig von Kraft des Herzens.
Job 36:6 Den Gottlosen erhlt er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Recht.
Job 36:7 Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten; sondern mit Knigen auf dem Thron lsst er sie sitzen immerdar, dass sie hoch bleiben.
Job 36:8 Und wenn sie gefangen blieben in Stcken und elend gebunden mit Stricken,
Job 36:9 so verkndigt er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugenden, dass sie sich berhoben,
Job 36:10 und ffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, dass sie sich von dem Unrechten bekehren sollen.
Job 36:11 Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben.
Job 36:12 Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen in Unverstand.
Job 36:13 Die Heuchler werden voll Zorns; sie schreien nicht, wenn er sie gebunden hat.
Job 36:14 So wird ihre Seele in der Jugend sterben und ihr Leben unter den Hurern.
Job 36:15 Aber den Elenden wird er in seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr ffnen in der Trbsal.
Job 36:16 Und auch dich lockt er aus dem Rachen der Angst in weiten Raum, da keine Bedrngnis mehr ist; und an deinem Tische, voll des Guten, wirst du Ruhe haben.
Job 36:17 Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, dass ihre Sache und ihr Recht erhalten wird.
Job 36:18 Siehe zu, dass nicht vielleicht Zorn dich verlocke zum Hohn, oder die Gre des Lsegelds dich verleite.
Job 36:19 Meinst du, dass er deine Gewalt achte oder Gold oder irgend eine Strke oder Vermgen?
Job 36:20 Du darfst der Nacht nicht begehren, welche Vlker wegnimmt von ihrer Sttte.
Job 36:21 Hte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast.
Job 36:22 Siehe Gott ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist?
Job 36:23 Wer will ihm weisen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du tust Unrecht?
Job 36:24 Gedenke dass du sein Werk erhebest, davon die Leute singen.
Job 36:25 Denn alle Menschen sehen es; die Leute schauen's von ferne.
Job 36:26 Siehe Gott ist gro und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand erforschen.
Job 36:27 Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen,
Job 36:28 dass die Wolken flieen und triefen sehr auf die Menschen.
Job 36:29 Wenn er sich vornimmt die Wolken auszubreiten wie sein hoch Gezelt,
Job 36:30 siehe, so breitet er aus sein Licht ber dieselben und bedeckt alle Enden des Meeres.
Job 36:31 Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Flle.
Job 36:32 Er deckt den Blitz wie mit Hnden und heit ihn doch wieder kommen.
Job 36:33 Davon zeugt sein Geselle, des Donners Zorn in den Wolken.
Job 37:1 Des entsetzt sich mein Herz und bebt.
Job 37:2 O hret doch, wie der Donner zrnt, und was fr Gesprch von seinem Munde ausgeht!
Job 37:3 Er lsst ihn hinfahren unter allen Himmeln, und sein Blitz scheint auf die Enden der Erde.
Job 37:4 Ihm nach brllt der Donner, und er donnert mit seinem groen Schall; und wenn sein Donner gehrt wird, kann man's nicht aufhalten.
Job 37:5 Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut groe Dinge und wird doch nicht erkannt.
Job 37:6 Er spricht zum Schnee, so ist er bald auf Erden, und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht.
Job 37:7 Aller Menschen Hand hlt er verschlossen, dass die Leute lernen, was er tun kann.
Job 37:8 Das wilde Tier geht in seine Hhle und bleibt an seinem Ort.
Job 37:9 Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Klte.
Job 37:10 Vom Odem Gottes kommt Frost, und groe Wasser ziehen sich eng zusammen.
Job 37:11 Die Wolken beschwert er mit Wasser, und durch das Gewlk bricht sein Licht.
Job 37:12 Er kehrt die Wolken, wo er hin will, dass sie schaffen alles, was er ihnen gebeut, auf dem Erdboden:
Job 37:13 es sei zur Zchtigung ber ein Land oder zur Gnade, lsst er sie kommen.
Job 37:14 Da merke auf, Hiob, stehe und vernimm die Wunder Gottes!
Job 37:15 Weit du wie Gott solches ber sie bringt und wie er das Licht aus seinen Wolken lsst hervorbrechen?
Job 37:16 Weit du wie sich die Wolken ausstreuen, die Wunder des, der vollkommen ist an Wissen?
Job 37:17 Du, des Kleider warm sind, wenn das Land still ist vom Mittagswinde,
Job 37:18 ja, du wirst mit ihm den Himmel ausbreiten, der fest ist wie ein gegossener Spiegel.
Job 37:19 Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir knnen nichts vorbringen vor Finsternis.
Job 37:20 Wer wird ihm erzhlen, dass ich wolle reden? So jemand redet, der wird verschlungen.
Job 37:21 Jetzt sieht man das Licht nicht, das am Himmel hell leuchtet; wenn aber der Wind weht, so wird's klar.
Job 37:22 Von Mitternacht kommt Gold; um Gott her ist schrecklicher Glanz.
Job 37:23 Den Allmchtigen aber knnen wir nicht finden, der so gro ist von Kraft; das Recht und eine gute Sache beugt er nicht.
Job 37:24 Darum mssen ihn frchten die Leute; und er sieht keinen an, wie weise sie sind.
Job 38:1 Und der HErr antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach:
Job 38:2 Wer ist der, der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand?
Job 38:3 Grte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich!
Job 38:4 Wo warst du, da ich die Erde grndete? Sage an, bist du so klug!
Job 38:5 Weit du, wer ihr das Ma gesetzt hat oder wer ber sie eine Richtschnur gezogen hat?
Job 38:6 Worauf stehen ihre Fe versenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
Job 38:7 da mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Kinder Gottes?
Job 38:8 Wer hat das Meer mit Tren verschlossen, da es herausbrach wie aus Mutterleib,
Job 38:9 da ich's mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte wie in Windeln,
Job 38:10 da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Tren
Job 38:11 und sprach: Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!?
Job 38:12 Hast du bei deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenrte ihren Ort gezeigt,
Job 38:13 dass sie die Ecken der Erde fasse und die Gottlosen herausgeschttelt werden?
Job 38:14 Sie wandelt sich wie Ton unter dem Siegel, und alles steht da wie im Kleide.
Job 38:15 Und den Gottlosen wird ihr Licht genommen, und der Arm der Hoffrtigen wird zerbrochen.
Job 38:16 Bist du in den Grund des Meeres gekommen und in den Futapfen der Tiefe gewandelt?
Job 38:17 Haben sich dir des Todes Tore je aufgetan, oder hast du gesehen die Tore der Finsternis?
Job 38:18 Hast du vernommen wie breit die Erde sei? Sage an, weit du solches alles!
Job 38:19 Welches ist der Weg, da das Licht wohnt, und welches ist der Finsternis Sttte,
Job 38:20 dass du mgest ergrnden seine Grenze und merken den Pfad zu seinem Hause?
Job 38:21 Du weit es ja; denn zu der Zeit wurdest du geboren, und deiner Tage sind viel.
Job 38:22 Bist du gewesen, da der Schnee her kommt, oder hast du gesehen, wo der Hagel her kommt,
Job 38:23 die ich habe aufbehalten bis auf die Zeit der Trbsal und auf den Tag des Streites und Krieges?
Job 38:24 Durch welchen Weg teilt sich das Licht und fhrt der Ostwind hin ber die Erde?
Job 38:25 Wer hat dem Platzregen seinen Lauf ausgeteilt und den Weg dem Blitz und dem Donner
Job 38:26 und lsst regnen aufs Land da niemand ist, in der Wste, da kein Mensch ist,
Job 38:27 dass er fllt die Einde und Wildnis und macht das Gras wchst?
Job 38:28 Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taues gezeugt?
Job 38:29 Aus wes Leib ist das Eis gegangen, und wer hat den Reif unter dem Himmel gezeugt,
Job 38:30 dass das Wasser verborgen wird wie unter Steinen und die Tiefe oben gefriert?
Job 38:31 Kannst du die Bande der sieben Sterne zusammenbinden oder das Band des Orion auflsen?
Job 38:32 Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit oder den Bren am Himmel samt seinen Jungen herauffhren?
Job 38:33 Weit du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft ber die Erde?
Job 38:34 Kannst du deine Stimme zu der Wolke erheben, dass dich die Menge des Wassers bedecke?
Job 38:35 Kannst du die Blitze auslassen, dass sie hinfahren und sprechen zu dir: Hier sind wir?
Job 38:36 Wer gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verstndige Gedanken?
Job 38:37 Wer ist so weise, der die Wolken zhlen knnte? Wer kann die Wasserschluche am Himmel ausschtten,
Job 38:38 wenn der Staub begossen wird, dass er zuhauf luft und die Schollen aneinander kleben?
Job 38:39 Kannst du der Lwin ihren Raub zu jagen geben und die jungen Lwen sttigen,
Job 38:40 wenn sie sich legen in ihre Sttten und ruhen in der Hhle, da sie lauern?
Job 38:41 Wer bereitet den Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, weil sie nicht zu essen haben?
Job 39:1 Weit du die Zeit, wann die Gemsen auf den Felsen gebren? oder hast du gemerkt, wann die Hinden schwanger gehen?
Job 39:2 Hast du gezhlt ihre Monden, wann sie voll werden? oder weit du die Zeit, wann sie gebren?
Job 39:3 Sie beugen sich, lassen los ihre Jungen und werden los ihre Wehen.
Job 39:4 Ihre Jungen werden feist und gro im Freien und gehen aus und kommen nicht wieder zu ihnen.
Job 39:5 Wer hat den Wildesel so frei lassen gehen, wer hat die Bande des Flchtigen gelst,
Job 39:6 dem ich die Einde zum Hause gegeben habe und die Wste zur Wohnung?
Job 39:7 Er verlacht das Getmmel der Stadt; das Pochen des Treibers hrt er nicht.
Job 39:8 Er schaut nach den Bergen, da seine Weide ist, und sucht, wo es grn ist.
Job 39:9 Meinst du das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe?
Job 39:10 Kannst du ihm dein Seil anknpfen, die Furchen zu machen, dass es hinter dir brache in Tlern?
Job 39:11 Magst du dich auf das Tier verlassen, dass es so stark ist, und wirst es dir lassen arbeiten?
Job 39:12 Magst du ihm trauen, dass es deinen Samen dir wiederbringe und in deine Scheune sammle?
Job 39:13 Der Fittich des Straues hebt sich frhlich. Dem frommen Storch gleicht er an Flgeln und Federn.
Job 39:14 Doch lsst er seine Eier auf der Erde und lsst sie die heie Erde ausbrten.
Job 39:15 Er vergisst, dass sie mchten zertreten werden und ein wildes Tier sie zerbreche.
Job 39:16 Er wird so hart gegen seine Jungen, als wren sie nicht sein, achtet's nicht, dass er umsonst arbeitet.
Job 39:17 Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand zugeteilt.
Job 39:18 Zu der Zeit, da er hoch auffhrt, verlacht er beide, Ross und Mann.
Job 39:19 Kannst du dem Ross Krfte geben oder seinen Hals zieren mit seiner Mhne?
Job 39:20 Lsst du es aufspringen wie die Heuschrecken? Schrecklich ist sein prchtiges Schnauben.
Job 39:21 Es stampft auf den Boden und ist freudig mit Kraft und zieht aus, den Geharnischten entgegen.
Job 39:22 Es spottet der Furcht und erschrickt nicht und flieht vor dem Schwert nicht,
Job 39:23 wenngleich ber ihm klingt der Kcher und glnzen beide, Spie und Lanze.
Job 39:24 Es zittert und tobt und scharrt in die Erde und lsst sich nicht halten bei der Drommete Hall.
Job 39:25 So oft die Drommete klingt, spricht es: Hui! und wittert den Streit von ferne, das Schreien der Frsten und Jauchzen.
Job 39:26 Fliegt der Habicht durch deinen Verstand und breitet seine Flgel gegen Mittag?
Job 39:27 Fliegt der Adler auf deinen Befehl so hoch, dass er sein Nest in der Hhe macht?
Job 39:28 In den Felsen wohnt er und bleibt auf den Zacken der Felsen und auf Berghhen.
Job 39:29 Von dort schaut er nach der Speise, und seine Augen sehen ferne.
Job 39:30 Seine Jungen saufen Blut, und wo Erschlagene liegen, da ist er.
Job 40:1 Und der HErr antwortete Hiob und sprach:
Job 40:2 Will mit dem Allmchtigen rechten der Haderer? Wer Gott tadelt, soll's der nicht verantworten?
Job 40:3 Hiob aber antwortete dem HErrn und sprach:
Job 40:4 Siehe, ich bin zu leichtfertig gewesen; was soll ich verantworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.
Job 40:5 Ich habe einmal geredet, und will nicht antworten; zum andernmal will ich's nicht mehr tun.
Job 40:6 Und der HErr antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach:
Job 40:7 Grte wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, lehre mich!
Job 40:8 Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen, dass du gerecht seist?
Job 40:9 Hast du einen Arm wie Gott, und kannst mit gleicher Stimme donnern, wie er tut?
Job 40:10 Schmcke dich mit Pracht und erhebe dich; ziehe Majestt und Herrlichkeit an!
Job 40:11 Streue aus den Zorn deines Grimmes; schaue an die Hochmtigen, wo sie sind, und demtige sie!
Job 40:12 Ja, schaue die Hochmtigen, wo sie sind und beuge sie; und zermalme die Gottlosen, wo sie sind!
Job 40:13 Verscharre sie miteinander in die Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene,
Job 40:14 so will ich dir auch bekennen, dass dir deine rechte Hand helfen kann.
Job 40:15 Siehe da, den Behemoth, den ich neben dir gemacht habe; er frisst Gras wie ein Ochse.
Job 40:16 Siehe seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermgen in den Sehnen seines Bauches.
Job 40:17 Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten.
Job 40:18 Seine Knochen sind wie eherne Rhren; seine Gebeine sind wie eiserne Stbe.
Job 40:19 Er ist der Anfang der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, der gab ihm sein Schwert.
Job 40:20 Die Berge tragen ihm Kruter, und alle wilden Tiere spielen daselbst.
Job 40:21 Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen.
Job 40:22 Das Gebsch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn.
Job 40:23 Siehe, er schluckt in sich den Strom und achtet's nicht gro; lsst sich dnken, er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschpfen.
Job 40:24 Fngt man ihn wohl vor seinen Augen und durchbohrt ihm mit Stricken seine Nase?
Job 40:25 Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Haken und seine Zunge mit einer Schnur fassen?
Job 40:26 Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm die Backen durchbohren?
Job 40:27 Meinst du, er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln?
Job 40:28 Meinst du, dass er einen Bund mit dir machen werde, dass du ihn immer zum Knecht habest?
Job 40:29 Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel oder ihn fr deine Dirnen anbinden?
Job 40:30 Meinst du die Genossen werden ihn zerschneiden, dass er unter die Kaufleute zerteilt wird?
Job 40:31 Kannst du mit Spieen fllen seine Haut und mit Fischerhaken seinen Kopf?
Job 40:32 Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, dass es ein Streit ist, den du nicht ausfhren wirst.
Job 41:1 Siehe, die Hoffnung wird jedem fehlen; schon wenn er seiner ansichtig wird, strzt er zu Boden.
Job 41:2 Niemand ist so khn, dass er ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir stehen knnte?
Job 41:3 Wer hat mir etwas zuvor getan, dass ich's ihm vergelte? Es ist mein, was unter allen Himmeln ist.
Job 41:4 Dazu muss ich nun sagen, wie gro, wie mchtig und wohlgeschaffen er ist.
Job 41:5 Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zhne zu greifen?
Job 41:6 Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun? Schrecklich stehen seine Zhne umher.
Job 41:7 Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und eng ineinander.
Job 41:8 Eine rhrt an die andere, dass nicht ein Lftlein dazwischengeht.
Job 41:9 Es hngt eine an der andern, und halten zusammen, dass sie sich nicht voneinander trennen.
Job 41:10 Sein Niesen glnzt wie ein Licht; seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenrte.
Job 41:11 Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schieen heraus.
Job 41:12 Aus seiner Nase geht Rauch wie von heien Tpfen und Kesseln.
Job 41:13 Sein Odem ist wie eine lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen.
Job 41:14 Auf seinem Hals wohnt die Strke, und vor ihm her hpft die Angst.
Job 41:15 Die Gliedmaen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm, dass er nicht zerfallen kann.
Job 41:16 Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein unterer Mhlstein.
Job 41:17 Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken; und wenn er daherbricht, so ist keine Gnade da.
Job 41:18 Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht, oder mit Spie, Geschoss und Panzer.
Job 41:19 Er achtet Eisen wie Stroh, und Erz wie faules Holz.
Job 41:20 Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Stoppeln.
Job 41:21 Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze.
Job 41:22 Unten an ihm sind scharfe Scherben; er fhrt wie mit einem Dreschwagen ber den Schlamm.
Job 41:23 Er macht, dass der tiefe See siedet wie ein Topf, und rhrt ihn ineinander, wie man eine Salbe mengt.
Job 41:24 Nach ihm leuchtet der Weg; er macht die Tiefe ganz grau.
Job 41:25 Auf Erden ist seinesgleichen niemand; er ist gemacht, ohne Furcht zu sein.
Job 41:26 Er verachtet alles, was hoch ist; er ist ein Knig ber alles stolze Wild.
Job 42:1 Und Hiob antwortete dem HErrn und sprach:
Job 42:2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.
Job 42:3 Wer ist der, der den Ratschluss verhllt mit Unverstand? Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.
Job 42:4 So hre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!
Job 42:5 Ich hatte von dir mit den Ohren gehrt; aber nun hat dich mein Auge gesehen.
Job 42:6 Darum spreche ich mich schuldig und tue Bue in Staub und Asche.
Job 42:7 Da nun der HErr mit Hiob diese Worte geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt ber dich und deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
Job 42:8 So nehmt nun sieben Farren und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer fr euch und lasst meinen Knecht Hiob fr euch bitten. Denn ich will ihn ansehen, dass ich an euch nicht tue nach eurer Torheit; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
Job 42:9 Da gingen hin Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema und taten, wie der HErr ihnen gesagt hatte; und der HErr sah an Hiob.
Job 42:10 Und der HErr wandte das Gefngnis Hiobs, da er bat fr seine Freunde. Und der Herr gab Hiob zwiefltig so viel, als er gehabt hatte.
Job 42:11 Und es kamen zu ihm alle seine Brder und alle seine Schwestern und alle, die ihn vormals kannten, und aen mit ihm in seinem Hause und kehrten sich zu ihm und trsteten ihn ber alles bel, das der HErr hatte ber ihn kommen lassen. Und ein jeglicher gab ihm einen schnen Groschen und ein goldenes Stirnband.
Job 42:12 Und der HErr segnete hernach Hiob mehr denn zuvor, dass er kriegte vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen.
Job 42:13 Und er kriegte sieben Shne und drei Tchter;
Job 42:14 und hie die erste Jemima, die andere Kezia und die dritte Keren-Happuch.
Job 42:15 Und wurden nicht so schne Weiber gefunden in allen Landen wie die Tchter Hiobs. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brdern.
Job 42:16 Und Hiob lebte nach diesem hundert und vierzig Jahre, dass er sah Kinder und Kindeskinder bis ins vierte Glied.
Job 42:17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.
Psa 1:1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg Snder noch sitzt, da die Sptter sitzen,
Psa 1:2 sondern hat Lust zum Gesetz des HErrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!
Psa 1:3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbchen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Bltter verwelken nicht; und was er macht, das gert wohl.
Psa 1:4 Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.
Psa 1:5 Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gericht noch die Snder in der Gemeinde der Gerechten.
Psa 1:6 Denn der HErr kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.
Psa 2:1 Warum toben die Heiden, und die Vlker reden so vergeblich?
Psa 2:2 Die Knige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HErrn und seinen Gesalbten:
Psa 2:3 Lasset uns zerreien ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!
Psa 2:4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der HErr spottet ihrer.
Psa 2:5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken.
Psa 2:6 Aber ich habe meinen Knig eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.
Psa 2:7 Ich will von der Weise predigen, dass der HErr zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget;
Psa 2:8 heische von mir, so will ich dir Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum.
Psa 2:9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Tpfe sollst du sie zerschmeien.
Psa 2:10 So lasset euch nun weisen, ihr Knige, und lasset euch zchtigen, ihr Richter auf Erden!
Psa 2:11 Dienet dem HErrn mit Furcht und freuet euch mit Zittern!
Psa 2:12 Ksset den Sohn, dass er nicht zrne und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!
Psa 3:1 Ein Psalm Davids, da er floh vor seinem Sohn Absalom.
Psa 3:2 Ach HErr, wie sind meiner Feinde so viel und setzen sich so viele wider mich!
Psa 3:3 Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott. (Sela.)
Psa 3:4 Aber du, HErr, bist der Schild fr mich und der mich zu Ehren setzt und mein Haupt aufrichtet.
Psa 3:5 Ich rufe an mit meiner Stimme den HErrn; so erhrt er mich von seinem heiligen Berge. (Sela.)
Psa 3:6 Ich liege und schlafe und erwache; denn der HErr hlt mich.
Psa 3:7 Ich frchte mich nicht vor viel Tausenden, die sich umher wider mich legen.
Psa 3:8 Auf, HErr, und hilf mir, mein Gott! denn du schlgst alle meine Feinde auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Zhne.
Psa 3:9 Bei dem HErrn findet man Hilfe. Dein Segen komme ber dein Volk! (Sela.)
Psa 4:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf Saitenspiel.
Psa 4:2 Erhre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich trstest in Angst; sei mir gndig und erhre mein Gebet!
Psa 4:3 Liebe Herren, wie lange soll meine Ehre geschndet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lge so gern! (Sela.)
Psa 4:4 Erkennet doch, dass der HErr seine Heiligen wunderbar fhrt; der HErr hrt, wenn ich ihn anrufe.
Psa 4:5 Zrnet ihr, so sndiget nicht. Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. (Sela.)
Psa 4:6 Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HErrn.
Psa 4:7 Viele sagen: Wer wird uns Gutes sehen lassen? Aber, HErr, erhebe ber uns das Licht deines Antlitzes!
Psa 4:8 Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.
Psa 4:9 Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HErr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.
Psa 5:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, fr das Erbe.
Psa 5:2 HErr, hre meine Worte, merke auf meine Rede!
Psa 5:3 Vernimm mein Schreien, mein Knig und mein Gott; denn ich will vor dir beten.
Psa 5:4 HErr, frhe wollest du meine Stimme hren; frhe will ich mich zu dir schicken und aufmerken.
Psa 5:5 Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefllt; wer bse ist, bleibt nicht vor dir.
Psa 5:6 Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen belttern.
Psa 5:7 Du bringst die Lgner um; der HErr hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen.
Psa 5:8 Ich aber will in dein Haus gehen auf deine groe Gte und anbeten gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht.
Psa 5:9 HErr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her.
Psa 5:10 Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses; ihr Inwendiges ist Herzeleid. Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen heucheln sie.
Psa 5:11 Sprich sie schuldig, Gott, dass sie fallen von ihrem Vornehmen. Stoe sie aus um ihrer groen bertretungen willen; denn sie sind dir widerspenstig.
Psa 5:12 Lass sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich lass sie rhmen, denn du beschirmst sie; frhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben.
Psa 5:13 Denn du, HErr, segnest die Gerechten; du krnest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.
Psa 6:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten.
Psa 6:2 Ach HErr, strafe mich nicht in deinem Zorn und zchtige mich nicht in deinem Grimm!
Psa 6:3 HErr, sei mir gndig, denn ich bin schwach; heile mich, HErr, denn meine Gebeine sind erschrocken,
Psa 6:4 und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, HErr, wie lange!
Psa 6:5 Wende dich, HErr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Gte willen!
Psa 6:6 Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir bei den Toten danken?
Psa 6:7 Ich bin so mde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Trnen mein Lager.
Psa 6:8 Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt geworden; denn ich werde allenthalben gengstet.
Psa 6:9 Weichet von mir, alle beltter; denn der HErr hrt mein Weinen,
Psa 6:10 der HErr hrt mein Flehen; mein Gebet nimmt der HErr an.
Psa 6:11 Es mssen alle meine Feinde zu Schanden werden und sehr erschrecken, sich zurckkehren und zu Schanden werden pltzlich.
Psa 7:1 Die Unschuld Davids, davon er sang dem HErrn von wegen der Worte des Chus, des Benjaminiten. 
Psa 7:2 Auf dich, HErr, traue ich, mein Gott. Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,
Psa 7:3 dass sie nicht wie Lwen meine Seele erhaschen und zerreien, weil kein Erretter da ist.
Psa 7:4 HErr, mein Gott, habe ich solches getan und ist Unrecht in meinen Hnden;
Psa 7:5 habe ich Bses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschdigt:
Psa 7:6 so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. (Sela.)
Psa 7:7 Stehe auf, HErr, in deinem Zorn, erhebe dich ber den Grimm meiner Feinde und wache auf zu mir, der du Gericht verordnet hast,
Psa 7:8 dass sich die Vlker um dich sammeln; und ber ihnen kehre wieder zur Hhe.
Psa 7:9 Der HErr ist Richter ber die Vlker. Richte mich, HErr, nach meiner Gerechtigkeit und Frmmigkeit!
Psa 7:10 Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und frdere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prfst Herzen und Nieren.
Psa 7:11 Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft.
Psa 7:12 Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der tglich droht.
Psa 7:13 Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt
Psa 7:14 und hat darauf gelegt tdliche Geschosse; seine Pfeile hat er zugerichtet, zu verderben.
Psa 7:15 Siehe, der hat Bses im Sinn; mit Unglck ist er schwanger und wird Lge gebren.
Psa 7:16 Er hat eine Grube gegraben und ausgehhlt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat,
Psa 7:17 Sein Unglck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.
Psa 7:18 Ich danke dem HErrn um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HErrn, des Allerhchsten.
Psa 8:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittith.
Psa 8:2 HErr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, du, den man lobet im Himmel!
Psa 8:3 Aus dem Munde der jungen Kinder und Suglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.
Psa 8:4 Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
Psa 8:5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschenkind, dass du sich seiner annimmst?
Psa 8:6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrnt.
Psa 8:7 Du hast ihn zum Herrn gemacht ber deiner Hnde Werk; alles hast du unter seine Fe getan:
Psa 8:8 Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,
Psa 8:9 die Vgel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer geht.
Psa 8:10 HErr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Psa 9:1 Ein Psalm Davids, von der schnen Jugend<RF>Das ist vermutlich der Name eines Liedes, nach dessen Melodie dieser Psalm vorgetragen werden sollte.<Rf>, vorzusingen. 
Psa 9:2 Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen und erzhle alle deine Wunder.
Psa 9:3 Ich freue mich und bin frhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhchster,
Psa 9:4 dass du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umgekommen vor dir.
Psa 9:5 Denn du fhrest mein Recht und meine Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl, ein rechter Richter.
Psa 9:6 Du schiltst die Heiden und bringst die Gottlosen um; ihren Namen vertilgst du immer und ewiglich.
Psa 9:7 Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Stdte hast du umgekehrt; ihr Gedchtnis ist umgekommen samt ihnen.
Psa 9:8 Der HErr aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht,
Psa 9:9 und er wird den Erdboden recht richten und die Vlker regieren rechtschaffen.
Psa 9:10 Und der HErr ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not.
Psa 9:11 Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlssest nicht, die dich, HErr, suchen.
Psa 9:12 Lobet den HErrn, der zu Zion wohnt; verkndiget unter den Vlkern sein Tun!
Psa 9:13 Denn er gedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisst nicht des Schreiens der Armen.
Psa 9:14 HErr, sei mir gndig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebst aus den Toren des Todes,
Psa 9:15 auf dass ich erzhle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, dass ich frhlich sei ber deine Hilfe.
Psa 9:16 Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; ihr Fu ist gefangen in dem Netz, das sie gestellt hatten.
Psa 9:17 So erkennt man, dass der HErr Recht schafft. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hnde. (Zwischenspiel. Sela.)
Psa 9:18 Ach dass die Gottlosen mssten zur Hlle gekehrt werden, alle Heiden, die Gottes vergessen!
Psa 9:19 Denn er wird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.
Psa 9:20 HErr, stehe auf, dass die Menschen nicht Oberhand haben; lass alle Heiden vor dir gerichtet werden!
Psa 9:21 Gib ihnen, HErr, einen Meister, dass die Heiden erkennen, dass sie Menschen sind. (Sela.)
Psa 10:1 HErr, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?
Psa 10:2 Weil der Gottlose bermut treibt, muss der Elende leiden; sie hngen sich aneinander und erdenken bse Tcke.
Psa 10:3 Denn der Gottlose rhmt sich seines Mutwillens, und der Geizige sagt dem Herrn ab und lstert ihn.
Psa 10:4 Der Gottlose meint in seinem Stolz, er frage nicht darnach; in allen seinen Tcken hlt er Gott fr nichts.
Psa 10:5 Er fhrt fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.
Psa 10:6 Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darniederliegen; es wird fr und fr keine Not haben.
Psa 10:7 Sein Mund ist voll Fluchens, Falschheit und Trugs; seine Zunge richtet Mhe und Arbeit an.
Psa 10:8 Er sitzt und lauert in den Drfern; er erwrgt die Unschuldigen heimlich; seine Augen sphen nach dem Armen.
Psa 10:9 Er lauert im Verborgenen wie ein Lwe in der Hhle; er lauert, dass er den Elenden erhasche, und er haschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zieht.
Psa 10:10 Er zerschlgt und drckt nieder und stt zu Boden den Armen mit Gewalt.
Psa 10:11 Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.
Psa 10:12 Stehe auf, HErr; Gott, erhebe deine Hand; vergiss der Elenden nicht!
Psa 10:13 Warum soll der Gottlose Gott lstern und in seinem Herzen sprechen: Du fragest nicht darnach?
Psa 10:14 Du siehest ja, denn du schauest das Elend und den Jammer; es steht in deinen Hnden. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Helfer.
Psa 10:15 Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche heim das Bse, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden.
Psa 10:16 Der HErr ist Knig immer und ewiglich; die Heiden mssen aus seinem Land umkommen.
Psa 10:17 Das Verlangen der Elenden hrst du, HErr; ihr Herz ist gewiss, dass dein Ohr darauf merket,
Psa 10:18 dass du Recht schaffest dem Waisen und Armen, dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Psa 11:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich traue auf den HErrn. Wie sagt ihr denn zu meiner Seele: Fliehe wie ein Vogel auf eure Berge?
Psa 11:2 Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehnen, damit heimlich zu schieen die Frommen.
Psa 11:3 Denn sie reien den Grund um; was sollte der Gerechte ausrichten?
Psa 11:4 Der HErr ist in seinem heiligen Tempel, des HErrn Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen darauf, seine Augenlider prfen die Menschenkinder.
Psa 11:5 Der HErr prft den Gerechten; seine Seele hasst den Gottlosen und die gerne freveln.
Psa 11:6 Er wird regnen lassen ber die Gottlosen Blitze, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zum Lohn geben.
Psa 11:7 Der HErr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb; die Frommen werden schauen sein Angesicht.
Psa 12:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten. 
Psa 12:2 Hilf, HErr! die Heiligen haben abgenommen, und der Glubigen ist wenig unter den Menschenkindern.
Psa 12:3 Einer redet mit dem andern unntze Dinge; sie heucheln und lehren aus uneinigem Herzen.
Psa 12:4 Der HErr wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet,
Psa 12:5 die da sagen: Unsre Zunge soll Oberhand haben, uns gebhrt zu reden; wer ist unser HErr?
Psa 12:6 Weil denn die Elenden verstrt werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HErr; ich will Hilfe schaffen dem, der sich darnach sehnt.
Psa 12:7 Die Rede des HErrn ist lauter wie durchlutert Silber im irdenen Tiegel, bewhret siebenmal.
Psa 12:8 Du, HErr, wollest sie bewahren und uns behten vor diesem Geschlecht ewiglich!
Psa 12:9 Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche nichtswrdigen Leute unter den Menschen herrschen.
Psa 13:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 13:2 HErr, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?
Psa 13:3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ngsten in meinem Herzen tglich? Wie lange soll sich mein Feind ber mich erheben?
Psa 13:4 Schaue doch und erhre mich, HErr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,
Psa 13:5 dass nicht mein Feind rhme, er sei mein mchtig geworden, und meine Widersacher sich nicht freuen, dass ich darniederliege.
Psa 13:6 Ich hoffe aber darauf, dass du so gndig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.
Psa 13:7 Ich will dem HErrn singen, dass er so wohl an mir tut.
Psa 14:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes tue.
Psa 14:2 Der HErr schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
Psa 14:3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
Psa 14:4 Will denn der beltter keiner das merken, die mein Volk fressen, dass sie sich nhren; aber den HErrn rufen sie nicht an?
Psa 14:5 Da frchten sie sich; denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.
Psa 14:6 Ihr schndet des Armen Rat; aber Gott ist seine Zuversicht.
Psa 14:7 Ach dass die Hilfe aus Zion ber Israel kme und der HErr sein gefangen Volk erlsete! So wrde Jakob frhlich sein und Israel sich freuen.
Psa 15:1 Ein Psalm Davids. HErr, wer wird wohnen in deiner Htte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?
Psa 15:2 Wer ohne Tadel einhergeht und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen;
Psa 15:3 wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinem Nchsten kein Arges tut und seinen Nchsten nicht schmht;
Psa 15:4 wer die Gottlosen fr nichts achtet, sondern ehrt die Gottesfrchtigen; wer sich selbst zum Schaden schwrt und hlt es;
Psa 15:5 wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.
Psa 16:1 Ein glden Kleinod Davids. Bewahre mich Gott; denn ich traue auf dich.
Psa 16:2 Ich habe gesagt zu dem HErrn: Du bist ja der HErr; ich wei von keinem Gute auer dir.
Psa 16:3 An den Heiligen, so auf Erden sind, und den Herrlichen, an denen hab ich all mein Gefallen.
Psa 16:4 Aber jene, die einem andern nacheilen, werden gro Herzeleid haben. Ich will ihre Trankopfer mit Blut nicht opfern noch ihren Namen in meinem Munde fhren.
Psa 16:5 Der HErr aber ist mein Gut und mein Teil; du erhltst mein Erbteil.
Psa 16:6 Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schn Erbteil geworden.
Psa 16:7 Ich lobe den HErrn, der mir geraten hat; auch zchtigen mich meine Nieren des Nachts.
Psa 16:8 Ich habe den HErrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.
Psa 16:9 Darum freut sich mein Herz, und meine Ehre ist frhlich; auch mein Fleisch wird sicher liegen.
Psa 16:10 Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger verwese.
Psa 16:11 Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Flle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Psa 17:1 Ein Gebet Davids. HErr, erhre die Gerechtigkeit, merke auf mein Schreien; vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde geht.
Psa 17:2 Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht.
Psa 17:3 Du prfst mein Herz und siehst nach ihm des Nachts und luterst mich, und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, dass mein Mund nicht soll bertreten.
Psa 17:4 Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk, vor dem Wege des Mrders.
Psa 17:5 Erhalte meinen Gang auf deinen Fusteigen, dass meine Tritte nicht gleiten.
Psa 17:6 Ich rufe zu dir, dass du, Gott, wollest mich erhren; neige deine Ohren zu mir, hre meine Rede.
Psa 17:7 Beweise deine wunderbare Gte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich gegen deine rechte Hand setzen.
Psa 17:8 Behte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flgel
Psa 17:9 vor den Gottlosen, die mich verstren, vor meinen Feinden, die um und um nach meiner Seele stehen.
Psa 17:10 Ihr Herz schlieen sie zu; mit ihrem Munde reden sie stolz.
Psa 17:11 Wo wir gehen, so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, dass sie uns zur Erde strzen;
Psa 17:12 gleichwie ein Lwe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Lwe, der in der Hhle sitzt.
Psa 17:13 HErr, mache dich auf, berwltige ihn und demtige ihn, errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert,
Psa 17:14 von den Leuten mit deiner Hand, HErr, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch fllst mit deinem Schatz, die da Shne die Flle haben und lassen ihr briges ihren Kindern.
Psa 17:15 Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.
Psa 18:1 Ein Psalm, vorzusingen, Davids, des Knechtes des HErrn, welcher hat dem Herrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls,
Psa 18:2 und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HErr, meine Strke!
Psa 18:3 HErr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!
Psa 18:4 Ich rufe an den HErrn, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlst.
Psa 18:5 Es umfingen mich des Todes Bande, und die Bche des Verderbens erschreckten mich.
Psa 18:6 Der Hlle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke berwltigten mich.
Psa 18:7 Da mir angst war, rief ich den HErrn an und schrie zu meinem Gott; da erhrte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
Psa 18:8 Die Erde bebte und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regten sich und bebten, da er zornig war.
Psa 18:9 Dampf ging von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, dass es davon blitzte.
Psa 18:10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Fen.
Psa 18:11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Fittichen des Windes.
Psa 18:12 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken, darin er verborgen war.
Psa 18:13 Vom Glanz vor ihm trennten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen.
Psa 18:14 Und der HErr donnerte im Himmel, und der Hchste lie seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen.
Psa 18:15 Er schoss seine Strahlen und zerstreute sie; er lie sehr blitzen und schreckte sie.
Psa 18:16 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HErr, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase.
Psa 18:17 Er streckte seine Hand aus von der Hhe und holte mich und zog mich aus groen Wassern.
Psa 18:18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mchtig waren,
Psa 18:19 die mich berwltigten zur Zeit meines Unglcks; und der HErr ward meine Zuversicht.
Psa 18:20 Und er fhrte mich aus ins Weite. Er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.
Psa 18:21 Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hnde.
Psa 18:22 Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
Psa 18:23 Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir;
Psa 18:24 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hte mich vor Snden.
Psa 18:25 Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hnde vor seinen Augen.
Psa 18:26 Bei den Heiligen bist du heilig, und bei den Frommen bist du fromm,
Psa 18:27 und bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt.
Psa 18:28 Denn du hilfst dem elenden Volk, und die hohen Augen erniedrigst du.
Psa 18:29 Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HErr, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
Psa 18:30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott ber die Mauer springen.
Psa 18:31 Gottes Wege sind vollkommen; die Reden des HErrn sind durchlutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
Psa 18:32 Denn wo ist ein Gott auer dem HErrn, oder ein Hort auer unsrem Gott?
Psa 18:33 Gott rstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel.
Psa 18:34 Er macht meine Fe gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Hhen.
Psa 18:35 Er lehrt meine Hand streiten und lehrt meinen Arm einen ehernen Bogen spannen.
Psa 18:36 Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte strkt mich; und wenn du mich demtigst, machst du mich gro.
Psa 18:37 Du machst unter mir Raum zu gehen, dass meine Knchel nicht wanken.
Psa 18:38 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
Psa 18:39 Ich will sie zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und mssen unter meine Fe fallen.
Psa 18:40 Du kannst mich rsten mit Strke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.
Psa 18:41 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, dass ich meine Hasser verstre.
Psa 18:42 Sie rufen  aber da ist kein Helfer  zum HErrn; aber er antwortet ihnen nicht.
Psa 18:43 Ich will sie zerstoen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegrumen wie den Kot auf der Gasse.
Psa 18:44 Du hilfst mir von dem znkischen Volk und machst mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir;
Psa 18:45 es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren. Ja, den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt;
Psa 18:46 die Kinder der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
Psa 18:47 Der HErr lebt, und gelobt sei mein Hort; und erhoben werde der Gott meines Heils,
Psa 18:48 der Gott, der mir Rache gibt und zwingt die Vlker unter mich;
Psa 18:49 der mich errettet von meinen Feinden und erhht mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.
Psa 18:50 Darum will ich dir danken, HErr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
Psa 18:51 der seinem Knig groes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
Psa 19:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 19:2 Die Himmel erzhlen die Ehre Gottes, und die Feste verkndigt seiner Hnde Werk.
Psa 19:3 Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.
Psa 19:4 Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hre.
Psa 19:5 Ihre Schnur geht aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende. Er hat der Sonne eine Htte an ihnen gemacht;
Psa 19:6 und dieselbe geht heraus wie ein Brutigam aus seiner Kammer und freut sich, wie ein Held zu laufen den Weg.
Psa 19:7 Sie geht auf an einem Ende des Himmels und luft um bis wieder an sein Ende, und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.
Psa 19:8 Das Gesetz des HErrn ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HErrn ist gewiss und macht die Unverstndigen weise.
Psa 19:9 Die Befehle des HErrn sind richtig und erfreuen das Herz; die Gebote des HErrn sind lauter und erleuchten die Augen.
Psa 19:10 Die Furcht des HErrn ist rein und bleibt ewiglich; die Rechte des HErrn sind wahrhaftig, allesamt gerecht.
Psa 19:11 Sie sind kstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind ser denn Honig und Honigseim.
Psa 19:12 Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hlt, der hat groen Lohn.
Psa 19:13 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle!
Psa 19:14 Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht ber mich herrschen, so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben groer Missetat.
Psa 19:15 Lass dir wohl gefallen die Rede meines Mundes und das Gesprch meines Herzens vor dir, HErr, mein Hort und mein Erlser.
Psa 20:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 20:2 Der HErr erhre dich in der Not; der Name des Gottes Jakobs schtze dich!
Psa 20:3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und strke dich aus Zion.
Psa 20:4 Er gedenke all deines Speisopfers, und dein Brandopfer msse vor ihm fett sein. (Sela.)
Psa 20:5 Er gebe dir was dein Herz begehrt, und erflle alle deine Anschlge.
Psa 20:6 Wir rhmen, dass du uns hilfst, und im Namen unsres Gottes werfen wir Panier auf. Der HErr gewhre dir alle deine Bitten!
Psa 20:7 Nun merke ich, dass der HErr seinem Gesalbten hilft und erhrt ihn in seinem heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft mit Macht.
Psa 20:8 Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HErrn, unsres Gottes.
Psa 20:9 Sie sind niedergestrzt und gefallen; wir aber stehen aufgerichtet.
Psa 20:10 Hilf, HErr, dem Knig und erhre uns, wenn wir rufen!
Psa 21:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 21:2 HErr, der Knig freut sich in deiner Kraft, und wie sehr frhlich ist er ber deine Hilfe!
Psa 21:3 Du gibst ihm seines Herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund bittet. (Sela.)
Psa 21:4 Denn du berschttest ihn mit gutem Segen; du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt.
Psa 21:5 Er bittet Leben von dir; so gibst du ihm langes Leben immer und ewiglich.
Psa 21:6 Er hat groe Ehre an deiner Hilfe; du legest Lob und Schmuck auf ihn.
Psa 21:7 Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich; du erfreuest ihn mit Freude vor deinem Antlitz.
Psa 21:8 Denn der Knig hofft auf den HErrn und wird durch die Gte des Hchsten fest bleiben.
Psa 21:9 Deine Hand wird finden alle deine Feinde; deine Rechte wird finden, die dich hassen.
Psa 21:10 Du wirst sie machen wie ein Feuerofen, wenn du dreinsehen wirst; der HErr wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.
Psa 21:11 Ihre Frucht wirst du umbringen vom Erdboden und ihren Samen von den Menschenkindern.
Psa 21:12 Denn sie gedachten dir bles zu tun und machten Anschlge, die sie nicht konnten ausfhren.
Psa 21:13 Denn du wirst machen, dass sie den Rcken kehren; mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen.
Psa 21:14 HErr, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.
Psa 22:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen; von der Hinde, die frh gejagt wird.
Psa 22:2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule; aber meine Hilfe ist ferne.
Psa 22:3 Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.
Psa 22:4 Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lobe Israels.
Psa 22:5 Unsre Vter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen aus.
Psa 22:6 Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und wurden nicht zu Schanden.
Psa 22:7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.
Psa 22:8 Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schtteln den Kopf:
Psa 22:9 Er klage es dem HErrn; der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm.
Psa 22:10 Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warst meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brsten war.
Psa 22:11 Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; du bist mein Gott von meiner Mutter Scho an.
Psa 22:12 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
Psa 22:13 Groe Farren haben mich umgeben, gewaltige Stiere haben mich umringt.
Psa 22:14 Ihren Rachen sperren sie auf gegen mich wie ein brllender und reiender Lwe.
Psa 22:15 Ich bin ausgeschttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.
Psa 22:16 Meine Krfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.
Psa 22:17 Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bsen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hnde und Fe durchgraben.
Psa 22:18 Ich kann alle meine Gebeine zhlen; sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir.
Psa 22:19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
Psa 22:20 Aber du, HErr, sei nicht ferne; meine Strke, eile, mir zu helfen!
Psa 22:21 Errette meine Seele vom Schwert, meine einsame von den Hunden!
Psa 22:22 Hilf mir aus dem Rachen des Lwen und errette mich von den Einhrnern!
Psa 22:23 Ich will deinen Namen predigen meinen Brdern; ich will dich in der Gemeinde rhmen.
Psa 22:24 Rhmet den HErrn, die ihr ihn frchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels.
Psa 22:25 Denn er hat nicht verachtet noch verschmht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, hrte er's.
Psa 22:26 Dich will ich preisen in der groen Gemeinde; ich will meine Gelbde bezahlen vor denen, die ihn frchten.
Psa 22:27 Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; und die nach dem HErrn fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.
Psa 22:28 Es werden gedenken und sich zum HErrn bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.
Psa 22:29 Denn des HErrn ist das Reich, und er herrscht unter den Heiden.
Psa 22:30 Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden die Kniee beugen alle, die im Staub liegen, und die, so kmmerlich leben.
Psa 22:31 Er wird einen Samen haben, der ihm dient; vom HErrn wird man verkndigen zu Kindeskind.
Psa 22:32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, dass er's getan hat.
Psa 23:1 Ein Psalm Davids. Der HErr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Psa 23:2 Er weidet mich auf einer grnen Aue und fhret mich zum frischen Wasser.
Psa 23:3 Er erquicket meine Seele; er fhret mich auf rechter Strae um seines Namens willen.
Psa 23:4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, frchte ich kein Unglck; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trsten mich.
Psa 23:5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit l und schenkest mir voll ein.
Psa 23:6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HErrn immerdar.
Psa 24:1 Ein Psalm Davids. Die Erde ist des HErrn und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt.
Psa 24:2 Denn er hat ihn an die Meere gegrndet und an den Wassern bereitet.
Psa 24:3 Wer wird auf des HErrn Berg gehen, und wer wird stehen an seiner heiligen Sttte?
Psa 24:4 Der unschuldige Hnde hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwrt nicht flschlich:
Psa 24:5 der wird den Segen vom HErrn empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
Psa 24:6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. (Sela.)
Psa 24:7 Machet die Tore weit und die Tren in der Welt hoch, dass der Knig der Ehren einziehe!
Psa 24:8 Wer ist derselbe Knig der Ehren? Es ist der HErr, stark und mchtig, der HErr, mchtig im Streit.
Psa 24:9 Machet die Tore weit und die Tren in der Welt hoch, dass der Knig der Ehren einziehe!
Psa 24:10 Wer ist derselbe Knig der Ehren? Es ist der HErr Zebaoth; er ist der Knig der Ehren. (Sela.)
Psa 25:1 Ein Psalm Davids. Nach dir, HErr, verlangt mich.
Psa 25:2 Mein Gott, ich hoffe auf dich; lass mich nicht zu Schanden werden, dass sich meine Feinde nicht freuen ber mich.
Psa 25:3 Denn keiner wird zu Schanden, der dein harret; aber zu Schanden mssen sie werden, die leichtfertigen Verchter.
Psa 25:4 HErr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige;
Psa 25:5 leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; tglich harre ich dein.
Psa 25:6 Gedenke, HErr, an deine Barmherzigkeit und an deine Gte, die von der Welt her gewesen ist.
Psa 25:7 Gedenke nicht der Snden meiner Jugend und meiner bertretungen; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Gte willen!
Psa 25:8 Der HErr ist gut und fromm; darum unterweist er die Snder auf dem Wege.
Psa 25:9 Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.
Psa 25:10 Die Wege des HErrn sind eitel Gte und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.
Psa 25:11 Um deines Namens willen, HErr, sei gndig meiner Missetat, die da gro ist.
Psa 25:12 Wer ist der, der den HErrn frchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg.
Psa 25:13 Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.
Psa 25:14 Das Geheimnis des HErrn ist unter denen, die ihn frchten; und seinen Bund lsst er sie wissen.
Psa 25:15 Meine Augen sehen stets zu dem HErrn; denn er wird meinen Fu aus dem Netze ziehen.
Psa 25:16 Wende dich zu mir und sei mir gndig; denn ich bin einsam und elend.
Psa 25:17 Die Angst meines Herzens ist gro; fhre mich aus meinen Nten!
Psa 25:18 Siehe an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Snden!
Psa 25:19 Siehe, dass meiner Feinde so viel sind und hassen mich aus Frevel.
Psa 25:20 Bewahre meine Seele und errette mich, lass mich nicht zu Schanden werden; denn ich traue auf dich.
Psa 25:21 Schlecht und Recht, das behte mich; denn ich harre dein.
Psa 25:22 Gott, erlse Israel aus aller seiner Not!
Psa 26:1 Ein Psalm Davids. HErr, schaffe mir Recht; denn ich bin unschuldig! Ich hoffe auf den HErrn; darum werde ich nicht fallen.
Psa 26:2 Prfe mich, HErr, und versuche mich; lutere meine Nieren und mein Herz.
Psa 26:3 Denn deine Gte ist vor meinen Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.
Psa 26:4 Ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.
Psa 26:5 Ich hasse die Versammlung der Boshaften und sitze nicht bei den Gottlosen.
Psa 26:6 Ich wasche meine Hnde in Unschuld und halte mich, HErr, zu deinem Altar,
Psa 26:7 da man hrt die Stimme des Dankens, und da man predigt alle deine Wunder.
Psa 26:8 HErr, ich habe lieb die Sttte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.
Psa 26:9 Raffe meine Seele nicht hin mit den Sndern noch mein Leben mit den Blutdrstigen,
Psa 26:10 welche mit bser Tcke umgehen und nehmen gern Geschenke.
Psa 26:11 Ich aber wandle unschuldig. Erlse mich und sei mir gndig!
Psa 26:12 Mein Fu geht richtig. Ich will dich loben, HErr, in den Versammlungen.
Psa 27:1 Ein Psalm Davids. Der HErr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich frchten! Der HErr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!
Psa 27:2 So die Bsen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, mssen sie anlaufen und fallen.
Psa 27:3 Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so frchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.
Psa 27:4 Eins bitte ich vom HErrn, das htte ich gerne: dass ich im Hause des HErrn bleiben mge mein Leben lang, zu schauen die schnen Gottesdienste des HErrn und seinen Tempel zu betrachten.
Psa 27:5 Denn er deckt mich in seiner Htte zur bsen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Gezelt und erhht mich auf einem Felsen,
Psa 27:6 und wird nun erhhen mein Haupt ber meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Htte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HErrn.
Psa 27:7 HErr, hre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gndig und erhre mich!
Psa 27:8 Mein Herz hlt dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, HErr, dein Antlitz.
Psa 27:9 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoe nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Lass mich nicht und tue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil!
Psa 27:10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HErr nimmt mich auf.
Psa 27:11 HErr, weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.
Psa 27:12 Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen gegen mich und tun mir Unrecht ohne Scheu.
Psa 27:13 Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde das Gute des HErrn im Lande der Lebendigen.
Psa 27:14 Harre des HErrn! Sei getrost und unverzagt und harre des HErrn!
Psa 28:1 Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zu dir, HErr, mein Hort, so schweige mir nicht, auf dass nicht, wo du schweigst, ich gleich werde denen, die in die Grube fahren.
Psa 28:2 Hre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hnde aufhebe zu deinem heiligen Chor.
Psa 28:3 Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen und mit den belttern, die freundlich reden mit ihrem Nchsten und haben Bses im Herzen.
Psa 28:4 Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bsen Wesen; gib ihnen nach den Werken ihrer Hnde; vergilt ihnen, was sie verdient haben.
Psa 28:5 Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HErrn noch auf die Werke seiner Hnde; darum wird er sie zerbrechen und nicht aufbauen.
Psa 28:6 Gelobt sei der HErr; denn er hat erhrt die Stimme meines Flehens.
Psa 28:7 Der HErr ist meine Strke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Und mein Herz ist frhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.
Psa 28:8 Der HErr ist ihre<RF>gemeint ist: DerHErr ist seines Volkes Strke<Rf> Strke; er ist die Strke, die seinem Gesalbten hilft.
Psa 28:9 Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide sie und erhhe sie ewiglich!
Psa 29:1 Ein Psalm Davids. Bringet her dem HErrn, ihr Gewaltigen, bringet her dem HErrn Ehre und Strke!
Psa 29:2 Bringet dem HErrn die Ehre seines Namens; betet an den HErrn in heiligem Schmuck!
Psa 29:3 Die Stimme des HErrn geht ber den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HErr ber groen Wassern.
Psa 29:4 Die Stimme des HErrn geht mit Macht; die Stimme des HErrn geht herrlich.
Psa 29:5 Die Stimme des HErrn zerbricht die Zedern; der HErr zerbricht die Zedern im Libanon.
Psa 29:6 Und macht sie hpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie ein junges Einhorn.
Psa 29:7 Die Stimme des HErrn sprht Feuerflammen.
Psa 29:8 Die Stimme des HErrn erregt die Wste; der HErr erregt die Wste Kades.
Psa 29:9 Die Stimme des HErrn erregt die Hinden und entblt die Wlder; und in seinem Tempel sagt ihm alles Ehre.
Psa 29:10 Der HErr sitzt, eine Sintflut anzurichten; und der HErr bleibt ein Knig in Ewigkeit.
Psa 29:11 Der HErr wird seinem Volk Kraft geben; der HErr wird sein Volk segnen mit Frieden.
Psa 30:1 Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses, von David.
Psa 30:2 Ich preise dich, HErr; denn du hast mich erhht und lssest meine Feinde sich nicht ber mich freuen.
Psa 30:3 HErr, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.
Psa 30:4 HErr, du hast meine Seele aus der Hlle gefhrt; du hast mich lebend erhalten, da jene in die Grube fuhren.
Psa 30:5 Ihr Heiligen, lobsinget dem HErrn; danket und preiset seine Heiligkeit!
Psa 30:6 Denn sein Zorn whrt einen Augenblick, und lebenslang seine Gnade; den Abend lang whrt das Weinen, aber des Morgens ist Freude.
Psa 30:7 Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr darniederliegen.
Psa 30:8 Denn, HErr, durch dein Wohlgefallen hattest du meinen Berg stark gemacht; aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.
Psa 30:9 Zu dir, HErr, rief ich, und zum HErrn flehte ich:
Psa 30:10 Was ist ntze an meinem Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkndigen?
Psa 30:11 HErr, hre und sei mir gndig! HErr, sei mein Helfer!
Psa 30:12 Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast mir meinen Sack ausgezogen und mich mit Freude gegrtet,
Psa 30:13 auf dass dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HErr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Psa 31:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 31:2 HErr, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!
Psa 31:3 Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!
Psa 31:4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wolltest du mich leiten und fhren.
Psa 31:5 Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellt haben; denn du bist meine Strke.
Psa 31:6 In deine Hnde befehle ich meinen Geist; du hast mich erlst, HErr, du treuer Gott.
Psa 31:7 Ich hasse, die da halten auf eitle Gtzen; ich aber hoffe auf den HErrn.
Psa 31:8 Ich freue mich und bin frhlich ber deine Gte, dass du mein Elend ansiehst und erkennst meine Seele in der Not
Psa 31:9 und bergibst mich nicht in die Hnde des Feindes; du stellst meine Fe auf weiten Raum.
Psa 31:10 HErr, sei mir gndig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Leib.
Psa 31:11 Denn mein Leben hat abgenommen vor Betrbnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet.
Psa 31:12 Es geht mir so bel, dass ich bin eine groe Schmach geworden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir.
Psa 31:13 Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gef.
Psa 31:14 Denn ich hre, wie mich viele schelten, Schrecken ist um und um; sie ratschlagen miteinander ber mich und denken, mir das Leben zu nehmen.
Psa 31:15 Ich aber, HErr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!
Psa 31:16 Meine Zeit steht in deinen Hnden. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.
Psa 31:17 Lass leuchten dein Antlitz ber deinen Knecht; hilf mir durch deine Gte!
Psa 31:18 HErr, lass mich nicht zu Schanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen mssen zu Schanden werden und schweigen in der Hlle.
Psa 31:19 Verstummen mssen falsche Muler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und hhnisch.
Psa 31:20 Wie gro ist deine Gte, die du verborgen hast fr die, so dich frchten, und erzeigest vor den Leuten denen, die auf dich trauen!
Psa 31:21 Du verbirgst sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckst sie in der Htte vor den znkischen Zungen.
Psa 31:22 Gelobt sei der HErr, dass er hat eine wunderbare Gte mir bewiesen in einer festen Stadt.
Psa 31:23 Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoen. Dennoch hrtest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie.
Psa 31:24 Liebet den HErrn, alle seine Heiligen! Die Glubigen behtet der HErr und vergilt reichlich dem, der Hochmut bt.
Psa 31:25 Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HErrn harret!
Psa 32:1 Eine Unterweisung Davids. Wohl dem, dem die bertretungen vergeben sind, dem die Snde bedeckt ist!
Psa 32:2 Wohl dem Menschen, dem der HErr die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist!
Psa 32:3 Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tglich Heulen.
Psa 32:4 Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer drre wird. (Sela.)
Psa 32:5 Darum bekannte ich dir meine Snde und verhehlte meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HErrn meine bertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Missetat meiner Snde. (Sela.)
Psa 32:6 Um deswillen werden alle Heiligen zu dir beten zur rechten Zeit; darum, wenn groe Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselben gelangen.
Psa 32:7 Du bist mein Schirm; du wirst mich vor Angst behten, dass ich errettet gar frhlich rhmen kann. (Sela.)
Psa 32:8 Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.
Psa 32:9 Seid nicht wie Rosse und Maultiere, die nicht verstndig sind, welchen man Zaum und Gebi muss ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.
Psa 32:10 Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HErrn hofft, den wird die Gte umfangen.
Psa 32:11 Freuet euch des HErrn und seid frhlich, ihr Gerechten, und rhmet, alle ihr Frommen.
Psa 33:1 Freuet euch des HErrn, ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn preisen.
Psa 33:2 Danket dem HErrn mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten.
Psa 33:3 Singet ihm ein neues Lied; machet's gut auf Saitenspiel mit Schall.
Psa 33:4 Denn des HErrn Wort ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hlt er gewiss.
Psa 33:5 Er liebt Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Gte des Herrn.
Psa 33:6 Der Himmel ist durch das Wort des HErrn gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes.
Psa 33:7 Er hlt das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefen in das Verborgene.
Psa 33:8 Alle Welt frchte den Herrn; und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt.
Psa 33:9 Denn so er spricht, so geschieht's; so er gebeut<RF>bedeutet: so er gebietet<Rf>, so stehet's da.
Psa 33:10 Der HErr macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Vlker.
Psa 33:11 Aber der Rat des HErrn bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken fr und fr.
Psa 33:12 Wohl dem Volk, des Gott der HErr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwhlt hat!
Psa 33:13 Der HErr schaut vom Himmel und sieht aller Menschen Kinder.
Psa 33:14 Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen.
Psa 33:15 Er lenkt ihnen allen das Herz; er merkt auf alle ihre Werke.
Psa 33:16 Einem Knige hilft nicht seine groe Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine groe Kraft.
Psa 33:17 Rosse helfen auch nicht, und ihre groe Strke errettet nicht.
Psa 33:18 Siehe, des HErrn Auge sieht auf die, so ihn frchten, die auf seine Gte hoffen,
Psa 33:19 dass er ihre Seele errette vom Tode und ernhre sie in der Teuerung.
Psa 33:20 Unsre Seele harret auf den HErrn; er ist unsre Hilfe und Schild.
Psa 33:21 Denn unser Herz freut sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen.
Psa 33:22 Deine Gte, HErr, sei ber uns, wie wir auf dich hoffen.
Psa 34:1 Ein Psalm Davids, da er seine Gebrde verstellte vor Abimelech, als der ihn von sich trieb und er wegging.
Psa 34:2 Ich will den HErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Psa 34:3 Meine Seele soll sich rhmen des HErrn, dass es die Elenden hren und sich freuen.
Psa 34:4 Preiset mit mir den HErrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhhen.
Psa 34:5 Da ich den HErrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
Psa 34:6 Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zu Schanden.
Psa 34:7 Da dieser Elende rief, hrte der HErr und half ihm aus allen seinen Nten.
Psa 34:8 Der Engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn frchten, und hilft ihnen aus.
Psa 34:9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HErr ist. Wohl dem, der auf ihn traut!
Psa 34:10 Frchtet den HErrn, ihr seine Heiligen! denn die ihn frchten, haben keinen Mangel.
Psa 34:11 Reiche mssen darben und hungern; aber die den HErrn suchen, haben keinen Mangel an irgend einem Gut.
Psa 34:12 Kommt her, Kinder, hret mir zu; ich will euch die Furcht des HErrn lehren:
Psa 34:13 Wer ist, der Leben begehrt und gerne gute Tage htte?
Psa 34:14 Behte deine Zunge vor Bsem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden.
Psa 34:15 Lass vom Bsen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.
Psa 34:16 Die Augen des HErrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien;
Psa 34:17 das Antlitz aber des HErrn steht wider die, so Bses tun, dass er ihr Gedchtnis ausrotte von der Erde.
Psa 34:18 Wenn die Gerechten schreien, so hrt der HErr und errettet sie aus all ihrer Not.
Psa 34:19 Der HErr ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemt haben.
Psa 34:20 Der Gerechte muss viel Leiden; aber der HErr hilft ihm aus dem allem.
Psa 34:21 Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass deren nicht eins zerbrochen wird.
Psa 34:22 Den Gottlosen wird das Unglck tten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.
Psa 34:23 Der HErr erlst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben.
Psa 35:1 Ein Psalm Davids. HErr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter.
Psa 35:2 Ergreife Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen!
Psa 35:3 Zcke den Spie und schtze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe!
Psa 35:4 Es mssen sich schmen und gehhnt werden, die nach meiner Seele stehen; es mssen zurckkehren und zu Schanden werden, die mir belwollen.
Psa 35:5 Sie mssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des Herrn stoe sie weg.
Psa 35:6 Ihr Weg msse finster und schlpfrig werden, und der Engel des HErrn verfolge sie.
Psa 35:7 Denn sie haben mir ohne Ursache ihr Netz gestellt, mich zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet.
Psa 35:8 Er msse unversehens berfallen werden; und sein Netz, das er gestellt hat, msse ihn fangen; und er msse darin berfallen werden.
Psa 35:9 Aber meine Seele msse sich freuen des HErrn und sei frhlich ber seine Hilfe.
Psa 35:10 Alle meine Gebeine mssen sagen: HErr, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Rubern.
Psa 35:11 Es treten frevle Zeugen auf; die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.
Psa 35:12 Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen.
Psa 35:13 Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete stets von Herzen;
Psa 35:14 ich hielt mich, als wre es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid trgt ber seine Mutter.
Psa 35:15 Sie aber freuen sich ber meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie zerreien und hren nicht auf.
Psa 35:16 Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauches willen, beien sie ihre Zhne zusammen ber mich.
Psa 35:17 HErr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getmmel und meine einsame von den jungen Lwen!
Psa 35:18 Ich will dir danken in der groen Gemeinde, und unter vielem Volk will ich dich rhmen.
Psa 35:19 Lass sich nicht ber mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen!
Psa 35:20 Denn sie trachten Schaden zu tun und suchen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande
Psa 35:21 und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne.
Psa 35:22 HErr, du siehst es, schweige nicht; HErr, sei nicht ferne von mir!
Psa 35:23 Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein Gott und Herr!
Psa 35:24 HErr, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, dass sie sich ber mich nicht freuen.
Psa 35:25 Lass sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Lass sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen.
Psa 35:26 Sie mssen sich schmen und zu Schanden werden alle, die sich meines bels freuen; sie mssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rhmen.
Psa 35:27 Rhmen und freuen mssen sich, die mir gnnen, dass ich recht behalte, und immer sagen: Der HErr sei hoch gelobt, der seinem Knechte wohlwill.
Psa 35:28 Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich tglich preisen.
Psa 36:1 Ein Psalm Davids, des Knechtes des HErrn, vorzusingen.
Psa 36:2 Es ist aus Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, dass keine Gottesfurcht bei ihnen ist.
Psa 36:3 Sie schmcken sich untereinander selbst, dass sie ihre bse Sache frdern und andere verunglimpfem.
Psa 36:4 Alle ihre Worte sind schdlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, dass sie Gutes tten;
Psa 36:5 sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen fest auf dem bsen Weg und scheuen kein Arges.
Psa 36:6 HErr, deine Gte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Psa 36:7 Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie eine groe Tiefe. HErr, du hilfst Menschen und Vieh.
Psa 36:8 Wie teuer ist deine Gte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flgel Zuflucht haben!
Psa 36:9 Sie werden trunken von den reichen Gtern deines Hauses, und du trnkest sie mit Wonne als mit einem Strom.
Psa 36:10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.
Psa 36:11 Breite deine Gte ber die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit ber die Frommen.
Psa 36:12 Lass mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen strze mich nicht;
Psa 36:13 sondern lass sie, die beltter, daselbst fallen, dass sie verstoen werden und nicht bleiben mgen.
Psa 37:1 Ein Psalm Davids. Erzrne dich nicht ber die Bsen; sei nicht neidisch auf die beltter.
Psa 37:2 Denn wie das Gras werden sie bald abgehauen, und wie das grne Kraut werden sie verwelken.
Psa 37:3 Hoffe auf den HErrn und tue Gutes; bleibe im Lande und nhre dich redlich.
Psa 37:4 Habe Deine Lust am HErrn; der wird dir geben, was dein Herz wnschet.
Psa 37:5 Befiehl dem HErrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen
Psa 37:6 und wird deine Gerechtigkeit hervorbringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.
Psa 37:7 Sei stille dem HErrn und warte auf ihn; erzrne dich nicht ber den, dem sein Mutwille glcklich fortgeht.
Psa 37:8 Steh ab vom Zorn und lass den Grimm, erzrne dich nicht, dass du nicht auch bel tust.
Psa 37:9 Denn die Bsen werden ausgerottet; die aber des HErrn harren, werden das Land erben.
Psa 37:10 Es ist noch um ein kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du nach seiner Sttte sehen wirst, wird er weg sein.
Psa 37:11 Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in groem Frieden.
Psa 37:12 Der Gottlose droht dem Gerechten und beit seine Zhne zusammen ber ihn.
Psa 37:13 Aber der HErr lacht sein; denn er sieht, dass sein Tag kommt.
Psa 37:14 Die Gottlosen ziehen das Schwert aus und spannen ihren Bogen, dass sie fllen den Elenden und Armen und schlachten die Frommen.
Psa 37:15 Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen.
Psa 37:16 Das wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als das groe Gut vieler Gottlosen.
Psa 37:17 Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen; aber der HErr erhlt die Gerechten.
Psa 37:18 Der HErr kennt die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben.
Psa 37:19 Sie werden nicht zu Schanden in der bsen Zeit, und in der Teuerung werden sie genug haben.
Psa 37:20 Denn die Gottlosen werden umkommen; und die Feinde des HErrn, wenn sie gleich sind wie eine kstliche Aue, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergeht.
Psa 37:21 Der Gottlose borgt und bezahlt nicht; der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.
Psa 37:22 Denn seine Gesegneten erben das Land; aber seine Verfluchten werden ausgerottet.
Psa 37:23 Von dem HErrn wird solches Mannes Gang gefrdert, und er hat Lust an seinem Wege.
Psa 37:24 Fllt er, so wird er nicht weggeworfen; denn der HErr hlt ihn bei der Hand.
Psa 37:25 Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen.
Psa 37:26 Er ist allezeit barmherzig und leihet gerne, und sein Same wird gesegnet sein.
Psa 37:27 Lass vom Bsen und tue Gutes und bleibe wohnen immerdar.
Psa 37:28 Denn der HErr hat das Recht lieb und verlsst seine Heiligen nicht; ewiglich werden sie bewahrt; aber der Gottlosen Same wird ausgerottet.
Psa 37:29 Die Gerechten erben das Land und bleiben ewiglich darin.
Psa 37:30 Der Mund des Gerechten redet die Weisheit, und seine Zunge lehrt das Recht.
Psa 37:31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht.
Psa 37:32 Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu tten.
Psa 37:33 Aber der HErr lsst ihn nicht in seinen Hnden und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird.
Psa 37:34 Harre auf den HErrn und halte seinen Weg, so wird er dich erhhen, dass du das Land erbest; du wirst es sehen, dass die Gottlosen ausgerottet werden.
Psa 37:35 Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig und breitete sich aus und grnte wie ein Lorbeerbaum.
Psa 37:36 Da man vorberging, siehe, da war er dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend gefunden.
Psa 37:37 Bleibe fromm und halte dich recht; denn solchem wird's zuletzt wohl gehen.
Psa 37:38 Die bertreter aber werden vertilgt miteinander, und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet.
Psa 37:39 Aber der HErr hilft den Gerechten; der ist ihre Strke in der Not.
Psa 37:40 Und der HErr wird ihnen beistehen und wird sie erretten; er wird sie von den Gottlosen erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.
Psa 38:1 Ein Psalm Davids, zum Gedchtnis.
Psa 38:2 HErr, strafe mich nicht in deinem Zorn und zchtige mich nicht in deinem Grimm.
Psa 38:3 Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drckt mich.
Psa 38:4 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Snde.
Psa 38:5 Denn meine Snden gehen ber mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.
Psa 38:6 Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.
Psa 38:7 Ich gehe krumm und sehr gebckt; den ganzen Tag gehe ich traurig.
Psa 38:8 Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.
Psa 38:9 Es ist mit mir gar anders denn zuvor, und bin sehr zerstoen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.
Psa 38:10 HErr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
Psa 38:11 Mein Herz bebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.
Psa 38:12 Meine Lieben und Freunde treten zurck und scheuen meine Plage, und meine Nchsten stehen ferne.
Psa 38:13 Und die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; und die mir belwollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.
Psa 38:14 Ich aber muss sein wie ein Tauber und nicht hren, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut,
Psa 38:15 und muss sein wie einer, der nicht hrt und der keine Widerrede in seinem Munde hat.
Psa 38:16 Aber ich harre, HErr, auf dich; du, HErr, mein Gott, wirst erhren.
Psa 38:17 Denn ich denke: dass sie sich ja nicht ber mich freuen! Wenn mein Fu wankte, wrden sie sich hoch rhmen wider mich.
Psa 38:18 Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.
Psa 38:19 Denn ich zeige meine Missetat an und sorge wegen meiner Snde.
Psa 38:20 Aber meine Feinde leben und sind mchtig; die mich unbillig hassen, derer ist viel.
Psa 38:21 Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum dass ich ob dem Guten halte.
Psa 38:22 Verlass mich nicht, HErr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir!
Psa 38:23 Eile, mir beizustehen, HErr, meine Hilfe.
Psa 39:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, fr Jeduthun.
Psa 39:2 Ich habe mir vorgesetzt: Ich will mich hten, dass ich nicht sndige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund zumen, weil ich muss den Gottlosen vor mir sehen.
Psa 39:3 Ich bin verstummt und still und schweige der Freuden und muss mein Leid in mich fressen.
Psa 39:4 Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich daran gedenke, werde ich entzndet; ich rede mit meiner Zunge.
Psa 39:5 Aber, HErr, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss.
Psa 39:6 Siehe, meiner Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! (Sela.)
Psa 39:7 Sie gehen daher wie ein Schemen und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es einnehmen wird.
Psa 39:8 Nun, HErr, wes soll ich mich trsten? Ich hoffe auf dich.
Psa 39:9 Errette mich von aller meiner Snde und lass mich nicht den Narren ein Spott werden.
Psa 39:10 Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; denn du hast's getan.
Psa 39:11 Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand.
Psa 39:12 Wenn du einen zchtigst um der Snde willen, so wird seine Schne verzehrt wie von Motten. Ach wie gar nichts sind doch alle Menschen! (Sela.)
Psa 39:13 Hre mein Gebet, HErr, und vernimm mein Schreien und schweige nicht ber meinen Trnen; denn ich bin dein Pilgrim und dein Brger wie alle meine Vter.
Psa 39:14 Lass ab von mir, dass ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre und nicht mehr hier sei.
Psa 40:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 40:2 Ich harrte des HErrn; und er neigte sich zu mir und hrte mein Schreien
Psa 40:3 und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellte meine Fe auf einen Fels, dass ich gewiss treten kann;
Psa 40:4 und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsren Gott. Das werden viele sehen und den HErrn frchten und auf ihn hoffen.
Psa 40:5 Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HErrn und sich nicht wendet zu den Hoffrtigen und zu denen, die mit Lgen umgehen!
Psa 40:6 HErr, mein Gott, gro sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkndigen und davon sagen; aber sie sind nicht zu zhlen.
Psa 40:7 Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sndopfer.
Psa 40:8 Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.
Psa 40:9 Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.
Psa 40:10 Ich will predigen die Gerechtigkeit in der groen Gemeinde; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HErr, das weit du.
Psa 40:11 Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Gte und Treue nicht vor der groen Gemeinde.
Psa 40:12 Du aber, HErr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; lass deine Gte und Treue allewege mich behten.
Psa 40:13 Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Snden ergriffen, dass ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.
Psa 40:14 Lass dir's gefallen, HErr, dass du mich errettest; eile, HErr, mir zu helfen!
Psa 40:15 Schmen mssen sich und zu Schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, dass sie die umbringen; zurck mssen sie fallen und zu Schanden werden, die mir bles gnnen.
Psa 40:16 Sie mssen in ihrer Schande erschrecken, die ber mich schreien: Da, da!
Psa 40:17 Es mssen dein sich freuen und frhlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, mssen sagen allewege: Der HErr sei hoch gelobt!
Psa 40:18 Denn ich bin arm und elend; der HErr aber sorgt fr mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht!
Psa 41:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 41:2 Wohl dem, der sich des Drftigen annimmt! Den wird der HErr erretten zur bsen Zeit.
Psa 41:3 Der HErr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und es ihm lassen wohl gehen auf Erden und wird ihn nicht geben in seiner Feinde Willen.
Psa 41:4 Der HErr wird ihn erquicken auf seinem Siechbette; du hilfst ihm von aller seiner Krankheit.
Psa 41:5 Ich sprach: HErr, sei mir gndig, heile meine Seele; denn ich habe an dir gesndigt.
Psa 41:6 Meine Feinde reden Arges gegen mich: Wann wird er sterben und sein Name vergehen?
Psa 41:7 Sie kommen, dass sie schauen, und meinen's doch nicht von Herzen; sondern suchen etwas, das sie lstern mgen, gehen hin und tragen's aus.
Psa 41:8 Alle, die mich hassen, raunen miteinander wider mich und denken Bses ber mich.
Psa 41:9 Sie haben ein Bubenstck ber mich beschlossen: Wenn er liegt, soll er nicht wieder aufstehen.
Psa 41:10 Auch mein Freund, dem ich mich vertraute, der mein Brot a, tritt mich unter die Fe.
Psa 41:11 Du aber, HErr, sei mir gndig und hilf mir auf, so will ich sie bezahlen.
Psa 41:12 Dabei merke ich, dass du Gefallen an mir hast, dass mein Feind ber mich nicht jauchzen wird.
Psa 41:13 Mich aber erhltst du um meiner Frmmigkeit willen und stellst mich vor dein Angesicht ewiglich.
Psa 41:14 Gelobet sei der HErr, der Gott Israels, von nun an bis in Ewigkeit! Amen, amen.
Psa 42:1 Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.
Psa 42:2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
Psa 42:3 Meine Seele drstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
Psa 42:4 Meine Trnen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man tglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
Psa 42:5 Wenn ich denn des innewerde, so schtte ich mein Herz aus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen derer, die da feiern.
Psa 42:6 Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht.
Psa 42:7 Mein Gott, betrbt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg.
Psa 42:8 Deine Fluten rauschen daher, dass hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen ber mich.
Psa 42:9 Der HErr hat des Tages verheien seine Gte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.
Psa 42:10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drngt?
Psa 42:11 Es ist als ein Mord in meinen Gebeinen, dass mich meine Feinde schmhen, wenn sie tglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?
Psa 42:12 Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Psa 43:1 Richte mich, Gott, und fhre meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bsen Leuten.
Psa 43:2 Denn du bist der Gott meiner Strke; warum verstest du mich? Warum lssest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind drngt?
Psa 43:3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
Psa 43:4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.
Psa 43:5 Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Psa 44:1 Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.
Psa 44:2 Gott, wir haben's mit unsren Ohren gehrt, unsre Vter haben's uns erzhlt, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.
Psa 44:3 Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Vlker verderbt, aber sie hast du ausgebreitet.
Psa 44:4 Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
Psa 44:5 Du, Gott, bist mein Knig, der du Jakob Hilfe verheiest.
Psa 44:6 Durch dich wollen wir unsre Feinde zerstoen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.
Psa 44:7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen;
Psa 44:8 sondern du hilfst uns von unsren Feinden und machst zu Schanden, die uns hassen.
Psa 44:9 Wir wollen tglich rhmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. (Sela.)
Psa 44:10 Warum verstest du uns denn nun und lssest uns zu Schanden werden und ziehst nicht aus unter unsrem Heer?
Psa 44:11 Du lssest uns fliehen vor unsrem Feind, dass uns berauben, die uns hassen.
Psa 44:12 Du lssest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden.
Psa 44:13 Du verkaufst dein Volk umsonst und nimmst nichts dafr.
Psa 44:14 Du machst uns zur Schmach unsren Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind.
Psa 44:15 Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden und dass die Vlker das Haupt ber uns schtteln.
Psa 44:16 Tglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Scham,
Psa 44:17 dass ich die Schnder und Lsterer hren und die Feinde und Rachgierigen sehen muss.
Psa 44:18 Dies alles ist ber uns gekommen; und wir haben doch dein nicht vergessen noch untreu in deinem Bund gehandelt.
Psa 44:19 Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Gang gewichen von deinem Weg,
Psa 44:20 dass du uns so zerschlgst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis.
Psa 44:21 Wenn wir des Namens unsres Gottes vergessen htten und unsre Hnde aufgehoben zum fremden Gott,
Psa 44:22 wrde das Gott nicht finden? Er kennt ja unsres Herzens Grund.
Psa 44:23 Denn wir werden ja um deinetwillen tglich erwrgt und sind geachtet wie Schlachtschafe.
Psa 44:24 Erwecke dich, HErr! Warum schlfst Du? Wache auf und verstoe uns nicht so gar!
Psa 44:25 Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unsres Elends und unsrer Drangsal?
Psa 44:26 Denn unsre Seele ist gebeugt zur Erde; unser Leib klebt am Erdboden.
Psa 44:27 Mache dich auf, hilf uns und erlse uns um deiner Gte willen!
Psa 45:1 Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah, von den Rosen, vorzusingen.
Psa 45:2 Mein Herz dichtet ein feines Lied; ich will singen von meinem Knig; meine Zunge ist wie der Griffel eines guten Schreibers.
Psa 45:3 Du bist der Schnste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.
Psa 45:4 Grte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmcke dich schn!
Psa 45:5 Es msse dir gelingen in deinem Schmuck. Zieh einher der Wahrheit zugut, und die Elenden bei Recht zu erhalten, so wird deine rechte Hand Wunder vollbringen.
Psa 45:6 Scharf sind deine Pfeile, dass die Vlker vor dir niederfallen; sie dringen ins Herz der Feinde des Knigs.
Psa 45:7 Gott, dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter.
Psa 45:8 Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenl mehr denn deine Gesellen.
Psa 45:9 Deine Kleider sind eitel Myrrhe, Aloe und Kassia, wenn du aus den elfenbeinernen Palsten dahertrittst in deiner schnen Pracht.
Psa 45:10 In deinem Schmuck gehen der Knige Tchter; die Braut steht zu deiner Rechten in eitel kstlichem Gold.
Psa 45:11 Hre, Tochter, sieh und neige deine Ohren; vergiss deines Volks und deines Vaterhauses,
Psa 45:12 so wird der Knig Lust an deiner Schne haben; denn er ist dein HErr, und du sollst ihn anbeten.
Psa 45:13 Die Tochter Tyrus wird mit Geschenk dasein; die Reichen im Volk werden vor dir flehen.
Psa 45:14 Des Knigs Tochter drinnen ist ganz herrlich; sie ist mit goldenen Gewndern gekleidet.
Psa 45:15 Man fhrt sie in gestickten Kleidern zum Knig; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, fhrt man zu dir.
Psa 45:16 Man fhrt sie mit Freuden und Wonne, und sie gehen in des Knigs Palast.
Psa 45:17 An deiner Vter Statt werden deine Shne sein; die wirst du zu Frsten setzen in aller Welt.
Psa 45:18 Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Vlker immer und ewiglich.
Psa 46:1 Ein Lied der Kinder Korah, von der Jugend, vorzusingen.
Psa 46:2 Gott ist unsre Zuversicht und Strke. Eine Hilfe in den groen Nten, die uns getroffen haben.
Psa 46:3 Darum frchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer snken,
Psa 46:4 wenngleich das Meer wtete und wallte und von seinem Ungestm die Berge einfielen. (Sela.)
Psa 46:5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brnnlein, da die heiligen Wohnungen des Hchsten sind.
Psa 46:6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr frh am Morgen.
Psa 46:7 Die Heiden mssen verzagen und die Knigreiche fallen; das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hren lsst.
Psa 46:8 Der HErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. (Sela.)
Psa 46:9 Kommet her und schauet die Werke des HErrn, der auf Erden solch Zerstren anrichtet,
Psa 46:10 der den Kriegen steuert<RF>bedeutet: entgegenwirkt, sie beendet<Rf> in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spiee zerschlgt und Wagen mit Feuer verbrennt.
Psa 46:11 Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden; ich will Ehre einlegen auf Erden.
Psa 46:12 Der HErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. (Sela.)
Psa 47:1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
Psa 47:2 Frohlocket mit Hnden, alle Vlker, und jauchzet Gott mit frhlichem Schall!
Psa 47:3 Denn der HErr, der Allerhchste, ist erschrecklich, ein groer Knig auf dem ganzen Erdboden.
Psa 47:4 Er zwingt die Vlker unter uns und die Leute unter unsre Fe.
Psa 47:5 Er erwhlt uns unser Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebt. (Sela.)
Psa 47:6 Gott fhrt auf mit Jauchzen und der HErr mit heller Posaune.
Psa 47:7 Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unsrem Knig!
Psa 47:8 Denn Gott ist Knig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klglich!
Psa 47:9 Gott ist Knig ber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.
Psa 47:10 Die Frsten unter den Vlkern sind versammelt zu einem Volk des Gottes Abrahams; denn Gottes sind die Schilde auf Erden, er hat sich sehr erhht.
Psa 48:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah.
Psa 48:2 Gro ist der HErr und hochberhmt in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
Psa 48:3 Schn ragt empor der Berg Zion, des sich das ganze Land trstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des groen Knigs.
Psa 48:4 Gott ist in ihren Palsten bekannt, dass er der Schutz sei.
Psa 48:5 Denn siehe, Knige waren versammelt und sind miteinander vorbergezogen.
Psa 48:6 Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind davongestrzt.
Psa 48:7 Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebrerin.
Psa 48:8 Du zerbrichst die Schiffe im Meer durch den Ostwind.
Psa 48:9 Wie wir gehrt haben, so sehen wir's an der Stadt des HErrn Zebaoth, an der Stadt unsres Gottes; Gott erhlt sie ewiglich. (Sela.)
Psa 48:10 Gott, wir gedenken deiner Gte in deinem Tempel.
Psa 48:11 Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
Psa 48:12 Es freue sich der Berg Zion, und die Tchter Judas seien frhlich um deiner Gerichte willen.
Psa 48:13 Machet euch um Zion und umfanget sie, zhlet ihre Trme;
Psa 48:14 achtet mit Flei auf ihre Mauern, durchwandelt ihre Palste, auf dass ihr davon verkndiget den Nachkommen,
Psa 48:15 dass dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er fhrt uns wie die Jugend.
Psa 49:1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
Psa 49:2 Hret zu, alle Vlker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,
Psa 49:3 beide, gemeiner Mann und Herren, beide, reich und arm, miteinander!
Psa 49:4 Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.
Psa 49:5 Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und kundtun mein Rtsel beim Klange der Harfe.
Psa 49:6 Warum sollte ich mich frchten in bsen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Untertreter umgibt,
Psa 49:7 die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren groen Reichtum?
Psa 49:8 Kann doch einen Bruder niemand erlsen noch ihn Gott vershnen
Psa 49:9 (denn es kostet zuviel, ihre Seele zu erlsen; man muss es lassen anstehen ewiglich),
Psa 49:10 dass er fortlebe immerdar und die Grube nicht sehe.
Psa 49:11 Denn man wird sehen, dass die Weisen sterben sowohl als die Toren und Narren umkommen und mssen ihr Gut andern lassen.
Psa 49:12 Das ist ihr Herz, dass ihre Huser whren immerdar, ihre Wohnungen bleiben fr und fr; und haben groe Ehre auf Erden.
Psa 49:13 Dennoch kann ein Mensch nicht bleiben in solchem Ansehen, sondern muss davon wie ein Vieh.
Psa 49:14 Dies ihr Tun ist eitel Torheit; doch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde. (Sela.)
Psa 49:15 Sie liegen in der Hlle wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald ber sie herrschen, und ihr Trotz muss vergehen; in der Hlle mssen sie bleiben.
Psa 49:16 Aber Gott wird meine Seele erlsen aus der Hlle Gewalt; denn er hat mich angenommen. (Sela.)
Psa 49:17 Lass dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses gro wird.
Psa 49:18 Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.
Psa 49:19 Er trstet sich wohl dieses guten Lebens, und man preiset's, wenn einer sich gtlich tut;
Psa 49:20 aber doch fahren sie ihren Vtern nach und sehen das Licht nimmermehr.
Psa 49:21 Kurz, wenn ein Mensch in Ansehen ist und hat keinen Verstand, so fhrt er davon wie ein Vieh.
Psa 50:1 Ein Psalm Asaphs. Gott, der HErr, der Mchtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Psa 50:2 Aus Zion bricht an der schne Glanz Gottes.
Psa 50:3 Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein groes Wetter.
Psa 50:4 Er ruft Himmel und Erde, dass er sein Volk richte:
Psa 50:5 Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer.
Psa 50:6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkndigen; denn Gott ist Richter. (Sela.)
Psa 50:7 Hre, mein Volk, lass mich reden; Israel, lass mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.
Psa 50:8 Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.
Psa 50:9 Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen noch Bcke aus deinen Stllen.
Psa 50:10 Denn alle Tiere im Walde sind mein und das Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.
Psa 50:11 Ich kenne alle Vgel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Feld ist vor mir.
Psa 50:12 Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist.
Psa 50:13 Meinst du, dass ich Ochsenfleisch essen wolle oder Bocksblut trinken?
Psa 50:14 Opfere Gott Dank und bezahle dem Hchsten deine Gelbde
Psa 50:15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.
Psa 50:16 Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkndigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
Psa 50:17 so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
Psa 50:18 Wenn du einen Dieb siehst, so lufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
Psa 50:19 Deinen Mund lssest du Bses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.
Psa 50:20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.
Psa 50:21 Das tust du, und ich schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
Psa 50:22 Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, dass ich nicht einmal hinraffe und sei kein Retter da.
Psa 50:23 Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psa 51:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen;
Psa 51:2 da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bath-Seba eingegangen.
Psa 51:3 Gott, sei mir gndig nach deiner Gte und tilge meine Snden nach deiner groen Barmherzigkeit.
Psa 51:4 Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Snde.
Psa 51:5 Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Snde ist immer vor mir.
Psa 51:6 An dir allein habe ich gesndigt und bel vor dir getan, auf dass du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst<RF>eigentlich: in deinem Gericht<Rf>.
Psa 51:7 Siehe, ich bin in sndlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich in Snden empfangen.
Psa 51:8 Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lssest mich wissen die heimliche Weisheit.
Psa 51:9 Entsndige mich mit Isop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneewei werde.
Psa 51:10 Lass mich hren Freude und Wonne, dass die Gebeine frhlich werden, die du zerschlagen hast.
Psa 51:11 Verbirg dein Antlitz von meinen Snden und tilge alle meine Missetaten.
Psa 51:12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.
Psa 51:13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
Psa 51:14 Trste mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem freudigen Geist rste mich aus.
Psa 51:15 Ich will die bertreter deine Wege lehren, dass sich die Snder zu dir bekehren.
Psa 51:16 Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, dass meine Zunge deine Gerechtigkeit rhme.
Psa 51:17 Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkndige.
Psa 51:18 Denn du hast nicht Lust zum Opfer  ich wollte dir's sonst wohl geben , und Brandopfer gefallen dir nicht.
Psa 51:19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein gengsteter Geist; ein gengstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten.
Psa 51:20 Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem.
Psa 51:21 Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.
Psa 52:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen; 
Psa 52:2 da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus gekommen.
Psa 52:3 Was trotzest du denn, du Tyrann, dass du kannst Schaden tun; so doch Gottes Gte noch tglich whret?
Psa 52:4 Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lgen wie ein scharfes Schermesser.
Psa 52:5 Du redest lieber Bses denn Gutes, und Falsches denn Rechtes. (Sela.
Psa 52:6 Du redest gerne alles, was zu verderben dient, mit falscher Zunge.
Psa 52:7 Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstren und zerschlagen und aus deiner Htte reien und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. (Sela.)
Psa 52:8 Und die Gerechten werden es sehen und sich frchten und werden sein lachen:
Psa 52:9 Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht fr seinen Trost hielt, sondern verlie sich auf seinen groen Reichtum und war mchtig, Schaden zu tun.
Psa 52:10 Ich aber werde bleiben wie ein grner lbaum im Hause Gottes, verlasse mich auf Gottes Gte immer und ewiglich.
Psa 52:11 Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; ich will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude daran.
Psa 53:1 Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen.
Psa 53:2 Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel geworden in ihrem bsen Wesen; da ist keiner, der Gutes tut.
Psa 53:3 Gott schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage.
Psa 53:4 Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.
Psa 53:5 Wollen denn die beltter sich nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, dass sie sich nhren? Gott rufen sie nicht an.
Psa 53:6 Da frchten sie sich aber, wo nichts zu frchten ist; denn Gott zerstreut die Gebeine derer, die dich belagern. Du machst sie zu Schanden; denn Gott verschmht sie.
Psa 53:7 Ach dass die Hilfe aus Zion ber Israel kme und Gott sein gefangen Volk erlsete! So wrde sich Jakob freuen und Israel frhlich sein.
Psa 54:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, auf Saitenspiel;
Psa 54:2 da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen.
Psa 54:3 Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.
Psa 54:4 Gott, erhre mein Gebet, vernimm die Rede meines Mundes.
Psa 54:5 Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. (Sela.)
Psa 54:6 Siehe, Gott steht mir bei, der HErr erhlt meine Seele.
Psa 54:7 Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Verstre sie durch deine Treue!
Psa 54:8 So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, HErr, danken, dass er so trstlich ist.
Psa 54:9 Denn du errettest mich aus aller meiner Not, dass mein Auge an meinen Feinden Lust sieht.
Psa 55:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, auf Saitenspiel.
Psa 55:2 Gott, hre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.
Psa 55:3 Merke auf mich und erhre mich, wie ich so klglich zage und heule,
Psa 55:4 dass der Feind so schreit und der Gottlose drngt; denn sie wollen mir eine Tcke beweisen und sind mir heftig gram.
Psa 55:5 Mein Herz ngstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf mich gefallen.
Psa 55:6 Furcht und Zittern ist mich angekommen, und Grauen hat mich berfallen.
Psa 55:7 Ich sprach: O htte ich Flgel wie Tauben, dass ich flge und wo bliebe!
Psa 55:8 Siehe, so wollte ich ferne wegfliehen und in der Wste bleiben. (Sela.)
Psa 55:9 Ich wollte eilen, dass ich entrnne vor dem Sturmwind und Wetter.
Psa 55:10 Mache ihre Zunge uneins, HErr, und lass sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.
Psa 55:11 Solches geht Tag und Nacht um und um auf ihren Mauern, und Mhe und Arbeit ist drinnen.
Psa 55:12 Schadentun regieret drinnen; Lgen und Trgen lsst nicht von ihrer Gasse.
Psa 55:13 Wenn mich doch mein Feind schndete, wollte ich's leiden; und wenn mein Hasser wider mich pochte, wollte ich mich vor ihm verbergen.
Psa 55:14 Du aber bist mein Geselle, mein Freund und mein Verwandter,
Psa 55:15 die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause Gottes unter der Menge.
Psa 55:16 Der Tod bereile sie, dass sie lebendig in die Hlle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.
Psa 55:17 Ich aber will zu Gott rufen, und der HErr wird mir helfen.
Psa 55:18 Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hren.
Psa 55:19 Er erlst meine Seele von denen, die an mich wollen, und schafft ihr Ruhe; denn ihrer viele sind wider mich.
Psa 55:20 Gott wird hren und sie demtigen, der allewege bleibt. (Sela.) Denn sie werden nicht anders und frchten Gott nicht.
Psa 55:21 Sie legen ihre Hnde an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund.
Psa 55:22 Ihr Mund ist gltter denn Butter, und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn l, und sind doch bloe Schwerter.
Psa 55:23 Wirf dein Anliegen auf den HErrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
Psa 55:24 Aber, Gott, du wirst sie hinunterstoen in die tiefe Grube: die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hlfte bringen. Ich aber hoffe auf dich.
Psa 56:1 Ein glden Kleinod Davids, von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath.
Psa 56:2 Gott, sei mir gndig, denn Menschen schnauben wider mich; tglich streiten sie und ngsten mich.
Psa 56:3 Meine Feinde schnauben tglich; denn viele streiten stolz wider mich.
Psa 56:4 Wenn ich mich frchte, so hoffe ich auf dich.
Psa 56:5 Ich will Gottes Wort rhmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht frchten; was sollte mir Fleisch tun?
Psa 56:6 Tglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, dass sie mir bel tun.
Psa 56:7 Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen.
Psa 56:8 Sollten sie mit ihrer Bosheit entrinnen? Gott, stoe solche Leute ohne alle Gnade hinunter!
Psa 56:9 Zhle die Wege meiner Flucht; fasse meine Trnen in deinen Krug. Ohne Zweifel, du zhlst sie.
Psa 56:10 Dann werden sich meine Feinde mssen zurckkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, dass du mein Gott bist.
Psa 56:11 Ich will rhmen Gottes Wort; ich will rhmen des HErrn Wort.
Psa 56:12 Auf Gott hoffe ich und frchte mich nicht; was knnen mir die Menschen tun?
Psa 56:13 Ich habe dir, Gott, gelobt, dass ich dir danken will;
Psa 56:14 denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Fe vom Gleiten, dass ich wandle vor Gott im Licht der Lebendigen.
Psa 57:1 Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen, dass er nicht umkme, da er vor Saul floh in die Hhle.
Psa 57:2 Sei mir gndig, Gott, sei mir gndig! denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flgel habe ich Zuflucht, bis dass das Unglck vorbergehe.
Psa 57:3 Ich rufe zu Gott, dem Allerhchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht.
Psa 57:4 Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmhung des, der wider mich schnaubt. (Sela.) Gott sendet seine Gte und Treue.
Psa 57:5 Ich liege mit meiner Seele unter den Lwen; die Menschenkinder sind Flammen, ihre Zhne sind Spiee und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter.
Psa 57:6 Erhebe dich, Gott, ber den Himmel, und deine Ehre ber alle Welt.
Psa 57:7 Sie stellen meinem Gang Netze und drcken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube, und fallen selbst hinein. (Sela.)
Psa 57:8 Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe.
Psa 57:9 Wache auf, meine Ehre, wache auf, Psalter und Harfe! Mit der Frhe will ich aufwachen.
Psa 57:10 HErr, ich will dir danken unter den Vlkern; ich will dir lobsingen unter den Leuten.
Psa 57:11 Denn deine Gte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Psa 57:12 Erhebe dich, Gott, ber den Himmel, und deine Ehre ber alle Welt.
Psa 58:1 Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen, dass er nicht umkme.
Psa 58:2 Seid ihr denn stumm, dass ihr nicht reden wollt, was recht ist, und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?
Psa 58:3 Ja, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande und gehet stracks durch, mit euren Hnden zu freveln.
Psa 58:4 Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterscho an; die Lgner irren von Mutterleib an.
Psa 58:5 Ihr Wten ist gleichwie das Wten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft,
Psa 58:6 dass sie nicht hre die Stimme des Zauberers, des Beschwrers, der wohl beschwren kann.
Psa 58:7 Gott, zerbrich ihre Zhne in ihrem Maul; zerstoe, HErr, das Gebiss der jungen Lwen!
Psa 58:8 Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfliet. Sie zielen mit ihren Pfeilen; aber dieselben zerbrechen.
Psa 58:9 Sie vergehen wie die Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.
Psa 58:10 Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, wird sie ein Zorn so frisch wegreien.
Psa 58:11 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache sieht, und wird seine Fe baden in des Gottlosen Blut,
Psa 58:12 dass die Leute werden sagen: Der Gerechte wird ja seiner Frucht genieen; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.
Psa 59:1 Ein glden Kleinod Davids, dass er nicht umkme, da Saul hinsandte und lie sein Haus verwahren, dass er ihn ttete.
Psa 59:2 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schtze mich vor denen, so sich wider mich setzen.
Psa 59:3 Errette mich von den belttern und hilf mir von den Blutgierigen.
Psa 59:4 Denn siehe, HErr, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.
Psa 59:5 Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein.
Psa 59:6 Du, HErr, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gndig, die so verwegene beltter sind. (Sela.)
Psa 59:7 Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.
Psa 59:8 Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollte es hren?
Psa 59:9 Aber du, HErr, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.
Psa 59:10 Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.
Psa 59:11 Gott erzeigt mir reichlich seine Gte; Gott lsst mich meine Lust sehen an meinen Feinden.
Psa 59:12 Erwrge sie nicht, dass es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HErr, unser Schild, und stoe sie hinunter!
Psa 59:13 Das Wort ihrer Lippen ist eitel Snde, darum mssen sie gefangen werden in ihrer Hoffart; denn sie reden eitel Fluchen und Lgen.
Psa 59:14 Vertilge sie ohne alle Gnade; vertilge sie, dass sie nichts seien und innewerden, dass Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. (Sela.)
Psa 59:15 Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.
Psa 59:16 Sie laufen hin und her um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.
Psa 59:17 Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rhmen deine Gte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.
Psa 59:18 Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gndiger Gott.
Psa 60:1 Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen; von der Rose des Zeugnisses, zu lehren;
Psa 60:2 da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrte und schlug der Edomiter im Salztal zwlftausend.
Psa 60:3 Gott, der du uns verstoen und zerstreut hast und zornig warst, trste uns wieder.
Psa 60:4 Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brche, die so zerschellt ist.
Psa 60:5 Denn du hast deinem Volk Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, dass wir taumelten;
Psa 60:6 du hast aber doch ein Panier gegeben denen, die dich frchten, welches sie aufwarfen und das sie sicher machte. (Sela.)
Psa 60:7 Auf dass deine Lieben erledigt werden, hilf mit deiner Rechten und erhre uns.
Psa 60:8 Gott redete in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Sukkoth.
Psa 60:9 Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Hauptes, Juda ist mein Zepter,
Psa 60:10 Moab ist mein Waschbecken, meinen Schuh strecke ich ber Edom, Philista jauchzt mir zu.
Psa 60:11 Wer will mich fhren in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?
Psa 60:12 Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstest und ziehest nicht aus, Gott, mit unsrem Heer?
Psa 60:13 Schaffe uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts ntze.
Psa 60:14 Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde untertreten.
Psa 61:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf Saitenspiel.
Psa 61:2 Hre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet!
Psa 61:3 Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich fhren auf einen hohen Felsen.
Psa 61:4 Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.
Psa 61:5 Lass mich wohnen in deiner Htte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen. (Sela.)
Psa 61:6 Denn du, Gott, hrst meine Gelbde; du belohnst die wohl, die deinen Namen frchten.
Psa 61:7 Du wollest dem Knig langes Leben geben, dass seine Jahre whren immer fr und fr,
Psa 61:8 dass er immer bleibe vor Gott. Erzeige ihm Gte und Treue, die ihn behten.
Psa 61:9 So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, dass ich meine Gelbde bezahle tglich.
Psa 62:1 Ein Psalm Davids fr Jeduthun, vorzusingen.
Psa 62:2 Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
Psa 62:3 Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, meine Schutz, dass mich kein Fall strzen wird, wie gro er ist.
Psa 62:4 Wie lange stellet ihr alle einem nach, dass ihr ihn erwrget  als eine hangende Wand und zerrissene Mauer?
Psa 62:5 Sie denken nur, wie sie ihn dmpfen, fleiigen sich der Lge; geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. (Sela.)
Psa 62:6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.
Psa 62:7 Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.
Psa 62:8 Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Strke; meine Zuversicht ist auf Gott.
Psa 62:9 Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. (Sela.)
Psa 62:10 Aber Menschen sind ja nichts, groe Leute fehlen auch; sie wiegen weniger denn nichts, so viel ihrer ist.
Psa 62:11 Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel, haltet euch nicht zu solchem, das eitel ist; fllt euch Reichtum zu, so hnget das Herz nicht daran.
Psa 62:12 Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehrt: dass Gott allein mchtig ist.
Psa 62:13 Und du, HErr, bist gndig und bezahlst einem jeglichen, wie er's verdient.
Psa 63:1 Ein Psalm Davids, da er war in der Wste Juda.
Psa 63:2 Gott, du bist mein Gott; frhe wache ich zu dir. Es drstet meine Seele nach dir; mein Fleisch verlangt nach dir in einem trockenen und drren Land, da kein Wasser ist.
Psa 63:3 Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre.
Psa 63:4 Denn deine Gte ist besser denn Leben; meine Lippen preisen dich.
Psa 63:5 Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hnde in deinem Namen aufheben.
Psa 63:6 Das wre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit frhlichem Munde loben sollte.
Psa 63:7 Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir.
Psa 63:8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flgel frohlocke ich.
Psa 63:9 Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhlt mich.
Psa 63:10 Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu berfallen; sie werden unter die Erde hinunterfahren.
Psa 63:11 Sie werden ins Schwert fallen und den Fchsen zuteil werden.
Psa 63:12 Aber der Knig freut sich in Gott. Wer bei ihm schwrt, wird gerhmt werden; denn die Lgenmuler sollen verstopft werden.
Psa 64:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 64:2 Hre, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behte mein Leben vor dem grausamen Feinde.
Psa 64:3 Verbirg mich vor der Versammlung der Bsen, vor dem Haufen der beltter,
Psa 64:4 welche ihre Zunge schrfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen,
Psa 64:5 dass sie heimlich schieen den Frommen; pltzlich schieen sie auf ihn ohne alle Scheu.
Psa 64:6 Sie sind khn mit ihren bsen Anschlgen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?
Psa 64:7 Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Rnke.
Psa 64:8 Aber Gott wird sie pltzlich schieen, dass es ihnen wehe tun wird.
Psa 64:9 Ihre eigene Zunge wird sie fllen, dass ihrer spotten wird, wer sie sieht.
Psa 64:10 Und alle Menschen werden sich frchten und sagen: Das hat Gott getan! und merken, dass es sein Werk sei.
Psa 64:11 Die Gerechten werden sich des HErrn freuen und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich des rhmen.
Psa 65:1 Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen.
Psa 65:2 Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlt man Gelbde.
Psa 65:3 Du erhrst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir.
Psa 65:4 Unsre Missetat drckt uns hart; du wollest unsre Snden vergeben.
Psa 65:5 Wohl dem, den du erwhlst und zu dir lssest, dass er wohne in deinen Hfen; der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.
Psa 65:6 Erhre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;
Psa 65:7 der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerstet ist mit Macht;
Psa 65:8 der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Vlker,
Psa 65:9 dass sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst frhlich, was da webet, gegen Morgen und gegen Abend.
Psa 65:10 Du suchst das Land heim und wsserst es und machst es sehr reich. Gottes Brnnlein hat Wassers die Flle. Du lsst ihr Getreide wohl geraten; denn also bauest du das Land.
Psa 65:11 Du trnkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflgtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewchs.
Psa 65:12 Du krnest das Jahr mit deinem Gut, und deine Futapfen triefen von Fett.
Psa 65:13 Die Weiden in der Wste sind auch fett, dass sie triefen, und die Hgel sind umher lustig.
Psa 65:14 Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.
Psa 66:1 Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande!
Psa 66:2 Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rhmet ihn herrlich!
Psa 66:3 Sprechet zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner groen Macht.
Psa 66:4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. (Sela.)
Psa 66:5 Kommet her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern.
Psa 66:6 Er verwandelte das Meer ins Trockene, dass man zu Fu ber das Wasser ging; dort freuten wir uns sein.
Psa 66:7 Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Vlker. Die Abtrnnigen werden sich nicht erhhen knnen. (Sela.)
Psa 66:8 Lobet, ihr Vlker, unsren Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen,
Psa 66:9 der unsre Seelen im Leben erhlt und lsst unsre Fe nicht gleiten.
Psa 66:10 Denn, Gott, du hast uns versucht und gelutert, wie das Silber gelutert wird;
Psa 66:11 du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsre Lenden eine Last gelegt;
Psa 66:12 du hast Menschen lassen ber unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser gekommen: aber du hast uns ausgefhrt und erquickt.
Psa 66:13 Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelbde bezahlen,
Psa 66:14 wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not.
Psa 66:15 Ich will dir Brandopfer bringen von feisten Schafen samt dem Rauch von Widdern; ich will opfern Rinder mit Bcken. (Sela.)
Psa 66:16 Kommet her, hret zu alle, die ihr Gott frchtet; ich will erzhlen, was er an meiner Seele getan hat.
Psa 66:17 Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und pries ihn mit meiner Zunge.
Psa 66:18 Wo ich Unrechtes vorhtte in meinem Herzen, so wrde der HErr nicht hren;
Psa 66:19 aber Gott hat mich erhrt und gemerkt auf mein Flehen.
Psa 66:20 Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Gte von mir wendet.
Psa 67:1 Ein Psalmlied, vorzusingen, auf Saitenspiel.
Psa 67:2 Gott sei uns gndig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten (Sela),
Psa 67:3 dass man auf Erden erkenne seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.
Psa 67:4 Es danken dir, Gott, die Vlker; es danken dir alle Vlker.
Psa 67:5 Die Vlker freuen sich und jauchzen, dass du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. (Sela.)
Psa 67:6 Es danken dir, Gott, die Vlker; es danken dir alle Vlker.
Psa 67:7 Das Land gibt sein Gewchs. Es segne uns Gott, unser Gott.
Psa 67:8 Es segne uns Gott, und alle Welt frchte ihn!
Psa 68:1 Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.
Psa 68:2 Es stehe Gott auf, dass seine Feinde zerstreut werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen.
Psa 68:3 Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so mssen umkommen die Gottlosen vor Gott.
Psa 68:4 Die Gerechten aber mssen sich freuen und frhlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen.
Psa 68:5 Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der durch die Wste herfhrt  er heit HErr , und freuet euch vor ihm,
Psa 68:6 der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung,
Psa 68:7 ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausfhrt zu rechter Zeit und lsst die Abtrnnigen bleiben in der Drre.
Psa 68:8 Gott, da du vor deinem Volk her zogst, da du einhergingst in der Wste (Sela),
Psa 68:9 da bebte die Erde, und die Himmel troffen vor Gott, dieser Sinai vor dem Gott, der Israels Gott ist.
Psa 68:10 Du gabst, Gott, einen gndigen Regen; und dein Erbe, das drre war, erquicktest du,
Psa 68:11 dass deine Herde darin wohnen knne. Gott, du labtest die Elenden mit deinen Gtern.
Psa 68:12 Der HErr gab das Wort mit groen Scharen Evangelisten:
Psa 68:13 Die Knige der Heerscharen flohen eilends, und die Hausehre teilte den Raub aus.
Psa 68:14 Wenn ihr zwischen den Hrden laget, so glnzte es wie der Taube Flgel, die wie Silber und Gold schimmern.
Psa 68:15 Als der Allmchtige die Knige im Lande zerstreute, da ward es helle, wo es dunkel war.
Psa 68:16 Ein Gebirge Gottes ist das Gebirge Basans; ein groes Gebirge ist das Gebirge Basans.
Psa 68:17 Was sehet ihr scheel, ihr groen Gebirge, auf den Berg, da Gott Lust hat zu wohnen? Und der HErr bleibt auch immer daselbst.
Psa 68:18 Der Wagen Gottes sind vieltausendmal tausend; der HErr ist unter ihnen am heiligen Sinai.
Psa 68:19 Du bist in die Hhe gefahren und hast das Gefngnis gefangen; du hast Gaben empfangen fr die Menschen, auch die Abtrnnigen, auf dass Gott der HErr daselbst wohne.
Psa 68:20 Gelobet sei der HErr tglich. Gott legt uns eine Last auf; aber er hilft uns auch. (Sela.)
Psa 68:21 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HErrn Herrn, der vom Tode errettet.
Psa 68:22 Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Haarschdel derer, die da fortfahren in ihrer Snde.
Psa 68:23 Der HErr hat gesagt: Aus Basan will ich sie wieder holen, aus der Tiefe des Meeres will ich sie holen,
Psa 68:24 dass dein Fu in der Feinde Blut gefrbt werde und deine Hunde es lecken.
Psa 68:25 Man sieht, Gott, wie du einherziehst, wie du, mein Gott und Knig, einherziehst im Heiligtum.
Psa 68:26 Die Snger gehen vorher, darnach die Spielleute unter den Jungfrauen, die da pauken:
Psa 68:27 Lobet Gott den HErrn in den Versammlungen, ihr vom Brunnen Israels!
Psa 68:28 Da herrscht unter ihnen der kleine Benjamin, die Frsten Judas mit ihren Haufen, die Frsten Sebulons, die Frsten Naphthalis.
Psa 68:29 Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet; das wollest du, Gott, uns strken, denn es ist dein Werk.
Psa 68:30 Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Knige Geschenke zufhren.
Psa 68:31 Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen mit ihren Klbern, den Vlkern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreut die Vlker, die da gerne kriegen.
Psa 68:32 Die Frsten aus gypten werden kommen; Mohrenland wird seine Hnde ausstrecken zu Gott.
Psa 68:33 Ihr Knigreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem HErrn (Sela),
Psa 68:34 dem, der da fhrt im Himmel allenthalben von Anbeginn! Siehe, er wird seinem Donner Kraft geben.
Psa 68:35 Gebet Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist ber Israel, und seine Macht in den Wolken.
Psa 68:36 Gott ist wundersam in seinem Heiligtum. Er ist Gott Israels; er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!
Psa 69:1 Ein Psalm Davids, von den Rosen, vorzusingen.
Psa 69:2 Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Seele.
Psa 69:3 Ich versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersufen.
Psa 69:4 Ich habe mich mde geschrieen, mein Hals ist heiser; das Gesicht vergeht mir, dass ich so lange muss harren auf meinen Gott.
Psa 69:5 Die mich ohne Ursache hassen, deren ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mchtig. Ich muss bezahlen, was ich nicht geraubt habe.
Psa 69:6 Gott, du weit meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.
Psa 69:7 Lass nicht zu Schanden werden an mir, die dein harren, Herr HErr Zebaoth! Lass nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
Psa 69:8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach; mein Angesicht ist voller Schande.
Psa 69:9 Ich bin fremd geworden meinen Brdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
Psa 69:10 Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen; und die Schmhungen derer, die dich schmhen, sind auf mich gefallen.
Psa 69:11 Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
Psa 69:12 Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben Gesptt mit mir.
Psa 69:13 Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und in den Zechen singt man von mir.
Psa 69:14 Ich aber bete, HErr, zu dir zur angenehmen Zeit; Gott, durch deine groe Gte erhre mich mit deiner treuen Hilfe.
Psa 69:15 Errette mich aus dem Kot, dass ich nicht versinke; dass ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser;
Psa 69:16 dass mich die Wasserflut nicht ersufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht ber mir zusammengehe.
Psa 69:17 Erhre mich, HErr, denn dein Gte ist trstlich; wende dich zu mir nach deiner groen Barmherzigkeit
Psa 69:18 und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhre mich eilend.
Psa 69:19 Mache dich zu meiner Seele und erlse sie; erlse mich um meiner Feinde willen.
Psa 69:20 Du weit meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.
Psa 69:21 Die Schmach bricht mir mein Herz und krnkt mich. Ich warte, ob's jemand jammere  aber da ist niemand , und auf Trster  aber ich finde keine.
Psa 69:22 Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groen Durst.
Psa 69:23 Ihr Tisch werde vor ihnen zum Strick, zur Vergeltung und zu einer Falle.
Psa 69:24 Ihre Augen mssen finster werden, dass sie nicht sehen, und ihre Lenden lass immer wanken.
Psa 69:25 Giee deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie.
Psa 69:26 Ihre Wohnung msse wst werden, und sei niemand, der in ihren Htten wohne.
Psa 69:27 Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rhmen, dass du die Deinen bel schlagest.
Psa 69:28 Lass sie in eine Snde ber die andere fallen, dass sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.
Psa 69:29 Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, dass sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.
Psa 69:30 Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schtze mich!
Psa 69:31 Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank.
Psa 69:32 Das wird dem HErrn besser gefallen denn ein Farre, der Hrner und Klauen hat.
Psa 69:33 Die Elenden sehen's und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.
Psa 69:34 Denn der HErr hrt die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
Psa 69:35 Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich darin regt.
Psa 69:36 Denn Gott wird Zion helfen und die Stdte Judas bauen, dass man daselbst wohne und sie besitze.
Psa 69:37 Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden darin bleiben.
Psa 70:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, zum Gedchtnis.
Psa 70:2 Eile, Gott, mich zu erretten, HErr, mir zu helfen!
Psa 70:3 Es mssen sich schmen und zu Schanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie mssen zurckkehren und gehhnt werden, die mir bles wnschen,
Psa 70:4 dass sie mssen wiederum zu Schanden werden, die da ber mich schreien: Da, da!
Psa 70:5 Sich freuen und frhlich mssen sein an dir, die nach dir fragen, und die dein Heil lieben, immer sagen: Hoch gelobt sei Gott!
Psa 70:6 Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht!
Psa 71:1 HErr, ich traue auf dich; lass mich nimmermehr zu Schanden werden.
Psa 71:2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus; neige deine Ohren zu mir und hilf mir!
Psa 71:3 Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen mge, der du zugesagt hast mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.
Psa 71:4 Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.
Psa 71:5 Denn du bist meine Zuversicht, Herr HErr, meine Hoffnung von meiner Jugend an.
Psa 71:6 Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; du hast mich aus meiner Mutter Leib gezogen. Mein Ruhm ist immer von dir.
Psa 71:7 Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht.
Psa 71:8 Lass meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein tglich.
Psa 71:9 Verwirf mich nicht in meinem Alter; verlass mich nicht, wenn ich schwach werde.
Psa 71:10 Denn meine Feinde reden wider mich, und die auf meine Seele lauern, beraten sich miteinander
Psa 71:11 und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jaget nach und ergreifet ihn, denn da ist kein Erretter.
Psa 71:12 Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile, mir zu helfen!
Psa 71:13 Schmen mssen sich und umkommen, die meiner Seele zuwider sind; mit Schande und Hohn mssen sie berschttet werden, die mein Unglck suchen.
Psa 71:14 Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen.
Psa 71:15 Mein Mund soll verkndigen deine Gerechtigkeit, tglich deine Wohltaten, die ich nicht alle zhlen kann.
Psa 71:16 Ich gehe einher in der Kraft des Herrn HErrn; ich preise deine Gerechtigkeit allein.
Psa 71:17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und bis hierher verkndige ich deine Wunder.
Psa 71:18 Auch verlass mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkndige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.
Psa 71:19 Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du groe Dinge tust. Gott, wer ist dir gleich?
Psa 71:20 Denn du lssest mich erfahren viele und groe Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf.
Psa 71:21 Du machst mich sehr gro und trstest mich wieder.
Psa 71:22 So danke ich auch dir mit Psalterspiel fr deine Treue, mein Gott; ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel.
Psa 71:23 Meine Lippen und meine Seele, die du erlst hast, sind frhlich und lobsingen dir.
Psa 71:24 Auch dichtet meine Zunge tglich von deiner Gerechtigkeit; denn schmen mssen sich und zu Schanden werden, die mein Unglck suchen.
Psa 72:1 Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Knig und deine Gerechtigkeit des Knigs Sohne,
Psa 72:2 dass er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden rette.
Psa 72:3 Lass die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hgel die Gerechtigkeit.
Psa 72:4 Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lsterer zermalmen.
Psa 72:5 Man wird dich frchten, solange die Sonne und der Mond whrt, von Kind zu Kindeskindern.
Psa 72:6 Er wird herabfahren wie der Regen auf die Aue, wie die Tropfen, die das Land feuchten.
Psa 72:7 Zu seinen Zeiten wird blhen der Gerechte und groer Friede, bis dass der Mond nimmer sei.
Psa 72:8 Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Strom an bis zu der Welt Enden.
Psa 72:9 Vor ihm werden sich neigen die in der Wste, und seine Feinde werden Staub lecken.
Psa 72:10 Die Knige zu Tharsis und auf den Inseln werden Geschenke bringen; die Knige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufhren.
Psa 72:11 Alle Knige werden ihn anbeten; alle Heiden werden ihm dienen.
Psa 72:12 Denn er wird den Armen erretten, der da schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat.
Psa 72:13 Er wird gndig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen.
Psa 72:14 Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlsen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm.
Psa 72:15 Er wird leben, und man wird ihm von Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar fr ihn beten; tglich wird man ihn segnen.
Psa 72:16 Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird rauschen wie der Libanon, und sie werden grnen in den Stdten wie das Gras auf Erden.
Psa 72:17 Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne whrt, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und sie werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen.
Psa 72:18 Gelobet sei Gott der HErr, der Gott Israels, der allein Wunder tut;
Psa 72:19 und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mssen seiner Ehre voll werden! Amen, amen.
Psa 72:20 Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohnes Isais.
Psa 73:1 Ein Psalm Asaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
Psa 73:2 Ich aber htte schier<RF>bedeutet: wre bald, wre fast<Rf> gestrauchelt mit meinen Fen; mein Tritt wre beinahe geglitten.
Psa 73:3 Denn es verdross mich der Ruhmredigen, da ich sah, dass es den Gottlosen so wohl ging.
Psa 73:4 Denn sie sind in keiner Gefahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
Psa 73:5 Sie sind nicht in Unglck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
Psa 73:6 Darum muss ihr Trotzen kstlich Ding sein, und ihr Frevel muss wohl getan heien.
Psa 73:7 Ihre Person brstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.
Psa 73:8 Sie achten alles fr nichts und reden bel davon und reden und lstern hoch her.
Psa 73:9 Was sie reden, das muss vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muss gelten auf Erden.
Psa 73:10 Darum fllt ihnen ihr Pbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser
Psa 73:11 und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Hchste ihrer achten?
Psa 73:12 Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glckselig in der Welt und werden reich.
Psa 73:13 Soll es denn umsonst sein, dass mein Herz unstrflich lebt und ich meine Hnde in Unschuld wasche, 
Psa 73:14 und bin geplagt tglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
Psa 73:15 Ich htte auch schier<RF>bedeutet: bald, fast<Rf> so gesagt wie sie; aber siehe, damit htte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.
Psa 73:16 Ich dachte ihm nach, dass ich's begreifen mchte; aber es war mir zu schwer,
Psa 73:17 bis dass ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
Psa 73:18 Ja, du setzest sie aufs Schlpfrige und strzest sie zu Boden.
Psa 73:19 Wie werden sie so pltzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
Psa 73:20 Wie ein Traum, wenn einer erwacht, so machst du, HErr, ihr Bild in der Stadt verschmht.
Psa 73:21 Da es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren,
Psa 73:22 da war ich ein Narr und wusste nichts; ich war wie ein Tier vor dir.
Psa 73:23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hltst mich bei meiner rechten Hand,
Psa 73:24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
Psa 73:25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Psa 73:26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Psa 73:27 Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die von dir abfallen.
Psa 73:28 Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herrn HErrn, dass ich verkndige all dein Tun.
Psa 74:1 Eine Unterweisung Asaphs. Gott, warum verstest du uns so gar und bist so grimmig zornig ber die Schafe deiner Weide?
Psa 74:2 Gedenke an deine Gemeinde, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erlst hast, an den Berg Zion, darauf du wohnest.
Psa 74:3 Hebe auf deine Schritte zum dem, was so lange wst liegt. Der Feind hat alles verderbt im Heiligtum.
Psa 74:4 Deine Widersacher brllen in deinen Husern und setzen ihre Gtzen darein.
Psa 74:5 Man sieht die xte obenher blinken, wie man in einen Wald haut;
Psa 74:6 sie zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barte<RF>bedeutet: Streitaxt<Rf>.
Psa 74:7 Sie verbrennen dein Heiligtum; sie entweihen und werfen zu Boden die Wohnung deines Namens.
Psa 74:8 Sie sprechen in ihrem Herzen; Lasst uns sie plndern! Sie verbrennen alle Huser Gottes im Lande.
Psa 74:9 Unsre Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und keiner ist bei uns, der wei, wie lange.
Psa 74:10 Ach Gott, wie lange soll der Widersacher schmhen und der Feind deinen Namen so gar verlstern?
Psa 74:11 Warum wendest du deine Hand ab? Ziehe von deinem Scho dein Rechte und mache ein Ende.
Psa 74:12 Gott ist ja mein Knig von alters her, der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht.
Psa 74:13 Du zertrennst das Meer durch dein Kraft und zerbrichst die Kpfe der Drachen im Wasser.
Psa 74:14 Du zerschlgst die Kpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einde.
Psa 74:15 Du lssest quellen Brunnen und Bche; du lssest versiegen starke Strme.
Psa 74:16 Tag und Nacht ist dein; du machst, dass Sonne und Gestirn ihren gewissen Lauf haben.
Psa 74:17 Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machst du.
Psa 74:18 So gedenke doch des, dass der Feind den HErrn schmht und ein tricht Volk lstert deinen Namen.
Psa 74:19 Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube, und der Herde deiner Elenden nicht so gar vergessen.
Psa 74:20 Gedenke an den Bund; denn das Land ist allenthalben jmmerlich verheert, und die Huser sind zerrissen.
Psa 74:21 Lass den Geringen nicht in Schanden davongehen; lass die Armen und Elenden rhmen deinen Namen.
Psa 74:22 Mache dich auf, Gott, und fhre aus deine Sache; gedenke an die Schmach, die dir tglich von den Toren widerfhrt.
Psa 74:23 Vergiss nicht des Geschreis deiner Feinde; das Toben deiner Widersacher wird je lnger, je grer.
Psa 75:1 Ein Psalm und Lied Asaphs, dass er nicht umkme, vorzusingen.
Psa 75:2 Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkndigen deine Wunder, dass dein Name so nahe ist.
Psa 75:3 Denn zu seiner Zeit, so werde ich recht richten.
Psa 75:4 Das Land zittert und alle, die darin wohnen; aber ich halte seine Sulen fest. (Sela.)
Psa 75:5 Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rhmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt!
Psa 75:6 pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,
Psa 75:7 es habe keine Not, weder vom Aufgang noch vom Niedergang noch von dem Gebirge in der Wste.
Psa 75:8 Denn Gott ist Richter, der diesen erniedrigt und jenen erhht.
Psa 75:9 Denn der HErr hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen mssen alle trinken und die Hefen aussaufen.
Psa 75:10 Ich aber will verkndigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs.
Psa 75:11 Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, dass die Gewalt des Gerechten erhht werde.
Psa 76:1 Ein Psalmlied Asaphs, auf Saitenspiel, vorzusingen.
Psa 76:2 Gott ist in Juda bekannt; in Israel ist sein Name herrlich.
Psa 76:3 Zu Salem ist sein Gezelt, und seine Wohnung zu Zion.
Psa 76:4 Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streit. (Sela.)
Psa 76:5 Du bist herrlicher und mchtiger denn die Raubeberge.
Psa 76:6 Die Stolzen mssen beraubt werden und entschlafen, und alle Krieger mssen die Hand lassen sinken.
Psa 76:7 Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinkt in Schlaf Ross und Wagen.
Psa 76:8 Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du zrnest?
Psa 76:9 Wenn du das Urteil lssest hren vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still,
Psa 76:10 wenn Gott sich aufmacht, zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden. (Sela.)
Psa 76:11 Wenn Menschen wider dich wten, so legst du Ehre ein; und wenn sie noch mehr wten, bist du auch noch gerstet.
Psa 76:12 Gelobet und haltet dem HErrn, eurem Gott; alle, die ihr um ihn her seid, bringet Geschenke dem Schrecklichen,
Psa 76:13 der den Frsten den Mut nimmt und schrecklich ist unter den Knigen auf Erden.
Psa 77:1 Ein Psalm Asaphs fr Jeduthun, vorzusingen.
Psa 77:2 Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhrt mich.
Psa 77:3 In der Zeit der Not suche ich den HErrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lsst nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trsten lassen.
Psa 77:4 Wenn ich betrbt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in ngsten ist, so rede ich. (Sela.)
Psa 77:5 Meine Augen hltst du, dass sie wachen; ich bin so ohnmchtig, dass ich nicht reden kann.
Psa 77:6 Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.
Psa 77:7 Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muss forschen.
Psa 77:8 Wird denn der HErr ewiglich verstoen und keine Gnade mehr erzeigen?
Psa 77:9 Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Gte, und hat die Verheiung ein Ende?
Psa 77:10 Hat Gott vergessen, gndig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? (Sela.)
Psa 77:11 Aber doch sprach ich: Ich muss das leiden; die rechte Hand des Hchsten kann alles ndern.
Psa 77:12 Darum gedenke ich an die Taten des HErrn; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder
Psa 77:13 und rede von allen deinen Werken und sage von deinem Tun.
Psa 77:14 Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mchtiger Gott, als du, Gott, bist?
Psa 77:15 Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht bewiesen unter den Vlkern.
Psa 77:16 Du hast dein Volk erlst mit Macht, die Kinder Jakobs und Josephs. (Sela.)
Psa 77:17 Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und ngsteten sich, und die Tiefen tobten.
Psa 77:18 Die dicken Wolken gossen Wasser, die Wolken donnerten, und die Strahlen fuhren daher.
Psa 77:19 Es donnerte im Himmel, deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebte davon.
Psa 77:20 Dein Weg war im Meer und dein Pfad in groen Wassern, und man sprte doch deinen Fu nicht.
Psa 77:21 Du fhrtest dein Volk wie eine Herde Schafe durch Mose und Aaron.
Psa 78:1 Eine Unterweisung Asaphs. Hre, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!
Psa 78:2 Ich will meinen Mund auftun zu Sprchen und alte Geschichten aussprechen,
Psa 78:3 die wir gehrt haben und wissen und unsre Vter uns erzhlt haben,
Psa 78:4 dass wir's nicht verhalten sollten ihren Kindern, die hernach kommen, und verkndigten den Ruhm des HErrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
Psa 78:5 Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsren Vtern gebot zu lehren ihre Kinder,
Psa 78:6 auf dass es die Nachkommen lernten und die Kinder, die noch sollten geboren werden; wenn sie aufkmen, dass sie es auch ihren Kinder verkndigten,
Psa 78:7 dass sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergen der Taten Gottes und seine Gebote hielten
Psa 78:8 und nicht wrden wie ihre Vter, eine abtrnnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht fest war und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott,
Psa 78:9 wie die Kinder Ephraim, die geharnischt den Bogen fhrten, abfielen zur Zeit des Streits.
Psa 78:10 Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln
Psa 78:11 und vergaen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeigt hatte.
Psa 78:12 Vor ihren Vtern tat er Wunder in gyptenland, im Felde Zoan.
Psa 78:13 Er zerteilte das Meer und lie sie hindurchgehen und stellte das Wasser wie eine Mauer.
Psa 78:14 Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer.
Psa 78:15 Er riss die Felsen in der Wste und trnkte sie mit Wasser die Flle
Psa 78:16 und lie Bche aus den Felsen flieen, dass sie hinabflossen wie Wasserstrme.
Psa 78:17 Dennoch sndigten sie weiter wider ihn und erzrnten den Hchsten in der Wste
Psa 78:18 und versuchten Gott in ihrem Herzen, dass sie Speise forderten fr ihre Seelen;
Psa 78:19 und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl knnen einen Tisch bereiten in der Wste?
Psa 78:20 Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, dass Wasser flossen und Bche sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?
Psa 78:21 Da nun das der HErr hrte, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob, und Zorn kam ber Israel,
Psa 78:22 dass sie nicht glaubten an Gott und hofften nicht auf seine Hilfe.
Psa 78:23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Tren des Himmels
Psa 78:24 und lie das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelsbrot.
Psa 78:25 Sie aen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die Flle.
Psa 78:26 Er lie wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Strke den Sdwind
Psa 78:27 und lie Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vgel wie Sand am Meer
Psa 78:28 und lie sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohnten.
Psa 78:29 Da aen sie und wurden allzu satt; er lie sie ihre Lust ben.
Psa 78:30 Da sie nun ihre Lust gebt hatten und noch davon aen,
Psa 78:31 da kam der Zorn Gottes ber sie und erwrgte die Vornehmsten unter ihnen und schlug darnieder die Besten in Israel.
Psa 78:32 Aber ber das alles sndigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.
Psa 78:33 Darum lie er sie dahinsterben, dass sie nichts erlangten und mussten ihr Leben lang geplagt sein.
Psa 78:34 Wenn er sie erwrgte, suchten sie ihn und kehrten sich zu Gott
Psa 78:35 und gedachten, dass Gott ihr Hort ist und Gott der Hchste ihr Erlser ist,
Psa 78:36 und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge;
Psa 78:37 aber ihr Herz war nicht fest an ihm, und hielten nicht treulich an seinem Bund.
Psa 78:38 Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht und wandte oft seinen Zorn ab und lie nicht seinen ganzen Zorn gehen.
Psa 78:39 Denn er gedachte, dass sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfhrt und nicht wiederkommt.
Psa 78:40 Wie oft erzrnten sie ihn in der Wste und entrsteten ihn in der Einde!
Psa 78:41 Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.
Psa 78:42 Sie gedachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlste von den Feinden;
Psa 78:43 wie er denn seine Zeichen in gypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan;
Psa 78:44 da er ihr Wasser in Blut wandelte, dass sie ihre Bche nicht trinken konnten;
Psa 78:45 da er Ungeziefer unter sie schickte, dass sie fra, und Frsche, die sie verderbten,
Psa 78:46 und gab ihre Gewchse den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;
Psa 78:47 da er ihre Weinstcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbume mit Schloen<RF>bedeutet: Hagelkrner<Rf>;
Psa 78:48 da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Wetterstrahlen;
Psa 78:49 da er bse Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und lie sie toben und wten und Leid tun;
Psa 78:50 da er seinen Zorn lie fortgehen und ihre Seele vor dem Tode nicht verschonte und bergab ihr Leben der Pestilenz;
Psa 78:51 da er alle Erstgeburt in gypten schlug, die Erstlinge ihrer Kraft in den Htten Hams,
Psa 78:52 und lie sein Volk ausziehen wie Schafe und fhrte sie wie eine Herde in der Wste.
Psa 78:53 Und leitete sie sicher, dass sie sich nicht frchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.
Psa 78:54 Und er brachte sie zu seiner heiligen Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat,
Psa 78:55 und vertrieb vor ihnen her die Vlker und lie ihnen das Erbe austeilen und lie in jener Htten die Stmme Israels wohnen.
Psa 78:56 Aber sie versuchten und erzrnten Gott den Hchsten und hielten seine Zeugnisse nicht
Psa 78:57 und fielen zurck und verachteten alles wie ihre Vter und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen,
Psa 78:58 und erzrnten ihn mit ihren Hhen und reizten ihn mit ihren Gtzen.
Psa 78:59 Und da das Gott hrte, entbrannte er und verwarf Israel ganz,
Psa 78:60 dass er seine Wohnung zu Silo lie fahren, die Htte, da er unter Menschen wohnte,
Psa 78:61 und gab seine Macht ins Gefngnis und seine Herrlichkeit in die Hand des Feindes
Psa 78:62 und bergab sein Volk ins Schwert und entbrannte ber sein Erbe.
Psa 78:63 Ihre junge Mannschaft fra das Feuer, und ihre Jungfrauen mussten ungefreit bleiben.
Psa 78:64 Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.
Psa 78:65 Und der HErr erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzt, der vom Wein kommt,
Psa 78:66 und schlug seine Feinde zurck und hngte ihnen ewige Schande an.
Psa 78:67 Und er verwarf die Htte Josephs und erwhlte nicht den Stamm Ephraim,
Psa 78:68 sondern erwhlte den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.
Psa 78:69 Und baute sein Heiligtum hoch, wie die Erde, die ewiglich fest stehen soll.
Psa 78:70 Und erwhlte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafstllen;
Psa 78:71 von den sugenden Schafen holte er ihn, dass er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel.
Psa 78:72 Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Flei.
Psa 79:1 Ein Psalm Asaphs. Gott, es sind Heiden in dein Erbe gefallen; die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.
Psa 79:2 Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vgeln zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.
Psa 79:3 Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub.
Psa 79:4 Wir sind unsren Nachbarn eine Schmach geworden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.
Psa 79:5 HErr, wie lange willst du so gar zrnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?
Psa 79:6 Schtte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Knigreiche, die deinen Namen nicht anrufen.
Psa 79:7 Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Huser verwstet.
Psa 79:8 Gedenke nicht unsrer vorigen Missetaten; erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr dnn geworden.
Psa 79:9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsre Snden um deines Namens willen!
Psa 79:10 Warum lssest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Lass unter den Heiden vor unsren Augen kund werden die Rache des Blutes deiner Knechte, das vergossen ist.
Psa 79:11 Lass vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem groen Arm erhalte die Kinder des Todes
Psa 79:12 und vergilt unsren Nachbarn siebenfltig in ihren Busen ihr Schmhen, damit sie dich, HErr, geschmht haben.
Psa 79:13 Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, werden dir danken ewiglich und verkndigen deinen Ruhm fr und fr.
Psa 80:1 Ein Psalm und Zeugnis Asaphs, von den Rosen, vorzusingen.
Psa 80:2 Du Hirte Israels, hre, der du Joseph htest wie Schafe; erscheine, der du sitzest ber dem Cherubim!
Psa 80:3 Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!
Psa 80:4 Gott, trste uns und lass leuchten dein Antlitz; so genesen wir.
Psa 80:5 HErr, Gott Zebaoth, wie lange willst du zrnen bei dem Gebet deines Volkes?
Psa 80:6 Du speisest sie mit Trnenbrot und trnkest sie mit groem Ma voll Trnen.
Psa 80:7 Du setzest uns unsren Nachbarn zum Zank, und unsre Feinde spotten unser.
Psa 80:8 Gott Zebaoth, trste uns, lass leuchten dein Antlitz; so genesen wir.
Psa 80:9 Du hast einen Weinstock aus gypten geholt und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzt.
Psa 80:10 Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, dass er das Land erfllt hat.
Psa 80:11 Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.
Psa 80:12 Du hast sein Gewchs ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom.
Psa 80:13 Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, dass ihn zerreit alles, was vorbergeht?
Psa 80:14 Es haben ihn zerwhlt die wilden Sue, und die wilden Tiere haben ihn verderbt.
Psa 80:15 Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und sieh an und suche heim diesen Weinstock
Psa 80:16 und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzt hat und den du dir fest erwhlt hast.
Psa 80:17 Siehe drein und schilt, dass des Brennens und Reiens ein Ende werde.
Psa 80:18 Deine Hand schtze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir fest erwhlt hast;
Psa 80:19 so wollen wir nicht von dir weichen. Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
Psa 80:20 HErr, Gott Zebaoth, trste uns, lass dein Antlitz leuchten; so genesen wir.
Psa 81:1 Auf der Gittith, vorzusingen, Asaphs.
Psa 81:2 Singet frhlich Gott, der unsre Strke ist; jauchzet dem Gott Jakobs!
Psa 81:3 Hebet an mit Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psaltern!
Psa 81:4 Blaset im Neumond die Posaune, in unsrem Fest der Laubhtten!
Psa 81:5 Denn solches ist die Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs.
Psa 81:6 Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus gyptenland zogen und fremde Sprache gehrt hatten:
Psa 81:7 Da ich ihre Schulter von der Last entledigt hatte und ihre Hnde der Krbe los wurden,
Psa 81:8 da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; ich erhrte dich, da dich das Wetter berfiel, und versuchte dich am Haderwasser. (Sela.)
Psa 81:9 Hre, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich hren,
Psa 81:10 dass unter dir kein anderer Gott sei und du keinen fremden Gott anbetest.
Psa 81:11 Ich bin der HErr, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhrt hat: Tue deinen Mund weit auf, lass mich ihn fllen!
Psa 81:12 Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht.
Psa 81:13 So habe ich sie gelassen in ihres Herzens Dnkel, dass sie wandeln nach ihrem Rat.
Psa 81:14 Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,
Psa 81:15 so wollte ich ihre Feinde bald dmpfen und meine Hand ber ihre Widersacher wenden,
Psa 81:16 und denen, die den HErrn hassen, msste es wider sie fehlen; ihre Zeit aber wrde ewiglich whren,
Psa 81:17 und ich wrde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sttigen.
Psa 82:1 Ein Psalm Asaphs. Gott steht in der Gemeinde Gottes und ist Richter unter den Gttern.
Psa 82:2 Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? (Sela.)
Psa 82:3 Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Drftigen zum Recht.
Psa 82:4 Errettet den Geringen und Armen und erlset ihn aus der Gottlosen Gewalt.
Psa 82:5 Aber sie lassen sich nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum mssen alle Grundfesten des Landes wanken.
Psa 82:6 Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Gtter und allzumal Kinder des Hchsten;
Psa 82:7 aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.
Psa 82:8 Gott, mache dich auf und richte den Erdboden; denn du bist Erbherr ber alle Heiden!
Psa 83:1 Ein Psalmlied Asaphs.
Psa 83:2 Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so still; Gott, halt doch nicht so inne!
Psa 83:3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.
Psa 83:4 Sie machen listige Anschlge gegen dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.
Psa 83:5 Wohl her! sprechen sie; lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk seien, dass des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!
Psa 83:6 Denn sie haben sich miteinander vereinigt und einen Bund wider dich gemacht,
Psa 83:7 die Htten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,
Psa 83:8 der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister samt denen zu Tyrus;
Psa 83:9 Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen; sie helfen den Kindern Lot. (Sela.)
Psa 83:10 Tue ihnen, wie den Midianitern, wie Sisera, wie Jabin am Bach Kison,
Psa 83:11 die vertilgt wurden bei Endor und wurden zu Kot auf der Erde.
Psa 83:12 Mache ihre Frsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,
Psa 83:13 die da sagen: Wir wollen die Huser Gottes einnehmen.
Psa 83:14 Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde.
Psa 83:15 Wie ein Feuer den Wald verbrennt und wie eine Flamme die Berge anzndet:
Psa 83:16 also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.
Psa 83:17 Mache ihr Angesicht voll Schande, dass sie nach deinem Namen fragen mssen, o HErr.
Psa 83:18 Schmen mssen sie sich und erschrecken auf immer und zu Schanden werden und umkommen;
Psa 83:19 so werden sie erkennen, dass du mit deinem Namen heiest HErr allein und der Hchste in aller Welt.
Psa 84:1 Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Gittith, vorzusingen.
Psa 84:2 Wie lieblich sind deine Wohnungen, HErr Zebaoth!
Psa 84:3 Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhfen des HErrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
Psa 84:4 Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altre, HErr Zebaoth, mein Knig und mein Gott.
Psa 84:5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. (Sela.)
Psa 84:6 Wohl den Menschen, die dich fr ihre Strke halten und von Herzen dir nachwandeln,
Psa 84:7 die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen; und die Lehrer werden mit viel Segen geschmckt.
Psa 84:8 Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, dass man sehen muss, der rechte Gott sei zu Zion.
Psa 84:9 HErr, Gott Zebaoth, hre mein Gebet; vernimm's, Gott Jakobs! (Sela.)
Psa 84:10 Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Antlitz deines Gesalbten!
Psa 84:11 Denn ein Tag in deinen Vorhfen ist besser denn sonst tausend; ich will lieber der Tr hten in meines Gottes Hause denn wohnen in der Gottlosen Htten.
Psa 84:12 Denn Gott der HErr ist Sonne und Schild; der HErr gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
Psa 84:13 HErr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlsst!
Psa 85:1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
Psa 85:2 HErr, der du bist vormals gndig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erlst;
Psa 85:3 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Snde bedeckt (Sela);
Psa 85:4 der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns:
Psa 85:5 trste uns, Gott, unser Heiland, und lass ab von deiner Ungnade ber uns!
Psa 85:6 Willst du denn ewiglich ber uns zrnen und deinen Zorn gehen lassen fr und fr?
Psa 85:7 Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dass sich dein Volk ber dich freuen mge?
Psa 85:8 HErr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!
Psa 85:9 Ach, dass ich hren sollte, was Gott der HErr redet; dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf dass sie nicht auf eine Torheit geraten!
Psa 85:10 Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn frchten, dass in unsrem Lande Ehre wohne;
Psa 85:11 dass Gte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich kssen;
Psa 85:12 dass Treue auf der Erde wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;
Psa 85:13 dass uns auch der HErr Gutes tue und unser Land sein Gewchs gebe;
Psa 85:14 dass Gerechtigkeit frder<RF>bedeutet: weiterhin<Rf> vor ihm bleibe und im Schwange gehe.
Psa 86:1 Ein Gebet Davids. HErr, neige deine Ohren und erhre mich; denn ich bin elend und arm.
Psa 86:2 Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verlsst auf dich.
Psa 86:3 HErr, sei mir gndig; denn ich rufe tglich zu dir!
Psa 86:4 Erfreue die Seele deines Knechtes; denn nach dir, HErr, verlangt mich.
Psa 86:5 Denn du, HErr, bist gut und gndig, von groer Gte allen, die dich anrufen.
Psa 86:6 Vernimm, HErr, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens.
Psa 86:7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhren.
Psa 86:8 HErr, es ist dir keiner gleich unter den Gttern, und ist niemand, der tun kann wie du.
Psa 86:9 Alle Heiden die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HErr, und deinen Namen ehren,
Psa 86:10 dass du so gro bist und Wunder tust und allein Gott bist.
Psa 86:11 Weise mir, HErr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen frchte.
Psa 86:12 Ich danke dir, HErr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich.
Psa 86:13 Denn deine Gte ist gro ber mich; du hast meine Seele errettet aus der tiefen Hlle.
Psa 86:14 Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Gewaltttigen steht mir nach meiner Seele, und haben dich nicht vor Augen.
Psa 86:15 Du aber, HErr, Gott, bist barmherzig und gndig, geduldig und von groer Gte und Treue.
Psa 86:16 Wende dich zu mir, sei mir gndig; strke deinen Knecht mit deiner Kraft und hilf dem Sohn deiner Magd!
Psa 86:17 Tu ein Zeichen an mir, dass mir's wohl gehe, dass es sehen, die mich hassen, und sich schmen mssen, dass du mir beistehst, HErr, und trstest mich.
Psa 87:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist fest gegrndet auf den heiligen Bergen.
Psa 87:2 Der HErr liebt die Tore Zions ber alle Wohnungen Jakobs.
Psa 87:3 Herrliche Dinge werden in dir gepredigt, du Stadt Gottes. (Sela.)
Psa 87:4 Ich will predigen lassen Rahab und Babel, dass sie mich kennen sollen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren.
Psa 87:5 Man wird zu Zion sagen, dass allerlei Leute darin geboren werden und dass er, der Hchste, sie baue.
Psa 87:6 Der HErr wird zhlen, wenn er aufschreibt die Vlker: Diese sind daselbst geboren. (Sela.)
Psa 87:7 Und die Snger wie die im Reigen werden alle in dir singen, eins ums andere.
Psa 88:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.
Psa 88:2 HErr, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.
Psa 88:3 Lass mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei.
Psa 88:4 Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe am Tode.
Psa 88:5 Ich bin geachtet gleich denen, die in die Grube fahren; ich bin ein Mann, der keine Hilfe hat.
Psa 88:6 Ich liege unter den Toten verlassen wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand abgesondert sind.
Psa 88:7 Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.
Psa 88:8 Dein Grimm drckt mich; du drngst mich mit allen deinen Fluten. (Sela.)
Psa 88:9 Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht herauskommen.
Psa 88:10 Meine Gestalt ist jmmerlich vor Elend. HErr, ich rufe dich an tglich; ich breite meine Hnde aus zu dir.
Psa 88:11 Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? (Sela.)
Psa 88:12 Wird man in Grbern erzhlen deine Gte, und deine Treue im Verderben?
Psa 88:13 Mgen denn deine Wunder in der Finsternis erkannt werden oder deine Gerechtigkeit in dem Lande, da man nichts gedenkt?
Psa 88:14 Aber ich schreie zu dir, HErr, und mein Gebet kommt frhe vor dich.
Psa 88:15 Warum verstest du, HErr, meine Seele und verbirgst dein Antlitz vor mir?
Psa 88:16 Ich bin elend und ohnmchtig, dass ich so verstoen bin; ich leide deine Schrecken, dass ich schier verzage.
Psa 88:17 Dein Grimm geht ber mich; dein Schrecken drckt mich.
Psa 88:18 Sie umgeben mich tglich wie Wasser und umringen mich miteinander.
Psa 88:19 Du machst, dass meine Freunde und Nchsten und meine Verwandten sich ferne von mir halten um solches Elends willen.
Psa 89:1 Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.
Psa 89:2 Ich will singen von der Gnade des HErrn ewiglich und seine Wahrheit verkndigen mit meinem Munde fr und fr
Psa 89:3 und sage also: Dass eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.
Psa 89:4 Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwhlten; ich habe David, meinem Knechte, geschworen:
Psa 89:5 Ich will deinen Samen besttigen ewiglich und deinen Stuhl bauen fr und fr. (Sela.)
Psa 89:6 Und die Himmel werden, HErr, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeinde der Heiligen.
Psa 89:7 Denn wer mag in den Wolken dem HErrn gleich gelten, und gleich sein unter den Kindern Gottes dem HErrn?
Psa 89:8 Gott ist sehr mchtig in der Versammlung der Heiligen und wunderbar ber alle, die um ihn sind.
Psa 89:9 HErr, Gott Zebaoth, wer ist wie du ein mchtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her.
Psa 89:10 Du herrschest ber das ungestme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
Psa 89:11 Du schlgst Rahab zu Tod; du zerstreust deine Feinde mit deinem starken Arm.
Psa 89:12 Himmel und Erde ist dein; du hast gegrndet den Erdboden und was darinnen ist.
Psa 89:13 Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.
Psa 89:14 Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte.
Psa 89:15 Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhles Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesicht.
Psa 89:16 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HErr, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln;
Psa 89:17 sie werden ber deinen Namen tglich frhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.
Psa 89:18 Denn du bist der Ruhm ihrer Strke, und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhhen.
Psa 89:19 Denn des HErrn ist unser Schild, und des Heiligen in Israel ist unser Knig.
Psa 89:20 Dazumal redetest du im Gesicht zu deinem Heiligen und sprachst: Ich habe einen Helden erweckt, der helfen soll; ich habe erhht einen Auserwhlten aus dem Volk.
Psa 89:21 Ich habe gefunden meinen Knecht David; ich habe ihn gesalbt mit meinem heiligen l.
Psa 89:22 Meine Hand soll ihn erhalten und mein Arm soll ihn strken.
Psa 89:23 Die Feinde sollen ihn nicht berwltigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dmpfen;
Psa 89:24 sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen;
Psa 89:25 aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhoben werden.
Psa 89:26 Ich will seine Hand ber das Meer stellen und seine Rechte ber die Wasser.
Psa 89:27 Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.
Psa 89:28 Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhchst unter den Knigen auf Erden.
Psa 89:29 Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.
Psa 89:30 Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel whrt, erhalten.
Psa 89:31 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,
Psa 89:32 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,
Psa 89:33 so will ich ihre Snde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen;
Psa 89:34 aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trgen.
Psa 89:35 Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht ndern, was aus meinem Munde gegangen ist.
Psa 89:36 Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit  ich will David nicht lgen :
Psa 89:37 Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;
Psa 89:38 wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein, und gleich wie der Zeuge in den Wolken gewiss sein. (Sela.)
Psa 89:39 Aber nun verstest du und verwirfst und zrnest mit deinem Gesalbten.
Psa 89:40 Du zerstrst den Bund deines Knechtes und trittst sein Krone zu Boden.
Psa 89:41 Du zerreiest alle seine Mauern und lssest seine Festen zerbrechen.
Psa 89:42 Es berauben ihn alle, die vorbergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden.
Psa 89:43 Du erhhest die Rechte seiner Widersacher und erfreuest alle seine Feinde.
Psa 89:44 Auch hast du die Kraft seines Schwertes weggenommen und lssest ihn nicht siegen im Streit.
Psa 89:45 Du zerstrst seine Reinigkeit und wirfst seinen Stuhl zu Boden.
Psa 89:46 Du verkrzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. (Sela.)
Psa 89:47 HErr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?
Psa 89:48 Gedenke, wie kurz mein Leben ist. Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?
Psa 89:49 Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht she? der seine Seele errette aus des Todes Hand? (Sela.)
Psa 89:50 HErr, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?
Psa 89:51 Gedenke, HErr, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Scho von so vielen Vlkern allen,
Psa 89:52 mit der, HErr, deine Feinde schmhen, mit der sie schmhen die Futapfen deines Gesalbten.
Psa 89:53 Gelobt sei der HErr ewiglich! Amen, amen.
Psa 90:1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. HErr, Gott, du bist unsre Zuflucht fr und fr.
Psa 90:2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit,
Psa 90:3 der du die Menschen lssest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
Psa 90:4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
Psa 90:5 Du lssest sie dahinfahren wie einen Strom; sie sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,
Psa 90:6 das da frhe blht und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorrt.
Psa 90:7 Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so pltzlich dahinmssen.
Psa 90:8 Denn unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Snde ins Licht vor deinem Angesicht.
Psa 90:9 Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwtz.
Psa 90:10 Unser Leben whret siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's kstlich gewesen ist, so ist es Mhe und Arbeit gewesen; denn es fhret schnell dahin, als flgen wir davon.
Psa 90:11 Wer glaubt aber, dass du so sehr zrnest, und wer frchtet sich vor solchem deinem Grimm?
Psa 90:12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben mssen, auf dass wir klug werden.
Psa 90:13 HErr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gndig!
Psa 90:14 Flle uns frhe mit deiner Gnade, so wollen wir rhmen und frhlich sein unser Leben lang.
Psa 90:15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglck leiden.
Psa 90:16 Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern.
Psa 90:17 Und der HErr, unser Gott, sei uns freundlich und frdere das Werk unsrer Hnde bei uns; ja, das Werk unsrer Hnde wolle er frdern!
Psa 91:1 Wer unter dem Schirm des Hchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmchtigen bleibt,
Psa 91:2 der spricht zu dem HErrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Psa 91:3 Denn er errettet dich vom Strick des Jgers und von der schdlichen Pestilenz.
Psa 91:4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flgeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
Psa 91:5 dass du nicht erschrecken mssest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,
Psa 91:6 vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittage verderbt.
Psa 91:7 Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.
Psa 91:8 Ja du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird.
Psa 91:9 Denn der HErr ist deine Zuversicht; der Hchste ist deine Zuflucht.
Psa 91:10 Es wird dir kein bel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Htte sich nahen.
Psa 91:11 Denn er hat seinen Engeln befohlen ber dir, dass sie dich behten auf allen deinen Wegen,
Psa 91:12 dass sie dich auf den Hnden tragen und du deinen Fu nicht an einen Stein stoest.
Psa 91:13 Auf Lwen und Ottern wirst du gehen, und treten auf junge Lwen und Drachen.
Psa 91:14 Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schtzen.
Psa 91:15 Er ruft mich an, so will ich ihn erhren; ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreien und zu Ehren bringen.
Psa 91:16 Ich will ihn sttigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.
Psa 92:1 Ein Psalmlied auf den Sabbattag.
Psa 92:2 Das ist ein kstlich Ding, dem HErrn danken, und lobsingen deinem Namen, du Hchster,
Psa 92:3 des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkndigen
Psa 92:4 auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe.
Psa 92:5 Denn, HErr, du lssest mich frhlich singen von deinen Werken, und ich rhme die Geschfte deiner Hnde.
Psa 92:6 HErr, wie sind deine Werke so gro! Deine Gedanken sind so sehr tief.
Psa 92:7 Ein Trichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht.
Psa 92:8 Die Gottlosen grnen wie das Gras, und die beltter blhen alle, bis sie vertilgt werden immer und ewiglich.
Psa 92:9 Aber du, HErr, bist der Hchste und bleibest ewiglich.
Psa 92:10 Denn siehe, deine Feinde, HErr, deine Feinde werden umkommen; und alle beltter mssen zerstreut werden.
Psa 92:11 Aber mein Horn wird erhht werden wie eines Einhorns, und ich werde gesalbt mit frischem l.
Psa 92:12 Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohr wird seine Lust hren an den Boshaften, die sich wider mich setzen.
Psa 92:13 Der Gerechte wird grnen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.
Psa 92:14 Die gepflanzt sind in dem Hause des HErrn, werden in den Vorhfen unsres Gottes grnen.
Psa 92:15 Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blhen, fruchtbar und frisch sein,
Psa 92:16 dass sie verkndigen, dass der HErr so fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ihm.
Psa 93:1 Der HErr ist Knig und herrlich geschmckt; der HErr ist geschmckt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, dass es bleiben soll.
Psa 93:2 Von Anbeginn steht dein Stuhl fest; du bist ewig.
Psa 93:3 HErr, die Wasserstrme erheben sich, die Wasserstrme erheben ihr Brausen, die Wasserstrme heben empor die Wellen.
Psa 93:4 Die Wasserwogen im Meer sind gro und brausen mchtig; der HErr aber ist noch grer in der Hhe.
Psa 93:5 Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HErr, ewiglich.
Psa 94:1 HErr, Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine!
Psa 94:2 Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffrtigen, was sie verdienen!
Psa 94:3 HErr, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen
Psa 94:4 und so trotzig reden, und alle beltter sich so rhmen?
Psa 94:5 HErr, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe;
Psa 94:6 Witwen und Fremdlinge erwrgen sie und tten die Waisen
Psa 94:7 und sagen: Der HErr siehet's nicht, und der Gott Jakobs achtet's nicht.
Psa 94:8 Merket doch, ihr Narren unter dem Volk! Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?
Psa 94:9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hren? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?
Psa 94:10 Der die Heiden zchtigt, sollte der nicht strafen,  der die Menschen lehrt, was sie wissen?
Psa 94:11 Aber der HErr wei die Gedanken der Menschen, dass sie eitel sind.
Psa 94:12 Wohl dem, den du, HErr, zchtigst und lehrst ihn durch dein Gesetz,
Psa 94:13 dass er Geduld habe, wenn's bel geht, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde!
Psa 94:14 Denn der HErr wird sein Volk nicht verstoen noch sein Erbe verlassen.
Psa 94:15 Denn Recht muss doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen.
Psa 94:16 Wer steht bei mir wider die Boshaften? Wer tritt zu mir wider die beltter?
Psa 94:17 Wo der HErr mir nicht hlfe, so lge meine Seele schier<RF>bedeutet: bald<Rf> in der Stille.
Psa 94:18 Ich sprach: Mein Fu hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HErr, hielt mich.
Psa 94:19 Ich hatte viel Bekmmernisse in meinem Herzen; aber deine Trstungen ergtzten meine Seele.
Psa 94:20 Du wirst ja nimmer eins mit dem schdlichen Stuhl, der das Gesetz bel deutet.
Psa 94:21 Sie rsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut.
Psa 94:22 Aber der HErr ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht.
Psa 94:23 Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HErr, unser Gott, wird sie vertilgen.
Psa 95:1 Kommt herzu, lasst uns dem HErrn frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!
Psa 95:2 Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!
Psa 95:3 Denn der HErr ist ein groer Gott und ein groer Knig ber alle Gtter.
Psa 95:4 Denn in seiner Hand ist, was unten in der Erde ist; und die Hhen der Berge sind auch sein.
Psa 95:5 Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hnde haben das Trockene bereitet.
Psa 95:6 Kommt, lasst uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HErrn, der uns gemacht hat.
Psa 95:7 Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme hret,
Psa 95:8 so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wste,
Psa 95:9 da mich eure Vter versuchten, mich prften und sahen mein Werk.
Psa 95:10 Vierzig Jahre hatte ich Mhe mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will und die meine Wege nicht lernen wollen;
Psa 95:11 dass ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.
Psa 96:1 Singet dem HErrn ein neues Lied; singet dem HErrn, alle Welt!
Psa 96:2 Singet dem HErrn und lobet seinen Namen; verkndiget von Tag zu Tage sein Heil!
Psa 96:3 Erzhlet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Vlkern seine Wunder.
Psa 96:4 Denn der HErr ist gro und hoch zu loben, wunderbar ber alle Gtter.
Psa 96:5 Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen; aber der HErr hat den Himmel gemacht.
Psa 96:6 Es stehet herrlich und prchtig vor ihm und gehet gewaltig und lblich zu in seinem Heiligtum.
Psa 96:7 Ihr Vlker, bringet her dem HErrn, bringet her dem HErrn Ehre und Macht.
Psa 96:8 Bringet her dem HErrn die Ehre seines Namens; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhfe!
Psa 96:9 Betet an den HErrn in heiligem Schmuck; es frchte ihn alle Welt!
Psa 96:10 Saget unter den Heiden, dass der HErr Knig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dass es bleiben soll, und richtet die Vlker recht.
Psa 96:11 Der Himmel freue sich, und die Erde sei frhlich; das Meer brause und was darinnen ist;
Psa 96:12 das Feld sei frhlich und alles, was darauf ist; und lasset rhmen alle Bume im Walde
Psa 96:13 vor dem HErrn; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Vlker mit seiner Wahrheit.
Psa 97:1 Der HErr ist Knig; des freue sich das Erdreich und seien frhlich die Inseln, soviel ihrer sind.
Psa 97:2 Wolken und Dunkel ist um ihn her; Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung.
Psa 97:3 Feuer geht vor ihm her und zndet an umher seine Feinde.
Psa 97:4 Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet's und erschrickt.
Psa 97:5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HErrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens.
Psa 97:6 Die Himmel verkndigen seine Gerechtigkeit, und alle Vlker sehen seine Ehre.
Psa 97:7 Schmen mssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gtzen rhmen. Betet ihn an, alle Gtter!
Psa 97:8 Zion hrt es und ist froh; und die Tchter Judas sind frhlich, HErr, ber dein Regiment.
Psa 97:9 Denn du, HErr, bist der Hchste in allen Landen; du bist hoch erhht ber alle Gtter.
Psa 97:10 Die ihr den HErrn liebet, hasset das Arge! Der HErr bewahrt die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten.
Psa 97:11 Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen.
Psa 97:12 Ihr Gerechten freuet euch des HErrn und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!
Psa 98:1 Ein Psalm. Singet dem HErrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er siegt mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.
Psa 98:2 Der HErr lsst sein Heil verkndigen; vor den Vlkern lsst er seine Gerechtigkeit offenbaren.
Psa 98:3 Er gedenkt an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel; aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Psa 98:4 Jauchzet dem HErrn, alle Welt; singet, rhmet und lobet!
Psa 98:5 Lobet den HErrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen!
Psa 98:6 Mit Drommeten und Posaunen jauchzet vor dem HErrn, dem Knig!
Psa 98:7 Das Meer brause und was darinnen ist, der Erdboden und die darauf wohnen.
Psa 98:8 Die Wasserstrme frohlocken, und alle Berge seien frhlich
Psa 98:9 vor dem HErrn; denn er kommt das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Vlker mit Recht.
Psa 99:1 Der HErr ist Knig, darum zittern die Vlker; er sitzt auf den Cherubim, darum bebt die Welt.
Psa 99:2 Der HErr ist gro zu Zion und hoch ber alle Vlker.
Psa 99:3 Man danke deinem groen und wunderbaren Namen, der da heilig ist.
Psa 99:4 Im Reich dieses Knigs hat man das Recht lieb. Du gibst Frmmigkeit, du schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob.
Psa 99:5 Erhebet den HErrn, unsren Gott, betet an zu seinem Fuschemel; denn er ist heilig.
Psa 99:6 Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen, sie riefen an den HErrn, und er erhrte sie.
Psa 99:7 Er redete mit ihnen durch eine Wolkensule; sie hielten seine Zeugnisse und Gebote, die er ihnen gab.
Psa 99:8 Herr, du bist unser Gott, du erhrtest sie; du, Gott, vergabst ihnen und straftest ihr Tun.
Psa 99:9 Erhhet den HErrn, unsren Gott, und betet an zu seinem heiligen Berge; denn der HErr, unser Gott, ist heilig.
Psa 100:1 Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HErrn, alle Welt!
Psa 100:2 Dienet dem HErrn mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Psa 100:3 Erkennet, dass der HErr Gott ist! Er hat uns gemacht  und nicht wir selbst  zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Psa 100:4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!
Psa 100:5 Denn der HErr ist freundlich, und seine Gnade whret ewig und seine Wahrheit fr und fr.
Psa 101:1 Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HErr, lobsagen.
Psa 101:2 Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehren, und wandle treulich in meinem Hause.
Psa 101:3 Ich nehme mir keine bse Sache vor; ich hasse den bertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.
Psa 101:4 Ein verkehrtes Herz muss von mir weichen; den Bsen leide ich nicht.
Psa 101:5 Der seinen Nchsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; ich mag den nicht, der stolze Gebrde und hohen Mut hat.
Psa 101:6 Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dass sie bei mir wohnen; und habe gerne fromme Diener.
Psa 101:7 Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lgner gedeihen nicht bei mir.
Psa 101:8 Jeden Morgen will ich vertilgen alle Gottlosen im Lande, dass ich alle beltter ausrotte aus der Stadt des HErrn.
Psa 102:1 Ein Gebet des Elenden, so er betrbt ist und seine Klage vor dem HErrn ausschttet.
Psa 102:2 HErr, hre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen!
Psa 102:3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhre mich bald!
Psa 102:4 Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.
Psa 102:5 Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras, dass ich auch vergesse, mein Brot zu essen.
Psa 102:6 Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.
Psa 102:7 Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wste; ich bin gleich wie ein Kuzlein in den verstrten Sttten.
Psa 102:8 Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
Psa 102:9 Tglich schmhen mich meine Feinde; und die mich verspotten, schwren bei mir.
Psa 102:10 Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen
Psa 102:11 vor deinem Drohen und Zorn, dass du mich aufgehoben und zu Boden gestoen hast.
Psa 102:12 Meine Tage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorre wie Gras.
Psa 102:13 Du aber, HErr, bleibst ewiglich und dein Gedchtnis fr und fr.
Psa 102:14 Du wollest dich aufmachen und ber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, dass du ihr gndig seist, und die Stunde ist gekommen.
Psa 102:15 Denn deine Knechte wollten gerne, dass sie gebaut wrde, und shen gerne, dass ihre Steine und Kalk zugerichtet wrden,
Psa 102:16 dass die Heiden den Namen des HErrn frchten und alle Knige auf Erden dein Ehre,
Psa 102:17 dass der HErr Zion baut und erscheint in seiner Ehre.
Psa 102:18 Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmht ihr Gebet nicht.
Psa 102:19 Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HErrn loben.
Psa 102:20 Denn er schaut von seiner heiligen Hhe, und der HErr sieht vom Himmel auf die Erde,
Psa 102:21 dass er das Seufzen des Gefangenen hre und losmache die Kinder des Todes,
Psa 102:22 auf dass sie zu Zion predigen den Namen des HErrn und sein Lob zu Jerusalem,
Psa 102:23 wenn die Vlker zusammenkommen und die Knigreiche, dem HErrn zu dienen.
Psa 102:24 Er demtigt auf dem Wege meine Kraft; er verkrzt meine Tage.
Psa 102:25 Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hlfte meiner Tage! Deine Jahre whren fr und fr.
Psa 102:26 Du hast vormals die Erde gegrndet, und die Himmel sind deiner Hnde Werk.
Psa 102:27 Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.
Psa 102:28 Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
Psa 102:29 Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.
Psa 103:1 Ein Psalm Davids. Lobe den HErrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Psa 103:2 Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
Psa 103:3 der dir alle deine Snden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
Psa 103:4 der dein Leben vom Verderben erlst, der dich krnet mit Gnade und Barmherzigkeit,
Psa 103:5 der deinen Mund frhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler.
Psa 103:6 Der HErr schafft Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden.
Psa 103:7 Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.
Psa 103:8 Barmherzig und gndig ist der HErr, geduldig und von groer Gte.
Psa 103:9 Er wird nicht immer hadern noch ewiglich Zorn halten.
Psa 103:10 Er handelt nicht mit uns nach unsren Snden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
Psa 103:11 Denn so hoch der Himmel ber der Erde ist, lsst er seine Gnade walten ber die, so ihn frchten.
Psa 103:12 So ferne der Morgen ist vom Abend, lsst er unsre bertretungen von uns sein.
Psa 103:13 Wie sich ein Vater ber Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HErr ber die, so ihn frchten.
Psa 103:14 Denn er kennt, was fr ein Gemchte wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.
Psa 103:15 Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blhet wie eine Blume auf dem Feld;
Psa 103:16 wenn der Wind darber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Sttte kennet sie nicht mehr.
Psa 103:17 Die Gnade aber des HErrn whret von Ewigkeit zu Ewigkeit ber die, so ihn frchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind
Psa 103:18 bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie darnach tun.
Psa 103:19 Der HErr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrscht ber alles.
Psa 103:20 Lobet den HErrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seine Befehle ausrichtet, dass man hre auf die Stimme seines Wortes!
Psa 103:21 Lobet den HErrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!
Psa 103:22 Lobet den HErrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HErrn, meine Seele!
Psa 104:1 Lobe den HErrn, meine Seele! HErr, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schn und prchtig geschmckt.
Psa 104:2 Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;
Psa 104:3 du wlbest es oben mit Wasser; du fhrst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;
Psa 104:4 der du machst Winde zu deinen Engeln und zu deinen Dienern Feuerflammen;
Psa 104:5 der du das Erdreich gegrndet hast auf seinem Boden, dass es bleibt immer und ewiglich.
Psa 104:6 Mit der Tiefe decktest du es wie mit einem Kleide, und Wasser standen ber den Bergen.
Psa 104:7 Aber von deinem Schelten flohen sie, von deinem Donner fuhren sie dahin.
Psa 104:8 Die Berge gingen hoch hervor, und die Tler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegrndet hast.
Psa 104:9 Du hast eine Grenze gesetzt, darber kommen sie nicht und drfen nicht wiederum das Erdreich bedecken.
Psa 104:10 Du lssest Brunnen quellen in den Grnden, dass die Wasser zwischen den Bergen hinflieen,
Psa 104:11 dass alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lsche.
Psa 104:12 An denselben sitzen die Vgel des Himmels und singen unter den Zweigen.
Psa 104:13 Du feuchtest die Berge von obenher; du machst das Land voll Frchte, die du schaffest;
Psa 104:14 du lssest Gras wachsen fr das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde bringest,
Psa 104:15 und dass der Wein erfreue des Menschen Herz, dass seine Gestalt schn werde vom l und das Brot des Menschen Herz strke;
Psa 104:16 dass die Bume des HErrn voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.
Psa 104:17 Daselbst nisten die Vgel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.
Psa 104:18 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklfte der Kaninchen.
Psa 104:19 Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne wei ihren Niedergang.
Psa 104:20 Du machst Finsternis, dass es Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,
Psa 104:21 die jungen Lwen, die da brllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.
Psa 104:22 Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Hhlen.
Psa 104:23 So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.
Psa 104:24 HErr, wie sind deine Werke so gro und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Gter.
Psa 104:25 Das Meer, das so gro und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, groe und kleine Tiere.
Psa 104:26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, dass sie darin spielen.
Psa 104:27 Es wartet alles auf dich, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
Psa 104:28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesttigt.
Psa 104:29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
Psa 104:30 Du lssest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.
Psa 104:31 Die Ehre des HErrn ist ewig; der HErr hat Wohlgefallen an seinen Werken.
Psa 104:32 Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rhrt die Berge an, so rauchen sie.
Psa 104:33 Ich will dem HErrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.
Psa 104:34 Meine Rede msse ihm wohl gefallen. Ich freue mich des HErrn.
Psa 104:35 Der Snder msse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HErrn, meine Seele! Halleluja!
Psa 105:1 Danket dem HErrn und prediget seinen Namen; verkndiget sein Tun unter den Vlkern!
Psa 105:2 Singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern!
Psa 105:3 Rhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HErrn suchen!
Psa 105:4 Fraget nach dem HErrn und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allewege!
Psa 105:5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und der Gerichte seines Mundes,
Psa 105:6 ihr, der Same Abrahams, seines Knechtes, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwhlten!
Psa 105:7 Er ist der HErr, unser Gott; er richtet in aller Welt.
Psa 105:8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, des Wortes, das er verheien hat auf tausend Geschlechter,
Psa 105:9 den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak;
Psa 105:10 und stellte es Jakob zu einem Rechte und Israel zum ewigen Bunde
Psa 105:11 und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,
Psa 105:12 da sie wenig und gering waren und Fremdlinge darin.
Psa 105:13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Knigreiche zum andern Volk.
Psa 105:14 Er lie keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Knige um ihretwillen.
Psa 105:15 Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!
Psa 105:16 Und er lie Teuerung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.
Psa 105:17 Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knecht verkauft.
Psa 105:18 Sie zwangen seine Fe in den Stock, sein Leib musste in Eisen liegen,
Psa 105:19 bis dass sein Wort kam und die Rede des HErrn ihn durchluterte.
Psa 105:20 Da sandte der Knig hin und lie ihn losgeben; der HErr ber Vlker hie ihn herauslassen.
Psa 105:21 Er setzte ihn zum Herrn ber sein Haus, zum Herrscher ber alle seine Gter,
Psa 105:22 dass er seine Frsten unterwiese nach seiner Weise und seine ltesten Weisheit lehrte.
Psa 105:23 Und Israel zog nach gypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.
Psa 105:24 Und er lie sein Volk sehr wachsen und machte sie mchtiger denn ihre Feinde.
Psa 105:25 Er verkehrte jener Herz, dass sie seinem Volk gram wurden und dachten, seine Knechte mit List zu dmpfen.
Psa 105:26 Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwhlt.
Psa 105:27 Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.
Psa 105:28 Er lie Finsternis kommen und machte es finster; und sie waren nicht ungehorsam seinen Worten.
Psa 105:29 Er verwandelte ihre Wasser in Blut und ttete ihre Fische.
Psa 105:30 Ihr Land wimmelte Frsche heraus in den Kammern ihrer Knige.
Psa 105:31 Er sprach: da kam Ungeziefer, Stechmcken in all ihr Gebiet.
Psa 105:32 Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande
Psa 105:33 und schlug ihre Weinstcke und Feigenbume und zerbrach die Bume in ihrem Gebiet.
Psa 105:34 Er sprach: da kamen Heuschrecken und Kfer ohne Zahl.
Psa 105:35 Und sie fraen alles Gras in ihrem Lande und fraen die Frchte auf ihrem Felde.
Psa 105:36 Er schlug alle Erstgeburt in gypten, alle Erstlinge ihrer Kraft.
Psa 105:37 Und er fhrte sie aus mit Silber und Gold; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stmmen.
Psa 105:38 gypten ward froh, dass sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen.
Psa 105:39 Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer, des Nachts zu leuchten.
Psa 105:40 Sie baten: da lie er Wachteln kommen; und er sttigte sie mit Himmelsbrot.
Psa 105:41 Er ffnete den Felsen: da flo Wasser heraus, dass Bche liefen in der drren Wste.
Psa 105:42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, das er Abraham, seinem Knechte, hatte geredet.
Psa 105:43 Also fhrte er sein Volk aus in Freuden und seine Auserwhlten in Wonne
Psa 105:44 und gab ihnen die Lnder der Heiden, dass sie die Gter der Vlker einnahmen,
Psa 105:45 auf dass sie halten sollen seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!
Psa 106:1 Halleluja! Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich.
Psa 106:2 Wer kann die groen Taten des HErrn ausreden und alle seine lblichen Werke preisen?
Psa 106:3 Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!
Psa 106:4 HErr, gedenke mein nach der Gnade, die du deinem Volk verheien hast; beweise uns deine Hilfe,
Psa 106:5 dass wir sehen mgen die Wohlfahrt deiner Auserwhlten und uns freuen, dass es deinem Volk wohl geht, und uns rhmen mit deinem Erbteil.
Psa 106:6 Wir haben gesndigt samt unsren Vtern; wir haben missgehandelt und sind gottlos gewesen.
Psa 106:7 Unsre Vter in gypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine groe Gte und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer.
Psa 106:8 Er half ihnen aber um seines Namens willen, dass er seine Macht bewiese.
Psa 106:9 Und er schalt das Schilfmeer: da ward's trocken, und fhrte sie durch die Tiefen wie in einer Wste
Psa 106:10 und half ihnen von der Hand des, der sie hasste, und erlste sie von der Hand des Feindes;
Psa 106:11 und die Wasser ersuften ihre Widersacher, dass nicht einer brig blieb.
Psa 106:12 Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob.
Psa 106:13 Aber sie vergaen bald seiner Werke; sie warteten nicht auf seinen Rat.
Psa 106:14 Und sie wurden lstern in der Wste und versuchten Gott in der Einde.
Psa 106:15 Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte.
Psa 106:16 Und sie emprten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HErrn.
Psa 106:17 Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams,
Psa 106:18 und Feuer ward unter ihrer Rotte angezndet, die Flamme verbrannte die Gottlosen.
Psa 106:19 Sie machten ein Kalb am Horeb und beteten an das gegossene Bild
Psa 106:20 und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras frisst.
Psa 106:21 Sie vergaen Gottes, ihres Heilands, der so groe Dinge in gypten getan hatte,
Psa 106:22 Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer.
Psa 106:23 Und er sprach, er wolle sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserwhlter, in den Riss getreten wre vor ihm, seinen Grimm abzuwenden, auf dass er sie nicht gar verderbte.
Psa 106:24 Und sie verachteten das liebe Land, sie glaubten seinem Wort nicht
Psa 106:25 und murrten in ihren Htten; sie gehorchten der Stimme des HErrn nicht.
Psa 106:26 Und er hob auf seine Hand wider sie, dass er sie niederschlge in der Wste
Psa 106:27 und wrfe ihren Samen unter die Heiden und zerstreute sie in die Lnder.
Psa 106:28 Und sie hingen sich an den Baal-Peor und aen von den Opfern der toten Gtzen
Psa 106:29 und erzrnten ihn mit ihrem Tun; da brach auch die Plage unter sie.
Psa 106:30 Da trat Pinehas herzu und schlichtete die Sache; da ward der Plage gesteuert<RF>bedeutet: entgegengewirkt, wurde sie beendet<Rf>.
Psa 106:31 Das ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit fr und fr ewiglich.
Psa 106:32 Und sie erzrnten ihn am Haderwasser, und Mose ging es bel um ihretwillen.
Psa 106:33 Denn sie betrbten ihm sein Herz, dass ihm etliche Worte entfuhren.
Psa 106:34 Auch vertilgten sie die Vlker nicht, wie sie doch der HErr geheien hatte;
Psa 106:35 sondern sie mengten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke
Psa 106:36 und dienten ihren Gtzen; die wurden ihnen zum Fallstrick.
Psa 106:37 Und sie opferten ihre Shne und ihre Tchter den Teufeln
Psa 106:38 und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Shne und ihrer Tchter, die sie opferten den Gtzen Kanaans, dass das Land mit Blutschulden befleckt ward;
Psa 106:39 und verunreinigten sich mit ihren Werken und wurden abgttisch mit ihrem Tun.
Psa 106:40 Da ergrimmte der Zorn des HErrn ber sein Volk, und er gewann einen Greuel an seinem Erbe
Psa 106:41 und gab sie in die Hnde der Heiden, dass ber sie herrschten, die ihnen gram waren.
Psa 106:42 Und ihre Feinde ngsteten sie; und sie wurden gedemtigt unter ihre Hnde.
Psa 106:43 Er errettete sie oftmals; aber sie erzrnten ihn mit ihrem Vornehmen und wurden wenig um ihrer Missetat willen.
Psa 106:44 Und er sah ihre Not an, da er ihre Klage hrte,
Psa 106:45 und gedachte an seinen Bund, den er mit ihnen gemacht hatte; und es reute ihn nach seiner groen Gte,
Psa 106:46 und er lie sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen hatten.
Psa 106:47 Hilf uns, HErr, unser Gott, und bringe uns zusammen aus den Heiden, dass wir danken deinem heiligen Namen und rhmen dein Lob.
Psa 106:48 Gelobet sei der HErr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen, halleluja!
Psa 107:1 Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich.
Psa 107:2 So sollen sagen, die erlst sind durch den HErrn, die er aus der Not erlst hat
Psa 107:3 und die er aus den Lndern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer.
Psa 107:4 Die irregingen in der Wste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten,
Psa 107:5 hungrig und durstig, und ihre Seele verschmachtete;
Psa 107:6 die zum HErrn riefen in ihrer Not, und er errettete sie aus ihren ngsten
Psa 107:7 und fhrte sie einen richtigen Weg, dass sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten:
Psa 107:8 die sollen dem HErrn danken fr seine Gte und fr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
Psa 107:9 dass er sttigt die durstige Seele und fllt die hungrige Seele mit Gutem.
Psa 107:10 Die da sitzen mussten in Finsternis und Dunkel, gefangen in Zwang und Eisen,
Psa 107:11 darum dass sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Hchsten geschndet hatten,
Psa 107:12 dafr ihr Herz mit Unglck geplagt werden musste, dass sie dalagen und ihnen niemand half;
Psa 107:13 die zum HErrn riefen in ihrer Not, und er half ihnen aus ihren ngsten
Psa 107:14 und fhrte sie aus Finsternis und Dunkel und zerriss ihre Bande:
Psa 107:15 die sollen dem HErrn danken fr seine Gte und fr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
Psa 107:16 dass er zerbricht eherne Tren und zerschlgt eiserne Riegel.
Psa 107:17 Die Narren, so geplagt waren um ihrer bertretung willen und um ihrer Snden willen,
Psa 107:18 dass ihnen ekelte vor aller Speise und sie todkrank wurden;
Psa 107:19 die zum HErrn riefen in ihrer Not, und er half ihnen aus ihren ngsten,
Psa 107:20 er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben:
Psa 107:21 die sollen dem HErrn danken fr seine Gte und fr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
Psa 107:22 und Dank opfern und erzhlen seine Werke mit Freuden.
Psa 107:23 Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in groen Wassern;
Psa 107:24 die des HErrn Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer,
Psa 107:25 wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhob,
Psa 107:26 und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, dass ihre Seele vor Angst verzagte,
Psa 107:27 dass sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wussten keinen Rat mehr;
Psa 107:28 die zum HErrn schrieen in ihrer Not, und er fhrte sie aus ihren ngsten
Psa 107:29 und stillte das Ungewitter, dass die Wellen sich legten
Psa 107:30 und sie froh wurden, dass es still geworden war und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch:
Psa 107:31 die sollen dem HErrn danken fr seine Gte und fr seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
Psa 107:32 und ihn bei der Gemeinde preisen und bei den Alten rhmen.
Psa 107:33 Er machte Bche trocken und lie Wasserquellen versiegen,
Psa 107:34 dass ein fruchtbar Land zur Salzwste wurde um der Bosheit willen derer, die darin wohnten.
Psa 107:35 Er machte das Trockene wiederum wasserreich und im drren Lande Wasserquellen
Psa 107:36 und hat die Hungrigen dahingesetzt, dass sie eine Stadt zurichten, da sie wohnen konnten,
Psa 107:37 und cker besen und Weinberge pflanzen mchten und die jhrlichen Frchte gewnnen.
Psa 107:38 Und er segnete sie, dass sie sich sehr mehrten, und gab ihnen viel Vieh.
Psa 107:39 Sie waren niedergedrckt und geschwcht von dem Bsen, das sie gezwungen und gedrungen hatte.
Psa 107:40 Er schttete Verachtung auf die Frsten und lie sie irren in der Wste, da kein Weg ist,
Psa 107:41 und schtzte den Armen vor Elend und mehrte sein Geschlecht wie eine Herde.
Psa 107:42 Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden.
Psa 107:43 Wer ist weise und behlt dies? So werden sie merken, wie viel Wohltaten der HErr erzeigt.
Psa 108:1 Ein Psalmlied Davids.
Psa 108:2 Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch.
Psa 108:3 Wohlauf, Psalter und Harfe! Ich will mit der Frhe auf sein.
Psa 108:4 Ich will dir danken, HErr, unter den Vlkern; ich will dir lobsingen unter den Leuten.
Psa 108:5 Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Psa 108:6 Erhebe dich, Gott, ber den Himmel, und deine Ehre ber alle Lande.
Psa 108:7 Auf dass deine lieben Freunde erledigt werden, hilf mit deiner Rechten und erhre mich!
Psa 108:8 Gott redete in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will Sichem teilen und das Tal Sukkoth abmessen.
Psa 108:9 Gilead ist mein, Manasse ist auch mein, und Ephraim ist die Macht meines Hauptes, Juda ist mein Zepter,
Psa 108:10 Moab ist mein Waschbecken, ich will meinen Schuh ber Edom strecken, ber die Philister will ich jauchzen.
Psa 108:11 Wer will mich fhren in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten bis nach Edom?
Psa 108:12 Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstest und ziehest nicht aus, Gott, mit unsrem Heer?
Psa 108:13 Schaffe uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts ntze.
Psa 108:14 Mit Gott wollen wir Taten tun; er wird unsre Feinde untertreten.
Psa 109:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Gott, mein Ruhm, schweige nicht!
Psa 109:2 Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul gegen mich aufgetan und reden wider mich mit falscher Zunge;
Psa 109:3 und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Ursache.
Psa 109:4 Dafr, dass ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.
Psa 109:5 Sie beweisen mir Bses um Gutes und Hass um Liebe.
Psa 109:6 Setze Gottlose ber ihn; und der Satan msse stehen zu seiner Rechten.
Psa 109:7 Wenn er gerichtet wird, msse er verdammt ausgehen, und sein Gebet msse Snde sein.
Psa 109:8 Seiner Tage mssen wenige werden, und sein Amt msse ein anderer empfangen.
Psa 109:9 Seine Kinder mssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.
Psa 109:10 Seine Kinder mssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die verdorben sind.
Psa 109:11 Es msse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde mssen seine Gter rauben.
Psa 109:12 Und niemand msse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen.
Psa 109:13 Seine Nachkommen mssen ausgerottet werden; ihr Name werde im andern Glied vertilgt.
Psa 109:14 Seiner Vter Missetat msse gedacht werden vor dem HErrn, und seiner Mutter Snde msse nicht ausgetilgt werden.
Psa 109:15 Der HErr msse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedchtnis msse ausgerottet werden auf Erden,
Psa 109:16 darum dass er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und Betrbten, dass er ihn ttete.
Psa 109:17 Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte den Segen nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.
Psa 109:18 Er zog an den Fluch wie sein Hemd; der ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser, und wie l in seine Gebeine;
Psa 109:19 So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Grtel, mit dem er allewege sich grte.
Psa 109:20 So geschehe denen vom HErrn, die mir zuwider sind und reden Bses wider meine Seele.
Psa 109:21 Aber du, Herr HErr, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine Gnade ist mein Trost: errette mich!
Psa 109:22 Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist zerschlagen in mir.
Psa 109:23 Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjagt wie die Heuschrecken.
Psa 109:24 Meine Kniee sind schwach von Fasten, und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.
Psa 109:25 Und ich muss ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schtteln sie ihren Kopf.
Psa 109:26 Stehe mir bei, HErr, mein Gott! hilf mir nach deiner Gnade,
Psa 109:27 dass sie innewerden, dass dies sei deine Hand, dass du, HErr, solches tust.
Psa 109:28 Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so sollen sie zu Schanden werden; aber dein Knecht msse sich freuen.
Psa 109:29 Meine Widersacher mssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.
Psa 109:30 Ich will dem HErrn sehr danken mit meinem Munde und ihn rhmen unter vielen.
Psa 109:31 Denn er steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.
Psa 110:1 Ein Psalm Davids. Der HErr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Fe lege.
Psa 110:2 Der HErr wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: Herrsche unter deinen Feinden!
Psa 110:3 Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenrte.
Psa 110:4 Der HErr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.
Psa 110:5 Der HErr zu deiner Rechten wird zerschmettern die Knige am Tage seines Zorns;
Psa 110:6 er wird richten unter den Heiden; er wird ein groes Schlagen unter ihnen tun; er wird zerschmettern das Haupt ber groe Lande.
Psa 110:7 Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.
Psa 111:1 Halleluja! Ich danke dem HErrn von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeinde.
Psa 111:2 Gro sind die Werke des HErrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran.
Psa 111:3 Was er ordnet, das ist lblich und herrlich; und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
Psa 111:4 Er hat ein Gedchtnis gestiftet seiner Wunder, der gndige und barmherzige HErr.
Psa 111:5 Er gibt Speise denen, die ihn frchten; er gedenkt ewiglich an seinen Bund.
Psa 111:6 Er lsst verkndigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, dass er ihnen gebe das Erbe der Heiden.
Psa 111:7 Die Werke seiner Hnde sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen.
Psa 111:8 Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich.
Psa 111:9 Er sendet eine Erlsung seinem Volk; er verheit, dass sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.
Psa 111:10 Die Furcht des HErrn ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob bleibt ewiglich.
Psa 112:1 Halleluja! Wohl dem, der den HErrn frchtet, der groe Lust hat zu seinen Geboten!
Psa 112:2 Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein.
Psa 112:3 Reichtum und die Flle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
Psa 112:4 Den Frommen geht das Licht auf in der Finsternis von dem Gndigen, Barmherzigen und Gerechten.
Psa 112:5 Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, dass er niemand Unrecht tue!
Psa 112:6 Denn er wird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen.
Psa 112:7 Wenn eine Plage kommen will, so frchtet er sich nicht; sein Herz hofft unverzagt auf den HErrn.
Psa 112:8 Sein Herz ist getrost und frchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden sieht.
Psa 112:9 Er streut aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich, sein Horn wird erhht mit Ehren.
Psa 112:10 Der Gottlose wird's sehen, und es wird ihn verdrieen; seine Zhne wird er zusammenbeien und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.
Psa 113:1 Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HErrn, lobet den Namen des HErrn!
Psa 113:2 Gelobet sei des HErrn Name von nun an bis in Ewigkeit!
Psa 113:3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HErrn!
Psa 113:4 Der HErr ist hoch ber alle Heiden; seine Ehre geht, soweit der Himmel ist.
Psa 113:5 Wer ist wie der HErr, unser Gott? der sich so hoch gesetzt hat
Psa 113:6 und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden;
Psa 113:7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhht den Armen aus dem Kot,
Psa 113:8 dass er ihn setze neben die Frsten, neben die Frsten seines Volkes;
Psa 113:9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, dass sie eine frhliche Kindermutter wird. Halleluja!
Psa 114:1 Da Israel aus gypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,
Psa 114:2 da ward Juda sein Heiligtum, Israel seine Herrschaft.
Psa 114:3 Das Meer sah es und floh; der Jordan wandte sich zurck;
Psa 114:4 die Berge hpften wie die Lmmer, die Hgel wie die jungen Schafe.
Psa 114:5 Was war dir, du Meer, dass du flohest, und du, Jordan, dass du dich zurckwandtest,
Psa 114:6 ihr Berge, dass ihr hpftet wie die Lmmer, ihr Hgel wie die jungen Schafe?
Psa 114:7 Vor dem HErrn bebte die Erde, vor dem Gott Jakobs,
Psa 114:8 der den Fels wandelte in einen Wassersee und die Steine in Wasserbrunnen.
Psa 115:1 Nicht uns, HErr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deine Gnade und Wahrheit!
Psa 115:2 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott?
Psa 115:3 Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psa 115:4 Jener Gtzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhnden gemacht.
Psa 115:5 Sie haben Muler, und reden nicht; sie haben Augen, und sehen nicht;
Psa 115:6 sie haben Ohren, und hren nicht; sie heben Nasen, und riechen nicht;
Psa 115:7 sie haben Hnde, und greifen nicht; Fe haben sie, und gehen nicht; sie reden nicht durch ihren Hals.
Psa 115:8 Die solche machen, sind ihnen gleich, und alle, die auf sie hoffen.
Psa 115:9 Aber Israel hoffe auf den HErrn! Der ist ihre Hilfe und Schild.
Psa 115:10 Das Haus Aaron hoffe auf den HErrn! Der ist ihre Hilfe und Schild.
Psa 115:11 Die den HErrn frchten, hoffen auf den HErrn! Der ist ihre Hilfe und Schild.
Psa 115:12 Der HErr denkt an uns und segnet uns; er segnet das Haus Israel, er segnet das Haus Aaron;
Psa 115:13 er segnet, die den HErrn frchten, Kleine und Groe.
Psa 115:14 Der HErr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder!
Psa 115:15 Ihr seid die Gesegneten des HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psa 115:16 Der Himmel allenthalben<RF>bedeutet: berall, in jeder Beziehung<Rf> ist des HErrn; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.
Psa 115:17 Die Toten werden dich, HErr, nicht loben, noch die hinunterfahren in die Stille;
Psa 115:18 sondern wir loben den HErrn von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!
Psa 116:1 Das ist mir lieb, dass der HErr meine Stimme und mein Flehen hrt.
Psa 116:2 Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.
Psa 116:3 Stricke des Todes hatten mich umfangen, und ngste der Hlle hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not.
Psa 116:4 Aber ich rief an den Namen des HErrn: O HErr, errette mein Seele!
Psa 116:5 Der HErr ist gndig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.
Psa 116:6 Der HErr behtet die Einfltigen; wenn ich unterliege, so hilft er mir.
Psa 116:7 Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HErr tut dir Gutes.
Psa 116:8 Denn du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, meine Augen von den Trnen, meinen Fu vom Gleiten.
Psa 116:9 Ich werde wandeln vor dem HErrn im Lande der Lebendigen.
Psa 116:10 Ich glaube, darum rede ich; ich werde aber sehr geplagt.
Psa 116:11 Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lgner.
Psa 116:12 Wie soll ich dem HErrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?
Psa 116:13 Ich will den Kelch des Heils nehmen und des HErrn Namen predigen.
Psa 116:14 Ich will meine Gelbde dem HErrn bezahlen vor allem seinem Volk.
Psa 116:15 Der Tod seiner Heiligen ist wertgehalten vor dem HErrn.
Psa 116:16 O HErr, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du hast meine Bande zerrissen.
Psa 116:17 Dir will ich Dank opfern und des HErrn Namen predigen.
Psa 116:18 Ich will meine Gelbde dem HErrn bezahlen vor allem seinem Volk,
Psa 116:19 in den Hfen am Hause des HErrn, in dir, Jerusalem. Halleluja!
Psa 117:1 Lobet den HErrn, alle Heiden; preiset ihn, alle Vlker!
Psa 117:2 Denn seine Gnade und Wahrheit waltet ber uns in Ewigkeit. Halleluja! 
Psa 118:1 Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich.
Psa 118:2 Es sage nun Israel: Seine Gte whret ewiglich.
Psa 118:3 Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gte whret ewiglich.
Psa 118:4 Es sagen nun, die den HErrn frchten: Seine Gte whret ewiglich.
Psa 118:5 In der Angst rief ich den HErrn an, und der HErr erhrte mich und trstete mich.
Psa 118:6 Der HErr ist mit mir, darum frchte ich mich nicht; was knnen mir Menschen tun?
Psa 118:7 Der HErr ist mit mir, mir zu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden.
Psa 118:8 Es ist gut, auf den HErrn vertrauen, und nicht sich verlassen auf Menschen.
Psa 118:9 Es ist gut auf den HErrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Frsten.
Psa 118:10 Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.
Psa 118:11 Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.
Psa 118:12 Sie umgeben mich wie Bienen; aber sie erlschen wie ein Feuer in Dornen; im Namen des HErrn will ich sie zerhauen.
Psa 118:13 Man stt mich, dass ich fallen soll; aber der HErr hilft mir.
Psa 118:14 Der HErr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.
Psa 118:15 Man singt mit Freuden vom Sieg in den Htten der Gerechten: Die Rechte des HErrn behlt den Sieg;
Psa 118:16 die Rechte des HErrn ist erhht; die Rechte des HErrn behlt den Sieg!
Psa 118:17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HErrn Werke verkndigen.
Psa 118:18 Der HErr zchtigt mich wohl; aber er gibt mich dem Tode nicht.
Psa 118:19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich dahin eingehe und dem HErrn danke.
Psa 118:20 Das ist das Tor des HErrn; die Gerechten werden dahin eingehen.
Psa 118:21 Ich danke dir, dass du mich demtigst und hilfst mir.
Psa 118:22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.
Psa 118:23 Das ist vom HErrn geschehen und ist ein Wunder vor unsren Augen.
Psa 118:24 Dies ist der Tag, den der HErr macht; lasset uns freuen und frhlich darinnen sein.
Psa 118:25 O HErr, hilf! o HErr, lass wohl gelingen!
Psa 118:26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HErrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HErrn seid.
Psa 118:27 Der HErr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmcket das Fest mit Maien bis an die Hrner des Altars!
Psa 118:28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.
Psa 118:29 Danket dem HErrn; denn er ist freundlich, und sein Gte whret ewiglich.
Psa 119:1 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HErrn wandeln!
Psa 119:2 Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen!
Psa 119:3 Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein bel.
Psa 119:4 Du hast geboten, fleiig zu halten deine Befehle.
Psa 119:5 Oh dass mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte!
Psa 119:6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zu Schanden.
Psa 119:7 Ich danke dir von rechtem Herzen, dass du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit.
Psa 119:8 Deine Rechte will ich halten; verlass mich nimmermehr.
Psa 119:9 Wie wird ein Jngling seinen Weg unstrflich gehen? Wenn er sich hlt nach deinen Worten.
Psa 119:10 Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten.
Psa 119:11 Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf dass ich nicht wider dich sndige.
Psa 119:12 Gelobt seist du, HErr! Lehre mich deine Rechte!
Psa 119:13 Ich will mit meinen Lippen erzhlen alle Rechte deines Mundes.
Psa 119:14 Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse wie ber allerlei Reichtum.
Psa 119:15 Ich rede von dem, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege.
Psa 119:16 Ich habe Lust zu deinen Rechten und vergesse deiner Worte nicht.
Psa 119:17 Tue wohl deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort halte.
Psa 119:18 ffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.
Psa 119:19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir.
Psa 119:20 Meine Seele ist zermalmt vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit.
Psa 119:21 Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von deinen Geboten abirren.
Psa 119:22 Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse.
Psa 119:23 Es sitzen auch die Frsten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten.
Psa 119:24 Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute.
Psa 119:25 Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort.
Psa 119:26 Ich erzhle meine Wege, und du erhrst mich; lehre mich deine Rechte.
Psa 119:27 Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern.
Psa 119:28 Ich grme mich, dass mir das Herz verschmachtet; strke mich nach deinem Wort.
Psa 119:29 Wende von mir den falschen Weg und gnne mir dein Gesetz.
Psa 119:30 Ich habe den Weg der Wahrheit erwhlt; deine Rechte habe ich vor mich gestellt.
Psa 119:31 Ich hange an deinen Zeugnissen; HErr, lass mich nicht zu Schanden werden!
Psa 119:32 Wenn du mein Herz trstest, so laufe ich den Weg deiner Gebote.
Psa 119:33 Zeige mir, HErr, den Weg deiner Rechte, dass ich sie bewahre bis ans Ende.
Psa 119:34 Unterweise mich, dass ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen.
Psa 119:35 Fhre mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lust dazu.
Psa 119:36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen, und nicht zum Geiz.
Psa 119:37 Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unntzer Lehre; sondern erquicke mich auf deinem Wege.
Psa 119:38 Lass deinen Knecht dein Gebot fest fr dein Wort halten, dass ich dich frchte.
Psa 119:39 Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich.
Psa 119:40 Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit.
Psa 119:41 HErr, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort,
Psa 119:42 dass ich antworten mge meinem Lsterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort.
Psa 119:43 Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte.
Psa 119:44 Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich.
Psa 119:45 Und ich wandle frhlich; denn ich suche deine Befehle.
Psa 119:46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Knigen und schme mich nicht
Psa 119:47 und habe Lust an deinen Geboten, und sie sind mir lieb,
Psa 119:48 und hebe meine Hnde auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.
Psa 119:49 Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lssest hoffen.
Psa 119:50 Das ist mein Trost in meinem Elend; denn dein Wort erquickt mich.
Psa 119:51 Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.
Psa 119:52 HErr, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getrstet.
Psa 119:53 Ich bin entbrannt ber die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen.
Psa 119:54 Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt.
Psa 119:55 HErr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.
Psa 119:56 Das ist mein Schatz, dass ich deine Befehle halte.
Psa 119:57 Ich habe gesagt: HErr, das soll mein Erbe sein, dass ich deine Worte halte.
Psa 119:58 Ich flehe vor deinem Angesicht von ganzem Herzen; sei mir gndig nach deinem Wort.
Psa 119:59 Ich betrachte meine Wege und kehre meine Fe zu deinen Zeugnissen.
Psa 119:60 Ich eile und sume mich nicht, zu halten deine Gebote.
Psa 119:61 Der Gottlosen Rotte beraubt mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht.
Psa 119:62 Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken fr die Rechte deiner Gerechtigkeit.
Psa 119:63 Ich halte mich zu denen, die dich frchten und deine Befehle halten.
Psa 119:64 HErr, die Erde ist voll deiner Gte; lehre mich deine Rechte.
Psa 119:65 Du tust Gutes deinem Knechte, HErr, nach deinem Wort.
Psa 119:66 Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.
Psa 119:67 Ehe ich gedemtigt ward, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.
Psa 119:68 Du bist gtig und freundlich; lehre mich deine Rechte.
Psa 119:69 Die Stolzen erdichten Lgen ber mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle.
Psa 119:70 Ihr Herz ist dick wie Schmer<RF>bedeutet: Fett<Rf>; ich aber habe Lust an deinem Gesetz.
Psa 119:71 Es ist mir lieb, dass du mich gedemtigt hast, dass ich deine Rechte lerne.
Psa 119:72 Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stck Gold und Silber.
Psa 119:73 Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.
Psa 119:74 Die dich frchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.
Psa 119:75 HErr, ich wei, dass deine Gerichte recht sind; du hast mich treulich gedemtigt.
Psa 119:76 Deine Gnade msse mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast.
Psa 119:77 Lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe; denn ich habe Lust zu deinem Gesetz.
Psa 119:78 Ach dass die Stolzen mssten zu Schanden werden, die mich mit Lgen niederdrcken! ich aber rede von deinen Befehlen.
Psa 119:79 Ach dass sich mssten zu mir halten, die dich frchten und deine Zeugnisse kennen!
Psa 119:80 Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, dass ich nicht zu Schanden werde.
Psa 119:81 Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
Psa 119:82 Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann trstest du mich?
Psa 119:83 Denn ich bin wie ein Schlauch im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht.
Psa 119:84 Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten ber meine Verfolger?
Psa 119:85 Die Stolzen graben ihre Gruben, sie, die nicht sind nach deinem Gesetz.
Psa 119:86 Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lgen; hilf mir.
Psa 119:87 Sie haben mich schier<RF>bedeutet: bald, fast<Rf> umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.
Psa 119:88 Erquicke mich durch deine Gnade, dass ich halte die Zeugnisse deines Mundes.
Psa 119:89 HErr, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist;
Psa 119:90 deine Wahrheit whret fr und fr. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen.
Psa 119:91 Es bleibt tglich nach deinem Wort; denn es muss dir alles dienen.
Psa 119:92 Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wre, so wre ich vergangen in meinem Elend.
Psa 119:93 Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erqickest mich damit.
Psa 119:94 Ich bin dein, hilf mir! denn ich suche deine Befehle.
Psa 119:95 Die Gottlosen lauern auf mich, dass sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.
Psa 119:96 Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot whret.
Psa 119:97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Tglich rede ich davon.
Psa 119:98 Du machst mich mit deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz.
Psa 119:99 Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede.
Psa 119:100 Ich bin klger denn die Alten; denn ich halte deine Befehle.
Psa 119:101 Ich wehre meinem Fu alle bsen Wege, dass ich dein Wort halte.
Psa 119:102 Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich.
Psa 119:103 Dein Wort ist meinem Munde ser denn Honig.
Psa 119:104 Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege.
Psa 119:105 Dein Wort ist meine Fues Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Psa 119:106 Ich schwre und will's halten, dass ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will.
Psa 119:107 Ich bin sehr gedemtigt; HErr, erquicke mich nach deinem Wort!
Psa 119:108 Lass dir gefallen, HErr, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte.
Psa 119:109 Ich trage meine Seele immer in meinen Hnden, und ich vergesse deines Gesetzes nicht.
Psa 119:110 Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinen Befehlen.
Psa 119:111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne.
Psa 119:112 Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich.
Psa 119:113 Ich hasse die Flattergeister und liebe dein Gesetz.
Psa 119:114 Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort.
Psa 119:115 Weichet von mir, ihr Boshaften! Ich will halten die Gebote meines Gottes.
Psa 119:116 Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe; und lass mich nicht zu Schanden werden ber meiner Hoffnung.
Psa 119:117 Strke mich, dass ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten.
Psa 119:118 Du zertrittst alle, die von deinen Rechten abirren; denn ihre Trgerei ist eitel Lge.
Psa 119:119 Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse.
Psa 119:120 Ich frchte mich vor dir, dass mir die Haut schaudert, und entsetze mich vor deinen Gerichten.
Psa 119:121 Ich halte ber Recht und Gerechtigkeit; bergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun.
Psa 119:122 Vertritt du deinen Knecht und trste ihn; mgen mir die Stolzen nicht Gewalt tun.
Psa 119:123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.
Psa 119:124 Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte.
Psa 119:125 Ich bin dein Knecht; unterweise mich, dass ich erkenne deine Zeugnisse.
Psa 119:126 Es ist Zeit, dass der HErr dazutue; sie haben dein Gesetz zerrissen.
Psa 119:127 Darum liebe ich dein Gebot ber Gold und ber feines Gold.
Psa 119:128 Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse allen falschen Weg.
Psa 119:129 Deine Zeugnisse sind wunderbar; darum hlt sie meine Seele.
Psa 119:130 Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreut es und macht klug die Einfltigen.
Psa 119:131 Ich sperre meinen Mund auf und lechze nach deinen Geboten; denn mich verlangt darnach.
Psa 119:132 Wende dich zu mir und sei mir gndig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben.
Psa 119:133 Lass meinen Gang gewiss sein in deinem Wort und lass kein Unrecht ber mich herrschen.
Psa 119:134 Erlse mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle.
Psa 119:135 Lass dein Antlitz leuchten ber deinen Knecht und lehre mich deine Rechte.
Psa 119:136 Meine Augen flieen mit Wasser, dass man dein Gesetz nicht hlt.
Psa 119:137 HErr, du bist gerecht, und dein Wort ist recht.
Psa 119:138 Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten.
Psa 119:139 Ich habe mich schier<RF>bedeutet: bald, fast<Rf> zu Tode geeifert, dass meine Gegner deiner Worte vergessen.
Psa 119:140 Dein Wort ist wohl gelutert, und dein Knecht hat es lieb.
Psa 119:141 Ich bin gering und verachtet; ich vergesse aber nicht deiner Befehle.
Psa 119:142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.
Psa 119:143 Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten.
Psa 119:144 Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich.
Psa 119:145 Ich rufe von ganzem Herzen; erhre mich, HErr, dass ich dein Rechte halte.
Psa 119:146 Ich rufe zu dir; hilf mir, dass ich deine Zeugnisse halte.
Psa 119:147 Ich komme in der Frhe und schreie; auf dein Wort hoffe ich.
Psa 119:148 Ich wache auf, wenn's noch Nacht ist, zu sinnen ber dein Wort.
Psa 119:149 Hre meine Stimme nach deiner Gnade; HErr, erquicke mich nach deinen Rechten.
Psa 119:150 Meine boshaften Verfolger nahen herzu und sind ferne von deinem Gesetz.
Psa 119:151 HErr, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit.
Psa 119:152 Lngst wei ich, dass du deine Zeugnisse fr ewig gegrndet hast.
Psa 119:153 Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht.
Psa 119:154 Fhre meine Sache und erlse mich; erquicke mich durch dein Wort.
Psa 119:155 Das Heil ist ferne von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht.
Psa 119:156 HErr, deine Barmherzigkeit ist gro; erquicke mich nach deinen Rechten.
Psa 119:157 Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen.
Psa 119:158 Ich sehe die Verchter, und es tut mir wehe, dass sie dein Wort nicht halten.
Psa 119:159 Siehe, ich liebe deine Befehle; HErr, erquicke mich nach deiner Gnade.
Psa 119:160 Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit whren ewiglich.
Psa 119:161 Die Frsten verfolgen mich ohne Ursache, und mein Herz frchtet sich vor deinen Worten.
Psa 119:162 Ich freue mich ber dein Wort wie einer, der eine groe Beute kriegt.
Psa 119:163 Lgen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb.
Psa 119:164 Ich lobe dich des Tages siebenmal um der Rechte willen deiner Gerechtigkeit.
Psa 119:165 Groen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln.
Psa 119:166 HErr, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.
Psa 119:167 Meine Seele hlt deine Zeugnisse und liebt sie sehr.
Psa 119:168 Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir.
Psa 119:169 HErr, lass meine Klage vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort.
Psa 119:170 Lass mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort.
Psa 119:171 Meine Lippen sollen loben, wenn du mich deine Rechte lehrest.
Psa 119:172 Meine Zunge soll ihr Gesprch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht.
Psa 119:173 Lass mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwhlt deine Befehle.
Psa 119:174 HErr, mich verlangt nach deinem Heil, und ich habe Lust an deinem Gesetz.
Psa 119:175 Lass meine Seele leben, dass sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen.
Psa 119:176 Ich bin wie ein verirrtes und verlorenes Schaf. Suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.
Psa 120:1 Ein Lied im hhern Chor. Ich rufe zu dem HErrn in meiner Not, und er erhrt mich.
Psa 120:2 HErr, errette meine Seele von den Lgenmulern, von den falschen Zungen.
Psa 120:3 Was kann dir die falsche Zunge tun, was kann sie ausrichten?
Psa 120:4 Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wachholdern.
Psa 120:5 Wehe mir, dass ich ein Fremdling bin unter Mesech; ich muss wohnen unter den Htten Kedars.
Psa 120:6 Es wird meiner Seele lang, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen.
Psa 120:7 Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an.
Psa 121:1 Ein Lied im hhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.
Psa 121:2 Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psa 121:3 Er wird deinen Fu nicht gleiten lassen; und der dich behtet, schlft nicht.
Psa 121:4 Siehe, der Hter Israels schlft noch schlummert nicht.
Psa 121:5 Der HErr behtet dich; der HErr ist dein Schatten ber deiner rechten Hand,
Psa 121:6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
Psa 121:7 Der HErr behte dich vor allem bel, er behte deine Seele;
Psa 121:8 der HErr behte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.
Psa 122:1 Ein Lied Davids im hhern Chor. Ich freute mich ber die, so mir sagten: Lasset uns ins Haus des HErrn gehen!
Psa 122:2 Unsre Fe stehen in deinen Toren, Jerusalem.
Psa 122:3 Jerusalem ist gebaut, dass es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll,
Psa 122:4 da die Stmme hinaufgehen, die Stmme des HErrn, wie geboten ist dem Volk Israel, zu danken dem Namen des Herrn.
Psa 122:5 Denn daselbst stehen die Sthle zum Gericht, die Sthle des Hauses David.
Psa 122:6 Wnschet Jerusalem Glck! Es mge wohl gehen denen, die dich lieben!
Psa 122:7 Es mge Friede sein in deinen Mauern und Glck in deinen Palsten!
Psa 122:8 Um meiner Brder und Freunde willen will ich dir Frieden wnschen.
Psa 122:9 Um des Hauses willen des HErrn, unsres Gottes, will ich dein Bestes suchen.
Psa 123:1 Ein Lied im hhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel sitzest.
Psa 123:2 Siehe! wie die Augen der Knechte auf die Hnde ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hnde ihrer Frau, also sehen unsre Augen auf den HErrn, unsren Gott, bis er uns gndig werde.
Psa 123:3 Sei uns gndig, HErr, sei uns gndig! denn wir sind sehr voll Verachtung.
Psa 123:4 Sehr voll ist unsre Seele von der Stolzen Spott und der Hoffrtigen Verachtung.
Psa 124:1 Ein Lied Davids im hhern Chor. Wo der HErr nicht bei uns wre  so sage Israel ,
Psa 124:2 wo der HErr nicht bei uns wre, wenn die Menschen sich wider uns setzen:
Psa 124:3 so verschlngen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn ber uns ergrimmte;
Psa 124:4 so ersufte uns Wasser, Strme gingen ber unsre Seele;
Psa 124:5 es gingen Wasser allzu hoch ber unsre Seele.
Psa 124:6 Gelobet sei der HErr, dass er uns nicht gibt zum Raub in ihre Zhne!
Psa 124:7 Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers; der Strick ist zerrissen, und wir sind los.
Psa 124:8 Unsre Hilfe steht im Namen des HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psa 125:1 Ein Lied im hhern Chor. Die auf den HErrn hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewig bleiben wie der Berg Zion.
Psa 125:2 Um Jerusalem her sind Berge, und der HErr ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.
Psa 125:3 Denn der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben ber dem Huflein der Gerechten, auf dass die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit.
Psa 125:4 HErr, tue wohl den guten und frommen Herzen!
Psa 125:5 Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HErr wegtreiben mit den belttern. Friede sei ber Israel!
Psa 126:1 Ein Lied im hhern Chor. Wenn der HErr die Gefangenen Zions erlsen wird, so werden wir sein wie die Trumenden.
Psa 126:2 Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rhmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HErr hat Groes an ihnen getan!
Psa 126:3 Der HErr hat Groes an uns getan; des sind wir frhlich.
Psa 126:4 HErr, bringe wieder unsre Gefangenen, wie du die Bche wiederbringst im Mittagslande.
Psa 126:5 Die mit Trnen sen, werden mit Freuden ernten.
Psa 126:6 Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
Psa 127:1 Ein Lied Salomos im hhern Chor. Wo der HErr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo der HErr nicht die Stadt behtet, so wacht der Wchter umsonst.
Psa 127:2 Es ist umsonst, dass ihr frh aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend.
Psa 127:3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HErrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
Psa 127:4 Wie die Pfeile in der Hand des Starken, also geraten die jungen Knaben.
Psa 127:5 Wohl dem, der seinen Kcher derselben voll hat! Die werden nicht zu Schanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.
Psa 128:1 Ein Lied im hhern Chor. Wohl dem, der den HErrn frchtet und auf seinen Wegen geht!
Psa 128:2 Du wirst dich nhren <FI>von<Fi> deiner Hnde Arbeit; wohl dir, du hast es gut.
Psa 128:3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie lzweige um deinen Tisch her.
Psa 128:4 Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HErrn frchtet.
Psa 128:5 Der HErr wird dich segnen aus Zion, dass du sehest das Glck Jerusalems dein Leben lang
Psa 128:6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede ber Israel!
Psa 129:1 Ein Lied im hhern Chor. Sie haben mich oft gedrngt von meiner Jugend auf  so sage Israel ,
Psa 129:2 sie haben mich oft gedrngt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht bermocht.
Psa 129:3 Die Pflger haben auf meinem Rcken geackert und ihre Furchen lang gezogen.
Psa 129:4 Der HErr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.
Psa 129:5 Ach dass mssten zu Schanden werden und zurckkehren alle, die Zion gram sind!
Psa 129:6 Ach dass sie mssten sein wie das Gras auf den Dchern, welches verdorrt, ehe man es ausrauft,
Psa 129:7 von welchem der Schnitter seine Hand nicht fllt noch der Garbenbinder seinen Arm
Psa 129:8 und die vorbergehen nicht sprechen: Der Segen des HErrn sei ber euch! wir segnen euch im Namen des HErrn!
Psa 130:1 Ein Lied im hhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HErr, zu dir.
Psa 130:2 HErr, hre meine Stimme, lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
Psa 130:3 So du willst, HErr, Snden zurechnen, HErr, wer wird bestehen?
Psa 130:4 Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich frchte.
Psa 130:5 Ich harre des HErrn; meine Seele harret und ich hoffe auf sein Wort.
Psa 130:6 Meine Seele wartet auf den HErrn von einer Morgenwache bis zur andern.
Psa 130:7 Israel, hoffe auf den HErrn! denn bei dem HErrn ist die Gnade und viel Erlsung bei ihm,
Psa 130:8 und er wird Israel erlsen aus allen seinen Snden.
Psa 131:1 Ein Lied Davids im hhern Chor. HErr, mein Herz ist nicht hoffrtig, und meine Augen sind nicht stolz; ich wandle nicht in groen Dingen, die mir zu hoch sind.
Psa 131:2 Ja, ich habe meine Seele gesetzt und gestillt; so ist meine Seele in mir wie ein entwhntes Kind bei seiner Mutter.
Psa 131:3 Israel, hoffe auf den HErrn von nun an bis in Ewigkeit!
Psa 132:1 Ein Lied im hhern Chor. Gedenke, HErr, an David und all sein Leiden,
Psa 132:2 der dem HErrn schwur und gelobte dem Mchtigen Jakobs:
Psa 132:3 Ich will nicht in die Htte meines Hauses gehen noch mich aufs Lager meines Bettes legen,
Psa 132:4 ich will meine Augen nicht schlafen lassen noch meine Augenlider schlummern,
Psa 132:5 bis ich eine Sttte finde fr den HErrn, zur Wohnung dem Mchtigen Jakobs.
Psa 132:6 Siehe, wir hrten von ihr in Ephratha; wir haben sie gefunden auf dem Felde des Waldes.
Psa 132:7 Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor seinem Fuschemel.
Psa 132:8 HErr, mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht!
Psa 132:9 Deine Priester lass sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen sich freuen.
Psa 132:10 Wende nicht weg das Antlitz deines Gesalbten um deines Knechtes David willen.
Psa 132:11 Der HErr hat David einen wahren Eid geschworen  davon wird er sich nicht wenden : Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes.
Psa 132:12 Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.
Psa 132:13 Denn der HErr hat Zion erwhlt und hat Lust, daselbst zu wohnen.
Psa 132:14 Dies ist meine Ruhe ewiglich, hier will ich wohnen; denn es gefllt mir wohl.
Psa 132:15 Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brot genug geben.
Psa 132:16 Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen frhlich sein.
Psa 132:17 Daselbst soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet.
Psa 132:18 Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber ber ihm soll blhen seine Krone.
Psa 133:1 Ein Lied Davids im hhern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, dass Brder eintrchtig beieinander wohnen!
Psa 133:2 wie der kstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herabfliet in seinen ganzen Bart, der herabfliet in sein Kleid,
Psa 133:3 wie der Tau, der vom Hermon herabfllt auf die Berge Zions. Denn daselbst verheit der HErr Segen und Leben immer und ewiglich.
Psa 134:1 Ein Lied im hhern Chor. Siehe, lobet den HErrn, alle Knechte des HErrn, die ihr stehet des Nachts im Hause des HErrn!
Psa 134:2 Hebet eure Hnde auf im Heiligtum und lobet den HErrn!
Psa 134:3 Der HErr segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!
Psa 135:1 Halleluja! Lobet den Namen des HErrn, lobet, ihr Knechte des HErrn,
Psa 135:2 die ihr stehet im Hause des HErrn, in den Hfen des Hauses unsres Gottes!
Psa 135:3 Lobet den HErrn, denn der HErr ist freundlich; lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich!
Psa 135:4 Denn der HErr hat sich Jakob erwhlt, Israel zu seinem Eigentum.
Psa 135:5 Denn ich wei, dass der HErr gro ist und unser HErr vor allen Gttern.
Psa 135:6 Alles, was er will, das tut er, im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;
Psa 135:7 der die Wolken lsst aufsteigen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind aus seinen Vorratskammern kommen lsst;
Psa 135:8 der die Erstgeburten schlug in gypten, beider, der Menschen und des Viehes,
Psa 135:9 und lie seine Zeichen und Wunder kommen ber dich, gyptenland, ber Pharao und alle seine Knechte;
Psa 135:10 der viele Vlker schlug und ttete mchtige Knige:
Psa 135:11 Sihon, der Amoriter Knig, und Og, den Knig von Basan, und alle Knigreiche in Kanaan;
Psa 135:12 und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel.
Psa 135:13 HErr, dein Name whret ewiglich; dein Gedchtnis, HErr, whret fr und fr.
Psa 135:14 Denn der HErr wird sein Volk richten und seinen Knechten gndig sein.
Psa 135:15 Der Heiden Gtzen sind Silber und Gold, von Menschenhnden gemacht.
Psa 135:16 Sie haben Muler, und reden nicht; sie haben Augen, und sehen nicht;
Psa 135:17 sie haben Ohren, und hren nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde.
Psa 135:18 Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen.
Psa 135:19 Das Haus Israel lobe den HErrn! Lobet den HErrn, ihr vom Hause Aaron!
Psa 135:20 Ihr vom Hause Levi, lobet den HErrn! Die ihr den HErrn frchtet, lobet den HErrn!
Psa 135:21 Gelobet sei der HErr aus Zion, der zu Jerusalem wohnt! Halleluja!
Psa 136:1 Danket dem HErrn; denn er ist freundlich  denn seine Gte whret ewiglich.
Psa 136:2 Danket dem Gott aller Gtter  denn seine Gte whret ewiglich.
Psa 136:3 Danket dem HErrn aller Herren  denn seine Gte whret ewiglich,
Psa 136:4 der groe Wunder tut allein  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:5 der die Himmel weislich gemacht hat  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:6 der die Erde auf Wasser ausgebreitet hat  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:7 der groe Lichter gemacht hat  denn seine Gte whret ewiglich :
Psa 136:8 die Sonne, dem Tag vorzustehen  denn seine Gte whret ewiglich ,
Psa 136:9 den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:10 der gypten schlug an ihren Erstgeburten  denn seine Gte whret ewiglich 
Psa 136:11 und fhrte Israel heraus  denn seine Gte whret ewiglich 
Psa 136:12 durch mchtige Hand und ausgereckten Arm  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:13 der das Schilfmeer teilte in zwei Teile  denn seine Gte whret ewiglich 
Psa 136:14 und lie Israel hindurchgehen  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:15 der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stie  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:16 der sein Volk fhrte durch die Wste  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:17 der groe Knige schlug  denn seine Gte whret ewiglich 
Psa 136:18 und erwrgte mchtige Knige  denn seine Gte whret ewiglich :
Psa 136:19 Sihon, der Amoriter Knig  denn seine Gte whret ewiglich 
Psa 136:20 und Og, den Knig von Basan  denn seine Gte whret ewiglich ,
Psa 136:21 und gab ihr Land zum Erbe  denn seine Gte whret ewiglich ,
Psa 136:22 zum Erbe seinem Knecht Israel  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:23 denn er dachte an uns, da wir unterdrckt waren  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:24 und erlste uns von unsren Feinden  denn seine Gte whret ewiglich ;
Psa 136:25 der allem Fleisch Speise gibt  denn seine Gte whret ewiglich.
Psa 136:26 Danket dem Gott des Himmels  denn seine Gte whret ewiglich.
Psa 137:1 An den Wassern zu Babel saen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.
Psa 137:2 Unsre Harfen hingen wir an die Weiden, die daselbst sind.
Psa 137:3 Denn dort hieen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unsrem Heulen frhlich sein: Singet uns ein Lied von Zion!
Psa 137:4 Wie sollten wir des HErrn Lied singen in fremden Landen?
Psa 137:5 Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen.
Psa 137:6 Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine hchste Freude sein.
Psa 137:7 HErr, gedenke den Kindern Edom den Tag Jerusalems, die da sagten: Rein ab, rein ab bis auf ihren Boden!
Psa 137:8 Du verstrte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergilt, wie du uns getan hast!
Psa 137:9 Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an dem Stein!
Psa 138:1 Davids. Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den Gttern will ich dir lobsingen.
Psa 138:2 Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken fr deine Gte und Treue; denn du hast deinen Namen ber alles herrlich gemacht durch dein Wort.
Psa 138:3 Wenn ich dich anrufe, so erhrst du mich und gibst meiner Seele groe Kraft.
Psa 138:4 Es danken dir, HErr, alle Knige auf Erden, dass sie hren das Wort deines Mundes,
Psa 138:5 und singen auf den Wegen des HErrn, dass die Ehre des HErrn gro sei.
Psa 138:6 Denn der HErr ist hoch und sieht auf das Niedrige und kennt den Stolzen von ferne.
Psa 138:7 Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und streckst deine Hand ber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.
Psa 138:8 Der HErr wird's fr mich vollfhren. HErr, deine Gte ist ewig. Das Werk deiner Hnde wollest du nicht lassen.
Psa 139:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. HErr, Du erforschest mich und kennest mich.
Psa 139:2 Ich sitze oder stehe auf, so weit du es; du verstehest meine Gedanken von ferne.
Psa 139:3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.
Psa 139:4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HErr, nicht alles wissest.
Psa 139:5 Von allen Seiten umgibst du mich und hltst deine Hand ber mir.
Psa 139:6 Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.
Psa 139:7 Wo soll ich hin gehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht?
Psa 139:8 Fhre ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hlle, siehe, so bist du auch da.
Psa 139:9 Nhme ich Flgel der Morgenrte und bliebe am uersten Meer,
Psa 139:10 so wrde mich doch deine Hand daselbst fhren und deine Rechte mich halten.
Psa 139:11 Sprche ich: Finsternis mge mich decken! so muss die Nacht auch Licht um mich sein.
Psa 139:12 Denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.
Psa 139:13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.
Psa 139:14 Ich danke dir dafr, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl.
Psa 139:15 Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.
Psa 139:16 Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben keiner da war.
Psa 139:17 Aber wie kstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine groe Summe!
Psa 139:18 Sollte ich sie zhlen, so wrde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.
Psa 139:19 Ach Gott, dass du ttetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen mssten!
Psa 139:20 Denn sie reden von dir lsterlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.
Psa 139:21 Ich hasse ja, HErr, die dich hassen, und es verdriet mich an ihnen, dass sie sich wider dich setzen.
Psa 139:22 Ich hasse sie in rechtem Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden.
Psa 139:23 Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prfe mich und erfahre, wie ich's meine.
Psa 139:24 Und siehe, ob ich auf bsem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Psa 140:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
Psa 140:2 Errette mich, HErr, von den bsen Menschen; behte mich vor den freveln Leuten,
Psa 140:3 die Bses gedenken in ihrem Herzen und tglich Krieg erregen.
Psa 140:4 Sie schrfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)
Psa 140:5 Bewahre mich, HErr, vor der Hand der Gottlosen; behte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoen.
Psa 140:6 Die Hoffrtigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. (Sela.)
Psa 140:7 Ich aber sage zum HErrn: Du bist mein Gott; HErr, vernimm die Stimme meines Flehens!
Psa 140:8 HErr Herr, meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streits.
Psa 140:9 HErr, lass dem Gottlosen seine Begierde nicht; strke seinen Mutwillen nicht: sie mchten sich des berheben. (Sela.)
Psa 140:10 Das Unglck, davon meine Feinde ratschlagen, msse auf ihren Kopf fallen.
Psa 140:11 Er wird Strahlen ber sie schtten; er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, dass sie nicht mehr aufstehen.
Psa 140:12 Ein bses Maul wird kein Glck haben auf Erden; ein frevler, bser Mensch wird verjagt und gestrzt werden.
Psa 140:13 Denn ich wei, dass der HErr wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausfhren.
Psa 140:14 Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.
Psa 141:1 Ein Psalm Davids. HErr, ich rufe zu dir; eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.
Psa 141:2 Mein Gebet msse vor dir taugen wie ein Ruchopfer, mein Hndeaufheben wie ein Abendopfer.
Psa 141:3 HErr, behte meinen Mund und bewahre meine Lippen.
Psa 141:4 Neige mein Herz nicht auf etwas Bses, ein gottlos Wesen zu fhren mit den belttern, dass ich nicht esse von dem, was ihnen geliebt.
Psa 141:5 Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun wie Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, dass sie mir nicht Schaden tun.
Psa 141:6 Ihre Fhrer mssen gestrzt werden ber einen Fels; so wird man dann meine Rede hren, dass sie lieblich sei.
Psa 141:7 Unsre Gebeine sind zerstreut bis zur Hlle, wie wenn einer das Land pflgt und zerwhlt.
Psa 141:8 Denn auf dich, HErr Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoe meine Seele nicht.
Psa 141:9 Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der beltter.
Psa 141:10 Die Gottlosen mssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immer vorbergehen.
Psa 142:1 Eine Unterweisung Davids, ein Gebet, da er in der Hhle war.
Psa 142:2 Ich schreie zum HErrn mit meiner Stimme; ich flehe zum HErrn mit meiner Stimme;
Psa 142:3 ich schtte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.
Psa 142:4 Wenn mein Geist in ngsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, darauf ich gehe.
Psa 142:5 Schaue zur Rechten und siehe! da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.
Psa 142:6 HErr, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.
Psa 142:7 Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mchtig.
Psa 142:8 Fhre meine Seele aus dem Kerker, dass ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.
Psa 143:1 Ein Psalm Davids. HErr, erhre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhre mich um deiner Gerechtigkeit willen
Psa 143:2 und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.
Psa 143:3 Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlgt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere wie die, so lngst tot sind.
Psa 143:4 Und mein Geist ist in mir gengstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehrt.
Psa 143:5 Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und sage von den Werken deiner Hnde.
Psa 143:6 Ich breite meine Hnde aus zu dir; meine Seele drstet nach dir wie ein drres Land. (Sela.)
Psa 143:7 HErr, erhre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht von mir, dass ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.
Psa 143:8 Lass mich frhe hren deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.
Psa 143:9 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir habe ich Zuflucht.
Psa 143:10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist fhre mich auf ebener Bahn.
Psa 143:11 HErr, erquicke mich um deines Namens willen; fhre meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen
Psa 143:12 und verstre meine Feinde um deiner Gte willen und bringe um alle, die meine Seele ngsten; denn ich bin dein Knecht.
Psa 144:1 Ein Psalm Davids. Gelobet sei der HErr, mein Hort, der meine Hnde lehrt streiten und meine Fuste kriegen,
Psa 144:2 meine Gte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt.
Psa 144:3 HErr, was ist der Mensch, dass du dich sein annimmst, und des Menschen Kind, dass du ihn so achtest?
Psa 144:4 Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fhrt dahin wie ein Schatten.
Psa 144:5 HErr, neige deine Himmel und fahre herab; rhre die Berge an, dass sie rauchen;
Psa 144:6 lass blitzen und zerstreue sie; schiee deine Strahlen und schrecke sie;
Psa 144:7 strecke deine Hand aus von der Hhe und erlse mich und errette mich von groen Wassern, von der Hand der Kinder der Fremde,
Psa 144:8 deren Mund redet unntz, und ihre Werke sind falsch.
Psa 144:9 Gott, ich will dir ein neues Lied singen, ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten,
Psa 144:10 der du den Knigen Sieg gibst und erlsest deinen Knecht David vom mrderischen Schwert des Bsen.
Psa 144:11 Erlse mich auch und errette mich von der Hand der Kinder der Fremde  deren Mund redet unntz, und ihre Werke sind falsch ,
Psa 144:12 dass unsre Shne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen, und unsre Tchter seien wie die ausgehauenen Erker, womit man Palste ziert;
Psa 144:13 dass unsre Kammern voll seien und herausgeben knnen einen Vorrat nach dem andern; dass unsre Schafe tragen tausend und zehntausend auf unsren Triften;
Psa 144:14 dass unsre Ochsen viel erarbeiten; dass kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsren Gassen sei.
Psa 144:15 Wohl dem Volk, dem es also geht! Wohl dem Volk, des Gott der HErr ist!
Psa 145:1 Ein Lob Davids. Ich will dich erheben, mein Gott, du Knig, und deinen Namen loben immer und ewiglich.
Psa 145:2 Ich will dich tglich loben und deinen Namen rhmen immer und ewiglich.
Psa 145:3 Der HErr ist gro und sehr lblich, und seine Gre ist unausforschlich.
Psa 145:4 Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.
Psa 145:5 Ich will reden von deiner herrlichen, schnen Pracht und von deinen Wundern,
Psa 145:6 dass man soll sagen von deinen herrlichen Taten und dass man erzhle deine Herrlichkeit;
Psa 145:7 dass man preise deine groe Gte und deine Gerechtigkeit rhme.
Psa 145:8 Gndig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von groer Gte.
Psa 145:9 Der HErr ist allen gtig und erbarmt sich aller seiner Werke.
Psa 145:10 Es sollen dir danken, HErr, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben
Psa 145:11 und die Ehre deines Knigreiches rhmen und von deiner Gewalt reden,
Psa 145:12 dass den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die herrliche Pracht deines Knigreichs.
Psa 145:13 Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft whret fr und fr.
Psa 145:14 Der HErr erhlt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind.
Psa 145:15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.
Psa 145:16 Du tust deine Hand auf und erfllest alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
Psa 145:17 Der HErr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken.
Psa 145:18 Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.
Psa 145:19 Er tut, was die Gottesfrchtigen begehren, und hrt ihr Schreien und hilft ihnen.
Psa 145:20 Der HErr behtet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.
Psa 145:21 Mein Mund soll des HErrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.
Psa 146:1 Halleluja! Lobe den HErrn, meine Seele!
Psa 146:2 Ich will den HErrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich hier bin.
Psa 146:3 Verlasset euch nicht auf Frsten; sie sind Menschen, die knnen ja nicht helfen.
Psa 146:4 Denn des Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschlge.
Psa 146:5 Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist; des Hoffnung auf dem HErrn, seinem Gott, steht;
Psa 146:6 der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der Glauben hlt ewiglich;
Psa 146:7 der Recht schafft denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speist. Der HErr lst die Gefangenen.
Psa 146:8 Der HErr macht die Blinden sehend. Der HErr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HErr liebt die Gerechten.
Psa 146:9 Der HErr behtet die Fremdlinge und erhlt die Waisen und Witwen und kehrt zurck den Weg der Gottlosen.
Psa 146:10 Der HErr ist Knig ewiglich, dein Gott, Zion, fr und fr. Halleluja.
Psa 147:1 Lobet den HErr! denn unsren Gott loben, das ist ein kstlich Ding; solch Lob ist lieblich und schn.
Psa 147:2 Der HErr baut Jerusalem und bringt zusammen die Verjagten Israels.
Psa 147:3 Er heilt, die zerbrochnes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen.
Psa 147:4 Er zhlt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
Psa 147:5 Unser HErr ist gro und von groer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regiert.
Psa 147:6 Der HErr richtet auf die Elenden und stt die Gottlosen zu Boden.
Psa 147:7 Singet umeinander dem HErrn mit Dank und lobet unsren Gott mit Harfen,
Psa 147:8 der den Himmel mit Wolken verdeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen lsst;
Psa 147:9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.
Psa 147:10 Er hat nicht Lust an der Strke des Rosses noch Gefallen an eines Mannes Schenkeln.
Psa 147:11 Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn frchten, die auf seine Gte hoffen.
Psa 147:12 Preise, Jerusalem, den HErrn; lobe Zion, deinen Gott!
Psa 147:13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen.
Psa 147:14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sttigt dich mit dem besten Weizen.
Psa 147:15 Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort luft schnell.
Psa 147:16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche.
Psa 147:17 Er wirft seine Schloen<RF>bedeutet: groe Hagelkrner<Rf> wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost?
Psa 147:18 Er spricht, so zerschmilzt es; er lsst seinen Wind wehen, so taut es auf.
Psa 147:19 Er zeigt Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte.
Psa 147:20 So tut er keinen Heiden, noch lsst er sie wissen seine Rechte. Halleluja!
Psa 148:1 Halleluja! Lobet im Himmel den HErrn; lobet ihn in der Hhe!
Psa 148:2 Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer!
Psa 148:3 Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
Psa 148:4 Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben und die Wasser, die oben am Himmel sind!
Psa 148:5 Die sollen loben den Namen des HErrn; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
Psa 148:6 Er hlt sie immer und ewiglich; er ordnet sie, dass sie nicht anders gehen drfen.
Psa 148:7 Lobet den HErrn auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen;
Psa 148:8 Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten;
Psa 148:9 Berge und alle Hgel, fruchtbare Bume und alle Zedern;
Psa 148:10 Tiere und alles Vieh, Gewrm und Vgel;
Psa 148:11 ihr Knige auf Erden und alle Vlker, Frsten und alle Richter auf Erden;
Psa 148:12 Jnglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen!
Psa 148:13 Die sollen loben den Namen des HErrn; denn sein Name allein ist hoch, sein Lob geht, soweit Himmel und Erde ist.
Psa 148:14 Und er erhht das Horn seines Volkes. Alle Heiligen sollen loben, die Kinder Israel, das Volk, das ihm dient. Halleluja!
Psa 149:1 Halleluja! Singet dem HErrn ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben.
Psa 149:2 Israel freue sich des, der es gemacht hat; die Kinder Zions seien frhlich ber ihren Knig.
Psa 149:3 Sie sollen loben seinen Namen im Reigen; mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen.
Psa 149:4 Denn der HErr hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden herrlich.
Psa 149:5 Die Heiligen sollen frhlich sein und preisen und rhmen auf ihren Lagern.
Psa 149:6 Ihr Mund soll Gott erheben, und sie sollen scharfe Schwerter in ihren Hnden haben,
Psa 149:7 dass sie Rache ben unter den Heiden, Strafe unter den Vlkern;
Psa 149:8 ihre Knige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln;
Psa 149:9 dass sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
Psa 150:1 Halleluja! Lobet den HErrn in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht!
Psa 150:2 Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner groen Herrlichkeit!
Psa 150:3 Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfe!
Psa 150:4 Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!
Psa 150:5 Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!
Psa 150:6 Alles, was Odem hat, lobe den HErrn! Halleluja!
Pro 1:1 Dies sind die Sprche Salomos, des Knigs in Israel, des Sohnes Davids,
Pro 1:2 zu lernen Weisheit und Zucht, Verstand,
Pro 1:3 Klugheit, Gerechtigkeit, Recht und Schlecht;
Pro 1:4 dass die Unverstndigen klug und die Jnglinge vernnftig und vorsichtig werden.
Pro 1:5 Wer weise ist, der hrt zu und bessert sich; und wer verstndig ist, der lsst sich raten,
Pro 1:6 dass er verstehe die Sprche und ihre Deutung, die Lehre der Weisen und ihre Beispiele.
Pro 1:7 Des HErrn Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
Pro 1:8 Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters und verlass nicht das Gebot deiner Mutter.
Pro 1:9 Denn solches ist ein schner Schmuck deinem Haupt und eine Kette an deinem Hals.
Pro 1:10 Mein Kind, wenn dich die bsen Buben locken, so folge nicht.
Pro 1:11 Wenn sie sagen: Gehe mit uns! wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;
Pro 1:12 wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Hlle und die Frommen wie die, so hinunter in die Grube fahren;
Pro 1:13 wir wollen groes Gut finden; wir wollen unsre Huser mit Raub fllen;
Pro 1:14 wage es mit uns! es soll unser aller ein Beutel sein:
Pro 1:15 mein Kind, wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fu vor ihrem Pfad.
Pro 1:16 Denn ihre Fe laufen zum Bsen und eilen, Blut zu vergieen.
Pro 1:17 Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vgel.
Pro 1:18 Sie aber lauern auf ihr eigen Blut und stellen sich selbst nach dem Leben.
Pro 1:19 Also geht es allen, die nach Gewinn geizen, dass ihr Geiz ihnen das Leben nimmt.
Pro 1:20 Die Weisheit klagt drauen und lsst sich hren auf den Gassen;
Pro 1:21 sie ruft in dem Eingang des Tores, vorn unter dem Volk; sie redet ihre Worte in der Stadt:
Pro 1:22 Wie lange wollt ihr Unverstndigen unverstndig sein und die Sptter Lust zu Sptterei haben und die Ruchlosen die Lehre hassen?
Pro 1:23 Kehret euch zu meiner Strafe. Siehe, ich will euch heraussagen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.
Pro 1:24 Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch, ich recke meine Hand aus, und niemand achtet darauf,
Pro 1:25 und lasst fahren allen meinen Rat und wollt meine Strafe nicht:
Pro 1:26 so will ich auch lachen in eurem Unglck und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr frchtet,
Pro 1:27 wenn ber euch kommt wie ein Sturm, was ihr frchtet, und euer Unglck als ein Wetter, wenn ber euch Angst und Not kommt.
Pro 1:28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, und nicht finden.
Pro 1:29 Darum, dass sie hassten die Lehre und wollten des HErrn Furcht nicht haben,
Pro 1:30 wollten meinen Rat nicht und lsterten alle meine Strafe:
Pro 1:31 so sollen sie essen von den Frchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden.
Pro 1:32 Was die Unverstndigen gelstet, ttet sie, und der Ruchlosen Glck bringt sie um.
Pro 1:33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglck frchten.
Pro 2:1 Mein Kind, so du willst meine Rede annehmen und meine Gebote bei dir behalten,
Pro 2:2 dass dein Ohr auf Weisheit achthat und du dein Herz mit Flei dazu neigest;
Pro 2:3 ja, so du mit Flei darnach rufest und darum betest;
Pro 2:4 so du sie suchest wie Silber und nach ihr forschest wie nach Schtzen:
Pro 2:5 alsdann wirst du die Furcht des HErrn verstehen und Gottes Erkenntnis finden.
Pro 2:6 Denn der HErr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand.
Pro 2:7 Er lsst's den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen
Pro 2:8 und behtet die, so recht tun, und bewahrt den Weg seiner Heiligen.
Pro 2:9 Alsdann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frmmigkeit und allen guten Weg.
Pro 2:10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, dass du gerne lernest;
Pro 2:11 guter Rat wird dich bewahren, und Verstand wird dich behten,
Pro 2:12 dass du nicht geratest auf den Weg der Bsen noch unter die verkehrten Schwtzer,
Pro 2:13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege,
Pro 2:14 die sich freuen, Bses zu tun, und sind frhlich in ihrem bsen, verkehrten Wesen,
Pro 2:15 welche ihren Weg verkehren und folgen ihrem Abwege;
Pro 2:16 dass du nicht geratest an eines andern Weib, an eine Fremde, die glatte Worte gibt
Pro 2:17 und verlsst den Freund ihrer Jugend und vergisst den Bund ihres Gottes
Pro 2:18 (denn ihr Haus neigt sich zum Tod und ihre Gnge zu den Verlorenen;
Pro 2:19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und ergreifen den Weg des Lebens nicht);
Pro 2:20 auf dass du wandelst auf gutem Wege und bleibst auf der rechten Bahn.
Pro 2:21 Denn die Gerechten werden im Lande wohnen, und die Frommen werden darin bleiben;
Pro 2:22 aber die Gottlosen werden aus dem Lande ausgerottet, und die Verchter werden daraus vertilgt.
Pro 3:1 Mein Kind, vergiss meines Gesetzes nicht, und dein Herz behalte meine Gebote.
Pro 3:2 Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen;
Pro 3:3 Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hnge sie an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
Pro 3:4 so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefllt.
Pro 3:5 Verlass dich auf den HErrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;
Pro 3:6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht fhren.
Pro 3:7 Dnke dich nicht, weise zu sein, sondern frchte den HErrn und weiche vom Bsen.
Pro 3:8 Das wird deinem Leibe gesund sein und deine Gebeine erquicken.
Pro 3:9 Ehre den HErrn von deinem Gut und von den Erstlingen all deines Einkommens,
Pro 3:10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter mit Most bergehen.
Pro 3:11 Mein Kind, verwirf die Zucht des HErrn nicht und sei nicht ungeduldig ber seine Strafe.
Pro 3:12 Denn welchen der HErr liebt, den straft er, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
Pro 3:13 Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand bekommt!
Pro 3:14 Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber; und ihr Ertrag ist besser als Gold.
Pro 3:15 Sie ist edler denn Perlen; und alles, was du wnschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen.
Pro 3:16 Langes Leben ist zu ihrer rechten Hand; zu ihrer Linken ist Reichtum und Ehre.
Pro 3:17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Friede.
Pro 3:18 Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen; und selig sind, die sie halten.
Pro 3:19 Denn der HErr hat die Erde durch Weisheit gegrndet und durch seinen Rat die Himmel bereitet.
Pro 3:20 Durch seine Weisheit sind die Tiefen zerteilt und die Wolken mit Tau triefend gemacht.
Pro 3:21 Mein Kind, lass sie nicht von deinen Augen weichen, so wirst du glckselig und klug werden.
Pro 3:22 Das wird deiner Seele Leben sein und ein Schmuck deinem Halse.
Pro 3:23 Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, dass dein Fu sich nicht stoen wird.
Pro 3:24 Legst du dich, so wirst du dich nicht frchten, sondern s schlafen,
Pro 3:25 dass du dich nicht frchten darfst vor pltzlichem Schrecken noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt.
Pro 3:26 Denn der HErr ist dein Trotz; der behtet deinen Fu, dass er nicht gefangen werde.
Pro 3:27 Weigere dich nicht, dem Drftigen Gutes zu tun, so deine Hand von Gott hat, solches zu tun.
Pro 3:28 Sprich nicht zu deinem Nchsten: Gehe hin und komm wieder; morgen will ich dir geben, so du es doch wohl hast.
Pro 3:29 Trachte nicht Bses wider deinen Nchsten, der auf Treue bei dir wohnt.
Pro 3:30 Hadere nicht mit jemand ohne Ursache, so er dir kein Leid getan hat.
Pro 3:31 Eifere nicht einem Frevler nach und erwhle seiner Wege keinen;
Pro 3:32 denn der HErr hat Greuel an dem Abtrnnigen, und sein Geheimnis ist bei den Frommen.
Pro 3:33 Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HErrn; aber das Haus der Gerechten wird gesegnet.
Pro 3:34 Er wird der Sptter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben.
Pro 3:35 Die Weisen werden Ehre erben; aber wenn die Narren hochkommen, werden sie doch zu Schanden.
Pro 4:1 Hret, meine Kinder, die Zucht eures Vaters; merkt auf, dass ihr lernet und klug werdet!
Pro 4:2 Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasset mein Gesetz nicht.
Pro 4:3 Denn ich war meines Vaters Sohn, ein zarter und ein einziger vor meiner Mutter.
Pro 4:4 Und er lehrte mich und sprach: Lass dein Herz meine Worte aufnehmen; halte meine Gebote, so wirst du leben.
Pro 4:5 Nimm an Weisheit, nimm an Verstand; vergiss nicht und weiche nicht von der Rede meines Mundes.
Pro 4:6 Verlass sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe sie, so wird sie dich behten.
Pro 4:7 Denn der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne hrt und die Klugheit lieber hat als alle Gter.
Pro 4:8 Achte sie hoch, so wird sie dich erhhen, und wird dich zu Ehren bringen, wo du sie herzest.
Pro 4:9 Sie wird dein Haupt schn schmcken und wird dich zieren mit einer prchtigen Krone.
Pro 4:10 So hre, mein Kind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre viel werden.
Pro 4:11 Ich will dich den Weg der Weisheit fhren; ich will dich auf rechter Bahn leiten,
Pro 4:12 dass, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du lufst, dass du nicht anstoest.
Pro 4:13 Fasse die Zucht, lass nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben.
Pro 4:14 Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der Bsen.
Pro 4:15 Lass ihn fahren und gehe nicht darin; weiche von ihm und gehe vorber.
Pro 4:16 Denn sie schlafen nicht, sie haben denn bel getan; und ruhen nicht, sie haben den Schaden getan.
Pro 4:17 Denn sie nhren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels.
Pro 4:18 Aber der Gerechten Pfad glnzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag.
Pro 4:19 Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel; sie wissen nicht, wo sie fallen werden.
Pro 4:20 Mein Sohn, merke auf meine Worte und neige dein Ohr zu meiner Rede.
Pro 4:21 Lass sie nicht von deinen Augen fahren, behalte sie in deinem Herzen.
Pro 4:22 Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und gesund ihrem ganzen Leibe.
Pro 4:23 Behte dein Herz mit allem Flei; denn daraus geht das Leben.
Pro 4:24 Tue von dir den verkehrten Mund und lass das Lstermaul ferne von dir sein.
Pro 4:25 Lass deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider richtig vor dir hin blicken.
Pro 4:26 Lass deinen Fu gleich vor sich gehen, so gehst du gewiss.
Pro 4:27 Wanke weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fu vom Bsen.
Pro 5:1 Mein Kind, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre,
Pro 5:2 dass du bewahrest guten Rat und dein Mund wisse Unterschied zu halten.
Pro 5:3 Denn die Lippen der Hure sind s wie Honigseim, und ihre Kehle ist gltter als l,
Pro 5:4 aber hernach bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert.
Pro 5:5 Ihre Fe laufen zum Tod hinunter; ihre Gnge fhren ins Grab.
Pro 5:6 Sie geht nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstet sind ihre Tritte, dass sie nicht wei, wo sie geht.
Pro 5:7 So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede meines Mundes.
Pro 5:8 Lass deine Wege ferne von ihr sein, und nahe nicht zur Tr ihres Hauses,
Pro 5:9 dass du nicht den Fremden gebest deine Ehre und deine Jahre dem Grausamen;
Pro 5:10 dass sich nicht Fremde von deinem Vermgen sttigen und deine Arbeit nicht sei in eines andern Haus,
Pro 5:11 und mssest hernach seufzen, wenn du Leib und Gut verzehrt hast,
Pro 5:12 und sprechen: Ach, wie habe ich die Zucht gehasst und wie hat mein Herz die Strafe verschmht!
Pro 5:13 wie habe ich nicht gehorcht der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht geneigt zu denen, die mich lehrten!
Pro 5:14 Ich bin schier<RF>bedeutet: bald, fast<Rf> in alles Unglck gekommen vor allen Leuten und allem Volk.
Pro 5:15 Trink Wasser aus deiner Grube und Flsse aus deinem Brunnen.
Pro 5:16 Lass deine Brunnen herausflieen und die Wasserbche auf die Gassen.
Pro 5:17 Habe du aber sie allein, und kein Fremder mit dir.
Pro 5:18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend.
Pro 5:19 Sie ist lieblich wie eine Hinde und holdselig wie ein Reh. Lass dich ihre Liebe allezeit sttigen und ergtze dich allewege in ihrer Liebe.
Pro 5:20 Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergtzen und herzest eine andere?
Pro 5:21 Denn jedermanns Wege sind offen vor dem HErrn, und er misst alle ihre Gnge.
Pro 5:22 Die Missetat des Gottlosen wird ihn fangen, und er wird mit dem Strick seiner Snde gehalten werden.
Pro 5:23 Er wird sterben, darum dass er sich nicht will ziehen lassen; und um seiner groen Torheit willen wird's ihm nicht wohl gehen.
Pro 6:1 Mein Kind, wirst du Brge fr deinen Nchsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet,
Pro 6:2 so bist du verknpft durch die Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes.
Pro 6:3 So tue doch, mein Kind, also und errette dich  denn du bist deinem Nchsten in die Hnde gekommen : eile, drnge und treibe deinen Nchsten.
Pro 6:4 Lass deine Augen nicht schlafen, noch deine Augenlider schlummern.
Pro 6:5 Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie eine Vogel aus der Hand des Voglers.
Pro 6:6 Gehe hin zur Ameise, du Fauler; siehe ihre Weise an und lerne!
Pro 6:7 Ob sie wohl keinen Frsten noch Hauptmann noch Herrn hat,
Pro 6:8 bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte.
Pro 6:9 Wie lange liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
Pro 6:10 Ja, schlafe noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hnde ineinander ein wenig, dass du schlafest,
Pro 6:11 so wird dich die Armut bereilen wie ein Fugnger und der Mangel wie ein gewappneter Mann.
Pro 6:12 Ein heilloser Mensch, ein schdlicher Mann geht mit verstelltem Munde,
Pro 6:13 winkt mit Augen, deutet mit Fen, zeigt mit Fingern,
Pro 6:14 trachtet allezeit Bses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an.
Pro 6:15 Darum wird ihm pltzlich sein Verderben kommen, und er wird schnell zerbrochen werden, da keine Hilfe dasein wird.
Pro 6:16 Diese sechs Stcke hasst der HErr, und am siebenten hat er einen Greuel:
Pro 6:17 hohe Augen, falsche Zunge, Hnde, die unschuldig Blut vergieen,
Pro 6:18 Herz, das mit bser Tcke umgeht, Fe, die behende sind, Schaden zu tun,
Pro 6:19 falscher Zeuge, der frech Lgen redet, und wer Hader zwischen Brdern anrichtet.
Pro 6:20 Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und lass nicht fahren das Gesetz deiner Mutter.
Pro 6:21 Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hnge sie an deinen Hals,
Pro 6:22 wenn du gehst, dass sie dich geleiten; wenn du dich legst, dass sie dich bewahren; wenn du aufwachst, dass sie zu dir sprechen.
Pro 6:23 Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht, und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens,
Pro 6:24 auf dass du bewahrt werdest vor dem bsen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden.
Pro 6:25 Lass dich ihre Schne nicht gelsten in deinem Herzen und verfange dich nicht an ihren Augenlidern.
Pro 6:26 Denn eine Hure bringt einen ums Brot; aber eines andern Weib fngt das edle Leben.
Pro 6:27 Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, dass seine Kleider nicht brennen?
Pro 6:28 Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, dass seine Fe nicht verbrannt wrden?
Pro 6:29 Also gehet's dem, der zu seines Nchsten Weib geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berhrt.
Pro 6:30 Es ist einem Diebe nicht so groe Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sttigen, weil ihn hungert;
Pro 6:31 und ob er ergriffen wird, gibt er's siebenfltig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause.
Pro 6:32 Aber wer mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr; der bringt sein Leben in das Verderben.
Pro 6:33 Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilgt.
Pro 6:34 Denn der Grimm des Mannes eifert, und schont nicht zur Zeit der Rache
Pro 6:35 und sieht keine Person an, die da vershne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest.
Pro 7:1 Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir.
Pro 7:2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel.
Pro 7:3 Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.
Pro 7:4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin,
Pro 7:5 dass du behtet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt.
Pro 7:6 Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter
Pro 7:7 und sah unter den Unverstndigen und ward gewahr unter den Kindern eines trichten Jnglings,
Pro 7:8 der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege bei ihrem Hause,
Pro 7:9 in der Dmmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war.
Pro 7:10 Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig,
Pro 7:11 wild und unbndig, dass ihre Fe in ihrem Hause nicht bleiben knnen.
Pro 7:12 Jetzt ist sie drauen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken.
Pro 7:13 Und erwischte ihn und ksste ihn unverschmt und sprach zu ihm:
Pro 7:14 Ich habe Dankopfer fr mich heute bezahlt fr meine Gelbde.
Pro 7:15 Darum bin herausgegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht zu suchen, und habe dich gefunden.
Pro 7:16 Ich habe mein Bett schn geschmckt mit bunten Teppichen aus gypten.
Pro 7:17 Ich habe mein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt.
Pro 7:18 Komm, lass uns genug buhlen bis an den Morgen und lass uns der Liebe pflegen.
Pro 7:19 Denn der Mann ist nicht daheim; er ist einen fernen Weg gezogen.
Pro 7:20 Er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen.
Pro 7:21 Sie berredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn mit ihrem glatten Munde.
Pro 7:22 Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Ochse zur Fleischbank gefhrt wird, und wie zur Fessel, womit man die Narren zchtigt,
Pro 7:23 bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zum Strick eilt und wei nicht, dass es ihm das Leben gilt.
Pro 7:24 So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes.
Pro 7:25 Lass dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und lass dich nicht verfhren auf ihrer Bahn.
Pro 7:26 Denn sie hat viele verwundet und gefllt, und sind allerlei Mchtige von ihr erwrgt.
Pro 7:27 Ihr Haus sind Wege zum Grab, da man hinunterfhrt in des Todes Kammern.
Pro 8:1 Ruft nicht die Weisheit, und die Klugheit lsst sich hren?
Pro 8:2 ffentlich am Wege und an der Strae steht sie.
Pro 8:3 An den Toren bei der Stadt, da man zur Tre eingeht, schreit sie:
Pro 8:4 O ihr Mnner, ich schreie zu euch und rufe den Leuten.
Pro 8:5 Merkt, ihr Unverstndigen, auf Klugheit und, ihr Toren, nehmt es zu Herzen!
Pro 8:6 Hret, denn ich will reden, was frstlich ist, und lehren, was recht ist.
Pro 8:7 Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, was gottlos ist.
Pro 8:8 Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch Falsches darin.
Pro 8:9 Sie sind alle gerade denen, die sie verstehen, und richtig denen, die es annehmen wollen.
Pro 8:10 Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber, und die Lehre achtet hher denn kstliches Gold.
Pro 8:11 Denn Weisheit ist besser als Perlen; und alles, was man wnschen mag, kann ihr nicht gleichen.
Pro 8:12 Ich, Weisheit, wohne bei der Klugheit, und ich wei guten Rat zu geben.
Pro 8:13 Die Furcht des HErrn hasst das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bsen Weg; und ich bin feind dem verkehrten Mund.
Pro 8:14 Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht.
Pro 8:15 Durch mich regieren die Knige und setzen die Ratsherren das Recht.
Pro 8:16 Durch mich herrschen die Frsten und alle Regenten auf Erden.
Pro 8:17 Ich liebe, die mich lieben; und die mich frhe suchen, finden mich.
Pro 8:18 Reichtum und Ehre ist bei mir, whrendes Gut und Gerechtigkeit.
Pro 8:19 Meine Frucht ist besser denn Gold und feines Gold und mein Ertrag besser denn auserlesenes Silber.
Pro 8:20 Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Strae des Rechts,
Pro 8:21 dass ich wohl versorge, die mich lieben, und ihre Schtze vollmache.
Pro 8:22 Der HErr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er etwas schuf, war ich da.
Pro 8:23 Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang, vor der Erde.
Pro 8:24 Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon geboren, da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen.
Pro 8:25 Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hgeln war ich geboren,
Pro 8:26 da er die Erde noch nicht gemacht hatte und was darauf ist, noch die Berge des Erdbodens.
Pro 8:27 Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst, da er die Tiefe mit seinem Ziel fasste.
Pro 8:28 Da er die Wolken droben festete, da er festigte die Brunnen der Tiefe,
Pro 8:29 da er dem Meer das Ziel setzte und den Wassern, dass sie nicht berschreiten seinen Befehl, da er den Grund der Erde legte:
Pro 8:30 da war ich der Werkmeister bei ihm und hatte meine Lust tglich und spielte vor ihm allezeit
Pro 8:31 und spielte auf seinem Erdboden, und meine Lust ist bei den Menschenkindern.
Pro 8:32 So gehorchet mir nun, meine Kinder. Wohl denen, die meine Wege halten!
Pro 8:33 Hret die Zucht und werdet weise und lasset sie nicht fahren.
Pro 8:34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tr tglich, dass er warte an den Pfosten meiner Tr.
Pro 8:35 Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen vom HErrn erlangen.
Pro 8:36 Wer aber an mir sndigt, der verletzt seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod.
Pro 9:1 Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Sulen,
Pro 9:2 schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch
Pro 9:3 und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Hhen der Stadt:
Pro 9:4 Wer verstndig ist, der mache sich hierher!, und zum Narren sprach sie:
Pro 9:5 Kommet, zehret von meinem Brot und trinket den Wein, den ich schenke;
Pro 9:6 verlasset das unverstndige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit.
Pro 9:7 Wer den Sptter zchtigt, der muss Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muss gehhnt werden.
Pro 9:8 Strafe den Sptter nicht, er hasst dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben.
Pro 9:9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.
Pro 9:10 Der Weisheit Anfang ist des HErrn Furcht, und den Heiligen erkennen ist Verstand.
Pro 9:11 Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden.
Pro 9:12 Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Sptter, so wirst du es allein tragen.
Pro 9:13 Es ist aber ein trichtes, wildes Weib, voll Schwtzens, und wei nichts;
Pro 9:14 die sitzt in der Tr ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt,
Pro 9:15 zu laden alle, die vorbergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln:
Pro 9:16 Wer unverstndig ist, der mache sich hierher!, und zum Narren spricht sie:
Pro 9:17 Die gestohlenen Wasser sind s, und das verborgene Brot schmeckt wohl.
Pro 9:18 Er wei aber nicht, dass daselbst Tote sind und ihre Gste in der tiefen Grube.
Pro 10:1 Dies sind die Sprche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein trichter Sohn ist seiner Mutter Grmen.
Pro 10:2 Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode.
Pro 10:3 Der HErr lsst die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stt aber weg der Gottlosen Begierde.
Pro 10:4 Lssige Hand macht arm; aber der Fleiigen Hand macht reich.
Pro 10:5 Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schlft, wird zu Schanden.
Pro 10:6 Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel berfallen.
Pro 10:7 Das Gedchtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen.
Pro 10:8 Wer weise von Herzen ist, nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.
Pro 10:9 Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden.
Pro 10:10 Wer mit Augen winkt, wird Mhsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.
Pro 10:11 Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel berfallen.
Pro 10:12 Hass erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle bertretungen.
Pro 10:13 In den Lippen des Verstndigen findet man Weisheit; aber auf den Rcken der Narren gehrt eine Rute.
Pro 10:14 Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken.
Pro 10:15 Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blde.
Pro 10:16 Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Snde.
Pro 10:17 Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre.
Pro 10:18 Falsche Muler bergen Hass; und wer verleumdet, der ist ein Narr.
Pro 10:19 Wo viel Worte sind, da geht's ohne Snde nicht ab; wer aber seine Lippen hlt, ist klug.
Pro 10:20 Des Gerechten Zunge ist kstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts.
Pro 10:21 Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.
Pro 10:22 Der Segen des HErrn macht reich ohne Mhe.
Pro 10:23 Ein Narr treibt Mutwillen und hat noch dazu seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt.
Pro 10:24 Was der Gottlose frchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.
Pro 10:25 Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorbergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich.
Pro 10:26 Wie der Essig den Zhnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden.
Pro 10:27 Die Furcht des HErrn mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkrzt.
Pro 10:28 Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Pro 10:29 Der Weg des HErrn ist des Frommen Trotz; aber die beltter sind blde.
Pro 10:30 Der Gerechte wird nimmermehr umgestoen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.
Pro 10:31 Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet.
Pro 10:32 Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.
Pro 11:1 Falsche Waage ist dem HErrn ein Greuel; aber vlliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.
Pro 11:2 Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demtigen.
Pro 11:3 Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verchter verstren.
Pro 11:4 Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.
Pro 11:5 Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottlos Wesen.
Pro 11:6 Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verchter werden gefangen in ihrer Bosheit.
Pro 11:7 Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.
Pro 11:8 Der Gerechte wird aus der Not erlst, und der Gottlose kommt an seine Statt.
Pro 11:9 Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nchster verderbt; aber die Gerechten merken's und werden erlst.
Pro 11:10 Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.
Pro 11:11 Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.
Pro 11:12 Wer seinen Nchsten schndet, ist ein Narr; aber ein verstndiger Mann schweigt still.
Pro 11:13 Ein Verleumder verrt, was er heimlich wei; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.
Pro 11:14 Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.
Pro 11:15 Wer fr einen andern Brge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben htet, ist sicher.
Pro 11:16 Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.
Pro 11:17 Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrbt auch sein eigen Fleisch.
Pro 11:18 Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit st, das ist gewisses Gut.
Pro 11:19 Gerechtigkeit frdert zum Leben; aber dem bel nachjagen frdert zum Tod.
Pro 11:20 Der HErr hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.
Pro 11:21 Den Bsen hilft nichts, wenn sie auch alle Hnde zusammentten; aber der Gerechten Same wird errettet werden.
Pro 11:22 Ein schnes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.
Pro 11:23 Der Gerechten Wunsch muss doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglck.
Pro 11:24 Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch rmer.
Pro 11:25 Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; und wer reichlich trnkt, der wird auch getrnkt werden.
Pro 11:26 Wer Korn innehlt, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt ber den, der es verkauft.
Pro 11:27 Wer da Gutes sucht, dem widerfhrt Gutes; wer aber nach Unglck ringt, dem wird's begegnen.
Pro 11:28 Wer sich auf seinen Reichtum verlsst, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grnen wie ein Blatt.
Pro 11:29 Wer sein eigen Haus betrbt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muss ein Knecht des Weisen sein.
Pro 11:30 Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen.
Pro 11:31 So der Gerechte auf Erden leiden muss, wie viel mehr der Gottlose und der Snder!
Pro 12:1 Wer sich gern lsst strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr.
Pro 12:2 Wer fromm ist, der bekommt Trost vom HErrn; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst.
Pro 12:3 Ein gottlos Wesen frdert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.
Pro 12:4 Ein tugendsam Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine bse ist wie Eiter in seinem Gebein.
Pro 12:5 Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschlge der Gottlosen sind Trgerei.
Pro 12:6 Der Gottlosen Reden richten Blutvergieen an; aber der Frommen Mund errettet.
Pro 12:7 Die Gottlosen werden umgestrzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.
Pro 12:8 Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die da tckisch sind, werden zu Schanden.
Pro 12:9 Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der gro sein will, und des Brots mangelt.
Pro 12:10 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.
Pro 12:11 Wer seinen Acker baut, der wird Brot die Flle haben; wer aber unntigen Sachen nachgeht, der ist ein Narr.
Pro 12:12 Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.
Pro 12:13 Der Bse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Angst.
Pro 12:14 Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hnde verdient haben.
Pro 12:15 Dem Narren gefllt seine Weise wohl; aber wer auf Rat hrt, der ist weise.
Pro 12:16 Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug.
Pro 12:17 Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrgt.
Pro 12:18 Wer unvorsichtig herausfhrt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam.
Pro 12:19 Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.
Pro 12:20 Die, so Bses raten, betrgen; aber die zum Frieden raten, schaffen Freude.
Pro 12:21 Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglck sein.
Pro 12:22 Falsche Muler sind dem HErrn ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl.
Pro 12:23 Ein verstndiger Mann trgt nicht Klugheit zur Schau; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus.
Pro 12:24 Fleiige Hand wird herrschen; die aber lssig ist, wird mssen zinsen.
Pro 12:25 Sorge im Herzen krnkt, aber ein freundliches Wort erfreut.
Pro 12:26 Der Gerechte hat's besser denn sein Nchster; aber der Gottlosen Weg verfhrt sie.
Pro 12:27 Einem Lssigen gert sein Handel nicht; aber ein fleiiger Mensch wird reich.
Pro 12:28 Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod.
Pro 13:1 Ein weiser Sohn lsst sich vom Vater zchtigen; aber ein Sptter gehorcht der Strafe nicht.
Pro 13:2 Die Frucht des Mundes geniet man; aber die Verchter denken nur zu freveln.
Pro 13:3 Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfhrt, der kommt in Schrecken.
Pro 13:4 Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleiigen kriegen genug.
Pro 13:5 Der Gerechte ist der Lge feind; aber der Gottlose schndet und schmht sich selbst.
Pro 13:6 Die Gerechtigkeit behtet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringt zu Fall den Snder.
Pro 13:7 Mancher ist arm bei groem Gut, und mancher ist reich bei seiner Armut.
Pro 13:8 Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hrt kein Schelten.
Pro 13:9 Das Licht der Gerechten brennt frhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird auslschen.
Pro 13:10 Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.
Pro 13:11 Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhlt, das wird gro.
Pro 13:12 Die Hoffnung, die sich verzieht, ngstet das Herz; wenn's aber kommt, was man begehrt, das ist ein Baum des Lebens.
Pro 13:13 Wer das Wort verachtet, der verderbt sich selbst; wer aber das Gebot frchtet, dem wird's vergolten.
Pro 13:14 Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.
Pro 13:15 Feine Klugheit schafft Gunst; aber der Verchter Weg bringt Wehe.
Pro 13:16 Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.
Pro 13:17 Ein gottloser Bote bringt Unglck; aber ein treuer Bote ist heilsam.
Pro 13:18 Wer Zucht lsst fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne strafen lsst, wird zu ehren kommen.
Pro 13:19 Wenn's kommt, was man begehrt, das tut dem Herzen wohl; aber das Bse meiden ist den Toren ein Greuel.
Pro 13:20 Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglck haben.
Pro 13:21 Unglck verfolgt die Snder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.
Pro 13:22 Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Snders Gut wird fr den Gerechten gespart.
Pro 13:23 Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht tun, verderben.
Pro 13:24 Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der zchtigt ihn bald.
Pro 13:25 Der Gerechte isst, dass sein Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug.
Pro 14:1 Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Nrrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.
Pro 14:2 Wer den HErrn frchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.
Pro 14:3 Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.
Pro 14:4 Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschftig ist, da ist viel Einkommen.
Pro 14:5 Ein treuer Zeuge lgt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lgen.
Pro 14:6 Der Sptter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verstndigen ist die Erkenntnis leicht.
Pro 14:7 Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.
Pro 14:8 Das ist des Klugen Weisheit, dass er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.
Pro 14:9 Die Narren treiben das Gesptt mit der Snde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.
Pro 14:10 Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.
Pro 14:11 Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Htte der Frommen wird grnen.
Pro 14:12 Es gefllt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.
Pro 14:13 Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.
Pro 14:14 Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird ber ihn sein.
Pro 14:15 Ein Unverstndiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.
Pro 14:16 Ein Weiser frchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fhrt trotzig hindurch.
Pro 14:17 Ein Ungeduldiger handelt tricht; aber ein Bedchtiger hasst es.
Pro 14:18 Die Unverstndigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.
Pro 14:19 Die Bsen mssen sich bcken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.
Pro 14:20 Einen Armen hassen auch seine Nchsten; aber die Reichen haben viele Freunde.
Pro 14:21 Der Snder verachtet seinen Nchsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!
Pro 14:22 Die mit bsen Rnken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Gte widerfahren.
Pro 14:23 Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.
Pro 14:24 Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.
Pro 14:25 Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrgt.
Pro 14:26 Wer den HErrn frchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.
Pro 14:27 Die Furcht des HErrn ist eine Quelle des Lebens, dass man meide die Stricke des Todes.
Pro 14:28 Wo ein Knig viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blde.
Pro 14:29 Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.
Pro 14:30 Ein gtiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.
Pro 14:31 Wer dem Geringen Gewalt tut, der lstert desselben Schpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
Pro 14:32 Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglck; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.
Pro 14:33 Im Herzen des Verstndigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.
Pro 14:34 Gerechtigkeit erhhet ein Volk; aber die Snde ist der Leute Verderben.
Pro 14:35 Ein kluger Knecht gefllt dem Knig wohl; aber einem schndlichen Knecht ist er feind.
Pro 15:1 Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.
Pro 15:2 Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speit eitel Narrheit.
Pro 15:3 Die Augen des HErrn schauen an allen Orten beide, die Bsen und die Frommen.
Pro 15:4 Ein heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lgenhafte macht Herzeleid.
Pro 15:5 Der Narr lstert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden.
Pro 15:6 In des Gerechten Haus ist Guts genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.
Pro 15:7 Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht richtig.
Pro 15:8 Der Gottlosen Opfer ist dem HErrn ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm.
Pro 15:9 Der Gottlosen Weg ist dem HErrn ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
Pro 15:10 Den Weg verlassen bringt bse Zchtigung, und wer Strafe hasst, der muss sterben.
Pro 15:11 Hlle und Abgrund ist vor dem HErrn; wie viel mehr der Menschen Herzen!
Pro 15:12 Der Sptter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen.
Pro 15:13 Ein frhlich Herz macht ein frhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekmmert ist, so fllt auch der Mut.
Pro 15:14 Ein kluges Herz handelt bedchtig; aber der Narren Mund geht mit Torheit um.
Pro 15:15 Ein Betrbter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein tglich Wohlleben.
Pro 15:16 Es ist besser ein wenig mit der Furcht des HErrn denn groer Schatz, darin Unruhe ist.
Pro 15:17 Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemsteter Ochse mit Hass.
Pro 15:18 Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.
Pro 15:19 Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg des Frommen ist wohl gebahnt.
Pro 15:20 Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein trichter Mensch ist seiner Mutter Schande.
Pro 15:21 Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verstndiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.
Pro 15:22 Die Anschlge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber sind, bestehen sie.
Pro 15:23 Es ist einem Manne eine Freude, wenn er richtig antwortet; und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich.
Pro 15:24 Der Weg des Lebens geht berwrts fr den Klugen, auf dass er meide die Hlle unterwrts.
Pro 15:25 Der HErr wird das Haus des Hoffrtigen zerbrechen und die Grenze der Witwe besttigen.
Pro 15:26 Die Anschlge des Argen sind dem HErrn ein Greuel; aber freundlich reden die Reinen.
Pro 15:27 Der Geizige verstrt sein eigen Haus; wer aber Geschenke hasst, der wird leben.
Pro 15:28 Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schumt Bses.
Pro 15:29 Der HErr ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhrt er.
Pro 15:30 Freundlicher Anblick erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.
Pro 15:31 Das Ohr, das da hrt die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen.
Pro 15:32 Wer sich nicht ziehen lsst, der macht sich selbst zunichte; wer aber auf Strafe hrt, der wird klug.
Pro 15:33 Die Furcht des HErrn ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muss man zuvor leiden.
Pro 16:1 Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HErrn kommt, was die Zunge reden soll.
Pro 16:2 Einem jeglichen dnken seine Wege rein; aber der HErr wgt die Geister.
Pro 16:3 Befiehl dem HErrn deine Werke, so werden deine Anschlge fortgehen.
Pro 16:4 Der HErr macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen fr den bsen Tag.
Pro 16:5 Ein stolzes Herz ist dem HErrn ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hngen.
Pro 16:6 Durch Gte und Treue wird Missetat vershnt, und durch die Furcht des HErrn meidet man das Bse.
Pro 16:7 Wenn jemands Wege dem HErrn wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.
Pro 16:8 Es ist besser ein wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommen mit Unrecht.
Pro 16:9 Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HErr allein gibt, dass er fortgehe.
Pro 16:10 Weissagung ist in dem Munde des Knigs; sein Mund fehlt nicht im Gericht.
Pro 16:11 Rechte Waage und Gewicht ist vom HErrn; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke.
Pro 16:12 Den Knigen ist Unrecht tun ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.
Pro 16:13 Recht raten gefllt den Knigen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.
Pro 16:14 Des Knigs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn vershnen.
Pro 16:15 Wenn des Knigs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine Gnade ist wie ein Sptregen.
Pro 16:16 Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser als Gold; und Verstand haben ist edler als Silber.
Pro 16:17 Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahrt, der erhlt sein Leben.
Pro 16:18 Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.
Pro 16:19 Es ist besser niedrigen Gemts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffrtigen.
Pro 16:20 Wer eine Sache klglich fhrt, der findet Glck; und wohl dem, der sich auf den HErrn verlsst!
Pro 16:21 Ein Verstndiger wird gerhmt fr einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl.
Pro 16:22 Klugheit ist wie ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit.
Pro 16:23 Ein weises Herz redet klug und lehrt wohl.
Pro 16:24 Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trsten die Seele und erfrischen die Gebeine.
Pro 16:25 Manchem gefllt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.
Pro 16:26 Mancher kommt zu groem Unglck durch sein eigen Maul.
Pro 16:27 Ein loser Mensch grbt nach Unglck, und in seinem Maul brennt Feuer.
Pro 16:28 Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Freunde uneins.
Pro 16:29 Ein Frevler lockt seinen Nchsten und fhrt ihn auf keinen guten Weg.
Pro 16:30 Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen andeutet, vollbringt Bses.
Pro 16:31 Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden wird.
Pro 16:32 Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Mutes Herr ist, denn der Stdte gewinnt.
Pro 16:33 Das Los wird geworfen in den Scho; aber es fllt, wie der HErr will.
Pro 17:1 Es ist ein trockner Bissen, daran man sich gengen lsst, besser denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader.
Pro 17:2 Ein kluger Knecht wird herrschen ber unfleiige Erben und wird unter den Brdern das Erbe austeilen.
Pro 17:3 Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prft der HErr die Herzen.
Pro 17:4 Ein Bser achtet auf bse Muler, und ein Falscher gehorcht den schdlichen Zungen.
Pro 17:5 Wer des Drftigen spottet, der hhnt desselben Schpfer; und wer sich ber eines andern Unglck freut, der wird nicht ungestraft bleiben.
Pro 17:6 Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Vter.
Pro 17:7 Es steht einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel weniger einem Frsten, dass er gern lgt.
Pro 17:8 Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet.
Pro 17:9 Wer Snde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrhrt, der macht Freunde uneins.
Pro 17:10 Schelten bringt mehr ein an dem Verstndigen denn hundert Schlge an dem Narren.
Pro 17:11 Ein bitterer Mensch trachtet, eitel Schaden zu tun; aber es wird ein grimmiger Engel ber ihn kommen.
Pro 17:12 Es ist besser, einem Bren begegnen, dem die Jungen geraubt sind, denn einem Narren in seiner Narrheit.
Pro 17:13 Wer Gutes mit Bsem vergilt, von dessen Haus wird Bses nicht lassen.
Pro 17:14 Wer Hader anfngt, ist gleich dem, der dem Wasser den Damm aufreit. Lass du vom Hader, ehe du drein gemengt wirst.
Pro 17:15 Wer den Gottlosen gerechtspricht und den Gerechten verdammt, die sind beide dem HErrn ein Greuel.
Pro 17:16 Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist?
Pro 17:17 Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden.
Pro 17:18 Es ist ein Narr, der in die Hand gelobt und Brge wird fr seinen Nchsten.
Pro 17:19 Wer Zank liebt, der liebt Snde; und wer seine Tre hoch macht, ringt nach Einsturz.
Pro 17:20 Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglck fallen.
Pro 17:21 Wer einen Narren zeugt, der hat Grmen; und eines Narren Vater hat keine Freude.
Pro 17:22 Ein frhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrbter Mut vertrocknet das Gebein.
Pro 17:23 Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts.
Pro 17:24 Ein Verstndiger gebrdet sich weise; ein Narr wirft die Augen hin und her.
Pro 17:25 Ein trichter Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrbnis der Mutter, die ihn geboren hat.
Pro 17:26 Es ist nicht gut, dass man den Gerechten schindet, noch den Edlen zu schlagen, der recht handelt.
Pro 17:27 Ein Vernnftiger migt seine Rede; und ein verstndiger Mann ist kaltes Muts.
Pro 17:28 Ein Narr, wenn er schwiege, wurde auch fr weise gerechnet, und fr verstndig, wenn er das Maul hielte.
Pro 18:1 Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelstet, und setzt sich wider alles, was gut ist.
Pro 18:2 Ein Narr hat nicht Lust am Verstand, sondern kundzutun, was in seinem Herzen steckt.
Pro 18:3 Wo der Gottlose hin kommt, da kommt Verachtung und Schmach mit Hohn.
Pro 18:4 Die Worte in eines Mannes Munde sind wie tiefe Wasser, und die Quelle der Weisheit ist ein voller Strom.
Pro 18:5 Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen achten, zu beugen den Gerechten im Gericht.
Pro 18:6 Die Lippen des Narren bringen Zank, und sein Mund ringt nach Schlgen.
Pro 18:7 Der Mund des Narren schadet ihm selbst, und seine Lippen fangen seine eigene Seele.
Pro 18:8 Die Worte des Verleumders sind Schlge und gehen einem durchs Herz.
Pro 18:9 Wer lssig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des, der das Seine umbringt.
Pro 18:10 Der Name des HErrn ist ein festes Schloss; der Gerechte luft dahin und wird beschirmt.
Pro 18:11 Das Gut des Reichen ist ihm eine feste Stadt und wie hohe Mauern in seinem Dnkel.
Pro 18:12 Wenn einer zu Grunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe man zu Ehren kommt, muss man zuvor leiden.
Pro 18:13 Wer antwortet ehe er hrt, dem ist's Narrheit und Schande.
Pro 18:14 Wer ein frhlich Herz hat, der wei sich in seinem Leiden zu halten; wenn aber der Mut liegt, wer kann's tragen?
Pro 18:15 Ein verstndiges Herz wei sich vernnftig zu halten; und die Weisen hren gern, wie man vernnftig handelt.
Pro 18:16 Das Geschenk des Menschen macht ihm Raum und bringt ihn vor die groen Herren.
Pro 18:17 Ein jeglicher ist zuerst in seiner Sache gerecht; kommt aber sein Nchster hinzu, so findet sich's.
Pro 18:18 Das Los stillt den Hader und scheidet zwischen den Mchtigen.
Pro 18:19 Ein verletzter Bruder hlt hrter den eine feste Stadt, und Zank hlt hrter denn Riegel am Palast.
Pro 18:20 Einem Mann wird vergolten, darnach sein Mund geredet hat, und er wird gesttigt von der Frucht seiner Lippen.
Pro 18:21 Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, der wird von ihrer Frucht essen.
Pro 18:22 Wer eine Ehefrau findet, der findet etwas Gutes und kann guter Dinge sein im HErrn.
Pro 18:23 Ein Armer redet mit Flehen, ein Reicher antwortet stolz.
Pro 18:24 Ein treuer Freund liebt mehr uns steht fester bei denn ein Bruder.
Pro 19:1 Ein Armer, der in seiner Frmmigkeit wandelt, ist besser denn ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist.
Pro 19:2 Wo man nicht mit Vernunft handelt, da geht's nicht wohl zu; und wer schnell ist mit Fen, der tut sich Schaden.
Pro 19:3 Die Torheit eines Menschen verleitet seinen Weg, und doch tobt sein Herz wider den HErrn.
Pro 19:4 Gut macht viele Freunde; aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen.
Pro 19:5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lgen frech redet, wird nicht entrinnen.
Pro 19:6 Viele schmeicheln der Person des Frsten; und alle sind Freunde des, der Geschenke gibt.
Pro 19:7 Den Armen hassen alle seine Brder; wie viel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern! Und wer sich auf Worte verlsst, dem wird nichts.
Pro 19:8 Wer klug wird, liebt sein Leben; und der Verstndige findet Gutes.
Pro 19:9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lgen redet, wird umkommen.
Pro 19:10 Dem Narren steht nicht wohl an, gute Tage haben, viel weniger einem Knecht, zu herrschen ber Frsten.
Pro 19:11 Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm eine Ehre, dass er Untugend berhren kann.
Pro 19:12 Die Ungnade des Knigs ist wie das Brllen eines jungen Lwen; aber seine Gnade ist wie der Tau auf dem Grase.
Pro 19:13 Ein trichter Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und ein znkisches Weib ein stetiges Triefen.
Pro 19:14 Haus und Gter vererben die Eltern; aber ein vernnftiges Weib kommt vom HErrn.
Pro 19:15 Faulheit bringt Schlafen, und eine lssige Seele wird Hunger leiden.
Pro 19:16 Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber seines Weges nicht achtet, wird sterben.
Pro 19:17 Wer sich des Armen erbarmt, der leihet dem HErrn; der wird ihm wieder Gutes vergelten.
Pro 19:18 Zchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist; aber lass deine Seele nicht bewegt werden, ihn zu tten.
Pro 19:19 Groer Grimm muss Schaden leiden; denn willst du ihm steuern,<RF>bedeutet: entgegenwirken, ihn lschen<Rf> so wird er noch grer.
Pro 19:20 Gehorche dem Rat, und nimm Zucht an, dass du hernach weise seiest.
Pro 19:21 Es sind viel Anschlge in eines Mannes Herzen; aber der Rat des HErrn besteht.
Pro 19:22 Ein Mensch hat Lust an seiner Wohltat; und ein Armer ist besser denn ein Lgner.
Pro 19:23 Die Furcht des HErrn frdert zum Leben, und wird satt bleiben, dass kein bel sie heimsuchen wird.
Pro 19:24 Der Faule verbirgt seine Hand im Topf und bringt sie nicht wieder zum Munde.
Pro 19:25 Schlgt man den Sptter, so wird der Unverstndige klug; straft man einen Verstndigen, so wird er vernnftig.
Pro 19:26 Wer Vater verstrt und Mutter verjagt, der ist ein schndliches und verfluchtes Kind.
Pro 19:27 Lass ab, mein Sohn, zu hren die Zucht, und doch abzuirren von vernnftiger Lehre.
Pro 19:28 Ein loser Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen Mund verschlingt das Unrecht.
Pro 19:29 Den Spttern sind Strafen bereitet, und Schlge auf der Narren Rcken.
Pro 20:1 Der Wein macht lose Leute, und starkes Getrnk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.
Pro 20:2 Das Schrecken des Knigs ist wie das Brllen eines jungen Lwen; wer ihn erzrnt, der sndigt wider sein Leben.
Pro 20:3 Es ist dem Mann eine Ehre, vom Hader bleiben; aber die gern Hadern, sind allzumal Narren.
Pro 20:4 Um der Klte willen will der Faule nicht pflgen; so muss er in der Ernte betteln und nichts kriegen.
Pro 20:5 Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein Verstndiger kann's merken, was er meint.
Pro 20:6 Viele Menschen werden fromm gerhmt; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sei?
Pro 20:7 Ein Gerechter, der in seiner Frmmigkeit wandelt, des Kindern wird's wohl gehen nach ihm.
Pro 20:8 Ein Knig, der auf seinem Stuhl sitzt, zu richten, zerstreut alles Arge mit seinen Augen.
Pro 20:9 Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Snde?
Pro 20:10 Mancherlei Gewicht und Ma ist beides Greuel dem HErrn.
Pro 20:11 Auch einen Knaben kennt man an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.
Pro 20:12 Ein hrend Ohr und sehend Auge, die macht beide der HErr.
Pro 20:13 Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm werdest; lass deine Augen wacker sein, so wirst du Brot genug haben.
Pro 20:14 Bse, bse! spricht man, wenn man's hat; aber wenn's weg ist, so rhmt man es dann.
Pro 20:15 Es gibt Gold und viele Perlen; aber ein vernnftiger Mund ist ein edles Kleinod.
Pro 20:16 Nimm dem sein Kleid, der fr einen andern Brge wird, und pfnde ihn um des Fremden willen.
Pro 20:17 Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselsteine werden.
Pro 20:18 Anschlge bestehen, wenn man sie mit Rat fhrt; und Krieg soll man mit Vernunft fhren.
Pro 20:19 Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem Verleumder und mit dem falschen Maul.
Pro 20:20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlschen mitten in der Finsternis.
Pro 20:21 Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilt wird zuletzt nicht gesegnet sein.
Pro 20:22 Sprich nicht: Ich will Bses vergelten! Harre des HErrn, der wird dir helfen.
Pro 20:23 Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem HErrn, und eine falsche Waage ist nicht gut.
Pro 20:24 Jedermanns Gnge kommen vom HErrn. Welcher Mensch versteht seinen Weg?
Pro 20:25 Es ist dem Menschen ein Strick, sich mit Heiligem bereilen und erst nach den Geloben berlegen.
Pro 20:26 Ein weiser Knig zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad ber sie.
Pro 20:27 Eine Leuchte des HErrn ist des Menschen Geist; die geht durch alle Kammern des Leibes.
Pro 20:28 Fromm und wahrhaftig sein behtet den Knig, und sein Thron besteht durch Frmmigkeit.
Pro 20:29 Der Jnglinge Strke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck.
Pro 20:30 Man muss dem Bsen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlgen, die man fhlt.
Pro 21:1 Des Knigs Herz ist in der Hand des HErrn wie Wasserbche, und er neigt es wohin er will.
Pro 21:2 Einen jeglichen dnkt sein Weg recht; aber der HErr wgt die Herzen.
Pro 21:3 Wohl und recht tun ist dem HErrn lieber denn Opfer.
Pro 21:4 Hoffrtige Augen und stolzer Mut, die Leuchte der Gottlosen, ist Snde.
Pro 21:5 Die Anschlge eines Emsigen bringen berfluss; wer aber allzu jach<RF>bedeutet: rasch<Rf> ist, dem wird's mangeln.
Pro 21:6 Wer Schtze sammelt mit Lgen, der wird fehlgehen und ist unter denen, die den Tod suchen.
Pro 21:7 Der Gottlosen Rauben wird sie erschrecken; denn sie wollten nicht tun, was recht war.
Pro 21:8 Wer mit Schuld beladen ist, geht krumme Wege; wer aber rein ist, des Werk ist recht.
Pro 21:9 Es ist besser wohnen im Winkel auf dem Dach, denn bei einem znkischen Weibe in einem Haus beisammen.
Pro 21:10 Die Seele des Gottlosen wnscht Arges und gnnt seinem Nchsten nichts.
Pro 21:11 Wenn der Sptter gestraft wird, so werden die Unvernnftigen Weise; und wenn man einen Weisen unterrichtet, so wird er vernnftig.
Pro 21:12 Der Gerechte hlt sich weislich gegen des Gottlosen Haus; aber die Gottlosen denken nur Schaden zu tun.
Pro 21:13 Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird auch rufen, und nicht erhrt werden.
Pro 21:14 Eine heimliche Gabe stillt den Zorn, und ein Geschenk im Scho den heftigen Grimm.
Pro 21:15 Es ist dem Gerechten eine Freude, zu tun, was recht ist, aber eine Furcht den belttern.
Pro 21:16 Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit irrt, wird bleiben in der Toten Gemeinde.
Pro 21:17 Wer gern in Freuden lebt, dem wird's mangeln; und wer Wein und l liebt, wird nicht reich.
Pro 21:18 Der Gottlose muss fr den Gerechten gegeben werden und der Verchter fr die Frommen.
Pro 21:19 Es ist besser, wohnen im wsten Lande denn bei einem znkischen und zornigen Weibe.
Pro 21:20 Im Hause des Weisen ist ein lieblicher Schatz und l; aber ein Narr verschlemmt es.
Pro 21:21 Wer der Gerechtigkeit und Gte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.
Pro 21:22 Ein Weiser gewinnt die Stadt der Starken und strzt ihre Macht, darauf sie sich verlsst.
Pro 21:23 Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, der bewahrt seine Seele vor Angst.
Pro 21:24 Der stolz und vermessen ist, heit ein Sptter, der im Zorn Stolz beweist.
Pro 21:25 Der Faule stirbt ber seinem Wnschen; denn seine Hnde wollen nichts tun.
Pro 21:26 Er wnscht den ganzen Tag; aber der Gerechte gibt, und versagt nicht.
Pro 21:27 Der Gottlosen Opfer ist ein Greuel; denn es wird in Snden geopfert.
Pro 21:28 Ein lgenhafter Zeuge wird umkommen; aber wer sich sagen lsst, den lsst man auch allezeit wiederum reden.
Pro 21:29 Der Gottlose fhrt mit dem Kopf hindurch; aber wer fromm ist, des Weg wird bestehen.
Pro 21:30 Es hilft keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat wider den HErrn.
Pro 21:31 Rosse werden zum Streittage bereitet; aber der Sieg kommt vom HErrn.
Pro 22:1 Ein guter Ruf ist kstlicher denn groer Reichtum, und Gunst besser denn Silber und Gold.
Pro 22:2 Reiche und Arme mssen untereinander sein; der HErr hat sie alle gemacht.
Pro 22:3 Der Kluge sieht das Unglck und verbirgt sich; die Unverstndigen gehen hindurch und werden beschdigt.
Pro 22:4 Wo man leidet in des HErrn Furcht, da ist Reichtum, Ehre und Leben.
Pro 22:5 Stachel und Stricke sind auf dem Wege des Verkehrten; wer sich aber davon fernhlt, bewahrt sein Leben.
Pro 22:6 Wie man einen Knaben gewhnt, so lsst er nicht davon, wenn er alt wird.
Pro 22:7 Der Reiche herrscht ber die Armen; und wer borgt, ist des Leihers Knecht.
Pro 22:8 Wer Unrecht st, der wird Mhsal ernten und wird durch die Rute seiner Bosheit umkommen.
Pro 22:9 Ein gtiges Auge wird gesegnet; denn er gibt von seinem Brot den Armen.
Pro 22:10 Treibe den Sptter aus, so geht der Zank weg, so hrt auf Hader und Schmhung.
Pro 22:11 Wer ein treues Herz und liebliche Rede hat, des Freund ist der Knig.
Pro 22:12 Die Augen des HErrn behten guten Rat; aber die Worte des Verchters verkehrt er.
Pro 22:13 Der Faule spricht: Es ist ein Lwe drauen, ich mchte erwrgt werden auf der Gasse.
Pro 22:14 Der Huren Mund ist eine Tiefe Grube; wem der HErr ungndig ist, der fllt hinein.
Pro 22:15 Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht wird sie fern von ihm treiben.
Pro 22:16 Wer dem Armen Unrecht tut, dass seines Guts viel werde, der wird auch einem Reichen geben, und Mangel haben.
Pro 22:17 Neige deine Ohren und hre die Worte der Weisen und nimm zu Herzen meine Lehre.
Pro 22:18 Denn es wird dir sanft tun, wo du sie wirst im Sinne behalten und sie werden miteinander durch deinen Mund wohl geraten.
Pro 22:19 dass deine Hoffnung sei auf den HErrn, erinnere ich dich an solches heute dir zugut.
Pro 22:20 Habe ich dir's nicht mannigfaltig vorgeschrieben mit Rat und Lehren,
Pro 22:21 dass ich dir zeigte einen gewissen Grund der Wahrheit, dass du recht antworten knntest denen, die dich senden?
Pro 22:22 Beraube den Armen nicht, ob er wohl arm ist, und unterdrcke den Elenden nicht im Tor.
Pro 22:23 Denn der HErr wird ihre Sache fhren und wird ihre Untertreter untertreten.
Pro 22:24 Geselle dich nicht zum Zornigen und halte dich nicht zu einem grimmigen Mann;
Pro 22:25 du mchtest seinen Weg lernen und an deiner Seele Schaden nehmen.
Pro 22:26 Sei nicht bei denen, die ihre Hand verhaften und fr Schuld Brge werden;
Pro 22:27 denn wo du es nicht hast, zu bezahlen, so wird man dir dein Bett unter dir wegnehmen.
Pro 22:28 Verrcke nicht die vorigen Grenzen, die deine Vter gemacht haben.
Pro 22:29 Siehst du einen Mann behend in seinem Geschft, der wird vor den Knigen stehen und wird nicht stehen vor den Unedlen.
Pro 23:1 Wenn du sitzest und issest mit einem Herrn, so merke, wen du vor dir hast,
Pro 23:2 und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du gierig bist.
Pro 23:3 Wnsche dir nichts von seinen feinen Speisen; denn es ist falsches Brot.
Pro 23:4 Bemhe dich nicht reich zu werden und lass ab von deinen Fndlein.
Pro 23:5 Lass dein Augen nicht fliegen nach dem, was du nicht haben kannst; denn dasselbe macht sich Flgel wie ein Adler und fliegt gen Himmel.
Pro 23:6 Iss nicht Brot bei einem Neidischen und wnsche dir von seinen feinen Speisen nichts.
Pro 23:7 Denn wie ein Gespenst ist er inwendig; er spricht: Iss und trink! und sein Herz ist doch nicht mit dir.
Pro 23:8 Deine Bissen die du gegessen hattest, musst du ausspeien, und musst deine freundlichen Worte verloren haben.
Pro 23:9 Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede.
Pro 23:10 Verrcke nicht die vorigen Grenzen und gehe nicht auf der Waisen Acker.
Pro 23:11 Denn ihr Erlser ist mchtig; der wird ihre Sache wider dich ausfhren.
Pro 23:12 Gib dein Herz zur Zucht und deine Ohren zu vernnftiger Rede.
Pro 23:13 Lass nicht ab den Knaben zu zchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute haust, so wird man ihn nicht tten.
Pro 23:14 Du haust ihn mit der Rute; aber du errettest seine Seele vom Tode.
Pro 23:15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so freut sich auch mein Herz;
Pro 23:16 und meine Nieren sind froh, wenn deine Lippen reden, was recht ist.
Pro 23:17 Dein Herz folge nicht den Sndern, sondern sei tglich in der Furcht des HErrn.
Pro 23:18 Denn es wird dir hernach gut sein, und dein Warten wird nicht trgen.
Pro 23:19 Hre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz in den Weg.
Pro 23:20 Sei nicht unter den Sufern und Schlemmern;
Pro 23:21 denn die Sufer und Schlemmer verarmen, und ein Schlfer muss zerrissene Kleider tragen.
Pro 23:22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird.
Pro 23:23 Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand.
Pro 23:24 Der Vater eines Gerechten freut sich; und wer einen Weisen gezeugt hat, ist frhlich darber.
Pro 23:25 Lass sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und frhlich sein, die dich geboren hat.
Pro 23:26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und lass deinen Augen meine Wege wohl gefallen.
Pro 23:27 Denn eine Hure ist eine tiefe Grube, und eine Ehebrecherin ist ein enger Brunnen.
Pro 23:28 Auch lauert sie wie ein Ruber, und die Frechen unter den Menschen sammelt sie zu sich.
Pro 23:29 Wo ist Weh? wo ist Leid? wo ist Zank? wo ist Klagen? wo sind Wunden ohne Ursache? wo sind trbe Augen?
Pro 23:30 Wo man beim Wein liegt und kommt, auszusaufen, was eingeschenkt ist.
Pro 23:31 Siehe den Wein nicht an, dass er so rot ist und im Glase so schn steht. Er geht glatt ein;
Pro 23:32 aber darnach beit er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter.
Pro 23:33 So werden deine Augen nach andern Weibern sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge reden,
Pro 23:34 und wirst sein wie einer, der mitten im Meer schlft, und wie einer schlft oben auf dem Mastbaum.
Pro 23:35 Sie schlagen mich, aber es tut mir nicht weh; sie klopfen mich, aber ich fhle es nicht. Wann will ich aufwachen, dass ich's mehr treibe?
Pro 24:1 Folge nicht bsen Leuten und wnsche nicht, bei ihnen zu sein;
Pro 24:2 denn ihr Herz trachte nach Schaden, und ihre Lippen raten zu Unglck.
Pro 24:3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.
Pro 24:4 Durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll aller kstlichen, lieblichen Reichtmer.
Pro 24:5 Ein weiser Mann ist stark, und ein vernnftiger Mann ist mchtig von Krften.
Pro 24:6 Denn mit Rat muss man Krieg fhren; und wo viele Ratgeber sind, da ist der Sieg.
Pro 24:7 Weisheit ist dem Narren zu hoch; er darf seinen Mund im Tor nicht auftun.
Pro 24:8 Wer sich vornimmt, Bses zu tun, den heit man billig einen Erzbsewicht.
Pro 24:9 Des Narren Tcke ist Snde, und der Sptter ist ein Greuel vor den Leuten.
Pro 24:10 Der ist nicht stark, der in der Not nicht fest ist.
Pro 24:11 Errette die, so man tten will; und entzieh dich nicht von denen, die man wrgen will.
Pro 24:12 Sprichst du: Siehe, wir verstehen's nicht! meinst du nicht, der die Herzen wgt, merkt es, und der auf deine Seele achthat, kennt es und vergilt dem Menschen nach seinem Werk?
Pro 24:13 Iss, mein Sohn, Honig, denn er ist gut, und Honigseim ist s in deinem Halse.
Pro 24:14 Also lerne die Weisheit fr deine Seele. Wo du sie findest, so wird's hernach wohl gehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein.
Pro 24:15 Laure nicht als Gottloser auf das Haus des Gerechten; verstre seine Ruhe nicht.
Pro 24:16 Denn ein Gerechter fllt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen versinken im Unglck.
Pro 24:17 Freue dich des Falles deines Feindes nicht, und dein Herz sei nicht froh ber seinem Unglck;
Pro 24:18 der HErr mchte es sehen, und es mchte ihm bel gefallen und er seine Zorn von ihm wenden.
Pro 24:19 Erzrne dich nicht ber die Bsen und eifere nicht ber die Gottlosen.
Pro 24:20 Denn der Bse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird verlschen.
Pro 24:21 Mein Kind, frchte den HErrn und den Knig und menge dich nicht unter die Aufrhrer.
Pro 24:22 Denn ihr Verderben wird pltzlich entstehen; und wer wei, wann beider Unglck kommt?
Pro 24:23 Dies sind auch Worte von Weisen. Die Person ansehen im Gericht ist nicht gut.
Pro 24:24 Wer zum Gottlosen spricht: Du bist fromm, dem fluchen die Leute, und das Volk hasst ihn.
Pro 24:25 Welche aber strafen, die gefallen wohl, und kommt ein reicher Segen auf sie.
Pro 24:26 Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss.
Pro 24:27 Richte drauen dein Geschft aus und bearbeite deinen Acker; darnach baue dein Haus.
Pro 24:28 Sei nicht Zeuge ohne Ursache wider deinen Nchsten und betrge nicht mit deinem Munde.
Pro 24:29 Sprich nicht: Wie man mir tut, so will ich wieder tun und einem jeglichen sein Werk vergelten.
Pro 24:30 Ich ging am Acker des Faulen vorber und am Weinberg des Narren;
Pro 24:31 und siehe, da waren eitel Nesseln darauf, und er stand voll Disteln, und die Mauer war eingefallen.
Pro 24:32 Da ich das sah, nahm ich's zu Herzen und schaute und lernte daran.
Pro 24:33 Du willst ein wenig schlafen und ein wenig schlummern und ein wenig deine Hnde zusammentun, dass du ruhest:
Pro 24:34 aber es wird dir deine Armut kommen wie ein Wanderer und dein Mangel wie ein gewappneter Mann.
Pro 25:1 Dies sind auch Sprche Salomos, die hinzugesetzt haben die Mnner Hiskias, des Knigs in Juda.
Pro 25:2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; aber der Knige Ehre ist's, eine Sache zu erforschen.
Pro 25:3 Der Himmel ist hoch und die Erde tief; aber der Knige Herz ist unerforschlich.
Pro 25:4 Man tue den Schaum vom Silber, so wird ein reines Gef daraus.
Pro 25:5 Man tue den Gottlosen hinweg vor dem Knig, so wird sein Thron mit Gerechtigkeit befestigt.
Pro 25:6 Prange nicht vor dem Knig und tritt nicht an den Ort der Groen.
Pro 25:7 Denn es ist dir besser, dass man zu dir sage: Tritt hier herauf! als dass du vor dem Frsten erniedrigt wirst, dass es deine Augen sehen mssen.
Pro 25:8 Fahre nicht bald heraus, zu zanken; denn was willst du hernach machen, wenn dich dein Nchster beschmt hat?
Pro 25:9 Fhre deine Sache mit deinem Nchsten, und offenbare nicht eines andern Heimlichkeit,
Pro 25:10 auf dass nicht bel von dir spreche, der es hrt, und dein bses Gercht nimmer ablasse.
Pro 25:11 Ein Wort geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene pfel auf silbernen Schalen.
Pro 25:12 Wer einem Weisen gehorcht, der ihn straft, das ist wie ein goldenes Stirnband und goldenes Halsband.
Pro 25:13 Wie die Khle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein treuer Bote dem, der ihn gesandt hat, und labt seines Herrn Seele.
Pro 25:14 Wer viel verspricht und hlt nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.
Pro 25:15 Durch Geduld wird ein Frst vershnt, und eine linde Zunge bricht die Hrtigkeit.
Pro 25:16 Findest du Honig, so iss davon, so viel dir genug ist, dass du nicht zu satt wirst und speiest ihn aus.
Pro 25:17 Entzieh deinen Fu vom Hause deines Nchsten; er mchte dein berdrssig und dir gram werden.
Pro 25:18 Wer wider seinen Nchsten falsch Zeugnis redet, der ist ein Spie, Schwert und scharfer Pfeil.
Pro 25:19 Die Hoffnung auf einen Treulosen zur Zeit der Not ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fu.
Pro 25:20 Wer einem betrbten Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt am kalten Tage, und wie Essig auf der Kreide.
Pro 25:21 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; drstet ihn, so trnke ihn mit Wasser.
Pro 25:22 Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt hufen, und der HErr wird dir's vergelten.
Pro 25:23 Der Nordwind bringt Ungewitter, und die heimliche Zunge macht saures Angesicht.
Pro 25:24 Es ist besser, im Winkel auf dem Dach sitzen denn bei einem znkischen Weibe in einem Haus beisammen.
Pro 25:25 Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kalt Wasser einer durstigen Seele.
Pro 25:26 Ein Gerechter, der vor einem Gottlosen fllt, ist wie ein getrbter Brunnen und eine verderbte Quelle.
Pro 25:27 Wer zuviel Honig isst, das ist nicht gut; und wer schwere Dinge erforscht, dem wird's zu schwer.
Pro 25:28 Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern.
Pro 26:1 Wie der Schnee im Sommer und Regen in der Ernte, also reimt sich dem Narren die Ehre nicht.
Pro 26:2 Wie ein Vogel dahinfhrt und eine Schwalbe fliegt, also ein unverdienter Fluch trifft nicht.
Pro 26:3 Dem Ross eine Geiel und dem Esel einen Zaum und dem Narren eine Rute auf den Rcken!
Pro 26:4 Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, dass du ihm nicht auch gleich werdest.
Pro 26:5 Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, dass er sich nicht weise lasse dnken.
Pro 26:6 Wer eine Sache durch einen trichten Boten ausrichtet, der ist wie ein Lahmer an den Fen und nimmt Schaden.
Pro 26:7 Wie einem Krppel das Tanzen, also steht den Narren an, von Weisheit zu reden.
Pro 26:8 Wer einem Narren Ehre antut, das ist, als wenn einer einen edlen Stein auf den Rabenstein wrfe.
Pro 26:9 Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht.
Pro 26:10 Ein guter Meister macht ein Ding recht; aber wer einen Stmper dingt, dem wird's verderbt.
Pro 26:11 Wie ein Hund sein Gespeites wieder frisst, also ist der Narr, der seine Narrheit wieder treibt.
Pro 26:12 Wenn du einen siehst, der sich weise dnkt, da ist an einem Narren mehr Hoffnung denn an ihm.
Pro 26:13 Der Faule spricht: Es ist ein junger Lwe auf dem Wege und ein Lwe auf den Gassen.
Pro 26:14 Ein Fauler wendet sich im Bette wie die Tr in der Angel.
Pro 26:15 Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, dass er sie zum Munde bringe.
Pro 26:16 Ein Fauler dnkt sich weiser denn sieben, die da Sitten lehren.
Pro 26:17 Wer vorgeht und sich mengt in fremden Hader, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwackt.
Pro 26:18 Wie ein Unsinniger mit Geschoss und Pfeilen schiet und ttet,
Pro 26:19 also tut ein falscher Mensch mit seinem Nchsten und spricht darnach: Ich habe gescherzt.
Pro 26:20 Wenn nimmer Holz da ist, so verlischt das Feuer; und wenn der Verleumder weg ist, so hrt der Hader auf.
Pro 26:21 Wie die Kohlen eine Glut und Holz ein Feuer, also facht ein znkischer Mann Hader an.
Pro 26:22 Die Worte des Verleumders sind wie Schlge, und sie gehen durchs Herz.
Pro 26:23 Brnstige Lippen und ein bses Herz ist wie eine Scherbe, mit Silberschaum berzogen.
Pro 26:24 Der Feind verstellt sich mit seiner Rede, und im Herzen ist er falsch.
Pro 26:25 Wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen.
Pro 26:26 Wer den Hass heimlich hlt, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der Gemeinde offenbar werden.
Pro 26:27 Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wlzt, auf den wird er zurckkommen.
Pro 26:28 Eine falsche Zunge hasst den, der sie straft; und ein Heuchelmaul richtet Verderben an.
Pro 27:1 Rhme dich nicht des morgenden Tages; denn du weit nicht, was heute sich begeben mag.
Pro 27:2 Lass dich einen andern loben, und nicht deinen Mund, einen Fremden, und nicht deine eigenen Lippen.
Pro 27:3 Stein ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn die beiden.
Pro 27:4 Zorn ist ein wtig Ding, und Grimm ist ungestm; aber wer kann vor dem Neid bestehen?
Pro 27:5 Offene Strafe ist besser denn heimliche Liebe.
Pro 27:6 Die Schlge des Liebhabers meinen's recht gut; aber die Ksse des Hassers sind gar zu reichlich.
Pro 27:7 Eine satte Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittere s.
Pro 27:8 Wie ein Vogel, der aus seinem Nest weicht, also ist, wer von seiner Sttte weicht.
Pro 27:9 Das Herz erfreut sich an Salbe und Ruchwerk; aber ein Freund ist lieblich um Rats willen der Seele.
Pro 27:10 Deinen Freund und deines Vaters Freund verlass nicht, und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dir's bel geht; denn dein Nachbar in der Nhe ist besser als dein Bruder in der Ferne.
Pro 27:11 Sei weise, mein Sohn, so freut sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmht.
Pro 27:12 Ein Kluger sieht das Unglck und verbirgt sich; aber die Unverstndigen gehen hindurch und leiden Schaden.
Pro 27:13 Nimm dem sein Kleid, der fr einen andern Brge wird, und pfnde ihn um der Fremden willen.
Pro 27:14 Wenn einer seinen Nchsten des Morgens frh mit lauter Stimme segnet, das wird ihm fr einen Fluch gerechnet.
Pro 27:15 Ein znkisches Weib und stetiges Triefen, wenn's sehr regnet, werden wohl miteinander verglichen.
Pro 27:16 Wer sie aufhlt, der hlt den Wind und will das l mit der Hand fassen.
Pro 27:17 Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern.
Pro 27:18 Wer seinen Feigenbaum bewahrt, der isst Frchte davon; und wer seinen Herrn bewahrt, wird geehrt.
Pro 27:19 Wie das Spiegelbild im Wasser ist gegenber dem Angesicht, also ist eines Menschen Herz gegenber dem andern.
Pro 27:20 Hlle und Abgrund werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind auch unersttlich.
Pro 27:21 Ein Mann wird durch den Mund des, der ihn lobt, bewhrt wie Silber im Tiegel und das Gold im Ofen.
Pro 27:22 Wenn du den Narren im Mrser zerstieest mit dem Stmpel wie Grtze, so liee doch seine Narrheit nicht von ihm.
Pro 27:23 Auf deine Schafe habe acht und nimm dich deiner Herden an.
Pro 27:24 Denn Gut whrt nicht ewiglich, und die Krone whrt nicht fr und fr.
Pro 27:25 Das Heu ist weggefhrt, und wiederum ist Gras da und wird Kraut auf den Bergen gesammelt.
Pro 27:26 Die Lmmer kleiden dich und die Bcke geben dir das Geld, einen Acker zu kaufen.
Pro 27:27 Du hast Ziegenmilch genug zu deiner Speise, zur Speise deines Hauses und zur Nahrung deiner Dirnen.
Pro 28:1 Der Gottlose flieht, und niemand jagt ihn; der Gerechte aber ist getrost wie ein junger Lwe.
Pro 28:2 Um des Landes Snde willen werden viel nderungen der Frstentmer; aber um der Leute willen, die verstndig und vernnftig sind, bleiben sie lange.
Pro 28:3 Ein armer Mann, der die Geringen bedrckt, ist wie ein Meltau, der die Frucht verdirbt.
Pro 28:4 Die das Gesetz verlassen, loben den Gottlosen; die es aber bewahren, sind unwillig auf sie.
Pro 28:5 Bse Leute merken nicht aufs Recht; die aber nach dem HErrn fragen, merken auf alles.
Pro 28:6 Es ist besser ein Armer, der in seiner Frmmigkeit geht, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen geht.
Pro 28:7 Wer das Gesetz bewahrt, ist ein verstndiges Kind; wer aber der Schlemmer Geselle ist, schndet seinen Vater.
Pro 28:8 Wer sein Gut mehrt mit Wucher und Zins, der sammelt es fr den, der sich der Armen erbarmt.
Pro 28:9 Wer sein Ohr abwendet, das Gesetz zu hren, des Gebet ist ein Greuel.
Pro 28:10 Wer die Frommen verfhrt auf bsem Wege, der wird in seine Grube fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben.
Pro 28:11 Ein Reicher dnkt sich, weise zu sein; aber ein verstndiger Armer durchschaut ihn.
Pro 28:12 Wenn die Gerechten Oberhand haben, so geht's sehr fein zu; wenn aber Gottlose aufkommen, wendet sich's unter den Leuten.
Pro 28:13 Wer seine Missetat leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lsst, der wird Barmherzigkeit erlangen.
Pro 28:14 Wohl dem, der sich allewege frchtet; wer aber sein Herz verhrtet, wird in Unglck fallen.
Pro 28:15 Ein Gottloser, der ber ein armes Volk regiert, das ist ein brllender Lwe und gieriger Br.
Pro 28:16 Wenn ein Frst ohne Verstand ist, so geschieht viel Unrecht; wer aber den Geiz hasst, der wird lange leben.
Pro 28:17 Ein Mensch, der am Blut einer Seele schuldig ist, der wird flchtig sein bis zur Grube, und niemand halte ihn auf.
Pro 28:18 Wer fromm einhergeht, dem wird geholfen; wer aber verkehrtes Weges ist, wird auf einmal fallen.
Pro 28:19 Wer seinen Acker baut, wird Brot genug haben; wer aber dem Miggang nachgeht, wird Armut genug haben.
Pro 28:20 Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer aber eilt, reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben.
Pro 28:21 Person ansehen ist nicht gut; und mancher tut bel auch wohl um ein Stck Brot.
Pro 28:22 Wer eilt zum Reichtum und ist neidisch, der wei nicht, dass Mangel ihm begegnen wird.
Pro 28:23 Wer einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, mehr denn der da heuchelt.
Pro 28:24 Wer seinem Vater oder seiner Mutter etwas nimmt und spricht, es sei nicht Snde, der ist des Verderbers Geselle.
Pro 28:25 Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber auf den HErrn sich verlsst, wird gelabt.
Pro 28:26 Wer sich auf sein Herz verlsst, ist ein Narr; wer aber mit Weisheit geht, wird entrinnen.
Pro 28:27 Wer dem Armen gibt, dem wird nichts mangeln; wer aber seine Augen abwendet, der wird viel verflucht.
Pro 28:28 Wenn die Gottlosen aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, werden der Gerechten viel.
Pro 29:1 Wer wider die Strafe halsstarrig ist, der wird pltzlich verderben ohne alle Hilfe.
Pro 29:2 Wenn der Gerechten viel sind, freut sich das Volk; wenn aber der Gottlose herrscht, seufzt das Volk.
Pro 29:3 Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Huren umgeht, kommt um sein Gut.
Pro 29:4 Ein Knig richtet das Land auf durchs Recht; ein geiziger aber verderbt es.
Pro 29:5 Wer mit seinem Nchsten heuchelt, der breitet ein Netz aus fr seine Tritte.
Pro 29:6 Wenn ein Bser sndigt, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter freut sich und hat Wonne.
Pro 29:7 Der Gerechte erkennt die Sache der Armen; der Gottlose achtet keine Vernunft.
Pro 29:8 Die Sptter bringen frech eine Stadt in Aufruhr; aber die Weisen stillen den Zorn.
Pro 29:9 Wenn ein Weiser mit einem Narren zu rechten kommt, er zrne oder lache, so hat er nicht Ruhe.
Pro 29:10 Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten suchen sein Heil.
Pro 29:11 Ein Narr schttet seinen Geist ganz aus; aber ein Weiser hlt an sich.
Pro 29:12 Ein Herr, der zu Lgen Lust hat, des Diener sind alle gottlos.
Pro 29:13 Arme und Reiche begegnen einander: beider Augen erleuchtet der HErr.
Pro 29:14 Ein Knig, der die Armen treulich richtet, des Thron wird ewig bestehen.
Pro 29:15 Rute und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst berlassen, macht seiner Mutter Schande.
Pro 29:16 Wo viele Gottlose sind, da sind viel Snden; aber die Gerechten werden ihren Fall erleben.
Pro 29:17 Zchtige deinen Sohn, so wird er dich ergtzen und wird deiner Seele sanft tun.
Pro 29:18 Wo keine Weissagung ist, wird das Volk wild und wst; wohl aber dem, der das Gesetz handhabt!
Pro 29:19 Ein Knecht lsst sich mit Worten nicht zchtigen; denn ob er sie gleich versteht, nimmt er sich's doch nicht an.
Pro 29:20 Siehst du einen, der schnell ist zu reden, da ist am Narren mehr Hoffnung denn an ihm.
Pro 29:21 Wenn ein Knecht von Jugend auf zrtlich gehalten wird, so will er darnach ein Junker sein.
Pro 29:22 Ein zorniger Mann richtet Hader an, und ein Grimmiger tut viel Snde.
Pro 29:23 Die Hoffart des Menschen wird ihn strzen; aber der Demtige wird Ehre empfangen.
Pro 29:24 Wer mit Dieben teilhat, den Fluch aussprechen hrt, und sagt's nicht an, der hasst sein Leben.
Pro 29:25 Vor Menschen sich scheuen bringt zu Fall; wer sich aber auf den HErrn verlsst, wird beschtzt.
Pro 29:26 Viele suchen das Angesicht eines Frsten; aber eines jeglichen Gericht kommt vom HErrn.
Pro 29:27 Ein ungerechter Mann ist dem Gerechten ein Greuel; und wer rechtes Weges ist, der ist des Gottlosen Greuel.
Pro 30:1 Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes Jakes. Lehre und Rede des Mannes: Ich habe mich gemht, o Gott; ich habe mich gemht, o Gott, und ablassen mssen.
Pro 30:2 Denn ich bin der allernrrischste, und Menschenverstand ist nicht bei mir;
Pro 30:3 ich habe Weisheit nicht gelernt, dass ich den Heiligen erkennete.
Pro 30:4 Wer fhrt hinauf gen Himmel und herab? Wer fasst den Wind in seine Hnde? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt gestellt? Wie heit er? Und wie heit sein Sohn? Weit du das?
Pro 30:5 Alle Worte Gottes sind durchlutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen.
Pro 30:6 Tue nichts zu seinen Worten, dass er dich nicht strafe und werdest lgenhaft erfunden.
Pro 30:7 Zweierlei bitte ich von dir; das wollest du mir nicht weigern, ehe ich denn sterbe:
Pro 30:8 Abgtterei und Lge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht, lass mich aber mein bescheiden Teil Speise dahinnehmen.
Pro 30:9 Ich mchte sonst, wo ich zu satt wrde, verleugnen und sagen: Wer ist der HErr? Oder wo ich zu arm wrde, mchte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.
Pro 30:10 Verleumde den Knecht nicht bei seinem Herrn, dass er dir nicht fluche und du die Schuld tragen mssest.
Pro 30:11 Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet;
Pro 30:12 eine Art, die sich rein dnkt, und ist doch von ihrem Kot nicht gewaschen;
Pro 30:13 eine Art, die ihre Augen hoch trgt und ihre Augenlider emporhlt;
Pro 30:14 eine Art, die Schwerter fr Zhne hat und Messer fr Backenzhne und verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.
Pro 30:15 Blutegel hat zwei Tchter: Bring her, bring her! Drei Dinge sind nicht zu sttigen, und das vierte spricht nicht: Es ist genug:
Pro 30:16 die Hlle, der Frauen verschlossenen Mutter, die Erde wird nicht des Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug.
Pro 30:17 Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das mssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.
Pro 30:18 Drei sind mir zu wunderbar, und das vierte verstehe ich nicht:
Pro 30:19 des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf einem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und eines Mannes Weg an einer Jungfrau.
Pro 30:20 Also ist auch der Weg der Ehebrecherin; die verschlingt und wischt ihr Maul und spricht: Ich habe kein Bses getan.
Pro 30:21 Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte kann es nicht ertragen:
Pro 30:22 ein Knecht, wenn er Knig wird; ein Narr, wenn er zu satt ist;
Pro 30:23 eine Verschmhte, wenn sie geehelicht wird; und eine Magd, wenn sie ihrer Frau Erbin wird.
Pro 30:24 Vier sind klein auf Erden und klger denn die Weisen:
Pro 30:25 die Ameisen, ein schwaches Volk; dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise,
Pro 30:26 Kaninchen, ein schwaches Volk; dennoch legt es sein Haus in den Felsen,
Pro 30:27 Heuschrecken, haben keinen Knig; dennoch ziehen sie aus ganz in Haufen,
Pro 30:28 die Spinne, wirkt mit ihren Hnden und ist in der Knige Schlssern.
Pro 30:29 Dreierlei haben einen feinen Gang, und das vierte geht wohl:
Pro 30:30 der Lwe, mchtig unter den Tieren und kehrt nicht um vor jemand;
Pro 30:31 ein Windhund von guten Lenden, und ein Widder, und ein Knig, wider den sich niemand legen darf.
Pro 30:32 Bist du ein Narr gewesen und zu hoch gefahren und hast Bses vorgehabt, so lege die Hand aufs Maul.
Pro 30:33 Wenn man Milch stt, so macht man Butter daraus; und wer die Nase hart schneuzt, zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizt, zwingt Hader heraus.
Pro 31:1 Dies sind die Worte des Knigs Lamuel, die Lehre, die ihn seine Mutter lehrte.
Pro 31:2 Ach mein Auserwhlter, ach du Sohn meines Leibes, ach mein gewnschter Sohn,
Pro 31:3 lass nicht den Weibern deine Kraft und gehe die Wege nicht, darin sich die Knige verderben!
Pro 31:4 O, nicht den Knigen, Lamuel, nicht den Knigen ziemt es, Wein zu trinken, noch den Frsten starkes Getrnk!
Pro 31:5 Sie mchten trinken und der Rechte vergessen und verndern die Sache aller elenden Leute.
Pro 31:6 Gebt starkes Getrnk denen, die am Umkommen sind, und den Wein den betrbten Seelen,
Pro 31:7 dass sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglcks nicht mehr gedenken.
Pro 31:8 Tue deinen Mund auf fr die Stummen und fr die Sache aller, die verlassen sind.
Pro 31:9 Tue deinen Mund auf und richte recht und rche den Elenden und Armen.
Pro 31:10 Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die kstlichsten Perlen.
Pro 31:11 Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln.
Pro 31:12 Sie tut ihm Liebes und kein Leides ihr Leben lang.
Pro 31:13 Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gern mit ihren Hnden.
Pro 31:14 Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt.
Pro 31:15 Sie steht vor Tages auf und gibt Speise ihrem Hause und Essen ihren Dirnen.
Pro 31:16 Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Frchten ihrer Hnde.
Pro 31:17 Sie grtet ihre Lenden mit Kraft und strkt ihre Arme.
Pro 31:18 Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlischt des Nachts nicht.
Pro 31:19 Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel.
Pro 31:20 Sie breitet ihre Hnde aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Drftigen.
Pro 31:21 Sie frchtet fr ihr Haus nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider.
Pro 31:22 Sie macht sich selbst Decken; feine Leinwand und Purpur ist ihr Kleid.
Pro 31:23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den ltesten des Landes.
Pro 31:24 Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Grtel gibt sie dem Krmer.
Pro 31:25 Kraft und Schne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.
Pro 31:26 Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.
Pro 31:27 Sie schaut, wie es in ihrem Hause zugeht, und isst ihr Brot nicht mit Faulheit.
Pro 31:28 Ihre Shne stehen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie:
Pro 31:29 Viele Tchter halten sich tugendsam; du aber bertriffst sie alle.
Pro 31:30 Lieblich und schn sein ist nichts; ein Weib, das den HErrn frchtet, soll man loben.
Pro 31:31 Sie wird gerhmt werden von den Frchten ihrer Hnde, und ihre Werke werden sie loben in den Toren.
Ecc 1:1 Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Knigs zu Jerusalem.
Ecc 1:2 Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.
Ecc 1:3 Was hat der Mensch fr Gewinn von aller seiner Mhe, die er hat unter der Sonne?
Ecc 1:4 Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt ewiglich.
Ecc 1:5 Die Sonne geht auf und geht unter und luft an ihren Ort, dass sie wieder daselbst aufgehe.
Ecc 1:6 Der Wind geht gen Mittag und kommt herum zur Mitternacht und wieder herum an den Ort, da er anfing.
Ecc 1:7 Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her flieen, flieen sie wieder hin.
Ecc 1:8 Es sind alle Dinge so voll Mhe, dass es niemand ausreden kann. Das Auge sieht sich nimmer satt, und das Ohr hrt sich nimmer satt.
Ecc 1:9 Was ist's, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was ist's, das man getan hat? Eben das man hernach tun wird; und geschieht nichts Neues unter der Sonne.
Ecc 1:10 Geschieht auch etwas, davon man sagen mchte: Siehe, das ist neu? Es ist zuvor auch geschehen in den langen Zeiten, die vor uns gewesen sind.
Ecc 1:11 Man gedenkt nicht derer, die zuvor gewesen sind; also auch derer, so hernach kommen, wird man nicht gedenken bei denen, die darnach sein werden.
Ecc 1:12 Ich, der Prediger, war Knig zu Jerusalem
Ecc 1:13 und richtete mein Herz zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel tut. Solche unselige Mhe hat Gott den Menschenkindern gegeben, dass sie sich darin mssen qulen.
Ecc 1:14 Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht; und siehe, es war alles eitel und Haschen nach dem Wind.
Ecc 1:15 Krumm kann nicht schlicht<RF>bedeutet: gerade<Rf> werden noch, was fehlt, gezhlt werden.
Ecc 1:16 Ich sprach in meinem Herzen: Siehe, ich bin herrlich geworden und habe mehr Weisheit denn alle, die vor mir gewesen sind zu Jerusalem, und mein Herz hat viel gelernt und erfahren.
Ecc 1:17 Und richtete auch mein Herz darauf, dass ich erkennte Weisheit und erkennte Tollheit und Torheit. Ich ward aber gewahr, dass solches auch Mhe um Wind ist.
Ecc 1:18 Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grmens; und wer viel lernt, der muss viel leiden.
Ecc 2:1 Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will wohl leben und gute Tage haben! Aber siehe, das war auch eitel.
Ecc 2:2 Ich sprach zum Lachen: Du bist toll! und zur Freude: Was machst du?
Ecc 2:3 Da dachte ich in meinem Herzen, meinen Leib mit Wein zu pflegen, doch also, dass mein Herz mich mit Weisheit leitete, und zu ergreifen, was Torheit ist, bis ich lernte, was dem Menschen gut wre, dass sie tun sollten, solange sie unter dem Himmel leben.
Ecc 2:4 Ich tat groe Dinge: ich baute Huser, pflanzte Weinberge;
Ecc 2:5 ich machte mir Grten und Lustgrten und pflanzte allerlei fruchtbare Bume darein;
Ecc 2:6 ich machte mir Teiche, daraus zu wssern den Wald der grnenden Bume;
Ecc 2:7 ich hatte Knechte und Mgde und auch Gesinde, im Hause geboren; ich hatte eine grere Habe an Rindern und Schafen denn alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren;
Ecc 2:8 ich sammelte mir auch Silber und Gold und von den Knigen und Lndern einen Schatz; ich schaffte mir Snger und Sngerinnen und die Wonne der Menschen, allerlei Saitenspiel;
Ecc 2:9 und nahm zu ber alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren; auch blieb meine Weisheit bei mir;
Ecc 2:10 und alles, was meine Augen wnschten, das lie ich ihnen und wehrte meinem Herzen keine Freude, dass es frhlich war von aller meiner Arbeit; und das hielt ich fr mein Teil von aller meiner Arbeit.
Ecc 2:11 Da ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand gemacht hatte, und die Mhe, die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und Haschen nach dem Wind und kein Gewinn unter der Sonne.
Ecc 2:12 Da wandte ich mich, zu sehen die Weisheit und die Tollheit und Torheit. Denn wer wei, was der fr ein Mensch werden wird nach dem Knig, den sie schon bereit gemacht haben?
Ecc 2:13 Da ich aber sah, dass die Weisheit die Torheit bertraf wie das Licht die Finsternis;
Ecc 2:14 dass dem Weisen seine Augen im Haupt stehen, aber die Narren in der Finsternis gehen; und merkte doch, dass es einem geht wie dem andern.
Ecc 2:15 Da dachte ich in meinem Herzen: Weil es denn mir geht wie dem Narren, warum habe ich denn nach Weisheit getrachtet? Da dachte ich in meinem Herzen, dass solches auch eitel sei.
Ecc 2:16 Denn man gedenkt des Weisen nicht immerdar, ebenso wenig wie des Narren, und die knftigen Tage vergessen alles; und wie der Narr stirbt, also auch der Weise.
Ecc 2:17 Darum verdross mich zu leben; denn es gefiel mir bel, was unter der Sonne geschieht, dass alles eitel ist und Haschen nach dem Wind.
Ecc 2:18 Und mich verdross alle meine Arbeit, die ich unter der Sonne hatte, dass ich dieselbe einem Menschen lassen msste, der nach mir sein sollte.
Ecc 2:19 Denn wer wei, ob er weise oder toll sein wird? und soll doch herrschen in aller meiner Arbeit, die ich weislich getan habe unter der Sonne. Das ist auch eitel.
Ecc 2:20 Darum wandte ich mich, dass mein Herz abliee von aller Arbeit, die ich tat unter der Sonne.
Ecc 2:21 Denn es muss ein Mensch, der seine Arbeit mit Weisheit, Vernunft und Geschicklichkeit getan hat, sie einem andern zum Erbteil lassen, der nicht daran gearbeitet hat. Das ist auch eitel und ein groes Unglck.
Ecc 2:22 Denn was kriegt der Mensch von aller seiner Arbeit und Mhe seines Herzens, die er hat unter der Sonne?
Ecc 2:23 Denn alle seine Lebtage hat er Schmerzen mit Grmen und Leid, dass auch sein Herz des Nachts nicht ruht. Das ist auch eitel.
Ecc 2:24 Ist's nun nicht besser dem Menschen, dass er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei in seiner Arbeit? Aber solches sah ich auch, dass es von Gottes Hand kommt.
Ecc 2:25 Denn wer kann frhlich essen und sich ergtzen ohne ihn?
Ecc 2:26 Denn dem Menschen, der ihm gefllt, gibt er Weisheit, Vernunft und Freude; aber dem Snder gibt er Mhe, dass er sammle und hufe, und es doch dem gegeben werde, der Gott gefllt. Darum ist das auch eitel und Haschen nach dem Wind.
Ecc 3:1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.
Ecc 3:2 Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist,
Ecc 3:3 wrgen und heilen, brechen und bauen,
Ecc 3:4 weinen und lachen, klagen und tanzen,
Ecc 3:5 Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen,
Ecc 3:6 suchen und verlieren, behalten und wegwerfen,
Ecc 3:7 zerreien und zunhen, schweigen und reden,
Ecc 3:8 lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit.
Ecc 3:9 Man arbeite, wie man will, so hat man doch keinen Gewinn davon.
Ecc 3:10 Ich sah die Mhe, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie darin geplagt werden.
Ecc 3:11 Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und lsst ihr Herz sich ngsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Ecc 3:12 Darum merkte ich, dass nichts Besseres darin ist denn frhlich sein und sich gtlich tun in seinem Leben.
Ecc 3:13 Denn ein jeglicher Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut in aller seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes.
Ecc 3:14 Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht immer: man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, dass man sich vor ihm frchten soll.
Ecc 3:15 Was geschieht, das ist zuvor geschehen, und was geschehen wird, ist auch zuvor geschehen; und Gott sucht wieder auf, was vergangen ist.
Ecc 3:16 Weiter sah ich unter der Sonne Sttten des Gerichts, da war ein gottlos Wesen, und Sttten der Gerechtigkeit, da waren Gottlose.
Ecc 3:17 Da dachte ich in meinem Herzen: Gott muss richten den Gerechten und den Gottlosen; denn es hat alles Vornehmen seine Zeit und alle Werke.
Ecc 3:18 Ich sprach in meinem Herzen: Es geschieht wegen der Menschenkinder, auf dass Gott sie prfe und sie sehen, dass sie an sich selbst sind wie das Vieh.
Ecc 3:19 Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts mehr als das Vieh; denn es ist alles eitel.
Ecc 3:20 Es fhrt alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird wieder zu Staub.
Ecc 3:21 Wer wei, ob der Odem der Menschen aufwrts fahre und der Odem des Viehes abwrts unter die Erde fahre?
Ecc 3:22 So sah ich denn, dass nichts Besseres ist, als dass ein Mensch frhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, dass er sehe, was nach ihm geschehen wird?
Ecc 4:1 Ich wandte mich um und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne; und siehe, da waren die Trnen derer, so Unrecht litten und hatten keinen Trster; und die ihnen Unrecht taten, waren zu mchtig, dass sie keinen Trster haben konnten.
Ecc 4:2 Da lobte ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr denn die Lebendigen, die noch das Leben hatten;
Ecc 4:3 und besser als alle beide ist, der noch nicht ist und des Bsen nicht innewird, das unter der Sonne geschieht.
Ecc 4:4 Ich sah an Arbeit und Geschicklichkeit in allen Sachen; da neidet einer den andern. Das ist auch eitel und Haschen nach dem Wind.
Ecc 4:5 Ein Narr schlgt die Finger ineinander und verzehrt sich selbst.
Ecc 4:6 Es ist besser eine Handvoll mit Ruhe denn beide Fuste voll mit Mhe und Haschen nach Wind.
Ecc 4:7 Ich wandte mich um und sah die Eitelkeit unter der Sonne.
Ecc 4:8 Es ist ein einzelner, und nicht selbander, und hat weder Kind noch Bruder; doch ist seines Arbeitens kein Ende, und seine Augen werden Reichtums nicht satt. Wem arbeite ich doch und breche meiner Seele ab? Das ist auch eitel und eine bse Mhe.
Ecc 4:9 So ist's ja besser zwei als eins; denn sie genieen doch ihrer Arbeit wohl.
Ecc 4:10 Fllt ihrer einer so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist! Wenn er fllt, so ist keiner da, der ihm aufhelfe.
Ecc 4:11 Auch wenn zwei beieinander liegen, wrmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden?
Ecc 4:12 Einer mag berwltigt werden, aber zwei mgen widerstehen; und eine dreifltige Schnur reit nicht leicht entzwei.
Ecc 4:13 Ein armes Kind, das weise ist, ist besser denn ein alter Knig, der ein Narr ist und wei nicht sich zu hten.
Ecc 4:14 Es kommt einer aus dem Gefngnis zum Knigreich; und einer, der in seinem Knigreich geboren ist, verarmt.
Ecc 4:15 Und ich sah, dass alle Lebendigen unter der Sonne wandelten bei dem andern, dem Kinde, das an jenes Statt sollte aufkommen.
Ecc 4:16 Und des Volks, das vor ihm ging, war kein Ende und des, das ihm nachging; und wurden sein doch nicht froh. Das ist auch eitel und Mhe um Wind.
Ecc 4:17 Bewahre deinen Fu, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komme, dass du hrst. Das ist besser als der Narren Opfer; denn sie wissen nicht, was sie Bses tun.
Ecc 5:1 Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, was zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel, und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein.
Ecc 5:2 Denn wo viel Sorgen ist, da kommen Trume; und wo viel Worte sind, da hrt man den Narren.
Ecc 5:3 Wenn du Gott ein Gelbde tust, so verzieh nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Narren. Was du gelobst, das halte.
Ecc 5:4 Es ist besser, du gelobst nichts, denn dass du nicht hltst, was du gelobst.
Ecc 5:5 Lass deinem Mund nicht zu, dass er dein Fleisch verfhre; und sprich vor dem Engel nicht: Es ist ein Versehen. Gott mchte erzrnen ber deine Stimme und verderben alle Werke deiner Hnde.
Ecc 5:6 Wo viel Trume sind, da ist Eitelkeit und viel Worte; aber frchte du Gott.
Ecc 5:7 Siehst du dem Armen Unrecht tun und Recht und Gerechtigkeit im Lande wegreien, wundere dich des Vornehmens nicht; denn es ist ein hoher Hter ber den Hohen und sind noch Hhere ber die beiden.
Ecc 5:8 Und immer ist's Gewinn fr ein Land, wenn ein Knig da ist fr das Feld, das man baut.
Ecc 5:9 Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt; und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel.
Ecc 5:10 Denn wo viel Guts ist, da sind viele, die es essen; und was geniet davon, der es hat, auer dass er's mit Augen ansieht?
Ecc 5:11 Wer arbeitet, dem ist der Schaf s, er habe wenig oder viel gegessen; aber die Flle des Reichen lsst ihn nicht schlafen.
Ecc 5:12 Es ist ein bses bel, das ich sah unter der Sonne: Reichtum, behalten zum Schaden dem, der ihn hat.
Ecc 5:13 Denn der Reiche kommt um mit groem Jammer; und so er einen Sohn gezeugt hat, dem bleibt nichts in der Hand.
Ecc 5:14 Wie er nackt ist von seine Mutter Leibe gekommen, so fhrt er wieder hin, wie er gekommen ist, und nimmt nichts mit sich von seiner Arbeit in seiner Hand, wenn er hinfhrt.
Ecc 5:15 Das ist ein bses bel, dass er hinfhrt, wie er gekommen ist. Was hilft's ihm denn, dass er in den Wind gearbeitet hat?
Ecc 5:16 Sein Leben lang hat er im Finstern gegessen und in groem Grmen und Krankheit und Verdru.
Ecc 5:17 So sehe ich nun das fr gut an, dass es fein sei, wenn man isst und trinkt und gutes Muts ist in aller Arbeit, die einer tut unter der Sonne sein Leben lang, das Gott ihm gibt; denn das ist sein Teil.
Ecc 5:18 Denn welchem Menschen Gott Reichtum und Gter gibt und die Gewalt, dass er davon isst und trinkt fr sein Teil und frhlich ist in seiner Arbeit, das ist eine Gottesgabe.
Ecc 5:19 Denn er denkt nicht viel an die Tage seines Lebens, weil Gott sein Herz erfreut.
Ecc 6:1 Es ist ein Unglck, das ich sah unter der Sonne, und ist gemein bei den Menschen:
Ecc 6:2 einer, dem Gott Reichtum, Gter und Ehre gegeben hat und mangelt ihm keins, das sein Herz begehrt; und Gott gibt doch ihm nicht Macht, es zu genieen, sondern ein anderer verzehrt es; das ist eitel und ein bses bel.
Ecc 6:3 Wenn einer gleich hundert Kinder zeugte und htte langes Leben, dass er viele Jahre berlebte, und seine Seele sttigte sich des Guten nicht und bliebe ohne Grab, von dem spreche ich, dass eine unzeitige Geburt besser sei denn er.
Ecc 6:4 Denn in Nichtigkeit kommt sie, und in Finsternis fhrt sie dahin, und ihr Name bleibt in Finsternis bedeckt,
Ecc 6:5 auch hat sie die Sonne nicht gesehen noch gekannt; so hat sie mehr Ruhe denn jener.
Ecc 6:6 Ob er auch zweitausend Jahre lebte, und gensse keines Guten: kommt's nicht alles an einen Ort? 
Ecc 6:7 Alle Arbeit des Menschen ist fr seinen Mund; aber doch wird die Seele nicht davon satt.
Ecc 6:8 Denn was hat ein Weiser mehr als ein Narr? Was hilft's den Armen, dass er wei zu wandeln vor den Lebendigen?
Ecc 6:9 Es ist besser, das gegenwrtige Gut gebrauchen, denn nach anderm gedenken. Das ist auch Eitelkeit und Haschen nach Wind.
Ecc 6:10 Was da ist, des Name ist zuvor genannt, und es ist bestimmt, was ein Mensch sein wird; und er kann nicht hadern mit dem, der ihm zu mchtig ist.
Ecc 6:11 Denn es ist des eitlen Dinges zuviel; was hat ein Mensch davon?
Ecc 6:12 Denn wer wei, was dem Menschen ntze ist im Leben, solange er lebt in seiner Eitelkeit, welches dahinfhrt wie ein Schatten? Oder wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne? 
Ecc 7:1 Ein guter Ruf ist besser denn gute Salbe, und der Tag des Todes denn der Tag der Geburt.
Ecc 7:2 Es ist besser in das Klagehaus gehen, denn in ein Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen.
Ecc 7:3 Es ist Trauern besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.
Ecc 7:4 Das Herz der Weisen ist im Klagehause, und das Herz der Narren im Hause der Freude.
Ecc 7:5 Es ist besser hren das Schelten der Weisen, denn hren den Gesang der Narren.
Ecc 7:6 Denn das Lachen der Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Tpfen; und das ist auch eitel.
Ecc 7:7 Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildttiges Herz.
Ecc 7:8 Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist.
Ecc 7:9 Sei nicht schnellen Gemtes zu zrnen; denn Zorn ruht im Herzen eines Narren.
Ecc 7:10 Sprich nicht: Was ist's, dass die vorigen Tage besser waren als diese? denn du fragst solches nicht weislich.
Ecc 7:11 Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, dass sich einer der Sonne freuen kann.
Ecc 7:12 Denn die Weisheit beschirmt, so beschirmt Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat.
Ecc 7:13 Siehe an die Werke Gottes; denn wer kann das schlicht<RF>bedeutet: gerade<Rf> machen, was er krmmt?
Ecc 7:14 Am guten Tage sei guter Dinge, und den bsen Tag nimm auch fr gut; denn diesen schafft Gott neben jenem, dass der Mensch nicht wissen soll, was knftig ist.
Ecc 7:15 Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter, und geht unter mit seiner Gerechtigkeit; und ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit.
Ecc 7:16 Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, dass du dich nicht verderbest.
Ecc 7:17 Sei nicht allzu gottlos und narre nicht, dass du nicht sterbest zur Unzeit.
Ecc 7:18 Es ist gut, dass du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lssest; denn wer Gott frchtet, der entgeht dem allem.
Ecc 7:19 Die Weisheit strkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind.
Ecc 7:20 Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er Gutes tue und nicht sndige.
Ecc 7:21 Gib auch nicht acht auf alles, was man sagt, dass du nicht hren mssest deinen Knecht dir fluchen.
Ecc 7:22 Denn dein Herz wei, dass du andern oftmals geflucht hast.
Ecc 7:23 Solches alles habe ich versucht mit Weisheit. Ich gedachte, ich will weise sein; sie blieb aber ferne von mir.
Ecc 7:24 Alles, was da ist, das ist ferne und sehr tief; wer will's finden?
Ecc 7:25 Ich kehrte mein Herz, zu erfahren und erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen,
Ecc 7:26 und fand, dass bitterer sei denn der Tod ein solches Weib, dessen Herz Netz und Strick ist und deren Hnde Bande sind. Wer Gott gefllt, der wird ihr entrinnen; aber der Snder wird durch sie gefangen.
Ecc 7:27 Schau, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, dass ich Erkenntnis fnde.
Ecc 7:28 Und meine Seele sucht noch und hat's nicht gefunden: unter tausend habe ich einen Mann gefunden; aber ein Weib habe ich unter den allen nicht gefunden.
Ecc 7:29 Allein schaue das: ich habe gefunden, dass Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Knste.
Ecc 8:1 Wer ist wie der Weise, und wer kann die Dinge auslegen? Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht; aber ein freches Angesicht wird gehasst.
Ecc 8:2 Halte das Wort des Knigs und den Eid Gottes.
Ecc 8:3 Eile nicht zu gehen von seinem Angesicht, und bleibe nicht in bser Sache; denn er tut, was er will.
Ecc 8:4 In des Knigs Wort ist Gewalt; und wer mag zu ihm sagen: Was machst du?
Ecc 8:5 Wer das Gebot hlt, der wird nichts Bses erfahren; aber eines Weisen Herz wei Zeit und Weise.
Ecc 8:6 Denn ein jeglich Vornehmen hat seine Zeit und Weise; denn des Unglcks des Menschen ist viel bei ihm.
Ecc 8:7 Denn er wei nicht, was geschehen wird; und wer soll ihm sagen, wie es werden soll?
Ecc 8:8 Ein Mensch hat nicht Macht ber den Geist, den Geist zurckzuhalten, und hat nicht Macht ber den Tag des Todes, und keiner wird losgelassen im Streit; und das gottlose Wesen errettet den Gottlosen nicht.
Ecc 8:9 Das habe ich alles gesehen, und richtete mein Herz auf alle Werke, die unter der Sonne geschehen. Ein Mensch herrscht zuzeiten ber den andern zu seinem Unglck.
Ecc 8:10 Und da sah ich Gottlose, die begraben wurden und zur Ruhe kamen; aber es wandelten hinweg von heiliger Sttte und wurden vergessen in der Stadt die, so recht getan hatten. Das ist auch eitel.
Ecc 8:11 Weil nicht alsbald geschieht ein Urteil ber die bsen Werke, dadurch wird das Herz der Menschen voll, Bses zu tun.
Ecc 8:12 Ob ein Snder hundertmal Bses tut und lange lebt, so wei ich doch, dass es wohl gehen wird denen, die Gott frchten, die sein Angesicht scheuen.
Ecc 8:13 Aber dem Gottlosen wird es nicht wohl gehen; und wie ein Schatten werden nicht lange leben, die sich vor Gott nicht frchten.
Ecc 8:14 Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht: es sind Gerechte, denen geht es als htten sie Werke der Gottlosen, und sind Gottlose, denen geht es als htten sie Werke der Gerechten. Ich sprach: Das ist auch eitel.
Ecc 8:15 Darum lobte ich die Freude, dass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne denn essen und trinken und frhlich sein; und solches werde ihm von der Arbeit sein Leben lang, das ihm Gott gibt unter der Sonne.
Ecc 8:16 Ich gab mein Herz, zu wissen die Weisheit und zu schauen die Mhe, die auf Erden geschieht, dass auch einer weder Tag noch Nacht den Schlaf sieht mit seinen Augen.
Ecc 8:17 Und ich sah alle Werke Gottes, dass ein Mensch das Werk nicht finden kann, das unter der Sonne geschieht; und je mehr der Mensch arbeitet, zu suchen, je weniger er findet. Wenn er gleich spricht: Ich bin weise und wei es, so kann er's doch nicht finden.
Ecc 9:1 Denn ich habe solches alles zu Herzen genommen, zu forschen das alles, dass Gerechte und Weise und ihre Werke sind in Gottes Hand; kein Mensch kennt weder die Liebe noch den Hass irgend eines, den er vor sich hat.
Ecc 9:2 Es begegnet dasselbe einem wie dem andern: dem Gerechten wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem, der opfert, wie dem, der nicht opfert; wie es dem Guten geht, so geht's auch dem Snder; wie es dem, der schwrt, geht, so geht's auch dem, der den Eid frchtet.
Ecc 9:3 Das ist ein bses Ding unter allem, was unter der Sonne geschieht, dass es einem geht wie dem andern; daher auch das Herz der Menschen voll Arges wird, und Torheit ist in ihrem Herzen, dieweil sie leben; darnach mssen sie sterben.
Ecc 9:4 Denn bei allen Lebendigen ist, was man wnscht: Hoffnung; denn ein lebendiger Hund ist besser denn ein toter Lwe.
Ecc 9:5 Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts, sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Gedchtnis ist vergessen,
Ecc 9:6 dass man sie nicht mehr liebt noch hasst noch neidet, und haben kein Teil mehr auf dieser Welt an allem, was unter der Sonne geschieht.
Ecc 9:7 So gehe hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Werk gefllt Gott.
Ecc 9:8 Lass deine Kleider immer wei sein und lass deinem Haupt Salbe nicht mangeln.
Ecc 9:9 Brauche das Leben mit deinem Weibe, das du liebhast, solange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat, solange dein eitel Leben whrt; denn das ist dein Teil im Leben und in deiner Arbeit, die du tust unter der Sonne.
Ecc 9:10 Alles, was dir vor Handen kommt, zu tun, das tue frisch; denn bei den Toten, dahin du fhrst, ist weder Werk, Kunst, Vernunft noch Weisheit.
Ecc 9:11 Ich wandte mich und sah, wie es unter der Sonne zugeht, dass zum Laufen nicht hilft schnell zu sein, zum Streit hilft nicht stark sein, zur Nahrung hilft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; dass einer angenehm sei, dazu hilft nicht, dass er ein Ding wohl kann; sondern alles liegt an Zeit und Glck.
Ecc 9:12 Auch wei der Mensch seine Zeit nicht; sondern, wie die Fische gefangen werden mit einem verderblichen Haken, und wie die Vgel mit einem Strick gefangen werden, so werden auch die Menschen berckt zur bsen Zeit, wenn sie pltzlich ber sie fllt.
Ecc 9:13 Ich habe auch diese Weisheit gesehen unter der Sonne, die mich gro deuchte:
Ecc 9:14 dass eine kleine Stadt war und wenig Leute darin, und kam ein groer Knig und belagerte sie und baute groe Bollwerke darum,
Ecc 9:15 und ward darin gefunden ein armer, weiser Mann, der errettete dieselbe Stadt durch seine Weisheit; und kein Mensch gedachte desselben armen Mannes.
Ecc 9:16 Da sprach ich: Weisheit ist ja besser den Strke; doch wird des Armen Weisheit verachtet und seinen Worten nicht gehorcht.
Ecc 9:17 Der Weisen Worte, in Stille vernommen, sind besser denn der Herren Schreien unter den Narren.
Ecc 9:18 Weisheit ist besser denn Harnisch; aber eine einziger Bube verderbt viel Gutes.
Ecc 10:1 Schdliche Fliegen verderben gute Salben; also wiegt ein wenig Torheit schwerer denn Weisheit und Ehre.
Ecc 10:2 Des Weisen Herz ist zu seiner Rechten; aber des Narren Herz ist zu seiner Linken.
Ecc 10:3 Auch ob der Narr selbst nrrisch ist in seinem Tun, doch hlt er jedermann fr einen Narren.
Ecc 10:4 Wenn eines Gewaltigen Zorn wider dich ergeht, so lass dich nicht entrsten; denn Nachlassen stillt groes Unglck.
Ecc 10:5 Es ist ein Unglck, das ich sah unter der Sonne, gleich einem Versehen, das vom Gewaltigen ausgeht:
Ecc 10:6 dass ein Narr sitzt in groer Wrde, und die Reichen in Niedrigkeit sitzen.
Ecc 10:7 Ich sah Knechte auf Rossen, und Frsten zu Fu gehen wie Knechte.
Ecc 10:8 Aber wer eine Grube macht, der wird selbst hineinfallen; und wer den Zaun zerreit, den wird eine Schlange stechen.
Ecc 10:9 Wer Steine wegwlzt, der wird Mhe damit haben; und wer Holz spaltet, der wird davon verletzt werden.
Ecc 10:10 Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibt, muss man's mit Macht wieder schrfen; also folgt auch Weisheit dem Flei.
Ecc 10:11 Ein Schwtzer ist nichts Besseres als eine Schlange, die ohne Beschwrung sticht.
Ecc 10:12 Die Worte aus dem Mund eines Weisen sind holdselig; aber des Narren Lippen verschlingen ihn selbst.
Ecc 10:13 Der Anfang seiner Worte ist Narrheit, und das Ende ist schdliche Torheit.
Ecc 10:14 Ein Narr macht viele Worte; aber der Mensch wei nicht, was gewesen ist, und wer will ihm sagen, was nach ihm werden wird?
Ecc 10:15 Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer, weil sie nicht wissen in die Stadt zu gehen.
Ecc 10:16 Weh dir, Land, dessen Knig ein Kind ist, und dessen Frsten in der Frhe speisen!
Ecc 10:17 Wohl dir, Land, dessen Knig edel ist, und dessen Frsten zu rechter Zeit speisen, zur Strke und nicht zur Lust!
Ecc 10:18 Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch lssige Hnde wird das Haus triefend.
Ecc 10:19 Das macht, sie halten Mahlzeiten, um zu lachen, und der Wein muss die Lebendigen erfreuen, und das Geld muss ihnen alles zuwege bringen.
Ecc 10:20 Fluche dem Knig nicht in deinem Herzen und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vgel des Himmels fhren die Stimme fort, und die Fittiche haben, sagen's weiter.
Ecc 11:1 Lass dein Brot ber das Wasser fahren, so wirst du es finden nach langer Zeit.
Ecc 11:2 Teile aus unter sieben und unter acht; denn du weit nicht, was fr Unglck auf Erden kommen wird.
Ecc 11:3 Wenn die Wolken voll sind, so geben sie Regen auf die Erde; und wenn der Baum fllt, er falle gegen Mittag oder Mitternacht, auf welchen Ort er fllt, da wird er liegen.
Ecc 11:4 Wer auf den Wind achtet, der st nicht; und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.
Ecc 11:5 Gleichwie du nicht weit den Weg des Windes und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitet werden, also kannst du auch Gottes Werk nicht wissen, das er tut berall.
Ecc 11:6 Frhe se deinen Samen und lass deine Hand des Abends nicht ab; denn du weit nicht, ob dies oder das geraten wird; und ob beides geriete, so wre es desto besser.
Ecc 11:7 Es ist das Licht s, und den Augen lieblich, die Sonne zu sehen.
Ecc 11:8 Wenn ein Mensch viele Jahre lebt, so sei er frhlich in ihnen allen und gedenke der finstern Tage, dass ihrer viel sein werden; denn alles, was kommt, ist eitel.
Ecc 11:9 So freue dich, Jngling, in deiner Jugend und lass dein Herz guter Dinge sein in deiner Jugend. Tue, was dein Herz gelstet und deinen Augen gefllt, und wisse, dass dich Gott um dies alles wird vor Gericht fhren.
Ecc 11:10 Lass die Traurigkeit in deinem Herzen und tue das bel von deinem Leibe; denn Kindheit und Jugend ist eitel.
Ecc 12:1 Gedenke an deinen Schpfer in deiner Jugend, ehe denn die bsen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht;
Ecc 12:2 ehe denn die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden und Wolken wieder kommen nach dem Regen;
Ecc 12:3 zur Zeit, wenn die Hter im Hause zittern, und sich krmmen die Starken, und mig stehen die Mller, weil ihrer so wenig geworden sind, und finster werden, die durch die Fenster sehen,
Ecc 12:4 und die Tren an der Gasse geschlossen werden, dass die Stimme der Mhle leise wird, und man erwacht, wenn der Vogel singt, und gedmpft sind alle Tchter des Gesangs;
Ecc 12:5 wenn man auch vor Hhen sich frchtet und sich scheut auf dem Wege; wenn der Mandelbaum blht, und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lust vergeht (denn der Mensch fhrt hin, da er ewig bleibt, und die Klageleute gehen umher auf der Gasse);
Ecc 12:6 ehe denn der silberne Strick wegkomme, und die goldene Schale zerbreche, und der Eimer zerfalle an der Quelle, und das Rad zerbrochen werde am Born.
Ecc 12:7 Denn der Staub muss wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
Ecc 12:8 Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel.
Ecc 12:9 Derselbe Prediger war nicht allein weise, sondern lehrte auch das Volk gute Lehre und merkte und forschte und stellte viel Sprche.
Ecc 12:10 Er suchte, dass er fnde angenehme Worte, und schrieb recht die Worte der Wahrheit.
Ecc 12:11 Die Worte der Weisen sind Stacheln und Ngel; sie sind geschrieben durch die Meister der Versammlungen und von einem Hirten gegeben.
Ecc 12:12 Hte dich, mein Sohn, vor andern mehr; denn viel Bchermachens ist kein Ende, und viel studieren macht den Leib mde.
Ecc 12:13 Lasst uns die Hauptsumme alle Lehre hren: Frchte Gott und halte seine Gebote; denn das gehrt allen Menschen zu.
Ecc 12:14 Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder bse.
Sol 1:1 Das Hohelied Salomos.
Sol 1:2 Er ksse mich mit dem Kusse seines Mundes; denn deine Liebe ist lieblicher als Wein.
Sol 1:3 Es riechen deine Salben kstlich; dein Name ist eine ausgeschttete Salbe, darum lieben dich die Jungfrauen.
Sol 1:4 Zieh mich dir nach, so laufen wir. Der Knig fhrte mich in seine Kammern. Wir freuen uns und sind frhlich ber dir; wir gedenken an deine Liebe mehr denn an den Wein. Die Frommen lieben dich.
Sol 1:5 Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Tchter Jerusalems, wie die Htten Kedars, wie die Teppiche Salomos.
Sol 1:6 Seht mich nicht an, dass ich so schwarz bin; denn die Sonne hat mich so verbrannt. Meiner Mutter Kinder zrnen mit mir. Sie haben mich zur Hterin der Weinberge gesetzt; aber meinen eigenen Weinberg habe ich nicht behtet.
Sol 1:7 Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, dass ich nicht hin und her gehen msse bei den Herden deiner Gesellen.
Sol 1:8 Wei du es nicht, du schnste unter den Weibern, so gehe hinaus auf die Futapfen der Schafe und weide deine Zicklein bei den Hirtenhusern.
Sol 1:9 Ich vergleiche dich, meine Freundin, meinem Gespann an den Wagen Pharaos.
Sol 1:10 Deine Backen stehen lieblich in den Kettchen und dein Hals in den Schnren.
Sol 1:11 Wir wollen dir goldene Kettchen machen mit silbernen Pnktlein.
Sol 1:12 Da der Knig sich herwandte, gab meine Narde ihren Geruch.
Sol 1:13 Mein Freund ist mir ein Bschel Myrrhen, das zwischen meinen Brsten hanget.
Sol 1:14 Mein Freund ist mir eine Traube von Zyperblumen in den Weinbergen zu Engedi.
Sol 1:15 Siehe, meine Freundin, du bist schn; schn bist du, deine Augen sind wie Taubenaugen.
Sol 1:16 Siehe, mein Freund, du bist schn und lieblich. Unser Bett grnt,
Sol 1:17 unsrer Huser Balken sind Zedern, unser Getfel Zypressen.
Sol 2:1 Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal.
Sol 2:2 Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Tchtern.
Sol 2:3 Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bumen, so ist mein Freund unter den Shnen. Ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seine Frucht ist meiner Kehle s.
Sol 2:4 Er fhrt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panier ber mir.
Sol 2:5 Er erquickt mich mit Blumen und labt mich mit pfeln; denn ich bin krank vor Liebe.
Sol 2:6 Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzt mich.
Sol 2:7 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Rehen oder bei den Hinden auf dem Felde, dass ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefllt.
Sol 2:8 Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt und hpft auf den Bergen und springt auf den Hgeln.
Sol 2:9 Mein Freund ist gleich einem Reh oder jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unsrer Wand, sieht durchs Fenster und schaut durchs Gitter.
Sol 2:10 Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Stehe auf, meine Freundin, meine Schne, und komm her!
Sol 2:11 Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin;
Sol 2:12 die Blumen sind hervorgekommen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube lsst sich hren in unsrem Lande;
Sol 2:13 der Feigenbaum hat Knoten gewonnen, die Weinstcke haben Blten gewonnen und geben ihren Geruch. Stehe auf, meine Freundin, und komm, meine Schne, komm her!
Sol 2:14 Meine Taube in den Felsklften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, lass mich hren deine Stimme; denn die Stimme ist s, und deine Gestalt ist lieblich.
Sol 2:15 Fanget uns die Fchse, die kleinen Fchse, die die Weinberge verderben; denn unsre Weinberge haben Blten gewonnen.
Sol 2:16 Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter Rosen weidet.
Sol 2:17 Bis der Tag khl wird und die Schatten weichen, kehre um; werde wie ein Reh, mein Freund, oder wie ein junger Hirsch auf den Scheidebergen.
Sol 3:1 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
Sol 3:2 Ich will aufstehen und in der Stadt umgehen auf den Gassen und Straen und suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
Sol 3:3 Es fanden mich die Wchter, die in der Stadt umgehen: Habt ihr nicht gesehen, den meine Seele liebt?
Sol 3:4 Da ich ein wenig an ihnen vorber war, da fand ich, den meine Seele liebt. Ich halte ihn und will ihn nicht lassen, bis ich ihn bringe in meiner Mutter Haus, in die Kammer der, die mich geboren hat.
Sol 3:5 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Rehen oder Hinden auf dem Felde, dass ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefllt.
Sol 3:6 Wer ist die, die heraufgeht aus der Wste wie ein gerader Rauch, wie ein Geruch von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewrzstaub des Krmers?
Sol 3:7 Siehe, um das Bett Salomos her stehen sechzig Starke aus den Starken in Israel.
Sol 3:8 Sie halten alle Schwerter und sind geschickt, zu streiten. Ein jeglicher hat sein Schwert an seiner Hfte um des Schreckens willen in der Nacht.
Sol 3:9 Der Knig Salomo lie sich eine Snfte machen von Holz aus Libanon.
Sol 3:10 Ihre Sulen sind silbern, die Decke golden, der Sitz purpurn, und inwendig ist sie lieblich ausgeziert um der Tchter Jerusalems willen.
Sol 3:11 Gehet heraus und schauet an, ihr Tchter Zions, den Knig Salomo in der Krone, damit ihn seine Mutter gekrnt hat am Tage seiner Hochzeit und am Tage der Freude seines Herzens.
Sol 4:1 Siehe, meine Freundin, du bist schn! siehe, schn bist du! Deine Augen sind wie Taubenaugen zwischen deinen Zpfen. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die gelagert sind am Berge Gilead herab.
Sol 4:2 Deine Zhne sind wie eine Herde Schafe mit bechnittener Wolle, die aus der Schwemme kommen, die allzumal Zwillinge haben, und es fehlt keiner unter ihnen.
Sol 4:3 Deine Lippen sind wie eine scharlachfarbene Schnur und deine Rede lieblich. Deine Wangen sind wie der Ritz am Granatapfel zwischen deinen Zpfen.
Sol 4:4 Dein Hals ist wie der Turm Davids, mit Brustwehr gebaut, daran tausend Schilde hangen und allerlei Waffen der Starken.
Sol 4:5 Deine zwei Brste sind wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden.
Sol 4:6 Bis der Tag khl wird und die Schatten weichen, will ich zum Myrrhenberge gehen und zum Weihrauchhgel.
Sol 4:7 Du bist allerdinge schn, meine Freundin, und ist kein Flecken an dir.
Sol 4:8 Komm mit mir, meine Braut, vom Libanon, komm mit mir vom Libanon, tritt her von der Hhe Amana, von der Hhe Senir und Hermon, von den Wohnungen der Lwen, von den Bergen der Leoparden!
Sol 4:9 Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, liebe Braut, mit deiner Augen einem und mit deiner Halsketten einer.
Sol 4:10 Wie schn ist deine Liebe, meine Schwester, liebe Braut! Deine Liebe ist lieblicher denn Wein, und der Geruch deiner Salben bertrifft alle Wrze.
Sol 4:11 Deine Lippen, meine Braut, sind wie triefender Honigseim; Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und deiner Kleider Geruch ist wie der Geruch des Libanon.
Sol 4:12 Meine Schwester, liebe Braut, du bist ein verschlossener Garten, eine verschlossene Quelle, ein versiegelter Born.
Sol 4:13 Deine Gewchse sind wie ein Lustgarten von Granatpfeln mit edlen Frchten, Zyperblumen mit Narden,
Sol 4:14 Narde und Safran, Kalmus und Zimt, mit allerlei Bumen des Weihrauchs, Myrrhen und Aloe mit allen besten Wrzen.
Sol 4:15 Ein Gartenbrunnen bist du, ein Born lebendiger Wasser, die vom Libanon flieen.
Sol 4:16 Stehe auf, Nordwind, und komm, Sdwind, und wehe durch meinen Garten, dass seine Wrzen triefen! Mein Freund komme in seinen Garten und esse von seinen edlen Frchten.
Sol 5:1 Ich bin gekommen, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten. Ich habe meine Myrrhe samt meinen Wrzen abgebrochen; ich habe meinen Seim samt meinem Honig gegessen; ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken. Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken!
Sol 5:2 Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: Tue mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme! denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.
Sol 5:3 Ich habe meinen Rock ausgezogen, wie soll ich ihn wieder anziehen? Ich habe meine Fe gewaschen, wie soll ich sie wieder besudeln?
Sol 5:4 Aber mein Freund steckte seine Hand durchs Riegelloch, und mein Innerstes erzitterte davor.
Sol 5:5 Da stand ich auf, dass ich meinem Freund auftte; meine Hnde troffen von Myrrhe und meine Finger von flieender Myrrhe an dem Riegel am Schloss.
Sol 5:6 Und da ich meinem Freund aufgetan hatte, war er weg und hingegangen. Meine Seele war auer sich, als er redete. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht.
Sol 5:7 Es fanden mich die Hter, die in der Stadt umgehen; die schlugen mich wund; die Hter auf der Mauer nahmen mir meinen Schleier.
Sol 5:8 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, findet ihr meinen Freund, so sagt ihm, dass ich vor Liebe krank liege.
Sol 5:9 Was ist dein Freund vor andern Freunden, o du schnste unter den Weibern? Was ist dein Freund vor andern Freunden, dass du uns so beschworen hast?
Sol 5:10 Mein Freund ist wei und rot, auserkoren unter vielen Tausenden.
Sol 5:11 Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie ein Rabe.
Sol 5:12 Seine Augen sind wie Augen der Tauben an den Wasserbchen, mit Milch gewaschen und stehen in Flle.
Sol 5:13 Seine Backen sind wie Wrzgrtlein, da Balsamkruter wachsen. Seine Lippen sind wie Rosen, die von flieender Myrrhe triefen.
Sol 5:14 Seine Hnde sind wie goldene Ringe, voll Trkise. Sein Leib ist wie reines Elfenbein, mit Saphiren geschmckt.
Sol 5:15 Seine Beine sind wie Marmelsulen, gegrndet auf goldenen Fen. Seine Gestalt ist wie Libanon, auserwhlt wie Zedern.
Sol 5:16 Seine Kehle ist s, und er ist ganz lieblich. Ein solcher ist mein Freund; mein Freund ist ein solcher, ihr Tchter Jerusalems!
Sol 6:1 Wo ist denn dein Freund hin gegangen, o du schnste unter den Weibern? Wo hat sich dein Freund hin gewandt? So wollen wir mit dir ihn suchen.
Sol 6:2 Mein Freund ist hinabgegangen in seinen Garten, zu den Wrzgrtlein, dass er weide in den Grten und Rosen breche.
Sol 6:3 Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Rosen weidet.
Sol 6:4 Du bist schn, meine Freundin, wie Thirza, lieblich wie Jerusalem, schrecklich wie Heerscharen.
Sol 6:5 Wende deine Augen von mir; denn sie verwirren mich. Deine Haare sind wie eine Herde Ziegen, die am Berge Gilead herab gelagert sind.
Sol 6:6 Deine Zhne sind wie eine Herde Schafe, die aus der Schwemme kommen, die allzumal Zwillinge haben, und es fehlt keiner unter ihnen.
Sol 6:7 Deine Wangen sind wie ein Ritz am Granatapfel zwischen deinen Zpfen.
Sol 6:8 Sechzig sind der Kniginnen und achtzig der Kebsweiber, und der Jungfrauen ist keine Zahl.
Sol 6:9 Aber eine ist meine Taube, meine Fromme, eine ist ihrer Mutter die Liebste und die Auserwhlte ihrer Mutter. Da sie die Tchter sahen, priesen sie dieselbe selig; die Kniginnen und Kebsweiber lobten sie.
Sol 6:10 Wer ist, die hervorbricht wie die Morgenrte, schn wie der Mond, auserwhlt wie die Sonne, schrecklich wie Heerscharen?
Sol 6:11 Ich bin hinab in den Nugarten gegangen, zu schauen die Struchlein am Bach, zu schauen, ob die Granatbume blhten.
Sol 6:12 Ich wusste nicht, dass meine Seele mich gesetzt hatte zu den Wagen Ammi-Nadibs.
Sol 7:1 Kehre wieder, kehre wieder, o Sulamith! kehre wieder, kehre wieder, dass wir dich schauen! Was sehet ihr an Sulamith? Den Reigen zu Mahanaim.
Sol 7:2 Wie schn ist dein Gang in den Schuhen, du Frstentochter! Deine Lenden stehen gleich aneinander wie zwei Spangen, die des Meisters Hand gemacht hat.
Sol 7:3 Dein Scho ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getrnk mangelt. Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen, umsteckt mit Rosen.
Sol 7:4 Deine zwei Brste sind wie zwei Rehzwillinge.
Sol 7:5 Dein Hals ist wie ein elfenbeinerner Turm. Deine Augen sind wie die Teiche zu Hesbon am Tor Bathrabbims. Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon, der gen Damaskus sieht.
Sol 7:6 Dein Haupt steht auf dir wie der Karmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie der Purpur des Knigs, in Falten gebunden.
Sol 7:7 Wie schn und wie lieblich bist du, du Liebe voller Wonne!
Sol 7:8 Dein Wuchs ist hoch wie ein Palmbaum und deine Brste gleich den Weintrauben.
Sol 7:9 Ich sprach: Ich muss auf dem Palmbaum steigen und seine Zweige ergreifen. Lass deine Brste sein wie Trauben am Weinstock und deiner Nase Duft wie pfel
Sol 7:10 und deinen Gaumen wie guter Wein, der meinem Freunde glatt eingeht und der Schlfer Lippen reden macht.
Sol 7:11 Mein Freund ist mein, und nach mir steht sein Verlangen.
Sol 7:12 Komm, mein Freund, lass uns aufs Feld hinausgehen und auf den Drfern bleiben,
Sol 7:13 dass wir frh aufstehen zu den Weinbergen, dass wir sehen, ob der Weinstock sprosse und seine Blten aufgehen, ob die Granatbume blhen; da will ich dir meine Liebe geben.
Sol 7:14 Die Lilien geben den Geruch, und ber unsrer Tr sind allerlei edle Frchte. Mein Freund, ich habe dir beide, heurige und vorjhrige, behalten.
Sol 8:1 O, dass du mir gleich einem Bruder wrest, der meiner Mutter Brste gesogen! Fnde ich dich drauen, so wollte ich dich kssen, und niemand drfte mich hhnen!
Sol 8:2 Ich wollte dich fhren und in meiner Mutter Haus bringen, da du mich lehren solltest; da wollte ich dich trnken mit gewrztem Wein und mit dem Most meiner Granatpfel.
Sol 8:3 Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte herzt mich.
Sol 8:4 Ich beschwre euch, Tchter Jerusalems, dass ihr meine Liebe nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefllt.
Sol 8:5 Wer ist die, die heraufsteigt von der Wste und lehnt sich auf ihren Freund? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich; da ist dein genesen deine Mutter, da ist dein genesen, die dich geboren hat.
Sol 8:6 Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hlle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HErrn,
Sol 8:7 dass auch viele Wasser nicht mgen die Liebe auslschen noch die Strme sie ertrnken. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so glte es alles nichts.
Sol 8:8 Unsre Schwester ist klein und hat keine Brste. Was sollen wir unsrer Schwester tun, wenn man nun um sie werben wird?
Sol 8:9 Ist sie eine Mauer, so wollen wir ein silbernes Bollwerk darauf bauen. Ist sie eine Tr, so wollen wir sie festigen mit Zedernbohlen.
Sol 8:10 Ich bin eine Mauer und meine Brste sind wie Trme. Da bin ich geworden vor seinen Augen, als die Frieden findet.
Sol 8:11 Salomo hat einen Weinberg zu Baal-Hamon. Er gab den Weinberg den Htern, dass ein jeglicher fr seine Frchte brchte tausend Silberlinge.
Sol 8:12 Mein eigener Weinberg ist vor mir. Dir, Salomo, gebhren tausend, aber zweihundert den Htern seiner Frchte.
Sol 8:13 Die du wohnst in den Grten, lass mich deine Stimme hren; die Genossen merken darauf.
Sol 8:14 Flieh, mein Freund, und sei gleich einem Reh oder jungen Hirsch auf den Wrzbergen!
Isa 1:1 Dies ist die Geschichte Jesaja's, des Sohnes des Amoz, welches er sah von Juda und Jerusalem zur Zeit Usias, Jothams, des Ahas und Hiskia, der Knige Judas.
Isa 1:2 Hret, ihr Himmel! und Erde, nimm zu Ohren! denn der HErr redet: Ich habe Kinder auferzogen und erhht, und sie sind von mir abgefallen.
Isa 1:3 Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt's nicht, und mein Volk vernimmt's nicht.
Isa 1:4 O weh des sndigen Volks, des Volks von groer Missetat, des boshaften Samens, der verderbten Kinder, die den HErrn verlassen, den Heiligen in Israel lstern, zurckweichen!
Isa 1:5 Was soll man weiter euch schlagen, so ihr des Abweichens nur desto mehr macht? Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist matt.
Isa 1:6 Von der Fusohle bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm, sondern Wunden und Striemen und Eiterbeulen, die nicht geheftet noch verbunden noch mit l gelindert sind.
Isa 1:7 Euer Land ist wst, eure Stdte sind mit Feuer verbrannt; Fremde verzehren eure cker vor euren Augen, und es ist wst wie das, so durch Fremde verheert ist.
Isa 1:8 Was noch brig ist von der Tochter Zion, ist wie ein Huslein im Weinberge, wie die Nachthtte in den Krbisgrten, wie eine verheerte Stadt.
Isa 1:9 Wenn uns der HErr Zebaoth nicht ein weniges liee brigbleiben, so wren wir wie Sodom und gleich wie Gomorra.
Isa 1:10 Hret des HErrn Wort, ihr Frsten von Sodom! Nimm zu Ohren unsres Gottes Gesetz, du Volk von Gomorra!
Isa 1:11 Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der HErr. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fetten von den Gemsteten und habe keine Lust zum Blut der Farren, der Lmmer und Bcke.
Isa 1:12 Wenn ihr hereinkommt, zu erscheinen vor mir, wer fordert solches von euren Hnden, dass ihr auf meinen Vorhof tretet?
Isa 1:13 Bringt nicht mehr Speisopfer so vergeblich! das Ruchwerk ist mir ein Greuel! Neumonde und Sabbate, da ihr zusammenkommt, Frevel und Festfeier mag ich nicht!
Isa 1:14 Meine Seele ist feind euren Neumonden und Jahrfesten; ich bin ihrer berdrssig, ich bin's mde zu leiden.
Isa 1:15 Und wenn ihr schon eure Hnde ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und ob ihr schon viel betet, hre ich euch doch nicht; denn eure Hnde sind voll Blut.
Isa 1:16 Waschet, reiniget euch, tut euer bses Wesen von meinen Augen, lasst ab vom Bsen;
Isa 1:17 lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrckten, schaffet dem Waisen Recht, fhret der Witwe Sache.
Isa 1:18 So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HErr. Wenn eure Snde gleich blutrot ist, soll sie doch schneewei werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
Isa 1:19 Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genieen.
Isa 1:20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HErrn sagt es.
Isa 1:21 Wie geht das zu, dass die fromme Stadt zur Hure geworden ist? Sie war voll Rechts, Gerechtigkeit wohnte darin, nun aber Mrder.
Isa 1:22 Dein Silber ist Schaum geworden und dein Getrnk mit Wasser vermischt.
Isa 1:23 Deine Frsten sind Abtrnnige und Diebsgesellen; sie nehmen alle gern Geschenke und trachten nach Gaben; dem Waisen schaffen sie nicht Recht, und der Witwe Sache kommt nicht vor sie.
Isa 1:24 Darum spricht der Herr HErr Zebaoth, der Mchtige in Israel: O weh! Ich werde mich trsten an meinen Feinden und mich rchen an meinen Widersachern;
Isa 1:25 und muss meine Hand gegen dich kehren und deinen Schaum aufs lauterste ausfegen und all dein Blei ausscheiden
Isa 1:26 und dir wieder Richter geben, wie zuvor waren, und Ratsherren wie im Anfang. Alsdann wirst du eine Stadt der Gerechtigkeit und eine fromme Stadt heien.
Isa 1:27 Zion muss durch Recht erlst werden und ihre Gefangenen durch Gerechtigkeit,
Isa 1:28 dass die bertreter und Snder miteinander zerbrochen werden, und die den HErrn verlassen, umkommen.
Isa 1:29 Denn sie mssen zu Schanden werden ber den Eichen, daran ihr Lust habt, und schamrot werden ber den Grten, die ihr erwhlt,
Isa 1:30 wenn ihr sein werdet wie eine Eiche mit drren Blttern und wie ein Garten ohne Wasser,
Isa 1:31 wenn der Gewaltige wird sein wie Werg und sein Tun wie ein Funke und beides miteinander angezndet wird, dass niemand lsche.
Isa 2:1 Dies ist's, das Jesaja, der Sohn des Amoz, sah von Juda und Jerusalem:
Isa 2:2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HErrn Haus ist, fest stehen, hher denn alle Berge, und ber alle Hgel erhaben werden, und werden alle Heiden dazu laufen
Isa 2:3 und viele Vlker hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HErrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und des HErrn Wort von Jerusalem.
Isa 2:4 Und er wird richten unter den Heiden und strafen viele Vlker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiee zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk gegen das andere ein Schwert aufheben, und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen.
Isa 2:5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Lichte des HErrn!
Isa 2:6 Aber du hast dein Volk, das Haus Jakob, lassen fahren; denn sie treibens mehr als die gegen den Aufgang und sind Tagewhler wie die Philister und hngen sich an die Kinder der Fremden.
Isa 2:7 Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schtze ist kein Ende; ihr Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende.
Isa 2:8 Auch ist ihr Land voll Gtzen; sie beten an ihrer Hnde Werk, das ihre Finger gemacht haben.
Isa 2:9 Da bckt sich der Pbel, da demtigen sich die Herren. Das wirst du ihnen nicht vergeben.
Isa 2:10 Gehe in den Felsen und verbirg dich in der Erde vor der Furcht des HErrn und vor seiner herrlichen Majestt.
Isa 2:11 Denn alle hohen Augen werden erniedrigt werden, und die hohe Mnner sind, werden sich bcken mssen; der HErr aber wird allein hoch sein zu der Zeit.
Isa 2:12 Denn der Tag des HErrn Zebaoth wird gehen ber alles Hoffrtige und Hohe und ber alles Erhabene, dass es erniedrigt werde;
Isa 2:13 auch ber alle hohen und erhabenen Zedern auf dem Libanon und ber alle Eichen in Basan;
Isa 2:14 ber alle hohen Berge und ber alle erhabenen Hgel;
Isa 2:15 ber alle hohen Trme und ber alle festen Mauern;
Isa 2:16 ber alle Schiffe im Meer und ber alle kstliche Arbeit:
Isa 2:17 dass sich bcken muss alle Hhe der Menschen und sich demtigen mssen, die hohe Mnner sind, und der HErr allein hoch sei zu der Zeit.
Isa 2:18 Und mit den Gtzen wird's ganz aus sein.
Isa 2:19 Da wird man in der Felsen Hhlen gehen und in der Erde Klfte vor der Furcht des HErrn und vor seiner herrlichen Majestt, wenn er sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
Isa 2:20 Zu der Zeit wird jedermann wegwerfen seine silbernen und goldenen Gtzen, die er sich hat machen lassen, anzubeten, in die Lcher der Maulwrfe und der Fledermuse,
Isa 2:21 auf dass er mge in die Steinritzen und Felsklfte kriechen vor der Furcht des HErrn und vor seiner herrlichen Majestt, wenn er sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
Isa 2:22 So lasset nun ab von dem Menschen, der Odem in der Nase hat; denn fr was ist er zu achten?
Isa 3:1 Denn siehe, der Herr HErr Zebaoth wird Jerusalem und Juda nehmen allerlei Vorrat, allen Vorrat des Brots und allen Vorrat des Wassers,
Isa 3:2 Starke und Kriegsleute, Richter, Propheten, Wahrsager und lteste,
Isa 3:3 Hauptleute ber fnfzig und vornehme Leute, Rte und weise Werkleute und kluge Redner.
Isa 3:4 Und ich will ihnen Jnglinge zu Frsten geben, und Kindische sollen ber sie herrschen.
Isa 3:5 Und das Volk wird Schinderei treiben, einer an dem andern und ein jeglicher an seinem Nchsten; und der Jngere wird stolz sein gegen den Alten und der geringe Mann wider den geehrten.
Isa 3:6 Dann wird einer seinen Bruder aus seines Vaters Haus ergreifen: Du hast Kleider; sei unser Frst, hilf du diesem Einsturz!
Isa 3:7 Er aber wird zu der Zeit schwren und sagen: Ich bin kein Arzt; es ist weder Brot noch Kleid in meinem Hause; setzt mich nicht zum Frsten im Volk!
Isa 3:8 Denn Jerusalem fllt dahin, und Juda liegt da, weil ihre Zunge und ihr Tun gegen den HErrn ist, dass sie den Augen seiner Majestt widerstreben.
Isa 3:9 Ihres Wesens haben sie kein Hehl und rhmen ihre Snde wie die zu Sodom und verbergen sie nicht. Weh ihrer Seele! denn damit bringen sie sich selbst in alles Unglck.
Isa 3:10 Predigt von den Gerechten, dass sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen.
Isa 3:11 Weh aber den Gottlosen! denn sie haben es bel, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen.
Isa 3:12 Kinder sind Gebieter meines Volkes, und Weiber herrschen ber sie. Mein Volk, deine Leiter verfhren dich und zerstren den Weg, da du gehen sollst.
Isa 3:13 Aber der HErr steht da, zu rechten, und ist aufgetreten, die Vlker zu richten.
Isa 3:14 Und der HErr geht ins Gericht mit den ltesten seines Volkes und mit seinen Frsten: Denn ihr habt den Weinberg verderbt, und der Raub von den Armen ist in eurem Hause.
Isa 3:15 Warum zertretet ihr mein Volk und zerschlaget die Person der Elenden? spricht der Herr HErr Zebaoth.
Isa 3:16 Und der HErr spricht: Darum dass die Tchter Zions stolz sind und gehen mit aufgerichtetem Halse, mit geschminkten Angesichtern, treten einher und schwnzen und haben kstliche Schuhe an ihren Fen,
Isa 3:17 so wird der HErr den Scheitel der Tchter Zions kahl machen, und der HErr wird ihr Geschmeide wegnehmen.
Isa 3:18 Zu der Zeit wird der HErr den Schmuck an den kstlichen Schuhen wegnehmen und die Heftel, die Spangen,
Isa 3:19 die Kettlein, die Armspangen, die Hauben,
Isa 3:20 die Flitter, die Gebrme, die Schnrlein, die Bisampfel, die Ohrenspangen,
Isa 3:21 die Ringe, die Haarbnder,
Isa 3:22 die Feierkleider, die Mntel, die Schleier, die Beutel,
Isa 3:23 die Spiegel, die Koller, die Borten, die berwrfe;
Isa 3:24 und es wird Gestank fr guten Geruch sein, und ein Strick fr einen Grtel, und eine Glatze fr krauses Haar, und fr einen weiten Mantel ein enger Sack; solches alles anstatt deiner Schne.
Isa 3:25 Die Mannschaft wird durchs Schwert fallen und deine Krieger im Streit.
Isa 3:26 Und ihre Tore werden trauern und klagen, und sie wird jmmerlich sitzen auf der Erde;
Isa 4:1 dass sieben Weiber werden zu der Zeit einen Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst nhren und kleiden; lass uns nur nach deinen Namen heien, dass unsre Schmach von uns genommen werde.
Isa 4:2 In der Zeit wird des HErrn Zweig lieb und wert sein und die Frucht der Erde herrlich und schn bei denen, die erhalten werden in Israel.
Isa 4:3 Und wer da wird brig sein zu Zion und brigbleiben zu Jerusalem, der wird heilig heien, ein jeglicher, der geschrieben ist unter die Lebendigen zu Jerusalem.
Isa 4:4 Dann wird der HErr den Unflat der Tchter Zions waschen und die Blutschulden Jerusalems vertreiben von ihr durch den Geist, der richten und ein Feuer anznden wird.
Isa 4:5 Und der HErr wird schaffen ber alle Wohnungen des Berges Zion, und wo man versammelt ist, Wolke und Rauch des Tages, und Feuerglanz, der da brenne, des Nachts. Denn es wird ein Schirm sein ber alles, was herrlich ist,
Isa 4:6 und wird eine Htte sein zum Schatten des Tages vor der Hitze und eine Zuflucht und Verbergung vor dem Wetter und Regen.
Isa 5:1 Wohlan, ich will meinem Lieben singen, ein Lied meines Geliebten von seinem Weinberge: Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort.
Isa 5:2 Und er hat ihn verzunt und mit Steinhaufen verwahrt und edle Reben darin gesenkt. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter darein und wartete, dass er Trauben brchte; aber er brachte Herlinge<RF>bedeutet: kleine, unausgereifte, saure Trauben<Rf>.
Isa 5:3 Nun richtet, ihr Brger zu Jerusalem und ihr Mnner Judas, zwischen mir und meinem Weinberge.
Isa 5:4 Was sollte man doch noch mehr tun an meinem Weinberge, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ich erwartete, dass er Trauben brchte?
Isa 5:5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. Seine Wand soll weggenommen werden, dass er verwstet werde; sein Zaun soll zerrissen werden, dass er zertreten werde.
Isa 5:6 Ich will ihn wst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.
Isa 5:7 Des HErrn Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel, und die Mnner Judas seine Pflanzung, daran er Lust hatte. Er wartete auf Recht, siehe, so ist's Schinderei, auf Gerechtigkeit, siehe, so ist's Klage.
Isa 5:8 Weh denen, die ein Haus an das andere ziehen und einen Acker zum andern bringen, bis dass kein Raum mehr da sei, dass sie allein das Land besitzen!
Isa 5:9 Es ist in meinen Ohren das Wort des HErrn Zebaoth: Was gilt's, wo nicht die vielen Huser sollen wst werden und die groen und feinen de stehen?
Isa 5:10 Denn zehn Acker Weinberg soll nur einen Eimer geben und ein Malter Samen soll nur einen Scheffel geben.
Isa 5:11 Weh denen, die des Morgens frh auf sind, des Saufens sich zu fleiigen, und sitzen bis in die Nacht, dass sie der Wein erhitzt,
Isa 5:12 und haben Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben und sehen nicht auf das Werk des HErrn und schauen nicht auf das Geschft seiner Hnde!
Isa 5:13 Darum wird mein Volk mssen weggefhrt werden unversehens, und werden seine Herrlichen Hunger leiden und sein Pbel Durst leiden.
Isa 5:14 Daher hat die Hlle den Schlund weit aufgesperrt und den Rachen aufgetan ohne Ma, dass hinunterfahren beide, ihre Herrlichen und der Pbel, ihre Reichen und Frhlichen;
Isa 5:15 dass jedermann sich bcken msse und jedermann gedemtigt werde und die Augen der Hoffrtigen gedemtigt werden,
Isa 5:16 aber der HErr Zebaoth erhht werde im Recht und Gott, der Heilige, geheiligt werde in Gerechtigkeit.
Isa 5:17 Da werden die Lmmer sich weiden an jener Statt, und Fremdlinge werden sich nhren in den Wstungen der Fetten.
Isa 5:18 Weh denen, die am Unrecht ziehen mit Stricken der Lge und an der Snde mit Wagenseilen
Isa 5:19 und sprechen: Lass eilend und bald kommen sein Werk, dass wir's sehen; lass herfahren und kommen den Anschlag des Heiligen in Israel, dass wir's innewerden.
Isa 5:20 Weh denen, die Bses gut und Gutes bse heien, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer s und aus s sauer machen!
Isa 5:21 Weh denen, die bei sich selbst weise sind und halten sich selbst fr klug!
Isa 5:22 Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Vllerei;
Isa 5:23 die den Gottlosen gerechtsprechen um Geschenke willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden!
Isa 5:24 Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt und die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Blte auffliegen wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des HErrn Zebaoth und lstern die Rede des Heiligen in Israel.
Isa 5:25 Darum ist der Zorn des HErrn ergrimmt ber sein Volk, und er reckt seine Hand ber sie und schlgt sie, dass die Berge beben und ihre Leichname wie Kot auf den Gassen sind. Und in dem allen lsst sein Zorn nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt.
Isa 5:26 Denn er wird ein Panier aufwerfen fern unter den Heiden und dieselben locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell kommen sie daher,
Isa 5:27 und ist keiner unter ihnen mde oder schwach, keiner schlummert noch schlft; keinem geht der Grtel auf von seinen Lenden, und keinem zerreit ein Schuhriemen.
Isa 5:28 Ihre Pfeile sind scharf und alle ihre Bogen gespannt. Ihrer Rosse Hufe sind wie Felsen geachtet und ihre Wagenrder wie ein Sturmwind.
Isa 5:29 Ihr Brllen ist wie das der Lwen, und sie brllen wie junge Lwen; sie werden daherbrausen und den Raub erhaschen und davonbringen, dass niemand retten wird,
Isa 5:30 und werden ber sie brausen zu der Zeit wie das Meer. Wenn man dann das Land ansehen wird, siehe, so ist's finster vor Angst, und das Licht scheint nicht mehr oben ber ihnen.
Isa 6:1 Des Jahres, da der Knig Usia starb, sah ich den HErrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl, und sein Saum fllte den Tempel.
Isa 6:2 Seraphim standen ber ihm; ein jeglicher hatte sechs Flgel: mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Fe, und mit zweien flogen sie.
Isa 6:3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll!
Isa 6:4 dass die berschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauch.
Isa 6:5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Knig, den HErrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
Isa 6:6 Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glhende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm,
Isa 6:7 und rhrte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen gerhrt, dass deine Missetat von dir genommen werde und deine Snde vershnt sei.
Isa 6:8 Und ich hrte die Stimme des HErrn, dass er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich; sende mich!
Isa 6:9 Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Hret, und verstehet's nicht; sehet, und merket's nicht!
Isa 6:10 Verstocke das Herz dieses Volkes und lass ihre Ohren hart sein und blende ihre Augen, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hren mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen.
Isa 6:11 Ich aber sprach: HErr, wie lange? Er sprach: Bis dass die Stdte wst werden ohne Einwohner und die Huser ohne Leute und das Feld ganz wst liege.
Isa 6:12 Denn der HErr wird die Leute fern wegtun, dass das Land sehr verlassen wird.
Isa 6:13 Und ob der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals verheert werden, doch wie eine Eiche und Linde, von welchen beim Fllen noch ein Stamm bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stamm sein.
Isa 7:1 Es begab sich zur Zeit Ahas, des Sohnes Jothams, des Sohnes Usias, des Knigs in Juda, zog herauf Rezin der Knig von Syrien, und Pekah, der Sohn Remaljas, der Knig Israels, gen Jerusalem, gegen dasselbe zu streiten, konnten es aber nicht gewinnen.
Isa 7:2 Da ward dem Hause David angesagt: Die Syrer haben sich gelagert in Ephraim. Da bebte ihm das Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bume im Walde beben vom Winde.
Isa 7:3 Aber der HErr sprach zu Jesaja: Gehe hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Sear-Jasub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, am Wege beim Acker des Walkmllers,
Isa 7:4 und sprich zu ihm: Hte dich und sei still; frchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen zwei rauchenden Lschbrnden, vor dem Zorn Rezins und der Syrer und des Sohnes Remaljas,
Isa 7:5 dass die Syrer wider dich einen bsen Ratschlag gemacht haben samt Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen:
Isa 7:6 Wir wollen hinauf nach Juda und es erschrecken und hineinbrechen und zum Knig darin machen den Sohn Tabeels.
Isa 7:7 Denn also spricht der Herr HErr: Es soll nicht bestehen noch also gehen;
Isa 7:8 sondern wie Damaskus das Haupt ist in Syrien, so soll Rezin das Haupt zu Damaskus sein. Und ber fnfundsechzig Jahre soll es mit Ephraim aus sein, dass sie nicht mehr ein Volk seien.
Isa 7:9 Und wie Samaria das Haupt ist in Ephraim, so soll der Sohn Remaljas das Haupt zu Samaria sein. Glubt ihr nicht so bleibt ihr nicht.
Isa 7:10 Und der HErr redete abermals zu Ahas und sprach:
Isa 7:11 Fordere dir ein Zeichen vom HErrn, deinem Gott, es sei unten in der Hlle oder droben in der Hhe!
Isa 7:12 Aber Ahas sprach: Ich will's nicht fordern, dass ich den HErrn nicht versuche.
Isa 7:13 Da sprach er: Wohlan, so hret, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, dass ihr die Leute beleidigt, ihr msst auch meinen Gott beleidigen?
Isa 7:14 Darum so wird euch der HErr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebren, den wird sie heien Immanuel.
Isa 7:15 Butter und Honig wird er essen, wann er wei, Bses zu verwerfen und Gutes zu erwhlen.
Isa 7:16 Denn ehe der Knabe lernt Bses verwerfen und Gutes erwhlen, wird das Land verdet sein, vor dessen zwei Knigen dir graut.
Isa 7:17 Aber der HErr wird ber dich, ber dein Volk und ber deines Vaters Haus Tage kommen lassen, die nicht gekommen sind, seit der Zeit, da Ephraim von Juda geschieden ist, durch den Knig von Assyrien.
Isa 7:18 Denn zu der Zeit wird der HErr zischen der Fliege am Ende der Wasser in gypten und der Biene im Lande Assur,
Isa 7:19 dass sie kommen und alle sich legen an die trockenen Bche und in die Steinklfte und in alle Hecken und in alle Bsche.
Isa 7:20 Zu derselben Zeit wird der HErr das Haupt und die Haare an den Fen abscheren und den Bart abnehmen durch ein gemietetes Schermesser, nmlich durch die, so jenseit des Stromes sind, durch den Knig von Assyrien.
Isa 7:21 Zu derselben Zeit wird ein Mann eine junge Kuh und zwei Schafe ziehen
Isa 7:22 und wird so viel zu melken haben, dass er Butter essen wird; denn Butter und Honig wird essen, wer brig im Lande bleiben wird.
Isa 7:23 Denn es wird jetzt zu der Zeit geschehen, dass wo jetzt tausend Weinstcke stehen, tausend Silberlinge wert, da werden Dornen und Hecken sein,
Isa 7:24 dass man mit Pfeilen und Bogen dahingehen muss. Denn im ganzen Lande werden Dornen und Hecken sein,
Isa 7:25 dass man auch zu allen den Bergen, die man mit Hauen pflegt umzuhacken, nicht kann kommen vor Scheu der Dornen und Hecken; sondern man wird Ochsen daselbst gehen und Schafe darauf treten lassen.
Isa 8:1 Und der HErr sprach zu mir: Nimm vor dich eine groe Tafel und schreib darauf mit Menschengriffel: Raubebald, Eilebeute!
Isa 8:2 Und ich nahm mir zwei treue Zeugen, den Priester Uria und Sacharja, den Sohn des Jeberechjas.
Isa 8:3 Und ich ging zu der Prophetin; die ward schwanger und gebar einen Sohn. Und der HErr sprach zu mir: Nenne ihn Raubebald, Eilebeute!
Isa 8:4 Denn ehe der Knabe rufen kann: Lieber Vater! liebe Mutter!, soll die Macht aus Damaskus und die Ausbeute Samarias weggenommen werden durch den Knig von Assyrien.
Isa 8:5 Und der HErr redete weiter mit mir und sprach:
Isa 8:6 Weil dieses Volk verachtet das Wasser zu Siloah, das stille geht, und trstet sich des Rezin und des Sohnes Remaljas,
Isa 8:7 siehe, so wird der HErr ber sie kommen lassen starke und viele Wasser des Stromes, nmlich den Knig von Assyrien und alle seine Herrlichkeit, dass sie ber alle ihre Bche fahren und ber alle Ufer gehen,
Isa 8:8 und werden einreien in Juda und schwemmen und berher laufen, bis dass sie an den Hals reichen, und werden ihre Flgel ausbreiten, dass sie dein Land, o Immanuel, fllen, soweit es ist.
Isa 8:9 Seid bse, ihr Vlker, und gebt doch die Flucht! Hret's alle, die ihr in fernen Landen seid! Rstet euch, und gebt doch die Flucht; rstet euch und gebt doch die Flucht!
Isa 8:10 Beschliet einen Rat, und es werde nichts daraus; beredet euch, und es bestehe nicht; denn hier ist Immanuel.
Isa 8:11 Denn so sprach der HErr zu mir, da seine Hand ber mich kam und unterwies mich, dass ich nicht sollte wandeln auf dem Wege dieses Volkes, und sprach:
Isa 8:12 Ihr sollt nicht sagen: Bund. Dies Volk redet von nichts denn vom Bund. Frchtet ihr euch nicht also, wie sie tun, und lasset euch nicht grauen;
Isa 8:13 sondern heiliget den HErrn Zebaoth. Den lasset eure Furcht und Schrecken sein,
Isa 8:14 so wird er ein Heiligtum sein, aber ein Stein des Anstoes und ein Fels des rgernisses den beiden Husern Israel, zum Strick und Fall den Brgern zu Jerusalem,
Isa 8:15 dass ihrer viele sich daran stoen, fallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
Isa 8:16 Binde zu das Zeugnis, versiegle das Gesetz meinen Jngern.
Isa 8:17 Denn ich hoffe auf den HErrn, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakob; ich aber harre sein.
Isa 8:18 Siehe, hier bin ich und die Kinder, die mir der HErr gegeben hat zum Zeichen und Wunder in Israel vom HErrn Zebaoth, der auf dem Berge Zion wohnt.
Isa 8:19 Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr msst die Wahrsager und Zeichendeuter fragen, die da flstern und murmeln so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott fragen, oder soll man die Toten fr die Lebendigen fragen?
Isa 8:20 Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenrte nicht haben,
Isa 8:21 sondern werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Wenn sie aber Hunger leiden, werden sie zrnen und fluchen ihrem Knig und ihrem Gott
Isa 8:22 und werden ber sich gaffen und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Trbsal und Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern.
Isa 8:23 Doch es wird nicht dunkel bleiben ber denen, die in Angst sind. Hat er zur vorigen Zeit gering gemacht das Land Sebulon und das Land Naphthali, so wird er es hernach zu Ehren bringen, den Weg am Meere, das Land jenseit des Jordans, der Heiden Galila.
Isa 9:1 Das Volk das im Finstern wandelt, sieht ein groes Licht; und ber die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Isa 9:2 Du machst des Volkes viel; du machst gro seine Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man frhlich ist, wenn man Beute austeilt.
Isa 9:3 Denn du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie zur Zeit Midians.
Isa 9:4 Denn alle Rstung derer, die sich mit Ungestm rsten, und die blutigen Kleider werden verbrannt und mit Feuer verzehrt werden.
Isa 9:5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heit Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefrst;
Isa 9:6 auf dass seine Herrschaft gro werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Knigreich, dass er's zurichte und strke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth.
Isa 9:7 Der HErr hat sein Wort gesandt in Jakob, und es ist in Israel gefallen,
Isa 9:8 dass alles Volk es innewerde, Ephraim und die Brger zu Samaria, die da sagen in Hochmut und stolzem Sinn:
Isa 9:9 Ziegelsteine sind gefallen, aber wir wollen's mit Werkstcken wieder bauen; man hat Maulbeerbume abgehauen, so wollen wir Zedern an die Stelle setzen.
Isa 9:10 Denn der HErr wird Rezins Kriegsvolk wider sie erhhen und ihre Feinde zuhauf ausrotten:
Isa 9:11 die Syrer vorneher und die Philister hintenzu, dass sie Israel fressen mit vollem Maul. In dem allem lsst sein Zorn noch nicht ab; seine Hand ist noch ausgereckt.
Isa 9:12 So kehrt sich das Volk auch nicht zu dem, der es schlgt, und fragen nicht nach dem HErrn Zebaoth.
Isa 9:13 Darum wird der HErr abhauen von Israel beide, Kopf und Schwanz, beide, Ast und Stumpf, auf einen Tag.
Isa 9:14 Die alten und vornehmen Leute sind der Kopf; die Propheten aber, so falsch lehren, sind der Schwanz.
Isa 9:15 Denn die Leiter dieses Volks sind Verfhrer; und die sich leiten lassen, sind verloren.
Isa 9:16 Darum kann sich der HErr ber die junge Mannschaft nicht freuen noch ihrer Waisen und Witwen erbarmen; denn sie sind allzumal Heuchler und bse, und aller Mund redet Torheit. In dem allem lsst sein Zorn noch nicht ab; seine Hand ist noch ausgereckt.
Isa 9:17 Denn das gottlose Wesen ist angezndet wie Feuer und verzehrt Dornen und Hecken und brennt wie im dicken Wald und gibt hohen Rauch.
Isa 9:18 Im Zorn des HErrn Zebaoth ist das Land verfinstert, dass das Volk ist wie Speise des Feuers; keiner schont des andern.
Isa 9:19 Rauben sie zur Rechten, so leiden sie Hunger; essen sie zur Linken, so werden sie nicht satt. Ein jeglicher frisst das Fleisch seines Arms:
Isa 9:20 Manasse den Ephraim, Ephraim den Manasse, und sie beide miteinander wider Juda. In dem allem lsst sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
Isa 10:1 Weh den Schriftgelehrten, die ungerechte Gesetze machen und die unrechtes Urteil schreiben,
Isa 10:2 auf dass sie die Sache der Armen beugen und Gewalt ben am Recht der Elenden unter meinem Volk, dass die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute sein mssen!
Isa 10:3 Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und des Unglcks, das von fern kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe? Und wo wollt ihr eure Ehre lassen,
Isa 10:4 dass sie nicht unter die Gefangenen gebeugt werde und unter die Erschlagenen falle? In dem allem lsst sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
Isa 10:5 O weh Assur, der meines Zornes Rute und in dessen Hand meines Grimmes Stecken ist!
Isa 10:6 Ich will ihn senden gegen ein Heuchelvolk und ihm Befehl tun gegen das Volk meines Zorns, dass er's beraube und austeile und zertrete es wie Kot auf der Gasse,
Isa 10:7 wiewohl er's nicht so meint und sein Herz nicht so denkt; sondern sein Herz steht, zu vertilgen und auszurotten nicht wenig Vlker.
Isa 10:8 Denn er spricht: Sind meine Frsten nicht allzumal Knige?
Isa 10:9 Ist Kalno nicht wie Karchemis? ist Hamath nicht wie Arpad? ist nicht Samaria wie Damaskus?
Isa 10:10 Wie meine Hand gefunden hat die Knigreiche der Gtzen, so doch ihre Gtzen strker waren, denn die zu Jerusalem und Samaria sind:
Isa 10:11 sollte ich nicht Jerusalem tun und ihren Gtzen, wie ich Samaria und ihren Gtzen getan habe?
Isa 10:12 Wenn aber der HErr all sein Werk ausgerichtet hat auf dem Berge Zion und zu Jerusalem, will ich heimsuchen die Frucht des Hochmuts des Knigs von Assyrien und die Pracht seiner Hoffrtigen Augen,
Isa 10:13 darum dass er spricht: Ich habe es durch meiner Hnde Kraft ausgerichtet und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die Lnder anders geteilt und ihr Einkommen geraubt und wie ein Mchtiger die Einwohner zu Boden geworfen,
Isa 10:14 und meine Hand hat gefunden die Vlker wie ein Vogelnest, dass ich habe alle Lande zusammengerafft, wie man Eier aufrafft, die verlassen sind, da keines eine Feder regt oder den Schnabel aufsperrt oder zischt.
Isa 10:15 Mag sich auch eine Axt rhmen gegen den, der damit haut? oder eine Sge trotzen gegen den, der sie zieht? Als ob die Rute schwnge den der sie hebt; als ob der Stecken hbe den, der kein Holz ist!
Isa 10:16 Darum wird der Herr HErr Zebaoth unter die Fetten Assurs die Darre senden, und seine Herrlichkeit wird er anznden, dass sie brennen wird wie ein Feuer.
Isa 10:17 Und das Licht Israels wird ein Feuer sein, und sein Heiliger wird eine Flamme sein, und sie wird seine Dornen und Hecken anznden und verzehren auf einen Tag.
Isa 10:18 Und die Herrlichkeit seines Waldes und seines Baumgartens soll zunichte werden, von den Seelen bis aufs Fleisch, und wird zergehen und verschwinden,
Isa 10:19 dass die brigen Bume seines Waldes knnen gezhlt werden und ein Knabe sie kann aufschreiben.
Isa 10:20 Zu der Zeit werden die briggebliebenen in Israel und die errettet werden im Hause Jakob, sich nicht mehr verlassen auf den, der sie schlgt; sondern sie werden sich verlassen auf den HErrn, den Heiligen in Israel, in der Wahrheit.
Isa 10:21 Die briggebliebenen werden sich bekehren, ja, die briggebliebenen in Jakob, zu Gott, dem Starken.
Isa 10:22 Denn ob dein Volk, o Israel, ist wie Sand am Meer, sollen doch nur seine briggebliebenen bekehrt werden. Denn Verderben ist beschlossen; und die Gerechtigkeit kommt berschwenglich.
Isa 10:23 Denn der Herr HErr Zebaoth wird ein Verderben gehen lassen, wie beschlossen ist, im ganzen Lande.
Isa 10:24 Darum spricht der Herr HErr Zebaoth: Frchte dich nicht, mein Volk, das zu Zion wohnt, vor Assur. Er wird dich mit einem Stecken schlagen und seinen Stab wider dich aufheben, wie in gypten geschah.
Isa 10:25 Denn es ist noch gar um ein kleines zu tun, so wird die Ungnade und mein Zorn ber ihre Untugend ein Ende haben.
Isa 10:26 Alsdann wird der HErr Zebaoth eine Geiel ber ihn erwecken wie in der Schlacht Midians auf dem Fels Oreb und wird seinen Stab, den er am Meer brauchte, aufheben wie in gypten.
Isa 10:27 Zu der Zeit wird seine Last von deiner Schulter weichen mssen und sein Joch von deinem Halse; denn das Joch wird bersten vor dem Fett.
Isa 10:28 Er kommt gen Ajath; er zieht durch Migron; er mustert sein Gert zu Michmas.
Isa 10:29 Sie ziehen durch den engen Weg, bleiben in Geba ber Nacht. Rama erschrickt; Gibea Sauls flieht.
Isa 10:30 Du Tochter Gallim, schreie laut! merke auf, Laisa, du elendes Anathoth!
Isa 10:31 Madmena weicht; die Brger zu Gebim werden flchtig.
Isa 10:32 Man bleibt vielleicht einen Tag zu Nob, so wird er seine Hand regen wider den Berg der Tochter Zion, wider den Hgel Jerusalems.
Isa 10:33 Aber siehe, der Herr HErr Zebaoth wird die ste mit Macht verhauen, und was hoch aufgerichtet steht, verkrzen, dass die Hohen erniedrigt werden.
Isa 10:34 Und der Dicke Wald wird mit Eisen umgehauen werden, und der Libanon wird fallen durch den Mchtigen.
Isa 11:1 Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais und eine Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen,
Isa 11:2 auf welchem wird ruhen der Geist des HErrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Strke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HErrn.
Isa 11:3 Und Wohlgeruch wird ihm sein die Furcht des HErrn. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch Urteil sprechen, nach dem seine Ohren hren,
Isa 11:4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen tten.
Isa 11:5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und der Glaube der Gurt seiner Hften.
Isa 11:6 Die Wlfe werden bei den Lmmern wohnen und die Parder bei den Bcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Klber und junge Lwen und Mastvieh miteinander treiben.
Isa 11:7 Khe und Bren werden auf der Weide gehen, dass ihre Jungen beieinander liegen; und Lwen werden Stroh essen wie die Ochsen.
Isa 11:8 Und ein Sugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwhnter wird seine Hand stecken in die Hhle des Basilisken.
Isa 11:9 Man wird niemand Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HErrn, wie Wasser das Meer bedeckt.
Isa 11:10 Und es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isai, die da steht zum Panier den Vlkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe wird Ehre sein.
Isa 11:11 Und der HErr wird zu der Zeit zum andernmal seine Hand ausstrecken, dass er das brige Volk erwerbe, so briggeblieben von Assur, gypten, Pathros, Mohrenland, Elam, Sinear, Hamath und von den Inseln des Meeres,
Isa 11:12 und wird ein Panier unter die Heiden aufwerfen und zusammenbringen die Verjagten Israels und die Zerstreuten aus Juda zuhauf fhren von den vier Enden des Erdreichs;
Isa 11:13 und der Neid gegen Ephraim wird aufhren, und die Feinde Judas werden ausgerottet werden, dass Ephraim nicht neide den Juda und Juda nicht sei gegen Ephraim.
Isa 11:14 Sie werden aber den Philistern auf dem Halse sein gegen Abend und berauben alle die, so gegen Morgen wohnen; Edom und Moab werden ihre Hnde gegen sie falten; die Kinder Ammon werden gehorsam sein.
Isa 11:15 Und der HErr wird verbannen die Zunge des Meeres in gypten und wird seine Hand lassen gehen ber den Strom mit einem starken Winde und ihn in sieben Bche zerschlagen, dass man mit Schuhen dadurchgehen kann.
Isa 11:16 Und es wird eine Bahn sein dem brigen seines Volkes, das briggeblieben ist von Assur, wie Israel geschah zu der Zeit, da sie aus gyptenland zogen.
Isa 12:1 Zu derselben Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HErr, dass du zornig bist gewesen ber mich und dein Zorn sich gewendet hat und trstest mich.
Isa 12:2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und frchte mich nicht; denn Gott der HErr ist meine Strke und mein Psalm und ist mein Heil.
Isa 12:3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schpfen aus den Heilsbrunnen
Isa 12:4 und werdet sagen zu derselben Zeit: Danket dem HErrn, prediget seinen Namen; machet kund unter den Vlkern sein Tun; verkndiget, wie sein Name so hoch ist.
Isa 12:5 Lobsinget dem HErrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen.
Isa 12:6 Jauchze und rhme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist gro bei dir.
Isa 13:1 Dies ist die Last ber Babel, die Jesaja, der Sohn des Amoz, sah:
Isa 13:2 Auf hohem Berge werfet Panier auf, rufet laut ihnen zu, winket mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Frsten.
Isa 13:3 Ich habe meine Geheiligten geboten und meine Starken gerufen zu meinem Zorn, die frhlich sind in meiner Herrlichkeit.
Isa 13:4 Es ist ein Geschrei einer Menge auf den Bergen wie eines groen Volks, ein Geschrei wie eines Getmmels der versammelten Knigreiche der Heiden. Der HErr Zebaoth rstet ein Heer zum Streit,
Isa 13:5 sie kommen aus fernen Landen vom Ende des Himmels, ja, der HErr selbst samt den Werkzeugen seines Zorns, zu verderben das ganze Land.
Isa 13:6 Heulet, denn des HErrn Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwstung vom Allmchtigen.
Isa 13:7 Darum werden alle Hnde lass und aller Menschen Herz wird feige sein.
Isa 13:8 Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen; es wird ihnen bange sein wie einer Gebrerin; einer wird sich vor dem andern entsetzen; feuerrot werden ihre Angesichter sein.
Isa 13:9 Denn siehe, des HErrn Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstren und die Snder daraus zu vertilgen.
Isa 13:10 Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht hell; die Sonne geht finster auf, und der Mond scheint dunkel.
Isa 13:11 Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demtigen,
Isa 13:12 dass ein Mann teurer sein soll denn feines Gold und ein Mensch werter denn Goldes Stcke aus Ophir.
Isa 13:13 Darum will ich den Himmel bewegen, dass die Erde beben soll von ihrer Sttte durch den Grimm des HErrn Zebaoth und durch den Tag seines Zorns.
Isa 13:14 Und sie sollen sein wie ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, dass sich ein jeglicher zu seinem Volk kehren und ein jeglicher in sein Land fliehen wird,
Isa 13:15 darum dass, wer sich da finden lsst, erstochen wird, und wer dabei ist, durchs Schwert fallen wird.
Isa 13:16 Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert werden, ihre Huser geplndert und ihre Weiber geschndet werden.
Isa 13:17 Denn siehe, ich will die Meder ber sie erwecken, die nicht Silber suchen oder nach Gold fragen,
Isa 13:18 sondern die Jnglinge mit Bogen erschieen und sich der Furcht des Leibes nicht erbarmen noch der Kinder schonen.
Isa 13:19 Also soll Babel, das schnste unter den Knigreichen, die herrliche Pracht der Chalder, umgekehrt werden vor Gott wie Sodom und Gomorra,
Isa 13:20 dass man hinfort nicht mehr da wohne noch jemand da bleibe fr und fr, dass auch die Araber keine Htten daselbst machen und die Hirten keine Hrden da aufschlagen;
Isa 13:21 sondern Wstentiere werden sich da lagern, und ihre Huser sollen voll Eulen sein, und Straue werden da wohnen, und Feldgeister werden da hpfen
Isa 13:22 und wilde Hunde in ihren Palsten heulen und Schakale in den lustigen Schlssern. Und ihre Zeit wird bald kommen, und ihre Tage werden nicht sumen.
Isa 14:1 Denn der HErr wird sich ber Jakob erbarmen und Israel noch frder erwhlen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen tun und dem Hause Jakob anhangen.
Isa 14:2 Und die Vlker werden sie nehmen und bringen an ihren Ort, dass sie das Haus Israel besitzen wird im Lande des HErrn zu Knechten und Mgden, und sie werden gefangen halten die, von welchen sie gefangen waren, und werden herrschen ber ihre Drnger.
Isa 14:3 Und zu der Zeit, wenn dir der HErr Ruhe geben wird von deinem Jammer und Leid und von dem harten Dienst, darin du gewesen bist,
Isa 14:4 so wirst du solch ein Lied anheben wider den Knig von Babel und sagen: Wie ist's mit dem Drnger so gar aus, und der Zins hat ein Ende!
Isa 14:5 Der HErr hat die Rute der Gottlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher,
Isa 14:6 welche die Vlker schlug mit Grimm ohne Aufhren und mit Wten herrschte ber die Heiden und verfolgte ohne Barmherzigkeit.
Isa 14:7 Nun ruht doch alle Welt und ist still und jauchzt frhlich.
Isa 14:8 Auch freuen sich die Tannen ber dich und die Zedern auf dem Libanon und sagen: Weil du liegst, kommt niemand herauf, der uns abhaue.
Isa 14:9 Die Hlle drunten erzittert vor dir, da du ihr entgegenkamst. Sie erweckt dir die Toten, alle Gewaltigen der Welt, und heit alle Knige der Heiden von ihren Sthlen aufstehen,
Isa 14:10 dass dieselben alle umeinander reden und sagen zu dir: Du bist auch geschlagen gleichwie wir, und es geht dir wie uns.
Isa 14:11 Deine Pracht ist herunter in die Hlle gefahren samt dem Klange deiner Harfen. Maden werden dein Bett sein und Wrmer deine Decke.
Isa 14:12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefllt, der du die Heiden schwchtest!
Isa 14:13 Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl ber die Sterne Gottes erhhen;
Isa 14:14 ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung in der fernsten Mitternacht; ich will ber die hohen Wolken fahren und gleich sein dem Allerhchsten.
Isa 14:15 Ja, zur Hlle fhrst du, zur tiefsten Grube.
Isa 14:16 Wer dich sieht, wird dich schauen und betrachten und sagen: Ist das der Mann, der die Erde zittern und die Knigreiche beben machte?
Isa 14:17 der den Erdboden zur Wste machte und die Stdte darin zerbrach und gab seine Gefangenen nicht los?
Isa 14:18 Alle Knige der Heiden miteinander liegen doch mit Ehren, ein jeglicher in seinem Hause;
Isa 14:19 du aber bist verworfen fern von deinem Grabe wie ein verachteter Zweig, bedeckt von Erschlagenen, die mit dem Schwert erstochen sind, die hinunterfahren zu den Steinen der Grube, wie eine zertretene Leiche.
Isa 14:20 Du wirst nicht wie jene begraben werden, denn du hast dein Land verderbt und dein Volk erschlagen; denn man wird des Samens der Boshaften nimmermehr gedenken.
Isa 14:21 Richtet zu, dass man seine Kinder schlachte um ihrer Vter Missetat willen, dass sie nicht aufkommen noch das Land erben noch den Erdboden voll Stdte machen.
Isa 14:22 Und ich will ber dich kommen, spricht der HErr Zebaoth, und zu Babel ausrotten ihr Gedchtnis, ihre briggebliebenen, Kind und Kindeskind, spricht der HErr,
Isa 14:23 und will Babel machen zum Erbe der Igel und zum Wassersumpf und will sie mit einem Besen des Verderbens kehren, spricht der HErr Zebaoth.
Isa 14:24 Der HErr Zebaoth hat geschworen und gesagt: Was gilt's? es soll gehen, wie ich denke, und soll bleiben, wie ich es im Sinn habe;
Isa 14:25 dass Assur zerschlagen werde in meinem Lande und ich ihn zertrete auf meinen Bergen, auf dass sein Joch von ihnen genommen werde und seine Brde von ihrem Hals komme.
Isa 14:26 Das ist der Anschlag, den er hat ber alle Lande, und das ist die ausgereckte Hand ber alle Heiden.
Isa 14:27 Denn der HErr Zebaoth hat's beschlossen, wer will's wehren?, und seine Hand ist ausgereckt, wer will sie wenden?
Isa 14:28 Im Jahr, da der Knig Ahas starb, war dies die Last:
Isa 14:29 Freue dich nicht, du ganzes Philisterland, dass die Rute, die dich schlug, zerbrochen ist! Denn aus der Wurzel der Schlange wird ein Basilisk kommen, und ihre Frucht wird ein feuriger fliegender Drache sein.
Isa 14:30 Denn die Erstlinge der Drftigen werden weiden, und die Armen sicher ruhen; aber deine Wurzel will ich mit Hunger tten, und deine briggebliebenen wird er erwrgen.
Isa 14:31 Heule Tor! schreie Stadt! Ganz Philisterland ist feige; denn von Mitternacht kommt ein Rauch, und ist kein Einsamer in seinen Gezelten.
Isa 14:32 Und was werden die Boten der Heiden hin und wieder sagen? Zion hat der HErr gegrndet, und daselbst werden die Elenden seines Volkes Zuversicht haben.
Isa 15:1 Dies ist die Last ber Moab: Des Nachts kommt Verstrung ber Ar in Moab; sie ist dahin. Des Nachts kommt Verstrung ber Kir in Moab; sie ist dahin.
Isa 15:2 Sie gehen hinauf gen Baith und Dibon zu den Altren, dass sie weinen, und heulen ber Nebo und Medeba in Moab. Aller Haupt ist kahl geschoren, aller Bart ist abgeschnitten.
Isa 15:3 Auf ihren Gassen gehen sie mit Scken umgrtet; auf ihren Dchern und Straen heulen sie alle und gehen weinend herab.
Isa 15:4 Hesbon und Eleale schreien, dass man's zu Jahza hrt. Darum wehklagen die Gersteten in Moab; denn es geht ihrer Seele bel.
Isa 15:5 Mein Herz schreit ber Moab, seine Flchtigen fliehen bis gen Zoar, bis zum dritten Eglath. Denn sie gehen gen Luhith hinan und weinen, und auf dem Wege nach Horonaim zu erhebt sich ein Jammergeschrei.
Isa 15:6 Denn die Wasser zu Nimrim versiegen, dass das Gras verdorrt und das Kraut verwelkt und kein Grnes wchst.
Isa 15:7 Denn das Gut, das sie gesammelt haben, und alles, was sie verwahrt haben, fhrt man ber den Weidenbach.
Isa 15:8 Geschrei geht um in den Grenzen Moabs; sie heulen bis gen Eglaim und heulen bei dem Born Elim.
Isa 15:9 Denn die Wasser zu Dimon sind voll Blut. Dazu will ich ber Dimon noch mehr kommen lassen, ber die, so erhalten sind in Moab, einen Lwen, und ber die brigen im Lande.
Isa 16:1 Schickt dem Landesherrn Lmmer von Sela aus der Wste zum Berge der Tochter Zion!
Isa 16:2 Aber wie ein Vogel dahinfliegt, der aus dem Nest getrieben wird, so werden sein die Tchter Moabs in den Furten des Arnon.
Isa 16:3 Sammelt Rat, haltet Gericht, mache deinen Schatten des Mittags wie die Nacht; verbirg die Verjagten, und melde die Flchtlinge nicht!
Isa 16:4 Lass meine Verjagten bei dir herbergen; sei du fr Moab ein Schirm vor dem Verstrer, so wird der Drnger ein Ende haben, der Verstrer aufhren und der Untertreter ablassen im Lande.
Isa 16:5 Es wird aber ein Stuhl bereitet werden aus Gnaden, dass einer darauf sitze in der Wahrheit, in der Htte Davids, und richte und trachte nach Recht und frdere Gerechtigkeit.
Isa 16:6 Wir hren aber von dem Hochmut Moabs, dass er gar gro ist, dass auch ihr Hochmut, Stolz und Zorn grer ist denn ihre Macht.
Isa 16:7 Darum wird ein Moabiter ber den andern heulen; allesamt werden sie Heulen. ber die Grundfesten der Stadt Kir-Hareseth werden sie seufzen, ganz zerschlagen.
Isa 16:8 Denn Hesbon ist ein wstes Feld geworden; der Weinstock zu Sibma ist verderbt; die Herren unter den Heiden haben seine edlen Reben zerschlagen, die da reichten bis gen Jaser und sich zogen in die Wste; ihre Schlinge sind zerstreut und ber das Meer gefhrt.
Isa 16:9 Darum weine ich um Jaser und um den Weinstock zu Sibma und vergiee viel Trnen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein Gesang in deinen Sommer und in deine Ernte gefallen,
Isa 16:10 dass Freude und Wonne im Felde aufhrt, und in den Weinbergen jauchzt noch ruft man nicht. Man keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe dem Gesang ein Ende gemacht.
Isa 16:11 Darum rauscht mein Herz ber Moab wie eine Harfe und mein Inwendiges ber Kir-Heres.
Isa 16:12 Alsdann wird's offenbar werden, wie Moab mde ist bei den Altren und wie er zu seinem Heiligtum gegangen sei, zu beten, und doch nichts ausgerichtet habe.
Isa 16:13 Das ist's, was der HErr dazumal gegen Moab geredet hat.
Isa 16:14 Nun aber redet der HErr und spricht: In drei Jahren, wie eines Tagelhners Jahre sind, wird die Herrlichkeit Moabs gering werden bei all seiner groen Menge, dass gar wenig brigbleibe und nicht viel.
Isa 17:1 Dies ist die Last ber Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufe.
Isa 17:2 Die Stdte Aroer werden verlassen sein, dass Herden daselbst weiden, die niemand scheuche.
Isa 17:3 Und es wird aus sein mit der Feste Ephraims; und das Knigreich zu Damaskus und das brige Syrien wird sein wie die Herrlichkeit der Kinder Israel, spricht der HErr Zebaoth.
Isa 17:4 Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs dnn sein, und sein fetter Leib wird mager sein.
Isa 17:5 Denn sie wird sein, als wenn einer Getreide einsammelte in der Ernte, und als wenn einer mit seinem Arm die hren einerntete, und als wenn einer hren lse im Tal Rephaim
Isa 17:6 und die Nachernte darin bliebe; als wenn man einen lbaum schttelte, dass zwei oder drei Beeren blieben oben in dem Wipfel, oder als wenn vier oder fnf Frchte an den Zweigen hangen, spricht der HErr, der Gott Israels.
Isa 17:7 Zu der Zeit wird sich der Mensch halten zu dem, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen in Israel schauen,
Isa 17:8 und wird sich nicht halten zu den Altren, die seine Hnde gemacht haben, und nicht schauen auf das, was seine Finger gemacht haben, weder auf Ascherabilder noch Sonnensulen.
Isa 17:9 Zu der Zeit werden die Stdte ihrer Strke sein wie verlassene Burgen im Wald und auf der Hhe, so verlassen wurden vor den Kindern Israel, und werden wst sein.
Isa 17:10 Denn du hast vergessen des Gottes deines Heils und nicht gedacht an den Felsen deiner Strke. Darum setzest du lustige Pflanzen und legest auslndische Reben.
Isa 17:11 Zur Zeit des Pflanzens wirst du sein wohl warten, dass der Same zeitig wachse; aber in der Ernte, wenn du die Garben sollst erben, wirst du dafr Schmerzen eines Betrbten haben.
Isa 17:12 O weh der Menge so groen Volks! Wie das Meer wird es brausen; und das Getmmel der Leute wird wten, wie gro Wasser wten.
Isa 17:13 Ja, wie groe Wasser wten, so werden die Leute wten. Aber er wird sie schelten, so werden sie ferne wegfliehen, und wird sie verfolgen, wie der Spreu auf den Bergen vom Winde geschieht und wie einem Staubwirbel vom Ungewitter geschieht.
Isa 17:14 Um den Abend, siehe, so ist Schrecken da; und ehe es Morgen wird, sind sie nimmer da. Das ist der Lohn unsrer Ruber und das Erbe derer, die uns das Unsre nehmen.
Isa 18:1 Weh dem Lande, das unter den Segeln im Schatten fhrt, jenseits der Wasser des Mohrenlandes,
Isa 18:2 das Botschafter auf dem Meer sendet und in Rohrschiffen auf den Wassern fhrt! Gehet hin, ihr schnellen Boten, zum Volk, das hochgewachsen und glatt ist, zum Volk, das schrecklicher ist denn sonst irgend eins, zum Volk, das gebeut und zertritt, welchem die Wasserstrme sein Land einnehmen.
Isa 18:3 Alle, die ihr auf Erden wohnet und im Lande sitzet, werden sehen, wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird, und hren, wie man die Drommeten blasen wird.
Isa 18:4 Denn so spricht der HErr zu mir: Ich will stillhalten und schauen in meinem Sitz wie bei heller Hitze im Sonnenschein, wie bei Taugewlk in der Hitze der Ernte.
Isa 18:5 Denn vor der Ernte, wenn die Blte vorber ist und die Traube reift, wird man die Ranken mit Hippen<RF>bedeutet: Rebmesser<Rf> abschneiden und die Reben wegnehmen und abhauen,
Isa 18:6 dass man's miteinander lsst liegen den Vgeln auf den Bergen und den Tieren im Lande, dass des Sommers die Vgel darin nisten und des Winters allerlei Tiere im Lande darin liegen.
Isa 18:7 Zu der Zeit wird das hochgewachsenen und glatte Volk, das schrecklicher ist denn sonst irgend eins, das gebeut und zertritt, welchem die Wasserstrme sein Land einnehmen, Geschenke bringen dem HErrn Zebaoth an den Ort, da der Name des HErrn Zebaoth ist, zum Berge Zion.
Isa 19:1 Dies ist die Last ber gypten: Siehe, der HErr wird auf einer schnellen Wolke fahren und ber gypten kommen. Da werden die Gtzen in gypten vor ihm beben, und den gyptern wird das Herz feige werden in ihrem Leibe.
Isa 19:2 Und ich will die gypter aneinander hetzen, dass ein Bruder gegen den andern, ein Freund gegen den andern, eine Stadt gegen die andere, ein Reich gegen das andere streiten wird.
Isa 19:3 Und der Mut soll den gyptern in ihrem Herzen vergehen, und ich will ihre Anschlge zunichte machen. Da werden sie dann fragen ihre Gtzen und Pfaffen und Wahrsager und Zeichendeuter.
Isa 19:4 Aber ich will die gypter bergeben in die Hnde grausamer Herren, und ein harter Knig soll ber sie herrschen, spricht der Herrscher, der HErr Zebaoth.
Isa 19:5 Und das Wasser in den Seen wird vertrocknen; dazu der Strom wird versiegen und verschwinden.
Isa 19:6 Und die Wasser werden verlaufen, dass die Flsse gyptens werden gering und trocken werden, dass Rohr und Schilf verwelken,
Isa 19:7 und das Gras an den Wassern wird verstieben, und alle Saat am Wasser wird verdorren und zunichte werden.
Isa 19:8 Und die Fischer werden trauern; und alle die, so Angeln ins Wasser werfen, werden klagen; und die, so Netze auswerfen aufs Wasser, werden betrbt sein.
Isa 19:9 Es werden mit Schanden bestehen, die da gute Garne wirken und Netze stricken.
Isa 19:10 Und des Landes Pfeiler werden zerschlagen; und alle, die um Lohn arbeiten, werden bekmmert sein.
Isa 19:11 Die Frsten zu Zoan sind Toren; die weisen Rte Pharaos sind im Rat zu Narren geworden. Was sagt ihr doch zu Pharao: Ich bin der Weisen Kind und komme von alten Knigen her?
Isa 19:12 Wo sind denn nun deine Weisen? Lass sie dir's verkndigen und anzeigen, was der HErr Zebaoth ber gypten beschlossen hat.
Isa 19:13 Aber die Frsten zu Zoan sind zu Narren geworden, die Frsten zu Noph sind betrogen; es verfhren gypten die Ecksteine seiner Geschlechter.
Isa 19:14 Denn der HErr hat einen Schwindelgeist unter sie ausgegossen, dass sie gypten verfhren in allem ihrem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speit.
Isa 19:15 Und gypten wird kein Werk haben, das Haupt oder Schwanz, Ast oder Stumpf ausrichte.
Isa 19:16 Zu der Zeit wird gypten sein wie Weiber und sich frchten und erschrecken, wenn der HErr Zebaoth die Hand ber sie schwingen wird.
Isa 19:17 Und gypten wird sich frchten vor dem Lande Juda, dass, wer desselben gedenkt, wird davor erschrecken ber den Rat des HErrn Zebaoth, den er ber sie beschlossen hat.
Isa 19:18 Zu der Zeit werden fnf Stdte in gyptenland reden nach der Sprache Kanaans und schwren bei dem HErrn Zebaoth. Eine wird heien Ir-Heres.
Isa 19:19 Zu derselben Zeit wird des HErrn Altar mitten in gyptenland sein und ein Malstein des HErrn an den Grenzen,
Isa 19:20 welcher wird ein Zeichen und Zeugnis sein dem HErr Zebaoth in gyptenland. Denn sie werden zum HErrn schreien vor den Drngern, so wird er ihnen senden einen Heiland und Meister, der sie errette.
Isa 19:21 Denn der HErr wird den gyptern bekannt werden, und die gypter werden den HErrn kennen zu der Zeit und werden ihm dienen mit Opfer und Speisopfer und werden dem HErr geloben und halten.
Isa 19:22 Und der HErr wird die gypter plagen und heilen; denn sie werden sich bekehren zum HErrn, und er wird sich erbitten lassen und sie heilen.
Isa 19:23 Zu der Zeit wird eine Bahn sein von gypten nach Assyrien, dass die Assyrer nach gypten und die gypter nach Assyrien kommen und die gypter samt den Assyrern Gott dienen.
Isa 19:24 Zu der Zeit wird Israel selbdritt sein mit den gyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf der Erden.
Isa 19:25 Denn der HErr Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, gypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hnde Werk, und du, Israel, mein Erbe!
Isa 20:1 Im Jahr, da der Tharthan gen Asdod kam, als ihn gesandt hatte Sargon, der Knig von Assyrien, und stritt gegen Asdod und gewann es,
Isa 20:2 zu derselben Zeit redete der HErr durch Jesaja, den Sohn des Amoz, und sprach: Gehe hin und zieh ab den Sack von deinen Lenden und zieh deine Schuhe aus von deinen Fen. Und er tut also, ging nackt und barfu.
Isa 20:3 Da sprach der HErr: Gleichwie mein Knecht Jesaja nackt und barfu geht, zum Zeichen und Wunder dreier Jahre ber gypten und Mohrenland,
Isa 20:4 also wird der Knig von Assyrien hintreiben das ganze gefangene gypten und vertriebene Mohrenland, beide, jung und alt, nackt und barfu, in schmhlicher Ble, zu Schanden gyptens.
Isa 20:5 Und sie werden erschrecken und mit Schanden bestehen ber dem Mohrenland, darauf sie sich verlieen, und ber den gyptern, welcher sie sich rhmten.
Isa 20:6 Und die Einwohner dieser Kste werden sagen zu derselben Zeit: Ist das unsre Zuversicht, dahin wir flohen um Hilfe, dass wir errettet wrden von dem Knig von Assyrien? Wie knnten denn wir entrinnen?
Isa 21:1 Dies ist die Last ber die Wste am Meer: Wie ein Wetter vom Mittag kommt, das alles umkehrt, so kommt's aus der Wste, aus einem schrecklichen Lande.
Isa 21:2 Denn mir ist ein hartes Gesicht angezeigt: Der Ruber raubt, und der Verstrer verstrt. Zieh herauf, Elam! belagere sie, Madai! Ich will allem Seufzen ber sie ein Ende machen.
Isa 21:3 Derhalben sind meine Lenden voll Schmerzen, und Angst hat mich ergriffen wie eine Gebrerin; ich krmme mich, wenn ich's hre, und erschrecke, wenn ich's ansehe.
Isa 21:4 Mein Herz zittert, Grauen hat mich betubt; ich habe in der lieben Nacht keine Ruhe davor.
Isa 21:5 Ja, richte einen Tisch zu, lass wachen auf der Warte, esset, trinket. Macht euch auf, ihr Frsten, schmiert den Schild!
Isa 21:6 Denn der HErr sagte zu mir also: Gehe hin, stelle einen Wchter, der da schaue und ansage.
Isa 21:7 Er sieht aber Reiter reiten auf Rossen, Eseln und Kamelen und hat mit groem Flei Achtung darauf.
Isa 21:8 Und wie ein Lwe ruft er: Herr, ich stehe auf der Warte immerdar des Tages und stelle mich auf meine Hut alle Nacht.
Isa 21:9 Und siehe, da kommt einer, der fhrt auf einem Wagen; der antwortet und spricht: Babel ist gefallen, sie ist gefallen, und alle Bilder ihrer Gtter sind zu Boden geschlagen.
Isa 21:10 Meine liebe Tenne, darauf gedroschen wird! was ich gehrt habe vom HErrn Zebaoth, dem Gott Israels, das verkndige ich euch.
Isa 21:11 Dies ist die Last ber Duma: Man ruft zu mir aus Seir: Hter, ist die Nacht schier<RF>bedeutet: bald<Rf> hin? Hter ist die Nacht schier hin?
Isa 21:12 Der Hter aber sprach: Wenn der Morgen schon kommt, so wird es doch Nacht sein. Wenn ihr schon fragt, so werdet ihr doch wieder kommen und wieder fragen.
Isa 21:13 Dies ist die Last ber Arabien: ihr werdet im Walde in Arabien herbergen, ihr Reisezge der Dedaniter.
Isa 21:14 Bringet den Durstigen Wasser entgegen, die ihr wohnet im Lande Thema; bietet Brot den Flchtigen.
Isa 21:15 Denn sie fliehen vor dem Schwert, ja, vor dem bloen Schwert, vor dem gespannten Bogen, vor dem groen Streit.
Isa 21:16 Denn also spricht der HErr zu mir: Noch in einem Jahr, wie des Tagelhners Jahre sind, soll alle Herrlichkeit Kedars untergehen,
Isa 21:17 und der brigen Schtzen der Helden zu Kedar soll wenig sein; denn der HErr, der Gott Israels, hat's geredet.
Isa 22:1 Dies ist die Last ber das Schautal: Was ist denn euch, dass ihr alle so auf die Dcher lauft?
Isa 22:2 Du warst voll Getnes, eine Stadt voll Volks, eine frhliche Stadt. Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im Streit gestorben;
Isa 22:3 alle deine Hauptleute sind vor dem Bogen gewichen und gefangen; alle, die man in dir gefunden hat, sind gefangen und fern geflohen.
Isa 22:4 Darum sage ich: Hebt euch von mir, lasst mich bitterlich weinen; mht euch nicht, mich zu trsten ber die Verstrung der Tochter meines Volks!
Isa 22:5 Denn es ist ein Tag des Getmmels und der Zertretung und Verwirrung vom HErrn HErrn Zebaoth im Schautal um des Untergrabens willen der Mauer und des Geschreies am Berge.
Isa 22:6 Denn Elam fhrt daher mit Kcher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir glnzt daher mit Schilden.
Isa 22:7 Und es wird geschehen, dass deine auserwhlten Tler werden voll Wagen sein, und Reiter werden sich lagern vor die Tore.
Isa 22:8 Da wird der Vorhang Judas aufgedeckt werden, dass man schauen wird zu der Zeit nach Rstungen im Hause des Waldes.
Isa 22:9 Und ihr werdet die Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das Wasser des untern Teiches sammeln;
Isa 22:10 ihr werdet auch die Huser zu Jerusalem zhlen; ja, ihr werdet die Huser abbrechen, die Mauer zu befestigen,
Isa 22:11 und werdet einen Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des alten Teiches. Doch sehet ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet nicht auf den, der solches schafft von ferneher.
Isa 22:12 Darum wird der Herr HErr Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, dass man weine und klage und sich das Haar abschere und Scke anziehe.
Isa 22:13 Wiewohl jetzt, siehe, ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen wrgen, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken und ihr sprecht: Lasst uns essen und trinken, wir sterben doch morgen!
Isa 22:14 Aber meinen Ohren ist es vom HErrn Zebaoth offenbart: Was gilt's, ob euch diese Missetat soll vergeben werden, bis ihr sterbet? spricht der Herr HErr Zebaoth.
Isa 22:15 So spricht der Herr HErr Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, dem Hofmeister, und sprich zu ihm:
Isa 22:16 Was hast du hier? wem gehrst du an, dass du dir ein Grab hier hauen lssest, als der sein Grab in der Hhe hauen lsst und als der seine Wohnung in den Felsen machen lsst?
Isa 22:17 Siehe, der HErr wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und wird dich greifen
Isa 22:18 und dich umtreiben wie eine Kugel auf weitem Lande. Daselbst wirst du sterben, daselbst werden deine kstlichen Wagen bleiben, du Schmach des Hauses deines Herrn!
Isa 22:19 Und ich will dich von deinem Stande strzen, und von deinem Amt will ich dich setzen.
Isa 22:20 Und zu der Zeit will ich rufen meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkias,
Isa 22:21 und will ihm deinen Rock anziehen und ihn mit deinem Grtel grten und deine Gewalt in seine Hand geben, dass er Vater sei derer, die zu Jerusalem wohnen und des Hauses Juda.
Isa 22:22 Und ich will die Schlssel zum Hause Davids auf seine Schulter legen, dass er auftue und niemand zuschliee, dass er zuschliee und niemand auftue.
Isa 22:23 Und will ihn zum Nagel stecken an einen festen Ort, und er soll haben den Stuhl der Ehre in seines Vaters Hause,
Isa 22:24 dass man an ihn hnge alle Herrlichkeit seines Vaterhauses, Kind und Kindeskinder, alle kleinen Gerte, beide, Trinkgefe und allerlei Krge.
Isa 22:25 Zu der Zeit, spricht der HErr Zebaoth, soll der Nagel weggenommen werden, der am festen Ort steckt, dass er zerbreche und falle und seine Last umkomme. Denn der HErr sagt's.
Isa 23:1 Dies ist die Last ber Tyrus: Heulet, ihr Tharsisschiffe; denn sie ist zerstrt, dass kein Haus da ist noch jemand dahin zieht. Aus dem Lande Chittim werden sie des gewahr werden.
Isa 23:2 Die Einwohner der Insel sind still geworden. Die Kaufleute zu Sidon, die durchs Meer zogen, fllten dich,
Isa 23:3 und was von Frchten am Sihor und Getreide am Nil wuchs, brachte man zu ihr hinein durch groe Wasser; und du warst der Heiden Markt geworden.
Isa 23:4 Du magst wohl erschrecken, Sidon; denn das Meer, ja, die Feste am Meer spricht: Ich bin nicht mehr schwanger, ich gebre nicht mehr; so ziehe ich keine Jnglinge mehr auf und erziehe keine Jungfrauen.
Isa 23:5 Sobald es die gypter hren, erschrecken sie ber die Kunde von Tyrus.
Isa 23:6 Fahret hin gen Tharsis; heulet, ihr Einwohner der Insel!
Isa 23:7 Ist das eure frhliche Stadt, die sich ihres Alters rhmte? Ihre Fe werden sie wegfhren, zu wallen.
Isa 23:8 Wer htte das gemeint, dass es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, so doch ihre Kaufleute Frsten sind und ihre Krmer die Herrlichsten im Lande?
Isa 23:9 Der HErr Zebaoth hat's also gedacht, auf dass er schwchte alle Pracht der lustigen Stadt und verchtlich machte alle Herrlichen im Lande.
Isa 23:10 Fahr hin durch dein Land wie ein Strom, du Tochter Tharsis! Da ist kein Gurt mehr.
Isa 23:11 Er reckt seine Hand ber das Meer und erschreckt die Knigreiche. Der HErr gebeut ber Kanaan, zu vertilgen ihre Mchtigen,
Isa 23:12 und spricht: Du sollst nicht mehr frhlich sein, du geschndete Jungfrau, du Tochter Sidon! Nach Chittim mache dich auf und zieh fort; doch wirst du daselbst auch nicht Ruhe haben.
Isa 23:13 Siehe, der Chalder Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur hat es angerichtet, zu schiffen, die haben ihre Trme aufgerichtet und die Palste niedergerissen; denn sie ist gesetzt, dass sie geschleift werden soll.
Isa 23:14 Heulet, ihr Tharsisschiffe! denn eure Macht ist zerstrt.
Isa 23:15 Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden siebzig Jahre, solange ein Knig leben mag. Aber nach siebzig Jahren wird es mit Tyrus gehen, wie es im Hurenlied heit:
Isa 23:16 Nimm die Harfe, gehe in der Stadt um, du vergessene Hure; mache es gut auf dem Saitenspiel und singe getrost, auf dass dein wieder gedacht werde!
Isa 23:17 Denn nach siebzig Jahren wird der HErr Tyrus heimsuchen, dass sie wiederkomme zu ihrem Hurenlohn und Hurerei treibe mit allen Knigreichen auf Erden.
Isa 23:18 Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn werden dem HErrn heilig sein. Man wird sie nicht wie Schtze sammeln noch verbergen; sondern die vor dem HErrn wohnen, werden ihr Kaufgut haben, dass sie essen und satt werden und wohl bekleidet seien.
Isa 24:1 Siehe, der HErr macht das Land leer und wst und wirft um, was darin ist, und zerstreut seine Einwohner.
Isa 24:2 Und es geht dem Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knecht, der Frau wie der Magd, dem Verkufer wie dem Kufer, dem Leiher wie dem Borger, dem Mahnenden wie dem Schuldner.
Isa 24:3 Denn das Land wird leer und beraubt sein; denn der HErr hat solches geredet.
Isa 24:4 Das Land steht jmmerlich und verderbt; der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Hchsten des Volks im Lande nehmen ab.
Isa 24:5 Das Land ist entheiligt von seinen Einwohnern; denn sie bertreten das Gesetz und ndern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund.
Isa 24:6 Darum frisst der Fluch das Land; denn sie verschulden's, die darin wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes, also dass wenig Leute brigbleiben.
Isa 24:7 Der Most verschwindet, der Weinstock verschmachtet; und alle, die von Herzen frhlich waren, seufzen.
Isa 24:8 Die Freude der Pauken feiert, das Jauchzen der Frhlichen ist aus, und die Freude der Harfe hat ein Ende.
Isa 24:9 Man singt nicht mehr beim Weintrinken, und gutes Getrnk ist bitter denen, die es trinken.
Isa 24:10 Die leere Stadt ist zerbrochen; alle Huser sind zugeschlossen, dass niemand hineingeht.
Isa 24:11 Man klagt um den Wein auf den Gassen, dass alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist.
Isa 24:12 Eitel Wstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore stehen de.
Isa 24:13 Denn es geht im Lande und im Volk eben, wie wenn ein lbaum abgepflckt ist, wie wenn man nachliest, so die Weinernte aus ist.
Isa 24:14 Dieselben heben ihre Stimme auf und rhmen und jauchzen vom Meer her ber der Herrlichkeit des HErrn.
Isa 24:15 So preiset nun den HErrn in den Grnden, in den Inseln des Meeres den Namen des HErrn, des Gottes Israels.
Isa 24:16 Wir hren Lobgesnge vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten. Und ich muss sagen: Wie bin ich aber so elend! wie bin ich aber so elend! Weh mir! denn es rauben die Ruber, ja immerfort rauben die Ruber.
Isa 24:17 Darum kommt ber euch, Bewohner der Erde, Schrecken, Grube und Strick.
Isa 24:18 Und ob einer entflhe vor dem Geschrei des Schreckens, so wird er doch in die Grube fallen; kommt er aus der Grube, so wird er doch im Strick gefangen werden. Denn die Fenster der Hhe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben.
Isa 24:19 Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen.
Isa 24:20 Die Erde wird taumelm wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie ein Hngebett; denn ihre Missetat drckt sie, dass sie fallen muss und kann nicht stehenbleiben.
Isa 24:21 Zu der Zeit wird der HErr heimsuchen das hohe Heer, das in der Hhe ist, und die Knige der Erde, die auf Erden sind,
Isa 24:22 dass sie versammelt werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden.
Isa 24:23 Und der Mond wird sich schmen, und die Sonne mit Schanden bestehen, wenn der HErr Zebaoth Knig sein wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem und vor seinen ltesten in der Herrlichkeit.
Isa 25:1 HErr, du bist mein Gott! dich preise ich; ich lobe deinen Namen, denn du tust Wunder; dein Ratschlsse von alters her sind treu und wahrhaftig.
Isa 25:2 Denn du machst die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, dass sie auf einem Haufen liegt, der Fremden Palast, dass sie nicht mehr eine Stadt sei und nimmermehr gebaut werde.
Isa 25:3 Darum ehrt dich ein mchtiges Volk: die Stdte gewaltiger Heiden frchten dich.
Isa 25:4 Denn du bist der Geringen Strke, der Armen Strke in der Trbsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wten wie ein Ungewitter wider eine Wand.
Isa 25:5 Du demtigst der Fremden Ungestm wie die Hitze in einem drren Ort; wie die Hitze durch der Wolken Schatten, so wird gedmpft der Tyrannen Siegesgesang.
Isa 25:6 Und der HErr Zebaoth wird allen Vlkern machen auf diesem Berge ein fettes Mahl, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist.
Isa 25:7 Und er wird auf diesem Berge die Hlle wegtun, damit alle Vlker verhllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind.
Isa 25:8 Er wird den Tod verschlingen ewiglich; und der Herr HErr wird die Trnen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben alle Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HErr hat's gesagt.
Isa 25:9 Zu der Zeit wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf den wir harren, und er wird uns helfen; das ist der HErr auf den wir harren, dass wir uns freuen und frhlich seien in seinem Heil.
Isa 25:10 Denn die Hand des HErrn ruht auf diesem Berge. Moab aber wird unter ihm zertreten werden, wie Stroh zertreten wird und wie Kot.
Isa 25:11 Und er wird seine Hnde ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein Schwimmer ausbreitet, zu schwimmen; und wird ihre Pracht erniedrigen mit den Armen seiner Hnde
Isa 25:12 und die hohen Festen eurer Mauern beugen, erniedrigen und in den Staub zu Boden werfen.
Isa 26:1 Zu der Zeit wird man ein solch Lied singen im Lande Juda: Wir haben eine feste Stadt, Mauern und Wehre sind Heil.
Isa 26:2 Tut die Tore auf, dass hereingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt!
Isa 26:3 Du erhltst stets Frieden nach gewisser Zusage; denn man verlsst sich auf dich.
Isa 26:4 Verlasset euch auf den HErrn ewiglich; denn Gott der HErr ist ein Fels ewiglich.
Isa 26:5 Und er bewegt die, so in der Hhe wohnen; die hohe Stadt erniedrigt er, ja er stt sie zur Erde, dass sie im Staube liegt,
Isa 26:6 dass sie mit Fen zertreten wird, ja mit Fen der Armen, mit Fersen der Geringen.
Isa 26:7 Aber des Gerechten Weg ist schlicht; den Steig des Gerechten machst du richtig.
Isa 26:8 Denn wir warten auf dich, HErr, im Wege deiner Rechte; des Herzens Lust steht zu deinem Namen und deinem Gedchtnis.
Isa 26:9 Von Herzen begehre ich dein des Nachts; dazu mit meinem Geist in mir wache ich frh zu dir. Denn wo dein Recht im Lande geht, so lernen die Bewohner des Erdbodens Gerechtigkeit.
Isa 26:10 Aber wenn den Gottlosen Gnade widerfhrt, so lernen sie nicht Gerechtigkeit, sondern tun nur bel im richtigen Lande, denn sie sehen des HErrn Herrlichkeit nicht.
Isa 26:11 HErr, deine Hand ist erhht; das sehen sie nicht. Wenn sie aber sehen werden den Eifer um dein Volk, so werden sie zu Schanden werden; dazu wirst du sie mit Feuer, damit du deine Feinde verzehrst, verzehren.
Isa 26:12 Aber uns, HErr, wirst du Frieden schaffen; denn alles, was wir ausrichten, das hast du uns gegeben.
Isa 26:13 HErr, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren ber uns denn du; aber wir gedenken doch allein dein und deines Namens.
Isa 26:14 Die Toten werden nicht lebendig, die Verstorbenen stehen nicht auf; denn du hast sie heimgesucht und vertilgt, und zunichte gemacht all ihr Gedchtnis.
Isa 26:15 Aber du, HErr, fhrst fort unter den Heiden, du fhrst immer fort unter den Heiden, beweisest deine Herrlichkeit und kommst ferne bis an der Welt Enden.
Isa 26:16 HErr, wenn Trbsal da ist, so sucht man dich; wenn du sie zchtigst, so rufen sie ngstlich.
Isa 26:17 Gleichwie eine Schwangere, wenn sie bald gebren soll, sich ngstet und schreit in ihren Schmerzen: so geht's auch, HErr, vor deinem Angesicht.
Isa 26:18 Da sind wir auch schwanger und ist uns bange, dass wir kaum Odem holen; doch knnen wir dem Lande nicht helfen, und Einwohner auf dem Erdboden wollen nicht geboren werden.
Isa 26:19 Aber deine Toten werden leben, meine Leichname werden auferstehen. Wachet auf und rhmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn dein Tau ist ein Tau des grnen Feldes; aber das Land der Toten wirst du strzen.
Isa 26:20 Gehe hin, mein Volk, in deine Kammer und schlie die Tr nach dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorbergehe.
Isa 26:21 Denn siehe, der HErr wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Einwohner des Landes ber sie, dass das Land wird offenbaren ihr Blut und nicht weiter verhehlen, die darin erwrgt sind.
Isa 27:1 Zu der Zeit wird der HErr heimsuchen mit seinem harten, groen und starken Schwert beide, den Leviathan, der eine flchtige Schlange, und den Leviathan, der eine gewundene Schlange ist, und wird den Drachen im Meer erwrgen.
Isa 27:2 Zu der Zeit wird man singen von dem Weinberge des besten Weins:
Isa 27:3 Ich, der HErr, behte ihn und feuchte ihn bald, dass man seine Bltter nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behten.
Isa 27:4 Gott zrnt nicht mit mir. Ach, dass ich mchte mit den Hecken und Dornen kriegen! so wollte ich unter sie fallen und sie auf einen Haufen anstecken.
Isa 27:5 Er wird mich erhalten bei meiner Kraft und wird mir Frieden schaffen; Frieden wird er mir dennoch schaffen.
Isa 27:6 Es wird dennoch dazu kommen, dass Jakob wurzeln und Israel blhen und grnen wird, dass sie den Erdboden mit Frchten erfllen.
Isa 27:7 Wird er doch nicht geschlagen, wie seine Feinde geschlagen werden, und wird nicht erwrgt, wie seine Feinde erwrgt werden;
Isa 27:8 sondern mit Maen richtest du sie und lssest sie los, wenn du sie betrbt hast mit deinem rauhen Sturm am Tage des Ostwinds.
Isa 27:9 Darum wird dadurch die Snde Jakobs vershnt werden; und der Nutzen davon, dass seine Snden weggenommen werden, ist der, dass er alle Altarsteine macht wie zerstoene Kalksteine, dass keine Ascherabilder noch Sonnensulen mehr bleiben.
Isa 27:10 Denn die feste Stadt muss einsam werden, die schnen Huser verdet und verlassen werden wie eine Wste, dass Klber daselbst weiden und ruhen und daselbst Reiser abfressen.
Isa 27:11 Ihre Zweige werden vor Drre brechen, dass die Weiber kommen und Feuer damit machen werden; denn es ist ein unverstndiges Volk. Darum wird sich auch ihrer nicht erbarmen, der sie gemacht hat; und der sie geschaffen hat, wird ihnen nicht gndig sein.
Isa 27:12 Zu der Zeit wird der HErr worfeln von dem Ufer des Stromes bis an den Bach gyptens; und ihr, Kinder Israel, werdet versammelt werden, einer nach dem andern.
Isa 27:13 Zu der Zeit wird man mit einer groen Posaune blasen; so werden kommen die Verlorenen im Lande Assur und die Verstoenen im Lande gypten und werden den HErrn anbeten auf dem heiligen Berge zu Jerusalem.
Isa 28:1 Weh der prchtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, der welken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche steht oben ber einem fetten Tal derer, die vom Wein taumeln!
Isa 28:2 Siehe, ein Starker und Mchtiger vom HErrn wie ein Hagelsturm, wie ein schdliches Wetter, wie ein Wassersturm, der mchtig einreit, wirft sie zu Boden mit Gewalt,
Isa 28:3 dass die prchtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Fen zertreten wird.
Isa 28:4 Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche steht oben ber einem fetten Tal, wird sein gleichwie die Frhfeige vor dem Sommer, welche einer ersieht und flugs aus der Hand verschlingt.
Isa 28:5 Zu der Zeit wird der HErr Zebaoth sein eine liebliche Krone und ein herrlicher Kranz den briggebliebenen seines Volks
Isa 28:6 und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und eine Strke denen, die den Streit zurcktreiben zum Tor.
Isa 28:7 Aber auch diese sind vom Wein toll geworden und taumeln von starkem Getrnk. Beide, Priester und Propheten, sind toll von starkem Getrnk, sind in Wein ersoffen und taumeln von starkem Getrnk; sie sind toll beim Weissagen und wanken beim Rechtsprechen.
Isa 28:8 Denn alle Tische sind voll Speiens und Unflats an allen Orten.
Isa 28:9 Wen, sagen sie, will er denn lehren Erkenntnis? wem will er zu verstehen geben die Predigt? Den Entwhnten von der Milch, denen, die von Brsten abgesetzt sind?
Isa 28:10 Gebeut hin, gebeut her; tue dies, tue das; harre hier, harre da; warte hier, warte da; hier ein wenig, da ein wenig!
Isa 28:11 Wohlan, er wird einmal mit unverstndlichen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dies gepredigt wird:
Isa 28:12 So hat man Ruhe, so erquickt man die Mden, so wird man still; und sie wollen doch solche Predigt nicht.
Isa 28:13 Darum soll ihnen auch des HErrn Wort eben also werden: Gebeut hin, gebeut her; tut dies, tut das; harre hier, harre da; warte hier, warte da; hier ein wenig, da ein wenig, dass sie hingehen und zurckfallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
Isa 28:14 So hret nun des HErrn Wort, ihr Sptter, die ihr herrschet ber dies Volk, das zu Jerusalem ist.
Isa 28:15 Denn ihr sprecht: Wir haben mit dem Tod einen Bund und mit der Hlle einen Vertag gemacht; wenn eine Flut dahergeht, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Lge zu unsrer Zuflucht und Heuchelei zu unsrem Schirm gemacht.
Isa 28:16 Darum spricht der Herr HErr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewhrten Stein, einen kstlichen Eckstein, der wohl gegrndet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.
Isa 28:17 Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Gericht machen; so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sollen den Schirm wegschwemmen,
Isa 28:18 dass euer Bund mit dem Tode los werde und euer Vertrag mit der Hlle nicht bestehe. Und wenn eine Flut dahergeht, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergeht, wird sie euch wegnehmen.
Isa 28:19 Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tags oder des Nachts. Denn allein die Anfechtung lehrt aufs Wort merken.
Isa 28:20 Denn das Bett ist so eng, dass nichts brig ist, und die Decke so kurz, dass man sich drein schmiegen muss.
Isa 28:21 Denn der HErr wird sich aufmachen wie auf dem Berge Perazim und zrnen wie im Tal Gibeon, dass er sein Werk vollbringe auf eine fremde Weise und dass er seine Arbeit tue auf seltsame Weise.
Isa 28:22 So lasset nun euer Spotten, auf dass eure Bande nicht hrter werden; denn ich habe ein Verderben gehrt, das vom HErrn HErrn Zebaoth beschlossen ist ber alle Welt.
Isa 28:23 Nehmet zu Ohren und hret meine Stimme; merket auf und hret meine Rede:
Isa 28:24 Pflgt zur Saat oder bracht oder eggt auch ein Ackermann seinen Acker immerdar?
Isa 28:25 Ist's nicht also: wenn er's gleich gemacht hat, so streut er Wicken und wirft Kmmel und st Weizen und Gerste, jegliches, wohin er's haben will, und Spelt an seinen Ort?
Isa 28:26 Also unterwies ihn sein Gott zum Rechten und lehrte ihn.
Isa 28:27 Denn man drischt die Wicken nicht mit Dreschwagen, so lsst man auch nicht das Wagenrad ber den Kmmel gehen; sondern die Wicken schlgt man aus mit einem Stabe und den Kmmel mit einem Stecken.
Isa 28:28 Man mahlt es, dass es Brot werde, und drischt es nicht gar zunichte, wenn man's mit Wagenrdern und Pferden ausdrischt.
Isa 28:29 Solches geschieht auch vom HErrn Zebaoth; denn sein Rat ist wunderbar, und er fhrt es herrlich hinaus.
Isa 29:1 Weh Ariel, Ariel, du Stadt des Lagers Davids! Fget Jahr zu Jahr und feiert die Feste;
Isa 29:2 dann will ich den Ariel ngsten, dass er traurig und voll Jammers sei; und er soll mir ein rechter Ariel sein.
Isa 29:3 Denn ich will dich belagern ringsumher und will dich ngsten mit Bollwerk und will Wlle um dich auffhren lassen.
Isa 29:4 Alsdann sollst du erniedrigt werden und aus der Erde reden und aus dem Staube mit deiner Rede murmeln, dass deine Stimme sei wie eines Zauberers aus der Erde und deine Rede aus dem Staube wispele.
Isa 29:5 Aber die Menge deiner Feinde soll werden wie dnner Staub und die Menge der Tyrannen wie wehende Spreu; und das soll pltzlich unversehens geschehen.
Isa 29:6 Denn vom HErrn Zebaoth wird Heimsuchung geschehen mit Wetter und Erdbeben und groem Donner, mit Windwirbel und Ungewitter und mit Flammen des verzehrenden Feuers.
Isa 29:7 Und wie ein Nachtgesicht im Traum, so soll sein die Menge aller Heiden, die wider Ariel streiten, samt allem Heer und Bollwerk, und die ihn ngsten.
Isa 29:8 Denn gleichwie einem Hungrigen trumt, dass er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seine Seele noch leer; und wie einem Durstigen trumt, dass er trinke, wenn er aber aufwacht, ist er matt und durstig: also soll sein die Menge aller Heiden, die wider den Berg Zion streiten.
Isa 29:9 Erstarret und werdet bestrzt, verblendet euch und werdet blind! Werdet trunken, doch nicht vom Wein, taumelt, doch nicht von starkem Getrnk!
Isa 29:10 Denn der HErr hat euch einen Geist des harten Schlafs eingeschenkt und eure Augen zugetan; eure Propheten und Frsten samt den Sehern hat er verhllt,
Isa 29:11 dass euch aller Propheten Gesichte sein werden wie die Worte eines versiegelten Buches, welches man gbe einem, der lesen kann, und sprche: Lies doch das! und er sprche: Ich kann nicht, denn es ist versiegelt;
Isa 29:12 oder gleich als wenn man's gbe dem, der nicht lesen kann, und sprche: Lies doch das! und er sprche: Ich kann nicht lesen.
Isa 29:13 Und der HErr spricht: Darum dass dies Volk zu mir naht mit seinem Munde und mit seinen Lippen mich ehrt, aber ihr Herz fern von mir ist und sie mich frchten nach Menschengeboten, die sie lehren:
Isa 29:14 so will ich auch mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs wunderlichste und seltsamste, dass die Weisheit seiner Weisen untergehe und der Verstand seiner Klugen verblendet werde.
Isa 29:15 Weh, die verborgen sein wollen vor dem HErrn, ihr Vornehmen zu verhehlen, und ihr Tun im Finstern halten und sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns?
Isa 29:16 Wie seid ihr so verkehrt! Gleich als wenn des Tpfers Ton gedchte und ein Werk sprche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Gemchte sprche von seinem Tpfer: Er kennt mich nicht!
Isa 29:17 Wohlan, es ist noch um ein klein wenig zu tun, so soll der Libanon ein Feld werden, und das Feld soll wie ein Wald geachtet werden.
Isa 29:18 Und zu derselben Zeit werden die Tauben hren die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen,
Isa 29:19 und die Elenden werden wieder Freude haben am HErrn, und die Armen unter den Menschen werden frhlich sein in dem Heiligen Israels,
Isa 29:20 wenn die Tyrannen ein Ende haben und es mit den Spttern aus sein wird und vertilgt sein werden alle die, so wachen, Mhsal anzurichten,
Isa 29:21 welche die Leute sndigen machen durchs Predigen und stellen dem nach, der sie straft im Tor, und strzen durch Lgen den Gerechten.
Isa 29:22 Darum spricht der HErr, der Abraham erlst hat, zum Hause Jakob also: Jakob soll nicht mehr zu Schanden werden, und sein Antlitz soll sich nicht mehr schmen.
Isa 29:23 Denn wenn sie sehen werden ihre Kinder, die Werke meiner Hnde unter ihnen, werden sie meinen Namen heiligen und werden den Heiligen in Jakob heiligen und den Gott Israels frchten.
Isa 29:24 Denn die, so irrigen Geist haben, werden Verstand annehmen, und die Schwtzer werden sich lehren lassen.
Isa 30:1 Weh den abtrnnigen Kindern, spricht der HErr, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu Hufen eine Snde ber die andere;
Isa 30:2 die hinabziehen nach gypten und fragen meinen Mund nicht, dass sie sich strken mit der Macht Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten gyptens!
Isa 30:3 Denn es soll euch die Strke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz unter dem Schatten gyptens zum Hohn.
Isa 30:4 Ihre Frsten sind wohl zu Zoan gewesen und ihre Botschafter gen Hanes gekommen;
Isa 30:5 aber sie mssen doch alle zu Schanden werden ber dem Volk, das ihnen nicht ntze sein kann, weder zur Hilfe noch sonst zu Nutz, sondern nur zu Schande und Spott.
Isa 30:6 Dies ist die Last ber die Tiere, so gegen Mittag ziehen, da Lwen und Lwinnen sind, ja Ottern und feurige fliegende Drachen im Lande der Trbsal und Angst. Sie fhren ihr Gut auf der Fllen Rcken und ihre Schtze auf der Kamele Hcker zu dem Volk, das ihnen nicht ntze sein kann.
Isa 30:7 Denn gypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum sage ich von gypten also: Die Rahab wird still dazu sitzen.
Isa 30:8 So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, dass es bleibe fr und fr ewiglich.
Isa 30:9 Denn es ist ein ungehorsames Volk und verlogene Kinder, die nicht hren wollen des HErrn Gesetz,
Isa 30:10 sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nichts sehen! und zu den Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber sanft, schauet uns Tuscherei;
Isa 30:11 weichet vom Wege, gehet aus der Bahn; lasset den Heiligen Israels aufhren bei uns!
Isa 30:12 Darum spricht der Heilige Israels also: Weil ihr dies Wort verwerft und verlasst euch auf Frevel und Mutwillen und trotzt darauf,
Isa 30:13 so soll euch solche Untugend sein wie ein Riss an einer hohen Mauer, wenn es beginnt zu rieseln, die pltzlich unversehens einfllt und zerschmettert,
Isa 30:14 wie wenn ein Topf zerschmettert wrde, den man zerstt und nicht schont, also dass man von seinen Stcken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herd oder Wasser schpfe aus einem Brunnen.
Isa 30:15 Denn so spricht der Herr HErr, der Heilige in Israel: Wenn ihr umkehrtet und stillebliebet, so wrde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen wrdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht
Isa 30:16 und sprecht: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen, darum werdet ihr flchtig sein, und auf Rennern wollen wir reiten, darum werden euch eure Verfolger bereilen.
Isa 30:17 Denn euer tausend werden fliehen vor eines einzigen Schelten; ja vor fnfen werdet ihr alle fliehen, bis dass ihr brigbleibet wie ein Mastbaum oben auf einem Berge und wie ein Panier oben auf einem Hgel.
Isa 30:18 Darum harret der HErr, dass er euch gndig sei, und hat sich aufgemacht, dass er sich euer erbarme; denn der HErr ist ein Gott des Gerichts. Wohl allen, die sein harren!
Isa 30:19 Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen. Du wirst nicht weinen: er wird dir gndig sein, wenn du rufst; er wird dir antworten, sobald er's hrt.
Isa 30:20 Und der HErr wird euch in Trbsal Brot und in ngsten Wasser geben. Und deine Lehrer werden sich nicht mehr verbergen mssen; sondern deine Augen werden deine Lehrer sehen,
Isa 30:21 und deine Ohren werden hren hinter dir her das Wort sagen also: dies ist der Weg; den gehet, sonst weder zur Rechten noch zur Linken!
Isa 30:22 Und ihr werdet entweihem eure bersilberten Gtzen und die goldenen Kleider eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie einen Unflat und zu ihnen sagen: Hinaus!
Isa 30:23 So wird er deinen Samen, den du auf den Acker gest hast, Regen geben und Brot von des Ackers Ertrag, und desselben volle Genge. Und dein Vieh wird zu der Zeit weiden in einer weiten Aue.
Isa 30:24 Die Ochsen und Fllen, so den Acker bauen, werden gemengtes Futter essen, welches geworfelt ist mit der Wurfschaufel und Wanne.
Isa 30:25 Und es werden auf allen groen Bergen und auf allen groen Hgeln zerteilte Wasserstrme gehen zur Zeit der groen Schlacht, wenn die Trme fallen werden.
Isa 30:26 Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonne Schein, und der Sonne Schein wird siebenmal heller sein denn jetzt, zu der Zeit, wenn der HErr den Schaden seines Volks verbinden und seine Wunden heilen wird.
Isa 30:27 Siehe, des HErrn Name kommt von fern! Sein Zorn brennt und ist sehr schwer; seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge wie ein verzehrend Feuer,
Isa 30:28 und sein Odem wie eine Wasserflut, die bis an den Hals reicht: zu zerstreuen die Heiden, bis sie zunichte werden, und er wird die Vlker mit einem Zaum in ihren Backen hin und her treiben.
Isa 30:29 Da werdet ihr singen wie in der Nacht eines heiligen Festes und euch von Herzen freuen, wie wenn man mit Fltenspiel geht zum Berge des HErrn, zum Hort Israels.
Isa 30:30 Und der HErr wird seine herrliche Stimme erschallen lassen, dass man sehe seinen ausgereckten Arm mit zornigem Druen und mit Flammen des verzehrenden Feuers, mit Wetterstrahlen, mit starkem Regen und mit Hagel.
Isa 30:31 Denn Assur wird erschrecken vor der Stimme des HErrn, der ihn mit der Rute schlgt.
Isa 30:32 Und es wird die Rute ganz durchdringen und wohl treffen, wenn sie der HErr ber ihn fhren wird mit Pauken und Harfen, und allenthalben wider sie streiten.
Isa 30:33 Denn die Grube ist von gestern her zugerichtet; ja sie ist auch dem Knig bereitet, tief und weit genug; der Scheiterhaufen darin hat Feuer und Holz die Menge. Der Odem des HErrn wird ihn anznden wie ein Schwefelstrom.
Isa 31:1 Weh denen, die hinabziehen nach gypten um Hilfe und verlassen sich auf Rosse und hoffen auf Wagen, dass ihrer viel sind, und auf Reiter, darum dass sie sehr stark sind, und halten sich nicht zum Heiligen in Israel und fragen nichts nach dem HErrn!
Isa 31:2 Er aber ist weise und bringt Unglck herzu und wendet seine Worte nicht, sondern wird sich aufmachen wider das Haus der Bsen und wider die Hilfe der beltter.
Isa 31:3 Denn gypten ist Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der HErr wird seine Hand ausrecken, dass der Helfer strauchle und der, dem geholfen wird, falle und alle miteinander umkommen.
Isa 31:4 Denn so spricht der HErr zu mir: Gleichwie ein Lwe und ein junger Lwe brllt ber seinen Raub, wenn der Hirten Menge ihn anschreit, so erschrickt er vor ihrem Geschrei nicht und ist ihm auch nicht leid vor ihrer Menge: also wird der HErr Zebaoth herniederfahren, zu streiten auf dem Berge Zion und auf seinem Hgel.
Isa 31:5 Und der HErr Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie die Vgel tun mit Flgeln, schtzen, erretten, darin umgehen und aushelfen.
Isa 31:6 Kehret um, ihr Kinder Israel, zu dem, von welchem ihr sehr abgewichen seid!
Isa 31:7 Denn zu der Zeit wird ein jeglicher seine silbernen und goldenen Gtzen verwerfen, welche euch eure Hnde gemacht hatten zur Snde.
Isa 31:8 Und Assur soll fallen, nicht durch Mannes-Schwert, und soll verzehrt werden, nicht durch Menschen-Schwert, und wird doch vor dem Schwert fliehen, und seine junge Mannschaft wird zinsbar werden.
Isa 31:9 Und sein Fels wird vor Furcht wegziehen, und seine Frsten werden vor dem Panier die Flucht geben, spricht der HErr, der zu Zion Feuer und zu Jerusalem einen Herd hat.
Isa 32:1 Siehe, es wird ein Knig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Frsten werden herrschen, das Recht zu handhaben,
Isa 32:2 dass ein jeglicher unter ihnen sein wird wie eine Zuflucht vor dem Wind und wie ein Schirm vor dem Platzregen, wie die Wasserbche am drren Ort, wie der Schatten eines groen Felsen im trockenen Lande.
Isa 32:3 Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhrer werden aufmerken,
Isa 32:4 und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden.
Isa 32:5 Es wird nicht mehr ein Narr Frst heien noch ein Geiziger Herr genannt werden.
Isa 32:6 Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz geht mit Unglck um, dass er Heuchelei anrichte und predige vom HErrn Irrsal, damit er die hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre.
Isa 32:7 Und des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tcke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soll.
Isa 32:8 Aber die Frsten werden frstliche Gedanken haben und darber halten.
Isa 32:9 Stehet auf, ihr stolzen Frauen, hret meine Stimme! ihr Tchter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede!
Isa 32:10 Es ist um Jahr und Tag zu tun, so werdet ihr Sicheren zittern; denn es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden.
Isa 32:11 Erschreckt, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! es ist vorhanden Ausziehen, Blen und Grten um die Lenden.
Isa 32:12 Man wird klagen um die cker, ja um die lieblichen cker, um die fruchtbaren Weinstcke.
Isa 32:13 Denn es werden auf dem Acker meines Volkes Dornen und Hecken wachsen, dazu ber allen Husern der Freude in der frhlichen Stadt.
Isa 32:14 Denn die Palste werden verlassen sein und die Stadt, die voll Getmmel war, einsam sein, dass die Trme und Festen ewige Hhlen werden und dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide,
Isa 32:15 bis so lange, dass ber uns ausgegossen wird der Geist aus der Hhe. So wird dann die Wste zum Acker werden und der Acker wie ein Wald geachtet werden.
Isa 32:16 Und das Recht wird in der Wste wohnen und Gerechtigkeit auf dem Acker hausen,
Isa 32:17 und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Gerechtigkeit Nutzen wird ewige Stille und Sicherheit sein,
Isa 32:18 dass mein Volk in Husern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.
Isa 32:19 Aber Hagel wird sein den Wald hinab, und die Stadt danieden wird niedrig sein.
Isa 32:20 Wohl euch, die ihr set allenthalben an den Wassern und die Fe der Ochsen und Esel frei gehen lasset!
Isa 33:1 Weh aber dir, du Verstrer! Meinst du, du wirst nicht verstrt werden? Und du Ruber? meinst du man werde dich nicht berauben? Wenn du das Verstren vollendet hast, so wirst du auch verstrt werden; wenn du des Raubens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder berauben.
Isa 33:2 HErr, sei uns gndig, denn auf dich harren wir; sei ihr Arm alle Morgen, dazu unser Heil zur Zeit der Trbsal!
Isa 33:3 Lass fliehen die Vlker vor dem groen Getmmel und die Heiden zerstreut werden, wenn du dich erhebst.
Isa 33:4 Da wird man euch aufraffen wie einen Raub, wie man die Heuschrecken aufrafft und wie die Kfer zerscheucht werden, wenn man sie berfllt.
Isa 33:5 Der HErr ist erhaben; denn er wohnt in der Hhe. Er hat Zion voll Gericht und Gerechtigkeit gemacht.
Isa 33:6 Und es wird zu deiner Zeit Glaube sein, Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit; die Furcht des HErrn wird sein Schatz sein.
Isa 33:7 Siehe, ihre Helden schreien drauen, die Boten des Friedens weinen bitterlich.
Isa 33:8 Die Steige ist wst; es geht niemand mehr auf der Strae. Er hlt weder Treue noch Glauben; er verwirft die Stdte und achtet der Leute nicht.
Isa 33:9 Das Land liegt klglich und jmmerlich, der Libanon steht schndlich zerhauen, und Saron ist wie eine Wste, und Basan und Karmel ist de.
Isa 33:10 Nun will ich mich aufmachen, spricht der HErr; nun will ich mich emporrichten, nun will ich mich erheben.
Isa 33:11 Mit Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebret ihr; Feuer wird euch mit eurem Mut verzehren.
Isa 33:12 Und die Vlker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt.
Isa 33:13 So hret nun ihr, die ihr ferne seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Strke.
Isa 33:14 Die Snder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen und sie sprechen: Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen mge? wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne?
Isa 33:15 Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasst samt dem Geiz und seine Hnde abzieht, dass er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, dass er nicht Blutschulden hre, und seine Augen zuhlt, dass er nichts Arges sehe:
Isa 33:16 der wird in der Hhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiss.
Isa 33:17 Deine Augen werden den Knig sehen in seiner Schne; du wirst das Land erweitert sehen,
Isa 33:18 dass sich dein Herz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die Schreiber? Wo sind die Vgte? wo sind die, so die Trme zhlten?
Isa 33:19 Du wirst das starke Volk nicht mehr sehen, das Volk von tiefer Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man nicht verstehen kann.
Isa 33:20 Schaue Zion, die Stadt unsrer Feste! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Htte, die nicht weggefhrt wird; ihre Ngel sollen nimmermehr ausgezogen und ihrer Seile sollen nimmermehr zerrissen werden.
Isa 33:21 Denn der HErr wird mchtig daselbst bei uns sein, gleich als wren da weite Wassergrben, darber kein Schiff mit Rudern fahren noch Galeeren schiffen knnen.
Isa 33:22 Denn der HErr ist unser Richter, der HErr ist unser Meister, der HErr ist unser Knig; der hilft uns!
Isa 33:23 Lasst sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fhnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel kstlicher Raub ausgeteilt werden, also dass auch die Lahmen rauben werden.
Isa 33:24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Snde haben.
Isa 34:1 Kommt herzu, ihr Heiden, und hret, ihr Vlker, merkt auf! Die Erde hre zu und was darinnen ist, der Weltkreis samt seinem Gewchs!
Isa 34:2 Denn der HErr ist zornig ber alle Heiden und grimmig ber all ihr Heer. Er wird sie verbannen und zum Schlachten berantworten.
Isa 34:3 Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird und die Berge von ihrem Blut flieen.
Isa 34:4 Und wird alles Heer des Himmels verfaulen, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie ein Buch, und all sein Heer wird verwelken, wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie ein drres Blatt am Feigenbaum.
Isa 34:5 Denn mein Schwert ist trunken im Himmel; und siehe, es wird herniederfahren auf Edom und ber das verbannte Volk zur Strafe.
Isa 34:6 Des HErrn Schwert ist voll Blut und dick von Fett, vom Blut der Lmmer und Bcke, von der Nieren Fett aus den Widdern; denn der HErr hlt ein Schlachten zu Bozra und ein groes Wrgen im Lande Edom.
Isa 34:7 Da werden die Einhrner samt ihnen herunter mssen und die Farren samt den gemsteten Ochsen. Denn ihr Land wird trunken werden von Blut und ihre Erde dick werden von Fett.
Isa 34:8 Denn das ist der Tag der Rache des HErrn und das Jahr der Vergeltung, zu rchen Zion.
Isa 34:9 Da werden Edoms Bche zu Pech werden und seine Erde zu Schwefel; ja sein Land wird zu brennendem Pech werden,
Isa 34:10 das weder Jahr noch Tag verlschen wird, sondern ewiglich wird Rauch von ihm aufgehen; und es wird fr und fr wst sein, dass niemand dadurchgehen wird in Ewigkeit;
Isa 34:11 sondern Rohrdommeln und Igel werden's innehaben, Nachteulen und Raben werden daselbst wohnen. Denn er wird eine Messschnur darber ziehen, dass es wst werde, und ein Richtblei, dass es de sei,
Isa 34:12 dass seine Herren heien mssen Herren ohne Land und alle seine Frsten ein Ende haben;
Isa 34:13 und werden Dornen wachsen in seinen Palsten, Nesseln und Disteln in seinen Schlssern; und es wird eine Behausung sein der Schakale und Weide fr die Straue.
Isa 34:14 Da werden untereinander laufen Wstentiere und wilde Hunde, und ein Feldteufel wird dem andern begegnen; der Kobold wird auch daselbst herbergen und seine Ruhe daselbst finden.
Isa 34:15 Die Natter wird auch daselbst nisten und legen, brten und aushecken unter seinem Schatten; auch werden die Weihen daselbst zusammenkommen.
Isa 34:16 Suchet nun in dem Buch des HErrn und leset! es wird nicht an einem derselben fehlen; man vermisst auch nicht dies noch das. Denn er ist's, der durch meinen Mund gebeut, und sein Geist ist's, der es zusammenbringt.
Isa 34:17 Er wirft das Los fr sie, und seine Hand teilt das Ma aus unter sie, dass sie darin erben ewiglich und darin bleiben fr und fr.
Isa 35:1 Aber die Wste und Einde wird lustig sein, und das drre Land wird frhlich stehen und wird blhen wie die Lilien.
Isa 35:2 Sie wird blhen und frhlich stehen in aller Lust und Freude. Denn die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, der Schmuck Karmels und Sarons. Sie sehen die Herrlichkeit des HErrn, den Schmuck unsres Gottes.
Isa 35:3 Strkt die mden Hnde und erquickt die strauchelnden Kniee!
Isa 35:4 Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, frchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.
Isa 35:5 Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren geffnet werden;
Isa 35:6 alsdann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wste hin und wieder flieen und Strme im drren Lande.
Isa 35:7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen; und wo es drr gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.
Isa 35:8 Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heien wird, dass kein Unreiner darauf gehen darf; und derselbe wird fr sie sein, dass man darauf gehe, dass auch die Toren nicht irren mgen.
Isa 35:9 Es wird da kein Lwe sein, und wird kein reiendes Tier darauf treten noch daselbst gefunden werden; sondern man wird frei sicher daselbst gehen.
Isa 35:10 Die Erlsten des HErrn werden wiederkommen und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird ber ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.
Isa 36:1 Und es begab sich im vierzehnten Jahr des Knigs Hiskia, zog der Knig von Assyrien, Sanherib, herauf wider alle festen Stdte Judas und gewann sie.
Isa 36:2 Und der Knig von Assyrien sandte den Erzschenken von Lachis gen Jerusalem zu dem Knig Hiskia mit groer Macht. Und er trat an die Wasserleitung des oberen Teichs, am Wege bei dem Acker des Walkmllers.
Isa 36:3 Und es ging zu ihm heraus Eljakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler.
Isa 36:4 Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Sagt doch dem Hiskia: So spricht der groe Knig, der Knig von Assyrien: Was ist das fr ein Trotz, darauf du dich verlssest?
Isa 36:5 Ich achte, du lssest dich bereden, dass du noch Rat und Macht weit, zu streiten. Auf wen verlsst du dich denn, dass du mir bist abfllig geworden?
Isa 36:6 Verlsst du dich auf den zerbrochenen Rohrstab gypten, welcher, so jemand sich darauf lehnt, geht er ihm in die Hand und durchbohrt sie? Also tut Pharao, der Knig von gypten, allen, die sich auf ihn verlassen.
Isa 36:7 Willst du mir aber sagen: Wir verlassen uns auf den HErrn, unsren Gott! ist's nicht der, dessen Hhen und Altre Hiskia hat abgetan und hat zu Juda und Jerusalem gesagt: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten?
Isa 36:8 Wohlan, so nimm's an mit meinem Herrn, dem Knig von Assyrien: ich will dir zweitausend Rosse geben; lass sehen, ob du bei dir knntest ausrichten, die darauf reiten.
Isa 36:9 Wie willst du denn bleiben vor einem Hauptmann, der geringsten Diener einem meines Herrn? Und du verlssest dich auf gypten um der Wagen und Reiter willen.
Isa 36:10 Dazu, meinst du, dass ich ohne den HErrn bin heraufgezogen in dies Land, es zu verderben? Ja, der HErr sprach zu mir: Zieh hinauf in dies Land und verderbe es!
Isa 36:11 Aber Eljakim und Sebna und Joah sprachen zum Erzschenken: Rede doch mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen es wohl, und rede nicht auf jdisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist.
Isa 36:12 Da sprach der Erzschenke: Meinst du, dass mein Herr mich zu deinem Herrn oder zu dir gesandt habe, solche Worte zu reden, und nicht vielmehr zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, dass sie samt euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Harn saufen?
Isa 36:13 Und der Erzschenke stand und rief laut auf jdisch und sprach: Hret die Worte des groen Knigs, des Knigs von Assyrien!
Isa 36:14 So spricht der Knig: Lasst euch Hiskia nicht betrgen; denn er kann euch nicht erretten.
Isa 36:15 Und lass euch Hiskia nicht vertrsten auf den HErrn, dass er sagt: Der HErr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Knigs von Assyrien gegeben werden.
Isa 36:16 Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Knig von Assyrien: Tut mir zu Dank und geht zu mir heraus, so sollt ihr ein jeglicher von seinem Feigenbaum essen und aus seinem Brunnen trinken,
Isa 36:17 bis dass ich komme und hole euch in ein Land, wie euer Land ist, ein Land, darin Korn und Most ist, ein Land, darin Brot und Weinberge sind.
Isa 36:18 Lasst euch Hiskia nicht bereden, dass er sagt: Der HErr wird uns erlsen. Haben auch der Heiden Gtter ein jeglicher sein Land errettet von der Hand des Knigs von Assyrien?
Isa 36:19 Wo sind die Gtter zu Hamath und Arpad? Wo sind die Gtter Sepharvaims? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand?
Isa 36:20 Welcher unter allen Gttern dieser Lande hat sein Land errettet von meiner Hand, dass der HErr sollte Jerusalem erretten von meiner Hand?
Isa 36:21 Sie schwiegen aber still und antworteten ihm nichts; denn der Knig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts.
Isa 36:22 Da kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und zeigten ihm an die Worte des Erzschenken.
Isa 37:1 Da aber der Knig Hiskia das hrte, zerriss er seine Kleider und hllte einen Sack um sich und ging in das Haus des HErrn
Isa 37:2 und sandte Eljakim, den Hofmeister, und Sebna, den Schreiber, samt den ltesten der Priester, mit Scken umhllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz,
Isa 37:3 dass sie zu ihm sprchen: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Trbsal, des Scheltens und Lsterns, und es geht, gleich als wenn die Kinder bis an die Geburt gekommen sind und ist keine Kraft da, zu gebren.
Isa 37:4 dass doch der HErr, dein Gott, hren wollte die Worte des Erzschenken, welchen sein Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, zu lstern den lebendigen Gott und zu schelten mit solchen Worten, wie der HErr, dein Gott, gehrt hat! Und du wollest ein Gebet erheben fr die brigen, die noch vorhanden sind.
Isa 37:5 Und die Knechte des Knigs Hiskia kamen zu Jesaja.
Isa 37:6 Jesaja aber sprach: So saget eurem Herrn: Der HErr spricht also: Frchte dich nicht vor den Worten, die du gehrt hast, mit welchen mich die Knechte des Knigs von Assyrien geschmht haben.
Isa 37:7 Siehe, ich will ihm einen anderen Mut machen, und er soll etwas hren, dass er wieder heimziehe in sein Land; und will ihn durchs Schwert fllen in seinem Lande.
Isa 37:8 Da aber der Erzschenke wiederkam, fand er den Knig von Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehrt, dass er gen Lachis gezogen war.
Isa 37:9 Und es kam ein Gercht von Thirhaka, der Mohren Knig, sagend: Er ist ausgezogen, wider dich zu streiten.
Isa 37:10 Da er nun solches hrte, sandte er Boten zu Hiskia und lie ihm sagen: Sagt Hiskia, dem Knig Judas, also: Lass dich deinen Gott nicht betrgen, auf den du dich verlsst und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Knigs von Assyrien gegeben werden.
Isa 37:11 Siehe, du hast gehrt, was die Knige von Assyrien getan haben allen Landen und sie verbannt; und du solltest errettet werden?
Isa 37:12 Haben auch die Gtter der Heiden die Lande errettet, welche meine Vter verderbt haben, als Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Edens zu Thelassar?
Isa 37:13 Wo ist der Knig zu Hamath und der Knig zu Arpad und der Knig der Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa?
Isa 37:14 Und da Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des HErrn und breitete ihn aus vor dem HErrn.
Isa 37:15 Und Hiskia betete zum HErr und sprach:
Isa 37:16 HErr Zebaoth, du Gott Israels, der du allein ber dem Cherubim sitzest, du bist allein Gott ber alle Knigreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
Isa 37:17 HErr neige deine Ohren und hre doch; HErr, tue deine Augen auf und siehe doch; hre doch alle die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, zu schmhen den lebendigen Gott.
Isa 37:18 Wahr ist es, HErr, die Knige von Assyrien haben wst gemacht alle Knigreiche samt ihren Landen
Isa 37:19 und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Gtter, sondern Werk von Menschenhnden, Holz und Stein. Die sind vertilgt.
Isa 37:20 Nun aber, HErr, unser Gott, hilf uns von seiner Hand, auf dass alle Knigreiche auf Erden erfahren, dass du der HErr seist allein.
Isa 37:21 Das sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie ihm sagen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Was du mich gebeten hast des Knigs Sanherib halben von Assyrien,
Isa 37:22 so ist es das, was der HErr von ihm redet: Die Jungfrau Tochter Zion verachtet dich und spottet dein, und die Tochter Jerusalem schttelt das Haupt dir nach.
Isa 37:23 Wen hast du geschmht und gelstert? ber wen hast du die Stimme erhoben? Du hebst deine Augen empor wider den Heiligen in Israel.
Isa 37:24 Durch deine Knechte hast du den HErrn geschndet und sprichst: Ich bin durch die Menge meiner Wagen heraufgezogen auf die Hhe der Berge, den innersten Libanon, und habe seine hohen Zedern abgehauen samt seinen auserwhlten Tannen und bin bis zu seiner uersten Hhe gekommen, an den Wald seines Baumgartens.
Isa 37:25 Ich habe gegraben und getrunken die Wasser und werde mit meinen Fusohlen austrocknen alle Flsse gyptens.
Isa 37:26 Hast du aber nicht gehrt, dass ich solches lange zuvor getan habe und von Anfang habe ich's bereitet? Jetzt aber habe ich's kommen lassen, dass feste Stdte zerstrt werden zu Steinhaufen
Isa 37:27 und ihre Einwohner schwach und zaghaft werden und mit Schanden bestehen und werden wie das Feldgras und wie das grne Kraut, wie Gras auf den Dchern, welches verdorrt, ehe es denn reif wird.
Isa 37:28 Ich kenne aber deine Wohnung, deinen Auszug und Einzug und dein Toben wider mich.
Isa 37:29 Weil du denn wider mich tobst und dein Stolz herauf vor meine Ohren gekommen ist, will ich dir einen Ring an die Nase legen und ein Gebiss in dein Maul und will dich des Weges wieder heimfhren, den du gekommen bist.
Isa 37:30 Das sei dir aber ein Zeichen: Iss dies Jahr, was von selber wchst; das andere Jahr, was noch aus den Wurzeln wchst; im dritten Jahr set und erntet, pflanzt Weinberge und esset ihre Frchte.
Isa 37:31 Denn die Erretteten vom Hause Juda und die brigbleiben, werden noch wiederum unter sich wurzeln und ber sich Frucht tragen.
Isa 37:32 Denn von Jerusalem werden noch ausgehen, die briggeblieben sind, und die Erretteten von Berge Zion. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth.
Isa 37:33 Darum spricht der HErr also vom Knig von Assyrien: Er soll nicht kommen in diese Stadt und soll auch keinen Pfeil dahin schieen und mit keinem Schilde davor kommen und soll keinen Wall um sie schtten;
Isa 37:34 sondern des Weges, den er gekommen ist, soll er wieder heimkehren, dass er in diese Stadt nicht komme, spricht der HErr.
Isa 37:35 Denn ich will diese Stadt schtzen, dass ich ihr aushelfe um meinetwillen und um meines Dieners David willen.
Isa 37:36 Da fuhr aus der Engel des HErrn und schlug im assyrischen Lager hundertfnfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens frh aufmachten, siehe, da lag's alles eitel tote Leichname.
Isa 37:37 Und der Knig von Assyrien, Sanherib, brach auf zog weg und kehrte wieder heim und blieb zu Ninive.
Isa 37:38 Und es begab sich auch, da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, erschlugen ihn seine Shne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert, und sie flohen ins Land Ararat. Und sein Sohn Asar-Haddon ward Knig an seiner Statt.
Isa 38:1 Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HErr: Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben!
Isa 38:2 Da wandte Hiskia sein Angesicht zur Wand und betete zum HErrn
Isa 38:3 und sprach: Gedenke doch, HErr, wie ich vor dir gewandelt habe in der Wahrheit, mit vollkommenem Herzen, und habe getan, was dir gefallen hat. Und Hiskia weinte sehr.
Isa 38:4 Da geschah das Wort des HErrn zu Jesaja und sprach:
Isa 38:5 Gehe hin und sage Hiskia: So spricht der HErr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehrt und deine Trnen gesehen. Siehe, ich will deinen Tagen noch fnfzehn Jahre zulegen
Isa 38:6 und will dich samt dieser Stadt erretten von der Hand des Knigs von Assyrien; denn ich will diese Stadt wohl verteidigen.
Isa 38:7 Und habe dir das zum Zeichen von dem HErrn, dass der HErr solches tun wird, was er geredet hat:
Isa 38:8 Siehe ich will den Schatten am Sonnenzeiger des Ahas zehn Stufen zurckziehen, ber welche er gelaufen ist. Und die Sonne lief zehn Stufen zurck am Zeiger, ber welche sie gelaufen war.
Isa 38:9 Dies ist die Schrift Hiskias, des Knigs in Juda, da er krank gewesen und von der Krankheit geheilt worden war.
Isa 38:10 Ich sprach: Nun muss ich zu der Hllen Pforten fahren in der Mitte meines Lebens, da ich gedachte, noch lnger zu leben.
Isa 38:11 Ich sprach: Nun werde ich nicht mehr sehen den HErrn, ja, den HErrn im Lande der Lebendigen; nun werde ich nicht mehr schauen die Menschen bei denen, die ihre Zeit leben.
Isa 38:12 Meine Zeit ist dahin und von mir weggetan wie eines Hirten Htte. Ich reie mein Leben ab wie ein Weber; er bricht mich ab wie einen dnnen Faden; du machst's mit mir ein Ende den Tag vor Abend.
Isa 38:13 Ich dachte: Mchte ich bis morgen Leben! Aber er zerbrach mir alle meine Gebeine wie ein Lwe; denn du machst es mit mir aus den Tag vor Abend.
Isa 38:14 Ich winselte wie ein Kranich und wie eine Schwalbe und girrte wie eine Taube; meine Augen wollten mir brechen: HErr, ich leide Not; lindere mir's!
Isa 38:15 Was soll ich reden? Er hat mir's zugesagt und hat's auch getan! Ich werde in Demut wandeln all meine Lebtage nach solcher Betrbnis meiner Seele.
Isa 38:16 HErr, davon lebt man, und das Leben meines Geistes steht ganz darin; denn du lieest mich wieder stark werden und machtest mich leben.
Isa 38:17 Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdrbe; denn du wirfst alle meine Snden hinter dich zurck.
Isa 38:18 Denn die Hlle lobt dich nicht; so rhmt dich der Tod nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Wahrheit;
Isa 38:19 sondern allein, die da leben, loben dich, wie ich jetzt tue. Der Vater wird den Kindern deine Wahrheit kundtun.
Isa 38:20 HErr, hilf mir, so wollen wir meine Lieder singen, solange wir leben, im Hause des HErrn!
Isa 38:21 Und Jesaja hie, man sollte ein Pflaster von Feigen nehmen und auf seine Drse legen, dass er gesund wrde.
Isa 38:22 Hiskia aber sprach: Welch ein Zeichen ist das, dass ich hinauf zum Hause des HErrn soll gehen!
Isa 39:1 Zu der Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, Knig zu Babel, Briefe und Geschenke an Hiskia; denn er hatte gehrt, dass er krank gewesen und wieder stark geworden wre.
Isa 39:2 Des freute sich Hiskia und zeigte ihnen das Schatzhaus, Silber und Gold und Spezerei, kstliche Salben und alle seine Zeughuser und alle Schtze, die er hatte. Nichts war, das ihnen Hiskia nicht zeigte in seinem Hause und in seiner Herrschaft.
Isa 39:3 Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und sprach zu ihm: Was sagen diese Mnner, und woher kommen sie zu dir? Hiskia sprach: Sie kommen von fern zu mir, nmlich von Babel.
Isa 39:4 Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: Alles, was in meinem Hause ist, haben sie gesehen und ist nichts, das ich ihnen nicht htte gezeigt in meinen Schtzen.
Isa 39:5 Und Jesaja sprach zu Hiskia: Hre das Wort des HErrn Zebaoth:
Isa 39:6 Siehe es kommt die Zeit, dass alles, was in deinem Hause ist und was deine Vter gesammelt haben bis auf diesen Tag, wird gen Babel gebracht werden, dass nichts bleiben wird, spricht der HErr.
Isa 39:7 Dazu werden sie von deinen Kindern, die von dir kommen werden und du zeugen wirst, nehmen, dass sie mssen Kmmerer sein am Hofe des Knigs zu Babel.
Isa 39:8 Und Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort des HErrn ist gut, das du sagst, und sprach: Es sei nur Friede und Treue, solange ich lebe.
Isa 40:1 Trstet, trstet mein Volk! spricht euer Gott;
Isa 40:2 redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Dienstbarkeit ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefltiges empfangen von der Hand des HErrn fr alle ihre Snden.
Isa 40:3 Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet dem HErrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unsrem Gott!
Isa 40:4 Alle Tler sollen erhht werden und alle Berge und Hgel sollen erniedrigt werden, und was ungleich ist, soll eben, und was hckericht ist, soll schlicht werden;
Isa 40:5 denn die Herrlichkeit des HErrn soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HErrn Mund hat es geredet.
Isa 40:6 Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Gte ist wie eine Blume auf dem Felde.
Isa 40:7 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des HErrn Geist blst darein. Ja, das Volk ist das Gras.
Isa 40:8 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; aber das Wort unsres Gottes bleibt ewiglich.
Isa 40:9 Zion, du Predigerin, steig auf deinen hohen Berg; Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, hebe auf und frchte dich nicht; sage den Stdten Judas: Siehe, da ist euer Gott!
Isa 40:10 Denn siehe, der Herr HErr kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung ist vor ihm.
Isa 40:11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lmmer in seine Arme sammeln und in seinem Busen tragen und die Schafmtter fhren.
Isa 40:12 Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand und fasst den Himmel mit der Spanne und begreift den Staub der Erde mit einem Dreiling und wgt die Berge mit einem Gewicht und die Hgel mit einer Waage?
Isa 40:13 Wer unterrichtet den Geist des HErrn, und welcher Ratgeber unterweist ihn?
Isa 40:14 Wen fragt er um Rat, der ihm Verstand gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn die Erkenntnis und unterweise ihn den Weg des Verstandes?
Isa 40:15 Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der Waage bleibt. Siehe, die Inseln sind wie ein Stublein.
Isa 40:16 Der Libanon wre zu gering zum Feuer und seine Tiere zu gering zum Brandopfer.
Isa 40:17 Alle Heiden sind vor ihm nichts und wie ein Nichtiges und Eitles geachtet.
Isa 40:18 Wem wollt ihr denn Gott nachbilden? Oder was fr ein Gleichnis wollt ihr ihm zurichten?
Isa 40:19 Der Meister giet wohl ein Bild, und der Goldschmied bergoldet's und macht silberne Ketten daran.
Isa 40:20 Desgleichen wer nur eine arme Gabe vermag, der whlt ein Holz, das nicht fault, und sucht einen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige, das bestndig sei.
Isa 40:21 Wisset ihr nicht? Hrt ihr nicht? Ist's euch nicht vormals verkndigt? Habt ihr's nicht verstanden von Anbeginn der Erde?
Isa 40:22 Er sitzt auf dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken; der den Himmel ausdehnt wie ein dnnes Fell und breitet ihn aus wie eine Htte, darin man wohnt;
Isa 40:23 Der die Frsten zunichte macht und die Richter auf Erden eitel macht,
Isa 40:24 als wren sie nicht gepflanzt noch gest und als htte ihr Stamm keine Wurzel in der Erde, dass sie, wo ein Wind unter sie weht, verdorren und sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegfhrt.
Isa 40:25 Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? spricht der Heilige.
Isa 40:26 Hebet eure Augen in die Hhe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen und fhrt ihr Heer bei der Zahl heraus? Er ruft sie alle mit Namen; sein Vermgen und seine Kraft ist so gro, dass es nicht an einem fehlen kann.
Isa 40:27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: Mein Weg ist dem HErrn verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorber?
Isa 40:28 Weit du nicht? hast du nicht gehrt? Der HErr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht mde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich.
Isa 40:29 Er gibt den Mden Kraft, und Strke genug dem Unvermgenden.
Isa 40:30 Die Knaben werden mde und matt, und die Jnglinge fallen;
Isa 40:31 aber die auf den HErrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flgeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht mde werden.
Isa 41:1 Lass die Inseln vor mir schweigen und die Vlker sich strken! Lass sie herzutreten und nun reden; lasst uns miteinander rechten!
Isa 41:2 Wer hat den Gerechten vom Aufgange erweckt? Wer rief ihn, dass er ging? Wer gab die Heiden und Knige vor ihm dahin, dass er ihrer mchtig ward, und gab sie seinem Schwert wie Staub und seinem Bogen wie zerstreute Stoppeln,
Isa 41:3 dass er ihnen nachjagte und zog durch mit Frieden und ward des Wegs noch nie mde?
Isa 41:4 Wer tut's und macht es und ruft alle Menschen nacheinander von Anfang her? Ich bin's, der HErr, der Erste und der Letzte.
Isa 41:5 Da das die Inseln sahen, frchteten sie sich, und die Enden der Erde erschraken; sie nahten und kamen herzu.
Isa 41:6 Einer half dem andern und sprach zu seinem Nchsten: Sei getrost!
Isa 41:7 Der Zimmermann nahm den Goldschmied zu sich und machten mit dem Hammer das Blech glatt auf dem Ambo und sprachen: Das wird fein stehen! und hefteten's mit Ngeln, dass es nicht sollte wackeln.
Isa 41:8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwhlt habe, du Samen Abrahams, meines Geliebten,
Isa 41:9 der ich dich gestrkt habe von der Welt Enden her und habe dich berufen von ihren Grenzen und sprach zu dir: Du sollst mein Knecht sein; denn ich erwhle dich, und verwerfe dich nicht,
Isa 41:10 frchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich strke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
Isa 41:11 Siehe, sie sollen zu Spott und zu Schanden werden alle, die dir gram sind; sie sollen werden wie nichts; und die Leute, die mit dir hadern, sollen umkommen,
Isa 41:12 dass du nach ihnen fragen mchtest, und wirst sie nicht finden. Die Leute, die mit dir zanken, sollen werden wie nichts; und die Leute, die wider dich streiten, sollen ein Ende haben.
Isa 41:13 Denn ich bin der HErr, dein Gott, der deine rechte Hand strkt und zu dir spricht: Frchte dich nicht, ich helfe dir!
Isa 41:14 So frchte dich nicht, du Wrmlein Jakob, ihr armer Haufe Israel. Ich helfe dir, spricht der HErr, und dein Erlser ist der Heilige in Israel.
Isa 41:15 Siehe, ich habe dich zum scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, der Zacken hat, dass du sollst Berge zerdreschen und zermalmen und die Hgel zu Spreu machen.
Isa 41:16 Du sollst sie zerstreuen, dass sie der Wind wegfhre und der Wirbel verwehe. Du aber wirst frhlich sein ber den HErrn und wirst dich rhmen des Heiligen in Israel.
Isa 41:17 Die Elenden und Armen suchen Wasser, und ist nichts da; ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HErr, will sie erhren; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen.
Isa 41:18 Sondern ich will Wasserflsse auf den Hhen ffnen und Brunnen mitten auf den Feldern und will die Wste zu Wasserseen machen und das drre Land zu Wasserquellen;
Isa 41:19 ich will in der Wste geben Zedern, Akazien, Myrten und Kiefern; ich will dem Gefilde geben Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander,
Isa 41:20 auf dass man sehe und erkenne und merke und verstehe zumal, dass des HErrn Hand habe solches getan und der Heilige in Israel habe solches geschaffen.
Isa 41:21 So lasset eure Sache herkommen, spricht der HErr; bringet her, worauf ihr stehet, spricht der Knig in Jakob.
Isa 41:22 Lasset sie herzutreten und uns verkndigen, was knftig ist. Saget an, was zuvor geweissagt ist, so wollen wir mit unsrem Herzen darauf achten und merken, wie es gekommen ist; oder lasset uns doch hren, was zuknftig ist!
Isa 41:23 Verkndiget uns, was hernach kommen wird, so wollen wir merken, dass ihr Gtter seid. Wohlan, tut Gutes oder Schaden, so wollen wir davon reden und miteinander schauen.
Isa 41:24 Siehe, ihr seid aus nichts, und euer Tun ist auch aus nichts; und euch whlen ist ein Greuel.
Isa 41:25 Ich aber erwecke einen von Mitternacht, und er kommt vom Aufgang der Sonne. Er wird meinen Namen anrufen und wird ber die Gewaltigen gehen wie ber Lehm und wird den Ton treten wie ein Tpfer.
Isa 41:26 Wer kann etwas verkndigen von Anfang? so wollen wir's vernehmen, oder weissagen zuvor? so wollen wir sagen: Du redest recht! Aber da ist kein Verkndiger, keiner, der etwas hren liee, keiner, der von euch ein Wort hren mge.
Isa 41:27 Ich bin der erste, der zu Zion sagt: Siehe, da ist's! und Jerusalem gebe ich Prediger.
Isa 41:28 Dort aber schaue ich, aber da ist niemand; und sehe unter sie, aber da ist kein Ratgeber; ich fragte sie, aber da antworteten sie nichts.
Isa 41:29 Siehe, es ist alles eitel Mhe und nichts mit ihrem Tun; ihre Gtzen sind Wind und eitel.
Isa 42:1 Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn, und mein Auserwhlter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen.
Isa 42:2 Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hren auf den Gassen.
Isa 42:3 Das zerstoene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslschen. Er wird das Recht wahrhaftig halten lehren.
Isa 42:4 Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis dass er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten.
Isa 42:5 So spricht Gott, der HErr, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewchs, der dem Volk, so darauf ist, den Odem gibt, und den Geist denen, die darauf gehen:
Isa 42:6 Ich der HErr habe dich gerufen in Gerechtigkeit und habe dich bei deiner Hand gefasst und habe dich behtet und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der Heiden,
Isa 42:7 dass du sollst ffnen die Augen der Blinden und die Gefangenen aus dem Gefngnis fhren, und die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.
Isa 42:8 Ich, der HErr, das ist mein Name; und will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Gtzen.
Isa 42:9 Siehe, was ich zuvor habe verkndigt, ist gekommen; so verkndige ich auch Neues; ehe denn es aufgeht, lasse ich's euch hren.
Isa 42:10 Singet dem HErrn ein neues Lied, seinen Ruhm an der Welt Ende, die auf dem Meer fahren und was darinnen ist, die Inseln und die darin wohnen!
Isa 42:11 Rufet laut, ihr Wsten und die Stdte darin samt den Drfern, da Kedar wohnt; es sollen jauchzen, die in den Felsen wohnen, und rufen von den Hhen der Berge!
Isa 42:12 Lasset sie dem HErrn die Ehre geben und seinen Ruhm in den Inseln verkndigen.
Isa 42:13 Der HErr wird ausziehen wie ein Riese; er wird den Eifer aufwecken wie ein Kriegsmann; er wird jauchzen und tnen; er wird seinen Feinden obliegen.
Isa 42:14 Ich schweige wohl eine Zeitlang und bin still und halte an mich; nun aber will wie eine Gebrerin schreien; ich will sie verwsten und alle verschlingen.
Isa 42:15 Ich will Berge und Hgel verwsten und all ihr Gras verdorren und will die Wasserstrme zu Inseln machen und die Seen austrocknen.
Isa 42:16 Aber die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie fhren auf den Steigen, die sie nicht kennen; ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Hckerichte zur Ebene. Solches will ich ihnen alles tun und sie nicht verlassen.
Isa 42:17 Aber die sich auf Gtzen verlassen und sprechen zum gegossenen Bilde: Ihr seid unsre Gtter! die sollen zurckkehren und zu Schanden werden.
Isa 42:18 Hret, ihr Tauben, und schauet her, ihr Blinden, dass ihr sehet!
Isa 42:19 Wer ist so blind wie mein Knecht, und wer ist so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vollkommene und so blind wie der Knecht des HErrn?
Isa 42:20 Man predigt wohl viel, aber sie halten's nicht; man sagt ihnen genug, aber sie wollen's nicht hren.
Isa 42:21 Der HErr wollte ihnen wohl um seiner Gerechtigkeit willen, dass er das Gesetz herrlich und gro mache.
Isa 42:22 Aber es ist ein beraubtes und geplndertes Volk; sie sind allzumal verstrickt in Hhlen und versteckt in Kerkern; sie sind zum Raube geworden, und ist kein Erretter da; geplndert, und ist niemand, der da sage: Gib wieder her!
Isa 42:23 Wer ist unter euch, der solches zu Ohren nehme, der aufmerke und hre, was hernach kommt?
Isa 42:24 Wer hat Jakob bergeben zu plndern und Israel den Rubern? Hat's nicht der HErr getan, an dem wir gesndigt haben, und sie wollten auf seinen Wegen nicht wandeln und gehorchten seinem Gesetz nicht?
Isa 42:25 Darum hat er ber sie ausgeschttet den Grimm seines Zorns und eine Kriegsmacht; und hat sie umher angezndet, aber sie merken's nicht; und hat sie angebrannt, aber sie nehmen's nicht zu Herzen.
Isa 43:1 Und nun spricht der HErr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Frchte dich nicht, denn ich habe dich erlst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Isa 43:2 Denn so du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Strme nicht sollen ersufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.
Isa 43:3 Denn ich bin der HErr, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe gypten fr dich als Lsegeld gegeben, Mohren und Seba an deine Statt.
Isa 43:4 Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, musst du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deine Statt und Vlker fr deine Seele.
Isa 43:5 So frchte dich nun nicht; denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln
Isa 43:6 und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Shne von ferneher und meine Tchter von der Welt Ende,
Isa 43:7 alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit und zubereitet und gemacht.
Isa 43:8 Lass hervortreten das blinde Volk, welches doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben.
Isa 43:9 Lasst alle Heiden zusammenkommen zuhauf und sich die Vlker versammeln. Wer ist unter ihnen, der solches verkndigen mge und uns hren lasse, was zuvor geweissagt ist? Lasst sie ihre Zeugen darstellen und beweisen, so wird man's hren und sagen; Es ist die Wahrheit.
Isa 43:10 Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der HErr, und mein Knecht, den ich erwhlt habe, auf dass ihr wisset und mir glaubt und versteht, das ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein.
Isa 43:11 Ich, ich bin der HErr, und ist auer mir kein Heiland.
Isa 43:12 Ich habe es verkndigt und habe auch geholfen und habe es euch sagen lassen, und war kein fremder Gott unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HErr; so bin ich euer Gott.
Isa 43:13 Auch bin ich, ehe denn ein Tag war, und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's abwenden?
Isa 43:14 So spricht der HErr, euer Erlser, der Heilige in Israel: Um euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe alle Flchtigen hinuntergetrieben und die klagenden Chalder in ihre Schiffe gejagt.
Isa 43:15 Ich bin der HErr, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer Knig.
Isa 43:16 So spricht der HErr, der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht,
Isa 43:17 der ausziehen lsst Wagen und Ross, Heer und Macht, dass sie auf einem Haufen daliegen und nicht aufstehen, dass sie verlschen, wie ein Docht verlischt:
Isa 43:18 Gedenkt nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige!
Isa 43:19 Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachsen, und ihr werdet's erfahren, dass ich Weg in der Wste mache und Wasserstrme in der Einde,
Isa 43:20 dass mich das Tier auf dem Felde preise, die Schakale und Straue. Denn ich will Wasser in der Wste und Strme in der Einde geben, zu trnken mein Volk, meine Auserwhlten.
Isa 43:21 Dies Volk habe ich mir zugerichtet; es soll meinen Ruhm erzhlen.
Isa 43:22 Nicht, dass du mich httest gerufen, Jakob, oder dass du um mich gearbeitet httest, Israel.
Isa 43:23 Mir hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehrt mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch;
Isa 43:24 mir hast du nicht um Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fett deiner Opfer nicht gesttigt. Ja, mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Snden und hast mir Mhe gemacht mit deinen Missetaten.
Isa 43:25 Ich, ich tilge deine bertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Snden nicht.
Isa 43:26 Erinnere mich; lass uns miteinander rechten; sage an, wie du gerecht willst sein.
Isa 43:27 Deine Voreltern haben gesndigt, und deine Lehrer haben wider mich missgehandelt.
Isa 43:28 Darum habe ich die Frsten des Heiligtums entheiligt und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel zum Hohn.
Isa 44:1 So hre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwhlt habe!
Isa 44:2 So spricht der HErr, der dich gemacht und bereitet hat und der dir beisteht von Mutterleibe an: Frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jesurun, den ich erwhlt habe!
Isa 44:3 Denn ich will Wasser gieen auf das Durstige und Strme auf das Drre: ich will meinen Geist auf deinen Samen gieen und meinen Segen auf deine Nachkommen,
Isa 44:4 dass sie wachsen sollen wie Gras, wie Weiden an den Wasserbchen.
Isa 44:5 Dieser wird sagen: Ich bin des HErrn! und jener wird genannt werden mit dem Namen Jakob; und dieser wird sich mit seiner Hand dem HErrn zuschreiben und wird mit dem Namen Israel genannt werden.
Isa 44:6 So spricht der HErr, der Knig Israels, und sein Erlser, der HErr Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und auer mir ist kein Gott.
Isa 44:7 Und wer ist mir gleich, der da rufe und verkndige und mir's zurichte, der ich von der Welt her die Vlker setze? Lasset sie ihnen das Knftige und was kommen soll, verkndigen.
Isa 44:8 Frchtet euch nicht und erschrecket nicht. Habe ich's nicht vorlngst dich hren lassen und verkndigt? denn ihr seid meine Zeugen. Ist auch ein Gott auer mir? Es ist kein Hort, ich wei ja keinen.
Isa 44:9 Die Gtzenmacher sind allzumal eitel, und ihr Kstliches ist nichts ntze. Sie sind ihre Zeugen und sehen nichts; darum mssen sie zu Schanden werden.
Isa 44:10 Wer sind sie, die einen Gott machen und einen Gtzen gieen, der nichts ntze ist?
Isa 44:11 Siehe, alle ihre Genossen werden zu Schanden; denn es sind Meister aus Menschen. Wenn sie gleich alle zusammentreten, mssen sie dennoch sich frchten und zu Schanden werden.
Isa 44:12 Es schmiedet einer das Eisen in der Zange, arbeitet in der Glut und bereitet's mit Hmmern und arbeitet daran mit ganzer Kraft seines Arms, leidet auch Hunger, bis er nimmer kann, trinkt auch nicht Wasser, bis er matt wird.
Isa 44:13 Der andere zimmert Holz, und misst es mit der Schnur und zeichnet's mit Rtelstein und behaut es und zirkelt's ab und macht's ein Mannsbild, wie einen schnen Menschen, der im Hause wohne.
Isa 44:14 Er geht frisch daran unter den Bumen im Walde, dass er Zedern abhaue und nehme Buchen und Eichen; ja, eine Zeder, die gepflanzt und die vom Regen erwachsen ist
Isa 44:15 und die den Leuten Brennholz gibt, davon man nimmt, dass man sich dabei wrme, und die man anzndet und Brot dabei bckt. Davon macht er einen Gott und betet's an; er macht einen Gtzen daraus und kniet davor nieder.
Isa 44:16 Die Hlfte verbrennt er im Feuer, ber der Hlfte isst er Fleisch; er brt einen Braten und sttigt sich, wrmt sich auch und spricht: Hoja! ich bin warm geworden, ich sehe meine Lust am Feuer.
Isa 44:17 Aber das brige macht er zum Gott, dass es ein Gtze sei, davor er kniet und niederfllt und betet und spricht: Errette mich; denn du bist mein Gott!
Isa 44:18 Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nicht merken knnen,
Isa 44:19 und gehen nicht in ihr Herz; keine Vernunft noch Witz ist da, dass sie doch dchten: Ich habe auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte das brige zum Greuel machen und sollte knieen vor einem Klotz?
Isa 44:20 Er hat Lust an Asche, sein getuschtes Herz verfhrt ihn; und er wird seine Seele nicht erretten, dass er dchte: Ist das nicht Trgerei, was meine rechte Hand treibt?
Isa 44:21 Daran gedenke Jakob und Israel; denn du bist mein Knecht. Ich habe dich bereitet, dass du mein Knecht seist; Israel, vergiss mein nicht.
Isa 44:22 Ich vertilge deine Missetaten wie eine Wolke und deine Snden wie den Nebel. Kehre dich zu mir; denn ich erlse dich.
Isa 44:23 Jauchzet ihr Himmel, denn der HErr hat's getan; rufe, du Erde hier unten; ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen, der Wald und alle Bume darin! denn der HErr hat Jakob erlst und ist in Israel herrlich.
Isa 44:24 So spricht der HErr, dein Erlser, der dich von Mutterleibe hat bereitet: Ich bin der HErr, der alles tut, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde weit macht ohne Gehilfen;
Isa 44:25 der die Zeichen der Wahrsager zunichte und die Weissager toll macht; der die Weisen zurckkehrt und ihre Kunst zur Torheit macht,
Isa 44:26 besttigt aber das Wort seines Knechtes und vollfhrt den Rat seiner Boten; der zu Jerusalem spricht: Sei bewohnt! und zu den Stdten Judas: Seid gebaut! und ihre Verwstung richte ich auf;
Isa 44:27 der ich spreche zu der Tiefe: Versiege! und zu den Strmen: Vertrocknet!
Isa 44:28 der ich spreche von Kores: Der ist mein Hirte und soll all meinen Willen vollenden, dass man sage zu Jerusalem: Sei gebaut! und zum Tempel: Sei gegrndet!
Isa 45:1 So spricht der HErr zu seinem Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner rechten Hand ergreife, dass ich die Heiden vor ihm unterwerfe und den Knigen das Schwert abgrte, auf dass vor ihm die Tren geffnet werden und die Tore nicht verschlossen bleiben:
Isa 45:2 Ich will vor dir her gehen und die Hcker eben machen; ich will die ehernen Tren zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen
Isa 45:3 und will dir geben die heimlichen Schtze und die verborgenen Kleinode, auf dass du erkennest, dass ich, der HErr, der Gott Israels, dich bei deinem Namen genannt habe,
Isa 45:4 um Jakobs, meines Knechtes, willen und um Israels, meines Auserwhlten, willen. Ja, ich rief dich bei deinem Namen und nannte dich, da du mich noch nicht kanntest.
Isa 45:5 Ich bin der HErr, und sonst keiner mehr; kein Gott ist auer mir. Ich habe dich gerstet, da du mich noch nicht kanntest,
Isa 45:6 auf dass man erfahre, von der Sonne Aufgang und der Sonne Niedergang, dass auer mir keiner sei. Ich bin der HErr, und keiner mehr;
Isa 45:7 der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das bel. Ich bin der HErr, der solches alles tut.
Isa 45:8 Trufelt, ihr Himmel, von oben und die Wolken regnen Gerechtigkeit. Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit zu. Ich, der HErr, schaffe es.
Isa 45:9 Weh dem, der mit seinem Schpfer hadert, eine Scherbe wie andere irdene Scherben. Spricht der Ton auch zu seinem Tpfer: Was machst du? Du beweisest deine Hnde nicht an deinem Werke.
Isa 45:10 Weh dem, der zum Vater sagt: Warum hast du mich gezeugt? und zum Weibe: Warum gebierst du?
Isa 45:11 So spricht der HErr, der Heilige in Israel und ihr Meister: Fragt mich um das Zuknftige; weist meine Kinder und das Werk meiner Hnde zu mir!
Isa 45:12 Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf geschaffen. Ich bin's, dessen Hnde den Himmel ausgebreitet haben, und habe allem seinem Heer geboten.
Isa 45:13 Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen. Er soll meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen, nicht um Geld noch um Geschenke, spricht der HErr Zebaoth.
Isa 45:14 So spricht der HErr: Der gypter Handel und der Mohren und der langen Leute zu Seba Gewerbe werden sich dir ergeben und dein eigen sein; sie werden dir folgen, in Fesseln werden sie gehen und werden vor dir niederfallen und zu dir flehen; denn bei dir ist Gott, und ist sonst kein Gott mehr.
Isa 45:15 Frwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland.
Isa 45:16 Aber die Gtzenmacher mssen allesamt mit Schanden und Hohn bestehen und miteinander schamrot hingehen.
Isa 45:17 Israel aber wird erlst durch den HErrn, durch eine ewige Erlsung, und wird nicht zu Schanden noch zu Spott immer und ewiglich.
Isa 45:18 Denn so spricht der HErr, der den Himmel geschaffen hat, der Gott, der die Erde bereitet hat und hat sie gemacht und zugerichtet, und sie nicht gemacht hat, dass sie leer soll sein, sondern sie bereitet hat, dass man darauf wohnen solle: Ich bin der HErr, und ist keiner mehr.
Isa 45:19 Ich habe nicht in Verborgenen geredet, im finstern Ort der Erde; ich habe nicht zum Samen Jakobs vergeblich gesagt: Suchet mich! Denn ich bin der HErr, der von Gerechtigkeit redet, und verkndigt, was da recht ist.
Isa 45:20 Lass sich versammeln und kommen miteinander herzu die Entronnenen der Heiden, die nichts wissen und tragen sich mit den Kltzen ihrer Gtzen und flehen zu dem Gott, der nicht helfen kann.
Isa 45:21 Verkndiget und machet euch herzu, ratschlaget miteinander. Wer hat dies lassen sagen von alters her und vorlngst verkndigt? Habe ich's nicht getan, der HErr? und ist sonst kein Gott auer mir, ein gerechter Gott und Heiland; und keiner ist auer mir.
Isa 45:22 Wendet euch zu mir, so werdet ihr selig, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und keiner mehr.
Isa 45:23 Ich schwre bei mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, dabei soll es bleiben: Mir sollen sich alle Kniee beugen und alle Zungen schwren
Isa 45:24 und sagen: Im HErrn habe ich Gerechtigkeit und Strke. Solche werden auch zu ihm kommen; aber alle, die ihm widerstehen, mssen zu Schanden werden.
Isa 45:25 Denn im Herrn wird gerecht aller Same Israels und wird sich sein rhmen.
Isa 46:1 Der Bel ist gebeugt, der Nebo ist gefallen, ihre Gtzen sind den Tieren und dem Vieh zuteil geworden, dass sie sich mde tragen an eurer Last.
Isa 46:2 Ja, sie fallen und beugen sich allesamt und knnen die Last nicht wegbringen; sondern ihre Seelen mssen ins Gefngnis gehen.
Isa 46:3 Hret mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle brigen vom Hause Israel, die ihr von mir getragen werdet von Mutterleibe an und von der Mutter her auf mir liegt.
Isa 46:4 Ja, ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich will es tun, ich will heben und tragen und erretten.
Isa 46:5 Nach wem bildet und wem vergleicht ihr mich denn? Gegen wen messet ihr mich, dem ich gleich sein solle?
Isa 46:6 Sie schtten das Gold aus dem Beutel und wgen dar das Silber mit der Waage und lohnen dem Goldschmied, dass er einen Gott daraus mache, vor dem sie knieen und anbeten.
Isa 46:7 Sie heben ihn auf die Achseln und tragen ihn und setzen ihn an seine Sttte. Da steht er und kommt von seinem Ort nicht. Schreit einer zu ihm, so antwortet er nicht und hilft ihm nicht aus seiner Not.
Isa 46:8 An solches gedenket doch und seid fest; ihr bertreter, gehet in euer Herz!
Isa 46:9 Gedenket des Vorigen von alters her; denn ich bin Gott, und keiner mehr, ein Gott, desgleichen nirgend ist,
Isa 46:10 der ich verkndige zuvor, was hernach kommen soll, und vorlngst, ehe denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag besteht, und ich tue alles, was mir gefllt.
Isa 46:11 Ich rufe einen Adler vom Aufgang und einen Mann, der meinen Anschlag tue, aus fernem Lande. Was ich sage, das lasse ich kommen; was ich denke, das tue ich auch.
Isa 46:12 Hret mir zu, ihr stolzen Herzen, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit.
Isa 46:13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne und mein Heil sumt nicht; denn ich will zu Zion das Heil geben und in Israel meine Herrlichkeit.
Isa 47:1 Herunter, Jungfrau, du Tochter Babel, setze dich in den Staub! Setze dich auf die Erde; denn die Tochter der Chalder hat keinen Stuhl mehr. Man wird dich nicht mehr nennen: Du Zarte und ppige.
Isa 47:2 Nimm die Mhle und mahle Mehl; flicht deine Zpfe aus, hebe die Schleppe, entble den Schenkel, wate durchs Wasser,
Isa 47:3 dass deine Ble aufgedeckt und deine Schande gesehen werde. Ich will mich rchen, und soll mir kein Mensch abbitten.
Isa 47:4 Solches tut der Erlser, welcher heit der HErr Zebaoth, der Heilige in Israel.
Isa 47:5 Setze dich in das Stille, gehe in die Finsternis, du Tochter der Chalder; denn du sollst nicht mehr heien Herrin ber Knigreiche.
Isa 47:6 Denn da ich ber mein Volk zornig war und entweihte mein Erbe, bergab ich sie in deine Hand; aber du bewiesest ihnen keine Barmherzigkeit, auch ber die Alten machtest du ein Joch allzu schwer,
Isa 47:7 und dachtest: Ich bin eine Knigin ewiglich. Du hast solches bisher noch nicht zu Herzen gefasst noch daran gedacht, wie es damit hernach werden sollte.
Isa 47:8 So hre nun dies, die du in Wollust lebst und so sicher sitzest und sprichst in deinem Herzen: Ich bin's, und keine mehr; ich werde keine Witwe werden noch ohne Kinder sein.
Isa 47:9 Aber es wird dir solches beides kommen pltzlich auf einen Tag, dass du Witwe und ohne Kinder seist; ja, vollkommen wird es ber dich kommen um der Menge willen deiner Zauberer und um deiner Beschwrer willen, deren ein groer Haufe bei dir ist.
Isa 47:10 Denn du hast dich auf deine Bosheit verlassen, da du dachtest: Man sieht mich nicht! Deine Weisheit und Kunst hat dich verleitet, dass du sprachst in deinem Herzen: Ich bin's, und sonst keine!
Isa 47:11 Darum wird ber dich ein Unglck kommen, dass du nicht weit, wann es daherbricht; und wird ein Unfall auf dich fallen, den du nicht shnen kannst; und es wird pltzlich ein Getmmel ber dich kommen, dessen du dich nicht versiehst.
Isa 47:12 So tritt nun auf mit deinen Beschwrern und der Menge deiner Zauberer, unter welchen du dich von deiner Jugend auf bemht hast, ob du dir knntest raten, ob du dich knntest strken.
Isa 47:13 Denn du bist mde von der Menge deiner Anschlge. Lass hertreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die nach den Monaten rechnen, was ber dich kommen werde.
Isa 47:14 Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt; sie knnen ihr Leben nicht erretten vor der Flamme; denn es wird nicht eine Glut sein, dabei man sich wrme, oder ein Feuer, darum man sitzen mge.
Isa 47:15 Also sind sie, unter welchen du dich bemht hast, die mit dir Handel trieben von deiner Jugend auf; ein jeglicher wird seines Ganges hierher und daher gehen, und hast keinen Helfer.
Isa 48:1 Hret das, ihr vom Hause Jakob, die ihr heiet mit Namen Israel und aus dem Wasser Judas geflossen seid; die ihr schwret bei dem Namen des HErrn und gedenkt des Gottes in Israel, aber nicht in der Wahrheit noch Gerechtigkeit.
Isa 48:2 Sie nennen sich aus der heiligen Stadt und trotzen auf den Gott Israels, der da heit der HErr Zebaoth.
Isa 48:3 Ich habe es zuvor verkndigt, dies Zuknftige; aus meinem Munde ist's gekommen, und ich habe es lassen sagen; ich tue es auch pltzlich, dass es kommt.
Isa 48:4 Denn ich wei, dass du hart bist, und dein Nacken ist eine eiserne Ader, und deine Stirn ist ehern;
Isa 48:5 Darum habe ich dir's verkndigt zuvor und habe es dir lassen sagen, ehe denn es gekommen ist, auf dass du nicht sagen knntest: Mein Gtze tut's, und mein Bild und Abgott hat's befohlen.
Isa 48:6 Solches alles hast du gehrt und siehst es, und verkndigst es doch nicht. Ich habe dir von nun an Neues sagen lassen und Verborgenes, das du nicht wusstest.
Isa 48:7 Nun ist's geschaffen, und nicht vorlngst, und hast nicht einen Tag zuvor davon gehrt, auf dass du nicht sagen knntest: Siehe, das wusste ich wohl.
Isa 48:8 Denn du hrtest es nicht und wusstest es auch nicht, und dein Ohr war dazumal nicht geffnet; ich aber wusste wohl, dass du verachten wrdest und von Mutterleib an ein bertreter genannt bist.
Isa 48:9 Um meines Namens willen bin ich geduldig, und um meines Ruhms willen will ich mich dir zugut enthalten, dass du nicht ausgerottet werdest.
Isa 48:10 Siehe ich will dich lutern, aber nicht wie Silber; sondern ich will dich auserwhlt machen im Ofen des Elends.
Isa 48:11 Um meinetwillen, ja um meinetwillen will ich's tun, dass ich nicht gelstert werde; denn ich will meine Ehre keinem andern lassen.
Isa 48:12 Hre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin's, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte.
Isa 48:13 Meine Hand hat den Erdboden gegrndet, und meine Rechte hat den Himmel ausgespannt; was ich rufe, das steht alles da.
Isa 48:14 Sammelt euch alle und hrt: Wer ist unter diesen, der solches verkndigt hat? Der HErr liebt ihn; darum wird er seinen Willen an Babel und seinen Arm an den Chaldern beweisen.
Isa 48:15 Ich, ja, ich habe es gesagt, ich habe ihn gerufen; ich will ihn auch kommen lassen, und sein Weg soll ihm gelingen.
Isa 48:16 Tretet her zu mir und hret dies! Ich habe es nicht im Verborgenen zuvor geredet; von der Zeit an, da es ward, bin ich da. Und nun sendet mich der Herr HErr und sein Geist.
Isa 48:17 So spricht der HErr, dein Erlser, der Heilige in Israel: Ich bin der HErr, dein Gott, der dich lehrt, was ntzlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehst.
Isa 48:18 O dass du auf meine Gebote merktest, so wrde dein Friede sein wie ein Wasserstrom, und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen;
Isa 48:19 und dein Same wrde sein wie Sand, und die Sprossen deines Leibes wie Sandkrner; sein Name wrde nicht ausgerottet noch vertilgt vor mir.
Isa 48:20 Gehet aus von Babel, fliehet von den Chaldern mit frhlichem Schall; verkndiget und lasset solches hren; bringt es aus bis an der Welt Ende; sprechet: Der HErr hat seinen Knecht Jakob erlst.
Isa 48:21 Sie hatten keinen Durst, da er sie leitete in der Wste: er lie ihnen Wasser aus dem Felsen flieen; er riss den Fels, das Wasser herausrann.
Isa 48:22 Aber die Gottlosen, spricht der HErr, haben keinen Frieden.
Isa 49:1 Hret mir zu, ihr Inseln, und ihr Vlker in der Ferne, merket auf! Der HErr hat mich gerufen von Mutterleib an; er hat meines Namens gedacht, da ich noch im Scho der Mutter war,
Isa 49:2 und hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert; mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt; er hat mich zum glatten Pfeil gemacht und mich in seinen Kcher gesteckt
Isa 49:3 und spricht zu mir: Du bist mein Knecht Israel, durch welchen ich will gepriesen werden.
Isa 49:4 Ich aber dachte, ich arbeite vergeblich und brchte meine Kraft umsonst und unntz zu, wiewohl meine Sache des Herrn und mein Amt meines Gottes ist.
Isa 49:5 Und nun spricht der HErr, der mich von Mutterleib an zu seinem Knechte bereitet hat, dass ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf dass Israel nicht weggerafft werde (darum bin ich dem HErrn herrlich, und mein Gott ist mein Strke),
Isa 49:6 und spricht: Es ist ein Geringes, dass du mein Knecht bist, die Stmme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an der Welt Ende.
Isa 49:7 So spricht der HErr, der Erlser Israels, sein Heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem Volk, das man verabscheut, zu dem Knecht, der unter den Tyrannen ist: Knige sollen sehen und aufstehen, und Frsten sollen niederfallen um des HErrn willen, der treu ist, um des Heiligen in Israel willen, der dich erwhlt hat.
Isa 49:8 So spricht der HErr: Ich habe dich erhrt zur gndigen Zeit und habe dir am Tage des Heils geholfen und habe dich behtet und zum Bund unter das Volk gestellt, dass du das Land aufrichtest und die verstrten Erbe austeilest;
Isa 49:9 zu sagen den Gefangenen: Geht heraus! und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor! dass sie am Wege weiden und auf allen Hgeln ihr Weide haben.
Isa 49:10 Sie werden weder hungern noch drsten, sie wird keine Hitze noch Sonne stechen, denn ihr Erbarmer wird sie fhren und wird sie an die Wasserquellen leiten.
Isa 49:11 Ich will alle meine Berge zum Wege machen, und meine Pfade sollen gebahnt sein.
Isa 49:12 Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene von Mitternacht und diese vom Meer und jene von Lande Sinim.
Isa 49:13 Jauchzet, ihr Himmel, freue dich, Erde, lobet, ihr Berge, mit Jauchzen; denn der HErr hat sein Volk getrstet und erbarmt sich seiner Elenden.
Isa 49:14 Zion aber spricht: Der HErr hat mich verlassen, der HErr hat mein vergessen.
Isa 49:15 Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme ber den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben verge, so will ich doch dein nicht vergessen.
Isa 49:16 Siehe, in die Hnde habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir.
Isa 49:17 Deine Baumeister werden eilen; aber deine Zerbrecher und Verstrer werden sich davonmachen.
Isa 49:18 Hebe deine Augen auf umher und siehe: alle diese kommen versammelt zu dir. So wahr ich lebe, spricht der HErr, du sollst mit diesen allen wie mit einem Schmuck angetan werden und wirst sie um dich legen wie eine Braut.
Isa 49:19 Denn dein wstes, verstrtes und zerbrochenes Land wird dir alsdann zu eng werden, darin zu wohnen, wenn deine Verderber fern von dir weichen,
Isa 49:20 dass die Kinder deiner Unfruchtbarkeit werden noch sagen vor deinen Ohren: Der Raum ist mir zu eng; rcke hin, dass ich bei dir wohnen mge.
Isa 49:21 Du aber wirst sagen in deinem Herzen: Wer hat mir diese geboren? Ich war unfruchtbar, einsam, vertrieben und verstoen. Wer hat mir diese erzogen? Siehe, ich war allein gelassen; wo waren denn diese?
Isa 49:22 So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden aufheben und zu den Vlkern mein Panier aufwerfen; so werden sie deine Shne in den Armen herzubringen und deine Tchter auf den Achseln hertragen.
Isa 49:23 Und Knige sollen deine Pfleger, und ihre Frstinnen deine Sugammen sein; sie werden vor dir niederfallen zur Erde aufs Angesicht und deiner Fe Staub lecken. Da wirst du erfahren, dass ich der HErr bin, an welchem nicht zu Schanden werden, die auf mich harren.
Isa 49:24 Kann man auch einem Riesen den Raub nehmen? oder kann man dem Gerechten seine Gefangenen losmachen?
Isa 49:25 Denn so spricht der HErr: Nun sollen die Gefangenen dem Riesen genommen werden und der Raub des Starken los werden; und ich will mit deinen Haderern hadern und deinen Kindern helfen.
Isa 49:26 Und ich will deine Schinder speisen mit ihrem eigenen Fleisch, und sie sollen von ihrem eigenen Blut wie von sem Wein trunken werden; und alles Fleisch soll erfahren, dass ich bin der HErr, dein Heiland, und dein Erlser der Mchtige in Jakob.
Isa 50:1 So spricht der HErr: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich sie entlassen htte? Oder wer ist mein Glubiger, dem ich euch verkauft htte? Siehe, ihr seid um eurer Snden willen verkauft, und eure Mutter ist um eures bertretens willen entlassen.
Isa 50:2 Warum kam ich, und war niemand da? ich rief, und niemand antwortete. Ist meine Hand nun so kurz geworden, dass ich sie nicht erlsen kann? oder ist bei mir keine Kraft, zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten mache ich das Meer trocken und mache die Wasserstrme zur Wste, dass ihre Fische vor Wassermangel stinken und Durstes sterben.
Isa 50:3 Ich kleide den Himmel mit Dunkel und mache seine Decke gleich einem Sack.
Isa 50:4 Der Herr HErr hat mir eine gelehrte Zunge gegeben, dass ich wisse mit dem Mden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich hre wie ein Jnger.
Isa 50:5 Der Herr HErr hat mir das Ohr geffnet; und ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurck.
Isa 50:6 Ich hielt meinen Rcken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.
Isa 50:7 Aber der Herr HErr hilft mir; darum werde ich nicht zu Schanden. Darum habe ich mein Angesicht dargeboten wie einen Kieselstein; denn ich wei, dass ich nicht zu Schanden werde.
Isa 50:8 Er ist nahe, der mich gerechtspricht; wer will mit mir hadern? Lasst uns zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir!
Isa 50:9 Siehe, der Herr HErr hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, sie werden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen.
Isa 50:10 Wer ist unter euch, der den HErrn frchtet, der seines Knechtes Stimme gehorche? Der im Finstern wandelt und scheint ihm kein Licht, der hoffe auf den HErrn und verlasse sich auf seinen Gott.
Isa 50:11 Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzndet, mit Flammen gerstet, geht hin in das Licht eures Feuers und in die Flammen, die ihr angezndet habt! Solches widerfhrt euch von meiner Hand; in Schmerzen msst ihr liegen.
Isa 51:1 Hret mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HErrn sucht: Schauet den Fels an, davon ihr gehauen seid, und des Brunnens Gruft, daraus ihr gegraben seid.
Isa 51:2 Schauet Abraham an, euren Vater, und Sara, von welcher ihr geboren seid. Denn ich rief ihn, da er noch einzeln war, und segnete ihn und mehrte ihn.
Isa 51:3 Denn der HErr trstet Zion, er trstet alle ihre Wsten und macht ihre Wste wie Eden und ihr drres Land wie den Garten des HErrn, dass man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang.
Isa 51:4 Merke auf mich, mein Volk, hret mich, meine Leute! denn von mir wird ein Gesetz ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Vlker gar bald stellen.
Isa 51:5 Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zieht aus, und meine Arme werden die Vlker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm.
Isa 51:6 Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben.
Isa 51:7 Hret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Frchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmhen; und wenn sie euch lstern, verzaget nicht!
Isa 51:8 Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Wrmer werden sie fressen wie wollenes Tuch; aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil fr und fr.
Isa 51:9 Wohlauf, wohlauf, ziehe Macht an, du Arm des HErrn! Wohlauf, wie vorzeiten, von alters her! Bist du es nicht, der die Stolzen zerhauen und den Drachen verwundet hat?
Isa 51:10 Bist du es nicht, der das Meer, der groen Tiefe Wasser, austrocknete, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlsten dadurchgingen?
Isa 51:11 Also werden die Erlsten des HErrn wiederkehren und gen Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen; aber Trauer und Seufzen wird von ihnen fliehen.
Isa 51:12 Ich, ich bin euer Trster. Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen frchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen,
Isa 51:13 und vergissest des HErrn, der dich gemacht hat, der den Himmel ausbreitet und die Erde grndet? Du aber frchtest dich den ganzen Tag vor dem Grimm des Wterichs, wenn er sich vornimmt zu verderben. Wo bleibt nun der Grimm des Wterichs?
Isa 51:14 Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht hinsterbe zur Grube, auch keinen Mangel an Brot habe.
Isa 51:15 Denn ich bin der HErr, dein Gott, der das Meer bewegt, dass seine Wellen wten; sein Name heit HErr Zebaoth.
Isa 51:16 Ich lege mein Wort in deinen Mund und bedecke dich unter dem Schatten meiner Hnde, auf dass ich den Himmel pflanze und die Erde grnde und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.
Isa 51:17 Wache auf, wache auf, stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HErrn den Kelch seines Grimmes getrunken hast! Die Hefen des Taumelkelches hast du ausgetrunken und die Tropfen geleckt.
Isa 51:18 Es war niemand aus allen Kindern, die sie geboren hat, der sie leitete; niemand aus allen Kindern, die sie erzogen hat, der sie bei der Hand nhme.
Isa 51:19 Diese zwei sind dir begegnet; wer trug Leid mit dir? Da war Verstrung und Schaden, Hunger und Schwert; wer sollte dich trsten?
Isa 51:20 Deine Kinder waren verschmachtet; sie lagen auf allen Gassen wie ein Hirsch im Netze, voll des Zorns vom HErrn und des Scheltens von deinem Gott.
Isa 51:21 Darum hre dies, du Elende und Trunkene, doch nicht von Wein!
Isa 51:22 So spricht dein Herrscher, der HErr, und dein Gott, der sein Volk rcht: Siehe, ich nehme den Taumelkelch von deiner Hand samt den Hefen des Kelchs meines Grimmes; du sollst ihn nicht mehr trinken,
Isa 51:23 sondern ich will ihn deinen Schindern in die Hand geben, die zu deiner Seele sprachen: Bcke dich, dass wir darberhin gehen, und mache deinen Rcken zur Erde und wie die Gasse, dass man darberhin laufe.
Isa 52:1 Mache dich auf, mache dich auf, Zion! Zieh deine Strke an, schmcke dich herrlich, du heilige Stadt Jerusalem! Denn es wird hinfort kein Unbeschnittener oder Unreiner zu dir eingehen.
Isa 52:2 Schttle den Staub ab, stehe auf, du gefangenes Jerusalem! Mache dich los von den Banden deines Halses, du gefangene Tochter Zion!
Isa 52:3 Denn also spricht der HErr: Ihr seid umsonst verkauft; ihr sollt auch ohne Geld gelst werden.
Isa 52:4 Denn so spricht der Herr HErr: Mein Volk zog am ersten hinab nach gypten, dass es daselbst Gast wre; und Assur hat ihm ohne Ursache Gewalt getan.
Isa 52:5 Aber wie tut man mir jetzt allhier! spricht der HErr. Mein Volk wird umsonst hingerafft; seine Herrscher machen eitel Heulen, spricht der HErr, und mein Name wird immer tglich gelstert.
Isa 52:6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennen zu derselben Zeit; denn ich bin's, der da spricht: Hier bin ich!
Isa 52:7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Fe der Boten, die da Frieden verkndigen, Gutes predigen, Heil verkndigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist Knig!
Isa 52:8 Deine Wchter rufen laut mit ihrer Stimme und rhmen miteinander; denn man wird's mit Augen sehen, wenn der HErr Zion bekehrt.
Isa 52:9 Lasst frhlich sein und miteinander rhmen das Wste zu Jerusalem; denn der HErr hat sein Volk getrstet und Jerusalem gelst.
Isa 52:10 Der HErr hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Heiden, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Isa 52:11 Weicht, weicht, zieht aus von dannen und rhrt kein Unreines an; geht aus von ihr, reinigt euch, die ihr des HErrn Gerte tragt!
Isa 52:12 Denn ihr sollt nicht mit Eile ausziehen noch mit Flucht wandeln; denn der HErr wird vor euch her ziehen; und der Gott Israels wird euch sammeln.
Isa 52:13 Siehe, mein Knecht wird weislich tun und wird erhht und sehr hoch erhaben sein.
Isa 52:14 Gleichwie sich viele an dir rgern werden, weil seine Gestalt hsslicher ist denn anderer Leute und sein Ansehen denn der Menschenkinder,
Isa 52:15 also wird er viele Heiden besprengen, dass auch Knige werden ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn welchen nichts davon verkndigt ist, die werden's mit Lust sehen; und die nichts davon gehrt haben, die werden's merken.
Isa 53:1 Aber wer glaubt unsrer Predigt, und wem wird der Arm des HErrn offenbart?
Isa 53:2 Denn er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus drrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schne; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen htte.
Isa 53:3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn fr nichts geachtet.
Isa 53:4 Frwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn fr den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wre.
Isa 53:5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Snde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden htten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Isa 53:6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HErr warf unser aller Snde auf ihn.
Isa 53:7 Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank gefhrt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
Isa 53:8 Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Lnge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war.
Isa 53:9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist.
Isa 53:10 Aber der HErr wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Lnge leben, und des HErrn Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen.
Isa 53:11 Darum, dass seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Flle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trgt ihr Snden.
Isa 53:12 Darum will ich ihm groe Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den belttern gleich gerechnet ist und er vieler Snde getragen hat und fr die beltter gebeten.
Isa 54:1 Rhme, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Freue dich mit Rhmen und jauchze, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HErr.
Isa 54:2 Mache den Raum deiner Htte weit, und breite aus die Teppiche deiner Wohnung; spare nicht! Dehne deine Seile lang und stecke deine Ngel fest!
Isa 54:3 Denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken, und dein Same wird die Heiden erben und in den verwsteten Stdten wohnen.
Isa 54:4 Frchte dich nicht, denn du sollst nicht zu Schanden werden; werde nicht blde, denn du sollst nicht zum Spott werden; sondern du wirst die Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken.
Isa 54:5 Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann, der HErr Zebaoth heit sein Name, und dein Erlser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird.
Isa 54:6 Denn der HErr hat dich zu sich gerufen wie ein verlassenes und von Herzen betrbtes Weib und wie ein junges Weib, das verstoen ist, spricht dein Gott.
Isa 54:7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit groer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
Isa 54:8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HErr, dein Erlser.
Isa 54:9 Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, dass die Wasser Noahs sollten nicht mehr ber den Erdboden gehen. Also habe ich geschworen, dass ich nicht ber dich zrnen noch dich schelten will.
Isa 54:10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hgel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HErr, dein Erbarmer.
Isa 54:11 Du Elende, ber die alle Wetter gehen, und du Trostlose, siehe, ich will deine Steine wie einen Schmuck legen und will deinen Grund mit Saphiren legen
Isa 54:12 und deine Zinnen aus Kristallen machen und deine Tore von Rubinen und alle deine Grenzen von erwhlten Steinen
Isa 54:13 und alle deine Kinder gelehrt vom HErrn und groen Frieden deinen Kindern.
Isa 54:14 Du sollst durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirst ferne sein von Gewalt und Unrecht, dass du dich davor nicht darfst frchten, und von Schrecken, denn es soll nicht zu dir nahen.
Isa 54:15 Siehe, wer will sich wider dich rotten und dich berfallen, so sie sich ohne mich rotten?
Isa 54:16 Siehe, ich schaffe es, dass der Schmied, der die Kohlen aufblst, eine Waffe daraus mache nach seinem Handwerk; und ich schaffe es, dass der Verderber sie zunichte mache.
Isa 54:17 Einer jeglichen Waffe, die wider dich zubereitet wird, soll es nicht gelingen; und alle Zunge, so sich wider dich setzt, sollst du im Gericht verdammen. Das ist das Erbe der Knechte des HErrn und ihre Gerechtigkeit von mir, spricht der HErr.
Isa 55:1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommet her zum Wasser! und die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset; kommt her und kauft ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch!
Isa 55:2 Warum zhlet ihr Geld dar, da kein Brot ist und tut Arbeit, davon ihr nicht satt werden knnt? Hret mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele am Fetten ihre Lust haben.
Isa 55:3 Neiget eure Ohren her und kommet her zu mir, hret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, dass ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids.
Isa 55:4 Siehe, ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellt, zum Frsten und Gebieter den Vlkern.
Isa 55:5 Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennst; und Heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des HErrn willen, deines Gottes, und des Heiligen in Israel, der dich herrlich gemacht hat.
Isa 55:6 Suchet den HErrn, solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist.
Isa 55:7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der beltter seine Gedanken und bekehre sich zum HErrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unsrem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.
Isa 55:8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HErr;
Isa 55:9 sondern soviel der Himmel hher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege hher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.
Isa 55:10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fllt und nicht wieder dahinkommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, dass sie gibt Samen, zu sen, und Brot, zu essen:
Isa 55:11 also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefllt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende.
Isa 55:12 Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hgel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Bume auf dem Felde mit den Hnden klatschen.
Isa 55:13 Es sollen Tannen fr Hecken wachsen und Myrten fr Dornen; und dem HErrn soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde.
Isa 56:1 So spricht der HErr: Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde.
Isa 56:2 Wohl dem Menschen, der solches tut, und dem Menschenkind, der es festhlt, dass er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine Hand, dass er kein Arges tue!
Isa 56:3 Und der Fremde, der zum HErrn sich getan hat, soll nicht sagen: Der HErr wird mich scheiden von seinem Volk; und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein drrer Baum.
Isa 56:4 Denn so spricht der HErr von den Verschnittenen, welche meine Sabbate halten und erwhlen, was mir wohl gefllt, und meinen Bund fest fassen:
Isa 56:5 Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort und einen Namen geben, besser denn Shne und Tchter; einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
Isa 56:6 Und die Fremden, die sich zum HErr getan haben, dass sie ihm dienen und seinen Namen lieben, auf dass sie seine Knechte seien, ein jeglicher, der den Sabbat hlt, dass er ihn nicht entweihe, und meinen Bund festhlt,
Isa 56:7 die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethause, und ihre Opfer und Brandopfer sollen mir angenehm sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird heien ein Bethaus allen Vlkern.
Isa 56:8 Der Herr HErr, der die Verstoenen aus Israel sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu dem Haufen derer, die versammelt sind, sammeln.
Isa 56:9 Alle Tiere auf dem Felde, kommet, und fresset, ja alle Tiere im Walde!
Isa 56:10 Alle ihre Wchter sind blind, sie wissen nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht strafen knnen, sind faul, liegen und schlafen gerne.
Isa 56:11 Es sind aber gierige Hunde, die nimmer satt werden knnen. Sie, die Hirten wissen keinen Verstand; ein jeglicher sieht auf seinen Weg, ein jeglicher geizt fr sich in seinem Stande.
Isa 56:12 Kommt her, lasst uns Wein holen und uns vollsaufen, und soll morgen sein wie heute und noch viel mehr.
Isa 57:1 Aber der Gerechte kommt um, und niemand ist, der es zu Herzen nehme; und heilige Leute werden aufgerafft, und niemand achtet darauf. Denn die Gerechten werden weggerafft vor dem Unglck;
Isa 57:2 und die richtig vor sich gewandelt haben, kommen zum Frieden und ruhen in ihren Kammern.
Isa 57:3 Und ihr, kommt herzu, ihr Kinder der Tagewhlerin, ihr Same des Ehebrechers und der Hure!
Isa 57:4 An wem wollt ihr nun eure Lust haben? ber wen wollt ihr nun das Maul aufsperren und die Zunge herausrecken? Seid ihr nicht die Kinder der bertretung und ein falscher Same,
Isa 57:5 die ihr in der Brunst zu den Gtzen lauft unter alle grnen Bume und schlachtet die Kinder an den Bchen, unter den Felsklippen?
Isa 57:6 Dein Wesen ist an den glatten Bachsteinen, die sind dein Teil; ihnen schttest du dein Trankopfer, da du Speisopfer opferst. Sollte ich mich darber trsten?
Isa 57:7 Du machst dein Lager auf einem hohen, erhabenen Berg und gehst daselbst auch hinauf, zu opfern.
Isa 57:8 Und hinter die Tr und den Pfosten setzest du dein Denkmal. Denn du wendest dich von mir und gehst hinauf und machst dein Lager weit und verbindest dich mit ihnen; du liebst ihr Lager, wo du sie ersiehst.
Isa 57:9 Du ziehst mit l zum Knig und machst viel deiner Wrze und sendest deine Botschaft in die Ferne und bist erniedrigt bis zur Hlle.
Isa 57:10 Du zerarbeitest dich in der Menge deiner Wege und sprichst nicht: Ich lasse es; sondern weil du Leben findest in deiner Hand, wirst du nicht mde.
Isa 57:11 Vor wem bist du so in Sorge und frchtest dich also, dass du mit Lgen umgehst und denkst an mich nicht und nimmst es nicht zu Herzen? Meinst du, ich werde allewege schweigen, dass du mich so gar nicht frchtest?
Isa 57:12 Ich will aber deine Gerechtigkeit anzeigen und deine Werke, dass sie dir nichts ntze sein sollen.
Isa 57:13 Wenn du rufen wirst, so lass dir deine Gtzenhaufen helfen; aber der Wind wird sie alle wegfhren, und wie ein Hauch sie wegnehmen. Aber wer auf mich traut, wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen
Isa 57:14 und wird sagen: Machet Bahn, machet Bahn! rumet den Weg, hebet die Anste aus dem Wege meines Volkes!
Isa 57:15 Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnt, des Name heilig ist: Der ich in der Hhe und im Heiligtum wohne und bei denen, die zerschlagenen und demtigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemtigten und das Herz der Zerschlagenen:
Isa 57:16 Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zrnen; sondern es soll von meinem Angesicht ein Geist wehen, und ich will Odem machen.
Isa 57:17 Ich war zornig ber die Untugend ihres Geizes und schlug sie, verbarg mich und zrnte; da gingen sie hin und her im Wege ihres Herzens.
Isa 57:18 Aber da ich ihre Wege ansah, heilte ich sie und leitete sie und gab ihnen wieder Trost und denen, die ber jene Leid trugen.
Isa 57:19 Ich will Frucht der Lippen schaffen, die da predigen: Friede, Friede, denen in der Ferne und denen in der Nhe, spricht der HErr, und ich will sie heilen.
Isa 57:20 Aber die Gottlosen sind wie ein ungestmes Meer, das nicht still sein kann, und dessen Wellen Kot und Unflat auswerfen.
Isa 57:21 Die Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott.
Isa 58:1 Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkndige meinem Volk ihr bertreten und dem Hause Jakob ihre Snden.
Isa 58:2 Sie suchen mich tglich und wollen meine Wege wissen wie ein Volk, das Gerechtigkeit schon getan und das Recht ihres Gottes nicht verlassen htte. Sie fordern mich zu Recht und wollen mit ihrem Gott rechten.
Isa 58:3 Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum tun wir unsrem Leibe wehe, und du willst's nicht wissen? Siehe, wenn ihr fastet, so bt ihr doch euren Willen und treibt alle eure Arbeiter.
Isa 58:4 Siehe, ihr fastet, dass ihr hadert und zanket und schlaget mit gottloser Faust. Wie ihr jetzt tut, fastet ihr nicht also, dass eure Stimme in der Hhe gehrt wrde.
Isa 58:5 Sollte das ein Fasten sein, das ich erwhlen soll, dass ein Mensch seinem Leibe des Tages bel tue oder seinen Kopf hnge wie ein Schilf oder auf einem Sack und in der Asche liege? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, dem HErrn angenehm?
Isa 58:6 Das ist aber ein Fasten, das ich erwhle: Lass los, welche du mit Unrecht gebunden hast; lass ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drngst; rei weg allerlei Last;
Isa 58:7 brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, fhre ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch.
Isa 58:8 Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenrte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HErrn wird dich zu sich nehmen.
Isa 58:9 Dann wirst du rufen, so wird dir der HErr antworten; wenn du wirst schreien, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. So du niemand bei dir beschweren wirst noch mit dem Fingern zeigen noch bel reden
Isa 58:10 und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz und die elende Seele sttigen: so wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag;
Isa 58:11 und der HErr wird dich immerdar fhren und deine Seele sttigen in der Drre und deine Gebeine strken; und du wirst sein wie ein gewsserter Garten und wie eine Wasserquelle, welcher es nimmer an Wasser fehlt;
Isa 58:12 und soll durch dich gebaut werden, was lange wst gelegen ist; und wirst Grund legen, der fr und fr bleibe; und sollst heien: Der die Lcken verzunt und die Wege bessert, dass man da wohnen mge.
Isa 58:13 So du deinen Fu von dem Sabbat kehrst, dass du nicht tust, was dir gefllt an meinem heiligen Tage, und den Sabbat eine Lust heit und den Tag, der dem HErrn heilig ist, ehrest, so du ihn also ehrest, dass du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefllt oder leeres Geschwtz;
Isa 58:14 alsdann wirst du Lust haben am HErrn, und ich will dich ber die Hhen auf Erden schweben lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des HErrn Mund sagt's.
Isa 59:1 Siehe, des HErrn Hand ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen knne, und seine Ohren sind nicht hart geworden, dass er nicht hre;
Isa 59:2 sondern eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Snden verbergen das Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehrt werdet.
Isa 59:3 Denn eure Hnde sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Untugend; eure Lippen reden Falsches, eure Zunge dichtet Unrechtes.
Isa 59:4 Es ist niemand, der von Gerechtigkeit predige oder treulich richte. Man vertraut aufs Eitle und redet nichts Tchtiges; mit Unglck sind sie schwanger und gebren Mhsal.
Isa 59:5 Sie brten Basiliskeneier und wirken Spinnwebe. Isst man von ihren Eiern, so muss man sterben; zertritt man's aber, so fhrt eine Otter heraus.
Isa 59:6 Ihre Spinnwebe taugt nicht zu Kleidern, und ihr Gewirke taugt nicht zur Decke; denn ihr Werk ist Unrecht, und in ihren Hnden ist Frevel.
Isa 59:7 Ihre Fe laufen zum Bsen, und sie sind schnell, unschuldig Blut zu vergieen; ihre Gedanken sind Unrecht, ihr Weg ist eitel Verderben und Schaden;
Isa 59:8 sie kennen den Weg des Friedens nicht, und ist kein Recht in ihren Gngen; sie sind verkehrt auf ihren Straen; wer darauf geht, der hat nimmer Frieden.
Isa 59:9 Darum ist das Recht fern von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit nicht. Wir harren aufs Licht, siehe, so wird's finster, auf den Schein, siehe, so wandeln wir im Dunkeln.
Isa 59:10 Wir tappen nach der Wand wie die Blinden und tappen, wie die keine Augen haben. Wir stoen uns im Mittag wie in der Dmmerung; wir sind im Dstern wie die Toten.
Isa 59:11 Wir brummen alle wie die Bren und chzen wie die Tauben; denn wir harren aufs Recht, so ist's nicht da, aufs Heil, so ist's ferne von uns.
Isa 59:12 Denn unsre bertretungen vor dir sind zu viel, und unsre Snden antworten wider uns. Denn unsre bertretungen sind bei uns und wir fhlen unsre Snden:
Isa 59:13 mit bertreten und Lgen wider den HErrn und Zurckkehren von unsrem Gott und mit Reden von Frevel und Ungehorsam, mit Trachten und dichten falscher Worte aus dem Herzen.
Isa 59:14 Und das Recht ist zurckgewichen und Gerechtigkeit fern getreten; denn die Wahrheit fllt auf der Gasse, und Recht kann nicht einhergehen,
Isa 59:15 und die Wahrheit ist dahin; und wer vom Bsen weicht, der muss jedermanns Raub sein. Solches sieht der HErr, und es gefllt ihm bel, dass kein Recht da ist.
Isa 59:16 Und er sieht, dass niemand da ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt. Darum hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei.
Isa 59:17 Denn er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt einen Helm des Heils auf sein Haupt und zieht sich an zur Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Rock,
Isa 59:18 als der seinen Widersachern vergelten und seinen Feinden mit Grimm bezahlen will; ja, den Inseln will er bezahlen,
Isa 59:19 dass der Name des HErrn gefrchtet werde vom Niedergang und seine Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne, wenn er kommen wird wie ein aufgehaltener Strom, den der Wind des HErrn treibt.
Isa 59:20 Denn denen zu Zion wird ein Erlser kommen und denen, die sich bekehren von den Snden in Jakob, spricht der HErr.
Isa 59:21 Und ich mache solchen Bund mit ihnen, spricht der HErr: mein Geist, der bei dir ist, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht weichen noch von dem Munde deines Samens und Kindeskindes, spricht der HErr, von nun an bis in Ewigkeit.
Isa 60:1 Mache dich auf, werde licht! denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HErrn geht auf ber dir.
Isa 60:2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Vlker; aber ber dir geht auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheint ber dir.
Isa 60:3 Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Knige im Glanz, der ber dir aufgeht.
Isa 60:4 Hebe deine Augen auf und siehe umher: diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Shne werden von ferne kommen und deine Tchter auf dem Arme hergetragen werden.
Isa 60:5 Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehrt und die Macht der Heiden zu dir kommt.
Isa 60:6 Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HErrn Lob verkndigen.
Isa 60:7 Alle Herden in Kedar sollen zu dir versammelt werden, und die Bcke Nebajoths sollen dir dienen. Sie sollen als ein angenehmes Opfer auf meinen Altar kommen; denn ich will das Haus meiner Herrlichkeit zieren.
Isa 60:8 Wer sind die, welche fliegen wie die Wolken und wie die Tauben zu ihren Fenstern?
Isa 60:9 Die Inseln harren auf mich und die Schiffe im Meer von lngsther, dass sie deine Kinder von ferne herzubringen samt ihrem Silber und Gold, dem Namen des HErrn, deines Gottes, und dem Heiligen in Israel, der dich herrlich gemacht hat.
Isa 60:10 Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Knige werden dir dienen. Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, und in meiner Gnade erbarme ich mich ber dich.
Isa 60:11 Und deine Tore sollen stets offen stehen, weder Tag noch Nacht zugeschlossen werden, dass der Heiden Macht zu dir gebracht und ihre Knige herzugefhrt werden.
Isa 60:12 Denn welche Heiden oder Knigreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Heiden verwstet werden.
Isa 60:13 Die Herrlichkeit des Libanon soll an dich kommen, Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander, zu schmcken den Ort meines Heiligtums; denn ich will die Sttte meiner Fe herrlich machen.
Isa 60:14 Es werden auch gebckt zu dir kommen, die dich unterdrckt haben; und alle; die dich gelstert haben, werden niederfallen zu deinen Fen und werden dich nennen eine Stadt des HErrn, ein Zion des Heiligen in Israel.
Isa 60:15 Denn darum, dass du bist die Verlassene und Gehasste gewesen, da niemand hindurchging, will ich dich zur Pracht ewiglich machen und zur Freude fr und fr,
Isa 60:16 dass du sollst Milch von den Heiden saugen, und der Knige Brust soll dich sugen, auf dass du erfhrst, dass ich, der HErr, bin dein Heiland, und ich, der Mchtige in Jakob, bin dein Erlser.
Isa 60:17 Ich will Gold anstatt des Erzes und Silber anstatt des Eisens bringen und Erz anstatt des Holzes und Eisen anstatt der Steine; und will zu deiner Obrigkeit den Frieden machen und zu deinen Vgten die Gerechtigkeit.
Isa 60:18 Man soll keinen Frevel mehr hren in deinem Lande noch Schaden oder Verderben in deinen Grenzen; sondern deine Mauern sollen Heil und deine Tore Lob heien.
Isa 60:19 Die Sonne soll nicht mehr des Tages dir scheinen, und der Glanz des Mondes soll dir nicht leuchten; sondern der HErr wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Preis sein.
Isa 60:20 Deine Sonne wird nicht mehr untergehen noch dein Mond den Schein verlieren; denn der HErr wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leides sollen ein Ende haben.
Isa 60:21 Und dein Volk sollen eitel Gerechte sein; sie werden das Erdreich ewiglich besitzen, als die der Zweig meiner Pflanzung und ein Werk meiner Hnde sind zum Preise.
Isa 60:22 Aus dem Kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten eine Mchtiges Volk. Ich der HErr, will solches zu seiner Zeit eilend ausrichten.
Isa 61:1 Der Geist des HErrn HErrn ist ber mir, darum dass mich der HErr gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkndigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass ihnen geffnet werde,
Isa 61:2 zu verkndigen ein gndiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trsten alle Traurigen,
Isa 61:3 zu schaffen den Traurigen zu Zion, dass ihnen Schmuck fr Asche und Freudenl fr Traurigkeit und schne Kleider fr einen betrbten Geist gegeben werden, dass sie genannt werden die Bume der Gerechtigkeit, Pflanzen des HErrn zum Preise.
Isa 61:4 Sie werden die alten Wstungen bauen, und was vorzeiten zerstrt ist, aufrichten; sie werden die verwsteten Stdte, so fr und fr zerstrt gelegen sind, erneuen.
Isa 61:5 Fremde werden stehen und eure Herde weiden, und Auslnder werden eure Ackerleute und Weingrtner sein.
Isa 61:6 Ihr aber sollt Priester des HErrn heien, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen, und ihr werdet der Heiden Gter essen und in ihrer Herrlichkeit euch rhmen.
Isa 61:7 Fr eure Schmach soll Zwiefltiges kommen, und fr die Schande sollen sie frhlich sein auf ihren ckern; denn sie sollen Zwiefltiges besitzen in ihrem Lande, sie sollen ewige Freude haben.
Isa 61:8 Denn ich bin der HErr, der das Rechte liebt, und hasse ruberische Brandopfer; und will schaffen, dass ihr Lohn soll gewiss sein, und einen ewigen Bund will ich mit ihnen machen.
Isa 61:9 Und man soll ihren Samen kennen unter den Heiden und ihre Nachkommen unter den Vlkern, dass, wer sie sehen wird, soll sie kennen, dass sie sein Same sind, gesegnet vom HErrn.
Isa 61:10 Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist frhlich in meinem Gott; denn er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils und mit dem Rock der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Brutigam, mit priesterlichem Schmuck geziert, und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.
Isa 61:11 Denn gleichwie das Gewchs aus der Erde wchst und Same im Garten aufgeht, also wird Gerechtigkeit und Lob vor allen Heiden aufgehen aus dem HErrn HErrn.
Isa 62:1 Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis dass ihre Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und ihr Heil entbrenne wie eine Fackel,
Isa 62:2 dass die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Knige deine Herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HErrn Mund nennen wird.
Isa 62:3 Und du wirst sein eine schne Krone in der Hand des HErrn und ein kniglicher Hut in der Hand deines Gottes.
Isa 62:4 Man soll dich nicht mehr die Verlassene noch dein Land eine Verwstung heien; sondern du sollst Meine Lust an ihr und dein Land Liebes Weib heien: denn der HErr hat Lust an dir und dein Land hat einen lieben Mann.
Isa 62:5 Denn wie ein Mann ein Weib liebhat, so werden dich deine Kinder liebhaben; und wie sich ein Brutigam freut ber die Braut, so wird sich dein Gott ber dich freuen.
Isa 62:6 O Jerusalem, ich will Wchter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stillschweigen sollen und die des HErrn gedenken sollen, auf dass bei euch kein Schweigen sei
Isa 62:7 und ihr von ihm nicht schweiget, bis dass Jerusalem zugerichtet und gesetzt werde zum Lobe auf Erden.
Isa 62:8 Der HErr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner Macht: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen;
Isa 62:9 sondern die, so es einsammeln, sollen's auch essen und den HErrn rhmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhfen meines Heiligtums.
Isa 62:10 Gehet hin, gehet hin durch die Tore! bereitet dem Volk den Weg! machet Bahn, machet Bahn! rumet die Steine hinweg! werft ein Panier auf ber die Vlker!
Isa 62:11 Siehe, der HErr lsst sich hren bis an der Welt Ende: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm!
Isa 62:12 Man wird sie nennen das heilige Volk, die Erlsten des HErrn, und dich wird man heien die besuchte und unverlassene Stadt.
Isa 63:1 Wer ist der, so von Edom kommt, mit rtlichen Kleidern von Bozra? der so geschmckt ist in seinen Kleidern und einhertritt in seiner groen Kraft? Ich bin's, der Gerechtigkeit lehrt und ein Meister ist zu helfen.
Isa 63:2 Warum ist dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie eines Keltertreters?
Isa 63:3 Ich trete die Kelter allein, und ist niemand unter den Vlkern mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Daher ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe all mein Gewand besudelt.
Isa 63:4 Denn ich habe einen Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlsen, ist gekommen.
Isa 63:5 Und ich sah mich um, und da war kein Helfer; und ich verwunderte mich, und niemand stand mir bei; sondern mein Arm musste mir helfen, und mein Zorn stand mir bei.
Isa 63:6 Und ich habe die Vlker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschttet.
Isa 63:7 Ich will der Gnade des HErrn gedenken und des Lobes des HErrn in allem, was uns der HErr getan hat, und in der groen Gte an dem Hause Israel, die er ihnen erzeigt hat nach seiner Barmherzigkeit und groen Gnade.
Isa 63:8 Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland.
Isa 63:9 Wer sie ngstete, der ngstete ihn auch; und der Engel seines Angesichts half ihnen. Er erlste sie, darum dass er sie liebte und ihrer schonte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.
Isa 63:10 Aber sie erbitterten und entrsteten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.
Isa 63:11 Und sein Volk gedachte wieder an die vorigen Zeiten, an Mose: Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer fhrte samt dem Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist unter sie gab?
Isa 63:12 der Mose bei der rechten Hand fhrte durch seinen herrlichen Arm? der die Wasser trennte vor ihnen her, auf dass er sich einen ewigen Namen machte?
Isa 63:13 der sie fhrte durch die Tiefen wie die Rosse in der Wste, die nicht straucheln?
Isa 63:14 Wie das Vieh ins Feld hinabgeht, brachte der Geist des HErrn sie zur Ruhe; also hast du dein Volk gefhrt, auf dass du dir einen herrlichen Namen machtest.
Isa 63:15 So schaue nun vom Himmel und siehe herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht? Deine groe, herzliche Barmherzigkeit hlt sich hart gegen mich.
Isa 63:16 Bist du doch unser Vater; denn Abraham wei von uns nicht, und Israel kennt uns nicht. Du aber, HErr, bist unser Vater und unser Erlser; von alters her ist das dein Name.
Isa 63:17 Warum lssest du uns, HErr, irren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, dass wir dich nicht frchten? Kehre wieder um deiner Knechte willen, um der Stmme willen deines Erbes.
Isa 63:18 Sie besitzen dein heiliges Volk schier ganz; deine Widersacher zertreten dein Heiligtum.
Isa 63:19 Wir sind geworden wie solche, ber die du niemals herrschtest und die nicht nach deinem Namen genannt wurden.
Isa 64:1 Ach dass du den Himmel zerrissest und fhrest herab, dass die Berge vor dir zerflssen, wie ein heies Wasser vom heftigen Feuer versiedet, dass dein Name kund wrde unter deinen Feinden und die Heiden vor dir zittern mssten,
Isa 64:2 durch die Wunder, die du tust, deren man sich nicht versieht, dass du herabfhrest und die Berge vor dir zerflssen!
Isa 64:3 Wie denn von der Welt her nicht vernommen ist noch mit Ohren gehrt, auch kein Auge gesehen hat einen Gott auer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren.
Isa 64:4 Du begegnest dem Frhlichen und denen, so Gerechtigkeit bten und auf deinen Wegen dein gedachten. Siehe, du zrntest wohl, da wir sndigten und lange darin blieben; uns ward aber dennoch geholfen.
Isa 64:5 Aber nun sind wir allesamt wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein unfltig Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Bltter, und unsre Snden fhren uns dahin wie Wind.
Isa 64:6 Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, dass er sich an dich halte; denn du verbirgst dein Angesicht vor uns und lssest uns in unsren Snden verschmachten.
Isa 64:7 Aber nun, HErr, du bist unser Vater; wir sind der Ton, du bist der Tpfer; und wir alle sind deiner Hnde Werk.
Isa 64:8 HErr, zrne nicht zu sehr und denke nicht ewig der Snde. Siehe doch das an, dass wir alle dein Volk sind.
Isa 64:9 Die Stdte deines Heiligtums sind zur Wste geworden; Zion ist zur Wste geworden, Jerusalem liegt zerstrt.
Isa 64:10 Das Haus unsrer Heiligkeit und Herrlichkeit, darin dich unsre Vter gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt; und alles, was wir Schnes hatten, ist zu Schanden gemacht.
Isa 64:11 HErr, willst du so hart sein zu solchem und schweigen und uns so sehr niederschlagen?
Isa 65:1 Ich werde gesucht von denen, die nicht nach mir fragten; ich werde gefunden von denen, die mich nicht suchten; und zu den Heiden, die meinen Namen nicht anriefen, sage ich: Hier bin ich, hier bin ich!
Isa 65:2 Ich recke meine Hand aus den ganzen Tag zu einem ungehorsamen Volk, das seinen Gedanken nachwandelt auf einem Wege, der nicht gut ist.
Isa 65:3 Ein Volk, das mich entrstet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in den Grten und ruchert auf den Ziegelsteinen,
Isa 65:4 sitzt unter den Grbern und bleibt ber Nacht in den Hhlen, fressen Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Tpfen
Isa 65:5 und sprechen: Bleibe daheim und rhre mich nicht an; denn ich bin heilig. Solche sollen ein Rauch werden in meinem Zorn, ein Feuer, das den ganzen Tag brenne.
Isa 65:6 Siehe, es steht vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern bezahlen; ja, ich will ihnen in ihren Busen bezahlen,
Isa 65:7 beide, ihre Missetaten und ihrer Vter Missetaten miteinander, spricht der HErr, die auf den Bergen geruchert und mich auf den Hgeln geschndet haben; ich will ihnen zumessen ihr voriges Tun in ihren Busen.
Isa 65:8 So spricht der HErr: Gleich als wenn man Most in der Traube findet und spricht: Verderbe es nicht, denn es ist ein Segen darin!, also will ich um meiner Knechte willen tun, dass ich es nicht alles verderbe,
Isa 65:9 sondern will aus Jakob Samen wachsen lassen und aus Juda, der meinen Berg besitze; denn meine Auserwhlten sollen ihn besitzen, und meine Knechte sollen daselbst wohnen.
Isa 65:10 Und Saron soll eine Weide fr die Herde und das Tal Achor soll zum Viehlager werden meinem Volk, das mich sucht.
Isa 65:11 Aber ihr, die ihr den HErrn verlasset und meines heiligen Berges vergesset und richtet dem Gad<RF>bedeutet: Glcksgott Gad<Rf> einen Tisch und schenkt vom Trankopfer voll ein der Meni,<RF>bedeutet: Schicksalsgttin Meni<Rf> 
Isa 65:12 wohlan ich will euch zhlen zum Schwert, dass ihr euch alle bcken msst zur Schlachtung, darum dass ich rief, und ihr antwortetet nicht, dass ich redete, und ihr hrtet nicht, sonder tatet, was mir bel gefiel, und erwhltet, was mir nicht gefiel.
Isa 65:13 Darum spricht der Herr HErr also: Siehe, meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; siehe, meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt drsten; siehe, meine Knechte sollen frhlich sein, ihr aber sollt zu Schanden werden;
Isa 65:14 siehe, meine Knechte sollen vor gutem Mut jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen
Isa 65:15 und sollt euren Namen lassen meinen Auserwhlten zum Schwur; und der HErr wird dich tten und seine Knechte mit einem andern Namen nennen,
Isa 65:16 dass, welcher sie segnen wird auf Erden, der wird sich in dem wahrhaftigen Gott segnen, und welcher schwren wird auf Erden, der wird bei dem wahrhaftigen Gott schwren; denn der vorigen ngste ist vergessen, und sie sind vor meinen Augen verborgen.
Isa 65:17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch sie zu Herzen nehmen;
Isa 65:18 sondern sie werden sich ewiglich freuen und frhlich sein ber dem, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude,
Isa 65:19 und ich will frhlich sein ber Jerusalem und mich freuen ber mein Volk; und soll nicht mehr darin gehrt werden die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
Isa 65:20 Es sollen nicht mehr dasein Kinder, die nur etliche Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfllen; sondern die Knaben sollen hundert Jahre alt sterben und die Snder hundert Jahre alt verflucht werden.
Isa 65:21 Sie werden Huser bauen und bewohnen; sie werden Weinberge pflanzen und ihre Frchte essen.
Isa 65:22 Sie sollen nicht bauen, was ein andrer bewohne, und nicht pflanzen, was ein andrer esse. Denn die Tage meines Volke werden sein wie die Tage eines Baumes; und das Werk ihrer Hnde wird alt werden bei meinen Auserwhlten.
Isa 65:23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten noch unzeitige Geburt gebren; denn sie sind der Same der Gesegneten des HErrn und ihre Nachkommen mit ihnen.
Isa 65:24 Und soll geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hren.
Isa 65:25 Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Lwe wird Stroh essen wie ein Rind, und die Schlange soll Erde essen. Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HErr.
Isa 66:1 So spricht der HErr: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fubank; was ist's denn fr ein Haus, dass ihr mir bauen wollt, oder welches ist die Sttte, da ich ruhen soll?
Isa 66:2 Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HErr. Ich sehe aber an den Elenden und der zerbrochenen Geistes ist und der sich frchtet vor meinem Wort.
Isa 66:3 Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlge; wer ein Schaf opfert, ist als der einem Hund den Hals brche; wer Speisopfer bringt, ist als der Saublut opfert, wer Weihrauch anzndet, ist als der das Unrecht lobt. Solches erwhlen sie in ihren Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Greueln.
Isa 66:4 Darum will ich auch erwhlen, was ihnen wehe tut; und was sie scheuen, will ich ber sie kommen lassen, darum dass ich rief, und niemand antwortete, dass ich redete, und sie hrten nicht und taten, was mir bel gefiel, und erwhlten, was mir nicht gefiel.
Isa 66:5 Hret des HErrn Wort, die ihr euch frchtet vor seinem Wort: Eure Brder, die euch hassen und sondern euch ab um meines Namens willen, sprechen: Lasst sehen, wie herrlich der HErr sei, lasst ihn erscheinen zu eurer Freude; die sollen zu Schanden werden.
Isa 66:6 Man wird hren eine Stimme des Getmmels in der Stadt, eine Stimme vom Tempel, eine Stimme des HErrn, der seinen Feinden bezahlt.
Isa 66:7 Sie gebiert, ehe ihr wehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn ihre Kindsnot kommt.
Isa 66:8 Wer hat solches je gehrt? wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehen kriegt, ein Volk auf einmal geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne Wehen geboren.
Isa 66:9 Sollte ich das Kind lassen die Mutter brechen und nicht auch lassen geboren werden? spricht der HErr. Sollte ich, der gebren lsst, verschlieen? spricht dein Gott.
Isa 66:10 Freuet euch mit Jerusalem und seid frhlich ber sie, alle, die ihr sie liebhabt; freuet euch mit ihr, alle, die ihr hier ber sie traurig gewesen seid!
Isa 66:11 Denn dafr sollt ihr saugen und satt werden von den Brsten ihres Trostes; ihr sollt dafr saugen und euch ergtzen an der Flle ihrer Herrlichkeit.
Isa 66:12 Denn also spricht der HErr: Siehe, ich breite aus den Frieden bei ihr wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heiden wie einen ergossenen Bach; da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf dem Arme getragen werden, und auf den Knieen wird man euch freundlich halten.
Isa 66:13 Ich will euch trsten, wie einen seine Mutter trstet; ja, ihr sollt an Jerusalem ergtzt werden.
Isa 66:14 Ihr werdet's sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grnen wie Gras. Da wird man erkennen die Hand des HErrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.
Isa 66:15 Denn siehe, der HErr wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, dass er vergelte im Grimm seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen.
Isa 66:16 Denn der HErr wird durchs Feuer richten und durch sein Schwert alles Fleisch; und der Getteten des HErrn wird viel sein.
Isa 66:17 Die sich heiligen und reinigen in den Grten, einer hier, der andere da, und essen Schweinefleisch, Greuel und Muse, sollen weggerafft werden miteinander, spricht der HErr.
Isa 66:18 Und ich kenne ihre Werke und Gedanken. Es kommt die Zeit, dass ich sammle alle Heiden und Zungen, dass sie kommen und sehen meine Herrlichkeit.
Isa 66:19 Und ich will ein Zeichen unter sie geben und ihrer etliche, die errettet sind, senden zu den Heiden, gen Tharsis, gen Phul und Lud zu den Bogenschtzen, gen Thubal und Javan und in die Ferne zu den Inseln, da man nichts von mir gehrt hat und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sollen meine Herrlichkeit unter den Heiden verkndigen.
Isa 66:20 Und sie werden alle eure Brder aus allen Heiden herzubringen, dem HErr zum Speisopfer, auf Rossen und Wagen, auf Snften, auf Maultieren und Dromedaren gen Jerusalem, zu meinem heiligen Berge, spricht der HErr, gleichwie die Kinder Israel Speisopfer in reinem Gef bringen zum Hause des HErrn.
Isa 66:21 Und ich will auch aus ihnen nehmen Priester und Leviten, spricht der HErr.
Isa 66:22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir stehen, spricht der HErr, also soll auch euer Same und Name stehen.
Isa 66:23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, anzubeten vor mir, spricht der HErr.
Isa 66:24 Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname der Leute, die an mir bel gehandelt haben; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer nicht verlschen, und werden allem Fleisch ein Greuel sein.
Jer 1:1 Dies sind die Reden Jeremias, des Sohnes Hilkias, aus den Priestern zu Anathoth im Lande Benjamin,
Jer 1:2 zu welchem geschah das Wort des HErrn zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Knigs in Juda, im dreizehnten Jahr seines Knigreichs,
Jer 1:3 und hernach zur Zeit des Knigs in Juda, Jojakims, des Sohnes Josias, bis ans Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, bis auf die Gefangenschaft Jerusalems im fnften Monat.
Jer 1:4 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Jer 1:5 Ich kannte dich, ehe denn ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und stellte dich zum Propheten unter die Vlker.
Jer 1:6 Ich aber sprach: Ach Herr HErr, ich tauge nicht, zu predigen; denn ich bin zu jung.
Jer 1:7 Der HErr sprach aber zu mir: Sage nicht: Ich bin zu jung; sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen, was ich dich heie.
Jer 1:8 Frchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HErr.
Jer 1:9 Und der HErr reckte seine Hand aus und rhrte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
Jer 1:10 Siehe, ich setze dich heute dieses Tages ber Vlker und Knigreiche, dass du ausreien, zerbrechen, verstren und verderben sollst und bauen und pflanzen.
Jer 1:11 Und es geschah des HErrn Wort zu mir und sprach: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig.
Jer 1:12 Und der HErr sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen ber mein Wort, dass ich's tue.
Jer 1:13 Und es geschah des HErrn Wort zum andernmal zu mir und sprach: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen heisiedenden Topf von Mitternacht her.
Jer 1:14 Und der HErr sprach zu mir: Von Mitternacht wird das Unglck ausbrechen ber alle, die im Lande wohnen.
Jer 1:15 Denn siehe, ich will rufen alle Frsten in den Knigreichen gegen Mitternacht, spricht der HErr, dass sie kommen sollen und ihre Sthle setzen vor die Tore zu Jerusalem und rings um die Mauern her und vor alle Stdte Judas.
Jer 1:16 Und ich will das Recht lassen ber sie gehen um all ihrer Bosheit willen, dass sie mich verlassen und ruchern andern Gttern und beten an ihrer Hnde Werk.
Jer 1:17 So begrte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dich heie. Erschrick nicht vor ihnen, auf dass ich dich nicht erschrecke vor ihnen;
Jer 1:18 denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Sule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande, wider die Knige Judas, wider ihre Frsten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande,
Jer 1:19 dass, wenn sie gleich wider dich streiten, sie dennoch nicht sollen wider dich siegen; denn ich bin bei dir, spricht der HErr, dass ich dich errette.
Jer 2:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Jer 2:2 Gehe hin und predige ffentlich zu Jerusalem und sprich: So spricht der HErr: Ich gedenke, da du eine freundliche, junge Dirne und eine liebe Braut warst, da du mir folgtest in der Wste, in dem Lande, da man nichts st,
Jer 2:3 da Israel des HErrn eigen war und seine erste Frucht. Wer sie fressen wollte, musste Schuld haben, und Unglck musste ber ihn kommen, spricht der HErr.
Jer 2:4 Hrt des HErrn Wort, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlechter vom Hause Israel.
Jer 2:5 So spricht der HErr: Was haben doch eure Vter Unrechtes an mir gefunden, dass sie von mir wichen und hingen an den unntzen Gtzen, da sie doch nichts erlangten?
Jer 2:6 und dachten nie einmal: Wo ist der HErr, der uns aus gyptenland fhrte und leitete uns in der Wste, im wilden, ungebahnten Lande, im drren und finstern Lande, in dem Lande, da niemand wandelte noch ein Mensch wohnte?
Jer 2:7 Und ich brachte euch in ein gutes Land, dass ihr et seine Frchte und Gter. Und da ihr hineinkamt, verunreinigtet ihr mein Land und machtet mir mein Erbe zum Greuel.
Jer 2:8 Die Priester gedachten nicht: Wo ist der HErr? und die das Gesetz treiben, achteten mein nicht, und die Hirten fhrten die Leute von mir, und die Propheten weissagten durch Baal und hingen an den unntzen Gtzen.
Jer 2:9 Darum muss ich noch immer mit euch und mit euren Kindeskindern hadern, spricht der HErr.
Jer 2:10 Gehet hin in die Inseln Chittim und schauet, und sendet nach Kedar und merket mit Flei und schauet, ob's daselbst so zugeht!
Jer 2:11 Ob die Heiden ihre Gtter ndern, wiewohl sie doch nicht Gtter sind! Und mein Volk hat doch seine Herrlichkeit verndert um einen unntzen Gtzen.
Jer 2:12 Sollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken und sehr erbeben, spricht der HErr.
Jer 2:13 Denn mein Volk tut eine zwiefache Snde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich hier und da ausgehauenen Brunnen, die doch lcherig sind und kein Wasser geben.
Jer 2:14 Ist denn Israel ein Knecht oder Leibeigen, dass er jedermanns Raub sein muss?
Jer 2:15 Denn Lwen brllen ber ihn und schreien und verwsten sein Land, und seine Stdte werden verbrannt, dass niemand darin wohnt.
Jer 2:16 Dazu zerschlagen die von Noph und Thachpanhes dir den Kopf.
Jer 2:17 Solches machst du dir selbst, weil du den HErrn, deinen Gott, verlsst, so oft er dich den rechten Weg leiten will.
Jer 2:18 Was hilft's dir, dass du nach gypten ziehst und willst vom Wasser Sihor trinken? Und was hilft's dir, dass du nach Assyrien ziehst und willst vom Wasser des Euphrat trinken?
Jer 2:19 Es ist deiner Bosheit Schuld, dass du so gestupt wirst, und deines Ungehorsams, dass du so gestraft wirst. Also musst du innewerden und erfahren, was es fr Jammer und Herzeleid bringt, den HErrn, deinen Gott, verlassen und ihn nicht frchten, spricht der Herr HErr Zebaoth.
Jer 2:20 Denn du hast immerdar dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht unterworfen sein! sondern auf allen hohen Hgeln und unter allen grnen Bumen liefst du den Gtzen nach.
Jer 2:21 Ich aber hatte dich gepflanzt zu einem sen Weinstock, einen ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn geraten zu einem bittern, wilden Weinstock?
Jer 2:22 Und wenn du dich gleich mit Lauge wschest und nhmest viel Seife dazu, so gleit doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der Herr HErr.
Jer 2:23 Wie darfst du denn sagen: Ich bin nicht unrein, ich hnge nicht an den Baalim? Siehe an, wie du es treibst im Tal, und bedenke, wie du es ausgerichtet hast.
Jer 2:24 Du lufst umher wie eine Kamelstute in der Brunst, und wie ein Wild in der Wste pflegt, wenn es vor groer Brunst lechzt und luft, dass es niemand aufhalten kann. Wer's wissen will, darf nicht weit laufen; am Feiertage sieht man es wohl.
Jer 2:25 Schone doch deiner Fe, dass sie nicht blo, und deines Halses das er nicht durstig werde. Aber du sprichst: Da wird nichts draus; ich muss mit den Fremden buhlen und ihnen nachlaufen.
Jer 2:26 Wie ein Dieb zu Schanden wird, wenn er ergriffen wird, also wird das Haus Israel zu Schanden werden samt ihren Knigen, Frsten, Priestern und Propheten,
Jer 2:27 die zum Holz sagen: Du bist mein Vater, und zum Stein: Du hast mich gezeugt. Denn sie kehren mir den Rcken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not hergeht, sprechen sie: Auf, und hilf uns!
Jer 2:28 Wo sind aber dann deine Gtter, die du dir gemacht hast? Heie sie aufstehen; lass sehen, ob sie dir helfen knnen in deiner Not! Denn so manche Stadt, so manchen Gott hast du, Juda.
Jer 2:29 Was wollt ihr noch recht haben wider mich? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HErr.
Jer 2:30 Alle Schlge sind verloren an euren Kindern; sie lassen sich doch nicht ziehen. Denn euer Schwert frisst eure Propheten wie ein wtiger Lwe.
Jer 2:31 Du bse Art, merke auf des HErrn Wort! Bin ich denn fr Israel eine Wste oder des Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir sind die Herren und mssen dir nicht nachlaufen?
Jer 2:32 Vergisst doch eine Jungfrau ihres Schmuckes nicht, noch eine Braut ihres Schleiers; aber mein Volk vergisst mein ewiglich.
Jer 2:33 Was beschnst du viel dein Tun, dass ich dir gndig sein soll? Unter solchem Schein treibst du je mehr und mehr Bosheit.
Jer 2:34 berdas findet man Blut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an allen Orten, und das ist nicht heimlich, sondern offenbar an diesen Orten.
Jer 2:35 Doch sprichst du: Ich bin unschuldig; er wende seinen Zorn von mir. Siehe, ich will mit dir rechten, dass du sprichst: Ich habe nicht gesndigt.
Jer 2:36 Wie weichst du doch so gern und lufst jetzt dahin, jetzt hierher! Aber du wirst an gypten zu Schanden werden, wie du an Assyrien zu Schanden geworden bist.
Jer 2:37 Denn du musst von dort auch wegziehen und deine Hnde ber dem Haupt zusammenschlagen; denn der Herr wird deine Hoffnung trgen lassen, und nichts wird dir bei ihnen gelingen.
Jer 3:1 Und er spricht: Wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheidet, und sie zieht von ihm und nimmt einen andern Mann, darf er sie auch wieder annehmen? Ist's nicht also, dass das Land verunreinigt wrde? Du aber hast mit vielen Buhlen gehurt; doch komm wieder zu mir; spricht der HErr.
Jer 3:2 Hebe deine Augen auf zu den Hhen und siehe, wie du allenthalben Hurerei treibst. An den Straen sitzest du und lauerst auf sie wie ein Araber in der Wste und verunreinigst das Land mit deiner Hurerei und Bosheit.
Jer 3:3 Darum muss auch der Frhregen ausbleiben und kein Sptregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schmen
Jer 3:4 und schreist gleichwohl zu mir: Lieber Vater, du Meister meiner Jugend!
Jer 3:5 willst du denn ewiglich zrnen und nicht vom Grimm lassen? Siehe, so redest du, und tust Bses und lssest dir nicht steuern.
Jer 3:6 Und der HErr sprach zu mir zu der Zeit des Knigs Josia: Hast du auch gesehen, was Israel, die Abtrnnige tat? Sie ging hin auf alle hohen Berge und unter alle grnen Bume und trieb daselbst Hurerei.
Jer 3:7 Und ich sprach, da sie solches alles getan hatte: Bekehre dich zu mir. Aber sie bekehrte sich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Verstockte, gesehen hat,
Jer 3:8 wie ich der Abtrnnigen Israel Ehebruch gestraft und sie verlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe: dennoch frchtet sich ihre Schwester, die verstockte Juda, nicht, sondern geht hin und treibt auch Hurerei.
Jer 3:9 Und von dem Geschrei ihrer Hurerei ist das Land verunreinigt; denn sie treibt Ehebruch mit Stein und Holz.
Jer 3:10 Und in diesem allem bekehrt sich die verstockte Juda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern heuchelt also, spricht der HErr.
Jer 3:11 Und der HErr sprach zu mir: Die abtrnnige Israel ist fromm gegen die verstockte Juda.
Jer 3:12 Gehe hin und rufe diese Worte gegen die Mitternacht und sprich: Kehre wieder, du abtrnnige Israel, spricht der HErr, so will ich mein Antlitz nicht gegen euch verstellen. Denn ich bin barmherzig, spricht der HErr, und ich will nicht ewiglich zrnen.
Jer 3:13 Allein erkenne deine Missetat, dass du wider den HErrn, deinen Gott, gesndigt hast und bist hin und wieder gelaufen zu den fremden Gttern unter allen grnen Bumen und habt meiner Stimme nicht gehorcht, spricht der HErr.
Jer 3:14 Bekehret euch nun ihr abtrnnigen Kinder, spricht der HErr; denn ich will euch mir vertrauen und will euch holen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem Geschlecht, und will euch bringen gen Zion
Jer 3:15 und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit Lehre und Weisheit.
Jer 3:16 Und es soll geschehen, wenn ihr gewachsen seid und euer viel geworden sind im Lande, so soll man, spricht der HErr, zur selben Zeit nicht mehr sagen von der Bundeslade des HErrn, auch ihrer nicht mehr gedenken noch davon predigen noch nach ihr fragen, und sie wird nicht wieder gemacht werden;
Jer 3:17 sondern zur selben Zeit wird man Jerusalem heien Des HErrn Thron, und es werden sich dahin sammeln alle Heiden um des Namens des HErrn willen zu Jerusalem und werden nicht mehr wandeln nach den Gedanken ihres bsen Herzens.
Jer 3:18 Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Hause Israel, und sie werden miteinander kommen von Mitternacht in das Land, das ich euren Vtern zum Erbe gegeben habe.
Jer 3:19 Und ich sagte dir zu: Wie will ich dir so viel Kinder geben und das liebe Land, das allerschnste Erbe unter den Vlkern! Und ich sagte dir zu: Du wirst alsdann mich nennen Lieber Vater! und nicht von mir weichen.
Jer 3:20 Aber das Haus Israel achtete mich nicht, gleichwie ein Weib ihren Buhlen nicht mehr achtet, spricht der HErr.
Jer 3:21 Darum hrt man ein klgliches Heulen und Weinen der Kinder Israel auf den Hhen, dafr dass sie bel getan und des HErrn, ihres Gottes, vergessen haben.
Jer 3:22 So kehret nun wieder, ihr abtrnnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. Siehe wir kommen zu dir; denn du bist der HErr, unser Gott.
Jer 3:23 Wahrlich, es ist eitel Betrug mit Hgeln und mit allen Bergen. Wahrlich, es hat Israel keine Hilfe denn am HErrn, unsrem Gott.
Jer 3:24 Und die Schande hat gefressen unsrer Vter Arbeit von unsrer Jugend auf samt ihren Schafen, Rindern, Shnen und Tchtern.
Jer 3:25 Denn worauf wir uns verlieen, das ist uns jetzt eitel Schande, und wessen wir uns trsteten, des mssen wir uns jetzt schmen. Denn wir sndigten damit wider den HErrn, unsren Gott, beide, wir und unsre Vter, von unsrer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag, und gehorchten nicht der Stimme des HErrn, unsres Gottes.
Jer 4:1 Willst du dich, Israel, bekehren, spricht der HErr, so bekehre dich zu mir. Und so du deine Greuel wegtust von meinem Angesicht, so sollst du nicht vertrieben werden.
Jer 4:2 Alsdann wirst du ohne Heuchelei recht und heilig schwren: So wahr der HErr lebt! und die Heiden werden in ihm gesegnet werden und sich sein rhmen.
Jer 4:3 Denn so spricht der HErr zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflgt ein Neues und set nicht unter die Hecken.
Jer 4:4 Beschneidet euch dem HErrn und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr Mnner in Juda und ihr Leute zu Jerusalem, auf dass nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, dass niemand lschen knne, um eurer Bosheit willen.
Jer 4:5 Verkndiget in Juda und schreiet laut zu Jerusalem und sprecht: Blaset die Drommete im Lande! Ruft mit voller Stimme und sprecht: Sammelt euch und lasst uns in die festen Stdte ziehen!
Jer 4:6 Werft zu Zion ein Panier auf; flieht und sumt nicht! Denn ich bringe ein Unglck herzu von Mitternacht und einen groen Jammer.
Jer 4:7 Es fhrt daher der Lwe aus seiner Hecke, und der Verstrer der Heiden zieht einher aus seinem Ort, dass er dein Land verwste und deine Stdte ausbrenne, dass niemand darin wohne.
Jer 4:8 Darum ziehet Scke an, klaget und heulet; denn der grimmige Zorn des HErrn will sich nicht wenden von uns.
Jer 4:9 Zu der Zeit, spricht der HErr, wird dem Knig und den Frsten das Herz entfallen; die Priester werden bestrzt und die Propheten erschrocken sein.
Jer 4:10 Ich aber sprach: Ach Herr HErr! du hast's diesem Volk und Jerusalem weit fehlgehen lassen, da sie sagten: Es wird Friede mit euch sein, so doch das Schwert bis an die Seele reicht.
Jer 4:11 Zu derselben Zeit wird man diesem Volk und Jerusalem sagen: Es kommt ein drrer Wind ber das Gebirge her aus der Wste, des Weges zu der Tochter meines Volks, nicht zum Worfeln noch zu Schwingen.
Jer 4:12 Ja, ein Wind kommt, der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn auch mit ihnen rechten.
Jer 4:13 Siehe, er fhrt daher wie Wolken, und seine Wagen sind wie Sturmwind, seine Rosse sind schneller denn Adler. Weh uns! wir mssen verstrt werden.
Jer 4:14 So wasche nun, Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf dass dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine leidigen Gedanken?
Jer 4:15 Denn es kommt ein Geschrei von Dan her und eine bse Botschaft vom Gebirge Ephraim.
Jer 4:16 Saget an den Heiden, verkndiget in Jerusalem, dass Hter kommen aus fernen Landen und werden schreien wider die Stdte Judas.
Jer 4:17 Sie werden sich um sie her lagern wie die Hter auf dem Felde; denn sie haben mich erzrnt, spricht der HErr.
Jer 4:18 Das hast du zum Lohn fr dein Wesen und dein Tun. Dann wird dein Herz fhlen, wie deine Bosheit so gro ist.
Jer 4:19 Wie ist mir so herzlich weh! Mein Herz pocht mir im Leibe, und habe keine Ruhe; denn meine Seele hrt der Posaunen Hall und eine Feldschlacht
Jer 4:20 und einen Mordschrei ber den andern; denn das ganze Land wird verheert, pltzlich werden meine Htten und meine Gezelte verstrt.
Jer 4:21 Wie lange soll ich doch das Panier sehen und der Posaune Hall hren?
Jer 4:22 Aber mein Volk ist toll, und sie glauben mir nicht; tricht sind sie und achten's nicht. Weise sind sie genug, bles zu tun; aber wohltun wollen sie nicht lernen.
Jer 4:23 Ich schaute das Land an, siehe, das war wst und de, und den Himmel, und er war finster.
Jer 4:24 Ich sah die Berge an, und siehe, die bebten, und alle Hgel zitterten.
Jer 4:25 Ich sah, und siehe, da war kein Mensch, und alle Vgel unter dem Himmel waren weggeflogen.
Jer 4:26 Ich sah, und siehe, das Gefilde war eine Wste; und alle Stdte darin waren zerbrochen vor dem HErrn und vor seinem grimmigen Zorn.
Jer 4:27 Denn so spricht der HErr: Das ganze Land soll wst werden, und ich will's doch nicht gar aus machen.
Jer 4:28 Darum wird das Land betrbt und der Himmel droben traurig sein; denn ich habe es geredet, ich habe es beschlossen, und es soll mich nicht reuen, will auch nicht davon ablassen.
Jer 4:29 Aus allen Stdten werden sie vor dem Geschrei der Reiter und Schtzen fliehen und in die dicken Wlder laufen und in die Felsen kriechen; alle Stdte werden verlassen stehen, dass niemand darin wohnt.
Jer 4:30 Was willst du alsdann tun, du Verstrte? Wenn du dich schon mit Purpur kleiden und mit goldenen Kleinoden schmcken und dein Angesicht schminken wrdest, so schmckst du dich doch vergeblich; die Buhlen werden dich verachten, sie werden dir nach dem Leben trachten.
Jer 4:31 Denn ich hre ein Geschrei als einer Gebrerin, eine Angst als einer, die in den ersten Kindesnten ist, ein Geschrei der Tochter Zion, die da klagt und die Hnde auswirft: Ach, wehe mir! Ich muss fast vergehen vor den Wrgern.
Jer 5:1 Gehet durch die Gassen zu Jerusalem und schauet und erfahret und suchet auf ihrer Strae, ob ihr jemand findet, der recht tue und nach dem Glauben frage, so will ich dir gndig sein.
Jer 5:2 Und wenn sie schon sprechen: Bei dem lebendigen Gott!, so schwren sie doch falsch.
Jer 5:3 HErr, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schlgst sie, aber sie fhlen's nicht; du machst es schier aus mit ihnen, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein hrter Angesicht denn ein Fels und wollen sich nicht bekehren.
Jer 5:4 Ich dachte aber: Wohlan, der arme Haufe ist unverstndig, wei nichts um des HErrn Weg und um ihres Gottes Recht.
Jer 5:5 Ich will zu den Gewaltigen gehen und mit ihnen reden; die werden um des HErrn Weg und ihres Gottes Recht wissen. Aber sie allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile zerrissen.
Jer 5:6 Darum wird sie auch der Lwe, der aus dem Walde kommt, zerreien, und der Wolf aus der Wste wird sie verderben, und der Parder wird um ihre Stdte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer Snden sind zuviel, und sie bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam.
Jer 5:7 Wie soll ich dir denn gndig sein, weil mich meine Kinder verlassen und schwren bei dem, der nicht Gott ist? und nun ich ihnen vollauf gegeben habe, treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus.
Jer 5:8 Ein jeglicher wiehert nach seines Nchsten Weib wie die vollen, migen Hengste.
Jer 5:9 Und ich sollte sie um solches nicht heimsuchen? spricht der HErr, und meine Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, wie dies ist?
Jer 5:10 Strmet ihre Mauern und werfet sie um, und macht's nicht gar aus! Fhret ihre Reben weg, denn sie sind nicht des HErrn;
Jer 5:11 sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HErr.
Jer 5:12 Sie verleugnen den HErrn und sprechen: Das ist er nicht, und so bel wird es uns nicht gehen; Schwert und Hunger werden wir nicht sehen.
Jer 5:13 Ja, die Propheten sind Schwtzer und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe ber sie selbst also!
Jer 5:14 Darum spricht der HErr, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibt, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen, und dies Volk zu Holz, und es soll sie verzehren.
Jer 5:15 Siehe, ich will ber euch vom Hause Israel, spricht der HErr, ein Volk von ferne bringen, ein mchtiges Volk, dessen Sprache du nicht verstehst, und kannst nicht vernehmen, was sie reden.
Jer 5:16 Seine Kcher sind offene Grber; es sind eitel Helden.
Jer 5:17 Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren; sie werde deine Shne und Tchter fressen; sie werden deine Schafe und Rinder verschlingen; sie werden deine Weinstcke und Feigenbume verzehren; deine festen Stdte, darauf du dich verlsst, werden sie mit dem Schwert verderben.
Jer 5:18 Doch will ich's, spricht der HErr, zur selben Zeit mit euch nicht gar aus machen.
Jer 5:19 Und ob sie wrden sagen: Warum tut uns der HErr, unser Gott, solches alles?, sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich verlasst und den fremden Gttern dient in eurem eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht euer ist.
Jer 5:20 Solches sollt ihr verkndigen im Hause Jakob und predigen in Juda und sprechen:
Jer 5:21 Hret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben, und sehen nicht, Ohren haben, und hren nicht!
Jer 5:22 Wollt ihr mich nicht frchten? spricht der HErr, und vor mir nicht erschrecken, der ich dem Meer den Sand zum Ufer setzte, darin es allezeit bleiben muss, darber es nicht gehen darf? Und ob's schon wallet, so vermag's doch nichts; und ob seine Wellen schon toben, so drfen sie doch nicht darberfahren.
Jer 5:23 Aber dies Volk hat ein abtrnniges, ungehorsames Herz; sie bleiben abtrnnig und gehen immerfort weg
Jer 5:24 und sprechen nicht einmal in ihrem Herzen: Lasst uns doch den HErrn, unsren Gott, frchten, der uns Frhregen und Sptregen zu rechter Zeit gibt und uns die Ernte treulich und jhrlich behtet.
Jer 5:25 Aber eure Missetaten hindern solches, und eure Snden wenden das Gute von euch.
Jer 5:26 Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun.
Jer 5:27 Und ihre Huser sind voller Tcke, wie ein Vogelbauer voller Lockvgel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt.
Jer 5:28 Sie gehen mit bsen Stcken um; sie halten kein Recht, der Waisen Sache frdern sie nicht, dass auch sie Glck htten, und helfen den Armen nicht zum Recht.
Jer 5:29 Sollte ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der HErr, und meine Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, wie dies ist?
Jer 5:30 Es steht greulich und schrecklich im Lande.
Jer 5:31 Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk hat's gern also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?
Jer 6:1 Fliehet, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalem und blaset die Drommete auf der Warte Thekoa und werft auf ein Panier ber der Warte Beth-Cherem! denn es geht daher ein Unglck von Mitternacht und ein groer Jammer.
Jer 6:2 Die Tochter Zion ist wie eine schne und lustige Aue.
Jer 6:3 Aber es werden die Hirten ber sie kommen mit ihren Herden, die werden Gezelte rings um sie her aufschlagen und weiden ein jeglicher an seinem Ort und sprechen:
Jer 6:4 Rstet euch zum Krieg wider sie! Wohlauf, lasst uns hinaufziehen, weil es noch hoch Tag ist! Ei, es will Abend werden, und die Schatten werden gro!
Jer 6:5 Wohlan, so lasst uns auf sein, und sollten wir bei Nacht hinaufziehen und ihre Palste verderben!
Jer 6:6 Denn also spricht der HErr Zebaoth: Fllt die Bume und werft einen Wall auf wider Jerusalem; denn sie ist eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch eitel Unrecht darin.
Jer 6:7 Denn gleichwie ein Born sein Wasser quillt, also quillt auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreit ber sie, und ihr Morden und Schlagen treiben sie tglich vor mir.
Jer 6:8 Bessere dich Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wendet und ich dich zum wsten Lande mache, darin niemand wohne!
Jer 6:9 So spricht der HErr Zebaoth: Was briggeblieben ist von Israel, das muss nachgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird eins nach dem andern in die Butten werfen.
Jer 6:10 Ach, mit wem soll ich doch reden und zeugen? dass doch jemand hren wollte! Aber ihre Ohren sind unbeschnitten; sie knnen's nicht hren. Siehe, sie halten des HErrn Wort fr einen Spott und wollen es nicht.
Jer 6:11 Darum bin ich von des HErrn Drohen so voll, dass ich's nicht lassen kann. Schtte es aus ber die Kinder auf der Gasse und ber die Mannschaft im Rat miteinander; denn es sollen beide, Mann und Weib, Alte und der Wohlbetagte, gefangen werden.
Jer 6:12 Ihre Huser sollen den Fremden zuteil werden samt den ckern und Weibern; denn ich will meine Hand ausstrecken, spricht der HErr, ber des Landes Einwohner.
Jer 6:13 Denn sie geizen allesamt, klein und gro; und beide, Propheten und Priester, gehen allesamt mit Lgen um
Jer 6:14 und trsten mein Volk in seinem Unglck, dass sie es gering achten sollen, und sagen: Friede! Friede!, und ist doch nicht Friede.
Jer 6:15 Darum werden sie mit Schanden bestehen, dass sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschndet sein und wollen sich nicht schmen. Darum mssen sie fallen auf einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie strzen, spricht der HErr.
Jer 6:16 So spricht der HErr: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden fr eure Seele! Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun!
Jer 6:17 Ich habe Wchter ber dich gesetzt: Merket auf die Stimme der Drommete! Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun!
Jer 6:18 Darum so hret, ihr Heiden, und merket samt euren Leuten!
Jer 6:19 Du, Erde, hre zu! Siehe, ich will ein Unglck ber dies Volk bringen, darum dass sie auf meine Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen.
Jer 6:20 Was frage ich nach Weihrauch aus Reicharabien und nach den guten Zimtrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir nicht.
Jer 6:21 Darum spricht der HErr also: Siehe, ich will diesem Volk einen Ansto in den Weg stellen, daran sich die Vter und Kinder miteinander stoen und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen.
Jer 6:22 So spricht der HErr: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein groes Volk wird sich erregen vom Ende der Erde,
Jer 6:23 die Bogen und Lanze fhren. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein ungestmes Meer und reiten auf Rossen, gerstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.
Jer 6:24 Wenn wir von ihnen hren werden, so werden uns die Fuste entsinken; es wird uns angst und weh werden wie einer Gebrerin.
Jer 6:25 Es gehe ja niemand hinaus auf den Acker, niemand gehe ber Feld; denn es ist allenthalben unsicher vor dem Schwert des Feindes.
Jer 6:26 O Tochter meines Volks, zieh Scke an und lege dich in Asche; trage Leid wie um einen einzigen Sohn und klage wie die, so hoch betrbt sind! denn der Verderber kommt ber uns pltzlich.
Jer 6:27 Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, dass du ihr Wesen erfahren und prfen sollst.
Jer 6:28 Sie sind allzumal Abtrnnige und wandeln verrterisch, sind Erz und Eisen; alle sind sie verderbt.
Jer 6:29 Der Blasebalg ist verbrannt, das Blei verschwindet; das Schmelzen ist umsonst, denn das Bse ist nicht davon geschieden.
Jer 6:30 Darum heien sie auch ein verworfenes Silber; denn der HErr hat sie verworfen.
Jer 7:1 Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom HErrn, und sprach:
Jer 7:2 Tritt ins Tor im Hause des HErr und predige daselbst dies Wort und sprich: Hret des HErrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HErrn anzubeten!
Jer 7:3 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.
Jer 7:4 Verlasst euch nicht auf die Lgen, wenn sie sagen: Hier ist des HErrn Tempel, hier ist des HErrn Tempel, hier ist des HErrn Tempel!
Jer 7:5 sondern bessert euer Leben und Wesen, dass ihr recht tut einer gegen den andern
Jer 7:6 und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut und nicht unschuldiges Blut vergiet an diesem Ort, und folgt nicht nach andern Gttern zu eurem eigenen Schaden:
Jer 7:7 so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vtern gegeben habe.
Jer 7:8 Aber nun verlasset ihr euch auf Lgen, die nichts ntze sind.
Jer 7:9 Daneben seid ihr Diebe, Mrder, Ehebrecher und Meineidige und ruchert dem Baal und folgt fremden Gttern nach, die ihr nicht kennt.
Jer 7:10 Darnach kommt ihr dann und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun.
Jer 7:11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, fr eine Mrdergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HErr.
Jer 7:12 Gehet hin an meinen Ort zu Silo, da vormals mein Name gewohnt hat, und schauet, was ich daselbst getan habe um der Bosheit willen meines Volkes Israel.
Jer 7:13 Weil ihr denn alle solche Stcke treibt, spricht der HErr, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht hren, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten:
Jer 7:14 so will ich dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, darauf ihr euch verlasst, und den Ort, den ich euren Vtern gegeben habe, eben tun, wie ich zu Silo getan habe,
Jer 7:15 und will euch von meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Brder, den ganzen Samen Ephraims.
Jer 7:16 Und du sollst fr dies Volk nicht bitten und sollst fr sie keine Klage noch Gebet vorbringen, auch nicht sie vertreten vor mir; denn ich will dich nicht hren.
Jer 7:17 Denn siehst du nicht, was sie tun in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem?
Jer 7:18 Die Kinder lesen Holz, so znden die Vter das Feuer an, und die Weiber kneten den Teig, dass sie der Himmelsknigin Kuchen backen, und geben Trankopfer den fremden Gttern, dass sie mir Verdru tun.
Jer 7:19 Aber sie sollen nicht mir damit, spricht der HErr, sondern sich selbst Verdru tun und mssen zu Schanden werden.
Jer 7:20 Darum spricht der Herr HErr: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist ausgeschttet ber diesen Ort, ber Menschen und Vieh, ber Bume auf dem Felde und ber die Frchte des Landes; und der soll brennen, dass niemand lschen kann.
Jer 7:21 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer und anderen Opfer zuhauf und esset Fleisch.
Jer 7:22 Denn ich habe euren Vtern des Tages, da ich sie aus gyptenland fhrte, weder gesagt noch geboten von Brandopfer und anderen Opfern;
Jer 7:23 sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiete, auf dass es euch wohl gehe.
Jer 7:24 Aber sie wollen nicht hren noch ihre Ohren zuneigen, sondern wandelten nach ihrem eigenen Rat und nach ihres bsen Herzens Gednken und gingen hinter sich und nicht vor sich.
Jer 7:25 Ja, von dem Tage an, da ich eure Vter aus gyptenland gefhrt habe, bis auf diesen Tag habe ich stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten.
Jer 7:26 Aber sie wollen mich nicht hren noch ihre Ohren neigen, sondern waren halsstarrig und machten's rger denn ihre Vter.
Jer 7:27 Und wenn du ihnen dies alles schon sagst, so werden sie dich doch nicht hren; rufst du ihnen, so werden sie dir nicht antworten.
Jer 7:28 Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das den HErrn, seinen Gott, nicht hren noch sich bessern will. Der Glaube ist untergegangen und ausgerottet von ihrem Munde.
Jer 7:29 Schneide deine Haare ab und wirf sie von dir und wehklage auf den Hhen; denn der HErr hat dies Geschlecht, ber das er zornig ist, verworfen und verstoen.
Jer 7:30 Denn die Kinder Juda tun bel vor meinen Augen, spricht der HErr. Sie setzen ihre Greuel in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, dass sie es verunreinigen,
Jer 7:31 und bauen die Altre des Thopheth im Tal Ben-Hinnom, dass sie ihre Shne und Tchter verbrennen, was ich nie geboten noch in den Sinn genommen habe.
Jer 7:32 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass man's nicht mehr heien soll Thopheth und das Tal Ben-Hinnom, sondern Wrgetal; und man wird im Thopheth mssen begraben, weil sonst kein Raum mehr sein wird.
Jer 7:33 Und die Leichname dieses Volkes sollen den Vgeln des Himmels und den Tieren auf Erden zur Speise werden, davon sie niemand scheuchen wird.
Jer 7:34 Und ich will in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem wegnehmen das Geschrei der Freude und Wonne und die Stimme des Brutigams und der Braut; denn das Land soll wst sein.
Jer 8:1 Zu derselben Zeit, spricht der HErr, wird man die Gebeine der Knige Judas, die Gebeine ihrer Frsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten, die Gebeine der Brger zu Jerusalem aus ihren Grbern werfen;
Jer 8:2 und wird sie hinstreuen unter Sonne, Mond und alles Heer des Himmels, welche sie geliebt und denen sie gedient haben, denen sie nachgefolgt sind und die sie gesucht und angebetet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begraben werden, sondern Kot auf der Erde sein.
Jer 8:3 Und alle brigen von diesem bsen Volk, an welchen Ort sie sein werden, dahin ich sie verstoen habe, werden lieber tot als lebendig sein wollen, spricht der HErr Zebaoth.
Jer 8:4 Darum sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Wo ist jemand, so er fllt, der nicht gerne wieder aufstnde? Wo ist jemand, so er irregeht, der nicht gerne wieder zurechtkme?
Jer 8:5 Dennoch will dies Volk zu Jerusalem irregehen fr und fr. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, dass sie sich nicht wollen abwenden lassen.
Jer 8:6 Ich sehe und hre, dass sie nichts Rechtes reden. Keiner ist, dem seine Bosheit Leid wre und der sprche: Was mache ich doch! Sie laufen alle ihren Lauf wie ein grimmiger Hengst im Streit.
Jer 8:7 Ein Storch unter dem Himmel wei seine Zeit, eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen, aber mein Volk will das Recht des HErrn nicht wissen.
Jer 8:8 Wie mgt ihr doch sagen: Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns? Ist's doch eitel Lge, was die Schriftgelehrten setzen.
Jer 8:9 Darum mssen solche Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden; denn was knnen sie Gutes lehren, weil sie des HErrn Wort verwerfen?
Jer 8:10 Darum will ich ihre Weiber den Fremden geben und ihre cker denen, die sie verjagen werden. Denn sie geizen allesamt, beide, klein und gro; und beide, Priester und Propheten, gehen mit Lgen um
Jer 8:11 und trsten mein Volk in ihrem Unglck, dass sie es gering achten sollen, und sagen: Friede! Friede!, und ist doch nicht Friede.
Jer 8:12 Darum werden sie mit Schanden bestehen, dass sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschndet sein und wollen sich nicht schmen. Darum mssen sie fallen auf einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie strzen, spricht der HErr.
Jer 8:13 Ich will sie also ablesen, spricht der HErr, dass keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum bleiben, ja auch die Bltter wegfallen sollen; und was ich ihnen gegeben habe, das soll ihnen genommen werden.
Jer 8:14 Wo werden wir dann wohnen? Ja, sammelt euch dann und lasst uns in die festen Stdte ziehen, dass wir daselbst umkommen. Denn der HErr, unser Gott, wird uns umkommen lassen und trnken mit einem bitteren Trunk, dass wir so gesndigt haben wider den HErrn.
Jer 8:15 Wir hofften, es sollte Friede werden, so kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, so ist mehr Schaden da.
Jer 8:16 Man hrt ihre Rosse schnauben von Dan her; vom Wiehern ihrer Gule erbebt das ganze Land. Und sie fahren daher und werden das Land auffressen mit allem, was darin ist, die Stdte samt allen, die darin wohnen.
Jer 8:17 Denn siehe, ich will Schlangen und Basilisken unter euch senden, die nicht zu beschwren sind; die sollen euch stechen, spricht der HErr.
Jer 8:18 Was mag mich in meinem Jammer erquicken? Mein Herz ist krank.
Jer 8:19 Siehe, die Tochter meines Volks wird schreien aus fernem Lande her: Will denn er HErr nicht mehr Gott sein zu Zion, oder soll sie keinen Knig mehr haben? Ja, warum haben sie mich so erzrnt durch ihre Bilder und fremde, unntze Gottesdienste?
Jer 8:20 Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen.
Jer 8:21 Mich jammert herzlich, dass mein Volk so verderbt ist; ich grme mich und gehabe mich bel.
Jer 8:22 Ist denn keine Salbe in Gilead, oder ist kein Arzt da? Warum ist denn die Tochter meines Volks nicht geheilt?
Jer 8:23 Ach, dass ich Wasser genug htte in meinem Haupte und meine Augen Trnenquellen wren, dass ich Tag und Nacht beweinen mchte die Erschlagenen in meinem Volk!
Jer 9:1 Ach, dass ich eine Herberge htte in der Wste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen ziehen! Denn es sind eitel Ehebrecher und ein frecher Haufe.
Jer 9:2 Sie schieen mit ihren Zungen eitel Lge und keine Wahrheit und treiben's mit Gewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur andern und achten mich nicht, spricht der HErr.
Jer 9:3 Ein jeglicher hte sich vor seinem Freunde und traue auch seinem Bruder nicht; denn ein Bruder unterdrckt den andern, und ein Freund verrt den andern.
Jer 9:4 Ein Freund tuscht den andern und reden kein wahres Wort; sie fleiigen sich darauf, wie einer den andern betrge, und ist ihnen nicht leid, dass sie es rger machen knnen.
Jer 9:5 Es ist allenthalben eitel Trgerei unter ihnen, und vor Trgerei wollen sie mich nicht kennen, spricht der HErr.
Jer 9:6 Darum spricht der HErr Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und prfen. Denn was soll ich sonst tun, wenn ich ansehe die Tochter meines Volks?
Jer 9:7 Ihre falschen Zungen sind mrderische Pfeile; mit ihrem Munde reden sie freundlich gegen den Nchsten, aber im Herzen lauern sie auf ihn.
Jer 9:8 Sollte ich nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HErr, und meine Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, wie dies ist?
Jer 9:9 Ich muss auf den Bergen weinen und heulen und bei den Hrden in der Wste klagen; denn sie sind so gar verheert, dass niemand da wandelt und man auch nicht ein Vieh schreien hrt. Es ist beides, Vgel des Himmels und das Vieh, alles weg.
Jer 9:10 Und ich will Jerusalem zum Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale machen und will die Stdte Judas wst machen, dass niemand darin wohnen soll.
Jer 9:11 Wer nun weise wre und liee es sich zu Herzen gehen und verkndigte, was des HErrn Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbt und verheert wird wie eine Wste, da niemand wandelt!
Jer 9:12 Und der HErr sprach: Darum dass sie mein Gesetz verlassen, dass ich ihnen vorgelegt habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht darnach,
Jer 9:13 sondern folgen ihres Herzens Gednken und den Baalim, wie sie ihre Vter gelehrt haben:
Jer 9:14 darum spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe ich will dies Volk mit Wermut speisen und mit Galle trnken;
Jer 9:15 ich will sie unter die Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre Vter gekannt haben, und will das Schwert hinter sie schicken, bis dass es aus mit ihnen sei.
Jer 9:16 So spricht der HErr Zebaoth: Schaffet und bestellt Klageweiber, dass sie kommen, und schickt nach denen, die es wohl knnen,
Jer 9:17 dass sie eilend um uns klagen, dass unsre Augen von Trnen rinnen und unsre Augenlider von Wasser flieen,
Jer 9:18 dass man ein klgliches Geschrei hre zu Zion: Ach, wie sind wir so gar verstrt und zu Schanden geworden! Wir mssen das Land rumen; denn sie haben unsre Wohnungen geschleift.
Jer 9:19 So hret nun, ihr Weiber, des HErrn Wort und nehmet zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure Tchter weinen, und eine lehre die andere klagen:
Jer 9:20 Der Tod ist zu unsren Fenstern eingefallen und in unsre Palste gekommen, die Kinder zu wrgen auf der Gasse und die Jnglinge auf der Strae.
Jer 9:21 So spricht der HErr: Sage: Der Menschen Leichname sollen liegen wie der Mist auf dem Felde und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand sammelt.
Jer 9:22 So spricht der HErr: Ein Weiser rhme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rhme sich nicht seiner Strke, ein Reicher rhme sich nicht seines Reichtums;
Jer 9:23 sondern wer sich rhmen will, der rhme sich des, dass er mich wisse und kenne, dass ich der HErr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit bt auf Erden; denn solches gefllt mir, spricht der HErr.
Jer 9:24 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen:
Jer 9:25 gypten, Juda, Edom, die Kinder Ammon, Moab und alle, die das Haar rundumher abschneiden, die in der Wste wohnen. Denn alle Heiden haben unbeschnittenen Vorhaut; aber das ganze Israel hat ein unbeschnittenes Herz.
Jer 10:1 Hret, was der HErr zu euch vom Hause Israel redet.
Jer 10:2 So spricht der HErr: Ihr sollt nicht nach der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht frchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich frchten.
Jer 10:3 Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Gtter mit dem Beil
Jer 10:4 und schmckt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Ngeln und Hmmern, dass sie nicht umfallen.
Jer 10:5 Es sind ja nichts als berzogene Sulen. Sie knnen nicht reden; so muss man sie auch tragen, denn sie knnen nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen frchten: denn sie knnen weder helfen noch Schaden tun.
Jer 10:6 Aber dir, HErr, ist niemand gleich; du bist gro, und dein Name ist gro, und kannst es mit der Tat beweisen.
Jer 10:7 Wer sollte dich nicht frchten, du Knig der Heiden? Dir sollte man gehorchen; denn es ist unter allen Weisen der Heiden und in allen Knigreichen deinesgleichen nicht.
Jer 10:8 Sie sind allzumal Narren und Toren; denn ein Holz muss ja ein nichtiger Gottesdienst sein.
Jer 10:9 Silbernes Blech bringt man aus Tharsis, Gold aus Uphas, durch den Meister und Goldschmied zugerichtet; blauen und roten Purpur zieht man ihm an, und ist alles der Weisen Werk.
Jer 10:10 Aber der HErr ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger Knig. Vor seinem Zorn bebt die Erde, und die Heiden knnen sein Drohen nicht ertragen.
Jer 10:11 So sprecht nun zu ihnen also: Die Gtter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, mssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel.
Jer 10:12 Er hat aber die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
Jer 10:13 Wenn er donnert, so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel, und er zieht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und lsst den Wind kommen aus seinen Vorratskammern.
Jer 10:14 Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede bestehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Gtzen sind Trgerei und haben kein Leben.
Jer 10:15 Es ist eitel Nichts und ein verfhrerisches Werk; sie mssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden.
Jer 10:16 Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er heit HErr Zebaoth.
Jer 10:17 Tue deinen Kram weg aus dem Lande, die du wohnest in der Feste.
Jer 10:18 Denn so spricht der HErr: Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf diesmal wegschleudern und will sie ngsten, dass sie es fhlen sollen.
Jer 10:19 Ach mein Jammer und mein Herzeleid! Ich denke aber: Es ist meine Plage; ich muss sie leiden.
Jer 10:20 Meine Htte ist zerstrt, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind von mir gegangen und nicht mehr da. Niemand ist, der meine Htte wieder aufrichte und mein Gezelt aufschlage.
Jer 10:21 Denn die Hirten sind zu Narren geworden und fragen nach dem HErrn nicht; darum knnen sie auch nichts Rechtes lehren, und ihre ganze Herde ist zerstreut.
Jer 10:22 Siehe, es kommt ein Geschrei daher und ein groes Beben aus dem Lande von Mitternacht, dass die Stdte Judas verwstet und zur Wohnung der Schakale werden sollen.
Jer 10:23 Ich wei, HErr, dass des Menschen Tun steht nicht in seiner Gewalt, und steht in niemands Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.
Jer 10:24 Zchtige mich, HErr, doch mit Maen und nicht in deinem Grimm, auf dass du mich nicht aufreibest.
Jer 10:25 Schtte aber deinen Zorn ber die Heiden, so dich nicht kennen, und ber die Geschlechter, so deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen; sie haben ihn weggerumt und seine Wohnung verwstet.
Jer 11:1 Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah vom HErrn, und sprach:
Jer 11:2 Hret die Worte dieses Bundes, dass ihr sie denen in Juda und den Brgern zu Jerusalem saget.
Jer 11:3 Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels: Verflucht sei, wer nicht gehorcht den Worten dieses Bundes,
Jer 11:4 den ich euren Vtern gebot des Tages, da ich sie aus gyptenland fhrte, aus einem eisernen Ofen, und sprach: Gehorchet meiner Stimme und tut, wie ich euch geboten habe, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein,
Jer 11:5 auf dass ich den Eid halten mge, den ich euren Vtern geschworen habe, ihnen zu geben ein Land, darin Milch und Honig fliet, wie es denn heutigestages steht. Ich antwortete und sprach: HErr, ja, es sei also!
Jer 11:6 Und der HErr sprach zu mir: Predige alle diese Worte in den Stdten Judas und auf allen Gassen zu Jerusalem und sprich: Hret die Worte dieses Bundes und tut darnach!
Jer 11:7 Denn ich habe euren Vtern gezeugt von dem Tage an, da ich sie aus gyptenland fhrte, bis auf den heutigen Tag und zeugte stets und sprach: Gehorchet meiner Stimme!
Jer 11:8 Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren nicht; sondern ein jeglicher ging nach seines bsen Herzens Gednken. Darum habe ich auch ber sie kommen lassen alle Worte dieses Bundes, den ich geboten habe zu tun, und nach dem sie doch nicht getan haben.
Jer 11:9 Und der HErr sprach zu mir: Ich wei wohl, wie sie in Juda und zu Jerusalem sich rotten.
Jer 11:10 Sie kehren sich eben zu den Snden ihrer Vter, die vormals waren, welche auch nicht gehorchen wollten meinen Worten und folgten auch andern Gttern nach und dienten ihnen. Also hat das Haus Israel und das Haus Juda meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vtern gemacht habe.
Jer 11:11 Darum siehe, spricht der HErr, ich will ein Unglck ber sie gehen lassen, dem sie nicht sollen entgehen knnen; und wenn sie zu mir Schreien, will ich sie nicht hren.
Jer 11:12 So lass denn die Stdte Judas und die Brger zu Jerusalem hingehen und zu ihren Gttern schreien, denen sie geruchert haben; aber sie werden ihnen nicht helfen in ihrer Not.
Jer 11:13 Denn so manche Stadt, so manche Gtter hast du, Juda; und so manche Gassen zu Jerusalem sind, so manchen Schandaltar habt ihr aufgerichtet, dem Baal zu ruchern.
Jer 11:14 So bitte du nun nicht fr dieses Volk und tue kein Flehen noch Gebet fr sie; denn ich will sie nicht hren, wenn sie zu mir schreien in ihrer Not.
Jer 11:15 Was haben meine Freunde in meinem Haus zu schaffen? Sie treiben alle Schalkheit und meinen, das heilige Fleisch soll es von ihnen nehmen; und wenn sie beltun, sind sie guter Dinge darber.
Jer 11:16 Der HErr nannte dich einen grnen, schnen, fruchtbaren lbaum; aber nun hat er mit einem Mordgeschrei ein Feuer um ihn lassen anznden, dass seine ste verderben mssen.
Jer 11:17 Denn der HErr Zebaoth, der dich gepflanzt hat, hat dir ein Unglck gedroht um der Bosheit willen des Hauses Israel und des Hauses Juda, welche sie treiben, dass sie mich erzrnen mit ihrem Ruchern, das sie dem Baal tun.
Jer 11:18 Der HErr hat mir's offenbart, dass ich's wei, und zeigte mir ihr Vornehmen,
Jer 11:19 nmlich, dass sie mich wie ein armes Schaf zur Schlachtbank fhren wollen. Denn ich wusste nicht, dass sie wider mich beratschlagt hatten und gesagt: Lasst uns den Baum mit seinen Frchten verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, dass seines Namen nimmermehr gedacht werde.
Jer 11:20 Aber du, HErr Zebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prfst, lass mich deine Rache ber sie sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.
Jer 11:21 Darum spricht der HErr also wider die Mnner zu Anathoth, die dir nach deinem Leben stehen und sprechen: Weissage uns nicht im Namen des HErrn, willst du anders nicht von unsren Hnden sterben!
Jer 11:22 darum spricht der HErr Zebaoth also: Siehe, ich will sie heimsuchen; ihre junge Mannschaft soll mit dem Schwert gettet werden, und ihre Shne und Tchter sollen Hungers sterben, dass nichts von ihnen brigbleibe;
Jer 11:23 denn ich will ber die Mnner zu Anathtoth Unglck kommen lassen des Jahres, wann sie heimgesucht werden sollen.
Jer 12:1 HErr, wenn ich gleich mit dir rechten wollte, so behltst du doch recht; dennoch muss ich vom Recht mit dir reden. Warum geht's doch den Gottlosen so wohl und die Verchter haben alles die Flle?
Jer 12:2 Du pflanzt sie, dass sie wurzeln und wachsen und Frucht bringen. Nahe bist du in ihrem Munde, aber ferne von ihrem Herzen;
Jer 12:3 mich aber, HErr, kennst du und siehst mich und prfst mein Herz vor dir. Reie sie weg wie Schafe, dass sie geschlachtet werden; sondere sie aus, dass sie gewrgt werden.
Jer 12:4 Wie lange soll doch das Land so jmmerlich stehen und das Gras auf dem Felde allenthalben verdorren um der Einwohner Bosheit willen, dass beide, Vieh und Vgel, nimmer da sind? denn sie sprechen: Ja, er wei viel, wie es uns gehen wird.
Jer 12:5 Wenn dich die mde machen, die zu Fue gehen, wie will dir's gehen wenn du mit den Reitern laufen sollst? Und so du in dem Lande, da es Friede ist, Sicherheit suchst, was will mit dir werden bei dem stolzen Jordan?
Jer 12:6 Denn es verachten dich auch deine Brder und deines Vaters Haus und schreien zeter! ber dich. Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich freundlich mit dir reden.
Jer 12:7 Ich habe mein Haus verlassen mssen und mein Erbe meiden, und was meine Seele liebt, in der Feinde Hand geben.
Jer 12:8 Mein Erbe ist mir geworden wie ein Lwe im Walde und brllt wider mich; darum bin ich ihm gram geworden.
Jer 12:9 Mein Erbe ist wie der sprenklige Vogel, um welchen sich die Vgel sammeln. Wohlauf, sammelt euch, alle Feldtiere, kommt und fresset.
Jer 12:10 Es haben Hirten, und deren viel, meinen Weinberg verderbt und meinen Acker zertreten; sie haben meinen schnen Acker zur Wste gemacht, sie haben's de gemacht.
Jer 12:11 Ich sehe bereits wie es so jmmerlich verwstet ist; ja das ganze Land ist wst. Aber es will's niemand zu Herzen nehmen.
Jer 12:12 Denn die Verstrer fahren daher ber alle Hgel der Wste, und das fressende Schwert des HErrn von einem Ende des Landes bis zum andern; und kein Fleisch wird Frieden haben.
Jer 12:13 Sie sen Weizen, aber Disteln werden sie ernten; sie lassen's sich sauer werden, aber sie werden's nicht genieen; sie werden ihres Einkommens nicht froh werden vor dem grimmigen Zorn des HErrn.
Jer 12:14 So spricht der HErr wider alle meine bsen Nachbarn, so das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel ausgeteilt habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausreien und das Haus Juda aus ihrer Mitte reien.
Jer 12:15 Und wenn ich sie nun ausgerissen habe, will ich mich wiederum ber sie erbarmen und will einen jeglichen zu seinem Erbteil und in sein Land wiederbringen.
Jer 12:16 Und soll geschehen, wo sie von meinem Volk lernen werden, dass sie schwren bei meinem Namen: So wahr der HErr lebt!, wie sie zuvor mein Volk gelehrt haben schwren bei Baal, so sollen sie unter meinem Volk erbaut werden.
Jer 12:17 Wo sie aber nicht hren wollen, so will ich solches Volk ausreien und umbringen, spricht der HErr.
Jer 13:1 So spricht der HErr zu mir: Gehe hin und kaufe dir einen leinenen Grtel und grte damit deine Lenden und mache ihn nicht na.
Jer 13:2 Und ich kaufte einen Grtel nach dem Befehl des HErrn und grtete ihn um meine Lenden.
Jer 13:3 Da geschah des HErrn Wort zum andernmal zu mir und sprach:
Jer 13:4 Nimm den Grtel, den du gekauft und um deine Lenden gegrtet hast, und mache dich auf und gehe hin an den Euphrat und verstecke ihn daselbst in einem Steinritz.
Jer 13:5 Ich ging hin und versteckte ihn am Euphrat, wie mir der HErr geboten hatte.
Jer 13:6 Nach langer Zeit aber sprach der HErr zu mir: Mache dich auf und hole den Grtel wieder, den ich dich hie daselbst verstecken.
Jer 13:7 Ich ging hin an den Euphrat und grub auf und nahm den Grtel von dem Ort, dahin ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Grtel war verdorben, dass er nichts mehr taugte.
Jer 13:8 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Jer 13:9 So spricht der HErr: Eben also will ich auch verderben die groe Hoffart Judas und Jerusalems.
Jer 13:10 Das bse Volk, das meine Worte nicht hren will, sondern gehen hin nach Gednken ihres Herzens und folgen andern Gttern, dass sie ihnen dienen und sie anbeten: sie sollen werden wie der Grtel, der nichts mehr taugt.
Jer 13:11 Denn gleichwie ein Mann den Grtel um seine Lenden bindet, also habe ich, spricht der HErr, das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich gegrtet, dass sie mein Volk sein sollten, mir zu einem Namen, zu Lob und Ehren; aber sie wollen nicht hren.
Jer 13:12 So sage ihnen nun dies Wort: So spricht der HErr, der Gott Israels: Es sollen alle Krge mit Wein gefllt werden. So werden sie zu dir sagen: Wer wei das nicht, dass man alle Krge mit Wein fllen soll?
Jer 13:13 So sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Siehe, ich will alle, die in diesem Lande wohnen, die Knige, die auf dem Stuhl Davids sitzen, die Priester und Propheten und alle Einwohner zu Jerusalem fllen, dass sie trunken werden sollen;
Jer 13:14 und will einen mit dem andern, die Vter samt den Kindern, verstreuen, spricht der HErr; und will weder schonen noch bersehen noch barmherzig sein ber ihrem Verderben.
Jer 13:15 So hret nun und merket auf und trotzt nicht; denn der HErr hat's geredet.
Jer 13:16 Gebet dem HErrn, eurem Gott, die Ehre, ehe denn es finster werde, und ehe eure Fe sich an den dunklen Bergen stoen, dass ihr des Lichts wartet, so er's doch gar finster und dunkel machen wird.
Jer 13:17 Wollt ihr aber solches nicht hren, so muss meine Seele heimlich weinen ber solche Hoffart; meine Augen mssen von Trnen flieen, dass des HErrn Herde gefangen wird.
Jer 13:18 Sage dem Knig und der Knigin: Setzt euch herunter; denn die Krone der Herrlichkeit ist euch von eurem Haupt gefallen.
Jer 13:19 Die Stdte gegen Mittag sind verschlossen, und ist niemand, der sie auftue; das ganze Juda ist rein weggefhrt.
Jer 13:20 Hebt eure Augen auf und sehet, wie sie von Mitternacht daherkommen. Wo ist nun die Herde, so dir befohlen war, deine herrliche Herde?
Jer 13:21 Was willst du sagen, wenn er dich so heimsuchen wird? Denn du hast sie so gewhnt wider dich, dass sie Frsten und Hupter sein wollen. Was gilt's? es wird dich Angst ankommen wie ein Weib in Kindsnten.
Jer 13:22 Und wenn du in deinem Herzen sagen willst: Warum begegnet doch mir solches? Um der Menge willen deiner Missetaten sind dir deine Sume aufgedeckt und ist deinen Fersen Gewalt geschehen.
Jer 13:23 Kann auch ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Parder seine Flecken? So knnt ihr auch Gutes tun, die ihr des Bsen gewohnt seid.
Jer 13:24 Darum will ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die vor dem Winde aus der Wste verweht werden.
Jer 13:25 Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, spricht der HErr. Darum dass du mein vergessen hast und verlssest dich auf Lgen,
Jer 13:26 so will ich auch deine Sume hoch aufdecken, dass man deine Schande sehen muss.
Jer 13:27 Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, dein Geilheit, deine freche Hurerei, ja, deine Greuel auf Hgeln und auf ckern. Weh dir, Jerusalem! Wann wirst du doch endlich rein werden?
Jer 14:1 Dies ist das Wort, das der HErr zu Jeremia sagte von der teuren Zeit:
Jer 14:2 Juda liegt jmmerlich, ihre Tore stehen elend; es steht klglich auf dem Lande, und ist zu Jerusalem ein groes Geschrei.
Jer 14:3 Die Groen schicken die Kleinen nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefe leer wieder; sie gehen traurig und betrbt und verhllen ihre Hupter.
Jer 14:4 Darum dass die Erde lechzt, weil es nicht regnet auf die Erde, gehen die Ackerleute traurig und verhllen ihre Hupter.
Jer 14:5 Denn auch die Hinden, die auf dem Felde werfen, verlassen ihre Jungen, weil kein Gras wchst.
Jer 14:6 Das Wild steht auf den Hgeln und schnappt nach der Luft wie die Drachen und verschmachtet, weil kein Kraut wchst.
Jer 14:7 Ach HErr, unsre Missetaten haben's ja verdient; aber hilf doch um deines Namens willen! denn unser Ungehorsam ist gro; damit wir wider dich gesndigt haben.
Jer 14:8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer; warum stellst du dich, als wrest du ein Gast im Lande und ein Fremder, der nur ber Nacht darin bleibt?
Jer 14:9 Warum stellst du dich wie ein Held, der verzagt ist, und wie ein Riese, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HErr, und wir heien nach deinem Namen; verlass uns nicht!
Jer 14:10 So spricht der HErr von diesem Volk: Sie laufen gern hin und wieder und bleiben nicht gern daheim; darum will sie der HErr nicht, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Snden heimsuchen.
Jer 14:11 Und der HErr sprach zu mir: Du sollst nicht fr dies Volk um Gnade bitten.
Jer 14:12 Denn ob sie gleich fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht hren; und ob sie Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie mit Schwert, Hunger und Pestilenz aufreiben.
Jer 14:13 Da sprach ich: Ach Herr HErr, siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen und keine Teuerung bei euch haben; sondern ich will euch guten Frieden geben an diesem Ort.
Jer 14:14 Und der HErr sprach zu mir: Die Propheten weissagen falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nichts mit ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Gesichte, Deutungen, Abgtterei und ihres Herzens Trgerei.
Jer 14:15 Darum so spricht der HErr von den Propheten, die in meinem Namen weissagen, so ich sie doch nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde kein Schwert und keine Teuerung in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger.
Jer 14:16 Und die Leute, denen sie weissagen, sollen vom Schwert und Hunger auf den Gassen zu Jerusalem hin und her liegen, dass sie niemand begraben wird, also auch ihre Weiber, Shne und Tchter; und ich will ihre Bosheit ber sie schtten.
Jer 14:17 Und du sollst zu ihnen sagen dies Wort: Meine Augen flieen von Trnen Tag und Nacht und hren nicht auf; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist greulich zerplagt und jmmerlich geschlagen.
Jer 14:18 Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe, so liegen da Erschlagene mit dem Schwert; komme ich in die Stadt, so liegen da vor Hunger Verschmachtete. Denn es mssen auch die Propheten, dazu auch die Priester in ein Land ziehen, das sie nicht kennen.
Jer 14:19 Hast du denn Juda verworfen, oder hat deine Seele einen Ekel an Zion? Warum hast du uns denn so geschlagen, dass es niemand heilen kann? Wir hofften, es sollte Friede werden; so kommt nichts Gutes. Wir hofften, wir sollten heil werden; aber siehe, so ist mehr Schaden da.
Jer 14:20 HErr, wir erkennen unser gottlos Wesen und unsrer Vter Missetat; denn wir haben wider dich gesndigt.
Jer 14:21 Aber um deines Namens willen lass uns nicht geschndet werden; lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden; gedenke doch und lass deinen Bund mit uns nicht aufhren.
Jer 14:22 Es ist doch ja unter der Heiden Gtzen keiner, der Regen knnte geben; auch der Himmel kann nicht regnen. Du bist doch ja der HErr, unser Gott, auf den wir hoffen; denn du kannst solches alles tun.
Jer 15:1 Und der HErr sprach zu mir: Und wenngleich Mose und Samuel vor mir stnden, so habe ich doch kein Herz zu diesem Volk; treibe sie weg von mir und lass sie hinfahren!
Jer 15:2 Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hin? so sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen das Gefngnis trifft, den treffe es.
Jer 15:3 Denn ich will sie heimsuchen mit vielerlei Plagen, spricht der HErr: mit dem Schwert, dass sie erwrgt werden; mit Hunden, die sie schleifen sollen; mit den Vgeln des Himmels und mit Tieren auf Erden, dass sie gefressen und vertilgt werden sollen.
Jer 15:4 Und ich will sie in allen Knigreichen auf Erden hin und her treiben lassen um Manasses willen, des Sohnes Hiskias, des Knigs in Juda, um deswillen, was er zu Jerusalem begangen hat.
Jer 15:5 Wer will denn sich dein erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleiden mit dir haben? Wer wird denn hingehen und dir Frieden wnschen?
Jer 15:6 Du hast mich verlassen, spricht der HErr, und bist von mir abgefallen; darum habe ich meine Hand ausgestreckt wider dich, dass ich dich verderben will; ich bin des Erbarmens mde.
Jer 15:7 Ich will sie mit der Wurfschaufel zum Lande hinausworfeln und will mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitel Waisen machen und umbringen.
Jer 15:8 Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen werden, denn Sand am Meer ist. Ich will ber die Mutter der jungen Mannschaft kommen lassen einen offenbaren Verderber und die Stadt damit pltzlich und unversehens berfallen lassen,
Jer 15:9 dass die, die sieben Kinder hat, soll elend sein und von Herzen seufzen. Denn ihre Sonne soll bei hohem Tage untergehen, dass ihr Ruhm und ihre Freude ein Ende haben soll. Und die brigen will ich ins Schwert geben vor ihren Feinden, spricht der HErr.
Jer 15:10 Ach, meine Mutter, dass du mich geboren hast, wider den jedermann hadert und zankt im ganzen Lande! Habe ich doch weder auf Wucher geliehen noch genommen; doch flucht mir jedermann.
Jer 15:11 Der HErr sprach: Wohlan, ich will euer etliche brigbehalten, denen es soll wieder wohl gehen, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.
Jer 15:12 Meinst du nicht, dass etwa ein Eisen sei, welches knnte das Eisen und Erz von Mitternacht zerschlagen?
Jer 15:13 Ich will aber zuvor euer Gut und eure Schtze zum Raub geben, dass ihr nichts dafr kriegen sollt, und das um aller eurer Snden willen, die ihr in allen euren Grenzen begangen habt.
Jer 15:14 Und ich will euch zu euren Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht kennt; denn es ist das Feuer in meinem Zorn ber euch angegangen.
Jer 15:15 Ach HErr, du weit es; gedenke an mich und nimm dich meiner an und rche mich an meinen Verfolgern. Nimm mich auf und verzieh nicht deinem Zorn ber sie; denn du weit, dass ich um deinetwillen geschmht werde.
Jer 15:16 Dein Wort ward mir Speise, da ich's empfing; und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt; HErr, Gott Zebaoth.
Jer 15:17 Ich habe mich nicht zu den Spttern gesellt noch mich mit ihnen gefreut, sondern bin allein geblieben vor deiner Hand; denn du hattest mich gefllt mit deinem Grimm.
Jer 15:18 Warum whrt doch mein Leiden so lange, und meine Wunden sind so gar bse, dass sie niemand heilen kann? Du bist mir geworden wie ein Born, der nicht mehr quellen will.
Jer 15:19 Darum spricht der HErr also: Wo du dich zu mir hltst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wo du die Frommen lehrst sich sondern von den bsen Leuten, so sollst du mein Mund sein. Und ehe du solltest zu ihnen fallen, so mssen sie eher zu dir fallen.
Jer 15:20 Denn ich habe dich wider dies Volk zur festen, ehernen Mauer gemacht; ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HErr,
Jer 15:21 und will dich erretten aus der Hand der Bsen und erlsen aus der Hand der Tyrannen.
Jer 16:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Jer 16:2 Du sollst kein Weib nehmen und weder Shne noch Tchter zeugen an diesem Ort.
Jer 16:3 Denn so spricht der HErr von den Shnen und Tchtern, die an diesem Ort geboren werden, dazu von ihren Mttern die sie gebren, und von ihren Vtern, die sie zeugen in diesem Lande:
Jer 16:4 Sie sollen an Krankheiten sterben und weder beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf dem Lande, dazu durch Schwert und Hunger umkommen, und ihre Leichname sollen der Vgel des Himmels und der Tiere auf Erden Speise sein.
Jer 16:5 Denn so spricht der HErr: Du sollst nicht zum Trauerhaus gehen und sollst auch nirgend hin zu Klagen gehen noch Mitleiden ber sie haben; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der HErr, samt meiner Gnade und Barmherzigkeit,
Jer 16:6 dass beide, gro und klein, sollen in diesem Lande sterben und nicht begraben noch beklagt werden, und niemand wird sich ber sie zerritzen noch kahl scheren.
Jer 16:7 Und man wird auch nicht unter sie Brot austeilen bei der Klage, sie zu trsten ber die Leiche, und ihnen auch nicht aus dem Trostbecher zu trinken geben ber Vater und Mutter.
Jer 16:8 Du sollst auch in kein Trinkhaus gehen, bei ihnen zu sitzen, weder zu essen noch zu trinken.
Jer 16:9 Denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort wegnehmen vor euren Augen und bei eurem Leben die Stimme der Freude und Wonne, die Stimme des Brutigams und der Braut.
Jer 16:10 Und wenn du solches alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: Warum redet der HErr ber uns all dies Unglck? welches ist die Missetat und Snde, damit wir wider den HErrn, unsren Gott, gesndigt haben?
Jer 16:11 sollst du ihnen sagen: Darum dass eure Vter mich verlassen haben, spricht der HErr, und andern Gttern gefolgt sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben
Jer 16:12 und ihr noch rger tut als eure Vter. Denn siehe, ein jeglicher lebt nach seines bsen Herzens Gednken, dass er mir nicht gehorche.
Jer 16:13 Darum will ich euch aus diesem Lande stoen in ein Land, davon weder ihr noch eure Vter gewusst haben; daselbst sollt ihr andern Gttern dienen Tag und Nacht, dieweil ich euch keine Gnade erzeigen will.
Jer 16:14 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass man nicht mehr sagen wird: So wahr der HErr lebt, der die Kinder Israel aus gyptenland gefhrt hat!
Jer 16:15 sondern: So wahr der HErr lebt, der die Kinder Israel gefhrt hat aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Lndern, dahin er sie verstoen hatte! Denn ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vtern gegeben habe.
Jer 16:16 Siehe, ich will viel Fischer aussenden, spricht der HErr, die sollen sie fischen; und darnach will ich viel Jger aussenden, die sollen sie fangen auf allen Bergen und auf allen Hgeln und in allen Steinritzen.
Jer 16:17 Denn meine Augen sehen auf ihre Wege, dass sie vor mir sich nicht verhehlen knnen; und ihre Missetat ist vor meinen Augen unverborgen.
Jer 16:18 Aber zuvor will ich ihre Missetat und Snde zwiefach bezahlen, darum dass sie mein Land mit den Leichen ihrer Abgtterei verunreinigt und mein Erbe mit Greueln angefllt haben.
Jer 16:19 HErr, du bist meine Strke und Kraft und meine Zuflucht in der Not. Die Heiden werden zu mir kommen von der Welt Enden und sagen: Unsre Vter haben falsche und nichtige Gtter gehabt, die nichts ntzen knnen.
Jer 16:20 Wie kann ein Mensch Gtter machen, die doch keine Gtter sind?
Jer 16:21 Darum siehe, nun will ich sie lehren und meine Hand und Gewalt ihnen kundtun, dass sie erfahren sollen, ich heie der HErr.
Jer 17:1 Die Snde Judas ist geschrieben mit eisernen Griffeln, und spitzigen Demanten geschrieben, und auf die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die Hrner an ihren Altren,
Jer 17:2 dass die Kinder gedenken sollen derselben Altre und Ascherabilder bei den grnen Bumen, auf den hohen Bergen.
Jer 17:3 Aber ich will deine Hhen, beide, auf den Bergen und Feldern, samt deiner Habe und allen deinen Schtzen zum Raube geben um der Snde willen, in allen deinen Grenzen begangen.
Jer 17:4 Und du sollst aus deinem Erbe verstoen werden, das ich dir gegeben habe, und ich will dich zu Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angezndet, das ewiglich brennen wird.
Jer 17:5 So spricht der HErr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlsst und hlt Fleisch fr seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HErrn weicht.
Jer 17:6 Der wird sein wie die Heide in der Wste und wird nicht sehen den zuknftigen Trost, sondern bleiben in der Drre, in der Wste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnt.
Jer 17:7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HErrn verlsst und des Zuversicht der HErr ist.
Jer 17:8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, frchtet er sich doch nicht, sondern seine Bltter bleiben grn, und sorgt nicht, wenn ein drres Jahr kommt sondern er bringt ohne Aufhren Frchte.
Jer 17:9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagtes Ding; wer kann es ergrnden?
Jer 17:10 Ich, der HErr, kann das Herz ergrnden und die Nieren prfen und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Frchten seiner Werke.
Jer 17:11 Denn gleichwie ein Vogel, der sich ber Eier setzt und brtet sie nicht aus, also ist der, so unrecht Gut sammelt; denn er muss davon, wenn er's am wenigsten achtet, und muss zuletzt Spott dazu haben.
Jer 17:12 Aber die Sttte unsres Heiligtums, der Thron gttlicher Ehre, ist allezeit fest geblieben.
Jer 17:13 Denn, Herr, du bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, mssen zu Schanden werden, und die Abtrnnigen mssen in die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HErrn, die Quelle des lebendigen Wassers.
Jer 17:14 Heile du mich, HErr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.
Jer 17:15 Siehe, sie sprechen zu mir: Wo ist denn des HErrn Wort? Lass es doch kommen!
Jer 17:16 Aber ich bin nicht von dir geflohen, dass ich nicht dein Hirte wre; so habe ich den bsen Tag nicht begehrt, das weit du; was ich gepredigt habe, das ist recht vor dir.
Jer 17:17 Sei du nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!
Jer 17:18 Lass sie zu Schanden werden, die mich verfolgen, und mich nicht; lass sie erschrecken, und mich nicht; lass den Tag des Unglcks ber sie kommen und zerschlage sie zwiefach!
Jer 17:19 So spricht der HErr zu mir: Gehe hin und tritt unter das Tor des Volks, dadurch die Knige Judas aus und ein gehen, und unter alle Tore zu Jerusalem
Jer 17:20 und sprich zu ihnen: Hret des HErrn Wort, ihr Knige Judas und ganz Juda und alle Einwohner zu Jerusalem, so zu diesem Tor eingehen.
Jer 17:21 So spricht der HErr: Htet euch und tragt keine Last am Sabbattage durch die Tore hinein zu Jerusalem
Jer 17:22 und fhrt keine Last am Sabbattage aus euren Husern und tut keine Arbeit, sondern heiliget den Sabbattag, wie ich euren Vtern geboten habe.
Jer 17:23 Aber sie hren nicht und neigen ihre Ohren nicht, sondern bleiben halsstarrig, dass sie mich ja nicht hren noch sich ziehen lassen.
Jer 17:24 So ihr mich hren werdet, spricht der HErr, dass ihr keine Last traget des Sabbattages durch dieser Stadt Tore ein, sondern ihn heiliget, dass ihr keine Arbeit an demselben Tage tut:
Jer 17:25 so sollen auch durch dieser Stadt Tore aus und ein gehen Knige und Frsten, die auf dem Stuhl Davids sitzen, und reiten und fahren, auf Wagen und Rossen, sie und ihre Frsten samt allen, die in Juda und Jerusalem wohnen; und soll diese Stadt ewiglich bewohnt werden;
Jer 17:26 und sollen kommen aus den Stdten Judas, und die um Jerusalem her liegen, und aus dem Lande Benjamin, aus den Grnden und von den Gebirgen und vom Mittag, die da bringen Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch zum Hause des HErrn.
Jer 17:27 Werdet ihr mich aber nicht hren, dass ihr den Sabbattag heiliget und keine Last tragt durch die Tore zu Jerusalem ein am Sabbattage, so will ich ein Feuer unter ihren Toren anznden, das die Huser zu Jerusalem verzehren und nicht gelscht werden soll.
Jer 18:1 Dies ist das Wort, das geschah vom HErrn zu Jeremia, und sprach:
Jer 18:2 Mache dich auf und gehe hinab in des Tpfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte hren lassen.
Jer 18:3 Und ich ging hinab in des Tpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
Jer 18:4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, missriet ihm unter den Hnden. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
Jer 18:5 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Jer 18:6 Kann ich nicht also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Tpfer? spricht der HErr. Siehe, wie der Ton ist in des Tpfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
Jer 18:7 Pltzlich rede ich wider ein Volk und Knigreich, dass ich es ausrotten, zerbrechen und verderben wolle.
Jer 18:8 Wo sich's aber bekehrt von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll mich auch reuen das Unglck, das ich ihm gedachte zu tun.
Jer 18:9 Und pltzlich rede ich von einem Volk und Knigreich, dass ich's bauen und pflanzen wolle.
Jer 18:10 So es aber Bses tut vor meinen Augen, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheien hatte zu tun.
Jer 18:11 So sprich nun zu denen in Juda und zu den Brgern zu Jerusalem: So spricht der HErr: Siehe, ich bereite euch ein Unglck zu und habe Gedanken wider euch: darum kehre sich ein jeglicher von seinem bsen Wesen und bessert euer Wesen und Tun.
Jer 18:12 Aber sie sprachen: Daraus wird nichts; wir wollen nach unsren Gedanken wandeln und ein jeglicher tun nach Gednken seines bsen Herzens.
Jer 18:13 Darum spricht der HErr: Fragt doch unter den Heiden. Wer hat je desgleichen gehrt? dass die Jungfrau Israel so gar greuliche Dinge tut!
Jer 18:14 Bleibt doch der Schnee lnger auf den Steinen im Felde, wenn's vom Libanon herab schneit, und das Regenwasser verschiet nicht so bald, wie mein Volk vergisst.
Jer 18:15 Sie ruchern den Gttern und richten rgernis an auf ihren Wegen fr und fr und gehen auf ungebahnten Straen,
Jer 18:16 auf dass ihr Land zur Wste werde, ihnen zur ewigen Schande, dass, wer vorbergeht, sich verwundere und den Kopf schttle.
Jer 18:17 Denn ich will sie wie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den Rcken, und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben.
Jer 18:18 Aber sie sprechen: Kommt und lasst uns wider Jeremia ratschlagen; denn die Priester knnen nicht irre gehen im Gesetz, und die Weisen knnen nicht fehlen mit Raten, und die Propheten knnen nicht unrecht lehren! Kommt her, lasst uns ihn mit der Zunge totschlagen und nichts geben auf alle seine Rede!
Jer 18:19 HErr, habe acht auf mich und hre die Stimme meiner Widersacher!
Jer 18:20 Ist's recht, dass man Gutes mit Bsem vergilt? Denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, dass ich ihr Bestes redete und deinen Grimm von ihnen wendete.
Jer 18:21 So strafe nun ihre Kinder mit Hunger und lass sie ins Schwert fallen, dass ihre Weiber ohne Kinder und Witwen seien und ihre Mnner zu Tode geschlagen und ihre junge Mannschaft im Streit durchs Schwert erwrgt werde;
Jer 18:22 dass ein Geschrei aus ihren Husern gehrt werde, wie du pltzlich habest Kriegsvolk ber sie kommen lassen. Denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fangen, und meinen Fen Stricke gelegt.
Jer 18:23 Und weil du, HErr, weit alle ihre Anschlge wider mich, dass sie mich tten wollen, so vergib ihnen ihre Missetat nicht und lass ihre Snde vor dir nicht ausgetilgt werden. Lass sie vor dir gestrzt werden und handle mit ihnen nach deinem Zorn.
Jer 19:1 So spricht nun der HErr: Gehe hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Tpfer, samt etlichen von den ltesten des Volks und von den ltesten der Priester,
Jer 19:2 und gehe hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Ziegeltor liegt, und predige daselbst die Worte, die ich dir sage,
Jer 19:3 und sprich: Hret des HErrn Wort, ihr Knige Judas und Brger zu Jerusalem! So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solch Unglck ber diese Sttte gehen lassen, dass, wer es hren wird, dem die Ohren klingen sollen,
Jer 19:4 darum dass sie mich verlassen und diese Sttte einem fremden Gott gegeben haben und andern Gttern darin geruchert haben, die weder sie noch ihre Vter noch die Knige Judas gekannt haben, und haben die Sttte voll unschuldigen Bluts gemacht
Jer 19:5 und haben dem Baal Hhen gebaut, ihre Kinder zu verbrennen, dem Baal zu Brandopfern, was ich ihnen weder geboten noch davon geredet habe, was auch in mein Herz nie gekommen ist.
Jer 19:6 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HErr, dass man diese Sttte nicht mehr Thopheth noch das Tal Ben-Hinnom, sondern Wrgetal heien wird.
Jer 19:7 Und ich will den Gottesdienst Judas und Jerusalems an diesem Ort zerstren und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden, unter der Hand derer, die nach ihrem Leben stehen, und will ihre Leichname den Vgeln des Himmels und den Tieren auf Erden zu fressen geben
Jer 19:8 und will diese Stadt wst machen und zum Spott, dass alle, die vorbergehen, werden sich verwundern ber alle ihre Plage und ihrer spotten.
Jer 19:9 Ich will sie lassen ihrer Shne und Tchter Fleisch fressen, und einer soll des andern Fleisch fressen in der Not und Angst, damit sie ihre Feinde und die, so nach ihrem Leben stehen, bedrngen werden.
Jer 19:10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Mnnern, die mit dir gegangen sind,
Jer 19:11 und sprich zu ihnen: So spricht der HErr Zebaoth: Eben wie man eines Tpfers Gef zerbricht, das nicht kann wieder ganz werden, so will ich dies Volk und diese Stadt auch zerbrechen; und sie sollen im Thopheth begraben werden, weil sonst kein Raum sein wird, zu begraben.
Jer 19:12 So will ich mit dieser Sttte, spricht der HErr, und ihren Einwohnern umgehen, dass diese Stadt werden soll gleich wie das Thopheth.
Jer 19:13 Dazu sollen ihre Huser zu Jerusalem und die Huser der Knige Judas ebenso unrein werden wie die Sttte Thopheth, ja, alle Huser, wo sie auf den Dchern geruchert haben allem Heer des Himmels und andern Gttern Trankopfer geopfert haben.
Jer 19:14 Und da Jeremia wieder vom Thopheth kam, dahin ihn der HErr gesandt hatte, zu weissagen, trat er in den Vorhof am Hause des HErrn und sprach zu allem Volk:
Jer 19:15 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ber diese Stadt und ber alle ihre Stdte all das Unglck kommen lassen, das ich wider sie geredet habe, darum dass sie halsstarrig sind und meine Worte nicht hren wollen.
Jer 20:1 Da aber Pashur, ein Sohn Immers, der Priester, der zum Obersten im Hause des HErrn gesetzt war, Jeremia hrte solche Worte weissagen,
Jer 20:2 schlug er den Propheten Jeremia und legte ihn in den Stock unter dem Obertor Benjamin, welches am Hause des HErrn ist.
Jer 20:3 Und da es Morgen ward, zog Pashur Jeremia aus dem Stock. Da sprach Jeremia zu ihm: Der HErr heit dich nicht Pashur, sondern Schrecken um und um.
Jer 20:4 Denn so spricht der HErr: Siehe, ich will dich zum Schrecken machen dir selbst und allen deinen Freunden, und sie sollen fallen durchs Schwert ihrer Feinde; das sollst du mit deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in die Hand des Knigs zu Babel bergeben; der soll euch wegfhren gen Babel und mit dem Schwert tten.
Jer 20:5 Auch will ich alle Gter dieser Stadt samt allem, was sie gearbeitet und alle Kleinode und alle Schtze der Knige Judas in ihrer Feinde Hand geben, dass sie dieselben rauben, nehmen und gen Babel bringen.
Jer 20:6 Und du, Pashur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen Babel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden samt allen deinen Freunden, welchen du Lgen predigst.
Jer 20:7 HErr, du hast mich berredet, und ich habe mich berreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darber zum Spott geworden tglich, und jedermann verlacht mich.
Jer 20:8 Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verstrung, ist mir des HErrn Wort zum Hohn und Spott geworden tglich.
Jer 20:9 Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, dass ich's nicht leiden konnte und wre fast vergangen.
Jer 20:10 Denn ich hre, wie mich viele schelten und schrecken um und um. Hui, verklagt ihn! Wir wollen ihn verklagen! sprechen alle meine Freunde und Gesellen, ob wir ihn bervorteilen und ihm beikommen mgen und uns an ihm rchen.
Jer 20:11 Aber der HErr ist bei mir wie ein starker Held; darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen zu Schanden werden, darum dass sie so tricht handeln; ewig wird die Schande sein, deren man nicht vergessen wird.
Jer 20:12 Und nun, HErr Zebaoth, der du die Gerechten prfst, Nieren und Herz siehst, lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.
Jer 20:13 Singet dem HErrn, rhmt den HErrn, der des Armen Leben aus der Boshaften Hnden errettet!
Jer 20:14 Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag msse ungesegnet sein, darin mich meine Mutter geboren hat!
Jer 20:15 Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: Du hast einen jungen Sohn, dass er ihn frhlich machen wollte!
Jer 20:16 Der Mann msse sein wie die Stdte, so der HErr hat umgekehrt, und ihn nicht gereut hat; und msse des Morgens hren ein Geschrei und des Mittags ein Heulen!
Jer 20:17 dass du mich doch nicht gettet hast im Mutterleibe, dass meine Mutter mein Grab gewesen und ihr Leib ewig schwanger geblieben wre!
Jer 20:18 Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorgekommen, dass ich solchen Jammer und Herzeleid sehen muss und meine Tage mit Schanden zubringen!
Jer 21:1 Dies ist das Wort, so vom HErrn geschah zu Jeremia, da der Knig Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchias, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, und lie ihm sagen:
Jer 21:2 Frage doch den HErrn fr uns. Denn Nebukadnezar, der Knig zu Babel, streitet wider uns; dass der HErr doch mit uns tun wolle nach allen seinen Wundern, damit er von uns abzge.
Jer 21:3 Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia:
Jer 21:4 Das spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zurckwenden, die ihr in euren Hnden habt, womit ihr streitet wider den Knig zu Babel und wider die Chalder, welche euch drauen an der Mauer belagert haben; und will sie zuhauf sammeln mitten in dieser Stadt.
Jer 21:5 Und ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn, Grimm und groer Ungnade.
Jer 21:6 Und ich will die Brger dieser Stadt schlagen, die Menschen und das Vieh, dass sie sterben sollen durch eine groe Pestilenz.
Jer 21:7 Und darnach, spricht der HErr, will ich Zedekia, den Knig Judas, samt seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, vor Schwert und Hunger brigbleiben wird, geben in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, und in die Hnde ihrer Feinde, und in die Hnde derer, die ihnen nach dem Leben stehen, dass er sie mit der Schrfe des Schwerts also schlage, dass kein Schonen noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei.
Jer 21:8 Und sage diesem Volk: So spricht der HErr: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode.
Jer 21:9 Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben mssen durch Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber sich hinausbegibt zu den Chaldern, die euch belagern, der soll lebendig bleiben und soll sein Leben als eine Ausbeute behalten.
Jer 21:10 Denn ich habe mein Angesicht ber diese Stadt gerichtet zum Unglck und zu keinem Guten, spricht der HErr. Sie soll dem Knig zu Babel bergeben werden, dass er sie mit Feuer verbrenne.
Jer 21:11 Und hret des HErrn Wort, ihr vom Hause des Knigs in Juda!
Jer 21:12 Du Haus David, so spricht der Herr: Haltet des Morgens Gericht und errettet die Beraubten aus des Frevlers Hand, auf dass mein Grimm nicht ausfahre wie ein Feuer und brenne also, das niemand lschen knne, um eures bsen Wesens willen.
Jer 21:13 Siehe, spricht der HErr, ich will an dich, die du wohnst im Grunde, auf dem Felsen der Ebene und sprichst: Wer will uns berfallen oder in unsre Feste kommen?
Jer 21:14 Ich will euch heimsuchen, spricht der HErr, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer anznden in ihrem Walde, das soll alles umher verzehren.
Jer 22:1 So spricht der HErr: Gehe hinab in das Haus des Knigs in Juda und rede daselbst dies Wort
Jer 22:2 und sprich: Hre des HErrn Wort, du Knig Judas, der du auf dem Stuhl Davids sitzest, du und deine Knechte und dein Volk, die zu diesen Toren eingehen.
Jer 22:3 So spricht der HErr: Haltet Recht und Gerechtigkeit, und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand, und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen, und tut niemand Gewalt, und vergiet nicht unschuldig Blut an dieser Sttte.
Jer 22:4 Werdet ihr solches tun, so sollen durch die Tore dieses Hauses einziehen Knige die auf Davids Stuhl sitzen, zu Wagen und zu Rosse, samt ihren Knechten und ihrem Volk.
Jer 22:5 Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht der HErr, dies Haus soll zerstrt werden.
Jer 22:6 Denn so spricht der HErr von dem Hause des Knigs in Juda: Ein Gilead bist du mir, ein Haupt im Libanon. Was gilt's? ich will dich zur Wste und die Einwohner ohne Stdte machen.
Jer 22:7 Denn ich habe den Verderber ber dich bestellt, einen jeglichen mit seinen Waffen; die sollen deine auserwhlten Zedern umhauen und ins Feuer werfen.
Jer 22:8 So werden viele Heiden vor dieser Stadt vorbergehen und untereinander sagen: Warum hat der HErr mit dieser groen Stadt also gehandelt?
Jer 22:9 Und man wird antworten: Darum dass sie den Bund des HErrn, ihres Gottes, verlassen und andere Gtter angebetet und ihnen gedient haben.
Jer 22:10 Weinet nicht ber die Toten und grmet euch nicht darum; weinet aber ber den, der dahinzieht; denn er wird nimmer wiederkommen, dass er sein Vaterland sehen mchte.
Jer 22:11 Denn so spricht der HErr von Sallum, dem Sohn Josias, des Knigs in Juda, welcher Knig ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser Sttte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen,
Jer 22:12 sondern muss sterben an dem Ort, dahin er gefangen gefhrt ist, und wird dies Land nicht mehr sehen.
Jer 22:13 Weh dem, der sein Haus mit Snden baut und seine Gemcher mit Unrecht, der seinen Nchsten umsonst arbeiten lsst und gibt ihm seinen Lohn nicht
Jer 22:14 und denkt: Wohlan, ich will mir ein groes Haus bauen und weite Gemcher! und lsst sich Fenster drein hauen und es mit Zedern tfeln und rot malen!
Jer 22:15 Meinst du, du wollest Knig sein, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch ber Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm wohl?
Jer 22:16 Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm wohl. Ist's nicht also, dass solches heit, mich recht erkennen? spricht der HErr.
Jer 22:17 Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinen Geiz, auf unschuldig Blut zu vergieen, zu freveln und unterzustoen.
Jer 22:18 Darum spricht der HErr von Jojakim, dem Sohn Josias, dem Knig Judas: Man wird ihn nicht beklagen: Ach Bruder! ach Schwester!, man wird ihn auch nicht beklagen: Ach Herr! ach Edler!
Jer 22:19 Er soll wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.
Jer 22:20 Gehe hinauf auf den Libanon und schreie und lass dich hren zu Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind zunichte gemacht.
Jer 22:21 Ich habe dir's vorhergesagt, da es noch wohl um dich stand; aber du sprachst: Ich will nicht hren. Also hast du dein Lebtage getan, dass du meiner Stimme nicht gehorchtest.
Jer 22:22 Alle deine Hirten wird der Wind weiden, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da musst du zum Spott und zu Schanden werden um aller deiner Bosheit willen.
Jer 22:23 Die du jetzt auf dem Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schn wirst du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehen kommen werden wie einer in Kindsnten!
Jer 22:24 So wahr ich lebe, spricht der HErr, wenn Chonja, der Sohn Jojakims, der Knig Judas, ein Siegelring wre an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abreien
Jer 22:25 und in die Hnde geben derer, die nach deinem Leben stehen und vor welchen du dich frchtest, in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, und der Chalder.
Jer 22:26 Und ich will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land treiben, das nicht euer Vaterland ist, und sollt daselbst sterben.
Jer 22:27 Und in das Land, da sie von Herzen gern wieder hin wren, sollen sie nicht wiederkommen.
Jer 22:28 Wie ein elender, verachteter, verstoener Mann ist doch Chonja! ein unwertes Gef! Ach wie ist er doch samt seinem Samen so vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen!
Jer 22:29 O Land, Land, Land, hre des HErrn Wort!
Jer 22:30 So spricht der HErr: Schreibet an diesen Mann als einen, der ohne Kinder ist, einen Mann, dem es sein Lebtage nicht gelingt. Denn er wird das Glck nicht haben, dass jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und frder in Juda herrsche.
Jer 23:1 Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet! spricht der HErr.
Jer 23:2 Darum spricht der HErr, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoen und nicht besucht. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bsen Wesens willen, spricht der HErr.
Jer 23:3 Und ich will die brigen meiner Herde sammeln aus allen Lndern, dahin ich sie verstoen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Hrden, dass sie sollen wachsen und ihrer viel werden.
Jer 23:4 Und ich will Hirten ber sie setzen, die sie weiden sollen, dass sie sich nicht mehr sollen frchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HErr.
Jer 23:5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich dem David ein gerechtes Gewchs erwecken will, und soll ein Knig sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten.
Jer 23:6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, dass man ihn nennen wird: Der HErr unsre Gerechtigkeit.
Jer 23:7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HErr, dass man nicht mehr sagen wird: So wahr der HErr lebt, der die Kinder Israel aus gyptenland gefhrt hat!
Jer 23:8 sondern: So wahr der HErr lebt, der den Samen des Hauses Israel hat herausgefhrt aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Landen, dahin ich sie verstoen hatte, dass sie in ihrem Lande wohnen sollen!
Jer 23:9 Wider die Propheten. Mein Herz will mir im Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Mann und wie einem, der vom Wein taumelt, vor dem HErrn und vor seinen heiligen Worten;
Jer 23:10 dass das Land so voll Ehebrecher ist, dass das Land so jmmerlich steht, dass es so verflucht ist und die Auen in der Wste verdorren; und ihr Leben ist bse, und ihr Regiment taugt nicht.
Jer 23:11 Denn beide, Propheten und Priester, sind Schlke; und auch in meinem Hause finde ich ihre Bosheit, spricht der HErr.
Jer 23:12 Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg im Finstern, darauf sie gleiten und fallen; denn ich will Unglck ber sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HErr.
Jer 23:13 Zwar bei den Propheten zu Samaria sah ich Torheit, dass sie weissagten durch Baal und verfhrten mein Volk Israel;
Jer 23:14 aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und gehen mit Lgen um und strken die Boshaften, auf dass sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom, und die Brger zu Jerusalem wie Gomorra.
Jer 23:15 Darum spricht der HErr Zebaoth von den Propheten also: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Galle trnken; denn von den Propheten zu Jerusalem kommt Heuchelei aus ins ganze Land.
Jer 23:16 So spricht der HErr Zebaoth: Gehorcht nicht den Worten der Propheten, so euch weissagen. Sie betrgen euch; denn sie predigen ihres Herzens Gesicht und nicht aus des HErrn Munde.
Jer 23:17 Sie sagen denen, die mich lstern: Der HErr hat's gesagt, es wird euch wohl gehen; und allen, die nach ihres Herzens Dnkel wandeln, sagen sie: Es wird kein Unglck ber euch kommen.
Jer 23:18 Aber wer ist im Rat des HErrn gestanden, der sein Wort gesehen und gehrt habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehrt?
Jer 23:19 Siehe, es wird ein Wetter des HErrn mit Grimm kommen und ein schreckliches Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf fallen.
Jer 23:20 Und des HErrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr's wohl erfahren.
Jer 23:21 Ich sandte die Propheten nicht, doch liefen sie; ich redete nicht zu ihnen, doch weissagten sie.
Jer 23:22 Denn wo sie bei meinem Rat geblieben wren und htten meine Worte meinem Volk gepredigt, so htten sie dasselbe von seinem bsen Wesen und von seinem bsen Leben bekehrt.
Jer 23:23 Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HErr, und nicht auch ein Gott von ferneher?
Jer 23:24 Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen knne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HErr. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde fllt? spricht der HErr.
Jer 23:25 Ich hre es wohl, was die Propheten predigen und falsch weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat getrumt, mir hat getrumt.
Jer 23:26 Wann wollen doch die Propheten aufhren, die falsch weissagen und ihres Herzens Trgerei weissagen
Jer 23:27 und wollen, dass mein Volk meines Namens vergesse ber ihren Trumen, die einer dem andern erzhlt? gleichwie ihre Vter meines Namens vergaen ber dem Baal.
Jer 23:28 Ein Prophet, der Trume hat, der erzhle Trume; wer aber mein Wort hat, der Predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HErr.
Jer 23:29 Ist mein Wort nicht wie Feuer, spricht der HErr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeit?
Jer 23:30 Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HErr, die mein Wort stehlen einer dem andern.
Jer 23:31 Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HErr, die ihr eigenes Wort fhren und sprechen: Er hat's gesagt.
Jer 23:32 Siehe, ich will an die, so falsche Trume weissagen, spricht der HErr, und erzhlen dieselben und verfhren mein Volk mit ihren Lgen und losen Reden, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts ntze sind, spricht der HErr.
Jer 23:33 Wenn dich dies Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und sagen: Welches ist die Last des HErrn? sollst du zu ihnen sagen, was die Last sei: Ich will euch hinwerfen, spricht der HErr.
Jer 23:34 Und wo ein Prophet oder Priester oder das Volk wird sagen: Das ist die Last des HErrn, den will ich heimsuchen und sein Haus dazu.
Jer 23:35 Also sollt ihr aber einer mit dem andern reden und untereinander sagen: Was antwortet der HErr, und was sagt der HErr?
Jer 23:36 Und nennt's nicht mehr Last des HErrn; denn einem jeglichem wird sein eigenes Wort eine Last sein, weil ihr also die Worte des lebendigen Gottes, des HErrn Zebaoth, unsres Gottes, verkehrt.
Jer 23:37 Darum sollt ihr zum Propheten also sagen: Was antwortet dir der HErr, und was sagt der HErr?
Jer 23:38 Weil ihr aber sprecht: Last des HErrn, darum spricht der HErr also: Nun ihr dieses Wort eine Last des HErrn nennt und ich zu euch gesandt habe und sagen lassen, ihr sollt's nicht nennen Last des HErrn:
Jer 23:39 siehe, so will ich euch hinwegnehmen und euch samt der Stadt, die ich euch und euren Vtern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen
Jer 23:40 und will euch ewige Schande und ewige Schmach zufgen, der nimmer vergessen soll werden.
Jer 24:1 Siehe, der HErr zeigte mir zwei Feigenkrbe, gestellt vor den Tempel des HErrn, nachdem der Knig zu Babel, Nebukadnezar, hatte weggefhrt Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas, samt den Frsten Judas und den Zimmerleuten und Schmieden von Jerusalem und gen Babel gebracht.
Jer 24:2 In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korb waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie.
Jer 24:3 Und der HErr sprach zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, dass man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie.
Jer 24:4 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Jer 24:5 So spricht der HErr, der Gott Israels: Gleichwie diese Feigen gut sind, also will ich mich gndig annehmen der Gefangenen aus Juda, welche ich habe aus dieser Sttte lassen ziehen in der Chalder Land,
Jer 24:6 und will sie gndig ansehen, und will sie wieder in dies Land bringen, und will sie bauen und nicht abbrechen; ich will sie pflanzen und nicht ausraufen,
Jer 24:7 und will ihnen ein Herz geben, dass sie mich kennen sollen, dass ich der HErr sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.
Jer 24:8 Aber wie die schlechten Feigen so schlecht sind, dass man sie nicht essen kann, spricht der HErr, also will ich dahingeben Zedekia, den Knig Judas samt seinen Frsten, und was brig ist zu Jerusalem und brig in diesem Lande und die in gyptenland wohnen.
Jer 24:9 Und will ihnen Unglck zufgen und sie in keinem Knigreich auf Erden bleiben lassen, dass sie sollen zu Schanden werden, zum Sprichwort, zur Fabel und zum Fluch an allen Orten, dahin ich sie verstoen werde;
Jer 24:10 und will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken, bis sie umkommen von dem Lande, das ich ihnen und ihren Vtern gegeben habe.
Jer 25:1 Dies ist das Wort, welches zu Jeremia geschah ber das ganze Volk Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda (welches ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Knigs zu Babel),
Jer 25:2 welches auch der Prophet Jeremia redete zu dem ganzen Volk Juda und zu allen Brgern zu Jerusalem und sprach:
Jer 25:3 Es ist vom dreizehnten Jahr an Josias, des Sohnes Amons, des Knigs Judas, des HErrn Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag, und ich habe euch nun dreiundzwanzig Jahre mit Flei gepredigt; aber ihr habt nie hren wollen.
Jer 25:4 So hat der HErr auch zu euch gesandt alle seine Knechte, die Propheten, fleiig; aber ihr habt nie hren wollen noch eure Ohren neigen, dass ihr gehorchtet,
Jer 25:5 da er sprach: Bekehrt euch, ein jeglicher von seinem bsen Wesen, so sollt ihr in dem Lande, das der HErr euch und euren Vtern gegeben hat, immer und ewiglich bleiben.
Jer 25:6 Folget nicht andern Gttern, dass ihr ihnen dienet und sie anbetet, auf dass ihr mich nicht erzrnt durch eurer Hnde Werk und ich euch Unglck zufgen msse.
Jer 25:7 Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht der HErr, auf dass ihr mich ja wohl erzrntet durch eurer Hnde Werk zu eurem eigenen Unglck.
Jer 25:8 Darum so spricht der HErr Zebaoth: Weil ihr denn meine Worte nicht hren wollt,
Jer 25:9 siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle Vlker gegen Mitternacht, spricht der HErr, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den Knig zu Babel, und will sie bringen ber dies Land und ber diese Vlker, so umherliegen, und will sie verbannen und verstren und zum Spott und zur ewigen Wste machen,
Jer 25:10 und will herausnehmen allen frhlichen Gesang, die Stimme des Brutigams und der Braut, die Stimme der Mhle und das Licht der Lampe,
Jer 25:11 dass dies ganze Land wst und zerstrt liegen soll. Und sollen diese Vlker dem Knig zu Babel dienen siebzig Jahre.
Jer 25:12 Wenn aber die siebzig Jahre um sind, will ich den Knig zu Babel heimsuchen und dies Volk, spricht der HErr, um ihre Missetat, dazu das Land der Chalder, und will es zur ewigen Wste machen.
Jer 25:13 Also will ich ber dies Land bringen alle meine Worte, die ich geredet habe wider sie (nmlich alles, was in diesem Buch geschrieben steht, das Jeremia geweissagt hat ber alle Vlker).
Jer 25:14 Und sie sollen auch groen Vlkern und groen Knigen dienen. Also will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst und nach den Werken ihrer Hnde.
Jer 25:15 Denn also spricht zu mir der HErr, der Gott Israels: Nimm diesen Becher Wein voll Zorns von meiner Hand und schenke daraus allen Vlkern, zu denen ich dich sende,
Jer 25:16 dass sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will.
Jer 25:17 Und ich nahm den Becher von der Hand des HErrn und schenkte allen Vlkern, zu denen mich der HErr sandte,
Jer 25:18 nmlich Jerusalem, den Stdten Judas, ihren Knigen und Frsten, dass sie wst und zerstrt liegen und ein Spott und Fluch sein sollen, wie es denn heutigestages steht;
Jer 25:19 auch Pharao, dem Knig in gypten, samt seinen Knechten, seinen Frsten und seinem ganzen Volk;
Jer 25:20 allen Lndern gegen Abend, allen Knigen im Lande Uz, allen Knigen in der Philister Lande, samt Askalon, Gaza, Ekron und den brigen zu Asdod;
Jer 25:21 denen zu Edom, denen zu Moab, den Kindern Ammon;
Jer 25:22 allen Knigen zu Tyrus, allen Knigen zu Sidon, den Knigen auf den Inseln jenseit des Meeres;
Jer 25:23 denen von Dedan, denen von Thema, denen von Bus und allen, die das Haar rundherum abschneiden;
Jer 25:24 allen Knigen in Arabien, allen Knigen gegen Abend, die in der Wste wohnen;
Jer 25:25 allen Knigen in Simri, allen Knigen in Elam, allen Knigen in Medien;
Jer 25:26 allen Knigen gegen Mitternacht, in der Nhe und Ferne, einem mit dem andern, und allen Knigen auf Erden, die auf dem Erdboden sind; und der Knig zu Sesach soll nach diesen trinken.
Jer 25:27 Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Trinket, dass ihr trunken werdet, speiet und niederfallt und nicht aufstehen knnt vor dem Schwert, das ich unter euch schicken will.
Jer 25:28 Und wo sie den Becher nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, so sprich zu ihnen: Also spricht der HErr Zebaoth: Nun sollt ihr trinken!
Jer 25:29 Denn siehe, in der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fange ich an zu Plagen; und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert herbei ber alle, die auf Erden wohnen, spricht der HErr Zebaoth.
Jer 25:30 Und du sollst alle diese Wort ihnen weissagen und sprich zu ihnen: Der HErr wird brllen aus der Hhe und seinen Donner hren lassen aus seiner heiligen Wohnung; er wird brllen ber seine Hrden; er wird singen ein Lied wie die Weintreter ber alle Einwohner des Landes, des Hall erschallen wird bis an der Welt Ende.
Jer 25:31 Der HErr hat zu rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch Gericht halten; die Gottlosen wird er dem Schwert bergeben, spricht der HErr.
Jer 25:32 So spricht der HErr Zebaoth: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein groes Wetter wird erweckt werden aus einem fernen Lande.
Jer 25:33 Da werden die Erschlagenen des HErrn zu derselben Zeit liegen von einem Ende der Erde bis an das andere Ende; die werden nicht beklagt noch aufgehoben noch begraben werden, sondern mssen auf dem Felde liegen und zu Dung werden.
Jer 25:34 Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet, wlzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen ber die Herde; denn die Zeit ist hier, dass ihr geschlachtet und zerstreut werdet und zerfallen msst wie ein kstliches Gef.
Jer 25:35 Und die Hirten werden nicht fliehen knnen, und die Gewaltigen ber die Herde werden nicht entrinnen knnen.
Jer 25:36 Da werden die Hirten schreien, und die Gewaltigen ber die Herde werden heulen, dass der HErr ihre Weide so verwstet hat
Jer 25:37 und ihre Auen, die so wohl standen, verderbt sind vor dem grimmigen Zorn des HErrn.
Jer 25:38 Er hat seine Htte verlassen wie ein junger Lwe, und ist also ihr Land zerstrt vor dem Zorn des Tyrannen und vor seinem grimmigen Zorn.
Jer 26:1 Im Anfang des Knigreichs Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, geschah dies Wort vom HErrn und sprach:
Jer 26:2 So spricht der HErr: Tritt in den Vorhof am Hause des HErrn und predige allen Stdten Judas, die da hereingehen, anzubeten im Hause des HErrn, alle Worte, die ich dir befohlen habe ihnen zu sagen, und tue nichts davon;
Jer 26:3 ob sie vielleicht hren wollen und sich bekehren, ein jeglicher von seinem bsen Wesen, damit mich auch reuen mchte das bel, das ich gedenke ihnen zu tun um ihres bsen Wandels willen.
Jer 26:4 Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, dass ihr nach meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe,
Jer 26:5 dass ihr hrt auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hren wolltet:
Jer 26:6 so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen.
Jer 26:7 Da nun die Priester, Propheten und alles Volk hrten Jeremia, dass er solche Worte redete im Hause des HErrn,
Jer 26:8 und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der HErr befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du musst sterben!
Jer 26:9 Warum weissagst du im Namen des HErrn und sagst: Es wird diesem Hause gehen wie Silo, dass niemand mehr darin wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HErrn wider Jeremia.
Jer 26:10 Da solches hrten die Frsten Judas gingen sie aus des Knigs Hause hinauf ins Haus des HErrn und setzten sich vor das neue Tor des HErrn.
Jer 26:11 Und die Priester und Propheten sprachen vor den Frsten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren Ohren gehrt habt.
Jer 26:12 Aber Jeremia sprach zu allen Frsten und zu allem Volk: Der HErr hat mich gesandt, dass ich solches alles, was ihr gehrt habt, sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt.
Jer 26:13 So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorcht der Stimme des HErrn, eures Gottes, so wird den HErrn auch gereuen das bel, das er wider euch geredet hat.
Jer 26:14 Siehe, ich bin in euren Hnden; ihr mgt es machen mit mir, wie es euch recht und gut dnkt.
Jer 26:15 Doch sollt ihr wissen: wo ihr mich ttet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HErr hat mich zu euch gesandt, dass ich solches alles vor euren Ohren reden soll.
Jer 26:16 Da sprachen die Frsten und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Namen des HErrn, unsres Gottes.
Jer 26:17 Und es standen etliche der ltesten im Lande und sprachen zum ganzen Haufen des Volks:
Jer 26:18 Zur Zeit Hiskias, des Knigs in Juda, war ein Prophet, Micha von Moreseth, und sprach zum ganzen Volk Juda: So spricht der HErr Zebaoth: Zion wird wie ein Acker gepflgt werden, und Jerusalem wird zum Steinhaufen werden und der Berg des Tempels zu einer wilden Hhe.
Jer 26:19 Doch lie ihn Hiskia, der Knig Judas und das ganze Juda darum nicht tten; ja sie frchteten vielmehr den HErrn und beteten vor dem HErrn. Da reute auch den HErrn das bel, das er wider sie geredet hatte. Darum tten wir sehr bel wider unsre Seelen.
Jer 26:20 So war auch einer, der im Namen des HErrn weissagte, Uria, der Sohn Semajas, von Kirjath-Jearim. Derselbe weissagte wider diese Stadt und wider das Land gleichwie Jeremia.
Jer 26:21 Da aber der Knig Jojakim und alle seine Gewaltigen und die Frsten seine Worte hrten, wollte ihn der Knig tten lassen. Und Uria erfuhr das, frchtete sich und floh und zog nach gypten.
Jer 26:22 Aber der Knig Jojakim schickte Leute nach gypten, Elnathan, den Sohn Achbors, und andere mit ihm;
Jer 26:23 die fhrten ihn aus gypten und brachten ihn zum Knig Jojakim; der lie ihn mit dem Schwert tten und lie seinen Leichnam unter dem gemeinen Pbel begraben.
Jer 26:24 Aber mit Jeremia war die Hand Ahikams, des Sohnes Saphans, dass er nicht dem Volk in die Hnde kam, dass sie ihn tteten.
Jer 27:1 Im Anfang des Knigreichs Zedekia, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, geschah dies Wort vom HErrn zu Jeremia und sprach:
Jer 27:2 So spricht der HErr zu mir: Mache dir ein Joch und hnge es an deinen Hals
Jer 27:3 und schicke es zum Knig in Edom, zum Knig in Moab, zum Knig der Kinder Ammon, zum Knig von Tyrus und zum Knig zu Sidon durch die Boten, so zu Zedekia, dem Knig Judas, gen Jerusalem gekommen sind,
Jer 27:4 und befiehl ihnen, dass sie ihren Herren sagen: So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: So sollt ihr euren Herren sagen:
Jer 27:5 Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Vieh, so auf Erden sind, durch meine groe Kraft und meinen ausgestreckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jer 27:6 Nun aber habe ich alle diese Lande gegeben in die Hand meines Knechtes Nebukadnezar, des Knigs zu Babel, und habe ihm auch die wilden Tiere auf dem Felde gegeben, dass sie ihm dienen sollen.
Jer 27:7 Und sollen alle Vlker dienen ihm und seinem Sohn und seines Sohnes Sohn, bis dass die Zeit seines Landes auch komme und er vielen Vlkern und groen Knigen diene.
Jer 27:8 Welches Volk aber und Knigreich dem Knig zu Babel, Nebukadnezar, nicht dienen will, und wer seinen Hals nicht wird unter das Joch des Knigs zu Babel geben, solch Volk will ich heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pestilenz, spricht der HErr, bis dass ich sie durch seine Hand umbringe.
Jer 27:9 Darum so gehorcht nicht euren Propheten, Weissagern, Traumdeutern, Tagewhlern und Zauberern, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen mssen dem Knig zu Babel.
Jer 27:10 Denn sie weissagen euch falsch, auf dass sie euch fern aus eurem Lande bringen und ich euch ausstoe und ihr umkommt.
Jer 27:11 Denn welches Volk seinen Hals ergibt unter das Joch des Knigs zu Babel und dient ihm, das will ich in seinem Lande lassen, dass es dasselbe baue und bewohne, spricht der HErr.
Jer 27:12 Und ich redete solches alles zu Zedekia, dem Knig Judas, und sprach: Ergebt euren Hals unter das Joch des Knigs zu Babel und dient ihm und seinem Volk, so sollt ihr lebendig bleiben.
Jer 27:13 Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und Pestilenz, wie denn der HErr geredet hat ber das Volk, so dem Knig zu Babel nicht dienen will?
Jer 27:14 Darum gehorcht nicht den Worten der Propheten, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen mssen dem Knig zu Babel! Denn sie weissagen euch falsch,
Jer 27:15 und ich habe sie nicht gesandt, spricht der HErr; sondern sie weissagen falsch in meinem Namen, auf dass ich euch ausstoe und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen.
Jer 27:16 Und zu den Priestern und zu allem diesem Volk redete ich und sprach: So spricht der HErr: Gehorcht nicht den Worten eurer Propheten, die euch weissagen und sprechen: Siehe, die Gefe aus dem Hause des HErrn werden nun bald von Babel wieder herkommen! Denn sie weissagen euch falsch.
Jer 27:17 Gehorchet ihnen nicht, sondern dienet dem Knig zu Babel, so werdet ihr lebendig bleiben. Warum soll doch diese Stadt zur Wste werden?
Jer 27:18 Sind sie aber Propheten und haben des HErrn Wort, so lasst sie vom HErrn Zebaoth erbitten, dass die brigen Gefe im Hause des HErrn und im Hause des Knigs in Juda und zu Jerusalem nicht auch gen Babel gefhrt werden.
Jer 27:19 Denn also spricht der HErr Zebaoth von den Sulen und vom Meer und von dem Gesthl und von den Gefen, die noch brig sind in dieser Stadt,
Jer 27:20 welche Nebukadnezar, der Knig zu Babel, nicht wegnahm, da er Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas, von Jerusalem wegfhrte gen Babel samt allen Frsten in Juda und Jerusalem,
Jer 27:21 denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, von den Gefen, die noch brig sind im Hause des HErrn und im Hause des Knigs in Juda und zu Jerusalem:
Jer 27:22 Sie sollen gen Babel gefhrt werden und daselbst bleiben bis auf den Tag, da ich sie heimsuche, spricht der HErr, und ich sie wiederum herauf an diesen Ort bringen lasse.
Jer 28:1 Und in demselben Jahr, im Anfang des Knigreiches Zedekias, des Knigs in Juda, im fnften Monat des vierten Jahres, sprach Hananja, der Sohn Assurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des HErrn, in Gegenwart der Priester und alles Volks, und sagte:
Jer 28:2 So spricht der HErr Zebaoth der Gott Israels: Ich habe das Joch des Knigs zu Babel zerbrochen;
Jer 28:3 und ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Gefe des Hauses des HErrn, welche Nebukadnezar, der Knige zu Babel, hat von diesem Ort weggenommen und gen Babel gefhrt, wiederum an diesen Ort bringen;
Jer 28:4 Dazu Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas samt allen Gefangenen aus Juda, die gen Babel gefhrt sind, will ich auch wieder an diesen Ort bringen, spricht der HErr; denn ich will das Joch des Knigs zu Babel zerbrechen.
Jer 28:5 Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in der Gegenwart der Priester und des ganzen Volks, die im Hause des HErrn standen,
Jer 28:6 und sagte: Amen! Der HErr tue also; der HErr besttige dein Wort, das du geweissagt hast, dass er die Gefe aus dem Hause des HErrn von Babel wieder bringe an diesen Ort samt allen Gefangenen.
Jer 28:7 Aber doch hre auch dies Wort, das ich vor deinen Ohren rede und vor den Ohren des ganzen Volks:
Jer 28:8 Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen sind von alters her, die haben wider viel Lnder und Knigreiche geweissagt von Krieg, von Unglck und von Pestilenz;
Jer 28:9 wenn aber ein Prophet von Frieden weissagt, den wird man kennen, ob ihn der HErr wahrhaftig gesandt hat, wenn sein Wort erfllt wird.
Jer 28:10 Da nahm Hananja das Joch vom Halse des Propheten Jeremia und zerbrach es.
Jer 28:11 Und Hananja sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht der HErr: Ebenso will ich zerbrechen das Joch Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, ehe zwei Jahre um kommen, vom Halse aller Vlker. Und der Prophet Jeremia ging seines Weges.
Jer 28:12 Aber des HErrn Wort geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch zerbrochen hatte vom Halse des Propheten Jeremia und sprach:
Jer 28:13 Geh hin und sage Hananja: So spricht der HErr: Du hast das hlzerne Joch zerbrochen und hast nun ein eisernes Joch an jenes Statt gemacht.
Jer 28:14 Denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich allen diesen Vlkern an den Hals gehngt, damit sie dienen sollen Nebukadnezar, dem Knig zu Babel, und mssen ihm dienen; denn ich habe ihm auch die wilden Tiere gegeben.
Jer 28:15 Und der Prophet Jeremia sprach zum Propheten Hananja: Hre doch, Hananja! Der HErr hat dich nicht gesandt, und du hast gemacht, dass dies Volk auf Lgen sich verlsst.
Jer 28:16 Darum spricht der HErr also: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen; dies Jahr sollst du sterben; denn du hast sie mit deiner Rede vom HErrn abgewendet.
Jer 28:17 Also starb der Prophet Hananja desselben Jahres im siebenten Monat.
Jer 29:1 Dies sind die Worte in dem Brief, den der Prophet Jeremia sandte von Jerusalem an die brigen ltesten, die weggefhrt waren, und an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem hatte weggefhrt gen Babel
Jer 29:2 (nachdem der Knig Jechonja und die Knigin mit den Kmmerern und Frsten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem weg waren),
Jer 29:3 durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche Zedekia, der Knig Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem Knig zu Babel:
Jer 29:4 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Gefangenen, die ich habe von Jerusalem wegfhren lassen gen Babel:
Jer 29:5 Bauet Huser, darin ihr wohnen mget, pflanzet Grten, daraus ihr Frchte essen mget;
Jer 29:6 nehmet Weiber und zeuget Shne und Tchter; nehmet euren Shnen Weiber und gebet euren Tchtern Mnnern, dass sie Shne und Tchter zeugen; mehret euch daselbst, dass euer nicht wenig sei.
Jer 29:7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegfhren, und betet fr sie zum HErrn; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl.
Jer 29:8 Denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrgen und gehorcht euren Trumen nicht, die euch trumen.
Jer 29:9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HErr.
Jer 29:10 Denn so spricht der HErr: Wenn zu Babel siebzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gndiges Wort ber euch erwecken, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.
Jer 29:11 Denn ich wei wohl, was ich fr Gedanken ber euch habe, spricht der HErr: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
Jer 29:12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhren.
Jer 29:13 Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
Jer 29:14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HErr, und will euer Gefngnis wenden und euch sammeln aus allen Vlkern und von allen Orten, dahin ich euch verstoen habe, spricht der HErr, und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dem ich euch habe lassen wegfhren.
Jer 29:15 Zwar ihr meint, der HErr habe euch zu Babel Propheten erweckt.
Jer 29:16 Aber also spricht der HErr vom Knig, der auf Davids Stuhl sitzt, und von euren Brdern, die nicht mit euch gefangen hinausgezogen sind,
Jer 29:17 ja, also spricht der HErr Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken und will mit ihnen umgehen wie mit den schlechten Feigen, davor einen ekelt zu essen,
Jer 29:18 und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz und will sie in keinem Knigreich auf Erden bleiben lassen, dass sie sollen zum Fluch, zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter allen Vlkern werden, dahin ich sie verstoen werde,
Jer 29:19 darum dass sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der HErr, der ich meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet nicht hren, spricht der HErr.
Jer 29:20 Ihr aber alle, die ihr gefangen seid weggefhrt, die ich von Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, hrt des HErrn Wort!
Jer 29:21 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolajas, und wider Zedekia, den Sohn Maasejas, die euch falsch weissagen in meinem Namen; Siehe, ich will sie geben in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs zu Babel; der soll sie totschlagen lassen vor euren Augen,
Jer 29:22 dass man wird aus ihnen einen Fluch machen unter allen Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der HErr tue dir wie Zedekia und Ahab, welche der Knig zu Babel auf Feuer braten lie,
Jer 29:23 darum dass sie eine Torheit in Israel begingen und trieben Ehebruch mit ihrer Nchsten Weibern und predigten falsch in meinem Namen, was ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches wei ich und bezeuge es, spricht der HErr.
Jer 29:24 Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen:
Jer 29:25 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Darum dass du unter deinem Namen hast Briefe gesandt an alles Volk, das zu Jerusalem ist, und an den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, und an alle Priester und gesagt:
Jer 29:26 Der HErr hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jojada, dass ihr sollt Aufseher sein im Hause des HErrn ber alle Wahnsinnigen und Weissager, dass du sie in den Kerker und Stock legst.
Jer 29:27 Nun, warum strafst du denn nicht Jeremia von Anathoth, der euch weissagt?
Jer 29:28 darum dass er uns gen Babel geschickt hat und lassen sagen: Es wird noch lange whren; baut Huser, darin ihr wohnt, und pflanzt Grten, dass ihr die Frchte davon esst.
Jer 29:29 Denn Zephanja, der Priester hatte denselben Brief gelesen und den Propheten Jeremia lassen zuhren.
Jer 29:30 Darum geschah des HErrn Wort zu Jeremia und sprach:
Jer 29:31 Sende hin zu allen Gefangenen und lass ihnen sagen: So spricht der HErr wider Semaja von Nehalam: Darum dass euch Semaja weissagt, und ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, dass ihr auf Lgen vertraut,
Jer 29:32 darum spricht der HErr also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam heimsuchen samt seinem Samen, dass der Seinen keiner soll unter diesem Volk bleiben, und soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, spricht der HErr; denn er hat sie mit seiner Rede vom HErrn abgewendet.
Jer 30:1 Dies ist das Wort, das vom HErrn geschah zu Jeremia:
Jer 30:2 So spricht der HErr, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein Buch, die ich zu dir rede.
Jer 30:3 Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich das Gefngnis meines Volkes Israel und Juda wenden will, spricht der HErr, und will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vtern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen.
Jer 30:4 Dies sind aber die Worte, welche der HErr redet von Israel und Juda:
Jer 30:5 So spricht der HErr: Wir hren ein Geschrei des Schreckens; es ist eitel Furcht da und kein Friede.
Jer 30:6 Forschet doch und sehet, ob ein Mann gebren knne? Wie geht es denn zu, dass ich alle Mnner sehe ihre Hnde auf ihren Hften haben wie Weiber in Kindsnten und alle Angesichter sind bleich?
Jer 30:7 Es ist ja ein groer Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; doch soll ihm daraus geholfen werden.
Jer 30:8 Es soll aber geschehen zu derselben Zeit, spricht der HErr Zebaoth, dass ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen will und deine Bande zerreien, dass er nicht mehr den Fremden dienen muss,
Jer 30:9 sondern sie werden dem HErrn, ihrem Gott, dienen und ihrem Knig David, welchen ich ihnen erwecken will.
Jer 30:10 Darum frchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HErr, und entsetze dich nicht Israel. Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Landen und deinen Samen aus dem Lande des Gefngnisses, dass Jakob soll wiederkommen, in Frieden leben und Genge haben, und niemand soll ihn schrecken.
Jer 30:11 Denn ich bin bei dir, spricht der HErr, dass ich dir helfe. Denn ich will mit allen Heiden ein Ende machen, dahin ich dich zerstreut habe; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen; zchtigen aber will ich dich mit Maen, dass du dich nicht fr unschuldig haltest.
Jer 30:12 Denn also spricht der HErr: Dein Schade ist verzweifelt bse, und deine Wunden sind unheilbar.
Jer 30:13 Deine Sache behandelt niemand, dass er dich verbnde; es kann dich niemand heilen.
Jer 30:14 Alle deine Liebhaber vergessen dein, und fragen nichts darnach. Ich habe dich geschlagen, wie ich einen Feind schlge, mit unbarmherziger Staupe um deiner groen Missetat und deiner starken Snden willen.
Jer 30:15 Was schreist du ber deinen Schaden und ber dein verzweifelt bses Leiden? Habe ich dir doch solches getan um deiner groen Missetat und um deiner starken Snden willen.
Jer 30:16 Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich gengstet haben, sollen alle gefangen werden; die dich beraubt haben sollen beraubt werden, und alle, die dich geplndert haben, sollen geplndert werden.
Jer 30:17 Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HErr, darum dass man dich nennt die Verstoene und Zion, nach der niemand frage.
Jer 30:18 So spricht der HErr: Siehe, ich will das Gefngnis der Htten Jakobs wenden und mich ber seine Wohnungen erbarmen, und die Stadt soll wieder auf ihre Hgel gebaut werden, und der Tempel soll stehen nach seiner Weise.
Jer 30:19 Und soll von dannen herausgehen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht geringer.
Jer 30:20 Ihre Shne sollen sein gleichwie vormals und ihre Gemeinde vor mir gedeihen; denn ich will heimsuchen alle, die sie plagen.
Jer 30:21 Und ihr Frst soll aus ihnen herkommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen, und er soll zu mir nahen; denn wer ist der, so mit willigem Herzen zu mir naht? spricht der HErr.
Jer 30:22 Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
Jer 30:23 Siehe, es wird ein Wetter des HErrn mit Grimm kommen; ein schreckliches Ungewitter wird den Gottlosen auf den Kopf fallen.
Jer 30:24 Des HErrn grimmiger Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr solches erfahren.
Jer 31:1 Zu derselben Zeit, spricht der HErr, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
Jer 31:2 So spricht der HErr: Das Volk, so briggeblieben ist vom Schwert, hat Gnade gefunden in der Wste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe.
Jer 31:3 Der HErr ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gte.
Jer 31:4 Wohlan, ich will dich wiederum bauen, dass du sollst gebaut heien, du Jungfrau Israel; du sollst noch frhlich pauken und herausgehen an den Tanz.
Jer 31:5 Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Frchte genieen.
Jer 31:6 Denn es wird die Zeit noch kommen, dass die Hter an dem Gebirge Ephraim werden rufen: Wohlauf, und lasst uns hinaufgehen gen Zion zu dem HErrn, unsrem Gott!
Jer 31:7 Denn also spricht der HErr: Rufet ber Jakob mit Freuden und jauchzet ber das Haupt unter den Heiden; rufet laut, rhmet und sprecht: HErr, hilf deinem Volk, den brigen in Israel!
Jer 31:8 Siehe, ich will sie aus dem Lande der Mitternacht bringen und will sie sammeln aus den Enden der Erde, Blinde und Lahme, Schwangere und Kindbetterinnen, dass sie in groen Haufen wieder hierher kommen sollen.
Jer 31:9 Sie werden weinend kommen und betend, so will ich sie leiten; ich will sie leiten an den Wasserbchen auf schlichtem Wege, dass sie sich nicht stoen; denn ich bin Israels Vater, so ist Ephraim mein erstgeborenen Sohn.
Jer 31:10 Hret ihr Heiden, des HErrn Wort und verkndigt es fern in die Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird's auch wieder sammeln und wird sie hten wie ein Hirte sein Herde.
Jer 31:11 Denn der HErr wird Jakob erlsen und von der Hand des Mchtigen erretten.
Jer 31:12 Und sie werden kommen und auf der Hhe Zion jauchzen und werden zu den Gaben des HErrn laufen, zum Getreide, Most, l, und jungen Schafen und Ochsen, dass ihre Seele wird sein wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr bekmmert sein sollen.
Jer 31:13 Alsdann werden auch die Jungfrauen frhlich am Reigen sein, dazu die junge Mannschaft und die Alten miteinander. Denn ich will ihr Trauern in Freude verkehren und sie trsten und sie erfreuen nach ihrer Betrbnis.
Jer 31:14 Und ich will der Priester Herz voller Freude machen, und mein Volk soll meiner Gaben die Flle haben, spricht der HErr.
Jer 31:15 So spricht der HErr: Man hrt eine klgliche Stimme und bitteres Weinen auf der Hhe; Rahel weint ber ihre Kinder und will sich nicht trsten lassen ber ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen.
Jer 31:16 Aber der HErr spricht also: Lass dein Schreien und Weinen und die Trnen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnt werden, spricht der HErr. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes;
Jer 31:17 und deine Nachkommen haben viel Gutes zu erwarten, spricht der HErr; denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen.
Jer 31:18 Ich habe wohl gehrt, wie Ephraim klagt: Du hast mich gezchtigt, und ich bin auch gezchtigt wie ein ungebndigtes Kalb; bekehre mich du, so werde ich bekehrt; denn du, HErr, bist mein Gott.
Jer 31:19 Da ich bekehrt ward, tat ich Bue; denn nachdem ich gewitzigt bin, schlage ich mich auf die Hfte. Ich bin zu Schanden geworden und stehe schamrot; denn ich muss leiden den Hohn meiner Jugend.
Jer 31:20 Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein trautes Kind? Denn ich gedenke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe; darum bricht mir mein Herz gegen ihn, dass ich mich sein erbarmen muss, spricht der HErr.
Jer 31:21 Richte dir Denkmale auf, setze dir Zeichen und richte dein Herz auf die gebahnte Strae, darauf du gewandelt hast; kehre wieder, Jungfrau Israel, kehre dich wieder zu diesen deinen Stdten!
Jer 31:22 Wie lange willst du in der Irre gehen, du abtrnnige Tochter? Denn der HErr wird ein Neues im Lande erschaffen: das Weib wird den Mann umgeben.
Jer 31:23 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Man wird noch dies Wort wieder reden im Lande Juda und in seinen Stdten, wenn ich ihr Gefngnis wenden werde: Der HErr segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg!
Jer 31:24 Und Juda samt allen seinen Stdten sollen darin wohnen, dazu Ackerleute und die mit Herden umherziehen;
Jer 31:25 denn ich will die mden Seelen erquicken und die bekmmerten Seelen sttigen.
Jer 31:26 Darber bin ich aufgewacht und sah auf und hatte so sanft geschlafen.
Jer 31:27 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich das Haus Israel und das Haus Juda besen will mit Menschen und mit Vieh.
Jer 31:28 Und gleichwie ich ber sie gewacht habe, auszureuten, zu zerreien, abzubrechen, zu verderben und zu plagen: also will ich ber sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HErr.
Jer 31:29 Zu derselben Zeit wird man nicht mehr sagen: Die Vter haben Herlinge<RF>bedeutet: kleine, unausgereifte, saure Trauben<Rf> gegessen, und der Kinder Zhne sind stumpf geworden:
Jer 31:30 sondern ein jeglicher soll um seiner Missetat willen sterben, und welcher Mensch Herlinge isst, dem sollen seine Zhne stumpf werden.
Jer 31:31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen;
Jer 31:32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vtern machte, da ich sie bei der Hand nahm, dass ich sie aus gyptenland fhrte, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen musste, spricht der HErr;
Jer 31:33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HErr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein;
Jer 31:34 und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: Erkenne den HErrn, sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und gro, spricht der Herr. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Snden nimmermehr gedenken.
Jer 31:35 So spricht der HErr, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht; der das Meer bewegt, dass seine Wellen brausen, HErr Zebaoth ist sein Name:
Jer 31:36 Wenn solche Ordnungen vergehen vor mir, spricht der HErr, so soll auch aufhren der Same Israels, dass er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich.
Jer 31:37 So spricht der HErr: Wenn man den Himmel oben kann messen und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, was sie tun, spricht der HErr.
Jer 31:38 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass die Stadt des HErrn soll gebaut werden vom Turm Hananeel an bis ans Ecktor;
Jer 31:39 und die Richtschnur wird neben demselben weiter herausgehen bis an den Hgel Gareb und sich gen Goath wenden;
Jer 31:40 und das Tal der Leichen und Asche samt dem ganzen Acker bis an den Bach Kidron, bis zur Ecke am Rosstor gegen Morgen, wird dem Herrn heilig sein, dass es nimmermehr zerrissen noch abgebrochen soll werden.
Jer 32:1 Dies ist das Wort, das vom HErrn geschah zu Jeremia im zehnten Jahr Zedekias, des Knigs in Juda, welches ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezars.
Jer 32:2 Dazumal belagerte das Heer des Knigs zu Babel Jerusalem. Aber der Prophet Jeremia lag gefangen im Vorhof des Gefngnisses am Hause des Knigs in Juda,
Jer 32:3 dahin Zedekia, der Knig Judas, ihn hatte lassen verschlieen und gesagt: Warum weissagst du und sprichst: So spricht der HErr: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hnde des Knigs zu Babel, und er soll sie gewinnen;
Jer 32:4 und Zedekia, der Knig Judas, soll den Chaldern nicht entrinnen, sondern ich will ihn dem Knig zu Babel in die Hnde geben, dass er mndlich mit ihm reden und mit seinen Augen ihn sehen soll.
Jer 32:5 Und er wird Zedekia gen Babel fhren; da soll er auch bleiben, bis dass ich ihn heimsuche, spricht der HErr; denn ob ihr schon wider die Chalder streitet, soll euch doch nichts gelingen.
Jer 32:6 Und Jeremia sprach: Es ist des HErrn Wort geschehen zu mir und spricht:
Jer 32:7 Siehe, Hanameel, der Sohn Sallums, deines Oheims, kommt zu dir und wird sagen: Kaufe du meinen Acker zu Anathoth; denn du hast das nchste Freundrecht dazu, dass du ihn kaufen sollst.
Jer 32:8 Also kam Hanameel, meines Oheims Sohn, wie der HErr gesagt hatte, zu mir in den Hof des Gefngnisses und sprach zu mir: Kaufe doch meinen Acker zu Anathoth, der im Lande Benjamin liegt; denn du hast Erbrecht dazu, und du bist der nchste; kaufe du ihn! Da merkte ich, dass es des Herrn Wort wre,
Jer 32:9 und kaufte den Acker von Hanameel, meines Oheims Sohn, zu Anathoth, und wog ihm das Geld dar, siebzehn Silberlinge.
Jer 32:10 Und ich schrieb einen Brief und versiegelte ihn und nahm Zeugen dazu und wog das Geld dar auf einer Waage
Jer 32:11 und nahm zu mir den versiegelten Kaufbrief nach Recht und Gewohnheit und eine offene Abschrift
Jer 32:12 und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerias, des Sohnes Maasejas, in Gegenwart Hanameels, meines Vetters, und der Zeugen, die im Kaufbrief geschrieben standen, und aller Juden, die im Hofe des Gefngnisses saen,
Jer 32:13 und befahl Baruch vor ihren Augen und sprach:
Jer 32:14 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief samt dieser offenen Abschrift, und lege sie in ein irdenes Gef, dass sie lange bleiben mgen.
Jer 32:15 Denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Noch soll man Huser, cker und Weinberge kaufen in diesem Lande.
Jer 32:16 Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohn Nerias, gegeben, betete ich zum HErrn und sprach:
Jer 32:17 Ach Herr HErr, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine groe Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und ist kein Ding vor dir unmglich;
Jer 32:18 der du wohltust vielen Tausenden und vergiltst die Missetat der Vter in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du groer und starker Gott; HErr Zebaoth ist dein Name;
Jer 32:19 gro von Rat und mchtig von Tat, und deine Augen stehen offen ber alle Wege der Menschenkinder, dass du einem jeglichen gibst nach seinem Wandel und nach der Frucht seines Wesens;
Jer 32:20 der du in gyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag, an Israel und den Menschen, und hast dir einen Namen gemacht, wie er heutigestages ist;
Jer 32:21 und hast dein Volk Israel aus gyptenland gefhrt durch Zeichen und Wunder, durch deine mchtige Hand, durch ausgestrecktem Arm und durch groen Schrecken;
Jer 32:22 und hast ihnen dies Land gegeben, welches du ihren Vtern geschworen hattest, dass du es ihnen geben wolltest, ein Land, darin Milch und Honig fliet:
Jer 32:23 und da sie hineinkamen und es besaen, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetz; und alles, was du ihnen gebotest, dass sie es tun sollten, das lieen sie; darum du auch ihnen all dies Unglck lieest widerfahren;
Jer 32:24 siehe, diese Stadt ist belagert, dass sie gewonnen und vor Schwert, Hunger und Pestilenz in der Chalder Hnde, welche wider sie streiten, gegeben werden muss; und wie du geredet hast, so geht es, das siehest du,
Jer 32:25 und du sprichst zu mir, Herr HErr: Kaufe du einen Acker um Geld und nimm Zeugen dazu, so doch die Stadt in der Chalder Hnde gegeben wird.
Jer 32:26 Und des HErrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
Jer 32:27 Siehe, ich, der HErr, bin ein Gott alles Fleisches; sollte mir etwas unmglich sein?
Jer 32:28 Darum spricht der HErr also: Siehe, ich gebe diese Stadt in der Chalder Hnde und in die Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel; und er soll sie gewinnen.
Jer 32:29 Und die Chalder, so wider diese Stadt streiten, werden hereinkommen und sie mit Feuer verbrennen samt den Husern, wo sie auf den Dchern Baal geruchert und andern Gttern Trankopfer geopfert haben, auf dass sie mich erzrnten.
Jer 32:30 Denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben von ihrer Jugend auf getan, was mir bel gefllt; und die Kinder Israel haben mich erzrnt durch ihrer Hnde Werk, spricht der HErr.
Jer 32:31 Denn seitdem diese Stadt gebaut ist, bis auf diesen Tag, hat sie mich zornig gemacht, dass ich sie muss von meinem Angesicht wegtun
Jer 32:32 um aller Bosheit willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die sie getan haben, dass sie mich erzrnten. Sie, ihre Knige, Frsten, Priester und Propheten und die in Juda und Jerusalem wohnen,
Jer 32:33 haben mir den Rcken und nicht das Angesicht zugekehrt, wiewohl ich sie stets lehren lie; aber sie wollten nicht hren noch sich bessern.
Jer 32:34 Dazu haben sie ihre Greuel in das Haus gesetzt, das von mir den Namen hat, dass sie es verunreinigten,
Jer 32:35 und haben die Hhen des Baal gebaut im Tal Ben-Hinnom, dass sie ihre Shne und Tchter dem Moloch verbrennten, davon ich ihnen nichts befohlen habe und ist mir nie in den Sinn gekommen, dass sie solche Greuel tun sollten, damit sie Juda also zu Snden brchten.
Jer 32:36 Und nun um deswillen spricht der HErr, der Gott Israels, also von dieser Stadt, davon ihr sagt, dass sie werde vor Schwert, Hunger und Pestilenz in die Hnde des Knigs zu Babel gegeben:
Jer 32:37 Siehe, ich will sie sammeln aus allen Landen, dahin ich sie verstoe durch meinen Zorn, Grimm und groe Ungnade, und will sie wiederum an diesen Ort bringen, dass sie sollen sicher wohnen.
Jer 32:38 Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein;
Jer 32:39 und ich will ihnen einerlei Herz und Wesen geben, dass sie mich frchten sollen ihr Leben lang, auf dass es ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohl gehe;
Jer 32:40 und will einen ewigen Bund mit ihnen machen, dass ich nicht will ablassen, ihnen Gutes zu tun; und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, dass sie nicht von mir weichen;
Jer 32:41 und soll meine Lust sein, dass ich ihnen Gutes tue; und ich will sie in diesem Lande pflanzen treulich, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
Jer 32:42 Denn so spricht der HErr: Gleichwie ich ber dies Volk habe kommen lassen all dies groe Unglck, also will ich auch alles Gute ber sie kommen lassen, das ich ihnen verheien habe.
Jer 32:43 Und sollen noch cker gekauft werden in diesem Lande, davon ihr sagt, es werde wst liegen, dass weder Leute noch Vieh darin bleiben, und es werde in der Chalder Hnde gegeben.
Jer 32:44 Dennoch wird man cker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und bezeugen im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den Stdten Judas, in Stdten auf den Gebirgen, in Stdten in den Grnden und in Stdten gegen Mittag; denn ich will ihr Gefngnis wenden, spricht der HErr.
Jer 33:1 Und des HErrn Wort geschah zu Jeremia zum andernmal, da er noch im Vorhof des Gefngnisses verschlossen war, und sprach:
Jer 33:2 So spricht der HErr, der solches macht, tut und ausrichtet, HErr ist sein Name:
Jer 33:3 Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir anzeigen groe und gewaltige Dinge, die du nicht weit.
Jer 33:4 Denn so spricht der HErr, der Gott Israels, von den Husern dieser Stadt und von den Husern der Knige Judas, welche abgebrochen sind, Bollwerke zu machen zur Wehr.
Jer 33:5 Und von denen, so hereingekommen sind, wider die Chalder zu streiten, dass sie diese fllen mssen mit Leichnamen der Menschen, welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein Angesicht vor dieser Stadt verborgen um all ihrer Bosheit willen:
Jer 33:6 Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen Frieden und Treue die Flle gewhren.
Jer 33:7 Denn ich will das Gefngnis Judas und das Gefngnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang
Jer 33:8 und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich gesndigt haben, und will ihnen vergeben alle Missetaten, damit sie wider mich gesndigt und bertreten haben.
Jer 33:9 Und das soll mir ein frhlicher Name, Ruhm und Preis sein unter allen Heiden auf Erden, wenn sie hren werden all das Gute, das ich ihnen tue. Und sie werden sich verwundern und entsetzen ber all dem Guten und ber all dem Frieden, den ich ihnen geben will.
Jer 33:10 So spricht der HErr: An diesem Ort, davon ihr sagt: Er ist wst, weil weder Leute noch Vieh in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem bleiben, die so verwstet sind, dass weder Leute noch Vieh darin sind,
Jer 33:11 wird man dennoch wiederum hren Geschrei von Freude und Wonne, die Stimme des Brutigams und der Braut und die Stimme derer, so da sagen: Danket dem HErrn Zebaoth, denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich, wenn sie Dankopfer bringen zum Hause des HErrn. Denn ich will des Landes Gefngnis wenden wie von Anfang, spricht der HErr.
Jer 33:12 So spricht der HErr Zebaoth: An diesem Ort, der so wst ist, dass weder Leute noch Vieh darin sind, und in allen seinen Stdten werden dennoch wiederum Wohnungen sein der Hirten, die da Herden weiden.
Jer 33:13 In Stdten auf den Gebirgen und in Stdten in Grnden und in Stdten gegen Mittag, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in Stdten Judas sollen dennoch wiederum die Herden gezhlt aus und ein gehen, spricht der HErr.
Jer 33:14 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich das gndige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe.
Jer 33:15 In denselben Tagen und zu derselben Zeit will ich dem David ein gerechtes Gewchs aufgehen lassen, und er soll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden.
Jer 33:16 Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen, und man wird sie nennen: Der HErr unsre Gerechtigkeit.
Jer 33:17 Denn so spricht der HErr: Es soll nimmermehr fehlen, es soll einer von David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel.
Jer 33:18 Desgleichen soll's nimmermehr fehlen, es sollen Priester und Leviten sein vor mir, die da Brandopfer tun und Speisopfer anznden und Opfer schlachten ewiglich.
Jer 33:19 Und des HErrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
Jer 33:20 So spricht der HErr: Wenn mein Bund aufhren wird mit Tag und Nacht, dass nicht Tag und Nacht sei zu seiner Zeit,
Jer 33:21 so wird auch mein Bund aufhren mit meinem Knechte David, dass er nicht einen Sohn habe zum Knig auf seinem Stuhl, und mit den Leviten und Priestern, meinen Dienern.
Jer 33:22 Wie man des Himmels Heer nicht zhlen noch den Sand am Meer messen kann, also will ich mehren den Samen Davids, meines Knechtes, und die Leviten, die mir dienen.
Jer 33:23 Und des HErrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
Jer 33:24 Hast du nicht gesehen, was dies Volk redet und spricht: Hat doch der HErr auch die zwei Geschlechter verworfen, welche er auserwhlt hatte; und lstern mein Volk, als sollten sie nicht mehr mein Volk sein.
Jer 33:25 So spricht der HErr: Halte ich meinen Bund nicht Tag und Nacht noch die Ordnungen des Himmels und der Erde,
Jer 33:26 so will ich auch verwerfen den Samen Jakobs und Davids, meines Knechtes, dass ich nicht aus ihrem Samen nehme, die da herrschen ber den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Gefngnis wenden und mich ber sie erbarmen.
Jer 34:1 Dies ist das Wort, das vom HErrn geschah zu Jeremia, da Nebukadnezar, der Knig zu Babel, samt seinem Heer und allen Knigreichen auf Erden, so unter seiner Gewalt waren, und allen Vlkern stritt wider Jerusalem und alle ihre Stdte, und sprach:
Jer 34:2 So spricht der HErr, der Gott Israels: Gehe hin und sage Zedekia, dem Knig Judas, und sprich zu ihm: So spricht der HErr: Siehe, ich will diese Stadt in die Hnde des Knigs zu Babel geben, und er soll sie mit Feuer verbrennen.
Jer 34:3 Und du sollst seiner Hand nicht entrinnen, sondern gegriffen und in seine Hand gegeben werden, dass du ihn mit Augen sehen und mndlich mit ihm reden wirst, und gen Babel kommen.
Jer 34:4 Doch aber hre, Zedekia, du Knig Judas, des HErrn Wort: So spricht der HErr von dir: Du sollst nicht durchs Schwert sterben,
Jer 34:5 sondern du sollst im Frieden sterben. Und wie deinen Vtern, den vorigen Knigen, die vor dir gewesen sind, so wird man auch dir einen Brand anznden und dich beklagen: Ach Herr! denn ich habe es geredet, spricht der HErr.
Jer 34:6 Und der Prophet Jeremia redete alle diese Worte zu Zedekia, dem Knig Judas, zu Jerusalem,
Jer 34:7 da das Heer des Knigs zu Babel schon stritt wider Jerusalem und wider alle brigen Stdte Judas, nmlich wider Lachis und Aseka; denn diese waren noch briggeblieben von den festen Stdten Judas.
Jer 34:8 Dies ist das Wort, so vom HErrn geschah zu Jeremia, nachdem der Knig Zedekia einen Bund gemacht hatte mit dem ganzen Volk zu Jerusalem, ein Freijahr auszurufen,
Jer 34:9 dass ein jeglicher seinen Knecht und seine Magd, so Hebrer und Hebrerin wren, sollte freigeben, dass kein Jude den andern leibeigen hielte.
Jer 34:10 Da gehorchten alle Frsten und alles Volk, die solchen Bund eingegangen waren, dass ein jeglicher sollte seinen Knecht und seine Magd freigeben und sie nicht mehr leibeigen halten, und gaben sie los.
Jer 34:11 Aber darnach kehrten sie sich um und forderten die Knechte und Mgde wieder zu sich, die sie freigegeben hatten, und zwangen sie, dass sie Knechte und Mgde sein mussten.
Jer 34:12 Da geschah des HErrn Wort zu Jeremia vom HErrn und sprach:
Jer 34:13 So spricht der HErr, der Gott Israels: Ich habe einen Bund gemacht mit euren Vtern, da ich sie aus gyptenland, aus dem Diensthause, fhrte und sprach:
Jer 34:14 Im siebenten Jahr soll ein jeglicher seinen Bruder, der ein Hebrer ist und sich ihm verkauft und sechs Jahre gedient hat, frei von sich lassen. Aber eure Vter gehorchten mir nicht und neigten ihre Ohren nicht.
Jer 34:15 So habt ihr euch heute bekehrt und getan, was mir wohl gefiel, dass ihr ein Freijahr lieet ausrufen, ein jeglicher seinem Nchsten; und habt darber einen Bund gemacht vor mir im Hause, das nach meinem Namen genannt ist.
Jer 34:16 Aber ihr seid umgeschlagen und entheiligt meinen Namen; und ein jeglicher fordert seinen Knecht und seine Magd wieder, die ihr hattet freigegeben, dass sie selbst eigen wren, und zwingt sie nun, dass sie eure Knechte und Mgde sein mssen.
Jer 34:17 Darum spricht der HErr also: Ihr gehorchtet mir nicht, dass ihr ein Freijahr ausriefet ein jeglicher seinem Bruder und seinem Nchsten; siehe, so rufe ich, spricht der HErr, euch ein Freijahr aus zum Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger, und will euch in keinem Knigreich auf Erden bleiben lassen.
Jer 34:18 Und will die Leute, die meinen Bund bertreten und die Worte des Bundes, den sie vor mir gemacht haben, nicht halten, so machen wie das Kalb, das sie in zwei Stcke geteilt haben und sind zwischen den Teilen hingegangen,
Jer 34:19 nmlich die Frsten Judas, die Frsten Jerusalems, die Kmmerer, die Priester und das ganze Volk im Lande, so zwischen des Kalbes Stcken hingegangen sind.
Jer 34:20 Und will sie geben in ihrer Feinde Hand und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, dass ihre Leichname sollen den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf Erden zur Speise werden.
Jer 34:21 Und Zedekia, den Knig Judas, und seine Frsten will ich geben in die Hnde ihrer Feinde und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, und dem Heer des Knigs zu Babel, die jetzt von euch abgezogen sind.
Jer 34:22 Denn siehe, ich will ihnen befehlen, spricht der HErr, und will sie wieder vor diese Stadt bringen, und sollen wider sie streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen; und ich will die Stdte Judas verwsten, dass niemand mehr da wohnen soll.
Jer 35:1 Dies ist das Wort, das vom HErrn geschah zu Jeremia zur Zeit Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, und sprach:
Jer 35:2 Gehe hin zum Hause der Rechabiter und rede mit ihnen und fhre sie in des HErrn Haus, in der Kapellen eine, und schenke ihnen Wein.
Jer 35:3 Da nahm ich Jaasanja, den Sohn Jeremias, des Sohnes Habazinjas, samt seinen Brdern und allen seinen Shnen und das ganze Haus der Rechabiter
Jer 35:4 und fhrte sie in des HErrn Haus, in die Kapelle der Kinder Hanans, des Sohnes Jigdaljas, des Mannes Gottes, welche neben der Frstenkapelle ist, ber der Kapelle Maasejas, des Sohnes Sallums, des Torhters.
Jer 35:5 Und ich setzte den Kindern von der Rechabiter Hause Becher voll Wein und Schalen vor und sprach zu ihnen: Trinkt Wein!
Jer 35:6 Sie aber antworteten: Wir trinken nicht Wein; denn unser Vater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns geboten und gesagt: Ihr und eure Kinder sollt nimmermehr Wein trinken
Jer 35:7 und kein Haus bauen, keinen Samen sen, keinen Weinberg pflanzen noch haben, sondern sollt in Htten wohnen euer Leben lang, auf dass ihr lange lebt in dem Lande, darin ihr wallt.
Jer 35:8 Also gehorchen wir der Stimme unsres Vater Jonadab, des Sohnes Rechabs, in allem, was er uns geboten hat, dass wir keinen Wein trinken unser Leben lang, weder wir noch unsre Weiber noch Shne noch Tchter,
Jer 35:9 und bauen auch keine Huser, darin wir wohnten, und haben weder Weinberge noch cker noch Samen,
Jer 35:10 sondern wohnen in Htten und gehorchen und tun alles, wie unser Vater Jonadab geboten hat.
Jer 35:11 Als aber Nebukadnezar, der Knig zu Babel, herauf ins Land zog, sprachen wir: Kommt, lasst uns gen Jerusalem ziehen vor dem Heer der Chalder und der Syrer! und sind also zu Jerusalem geblieben.
Jer 35:12 Da geschah des HErrn Wort zu Jeremia und sprach:
Jer 35:13 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels; gehe hin und sprich zu denen in Juda und zu den Brgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht bessern, dass ihr meinem Wort gehorcht? spricht der HErr.
Jer 35:14 Die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er den Kindern geboten hat, dass sie nicht sollen Wein trinken, werden gehalten, und sie trinken keinen Wein bis auf diesen Tag, darum dass sie ihres Vaters Gebot gehorchen. Ich aber habe stets euch predigen lassen; doch gehorchtet ihr mir nicht.
Jer 35:15 So habe ich auch stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten, und lasse sagen: Bekehrt euch ein jeglicher von seinem bsen Wesen, und bessert euren Wandel und folgt nicht andern Gttern nach, ihnen zu dienen, so sollt ihr in dem Lande bleiben, welches ich euch und euren Vtern gegeben habe. Aber ihr wolltet eure Ohren nicht neigen noch mir gehorchen,
Jer 35:16 so doch die Kinder Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben ihres Vaters Gebot, das er ihnen geboten hat, gehalten. Aber dies Volk gehorchte mir nicht.
Jer 35:17 Darum so spricht der HErr, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: Siehe, ich will ber Juda und ber alle Brger zu Jerusalem kommen lassen all das Unglck, das ich wider sie geredet habe, darum dass ich zu ihnen geredet habe und sie nicht wollen hren, dass ich gerufen habe und sie mir nicht wollen antworten.
Jer 35:18 Und zum Hause der Rechabiter sprach Jeremia: So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Darum dass ihr dem Gebot eures Vaters Jonadab habt gehorcht und alle seine Gebote gehalten und alles getan, was er euch geboten hat,
Jer 35:19 darum spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, also: Es soll dem Jonadab, dem Sohne Rechabs, nimmer fehlen, es soll jemand von den Seinen allezeit vor mir stehen.
Jer 36:1 Im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, geschah dies Wort zu Jeremia vom HErrn und sprach:
Jer 36:2 Nimm ein Buch und schreibe darein alle Reden, die ich zu dir geredet habe ber Israel, ber Juda und alle Vlker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, nmlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag;
Jer 36:3 ob vielleicht die vom Hause Juda, wo sie hren all das Unglck, das ich ihnen gedenke zu tun, sich bekehren wollten, ein jeglicher von seinem bsen Wesen, damit ich ihnen ihre Missetat und Snde vergeben knnte.
Jer 36:4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerias. Derselbe Baruch schrieb in ein Buch aus dem Munde Jeremias alle Reden des HErrn, die er zu ihm geredet hatte.
Jer 36:5 Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Ich bin gefangen, dass ich nicht kann in des HErrn Haus gehen.
Jer 36:6 Du aber gehe hinein und lies das Buch, darein du des HErrn Reden aus meinem Munde geschrieben hast, vor dem Volk im Hause des HErrn am Fasttage, und sollst sie auch lesen vor den Ohren des ganzen Juda, die aus ihren Stdten hereinkommen;
Jer 36:7 ob sie vielleicht sich mit Beten vor dem HErrn demtigen wollen und sich bekehren, ein jeglicher von seinem bsen Wesen; denn der Zorn und Grimm ist gro, davon der HErr wider dies Volk geredet hat.
Jer 36:8 Und Baruch, der Sohn Nerias, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, dass er die Reden des HErrn aus dem Buche lse im Hause des HErrn.
Jer 36:9 Es begab sich aber im fnften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs Judas, im neunten Monat, dass man ein Fasten verkndigte vor dem HErrn allem Volk zu Jerusalem und allem Volk, das aus den Stdten Judas gen Jerusalem kommt.
Jer 36:10 Und Baruch las aus dem Buche die Reden Jeremias im Hause des HErrn, in der Kapelle Gemarjas, des Sohnes Saphans, des Kanzlers, im obern Vorhof, vor dem neuen Tor am Hause des HErrn, vor dem ganzen Volk.
Jer 36:11 Da nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Saphans, alle Reden des HErrn gehrt hatte aus dem Buche,
Jer 36:12 ging er hinab in des Knigs Haus, in die Kanzlei. Und siehe, daselbst saen alle Frsten: Elisama, der Kanzler, Delaja, der Sohn Semajas, Elnathan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, samt allen Frsten.
Jer 36:13 Und Michaja zeigte ihnen an alle Reden, die er gehrt hatte, da Baruch las aus dem Buche vor den Ohren des Volks.
Jer 36:14 Da sandten alle Frsten Judi, den Sohn Nethanjas, des Sohnes Selemjas, des Sohnes Chusis, nach Baruch und lieen ihm sagen: Nimm das Buch daraus du vor dem Volk gelesen hast, mit dir und komme! Und Baruch, der Sohn Nerias, nahm das Buch mit sich und kam zu ihnen.
Jer 36:15 Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies, dass wir es hren! Und Baruch las ihnen vor ihren Ohren.
Jer 36:16 Und da sie alle die Reden hrten, entsetzten sie sich einer gegen den andern und sprachen zu Baruch: Wir wollen alle diese Reden dem Knig anzeigen.
Jer 36:17 Und sie fragten Baruch: Sage uns, wie hast du alle diese Reden aus seinem Munde geschrieben?
Jer 36:18 Baruch sprach zu ihnen: Er sagte vor mir alle diese Reden aus seinem Munde, und ich schrieb sie mit Tinte ins Buch.
Jer 36:19 Da sprachen die Frsten zu Baruch: Gehe hin und verbirg dich mit Jeremia, dass niemand wisse, wo ihr seid.
Jer 36:20 Sie aber gingen hin zum Knig in den Vorhof und lieen das Buch behalten in der Kammer Elisamas, des Kanzlers, und sagten vor dem Knig an alle diese Reden.
Jer 36:21 Da sandte der Knig den Judi, das Buch zu holen. Der nahm es aus der Kammer Elisamas, des Kanzlers. Und Judi las vor dem Knig und allen Frsten, die bei dem Knig standen.
Jer 36:22 Der Knig aber sa im Winterhause, im neunten Monat, vor dem Kamin.
Jer 36:23 Wenn aber Judi drei oder vier Blatt gelesen hatte, zerschnitt er es mit einem Schreibmesser und warf es ins Feuer, das im Kaminherde war, bis das Buch ganz verbrannte im Feuer,
Jer 36:24 und niemand entsetzte sich noch zerriss seine Kleider, weder der Knig noch seine Knechte, so doch alle diese Reden gehrt hatten,
Jer 36:25 und wiewohl Elnathan, Delaja und Gemarja den Knig baten, er wolle das Buch nicht verbrennen, gehorchte er ihnen doch nicht.
Jer 36:26 Dazu gebot noch der Knig Jerahmeel, dem Knigssohn, und Seraja, dem Sohn Asriels, und Selemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, greifen. Aber der HErr hatte sie verborgen.
Jer 36:27 Da geschah des HErrn Wort zu Jeremia, nachdem der Knig das Buch und die Reden, so Baruch geschrieben aus dem Munde Jeremias, verbrannt hatte, und sprach:
Jer 36:28 Nimm dir wiederum ein anderes Buch und schreib alle vorigen Reden darein, die im ersten Buche standen, welches Jojakim, der Knig Judas, verbrannt hat,
Jer 36:29 und sage von Jojakim, dem Knig Judas: So spricht der HErr: Du hast dies Buch verbrannt und gesagt: Warum hast du darein geschrieben, dass der Knig von Babel werde kommen und dies Land verderben und machen, dass weder Leute noch Vieh darin mehr sein werden?
Jer 36:30 Darum spricht der HErr von Jojakim, dem Knig Judas: Es soll keiner von den Seinen auf dem Stuhl Davids sitzen, und sein Leichnam soll hingeworfen des Tages in der Hitze und des Nachts im Frost liegen;
Jer 36:31 und ich will ihn und seinen Samen und seine Knechte heimsuchen um ihrer Missetat willen; und ich will ber sie und ber die Brger zu Jerusalem und ber die in Juda kommen lassen all das Unglck, davon ich ihnen geredet habe, und sie gehorchten doch nicht.
Jer 36:32 Da nahm Jeremia ein anderes Buch und gab's Baruch, dem Sohn Nerias, dem Schreiber. Der schrieb darein aus dem Munde Jeremias alle die Reden, so in dem Buch standen, das Jojakim, der Knig Judas, hatte mit Feuer verbrennen lassen; und zu denselben wurden dergleichen Reden noch viele hinzugetan.
Jer 37:1 Und da Zedekia, der Sohn Josias, ward Knig anstatt Jechonjas, des Sohnes Jojakims; denn Nebukadnezar, der Knig zu Babel machte ihn zum Knig im Lande Juda.
Jer 37:2 Aber er und seine Knechte und das Volk im Lande gehorchten nicht des HErrn Worten, die er durch den Propheten Jeremia redete.
Jer 37:3 Es sandte gleichwohl der Knig Zedekia Juchal, den Sohn Selemjas, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zum Propheten Jeremia und lie ihm sagen: Bitte den HErrn, unsren Gott, fr uns!
Jer 37:4 Denn Jeremia ging unter dem Volk aus und ein, und niemand legte ihn ins Gefngnis.
Jer 37:5 Es war aber das Heer Pharaos aus gypten gezogen: und die Chalder, so vor Jerusalem lagen, da sie solch Gercht gehrt hatten, waren von Jerusalem abgezogen.
Jer 37:6 Und des HErrn Wort geschah zum Propheten Jeremia und sprach:
Jer 37:7 So spricht der HErr, der Gott Israels: So sagt dem Knig Judas, der euch zu mir gesandt hat, mich zu fragen: Siehe, das Heer Pharaos, das euch zu Hilfe ist ausgezogen, wird wiederum heim nach gypten ziehen;
Jer 37:8 und die Chalder werden wiederkommen und wider diese Stadt streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen.
Jer 37:9 Darum spricht der HErr also: Betrgt eure Seelen nicht, dass ihr denkt, die Chalder werden von uns abziehen; sie werden nicht abziehen.
Jer 37:10 Und wenn ihr schon schlget das ganze Heer der Chalder, so wider euch streiten, und blieben ihrer etliche verwundet brig, so wrden sie doch, ein jeglicher in seinem Gezelt, sich aufmachen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.
Jer 37:11 Als nun der Chalder Heer von Jerusalem war abgezogen um des Heeres willen Pharaos,
Jer 37:12 ging Jeremia aus Jerusalem und wollte ins Land Benjamin gehen, seinen Acker in Besitz zu nehmen unter dem Volk.
Jer 37:13 Und da er unter das Tor Benjamin kam, da war einer bestellt zum Torhter, mit Namen Jeria, der Sohn Selemjas, des Sohnes Hananjas; der griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldern fallen.
Jer 37:14 Jeremia sprach: Das ist nicht wahr; ich will nicht zu den Chaldern fallen. Aber Jeria wollte ihn nicht hren, sondern griff Jeremia und brachte ihn zu den Frsten.
Jer 37:15 Und die Frsten wurden zornig ber Jeremia und lieen ihn schlagen und warfen ihn ins Gefngnis im Hause Jonathans, des Schreibers; den setzten sie zum Kerkermeister.
Jer 37:16 Also ging Jeremia in die Grube und den Kerker und lag lange Zeit daselbst.
Jer 37:17 Und Zedekia, der Knig, sandte hin und lie ihn holen und fragte ihn heimlich in seinem Hause und sprach: Ist auch ein Wort vom HErrn vorhanden? Jeremia sprach: Ja; denn du wirst dem Knig zu Babel in die Hnde gegeben werden.
Jer 37:18 Und Jeremia sprach zum Knig Zedekia: Was habe ich wider dich, wider deine Knechte und wider dein Volk gesndigt, dass sie mich in den Kerker geworfen haben?
Jer 37:19 Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der Knig zu Babel wird nicht ber euch noch ber dies Land kommen?
Jer 37:20 Und nun, mein Herr Knig, hre mich und lass meine Bitte vor dir gelten und lass mich nicht wieder in Jonathans, des Schreibers, Haus bringen, dass ich nicht sterbe daselbst.
Jer 37:21 Da befahl der Knig Zedekia, dass man Jeremia im Vorhof des Gefngnisses behalten sollte, und lie ihm des Tages ein Laiblein Brot geben aus der Bckergasse, bis dass alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. Also blieb Jeremia im Vorhof des Gefngnisses.
Jer 38:1 Es hrten aber Sephatja, der Sohn Matthans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die Reden, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach:
Jer 38:2 So spricht der HErr: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben mssen; wer aber hinausgeht zu den Chaldern, der soll lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen.
Jer 38:3 Denn also spricht der HErr: Diese Stadt soll bergeben werden dem Heer des Knigs zu Babel, und sie sollen sie gewinnen.
Jer 38:4 Da sprachen die Frsten zum Knig: Lass doch diesen Mann tten; denn mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch brig sind in der Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was diesem Volk zum Frieden, sondern zum Unglck dient.
Jer 38:5 Der Knig Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Hnden; denn der Knig kann nichts wider euch.
Jer 38:6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias, des Knigssohnes, die am Vorhof des Gefngnisses war, da nicht Wasser, sondern Schlamm war, und Jeremia sank in den Schlamm.
Jer 38:7 Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein Kmmerer in des Knigs Hause, hrte, dass man Jeremia hatte in die Grube geworfen, und der Knig eben sa im Tor Benjamin,
Jer 38:8 da ging Ebed-Melech aus des Knigs Hause und redete mit dem Knig und sprach:
Jer 38:9 Mein Herr Knig, die Mnner handeln bel an dem Propheten Jeremia, dass sie ihn haben in die Grube geworfen, da er muss Hungers sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.
Jer 38:10 Da befahl der Knig Ebed-Melech, dem Mohren, und sprach: Nimm dreiig Mnner mit dir von diesen und zieh den Propheten Jeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe.
Jer 38:11 Und Ebed-Melech nahm die Mnner mit sich und ging in des Knigs Haus unter die Schatzkammer und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte Lumpen und lie sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube.
Jer 38:12 Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen und vertragenen alten Lumpen unter deine Achseln um das Seil. Und Jeremia tat also.
Jer 38:13 Und sie zogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken; und blieb also Jeremia im Vorhof des Gefngnisses.
Jer 38:14 Und der Knig Zedekia sandte hin und lie den Propheten Jeremia zu sich holen unter den dritten Eingang am Hause des HErrn. Und der Knig sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; verhalte mir nichts.
Jer 38:15 Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich dir etwas, so ttest du mich doch; gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchst du mir nicht.
Jer 38:16 Da schwur der Knig Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr der HErr lebt, der uns dieses Leben gegeben hat, so will ich dich nicht tten noch den Mnnern in die Hnde geben, die dir nach dem Leben stehen.
Jer 38:17 Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der HErr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den Frsten des Knigs zu Babel, so sollst du leben bleiben, und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen am Leben bleiben;
Jer 38:18 wirst du aber nicht hinausgehen zu den Frsten des Knigs zu Babel, so wird diese Stadt den Chaldern in die Hnde gegeben, und sie werden sie mit Feuer verbrennen, und du wirst auch nicht ihren Hnden entrinnen.
Jer 38:19 Der Knig Zedekia sprach zu Jeremia: Ich sorge mich aber, dass ich den Juden, so zu den Chaldern gefallen sind, mchte bergeben werden, dass sie mein spotten.
Jer 38:20 Jeremia sprach: Man wird dich nicht bergeben. Gehorche doch der Stimme des HErrn, die ich dir sage, so wird dir's wohl gehen, und du wirst lebend bleiben.
Jer 38:21 Wirst du aber nicht hinausgehen, so ist dies das Wort, das mir der HErr gezeigt hat:
Jer 38:22 Siehe, alle Weiber, die noch vorhanden sind in dem Hause des Knigs in Juda, werden hinaus mssen zu den Frsten des Knigs zu Babel; diese werden dann sagen: Ach deine Trster haben dich berredet und verfhrt und in Schlamm gefhrt und lassen dich nun stecken.
Jer 38:23 Also werden dann alle deine Weiber und Kinder hinaus mssen zu den Chaldern, und du selbst wirst ihren Hnden nicht entgehen; sondern du wirst vom Knig von Babel gegriffen, und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.
Jer 38:24 Und Zedekia sprach zu Jeremia: Siehe zu, dass niemand diese Rede erfahre, so wirst du nicht sterben.
Jer 38:25 Und wenn's die Frsten erfhren, dass ich mit dir geredet habe, und kmen zu dir und sprchen: Sage an, was hast du mit dem Knig geredet, leugne es uns nicht, so wollen wir dich nicht tten, und was hat der Knig mit dir geredet?
Jer 38:26 so sprich: Ich habe den Knig gebeten, dass er mich nicht wiederum liee in des Jonathan Haus fhren; ich mchte daselbst sterben.
Jer 38:27 Da kamen alle Frsten zu Jeremia und fragten ihn; und er sagte ihnen, wie ihm der Knig befohlen hatte. Da lieen sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten.
Jer 38:28 Und Jeremia blieb im Vorhof des Gefngnisses bis auf den Tag, da Jerusalem gewonnen ward.
Jer 39:1 Und es geschah, dass Jerusalem gewonnen ward. Denn im neunten Jahr Zedekias, des Knigs in Juda, im zehnten Monat, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, und all sein Heer vor Jerusalem und belagerten es.
Jer 39:2 Und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, brach man in die Stadt;
Jer 39:3 und zogen hinein alle Frsten des Knigs zu Babel und hielten unter dem Mitteltor, nmlich Nergal-Sarezer, Samgar-Nebo, Sarsechim, der oberste Kmmerer, Nergal-Sarezer, der Oberste der Weisen, und alle andern Frsten des Knigs zu Babel.
Jer 39:4 Als sie nun Zedekia, der Knig Judas, sah samt seinen Kriegsleuten, flohen sie bei Nacht zur Stadt hinaus bei des Knigs Garten durchs Tor zwischen den zwei Mauern und zogen des Weges zum blachen Feld.
Jer 39:5 Aber der Chalder Kriegsleute jagten ihnen nach und ergriffen Zedekia im Felde bei Jericho und fingen ihn und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem Knig zu Babel, gen Ribla, das im Lande Hamath liegt; der sprach ein Urteil ber ihn.
Jer 39:6 Und der Knig zu Babel lie die Shne Zedekias vor seinen Augen tten zu Ribla und ttete alle Frsten Judas.
Jer 39:7 Aber Zedekia lie er die Augen ausstechen und ihn in Ketten binden, dass er ihn gen Babel fhrte.
Jer 39:8 Und die Chalder verbrannten beide, des Knigs Haus und der Brger Huser, und zerbrachen die Mauern zu Jerusalem.
Jer 39:9 Was aber noch von Volk in der Stadt war, und was sonst zu ihnen gefallen war, die fhrte Nebusaradan, der Hauptmann der Trabanten, alle miteinander gen Babel gefangen.
Jer 39:10 Aber von dem geringen Volk, das nichts hatte, lie zu derselben Zeit Nebusaradan, der Hauptmann, etliche im Lande Juda und gab ihnen Weinberge und Felder.
Jer 39:11 Aber Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hatte Nebusaradan, dem Hauptmann, befohlen von Jeremia und gesagt:
Jer 39:12 Nimm ihn und lass ihn dir befohlen sein und tu ihm kein Leid; sondern wie er's von dir begehrt, so mache es mit ihm.
Jer 39:13 Da sandten hin Nebusaradan, der Hauptmann, und Nebusasban, der oberste Kmmerer, Nergal-Sarezer, der Oberste der Weisen, und alle Frsten des Knigs zu Babel
Jer 39:14 und lieen Jeremia holen aus dem Vorhof des Gefngnisses und befahlen ihn Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, dass er ihn hinaus in sein Haus fhrte. Und er blieb bei dem Volk.
Jer 39:15 Es war auch des HErrn Wort geschehen zu Jeremia, als er noch im Vorhof des Gefngnisses gefangen lag, und hatte gesprochen:
Jer 39:16 Gehe hin und sage Ebed-Melech, dem Mohren: So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: siehe, ich will meine Worte kommen lassen ber diese Stadt zum Unglck und zu keinem Guten, und du sollst es sehen zur selben Zeit.
Jer 39:17 Aber dich will ich erretten zur selben Zeit, spricht der HErr, und sollst den Leuten nicht zuteil werden, vor welchen du dich frchtest.
Jer 39:18 Denn ich will dir davonhelfen, dass du nicht durchs Schwert fllst, sondern sollst dein Leben wie eine Beute davonbringen, darum dass du mir vertraut hast, spricht der HErr.
Jer 40:1 Dies ist das Wort, so vom HErrn geschah zu Jeremia, da ihn Nebusaradan, der Hauptmann, loslie zu Rama; denn er war mit Ketten gebunden unter allen denen, die zu Jerusalem und in Juda gefangen waren, dass man sie gen Babel wegfhren sollte.
Jer 40:2 Da nun der Hauptmann Jeremia zu sich hatte lassen holen, sprach er zu ihm: Der HErr, dein Gott, hat dies Unglck ber diese Sttte geredet.
Jer 40:3 und hat's auch kommen lassen und getan, wie er geredet hat; denn ihr habt gesndigt wider den HErrn und seiner Stimme nicht gehorcht; darum ist euch solches widerfahren.
Jer 40:4 Und nun siehe, ich habe dich heute losgemacht von den Ketten, womit deine Hnde gebunden waren. Gefllt dir's, mit mir gen Babel zu ziehen, so komm du sollst mir befohlen sein; gefllt dir's aber nicht, mit mir gen Babel zu ziehen, so lass es anstehen. Siehe, da hast du das ganze Land vor dir; wo dich's gut dnkt und dir gefllt, da zieh hin.
Jer 40:5 Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehren sein. Darum magst du umkehren zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, welchen der Knig zu Babel gesetzt hat ber die Stdte in Juda, und bei ihm unter dem Volk bleiben; oder gehe, wohin dir's wohl gefllt. Und der Hauptmann gab ihm Zehrung und Geschenke und lie ihn gehen.
Jer 40:6 Also kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volk, das im Lande noch brig war.
Jer 40:7 Da nun die Hauptleute, so auf dem Felde sich hielten, samt ihren Leuten erfuhren, dass der Knig zu Babel hatte Gedalja, den Sohn Ahikams, ber das Land gesetzt und ber die Mnner und Weiber, Kinder und die Geringen im Lande, welche nicht gen Babel gefhrt waren,
Jer 40:8 kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn Nethanjas, Johanan und Jonathan, die Shne Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, und die Shne Ephais von Netopha und Jesanja, der Sohn eines Maachathiters, samt ihren Mnnern.
Jer 40:9 Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, tat ihnen und ihren Mnnern einen Eid und sprach: Frchtet euch nicht, dass ihr den Chaldern untertan sein sollt; bleibt im Lande und seid dem Knig zu Babel untertan, so wird's euch wohl gehen.
Jer 40:10 Siehe, ich wohne hier zu Mizpa, dass ich den Chaldern diene, die zu uns kommen; darum sammelt ein Wein und Feigen und l und legt's in eure Gefe und wohnt in euren Stdten, die ihr bekommen habt.
Jer 40:11 Auch allen Juden, so im Lande Moab und der Kinder Ammon und in Edom und in allen Lndern waren, da sie hrten, dass der Knig zu Babel htte lassen etliche in Juda brigbleiben und ber sie gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans,
Jer 40:12 kamen sie alle wieder von allen Orten dahin sie verstoen waren, in das Land Juda zu Gedalja gen Mizpa und sammelten ein sehr viel Wein und Sommerfrchte.
Jer 40:13 Aber Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Hauptleuten, so auf dem Felde sich gehalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa
Jer 40:14 und sprachen zu ihm: Weit du auch, dass Baalis, der Knig der Kinder Ammon, gesandt hat Ismael, den Sohn Nethanjas, dass er dich soll erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben.
Jer 40:15 Da sprach Johanan, der Sohn Kareahs, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: Ich will hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, erschlagen, dass es niemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, dass alle Juden, so zu dir versammelt sind, zerstreut werden und die noch aus Juda briggeblieben sind, umkommen?
Jer 40:16 Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, was du von Ismael sagst.
Jer 41:1 Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohnes Elisamas, aus kniglichem Stamm, einer von den Obersten des Knigs, und zehn Mnner mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und sie aen daselbst zu Mizpa miteinander.
Jer 41:2 Und Ismael, der Sohn Nethanjas, macht sich auf samt den zehn Mnnern, die bei ihm waren und schlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, mit dem Schwert zu Tode, darum dass ihn der Knig zu Babel ber das Land gesetzt hatte;
Jer 41:3 dazu alle Juden, die bei Gedalja waren zu Mizpa, und die Chalder, die sie daselbst fanden, alle Kriegsleute, schlug Ismael.
Jer 41:4 Des andern Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und es noch niemand wusste,
Jer 41:5 kamen achtzig Mnner von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten die Brte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich zerritzt und trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, dass sie es brchten zum Hause des HErrn.
Jer 41:6 Und Ismael, der Sohn Nethanjas, ging heraus von Mizpa ihnen entgegen, ging daher und weinte. Als er nun an sie kam, sprach er zu ihnen: Ihr sollt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, kommen.
Jer 41:7 Da sie aber mitten in die Stadt kamen, ermordete sie Ismael, der Sohn Nethanjas, und die Mnner, so bei ihm waren, und warf sie in den Brunnen.
Jer 41:8 Aber es waren zehn Mnner darunter, die sprachen zu Ismael: Tte uns nicht; wir haben Vorrat im Acker liegen von Weizen, Gerste, l und Honig. Also lie er ab und ttete sie nicht mit den andern.
Jer 41:9 Der Brunnen aber, darein Ismael die Leichname der Mnner warf, welche er hatte erschlagen samt dem Gedalja, ist der, den der Knig Asa machen lie wider Baesa, den Knig Israels; den fllte Ismael, der Sohn Nethanjas, mit den Erschlagenen.
Jer 41:10 Und was briges Volk war zu Mizpa, auch die Knigstchter, fhrte Ismael, der Sohn Nethanjas, gefangen weg samt allem brigen Volk zu Mizpa, ber welche Nebusaradan, der Hauptmann, hatte gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams, und zog hin und wollte hinber zu den Kindern Ammon.
Jer 41:11 Da aber Johanan, der Sohn Kareahs, erfuhr und alle Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, all das bel, das Ismael, der Sohn Nethanjas, begangen hatte,
Jer 41:12 nahmen sie zu sich alle Mnner und zogen hin, wider Ismael, den Sohn Nethanjas, zu streiten; und trafen ihn an dem groen Wasser bei Gibeon.
Jer 41:13 Da nun alles Volk, so bei Ismael war, sah den Johanan, den Sohn Kareahs, und alle die Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, wurden sie froh.
Jer 41:14 Und das ganze Volk, das Ismael hatte von Mizpa weggefhrt, wandte sich um und kehrte wiederum zu Johanan, dem Sohne Kareahs.
Jer 41:15 Aber Ismael, der Sohn Nethanjas, entrann dem Johanan mit acht Mnnern, und zog zu den Kindern Ammon.
Jer 41:16 Und Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Hauptleuten des Heeres, so bei ihm waren, nahmen all das brige Volk, so sie wiedergebracht hatten von Ismael, dem Sohn Nethanjas, aus Mizpa zu sich (weil Gedalja, der Sohn Ahikams, erschlagen war), nmlich die Kriegsmnner, Weiber und die Kinder und Kmmerer, so sie von Gibeon hatten wiedergebracht;
Jer 41:17 und zogen hin und kehrten ein zur Herberge Chimhams, die bei Bethlehem war, und wollten nach gypten ziehen vor den Chaldern.
Jer 41:18 Denn sie frchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn Nethanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der Knig zu Babel ber das Land gesetzt hatte.
Jer 42:1 Da traten herzu alle Hauptleute des Heeres, Johanan, der Sohn Kareahs, Jesanja, der Sohn Hosajas, samt dem ganzen Volk, klein und gro,
Jer 42:2 und sprachen zum Propheten Jeremia: Lass doch unser Gebet vor dir gelten und bitte fr uns den HErrn, deinen Gott, fr alle diese brigen (denn unser ist leider wenig geblieben von vielen, wie du uns selbst siehst mit deinen Augen),
Jer 42:3 dass uns der HErr, dein Gott, wolle anzeigen, wohin wir ziehen und was wir tun sollen.
Jer 42:4 Und der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen; und siehe, ich will den HErrn, euren Gott, bitten, wie ihr gesagt habt; und alles, was euch der HErr antworten wird, das will ich euch anzeigen und will euch nichts verhalten.
Jer 42:5 Und sie sprachen zu Jeremia: Der HErr sei ein gewisser und wahrhaftiger Zeuge zwischen uns, wo wir nicht tun werden alles, was dir der HErr, dein Gott, an uns befehlen wird.
Jer 42:6 Es sei Gutes oder Bses, so wollen wir gehorchen der Stimme des HErrn, unsres Gottes, zu dem wir dich senden; auf dass es uns wohl gehe, so wir der Stimme des HErrn, unsres Gottes, gehorchen.
Jer 42:7 Und nach zehn Tagen geschah des HErrn Wort zu Jeremia.
Jer 42:8 Da rief er Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, und alles Volk, klein und gro,
Jer 42:9 und sprach zu ihnen: So spricht der HErr, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, dass ich euer Gebet vor ihn sollte bringen:
Jer 42:10 Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will ich euch bauen und nicht zerbrechen; ich will euch pflanzen und nicht ausreuten; denn es hat mich schon gereut das bel, das ich euch getan habe.
Jer 42:11 Ihr sollt euch nicht frchten vor dem Knig zu Babel, vor dem ihr euch frchtet, spricht der HErr; ihr sollt euch vor ihm nicht frchten, denn ich will bei euch sein, dass ich euch helfe und von seiner Hand errette.
Jer 42:12 Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen und mich ber euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen.
Jer 42:13 Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nicht in diesem Lande bleiben, damit ihr ja nicht gehorcht der Stimme des HErrn, eures Gottes,
Jer 42:14 sondern sagen: Nein, wir wollen nach gyptenland ziehen, dass wir keinen Krieg sehen noch der Posaune Schall hren und nicht Hunger Brots halben leiden mssen; daselbst wollen wir bleiben:
Jer 42:15 nun so hrt des HErrn Wort, ihr brigen aus Juda! So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht richten, nach gyptenland zu ziehen, dass ihr daselbst bleiben wollt,
Jer 42:16 so soll euch das Schwert, vor dem ihr euch frchtet, in gyptenland treffen, und der Hunger, des ihr euch besorgt, soll stets hinter euch her sein in gypten, und sollt daselbst sterben.
Jer 42:17 Denn sie seien, wer sie wollen, die ihr Angesicht richten, dass sie nach gypten ziehen, daselbst zu bleiben, die sollen sterben durchs Schwert, Hunger und Pestilenz, und soll keiner brigbleiben noch entrinnen dem bel, das ich ber sie will kommen lassen.
Jer 42:18 Denn so spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimm ber die Einwohner zu Jerusalem ausgeschttet ist, so soll er auch ber euch ausgeschttet werden, wo ihr nach gypten zieht, dass ihr zum Fluch, zum Wunder, Schwur und Schande werdet und diese Sttte nicht mehr sehen sollt.
Jer 42:19 Das Wort des HErrn gilt euch, ihr brigen aus Juda, dass ihr nicht nach gypten zieht. Darum so wisset, dass ich euch heute bezeuge;
Jer 42:20 ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen. Denn ihr habt mich gesandt zum HErrn, eurem Gott, und gesagt: Bitte den HErrn, unsren Gott, fr uns; und alles, was der HErr, unser Gott, sagen wird, das zeige uns an, so wollen wir darnach tun.
Jer 42:21 Das habe ich euch heute zu wissen getan; aber ihr wollt der Stimme des HErrn, eures Gottes, nicht gehorchen noch alle dem, das er mir befohlen hat.
Jer 42:22 So sollt ihr nun wissen, dass ihr durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben msst an dem Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, dass ihr daselbst wohnen wollt.
Jer 43:1 Da Jeremia alle Worte des HErrn, ihres Gottes, hatte ausgeredet zu allem Volk, wie ihm denn der HErr, ihr Gott, alle diese Worte an sie befohlen hatte,
Jer 43:2 sprachen Asarja, der Sohn Hosajas, und Johanan, der Sohn Kareahs und alle frechen Mnner zu Jeremia: Du lgst; der HErr, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt noch gesagt: Ihr sollt nicht nach gypten ziehen, daselbst zu wohnen;
Jer 43:3 sondern Baruch, der Sohn Nerias, beredet dich, uns zuwider, auf dass wir den Chaldern bergeben werden, dass sie uns tten und gen Babel wegfhren.
Jer 43:4 Also gehorchten Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heeres samt dem ganzen Volk der Stimme des HErrn nicht, dass sie im Lande Juda wren geblieben;
Jer 43:5 sondern Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heeres nahmen zu sich alle brigen aus Juda, so von allen Vlkern, dahin sie geflohen, wiedergekommen waren, dass sie im Lande Juda wohnten,
Jer 43:6 nmlich Mnner, Weiber und Kinder, dazu die Knigstchter und alle Seelen, die Nebusaradan, der Hauptmann, bei Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, hatte gelassen, auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerias,
Jer 43:7 und zogen nach gyptenland, denn sie wollten der Stimme des HErrn nicht gehorchen, und kamen nach Thachpanhes.
Jer 43:8 Und des HErrn Wort geschah zu Jeremia zu Thachpanhes und sprach:
Jer 43:9 Nimm groe Steine und verscharre sie im Ziegelofen, der vor der Tr am Hause Pharaos ist zu Thachpanhes, dass die Mnner aus Juda zusehen;
Jer 43:10 und sprich zu ihnen: So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht Nebukadnezar, den Knig zu Babel, holen lassen und will seinen Stuhl oben auf diese Steine setzen, die ich verscharrt habe; und er soll sein Gezelt darberschlagen.
Jer 43:11 Und er soll kommen und gyptenland schlagen, und tten, wen es trifft, gefangen fhren, wen es trifft, mit dem Schwert schlagen, wen es trifft.
Jer 43:12 Und ich will die Huser der Gtter in gypten mit Feuer anstecken, dass er sie verbrenne und wegfhre. Und er soll sich gyptenland anziehen, wie ein Hirt sein Kleid anzieht, und mit Frieden von dannen ziehen.
Jer 43:13 Er soll die Bildsulen zu Beth-Semes in gyptenland zerbrechen und die Gtzentempel in gypten mit Feuer verbrennen.
Jer 44:1 Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Juden, so in gyptenland wohnten, nmlich so zu Migdol, zu Thachpanhes, zu Noph und im Lande Pathros wohnten, und sprach:
Jer 44:2 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen all das bel, das ich habe kommen lassen ber Jerusalem und ber alle Stdte in Juda; und siehe, heutigestages sind sie wst, und wohnt niemand darin;
Jer 44:3 und das um ihrer Bosheit willen, die sie taten, dass sie mich erzrnten und hingingen und rucherten und dienten andern Gttern, welche weder sie noch ihr noch eure Vter kannten.
Jer 44:4 Und ich sandte stets zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und lie euch sagen: Tut doch nicht solche Greuel, die ich hasse.
Jer 44:5 Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren nicht, dass sie von ihrer Bosheit sich bekehrt und andern Gttern nicht geruchert htten.
Jer 44:6 Darum ging auch mein Zorn und Grimm an und entbrannte ber die Stdte Judas und ber die Gassen zu Jerusalem, dass sie zur Wste und de geworden sind, wie es heutigestages steht.
Jer 44:7 Nun, so spricht der HErr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum tut ihr doch so groes bel wider euer eigen Leben, damit unter euch ausgerottet werden Mann und Weib, Kind und Sugling aus Juda und nichts von euch brigbleibe,
Jer 44:8 und erzrnt mich so durch eurer Hnde Werke und ruchert andern Gttern in gyptenland, dahin ihr gezogen seid, daselbst zu herbergen, auf dass ihr ausgerottet und zum Fluch und zur Schmach werdet unter allen Heiden auf Erden?
Jer 44:9 Habt ihr vergessen das Unglck eurer Vter, das Unglck der Knige Judas, das Unglck ihrer Weiber, dazu euer eigenes Unglck und eurer Weiber Unglck, das euch begegnet ist im Lande Juda und auf den Gassen zu Jerusalem?
Jer 44:10 Noch sind sie bis auf diesen Tag nicht gedemtigt, frchten sich auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und den Rechten, die ich euch und euren Vtern vorgestellt habe.
Jer 44:11 Darum spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will mein Angesicht wider euch richten zum Unglck, und ganz Juda soll ausgerottet werden.
Jer 44:12 Und ich will die brigen aus Juda nehmen, so ihr Angesicht gerichtet haben, nach gyptenland zu ziehen, dass sie daselbst herbergen; es soll ein Ende mit ihnen allen werden in gyptenland. Durchs Schwert sollen sie fallen, und durch Hunger umkommen, beide, klein und gro; sie sollen durch Schwert und Hunger sterben und sollen ein Schwur, Wunder, Fluch und Schmach werden.
Jer 44:13 Ich will auch die Einwohner in gyptenland mit Schwert, Hunger und Pestilenz heimsuchen, gleichwie ich zu Jerusalem getan habe,
Jer 44:14 dass aus den brigen Judas keiner soll entrinnen noch brigbleiben, die doch darum hierher gekommen sind nach gyptenland zur Herberge, dass sie wiederum ins Land Juda mchten, dahin sie gerne wiederkommen wollten und wohnen; aber es soll keiner wieder dahin kommen, auer, welche von hinnen fliehen.
Jer 44:15 Da antworteten dem Jeremia alle Mnner, die da wohl wussten, dass ihre Weiber andern Gttern rucherten, und alle Weiber, so in groem Haufen dastanden, samt allem Volk, die in gyptenland wohnten und in Pathros, und sprachen:
Jer 44:16 Nach dem Wort, das du im Namen des HErrn uns sagst, wollen wir dir nicht gehorchen;
Jer 44:17 sondern wir wollen tun nach allem dem Wort, das aus unsrem Munde geht, und wollen der Himmelsknigin ruchern und ihr Trankopfer opfern, wie wir und unsre Vter, unsre Knige und Frsten getan haben in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem. Da hatten wir auch Brot genug und ging uns wohl und sahen kein Unglck.
Jer 44:18 Seit der Zeit aber, dass wir haben abgelassen, der Himmelsknigin zu ruchern und Trankopfer zu opfern, haben wir allen Mangel gelitten und sind durch Schwert und Hunger umgekommen.
Jer 44:19 Auch wenn wir der Himmelsknigin ruchern und opfern, das tun wir ja nicht ohne unsrer Mnner Willen, dass wir ihr Kuchen backen und Trankopfer opfern, auf dass sie sich um uns bekmmere.
Jer 44:20 Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, Mnnern und Weibern und allem Volk, die ihm so geantwortet hatten:
Jer 44:21 Ich meine ja, der HErr habe gedacht an das Ruchern, so ihr in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem getrieben habt samt euren Vtern, Knigen, Frsten und allem Volk im Lande, und hat's zu Herzen genommen,
Jer 44:22 dass er nicht mehr leiden konnte euren bsen Wandel und die Greuel, die ihr tatet; daher auch euer Land zur Wste, zum Wunder und zum Fluch geworden ist, dass niemand darin wohnt, wie es heutigestages steht.
Jer 44:23 Darum, dass ihr geruchert habt und wider den HErrn gesndigt und der Stimme des HErrn nicht gehorchtet und in seinem Gesetz, seinen Rechten und Zeugnissen nicht gewandelt habt, darum ist auch euch solches Unglck widerfahren, wie es heutigestages steht.
Jer 44:24 Und Jeremia sprach zu allem Volk und zu allen Weibern: Hret des HErrn Wort, alle ihr aus Juda, so in gyptenland sind.
Jer 44:25 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Weiber habt mit einem Munde geredet und mit euren Hnden vollbracht, was ihr sagt: Wir wollen unser Gelbde halten, die wir gelobt haben der Himmelsknigin, dass wir ihr ruchern und Trankopfer opfern. Wohlan, ihr habt eure Gelbde erfllt und eure Gelbde gehalten.
Jer 44:26 So hrt nun des HErrn Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in gyptenland wohnt: Siehe, ich schwre bei meinem groen Namen, spricht der HErr, dass mein Name nicht mehr soll durch irgend eines Menschen Mund aus Juda genannt werden in ganz gyptenland, der da sagt: So wahr der Herr HErr lebt!
Jer 44:27 Siehe, ich will ber sie wachen zum Unglck und zu keinem Guten, dass, wer aus Juda in gyptenland ist, soll durch Schwert und Hunger umkommen, bis es ein Ende mit ihnen habe.
Jer 44:28 Welche aber dem Schwert entrinnen, die werden aus gyptenland ins Land Juda wiederkommen mssen als ein geringer Haufe. Und also werden dann alle die brigen aus Juda, so nach gyptenland gezogen waren, dass sie sich daselbst herbergten, erfahren, wessen Wort wahr sei, meines oder ihres.
Jer 44:29 Und zum Zeichen, spricht der HErr, dass ich euch an diesem Ort heimsuchen will, damit ihr wisst, dass mein Wort soll wahr werden ber euch zum Unglck,
Jer 44:30 so spricht der HErr also: Siehe, ich will Pharao Hophra, den Knig in gypten, bergeben in die Hnde seiner Feinde und derer, die ihm nach dem Leben stehen, gleichwie ich Zedekia, den Knig Judas, bergeben habe in die Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, seines Feindes, und der ihm nach seinem Leben stand.
Jer 45:1 Dies ist das Wort, so der Prophet Jeremia redete zu Baruch, dem Sohn Nerias, da er diese Reden in ein Buch schrieb aus dem Munde Jeremias im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda, und sprach:
Jer 45:2 So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, von dir Baruch:
Jer 45:3 Du sprichst: Weh mir, wie hat mir der HErr Jammer zu meinem Schmerz hinzugefgt! Ich seufze mich mde und finde keine Ruhe.
Jer 45:4 Sage ihm also: So spricht der HErr: Siehe, was ich gebaut habe, das breche ich ab; und was ich gepflanzt habe, das reute ich aus nmlich dies mein ganzes Land.
Jer 45:5 Und du begehrst dir groe Dinge? Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Unglck kommen lassen ber alles Fleisch, spricht der HErr; aber deine Seele will ich dir zur Beute geben, an welchen Ort du ziehst.
Jer 46:1 Dies ist das Wort des HErrn, das zu dem Propheten Jeremia geschehen ist wider alle Heiden.
Jer 46:2 Wider gypten. Wider das Heer Pharao Nechos, des Knigs in gypten, welches lag am Wasser Euphrat zu Karchemis, das der Knig zu Babel, Nebukadnezar, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs in Juda:
Jer 46:3 Rstet Schild und Tartsche und ziehet in den Streit!
Jer 46:4 Spannet Rosse an und lasset Reiter aufsitzen, setzt Helme auf und schrft die Spiee und ziehet den Panzer an!
Jer 46:5 Wie kommt's aber, dass ich sehe, dass sie verzagt sind und die Flucht geben und ihre Helden erschlagen sind? Sie fliehen, dass sie sich auch nicht umsehen. Schrecken ist um und um, spricht der HErr.
Jer 46:6 Der Schnelle kann nicht entfliehen noch der Starke entrinnen. Gegen Mitternacht am Wasser Euphrat sind sie gefallen und darniedergelegt.
Jer 46:7 Wer ist der, so heraufzieht wie der Nil, und seine Wellen erheben sich wie Wasserwellen?
Jer 46:8 gypten zieht herauf wie der Nil, und seine Wellen erheben sich wie Wasserwellen, und es spricht: Ich will hinaufziehen, das Land bedecken und die Stadt verderben samt denen, die darin wohnen.
Jer 46:9 Wohlan, sitzt auf die Rosse, rennt mit den Wagen, lasst die Helden ausziehen, die Mohren, und aus Put, die den Schild fhren, und die Schtzen aus Lud!
Jer 46:10 Denn dies ist der Tag des HErrn HErrn Zebaoth, ein Tag der Rache, dass er sich an seinen Feinden rche, da das Schwert fressen und von ihrem Blut voll und trunken werden wird. Denn sie mssen dem HErrn HErrn Zebaoth ein Schlachtopfer werden im Lande gegen Mitternacht am Wasser Euphrat.
Jer 46:11 Gehe hinauf gen Gilead und hole Salbe, Jungfrau, Tochter gyptens! Aber es ist umsonst, dass du viel arzneiest; du wirst doch nicht heil!
Jer 46:12 Deine Schande ist unter die Heiden erschollen, deines Heulens ist das Land voll; denn ein Held fllt ber den andern und liegen beide miteinander darnieder.
Jer 46:13 Dies ist das Wort des HErrn, das er zu dem Propheten Jeremia redete, da Nebukadnezar, der Knig zu Babel, daherzog, gyptenland zu schlagen;
Jer 46:14 Verkndiget in gypten und saget's an zu Migdol, saget's an zu Noph und Thachpanhes und sprecht: Stelle dich zur Wehr! denn das Schwert wird fressen, was um dich her ist.
Jer 46:15 Wie geht's zu, dass deine Gewaltigen zu Boden fallen und knnen nicht bestehen? Der HErr hat sie so gestrzt.
Jer 46:16 Er macht, dass ihrer viel fallen, dass einer mit dem andern darniederliegt. Da sprachen sie: Wohlauf, lasst uns wieder zu unsrem Volk ziehen, in unser Vaterland vor dem Schwert des Tyrannen!
Jer 46:17 Daselbst schrie man ihnen nach: Pharao, der Knig gyptens, liegt: er hat sein Gezelt gelassen!
Jer 46:18 So wahr als ich lebe, spricht der Knig, der HErr Zebaoth heit: Jener wird daherziehen so hoch, wie der Berg Thabor unter den Bergen ist und wie der Karmel am Meer ist.
Jer 46:19 Nimm dein Wandergert, du Einwohnerin, Tochter gyptens; denn Noph wird wst und verbrannt werden, dass niemand darin wohnen wird.
Jer 46:20 gypten ist ein sehr schnes Kalb; aber es kommt von Mitternacht der Schlchter.
Jer 46:21 Auch die, so darin um Sold dienen, sind wie gemstete Klber; aber sie mssen sich dennoch wenden, flchtig werden miteinander und werden nicht bestehen; denn der Tag ihres Unfalls wird ber sie kommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
Jer 46:22 Man hrt sie davonschleichen wie eine Schlange; denn jene kommen mit Heereskraft und bringen xte ber sie wie die Holzhauer.
Jer 46:23 Die werden hauen also in ihrem Wald, spricht der HErr, dass es nicht zu zhlen ist; denn ihrer sind mehr als Heuschrecken, die niemand zhlen kann.
Jer 46:24 Die Tochter gyptens steht mit Schanden; denn sie ist dem Volk von Mitternacht in die Hnde gegeben.
Jer 46:25 Der HErr Zebaoth, der Gott Israels, spricht: Siehe, ich will heimsuchen den Amon zu No und den Pharao und gypten samt seinen Gttern und Knigen, ja, Pharao mit allen, die sich auf ihn verlassen,
Jer 46:26 dass ich sie gebe in die Hnde denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, und seiner Knechte. Und darnach sollst du bewohnt werden wie vor alters, spricht der HErr.
Jer 46:27 Aber du, mein Knecht Jakob, frchte dich nicht, und du, Israel, verzage nicht! Denn siehe, ich will dir aus fernen Landen und deinem Samen aus dem Lande seines Gefngnisses helfen, dass Jakob soll wiederkommen und in Frieden sein und die Flle haben, und niemand soll ihn schrecken.
Jer 46:28 Darum frchte dich nicht, du, Jakob, mein Knecht, spricht der HErr; denn ich bin bei dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich verstoen habe, will ich ein Ende machen; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen, sondern ich will dich zchtigen mit Maen, auf dass ich dich nicht ungestraft lasse.
Jer 47:1 Dies ist das Wort des HErrn, das zum Propheten Jeremia geschah wider die Philister, ehe denn Pharao Gaza schlug.
Jer 47:2 So spricht der HErr: Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, die eine Flut machen werden und das Land und was darin ist, die Stdte und die, so darin wohnen, wegreien werden, dass die leute werden schreien und alle Einwohner im Lande heulen
Jer 47:3 vor dem Getmmel ihrer starken Rosse, so dahertraben, und vor dem Rasseln ihrer Wagen und Poltern ihrer Rder; dass sich die Vter nicht werden umsehen nach den Kindern, so verzagt werden sie sein
Jer 47:4 vor dem Tage, so da kommt, zu verstren alle Philister und auszureuten Tyrus und Sidon samt ihren andern Gehilfen. Denn der HErr wird die Philister, die das brige sind aus der Insel Kaphthor, verstren.
Jer 47:5 Gaza wird kahl werden, und Askalon samt den brigen in ihren Grnden wird verderbt. Wie lange ritzest du dich?
Jer 47:6 O du Schwert des HErrn, wann willst du doch aufhren? Fahre doch in deine Scheide und ruhe und sei still!
Jer 47:7 Aber wie kannst du aufhren, weil der HErr dir Befehl getan hat wider die Anfurt am Meer bestellt?
Jer 48:1 Wider Moab. So spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Weh der Stadt Nebo! denn sie ist zerstrt und liegt elend; Kirjathaim ist gewonnen; die hohe Feste steht elend und ist zerrissen.
Jer 48:2 Der Trotz Moabs ist aus, den sie an Hesbon hatten; denn man gedenkt Bses wider sie: Kommt, wir wollen sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien. Und du, Madmen, musst auch verderbt werden; das Schwert wird hinter dich kommen.
Jer 48:3 Man hrt ein Geschrei zu Horonaim von Verstren und groem Jammer.
Jer 48:4 Moab ist zerschlagen! man hrt ihre Kleinen schreien;
Jer 48:5 denn sie gehen mit Weinen den Weg hinauf gen Luhith, und die Feinde hren ein Jammergeschrei den Weg von Horonaim herab:
Jer 48:6 Hebt euch weg und errettet euer Leben! Aber du wirst sein wie die Heide in der Wste.
Jer 48:7 Darum dass du dich auf deine Gebude verlsst und auf deine Schtze, sollst du auch gewonnen werden; und Kamos muss hinaus gefangen wegziehen samt seinen Priestern und Frsten.
Jer 48:8 Denn der Verstrer wird ber alle Stdte kommen, dass nicht eine Stadt entrinnen wird. Es sollen beide, die Grnde verderbt und die Ebenen verstrt werden; denn der HErr hat's gesagt.
Jer 48:9 Gebt Moab Federn: er wird ausgehen, als flge er; und seine Stdte werden wst liegen, dass niemand darin wohnen wird.
Jer 48:10 Verflucht sei, der des HErrn Werk lssig tut; verflucht sei, der sein Schwert aufhlt, dass es nicht Blut vergiee!
Jer 48:11 Moab ist von seiner Jugend auf sicher gewesen und auf seinen Hefen stillgelegen und ist nie aus einem Fass ins andere gegossen und nie ins Gefngnis gezogen; darum ist sein Geschmack ihm geblieben und sein Geruch nicht verndert worden.
Jer 48:12 Darum siehe, spricht der HErr, es kommt die Zeit, dass ich ihnen will Schrter schicken, die sie ausschroten sollen und ihre Fsser ausleeren und ihre Krge zerschmettern.
Jer 48:13 Und Moab soll ber dem Kamos zu Schanden werden, gleichwie das Haus Israel ber Beth-El zu Schanden geworden ist, darauf sie sich doch verlieen.
Jer 48:14 Wie drft ihr sagen: Wir sind die Helden und die rechten Kriegsleute?
Jer 48:15 so doch Moab muss verstrt und ihre Stdte erstiegen werden und ihre beste Mannschaft zur Schlachtbank herabgehen muss, spricht der Knig, welcher heit der HErr Zebaoth.
Jer 48:16 Denn der Unfall Moabs wird bald kommen, und ihr Unglck eilt sehr.
Jer 48:17 Habt doch Mitleid mit ihnen alle, die ihr um sie her wohnt und ihren Namen kennt, und sprecht: Wie ist die starke Rute und der herrliche Stab so zerbrochen!
Jer 48:18 Herab von der Herrlichkeit, du Einwohnerin, Tochter Dibon, und sitze in der Drre! Denn der Verstrer Moabs wird zu dir hinaufkommen und deine Festen zerreien.
Jer 48:19 Tritt auf die Strae und schaue, du Einwohnerin Aroers; frage die, so da fliehen und entrinnen, und sprich: Wie geht's?
Jer 48:20 Ach, Moab ist verwstet und verderbt! Heult und schreit; sagt's am Arnon, dass Moab verstrt sei!
Jer 48:21 Die Strafe ist ber das ebene Land gegangen, nmlich ber Holon, Jahza, Mephaath,
Jer 48:22 Dibon, Nebo, Beth-Diblathaim,
Jer 48:23 Kirjathaim, Beth-Gamul, Beth-Meon,
Jer 48:24 Karioth, Bozra und ber alle Stdte im Lande Moab, sie liegen fern oder nahe.
Jer 48:25 Das Horn Moabs ist abgehauen, und sein Arm ist zerbrochen, spricht der HErr.
Jer 48:26 Macht es trunken (denn es hat sich wider den HErrn erhoben), dass es speien und die Hnde ringen msse, auf dass es auch zum Gesptt werde.
Jer 48:27 Denn Israel hat dein Gesptt sein mssen, als wre es unter den Dieben gefunden; und weil du solches wider dasselbe redest, sollst du auch weg mssen.
Jer 48:28 O ihr Einwohner in Moab, verlasst die Stdte und wohnt in den Felsen und tut wie die Tauben, so da nisten in den hohlen Lchern!
Jer 48:29 Man hat immer gesagt von dem stolzen Moab, dass es sehr stolz sei, hoffrtig, hochmtig, trotzig und bermtig.
Jer 48:30 Aber der HErr spricht: Ich kenne seinen Zorn wohl, dass er nicht soviel vermag und untersteht sich, mehr zu tun, denn sein Vermgen ist.
Jer 48:31 Darum muss ich ber Moab heulen und ber das ganze Moab schreien und ber die Leute zu Kir-Heres klagen.
Jer 48:32 Mehr als ber Jaser muss ich ber dich, du Weinstock zu Sibma, weinen, dessen Reben ber das Meer reichten und bis an das Meer Jaser kamen. Der Verstrer ist in deine Ernte und Weinlese gefallen;
Jer 48:33 Freude und Wonne ist aus dem Felde weg und aus dem Lande Moab, und man wird keinen Wein mehr keltern; der Weintreter wird nicht mehr sein Lied singen
Jer 48:34 von des Geschreies wegen zu Hesbon bis gen Eleale, welches bis gen Jahza erschallt, von Zoar an bis gen Horonaim, bis zum dritten Eglath; denn auch die Wasser Nimrims sollen versiegen.
Jer 48:35 Und ich will, spricht der HErr, in Moab damit ein Ende machen, dass sie nicht mehr auf den Hhen opfern und ihren Gttern ruchern sollen.
Jer 48:36 Darum seufzt mein Herz ber Moab wie Flten, und ber die Leute zu Kir-Heres seufzt mein Herz wie Flten; denn das Gut, das sie gesammelt, ist zu Grunde gegangen.
Jer 48:37 Alle Kpfe werden kahl sein und alle Brte abgeschoren, aller Hnde zerritzt, und jedermann wird Scke anziehen.
Jer 48:38 Auf allen Dchern und Gassen, allenthalben in Moab, wird man Klagen; denn ich habe Moab zerbrochen wie ein unwertes Gef, spricht der HErr.
Jer 48:39 O wie ist es verderbt, wie heulen sie! Wie schndlich hngen sie die Kpfe! Und Moab ist zum Spott und zum Schrecken geworden allen, so ringsumher wohnen.
Jer 48:40 Denn so spricht der HErr: Siehe, er fliegt daher wie ein Adler und breitet seine Flgel aus ber Moab.
Jer 48:41 Karioth ist gewonnen, und die festen Stdte sind eingenommen; und das Herz der Helden in Moab wird zu derselben Zeit sein wie einer Frau Herz in Kindesnten.
Jer 48:42 Denn Moab muss vertilgt werden, dass sie kein Volk mehr seien, darum dass es sich wider den HErr erhoben hat.
Jer 48:43 Schrecken, Grube und Strick kommt ber dich, du Einwohner in Moab, spricht der HErr.
Jer 48:44 Wer dem Schrecken entflieht, der wird in die Grube fallen, und wer aus der Grube kommt, der wird im Strick gefangen werden; denn ich will ber Moab kommen lassen ein Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HErr.
Jer 48:45 Die aus der Schlacht entrinnen, werden Zuflucht suchen zu Hesbon; aber es wird ein Feuer aus Hesbon und eine Flamme aus Sihon gehen, welche die rter in Moab und die kriegerischen Leute verzehren wird.
Jer 48:46 Weh dir, Moab! verloren ist das Volk des Kamos; denn man hat deine Shne und Tchter genommen und gefangen weggefhrt.
Jer 48:47 Aber in der letzten Zeit will ich das Gefngnis Moabs wenden, spricht der HErr. Das sei gesagt von der Strafe ber Moab.
Jer 49:1 Wider die Kinder Ammon spricht der HErr also: Hat denn Israel nicht Kinder, oder hat es keinen Erben? Warum besitzt denn Milkom das Land Gad, und sein Volk wohnt in jener Stdten?
Jer 49:2 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass ich will ein Kriegsgeschrei erschallen lassen ber Rabba der Kinder Ammon, dass sie soll auf einem Haufen wst liegen und ihre Tchter mit Feuer angesteckt werden; aber Israel soll besitzen die, von denen sie besessen waren, spricht der HErr.
Jer 49:3 Heule, o Hesbon! denn Ai ist verstrt. Schreiet, ihr Tchter Rabbas, und ziehet Scke an, klaget und lauft auf den Mauern herum! denn Milkom wird gefangen weggefhrt samt seinen Priestern und Frsten.
Jer 49:4 Was trotzest du auf deine Auen? Deine Auen sind ersuft, du ungehorsame Tochter, die du dich auf deine Schtze verlssest und sprichst in deinem Herzen: Wer darf sich an mich machen?
Jer 49:5 Siehe, spricht der Herr HErr Zebaoth: Ich will Furcht ber dich kommen lassen von allen, die um dich her wohnen, dass ein jeglicher seines Weges vor sich hinaus verstoen werde und niemand sei, der die Flchtigen sammle.
Jer 49:6 Aber darnach will ich wieder wenden das Gefngnis der Kinder Ammon, spricht der HErr.
Jer 49:7 Wider Edom. So spricht der HErr Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr zu Theman? ist denn kein Rat mehr bei den Klugen? ist ihre Weisheit so leer geworden?
Jer 49:8 Fliehet, wendet euch und verkriecht euch tief, ihr Brger zu Dedan! denn ich lasse einen Unfall ber Esau kommen, die Zeit seiner Heimsuchung.
Jer 49:9 Es sollen Weinleser ber dich kommen, die dir kein Nachlesen lassen; und die Diebe des Nachts sollen ber dich kommen, die sollen ihnen genug verderben.
Jer 49:10 Denn ich habe Esau entblt und seine verborgenen Orte geffnet, dass er sich nicht verstecken kann; sein Same, seine Brder und seine Nachbarn sind verstrt, dass ihrer keiner mehr da ist.
Jer 49:11 Doch was brigbleibt von deinen Waisen, denen will ich das Leben gnnen, und deine Witwen werden auf mich hoffen.
Jer 49:12 Denn so spricht der HErr: Siehe, die, so es nicht verschuldet hatten, den Kelch zu trinken, mssen trinken; und du solltest ungestraft bleiben? Du sollst nicht ungestraft bleiben, sondern du musst auch trinken.
Jer 49:13 Denn ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HErr, dass Bozra soll ein Wunder, Schmach, Wste und Fluch werden und alle ihre Stdte eine ewige Wste.
Jer 49:14 Ich habe gehrt vom HErrn, dass eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Sammelt euch und kommt her wider sie, macht euch auf zum Streit!
Jer 49:15 Denn siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und verachtet unter den Menschen.
Jer 49:16 Dein Trotz und dein Hochmut hat dich betrogen, weil du in Felsenklften wohnst und hohe Gebirge innehast. Wenn du denn gleich dein Nest so hoch machtest wie der Adler, dennoch will ich dich von dort herunterstrzen, spricht der HErr.
Jer 49:17 Also soll Edom wst werden, dass alle die, so vorbergehen, sich wundern und pfeifen werden ber alle ihre Plage;
Jer 49:18 gleichwie Sodom und Gomorra samt ihren Nachbarn umgekehrt ist, spricht der HErr, dass niemand daselbst wohnen noch kein Mensch darin hausen soll.
Jer 49:19 Denn siehe, er kommt herauf wie ein Lwe vom stolzen Jordan her wider die festen Hrden; denn ich will sie daraus eilends wegtreiben, und den, der erwhlt ist, darbersetzen. Denn wer ist mir gleich, wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann?
Jer 49:20 So hrt nun den Ratschlag des HErrn, den er ber Edom hat, und seine Gedanken, die er ber die Einwohner in Theman hat. Was gilt's? ob nicht die Hirtenknaben sie fortschleifen werden und ihre Wohnung zerstren,
Jer 49:21 dass die Erde beben wird, wenn's ineinander fllt, und ihr Geschrei wird man am Schilfmeer hren.
Jer 49:22 Siehe, er fliegt herauf wie ein Adler und wird seine Flgel ausbreiten ber Bozra. Zur selben Zeit wird das Herz der Helden in Edom sein wie das Herz einer Frau in Kindsnten.
Jer 49:23 Wider Damaskus. Hamath und Arpad stehen jmmerlich; sie sind verzagt, denn sie hren ein bses Geschrei; die am Meer wohnen, sind so erschrocken, dass sie nicht Ruhe haben knnen.
Jer 49:24 Damaskus ist verzagt und gibt die Flucht; sie zappelt und ist in ngsten und Schmerzen wie eine Frau in Kindsnten.
Jer 49:25 Wie? ist sie nun nicht verlassen, die berhmte und frhliche Stadt?
Jer 49:26 Darum werden ihre junge Mannschaft auf ihren Gassen darniederliegen und alle ihre Kriegsleute untergehen zur selben Zeit, spricht der HErr Zebaoth.
Jer 49:27 Und ich will in den Mauern von Damaskus ein Feuer anznden, dass es die Palste Benhadads verzehren soll.
Jer 49:28 Wider Kedar und die Knigreiche Hazors, welche Nebukadnezar, der Knig zu Babel, schlug. So spricht der HErr: Wohlauf, zieht herauf gegen Kedar und verstrt die gegen Morgen wohnen!
Jer 49:29 Man wird ihnen ihre Htten und Herden nehmen; ihr Gezelt, alle Gerte und Kamele werden sie wegfhren; und man wird ber sie rufen: Schrecken um und um!
Jer 49:30 Fliehet, hebet euch eilends davon, verkriechet euch tief, ihr Einwohner in Hazor! spricht der HErr; denn Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat etwas im Sinn wider euch und meint euch.
Jer 49:31 Wohlauf, ziehet herauf wider ein Volk, das genug hat und sicher wohnt, spricht der HErr; sie haben weder Tr noch Riegel und wohnen allein.
Jer 49:32 Ihre Kamele sollen geraubt und die Menge ihres Viehs genommen werden; und ich will sie zerstreuen in alle Winde, alle, die das Haar rundherum abschneiden; und von allen Orten her will ich ihr Unglck ber sie kommen lassen, spricht der HErr,
Jer 49:33 dass Hazor soll eine Wohnung der Schakale und eine ewige Wste werden, dass niemand daselbst wohne und kein Mensch darin hause.
Jer 49:34 Dies ist das Wort des HErrn, welches geschah zu Jeremia, dem Propheten, wider Elam im Anfang des Knigreichs Zedekias, des Knigs in Juda, und sprach:
Jer 49:35 So spricht der HErr Zebaoth: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, ihre vornehmste Gewalt,
Jer 49:36 und will die vier Winde aus den vier Enden des Himmels ber sie kommen lassen und will sie in alle diese Winde zerstreuen, dass kein Volk sein soll, dahin nicht Vertriebene aus Elam kommen werden.
Jer 49:37 Und ich will Elam verzagt machen vor ihren Feinden und denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und Unglck ber sie kommen lassen mit meinem grimmigen Zorn, spricht der HErr; und will das Schwert hinter ihnen her schicken, bis es sie aufreibe.
Jer 49:38 Meinen Stuhl will ich in Elam aufrichten und will beide, den Knig und die Frsten, daselbst umbringen, spricht der HErr.
Jer 49:39 Aber in der letzten Zeit will ich das Gefngnis Elams wieder wenden, spricht der HErr.
Jer 50:1 Dies ist das Wort, welches der HErr durch den Propheten Jeremia geredet hat wider Babel und das Land der Chalder:
Jer 50:2 Verkndiget unter den Heiden und lasst erschallen, werfet ein Panier auf; lasst erschallen, und verberget's nicht und sprecht: Babel ist gewonnen, Bel steht mit Schanden, Merodach ist zerschmettert; ihre Gtzen stehen mit Schanden, und ihre Gtter sind zerschmettert!
Jer 50:3 Denn es zieht von Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird ihr Land zur Wste machen, dass niemand darin wohnen wird, sondern beide, Leute und Vieh, davonfliehen werden.
Jer 50:4 In denselben Tagen und zur selben Zeit, spricht der HErr, werden kommen die Kinder Israel samt den Kindern Juda und weinend daherziehen und den HErrn, ihren Gott, suchen.
Jer 50:5 Sie werden forschen nach dem Wege gen Zion, dahin sich kehren: Kommt, wir wollen uns zum HErrn fgen mit einem ewigen Bunde, des nimmermehr vergessen werden soll!
Jer 50:6 Denn mein Volk ist wie eine verlorene Herde; ihre Hirten haben sie verfhrt und auf den Bergen in der Irre gehen lassen, dass sie von den Bergen auf die Hgel gegangen sind und ihre Hrden vergessen haben.
Jer 50:7 Es fraen sie alle, die sie antrafen; und ihre Feinde sprachen: Wir tun nicht unrecht! darum dass sie sich haben versndigt an dem HErrn in der Wohnung der Gerechtigkeit und an dem HErrn, der ihrer Vter Hoffnung ist.
Jer 50:8 Fliehet aus Babel und ziehet aus der Chalder Lande und stellt euch als Bcke vor der Herde her.
Jer 50:9 Denn siehe, ich will groe Vlker in Haufen aus dem Lande gegen Mitternacht erwecken und wider Babel heraufbringen, die sich wider sie sollen rsten, welche sie sollen auch gewinnen; ihre Pfeile sind wie die eines guten Kriegers, der nicht fehlt.
Jer 50:10 Und das Chalderland soll ein Raub werden, dass alle, die sie berauben, sollen genug davon haben, spricht der HErr;
Jer 50:11 darum dass ihr euch des freut und rhmt, dass ihr mein Erbteil geplndert habt, und hpft wie die jungen Klber und wiehert wie die starken Gule.
Jer 50:12 Eure Mutter besteht mit groer Schande, und die euch geboren hat, ist zum Spott geworden; siehe, unter den Heiden ist sie die geringste, wst, drr und de.
Jer 50:13 Denn vor dem Zorn des HErrn muss sie unbewohnt und ganz wst bleiben, dass alle, so bei Babel vorbergehen, werden sich verwundern und pfeifen ber all ihr Plage.
Jer 50:14 Rstet euch wider Babel umher, alle Schtzen, schiet in sie, spart die Pfeile nicht; denn sie hat wider den HErrn gesndigt.
Jer 50:15 Jauchzt ber sie um und um! Sie muss sich ergeben, ihr Grundfesten sind zerfallen, ihre Mauern sind abgebrochen; denn das ist des HErrn Rache. Rcht euch an ihr, tut ihr, wie sie getan hat.
Jer 50:16 Rottet aus von Babel beide, den Semann und den Schnitter in der Ernte, dass ein jeglicher vor dem Schwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk und ein jeglicher fliehe in sein Land.
Jer 50:17 Israel hat mssen sein eine zerstreute Herde, die die Lwen verscheucht haben. Am ersten fra sie der Knig von Assyrien; darnach berwltigte sie Nebukadnezar, der Knig zu Babel.
Jer 50:18 Darum spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will den Knig zu Babel heimsuchen und sein Land, gleichwie ich den Knig von Assyrien heimgesucht habe.
Jer 50:19 Israel aber will ich wieder Heim zu seiner Wohnung bringen, dass sie auf Karmel und Basan weiden und ihre Seele auf dem Gebirge Ephraim und Gilead gesttigt werden soll.
Jer 50:20 Zur selben Zeit und in denselben Tagen wird man die Missetat Israels suchen, spricht der HErr, aber es wird keine da sein, und die Snden Judas, aber es wird keine gefunden werden; denn ich will sie vergeben denen, so ich brigbleiben lasse.
Jer 50:21 Zieh hinauf wider das Land, das alles verbittert hat; zieh hinauf wider die Einwohner der Heimsuchung; verheere und verbanne ihre Nachkommen, spricht der HErr, und tue alles, was ich dir befohlen habe!
Jer 50:22 Es ist ein Kriegsgeschrei im Lande und groer Jammer.
Jer 50:23 Wie geht's zu, dass der Hammer der ganzen Welt zerbrochen und zerschlagen ist? Wie geht's zu, dass Babel eine Wste geworden ist unter allen Heiden?
Jer 50:24 Ich habe dir nachgestellt, Babel; darum bist du auch gefangen, ehe du dich's versahst; du bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem HErrn getrotzt.
Jer 50:25 Der HErr hat seinen Schatz aufgetan und die Waffen seines Zorns hervorgebracht; denn der Herr HErr Zebaoth hat etwas auszurichten in der Chalder Lande.
Jer 50:26 Kommt her wider sie, ihr vom Ende, ffnet ihre Kornhuser, werft sie in einen Haufen und verbannt sie, dass ihr nichts brigbleibe!
Jer 50:27 Erwrgt alle ihre Rinder, fhrt sie hinab zu Schlachtbank! Weh ihnen! denn der Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
Jer 50:28 Man hrt ein Geschrei der Flchtigen und derer, so entronnen sind aus dem Lande Babel, auf dass sie verkndigen zu Zion die Rache des HErrn, unsres Gottes, die Rache seines Tempels.
Jer 50:29 Ruft viel wider Babel, belagert sie um und um, alle Bogenschtzen, und lasst keinen davonkommen! Vergeltet ihr, wie sie verdient hat; wie sie getan hat, so tut ihr wieder! denn sie hat stolz gehandelt wider den HErr, den Heiligen in Israel.
Jer 50:30 Darum soll ihre junge Mannschaft fallen auf ihren Gassen, und alle Kriegsleute sollen untergehen zur selben Zeit, spricht der HErr.
Jer 50:31 Siehe, du Stolzer, ich will an dich, spricht der Herr HErr Zebaoth; denn dein Tag ist gekommen, die Zeit deiner Heimsuchung.
Jer 50:32 Da soll der Stolze strzen und fallen, dass ihn niemand aufrichte; ich will seine Stdte mit Feuer anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, verzehren.
Jer 50:33 So spricht der HErr Zebaoth: Siehe, die Kinder Israel samt den Kindern Juda mssen Gewalt und Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggefhrt haben, halten sie und wollen sie nicht loslassen.
Jer 50:34 Aber ihr Erlser ist stark, der heit HErr Zebaoth; der wird ihre Sache so ausfhren, dass er das Land bebend und die Einwohner zu Babel zitternd mache.
Jer 50:35 Schwert soll kommen, spricht der HErr, ber die Chalder und ber ihr Einwohner zu Babel und ber ihre Frsten und ber ihre Weisen!
Jer 50:36 Schwert soll kommen ber ihre Weissager, dass sie zu Narren werden; Schwert soll kommen ber ihre Starken, dass sie verzagen!
Jer 50:37 Schwert soll kommen ber ihre Rosse und Wagen und alles fremde Volk, so darin sind, dass sie zu Weibern werden! Schwert soll kommen ber ihre Schtze, dass sie geplndert werden!
Jer 50:38 Trockenheit soll kommen ber ihre Wasser, dass sie versiegen! denn es ist ein Gtzenland, und sie trotzen auf ihre schrecklichen Gtzen.
Jer 50:39 Darum sollen Wstentiere und wilde Hunde darin wohnen und die jungen Straue; und es soll nimmermehr bewohnt werden und niemand darin hausen fr und fr,
Jer 50:40 gleichwie Gott Sodom und Gomorra samt ihren Nachbarn umgekehrt hat, spricht der HErr, dass niemand darin wohne noch ein Mensch darin hause.
Jer 50:41 Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her; viele Heiden und viele Knige werden vom Ende der Erde sich aufmachen.
Jer 50:42 Die haben Bogen und Lanze; sie sind grausam und unbarmherzig; ihr Geschrei ist wie das Brausen des Meeres; sie reiten auf Rossen, gerstet wie Kriegsmnner wider dich, du Tochter Babel.
Jer 50:43 Wenn der Knig zu Babel ihr Gercht hren wird, so werden ihm die Fuste entsinken; ihm wird so angst und bange werden wie einer Frau in Kindsnten.
Jer 50:44 Siehe, er kommt herauf wie ein Lwe vom stolzen Jordan wider die festen Hrden; denn ich will sie daraus eilends wegtreiben, und den, der erwhlt ist, darbersetzen. Denn wer ist mir gleich, wer will micht meistern, und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann?
Jer 50:45 So hrt nun den Ratschlag des HErrn, den er ber Babel hat, und seine Gedanken, die er hat ber die Einwohner im Land der Chalder! Was gilt's? ob nicht die Hirtenknaben sie fortschleifen werden und ihre Wohnung zerstren.
Jer 50:46 Und die Erde wird beben von dem Geschrei, und es wird unter den Heiden erschallen, wenn Babel gewonnen wird.
Jer 51:1 So spricht der HErr: Siehe, ich will einen scharfen Wind erwecken wider Babel und wider ihre Einwohner, die sich wider mich gesetzt haben.
Jer 51:2 Ich will auch Worfler gen Babel schicken, die sie worfeln sollen und ihr Land ausfegen, die allenthalben um sie sein werden am Tage ihres Unglcks;
Jer 51:3 denn ihre Schtzen werden nicht schieen, und ihre Geharnischten werden sich nicht wehren knnen. So verschont nun ihre junge Mannschaft nicht, verbannet all ihr Heer,
Jer 51:4 dass die Erschlagenen daliegen im Lande der Chalder und die Erstochenen auf ihren Gassen!
Jer 51:5 Denn Israel und Juda sollen nicht Witwen von ihrem Gott, dem HErrn Zebaoth, gelassen werden. Denn jener Land hat sich hoch verschuldet am Heiligen in Israel.
Jer 51:6 Fliehet aus Babel, damit ein jeglicher seine Seele errette, dass ihr nicht untergeht in ihrer Missetat! Denn dies ist die Zeit der Rache des HErrn, der ein Vergelter ist und will ihnen bezahlen.
Jer 51:7 Ein goldener Kelch, der alle Welt trunken gemacht hat, war Babel in der Hand des HErrn; alle Heiden haben von ihrem Wein getrunken, darum sind die Heiden so toll geworden.
Jer 51:8 Wie pltzlich ist Babel gefallen und zerschmettert! Heulet ber sie, nehmet auch Salbe zu ihren Wunden, ob sie vielleicht mchte heil werden!
Jer 51:9 Wir heilen Babel; aber sie will nicht heil werden. So lasst sie fahren und lasst uns ein jeglicher in sein Land ziehen! Denn ihre Strafe reicht bis an den Himmel und langt hinauf bis an die Wolken.
Jer 51:10 Der HErr hat unsre Gerechtigkeit hervorgebracht; kommt, lasst uns zu Zion erzhlen die Werke des HErrn, unsres Gottes!
Jer 51:11 Ja, schrft nun die Pfeile wohl und rstet die Schilde! Der HErr hat den Mut der Knige in Medien erweckt; denn seine Gedanken stehen wider Babel, dass er sie verderbe. Denn dies ist die Rache des HErrn, die Rache seines Tempels.
Jer 51:12 Ja, steckt nun Panier auf die Mauern zu Babel, nehmt die Wache ein, setzt Wchter, bestellt die Hut! denn der HErr gedenkt etwas und wird auch tun, was er wider die Einwohner zu Babel geredet hat.
Jer 51:13 Die du an groen Wassern wohnst und groe Schtze hast, dein Ende ist gekommen, und dein Geiz ist aus!
Jer 51:14 Der HErr Zebaoth hat bei seiner Seele geschworen: Ich will dich mit Menschen fllen, als wren's Kfer; die sollen dir ein Liedlein singen!
Jer 51:15 Er hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis durch seine Weisheit bereitet und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
Jer 51:16 Wenn er donnert, so ist da Wasser die Menge unter dem Himmel; er zieht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und lsst den Wind kommen aus seinen Vorratskammern.
Jer 51:17 Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und die Goldschmiede bestehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Gtzen sind Trgerei und haben kein Leben.
Jer 51:18 Es ist eitel Nichts und verfhrerisches Werk; sie mssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden.
Jer 51:19 Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern der alle Dinge schafft, der ist's, und Israel ist sein Erbteil. Er heit HErr Zebaoth.
Jer 51:20 Du bist mein Hammer, meine Kriegswaffe; durch dich zerschmettere ich die Heiden und zerstre die Knigreiche;
Jer 51:21 durch dich zerschmettere ich Rosse und Reiter und zerschmettere Wagen und Fuhrmnner;
Jer 51:22 durch dich zerschmettere ich Mnner und Weiber und zerschmettere Alte und Junge und zerschmettere Jnglinge und Jungfrauen;
Jer 51:23 durch dich zerschmettere ich Hirten und Herden und zerschmettere Bauern und Joche und zerschmettere Frsten und Herren.
Jer 51:24 Und ich will Babel und allen Einwohnern in Chalda vergelten alle ihre Bosheit, die sie an Zion begangen haben, vor euren Augen, spricht der HErr.
Jer 51:25 Siehe, ich will an dich, du schdlicher Berg, der du alle Welt verderbest, spricht der HErr; ich will meine Hand ber dich strecken und dich von den Felsen herabwlzen und will einen verbrannten Berg aus dir machen,
Jer 51:26 dass man weder Eckstein noch Grundstein aus dir nehmen knne, sondern eine ewige Wste sollst du sein, spricht der HErr.
Jer 51:27 Werfet Panier auf im Lande, blaset die Posaune unter den Heiden, heiliget die Heiden wider sie; rufet wider sie die Knigreiche Ararat, Minni und Askenas; bestellt Hauptleute wider sie; bringt Rosse herauf wie flatternde Kfer!
Jer 51:28 Heiligt die Heiden wider sie, die Knige aus Medien samt allen ihren Frsten und Herren und das ganze Land ihrer Herrschaft,
Jer 51:29 dass das Land erbebe und erschrecke; denn die Gedanken des HErrn wollen erfllt werden wider Babel, dass er das Land Babel zur Wste mache, darin niemand wohne.
Jer 51:30 Die Helden zu Babel werden nicht zu Felde ziehen, sondern mssen in der Festung bleiben, ihre Strke ist aus, sie sind Weiber geworden; ihre Wohnungen sind angesteckt und ihre Riegel zerbrochen.
Jer 51:31 Es luft hier einer und da einer dem andern entgegen, und eine Botschaft begegnet der andern, dem Knig zu Babel anzusagen, dass seine Stadt gewonnen sei bis ans Ende
Jer 51:32 und die Furten eingenommen und die Seen ausgebrannt sind und die Kriegsleute seien blde geworden.
Jer 51:33 Denn also spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne, wenn man darauf drischt; es wird ihre Ernte gar bald kommen.
Jer 51:34 Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat mich gefressen und umgebracht; er hat aus mir ein leeres Gef gemacht; er hat mich verschlungen wie ein Drache; er hat seinen Bauch gefllt mit meinem Kstlichsten; er hat mich verstoen.
Jer 51:35 Nun aber komme ber Babel der Frevel, an mir begangen und an meinem Fleische, spricht die Einwohnerin zu Zion, und mein Blut ber die Einwohner in Chalda, spricht Jerusalem.
Jer 51:36 Darum spricht der HErr also: Siehe, ich will dir deine Sache ausfhren und dich rchen; ich will ihr Meer austrocknen und ihre Brunnen versiegen lassen.
Jer 51:37 Und Babel soll zum Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale werden, zum Wunder und zum Anpfeifen, dass niemand darin wohne.
Jer 51:38 Sie sollen miteinander brllen wie die Lwen und schreien wie die jungen Lwen.
Jer 51:39 Ich will sie mit ihrem Trinken in die Hitze setzen und will sie trunken machen, dass sie frhlich werden und einen ewigen Schlaf schlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der HErr.
Jer 51:40 Ich will sie herunterfhren wie Lmmer zur Schlachtbank, wie die Widder mit den Bcken.
Jer 51:41 Wie ist Sesach so gewonnen und die Berhmte in aller Welt so eingenommen! Wie ist Babel so zum Wunder geworden unter den Heiden!
Jer 51:42 Es ist ein Meer ber Babel gegangen, und es ist mit seiner Wellen Menge bedeckt.
Jer 51:43 Ihre Stdte sind zur Wste und zu einem drren, den Lande geworden, zu einem Lande, darin niemand wohnt und darin kein Mensch wandelt.
Jer 51:44 Denn ich habe den Bel zu Babel heimgesucht und habe aus seinem Rachen gerissen, was er verschlungen hatte; und die Heiden sollen nicht mehr zu ihm laufen; denn es sind auch die Mauern zu Babel zerfallen.
Jer 51:45 Ziehet heraus, mein Volk, und errette ein jeglicher seine Seele vor dem grimmigen Zorn des HErrn!
Jer 51:46 Euer Herz mchte sonst weich werden und verzagen vor dem Geschrei, das man im Lande hren wird; denn es wird ein Geschrei bers Jahr gehen und darnach im andern Jahr auch ein Geschrei ber Gewalt im Lande und wird ein Frst wider den andern sein.
Jer 51:47 Darum siehe, es kommt die Zeit, dass ich die Gtzen zu Babel heimsuchen will und ihr ganzes Land zu Schanden werden soll und ihre Erschlagenen darin liegen werden.
Jer 51:48 Himmel und Erde und alles was darinnen ist, werden jauchzen ber Babel, dass ihre Verstrer von Mitternacht gekommen sind, spricht der HErr.
Jer 51:49 Und wie Babel in Israel die Erschlagenen gefllt hat, also sollen zu Babel die Erschlagenen fallen im ganzen Lande.
Jer 51:50 So ziehet nun hin, die ihr dem Schwert entronnen seid, und sumet euch nicht! Gedenket des HErrn im fernen Lande und lasset euch Jerusalem im Herzen sein!
Jer 51:51 Wir waren zu Schanden geworden, da wir die Schmach hren mussten, und die Scham unser Angesicht bedeckte, da die Fremden ber das Heiligtum des Hauses des HErrn kamen.
Jer 51:52 Darum siehe, die Zeit kommt, spricht der HErr, dass ich ihre Gtzen heimsuchen will, und im ganzen Lande sollen die tdlich Verwundeten seufzen.
Jer 51:53 Und wenn Babel gen Himmel stiege und ihre Macht in der Hhe festmachte, so sollen doch Verstrer von mir ber sie kommen, spricht der HErr.
Jer 51:54 Man hrt ein Geschrei zu Babel und einen groen Jammer in der Chalder Lande;
Jer 51:55 denn der HErr verstrt Babel und verderbt sie mit groem Getmmel; ihre Wellen brausen wie die groen Wasser, es erschallt ihr lautes Toben.
Jer 51:56 Denn es ist ber Babel der Verstrer gekommen, ihre Helden werden gefangen, ihre Bogen zerbrochen; denn der Gott der Rache, der HErr, bezahlt ihr.
Jer 51:57 Ich will ihre Frsten, Weisen, Herren und Hauptleute und Krieger trunken machen, dass sie einen ewigen Schlaf sollen schlafen, davon sie nimmermehr aufwachen, spricht der Knig, der da heit HErr Zebaoth.
Jer 51:58 So spricht der HErr Zebaoth: Die Mauern der groen Babel sollen untergraben und ihre hohen Tore mit Feuer angesteckt werden, dass der Heiden Arbeit verloren sei, und dass verbrannt werde, was die Vlker mit Mhe erbaut haben.
Jer 51:59 Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia befahl Seraja dem Sohn Nerias, des Sohnes Maasejas, da er zog mit Zedekia, dem Knig in Juda, gen Babel im vierten Jahr seines Knigreichs. Und Seraja war der Marschall fr die Reise.
Jer 51:60 Und Jeremia schrieb all das Unglck, so ber Babel kommen sollte, in ein Buch, nmlich alle diese Worte, die wider Babel geschrieben sind.
Jer 51:61 Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du gen Babel kommst, so schaue zu und lies alle diese Worte
Jer 51:62 und sprich: HErr, du hast geredet wider diese Sttte, dass du sie willst ausrotten, dass niemand darin wohne, weder Mensch noch Vieh, sondern dass sie ewiglich wst sei.
Jer 51:63 Und wenn du das Buch hast ausgelesen, so binde einen Stein daran und wirf es in den Euphrat
Jer 51:64 und sprich: also soll Babel versenkt werden und nicht wieder aufkommen von dem Unglck, das ich ber sie bringen will, sondern vergehen. So weit hat Jeremia geredet.
Jer 52:1 Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward und regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, eine Tochter Jeremias zu Libna.
Jer 52:2 Und er tat was dem HErrn bel gefiel, gleich wie Jojakim getan hatte.
Jer 52:3 Denn es ging des HErrn Zorn ber Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab vom Knig zu Babel.
Jer 52:4 Aber im neunten Jahr seines Knigreichs, am zehnten Tage des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, samt all seinem Heer wider Jerusalem, und sie belagerten es und machten Bollwerke ringsumher.
Jer 52:5 Und blieb also die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Knigs Zedekia.
Jer 52:6 Aber am neunten Tage des vierten Monats nahm der Hunger berhand in der Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen.
Jer 52:7 Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und zogen zur Stadt hinaus bei der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen den zwei Mauern, der zum Garten des Knigs geht. Aber die Chalder lagen um die Stadt her.
Jer 52:8 Und da diese zogen des Weges zum blachen Feld, jagte der Chalder Heer dem Knig nach und ergriffen Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreute sich all sein Heer von ihm.
Jer 52:9 Und sie fingen den Knig und brachten ihn hinauf zum Knig zu Babel gen Ribla, das im Lande Hamath liegt, der sprach ein Urteil ber ihn.
Jer 52:10 Allda lie der Knig zu Babel die Shne Zedekias vor seinen Augen erwrgen und erwrgte alle Frsten Judas zu Ribla.
Jer 52:11 Aber Zedekia lie er die Augen ausstechen und lie ihn mit zwei Ketten binden, und fhrte ihn also der Knig zu Babel gen Babel und legte ihn ins Gefngnis, bis dass er starb.
Jer 52:12 Am zehnten Tage des fnften Monats, welches ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, kam Nebusaradan, der Hauptmann der Trabanten, der stets um den Knig zu Babel war gen Jerusalem
Jer 52:13 und verbrannte des HErrn Haus und des Knigs Haus und alle Huser zu Jerusalem; alle groen Huser verbrannte er mit Feuer.
Jer 52:14 Und das ganze Heer der Chalder, so bei dem Hauptmann war, riss um alle Mauern zu Jerusalem ringsumher.
Jer 52:15 Aber das arme Volk und andere Volk so noch brig war in der Stadt, und die zum Knig zu Babel fielen und das brige Handwerksvolk fhrte Nebusaradan, der Hauptmann, gefangen weg.
Jer 52:16 Und vom armen Volk auf dem Lande lie Nebusaradan, der Hauptmann, bleiben Weingrtner und Ackerleute.
Jer 52:17 Aber die ehernen Sulen am Hause des HErr und das Gesthl und das eherne Meer am Hause des HErrn zerbrachen die Chalder und fhrten all das Erz davon gen Babel.
Jer 52:18 Und die Kessel, Schaufeln, Messer, Becken, Kellen und alle ehernen Gefe, die man im Gottesdienst pflegte zu brauchen, nahmen sie weg.
Jer 52:19 Dazu nahm der Hauptmann, was golden und silbern war an Bechern, Ruchtpfen, Becken, Kesseln, Leuchtern, Lffeln und Schalen.
Jer 52:20 Die zwei Sulen, das Meer, die Zwlf ehernen Rinder darunter und die Gesthle, welche der Knig Salomo hatte lassen machen zum Hause des HErrn, alles dieses Gertes aus Erz war unermesslich viel.
Jer 52:21 Der zwei Sulen aber war eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur, zwlf Ellen lang, reichte um sie her, und war eine jegliche vier Finger dick und inwendig hohl;
Jer 52:22 und stand auf jeglicher ein eherner Knauf, fnf Ellen hoch, und ein Gitterwerk und Granatpfel waren an jeglichem Knauf ringsumher, alles ehern; und war eine Sule wie die andere, die Granatpfel auch.
Jer 52:23 Es waren der Granatpfel sechsundneunzig daran, und aller Granatpfel waren hundert an einem Gitterwerk rings umher.
Jer 52:24 Und der Hauptmann nahm den obersten Priester Seraja und den Priester Zephanja, den nchsten nach ihm, und die drei Torhter
Jer 52:25 und einen Kmmerer aus der Stadt, welcher ber die Kriegsleute gesetzt war, und sieben Mnner, welche um den Knig sein mussten, die in der Stadt gefunden wurden, dazu den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Volk im Lande zum Heer aufbot, dazu sechzig Mann Landvolks, so in der Stadt gefunden wurden:
Jer 52:26 diese nahm Nebusaradan, der Hauptmann, und brachte sie dem Knig zu Babel gen Ribla.
Jer 52:27 Und der Knig zu Babel schlug sie tot zu Ribla, das im Lande Hamath liegt. Also ward Juda aus seinem Lande weggefhrt.
Jer 52:28 Dies ist das Volk, welches Nebukadnezar weggefhrt hat: im siebenten Jahr dreitausend und dreiundzwanzig Juden;
Jer 52:29 Im achtzehnten Jahr aber des Nebukadnezars achthundert und zweiunddreiig Seelen aus Jerusalem;
Jer 52:30 und im dreiundzwanzigsten Jahr des Nebukadnezars fhrte Nebusaradan, der Hauptmann, siebenhundert und fnfundvierzig Seelen weg aus Juda. Alle Seelen sind viertausend und sechshundert.
Jer 52:31 Aber im siebenunddreiigsten Jahr, nachdem Jojachin, der Knig zu Juda, weggefhrt war, am fnfundzwanzigsten Tage des zwlften Monats, erhob Evil-Merodach, der Knig zu Babel, im Jahr, da er Knig ward, das Haupt Jojachins, des Knigs in Juda, und lie ihn aus dem Gefngnis
Jer 52:32 und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Stuhl ber der Knige Sthle, die bei ihm zu Babel waren,
Jer 52:33 und wandelte ihm seines Gefngnisses Kleider, dass er vor ihm a stets sein Leben lang.
Jer 52:34 Und ihm ward stets sein Unterhalt vom Knig zu Babel gegeben, wie es ihm verordnet war, sein ganzes Leben lang bis an sein Ende.
Lam 1:1 Wie liegt die Stadt so wst, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Frstin unter den Heiden; und die eine Knigin in den Lndern war, muss nun dienen.
Lam 1:2 Sie weint des Nachts, dass ihr die Trnen ber die Wangen laufen; es ist niemand unter allen ihren Freunden, der sie trstet; alle ihre Nchsten sind ihr untreu und ihre Feinde geworden.
Lam 1:3 Juda ist gefangen in Elend und schwerem Dienst; sie wohnt unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger halten sie bel.
Lam 1:4 Die Straen gen Zion liegen wst; weil niemand auf ein Fest kommt; alle ihre Tore stehen de, ihre Priester seufzen; ihre Jungfrauen sehen jmmerlich, und sie ist betrbt.
Lam 1:5 Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden geht's wohl; denn der HErr hat sie voll Jammers gemacht um ihrer groen Snden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem Feinde hin gezogen.
Lam 1:6 Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Frsten sind wie die Widder, die keine Weide finden und matt vor dem Treiber her gehen.
Lam 1:7 Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist und wie viel Gutes sie von alters her gehabt hat, weil all ihr Volk darniederliegt unter dem Feinde und ihr niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate.
Lam 1:8 Jerusalem hat sich versndigt; darum muss sie sein wie ein unrein Weib. Alle die sie ehrten, verschmhen sie jetzt, weil sie ihre Ble sehen; sie aber seufzt und hat sich abgewendet.
Lam 1:9 Ihr Unflat klebt an ihrem Saum; sie htte nicht gemeint, dass es ihr zuletzt so gehen wrde. Sie ist ja zu greulich heruntergestoen und hat dazu niemand, der sie trstet. Ach HErr, siehe an mein Elend; denn der Feind prangt sehr!
Lam 1:10 Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie musste zusehen, dass die Heiden in ihr Heiligtum gingen, von denen du geboten hast, sie sollen nicht in die Gemeinde kommen.
Lam 1:11 All ihr Volk seufzt und geht nach Brot; sie geben ihre Kleinode um Speise, dass sie die Seele laben. Ach HErr sieh doch und schaue, wie schnde ich geworden bin!
Lam 1:12 Euch sage ich allen, die ihr vorbergeht; Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat; denn der HErr hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns.
Lam 1:13 Er hat ein Feuer aus der Hhe in meine Gebeine gesandt und es lassen walten. Er hat meinen Fen ein Netz gestellt und mich zurckgeprellt; er hat mich zur Wste gemacht, dass ich tglich trauern muss.
Lam 1:14 Meine schweren Snden sind durch seine Strafe erwacht und in Haufen mir auf den Hals gekommen, dass mir alle meine Kraft vergeht. Der HErr hat mich also zugerichtet, dass ich nicht aufkommen kann.
Lam 1:15 Der HErr hat zertreten alle meine Starken, die ich hatte; er hat ber mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der HErr hat der Jungfrau Tochter Juda die Kelter getreten.
Lam 1:16 Darum weine ich so, und meine beiden Augen flieen mit Wasser, dass der Trster, der meine Seele sollte erquicken, fern von mir ist. Meine Kinder sind dahin; denn der Feind hat die Oberhand gekriegt.
Lam 1:17 Zion streckt ihre Hnde aus, und ist doch niemand, der sie trste; denn der HErr hat rings um Jakob her seinen Feinden geboten, dass Jerusalem muss zwischen ihnen sein wie ein unrein Weib.
Lam 1:18 Der HErr ist gerecht; denn ich bin seinem Munde ungehorsam gewesen. Hret, alle Vlker, schauet meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und Jnglinge sind ins Gefngnis gegangen.
Lam 1:19 Ich rief meine Freunde an, aber sie haben mich betrogen. Meine Priester und ltesten in der Stadt sind verschmachtet; denn sie gehen nach Brot, damit sie ihre Seele laben.
Lam 1:20 Ach Herr, siehe doch, wie bange ist mir, dass mir's im Leibe davon weh tut! Mein Herz wallt mir in meinem Leibe, weil ich so gar ungehorsam gewesen bin. Drauen hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod zur Witwe gemacht.
Lam 1:21 Man hrt's wohl, dass ich seufze, und habe doch keinen Trster; alle meine Feinde hren mein Unglck und freuen sich; das machst du. So lass doch den Tag kommen, den du ausrufest, dass es ihnen gehen soll wie mir.
Lam 1:22 Lass alle ihre Bosheit vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich um aller meiner Missetat willen zugerichtet hast; denn meines Seufzens ist viel, und mein Herz ist betrbt.
Lam 2:1 Wie hat der HErr die Tochter Zion mit seinem Zorn berschttet! Er hat die Herrlichkeit Israels vom Himmel auf die Erde geworfen; er hat nicht gedacht an seinen Fuschemel am Tage seines Zorns.
Lam 2:2 Der HErr hat alle Wohnungen Jakobs ohne Barmherzigkeit vertilgt; er hat die Festen der Tochter Juda abgebrochen in seinem Grimm und geschleift; er hat entweiht beide, ihr Knigreich und ihre Frsten.
Lam 2:3 Er hat alle Hrner Israels in seinem grimmigen Zorn zerbrochen; er hat seine rechte Hand hinter sich gezogen, da der Feind kam, und hat in Jakob ein Feuer angesteckt, das umher verzehrt.
Lam 2:4 Er hat seinen Bogen gespannt wie ein Feind; seine rechte Hand hat er gefhrt wie ein Widersacher und hat erwrgt alles, was lieblich anzusehen war, und seinen Grimm wie ein Feuer ausgeschttet in der Htte der Tochter Zion.
Lam 2:5 Der HErr ist gleich wie ein Feind; er hat vertilgt Israel; er hat vertilgt alle ihre Palste und hat die Festen verderbt; er hat der Tochter Juda viel Klagens und Leides gemacht.
Lam 2:6 Er hat sein Gezelt zerwhlt wie einen Garten und seine Wohnung verderbt; der HErr hat zu Zion Feiertag und Sabbat lassen vergessen und in seinem grimmigen Zorn Knig und Priester schnden lassen.
Lam 2:7 Der HErr hat seinen Altar verworfen und sein Heiligtum entweiht; er hat die Mauern ihrer Palste in des Feindes Hnde gegeben, dass sie im Hause des Herrn geschrieen haben wie an einem Feiertag.
Lam 2:8 Der HErr hat gedacht zu verderben die Mauer der Tochter Zion; er hat die Richtschnur darbergezogen und seine Hand nicht abgewendet, bis er sie vertilgte; die Zwinger stehen klglich, und die Mauer liegt jmmerlich.
Lam 2:9 Ihre Tore liegen tief in der Erde; er hat die Riegel zerbrochen und zunichte gemacht. Ihr Knig und ihre Frsten sind unter den Heiden, wo sie das Gesetz nicht ben knnen und ihre Propheten kein Gesicht vom HErrn haben.
Lam 2:10 Die ltesten der Tochter Zion liegen auf der Erde und sind still; sie werfen Staub auf ihre Hupter und haben Scke angezogen; die Jungfrauen von Jerusalem hngen ihr Hupter zur Erde.
Lam 2:11 Ich habe schier meine Augen ausgeweint, dass mir mein Leib davon wehe tut; meine Leber ist auf die Erde ausgeschttet ber den Jammer der Tochter meines Volkes, da die Suglinge und Unmndigen auf den Gassen in der Stadt verschmachteten,
Lam 2:12 da sie so zu ihren Mttern sprachen: Wo ist Brot und Wein? da sie auf den Gassen in der Stadt verschmachteten wie die tdlich Verwundeten und in den Armen ihrer Mtter den Geist aufgaben.
Lam 2:13 Ach du Tochter Jerusalem, wem soll ich dich vergleichen, und wofr soll ich dich rechnen? Du Jungfrau Tochter Zion, wem soll ich dich vergleichen, damit ich dich trsten mchte? Denn dein Schaden ist gro wie ein Meer; wer kann dich heilen?
Lam 2:14 Deine Propheten haben dir lose und trichte Gesichte gepredigt und dir deine Missetat nicht geoffenbart, damit sie dein Gefngnis abgewandt htten, sondern haben dir gepredigt lose Predigt, damit sie dich zum Lande hinaus predigten.
Lam 2:15 Alle, die vorbergehen, klatschen mit den Hnden, pfeifen dich an und schtteln den Kopf ber die Tochter Jerusalem; Ist das die Stadt, von der man sagt, sie sei die allerschnste, der sich das ganze Land freut?
Lam 2:16 Alle deine Feinde sperren ihr Maul auf wider dich, pfeifen dich an, blecken die Zhne und sprechen: He! wir haben sie vertilgt; das ist der Tag, den wir begehrt haben; wir haben's erlangt, wir haben's erlebt.
Lam 2:17 Der HErr hat getan, was er vorhatte; er hat sein Wort erfllt, das er lngst zuvor geboten hat; er hat ohne Barmherzigkeit zerstrt; er hat den Feind ber dich erfreut und deiner Widersacher Horn erhht.
Lam 2:18 Ihr Herz schrie zum HErrn. O du Mauer der Tochter Zion, lass Tag und Nacht Trnen herabflieen wie einen Bach; hre nicht auf, und dein Augapfel lasse nicht ab.
Lam 2:19 Stehe des Nachts auf und schreie; schtte dein Herz aus in der ersten Wache gegen den HErrn wie Wasser; hebe deine Hnde gegen ihn auf um der Seelen willen deiner jungen Kinder, die vor Hunger verschmachten vorn an allen Gassen!
Lam 2:20 HErr, schaue und siehe doch, wen du so verderbt hast! Sollen denn die Weiber ihres Leibes Frucht essen, die Kindlein, so man auf Hnden trgt? Sollen denn Propheten und Priester in dem Heiligtum des HErrn erwrgt werden?
Lam 2:21 Es lagen in den Gassen auf der Erde Knaben und Alte; meine Jungfrauen und Jnglinge sind durchs Schwert gefallen. Du hast erwrgt am Tage deines Zorns; du hast ohne Barmherzigkeit geschlachtet.
Lam 2:22 Du hast meine Feinde umher gerufen wie auf einen Feiertag, dass niemand am Tage des Zorns des HErrn entronnen oder briggeblieben ist. Die ich auf den Hnden getragen und erzogen habe, die hat der Feind umgebracht.
Lam 3:1 Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muss.
Lam 3:2 Er hat mich gefhrt und lassen gehen in die Finsternis und nicht in Licht.
Lam 3:3 Er hat seine Hand gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir fr und fr.
Lam 3:4 Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.
Lam 3:5 Er hat mich verbaut und mich mit Galle und Mhe umgeben.
Lam 3:6 Er hat mich in Finsternis gelegt wie die, so lngst tot sind.
Lam 3:7 Er hat mich vermauert, dass ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt.
Lam 3:8 Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet.
Lam 3:9 Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstcken und meinen Steig umgekehrt.
Lam 3:10 Er hat auf mich gelauert wie ein Br, wie ein Lwe im Verborgenen.
Lam 3:11 Er lsst mich des Weges fehlen. Er hat mich zerstckt und zunichte gemacht.
Lam 3:12 Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt.
Lam 3:13 Er hat aus dem Kcher in meine Nieren schieen lassen.
Lam 3:14 Ich bin ein Spott allem meinem Volk und tglich ihr Liedlein.
Lam 3:15 Er hat mich mit Bitterkeit gesttigt und mit Wermut getrnkt.
Lam 3:16 Er hat meine Zhne zu kleinen Stcken zerschlagen. Er wlzt mich in der Asche.
Lam 3:17 Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich muss des Guten vergessen.
Lam 3:18 Ich sprach: Mein Vermgen ist dahin und meine Hoffnung auf den HErrn.
Lam 3:19 Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Galle getrnkt bin!
Lam 3:20 Du wirst ja daran gedenken; denn meine Seele sagt mir es.
Lam 3:21 Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch.
Lam 3:22 Die Gte des HErrn ist's, dass wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
Lam 3:23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro.
Lam 3:24 Der HErr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
Lam 3:25 Denn der HErr ist freundlich dem, der auf sie harrt, und der Seele, die nach ihm fragt.
Lam 3:26 Es ist ein kstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HErrn hoffen.
Lam 3:27 Es ist ein kstlich Ding einem Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage;
Lam 3:28 dass ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas berfllt,
Lam 3:29 und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung warte
Lam 3:30 und lasse sich auf die Backen schlagen und viel Schmach anlegen.
Lam 3:31 Denn der HErr verstt nicht ewiglich;
Lam 3:32 sondern er betrbt wohl, und erbarmt sich wieder nach seiner Gte.
Lam 3:33 Denn er nicht von Herzen die Menschen plagt und betrbt,
Lam 3:34 als wollte er die Gefangenen auf Erden gar unter seine Fe zertreten
Lam 3:35 und eines Mannes Recht vor dem Allerhchsten beugen lassen
Lam 3:36 und eines Menschen Sache verkehren lassen, gleich als she es der HErr nicht.
Lam 3:37 Wer darf denn sagen, dass solches geschehe ohne des HErrn Befehl
Lam 3:38 und dass nicht Bses und Gutes komme aus dem Munde des Allerhchsten?
Lam 3:39 Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider seine Snde!
Lam 3:40 Und lasst uns erforschen und prfen unser Wesen und uns zum HErrn bekehren!
Lam 3:41 Lasst uns unser Herz samt den Hnden aufheben zu Gott im Himmel!
Lam 3:42 Wir, wir haben gesndigt und sind ungehorsam gewesen; darum hast du billig nicht verschont;
Lam 3:43 sondern du hast uns mit Zorn berschttet und verfolgt und ohne Barmherzigkeit erwrgt.
Lam 3:44 Du hast dich mit einer Wolke verdeckt, dass kein Gebet hindurch konnte.
Lam 3:45 Du hast uns zu Kot und Unflat gemacht unter den Vlkern.
Lam 3:46 Alle unsre Feinde sperren ihr Maul auf wider uns.
Lam 3:47 Wir werden gedrckt und geplagt mit Schrecken und Angst.
Lam 3:48 Meine Augen rinnen mit Wasserbchen ber den Jammer der Tochter meines Volks.
Lam 3:49 Meine Augen flieen und knnen nicht ablassen; denn es ist kein Aufhren da,
Lam 3:50 bis der HErr vom Himmel herabschaue uns sehe darein.
Lam 3:51 Mein Auge frisst mir das Leben weg um die Tchter meiner Stadt.
Lam 3:52 Meine Feinde haben mich gehetzt wie einen Vogel ohne Ursache;
Lam 3:53 sie haben mein Leben in einer Grube fast umgebracht und Steine auf mich geworfen;
Lam 3:54 sie haben mein Haupt mit Wasser berschttet; da sprach ich: Nun bin ich gar dahin.
Lam 3:55 Ich rief aber deinen Namen an, HErr, unten aus der Grube,
Lam 3:56 und du erhrtest meine Stimme: Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien!
Lam 3:57 Du nahest dich zu mir, wenn ich dich anrufe, und sprichst: Frchte dich nicht!
Lam 3:58 Du fhrest, HErr, die Sache meiner Seele und erlsest mein Leben.
Lam 3:59 Du siehest, HErr, wie mir so Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht!
Lam 3:60 Du siehst alle ihre Rache und alle ihre Gedanken wider mich.
Lam 3:61 HErr, du hrest ihr Schmhen und alle ihre Gedanken ber mich,
Lam 3:62 die Lippen meiner Widersacher und ihr dichten wider mich tglich.
Lam 3:63 Schaue doch, sie sitzen oder stehen auf, so singen sie von mir ein Liedlein.
Lam 3:64 Vergilt ihnen, HErr, wie sie verdient haben!
Lam 3:65 Lass ihnen das Herz erschrecken, lass sie deinen Fluch fhlen!
Lam 3:66 Verfolge sie mit deinem Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des HErrn.
Lam 4:1 Wie ist das Gold so gar verdunkelt und das feine Gold so hsslich geworden und liegen Steine des Heiligtums vorn auf allen Gassen zerstreut!
Lam 4:2 Die edlen Kinder Zions, dem Golde gleich geachtet, wie sind sie nun den irdenen Tpfen gleich, die ein Tpfer macht!
Lam 4:3 Auch Schakale reichen die Brste ihren Jungen und sugen sie; aber die Tochter meines Volks muss unbarmherzig sein wie ein Strau in der Wste.
Lam 4:4 Dem Sugling klebt seine Zunge am Gaumen vor Durst; die jungen Kinder heischen Brot, und ist niemand, der es ihnen breche.
Lam 4:5 Die zuvor leckere Speisen aen, verschmachten jetzt auf den Gassen; die zuvor in Scharlach erzogen sind, die mssen jetzt im Kot liegen.
Lam 4:6 Die Missetat der Tochter meines Volks ist grer denn die Snde Sodoms, die pltzlich umgekehrt ward, und kam keine Hand dazu.
Lam 4:7 Ihre Frsten waren reiner denn der Schnee und klarer denn Milch; ihre Gestalt war rtlicher denn Korallen; ihr Ansehen war wie Saphir.
Lam 4:8 Nun aber ist ihre Gestalt so dunkel vor Schwrze, dass man sie auf den Gassen nicht kennt; ihre Haut hngt an den Gebeinen, und sind so drr wie ein Scheit.
Lam 4:9 Den Erwrgten durchs Schwert geschah besser als denen, so da Hungers starben, die verschmachteten und umgebracht wurden vom Mangel der Frchte des Ackers.
Lam 4:10 Es haben die barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst mssen kochen, dass sie zu essen htten im Jammer der Tochter meines Volks.
Lam 4:11 Der HErr hat seinen Grimm vollbracht; er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschttet; er hat zu Zion ein Feuer angesteckt, das auch ihre Grundfesten verzehrt hat.
Lam 4:12 Es htten's die Knige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, dass der Widersacher und Feind sollte zum Tor Jerusalems einziehen.
Lam 4:13 Es ist aber geschehen um der Snden willen ihrer Propheten und um der Missetaten willen ihrer Priester, die darin der Gerechten Blut vergossen.
Lam 4:14 Sie gingen hin und her auf den Gassen wie die Blinden und waren mit Blut besudelt, dass man auch ihre Kleider nicht anrhren konnte;
Lam 4:15 man rief sie an: Weicht, ihr Unreinen, weicht, weicht, rhrt nichts an! Wenn sie flohen und umherirrten, so sagte man auch unter den Heiden: Sie sollten nicht lnger dableiben.
Lam 4:16 Des HErrn Zorn hat sie zerstreut; er will sie nicht mehr ansehen. Die Priester ehrte man nicht, und mit den Alten bte man keine Barmherzigkeit.
Lam 4:17 Noch gafften unsre Augen auf die nichtige Hilfe, bis sie mde wurden, da wir warteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte.
Lam 4:18 Man jagte uns, dass wir auf unsren Gassen nicht gehen durften. Da kam auch unser Ende; unsre Tage sind aus, unser Ende ist gekommen.
Lam 4:19 Unsre Verfolger waren schneller denn die Adler unter dem Himmel; auf den Bergen haben sie uns verfolgt und in der Wste auf uns gelauert.
Lam 4:20 Der Gesalbte des HErrn, der unser Trost war, ist gefangen worden, da sie uns verstrten; des wir uns trsteten, wir wollten unter seinem Schatten leben unter den Heiden.
Lam 4:21 Ja, freue dich und sei frhlich, du Tochter Edom, die du wohnst im Lande Uz! denn der Kelch wird auch ber dich kommen; du musst auch trunken und entblt werden.
Lam 4:22 Aber deine Missetat hat ein Ende, du Tochter Zion; er wird dich nicht mehr lassen wegfhren. Aber deine Missetat, du Tochter Edom, wird er heimsuchen und deine Snden aufdecken.
Lam 5:1 Gedenke, HErr, wie es uns geht; schaue und siehe an unsre Schmach!
Lam 5:2 Unser Erbe ist den Fremden zuteil geworden und unsre Huser den Auslndern.
Lam 5:3 Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsre Mtter sind Witwen.
Lam 5:4 Unser Wasser mssen wir um Geld trinken; unser Holz muss man bezahlt bringen lassen.
Lam 5:5 Man treibt uns ber Hals; und wenn wir schon mde sind, lsst man uns doch keine Ruhe.
Lam 5:6 Wir haben uns mssen gypten und Assur ergeben, auf dass wir Brot satt zu essen haben.
Lam 5:7 Unsre Vter haben gesndigt und sind nicht mehr vorhanden, und wir mssen ihre Missetaten entgelten.
Lam 5:8 Knechte herrschen ber uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand errette.
Lam 5:9 Wir mssen unser Brot mit Gefahr unsres Lebens holen vor dem Schwert in der Wste.
Lam 5:10 Unsre Haut ist verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger.
Lam 5:11 Sie haben die Weiber zu Zion geschwcht und die Jungfrauen in den Stdten Judas.
Lam 5:12 Die Frsten sind von ihnen gehenkt, und die Person der Alten hat man nicht geehrt.
Lam 5:13 Die Jnglinge haben Mhlsteine mssen tragen und die Knaben ber dem Holztragen straucheln.
Lam 5:14 Es sitzen die Alten nicht mehr unter dem Tor, und die Jnglinge treiben kein Saitenspiel mehr.
Lam 5:15 Unsres Herzens Freude hat ein Ende; unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.
Lam 5:16 Die Krone unsres Hauptes ist abgefallen. O weh, dass wir so gesndigt haben!
Lam 5:17 Darum ist auch unser Herz betrbt, und unsre Augen sind finster geworden
Lam 5:18 um des Berges Zion willen, dass er so wst liegt, dass die Fchse darber laufen.
Lam 5:19 Aber du, HErr, der du ewiglich bleibst und dein Thron fr und fr,
Lam 5:20 warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen?
Lam 5:21 Bringe uns, HErr, wieder zu dir, dass wir wieder heimkommen; erneuere unsre Tage wie vor alters!
Lam 5:22 Denn du hast uns verworfen und bist allzusehr ber uns erzrnt.
Eze 1:1 Im dreiigsten Jahr, am fnften Tage des vierten Monats, da ich war unter den Gefangenen am Wasser Chebar, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
Eze 1:2 Derselbe fnfte Tag des Monats war eben im fnften Jahr, nachdem Jojachin, der Knig Judas, war gefangen weggefhrt.
Eze 1:3 Da geschah das Wort des HErrn zu Hesekiel, dem Sohn Busis, dem Priester, im Lande der Chalder, am Wasser Chebar; daselbst kam die Hand des HErrn ber ihn.
Eze 1:4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestmer Wind von Mitternacht her mit einer groen Wolke voll Feuer, das allenthalben umher glnzte; und mitten in dem Feuer war es lichthell.
Eze 1:5 Und darin war es gestaltet wie vier Tiere, und dieselben waren anzusehen wie Menschen.
Eze 1:6 Und ein jegliches hatte vier Angesichter und vier Flgel.
Eze 1:7 Und ihre Beine standen gerade, und ihre Fe waren gleich wie Rinderfe und glnzten wie helles glattes Erz.
Eze 1:8 Und sie hatten Menschenhnde unter ihren Flgeln an ihren vier Seiten; denn sie hatten alle vier ihre Angesichter und ihre Flgel.
Eze 1:9 Und je einer der Flgel rhrte an den andern; und wenn sie gingen, mussten sie nicht herumlenken, sondern wo sie hin gingen, gingen sie stracks vor sich.
Eze 1:10 Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen, und zur rechten Seite gleich einem Lwen bei allen vieren, und zur linken Seite gleich einem Ochsen bei allen vieren, und hinten gleich einem Adler bei allen vieren.
Eze 1:11 Und ihre Angesichter und Flgel waren obenher zerteilt, dass je zwei Flgel zusammenschlugen, und mit zwei Flgeln bedeckten sie ihren Leib.
Eze 1:12 Wo sie hin gingen, da gingen sie stracks vor sich, sie gingen aber, wo der sie hin trieb, und mussten nicht herumlenken, wenn sie gingen.
Eze 1:13 Und die Tiere waren anzusehen wie feurige Kohlen, die da brennen, und wie Fackeln; und das Feuer fuhr hin zwischen den Tieren und gab einen Glanz von sich, und aus dem Feuer gingen Blitze.
Eze 1:14 Die Tiere aber liefen hin und her wie der Blitz.
Eze 1:15 Als ich die Tiere so sah, siehe, da stand ein Rad auf der Erde bei den vier Tieren und war anzusehen wie vier Rder.
Eze 1:16 Und die Rder waren wie Trkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wre ein Rad im andern.
Eze 1:17 Wenn sie gehen wollten, konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen und sie mussten nicht herumlenken, wenn sie gingen.
Eze 1:18 Ihre Felgen und Hhe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller Augen um und um an allen vier Rdern.
Eze 1:19 Auch wenn die vier Tiere gingen, so gingen die Rder auch neben ihnen; und wenn die Tiere sich von der Erde emporhoben, so hoben sich die Rder auch empor.
Eze 1:20 Wo der Geist sie hin trieb, da gingen sie hin, und die Rder hoben sich neben ihnen empor; denn es war der Geist der Tiere in den Rdern.
Eze 1:21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Rder neben ihnen empor; denn es war der Geist der Tiere in den Rdern.
Eze 1:22 Oben aber ber den Tieren war es gestaltet wie ein Himmel, wie ein Kristall, schrecklich, gerade oben ber ihnen ausgebreitet,
Eze 1:23 dass unter dem Himmel ihre Flgel einer stracks gegen den andern standen, und eines jeglichen Leib bedeckten zwei Flgel.
Eze 1:24 Und ich hrte die Flgel rauschen wie groe Wasser und wie ein Getn des Allmchtigen, wenn sie gingen, und wie ein Getmmel in einem Heer. Wenn sie aber still standen, so lieen sie die Flgel nieder.
Eze 1:25 Und wenn sie stillstanden und die Flgel niederlieen, so donnerte es in dem Himmel oben ber ihnen.
Eze 1:26 Und ber dem Himmel, so oben ber ihnen war, war es gestaltet wie ein Saphir, gleichwie ein Stuhl; und auf dem Stuhl sa einer gleichwie ein Mensch gestaltet.
Eze 1:27 Und ich sah, und es war lichthell, und inwendig war es gestaltet wie ein Feuer um und um. Von seinen Lenden berwrts und unterwrts sah ich's wie Feuer glnzen um und um.
Eze 1:28 Gleichwie der Regenbogen sieht in den Wolken, wenn es geregnet hat, also glnzte es um und um. Dies war das Ansehen der Herrlichkeit des HErrn. Und da ich's gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hrte einen reden.
Eze 2:1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Fe, so will ich mit dir reden.
Eze 2:2 Und da er so mit mir redete, ward ich erquickt und trat auf meine Fe und hrte dem zu, der mit mir redete.
Eze 2:3 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den Kindern Israel, zu dem abtrnnigen Volk, so von mir abtrnnig geworden sind. Sie samt ihren Vtern haben bis auf diesen heutigen Tag wider mich getan.
Eze 2:4 Aber die Kinder, zu welchen ich dich sende, haben harte Kpfe und verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: So spricht der Herr HErr!
Eze 2:5 Sie gehorchen oder lassen's. Es ist wohl ein ungehorsames Haus; dennoch sollen sie wissen, dass ein Prophet unter ihnen ist.
Eze 2:6 Und du Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht frchten noch vor ihren Worten frchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige Dornen bei dir, und du wohnst unter Skorpionen; aber du sollst dich nicht frchten vor ihren Worten noch vor ihrem Angesicht dich entsetzen, ob sie wohl ein ungehorsames Haus sind,
Eze 2:7 sondern du sollst ihnen meine Worte sagen, sie gehorchen oder lassen's; denn es ist ein ungehorsames Volk.
Eze 2:8 Aber du, Menschenkind, hre du, was ich dir sage, und sei nicht ungehorsam, wie das ungehorsame Haus ist. Tue deinen Mund auf und iss, was ich dir geben werde.
Eze 2:9 Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mich ausgestreckt, die hatte einen zusammengelegten Brief;
Eze 2:10 den breitete sie aus vor mir, und er war beschrieben auswendig und inwendig, und stand darin geschrieben Klage, Ach und Wehe.
Eze 3:1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was vor dir ist, iss diesen Brief, und gehe hin und predige dem Hause Israel!
Eze 3:2 Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief zu essen
Eze 3:3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du musst diesen Brief, den ich dir gebe, in deinen Leib essen und deinen Bauch damit fllen. Da a ich ihn, und er war in meinem Munde so s wie Honig.
Eze 3:4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause Israel und predige ihnen meine Worte.
Eze 3:5 Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat, sondern zum Hause Israel;
Eze 3:6 ja, freilich nicht zu groen Vlkern, die fremde Rede und unbekannte Sprache haben, welcher Worte du nicht verstehen knntest. Und wenn ich dich gleich zu denselben sendete, wrden sie dich doch gern hren.
Eze 3:7 Aber das Haus Israel will dich nicht hren, denn sie wollen mich selbst nicht hren; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen.
Eze 3:8 Siehe, ich habe dein Angesicht hart gemacht gegen ihr Angesicht und deine Stirn gegen ihre Stirn.
Eze 3:9 Ja, ich habe deine Stirn so hart wie ein Demant, der hrter ist denn ein Fels, gemacht. Darum frchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen, dass sie so ein ungehorsames Haus sind.
Eze 3:10 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse zu Herzen und nimm sie zu Ohren!
Eze 3:11 Und gehe hin zu den Gefangenen deines Volks und predige ihnen und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr! sie hren's oder lassen's.
Eze 3:12 Und ein Wind hob mich auf, und ich hrte hinter mir ein Getn wie eines groen Erdbebens: Gelobt sei die Herrlichkeit des HErrn an ihrem Ort!
Eze 3:13 Und war ein Rauschen von den Flgeln der Tiere, die aneinander schlugen, und auch das Rasseln der Rder, so hart bei ihnen waren, und das Getn eines groen Erdbebens.
Eze 3:14 Da hob mich der Wind auf und fhrte mich weg. Und ich fuhr dahin in bitterem Grimm, und des HErrn Hand hielt mich fest.
Eze 3:15 Und ich kam zu den Gefangenen, die am Wasser Chebar wohnten, gen Thel-Abib, und setzte mich zu ihnen, die da saen, und blieb daselbst unter ihnen sieben Tage ganz traurig.
Eze 3:16 Und da die sieben Tage um waren, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 3:17 Du Menschenkind, ich habe dich zum Wchter gesetzt ber das Haus Israel; du sollst aus meinem Munde das Wort hren und sie von meinetwegen warnen.
Eze 3:18 Wenn ich dem Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hte, auf dass er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Snde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
Eze 3:19 Wo du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Snde willen sterben; aber du hast deine Seele errettet.
Eze 3:20 Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet und tut Bses, so werde ich ihn lassen anlaufen, dass er muss sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird er um seiner Snde willen sterben mssen, und seine Gerechtigkeit, die er getan, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
Eze 3:21 Wo du aber den Gerechten warnst, dass er nicht sndigen soll, und er sndigt auch nicht, so soll er leben, denn er hat sich warnen lassen; und du hast deine Seele errettet.
Eze 3:22 Und daselbst kam des HErrn Hand ber mich, und er sprach zu mir: Mache dich auf und gehe hinaus ins Feld; da will ich mit dir reden.
Eze 3:23 Und ich machte mich auf und ging hinaus ins Feld; und siehe, da stand die Herrlichkeit des HErr daselbst, gleichwie ich sie am Wasser Chebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.
Eze 3:24 Und ich ward erquickt und trat auf meine Fe. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Gehe hin und verschlie dich in deinem Hause!
Eze 3:25 Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, dass du nicht ausgehen sollst unter sie.
Eze 3:26 Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, dass du verstummen sollst und nicht mehr sie Strafen knnest; denn es ist ein ungehorsames Haus.
Eze 3:27 Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, dass du zu ihnen sagen sollst: So spricht der Herr HErr! Wer's hrt, der hre es; wer's lsst, der lasse es; denn es ist ein ungehorsames Haus.
Eze 4:1 Und du, Menschenkind, nimm einen Ziegel; den lege vor dich und entwirf darauf die Stadt Jerusalem
Eze 4:2 und mache eine Belagerung darum und baue ein Bollwerk darum und schtte einen Wall darum und mache ein Heerlager darum und stelle Sturmbcke rings um sie her.
Eze 4:3 Vor dich aber nimm eine eiserne Pfanne; die lass eine eiserne Mauer sein zwischen dir und der Stadt, und richte dein Angesicht gegen sie und belagere sie. Das sei ein Zeichen dem Hause Israel.
Eze 4:4 Du sollst dich auch auf deine linke Seite legen und die Missetat des Hauses Israel auf dieselbe legen; soviel Tage du darauf liegst, so lange sollst du auch ihre Missetat tragen.
Eze 4:5 Ich will dir aber die Jahre ihrer Missetat zur Anzahl der Tage machen, nmlich dreihundertundneunzig Tage; so lange sollst du die Missetat des Hauses Israel tragen.
Eze 4:6 Und wenn du solches ausgerichtet hast, sollst du darnach dich auf deine rechte Seite legen und sollst tragen die Missetat des Hauses Juda vierzig Tage lang; denn ich gebe dir hier auch je einen Tag fr ein Jahr.
Eze 4:7 Und richte dein Angesicht und deinen bloen Arm wider das belagerte Jerusalem und weissage wider dasselbe.
Eze 4:8 Und sieh, ich will dir Stricke anlegen, dass du dich nicht wenden knnest von einer Seite zur andern, bis du die Tage deiner Belagerung vollendet hast.
Eze 4:9 So nimm nun zu dir Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt und tue alles in ein Fass und mache dir Brot daraus, soviel Tage du auf deiner Seite liegst, dass du dreihundertundneunzig Tage daran zu essen hast,
Eze 4:10 also dass deine Speise, die du tglich essen sollst, sei zwanzig Lot nach dem Gewicht. Solches sollst du von einer Zeit zur andern essen.
Eze 4:11 Das Wasser sollst du auch nach dem Ma trinken, nmlich das sechste Teil vom Hin, und sollst solches auch von einer Zeit zur andern trinken.
Eze 4:12 Gerstenkuchen sollst du essen, die du vor ihren Augen auf Menschenmist backen sollst.
Eze 4:13 Und der HErr sprach: Also mssen die Kinder Israel ihr unreines Brot essen unter den Heiden, dahin ich sie verstoen werde.
Eze 4:14 Ich aber sprach: Ach Herr HErr! siehe, meine Seele ist noch nie unrein geworden; denn ich habe von meiner Jugend auf bis auf diese Zeit kein Aas oder Zerrissenes gegessen, und ist nie unreines Fleisch in meinen Mund gekommen.
Eze 4:15 Er aber sprach zu mir: Siehe, ich will dir Kuhmist fr Menschenmist zulassen, darauf du dein Brot machen sollst.
Eze 4:16 Und sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe, ich will den Vorrat des Brots zu Jerusalem wegnehmen, dass sie das Brot essen mssen nach dem Gewicht und mit Kummer, und das Wasser nach dem Ma mit Kummer trinken,
Eze 4:17 darum dass es an Brot und Wasser mangeln und einer mit dem andern trauern wird und sie in ihrer Missetat verschmachten sollen.
Eze 5:1 Und du, Menschenkind, nimm ein Schwert, scharf wie ein Schermesser, und fahr damit ber dein Haupt und deinen Bart und nimm eine Waage und teile das Haar damit.
Eze 5:2 Das eine dritte Teil sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind; das andere dritte Teil nimm und schlag's mit dem Schwert ringsumher; das letzte dritte Teil streue in den Wind, dass ich das Schwert hinter ihnen her ausziehe.
Eze 5:3 Nimm aber ein klein wenig davon und binde es in deinen Mantelzipfel.
Eze 5:4 Und nimm wiederum etliches davon und wirf's in ein Feuer und verbrenne es mit Feuer; von dem soll ein Feuer auskommen ber das ganze Haus Israel.
Eze 5:5 So spricht der Herr HErr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und ringsherum Lnder.
Eze 5:6 Aber es hat mein Gesetz verwandelt in gottlose Lehre mehr denn die Lnder, so ringsherum liegen. Denn sie verwerfen mein Gesetz und wollen nicht nach meinen Rechten leben.
Eze 5:7 Darum spricht der HErr also: Weil ihr's mehr macht denn die Heiden, so um euch her sind, und nach meinen Geboten nicht lebt und nach meinen Rechten nicht tut, sondern nach der Heiden Weise tut, die um euch her sind,
Eze 5:8 so spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will auch an dich und will Recht ber dich gehen lassen, dass die Heiden zusehen sollen;
Eze 5:9 und will also mit dir umgehen, wie ich nie getan habe und hinfort nicht tun werde, um aller deiner Greuel willen:
Eze 5:10 dass in dir die Vter ihre Kinder und die Kinder ihre Vter fressen sollen; und will solch Recht ber dich gehen lassen, dass alle deine brigen sollen in alle Winde zerstreut werden.
Eze 5:11 Darum, so wahr als ich lebe, spricht der Herr HErr, weil du mein Heiligtum mit allen deinen Greueln und Gtzen verunreinigt hast, will ich dich auch zerschlagen, und mein Auge soll dein nicht schonen, und ich will nicht gndig sein.
Eze 5:12 Es soll ein drittes Teil an der Pestilenz sterben und durch Hunger alle werden in dir, und das andere dritte Teil durchs Schwert fallen rings um dich her; und das letzte dritte Teil will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her ausziehen.
Eze 5:13 Also soll mein Zorn vollendet und mein Grimm an ihnen ausgerichtet werden, dass ich meinen Mut khle; und sie sollen erfahren, dass ich, der HErr, in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meine Grimm an ihnen ausgerichtet habe.
Eze 5:14 Ich will dich zur Wste und zur Schmach setzen vor den Heiden, so um dich her sind, vor den Augen aller, die vorbergehen.
Eze 5:15 Und sollst eine Schmach, Hohn, Beispiel und Wunder sein allen Heiden, die um dich her sind, wenn ich ber dich das Recht gehen lasse mit Zorn, Grimm und zornigem Schelten (das sage ich, der HErr)
Eze 5:16 und wenn ich bse Pfeile des Hungers unter sie schieen werde, die da schdlich sein sollen, und ich sie ausschieen werde, euch zu verderben, und den Hunger ber euch immer grer werden lasse und den Vorrat des Brots wegnehme.
Eze 5:17 Ja, Hunger und bse, wilde Tiere will ich unter euch schicken, die sollen euch kinderlos machen; und soll Pestilenz und Blut unter dir umgehen, und ich will das Schwert ber dich bringen. Ich, der HErr, habe es gesagt.
Eze 6:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 6:2 Du Menschenkind, kehre dein Angesicht wider die Berge Israels und weissage wider sie
Eze 6:3 und sprich: Ihr Berge Israels, hrt das Wort des HErrn HErrn! So spricht der Herr HErr zu den Bergen und Hgeln, zu den Bchen und Tlern: Siehe, ich will das Schwert ber euch bringen und eure Hhen zerstren,
Eze 6:4 dass eure Altre verwstet und euer Sonnensulen zerbrochen werden, und will eure Erschlagenen vor eure Bilder werfen;
Eze 6:5 ja, ich will die Leichname der Kinder Israel vor ihre Bilder hinwerfen und will ihre Gebeine um eure Altre her zerstreuen.
Eze 6:6 Wo ihr wohnet, da sollen die Stdte wst und die Hhen zur Einde werden; denn man wird eure Altre wst und zur Einde machen und eure Gtzen zerbrechen und zunichte machen und eure Sonnensulen zerschlagen und eure Machwerke vertilgen.
Eze 6:7 Und sollen Erschlagene unter euch daliegen, dass ihr erfahrt, ich sei der HErr.
Eze 6:8 Ich will aber etliche von euch brigbleiben lassen, die dem Schwert entgehen unter den Heiden, wenn ich euch in die Lnder zerstreut habe.
Eze 6:9 Diese eure Entronnenen werden dann an mich gedenken unter den Heiden, da sie gefangen sein mssen, wenn ich ihr abgttisches Herz, so von mir gewichen, und ihre abgttischen Augen, so nach ihren Gtzen gesehen, zerschlagen habe; und es wird sie gereuen die Bosheit, die sie durch alle ihre Greuel begangen haben;
Eze 6:10 und sie sollen erfahren, dass ich der HErr sei und nicht umsonst geredet habe, solches Unglck ihnen zu tun.
Eze 6:11 So spricht der Herr HErr: Schlage deine Hnde zusammen und stampfe mit deinem Fu und sprich: Weh ber alle Greuel der Bosheit im Hause Israel, darum sie durch Schwert, Hunger und Pestilenz fallen mssen!
Eze 6:12 Wer fern ist, wird an der Pestilenz sterben, und wer nahe ist, wird durchs Schwert fallen; wer aber brigbleibt und davor behtet ist, wird Hungers sterben. Also will ich meinen Grimm unter ihnen vollenden,
Eze 6:13 dass ihr erfahren sollt, ich sei der HErr, wenn ihre Erschlagenen unter ihren Gtzen liegen werden um ihre Altre her, oben auf allen Hgeln und oben auf allen Bergen und unter allen grnen Bumen und unter allen dichten Eichen, an welchen Orten sie allerlei Gtzen ses Ruchopfer taten.
Eze 6:14 Ich will meine Hand wider sie ausstrecken und das Land wst und de machen von der Wste an bis gen Dibla, berall, wo sie wohnen; und sie sollen erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 7:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 7:2 Du Menschenkind, so spricht der Herr HErr vom Lande Israel: Das Ende kommt, das Ende ber alle vier rter des Landes.
Eze 7:3 Nun kommt das Ende ber dich; denn ich will meinen Grimm ber dich senden und will dich richten, wie du es verdient hast, und will dir geben, was allen deinen Greueln gebhrt.
Eze 7:4 Mein Auge soll dein nicht schonen noch bersehen; sondern ich will dir geben, wie du verdient hast, und deine Greuel sollen unter dich kommen, dass ihr erfahren sollt, ich sei der HErr.
Eze 7:5 So spricht der Herr HErr: Siehe, es kommt ein Unglck ber das andere!
Eze 7:6 Das Ende kommt, es kommt das Ende, es ist erwacht ber dich; siehe, es kommt!
Eze 7:7 Es geht schon auf und bricht daher ber dich, du Einwohner des Landes; die Zeit kommt, der Tag des Jammers ist nahe, da kein Singen auf den Bergen sein wird.
Eze 7:8 Nun will ich bald meinen Grimm ber dich schtten und meinen Zorn an dir vollenden und will dich richten, wie du verdient hast, und dir geben, was deinen Greueln allen gebhrt.
Eze 7:9 Mein Auge soll dein nicht schonen, und ich will nicht gndig sein; sondern will dir geben, wie du verdient hast, und deine Greuel sollen unter dich kommen, dass ihr erfahren sollt, ich sei der HErr, der euch schlgt.
Eze 7:10 Siehe, der Tag, siehe, er kommt daher, er bricht an; die Rute blht, und der Stolze grnt.
Eze 7:11 Der Tyrann hat sich aufgemacht zur Rute ber die Gottlosen, dass nichts von ihnen noch von ihrem Volk noch von ihrem Haufen Trost haben wird.
Eze 7:12 Es kommt die Zeit, der Tag naht herzu! Der Kufer freue sich nicht, und der Verkufer trauere nicht; denn es kommt der Zorn ber all ihren Haufen.
Eze 7:13 Darum soll der Verkufer nach seinem verkauften Gut nicht wieder trachten; denn wer da lebt, der wird's haben. Denn die Weissagung ber all ihren Haufen wird nicht zurckkehren; keiner wird sein Leben erhalten, um seiner Missetat willen.
Eze 7:14 Lasst sie die Posaune nur blasen und alles zursten, es wird doch niemand in den Krieg ziehen; denn mein Grimm geht ber all ihren Haufen.
Eze 7:15 Drauen geht das Schwert; drinnen geht Pestilenz und Hunger. Wer auf dem Felde ist, der wird vom Schwert sterben; wer aber in der Stadt ist, den wird Pestilenz und Hunger fressen.
Eze 7:16 Und welche unter ihnen entrinnen, die mssen auf dem Gebirge sein, und wie die Tauben in den Grnden, die alle untereinander girren, ein jeglicher um seiner Missetat willen.
Eze 7:17 Aller Hnde werden dahinsinken, und aller Kniee werden so ungewiss stehen wie Wasser;
Eze 7:18 und werden Scke um sich grten und mit Furcht berschttet sein, und aller Angesichter werden jmmerlich sehen und aller Hupter kahl sein.
Eze 7:19 Sie werden ihr Silber hinaus auf die Gassen werfen und ihr Gold wie Unflat achten; denn ihr Silber und Gold wird sie nicht erretten am Tage des Zorns des HErrn. Und sie werden ihre Seele davon nicht sttigen noch ihren Bauch davon fllen; denn es ist ihnen gewesen ein Ansto zu ihrer Missetat.
Eze 7:20 Sie haben aus ihren edlen Kleinoden, damit sie Hoffart trieben, Bilder ihrer Greuel und Scheuel gemacht; darum will ich's ihnen zum Unflat machen
Eze 7:21 und will's Fremden in die Hnde geben, dass sie es rauben, und den Gottlosen auf Erden zur Ausbeute, dass sie es entheiligen sollen.
Eze 7:22 Ich will mein Angesicht davon kehren, dass sie meinen Schatz entheiligen; ja, Ruber sollen darber kommen und es entheiligen.
Eze 7:23 Mache Ketten; denn das Land ist voll Blutschulden und die Stadt voll Frevels.
Eze 7:24 So will ich die rgsten unter den Heiden kommen lassen, dass sie sollen ihre Huser einnehmen, und will der Hoffart der Gewaltigen ein Ende machen und ihre Heiligtmer entheiligen.
Eze 7:25 Der Ausrotter kommt; da werden sie Frieden suchen, und wird keiner dasein.
Eze 7:26 Ein Unfall wird ber den andern kommen, ein Gercht ber das andere. So werden sie dann ein Gesicht bei den Propheten suchen; auch wird weder Gesetz bei den Priestern noch Rat bei den Alten mehr sein.
Eze 7:27 Der Knig wird betrbt sein, und die Frsten werden in Entsetzen gekleidet sein, und die Hnde des Volkes im Lande werden verzagt sein. Ich will mit ihnen umgehen, wie sie gelebt haben, und will sie richten, wie sie verdient haben, dass sie erfahren sollen, ich sei der HErr.
Eze 8:1 Und es begab sich im sechsten Jahr, am fnften Tage des Sechsten Monats, dass ich in meinem Hause und die Alten aus Juda saen vor mir; daselbst fiel die Hand des HErrn HErrn auf mich.
Eze 8:2 Und siehe, ich sah, dass es von seinen Lenden herunterwrts war gleichwie Feuer; aber oben ber seinen Lenden war es lichthell;
Eze 8:3 und er reckte aus gleichwie eine Hand und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Da fhrte mich ein Wind zwischen Himmel und Erde und brachte mich gen Jerusalem in einem gttlichen Gesichte zu dem Tor am inneren Vorhof, das gegen Mitternacht sieht, da stand ein Bild zu Verdru dem Hausherrn.
Eze 8:4 Und siehe, da war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie ich sie zuvor gesehen hatte im Felde.
Eze 8:5 Und er sprach zu mir: du Menschenkind, hebe deine Augen auf gegen Mitternacht, siehe, da stand gegen Mitternacht das verdrieliche Bild am Tor des Altars, eben da man hineingeht.
Eze 8:6 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehst du auch, was diese tun? Groe Greuel, die das Haus Israel hier tut, dass sie mich ja fern von meinem Heiligtum treiben. Aber du wirst noch mehr groe Greuel sehen.
Eze 8:7 Und er fhrte mich zur Tr des Vorhofs; da sah ich, und siehe war ein Loch in der Wand.
Eze 8:8 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, grabe durch die Wand. Und da ich durch die Wand grub, siehe, da war eine Tr.
Eze 8:9 Und er sprach zu mir: Gehe hinein und schaue die bsen Greuel, die sie allhier tun.
Eze 8:10 Und da ich hineinkam und sah, siehe, da waren allerlei Bildnisse der Wrmer und Tiere, eitel Scheuel, und allerlei Gtzen des Hauses Israel, allenthalben umher an der Wand gemacht;
Eze 8:11 vor welchen standen siebzig Mnner aus den ltesten des Hauses Israel, und Jaasanja, der Sohn Saphans, stand auch unter ihnen; und ein jeglicher hatte sein Ruchfass in der Hand, und ging ein dicker Nebel auf vom Ruchwerk.
Eze 8:12 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehst du, was die ltesten des Hauses Israel tun in der Finsternis, ein jeglicher in seiner Bilderkammer? Denn sie sagen: Der HErr sieht uns nicht, sondern der HErr hat das Land verlassen.
Eze 8:13 Und er sprach zu mir: Du sollst noch mehr Greuel sehen, die sie tun.
Eze 8:14 Und er fhrte mich hinein zum Tor an des HErrn Hause, das gegen Mitternacht steht; und siehe, daselbst saen Weiber, die weinten ber den Thammus.
Eze 8:15 Und er sprach zu: Menschenkind, siehst du das? Aber du sollst noch grere Greuel sehen, denn diese sind.
Eze 8:16 Und er fhrte mich in den inneren Hof am Hause des HErrn; und siehe, vor der Tr am Tempel des HErrn, zwischen der Halle und dem Altar, da waren bei fnfundzwanzig Mnner, die ihren Rcken gegen den Tempel des HErrn und ihr Angesicht gegen Morgen gekehrt hatten und beteten gegen der Sonne Aufgang.
Eze 8:17 Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du das? Ist's dem Hause Juda zu wenig, alle solche Greuel hier zu tun, dass sie auch sonst im ganzen Lande eitel Gewalt und Unrecht treiben und reizen mich immer wieder? Und siehe, sie halten die Weinrebe an die Nase.
Eze 8:18 Darum will ich auch wider sie mit Grimm handeln, und mein Auge soll ihrer nicht verschonen, und ich will nicht gndig sein; und wenn sie gleich mit lauter Stimme vor meinen Ohren schreien, will ich sie doch nicht hren.
Eze 9:1 Und er rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Lasst herzukommen die Heimsuchung der Stadt, und ein jeglicher habe eine Mordwaffe in seiner Hand.
Eze 9:2 Und siehe, es kamen sechs Mnner auf dem Wege vom Obertor her, das gegen Mitternacht steht; und ein jeglicher hatte eine schdliche Waffe in seiner Hand. Aber es war einer unter ihnen der hatte Leinwand an und ein Schreibzeug an seiner Seite. Und sie gingen hinein und traten neben den ehernen Altar.
Eze 9:3 Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, ber dem sie war, zu der Schwelle am Hause und rief dem, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite.
Eze 9:4 Und der HErr sprach zu ihm: Gehe durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an die Stirn die Leute, so da seufzen und jammern ber die Greuel, so darin geschehen.
Eze 9:5 Zu jenen aber sprach er, dass ich's hrte: Gehet diesem nach durch die Stadt und schlaget drein; eure Augen sollen nicht schonen noch bersehen.
Eze 9:6 Erwrget Alte, Jnglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles tot; aber die das Zeichen an sich haben, derer sollt ihr keinen anrhren. Fanget aber an an meinem Heiligtum! Und sie fingen an an den alten Leuten, so vor dem Hause waren.
Eze 9:7 Und er sprach zu ihnen: Verunreinigt das Haus und macht die Vorhfe voll Erschlagener; gehet heraus! Und sie gingen heraus und schlugen in der Stadt.
Eze 9:8 Und da sie ausgeschlagen hatten, war ich noch brig. Und ich fiel auf mein Angesicht, schrie und sprach: Ach Herr HErr, willst du denn alle brigen in Israel verderben, dass du deinen Zorn so ausschttest ber Jerusalem?
Eze 9:9 Und er sprach zu mir: Es ist die Missetat des Hauses Israel und Juda allzusehr gro; es ist eitel Blutschuld im Lande und Unrecht in der Stadt. Denn sie sprechen: Der HErr hat das Land verlassen, und der HErr sieht uns nicht.
Eze 9:10 Darum soll mein Auge auch nicht schonen, ich will auch nicht gndig sein, sondern ihr Tun auf ihren Kopf werfen.
Eze 9:11 Und siehe, der Mann, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite, antwortete und sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten hast.
Eze 10:1 Und ich sah, und siehe, an dem Himmel ber dem Haupt der Cherubim war es gestaltet wie ein Saphir, und ber ihnen war es gleich anzusehen wie ein Thron.
Eze 10:2 Und er sprach zu dem Mann in der Leinwand: Gehe hin zwischen die Rder unter den Cherub und fasse die Hnde voll glhender Kohlen, so zwischen den Cherubim sind, und streue sie ber die Stadt. Und er ging hinein, dass ich's sah, da er hineinging.
Eze 10:3 Die Cherubim aber standen zur Rechten am Hause, und die Wolke erfllte den innern Vorhof.
Eze 10:4 Und die Herrlichkeit des HErrn erhob sich von dem Cherub zur Schwelle am Hause; und das Haus ward erfllt mit der Wolke und der Vorhof voll Glanzes von der Herrlichkeit des HErrn.
Eze 10:5 Und man hrte die Flgel der Cherubim rauschen bis in den ueren Vorhof wie eine mchtige Stimme des allmchtigen Gottes, wenn er redet.
Eze 10:6 Und da er dem Mann in der Leinwand geboten hatte und gesagt: Nimm Feuer zwischen den Rdern unter den Cherubim! ging er hinein und trat neben das Rad.
Eze 10:7 Und der Cherub streckte seine Hand heraus zwischen den Cherubim zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab's dem Mann in der Leinwand in die Hnde; der empfing's und ging hinaus.
Eze 10:8 Und es erschien an den Cherubim gleichwie eines Menschen Hand unter ihren Flgeln.
Eze 10:9 Und ich sah, und siehe, vier Rder standen bei den Cherubim, bei einem jeglichen Cherub ein Rad; und die Rder waren anzusehen gleichwie ein Trkis
Eze 10:10 und waren alle vier eines wie das andere, als wre ein Rad im andern.
Eze 10:11 Wenn sie gehen sollten, so konnten sie nach allen vier Seiten gehen und mussten sich nicht herumlenken, wenn sie gingen; sondern wohin das erste ging, da gingen sie nach und mussten sich nicht herumlenken.
Eze 10:12 Und ihr ganzer Leib, Rcken, Hnde und Flgel und die Rder waren voll Augen um und um; alle vier hatten ihre Rder.
Eze 10:13 Und die Rder wurden genannt der Wirbel, dass ich's hrte.
Eze 10:14 Ein jeglicher hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war eines Cherubs, das andere eines Menschen, das dritte eines Lwen, das vierte eines Adlers.
Eze 10:15 Und die Cherubim schwebten empor. Es ist eben das Tier, das ich sah am Wasser Chebar.
Eze 10:16 Wenn die Cherubim gingen, so gingen die Rder auch neben ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flgel schwangen, dass sie sich von der Erde erhoben, so lenkten sich die Rder auch nicht von Ihnen.
Eze 10:17 Wenn jene standen, so standen diese auch; erhoben sie sich, so erhoben sich diese auch; denn es war der Geist der Tiere in ihnen.
Eze 10:18 Und die Herrlichkeit des HErrn ging wieder aus von der Schwelle am Hause des HErrn und stellt sich ber die Cherubim.
Eze 10:19 Da schwangen die Cherubim ihre Flgel und erhoben sich von der Erde vor meinen Augen; und da sie ausgingen, gingen die Rder neben ihnen. Und sie traten zum Tor am Hause des HErrn, gegen Morgen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben ber ihnen.
Eze 10:20 Das ist das Tier, das ich unter dem Gott Israels sah am Wasser Chebar; und ich merkte, das es Cherubim wren,
Eze 10:21 da ein jegliches vier Angesichter hatte und vier Flgel und unter den Flgeln gleichwie Menschenhnde.
Eze 10:22 Es waren ihre Angesichter gestaltet, wie ich sie am Wasser Chebar sah, und sie gingen stracks vor sich.
Eze 11:1 Und mich hob ein Wind auf und brachte mich zum Tor am Hause des HErrn, das gegen Morgen sieht; und siehe, unter dem Tor waren fnfundzwanzig Mnner; und ich sah unter ihnen Jaasanja, den Sohn Assurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Frsten im Volk.
Eze 11:2 Und er sprach zu mir: Menschenkind, diese Leute haben unselige Gedanken und schdliche Ratschlge in dieser Stadt;
Eze 11:3 denn sie sprechen: Es ist nicht so nahe; lasst uns nur Huser bauen! Sie ist der Topf, so sind wir das Fleisch.
Eze 11:4 Darum sollst du, Menschenkind, wider sie weissagen.
Eze 11:5 Und der Geist des HErrn fiel auf mich, und er sprach zu mir: Sprich: So sagt der HErr: Ich habe also geredet, ihr vom Hause Israel; und eures Geistes Gedanken kenne ich wohl.
Eze 11:6 Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen voll Toter.
Eze 11:7 Darum spricht der Herr HErr also: Die ihr darin gettet habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr msst hinaus.
Eze 11:8 Das Schwert, das ihr frchtet, das will ich ber euch kommen lassen, spricht der Herr HErr.
Eze 11:9 Ich will euch von dort herausstoen und den Fremden in die Hand geben und will euch euer Recht tun.
Eze 11:10 Ihr sollt durchs Schwert fallen; an der Grenze Israels will ich euch richten, und sollt erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 11:11 Die Stadt aber soll nicht euer Topf sein noch ihr das Fleisch darin; sondern an der Grenze Israels will ich euch richten.
Eze 11:12 Und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin; denn ihr habt nach meinen Geboten nicht gewandelt und habt meine Rechte nicht gehalten, sondern getan nach der Heiden Weise, die um euch her sind.
Eze 11:13 Und da ich so weissagte, starb Pelatja, der Sohn Benajas. Da fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach Herr HErr, du wirst's mit den brigen Israels gar aus machen!
Eze 11:14 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 11:15 Du Menschenkind, zu deinen Brdern und nahen Freunden und dem ganzen Haus Israel sprechen wohl die, so noch zu Jerusalem wohnen: Ihr msset fern vom HErrn sein, aber wir haben das Land inne.
Eze 11:16 Darum sprich du: So spricht der Herr HErr: Ja, ich habe sie fern weg unter die Heiden lassen treiben und in die Lnder zerstreut; doch will ich bald ihr Heiland sein in den Lndern, dahin sie gekommen sind.
Eze 11:17 Darum sprich: So sagt der Herr HErr: Ich will euch sammeln aus den Vlkern und will euch sammeln aus den Lndern, dahin ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israel geben.
Eze 11:18 Da sollen sie kommen und alle Scheuel und Greuel daraus wegtun.
Eze 11:19 Und ich will euch ein eintrchtiges Herz geben und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus eurem Leibe und ein fleischernes Herz geben,
Eze 11:20 auf dass sie nach meinen Sitten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.
Eze 11:21 Denen aber, so nach ihres Herzens Scheueln und Greueln wandeln, will ich ihr Tun auf ihren Kopf werfen, spricht der Herr HErr.
Eze 11:22 Da schwangen die Cherubim ihre Flgel, und die Rder gingen neben ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben ber ihnen.
Eze 11:23 Und die Herrlichkeit des HErrn erhob sich aus der Stadt und stellte sich auf den Berg, der gegen Morgen vor der Stadt liegt.
Eze 11:24 Und ein Wind hob mich auf und brachte mich im Gesicht und im Geist Gottes nach Chalda zu den Gefangenen. Und das Gesicht, so ich gesehen hatte, verschwand vor mir.
Eze 11:25 Und ich sagte den Gefangenen alle Worte des HErrn, die er mir gezeigt hatte.
Eze 12:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 12:2 Du Menschenkind, du wohnst unter einem ungehorsamen Haus, welches hat wohl Augen, dass sie sehen knnten, und wollen nicht sehen, Ohren, dass sie hren knnten, und wollen nicht hren, sondern es ist ein ungehorsames Haus.
Eze 12:3 Darum, du Menschenkind, nimm dein Wandergert und zieh am lichten Tage davon vor ihren Augen. Von deinem Ort sollst du ziehen an einen andern Ort vor ihren Augen, ob sie vielleicht merken wollten, dass sie ein ungehorsames Haus sind.
Eze 12:4 Und sollst dein Gert heraustun wie Wandergert bei lichtem Tage vor ihren Augen; und du sollst ausziehen des Abends vor ihren Augen, gleichwie man auszieht, wenn man wandern will;
Eze 12:5 und du sollst durch die Wand ausbrechen vor ihren Augen und durch dieselbe ziehen;
Eze 12:6 und du sollst es auf deine Schulter nehmen vor ihren Augen und, wenn es dunkel geworden ist, hinaustragen; dein Angesicht sollst du verhllen, dass du das Land nicht siehst. Denn ich habe dich dem Hause Israel zum Wunderzeichen gesetzt.
Eze 12:7 Und ich tat wie mir befohlen war, und trug mein Gert heraus wie Wandergert bei lichtem Tage; und am Abend brach ich mit der Hand durch die Wand; und das es dunkel geworden war, nahm ich's auf die Schulter und trug's hinaus vor ihren Augen.
Eze 12:8 Und frhmorgens geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 12:9 Menschenkind, hat das Haus Israel, das ungehorsame Haus, nicht zu dir gesagt: Was machst du?
Eze 12:10 So sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Diese Last betrifft den Frsten zu Jerusalem und das ganze Haus Israel, das darin ist.
Eze 12:11 Sprich: Ich bin euer Wunderzeichen; wie ich getan habe, also soll ihnen geschehen, dass sie wandern mssen und gefangen gefhrt werden.
Eze 12:12 Ihr Frst wird seine Habe auf der Schulter tragen im Dunkel und muss ausziehen durch die Wand, die sie zerbrechen werden, dass sie dadurch ausziehen; sein Angesicht wird verhllt werden, dass er mit keinem Auge das Land sehe.
Eze 12:13 Ich will auch mein Netz ber ihn werfen, dass er in meinem Garn gefangen werde, und will ihn gen Babel bringen in der Chalder Land, das er doch nicht sehen wird, und er soll daselbst sterben.
Eze 12:14 Und alle, die um ihn her sind, seine Gehilfen und all sein Anhang, will ich unter alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her ausziehen.
Eze 12:15 Also sollen sie erfahren, dass ich der HErr sei, wenn ich sie unter die Heiden verstoe und in die Lnder zerstreue.
Eze 12:16 Aber ich will ihrer etliche wenige brigbleiben lassen vor dem Schwert, dem Hunger und der Pestilenz; die sollen jener Greuel erzhlen unter den Heiden, dahin sie kommen werden, und sie sollen erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 12:17 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 12:18 Du Menschenkind, du sollst dein Brot essen mit Beben und dein Wasser trinken mit Zittern und Sorgen.
Eze 12:19 Und sprich zum Volk im Lande: So spricht der Herr HErr von den Einwohnern zu Jerusalem im Lande Israel: Sie mssen ihr Brot essen in Sorgen und ihr Wasser trinken in Elend; denn das Land soll wst werden von allem, was darin ist, um des Frevels willen aller Einwohner.
Eze 12:20 Und die Stdte, so wohl bewohnt sind, sollen verwstet und das Land de werden; also sollt ihr erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 12:21 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 12:22 Du Menschenkind, was habt ihr fr ein Sprichwort im Lande Israel und sprecht: Weil sich's so lange verzieht, so wird nun hinfort nichts aus der Weissagung?
Eze 12:23 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Ich will das Sprichwort aufheben, dass man es nicht mehr fhren soll in Israel. Und rede zu ihnen: Die Zeit ist nahe und alles, was geweissagt ist.
Eze 12:24 Denn es soll hinfort kein falsches Gesicht und keine Weissagung mit Schmeichelworten mehr sein im Hause Israel.
Eze 12:25 Denn ich bin der HErr; was ich rede, das soll geschehen und nicht lnger verzogen werden; sondern bei eurer Zeit, ihr ungehorsames Haus, will ich tun, was ich rede, spricht der Herr HErr.
Eze 12:26 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 12:27 Du Menschenkind, siehe, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, das dieser sieht, da ist noch lange hin; und er weissagt auf die Zeit, die noch ferne ist.
Eze 12:28 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Was ich rede, soll nicht lnger verzogen werden, sondern soll geschehen, spricht der Herr HErr.
Eze 13:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 13:2 Du Menschenkind, weissage wider die Propheten Israels und sprich zu denen, so aus ihrem eigenen Herzen weissagen: Hret des HErrn Wort!
Eze 13:3 So spricht der Herr HErr: Weh den tollen Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen und haben keine Gesichte!
Eze 13:4 O Israel, deine Propheten sind wie die Fchse in den Wsten!
Eze 13:5 Sie treten nicht vor die Lcken und machen sich nicht zur Hrde um das Haus Israel und stehen nicht im Streit am Tage des HErrn.
Eze 13:6 Ihr Gesicht ist nichts, und ihr Weissagen ist eitel Lgen. Sie sprechen: Der HErr hat's gesagt, so sie doch der HErr nicht gesandt hat, und warten, dass ihr Wort bestehe.
Eze 13:7 Ist's nicht also, dass euer Gesicht ist nichts und euer Weissagen ist eitel Lgen? und ihr sprecht doch: Der HErr hat's geredet, so ich's doch nicht geredet habe.
Eze 13:8 Darum spricht der Herr HErr also: Weil ihr das predigt, woraus nichts wird, und Lgen weissagt, so will ich an euch, spricht der Herr HErr.
Eze 13:9 Und meine Hand soll kommen ber die Propheten, so das predigen, woraus nichts wird, und Lgen weissagen. Sie sollen in der Versammlung meines Volkes nicht sein und in der Zahl des Hauses Israel nicht geschrieben werden noch ins Land Israels kommen; und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr HErr bin.
Eze 13:10 Darum dass sie mein Volk verfhren und sagen: Friede!, so doch kein Friede ist. Das Volk baut die Wand, so tnchen sie dieselbe mit losem Kalk.
Eze 13:11 Sprich zu den Tnchern, die mit losem Kalk tnchen, dass es abfallen wird; denn es wird ein Platzregen kommen und werden groe Hagel fallen und ein Windwirbel wird es zerreien.
Eze 13:12 Siehe, so wird die Wand einfallen. Was gilt's? dann wird man zu euch sagen: Wo ist nun das getnchte, das ihr getncht habt?
Eze 13:13 So spricht der Herr HErr: Ich will einen Windwirbel reien lassen in meinem Grimm und einen Platzregen in meinem Zorn und groe Hagelsteine im Grimm, die sollen alles umstoen.
Eze 13:14 Also will ich die Wand umwerfen; die ihr mit losem Kalk getncht habt, und will sie zu Boden stoen, dass man ihren Grund sehen soll; so fllt sie, und ihr sollt darin auch umkommen und erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 13:15 Also will ich meinen Grimm vollenden an der Wand und an denen, die sie mit losem Kalk tnchen, und will zu euch sagen: Hier ist weder Wand noch Tncher.
Eze 13:16 Das sind die Propheten Israels, die Jerusalem weissagen und predigen von Frieden, so doch kein Friede ist, spricht der Herr HErr.
Eze 13:17 Und du, Menschenkind, richte dein Angesicht wider die Tchter in deinem Volk, welche weissagen aus ihrem Herzen, und weissage wider sie
Eze 13:18 und sprich: So spricht der Herr HErr: Wehe euch, die ihr Kissen macht den Leuten unter die Arme und Pfhle zu den Huptern, beide, Jungen und Alten, die Seelen zu fangen. Wenn ihr nun die Seelen gefangen habt unter meinem Volk, verheit ihr ihnen das Leben
Eze 13:19 und entheiligt mich in meinem Volk um eine Handvoll Gerste und einen Bissen Brot, damit dass ihr die Seelen zum Tode verurteilt, die doch nicht sollten sterben, und verurteilt zum Leben, die doch nicht leben sollten, durch eure Lgen unter meinem Volk, welches gerne Lgen hrt.
Eze 13:20 Darum spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an eure Kissen, womit ihr Seelen fangt und vertrstet, und will sie von euren Armen wegreien und die Seelen, so ihr fangt und vertrstet, losmachen.
Eze 13:21 Und ich will eure Pfhle zerreien und mein Volk aus eurer Hand erretten, dass ihr sie nicht mehr fangen sollt; und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 13:22 Darum dass ihr das Herz der Gerechten flschlich betrbet, die ich nicht betrbt habe, und habt gestrkt die Hnde der Gottlosen, dass sie sich von ihrem bsen Wesen nicht bekehren, damit sie lebendig mchten bleiben:
Eze 13:23 darum sollt ihr nicht mehr unntze Lehre predigen noch weissagen; sondern ich will mein Volk aus ihren Hnden erretten, und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 14:1 Und es kamen etliche von den ltesten Israels zu mir und setzten sich vor mir.
Eze 14:2 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 14:3 Menschenkind, diese Leute hangen mit ihrem Herzen an ihren Gtzen und halten an dem Ansto zu ihrer Missetat; sollte ich denn ihnen antworten, wenn sie mich fragen?
Eze 14:4 Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem Herzen an seinen Gtzen hngt und hlt an dem Ansto zu seiner Missetat und kommt zum Propheten, dem will ich, der HErr, antworten, wie er verdient hat mit seiner groen Abgtterei,
Eze 14:5 auf dass ich das Haus Israel fasse an ihrem Herzen, darum dass sie alle von mir gewichen sind durch ihre Abgtterei.
Eze 14:6 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr HErr: Kehret und wendet euch von eurer Abgtterei und wendet euer Angesicht von allen euren Greueln.
Eze 14:7 Denn welcher Mensch vom Hause Israel oder welcher Fremdling, so in Israel wohnt, von mir weicht und mit seinem Herzen an seinen Gtzen hngt und an dem rgernis seiner Abgtterei hlt und zum Propheten kommt, dass er durch ihn mich frage: dem will ich, der HErr, selbst antworten;
Eze 14:8 und will mein Angesicht wider ihn setzen, dass er soll wst und zum Zeichen und Sprichwort werden, und ich will ihn aus meinem Volk ausrotten, dass ihr erfahren sollt, ich sei der HErr.
Eze 14:9 Wo aber ein Prophet sich betren lsst, etwas zu reden, den habe ich, der HErr, betrt, und will meine Hand ber ihn ausstrecken und ihn aus meinem Volk Israel ausrotten.
Eze 14:10 Also sollen sie beide ihre Missetat tragen; wie die Missetat des Fragers, also soll auch sein die Missetat des Propheten,
Eze 14:11 auf dass das Haus Israel nicht mehr irregehe von mir und sich nicht mehr verunreinige in aller seiner bertretung; sondern sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht der Herr HErr.
Eze 14:12 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 14:13 Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sndigt und dazu mich verschmht, so will ich meine Hand ber dasselbe ausstrecken und den Vorrat des Brotes wegnehmen und will Teuerung hineinschicken, dass ich Menschen und Vieh darin ausrotte.
Eze 14:14 Und wenn dann gleich die drei Mnner Noah, Daniel und Hiob darin wren, so wrden sie allein ihre eigene Seele erretten durch ihre Gerechtigkeit, spricht der Herr HErr.
Eze 14:15 Und wenn ich bse Tiere in das Land bringen wrde, die die Leute aufrumten und es verwsteten, dass niemand darin wandeln knnte vor den Tieren,
Eze 14:16 und diese drei Mnner wren auch darin: so wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, sie wrden weder Shne noch Tchter erretten, sondern allein sich selbst, und das Land msste de werden.
Eze 14:17 Oder ob ich das Schwert kommen liee ber das Land und sprche: Schwert, fahre durch das Land! und wrde also Menschen und Vieh ausrotten,
Eze 14:18 und die drei Mnner wren darin: so wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, sie wrden weder Shne noch Tchter erretten, sondern sie allein wrden errettet sein.
Eze 14:19 Oder so ich Pestilenz in das Land schicken und meinen Grimm ber dasselbe ausschtten wrde mit Blutvergieen, also dass ich Menschen und Vieh ausrottete,
Eze 14:20 und Noah, Daniel und Hiob wren darin: so wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, wrden sie weder Shne noch Tchter, sondern allein ihre eigene Seele durch ihre Gerechtigkeit erretten.
Eze 14:21 Denn so spricht der Herr HErr: So ich meine vier bsen Strafen, als Schwert, Hunger, bse Tiere und Pestilenz, ber Jerusalem schicken werde, dass ich darin ausrotte Menschen und Vieh,
Eze 14:22 siehe, so sollen etliche brige darin davonkommen, die herausgebracht werden, Shne und Tchter, und zu euch herkommen, dass ihr sehen werdet ihr Wesen und Tun und euch trsten ber dem Unglck, das ich ber Jerusalem habe kommen lassen samt allem andern, was ich ber sie habe kommen lassen.
Eze 14:23 Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet ihr Wesen und Tun; und ihr werdet erfahren, dass ich nicht ohne Ursache getan habe, was ich darin getan habe, spricht der Herr HErr.
Eze 15:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 15:2 Du Menschenkind, was ist das Holz vom Weinstock vor anderm Holz oder eine Rebe vor anderm Holz im Walde?
Eze 15:3 Nimmt man es auch und macht etwas daraus? Macht man auch nur einen Nagel daraus, daran man etwas hngen kann?
Eze 15:4 Siehe, man wirft sie ins Feuer, dass es verzehrt wird, dass das Feuer seine beiden Enden verzehrt und sein Mittles versengt; wozu sollte es nun taugen?
Eze 15:5 Siehe, da es noch ganz war, konnte man nichts daraus machen; wie viel weniger kann nun hinfort etwas daraus gemacht werden, so es das Feuer verzehrt und versengt hat!
Eze 15:6 Darum spricht der Herr HErr: Gleichwie ich das Holz vom Weinstock vor anderm Holz im Walde dem Feuer zu verzehren gebe, also will ich mit den Einwohnern zu Jerusalem auch umgehen
Eze 15:7 und will mein Angesicht wider sie setzen, dass das Feuer sie fressen soll, ob sie schon aus dem Feuer herausgekommen sind. Und ihr sollt's erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich mein Angesicht wider sie setze
Eze 15:8 und das Land wst mache, darum dass sie mich verschmhen, spricht der Herr HErr.
Eze 16:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 16:2 Du Menschenkind offenbare der Stadt Jerusalem ihre Greuel und sprich:
Eze 16:3 So spricht der Herr HErr zu Jerusalem: Dein Geschlecht und deine Geburt ist aus der Kanaaniter Lande, dein Vater aus den Amoritern und deine Mutter aus den Hethitern.
Eze 16:4 Deine Geburt ist also gewesen: Dein Nabel, da du geboren wurdest, ist nicht verschnitten; so hat man dich auch nicht in Wasser gebadet, dass du sauber wrdest, noch mit Salz abgerieben noch in Windeln gewickelt.
Eze 16:5 Denn niemand jammerte dein, dass er sich ber dich htte erbarmt und der Stcke eins dir erzeigt, sondern du wurdest aufs Feld geworfen. Also verachtet war deine Seele, da du geboren warst.
Eze 16:6 Ich aber ging vor dir vorber und sah dich in deinem Blut liegen und sprach zu dir, da du so in deinem Blut lagst: Du sollst leben!
Eze 16:7 Und habe dich erzogen und lassen gro werden wie ein Gewchs auf dem Felde; und warst nun gewachsen und gro und schn geworden. Deine Brste waren gewachsen und hattest schon lange Haare; aber du warst noch nackt und blo.
Eze 16:8 Und ich ging vor dir vorber und sah dich an; und siehe, es war die Zeit, um dich zu werben. Da breitete ich meinen Mantel ber dich und bedeckte deine Ble. Und ich gelobte dir's und begab mich mit dir in einen Bund, spricht der Herr HErr, dass du solltest mein sein.
Eze 16:9 Und ich badete dich im Wasser und wusch dich von all deinem Blut und salbte dich mit Balsam
Eze 16:10 und kleidete dich mit gestickten Kleidern und zog dir Schuhe von feinem Leder an; ich gab dir kstliche leinene Kleider und seidene Schleier
Eze 16:11 und zierte dich mit Kleinoden und legte dir Geschmeide an deine Arme und Kettlein an deinen Hals
Eze 16:12 und gab dir ein Haarband an deine Stirn und Ohrenringe an deine Ohren und eine schne Krone auf dein Haupt.
Eze 16:13 So warst du geziert mit eitel Gold und Silber und gekleidet mit eitel Leinwand, Seide und Gesticktem. Du aest auch eitel Semmel, Honig und l und warst beraus schn und bekamst das Knigreich.
Eze 16:14 Und dein Ruhm erscholl unter die Heiden deiner Schne halben, welche ganz vollkommen war durch den Schmuck, so ich an dich gehngt hatte, spricht der Herr HErr.
Eze 16:15 Aber du verlieest dich auf deine Schne; und weil du so gerhmt warst, triebst du Hurerei, also dass du dich einem jeglichen, wer vorberging, gemein machtest und tatest seinen Willen.
Eze 16:16 Und nahmst von deinen Kleidern und machtest dir bunte Altre daraus und triebst deine Hurerei darauf, wie nie geschehen ist noch geschehen wird.
Eze 16:17 Du nahmst auch dein schnes Gert, das ich dir von meinem Gold und Silber gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und triebst deine Hurerei mit ihnen.
Eze 16:18 Und nahmst deine bestickten Kleider und bedecktest sie damit und mein l und Ruchwerk legtest du ihnen vor.
Eze 16:19 Meine Speise, die ich dir zu essen gab, Semmel, l, Honig, legtest du ihnen vor zum sen Geruch. Ja es kam dahin, spricht der Herr HErr,
Eze 16:20 dass du nahmst deine Shne und Tchter, die du mir geboren hattest, und opfertest sie denselben zu fressen. Meinst du denn, dass es eine Geringes sei um deine Hurerei,
Eze 16:21 dass du meine Kinder schlachtest und lsst sie denselben verbrennen?
Eze 16:22 Und in allen deinen Greueln und Hurerei hast du nie gedacht an die Zeit deiner Jugend, wie blo und nackt du warst und in deinem Blut lagst.
Eze 16:23 ber alle diese deine Bosheit (ach weh dir, weh dir! spricht der Herr HErr)
Eze 16:24 bautest du dir Gtzenkapellen und machtest dir Altre auf allen Gassen;
Eze 16:25 und vornan auf allen Straen bautest du deine Altre und machtest deine Schne zu eitel Greuel; du spreiztest deine Beine gegen alle, so vorbergingen, und triebst groe Hurerei.
Eze 16:26 Erstlich triebst du Hurerei mit den Kindern gyptens, deinen Nachbarn, die groes Fleisch hatten, und triebst groe Hurerei, mich zu reizen.
Eze 16:27 Ich aber streckte meine Hand aus wider dich und brach dir an deiner Nahrung ab und bergab dich in den Willen deiner Feinde, der Tchter der Philister, welche sich schmten vor deinem verruchten Wesen.
Eze 16:28 Darnach triebst du Hurerei mit den Kindern Assur und konntest des nicht satt werden; ja, da du mit ihnen Hurerei getrieben hattest und des nicht satt werden konntest,
Eze 16:29 machtest du der Hurerei noch mehr bis ins Krmerland Chalda; doch konntest du damit auch nicht satt werden.
Eze 16:30 Wie soll ich dir doch dein Herz beschneiden, spricht der Herr HErr, weil du solche Werke tust einer groen Erzhure,
Eze 16:31 damit dass du deine Gtzenkapellen bautest vornan auf allen Straen und deine Altre machtest auf allen Gassen? Dazu warst du nicht wie eine andere Hure, die man muss mit Geld kaufen.
Eze 16:32 Du Ehebrecherin, die anstatt ihres Mannes andere zulsst!
Eze 16:33 Denn allen andern Huren gibt man Geld; du aber gibst allen deinen Buhlern Geld zu und schenkst ihnen, dass sie zu dir kommen allenthalben und mit dir Hurerei treiben.
Eze 16:34 Und findet sich an dir das Widerspiel vor andern Weibern mit deiner Hurerei, weil man dir nicht nachluft, sondern du Geld zugibst, und man dir nicht Geld zugibt; also treibst du das Widerspiel.
Eze 16:35 Darum, du Hure, hre des HErrn Wort!
Eze 16:36 So spricht der Herr HErr: Weil du denn so milde Geld zugibst und deine Ble durch deine Hurerei gegen deine Buhlen aufdeckst und gegen alle Gtzen deiner Greuel und vergiet das Blut deiner Kinder, welche du ihnen opferst:
Eze 16:37 darum, siehe, will ich sammeln alle deine Buhlen, welchen du wohl gefielst, samt allen, die du fr deine Freunde hltst, zu deinen Feinden und will sie beide wider dich sammeln allenthalben und will ihnen deine Ble aufdecken, dass sie deine Ble ganz sehen sollen.
Eze 16:38 Und will das Recht der Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen ber dich gehen und dein Blut vergieen lassen mit Grimm und Eifer.
Eze 16:39 Und will dich in ihre Hnde geben, dass sie deine Kapellen abbrechen und deine Altre umreien und dir deine Kleider ausziehen und dein schnes Gert dir nehmen und dich nackt und blo sitzen lassen.
Eze 16:40 Und sie sollen Haufen Leute ber dich bringen, die dich steinigen und mit ihren Schwertern zerhauen
Eze 16:41 und deine Huser mit Feuer verbrennen und dir dein Recht tun vor den Augen vieler Weiber. Also will ich deiner Hurerei ein Ende machen, dass du nicht mehr sollst Geld noch zugeben,
Eze 16:42 und will meinen Mut an dir khlen und meinen Eifer an dir sttigen, dass ich ruhe und nicht mehr zrnen msse.
Eze 16:43 Darum dass du nicht gedacht hast an die Zeit deiner Jugend, sondern mich mit diesem allem gereizt, darum will ich auch dir all dein Tun auf den Kopf legen, spricht der Herr HErr, wiewohl ich damit nicht getan habe nach dem Laster in deinen Greueln.
Eze 16:44 Siehe, alle die, so Sprichwort pflegen zu ben, werden von dir dies Sprichwort sagen: Die Tochter ist wie die Mutter.
Eze 16:45 Du bist deiner Mutter Tochter, welche Mann und Kinder von sich stt, und bist eine Schwester deiner Schwestern, die ihre Mnner und Kinder von sich stoen. Eure Mutter ist eine von den Hethitern und euer Vater ein Amoriter.
Eze 16:46 Samaria ist dein groe Schwester mit ihren Tchtern, die dir zur Linken wohnt; und Sodom ist deine kleine Schwester mit ihren Tchtern, die dir zur Rechten wohnt;
Eze 16:47 wiewohl du dennoch nicht gelebt hast nach ihrem Wesen noch getan nach ihren Greueln. Es fehlt nicht viel, dass du es rger gemacht hast denn sie in allem deinem Wesen.
Eze 16:48 So wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, Sodom, deine Schwester, samt ihren Tchtern hat nicht so getan wie du und deine Tchter.
Eze 16:49 Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles vollauf und guter Friede, den sie und ihre Tchter hatten; aber den Armen und Drftigen halfen sie nicht,
Eze 16:50 sondern waren stolz und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch weggetan habe, da ich begann dareinzusehen.
Eze 16:51 So hat auch Samaria nicht die Hlfte deiner Snden getan; sondern du hast deiner Greuel so viel mehr als sie getan, dass du deine Schwester fromm gemacht hast gegen alle deine Greuel die du getan hast.
Eze 16:52 So trage auch nun deine Schande, die du deiner Schwester zuerkannt hast. Durch deine Snden, in welchen du grere Greuel denn sie getan hast, machst du sie frmmer, denn du bist. So sei nun auch du schamrot und trage deine Schande, dass du deine Schwester fromm gemacht hast.
Eze 16:53 Ich will aber ihr Gefngnis wenden, nmlich das Gefngnis dieser Sodom und ihrer Tchter und das Gefngnis dieser Samaria und ihrer Tchter und das Gefngnis deiner Gefangenen samt ihnen,
Eze 16:54 dass du tragen musst deine Schande und dich schmst alles dessen, was du getan hast ihnen zum Troste.
Eze 16:55 Und deine Schwestern, diese Sodom und ihre Tchter, sollen wieder werden, wie sie zuvor gewesen sind, und Samaria und ihre Tchter sollen wieder werden, wie sie zuvor gewesen sind; dazu auch du und deine Tchter sollt wieder werden, wie ihr zuvor gewesen seid.
Eze 16:56 Und wirst nicht mehr die Sodom, deine Schwester rhmen wie zur Zeit deines Hochmuts,
Eze 16:57 da deine Bosheit noch nicht aufgedeckt war wie zur Zeit, da dich die Tchter Syriens und die Tchter der Philister allenthalben schndeten und verachteten dich um und um,
Eze 16:58 da ihr musstet eure Laster tragen, spricht der HErr.
Eze 16:59 Denn also spricht der Herr HErr: Ich will dir tun wie du getan hast, dass du den Eid verachtest und brichst den Bund.
Eze 16:60 Ich will aber gedenken an meinen Bund, den ich mit dir gemacht habe zur Zeit deiner Jugend, und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten.
Eze 16:61 Da wirst du an deine Wege gedenken und dich schmen, wenn du deine groen und kleinen Schwestern zu dir nehmen wirst, die ich dir zu Tchtern geben werde, aber nicht aus deinem Bund.
Eze 16:62 Sondern ich will meinen Bund mit dir aufrichten, dass du erfahren sollst, dass ich der HErr sei,
Eze 16:63 auf dass du daran gedenkst und dich schmst und vor Schande nicht mehr deinen Mund auftun drfest, wenn ich dir alles vergeben werde, was du getan hast, spricht der Herr HErr.
Eze 17:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 17:2 Du Menschenkind, lege doch dem Hause Israel ein Rtsel vor und ein Gleichnis
Eze 17:3 und sprich: So spricht der Herr HErr: Ein groer Adler mit groen Flgeln und langen Fittichen und voll Federn, die bunt waren, kam auf den Libanon und nahm den Wipfel von der Zeder
Eze 17:4 und brach das oberste Reis ab und fhrte es ins Krmerland und setzte es in die Kaufmannstadt.
Eze 17:5 Er nahm auch vom Samen des Landes und pflanzte es in gutes Land, da viel Wasser war, und setzte es lose hin.
Eze 17:6 Und es wuchs und ward ein ausgebreiteter Weinstock und niedrigen Stammes; denn seine Reben bogen sich zu ihm, und seine Wurzeln waren unter ihm; und er war also ein Weinstock, der Reben kriegte und Zweige.
Eze 17:7 Und da war ein anderer groer Adler mit groen Flgeln und vielen Federn; und siehe, der Weinstock hatte verlangen an seinen Wurzeln zu diesem Adler und streckte seine Reben aus gegen ihn, dass er gewssert wrde, vom Platz, da er gepflanzt war.
Eze 17:8 Und war doch auf einen guten Boden an viel Wasser gepflanzt, da er wohl htte knnen Zweige bringen, Frchte tragen und ein herrlicher Weinstock werden.
Eze 17:9 So sprich nun: Also sagt der Herr HErr: Sollte der geraten? Ja, man wird seine Wurzeln ausrotten und seine Frchte abreien, und er wird verdorren, dass alle Bltter seines Gewchses verdorren werden; und es wird nicht geschehen durch groen Arm noch viel Volks, dass man ihn von seinen Wurzeln wegfhre.
Eze 17:10 Siehe, er ist zwar gepflanzt; aber sollte er geraten? Ja, sobald der Ostwind an ihn rhren wird, wird er verdorren auf dem Platz, da er gewachsen ist.
Eze 17:11 Und des HErr Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 17:12 Sprich doch zu diesem ungehorsamen Haus: Wisst ihr nicht, was das ist? Und sprich: Siehe, es kam ein Knig zu Babel gen Jerusalem und nahm ihren Knig und ihre Frsten und fhrte sie weg zu sich gen Babel.
Eze 17:13 Und nahm einen vom kniglichen Geschlecht und machte einen Bund mit ihm und nahm einen Eid von ihm; aber die Gewaltigen im Lande nahm er weg,
Eze 17:14 damit das Knigreich demtig bliebe und sich nicht erhbe, auf dass sein Bund gehalten wrde und bestnde.
Eze 17:15 Aber derselbe fiel von ihm ab und sandte seine Botschaft nach gypten, dass man ihm Rosse und viel Volks schicken sollte. Sollte es dem geraten? Sollte er davonkommen, der solches tut? und sollte der, so den Bund bricht davonkommen?
Eze 17:16 So wahr ich lebe spricht der Herr HErr, an dem Ort des Knigs, der ihn zum Knig gesetzt hat, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er gebrochen hat, da soll er sterben, nmlich zu Babel.
Eze 17:17 Auch wird ihm Pharao nicht beistehen im Kriege mit groem Heer und vielem Volk, wenn man den Wall aufwerfen wird und die Bollwerke bauen, dass viel Leute umgebracht werden.
Eze 17:18 Denn weil er den Eid verachtet und den Bund gebrochen hat, darauf er seine Hand gegeben hat, und solches alles tut, wird er nicht davonkommen.
Eze 17:19 Darum spricht der Herr HErr also; So wahr ich lebe, so will ich meinen Eid, den er verachtet hat, und meinen Bund, den er gebrochen hat, auf seinen Kopf bringen.
Eze 17:20 Denn ich will mein Netz ber ihn werfen, und er muss in meinem Garn gefangen werden; und ich will ihn gen Babel bringen und will daselbst mit ihm rechten ber dem, dass er sich also an mir vergriffen hat.
Eze 17:21 Und alle seine Flchtigen, die ihm anhingen, sollen durchs Schwert fallen, und ihre brigen sollen in alle Winde zerstreut werden; und ihr sollt's erfahren, dass ich, der HErr, es geredet habe.
Eze 17:22 So spricht der Herr HErr: Ich will auch von dem Wipfel des hohen Zedernbaumes nehmen und oben auf seinen Zweigen ein zartes Reis brechen und will's auf einen hohen, erhabenen Berg pflanzen;
Eze 17:23 auf den hohen Berg Israels will ich's pflanzen, dass es Zweige gewinne und Frchte bringe und ein herrlicher Zedernbaum werde, also dass allerlei Vgel unter ihm wohnen und allerlei Fliegendes unter dem Schatten seiner Zweige bleiben mge.
Eze 17:24 Und sollen alle Feldbume erfahren, dass ich, der HErr, den hohen Baum erniedrigt habe und den niedrigen Baum erhht habe und den grnen Baum ausgedrrt und den drren Baum grnend gemacht habe. Ich, der HErr, rede es und tue es auch.
Eze 18:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 18:2 Was treibt ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprecht: Die Vter haben Herlinge<RF>bedeutet: kleine, unausgereifte, saure Trauben<Rf> gegessen, aber den Kindern sind die Zhne davon stumpf geworden?
Eze 18:3 So wahr als ich lebe, spricht der Herr HErr, solches Sprichwort soll nicht mehr unter euch gehen in Israel.
Eze 18:4 Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sndigt, die soll sterben.
Eze 18:5 Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl tut,
Eze 18:6 der auf den Bergen nicht isset, der seine Augen nicht aufhebt zu den Gtzen des Hauses Israel und seines Nchsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit,
Eze 18:7 der niemand beschdigt, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der niemand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Hungrigen sein Brot mitteilt und den Nackten kleidet,
Eze 18:8 der nicht wuchert, der nicht Zins nimmt, der seine Hand vom Unrechten kehrt, der zwischen den Leuten recht urteilt,
Eze 18:9 der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote hlt, dass er ernstlich darnach tue: das ist ein frommer Mann, der soll das leben haben, spricht der Herr HErr.
Eze 18:10 Wenn er aber einen Sohn zeugt, und derselbe wird ein Mrder, der Blut vergiet oder dieser Stcke eins tut,
Eze 18:11 und der andern Stcke keins tut, sondern auf den Bergen isset und seines Nchsten Weib befleckt,
Eze 18:12 die Armen und Elenden beschdigt, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Gtzen aufhebt und einen Greuel begeht,
Eze 18:13 auf Wucher gibt, Zins nimmt: sollte der Leben? Er soll nicht leben, sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soll er des Todes sterben; sein Blut soll auf ihm sein.
Eze 18:14 Wo er aber einen Sohn zeugt, der solche Snden sieht, so sein Vater tut, und sich frchtet und nicht also tut,
Eze 18:15 it nicht auf den Bergen, hebt seine Augen nicht auf zu den Gtzen des Hauses Israel, befleckt nicht seines Nchsten Weib,
Eze 18:16 beschdigt niemand, behlt das Pfand nicht, nimmt nicht mit Gewalt etwas, teilt sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackten,
Eze 18:17 der seine Hand vom Unrechten kehrt, keinen Wucher noch Zins nimmt, sondern meine Gebote hlt und nach meinen Rechten lebt: der soll nicht sterben um seines Vaters Missetat willen, sondern leben.
Eze 18:18 Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht gebt hat und unter seinem Volk getan hat, was nicht taugt, siehe, der soll sterben um seiner Missetat willen.
Eze 18:19 So sprecht ihr: Warum soll denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum dass er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soll er leben.
Eze 18:20 Denn welche Seele sndigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Missetat des Sohnes; sondern des Gerechten Gerechtigkeit soll ber ihm sein.
Eze 18:21 Wo sich aber der Gottlose bekehrt von allen seine Snden, die er getan hat, und hlt alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er leben und nicht sterben.
Eze 18:22 Es soll aller seiner bertretung, so er begangen hat, nicht gedacht werden; sondern er soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er tut.
Eze 18:23 Meinest du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der HErr, und nicht vielmehr, dass er sich bekehre von seinem Wesen und lebe?
Eze 18:24 Und wo sich der Gerechte kehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Bses und lebt nach all den Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; sondern in seiner bertretung und Snde, die er getan hat, soll er sterben.
Eze 18:25 Doch sprecht ihr: Der HErr handelt nicht recht. So hrt nun, ihr vom Hause Israel: Ist's nicht also, dass ich recht habe und ihr unrecht habt?
Eze 18:26 Denn wenn der Gerechte sich kehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Bses, so muss er sterben; er muss aber um seiner Bosheit willen, die er getan hat, sterben.
Eze 18:27 Wiederum, wenn der Gottlose kehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele lebendig erhalten.
Eze 18:28 Denn weil er sieht und bekehrt sich von aller Bosheit, die er getan hat, so soll er leben und nicht sterben.
Eze 18:29 Doch sprechen die vom Hause Israel: Der HErr handelt nicht recht. Sollte ich Unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht.
Eze 18:30 Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr HErr. Darum so bekehrt euch von aller bertretung, auf dass ihr nicht fallen msset um der Missetat willen.
Eze 18:31 Werfet von euch alle eure bertretung, damit ihr bertreten habt, und machet euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum willst du sterben, du Haus Israel?
Eze 18:32 Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr HErr. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.
Eze 19:1 Du aber mache eine Wehklage ber die Frsten Israels
Eze 19:2 und sprich: Warum liegt deine Mutter, die Lwin, unter den Lwen und erzieht ihre Jungen unter den Lwen?
Eze 19:3 Deren eines zog sie auf, und ward ein junger Lwe daraus, der gewhnte sich, die Leute zu zerreien und zu fressen.
Eze 19:4 Da das die Heiden von ihm hrten, fingen sie ihn in ihren Gruben und fhrten ihn an Ketten nach gyptenland.
Eze 19:5 Da nun die Mutter sah, dass ihre Hoffnung verloren war, da sie lange gehofft hatte, nahm sie ein anderes aus ihren Jungen heraus und machte einen jungen Lwen daraus.
Eze 19:6 Da er unter den Lwen wandelte ward er ein junger Lwe; der gewhnte sich auch, die Leute zu zerreien und zu fressen.
Eze 19:7 Er verderbte ihre Palste und verwstete ihre Stdte, dass das Land und was darin ist, vor der Stimme seines Brllens sich entsetzte.
Eze 19:8 Da legten sich die Heiden aus allen Lndern ringsumher und warfen ein Netz ber ihn und fingen ihn in ihren Gruben
Eze 19:9 und stieen ihn gebunden in einen Kfig und fhrten ihn zum Knig zu Babel; und man lie ihn verwahren, dass seine Stimme nicht mehr gehrt wrde auf den Bergen Israels.
Eze 19:10 Deine Mutter war wie ein Weinstock, gleich wie du am Wasser gepflanzt; und seine Frucht und Reben wuchsen von dem groen Wasser,
Eze 19:11 dass seine Reben so stark wurden, dass sie zu Herrenzeptern gut waren, und er ward hoch unter den Reben. Und da man sah, dass er so hoch war und viel Reben hatte,
Eze 19:12 ward er mit Grimm ausgerissen und zu Boden geworfen; der Ostwind verdorrte seine Frucht, und seine starken Reben wurden zerbrochen, dass sie verdorrten und verbrannt wurden.
Eze 19:13 Nun aber ist er gepflanzt in der Wste, in einem drren, durstigen Lande,
Eze 19:14 und ist ein Feuer ausgegangen von seinen starken Reben, das verzehrte seine Frucht, dass in ihm keine starke Rebe mehr ist zu einem Herrenzepter, das ist ein klglich und jmmerlich Ding.
Eze 20:1 Und es begab sich im siebenten Jahr, am zehnten Tage des fnften Monats, kamen etliche aus den ltesten Israels, den HErrn zu fragen, und setzten sich vor mir nieder.
Eze 20:2 Da geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 20:3 Du Menschenkind, sage den ltesten Israels und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Seid ihr gekommen, mich zu fragen? So wahr ich lebe, ich will von euch ungefragt sein, spricht der Herr HErr.
Eze 20:4 Aber willst du sie strafen, du Menschenkind, so magst du sie also strafen: zeige ihnen an die Greuel ihrer Vter
Eze 20:5 und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Zu der Zeit, da ich Israel erwhlte, erhob ich meine Hand zu dem Samen des Hauses Jakob und gab mich ihnen zu erkennen in gyptenland. Ja, ich erhob meine Hand zu ihnen und sprach: Ich bin der HErr, euer Gott.
Eze 20:6 Ich erhob aber zur selben Zeit meine Hand, dass ich sie fhrte aus gyptenland in ein Land, das ich ihnen ersehen hatte, das mit Milch und Honig fliet, ein edles Land vor allen Lndern,
Eze 20:7 und sprach zu ihnen: Ein jeglicher werfe weg die Greuel vor seinen Augen, und verunreinigt euch nicht an den Gtzen gyptens! denn ich bin der HErr, euer Gott.
Eze 20:8 Sie aber waren mir ungehorsam und wollten nicht gehorchen und warf ihrer keiner weg die Greuel vor seinen Augen und verlieen die Gtzen gyptens nicht. Da dachte ich meinem Grimm ber sie auszuschtten und all mein Zorn ber sie gehen zu lassen noch in gyptenland.
Eze 20:9 Aber ich lie es um meines Namens willen, dass er nicht entheiligt wrde vor den Heiden, unter denen sie waren und vor denen ich mich ihnen hatte zu erkennen gegeben, dass ich sie aus gyptenland fhren wollte.
Eze 20:10 Und da ich sie aus gyptenland gefhrt hatte und in die Wste gebracht,
Eze 20:11 gab ich ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Rechte, durch welche lebt der Mensch, der sie hlt.
Eze 20:12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie lernten, dass ich der HErr sei, der sie heiligt.
Eze 20:13 Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wste und lebten nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Rechte, durch welche der Mensch lebt, der sie hlt, und entheiligten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich meinem Grimm ber sie auszuschtten in der Wste und sie ganz umzubringen.
Eze 20:14 Aber ich lie es um meines Namens willen, auf dass er nicht entheiligt wrde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte ausgefhrt.
Eze 20:15 Und ich hob auch meine Hand auf wider sie in der Wste, dass ich sie nicht wollte bringen in das Land, so ich ihnen gegeben hatte, das mit Milch und Honig fliet, ein edles Land vor allen Lndern,
Eze 20:16 darum dass sie meine Rechte verachtet und nach meinen Geboten nicht gelebt und meine Sabbate entheiligt hatten; denn sie wandelten nach den Gtzen ihres Herzens.
Eze 20:17 Aber mein Auge verschonte sie, dass ich sie nicht verderbte noch ganz umbrchte in der Wste.
Eze 20:18 Und ich sprach zu ihren Kindern in der Wste: Ihr sollt nach eurer Vter Geboten nicht leben und ihre Rechte nicht halten und an ihren Gtzen euch nicht verunreinigen.
Eze 20:19 Denn ich bin der HErr, euer Gott; nach meinen Geboten sollt ihr leben, und meine Rechte sollt ihr halten und darnach tun;
Eze 20:20 und meine Sabbate sollt ihr heiligen, dass sie seien ein Zeichen zwischen mir und euch, damit ihr wisset, das ich der HErr, euer Gott bin.
Eze 20:21 Aber die Kinder waren mir auch ungehorsam, lebten nach meinen Geboten nicht, hielten auch meine Rechte nicht, dass sie darnach tten, durch welche der Mensch lebt, der sie hlt, und entheiligten meine Sabbate. Da gedachte ich, meinen Grimm ber sie auszuschtten und allen meinen Zorn ber sie gehen lassen in der Wste.
Eze 20:22 Ich wandte aber meine Hand und lie es um meines Namens willen, auf dass er nicht entheiligt wrde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte ausgefhrt.
Eze 20:23 Ich hob auch meine Hand auf wider sie in der Wste, dass ich sie zerstreute unter die Heiden und zerstubte in die Lnder,
Eze 20:24 darum dass sie meine Geboten nicht gehalten und meine Rechte verachtet und meine Sabbate entheiligt hatten und nach den Gtzen ihrer Vter sahen.
Eze 20:25 Darum bergab ich sie in die Lehre, die nicht gut ist, und in Rechte, darin sie kein Leben konnten haben,
Eze 20:26 und lie sie unrein werden durch ihre Opfer, da sie alle Erstgeburt durchs Feuer gehen lieen, damit ich sie verstrte und sie lernen mussten, dass ich der HErr sei.
Eze 20:27 Darum rede, du Menschenkind, mit dem Hause Israel und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Eure Vter haben mich noch weiter gelstert und mir getrotzt.
Eze 20:28 Denn da ich sie in das Land gebracht hatte, ber welches ich meine Hand aufgehoben hatte, dass ich's ihnen gbe: wo sie einen hohen Hgel oder dichten Baum ersahen, daselbst opferten sie ihre Opfer und brachten dahin ihre verdrielichen Gaben und rucherten daselbst ihren sen Geruch und gossen daselbst ihre Trankopfer.
Eze 20:29 Ich aber sprach zu ihnen: Was soll doch die Hhe, dahin ihr geht? Und also heit sie bis auf diesen Tag die Hhe.
Eze 20:30 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr HErr: Ihr verunreinigt euch in dem Wesen eurer Vter und treibt Abgtterei mit ihren Greueln
Eze 20:31 und verunreinigt euch an euren Gtzen, welchen ihr eure Gaben opfert und eure Shne und Tchter durchs Feuer gehen lasst, bis auf den heutigen Tag; und ich sollte mich von euch, Haus Israel, fragen lassen? So wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, ich will von euch ungefragt sein.
Eze 20:32 Dazu, was ihr gedenkt: Wir wollen tun wie die Heiden und wie andere Leute in den Lndern: Holz und Stein anbeten, das soll euch fehlschlagen.
Eze 20:33 So wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, ich will ber euch herrschen mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit ausgeschttetem Grimm
Eze 20:34 und will euch aus den Vlkern fhren und aus den Lndern, dahin ihr verstreut seid, sammeln mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschtteten Grimm,
Eze 20:35 und will euch bringen in die Wste der Vlker und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht.
Eze 20:36 Wie ich mit euren Vtern in der Wste bei gypten gerechtet habe, ebenso will ich auch mit euch rechten, spricht der Herr HErr.
Eze 20:37 Ich will euch wohl unter die Rute bringen und euch in die Bande des Bundes zwingen
Eze 20:38 und will die Abtrnnigen und so wider mich bertreten, unter euch ausfegen; ja, aus dem Lande, da ihr jetzt wohnt, will ich sie fhren und ins Land Israel nicht kommen lassen, dass ihr lernen sollt, ich sei der HErr.
Eze 20:39 Darum, ihr vom Hause Israel, so spricht der Herr HErr: Weil ihr denn mir ja nicht wollt gehorchen, so fahrt hin und diene ein jeglicher seinen Gtzen; aber meinen heiligen Namen lasst hinfort ungeschndet mit euren Opfern und Gtzen.
Eze 20:40 Denn so spricht der Herr HErr: Auf meinem heiligen Berge, auf dem hohen Berge Israel, daselbst wird mir das ganze Haus Israel, alle die im Lande sind, dienen; daselbst werden sie mir angenehm sein, und daselbst will ich eure Hebopfer und Erstlinge eurer Opfer fordern mit allem, was ihr mir heiligt.
Eze 20:41 Ihr werdet mir angenehm sein mit dem sen Geruch, wenn ich euch aus den Vlkern bringen und aus den Lndern sammeln werde, dahin ihr verstreut seid, und werde in euch geheiligt werden vor den Heiden.
Eze 20:42 Und ihr werdet erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich euch ins Land Israel gebracht habe, in das Land, darber ich meine Hand aufhob, dass ich's euren Vtern gbe.
Eze 20:43 Daselbst werdet ihr gedenken an euer Wesen und an all euer Tun, darin ihr verunreinigt seid, und werdet Mifallen haben ber eure eigene Bosheit, die ihr getan habt.
Eze 20:44 Und werdet erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich mit euch tue um meines Namens willen und nicht nach eurem bsen Wesen und schdlichen Tun, du Haus Israel, spricht der Herr HErr.
Eze 21:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 21:2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen den Sdwind zu und predige gegen den Mittag und weissage wider den Wald im Felde gegen Mittag.
Eze 21:3 Und sprich zum Walde gegen Mittag: Hre des HErrn Wort! So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will in dir ein Feuer anznden, das soll beide, grne und drre Bume, verzehren, dass man seine Flamme nicht wird lschen knnen; sondern es soll verbrannt werden alles, was vom Mittag gegen Mitternacht steht.
Eze 21:4 Und alles Fleisch soll sehen, dass ich, der HErr, es angezndet habe und niemand lschen kann.
Eze 21:5 Und ich sprach: Ach Herr HErr, sie sagen von mir: Dieser redet eitel Rtselworte.
Eze 21:6 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 21:7 Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Jerusalem und predige wider die Heiligtmer und weissage wider das Land Israel
Eze 21:8 und sprich zum Lande Israel: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich; ich will mein Schwert aus der Scheide ziehen und will in dir ausrotten beide, Gerechte und Ungerechte.
Eze 21:9 Weil ich denn in dir Gerechte und Ungerechte ausrotte, so wird mein Schwert aus der Scheide fahren ber alles Fleisch, von Mittag her bis gen Mitternacht.
Eze 21:10 Und soll alles Fleisch erfahren, dass ich, der HErr, mein Schwert habe aus der Scheide gezogen; und es soll nicht wieder eingesteckt werden.
Eze 21:11 Und du, Menschenkind, sollst seufzen, bis dir die Lenden weh tun, ja, bitterlich sollst du seufzen, dass sie es sehen.
Eze 21:12 Und wenn sie zu dir sagen werden: Warum seufzest du? sollst du sagen: Um des Geschreis willen, das da kommt, vor welchem alle Herzen verzagen, und alle Hnde sinken, aller Mut fallen und alle Kniee so ungewiss stehen werden wie Wasser. Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der Herr HErr.
Eze 21:13 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 21:14 Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der HErr: Sprich: Das Schwert, ja, das Schwert ist geschrft und gefegt.
Eze 21:15 Es ist geschrft, dass es schlachten soll; es ist gefegt, dass es blinken soll. O wie froh wollten wir sein, wenn er gleich alle Bume zu Ruten machte ber die bsen Kinder!
Eze 21:16 Aber er hat ein Schwert zu fegen gegeben, dass man es fassen soll; es ist geschrft und gefegt, dass man's dem Totschlger in die Hand gebe.
Eze 21:17 Schreie und heule, du Menschenkind; denn es geht ber mein Volk und ber alle Regenten in Israel, die dem Schwert samt meinem Volk verfallen sind. Darum schlage auf deine Lenden.
Eze 21:18 Denn er hat sie oft gezchtigt; was hat's geholfen? Es will der bsen Kinder Rute nicht helfen, spricht der Herr HErr.
Eze 21:19 Und du, Menschenkind, weissage und schlage deine Hnde zusammen. Denn das Schwert wird zweifach, ja dreifach kommen, ein Wrgeschwert, ein Schwert groer Schlacht, das sie auch treffen wird in den Kammern, dahin sie fliehen.
Eze 21:20 Ich will das Schwert lassen klingen, dass die Herzen verzagen und viele fallen sollen an allen ihren Toren. Ach, wie glnzt es und haut daher zur Schlacht!
Eze 21:21 Haue drein, zur Rechten und Linken, was vor dir ist!
Eze 21:22 Da will ich dann mit meinen Hnden darob frohlocken und meinen Zorn gehen lassen. Ich, der HErr, habe es gesagt.
Eze 21:23 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 21:24 Du Menschenkind, mache zwei Wege, durch welche kommen soll das Schwert des Knigs zu Babel; sie sollen aber alle beide aus einem Lande gehen.
Eze 21:25 Und stelle ein Zeichen vorn an den Weg zur Stadt, dahin es weisen soll; und mache den Weg, dass das Schwert komme gen Rabba der Kinder Ammon und nach Juda, zu der festen Stadt Jerusalem.
Eze 21:26 Denn der Knig zu Babel wird sich an die Wegscheide stellen, vorn an den zwei Wegen, dass er sich wahrsagen lasse, mit den Pfeilen das Los werfe, seinen Abgott frage und schaue die Leber an.
Eze 21:27 Und die Wahrsagung wird auf die rechte Seite gen Jerusalem deuten, dass er solle Sturmbcke hinanfhren lassen und Lcher machen und mit groem Geschrei sie berfalle und morde, und dass er Bcke fhren soll wider die Tore und da Wall aufschtte und Bollwerk baue.
Eze 21:28 Aber es wird sie solches Wahrsagen falsch dnken, er schwre, wie teuer er will. Er aber wird denken an die Missetat, dass er sie gewinne.
Eze 21:29 Darum spricht der Herr HErr also: Darum dass euer gedacht wird um eure Missetat und euer Ungehorsam offenbart ist, dass man eure Snden sieht in allem eurem Tun, ja, darum dass euer gedacht wird, werdet ihr mit Gewalt gefangen werden.
Eze 21:30 Und du, Frst in Israel, der du verdammt und verurteilt bist, dessen Tag daherkommen wird, wenn die Missetat zum Ende gekommen ist,
Eze 21:31 so spricht der Herr HErr: Tue weg den Hut und hebe ab die Krone! Denn es wird weder Hut noch die Krone bleiben; sondern der sich erhht hat, der soll erniedrigt werden, und der sich erniedrigt, soll erhht werden.
Eze 21:32 Ich will die Krone zunichte, zunichte, zunichte machen, bis der komme, der sie haben soll; dem will ich sie geben.
Eze 21:33 Und du, Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr HErr von den Kindern Ammon und von ihrem Schmhen; und sprich: Das Schwert, das Schwert ist gezckt, dass es schlachten soll; es ist gefegt, dass es wrgen soll und soll blinken,
Eze 21:34 darum dass du falsche Gesichte dir sagen lsst und Lgen weissagen, damit du auch hingegeben wirst unter die erschlagenen Gottlosen, welchen ihr Tag kam, da die Missetat zum Ende gekommen war.
Eze 21:35 Und ob's schon wieder in die Scheide gesteckt wrde, so will ich dich doch richten an dem Ort, da du geschaffen, und in dem Lande, da du geboren bist,
Eze 21:36 und will meinen Zorn ber dich schtten; ich will das Feuer meines Grimmes ber dich aufblasen und will dich Leuten, die brennen und verderben knnen, berantworten.
Eze 21:37 Du musst dem Feuer zur Speise werden, und dein Blut muss im Lande vergossen werden, und man wird dein nicht mehr gedenken; denn ich, der HErr, habe es geredet.
Eze 22:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 22:2 Du Menschenkind, willst du nicht strafen die mrderische Stadt und ihr anzeigen alle ihre Greuel?
Eze 22:3 Sprich: So spricht der Herr HErr: O Stadt, die du der Deinen Blut vergieest, auf dass deine Zeit komme, und die du Gtzen bei dir machst, dadurch du dich verunreinigst!
Eze 22:4 Du verschuldest dich an dem Blut, das du vergiet, und verunreinigst dich an den Gtzen, die du machst; damit bringst du deine Tage herzu und machst, dass deine Jahre kommen mssen. Darum will ich dich zum Spott unter den Heiden und zum Hohn in allen Lndern machen.
Eze 22:5 In der Nhe und in der Ferne sollen sie dein spotten, dass du ein schndlich Gercht haben und groen Jammer leiden mssest.
Eze 22:6 Siehe, die Frsten in Israel, ein jeglicher ist mchtig bei dir, Blut zu vergieen.
Eze 22:7 Vater und Mutter verachten sie, den Fremdlingen tun sie Gewalt und Unrecht, die Witwen und die Waisen schinden sie.
Eze 22:8 Du verachtest meine Heiligtmer und entheiligst meine Sabbate.
Eze 22:9 Verrter sind in dir, auf dass sie Blut vergieen. Sie essen auf den Bergen und handeln mutwillig in dir;
Eze 22:10 sie decken auf die Ble der Vter und ntigen die Weiber in ihrer Krankheit
Eze 22:11 und treiben untereinander, Freund mit Freundes Weibe, Greuel; sie schnden ihre eigene Schwiegertochter mit allem Mutwillen; sie notzchtigen ihre eigenen Schwestern, ihres Vaters Tchter;
Eze 22:12 sie nehmen Geschenke, auf dass sie Blut vergieen; sie wuchern und nehmen Zins voneinander und treiben ihren Geiz wider ihren Nchsten und tun einander Gewalt und vergessen mein also, spricht der Herr HErr.
Eze 22:13 Siehe, ich schlage meine Hnde zusammen ber den Geiz, den du treibst, und ber das Blut, so in dir vergossen ist.
Eze 22:14 Meinst du aber, dein Herz mge es erleiden, oder werden es deine Hnde ertragen zu der Zeit, wann ich mit dir handeln werde? Ich, der HErr, habe es geredet und will's auch tun
Eze 22:15 und will dich zerstreuen unter die Heiden und dich verstoen in die Lnder und will deinem Unflat ein Ende machen,
Eze 22:16 dass du bei den Heiden musst verflucht geachtet werden und erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 22:17 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 22:18 Du Menschenkind, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden und sind alle Erz, Zinn, Eisen und Blei im Ofen; ja, zu Silberschlacken sind sie geworden.
Eze 22:19 Darum spricht der Herr HErr also: Weil ihr denn alle Schlacken geworden seid, siehe, so will ich euch alle gen Jerusalem zusammentun.
Eze 22:20 Wie man Silber, Erz, Eisen, Blei und Zinn zusammentut im Ofen, dass man ein Feuer darunter aufblase und zerschmelze es, also will ich euch auch in meinem Zorn und Grimm zusammentun, einlegen und schmelzen.
Eze 22:21 Ja ich will euch sammeln und das Feuer meines Zorns unter euch aufblasen, dass ihr darin zerschmelzen msset.
Eze 22:22 Wie das Silber zerschmilzt im Ofen, so sollt ihr auch darin zerschmelzen und erfahren, dass ich, der HErr, meinen Grimm ber euch ausgeschttet habe.
Eze 22:23 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 22:24 Du Menschenkind, sprich zu ihnen: Du bist ein Land, das nicht zu reinigen ist, wie eines, das nicht beregnet wird zur Zeit des Zorns.
Eze 22:25 Die Propheten, so darin sind, haben sich gerottet, die Seelen zu fressen wie ein brllender Lwe, wenn er raubt; sie reien Gut und Geld an sich und machen der Witwen viel darin.
Eze 22:26 Ihre Priester verkehren mein Gesetz freventlich und entheiligen mein Heiligtum; sie halten unter dem Heiligen und Unheiligen keinen Unterschied und lehren nicht, was rein oder unrein sei, und warten meiner Sabbate nicht, und ich werde unter ihnen entheiligt.
Eze 22:27 Ihre Frsten sind darin wie die reienden Wlfe, Blut zu vergieen und Seelen umzubringen um ihres Geizes willen.
Eze 22:28 Und ihre Propheten tnchen ihnen mit losem Kalk, predigen loses Gerede und weissagen ihnen Lgen und sagen: So spricht der Herr HErr, so es doch der HErr nicht geredet hat.
Eze 22:29 Das Volk im Lande bt Gewalt; sie rauben getrost und schinden die Armen und Elenden und tun den Fremdlingen Gewalt und Unrecht.
Eze 22:30 Ich suchte unter ihnen, ob jemand sich zur Mauer machte und wider den Riss stnde vor mir fr das Land, dass ich's nicht verderbte; aber ich fand keinen.
Eze 22:31 Darum schttete ich meinen Zorn ber sie, und mit dem Feuer meines Grimmes machte ich ihnen ein Ende und gab ihnen also ihren Verdienst auf ihren Kopf, spricht der Herr HErr.
Eze 23:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 23:2 Du Menschenkind, es waren zwei Weiber, einer Mutter Tchter.
Eze 23:3 Die trieben Hurerei in gypten in ihrer Jugend; daselbst lieen sie ihre Brste begreifen und den Busen ihrer Jungfrauschaft betasten.
Eze 23:4 Die groe heit Ohola und ihre Schwester Oholiba. Und ich nahm sie zur Ehe, und sie gebaren mir Shne und Tchter. Und Ohola heit Samaria und Oholiba Jerusalem.
Eze 23:5 Ohola trieb Hurerei, da ich sie genommen hatte, und brannte gegen ihre Buhlen, nmlich gegen die Assyrer, die zu ihr kamen,
Eze 23:6 gegen die Frsten und Herren, die mit Purpur gekleidet waren, und alle junge, liebliche Gesellen, Reisige, so auf Rossen ritten.
Eze 23:7 Und sie buhlte mit allen schnen Gesellen in Assyrien und verunreinigte sich mit allen ihren Gtzen, wo sie auf einen entbrannte.
Eze 23:8 Dazu lie sie auch nicht die Hurerei mit gypten, die bei ihr gelegen hatten von ihrer Jugend auf und die Brste ihrer Jungfrauschaft betastet und groe Hurerei mit ihr getrieben hatten.
Eze 23:9 Da bergab ich sie in die Hand ihrer Buhlen, den Kindern Assur, gegen welche sie brannte vor Lust.
Eze 23:10 Die deckten ihre Ble auf und nahmen ihre Shne und Tchter weg; sie aber tteten sie mit dem Schwert. Und es kam aus unter den Weibern, wie sie gestraft wre.
Eze 23:11 Da es aber ihre Schwester Oholiba sah, entbrannte sie noch viel rger denn jene und trieb die Hurerei mehr denn ihre Schwester;
Eze 23:12 und entbrannte gegen die Kinder Assur, nmlich die Frsten und Herren, die zu ihr kamen wohl gekleidet, Reisige, so auf Rossen ritten, und alle junge, liebliche Gesellen.
Eze 23:13 Da sah ich, dass sie alle beide gleichermaen verunreinigt waren.
Eze 23:14 Aber diese treib ihre Hurerei mehr. Denn da sie sah gemalte Mnner an der Wand in roter Farbe, die Bilder der Chalder,
Eze 23:15 um ihre Lenden gegrtet und bunte Mtzen auf ihren Kpfen, und alle gleich anzusehen wie gewaltige Leute, wie denn die Kinder Babels, die Chalder, tragen in ihrem Vaterlande:
Eze 23:16 entbrannte sie gegen sie, sobald sie ihrer gewahr ward, und schickte Botschaft zu ihnen nach Chalda.
Eze 23:17 Als nun die Kinder Babels zu ihr kamen, bei ihr zu schlafen nach der Liebe, verunreinigten sie dieselbe mit ihrer Hurerei, und sie verunreinigte sich mit ihnen, bis sie ihrer mde ward.
Eze 23:18 Und da ihre Hurerei und Schande so gar offenbar war, ward ich ihrer berdrssig, wie ich ihrer Schwester auch war mde geworden.
Eze 23:19 Sie aber trieb ihre Hurerei immer mehr und gedachte an die Zeit ihrer Jugend, da sie in gyptenland Hurerei getrieben hatte,
Eze 23:20 und entbrannte gegen ihre Buhlen, welcher Brunst war wie der Esel und der Hengste Brunst.
Eze 23:21 Und du bestelltest deine Unzucht wie in deiner Jugend, da die in gypten deine Brste begriffen und deinen Busen betasteten.
Eze 23:22 Darum, Oholiba, so spricht der Herr HErr: Siehe, ich will deine Buhlen, deren du mde bist geworden, wider dich erwecken und will sie ringsumher wider dich bringen,
Eze 23:23 nmlich die Kinder Babels und alle Chalder mit Hauptleuten, Frsten und Herren und alle Assyrer mit ihnen, die schne junge Mannschaft, alle Frsten und Herren, Ritter und Edle, die alle auf Rossen reiten.
Eze 23:24 Und sie werden ber dich kommen, gerstet mit Wagen und Rdern und mit groem Haufen Volks, und werden dich belagern mit Tartschen, Schilden und Helmen um und um. Denen will ich das Recht befehlen, dass sie dich richten sollen nach ihrem Recht.
Eze 23:25 Ich will meinen Eifer ber dich gehen lassen, dass sie unbarmherzig mit dir handeln sollen. Sie sollen dir Nase und Ohren abschneiden; und was brigbleibt, soll durchs Schwert fallen. Sie sollen deine Shne und Tchter wegnehmen und das brige mit Feuer verbrennen.
Eze 23:26 Sie sollen dir deine Kleider ausziehen und deinen Schmuck wegnehmen.
Eze 23:27 Also will ich deiner Unzucht und deiner Hurerei mit gyptenland ein Ende machen, dass du deine Augen nicht mehr nach ihnen aufheben und gyptens nicht mehr gedenken sollst.
Eze 23:28 Denn so spricht der Herr HErr: Siehe, ich will dich berantworten, denen du feind geworden und deren du mde bist.
Eze 23:29 Die sollen wie Feinde mit dir umgehen und alles nehmen, was du erworben hast, und dich nackt und blo lassen, dass die Schande deiner Unzucht und Hurerei offenbar werde.
Eze 23:30 Solches wird dir geschehen um deiner Hurerei willen, so du mit den Heiden getrieben, an deren Gtzen du dich verunreinigt hast.
Eze 23:31 Du bist auf dem Wege deiner Schwester gegangen; darum gebe ich dir auch deren Kelch in deine Hand.
Eze 23:32 So spricht der Herr HErr: Du musst den Kelch deiner Schwester trinken, so tief und weit er ist: du sollst zu so groem Spott und Hohn werden, dass es unertrglich sein wird.
Eze 23:33 Du musst dich des starken Tranks und Jammers vollsaufen; denn der Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch des Jammers und Trauerns.
Eze 23:34 Denselben musst du rein austrinken, darnach die Scherben zerwerfen und deine Brste zerreien; denn ich habe es geredet, spricht der Herr HErr.
Eze 23:35 Darum so spricht der Herr HErr: Darum, dass du mein vergessen und mich hinter deinen Rcken geworfen hast, so trage auch nun deine Unzucht und deine Hurerei.
Eze 23:36 Und der HErr sprach zu mir; Du Menschenkind, willst du nicht Ohola und Oholiba strafen und ihnen zeigen ihre Greuel?
Eze 23:37 Wie sie Ehebrecherei getrieben und Blut vergossen und die Ehe gebrochen haben mit den Gtzen; dazu ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, verbrannten sie denselben zum Opfer.
Eze 23:38 berdas haben sie mir das getan: sie haben meine Heiligtmer verunreinigt dazumal und meine Sabbate entheiligt.
Eze 23:39 Denn da sie ihre Kinder den Gtzen geschlachtet hatten, gingen sie desselben Tages in mein Heiligtum, es zu entheiligen. Siehe, solches haben sie in meinem Hause begangen.
Eze 23:40 Sie haben auch Boten geschickt nach Leuten, die aus fernen Landen kommen sollten; und siehe, da sie kamen, badetest du dich und schminktest dich und schmcktest dich mit Geschmeide zu ihren Ehren
Eze 23:41 und saest auf einem herrlichen Polster, vor welchem stand ein Tisch zugerichtet; darauf legtest du mein Ruchwerk und mein l.
Eze 23:42 Daselbst erhob sich ein groes Freudengeschrei; und es gaben ihnen die Leute, so allenthalben aus groem Volk und aus der Wste gekommen waren, Geschmeide an ihre Arme und schne Kronen auf ihre Hupter.
Eze 23:43 Ich aber gedachte: Sie ist der Ehebrecherei gewohnt von alters her; sie kann von der Hurerei nicht lassen.
Eze 23:44 Denn man geht zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; ebenso geht man zu Ohola und Oholiba, den unzchtigen Weibern.
Eze 23:45 Darum werden sie die Mnner strafen, die das Recht vollbringen, wie man die Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen strafen soll. Denn sie sind Ehebrecherinnen, und ihre Hnde sind voll Blut.
Eze 23:46 Also spricht der Herr HErr: Fhre einen groen Haufen ber sie herauf und gib sie zu Raub und Beute,
Eze 23:47 dass die Leute sie steinigen und mit ihren Schwertern erstechen und ihre Shne und Tchter erwrgen und ihre Huser mit Feuer verbrennen.
Eze 23:48 Also will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, dass alle Weiber sich warnen lassen und nicht nach solcher Unzucht tun.
Eze 23:49 Und man soll eure Unzucht auf euch legen, und ihr sollt eurer Gtzen Snden tragen, auf dass ihr erfahret, dass ich der Herr HErr bin.
Eze 24:1 Und es geschah das Wort des HErrn zu mir im neunten Jahr, am zehnten Tage des zehnten Monats, und sprach:
Eze 24:2 Du Menschenkind, schreib diesen Tag an, ja, eben diesen Tag; denn der Knig zu Babel hat sich eben an diesem Tage wider Jerusalem gelagert.
Eze 24:3 Und gib dem ungehorsamen Volk ein Gleichnis und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Setze einen Topf zu, setze zu und gie Wasser hinein;
Eze 24:4 tue die Stcke zusammen darein, die hinein sollen, alle besten Stcke, die Lenden und Schultern, und flle ihn mit den besten Knochenstcken;
Eze 24:5 nimm das Beste von der Herde und mache ein Feuer darunter, Knochenstcke zu kochen, und lass es getrost sieden und die Knochenstcke darin wohl kochen.
Eze 24:6 Darum spricht der Herr HErr: O der mrderischen Stadt, die ein solcher Topf ist, da der Rost daran klebt und nicht abgehen will! Tue ein Stck nach dem andern heraus; und du darfst nicht darum losen, welches zuerst heraus soll.
Eze 24:7 Denn ihr Blut ist darin, das sie auf einen bloen Felsen und nicht auf die Erde verschttet hat, da man's doch htte mit Erde knnen zuscharren.
Eze 24:8 Und ich habe auch darum sie lassen das Blut auf einen bloen Felsen schtten, dass es nicht zugescharrt wrde, auf dass der Grimm ber sie kme und es gercht wrde.
Eze 24:9 Darum spricht der Herr HErr also: O du mrderische Stadt, welche ich will zu einem groen Feuer machen!
Eze 24:10 Trage nur viel Holz her, znde das Feuer an, dass das Fleisch gar werde, und wrze es wohl, und die Knochenstcke sollen anbrennen.
Eze 24:11 Lege auch den Topf leer auf die Glut, auf dass er hei werde und sein Erz entbrenne, ob seine Unreinigkeit zerschmelzen und sein Rost abgehen wolle.
Eze 24:12 Aber wie sehr er brennt, will sein Rost doch nicht abgehen, denn es ist zuviel des Rosts; er muss im Feuer zerschmelzen.
Eze 24:13 Deine Unreinigkeit ist so verhrtet, dass, ob ich dich gleich reinigen wollte, dennoch du nicht willst dich reinigen lassen von deiner Unreinigkeit. Darum kannst du hinfort nicht wieder rein werden, bis mein Grimm sich an dir gekhlt habe.
Eze 24:14 Ich, der HErr, habe es geredet! Es soll kommen, ich will's tun und nicht sumen; ich will nicht schonen noch mich's reuen lassen; sondern sie sollen dich richten, wie du gelebt und getan hast, spricht der Herr HErr.
Eze 24:15 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 24:16 Du Menschenkind, siehe, ich will dir deiner Augen Lust nehmen durch eine Plage, aber du sollst nicht klagen noch weinen noch eine Trne lassen.
Eze 24:17 Heimlich magst du seufzen, aber keine Totenklage fhren; sondern du sollst deinen Schmuck anlegen und deine Schuhe anziehen. Du sollst deinen Mund nicht verhllen und nicht das Trauerbrot essen.
Eze 24:18 Und da ich des Morgens frh zum Volk geredet hatte, starb mir am Abend mein Weib. Und ich tat des andern Morgens, wie mir befohlen war.
Eze 24:19 Und das Volk sprach zu mir: Willst du uns nicht anzeigen, was uns das bedeutet, was du tust?
Eze 24:20 Und ich sprach zu ihnen: Der HErr hat mir geredet und gesagt:
Eze 24:21 Sage dem Hause Israel, dass der Herr HErr spricht also: Siehe, ich will mein Heiligtum, euren hchsten Trost, die Lust eurer Augen und eures Herzens Wunsch entheiligen; und euer Shne und Tchter, die ihr verlassen musstet, werden durchs Schwert fallen.
Eze 24:22 Und msst tun, wie ich getan habe: euren Mund sollt ihr nicht verhllen und das Trauerbrot nicht essen,
Eze 24:23 sondern sollt euren Schmuck auf euer Haupt setzen und eure Schuhe anziehen. Ihr werdet nicht klagen noch weinen, sondern ber eure Snden verschmachten und untereinander seufzen.
Eze 24:24 Und soll also Hesekiel euch ein Wunderzeichen sein, dass ihr tun msst, wie er getan hat, wenn es nun kommen wird, damit ihr erfahrt, dass ich der Herr HErr bin.
Eze 24:25 Und du, Menschenkind, zu der Zeit, wann ich wegnehmen werde von ihnen ihre Macht und ihren Trost, die Lust ihrer Augen und des Herzens Wunsch, ihre Shne und Tchter,
Eze 24:26 ja, zur selben Zeit wird einer, so entronnen ist, zu dir kommen und dir's kundtun.
Eze 24:27 Zur selben Zeit wird dein Mund aufgetan werden samt dem, der entronnen ist, dass du reden sollst und nicht mehr schweigen; denn du musst ihr Wunderzeichen sein, dass sie erfahren, ich sei der HErr.
Eze 25:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 25:2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen die Kinder Ammon und weissage wider sie
Eze 25:3 und sprich zu den Kindern Ammon: Hret des HErrn HErrn Wort! So spricht der Herr HErr: Darum dass ihr ber mein Heiligtum sprecht: Ha! es ist entheiligt! und ber das Land Israel: Es ist verwstet! und ber das Haus Juda: Es ist gefangen weggefhrt!,
Eze 25:4 darum siehe, ich will dich den Kindern des Morgenlandes bergeben, dass sie ihre Zeltdrfer in dir bauen und ihre Wohnungen in dir machen sollen; sie sollen deine Frchte essen und deine Milch trinken.
Eze 25:5 Und will Rabba zum Kamelstall machen und das Land der Kinder Ammon zu Schafhrden machen; und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 25:6 Denn so spricht der Herr HErr: Darum dass du mit deinen Hnden geklatscht und mit den Fen gescharrt und ber das Land Israel von ganzem Herzen so hhnisch dich gefreut hast,
Eze 25:7 darum siehe, ich will meine Hand ber dich ausstrecken und dich den Heiden zur Beute geben und dich aus den Vlkern ausrotten und aus den Lndern umbringen und dich vertilgen; und sollst erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 25:8 So spricht der Herr HErr: Darum dass Moab und Seir sprechen: Siehe das Haus Juda ist eben wie alle Heiden!
Eze 25:9 siehe, so will ich Moab zur Seite ffnen in seinen Stdten und in seinen Grenzen, das edle Land von Beth-Jesimoth, Baal-Meon und Kirjathaim,
Eze 25:10 und will es den Kindern des Morgenlandes zum Erbe geben samt dem Lande der Kinder Ammon, dass man der Kinder Ammon nicht mehr gedenken soll unter den Heiden.
Eze 25:11 Und will das Recht gehen lassen ber Moab; und sie sollen erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 25:12 So spricht der Herr HErr: Darum dass sich Edom am Hause Juda gercht hat und sich verschuldet mit seinem Rchen,
Eze 25:13 darum spricht der Herr HErr also: Ich will meine Hand ausstrecken ber Edom und will ausrotten von ihm Menschen und Vieh und will es wst machen von Theman bis gen Dedan und durchs Schwert fllen;
Eze 25:14 und will mich an Edom rchen durch mein Volk Israel, und sie sollen mit Edom umgehen nach meinem Zorn und Grimm, dass sie meine Rache erfahren sollen, spricht der Herr HErr.
Eze 25:15 So spricht der Herr HErr: Darum dass die Philister sich gercht haben und den alten Hass gebt nach allem ihrem Willen am Schaden meines Volkes,
Eze 25:16 darum spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will meine Hand ausstrecken ber die Philister und die Kreter ausrotten und will die brigen am Ufer des Meeres umbringen;
Eze 25:17 und will groe Rache an ihnen ben und mit Grimm sie strafen, dass sie erfahren sollen, ich sei der HErr, wenn ich meine Rache an ihnen gebt habe.
Eze 26:1 Und es begab sich im elften Jahr, am ersten Tage des ersten Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 26:2 Du Menschenkind, darum dass Tyrus spricht ber Jerusalem: Ha! die Pforte der Vlker ist zerbrochen; es ist zu mir gewandt; ich werde nun voll werden, weil sie wst ist!,
Eze 26:3 darum spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will an dich, Tyrus, und will viele Heiden ber dich heraufbringen, gleich wie sich ein Meer erhebt mit seinen Wellen.
Eze 26:4 Die sollen die Mauern zu Tyrus verderben und ihre Trme abbrechen; ja ich will auch ihren Staub von ihr wegfegen und will einen bloen Fels aus ihr machen
Eze 26:5 und einen Ort am Meer, darauf man die Fischgarne aufspannt; denn ich habe es geredet, spricht der Herr HErr, und sie soll den Heiden zum Raub werden.
Eze 26:6 Und ihre Tchter, so auf dem Felde liegen, sollen durchs Schwert erwrgt werden und sollen erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 26:7 Denn so spricht der Herr HErr: Siehe, ich will ber Tyrus kommen lassen Nebukadnezar, den Knig zu Babel, von Mitternacht her, der ein Knig aller Knige ist, mit Rossen, Wagen, Reitern und mit groem Haufen Volks.
Eze 26:8 Der soll deine Tchter, so auf dem Felde liegen, mit dem Schwert erwrgen; aber wider dich wird er Bollwerke aufschlagen und einen Wall aufschtten und Schilde wider dich rsten.
Eze 26:9 Er wird mit Sturmbcken deine Mauern zerstoen und deine Trme mit seinen Werkzeugen umreien.
Eze 26:10 Der Staub von der Menge seiner Pferde wird dich bedecken; so werden auch deine Mauern erbeben vor dem Getmmel seiner Rosse, Rder und Reiter, wenn er zu deinen Toren einziehen wird, wie man pflegt in eine zerrissene Stadt einzuziehen.
Eze 26:11 Er wird mit den Fen seiner Rosse alle deine Gassen zertreten. Dein Volk wird er mit dem Schwert erwrgen und deine starken Sulen zu Boden reien.
Eze 26:12 Sie werden dein Gut rauben und deinen Handel plndern. Deine Mauern werden sie abbrechen und deine feinen Huser umreien und werden deine Steine, Holz und Staub ins Wasser werfen.
Eze 26:13 Also will ich mit Getn deines Gesanges ein Ende machen, dass man den Klang deiner Harfen nicht mehr hren soll.
Eze 26:14 Und ich will einen bloen Fels aus dir machen und einen Ort, darauf man Fischgarne aufspannt, dass du nicht mehr gebaut wirst; denn ich bin der HErr, der solches redet, spricht der Herr HErr.
Eze 26:15 So spricht der Herr HErr wider Tyrus: was gilt's? die Inseln werden erbeben, wenn du so greulich zerfallen wirst und deine Verwundeten seufzen werden, so in dir sollen ermordet werden.
Eze 26:16 Alle Frsten am Meer werden herab von ihren Sthlen steigen und ihre Rcke von sich tun und ihre gestickten Kleider ausziehen und werden in Trauerkleidern gehen und auf der Erde sitzen und werden erschrecken und sich entsetzen ber deinen pltzlichen Fall.
Eze 26:17 Sie werden ber dich wehklagen und von dir sagen: Ach, wie bist du so gar wst geworden, du berhmte Stadt, die du am Meer lagst und so mchtig warst auf dem Meer samt deinen Einwohnern, dass sich das ganze Land vor dir frchten musste!
Eze 26:18 Ach, wie entsetzen sich die Inseln ber deinen Fall! ja die Inseln im Meer erschrecken ber deinen Untergang.
Eze 26:19 Denn so spricht der Herr HErr: Ich will dich zu einer wsten Stadt machen wie andere Stdte, darin niemand wohnt, und eine groe Flut ber dich kommen lassen, dass dich groe Wasser bedecken,
Eze 26:20 und will dich hinunterstoen zu denen, die in die Grube gefahren sind, zu dem Volk der Toten. Ich will dich unter die Erde hinabstoen in die ewigen Wsten zu denen, die in die Grube gefahren sind, auf dass niemand in dir wohne. Ich will dich, du Prchtige im Lande der Lebendigen,
Eze 26:21 ja, zum Schrecken will ich dich machen, dass du nichts mehr seist; und wenn man nach dir fragt, dass man dich ewiglich nimmer finden knne, spricht der Herr HErr.
Eze 27:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 27:2 Du Menschenkind, mach eine Wehklage ber Tyrus
Eze 27:3 und sprich zu Tyrus, die da liegt vorn am Meer und mit vielen Inseln der Vlker handelt: So spricht der Herr HErr: O Tyrus, du sprichst: Ich bin die Allerschnste.
Eze 27:4 Deine Grenzen sind mitten im Meer und deine Bauleute haben dich aufs allerschnste zugerichtet.
Eze 27:5 Sie haben all dein Tafelwerk aus Zypressenholz vom Senir gemacht und die Zedern vom Libanon fhren lassen und deine Mastbume daraus gemacht
Eze 27:6 und deine Ruder von Eichen aus Basan und deine Bnke von Elfenbein, gefasst in Buchsbaumholz aus den Inseln der Chittiter.
Eze 27:7 Dein Segel war von gestickter, kstlicher Leinwand aus gypten, dass es dein Panier wre, und deine Decken von blauem und rotem Purpur aus den Inseln Elisa.
Eze 27:8 Die von Sidon und Arvad waren deine Ruderknechte, und hattest geschickte Leute zu Tyrus, zu schiffen.
Eze 27:9 Die ltesten und Klugen von Gebal mussten deine Risse bessern. Alle Schiffe im Meer und ihre Schiffsleute fand man bei dir; die hatten ihren Handel in dir.
Eze 27:10 Die aus Persien, Lud und Lybien waren dein Kriegsvolk, die ihre Schilde und Helme in dir aufhingen und haben dich so schn geschmckt.
Eze 27:11 Die von Arvad waren unter deinem Heer rings um die Mauern und Wchter auf deinen Trmen; die haben ihre Schilde allenthalben von deinen Mauern herabgehngt und dich so schn geschmckt.
Eze 27:12 Tharsis hat dir mit seinem Handel gehabt und allerlei Waren, Silber, Eisen, Zinn und Blei auf die Mrkte gebracht.
Eze 27:13 Javan, Thubal und Mesech haben mit dir gehandelt und haben dir leibeigene Leute und Gerte von Erz auf deine Mrkte gebracht.
Eze 27:14 Die von Thogarma haben dir Rosse und Wagenpferde und Maulesel auf deine Mrkte gebracht.
Eze 27:15 Die von Dedan sind deine Hndler gewesen, und hast allenthalben in den Inseln gehandelt; die haben dir Elfenbein und Ebenholz verkauft.
Eze 27:16 Die Syrer haben bei dir geholt deine Arbeit, was du gemacht hast, und Rubine, Purpur, Teppiche, feine Leinwand und Korallen und Kristalle auf deine Mrkte gebracht.
Eze 27:17 Juda und das Land Israel haben auch mit dir gehandelt und haben Weizen von Minnith und Balsam und Honig und l und Mastix auf deine Mrkte gebracht.
Eze 27:18 Dazu hat auch Damaskus bei dir geholt deine Arbeit und allerlei Ware um Wein von Helbon und kstliche Wolle.
Eze 27:19 Dan und Javan und Mehusal haben auch auf deine Mrkte gebracht Eisenwerk, Kassia und Kalmus, dass du damit handeltest.
Eze 27:20 Dedan hat mit dir gehandelt mit Decken zum Reiten.
Eze 27:21 Arabien und alle Frsten von Kedar haben mit dir gehandelt mit Schafen, Widdern und Bcken.
Eze 27:22 Die Kaufleute aus Saba und Ragma haben mit dir gehandelt und allerlei kstliche Spezerei und Edelsteine und Gold auf deine Mrkte gebracht.
Eze 27:23 Haran und Kanne und Eden samt den Kaufleuten aus Seba, Assur und Kilmad sind auch deine Hndler gewesen.
Eze 27:24 Die haben alle mit dir gehandelt mit kstlichem Gewand, mit purpurnen und gestickten Tchern, welche sie in kstlichen Kasten, von Zedern gemacht und wohl verwahrt, auf deine Mrkte gefhrt haben.
Eze 27:25 Aber die Tharsisschiffe sind die vornehmsten auf deinen Mrkten gewesen. Also bist du sehr reich und prchtig geworden mitten im Meer.
Eze 27:26 Deine Ruderer haben dich oft auf groe Wasser gefhrt; ein Ostwind wird dich mitten auf dem Meer zerbrechen,
Eze 27:27 also dass dein Reichtum, dein Kaufgut, deine Ware, deine Schiffsleute, deine Schiffsherren und die, so deine Risse bessern und die deinen Handel treiben und alle deine Kriegsleute und alles Volk in dir mitten auf dem Meer umkommen werden zur Zeit, wann du untergehst;
Eze 27:28 dass auch die Anfurten erbeben werden vor dem Geschrei deiner Schiffsherren.
Eze 27:29 Und alle, die an den Rudern ziehen, samt den Schiffsknechten und Meistern werden aus ihren Schiffen ans Land treten
Eze 27:30 und laut ber dich schreien, bitterlich klagen und werden Staub auf ihre Hupter werfen und sich in der Asche wlzen.
Eze 27:31 Sie werden sich kahl scheren ber dir und Scke um sich grten und von Herzen bitterlich um dich weinen und trauern.
Eze 27:32 Es werden auch ihre Kinder ber dich wehklagen: Ach! wer ist jemals auf dem Meer so still geworden wie du, Tyrus?
Eze 27:33 Da du deinen Handel auf dem Meer triebst, da machtest du viele Lnder reich, ja, mit der Menge deiner Ware und deiner Kaufmannschaft machtest du reich die Knige auf Erden.
Eze 27:34 Nun aber bist du vom Meer in die rechten, tiefen Wasser gestrzt, dass dein Handel und all dein Volk in dir umgekommen ist.
Eze 27:35 Alle die auf den Inseln wohnen, erschrecken ber dich, und ihre Knige entsetzen sich und sehen jmmerlich.
Eze 27:36 Die Kaufleute in den Lndern pfeifen dich an, dass du so pltzlich untergegangen bist und nicht mehr aufkommen kannst.
Eze 28:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 28:2 Du Menschenkind, sage dem Frsten zu Tyrus: So spricht der Herr HErr: Darum dass sich dein Herz erhebt und spricht: Ich bin Gott, ich sitze auf dem Thron Gottes mitten im Meer, so du doch ein Mensch und nicht Gott bist, doch erhebt sich dein Herz, als wre es eines Gottes Herz:
Eze 28:3 siehe, du hltst dich fr klger denn Daniel, dass dir nichts verborgen sei
Eze 28:4 und habest durch deine Klugheit und deinen Verstand solche Macht zuwege gebracht und Schtze von Gold und Silber gesammelt
Eze 28:5 und habest durch deine groe Weisheit und Hantierung so groe Macht berkommen; davon bist du so stolz geworden, dass du so mchtig bist;
Eze 28:6 darum spricht der Herr HErr also: Weil sich denn dein Herz erhebt, als wre es eines Gottes Herz,
Eze 28:7 darum, siehe, ich will Fremde ber dich schicken, nmlich die Tyrannen der Heiden; die sollen ihr Schwert zcken ber deine schne Weisheit und deine groe Ehre zu Schanden machen.
Eze 28:8 Sie sollen dich hinunter in die Grube stoen, dass du mitten auf dem Meer stirbst wie die Erschlagenen.
Eze 28:9 Was gilt's, ob du dann vor deinem Totschlger wirst sagen: Ich bin Gott, so du doch nicht Gott, sondern ein Mensch und in deiner Totschlger Hand bist?
Eze 28:10 Du sollst sterben wie die Unbeschnittenen von der Hand der Fremden; denn ich habe es geredet, spricht der Herr HErr.
Eze 28:11 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 28:12 Du Menschenkind, mache eine Wehklage ber den Knig zu Tyrus und sprich von Ihm: So spricht der Herr HErr: Du bist ein reinliches Siegel, voller Weisheit und aus der Maen schn.
Eze 28:13 Du bist im Lustgarten Gottes und mit allerlei Edelsteinen geschmckt: mit Sarder, Topas, Demant, Trkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Amethyst, Smaragd und Gold. Am Tage, da du geschaffen wurdest, mussten da bereitet sein bei dir deine Pauken und Pfeifen.
Eze 28:14 Du bist wie ein Cherub, der sich weit ausbreitet und decket; und ich habe dich auf den heiligen Berg Gottes gesetzt, dass du unter den feurigen Steinen wandelst.
Eze 28:15 Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, da du geschaffen wurdest, bis sich deine Missetat gefunden hat.
Eze 28:16 Denn du bist inwendig voll Frevels geworden vor deiner groen Hantierung und hast dich versndigt. Darum will ich dich entheiligen von dem Berge Gottes und will dich ausgebreiteten Cherub aus den feurigen Steinen verstoen.
Eze 28:17 Und weil sich dein Herz erhebt, dass du so schn bist, und hast dich deine Klugheit lassen betrgen in deiner Pracht, darum will ich dich zu Boden strzen und ein Schauspiel aus dir machen vor den Knigen.
Eze 28:18 Denn du hast dein Heiligtum verderbt mit deiner groen Missetat und unrechtem Handel. Darum will ich ein Feuer aus dir angehen lassen, das dich soll verzehren, und will dich zu Asche machen auf der Erde, dass alle Welt zusehen soll.
Eze 28:19 Alle, die dich kennen unter den Heiden, werden sich ber dich entsetzen, dass du so pltzlich bist untergegangen und nimmermehr aufkommen kannst.
Eze 28:20 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 28:21 Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Sidon und weissage wider sie
Eze 28:22 und sprich: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich, Sidon, und will an dir Ehre einlegen, dass man erfahren soll, dass ich der HErr bin, wenn ich das Recht ber sie gehen lasse und an ihr erzeige, dass ich heilig sei.
Eze 28:23 Und ich will Pestilenz und Blutvergieen unter sie schicken auf ihren Gassen, und sie sollen tdlich verwundet drinnen fallen durchs Schwert, welches allenthalben ber sie gehen wird; und sollen erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 28:24 Und forthin sollen allenthalben um das Haus Israel, da ihre Feinde sind, keine Dornen, die da stechen, noch Stacheln, die da wehe tun, bleiben, dass sie erfahren, dass ich der Herr HErr bin.
Eze 28:25 So spricht der Herr HErr: Wenn ich das Haus Israel wieder versammeln werde von den Vlkern, dahin sie zerstreut sind, so will ich vor den Heiden an ihnen erzeigen, dass ich heilig bin. Und sie sollen wohnen in ihrem Lande, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe;
Eze 28:26 und sollen sicher darin wohnen und Huser bauen und Weinberge pflanzen; ja, sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Recht gehen lasse ber alle ihre Feinde um und um; und sollen erfahren, dass ich, der HErr, ihr Gott bin.
Eze 29:1 Im zehnten Jahr, am zwlften Tage des zehnten Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 29:2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Pharao, den Knig in gypten, und weissage wider ihn und wider ganz gyptenland.
Eze 29:3 Predige und sprich: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich, Pharao, du Knig in gypten, du groer Drache, der du in deinem Wasser liegst und sprichst: Der Strom ist mein, und ich habe ihn mir gemacht.
Eze 29:4 Aber ich will dir ein Gebiss ins Maul legen, und die Fische in deinen Wassern an deine Schuppen hngen und will dich aus deinem Strom herausziehen samt allen Fischen in deinen Wassern, die an deinen Schuppen hangen.
Eze 29:5 Ich will dich mit den Fischen aus deinen Wassern in die Wste wegwerfen; du wirst aufs Land fallen und nicht wieder aufgelesen noch gesammelt werden, sondern den Tieren auf dem Lande und den Vgeln des Himmels zur Speise werden.
Eze 29:6 Und alle, die in gypten wohnen, sollen erfahren, dass ich der HErr bin; darum dass sie dem Hause Israel ein Rohrstab gewesen sind.
Eze 29:7 Wenn sie ihn in die Hand fassten, so brach er und stach sie in die Seite; wenn sie sich darauf lehnten, so zerbrach er und stach sie in die Lenden.
Eze 29:8 Darum spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will das Schwert ber dich kommen lassen und Leute und Vieh in dir ausrotten.
Eze 29:9 Und gyptenland soll zur Wste und de werden, und sie sollen erfahren, dass ich der HErr sei, darum dass du sprichst: Der Wasserstrom ist mein, und ich bin's, der's tut.
Eze 29:10 Darum, siehe, ich will an dich und an deine Wasserstrme und will gyptenland wst und de machen von Migdol bis gen Syene und bis an die Grenze des Mohrenlandes,
Eze 29:11 dass weder Vieh noch Leute darin gehen oder da wohnen sollen vierzig Jahre lang.
Eze 29:12 Denn ich will gyptenland wst machen wie andere wste Lnder und ihre Stdte wst liegen lassen wie andere wste Stdte vierzig Jahre lang; und will die gypter zerstreuen unter die Heiden, und in die Lnder will ich sie verjagen.
Eze 29:13 Doch so spricht der Herr HErr: Wenn die vierzig Jahre aus sein werden, will ich die gypter wieder sammeln aus den Vlkern, darunter sie zerstreut sollen werden,
Eze 29:14 und will das Gefngnis gyptens wenden und sie wiederum ins Land Pathros bringen, welches ihr Vaterland ist; und sie sollen daselbst ein kleines Knigreich sein.
Eze 29:15 Denn sie sollen klein sein gegen andere Knigreiche und nicht mehr sich erheben ber die Heiden; und ich will sie gering machen, damit sie nicht ber die Heiden herrschen sollen,
Eze 29:16 dass sich das Haus Israel nicht mehr auf sie verlasse und sich damit versndige, wenn sie sich an sie hngen; und sie sollen erfahren, dass ich der Herr HErr bin.
Eze 29:17 Und es begab sich im siebenundzwanzigsten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 29:18 Du Menschenkind, Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat sein Heer mit groer Mhe vor Tyrus arbeiten lassen, dass alle Hupter kahl und alle Schultern wund gerieben waren; und ist doch weder ihm noch seinem Heer seine Arbeit vor Tyrus belohnt worden.
Eze 29:19 Darum spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will Nebukadnezar, dem Knig zu Babel, gyptenland geben, dass er all ihr Gut wegnehmen und sie berauben und plndern soll, dass er seinem Heer den Sold gebe.
Eze 29:20 Zum Lohn fr seine Arbeit, die er getan hat, will ich ihm das Land gypten geben; denn sie haben mir gedient, spricht der Herr HErr.
Eze 29:21 Zur selben Zeit will ich das Horn des Hauses Israel wachsen lassen und will deinen Mund unter ihnen auftun, dass sie erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 30:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 30:2 Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr HErr: Heult: O weh des Tages!
Eze 30:3 Denn der Tag ist nahe, ja, des HErrn Tag ist nahe, ein finsterer Tag; die Zeit der Heiden kommt.
Eze 30:4 Und das Schwert soll ber gypten kommen; und Mohrenland muss erschrecken, wenn die Erschlagenen in gypten fallen werden und sein Volk weggefhrt und seine Grundfesten umgerissen werden.
Eze 30:5 Mohrenland und Libyen und Lud mit allerlei Volk und Chub und die aus dem Lande des Bundes sind, sollen samt ihnen durchs Schwert fallen.
Eze 30:6 So spricht der HErr: Die Schutzherren gyptens mssen fallen, und die Hoffart seiner Macht muss herunter; von Migdol bis gen Syene sollen sie durchs Schwert fallen, spricht der Herr HErr.
Eze 30:7 Und sie sollen wie andere wste Lnder wst werden, und ihre Stdte unter wsten Stdten wst liegen,
Eze 30:8 dass sie erfahren, dass ich der HErr sei, wenn ich ein Feuer in gypten mache, dass alle, die ihnen helfen, verstrt werden.
Eze 30:9 Zur selben Zeit werden Boten von mir ausziehen in Schiffen, Mohrenland zu schrecken, das jetzt so sicher ist; und wird ein Schrecken unter ihnen sein, gleich wie es gypten ging, da seine Zeit kam; denn siehe, es kommt gewiss.
Eze 30:10 So spricht der Herr HErr: Ich will die Menge in gypten wegrumen durch Nebukadnezar, den Knig zu Babel.
Eze 30:11 Denn er und sein Volk mit ihm, die Tyrannen der Heiden, sind herzugebracht, das Land zu verderben, und werden ihre Schwerter ausziehen wider gypten, dass das Land allenthalben voll Erschlagener liege.
Eze 30:12 Und ich will die Wasserstrme trocken machen und das Land bsen Leuten verkaufen, und will das Land und was darin ist, durch Fremde verwsten. Ich, der HErr, habe es geredet.
Eze 30:13 So spricht der Herr HErr: Ich will die Gtzen zu Noph ausrotten und die Abgtter vertilgen, und gypten soll keinen Frsten mehr haben, und ich will einen Schrecken in gyptenland schicken.
Eze 30:14 Ich will Pathros wst machen und ein Feuer zu Zoan anznden und das Recht ber No gehen lassen
Eze 30:15 und will meinen Grimm ausschtten ber Sin, die Festung gyptens, und will die Menge zu No ausrotten.
Eze 30:16 Ich will ein Feuer in gypten anznden, und Sin soll angst und bange werden, und No soll zerrissen und Noph tglich gengstet werden.
Eze 30:17 Die junge Mannschaft zu On und Bubastus sollen durchs Schwert fallen und die Weiber gefangen weggefhrt werden.
Eze 30:18 Thachphanhes wird einen finstern Tag haben, wenn ich das Joch gyptens daselbst zerbrechen werde, dass die Hoffart seiner Macht darin ein Ende habe; sie wird mit Wolken bedeckt werden, und ihre Tchter werden gefangen weggefhrt werden.
Eze 30:19 Und ich will das Recht ber gypten gehen lassen, dass sie erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 30:20 Und es begab sich im elften Jahr, am siebenten Tage des elften Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 30:21 Du Menschenkind, ich habe den Arm Pharaos, des Knigs von gypten, zerbrochen; und siehe, er soll nicht verbunden werden, dass er heilen mge, noch mit Binden zugebunden werden, dass er stark werde und ein Schwert fassen knne.
Eze 30:22 Darum spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will an Pharao, den Knig von gypten, und will seine Arme zerbrechen, beide, den starken und den zerbrochenen, dass ihm das Schwert aus seiner Hand entfallen muss;
Eze 30:23 und ich will die gypter unter die Heiden zerstreuen und in die Lnder verjagen.
Eze 30:24 Aber die Arme des Knigs zu Babel will ich strken und ihm mein Schwert in seine Hand geben, und will die Arme Pharaos zerbrechen, dass er vor ihm winseln soll wie ein tdlich Verwundeter.
Eze 30:25 Ja, ich will die Arme des Knigs zu Babel strken, dass die Arme Pharaos dahinfallen, auf dass sie erfahren, dass ich der HErr sei, wenn ich mein Schwert dem Knig zu Babel in die Hand gebe, dass er's ber gyptenland zcke,
Eze 30:26 und ich die gypter unter die Heiden zerstreue und in die Lnder verjage, dass sie erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 31:1 Und es begab sich im elften jahr, am ersten Tage des dritten Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 31:2 Du Menschenkind, sage zu Pharao, dem Knig von gypten, und zu allem seinem Volk: Wem meinst du denn, dass du gleich seist in deiner Herrlichkeit?
Eze 31:3 Siehe, Assur war wie ein Zedernbaum auf dem Libanon, von schnen sten und dick von Laub und sehr hoch, dass sein Wipfel hoch stand unter groen, dichten Zweigen.
Eze 31:4 Die Wasser machten, dass er gro ward, und die Tiefe, dass er hoch wuchs. Ihre Strme gingen rings um seinen Stamm her und ihre Bche zu allen Bumen im Felde.
Eze 31:5 Darum ist er hher geworden als alle Bume im Felde und kriegte viel ste und lange Zweige; denn er hatte Wasser genug, sich auszubreiten.
Eze 31:6 Alle Vgel des Himmels nisteten auf seinen sten, und alle Tiere im Felde hatten Junge unter seinen Zweigen; und unter seinem Schatten wohnten alle groen Vlker.
Eze 31:7 Er hatte schne, groe und lange ste; denn seine Wurzeln hatten viel Wasser.
Eze 31:8 Und war ihm kein Zedernbaum gleich in Gottes Garten, und die Tannenbume waren seinen sten nicht zu vergleichen, und die Kastanienbume waren nichts gegen seine Zweige. Ja, er war so schn wie kein Baum im Garten Gottes.
Eze 31:9 Ich hatte ihn so schn gemacht, dass er so viel ste kriegte, dass ihn alle lustigen Bume im Garten Gottes neideten.
Eze 31:10 Darum spricht der Herr HErr also: Weil er so hoch geworden ist, dass sein Wipfel stand unter groen, hohen, dichten Zweigen, und sein Herz sich erhob, dass er so hoch geworden war,
Eze 31:11 darum gab ich ihn dem Mchtigen unter den Heiden in die Hnde, dass der mit ihm umginge und ihn vertriebe, wie er verdient hat mit seinem gottlosen Wesen,
Eze 31:12 dass Fremde ihn ausrotten sollten, nmlich die Tyrannen der Heiden, und ihn zerstreuen, und seine ste auf den Bergen und in allen Tlern liegen mussten und seine Zweige zerbrachen an allen Bchen im Lande; dass alle Vlker auf Erden von seinem Schatten wegziehen mussten und ihn verlassen;
Eze 31:13 und alle Vgel des Himmels auf seinem umgefallenen Stamm saen und alle Tiere im Felde sich legten auf seine ste;
Eze 31:14 auf dass sich forthin kein Baum am Wasser seiner Hhe berhebe, dass sein Wipfel unter groen, dichten Zweigen stehe, und kein Baum am Wasser sich erhebe ber die andern; denn sie mssen alle unter die Erde und dem Tod bergeben werden wie andere Menschen, die in die Grube fahren.
Eze 31:15 So spricht der Herr HErr: Zu der Zeit, da er hinunter in die Hlle fuhr, da machte ich ein Trauern, dass ihn die Tiefe bedeckte und seine Strme stillstehen mussten und die groen Wasser nicht laufen konnten; und machte, dass der Libanon um ihn trauerte und alle Feldbume verdorrten ber ihm.
Eze 31:16 Ich erschreckte die Heiden, da sie ihn hrten fallen, da ich ihn hinunterlie zur Hlle, zu denen, so in die Grube gefahren sind. Und alle lustigen Bume unter der Erde, die edelsten und besten auf dem Libanon, und alle, die am Wasser gestanden hatten, gnnten's ihm wohl.
Eze 31:17 Denn sie mussten auch mit ihm hinunter zur Hlle, zu den Erschlagenen mit dem Schwert, weil sie unter dem Schatten seines Arms gewohnt hatten unter den Heiden.
Eze 31:18 Wie gro meinst du denn, Pharao, dass du seist mit deiner Pracht und Herrlichkeit unter den lustigen Bumen? Denn du musst mit den lustigen Bumen unter die Erde hinabfahren und unter den Unbeschnittenen liegen, so mit dem Schwert erschlagen sind. Also soll es Pharao gehen samt allem seinem Volk, spricht der Herr HErr.
Eze 32:1 Und es begab sich im zwlften Jahr, am ersten Tage des zwlften Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 32:2 Du Menschenkind, mache eine Wehklage ber Pharao, den Knig von gypten, und sprich zu ihm: Du bist gleich wie ein Lwe unter den Heiden und wie ein Meerdrache und springst in deinen Strmen und rhrst das Wasser auf mit deinen Fen und machst seine Strme trb.
Eze 32:3 So spricht der Herr HErr: Ich will mein Netz ber dich auswerfen durch einen groen Haufen Volks, die dich sollen in mein Garn jagen;
Eze 32:4 und will dich aufs Land ziehen und aufs Feld werfen, dass alle Vgel des Himmels auf dir sitzen sollen und alle Tiere auf Erden von dir satt werden.
Eze 32:5 Und will dein Aas auf die Berge werfen und mit deiner Hhe die Tler ausfllen.
Eze 32:6 Das Land, darin du schwimmst, will ich von deinem Blut rot machen bis an die Berge hinan, dass die Bche von dir voll werden.
Eze 32:7 Und wenn du nun ganz dahin bist, so will ich den Himmel verhllen und seine Sterne verfinstern und die Sonne mit Wolken berziehen, und der Mond soll nicht scheinen.
Eze 32:8 Alle Lichter am Himmel will ich ber dir lassen dunkel werden, und will eine Finsternis in deinem Lande machen, spricht der Herr HErr.
Eze 32:9 Dazu will ich vieler Vlker Herz erschreckt machen, wenn ich die Heiden deine Plage erfahren lasse und viele Lnder, die du nicht kennst.
Eze 32:10 Viele Vlker sollen sich ber dich entsetzen, und ihren Knigen soll vor dir grauen, wenn ich mein Schwert vor ihnen blinken lasse, und sollen pltzlich erschrecken, dass ihnen das Herz entfallen wird ber deinen Fall.
Eze 32:11 Denn so spricht der Herr HErr: Das Schwert des Knigs zu Babel soll dich treffen.
Eze 32:12 Und ich will dein Volk fllen durch das Schwert der Helden, durch allerlei Tyrannen der Heiden; die sollen die Herrlichkeit gyptens verheeren, dass all ihr Volk vertilgt werde.
Eze 32:13 Und ich will alle Tiere umbringen an den groen Wassern, dass sie keines Menschen Fu und keines Tieres Klaue mehr trb machen soll.
Eze 32:14 Alsdann will ich ihre Wasser lauter machen, dass ihre Strme flieen wie l, spricht der Herr HErr,
Eze 32:15 wenn ich das Land gypten verwstet und alles, was im Lande ist, de gemacht und alle, so darin wohnen, erschlagen habe, dass sie erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 32:16 Das wird der Jammer sein, den man wohl mag klagen; ja, die Tchter der Heiden werden solche Klage fhren; ber gypten und all ihr Volk wird man klagen, spricht der Herr HErr.
Eze 32:17 Und im zwlften Jahr, am fnfzehnten Tage desselben Monats, geschah des HErrn Wort zu mir und sprach:
Eze 32:18 Du Menschenkind, beweine das Volk in gypten und stoe es mit den Tchtern der starken Heiden hinab unter die Erde zu denen, die in die Grube gefahren sind.
Eze 32:19 Wo ist nun deine Wollust? Hinunter, und lege dich zu den Unbeschnittenen!
Eze 32:20 Sie werden fallen unter denen, die mit dem Schwert erschlagen sind. Das Schwert ist schon gefasst und gezckt ber ihr ganzes Volk.
Eze 32:21 Von ihm werden sagen in der Hlle die starken Helden mit ihren Gehilfen, die alle hinuntergefahren sind und liegen da unter den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen.
Eze 32:22 Daselbst liegt Assur mit allem seinem Volk umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen sind;
Eze 32:23 ihre Grber sind tief in der Grube, und sein Volk liegt allenthalben umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen sind, vor denen sich die ganze Welt frchtete.
Eze 32:24 Da liegt auch Elam mit allem seinem Haufen umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen sind und hinuntergefahren als die Unbeschnittenen unter die Erde, vor denen sich auch alle Welt frchtete; und mssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind.
Eze 32:25 Man hat sie unter die Erschlagenen gelegt samt allem ihrem Haufen, und liegen umher begraben; und sind alle, wie die Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen, vor denen sich auch alle Welt frchten musste; und mssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind, und unter den Erschlagenen bleiben.
Eze 32:26 Da liegt Mesech und Thubal mit allem ihrem Haufen umher begraben, die alle unbeschnitten sind, vor denen sich auch die ganze Welt frchten musste;
Eze 32:27 und alle andern Helden, die unter den Unbeschnittenen gefallen und mit ihrer Kriegswehr zur Hlle gefahren sind und ihre Schwerter unter ihre Hupter haben mssen legen und deren Missetat ber ihre Gebeine gekommen ist, die doch auch gefrchtete Helden waren in der ganzen Welt; also mssen sie liegen.
Eze 32:28 So musst du freilich auch unter den Unbeschnittenen zerschmettert werden und unter denen, die mit dem Schwert erschlagen sind, liegen.
Eze 32:29 Da liegt Edom mit seinen Knigen und alle seine Frsten unter den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen samt andern, so in die Grube gefahren sind, die doch mchtig waren.
Eze 32:30 Da sind alle Frsten von Mitternacht und alle Sidonier, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind; und ihre schreckliche Gewalt ist zu Schanden geworden, und mssen liegen unter den Unbeschnittenen und denen, so mit dem Schwert erschlagen sind, und ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube gefahren sind.
Eze 32:31 Diese wird Pharao sehen und sich trsten ber all sein Volk, die unter ihm mit dem Schwert erschlagen sind, und ber sein ganzes Heer, spricht der Herr HErr.
Eze 32:32 Denn es soll sich auch einmal alle Welt vor mir frchten, dass Pharao und alle seine Menge liegen unter den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen, spricht der Herr HErr.
Eze 33:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 33:2 Du Menschenkind, predige den Kindern deines Volkes und sprich zu ihnen: Wenn ich ein Schwert ber das Land fhren wrde, und das Volk im Lande nhme einen Mann unter ihnen und machten ihn zu ihrem Wchter,
Eze 33:3 und er she das Schwert kommen ber das Land und bliese die Drommete und warnte das Volk,
Eze 33:4 wer nun der Drommete Hall hrte und wollte sich nicht warnen lassen, und das Schwert kme und nhme ihn weg: desselben Blut sei auf seinem Kopf;
Eze 33:5 denn er hat der Drommete Hall gehrt und hat sich dennoch nicht warnen lassen; darum sei sein Blut auf ihm. Wer sich aber warnen lsst, der wird sein Leben davonbringen.
Eze 33:6 Wo aber der Wchter she das Schwert kommen und die Drommete nicht bliese noch sein Volk warnte, und das Schwert kme und nhme etliche weg: dieselben wrden wohl um ihrer Snden willen weggenommen; aber ihr Blut will ich von des Wchters Hand fordern.
Eze 33:7 Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zum Wchter gesetzt ber das Haus Israel, wenn du etwas aus meinem Munde hrst, dass du sie von meinetwegen warnen sollst.
Eze 33:8 Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser musst des Todes sterben! und du sagst ihm solches nicht, dass sich der Gottlose warnen lasse vor seinem Wesen, so wird wohl der Gottlose um seines gottlosen Wesens willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
Eze 33:9 Warnst du aber den Gottlosen vor seinem Wesen, dass er sich davon bekehre, und er will sich nicht von seinem Wesen bekehren, so wird er um seiner Snde sterben, und du hast deine Seele errettet.
Eze 33:10 Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht also: Unsre Snden und Missetaten liegen auf uns, dass wir darunter vergehen; wie knnen wir denn leben?
Eze 33:11 So sprich zu ihnen: So wahr als ich lebe, spricht der Herr HErr, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bsen Wesen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?
Eze 33:12 Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Bses tut, so wird's ihm nicht helfen, dass er fromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soll's ihm nicht schaden, dass er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sndigt.
Eze 33:13 Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben, und er verlsst sich auf seine Gerechtigkeit und tut Bses, so soll aller seiner Frmmigkeit nicht gedacht werden; sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er tut.
Eze 33:14 Und wenn ich zum Gottlosen spreche, er soll sterben und er bekehrt sich von seiner Snde und tut, was recht und gut ist,
Eze 33:15 also dass der Gottlose das Pfand wiedergibt und bezahlt, was er geraubt hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, dass er kein Bses tut: so soll er leben und nicht sterben,
Eze 33:16 und aller seiner Snden, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; denn er tut nun, was recht und gut ist; darum soll er leben.
Eze 33:17 Aber dein Volk spricht: Der HErr urteilt nicht recht, so sie doch unrecht haben.
Eze 33:18 Denn wo der Gerechte sich kehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Bses, so stirbt er ja billig darum.
Eze 33:19 Und wo sich der Gottlose bekehrt von seinem gottlosen Wesen und tut, was recht und gut ist, so soll er ja billig leben.
Eze 33:20 Doch sprecht ihr: Der HErr urteilt nicht recht, so ich doch euch vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen richte.
Eze 33:21 Und es begab sich im zwlften Jahr unsrer Gefangenschaft, am fnften Tage des zehnten Monats, kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem und sprach: Die Stadt ist geschlagen.
Eze 33:22 Und die Hand des HErrn war ber mir des Abends, ehe der Entronnene kam, und tat mir meinen Mund auf, bis er zu mir kam des Morgens; und tat mir meinen Mund auf, also dass ich nicht mehr schweigen musste.
Eze 33:23 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 33:24 Du Menschenkind, die Einwohner dieser Wsten im Lande Israel sprechen also: Abraham war ein einziger Mann und erbte dies Land; unser aber sind viele, desto billiger gehrt das Land uns zu.
Eze 33:25 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Ihr habt Blutiges gegessen und eure Augen zu den Gtzen aufgehoben und Blut vergossen: und ihr meint, ihr wollt das Land besitzen?
Eze 33:26 Ja, ihr fahret immer fort mit Morden und bet Greuel, und einer schndet dem andern sein Weib; und ihr meint, ihr wollt das Land besitzen?
Eze 33:27 So sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: So wahr ich lebe, sollen alle, so in den Wsten wohnen, durchs Schwert fallen; und die auf dem Felde sind, will ich den Tieren zu fressen geben; und die in den Festungen und Hhlen sind, sollen an der Pestilenz sterben.
Eze 33:28 Denn ich will das Land ganz verwsten und seiner Hoffart und Macht ein Ende machen, dass das Gebirge Israel so wst werde, dass niemand da durchgehe.
Eze 33:29 Und sie sollen erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich das Land ganz verwstet habe um aller ihrer Greuel willen, die sie ben.
Eze 33:30 Und du, Menschenkind, dein Volk redet ber dich an den Wnden und unter den Haustren, und einer spricht zum andern: Kommt doch und lasst uns hren, was der HErr sage!
Eze 33:31 Und sie werden zu dir kommen in die Versammlung und vor dir sitzen als mein Volk und werden deine Worte hren, aber nicht darnach tun; sondern sie werden sie gern in ihrem Munde haben, und gleichwohl fortleben in ihrem Geiz.
Eze 33:32 Und siehe, du musst ihnen sein wie ein liebliches Liedlein, wie einer, der eine schne Stimme hat und wohl spielen kann. Also werden sie deine Worte hren und nicht darnach tun.
Eze 33:33 Wenn es aber kommt, was kommen soll, siehe, so werden sie erfahren, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist.
Eze 34:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 34:2 Du Menschenkind, weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Weh den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen nicht die Hirten die Herde weiden?
Eze 34:3 Aber ihr fresset das Fette und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemstete; aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.
Eze 34:4 Der Schwachen wartet ihr nicht, und die Kranken heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht und das Verlorene sucht ihr nicht; sondern streng und hart herrschet ihr ber sie.
Eze 34:5 Und meine Schafe sind zerstreut, als sie keinen Hirten haben, und allen wilden Tieren zur Speise geworden und gar zerstreut.
Eze 34:6 Und gehen irre hin und wieder auf den Bergen und auf den hohen Hgeln und sind auf dem ganzen Lande zerstreut; und ist niemand, der nach ihnen frage oder ihrer achte.
Eze 34:7 Darum hret, ihr Hirten, des HErrn Wort!
Eze 34:8 So wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, weil ihr meine Schafe lasset zum Raub und meine Herde allen wilden Tieren zur Speise werden, weil sie keinen Hirten haben und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragen, sondern sind solche Hirten, die sich selbst weiden, aber meine Schafe wollen sie nicht weiden:
Eze 34:9 darum, ihr Hirten, hret des HErrn Wort!
Eze 34:10 So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Hnden fordern und will mit ihnen ein Ende machen, dass sie nicht mehr sollen Hirten sein und sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Maul, dass sie sie forthin nicht mehr fressen sollen.
Eze 34:11 Denn so spricht der Herr HErr: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Eze 34:12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, also will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen rtern, dahin sie zerstreut waren zur Zeit, da es trb und finster war.
Eze 34:13 Ich will sie von allen Vlkern ausfhren und aus allen Lndern versammeln und will sie in ihr Land fhren und will sie weiden auf den Berge Israels und in allen Auen und auf allen Angern des Landes.
Eze 34:14 Ich will sie auf die beste Weide fhren, und ihre Hrden werden auf den hohen Bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanften Hrden liegen und fette Weide haben auf den Bergen Israels.
Eze 34:15 Ich will selbst meine Schafe weiden, und ich will sie lagern, spricht der Herr HErr.
Eze 34:16 Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte wiederbringen und das Verwundete verbinden und des Schwachen warten; aber was fett und stark ist, will ich vertilgen und will es weiden mit Gericht.
Eze 34:17 Aber zu euch, meine Herde, spricht der Herr HErr also: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf und zwischen Widdern und Bcken.
Eze 34:18 Ist's euch nicht genug, so gute Weide zu haben, dass ihr das brige mit Fen tretet, und so schne Borne zu trinken, dass ihr auch noch dareintretet und sie trb macht,
Eze 34:19 dass meine Schafe essen mssen, was ihr mit euren Fen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Fen trb gemacht habt?
Eze 34:20 Darum so spricht der Herr HErr zu ihnen: Siehe, ich will richten zwischen den fetten und mageren Schafen,
Eze 34:21 darum dass ihr mit der Seite und Schulter drngt und die Schwachen von euch stot mit euren Hrnern, bis ihr sie alle von euch zerstreut.
Eze 34:22 Und ich will meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr sollen zum Raub werden, und will richten zwischen Schaf und Schaf.
Eze 34:23 Und ich will ihnen einen einigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nmlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein,
Eze 34:24 und ich, der HErr, will ihr Gott sein; aber mein Knecht David soll der Frst unter ihnen sein, das sage ich, der HErr.
Eze 34:25 Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen machen und alle bsen Tiere aus dem Land ausrotten, dass sie in der Wste sicher wohnen und in den Wldern schlafen sollen.
Eze 34:26 Ich will sie und alles, was um meinen Hgel her ist, segnen und auf sie regnen lassen zu rechter Zeit; das sollen gndige Regen sein,
Eze 34:27 dass die Bume auf dem Felde ihre Frchte bringen und das Land sein Gewchs geben wird; und sie sollen sicher auf dem Lande wohnen und sollen erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie errettet habe von der Hand derer, denen sie dienen mussten.
Eze 34:28 Und sie sollen nicht mehr den Heiden zum Raub werden, und kein Tier auf Erden soll sie mehr fressen, sondern sollen sicher wohnen ohne alle Furcht.
Eze 34:29 Und ich will ihnen eine herrliche Pflanzung aufgehen lassen, dass sie nicht mehr Hunger leiden im Lande und ihre Schmach unter den Heiden nicht mehr tragen sollen.
Eze 34:30 Und sie sollen erfahren, dass ich, der HErr, ihr Gott, bei ihnen bin und dass sie vom Haus Israel mein Volk seien, spricht der Herr HErr.
Eze 34:31 Ja, ihr Menschen sollt die Herde meiner Weide sein, und ich will euer Gott sein, spricht der Herr HErr.
Eze 35:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 35:2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider das Gebirge Seir und weissage dawider,
Eze 35:3 und sprich zu ihm: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich, du Berg Seir, und meine Hand wider dich ausstrecken und will dich gar wst machen.
Eze 35:4 Ich will deine Stdte de machen, dass du sollst zur Wste werden und erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 35:5 Darum dass ihr ewige Feindschaft tragt wider die Kinder Israel und triebet sie ins Schwert zur Zeit, da es ihnen bel ging und ihre Missetat zum Ende gekommen war,
Eze 35:6 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, will ich dich auch blutend machen, und du sollst dem Bluten nicht entrinnen; weil du Lust zum Blut hast, sollst du dem Bluten nicht entrinnen.
Eze 35:7 Und ich will den Berg Seir wst und de machen, dass niemand darauf wandeln noch gehen soll.
Eze 35:8 Und will sein Gebirge und alle Hgel, Tler und alle Grnde voll Toter machen, die durchs Schwert sollen erschlagen daliegen.
Eze 35:9 Ja, zu einer ewigen Wste will ich dich machen, dass niemand in deinen Stdten wohnen soll; und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 35:10 Und darum dass du sprichst: Diese beiden Vlker mit beiden Lndern mssen mein werden, und wir wollen sie einnehmen, obgleich der HErr da wohnt,
Eze 35:11 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr HErr, will ich nach deinem Zorn und Hass mit dir umgehen, wie du mit ihnen umgegangen bist aus lauter Hass, und ich will bei ihnen bekannt werden, wenn ich dich gestraft habe.
Eze 35:12 Und du sollst erfahren, dass ich, der HErr, all dein Lstern gehrt habe, so du geredet hast wider die Berge Israels und gesagt: Sie sind verwstet und uns zu verderben gegeben.
Eze 35:13 Und ihr habt euch wider mich gerhmt und heftig wider mich geredet; das habe ich gehrt.
Eze 35:14 So spricht nun der Herr HErr: Ich will dich zur Wste machen, dass sich alles Land freuen soll.
Eze 35:15 Und wie du dich gefreut hast ber das Erbe des Hauses Israel, darum dass es wst geworden, ebenso will ich mit dir tun, dass der Berg Seir wst sein muss samt dem ganzen Edom; und sie sollen erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 36:1 Und du, Menschenkind, weissage den Bergen Israels und sprich: Hret des HErrn Wort ihr Berge Israels!
Eze 36:2 So spricht der Herr HErr: Darum dass der Feind ber euch rhmt: Ha! die ewigen Hhen sind nun unser Erbe geworden!
Eze 36:3 darum weissage und sprich: So spricht der Herr HErr: Weil man euch allenthalben verwstet und vertilgt, und ihr seid den brigen Heiden zuteil geworden und seid den Leuten ins Maul gekommen und ein bses Geschrei geworden,
Eze 36:4 darum hrt, ihr Berge Israels, das Wort des HErrn HErrn! So spricht der Herr HErr zu den Bergen und Hgeln, zu den Bchen und Tlern, zu den den Wsten und verlassenen Stdten, welche den brigen Heiden ringsumher zum Raub und Spott geworden sind:
Eze 36:5 ja, so spricht der Herr HErr: Ich habe in meinem feurigen Eifer geredet wider die Heiden und wider das ganze Edom, welche mein Land eingenommen haben mit Freuden von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, es zu verheeren und zu plndern.
Eze 36:6 Darum weissage von dem Lande Israel und sprich zu den Bergen und Hgeln, zu den Bchen und Tlern: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich habe in meinem Eifer und Grimm geredet, weil ihr solche Schmach von den Heiden tragen msset.
Eze 36:7 Darum spricht der Herr HErr also: Ich hebe meine Hand auf, dass eure Nachbarn, die Heiden umher, ihre Schande tragen sollen.
Eze 36:8 Aber ihr Berge Israels sollt wieder grnen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel; und es soll in kurzem geschehen.
Eze 36:9 Denn siehe, ich will mich wieder zu euch wenden und euch ansehen, dass ihr gebaut und best werdet;
Eze 36:10 und will bei euch der Leute viel machen, das ganze Israel allzumal; und die Stdte sollen wieder bewohnt und die Wsten erbaut werden.
Eze 36:11 Ja, ich will bei euch der Leute und des Viehs viel machen, dass sie sich mehren und wachsen sollen. Und ich will euch wieder bewohnt machen wie vorher und will euch mehr Gutes tun denn zuvor je; und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr sei.
Eze 36:12 Ich will euch Leute herzubringen, mein Volk Israel, die werden dich besitzen; und sollst ihr Erbteil sein und sollst sie nicht mehr ohne Erben machen.
Eze 36:13 So spricht der Herr HErr: Weil man das von euch sagt: Du hast Leute gefressen und hast dein Volk ohne Erben gemacht,
Eze 36:14 darum sollst du nun nicht mehr Leute fressen noch dein Volk ohne Erben machen, spricht der Herr HErr.
Eze 36:15 Und ich will dich nicht mehr lassen hren die Schmhung der Heiden, und sollst den Spott der Heiden nicht mehr tragen und sollst dein Volk nicht mehr ohne Erben machen, spricht der Herr HErr.
Eze 36:16 Und des HErrn Wort geschah weiter zu mir:
Eze 36:17 Du Menschenkind, da das Haus Israel in seinem Lande wohnte und es verunreinigte mit seinem Wesen und Tun, dass ihr Wesen vor mir war wie die Unreinigkeit eines Weibes in ihrer Krankheit,
Eze 36:18 da schttete ich meinen Grimm ber sie aus um des Blutes willen, das sie im Lande vergossen, und weil sie es verunreinigt hatten durch ihre Gtzen.
Eze 36:19 Und ich zerstreute sie unter die Heiden und zerstubte sie in die Lnder und richtete sie nach ihrem Wesen und Tun.
Eze 36:20 Und sie hielten sich wie die Heiden, zu denen sie kamen, und entheiligten meinen heiligen Namen, dass man von ihnen sagte: Ist das des HErrn Volk, das aus seinem Lande hat mssen ziehen?
Eze 36:21 Aber ich schonte meines heiligen Namens, welchen das Haus Israel entheiligte unter den Heiden, dahin sie kamen.
Eze 36:22 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr HErr: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, welchen ihr entheiligt habt unter den Heiden, zu welchen ihr gekommen seid.
Eze 36:23 Denn ich will meinen groen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, dass ich der HErr sei, spricht der Herr HErr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, dass ich heilig sei.
Eze 36:24 Denn ich will euch aus den Heiden holen und euch aus allen Landen versammeln und wieder in euer Land fhren.
Eze 36:25 Und will reines Wasser ber euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinigkeit und von allen euren Gtzen will ich euch reinigen.
Eze 36:26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;
Eze 36:27 ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun.
Eze 36:28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vtern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
Eze 36:29 Ich will euch von aller Unreinigkeit losmachen und will dem Korn rufen und will es mehren und will euch keine Teuerung kommen lassen.
Eze 36:30 Ich will die Frchte auf den Bumen und das Gewchs auf dem Felde mehren, dass euch die Heiden nicht mehr verspotten mit der Teuerung.
Eze 36:31 Alsdann werdet ihr an euer bses Wesen gedenken und an euer Tun, das nicht gut war, und wird euch eure Snde und Abgtterei gereuen.
Eze 36:32 Solches will ich tun, nicht um euretwillen, spricht der Herr HErr, dass ihr's wisst; sondern ihr werdet schamrot werden, ihr vom Hause Israel, ber eurem Wesen.
Eze 36:33 So spricht der Herr HErr: Zu der Zeit, wann ich euch reinigen werde von allen euren Snden, so will ich die Stdte wieder besetzen, und die Wsten sollen wieder gebaut werden.
Eze 36:34 Das verwstete Land soll wieder gepflgt werden, dafr es verheert war; dass es sehen sollen alle, die dadurch gehen,
Eze 36:35 und sagen: Dies Land war verheert, und jetzt ist's wie der Garten Eden; und diese Stdte waren zerstrt, de und zerrissen, und stehen nun fest gebaut.
Eze 36:36 Und die Heiden, so um euch her brigbleiben werden, sollen erfahren, dass ich der HErr bin, der da baut, was zerrissen ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, der HErr, sage es und tue es auch.
Eze 36:37 So spricht der Herr HErr: Auch darin will ich mich vom Hause Israel finden lassen, dass ich es ihnen erzeige: ich will die Menschen bei ihnen mehren wie eine Herde.
Eze 36:38 Wie eine heilige Herde, wie eine Herde zu Jerusalem auf ihren Festen, so sollen die verheerten Stdte voll Menschenherden werden und sollen erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 37:1 Und des HErrn Wort kam ber mich, und er fhrte mich hinaus im Geist des HErrn und stellte mich auf ein weites Feld, das voller Totengebeine lag.
Eze 37:2 Und er fhrte mich allenthalben dadurch. Und siehe, des Gebeins lag sehr viel auf dem Feld; und siehe, sie waren sehr verdorrt.
Eze 37:3 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du auch, dass diese Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr HErr, das weit du wohl.
Eze 37:4 Und er sprach zu mir: Weissage von diesen Gebeinen und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hret des HErrn Wort!
Eze 37:5 So spricht der Herr HErr von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, dass ihr sollt lebendig werden.
Eze 37:6 Ich will euch Adern geben und Fleisch lassen ber euch wachsen und euch mit Haut berziehen und will euch Odem geben, dass ihr wieder lebendig werdet, und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 37:7 Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine kamen wieder zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein.
Eze 37:8 Und ich sah, und siehe, es wuchsen Adern und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut berzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen.
Eze 37:9 Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Wind: So spricht der Herr HErr: Wind komm herzu aus den vier Winden und blase diese Getteten an, dass sie wieder lebendig werden!
Eze 37:10 Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und richteten sich auf ihre Fe. Und ihrer war ein groes Heer.
Eze 37:11 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsre Gebeine sind verdorrt, und unsre Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns.
Eze 37:12 Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will eure Grber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben herausholen und euch ins Land Israel bringen;
Eze 37:13 und ihr sollt erfahren, dass ich der HErr bin, wenn ich eure Grber geffnet und euch, mein Volk, aus denselben gebracht habe.
Eze 37:14 Und ich will meinen Geist in euch geben, dass ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und sollt erfahren, dass ich der HErr bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HErr.
Eze 37:15 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 37:16 Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Des Juda und der Kinder Israel, seiner Zugetanen. Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: Des Joseph, nmlich das Holz Ephraims, und des ganzen Hauses Israel, seiner Zugetanen.
Eze 37:17 Und tue eins zum andern zusammen, dass es ein Holz werde in deiner Hand.
Eze 37:18 So nun dein Volk zu dir wird sagen und sprechen: Willst du uns nicht zeigen, was du damit meinst?
Eze 37:19 So sprich zu ihnen: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will das Holz Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen mit samt seinen Zugetanen, den Stmmen Israels, und will sie zu dem Holz Judas tun und ein Holz daraus machen, und sollen eins in meiner Hand sein.
Eze 37:20 Und sollst also die Hlzer, darauf du geschrieben hast, in deiner Hand halten, dass sie zusehen,
Eze 37:21 und sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind, und will sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land bringen
Eze 37:22 und will ein Volk aus ihnen machen im Lande auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen Knig haben und sollen nicht mehr zwei Vlker noch in zwei Knigreiche zerteilt sein;
Eze 37:23 sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Gtzen und Greueln und allerlei Snden. Ich will ihnen heraushelfen aus allen rtern, da sie gesndigt haben, und will sie reinigen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
Eze 37:24 Und mein Knecht David soll ihr Knig und ihrer aller einiger Hirte sein. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und darnach tun.
Eze 37:25 Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, darin ihre Vter gewohnt haben. Sie sollen darin wohnen ewiglich, und mein Knecht David soll ewiglich ihr Frst sein.
Eze 37:26 Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens machen, das soll ein ewiger Bund sein mit ihnen; und will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein ewiglich.
Eze 37:27 Und ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein,
Eze 37:28 dass auch die Heiden sollen erfahren, dass ich der HErr bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum ewiglich unter ihnen sein wird.
Eze 38:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Eze 38:2 Du Menschenkind, wende dich gegen Gog, der im Lande Magog ist und der oberste Frst in Mesech und Thubal, und weissage von ihm
Eze 38:3 und sprich: So spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich Gog! der du der oberste Frst bist in Mesech und Thubal.
Eze 38:4 Siehe, ich will dich herumlenken und will dir einen Zaum ins Maul legen und will dich herausfhren mit allem deinem Heer, Ross und Mann, die alle wohl gekleidet sind; und ihrer ist ein groer Haufe, die alle Tartsche und Schild und Schwert fhren.
Eze 38:5 Du fhrst mit dir Perser, Mohren und Libyer, die alle Schild und Helm fhren,
Eze 38:6 dazu Gomer und all sein Heer samt dem Hause Thogarma, so gegen Mitternacht liegt, mit all seinem Heer; ja, du fhrst ein groes Volk mit dir.
Eze 38:7 Wohlan, rste dich wohl, du und alle deine Haufen, so bei dir sind, und sei du ihr Hauptmann!
Eze 38:8 Nach langer Zeit sollst du heimgesucht werden. Zur letzten Zeit wirst du kommen in das Land, das vom Schwert wiedergebracht und aus vielen Vlkern zusammengekommen ist, nmlich auf die Berge Israels, welche lange Zeit wst gewesen sind; und nun ist es ausgefhrt aus den Vlkern, und wohnen alle sicher.
Eze 38:9 Du wirst heraufziehen und daherkommen mit groem Ungestm; und wirst sein wie eine Wolke, das Land zu bedecken, du und all dein Heer und das groe Volk mit dir.
Eze 38:10 So spricht der Herr HErr: Zu der Zeit wirst du solches vornehmen und wirst Bses im Sinn haben
Eze 38:11 und gedenken: Ich will das Land ohne Mauern berfallen und ber sie kommen, so still und sicher wohnen, als die alle ohne Mauern dasitzen und haben weder Riegel noch Tore,
Eze 38:12 auf dass du rauben und plndern mgest und dein Hand lassen gehen ber die verstrten rter, so wieder bewohnt sind, und ber das Volk, so aus den Heiden zusammengerafft ist und sich in die Nahrung und Gter geschickt hat und mitten auf der Erde wohnt.
Eze 38:13 Das reiche Arabien, Dedan und die Kaufleute von Tharsis und alle Gewaltigen, die daselbst sind, werden dir sagen: Ich meine ja, du seist recht gekommen, zu rauben, und hast deine Haufen versammelt, zu plndern, auf dass du wegnimmst Silber und Gold und sammelst Vieh und Gter, und groen Raub treibest.
Eze 38:14 Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht der Herr HErr: Ist's nicht also, dass du wirst merken, wenn mein Volk Israel sicher wohnen wird?
Eze 38:15 So wirst du kommen aus deinem Ort, von den Enden gegen Mitternacht, du und groes Volk mit dir, alle zu Rosse, ein groer Haufe und ein mchtiges Heer,
Eze 38:16 und wirst heraufziehen ber mein Volk Israel wie eine Wolke, das Land zu bedecken. Solches wird zur letzten Zeit geschehen. Ich will dich aber darum in mein Land kommen lassen, auf dass die Heiden mich erkennen, wie ich an dir, o Gog, geheiligt werde vor ihren Augen.
Eze 38:17 So spricht der Herr HErr: Du bist's, von dem ich vorzeiten gesagt habe durch meine Diener, die Propheten in Israel, die zur selben Zeit weissagten, dass ich dich ber sie kommen lassen wollte.
Eze 38:18 Und es wird geschehen zu der Zeit, wann Gog kommen wird ber das Land Israel, spricht der Herr HErr, wird heraufziehen mein Zorn in meinem Grimm.
Eze 38:19 Und ich rede solches in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns. Denn zur selben Zeit wird groes Zittern sein im Lande Israel,
Eze 38:20 dass vor meinem Angesicht zittern sollen die Fische im Meer, die Vgel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles, was sich regt und bewegt auf dem Lande, und alle Menschen, so auf der Erde sind; und sollen die Berge umgekehrt werden und die Felswnde und alle Mauern zu Boden fallen.
Eze 38:21 Ich will aber wider ihn herbeirufen das Schwert auf allen meinen Bergen, spricht der Herr HErr, dass eines jeglichen Schwert soll wider den andern sein.
Eze 38:22 Und ich will ihn richten mit Pestilenz und Blut und will regnen lassen Platzregen mit Schloen, Feuer und Schwefel ber ihn und sein Heer und ber das groe Volk, das mit ihm ist.
Eze 38:23 Also will ich denn herrlich, heilig und bekannt werden vor vielen Heiden, dass sie erfahren sollen, dass ich der HErr bin.
Eze 39:1 Und du, Menschenkind, weissage wider Gog und sprich: Also spricht der Herr HErr: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der oberste Frst bist in Mesech und Thubal.
Eze 39:2 Siehe, ich will dich herumlenken und locken und aus den Enden von Mitternacht bringen und auf die Berge Israels kommen lassen.
Eze 39:3 Und ich will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und deine Pfeile aus deiner rechten Hand werfen.
Eze 39:4 Auf den Bergen Israels sollst du niedergelegt werden, du mit allem deinem Heer und mit dem Volk, das bei dir ist. Ich will dich den Vgeln, woher sie fliegen, und den Tieren auf dem Felde zu fressen geben.
Eze 39:5 Du sollst auf dem Felde darniederliegen; denn ich, der Herr HErr, habe es gesagt.
Eze 39:6 Und ich will Feuer werfen ber Magog und ber die, so in den Inseln sicher wohnen; und sollen's erfahren, dass ich der HErr bin.
Eze 39:7 Denn ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel und will meinen heiligen Namen nicht lnger schnden lassen; sondern die Heiden sollen erfahren, dass ich der HErr bin, der Heilige in Israel.
Eze 39:8 Siehe, es ist gekommen und ist geschehen, spricht der Herr HErr; das ist der Tag, davon ich geredet habe.
Eze 39:9 Und die Brger in den Stdten Israels werden herausgehen und Feuer machen und verbrennen die Waffen, Schilde, Tartschen, Bogen, Pfeile, Keulen und langen Spiee; und sie werden sieben Jahre lang Feuer damit machen,
Eze 39:10 dass sie nicht mssen Holz auf dem Felde holen noch im Walde hauen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen; und sollen die berauben, von denen sie beraubt sind, und plndern, von denen sie geplndert sind, spricht der Herr HErr.
Eze 39:11 Und soll zu der Zeit geschehen, da will ich Gog einen Ort geben zum Begrbnis in Israel, nmlich das Tal, da man geht am Meer gegen Morgen, also dass die, so vorbergehen, sich davor scheuen werden, weil man daselbst Gog mit seiner Menge begraben hat; und soll heien Gogs Haufental.
Eze 39:12 Es wird sie aber das Haus Israel begraben sieben Monden lang, damit das Land gereinigt werde.
Eze 39:13 Ja, alles Volk im Lande wird an ihnen zu begraben haben, und sie werden Ruhm davon haben des Tages, da ich meine Herrlichkeit erzeige, spricht der Herr HErr.
Eze 39:14 Und sie werden Leute aussondern, die stets im Lande umhergehen und mit ihnen die Totengrber, zu begraben die brigen auf dem Lande, damit es gereinigt werde; nach sieben Monden werden sie forschen.
Eze 39:15 Und die, so im Lande umhergehen und eines Menschen Gebein sehen, werden dabei ein Mal aufrichten, bis es die Totengrber auch in Gogs Haufental begraben.
Eze 39:16 So soll auch die Stadt heien Hamona. Also werden sie das Land reinigen.
Eze 39:17 Nun, du Menschenkind, so spricht der Herr HErr: Sage allen Vgeln, woher sie fliegen, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt her, findet euch allenthalben zuhauf zu meinem Schlachtopfer, das ich euch schlachte, ein groes Schlachtopfer auf den Bergen Israels, fresset Fleisch und saufet Blut!
Eze 39:18 Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der Frsten auf Erden sollt ihr saufen, der Widder, der Hammel, der Bcke, der Ochsen, die allzumal feist und gemstet sind.
Eze 39:19 Und sollt das Fett fressen, dass ihr voll werdet, und das Blut saufen, dass ihr trunken werdet, von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte.
Eze 39:20 Sttigt euch nun an meinem Tisch von Rossen und Reitern, von Starken und allerlei Kriegsleuten, spricht der Herr HErr.
Eze 39:21 Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, dass alle Heiden sehen sollen mein Urteil, das ich habe ergehen lassen, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe,
Eze 39:22 und also das ganze Haus Israel erfahre, dass ich, der HErr, ihr Gott bin von dem Tage an und hinfrder,
Eze 39:23 und die Heiden erfahren, wie das Haus Israel um seiner Missetat willen sei weggefhrt. Weil sie sich an mir versndigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie bergeben in die Hnde ihrer Widersacher, dass sie allzumal durchs Schwert fallen mussten.
Eze 39:24 Ich habe ihnen getan, wie ihre Snde und bertretung verdient haben, und also mein Angesicht vor ihnen verborgen.
Eze 39:25 Darum so spricht der Herr HErr: Nun will ich das Gefngnis Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen heiligen Namen eifern.
Eze 39:26 Sie aber werden ihre Schmach und alle ihre Snde, damit sie sich an mir versndigt haben, tragen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen, dass sie niemand schrecke,
Eze 39:27 und ich sie wieder aus den Vlkern gebracht und aus den Landen ihrer Feinde versammelt habe und ich an ihnen geheiligt worden bin vor den Augen vieler Heiden.
Eze 39:28 Also werden sie erfahren, dass ich, der HErr, ihr Gott bin, der ich sie habe lassen unter die Heiden wegfhren und wiederum in ihr Land versammeln und nicht einen von ihnen dort gelassen habe.
Eze 39:29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist ber das Haus Israel ausgegossen, spricht der Herr HErr.
Eze 40:1 Im fnfundzwanzigsten Jahr unsrer Gefangenschaft, im Anfang des Jahres, am zehnten Tage des Monats, im vierzehnten Jahr, nachdem die Stadt geschlagen war, eben an diesem Tage kam des HErrn Hand ber mich und fhrte mich dahin.
Eze 40:2 Durch gttliche Gesichte fhrte er mich ins Land Israel und stellte mich auf einen hohen Berg, darauf war's wie eine gebaute Stadt gegen Mittag.
Eze 40:3 Und da er mich hingebracht hatte, siehe, da war ein Mann, des Ansehen war wie Erz; der hatte eine lange leinene Schnur und eine Messrute in seiner Hand und stand unter dem Tor.
Eze 40:4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe und hre fleiig zu und merke auf alles, was ich dir zeigen will. Denn darum bist du hergebracht, dass ich dir solches zeige, auf dass du solches alles, was du hier siehst, verkndigst dem Hause Israel.
Eze 40:5 Und siehe, es ging eine Mauer auswendig um das Haus ringsumher. Und der Mann hatte die Messrute in der Hand, die war sechs Ellen lang; eine jegliche Elle war eine Handbreit lnger denn eine gemeine Elle. Und er ma das Gebude in die Breite eine Rute und in die Hhe auch eine Rute.
Eze 40:6 Und er ging ein zum Tor, das gegen Morgen lag, und ging hinauf auf seinen Stufen und ma die Schwelle, eine Rute breit.
Eze 40:7 Und die Gemcher, so beiderseits neben dem Tor waren, ma er auch nach der Lnge eine Rute und nach der Breite eine Rute; und der Raum zwischen den Gemchern war fnf Ellen weit. Und er ma auch die Schwelle am Tor neben der Halle, die nach dem Hause zu war, eine Rute.
Eze 40:8 Und er ma die Halle am Tor, die nach dem Hause zu war, eine Rute.
Eze 40:9 Und ma die Halle am Tor acht Ellen und ihre Pfeiler zwei Ellen, und die Halle am Tor war nach dem Hause zu.
Eze 40:10 Und der Gemcher waren auf jeglicher Seite drei am Tor gegen Morgen, je eins so weit wie das andere, und die Pfeiler auf beiden Seiten waren gleich gro.
Eze 40:11 Darnach ma er die Weite der Tr im Tor zehn Ellen und die Lnge des Tors dreizehn Ellen.
Eze 40:12 Und vorn an den Gemchern war Raum abgegrenzt auf beiden Seiten, je eine Elle; aber die Gemcher waren je sechs Ellen auf beiden Seiten.
Eze 40:13 Dazu ma er das Tor vom Dach der Gemcher auf der einen Seite bis zum Dach der Gemcher auf der andern Seite fnfundzwanzig Ellen breit; und eine Tr stand gegenber der andern.
Eze 40:14 Und er machte die Pfeiler sechzig Ellen, und an den Pfeilern war der Vorhof, am Tor ringsherum.
Eze 40:15 Und vom Tor, da man hineingeht, bis auen an die Halle an der innern Seite des Tors waren fnfzig Ellen.
Eze 40:16 Und es waren enge Fensterlein an den Gemchern und an den Pfeilern hineinwrts am Tor ringsumher. Also waren auch Fenster inwendig an der Halle herum, und an den Pfeilern war Palmlaubwerk.
Eze 40:17 Und er fhrte mich weiter zum uern Vorhof, und siehe, da waren Kammern und ein Pflaster gemacht am Vorhofe herum; dreiig Kammern waren auf dem Pflaster.
Eze 40:18 Und es war das Pflaster zur Seite der Tore, solang die Tore waren, nmlich das untere Pflaster.
Eze 40:19 Und er ma die Breite von dem untern Tor an bis vor den innern Hof auswendig hundert Ellen, gegen Morgen und gegen Mitternacht.
Eze 40:20 Er ma auch das Tor, so gegen Mitternacht lag, am uern Vorhof, nach der Lnge und Breite.
Eze 40:21 Das hatte auch auf jeder Seite drei Gemcher und hatte auch seine Pfeiler und Halle, gleich so gro wie am vorigen Tor, fnfzig Ellen die Lnge und fnfundzwanzig Ellen die Breite.
Eze 40:22 Und hatte auch seine Fenster und seine Halle und sein Palmlaubwerk, gleich wie das Tor gegen Morgen; und hatte seine Halle davor.
Eze 40:23 Und es waren Tore am innern Vorhof gegenber den Toren, so gegen Mitternacht und Morgen standen; und er ma hundert Ellen von einem Tor zum andern.
Eze 40:24 Darnach fhrte er mich gegen Mittag, und siehe, da war auch ein Tor gegen Mittag; und er ma seine Pfeiler und Halle gleich wie die andern.
Eze 40:25 Und es waren auch Fenster an ihm und an seiner Halle umher, gleich wie jene Fenster; und es war fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
Eze 40:26 Und waren auch sieben Stufen hinauf und eine Halle davor und Palmlaubwerk an ihren Pfeilern auf jeglicher Seite.
Eze 40:27 Und es war auch ein Tor am innern Vorhof gegen Mittag, und er ma hundert Ellen von dem einen Mittagstor zum andern.
Eze 40:28 Und er fhrte mich weiter durchs Mittagstor in den innern Vorhof und ma dasselbe Tor gleich so gro wie die andern,
Eze 40:29 mit seinen Gemchern, Pfeilern und Halle und mit Fenstern an ihm und an seiner Halle, ebenso gro wie jene, ringsumher; und es waren fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
Eze 40:30 Und es ging eine Halle herum, fnfundzwanzig Ellen lang und fnf Ellen breit.
Eze 40:31 Und die Halle, so gegen den ueren Vorhof stand, hatte auch Palmlaubwerk an den Pfeilern; es waren aber acht Stufen hinaufzugehen.
Eze 40:32 Darnach fhrte er mich zum innern Vorhof gegen Morgen und ma das Tor gleich so gro wie die andern,
Eze 40:33 mit seinen Gemchern, Pfeilern und Halle, gleich so gro wie die andern, und mit Fenstern an ihm und an seiner Halle ringsumher; und es war fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
Eze 40:34 Und seine Halle stand auch gegen den uern Vorhof und Palmlaubwerk an ihren Pfeilern zu beiden Seiten und acht Stufen hinauf.
Eze 40:35 Darnach fhrte er mich zum Tor gegen Mitternacht; das ma er gleich so gro wie die andern,
Eze 40:36 mit seinen Gemchern, Pfeilern und Halle und ihren Fenstern ringsumher, fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
Eze 40:37 Und seine Halle stand auch gegen den uern Vorhof und Palmlaubwerk an den Pfeilern zu beiden Seiten und acht Stufen hinauf.
Eze 40:38 Und unten an den Pfeilern an jedem Tor war eine Kammer mit einer Tr, darin man das Brandopfer wusch.
Eze 40:39 Aber in der Halle des Tors standen auf jeglicher Seite zwei Tische, darauf man die Brandopfer, Sndopfer und Schuldopfer schlachten sollte.
Eze 40:40 Und herauswrts zur Seite, da man hinaufgeht zum Tor gegen Mitternacht, standen auch zwei Tische und an der andern Seite unter der Halle des Tors auch zwei Tische.
Eze 40:41 Also standen auf jeder Seite des Tors vier Tische; das sind zusammen acht Tische, darauf man schlachtete.
Eze 40:42 Und noch vier Tische, zum Brandopfer gemacht, die waren aus gehauenen Steinen, je anderthalb Ellen lang und breit und eine Elle hoch, darauf man legte allerlei Gerte, womit man Brandopfer und andere Opfer schlachtete.
Eze 40:43 Und es gingen Leisten herum, hineinwrts gebogen, eine quere Hand hoch. Und auf die Tische sollte man das Opferfleisch legen.
Eze 40:44 Und auen vor dem innern Tor waren zwei Kammern im innern Vorhofe: eine an der Seite neben dem Tor zur Mitternacht, die sah gegen Mittag; die andere zur Seite des Tors gegen Mittag, die sah gegen Mitternacht.
Eze 40:45 Und er sprach zu mir: Die Kammer gegen Mittag gehrt den Priestern, die im Hause dienen sollen;
Eze 40:46 aber die Kammer gegen Mitternacht gehrt den Priestern, die auf dem Altar dienen. Dies sind die Kinder Zadok, welche allein unter den Kindern Levi vor den HErrn treten sollen, ihm zu dienen.
Eze 40:47 Und er ma den Vorhof, nmlich hundert Ellen lang und hundert Ellen breit ins Gevierte; und der Altar stand vorn vor dem Tempel.
Eze 40:48 Und er fhrte mich hinein zur Halle des Tempels und ma die Pfeiler der Halle fnf Ellen auf jeder Seite und das Tor vierzehn Ellen, und die Wnde zu beiden Seiten an der Tr drei Ellen auf jeder Seite.
Eze 40:49 Aber die Halle war zwanzig Ellen lang und elf Ellen weit und hatte Stufen, da man hinaufging; und Sulen standen an den Pfeilern, auf jeder Seite eine.
Eze 41:1 Und er fhrte mich hinein in den Tempel und ma die Pfeiler an den Wnden; die waren zu jeder Seite sechs Ellen breit, soweit das Haus war.
Eze 41:2 Und die Tr war zehn Ellen weit; aber die Wnde zu beiden Seiten an der Tr waren jede fnf Ellen breit. Und er ma den Raum im Tempel; der hatte vierzig Ellen in die Lnge und zwanzig Ellen in die Breite.
Eze 41:3 Und er ging inwendig hinein und ma die Pfeiler der Tr zwei Ellen; und die Tr hatte sechs Ellen, und die Breite zu beiden Seiten an der Tr je sieben Ellen.
Eze 41:4 Und er ma zwanzig Ellen in die Breite am Tempel. Und er sprach zu mir: Dies ist das Allerheiligste.
Eze 41:5 Und er ma die Wand des Hauses sechs Ellen dick. Daran waren Gnge allenthalben herum, geteilt in Gemcher, die waren allenthalben vier Ellen weit.
Eze 41:6 Und derselben Gemcher waren je dreiig, dreimal bereinander, und reichten bis auf die Wand des Hauses, an der die Gnge waren allenthalben herum, und wurden also festgehalten, dass sie in des Hauses Wand nicht eingriffen.
Eze 41:7 Und die Gnge rings um das Haus her mit ihren Gemchern waren umso weiter, je hher sie lagen; und aus dem untern ging man in den mittleren und aus dem mittleren in den obersten.
Eze 41:8 Und ich sah am Hause eine Erhhung ringsumher als Grundlage der Gnge, die hatte eine volle Rute von sechs Ellen bis an den Rand.
Eze 41:9 Und die Breite der Wand auen an den Gngen war fnf Ellen; und es war ein freigelassener Raum an den Gemchern am Hause.
Eze 41:10 Und die Breite bis zu den Kammern war zwanzig Ellen um das Haus herum.
Eze 41:11 Und es waren zwei Tren an den Gngen nach dem freigelassenen Raum, eine gegen Mitternacht, die andere gegen Mittag; und der freigelassene Raum war fnf Ellen weit ringsumher.
Eze 41:12 Und das Gebude am Hofraum gegen Abend war siebzig Ellen weit und die Mauer des Gebudes war fnf Ellen breit allenthalben umher, und es war neunzig Ellen lang.
Eze 41:13 Und er ma die Lnge des Hauses, die hatte hundert Ellen; und der Hofraum samt dem Gebude und seinen Mauern war auch hundert Ellen lang.
Eze 41:14 Und die Weite der vordern Seite des Hauses samt dem Hofraum gegen Morgen war auch hundert Ellen.
Eze 41:15 Und er ma die Lnge des Gebudes am Hofraum, welches hinter ihm liegt, mit seinen Umgngen von der Seite bis zur andern hundert Ellen, und den innern Tempel und die Hallen im Vorhofe
Eze 41:16 samt den Schwellen, den engen Fenstern und den drei Umgngen ringsumher; und es war Tafelwerk allenthalben herum.
Eze 41:17 Er ma auch, wie hoch von der Erde bis zu den Fenstern war und wie breit die Fenster sein sollten; und ma vom Tor bis zum Allerheiligsten auswendig und inwendig herum.
Eze 41:18 Und am ganzen Hause herum waren Cherubim und Palmlaubwerk zwischen die Cherubim gemacht.
Eze 41:19 Und ein jeder Cherub hatte zwei Angesichter: auf einer Seite wie ein Menschenkopf, auf der andern Seite wie ein Lwenkopf.
Eze 41:20 Vom Boden an bis hinauf ber die Tr waren die Cherubim und die Palmen geschnitzt, desgleichen an der Wand des Tempels.
Eze 41:21 Und die Trpfosten im Tempel waren viereckig, und war alles artig aneinander gefgt.
Eze 41:22 Und der hlzerne Altar war drei Ellen hoch und zwei Ellen lang und breit, und seine Ecken und alle seine Seiten waren hlzern. und er sprach zu mir: Das ist der Tisch, der vor dem HErrn stehen soll.
Eze 41:23 Und die Tren am Tempel und am Allerheiligsten
Eze 41:24 hatten zwei Trflgel, und ein jeder derselben hatte zwei Bltter, die man auf und zu tat.
Eze 41:25 Und waren auch Cherubim und Palmlaubwerk daran wie an den Wnden. Und ein hlzerner Aufgang war auen vor der Halle.
Eze 41:26 Und es waren enge Fenster und viel Palmlaubwerk herum an der Halle und an den Wnden.
Eze 42:1 Und er fhrte mich hinaus zum ueren Vorhof gegen Mitternacht und brachte mich zu den Kammern, so gegenber dem Hofraum und gegenber dem Gebude nach Mitternacht zu lagen,
Eze 42:2 entlang den hundert Ellen an der Tr gegen Mitternacht; und ihre Breite war fnfzig Ellen.
Eze 42:3 Gegenber den zwanzig Ellen des innern Vorhofs und gegenber dem Pflaster im uern Vorhof war Umgang an Umgang dreifach.
Eze 42:4 Und inwendig vor den Kammern war ein Weg zehn Ellen breit vor den Tren der Kammern; die lagen alle gegen Mitternacht.
Eze 42:5 Und die obern Kammern waren enger als die untern Kammern; denn die die Umgnge nahmen Raum von ihnen weg.
Eze 42:6 Denn es waren drei Gemcher hoch, und sie hatten keine Sulen, wie die Vorhfe Sulen hatten. Darum war von den untern und mittleren Kammern Raum weggenommen von untenan.
Eze 42:7 Und die Mauer auen vor den Kammern nach dem ueren Vorhof war fnfzig Ellen lang.
Eze 42:8 Denn die Lnge der Kammern nach dem ueren Vorhof zu war fnfzig Ellen; aber gegen den Tempel waren es hundert Ellen.
Eze 42:9 Und unten an diesen Kammern war ein Eingang gegen Morgen, da man aus dem ueren Vorhof zu ihnen hineinging.
Eze 42:10 Und an der Mauer gegen Mittag waren auch Kammern gegenber dem Hofraum und gegenber dem Gebude.
Eze 42:11 Und war auch ein Weg davor wie vor jenen Kammern, so gegen Mitternacht lagen; und war alles gleich mit der Lnge, Breite und allem, was daran war, wie droben an jenen.
Eze 42:12 Und wie die Tren jener, also waren auch die Tren der Kammern gegen Mittag; und am Anfang des Weges war eine Tr, dazu man kommt von der Mauer, die gegen Morgen liegt.
Eze 42:13 Und er sprach zu mir: Die Kammern gegen Mittag gegenber dem Hofraum, das sind die heiligen Kammern, darin die Priester, welche dem HErrn nahen, die hochheiligen Opfer, nmlich Speisopfer, Sndopfer und Schuldopfer, da hineinlegen; denn es ist eine heilige Sttte.
Eze 42:14 Und wenn die Priester hineingehen, sollen sie nicht wieder aus dem Heiligtum gehen in den ueren Vorhof, sonder sollen zuvor ihre Kleider, darin sie gedient haben, in den Kammern weglegen, denn sie sind heilig; und sollen ihre anderen Kleider anlegen und alsdann heraus unters Volk gehen.
Eze 42:15 Und da er das Haus inwendig ganz gemessen hatte, fhrte er mich heraus zum Tor gegen Morgen und ma von demselben allenthalben herum.
Eze 42:16 Gegen Morgen ma er fnfhundert Ruten lang;
Eze 42:17 und gegen Mitternacht ma er auch fnfhundert Ruten lang;
Eze 42:18 desgleichen gegen Mittag auch fnfhundert Ruten;
Eze 42:19 und da er kam gegen Abend, ma er auch fnfhundert Ruten lang.
Eze 42:20 Also hatte die Mauer, die er gemessen, ins Gevierte auf jeder Seite herum fnfhundert Ruten, damit das Heilige von dem Unheiligen unterschieden wre.
Eze 43:1 Und er fhrte mich wieder zum Tor gegen Morgen.
Eze 43:2 Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Morgen und brauste, wie ein groes Wasser braust; und es ward sehr licht auf der Erde von seiner Herrlichkeit.
Eze 43:3 Und es war eben wie das Gesicht, das ich sah, da ich kam, dass die Stadt sollte zerstrt werden, und wie das Gesicht, das ich gesehen hatte am Wasser Chebar. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht.
Eze 43:4 Und die Herrlichkeit des HErrn kam hinein zum Hause durchs Tor gegen Morgen.
Eze 43:5 Da hob mich ein Wind auf und brachte mich in den innern Vorhof; und siehe, die Herrlichkeit des HErrn erfllte das Haus.
Eze 43:6 Und ich hrte einen mit mir reden vom Hause heraus, und ein Mann stand neben mir.
Eze 43:7 Der sprach zu mir: Du Menschenkind, das ist der Ort meines Throns und die Sttte meiner Fusohlen, darin ich ewiglich will wohnen unter den Kindern Israel. Und das Haus Israel soll nicht mehr meinen heiligen Namen verunreinigen, weder sie noch ihre Knige, durch ihre Abgtterei und durch die Leichen ihrer Knige in ihren Hhen,
Eze 43:8 welche ihre Schwelle an meine Schwelle und ihre Pfoste an meine Pfoste gesetzt haben, dass nur eine Wand zwischen mir und ihnen war; und haben also meinen heiligen Namen verunreinigt durch ihre Greuel, die sie taten, darum ich sie auch in meinem Zorn verzehrt habe.
Eze 43:9 Nun aber sollen sie ihre Abgtterei und die Leichen ihrer Knige fern von mir wegtun; und ich will ewiglich unter ihnen wohnen.
Eze 43:10 Und du, Menschenkind, zeige dem Haus Israel den Tempel an, dass sie sich schmen ihrer Missetaten, und lass sie ein reinliches Muster davon nehmen.
Eze 43:11 Und wenn sie sich nun alles ihres Tuns schmen, so zeige ihnen die Gestalt und das Muster des Hauses und seine Ausgnge und Eingnge und alle seine Weise und alle seine Sitten und alle seine Weise und alle seine Gesetze; und schreibe es ihnen vor, dass sie alle seine Weise und alle seine Sitten halten und darnach tun.
Eze 43:12 Das soll aber das Gesetz des Hauses sein: Auf der Hhe des Berges, soweit ihr Umfang ist, soll das Allerheiligste sein; das ist das Gesetz des Hauses.
Eze 43:13 Das aber ist das Ma des Altars nach der Elle, welche eine handbreit lnger ist den die gemeine Elle: sein Fu ist eine Elle hoch und eine Elle breit; und die Leiste an seinem Rand ist eine Spanne breit umher.
Eze 43:14 Und das ist die Hhe: Von dem Fue auf der Erde bis an den untern Absatz sind zwei Ellen hoch und eine Elle breit; aber von demselben kleineren Absatz sind's vier Ellen hoch und eine Elle breit.
Eze 43:15 Und der Harel (der Gottesberg) vier Ellen hoch, und vom Ariel (dem Gottesherd) berwrts die vier Hrner.
Eze 43:16 Der Ariel aber war zwlf Ellen lang und zwlf Ellen breit ins Geviert.
Eze 43:17 Und der oberste Absatz war vierzehn Ellen lang und vierzehn Ellen breit ins Geviert; und eine Leiste ging allenthalben umher, eine halbe Elle breit; und sein Fu war eine Elle hoch, und seine Stufen waren gegen Morgen.
Eze 43:18 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, so spricht der Herr HErr: Dies sollen die Sitten des Altars sein des Tages, da er gemacht ist, dass man Brandopfer darauf lege und Blut darauf sprenge.
Eze 43:19 Und den Priestern von Levi aus dem Samen Zadoks, die da vor mich treten, dass sie mir dienen, spricht der Herr HErr, sollst du geben einen jungen Farren zum Sndopfer.
Eze 43:20 Und von desselben Blut sollst du nehmen und seine vier Hrner damit besprengen und die vier Ecken an dem obersten Absatz und um die Leiste herum; damit sollst du ihn entsndigen und vershnen.
Eze 43:21 Und sollst den Farren des Sndopfers nehmen und ihn verbrennen an einem Ort am Hause, der dazu verordnet ist auerhalb des Heiligtums.
Eze 43:22 Aber am andern Tage sollst du einen Ziegenbock opfern, der ohne Fehl sei, zu einem Sndopfer und den Altar damit entsndigen, wie er mit dem Farren entsndigt ist.
Eze 43:23 Und wenn das Entsndigen vollendet ist, sollst du einen jungen Farren opfern, der ohne Fehl sei, und einen Widder von der Herde ohne Fehl.
Eze 43:24 Und sollst sie beide vor dem HErrn opfern; und die Priester sollen Salz darauf streuen und sollen sie also opfern dem HErrn zum Brandopfer.
Eze 43:25 Also sollst du sieben Tage nacheinander tglich einen Bock zum Sndopfer opfern; und sie sollen einen jungen Farren und einen Widder von der Herde, die beide ohne Fehl sind, opfern.
Eze 43:26 Und sollen also sieben Tage lang den Altar vershnen und ihn reinigen und ihre Hnde fllen.
Eze 43:27 Und nach denselben Tagen sollen die Priester am achten Tag und hernach fr und fr auf dem Altar opfern eure Brandopfer und eure Dankopfer, so will ich euch gndig sein, spricht der Herr HErr.
Eze 44:1 Und er fhrte mich wiederum zu dem uern Tor des Heiligtums gegen Morgen; es war aber verschlossen.
Eze 44:2 Und der HErr sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und nicht aufgetan werden, und soll niemand dadurchgehen; denn der HErr, der Gott Israels, ist dadurch eingegangen, darum soll es zugeschlossen bleiben.
Eze 44:3 Doch den Frsten ausgenommen; denn der Frst soll daruntersitzen, das Brot zu essen vor dem HErrn. Durch die Halle des Tors soll er hineingehen und durch dieselbe wieder herausgehen.
Eze 44:4 Darnach fhrte er mich zum Tor gegen Mitternacht vor das Haus. Und ich sah, und siehe, des HErrn Haus war voll der Herrlichkeit des HErrn; und ich fiel auf mein Angesicht.
Eze 44:5 Und der HErr sprach zu mir: Du Menschenkind, merke darauf und siehe und hre fleiig auf alles, was ich dir sagen will von den Sitten und Gesetzen im Haus des HErrn; und merke, wie man hineingehen soll, und auf alle Ausgnge des Heiligtums.
Eze 44:6 Und sage dem ungehorsamen Hause Israel: So spricht der Herr HErr: Ihr macht es zuviel, ihr vom Hause Israel, mit allen euren Greueln,
Eze 44:7 denn ihr fhrt fremde Leute eines unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches in mein Heiligtum, dadurch ihr mein Haus entheiligt, wenn ihr mein Brot, Fettes und Blut opfert, und brecht also meinen Bund mit allen euren Greueln;
Eze 44:8 und haltet die Sitten meines Heiligtums nicht, sondern macht euch selbst neue Sitten in meinem Heiligtum.
Eze 44:9 Darum spricht der Herr HErr also: Es soll kein Fremder eines unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches in mein Heiligtum kommen aus allen Fremdlingen, so unter den Kindern Israel sind;
Eze 44:10 sondern die Leviten, die von mir gewichen sind und samt Israel von mir irregegangen nach ihren Gtzen, die sollen ihre Snde tragen,
Eze 44:11 und sollen in meinem Heiligtum dienen als Hter an den Tren des Hauses und als Diener des Hauses; und sollen nur das Brandopfer und andere Opfer, so das Volk herzubringt, schlachten und vor den Leuten stehen, dass sie ihnen dienen.
Eze 44:12 Darum dass sie ihnen gedient vor ihren Gtzen und dem Haus Israel einen Ansto zur Snde gegeben haben, darum habe ich meine Hand ber sie ausgestreckt, spricht der Herr HErr, dass sie mssen ihre Snde tragen.
Eze 44:13 Und sie sollen nicht zu mir nahen, Priesteramt zu fhren, noch kommen zu allen meinen Heiligtmern, zu den hochheiligen Opfern, sondern sie sollen ihre Schande tragen und ihre Greuel, die sie gebt haben.
Eze 44:14 Darum habe ich sie zu Htern gemacht an allem Dienst des Hauses und zu allem, was man darin tun soll.
Eze 44:15 Aber die Priester aus den Leviten, die Kinder Zadok, so die Sitten meines Heiligtums gehalten haben, da die Kinder Israel von mir abfielen, die sollen vor mich treten und mir dienen und vor mir stehen, dass sie mir das Fett und Blut opfern, spricht der Herr HErr.
Eze 44:16 Und sie sollen hineingehen in mein Heiligtum und vor meinen Tisch treten, mir zu dienen und meine Sitten zu halten.
Eze 44:17 Und wenn sie durch die Tore des innern Vorhofs gehen wollen, sollen sie leinene Kleider anziehen und nichts Wollenes anhaben, wenn sie in den Toren im innern Vorhofe und im Hause dienen.
Eze 44:18 Und sollen leinenen Schmuck auf ihrem Haupt haben und leinene Beinkleider um ihre Lenden, und sollen sich nicht im Schwei grten.
Eze 44:19 Und wenn sie in den uern Vorhof zum Volk herausgehen, sollen sie die Kleider, darin sie gedient haben, ausziehen und dieselben in die Kammern des Heiligtums legen und andere Kleider anziehen und das Volk nicht heiligen in ihren eigenen Kleidern.
Eze 44:20 Ihr Haupt sollen sie nicht kahl scheren, und sollen auch nicht die Haare frei wachsen lassen, sondern sollen die Haare umher verschneiden.
Eze 44:21 Und soll auch kein Priester Wein trinken, wenn sie in den innern Vorhof gehen sollen.
Eze 44:22 Und sollen keine Witwe noch Verstoene zur Ehe nehmen, sondern Jungfrauen vom Samen des Hauses Israel oder eines Priesters nachgelassene Witwe.
Eze 44:23 Und sie sollen mein Volk lehren, dass sie wissen Unterschied zu halten zwischen Heiligem und Unheiligem und zwischen Reinem und Unreinem.
Eze 44:24 Und wo eine Sache vor sie kommt, sollen sie stehen und richten und nach meinen Rechten sprechen und sollen meine Gebote und Sitten halten und alle meine Feste halten und meine Sabbate heiligen.
Eze 44:25 Und sollen zu keinem Toten gehen und sich verunreinigen, nur allein zu Vater und Mutter, Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester, die noch keinen Mann gehabt hat; ber denen mgen sie sich verunreinigen.
Eze 44:26 Und nach seiner Reinigung soll man zhlen sieben Tage.
Eze 44:27 Und wenn er wieder hinein zum Heiligtum geht in den innern Vorhof, dass er im Heiligtum diene, so soll er sein Sndopfer opfern, spricht der Herr HErr.
Eze 44:28 Aber das Erbteil, das sie haben sollen, das will ich selbst sein. Darum sollt ihr ihnen kein eigen Land geben in Israel; denn ich bin ihr Erbteil.
Eze 44:29 Sie sollen ihre Nahrung haben vom Speisopfer, Sndopfer und Schuldopfer, und alles Verbannte in Israel soll ihnen gehren.
Eze 44:30 Und alle ersten Frchte und alle Hebopfer von allem, davon ihr Hebopfer bringt, sollen den Priestern gehren. Ihr sollt auch den Priestern die Erstlinge eures Teiges geben, damit der Segen in deinem Hause bleibe.
Eze 44:31 Was aber ein Aas oder zerrissen ist, es sei von Vgeln oder Tieren, das sollen die Priester nicht essen.
Eze 45:1 Wenn ihr nun das Land durchs Los austeilt, so sollt ihr ein Hebopfer vom Lande absondern, das dem HErrn heilig sein soll, fnfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend breit; der Platz soll heilig sein, soweit er reicht.
Eze 45:2 Und von diesem sollen zum Heiligtum kommen je fnfhundert Ruten ins Gevierte und dazu ein freier Raum umher fnfzig Ellen.
Eze 45:3 Und auf dem Platz, der fnfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend breit ist, soll das Heiligtum stehen, das Allerheiligste.
Eze 45:4 Das brige aber vom geheiligten Lande soll den Priestern gehren, die im Heiligtum dienen und vor den HErrn treten, ihm zu dienen, dass sie Raum zu Husern haben, und soll auch heilig sein.
Eze 45:5 Aber die Leviten, so vor dem Hause dienen, sollen auch fnfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend breit haben zu ihrem Teil, dass sie da wohnen.
Eze 45:6 Und der Stadt sollt ihr auch einen Platz lassen fr das ganze Haus Israel, fnftausend Ruten breit und fnfundzwanzigtausend lang, neben dem geheiligten Lande.
Eze 45:7 Dem Frsten aber sollt ihr auch einen Platz geben zu beiden Seiten, neben dem geheiligten Lande und neben dem Platz der Stadt, und soll der Platz gegen Abend und gegen Morgen so weit reichen als die Teile der Stmme.
Eze 45:8 Das soll sein eigen Teil sein in Israel, damit meine Frsten nicht mehr meinem Volk das Ihre nehmen, sondern sollen das Land dem Haus Israel lassen fr ihre Stmme.
Eze 45:9 Denn so spricht der Herr HErr: Ihr habt's lange genug gemacht, ihr Frsten Israels; lasset ab von Frevel und Gewalt und tut, was recht und gut ist, und tut ab von meinem Volk euer Austreiben, spricht der Herr HErr.
Eze 45:10 Ihr sollt rechtes Gewicht und rechte Scheffel und rechtes Ma haben.
Eze 45:11 Epha und Bath sollen gleich sein, dass ein Bath den zehnten Teil vom Homer habe und das Epha den zehnten Teil vom Homer; denn nach dem Homer soll man sie beide messen.
Eze 45:12 Aber ein Lot soll zwanzig Gera haben; und eine Mina macht zwanzig Lot, fnfundzwanzig Lot und fnfzehn Lot.
Eze 45:13 Das soll nun das Hebopfer sein, das ihr heben sollt, nmlich den sechsten Teil eines Epha von einem Homer Weizen und den sechsten Teil eines Epha von einem Homer Gerste.
Eze 45:14 Und vom l sollt ihr geben je den zehnten Teil eines Bath vom Kor, welches zehn Bath oder ein Homer ist; denn zehn Bath machen einen Homer.
Eze 45:15 Und je ein Lamm von zweihundert Schafen aus der Herde auf der Weide Israels zum Speisopfer und Brandopfer und Dankopfer, zur Vershnung fr sie, spricht der Herr HErr.
Eze 45:16 Alles Volk im Lande soll solches Hebopfer zum Frsten in Israel bringen.
Eze 45:17 Und der Frst soll die Brandopfer, Speisopfer und Trankopfer ausrichten auf die Feste, Neumonde und Sabbate, auf alle Feiertage des Hauses Israel; er soll die Sndopfer und Speisopfer, Brandopfer und Dankopfer tun zur Vershnung fr das Haus Israel.
Eze 45:18 So spricht der Herr HErr: Am ersten Tage des ersten Monats sollst du nehmen einen jungen Farren, der ohne Fehl sei, und das Heiligtum entsndigen.
Eze 45:19 Und der Priester soll von dem Blut des Sndopfers nehmen und die Pfosten am Hause damit besprengen und die vier Ecken des Absatzes am Altar samt den Pfosten am Tor des Innern Vorhofs.
Eze 45:20 Also sollst du auch tun am siebenten Tage des Monats wegen derer, die geirrt haben oder weggefhrt worden sind, dass ihr das Haus entsndigt.
Eze 45:21 Am vierzehnten Tage des ersten Monats sollt ihr das Passah halten und sieben Tage feiern und ungesuertes Brot essen.
Eze 45:22 Und am selben Tage soll der Frst fr sich und fr alles Volk im Lande einen Farren zum Sndopfer opfern.
Eze 45:23 Aber die sieben Tage des Festes soll er dem HErrn tglich ein Brandopfer tun: je sieben Farren und sieben Widder, die ohne Fehl seien; und je einen Ziegenbock zum Sndopfer.
Eze 45:24 Zum Speisopfer aber soll er je ein Epha zu einem Farren und ein Epha zu einem Widder opfern und je ein Hin l zu einem Epha.
Eze 45:25 Am fnfzehnten Tage des siebenten Monats soll er sieben Tage nacheinander feiern, gleichwie jene sieben Tage, und es ebenso halten mit Sndopfer, Brandopfer, Speisopfer samt dem l.
Eze 46:1 So spricht der Herr HErr: Das Tor am innern Vorhof morgenwrts soll die sechs Werktage zugeschlossen sein; aber am Sabbat und am Neumonde soll man's auftun.
Eze 46:2 Und der Frst soll von drauen unter die Halle des Tors treten und bei dem Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen sein Brandopfer und Dankopfer opfern; er aber soll auf der Schwelle des Tors anbeten und darnach wieder hinausgehen; das Tor aber soll offen bleiben bis an den Abend.
Eze 46:3 Desgleichen das Volk im Lande soll an der Tr desselben Tors anbeten vor dem HErrn an den Sabbaten und Neumonden.
Eze 46:4 Das Brandopfer aber, so der Frst vor dem HErrn opfern soll am Sabbattage, soll sein sechs Lmmer, die ohne Fehl seien, und ein Widder ohne Fehl;
Eze 46:5 Und je ein Epha zu einem Widder zum Speisopfer, zu den Lmmern aber, soviel seine Hand gibt, zum Speisopfer, und je ein Hin l zu einem Epha.
Eze 46:6 Am Neumonde aber soll er einen jungen Farren opfern, der ohne Fehl sei, und sechs Lmmer und einen Widder auch ohne Fehl;
Eze 46:7 und je ein Epha zum Farren und je ein Epha zum Widder zum Speisopfer, aber zu den Lmmern soviel, als er geben mag, und je ein Hin l zu einem Epha.
Eze 46:8 Und wenn der Frst hineingeht, soll er durch die Halle des Tors hineingehen und desselben Weges wieder herausgehen.
Eze 46:9 Aber das Volk im Lande, so vor den HErrn kommt auf die hohen Feste und zum Tor gegen Mitternacht hineingeht, anzubeten, das soll durch das Tor gegen Mittag wieder herausgehen; und welche zum Tor gegen Mittag hineingehen, die sollen zum Tor gegen Mitternacht wieder herausgehen; und sollen nicht wieder zu dem Tor hinausgehen, dadurch sie hinein sind gegangen, sondern stracks vor sich hinausgehen.
Eze 46:10 Der Frst aber soll mit ihnen hinein und heraus gehen.
Eze 46:11 Aber an den Feiertagen und hohen Festen soll man zum Speisopfer je zu einem Farren ein Epha und je zu einem Widder ein Epha opfern und zu den Lmmern, soviel seine Hand gibt, und je ein Hin l zu einem Epha.
Eze 46:12 Wenn aber der Frst ein freiwilliges Brandopfer oder Dankopfer dem HErrn tun wollte, so soll man ihm das Tor gegen Morgen auftun, dass er sein Brandopfer und Dankopfer opfere, wie er's sonst am Sabbat pflegt zu opfern; und wenn er wieder herausgeht, soll man das Tor nach ihm zuschlieen.
Eze 46:13 Und er soll dem HErrn tglich ein Brandopfer tun, nmlich ein jhriges Lamm ohne Fehl; dasselbe soll er alle Morgen opfern.
Eze 46:14 Und soll alle Morgen den sechsten Teil von einem Epha zum Speisopfer darauftun und den dritten Teil von einem Hin l auf das Semmelmehl zu trufen, dem HErrn zum Speisopfer; das soll ein ewiges Recht sein vom tglichem Opfer.
Eze 46:15 Und also sollen sie das Lamm samt dem Speisopfer und l alle Morgen opfern zum tglichen Brandopfer.
Eze 46:16 So spricht der Herr HErr: Wenn der Frst seiner Shne einem ein Geschenk gibt von seinem Erbe, dasselbe soll seinen Shnen bleiben, und sie sollen es erblich besitzen.
Eze 46:17 Wo er aber seiner Knechte einem von seinem Erbteil etwas schenkt, das sollen sie besitzen bis aufs Freijahr und soll alsdann dem Frsten wieder heimfallen; denn sein Teil soll allein auf seine Shne erben.
Eze 46:18 Es soll auch der Frst dem Volk nichts nehmen von seinem Erbteil noch sie aus ihren Gtern stoen, sondern soll sein eigenes Gut auf seine Kinder vererben, auf dass meines Volks nicht jemand von seinem Eigentum zerstreut werde.
Eze 46:19 Und er fhrte mich durch den Eingang an der Seite des Tors gegen Mitternacht zu den Kammern des Heiligtums, so den Priestern gehrten; und siehe, daselbst war ein Raum in der Ecke gegen Abend.
Eze 46:20 Und er sprach zu mir: Dies ist der Ort, da die Priester kochen sollen das Schuldopfer und Sndopfer und das Speisopfer backen, dass sie es nicht hinaus in den ueren Vorhof tragen mssen, das Volk zu heiligen.
Eze 46:21 Darnach fhrte er mich hinaus in den ueren Vorhof und hie mich gehen in die vier Ecken des Vorhofs.
Eze 46:22 Und siehe, da war in jeglicher der vier Ecken ein anderes Vorhflein, vierzig Ellen lang und dreiig Ellen breit, alle vier einerlei Maes.
Eze 46:23 Und es ging ein Muerlein um ein jegliches der vier; da waren Herde herum gemacht unten an den Mauern.
Eze 46:24 Und er sprach zu mir: Dies sind die Kchen, darin die Diener des Hauses kochen sollen, was das Volk opfert.
Eze 47:1 Und er fhrte mich wieder zu der Tr des Tempels. Und siehe, da flo ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels gegen Morgen; denn die vordere Seite des Tempels war gegen Morgen. Und des Tempels Wasser lief an der rechten Seite des Tempels neben dem Altar hin gegen Mittag.
Eze 47:2 Und er fhrte mich hinaus zum Tor gegen Mitternacht und brachte mich auswendig herum zum uern Tor gegen Morgen; und siehe, das Wasser sprang heraus von der rechten Seite.
Eze 47:3 Und der Mann ging heraus gegen Morgen und hatte die Messschnur in der Hand; und er ma tausend Ellen und fhrte mich durchs Wasser, das mir's an die Knchel ging.
Eze 47:4 Und ma abermals tausend Ellen und fhrte mich durchs Wasser, dass mir's an die Kniee ging. Und ma noch tausend Ellen und lie mich dadurchgehen, dass es mir an die Lenden ging.
Eze 47:5 Da ma er noch tausend Ellen, und es ward so tief, dass ich nicht mehr Grund hatte; denn das Wasser war zu hoch, dass man darber schwimmen musste und keinen Grund hatte.
Eze 47:6 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das hast du ja gesehen. Und er fhrte mich wieder zurck am Ufer des Bachs.
Eze 47:7 Und siehe, da standen sehr viel Bume am Ufer auf beiden Seiten.
Eze 47:8 Und er sprach zu mir: Dies Wasser, das da gegen Morgen herausfliet, wird durchs Blachfeld flieen ins Meer, da sollen desselben Wasser gesund werden.
Eze 47:9 Ja, alles, was darin lebt und webt, dahin diese Strme kommen, das soll leben; und es soll sehr viel Fische haben; und soll alles gesund werden und leben, wo dieser Strom hin kommt.
Eze 47:10 Und es werden die Fischer an demselben stehen; von Engedi bis zu En-Eglaim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es werden daselbst sehr viel Fische von allerlei Art sein, gleichwie im groen Meer.
Eze 47:11 Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden, sondern gesalzen bleiben.
Eze 47:12 Und an demselben Strom, am Ufer auf beiden Seiten, werden allerlei fruchtbare Bume wachsen, und ihre Bltter werden nicht verwelken noch ihre Frchte ausgehen; und sie werden alle Monate neue Frchte bringen, denn ihr Wasser fliet aus dem Heiligtum. Ihre Frucht wird zur Speise dienen und ihre Bltter zur Arznei.
Eze 47:13 So spricht der Herr HErr: Dies sind die Grenzen, nach denen ihr das Land sollt austeilen den zwlf Stmmen Israels; denn zwei Teile gehren dem Stamm Joseph.
Eze 47:14 Und ihr sollt's gleich austeilen, einem wie dem andern; denn ich habe meine Hand aufgehoben, das Land euren Vtern und euch zum Erbteil zu geben.
Eze 47:15 Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Mitternacht: von dem groen Meer an des Weges nach Hethlon gen Zedad,
Eze 47:16 Hamath, Berotha, Sibraim, das an Damaskus und Hamath grenzt, und Hazar-Thichon, das an Hauran grenzt.
Eze 47:17 Das soll die Grenze sein vom Meer an bis gen Hazar-Enon, und Damaskus und Hamath sollen das Ende sein. Das sei die Grenze gegen Mitternacht.
Eze 47:18 Aber die Grenze gegen Morgen sollt ihr messen zwischen Hauran und Damaskus und zwischen Gilead und dem Lande Israel, am Jordan hinab bis an das Meer gegen Morgen. Das soll die Grenze gegen Morgen sein.
Eze 47:19 Aber die Grenze gegen Mittag ist von Thamar bis ans Haderwasser zu Kades und den Bach hinab bis an das groe Meer. Das soll die Grenze gegen Mittag sein.
Eze 47:20 Und an der Seite gegen Abend ist das groe Meer von der Grenze an bis gegenber Hamath. Das sei die Grenze gegen Abend.
Eze 47:21 Also sollt ihr das Land austeilen unter die Stmme Israels.
Eze 47:22 Und wenn ihr das Los werft, das Land unter euch zu teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, halten gleich wie die Einheimischen unter den Kindern Israel;
Eze 47:23 und sie sollen auch ihr Teil im Lande haben, ein jeglicher unter seinem Stamm, dabei er wohnt, spricht der Herr HErr.
Eze 48:1 Dies sind die Namen der Stmme: von Mitternacht, an dem Wege nach Hethlon, gen Hamath und Hazar-Enon und von Damaskus gegen Hamath, das soll Dan fr seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:2 Neben Dan soll Asser seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:3 Neben Asser soll Naphthali seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:4 Neben Naphthali soll Manasse seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:5 Neben Manasse soll Ephraim seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:6 Neben Ephraim soll Ruben seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:7 Neben Ruben soll Juda seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:8 Neben Juda aber sollt ihr einen Teil absondern, von Morgen bis gen Abend, der fnfundzwanzigtausend Ruten breit und so lang sei, wie sonst ein Teil ist von Morgen bis gen Abend; darin soll das Heiligtum stehen.
Eze 48:9 Und davon sollt ihr dem HErrn einen Teil absondern, fnfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend Ruten breit.
Eze 48:10 Und dieser heilige Teil soll den Priestern gehren, nmlich fnfundzwanzigtausend Ruten lang gegen Mitternacht und gegen Mittag und zehntausend breit gegen Morgen und gegen Abend. Und das Heiligtum des HErrn soll mittendarin stehen.
Eze 48:11 Das soll geheiligt sein den Priestern, den Kindern Zadok, welche meine Sitten gehalten haben und sind nicht abgefallen mit den Kindern Israel, wie die Leviten abgefallen sind.
Eze 48:12 Und soll also dieser abgesonderte Teil des geheiligten Landes ihr eigen sein als Hochheiliges neben der Leviten Grenze.
Eze 48:13 Die Leviten aber sollen neben der Priester Grenze auch fnfundzwanzigtausend Ruten in die Lnge und zehntausend Ruten in die Breite haben; denn alle Lnge soll fnfunzwanzigtausend und die Breite zehntausend Ruten haben.
Eze 48:14 Und sollen nichts davon verkaufen noch verndern, damit des Landes Erstling nicht wegkomme; denn es ist dem HErrn geheiligt.
Eze 48:15 Aber die brigen fnftausend Ruten in die Breite gegen fnfunzwanzigtausend Ruten in die Lnge, das soll gemeines Land sein zur Stadt, darin zu wohnen, und zu Vorstdten; und die Stadt soll mittendarin stehen.
Eze 48:16 Und das soll ihr Ma sein: viertausend und fnfhundert Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag, desgleichen gegen Morgen und gegen Abend auch viertausend und fnfhundert.
Eze 48:17 Die Vorstadt aber soll haben zweihundertundfnfzig Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag, desgleichen auch gegen Morgen und gegen Abend zweihundertundfnfzig Ruten.
Eze 48:18 Aber das brige an der Lnge neben dem Abgesonderten und Geheiligten, nmlich zehntausend Ruten gegen Morgen und zehntausend Ruten gegen Abend, das gehrt zum Unterhalt derer, die in der Stadt arbeiten.
Eze 48:19 Und die Arbeiter aus allen Stmmen Israels sollen in der Stadt arbeiten.
Eze 48:20 Also soll die ganze Absonderung fnfundzwanzigtausend Ruten ins Gevierte sein; ein Vierteil der geheiligten Absonderung sei zu eigen der Stadt.
Eze 48:21 Was aber noch brig ist auf beiden Seiten neben dem abgesonderten heiligen Teil und neben der Stadt Teil, nmlich fnfundzwanzigtausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend neben den Teilen der Stmme, das soll alles dem Frsten gehren. Aber der abgesonderte Teil und das Haus des Heiligtums soll mitteninnen sein.
Eze 48:22 Was aber neben der Leviten Teil und neben der Stadt Teil zwischen der Grenze Judas und der Grenze Benjamins liegt, das soll dem Frsten gehren.
Eze 48:23 Darnach sollen die andern Stmme sein: Benjamin soll seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:24 Aber neben der Grenze Benjamin soll Simeon seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:25 Neben der Grenze Simeons soll Isaschar seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:26 Neben der Grenze Isaschars soll Sebulon seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:27 Neben der Grenze Sebulons soll Gad seinen Teil haben, von Morgen bis gen Abend.
Eze 48:28 Aber neben Gad ist die Grenze gegen Mittag von Thamar bis ans Haderwasser zu Kades und an den Bach hinab bis an das groe Meer.
Eze 48:29 Das ist das Land, das ihr austeilen sollt zum Erbteil unter die Stmme Israels; und das sollen ihre Erbteile sein, spricht der Herr HErr.
Eze 48:30 Und so weit soll die Stadt sein: viertausend und fnfhundert Ruten gegen Mitternacht.
Eze 48:31 Und die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stmme Israels genannt werden, drei Toren gegen Mitternacht: das erste Tor Ruben, das zweite Juda, das dritte Levi.
Eze 48:32 Also auch gegen Morgen viertausend und fnfhundert Ruten und auch drei Tore: nmlich das erste Tor Joseph, das zweite Benjamin, das dritte Dan.
Eze 48:33 Gegen Mittag auch also viertausend und fnfhundert Ruten und auch drei Tore: das erste Tor Simeon, das zweite Isaschar, das dritte Sebulon.
Eze 48:34 Also auch gegen Abend viertausend und fnfhundert Ruten und drei Tore: ein Tor Gad, das zweite Asser, das dritte Naphthali.
Eze 48:35 Also sollen es um und um achtzehntausend Ruten sein. Und alsdann soll die Stadt genannt werden: Hier ist der HErr.
Dan 1:1 Im dritten Jahr des Reiches Jojakims, des Knigs in Juda, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, vor Jerusalem und belagerte es.
Dan 1:2 Und der HErr bergab ihm Jojakim, den Knig Judas, und etliche Gefe aus dem Hause Gottes; die lie er fhren ins Land Sinear in seines Gottes Haus und tat die Gefe in seines Gottes Schatzkammer.
Dan 1:3 Und der Knig sprach zu Aspenas, seinem obersten Kmmerer, er sollte aus den Kindern Israel vom kniglichen Stamm und Herrenkinder whlen
Dan 1:4 Knaben, die nicht gebrechlich wren, sondern schne, vernnftige, weise, kluge und verstndige, die da geschickt wren, zu dienen an des Knigs Hofe und zu lernen chaldische Schrift und Sprache.
Dan 1:5 Solchen bestimmte der Knig, was man ihnen tglich geben sollte von seiner Speise und vom Wein, den er selbst trank, dass sie also drei Jahre auferzogen wrden und darnach dem Knig dienen sollten.
Dan 1:6 Unter diesen war Daniel, Hananja, Misael und Asarja von den Kindern Juda.
Dan 1:7 Und der oberste Kmmerer gab ihnen Namen und nannte Daniel Beltsazar und Hananja Sadrach und Misael Mesach und Asarja Abed-Nego.
Dan 1:8 Aber Daniel setzte sich vor in seinem Herzen, dass er sich mit des Knigs Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, und bat den obersten Kmmerer, dass er sich nicht msste verunreinigen.
Dan 1:9 Und Gott gab Daniel, dass ihm der oberste Kmmerer gnstig und gndig ward.
Dan 1:10 Derselbe sprach zu ihm: Ich frchte mich vor meinem Herrn, dem Knig, der euch eure Speise und Trank bestimmt hat; wo er wrde sehen, dass eure Angesichter jmmerlicher wren denn der andern Knaben eures Alters, so brchtet ihr mich bei dem Knig um mein Leben.
Dan 1:11 Da sprach Daniel zu dem Aufseher, welchem der oberste Kmmerer Daniel, Hananja, Misael und Asarja befohlen hatte:
Dan 1:12 Versuche es doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns geben Gemse zu essen und Wasser zu trinken.
Dan 1:13 Und lass dann vor dir unsre Gestalt und der Knaben, so von des Knigs Speise essen, besehen; und darnach du sehen wirst, darnach schaffe mit deinen Knechten.
Dan 1:14 Und er gehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen zehn Tage.
Dan 1:15 Und nach den zehn Tagen waren sie schner und besser bei Leibe denn alle Knaben, so von des Knigs Speise aen.
Dan 1:16 Da tat der Aufseher ihre verordnete Speise und Trank weg und gab ihnen Gemse.
Dan 1:17 Aber diesen vier Knaben gab Gott Kunst und Verstand in allerlei Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und Trumen.
Dan 1:18 Und da die Zeit um war, die der Knig bestimmt hatte, dass sie sollten hineingebracht werden, brachte sie der oberste Kmmerer hinein vor Nebukadnezar.
Dan 1:19 Und der Knig redete mit ihnen, und ward unter allen niemand gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleich wre; und sie wurden des Knigs Diener.
Dan 1:20 Und der Knig fand sie in allen Sachen, die er sie fragte zehnmal klger und verstndiger denn alle Sternseher und Weisen in seinem ganzen Reich.
Dan 1:21 Und Daniel erlebte das erste Jahr des Knig Kores.
Dan 2:1 Im zweiten Jahr des Reiches Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Traum, davon er erschrak, dass er aufwachte.
Dan 2:2 Und er hie alle Seher und Weisen und Zauberer und Chalder zusammenfordern, dass sie dem Knig seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den Knig.
Dan 2:3 Und der Knig sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt; und ich wollte gern wissen, was es fr ein Traum gewesen sei.
Dan 2:4 Da sprachen die Chalder zum Knig auf chaldisch: Der Knig lebe ewiglich! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.
Dan 2:5 Der Knig antwortete und sprach zu den Chaldern: Es ist mir entfallen. Werdet ihr mir den Traum nicht anzeigen und ihn deuten, so sollt ihr in Stcke zerhauen und eure Huser schndlich zerstrt werden.
Dan 2:6 Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und groe Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Traum und seine Deutung.
Dan 2:7 Sie antworteten wiederum und sprachen: Der Knig sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.
Dan 2:8 Der Knig antwortete und sprach: Wahrlich, ich merke es, dass ihr Frist sucht, weil ihr seht, dass mir's entfallen ist.
Dan 2:9 Aber werdet ihr mir nicht den Traum sagen, so geht das Recht ber euch, als die ihr Lgen und Gedichte vor mir zu reden euch vorgenommen habt, bis die Zeit vorbergehe. Darum so sagt mir den Traum, so kann ich merken, dass ihr auch die Deutung trefft.
Dan 2:10 Da antworteten die Chalder vor dem Knig und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen knne, was der Knig fordert. So ist auch kein Knig, wie gro oder mchtig er sei, der solches von irgend einem Sternseher, Weisen oder Chalder fordere.
Dan 2:11 Denn was der Knig fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand, der es vor dem Knig sagen knne, ausgenommen die Gtter, die bei den Menschen nicht wohnen.
Dan 2:12 Da ward der Knig sehr zornig und befahl, alle Weisen zu Babel umzubringen.
Dan 2:13 Und das Urteil ging aus, dass man die Weisen tten sollte; und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, dass man sie ttete.
Dan 2:14 Da erwiderte Daniel klug und verstndig dem Arioch, dem obersten Richter des Knigs, welcher auszog, zu tten die Weisen zu Babel.
Dan 2:15 Und er fing an und sprach zu des Knigs Vogt, Arioch: Warum ist ein so strenges Urteil vom Knig ausgegangan? Und Arioch zeigte es dem Daniel an.
Dan 2:16 Da ging Daniel hinein und bat den Knig, dass er ihm Frist gbe, damit er die Deutung dem Knig sagen mchte.
Dan 2:17 Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja,
Dan 2:18 dass sie den Gott des Himmels um Gnade bten solches verborgenen Dinges halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkmen.
Dan 2:19 Da ward Daniel solch verborgenes Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbart.
Dan 2:20 Darber lobte Daniel den Gott des Himmels, fing an und sprach: Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! denn sein ist beides, Weisheit und Strke.
Dan 2:21 Er ndert Zeit und Stunde; er setzt Knige ab und setzt Knige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verstndigen ihren Verstand;
Dan 2:22 er offenbart, was tief und verborgen ist; er wei, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist eitel Licht.
Dan 2:23 Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Vter, der du mir Weisheit und Strke verleihst und jetzt offenbart hast, darum wir dich gebeten haben; denn du hast uns des Knigs Sache offenbart.
Dan 2:24 Da ging Daniel hinein zu Arioch, der vom Knig Befehl hatte, die Weisen zu Babel umzubringen, und sprach zu ihm also: Du sollst die Weisen zu Babel nicht umbringen, sondern fhre mich hinein zum Knig, ich will dem Knig die Deutung sagen.
Dan 2:25 Arioch brachte Daniel eilends hinein vor den Knig und sprach zu ihm also: Es ist einer gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem Knig die Deutung sagen kann.
Dan 2:26 Der Knig antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltsazar hieen: Bist du, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung anzeigen kann?
Dan 2:27 Daniel fing an vor dem Knig und sprach: Das verborgene Ding, das der Knig fordert von den Weisen, Gelehrten, Sterndeutern und Wahrsagern, steht in ihrem Vermgen nicht, dem Knig zu sagen.
Dan 2:28 Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem Knig Nebukadnezar angezeigt, was in knftigen Zeiten geschehen soll.
Dan 2:29 Mit deinem Traum und deinem Gesichten, da du schliefest, verhielt sich's also: Du, Knig, dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach zugehen wrde; und der, so verborgene Dinge offenbart, hat dir angezeigt, wie es gehen werde.
Dan 2:30 So ist mir solch verborgenes Ding offenbart, nicht durch meine Weisheit, als wre sie grer denn aller, die da leben; sondern darum, dass dem Knig die Deutung angezeigt wrde und du deines Herzens Gedanken erfhrest.
Dan 2:31 Du, Knig, sahst, und siehe, ein groes und hohes und sehr glnzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen.
Dan 2:32 Des Bildes Haupt war von feinem Golde, seine Brust und Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Erz,
Dan 2:33 seine Schenkel waren Eisen, seine Fe waren eines Teils Eisen und eines Teils Ton.
Dan 2:34 Solches sahst du, bis dass ein Stein herabgerissen ward ohne Hnde; der schlug das Bild an seine Fe, die Eisen und Ton waren, und zermalmte sie.
Dan 2:35 Da wurden miteinander zermalmt das Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold und wurden wie eine Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, ward ein groer Berg, dass er die ganze Welt fllte.
Dan 2:36 Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem Knig sagen.
Dan 2:37 Du, Knig, bist ein Knig aller Knige, dem der Gott des Himmels Knigreich, Macht, Strke und Ehre gegeben hat
Dan 2:38 und alles, da Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die Vgel unter dem Himmel in deine Hnde gegeben und dir ber alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt.
Dan 2:39 Nach dir wird ein anderes Knigreich aufkommen, geringer denn deins. Darnach das dritte Knigreich, das ehern ist, welches wird ber alle Lande herrschen.
Dan 2:40 Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn gleichwie Eisen alles zermalmt und zerschlgt, ja, wie Eisen alles zerbricht, also wird es auch diese alle zermalmen und zerbrechen.
Dan 2:41 dass du aber gesehen hast die Fe und Zehen eines Teils Ton und eines Teils Eisen: das wird ein zerteiltes Knigreich sein; doch wird von des Eisens Art darin bleiben, wie du es denn gesehen hast Eisen mit Ton vermengt.
Dan 2:42 Und dass die Zehen an seinen Fen eines Teils Eisen und eines Teils Ton sind: wird's zum Teil ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein.
Dan 2:43 Und dass du gesehen hast Eisen und Ton vermengt: werden sie sich wohl nach Menschengeblt untereinander mengen, aber sie werden doch nicht aneinander halten, gleichwie sich Eisen und Ton nicht mengen lsst.
Dan 2:44 Aber zur Zeit solcher Knigreiche wird der Gott des Himmels ein Knigreich aufrichten, das nimmermehr zerstrt wird; und sein Knigreich wird auf kein ander Volk kommen. Es wird alle diese Knigreiche zermalmen und verstren; aber es selbst wird ewiglich bleiben;
Dan 2:45 wie du denn gesehen hast einen Stein, ohne Hnde vom Berge herabgerissen, der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmte. Also hat der groe Gott dem Knig gezeigt, wie es hernach gehen werde; und der Traum ist gewiss, und die Deutung ist recht.
Dan 2:46 Da fiel der Knig Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete an vor dem Daniel und befahl, man sollt ihm Speisopfer und Ruchopfer tun.
Dan 2:47 Und der Knig antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott ber alle Gtter und ein HErr ber alle Knige, der da kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast knnen offenbaren.
Dan 2:48 Und der Knig erhhte Daniel und gab ihm groe und viele Geschenke und machte ihn zum Frsten ber die ganze Landschaft Babel und setzte ihn zum Obersten ber alle Weisen zu Babel.
Dan 2:49 Und Daniel bat vom Knig, dass er ber die mter der Landschaft Babel setzen mchte Sadrach, Mesach und Abed-Nego; und er, Daniel blieb bei dem Knig am Hofe.
Dan 3:1 Der Knig Nebukadnezar lie ein goldenes Bild machen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit, und lie es setzen ins Tal Dura in der Landschaft Babel.
Dan 3:2 Und der Knig Nebukadnezar sandte nach den Frsten, Herren, Landpflegern, Richtern, Vgten, Rten, Amtleuten und allen Gewaltigen im Lande, dass sie zusammenkommen sollten, das Bild zu weihen, dass der Knig Nebukadnezar hatte setzen lassen.
Dan 3:3 Da kamen zusammen die Frsten, Herren, Landpfleger, Richter, Vgte, Rte, Amtleute und alle Gewaltigen im Lande, das Bild zu weihen, das der Knig Nebukadnezar hatte setzen lassen. Und sie mussten dem Bilde gegenbertreten, das Nebukadnezar hatte setzen lassen.
Dan 3:4 Und der Herold rief berlaut: Das lasst euch gesagt sein, ihr Vlker, Leute und Zungen!
Dan 3:5 Wenn ihr hren werdet den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der Knig Nebukadnezar hat setzen lassen.
Dan 3:6 Wer aber alsdann nicht niederfllt und anbetet, der soll von Stund an in den glhenden Ofen geworfen werden.
Dan 3:7 Da sie nun hrten den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter und allerlei Saitenspiel, fielen nieder alle Vlker, Leute und Zungen und beteten an das goldene Bild, das der Knig Nebukadnezar hatte setzen lassen.
Dan 3:8 Von Stund an traten hinzu etliche chaldische Mnner und verklagten die Juden,
Dan 3:9 fingen an und sprachen zum Knig Nebukadnezar: Der Knig lebe ewiglich!
Dan 3:10 Du hast ein Gebot lassen ausgehen, dass alle Menschen, wenn sie hren wrden den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, sollten sie niederfallen und das goldene Bild anbeten;
Dan 3:11 wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in den glhenden Ofen geworfen werden.
Dan 3:12 Nun sind da jdische Mnner, welche du ber die mter der Landschaft Babel gesetzt hast: Sadrach, Mesach und Abed-Nego; die verachten dein Gebot und ehren deine Gtter nicht und beten nicht an das goldene Bild, das du hast setzen lassen.
Dan 3:13 Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, dass man vor ihn stellte Sadrach, Mesach und Abed-Nego. Und die Mnner wurden vor den Knig gestellt.
Dan 3:14 Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? wollt ihr Sadrach, Mesach, Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldenen Bild nicht anbeten, das ich habe setzen lassen?
Dan 3:15 Wohlan schickt euch! Sobald ihr hren werdet den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr's nicht anbeten, so sollt ihr von Stund an in den glhenden Ofen geworfen werden. Lasst sehen, wer der Gott sei, der euch aus meiner Hand erretten werde!
Dan 3:16 Da fingen an Sadrach, Mesach, Abed-Nego und sprachen zum Knig Nebukadnezar: Es ist nicht not, dass wir darauf antworten.
Dan 3:17 Siehe, unser Gott, den wir ehren, kann uns wohl erretten aus dem glhenden Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten.
Dan 3:18 Und wo er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deine Gtter nicht ehren noch das goldene Bild, das du hast setzen lassen, anbeten wollen.
Dan 3:19 Da ward Nebukadnezar voll Grimms, und sein Angesicht verstellte sich wider Sadrach, Mesach und Abed-Nego, und er befahl man sollte den Ofen siebenmal heier machen, denn man sonst zu tun pflegte.
Dan 3:20 Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, dass sie Sadrach, Mesach und Abed-Nego bnden und in den glhenden Ofen wrfen.
Dan 3:21 Also wurden diese Mnner in ihren Mnteln, Schuhen, Hten und andern Kleidern gebunden und in den glhenden Ofen geworfen;
Dan 3:22 denn des Knigs Gebot musste man eilends tun. Und man schrte das Feuer im Ofen so sehr, dass die Mnner, so den Sadrach, Mesach und Abed-Nego hinaufbrachten, verdarben von des Feuers Flammen.
Dan 3:23 Aber die drei Mnner, Sadrach, Mesach und Abed-Nego fielen hinab in den glhenden Ofen, wie sie gebunden waren.
Dan 3:24 Da entsetzte sich der Knig Nebukadnezar und fuhr auf und sprach zu seinen Rten: Haben wir nicht drei Mnner gebunden in das Feuer lassen werfen? Sie antworteten und sprachen zum Knig: Ja, Herr Knig.
Dan 3:25 Er antwortete und sprach: Sehe ich doch vier Mnner frei im Feuer gehen, und sie sind unversehrt; und der vierte ist gleich, als wre er ein Sohn der Gtter.
Dan 3:26 Und Nebukadnezar trat hinzu vor das Loch des glhenden Ofens und sprach: Sadrach, Mesach, Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Hchsten, geht heraus und kommt her! Da gingen Sadrach, Mesach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer.
Dan 3:27 Und die Frsten, Herren, Vgte und Rte kamen zusammen und sahen, dass das Feuer keine Macht am Leibe dieser Mnner bewiesen hatte und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mntel nicht versehrt waren; ja man konnte keinen Brand an ihnen riechen.
Dan 3:28 Da fing Nebukadnezar an und sprach: Gelobt sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Knigs Gebot nicht gehalten, sondern ihren Leib dargegeben haben, dass sie keinen Gott ehren noch anbeten wollten als allein ihren Gott!
Dan 3:29 So sei nun dies mein Gebot: Welcher unter allen Vlkern, Leuten und Zungen den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos lstert, der soll in Stcke zerhauen und sein Haus schndlich verstrt werden. Denn es ist kein andrer Gott, der also erretten kann, als dieser.
Dan 3:30 Und der Knig gab Sadrach, Mesach und Abed-Nego groe Gewalt in der Landschaft Babel.
Dan 3:31 Knig Nebukadnezar allen Vlkern, Leuten und Zungen auf der ganzen Erde: Viel Friede zuvor!
Dan 3:32 Ich sehe es fr gut an, dass ich verkndige die Zeichen und Wunder, so Gott der Hchste an mir getan hat.
Dan 3:33 Denn seine Zeichen sind gro, und seine Wunder mchtig, und sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft whrt fr und fr.
Dan 4:1 Ich, Nebukadnezar, da ich gute Ruhe hatte in meinem Hause und es wohl stand auf meiner Burg,
Dan 4:2 sah einen Traum und erschrak, und die Gedanken, die ich auf meinem Bett hatte, und das Gesicht, so ich gesehen hatte, betrbten mich.
Dan 4:3 Und ich befahl, dass alle Weisen zu Babel vor mich hereingebracht wrden, dass sie mir sagten, was der Traum bedeutet.
Dan 4:4 Da brachte man herein die Sternseher, Weisen, Chalder und Wahrsager, und ich erzhlte den Traum vor ihnen; aber sie konnten mir nicht sagen, was er bedeutete,
Dan 4:5 bis zuletzt Daniel vor mich kam, welcher Beltsazar heit nach dem Namen meines Gottes, der den Geist der heiligen Gtter hat. Und ich erzhlte vor ihm meinen Traum:
Dan 4:6 Beltsazar, du Oberster unter den Sternsehern, von dem ich wei, dass du den Geist der heiligen Gtter hast und dir nichts verborgen ist, sage, was das Gesicht meines Traumes, das ich gesehen habe, bedeutet.
Dan 4:7 Dies aber ist das Gesicht, das ich gesehen habe auf meinem Bette: Siehe, es stand ein Baum mitten im Lande, der war sehr hoch.
Dan 4:8 Und er wurde gro und mchtig, und seine Hhe reichte bis an den Himmel, und er breitete sich aus bis ans Ende der ganzen Erde.
Dan 4:9 Seine ste waren schn und trugen viel Frchte, davon alles zu essen hatte; alle Tiere auf dem Felde fanden Schatten unter ihm, und die Vgel unter dem Himmel saen auf seinen sten, und alles Fleisch nhrte sich von ihm.
Dan 4:10 Und ich sah ein Gesicht auf meinem Bette, und siehe, ein heiliger Wchter fuhr vom Himmel herab;
Dan 4:11 der rief berlaut und sprach also: Haut den Baum um und behaut ihm die ste und streift ihm das Laub ab und zerstreut seine Frchte, dass die Tiere, so unter ihm liegen, weglaufen und die Vgel von seinen Zweigen fliehen.
Dan 4:12 Doch lasst den Stock mit seinen Wurzeln in der Erde bleiben; er aber soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase und unter dem Tau des Himmels liegen und na werden und soll sich weiden mit den Tieren von den Krutern der Erde.
Dan 4:13 Und das menschliche Herz soll von ihm genommen und ein viehisches Herz ihm gegeben werden, bis dass sieben Zeiten ber ihn um sind.
Dan 4:14 Solches ist im Rat der Wchter beschlossen und im Gesprch der Heiligen beratschlagt, auf dass die Lebendigen erkennen, dass der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will, und erhht die Niedrigen zu denselben.
Dan 4:15 Solchen Traum habe ich, Knig Nebukadnezar, gesehen; du aber Beltsazar, sage mir was er bedeutet. Denn alle Weisen in meinem Knigreiche knnen mir nicht anzeigen, was er bedeute; du aber kannst es wohl, denn der Geist der heiligen Gtter ist bei dir.
Dan 4:16 Da entsetzte sich Daniel, der sonst Beltsazar heit, bei einer Stunde lang und seine Gedanken betrbten ihn. Aber der Knig sprach: Beltsazar, lass dich den Traum und seine Deutung nicht betrben. Beltsazar fing an und sprach: Ach mein Herr, dass der Traum deinen Feinden und seine Deutung deinen Widersachern glte!
Dan 4:17 Der Baum, den du gesehen hast, dass er gro und mchtig ward und seine Hhe an den Himmel reichte und dass er sich ber die Erde breitete
Dan 4:18 und seine ste schn waren und seiner Frchte viel, davon alles zu essen hatte, und die Tiere auf dem Felde unter ihm wohnten und die Vgel des Himmels auf seinen sten saen:
Dan 4:19 das bist du, Knig, der du so gro und mchtig geworden; denn deine Macht ist gro und reicht an den Himmel, und deine Gewalt langt bis an der Welt Ende.
Dan 4:20 dass aber der Knig einen heiligen Wchter gesehen hat vom Himmel herabfahren und sagen: Haut den Baum um und verderbt ihn; doch den Stock mit seinen Wurzeln lasst in der Erde bleiben; er aber soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen und unter dem Tau des Himmels liegen und na werden und sich mit den Tieren auf dem Felde weiden, bis ber ihn sieben Zeiten um sind,
Dan 4:21 das ist die Deutung, Herr Knig, und solcher Rat des Hchsten geht ber meinen Herrn Knig:
Dan 4:22 Man wird dich von den Leuten stoen, und du musst bei den Tieren auf dem Felde bleiben, und man wird dich Gras essen lassen wie die Ochsen, und wirst unter dem Tau des Himmels liegen und na werden, bis ber dir sieben Zeiten um sind, auf dass du erkennst, dass der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will.
Dan 4:23 dass aber gesagt ist, man solle dennoch den Stock des Baumes mit seinen Wurzeln bleiben lassen: dein Knigreich soll dir bleiben, wenn du erkannt hast die Gewalt im Himmel.
Dan 4:24 Darum, Herr Knig, lass dir meinen Rat gefallen und mache dich los von deinen Snden durch Gerechtigkeit und ledig von deiner Missetat durch Wohltat an den Armen, so wird dein Glck lange whren.
Dan 4:25 Dies alles widerfuhr dem Knig Nebukadnezar.
Dan 4:26 Denn nach zwlf Monaten, da der Knig auf der kniglichen Burg zu Babel ging,
Dan 4:27 hob er an und sprach: Das ist die groe Babel, die ich erbaut habe zum kniglichen Hause durch meine groe Macht, zu Ehren meiner Herrlichkeit.
Dan 4:28 Ehe der Knig diese Worte ausgeredet hatte, fiel eine Stimme von Himmel: Dir, Knig Nebukadnezar, wird gesagt: dein Knigreich soll dir genommen werden;
Dan 4:29 und man wird dich von den Leuten verstoen, und sollst bei den Tieren, so auf dem Felde gehen, bleiben; Gras wird man dich essen lassen wie Ochsen, bis ber dir sieben Zeiten um sind, auf dass du erkennst, dass der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will.
Dan 4:30 Von Stund an ward das Wort vollbracht ber Nebukadnezar, und er ward verstoen von den Leuten hinweg, und er a Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unter dem Tau des Himmels, und er ward na, bis sein Haar wuchs so gro wie Adlersfedern und seine Ngel wie Vogelsklauen wurden.
Dan 4:31 Nach dieser Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen auf gen Himmel und kam wieder zur Vernunft und lobte den Hchsten. Ich pries und ehrte den, der ewiglich lebt, des Gewalt ewig ist und des Reich fr und fr whrt,
Dan 4:32 gegen welchen alle, so auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen sind. Er macht's, wie er will, mit den Krften im Himmel und mit denen, so auf Erden wohnen; und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm sagen: Was machst du?
Dan 4:33 Zur selben Zeit kam ich wieder zur Vernunft, auch zu meinen kniglichen Ehren, zu meiner Herrlichkeit und zu meiner Gestalt. Und meine Rte und Gewaltigen suchten mich, und ich ward wieder in mein Knigreich gesetzt; und ich berkam noch grere Herrlichkeit.
Dan 4:34 Darum lobe ich, Nebukadnezar, und ehre und preise den Knig des Himmels; denn all sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz ist, den kann er demtigen.
Dan 5:1 Knig Belsazer machte ein herrliches Mahl seinen tausend Gewaltigen und soff sich voll mit ihnen.
Dan 5:2 Und da er trunken war, hie er die goldenen und silbernen Gefe herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, dass der Knig mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und mit seinen Kebsweibern daraus trnken.
Dan 5:3 Also wurden hergebracht die goldenen Gefe, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, genommen waren; und der Knig, seine Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus.
Dan 5:4 Und da sie so soffen, lobten sie die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hlzernen und steinernen Gtter.
Dan 5:5 Eben zu derselben Stunde gingen hervor Finger wie einer Menschenhand, die schrieben, gegenber dem Leuchter, auf die getnchte Wand in dem kniglichen Saal; und der Knig ward gewahr der Hand, die da schrieb.
Dan 5:6 Da entfrbte sich der Knig, und seine Gedanken erschreckten ihn, dass ihm die Lenden schtterten und die Beine zitterten.
Dan 5:7 Und der Knig rief berlaut, dass man die Weisen, Chalder und Wahrsager hereinbringen sollte. Und er lie den Weisen zu Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift liest und sagen kann, was sie bedeute, der soll in Purpur gekleidet werden und eine goldene Kette am Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Knigreiche.
Dan 5:8 Da wurden alle Weisen des Knigs hereingebracht; aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem Knig anzeigen.
Dan 5:9 Darber erschrak der Knig Belsazer noch hrter und verlor ganz seine Farbe; und seinen Gewaltigen ward bange.
Dan 5:10 Da ging die Knigin um solcher Sache des Knigs und seiner Gewaltigen willen hinein in den Saal und sprach: Der Knig lebe ewiglich! Lass dich deine Gedanken nicht so erschrecken und entfrbe dich nicht also!
Dan 5:11 Es ist ein Mann in deinem Knigreich, der den Geist der heiligen Gtter hat. Denn zu deines Vaters Zeit ward bei ihm Erleuchtung gefunden, Klugheit und Weisheit, wie der Gtter Weisheit ist; und dein Vater, Knig Nebukadnezar, setzte ihn ber die Sternseher, Weisen, Chalder und Wahrsager,
Dan 5:12 darum dass ein hoher Geist bei ihm gefunden ward, dazu Verstand und Klugheit, Trume zu deuten, dunkle Sprche zu erraten und verborgene Sachen zu offenbaren: nmlich Daniel, den der Knig lie Beltsazar nennen. So rufe man nun Daniel; der wird sagen, was es bedeutet.
Dan 5:13 Da ward Daniel hinein vor den Knig gebracht. Und der Knig sprach zu Daniel: Bist du der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der Knig, mein Vater aus Juda hergebracht hat?
Dan 5:14 Ich habe von dir hren sagen, dass du den Geist der Gtter hast und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bei dir gefunden sei.
Dan 5:15 Nun habe ich vor mich fordern lassen die Klugen und Weisen, dass sie mir diese Schrift lesen und anzeigen sollen, was sie bedeutet: und sie knnen mir nicht sagen, was solches bedeutet.
Dan 5:16 Von dir aber hre ich, dass du knnest Deutungen geben und das Verborgene offenbaren. Kannst du nun die Schrift lesen und mir anzeigen, was sie bedeutet, so sollst du mit Purpur gekleidet werden und eine golden Kette an deinem Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Knigreiche.
Dan 5:17 Da fing Daniel an und redete vor dem Knig: Behalte deine Gaben selbst und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift dem Knig lesen und anzeigen, was sie bedeutet.
Dan 5:18 Herr Knig, Gott der Hchste hat deinem Vater, Nebukadnezar, Knigreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben.
Dan 5:19 Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, frchteten sich vor ihm alle Vlker, Leute und Zungen. Er ttete wen er wollte; er lie leben, wen er wollte; er erhhte, wen er wollte; er demtigt, wen er wollte.
Dan 5:20 Da sich aber sein Herz erhob und er stolz und hochmtig ward, ward er vom kniglichen Stuhl gestoen und verlor seine Ehre
Dan 5:21 und ward verstoen von den Leuten hinweg, und sein Herz ward gleich den Tieren, und er musste bei dem Wild laufen und fra Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unterm Tau des Himmels, und er ward na, bis dass er lernte, dass Gott der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will.
Dan 5:22 Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemtigt, ob du wohl solches alles weit,
Dan 5:23 sondern hast dich wider den HErrn des Himmels erhoben, und die Gefe seines Hauses hat man vor dich bringen mssen, und du, deine Gewaltigen, deine Weiber und deine Kebsweiber habt daraus getrunken, dazu die silbernen, goldenen, ehernen, eisernen, hlzernen und steinernen Gtter gelobt, die weder sehen noch hren noch fhlen; den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht geehrt.
Dan 5:24 Darum ist von ihm gesandt diese Hand und diese Schrift, die da verzeichnet steht.
Dan 5:25 Das aber ist die Schrift, allda verzeichnet: Mene, mene, Tekel, U-pharsin.
Dan 5:26 Und sie bedeutet dies: Mene, das ist Gott hat dein Knigreich gezhlt und vollendet.
Dan 5:27 Tekel, das ist: man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht gefunden.
Dan 5:28 Peres, das ist: dein Knigreich ist zerteilt und den Medern und Persern gegeben.
Dan 5:29 Da befahl Belsazer, dass man Daniel mit Purpur kleiden sollte und ihm eine goldene Kette an den Hals geben, und lie ihm verkndigen, dass er der dritte Herr sei im Knigreich.
Dan 5:30 Aber in derselben Nacht ward der Chalder Knig Belsazer gettet.
Dan 6:1 Und Darius aus Medien nahm das Reich ein, da er zweiundsechzig Jahre alt war.
Dan 6:2 Und Darius sah es fr gut an, dass er ber das ganze Knigreich setzte hundertzwanzig Landvgte.
Dan 6:3 ber diese setzte er drei Frsten, deren einer Daniel war, welchen die Landvgte sollten Rechnung tun, dass der Knig keinen Schaden litte.
Dan 6:4 Daniel aber bertraf die Frsten und Landvgte alle, denn es war ein hoher Geist in ihm; darum gedachte der Knig, ihn ber das ganze Knigreich zu setzen.
Dan 6:5 Derhalben trachteten die Frsten und Landvgte darnach, wie sie eine Sache an Daniel fnden, die wider das Knigreich wre. Aber sie konnten keine Sache noch beltat finden; denn er war treu, dass man ihm keine Schuld noch beltat an ihm finden mochte.
Dan 6:6 Da sprachen die Mnner: Wir werden keine Sache an Daniel finden auer seinem Gottesdienst.
Dan 6:7 Da kamen die Frsten und Landvgte zuhauf vor den Knig und sprachen zu ihm also: Der Knig Darius lebe ewiglich!
Dan 6:8 Es haben die Frsten des Knigreichs, die Herren, die Landvgte, die Rte und Hauptleute alle Gedacht, dass man einen kniglichen Befehl soll ausgehen lassen und ein strenges Gebot stellen, dass, wer in dreiig Tagen etwas bitten wird von irgend einem Gott oder Menschen auer dir, Knig, allein, solle zu den Lwen in den Graben geworfen werden.
Dan 6:9 Darum, lieber Knig, sollst du solch Gebot besttigen und dich unterschreiben, auf dass es nicht gendert werde, nach dem Rechte der Meder und Perser, welches niemand aufheben darf.
Dan 6:10 Also unterschrieb sich der Knig Darius.
Dan 6:11 Als nun Daniel erfuhr, dass solch Gebot unterschrieben wre, ging er hinein in sein Haus (er hatte aber an seinem Sller offene Fenster gegen Jerusalem); und er fiel des Tages dreimal auf seine Kniee, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er denn bisher zu tun pflegte.
Dan 6:12 Da kamen diese Mnner zuhauf und fanden Daniel beten und flehen vor seinem Gott.
Dan 6:13 Und traten hinzu und redeten mit dem Knig von dem kniglichen Gebot: Herr Knig, hast du nicht ein Gebot unterschrieben, dass, wer in dreiig Tagen etwas bitten wrde von irgend einem Gott oder Menschen auer dir, Knig, allein, solle zu den Lwen in den Graben geworfen werden? Der Knig antwortete und sprach: Es ist wahr, und das Recht der Meder und Perser soll niemand aufheben.
Dan 6:14 Sie antworteten und sprachen vor dem Knig: Daniel, der Gefangenen aus Juda einer, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du verzeichnet hast; denn er betet des Tages dreimal.
Dan 6:15 Da der Knig solches hrte, ward er sehr betrbt und tat groen Flei, dass er Daniel erlste, und mhte sich bis die Sonne unterging, dass er ihn errettete.
Dan 6:16 Aber die Mnner kamen zuhauf zu dem Knig und sprachen zu ihm: Du weit, Herr Knig, dass der Meder und Perser Recht ist, dass alle Gebote und Befehle, so der Knig beschlossen hat, sollen unverndert bleiben.
Dan 6:17 Da befahl der Knig, dass man Daniel herbrchte; und sie warfen ihn zu den Lwen in den Graben. Der Knig aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der helfe dir!
Dan 6:18 Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Tr am Graben; den versiegelte der Knig mit seinem eigenen Ring und mit dem Ring der Gewaltigen, auf dass nichts anderes mit Daniel geschhe.
Dan 6:19 Und der Knig ging weg in seine Burg und blieb ungegessen und lie auch kein Essen vor sich bringen, konnte auch nicht schlafen.
Dan 6:20 Des Morgens frh, da der Tag anbrach, stand der Knig auf und ging eilend zum Graben, da die Lwen waren.
Dan 6:21 Und als er zum Graben kam rief er Daniel mit klglicher Stimme. Und der Knig sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich auch dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, knnen vor den Lwen erlsen?
Dan 6:22 Daniel aber redete mit dem Knig: Der Knig lebe ewiglich!
Dan 6:23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Lwen den Rachen zugehalten hat, dass sie mir kein Leid getan haben; denn vor ihm bin ich unschuldig erfunden; so habe ich auch wider dich, Herr Knig, nichts getan.
Dan 6:24 Da ward der Knig sehr froh und hie Daniel aus dem Graben ziehen. Und sie zogen Daniel aus dem Graben, und man sprte keinen Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
Dan 6:25 Da hie er die Mnner, so Daniel verklagt hatten, herbringen und zu den Lwen in den Graben werfen samt ihren Weibern und Kindern. Und ehe sie auf den Boden hinabkamen, ergriffen sie die Lwen und zermalmten alle ihre Gebeine.
Dan 6:26 Da lie der Knig Darius schreiben allen Vlkern, Leuten und Zungen auf der ganzen Erde: Viel Friede zuvor!
Dan 6:27 Das ist mein Befehl, dass man in der ganzen Herrschaft meines Knigreiches den Gott Daniels frchten und scheuen soll. Denn er ist der lebendige Gott, der ewiglich bleibt, und sein Knigreich ist unvergnglich, und seine Herrschaft hat kein Ende.
Dan 6:28 Er ist ein Erlser und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden. Der hat Daniel von den Lwen erlst.
Dan 6:29 Und Daniel ward gewaltig im Knigreich des Darius und auch im Knigreich des Kores, des Persers.
Dan 7:1 Im ersten Jahr Belsazers, des Knigs zu Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf und verfasste ihn also:
Dan 7:2 Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel strmten widereinander auf dem groen Meer.
Dan 7:3 Und vier groe Tiere stiegen heraus aus dem Meer, ein jedes anders denn das andere.
Dan 7:4 Das erste wie ein Lwe und hatte Flgel wie ein Adler. Ich sah zu, bis dass ihm die Flgel ausgerauft wurden; und es ward von der Erde aufgehoben, und es stand auf zwei Fen wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich Herz gegeben.
Dan 7:5 Und siehe, das andere Tier hernach war gleich einem Bren und stand auf der einen Seite und hatte in seinem Maul unter seinen Zhnen drei groe, lange Zhne. Und man sprach zu ihm: Stehe auf und friss viel Fleisch!
Dan 7:6 Nach diesem sah ich, und siehe, ein anderes Tier, gleich einem Parder, das hatte vier Flgel wie ein Vogel auf seinem Rcken, und das Tier hatte vier Kpfe; und ihm ward Gewalt gegeben.
Dan 7:7 Nach diesem sah ich in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, das vierte Tier war greulich und schrecklich und sehr stark und hatte groe eiserne Zhne, fra um sich und zermalmte, und das brige zertrat's mit seinen Fen; es war auch viel anders denn die vorigen und hatte zehn Hrner.
Dan 7:8 Da ich aber die Hrner schaute, siehe, da brach hervor zwischen ihnen ein anderes kleines Horn, vor welchen der vorigen Hrner drei ausgerissen wurden; und siehe, dasselbe Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete groe Dinge.
Dan 7:9 Solches sah ich, bis dass Sthle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich. Des Kleid war schneewei, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und dessen Rder brannten mit Feuer.
Dan 7:10 Und von ihm her ging ein langer feuriger Strahl. Tausend mal tausend dienten ihm, und zehntausend mal zehntausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bcher wurden aufgetan.
Dan 7:11 Ich sah zu um der groen Reden willen, so das Horn redete; ich sah zu bis das Tier gettet ward und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen ward
Dan 7:12 und der anderen Tiere Gewalt auch aus war; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lange ein jegliches whren sollte.
Dan 7:13 Ich sah in diesem Gesicht des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht.
Dan 7:14 Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, dass ihm alle Vlker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergeht, und sein Knigreich hat kein Ende.
Dan 7:15 Ich, Daniel, entsetzte mich davor, und solches Gesicht erschreckte mich.
Dan 7:16 Und ich ging zu der einem, die dastanden, und bat ihn, dass er mir von dem allem gewissen Bericht gbe. Und er redete mit mir und zeigte mir, was es bedeutete.
Dan 7:17 Diese vier groen Tiere sind vier Reiche, so auf Erden kommen werden.
Dan 7:18 Aber die Heiligen des Hchsten werden das Reich einnehmen und werden's immer und ewiglich besitzen.
Dan 7:19 Darnach htte ich gern gewusst gewissen Bericht von dem vierten Tier, welches gar anders war denn die anderen alle, sehr greulich, das eiserne Zhne und eherne Klauen hatte, das um sich fra und zermalmte und das brige mit seinen Fen zertrat;
Dan 7:20 und von den zehn Hrnern auf seinem Haupt und von dem andern, das hervorbrach, vor welchem drei abfielen; und das Horn hatte Augen und ein Maul, das groe Dinge redete, und war grer, denn die neben ihm waren.
Dan 7:21 Und ich sah das Horn streiten wider die Heiligen, und es behielt den Sieg wider sie,
Dan 7:22 bis der Alte kam und Gericht hielt fr die Heiligen des Hchsten, und die Zeit kam, dass die Heiligen das Reich einnahmen.
Dan 7:23 Er sprach also: Das vierte Tier wird das vierte Reich auf Erden sein, welches wird gar anders sein denn alle Reiche; es wird alle Lande fressen, zertreten und zermalmen.
Dan 7:24 Die Zehn Hrner bedeuten zehn Knige, so aus dem Reich entstehen werden. Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird gar anders sein denn die vorigen und wird drei Knige demtigen.
Dan 7:25 Er wird den Hchsten Lstern und die Heiligen des Hchsten verstren und wird sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu ndern. Sie werden aber in sein Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
Dan 7:26 Darnach wird das Gericht gehalten werden; da wird dann seine Gewalt weggenommen werden, dass er zu Grund vertilgt und umgebracht werde.
Dan 7:27 Aber das Reich, Gewalt und Macht unter dem ganzen Himmel wird dem heiligen Volk des Hchsten gegeben werden, des Reich ewig ist, und alle Gewalt wird ihm dienen und gehorchen.
Dan 7:28 Das war der Rede Ende. Aber ich, Daniel, ward sehr betrbt in meinen Gedanken, und meine Gestalt verfiel; doch behielt ich die Rede in meinem Herzen.
Dan 8:1 Im dritten Jahr des Knigreichs des Knigs Belsazer erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach dem, so mir zuerst erschienen war.
Dan 8:2 Ich war aber in solchem Gesicht zu Schloss Susan im Lande Elam, am Wasser Ulai.
Dan 8:3 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, ein Widder stand vor dem Wasser, der hatte zwei hohe Hrner, doch eins hher denn das andere, und das hchste wuchs am letzten.
Dan 8:4 Ich sah, dass der Widder mit den Hrnern stie gegen Abend, gegen Mitternacht und gegen Mittag; und kein Tier konnte vor ihm bestehen noch von seiner Hand errettet werden, sondern er tat, was er wollte, und ward gro.
Dan 8:5 Und indem ich darauf merkte, siehe, da kommt ein Ziegenbock vom Abend her ber die ganze Erde, dass er die Erde nicht berhrte; und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.
Dan 8:6 Und er kam bis zu dem Widder der zwei Hrner hatte, den ich stehen sah vor dem Wasser, und er lief in seinem Zorn gewaltig auf ihn zu.
Dan 8:7 Und ich sah ihm zu, dass er hart an den Widder kam, und er ergrimmte ber ihn und stie den Widder und zerbrach ihm seine zwei Hrner. Und der Widder hatte keine Kraft, dass er vor ihm htte knnen bestehen; sondern er warf ihn zu Boden und zertrat ihn und niemand konnte den Widder von seiner Hand erretten.
Dan 8:8 Und der Ziegenbock ward sehr gro. Und da er am strksten geworden war, zerbrach das groe Horn, und wuchsen ihm an seiner Statt vier ansehnliche gegen die vier Winde des Himmels.
Dan 8:9 Und aus einem wuchs ein kleines Horn; das ward sehr gro gegen Mittag, gegen Morgen und gegen das werte Land.
Dan 8:10 Und es wuchs bis an des Himmels Heer und warf etliche davon und von den Sternen zur Erde und zertrat sie.
Dan 8:11 Ja es wuchs bis an den Frsten des Heeres und nahm von ihm weg das tgliche Opfer und verwstete die Wohnung seines Heiligtums.
Dan 8:12 Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tgliche Opfer um der Snde willen, dass es die Wahrheit zu Boden schlge und, was es tat, ihm gelingen musste.
Dan 8:13 Ich hrte aber einen Heiligen reden; und ein Heiliger sprach zu dem, der da redete: Wie lange soll doch whren solch Gesicht vom tglichen Opfer und von der Snde, um welcher willen diese Verwstung geschieht, dass beide, das Heiligtum und das Heer zertreten werden?
Dan 8:14 Und er antwortete mir: Bis zweitausend dreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.
Dan 8:15 Und da ich, Daniel, solch Gesicht sah und htte es gern verstanden, siehe, da stand's vor mir wie ein Mann.
Dan 8:16 Und ich hrte mitten vom Ulai her einen mit Menschenstimme rufen und sprechen: Gabriel, lege diesem das Gesicht aus, dass er's verstehe!
Dan 8:17 Und er trat nahe zu mir. Ich erschrak aber, da er kam, und fiel auf mein Angesicht. Er aber sprach zu mir: Merke auf, du Menschenkind! denn dies Gesicht gehrt in die Zeit des Endes.
Dan 8:18 Und da er mit mir redete, sank ich in eine Ohnmacht zur Erde auf mein Angesicht. Er aber rhrte mich an und richtete mich auf, dass ich stand.
Dan 8:19 Und er sprach: Siehe, ich will dir zeigen, wie es gehen wird zur Zeit des letzten Zorns; denn das Ende hat seine bestimmte Zeit.
Dan 8:20 Der Widder mit den zwei Hrnern, den du gesehen hast, sind die Knige in Medien und Persien.
Dan 8:21 Der Ziegenbock aber ist der Knig in Griechenland. Das Horn zwischen seinen Augen ist der erste Knig.
Dan 8:22 dass aber vier an seiner Statt standen, da es zerbrochen war, bedeutet, dass vier Knigreiche aus dem Volk entstehen werden, aber nicht so mchtig, wie er war.
Dan 8:23 In der letzten Zeit ihres Knigreiches, wenn die bertreter berhandnehmen, wird aufkommen ein frecher und tckischer Knig.
Dan 8:24 Der wird mchtig sein, doch nicht durch seine Kraft; er wird greulich verwsten, und es wird ihm gelingen, dass er's ausrichte. Er wird die Starken samt dem heiligen Volk verstren.
Dan 8:25 Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Frsten allen Frsten; aber er wird ohne Hand zerbrochen werden.
Dan 8:26 Dies Gesicht vom Abend und Morgen das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin.
Dan 8:27 Und ich, Daniel, ward schwach und lag etliche Tage krank. Darnach stand ich auf und richtete aus des Knigs Geschft. Und verwunderte mich des Gesichts; und war niemand da, der mir's auslegte.
Dan 9:1 Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros, aus der Meder Stamm, der ber das Knigreich der Chalder Knig ward,
Dan 9:2 in diesem ersten Jahr seines Knigreiches merkte ich, Daniel, in den Bchern auf die Zahl der Jahre, davon der HErr geredet hatte zum Propheten Jeremia, dass Jerusalem sollte siebzig Jahre wst liegen.
Dan 9:3 Und ich kehrte mich zu Gott dem HErrn, zu beten und zu flehen mit Fasten im Sack und in der Asche.
Dan 9:4 Ich betete aber zu dem HErrn, meinem Gott, bekannte und sprach: Ach lieber HErr, du groer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade hltst denen, die dich lieben und deine Gebote halten:
Dan 9:5 wir haben gesndigt, unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrnnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten gewichen.
Dan 9:6 Wir gehorchten nicht deinen Knechten, den Propheten, die in deinem Namen unsren Knigen, Frsten, Vtern und allem Volk im Lande predigten.
Dan 9:7 Du, HErr, bist gerecht, wir aber mssen uns schmen; wie es denn jetzt geht denen von Juda und denen von Jerusalem und dem ganzen Israel, denen, die nahe und fern sind in allen Landen, dahin du sie verstoen hast um ihrer Missetat willen, die sie an dir begangen haben.
Dan 9:8 Ja, HErr, wir, unsre Knige, unsre Frsten und unsre Vter mssen uns schmen, dass wir uns an dir versndigt haben.
Dan 9:9 Dein aber, HErr, unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind abtrnnig geworden
Dan 9:10 und gehorchten nicht der Stimme des HErrn, unsres Gottes, dass wir gewandelt htten in seinem Gesetz, welches er uns vorlegte durch seine Knechte, die Propheten;
Dan 9:11 sondern das ganze Israel bertrat dein Gesetz, und sie wichen ab, dass sie deiner Stimme nicht gehorchten. Darum trifft uns auch der Fluch und Schwur, der geschrieben steht im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, weil wir an ihm gesndigt haben.
Dan 9:12 Und er hat seine Worte gehalten, die er geredet hat wider uns und unsre Richter, die uns richten sollten, dass er so groes Unglck ber uns hat gehen lassen, dass desgleichen unter dem ganzen Himmel nicht geschehen ist, wie ber Jerusalem geschehen ist.
Dan 9:13 Gleichwie es geschrieben steht im Gesetz Moses, so ist all dies groe Unglck ber uns gegangen. So beteten wir auch nicht vor dem HErrn, unsrem Gott, dass wir uns von den Snden bekehrten und auf deine Wahrheit achteten.
Dan 9:14 Darum ist der HErr auch wach gewesen mit diesem Unglck und hat's ber uns gehen lassen. Denn der HErr, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut; denn wir gehorchten seiner Stimme nicht.
Dan 9:15 Und nun, HErr, unser Gott, der du dein Volk aus gyptenland gefhrt hast mit starker Hand und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesndigt und sind leider gottlos gewesen.
Dan 9:16 Ach HErr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge. Denn um unsrer Snden willen und um unsrer Vter Missetat willen trgt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her sind.
Dan 9:17 Und nun, unser Gott, hre das Gebet deines Knechtes und sein Flehen, und siehe gndig an dein Heiligtum, das verstrt ist, um des HErrn willen.
Dan 9:18 Neige dein Ohr, mein Gott, und hre, tue deine Augen auf und sieh, wie wir verstrt sind und die ganze Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unsrem Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine groe Barmherzigkeit.
Dan 9:19 Ach HErr, hre, ach HErr, sei gndig, ach HErr, merke auf und tue es, und verzieh nicht um deiner selbst willen, mein Gott! denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.
Dan 9:20 Als ich noch so redete und betete und meine und meines Volks Israel Snde bekannte und lag mit meinem Gebet vor dem HErrn, meinem Gott, um den heiligen Berg meines Gottes,
Dan 9:21 eben da ich so redete in meinem Gebet, flog daher der Mann Gabriel, den ich zuvor gesehen hatte im Gesicht, und rhrte mich an um die Zeit des Abendopfers.
Dan 9:22 Und er unterrichtete mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, dich zu unterrichten.
Dan 9:23 Den da du anfingst zu beten, ging dieser Befehl aus, und ich komme darum, dass ich dir's anzeige; denn du bist lieb und wert. So merke nun darauf, dass du das Gesicht verstehest.
Dan 9:24 Siebzig Wochen sind bestimmt ber dein Volk und ber die heilige Stadt, so wird dem bertreten gewehrt und die Snde abgetan und die Missetat vershnt und die ewige Gerechtigkeit gebracht und die Gesichte und Weissagung versiegelt und ein Hochheiliges gesalbt werden.
Dan 9:25 So wisse nun und merke: von der Zeit an, da ausgeht der Befehl, dass Jerusalem soll wieder gebaut werden, bis auf den Gesalbten, den Frsten, sind sieben Wochen; und zweiundsechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gebaut werden, wiewohl in kmmerlicher Zeit.
Dan 9:26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Frsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstren, dass es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wst bleiben.
Dan 9:27 Er wird aber vielen den Bund strken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhren. Und bei den Flgeln werden stehen Greuel der Verwstung, bis das Verderben, welches beschlossen ist, sich ber die Verwstung ergieen wird.
Dan 10:1 Im dritten Jahr des Knigs Kores aus Persien ward dem Daniel, der Beltsazar heit, etwas offenbart, das gewiss ist und von groen Sachen; und er merkte darauf und verstand das Gesicht wohl.
Dan 10:2 Zur selben Zeit war ich, Daniel, traurig drei Wochen lang.
Dan 10:3 Ich a keine leckere Speise, Fleisch und Wein kam nicht in meinen Mund, und salbte mich auch nie, bis die drei Wochen um waren.
Dan 10:4 Und am vierundzwanzigsten Tage des Monats war ich bei dem groen Wasser Hiddekkel
Dan 10:5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann in Leinwand und hatte einen goldenen Grtel um seine Lenden.
Dan 10:6 Sein Leib war wie Trkis, sein Antlitz wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Fe wie helles, glattes Erz, und seine Rede war wie ein groes Getn.
Dan 10:7 Ich, Daniel, aber sah solch Gesicht allein, und die Mnner, so bei mir waren, sahen's nicht; doch fiel ein groer Schrecken ber sie, dass sie flohen und sich verkrochen.
Dan 10:8 Und ich blieb allein und sah dies groe Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir, und ich ward sehr entstellt und hatte keine Kraft mehr.
Dan 10:9 Und ich hrte seine Rede; und in dem ich sie hrte, sank ich ohnmchtig auf mein Angesicht zur Erde.
Dan 10:10 Und siehe, eine Hand rhrte mich an und half mir auf die Kniee und auf die Hnde,
Dan 10:11 und er sprach zu mir: Du, lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte.
Dan 10:12 Und er sprach zu mir: Frchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, da du von Herzen begehrtest zu verstehen und dich kasteitest vor deinem Gott, sind deine Worte erhrt; und ich bin gekommen um deinetwillen.
Dan 10:13 Aber der Frst des Knigreiches im Perserland hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, der vornehmsten Frsten einer, kam mir zu Hilfe; da behielt ich den Sieg bei den Knigen in Persien.
Dan 10:14 Nun aber komme ich, dass ich dich unterrichte, wie es deinem Volk hernach gehen wird; denn das Gesicht wird erst nach etlicher Zeit geschehen.
Dan 10:15 Und als er solches mit mir redete, schlug ich mein Angesicht nieder zur Erde und schwieg still.
Dan 10:16 Und siehe, einer, gleich einem Menschen, rhrte meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein HErr, meine Gelenke beben mir ber dem Gesicht, und ich habe keine Kraft mehr;
Dan 10:17 und wie kann der Knecht meines HErrn mit meinem HErrn reden, weil nun keine Kraft mehr in mir ist und ich auch keinen Odem mehr habe?
Dan 10:18 Da rhrte einer, gleich wie ein Mensch gestaltet, mich abermals an und strkte mich
Dan 10:19 und sprach: Frchte dich nicht, du lieber Mann! Friede sei mit dir! Und sei getrost, sei getrost! Und als er mit mir redete, ermannte ich mich und sprach: Mein HErr rede! denn du hast mich gestrkt.
Dan 10:20 Und er sprach: Weit du auch, warum ich zu dir gekommen bin? Jetzt will ich wieder hin und mit dem Frsten in Perserland streiten; aber wenn ich wegziehe, siehe, so wird der Frst von Griechenland kommen.
Dan 10:21 Doch ich will dir anzeigen, was geschrieben ist, was gewiss geschehen wird. Und es ist keiner, der mir hilft wider jene, denn euer Frst Michael,
Dan 11:1 Denn ich stand ihm bei im ersten Jahr des Darius, des Meders, dass ich ihm hlfe und ihn strkte.
Dan 11:2 Und nun will ich dir anzeigen, was gewiss geschehen soll. Siehe, es werden drei Knige in Persien aufstehen; der vierte aber wird den grern Reichtum haben denn alle andern; und wenn er in seinem Reichtum am mchtigsten ist, wird er alles wider das Knigreich in Griechenland erregen.
Dan 11:3 Darnach wird ein mchtiger Knig aufstehen und mit groer Macht herrschen, und was er will, wir er ausrichten.
Dan 11:4 Und wenn er aufs Hchste gekommen ist, wird sein Reich zerbrechen und sich in alle vier Winde des Himmels zerteilen, nicht auf seine Nachkommen, auch nicht mit solcher Macht, wie sie gewesen ist; denn sein Reich wird ausgerottet und Fremden zuteil werden.
Dan 11:5 Und der Knig gegen Mittag, welcher ist seiner Frsten einer, wird mchtig werden; aber gegen ihn wird einer auch mchtig sein und herrschen, dessen Herrschaft wird gro sein.
Dan 11:6 Nach etlichen Jahren aber werden sie sich miteinander befreunden; die Tochter des Knigs gegen Mittag wird kommen zum Knig gegen Mitternacht, Einigkeit zu machen. Aber ihr wird die Macht des Arms nicht bleiben, dazu wird er und sein Arm nicht bestehen bleiben; sondern sie wird bergeben werden samt denen, die sie gebracht haben, und dem, der sie erzeugt hat, und dem, der sie eine Weile mchtig gemacht hat.
Dan 11:7 Es wird aber der Zweige einer von ihrem Stamm aufkommen; der wird kommen mit Heereskraft und dem Knig gegen Mitternacht in seine Feste fallen und wird's ausrichten und siegen.
Dan 11:8 Auch wird er ihre Gtter und Bilder samt den kstlichen Kleinoden, silbernen und goldenen, wegfhren nach gypten und etliche Jahre vor dem Knig gegen Mitternacht wohl stehen bleiben.
Dan 11:9 Und dieser wird ziehen in das Reich des Knigs gegen Mittag, aber wieder in sein Land umkehren.
Dan 11:10 Aber seine Shne werden zornig werden und groe Heere zusammenbringen; und der eine wird kommen und wie eine Flut daherfahren und wiederum Krieg fhren bis vor seine Feste.
Dan 11:11 Da wird der Knig gegen Mittag ergrimmen und ausziehen und mit dem Knig gegen Mitternacht streiten und wird einen solchen groen Haufen zusammenbringen, dass ihm jener Haufe wird in seine Hand gegeben,
Dan 11:12 Und wird den Haufen wegfhren. Des wird sich sein Herz berheben, dass er so viele Tausende darniedergelegt hat; aber damit wird er sein nicht mchtig werden.
Dan 11:13 Denn der Knig gegen Mitternacht wird wiederum einen greren Haufen zusammenbringen, als der vorige war; und nach etlichen Jahren wird er daherziehen mit groer Heereskraft und mit groem Gut.
Dan 11:14 Und zur selben Zeit werden sich viele wider den Knig gegen Mittag setzen; auch werden sich Abtrnnige aus deinem Volk erheben und die Weissagung erfllen, und werden fallen.
Dan 11:15 Also wird der Knig gegen Mitternacht daherziehen und einen Wall aufschtten und eine feste Stadt gewinnen; und die Mittagsheere werden's nicht knnen wehren, und sein bestes Volk wird nicht knnen widerstehen;
Dan 11:16 sondern der an ihn kommt, wird seinen Willen schaffen, und niemand wird ihm widerstehen knnen. Er wird auch in das werte Land kommen und wird's vollenden durch seine Hand.
Dan 11:17 Und wird sein Angesicht richten, dass er mit der Macht seines ganzen Knigreichs komme. Aber er wird sich mit ihm vertragen und wird ihm seine Tochter zum Weibe geben, dass er ihn verderbe; aber es wird ihm nicht geraten und wird nichts daraus werden.
Dan 11:18 Darnach wird er sich kehren wider die Inseln und deren viele gewinnen. Aber ein Frst wird ihn lehren aufhren mit Schmhen, dass er nicht mehr schmhe.
Dan 11:19 Also wird er sich wiederum kehren zu den Festen seines Landes und wird sich stoen und fallen, dass ihn niemand finden wird.
Dan 11:20 Und an seiner Statt wird einer aufkommen, der wird einen Schergen sein herrliches Reich durchziehen lassen; aber nach wenigen Tagen wird er zerbrochen werden, doch weder durch Zorn noch durch Streit.
Dan 11:21 An des Statt wird aufkommen ein Ungeachteter, welchem die Ehre des Knigreichs nicht zugedacht war; der wird mitten im Frieden kommen und das Knigreich mit sen Worten einnehmen.
Dan 11:22 Und die Heere, die wie eine Flut daherfahren, werden von ihm wie mit einer Flut berfallen und zerbrochen werden, dazu auch der Frst, mit dem der Bund gemacht war.
Dan 11:23 Denn nachdem er mit ihm befreundet ist, wird er listig gegen ihn handeln und wird heraufziehen und mit geringem Volk ihn berwltigen,
Dan 11:24 und es wird ihm gelingen, dass er in die besten Stdte des Landes kommen wird; und wird's also ausrichten, wie es weder seine Vter noch seine Voreltern tun konnten, mit Rauben, Plndern und Ausbeuten; und wird nach den allerfestesten Stdten trachten, und das eine Zeitlang.
Dan 11:25 Und er wird seine Macht und sein Herz wider den Knig gegen Mittag erregen mit groer Heereskraft; Da wird der Knig gegen Mittag gereizt werden zum Streit mit einer groen, mchtigen Heereskraft; aber er wird nicht bestehen, denn es werden Verrtereien wider ihn gemacht.
Dan 11:26 Und eben die sein Brot essen, die werden ihn helfen verderben und sein Heer unterdrcken, dass gar viele erschlagen werden.
Dan 11:27 Und beider Knige Herz wird denken, wie sie einander Schaden tun, und werden an einem Tische flschlich miteinander reden. Es wird ihnen aber nicht gelingen; denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmt.
Dan 11:28 Darnach wird er wiederum heimziehen mit groem Gut und sein Herz richten wider den heiligen Bund; da wird er es ausrichten und also heim in sein Land ziehen.
Dan 11:29 Darnach wird er zu gelegener Zeit wieder gegen Mittag ziehen; aber es wird ihm zum andernmal nicht geraten wie zum erstenmal.
Dan 11:30 Denn es werden Schiffe aus Chittim wider ihn kommen, dass er verzagen wird und umkehren muss. Da wird er wider den heiligen Bund ergrimmen und wird's nicht ausrichten; und wird sich umsehen und an sich ziehen, die den heiligen Bund verlassen.
Dan 11:31 Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das tgliche Opfer abtun und einen Greuel der Verwstung aufrichten.
Dan 11:32 Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen, so den Bund bertreten. Aber die vom Volk, so ihren Gott kennen, werden sich ermannen und es ausrichten.
Dan 11:33 Und die Verstndigen im Volk werden viele andere lehren; darber werden sie fallen durch Schwert, Feuer, Gefngnis und Raub eine Zeitlang.
Dan 11:34 Und wenn sie so fallen, wird ihnen eine kleine Hilfe geschehen; aber viele werden sich zu ihnen tun betrglich.
Dan 11:35 Und der Verstndigen werden etliche fallen, auf dass sie bewhrt, rein und lauter werden, bis dass es ein Ende habe; denn es ist noch eine andere Zeit vorhanden.
Dan 11:36 Und der Knig wird tun, was er will, und wird sich erheben und aufwerfen wider alles, was Gott ist; und wider den Gott aller Gtter wird er greulich reden; und es wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sei; denn es muss geschehen, was beschlossen ist.
Dan 11:37 Und die Gtter seiner Vter wird er nicht achten; er wird weder Frauenliebe noch irgend eines Gottes achten; denn er wird sich wider alles aufwerfen.
Dan 11:38 Aber anstatt dessen wird er den Gott der Festungen ehren; denn er wird einen Gott, davon seine Vter nichts gewusst haben, ehren mit Gold, Silber, Edelsteinen und Kleinoden
Dan 11:39 und wird denen, so ihm helfen die Festungen strken mit dem fremden Gott, den er erwhlt hat, groe Ehre tun und sie zu Herren machen ber groe Gter und ihnen das Land zum Lohn austeilen.
Dan 11:40 Und am Ende wird sich der Knig gegen Mittag mit ihm messen; und der Knig gegen Mitternacht wird gegen ihn strmen mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen und wird in die Lnder fallen und verderben und durchziehen
Dan 11:41 und wird in das werte Land fallen, und viele werden umkommen. Diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die Vornehmsten der Kinder Ammon.
Dan 11:42 Und er wird seine Hand ausstrecken nach den Lndern, und gypten wird ihm nicht entrinnen;
Dan 11:43 sondern er wird herrschen ber die goldenen und silbernen Schtze und ber alle Kleinode gyptens; Libyer und Mohren werden in seinem Zuge sein.
Dan 11:44 Es wird ihn aber ein Geschrei erschrecken von Morgen und Mitternacht; und er wird mit groem Grimm ausziehen, willens, viele zu vertilgen und zu verderben.
Dan 11:45 Und er wird den Palast seines Gezeltes aufschlagen zwischen zwei Meeren um den werten heiligen Berg, bis es mit ihm ein Ende werde; und niemand wird ihm helfen.
Dan 12:1 Zur selben Zeit wird der groe Frst Michael, der fr die Kinder deines Volkes steht, sich aufmachen. Denn es wird eine solche trbselige Zeit sein, wie sie nicht gewesen ist, seitdem Leute gewesen sind bis auf diese Zeit. Zur selben Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen.
Dan 12:2 Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande.
Dan 12:3 Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die, so viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
Dan 12:4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle diese Schrift bis auf die Letzte Zeit; so werden viele darberkommen und groen Verstand finden.
Dan 12:5 Und ich, Daniel, sah, und siehe, es standen zwei andere da, einer an diesem Ufer des Wassers, der andere an jenem Ufer.
Dan 12:6 Und er sprach zu dem in leinenen Kleidern, der ber den Wassern des Flusses stand: Wann will's denn ein Ende sein mit solchen Wundern?
Dan 12:7 Und ich hrte zu dem in leinenen Kleidern, der ber den Wassern des Flusses stand; und er hob seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwur bei dem, der ewiglich lebt, dass es eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit whren soll; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volkes ein Ende hat, soll solches alles geschehen.
Dan 12:8 Und ich hrte es; aber ich verstand's nicht und sprach: Mein Herr, was wird darnach werden?
Dan 12:9 Er aber sprach: Gehe hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit.
Dan 12:10 Viele werden gereinigt, gelutert und bewhrt werden; und die Gottlosen werden gottlos Wesen fhren, und die Gottlosen alle werden's nicht achten; aber die Verstndigen werden's achten.
Dan 12:11 Und von der Zeit an, wenn das tgliche Opfer abgetan und ein Greuel; der Verwstung aufgerichtet wird, sind tausend zweihundertundneunzig Tage.
Dan 12:12 Wohl dem, der da wartet und erreicht tausend dreihundert und fnfunddreiig Tage!
Dan 12:13 Du aber, Daniel, gehe hin, bis das Ende komme; und ruhe, dass du aufstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!
Hos 1:1 Dies ist das Wort des HErrn, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn Beeris, zu der Zeit des Usia, Jotham, Ahas und Hiskia, der Knige Judas, und zur Zeit Jerobeams, des Sohnes Joas, des Knigs in Israel.
Hos 1:2 Da der HErr anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Gehe hin und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land luft vom HErrn der Hurerei nach.
Hos 1:3 Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims, die ward schwanger und gebar ihm einen Sohn.
Hos 1:4 Und der HErr sprach zu ihm: Heie ihn Jesreel; denn es ist noch um eine kleine Zeit, so will ich die Blutschulden in Jesreel heimsuchen ber das Haus Jehu und will mit dem Knigreich des Hauses Israel ein Ende machen.
Hos 1:5 Zur selben Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen im Tal Jesreel.
Hos 1:6 Und sie ward abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Heie sie Lo-Ruhama; denn ich will mich nicht mehr ber das Haus Israel erbarmen, dass ich ihnen vergbe.
Hos 1:7 Doch will ich mich erbarmen ber das Haus Juda und will ihnen helfen durch den HErrn, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch Bogen, Schwert, Streit, Rosse oder Reiter.
Hos 1:8 Und da sie hatte Lo-Ruhama entwhnt, ward sie wieder schwanger und gebar einen Sohn.
Hos 1:9 Und er sprach: Heie ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.
Hos 2:1 Es wird aber die Zahl der Kinder in Israel sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zhlen kann. Und es soll geschehen an dem Ort, da man zu ihnen gesagt hat: Ihr seid nicht mein Volk, wird man zu ihnen sagen: O ihr Kinder des lebendigen Gottes!
Hos 2:2 Denn es werden die Kinder Juda und die Kinder Israel zuhauf kommen und werden sich miteinander an ein Haupt halten und aus dem Lande heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein groer Tag sein.
Hos 2:3 Sagt euren Brdern, sie seien mein Volk, und zu eurer Schwester, sie sei in Gnaden.
Hos 2:4 Sprecht das Urteil ber eure Mutter  sie sei nicht mein Weib, und ich will sie nicht haben! , heit sie ihre Hurerei von ihrem Angesichte wegtun und ihre Ehebrecherei von ihren Brsten,
Hos 2:5 auf dass ich sie nicht nackt ausziehe und darstelle, wie sie war, da sie geboren ward, und ich sie nicht mache wie ein drres Land, dass ich sie nicht Durstes sterben lasse
Hos 2:6 und mich ihrer Kinder nicht erbarme, denn sie sind Hurenkinder;
Hos 2:7 denn ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, hlt sich schndlich und spricht: Ich will meinen Buhlen nachlaufen, die mir geben Brot, Wasser, Wolle, Flachs, l und Trinken.
Hos 2:8 Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen vermachen und eine Wand davorziehen, dass sie ihren Steig nicht finden soll;
Hos 2:9 und wenn sie ihren Buhlen nachluft, dass sie dich nicht ergreifen, und wenn sie dich sucht, sie nicht finden knne und sagen msse: Ich will wiederum zu meinem vorigen Mann gehen, da mir besser war, denn mir jetzt ist.
Hos 2:10 Denn sie will nicht wissen, dass ich es sei, der ihr gibt Korn, Most und l und ihr viel Silber und Gold gegeben hat, das sie haben Baal zu Ehren gebraucht.
Hos 2:11 Darum will ich mein Korn und meinen Most wieder nehmen zu seiner Zeit und ihr meine Wolle und meinen Flachs entziehen, damit sie ihre Ble bedeckt.
Hos 2:12 Nun will ich ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen, und niemand soll sie von meiner Hand erretten.
Hos 2:13 Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen.
Hos 2:14 Ich will ihre Weinstcke und Feigenbume wst machen, weil sie sagt: Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen gegeben. Ich will einen Wald daraus machen, dass es die wilden Tiere fressen sollen.
Hos 2:15 Also will ich heimsuchen ber sie die Tage der Baalim, denen sie Ruchopfer tut und schmckt sich mit Stirnspangen und Halsbndern und luft ihren Buhlen nach und vergisst mein, spricht der HErr.
Hos 2:16 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wste fhren und freundlich mit ihr reden.
Hos 2:17 Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus gyptenland zog.
Hos 2:18 Alsdann spricht der HErr, wirst du mich heien mein Mann und mich nicht mehr mein Baal heien.
Hos 2:19 Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, dass man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll.
Hos 2:20 Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vgeln unter dem Himmel und mit dem Gewrm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen.
Hos 2:21 Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit.
Hos 2:22 Ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben und du wirst den HErrn erkennen.
Hos 2:23 Zur selben Zeit, spricht der HErr, will ich erhren, ich will den Himmel erhren und der Himmel soll die Erde erhren,
Hos 2:24 und die Erde soll Korn, Most und l erhren, und diese sollen Jesreel erhren.
Hos 2:25 Und ich will sie mir auf Erden zum Samen behalten und mich erbarmen ber die, so in Ungnaden war, und sagen zu dem, das nicht mein Volk war: Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott.
Hos 3:1 Und der HErr sprach zu mir: Gehe noch einmal hin und buhle um ein buhlerisches und ehebrecherisches Weib, wie denn der HErr um die Kinder Israel buhlt, und sie sich doch zu fremden Gttern kehren und buhlen um eine Kanne Wein.
Hos 3:2 Und ich ward mit ihr eins um fnfzehn Silberlinge und anderthalb Scheffel Gerste
Hos 3:3 und sprach zu ihr: Halt dich als die Meine eine lange Zeit und hure nicht und gehre keinem andern an; denn ich will mich auch als den Deinen halten.
Hos 3:4 Denn die Kinder Israel werden lange Zeit ohne Knig, ohne Frsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligtum bleiben.
Hos 3:5 Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren und den HErrn, ihren Gott, und ihren Knig David suchen und werden mit Zittern zu dem HErrn und seiner Gnade kommen in der letzten Zeit.
Hos 4:1 Hret, ihr Kinder Israel, des HErrn Wort! denn der HErr hat Ursache, zu schelten, die im Lande wohnen; denn es ist keine Treue, keine Liebe, keine Erkenntnis Gottes im Lande;
Hos 4:2 sondern Gotteslstern, Lgen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat berhandgenommen und eine Blutschuld kommt nach der andern.
Hos 4:3 Darum wird das Land jmmerlich stehen, und allen Einwohnern wird's bel gehen; denn es werden auch die Tiere auf dem Felde und die Vgel unter dem Himmel und die Fische im Meer weggerafft werden.
Hos 4:4 Doch man darf nicht schelten noch jemand strafen; denn dein Volk ist wie die, so den Priester schelten.
Hos 4:5 Darum sollst du bei Tage fallen und der Prophet des Nachts neben dir fallen; also will ich deine Mutter zu Grunde richten.
Hos 4:6 Mein Volk ist dahin, darum dass es nicht lernen will. Denn du verwirfst Gottes Wort; darum will ich dich auch verwerfen, dass du nicht mein Priester sein sollst. Du vergisst das Gesetz deines Gottes; darum will ich auch deine Kinder vergessen.
Hos 4:7 Je mehr ihrer wird, je mehr sie wider mich sndigen; darum will ich ihre Ehre zu Schanden machen.
Hos 4:8 Sie fressen die Sndopfer meines Volks und sind begierig nach ihren Snden.
Hos 4:9 Darum soll es dem Volk gleich wie dem Priester gehen; denn ich will ihr Tun heimsuchen und ihnen vergelten, wie sie verdienen,
Hos 4:10 dass sie werden essen, und nicht satt werden, Hurerei treiben und sich nicht ausbreiten, darum dass sie den HErrn verlassen haben und ihn nicht achten.
Hos 4:11 Hurerei, Wein und Most machen toll.
Hos 4:12 Mein Volk fragt sein Holz, und sein Stab soll ihm predigen; denn der Hurerei-Geist verfhrt sie, dass sie wider ihren Gott Hurerei treiben.
Hos 4:13 Oben auf den Bergen opfern sie, und auf den Hgeln ruchern sie, unter den Eichen, Linden und Buchen; denn die haben feinen Schatten. Darum werden eure Tchter auch zu Huren und eure Brute zu Ehebrechrinnen werden.
Hos 4:14 Und ich will's auch nicht wehren, wenn eure Tchter und Brute geschndet werden, weil ihr einen andern Gottesdienst anrichtet mit den Huren und opfert mit den Bbinnen. Denn das trichte Volk will geschlagen sein.
Hos 4:15 Willst du, Israel, ja huren, dass sich doch nur Juda nicht auch verschulde. Geht nicht hin gen Gilgal und kommt nicht hinauf gen Beth-Aven und schwrt nicht: So wahr der HErr lebt!
Hos 4:16 Denn Israel luft wie eine tolle Kuh; so wird sie auch der HErr weiden lassen wie ein Lamm in der Irre.
Hos 4:17 Denn Ephraim hat sich zu den Gtzen gesellt; so lass ihn hinfahren.
Hos 4:18 Sie haben sich in die Schwelgerei und Hurerei gegeben; ihre Herren haben Lust dazu, dass sie Schande anrichten.
Hos 4:19 Der Wind mit seinen Flgeln wird sie zusammen wegtreiben; sie mssen ber ihrem Opfer zu Schanden werden.
Hos 5:1 So hrt nun dies, ihr Priester, und merke auf, du Haus Israel, und nimm zu Ohren, du Haus des Knigs! denn es wird eine Strafe ber euch gehen, die ihr ein Strick zu Mizpa und ein ausgespanntes Netz zu Thabor geworden seid.
Hos 5:2 Mit ihrem Schlachten vertiefen sie sich in ihrem Verlaufen; darum muss ich sie allesamt strafen.
Hos 5:3 Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen, dass Ephraim nun eine Hure und Israel unrein ist.
Hos 5:4 Sie denken nicht daran, dass sie sich kehren zu ihrem Gott; denn sie haben einen Hurengeist in ihrem Herzen, und den HErrn kennen sie nicht.
Hos 5:5 Und die Hoffart Israels zeugt wider sie ins Angesicht. Darum sollen beide, Israel und Ephraim, fallen um ihrer Missetat willen; auch soll Juda samt ihnen fallen.
Hos 5:6 Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den HErrn zu suchen, aber ihn nicht finden; denn er hat sich von ihnen gewandt.
Hos 5:7 Sie verachten den HErrn und zeugen fremde Kinder; darum wird sie auch der Neumond fressen mit ihrem Erbteil.
Hos 5:8 Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja, drommetet zu Rama, ja, ruft zu Beth-Aven: Hinter dir, Benjamin!
Hos 5:9 Denn Ephraim soll zur Wste werden zu der Zeit, wann ich sie strafen werde. Davor habe ich die Stmme Israels treulich gewarnt.
Hos 5:10 Die Frsten Judas sind gleich denen, so die Grenze verrcken; darum will ich meinen Zorn ber sie ausschtten wie Wasser.
Hos 5:11 Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt; daran geschieht ihm recht, denn er hat sich gegeben auf Menschengebot.
Hos 5:12 Ich bin dem Ephraim wie eine Motte und dem Hause Juda wie eine Made.
Hos 5:13 Und da Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunde fhlte, zog Ephraim hin zu Assur und schickte den Knig Jareb; aber er kann euch nicht helfen noch eure Wunde heilen.
Hos 5:14 Denn ich bin dem Ephraim wie ein Lwe und dem Hause Juda wie ein junger Lwe. Ich, ich zerreie sie und gehe davon; ich fhre sie weg, und niemand kann sie retten.
Hos 5:15 Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen bel geht, so werden sie mich suchen und sagen:
Hos 6:1 Kommt, wir wollen wieder zum HErrn; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.
Hos 6:2 Er macht uns lebendig nach zwei Tagen; er wird uns am dritten Tag aufrichten, dass wir vor ihm leben werden.
Hos 6:3 Dann werden wir acht darauf haben und fleiig sein, dass wir den HErrn erkennen. Denn er wird hervorbrechen wie die schne Morgenrte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Sptregen, der das Land feuchtet.
Hos 6:4 Was soll ich dir tun, Ephraim? was soll ich dir tun, Juda? Denn eure Liebe ist wie eine Morgenwolke und wie ein Tau, der frhmorgens vergeht.
Hos 6:5 Darum schlage ich sie durch die Propheten und tte sie durch meines Mundes Rede, dass mein Recht wie das Licht hervorkomme.
Hos 6:6 Denn ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer, und an der Erkenntnis Gottes, und nicht am Brandopfer.
Hos 6:7 Aber sie bertreten den Bund wie Adam; darin verachten sie mich.
Hos 6:8 Denn Gilead ist eine Stadt voll Abgtterei und Blutschulden.
Hos 6:9 Und die Priester samt ihrem Haufen sind wie die Ruber, so da lauern auf die Leute und wrgen auf dem Wege, der gen Sichem geht; denn sie tun, was sie wollen.
Hos 6:10 Ich sehe im Hause Israel, davor mir graut; denn da hurt Ephraim und verunreinigt sich Israel.
Hos 6:11 Aber auch Juda wird noch eine Ernte vor sich haben, wenn ich meines Volks Gefngnis wenden werde.
Hos 7:1 Wenn ich Israel heilen will, so findet sich erst die Snde Ephraims und die Bosheit Samarias, wie sie Lgen treiben und Diebe einsteigen und Ruber drauen plndern;
Hos 7:2 dennoch wollen sie nicht merken, dass ich alle ihre Bosheit merke. Ich sehe aber ihr Wesen wohl, das sie allenthalben treiben.
Hos 7:3 Sie vertrsten den Knig durch ihre Bosheit und die Frsten durch ihre Lgen;
Hos 7:4 und sind allesamt Ehebrecher gleichwie ein Backofen, den der Bcker heizt, wenn er hat ausgeknetet und lsst den Teig durchsuern und aufgehen.
Hos 7:5 Heute ist unsres Knigs Fest sprechen sie, da fangen die Frsten an, vom Wein toll zu werden; so zieht er die Sptter zu sich.
Hos 7:6 Denn ihr Herz ist in heier Andacht wie ein Backofen, wenn sie opfern und die Leute betrgen; ihr Bcker schlft die ganze Nacht, und des Morgens brennt er lichterloh.
Hos 7:7 Allesamt sind sie so heier Andacht wie ein Backofen, also dass ihre Richter aufgefressen werden und alle ihre Knige fallen; und ist keiner unter ihnen, der mich anrufe.
Hos 7:8 Ephraim mengt sich unter die Vlker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet.
Hos 7:9 Fremde fressen seine Kraft, doch will er's nicht merken; er hat auch graue Haare gekriegt, doch will er's nicht merken.
Hos 7:10 Und die Hoffart Israels zeugt wider sie ins Angesicht; dennoch bekehren sie sich nicht zum HErrn, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm in diesem allem.
Hos 7:11 Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. Jetzt rufen sie gypten an, dann laufen sie zu Assur.
Hos 7:12 Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz ber sie werfen und sie herunterholen wie die Vgel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie man predigt in ihrer Versammlung.
Hos 7:13 Weh ihnen, dass sie von mir weichen! Sie mssen verstrt werden; denn sie sind von mir abtrnnig geworden! Ich wollte sie wohl erlsen, wenn sie nicht wider mich Lgen lehrten.
Hos 7:14 So rufen sie mich auch nicht an von Herzen, sondern Heulen auf ihren Lagern. Sie sammeln sich um Korn und Mosts willen und sind mir ungehorsam.
Hos 7:15 Ich lehre sie und strke ihren Arm; aber sie denken Bses von mir.
Hos 7:16 Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein falscher Bogen. Darum werden ihre Frsten durchs Schwert fallen; ihr Drohen soll in gyptenland zum Spott werden.
Hos 8:1 Rufe laut wie eine Posaune: Er kommt ber das Haus des HErrn wie ein Adler, darum dass sie meinen Bund bertreten und von meinem Gesetz abtrnnig werden.
Hos 8:2 Dann werden sie zu mir schreien: Du bist mein Gott; wir, Israel, kennen dich!
Hos 8:3 Israel verwirft das Gute; darum muss sie der Feind verfolgen.
Hos 8:4 Sie machen Knige, aber ohne mich; sie setzen Frsten, und ich darf es nicht wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie Gtzen, dass sie ja bald ausgerottet werden.
Hos 8:5 Dein Kalb, Samaria, verwirft er; mein Zorn ist ber sie ergrimmt. Es kann nicht lange anstehen, sie mssen gestraft werden.
Hos 8:6 Denn das Kalb ist aus Israel hergekommen, und ein Werkmann hat's gemacht, und es kann ja kein Gott sein; darum soll das Kalb Samarias zerpulvert werden.
Hos 8:7 Denn sie sen Wind und werden Ungewitter einernten; ihre Saat soll nicht aufkommen und ihr Gewchs kein Mehl geben; und ob's geben wrde, sollen's doch Fremde fressen.
Hos 8:8 Israel wird aufgefressen; die Heiden gehen mit ihnen um wie mit einem unwerten Gef,
Hos 8:9 darum dass sie hinauf zum Assur laufen wie ein Wild in der Irre. Ephraim schenkt den Buhlern und gibt den Heiden Tribut.
Hos 8:10 Dieselben Heiden will ich nun ber sie sammeln; sie sollen der Last des Knigs der Frsten bald mde werden.
Hos 8:11 Denn Ephraim hat der Altre viel gemacht zu sndigen; so sollen auch die Altre ihm zur Snde geraten.
Hos 8:12 Wenn ich ihm gleich viel tausend Gebote meines Gesetzes schreibe, so wird's geachtet wie eine Fremde Lehre.
Hos 8:13 Ob sie schon viel opfern und Fleisch herbringen und essen's, so hat doch der HErr kein Gefallen an ihnen; sondern er will ihrer Missetat gedenken und ihre Snden heimsuchen; sie sollen wieder nach gypten kommen!
Hos 8:14 Israel vergisst seines Schpfers und baut Palste; so macht Juda viel feste Stdte; aber ich will Feuer in seine Stdte schicken, welches soll seine Huser verzehren.
Hos 9:1 Du darfst dich nicht freuen, Israel, noch rhmen wie die Vlker; denn du hurst wider deinen Gott und suchst damit Hurenlohn, dass alle Tennen voll Getreide werden.
Hos 9:2 Darum sollen dich Tenne und Kelter nicht nhren, und der Most soll dir fehlen.
Hos 9:3 Sie sollen nicht bleiben im Lande des HErrn, sondern Ephraim muss wieder nach gypten und muss in Assyrien Unreines essen,
Hos 9:4 wo sie dem HErrn kein Trankopfer vom Wein noch etwas zu Gefallen tun knnen. Ihr Opfer soll sein wie der Betrbten Brot, an welchem unrein werden alle, die davon essen; denn ihr Brot mssen sie fr sich selbst essen, und es soll nicht in des HErrn Haus gebracht werden.
Hos 9:5 Was wollt ihr alsdann an den Jahrfesten und an den Feiertagen des HErrn tun?
Hos 9:6 Siehe, sie mssen weg vor dem Verstrer. gypten wird sie sammeln, und Moph wird sie begraben. Nesseln werden wachsen, da jetzt ihr liebes Gtzensilber steht, und Dornen in ihren Htten.
Hos 9:7 Die Zeit der Heimsuchung ist gekommen, die Zeit der Vergeltung; des wird Israel innewerden. Die Propheten sind Narren, und die Rottengeister sind wahnsinnig um deiner groen Missetat und um der groen feindseligen Abgtterei willen.
Hos 9:8 Die Wchter in Ephraim hielten sich vormals an meinen Gott; aber nun sind sie Propheten, die Stricke legen auf allen ihren Wegen durch die feindselige Abgtterei im Hause ihres Gottes.
Hos 9:9 Sie verderben's zu tief wie zur Zeit Gibeas; darum wird er ihrer Missetat gedenken und ihre Snden heimsuchen.
Hos 9:10 Ich fand Israel in der Wste wie Trauben und sah eure Vter wie die ersten Feigen am Feigenbaum; aber hernach gingen sie zu Baal-Peor und gelobten sich dem schndlichen Abgott und wurden ja so greulich wie ihre Buhlen.
Hos 9:11 Darum muss die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, dass sie weder gebren noch tragen noch schwanger werden sollen.
Hos 9:12 Und ob sie ihre Kinder gleich erzgen, will ich sie doch ohne Kinder machen, dass keine Leute mehr sein sollen. Auch weh ihnen, wenn ich von ihnen gewichen bin!
Hos 9:13 Ephraim, wie ich es ansehe, ist gepflanzt und hbsch wie Tyrus, muss aber nun seine Kinder herauslassen dem Totschlger.
Hos 9:14 HErr, gib ihnen  was willst du ihnen aber geben , gib ihnen unfruchtbare Leiber und versiegte Brste!
Hos 9:15 Alle ihre Bosheit geschieht zu Gilgal, daselbst bin ich ihnen feind; und ich will sie auch um ihres bsen Wesens willen aus meinem Hause stoen und ihnen nicht mehr Liebe erzeigen; denn alle Ihre Frsten sind Abtrnnige.
Hos 9:16 Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel ist verdorrt, dass sie keine Frucht mehr bringen knnen. Und ob sie gebren wrden, will ich doch die liebe Frucht ihres Leibes tten.
Hos 9:17 Mein Gott wird sie verwerfen, darum dass sie ihn nicht hren wollen; und sie mssen unter den Heiden in der Irre gehen.
Hos 10:1 Israel ist ein ausgebreiteter Weinstock, der seine Frucht trgt. Aber soviel Frchte er hatte, so viel Altre hatte er gemacht; wo das Land am besten war, da stifteten sie die schnsten Bildsulen.
Hos 10:2 Ihr Herz ist zertrennt; nun wird sie ihre Schuld finden. Ihre Altre sollen zerbrochen und ihre Bildsulen sollen zerstrt werden.
Hos 10:3 Alsdann mssen sie sagen: Wir haben keinen Knig, denn wir frchteten den HErrn nicht; was kann uns der Knig nun helfen?
Hos 10:4 Sie reden und schwren vergeblich und machen einen Bund, und solcher Rat grnt auf allen Furchen im Felde wie giftiges Kraut.
Hos 10:5 Die Einwohner zu Samaria sorgen um das Kalb zu Beth-Aven; denn sein Volk trauert darum, und seine Gtzenpfaffen zittern seiner Herrlichkeit halben; denn sie wird von ihnen weggefhrt.
Hos 10:6 Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht zum Geschenke dem Knig Jareb. Also muss Ephraim mit Schanden stehen und Israel schndlich gehen mit seinen Vornehmen.
Hos 10:7 Denn der Knig zu Samaria ist dahin wie ein Schaum auf dem Wasser.
Hos 10:8 Die Hhen zu Aven sind vertilgt, durch die sich Israel versndigte; Disteln und Dornen wachsen auf ihren Altren. Und sie werden sagen: Ihr Berge bedeckt uns! und: Ihr Hgel, fallt ber uns!
Hos 10:9 Israel, du hast seit der Zeit Gibeas gesndigt; dabei sind sie auch geblieben. Aber es soll sie ein Streit, nicht gleich dem zu Gibea, ergreifen, so wider die bsen Leute geschah;
Hos 10:10 sondern ich will sie zchtigen nach meinem Wunsch, dass alle Vlker sollen ber sie versammelt kommen, wenn ich sie werde strafen um ihre zwei Snden.
Hos 10:11 Ephraim ist ein Kalb, gewhnt, dass man es gern drischt. Ich will ihm ber seinen schnen Hals fahren; ich will Ephraim retten, Juda soll pflgen und Jakob eggen.
Hos 10:12 Darum set euch Gerechtigkeit und erntet Liebe; pflget ein Neues, weil es Zeit ist, den HErrn zu suchen, bis dass er komme und lasse regnen ber euch Gerechtigkeit.
Hos 10:13 Denn ihr pflget Bses und erntet beltat und esset Lgenfrchte.
Hos 10:14 Weil du dich denn verlsst auf dein Wesen und auf die Menge deiner Helden, so soll sich ein Getmmel erheben in deinem Volk, dass alle deine Festen verstrt werden, gleichwie Salman verstrte das Haus Arbeels zur Zeit des Streits, da die Mutter samt den Kindern zu Trmmern ging.
Hos 10:15 Ebenso soll's euch zu Beth-El auch gehen um eurer groen Bosheit willen, dass der Knig Israels frhmorgens untergehe.
Hos 11:1 Da Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus gypten.
Hos 11:2 Aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden sie sich davon und opfern den Baalim und ruchern den Bildern.
Hos 11:3 Ich nahm Ephraim bei seinen Armen und leitete ihn; aber sie merkten es nicht, wie ich ihnen half.
Hos 11:4 Ich lie sie ein menschlich Joch ziehen und in Seilen der Liebe gehen und half ihnen das Joch an ihrem Hals tragen und gab ihnen Futter.
Hos 11:5 Sie sollen nicht wieder nach gyptenland kommen, sondern Assur soll nun ihr Knig sein; denn sie wollen sich nicht bekehren.
Hos 11:6 Darum soll das Schwert ber ihre Stdte kommen und soll ihre Riegel aufreiben und fressen um ihres Vornehmens willen.
Hos 11:7 Mein Volk ist mde, sich zu mir zu kehren; und wenn man ihnen predigt, so richtet sich keiner auf.
Hos 11:8 Was soll ich aus dir machen, Ephraim? Soll ich dich schtzen, Israel? Soll ich nicht billig ein Adama aus dir machen und dich wie Zeboim zurichten? Aber mein Herz ist andern Sinnes, meine Barmherzigkeit ist zu brnstig,
Hos 11:9 dass ich nicht tun will nach meinem grimmigen Zorn, noch mich kehren, Ephraim gar zu verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der Heilige unter dir; ich will aber nicht in die Stadt kommen.
Hos 11:10 Alsdann wird man dem HErrn nachfolgen, und er wird brllen wie ein Lwe; und wenn er wird brllen, so werden erschrocken kommen die Kinder, so gegen Abend sind.
Hos 11:11 Und die in gypten werden auch erschrocken kommen wie die Vgel, und die im Lande Assur wie Tauben; und ich will sie in ihre Huser setzen, spricht der HErr.
Hos 12:1 In Ephraim ist allenthalben Lgen wider mich und im Hause Israel falscher Gottesdienst. Aber auch Juda hlt nicht fest an Gott und an dem Heiligen, der treu ist.
Hos 12:2 Ephraim weidet sich am Winde und luft dem Ostwind nach und macht tglich der Abgtterei und des Schadens mehr; sie machen mit Assur einen Bund und bringen Balsam nach gypten.
Hos 12:3 Darum wird der HErr mit Juda rechten und Jakob heimsuchen nach seinem Wesen und ihm vergelten nach seinem Verdienst.
Hos 12:4 Er hat in Mutterleibe seinen Bruder an der Ferse gehalten, und in seiner Kraft hat er mit Gott gekmpft.
Hos 12:5 Er kmpfte mit dem Engel und siegte, denn er weinte und bat ihn; auch hat er ihn ja zu Beth-El gefunden, und daselbst hat er mit uns geredet.
Hos 12:6 Aber der HErr ist der Gott Zebaoth; HErr ist sein Name.
Hos 12:7 So bekehre dich nun zu deinem Gott, und halte Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott.
Hos 12:8 Aber Kanaan hat eine falsche Waage in seiner Hand und betrgt gern.
Hos 12:9 Und Ephraim spricht: Ich bin reich, ich habe genug; man wird in aller meiner Arbeit keine Missetat finden, die Snde sei.
Hos 12:10 Ich aber, der HErr, bin dein Gott aus gyptenland her, und der dich noch in den Htten wohnen lsst, wie man zur Festzeit pflegt,
Hos 12:11 und rede zu den Propheten; und ich bin's, der so viel Weissagung gibt und durch die Propheten sich anzeigt.
Hos 12:12 In Gilead ist Abgtterei, darum werden sie zunichte; und in Gilgal opfern sie Ochsen, darum sollen ihre Altre werden wie die Steinhaufen an den Furchen im Felde.
Hos 12:13 Jakob musste fliehen in das Land Syrien, und Israel musste um ein Weib dienen, und um ein Weib musste er hten.
Hos 12:14 Aber hernach fhrte der HErr Israel aus gypten durch einen Propheten und lie ihn hten durch einen Propheten.
Hos 12:15 Nun aber erzrnt ihn Ephraim durch seine Gtzen; darum wird ihr Blut ber sie kommen, und ihr HErr wird ihnen vergelten ihre Schmach, die sie ihm antun.
Hos 13:1 Da Ephraim Schreckliches redete, ward er in Israel erhoben, darnach versndigten sie sich durch Baal und wurden darber gettet.
Hos 13:2 Aber nun machen sie der Snden viel mehr und aus ihrem Silber Bilder, wie sie es erdenken knnen, nmlich Gtzen, welche doch eitel Schmiedewerk sind. Dennoch predigen sie von denselben: Wer die Klber kssen will, der soll Menschen opfern.
Hos 13:3 Darum werden sie sein wie die Morgenwolke und wie der Tau, der frhmorgens vergeht; ja, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der Rauch von dem Schornstein.
Hos 13:4 Ich bin aber der HErr, dein Gott, aus gyptenland her; und du solltest ja keinen andern Gott kennen denn mich und keinen Heiland als allein mich.
Hos 13:5 Ich nahm mich ja deiner an in der Wste, im drren Lande.
Hos 13:6 Aber weil sie geweidet sind, dass sie satt geworden sind und genug haben, erhebt sich ihr Herz; darum vergessen sie mein.
Hos 13:7 So will ich auch werden gegen sie wie ein Lwe, und wie ein Parder auf dem Wege will ich auf sie lauern.
Hos 13:8 Ich will ihnen begegnen wie ein Br, dem seine Jungen genommen sind, und will ihr verstocktes Herz zerreien und will sie daselbst wie ein Lwe fressen; die wilden Tiere sollen sie zerreien.
Hos 13:9 Israel, du bringst dich in Unglck; denn dein Heil steht allein bei mir.
Hos 13:10 Wo ist dein Knig hin, der dir helfen mge in allen deinen Stdten? und deine Richter, von denen du sagtest: Gib mir Knige und Frsten?
Hos 13:11 Wohlan, ich gab dir einen Knig in meinem Zorn, und will ihn dir in meinem Grimm wegnehmen.
Hos 13:12 Die Missetat Ephraims ist zusammengebunden, und seine Snde ist behalten.
Hos 13:13 Denn es soll ihm wehe werden wie einer Gebrerin. Er ist ein unverstndig Kind; denn wenn die Zeit gekommen ist, so will er die Mutter nicht brechen.
Hos 13:14 Aber ich will sie erlsen aus der Hlle und vom Tod erretten. Tod, ich will dir ein Gift sein; Hlle ich will dir eine Pestilenz sein. Doch ist der Trost vor meinen Augen verborgen.
Hos 13:15 Denn wenn er auch zwischen Brdern Frucht bringt, so wird doch ein Ostwind des HErrn aus der Wste herauffahren, dass sein Brunnen vertrocknet und seine Quelle versiegt; und er wird rauben den Schatz alles kstlichen Gertes.
Hos 14:1 Samaria wird wst werden, denn sie sind ihrem Gott ungehorsam; sie sollen durchs Schwert fallen, und ihre jungen Kinder zerschmettert und ihre schwangeren Weiber zerrissen werden.
Hos 14:2 Bekehre dich, Israel, zu dem HErr, deinem Gott; denn du bist gefallen um deiner Missetat willen.
Hos 14:3 Nehmt diese Worte mit euch und bekehrt euch zum HErrn und sprecht zu ihm: Vergib uns alle Snde und tue uns wohl; so wollen wir opfern die Farren unsrer Lippen.
Hos 14:4 Assur soll uns nicht helfen; wir wollen nicht mehr auf Rossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unsrer Hnde: Ihr seid unser Gott; sondern lass die Waisen bei dir Gnade finden.
Hos 14:5 So will ich ihr Abtreten wieder heilen; gerne will ich sie lieben; denn mein Zorn soll sich von ihnen wenden.
Hos 14:6 Ich will Israel wie ein Tau sein, dass er soll blhen wie eine Rose, und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie der Libanon
Hos 14:7 und seine Zweige sich ausbreiten, dass er sei schn wie ein lbaum, und soll so guten Geruch geben wie der Libanon.
Hos 14:8 Und sie sollen wieder unter einem Schatten sitzen; von Korn sollen sie sich nhren und blhen wie der Weinstock; sein Gedchtnis soll sein wie der Wein am Libanon.
Hos 14:9 Ephraim, was sollen mir weiter die Gtzen? Ich will ihn erhren und fhren; ich will sein wie eine grnende Tanne; an mir soll man deine Frucht finden.
Hos 14:10 Wer ist weise, der dies verstehe, und klug, der dies merke? Denn die Wege des HErrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darin; aber die bertreter fallen darin.
Joe 1:1 Dies ist das Wort des HErrn, das geschehen ist zu Joel, dem Sohn Pethuels.
Joe 1:2 Hret dies, ihr ltesten, und merket auf alle Einwohner im Lande, ob solches geschehen sei zu euren Zeiten oder zu eurer Vter Zeiten!
Joe 1:3 Saget euren Kindern davon und lasset's eure Kinder ihren Kindern sagen und diese Kinder ihren Nachkommen!
Joe 1:4 Was die Raupen lassen, das fressen die Heuschrecken; und was die Heuschrecken lassen, das fressen die Kfer; und was die Kfer lassen, das frisst das Geschmei.
Joe 1:5 Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet, und heulet, alle Weinsufer, um den Most; denn er ist euch vor eurem Maul weggenommen.
Joe 1:6 Denn es zieht herauf in mein Land ein mchtiges Volk und ohne Zahl; das hat Zhne wie Lwen und Backenzhne wie Lwinnen.
Joe 1:7 Das verwstet meinen Weinberg und streift meinen Feigenbaum ab, schlt ihn und verwirft ihn, dass seine Zweige wei dastehen.
Joe 1:8 Heule wie eine Jungfrau die einen Sack anlegt um ihren Brutigam!
Joe 1:9 Denn das Speisopfer und Trankopfer ist vom Hause des HErrn weg, und die Priester, des HErrn Diener, trauern.
Joe 1:10 Das Feld ist verwstet, und der Acker steht jmmerlich; das Getreide ist verdorben, der Wein steht jmmerlich und das l klglich.
Joe 1:11 Die Ackerleute sehen jmmerlich, und die Weingrtner heulen um den Weizen und die Gerste, dass aus der Ernte auf dem Felde nichts werden kann.
Joe 1:12 So steht der Weinstock auch jmmerlich und der Feigenbaum klglich; dazu die Granatbume, Palmbume, Apfelbume und alle Bume auf dem Felde sind verdorrt; denn die Freude der Menschen ist zu Jammer geworden.
Joe 1:13 Begrtet euch nun und klaget, ihr Priester; heulet, ihr Diener des Altars; gehet hinein und lieget in Scken, ihr Diener meines Gottes! denn es ist Speisopfer und Trankopfer vom Hause eures Gottes weg.
Joe 1:14 Heiliget ein Fasten, rufet die Gemeinde zusammen; versammelt die ltesten und alle Einwohner des Landes zum Hause des HErrn, eures Gottes, und schreit zum HErrn!
Joe 1:15 O weh des Tages! denn der Tag des HErrn ist nahe und kommt wie ein Verderben vom Allmchtigen.
Joe 1:16 Ist nicht die Speise vor unsren Augen weggenommen und vom Hause unsres Gottes Freude und Wonne?
Joe 1:17 Der Same ist unter der Erde verfault, die Kornhuser stehen wst, die Scheunen zerfallen; denn das Getreide ist verdorben.
Joe 1:18 O wie seufzt das Vieh! Die Rinder sehen klglich, denn sie haben keine Weide, und die Schafe verschmachten.
Joe 1:19 HErr, dich rufe ich an; denn das Feuer hat die Auen in der Wste verbrannt, und die Flamme hat alle Bume auf dem Acker angezndet.
Joe 1:20 Es schrieen auch die wilden Tiere zu dir; denn die Wasserbche sind ausgetrocknet, und das Feuer hat die Auen in der Wste verbrannt.
Joe 2:1 Blaset mit der Posaune zu Zion, rufet auf meinem heiligen Berge; erzittert, alle Einwohner im Lande! denn der Tag des HErrn kommt und ist nahe:
Joe 2:2 Ein finstrer Tag, ein dunkler Tag, ein wolkiger Tag, ein nebliger Tag; gleichwie sich die Morgenrte ausbreitet ber die Berge, kommt ein groes und mchtiges Volk, desgleichen vormals nicht gewesen ist und hinfort nicht sein wird zu ewigen Zeiten fr und fr.
Joe 2:3 Vor ihm her geht ein verzehrend Feuer und nach ihm eine brennende Flamme. Das Land ist vor ihm wie ein Lustgarten, aber nach ihm wie eine wste Einde, und niemand wird ihm entgehen.
Joe 2:4 Sie sind gestaltet wie Rosse und rennen wie die Reiter.
Joe 2:5 Sie sprengen daher oben auf den Bergen, wie die Wagen rasseln, und wie eine Flamme lodert im Stroh, wie ein mchtiges Volk, das zum Streit gerstet ist.
Joe 2:6 Die Vlker werden sich vor ihm entsetzen, aller Angesichter werden bleich.
Joe 2:7 Sie werden laufen wie die Riesen und die Mauern ersteigen wie die Krieger; ein jeglicher wird stracks vor sich daherziehen und sich nicht sumen.
Joe 2:8 Keiner wird den andern irren; sondern ein jeglicher wird in seiner Ordnung daherfahren und werden durch die Waffen brechen und nicht verwundet werden.
Joe 2:9 Sie werden in der Stadt umherrennen, auf der Mauer laufen und in die Huser steigen und wie ein Dieb durch die Fenster hineinkommen.
Joe 2:10 Vor ihm zittert das ganze Land und bebt der Himmel; Sonne und Mond werden finster, und die Sterne verhalten ihren Schein.
Joe 2:11 Denn der HErr wird seinen Donner vor seinem Heer lassen her gehen; denn sein Heer ist sehr gro und mchtig, das seinen Befehl wird ausrichten; denn der Tag des HErrn ist gro und sehr erschrecklich: wer kann ihn leiden?
Joe 2:12 Doch spricht auch jetzt der HErr: Bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!
Joe 2:13 Zerreiet eure Herzen und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem HErrn, eurem Gott! denn er ist gndig, barmherzig, geduldig und von groer Gte, und ihn reut bald der Strafe.
Joe 2:14 Wer wei, es mag ihn wiederum gereuen, und er mag einen Segen hinter sich lassen, zu opfern Speisopfer und Trankopfer dem HErrn, eurem Gott.
Joe 2:15 Blaset mit Posaunen zu Zion, heiliget ein Fasten, rufet die Gemeinde zusammen!
Joe 2:16 Versammelt das Volk, heiliget die Gemeinde, sammelt die ltesten, bringt zuhauf die jungen Kinder und die Suglinge! Der Brutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach.
Joe 2:17 Lasset die Priester, des Hauses Diener, weinen zwischen Halle und Altar und sagen: HErr, schone deines Volkes und lass dein Erbteil nicht zu Schanden werden, dass Heiden ber sie herrschen! Warum willst du lassen unter den Vlkern sagen: Wo ist nun ihr Gott?
Joe 2:18 So wird der HErr um sein Land eifern und sein Volk verschonen.
Joe 2:19 Und der HErr wird antworten und sagen zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Most und l die Flle schicken, dass ihr genug daran haben sollt, und will euch nicht mehr lassen unter den Heiden zu Schanden werden,
Joe 2:20 und will den von Mitternacht fern von euch treiben und ihn in ein drres und wstes Land verstoen, sein Angesicht hin zum Meer gegen Morgen und sein Ende hin zum Meer gegen Abend. Er soll verfaulen und stinken; denn er hat groe Dinge getan.
Joe 2:21 Frchte dich nicht, liebes Land, sondern sei frhlich und getrost; denn der HErr kann auch groe Dinge tun.
Joe 2:22 Frchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Felde; denn die Auen in der Wste sollen grnen und die Bume ihre Frchte bringen, und die Feigenbume und Weinstcke sollen wohl tragen.
Joe 2:23 Und ihr, Kinder Zions, freut euch und seid frhlich im HErrn, eurem Gott, der euch Lehrer zur Gerechtigkeit gibt und euch herabsendet Frhregen und Sptregen wie zuvor,
Joe 2:24 dass die Tenne voll Korn werden und die Keltern berfluss von Most und l haben sollen.
Joe 2:25 Und ich will euch die Jahre erstatten, welche die Heuschrecken, Kfer, Geschmei und Raupen, mein groes Heer, so ich unter euch schickte, gefressen haben;
Joe 2:26 dass ihr zu essen genug haben sollt und den Namen des HErrn, eures Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat; und mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden.
Joe 2:27 Und ihr sollt erfahren, dass ich mitten unter Israel sei und dass ich, der HErr, euer Gott sei und keiner mehr; und mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden.
Joe 3:1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgieen ber alles Fleisch, und eure Shne und Tchter sollen weissagen; eure ltesten sollen Trume haben, und eure Jnglinge sollen Gesichte sehen;
Joe 3:2 auch will ich mich zur selben Zeit ber Knechte und Mgde meinen Geist ausgieen.
Joe 3:3 Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf;
Joe 3:4 die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der groe und schreckliche Tag des HErrn kommt.
Joe 3:5 Und es soll geschehen, wer des HErrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine Errettung sein, wie der HErr verheien hat, auch bei den andern brigen, die der HErr berufen wird.
Joe 4:1 Denn siehe, in den Tagen und zur selben Zeit, wann ich das Gefngnis Judas und Jerusalems wenden werde,
Joe 4:2 will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie in das Tal Josaphat hinabfhren und will mit ihnen daselbst rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich mein Land geteilt
Joe 4:3 und das Los um mein Volk geworfen haben; und haben die Knaben um Speise gegeben und die Mgdlein um Wein verkauft und vertrunken.
Joe 4:4 Und ihr von Tyrus und Sidon und alle Kreise der Philister, was habt ihr mit mir zu tun? Wollt ihr mir trotzen? Wohlan, trotzet ihr mir, so will ich's euch eilend und bald wiedervergelten auf euren Kopf.
Joe 4:5 Die ihr mein Silber und Gold und meine schnen Kleinode genommen und in eure Tempel gebracht habt,
Joe 4:6 dazu auch die Kinder Juda und die Kinder Jerusalems verkauft habt den Griechen, auf dass ihr sie ja fern von ihren Grenzen brchtet.
Joe 4:7 Siehe, ich will sie erwecken aus dem Ort, dahin ihr sie verkauft habt, und will's euch vergelten auf euren Kopf.
Joe 4:8 Und will eure Shne und Tchter wiederum verkaufen durch die Kinder Juda; die sollen sie denen in Reicharabien, einem Volk in fernen Landen, verkaufen; denn der HErr hat's geredet.
Joe 4:9 Rufet dies aus unter den Heiden! Heiliget einen Streit! Erwecket die Starken! Lasset herzukommen und hinaufziehen alle Kriegsleute!
Joe 4:10 Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spiee! der Schwache spreche: Ich bin stark!
Joe 4:11 Rottet euch und kommt her, alle Heiden um und um, und versammelt euch! Daselbst fhre du hernieder, HErr, deine Starken!
Joe 4:12 Die Heiden werden sich aufmachen und heraufkommen zum Tal Josaphat; denn daselbst will ich sitzen, zu richten alle Heiden um und um.
Joe 4:13 Schlagt die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt herab, denn die Kelter ist voll, und die Kufen laufen ber; denn ihre Bosheit ist gro.
Joe 4:14 Es werden Haufen ber Haufen Volks sein im Tal des Urteils; denn des HErrn Tag ist nahe im Tal des Urteils.
Joe 4:15 Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne werden ihren Schein verhalten.
Joe 4:16 Und der HErr wird aus Zion brllen und aus Jerusalem seine Stimme lassen hren, dass Himmel und Erde beben wird. Aber der HErr wird seinem Volk eine Zuflucht sein und eine Feste den Kindern Israel.
Joe 4:17 Und ihr sollt es erfahren, dass ich, der HErr, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Alsdann wird Jerusalem heilig sein und kein Fremder mehr durch sie wandeln.
Joe 4:18 Zur selben Zeit werden die Berge von sem Wein triefen und die Hgel von Milch flieen, und alle Bche in Juda werden voll Wasser gehen; und wird eine Quelle vom Hause des HErrn herausgehen, die wird das Tal Sittim wssern.
Joe 4:19 Aber gypten soll wst werden und Edom eine wste Einde um den Frevel, an den Kindern Juda begangen, dass sie unschuldig Blut in ihrem Lande vergossen haben.
Joe 4:20 Aber Juda soll ewiglich bewohnt werden und Jerusalem fr und fr.
Joe 4:21 Und ich will ihr Blut nicht ungercht lassen. Und der HErr wird wohnen zu Zion.
Amo 1:1 Dies ist's, was Amos, der unter den Hirten zu Thekoa war, gesehen hat ber Israel zur Zeit Usias, des Knigs in Juda, und Jerobeams, des Sohnes Joas, des Knigs Israels, zwei Jahre vor dem Erdbeben.
Amo 1:2 Und er sprach: Der HErr wird aus Zion brllen und seine Stimme aus Jerusalem hren lassen, dass die Auen der Hirten jmmerlich stehen werden und der Karmel oben verdorren wird.
Amo 1:3 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen der Damasker will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie Gilead mit eisernen Zacken gedroschen haben;
Amo 1:4 sondern ich will ein Feuer schicken in das Haus Hasaels, das soll die Palste Benhadads verzehren.
Amo 1:5 Und ich will die Riegel zu Damaskus zerbrechen und die Einwohner auf dem Felde Aven samt dem, der das Zepter hlt, aus dem Lusthause ausrotten, dass das Volk in Syrien soll gen Kir weggefhrt werden, spricht der HErr.
Amo 1:6 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevels willen Gazas will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie die Gefangenen alle weggefhrt und an Edom berantwortet haben;
Amo 1:7 sondern ich will ein Feuer in die Mauern zu Gaza schicken, das soll ihre Palste verzehren.
Amo 1:8 Und ich will die Einwohner aus Asdod und den, der das Zepter hlt, aus Askalon ausrotten und meine Hand wider Ekron kehren, dass umkommen soll, was von den Philistern noch brig ist, spricht der Herr HErr.
Amo 1:9 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen der Stadt Tyrus will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie die Gefangenen alle an Edom berantwortet haben und nicht gedacht an den Bund der Brder;
Amo 1:10 sondern ich will ein Feuer in die Mauern zu Tyrus schicken, das soll ihre Palste verzehren.
Amo 1:11 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen Edoms will ich sein nicht schonen, darum dass er seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt hat und dass er alles Erbarmen von sich getan und immer wtet in seinem Zorn und seinem Grimm ewig hlt;
Amo 1:12 sondern ich will ein Feuer schicken gen Theman, das soll die Palste zu Bozra verzehren.
Amo 1:13 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen der Kinder Ammon will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie die Schwangeren in Gilead zerrissen haben, damit sie ihre Grenze weiter machten;
Amo 1:14 sondern ich will ein Feuer anznden in den Mauern Rabbas, das soll ihre Palste verzehren, wenn man rufen wird zur Zeit des Streits und wenn das Wetter kommen wird zur Zeit des Sturms.
Amo 1:15 Da wird dann ihr Knig samt seinen Frsten gefangen weggefhrt werden, spricht der HErr.
Amo 2:1 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen Moabs will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie die Gebeine des Knigs zu Edom haben zu Asche verbrannt;
Amo 2:2 sondern ich will ein Feuer schicken nach Moab, das soll die Palste zu Karioth verzehren; und Moab soll sterben im Getmmel und Geschrei und Posaunenhall.
Amo 2:3 Und ich will den Richter unter ihnen ausrotten und alle ihre Frsten samt ihm erwrgen, spricht der HErr.
Amo 2:4 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen Judas will ich sein nicht schonen, darum dass sie des HErrn Gesetz verachten und seine Rechte nicht halten und lassen sich ihre Lgen verfhren, welchen ihre Vter nachgefolgt sind;
Amo 2:5 sondern ich will ein Feuer nach Juda schicken, das soll die Palste zu Jerusalem verzehren.
Amo 2:6 So spricht der HErr: Um drei und vier Frevel willen Israels will ich ihrer nicht schonen, darum dass sie die Gerechten um Geld und die Armen um ein Paar Schuhe verkaufen.
Amo 2:7 Sie treten den Kopf der Armen in den Kot und hindern den Weg der Elenden. Es geht Sohn und Vater zur Dirne, dass sie meinen heiligen Namen entheiligen.
Amo 2:8 Und bei allen Altren schlemmen sie auf den verpfndeten Kleidern und trinken Wein in ihrer Gtter Hause von den Gebten.
Amo 2:9 Und ich habe doch den Amoriter vor ihnen her vertilgt, der so hoch war wie die Zedern und seine Macht wie die Eichen; und ich vertilgte oben seine Frucht und unten seine Wurzel.
Amo 2:10 Auch habe ich euch aus gyptenland gefhrt und vierzig Jahre in der Wste geleitet, dass ihr der Amoriter Land beset.
Amo 2:11 Und habe aus euren Kindern Propheten auferweckt und Gottgeweihte aus euren Jnglingen. Ist's nicht also, ihr Kinder Israel? spricht der HErr.
Amo 2:12 So gebt ihr den Geweihten Wein zu trinken und gebietet den Propheten und sprecht: Ihr sollt nicht weissagen!
Amo 2:13 Siehe, ich will's unter euch knarren machen, wie ein Wagen voll Garben knarrt,
Amo 2:14 dass der, so schnell ist, soll nicht entfliehen noch der Starke etwas vermgen und der Mchtige nicht soll sein Leben retten knnen;
Amo 2:15 und die Bogenschtzen sollen nicht bestehen, und der schnell laufen kann, soll nicht entlaufen, und der da reitet, soll sein Leben nicht erretten;
Amo 2:16 und der unter den Starken der mannhafteste ist, soll nackt entfliehen mssen zu der Zeit, spricht der HErr.
Amo 3:1 Hret, was der HErr mit euch redet, ihr Kinder Israel, mit allen Geschlechtern, die ich aus gyptenland gefhrt habe:
Amo 3:2 Aus allen Geschlechtern auf Erden habe ich allein euch erkannt; darum will ich auch euch heimsuchen in all eurer Missetat.
Amo 3:3 Mgen auch zwei miteinander wandeln, sie seien denn eins untereinander?
Amo 3:4 Brllt auch ein Lwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreit auch ein junger Lwe aus seiner Hhle, er habe denn etwas gefangen?
Amo 3:5 Fllt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist? Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat?
Amo 3:6 Blst man auch die Posaune in einer Stadt, dass sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch ein Unglck in der Stadt, dass der HErr nicht tue?
Amo 3:7 Denn der Herr HErr tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten.
Amo 3:8 Der Lwe brllt; wer sollte sich nicht frchten? Der Herr HErr redet; wer sollte nicht weissagen?
Amo 3:9 Verkndigt in den Palsten zu Asdod und in den Palsten im Lande gypten und sprecht: Sammelt euch auf die Berge Samarias und sehet, welch ein groes Zetergeschrei und Unrecht darin ist!
Amo 3:10 Sie achten keines Rechts, spricht der HErr, sammeln Schtze von Frevel und Raub in ihren Palsten.
Amo 3:11 Darum spricht der Herr HErr also: man wird dies Land ringsumher bedrngen und dich von deiner Macht herunterreien und deine Huser plndern.
Amo 3:12 So spricht der HErr: Gleichwie ein Hirte dem Lwen zwei Kniee oder ein Ohrlpplein aus dem Maul reit, also sollen die Kinder Israel herausgerissen werden, die zu Samaria sitzen in der Ecke des Ruhebettes und auf dem Lager von Damast.
Amo 3:13 Hret und zeuget im Hause Jakob, spricht der Herr HErr, der Gott Zebaoth.
Amo 3:14 Denn zu der Zeit, wann ich die Snden Israels heimsuchen werde, will ich die Altre zu Beth-El heimsuchen und die Hrner des Altars abbrechen, dass sie zu Boden fallen sollen,
Amo 3:15 und will beide, Winterhaus und Sommerhaus, schlagen, und die elfenbeinernen Huser sollen untergehen und viele Huser verderbt werden, spricht der HErr.
Amo 4:1 Hret dies Wort, ihr fetten Khe, die ihr auf dem Berge Samarias seid und den Drftigen Unrecht tut und untertretet die Armen und sprecht zu euren Herren: Bringe her, lass uns saufen!
Amo 4:2 Der Herr HErr hat geschworen bei seiner Heiligkeit: Siehe, es kommt die Zeit ber euch, dass man euch wird herausziehen mit Angeln und eure Nachkommen mit Fischhaken.
Amo 4:3 Und ihr werdet zu den Lcken hinausgehen, eine jegliche vor sich hin, und gen Harmon weggeworfen werden, spricht der HErr.
Amo 4:4 Ja, kommt her gen Beth-El und treibt Snde, und gen Gilgal, dass ihr der Snden viel macht, und bringt eure Opfer des Morgens und eure Zehnten des dritten Tages,
Amo 4:5 und ruchert vom Sauerteig zum Dankopfer und ruft aus freiwillige Opfer und verkndigt es; denn so habt ihr's gern, ihr Kinder Israel, spricht der Herr HErr.
Amo 4:6 Darum habe ich euch auch in allen euren Stdten mige Zhne gegeben und Mangel am Brot an allen euren Orten; doch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Amo 4:7 Auch habe ich den Regen ber euch verhalten, da noch drei Monate waren bis zur Ernte; und lie regnen ber eine Stadt und auf die andere Stadt lie ich nicht regnen; ein Acker ward beregnet, und der andere Acker, der nicht beregnet ward, verdorrte.
Amo 4:8 Und es zogen zwei, drei Stdte zu einer Stadt, dass sie Wasser trinken mchten, und konnten nicht genug finden; doch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Amo 4:9 Ich plagte euch mit drrer Zeit und mit Brandkorn; so fraen auch die Raupen alles, was in euren Grten und Weinbergen, auf euren Feigenbumen und lbumen wuchs; doch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Amo 4:10 Ich schickte Pestilenz unter euch gleicherweise wie in gypten; ich ttete eure junge Mannschaft durchs Schwert und lie eure Pferde gefangen wegfhren und lie den Gestank von eurem Heerlager in eure Nasen gehen; doch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Amo 4:11 Ich kehrte unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorra umkehrte, dass ihr waret wie ein Brand, der aus dem Feuer gerissen wird; doch bekehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Amo 4:12 Darum will ich dir weiter also tun, Israel. Weil ich denn dir also tun will, so schicke dich, Israel, und begegne deinem Gott.
Amo 4:13 Denn siehe, er ist's, der die Berge macht, den Wind schafft und zeigt dem Menschen, was er im Sinn hat. Er macht die Morgenrte und die Finsternis; er tritt einher auf den Hhen der Erde, er heit HErr, Gott Zebaoth.
Amo 5:1 Hret, ihr vom Hause Israel, dies Wort! denn ich muss dies Klagelied ber euch machen:
Amo 5:2 Die Jungfrau Israel ist gefallen, dass sie nicht wieder aufstehen wird; sie ist zu Boden gestoen, und ist niemand, der ihr aufhelfe.
Amo 5:3 Denn so spricht der Herr HErr: Die Stadt, da tausend ausgehen, soll nur hundert brig behalten; und da hundert ausgehen, die soll nur zehn brig behalten im Hause Israel.
Amo 5:4 Darum so spricht der HErr zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben.
Amo 5:5 Suchet nicht Beth-El und kommet nicht gen Gilgal und gehet nicht gen Beer-Seba; den Gilgal wird gefangen weggefhrt werden, und Beth-El wird Beth-Aven werden.
Amo 5:6 Suchet den HErrn, so werdet ihr leben! dass nicht ein Feuer im Hause Joseph berhand nehme, das da verzehre und das niemand lschen knne zu Beth-El;
Amo 5:7 die ihr das Recht in Wermut verkehrt und die Gerechtigkeit zu Boden stot.
Amo 5:8 Er machte die Plejaden und den Orion; der aus der Finsternis den Morgen und aus dem Tag die finstere Nacht macht; der dem Wasser im Meer ruft und schttet es auf den Erdboden: er heit HErr;
Amo 5:9 der ber den Starken eine Verstrung anrichtet und bringt eine Verstrung ber die feste Stadt.
Amo 5:10 Aber sie sind dem gram, der sie im Tor straft, und halten den fr einen Greuel, der heilsam lehrt.
Amo 5:11 Darum, weil ihr die Armen unterdrckt und nehmt das Korn mit groen Lasten von ihnen, so sollt ihr in den Husern nicht wohnen, die ihr von Werkstcken gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt.
Amo 5:12 Denn ich wei euer bertreten, des viel ist, und eure Snden, die stark sind, wie ihr die Gerechten drngt und Blutgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrckt.
Amo 5:13 Darum muss der Kluge zur selben Zeit schweigen; denn es ist eine bse Zeit.
Amo 5:14 Suchet das Gute und nicht das Bse, auf dass ihr leben mget, so wird der HErr, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihr rhmet.
Amo 5:15 Hasset das Bse und liebet das Gute; bestellt das Recht im Tor, so wird der HErr, der Gott Zebaoth, den brigen in Joseph gndig sein.
Amo 5:16 Darum so spricht der HErr, der Gott Zebaoth, der HErr: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straen wird man sagen: Weh! weh!, und man wird den Ackermann zum Trauern rufen, und zum Wehklagen, wer da weinen kann.
Amo 5:17 In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch fahren, spricht der HErr.
Amo 5:18 Weh denen, die des HErrn Tag begehren! Was soll er euch? Denn des HErrn Tag ist Finsternis und nicht Licht.
Amo 5:19 Gleich als wenn jemand vor dem Lwen flhe, und ein Br begegnete ihm; und er kme in ein Haus und lehnte sich mit der Hand an die Wand, und eine Schlange stche ihn.
Amo 5:20 Denn des HErrn Tag wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell.
Amo 5:21 Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen.
Amo 5:22 Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert so habe ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen.
Amo 5:23 Tue nur weg von mir das Geplrr deiner Lieder; denn ich mag dein Psalterspiel nicht hren!
Amo 5:24 Es soll aber das Recht offenbart werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom.
Amo 5:25 Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wste die vierzig Jahre lang Schlachtopfer und Speisopfer geopfert?
Amo 5:26 Ihr truget den Sikkuth, euren Knig, und Chiun, euer Bild, den Stern eurer Gtter, welche ihr euch selbst gemacht hattet.
Amo 5:27 So will ich euch wegfhren lassen jenseit Damaskus, spricht der HErr, der Gott Zebaoth heit.
Amo 6:1 Weh den Stolzen zu Zion und denen, die sich auf den Berg Samarias verlassen, den Vornehmsten des Erstlings unter den Vlkern, und zu denen das Haus Israel kommt!
Amo 6:2 Gehet hin gen Kalne und schauet, und von da gen Hamath, die groe Stadt, und zieht hinab gen Gath der Philister, welche bessere Knigreiche gewesen sind denn diese und ihre Grenze weiter denn eure Grenze.
Amo 6:3 Die ihr euch weit vom bsen Tag achtet und trachtet immer nach Frevelregiment,
Amo 6:4 und schlaft auf elfenbeinernen Lagern und prangt auf euren Ruhebetten; ihr esst die Lmmer aus der Herde und die gemsteten Klber,
Amo 6:5 und spielt auf dem Psalter und erdichtet euch Lieder wie David,
Amo 6:6 und trinkt Wein aus den Schalen und salbt euch mit Balsam und bekmmert euch nicht um den Schaden Josephs.
Amo 6:7 Darum sollen sie nun vornan gehen unter denen, die gefangen weggefhrt werden, und soll das Schlemmen der Pranger aufhren.
Amo 6:8 Denn der Herr HErr hat geschworen bei seiner Seele, spricht der HErr, der Gott Zebaoth: Mich verdriet die Hoffart Jakobs, und ich bin ihren Palsten gram; und ich will auch die Stadt bergeben mit allem, was darin ist.
Amo 6:9 Und wenngleich zehn Mnner in einem Hause brigbleiben, sollen sie doch sterben,
Amo 6:10 dass einen jeglichen sein Vetter und der ihn verbrennen will, nehmen und die Gebeine aus dem Hause tragen muss und sagen zu dem, der in den Gemchern des Hauses ist: Sind ihrer auch noch mehr da? und der wird antworten: Sie sind alle dahin! Und er wird sagen: Sei still! denn man darf des Namens des HErrn nicht gedenken.
Amo 6:11 Denn siehe, der HErr hat geboten, dass man die groen Huser schlagen soll, dass sie Risse gewinnen, und die kleinen Huser, dass sie Lcken gewinnen.
Amo 6:12 Wer kann mit Rossen rennen oder mit Ochsen pflgen auf Felsen? Denn ihr wandelt das Recht in Galle und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut
Amo 6:13 und trstet euch des, das so gar nichts ist, und sprecht: Sind wir denn nicht stark genug mit unsren Hrnern?
Amo 6:14 Darum siehe, ich will ber euch vom Hause Israel ein Volk erwecken, spricht der HErr, der Gott Zebaoth, das soll euch ngsten von dem Ort an, da man gen Hamath geht, bis an den Bach in der Wste.
Amo 7:1 Der Herr HErr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, da stand einer, der machte Heuschrecken im Anfang, da das Grummet aufging; und siehe, das Grummet stand, nachdem der Knig hatte mhen lassen.
Amo 7:2 Als sie nun das Kraut im Lande gar abgefressen hatten, sprach ich: Ach Herr HErr, sei gndig! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja gering.
Amo 7:3 Da reute es den HErrn und er sprach: Wohlan, es soll nicht geschehen.
Amo 7:4 Der Herr HErr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, der Herr HErr rief dem Feuer, damit zu strafen; das verzehrte die groe Tiefe und fra das Ackerland.
Amo 7:5 Da sprach ich: Ach Herr HErr, lass ab! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja gering.
Amo 7:6 Da reute den HErrn das auch, und der Herr HErr sprach: Es soll auch nicht geschehen.
Amo 7:7 Er zeigte mir abermals ein Gesicht, und siehe, der HErr stand auf einer Mauer, mit einer Bleischnur gemessen; und er hatte die Bleischnur in seiner Hand.
Amo 7:8 Und der HErr sprach zu mir: Was siehst du, Amos? Ich sprach: Eine Bleischnur. Da sprach der HErr zu mir: Siehe, ich will eine Bleischnur ziehen mitten durch mein Volk Israel und ihm nichts mehr bersehen;
Amo 7:9 sondern die Hhen Isaaks sollen verwstet und die Heiligtmer Israels zerstrt werden, und ich will mit dem Schwert mich ber das Haus Jerobeam machen.
Amo 7:10 Da sandte Amazja, der Priester zu Beth-El, zu Jerobeam, dem Knig Israels, und lie ihm sagen: Der Amos macht einen Aufruhr wider dich im Hause Israel; das Land kann seine Worte nicht ertragen.
Amo 7:11 Denn so spricht Amos: Jerobeam wird durchs Schwert sterben, und Israel wird aus diesem Lande gefangen weggefhrt werden.
Amo 7:12 Und Amazja sprach zu Amos: Du Seher, gehe weg und flieh ins Land Juda und iss Brot daselbst und weissage daselbst.
Amo 7:13 Und weissage nicht mehr zu Beth-El; denn es ist des Knigs Heiligtum und des Knigreichs Haus.
Amo 7:14 Amos antwortete und sprach zu Amazja: Ich bin kein Prophet, auch keines Propheten Sohn, sondern ich bin ein Hirt, der Maulbeeren abliest;
Amo 7:15 aber der HErr nahm mich von der Herde und sprach zu mir: Geh hin und weissage meinem Volk Israel!
Amo 7:16 So hre nun des Herrn Wort. Du sprichst: Weissage nicht wider Israel und predige nicht wider das Haus Isaak!
Amo 7:17 Darum spricht der HErr also: Dein Weib wird in der Stadt zur Hure werden, und deine Shne und Tchter sollen durchs Schwert fallen, und dein Acker soll durch die Schnur ausgeteilt werden; du aber sollst in einem unreinen Lande sterben, und Israel soll aus seinem Lande vertrieben werden.
Amo 8:1 Der Herr HErr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, da stand ein Korb mit reifem Obst.
Amo 8:2 Und er sprach: Was siehst du, Amos? Ich aber antwortete: Einen Korb mit reifem Obst. Da sprach der HErr zu mir: Das Ende ist gekommen ber mein Volk Israel; ich will ihm nichts mehr bersehen.
Amo 8:3 Und die Lieder in dem Palaste sollen in ein Heulen verkehrt werden zur selben Zeit, spricht der Herr HErr; es werden viele Leichname liegen an allen Orten, die man in der Stille hinwerfen wird.
Amo 8:4 Hrt dies, die ihr den Armen unterdrckt und die Elenden im Lande verderbt
Amo 8:5 und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn feilhaben mgen und das Ma verringern und den Preis steigern und die Waage flschen,
Amo 8:6 auf dass wir die Armen um Geld und die Drftigen um ein Paar Schuhe unter uns bringen und Spreu fr Korn verkaufen?
Amo 8:7 Der HErr hat geschworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt's, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werde?
Amo 8:8 Sollte nicht um solches willen das ganze Land erbeben mssen und alle Einwohner trauern? Ja, es soll ganz wie mit einem Wasser berlaufen werden und weggefhrt und berschwemmt werden wie mit dem Fluss gyptens.
Amo 8:9 Zur selben Zeit, spricht der Herr HErr, will ich die Sonne am Mittag untergehen lassen und das Land am hellen Tage lassen finster werden.
Amo 8:10 Ich will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln; ich will ber alle Lenden den Sack binden und alle Kpfe kahl machen, und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man ber einen einzigen Sohn hat; und sie sollen ein jmmerlich Ende nehmen.
Amo 8:11 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr HErr, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HErrn, zu hren;
Amo 8:12 dass sie hin und her von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen umlaufen und des HErrn Wort suchen, und doch nicht finden werden.
Amo 8:13 Zu der Zeit werden die schnen Jungfrauen und die Jnglinge verschmachten vor Durst,
Amo 8:14 die jetzt schwren bei dem Fluch Samarias und sprechen: So wahr dein Gott zu Dan lebt! so wahr die Weise zu Beer-Seba lebt! Denn sie sollen also fallen, dass sie nicht wieder aufstehen.
Amo 9:1 Ich sah den HErrn auf dem Altar stehen, und er sprach: Schlage an den Knauf, dass die Pfosten beben und die Stcke ihnen allen auf den Kopf fallen; und ihre Nachkommen will ich mit dem Schwert erwrgen, dass keiner entfliehen noch irgend einer entgehen soll.
Amo 9:2 Und wenn sie sich gleich in die Hlle vergrben, soll sie doch meine Hand von dort holen; und wenn sie gen Himmel fhren, will ich sie doch herunterstoen;
Amo 9:3 und wenn sie sich gleich versteckten oben auf dem Berge Karmel, will ich sie doch daselbst suchen und herabholen; und wenn sie sich vor meinen Augen verbrgen im Grunde des Meeres, so will ich doch den Schlangen befehlen, die sie daselbst stechen sollen;
Amo 9:4 und wenn sie vor ihren Feinde hin gefangen gingen, so will ich doch dem Schwert befehlen, dass es sie daselbst erwrgen soll. Denn ich will meine Augen ber sie halten zum Unglck und nicht zum Guten.
Amo 9:5 Denn der HErr, HErr Zebaoth ist ein solcher: Wenn er ein Land anrhrt, so zerschmilzt es, dass alle Einwohner trauern mssen; dass es soll ganz berlaufen werden wie mit einem Wasser und berschwemmt werden wie mit dem Fluss gyptens.
Amo 9:6 Er ist's, der seinen Saal in den Himmel baut und seine Htte auf Erden grndet; er ruft dem Wasser im Meer und schttet's auf das Erdreich, er heit HErr.
Amo 9:7 Seid ihr Kinder Israel mir nicht gleichwie Mohren? spricht der HErr. Habe ich nicht Israel aus gyptenland gefhrt und die Philister aus Kaphthor und die Syrer aus Kir?
Amo 9:8 Siehe, die Augen des HErrn HErrn sehen auf das sndige Knigreich, dass ich's vom Erdboden vertilge; wiewohl ich das Haus Jakob nicht ganz und gar vertilgen will, spricht der HErr.
Amo 9:9 Denn siehe, ich will befehlen und das Haus Israel unter alle Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Sieb sichtet, und kein Krnlein soll auf die Erde fallen.
Amo 9:10 Alle Snder in meinem Volk sollen durchs Schwert sterben, die da sagen: Es wird das Unglck nicht so nahe sein noch uns begegnen.
Amo 9:11 Zur selben Zeit will ich die zerfallene Htte Davids wieder aufrichten und ihre Lcken verzunen, und was abgebrochen ist, wieder aufrichten und will sie bauen wie sie vorzeiten gewesen ist,
Amo 9:12 auf dass sie besitzen die brigen zu Edom und alle Heiden, ber welche mein Namen genannt ist, spricht der HErr, der solches tut.
Amo 9:13 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, dass man zugleich ackern und ernten und zugleich keltern und sen wird; und die Berge werden von sem Wein triefen, und alle Hgel werden fruchtbar sein.
Amo 9:14 Denn ich will das Gefngnis meines Volkes Israel wenden, dass sie sollen die wsten Stdte bauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Grten machen und Frchte daraus essen.
Amo 9:15 Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Lande ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HErr, dein Gott.
Abd 1:1 Dies ist das Gesicht Obadjas. So spricht der Herr HErr von Edom: Wir haben vom HErrn gehrt, dass eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Wohlauf, und lasst uns wider sie streiten.
Abd 1:2 Siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und sehr verachtet.
Abd 1:3 Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen Klften wohnst, in deinen hohen Schlssern, und sprichst in deinem Herzen: Wer will mich zu Boden stoen?
Abd 1:4 Wenn du gleich in die Hhe fhrest wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen, dennoch will ich dich von dort herunterstrzen, spricht der HErr.
Abd 1:5 Wenn Diebe oder Ruber zu Nacht ber dich kommen werden, wie sollst du so zunichte werden! Ja, sie sollen genug stehlen; und wenn die Weinleser ber dich kommen, so sollen sie dir kein Nachlesen briglassen.
Abd 1:6 Wie sollen sie dann Esau ausforschen und seine Schtze suchen!
Abd 1:7 Alle deine eigenen Bundesgenossen werden dich zum Lande hinausstoen; die Leute, auf die du deinen Trost setztest, werden dich betrgen und berwltigen; die dein Brot essen, werden dich verraten, ehe du es merken wirst.
Abd 1:8 Was gilt's? spricht der HErr, ich will zur selben Zeit die Weisen zu Edom zunichte machen und die Klugheit auf dem Gebirge Esau.
Abd 1:9 Und deine Starken zu Theman sollen zagen, auf dass alle auf dem Gebirge Esau ausgerottet werden durch Morden.
Abd 1:10 Um des Frevels willen, an deinem Bruder Jakob begangen, sollst du zu Schanden werden und ewiglich ausgerottet sein.
Abd 1:11 Zu der Zeit, da du wider ihn standest, da die Fremden sein Heer gefangen wegfhrten und Auslnder zu seinen Toren einzogen und ber Jerusalem das Los warfen, da warst du gleich wie deren einer.
Abd 1:12 Du sollst nicht mehr so deine Lust sehen an deinem Bruder zur Zeit seines Elends und sollst dich nicht freuen ber die Kinder Juda zur Zeit ihres Jammers und sollst mit deinem Maul nicht so stolz reden zur Zeit Ihrer Angst;
Abd 1:13 du sollst nicht zum Tor meines Volkes einziehen zur Zeit ihres Jammers; du sollst nicht deine Lust sehen an ihrem Unglck zur Zeit ihres Jammers; du sollst nicht nach seinem Gut greifen zur Zeit seines Jammers;
Abd 1:14 du sollst nicht stehen an den Wegscheiden, seine Entronnenen zu morden; du sollst seine brigen nicht verraten zur Zeit der Angst.
Abd 1:15 Denn der Tag des HErrn ist nahe ber alle Heiden. Wie du getan hast, soll dir wieder geschehen; und wie du verdient hast, so soll dir's wieder auf deinen Kopf kommen.
Abd 1:16 Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden tglich trinken; ja, sie sollen's aussaufen und verschlingen und sollen sein, als wren sie nie gewesen.
Abd 1:17 Aber auf dem Berge Zion wird eine Errettung sein, und er soll heilig sein, und das Haus Jakob soll seine Besitzer besitzen.
Abd 1:18 Und das Haus Jakob soll ein Feuer werden und das Haus Joseph eine Flamme, aber das Haus Esau Stroh; das werden sie anznden und verzehren, dass dem Hause Esau nichts brigbleibe; denn der HErr hat's geredet.
Abd 1:19 Und die gegen Mittag werden das Gebirge Esau, und die in den Grnden werden die Philister besitzen; ja sie werden das Feld Ephraims und das Feld Samarias besitzen, und Benjamin das Gebirge Gilead.
Abd 1:20 Und die Vertriebenen dieses Heeres der Kinder Israel, so unter den Kanaanitern bis gen Zarpath sind, und die Vertriebenen der Stadt Jerusalem, die zu Sepharad sind, werden die Stdte gegen Mittag besitzen.
Abd 1:21 Und es werden Heilande heraufkommen auf den Berg Zion, das Gebirge Esau zu richten; und das Knigreich wird des HErrn sein.
Jon 1:1 Es geschah das Wort des HErrn zu Jona, dem Sohn Amitthais, und sprach:
Jon 1:2 Mache dich auf und gehe in die groe Stadt Ninive und predige wider sie! denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich.
Jon 1:3 Aber Jona machte sich auf und floh vor dem HErrn und wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das gen Tharsis wollte fahren, gab er Fhrgeld und trat hinein, dass er mit ihnen gen Tharsis fhre vor dem HErrn.
Jon 1:4 Da lie der HErr einen groen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein groes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff wrde zerbrechen.
Jon 1:5 Und die Schiffsleute frchteten sich und schrieen, ein jeglicher zu seinem Gott, und warfen das Gert, das im Schiff war, ins Meer, dass es leichter wrde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.
Jon 1:6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schlfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an! ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, dass wir nicht verdrben.
Jon 1:7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um welches willen es uns so bel gehe. Und da sie losten traf's Jona.
Jon 1:8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum geht es uns so bel? was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?
Jon 1:9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebrer und frchte den HErrn, den Gott des Himmels, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene.
Jon 1:10 Da frchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du denn solches getan? denn sie wussten, dass er vor dem HErrn floh; denn er hatte es ihnen gesagt.
Jon 1:11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass uns das Meer still werde? Denn das Meer fuhr ungestm.
Jon 1:12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird euch das Meer still werden. Denn ich wei, dass solch gro Ungewitter ber euch kommt um meinetwillen.
Jon 1:13 Und die Leute trieben, dass sie wieder zu Lande kmen; aber sie konnten nicht, denn das Meer fuhr ungestm wider sie.
Jon 1:14 Da riefen sie zu dem HErrn und sprachen: Ach HErr, lass uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut! denn du, HErr, tust, wie dir's gefllt.
Jon 1:15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer; das stand das Meer still von seinem Wten.
Jon 1:16 Und die Leute frchteten den HErr sehr und taten dem HErrn Opfer und Gelbde.
Jon 2:1 Aber der HErr verschaffte einen groen Fisch, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nchte.
Jon 2:2 Und Jona betete zu dem HErrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches.
Jon 2:3 Und sprach: Ich rief zu dem HErrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hlle, und du hrtest meine Stimme.
Jon 2:4 Du warfest mich in die Tiefe mitten im Meer, dass die Fluten mich umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen ber mich,
Jon 2:5 dass ich gedachte, ich wre von deinen Augen verstoen, ich wrde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen.
Jon 2:6 Wasser umgaben mich bis an mein Leben, die Tiefe umringte mich; Schilf bedeckte mein Haupt.
Jon 2:7 Ich sank hinunter zu der Berge Grnden, die Erde hatte mich verriegelt ewiglich; aber du hast mein Leben aus dem Verderben gefhrt, HErr, mein Gott.
Jon 2:8 Da meine Seele bei mir verzagte, gedachte ich an den HErrn; und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.
Jon 2:9 Die da halten an dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade.
Jon 2:10 Ich aber will mit Dank dir opfern, mein Gelbde will ich bezahlen; denn die Hilfe ist des HErrn.
Jon 2:11 Und der HErr sprach zum Fisch, und der spie Jona aus ans Land.
Jon 3:1 Und es geschah das Wort des HErrn zum andernmal zu Jona und sprach:
Jon 3:2 Mache dich auf, gehe in die groe Stadt Ninive und predige ihr die Predigt, die ich dir sage!
Jon 3:3 Da machte sich Jona auf und ging hin gen Ninive, wie der HErr gesagt hatte. Ninive aber war eine groe Stadt vor Gott, drei Tagereisen gro.
Jon 3:4 Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.
Jon 3:5 Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und lieen predigen, man sollte fasten, und zogen Scke an, beide, gro und klein.
Jon 3:6 Und da das vor den Knig zu Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hllte einen Sack um sich und setzte sich in die Asche
Jon 3:7 und lie ausrufen und sagen zu Ninive nach Befehl des Knigs und seiner Gewaltigen also: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Ochsen noch Schafe Nahrung nehmen, und man soll sie nicht weiden noch sie Wasser trinken lassen;
Jon 3:8 und sollen Scke um sich hllen, beide, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen heftig; und ein jeglicher bekehre sich von seinem bsen Wege und vom Frevel seiner Hnde.
Jon 3:9 Wer wei? Es mchte Gott wiederum gereuen und er sich wenden von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.
Jon 3:10 Da aber Gott sah ihre Werke, dass sie sich bekehrten von ihrem bsen Wege, reute ihn des bels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat's nicht.
Jon 4:1 Das verdross Jona gar sehr, und er ward zornig
Jon 4:2 und betete zum HErrn und sprach: Ach HErr, das ist's, was ich sagte, da ich noch in meinem Lande war; darum ich auch wollte zuvorkommen, zu fliehen gen Tharsis; denn ich wei, dass du gndig, barmherzig, langmtig und von groer Gte bist und lsst dich des bels reuen.
Jon 4:3 So nimm doch nun, HErr, meine Seele von mir; denn ich wollte lieber tot sein als leben.
Jon 4:4 Aber der HErr sprach: Meinst du, dass du billig zrnst?
Jon 4:5 Und Jona ging zur Stadt hinaus und setzte sich morgenwrts von der Stadt und machte sich daselbst eine Htte; darunter setzte er sich in den Schatten, bis er she, was der Stadt widerfahren wrde.
Jon 4:6 Gott der HErr aber verschaffte einen Rizinus, der wuchs ber Jona, dass er Schatten gbe ber sein Haupt und errettete ihn von seinem bel; und Jona freute sich sehr ber den Rizinus.
Jon 4:7 Aber Gott verschaffte einen Wurm des Morgens, da die Morgenrte anbrach; der stach den Rizinus, dass er verdorrte.
Jon 4:8 Als aber die Sonne aufgegangen war, verschaffte Gott einen drren Ostwind; und die Sonne stach Jona auf den Kopf, dass er matt ward. Da wnschte er seiner Seele den Tod und sprach: Ich wollte lieber tot sein als leben.
Jon 4:9 Da sprach Gott zu Jona: Meinst du, dass du billig zrnst um den Rizinus? Und er sprach: Billig zrne ich bis an den Tod.
Jon 4:10 Und der HErr sprach: Dich jammert des Rizinus, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb;
Jon 4:11 und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher groen Stadt, in welcher sind mehr denn hundert und zwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?
Mic 1:1 Dies ist das Wort des HErrn, welches geschah zu Micha von Moreseth zur Zeit des Jotham, Ahas und Hiskia, der Knige Judas, das er gesehen hat ber Samaria und Jerusalem.
Mic 1:2 Hrt, alle Vlker! merke auf, Land, und alles, was darinnen ist! denn Gott der HErr hat mit euch zu reden, ja, der HErr aus seinem heiligen Tempel.
Mic 1:3 Denn siehe, der HErr wird ausgehen aus seinem Ort und herabfahren und treten auf die Hhen im Lande,
Mic 1:4 dass die Berge unter ihm schmelzen und die Tler reiend werden, gleichwie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, wie die Wasser, so niederwrts flieen.
Mic 1:5 Das alles um der bertretung willen Jakobs und um der Snden willen des Hauses Israel. Welches ist aber die bertretung Jakobs? Ist's nicht Samaria? Welches sind aber die Hhen Judas? Ist's nicht Jerusalem?
Mic 1:6 Und ich will Samaria zum Steinhaufen im Felde machen, dass man ihre Steine um die Weinberge legt, und will ihre Steine ins Tal schleifen und sie bis zum Grund einbrechen.
Mic 1:7 Alle ihre Gtzen sollen zerbrochen und all ihr Hurenlohn soll mit Feuer verbrannt werden; und ich will ihre Bilder verwsten, denn sie sind von Hurenlohn zusammengebracht und sollen auch wieder Hurenlohn werden.
Mic 1:8 Darber muss ich klagen und heulen, ich muss beraubt und blo dahergehen; ich muss klagen wie die Schakale und trauern wie die Straue.
Mic 1:9 Denn es ist kein Rat fr ihre Plage, die bis gen Juda kommen und bis an meines Volkes Tor, bis Jerusalem hinanreichen wird.
Mic 1:10 Verkndigt's ja nicht zu Gath; lasst euer Weinen nicht hren zu Akko; in Beth-Leaphra setzt euch in die Asche.
Mic 1:11 Du Einwohnerin Saphirs musst dahin mit allen Schanden; die Einwohnerin Zaenans wird nicht ausziehen; das Leid Beth-Haezels wird euch wehren, dass ihr da euch lagert.
Mic 1:12 Die Einwohnerin Maroths vermag sich nicht zu trsten; denn es wird das Unglck vom Herrn kommen auch bis an das Tor Jerusalems.
Mic 1:13 Du Stadt Lachis, spanne Renner an und fahre davon! denn du bist der Tochter Zion der Anfang zur Snde, und in dir sind gefunden die bertretungen Israels.
Mic 1:14 Du wirst dich mssen scheiden von Moreseth-Gath. Mit der Stadt Achsib wird's den Knigen Israels fehlgehen.
Mic 1:15 Ich will dir, Maresa, den rechten Erben bringen und die Herrlichkeit Israels soll kommen bis gen Adullam.
Mic 1:16 Lass die Haare abscheren und gehe kahl um deiner zarten Kinder willen; mache dich ganz kahl wie ein Adler, denn sie sind von dir gefangen weggefhrt.
Mic 2:1 Weh denen, die Schaden zu tun trachten und gehen mit bsen Tcken um auf ihrem Lager, dass sie es frh, wenn's licht wird, vollbringen, weil sie die Macht haben.
Mic 2:2 Sie reien cker an sich und nehmen Huser, welche sie gelstet; also treiben sie Gewalt mit eines jeden Hause und mit eines jeden Erbe.
Mic 2:3 Darum spricht der HErr also: Siehe, ich gedenke ber dies Geschlecht Bses, dass ihr euren Hals nicht daraus ziehen und dass ihr nicht so stolz dahergehen sollt; denn es soll eine bse Zeit sein.
Mic 2:4 Zur selben Zeit wird man einen Spruch von euch machen und klagen: Es ist aus (wird man sagen), wir sind verstrt. Meines Volkes Land wird eines fremden Herrn. Wann wird er uns die cker wieder zuteilen, die er uns genommen hat?
Mic 2:5 Jawohl, ihr werdet keinen Teil behalten in der Gemeinde des HErrn.
Mic 2:6 Predigt nicht! predigen sie, denn solche Predigt trifft uns nicht; wir werden nicht so zu Schanden werden.
Mic 2:7 Das Haus Jakob trstet sich also: Meinst du, der HErr sei schnell zum Zorn? Sollte er solches tun wollen? Es ist wahr, meine Reden sind freundlich den Frommen.
Mic 2:8 Aber mein Volk hat sich aufgemacht wie ein Feind, denn sie rauben beides, Rock und Mantel, denen, so sicher dahergehen, gleich wie die, so aus dem Kriege kommen.
Mic 2:9 Ihr treibt die Weiber meines Volkes aus ihren lieben Husern und nehmt von ihren jungen Kindern meinen Schmuck auf immer.
Mic 2:10 Darum macht euch auf! Ihr msst davon, ihr sollt hier nicht bleiben; um ihrer Unreinigkeit willen mssen sie unsanft zerstrt werden.
Mic 2:11 Wenn ich ein Irrgeist wre und ein Lgenprediger und predigte, wie sie saufen und schwelgen sollten, das wre eine Predigt fr dies Volk.
Mic 2:12 Ich will aber dich, Jakob, versammeln ganz und die brigen in Israel zuhauf bringen; ich will sie wie Schafe miteinander in einen festen Stall tun und wie eine Herde in ihre Hrden, dass es von Menschen tnen soll.
Mic 2:13 Es wird ein Durchbrecher vor ihnen herauffahren; sie werden durchbrechen und zum Tor ausziehen; und ihr Knig wird vor ihnen her gehen und der HErr vornean.
Mic 3:1 Und ich sprach: Hret doch, ihr Hupter im Hause Jakob und ihr Frsten im Hause Israel! Ihr solltet's billig sein, die das Recht wssten.
Mic 3:2 Aber ihr hasset das Gute und liebet das Arge; ihr schindet ihnen die Haut ab und das Fleisch von ihren Gebeinen
Mic 3:3 und fresset das Fleisch meines Volkes; und wenn ihr ihnen die Haut abgezogen habt, zerbrecht ihr ihnen auch die Gebeine und zerlegt's wie in einen Topf und wie Fleisch in einen Kessel.
Mic 3:4 Darum, wenn ihr nun zum HErrn schreien werdet, wird er euch nicht erhren, sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zur selben Zeit, wie ihr mit euren bsen Wesen verdient habt.
Mic 3:5 So spricht der HErr wider die Propheten, so mein Volk verfhren: Sie predigen es solle wohl gehen, wo man ihnen zu fressen gibt; wo man aber ihnen nichts ins Maul gibt, da predigen sie, es msse Krieg kommen.
Mic 3:6 Darum soll euer Gesicht zur Nacht und euer Wahrsagen zur Finsternis werden. Die Sonne soll ber den Propheten untergehen und der Tag ber ihnen finster werden.
Mic 3:7 Und die Seher sollen zu Schanden und die Wahrsager zu Spott werden und mssen alle ihren Mund verhllen, weil da kein Gotteswort sein wird.
Mic 3:8 Ich aber bin voll Kraft und Geistes des HErrn, voll Rechts und Strke, dass ich Jakob sein bertreten und Israel seine Snden anzeigen darf.
Mic 3:9 So hrt doch dies, ihr Hupter im Hause Jakob und ihr Frsten im Hause Israel, die ihr das Recht verschmht und alles, was aufrichtig ist, verkehrt;
Mic 3:10 die ihr Zion mit Blut baut und Jerusalem mit Unrecht:
Mic 3:11 Ihre Hupter richten um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um Geld, verlassen sich auf den HErrn und sprechen: Ist nicht der HErr unter uns? Es kann kein Unglck ber uns kommen.
Mic 3:12 Darum wird Zion um euretwillen wie ein Acker gepflgt werden, und Jerusalem wird zum Steinhaufen werden und der Berg des Tempels zu einer wilden Hhe.
Mic 4:1 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HErrn Haus ist, fest stehen, hher denn alle Berge, und ber die Hgel erhaben sein, und die Vlker werden dazu laufen,
Mic 4:2 und viele Heiden werden gehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HErrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir auf seiner Strae wandeln! Denn aus Zion wird das Gesetz ausgehen und des HErrn Wort aus Jerusalem.
Mic 4:3 Er wird unter groen Vlkern richten und viele Heiden strafen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiee zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und werden nicht mehr kriegen lernen.
Mic 4:4 Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der Mund des HErrn Zebaoth hat's geredet.
Mic 4:5 Denn ein jegliches Volk wandelt im Namen seines Gottes; aber wir wandeln im Namen des HErrn, unsres Gottes, immer und ewiglich.
Mic 4:6 Zur selben Zeit, spricht der HErr, will ich die Lahmen versammeln und die Verstoenen zuhauf bringen und die ich geplagt habe.
Mic 4:7 Und will die Lahmen machen, dass sie Erben haben sollen, und die Verstoenen zum groen Volk machen; und der HErr wird Knig ber sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit.
Mic 4:8 Und du, Turm Eder, du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und einkehren die vorige Herrschaft, das Knigreich der Tochter Jerusalem.
Mic 4:9 Warum schreist du denn jetzt so laut? Ist der Knig nicht bei dir? oder sind deine Ratgeber alle hinweg, dass dich also das Weh angekommen ist wie eine in Kindsnten?
Mic 4:10 Leide doch solch Weh und kreie, du Tochter Zion, wie eine in Kindsnten. Denn du musst nun zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen und gen Babel kommen; aber daselbst wirst du errettet werden, daselbst wird dich der HErr erlsen von deinen Feinden.
Mic 4:11 Nun aber werden sich viele Heiden wider dich rotten und sprechen: Sie soll entweiht werden; wir wollen unsre Lust an Zion sehen.
Mic 4:12 Aber sie wissen des HErrn Gedanken nicht und merken seinen Ratschlag nicht, dass er sie zuhauf gebracht hat wie Garben auf der Tenne.
Mic 4:13 Darum mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich will dir eiserne Hrner und eherne Klauen machen, und sollst viel Vlker zermalmen; so will ich ihr Gut dem HErrn verbannen und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt.
Mic 4:14 Aber nun, du Kriegerin, rste dich! denn man wird uns belagern und den Richter Israels mit der Rute auf den Backen schlagen.
Mic 5:1 Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Stdten in Juda, aus dir soll mir kommen, der in Israel HErr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
Mic 5:2 Indes lsst er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, so gebren soll, geboren habe; da werden dann die brigen seiner Brder wiederkommen zu den Kindern Israel.
Mic 5:3 Er wird aber auftreten und weiden in der Kraft des HErrn und im Sieg des Namens des HErrn, seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, soweit die Welt ist.
Mic 5:4 Und er wird unser Friede sein. Wenn Assur in unser Land fllt und in unsre Huser bricht, so werden wir sieben Hirten und acht Frsten wider ihn bestellen,
Mic 5:5 die das Land Assur verderben mit dem Schwert und das Land Nimrods mit ihren bloen Waffen. Also wird er uns von Assur erretten, wenn er in unser Land fallen und in unsre Grenzen brechen wird.
Mic 5:6 Und es werden die brigen aus Jakob unter vielen Vlkern sein, wie ein Tau vom HErrn und wie die Trpflein aufs Gras, das auf niemand harrt noch auf Menschen wartet.
Mic 5:7 Ja, die brigen aus Jakob werden unter den Heiden bei vielen Vlkern sein wie ein Lwe unter den Tieren im Walde, wie ein junger Lwe unter einer Herde Schafe, welchem niemand wehren kann, wenn er dadurch geht, zertritt und zerreit.
Mic 5:8 Denn deine Hand wird siegen wider alle deine Widersacher, dass alle deine Feinde mssen ausgerottet werden.
Mic 5:9 Zur selben Zeit, spricht der HErr, will ich deine Rosse von dir tun und deine Wagen zunichte machen;
Mic 5:10 und will die Stdte deines Landes ausrotten und alle deine Festen zerbrechen.
Mic 5:11 Und will die Zauberer bei dir ausrotten, dass keine Zeichendeuter bei dir bleiben sollen.
Mic 5:12 Ich will deine Bilder und Gtzen von dir ausrotten, dass du nicht mehr sollst anbeten deiner Hnde Werk.
Mic 5:13 Und will deine Ascherabilder zerbrechen und deine Stdte vertilgen.
Mic 5:14 Und will Rache ben mit Grimm und Zorn an allen Heiden, so nicht gehorchen wollen.
Mic 6:1 Hret doch, was der HErr sagt: Mache dich auf und rechte vor den Bergen und lass die Hgel deine Stimme hren!
Mic 6:2 Hret, ihr Berge, wie der HErr rechten will, und ihr starken Grundfesten der Erde; denn der HErr will mit seinem Volk rechten und will Israel strafen.
Mic 6:3 Was habe ich dir getan, mein Volk, und womit habe ich dich beleidigt? Das sage mir!
Mic 6:4 Habe ich dich doch aus gyptenland gefhrt und aus dem Diensthause erlst und vor dir her gesandt Mose, Aaron und Mirjam.
Mic 6:5 Mein Volk, denke doch daran, was Balak, der Knig in Moab, vorhatte und was ihm Bileam, der Sohn Beors, antwortete, von Sittim an bis gen Gilgal; daran ihr ja merken solltet, wie der HErr euch alles Gute getan hat.
Mic 6:6 Womit soll ich den HErrn vershnen, mich bcken vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern und jhrigen Klbern ihn vershnen?
Mic 6:7 Wird wohl der HErr Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzhligen Strmen l? Oder soll ich meinen ersten Sohn fr meine bertretung geben, meines Leibes Frucht fr die Snde meiner Seele?
Mic 6:8 Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HErr von dir fordert, nmlich Gottes Wort halten und Liebe ben und demtig sein vor deinem Gott.
Mic 6:9 Es wird des HErrn Stimme ber die Stadt rufen; aber wer deinen Namen frchtet, dem wird's gelingen. Hret, ihr Stmme, was gepredigt wird!
Mic 6:10 Noch bleibt Unrecht Gut in des Gottlosen Hause und das heillose geringe Ma.
Mic 6:11 Oder sollte ich die unrechte Waage und falsche Gewichte im Beutel billigen,
Mic 6:12 durch welche ihre Reichen viel Unrecht tun? Und ihre Einwohner gehen mit Lgen um und haben falsche Zungen in ihrem Halse.
Mic 6:13 Darum will ich dich auch bel plagen und dich um deiner Snden willen wst machen.
Mic 6:14 Du sollst nicht genug zu essen haben und sollst verschmachten. Und was du beiseite schaffst, soll doch nicht davonkommen; und was davonkommt, will ich doch dem Schwert berantworten.
Mic 6:15 Du sollst sen, und nicht ernten; du sollst l keltern, und dich damit nicht salben, und Most keltern, und nicht Wein trinken.
Mic 6:16 Denn man hlt die Weise Omris und alle Werke des Hauses Ahab und folgt ihrem Rat. Darum will ich dich zur Wste machen und ihre Einwohner, dass man sie anpfeifen soll; und ihr sollt meines Volkes Schmach tragen.
Mic 7:1 Ach, es geht mir wie einem, der im Weinberge nachliest, da man keine Trauben findet zu essen, und wollte doch gerne die besten Frchte haben.
Mic 7:2 Die frommen Leute sind weg in diesem Lande, und die Gerechten sind nicht mehr unter den Leuten. Sie lauern alle auf Blut; ein jeglicher jagt den andern, dass er ihn verderbe,
Mic 7:3 und meinen, sie tun wohl daran, wenn sie Bses tun. Was der Frst will, das spricht der Richter, dass er ihm wieder einen Dienst tun soll. Die Gewaltigen raten nach ihrem Mutwillen, Schaden zu tun, und drehen's wie sie wollen.
Mic 7:4 Der Beste unter ihnen ist wie ein Dorn und der Redlichste wie eine Hecke. Aber wenn der Tag deiner Prediger kommen wird, wenn du heimgesucht sollst werden, da werden sie dann nicht wissen, wo aus.
Mic 7:5 Niemand glaube seinem Nchsten, niemand verlasse sich auf einen Freund; bewahre die Tr deines Mundes vor der, die in deinen Armen schlft.
Mic 7:6 Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter setzt sich wider die Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind sein eigenes Hausgesinde.
Mic 7:7 Ich aber will auf den HErrn schauen und des Gottes meines Heils warten; mein Gott wird mich hren.
Mic 7:8 Freue dich nicht, meine Feindin, dass ich darniederliege! Ich werde wieder aufkommen; und so ich im Finstern sitze, so ist doch der HErr mein Licht.
Mic 7:9 Ich will des HErrn Zorn tragen, denn ich habe wider ihn gesndigt, bis er meine Sache ausfhre und mir Recht schaffe; er wird mich ans Licht bringen, dass ich meine Lust an seiner Gnade sehe.
Mic 7:10 Meine Feindin wird's sehen mssen und mit aller Schande bestehen, die jetzt zu mir sagt: Wo ist der HErr, dein Gott? Meine Augen werden's sehen, dass sie dann wie Kot auf der Gasse zertreten wird.
Mic 7:11 Zu der Zeit werden deine Mauern gebaut werden, und Gottes Wort wird weit auskommen.
Mic 7:12 Und zur selben Zeit werden sie von Assur und von den Stdten gyptens zu dir kommen, von gypten bis an den Strom, von einem Meer zum andern, von einem Gebirge zum andern.
Mic 7:13 Denn das Land wird wst sein seiner Einwohner halben, um der Frucht willen ihrer Werke.
Mic 7:14 Du aber weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, die da besonders wohnt im Walde, mitten auf dem Karmel; lass sie zu Basan und Gilead weiden wie vor alters.
Mic 7:15 Ich will sie Wunder sehen lassen gleichwie zur Zeit, da sie aus gyptenland zogen,
Mic 7:16 dass es die Heiden sehen und alle ihre Gewaltigen sich schmen sollen und ihre Hand auf ihren Mund legen und ihre Ohren zuhalten.
Mic 7:17 Sie sollen Staub lecken wie die Schlangen und wie das Gewrm auf Erden zitternd hervorkommen aus ihren Burgen; sie werden sich frchten vor dem HErrn, unsrem Gott, und vor dir sich entsetzen.
Mic 7:18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Snde vergibt und erlsst die Missetat den brigen seines Erbteils, der seinen Zorn nicht ewiglich behlt! denn er ist barmherzig.
Mic 7:19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsre Missetaten dmpfen und alle unsre Snden in die Tiefen des Meeres werfen.
Mic 7:20 Du wirst dem Jakob die Treue und Abraham die Gnade halten, wie du unsren Vtern vorlngst geschworen hast.
Nah 1:1 Dies ist die Last ber Ninive und das Buch der Weissagung Nahums von Elkos.
Nah 1:2 Der HErr ist ein eifriger Gott und ein Rcher, ja, ein Rcher ist der HErr und zornig; der HErr ist ein Rcher wider seine Widersacher und der es seinen Feinden nicht vergessen wird.
Nah 1:3 Der HErr ist geduldig und von groer Kraft, vor welchem niemand unschuldig ist; er ist der HErr, des Weg in Wetter und Sturm ist und Gewlke der Staub unter seinen Fen,
Nah 1:4 der das Meer schilt und trocken macht und alle Wasser vertrocknet. Basan und Karmel verschmachten; und was auf dem Berge Libanon blht, verschmachtet.
Nah 1:5 Die Berge zittern vor ihm, und die Hgel zergehen; das Erdreich bebt vor ihm, der Weltkreis und alle, die darauf wohnen.
Nah 1:6 Wer kann vor seinem Zorn stehen, und wer kann seinen Grimm bleiben? Sein Zorn brennt wie Feuer, und die Felsen zerspringen vor ihm.
Nah 1:7 Der HErr ist gtig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die auf ihn trauen.
Nah 1:8 Er lsst die Flut berher laufen und macht derselben Sttte ein Ende, und seine Feinde verfolgt er mit Finsternis.
Nah 1:9 Was gedenkt ihr wider den HErrn? Er wird doch ein Ende machen; es wird das Unglck nicht zweimal kommen.
Nah 1:10 Denn wenn sie gleich sind wie die Dornen, die noch ineinanderwachsen und im besten Saft sind, so sollen sie doch verbrannt werden wie drres Stroh.
Nah 1:11 Denn von dir ist gekommen der Schalksrat, der Bses wider den HErrn gedachte.
Nah 1:12 So spricht der HErr: Sie kommen so gerstet und mchtig, wie sie wollen, so sollen sie doch umgehauen werden und dahinfahren. Ich habe dich gedemtigt; aber ich will dich nicht wiederum demtigen.
Nah 1:13 Alsdann will ich sein Joch, das du trgst, zerbrechen und deine Bande zerreien.
Nah 1:14 Aber wider dich hat der HErr geboten, dass deines Namens kein Same mehr soll bleiben. Vom Hause deines Gottes will ich dich ausrotten, die Gtzen und Bilder will ich dir zum Grab machen; denn du bist zunichte geworden.
Nah 2:1 Siehe, auf den Bergen kommen Fe eines guten Boten, der da Frieden verkndigt! Halte deine Feiertage, Juda, und bezahle deine Gelbde! denn es wird der Arge nicht mehr ber dich kommen; er ist ganz ausgerottet.
Nah 2:2 Es wird der Zerstreuer wider dich heraufziehen und die Feste belagern. Siehe wohl auf die Strae, rste dich aufs beste und strke dich aufs gewaltigste!
Nah 2:3 Denn der HErr wird die Pracht Jakobs wiederbringen wie die Pracht Israels; denn die Ableser haben sie abgelesen und ihre Reben verderbt.
Nah 2:4 Die Schilde seiner Starken sind rot, sein Heervolk glnzt wie Purpur, seine Wagen leuchten wie Feuer, wenn er sich rstet; ihre Spiee beben.
Nah 2:5 Die Wagen rollen auf den Gassen und rasseln auf den Straen; sie glnzen wie Fackeln und fahren einher wie die Blitze.
Nah 2:6 Er aber wird an seine Gewaltigen gedenken; doch werden sie fallen, wo sie hinaus wollen, und werden eilen zur Mauer und zu dem Schirm, da sie sicher seien.
Nah 2:7 Aber die Tore an den Wassern werden doch geffnet, und der Palast wird untergehen.
Nah 2:8 Die Knigin wird gefangen weggefhrt werden, und ihre Jungfrauen werden seufzen wie die Tauben und an ihre Brust schlagen.
Nah 2:9 Denn Ninive ist wie ein Teich voll Wasser von jeher; aber dasselbe wird verflieen mssen. Stehet, stehet! werden sie rufen; aber da wird sich niemand umwenden.
Nah 2:10 So raubet nun Silber! raubet Gold! denn hier ist der Schtze kein Ende und die Menge aller kstlichen Kleinode.
Nah 2:11 Nun muss sie rein abgelesen und geplndert werden, dass ihr Herz muss verzagen, die Kniee schlottern, alle Lenden zittern und alle Angesichter bleich werden.
Nah 2:12 Wo ist nun die Wohnung der Lwen und die Weide der jungen Lwen, da der Lwe und die Lwin mit den jungen Lwen wandelten, und niemand durfte sie scheuchen?
Nah 2:13 Der Lwe raubte genug fr seine Jungen und wrgte es fr seine Lwinnen; seine Hhlen fllte er mit Raub und seine Wohnung mit dem, was er zerrissen hatte.
Nah 2:14 Siehe, ich will an dich, spricht der HErr Zebaoth, und deine Wagen im Rauch anznden, und das Schwert soll deine jungen Lwen fressen; und will deines Raubens ein Ende machen auf Erden, dass man deiner Boten Stimme nicht mehr hren soll.
Nah 3:1 Weh der mrderischen Stadt, die voll Lgen und Ruberei ist und von ihrem Rauben nicht lassen will!
Nah 3:2 Denn da wird man hren die Geieln klappen und die Rder rasseln und die Rosse jagen und die Wagen rollen.
Nah 3:3 Reiter rcken herauf mit glnzenden Schwertern und blitzenden Spieen. Da liegen viel Erschlagene und groe Haufen Leichname, dass ihrer keine Zahl ist und man ber die Leichname fallen muss.
Nah 3:4 Das alles um der Hurerei willen der schnen, lieben Hure, die mit Zauberei umgeht, die mit ihrer Hurerei die Heiden und mit ihrer Zauberei Land und Leute zu Knechten gemacht hat.
Nah 3:5 Siehe, ich will an dich, spricht der HErr Zebaoth; ich will dir deine Sume aufdecken unter dein Angesicht und will den Heiden deine Ble und den Knigreichen deine Schande zeigen.
Nah 3:6 Ich will dich ganz greulich machen und dich schnden und ein Schauspiel aus dir machen,
Nah 3:7 dass alle, die dich sehen, vor dir fliehen und sagen sollen: Ninive ist zerstrt; wer will Mitleid mit ihr haben? Und wo soll ich dir Trster suchen?
Nah 3:8 Meinst du, du seist besser denn die Stadt No-Amon, die da lag an den Wassern und ringsumher Wasser hatte, deren Mauern und Feste war das Meer?
Nah 3:9 Mohren und gypten war ihre unzhlige Macht, Put und Libyen waren ihre Hilfe.
Nah 3:10 Doch hat sie mssen vertrieben werden und gefangen wegziehen; und sind ihre Kinder auf allen Gassen zerschmettert worden, und um ihre Edlen warf man das Los, und alle ihre Gewaltigen wurden in Ketten und Fesseln gelegt.
Nah 3:11 Also musst du auch trunken werden und dich verbergen und eine Feste suchen vor dem Feinde.
Nah 3:12 Alle deine festen Stdte sind wie Feigenbume mit reifen Feigen, die, wenn man sie schttelt, dem ins Maul fallen, der sie essen will.
Nah 3:13 Siehe, dein Volk soll zu Weibern werden in dir, und die Tore deines Landes sollen deinen Feinden geffnet werden, und das Feuer soll deine Riegel verzehren.
Nah 3:14 Schpfe dir Wasser, denn du wirst belagert werden! Bessere deine Festen! Gehe in den Ton und tritt den Lehm und mache starke Ziegel!
Nah 3:15 Aber das Feuer wir dich fressen und das Schwert tten; es wird dich abfressen wie ein Kfer, ob deines Volkes schon viel ist wie Kfer, ob deines Volkes schon viel ist wie Heuschrecken.
Nah 3:16 Du hast mehr Hndler, denn Sterne am Himmel sind; aber nun werden sie sich ausbreiten wie Kfer und davonfliegen.
Nah 3:17 Deiner Herden sind so viel wie Heuschrecken und deiner Hauptleute wie Kfer, die sich an die Zune lagern in den kalten Tagen; wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon, dass man nicht wei, wo sie bleiben.
Nah 3:18 Deine Hirten werden schlafen, o Knig zu Assur, deine Mchtigen werden sich legen; und dein Volk wird auf den Bergen zerstreut sein, und niemand wird sie versammeln.
Nah 3:19 Niemand wird deinen Schaden lindern, und deine Wunde wird unheilbar sein. Alle, die solches von dir hren, werden mit ihren Hnden ber dich klatschen; denn ber wen ist nicht deine Bosheit ohne Unterlass gegangen?
Hab 1:1 Dies ist die Last, welche der Prophet Habakuk gesehen hat.
Hab 1:2 HErr, wie lange soll ich schreien, und du willst mich nicht hren? Wie lange soll ich zu dir rufen ber Frevel, und du willst nicht helfen?
Hab 1:3 Warum lssest du mich Mhsal sehen und siehest dem Jammer zu? Raub und Frevel sind vor mir. Es geht Gewalt ber Recht.
Hab 1:4 Darum ist das Gesetz ohnmchtig, und keine rechte Sache kann gewinnen. Denn der Gottlose bervorteilt den Gerechten; darum ergehen verkehrte Urteile.
Hab 1:5 Schaut unter den Heiden, seht und verwundert euch! denn ich will etwas tun zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird.
Hab 1:6 Denn siehe, ich will die Chalder erwecken, ein bitteres und schnelles Volk, welches ziehen wird, soweit die Erde ist, Wohnungen einzunehmen, die nicht sein sind,
Hab 1:7 und wird grausam und schrecklich sein; das da gebeut und zwingt, wie es will.
Hab 1:8 Ihre Rosse sind schneller denn die Parder und behender denn die Wlfe des Abends. Ihre Reiter ziehen in groen Haufen von ferne daher, als flgen sie, wie die Adler eilen zum Aas.
Hab 1:9 Sie kommen allesamt, dass sie Schaden tun; wo sie hin wollen, reien sie hindurch wie ein Ostwind und werden Gefangene zusammenraffen wie Sand.
Hab 1:10 Sie werden der Knige spotten, und der Frsten werden sie lachen. Alle Festungen werden ihnen ein Scherz sein; denn sie werden Erde aufschtten und sie gewinnen.
Hab 1:11 Alsdann werden sie einen neuen Mut nehmen, werden fortfahren und sich versndigen; also muss ihre Macht ihr Gott sein.
Hab 1:12 Aber du, HErr, mein Gott, mein Heiliger, der du von Ewigkeit her bist, lass uns nicht sterben; sondern lass sie uns, o HErr, nur eine Strafe sein und lass sie, o unser Hort, uns nur zchtigen!
Hab 1:13 Deine Augen sind rein, dass du bles nicht sehen magst, und dem Jammer kannst du nicht zusehen. Warum siehst du denn den Rubern zu und schweigst, dass der Gottlose verschlingt den, der frmmer als er ist,
Hab 1:14 und lssest die Menschen gehen wie Fische im Meer, wie Gewrm, das keinen HErrn hat?
Hab 1:15 Sie ziehen alles mit dem Haken und fangen's mit ihrem Netz und sammeln's mit ihrem Garn; des freuen sie sich und sind frhlich.
Hab 1:16 Darum opfern sie ihrem Netz und ruchern ihrem Garn, weil durch diese ihr Teil so fett und ihre Speise so vllig geworden ist.
Hab 1:17 Sollen sie derhalben ihr Netz immerdar auswerfen und nicht aufhren, Vlker zu erwrgen?
Hab 2:1 Hier stehe ich auf meiner Hut und trete auf meine Feste und schaue und sehe zu, was mir gesagt werde, und was meine Antwort sein sollte auf mein Rechten.
Hab 2:2 Der HErr aber antwortet mir und spricht: Schreib das Gesicht und male es auf eine Tafel, dass es lesen knne, wer vorberluft!
Hab 2:3 Die Weissagung wird ja noch erfllt werden zu seiner Zeit und endlich frei an den Tag kommen und nicht ausbleiben. Ob sie aber verzieht, so harre ihrer: sie wird gewiss kommen und nicht verziehen.
Hab 2:4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben; der Gerechte aber wird seines Glaubens leben.
Hab 2:5 Aber der Wein betrgt den stolzen Mann, dass er nicht rasten kann, welcher seine Seele aufsperrt wie die Hlle und ist gerade wie der Tod, der nicht zu sttigen ist, sondern rafft zu sich alle Heiden und sammelt zu sich alle Vlker.
Hab 2:6 Was gilt's aber? diese alle werden einen Spruch von ihm machen und eine Sage und Sprichwort und werden sagen: Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremden Gut! Wie lange wird's whren, und ladet nur viel Schulden auf sich?
Hab 2:7 O wie pltzlich werden aufstehen die dich beien, und erwachen, die dich wegstoen! und du musst ihnen zuteil werden.
Hab 2:8 Denn du hast viele Heiden beraubt; so werden dich wieder berauben alle brigen von den Vlkern um des Menschenbluts willen und um des Frevels willen, im Lande und in der Stadt und an allen, die darin wohnen, begangen.
Hab 2:9 Weh dem, der da geizt zum Unglck seines Hauses, auf dass er sein Nest in die Hhe lege, dass er dem Unfall entrinne!
Hab 2:10 Aber dein Ratschlag wird zur Schande deines Hauses geraten; denn du hast zu viele Vlker zerschlagen und hast mit allem Mutwillen gesndigt.
Hab 2:11 Denn auch die Steine in der Mauer werden schreien, und die Sparren am Balkenwerk werden ihnen antworten.
Hab 2:12 Weh dem, der die Stadt mit Blut baut und richtet die Stadt mit Unrecht zu!
Hab 2:13 Wird's nicht also vom HErrn Zebaoth geschehen: was die Vlker gearbeitet haben, muss mit Feuer verbrennen, und daran die Leute mde geworden sind, das muss verloren sein?
Hab 2:14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HErrn, wie Wasser das Meer bedeckt.
Hab 2:15 Weh dir, der du deinem Nchsten einschenkst und mischest deinen Grimm darunter und ihn trunken machst, dass du sein Ble sehest!
Hab 2:16 Du hast dich gesttigt mit Schande und nicht mit Ehre. So saufe du nun auch, dass du taumelst! denn zu dir wird umgehen der Kelch in der Rechten des HErrn, und musst eitel Schande haben fr deine Herrlichkeit.
Hab 2:17 Denn der Frevel, am Libanon begangen, wird dich berfallen, und die verstrten Tiere werden dich schrecken um des Menschenbluts willen und um des Frevels willen, im Lande und in der Stadt und an allen, die darin wohnen, begangen.
Hab 2:18 Was wird dann helfen das Bild, das sein Meister gebildet hat, und das falsche gegossene Bild, darauf sich verlsst sein Meister, dass er stumme Gtzen machte?
Hab 2:19 Weh dem, der zum Holz spricht: Wache auf! und zum stummen Steine: Stehe auf! Wie sollte es lehren? Siehe, es ist mit Gold und Silber berzogen und ist kein Odem in ihm.
Hab 2:20 Aber der HErr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm still alle Welt!
Hab 3:1 Dies ist das Gebet des Propheten Habakuk fr die Unschuldigen:
Hab 3:2 HErr, ich habe dein Gercht gehrt, dass ich mich entsetze. HErr, mache dein Werk lebendig mitten in den Jahren und lass es kund werden mitten in den Jahren. Wenn Trbsal da ist, so denke der Barmherzigkeit.
Hab 3:3 Gott kam vom Mittag und der Heilige vom Gebirge Pharan. (Sela.) Seines Lobes war der Himmel voll, und seiner Ehre war die Erde voll.
Hab 3:4 Sein Glanz war wie ein Licht; Strahlen gingen von seinen Hnden; darin war verborgen seine Macht.
Hab 3:5 Vor ihm her ging Pestilenz, und Plage ging aus, wo er hin trat.
Hab 3:6 Er stand und ma die Erde, er schaute und machte beben die Heiden, dass zerschmettert wurden die Berge, die von alters her sind, und sich bcken mussten die ewigen Hgel, da er wie vor alters einherzog.
Hab 3:7 Ich sah der Mohren Htten in Not und der Midianiter Gezelte betrbt.
Hab 3:8 Warst du nicht zornig, HErr, in der Flut und dein Grimm in den Wassern und dein Zorn im Meer, da du auf deinen Rossen rittest und deine Wagen den Sieg behielten?
Hab 3:9 Du zogst den Bogen hervor, wie du geschworen hattest den Stmmen (Sela!), und verteiltest die Strme ins Land.
Hab 3:10 Die Berge sahen dich, und ihnen ward bange; der Wasserstrom fuhr dahin, die Tiefe lie sich hren, die Hhe hob die Hnde auf.
Hab 3:11 Sonne und Mond standen still. Deine Pfeile fuhren mit Glnzen dahin und dein Speere mit Leuchten des Blitzes.
Hab 3:12 Du zertratest das Land im Zorn und zerdroschest die Heiden im Grimm.
Hab 3:13 Du zogst aus, deinem Volk zu helfen, zu helfen deinem Gesalbten; du zerschmettertest das Haupt im Hause des Gottlosen und entbltest die Grundfeste bis an den Hals. (Sela.)
Hab 3:14 Du durchbohrtest mit seinen Speeren das Haupt seiner Scharen, die wie ein Wetter kamen, mich zu zerstreuen, und freuten sich, als fren sie die Elenden im Verborgenen.
Hab 3:15 Deine Rosse gingen im Meer, im Schlamm groer Wasser.
Hab 3:16 Weil ich solches hrte, bebt mein Leib, meine Lippen zittern von dem Geschrei; Eiter geht in meine Gebeine, und meine Kniee beben, dieweil ich ruhig harren muss bis auf die Zeit der Trbsal, da wir hinaufziehen zum Volk, das uns bestreitet.
Hab 3:17 Denn der Feigenbaum wird nicht grnen, und wird kein Gewchs sein an den Weinstcken; die Arbeit am lbaum ist vergeblich, und die cker bringen keine Nahrung; und Schafe werden aus den Hrden gerissen, und werden keine Rinder in den Stllen sein.
Hab 3:18 Aber ich will mich freuen des HErrn und frhlich sein in Gott, meinem Heil.
Hab 3:19 Denn der HErr ist meine Kraft und wird meine Fe machen wie Hirschfe und wird mich auf meine Hhen fhren. Vorzusingen auf meinem Saitenspiel.
Zep 1:1 Dies ist das Wort des HErrn, welches geschah zu Zephanja, dem Sohn Chusis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Knigs in Juda.
Zep 1:2 Ich will alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der HErr.
Zep 1:3 Ich will Menschen und Vieh, Vgel des Himmels und Fische im Meer wegnehmen samt den rgernissen und den Gottlosen; ja, ich will die Menschen ausreuten aus dem Lande, spricht der HErr.
Zep 1:4 Ich will meine Hand ausstrecken ber Juda und ber alle, die zu Jerusalem wohnen; also will ich das brige von Baal ausreuten, dazu den Namen der Gtzenpfaffen und Priester aus diesem Ort;
Zep 1:5 und die, so auf den Dchern des Himmels Heer anbeten; die es anbeten und schwren doch bei dem HErrn und zugleich bei Milkom;
Zep 1:6 und die vom HErrn abfallen, und die nach dem HErrn nichts fragen und ihn nicht achten.
Zep 1:7 Seid still vor dem HErrn HErrn, denn des HErrn Tag ist nahe; denn der HErr hat ein Schlachtopfer zubereitet und seine Gste dazu geladen.
Zep 1:8 Und am Tage des Schlachtopfers des HErrn will ich heimsuchen die Frsten und des Knigs Kinder und alle, die ein fremdes Kleid tragen.
Zep 1:9 Auch will ich zur selben Zeit die heimsuchen, so ber die Schwelle springen, die ihres HErrn Haus fllen mit Rauben und Trgen.
Zep 1:10 Zur selben Zeit, spricht der HErr, wird sich ein lautes Geschrei erheben von dem Fischtor her und ein Geheul von dem andern Teil der Stadt und ein groer Jammer von den Hgeln.
Zep 1:11 Heulet, die ihr in der Mhle wohnt; denn das ganze Krmervolk ist dahin, und alle, die Geld sammeln, sind ausgerottet.
Zep 1:12 Zur selben Zeit will ich Jerusalem mit Leuchten durchsuchen und will heimsuchen die Leute, die auf ihren Hefen liegen und sprechen in ihrem Herzen: Der HErr wird weder Gutes noch Bses tun.
Zep 1:13 Und ihre Gter sollen zum Raub werden und ihre Huser zur Wste. Sie werden Huser bauen, und nicht darin wohnen; sie werden Weinberge pflanzen, und keinen Wein davon trinken.
Zep 1:14 Des HErrn groer Tag ist nahe; er ist nahe und eilt sehr. Wenn das Geschrei vom Tage des HErrn kommen wird, so werden die Starken alsdann bitterlich schreien.
Zep 1:15 Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trbsal und Angst, ein Tag des Wetters und Ungestms, ein Tag der Finsternis und Dunkels, ein Tag der Wolken und Nebel,
Zep 1:16 ein Tag der Posaune und Drommete wider die festen Stdte und hohen Schlsser.
Zep 1:17 Ich will den Leuten bange machen, dass sie umhergehen sollen wie die Blinden, darum dass sie wider den HErrn gesndigt haben. Ihr Blut soll ausgeschttet werden, als wre es Staub, und ihr Leib als wre es Kot.
Zep 1:18 Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten knnen am Tage des Zorns des HErrn, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Eifers verzehrt werden; denn er wird pltzlich ein Ende machen mit allen, die im Lande wohnen.
Zep 2:1 Sammelt euch und kommt her, ihr feindseliges Volk,
Zep 2:2 ehe denn das Urteil ausgehe, dass ihr wie die Spreu bei Tage dahin fahrt; ehe denn des HErrn grimmiger Zorn ber euch komme; ehe der Tag des Zornes des HErrn ber euch komme.
Zep 2:3 Suchet den HErr, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet; suchet Gerechtigkeit, suchet Demut, auf dass ihr am Tage des Zornes des HErrn mget verborgen werden.
Zep 2:4 Denn Gaza muss verlassen und Askalon wst werden; Asdod soll am Mittag vertrieben und Ekron ausgewurzelt werden.
Zep 2:5 Weh denen, so am Meer hinab wohnen, dem Volk der Kreter! Des HErrn Wort wird ber euch kommen, du Kanaan, der Philister Land; ich will dich umbringen, dass niemand mehr da wohnen soll.
Zep 2:6 Es sollen am Meer hinab eitel Hirtenhuser und Schafhrden sein.
Zep 2:7 Und dasselbe soll den brigen vom Hause Juda zuteil werden, dass sie darauf weiden sollen. Des Abends sollen sie sich in den Husern Askalons lagern, wenn sie nun der HErr, ihr Gott, wiederum heimgesucht und ihr Gefngnis gewendet hat.
Zep 2:8 Ich habe das Schmhen Moabs und das Lstern der Kinder Ammon gehrt, womit sie mein Volk geschmht und auf seinen Grenzen sich gerhmt haben.
Zep 2:9 Wohlan, so wahr ich lebe! spricht der HErr Zebaoth, der Gott Israels, Moab soll wie Sodom und die Kinder Ammon wie Gomorra werden, ja wie ein Nesselstrauch und eine Salzgrube und eine ewige Wste. Die brigen meines Volkes sollen sie berauben, und die briggebliebenen meines Volkes sollen sie erben.
Zep 2:10 Das soll ihnen aber begegnen fr ihre Hoffart, dass sie des HErrn Zebaoth Volk geschmht und sich gerhmt haben.
Zep 2:11 Schrecklich wird der HErr ber sie sein, denn er wird alle Gtter auf Erden vertilgen; und sollen ihn anbeten alle Inseln der Heiden, ein jeglicher an seinem Ort.
Zep 2:12 Auch sollt ihr Mohren durch mein Schwert erschlagen werden.
Zep 2:13 Und er wird seine Hand strecken gen Mitternacht und Assur umbringen. Ninive wird er de machen, drr wie eine Wste,
Zep 2:14 dass darin sich lagern werden allerlei Tiere bei Haufen; auch Rohrdommeln und Igel werden wohnen in ihren Sulenknufen, und Vgel werden in den Fenstern singen, und auf der Schwelle wird Verwstung sein; denn die Zedernbretter sollen abgerissen werden.
Zep 2:15 Das ist die frhliche Stadt, die so sicher wohnte und sprach in ihrem Herzen: Ich bin's, und keine mehr. Wie ist sie so wst geworden, dass die Tiere darin wohnen! Und wer vorbergeht, pfeift sie an und klatscht mit der Hand ber sie.
Zep 3:1 Weh der greulichen, unfltigen, tyrannischen Stadt!
Zep 3:2 Sie will nicht gehorchen noch sich zchtigen lassen; sie will auf den HErrn nicht trauen noch sich zu ihrem Gott halten.
Zep 3:3 Ihre Frsten sind unter ihnen brllende Lwen und ihre Richter Wlfe am Abend, die nichts bis auf den Morgen briglassen.
Zep 3:4 Ihre Propheten sind leichtfertig und Verchter; ihre Priester entweihen das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich.
Zep 3:5 Der HErr, der unter ihnen ist, ist gerecht und tut kein Arges. Er lsst alle Morgen seine Rechte ffentlich lehren und lsst nicht ab; aber die bsen Leute wollen sich nicht schmen lernen.
Zep 3:6 Ich habe Vlker ausgerottet, ihre Schlsser verwstet und ihre Gassen so leer gemacht, dass niemand darauf geht; ihre Stdte sind zerstrt, dass niemand mehr da wohnt.
Zep 3:7 Ich lie dir sagen: Mich sollst du frchten und dich lassen zchtigen! so wrde ihre Wohnung nicht ausgerottet und der keines kommen, womit ich sie heimsuchen werde. Aber sie sind fleiig, allerlei Bosheit zu ben.
Zep 3:8 Darum, spricht der HErr, msset ihr mein auch harren, bis ich mich aufmache zu seiner Zeit, da ich auch rechten werde und die Heiden versammeln und die Knigreiche zuhauf bringen, meinen Zorn ber sie zu schtten, ja, allen Zorn meines Grimmes; denn alle Welt soll durch meines Eifers Feuer verzehrt werden.
Zep 3:9 Alsdann will ich den Vlkern reine Lippen geben, dass sie alle sollen des HErrn Namen anrufen und ihm eintrchtig dienen.
Zep 3:10 Man wird mir meine Anbeter, mein zerstreutes Volk, von jenseit des Wassers im Mohrenlande herbeibringen zum Geschenk.
Zep 3:11 Zur selben Zeit wirst du dich nicht mehr schmen alles deines Tuns, womit du wider mich bertreten hast; denn ich will die stolzen Heiligen von dir tun, dass du nicht mehr sollst dich berheben auf meinem heiligen Berge.
Zep 3:12 Ich will in dir lassen brigbleiben ein armes, geringes Volk; die werden auf des HErrn Namen trauen.
Zep 3:13 Die brigen in Israel werden kein Bses tun noch Falsches reden, und man wird in ihrem Munde keine betrgliche Zunge finden; sondern sie sollen weiden und ruhen ohne alle Furcht.
Zep 3:14 Jauchze, du Tochter Zion! Rufe, Israel! Freue dich und sei frhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!
Zep 3:15 denn der HErr hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der HErr, der Knig Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unglck mehr frchten darfst.
Zep 3:16 Zur selben Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Frchte dich nicht! und zu Zion: Lass deine Hnde nicht lass werden!
Zep 3:17 denn der HErr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland; er wird sich ber dich freuen und dir freundlich sein und vergeben und wird ber dir mit Schall frhlich sein.
Zep 3:18 Die Gengsteten, so auf kein Fest kommen, will ich zusammenbringen; denn sie gehren dir zu und mssen Schmach tragen.
Zep 3:19 Siehe, ich will's mit allen denen aus machen zur selben Zeit, die dich bedrngen, und will den Hinkenden helfen und die Verstoenen sammeln und will sie zu Lob und Ehren machen in allen Landen, darin man sie verachtet.
Zep 3:20 Zu der Zeit will ich euch hereinbringen und euch zu der Zeit versammeln. Denn ich will euch zu Lob und Ehren machen unter allen Vlkern auf Erden, wenn ich euer Gefngnis wenden werde vor euren Augen, spricht der HErr.
Hag 1:1 Im zweiten Jahr des Knigs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tage des Monats, geschah des HErrn Wort durch den Propheten Haggai zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Frsten Judas, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach:
Hag 1:2 So spricht der HErr Zebaoth: Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht da, dass man des HErrn Haus baue.
Hag 1:3 Und des HErrn Wort geschah durch den Propheten Haggai:
Hag 1:4 Aber eure Zeit ist da, dass ihr in getfelten Husern wohnt, und dies Haus muss wst stehen?
Hag 1:5 Nun, so spricht der HErr Zebaoth: Schauet, wie es euch geht!
Hag 1:6 Ihr set viel, und bringet wenig ein; ihr esset, und werdet doch nicht satt; ihr trinket, und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch, und knnt euch doch nicht erwrmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen lchrigen Beutel.
Hag 1:7 So spricht der HErr Zebaoth: Schauet, wie es euch geht!
Hag 1:8 Gehet hin auf das Gebirge und holet Holz und bauet das Haus; das soll mir angenehm sein, und ich will meine Ehre erzeigen, spricht der HErr.
Hag 1:9 Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr's schon heimbringt, so zerstube ich's doch. Warum das? spricht der HErr Zebaoth. Darum dass mein Haus so wst steht und ein jeglicher eilt auf sein Haus.
Hag 1:10 Darum hat der Himmel ber euch den Tau verhalten und das Erdreich sein Gewchs.
Hag 1:11 Und ich habe die Drre gerufen ber Land und Berge, ber Korn, Most, l und ber alles, was aus der Erde kommt, auch ber Leute und Vieh und ber alle Arbeit der Hnde.
Hag 1:12 Da gehorchte Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und alle brigen des Volkes solcher Stimme des HErrn, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der HErr, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk frchtete sich vor dem HErrn.
Hag 1:13 Da sprach Haggai, der Engel des HErrn, der die Botschaft des HErrn hatte an das Volk: Ich bin mit euch, spricht der HErr.
Hag 1:14 Und der HErr erweckte den Geist Serubabels, des Sohnes Sealthiels, des Frsten Judas, und den Geist Josuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen brigen Volkes, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HErrn Zebaoth, ihres Gottes,
Hag 1:15 am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats, im zweiten Jahr des Knigs Darius.
Hag 2:1 Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des HErrn Wort durch den Propheten Haggai und sprach:
Hag 2:2 Sage zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Frsten Judas, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zum brigen Volk und sprich:
Hag 2:3 Wer ist unter euch briggeblieben, der dies Haus in seiner vorigen Herrlichkeit gesehen hat? und wie seht ihr's nun an? Ist's nicht also, es dnkt euch nichts zu sein?
Hag 2:4 Und nun Serubabel, sei getrost! spricht der HErr; sei getrost, Josua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! sei getrost alles Volk im Lande! spricht der HErr, und arbeitet! denn ich bin mit euch, spricht der HErr Zebaoth.
Hag 2:5 Nach dem Wort, da ich mit euch einen Bund machte, da ihr aus gypten zogt, soll mein Geist unter euch bleiben. Frchtet euch nicht!
Hag 2:6 Denn so spricht der HErr Zebaoth: Es ist noch ein kleines dahin, dass ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene bewegen werde.
Hag 2:7 Ja, alle Heiden will ich bewegen. Da soll dann kommen aller Heiden Bestes; und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HErr Zebaoth.
Hag 2:8 Denn mein ist Silber und Gold, spricht der HErr Zebaoth.
Hag 2:9 Es soll die Herrlichkeit dieses letzten Hauses grer werden, denn des ersten gewesen ist, spricht der HErr Zebaoth; und ich will Frieden geben an diesem Ort, spricht der HErr Zebaoth.
Hag 2:10 Am vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats, im zweiten Jahr des Darius, geschah des HErrn Wort zu dem Propheten Haggai und sprach:
Hag 2:11 So spricht der HErr Zebaoth: Frage die Priester um das Gesetz und sprich:
Hag 2:12 Wenn jemand heiliges Fleisch trge in seines Kleides Zipfel und rhrte darnach an mit seinem Zipfel Brot, Gemse, Wein, l oder was es fr Speise wre: wrde es auch heilig? und die Priester antworteten und sprachen: Nein.
Hag 2:13 Haggai sprach: Wo aber jemand von einem Toten unrein wre und deren eines anrhrte, wrde es auch unrein? Die Priester antworteten und sprachen: Es wrde unrein.
Hag 2:14 Da antwortete Haggai und sprach: Ebenalso sind dies Volk und diese Leute vor mir auch, spricht der HErr; und all ihrer Hnde Werk und was sie opfern ist unrein.
Hag 2:15 Und nun schauet, wie es euch gegangen ist von diesem Tage an und zuvor, ehe denn ein Stein auf den andern gelegt ward am Tempel des HErrn:
Hag 2:16 dass, wenn einer zum Kornhaufen kam, der zwanzig Ma haben sollte, so waren kaum zehn da; kam er zur Kelter und meinte fnfzig Eimer zu schpfen, so waren kaum zwanzig da.
Hag 2:17 Denn ich plagte euch mit Drre, Brandkorn und Hagel in all eurer Arbeit; dennoch kehrtet ihr euch nicht zu mir, spricht der HErr.
Hag 2:18 So schauet nun darauf von diesem Tage an und zuvor, nmlich von dem vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats bis an den Tag, da der Tempel gegrndet ist; schauet darauf!
Hag 2:19 Denn kein Same liegt mehr in der Scheuer, so hat auch weder Weinstock, Feigenbaum, Granatbaum noch lbaum getragen; aber von diesem Tage an will ich Segen geben.
Hag 2:20 Und des HErrn Wort geschah zum andernmal zu Haggai am vierundzwanzigsten Tage des Monats und sprach:
Hag 2:21 Sage Serubabel, dem Frsten Judas, und sprich: Ich will Himmel und Erde bewegen
Hag 2:22 und will die Sthle der Knigreiche umkehren und die mchtigen Knigreiche der Heiden vertilgen und will die Wagen mit ihren Reitern umkehren, dass Ross und Mann fallen sollen, ein jeglicher durch des andern Schwert.
Hag 2:23 Zur selben Zeit, spricht der HErr Zebaoth, will ich dich, Serubabel, du Sohn Sealthiels, meinen Knecht, nehmen, spricht der HErr, und will dich wie einen Siegelring halten; denn ich habe dich erwhlt, spricht der HErr Zebaoth.
Zec 1:1 Im achten Monat des zweiten Jahres des Knigs Darius geschah das Wort des HErr zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten, und sprach:
Zec 1:2 Der HErr ist zornig gewesen ber eure Vter.
Zec 1:3 Und sprich zu ihnen: So spricht der HErr Zebaoth: Kehret euch zu mir, spricht der HErr Zebaoth, so will ich mich zu euch kehren, spricht der HErr Zebaoth.
Zec 1:4 Seid nicht wie eure Vter, welchen die vorigen Propheten predigten und sprachen: So spricht der HErr Zebaoth: Kehret euch von euren bsen Wegen und von eurem bsen Tun! aber sie gehorchten nicht und achteten nicht auf mich, spricht der HErr.
Zec 1:5 Wo sind nun eure Vter? Und die Propheten, leben sie auch noch?
Zec 1:6 Ist's aber nicht also, dass meine Worte und meine Rechte, die ich durch meine Knechte, die Propheten, gebot, haben eure Vter getroffen, dass sie haben mssen umkehren und sagen: Gleichwie der HErr Zebaoth vorhatte uns zu tun, wie wir gingen und taten, also hat er uns auch getan? 
Zec 1:7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats, welcher ist der Monat Sebat, im zweiten Jahr des Knigs Darius, geschah das Wort des HErrn zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos dem Propheten, und sprach:
Zec 1:8 Ich sah bei der Nacht, und siehe, ein Mann sa auf einem roten Pferde, und er hielt unter den Myrten in der Aue, und hinter ihm waren rote, braune und weie Pferde.
Zec 1:9 Und ich sprach: Mein HErr, wer sind diese? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Ich will dir zeigen, wer diese sind.
Zec 1:10 Und der Mann, der unter den Myrten hielt, antwortete und sprach: Diese sind es, die der HErr ausgesandt hat, die Erde zu durchziehen.
Zec 1:11 Sie aber antworteten dem Engel des HErrn, der unter den Myrten hielt, und sprachen: Wir haben die Erde durchzogen, und siehe, alle Lnder sitzen still.
Zec 1:12 Da antwortete der Engel des HErrn und sprach: HErr Zebaoth, wie lange willst du denn dich nicht erbarmen ber Jerusalem und ber die Stdte Judas, ber welche du zornig bist gewesen diese siebzig Jahre?
Zec 1:13 Und der HErr antwortete dem Engel, der mit mir redete, freundliche Worte und trstliche Worte.
Zec 1:14 Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige und sprich: So spricht der HErr Zebaoth: Ich eifere um Jerusalem und Zion mit groem Eifer
Zec 1:15 und bin sehr zornig ber die stolzen Heiden; denn ich war nur ein wenig zornig, sie aber halfen zum Verderben.
Zec 1:16 Darum so spricht der HErr: Ich will mich wieder zu Jerusalem kehren mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HErr Zebaoth; dazu soll die Zimmerschnur in Jerusalem gezogen werde.
Zec 1:17 Und predige weiter und sprich: So spricht der HErr Zebaoth: Es soll meinen Stdten wieder wohl gehen, und der HErr wird Zion wieder trsten und wird Jerusalem wieder erwhlen.
Zec 2:1 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier Hrner.
Zec 2:2 Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Wer sind diese? Er sprach zu mir: Es sind Hrner, die Juda samt Israel und Jerusalem zerstreut haben.
Zec 2:3 Und der HErr zeigte mir vier Schmiede.
Zec 2:4 Da sprach ich: Was sollen die machen? Er sprach: Die Hrner, die Juda so zerstreut haben, dass niemand sein Haupt hat mgen aufheben, sie abzuschrecken sind diese gekommen, dass sie die Hrner der Heiden abstoen, welche das Horn haben ber das Land Juda gehoben, es zu zerstreuen.
Zec 2:5 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine Messschnur in der Hand.
Zec 2:6 Und ich sprach: Wo gehst du hin? Er aber sprach zu mir: dass ich Jerusalem messe und sehe, wie lang und weit es sein soll.
Zec 2:7 Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging heraus; und ein anderer Engel ging heraus ihm entgegen
Zec 2:8 und sprach zu ihm: Lauf hin und sage diesem Jngling und sprich: Jerusalem wird bewohnt werden ohne Mauern vor groer Menge der Menschen und Viehs, die darin sein werden.
Zec 2:9 Und ich will, spricht der HErr, eine feurige Mauer umher sein und will mich herrlich darin erzeigen.
Zec 2:10 Hui, hui! Fliehet aus dem Mitternachtlande! spricht der HErr; denn ich habe euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreut, spricht der HErr.
Zec 2:11 Hui, Zion, die du wohnst bei der Tochter Babel, entrinne!
Zec 2:12 Denn so spricht der HErr Zebaoth: Er hat mich gesandt nach Ehre zu den Heiden, die euch beraubt haben; denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.
Zec 2:13 Denn siehe, ich will meine Hand ber sie schwingen, dass sie sollen ein Raub werden denen, die ihnen gedient haben; und ihr sollt erfahren, dass mich der HErr Zebaoth gesandt hat.
Zec 2:14 Freue dich und sei frhlich, du Tochter Zion! denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HErr.
Zec 2:15 Und sollen zu der Zeit viel Heiden zum HErrn getan werden und sollen mein Volk sein; und ich will bei dir wohnen, und sollst erfahren, dass mich der HErr Zebaoth zu dir gesandt hat.
Zec 2:16 Und der HErr wird Juda erben als sein Teil in dem heiligen Lande und wird Jerusalem wieder erwhlen.
Zec 2:17 Alles Fleisch sei still vor dem HErrn; denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Sttte.
Zec 3:1 Und mir ward gezeigt der Hohepriester Josua, stehend vor dem Engel des HErrn; und der Satan stand zu seiner Rechten, dass er ihm widerstnde.
Zec 3:2 Und der HErr sprach zu dem Satan: Der HErr schelte dich du Satan! ja, der HErr schelte dich, der Jerusalem erwhlt hat! Ist dieser nicht ein Brand, der aus dem Feuer errettet ist?
Zec 3:3 Und Josua hatte unreine Kleider an und stand vor dem Engel,
Zec 3:4 welcher antwortete und sprach zu denen, die vor ihm standen: Tut die unreinen Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm: Siehe, ich habe deine Snde von dir genommen und habe dich mit Feierkleidern angezogen.
Zec 3:5 Und er sprach: Setzt einen reinen Hut auf sein Haupt! Und sie setzten einen reinen Hut auf sein Haupt und zogen ihm Kleider an, und der Engel des HErrn stand da.
Zec 3:6 Und der Engel des HErrn bezeugte Josua und sprach:
Zec 3:7 So spricht der HErr Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und meines Dienstes warten, so sollst du regieren mein Haus und meine Hfe bewahren; und ich will dir geben von diesen, die hier stehen, dass sie dich geleiten sollen.
Zec 3:8 Hre zu, Josua, du Hoherpriester, du und deine Freunde, die vor dir sitzen; denn sie sind miteinander ein Wahrzeichen. Denn siehe, ich will meinen Knecht Zemach kommen lassen.
Zec 3:9 Denn siehe, auf dem einen Stein, den ich vor Josua gelegt habe, sollen sieben Augen sein. Siehe, ich will ihn aushauen, spricht der HErr Zebaoth, und will die Snde des Landes wegnehmen auf einen Tag.
Zec 3:10 Zu derselben Zeit, spricht der HErr Zebaoth, wird einer den andern laden unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.
Zec 4:1 Und der Engel, der mit mir redete, kam wieder und weckte mich auf, wie einer vom Schlaf erweckt wird,
Zec 4:2 und sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe; und siehe, da stand ein Leuchter, ganz golden, mit einer Schale obendarauf, daran sieben Lampen waren, und je sieben Rhren an einer Lampe;
Zec 4:3 und zwei lbume dabei, einer zur Rechten der Schale, der andere zur Linken.
Zec 4:4 Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was ist das?
Zec 4:5 Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Weit du nicht, was das ist? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
Zec 4:6 Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HErrn von Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HErr Zebaoth.
Zec 4:7 Wer bist du, du groer Berg, der doch vor Serubabel eine Ebene sein muss? Und er soll auffhren den ersten Stein, dass man rufen wird: Glck zu! Glck zu!
Zec 4:8 Und es geschah zu mir das Wort des HErrn und sprach:
Zec 4:9 Die Hnde Serubabels haben dies Haus gegrndet; seine Hnde sollen's auch vollenden, dass ihr erfahret, dass mich der HErr zu euch gesandt hat.
Zec 4:10 Denn wer ist, der diese geringen Tage verachte? Es werden mit Freuden sehen das Richtblei in Serubabels Hand jene sieben, welche sind des HErrn Augen, die alle Lande durchziehen.
Zec 4:11 Und ich antwortete und sprach zu ihm: Was sind die zwei lbume zur Rechten und zur Linken des Leuchters?
Zec 4:12 Und ich antwortete zum andernmal und sprach zu ihm: Was sind die zwei Zweige der lbume, welche stehen bei den zwei goldenen Rinnen, daraus das goldene l herabfliet?
Zec 4:13 Und er sprach zu mir: Weit du nicht, was diese sind? ich aber sprach: Nein, mein Herr.
Zec 4:14 Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, welche stehen bei dem Herrscher aller Lande.
Zec 5:1 Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da war ein fliegender Brief.
Zec 5:2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe einen fliegenden Brief, der ist zwanzig ellen lang und zehn Ellen breit.
Zec 5:3 Und er sprach zu mir: das ist der Fluch, welcher ausgeht ber das ganze Land; denn alle Diebe werden nach diesem Briefe ausgefegt, und alle Meineidigen werden nach diesem Briefe ausgefegt.
Zec 5:4 Ich will ihn ausgehen lassen, spricht der HErr Zebaoth, dass er soll kommen ber das Haus des Diebes und ber das Haus derer, die bei meinem Namen flschlich schwren; er soll bleiben in ihrem Hause und soll's verzehren samt seinem Holz und Steinen.
Zec 5:5 Und der Engel, der mit mir redete, ging heraus und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und siehe! Was geht da heraus?
Zec 5:6 Und ich sprach: Was ist's? Er aber sprach: Ein Epha geht heraus, und sprach: Das ist ihre Gestalt im ganzen Lande.
Zec 5:7 Und siehe, es hob sich ein Zentner Blei; und da war ein Weib, das sa im Epha.
Zec 5:8 Er aber sprach: Das ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie in das Epha und warf den Klumpen Blei oben aufs Loch.
Zec 5:9 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Weiber gingen heraus und hatten Flgel, die der Wind trieb, es waren aber Flgel wie Storchflgel; und sie fhrten das Epha zwischen Erde und Himmel.
Zec 5:10 Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Wo fhren die das Epha hin?
Zec 5:11 Er aber sprach zu mir: dass ihm ein Haus gebaut werde im Lande Sinear und bereitet und es daselbst gesetzt werde auf seinen Boden.
Zec 6:1 Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da waren vier Wagen, die gingen zwischen zwei Bergen hervor; die Berge aber waren ehern.
Zec 6:2 Am ersten Wagen waren rote Rosse, am andern Wagen waren schwarze Rosse,
Zec 6:3 am dritten Wagen waren weie Rosse, am vierten Wagen waren scheckige, starke Rosse.
Zec 6:4 Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, wer sind diese?
Zec 6:5 Der Engel antwortete und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter dem Himmel, die hervorkommen, nachdem sie gestanden haben vor dem Herrscher aller Lande.
Zec 6:6 An dem die schwarzen Rosse waren, die gingen gegen Mitternacht, und die weien gingen ihnen nach; aber die scheckigen gingen gegen Mittag.
Zec 6:7 Die starken gingen und zogen um, dass sie alle Lande durchzgen. Und er sprach: Gehet hin und durchziehet die Erde! Und sie durchzogen die Erde.
Zec 6:8 Und er rief mich und redete mit mir und sprach: Siehe, die gegen Mitternacht ziehen, machen meinen Geist ruhen im Lande gegen Mitternacht.
Zec 6:9 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Zec 6:10 Nimm von den Gefangenen, von Heldai und von Tobia und von Jedaja, und komm du dieses selben Tages und gehe in Josias, des Sohnes Zephanjas, Haus, wohin sie von Babel gekommen sind,
Zec 6:11 und nimm Silber und Gold und mach Kronen und setze sie aufs Haupt Josuas, des Hohenpriesters, des Sohnes Jozadaks,
Zec 6:12 und sprich zu ihm: So spricht der HErr Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der heit Zemach; denn unter ihm wird's wachsen und er wird bauen des HErrn Tempel.
Zec 6:13 Ja, den Tempel des HErrn wird er bauen und wird den Schmuck tragen und wird sitzen und herrschen auf seinem Thron, wird auch Priester sein auf seinem Thron, und es wird Friede sein zwischen den beiden.
Zec 6:14 Und die Kronen sollen dem Helem, Tobia, Jedaja und der Freundlichkeit des Sohnes Zephanjas zum Gedchtnis sein im Tempel des HErrn.
Zec 6:15 Und es werden kommen von fern, die am Tempel des HErrn bauen werden. Da werdet ihr erfahren, dass mich der HErr Zebaoth zu euch gesandt hat. Und das soll geschehen, so ihr gehorchen werdet der Stimme des HErrn, eures Gottes.
Zec 7:1 Und es geschah im vierten Jahr des Knigs Darius, dass des HErrn Wort geschah zu Sacharja am vierten Tage des neunten Monats, welcher heit Chislev,
Zec 7:2 da die zu Beth-El, nmlich Sarezer und Regem-Melech samt ihren Leuten, sandten, zu bitten vor dem HErrn,
Zec 7:3 und lieen sagen den Priestern, die da waren um das Haus des HErrn Zebaoth, und den Propheten: Muss ich auch noch weinen im fnften Monat und mich enthalten, wie ich solches getan habe nun so viele Jahre?
Zec 7:4 Und des HErrn Zebaoth Wort geschah zu mir und sprach:
Zec 7:5 Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Da ihr fastetet und Leid truget im fnften Monat und siebenten Monat diese siebzig Jahre lang, habt ihr mir so gefastet?
Zec 7:6 Oder da ihr aet und tranket, habt ihr nicht fr euch selbst gegessen und getrunken?
Zec 7:7 Ist's nicht das, was der HErr predigen lie durch die vorigen Propheten, da Jerusalem bewohnt war und hatte die Flle samt ihren Stdten umher und Leute wohnen gegen Mittag und in den Grnden?
Zec 7:8 Und des HErrn Wort geschah zu Sacharja und sprach:
Zec 7:9 Also sprach der HErr Zebaoth: Richtet recht, und ein jeglicher beweise an seinem Bruder Gte und Barmherzigkeit;
Zec 7:10 und tut nicht unrecht den Witwen, Fremdlingen und Armen; und denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen!
Zec 7:11 Aber sie wollten nicht aufmerken und kehrten mir den Rcken zu und verstockten ihre Ohren, dass sie nicht hrten,
Zec 7:12 und machten ihre Herzen wie ein Demant, dass sie nicht hrten das Gesetz und die Worte, welche der HErr Zebaoth sandte in seinem Geiste durch die vorigen Propheten. Daher so groer Zorn vom HErrn Zebaoth gekommen ist;
Zec 7:13 und es ist also ergangen; gleichwie gepredigt ward, und sie nicht hrten, so wollte ich auch nicht hren, da sie riefen, spricht der HErr Zebaoth.
Zec 7:14 Also habe ich sie zerstreut unter alle Heiden, die sie nicht kannten, und ist das Land hinter ihnen Wst geblieben, dass niemand darin wandelt noch wohnt, und ist das edle Land zur Wstung gemacht.
Zec 8:1 Und des HErrn Wort geschah zu mir und sprach:
Zec 8:2 So spricht der HErr Zebaoth: Ich eifere um Zion mit groem Eifer und eifere um sie in groem Zorn.
Zec 8:3 So spricht der HErr: Ich kehre mich wieder zu Zion und will zu Jerusalem wohnen, dass Jerusalem soll eine Stadt der Wahrheit heien und der Berg des HErrn Zebaoth ein Berg der Heiligkeit.
Zec 8:4 So spricht der HErr Zebaoth: Es sollen noch frder wohnen in den Gassen zu Jerusalem alte Mnner und Weiber und die an Stecken gehen vor groem Alter;
Zec 8:5 und der Stadt Gassen soll sein voll Knaben und Mdchen, die auf ihren Gassen spielen.
Zec 8:6 So spricht der HErr Zebaoth: Ist solches unmglich vor den Augen dieses brigen Volkes zu dieser Zeit, sollte es darum auch unmglich sein vor meinen Augen? spricht der HErr Zebaoth.
Zec 8:7 So spricht der HErr Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlsen vom Lande gegen Aufgang und vom Lande gegen Niedergang der Sonne;
Zec 8:8 und will sie herzubringen, dass sie zu Jerusalem wohnen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.
Zec 8:9 So spricht der HErr Zebaoth: Strket eure Hnde, die ihr hret diese Worte zu dieser Zeit durch der Propheten Mund, des Tages, da der Grund gelegt ist an des HErrn Zebaoth Hause, dass der Tempel gebaut wrde.
Zec 8:10 Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und der Tiere Arbeit war nichts, und war kein Friede vor Trbsal denen, die aus und ein zogen; sondern ich lie alle Menschen gehen, einen jeglichen wider seinen Nchsten.
Zec 8:11 Aber nun will ich nicht wie in den vorigen Tagen mit den brigen dieses Volkes fahren, spricht der HErr Zebaoth;
Zec 8:12 sondern sie sollen Same des Friedens sein. Der Weinstock soll seine Frucht geben und das Land sein Gewchs geben, und der Himmel soll seinen Tau geben; und ich will die brigen dieses Volkes solches alles besitzen lassen.
Zec 8:13 Und soll geschehen, wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel seid ein Fluch gewesen unter den Heiden, so will ich euch erlsen, dass ihr sollt ein Segen sein. Frchtet euch nur nicht und strket eure Hnde.
Zec 8:14 So spricht der HErr Zebaoth: Gleichwie ich euch gedachte zu plagen, da mich eure Vter erzrnten, spricht der HErr Zebaoth, und es reute mich nicht,
Zec 8:15 also gedenke ich nun wiederum in diesen Tagen, wohlzutun Jerusalem und dem Hause Juda. Frchtet euch nur nicht.
Zec 8:16 Das ist's aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit, und richtet recht, und schafft Frieden in euren Toren;
Zec 8:17 und denke keiner Arges in seinem Herzen wider seinen Nchsten, und liebt nicht falsche Eide! denn solches alles hasse ich, spricht der HErr.
Zec 8:18 Und es geschah des HErrn Zebaoth Wort zu mir und sprach:
Zec 8:19 So spricht der HErr Zebaoth: Die Fasten des vierten, fnften, siebenten und zehnten Monats sollen dem Hause Juda zur Freude und Wonne und zu frhlichen Jahrfesten werden; allein liebet die Wahrheit und Frieden.
Zec 8:20 So spricht der HErr Zebaoth: Weiter werden noch kommen viele Vlker und vieler Stdte Brger;
Zec 8:21 und werden die Brger einer Stadt gehen zur andern und sagen: Lasst uns gehen, zu bitten vor dem HErrn und zu suchen den HErrn Zebaoth; wir wollen auch mit euch gehen.
Zec 8:22 Also werden viele Vlker und die Heiden in Haufen kommen, zu suchen den HErrn Zebaoth zu Jerusalem, zu bitten vor dem HErrn.
Zec 8:23 So spricht der HErr Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Mnner aus allerlei Sprachen der Heiden einen jdischen Mann bei dem Zipfel ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehe; denn wir hren, dass Gott mit euch ist.
Zec 9:1 Dies ist die Last, davon der HErr redet ber das Land Hadrach und die sich niederlsst auf Damaskus (denn der HErr schaut auf die Menschen und auf alle Stmme Israels);
Zec 9:2 dazu ber Hamath, die daran grenzt; ber Tyrus und Sidon auch, die sehr weise sind.
Zec 9:3 Denn Tyrus baute sich eine Feste und sammelte Silber wie Sand und Gold wie Kot auf der Gasse.
Zec 9:4 Aber siehe, der HErr wird sie verderben und wird ihre Macht, die sie auf dem Meer hat, schlagen, und sie wird mit Feuer verbrannt werden.
Zec 9:5 Wenn das Askalon sehen wird, wird sie erschrecken, und Gaza wird sehr Angst werden, dazu Ekron; denn ihre Zuversicht wird zu Schanden, und es wird aus sein mit dem Knig zu Gaza, und zu Askalon wird man nicht wohnen.
Zec 9:6 Zu Asdod werden Fremde wohnen; und ich will der Philister Pracht ausrotten.
Zec 9:7 Und ich will ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel von ihren Zhnen, dass sie auch sollen unsrem Gott brigbleiben, dass sie werden wie Frsten in Juda und Ekron wie die Jebusiter.
Zec 9:8 Und ich will selbst um mein Haus das Lager sein wider das Kriegsvolk, dass es nicht drfe hin und her ziehen, dass nicht mehr ber sie fahre der Treiber; denn ich habe es nun angesehen mit meinen Augen.
Zec 9:9 Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein Knig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Fllen der Eselin.
Zec 9:10 Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden; denn er wird Frieden lehren unter den Heiden; und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andere und vom Strom bis an der Welt Ende.
Zec 9:11 Auch lasse ich durchs Blut deines Bundes los deine Gefangenen aus der Grube, darin kein Wasser ist.
Zec 9:12 So kehrt euch nun zu der Festung, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute verkndige ich, dass ich dir Zwiefltiges vergelten will.
Zec 9:13 Denn ich habe mir Juda gespannt zum Bogen und Ephraim gerstet und will deine Kinder, Zion, erwecken ber deine Kinder, Griechenland, und will dich machen zu einem Schwert der Riesen.
Zec 9:14 Und der HErr wird ber ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden ausfahren wie der Blitz; und der Herr HErr wird die Posaune blasen und wird einhertreten wie die Wetter vom Mittag.
Zec 9:15 Der HErr Zebaoth wird sie schtzen, dass sie um sich fressen und unter sich treten die Schleudersteine, dass sie trinken und lrmen wie vom Wein und voll werden wie das Becken und wie die Ecken des Altars.
Zec 9:16 Und der HErr, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen als der Herde seines Volks; denn wie edle Steine werden sie in seinem Lande glnzen.
Zec 9:17 Denn was haben sie doch Gutes, und was haben sie doch Schnes! Korn macht Jnglinge und Most macht Jungfrauen blhen.
Zec 10:1 So bittet nun vom HErrn Sptregen, so wird der HErr Gewlk machen und euch Regen genug geben zu allem Gewchs auf dem Felde.
Zec 10:2 Denn die Gtzen reden, was eitel ist; und die Wahrsager sehen Lge und reden vergebliche Trume, und ihr Trsten ist nichts; darum gehen sie in der Irre wie eine Herde und sind verschmachtet, weil kein Hirte da ist.
Zec 10:3 Mein Zorn ist ergrimmt ber die Hirten, und die Bcke will ich heimsuchen; denn der HErr Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, das Haus Juda, und wird sie zurichten wie ein Ross, das zum Streit geschmckt ist.
Zec 10:4 Die Ecksteine, Ngel, Streitbogen, alle Herrscher sollen aus ihnen selbst herkommen;
Zec 10:5 und sie sollen sein wie die Riesen, die den Kot auf der Gasse treten im Streit, und sollen streiten; denn der HErr wird mit ihnen sein, dass die Reiter zu Schanden werden.
Zec 10:6 Und ich will das Haus Juda strken und das Haus Joseph erretten und will sie wieder einsetzen; denn ich erbarme mich ihrer; und sie sollen sein, wie sie waren, da ich sie nicht verstoen hatte. Denn ich, der HErr, ihr Gott, will sie erhren.
Zec 10:7 Und Ephraim soll sein wie ein Riese, und ihr Herz soll frhlich werden wie vom Wein; dazu ihre Kinder sollen's sehen und sich freuen, dass ihr Herz am HErrn frhlich sei.
Zec 10:8 Ich will ihnen zischen und sie sammeln, denn ich will sie erlsen; und sie sollen sich mehren, wie sie sich zuvor gemehrt haben.
Zec 10:9 Und ich will sie unter die Vlker sen, dass sie mein gedenken in fernen Landen; und sie sollen mit ihren Kindern leben und wiederkommen.
Zec 10:10 Denn ich will sie wiederbringen aus gyptenland und will sie sammeln aus Assyrien und will sie ins Land Gilead und Libanon bringen, dass man nicht Raum fr sie finden wird.
Zec 10:11 Und er wird durchs Meer der Angst gehen und die Wellen im Meer schlagen, dass alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da soll denn erniedrigt werden die Pracht von Assyrien, und das Zepter in gypten soll aufhren.
Zec 10:12 Ich will sie strken in dem HErrn, dass sie sollen wandeln in seinem Namen, spricht der HErr.
Zec 11:1 Tue deine Tren auf, Libanon, dass das Feuer deine Zedern verzehre!
Zec 11:2 Heulet ihr Tannen! denn die Zedern sind gefallen, und die Herrlichen sind verstrt. Heulet, ihr Eichen Basans! denn der feste Wald ist umgehauen.
Zec 11:3 Man hrt die Hirten heulen, denn ihre Herrlichkeit ist verstrt; man hrt die jungen Lwen brllen, denn die Pracht des Jordans ist verstrt.
Zec 11:4 So spricht der HErr, mein Gott: Hte die Schlachtschafe!
Zec 11:5 Denn ihre Herren schlachten sie und halten's fr keine Snde, verkaufen sie und sprechen: Gelobt sei der HErr, ich bin nun reich! und ihre Hirten schonen ihrer nicht.
Zec 11:6 Darum will ich auch nicht mehr schonen der Einwohner im Lande, spricht der HErr. Und siehe, ich will die Leute lassen einen jeglichen in der Hand des andern und in der Hand seines Knigs, dass sie das Land zerschlagen, und will sie nicht erretten von ihrer Hand.
Zec 11:7 Und ich htete die Schlachtschafe, ja, die elenden unter den Schafen, und nahm zu mir zwei Stbe: einen hie ich Huld, den andern hie ich Eintracht; und htete die Schafe.
Zec 11:8 Und ich vertilgte drei Hirten in einem Monat. Und ich mochte sie nicht mehr; so wollten sie mich auch nicht.
Zec 11:9 Und ich sprach: Ich will euch nicht hten; was da stirbt, das sterbe; was verschmachtet, das verschmachte; und die brigen fresse ein jegliches des andern Fleisch!
Zec 11:10 Und ich nahm meinen Stab Huld und zerbrach ihn, dass ich aufhre meinen Bund, den ich mit allen Vlkern gemacht hatte.
Zec 11:11 Und er ward aufgehoben des Tages. Und die elenden Schafe, die auf mich achteten, merkten dabei, dass es des HErrn Wort wre.
Zec 11:12 Und ich sprach zu ihnen: Gefllt's euch, so bringet her, wieviel ich gelte; wo nicht, so lasst's anstehen. Und sie wogen dar, wieviel ich galt: dreiig Silberlinge.
Zec 11:13 Und der HErr sprach zu mir: Wirf's hin, dass es dem Tpfer gegeben werde! Ei, eine treffliche Summe, der ich wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreiig Silberlinge und warf sie ins Haus des HErrn, dass es dem Tpfer gegeben wrde.
Zec 11:14 Und ich zerbrach meinen andern Stab, Eintracht, dass ich aufhbe die Bruderschaft zwischen Juda und Israel.
Zec 11:15 Und der HErr sprach zu mir: Nimm abermals das Gert eines trichten Hirten.
Zec 11:16 Denn siehe, ich werde Hirten im Lande aufwecken, die das Verschmachtete nicht besuchen, das Zerschlagene nicht suchen und das Zerbrochene nicht heilen und das Gesunde nicht versorgen werden; aber das Fleisch der Fetten werden sie fressen und ihre Klauen zerreien.
Zec 11:17 O unntze Hirten, die die Herde verlassen! Das Schwert komme auf ihren Arm und auf ihr rechtes Auge! Ihr Arm msse verdorren und ihr rechtes Auge dunkel werden!
Zec 12:1 Dies ist die Last des Wortes vom HErrn ber Israel, spricht der HErr, der den Himmel ausbreitet und die Erde grndet und den Odem des Menschen in ihm macht.
Zec 12:2 Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten allen Vlkern, die umher sind; auch Juda wird's gelten, wenn Jerusalem belagert wird.
Zec 12:3 Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein allen Vlkern; alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran zerschneiden; denn es werden sich alle Heiden auf Erden wider sie versammeln.
Zec 12:4 Zu der Zeit, spricht der HErr, will ich alle Rosse scheu und ihren Reitern bange machen; aber ber das Haus Juda will ich meine Augen offen haben und alle Rosse der Vlker mit Blindheit plagen.
Zec 12:5 Und die Frsten in Juda werden sagen in ihrem Herzen: Es seien mir nur die Brger zu Jerusalem getrost in dem HErrn Zebaoth, ihrem Gott.
Zec 12:6 Zu der Zeit will ich die Frsten Judas machen zur Feuerpfanne im Holz und zur Fackel im Stroh, dass sie verzehren zur Rechten und zur Linken alle Vlker um und um. Und Jerusalem soll auch frder bleiben an ihrem Ort zu Jerusalem.
Zec 12:7 Und der HErr wird zuerst die Htten Judas erretten, auf dass sich nicht hoch rhme das Haus David noch die Brger zu Jerusalem wider Juda.
Zec 12:8 Zu der Zeit wird der HErr beschirmen die Brger zu Jerusalem, und es wird geschehen, dass, welcher schwach sein wird unter ihnen zu der Zeit, wird sein wie David; und das Haus David wird sein wie Gott, wie des HErrn Engel vor ihnen.
Zec 12:9 Und zu der Zeit werde ich gedenken, zu vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind.
Zec 12:10 Aber ber das Haus David und ber die Brger zu Jerusalem will ich ausgieen den Geist der Gnade und des Gebets; und sie werden mich ansehen, welchen sie zerstochen haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrben, wie man sich betrbt um ein erstes Kind.
Zec 12:11 Zu der Zeit wird groe Klage sein zu Jerusalem, wie die war bei Hadad-Rimmon im Felde Megiddos.
Zec 12:12 Und das Land wird klagen, ein jegliches Geschlecht besonders: das Geschlecht des Hauses David besonders und ihre Weiber besonders; das Geschlecht des Hauses Nathan besonders und ihre Weiber besonders;
Zec 12:13 das Geschlecht des Hauses Levi besonders und ihre Weiber besonders; das Geschlecht Simeis besonders und ihre Weiber besonders;
Zec 12:14 also alle brigen Geschlechter, ein jegliches besonders und ihre Weiber auch besonders.
Zec 13:1 Zu der Zeit wird das Haus David und die Brger zu Jerusalem einen freien, offenen Born haben wider die Snde und Unreinigkeit.
Zec 13:2 Zu der Zeit, spricht der HErr Zebaoth, will ich der Gtzen Namen ausrotten aus dem Lande, dass man ihrer nicht mehr gedenken soll; dazu will ich auch die Propheten und unreinen Geister aus dem Lande treiben;
Zec 13:3 dass es also gehen soll: wenn jemand weiter weissagt, sollen sein Vater und seine Mutter, die ihn gezeugt haben, zu ihm sagen: Du sollst nicht leben, denn du redest Falsches im Namen des HErrn; und werden also Vater und Mutter, die ihn gezeugt haben, ihn zerstechen, wenn er weissagt.
Zec 13:4 Denn es soll zu der Zeit geschehen, dass die Propheten mit Schanden bestehen mit ihren Gesichten, wenn sie weissagen; und sollen nicht mehr einen hrenen Mantel anziehen, damit sie betrgen;
Zec 13:5 sondern er wird mssen sagen: Ich bin kein Prophet, sondern ein Ackermann; denn ich habe Menschen gedient von meiner Jugend auf.
Zec 13:6 So man aber sagen wird zu ihm: Was sind das fr Wunden in deinen Hnden? wird er sagen: So bin ich geschlagen im Hause derer, die mich lieben.
Zec 13:7 Schwert, mache dich auf ber meinen Hirten und ber den Mann, der mir der Nchste ist! spricht der HErr Zebaoth. Schlage den Hirten, so wird die Herde sich zerstreuen, so will ich meine Hand kehren zu den Kleinen.
Zec 13:8 Und soll geschehen im ganzen Lande, spricht der HErr, dass zwei Teile darin sollen ausgerottet werden und untergehen, und der dritte Teil soll darin brigbleiben.
Zec 13:9 Und ich will den dritten Teil durchs Feuer fhren und lutern, wie man Silber lutert, und prfen, wie man Gold prft. Die werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie erhren. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen HErr, mein Gott!
Zec 14:1 Siehe, es kommt dem HErrn die Zeit, dass man deinen Raub austeilen wird in dir.
Zec 14:2 Denn ich werde alle Heiden wider Jerusalem sammeln zum Streit. Und die Stadt wird gewonnen, die Huser geplndert und die Weiber geschndet werden; und die Hlfte der Stadt wird gefangen weggefhrt werden, und das brige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
Zec 14:3 Aber der HErr wird ausziehen und streiten wider diese Heiden, gleichwie er zu streiten pflegt zur Zeit des Streites.
Zec 14:4 Und seine Fe werden stehen zu der Zeit auf dem lberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der lberg wird sich mitten entzwei spalten, vom Aufgang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, dass sich eine Hlfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag geben wird.
Zec 14:5 Und ihr werdet fliehen in solchem Tal zwischen meinen Bergen, denn das Tal zwischen den Bergen wird nahe heranreichen an Azel, und werdet fliehen, wie ihr vorzeiten flohet vor dem Erdbeben zur Zeit Usias, des Knigs Judas. Da wird dann kommen der HErr, mein Gott, und alle Heiligen mit dir.
Zec 14:6 Zu der Zeit wird kein Licht sein, sondern Klte und Frost.
Zec 14:7 Und wird ein Tag sein, der dem HErrn bekannt ist, weder Tag noch Nacht; und um den Abend wird es licht sein.
Zec 14:8 Zu der Zeit werden lebendige Wasser aus Jerusalem flieen, die Hlfte zum Meer gegen Morgen und die andere Hlfte zum Meer gegen Abend; und es wird whren des Sommers und des Winters.
Zec 14:9 Und der HErr wird Knig sein ber alle Lande. Zu der Zeit wird der HErr nur einer sein und sein Name nur einer.
Zec 14:10 Und man wird gehen im ganzen Lande umher wie auf einem Gefilde, von Geba nach Rimmon zu, gegen Mittag von Jerusalem. Und sie wird erhaben sein und wird bleiben an ihrem Ort, vom Tor Benjamin bis an den Ort des ersten Tores, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananeel bis an des Knigs Kelter.
Zec 14:11 Und man wird darin wohnen, und wird kein Bann mehr sein; denn Jerusalem wird ganz sicher wohnen.
Zec 14:12 Und das wird die Plage sein, womit der HErr plagen wird alle Vlker, so wider Jerusalem gestritten haben; ihr Fleisch wird verwesen, dieweil sie noch auf ihren Fen stehen, und ihre Augen werden in den Lchern verwesen und ihre Zunge im Munde verwesen.
Zec 14:13 Zu der Zeit wird der HErr ein groes Getmmel unter ihnen anrichten, dass einer wird den andern bei der Hand fassen und seine Hand wider des andern Hand erheben.
Zec 14:14 Denn auch Juda wird wider Jerusalem streiten, und es werden versammelt werden die Gter aller Heiden, die umher sind, Gold, Silber, Kleider ber die Maen viel.
Zec 14:15 Und da wird dann diese Plage gehen ber Rosse, Maultiere, Kamele, Esel und allerlei Tiere, die in demselben Heer sind, gleichwie jene geplagt sind.
Zec 14:16 Und alle brigen unter allen Heiden, die wider Jerusalem zogen, werden jhrlich heraufkommen, anzubeten den Knig, den HErrn Zebaoth, und zu halten das Laubhttenfest.
Zec 14:17 Welches Geschlecht aber auf Erden nicht heraufkommen wird gen Jerusalem, anzubeten den Knig, den HErrn Zebaoth, ber die wird's nicht regnen.
Zec 14:18 Und wo das Geschlecht der gypter nicht heraufzge und kme, so wird's ber sie auch nicht regnen. Das wird die Plage sein, womit der HErr plagen wird alle Heiden, die nicht heraufkommen, zu halten das Laubhttenfest.
Zec 14:19 Denn das wird eine Snde sein der gypter und aller Heiden, die nicht heraufkommen, zu halten das Laubhttenfest.
Zec 14:20 Zu der Zeit wird auf den Schellen der Rosse stehen: Heilig dem HErrn! und werden Kessel im Hause des HErrn gleich sein wie die Becken vor dem Altar.
Zec 14:21 Und es werden alle Kessel in Jerusalem und Juda dem HErrn Zebaoth heilig sein, also dass alle, die da opfern wollen, werden kommen und sie nehmen und darin kochen. Und wird kein Kanaaniter mehr sein im Hause des HErrn Zebaoth zu der Zeit.
Mal 1:1 Dies ist die Last, die der HErr redet wider Israel durch Maleachi.
Mal 1:2 Ich habe euch lieb, spricht der HErr. So sprecht ihr: Womit hast du uns lieb? Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der HErr; und doch habe ich Jakob lieb
Mal 1:3 und hasse Esau und habe sein Gebirge de gemacht und sein Erbe den Schakalen zur Wste.
Mal 1:4 Und ob Edom sprechen wrde: Wir sind verderbt, aber wir wollen das Wste wieder erbauen! so spricht der HErr Zebaoth also: Werden sie bauen, so will ich abbrechen, und es soll heien die verdammte Grenze und ein Volk, ber das der HErr zrnt ewiglich.
Mal 1:5 Das sollen eure Augen sehen, und ihr werdet sagen: Der HErr ist herrlich in den Grenzen Israels.
Mal 1:6 Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? bin ich HErr, wo frchtet man mich? spricht der HErr Zebaoth zu euch Priestern, die meinen Namen verachten. So sprecht ihr: Womit verachten wir deinen Namen?
Mal 1:7 Damit dass ihr opfert auf meinem Altar unreines Brot. So sprecht ihr: Womit opfern wir dir Unreines? damit dass ihr sagt: Des HErrn Tisch ist verachtet.
Mal 1:8 Und wenn ihr ein blindes opfert, so muss es nicht bse heien; und wenn ihr ein Lahmes oder Krankes opfert, so muss es auch nicht bse heien. Bringe es deinem Frsten! was gilt's, ob du ihm gefallen werdest, oder ob er deine Person ansehen werde? spricht der HErr Zebaoth.
Mal 1:9 So bittet nun Gott, dass er uns gndig sei! denn solches ist geschehen von euch. Meint ihr, er werde eure Person ansehen? spricht der HErr Zebaoth.
Mal 1:10 dass doch einer unter euch die Tren zuschlsse, damit ihr nicht umsonst auf meinem Altar Feuer anzndet! Ich habe kein Gefallen an euch, spricht der HErr Zebaoth, und das Speisopfer von euren Hnden ist mir nicht angenehm.
Mal 1:11 Aber von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang soll mein Name herrlich werden unter den Heiden, und an allen Orten soll meinem Namen geruchert werden und ein reines Speisopfer geopfert werden; denn mein Name soll herrlich werden unter den Heiden, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 1:12 Ihr aber entheiligt ihn damit, dass ihr sagt: Des HErr Tisch ist unheilig, und sein Opfer ist verachtet samt seiner Speise.
Mal 1:13 Und ihr sprecht: Siehe, es ist nur Mhe! und schlagt es in den Wind, spricht der HErr Zebaoth. Und ihr bringt her, was geraubt, lahm und krank ist, und opfert dann Speisopfer. Sollte mir solches gefallen von eurer Hand? spricht der HErr.
Mal 1:14 Verflucht sei der Betrger, der in seiner Herde ein Mnnlein hat, und wenn er ein Gelbde tut, opfert er dem HErr ein untchtiges. Denn ich bin ein groer Knig, spricht der HErr Zebaoth, und mein Name ist schrecklich unter den Heiden.
Mal 2:1 Und nun, ihr Priester, dies Gebot gilt euch.
Mal 2:2 Wo ihr's nicht hrt noch zu Herzen nehmen werdet, dass ihr meinem Namen die Ehre gebt, spricht der HErr Zebaoth, so werde ich den Fluch unter euch schicken und euren Segen verfluchen, ja verfluchen werde ich ihn, weil ihr's nicht wolltet zu Herzen nehmen.
Mal 2:3 Siehe, ich will schelten euch samt der Saat und den Kot eurer Festopfer euch ins Angesicht werfen, und er soll an euch kleben bleiben.
Mal 2:4 So werdet ihr dann erfahren, dass ich solches Gebot zu euch gesandt habe, dass es mein Bund sein sollte mit Levi, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 2:5 Denn mein Bund war mit ihm zum Leben und Frieden, und ich gab ihm die Furcht, dass er mich frchtete und meinen Namen scheute.
Mal 2:6 Das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde, und ward kein Bses in seinen Lippen gefunden. Er wandelte vor mir friedsam und aufrichtig und bekehrte viele von Snden.
Mal 2:7 Denn des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, dass man aus seinem Munde das Gesetz suche; denn er ist ein Engel des HErrn Zebaoth.
Mal 2:8 Ihr aber seid von dem Wege abgetreten und rgert viele im Gesetz und habt den Bund Levis gebrochen, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 2:9 Darum habe ich auch euch gemacht, dass ihr verachtet und unwert seid vor dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht haltet und seht Personen an im Gesetz.
Mal 2:10 Haben nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen? Warum verachten wir denn einer den andern und entheilgen den Bund, mit unsren Vtern gemacht?
Mal 2:11 Denn Juda ist ein Verrter geworden, und in Israel und zu Jerusalem geschehen Greuel. Denn Juda entheiligt, was dem HErrn heilig ist und was er liebhat, und buhlt mit eines fremden Gottes Tochter.
Mal 2:12 Aber der HErr wird den, so solches tut, ausrotten aus der Htte Jakobs, beide, Meister und Schler, samt dem, der dem HErrn Zebaoth Speisopfer bringt.
Mal 2:13 Weiter tut ihr auch das: ihr bedeckt den Altar des HErrn mit Trnen und Weinen und Seufzen, dass ich nicht mehr mag das Speisopfer ansehen noch etwas Angenehmes von euren Hnden empfangen.
Mal 2:14 Und so sprecht ihr: Warum das? Darum dass der HErr zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend Zeuge war, die du verachtest, so sie doch deine Gesellin und ein Weib deines Bundes ist.
Mal 2:15 Also tat der Eine nicht, und war doch groen Geistes. Was tat aber der Eine? Er suchte den Samen, von Gott verheien. Darum so sehet euch vor vor eurem Geist und verachte keiner das Weib seiner Jugend.
Mal 2:16 Wer ihr aber gram ist und verstt sie, spricht der HErr, der Gott Israels, der bedeckt mit Frevel sein Kleid, spricht der HErr Zebaoth. Darum so seht euch vor vor eurem Geist und verachtet sie nicht.
Mal 2:17 Ihr macht den HErrn unwillig durch eure Reden. So sprecht ihr: Womit machen wir ihn unwillig? damit dass ihr sprecht: Wer Bses tut, der gefllt dem HErrn, und zu solchen hat er Lust, oder: Wo ist der Gott, der da strafe?
Mal 3:1 Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der HErr, den ihr suchet; der Engel des Bundes, des ihr begehret, siehe, er kommt! spricht der HErr Zebaoth.
Mal 3:2 Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden knnen, und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmieds und wie die Seifen der Wscher.
Mal 3:3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levi reinigen und lutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HErrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit,
Mal 3:4 und wird dem HErrn wohl gefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren.
Mal 3:5 Und ich will zu euch kommen und euch strafen und will ein schneller Zeuge sein wider die Zauberer, Ehebrecher und Meineidigen und wider die, so Gewalt und Unrecht tun den Tagelhnern, Witwen und Waisen und den Fremdling drcken und mich nicht frchten, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 3:6 Denn ich bin der HErr und wandle mich nicht; und es soll mit euch Kindern Jakobs nicht gar aus sein.
Mal 3:7 Ihr seid von eurer Vter Zeit immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich zu euch auch kehren, spricht der HErr Zebaoth. So sprecht ihr: Worin sollen wir uns bekehren?
Mal 3:8 Ist's recht, dass ein Mensch Gott tuscht, wie ihr mich den tuschet? So sprecht ihr: Womit tuschen wir dich? Am Zehnten und Hebopfer.
Mal 3:9 Darum seid ihr auch verflucht, dass euch alles unter den Hnden zerrinnt; denn ihr tuscht mich allesamt.
Mal 3:10 Bringt mir den Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prft mich hierin, spricht der HErr Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschtten die Flle.
Mal 3:11 Und ich will fr euch den Fresser schelten, dass er euch die Frucht auf dem Felde nicht verderben soll und der Weinstock im Acker euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HErr Zebaoth;
Mal 3:12 dass euch alle Heiden sollen selig preisen, denn ihr sollt ein wertes Land sein, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 3:13 Ihr redet hart wider mich, spricht der HErr. So sprecht ihr: Was reden wir wider dich?
Mal 3:14 Damit dass ihr sagt: Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was ntzt es, dass wir sein Gebot halten und ein hartes Leben vor dem HErr Zebaoth fhren?
Mal 3:15 Darum preisen wir die Verchter; denn die Gottlosen nehmen zu; sie versuchen Gott, und alles geht ihnen wohl aus.
Mal 3:16 Aber die Gottesfrchtigen trsten sich untereinander also: Der HErr merkt und hrt es, und vor ihm ist ein Denkzettel geschrieben fr die, so den HErrn frchten und an seinen Namen gedenken.
Mal 3:17 Sie sollen spricht der HErr Zebaoth, des Tages, den ich machen will, mein Eigentum sein; und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient.
Mal 3:18 Und ihr sollt dagegen wiederum den Unterschied sehen, was fr ein Unterschied sei zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, und zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
Mal 3:19 Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen; da werden alle Verchter und Gottlosen Stroh sein, und der knftige Tag wird sie anznden, spricht der HErr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweige lassen.
Mal 3:20 Euch aber, die ihr meinen Namen frchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flgeln; und ihr sollt aus und ein gehen und hpfen wie die Mastklber.
Mal 3:21 Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren Fen werden des Tages, den ich machen will, spricht der HErr Zebaoth.
Mal 3:22 Gedenkt des Gesetzes Moses, meines Knechtes, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel samt den Geboten und Rechten.
Mal 3:23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der groe und schreckliche Tag des HErrn.
Mal 3:24 Der soll das Herz der Vter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vtern, dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
Mat 1:1 Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams.
Mat 1:2 Abraham zeugte Isaak. Isaak zeugte Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brder.
Mat 1:3 Juda zeugte Perez und Serah von Thamar. Perez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram.
Mat 1:4 Ram zeugte Amminadab. Amminadab zeugte Nahesson. Nahesson zeugte Salma.
Mat 1:5 Salma zeugte Boas von der Rahab. Boas zeugte Obed von der Ruth. Obed zeugte Jesse.
Mat 1:6 Jesse zeugte den Knig David. Der Knig David zeugte Salomo von dem Weib des Uria.
Mat 1:7 Salomo zeugte Rehabeam. Rehabeam zeugte Abia. Abia zeugte Asa.
Mat 1:8 Asa zeugte Josaphat. Josaphat zeugte Joram. Joram zeugte Usia.
Mat 1:9 Usia zeugte Jotham. Jotham zeugte Ahas. Ahas zeugte Hiskia.
Mat 1:10 Hiskia zeugte Manasse. Manasse zeugte Amon. Amon zeugte Josia.
Mat 1:11 Josia zeugte Jechonja und seine Brder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft.
Mat 1:12 Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugte Jechonja Sealthiel. Sealthiel zeugte Serubabel.
Mat 1:13 Serubabel zeugte Abiud. Abiud zeugte Eliakim. Eliakim zeugte Asor.
Mat 1:14 Asor zeugte Zadok. Zadok zeugte Achim. Achim zeugte Eliud.
Mat 1:15 Eliud zeugte Eleasar. Eleasar zeugte Matthan. Matthan zeugte Jakob.
Mat 1:16 Jakob zeugte Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, der da heit Christus.
Mat 1:17 Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christus sind vierzehn Glieder.
Mat 1:18 Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich's ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist.
Mat 1:19 Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
Mat 1:20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, frchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist.
Mat 1:21 Und sie wird einen Sohn gebren, des Namen sollst du Jesus heien; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Snden.
Mat 1:22 Das ist aber alles geschehen, auf dass erfllt wrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:
Mat 1:23 Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebren, und sie werden seinen Namen Immanuel heien, das ist verdolmetscht: Gott mit uns.
Mat 1:24 Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich.
Mat 1:25 Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hie seinen Namen Jesus.
Mat 2:1 Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jdischen Lande, zur Zeit des Knigs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
Mat 2:2 Wo ist der neugeborene Knig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.
Mat 2:3 Da das der Knig Herodes hrte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem.
Mat 2:4 Und lie versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden.
Mat 2:5 Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten:
Mat 2:6 Und du Bethlehem im jdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Frsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der ber mein Volk Israel ein Herr sei.
Mat 2:7 Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Flei von ihnen, wann der Stern erschienen wre,
Mat 2:8 und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleiig nach dem Kindlein; wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass ich auch komme und es anbete.
Mat 2:9 Als sie nun den Knig gehrt hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis dass er kam und stand oben ber, da das Kindlein war.
Mat 2:10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut
Mat 2:11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schtze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Mat 2:12 Und Gott befahl ihnen im Traum, dass sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.
Mat 2:13 Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach gyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, dass Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen.
Mat 2:14 Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach gyptenland.
Mat 2:15 Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfllet wrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus gypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Mat 2:16 Da Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und lie alle Kinder zu Bethlehem tten und an seinen ganzen Grenzen, die da zweijhrig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Flei von den Weisen erlernt hatte.
Mat 2:17 Da ist erfllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht:
Mat 2:18 Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehrt, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trsten lassen, denn es war aus mit ihnen.
Mat 2:19 Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in gyptenland
Mat 2:20 und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen.
Mat 2:21 Und er stand auf und nahm das Kindlein und sein Mutter zu sich und kam in das Land Israel.
Mat 2:22 Da er aber hrte, dass Archelaus im jdischen Lande Knig war anstatt seines Vaters Herodes, frchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog in die rter des galilischen Landes.
Mat 2:23 und kam und wohnte in der Stadt die da heit Nazareth; auf dass erfllet wrde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heien.
Mat 3:1 Zu der Zeit kam Johannes der Tufer und predigte in der Wste des jdischen Landes
Mat 3:2 und sprach: Tut Bue, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Mat 3:3 Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht richtig seine Steige!
Mat 3:4 Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Grtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig.
Mat 3:5 Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jdische Land und alle Lnder an dem Jordan
Mat 3:6 und lieen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Snden.
Mat 3:7 Als er nun viele Phariser und Sadduzer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezchte, wer hat denn euch gewiesen, dass ihr dem knftigen Zorn entrinnen werdet?
Mat 3:8 Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Bue!
Mat 3:9 Denket nur nicht, dass ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
Mat 3:10 Es ist schon die Axt den Bumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Mat 3:11 Ich taufe euch mit Wasser zur Bue; der aber nach mir kommt, ist strker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Mat 3:12 Und er hat seine Wurfschaufel in der Hand: er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer.
Mat 3:13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galila an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen liee.
Mat 3:14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?
Mat 3:15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt also sein! also gebhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfllen. Da lie er's ihm zu.
Mat 3:16 Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf ber ihm. Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und ber ihn kommen.
Mat 3:17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.
Mat 4:1 Da ward Jesus vom Geist in die Wste gefhrt, auf dass er von dem Teufel versucht wrde.
Mat 4:2 Und da er vierzig Tage und vierzig Nchte gefastet hatte, hungerte ihn.
Mat 4:3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.
Mat 4:4 Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.
Mat 4:5 Da fhrte ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels
Mat 4:6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so lass dich hinab; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln ber dir Befehl tun, und sie werden dich auf Hnden tragen, auf dass du deinen Fu nicht an einen Stein stoest.
Mat 4:7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.
Mat 4:8 Wiederum fhrte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
Mat 4:9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfllst und mich anbetest.
Mat 4:10 Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.
Mat 4:11 Da verlie ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.
Mat 4:12 Da nun Jesus hrte, dass Johannes berantwortet war, zog er in das galilische Land.
Mat 4:13 Und verlie die Stadt Nazareth, kam und wohnte zu Kapernaum, das da liegt am Meer, im Lande Sebulon und Naphthali,
Mat 4:14 auf dass erfllet wrde, was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:
Mat 4:15 Das Land Sebulon und das Land Naphthali, am Wege des Meeres, jenseit des Jordans, und das heidnische Galila,
Mat 4:16 das Volk, das in Finsternis sa, hat ein groes Licht gesehen; und die da saen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.
Mat 4:17 Von der Zeit an fing Jesus an, zu predigen und zu sagen: Tut Bue, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Mat 4:18 Als nun Jesus an dem Galilischen Meer ging, sah er zwei Brder, Simon, der da heit Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
Mat 4:19 Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
Mat 4:20 Alsbald verlieen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
Mat 4:21 Und da er von da weiterging, sah er zwei andere Brder, Jakobus, den Sohn des Zebedus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedus, dass sie ihre Netze flickten; und er rief sie.
Mat 4:22 Alsbald verlieen sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
Mat 4:23 Und Jesus ging umher im ganzen galilischen Lande, lehrte sie in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und Krankheit im Volk.
Mat 4:24 Und sein Gercht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen, die Mondschtigen und Gichtbrchigen; und er machte sie alle gesund.
Mat 4:25 Und es folgte ihm nach viel Volks aus Galila, aus den Zehn Stdten, von Jerusalem, aus dem jdischen Lande und von jenseits des Jordans.
Mat 5:1 Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jnger traten zu ihm,
Mat 5:2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
Mat 5:3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.
Mat 5:4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrstet werden.
Mat 5:5 Selig sind die Sanftmtigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Mat 5:6 Selig sind, die da hungert und drstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Mat 5:7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Mat 5:8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Mat 5:9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heien.
Mat 5:10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.
Mat 5:11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmhen und verfolgen und reden allerlei bles gegen euch, so sie daran lgen.
Mat 5:12 Seid frhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
Mat 5:13 Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man's salzen? Es ist hinfort zu nichts ntze, denn das man es hinausschtte und lasse es die Leute zertreten.
Mat 5:14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Mat 5:15 Man zndet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind.
Mat 5:16 Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Mat 5:17 Ihr sollt nicht whnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulsen; ich bin nicht gekommen, aufzulsen, sondern zu erfllen.
Mat 5:18 Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tttel vom Gesetz, bis dass es alles geschehe.
Mat 5:19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heien im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird gro heien im Himmelreich.
Mat 5:20 Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Phariser, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Mat 5:21 Ihr habt gehrt, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tten; wer aber ttet, der soll des Gerichts schuldig sein.
Mat 5:22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zrnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hllischen Feuers schuldig.
Mat 5:23 Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eingedenk, dass dein Bruder etwas wider dich habe,
Mat 5:24 so lass allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und vershne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe.
Mat 5:25 Sei willfhrig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dass dich der Widersacher nicht dermaleinst berantworte dem Richter, und der Richter berantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen.
Mat 5:26 Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.
Mat 5:27 Ihr habt gehrt, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.
Mat 5:28 Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
Mat 5:29 rgert dich aber dein rechtes Auge, so rei es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, dass eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hlle geworfen werde.
Mat 5:30 rgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir besser, dass eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Hlle geworfen werde.
Mat 5:31 Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief.
Mat 5:32 Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freit, der bricht die Ehe.
Mat 5:33 Ihr habt weiter gehrt, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.
Mat 5:34 Ich aber sage euch, dass ihr berhaupt nicht schwren sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl,
Mat 5:35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fe Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des groen Knigs Stadt.
Mat 5:36 Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwren, denn du vermagst nicht ein einziges Haar schwarz oder wei zu machen.
Mat 5:37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darber ist, das ist vom bel.
Mat 5:38 Ihr habt gehrt, dass da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Mat 5:39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem bel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.
Mat 5:40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel.
Mat 5:41 Und so dich jemand ntigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei.
Mat 5:42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will.
Mat 5:43 Ihr habt gehrt, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nchsten lieben und deinen Feind hassen.
Mat 5:44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet fr die, so euch beleidigen und verfolgen,
Mat 5:45 auf dass ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er lsst seine Sonne aufgehen ber die Bsen und ber die Guten und lsst regnen ber Gerechte und Ungerechte.
Mat 5:46 Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fr Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zllner?
Mat 5:47 Und so ihr euch nur zu euren Brdern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zllner auch also?
Mat 5:48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Mat 6:1 Habt acht auf eure Almosen, dass ihr die nicht gebet vor den Leuten, dass ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
Mat 6:2 Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Mat 6:3 Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,
Mat 6:4 auf dass dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten ffentlich.
Mat 6:5 Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf dass sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Mat 6:6 Wenn aber du betest, so gehe in dein Kmmerlein und schlie die Tr zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten ffentlich.
Mat 6:7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhrt, wenn sie viel Worte machen.
Mat 6:8 Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichstellen. Euer Vater wei, was ihr bedrfet, ehe ihr ihn bittet.
Mat 6:9 Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Mat 6:10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Mat 6:11 Unser tglich Brot gib uns heute.
Mat 6:12 Und vergib uns unsre Schuld, wie wir unsren Schuldigern vergeben.
Mat 6:13 Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns von dem bel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Mat 6:14 Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben,
Mat 6:15 Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.
Mat 6:16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf dass sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Mat 6:17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,
Mat 6:18 auf dass du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten ffentlich.
Mat 6:19 Ihr sollt euch nicht Schtze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen.
Mat 6:20 Sammelt euch aber Schtze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen.
Mat 6:21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Mat 6:22 Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;
Mat 6:23 ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie gro wird dann die Finsternis sein!
Mat 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr knnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Mat 6:25 Darum sage ich euch: Sorget nicht fr euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fr euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung?
Mat 6:26 Sehet die Vgel unter dem Himmel an: sie sen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nhrt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?
Mat 6:27 Wer ist aber unter euch, der seiner Lnge eine Elle zusetzen mge, ob er gleich darum sorget?
Mat 6:28 Und warum sorget ihr fr die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
Mat 6:29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins.
Mat 6:30 So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglubigen?
Mat 6:31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden?
Mat 6:32 Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater wei, dass ihr des alles bedrfet.
Mat 6:33 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
Mat 6:34 Darum sorgt nicht fr den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fr das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.
Mat 7:1 Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.
Mat 7:2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Ma ihr messet, wird euch gemessen werden.
Mat 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?
Mat 7:4 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?
Mat 7:5 Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!
Mat 7:6 Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Sue werfen, auf dass sie dieselben nicht zertreten mit ihren Fen und sich wenden und euch zerreien.
Mat 7:7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Mat 7:8 Denn wer da bittet, der empfngt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Mat 7:9 Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete?
Mat 7:10 oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete?
Mat 7:11 So denn ihr, die ihr doch arg seid, knnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Mat 7:12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.
Mat 7:13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfhrt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.
Mat 7:14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben fhrt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.
Mat 7:15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reiende Wlfe.
Mat 7:16 An ihren Frchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
Mat 7:17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Frchte; aber ein fauler Baum bringt arge Frchte.
Mat 7:18 Ein guter Baum kann nicht arge Frchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Frchte bringen.
Mat 7:19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Frchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Mat 7:20 Darum an ihren Frchten sollt ihr sie erkennen.
Mat 7:21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Mat 7:22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
Mat 7:23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr beltter!
Mat 7:24 Darum, wer diese meine Rede hrt und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute.
Mat 7:25 Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewsser kam und wehten die Winde und stieen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrndet.
Mat 7:26 Und wer diese meine Rede hrt und tut sie nicht, der ist einem trichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute.
Mat 7:27 Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewsser und wehten die Winde und stieen an das Haus, da fiel es und tat einen groen Fall.
Mat 7:28 Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk ber seine Lehre.
Mat 7:29 Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.
Mat 8:1 Da er aber vom Berg herabging, folgte ihm viel Volks nach.
Mat 8:2 Und siehe, ein Ausstziger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen.
Mat 8:3 Und Jesus streckte seine Hand aus, rhrte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt! Und alsbald ward er vom Aussatz rein.
Mat 8:4 Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis ber sie.
Mat 8:5 Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn
Mat 8:6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrchig und hat groe Qual.
Mat 8:7 Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Mat 8:8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Mat 8:9 Denn ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so geht er; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's.
Mat 8:10 Da das Jesus hrte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!
Mat 8:11 Aber ich sage euch viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen;
Mat 8:12 aber die Kinder des Reiches werden ausgestoen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Mat 8:13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselben Stunde.
Mat 8:14 Und Jesus kam in des Petrus Haus und sah, dass seine Schwiegermutter lag und hatte das Fieber.
Mat 8:15 Da griff er ihre Hand an, und das Fieber verlie sie. Und sie stand auf und diente ihnen.
Mat 8:16 Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit Worten und machte allerlei Kranke gesund,
Mat 8:17 auf dass erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Er hat unsre Schwachheiten auf sich genommen, und unsre Seuchen hat er getragen.
Mat 8:18 Und da Jesus viel Volks um sich sah, hie er hinber jenseit des Meeres fahren.
Mat 8:19 Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wo du hin gehst.
Mat 8:20 Jesus sagt zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.
Mat 8:21 Und ein anderer unter seinen Jngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, dass hingehe und zuvor meinen Vater begrabe.
Mat 8:22 Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben!
Mat 8:23 Und er trat in das Schiff, und seine Jnger folgten ihm.
Mat 8:24 Und siehe, da erhob sich ein groes Ungestm im Meer, also dass auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief.
Mat 8:25 Und die Jnger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben!
Mat 8:26 Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleinglubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer; da ward es ganz stille.
Mat 8:27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das fr ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam ist?
Mat 8:28 Und er kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengrbern und waren sehr grimmig, also dass niemand diese Strae wandeln konnte.
Mat 8:29 Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach Jesu, du Sohn Gottes, was haben wir mit dir zu tun? Bist du hergekommen, uns zu qulen, ehe denn es Zeit ist?
Mat 8:30 Es war aber ferne von ihnen ein groe Herde Sue auf der Weide.
Mat 8:31 Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so erlaube uns, in die Herde Sue zu fahren.
Mat 8:32 Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und in die Herde Sue. Und siehe, die ganze Herde Sue strzte sich von dem Abhang ins Meer und ersoffen im Wasser.
Mat 8:33 Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles und wie es mit den Besessenen ergangen war.
Mat 8:34 Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesu entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, dass er aus ihrer Gegend weichen wollte.
Mat 9:1 Da trat er in das Schiff und fuhr wieder herber und kam in seine Stadt.
Mat 9:2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrchigen, der lag auf einem Bett. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Snden sind dir vergeben.
Mat 9:3 Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lstert Gott.
Mat 9:4 Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so arges in euren Herzen?
Mat 9:5 Welches ist leichter: zu sagen: Dir sind deine Snden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?
Mat 9:6 Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht habe, auf Erden die Snden zu vergeben (sprach er zu dem Gichtbrchigen): Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim!
Mat 9:7 Und er stand auf und ging heim.
Mat 9:8 Da das Volk das sah, verwunderte es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.
Mat 9:9 Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hie Matthus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
Mat 9:10 Und es begab sich, da er zu Tische sa im Hause, siehe, da kamen viele Zllner und Snder und saen zu Tische mit Jesu und seinen Jngern.
Mat 9:11 Da das die Phariser sahen, sprachen sie zu seinen Jngern: Warum isset euer Meister mit den Zllnern und Sndern?
Mat 9:12 Da das Jesus hrte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Mat 9:13 Gehet aber hin und lernet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin gekommen die Snder zur Bue zu rufen, und nicht die Gerechten.
Mat 9:14 Indes kamen die Jnger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Phariser so viel, und deine Jnger fasten nicht?
Mat 9:15 Jesus sprach zu ihnen: Wie knnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Brutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.
Mat 9:16 Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reit doch wieder vom Kleid, und der Riss wird rger.
Mat 9:17 Man fasst auch nicht Most in alte Schluche; sonst zerreien die Schluche und der Most wird verschttet, und die Schluche kommen um. Sondern man fasst Most in neue Schluche, so werden sie beide miteinander erhalten.
Mat 9:18 Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.
Mat 9:19 Und Jesus stand auf und folgte ihm nach und seine Jnger.
Mat 9:20 Und siehe, ein Weib, das zwlf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rhrte seines Kleides Saum an.
Mat 9:21 Denn sie sprach bei sich selbst: Mchte ich nur sein Kleid anrhren, so wrde ich gesund.
Mat 9:22 Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde.
Mat 9:23 Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getmmel des Volks,
Mat 9:24 sprach er zu ihnen: Weichet! denn das Mgdlein ist nicht tot, sondern es schlft. Und sie verlachten ihn.
Mat 9:25 Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff es bei der Hand; da stand das Mdglein auf.
Mat 9:26 Und dies Gercht erscholl in dasselbe ganze Land.
Mat 9:27 Und da Jesus von da weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
Mat 9:28 Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja.
Mat 9:29 Da rhrte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.
Mat 9:30 Und ihre Augen wurden geffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Seht zu, dass es niemand erfahre!
Mat 9:31 Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selben ganzen Lande.
Mat 9:32 Da nun diese waren hinausgekommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen.
Mat 9:33 Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden.
Mat 9:34 Aber die Phariser sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten.
Mat 9:35 Und Jesus ging umher in alle Stdte und Mrkte, lehrte in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke.
Mat 9:36 Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
Mat 9:37 Da sprach er zu seinen Jngern: Die Ernte ist gro, aber wenige sind der Arbeiter.
Mat 9:38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.
Mat 10:1 Und er rief seine zwlf Jnger zu sich und gab ihnen Macht ber die unsauberen Geister, dass sie sie austrieben und heilten allerlei Seuche und allerlei Krankheit.
Mat 10:2 Die Namen aber der zwlf Apostel sind diese: der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedus Sohn, und Johannes, sein Bruder;
Mat 10:3 Philippus und Bartholomus; Thomas und Matthus, der Zllner; Jakobus, des Alphus Sohn, Lebbus, mit dem Zunamen Thaddus;
Mat 10:4 Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet.
Mat 10:5 Diese zwlf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strae und ziehet nicht in der Samariter Stdte,
Mat 10:6 sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.
Mat 10:7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Mat 10:8 Macht die Kranken gesund, reinigt die Ausstzigen, weckt die Toten auf, treibt die Teufel aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch.
Mat 10:9 Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Grteln haben,
Mat 10:10 auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Rcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert.
Mat 10:11 Wo ihr aber in eine Stadt oder einen Markt geht, da erkundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr von dannen zieht.
Mat 10:12 Wo ihr aber in ein Haus geht, so grt es;
Mat 10:13 und so es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.
Mat 10:14 Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede hren, so geht heraus von demselben Haus oder der Stadt und schttelt den Staub von euren Fen.
Mat 10:15 Wahrlich ich sage euch: Dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es ertrglicher gehen am Jngsten Gericht denn solcher Stadt.
Mat 10:16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wlfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
Mat 10:17 Htet euch vor den Menschen; denn sie werden euch berantworten vor ihre Rathuser und werden euch geieln in ihren Schulen.
Mat 10:18 Und man wird euch vor Frsten und Knige fhren um meinetwillen, zum Zeugnis ber sie und ber die Heiden.
Mat 10:19 Wenn sie euch nun berantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
Mat 10:20 Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.
Mat 10:21 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod berantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empren wider die Eltern und ihnen zum Tode helfen.
Mat 10:22 Und ihr msset gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.
Mat 10:23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Stdten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.
Mat 10:24 Der Jnger ist nicht ber seinen Meister noch der Knecht ber den Herrn.
Mat 10:25 Es ist dem Jnger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheien, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heien!
Mat 10:26 So frchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde.
Mat 10:27 Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hrt in das Ohr, das predigt auf den Dchern.
Mat 10:28 Und frchtet euch nicht vor denen, die den Leib tten, und die Seele nicht knnen tten; frchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hlle.
Mat 10:29 Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fllt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater.
Mat 10:30 Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezhlt.
Mat 10:31 So frchtet euch denn nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.
Mat 10:32 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater.
Mat 10:33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.
Mat 10:34 Ihr sollt nicht whnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.
Mat 10:35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.
Mat 10:36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
Mat 10:37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.
Mat 10:38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.
Mat 10:39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.
Mat 10:40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Mat 10:41 Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird eines Propheten Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen.
Mat 10:42 Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers trnkt in eines Jngers Namen, wahrlich ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.
Mat 11:1 Und es begab sich, da Jesus solch Gebot an seine zwlf Jnger vollendet hatte, ging er von da weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Stdten.
Mat 11:2 Da aber Johannes im Gefngnis die Werke Christi hrte, sandte er seiner Jnger zwei
Mat 11:3 und lie ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?
Mat 11:4 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und hret:
Mat 11:5 die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Ausstzigen werden rein und die Tauben hren, die Toten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt;
Mat 11:6 und selig ist, der sich nicht an mir rgert.
Mat 11:7 Da die hingingen, fing Jesus an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her bewegt?
Mat 11:8 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Knige Husern.
Mat 11:9 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet.
Mat 11:10 Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.
Mat 11:11 Wahrlich ich sage euch: Unter allen, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufgekommen, der grer sei denn Johannes der Tufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist grer denn er.
Mat 11:12 Aber von den Tagen Johannes des Tufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reien es an sich.
Mat 11:13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes.
Mat 11:14 Und (so ihr's wollt annehmen) er ist Elia, der da soll zuknftig sein.
Mat 11:15 Wer Ohren hat, zu hren, der hre!
Mat 11:16 Wem soll ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen
Mat 11:17 und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklagt, und ihr wolltet nicht weinen.
Mat 11:18 Johannes ist gekommen, a nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel.
Mat 11:19 Des Menschen Sohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsufer, der Zllner und der Snder Geselle! Und die Weisheit muss sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern.
Mat 11:20 Da fing er an, die Stdte zu schelten, in welchen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert:
Mat 11:21 Wehe dir Chorazin! Weh dir, Bethsaida! Wren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie htten vorzeiten im Sack und in der Asche Bue getan.
Mat 11:22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertrglicher gehen am Jngsten Gericht als euch.
Mat 11:23 Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Hlle hinuntergestoen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen wren, die bei euch geschehen sind, sie stnde noch heutigestages.
Mat 11:24 Doch ich sage euch, es wird dem Sodomer Lande ertrglicher gehen am Jngsten Gericht als dir.
Mat 11:25 Zu der Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, dass du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmndigen offenbart.
Mat 11:26 Ja, Vater; denn es ist also wohlgefllig gewesen vor dir.
Mat 11:27 Alle Dinge sind mir bergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren.
Mat 11:28 Kommet her zu mir alle, die ihr mhselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Mat 11:29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmtig und von Herzen demtig; so werdet ihr Ruhe finden fr eure Seelen.
Mat 11:30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Mat 12:1 Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jnger waren hungrig, fingen an, hren auszuraufen, und aen.
Mat 12:2 Da das die Phariser sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jnger tun, was sich nicht ziemt am Sabbat zu tun.
Mat 12:3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte?
Mat 12:4 wie er in das Gotteshaus ging und a die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemte zu essen noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern?
Mat 12:5 Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
Mat 12:6 Ich sage aber euch, dass hier der ist, der auch grer ist denn der Tempel.
Mat 12:7 Wenn ihr aber wsstet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, httet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.
Mat 12:8 Des Menschen Sohn ist ein Herr auch ber den Sabbat.
Mat 12:9 Und er ging von da weiter und kam in ihre Schule.
Mat 12:10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht, am Sabbat heilen? auf dass sie eine Sache gegen ihn htten.
Mat 12:11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fllt, der es nicht ergreife und aufhebe?
Mat 12:12 Wie viel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun.
Mat 12:13 Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere.
Mat 12:14 Da gingen die Phariser hinaus und hielten einen Rat ber ihn, wie sie ihn umbrchten.
Mat 12:15 Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilte sie alle
Mat 12:16 und bedrohte sie, dass sie ihn nicht meldeten,
Mat 12:17 auf dass erfllet wrde, was gesagt ist von dem Propheten Jesaja, der da spricht:
Mat 12:18 Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwhlt habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soll den Heiden das Gericht verknden.
Mat 12:19 Er wird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht hren auf den Gassen;
Mat 12:20 das zerstoene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslschen, bis dass er ausfhre das Gericht zum Sieg;
Mat 12:21 und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.
Mat 12:22 Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der ward blind und stumm; und er heilte ihn, also dass der Blinde und Stumme redete und sah.
Mat 12:23 Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn?
Mat 12:24 Aber die Phariser, da sie es hrten, sprachen sie: Er treibt die Teufel nicht anders aus denn durch Beelzebub, der Teufel Obersten.
Mat 12:25 Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wst; und eine jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, kann's nicht bestehen.
Mat 12:26 So denn ein Satan den andern austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann denn sein Reich bestehen?
Mat 12:27 So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.
Mat 12:28 So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
Mat 12:29 Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, dass er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube?
Mat 12:30 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Mat 12:31 Darum sage ich euch: Alle Snde und Lsterung wird den Menschen vergeben; aber die Lsterung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben.
Mat 12:32 Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.
Mat 12:33 Setzt entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum.
Mat 12:34 Ihr Otterngezchte, wie knnt ihr Gutes reden, dieweil ihr bse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund ber.
Mat 12:35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens; und ein bser Mensch bringt Bses hervor aus seinem bsen Schatz.
Mat 12:36 Ich sage euch aber, dass die Menschen mssen Rechenschaft geben am Jngsten Gericht von einem jeglichen unntzen Wort, das sie geredet haben.
Mat 12:37 Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Mat 12:38 Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen.
Mat 12:39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.
Mat 12:40 Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nchte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nchte mitten in der Erde sein.
Mat 12:41 Die Leute von Ninive werden auftreten am Jngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Bue nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.
Mat 12:42 Die Knigin von Mittag wird auftreten am Jngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomons Weisheit zu hren. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.
Mat 12:43 Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er drre Sttten, sucht Ruhe, und findet sie nicht.
Mat 12:44 Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer, gekehrt und geschmckt.
Mat 12:45 So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die rger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach rger, denn es zuvor war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen.
Mat 12:46 Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brder drauen, die wollten mit ihm reden.
Mat 12:47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brder stehen drauen und wollen mit dir reden.
Mat 12:48 Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brder?
Mat 12:49 Und er reckte die Hand aus ber seine Jnger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brder!
Mat 12:50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.
Mat 13:1 An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer.
Mat 13:2 Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also dass er in das Schiff trat und sa, und alles Volk stand am Ufer.
Mat 13:3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Semann aus, zu sen.
Mat 13:4 Und indem er ste, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vgel und fraen's auf.
Mat 13:5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum dass es nicht tiefe Erde hatte.
Mat 13:6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es drre.
Mat 13:7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's.
Mat 13:8 Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfltig, etliches sechzigfltig, etliches dreiigfltig.
Mat 13:9 Wer Ohren hat zu hren, der hre!
Mat 13:10 Und die Jnger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse?
Mat 13:11 Er antwortete und sprach: Euch ist es gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs verstehet; diesen aber ist es nicht gegeben.
Mat 13:12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Flle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat.
Mat 13:13 Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hrenden Ohren hren sie nicht; denn sie verstehen es nicht.
Mat 13:14 Und ber ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfllt, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr hren, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen.
Mat 13:15 Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hren bel, und ihre Augen schlummern, auf dass sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hren und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich ihnen hlfe.
Mat 13:16 Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hren.
Mat 13:17 Wahrlich ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hren, was ihr hret, und haben's nicht gehrt.
Mat 13:18 So hrt nun ihr dieses Gleichnis von dem Semann:
Mat 13:19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hrt und nicht versteht, so kommt der Arge und reit hinweg, was da gest ist in sein Herz; und das ist der, bei welchem an dem Wege gest ist.
Mat 13:20 Das aber auf das Steinige gest ist, das ist, wenn jemand das Wort hrt und es alsbald aufnimmt mit Freuden;
Mat 13:21 aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Trbsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so rgert er sich alsbald.
Mat 13:22 Das aber unter die Dornen gest ist, das ist, wenn jemand das Wort hrt, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.
Mat 13:23 Das aber in das gute Land gest ist, das ist, wenn jemand das Wort hrt und versteht es und dann auch Frucht bringt; und etlicher trgt hundertfltig, etlicher aber sechzigfltig, etlicher dreiigfltig.
Mat 13:24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker ste.
Mat 13:25 Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und ste Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
Mat 13:26 Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.
Mat 13:27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gest? Woher hat er denn das Unkraut?
Mat 13:28 Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte: Willst du das wir hingehen und es ausjten?
Mat 13:29 Er sprach: Nein! auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjtet.
Mat 13:30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bndlein, dass man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer.
Mat 13:31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und ste es auf seinen Acker;
Mat 13:32 welches ist das kleinste unter allem Samen; wenn er erwchst, so ist es das grte unter dem Kohl und wird ein Baum, dass die Vgel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen.
Mat 13:33 Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist gleich einem Sauerteig, den ein Weib nahm und unter drei Scheffel Mehl vermengte, bis es ganz durchsuert ward.
Mat 13:34 Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
Mat 13:35 auf dass erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt.
Mat 13:36 Da lie Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Jnger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Geheimnis vom Unkraut auf dem Acker.
Mat 13:37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da Guten Samen st.
Mat 13:38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit.
Mat 13:39 Der Feind, der sie st, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.
Mat 13:40 Gleichwie man nun das Unkraut ausjtet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen:
Mat 13:41 des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle rgernisse und die da unrecht tun,
Mat 13:42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Mat 13:43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
Mat 13:44 Abermals ist gleich das Himmelreich einem verborgenem Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden ber denselben und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
Mat 13:45 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte.
Mat 13:46 Und da er eine kstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Mat 13:47 Abermals ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, womit man allerlei Gattung fngt.
Mat 13:48 Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gef zusammen; aber die faulen werfen sie weg.
Mat 13:49 Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bsen von den Gerechten scheiden
Mat 13:50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zhneklappen sein.
Mat 13:51 Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr.
Mat 13:52 Da sprach er: Darum ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortrgt.
Mat 13:53 Und es begab sich, da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen
Mat 13:54 und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Schule, also auch, dass sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten?
Mat 13:55 Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heit nicht seine Mutter Maria? und seine Brder Jakob und Joses und Simon und Judas?
Mat 13:56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?
Mat 13:57 Und sie rgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterland und in seinem Hause.
Mat 13:58 Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.
Mat 14:1 Zu der Zeit kam das Gercht von Jesu vor den Vierfrsten Herodes.
Mat 14:2 Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Tufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.
Mat 14:3 Denn Herodes hatte Johannes gegriffen und in das Gefngnis gelegt wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib.
Mat 14:4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, dass du sie habest.
Mat 14:5 Und er htte ihn gern gettet, frchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn fr einen Propheten.
Mat 14:6 Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl.
Mat 14:7 Darum verhie er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern wrde.
Mat 14:8 Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schssel das Haupt Johannes des Tufers!
Mat 14:9 Und der Knig ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische saen, befahl er's ihr zu geben.
Mat 14:10 Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefngnis.
Mat 14:11 Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schssel und dem Mgdlein gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter.
Mat 14:12 Da kamen seine Jnger und nahmen seinen Leib und begruben ihn; und kamen und verkndigten das Jesus.
Mat 14:13 Da das Jesus hrte, wich er von dannen auf einem Schiff in eine Wste allein. Und da das Volk das hrte, folgte es ihm nach zu Fu aus den Stdten.
Mat 14:14 Und Jesus ging hervor und sah das groe Volk; und es jammerte ihn derselben, und er heilte ihre Kranken.
Mat 14:15 Am Abend aber traten seine Jnger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wste, und die Nacht fllt herein; Lass das Volk von dir, dass sie hin in die Mrkte gehen und sich Speise kaufen.
Mat 14:16 Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, dass sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen.
Mat 14:17 Sie sprachen: Wir haben hier nichts denn fnf Brote und zwei Fische.
Mat 14:18 Und er sprach: Bringet sie mir her.
Mat 14:19 Und er hie das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fnf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jngern, und die Jnger gaben sie dem Volk.
Mat 14:20 Und sie aen alle und wurden satt und hoben auf, was brigblieb von Brocken, zwlf Krbe voll.
Mat 14:21 Die aber gegessen hatten waren, waren bei fnftausend Mann, ohne Weiber und Kinder.
Mat 14:22 Und alsbald trieb Jesus seine Jnger, dass sie in das Schiff traten und vor ihm herberfuhren, bis er das Volk von sich liee.
Mat 14:23 Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, dass er betete. Und am Abend war er allein daselbst.
Mat 14:24 Und das Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen zuwider.
Mat 14:25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer.
Mat 14:26 Und da ihn die Jnger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht.
Mat 14:27 Aber alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, Ich bin's; frchtet euch nicht!
Mat 14:28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so hei mich zu dir kommen auf dem Wasser.
Mat 14:29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, dass er zu Jesu kme.
Mat 14:30 Er sah aber einen starken Wind; da erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir!
Mat 14:31 Jesus reckte alsbald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleinglubiger, warum zweifeltest du?
Mat 14:32 Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich.
Mat 14:33 Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn!
Mat 14:34 Und sie schifften hinber und kamen in das Land Genezareth.
Mat 14:35 Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm
Mat 14:36 und baten ihn, dass sie nur seines Kleides Saum anrhrten. Und alle, die ihn anrhrten, wurden gesund.
Mat 15:1 Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Phariser von Jerusalem und sprachen:
Mat 15:2 Warum bertreten deine Jnger der ltesten Aufstze? Sie waschen ihre Hnde nicht, wenn sie Brot essen.
Mat 15:3 Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum bertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufstze willen?
Mat 15:4 Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
Mat 15:5 Ihr aber lehret: Wer zum Vater oder Mutter spricht: Es ist Gott gegeben, was dir sollte von mir zu Nutz kommen, der tut wohl.
Mat 15:6 Damit geschieht es, dass niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehrt, und also habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufstze willen.
Mat 15:7 Ihr Heuchler, wohl fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen:
Mat 15:8 Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;
Mat 15:9 aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebote sind.
Mat 15:10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihm: Hret zu und fasset es!
Mat 15:11 Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.
Mat 15:12 Da traten seine Jnger zu ihm und sprachen: Weit du auch, dass sich die Phariser rgerten, da sie das Wort hrten?
Mat 15:13 Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet.
Mat 15:14 Lasset sie fahren! Sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube.
Mat 15:15 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis.
Mat 15:16 Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstndig?
Mat 15:17 Merket ihr noch nicht, dass alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird durch den natrlichen Gang ausgeworfen?
Mat 15:18 Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen.
Mat 15:19 Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsch Zeugnis, Lsterung.
Mat 15:20 Das sind Stcke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Hnden essen verunreinigt den Menschen nicht.
Mat 15:21 Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon.
Mat 15:22 Und siehe, ein kanaanisches Weib kam aus derselben Gegend und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel bel geplagt.
Mat 15:23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jnger, baten ihn und sprachen: Lass sie doch von dir, denn sie schreit uns nach.
Mat 15:24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel.
Mat 15:25 Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
Mat 15:26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
Mat 15:27 Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hndlein von den Brosamlein, die von ihrer Herren Tisch fallen.
Mat 15:28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist gro! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselben Stunde.
Mat 15:29 Und Jesus ging von da weiter und kam an das Galilische Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda.
Mat 15:30 Und es kam zu ihm viel Volks, die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krppel und viele andere und warfen sie Jesu vor die Fe, und er heilte sie,
Mat 15:31 dass sich das Volk verwunderte, da sie sahen, dass die Stummen redeten, die Krppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen; und sie priesen den Gott Israels.
Mat 15:32 Und Jesus rief seine Jnger zu sich und sprach: Es jammert mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf dass sie nicht verschmachten auf dem Wege.
Mat 15:33 Da sprachen seine Jnger zu ihm: Woher mgen wir so viel Brot nehmen in der Wste, dass wir so viel Volks sttigen?
Mat 15:34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein.
Mat 15:35 Und er hie das Volk sich lagern auf die Erde
Mat 15:36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jngern; und die Jnger gaben sie dem Volk.
Mat 15:37 Und sie aen alle und wurden satt; und hoben auf, was brig blieb von Brocken, sieben Krbe voll.
Mat 15:38 Und die da gegessen hatten, derer waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder.
Mat 15:39 Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in das Gebiet Magdalas.
Mat 16:1 Da traten die Phariser und Sadduzer zu ihm; die versuchten ihn und forderten, dass er sie ein Zeichen vom Himmel sehen liee.
Mat 16:2 Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schner Tag werden, denn der Himmel ist rot;
Mat 16:3 und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trbe. Ihr Heuchler! ber des Himmels Gestalt knnt ihr urteilen; knnt ihr denn nicht auch ber die Zeichen dieser Zeit urteilen?
Mat 16:4 Diese bse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und soll ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lie sie und ging davon.
Mat 16:5 Und da seine Jnger waren hinbergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen.
Mat 16:6 Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor dem Sauerteig der Phariser und Sadduzer!
Mat 16:7 Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, dass wir nicht haben Brot mit uns genommen.
Mat 16:8 Da das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglubigen, was bekmmert ihr euch doch, dass ihr nicht habt Brot mit euch genommen?
Mat 16:9 Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fnf Brote unter die fnftausend und wie viel Krbe ihr da aufhobt?
Mat 16:10 auch nicht an die sieben Brote unter die viertausend und wie viel Krbe ihr da aufhobt?
Mat 16:11 Wie, versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Htet euch vor dem Sauerteig der Phariser und Sadduzer!
Mat 16:12 Da verstanden sie, dass er nicht gesagt hatte, dass sie sich hten sollten vor dem Sauerteig des Brots, sondern vor der Lehre der Phariser und Sadduzer.
Mat 16:13 Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Csarea Philippi und fragte seine Jnger und sprach: Wer sagen die Leute, dass des Menschen Sohn sei?
Mat 16:14 Sie sprachen: Etliche sagen, du seist Johannes der Tufer; die andern, du seist Elia; etliche du seist Jeremia oder der Propheten einer.
Mat 16:15 Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
Mat 16:16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
Mat 16:17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jona's Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Mat 16:18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hlle sollen sie nicht berwltigen.
Mat 16:19 Und ich will dir des Himmelsreichs Schlssel geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lsen wirst, soll auch im Himmel los sein.
Mat 16:20 Da verbot er seinen Jngern, dass sie niemand sagen sollten, dass er, Jesus, der Christus wre.
Mat 16:21 Von der Zeit an fing Jesus an und zeigte seinen Jngern, wie er msste hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und gettet werden und am dritten Tage auferstehen.
Mat 16:22 Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht!
Mat 16:23 Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich, Satan, von mir! du bist mir rgerlich; denn du meinst nicht was gttlich, sondern was menschlich ist.
Mat 16:24 Da sprach Jesus zu seinen Jngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
Mat 16:25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.
Mat 16:26 Was hlfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewnne und nhme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lse?
Mat 16:27 Denn es wird geschehen, dass des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken.
Mat 16:28 Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis dass sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.
Mat 17:1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und fhrte sie beiseits auf einen hohen Berg.
Mat 17:2 Und er ward verklrt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei wie ein Licht.
Mat 17:3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm.
Mat 17:4 Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so wollen wir hier drei Htten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine.
Mat 17:5 Da er noch also redete, siehe, da berschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hren!
Mat 17:6 Da das die Jnger hrten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr.
Mat 17:7 Jesus aber trat zu ihnen, rhrte sie an und sprach: Stehet auf und frchtet euch nicht!
Mat 17:8 Da sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand denn Jesum allein.
Mat 17:9 Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis das des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist.
Mat 17:10 Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia msse zuvor kommen?
Mat 17:11 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles zurechtbringen.
Mat 17:12 Doch ich sage euch: Es ist Elia schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden mssen von ihnen.
Mat 17:13 Da verstanden die Jnger, dass er von Johannes dem Tufer zu ihnen geredet hatte.
Mat 17:14 Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu Fen
Mat 17:15 und sprach: Herr, erbarme dich ber meinen Sohn! denn er ist mondschtig und hat ein schweres Leiden: er fllt oft ins Feuer und oft ins Wasser;
Mat 17:16 und ich habe ihn zu deinen Jngern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen.
Mat 17:17 Jesus aber antwortete und sprach: O du unglubige und verkehrte Art, wie lange soll ich bei euch sein? wie lange soll ich euch dulden? Bringt ihn hierher!
Mat 17:18 Und Jesus bedrohte ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesund zu derselben Stunde.
Mat 17:19 Da traten zu ihm seine Jnger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?
Mat 17:20 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mgt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmglich sein.
Mat 17:21 Aber diese Art fhrt nicht aus denn durch Beten und Fasten.
Mat 17:22 Da sie aber ihr Wesen hatten in Galila, sprach Jesus zu ihnen: Es wird geschehen, dass des Menschen Sohn berantwortet wird in der Menschen Hnde;
Mat 17:23 und sie werden ihn tten, und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrbt.
Mat 17:24 Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben?
Mat 17:25 Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was dnkt dich, Simon? Von wem nehmen die Knige auf Erden den Zoll oder Zins? Von Ihren Kindern oder von den Fremden?
Mat 17:26 Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinder frei.
Mat 17:27 Auf dass aber wir sie nicht rgern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffhrt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirst du einen Stater finden; den nimm und gib ihnen fr mich und dich.
Mat 18:1 Zu derselben Stunde traten die Jnger zu Jesu und sprachen: Wer ist doch der Grte im Himmelreich?
Mat 18:2 Jesus rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie
Mat 18:3 und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Mat 18:4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Grte im Himmelreich.
Mat 18:5 Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.
Mat 18:6 Wer aber rgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wre es besser, dass ein Mhlstein an seinen Hals gehngt und er ersuft werde im Meer, da es am tiefsten ist.
Mat 18:7 Weh der Welt der rgernisse halben! Es muss ja rgernis kommen; doch weh dem Menschen, durch welchen rgernis kommt!
Mat 18:8 So aber deine Hand oder dein Fu dich rgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist besser, dass du zum Leben lahm oder als Krppel eingehst, denn dass du zwei Hnde oder zwei Fe hast und wirst in das hllische Feuer geworfen.
Mat 18:9 Und so dich dein Auge rgert, rei es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, dass du einugig zum Leben eingehest, denn dass du zwei Augen habest und wirst in das hllische Feuer geworfen.
Mat 18:10 Sehet zu, dass ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit in das Angesicht meines Vaters im Himmel.
Mat 18:11 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist.
Mat 18:12 Was dnkt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe htte und eins unter ihnen sich verirrte: lsst er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?
Mat 18:13 Und so sich's begibt, dass er's findet, wahrlich ich sage euch, er freut sich darber mehr denn ber die neunundneunzig, die nicht verirrt sind.
Mat 18:14 Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, dass jemand von diesen Kleinen verloren werde.
Mat 18:15 Sndigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hrt er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
Mat 18:16 Hrt er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf dass alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund.
Mat 18:17 Hrt er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hrt er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zllner oder Heiden.
Mat 18:18 Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lsen werdet, soll auch im Himmel los sein.
Mat 18:19 Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, dass sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
Mat 18:20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Mat 18:21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sndigt, vergeben? Ist's genug siebenmal?
Mat 18:22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: Nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.
Mat 18:23 Darum ist das Himmelreich gleich einem Knig, der mit seinen Knechten rechnen wollte.
Mat 18:24 Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig.
Mat 18:25 Da er's nun nicht hatte, zu bezahlen, hie der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen.
Mat 18:26 Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen.
Mat 18:27 Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er lie ihn los, und die Schuld erlie er ihm auch.
Mat 18:28 Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und wrgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist!
Mat 18:29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen.
Mat 18:30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefngnis, bis dass er bezahlte, was er schuldig war.
Mat 18:31 Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrbt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte.
Mat 18:32 Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest;
Mat 18:33 solltest du denn dich nicht auch erbarmen ber deinen Mitknecht, wie ich mich ber dich erbarmt habe?
Mat 18:34 Und sein Herr ward sehr zornig und berantwortete ihn den Peinigern, bis dass er bezahlte alles, was er ihm schuldig war.
Mat 18:35 Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebt von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.
Mat 19:1 Und es begab sich, da Jesus diese Reden vollendet hatte, erhob er sich aus Galila und kam in das Gebiet des jdischen Landes jenseit des Jordans;
Mat 19:2 und es folgte ihm viel Volks nach, und er heilte sie daselbst.
Mat 19:3 Da traten zu ihm die Phariser, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, dass sich ein Mann scheide von seinem Weibe um irgendeine Ursache?
Mat 19:4 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dass ein Mann und ein Weib sein sollte,
Mat 19:5 und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein?
Mat 19:6 So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Mat 19:7 Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden?
Mat 19:8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt zu scheiden von euren Weibern wegen eures Herzens Hrtigkeit; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen.
Mat 19:9 Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freit eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene freit, der bricht auch die Ehe.
Mat 19:10 Da sprachen die Jnger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut, ehelich werden.
Mat 19:11 Er sprach zu ihnen: Das Wort fasst nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist.
Mat 19:12 Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren; und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind; und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Mat 19:13 Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, dass er die Hnde auf sie legte und betete. Die Jnger aber fuhren sie an.
Mat 19:14 Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.
Mat 19:15 Und legte die Hnde auf sie und zog von dannen.
Mat 19:16 Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, dass ich das ewige Leben mge haben?
Mat 19:17 Er aber sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
Mat 19:18 Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht tten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;
Mat 19:19 ehre Vater und Mutter; und: Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst.
Mat 19:20 Da sprach der Jngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch?
Mat 19:21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!
Mat 19:22 Da der Jngling das Wort hrte, ging er betrbt von ihm, denn er hatte viele Gter.
Mat 19:23 Jesus aber sprach zu seinen Jngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen.
Mat 19:24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.
Mat 19:25 Da das seine Jnger hrten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann denn selig werden?
Mat 19:26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmglich; aber bei Gott sind alle Dinge mglich.
Mat 19:27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafr?
Mat 19:28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwlf Sthlen und richten die zwlf Geschlechter Israels.
Mat 19:29 Und wer verlsst Huser oder Brder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder cker um meines Namens willen, der wird's hundertfltig nehmen und das ewige Leben ererben.
Mat 19:30 Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.
Mat 20:1 Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg.
Mat 20:2 Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg.
Mat 20:3 Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte mig stehen
Mat 20:4 und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist.
Mat 20:5 Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und die neunte Stunde und tat gleichalso.
Mat 20:6 Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere mig stehen und sprach zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag mig?
Mat 20:7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedingt. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden.
Mat 20:8 Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinberges zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und heb an an den Letzten bis zu den Ersten.
Mat 20:9 Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen.
Mat 20:10 Da aber die ersten kamen, meinten sie, sie wrden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen.
Mat 20:11 Und da sie den empfingen, murrten sie wider den Hausvater
Mat 20:12 und sprachen: Diese haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und die Hitze getragen haben.
Mat 20:13 Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden fr einen Groschen?
Mat 20:14 Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleich wie dir.
Mat 20:15 Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum so scheel, dass ich so gtig bin?
Mat 20:16 Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwhlt.
Mat 20:17 Und er zog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwlf Jnger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen:
Mat 20:18 Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten berantwortet werden; sie werden ihn verdammen zum Tode
Mat 20:19 und werden ihn berantworten den Heiden, zu verspotten und zu geieln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
Mat 20:20 Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedus mit ihren Shnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm.
Mat 20:21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine zwei Shne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.
Mat 20:22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Knnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jawohl.
Mat 20:23 Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben steht mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater.
Mat 20:24 Da das die zehn hrten, wurden sie unwillig ber die zwei Brder.
Mat 20:25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, dass die weltlichen Frsten herrschen und die Obersten haben Gewalt.
Mat 20:26 So soll es nicht sein unter euch. Sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener;
Mat 20:27 und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht,
Mat 20:28 gleichwie des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlsung fr viele.
Mat 20:29 Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach.
Mat 20:30 Und siehe, zwei Blinde saen am Wege; und da sie hrten, dass Jesus vorberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
Mat 20:31 Aber das Volk bedrohte sie, dass sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
Mat 20:32 Jesus aber stand still und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?
Mat 20:33 Sie sprachen zu ihm: Herr, dass unsre Augen aufgetan werden.
Mat 20:34 Und es jammerte Jesum, und er rhrte ihre Augen an; und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
Mat 21:1 Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage an den lberg, sandte Jesus seiner Jnger zwei
Mat 21:2 und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ihr Fllen bei ihr; lset sie auf und fhret sie zu mir!
Mat 21:3 Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen.
Mat 21:4 Das geschah aber alles, auf dass erfllt wrde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:
Mat 21:5 Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Knig kommt zu dir sanftmtig und reitet auf einem Esel und auf einem Fllen der lastbaren Eselin.
Mat 21:6 Die Jnger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte,
Mat 21:7 und brachten die Eselin und das Fllen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf.
Mat 21:8 Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bumen und streuten sie auf den Weg.
Mat 21:9 Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hhe!
Mat 21:10 Und als er zu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der?
Mat 21:11 Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galila.
Mat 21:12 Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkufer und Kufer im Tempel und stie um der Wechsler Tische und die Sthle der Taubenkrmer
Mat 21:13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heien; ihr aber habt eine Mrdergrube daraus gemacht.
Mat 21:14 Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie.
Mat 21:15 Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrieen und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrstet
Mat 21:16 und sprachen zu ihm: Hrst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmndigen und Suglinge hast du Lob zugerichtet?
Mat 21:17 Und er lie sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst.
Mat 21:18 Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn;
Mat 21:19 und er sah einen Feigenbaum am Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Bltter und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr eine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte alsbald.
Mat 21:20 Und da das die Jnger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so bald verdorrt?
Mat 21:21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern, so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Hebe dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen.
Mat 21:22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen.
Mat 21:23 Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrte, die Hohenpriester und die ltesten im Volk und sprachen: Aus was fr Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben?
Mat 21:24 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das sagt, will ich euch auch sagen aus was fr Macht ich das tue:
Mat 21:25 Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht?
Mat 21:26 Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mssen wir uns vor dem Volk frchten; denn sie halten alle Johannes fr einen Propheten.
Mat 21:27 Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fr Macht ich das tue.
Mat 21:28 Was dnkt euch aber? Es hatte ein Mann zwei Shne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberg.
Mat 21:29 Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Darnach reute es ihn und er ging hin.
Mat 21:30 Und er ging zum andern und sprach gleichalso. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja!  und ging nicht hin.
Mat 21:31 Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zllner und Huren mgen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr.
Mat 21:32 Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bue, dass ihr ihm darnach auch geglaubt httet.
Mat 21:33 Hret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg und fhrte einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und tat ihn den Weingrtnern aus und zog ber Land.
Mat 21:34 Da nun herbeikam die Zeit der Frchte, sandte er seine Knechte zu den Weingrtnern, dass sie seine Frchte empfingen.
Mat 21:35 Da nahmen die Weingrtner seine Knechte; einen stupten sie, den andern tteten sie, den dritten steinigten sie.
Mat 21:36 Abermals sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleichalso.
Mat 21:37 Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.
Mat 21:38 Da aber die Weingrtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt lasst uns ihn tten und sein Erbgut an uns bringen!
Mat 21:39 Und sie nahmen ihn und stieen ihn zum Weinberg hinaus und tteten ihn.
Mat 21:40 Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Weingrtnern tun?
Mat 21:41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bsewichte bel umbringen und seinen Weinberg anderen Weingrtnern austun, die ihm die Frchte zur rechten Zeit geben.
Mat 21:42 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar vor unsren Augen?
Mat 21:43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Frchte bringt.
Mat 21:44 Und wer auf diesen Stein fllt, der wird zerschellen; auf wen aber er fllt, den wird er zermalmen.
Mat 21:45 Und da die Hohenpriester und Phariser seine Gleichnisse hrten, verstanden sie, dass er von ihnen redete.
Mat 21:46 Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen; aber sie frchteten sich vor dem Volk, denn es hielt ihn fr einen Propheten.
Mat 22:1 Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach:
Mat 22:2 Das Himmelreich ist gleich einem Knige, der seinem Sohn Hochzeit machte.
Mat 22:3 Und sandte seine Knechte aus, dass sie die Gste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen.
Mat 22:4 Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gsten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!
Mat 22:5 Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung;
Mat 22:6 etliche griffen seine Knechte, hhnten sie und tteten sie.
Mat 22:7 Da das der Knig hrte, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mrder um und zndete ihre Stadt an.
Mat 22:8 Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gste waren's nicht wert.
Mat 22:9 Darum gehet hin auf die Straen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet.
Mat 22:10 Und die Knechte gingen aus auf die Straen und brachten zusammen, wen sie fanden, Bse und Gute; und die Tische wurden alle voll.
Mat 22:11 Da ging der Knig hinein, die Gste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an;
Mat 22:12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte.
Mat 22:13 Da sprach der Knig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hnde und Fe und werfet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Mat 22:14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwhlt.
Mat 22:15 Da gingen die Phariser hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede.
Mat 22:16 Und sandten zu ihm ihre Jnger samt des Herodes Dienern. Und sie sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und du fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen.
Mat 22:17 Darum sage uns, was dnkt dich: Ist's recht, dass man dem Kaiser den Zins gebe, oder nicht?
Mat 22:18 Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?
Mat 22:19 Weiset mir die Zinsmnze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar.
Mat 22:20 Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die berschrift?
Mat 22:21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
Mat 22:22 Da sie das hrten, verwunderten sie sich und lieen ihn und gingen davon.
Mat 22:23 An dem Tage traten zu ihm die Sadduzer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn
Mat 22:24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soll sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken.
Mat 22:25 Nun sind bei uns gewesen sieben Brder. Der erste freite und starb; und dieweil er nicht Samen hatte, lie er sein Weib seinem Bruder;
Mat 22:26 desgleichen der andere und der dritte bis an den siebenten.
Mat 22:27 Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
Mat 22:28 Nun in der Auferstehung, wes Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt.
Mat 22:29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft Gottes.
Mat 22:30 In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel.
Mat 22:31 Habt ihr nicht gelesen von der Toten Auferstehung, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht:
Mat 22:32 Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.
Mat 22:33 Und da solches das Volk hrte, entsetzten sie sich ber seine Lehre.
Mat 22:34 Da aber die Phariser hrten, wie er den Sadduzern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.
Mat 22:35 Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:
Mat 22:36 Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?
Mat 22:37 Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemte.
Mat 22:38 Dies ist das vornehmste und grte Gebot.
Mat 22:39 Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst.
Mat 22:40 In diesen zwei Geboten hngt das ganze Gesetz und die Propheten.
Mat 22:41 Da nun die Phariser beieinander waren, fragte sie Jesus
Mat 22:42 und sprach: Wie dnkt euch um Christus? wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids.
Mat 22:43 Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt:
Mat 22:44 Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis dass ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe?
Mat 22:45 So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn?
Mat 22:46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen.
Mat 23:1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jngern
Mat 23:2 und sprach: Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Phariser.
Mat 23:3 Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht.
Mat 23:4 Sie binden aber schwere und unertrgliche Brden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen.
Mat 23:5 Alle ihre Werke aber tun sie, dass sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Sume an ihren Kleidern gro.
Mat 23:6 Sie sitzen gern obenan ber Tisch und in den Schulen
Mat 23:7 und haben's gern, dass sie gegrt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden.
Mat 23:8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brder.
Mat 23:9 Und sollt niemand Vater heien auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.
Mat 23:10 Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus.
Mat 23:11 Der Grte unter euch soll euer Diener sein.
Mat 23:12 Denn wer sich selbst erhht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhht.
Mat 23:13 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschlieet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.
Mat 23:14 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Huser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.
Mat 23:15 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hlle, zwiefltig mehr denn ihr seid!
Mat 23:16 Weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt: Wer da schwrt bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schwrt bei dem Gold am Tempel, der ist's schuldig.
Mat 23:17 Ihr Narren und Blinden! Was ist grer: das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?
Mat 23:18 Wer da schwrt bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwrt bei dem Opfer, das darauf ist, der ist's schuldig.
Mat 23:19 Ihr Narren und Blinden! Was ist grer: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heiligt?
Mat 23:20 Darum, wer da schwrt bei dem Altar, der schwrt bei demselben und bei allem, was darauf ist.
Mat 23:21 Und wer da schwrt bei dem Tempel, der schwrt bei demselben und bei dem, der darin wohnt.
Mat 23:22 Und wer da schwrt bei dem Himmel, der schwrt bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
Mat 23:23 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kmmel, und lasst dahinten das Schwerste im Gesetz, nmlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen.
Mat 23:24 Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mcken seihet und Kamele verschluckt!
Mat 23:25 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraes!
Mat 23:26 Du blinder Phariser, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schssel, auf das auch das Auswendige rein werde!
Mat 23:27 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die bertnchten Grber, welche auswendig hbsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!
Mat 23:28 Also auch ihr: von auen scheint ihr den Menschen fromm, aber in wendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.
Mat 23:29 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Grber bauet und schmcket der Gerechten Grber
Mat 23:30 und sprecht: Wren wir zu unsrer Vter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut!
Mat 23:31 So gebt ihr ber euch selbst Zeugnis, dass ihr Kinder seid derer, die die Propheten gettet haben.
Mat 23:32 Wohlan, erfllet auch ihr das Ma eurer Vter!
Mat 23:33 Ihr Schlangen und Otterngezcht! wie wollt ihr der hllischen Verdammnis entrinnen?
Mat 23:34 Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche tten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geieln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen;
Mat 23:35 auf dass ber euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja's, welchen ihr gettet habt zwischen dem Tempel und dem Altar.
Mat 23:36 Wahrlich ich sage euch, dass solches alles wird ber dies Geschlecht kommen.
Mat 23:37 Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kchlein unter ihre Flgel; und ihr habt nicht gewollt!
Mat 23:38 Siehe, euer Haus soll euch wst gelassen werden.
Mat 23:39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Mat 24:1 Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Jnger traten zu ihm, dass sie ihm zeigten des Tempels Gebude.
Mat 24:2 Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.
Mat 24:3 Und als er auf dem lberge sa, traten zu ihm seine Jnger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt?
Mat 24:4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, dass euch nicht jemand verfhre.
Mat 24:5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen, und sagen: Ich bin Christus und werden viele verfhren.
Mat 24:6 Ihr werdet hren Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschreckt euch nicht. Das muss zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.
Mat 24:7 Denn es wird sich empren ein Volk wider das andere und ein Knigreich gegen das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder.
Mat 24:8 Da wird sich allererst die Not anheben.
Mat 24:9 Alsdann werden sie euch berantworten in Trbsal und werden euch tten. Und ihr msst gehasst werden um meines Namens willen von allen Vlkern.
Mat 24:10 Dann werden sich viele rgern und werden untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.
Mat 24:11 Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verfhren.
Mat 24:12 und dieweil die Ungerechtigkeit wird berhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.
Mat 24:13 Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.
Mat 24:14 Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis ber alle Vlker, und dann wird das Ende kommen.
Mat 24:15 Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), dass er steht an der heiligen Sttte (wer das liest, der merke darauf!),
Mat 24:16 alsdann fliehe auf die Berge, wer im jdischen Lande ist;
Mat 24:17 und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen;
Mat 24:18 und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen.
Mat 24:19 Weh aber den Schwangeren und Sugerinnen zu der Zeit!
Mat 24:20 Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.
Mat 24:21 Denn es wird alsbald eine groe Trbsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird.
Mat 24:22 Und wo diese Tage nicht verkrzt wrden, so wrde kein Mensch selig; aber um der Auserwhlten willen werden die Tage verkrzt.
Mat 24:23 So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus! oder: da! so sollt ihr's nicht glauben.
Mat 24:24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und groe Zeichen und Wunder tun, dass verfhrt werden in dem Irrtum (wo es mglich wre) auch die Auserwhlten.
Mat 24:25 Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt.
Mat 24:26 Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wste! so gehet nicht hinaus,  siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht.
Mat 24:27 Denn gleichwie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
Mat 24:28 Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.
Mat 24:29 Bald aber nach der Trbsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krfte der Himmel werden sich bewegen.
Mat 24:30 Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit groer Kraft und Herrlichkeit.
Mat 24:31 Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwhlten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen.
Mat 24:32 An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Bltter gewinnt, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Mat 24:33 Also auch wenn ihr das alles sehet, so wisset, dass es nahe vor der Tr ist.
Mat 24:34 Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis dass dieses alles geschehe.
Mat 24:35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
Mat 24:36 Von dem Tage aber und von der Stunde wei niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater.
Mat 24:37 Aber gleichwie es zur Zeit Noah's war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
Mat 24:38 Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut, sie aen, sie tranken, sie freiten und lieen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging.
Mat 24:39 und achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
Mat 24:40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen, und der andere wird verlassen werden.
Mat 24:41 Zwei werden mahlen auf der Mhle; eine wird angenommen, und die andere wird verlassen werden.
Mat 24:42 Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird.
Mat 24:43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausvater wsste, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so wrde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen.
Mat 24:44 Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet.
Mat 24:45 Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den der Herr gesetzt hat ber sein Gesinde, dass er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe?
Mat 24:46 Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findet ihn also tun.
Mat 24:47 Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn ber alle seine Gter setzen.
Mat 24:48 So aber jener, der bse Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht,
Mat 24:49 und fngt an zu schlagen seine Mitknechte, isst und trinkt mit den Trunkenen:
Mat 24:50 so wird der Herr des Knechtes kommen an dem Tage, des er sich nicht versieht, und zu einer Stunde, die er nicht meint,
Mat 24:51 und wird ihn zerscheitern und wird ihm den Lohn geben mit den Heuchlern: da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Mat 25:1 Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Brutigam entgegen.
Mat 25:2 Aber fnf unter ihnen waren tricht, und fnf waren klug.
Mat 25:3 Die trichten nahmen l in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht l mit sich.
Mat 25:4 Die klugen aber nahmen l in ihren Gefen samt ihren Lampen.
Mat 25:5 Da nun der Brutigam verzog, wurden sie alle schlfrig und schliefen ein.
Mat 25:6 Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brutigam kommt; geht aus ihm entgegen!
Mat 25:7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmckten ihre Lampen.
Mat 25:8 Die trichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem l, denn unsre Lampen verlschen.
Mat 25:9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf dass nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krmern und kauft fr euch selbst.
Mat 25:10 Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Brutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tr ward verschlossen.
Mat 25:11 Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!
Mat 25:12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Mat 25:13 Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.
Mat 25:14 Gleichwie ein Mensch, der ber Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Gter aus;
Mat 25:15 und einem gab er fnf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermgen, und zog bald hinweg.
Mat 25:16 Da ging der hin, der fnf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fnf Zentner.
Mat 25:17 Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere.
Mat 25:18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld.
Mat 25:19 ber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen.
Mat 25:20 Da trat herzu, der fnf Zentner empfangen hatte, und legte andere fnf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fnf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fnf Zentner gewonnen.
Mat 25:21 Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist ber wenigem getreu gewesen, ich will dich ber viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
Mat 25:22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen.
Mat 25:23 Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist ber wenigem getreu gewesen, ich will dich ber viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!
Mat 25:24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, das du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gest hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast;
Mat 25:25 und frchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.
Mat 25:26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wusstest du, dass ich schneide, da ich nicht gest habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe?
Mat 25:27 So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wre, htte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen.
Mat 25:28 Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat.
Mat 25:29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Flle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
Mat 25:30 Und den unntzen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Mat 25:31 Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit,
Mat 25:32 und werden vor ihm alle Vlker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bcken scheidet,
Mat 25:33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Bcke zu seiner Linken.
Mat 25:34 Da wird dann der Knig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!
Mat 25:35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getrnkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.
Mat 25:36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Mat 25:37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getrnkt?
Mat 25:38 Wann haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und dich bekleidet?
Mat 25:39 Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekommen?
Mat 25:40 Und der Knig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brdern, das habt ihr mir getan.
Mat 25:41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
Mat 25:42 Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getrnkt.
Mat 25:43 Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.
Mat 25:44 Da werden sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig oder durstig oder als einen Gast oder nackt oder krank oder gefangen und haben dir nicht gedient?
Mat 25:45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
Mat 25:46 Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.
Mat 26:1 Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jngern:
Mat 26:2 Ihr wisset, dass nach zwei Tagen Ostern wird; und des Menschen Sohn wird berantwortet werden, dass er gekreuzigt werde.
Mat 26:3 Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die ltesten im Volk in den Palast des Hohenpriesters, der da hie Kaiphas,
Mat 26:4 und hielten Rat, wie sie Jesus mit List griffen und tteten.
Mat 26:5 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf dass nicht ein Aufruhr werde im Volk!
Mat 26:6 Da nun Jesus war zu Bethanien im Hause Simons, des Ausstzigen,
Mat 26:7 da trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit kstlichem Wasser und goss es auf sein Haupt, da er zu Tische sa.
Mat 26:8 Da das seine Jnger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?
Mat 26:9 Dieses Wasser htte mgen teuer verkauft und den Armen gegeben werden.
Mat 26:10 Da das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was bekmmert ihr das Weib? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
Mat 26:11 Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
Mat 26:12 dass sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, dass sie mich zum Grabe bereite.
Mat 26:13 Wahrlich ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedchtnis, was sie getan hat.
Mat 26:14 Da ging hin der Zwlf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern
Mat 26:15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreiig Silberlinge.
Mat 26:16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, dass er ihn verriete.
Mat 26:17 Aber am ersten Tag der sen Brote traten die Jnger zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir dir bereiten das Osterlamm zu essen?
Mat 26:18 Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprecht der Meister lsst dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir Ostern halten mit meinen Jngern.
Mat 26:19 Und die Jnger taten wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm.
Mat 26:20 Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwlfen.
Mat 26:21 Und da sie aen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
Mat 26:22 Und sie wurden sehr betrbt und hoben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Herr, bin ich's?
Mat 26:23 Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schssel tauchte, der wird mich verraten.
Mat 26:24 Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wre ihm besser, dass er nie geboren wre.
Mat 26:25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.
Mat 26:26 Da sie aber aen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
Mat 26:27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;
Mat 26:28 das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird fr viele zur Vergebung der Snden.
Mat 26:29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewchs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.
Mat 26:30 Und da sie den Lobgesang gesprochen hatte, gingen sie hinaus an den lberg.
Mat 26:31 Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle rgern an mir. Denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.
Mat 26:32 Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galila.
Mat 26:33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir rgerten, so will ich doch mich nimmermehr rgern.
Mat 26:34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Mat 26:35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben msste, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jnger.
Mat 26:36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hie Gethsemane, und sprach zu seinen Jngern: Setzet euch hier, bis dass ich dorthin gehe und bete.
Mat 26:37 Und nahm zu sich Petrus und die zwei Shne des Zebedus und fing an zu trauern und zu zagen.
Mat 26:38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrbt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir!
Mat 26:39 Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's mglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!
Mat 26:40 Und er kam zu seinen Jngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Knnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?
Mat 26:41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
Mat 26:42 Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht mglich, dass dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille!
Mat 26:43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs.
Mat 26:44 Und er lie sie und ging abermals hin und betete zum drittenmal und redete dieselben Worte.
Mat 26:45 Da kam er zu seinen Jngern und sprach zu ihnen: Ach wollt ihr nur schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, dass des Menschen Sohn in der Snder Hnde berantwortet wird.
Mat 26:46 Stehet auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrt!
Mat 26:47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwlf einer, und mit ihm eine groe Schar, mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und ltesten des Volks.
Mat 26:48 Und der Verrter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich kssen werde, der ist's; den greifet.
Mat 26:49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Gegret seist du, Rabbi! und ksste ihn.
Mat 26:50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Da traten sie hinzu und legten die Hnde an Jesus und griffen ihn.
Mat 26:51 Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
Mat 26:52 Da sprach Jesus zu ihm; Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
Mat 26:53 Oder meinst du, dass ich nicht knnte meinen Vater bitten, dass er mir zuschickte mehr denn zwlf Legionen Engel?
Mat 26:54 Wie wrde aber die Schrift erfllet? Es muss also gehen.
Mat 26:55 Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mrder, mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen. Bin ich doch tglich gesessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt mich nicht gegriffen.
Mat 26:56 Aber das ist alles geschehen, dass erfllet wrden die Schriften der Propheten. Da verlieen ihn die Jnger und flohen.
Mat 26:57 Die aber Jesus gegriffen hatten, fhrten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und ltesten sich versammelt hatten.
Mat 26:58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis in den Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf dass er she, wo es hinaus wollte.
Mat 26:59 Die Hohenpriester aber und die ltesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis gegen Jesus, auf dass sie ihn tteten,
Mat 26:60 und fanden keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen
Mat 26:61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn bauen.
Mat 26:62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?
Mat 26:63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn Gottes.
Mat 26:64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch ich sage euch: Von nun an wird's geschehen, dass ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels.
Mat 26:65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelstert! Was bedrfen wir weiteres Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslsterung gehrt.
Mat 26:66 Was dnkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig!
Mat 26:67 Da spieen sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht
Mat 26:68 und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug?
Mat 26:69 Petrus aber sa drauen im Hof; und es trat zu ihm eine Magd und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus aus Galila.
Mat 26:70 Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich wei nicht, was du sagst.
Mat 26:71 Als er aber zur Tr hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth.
Mat 26:72 Und er leugnete abermals und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht.
Mat 26:73 Und ber eine kleine Weile traten die hinzu, die dastanden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrt dich.
Mat 26:74 Da hob er an sich zu verfluchen und zu schwren: Ich kenne diesen Menschen nicht. Uns alsbald krhte der Hahn.
Mat 26:75 Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: Ehe der Hahn krhen wird, wirst du mich dreimal verleugnen, und ging hinaus und weinte bitterlich.
Mat 27:1 Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die ltesten des Volks einen Rat ber Jesus, dass sie ihn tteten.
Mat 27:2 Und banden ihn, fhrten ihn hin und berantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus.
Mat 27:3 Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, dass er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte wieder die dreiig Silberlinge den Hohenpriestern und den ltesten
Mat 27:4 und sprach: Ich habe bel getan, dass ich unschuldig Blut verraten habe.
Mat 27:5 Sie sprachen: Was geht uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, ging hin und erhngte sich selbst.
Mat 27:6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, dass wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld.
Mat 27:7 Sie hielten aber einen Rat und kauften den Tpfersacker darum zum Begrbnis der Pilger.
Mat 27:8 Daher ist dieser Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag.
Mat 27:9 Da ist erfllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreiig Silberlinge, damit bezahlt war der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel,
Mat 27:10 und haben sie gegeben um den Tpfersacker, wie mir der Herr befohlen hat.
Mat 27:11 Jesus aber stand vor dem Landpfleger; und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Knig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es.
Mat 27:12 Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und ltesten, antwortete er nicht.
Mat 27:13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hrst du nicht, wie hart sie dich verklagen?
Mat 27:14 Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also dass der Landpfleger sich verwunderte.
Mat 27:15 Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.
Mat 27:16 Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor anderen, der hie Barabbas.
Mat 27:17 Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dass ich euch losgebe? Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus?
Mat 27:18 Denn er wusste wohl, dass sie ihn aus Neid berantwortet hatten.
Mat 27:19 Und da er auf dem Richtstuhl sa, schickte sein Weib zu ihm und lie ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum seinetwegen.
Mat 27:20 Aber die Hohenpriester und die ltesten berredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten sollten und Jesus umbrchten.
Mat 27:21 Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Sie sprachen: Barabbas.
Mat 27:22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird er sei Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!
Mat 27:23 Der Landpfleger sagte: Was hat er denn bles getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Lass ihn kreuzigen!
Mat 27:24 Da aber Pilatus sah, dass er nichts schaffte, sondern dass ein viel grer Getmmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hnde vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu!
Mat 27:25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme ber uns und unsre Kinder.
Mat 27:26 Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesus lie er geieln und berantwortete ihn, dass er gekreuzigt wrde.
Mat 27:27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus zu sich in das Richthaus und sammelten ber ihn die ganze Schar
Mat 27:28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an
Mat 27:29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegret seist du, der Juden Knig!
Mat 27:30 und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
Mat 27:31 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm seine Kleider an und fhrten ihn hin, dass sie ihn kreuzigten.
Mat 27:32 Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.
Mat 27:33 Und da sie an die Sttte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutscht Schdelsttte,
Mat 27:34 gaben sie ihm Essig zu trinken mit Galle vermischt; und da er's schmeckte, wollte er nicht trinken.
Mat 27:35 Da sie ihn aber gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf dass erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und ber mein Gewand haben sie das Los geworfen.
Mat 27:36 Und sie saen allda und hteten sein.
Mat 27:37 Und oben zu seinen Hupten setzten sie die Ursache seines Todes, und war geschrieben: Dies ist Jesus, der Juden Knig.
Mat 27:38 Und da wurden zwei Mrder mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.
Mat 27:39 Die aber vorbergingen, lsterten ihn und schttelten ihre Kpfe
Mat 27:40 und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und baust ihn in drei Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab von Kreuz.
Mat 27:41 Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und ltesten und sprachen:
Mat 27:42 Andern hat er geholfen, und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Knig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben.
Mat 27:43 Er hat Gott vertraut; der erlse ihn nun, hat er Lust zu ihm; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
Mat 27:44 Desgleichen schmhten ihn auch die Mrder, die mit ihm gekreuzigt waren.
Mat 27:45 Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis ber das ganze Land bis zu der neunten Stunde.
Mat 27:46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das heit: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Mat 27:47 Etliche aber, die dastanden, da sie das hrten, sprachen sie: Der ruft den Elia.
Mat 27:48 Und alsbald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und fllte ihn mit Essig und steckte ihn an ein Rohr und trnkte ihn.
Mat 27:49 Die andern aber sprachen: Halt, lass sehen, ob Elia komme und ihm helfe.
Mat 27:50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
Mat 27:51 Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stcke von obenan bis untenaus.
Mat 27:52 Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, die Grber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen,
Mat 27:53 und gingen aus den Grbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Mat 27:54 Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahrten Jesus, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Mat 27:55 Und es waren viele Weiber da, die von ferne zusahen, die da Jesus waren nachgefolgt aus Galila und hatten ihm gedient;
Mat 27:56 unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter der Kinder des Zebedus.
Mat 27:57 Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hie Joseph, welcher auch ein Jnger Jesu war.
Mat 27:58 Der ging zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesus. Da befahl Pilatus man sollte ihm ihn geben.
Mat 27:59 Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand
Mat 27:60 und legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte lassen in einen Fels hauen, und wlzte einen groen Stein vor die Tr des Grabes und ging davon.
Mat 27:61 Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab.
Mat 27:62 Des andern Tages, der da folgt nach dem Rsttage, kamen die Hohenpriester und Phariser smtlich zu Pilatus
Mat 27:63 und sprachen: Herr, wir haben gedacht, dass dieser Verfhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.
Mat 27:64 Darum befiehl, dass man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf dass nicht seine Jnger kommen und stehlen ihn und sagen dem Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug rger denn der erste.
Mat 27:65 Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset.
Mat 27:66 Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Htern und versiegelten den Stein.
Mat 28:1 Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.
Mat 28:2 Und siehe, es geschah ein groes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wlzte den Stein von der Tr und setzte sich darauf.
Mat 28:3 Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid wei wie Schnee.
Mat 28:4 Die Hter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wren sie tot.
Mat 28:5 Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Frchtet euch nicht! Ich wei, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
Mat 28:6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Sttte, da der Herr gelegen hat.
Mat 28:7 Und gehet eilend hin und sagt es seinen Jngern, dass er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galila; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.
Mat 28:8 Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und groer Freude und liefen, dass sie es seinen Jngern verkndigten. Und da sie gingen seinen Jngern zu verkndigen,
Mat 28:9 siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegret! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Fe und fielen vor ihm nieder.
Mat 28:10 Da sprach Jesus zu ihnen: Frchtet euch nicht! Geht hin und verkndigt es meinen Brdern, dass sie gehen nach Galila; daselbst werden sie mich sehen.
Mat 28:11 Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Htern in die Stadt und verkndigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.
Mat 28:12 Und sie kamen zusammen mit den ltesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Geld genug
Mat 28:13 und sprachen: Saget: Seine Jnger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen.
Mat 28:14 Und wo es wrde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, dass ihr sicher seid.
Mat 28:15 Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehrt waren. Solches ist eine gemeine Rede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.
Mat 28:16 Aber die elf Jnger gingen nach Galila auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte.
Mat 28:17 Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten.
Mat 28:18 Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Mat 28:19 Darum gehet hin und lehret alle Vlker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,
Mat 28:20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Mar 1:1 Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes,
Mar 1:2 wie geschrieben steht in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir.
Mar 1:3 Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige richtig!
Mar 1:4 Johannes, der war in der Wste, taufte und predigte von der Taufe der Bue zur Vergebung der Snden.
Mar 1:5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jdische Land und die von Jerusalem und lieen sich alle von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Snden.
Mar 1:6 Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und mit einem ledernen Grtel um seine Lenden, und a Heuschrecken und wilden Honig;
Mar 1:7 und er predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist strker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, dass ich mich vor ihm bcke und die Riemen seiner Schuhe auflse.
Mar 1:8 Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
Mar 1:9 Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Galila von Nazareth kam und lie sich taufen von Johannes im Jordan.
Mar 1:10 Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, dass sich der Himmel auftat, und den Geist gleich wie eine Taube herabkommen auf ihn.
Mar 1:11 Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Mar 1:12 Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wste,
Mar 1:13 und er war allda in der Wste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm.
Mar 1:14 Nachdem aber Johannes berantwortet war, kam Jesus nach Galila und predigte das Evangelium vom Reich Gottes
Mar 1:15 und sprach: Die Zeit ist erfllet, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bue und glaubt an das Evangelium!
Mar 1:16 Da er aber am Galilischen Meer ging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, dass sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer.
Mar 1:17 Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
Mar 1:18 Alsobald verlieen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
Mar 1:19 Und da er von da ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedus, und Johannes, seinen Bruder, dass sie die Netze im Schiff flickten; und alsbald rief er sie.
Mar 1:20 Und sie lieen ihren Vater Zebedus im Schiff mit den Tagelhnern und folgten ihm nach.
Mar 1:21 Und sie gingen gen Kapernaum; und alsbald am Sabbat ging er in die Schule und lehrte.
Mar 1:22 Und sie entsetzten sich ber seine Lehre; denn er lehrte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.
Mar 1:23 Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen von einem unsauberen Geist, der schrie
Mar 1:24 und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu verderben. Ich wei wer du bist: der Heilige Gottes.
Mar 1:25 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm!
Mar 1:26 Und der unsaubere Geist riss ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm.
Mar 1:27 Und sie entsetzten sich alle, also dass sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fr eine neue Lehre? Er gebietet mit Gewalt den unsauberen Geistern, und sie gehorchen ihm.
Mar 1:28 Und sein Gercht erscholl alsbald umher in das galilische Land.
Mar 1:29 Und sie gingen alsbald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.
Mar 1:30 Und die Schwiegermutter Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr.
Mar 1:31 Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlie sie, und sie diente ihnen.
Mar 1:32 Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene.
Mar 1:33 Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tr.
Mar 1:34 Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lie die Teufel nicht reden, denn sie kannten ihn.
Mar 1:35 Und des Morgens vor Tage stand er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wste Sttte und betete daselbst.
Mar 1:36 Und Petrus mit denen, die bei ihm waren, eilten ihm nach.
Mar 1:37 Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich.
Mar 1:38 Und er sprach zu ihnen: Lasst uns in die nchsten Stdte gehen, dass ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich gekommen.
Mar 1:39 Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galila und trieb die Teufel aus.
Mar 1:40 Und es kam zu ihm ein Ausstziger, der bat ihn, kniete vor ihm und sprach: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen.
Mar 1:41 Und es jammerte Jesum, und er reckte die Hand aus, rhrte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt!
Mar 1:42 Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein.
Mar 1:43 Und Jesus bedrohte ihn und trieb ihn alsbald von sich
Mar 1:44 und sprach zu ihm: Siehe zu, dass du niemand davon sagest; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis ber sie.
Mar 1:45 Er aber, da er hinauskam, hob er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also dass er hinfort nicht mehr konnte ffentlich in die Stadt gehen; sondern er war drauen in den wsten rtern, und sie kamen zu ihm von allen Enden.
Mar 2:1 Und ber etliche Tage ging er wiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, dass er im Hause war.
Mar 2:2 Und alsbald versammelten sich viele, also dass sie nicht Raum hatten auch drauen vor der Tr; und er sagte ihnen das Wort.
Mar 2:3 Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbrchigen, von vieren getragen.
Mar 2:4 Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da er war, und gruben's auf und lieen das Bett hernieder, darin der Gichtbrchige lag.
Mar 2:5 Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrchigen: Mein Sohn, deine Snden sind dir vergeben.
Mar 2:6 Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saen allda und gedachten in ihrem Herzen:
Mar 2:7 Wie redet dieser solche Gotteslsterung? Wer kann Snden vergeben denn allein Gott?
Mar 2:8 Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, dass sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu Ihnen: Was denkt ihr solches in eurem Herzen?
Mar 2:9 Welches ist leichter: zu dem Gichtbrchigen zu sagen: Dir sind deine Snden vergeben, oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandle?
Mar 2:10 Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Snden auf Erden, (sprach er zu dem Gichtbrchigen):
Mar 2:11 Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!
Mar 2:12 Und alsbald stand er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also dass sie sich entsetzten und priesen Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.
Mar 2:13 Und er ging wiederum hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie.
Mar 2:14 Und da Jesus vorberging, sah er Levi, den Sohn des Alphus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.
Mar 2:15 Und es begab sich, da er zu Tische sa in seinem Hause, setzten sich viele Zllner und Snder zu Tische mit Jesu und seinen Jngern; denn ihrer waren viele, die ihm nachfolgten.
Mar 2:16 Und die Schriftgelehrten und Phariser, da sie sahen, dass er mit den Zllnern und Sndern a, sprachen sie zu seinen Jngern: Warum isst und trinkt er mit den Zllnern und Sndern?
Mar 2:17 Da das Jesus hrte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedrfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, zu rufen die Snder zur Bue, und nicht die Gerechten.
Mar 2:18 Und die Jnger des Johannes und der Phariser fasteten viel; und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jnger des Johannes und der Phariser, und deine Jnger fasten nicht?
Mar 2:19 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie knnen die Hochzeitsleute fasten, dieweil der Brutigam bei ihnen ist? Solange der Brutigam bei ihnen ist, knnen sie nicht fasten.
Mar 2:20 Es wird aber die Zeit kommen, dass der Brutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.
Mar 2:21 Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch an ein altes Kleid; denn der neue Lappen reit doch vom alten, und der Riss wird rger.
Mar 2:22 Und niemand fasst Most in alte Schluche; sonst zerreit der Most die Schluche, und der Wein wird verschttet, und die Schluche kommen um. Sondern man soll Most in neue Schluche fassen.
Mar 2:23 Und es begab sich, dass er wandelte am Sabbat durch die Saat; und seine Jnger fingen an, indem sie gingen, hren auszuraufen.
Mar 2:24 Und die Phariser sprachen zu ihm: Siehe zu, was tun deine Jnger am Sabbat, das nicht recht ist?
Mar 2:25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen was David tat, da es ihm not war und ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren?
Mar 2:26 Wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und a die Schaubrote, die niemand durfte essen, denn die Priester, und er gab sie auch denen, die bei ihm waren?
Mar 2:27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbat willen.
Mar 2:28 So ist des Menschen Sohn ein Herr auch des Sabbats.
Mar 3:1 Und er ging abermals in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand.
Mar 3:2 Und sie lauerten darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen wrde, auf dass sie eine Sache wider ihn htten.
Mar 3:3 Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor!
Mar 3:4 Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Bses tun, das Leben erhalten oder tten? Sie aber schwiegen still.
Mar 3:5 Und er sah sie umher an mit Zorn und ward betrbt ber ihr verstocktes Herz und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere.
Mar 3:6 Und die Phariser gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des Herodes Dienern ber ihn, wie sie ihn umbrchten.
Mar 3:7 Aber Jesus entwich mit seinen Jngern an das Meer; und viel Volks folgte ihm nach aus Galila und aus Juda
Mar 3:8 und von Jerusalem und aus Iduma und von jenseits des Jordans, und die um Tyrus und Sidon wohnen, eine groe Menge, die seine Taten hrten, und kamen zu ihm.
Mar 3:9 Und er sprach zu seinen Jngern, dass sie ihm ein Schifflein bereit hielten um des Volkes willen, dass sie ihn nicht drngten.
Mar 3:10 Denn er heilte ihrer viele, also dass ihn berfielen alle, die geplagt waren, auf dass sie ihn anrhrten.
Mar 3:11 Und wenn ihn die unsauberen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn!
Mar 3:12 Und er bedrohte sie hart, dass sie ihn nicht offenbar machten.
Mar 3:13 Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.
Mar 3:14 Und er ordnete die Zwlf, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete, zu predigen,
Mar 3:15 und dass sie Macht htten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben.
Mar 3:16 Und gab Simon den Namen Petrus;
Mar 3:17 und Jakobus, den Sohn des Zebedus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das ist gesagt: Donnerskinder;
Mar 3:18 und Andreas und Philippus und Bartholomus und Matthus und Thomas und Jakobus, des Alphus Sohn, und Thaddus und Simon von Kana
Mar 3:19 und Judas Ischariot, der ihn verriet.
Mar 3:20 Und sie kamen nach Hause, und da kam abermals das Volk zusammen, also dass sie nicht Raum hatten, zu essen.
Mar 3:21 Und da es die Seinen hrten, gingen sie aus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.
Mar 3:22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus.
Mar 3:23 Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan den anderen austreiben?
Mar 3:24 Wenn ein Reich mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.
Mar 3:25 Und wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.
Mar 3:26 Setzt sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit sich selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.
Mar 3:27 Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, dass er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube.
Mar 3:28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Snden werden vergeben den Menschenkindern, auch die Gotteslsterungen, womit sie Gott lstern;
Mar 3:29 wer aber den Heiligen Geist lstert, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts.
Mar 3:30 Denn sie sagten: Er hat einen unsauberen Geist.
Mar 3:31 Und es kam seine Mutter und seine Brder und standen drauen, schickten zu ihm und lieen ihn rufen.
Mar 3:32 Und das Volk sa um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brder drauen fragen nach dir.
Mar 3:33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brder?
Mar 3:34 Und er sah rings um sich auf die Jnger, die im Kreise saen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Brder!
Mar 3:35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Mar 4:1 Und er fing abermals an, zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also dass er musste in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen; und alles Volk stand auf dem Lande am Meer.
Mar 4:2 Und er predigte ihnen lange durch Gleichnisse; und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:
Mar 4:3 Hret zu! Siehe, es ging ein Smann aus, zu sen.
Mar 4:4 Und es begab sich, indem er ste, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vgel unter dem Himmel und fraen's auf.
Mar 4:5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum dass es nicht tiefe Erde hatte.
Mar 4:6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte verdorrte es.
Mar 4:7 Und etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht.
Mar 4:8 Und etliches fiel auf ein gutes Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; etliches trug dreiigfltig und etliches sechzigfltig und etliches hundertfltig.
Mar 4:9 Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat, zu hren, der hre!
Mar 4:10 Und da er allein war, fragten ihn um dies Gleichnis, die um ihn waren, mitsamt den Zwlfen.
Mar 4:11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen; denen aber drauen widerfhrt es alles nur durch Gleichnisse,
Mar 4:12 auf dass sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hrenden Ohren hren, und doch nicht verstehen, auf dass sie sich nicht dermaleinst bekehren und ihre Snden ihnen vergeben werden.
Mar 4:13 Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr denn die andern alle verstehen?
Mar 4:14 Der Smann st das Wort.
Mar 4:15 Diese sind's aber, die an dem Wege sind: Wo das Wort gest wird und sie es gehrt haben, so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gest war.
Mar 4:16 Also auch die sind's, bei welchen aufs Steinige gest ist: wenn sie das Wort gehrt haben, nehmen sie es alsbald mit Freuden auf,
Mar 4:17 und haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trbsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so rgern sie sich alsbald.
Mar 4:18 Und diese sind's, bei welchen unter die Dornen gest ist: die das Wort hren,
Mar 4:19 und die Sorgen dieser Welt und der betrgerische Reichtum und viele andere Lste gehen hinein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.
Mar 4:20 Und diese sind's, bei welchen auf ein gutes Land gest ist: die das Wort hren und nehmen's an und bringen Frucht, etliche dreiigfltig und etliche sechzigfltig und etliche hundertfltig.
Mar 4:21 Und er sprach zu ihnen: Zndet man auch ein Licht an, dass man es unter einen Scheffel oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern dass man's auf einen Leuchter setze.
Mar 4:22 Denn es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts Heimliches, das nicht hervorkomme.
Mar 4:23 Wer Ohren hat, zu hren, der hre!
Mar 4:24 Und er sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr hret! Mit welcherlei Ma ihr messet, wird man euch wieder messen, und man wird noch zugeben euch, die ihr dies hrt.
Mar 4:25 Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat.
Mar 4:26 Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft
Mar 4:27 und schlft und steht auf Nacht und Tag; und der Same geht auf und wchst, dass er's nicht wei.
Mar 4:28 Denn die Erde bringt von selbst zum ersten das Gras, darnach die hren, darnach den vollen Weizen in den hren.
Mar 4:29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.
Mar 4:30 Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden?
Mar 4:31 Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gest wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samen auf Erden;
Mar 4:32 und wenn es gest ist, so nimmt es zu und wird grer denn alle Kohlkruter und gewinnt groe Zweige, also dass die Vgel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen knnen.
Mar 4:33 Und durch viele solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem sie es hren konnten.
Mar 4:34 Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte er's seinen Jngern alles aus.
Mar 4:35 Und an demselben Tage des Abends sprach er zu ihnen: Lasst uns hinberfahren.
Mar 4:36 Und sie lieen das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm.
Mar 4:37 Und es erhob sich ein groer Windwirbel und warf Wellen in das Schiff, also dass das Schiff voll ward.
Mar 4:38 Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts darnach, dass wir verderben?
Mar 4:39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es ward eine groe Stille.
Mar 4:40 Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr so furchtsam? Wie, dass ihr keinen Glauben habt?
Mar 4:41 Und sie frchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.
Mar 5:1 Und sie kamen jenseits des Meers in die Gegend der Gadarener.
Mar 5:2 Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Grbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist,
Mar 5:3 der seine Wohnung in den Grbern hatte; und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten.
Mar 5:4 Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen, und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn zhmen.
Mar 5:5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Grbern, schrie und schlug sich mit Steinen.
Mar 5:6 Da er aber Jesum sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach:
Mar 5:7 Was habe ich mit dir zu tun, o Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhchsten? Ich beschwre dich bei Gott, dass du mich nicht qulest!
Mar 5:8 Denn er sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen!
Mar 5:9 Und er fragte ihn: Wie heit du? Und er antwortete und sprach: Legion heie ich; denn wir sind unser viele.
Mar 5:10 Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus der Gegend triebe.
Mar 5:11 Und es war daselbst an den Bergen eine groe Herde Sue auf der Weide.
Mar 5:12 Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: Lass uns in die Sue fahren!
Mar 5:13 Und alsbald erlaubte es ihnen Jesus. Da fuhren die unsauberen Geister aus und fuhren in die Sue; und die Herde strzte sich von dem Abhang ins Meer (ihrer waren aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer.
Mar 5:14 Und die Sauhirten flohen und verkndigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war,
Mar 5:15 und kamen zu Jesu und sahen den, der von den Teufeln besessen war, dass er sa und war bekleidet und vernnftig, und frchteten sich.
Mar 5:16 Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Suen.
Mar 5:17 Und sie fingen an und baten ihn, dass er aus ihrer Gegend zge.
Mar 5:18 Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, dass er mchte bei ihm sein.
Mar 5:19 Aber Jesus lie es nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkndige ihnen, wie groe Wohltat dir der Herr getan und sich deiner erbarmt hat.
Mar 5:20 Und er ging hin und fing an, auszurufen in den zehn Stdten, wie groe Wohltat ihm Jesus getan hatte; und jedermann verwunderte sich.
Mar 5:21 Und da Jesus wieder herberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks zu ihm, und er war an dem Meer.
Mar 5:22 Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule, mit Namen Jairus; und da er ihn sah, fiel er ihm zu Fen
Mar 5:23 und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zgen; Du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, dass sie gesund werde und lebe.
Mar 5:24 Und er ging hin mit ihm; und es folgte ihm viel Volks nach, und sie drngten ihn.
Mar 5:25 Und da war ein Weib, das hatte den Blutgang zwlf Jahre gehabt
Mar 5:26 und viel erlitten von vielen rzten und hatte all ihr Gut darob verzehrt, und half ihr nichts, sondern vielmehr ward es rger mit ihr.
Mar 5:27 Da die von Jesu hrte, kam sie im Volk von hintenzu und rhrte sein Kleid an.
Mar 5:28 Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid mchte anrhren, so wrde ich gesund.
Mar 5:29 Und alsbald vertrocknete der Brunnen ihres Bluts; und sie fhlte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage war gesund geworden.
Mar 5:30 Und Jesus fhlte alsbald an sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und sprach: Wer hat meine Kleider angerhrt?
Mar 5:31 Und die Jnger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich das Volk drngt, und sprichst: Wer hat mich angerhrt?
Mar 5:32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
Mar 5:33 Das Weib aber frchtete sich und zitterte (denn sie wusste, was an ihr geschehen war), kam und fiel vor ihm nieder und sagte die ganze Wahrheit.
Mar 5:34 Er sprach aber zu ihr; Meine Tochter, Dein Glaube hat dich gesund gemacht; gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage!
Mar 5:35 Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Schule und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemhst du weiter den Meister?
Mar 5:36 Jesus aber hrte alsbald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Schule: Frchte dich nicht, glaube nur!
Mar 5:37 Und lie niemand ihm nachfolgen denn Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
Mar 5:38 Und er kam in das Haus des Obersten der Schule und sah das Getmmel und die da weinten und heulten.
Mar 5:39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schlft. Und sie verlachten ihn.
Mar 5:40 Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag,
Mar 5:41 und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha kumi! das ist verdolmetscht: Mgdlein, ich sage dir stehe auf!
Mar 5:42 Und alsbald stand das Mgdlein auf und wandelte; es war aber zwlf Jahre alt. Und sie entsetzten sich ber die Maen.
Mar 5:43 Und er verbot ihnen hart, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
Mar 6:1 Und er ging aus von da und kam in seine Vaterstadt; und seine Jnger folgten ihm nach.
Mar 6:2 Und da der Sabbat kam, hob er an zu lehren in ihrer Schule. Und viele, die es hrten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? Und was fr Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hnde geschehen?
Mar 6:3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhier bei uns? Und sie rgerten sich an ihm.
Mar 6:4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen.
Mar 6:5 Und er konnte allda nicht eine einzige Tat tun; auer wenig Siechen legte er die Hnde auf und heilte sie.
Mar 6:6 Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Flecken im Kreis und lehrte sie.
Mar 6:7 Und er berief die Zwlf und hob an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht ber die unsauberen Geister,
Mar 6:8 und gebot ihnen, dass sie nichts bei sich trgen auf dem Wege denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Grtel,
Mar 6:9 aber wren geschuht, und dass sie nicht zwei Rcke anzgen.
Mar 6:10 Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet bis ihr von dannen zieht.
Mar 6:11 Und welche euch nicht aufnehmen noch hren, da gehet von dannen heraus und schttelt den Staub ab von euren Fen zu einem Zeugnis ber sie. Ich sage euch wahrlich: Es wird Sodom und Gomorrha am Jngsten Gericht ertrglicher gehen denn solcher Stadt.
Mar 6:12 Und sie gingen aus und predigten, man sollte Bue tun,
Mar 6:13 und trieben viele Teufel aus und salbten viele Sieche mit l und machten sie gesund.
Mar 6:14 Und es kam vor den Knig Herodes (denn sein Name war nun bekannt) und er sprach: Johannes der Tufer ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.
Mar 6:15 Etliche aber sprachen: Er ist Elia; etliche aber: Er ist ein Prophet oder einer von den Propheten.
Mar 6:16 Da es aber Herodes hrte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist von den Toten auferstanden.
Mar 6:17 Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins Gefngnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreit.
Mar 6:18 Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, dass du deines Bruders Weib habest.
Mar 6:19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn tten, und konnte nicht.
Mar 6:20 Herodes aber frchtete Johannes; denn er wusste, dass er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrte ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und hrte ihn gern.
Mar 6:21 Und es kam ein gelegener Tag, dass Herodes auf seinen Jahrestag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galila.
Mar 6:22 Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzte, und gefiel wohl dem Herodes und denen die am Tisch saen. Da sprach der Knig zu dem Mgdlein: Bitte von mir, was du willst, ich will dir's geben.
Mar 6:23 Und er schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die Hlfte meines Knigreiches.
Mar 6:24 Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Tufers.
Mar 6:25 Und sie ging alsbald hinein mit Eile zum Knig, bat und sprach: Ich will, dass du mir gebest jetzt zur Stunde auf einer Schssel das Haupt Johannes des Tufers.
Mar 6:26 Der Knig war betrbt; doch um des Eides willen und derer, die am Tisch saen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun.
Mar 6:27 Und alsbald schickte hin der Knig den Henker und hie sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefngnis
Mar 6:28 und trug her sein Haupt auf einer Schssel und gab's dem Mgdlein, und das Mgdlein gab's ihrer Mutter.
Mar 6:29 Und da das seine Jnger hrten, kamen sie und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein Grab.
Mar 6:30 Und die Apostel kamen zu Jesu zusammen und verkndigten ihm das alles und was sie getan und gelehrt hatten.
Mar 6:31 Und er sprach zu ihnen: Lasset uns besonders an eine wste Sttte gehen und ruht ein wenig. Denn ihr waren viele, die ab und zu gingen; und sie hatten nicht Zeit genug, zu essen.
Mar 6:32 Und er fuhr da in einem Schiff zu einer wsten Sttte besonders.
Mar 6:33 Und das Volk sah sie wegfahren; und viele kannten ihn und liefen dahin miteinander zu Fu aus allen Stdten und kamen ihnen zuvor und kamen zu ihm.
Mar 6:34 Und Jesus ging heraus und sah das groe Volk; und es jammerte ihn derselben; denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben; und er fing an eine lange Predigt.
Mar 6:35 Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Jnger zu ihm und sprachen: Es ist wst hier, und der Tag ist nun dahin;
Mar 6:36 lass sie von dir, dass sie hingehen umher in die Drfer und Mrkte und kaufen sich Brot, denn sie haben nichts zu essen.
Mar 6:37 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und fr zweihundert Groschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben?
Mar 6:38 Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brot habt ihr? Gehet hin und sehet! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fnf, und zwei Fische.
Mar 6:39 Und er gebot ihnen, dass sie sich alle lagerten, tischweise, auf das grne Gras.
Mar 6:40 Und sie setzten sich nach Schichten, je hundert und hundert, fnfzig und fnfzig.
Mar 6:41 Und er nahm die fnf Brote und zwei Fische, sah zum Himmel auf und dankte und brach die Brote und gab sie den Jngern, dass sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilte er unter sie alle.
Mar 6:42 Und sie aen alle und wurden satt.
Mar 6:43 Und sie hoben auf die Brocken, zwlf Krbe voll, und von den Fischen.
Mar 6:44 Und die da gegessen hatten, waren fnftausend Mann.
Mar 6:45 Und alsbald trieb er seine Jnger, dass sie in das Schiff trten und vor ihm hinberfhren gen Bethsaida, bis dass er das Volk von sich liee.
Mar 6:46 Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten.
Mar 6:47 Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande allein.
Mar 6:48 Und er sah, dass sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer;
Mar 6:49 und er wollte an ihnen vorbergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meer wandeln, meinten sie, es wre ein Gespenst, und schrieen;
Mar 6:50 denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin's, frchtet euch nicht!
Mar 6:51 Und er trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten und verwunderten sich ber die Maen,
Mar 6:52 denn sie waren nichts verstndiger geworden ber den Broten, und ihr Herz war erstarrt.
Mar 6:53 Und da sie hinbergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren an.
Mar 6:54 Und da sie aus dem Schiff traten alsbald kannten sie ihn
Mar 6:55 und liefen in alle die umliegenden Lnder und hoben an, die Kranken umherzufhren auf Betten, wo sie hrten, dass er war.
Mar 6:56 Und wo er in die Mrkte oder Stdte oder Drfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass sie nur den Saum seines Kleides anrhren mchten; und alle, die ihn anrhrten, wurden gesund.
Mar 7:1 Und es kamen zu ihm die Phariser und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren.
Mar 7:2 Und da sie sahen etliche seiner Jnger mit gemeinen (das ist ungewaschenen) Hnden das Brot essen, tadelten sie es.
Mar 7:3 (Denn die Phariser und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hnde manchmal, und halten also die Aufstze der ltesten;
Mar 7:4 und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dinges ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von Trinkgefen und Krgen und ehernen Gefen und Tischen zu waschen.)
Mar 7:5 Da fragten ihn nun die Phariser und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jnger nicht nach den Aufstzen der ltesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Hnden?
Mar 7:6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.
Mar 7:7 Vergeblich aber ist's, dass sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre die nichts ist denn Menschengebot.
Mar 7:8 Ihr verlasset Gottes Gebot, und haltet der Menschen Aufstze von Krgen und Trinkgefen zu waschen; und desgleichen tut ihr viel.
Mar 7:9 Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebote aufgehoben, auf dass ihr eure Aufstze haltet.
Mar 7:10 Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, und Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.
Mar 7:11 Ihr aber lehret: Wenn einer spricht zu Vater oder Mutter Korban, das ist, es ist Gott gegeben, was dir sollte von mir zu Nutz kommen, der tut wohl.
Mar 7:12 Und so lasst ihr hinfort ihn nichts tun seinem Vater oder seiner Mutter
Mar 7:13 und hebt auf Gottes Wort durch eure Aufstze, die ihr aufgesetzt habt; und desgleichen tut ihr viel.
Mar 7:14 Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Hret mir alle zu und fasset es!
Mar 7:15 Es ist nichts auerhalb des Menschen, das ihn knnte gemein machen, so es in ihn geht; sondern was von ihm ausgeht, das ist's, was den Menschen gemein macht.
Mar 7:16 Hat jemand Ohren, zu hren, der hre!
Mar 7:17 Und da er von dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Jnger um dies Gleichnis.
Mar 7:18 Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverstndig? Vernehmet ihr noch nicht, dass alles, was auen ist und in den Menschen geht, das kann ihn nicht gemein machen?
Mar 7:19 Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und geht aus durch den natrlichen Gang, der alle Speise ausfegt.
Mar 7:20 Und er sprach: Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein;
Mar 7:21 denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus bse Gedanken; Ehebruch, Hurerei, Mord,
Mar 7:22 Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslsterung, Hoffart, Unvernunft.
Mar 7:23 Alle diese bsen Stcke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein.
Mar 7:24 Und er stand auf und ging von dannen in die Gegend von Tyrus und Sidon; und ging da in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen, und konnte doch nicht verborgen sein.
Mar 7:25 Denn ein Weib hatte von ihm gehrt, deren Tchterlein einen unsauberen Geist hatte, und sie kam und fiel nieder zu seinen Fen
Mar 7:26 (und es war ein griechisches Weib aus Syrophnizien), und sie bat ihn, dass er den Teufel von ihrer Tochter austriebe.
Mar 7:27 Jesus aber sprach zu ihr: Lass zuvor die Kinder satt werden; es ist nicht fein, dass man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
Mar 7:28 Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch essen die Hndlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.
Mar 7:29 Und er sprach zu ihr: Um des Wortes willen so gehe hin; der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren.
Mar 7:30 Und sie ging hin in ihr Haus und fand, dass der Teufel war ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegend.
Mar 7:31 Und da er wieder ausging aus der Gegend von Tyrus und Sidon, kam er an das Galilische Meer, mitten in das Gebiet der zehn Stdte.
Mar 7:32 Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, dass er die Hand auf ihn legte.
Mar 7:33 Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sptzte und rhrte seine Zunge
Mar 7:34 und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf!
Mar 7:35 Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge war los, und er redete recht.
Mar 7:36 Und er verbot ihnen, sie sollten's niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten.
Mar 7:37 Und sie wunderten sich ber die Maen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hrend und die Sprachlosen redend.
Mar 8:1 Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen:
Mar 8:2 Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharrt und haben nichts zu essen;
Mar 8:3 und wenn ich sie ungegessen von mir heim liee gehen, wrden sie auf dem Wege verschmachten; denn etliche sind von ferne gekommen.
Mar 8:4 Seine Jnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wste, dass wir sie sttigen?
Mar 8:5 Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben.
Mar 8:6 Und er gebot dem Volk, dass sie sich auf der Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankte und brach sie und gab sie seinen Jngern, dass sie dieselben vorlegten; und sie legten dem Volk vor.
Mar 8:7 Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hie die auch vortragen.
Mar 8:8 Sie aen aber und wurden satt; und hoben die brigen Brocken auf, sieben Krbe.
Mar 8:9 Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lie sie von sich.
Mar 8:10 Und alsbald trat er in ein Schiff mit seinen Jngern und kam in die Gegend von Dalmanutha.
Mar 8:11 Und die Phariser gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Mar 8:12 Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben.
Mar 8:13 Und er lie sie und trat wiederum in das Schiff und fuhr herber.
Mar 8:14 Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot.
Mar 8:15 Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Phariser und vor dem Sauerteig des Herodes.
Mar 8:16 Und sie gedachten hin und her und sprachen untereinander: Das ist's, dass wir nicht Brot haben.
Mar 8:17 Und Jesus merkte das und sprach zu ihnen: Was bekmmert ihr euch doch, dass ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstndig? Habt ihr noch ein erstarrtes Herz in euch?
Mar 8:18 Ihr habt Augen, und sehet nicht, und habt Ohren, und hret nicht, und denket nicht daran,
Mar 8:19 da ich fnf Brote brach unter fnftausend: wie viel Krbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Zwlf.
Mar 8:20 Da ich aber sieben brach unter die viertausend, wieviel Krbe voll Brocken hobt ihr da auf? Sie sprachen: Sieben.
Mar 8:21 Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts?
Mar 8:22 Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrhrte.
Mar 8:23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und fhrte ihn hinaus vor den Flecken; sptzte in seine Augen und legte seine Hnde auf ihn und fragte ihn, ob er etwas she?
Mar 8:24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als she ich Bume.
Mar 8:25 Darnach legte er abermals die Hnde auf seine Augen und hie ihn abermals sehen; und er ward wieder zurechtgebracht, dass er alles scharf sehen konnte.
Mar 8:26 Und er schickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen.
Mar 8:27 Und Jesus ging aus mit seinen Jngern in die Mrkte der Stadt Csarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jnger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, dass ich sei?
Mar 8:28 Sie antworteten: Sie sagen du seiest Johannes der Tufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer.
Mar 8:29 Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus!
Mar 8:30 Und er bedrohte sie, dass sie niemand von ihm sagen sollten.
Mar 8:31 Und er hob an sie zu lehren: Des Menschen Sohn muss viel leiden und verworfen werden von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und gettet werden und ber drei Tage auferstehen.
Mar 8:32 Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren.
Mar 8:33 Er aber wandte sich um und sah seine Jnger an und bedrohte Petrus und sprach: Gehe hinter mich, du Satan! denn du meinst nicht, was gttlich, sondern was menschlich ist.
Mar 8:34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jngern und sprach zu ihnen: Wer mir will nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Mar 8:35 Denn wer sein Leben will behalten, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird's behalten.
Mar 8:36 Was hlfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewnne, und nhme an seiner Seele Schaden?
Mar 8:37 Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lse.
Mar 8:38 Wer sich aber mein und meiner Worte schmt unter diesem ehebrecherischen und sndigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schmen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.
Mar 9:1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis dass sie sehen das Reich Gottes mit seiner Kraft kommen.
Mar 9:2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und fhrte sie auf einen hohen Berg besonders allein und verklrte sich vor ihnen.
Mar 9:3 Und seine Kleider wurden hell und sehr wei wie der Schnee, dass sie kein Frber auf Erden kann so wei machen.
Mar 9:4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu.
Mar 9:5 Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein. Lasset uns drei Htten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine.
Mar 9:6 Er wusste aber nicht, was er redete; denn sie waren bestrzt.
Mar 9:7 Und es kam eine Wolke, die berschattete sie. Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hren!
Mar 9:8 Und bald darnach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesum bei ihnen.
Mar 9:9 Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, dass sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstnde von den Toten.
Mar 9:10 Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten?
Mar 9:11 Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, dass Elia muss zuvor kommen.
Mar 9:12 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen; dazu soll des Menschen Sohn viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben steht.
Mar 9:13 Aber ich sage euch: Elia ist gekommen, und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nach dem von ihm geschrieben steht.
Mar 9:14 Und er kam zu seinen Jngern und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten.
Mar 9:15 Und alsbald, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und grten ihn.
Mar 9:16 Und er fragte die Schriftgelehrten: Was befragt ihr euch mit ihnen?
Mar 9:17 Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.
Mar 9:18 Und wo er ihn erwischt, da reit er ihn; und er schumt und knirscht mit den Zhnen und verdorrt. Ich habe mit deinen Jngern geredet, dass sie ihn austrieben, und sie knnen's nicht.
Mar 9:19 Er antwortete ihm aber und sprach: O du unglubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? wie lange soll ich euch tragen? Bringet ihn her zu mir!
Mar 9:20 Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, riss er ihn; und er fiel auf die Erde und wlzte sich und schumte.
Mar 9:21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, dass es ihm widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf.
Mar 9:22 Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, dass er ihn umbrchte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!
Mar 9:23 Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du knntest Glauben! Alle Dinge sind mglich dem, der da glaubt.
Mar 9:24 Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Trnen und sprach: Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!
Mar 9:25 Da nun Jesus sah, dass das Volk zulief, bedrohte er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, dass du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn!
Mar 9:26 Da schrie er und riss ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als wre er tot, dass auch viele sagten: Er ist tot.
Mar 9:27 Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stand auf.
Mar 9:28 Und da er heimkam, fragten ihn seine Jnger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?
Mar 9:29 Und er sprach: Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten.
Mar 9:30 Und sie gingen von da hinweg und wandelten durch Galila; und er wollte nicht, dass es jemand wissen sollte.
Mar 9:31 Er lehrte aber seine Jnger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird berantwortet werden in der Menschen Hnde, und sie werden ihn tten; und wenn er gettet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen.
Mar 9:32 Sie aber verstanden das Wort nicht, und frchteten sich, ihn zu fragen.
Mar 9:33 Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragten er sie: Was handeltet ihr miteinander auf dem Wege?
Mar 9:34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Grte wre.
Mar 9:35 Und er setzte sich und rief die Zwlf und sprach zu ihnen: So jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor allen und aller Knecht.
Mar 9:36 Und er nahm ein Kindlein und stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen:
Mar 9:37 Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
Mar 9:38 Johannes aber antwortete ihn und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgt; und wir verboten's ihm, darum dass er uns nicht nachfolgt.
Mar 9:39 Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen, und mge bald bel von mir reden.
Mar 9:40 Wer nicht wider uns ist, der ist fr uns.
Mar 9:41 Wer aber euch trnkt mit einem Becher Wassers in meinem Namen, darum dass ihr Christo angehret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben.
Mar 9:42 Und wer der Kleinen einen rgert, die an mich glauben, dem wre es besser, dass ihm ein Mhlstein an seinen Hals gehngt und er ins Meer geworfen wrde.
Mar 9:43 So dich aber deine Hand rgert, so haue sie ab! Es ist dir besser, dass du als ein Krppel zum Leben eingehest, denn dass du zwei Hnde habest und fahrest in die Hlle, in das ewige Feuer,
Mar 9:44 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlscht.
Mar 9:45 rgert dich dein Fu, so haue ihn ab. Es ist dir besser, dass du lahm zum Leben eingehest, denn dass du zwei Fe habest und werdest in die Hlle geworfen, in das ewige Feuer,
Mar 9:46 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlscht.
Mar 9:47 rgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, dass du einugig in das Reich Gottes gehest, denn dass du zwei Augen habest und werdest in das hllische Feuer geworfen,
Mar 9:48 da ihr Wurm nicht stirbt ihr Feuer nicht verlscht.
Mar 9:49 Es muss ein jeglicher mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen.
Mar 9:50 Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womit wird man's wrzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander.
Mar 10:1 Und er machte sich auf und kam von dannen an die rter des jdischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermals in Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals.
Mar 10:2 Und die Phariser traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden mge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit.
Mar 10:3 Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten?
Mar 10:4 Sie sprachen; Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.
Mar 10:5 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Herzens Hrtigkeit willen hat er euch solches Gebot geschrieben;
Mar 10:6 aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen einen Mann und ein Weib.
Mar 10:7 Darum wird der Mensch Vater und Mutter verlassen und wird seinem Weibe anhangen,
Mar 10:8 und werden die zwei ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch.
Mar 10:9 Was denn Gott zusammengefgt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Mar 10:10 Und daheim fragten ihn abermals seine Jnger darum.
Mar 10:11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freit eine andere, der bricht die Ehe an ihr;
Mar 10:12 und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freit einen anderen, die bricht ihre Ehe.
Mar 10:13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, dass er sie anrhrte. Die Jnger aber fuhren die an, die sie trugen.
Mar 10:14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.
Mar 10:15 Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfngt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.
Mar 10:16 Und er herzte sie und legte die Hnde auf sie und segnete sie.
Mar 10:17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
Mar 10:18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.
Mar 10:19 Du weit ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht tten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemand tuschen; ehre Vater und Mutter.
Mar 10:20 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
Mar 10:21 Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.
Mar 10:22 Er aber ward unmutig ber die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Gter.
Mar 10:23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
Mar 10:24 Die Jnger aber entsetzten sich ber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, dass die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen!
Mar 10:25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.
Mar 10:26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden?
Mar 10:27 Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind mglich bei Gott.
Mar 10:28 Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Mar 10:29 Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, so er verlsst Haus oder Brder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kind oder cker um meinetwillen und um des Evangeliums willen,
Mar 10:30 der nicht hundertfltig empfange: jetzt in dieser Zeit Huser und Brder und Schwestern und Mtter und Kinder und cker mitten unter Verfolgungen, und in der zuknftigen Welt das ewige Leben.
Mar 10:31 Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind.
Mar 10:32 Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem; und Jesus ging vor ihnen, und sie entsetzten sich, folgten ihm nach und frchteten sich. Und Jesus nahm abermals zu sich die Zwlf und sagte ihnen, was ihm widerfahren wrde:
Mar 10:33 Siehe, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird berantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und berantworten den Heiden.
Mar 10:34 Die werden ihn verspotten und geieln und verspeien und tten; und am dritten Tag wird er auferstehen.
Mar 10:35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, und sprachen: Meister, wir wollen, dass du uns tuest, was wir dich bitten werden.
Mar 10:36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich euch tue?
Mar 10:37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit.
Mar 10:38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Knnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?
Mar 10:39 Sie sprachen zu ihm: Ja, wir knnen es wohl. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde;
Mar 10:40 zu sitzen aber zu meiner Rechten und zu meiner Linken stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist.
Mar 10:41 Und da das die Zehn hrten, wurden sie unwillig ber Jakobus und Johannes.
Mar 10:42 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisset, dass die weltlichen Frsten herrschen und die Mchtigen unter ihnen haben Gewalt.
Mar 10:43 Aber also soll es unter euch nicht sein. Sondern welcher will gro werden unter euch, der soll euer Diener sein;
Mar 10:44 und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein.
Mar 10:45 Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung fr viele.
Mar 10:46 Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine Jnger und ein groes Volk, da sa ein Blinder, Bartimus, des Timus Sohn, am Wege und bettelte.
Mar 10:47 Und da er hrte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an, zu schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!
Mar 10:48 Und viele bedrohten ihn, er sollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!
Mar 10:49 Und Jesus stand still und lie ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost! stehe auf, er ruft dich!
Mar 10:50 Und er warf sein Kleid von sich, stand auf und kam zu Jesu.
Mar 10:51 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde.
Mar 10:52 Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.
Mar 11:1 Und da sie nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den lberg, sandte er seiner Jnger zwei
Mar 11:2 und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald, wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein Fllen angebunden, auf welchem nie ein Mensch gesessen hat; lset es ab und fhret es her!
Mar 11:3 Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der Herr bedarf sein; so wird er's alsbald hersenden.
Mar 11:4 Sie gingen hin und fanden das Fllen gebunden an die Tr, auen auf der Wegscheide, und lsten es ab.
Mar 11:5 Und etliche, die dastanden, sprachen zu ihnen: Was macht ihr, dass ihr das Fllen ablset?
Mar 11:6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die lieen's zu.
Mar 11:7 Und sie fhrten das Fllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
Mar 11:8 Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg; etliche hieben Maien von den Bumen und streuten sie auf den Weg.
Mar 11:9 Und die vorne vorgingen und die hernach folgten, schrieen und sprachen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Mar 11:10 Gelobt sei das Reich unsres Vaters David, das da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hhe!
Mar 11:11 Und der Herr ging ein zu Jerusalem und in den Tempel, und er besah alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zwlfen.
Mar 11:12 Und des anderen Tages, da sie von Bethanien gingen, hungerte ihn.
Mar 11:13 Und er sah einen Feigenbaum von ferne, der Bltter hatte; da trat er hinzu, ob er etwas darauf fnde, und da er hinzukam, fand er nichts denn nur Bltter, denn es war noch nicht Zeit, dass Feigen sein sollten.
Mar 11:14 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Nun esse von dir niemand ewiglich! Und seine Jnger hrten das.
Mar 11:15 Und sie kamen gen Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel, fing an und trieb aus die Verkufer und Kufer in dem Tempel; und die Tische der Wechsler und die Sthle der Taubenkrmer stie er um,
Mar 11:16 und lie nicht zu, das jemand etwas durch den Tempel trge.
Mar 11:17 Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll heien ein Bethaus allen Vlkern? Ihr aber habt eine Mrdergrube daraus gemacht.
Mar 11:18 Und es kam vor die Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbrchten. Sie frchteten sich aber vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich ber seine Lehre.
Mar 11:19 Und des Abends ging er hinaus vor die Stadt.
Mar 11:20 Und am Morgen gingen sie vorber und sahen den Feigenbaum, dass er verdorrt war bis auf die Wurzel.
Mar 11:21 Und Petrus gedachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.
Mar 11:22 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott.
Mar 11:23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge sprche: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass es geschehen wrde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.
Mar 11:24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden.
Mar 11:25 Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehler.
Mar 11:26 Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird euch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehler nicht vergeben.
Mar 11:27 Und sie kamen abermals gen Jerusalem. Und da er im Tempel wandelte, kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die ltesten
Mar 11:28 und sprachen zu ihm: Aus was fr Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben, dass du solches tust?
Mar 11:29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was fr Macht ich das tue.
Mar 11:30 Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!
Mar 11:31 Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubt?
Mar 11:32 Sagen wir aber, sie war von Menschen, so frchten wir uns vor dem Volk. Denn sie hielten alle, dass Johannes ein rechter Prophet wre.
Mar 11:33 Und sie antworteten und sprachen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fr Macht ich solches tue.
Mar 12:1 Und er fing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und fhrte einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und tat ihn aus den Weingrtnern und zog ber Land.
Mar 12:2 Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingrtnern, dass er von den Weingrtnern nhme von der Frucht des Weinbergs.
Mar 12:3 Sie nahmen ihn aber und stupten ihn, und lieen ihn leer von sich.
Mar 12:4 Abermals sandte er ihnen einen anderen Knecht; dem zerwarfen sie den Kopf mit Steinen und lieen ihn geschmht von sich.
Mar 12:5 Abermals sandte er einen andern: den tteten sie. Und viele andere, etliche stupten sie, etliche tteten sie.
Mar 12:6 Da hatte er noch einen einzigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte er zum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.
Mar 12:7 Aber die Weingrtner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn tten, so wird das Erbe unser sein!
Mar 12:8 Und sie nahmen ihn und tteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg.
Mar 12:9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingrtner umbringen und den Weinberg andern geben.
Mar 12:10 Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.
Mar 12:11 Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsren Augen?
Mar 12:12 Und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen, und frchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie dies Gleichnis geredet hatte. Und sie lieen ihn und gingen davon.
Mar 12:13 Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisern und des Herodes Dienern, dass sie ihn fingen in Worten.
Mar 12:14 Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist's recht, dass man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht? Sollen wir ihn geben oder nicht geben?
Mar 12:15 Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringet mir einen Groschen, dass ich ihn sehe.
Mar 12:16 Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die berschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers!
Mar 12:17 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich ber ihn.
Mar 12:18 Da traten die Sadduzer zu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:
Mar 12:19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und hinterlsst ein Weib, und hinterlsst keine Kinder, so soll sein Bruder sein Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.
Mar 12:20 Nun sind sieben Brder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und hinterlie keinen Samen.
Mar 12:21 Und der andere nahm sie und starb und hinterlie auch nicht Samen. Der Dritte desgleichen.
Mar 12:22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterlieen nicht Samen. Zuletzt nach allen starb das Weib auch.
Mar 12:23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wes Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt.
Mar 12:24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irrt darum, dass ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.
Mar 12:25 Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.
Mar 12:26 Aber von den Toten, dass sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch Moses bei dem Busch, wie Gott zu ihm sagte und sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?
Mar 12:27 Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum irrt ihr sehr.
Mar 12:28 Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehrt hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, dass er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor allen?
Mar 12:29 Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist das: Hre Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott;
Mar 12:30 und du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemte und von allen deinen Krften. Das ist das vornehmste Gebot.
Mar 12:31 Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot grer denn diese.
Mar 12:32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn es ist ein Gott und ist kein anderer auer ihm.
Mar 12:33 Und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemte, von ganzer Seele, und von allen Krften, und lieben seinen Nchsten wie sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer.
Mar 12:34 Da Jesus aber sah, dass er vernnftig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und es wagte ihn niemand weiter zu fragen.
Mar 12:35 Und Jesus antwortete und sprach, da er lehrte im Tempel: Wie sagen die Schriftgelehrten, Christus sei Davids Sohn?
Mar 12:36 Er aber, David, spricht durch den heiligen Geist: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis dass ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe.
Mar 12:37 Da heit ihn ja David seinen Herrn; woher ist er denn sein Sohn? Und viel Volks hrte ihn gern.
Mar 12:38 Und er lehrte sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gern auf dem Markte gren
Mar 12:39 und sitzen gern obenan in den Schulen und ber Tisch beim Gastmahl;
Mar 12:40 sie fressen der Witwen Huser und wenden langes Gebet vor. Diese werden desto mehr Verdammnis empfangen.
Mar 12:41 Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schaute, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten; und viele Reiche legten viel ein.
Mar 12:42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller.
Mar 12:43 Und er rief seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben.
Mar 12:44 Denn sie haben alle von ihrem berfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.
Mar 13:1 Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jnger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!
Mar 13:2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du wohl allen diesen groen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.
Mar 13:3 Und da er auf dem lberge sa gegenber dem Tempel, fragten ihn Petrus, Jakobus und Johannes und Andreas besonders:
Mar 13:4 Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?
Mar 13:5 Jesus antwortete ihnen und fing an, zu sagen: Sehet zu das euch nicht jemand verfhre!
Mar 13:6 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus! und werden viele verfhren.
Mar 13:7 Wenn ihr aber hren werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so frchtet euch nicht. Denn es muss also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da.
Mar 13:8 Es wird sich ein Volk wider das andere empren und ein Knigreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang.
Mar 13:9 Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch berantworten vor die Rathuser und Schulen; und ihr msst gestupt werden, und vor Frsten und Knige gefhrt werden um meinetwillen, zu einem Zeugnis ber sie.
Mar 13:10 Und das Evangelium muss zuvor verkndigt werden unter alle Vlker.
Mar 13:11 Wenn sie euch nun fhren und berantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket auch nicht zuvor; sondern was euch zu der Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.
Mar 13:12 Es wird aber berantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empren gegen die Eltern und werden sie helfen tten.
Mar 13:13 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.
Mar 13:14 Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwstung (von dem der Prophet Daniel gesagt hat), dass er steht, wo er nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann, wer in Juda ist, der fliehe auf die Berge;
Mar 13:15 und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause;
Mar 13:16 und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen.
Mar 13:17 Weh aber den Schwangeren und Sugerinnen zu der Zeit!
Mar 13:18 Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter.
Mar 13:19 Denn in diesen Tagen werden solche Trbsale sein, wie sie nie gewesen sind bisher, vom Anfang der Kreatur, die Gott geschaffen hat, und wie auch nicht werden wird.
Mar 13:20 Und so der Herr diese Tage nicht verkrzt htte, wrde kein Mensch selig: aber um der Auserwhlten willen, die er auserwhlt hat, hat er auch diese Tage verkrzt.
Mar 13:21 Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht.
Mar 13:22 Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, dass sie auch die Auserwhlten verfhren, so es mglich wre.
Mar 13:23 Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt.
Mar 13:24 Aber zu der Zeit, nach dieser Trbsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren,
Mar 13:25 und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krfte der Himmel werden sich bewegen.
Mar 13:26 Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit groer Kraft und Herrlichkeit.
Mar 13:27 Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwhlten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Mar 13:28 An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Bltter gewinnen, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Mar 13:29 Also auch, wenn ihr sehet, dass solches geschieht, so wisset, dass es nahe vor der Tr ist.
Mar 13:30 Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis dass dies alles geschehe.
Mar 13:31 Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.
Mar 13:32 Von dem Tage aber und der Stunde wei niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.
Mar 13:33 Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist.
Mar 13:34 Gleich als ein Mensch, der ber Land zog und verlie sein Haus und gab seinem Knecht Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Trhter, er sollte wachen.
Mar 13:35 So wachet nun (denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens),
Mar 13:36 auf dass er nicht schnell komme und finde euch schlafend.
Mar 13:37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!
Mar 14:1 Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sen Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und tteten.
Mar 14:2 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, dass nicht ein Aufruhr im Volk werde!
Mar 14:3 Und da er zu Bethanien war in Simons, des Ausstzigen, Hause und sa zu Tische, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungeflschtem und kstlichem Nardenwasser, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt.
Mar 14:4 Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soll doch diese Vergeudung?
Mar 14:5 Man knnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und es den Armen geben. Und murrten ber sie.
Mar 14:6 Jesus aber sprach: Lasst sie mit Frieden! Was bekmmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.
Mar 14:7 Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, knnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.
Mar 14:8 Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorgekommen, meinen Leib zu salben zu meinem Begrbnis.
Mar 14:9 Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedchtnis, was sie jetzt getan hat.
Mar 14:10 Und Judas Ischariot, einer von den Zwlfen, ging hin zu den Hohenpriestern, dass er ihn verriete.
Mar 14:11 Da sie das hrten, wurden sie froh und verhieen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn fglich verriete.
Mar 14:12 Und am ersten Tage der sen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jnger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und bereiten, dass du das Osterlamm essest?
Mar 14:13 Und er sandte seiner Jnger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trgt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach,
Mar 14:14 und wo er eingeht, da sprechet zu dem Hauswirt: Der Meister lsst dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darin ich das Osterlamm esse mit meinen Jngern?
Mar 14:15 Und er wird euch einen groen Saal zeigen, der mit Polstern versehen und bereit ist; daselbst richtet fr uns zu.
Mar 14:16 Und die Jnger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm.
Mar 14:17 Am Abend aber kam er mit den Zwlfen.
Mar 14:18 Und als sie zu Tische saen und aen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isset, wird mich verraten.
Mar 14:19 Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem anderen: Bin ich's? und der andere: Bin ich's?
Mar 14:20 Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwlfen, der mit mir in die Schssel taucht.
Mar 14:21 Zwar des Menschen Sohn geht hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird. Es wre demselben Menschen besser, dass er nie geboren wre.
Mar 14:22 Und indem sie aen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
Mar 14:23 Und nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.
Mar 14:24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Testamentes, das fr viele vergossen wird.
Mar 14:25 Wahrlich, ich sage euch, dass ich hinfort nicht trinken werde vom Gewchs des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes.
Mar 14:26 Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den lberg.
Mar 14:27 Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir rgern; denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.
Mar 14:28 Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galila.
Mar 14:29 Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle rgerten, so wollte doch ich mich nicht rgern.
Mar 14:30 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Mar 14:31 Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben msste, wollte ich dich doch nicht verleugnen. Desgleichen sagten sie alle.
Mar 14:32 Und sie kamen zu einem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jngern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete.
Mar 14:33 Und nahm Petrus und Jakobus und Johannes und fing an, zu zittern und zu zagen.
Mar 14:34 Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrbt bis an den Tod; bleibet hier und wachet!
Mar 14:35 Und ging ein wenig weiter, fiel auf die Erde und betete, dass, wenn es mglich wre, die Stunde vorberginge,
Mar 14:36 und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles mglich; berhebe mich dieses Kelchs; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!
Mar 14:37 Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?
Mar 14:38 Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
Mar 14:39 Und ging wieder hin und betete und sprach dieselben Worte.
Mar 14:40 Und kam wieder und fand sie abermals schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und sie wussten nicht, was sie ihm antworteten.
Mar 14:41 Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, des Menschen Sohn wird berantwortet in der Snder Hnde.
Mar 14:42 Stehet auf, lasst uns gehen. Siehe, der mich verrt, ist nahe!
Mar 14:43 Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwlf einer, und eine groe Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und ltesten.
Mar 14:44 Und der Verrter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich kssen werde, der ist's; den greifet und fhret ihn sicher.
Mar 14:45 Und da er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und ksste ihn.
Mar 14:46 Die aber legten ihre Hnde an ihn und griffen ihn.
Mar 14:47 Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
Mar 14:48 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mrder mit Schwertern und Stangen, mich zu fangen.
Mar 14:49 Ich bin tglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht gegriffen, aber auf dass die Schrift erfllt werde.
Mar 14:50 Und die Jnger verlieen ihn alle und flohen.
Mar 14:51 Und es war ein Jngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloen Haut; und die Jnglinge griffen ihn.
Mar 14:52 Er aber lie die Leinwand fahren und floh blo von ihnen.
Mar 14:53 Und sie fhrten Jesus zu dem Hohenpriester, dahin zusammengekommen waren alle Hohenpriester und ltesten und Schriftgelehrten.
Mar 14:54 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sa bei den Knechten und wrmte sich bei dem Licht.
Mar 14:55 Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf dass sie ihn zum Tode brchten, und fanden nichts.
Mar 14:56 Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht berein.
Mar 14:57 Und etliche standen auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen:
Mar 14:58 Wir haben gehrt, dass er sagte: Ich will den Tempel, der mit Hnden gemacht ist, abbrechen und in drei Tagen einen anderen bauen, der nicht mit Hnden gemacht sei.
Mar 14:59 Aber ihr Zeugnis stimmte noch nicht berein.
Mar 14:60 Und der Hohepriester stand auf, trat mitten unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?
Mar 14:61 Er aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten?
Mar 14:62 Jesus aber sprach: Ich bin's; und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken.
Mar 14:63 Da zerriss der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedrfen wir weiter Zeugen?
Mar 14:64 Ihr habt gehrt die Gotteslsterung. Was dnkt euch? Sie aber verdammten ihn alle, dass er des Todes schuldig wre.
Mar 14:65 Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und ihn mit Fusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht.
Mar 14:66 Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von des Hohenpriesters Mgden;
Mar 14:67 und da sie sah Petrus sich wrmen, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit Jesus von Nazareth.
Mar 14:68 Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, wei auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krhte.
Mar 14:69 Und die Magd sah ihn und hob abermals an, zu sagen denen, die dabeistanden: Dieser ist deren einer.
Mar 14:70 Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermals zu Petrus, die dabeistanden: Wahrlich, du bist deren einer; denn du bist ein Galiler, und deine Sprache lautet gleich also.
Mar 14:71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwren: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr sagt.
Mar 14:72 Und der Hahn krhte zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hob an, zu weinen.
Mar 15:1 Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den ltesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und fhrten ihn hin und berantworteten ihn dem Pilatus.
Mar 15:2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der Knig der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es.
Mar 15:3 Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. {}
Mar 15:4 Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen!
Mar 15:5 Jesus aber antwortete nichts mehr, also dass sich auch Pilatus verwunderte.
Mar 15:6 Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten.
Mar 15:7 Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrhrern, die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.
Mar 15:8 Und das Volk ging hinauf und bat, dass er tte, wie er pflegte.
Mar 15:9 Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, dass ich euch den Knig der Juden losgebe?
Mar 15:10 Denn er wusste, dass ihn die Hohenpriester aus Neid berantwortet hatten.
Mar 15:11 Aber die Hohenpriester reizten das Volk, das er ihnen viel lieber den Barabbas losgbe.
Mar 15:12 Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, dass ich tue dem, den ihr beschuldigt, er sei der Knig der Juden?
Mar 15:13 Sie schrieen abermals: Kreuzige ihn!
Mar 15:14 Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er bles getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn!
Mar 15:15 Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los, und geielte Jesum und berantwortete ihn, dass er gekreuzigt wrde.
Mar 15:16 Die Kriegsknechte aber fhrten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar
Mar 15:17 und zogen ihm einen Purpur an und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf,
Mar 15:18 und fingen an, ihn zu gren: Gegret seist du, der Juden Knig!
Mar 15:19 Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeiten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an.
Mar 15:20 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen seine eigenen Kleider an und fhrten ihn aus, dass sie ihn kreuzigten.
Mar 15:21 Und zwangen einen, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Felde kam (der ein Vater war des Alexander und Rufus), dass er sein Kreuz trge.
Mar 15:22 Und sie brachten ihn an die Sttte Golgatha, das ist verdolmetscht: Schdelsttte.
Mar 15:23 Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; und er nahm's nicht zu sich.
Mar 15:24 Und da sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, wer etwas bekme.
Mar 15:25 Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten.
Mar 15:26 Und es war oben ber ihm geschrieben was man ihm schuld gab, nmlich: Der Knig der Juden.
Mar 15:27 Und sie kreuzigten mit ihm zwei Mrder, einen zu seiner Rechten und einen zur Linken.
Mar 15:28 Da ward die Schrift erfllet, die da sagt: Er ist unter die beltter gerechnet.
Mar 15:29 Und die vorbergingen, lsterten ihn und schttelten ihre Hupter und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und baust ihn in drei Tagen!
Mar 15:30 Hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!
Mar 15:31 Desgleichen die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat anderen geholfen, und kann sich selber nicht helfen.
Mar 15:32 Ist er Christus und Knig in Israel, so steige er nun vom Kreuz, dass wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmhten ihn auch.
Mar 15:33 Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis ber das ganze Land bis um die neunte Stunde.
Mar 15:34 Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli lama asabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Mar 15:35 Und etliche, die dabeistanden, da sie es hrten, sprachen sie: Siehe er ruft den Elia.
Mar 15:36 Da lief einer und fllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trnkte ihn und sprach: Halt, lasst sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme.
Mar 15:37 Aber Jesus schrie laut und verschied.
Mar 15:38 Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stcke von obenan bis untenaus.
Mar 15:39 Der Hauptmann aber, der dabeistand ihm gegenber und sah, dass er mit solchem Geschrei verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!
Mar 15:40 Und es waren auch Weiber da, die von ferne solches sahen; unter welchen war Maria Magdalena und Maria, Jakobus des Kleinen und des Joses Mutter, und Salome,
Mar 15:41 die ihm auch nachgefolgt waren, da er in Galila war, und gedient hatten, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.
Mar 15:42 Und am Abend, dieweil es der Rsttag war, welcher ist der Vorsabbat,
Mar 15:43 kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete. Der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
Mar 15:44 Pilatus aber verwunderte sich, dass er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon lange gestorben wre.
Mar 15:45 Und als er's erkundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Leichnam.
Mar 15:46 Und er kaufte eine Leinwand und nahm ihn ab und wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das war in einen Felsen gehauen, und wlzte einen Stein vor des Grabes Tr.
Mar 15:47 Aber Maria Magdalena und Maria, des Joses Mutter, schauten zu, wo er hingelegt ward.
Mar 16:1 Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf dass sie kmen und salbten ihn.
Mar 16:2 Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr frh, da die Sonne aufging.
Mar 16:3 Und sie sprachen untereinander: Wer wlzt uns den Stein von des Grabes Tr?
Mar 16:4 Und sie sahen dahin und wurden gewahr, dass der Stein abgewlzt war; denn er war sehr gro.
Mar 16:5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weies Kleid an; und sie entsetzten sich.
Mar 16:6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist nicht hier. Siehe da die Sttte, da sie ihn hinlegten!
Mar 16:7 Gehet aber hin und sagt's seinen Jngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galila, da werdet ihr ihn sehen, wie er gesagt hat.
Mar 16:8 Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen. Und sie sagten niemand etwas, denn sie frchteten sich.
Mar 16:9 Jesus aber, da er auferstanden war frh am ersten Tag der Woche, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte.
Mar 16:10 Und sie ging hin und verkndigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten.
Mar 16:11 Und diese, da sie es hrten, dass er lebte und wre ihr erschienen, glaubten sie nicht.
Mar 16:12 Darnach, da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer anderen Gestalt, da sie aufs Feld gingen.
Mar 16:13 Und die gingen auch hin und verkndigten das den anderen; denen glaubten sie auch nicht.
Mar 16:14 Zuletzt, da die Elf zu Tische saen, offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hrtigkeit, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden.
Mar 16:15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.
Mar 16:16 Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Mar 16:17 Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden.
Mar 16:18 Schlangen vertreiben; und so sie etwas Tdliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hnde legen, so wird es besser mit ihnen werden.
Mar 16:19 Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzt zur rechten Hand Gottes.
Mar 16:20 Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten; und der Herr wirkte mit ihnen und bekrftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Luk 1:1 Sintemal<RF>bedeutet: weil, da nun<Rf> sich's viele unterwunden haben, Bericht zu geben von den Geschichten, so unter uns ergangen sind,
Luk 1:2 wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind:
Luk 1:3 habe ich's auch fr gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn mit Flei erkundet habe, dass ich's dir, mein guter Theophilus, in Ordnung schriebe,
Luk 1:4 auf das du gewissen Grund erfahrest der Lehre, in welcher du unterrichtet bist.
Luk 1:5 Zu der Zeit des Herodes, des Knigs von Juda, war ein Priester von der Ordnung Abia, mit Namen Zacharias, und sein Weib war von den Tchtern Aarons, welche hie Elisabeth.
Luk 1:6 Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.
Luk 1:7 Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und waren beide wohl betagt.
Luk 1:8 Und es begab sich, da er des Priesteramtes pflegte vor Gott zur Zeit seiner Ordnung,
Luk 1:9 nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, dass er ruchern sollte, ging er in den Tempel des Herrn.
Luk 1:10 Und die ganze Menge des Volks war drauen und betete unter der Stunde des Rucherns.
Luk 1:11 Es erschien ihm aber der Engel des Herrn und stand zur rechten Hand am Rucheraltar.
Luk 1:12 Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an.
Luk 1:13 Aber der Engel sprach zu ihm: Frchte dich nicht, Zacharias! denn dein Gebet ist erhrt, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebren, des Namen sollst du Johannes heien.
Luk 1:14 Und du wirst des Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner Geburt freuen.
Luk 1:15 Denn er wird gro sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getrnk wird er nicht trinken und wird noch im Mutterleibe erfllt werden mit dem heiligen Geist.
Luk 1:16 Und er wird der Kinder Israel viele zu Gott, ihrem Herrn, bekehren.
Luk 1:17 Und er wird vor ihm her gehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Vter zu den Kindern und die Unglubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereitet Volk.
Luk 1:18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und mein Weib ist betagt.
Luk 1:19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden, dass ich dir solches verkndigte.
Luk 1:20 Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden knnen bis auf den Tag, da dies geschehen wird, darum dass du meinen Worten nicht geglaubt hast, welche sollen erfllt werden zu ihrer Zeit.
Luk 1:21 Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, dass er so lange im Tempel verzog.
Luk 1:22 Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.
Luk 1:23 Und es begab sich, da die Zeit seines Amts aus war, ging er heim in sein Haus.
Luk 1:24 Und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich fnf Monate und sprach:
Luk 1:25 Also hat mir der Herr getan in den Tagen, da er mich angesehen hat, dass er meine Schmach unter den Menschen von mir nhme.
Luk 1:26 Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galila, die heit Nazareth,
Luk 1:27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hie Maria.
Luk 1:28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegret seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!
Luk 1:29 Da sie aber ihn sah, erschrak sie ber seine Rede und gedachte: Welch ein Gru ist das?
Luk 1:30 Und der Engel sprach zu ihr: Frchte dich nicht, Maria! du hast Gnade bei Gott gefunden.
Luk 1:31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebren, des Namen sollst du Jesus heien.
Luk 1:32 Der wird gro sein und ein Sohn des Hchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben;
Luk 1:33 und er wird ein Knig sein ber das Haus Jakob ewiglich, und seines Knigreiches wird kein Ende sein.
Luk 1:34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne wei?
Luk 1:35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird ber dich kommen, und die Kraft des Hchsten wird dich berschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
Luk 1:36 Und siehe, Elisabeth, deine Gefreunde, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und geht jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei.
Luk 1:37 Denn bei Gott ist kein Ding unmglich.
Luk 1:38 Maria aber sprach: Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
Luk 1:39 Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Judas
Luk 1:40 und kam in das Haus des Zacharias und grte Elisabeth.
Luk 1:41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gru Marias hrte, hpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll
Luk 1:42 und rief laut und sprach: Gebenedeit bist du unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!
Luk 1:43 Und woher kommt mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
Luk 1:44 Siehe, da ich die Stimme deines Grues hrte, hpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe.
Luk 1:45 Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.
Luk 1:46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
Luk 1:47 und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands;
Luk 1:48 denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder;
Luk 1:49 denn er hat groe Dinge an mir getan, der da mchtig ist und des Name heilig ist.
Luk 1:50 Und seine Barmherzigkeit whret immer fr und fr bei denen, die ihn frchten.
Luk 1:51 Er bet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffrtig sind in ihres Herzens Sinn.
Luk 1:52 Er stt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen.
Luk 1:53 Die Hungrigen fllt er mit Gtern und lsst die Reichen leer.
Luk 1:54 Er denkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel wieder auf,
Luk 1:55 wie er geredet hat unsren Vtern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
Luk 1:56 Und Maria blieb bei ihr bei drei Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim.
Luk 1:57 Und Elisabeth kam ihre Zeit, dass sie gebren sollte; und sie gebar einen Sohn.
Luk 1:58 Und ihre Nachbarn und Gefreunde hrten, dass der Herr groe Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr.
Luk 1:59 Und es begab sich am achten Tage, da kamen sie, zu beschneiden das Kindlein, und hieen ihn nach seinem Vater Zacharias.
Luk 1:60 Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mitnichten, sondern er soll Johannes heien.
Luk 1:61 Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der also heie.
Luk 1:62 Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn wollte heien lassen.
Luk 1:63 Und er forderte ein Tfelein und schrieb also: Er heit Johannes. Und sie verwunderten sich alle.
Luk 1:64 Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte Gott.
Luk 1:65 Und es kam eine Furcht ber alle Nachbarn; und die ganze Geschichte ward ruchbar auf dem ganzen jdischen Gebirge.
Luk 1:66 Und alle, die es hrten, nahmen's zu Herzen und sprachen: Was, meinst du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.
Luk 1:67 Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weissagte und sprach:
Luk 1:68 Gelobet sei der Herr, der Gott Israels! denn er hat besucht und erlst sein Volk
Luk 1:69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David,
Luk 1:70 wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund des Propheten:
Luk 1:71 dass er uns errettete von unsren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen,
Luk 1:72 und Barmherzigkeit erzeigte unsren Vtern und gedchte an seinen heiligen Bund
Luk 1:73 und an den Eid, den er geschworen hat unsrem Vater Abraham, uns zu geben,
Luk 1:74 dass wir, erlst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang
Luk 1:75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefllig ist.
Luk 1:76 Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Hchsten heien. Du wirst vor dem Herrn her gehen, dass du seinen Weg bereitest
Luk 1:77 und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk, das da ist in Vergebung ihrer Snden;
Luk 1:78 durch die herzliche Barmherzigkeit unsres Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Hhe,
Luk 1:79 auf dass er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre Fe auf den Weg des Friedens.
Luk 1:80 Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist; und er war in der Wste, bis dass er sollte hervortreten vor das Volk Israel.
Luk 2:1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschtzt wrde.
Luk 2:2 Und diese Schtzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war.
Luk 2:3 Und jedermann ging, dass er sich schtzen liee, ein jeglicher in seine Stadt.
Luk 2:4 Da machte sich auch auf Joseph aus Galila, aus der Stadt Nazareth, in das jdische Land zur Stadt Davids, die da heit Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war,
Luk 2:5 auf dass er sich schtzen liee mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger.
Luk 2:6 Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebren sollte.
Luk 2:7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Luk 2:8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hrden, die hteten des Nachts ihre Herde.
Luk 2:9 Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie frchteten sich sehr.
Luk 2:10 Und der Engel sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht! siehe, ich verkndige euch groe Freude, die allem Volk widerfahren wird;
Luk 2:11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Luk 2:12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Luk 2:13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Luk 2:14 Ehre sei Gott in der Hhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Luk 2:15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Luk 2:16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Luk 2:17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
Luk 2:18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
Luk 2:19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Luk 2:20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehrt und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Luk 2:21 Und da acht Tage um waren, dass das Kind beschnitten wrde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.
Luk 2:22 Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf dass sie ihn darstellten dem Herrn
Luk 2:23 (wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des Herrn: Allerlei mnnliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heien)
Luk 2:24 und das sie gben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
Luk 2:25 Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfrchtig und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm.
Luk 2:26 Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er htte denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.
Luk 2:27 Und er kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, dass sie fr ihn tten, wie man pflegt nach dem Gesetz,
Luk 2:28 da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
Luk 2:29 Herr, nun lsst du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;
Luk 2:30 denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
Luk 2:31 welchen du bereitest hast vor allen Vlkern,
Luk 2:32 ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.
Luk 2:33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward.
Luk 2:34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
Luk 2:35 (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
Luk 2:36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft
Luk 2:37 und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
Luk 2:38 Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlsung zu Jerusalem warteten.
Luk 2:39 Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder nach Galila zu ihrer Stadt Nazareth.
Luk 2:40 Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.
Luk 2:41 Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest.
Luk 2:42 Und da er zwlf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach der Gewohnheit des Festes.
Luk 2:43 Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wussten's nicht.
Luk 2:44 Sie meinten aber, er wre unter den Gefhrten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Gefreunden und Bekannten.
Luk 2:45 Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn.
Luk 2:46 Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhrte und sie fragte.
Luk 2:47 Und alle, die ihm zuhrten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antworten.
Luk 2:48 Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Seine Mutter aber sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
Luk 2:49 Und er sprach zu ihnen: Was ist's, dass ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, dass ich sein muss in dem, das meines Vaters ist?
Luk 2:50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete.
Luk 2:51 Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
Luk 2:52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
Luk 3:1 In dem fnfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Juda war und Herodes ein Vierfrst in Galila und sein Bruder Philippus ein Vierfrst in Itura und in der Gegend Trachonitis und Lysanias ein Vierfrst zu Abilene,
Luk 3:2 da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wste.
Luk 3:3 Und er kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Bue zur Vergebung Snden,
Luk 3:4 wie geschrieben steht in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige richtig!
Luk 3:5 Alle Tler sollen voll werden, und alle Berge und Hgel erniedrigt werden; und was krumm ist, soll richtig werden, und was uneben ist, soll schlichter Weg werden.
Luk 3:6 Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.
Luk 3:7 Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, dass sich von ihm Taufen liee: Ihr Otterngezchte, wer hat denn euch gewiesen, dass ihr dem zuknftigen Zorn entrinnen werdet?
Luk 3:8 Sehet zu, tut rechtschaffene Frchte der Bue und nehmt euch nicht vor, zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.
Luk 3:9 Es ist schon die Axt den Bumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und in das Feuer geworfen.
Luk 3:10 Und das Volk fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun?
Luk 3:11 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Rcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also.
Luk 3:12 Es kamen auch die Zllner, dass sie sich taufen lieen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun?
Luk 3:13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist.
Luk 3:14 Da fragten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasst euch gengen an eurem Solde.
Luk 3:15 Als aber das Volk im Wahn war und dachten in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht Christus wre,
Luk 3:16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Strkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, dass ich die Riemen seiner Schuhe auflse; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Luk 3:17 In seiner Hand ist die Wurfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und die Spreu wird er mit dem ewigen Feuer verbrennen.
Luk 3:18 Und viel anderes mehr ermahnte er das Volk und verkndigte ihnen das Heil.
Luk 3:19 Herodes aber, der Vierfrst, da er von ihm gestraft ward um der Herodias willen, seines Bruders Weib, und um alles bels willen, das Herodes tat,
Luk 3:20 legte er ber das alles Johannes gefangen.
Luk 3:21 Und es begab sich, da sich alles Volk taufen lie und Jesus auch getauft war und betete, dass sich der Himmel auftat
Luk 3:22 und der heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Luk 3:23 Und Jesus war, da er anfing, ungefhr dreiig Jahre alt, und ward gehalten fr einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Elis,
Luk 3:24 der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs,
Luk 3:25 der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nangais,
Luk 3:26 der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Simeis, der war ein Sohn Josechs, der war ein Sohn Judas,
Luk 3:27 der war ein Sohn Johanans, der war ein Sohn Resas, der war ein Sohn Serubabels, der war ein Sohn Sealthiels, der war ein Sohn Neris,
Luk 3:28 der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmadams, der war ein Sohn Hers,
Luk 3:29 der war ein Sohn des Jesus, der war ein Sohn Eliesers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis,
Luk 3:30 der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims,
Luk 3:31 der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams, der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids,
Luk 3:32 der war ein Sohn Jesses, der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmas, der war ein Sohn Nahessons,
Luk 3:33 der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Rams, der war ein Sohn Hezrons, der war ein Sohn des Perez, der war ein Sohn Judas,
Luk 3:34 der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharahs, der war ein Sohn Nahors,
Luk 3:35 der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Regus, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salahs,
Luk 3:36 der war ein Sohn Kenans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs,
Luk 3:37 der war ein Sohn Methusalahs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Mahalaleels, der war ein Sohn Kenans,
Luk 3:38 der war ein Sohn des Enos, der war ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.
Luk 4:1 Jesus aber, voll des heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward vom Geist in die Wste gefhrt
Luk 4:2 und ward vierzig Tage lang vom Teufel versucht. Und er a nichts in diesen Tagen; und da sie ein Ende hatten, hungerte ihn darnach.
Luk 4:3 Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, dass er Brot werde.
Luk 4:4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.
Luk 4:5 Und der Teufel fhrte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick
Luk 4:6 und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir bergeben, und ich gebe sie, welchem ich will.
Luk 4:7 So du nun mich willst anbeten, so soll es alles dein sein.
Luk 4:8 Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und ihm allein dienen.
Luk 4:9 Und er fhrte ihn gen Jerusalem und stellte ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so lass dich von hinnen hinunter
Luk 4:10 denn es steht geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, dass sie dich bewahren
Luk 4:11 und auf den Hnden tragen, auf dass du nicht etwa deinen Fu an einen Stein stt.
Luk 4:12 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.
Luk 4:13 Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang.
Luk 4:14 Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galila; und das Gercht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte.
Luk 4:15 Und er lehrte in ihren Schulen und ward von jedermann gepriesen.
Luk 4:16 Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stand auf und wollte lesen.
Luk 4:17 Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch auftat, fand er den Ort, da geschrieben steht:
Luk 4:18 Der Geist des Herrn ist bei mir, darum, dass er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkndigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen,
Luk 4:19 und zu verkndigen das angenehme Jahr des Herrn.
Luk 4:20 Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn.
Luk 4:21 Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfllt vor euren Ohren.
Luk 4:22 Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn?
Luk 4:23 Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet freilich zu mir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groe Dinge haben wir gehrt, zu Kapernaum geschehen! Tue also auch hier, in deiner Vaterstadt.
Luk 4:24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande.
Luk 4:25 Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viele Witwen in Israel zu Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate, da eine groe Teuerung war im ganzen Lande
Luk 4:26 und zu deren keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier zu einer Witwe.
Luk 4:27 Und viele Ausstzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und deren keiner wurde gereinigt denn allein Naeman aus Syrien.
Luk 4:28 Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das hrten,
Luk 4:29 und standen auf und stieen ihn zur Stadt hinaus und fhrten ihn auf einen Hgel des Berges, darauf ihre Stadt gebaut war, dass sie ihn hinabstrzten.
Luk 4:30 Aber er ging mitten durch sie hinweg.
Luk 4:31 Und er kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilas, und lehrte sie am Sabbat.
Luk 4:32 Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig.
Luk 4:33 Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsauberen Teufel; der schrie laut
Luk 4:34 und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen uns zu verderben. Ich wei wer du bist: der heilige Gottes.
Luk 4:35 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden.
Luk 4:36 Und es kam eine Furcht ber sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das fr ein Ding? Er gebietet mit Macht und Gewalt den unsauberen Geistern, und sie fahren aus.
Luk 4:37 Und es erscholl sein Gercht in alle rter des umliegenden Landes.
Luk 4:38 Und er stand auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fr sie.
Luk 4:39 Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verlie sie. Und alsbald stand sie auf und diente ihnen.
Luk 4:40 Und da die Sonne untergegangen war, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hnde und machte sie gesund.
Luk 4:41 Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und lie sie nicht reden; denn sie wussten, dass er Christus war.
Luk 4:42 Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wste Sttte; und das Volk suchte ihn, und sie kamen zu ihm und hielten ihn auf, dass er nicht von ihnen ginge.
Luk 4:43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch andern Stdten das Evangelium verkndigen vom Reiche Gottes; denn dazu bin ich gesandt.
Luk 4:44 Und er predigte in den Schulen Galilas.
Luk 5:1 Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drngte, zu hren das Wort Gottes, dass er stand am See Genezareth
Luk 5:2 und sah zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze.
Luk 5:3 Da trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, dass er's ein wenig vom Lande fhrte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiff.
Luk 5:4 Und als er hatte aufgehrt zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hhe und werfet eure Netze aus, dass ihr einen Zug tut.
Luk 5:5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen.
Luk 5:6 Und da sie das taten, beschlossen sie eine groe Menge Fische, und ihr Netz zerriss.
Luk 5:7 Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, dass sie kmen und hlfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fllten beide Schiffe voll, also dass sie sanken.
Luk 5:8 Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein sndiger Mensch.
Luk 5:9 Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, ihn und alle, die mit ihm waren, ber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten;
Luk 5:10 desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Frchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen.
Luk 5:11 Und sie fhrten die Schiffe zu Lande und verlieen alles und folgten ihm nach.
Luk 5:12 Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Da der Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen.
Luk 5:13 Und er streckte die Hand aus und rhrte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt! Und alsobald ging der Aussatz von ihm.
Luk 5:14 Und er gebot ihm, dass er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, wie Mose geboten, ihnen zum Zeugnis.
Luk 5:15 Es kam aber die Sage von ihm immer weiter aus, und kam viel Volks zusammen, dass sie ihn hrten und durch ihn gesund wrden von ihren Krankheiten.
Luk 5:16 Er aber entwich in die Wste und betete.
Luk 5:17 Und es begab sich auf einen Tag, dass er lehrte; und es saen da die Phariser und Schriftgelehrten, die da gekommen waren aus allen Mrkten in Galila und Juda und von Jerusalem. Und die Kraft des Herrn ging von ihm, und er half jedermann.
Luk 5:18 Und, siehe, etliche Mnner brachten einen Menschen auf seinem Bette, der war gichtbrchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrchten und vor ihn legten.
Luk 5:19 Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchen Ort sie ihn hineinbrchten, stiegen sie auf das Dach und lieen ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bettlein mitten unter sie, vor Jesum.
Luk 5:20 Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Snden sind dir vergeben.
Luk 5:21 Und die Schriftgelehrten und Phariser fingen an, zu denken und sprachen: Wer ist der, dass er Gotteslsterungen redet? Wer kann Snden vergeben denn allein Gott?
Luk 5:22 Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen?
Luk 5:23 Welches ist leichter: zu sagen: Dir sind deine Snden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?
Luk 5:24 Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht hat, auf Erden Snden zu vergeben, (sprach er zu dem Gichtbrchigen): Ich sage dir stehe auf und hebe dein Bettlein auf und gehe heim!
Luk 5:25 Und alsbald stand er auf vor ihren Augen und hob das Bettlein auf, darauf er gelegen hatte, und ging heim und pries Gott.
Luk 5:26 Und sie entsetzten sich alle und priesen Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.
Luk 5:27 Und darnach ging er aus und sah einen Zllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!
Luk 5:28 Und er verlie alles, stand auf und folgte ihm nach.
Luk 5:29 Und Levi richtete ihm ein groes Mahl zu in seinem Hause, und viele Zllner und andere saen mit ihm zu Tisch.
Luk 5:30 Und die Schriftgelehrten und Phariser murrten wider seine Jnger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zllnern und Sndern?
Luk 5:31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Luk 5:32 Ich bin gekommen zu rufen die Snder zur Bue, und nicht die Gerechten.
Luk 5:33 Und sie sprachen zu ihm: Warum fasten des Johannes Jnger so oft und beten so viel, desgleichen der Phariser Jnger; aber deine Jnger essen und trinken?
Luk 5:34 Er sprach aber zu ihnen: Ihr knnt die Hochzeitleute nicht zu fasten treiben, solange der Brutigam bei ihnen ist.
Luk 5:35 Es wird aber die Zeit kommen, dass der Brutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.
Luk 5:36 Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flickt einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid; sonst zerreit er das neue, und der Lappen vom neuen reimt sich nicht auf das alte.
Luk 5:37 Und niemand fasst Most in alte Schluche; sonst zerreit der Most die Schluche und wird verschttet, und die Schluche kommen um.
Luk 5:38 Sondern den Most soll man in neue Schluche fassen, so werden sie beide erhalten.
Luk 5:39 Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald den neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.
Luk 6:1 Und es begab sich an einem Sabbat, dass er durchs Getreide ging; und seine Jnger rauften hren aus und aen und rieben sie mit den Hnden.
Luk 6:2 Etliche aber der Phariser sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was sich nicht ziemt zu tun an den Sabbaten?
Luk 6:3 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, da ihn hungerte und die mit ihm waren?
Luk 6:4 wie er zum Hause Gottes einging und nahm die Schaubrote und a und gab auch denen, die mit ihm waren; die doch niemand durfte essen als die Priester allein?
Luk 6:5 Und er sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist ein Herr auch des Sabbats.
Luk 6:6 Es geschah aber an einem andern Sabbat, dass er ging in die Schule und lehrte. Und da war ein Mensch, des rechte Hand war verdorrt.
Luk 6:7 Aber die Schriftgelehrten und Phariser lauerten darauf, ob er auch heilen wrde am Sabbat, auf dass sie eine Sache wider ihn fnden.
Luk 6:8 Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen mit der drren Hand: Stehe auf und tritt hervor! Und er stand auf und trat dahin.
Luk 6:9 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ziemt sich zu tun an den Sabbaten, Gutes oder Bses? das Leben erhalten oder verderben?
Luk 6:10 Und er sah sie alle umher an und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! und er tat's; da ward ihm seine Hand wieder zurechtgebracht, gesund wie die andere.
Luk 6:11 Sie aber wurden ganz unsinnig und beredeten sich miteinander, was sie ihm tun wollten.
Luk 6:12 Es begab sich aber zu der Zeit, dass er ging auf einen Berg zu beten; und er blieb ber Nacht in dem Gebet zu Gott.
Luk 6:13 Und da es Tag ward, rief er seine Jnger und erwhlte ihrer zwlf, welche er auch Apostel nannte:
Luk 6:14 Simon, welchen er Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomus,
Luk 6:15 Matthus und Thomas, Jakobus, des Alphus Sohn, Simon genannt Zelotes,
Luk 6:16 Judas, des Jakobus Sohn und Judas Ischariot, den Verrter.
Luk 6:17 Und er ging hernieder mit ihnen und trat auf einen Platz im Felde und der Haufe seiner Jnger und eine groe Menge des Volks von allem jdischen Lande und Jerusalem und Tyrus und Sidon, am Meer gelegen,
Luk 6:18 die da gekommen waren, ihn zu hren und dass sie geheilt wrden von ihren Seuchen; und die von unsauberen Geistern umgetrieben wurden, die wurden gesund.
Luk 6:19 Und alles Volk begehrte ihn anzurhren; denn es ging Kraft von ihm und er heilte sie alle.
Luk 6:20 Und er hob seine Augen auf ber seine Jnger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.
Luk 6:21 Selig seid ihr, die ihr hier hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr hier weint; denn ihr werdet lachen.
Luk 6:22 Selig seid ihr, so euch die Menschen hassen und euch absondern und schelten euch und verwerfen euren Namen als einen bsen um des Menschensohns willen.
Luk 6:23 Freut euch alsdann und hupfet; denn siehe, euer Lohn ist gro im Himmel. Desgleichen taten ihre Vter den Propheten auch.
Luk 6:24 Aber dagegen weh euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin.
Luk 6:25 Weh euch, die ihr voll seid! denn euch wird hungern. Weh euch, die ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen.
Luk 6:26 Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Desgleichen taten eure Vter den falschen Propheten auch.
Luk 6:27 Aber ich sage euch, die ihr zuhrt: Liebet eure Feinde; tut denen wohl, die euch hassen;
Luk 6:28 segnet die, so euch verfluchen und bittet fr die, so euch beleidigen.
Luk 6:29 Und wer dich schlgt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock.
Luk 6:30 Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das deine nimmt, da fordere es nicht wieder.
Luk 6:31 Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr.
Luk 6:32 Und so ihr liebet, die euch lieben, was fr Dank habt ihr davon? Denn die Snder lieben auch ihre Liebhaber.
Luk 6:33 Und wenn ihr euren Wohlttern wohltut, was fr Dank habt ihr davon? Denn die Snder tun das auch.
Luk 6:34 Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was fr Dank habt ihr davon? Denn die Snder leihen den Sndern auch, auf dass sie Gleiches wiedernehmen.
Luk 6:35 Vielmehr liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, dass ihr nichts dafr hoffet, so wird euer Lohn gro sein, und ihr werdet Kinder des Allerhchsten sein; denn er ist gtig ber die Undankbaren und Bsen.
Luk 6:36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Luk 6:37 Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebet, so wird euch vergeben.
Luk 6:38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrckt, gerttelt und berflieend Ma wird man in euren Scho geben; denn eben mit dem Ma, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen.
Luk 6:39 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?
Luk 6:40 Der Jnger ist nicht ber seinen Meister; wenn der Jnger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen.
Luk 6:41 Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?
Luk 6:42 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!
Luk 6:43 Denn es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage.
Luk 6:44 Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man liest nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken.
Luk 6:45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein bser Mensch bringt Bses hervor aus dem bsen Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund ber.
Luk 6:46 Was heiet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?
Luk 6:47 Wer zu mir kommt und hrt meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist.
Luk 6:48 Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewsser kam, da riss der Strom zum Hause zu, und konnte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrndet.
Luk 6:49 Wer aber hrt und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein Haus baute auf die Erde ohne Grund; und der Strom riss zu ihm zu, und es fiel alsbald, und das Haus gewann einen groen Riss.
Luk 7:1 Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging er gen Kapernaum.
Luk 7:2 Und eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt.
Luk 7:3 Da er aber von Jesu hrte, sandte er die ltesten der Juden zu ihm und bat ihn, dass er kme und seinen Knecht gesund machte.
Luk 7:4 Da sie aber zu Jesu kamen, baten sie ihn mit Flei und sprachen: Er ist es wert, dass du ihm das erzeigest;
Luk 7:5 denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns erbaut.
Luk 7:6 Jesus aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht ferne von dem Hause waren, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und lie ihm sagen: Ach Herr, bemhe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehest;
Luk 7:7 darum habe ich auch mich selbst nicht wrdig geachtet, dass ich zu dir kme; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Luk 7:8 Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Kriegsknechte unter mir und spreche zu einem: Gehe hin! so geht er hin; und zum andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's.
Luk 7:9 Da aber Jesus das hrte, verwunderte er sich ber ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!
Luk 7:10 Und da die Gesandten wiederum nach Hause kamen, fanden sie den kranken Knecht gesund.
Luk 7:11 Und es begab sich darnach, dass er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jnger gingen viele mit ihm und viel Volks.
Luk 7:12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr.
Luk 7:13 Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr: Weine nicht!
Luk 7:14 Und er trat hinzu und rhrte den Sarg an; und die Trger standen. Und er sprach: Jngling, ich sage dir, stehe auf!
Luk 7:15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.
Luk 7:16 Und es kam sie alle eine Furcht an und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein groer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht.
Luk 7:17 Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jdische Land und in alle umliegenden Lnder.
Luk 7:18 Und es verkndigten Johannes seine Jnger das alles. Und er rief zu sich seiner Jnger zwei
Luk 7:19 und sandte sie zu Jesu und lie ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?
Luk 7:20 Da aber die Mnner zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Tufer hat uns zu dir gesandt und lsst dir sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?
Luk 7:21 Zu derselben Stunde aber machte er viele gesund von Seuchen und Plagen und bsen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Gesicht.
Luk 7:22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkndiget Johannes, was ihr gesehen und gehrt habt: die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Ausstzigen werden rein, die Tauben hren, die Toten stehen auf, den Armen wird das Evangelium gepredigt;
Luk 7:23 und selig ist, wer sich nicht rgert an mir.
Luk 7:24 Da aber die Boten des Johannes hingingen, fing Jesus an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Winde bewegt wird?
Luk 7:25 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen sehen in weichen Kleidern? Sehet, die in herrlichen Kleidern und Lsten leben, die sind an den kniglichen Hfen.
Luk 7:26 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der da mehr ist denn ein Prophet.
Luk 7:27 Er ist's, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor deinem Angesicht her, der da bereiten soll deinen Weg vor dir.
Luk 7:28 Denn ich sage euch, dass unter denen, die von Weibern geboren sind, ist kein grerer Prophet denn Johannes der Tufer; der aber kleiner ist im Reiche Gottes, der ist grer denn er.
Luk 7:29 Und alles Volk, das ihn hrte, und die Zllner gaben Gott recht und lieen sich taufen mit der Taufe des Johannes.
Luk 7:30 Aber die Phariser und Schriftgelehrten verachteten Gottes Rat wider sich selbst und lieen sich nicht von ihm taufen.
Luk 7:31 Aber der Herr sprach: Wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich?
Luk 7:32 Sie sind gleich den Kindern, die auf dem Markte sitzen und rufen gegeneinander und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch geklagt, und ihr habt nicht geweint.
Luk 7:33 Denn Johannes der Tufer ist gekommen und a nicht Brot und trank keinen Wein; so sagt ihr: Er hat den Teufel.
Luk 7:34 Des Menschen Sohn ist gekommen, isst und trinkt; so sagt ihr: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsufer, der Zllner und Snder Freund!
Luk 7:35 Und die Weisheit muss sich rechtfertigen lassen von allen ihren Kindern.
Luk 7:36 Es bat ihn aber der Phariser einer, dass er mit ihm e. Und er ging hinein in des Pharisers Haus und setzte sich zu Tisch.
Luk 7:37 Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Snderin. Da die vernahm, dass er zu Tische sa in des Pharisers Hause, brachte sie ein Glas mit Salbe
Luk 7:38 und trat hinten zu seinen Fen und weinte und fing an, seine Fe zu netzen mit Trnen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und ksste seine Fe und salbte sie mit Salbe.
Luk 7:39 Da aber das der Phariser sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wre, so wsste er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrhrt; denn sie ist eine Snderin.
Luk 7:40 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an.
Luk 7:41 Es hatte ein Glubiger zwei Schuldner. Einer war schuldig fnfhundert Groschen, der andere fnfzig.
Luk 7:42 Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben?
Luk 7:43 Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet.
Luk 7:44 Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin gekommen in dein Haus; du hast mir nicht Wasser gegeben zu meinen Fen; diese aber hat meine Fe mit Trnen genetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.
Luk 7:45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber, nachdem sie hereingekommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Fe zu kssen.
Luk 7:46 Du hast mein Haupt nicht mit l gesalbt; sie aber hat meine Fe mit Salbe gesalbt.
Luk 7:47 Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Snden vergeben, denn sie hat viel geliebt; welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.
Luk 7:48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Snden vergeben.
Luk 7:49 Da fingen die an, die mit zu Tische saen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch Snden vergibt?
Luk 7:50 Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!
Luk 8:1 Und es begab sich darnach, dass er reiste durch Stdte und Drfer und predigte und verkndigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die zwlf mit ihm,
Luk 8:2 dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bsen Geistern und Krankheiten, nmlich Maria, die da Magdalena heit, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren,
Luk 8:3 und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.
Luk 8:4 Da nun viel Volks beieinander war und sie aus den Stdten zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis:
Luk 8:5 Es ging ein Semann aus, zu sen seinen Samen. Und indem er ste, fiel etliches an den Weg und ward zertreten und die Vgel unter dem Himmel fraen's auf.
Luk 8:6 Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrte es, darum dass es nicht Saft hatte.
Luk 8:7 Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's.
Luk 8:8 Und etliches fiel auf ein gutes Land; und es ging auf und trug hundertfltige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat, zu hren, der hre!
Luk 8:9 Es fragten ihn aber seine Jnger und sprachen, was dies Gleichnis wre?
Luk 8:10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reiches Gottes; den andern aber in Gleichnissen, dass sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hren.
Luk 8:11 Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes.
Luk 8:12 Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hren; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf dass sie nicht glauben und selig werden.
Luk 8:13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hren, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.
Luk 8:14 Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hren und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht.
Luk 8:15 Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hren und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.
Luk 8:16 Niemand aber zndet ein Licht an und bedeckt's mit einem Gef oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.
Luk 8:17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.
Luk 8:18 So sehet nun darauf wie ihr zuhret. Denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meint zu haben.
Luk 8:19 Es gingen aber hinzu seine Mutter und Brder und konnten vor dem Volk nicht zu ihm kommen.
Luk 8:20 Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Brder stehen drauen und wollen dich sehen.
Luk 8:21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brder sind diese, die Gottes Wort hren und tun.
Luk 8:22 Und es begab sich an der Tage einem, dass er in ein Schiff trat samt seinen Jngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns ber den See fahren. Und sie stieen vom Lande.
Luk 8:23 Und da sie schifften, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel auf den See, und die Wellen berfielen sie, und sie standen in groer Gefahr.
Luk 8:24 Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir verderben! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Woge des Wassers; und es lie ab, und ward eine Stille.
Luk 8:25 Er aber sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie frchteten sich aber und verwunderten sich und sprachen untereinander: Wer ist dieser? denn er gebietet dem Winde und dem Wasser, und sie sind ihm gehorsam.
Luk 8:26 Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galila gegenber.
Luk 8:27 Und als er austrat auf das Land, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte Teufel von langer Zeit her und tat keine Kleider an und blieb in keinem Hause, sondern in den Grbern.
Luk 8:28 Da er aber Jesum sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhchsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht qulen.
Luk 8:29 Denn er gebot dem unsauberen Geist, dass er von dem Menschen ausfhre. Denn er hatte ihn lange Zeit geplagt, und er ward mit Ketten gebunden und mit Fesseln gefangen, und zerriss die Bande und ward getrieben von dem Teufel in die Wsten.
Luk 8:30 Und Jesus fragte ihn und sprach: Wie heiest du? Er sprach: Legion; denn es waren viel Teufel in ihn gefahren.
Luk 8:31 Und sie baten ihn, dass er sie nicht hiee in die Tiefe fahren.
Luk 8:32 Es war aber daselbst eine groe Herde Sue auf der Weide auf dem Berge. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaubte in sie zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.
Luk 8:33 Da fuhren die Teufel aus von dem Menschen und fuhren in die Sue; und die Herde strzte sich von dem Abhange in den See und ersoff.
Luk 8:34 Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkndigten es in der Stadt und in den Drfern.
Luk 8:35 Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war, und kamen zu Jesu und fanden den Menschen, von welchem die Teufel ausgefahren waren, sitzend zu den Fen Jesu, bekleidet und vernnftig, und erschraken.
Luk 8:36 Und die es gesehen hatten, verkndigten's ihnen, wie der Besessene war gesund geworden.
Luk 8:37 Und es bat ihn die ganze Menge des umliegenden Landes der Gadarener, dass er von ihnen ginge; denn es war sie eine groe Furcht angekommen. Und er trat in das Schiff und wandte wieder um.
Luk 8:38 Es bat ihn aber der Mann, von dem die Teufel ausgefahren waren, dass er bei ihm mchte sein. Aber Jesus lie ihn von sich und sprach:
Luk 8:39 Gehe wieder heim und sage, wie groe Dinge dir Gott getan hat. Und er ging hin und verkndigte durch die ganze Stadt, wie groe Dinge ihm Jesus getan hatte.
Luk 8:40 Und es begab sich, da Jesus wiederkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn.
Luk 8:41 Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, der ein Oberster der Schule war, und fiel Jesu zu den Fen und bat ihn, dass er wollte in sein Haus kommen;
Luk 8:42 denn er hatte eine einzige Tochter bei zwlf Jahren, die lag in den letzten Zgen. Und da er hinging, drngte ihn das Volk.
Luk 8:43 Und ein Weib hatte den Blutgang zwlf Jahre gehabt; die hatte alle ihre Nahrung an die rzte gewandt, und konnte von niemand geheilt werden;
Luk 8:44 die trat hinzu von hinten und rhrte seines Kleides Saum an; und alsobald stand ihr der Blutgang.
Luk 8:45 Und Jesus sprach: Wer hat mich angerhrt? Da sie aber alle leugneten, sprach Petrus und die mit ihm waren: Meister, das Volk drngt und drckt dich, und du sprichst: Wer hat mich angerhrt?
Luk 8:46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerhrt; denn ich fhle, dass eine Kraft von mir gegangen ist.
Luk 8:47 Da aber das Weib sah, dass es nicht verborgen war, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkndigte vor allem Volk, aus welcher Ursache sie ihn htte angerhrt und wie sie wre alsbald gesund geworden.
Luk 8:48 Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Gehe hin mit Frieden!
Luk 8:49 Da er noch redete, kam einer vom Gesinde des Obersten der Schule und sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemhe den Meister nicht.
Luk 8:50 Da aber Jesus das hrte, antwortete er ihm und sprach: Frchte dich nicht, glaube nur, so wird sie gesund!
Luk 8:51 Da er aber in das Haus kam, lie er niemand hineingehen denn Petrus und Jakobus und Johannes und des Kindes Vater und Mutter.
Luk 8:52 Sie weinten aber alle und klagten um sie. Er aber sprach: Weinet nicht, sie ist nicht gestorben, sondern sie schlft.
Luk 8:53 Und sie verlachten ihn, wussten wohl, dass sie gestorben war.
Luk 8:54 Er aber trieb sie alle hinaus, nahm sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, stehe auf!
Luk 8:55 Und ihr Geist kam wieder, und sie stand alsobald auf. Und er befahl, man sollte ihr zu essen geben.
Luk 8:56 Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, dass sie niemand sagten, was geschehen war.
Luk 9:1 Er forderte aber die Zwlf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht ber alle Teufel und dass sie Seuchen heilen konnten,
Luk 9:2 und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken.
Luk 9:3 Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Rcke haben.
Luk 9:4 Und wo ihr in ein Haus geht, da bleibet, bis ihr von dannen zieht.
Luk 9:5 Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schttelt auch den Staub ab von euren Fen zu einem Zeugnis ber sie.
Luk 9:6 Und sie gingen hinaus und durchzogen die Mrkte, predigten das Evangelium und machten gesund an allen Enden.
Luk 9:7 Es kam aber vor Herodes, den Vierfrsten, alles, was durch ihn geschah; und er ward betreten, dieweil von etlichen gesagt ward; Johannes ist von den Toten auferstanden;
Luk 9:8 von etlichen aber: Elia ist erschienen; von etlichen aber: Es ist der alten Propheten einer auferstanden.
Luk 9:9 Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solches hre? und begehrte ihn zu sehen.
Luk 9:10 Und die Apostel kamen wieder und erzhlten ihm, wie groe Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wste bei der Stadt, die da heit Bethsaida.
Luk 9:11 Da das Volk des inneward, zog es ihm nach. Und er lie sie zu sich und sagte ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften. Aber der Tag fing an, sich zu neigen.
Luk 9:12 Da traten zu ihm die Zwlf und sprachen zu ihm: Lass das Volk von dir, dass sie hingehen in die Mrkte umher und in die Drfer, dass sie Herberge und Speise finden, denn wir sind hier in der Wste.
Luk 9:13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen, wir haben nicht mehr denn fnf Brote und zwei Fische; es sei denn, dass wir hingehen sollen und Speise kaufen fr so groes Volk.
Luk 9:14 (Denn es waren bei fnftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen Jngern: Lasset sie sich setzen in Schichten, je fnfzig und fnfzig.
Luk 9:15 Und sie taten also, und es setzten sich alle.
Luk 9:16 Da nahm er die fnf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankte darber, brach sie und gab sie den Jngern, dass sie dem Volk vorlegten.
Luk 9:17 Und sie aen und wurden alle satt; und wurden aufgehoben, was ihnen brigblieb von Brocken, zwlf Krbe.
Luk 9:18 Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Jnger zu ihm traten, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, dass ich sei?
Luk 9:19 Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seist Johannes der Tufer; etliche aber, du seist Elia; etliche aber, es sei der alten Propheten einer auferstanden.
Luk 9:20 Er aber sprach zu ihnen: Wer saget ihr aber, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christus Gottes!
Luk 9:21 Und er bedrohte sie und gebot, dass sie das niemand sagten,
Luk 9:22 und sprach: Des Menschen Sohn muss noch viel leiden und verworfen werden von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und gettet werden und am dritten Tage auferstehen.
Luk 9:23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tglich und folge mir nach.
Luk 9:24 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten.
Luk 9:25 Und welchen Nutzen htte der Mensch, ob er die ganze Welt gewnne, und verlre sich selbst oder beschdigte sich selbst?
Luk 9:26 Wer sich aber mein und meiner Worte schmt, des wird sich des Menschen Sohn auch schmen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel.
Luk 9:27 Ich sage euch aber wahrlich, dass etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis dass sie das Reich Gottes sehen.
Luk 9:28 Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, dass er zu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten.
Luk 9:29 Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward wei und glnzte.
Luk 9:30 Und siehe, zwei Mnner redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia;
Luk 9:31 die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfllen zu Jerusalem.
Luk 9:32 Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Mnner bei ihm stehen.
Luk 9:33 Und es begab sich, da die von ihm wichen, sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein. Lasset uns drei Htten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine. Und er wusste nicht, was er redete.
Luk 9:34 Da er aber solches redete, kam eine Wolke und berschattete sie; und sie erschraken, da sie die Wolke berzog.
Luk 9:35 Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hren!
Luk 9:36 Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum allein. Und sie verschwiegen es und verkndigten niemand in jenen Tagen, was sie gesehen hatten.
Luk 9:37 Es begab sich aber den Tag hernach, da sie von dem Berge kamen, kam ihnen entgegen viel Volks.
Luk 9:38 Und siehe, ein Mann unter dem Volk rief und sprach: Meister, ich bitte dich, besiehe doch meinen Sohn, denn er ist mein einziger Sohn.
Luk 9:39 Siehe, der Geist ergreift ihn, so schreit er alsbald, und reit ihn, dass er schumt, und mit Not weicht er von ihm, wenn er ihn gerissen hat.
Luk 9:40 Und ich habe deine Jnger gebeten, dass sie ihn austrieben, und sie konnten nicht.
Luk 9:41 Da antwortete Jesus und sprach: O du unglubige und verkehrte Art, wie lange soll ich bei euch sein und euch dulden? Bringe deinen Sohn her!
Luk 9:42 Und da er zu ihm kam, riss ihn der Teufel und zerrte ihn. Jesus aber bedrohte den unsauberen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder.
Luk 9:43 Und sie entsetzten sich alle ber die Herrlichkeit Gottes. Da sie sich aber alle verwunderten ber alles, was er tat, sprach er zu seinen Jngern:
Luk 9:44 Fasset ihr zu euren Ohren diese Rede: Des Menschen Sohn muss berantwortet werden in der Menschen Hnde.
Luk 9:45 Aber das Wort verstanden sie nicht, und es ward vor ihnen verborgen, dass sie es nicht begriffen. Und sie frchteten sich, ihn zu fragen um dieses Wort.
Luk 9:46 Es kam auch ein Gedanke unter sie, welcher unter ihnen der Grte wre.
Luk 9:47 Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens sah, ergriff er ein Kind und stellte es neben sich
Luk 9:48 und sprach zu ihnen: Wer dies Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Welcher aber der Kleinste ist unter euch allen, der wird gro sein.
Luk 9:49 Da antwortete Johannes und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel aus in deinem Namen; und wir wehrten ihm, denn er folgt dir nicht mit uns.
Luk 9:50 Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns ist, der ist fr uns.
Luk 9:51 Es begab sich aber, da die Zeit erfllet war, dass er sollte von hinnen genommen werden, wendete er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln.
Luk 9:52 Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, dass sie ihm Herberge bestellten.
Luk 9:53 Und sie nahmen ihn nicht an, darum dass er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem.
Luk 9:54 Da aber das seine Jnger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat.
Luk 9:55 Jesus aber wandte sich um und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?
Luk 9:56 Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.
Luk 9:57 Und sie gingen in einen anderen Markt. Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hin gehst.
Luk 9:58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege.
Luk 9:59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
Luk 9:60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkndige das Reich Gottes!
Luk 9:61 Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind.
Luk 9:62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurck, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.
Luk 10:1 Darnach sonderte der Herr andere siebzig aus und sandte sie je zwei und zwei vor ihm her in alle Stdte und Orte, da er wollte hinkommen,
Luk 10:2 und sprach zu ihnen: Die Ernte ist gro, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.
Luk 10:3 Gehet hin; siehe, ich sende euch als die Lmmer mitten unter die Wlfe.
Luk 10:4 Tragt keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und gret niemand auf der Strae.
Luk 10:5 Wo ihr in ein Haus kommt, da sprecht zuerst: Friede sei in diesem Hause!
Luk 10:6 Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.
Luk 10:7 In dem Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Hause zum anderen gehen.
Luk 10:8 Und wo ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen;
Luk 10:9 und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.
Luk 10:10 Wo ihr aber in eine Stadt kommt, da sie euch nicht aufnehmen, da geht heraus auf ihre Gassen und sprecht:
Luk 10:11 Auch den Staub, der sich an uns gehngt hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, dass euch das Reich Gottes nahe gewesen ist.
Luk 10:12 Ich sage euch: Es wird Sodom ertrglicher gehen an jenem Tage denn solcher Stadt.
Luk 10:13 Weh dir Chorazin! Weh dir Bethsaida! Denn wren solche Taten zu Tyrus oder Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie htten vorzeiten im Sack und in der Asche gesessen und Bue getan.
Luk 10:14 Doch es wird Tyrus und Sidon ertrglicher gehen im Gericht als euch.
Luk 10:15 Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Hlle hinunter gestoen werden.
Luk 10:16 Wer euch hrt, der hrt mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.
Luk 10:17 Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen.
Luk 10:18 Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz.
Luk 10:19 Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und ber alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschdigen.
Luk 10:20 Doch darin freuet euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freuet euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Luk 10:21 Zu der Stunde freute sich Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr des Himmels und der Erde, dass du solches verborgen hast den Weisen und Klugen, und hast es offenbart den Unmndigen. Ja, Vater, also war es wohlgefllig vor dir.
Luk 10:22 Es ist mir alles bergeben von meinem Vater. Und niemand wei, wer der Sohn sei, denn nur der Vater; noch wer der Vater sei, denn nur der Sohn und welchem es der Sohn will offenbaren.
Luk 10:23 Und er wandte sich zu seinen Jngern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet.
Luk 10:24 Denn ich sage euch: Viele Propheten und Knige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und hren, was ihr hret, und haben's nicht gehrt.
Luk 10:25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
Luk 10:26 Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du?
Luk 10:27 Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Krften und von ganzem Gemte und deinen Nchsten als dich selbst.
Luk 10:28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.
Luk 10:29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nchster?
Luk 10:30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mrder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieen ihn halbtot liegen.
Luk 10:31 Es begab sich aber ungefhr, dass ein Priester dieselbe Strae hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorber.
Luk 10:32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Sttte und sah ihn, ging er vorber.
Luk 10:33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein,
Luk 10:34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss darein l und Wein und hob ihn auf sein Tier und fhrte ihn in die Herberge und pflegte sein.
Luk 10:35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Luk 10:36 Welcher dnkt dich, der unter diesen Dreien der Nchste sei gewesen dem, der unter die Mrder gefallen war?
Luk 10:37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!
Luk 10:38 Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus.
Luk 10:39 Und sie hatte eine Schwester, die hie Maria; die setzte sich zu Jesu Fen und hrte seiner Rede zu.
Luk 10:40 Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht darnach, dass mich meine Schwester lsst allein dienen? Sage ihr doch, dass sie es auch angreife!
Luk 10:41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mhe;
Luk 10:42 eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwhlt; das soll nicht von ihr genommen werden.
Luk 11:1 Und es begab sich, dass er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehrt hatte, sprach seiner Jnger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jnger lehrte.
Luk 11:2 Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Luk 11:3 Gib uns unser tglich Brot immerdar.
Luk 11:4 Und vergib uns unsre Snden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig sind. Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns von dem bel.
Luk 11:5 Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm zu Mitternacht und sprche zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote;
Luk 11:6 denn es ist mein Freund zu mir gekommen von der Strae, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege;
Luk 11:7 und er drinnen wrde antworten und sprechen: Mache mir keine Unruhe! die Tr ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben.
Luk 11:8 Ich sage euch: Und ob er nicht aufsteht und gibt ihm, darum dass er sein Freund ist, so wird er doch um seines unverschmten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf.
Luk 11:9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Luk 11:10 Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Luk 11:11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein dafr biete? und, so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange fr den Fisch biete?
Luk 11:12 oder, so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafr biete?
Luk 11:13 So denn ihr, die ihr arg seid, knnet euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
Luk 11:14 Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich.
Luk 11:15 Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel.
Luk 11:16 Die andern aber versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel.
Luk 11:17 Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wst; und ein Haus fllt ber das andere.
Luk 11:18 Ist denn der Satanas auch mit sich selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr sagt, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub.
Luk 11:19 So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.
Luk 11:20 So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch.
Luk 11:21 Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahrt, so bleibt das seine mit Frieden.
Luk 11:22 Wenn aber ein Strkerer ber ihn kommt und berwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verlie, und teilt den Raub aus.
Luk 11:23 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Luk 11:24 Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfhrt, so durchwandelt er drre Sttten, sucht Ruhe und findet sie nicht, so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin.
Luk 11:25 Und wenn er kommt, so findet er's gekehrt und geschmckt.
Luk 11:26 Dann geht er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die rger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und es wird hernach mit demselben Menschen rger denn zuvor.
Luk 11:27 Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brste, die du gesogen hast.
Luk 11:28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hren und bewahren.
Luk 11:29 Das Volk aber drang hinzu. Da fing er an und sagte: Dies ist eine arge Art; sie begehrt ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben denn nur das Zeichen des Propheten Jona.
Luk 11:30 Denn wie Jona ein Zeichen war den Niniviten, also wird des Menschen Sohn sein diesem Geschlecht.
Luk 11:31 Die Knigin von Mittag wird auftreten vor dem Gericht mit den Leuten dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von der Welt Ende, zu hren die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.
Luk 11:32 Die Leute von Ninive werden auftreten vor dem Gericht mit diesem Geschlecht und werden's verdammen; denn sie taten Bue nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.
Luk 11:33 Niemand zndet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.
Luk 11:34 Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn nun dein Auge einfltig ist, so ist dein ganzer Leib licht; so aber dein Auge ein Schalk ist, so ist auch dein Leib finster.
Luk 11:35 So schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.
Luk 11:36 Wenn nun dein Leib ganz licht ist, dass er kein Stck von Finsternis hat, so wird er ganz licht sein, wie wenn ein Licht mit hellem Blitz dich erleuchtet.
Luk 11:37 Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Phariser, dass er mit ihm das Mittagsmahl e. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische.
Luk 11:38 Da das der Phariser sah, verwunderte er sich, dass er sich nicht vor dem Essen gewaschen htte.
Luk 11:39 Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Phariser haltet die Becher und Schsseln auswendig reinlich, aber euer Inwendiges ist voll Raubes und Bosheit.
Luk 11:40 Ihr Narren, meinet ihr, dass es inwendig rein sei, wenn's auswendig rein ist?
Luk 11:41 Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist's euch alles rein.
Luk 11:42 Aber weh euch Pharisern, dass ihr verzehnt die Minze und Raute und allerlei Kohl, und geht vorbei an dem Gericht und an der Liebe Gottes! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
Luk 11:43 Weh euch Pharisern, dass ihr gerne obenan sitzt in den Schulen und wollt gegrt sein auf dem Markte.
Luk 11:44 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, dass ihr seid wie die verdeckten Totengrber, darber die Leute laufen, und kennen sie nicht!
Luk 11:45 Da antwortete einer von den Schriftgelehrten und sprach zu ihm: Meister, mit den Worten schmhst du uns auch.
Luk 11:46 Er aber sprach: Und weh auch euch Schriftgelehrten! denn ihr beladet die Menschen mit unertrglichen Lasten, und ihr rhrt sie nicht mit einem Finger an.
Luk 11:47 Weh euch! denn ihr baut der Propheten Grber; eure Vter aber haben sie gettet.
Luk 11:48 So bezeugt ihr und willigt in eurer Vter Werke; denn sie tteten sie, so baut ihr ihre Grber.
Luk 11:49 Darum spricht die Weisheit Gottes: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und derselben werden sie etliche tten und verfolgen;
Luk 11:50 auf dass gefordert werde von diesem Geschlecht aller Propheten Blut, das vergossen ist, seit der Welt Grund gelegt ist,
Luk 11:51 von Abels Blut an bis auf das Blut des Zacharias, der umkam zwischen dem Altar und Tempel. Ja, ich sage euch: Es wird gefordert werden von diesem Geschlecht.
Luk 11:52 Weh euch Schriftgelehrten! denn ihr habt den Schlssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen.
Luk 11:53 Da er aber solches zu ihnen sagte, fingen an die Schriftgelehrten und Phariser, hart auf ihn zu dringen und ihm mit mancherlei Fragen zuzusetzen,
Luk 11:54 und lauerten auf ihn und suchten, ob sie etwas erjagen knnten aus seinem Munde, dass sie eine Sache wider ihn htten.
Luk 12:1 Es lief das Volk zu und kamen etliche Tausend zusammen, also dass sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zu seinen Jngern: Zum ersten htet euch vor dem Sauerteig der Phariser, welches ist die Heuchelei.
Luk 12:2 Es ist aber nichts verborgen, das nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde.
Luk 12:3 Darum, was ihr in der Finsternis saget, das wird man im Licht hren; was ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dchern predigen.
Luk 12:4 Ich sage euch aber, meinen Freunden: Frchtet euch nicht vor denen die den Leib tten, und darnach nichts mehr tun knnen.
Luk 12:5 Ich will euch aber zeigen, vor welchem ihr euch frchten sollt: Frchtet euch vor dem, der, nachdem er gettet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Hlle. Ja, ich sage euch, vor dem frchtet euch.
Luk 12:6 Verkauft man nicht fnf Sperlinge um zwei Pfennige? Dennoch ist vor Gott deren nicht eines vergessen.
Luk 12:7 Aber auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezhlt. Darum frchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge.
Luk 12:8 Ich aber sage euch: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes.
Luk 12:9 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.
Luk 12:10 Und wer da redet ein Wort wider des Menschen Sohn, dem soll es vergeben werden; wer aber lstert den heiligen Geist, dem soll es nicht vergeben werden.
Luk 12:11 Wenn sie euch aber fhren werden in ihre Schulen und vor die Obrigkeit und vor die Gewaltigen, so sorget nicht, wie oder was ihr antworten oder was ihr sagen sollt;
Luk 12:12 denn der heilige Geist wird euch zu derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Luk 12:13 Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile.
Luk 12:14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter ber euch gesetzt?
Luk 12:15 Und er sprach zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor dem Geiz; denn niemand lebt davon, dass er viele Gter hat.
Luk 12:16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, das Feld hatte wohl getragen.
Luk 12:17 Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Frchte hin sammle.
Luk 12:18 Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und grere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Gter;
Luk 12:19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen groen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
Luk 12:20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast?
Luk 12:21 Also geht es, wer sich Schtze sammelt und ist nicht reich in Gott.
Luk 12:22 Er sprach aber zu seinen Jngern: Darum sage ich euch: Sorget nicht fr euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht fr euren Leib, was ihr antun sollt.
Luk 12:23 Das Leben ist mehr denn die Speise, und der Leib mehr denn die Kleidung.
Luk 12:24 Nehmet wahr der Raben: die shen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller noch Scheune; und Gott nhrt sie doch. Wie viel aber seid ihr besser denn die Vgel!
Luk 12:25 Welcher ist unter euch, ob er schon darum sorget, der da knnte eine Elle seiner Lnge zusetzen?
Luk 12:26 So ihr denn das Geringste nicht vermget, warum sorgt ihr fr das andere?
Luk 12:27 Nehmet wahr der Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht ist bekleidet gewesen als deren eines.
Luk 12:28 So denn das Gras, das heute auf dem Felde steht und morgen in den Ofen geworfen wird, Gott also kleidet, wie viel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleinglubigen!
Luk 12:29 Darum auch ihr, fraget nicht darnach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und fahret nicht hoch her.
Luk 12:30 Nach solchem allen trachten die Heiden in der Welt; aber euer Vater wei wohl, das ihr des bedrfet.
Luk 12:31 Doch trachtet nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen.
Luk 12:32 Frchte dich nicht, du kleine Herde! denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Luk 12:33 Verkaufet, was ihr habt, und gebt Almosen. Machet euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nimmer abnimmt, im Himmel, da kein Dieb zukommt, und den keine Motten fressen.
Luk 12:34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Luk 12:35 Lasset eure Lenden umgrtet sein und eure Lichter brennen
Luk 12:36 und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf dass, wenn er kommt und anklopft, sie ihm alsbald auftun.
Luk 12:37 Selig sind die Knechte, die der Herr, so er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich aufschrzen und wird sie zu Tische setzen und vor ihnen gehen und ihnen dienen.
Luk 12:38 Und so er kommt in der anderen Wache und in der dritten Wache und wird's also finden: selig sind diese Knechte.
Luk 12:39 Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wsste, zu welcher Stunde der Dieb kme, so wachte er und liee nicht in sein Haus brechen.
Luk 12:40 Darum seid auch ihr bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu der Stunde, da ihr's nicht meinet.
Luk 12:41 Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dies Gleichnis zu uns oder auch zu allen?
Luk 12:42 Der Herr aber sprach: Wie ein groes Ding ist's um einen treuen und klugen Haushalter, welchen der Herr setzt ber sein Gesinde, dass er ihnen zur rechten Zeit ihre Gebhr gebe!
Luk 12:43 Selig ist der Knecht, welchen sein Herr findet tun also, wenn er kommt.
Luk 12:44 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn ber alle seine Gter setzen.
Luk 12:45 So aber der Knecht in seinem Herzen sagen wird: Mein Herr verzieht zu kommen, und fngt an, zu schlagen die Knechte und Mgde, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen:
Luk 12:46 so wird des Knechtes Herr kommen an dem Tage, da er sich's nicht versieht, und zu der Stunde, die er nicht wei, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Unglubigen.
Luk 12:47 Der Knecht aber, der seines Herrn Willen wei, und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden mssen.
Luk 12:48 Der es aber nicht wei, hat aber getan, was der Streiche wert ist, wird wenig Streiche leiden. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern.
Luk 12:49 Ich bin gekommen, dass ich ein Feuer anznde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon!
Luk 12:50 Aber ich muss mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe; wie ist mir so bange, bis sie vollendet werde!
Luk 12:51 Meinet ihr, dass ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht.
Luk 12:52 Denn von nun an werden fnf in einem Hause uneins sein, drei wider zwei, und zwei wider drei.
Luk 12:53 Es wird sein der Vater wider den Sohn, und der Sohn wider den Vater; die Mutter wider die Tochter, und die Tochter wider die Mutter; die Schwiegermutter wider die Schwiegertochter, und die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter.
Luk 12:54 Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen am Abend, so sprecht ihr alsbald: Es kommt ein Regen, und es geschieht also.
Luk 12:55 Und wenn ihr sehet den Sdwind wehen, so sprecht ihr: Es wird hei werden, und es geschieht also.
Luk 12:56 Ihr Heuchler! die Gestalt der Erde und des Himmels knnt ihr prfen; wie prft ihr aber diese Zeit nicht?
Luk 12:57 Warum richtet ihr aber nicht von euch selber, was recht ist?
Luk 12:58 So du aber mit deinem Widersacher vor den Frsten gehst, so tu Flei auf dem Wege, das du ihn los werdest, auf dass er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter berantworte dich dem Stockmeister, und der Stockmeister werfe dich ins Gefngnis.
Luk 12:59 Ich sage dir: Du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du den allerletzten Heller bezahlest.
Luk 13:1 Es waren aber zu der Zeit etliche dabei, die verkndigten ihm von den Galilern, deren Blut Pilatus mit ihrem Opfer vermischt hatte.
Luk 13:2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, dass diese Galiler vor allen Galilern Snder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben?
Luk 13:3 Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen.
Luk 13:4 Oder meinet ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen?
Luk 13:5 Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen.
Luk 13:6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und er kam und suchte Frucht darauf, und fand sie nicht.
Luk 13:7 Da sprach er zu dem Weingrtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre gekommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht. Haue ihn ab! was hindert er das Land?
Luk 13:8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis dass ich um ihn grabe und bednge ihn,
Luk 13:9 ob er wolle Frucht bringen, wo nicht so haue ihn darnach ab.
Luk 13:10 Und er lehrte in einer Schule am Sabbat.
Luk 13:11 Und siehe, ein Weib war da, das hatte einen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen.
Luk 13:12 Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit!
Luk 13:13 Und legte die Hnde auf sie; und alsobald richtete sie sich auf und pries Gott.
Luk 13:14 Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an ihnen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattage.
Luk 13:15 Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler! lst nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen oder Esel von der Krippe am Sabbat und fhrt ihn zur Trnke?
Luk 13:16 Sollte aber nicht gelst werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre?
Luk 13:17 Und als er solches sagte, mussten sich schmen alle, die ihm zuwider gewesen waren; und alles Volk freute sich ber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen.
Luk 13:18 Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich's vergleichen?
Luk 13:19 Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warf's in seinen Garten; und es wuchs und ward ein groer Baum, und die Vgel des Himmels wohnten unter seinen Zweigen.
Luk 13:20 Und abermals sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen?
Luk 13:21 Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dass es ganz sauer ward.
Luk 13:22 Und er ging durch Stdte und Mrkte und lehrte und nahm seinen Weg gen Jerusalem.
Luk 13:23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen:
Luk 13:24 Ringet darnach, dass ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, darnach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun knnen.
Luk 13:25 Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tr verschlossen hat, da werdet ihr dann anfangen drauen zu stehen und an die Tr klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid?
Luk 13:26 So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehrt.
Luk 13:27 Und er wird sagen: Ich sage euch: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr beltter.
Luk 13:28 Da wird sein Heulen und Zhneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoen.
Luk 13:29 Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.
Luk 13:30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.
Luk 13:31 An demselben Tage kamen etliche Phariser und sprachen zu ihm: Hebe dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich tten!
Luk 13:32 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heut und morgen, und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen.
Luk 13:33 Doch muss ich heute und morgen und am Tage darnach wandeln; denn es tut's nicht, dass ein Prophet umkomme auer Jerusalem.
Luk 13:34 Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flgel, und ihr habt nicht gewollt!
Luk 13:35 Sehet, euer Haus soll euch wst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis dass es komme, dass ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des Herrn!
Luk 14:1 Und es begab sich, dass er kam in ein Haus eines Obersten der Phariser an einem Sabbat, das Brot zu essen; und sie hatten acht auf ihn.
Luk 14:2 Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wasserschtig.
Luk 14:3 Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisern und sprach: Ist's auch recht, am Sabbat zu heilen?
Luk 14:4 Sie aber schwiegen still. Und er griff ihn an und heilte ihn und lie ihn gehen.
Luk 14:5 Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fllt, und der nicht alsbald ihn herauszieht am Sabbattage?
Luk 14:6 Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben.
Luk 14:7 Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gsten, da er merkte, wie sie erwhlten obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen:
Luk 14:8 Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan, dass nicht etwa ein Vornehmerer denn du von ihm geladen sei,
Luk 14:9 und dann komme, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir: Weiche diesem! und du mssest dann mit Scham untenan sitzen.
Luk 14:10 Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf dass, wenn da kommt, der dich geladen hat, er spreche zu dir: Freund, rcke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir am Tische sitzen.
Luk 14:11 Denn wer sich selbst erhht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhht werden.
Luk 14:12 Er sprach auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde noch deine Brder noch deine Gefreunden noch deine Nachbarn, die da reich sind, auf dass sie dich nicht etwa wieder laden und dir vergolten werde.
Luk 14:13 Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade die Armen, die Krppel, die Lahmen, die Blinden,
Luk 14:14 so bist du selig; denn sie haben's dir nicht zu vergelten, es wird dir aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.
Luk 14:15 Da aber solches hrte einer, der mit zu Tische sa, sprach er zu ihm: Selig ist, der das Brot isst im Reiche Gottes.
Luk 14:16 Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein groes Abendmahl und lud viele dazu.
Luk 14:17 Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit!
Luk 14:18 Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
Luk 14:19 Und der andere sprach: Ich habe fnf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
Luk 14:20 Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen.
Luk 14:21 Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus schnell auf die Straen und Gassen der Stadt und fhre die Armen und Krppel und Lahmen und Blinden herein.
Luk 14:22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.
Luk 14:23 Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraen und an die Zune und ntige sie hereinzukommen, auf das mein Haus voll werde.
Luk 14:24 Ich sage euch aber, dass der Mnner keiner, die geladen waren mein Abendmahl schmecken wird.
Luk 14:25 Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen:
Luk 14:26 So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jnger sein.
Luk 14:27 Und wer nicht sein Kreuz trgt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jnger sein.
Luk 14:28 Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und berschlgt die Kosten, ob er's habe, hinauszufhren?
Luk 14:29 auf dass nicht, wo er Grund gelegt hat und kann's nicht hinausfhren, alle, die es sehen, fangen an, sein zu spotten,
Luk 14:30 und sagen: Dieser Mensch hob an zu bauen, und kann's nicht hinausfhren.
Luk 14:31 Oder welcher Knig will sich begeben in einen Streit wider einen andern Knig und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er knne mit zehntausend begegnen dem, der ber ihn kommt mit zwanzigtausend?
Luk 14:32 Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch ferne ist, und bittet um Frieden.
Luk 14:33 Also muss auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jnger sein.
Luk 14:34 Das Salz ist ein gutes Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man's wrzen?
Luk 14:35 Es ist weder auf das Land noch in den Mist ntze, sondern man wird's wegwerfen. Wer Ohren hat, zu hren, der hre!
Luk 15:1 Es nahten aber zu ihm allerlei Zllner und Snder, dass sie ihn hrten.
Luk 15:2 Und die Phariser und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Snder an und isset mit ihnen.
Luk 15:3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
Luk 15:4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, so er der eines verliert, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wste und hingehe nach dem verlorenen, bis dass er's finde?
Luk 15:5 Und wenn er's gefunden hat, so legt er's auf seine Achseln mit Freuden.
Luk 15:6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
Luk 15:7 Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein ber einen Snder, der Bue tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Bue nicht bedrfen.
Luk 15:8 Oder welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verliert, die nicht ein Licht anznde und kehre das Haus und suche mit Flei, bis dass sie ihn finde?
Luk 15:9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte.
Luk 15:10 Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes ber einen Snder, der Bue tut.
Luk 15:11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Shne.
Luk 15:12 Und der jngste unter ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Gter, das mir gehrt. Und er teilte ihnen das Gut.
Luk 15:13 Und nicht lange darnach sammelte der jngste Sohn alles zusammen und zog ferne ber Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen.
Luk 15:14 Da er nun all das Seine verzehrt hatte, ward eine groe Teuerung durch dasselbe ganze Land, und er fing an zu darben.
Luk 15:15 Und ging hin und hngte sich an einen Brger des Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Sue zu hten.
Luk 15:16 Und er begehrte seinen Bauch zu fllen mit Trebern, die die Sue aen; und niemand gab sie ihm.
Luk 15:17 Da schlug er in sich und sprach: Wie viel Tagelhner hat mein Vater, die Brot die Flle haben, und ich verderbe im Hunger!
Luk 15:18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesndigt gegen den Himmel und vor dir
Luk 15:19 und bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heie; mache mich zu einem deiner Tagelhner!
Luk 15:20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und ksste ihn.
Luk 15:21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesndigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heie.
Luk 15:22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Fe,
Luk 15:23 und bringet ein gemstet Kalb her und schlachtet's; lasset uns essen und frhlich sein!
Luk 15:24 denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an frhlich zu sein.
Luk 15:25 Aber der lteste Sohn war auf dem Felde. Und als er nahe zum Hause kam, hrte er das Gesnge und den Reigen;
Luk 15:26 und er rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wre.
Luk 15:27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat ein gemstet Kalb geschlachtet, dass er ihn gesund wieder hat.
Luk 15:28 Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn.
Luk 15:29 Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie bertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden frhlich wre.
Luk 15:30 Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemstet Kalb geschlachtet.
Luk 15:31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein.
Luk 15:32 Du solltest aber frhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden.
Luk 16:1 Er aber sprach zu seinen Jngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward von ihm berchtigt, als htte er ihm seine Gter umgebracht.
Luk 16:2 Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie hre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein!
Luk 16:3 Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schme ich mich zu betteln.
Luk 16:4 Ich wei wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, dass sie mich in ihre Huser nehmen.
Luk 16:5 Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?
Luk 16:6 Er sprach: Hundert Tonnen l. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fnfzig.
Luk 16:7 Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig.
Luk 16:8 Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klglich gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klger als die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlecht.
Luk 16:9 Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dass, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Htten.
Luk 16:10 Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Groen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Groen unrecht.
Luk 16:11 So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen?
Luk 16:12 Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist?
Luk 16:13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr knnt nicht Gott samt dem Mammon dienen.
Luk 16:14 Das alles hrten die Phariser auch, und waren geizig, und spotteten sein.
Luk 16:15 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid's, die ihr euch selbst rechtfertigt vor den Menschen; aber Gott kennt eure Herzen; denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott.
Luk 16:16 Das Gesetz und die Propheten weissagen bis auf Johannes; und von der Zeit wird das Reich Gottes durchs Evangelium gepredigt, und jedermann dringt mit Gewalt hinein.
Luk 16:17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, denn dass ein Tttel am Gesetz falle.
Luk 16:18 Wer sich scheidet von seinem Weibe und freit eine andere, der bricht die Ehe; und wer die von dem Manne Geschiedene freit, der bricht auch die Ehe.
Luk 16:19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und kstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
Luk 16:20 Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tr voller Schwren
Luk 16:21 und begehrte sich zu sttigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwren.
Luk 16:22 Es begab sich aber, dass der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Scho. Der Reiche aber starb auch und ward begraben.
Luk 16:23 Als er nun in der Hlle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Scho.
Luk 16:24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und khle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.
Luk 16:25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Bses empfangen; nun aber wird er getrstet, und du wirst gepeinigt.
Luk 16:26 Und ber das alles ist zwischen uns und euch eine groe Kluft befestigt, dass die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, knnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herberfahren.
Luk 16:27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus;
Luk 16:28 denn ich habe noch fnf Brder, dass er ihnen bezeuge, auf dass sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
Luk 16:29 Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; lass sie dieselben hren.
Luk 16:30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham! sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so wrden sie Bue tun.
Luk 16:31 Er sprach zu ihm: Hren sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufstnde.
Luk 17:1 Er sprach aber zu seinen Jngern: Es ist unmglich, dass nicht rgernisse kommen; weh aber dem, durch welchen sie kommen!
Luk 17:2 Es wre ihm besser, dass man einen Mhlstein an seinen Hals hngte und wrfe ihm ins Meer, denn dass er dieser Kleinen einen rgert.
Luk 17:3 Htet euch! So dein Bruder an dir sndigt, so strafe ihn; und so es ihn reut, vergib ihm.
Luk 17:4 Und wenn er siebenmal des Tages an dir sndigen wrde und siebenmal des Tages wiederkme zu dir und sprche: Es reut mich! so sollst du ihm vergeben.
Luk 17:5 Und die Apostel sprachen zum Herrn: Strke uns den Glauben!
Luk 17:6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn und sagt zu diesem Maulbeerbaum: Rei dich aus und versetze dich ins Meer! so wird er euch gehorsam sein.
Luk 17:7 Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflgt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, dass er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische?
Luk 17:8 Ist's nicht also, dass er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schrze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken?
Luk 17:9 Dankt er auch dem Knechte, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht.
Luk 17:10 Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unntze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.
Luk 17:11 Und es begab sich, da er reiste gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galila.
Luk 17:12 Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn ausstzige Mnner, die standen von ferne
Luk 17:13 und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser!
Luk 17:14 Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern! Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.
Luk 17:15 Einer aber unter ihnen, da er sah, dass er geheilt war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme
Luk 17:16 und fiel auf sein Angesicht zu seinen Fen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.
Luk 17:17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?
Luk 17:18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling?
Luk 17:19 Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.
Luk 17:20 Da er aber gefragt ward von den Pharisern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit uerlichen Gebrden;
Luk 17:21 man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.
Luk 17:22 Er sprach aber zu den Jngern: Es wird die Zeit kommen, dass ihr werdet begehren zu sehen einen Tag des Menschensohnes, und werdet ihn nicht sehen.
Luk 17:23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier! siehe da! Gehet nicht hin und folget auch nicht.
Luk 17:24 Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzt und leuchtet ber alles, was unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein.
Luk 17:25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.
Luk 17:26 Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes:
Luk 17:27 sie aen, sie tranken, sie freiten, sie lieen freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.
Luk 17:28 Desgleichen wie es geschah zu den Zeiten Lots: sie aen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;
Luk 17:29 an dem Tage aber, da Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.
Luk 17:30 Auf diese Weise wird's auch gehen an dem Tage, wenn des Menschen Sohn soll offenbart werden.
Luk 17:31 An dem Tage, wer auf dem Dach ist und sein Hausrat in dem Hause, der steige nicht hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende nicht um nach dem was hinter ihm ist.
Luk 17:32 Gedenket an des Lot Weib!
Luk 17:33 Wer da sucht, seine Seele zu erhalten, der wird sie verlieren; und wer sie verlieren wird, der wird ihr zum Leben helfen.
Luk 17:34 Ich sage euch: In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden.
Luk 17:35 Zwei werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden.
Luk 17:36 Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden.
Luk 17:37 Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Herr wo? Er aber sprach zu ihnen: Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Adler.
Luk 18:1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, dass man allezeit beten und nicht lass werden solle,
Luk 18:2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der frchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.
Luk 18:3 Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!
Luk 18:4 Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht frchte noch vor keinem Menschen scheue,
Luk 18:5 dieweil aber mir diese Witwe so viel Mhe macht, will ich sie retten, auf dass sie nicht zuletzt komme und betube mich.
Luk 18:6 Da sprach der Herr: Hret hier, was der ungerechte Richter sagt!
Luk 18:7 Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwhlten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen?
Luk 18:8 Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Krze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, dass er auch werde Glauben finden auf Erden?
Luk 18:9 Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaen, dass sie fromm wren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis:
Luk 18:10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Phariser, der andere ein Zllner.
Luk 18:11 Der Phariser stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, Ruber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zllner.
Luk 18:12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.
Luk 18:13 Und der Zllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Snder gndig!
Luk 18:14 Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhht werden.
Luk 18:15 Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm, dass er sie anrhren sollte. Da es aber die Jnger sahen, bedrohten sie die.
Luk 18:16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.
Luk 18:17 Wahrlich ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Luk 18:18 Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
Luk 18:19 Jesus aber sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.
Luk 18:20 Du weit die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht tten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Luk 18:21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
Luk 18:22 Da Jesus das hrte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!
Luk 18:23 Da er aber das hrte, ward er traurig; denn er war sehr reich.
Luk 18:24 Da aber Jesus sah, dass er traurig war geworden, sprach er: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
Luk 18:25 Es ist leichter, dass ein Kamel gehe durch ein Nadelhr, denn dass ein Reicher in das Reich Gottes komme.
Luk 18:26 Da sprachen, die das hrten: Wer kann denn selig werden?
Luk 18:27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmglich ist, das ist bei Gott mglich.
Luk 18:28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Luk 18:29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es ist niemand, der ein Haus verlsst oder Eltern oder Brder oder Weib oder Kinder um des Reiches Gottes willen,
Luk 18:30 der es nicht vielfltig wieder empfange in dieser Zeit, und in der zuknftigen Welt das ewige Leben.
Luk 18:31 Er nahm aber zu sich die Zwlf und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn.
Luk 18:32 Denn er wird berantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet und geschmhet und verspeiet werden,
Luk 18:33 und sie werden ihn geieln und tten; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
Luk 18:34 Sie aber verstanden der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wussten nicht, was das Gesagte war.
Luk 18:35 Es geschah aber, da er nahe an Jericho kam, sa ein Blinder am Wege und bettelte.
Luk 18:36 Da er aber hrte das Volk, das hindurchging, forschte er, was das wre.
Luk 18:37 Da verkndigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorber.
Luk 18:38 Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!
Luk 18:39 Die aber vornean gingen, bedrohten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!
Luk 18:40 Jesus aber stand still und hie ihn zu sich fhren. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn
Luk 18:41 und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen mge.
Luk 18:42 Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein Glaube hat dir geholfen.
Luk 18:43 Und alsobald ward er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott.
Luk 19:1 Und er zog hinein und ging durch Jericho.
Luk 19:2 Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachus, der war ein Oberster der Zllner und war reich.
Luk 19:3 Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er wre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person.
Luk 19:4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf dass er ihn she: denn allda sollte er durchkommen.
Luk 19:5 Und als Jesus kam an die Sttte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachus, steig eilend hernieder; denn ich muss heute in deinem Hause einkehren!
Luk 19:6 Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden.
Luk 19:7 Da sie das sahen, murrten sie alle, dass er bei einem Snder einkehrte.
Luk 19:8 Zachus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hlfte meiner Gter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfltig wieder.
Luk 19:9 Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal<RF>bedeutet: weil<Rf> er auch Abrahams Sohn ist.
Luk 19:10 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.
Luk 19:11 Da sie nun zuhrten, sagte er weiter ein Gleichnis, darum dass er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes sollte alsbald offenbart werden,
Luk 19:12 und sprach: Ein Edler zog ferne in ein Land, dass er ein Reich einnhme und dann wiederkme.
Luk 19:13 Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt, bis dass ich wiederkomme!
Luk 19:14 Seine Brger aber waren ihm feind und schickten Botschaft ihm nach und lieen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser ber uns herrsche.
Luk 19:15 Und es begab sich, da er wiederkam, nachdem er das Reich eingenommen hatte, hie dieselben Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, dass er wsste, was ein jeglicher gehandelt htte.
Luk 19:16 Da trat herzu der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund erworben.
Luk 19:17 Und er sprach zu ihm: Ei, du frommer Knecht, dieweil du bist im Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben ber zehn Stdte.
Luk 19:18 Der andere kam und sprach: Herr dein Pfund hat fnf Pfund getragen.
Luk 19:19 Zu dem sprach er auch: Du sollst sein ber fnf Stdte.
Luk 19:20 Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, welches ich habe im Schweituch behalten;
Luk 19:21 ich frchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann: du nimmst, was du nicht hingelegt hast, und erntest, was du nicht gest hast.
Luk 19:22 Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk. Wusstest Du, dass ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht hingelegt habe, und ernte, was ich nicht gest habe?
Luk 19:23 Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? Und wenn ich gekommen wre, htte ich's mit Zinsen erfordert.
Luk 19:24 Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat.
Luk 19:25 Und sie sprachen zu ihm: Herr, hat er doch zehn Pfund.
Luk 19:26 Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
Luk 19:27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ber sie herrschen sollte, bringet her und erwrget sie vor mir.
Luk 19:28 Und als er solches sagte, zog er fort und reiste hinauf gen Jerusalem.
Luk 19:29 Uns es begab sich, als er nahte gen Bethphage und Bethanien und kam an den lberg, sandte er seiner Jnger zwei
Luk 19:30 und sprach: Gehet hin in den Markt, der gegenberliegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf welchem noch nie ein Mensch gesessen hat; lset es ab und bringet es!
Luk 19:31 Und so euch jemand fragt, warum ihr's ablset, so sagt also zu ihm: Der Herr bedarf sein.
Luk 19:32 Und die Gesandten gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte.
Luk 19:33 Da sie aber das Fllen ablsten, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum lst ihr das Fllen ab?
Luk 19:34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf sein.
Luk 19:35 Und sie brachten's zu Jesu und warfen ihre Kleider auf das Fllen und setzten Jesum darauf.
Luk 19:36 Da er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
Luk 19:37 Und da er nahe hinzukam und zog den lberg herab, fing an der ganze Haufe seiner Jnger, frhlich Gott zu loben mit lauter Stimme ber alle Taten, die sie gesehen hatten,
Luk 19:38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, ein Knig, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Hhe!
Luk 19:39 Und etliche der Phariser im Volk sprachen zu ihm: Meister, strafe doch deine Jnger!
Luk 19:40 Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.
Luk 19:41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinte ber sie
Luk 19:42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen.
Luk 19:43 Denn es wird die Zeit ber dich kommen, dass deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ngsten;
Luk 19:44 und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum dass du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.
Luk 19:45 Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darin verkauften und kauften,
Luk 19:46 und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt's gemacht zur Mrdergrube.
Luk 19:47 Und er lehrte tglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, wie sie ihn umbrchten;
Luk 19:48 und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten, denn das Volk hing ihm an und hrte ihn.
Luk 20:1 Und es begab sich an der Tage einem, da er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten mit den ltesten
Luk 20:2 und sagten zu ihm und sprachen: Sage uns, aus was fr Macht tust du das? oder wer hat dir die Macht gegeben?
Luk 20:3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; saget mir's:
Luk 20:4 Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von Menschen?
Luk 20:5 Sie aber gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir: Vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?
Luk 20:6 Sagen wir aber: Von Menschen, so wird uns das Volk steinigen; denn sie stehen darauf, dass Johannes ein Prophet sei.
Luk 20:7 Und sie antworteten, sie wssten's nicht, wo sie her wre.
Luk 20:8 Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fr Macht ich das tue.
Luk 20:9 Er fing aber an, zu sagen dem Volk dies Gleichnis: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und tat ihn den Weingrtnern aus und zog ber Land eine gute Zeit.
Luk 20:10 Und zu seiner Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingrtnern, dass sie ihm gben von der Frucht des Weinberges. Aber die Weingrtner stupten ihn und lieen ihn leer von sich.
Luk 20:11 Und ber das sandte er noch einen anderen Knecht; sie aber stupten den auch und hhnten ihn und lieen ihn leer von sich.
Luk 20:12 Und ber das sandte er den dritten; sie aber verwundeten den auch und stieen ihn hinaus.
Luk 20:13 Da sprach der Herr des Weinberges: Was soll ich tun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vielleicht, wenn sie den sehen, werden sie sich scheuen.
Luk 20:14 Da aber die Weingrtner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn tten, dass das Erbe unser sei!
Luk 20:15 Und sie stieen ihn hinaus vor den Weinberg und tteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinberges ihnen tun?
Luk 20:16 Er wird kommen und diese Weingrtner umbringen und seinen Weinberg andern austun. Da sie das hrten, sprachen sie: Das sei ferne!
Luk 20:17 Er aber sah sie an und sprach: Was ist denn das, was geschrieben steht: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden?
Luk 20:18 Wer auf diesen Stein fllt, der wird zerschellen; auf wen aber er fllt, den wird er zermalmen.
Luk 20:19 Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, wie sie die Hnde an ihn legten zu derselben Stunde; und frchteten sich vor dem Volk, denn sie verstanden, dass er auf sie dies Gleichnis gesagt hatte.
Luk 20:20 Und sie stellten ihm nach und sandten Laurer aus, die sich stellen sollten, als wren sie fromm, auf dass sie ihn in der Rede fingen, damit sie ihn berantworten knnten der Obrigkeit und Gewalt des Landpflegers.
Luk 20:21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrest und achtest keines Menschen Ansehen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht.
Luk 20:22 Ist's recht, dass wir dem Kaiser den Scho<RF>bedeutet: Steuer, Abgabe<Rf> geben, oder nicht?
Luk 20:23 Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich?
Luk 20:24 Zeiget mir den Groschen! Wes Bild und berschrift hat er? Sie antworteten und sprachen: Des Kaisers.
Luk 20:25 Er aber sprach: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
Luk 20:26 Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem Volk und verwunderten sich seiner Antwort und schwiegen still.
Luk 20:27 Da traten zu ihm etliche der Sadduzer, welche da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn
Luk 20:28 und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: So jemandes Bruder stirbt, der ein Weib hat, und stirbt kinderlos, so soll sein Bruder das Weib nehmen und seinem Bruder einen Samen erwecken.
Luk 20:29 Nun waren sieben Brder. Der erste nahm ein Weib und starb kinderlos.
Luk 20:30 Und der andere nahm das Weib und starb auch kinderlos.
Luk 20:31 Und der dritte nahm sie. Desgleichen alle sieben und hinterlieen keine Kinder und starben.
Luk 20:32 Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
Luk 20:33 Nun in der Auferstehung, wes Weib wird sie sein unter denen? Denn alle sieben haben sie zum Weibe gehabt.
Luk 20:34 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien;
Luk 20:35 welche aber wrdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen.
Luk 20:36 Denn sie knnen hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung.
Luk 20:37 dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose gedeutet bei dem Busch, da er den Herrn heit Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs.
Luk 20:38 Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott; denn sie leben ihm alle.
Luk 20:39 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast recht gesagt.
Luk 20:40 Und sie wagten ihn frder nichts mehr zu fragen.
Luk 20:41 Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn?
Luk 20:42 Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
Luk 20:43 bis dass ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe.
Luk 20:44 David nennt ihn einen Herrn; wie ist er denn sein Sohn?
Luk 20:45 Da aber alles Volk zuhrte, sprach er zu seinen Jngern:
Luk 20:46 Htet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in langen Kleidern und lassen sich gerne gren auf dem Markte und sitzen gern obenan in den Schulen und ber Tisch;
Luk 20:47 sie fressen der Witwen Huser und wenden lange Gebete vor. Die werden desto schwerere Verdammnis empfangen.
Luk 21:1 Er sah aber auf und schaute die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten.
Luk 21:2 Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein.
Luk 21:3 Und er sprach: Wahrlich ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt.
Luk 21:4 Denn diese alle haben aus ihrem berfluss eingelegt zu dem Opfer Gottes; sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt.
Luk 21:5 Und da etliche sagten von dem Tempel, dass er geschmckt wre mit feinen Steinen und Kleinoden, sprach er:
Luk 21:6 Es wird die Zeit kommen, in welcher von dem allem, was ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.
Luk 21:7 Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird?
Luk 21:8 Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verfhren. Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: Die Zeit ist herbeigekommen. Folget ihnen nicht nach!
Luk 21:9 Wenn ihr aber hren werdet von Kriegen und Emprungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da.
Luk 21:10 Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich wider das andere,
Luk 21:11 und es werden geschehen groe Erdbeben hin und wieder, teure Zeit und Pestilenz; auch werden Schrecknisse und groe Zeichen am Himmel geschehen.
Luk 21:12 Aber vor diesem allem werden sie die Hnde an euch legen und euch verfolgen und werden euch berantworten in ihre Schulen und Gefngnisse und vor Knige und Frsten ziehen um meines Namens willen.
Luk 21:13 Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis.
Luk 21:14 So nehmet nun zu Herzen, dass ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt.
Luk 21:15 Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen knnen noch widerstehen alle eure Widersacher.
Luk 21:16 Ihr werdet aber berantwortet werden von den Eltern, Brdern, Gefreunden und Freunden; und sie werden euer etliche tten.
Luk 21:17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.
Luk 21:18 Und ein Haar von eurem Haupte soll nicht umkommen.
Luk 21:19 Fasset eure Seelen mit Geduld.
Luk 21:20 Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket dass herbeigekommen ist seine Verwstung.
Luk 21:21 Alsdann, wer in Juda ist, der fliehe auf das Gebirge, und wer drinnen ist, der weiche heraus, und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein.
Luk 21:22 Denn das sind die Tage der Rache, dass erfllet werde alles, was geschrieben ist.
Luk 21:23 Weh aber den Schwangern und Sugerinnen in jenen Tagen! Denn es wird groe Not auf Erden sein und ein Zorn ber dies Volk,
Luk 21:24 und sie werden fallen durch des Schwertes Schrfe und gefangen gefhrt werden unter alle Vlker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis dass der Heiden Zeit erfllt wird.
Luk 21:25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen, und das Meer und die Wassermengen werden brausen,
Luk 21:26 und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Krfte werden sich bewegen.
Luk 21:27 Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit groer Kraft und Herrlichkeit.
Luk 21:28 Wenn aber dieses anfngt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Hupter, darum dass sich eure Erlsung naht.
Luk 21:29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bume:
Luk 21:30 wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, dass jetzt der Sommer nahe ist.
Luk 21:31 Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, dass das Reich Gottes nahe ist.
Luk 21:32 Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis dass es alles geschehe.
Luk 21:33 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.
Luk 21:34 Htet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser Tag schnell ber euch;
Luk 21:35 denn wie ein Fallstrick wird er kommen ber alle, die auf Erden wohnen.
Luk 21:36 So seid nun wach allezeit und betet, dass ihr wrdig werden mget, zu entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn.
Luk 21:37 Und er lehrte des Tages im Tempel; des Nachts aber ging er hinaus und blieb ber Nacht am lberge.
Luk 21:38 Und alles Volk machte sich frh auf zu ihm, im Tempel ihn zu hren.
Luk 22:1 Es war aber nahe das Fest der sen Brote, das da Ostern heit.
Luk 22:2 Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn tteten; und frchteten sich vor dem Volk.
Luk 22:3 Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwlf.
Luk 22:4 Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen berantworten.
Luk 22:5 Und sie wurden froh und gelobten ihm Geld zu geben.
Luk 22:6 Und er versprach es und suchte Gelegenheit, dass er ihn berantwortete ohne Lrmen.
Luk 22:7 Es kam nun der Tag der sen Brote, an welchem man musste opfern das Osterlamm.
Luk 22:8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf dass wir's essen.
Luk 22:9 Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir's bereiten?
Luk 22:10 Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trgt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingeht,
Luk 22:11 und saget zu dem Hausherrn: Der Meister lsst dir sagen: Wo ist die Herberge, darin ich das Osterlamm essen mge mit meinen Jngern?
Luk 22:12 Und er wird euch einen groen Saal zeigen, der mit Polstern versehen ist; daselbst bereitet es.
Luk 22:13 Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm.
Luk 22:14 Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwlf Apostel mit ihm.
Luk 22:15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide.
Luk 22:16 Denn ich sage euch, dass ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis dass es erfllet werde im Reich Gottes.
Luk 22:17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet ihn und teilet ihn unter euch;
Luk 22:18 denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewchs des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme.
Luk 22:19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fr euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedchtnis.
Luk 22:20 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fr euch vergossen wird.
Luk 22:21 Doch siehe, die Hand meines Verrters ist mit mir ber Tische.
Luk 22:22 Denn des Menschen Sohn geht zwar hin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch welchen er verraten wird!
Luk 22:23 Und sie fingen an, zu fragen unter sich selbst, welcher es doch wre unter ihnen, der das tun wrde.
Luk 22:24 Es erhob sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte fr den Grten gehalten werden.
Luk 22:25 Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Knige herrschen, und die Gewaltigen heit man gndige Herren.
Luk 22:26 Ihr aber nicht also! Sondern der Grte unter euch soll sein wie der Jngste, und der Vornehmste wie ein Diener.
Luk 22:27 Denn welcher ist grer: Der zu Tische sitzt oder der da dient? Ist's nicht also, dass der zu Tische sitzt! Ich aber bin unter euch wie ein Diener.
Luk 22:28 Ihr aber seid's, die ihr beharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen.
Luk 22:29 Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat,
Luk 22:30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Sthlen und richten die zwlf Geschlechter Israels.
Luk 22:31 Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, dass er euch mchte sichten wie den Weizen;
Luk 22:32 ich aber habe fr dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhre. Und wenn du dermaleinst dich bekehrst, so strke deine Brder.
Luk 22:33 Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefngnis und in den Tod zu gehen.
Luk 22:34 Er aber sprach: Petrus, ich sage dir: Der Hahn wird heute nicht krhen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, dass du mich kennest.
Luk 22:35 Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals.
Luk 22:36 Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.
Luk 22:37 Denn ich sage euch: Es muss noch das auch vollendet werden an mir, was geschrieben steht: Er ist unter die beltter gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende.
Luk 22:38 Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
Luk 22:39 Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den lberg. Es folgten ihm aber seine Jnger nach an den Ort.
Luk 22:40 Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf dass ihr nicht in Anfechtung fallet!
Luk 22:41 Und er riss sich von ihnen einen Steinwurf weit und kniete nieder, betete
Luk 22:42 und sprach: Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
Luk 22:43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und strkte ihn.
Luk 22:44 Und es kam, dass er mit dem Tode rang und betete heftiger. Es ward aber sein Schwei wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.
Luk 22:45 Und er stand auf von dem Gebet und kam zu seinen Jngern und fand sie schlafen vor Traurigkeit
Luk 22:46 und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf das ihr nicht in Anfechtung fallet!
Luk 22:47 Da er aber noch redete, siehe, da kam die Schar; und einer von den Zwlfen, genannt Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesu, ihn zu kssen.
Luk 22:48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrtst du des Menschen Sohn mit einem Kuss?
Luk 22:49 Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert drein schlagen?
Luk 22:50 Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.
Luk 22:51 Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so machen! Und er rhrte sein Ohr an und heilte ihn.
Luk 22:52 Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den ltesten, die ber ihn gekommen waren: Ihr seid, wie zu einem Mrder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen.
Luk 22:53 Ich bin tglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.
Luk 22:54 Sie griffen ihn aber und fhrten ihn hin und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgte von ferne.
Luk 22:55 Da zndeten sie ein Feuer an mitten im Hof und setzten sich zusammen; und Petrus setzte sich unter sie.
Luk 22:56 Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah genau auf ihn und sprach: Dieser war auch mit ihm.
Luk 22:57 Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht.
Luk 22:58 Und ber eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch deren einer. Petrus aber sprach: Mensch ich bin's nicht.
Luk 22:59 Und ber eine Weile, bei einer Stunde, bekrftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galiler.
Luk 22:60 Petrus aber sprach: Mensch, ich wei nicht, was du sagst. Und alsbald, als er noch redete, krhte der Hahn.
Luk 22:61 Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Luk 22:62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.
Luk 22:63 Die Mnner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn,
Luk 22:64 verdeckten ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug?
Luk 22:65 Und viele andere Lsterungen sagten sie wider ihn.
Luk 22:66 Und als es Tag ward, sammelten sich die ltesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten und fhrten ihn hinauf vor ihren Rat
Luk 22:67 und sprachen: Bist du Christus, sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubt ihr's nicht;
Luk 22:68 frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasst mich doch nicht los.
Luk 22:69 Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes.
Luk 22:70 Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin's.
Luk 22:71 Sie aber sprachen: Was bedrfen wir weiteres Zeugnis? Wir haben's selbst gehrt aus seinem Munde.
Luk 23:1 Und der ganze Haufe stand auf, und sie fhrten ihn vor Pilatus
Luk 23:2 und fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, dass er das Volk abwendet und verbietet, den Scho dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei ein Knig.
Luk 23:3 Pilatus aber fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Knig? Er antwortete und sprach: Du sagst es.
Luk 23:4 Pilatus sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde keine Ursache an diesem Menschen.
Luk 23:5 Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erregt damit, dass er gelehrt hat hin und her im ganzen jdischen Lande und hat in Galila angefangen bis hierher.
Luk 23:6 Da aber Pilatus Galila hrte, fragte er, ob er aus Galila wre.
Luk 23:7 Und als er vernahm, dass er unter des Herodes Obrigkeit gehrte, bersandte er ihn zu Herodes, welcher in den Tagen auch zu Jerusalem war.
Luk 23:8 Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er htte ihn lngst gern gesehen, denn er hatte viel von ihm gehrt, und hoffte, er wrde ein Zeichen von ihm sehen.
Luk 23:9 Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts.
Luk 23:10 Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen und verklagten ihn hart.
Luk 23:11 Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weies Kleid an und sandte ihn wieder zu Pilatus.
Luk 23:12 Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde miteinander; denn zuvor waren sie einander feind.
Luk 23:13 Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen
Luk 23:14 und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende, und siehe, ich habe ihn vor euch verhrt und finde an dem Menschen der Sache keine, deren ihr ihn beschuldiget;
Luk 23:15 Herodes auch nicht, denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes wert sei.
Luk 23:16 Darum will ich ihn zchtigen und loslassen.
Luk 23:17 (Denn er musste ihnen einen nach der Gewohnheit des Festes losgeben.)
Luk 23:18 Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gib uns Barabbas los!
Luk 23:19 (welcher war um eines Aufruhrs, so in der Stadt geschehen war, und um eines Mordes willen ins Gefngnis geworfen.)
Luk 23:20 Da rief Pilatus abermals ihnen zu und wollte Jesum loslassen.
Luk 23:21 Sie riefen aber und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!
Luk 23:22 Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat denn dieser bles getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn zchtigen und loslassen.
Luk 23:23 Aber sie lagen ihm an mit groem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt wrde. Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm berhand.
Luk 23:24 Pilatus aber urteilte, dass ihr Bitte geschhe,
Luk 23:25 und lie den los, der um Aufruhrs und Mordes willen war ins Gefngnis geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum bergab er ihrem Willen.
Luk 23:26 Und als sie ihn hinfhrten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der kam vom Felde, und legten das Kreuz auf ihn, dass er's Jesu nachtrge.
Luk 23:27 Es folgte ihm aber nach ein groer Haufe Volks und Weiber, die beklagten und beweinten ihn.
Luk 23:28 Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Tchter von Jerusalem, weinet nicht ber mich, sondern weinet ber euch selbst und ber eure Kinder.
Luk 23:29 Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brste, die nicht gesugt haben!
Luk 23:30 Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: Fallet ber uns! und zu den Hgeln: Decket uns!
Luk 23:31 Denn so man das tut am grnen Holz, was will am drren werden?
Luk 23:32 Es wurden aber auch hingefhrt zwei andere, beltter, dass sie mit ihm abgetan wrden.
Luk 23:33 Und als sie kamen an die Sttte, die da heit Schdelsttte, kreuzigten sie ihn daselbst und die beltter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.
Luk 23:34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun! Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum.
Luk 23:35 Und das Volk stand und sah zu. Und die Obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat anderen geholfen; er helfe sich selber, ist er Christus, der Auserwhlte Gottes.
Luk 23:36 Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten ihm Essig
Luk 23:37 und sprachen: Bist du der Juden Knig, so helf dir selber!
Luk 23:38 Es war aber auch oben ber ihm geschrieben die berschrift mit griechischen und lateinische und hebrischen Buchstaben: Dies ist der Juden Knig.
Luk 23:39 Aber der beltter einer, die da gehenkt waren, lsterte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selber und uns!
Luk 23:40 Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du frchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?
Luk 23:41 Und wir zwar sind billig darin, denn wir empfangen, was unsre Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan.
Luk 23:42 Und er sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!
Luk 23:43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.
Luk 23:44 Und es war um die sechste Stunde, und es ward eine Finsternis ber das ganze Land bis an die neunte Stunde,
Luk 23:45 und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerriss mitten entzwei.
Luk 23:46 Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hnde! Und als er das gesagt, verschied er.
Luk 23:47 Da aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Frwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!
Luk 23:48 Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sich an ihre Brust und wandten wieder um.
Luk 23:49 Es standen aber alle seine Bekannten von ferne und die Weiber, die ihm aus Galila waren nachgefolgt, und sahen das alles.
Luk 23:50 Und siehe, ein Mann mit Namen Joseph, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann
Luk 23:51 und hatte nicht gewilligt in ihren Rat und Handel. Er war von Arimathia, der Stadt der Juden, einer, der auch auf das Reich Gottes wartete.
Luk 23:52 Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu;
Luk 23:53 und nahm ihn ab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein gehauenes Grab, darin niemand je gelegen hatte.
Luk 23:54 Und es war der Rsttag, und der Sabbat brach an.
Luk 23:55 Es folgten aber die Weiber nach, die mit ihm gekommen waren aus Galila, und beschauten das Grab und wie sein Leib gelegt ward.
Luk 23:56 Sie kehrten aber um und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbat ber waren sie still nach dem Gesetz.
Luk 24:1 Aber am ersten Tage der Woche sehr frh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen.
Luk 24:2 Sie fanden aber den Stein abgewlzt von dem Grabe
Luk 24:3 und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesu nicht.
Luk 24:4 Und da sie darum bekmmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Mnner mit glnzenden Kleidern.
Luk 24:5 Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten?
Luk 24:6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galila war
Luk 24:7 und sprach: Des Menschen Sohn muss berantwortet werden in die Hnde der Snder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.
Luk 24:8 Und sie gedachten an seine Worte.
Luk 24:9 Und sie gingen wieder vom Grabe und verkndigten das alles den Elfen und den andern allen.
Luk 24:10 Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten.
Luk 24:11 Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wren's Mrlein, und sie glaubten ihnen nicht.
Luk 24:12 Petrus aber stand auf und lief zum Grabe und bckte sich hinein und sah die leinenen Tcher allein liegen; und ging davon, und es nahm ihn wunder, wie es zuginge.
Luk 24:13 Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feld Wegs weit; des Name heit Emmaus.
Luk 24:14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.
Luk 24:15 Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte sich Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen.
Luk 24:16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht kannten.
Luk 24:17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fr Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig?
Luk 24:18 Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin geschehen ist?
Luk 24:19 Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet mchtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk;
Luk 24:20 wie ihn unsre Hohenpriester und Obersten berantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuzigt.
Luk 24:21 Wir aber hofften, er sollte Israel erlsen. Und ber das alles ist heute der dritte Tag, dass solches geschehen ist.
Luk 24:22 Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsren; die sind frh bei dem Grabe gewesen,
Luk 24:23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe.
Luk 24:24 Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht.
Luk 24:25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben!
Luk 24:26 Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen?
Luk 24:27 Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
Luk 24:28 Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hineingingen; und er stellte sich, als wollte er weiter gehen.
Luk 24:29 Und sie ntigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
Luk 24:30 Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische sa, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.
Luk 24:31 Da wurden ihre Augen geffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.
Luk 24:32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift ffnete?
Luk 24:33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren,
Luk 24:34 welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.
Luk 24:35 Und sie erzhlten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wre an dem, da er das Brot brach.
Luk 24:36 Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach: Friede sei mit euch!
Luk 24:37 Sie erschraken aber und frchteten sich, meinten, sie shen einen Geist.
Luk 24:38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?
Luk 24:39 Sehet meine Hnde und meine Fe: ich bin's selber. Fhlet mich an und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, dass ich habe.
Luk 24:40 Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hnde und Fe.
Luk 24:41 Da sie aber noch nicht glaubten, vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen?
Luk 24:42 Und sie legten ihm vor ein Stck von gebratenem Fisch und Honigseim.
Luk 24:43 Und er nahm's und a vor ihnen.
Luk 24:44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muss alles erfllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Moses, in den Propheten und in den Psalmen.
Luk 24:45 Da ffnete er ihnen das Verstndnis, dass sie die Schrift verstanden,
Luk 24:46 und er sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also musste Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage
Luk 24:47 und predigen lassen in seinem Namen Bue und Vergebung der Snden unter allen Vlkern und anheben zu Jerusalem.
Luk 24:48 Ihr aber seid des alles Zeugen.
Luk 24:49 Und siehe, ich will auf euch senden die Verheiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis ihr angetan werdet mit der Kraft aus der Hhe.
Luk 24:50 Er fhrte sie aber hinaus bis gen Bethanien und hob die Hnde auf und segnete sie.
Luk 24:51 Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
Luk 24:52 Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit groer Freude
Luk 24:53 und waren allewege im Tempel, priesen und lobten Gott.
Joh 1:1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Joh 1:2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Joh 1:3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
Joh 1:4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Joh 1:5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.
Joh 1:6 Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hie Johannes.
Joh 1:7 Dieser kam zum Zeugnis, dass er von dem Licht zeugte, auf dass sie alle durch ihn glaubten.
Joh 1:8 Er war nicht das Licht, sondern dass er zeugte von dem Licht.
Joh 1:9 Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
Joh 1:10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht.
Joh 1:11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Joh 1:12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben;
Joh 1:13 welche nicht von dem Geblt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
Joh 1:14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Joh 1:15 Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.
Joh 1:16 Und von seiner Flle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Joh 1:17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.
Joh 1:18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Scho ist, der hat es uns verkndigt.
Joh 1:19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, dass sie ihn fragten: Wer bist du?
Joh 1:20 Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus.
Joh 1:21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein!
Joh 1:22 Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? dass wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?
Joh 1:23 Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wste: Richtet den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Joh 1:24 Und die gesandt waren, die waren von den Pharisern.
Joh 1:25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, so du nicht Christus bist noch Elia noch der Prophet?
Joh 1:26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt.
Joh 1:27 Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, dass ich seine Schuhriemen auflse.
Joh 1:28 Dies geschah zu Bethabara jenseit des Jordans, wo Johannes taufte.
Joh 1:29 Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Snde trgt!
Joh 1:30 Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich.
Joh 1:31 Und ich kannte ihn nicht; sondern auf dass er offenbar wrde in Israel, darum bin ich gekommen, zu taufen mit Wasser.
Joh 1:32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm.
Joh 1:33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem heiligen Geist tauft.
Joh 1:34 Und ich sah es und zeugte, dass dieser ist Gottes Sohn.
Joh 1:35 Des andern Tages stand abermals Johannes und zwei seiner Jnger.
Joh 1:36 Und als er Jesum sah wandeln, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm!
Joh 1:37 Und die zwei Jnger hrten ihn reden und folgten Jesu nach.
Joh 1:38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Meister, wo bist du zur Herberge?
Joh 1:39 Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet's! Sie kamen und sahen's und blieben den Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.
Joh 1:40 Einer aus den zweien, die von Johannes hrten und Jesus nachfolgten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus.
Joh 1:41 Der findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte),
Joh 1:42 und fhrte ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jona's Sohn; du sollst Kephas (Fels) heien.
Joh 1:43 Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galila ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
Joh 1:44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.
Joh 1:45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Josephs Sohn von Nazareth.
Joh 1:46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!
Joh 1:47 Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein Falsch ist.
Joh 1:48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.
Joh 1:49 Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der Knig von Israel!
Joh 1:50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir gesagt habe, dass ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Greres denn das sehen.
Joh 1:51 Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf und herab fahren auf des Menschen Sohn.
Joh 2:1 Und am dritten Tag ward eine Hochzeit zu Kana in Galila; und die Mutter Jesu war da.
Joh 2:2 Jesus aber und seine Jnger wurden auch auf die Hochzeit geladen.
Joh 2:3 Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein.
Joh 2:4 Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Joh 2:5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
Joh 2:6 Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrge gesetzt nach der Weise der jdischen Reinigung, und ging in je einen zwei oder drei Ma.
Joh 2:7 Jesus spricht zu ihnen: Fllet die Wasserkrge mit Wasser! Und sie fllten sie bis obenan.
Joh 2:8 Und er spricht zu ihnen: Schpfet nun und bringet's dem Speisemeister! Und sie brachten's.
Joh 2:9 Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wusste nicht, woher er kam (die Diener aber wussten's, die das Wasser geschpft hatten), ruft der Speisemeister den Brutigam
Joh 2:10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren; du hast den guten Wein bisher behalten.
Joh 2:11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galila, und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jnger glaubten an ihn.
Joh 2:12 Darnach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brder und seine Jnger; und sie blieben nicht lange daselbst.
Joh 2:13 Und der Juden Ostern war nahe, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem.
Joh 2:14 Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler.
Joh 2:15 Und er machte eine Geiel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschttete den Wechslern das Geld und stie die Tische um
Joh 2:16 und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: tragt das von dannen und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!
Joh 2:17 Seine Jnger aber gedachten daran, dass geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen.
Joh 2:18 Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fr ein Zeichen, dass du solches tun mgest?
Joh 2:19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten.
Joh 2:20 Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut; und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
Joh 2:21 (Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
Joh 2:22 Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Jnger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte.)
Joh 2:23 Als er aber zu Jerusalem war am Osterfest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat.
Joh 2:24 Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle
Joh 2:25 und bedurfte nicht, dass jemand Zeugnis gbe von einem Menschen; denn er wusste wohl, was im Menschen war.
Joh 3:1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden.
Joh 3:2 Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, dass du bist ein Lehrer von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
Joh 3:3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Joh 3:4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Joh 3:5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Joh 3:6 Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist.
Joh 3:7 Lass dich's nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr msset von neuem geboren werden.
Joh 3:8 Der Wind blst, wo er will, und du hrst sein Sausen wohl; aber du weit nicht, woher er kommt und wohin er fhrt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.
Joh 3:9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen?
Joh 3:10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weit das nicht?
Joh 3:11 Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und zeugen, was wir gesehen haben; und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.
Joh 3:12 Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wrdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen wrde?
Joh 3:13 Und niemand fhrt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist.
Joh 3:14 Und wie Mose in der Wste eine Schlange erhht hat, also muss des Menschen Sohn erhht werden,
Joh 3:15 auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Joh 3:16 Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Joh 3:17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde.
Joh 3:18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Joh 3:19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren bse.
Joh 3:20 Wer arges tut, der hasst das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden.
Joh 3:21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.
Joh 3:22 Darnach kam Jesus und seine Jnger in das jdische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufte.
Joh 3:23 Johannes aber taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim, denn es war viel Wasser daselbst; und sie kamen dahin und lieen sich taufen.
Joh 3:24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefngnis gelegt.
Joh 3:25 Da erhob sich eine Frage unter den Jngern des Johannes mit den Juden ber die Reinigung.
Joh 3:26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm.
Joh 3:27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel.
Joh 3:28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt.
Joh 3:29 Wer die Braut hat, der ist der Brutigam; der Freund aber des Brutigams steht und hrt ihm zu und freut sich hoch ber des Brutigams Stimme. Diese meine Freude ist nun erfllt.
Joh 3:30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
Joh 3:31 Der von obenher kommt, ist ber alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist ber alle
Joh 3:32 und zeugt, was er gesehen und gehrt hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an.
Joh 3:33 Wer es aber annimmt, der besiegelt's, dass Gott wahrhaftig sei.
Joh 3:34 Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Ma.
Joh 3:35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben.
Joh 3:36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt ber ihm.
Joh 4:1 Da nun der Herr inneward, dass vor die Phariser gekommen war, wie Jesus mehr Jnger machte und taufte denn Johannes
Joh 4:2 (wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jnger),
Joh 4:3 verlie er das Land Juda und zog wieder nach Galila.
Joh 4:4 Er musste aber durch Samaria reisen.
Joh 4:5 Da kam er in eine Stadt Samarias, die heit Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab.
Joh 4:6 Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus mde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde.
Joh 4:7 Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!
Joh 4:8 (Denn seine Jnger waren in die Stadt gegangen, dass sie Speise kauften.)
Joh 4:9 Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch Weib? (Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.)
Joh 4:10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du btest ihn, und er gbe dir lebendiges Wasser.
Joh 4:11 Spricht zu ihm das Weib: Herr, hast du doch nichts, womit du schpfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser?
Joh 4:12 Bist du mehr denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh.
Joh 4:13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wir wieder drsten;
Joh 4:14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht drsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Joh 4:15 Spricht das Weib zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, auf dass mich nicht drste und ich nicht herkommen msse, zu schpfen!
Joh 4:16 Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her!
Joh 4:17 Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann.
Joh 4:18 Fnf Mnner hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann; da hast du recht gesagt.
Joh 4:19 Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
Joh 4:20 Unsre Vter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, zu Jerusalem sei die Sttte, da man anbeten solle.
Joh 4:21 Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten.
Joh 4:22 Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden.
Joh 4:23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, dass die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten.
Joh 4:24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die mssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Joh 4:25 Spricht das Weib zu ihm: Ich wei, dass der Messias kommt, der da Christus heit. Wenn derselbe kommen wird, so wird er's uns alles verkndigen.
Joh 4:26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.
Joh 4:27 Und ber dem kamen seine Jnger, und es nahm sie wunder, dass er mit dem Weib redete. Doch sprach niemand: Was fragst du? oder: Was redest du mit ihr?
Joh 4:28 Da lie das Weib ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten:
Joh 4:29 Kommt, seht einen Menschen, der mir gesagt hat alles, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei!
Joh 4:30 Da gingen sie aus der Stadt und kamen zu ihm.
Joh 4:31 Indes aber ermahnten ihn die Jnger und sprachen: Rabbi, iss!
Joh 4:32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisset.
Joh 4:33 Da sprachen die Jnger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht?
Joh 4:34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.
Joh 4:35 Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate, so kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet in das Feld; denn es ist schon wei zur Ernte.
Joh 4:36 Und wer da schneidet, der empfngt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf dass sich miteinander freuen, der da st und der da schneidet.
Joh 4:37 Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser st, der andere schneidet.
Joh 4:38 Ich habe euch gesandt, zu schneiden, was ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit gekommen.
Joh 4:39 Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus der Stadt um des Weibes Rede willen, welches da zeugte: Er hat mir gesagt alles, was ich getan habe.
Joh 4:40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, dass er bei ihnen bliebe; und er blieb zwei Tage da.
Joh 4:41 Und viel mehr glaubten um seines Wortes willen
Joh 4:42 und sprachen zum Weibe: Wir glauben nun hinfort nicht um deiner Rede willen; wir haben selber gehrt und erkannt, dass dieser ist wahrlich Christus, der Welt Heiland.
Joh 4:43 Aber nach zwei Tagen zog er aus von dannen und zog nach Galila.
Joh 4:44 Denn er selber, Jesus, zeugte, dass ein Prophet daheim nichts gilt.
Joh 4:45 Da er nun nach Galila kam, nahmen ihn die Galiler auf, die gesehen hatten alles, was er zu Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn sie waren auch zum Fest gekommen.
Joh 4:46 Und Jesus kam abermals gen Kana in Galila, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht.
Joh 4:47 Und es war ein Knigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hrte, dass Jesus kam aus Juda nach Galila, und ging hin zu ihm und bat ihn, dass er hinabkme und hlfe seinem Sohn; denn er war todkrank.
Joh 4:48 Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubet ihr nicht.
Joh 4:49 Der Knigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt!
Joh 4:50 Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt! der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.
Joh 4:51 Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkndigten ihm und sprachen: Dein Kind lebt.
Joh 4:52 Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verlie ihn das Fieber.
Joh 4:53 Da merkte der Vater, dass es um die Stunde wre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause.
Joh 4:54 Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus tat, da er aus Juda nach Galila kam.
Joh 5:1 Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem.
Joh 5:2 Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der heit auf hebrisch Bethesda und hat fnf Hallen,
Joh 5:3 in welchem lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Verdorrte, die warteten, wann sich das Wasser bewegte.
Joh 5:4 (Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das Wasser.) Welcher nun zuerst, nachdem das Wasser bewegt war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war.
Joh 5:5 Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreiig Jahre lang krank gelegen.
Joh 5:6 Da Jesus ihn sah liegen und vernahm, dass er so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
Joh 5:7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, wenn das Wasser sich bewegt, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
Joh 5:8 Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin!
Joh 5:9 Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber desselben Tages der Sabbat.
Joh 5:10 Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Es ist heute Sabbat; es ziemt dir nicht, das Bett zu tragen.
Joh 5:11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm dein Bett und gehe hin!
Joh 5:12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und gehe hin!?
Joh 5:13 Der aber geheilt worden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem Ort war.
Joh 5:14 Darnach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist gesund geworden; sndige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas rgeres widerfahre.
Joh 5:15 Der Mensch ging hin und verkndete es den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.
Joh 5:16 Darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu tten, dass er solches getan hatte am Sabbat.
Joh 5:17 Jesus aber antwortete Ihnen: Mein Vater wirkt bisher, und ich wirke auch.
Joh 5:18 Darum trachteten ihm die Juden viel mehr nach, dass sie ihn tteten, dass er nicht allein den Sabbat brach, sondern sagte auch, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.
Joh 5:19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was er sieht den Vater tun; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
Joh 5:20 Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch grere Werke zeigen, dass ihr euch verwundern werdet.
Joh 5:21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will.
Joh 5:22 Denn der Vater richtet niemand; sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben,
Joh 5:23 auf dass sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Joh 5:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hrt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Joh 5:25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hren; und die sie hren werden, die werden leben.
Joh 5:26 Denn wie der Vater hat das Leben in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber,
Joh 5:27 und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum dass er des Menschen Sohn ist.
Joh 5:28 Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Grbern sind, werden seine Stimme hren,
Joh 5:29 und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber bles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Joh 5:30 Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich hre, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat.
Joh 5:31 So ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr.
Joh 5:32 Ein anderer ist's, der von mir zeugt; und ich wei, dass das Zeugnis wahr ist, das er von mir zeugt.
Joh 5:33 Ihr schicktet zu Johannes, und er zeugte von der Wahrheit.
Joh 5:34 Ich aber nehme nicht Zeugnis von Menschen; sondern solches sage ich, auf dass ihr selig werdet.
Joh 5:35 Er war ein brennend und scheinend Licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile frhlich sein in seinem Lichte.
Joh 5:36 Ich aber habe ein greres Zeugnis; denn des Johannes Zeugnis; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, dass ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, zeugen von mir, dass mich der Vater gesandt habe.
Joh 5:37 Und der Vater, der mich gesandt hat, derselbe hat von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehrt noch seine Gestalt gesehen,
Joh 5:38 und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat.
Joh 5:39 Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeuget;
Joh 5:40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben haben mchtet.
Joh 5:41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen;
Joh 5:42 aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt.
Joh 5:43 Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr annehmen.
Joh 5:44 Wie knnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? und die Ehre, die von Gott allein ist, suchet ihr nicht.
Joh 5:45 Ihr sollt nicht meinen, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde; es ist einer, der euch verklagt, der Mose, auf welchen ihr hofft.
Joh 5:46 Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben.
Joh 5:47 So ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
Joh 6:1 Darnach fuhr Jesus weg ber das Meer an der Stadt Tiberias in Galila.
Joh 6:2 Und es zog ihm viel Volks nach, darum dass sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Joh 6:3 Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jngern.
Joh 6:4 Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest.
Joh 6:5 Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, dass diese essen?
Joh 6:6 (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wusste wohl, was er tun wollte.)
Joh 6:7 Philippus antwortete ihm: Fr zweihundert Groschen Brot ist nicht genug unter sie, dass ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme.
Joh 6:8 Spricht zu ihm einer seiner Jnger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus:
Joh 6:9 Es ist ein Knabe hier, der hat fnf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele?
Joh 6:10 Jesus aber sprach: Schaffet, dass sich das Volk lagert. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fnftausend Mann.
Joh 6:11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jngern, die Jnger aber denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, wieviel sie wollten.
Joh 6:12 Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jngern: Sammelt die brigen Brocken, dass nichts umkommt.
Joh 6:13 Da sammelten sie und fllten zwlf Krbe mit Brocken von den fnf Gerstenbroten, die brig blieben denen, die gespeist worden.
Joh 6:14 Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.
Joh 6:15 Da Jesus nun merkte, dass sie kommen wrden und ihn haschen, dass sie ihn zum Knig machten, entwich er abermals auf den Berg, er selbst allein.
Joh 6:16 Am Abend aber gingen die Jnger hinab an das Meer
Joh 6:17 und traten in das Schiff und kamen ber das Meer gen Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen.
Joh 6:18 Und das Meer erhob sich von einem groen Winde.
Joh 6:19 Da sie nun gerudert hatten bei fnfundzwanzig oder dreiig Feld Wegs, sahen sie Jesum auf dem Meere dahergehen und nahe zum Schiff kommen; und sie frchteten sich.
Joh 6:20 Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's; frchtet euch nicht!
Joh 6:21 Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen; und alsbald war das Schiff am Lande, da sie hin fuhren.
Joh 6:22 Des anderen Tages sah das Volk, das diesseit des Meeres stand, dass kein anderes Schiff daselbst war denn das eine, darin seine Jnger getreten waren, und dass Jesus nicht mit seinen Jngern in das Schiff getreten war, sondern allein seine Jnger waren weggefahren.
Joh 6:23 Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zur Sttte, da sie das Brot gegessen hatten durch des Herrn Danksagung.
Joh 6:24 Da nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war noch seine Jnger, traten sie auch in Schiffe und kamen gen Kapernaum und suchten Jesum.
Joh 6:25 Und da sie ihn fanden jenseit des Meeres, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hergekommen?
Joh 6:26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr suchet mich nicht darum, dass ihr Zeichen gesehen habt, sondern dass ihr von dem Brot gegessen habt und seid satt geworden.
Joh 6:27 Wirket Speise, nicht, die vergnglich ist, sondern die da bleibt in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn den hat Gott der Vater versiegelt.
Joh 6:28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken?
Joh 6:29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
Joh 6:30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn fr ein Zeichen, auf dass wir sehen und glauben dir? Was wirkst du?
Joh 6:31 Unsre Vter haben Manna gegessen in der Wste, wie geschrieben steht: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.
Joh 6:32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Mose hat euch nicht das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel.
Joh 6:33 Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
Joh 6:34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allewege solch Brot.
Joh 6:35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr drsten.
Joh 6:36 Aber ich habe es euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht.
Joh 6:37 Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoen.
Joh 6:38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat.
Joh 6:39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jngsten Tage.
Joh 6:40 Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jngsten Tage.
Joh 6:41 Da murrten die Juden darber, dass er sagte: Ich bin das Brot, dass vom Himmel gekommen ist,
Joh 6:42 und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht er denn: Ich bin vom Himmel gekommen?
Joh 6:43 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander.
Joh 6:44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, dass ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jngsten Tage.
Joh 6:45 Es steht geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott gelehrt sein. Wer es nun hrt vom Vater und lernt es, der kommt zu mir.
Joh 6:46 Nicht dass jemand den Vater habe gesehen, auer dem, der vom Vater ist; der hat den Vater gesehen.
Joh 6:47 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.
Joh 6:48 Ich bin das Brot des Lebens.
Joh 6:49 Eure Vter haben Manna gegessen in der Wste und sind gestorben.
Joh 6:50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf dass, wer davon isset, nicht sterbe.
Joh 6:51 Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, dass ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde fr das Leben der Welt.
Joh 6:52 Da zankten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?
Joh 6:53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch.
Joh 6:54 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jngsten Tage auferwecken.
Joh 6:55 Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank.
Joh 6:56 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm.
Joh 6:57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, also, wer mich isset, der wird auch leben um meinetwillen.
Joh 6:58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; nicht, wie eure Vter haben Manna gegessen und sind gestorben: wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit.
Joh 6:59 Solches sagte er in der Schule, da er lehrte zu Kapernaum.
Joh 6:60 Viele nun seine Jnger, die das hrten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hren?
Joh 6:61 Da Jesus aber bei sich selbst merkte, dass seine Jnger darber murrten, sprach er zu ihnen: rgert euch das?
Joh 6:62 Wie, wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin, da er zuvor war?
Joh 6:63 Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts ntze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.
Joh 6:64 Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. (Denn Jesus wusste von Anfang wohl, welche nicht glaubend waren und welcher ihn verraten wrde.)
Joh 6:65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben.
Joh 6:66 Von dem an gingen seiner Jnger viele hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm.
Joh 6:67 Da sprach Jesus zu den Zwlfen: Wollt ihr auch weggehen?
Joh 6:68 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;
Joh 6:69 und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
Joh 6:70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch zwlf erwhlt? und  euer einer ist ein Teufel!
Joh 6:71 Er redete aber von dem Judas, Simons Sohn, Ischariot; der verriet ihn hernach, und war der Zwlfe einer.
Joh 7:1 Darnach zog Jesus umher in Galila; denn er wollte nicht in Juda umherziehen, darum dass ihm die Juden nach dem Leben stellten.
Joh 7:2 Es war aber nahe der Juden Fest, die Laubhtten.
Joh 7:3 Da sprachen seine Brder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Juda, auf dass auch deine Jnger sehen, die Werke die du tust.
Joh 7:4 Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt.
Joh 7:5 Denn auch seine Brder glaubten nicht an ihn.
Joh 7:6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit aber ist allewege.
Joh 7:7 Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasst sie, denn ich zeuge von ihr, dass ihre Werke bse sind.
Joh 7:8 Gehet ihr hinauf auf dieses Fest; ich will noch nicht hinaufgehen auf dieses Fest, den meine Zeit ist noch nicht erfllt.
Joh 7:9 Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galila.
Joh 7:10 Als aber seine Brder waren hinaufgegangen, da ging er auch hinauf zu dem Fest, nicht offenbar, sondern wie heimlich.
Joh 7:11 Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der?
Joh 7:12 Und es war ein groes Gemurmel unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist fromm; die andern aber sprachen: Nein, er verfhrt das Volk.
Joh 7:13 Niemand aber redete frei von ihm um der Furcht willen vor den Juden.
Joh 7:14 Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte.
Joh 7:15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernt hat?
Joh 7:16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat.
Joh 7:17 So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede.
Joh 7:18 Wer von sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber sucht die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm.
Joh 7:19 Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu tten?
Joh 7:20 Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer versucht dich zu tten?
Joh 7:21 Jesus antwortete und sprach: Ein einziges Werk habe ich getan, und es wundert euch alle.
Joh 7:22 Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht dass sie von Mose kommt, sondern von den Vtern, und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat.
Joh 7:23 So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf dass nicht das Gesetz Moses gebrochen werde, zrnet ihr denn ber mich, dass ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht?
Joh 7:24 Richtet nicht nach dem Ansehen, sondern richtet ein rechtes Gericht.
Joh 7:25 Da sprachen etliche aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten zu tten?
Joh 7:26 Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen nichts. Erkennen unsre Obersten nun gewiss, dass er gewiss Christus sei?
Joh 7:27 Doch wir wissen, woher dieser ist; wenn aber Christus kommen wird, so wird niemand wissen, woher er ist.
Joh 7:28 Da rief Jesus im Tempel und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, woher ich bin; und von mir selbst bin ich nicht gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet.
Joh 7:29 Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt.
Joh 7:30 Da suchten sie ihn zu greifen; aber niemand legte die Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Joh 7:31 Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird, wird er auch mehr Zeichen tun, denn dieser tut?
Joh 7:32 Und es kam vor die Phariser, dass das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten die Phariser und Hohenpriester Knechte aus, das sie ihn griffen.
Joh 7:33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.
Joh 7:34 Ihr werdet mich suchen, und nicht finden; und wo ich bin, knnet ihr nicht hin kommen.
Joh 7:35 Da sprachen die Juden untereinander: Wo soll dieser hin gehen, dass wir ihn nicht finden sollen? Will er zu den Zerstreuten unter den Griechen gehen und die Griechen lehren?
Joh 7:36 Was ist das fr eine Rede, dass er sagte: Ihr werdet mich suchen, und nicht finden; und wo ich bin, da knnet ihr nicht hin kommen?
Joh 7:37 Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da drstet, der komme zu mir und trinke!
Joh 7:38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strme des lebendigen Wassers flieen.
Joh 7:39 Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklrt.
Joh 7:40 Viele nun vom Volk, die diese Rede hrten, sprachen: Dieser ist wahrlich der Prophet.
Joh 7:41 Andere sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soll Christus aus Galila kommen?
Joh 7:42 Spricht nicht die Schrift: von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, soll Christus kommen?
Joh 7:43 Also ward eine Zwietracht unter dem Volk ber ihn.
Joh 7:44 Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn.
Joh 7:45 Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisern; und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht?
Joh 7:46 Die Knechte antworteten: Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch.
Joh 7:47 Da antworteten ihnen die Phariser: Seid ihr auch verfhrt?
Joh 7:48 Glaubt auch irgendein Oberster oder Phariser an ihn?
Joh 7:49 sondern das Volk, das nichts vom Gesetz wei, ist verflucht.
Joh 7:50 Spricht zu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war:
Joh 7:51 Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhrt und erkennt, was er tut?
Joh 7:52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galiler? Forsche und siehe, aus Galila steht kein Prophet auf.
Joh 7:53 Und ein jeglicher ging also heim.
Joh 8:1 Jesus aber ging an den lberg.
Joh 8:2 Und frhmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
Joh 8:3 Aber die Schriftgelehrten und Phariser brachten ein Weib zu ihm, im Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte dar
Joh 8:4 und sprachen zu ihm: Meister, dies Weib ist ergriffen auf frischer Tat im Ehebruch.
Joh 8:5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was sagst du?
Joh 8:6 Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf dass sie eine Sache wider ihn htten. Aber Jesus bckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. {} {}
Joh 8:7 Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Snde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.
Joh 8:8 Und bckte sich wieder nieder und schrieb auf die Erde.
Joh 8:9 Da sie aber das hrten, gingen sie hinaus (von ihrem Gewissen berfhrt), einer nach dem andern, von den ltesten bis zu den Geringsten; und Jesus ward gelassen allein und das Weib in der Mitte stehend.
Joh 8:10 Jesus aber richtete sich auf; und da er niemand sah denn das Weib, sprach er zu ihr: Weib, wo sind sie, deine Verklger? Hat dich niemand verdammt?
Joh 8:11 Sie aber sprach: Herr, niemand. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; gehe hin und sndige hinfort nicht mehr!
Joh 8:12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben.
Joh 8:13 Da sprachen die Phariser zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr.
Joh 8:14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst zeugen wrde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich wei, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.
Joh 8:15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand.
Joh 8:16 So ich aber richte, so ist mein Gericht recht; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.
Joh 8:17 Auch steht in eurem Gesetz geschrieben, dass zweier Menschen Zeugnis wahr sei.
Joh 8:18 Ich bin's, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir.
Joh 8:19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater.
Joh 8:20 Diese Worte redete Jesus an dem Gotteskasten, da er lehrte im Tempel; und niemand griff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Joh 8:21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen und in eurer Snde sterben. Wo ich hin gehe, da knnet ihr nicht hin kommen.
Joh 8:22 Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst tten, dass er spricht: Wohin ich gehe, da knnet ihr nicht hin kommen?
Joh 8:23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
Joh 8:24 So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Snden; denn so ihr nicht glaubt, dass ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Snden.
Joh 8:25 Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede.
Joh 8:26 Ich habe viel von euch zu reden und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehrt habe, das rede ich vor der Welt.
Joh 8:27 Sie verstanden aber nicht, dass er ihnen von dem Vater sagte.
Joh 8:28 Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des Menschen Sohn erhhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es sei und nichts von mir selber tue, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.
Joh 8:29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lsst mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefllt.
Joh 8:30 Da er solches redete, glaubten viele an ihn.
Joh 8:31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jnger
Joh 8:32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Joh 8:33 Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Samen, sind niemals jemandes Knecht gewesen; wie sprichst du denn: Ihr sollt frei werden?
Joh 8:34 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Snde tut, der ist der Snde Knecht.
Joh 8:35 Der Knecht aber bleibt nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibt ewiglich.
Joh 8:36 So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.
Joh 8:37 Ich wei wohl, dass ihr Abrahams Samen seid; aber ihr sucht mich zu tten, denn meine Rede fngt nicht bei euch.
Joh 8:38 Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; so tut ihr, was ihr von eurem Vater gesehen habt.
Joh 8:39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wrt, so ttet ihr Abrahams Werke.
Joh 8:40 Nun aber sucht ihr mich zu tten, einen solchen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehrt habe. Das hat Abraham nicht getan.
Joh 8:41 Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott.
Joh 8:42 Jesus sprach zu ihnen: Wre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt.
Joh 8:43 Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr knnt ja mein Wort nicht hren.
Joh 8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mrder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lgner und ein Vater derselben.
Joh 8:45 Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.
Joh 8:46 Welcher unter euch kann mich einer Snde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht?
Joh 8:47 Wer von Gott ist, der hrt Gottes Worte; darum hrt ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.
Joh 8:48 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, dass du ein Samariter bist und hast den Teufel?
Joh 8:49 Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich.
Joh 8:50 Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und richtet.
Joh 8:51 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.
Joh 8:52 Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, dass du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort hlt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich.
Joh 8:53 Bist du denn mehr als unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
Joh 8:54 Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott;
Joh 8:55 und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und so ich wrde sagen: Ich kenne ihn nicht, so wrde ich ein Lgner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.
Joh 8:56 Abraham, euer Vater, ward froh, dass er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich.
Joh 8:57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fnfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?
Joh 8:58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich.
Joh 8:59 Da hoben sie Steine auf, dass sie auf ihn wrfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus. {}
Joh 9:1 Und Jesus ging vorber und sah einen, der blind geboren war.
Joh 9:2 Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesndigt, dieser oder seine Eltern, dass er ist blind geboren?
Joh 9:3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesndigt noch seine Eltern, sondern dass die Werke Gottes offenbar wrden an ihm.
Joh 9:4 Ich muss wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
Joh 9:5 Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.
Joh 9:6 Da er solches gesagt, sptzte er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierte den Kot auf des Blinden Augen
Joh 9:7 und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetscht: gesandt) und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.
Joh 9:8 Die Nachbarn und die ihn zuvor gesehen hatten, dass er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der dasa und bettelte?
Joh 9:9 Etliche sprachen: Er ist's, etliche aber: er ist ihm hnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's.
Joh 9:10 Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan worden?
Joh 9:11 Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heit, machte einen Kot und schmierte meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich! Ich ging hin und wusch mich und ward sehend.
Joh 9:12 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist er? Er sprach: Ich wei nicht.
Joh 9:13 Da fhrten sie ihn zu den Pharisern, der weiland<RF>bedeutet: einst, vormals<Rf> blind war.
Joh 9:14 (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen ffnete.)
Joh 9:15 Da fragten ihn abermals auch die Phariser, wie er wre sehend geworden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend.
Joh 9:16 Da sprachen etliche der Phariser: Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht hlt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein sndiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen.
Joh 9:17 Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, dass er hat deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet.
Joh 9:18 Die Juden glaubten nicht von ihm, dass er blind gewesen und sehend geworden wre, bis dass sie riefen die Eltern des, der sehend war geworden,
Joh 9:19 fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr sagt, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend?
Joh 9:20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren ist;
Joh 9:21 wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn, lasst ihn selbst fr sich reden.
Joh 9:22 Solches sagten seine Eltern; denn sie frchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon vereinigt, so jemand ihn fr Christus bekennte, dass er in den Bann getan wrde.
Joh 9:23 Darum sprachen seine Eltern: er ist alt genug, fraget ihn selbst.
Joh 9:24 Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! wir wissen, dass dieser Mensch ein Snder ist.
Joh 9:25 Er antwortete und sprach: Ist er ein Snder, das wei ich nicht; eines wei ich wohl, dass ich blind war und bin nun sehend.
Joh 9:26 Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf?
Joh 9:27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehrt? Was wollt ihr's abermals hren? Wollt ihr auch seine Jnger werden?
Joh 9:28 Da schalten sie ihn und sprachen: Du bist sein Jnger; wir aber sind Moses Jnger.
Joh 9:29 Wir wissen, dass Gott mit Mose geredet hat; woher aber dieser ist, wissen wir nicht.
Joh 9:30 Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, dass ihr nicht wisset, woher er sei, und er hat meine Augen aufgetan.
Joh 9:31 Wir wissen aber, dass Gott die Snder nicht hrt; sondern so jemand gottesfrchtig ist und tut seinen Willen, den hrt er.
Joh 9:32 Von der Welt an ist's nicht erhrt, dass jemand einem geborenen Blinden die Augen aufgetan habe.
Joh 9:33 Wre dieser nicht von Gott, er knnte nichts tun.
Joh 9:34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Snde geboren, und lehrst uns? Und stieen ihn hinaus.
Joh 9:35 Es kam vor Jesus, dass sie ihn ausgestoen hatten. Und da er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?
Joh 9:36 Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist's? auf dass ich an ihn glaube.
Joh 9:37 Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's.
Joh 9:38 Er aber sprach: Herr, ich glaube, und betete ihn an.
Joh 9:39 Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht auf diese Welt gekommen, auf dass, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden.
Joh 9:40 Und solches hrten etliche der Phariser, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind?
Joh 9:41 Jesus sprach zu ihnen: Wrt ihr blind, so httet ihr keine Snde; nun ihr aber sprecht: Wir sind sehend, bleibt eure Snde.
Joh 10:1 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer nicht zur Tr eingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mrder.
Joh 10:2 Der aber zur Tr hineingeht, der ist ein Hirte der Schafe.
Joh 10:3 Dem tut der Trhter auf, und die Schafe hren seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und fhrt sie aus.
Joh 10:4 Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, geht er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.
Joh 10:5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht.
Joh 10:6 Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte.
Joh 10:7 Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die Tr zu den Schafen.
Joh 10:8 Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Mrder; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht.
Joh 10:9 Ich bin die Tr; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden.
Joh 10:10 Ein Dieb kommt nur, dass er stehle, wrge und umbringe.
Joh 10:11 Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genge haben sollen.
Joh 10:12 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lsst sein Leben fr seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlsst die Schafe und flieht; und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe.
Joh 10:13 Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht.
Joh 10:14 Ich bin der gute Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen,
Joh 10:15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fr die Schafe.
Joh 10:16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muss ich herfhren, und sie werden meine Stimme hren, und wird eine Herde und ein Hirte werden.
Joh 10:17 Darum liebt mich mein Vater, dass ich mein Leben lasse, auf dass ich's wiedernehme.
Joh 10:18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.
Joh 10:19 Da ward abermals eine Zwietracht unter den Juden ber diese Worte.
Joh 10:20 Viele unter ihnen sprachen: Er hat den Teufel und ist unsinnig; was hret ihr ihm zu?
Joh 10:21 Die andern sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann der Teufel auch der Blinden Augen auftun?
Joh 10:22 Es ward aber Kirchweihe zu Jerusalem und war Winter.
Joh 10:23 Und Jesus wandelte im Tempel in der Halle Salomos.
Joh 10:24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hltst du unsre Seele auf? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus.
Joh 10:25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.
Joh 10:26 Aber ihr glaubet nicht; denn ihr seid von meinen Schafen nicht, wie ich euch gesagt habe.
Joh 10:27 Denn meine Schafe hren meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir,
Joh 10:28 und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reien.
Joh 10:29 Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist grer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reien.
Joh 10:30 Ich und der Vater sind eins.
Joh 10:31 Da hoben die Juden abermals Steine auf, dass sie ihn steinigten.
Joh 10:32 Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeigt von meinem Vater; um welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich?
Joh 10:33 Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslsterung willen und dass du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott.
Joh 10:34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Gtter?
Joh 10:35 So er die Gtter nennt, zu welchen das Wort geschah, und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden,
Joh 10:36 sprecht ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lsterst Gott, darum dass ich sage: Ich bin Gottes Sohn?
Joh 10:37 Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht;
Joh 10:38 tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf dass ihr erkennet und glaubet, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.
Joh 10:39 Sie suchten abermals ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Hnden
Joh 10:40 und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes zuvor getauft hatte, und blieb allda.
Joh 10:41 Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes tat kein Zeichen; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr.
Joh 10:42 Und glaubten allda viele an ihn.
Joh 11:1 Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus, von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha.
Joh 11:2 (Maria aber war, die den Herrn gesalbt hat mit Salbe und seine Fe getrocknet mit ihrem Haar; deren Bruder, Lazarus, war krank.)
Joh 11:3 Da sandten seine Schwestern zu ihm und lieen ihm sagen: Herr, siehe, den du liebhast, der liegt krank.
Joh 11:4 Da Jesus das hrte, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, dass der Sohn Gottes dadurch geehrt werde.
Joh 11:5 Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus.
Joh 11:6 Als er nun hrte, dass er krank war, blieb er zwei Tage an dem Ort, da er war.
Joh 11:7 Darnach spricht er zu seinen Jngern: Lasst uns wieder nach Juda ziehen!
Joh 11:8 Seine Jnger sprachen zu ihm: Meister, jenes Mal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen?
Joh 11:9 Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwlf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Welt.
Joh 11:10 Wer aber des Nachts wandelt, der stt sich; denn es ist kein Licht in ihm.
Joh 11:11 Solches sagte er, und darnach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schlft; aber ich gehe hin, dass ich ihn auferwecke.
Joh 11:12 Da sprachen seine Jnger: Herr, schlft er, so wird's besser mit ihm.
Joh 11:13 Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meinten aber, er redete vom leiblichen Schlaf.
Joh 11:14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;
Joh 11:15 und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dagewesen bin, auf dass ihr glaubt. Aber lasst uns zu ihm ziehen!
Joh 11:16 Da sprach Thomas, der genannt ist Zwilling, zu den Jngern: Lasst uns mitziehen, dass wir mit ihm sterben!
Joh 11:17 Da kam Jesus und fand ihn, dass er schon vier Tage im Grabe gelegen hatte.
Joh 11:18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, bei fnfzehn Feld Weges;
Joh 11:19 und viele Juden waren zu Martha und Maria gekommen, sie zu trsten ber ihren Bruder.
Joh 11:20 Als Martha nun hrte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen.
Joh 11:21 Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wrest du hier gewesen, mein Bruder wre nicht gestorben!
Joh 11:22 Aber ich wei auch noch, dass, was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.
Joh 11:23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen.
Joh 11:24 Martha spricht zu ihm: Ich wei wohl, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am Jngsten Tage.
Joh 11:25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich strbe;
Joh 11:26 und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
Joh 11:27 Sie spricht zu ihm: Herr, ja, ich glaube, dass du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.
Joh 11:28 Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach: Der Meister ist da und ruft dich.
Joh 11:29 Dieselbe, als sie das hrte, stand sie eilend auf und kam zu ihm.
Joh 11:30 (Denn Jesus war noch nicht in den Flecken gekommen, sondern war noch an dem Ort, da ihm Martha war entgegengekommen.)
Joh 11:31 Die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trsteten, da sie sahen Maria, dass sie eilend aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sprachen: Sie geht hin zum Grabe, dass sie daselbst weine.
Joh 11:32 Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Fen und sprach zu ihm: Herr, wrest du hier gewesen, mein Bruder wre nicht gestorben!
Joh 11:33 Als Jesus sie sah weinen und die Juden auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und betrbte sich selbst
Joh 11:34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprachen zu ihm: Herr, komm und sieh es!
Joh 11:35 Und Jesus gingen die Augen ber.
Joh 11:36 Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so liebgehabt!
Joh 11:37 Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der den Blinden die Augen aufgetan hat, nicht verschaffen, dass auch dieser nicht strbe?
Joh 11:38 Da ergrimmte Jesus abermals in sich selbst und kam zum Grabe. Es war aber eine Kluft, und ein Stein daraufgelegt.
Joh 11:39 Jesus sprach: Hebt den Stein ab! Spricht zu ihm Martha, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen.
Joh 11:40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, so du glauben wrdest, du wrdest die Herrlichkeit Gottes sehen?
Joh 11:41 Da hoben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hob seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhrt hast.
Joh 11:42 Doch ich wei, dass du mich allezeit hrst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, dass sie glauben, du habest mich gesandt.
Joh 11:43 Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Joh 11:44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtchern an Fen und Hnden und sein Angesicht verhllt mit dem Schweituch. Jesus spricht zu ihnen: Lset ihn auf und lasset ihn gehen!
Joh 11:45 Viele nun der Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.
Joh 11:46 Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.
Joh 11:47 Da versammelten die Hohenpriester und die Phariser einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen.
Joh 11:48 Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Rmer und nehmen uns Land und Leute.
Joh 11:49 Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts,
Joh 11:50 bedenket auch nichts; es ist uns besser ein Mensch sterbe fr das Volk, denn dass das ganze Volk verderbe.
Joh 11:51 (Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern weil er desselben Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben fr das Volk;
Joh 11:52 und nicht fr das Volk allein, sondern dass er auch die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zusammenbrchte.)
Joh 11:53 Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn tteten.
Joh 11:54 Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wste, in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jngern.
Joh 11:55 Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele aus der Gegend hinauf gen Jerusalem vor Ostern, dass sie sich reinigten.
Joh 11:56 Da standen sie und fragten nach Jesus und redeten miteinander im Tempel: Was dnkt euch, dass er nicht kommt auf das Fest?
Joh 11:57 Es hatten aber die Hohenpriester und Phariser lassen ein Gebot ausgehen: so jemand wsste, wo er wre, dass er's anzeige, dass sie ihn griffen.
Joh 12:1 Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferweckt hatte von den Toten.
Joh 12:2 Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha diente; Lazarus aber war deren einer, die mit ihm zu Tische saen.
Joh 12:3 Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungeflschter, kstlicher Narde und salbte die Fe Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fe; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe.
Joh 12:4 Da sprach seiner Jnger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet:
Joh 12:5 Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben?
Joh 12:6 Das sagte er aber nicht, dass er nach den Armen fragte; sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward.
Joh 12:7 Da sprach Jesus: Lass sie in Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrbnisses.
Joh 12:8 Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
Joh 12:9 Da erfuhr viel Volks der Juden, dass er daselbst war; und sie kamen nicht um Jesu willen allein, sondern dass sie auch Lazarus shen, welchen er von den Toten auferweckt hatte.
Joh 12:10 Aber die Hohenpriester trachteten darnach, dass sie auch Lazarus tteten;
Joh 12:11 denn um seinetwillen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.
Joh 12:12 Des andern Tages, da viel Volks, das aufs Fest gekommen war, hrte, dass Jesus kme gen Jerusalem,
Joh 12:13 nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der Knig von Israel!
Joh 12:14 Jesus aber fand ein Eselein und ritt darauf; wie denn geschrieben steht:
Joh 12:15 Frchte dich nicht du Tochter Zion! Siehe, dein Knig kommt, reitend auf einem Eselsfllen.
Joh 12:16 Solches verstanden seine Jnger zuvor nicht; sondern da Jesus verklrt ward, da dachten sie daran, dass solches von ihm geschrieben war und sie solches ihm getan hatten.
Joh 12:17 Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rhmte die Tat.
Joh 12:18 Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie hrten, er htte solches Zeichen getan.
Joh 12:19 Die Phariser aber sprachen untereinander: Ihr sehet, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt luft ihm nach!
Joh 12:20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufgekommen waren, dass sie anbeten auf dem Fest.
Joh 12:21 Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galila war, baten ihn und sprachen: Herr, wir wollten Jesum gerne sehen.
Joh 12:22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesus.
Joh 12:23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass des Menschen Sohn verklrt werde.
Joh 12:24 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Frchte.
Joh 12:25 Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben.
Joh 12:26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Joh 12:27 Jetzt ist meine Seele betrbt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in die Welt gekommen.
Joh 12:28 Vater verklre deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verklrt und will ihn abermals verklren.
Joh 12:29 Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhrte: Es donnerte. Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm.
Joh 12:30 Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen.
Joh 12:31 Jetzt geht das Gericht ber die Welt; nun wird der Frst dieser Welt ausgestoen werden.
Joh 12:32 Und ich, wenn ich erhht werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen.
Joh 12:33 (Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wrde.)
Joh 12:34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehrt im Gesetz, dass Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn: Des Menschen Sohn muss erhht werden? Wer ist dieser Menschensohn?
Joh 12:35 Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, dass euch die Finsternis nicht berfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der wei nicht, wo er hingeht.
Joh 12:36 Glaubet an das Licht, dieweil ihr es habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder seid.
Joh 12:37 Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie doch nicht an ihn,
Joh 12:38 auf dass erfllet werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte: Herr, wer glaubt unsrem Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?
Joh 12:39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja sagte abermals:
Joh 12:40 Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren und ich ihnen hlfe.
Joh 12:41 Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm.
Joh 12:42 Doch auch der Obersten glaubten viele an ihn; aber um der Phariser willen bekannten sie's nicht, dass sie nicht in den Bann getan wrden.
Joh 12:43 Denn sie hatten lieber die Ehre bei den Menschen als die Ehre bei Gott.
Joh 12:44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.
Joh 12:45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.
Joh 12:46 Ich bin gekommen in die Welt ein Licht, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Joh 12:47 Und wer meine Worte hrt, und glaubt nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt selig mache.
Joh 12:48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon seinen Richter; das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jngsten Tage.
Joh 12:49 Denn ich habe nicht von mir selber geredet; sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.
Joh 12:50 Und ich wei, dass sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gesagt hat.
Joh 13:1 Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, dass seine Zeit gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie hatte er geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
Joh 13:2 Und beim Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, dass er ihn verriete,
Joh 13:3 und Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hnde gegeben und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging:
Joh 13:4 stand er von Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgrtete sich.
Joh 13:5 Darnach goss er Wasser in ein Becken, hob an, den Jngern die Fe zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgrtet war.
Joh 13:6 Da kam er zu Simon Petrus; und der sprach zu ihm: Herr, sollst du mir meine Fe waschen?
Joh 13:7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weit du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.
Joh 13:8 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du meine Fe waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir.
Joh 13:9 So spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Fe allein, sondern auch die Hnde und das Haupt!
Joh 13:10 Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts denn die Fe waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.
Joh 13:11 (Denn er wusste seinen Verrter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.)
Joh 13:12 Da er nun ihre Fe gewaschen hatte, nahm er wieder seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermals zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe?
Joh 13:13 Ihr heiet mich Meister und Herr und saget recht daran, denn ich bin es auch.
Joh 13:14 So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Fe gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Fe waschen.
Joh 13:15 Ein Beispiel habe ich euch gegeben, dass ihr tut, wie ich euch getan habe.
Joh 13:16 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Der Knecht ist nicht grer denn sein Herr, noch der Apostel grer denn der ihn gesandt hat.
Joh 13:17 So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut.
Joh 13:18 Nicht sage ich von euch allen; ich wei, welche ich erwhlt habe. Aber es muss die Schrift erfllt werden: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Fen.
Joh 13:19 Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschieht, auf dass, wenn es geschehen ist, ihr glaubt, dass ich es bin.
Joh 13:20 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Joh 13:21 Da Jesus solches gesagt hatte, ward er betrbt im Geist und zeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
Joh 13:22 Da sahen sich die Jnger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete.
Joh 13:23 Es war aber einer unter seinen Jngern, der zu Tische sa an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte.
Joh 13:24 Dem winkte Simon Petrus, dass er forschen sollte, wer es wre, von dem er sagte.
Joh 13:25 Denn derselbe lag an der Brust Jesu, und er sprach zu ihm: Herr, wer ist's?
Joh 13:26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot.
Joh 13:27 Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
Joh 13:28 Das aber wusste niemand am Tische, wozu er's ihm sagte.
Joh 13:29 Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprche zu ihm: Kaufe was uns not ist auf das Fest! oder dass er den Armen etwas gbe.
Joh 13:30 Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.
Joh 13:31 Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verklrt, und Gott ist verklrt in ihm.
Joh 13:32 Ist Gott verklrt in ihm, so wird ihn auch Gott verklren in sich selbst und wird ihn bald verklren.
Joh 13:33 Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hin gehe, da knnet ihr nicht hin kommen, sage ich jetzt auch euch.
Joh 13:34 Ein neu Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf dass auch ihr einander liebhabet.
Joh 13:35 Dabei wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jnger seid, so ihr Liebe untereinander habt.
Joh 13:36 Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehst du hin? Jesus antwortete ihm: Wo ich hin gehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir nachmals folgen.
Joh 13:37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben fr dich lassen.
Joh 13:38 Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fr mich lassen? Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Der Hahn wird nicht krhen, bis du mich dreimal habest verleugnet.
Joh 14:1 Und er sprach zu seinen Jngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich!
Joh 14:2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Sttte zu bereiten.
Joh 14:3 Und wenn ich hingehe euch die Sttte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin.
Joh 14:4 Und wo ich hin gehe, das wisst ihr, und den Weg wisst ihr auch.
Joh 14:5 Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hin gehst; und wie knnen wir den Weg wissen?
Joh 14:6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Joh 14:7 Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Joh 14:8 Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so gengt uns.
Joh 14:9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater?
Joh 14:10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke.
Joh 14:11 Glaubet mir, dass ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.
Joh 14:12 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird grere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.
Joh 14:13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater geehrt werde in dem Sohne.
Joh 14:14 Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.
Joh 14:15 Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote.
Joh 14:16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Trster geben, dass er bei euch bleibe ewiglich:
Joh 14:17 den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Joh 14:18 Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch.
Joh 14:19 Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
Joh 14:20 An dem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
Joh 14:21 Wer meine Gebote hat und hlt sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Joh 14:22 Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, was ist's, dass du dich uns willst offenbaren und nicht der Welt?
Joh 14:23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
Joh 14:24 Wer mich aber nicht liebt, der hlt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hrt, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
Joh 14:25 Solches habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.
Joh 14:26 Aber der Trster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.
Joh 14:27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und frchte sich nicht.
Joh 14:28 Ihr habt gehrt, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Httet ihr mich lieb, so wrdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist grer als ich.
Joh 14:29 Und nun ich es euch gesagt habe, ehe denn es geschieht, auf dass, wenn es nun geschehen wird, ihr glaubet.
Joh 14:30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Frst dieser Welt, und hat nichts an mir.
Joh 14:31 Aber auf dass die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat: stehet auf und lasset uns von hinnen gehen.
Joh 15:1 Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingrtner.
Joh 15:2 Eine jeglich Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jegliche, die da Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.
Joh 15:3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
Joh 15:4 Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir.
Joh 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich knnt ihr nichts tun.
Joh 15:6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und mssen brennen.
Joh 15:7 So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.
Joh 15:8 Darin wird mein Vater geehrt, dass ihr viel Frucht bringet und werdet meine Jnger.
Joh 15:9 Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe!
Joh 15:10 So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
Joh 15:11 Solches rede ich zu euch, auf dass meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.
Joh 15:12 Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe.
Joh 15:13 Niemand hat grere Liebe denn die, dass er sein Leben lsst fr seine Freunde.
Joh 15:14 Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.
Joh 15:15 Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht wei nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich habe von meinem Vater gehrt, habe ich euch kundgetan.
Joh 15:16 Ihr habt mich nicht erwhlt; sondern ich habe euch erwhlt und gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, auf dass, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.
Joh 15:17 Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebet.
Joh 15:18 So euch die Welt hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat.
Joh 15:19 Wret ihr von der Welt, so htte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwhlt, darum hasst euch die Welt.
Joh 15:20 Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht grer denn sein Herr. Haben sie mich verfolgt, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.
Joh 15:21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
Joh 15:22 Wenn ich nicht gekommen wre und htte es ihnen gesagt, so htten sie keine Snde; nun aber knnen sie nichts vorwenden, ihre Snde zu entschuldigen.
Joh 15:23 Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater.
Joh 15:24 Htte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so htten sie keine Snde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und den Vater.
Joh 15:25 Doch dass erfllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohne Ursache.
Joh 15:26 Wenn aber der Trster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird zeugen von mir.
Joh 15:27 Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen.
Joh 16:1 Solches habe ich zu euch geredet, dass ihr euch nicht rgert.
Joh 16:2 Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, dass wer euch ttet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran.
Joh 16:3 Und solches werden sie euch darum tun, dass sie weder meinen Vater noch mich erkennen.
Joh 16:4 Aber solches habe ich zu euch geredet, auf das, wenn die Zeit kommen wird, ihr daran gedenket, dass ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch.
Joh 16:5 Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fragt mich: Wo gehst du hin?
Joh 16:6 Sondern weil ich solches geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns geworden.
Joh 16:7 Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, dass ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Trster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
Joh 16:8 Und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen um die Snde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht:
Joh 16:9 um die Snde, dass sie nicht glauben an mich;
Joh 16:10 um die Gerechtigkeit aber, dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet;
Joh 16:11 um das Gericht, dass der Frst dieser Welt gerichtet ist.
Joh 16:12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr knnt es jetzt nicht tragen.
Joh 16:13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hren wird, das wird er reden, und was zuknftig ist, wird er euch verknden.
Joh 16:14 Derselbe wird mich verklren; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkndigen.
Joh 16:15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich euch gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkndigen.
Joh 16:16 ber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber ber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater.
Joh 16:17 Da sprachen etliche unter seinen Jngern untereinander: Was ist das, was er sagt zu uns: ber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber ber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater?
Joh 16:18 Da sprachen sie: Was ist das, was er sagt: ber ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet.
Joh 16:19 Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fragt ihr untereinander, dass ich gesagt habe: ber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber ber ein kleines, so werdet ihr mich sehen.
Joh 16:20 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden.
Joh 16:21 Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass der Mensch zur Welt geboren ist.
Joh 16:22 Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Joh 16:23 Und an dem Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben.
Joh 16:24 Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.
Joh 16:25 Solches habe ich zu euch durch Sprichwrter geredet. Es kommt aber die Zeit, dass ich nicht mehr durch Sprichwrter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkndigen von meinem Vater.
Joh 16:26 An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater fr euch bitten will;
Joh 16:27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum dass ihr mich liebet und glaubet, dass ich von Gott ausgegangen bin.
Joh 16:28 Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
Joh 16:29 Sprechen zu ihm seine Jnger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagst kein Sprichwort.
Joh 16:30 Nun wissen wir, dass du alle Dinge weit und bedarfst nicht, dass dich jemand frage; darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.
Joh 16:31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr?
Joh 16:32 Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
Joh 16:33 Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt berwunden.
Joh 17:1 Solches redete Jesus, und hob seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da, dass du deinen Sohn verklrest, auf dass dich dein Sohn auch verklre;
Joh 17:2 Gleichwie du ihm Macht hast gegeben ber alles Fleisch, auf dass er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.
Joh 17:3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.
Joh 17:4 Ich habe dich verklrt auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.
Joh 17:5 Und nun verklre mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
Joh 17:6 Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten.
Joh 17:7 Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, sei von dir.
Joh 17:8 Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, dass sie glauben, dass du mich gesandt hast.
Joh 17:9 Ich bitte fr sie und bitte nicht fr die Welt, sondern fr die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein.
Joh 17:10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklrt.
Joh 17:11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien gleichwie wir.
Joh 17:12 Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahrt, und ist keiner von ihnen verloren, als das verlorene Kind, dass die Schrift erfllet wrde.
Joh 17:13 Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf dass sie in ihnen haben meine Freude vollkommen.
Joh 17:14 Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasste sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie ich denn auch nicht von der Welt bin.
Joh 17:15 Ich bitte nicht, dass du sie von der Welt nehmest, sondern dass du sie bewahrst vor dem bel.
Joh 17:16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin.
Joh 17:17 Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
Joh 17:18 Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt.
Joh 17:19 Ich heilige mich selbst fr sie, auf dass auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.
Joh 17:20 Ich bitte aber nicht allein fr sie, sondern auch fr die, so durch ihr Wort an mich glauben werden,
Joh 17:21 auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien, auf dass die Welt glaube, du habest mich gesandt.
Joh 17:22 Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind,
Joh 17:23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst.
Joh 17:24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegrndet ward.
Joh 17:25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast.
Joh 17:26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihn kundtun, auf dass die Liebe, damit du mich liebst, sei in ihnen und ich in ihnen.
Joh 18:1 Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jngern ber den Bach Kidron; da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jnger.
Joh 18:2 Judas aber, der ihn verriet, wusste den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jngern.
Joh 18:3 Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Phariser Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen.
Joh 18:4 Wie nun Jesus wusste alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr?
Joh 18:5 Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's! Judas aber, der ihn verriet, stand auch bei ihnen.
Joh 18:6 Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's! wichen sie zurck und fielen zu Boden.
Joh 18:7 Da fragte er sie abermals: Wen suchet ihr? Sie sprachen: Jesum von Nazareth.
Joh 18:8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen!
Joh 18:9 (Auf dass das Wort erfllet wrde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast.)
Joh 18:10 Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hie Malchus.
Joh 18:11 Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?
Joh 18:12 Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn
Joh 18:13 und fhrten ihn zuerst zu Hannas; der war des Kaiphas Schwiegervater, welcher des Jahres Hoherpriester war.
Joh 18:14 Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wre gut, dass EIN Mensch wrde umgebracht fr das Volk.
Joh 18:15 Simon Petrus aber folgte Jesu nach und ein anderer Jnger. Dieser Jnger war den Hohenpriestern bekannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast.
Joh 18:16 Petrus aber stand drauen vor der Tr. Da ging der andere Jnger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Trhterin und fhrte Petrus hinein.
Joh 18:17 Da sprach die Magd, die Trhterin, zu Petrus: Bist du nicht auch dieses Menschen Jnger einer? Er sprach: Ich bin's nicht.
Joh 18:18 Es standen aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht, denn es war kalt, und wrmten sich. Petrus aber stand bei ihnen und wrmte sich.
Joh 18:19 Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jnger und um seine Lehre.
Joh 18:20 Jesus antwortete ihm: Ich habe frei ffentlich geredet vor der Welt; ich habe allezeit gelehrt in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet.
Joh 18:21 Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehrt haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe.
Joh 18:22 Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabeistanden, Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten?
Joh 18:23 Jesus antwortete: Habe ich bel geredet, so beweise es, dass es bse sei; habe ich aber recht geredet, was schlgst du mich?
Joh 18:24 Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas.
Joh 18:25 Simon Petrus aber stand und wrmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jnger einer? Er leugnete aber und sprach: Ich bin's nicht!
Joh 18:26 Spricht einer von des Hohenpriesters Knechten, ein Gefreunder des, dem Petrus ein Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei Ihm?
Joh 18:27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krhte der Hahn.
Joh 18:28 Da fhrten sie Jesum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war frh; und sie gingen nicht in das Richthaus, auf dass sie nicht unrein wrden, sondern Ostern essen mchten.
Joh 18:29 Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr fr Klage wider diesen Menschen?
Joh 18:30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wre dieser nicht ein beltter, wir htten dir ihn nicht berantwortet.
Joh 18:31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir drfen niemand tten.
Joh 18:32 (Auf das erfllet wrde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben wrde.)
Joh 18:33 Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der Juden Knig?
Joh 18:34 Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben's dir andere von mir gesagt?
Joh 18:35 Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir berantwortet. Was hast du getan?
Joh 18:36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wre mein Reich von dieser Welt, meine Diener wrden kmpfen, dass ich den Juden nicht berantwortet wrde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.
Joh 18:37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Knig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein Knig. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich fr die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hret meine Stimme.
Joh 18:38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.
Joh 18:39 Ihr habt aber eine Gewohnheit, dass ich euch einen auf Ostern losgebe; wollt ihr nun, dass ich euch der Juden Knig losgebe?
Joh 18:40 Da schrieen sie wieder allesamt und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Mrder.
Joh 19:1 Da nahm Pilatus Jesum und geielte ihn.
Joh 19:2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an
Joh 19:3 und sprachen: Sei gegrt, lieber Judenknig! und gaben ihm Backenstreiche.
Joh 19:4 Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich fhre ihn heraus zu euch, dass ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde.
Joh 19:5 Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!
Joh 19:6 Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige! Kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm.
Joh 19:7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.
Joh 19:8 Da Pilatus das Wort hrte, frchtete er sich noch mehr
Joh 19:9 und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.
Joh 19:10 Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weit du nicht, dass ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?
Joh 19:11 Jesus antwortete: Du httest keine Macht ber mich, wenn sie dir nicht wre von obenherab gegeben; darum, der mich dir berantwortet hat, der hat grere Snde.
Joh 19:12 Von da an trachtete Pilatus, wie er ihn losliee. Die Juden aber schrieen und sprachen: Lsst du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Knig macht, der ist wider den Kaiser.
Joh 19:13 Da Pilatus das Wort hrte, fhrte er Jesum heraus und setzte sich auf den Richtstuhl an der Sttte, die da heit Hochpflaster, auf hebrisch aber Gabbatha.
Joh 19:14 Es war aber der Rsttag auf Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer Knig!
Joh 19:15 Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren Knig kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen Knig denn den Kaiser.
Joh 19:16 Da berantwortete er ihn, dass er gekreuzigt wrde. Sie nahmen aber Jesum und fhrten ihn ab.
Joh 19:17 Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Sttte, die da heit Schdelsttte, welche heit auf hebrisch Golgatha.
Joh 19:18 Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitteninne.
Joh 19:19 Pilatus aber schrieb eine berschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Knig.
Joh 19:20 Diese berschrift lasen viele Juden; denn die Sttte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuzigt ward. Und es war geschrieben in hebrischer, griechischer und lateinischer Sprache.
Joh 19:21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden Knig, sondern dass er gesagt habe: Ich bin der Juden Knig.
Joh 19:22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.
Joh 19:23 Die Kriegsknechte aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenht, von obenan gewirkt durch und durch.
Joh 19:24 Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soll. (Auf dass erfllet wrde die Schrift, die da sagt: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben ber meinen Rock das Los geworfen.) Solches taten die Kriegsknechte.
Joh 19:25 Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena.
Joh 19:26 Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jnger dabeistehen, den er liebhatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn!
Joh 19:27 Darnach spricht er zu dem Jnger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jnger zu sich.
Joh 19:28 Darnach, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, dass die Schrift erfllt wrde, spricht er: Mich drstet!
Joh 19:29 Da stand ein Gef voll Essig. Sie aber fllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Isop und hielten es ihm dar zum Munde.
Joh 19:30 Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.
Joh 19:31 Die Juden aber, dieweil es der Rsttag war, dass nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbat ber (denn desselben Sabbats Tag war gro), baten sie Pilatus, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen wrden.
Joh 19:32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war.
Joh 19:33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht;
Joh 19:34 sondern der Kriegsknechte einer ffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus.
Joh 19:35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und dieser wei, dass er die Wahrheit sagt, auf dass auch ihr glaubet.
Joh 19:36 Denn solches ist geschehen, dass die Schrift erfllet wrde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.
Joh 19:37 Und abermals spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.
Joh 19:38 Darnach bat den Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jnger Jesu war, doch heimlich aus Furcht vor den Juden, dass er mchte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab.
Joh 19:39 Es kam aber auch Nikodemus, der vormals in der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhe und Aloe untereinander bei hundert Pfunden.
Joh 19:40 Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tcher mit den Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben.
Joh 19:41 Es war aber an der Sttte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, in welches niemand je gelegt war.
Joh 19:42 Dahin legten sie Jesum um des Rsttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war.
Joh 20:1 Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena frh, da es noch finster war, zum Grabe und sieht, dass der Stein vom Grabe hinweg war.
Joh 20:2 Da luft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jnger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hin gelegt haben.
Joh 20:3 Da ging Petrus und der andere Jnger hinaus zum Grabe.
Joh 20:4 Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jnger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe,
Joh 20:5 guckt hinein und sieht die Leinen gelegt; er ging aber nicht hinein.
Joh 20:6 Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und sieht die Leinen gelegt,
Joh 20:7 und das Schweituch, das Jesus um das Haupt gebunden war, nicht zu den Leinen gelegt, sondern beiseits, zusammengewickelt, an einen besonderen Ort.
Joh 20:8 Da ging auch der andere Jnger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und er sah und glaubte es.
Joh 20:9 Denn sie wussten die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen msste.
Joh 20:10 Da gingen die Jnger wieder heim.
Joh 20:11 Maria aber stand vor dem Grabe und weinte drauen. Als sie nun weinte, guckte sie ins Grab
Joh 20:12 und sieht zwei Engel in weien Kleidern sitzen, einen zu den Hupten und eine zu den Fen, da sie den Leichnam hin gelegt hatten.
Joh 20:13 Und diese sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich wei nicht, wo sie ihn hin gelegt haben.
Joh 20:14 Und als sie das sagte, wandte sie sich zurck und sieht Jesus stehen und wei nicht, dass es Jesus ist.
Joh 20:15 Spricht er zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meint es sei der Grtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hin gelegt, so will ich ihn holen.
Joh 20:16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni (das heit: Meister)!
Joh 20:17 Spricht Jesus zu ihr: Rhre mich nicht an! denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Joh 20:18 Maria Magdalena kommt und verkndigt den Jngern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt.
Joh 20:19 Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jnger versammelt und die Tren verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
Joh 20:20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hnde und seine Seite. Da wurden die Jnger froh, dass sie den Herrn sahen.
Joh 20:21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Joh 20:22 Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist!
Joh 20:23 Welchen ihr die Snden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
Joh 20:24 Thomas aber, der Zwlf einer, der da heit Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam.
Joh 20:25 Da sagten die andern Jnger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, dass ich in seinen Hnden sehe die Ngelmale und lege meinen Finger in die Ngelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben.
Joh 20:26 Und ber acht Tage waren abermals seine Jnger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Tren verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!
Joh 20:27 Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hnde, und reiche dein Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht unglubig, sondern glubig!
Joh 20:28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
Joh 20:29 Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Joh 20:30 Auch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.
Joh 20:31 Diese aber sind geschrieben, dass ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und dass ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Joh 21:1 Darnach offenbarte sich Jesus abermals den Jngern an den Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also:
Joh 21:2 Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heit Zwilling, und Nathanael von Kana in Galila und die Shne des Zebedus und andere zwei seiner Jnger.
Joh 21:3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald; und in derselben Nacht fingen sie nichts.
Joh 21:4 Da aber jetzt Morgen war, stand Jesus am Ufer; aber die Jnger wussten nicht, dass es Jesus war.
Joh 21:5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Joh 21:6 Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische.
Joh 21:7 Da spricht der Jnger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Da Simon Petrus hrte, dass es der Herr war, grtete er das Hemd um sich (denn er war nackt) und warf sich ins Meer.
Joh 21:8 Die andern Jnger aber kamen auf dem Schiff (denn sie waren nicht ferne vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen.
Joh 21:9 Als sie nun austraten auf das Land, sahen sie Kohlen gelegt und Fische darauf und Brot.
Joh 21:10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!
Joh 21:11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll groer Fische, hundert und dreiundfnfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, zerriss das Netz nicht.
Joh 21:12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wussten, dass es der Herr war.
Joh 21:13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, desgleichen auch die Fische.
Joh 21:14 Das ist nun das drittemal, dass Jesus offenbart war seinen Jngern, nachdem er von den Toten auferstanden war.
Joh 21:15 Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weit, dass ich dich liebhabe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lmmer!
Joh 21:16 Spricht er wider zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weit, dass ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!
Joh 21:17 Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, dass er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weit alle Dinge, du weit, dass ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!
Joh 21:18 Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Da du jnger warst, grtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hnde ausstrecken, und ein anderer wird dich grten und fhren, wohin du nicht willst.
Joh 21:19 Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen wrde. Und da er das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach!
Joh 21:20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jnger folgen, welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust beim Abendessen gelegen war und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrt?
Joh 21:21 Da Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber dieser?
Joh 21:22 Jesus spricht zu ihm: So ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
Joh 21:23 Da ging eine Rede aus unter den Brdern: Dieser Jnger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, sondern: So ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
Joh 21:24 Dies ist der Jnger, der von diesen Dingen zeugt und dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahrhaftig ist.
Joh 21:25 Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt wrde die Bcher nicht fassen, die zu schreiben wren.
Act 1:1 Die erste Rede habe ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus anfing, beides, zu tun und zu lehren,
Act 1:2 bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, welche er hatte erwhlt, durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte,
Act 1:3 welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte durch mancherlei Erweisungen, und lie sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
Act 1:4 Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, dass sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheiung des Vaters, welche ihr habt gehrt (sprach er) von mir;
Act 1:5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
Act 1:6 Die aber, so zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel?
Act 1:7 Er aber sprach zu ihnen: Es gebhrt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat;
Act 1:8 sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Juda und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Act 1:9 Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
Act 1:10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Mnner in weien Kleidern,
Act 1:11 welche auch sagten: Ihr Mnner von Galila, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.
Act 1:12 Da wandten sie um gen Jerusalem von dem Berge, der da heit lberg, welcher ist nahe bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon.
Act 1:13 Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Sller, da denn sich aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomus und Matthus, Jakobus, des Alphus Sohn, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn.
Act 1:14 Diese alle waren stets beieinander einmtig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesus, und seinen Brdern.
Act 1:15 Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Jnger und sprach (es war aber eine Schar zuhauf bei hundertundzwanzig Namen):
Act 1:16 Ihr Mnner und Brder, es musste die Schrift erfllet werden, welche zuvor gesagt hat der Heilige Geist durch den Mund Davids von Judas, der ein Fhrer war derer, die Jesus fingen;
Act 1:17 denn er war zu uns gezhlt und hatte dies Amt mit uns berkommen.
Act 1:18 Dieser hat erworben den Acker um den ungerechten Lohn und ist abgestrzt und mitten entzweigeborsten, und all sein Eingeweide ausgeschttet.
Act 1:19 Und es ist kund geworden allen, die zu Jerusalem wohnen, also dass dieser Acker genannt wird auf ihrer Sprache: Hakeldama (das ist: ein Blutacker).
Act 1:20 Denn es steht geschrieben im Psalmbuch: Seine Behausung msse wst werden, und sei niemand, der darin wohne, und: Sein Bistum empfange ein anderer.
Act 1:21 So muss nun einer unter diesen Mnnern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit ber, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und ein gegangen,
Act 1:22 von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.
Act 1:23 Und sie stellten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunahmen Just, und Matthias,
Act 1:24 beteten und sprachen: Herr, aller Herzen Kndiger, zeige an, welchen du erwhlt hast unter diesen zweien,
Act 1:25 dass einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, dass er hinginge an seinen Ort.
Act 1:26 Und sie warfen das Los ber sie, und das Los fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln.
Act 2:1 Und als der Tag der Pfingsten erfllt war, waren sie alle einmtig beieinander.
Act 2:2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfllte das ganze Haus, da sie saen.
Act 2:3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen;
Act 2:4 und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.
Act 2:5 Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfrchtige Mnner aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist.
Act 2:6 Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestrzt; denn es hrte ein jeglicher, dass sie mit seiner Sprache redeten.
Act 2:7 Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galila?
Act 2:8 Wie hren wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind?
Act 2:9 Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Juda und Kappadozien, Pontus und Asien,
Act 2:10 Phrygien und Pamphylien, gypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Auslnder von Rom,
Act 2:11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hren sie mit unsren Zungen die groen Taten Gottes reden.
Act 2:12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
Act 2:13 Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll sen Weins.
Act 2:14 Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Mnner, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen.
Act 2:15 Denn diese sind nicht trunken, wie ihr whnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage;
Act 2:16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:
Act 2:17 Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgieen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Shne und eure Tchter sollen weissagen, und eure Jnglinge sollen Gesichte sehen, und eure ltesten sollen Trume haben;
Act 2:18 und auf meine Knechte und auf meine Mgde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgieen, und sie sollen weissagen.
Act 2:19 Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf;
Act 2:20 die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der groe und offenbare Tag des Herrn kommt.
Act 2:21 Und soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll selig werden.
Act 2:22 Ihr Mnner von Israel, hret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann, von Gott unter euch mit Taten und Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat unter euch (wie denn auch ihr selbst wisset),
Act 2:23 denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes bergeben war) habt ihr genommen durch die Hnde der Ungerechten und ihn angeheftet und erwrgt.
Act 2:24 Den hat Gott auferweckt, und aufgelst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmglich war, dass er sollte von ihm gehalten werden.
Act 2:25 Denn David spricht von ihm: Ich habe den Herrn allezeit vorgesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf dass ich nicht bewegt werde.
Act 2:26 Darum ist mein Herz frhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung.
Act 2:27 Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.
Act 2:28 Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfllen mit Freuden vor deinem Angesicht.
Act 2:29 Ihr Mnner, liebe Brder, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag.
Act 2:30 Da er nun ein Prophet war und wusste, dass ihm Gott verheien hatte mit einem Eide, dass die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen,
Act 2:31 hat er's zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, dass seine Seele nicht dem Tode gelassen ist und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.
Act 2:32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.
Act 2:33 Nun er durch die Rechte Gottes erhht ist und empfangen hat die Verheiung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und hret.
Act 2:34 Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
Act 2:35 bis dass ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Fe.
Act 2:36 So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem Herrn und Christus gemacht hat.
Act 2:37 Da sie aber das hrten, ging's ihnen durchs Herz, und fragten Petrus und die andern Apostel: Ihr Mnner, was sollen wir tun?
Act 2:38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Bue und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Snden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
Act 2:39 Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheiung und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzurufen wird.
Act 2:40 Auch mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!
Act 2:41 Die nun sein Wort gern annahmen, lieen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.
Act 2:42 Sie blieben aber bestndig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Act 2:43 Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel.
Act 2:44 Alle aber, die glubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein.
Act 2:45 Ihre Gter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war.
Act 2:46 Und sie waren tglich und stets beieinander einmtig im Tempel und brachen das Brot hin und her in Husern,
Act 2:47 nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfltigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der Herr aber tat hinzu tglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde.
Act 3:1 Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, da man pflegt zu beten.
Act 3:2 Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der lie sich tragen; und sie setzten ihn tglich vor des Tempels Tr, die da heit die schne, dass er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen.
Act 3:3 Da er nun sah Petrus und Johannes, dass sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er um ein Almosen.
Act 3:4 Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!
Act 3:5 Und er sah sie an, wartete, dass er etwas von ihnen empfinge.
Act 3:6 Petrus aber sprach: Gold und Silber habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandle!
Act 3:7 Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald standen seine Schenkel und Knchel fest;
Act 3:8 sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott.
Act 3:9 Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben.
Act 3:10 Sie kannten ihn auch, dass er's war, der um Almosen gesessen hatte vor der schnen Tr des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens ber das, was ihm widerfahren war.
Act 3:11 Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heit Salomos, und wunderten sich.
Act 3:12 Als Petrus das sah, antwortete er dem Volk: Ihr Mnner von Israel, was wundert ihr euch darber, oder was sehet ihr auf uns, als htten wir diesen wandeln gemacht durch unsre eigene Kraft oder Verdienst?
Act 3:13 Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Vter, hat seinen Knecht Jesus verklrt, welchen ihr berantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, da der urteilte, ihn loszulassen.
Act 3:14 Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und batet, dass man euch den Mrder schenkte;
Act 3:15 aber den Frsten des Lebens habt ihr gettet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; des sind wir Zeugen.
Act 3:16 Und durch den Glauben an seinen Namen hat diesen, den ihr sehet und kennet, sein Name stark gemacht; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen.
Act 3:17 Nun, liebe Brder, ich wei, dass ihr's durch Unwissenheit getan habt wie auch eure Obersten.
Act 3:18 Gott aber, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkndigt hat, wie Christus leiden sollte, hat's also erfllet.
Act 3:19 So tut nun Bue und bekehrt euch, dass eure Snden vertilgt werden;
Act 3:20 auf dass da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des Herrn, wenn er senden wird den, der euch jetzt zuvor gepredigt wird, Jesus Christus,
Act 3:21 welcher muss den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an.
Act 3:22 Denn Moses hat gesagt zu den Vtern: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brdern gleich wie mich; den sollt ihr hren in allem, was er zu euch sagen wird.
Act 3:23 Und es wird geschehen, welche Seele denselben Propheten nicht hren wird, die soll vertilgt werden aus dem Volk.
Act 3:24 Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkndigt.
Act 3:25 Ihr seid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat mit euren Vtern, da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Vlker auf Erden.
Act 3:26 Euch zuvrderst hat Gott auferweckt seinen Knecht Jesus und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.
Act 4:1 Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzer
Act 4:2 (sie verdross, dass sie das Volk lehrten und verkndigten an Jesu die Auferstehung von den Toten)
Act 4:3 und legten die Hnde an sie und setzten sie ein bis auf morgen; denn es war jetzt Abend.
Act 4:4 Aber viele unter denen, die dem Wort zuhrten, wurden glubig; und ward die Zahl der Mnner bei fnftausend.
Act 4:5 Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und ltesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem,
Act 4:6 Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und wie viel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht;
Act 4:7 und stellten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt oder in welchem Namen habt ihr das getan?
Act 4:8 Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr ltesten von Israel,
Act 4:9 so wir heute werden gerichtet ber dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist geheilt worden,
Act 4:10 so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, dass in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund.
Act 4:11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist.
Act 4:12 Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.
Act 4:13 Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und Johannes und verwunderten sich; denn sie waren gewiss, dass es ungelehrte Leute und Laien waren, kannten sie auch wohl, dass sie mit Jesu gewesen waren.
Act 4:14 Sie sahen aber den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen und hatten nichts dawider zu reden.
Act 4:15 Da hieen sie sie hinausgehen aus dem Rat und handelten miteinander und sprachen:
Act 4:16 Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn das offenbare Zeichen, durch sie geschehen, ist allen kund, die zu Jerusalem wohnen, und wir knnen's nicht leugnen.
Act 4:17 Aber auf dass es nicht weiter einreie unter das Volk, lasset uns ernstlich sie bedrohen, dass sie hinfort keinem Menschen von diesem Namen sagen.
Act 4:18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, dass sie sich allerdinge nicht hren lieen noch lehrten in dem Namen Jesu.
Act 4:19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob es vor Gott recht sei, dass wir euch mehr gehorchen denn Gott.
Act 4:20 Wir knnen's ja nicht lassen, dass wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehrt haben.
Act 4:21 Aber sie drohten ihnen und lieen sie gehen und fanden nicht, wie sie sie peinigten, um des Volkes willen; denn sie lobten alle Gott ber das, was geschehen war.
Act 4:22 Denn der Mensch war ber vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen der Gesundheit geschehen war.
Act 4:23 Und als man sie hatte gehen lassen, kamen sie zu den Ihren und verkndigten ihnen, was die Hohenpriester und ltesten zu ihnen gesagt hatten.
Act 4:24 Da sie das hrten, hoben sie ihre Stimme auf einmtig zu Gott und sprachen: Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat;
Act 4:25 der du durch den Mund Davids, deines Knechtes, gesagt hast: Warum empren sich die Heiden, und die Vlker nehmen vor, was umsonst ist?
Act 4:26 Die Knige der Erde treten zusammen, und die Frsten versammeln sich zuhauf wider den Herrn und wider seinen Christus:
Act 4:27 wahrlich ja, sie haben sich versammelt ber deinen heiligen Knecht Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volk Israel,
Act 4:28 zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, dass es geschehen sollte.
Act 4:29 Und nun, Herr, siehe an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden dein Wort,
Act 4:30 und strecke deine Hand aus, dass Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.
Act 4:31 Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Sttte, da sie versammelt waren; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit.
Act 4:32 Die Menge aber der Glubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gtern, dass sie sein wren, sondern es war ihnen alles gemein.
Act 4:33 Und mit groer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesu, und war groe Gnade bei ihnen allen.
Act 4:34 Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wie viel ihrer waren, die da cker oder Huser hatten, die verkauften sie und brachten das Geld des verkauften Guts
Act 4:35 und legten es zu der Apostel Fen; und man gab einem jeglichen, was ihm not war.
Act 4:36 Joses aber, mit dem Zunamen Barnabas (das heit: ein Sohn des Trostes), von Geschlecht ein Levit aus Zypern,
Act 4:37 der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es zu der Apostel Fen.
Act 5:1 Ein Mann aber, mit Namen Ananias samt seinem Weibe Saphira verkaufte sein Gut
Act 5:2 und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte einen Teil und legte ihn zu der Apostel Fen.
Act 5:3 Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfllt, dass du dem heiligen Geist lgest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers?
Act 5:4 Httest du ihn doch wohl mgen behalten, da du ihn hattest; und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen.
Act 5:5 Da Ananias aber diese Worte hrte, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine groe Furcht ber alle, die dies hrten.
Act 5:6 Es standen aber die Jnglinge auf und taten ihn beiseite und trugen ihn hinaus und begruben ihn.
Act 5:7 Und es begab sich ber eine Weile, bei drei Stunden, dass sein Weib hineinkam und wusste nicht, was geschehen war.
Act 5:8 Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir: Habt ihr den Acker so teuer verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer.
Act 5:9 Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins geworden, zu versuchen den Geist des Herrn? Siehe, die Fe derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tr und werden dich hinaustragen.
Act 5:10 Und alsbald fiel sie zu seinen Fen und gab den Geist auf. Da kamen die Jnglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihren Mann.
Act 5:11 Und es kam eine groe Furcht ber die ganze Gemeinde und ber alle, die solches hrten.
Act 5:12 Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Volk durch der Apostel Hnde; und sie waren alle in der Halle Salomos einmtig.
Act 5:13 Der andern aber wagte keiner, sich zu ihnen zu tun, sondern das Volk hielt gro von ihnen.
Act 5:14 Es wurden aber immer mehr hinzugetan, die da glaubten an den Herrn, eine Menge Mnner und Weiber,
Act 5:15 also dass sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legten sie auf Betten und Bahren, auf dass, wenn Petrus kme, sein Schatten ihrer etliche berschattete.
Act 5:16 Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stdten gen Jerusalem und brachten die Kranken und die von unsauberen Geistern gepeinigt waren; und wurden alle gesund.
Act 5:17 Es stand aber auf der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches ist die Sekte der Sadduzer, und wurden voll Eifers
Act 5:18 und legten die Hnde an die Apostel und warfen sie in das gemeine Gefngnis.
Act 5:19 Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Tren des Gefngnisses auf und fhrte sie heraus und sprach:
Act 5:20 Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens.
Act 5:21 Da sie das gehrt hatten, gingen sie frh in den Tempel und lehrten. Der Hohepriester aber kam und die mit ihm waren und riefen zusammen den Rat und alle ltesten der Kinder Israel und sandten hin zum Gefngnis, sie zu holen.
Act 5:22 Die Diener aber kamen hin und fanden sie nicht im Gefngnis, kamen wieder und verkndigten
Act 5:23 und sprachen: Das Gefngnis fanden wir verschlossen mit allem Flei und die Hter auen stehen vor den Tren; aber da wir auftaten, fanden wir niemand darin.
Act 5:24 Da diese Rede hrten der Hohenpriester und der Hauptmann des Tempels und andere Hohepriester, wurden sie darber betreten, was doch das werden wollte.
Act 5:25 Da kam einer, der verkndigte ihnen: Siehe, die Mnner, die ihr ins Gefngnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk.
Act 5:26 Da ging hin der Hauptmann mit den Dienern und holten sie, nicht mit Gewalt; denn sie frchteten sich vor dem Volk, dass sie gesteinigt wrden.
Act 5:27 Und als sie sie brachten, stellten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie
Act 5:28 und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, dass ihr nicht solltet lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfllt mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut ber uns fhren.
Act 5:29 Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen denn den Menschen.
Act 5:30 Der Gott unsrer Vter hat Jesus auferweckt, welchen ihr erwrgt habt und an das Holz gehngt.
Act 5:31 Den hat Gott durch seine rechte Hand erhht zu einem Frsten und Heiland, zu geben Israel Bue und Vergebung der Snden.
Act 5:32 Und wir sind seine Zeugen ber diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen.
Act 5:33 Da sie das hrten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten, sie zu tten.
Act 5:34 Da stand aber auf im Rat ein Phariser mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, in Ehren gehalten vor allem Volk, und hie die Apostel ein wenig hinaustun
Act 5:35 und sprach zu ihnen: Ihr Mnner von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt.
Act 5:36 Vor diesen Tagen stand auf Theudas und gab vor, er wre etwas, und hingen an ihm eine Zahl Mnner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreut und zunichte geworden.
Act 5:37 Darnach stand auf Judas aus Galila in den Tagen der Schtzung und machte viel Volks abfllig ihm nach; und der ist auch umgekommen, und alle, die ihm zufielen sind zerstreut.
Act 5:38 Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen;
Act 5:39 ist's aber aus Gott, so knnet ihr's nicht dmpfen; auf dass ihr nicht erfunden werdet als die wider Gott streiten wollen.
Act 5:40 Da fielen sie ihm zu und riefen die Apostel, stupten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht Reden in dem Namen Jesu, und lieen sie gehen.
Act 5:41 Sie gingen aber frhlich von des Rats Angesicht, dass sie wrdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden,
Act 5:42 und hrten nicht auf, alle Tage im Tempel und hin und her in Husern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.
Act 6:1 In den Tagen aber, da der Jnger viele wurden, erhob sich ein Murmeln unter den Griechen wider die Hebrer, darum dass ihre Witwen bersehen wurden in der tglichen Handreichung.
Act 6:2 Da riefen die Zwlf die Menge der Jnger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, dass wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen.
Act 6:3 Darum, ihr lieben Brder, sehet unter euch nach sieben Mnnern, die ein gut Gercht haben und voll heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mgen zu dieser Notdurft.
Act 6:4 Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Wortes.
Act 6:5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge wohl; und sie erwhlten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien.
Act 6:6 Diese stellten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hnde auf sie.
Act 6:7 Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jnger ward sehr gro zu Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
Act 6:8 Stephanus aber, voll Glaubens und Krfte, tat Wunder und groe Zeichen unter dem Volk.
Act 6:9 Da standen etliche auf von der Schule, die da heit der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer, und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus.
Act 6:10 Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete.
Act 6:11 Da richteten sie zu etliche Mnner, die sprachen: Wir haben ihn gehrt Lsterworte reden wider Mose und wider Gott.
Act 6:12 Und sie bewegten das Volk und die ltesten und die Schriftgelehrten und traten herzu und rissen ihn hin und fhrten ihn vor den Rat
Act 6:13 und stellten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch hrt nicht auf, zu reden Lsterworte wider diese heilige Sttte und das Gesetz.
Act 6:14 Denn wir haben ihn hren sagen: Jesus von Nazareth wird diese Sttte zerstren und ndern die Sitten, die uns Mose gegeben hat.
Act 6:15 Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.
Act 7:1 Da sprach der Hohepriester: Ist dem also?
Act 7:2 Er aber sprach: Liebe Brder und Vter, hret zu. Der Gott der Herrlichkeit erschien unsrem Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe er wohnte in Haran,
Act 7:3 und sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will.
Act 7:4 Da ging er aus der Chalder Lande und wohnte in Haran. Und von dort, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn herber in dies Land, darin ihr nun wohnet,
Act 7:5 und gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fu breit, und verhie ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte.
Act 7:6 Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und bel behandeln vierhundert Jahre;
Act 7:7 und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Sttte.
Act 7:8 Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugte Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwlf Erzvter.
Act 7:9 Und die Erzvter neideten Joseph und verkauften ihn nach gypten; aber Gott war mit ihm
Act 7:10 und errettete ihn aus aller seiner Trbsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor Pharao, dem Knig in gypten; der setzte ihn zum Frsten ber gypten ber sein ganzes Haus.
Act 7:11 Es kam aber eine teure Zeit ber das ganze Land gypten und Kanaan und groe Trbsal, und unsre Vter fanden nicht Nahrung.
Act 7:12 Jakob aber hrte, dass in gypten Getreide wre, und sandte unsre Vter aus aufs erstemal.
Act 7:13 Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brdern, und ward dem Pharao Josephs Geschlecht offenbar.
Act 7:14 Joseph aber sandte aus und lie holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, fnfundsiebzig Seelen.
Act 7:15 Und Jakob zog hinab nach gypten und starb, er und unsre Vter.
Act 7:16 Und sie sind herbergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte ums Geld von den Kindern Hemor zu Sichem.
Act 7:17 Da nun die Zeit der Verheiung nahte, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in gypten,
Act 7:18 bis dass ein anderer Knig aufkam, der nichts wusste von Joseph.
Act 7:19 Dieser trieb Hinterlist mit unsrem Geschlecht und behandelte unsre Vter bel und schaffte, dass man die jungen Kindlein aussetzen musste, dass sie nicht lebendig blieben.
Act 7:20 Zu der Zeit war Moses geboren, und war ein feines Kind vor Gott und ward drei Monate ernhrt in seines Vaters Hause.
Act 7:21 Als er aber ausgesetzt ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf, ihr selbst zu einem Sohn.
Act 7:22 Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der gypter und war mchtig in Werken und Worten.
Act 7:23 Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er zu sehen nach seinen Brdern, den Kindern von Israel.
Act 7:24 Und sah einen Unrecht leiden; da stand er bei und rchte den, dem Leid geschah, und erschlug den gypter.
Act 7:25 Er meinte aber, seine Brder sollten's verstehen, dass Gott durch seine Hand ihnen Heil gbe; aber sie verstanden's nicht.
Act 7:26 Und am andern Tage kam er zu ihnen, da sie miteinander haderten, und handelte mit ihnen, dass sie Frieden htten, und sprach: Liebe Mnner, ihr seid Brder, warum tut einer dem andern Unrecht?
Act 7:27 Der aber seinem Nchsten Unrecht tat, stie in von sich und sprach: Wer hat dich ber uns gesetzt zum Obersten und Richter?
Act 7:28 Willst du mich auch tten, wie du gestern den gypter gettet hast?
Act 7:29 Mose aber floh wegen dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian; daselbst zeugte er zwei Shne.
Act 7:30 Und ber vierzig Jahre erschien ihm in der Wste an dem Berge Sinai der Engel des Herrn in einer Feuerflamme im Busch.
Act 7:31 Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm:
Act 7:32 Ich bin der Gott deiner Vter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen.
Act 7:33 Aber der Herr sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen Fen; denn die Sttte, da du stehest, ist heilig Land!
Act 7:34 Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volkes, das in gypten ist, und habe ihr Seufzen gehrt und bin herabgekommen, sie zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach gypten senden.
Act 7:35 Diesen Mose, welchen sie verleugneten, da sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Erlser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch.
Act 7:36 Dieser fhrte sie aus und tat Wunder und Zeichen in gypten, im Roten Meer und in der Wste vierzig Jahre.
Act 7:37 Dies ist der Mose, der zu den Kindern Israel gesagt hat: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brdern gleichwie mich; den sollt ihr hren.
Act 7:38 Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wste mit dem Engel war, der ihm redete auf dem Berge Sinai und mit unsren Vtern; dieser empfing lebendige Worte, uns zu geben;
Act 7:39 welchem nicht wollten gehorsam werden eure Vter, sondern stieen ihn von sich und wandten sich um mit ihren Herzen nach gypten
Act 7:40 und sprachen zu Aaron: Mache uns Gtter, die vor uns hin gehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande gypten gefhrt hat, widerfahren ist.
Act 7:41 Und sie machten ein Kalb zu der Zeit und brachten dem Gtzen Opfer und freuten sich der Werke ihrer Hnde.
Act 7:42 Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, das sie dienten des Himmels Heer; wie denn geschrieben steht in dem Buch der Propheten: Habt ihr vom Hause Israel die vierzig Jahre in der Wste mir auch je Opfer und Vieh geopfert?
Act 7:43 Und ihr nahmet die Htte Molochs an und das Gestirn eures Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten. Und ich will euch wegwerfen jenseit Babylon.
Act 7:44 Es hatten unsre Vter die Htte des Zeugnisses in der Wste, wie ihnen das verordnet hatte, der zu Mose redete, dass er sie machen sollte nach dem Vorbilde, das er gesehen hatte;
Act 7:45 welche unsre Vter auch annahmen und mit Josua in das Land brachten, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstie vor dem Angesicht unsrer Vter bis zur Zeit Davids.
Act 7:46 Der fand Gnade bei Gott und bat, dass er eine Wohnung finden mchte fr den Gott Jakobs.
Act 7:47 Salomo aber baute ihm ein Haus.
Act 7:48 Aber der Allerhchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Hnden gemacht sind, wie der Prophet spricht:
Act 7:49 Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Fe Schemel; was wollt ihr mir denn fr ein Haus bauen? spricht der Herr, oder welches ist die Sttte meiner Ruhe?
Act 7:50 Hat nicht meine Hand das alles gemacht?
Act 7:51 Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Vter also auch ihr.
Act 7:52 Welchen Propheten haben eure Vter nicht verfolgt? Und sie haben gettet, die da zuvor verkndigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verrter und Mrder ihr nun geworden seid.
Act 7:53 Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschfte, und habt's nicht gehalten.
Act 7:54 Da sie solches hrten, ging's ihnen durchs Herz, und sie bissen die Zhne zusammen ber ihn.
Act 7:55 Wie er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes
Act 7:56 und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.
Act 7:57 Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und strmten einmtig auf ihn ein, stieen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Act 7:58 Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Fen eines Jnglings, der hie Saulus,
Act 7:59 und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!
Act 7:60 Er kniete aber nieder und schrie laut: Herr, behalte ihnen diese Snde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.
Act 8:1 Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber zu der Zeit eine groe Verfolgung ber die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreuten sich alle in die Lnder Juda und Samarien, auer den Aposteln.
Act 8:2 Es bestatteten aber Stephanus gottesfrchtige Mnner und hielten eine groe Klage ber ihn.
Act 8:3 Saulus aber verstrte die Gemeinde, ging hin und her in die Huser und zog hervor Mnner und Weiber und berantwortete sie ins Gefngnis.
Act 8:4 Die nun zerstreut waren, gingen um und predigten das Wort.
Act 8:5 Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo.
Act 8:6 Das Volk aber hrte einmtig und fleiig zu, was Philippus sagte, und sah die Zeichen, die er tat.
Act 8:7 Denn die unsauberen Geister fuhren aus vielen Besessenen mit groem Geschrei; auch viele Gichtbrchige und Lahme wurden gesund gemacht.
Act 8:8 Und es ward eine groe Freude in derselben Stadt.
Act 8:9 Es war aber ein Mann, mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er wre etwas Groes.
Act 8:10 Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und gro, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da gro ist.
Act 8:11 Sie sahen aber darum auf ihn, dass er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte.
Act 8:12 Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten vom Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, lieen sich taufen Mnner und Weiber.
Act 8:13 Da ward auch Simon glubig und lie sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich.
Act 8:14 Da aber die Apostel hrten zu Jerusalem, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes,
Act 8:15 welche, da sie hinabkamen, beteten sie ber sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.
Act 8:16 (Denn er war noch auf keinen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.)
Act 8:17 Da legten sie die Hnde auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist.
Act 8:18 Da aber Simon sah, dass der Heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die Hnde auflegten, bot er ihnen Geld an
Act 8:19 und sprach: Gebt mir auch die Macht, dass, so ich jemand die Hnde auflege, derselbe den Heiligen Geist empfange.
Act 8:20 Petrus aber sprach zu ihm: dass du verdammt werdest mit deinem Gelde, darum dass du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt!
Act 8:21 Du wirst weder Teil noch Anfall haben an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott.
Act 8:22 Darum tue Bue fr diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden mchte die Tcke deines Herzens.
Act 8:23 Denn ich sehe, du bist voll bitterer Galle und verknpft mit Ungerechtigkeit.
Act 8:24 Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn fr mich, dass der keines ber mich komme, davon ihr gesagt habt.
Act 8:25 Sie aber, da sie bezeugt und geredet hatten das Wort des Herrn, wandten sich wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken.
Act 8:26 Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Strae, die von Jerusalem geht hinab gen Gaza, die da wst ist.
Act 8:27 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kmmerer und Gewaltiger der Knigin Kandaze in Mohrenland, welcher war ber ihre ganze Schatzkammer, der war gekommen gen Jerusalem, anzubeten,
Act 8:28 und zog wieder heim und sa auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
Act 8:29 Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen!
Act 8:30 Da lief Philippus hinzu und hrte, dass er den Propheten Jesaja las, und sprach: Verstehst du auch, was du liesest?
Act 8:31 Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnte Philippus, dass er auftrte und setzte sich zu ihm.
Act 8:32 Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein Schaf zur Schlachtung gefhrt; und still wie ein Lamm vor seinem Scherer, also hat er nicht aufgetan seinen Mund.
Act 8:33 In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben. Wer wird aber seines Lebens Lnge ausreden? denn sein Leben ist von der Erde weggenommen.
Act 8:34 Da antwortete der Kmmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches? von sich selber oder von jemand anders?
Act 8:35 Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu.
Act 8:36 Und als sie zogen der Strae nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kmmerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, dass ich mich taufen lasse?
Act 8:37 Philippus aber sprach: Glaubst du von ganzem Herzen, so mag's wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist.
Act 8:38 Und er hie den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser beide, Philippus und der Kmmerer, und er taufte ihn.
Act 8:39 Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rckte der Geist des Herrn Philippus hinweg, und der Kmmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Strae frhlich.
Act 8:40 Philippus aber ward gefunden zu Asdod und wandelte umher und predigte allen Stdten das Evangelium, bis dass er kam gen Csarea.
Act 9:1 Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jnger des Herrn und ging zum Hohenpriester
Act 9:2 und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf dass, so er etliche dieses Weges fnde, Mnner und Weiber, er sie gebunden fhrte gen Jerusalem.
Act 9:3 Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn pltzlich ein Licht vom Himmel;
Act 9:4 und er fiel auf die Erde und hrte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Act 9:5 Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken.
Act 9:6 Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.
Act 9:7 Die Mnner aber, die seine Gefhrten waren, standen und waren erstarrt; denn sie hrten die Stimme, und sahen niemand.
Act 9:8 Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn bei der Hand und fhrten ihn gen Damaskus;
Act 9:9 und er war drei Tage nicht sehend und a nicht und trank nicht.
Act 9:10 Es war aber ein Jnger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesicht: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr.
Act 9:11 Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Gasse, die da heit die gerade, und frage im Hause des Judas nach einem namens Saul von Tarsus; denn siehe, er betet,
Act 9:12 und hat gesehen im Gesicht einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, dass er wieder sehend werde.
Act 9:13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehrt von diesem Manne, wieviel bles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem;
Act 9:14 und er hat allhier Macht von den Hohenpriestern, zu binden alle, die deinen Namen anrufen.
Act 9:15 Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwhltes Rstzeug, dass er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Knigen und vor den Kindern von Israel.
Act 9:16 Ich will ihm zeigen wieviel er leiden muss um meines Namens willen.
Act 9:17 Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hnde auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du her kamst), dass du wieder sehend und mit dem heiligen Geist erfllt werdest.
Act 9:18 Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend
Act 9:19 und stand auf, lie sich taufen und nahm Speise zu sich und strkte sich. Saulus aber war eine Zeitlang bei den Jngern zu Damaskus.
Act 9:20 Und alsbald predigte er Christus in den Schulen, dass derselbe Gottes Sohn sei.
Act 9:21 Sie entsetzten sich aber alle, die es hrten, und sprachen: Ist das nicht, der zu Jerusalem verstrte alle, die diesen Namen anrufen, und darum hergekommen, dass er sie gebunden fhre zu den Hohenpriestern?
Act 9:22 Saulus aber ward immer krftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohnten, und bewhrte es, dass dieser ist der Christus.
Act 9:23 Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, dass sie ihn tteten.
Act 9:24 Aber es ward Saulus kundgetan, dass sie ihm nachstellten. Sie hteten aber Tag und Nacht an den Toren, dass sie ihn tteten.
Act 9:25 Da nahmen ihn die Jnger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und lieen ihn in einem Korbe hinab.
Act 9:26 Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jngern zu tun; und sie frchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dass er ein Jnger wre.
Act 9:27 Barnabas aber nahm ihn zu sich und fhrte ihn zu den Aposteln und erzhlte ihnen, wie er auf der Strae den Herrn gesehen und er mit ihm geredet und wie er zu Damaskus den Namen Jesus frei gepredigt htte.
Act 9:28 Und er war bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei.
Act 9:29 Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stellten ihm nach, dass sie ihn tteten.
Act 9:30 Da das die Brder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Csarea und schickten ihn gen Tarsus.
Act 9:31 So hatte nun die ganze Gemeinde Frieden durch ganz Juda und Galila und Samarien und baute sich und wandelte in der Furcht des Herrn und ward erfllt mit Trost des Heiligen Geistes.
Act 9:32 Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, dass er auch zu den Heiligen kam, die zu Lydda wohnten.
Act 9:33 Daselbst fand er einen Mann mit Namen neas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbrchig.
Act 9:34 Und Petrus sprach zu ihm: neas, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und bette dir selber! Und alsobald stand er auf.
Act 9:35 Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und in Saron wohnten; die bekehrten sich zu dem Herrn.
Act 9:36 Zu Joppe aber war eine Jngerin mit Namen Tabea (welches verdolmetscht heit: Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat.
Act 9:37 Es begab sich aber zu der Zeit, dass sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbe und legten sie auf den Sller.
Act 9:38 Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Jnger hrten, dass Petrus daselbst war, sandten sie zwei Mnner zu ihm und ermahnten ihn, dass er sich's nicht liee verdrieen, zu ihnen zu kommen.
Act 9:39 Petrus aber stand auf und kam mit ihnen. Und als er hingekommen war, fhrten sie ihn hinauf auf den Sller, und traten um ihn alle Witwen, weinten und zeigten ihm die Rcke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie noch bei ihnen war.
Act 9:40 Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder.
Act 9:41 Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebendig dar.
Act 9:42 Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glubig an den Herrn.
Act 9:43 Und es geschah, dass er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.
Act 10:1 Es war aber ein Mann zu Csarea, mit Namen Kornelius, ein Hauptmann von der Schar, die da heit die italische,
Act 10:2 gottselig und gottesfrchtig samt seinem ganzen Hause, und gab dem Volk viel Almosen und betete immer zu Gott.
Act 10:3 Der sah in einem Gesicht offenbarlich um die neunte Stunde am Tage einen Engel Gottes zu sich eingehen, der sprach zu ihm: Kornelius!
Act 10:4 Er aber sah ihn an, erschrak und sprach: Herr, was ist's? Er aber sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen ins Gedchtnis vor Gott.
Act 10:5 Und nun sende Mnner gen Joppe und lass fordern Simon, mit dem Zunamen Petrus,
Act 10:6 welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst.
Act 10:7 Und da der Engel, der mit Kornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfrchtigen Kriegsknecht von denen, die ihm aufwarteten,
Act 10:8 und erzhlte es ihnen alles und sandte sie gen Joppe.
Act 10:9 Des anderen Tages, da diese auf dem Wege waren, und nahe zur Stadt kamen, stieg Petrus hinauf auf den Sller, zu beten, um die sechste Stunde.
Act 10:10 Und als er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er entzckt
Act 10:11 und sah den Himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gef wie ein groes leinenes Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und es ward niedergelassen auf die Erde.
Act 10:12 Darin waren allerlei vierfige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewrm und Vgel des Himmels.
Act 10:13 Und es geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und iss!
Act 10:14 Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen.
Act 10:15 Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das mache du nicht gemein.
Act 10:16 Und das geschah zu drei Malen; und das Gef ward wieder aufgenommen gen Himmel.
Act 10:17 Als aber Petrus sich in sich selbst bekmmerte, was das Gesicht wre, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Mnner, von Kornelius gesandt, nach dem Hause Simons und standen an der Tr,
Act 10:18 riefen und forschten, ob Simon, mit dem Zunamen Petrus, allda zur Herberge wre.
Act 10:19 Indem aber Petrus nachsann ber das Gesicht, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Mnner suchen dich;
Act 10:20 aber stehe auf, steig hinab und zieh mit ihnen und zweifle nicht; denn ich habe sie gesandt.
Act 10:21 Da stieg Petrus hinab zu den Mnnern, die von Kornelius zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr sucht; was ist die Sache, darum ihr hier seid?
Act 10:22 Sie aber sprachen: Kornelius, der Hauptmann, ein frommer und gottesfrchtiger Mann und gutes Gerchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte fordern lassen in sein Haus und Worte von dir hren.
Act 10:23 Da rief er sie hinein und beherbergte sie. Des anderen Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Brder von Joppe gingen mit ihm.
Act 10:24 Und des andern Tages kamen sie gen Csarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte zusammengerufen seine Verwandten und Freunde.
Act 10:25 Und als Petrus hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel zu seinen Fen und betete ihn an.
Act 10:26 Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf, ich bin auch ein Mensch.
Act 10:27 Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viele, die zusammengekommen waren.
Act 10:28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein unerlaubtes Ding ist einem jdischen Mann, sich zu tun oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu heien.
Act 10:29 Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich ward hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern?
Act 10:30 Kornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet, bis an diese Stunde, und um die neunte Stunde betete ich in meinen Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem hellen Kleid
Act 10:31 und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhrt, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott.
Act 10:32 So sende nun gen Joppe und lass herrufen einen Simon, mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird, wenn er kommt, mit dir reden.
Act 10:33 Da sandte ich von Stund an zu dir; und du hast wohl getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwrtig vor Gott, zu hren alles, was dir von Gott befohlen ist.
Act 10:34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahr ich mit der Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht;
Act 10:35 sondern in allerlei Volk, wer ihn frchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.
Act 10:36 Ihr wisst wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und dass er hat den Frieden verkndigen lassen durch Jesum Christum (welcher ist ein Herr ber alles),
Act 10:37 die durchs ganze jdische Land geschehen ist und angegangen in Galila nach der Taufe, die Johannes predigte:
Act 10:38 wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel berwltigt waren; denn Gott war mit ihm.
Act 10:39 Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie gettet und an ein Holz gehngt.
Act 10:40 Den hat Gott auferweckt am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden,
Act 10:41 nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwhlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten.
Act 10:42 Und hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, dass er ist verordnet von Gott zum Richter der Lebendigen und der Toten.
Act 10:43 Von diesem zeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Snden empfangen sollen.
Act 10:44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhrten.
Act 10:45 Und die Glubigen aus den Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, dass auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward;
Act 10:46 denn sie hrten, dass sie mit Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus:
Act 10:47 Mag auch jemand das Wasser wehren, dass diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir?
Act 10:48 Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Da baten sie ihn, dass er etliche Tage dabliebe.
Act 11:1 Es kam aber vor die Apostel und Brder, die in dem jdischen Lande waren, dass auch die Heiden htten Gottes Wort angenommen.
Act 11:2 Und da Petrus hinaufkam gen Jerusalem, zankten mit ihm, die aus den Juden waren,
Act 11:3 und sprachen: Du bist eingegangen zu den Mnnern, die unbeschnitten sind, und hast mit ihnen gegessen.
Act 11:4 Petrus aber hob an und erzhlte es ihnen nacheinander her und sprach:
Act 11:5 Ich war in der Stadt Joppe im Gebete und war entzckt und sah ein Gesicht, nmlich ein Gef herniederfahren, wie ein groes leinenes Tuch mit vier Zipfeln, und niedergelassen vom Himmel, das kam bis zu mir.
Act 11:6 Darein sah ich und ward gewahr und sah vierfige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewrm und Vgel des Himmels.
Act 11:7 Ich hrte aber eine Stimme, die sprach zu mir: Stehe auf, Petrus, schlachte und iss!
Act 11:8 Ich aber sprach: O nein, Herr; denn es ist nie etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gegangen.
Act 11:9 Aber die Stimme antwortete mir zum andernmal vom Himmel: Was Gott gereinigt hat, das mache du nicht gemein.
Act 11:10 Das geschah aber dreimal; und alles ward wieder hinauf gen Himmel gezogen.
Act 11:11 Und siehe von Stund an standen drei Mnner vor dem Hause, darin ich war, gesandt von Csarea zu mir.
Act 11:12 Der Geist aber sprach zu mir, ich sollte mit ihnen gehen und nicht zweifeln. Es kamen aber mit mir diese sechs Brder, und wir gingen in des Mannes Haus.
Act 11:13 Und er verkndigte uns, wie er gesehen htte einen Engel in seinem Hause stehen, der zu ihm gesprochen htte: Sende Mnner gen Joppe und lass fordern den Simon, mit dem Zunamen Petrus;
Act 11:14 der wird dir Worte sagen, dadurch du selig werdest und dein ganzes Haus.
Act 11:15 Indem aber ich anfing zu reden, fiel der heilige Geist auf sie gleichwie auf uns am ersten Anfang.
Act 11:16 Da dachte ich an das Wort des Herrn, als er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden.
Act 11:17 So nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die da glauben an den Herrn Jesus Christus: wer war ich, dass ich konnte Gott wehren?
Act 11:18 Da sie das hrten schwiegen sie still und lobten Gott und sprachen: So hat Gott auch den Heiden Bue gegeben zum Leben!
Act 11:19 Die aber zerstreut waren in der Trbsal, so sich ber Stephanus erhob, gingen umher bis gen Phnizien und Zypern und Antiochien und redeten das Wort zu niemand denn allein zu den Juden.
Act 11:20 Es waren aber etliche unter ihnen, Mnner von Zypern und Kyrene, die kamen gen Antiochien und redeten auch zu den Griechen und predigten das Evangelium vom Herrn Jesus.
Act 11:21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine groe Zahl ward glubig und bekehrte sich zu dem Herrn.
Act 11:22 Es kam aber diese Rede von ihnen vor die Ohren der Gemeinde zu Jerusalem; und sie sandten Barnabas, dass er hinginge bis gen Antiochien.
Act 11:23 Dieser, da er hingekommen war und sah die Gnade Gottes, ward er froh und ermahnte sie alle, dass sie mit festem Herzen an dem Herrn bleiben wollten.
Act 11:24 Denn er war ein frommer Mann, voll heiligen Geistes und Glaubens. Und es ward ein groes Volk dem Herrn zugetan.
Act 11:25 Barnabas aber zog aus gen Tarsus, Saulus wieder zu suchen;
Act 11:26 und da er ihn fand, fhrte er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehrten viel Volks; daher die Jnger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden.
Act 11:27 In diesen Tagen kamen Propheten von Jerusalem gen Antiochien.
Act 11:28 Und einer unter ihnen mit Namen Agabus stand auf und deutete durch den Geist eine groe Teuerung, die da kommen sollte ber den ganzen Kreis der Erde; welche geschah unter dem Kaiser Klaudius.
Act 11:29 Aber unter den Jngern beschloss ein jeglicher, nach dem er vermochte, zu senden eine Handreichung den Brdern, die in Juda wohnten;
Act 11:30 wie sie denn auch taten, und schickten's zu den ltesten durch die Hand Barnabas und Saulus.
Act 12:1 Um diese Zeit legte der Knig Herodes die Hnde an etliche von der Gemeinde, sie zu peinigen.
Act 12:2 Er ttete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
Act 12:3 Und da er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus auch. Es waren aber eben die Tage der sen Brote.
Act 12:4 Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefngnis und berantwortete ihn vier Rotten, je von vier Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte, ihn nach Ostern dem Volk vorzustellen.
Act 12:5 Und Petrus ward zwar im Gefngnis gehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhren fr ihn zu Gott.
Act 12:6 Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselben Nacht schlief Petrus zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwei Ketten, und die Hter vor der Tr hteten das Gefngnis.
Act 12:7 Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem Gemach; und er schlug Petrus an die Seite und weckte ihn und sprach: Stehe behende auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Hnden.
Act 12:8 Und der Engel sprach zu ihm: Grte dich und tu deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich und folge mir nach!
Act 12:9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass ihm wahrhaftig solches geschhe durch den Engel; sondern es deuchte ihn, er she ein Gesicht.
Act 12:10 Sie gingen aber durch die erste und andere Hut und kamen zu der eisernen Tr, welche zur Stadt fhrt; die tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und alsobald schied der Engel von ihm.
Act 12:11 Und da Petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun wei ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand des Herodes und von allen Warten des jdischen Volkes.
Act 12:12 Und als er sich besann, kam er vor das Haus Marias, der Mutter des Johannes, der mit dem Zunamen Markus hie, da viele beieinander waren und beteten.
Act 12:13 Als aber Petrus an die Tr des Tores klopfte, trat hervor eine Magd, zu horchen, mit Namen Rhode.
Act 12:14 Und als sie des Petrus Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor Freuden, lief aber hinein und verkndigte es ihnen, Petrus stnde vor dem Tor.
Act 12:15 Sie aber sprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestand darauf, es wre also. Sie sprachen: Es ist sein Engel.
Act 12:16 Petrus klopfte weiter an. Da sie aber auftaten, sahen sie ihn und entsetzten sich.
Act 12:17 Er aber winkte ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzhlte ihnen, wie ihn der Herr hatte aus dem Gefngnis gefhrt, und sprach: Verkndiget dies Jakobus und den Brdern. Und ging hinaus und zog an einen andern Ort.
Act 12:18 Da es aber Tag ward, war eine nicht kleine Bekmmernis unter den Kriegsknechten, wie es doch mit Petrus gegangen wre.
Act 12:19 Herodes aber, da er ihn forderte und nicht fand, lie die Hter verhren und hie sie wegfhren; und zog von Juda hinab gen Csarea und hielt allda sein Wesen.
Act 12:20 Denn er gedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmtig zu ihm und berredeten des Knigs Kmmerer, Blastus, und baten um Frieden, darum dass ihre Lande sich nhren mussten von des Knigs Land.
Act 12:21 Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das knigliche Kleid an, setzte sich auf den Richtstuhl und tat eine Rede zu ihnen.
Act 12:22 Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen!
Act 12:23 Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum dass er die Ehre nicht Gott gab; und ward gefressen von den Wrmern und gab den Geist auf.
Act 12:24 Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich.
Act 12:25 Barnabas aber und Saulus kehrten wieder von Jerusalem, nachdem sie berantwortet hatten die Handreichung, und nahmen mit sich Johannes, mit dem Zunamen Markus.
Act 13:1 Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, nmlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manahen, der mit Herodes dem Vierfrsten erzogen war, und Saulus.
Act 13:2 Da sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe.
Act 13:3 Da fasteten sie und beteten und legten die Hnde auf sie und lieen sie gehen.
Act 13:4 Diese nun, wie sie ausgesandt waren vom heiligen Geist, kamen sie gen Seleucia, und von da schifften sie gen Zypern.
Act 13:5 Und da sie in die Stadt Salamis kamen, verkndigten sie das Wort Gottes in der Juden Schulen; sie hatten aber auch Johannes zum Diener.
Act 13:6 Und da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos, fanden sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hie Bar-Jesus;
Act 13:7 der war bei Sergius Paulus, dem Landvogt, einem verstndigen Mann. Der rief zu sich Barnabas und Saulus und begehrte, das Wort Gottes zu hren.
Act 13:8 Da widerstand ihnen der Zauberer Elymas (denn also wird sein Name gedeutet) und trachtete, dass er den Landvogt vom Glauben wendete.
Act 13:9 Saulus aber, der auch Paulus heit, voll heiligen Geistes, sah ihn an
Act 13:10 und sprach: O du Kind des Teufels, voll aller List und aller Schalkheit, und Feind aller Gerechtigkeit, du hrst nicht auf, abzuwenden die rechten Wege des Herrn;
Act 13:11 und nun siehe, die Hand des Herrn kommt ber dich, und du sollst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen! Und von Stund an fiel auf ihn Dunkelheit und Finsternis, und er ging umher und suchte Handleiter.
Act 13:12 Als der Landvogt die Geschichte sah, glaubte er und verwunderte sich der Lehre des Herrn.
Act 13:13 Da aber Paulus und die um ihn waren, von Paphos schifften, kamen sie gen Perge im Lande Pamphylien. Johannes aber wich von ihnen und zog wieder gen Jerusalem.
Act 13:14 Sie aber zogen weiter von Perge und kamen gen Antiochien im Lande Pisidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich.
Act 13:15 Nach der Lektion aber des Gesetzes und der Propheten sandten die Obersten der Schule zu ihnen und lieen ihnen sagen: Liebe Brder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so sagt an.
Act 13:16 Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr Mnner von Israel und die ihr Gott frchtet, hret zu!
Act 13:17 Der Gott dieses Volkes hat erwhlt unsre Vter und erhht das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande gypten, und mit einem hohen Arm fhrte er sie aus demselben.
Act 13:18 Und vierzig Jahre lang duldete er ihre Weise in der Wste,
Act 13:19 und vertilgte sieben Vlker in dem Lande Kanaan und teilte unter sie nach dem Los deren Lande.
Act 13:20 Darnach gab er ihnen Richter vierhundert und fnfzig Jahre lang bis auf den Propheten Samuel.
Act 13:21 Und von da an baten sie um einen Knig; und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Geschlechte Benjamin, vierzig Jahre lang.
Act 13:22 Und da er denselben wegtat, richtete er auf ber sie David zum Knig, von welchem er zeugte: Ich habe gefunden David, den Sohn Jesse's, einen Mann nach meinem Herzen, der soll tun allen meinen Willen.
Act 13:23 Aus dieses Samen hat Gott, wie er verheien hat, kommen lassen Jesum, dem Volk Israel zum Heiland;
Act 13:24 wie denn Johannes zuvor dem Volk Israel predigte die Taufe der Bue, ehe denn er anfing.
Act 13:25 Da aber Johannes seinen Lauf erfllte, sprach er: Ich bin nicht der, fr den ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert bin, dass ich ihm die Schuhe seiner Fe auflse.
Act 13:26 Ihr Mnner, liebe Brder, ihr Kinder des Geschlechts Abraham und die unter euch Gott frchten, euch ist das Wort dieses Heils gesandt.
Act 13:27 Denn die zu Jerusalem wohnen und ihre Obersten, dieweil sie diesen nicht kannten noch die Stimme der Propheten (die alle Sabbate gelesen werden), haben sie dieselben mit ihrem Urteil erfllt.
Act 13:28 Und wiewohl sie keine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatus, ihn zu tten.
Act 13:29 Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab.
Act 13:30 Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten;
Act 13:31 und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galila gen Jerusalem gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volk.
Act 13:32 Und wir verkndigen euch die Verheiung, die zu unsren Vtern geschehen ist,
Act 13:33 dass sie Gott uns, ihren Kindern, erfllt hat in dem, dass er Jesum auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget.
Act 13:34 dass er ihn aber hat von den Toten auferweckt, dass er hinfort nicht soll verwesen, spricht er also: Ich will euch die Gnade, David verheien, treulich halten.
Act 13:35 Darum spricht er auch an einem andern Ort: Du wirst es nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.
Act 13:36 Denn David, da er zu seiner Zeit gedient hatte dem Willen Gottes, ist entschlafen und zu seinen Vtern getan und hat die Verwesung gesehen.
Act 13:37 Den aber Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.
Act 13:38 So sei es nun euch kund, liebe Brder, dass euch verkndigt wird Vergebung der Snden durch diesen und von dem allem, wovon ihr nicht konntet im Gesetz Moses gerecht werden.
Act 13:39 Wer aber an diesen glaubt, der ist gerecht.
Act 13:40 Seht nun zu, dass nicht ber euch komme, was in den Propheten gesagt ist:
Act 13:41 Seht, ihr Verchter, und verwundert euch und werdet zunichte! denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch jemand erzhlen wird.
Act 13:42 Da aber die Juden aus der Schule gingen, baten die Heiden, dass sie am nchsten Sabbat ihnen die Worte sagten.
Act 13:43 Und als die Gemeinde der Schule voneinander ging, folgten Paulus und Barnabas nach viele Juden und gottesfrchtige Judengenossen. Sie aber sagten ihnen und ermahnten sie, dass sie bleiben sollten in der Gnade Gottes.
Act 13:44 Am folgenden Sabbat aber kam zusammen fast die ganze Stadt, das Wort Gottes zu hren.
Act 13:45 Da aber die Juden das Volk sahen, wurden sie voll Neides und widersprachen dem, was von Paulus gesagt ward, widersprachen und lsterten.
Act 13:46 Paulus aber und Barnabas sprachen frei und ffentlich: Euch musste zuerst das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoet und achtet euch selbst nicht wert des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden.
Act 13:47 Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Licht gesetzt, dass du das Heil seist bis an das Ende der Erde.
Act 13:48 Da es aber die Heiden hrten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn und wurden glubig, wie viele ihrer zum ewigen Leben verordnet waren.
Act 13:49 Und das Wort des Herrn ward ausgebreitet durch die ganze Gegend.
Act 13:50 Aber die Juden bewegten die andchtigen und ehrbaren Weiber und der Stadt Oberste und erweckten eine Verfolgung ber Paulus und Barnabas und stieen sie zu ihren Grenzen hinaus.
Act 13:51 Sie aber schttelten den Staub von ihren Fen ber sie und kamen gen Ikonion.
Act 13:52 Die Jnger aber wurden voll Freude und heiligen Geistes.
Act 14:1 Es geschah aber zu Ikonion, dass sie zusammenkamen und predigten in der Juden Schule, also dass eine groe Menge der Juden und Griechen glubig ward.
Act 14:2 Die unglubigen Juden aber erweckten und entrsteten die Seelen der Heiden wider die Brder.
Act 14:3 So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehrten frei im Herrn, welcher bezeugte das Wort seiner Gnade und lie Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hnde.
Act 14:4 Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden und etliche mit den Aposteln.
Act 14:5 Da sich aber ein Sturm erhob der Heiden und der Juden und ihrer Obersten, sie zu schmhen und zu steinigen,
Act 14:6 wurden sie des inne und entflohen in die Stdte des Landes Lykaonien, gen Lystra und Derbe, und in die Gegend umher
Act 14:7 und predigten daselbst das Evangelium.
Act 14:8 Und es war ein Mann zu Lystra, der musste sitzen; denn er hatte schwache Fe und war lahm von Mutterleibe, der noch nie gewandelt hatte.
Act 14:9 Der hrte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm mchte geholfen werden,
Act 14:10 sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrecht auf deine Fe! Und er sprang auf und wandelte.
Act 14:11 Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, hoben sie ihre Stimme auf und sprachen auf lykaonisch: Die Gtter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herniedergekommen.
Act 14:12 Und nannten Barnabas Jupiter und Paulus Merkurius, dieweil er das Wort fhrte.
Act 14:13 Der Priester aber Jupiters aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Ochsen und Krnze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk.
Act 14:14 Da das die Apostel Barnabas und Paulus hrten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk, schrieen
Act 14:15 und sprachen: Ihr Mnner, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen gleichwie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist;
Act 14:16 der in den vergangenen Zeiten hat lassen alle Heiden wandeln ihre eigenen Wege;
Act 14:17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsre Herzen erfllt mit Speise und Freude.
Act 14:18 Und da sie das sagten, stillten sie kaum das Volk, dass sie ihnen nicht opferten.
Act 14:19 Es kamen aber dahin Juden von Antiochien und Ikonion und berredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, meinten, er wre gestorben.
Act 14:20 Da ihn aber die Jnger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und den andern Tag ging er aus mit Barnabas gen Derbe;
Act 14:21 und sie predigten der Stadt das Evangelium und unterwiesen ihrer viele und zogen wieder gen Lystra und Ikonion und Antiochien,
Act 14:22 strkten die Seelen der Jnger und ermahnten sie, dass sie im Glauben blieben, und dass wir durch viel Trbsale mssen in das Reich Gottes gehen.
Act 14:23 Und sie ordneten ihnen hin und her lteste in den Gemeinden, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie glubig geworden waren.
Act 14:24 Und zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien
Act 14:25 und redeten das Wort zu Perge und zogen hinab gen Attalien.
Act 14:26 Und von da schifften sie gen Antiochien, woher sie verordnet waren durch die Gnade Gottes zu dem Werk, das sie hatten ausgerichtet.
Act 14:27 Da sie aber hinkamen, versammelten sie die Gemeinde und verkndigten, wieviel Gott mit ihnen getan hatte und wie er den Heiden htte die Tr des Glaubens aufgetan.
Act 14:28 Sie hatten aber ihr Wesen allda eine nicht kleine Zeit bei den Jngern.
Act 15:1 Und etliche kamen herab von Juda und lehrten die Brder: Wo ihr euch nicht beschneiden lasset nach der Weise Moses, so knnt ihr nicht selig werden.
Act 15:2 Da sich nun ein Aufruhr erhob und Paulus und Barnabas einen nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordneten sie, dass Paulus und Barnabas und etliche andere aus ihnen hinaufzgen gen Jerusalem zu den Aposteln und ltesten um dieser Frage willen.
Act 15:3 Und sie wurden von der Gemeinde geleitet und zogen durch Phnizien und Samarien und erzhlten die Bekehrung der Heiden und machten groe Freude allen Brdern.
Act 15:4 Da sie aber hinkamen gen Jerusalem, wurden sie empfangen von der Gemeinde und von den Aposteln und von den ltesten. Und sie verkndigten, wieviel Gott mit ihnen getan hatte.
Act 15:5 Da traten auf etliche von der Phariser Sekte, die glubig geworden waren, und sprachen: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten zu halten das Gesetz Moses.
Act 15:6 Aber die Apostel und die ltesten kamen zusammen, ber diese Rede sich zu beraten.
Act 15:7 Da man sich aber lange gestritten hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Mnner, liebe Brder, ihr wisset, das Gott lange vor dieser Zeit unter uns erwhlt hat, dass durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hrten und glaubten.
Act 15:8 Und Gott, der Herzenskndiger, zeugte ber sie und gab ihnen den heiligen Geist gleichwie auch uns
Act 15:9 und machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen und reinigte ihre Herzen durch den Glauben.
Act 15:10 Was versucht ihr denn nun Gott mit Auflegen des Jochs auf der Jnger Hlse, welches weder unsre Vter noch wir haben knnen tragen?
Act 15:11 Sondern wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesu Christi selig zu werden, gleicherweise wie auch sie.
Act 15:12 Da schwieg die ganze Menge still und hrte zu Paulus und Barnabas, die da erzhlten, wie groe Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte unter den Heiden.
Act 15:13 Darnach, als sie geschwiegen hatten, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Mnner, liebe Brder, hret mir zu!
Act 15:14 Simon hat erzhlt, wie aufs erste Gott heimgesucht hat und angenommen ein Volk aus den Heiden zu seinem Namen.
Act 15:15 Und damit stimmen der Propheten Reden, wie geschrieben steht:
Act 15:16 Darnach will ich wiederkommen und will wieder bauen die Htte Davids, die zerfallen ist, und ihre Lcken will ich wieder bauen und will sie aufrichten,
Act 15:17 auf dass, was brig ist von Menschen, nach dem Herrn frage, dazu alle Heiden, ber welche mein Name genannt ist, spricht der Herr, der das alles tut.
Act 15:18 Gott sind alle seine Werke bewusst von der Welt her.
Act 15:19 Darum urteile ich, dass man denen, so aus den Heiden zu Gott sich bekehren, nicht Unruhe mache,
Act 15:20 sondern schreibe ihnen, dass sie sich enthalten von Unsauberkeit der Abgtter und von Hurerei und vom Erstickten und vom Blut.
Act 15:21 Denn Mose hat von langen Zeiten her in allen Stdten, die ihn predigen, und wird alle Sabbattage in den Schulen gelesen.
Act 15:22 Und es deuchte gut die Apostel und ltesten samt der ganzen Gemeinde, aus ihnen Mnner zu erwhlen und zu senden gen Antiochien mit Paulus und Barnabas, nmlich Judas, mit dem Zunamen Barsabas, und Silas, welche Mnner Lehrer waren unter den Brdern.
Act 15:23 Und sie gaben Schrift in ihre Hand, also: Wir, die Apostel und ltesten und Brder, wnschen Heil den Brdern aus den Heiden, die zu Antiochien und Syrien und Zilizien sind.
Act 15:24 Dieweil wir gehrt haben, dass etliche von den Unsren sind ausgegangen und haben euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen zerrttet und sagen, ihr sollt euch beschneiden lassen und das Gesetz halten, welchen wir nichts befohlen haben,
Act 15:25 hat es uns gut gedeucht, einmtig versammelt, Mnner zu erwhlen und zu euch zu senden mit unsren liebsten Barnabas und Paulus,
Act 15:26 welche Menschen ihre Seele dargegeben haben fr den Namen unsres Herrn Jesu Christi.
Act 15:27 So haben wir gesandt Judas und Silas, welche auch mit Worten dasselbe verkndigen werden.
Act 15:28 Denn es gefllt dem heiligen Geiste und uns, euch keine Beschwerung mehr aufzulegen als nur diese ntigen Stcke:
Act 15:29 dass ihr euch enthaltet vom Gtzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von der Hurerei; so ihr euch vor diesen bewahrt, tut ihr recht. Gehabt euch wohl!
Act 15:30 Da diese abgefertigt waren, kamen sie gen Antiochien und versammelten die Menge und berantworteten den Brief.
Act 15:31 Da sie den lasen, wurden sie des Trostes froh.
Act 15:32 Judas aber und Silas, die auch Propheten waren, ermahnten die Brder mit vielen Reden und strkten sie.
Act 15:33 Und da sie verzogen hatten eine Zeitlang, wurden sie von den Brdern mit Frieden abgefertigt zu den Aposteln.
Act 15:34 Es gefiel aber Silas, dass er dabliebe.
Act 15:35 Paulus aber und Barnabas hatten ihr Wesen zu Antiochien, lehrten und predigten des Herrn Wort samt vielen andern.
Act 15:36 Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns wiederum ziehen und nach unsren Brdern sehen durch alle Stdte, in welchen wir des Herrn Wort verkndigt haben, wie sie sich halten.
Act 15:37 Barnabas aber gab Rat, dass sie mit sich nhmen Johannes, mit dem Zunamen Markus.
Act 15:38 Paulus aber achtete es billig, dass sie nicht mit sich nhmen einen solchen, der von ihnen gewichen war in Pamphylien und war nicht mit ihnen gezogen zu dem Werk.
Act 15:39 Und sie kamen scharf aneinander, also dass sie voneinander zogen und Barnabas zu sich nahm Markus und schiffte nach Zypern.
Act 15:40 Paulus aber whlte Silas und zog hin, der Gnade Gottes befohlen von den Brdern.
Act 15:41 Er zog aber durch Syrien und Zilizien und strkte die Gemeinden.
Act 16:1 Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Jnger war daselbst mit Namen Timotheus, eines jdischen Weibes Sohn, die war glubig, aber eines griechischen Vaters.
Act 16:2 Der hatte ein gut Gercht bei den Brdern unter den Lystranern und zu Ikonion.
Act 16:3 Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen und nahm und beschnitt ihn um der Juden willen, die an den Orten waren; denn sie wussten alle, dass sein Vater war ein Grieche gewesen.
Act 16:4 Wie sie aber durch die Stdte zogen, berantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den ltesten beschlossen war.
Act 16:5 Da wurden die Gemeinden im Glauben befestigt und nahmen zu an der Zahl tglich.
Act 16:6 Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehrt von dem heiligen Geiste, zu reden das Wort in Asien.
Act 16:7 Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lie es ihnen nicht zu.
Act 16:8 Sie zogen aber an Mysien vorber und kamen hinab gen Troas.
Act 16:9 Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stand und bat ihn und sprach: Komm herber nach Mazedonien und hilf uns!
Act 16:10 Als er aber das Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald, zu reisen nach Mazedonien, gewiss, dass uns der Herr dahin berufen htte, ihnen das Evangelium zu predigen.
Act 16:11 Da fuhren wir aus von Troas; und geradewegs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis
Act 16:12 und von da gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage.
Act 16:13 Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen.
Act 16:14 Und ein gottesfrchtiges Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkrmerin aus der Stadt der Thyathirer, hrte zu; dieser tat der Herr das Herz auf, dass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward.
Act 16:15 Als sie aber und ihr Haus getauft ward, ermahnte sie uns und sprach: So ihr mich achtet, dass ich glubig bin an den Herrn, so kommt in mein Haus und bleibt allda. Und sie ntigte uns.
Act 16:16 Es geschah aber, da wir zu dem Gebet gingen, dass eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Gewinnst zu mit Wahrsagen.
Act 16:17 Die folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind die Knechte Gottes des Allerhchsten, die euch den Weg der Seligkeit verkndigen.
Act 16:18 Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das wehe, und er wandte sich um und sprach zu dem Geiste: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, dass du von ihr ausfahrest. Und er fuhr aus zu derselben Stunde.
Act 16:19 Da aber die Herren sahen, dass die Hoffnung ihres Gewinnstes war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten
Act 16:20 und fhrten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsre Stadt irre; sie sind Juden
Act 16:21 und verkndigen eine Weise, welche uns nicht ziemt anzunehmen noch zu tun, weil wir Rmer sind.
Act 16:22 Und das Volk ward erregt wider sie; und die Hauptleute lieen ihnen die Kleider abreien und hieen sie stupen.
Act 16:23 Und da sie sie wohl gestupt hatten, warfen sie sie ins Gefngnis und geboten dem Kerkermeister, dass er sie wohl verwahrte.
Act 16:24 Der, da er solches Gebot empfangen hatte, warf sie in das innerste Gefngnis und legte ihre Fe in den Stock.
Act 16:25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und es hrten sie die Gefangenen.
Act 16:26 Schnell aber ward ein groes Erdbeben, also dass sich bewegten die Grundfesten des Gefngnisses. Und von Stund an wurden alle Tren aufgetan und aller Bande los.
Act 16:27 Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Tren des Gefngnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwrgen; denn er meinte die Gefangenen wren entflohen.
Act 16:28 Paulus rief aber laut und sprach: Tu dir nichts bles; denn wir sind alle hier!
Act 16:29 Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fen
Act 16:30 und fhrte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soll ich tun, dass ich selig werde?
Act 16:31 Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!
Act 16:32 Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren.
Act 16:33 Und er nahm sie zu sich in derselben Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lie sich taufen und alle die Seinen alsobald.
Act 16:34 Und fhrte sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er an Gott glubig geworden war.
Act 16:35 Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lass die Menschen gehen!
Act 16:36 Und der Kerkermeister verkndigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, dass ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden!
Act 16:37 Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil ffentlich gestupt, die wir doch Rmer sind, und uns ins Gefngnis geworfen, und sollten uns nun heimlich ausstoen? Nicht also; sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfhren!
Act 16:38 Die Stadtdiener verkndigten diese Worte den Hauptleuten. Und sie frchteten sich, da sie hrten, dass sie Rmer wren,
Act 16:39 und kamen und redeten ihnen zu, fhrten sie heraus und baten sie, dass sie auszgen aus der Stadt.
Act 16:40 Da gingen sie aus dem Gefngnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brder gesehen hatten und getrstet, zogen sie aus.
Act 17:1 Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie gen Thessalonich; da war eine Judenschule.
Act 17:2 Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift,
Act 17:3 tat sie ihnen auf und legte es ihnen vor, dass Christus musste leiden und auferstehen von den Toten und dass dieser Jesus, den ich (sprach er) euch verkndige, ist der Christus.
Act 17:4 Und etliche unter ihnen fielen ihm zu und gesellten sich zu Paulus und Silas, auch der gottesfrchtigen Griechen eine groe Menge, dazu der vornehmsten Weiber nicht wenige.
Act 17:5 Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche boshafte Mnner Pbelvolks, machten eine Rotte und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu fhren vor das Volk.
Act 17:6 Da sie aber sie nicht fanden, schleiften sie den Jason und etliche Brder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese, die den ganzen Weltkreis erregen, sind auch hergekommen;
Act 17:7 die herbergt Jason. Und diese alle handeln gegen des Kaisers Gebote, sagen, ein anderer sei der Knig, nmlich Jesus.
Act 17:8 Sie bewegten aber das Volk und die Obersten der Stadt, die solches hrten.
Act 17:9 Und da ihnen Genge von Jason und andern geleistet war, lieen sie sie los.
Act 17:10 Die Brder aber fertigten alsobald ab bei der Nacht Paulus und Silas gen Bera. Da sie dahin kamen, gingen sie in die Judenschule.
Act 17:11 Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten tglich in der Schrift, ob sich's also verhielte.
Act 17:12 So glaubten nun viele aus ihnen, auch der griechischen ehrbaren Weiber und Mnner nicht wenige.
Act 17:13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch zu Bera das Wort Gottes von Paulus verkndigt wrde, kamen sie und bewegten auch allda das Volk.
Act 17:14 Aber da fertigten die Brder Paulus alsobald ab, dass er ginge bis an das Meer; Silas aber und Timotheus blieben da.
Act 17:15 Die aber Paulus geleiteten, fhrten ihn bis gen Athen. Und nachdem sie Befehl empfangen an den Silas und Timotheus, dass sie aufs schnellste zu ihm kmen, zogen sie hin.
Act 17:16 Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgttisch.
Act 17:17 Und er redete zu den Juden und Gottesfrchtigen in der Schule, auch auf dem Markte alle Tage zu denen, die sich herzufanden.
Act 17:18 Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen stritten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser Lotterbube sagen? Etliche aber: Es sieht, als wolle er neue Gtter verkndigen. (Das machte, er hatte das Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkndigt.)
Act 17:19 Sie nahmen ihn aber und fhrten ihn auf den Gerichtsplatz und sprachen: Knnen wir auch erfahren, was das fr eine neue Lehre sei, die du lehrst?
Act 17:20 Denn du bringst etwas Neues vor unsre Ohren; so wollten wir gern wissen, was das sei.
Act 17:21 (Die Athener aber alle, auch die Auslnder und Gste, waren gerichtet auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen oder zu hren.)
Act 17:22 Paulus aber stand mitten auf dem Gerichtsplatz und sprach: Ihr Mnner von Athen, ich sehe, dass ihr in allen Stcken gar sehr die Gtter frchtet.
Act 17:23 Ich bin herdurchgegangen und habe gesehen eure Gottesdienste und fand einen Altar, darauf war geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkndige ich euch denselben, dem ihr unwissend Gottesdienst tut.
Act 17:24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein Herr ist Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln mit Hnden gemacht;
Act 17:25 sein wird auch nicht von Menschenhnden gepflegt, als der jemandes bedrfe, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt.
Act 17:26 Und er hat gemacht, dass von einem Blut aller Menschen Geschlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt und vorgesehen, wie lange und wie weit sie wohnen sollen;
Act 17:27 dass sie den Herrn suchen sollten, ob sie doch ihn fhlen und finden mchten; und frwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns.
Act 17:28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch etliche Poeten bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.
Act 17:29 So wir denn gttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.
Act 17:30 Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit bersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Bue zu tun,
Act 17:31 darum dass er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's beschlossen hat und jedermann vorhlt den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt.
Act 17:32 Da sie hrten die Auferstehung der Toten, da hatten's etliche ihren Spott; etliche aber sprachen: Wir wollen dich davon weiter hren.
Act 17:33 Also ging Paulus von ihnen.
Act 17:34 Etliche Mnner aber hingen ihm an und wurden glubig, unter welchen war Dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
Act 18:1 Darnach schied Paulus von Athen und kam gen Korinth
Act 18:2 und fand einen Juden mit Namen Aquila, von Geburt aus Pontus, welcher war neulich aus Italien gekommen samt seinem Weibe Priscilla (darum dass der Kaiser Klaudius geboten hatte allen Juden, zu weichen aus Rom).
Act 18:3 Zu denen ging er ein; und dieweil er gleiches Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete. (Sie waren aber des Handwerks Teppichmacher).
Act 18:4 Und er lehrte in der Schule an allen Sabbaten und beredete beide, Juden und Griechen.
Act 18:5 Da aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, drang Paulus der Geist, zu bezeugen den Juden Jesum, dass er der Christus sei.
Act 18:6 Da sie aber widerstrebten und lsterten, schttelte er die Kleider aus und sprach: Euer Blut sei ber euer Haupt! Rein gehe ich von nun an zu den Heiden.
Act 18:7 Und machte sich von dannen und kam in ein Haus eines mit Namen Just, der gottesfrchtig war; dessen Haus war zunchst an der Schule.
Act 18:8 Krispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Hause; und viele Korinther, die zuhrten, wurden glubig und lieen sich taufen.
Act 18:9 Es sprach aber der Herr durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: Frchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht!
Act 18:10 denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein groes Volk in dieser Stadt.
Act 18:11 Er sa aber daselbst ein Jahr und sechs Monate und lehrte das Wort Gottes.
Act 18:12 Da aber Gallion Landvogt war in Achaja, emprten sich die Juden einmtig wider Paulus und fhrten ihn vor den Richtstuhl
Act 18:13 und sprachen: Dieser berredet die Leute, Gott zu dienen dem Gesetz zuwider.
Act 18:14 Da aber Paulus wollte den Mund auftun, sprach Gallion zu den Juden: Wenn es ein Frevel oder eine Schalkheit wre, liebe Juden, so hre ich euch billig;
Act 18:15 weil es aber eine Frage ist von der Lehre und von den Worten und von dem Gesetz unter euch, so seht ihr selber zu; ich denke darber nicht Richter zu sein.
Act 18:16 Und trieb sie von dem Richtstuhl.
Act 18:17 Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Obersten der Schule, und schlugen ihn vor dem Richtstuhl; und Gallion nahm sich's nicht an.
Act 18:18 Paulus aber blieb noch lange daselbst; darnach machte er einen Abschied mit den Brdern und wollte nach Syrien schiffen und mit ihm Priscilla und Aquila. Und er schor sein Haupt zu Kenchre, denn er hatte ein Gelbde.
Act 18:19 Und er kam gen Ephesus und lie sie daselbst; er aber ging in die Schule und redete mit den Juden.
Act 18:20 Sie baten ihn aber, dass er lngere Zeit bei ihnen bliebe. Und er willigte nicht ein,
Act 18:21 sondern machte seinen Abschied mit ihnen und sprach: Ich muss allerdinge das knftige Fest in Jerusalem halten; will's Gott, so will ich wieder zu euch kommen. Und fuhr weg von Ephesus
Act 18:22 und kam gen Csarea und ging hinauf (nach Jerusalem) und grte die Gemeinde und zog hinab gen Antiochien.
Act 18:23 Und verzog etliche Zeit und reiste weiter und durchwandelte nacheinander das galatische Land und Phrygien und strkte alle Jnger.
Act 18:24 Es kam aber gen Ephesus ein Jude mit namen Apollos, von Geburt aus Alexandrien, ein beredter Mann und mchtig in der Schrift.
Act 18:25 Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und redete mit brnstigem Geist und lehrte mit Flei von dem Herrn, wusste aber allein von der Taufe des Johannes.
Act 18:26 Dieser fing an, frei zu predigen in der Schule. Da ihn aber Aquila und Priscilla hrten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch fleiiger aus.
Act 18:27 Da er aber wollte nach Achaja reisen, schrieben die Brder und vermahnten die Jnger, dass sie ihn aufnhmen. Und als er dahingekommen war, half er denen, die glubig waren geworden durch die Gnade.
Act 18:28 Denn er berwand die Juden bestndig und erwies ffentlich durch die Schrift, dass Jesus Christus sei.
Act 19:1 Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, dass Paulus durchwandelte die oberen Lnder und kam gen Ephesus und fand etliche Jnger;
Act 19:2 zu denen sprach er: Habt ihr den heiligen Geist empfangen, da ihr glubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehrt, ob ein heiliger Geist sei.
Act 19:3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes.
Act 19:4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Bue und sagte dem Volk, dass sie glauben sollten an den, der nach ihm kommen sollte, das ist an Jesum, dass der Christus sei.
Act 19:5 Da sie das hrten, lieen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu.
Act 19:6 Und da Paulus die Hnde auf sie legte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und weissagten.
Act 19:7 Und aller der Mnner waren bei zwlf.
Act 19:8 Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monate lang, lehrte und beredete sie vom Reich Gottes.
Act 19:9 Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und bel redeten von dem Wege vor der Menge, wich er von ihnen und sonderte ab die Jnger und redete tglich in der Schule eines, der hie Tyrannus.
Act 19:10 Und das geschah zwei Jahre lang, also dass alle, die in Asien wohnten, das Wort des Herrn Jesus hrten, beide, Juden und Griechen.
Act 19:11 und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hnde Paulus,
Act 19:12 also dass sie auch von seiner Haut die Schweitchlein und Binden ber die Kranken hielten und die Seuchen von ihnen wichen und die bsen Geister von ihnen ausfuhren.
Act 19:13 Es unterwanden sich aber etliche der umherziehenden Juden, die da Beschwrer waren, den namen des Herrn Jesus zu nennen ber die da bse Geister hatten, und sprachen: Wir beschwren euch bei dem Jesus den Paulus predigt.
Act 19:14 Es waren aber sieben Shne eines Juden Skevas, des Hohenpriesters, die solches taten.
Act 19:15 Aber der bse Geist antwortete und sprach: Jesus kenne ich wohl, und von Paulus wei ich wohl; wer seid ihr aber?
Act 19:16 Und der Mensch, in dem der bse Geist war, sprang auf sie und ward ihrer mchtig und warf sie unter sich, also dass sie nackt und verwundet aus demselben Hause entflohen.
Act 19:17 Das aber ward kund allen, die zu Ephesus wohnten, sowohl Juden als Griechen; und es fiel eine Furcht ber sie alle, und der Name des Herrn Jesus ward hochgelobt.
Act 19:18 Es kamen auch viele derer, die glubig waren geworden, und bekannten und verkndigten, was sie getrieben hatten.
Act 19:19 Viele aber, die da vorwitzige Kunst getrieben hatten, brachten die Bcher zusammen und verbrannten sie ffentlich und berrechneten, was sie wert waren, und fanden des Geldes fnfzigtausend Groschen.
Act 19:20 Also mchtig wuchs das Wort des Herrn und nahm berhand.
Act 19:21 Da das ausgerichtet war, setzte sich Paulus vor im Geiste, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und gen Jerusalem zu reisen, und sprach: Nach dem, wenn ich daselbst gewesen bin, muss ich auch nach Rom sehen.
Act 19:22 Und sandte zwei, die ihm dienten, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien; er aber verzog eine Weile in Asien.
Act 19:23 Es erhob sich aber um diese Zeit eine nicht kleine Bewegung ber diesem Wege.
Act 19:24 Denn einer mit Namen Demetrius, ein Goldschmied, der machte silberne Tempel der Diana und wandte denen vom Handwerk nicht geringen Gewinnst zu.
Act 19:25 Dieselben und die Beiarbeiter des Handwerks versammelte er und sprach: Liebe Mnner, ihr wisset, dass wir groen Gewinn von diesem Gewerbe haben;
Act 19:26 und ihr sehet und hret, dass nicht allein zu Ephesus sondern auch fast in ganz Asien dieser Paulus viel Volks abfllig macht, berredet und spricht: Es sind nicht Gtter, welche von Hnden gemacht sind.
Act 19:27 Aber es will nicht allein unsrem Handel dahin geraten, dass er nichts gelte, sondern auch der Tempel der groen Gttin Diana wird fr nichts geachtet werden, und wird dazu ihre Majestt untergehen, welcher doch ganz Asien und der Weltkreis Gottesdienst erzeigt.
Act 19:28 Als sie das hrten, wurden sie voll Zorns, schrieen und sprachen: Gro ist die Diana der Epheser!
Act 19:29 Und die ganze Stadt war voll Getmmels; sie strmten aber einmtig zu dem Schauplatz und ergriffen Gajus und Aristarchus aus Mazedonien, des Paulus Gefhrten.
Act 19:30 Da aber Paulus wollte unter das Volk gehen, lieen's ihm die Jnger nicht zu.
Act 19:31 Auch etliche der Obersten in Asien, die des Paulus gute Freunde waren, sandten zu ihm und ermahnten ihn, dass er sich nicht begbe auf den Schauplatz.
Act 19:32 Etliche schrieen so, etliche ein anderes, und die Gemeinde war irre, und die meisten wussten nicht, warum sie zusammengekommen waren.
Act 19:33 Etliche vom Volk zogen Alexander hervor, da ihn die Juden hervorstieen. Alexander aber winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten.
Act 19:34 Da sie aber innewurden, dass er ein Jude war, erhob sich eine Stimme von allen, und schrieen bei zwei Stunden: Gro ist die Diana der Epheser!
Act 19:35 Da aber der Kanzler das Volk gestillt hatte, sprach er: Ihr Mnner von Ephesus, welcher Mensch ist, der nicht wisse, dass die Stadt Ephesus sei eine Pflegerin der groen Gttin Diana und des himmlischen Bildes?
Act 19:36 Weil das nun unwidersprechlich ist, so sollt ihr ja stille sein und nichts Unbedchtiges handeln.
Act 19:37 Ihr habt diese Menschen hergefhrt, die weder Tempelruber noch Lsterer eurer Gttin sind.
Act 19:38 Hat aber Demetrius und die mit ihm sind vom Handwerk, an jemand einen Anspruch, so hlt man Gericht und sind Landvgte da; lasset sie sich untereinander verklagen.
Act 19:39 Wollt ihr aber etwas anderes handeln, so mag man es ausrichten in einer ordentlichen Gemeinde.
Act 19:40 Denn wir stehen in der Gefahr, dass wir um diese heutige Emprung verklagt mchten werden, da doch keine Sache vorhanden ist, womit wir uns solches Aufruhrs entschuldigen knnten.
Act 19:41 Und da er solches gesagt, lie er die Gemeinde gehen.
Act 20:1 Da nun die Emprung aufgehrt, rief Paulus die Jnger zu sich und segnete sie und ging aus, zu reisen nach Mazedonien.
Act 20:2 Und da er diese Lnder durchzogen und sie ermahnt hatte mit vielen Worten, kam er nach Griechenland und verzog allda drei Monate.
Act 20:3 Da aber ihm die Juden nachstellten, als er nach Syrien wollte fahren, beschloss er wieder umzuwenden durch Mazedonien.
Act 20:4 Es zogen aber mit ihm bis nach Asien Sopater von Bera, von Thessalonich aber Aristarchus und Sekundus, und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus.
Act 20:5 Diese gingen voran und harrten unser zu Troas.
Act 20:6 Wir aber schifften nach den Ostertagen von Philippi bis an den fnften Tag und kamen zu ihnen gen Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage.
Act 20:7 Am ersten Tage der Woche aber, da die Jnger zusammenkamen, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und wollte des andern Tages weiterreisen und zog die Rede hin bis zu Mitternacht.
Act 20:8 Und es waren viel Lampen auf dem Sller, da sie versammelt waren.
Act 20:9 Es sa aber ein Jngling mit namen Eutychus in einem Fenster und sank in tiefen Schlaf, dieweil Paulus so lange redete, und ward vom Schlaf berwltigt und fiel hinunter vom dritten Sller und ward tot aufgehoben.
Act 20:10 Paulus aber ging hinab und legte sich auf ihn, umfing ihn und sprach: Machet kein Getmmel; denn seine Seele ist in ihm.
Act 20:11 Da ging er hinauf und brach das Brot und a und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und also zog er aus.
Act 20:12 Sie brachten aber den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getrstet.
Act 20:13 Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren gen Assos und wollten daselbst Paulus zu uns nehmen; denn er hatte es also befohlen, und er wollte zu Fue gehen.
Act 20:14 Als er nun zu uns traf zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen gen Mitylene.
Act 20:15 Und von da schifften wir und kamen des andern Tages hin gegen Chios; und des folgenden Tages stieen wir an Samos und blieben in Trogyllion; und des nchsten Tages kamen wir gen Milet.
Act 20:16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorberzuschiffen, dass er nicht msste in Asien Zeit zubringen; denn er eilte, auf den Pfingsttag zu Jerusalem zu sein, so es ihm mglich wre.
Act 20:17 Aber von Milet sandte er gen Ephesus und lie fordern die ltesten von der Gemeinde.
Act 20:18 Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset, von dem Tage an, da ich bin nach Asien gekommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen
Act 20:19 und dem Herrn gedient habe mit aller Demut und mit viel Trnen und Anfechtung, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstellten;
Act 20:20 wie ich nichts verhalten habe, das da ntzlich ist, dass ich's euch nicht verkndigt htte und euch gelehrt, ffentlich und sonderlich;
Act 20:21 und habe bezeugt, beiden, den Juden und Griechen, die Bue zu Gott und den Glauben an unsren Herrn Jesus Christus.
Act 20:22 Und nun siehe, ich, im Geiste gebunden, fahre hin gen Jerusalem, wei nicht, was mir daselbst begegnen wird,
Act 20:23 nur dass der heilige Geist in allen Stdten bezeugt und spricht, Bande und Trbsal warten mein daselbst.
Act 20:24 Aber ich achte der keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf dass ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem Herrn Jesus, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.
Act 20:25 Und nun siehe, ich wei, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, bei welchen ich durchgekommen bin und gepredigt habe das Reich Gottes.
Act 20:26 Darum bezeuge ich euch an diesem heutigen Tage, dass ich rein bin von aller Blut;
Act 20:27 denn ich habe euch nichts verhalten, dass ich nicht verkndigt htte all den Rat Gottes.
Act 20:28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der heilige Geist gesetzt hat zu Bischfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat.
Act 20:29 Denn das wei ich, dass nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wlfe, die die Herde nicht verschonen werden.
Act 20:30 Auch aus euch selbst werden aufstehen Mnner, die da verkehrte Lehren reden, die Jnger an sich zu ziehen.
Act 20:31 Darum seid wach und denket daran, dass ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Trnen zu vermahnen.
Act 20:32 Und nun, liebe Brder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mchtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter allen, die geheiligt werden.
Act 20:33 Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt.
Act 20:34 Denn ihr wisset selber, dass mir diese Hnde zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedient haben.
Act 20:35 Ich habe es euch alles gezeigt, dass man also arbeiten msse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des Herrn Jesus, dass er gesagt hat: Geben ist seliger denn Nehmen!
Act 20:36 Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.
Act 20:37 Es war aber viel Weinen unter ihnen allen, und sie fielen Paulus um den Hals und kssten ihn,
Act 20:38 am allermeisten betrbt ber das Wort, das er sagte, sie wrden sein Angesicht nicht mehr sehen; und geleiteten ihn in das Schiff.
Act 21:1 Als nun geschah, dass wir, von ihnen gewandt, dahinfuhren, kamen wir geradewegs gen Kos und am folgenden Tage gen Rhodus und von da nach Patara.
Act 21:2 Und da wir ein Schiff fanden, das nach Phnizien fuhr, traten wir hinein und fuhren hin.
Act 21:3 Als wir aber Zypern ansichtig wurden, lieen wir es zur linken Hand und schifften nach Syrien und kamen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Ware niederlegen.
Act 21:4 Und als wir Jnger fanden, blieben wir daselbst sieben Tage. Die sagten Paulus durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jerusalem ziehen.
Act 21:5 Und es geschah, da wir die Tage zugebracht hatten, zogen wir aus und reisten weiter. Und sie geleiteten uns alle mit Weib und Kindern bis hinaus vor die Stadt, und wir knieten nieder am Ufer und beteten.
Act 21:6 Und als wir einander gesegnet, traten wir ins Schiff; jene aber wandten sich wieder zu dem Ihren.
Act 21:7 Wir aber vollzogen die Schiffahrt von Tyrus und kamen gen Ptolemais und grten die Brder und blieben einen Tag bei ihnen.
Act 21:8 Des andern Tages zogen wir aus, die wir um Paulus waren, und kamen gen Csarea und gingen in das Haus Philippus des Evangelisten, der einer der sieben war, und blieben bei ihm.
Act 21:9 Der hatte vier Tchter, die waren Jungfrauen und weissagten.
Act 21:10 Und als wir mehrere Tage dablieben, reiste herab ein Prophet aus Juda, mit Namen Agabus, und kam zu uns.
Act 21:11 Der nahm den Grtel des Paulus und band sich die Hnde und Fe und sprach: Das sagt der heilige Geist: Den Mann, des der Grtel ist, werden die Juden also binden zu Jerusalem und berantworten in der Heiden Hnde.
Act 21:12 Als wir aber solches hrten, baten wir und die desselben Ortes waren, dass er nicht hinauf gen Jerusalem zge.
Act 21:13 Paulus aber antwortete: Was macht ihr, dass ihr weinet und brechet mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben zu Jerusalem um des Namens willen des Herrn Jesu.
Act 21:14 Da er aber sich nicht berreden lie, schwiegen wir und sprachen: Des Herrn Wille geschehe.
Act 21:15 Und nach diesen Tagen machten wir uns fertig und zogen hinauf gen Jerusalem.
Act 21:16 Es kamen aber mit uns auch etliche Jnger von Csarea und fhrten uns zu einem mit Namen Mnason aus Zypern, der ein alter Jnger war, bei dem wir herbergen sollten.
Act 21:17 Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brder gern auf.
Act 21:18 Des andern Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und es kamen die ltesten alle dahin.
Act 21:19 Und als er sie gegrt hatte, erzhlte er eines nach dem andern, was Gott getan hatte unter den Heiden durch sein Amt.
Act 21:20 Da sie aber das hrten, lobten sie den Herrn und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wieviel tausend Juden sind, die glubig geworden sind, und alle sind Eiferer fr das Gesetz;
Act 21:21 sie sind aber berichtet worden wider dich, dass du lehrest von Moses abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselben Weise wandeln.
Act 21:22 Was denn nun? Allerdinge muss die Menge zusammenkommen; denn sie werden's hren, dass du gekommen bist.
Act 21:23 So tue nun dies, was wir dir sagen.
Act 21:24 Wir haben hier vier Mnner, die haben ein Gelbde auf sich; die nimm zu dir und heilige dich mit ihnen und wage die Kosten an sie, dass sie ihr Haupt scheren, so werden alle vernehmen, dass es nicht so sei, wie sie wider dich berichtet sind, sondern dass du auch einhergehest und hltst das Gesetz.
Act 21:25 Denn den Glubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und beschlossen, dass sie der keines halten sollen, sondern nur sich bewahren vor Gtzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei.
Act 21:26 Da nahm Paulus die Mnner zu sich und heiligte sich des andern Tages mit ihnen und ging in den Tempel und lie sich sehen, wie er aushielte die Tage, auf welche er sich heiligte, bis dass fr einen jeglichen unter ihnen das Opfer gebracht ward.
Act 21:27 Als aber die sieben Tage sollten vollendet werden, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel und erregten das ganze Volk, legten die Hnde an ihn und schrieen:
Act 21:28 Ihr Mnner von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehrt wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese Sttte; dazu hat er auch Griechen in den Tempel gefhrt und diese heilige Sttte gemein gemacht.
Act 21:29 (Denn sie hatten mit ihm in der Stadt Trophimus, den Epheser gesehen; den, meinten sie, htte Paulus in den Tempel gefhrt.)
Act 21:30 Und die ganze Stadt ward bewegt, und ward ein Zulauf des Volks. Sie griffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus; und alsbald wurden die Tren zugeschlossen.
Act 21:31 Da sie ihn aber tten wollten, kam das Geschrei hinauf vor den obersten Hauptmann der Schar, wie das ganze Jerusalem sich emprte.
Act 21:32 Der nahm von Stund an die Kriegsknechte und Hauptleute zu sich und lief unter sie. Da sie aber den Hauptmann und die Kriegsknechte sahen, hrten sie auf, Paulus zu schlagen.
Act 21:33 Als aber der Hauptmann nahe herzukam, nahm er ihn an sich und hie ihn binden mit zwei Ketten und fragte, wer er wre und was er getan htte.
Act 21:34 Einer aber rief dies, der andere das im Volk. Da er aber nichts Gewisses erfahren konnte um des Getmmels willen, hie er ihn in das Lager fhren.
Act 21:35 Und als er an die Stufen kam, mussten ihn die Kriegsknechte tragen vor Gewalt des Volks;
Act 21:36 denn es folgte viel Volks nach und schrie: Weg mit ihm!
Act 21:37 Als aber Paulus jetzt zum Lager eingefhrt ward, sprach er zu dem Hauptmann: Darf ich mit dir reden? Er aber sprach: Kannst du Griechisch?
Act 21:38 Bist du nicht der gypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr gemacht hat und fhrte in die Wste hinaus viertausend Meuchelmrder?
Act 21:39 Paulus aber sprach: Ich bin ein jdischer Mann von Tarsus, ein Brger einer namhaften Stadt in Zilizien. Ich bitte dich, erlaube mir, zu reden zu dem Volk.
Act 21:40 Als er aber es ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Da nun eine groe Stille ward, redete er zu ihnen auf hebrisch und sprach:
Act 22:1 Ihr Mnner, liebe Brder und Vter, hrt mein Verantworten an euch.
Act 22:2 Da sie aber hrten, dass er auf hebrisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach:
Act 22:3 Ich bin ein jdischer Mann, geboren zu Tarsus in Zilizien und erzogen in dieser Stadt zu den Fen Gamaliels, gelehrt mit allem Flei im vterlichen Gesetz, und war ein Eiferer um Gott, gleichwie ihr heute alle seid,
Act 22:4 und habe diesen Weg verfolgt bis an den Tod. Ich band sie und berantwortete sie ins Gefngnis, Mnner und Weiber;
Act 22:5 wie mir auch der Hohepriester und der ganze Haufe der ltesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Brder und reiste gen Damaskus; dass ich, die daselbst waren, gebunden fhrte gen Jerusalem, dass sie bestraft wrden.
Act 22:6 Es geschah aber, da ich hinzog und nahe Damaskus kam, um den Mittag, umleuchtete mich schnell ein groes Licht vom Himmel.
Act 22:7 Und ich fiel zum Erdboden und hrte eine Stimme, die sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Act 22:8 Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst.
Act 22:9 Die aber mit mir waren, sahen das Licht und erschraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, hrten sie nicht.
Act 22:10 Ich sprach aber: Herr, was soll ich tun? Der Herr aber sprach zu mir: Stehe auf und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dir zu tun verordnet ist.
Act 22:11 Als ich aber von der Klarheit dieses Lichtes nicht sehen konnte, ward ich bei der Hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus.
Act 22:12 Es war aber ein gottesfrchtiger Mann nach dem Gesetz, Ananias, der ein gut Gercht hatte bei allen Juden, die daselbst wohnten;
Act 22:13 der kam zu mir und trat her und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, siehe auf! Und ich sah ihn an zu derselben Stunde.
Act 22:14 Er aber sprach: Der Gott unsrer Vter hat dich verordnet, dass du seinen Willen erkennen solltest und sehen den Gerechten und hren die Stimme aus seinem Munde;
Act 22:15 denn du wirst Zeuge zu allen Menschen sein von dem, das du gesehen und gehrt hast.
Act 22:16 Und nun, was verziehst du? Stehe auf und lass dich taufen und abwaschen deine Snden und rufe an den Namen des Herrn!
Act 22:17 Es geschah aber, da ich wieder gen Jerusalem kam und betete im Tempel, dass ich entzckt ward und sah ihn.
Act 22:18 Da sprach er zu mir: Eile und mache dich behend von Jerusalem hinaus; denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir.
Act 22:19 Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, dass ich gefangen legte und stupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und her;
Act 22:20 und da das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen ward, stand ich auch dabei und hatte Wohlgefallen an seinem Tode und verwahrte denen die Kleider, die ihn tteten.
Act 22:21 Und er sprach zu mir: Gehe hin; denn ich will dich ferne unter die Heiden senden!
Act 22:22 Sie hrten aber ihm zu bis auf dies Wort und hoben ihre Stimme auf und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde! denn es ist nicht billig, dass er leben soll.
Act 22:23 Da sie aber schrieen und ihre Kleider abwarfen und den Staub in die Luft warfen,
Act 22:24 hie ihn der Hauptmann ins Lager fhren und sagte, dass man ihn stupen und befragen sollte, dass er erfhre, um welcher Ursache willen sie also ber ihn riefen.
Act 22:25 Als man ihn aber mit Riemen anband, sprach Paulus zu dem Hauptmann der dabeistand: Ist's auch recht bei euch, einen rmischen Menschen ohne Urteil und Recht zu geieln?
Act 22:26 Da das der Unterhauptmann hrte, ging er zum Oberhauptmann und verkndigte ihm und sprach: Was willst du machen? Dieser Mensch ist rmisch.
Act 22:27 Da kam zu ihm der Oberhauptmann und sprach zu ihm: Sage mir, bist du rmisch? Er aber sprach: Ja.
Act 22:28 Und der Oberhauptmann antwortete: Ich habe dies Brgerrecht mit groer Summe zuwege gebracht. Paulus aber sprach: Ich bin aber auch rmisch geboren.
Act 22:29 Da traten sie alsobald von ihm ab, die ihn befragen sollten. Und der Oberhauptmann frchtete sich, da er vernahm, dass er rmisch war, und er ihn gebunden hatte.
Act 22:30 Des andern Tages wollte er gewiss erkunden, warum er verklagt wrde von den Juden, und lste ihn von den Banden und hie die Hohenpriester und ihren ganzen Rat kommen und fhrte Paulus hervor und stellte ihn unter sie.
Act 23:1 Paulus aber sah den Rat an und sprach: Ihr Mnner, liebe Brder, ich habe mit allem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag.
Act 23:2 Der Hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn standen, dass sie ihm aufs Maul schlgen.
Act 23:3 Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getnchte Wand! Sitzt du, mich zu richten nach dem Gesetz, und heit mich schlagen wider das Gesetz?
Act 23:4 Die aber umherstanden sprachen: Schiltst du den Hohenpriester Gottes?
Act 23:5 Und Paulus sprach: Liebe Brder, ich wusste nicht, dass er der Hohepriester ist. Denn es steht geschrieben: Dem Obersten deines Volkes sollst du nicht fluchen.
Act 23:6 Da aber Paulus wusste, dass ein Teil Sadduzer war und der andere Teil Phariser, rief er im Rat: Ihr Mnner, liebe Brder, ich bin ein Phariser und eines Pharisers Sohn; ich werde angeklagt um der Hoffnung und Auferstehung willen der Toten.
Act 23:7 Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisern und Sadduzern, und die Menge zerspaltete sich.
Act 23:8 (Denn die Sadduzer sagen: Es sei keine Auferstehung noch Engel noch Geist; die Phariser aber bekennen beides.)
Act 23:9 Es ward aber ein groes Geschrei; und die Schriftgelehrten von der Phariser Teil standen auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem Menschen; hat aber ein Geist oder ein Engel mit ihm geredet, so knnen wir mit Gott nicht streiten.
Act 23:10 Da aber der Aufruhr gro ward, besorgte sich der oberste Hauptmann, sie mchten Paulus zerreien, und hie das Kriegsvolk hinabgehen und ihn von ihnen reien und in das Lager fhren.
Act 23:11 Des andern Tages aber in der Nacht stand der Herr bei ihm und sprach: Sei getrost, Paulus! denn wie du von mir zu Jerusalem gezeugt hast, also musst du auch zu Rom zeugen.
Act 23:12 Da es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden zusammen und verschworen sich, weder zu essen noch zu trinken, bis dass sie Paulus gettet htten.
Act 23:13 Ihrer aber waren mehr denn vierzig, die solchen Bund machten.
Act 23:14 Die traten zu den Hohenpriestern und ltesten und sprachen: Wir haben uns hart verschworen, nichts zu essen, bis wir Paulus gettet haben.
Act 23:15 So tut nun kund dem Oberhauptmann und dem Rat, dass er ihn morgen zu euch fhre, als wolltet ihr ihn besser verhren; wir aber sind bereit, ihn zu tten, ehe er denn vor euch kommt.
Act 23:16 Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag hrte, ging er hin und kam in das Lager und verkndete es Paulus.
Act 23:17 Paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten und sprach: Diesen Jngling fhre hin zu dem Oberhauptmann; denn er hat ihm etwas zu sagen.
Act 23:18 Der nahm ihn und fhrte ihn zum Oberhauptmann und sprach: der gebundene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jngling zu dir zu fhren, der dir etwas zu sagen habe.
Act 23:19 Da nahm ihn der Oberhauptmann bei der Hand und wich an einen besonderen Ort und fragte ihn: Was ist's, das du mir zu sagen hast?
Act 23:20 Er aber sprach: Die Juden sind eins geworden, dich zu bitten, dass du morgen Paulus vor den Hohen Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser verhren.
Act 23:21 Du aber traue ihnen nicht; denn es lauern auf ihn mehr als vierzig Mnner unter ihnen, die haben sich verschworen, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus tten; und sind jetzt bereit und warten auf deine Verheiung.
Act 23:22 Da lie der Oberhauptmann den Jngling von sich und gebot ihm, dass niemand sagte, dass er ihm solches erffnet htte,
Act 23:23 und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach: Rstet zweihundert Kriegsknechte, dass sie gen Csarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schtzen auf die dritte Stunde der Nacht;
Act 23:24 und die Tiere richtet zu, dass sie Paulus draufsetzen und bringen ihn bewahrt zu Felix, dem Landpfleger.
Act 23:25 Und schrieb einen Brief, der lautete also:
Act 23:26 Klaudius Lysias dem teuren Landpfleger Felix Freude zuvor!
Act 23:27 Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn gettet haben. Da kam ich mit dem Kriegsvolk dazu und riss ihn von ihnen und erfuhr, dass er ein Rmer ist.
Act 23:28 Da ich aber erkunden wollte die Ursache, darum sie ihn beschuldigten, fhrte ich ihn in ihren Rat.
Act 23:29 Da befand ich, dass er beschuldigt ward von wegen Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage hatte, des Todes oder der Bande wert.
Act 23:30 Und da vor mich kam, dass etliche Juden auf ihn lauerten, sandte ich ihn von Stund an zu dir und entbot den Klgern auch, dass sie vor Dir sagten, was sie wider ihn htten. Gehab dich wohl!
Act 23:31 Die Kriegsknechte, wie ihnen befohlen war, nahmen Paulus und fhrten ihn bei der Nacht gen Antipatris.
Act 23:32 Des andern Tages aber lieen sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten wieder um zum Lager.
Act 23:33 Da die gen Csarea kamen, berantworteten sie den Brief dem Landpfleger und stellten ihm Paulus auch dar.
Act 23:34 Da der Landpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Lande er wre. Und da er erkundet, dass er aus Zilizien wre sprach er:
Act 23:35 Ich will dich verhren, wenn deine Verklger auch da sind. Und hie ihn verwahren in dem Richthause des Herodes.
Act 24:1 ber fnf Tage zog hinab der Hohepriester Ananias mit den ltesten und mit dem Redner Tertullus; die erschienen vor dem Landpfleger wider Paulus.
Act 24:2 Da er aber berufen ward, fing an Tertullus zu verklagen und sprach:
Act 24:3 dass wir im groen Frieden leben unter dir und viel Wohltaten diesem Volk widerfahren durch dein Frsichtigkeit, allerteuerster Felix, das nehmen wir an allewege und allenthalben mit aller Dankbarkeit.
Act 24:4 Auf dass ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du wolltest uns krzlich hren nach deiner Gelindigkeit.
Act 24:5 Wir haben diesen Mann gefunden schdlich, und der Aufruhr erregt allen Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen vornehmsten der Sekte der Nazarener,
Act 24:6 der auch versucht hat, den Tempel zu entweihen; welchen wir auch griffen und wollten ihn gerichtet haben nach unsrem Gesetz.
Act 24:7 Aber Lysias, der Hauptmann, kam dazu und fhrte ihn mit groer Gewalt aus unsren Hnden
Act 24:8 und hie seine Verklger zu dir kommen; von welchem du kannst, so du es erforschen willst, das alles erkunden, um was wir ihn verklagen.
Act 24:9 Die Juden aber redeten auch dazu und sprachen, es verhielte sich also.
Act 24:10 Paulus aber, da ihm der Landpfleger winkte zu reden, antwortete: Dieweil ich wei, dass du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten;
Act 24:11 denn du kannst erkennen, dass es nicht mehr als zwlf Tage sind, dass ich bin hinauf gen Jerusalem gekommen, anzubeten.
Act 24:12 Auch haben sie mich nicht gefunden im Tempel mit jemanden reden oder einen Aufruhr machen im Volk noch in den Schulen noch in der Stadt.
Act 24:13 Sie knnen mir auch der keines beweisen, dessen sie mich verklagen.
Act 24:14 Das bekenne ich aber dir, dass ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heien, diene also dem Gott meiner Vter, dass ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten,
Act 24:15 und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, nmlich, dass zuknftig sei die Auferstehung der Toten, der Gerechten und der Ungerechten.
Act 24:16 Dabei aber be ich mich, zu haben ein unverletzt Gewissen allenthalben, gegen Gott und die Menschen.
Act 24:17 Aber nach vielen Jahren bin ich gekommen und habe ein Almosen gebracht meinem Volk, und Opfer.
Act 24:18 Darber fanden sie mich, dass ich mich geheiligt hatte im Tempel, ohne allen Lrm und Getmmel.
Act 24:19 Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hier sein vor dir und mich verklagen, so sie etwas wider mich htten.
Act 24:20 Oder lass diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir gefunden haben, dieweil ich stand vor dem Rat,
Act 24:21 auer um des einzigen Wortes willen, da ich unter ihnen stand und rief: ber die Auferstehung der Toten werde ich von euch heute angeklagt.
Act 24:22 Da aber Felix solches hrte, zog er sie hin; denn er wusste gar wohl um diesen Weg und sprach: Wenn Lysias, der Hauptmann, herabkommt, so will ich eure Sache erkunden.
Act 24:23 Er befahl aber dem Unterhauptmann, Paulus zu behalten und lassen Ruhe haben und dass er niemand von den Seinen wehrte, ihm zu dienen oder zu ihm zu kommen.
Act 24:24 Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, die eine Jdin war, und forderte Paulus und hrte ihn von dem Glauben an Christus.
Act 24:25 Da aber Paulus redete von der Gerechtigkeit und von der Keuschheit und von dem Zuknftigen Gericht, erschrak Felix und antwortete: Gehe hin auf diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich herrufen lassen.
Act 24:26 Er hoffte aber daneben, dass ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden, dass er ihn losgbe; darum er ihn auch oft fordern lie und besprach sich mit ihm.
Act 24:27 Da aber zwei Jahre um waren, kam Porcius Festus an Felix Statt. Felix aber wollte den Juden eine Gunst erzeigen und lie Paulus hinter sich gefangen.
Act 25:1 Da nun Festus ins Land gekommen war, zog er ber drei Tage hinauf von Csarea gen Jerusalem.
Act 25:2 Da erschienen vor ihm die Vornehmsten der Juden wider Paulus und ermahnten ihn
Act 25:3 und baten um Gunst wider ihn, dass er ihn fordern liee gen Jerusalem, und stellten ihm nach, dass sie ihn unterwegs umbrchten.
Act 25:4 Da antwortete Festus, Paulus wrde ja behalten zu Csarea; aber er wrde in kurzem wieder dahin ziehen.
Act 25:5 Welche nun unter euch (sprach er) knnen, die lasst mit hinabziehen und den Mann verklagen, so etwas an ihm ist.
Act 25:6 Da er aber bei ihnen mehr denn zehn Tage gewesen war, zog er hinab gen Csarea; und des andern Tages setzte er sich auf den Richtstuhl und hie Paulus holen.
Act 25:7 Da der aber vor ihn kam, traten umher die Juden, die von Jerusalem herabgekommen waren, und brachten auf viele und schwere Klagen wider Paulus, welche sie nicht konnten beweisen,
Act 25:8 dieweil er sich verantwortete: Ich habe weder an der Juden Gesetz noch an dem Tempel noch am Kaiser mich versndigt.
Act 25:9 Festus aber wollte den Juden eine Gunst erzeigen und antwortete Paulus und sprach: Willst du hinauf gen Jerusalem und daselbst ber dieses dich vor mir richten lassen?
Act 25:10 Paulus aber sprach: Ich stehe vor des Kaisers Gericht, da soll ich mich lassen richten; den Juden habe ich kein Leid getan, wie auch du aufs beste weit.
Act 25:11 Habe ich aber jemand Leid getan und des Todes wert gehandelt, so weigere ich mich nicht, zu sterben; ist aber der keines nicht, dessen sie mich verklagen, so kann mich ihnen niemand bergeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!
Act 25:12 Da besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Auf den Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du ziehen.
Act 25:13 Aber nach etlichen Tagen kamen der Knig Agrippa und Bernice gen Csarea, Festus zu begren.
Act 25:14 Und da sie viele Tage daselbst gewesen waren, legte Festus dem Knig den Handel von Paulus vor und sprach: Es ist ein Mann von Felix hinterlassen gefangen,
Act 25:15 um welches willen die Hohenpriester und ltesten vor mir erschienen, da ich zu Jerusalem war, und baten, ich sollte ihn richten lassen;
Act 25:16 Denen antwortete ich: Es ist der Rmer Weise nicht, dass ein Mensch bergeben werde, ihn umzubringen, ehe denn der Verklagte seine Klger gegenwrtig habe und Raum empfange, sich auf die Anklage zu verantworten.
Act 25:17 Da sie aber her zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub und hielt des andern Tages Gericht und hie den Mann vorbringen;
Act 25:18 und da seine Verklger auftraten, brachten sie der Ursachen keine auf, deren ich mich versah.
Act 25:19 Sie hatten aber etliche Fragen wider ihn von ihrem Aberglauben und von einem verstorbenen Jesus, von welchem Paulus sagte, er lebe.
Act 25:20 Da ich aber mich auf die Frage nicht verstand, sprach ich, ob er wollte gen Jerusalem reisen und daselbst sich darber lassen richten.
Act 25:21 Da aber Paulus sich berief, dass er fr des Kaisers Erkenntnis aufbehalten wrde, hie ich ihn behalten, bis dass ich ihn zum Kaiser sende.
Act 25:22 Agrippa aber sprach zu Festus: Ich mchte den Menschen auch gerne hren. Er aber sprach: Morgen sollst du ihn hren.
Act 25:23 Und am andern Tage, da Agrippa und Bernice kamen mit groem Geprnge und gingen in das Richthaus mit den Hauptleuten und vornehmsten Mnnern der Stadt, und da es Festus hie, ward Paulus gebracht.
Act 25:24 Und Festus sprach: Lieber Knig Agrippa und alle ihr Mnner, die ihr mit uns hier seid, da seht ihr den, um welchen mich die ganze Menge der Juden angegangen hat, zu Jerusalem und auch hier, und schrieen, er solle nicht lnger leben.
Act 25:25 Aber, da ich vernahm, dass er nichts getan hatte, das des Todes wert sei, und er sich selber auf den Kaiser berief, habe ich beschlossen, ihn zu senden.
Act 25:26 Etwas Gewisses aber habe ich von ihm nicht, das ich dem Herrn schreibe. Darum habe ich ihn lassen hervorbringen vor euch, allermeist aber vor dir, Knig Agrippa, auf dass ich nach geschehener Erforschung haben mge, was ich schreibe.
Act 25:27 Denn es dnkt mich ein ungeschicktes Ding zu sein, einen Gefangenen schicken und keine Ursachen wider ihn anzuzeigen.
Act 26:1 Agrippa aber sprach zu Paulus: es ist dir erlaubt, fr dich zu reden. Da reckte Paulus die Hand aus und verantwortete sich:
Act 26:2 Es ist mir sehr lieb, Knig Agrippa, dass ich mich heute vor dir verantworten soll ber alles, dessen ich von den Juden beschuldigt werde;
Act 26:3 allermeist weil du weit alle Sitten und Fragen der Juden. Darum bitte ich dich, du wollest mich geduldig hren.
Act 26:4 Zwar mein Leben von Jugend auf, wie das von Anfang unter diesem Volk zu Jerusalem zugebracht ist, wissen alle Juden,
Act 26:5 die mich von Anbeginn gekannt haben, wenn sie es wollten bezeugen. Denn ich bin ein Phariser gewesen, welches ist die strengste Sekte unsres Gottesdienstes.
Act 26:6 Und nun stehe ich und werde angeklagt ber die Hoffnung auf die Verheiung, so geschehen ist von Gott zu unsren Vtern,
Act 26:7 zu welcher hoffen die zwlf Geschlechter der Unsren zu kommen mit Gottesdienst emsig Tag und Nacht. Dieser Hoffnung halben werde ich, Knig Agrippa, von den Juden beschuldigt.
Act 26:8 Warum wird das fr unglaublich bei euch geachtet, das Gott Tote auferweckt?
Act 26:9 Zwar meinte ich auch bei mir selbst, ich msste viel zuwider tun dem Namen Jesu von Nazareth,
Act 26:10 wie ich denn auch zu Jerusalem getan habe, da ich viele Heilige in das Gefngnis verschloss, darber ich Macht von den Hohenpriestern empfing; und wenn sie erwrgt wurden, half ich das Urteil sprechen.
Act 26:11 Und durch alle Schulen peinigte ich sie oft und zwang sie zu lstern; und war beraus unsinnig auf sie, verfolgte sie auch bis in die fremden Stdte.
Act 26:12 ber dem, da ich auch gen Damaskus reiste mit Macht und Befehl von den Hohenpriestern,
Act 26:13 sah ich mitten am Tage, o Knig, auf dem Wege ein Licht vom Himmel, heller denn der Sonne Glanz, das mich und die mit mir reisten, umleuchtete.
Act 26:14 Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hrte ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf hebrisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu lecken.
Act 26:15 Ich aber sprach: Herr, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; aber stehe auf und tritt auf deine Fe.
Act 26:16 Denn dazu bin ich dir erschienen, dass ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen;
Act 26:17 und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende,
Act 26:18 aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Snden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.
Act 26:19 Daher, Knig Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht unglubig,
Act 26:20 sondern verkndigte zuerst denen zu Damaskus und Jerusalem und in alle Gegend des jdischen Landes und auch der Heiden, dass sie Bue tten und sich bekehrten zu Gott und tten rechtschaffene Werke der Bue.
Act 26:21 Um deswillen haben mich die Juden im Tempel gegriffen und versuchten, mich zu tten.
Act 26:22 Aber durch Hilfe Gottes ist es mir gelungen und stehe ich bis auf diesen Tag und zeuge beiden, dem Kleinen und Groen, und sage nichts auer dem, was die Propheten gesagt haben, dass es geschehen sollte, und Mose:
Act 26:23 dass Christus sollte leiden und der erste sein aus der Auferstehung von den Toten und verkndigen ein Licht dem Volk und den Heiden.
Act 26:24 Da er aber solches zur Verantwortung gab, sprach Festus mit lauter Stimme: Paulus, du rasest! Die groe Kunst macht dich rasend.
Act 26:25 Er aber sprach: Mein teurer Festus, ich rase nicht, sondern rede wahre und vernnftige Worte.
Act 26:26 Denn der Knig wei solches wohl, zu welchem ich freudig rede. Denn ich achte, ihm sei der keines verborgen; denn solches ist nicht im Winkel geschehen.
Act 26:27 Glaubst du, Knig Agrippa, den Propheten? Ich wei, dass du glaubst.
Act 26:28 Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlt nicht viel, du berredest mich, dass ich ein Christ wrde.
Act 26:29 Paulus aber sprach: Ich wnschte vor Gott, es fehle nun an viel oder an wenig, dass nicht allein du, sondern alle, die mich heute hren, solche wrden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande.
Act 26:30 Und da er das gesagt, stand der Knig auf und der Landpfleger und Bernice und die die mit ihnen saen,
Act 26:31 und wichen beiseits, redeten miteinander und sprachen: Dieser Mensch hat nichts getan, das des Todes oder der Bande wert sei.
Act 26:32 Agrippa aber sprach zu Festus: Dieser Mensch htte knnen losgegeben werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen htte.
Act 27:1 Da es aber beschlossen war, dass wir nach Italien schiffen sollten, bergaben sie Paulus und etliche andere Gefangene dem Unterhauptmann mit Namen Julius, von der kaiserlichen Schar.
Act 27:2 Da wir aber in ein adramyttisches Schiff traten, dass wir an Asien hin schiffen sollten, fuhren wir vom Lande; und mit uns war Aristarchus aus Mazedonien, von Thessalonich.
Act 27:3 Und des andern Tages kamen wir an zu Sidon; und Julius hielt sich freundlich gegen Paulus, erlaubte ihm, zu seinen guten Freunden zu gehen und sich zu pflegen.
Act 27:4 Und von da stieen wir ab und schifften unter Zypern hin, darum dass uns die Winde entgegen waren,
Act 27:5 und schifften durch das Meer bei Zilizien und Pamphylien und kamen gen Myra in Lyzien.
Act 27:6 Und daselbst fand der Unterhauptmann ein Schiff von Alexandrien, das schiffte nach Italien, und lie uns darauf bersteigen.
Act 27:7 Da wir aber langsam schifften und in vielen Tagen kaum gegen Knidus kamen (denn der Wind wehrte uns), schifften wir unter Kreta hin bei Salmone
Act 27:8 und zogen mit Mhe vorber; da kamen wir an eine Sttte, die heit Gutfurt, dabei war nahe die Stadt Lasa.
Act 27:9 Da nun viel Zeit vergangen war und nunmehr gefhrlich war zu schiffen, darum dass auch das Fasten schon vorber war, vermahnte sie Paulus
Act 27:10 und sprach zu ihnen: Liebe Mnner, ich sehe, dass die Schiffahrt will mit Leid und groem Schaden ergehen, nicht allein der Last und des Schiffes sondern auch unsres Lebens.
Act 27:11 Aber der Unterhauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr denn dem, was Paulus sagte.
Act 27:12 Und da die Anfurt ungelegen war, zu berwintern, bestanden ihrer das mehrere Teil auf dem Rat, von dannen zu fahren, ob sie knnten kommen gen Phnix, zu berwintern, welches ist eine Anfurt an Kreta gegen Sdwest und Nordwest.
Act 27:13 Da aber der Sdwind wehte und sie meinten, sie htten nun ihr Vornehmen, erhoben sie sich und fuhren nher an Kreta hin.
Act 27:14 Nicht lange aber darnach erhob sich wider ihr Vornehmen eine Windsbraut, die man nennt Nordost.
Act 27:15 Und da das Schiff ergriffen ward und konnte sich nicht wider den Wind richten, gaben wir's dahin und schwebten also.
Act 27:16 Wir kamen aber an eine Insel, die heit Klauda; da konnten wir kaum den Kahn ergreifen.
Act 27:17 Den hoben wir auf und brauchten die Hilfe und unterbanden das Schiff; denn wir frchteten, es mchte in die Syrte fallen, und lieen die Segel herunter und fuhren also.
Act 27:18 Und da wir groes Ungewitter erlitten, taten sie des nchsten Tages einen Auswurf.
Act 27:19 Und am dritten Tage warfen wir mit unsren Hnden aus die Gertschaft im Schiffe.
Act 27:20 Da aber an vielen Tagen weder Sonne noch Gestirn erschien und ein nicht kleines Ungewitter uns drngte, war alle Hoffnung unsres Lebens dahin.
Act 27:21 Und da man lange nicht gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie und sprach: Liebe Mnner, man solltet mir gehorcht haben und nicht von Kreta aufgebrochen sein, und uns dieses Leides und Schadens berhoben haben.
Act 27:22 Und nun ermahne ich euch, dass ihr unverzagt seid; denn keines Leben aus uns wird umkommen, nur das Schiff.
Act 27:23 Denn diese Nacht ist bei mir gestanden der Engel Gottes, des ich bin und dem ich diene,
Act 27:24 und sprach: Frchte dich nicht, Paulus! du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir schiffen.
Act 27:25 Darum, liebe Mnner, seid unverzagt; denn ich glaube Gott, es wird also geschehen, wie mir gesagt ist.
Act 27:26 Wir mssen aber anfahren an eine Insel.
Act 27:27 Da aber die vierzehnte Nacht kam, dass wir im Adria-Meer fuhren, um die Mitternacht, whnten die Schiffsleute, sie kmen etwa an ein Land.
Act 27:28 Und sie senkten den Bleiwurf ein und fanden zwanzig Klafter tief; und ber ein wenig davon senkten sie abermals und fanden fnfzehn Klafter.
Act 27:29 Da frchteten sie sich, sie wrden an harte Orte anstoen, und warfen hinten vom Schiffe vier Anker und wnschten, dass es Tag wrde.
Act 27:30 Da aber die Schiffsleute die Flucht suchten aus dem Schiffe und den Kahn niederlieen in das Meer und gaben vor, sie wollten die Anker vorn aus dem Schiffe lassen,
Act 27:31 sprach Paulus zu dem Unterhauptmann und zu den Kriegsknechten: Wenn diese nicht im Schiffe bleiben, so knnt ihr nicht am Leben bleiben.
Act 27:32 Da hieben die Kriegsknechte die Stricke ab von dem Kahn und lieen ihn fallen.
Act 27:33 Und da es anfing licht zu werden, ermahnte sie Paulus alle, dass sie Speise nhmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, dass ihr wartet und ungegessen geblieben seid und habt nichts zu euch genommen.
Act 27:34 Darum ermahne ich euch, Speise zu nehmen, euch zu laben; denn es wird euer keinem ein Haar von dem Haupt entfallen.
Act 27:35 Und da er das gesagt, nahm er das Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach's und fing an zu essen.
Act 27:36 Da wurden sie alle gutes Muts und nahmen auch Speise.
Act 27:37 Unser waren aber alle zusammen im Schiff zweihundert und sechsundsiebzig Seelen.
Act 27:38 Und da sie satt geworden, erleichterten sie das Schiff und warfen das Getreide in das Meer.
Act 27:39 Da es aber Tag ward, kannten sie das Land nicht; einer Anfurt aber wurden sie gewahr, die hatte ein Ufer; dahinan wollten sie das Schiff treiben, wo es mglich wre.
Act 27:40 Und sie hieben die Anker ab und lieen sie dem Meer, lsten zugleich die Bande der Steuerruder auf und richteten das Segel nach dem Winde und trachteten nach dem Ufer.
Act 27:41 Und da wir fuhren an einen Ort, der auf beiden Seiten Meer hatte, stie sich das Schiff an, und das Vorderteil blieb feststehen unbeweglich; aber das Hinterteil zerbrach von der Gewalt der Wellen.
Act 27:42 Die Kriegsknechte aber hatten einen Rat, die Gefangenen zu tten, dass nicht jemand, so er ausschwmme, entflhe.
Act 27:43 Aber der Unterhauptmann wollte Paulus erhalten und wehrte ihrem Vornehmen und hie, die da schwimmen knnten, sich zuerst in das Meer lassen und entrinnen an das Land,
Act 27:44 die andern aber etliche auf Brettern, etliche auf dem, das vom Schiff war. Und also geschah es, dass sie alle gerettet zu Lande kamen.
Act 28:1 Und da wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Melite hie.
Act 28:2 Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft, zndeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf um des Regens, der ber uns gekommen war, und um der Klte willen.
Act 28:3 Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte, und legte sie aufs Feuer, kam eine Otter von der Hitze hervor und fuhr Paulus an seine Hand.
Act 28:4 Da aber die Leutlein sahen das Tier an seiner Hand hangen, sprachen sie untereinander: Dieser Mensch muss ein Mrder sein, den die Rache nicht leben lsst, ob er gleich dem Meer entgangen ist.
Act 28:5 Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nicht bles.
Act 28:6 Sie aber warteten, wenn er schwellen wrde oder tot niederfallen. Da sie aber lange warteten und sahen, dass ihm nichts Ungeheures widerfuhr, wurden sie anderes Sinnes und sprachen, er wre ein Gott.
Act 28:7 An diesen rtern aber hatte der Oberste der Insel, mit Namen Publius, ein Vorwerk; der nahm uns auf und herbergte uns drei Tage freundlich.
Act 28:8 Es geschah aber, dass der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr lag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand auf ihn und machte ihn gesund.
Act 28:9 Da das geschah, kamen auch die andern auf der Insel herzu, die Krankheiten hatten, und lieen sich gesund machen.
Act 28:10 Und sie taten uns groe Ehre; und da wir auszogen, luden sie auf, was uns not war.
Act 28:11 Nach drei Monaten aber fuhren wir aus in einem Schiffe von Alexandrien, welches bei der Insel berwintert hatte und hatte ein Panier der Zwillinge.
Act 28:12 Und da wir gen Syrakus kamen, blieben wir drei Tage da.
Act 28:13 Und da wir umschifften, kamen wir gen Rhegion; und nach einem Tage, da der Sdwind sich erhob, kamen wir des andern Tages gen Puteoli.
Act 28:14 Da fanden wir Brder und wurden von ihnen gebeten, dass wir sieben Tage dablieben. Und also kamen wir gen Rom.
Act 28:15 Und von dort, da die Brder von uns hrten, gingen sie aus, uns entgegen, bis gen Appifor und Tretabern. Da die Paulus sah, dankte er Gott und gewann eine Zuversicht.
Act 28:16 Da wir aber gen Rom kamen, berantwortete der Unterhauptmann die Gefangenen dem obersten Hauptmann. Aber Paulus ward erlaubt zu bleiben, wo er wollte, mit einem Kriegsknechte, der ihn htete.
Act 28:17 Es geschah aber nach drei Tagen, dass Paulus zusammenrief die Vornehmsten der Juden. Da sie zusammenkamen, sprach er zu ihnen: Ihr Mnner, liebe Brder, ich habe nichts getan wider unser Volk noch wider vterliche Sitten, und bin doch gefangen aus Jerusalem bergeben in der Rmer Hnde.
Act 28:18 Diese, da sie mich verhrt hatten, wollten sie mich losgeben, dieweil keine Ursache des Todes an mir war.
Act 28:19 Da aber die Juden dawider redeten, ward ich gentigt, mich auf den Kaiser zu berufen; nicht, als htte ich mein Volk um etwas zu verklagen.
Act 28:20 Um der Ursache willen habe ich euch gebeten, dass ich euch sehen und ansprechen mchte; denn um der Hoffnung willen Israels bin ich mit dieser Kette umgeben.
Act 28:21 Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Schrift empfangen aus Juda deinethalben, noch ist ein Bruder gekommen, der von dir etwas Arges verkndigt oder gesagt habe.
Act 28:22 Doch wollen wir von dir hren, was du hltst; denn von dieser Sekte ist uns kund, dass ihr wird an allen Enden widersprochen.
Act 28:23 Und da sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge, welchen er auslegte und bezeugte das Reich Gottes; und er predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz Moses und aus den Propheten von frhmorgens an bis an den Abend.
Act 28:24 Und etliche fielen dem zu, was er sagte; etliche aber glaubten nicht.
Act 28:25 Da sie aber untereinander misshellig waren, gingen sie weg, als Paulus das eine Wort redete: Wohl hat der heilige Geist gesagt durch den Propheten Jesaja zu unsren Vtern
Act 28:26 und gesprochen: Gehe hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr's hren, und nicht verstehen; und mit den Augen werdet ihr's sehen, und nicht erkennen.
Act 28:27 Denn das Herz dieses Volks ist verstockt, und sie hren schwer mit den Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf dass sie nicht dermaleinst sehen und mit den Augen und hren mit den Ohren und verstndig werden im Herzen und sich bekehren, dass ich ihnen hlfe.
Act 28:28 So sei es euch kundgetan, dass den Heiden gesandt ist dies Heil Gottes; und sie werden's hren.
Act 28:29 Und da er solches redete, gingen die Juden hin und hatten viel Fragens unter sich selbst.
Act 28:30 Paulus aber blieb zwei Jahre in seinem eigenen Gedinge und nahm auf alle, die zu ihm kamen,
Act 28:31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus mit aller Freudigkeit unverboten.
Rom 1:1 Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes,
Rom 1:2 welches er zuvor verheien hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift,
Rom 1:3 von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch
Rom 1:4 und krftig erwiesen als ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiligt, seit der Zeit, da er auferstanden ist von den Toten, Jesus Christus, unser Herr,
Rom 1:5 durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen,
Rom 1:6 unter welchen ihr auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo,
Rom 1:7 allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Rom 1:8 Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, dass man von eurem Glauben in aller Welt sagt.
Rom 1:9 Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn, dass ich ohne Unterlass euer gedenke
Rom 1:10 und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's einmal zutragen wollte, dass ich zu euch kme durch Gottes Willen.
Rom 1:11 Denn mich verlangt, euch zu sehen, auf dass ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe, euch zu strken;
Rom 1:12 das ist, dass ich samt euch getrstet wrde durch euren und meinen Glauben, den wir untereinander haben.
Rom 1:13 Ich will euch aber nicht verhalten, liebe Brder, dass ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch zu kommen (bin aber verhindert bisher), dass ich auch unter euch Frucht schaffte gleichwie unter andern Heiden.
Rom 1:14 Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Ungriechen, der Weisen und der Unweisen.
Rom 1:15 Darum, soviel an mir ist, bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen.
Rom 1:16 Denn ich schme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen.
Rom 1:17 Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: Der Gerechte wird seines Glaubens leben.
Rom 1:18 Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart ber alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.
Rom 1:19 Denn was man von Gott wei, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart,
Rom 1:20 damit dass Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nmlich an der Schpfung der Welt; also dass sie keine Entschuldigung haben,
Rom 1:21 dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverstndiges Herz ist verfinstert.
Rom 1:22 Da sie sich fr Weise hielten, sind sie zu Narren geworden
Rom 1:23 und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergnglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergnglichen Menschen und der Vgel und der vierfigen und der kriechenden Tiere.
Rom 1:24 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelste, in Unreinigkeit, zu schnden ihre eigenen Leiber an sich selbst,
Rom 1:25 sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lge und haben geehrt und gedient dem Geschpfe mehr denn dem Schpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
Rom 1:26 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schndliche Lste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natrlichen Brauch in den unnatrlichen;
Rom 1:27 desgleichen auch die Mnner haben verlassen den natrlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen.
Rom 1:28 Und gleichwie sie nicht geachtet haben, dass sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt,
Rom 1:29 voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenblser,
Rom 1:30 Verleumder, Gottesverchter, Frevler, hoffrtig, ruhmredig, Schdliche, den Eltern ungehorsam,
Rom 1:31 Unvernnftige, Treulose, Lieblose, unvershnlich, unbarmherzig.
Rom 1:32 Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes wrdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Rom 2:1 Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der da richtet. Denn worin du einen andern richtest, verdammst du dich selbst; sintemal du eben dasselbe tust, was du richtest.
Rom 2:2 Denn wir wissen, dass Gottes Urteil ist recht ber die, so solches tun.
Rom 2:3 Denkst du aber, o Mensch, der du richtest die, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen werdest?
Rom 2:4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gte, Geduld und Langmtigkeit? Weit du nicht, dass dich Gottes Gte zur Bue leitet?
Rom 2:5 Du aber nach deinem verstockten und unbufertigen Herzen hufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,
Rom 2:6 welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken:
Rom 2:7 Preis und Ehre und unvergngliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben;
Rom 2:8 aber denen, die da znkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade, und Zorn;
Rom 2:9 Trbsal und Angst ber alle Seelen der Menschen, die da Bses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen;
Rom 2:10 Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen.
Rom 2:11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
Rom 2:12 Welche ohne Gesetz gesndigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren werden; und welche unter dem Gesetz gesndigt haben, die werden durchs Gesetz verurteilt werden
Rom 2:13 (sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz hren, gerecht sind, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.
Rom 2:14 Denn so die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun des Gesetzes Werk, sind dieselben, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz,
Rom 2:15 als die da beweisen, des Gesetzes Werk sei geschrieben in ihren Herzen, sintemal ihr Gewissen ihnen zeugt, dazu auch die Gedanken, die sich untereinander verklagen oder entschuldigen),
Rom 2:16 auf den Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird laut meines Evangeliums.
Rom 2:17 Siehe aber zu: du heiest ein Jude und verlssest dich aufs Gesetz und rhmest dich Gottes
Rom 2:18 und weit seinen Willen; und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, prfest du, was das Beste zu tun sei,
Rom 2:19 und vermissest dich, zu sein ein Leiter der Blinden, ein Licht derer, die in Finsternis sind,
Rom 2:20 ein Zchtiger der Trichten, ein Lehrer der Einfltigen, hast die Form, was zu wissen und recht ist, im Gesetz.
Rom 2:21 Nun lehrst du andere, und lehrst dich selber nicht; du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst;
Rom 2:22 du sprichst man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe; dir greuelt vor den Gtzen, und du raubest Gott, was sein ist;
Rom 2:23 du rhmst dich des Gesetzes, und schndest Gott durch bertretung des Gesetzes;
Rom 2:24 denn eurethalben wird Gottes Name gelstert unter den Heiden, wie geschrieben steht.
Rom 2:25 Die Beschneidung ist wohl ntz, wenn du das Gesetz hltst; hltst du das Gesetz aber nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden.
Rom 2:26 So nun der Unbeschnittene das Gesetz hlt, meinst du nicht, dass da der Unbeschnittene werde fr einen Beschnittenen gerechnet?
Rom 2:27 Und wird also, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz vollbringt, dich richten, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung bist und das Gesetz bertrittst.
Rom 2:28 Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das nicht eine Beschneidung, die auswendig am Fleisch geschieht;
Rom 2:29 sondern das ist ein Jude, der's inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott.
Rom 3:1 Was haben denn die Juden fr Vorteil, oder was ntzt die Beschneidung?
Rom 3:2 Frwahr sehr viel. Zum ersten: ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat.
Rom 3:3 dass aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben?
Rom 3:4 Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, dass Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lgner; wie geschrieben steht: Auf dass du gerecht seist in deinen Worten und berwindest, wenn du gerichtet wirst.
Rom 3:5 Ist's aber also, dass unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, wenn er darber zrnt? (Ich rede also auf Menschenweise.)
Rom 3:6 Das sei ferne! Wie knnte sonst Gott die Welt richten?
Rom 3:7 Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als Snder gerichtet werden
Rom 3:8 und nicht vielmehr also tun, wie wir gelstert werden und wie etliche sprechen, dass wir sagen: Lasset uns bles tun, auf das Gutes daraus komme? welcher Verdammnis ist ganz recht.
Rom 3:9 Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, dass beide, Juden und Griechen, alle unter der Snde sind,
Rom 3:10 wie denn geschrieben steht: Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.
Rom 3:11 Da ist nicht, der verstndig sei; da ist nicht, der nach Gott frage.
Rom 3:12 Sie sind alle abgewichen und allesamt untchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer.
Rom 3:13 Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handeln sie trglich. Otterngift ist unter den Lippen;
Rom 3:14 ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit.
Rom 3:15 Ihre Fe sind eilend, Blut zu vergieen;
Rom 3:16 auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid,
Rom 3:17 und den Weg des Friedens wissen sie nicht.
Rom 3:18 Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.
Rom 3:19 Wir wissen aber, dass, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei;
Rom 3:20 darum dass kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Snde.
Rom 3:21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
Rom 3:22 Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.
Rom 3:23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Snder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
Rom 3:24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlsung, so durch Jesum Christum geschehen ist,
Rom 3:25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, dass er Snde vergibt, welche bisher geblieben war unter gttlicher Geduld;
Rom 3:26 auf dass er zu diesen Zeiten darbte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum.
Rom 3:27 Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch das Gesetz? Durch der Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz.
Rom 3:28 So halten wir nun dafr, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Rom 3:29 Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott.
Rom 3:30 Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben.
Rom 3:31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.
Rom 4:1 Was sagen wir denn von unsrem Vater Abraham, dass er gefunden habe nach dem Fleisch?
Rom 4:2 Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.
Rom 4:3 Was sagt denn die Schrift? Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.
Rom 4:4 Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.
Rom 4:5 Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.
Rom 4:6 Nach welcher Weise auch David sagt, dass die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht:
Rom 4:7 Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind und welchen ihre Snden bedeckt sind!
Rom 4:8 Selig ist der Mann, welchem Gott die Snde nicht zurechnet!
Rom 4:9 Nun diese Seligkeit, geht sie ber die Beschnittenen oder auch ber die Unbeschnittenen? Wir mssen ja sagen, dass Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.
Rom 4:10 Wie ist er ihm denn zugerechnet? Als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Nicht, als er beschnitten, sondern als er unbeschnitten war.
Rom 4:11 Das Zeichen der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er hatte, als er noch nicht beschnitten war, auf dass er wrde ein Vater aller, die da glauben und nicht beschnitten sind, dass ihnen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit;
Rom 4:12 und wrde auch ein Vater der Beschneidung, derer, die nicht allein beschnitten sind, sondern auch wandeln in den Futapfen des Glaubens, welcher war in unsrem Vater Abraham, als er noch unbeschnitten war.
Rom 4:13 Denn die Verheiung, dass er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht geschehen Abraham oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
Rom 4:14 Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die Verheiung ist abgetan.
Rom 4:15 Sintemal das Gesetz nur Zorn anrichtet; denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine bertretung.
Rom 4:16 Derhalben muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf dass sie sei aus Gnaden und die Verheiung fest bleibe allem Samen, nicht dem allein, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater
Rom 4:17 (wie geschrieben steht: Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Vlker) vor Gott, dem er geglaubt hat, der da lebendig macht die Toten und ruft dem, was nicht ist, dass es sei.
Rom 4:18 Und er hat geglaubt auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf dass er wrde ein Vater vieler Vlker, wie denn zu ihm gesagt ist: Also soll dein Same sein.
Rom 4:19 Und er ward nicht schwach im Glauben, sah auch nicht an seinem eigenen Leib, welcher schon erstorben war (weil er schon fast hundertjhrig war), auch nicht den erstorbenen Leib der Sara;
Rom 4:20 denn er zweifelte nicht an der Verheiung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre
Rom 4:21 und wusste aufs allergewisseste, dass, was Gott verheit, das kann er auch tun.
Rom 4:22 Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet.
Rom 4:23 Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, dass es ihm zugerechnet ist,
Rom 4:24 sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, so wir glauben an den, der unsren Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten,
Rom 4:25 welcher ist um unsrer Snden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.
Rom 5:1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus,
Rom 5:2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rhmen uns der Hoffnung der zuknftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll.
Rom 5:3 Nicht allein aber das, sondern wir rhmen uns auch der Trbsale, dieweil wir wissen, dass Trbsal Geduld bringt;
Rom 5:4 Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung;
Rom 5:5 Hoffnung aber lsst nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.
Rom 5:6 Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fr uns Gottlose gestorben.
Rom 5:7 Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen drfte vielleicht jemand sterben.
Rom 5:8 Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, dass Christus fr uns gestorben ist, da wir noch Snder waren.
Rom 5:9 So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind.
Rom 5:10 Denn so wir Gott vershnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun vershnt sind.
Rom 5:11 Nicht allein aber das, sondern wir rhmen uns auch Gottes durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Vershnung empfangen haben.
Rom 5:12 Derhalben, wie durch einen Menschen die Snde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Snde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesndigt haben;
Rom 5:13 denn die Snde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Snde nicht.
Rom 5:14 Doch herrschte der Tod von Adam an bis auf Moses auch ber die, die nicht gesndigt haben mit gleicher bertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zuknftig war.
Rom 5:15 Aber nicht verhlt sich's mit der Gabe wie mit der Snde. Denn so an eines Snde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus.
Rom 5:16 Und nicht ist die Gabe allein ber eine Snde, wie durch des einen Snders eine Snde alles Verderben. Denn das Urteil ist gekommen aus einer Snde zur Verdammnis; die Gabe aber hilft auch aus vielen Snden zur Gerechtigkeit.
Rom 5:17 Denn so um des einen Snde willen der Tod geherrscht hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Flle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum.
Rom 5:18 Wie nun durch eines Snde die Verdammnis ber alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens ber alle Menschen gekommen.
Rom 5:19 Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Snder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte.
Rom 5:20 Das Gesetz aber ist neben eingekommen, auf dass die Snde mchtiger wrde. Wo aber die Snde mchtig geworden ist, da ist doch die Gnade viel mchtiger geworden,
Rom 5:21 auf dass, gleichwie die Snde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsren Herrn.
Rom 6:1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Snde beharren, auf dass die Gnade desto mchtiger werde?
Rom 6:2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Snde wollen leben, der wir abgestorben sind?
Rom 6:3 Wisset ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
Rom 6:4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Rom 6:5 So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein,
Rom 6:6 dieweil wir wissen, dass unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf dass der sndliche Leib aufhre, dass wir hinfort der Snde nicht mehr dienen.
Rom 6:7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Snde.
Rom 6:8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden,
Rom 6:9 und wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr ber ihn herrschen.
Rom 6:10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Snde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
Rom 6:11 Also auch ihr, haltet euch dafr, dass ihr der Snde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unsrem Herrn.
Rom 6:12 So lasset nun die Snde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lsten.
Rom 6:13 Auch begebet nicht der Snde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit.
Rom 6:14 Denn die Snde wird nicht herrschen knnen ber euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
Rom 6:15 Wie nun? Sollen wir sndigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
Rom 6:16 Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Snde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
Rom 6:17 Gott sei aber gedankt, dass ihr Knechte der Snde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid.
Rom 6:18 Denn nun ihr frei geworden seid von der Snde, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden.
Rom 6:19 Ich muss menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern, also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, dass sie heilig werden.
Rom 6:20 Denn da ihr der Snde Knechte wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit.
Rom 6:21 Was hattet ihr nun zu der Zeit fr Frucht? Welcher ihr euch jetzt schmet; denn ihr Ende ist der Tod.
Rom 6:22 Nun ihr aber seid von der Snde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, dass ihr heilig werdet, das Ende aber ist das ewige Leben.
Rom 6:23 Denn der Tod ist der Snde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unsrem Herrn.
Rom 7:1 Wisset ihr nicht, liebe Brder (denn ich rede mit solchen, die das Gesetz wissen), dass das Gesetz herrscht ber den Menschen solange er lebt?
Rom 7:2 Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, ist an ihn gebunden durch das Gesetz, solange der Mann lebt; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft.
Rom 7:3 Wo sie nun eines andern Mannes wird, solange der Mann lebt, wird sie eine Ehebrecherin geheien; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, dass sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie eines andern Mannes wird.
Rom 7:4 Also seid auch ihr, meine Brder, gettet dem Gesetz durch den Leib Christi, dass ihr eines andern seid, nmlich des, der von den Toten auferweckt ist, auf dass wir Gott Frucht bringen.
Rom 7:5 Denn da wir im Fleisch waren, da waren die sndigen Lste, welche durchs Gesetz sich erregten, krftig in unsren Gliedern, dem Tode Frucht zu bringen.
Rom 7:6 Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also dass wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
Rom 7:7 Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Snde? Das sei ferne! Aber die Snde erkannte ich nicht, auer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht htte gesagt: Lass dich nicht gelsten!
Rom 7:8 Da nahm aber die Snde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust; denn ohne das Gesetz war die Snde tot.
Rom 7:9 Ich aber lebte weiland<RF>bedeutet: einst, vormals<Rf> ohne Gesetz; da aber das Gebot kam, ward die Snde wieder lebendig,
Rom 7:10 ich aber starb; und es fand sich, dass das Gebot mir zum Tode gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war.
Rom 7:11 Denn die Snde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und ttete mich durch dasselbe Gebot.
Rom 7:12 Das Gesetz ist ja heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut.
Rom 7:13 Ist denn, das da gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Aber die Snde, auf dass sie erscheine, wie sie Snde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirkt, auf dass die Snde wrde beraus sndig durchs Gebot.
Rom 7:14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Snde verkauft.
Rom 7:15 Denn ich wei nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich.
Rom 7:16 So ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, dass das Gesetz gut sei.
Rom 7:17 So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Snde, die in mir wohnt.
Rom 7:18 Denn ich wei, dass in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht.
Rom 7:19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Bse, das ich nicht will, das tue ich.
Rom 7:20 So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Snde, die in mir wohnt.
Rom 7:21 So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, dass mir das Bse anhangt.
Rom 7:22 Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
Rom 7:23 Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemte und nimmt mich gefangen in der Snde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern.
Rom 7:24 Ich elender Mensch! wer wird mich erlsen von dem Leibe dieses Todes?
Rom 7:25 Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsrem Herrn. So diene ich nun mit dem Gemte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetz der Snde.
Rom 8:1 So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.
Rom 8:2 Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Snde und des Todes.
Rom 8:3 Denn was dem Gesetz unmglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwcht ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sndlichen Fleisches und der Snde halben und verdammte die Snde im Fleisch,
Rom 8:4 auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfllt wrde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
Rom 8:5 Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.
Rom 8:6 Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.
Rom 8:7 Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht.
Rom 8:8 Die aber fleischlich sind, knnen Gott nicht gefallen.
Rom 8:9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
Rom 8:10 So nun aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Snde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
Rom 8:11 So nun der Geist des, der Jesum von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird auch derselbe, der Christum von den Toten auferweckt hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen um deswillen, dass sein Geist in euch wohnt.
Rom 8:12 So sind wir nun, liebe Brder, Schuldner nicht dem Fleisch, dass wir nach dem Fleisch leben.
Rom 8:13 Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben mssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschfte ttet, so werdet ihr leben.
Rom 8:14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Rom 8:15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals frchten msstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!
Rom 8:16 Derselbe Geist gibt Zeugnis unsrem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Rom 8:17 Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nmlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf dass wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
Rom 8:18 Denn ich halte es dafr, dass dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.
Rom 8:19 Denn das ngstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes.
Rom 8:20 Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deswillen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung.
Rom 8:21 Denn auch die Kreatur wird frei werden vom Dienst des vergnglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Rom 8:22 Denn wir wissen, dass alle Kreatur sehnt sich mit uns und ngstet sich noch immerdar.
Rom 8:23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsres Leibes Erlsung.
Rom 8:24 Denn wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man des hoffen, das man sieht?
Rom 8:25 So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch Geduld.
Rom 8:26 Desgleichen auch der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebhrt; sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen.
Rom 8:27 Der aber die Herzen erforscht, der wei, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefllt.
Rom 8:28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
Rom 8:29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, dass sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf dass derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brdern.
Rom 8:30 Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht, welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht.
Rom 8:31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott fr uns, wer mag wider uns sein?
Rom 8:32 welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn fr uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Rom 8:33 Wer will die Auserwhlten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht.
Rom 8:34 Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.
Rom 8:35 Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trbsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Ble oder Fhrlichkeit oder Schwert?
Rom 8:36 wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir gettet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.
Rom 8:37 Aber in dem allem berwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat.
Rom 8:38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Frstentmer noch Gewalten, weder Gegenwrtiges noch Zuknftiges,
Rom 8:39 weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unsrem Herrn.
Rom 9:1 Ich sage die Wahrheit in Christus und lge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist,
Rom 9:2 dass ich groe Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe.
Rom 9:3 Ich habe gewnscht, verbannt zu sein von Christo fr meine Brder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch;
Rom 9:4 die da sind von Israel, welchen gehrt die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiungen;
Rom 9:5 welcher auch sind die Vter, und aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott ber alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.
Rom 9:6 Aber nicht sage ich solches, als ob Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israeliter, die von Israel sind;
Rom 9:7 auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder. Sondern in Isaak soll dir der Same genannt sein.
Rom 9:8 Das ist: nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern die Kinder der Verheiung werden fr Samen gerechnet.
Rom 9:9 Denn dies ist ein Wort der Verheiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soll einen Sohn haben.
Rom 9:10 Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebekka von dem einen, unsrem Vater Isaak, schwanger ward:
Rom 9:11 ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Bses getan hatten, auf dass der Vorsatz Gottes bestnde nach der Wahl,
Rom 9:12 nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnade des Berufers, ward zu ihr gesagt: Der ltere soll dienstbar werden dem Jngeren,
Rom 9:13 wie denn geschrieben steht: Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.
Rom 9:14 Was wollen wir denn hier sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne!
Rom 9:15 Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gndig bin, dem bin ich gndig; und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich.
Rom 9:16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Rom 9:17 Denn die Schrift sagt zum Pharao: Ebendarum habe ich dich erweckt, dass ich an dir meine Macht erzeige, auf dass mein Name verkndigt werde in allen Landen.
Rom 9:18 So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.
Rom 9:19 So sagst du zu mir: Was beschuldigt er uns denn? Wer kann seinem Willen widerstehen?
Rom 9:20 Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also?
Rom 9:21 Hat nicht ein Tpfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Gef zu Ehren und das andere zu Unehren?
Rom 9:22 Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit groer Geduld getragen die Gefe des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis;
Rom 9:23 auf dass er kundtte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefen der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit,
Rom 9:24 welche er berufen hat, nmlich uns, nicht allein aus den Juden sondern auch aus den Heiden.
Rom 9:25 Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heien, dass nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht meine Liebe war.
Rom 9:26 Und soll geschehen: An dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.
Rom 9:27 Jesaja aber schreit fr Israel: Wenn die Zahl der Kinder Israel wrde sein wie der Sand am Meer, so wird doch nur der berrest selig werden;
Rom 9:28 denn es wird ein Verderben und Steuern<RF>bedeutet: ein Beenden, ein Entgegenwirken<Rf> geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird das Steuern tun auf Erden.
Rom 9:29 Und wie Jesaja zuvor sagte: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth htte lassen Samen brig bleiben, so wren wir wie Sodom und Gomorra.
Rom 9:30 Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit getrachtet, haben Gerechtigkeit erlangt; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
Rom 9:31 Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgetrachtet, und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht.
Rom 9:32 Warum das? Darum dass sie es nicht aus dem Glauben, sondern aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestoen an den Stein des Anlaufens,
Rom 9:33 wie geschrieben steht: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des rgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden.
Rom 10:1 Liebe Brder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott fr Israel, dass sie selig werden.
Rom 10:2 Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie eifern um Gott, aber mit Unverstand.
Rom 10:3 Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan.
Rom 10:4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
Rom 10:5 Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Welcher Mensch dies tut, der wird dadurch leben.
Rom 10:6 Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren? (Das ist nichts anderes denn Christum herabholen.)
Rom 10:7 Oder: Wer will hinab in die Tiefe fahren? (Das ist nichts anderes denn Christum von den Toten holen.)
Rom 10:8 Aber was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.
Rom 10:9 Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig.
Rom 10:10 Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.
Rom 10:11 Denn die Schrift spricht: Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden.
Rom 10:12 Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein Herr, reich ber alle, die ihn anrufen.
Rom 10:13 Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, soll selig werden.
Rom 10:14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehrt haben? wie sollen sie aber hren ohne Prediger?
Rom 10:15 Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: Wie lieblich sind die Fe derer, die den Frieden verkndigen, die das Gute verkndigen!
Rom 10:16 Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja sagt: Herr, wer glaubt unsrem Predigen?
Rom 10:17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes.
Rom 10:18 Ich sage aber: Haben sie es nicht gehrt? Wohl, es ist ja in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte.
Rom 10:19 Ich sage aber: Hat es Israel nicht erkannt? Aufs erste spricht Mose: Ich will euch eifern machen ber dem, das nicht ein Volk ist; und ber ein unverstndiges Volk will ich euch erzrnen.
Rom 10:20 Jesaja aber darf wohl so sagen: Ich bin gefunden von denen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen, die nicht nach mir gefragt haben.
Rom 10:21 Zu Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich meine Hnde ausgestreckt zu dem Volk, das sich nicht sagen lsst und widerspricht.
Rom 11:1 So sage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoen? Das sei ferne! Denn ich bin auch ein Israeliter von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht Benjamin.
Rom 11:2 Gott hat sein Volk nicht verstoen, welches er zuvor ersehen hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht:
Rom 11:3 Herr, sie haben deine Propheten gettet und deine Altre zerbrochen; und ich bin allein briggeblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben?
Rom 11:4 Aber was sagt die gttliche Antwort? Ich habe mir lassen brig bleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeugt vor dem Baal.
Rom 11:5 Also gehet es auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen, die briggeblieben sind nach der Wahl der Gnade.
Rom 11:6 Ist's aber aus Gnaden, so ist's nicht aus Verdienst der Werke; sonst wrde Gnade nicht Gnade sein. Ist's aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts; sonst wre Verdienst nicht Verdienst.
Rom 11:7 Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangte es nicht; die Auserwhlten aber erlangten es. Die andern sind verstockt,
Rom 11:8 wie geschrieben steht: Gott hat ihnen gegeben eine Geist des Schlafs, Augen, dass sie nicht sehen, und Ohren, dass sie nicht hren, bis auf den heutigen Tag.
Rom 11:9 Und David spricht: Lass ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer Berckung und zum rgernis und ihnen zur Vergeltung.
Rom 11:10 Verblende ihre Augen, dass sie nicht sehen, und beuge ihren Rcken allezeit.
Rom 11:11 So sage ich nun: Sind sie darum angelaufen, dass sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf dass sie denen nacheifern sollten.
Rom 11:12 Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichtum, wie viel mehr, wenn ihre Zahl voll wrde?
Rom 11:13 Mit euch Heiden rede ich; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin, will ich mein Amt preisen,
Rom 11:14 ob ich mchte die, so mein Fleisch sind, zu eifern reizen und ihrer etliche selig machen.
Rom 11:15 Denn so ihre Verwerfung der Welt Vershnung ist, was wird ihre Annahme anders sein als Leben von den Toten?
Rom 11:16 Ist der Anbruch heilig, so ist auch der Teig heilig; und so die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
Rom 11:17 Ob aber nun etliche von den Zweigen ausgebrochen sind und du, da du ein wilder lbaum warst, bist unter sie gepfropft und teilhaftig geworden der Wurzel und des Safts im lbaum,
Rom 11:18 so rhme dich nicht wider die Zweige. Rhmst du dich aber wider sie, so sollst du wissen, dass du die Wurzel nicht trgst, sondern die Wurzel trgt dich.
Rom 11:19 So sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen, das ich hineingepfropft wrde.
Rom 11:20 Ist wohl geredet! Sie sind ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du stehst aber durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern frchte dich.
Rom 11:21 Hat Gott die natrlichen Zweige nicht verschont, dass er vielleicht dich auch nicht verschone.
Rom 11:22 Darum schau die Gte und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Gte aber an dir, sofern du an der Gte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
Rom 11:23 Und jene, so nicht bleiben in dem Unglauben, werden eingepfropft werden; Gott kann sie wohl wieder einpfropfen.
Rom 11:24 Denn so du aus dem lbaum, der von Natur aus wild war, bist abgehauen und wider die Natur in den guten lbaum gepropft, wie viel mehr werden die natrlichen eingepropft in ihren eigenen lbaum.
Rom 11:25 Ich will euch nicht verhalten, liebe Brder, dieses Geheimnis (auf dass ihr nicht stolz seid): Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren, so lange, bis die Flle der Heiden eingegangen sei
Rom 11:26 und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben steht: Es wird kommen aus Zion, der da erlse und abwende das gottlose Wesen von Jakob.
Rom 11:27 Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Snden werde wegnehmen.
Rom 11:28 Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl sind sie Geliebte um der Vter willen.
Rom 11:29 Gottes Gaben und Berufung knnen ihn nicht gereuen.
Rom 11:30 Denn gleicherweise wie auch ihr weiland nicht habt geglaubt an Gott, nun aber Barmherzigkeit berkommen habt durch ihren Unglauben,
Rom 11:31 also haben auch jene jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf dass sie auch Barmherzigkeit berkommen.
Rom 11:32 Denn Gott hat alle beschlossen unter den Unglauben, auf dass er sich aller erbarme.
Rom 11:33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!
Rom 11:34 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Rom 11:35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass ihm werde wiedervergolten?
Rom 11:36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
Rom 12:1 Ich ermahne euch nun, liebe Brder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefllig sei, welches sei euer vernnftiger Gottesdienst.
Rom 12:2 Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verndert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prfen mget, welches da sei der gute, wohlgefllige und vollkommene Gotteswille.
Rom 12:3 Denn ich sage euch durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, dass niemand weiter von sich halte, als sich's gebhrt zu halten, sondern dass er von sich mig halte, ein jeglicher, nach dem Gott ausgeteilt hat das Ma des Glaubens.
Rom 12:4 Denn gleicherweise als wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschft haben,
Rom 12:5 also sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied,
Rom 12:6 und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.
Rom 12:7 Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben gem. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehrt jemand, so warte er der Lehre.
Rom 12:8 Ermahnt jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfltig. Regiert jemand, so sei er sorgfltig. bt jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust.
Rom 12:9 Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an.
Rom 12:10 Die brderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.
Rom 12:11 Seid nicht trge in dem, was ihr tun sollt. Seid brnstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit.
Rom 12:12 Seid frhlich in Hoffnung, geduldig in Trbsal, haltet an am Gebet.
Rom 12:13 Nehmet euch der Notdurft der Heiligen an. Herberget gern.
Rom 12:14 Segnet, die euch verfolgen; segnet und fluchet nicht.
Rom 12:15 Freut euch mit den Frhlichen und weint mit den Weinenden.
Rom 12:16 Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen.
Rom 12:17 Haltet euch nicht selbst fr klug. Vergeltet niemand Bses mit Bsem. Fleiigt euch der Ehrbarkeit gegen jedermann.
Rom 12:18 Ist es mglich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden.
Rom 12:19 Rchet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.
Rom 12:20 So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; drstet ihn, so trnke ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.
Rom 12:21 Lass dich nicht das Bse berwinden, sondern berwinde das Bse mit Gutem.
Rom 13:1 Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt ber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.
Rom 13:2 Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden ber sich ein Urteil empfangen.
Rom 13:3 Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bsen zu frchten. Willst du dich aber nicht frchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von ihr haben.
Rom 13:4 Denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Bses, so frchte dich; denn sie trgt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Rcherin zur Strafe ber den, der Bses tut.
Rom 13:5 Darum ist's not, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen.
Rom 13:6 Derhalben msst ihr auch Scho geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz handhaben.
Rom 13:7 So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Scho, dem der Scho gebhrt; Zoll, dem der Zoll gebhrt; Furcht, dem die Furcht gebhrt; Ehre, dem die Ehre gebhrt.
Rom 13:8 Seid niemand nichts schuldig, als dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfllt.
Rom 13:9 Denn was da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht tten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelsten, und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefasst: Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst.
Rom 13:10 Denn Liebe tut dem Nchsten nichts Bses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfllung.
Rom 13:11 Und weil wir solches wissen, nmlich die Zeit, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf (sintemal unser Heil jetzt nher ist, denn da wir glubig wurden;
Rom 13:12 die Nacht ist vorgerckt, der Tag aber nahe herbeigekommen): so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes.
Rom 13:13 Lasset uns ehrbar wandeln als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid;
Rom 13:14 sondern ziehet an den Herrn Jesus Christus und wartet des Leibes, doch also, dass er nicht geil werde.
Rom 14:1 Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirrt die Gewissen nicht.
Rom 14:2 Einer glaubt er mge allerlei essen; welcher aber schwach ist, der isst Kraut.
Rom 14:3 Welcher isst, der verachte den nicht, der da nicht isst; und welcher nicht isst, der richte den nicht, der da isst; denn Gott hat ihn aufgenommen.
Rom 14:4 Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fllt seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn wohl aufrichten.
Rom 14:5 Einer hlt einen Tag vor dem andern; der andere aber hlt alle Tage gleich. Ein jeglicher sei in seiner Meinung gewiss.
Rom 14:6 Welcher auf die Tage hlt, der tut's dem Herrn; und welcher nichts darauf hlt, der tut's auch dem Herrn. Welcher isst, der isst dem Herrn, denn er dankt Gott; welcher nicht isst, der isst dem Herrn nicht und dankt Gott.
Rom 14:7 Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber.
Rom 14:8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Rom 14:9 Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass er ber Tote und Lebendige Herr sei.
Rom 14:10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden;
Rom 14:11 denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeugt werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen.
Rom 14:12 So wird nun ein jeglicher fr sich selbst Gott Rechenschaft geben.
Rom 14:13 Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten; sondern das richtet vielmehr, dass niemand seinem Bruder einen Ansto oder rgernis darstelle.
Rom 14:14 Ich wei und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts gemein ist an sich selbst; nur dem, der es rechnet fr gemein, dem ist's gemein.
Rom 14:15 So aber dein Bruder um deiner Speise willen betrbt wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Verderbe den nicht mit deiner Speise, um welches willen Christus gestorben ist.
Rom 14:16 Darum schaffet, dass euer Schatz nicht verlstert werde.
Rom 14:17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geiste.
Rom 14:18 Wer darin Christo dient, der ist Gott gefllig und den Menschen wert.
Rom 14:19 Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und was zur Besserung untereinander dient.
Rom 14:20 Verstre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut dem, der es isst mit einem Ansto seines Gewissens.
Rom 14:21 Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein und tust nichts, daran sich dein Bruder stt oder rgert oder schwach wird.
Rom 14:22 Hast du den Glauben, so habe ihn bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt.
Rom 14:23 Wer aber darber zweifelt, und isst doch, der ist verdammt; denn es geht nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben geht, das ist Snde.
Rom 15:1 Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht gefallen an uns selber haben.
Rom 15:2 Es stelle sich ein jeglicher unter uns also, dass er seinem Nchsten gefalle zum Guten, zur Besserung.
Rom 15:3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selber Gefallen, sondern wie geschrieben steht: Die Schmhungen derer, die dich schmhen, sind auf mich gefallen.
Rom 15:4 Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf dass wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben.
Rom 15:5 Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einerlei gesinnt seid untereinander nach Jesu Christo,
Rom 15:6 auf dass ihr einmtig mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsres Herrn Jesu Christi.
Rom 15:7 Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe.
Rom 15:8 Ich sage aber, dass Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Juden um der Wahrhaftigkeit willen Gottes, zu besttigen die Verheiungen, den Vtern geschehen;
Rom 15:9 dass die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.
Rom 15:10 Und abermals spricht er: Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!
Rom 15:11 Und abermals: Lobt den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Vlker!
Rom 15:12 Und abermals spricht Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesse's, und der auferstehen wird, zu herrschen ber die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.
Rom 15:13 Der Gott aber der Hoffnung erflle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr vllige Hoffnung habet durch die Kraft des heiligen Geistes.
Rom 15:14 Ich wei aber gar wohl von euch, liebe Brder, dass ihr selber voll Gtigkeit seid, erfllt mit Erkenntnis, dass ihr euch untereinander knnet ermahnen.
Rom 15:15 Ich habe es aber dennoch gewagt und euch etwas wollen schreiben, liebe Brder, euch zu erinnern, um der Gnade willen, die mir von Gott gegeben ist,
Rom 15:16 dass ich soll sein ein Diener Christi unter den Heiden, priesterlich zu warten des Evangeliums Gottes, auf dass die Heiden ein Opfer werden, Gott angenehm, geheiligt durch den heiligen Geist.
Rom 15:17 Darum kann ich mich rhmen in Jesus Christo, dass ich Gott diene.
Rom 15:18 Denn ich wollte nicht wagen, etwas zu reden, wo dasselbe Christus nicht durch mich wirkte, die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk,
Rom 15:19 durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes Gottes, also dass ich von Jerusalem an und umher bis Illyrien alles mit dem Evangelium Christi erfllt habe
Rom 15:20 und mich sonderlich geflissen, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name nicht bekannt war, auf dass ich nicht auf einen fremden Grund baute,
Rom 15:21 sondern wie geschrieben steht: Welchen ist nicht von ihm verkndigt, die sollen's sehen, und welche nicht gehrt haben, sollen's verstehen.
Rom 15:22 Das ist auch die Ursache, warum ich vielmal verhindert worden, zu euch zu kommen.
Rom 15:23 Nun ich aber nicht mehr Raum habe in diesen Lndern, habe aber Verlangen, zu euch zu kommen, von vielen Jahren her,
Rom 15:24 so will ich zu euch kommen, wenn ich reisen werde nach Spanien. Denn ich hoffe, dass ich da durchreisen und euch sehen werde und von euch dorthin geleitet werden mge, so doch, dass ich zuvor mich ein wenig an euch ergtze.
Rom 15:25 Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem den Heiligen zu Dienst.
Rom 15:26 Denn die aus Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem.
Rom 15:27 Sie haben's willig getan, und sind auch ihre Schuldner. Denn so die Heiden sind ihrer geistlichen Gter teilhaftig geworden, ist's billig, dass sie ihnen auch in leiblichen Gtern Dienst beweisen.
Rom 15:28 Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diese Frucht versiegelt habe, will ich durch euch nach Spanien ziehen.
Rom 15:29 Ich wei aber, wenn ich zu euch komme, dass ich mit vollem Segen des Evangeliums Christi kommen werde.
Rom 15:30 Ich ermahne euch aber, liebe Brder, durch unsren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr helfet kmpfen mit Beten fr mich zu Gott,
Rom 15:31 auf dass ich errettet werde von den Unglubigen in Juda, und dass mein Dienst, den ich fr Jerusalem tue, angenehm werde den Heiligen,
Rom 15:32 auf dass ich mit Freuden zu euch komme durch den Willen Gottes und mich mit euch erquicke.
Rom 15:33 Der Gott aber des Friedens sei mit euch allen! Amen.
Rom 16:1 Ich befehle euch aber unsre Schwester Phbe, welche ist im Dienste der Gemeinde zu Kenchre,
Rom 16:2 dass ihr sie aufnehmet in dem Herrn, wie sich's ziemt den Heiligen, und tut ihr Beistand in allem Geschfte, darin sie euer bedarf; denn sie hat auch vielen Beistand getan, auch mir selbst.
Rom 16:3 Grt die Priscilla und den Aquila, meine Gehilfen in Christo Jesu,
Rom 16:4 welche haben fr mein Leben ihren Hals dargegeben, welchen nicht allein ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden.
Rom 16:5 Auch gret die Gemeinde in ihrem Hause. Gret Epnetus, meinen Lieben, welcher ist der Erstling unter denen aus Achaja in Christo.
Rom 16:6 Gret Maria, welche viel Mhe und Arbeit mit uns gehabt hat.
Rom 16:7 Gret den Andronikus und den Junias, meine Gefreundeten und meine Mitgefangenen, welche sind berhmte Apostel und vor mir gewesen in Christo.
Rom 16:8 Gret Amplias, meinen Lieben in dem Herrn.
Rom 16:9 Gret Urban, unsren Gehilfen in Christo, und Stachys, meinen Lieben.
Rom 16:10 Gret Apelles, den Bewhrten in Christo. Gret, die da sind von des Aristobulus Gesinde.
Rom 16:11 Gret Herodian, meinen Gefreundeten. Gret, die da sind von des Narzissus Gesinde in dem Herrn.
Rom 16:12 Gret die Tryphna und die Tryphosa, welche in dem Herrn gearbeitet haben. Gret die Persis, meine Liebe, welch in dem Herrn viel gearbeitet hat.
Rom 16:13 Gret Rufus, den Auserwhlten in dem Herrn, und seine und meine Mutter.
Rom 16:14 Gret Asynkritus, Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Brder bei ihnen.
Rom 16:15 Gret Philologus und die Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen.
Rom 16:16 Gret euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es gren euch die Gemeinden Christi.
Rom 16:17 Ich ermahne euch aber, liebe Brder, dass ihr achtet auf die, die da Zertrennung und rgernis anrichten neben der Lehre, die ihr gelernt habt, und weichet von ihnen.
Rom 16:18 Denn solche dienen nicht dem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem Bauche; und durch se Worte und prchtige Reden verfhren sie unschuldige Herzen.
Rom 16:19 Denn euer Gehorsam ist bei jedermann kund geworden. Derhalben freue ich mich ber euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber einfltig zum Bsen.
Rom 16:20 Aber der Gott des Friedens zertrete den Satan unter eure Fe in kurzem. Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch! 
Rom 16:21 Es gren euch Timotheus, mein Gehilfe, und Luzius und Jason und Sosipater, meine Gefreundeten.
Rom 16:22 Ich, Tertius, gre euch, der ich diesen Brief geschrieben habe, in dem Herrn.
Rom 16:23 Es grt euch Gajus, mein und der ganzen Gemeinde Wirt. Es grt euch Erastus, der Stadt Rentmeister, und Quartus, der Bruder.
Rom 16:24 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
Rom 16:25 Dem aber, der euch strken kann laut meines Evangeliums und der Predigt von Jesu Christo, durch welche das Geheimnis offenbart ist, das von der Welt her verschwiegen gewesen ist,
Rom 16:26 nun aber offenbart, auch kundgemacht durch der Propheten Schriften nach Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden:
Rom 16:27 demselben Gott, der allein weise ist, sei Ehre durch Jesum Christum in Ewigkeit! Amen.
1Co 1:1 Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Sosthenes
1Co 1:2 der Gemeinde zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt allen denen, die anrufen den Namen unsres Herrn Jesu Christi an allen ihren und unsren Orten:
1Co 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1Co 1:4 Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben fr die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu,
1Co 1:5 dass ihr seid durch ihn an allen Stcken reich gemacht, an aller Lehre und in aller Erkenntnis;
1Co 1:6 wie denn die Predigt von Christus in euch krftig geworden ist,
1Co 1:7 also dass ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsres Herrn Jesu Christi,
1Co 1:8 welcher auch wird euch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr unstrflich seid auf den Tag unsres Herrn Jesu Christi.
1Co 1:9 Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsres Herrn.
1Co 1:10 Ich ermahne euch aber, liebe Brder, durch den Namen unsres Herrn Jesu Christi, dass ihr allzumal einerlei Rede fhrt und lasset nicht Spaltungen unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinne und in einerlei Meinung.
1Co 1:11 Denn es ist vor mich gekommen, liebe Brder, durch die aus Chloes Gesinde von euch, dass Zank unter euch sei.
1Co 1:12 Ich sage aber davon, dass unter euch einer spricht: Ich bin paulisch, der andere: Ich bin apollisch, der dritte: Ich bin kephisch, der vierte; Ich bin christisch.
1Co 1:13 Wie? Ist Christus nun zertrennt? Ist denn Paulus fr euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft?
1Co 1:14 Ich danke Gott, dass ich niemand unter euch getauft habe auer Krispus und Gajus,
1Co 1:15 dass nicht jemand sagen mge, ich htte auf meinen Namen getauft.
1Co 1:16 Ich habe aber auch getauft des Stephanas Hausgesinde; weiter wei ich nicht, ob ich etliche andere getauft habe.
1Co 1:17 Denn Christus hat mich nicht gesandt, zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen, nicht mit klugen Worten, auf dass nicht das Kreuz Christi zunichte werde.
1Co 1:18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft.
1Co 1:19 Denn es steht geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verstndigen will ich verwerfen.
1Co 1:20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
1Co 1:21 Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch trichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben.
1Co 1:22 Sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen,
1Co 1:23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein rgernis und den Griechen eine Torheit;
1Co 1:24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christum, gttliche Kraft und gttliche Weisheit.
1Co 1:25 Denn die gttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind; und die gttliche Schwachheit ist strker, als die Menschen sind.
1Co 1:26 Sehet an, liebe Brder, eure Berufung: nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen.
1Co 1:27 Sondern was tricht ist vor der Welt, das hat Gott erwhlt, dass er die Weisen zu Schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwhlt, dass er zu Schanden mache, was stark ist;
1Co 1:28 und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwhlt, und das da nichts ist, dass er zunichte mache, was etwas ist,
1Co 1:29 auf dass sich vor ihm kein Fleisch rhme.
1Co 1:30 Von ihm kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlsung,
1Co 1:31 auf dass (wie geschrieben steht), wer sich rhmt, der rhme sich des Herrn!
1Co 2:1 Und ich, liebe Brder, da ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch zu verkndigen die gttliche Predigt.
1Co 2:2 Denn ich hielt mich nicht dafr, dass ich etwas wsste unter euch, als allein Jesum Christum, den Gekreuzigten.
1Co 2:3 Und ich war bei euch mit Schwachheit und mit Furcht und mit groem Zittern;
1Co 2:4 und mein Wort und meine Predigt war nicht in vernnftigen Reden menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft,
1Co 2:5 auf dass euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.
1Co 2:6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen.
1Co 2:7 Sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unsrer Herrlichkeit,
1Co 2:8 welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn so sie die erkannt htten, htten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.
1Co 2:9 Sondern wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehrt hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.
1Co 2:10 Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.
1Co 2:11 Denn welcher Mensch wei, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch wei niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes.
1Co 2:12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen knnen, was uns von Gott gegeben ist;
1Co 2:13 welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich.
1Co 2:14 Der natrliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich gerichtet sein.
1Co 2:15 Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet.
1Co 2:16 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn.
1Co 3:1 Und ich, liebe Brder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mit jungen Kindern in Christo.
1Co 3:2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht Speise; denn ihr konntet noch nicht. Auch knnt ihr jetzt noch nicht,
1Co 3:3 dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise?
1Co 3:4 Denn so einer sagt ich bin paulisch, der andere aber: Ich bin apollisch, seid ihr nicht fleischlich?
1Co 3:5 Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie, durch welche ihr seid glubig geworden, und das, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat.
1Co 3:6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben.
1Co 3:7 So ist nun weder der da pflanzt noch der da begiet, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1Co 3:8 Der aber pflanzt und der da begiet, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.
1Co 3:9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau.
1Co 3:10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue.
1Co 3:11 Einen anderen Grund kann niemand legen auer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
1Co 3:12 So aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, edle Steine, Holz, Heu, Stoppeln,
1Co 3:13 so wird eines jeglichen Werk offenbar werden: der Tag wird's klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden; und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewhren.
1Co 3:14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.
1Co 3:15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch durchs Feuer.
1Co 3:16 Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
1Co 3:17 So jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr.
1Co 3:18 Niemand betrge sich selbst. Welcher sich unter euch dnkt weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, dass er mge weise sein.
1Co 3:19 Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: Die Weisen erhascht er in ihrer Klugheit.
1Co 3:20 Und abermals: Der Herr wei der Weisen Gedanken, dass sie eitel sind.
1Co 3:21 Darum rhme sich niemand eines Menschen. Es ist alles euer:
1Co 3:22 es sei Paulus oder Apollos, es sei Kephas oder die Welt, es sei das Leben oder der Tod, es sei das Gegenwrtige oder das Zuknftige, alles ist euer;
1Co 3:23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.
1Co 4:1 Dafr halte uns jedermann: fr Christi Diener und Haushalter ber Gottes Geheimnisse.
1Co 4:2 Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn dass sie treu erfunden werden.
1Co 4:3 Mir aber ist's ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht.
1Co 4:4 Denn ich bin mir nichts bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet.
1Co 4:5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren.
1Co 4:6 Solches aber, liebe Brder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet um euretwillen, dass ihr an uns lernet, dass niemand hher von sich halte, denn geschrieben ist, auf dass sich nicht einer wider den andern um jemandes willen aufblase.
1Co 4:7 Denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, dass du nicht empfangen hast? So du es aber empfangen hast, was rhmst du dich denn, als ob du es nicht empfangen httest?
1Co 4:8 Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr herrschet ohne uns; und wollte Gott, ihr herrschtet, auf dass auch wir mit euch herrschen mchten!
1Co 4:9 Ich halte aber dafr, Gott habe uns Apostel fr die Allergeringsten dargestellt, als dem Tode bergeben. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen.
1Co 4:10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christo; wir schwach, ihr aber seid stark; ihr herrlich, wir aber verachtet.
1Co 4:11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und sind nackt und werden geschlagen und haben keine gewisse Sttte
1Co 4:12 und arbeiten und wirken mit unsren eigenen Hnden. Man schilt uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir's; man lstert uns, so flehen wir;
1Co 4:13 wir sind stets wie ein Fluch der Welt und ein Fegopfer aller Leute.
1Co 4:14 Nicht schreibe ich solches, dass ich euch beschme; sondern ich vermahne euch als meine lieben Kinder.
1Co 4:15 Denn obgleich ihr zehntausend Zuchtmeister httet in Christo, so habt ihr doch nicht viele Vter; denn ich habe euch gezeugt in Christo Jesu durchs Evangelium.
1Co 4:16 Darum ermahne ich euch: Seid meine Nachfolger!
1Co 4:17 Aus derselben Ursache habe ich auch Timotheus zu euch gesandt, welcher ist mein lieber und getreuer Sohn in dem Herrn, dass er euch erinnere meiner Wege, die in Christo sind, gleichwie ich an allen Enden in allen Gemeinden lehre.
1Co 4:18 Es blhen sich etliche auf, als wrde ich nicht zu euch kommen.
1Co 4:19 Ich werde aber gar bald zu euch kommen, so der Herr will, und kennen lernen nicht die Worte der Aufgeblasenen, sondern die Kraft.
1Co 4:20 Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.
1Co 4:21 Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder mit Liebe und sanftmtigem Geist?
1Co 5:1 Es geht eine gemeine Rede, dass Hurerei unter euch ist, und eine solche Hurerei, davon auch die Heiden nicht zu sagen wissen: dass einer seines Vaters Weib habe.
1Co 5:2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf dass, der das Werk getan hat, von euch getan wrde?
1Co 5:3 Ich zwar, der ich mit dem Leibe nicht da bin, doch mit dem Geist gegenwrtig, habe schon, als sei ich gegenwrtig, beschlossen ber den, der solches getan hat:
1Co 5:4 in dem Namen unsres Herrn Jesu Christi, in eurer Versammlung mit meinem Geist und mit der Kraft unsres Herrn Jesu Christi,
1Co 5:5 ihn zu bergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf dass der Geist selig werde am Tage des Herrn Jesu.
1Co 5:6 Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versuert?
1Co 5:7 Darum feget den alten Sauerteig aus, auf dass ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, fr uns geopfert.
1Co 5:8 Darum lasset uns Ostern halten nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern im Steig der Lauterkeit und der Wahrheit.
1Co 5:9 Ich habe euch geschrieben in dem Briefe, dass ihr nichts sollt zu schaffen haben mit den Hurern.
1Co 5:10 Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser Welt oder von den Geizigen oder von den Rubern oder von den Abgttischen; sonst msstet ihr die Welt rumen.
1Co 5:11 Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, so jemand sich lsst einen Bruder nennen, und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgttischer oder ein Lsterer oder ein Trunkenbold oder ein Ruber; mit dem sollt ihr auch nicht essen.
1Co 5:12 Denn was gehen mich die drauen an, dass ich sie sollte richten? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?
1Co 5:13 Gott aber wird, die drauen sind, richten. Tut von euch selbst hinaus, wer da bse ist.
1Co 6:1 Wie darf jemand unter euch, so er einen Handel hat mit einem andern, hadern vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen?
1Co 6:2 Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? So nun die Welt von euch soll gerichtet werden, seid ihr denn nicht gut genug, geringe Sachen zu richten?
1Co 6:3 Wisset ihr nicht, dass wir ber die Engel richten werden? Wie viel mehr ber die zeitlichen Gter.
1Co 6:4 Ihr aber, wenn ihr ber zeitlichen Gtern Sachen habt, so nehmt ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern.
1Co 6:5 Euch zur Schande muss ich das sagen: Ist so gar kein Weiser unter euch, auch nicht einer, der da knnte richten zwischen Bruder und Bruder?
1Co 6:6 sondern ein Bruder hadert mit dem andern, dazu vor den Unglubigen.
1Co 6:7 Es ist schon ein Fehl unter euch, dass ihr miteinander rechtet. Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? warum lasst ihr euch nicht lieber bervorteilen?
1Co 6:8 Sondern ihr tut Unrecht und bervorteilt, und solches an den Brdern!
1Co 6:9 Wisset ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verfhren! Weder die Hurer noch die Abgttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschnder
1Co 6:10 noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lsterer noch die Ruber werden das Reich Gottes ererben.
1Co 6:11 Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unsres Gottes.
1Co 6:12 Ich habe alles Macht; es frommt aber nicht alles. Ich habe alles Macht; es soll mich aber nichts gefangen nehmen.
1Co 6:13 Die Speise dem Bauche und der Bauch der Speise; aber Gott wird diesen und jene zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe.
1Co 6:14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird uns auch auferwecken durch seine Kraft.
1Co 6:15 Wisset ihr nicht, dass eure Leiber Christi Glieder sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!
1Co 6:16 Oder wisset ihr nicht, dass, wer an der Hure hangt, der ist ein Leib mit ihr? Denn es werden, spricht er, die zwei ein Fleisch sein.
1Co 6:17 Wer aber dem Herrn anhangt, der ist ein Geist mit ihm.
1Co 6:18 Fliehet der Hurerei! Alle Snden, die der Mensch tut, sind auer seinem Leibe; wer aber hurt, der sndigt an seinem eigenen Leibe.
1Co 6:19 Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst.
1Co 6:20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.
1Co 7:1 Wovon ihr aber mir geschrieben habt, darauf antworte ich: Es ist dem Menschen gut, dass er kein Weib berhre.
1Co 7:2 Aber um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann.
1Co 7:3 Der Mann leiste dem Weib die schuldige Freundschaft, desgleichen das Weib dem Manne.
1Co 7:4 Das Weib ist ihres Leibes nicht mchtig, sondern der Mann. Desgleichen der Mann ist seines Leibes nicht mchtig, sondern das Weib.
1Co 7:5 Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung eine Zeitlang, dass ihr zum Fasten und Beten Mue habt; und kommt wiederum zusammen, auf dass euch der Satan nicht versuche um eurer Unkeuschheit willen.
1Co 7:6 Solches sage ich aber aus Vergunst und nicht aus Gebot.
1Co 7:7 Ich wollte aber lieber, alle Menschen wren, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.
1Co 7:8 Ich sage zwar den Ledigen und Witwen: Es ist ihnen gut, wenn sie auch bleiben wie ich.
1Co 7:9 So sie aber sich nicht mgen enthalten, so lass sie freien; es ist besser freien denn Brunst leiden.
1Co 7:10 Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass sich das Weib nicht scheide von dem Manne;
1Co 7:11 so sie sich aber scheidet, dass sie ohne Ehe bleibe oder sich mit dem Manne vershne; und dass der Mann das Weib nicht von sich lasse.
1Co 7:12 Den andern aber sage ich, nicht der Herr: So ein Bruder ein unglubiges Weib hat, und sie lsst es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der scheide sich nicht von ihr.
1Co 7:13 Und so ein Weib einen unglubigen Mann hat, und er lsst es sich gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm.
1Co 7:14 Denn der unglubige Mann ist geheiligt durchs Weib, und das unglubige Weib ist geheiligt durch den Mann. Sonst wren eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig.
1Co 7:15 So aber der Unglubige sich scheidet, so lass ihn scheiden. Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fllen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen.
1Co 7:16 Denn was weit du, Weib, ob du den Mann wirst selig machen? Oder du, Mann, was weit du, ob du das Weib wirst selig machen?
1Co 7:17 Doch wie einem jeglichen Gott hat ausgeteilt, wie einen jeglichen der Herr berufen hat, also wandle er. Und also schaffe ich's in allen Gemeinden.
1Co 7:18 Ist jemand beschnitten berufen, der halte an der Beschneidung. Ist jemand unbeschnitten berufen, der lasse sich nicht beschneiden.
1Co 7:19 Beschnitten sein ist nichts, und unbeschnitten sein ist nichts, sondern Gottes Gebote halten.
1Co 7:20 Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darin er berufen ist.
1Co 7:21 Bist du als Knecht berufen, sorge dich nicht; doch, kannst du frei werden, so brauche es viel lieber.
1Co 7:22 Denn wer als Knecht berufen ist in dem Herrn, der ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen, wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi.
1Co 7:23 Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.
1Co 7:24 Ein jeglicher, liebe Brder, worin er berufen ist, darin bleibe er bei Gott.
1Co 7:25 Von den Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung, als der ich Barmherzigkeit erlangt habe vom Herrn, treu zu sein.
1Co 7:26 So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwrtigen Not willen, es sei dem Menschen gut, also zu sein.
1Co 7:27 Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du los vom Weibe, so suche kein Weib.
1Co 7:28 So du aber freist, sndigst du nicht; und so eine Jungfrau freit, sndigt sie nicht. Doch werden solche leibliche Trbsal haben; ich verschonte euch aber gern.
1Co 7:29 Das sage ich aber, liebe Brder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, dass sie seien, als htten sie keine; und die da weinten, als weinten sie nicht;
1Co 7:30 und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die da kaufen, als besen sie es nicht;
1Co 7:31 und die diese Welt gebrauchen, dass sie dieselbe nicht missbrauchen. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.
1Co 7:32 Ich wollte aber, dass ihr ohne Sorge wret. Wer ledig ist, der sorgt, was dem Herrn angehrt, wie er dem Herrn gefalle;
1Co 7:33 wer aber freit, der sorgt, was der Welt angehrt, wie er dem Weibe gefalle. Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibe und einer Jungfrau:
1Co 7:34 welche nicht freit, die sorgt, was dem Herrn angehrt, dass sie heilig sei am Leib und auch am Geist; die aber freit, die sorgt, was der Welt angehrt, wie sie dem Manne gefalle.
1Co 7:35 Solches aber sage ich zu eurem Nutzen; nicht, dass ich euch einen Strick um den Hals werfe, sondern dazu, dass es fein zugehe und ihr stets ungehindert dem Herrn dienen knntet.
1Co 7:36 So aber jemand sich lsst dnken, es wolle sich nicht schicken mit seiner Jungfrau, weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nichts anders sein, so tue er, was er will; er sndigt nicht, er lasse sie freien.
1Co 7:37 Wenn einer aber sich fest vornimmt, weil er ungezwungen ist und seinen freien Willen hat, und beschliet solches in seinem Herzen, seine Jungfrau also bleiben zu lassen, der tut wohl.
1Co 7:38 Demnach, welcher verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht verheiratet, der tut besser.
1Co 7:39 Ein Weib ist gebunden durch das Gesetz, solange ihr Mann lebt; so aber ihr Mann entschlft, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will, nur, dass es im Herrn geschehe.
1Co 7:40 Seliger ist sie aber, wo sie also bleibt, nach meiner Meinung. Ich halte aber dafr, ich habe auch den Geist Gottes.
1Co 8:1 Von dem Gtzenopfer aber wissen wir; denn wir haben alle das Wissen. Das Wissen blst auf, aber die Liebe bessert.
1Co 8:2 So aber jemand sich dnken lsst, er wisse etwas, der wei noch nichts, wie er wissen soll.
1Co 8:3 So aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.
1Co 8:4 So wissen wir nun von der Speise des Gtzenopfers, dass ein Gtze nichts in der Welt sei und dass kein andrer Gott sei als der eine.
1Co 8:5 Und wiewohl welche sind, die Gtter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden (sintemal es sind viele Gtter und Herren),
1Co 8:6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.
1Co 8:7 Es hat aber nicht jedermann das Wissen. Denn etliche machen sich noch ein Gewissen ber dem Gtzen und essen's fr Gtzenopfer; damit wird ihr Gewissen, weil es so schwach ist, befleckt.
1Co 8:8 Aber die Speise frdert uns vor Gott nicht: essen wir, so werden wir darum nicht besser sein; essen wir nicht, so werden wir darum nicht weniger sein.
1Co 8:9 Sehet aber zu, dass diese eure Freiheit nicht gerate zum Ansto der Schwachen!
1Co 8:10 Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand she zu Tische sitzen im Gtzenhause, wird nicht sein Gewissen, obwohl er schwach ist, ermutigt, das Gtzenopfer zu essen?
1Co 8:11 Und also wird ber deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um des willen doch Christus gestorben ist.
1Co 8:12 Wenn ihr aber also sndigt an den Brdern, und schlagt ihr schwaches Gewissen, so sndigt ihr an Christo.
1Co 8:13 Darum, so die Speise meinen Bruder rgert, wollt ich nimmermehr Fleisch essen, auf dass ich meinen Bruder nicht rgere.
1Co 9:1 Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unsren Herrn Jesus Christus gesehen? Seid ihr nicht mein Werk in dem Herrn?
1Co 9:2 Bin ich andern nicht ein Apostel, so bin ich doch euer Apostel; denn das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn.
1Co 9:3 Also antworte ich, wenn man mich fragt.
1Co 9:4 Haben wir nicht Macht zu essen und zu trinken?
1Co 9:5 Haben wir nicht auch Macht, eine Schwester zum Weibe mit umherzufhren wie die andern Apostel und des Herrn Brder und Kephas?
1Co 9:6 Oder haben allein ich und Barnabas keine Macht, nicht zu arbeiten?
1Co 9:7 Wer zieht jemals in den Krieg auf seinen eigenen Sold? Wer pflanzt einen Weinberg, und isst nicht von seiner Frucht? Oder wer weidet eine Herde, und nhrt sich nicht von der Milch der Herde?
1Co 9:8 Rede ich aber solches auf Menschenweise? Sagt nicht solches das Gesetz auch?
1Co 9:9 Denn im Gesetz Moses steht geschrieben: Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da drischt. Sorgt Gott fr die Ochsen?
1Co 9:10 Oder sagt er's nicht allerdinge um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben. Denn der da pflgt, der soll auf Hoffnung pflgen; und der da drischt, der soll auf Hoffnung dreschen, dass er seiner Hoffnung teilhaftig werde.
1Co 9:11 So wir euch das Geistliche sen, ist's ein groes Ding, wenn wir euer Leibliches ernten?
1Co 9:12 So andere dieser Macht an euch teilhaftig sind, warum nicht viel mehr wir? Aber wir haben solche Macht nicht gebraucht, sondern ertragen allerlei, dass wir nicht dem Evangelium Christi ein Hindernis machen.
1Co 9:13 Wisset ihr nicht, dass, die da opfern, essen vom Altar, und die am Altar dienen, vom Altar Genuss haben?
1Co 9:14 Also hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkndigen, sollen sich vom Evangelium nhren.
1Co 9:15 Ich aber habe der keines gebraucht. Ich schreibe auch nicht darum davon, dass es mit mir also sollte gehalten werden. Es wre mir lieber, ich strbe, denn dass mir jemand meinen Ruhm sollte zunichte machen.
1Co 9:16 Denn dass ich das Evangelium predige, darf ich mich nicht rhmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!
1Co 9:17 Tue ich's gern, so wird mir gelohnt; tu ich's aber ungern, so ist mir das Amt doch befohlen.
1Co 9:18 Was ist denn nun mein Lohn? dass ich predige das Evangelium Christi und tue das frei umsonst, auf dass ich nicht meine Freiheit missbrauche am Evangelium.
1Co 9:19 Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knechte gemacht, auf dass ich ihrer viele gewinne.
1Co 9:20 Den Juden bin ich geworden wie ein Jude, auf dass ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden wie unter dem Gesetz, auf dass ich die, so unter dem Gesetz sind, gewinne.
1Co 9:21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie ohne Gesetz geworden (so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz Christi), auf dass ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne.
1Co 9:22 Den Schwachen bin ich geworden wie ein Schwacher, auf dass ich die Schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei geworden, auf dass ich allenthalben ja etliche selig mache.
1Co 9:23 Solches aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich sein teilhaftig werde.
1Co 9:24 Wisset ihr nicht, dass die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlangt das Kleinod? Laufet nun also, dass ihr es ergreifet!
1Co 9:25 Ein jeglicher aber, der da kmpft, enthlt sich alles Dinges; jene also, dass sie eine vergngliche Krone empfangen, wir aber eine unvergngliche.
1Co 9:26 Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streicht;
1Co 9:27 sondern ich betube meinen Leib und zhme ihn, dass ich nicht den andern predige, und selbst verwerflich werde.
1Co 10:1 Ich will euch aber, liebe Brder, nicht verhalten, dass unsre Vter sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen
1Co 10:2 und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer
1Co 10:3 und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen
1Co 10:4 und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus.
1Co 10:5 Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wste.
1Co 10:6 Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, dass wir nicht uns gelsten lassen des Bsen, gleichwie jene gelstet hat.
1Co 10:7 Werdet auch nicht Abgttische, gleichwie jener etliche wurden, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stand auf, zu spielen.
1Co 10:8 Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag dreiundzwanzigtausend.
1Co 10:9 Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten und wurden von Schlangen umgebracht.
1Co 10:10 Murrt auch nicht, gleichwie jener etliche murrten und wurden umgebracht durch den Verderber.
1Co 10:11 Solches alles widerfuhr jenen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist.
1Co 10:12 Darum, wer sich lsst dnken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle.
1Co 10:13 Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lsst versuchen ber euer Vermgen, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende gewinne, dass ihr's knnet ertragen.
1Co 10:14 Darum, meine Liebsten, fliehet von dem Gtzendienst!
1Co 10:15 Als mit den Klugen rede ich; richtet ihr, was ich sage.
1Co 10:16 Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?
1Co 10:17 Denn ein Brot ist's, so sind wir viele ein Leib, dieweil wir alle eines Brotes teilhaftig sind.
1Co 10:18 Sehet an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, sind die nicht in der Gemeinschaft des Altars?
1Co 10:19 Was soll ich denn nun sagen? Soll ich sagen, dass der Gtze etwas sei oder dass das Gtzenopfer etwas sei?
1Co 10:20 Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, dass ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt.
1Co 10:21 Ihr knnt nicht zugleich trinken des Herrn Kelch und der Teufel Kelch; ihr knnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des Herrn und des Tisches der Teufel.
1Co 10:22 Oder wollen wir dem Herrn trotzen? Sind wir strker denn er?
1Co 10:23 Ich habe zwar alles Macht; aber es frommt nicht alles. Ich habe es alles Macht; aber es bessert nicht alles.
1Co 10:24 Niemand suche das Seine, sondern ein jeglicher, was des andern ist.
1Co 10:25 Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset, und forschet nicht, auf dass ihr das Gewissen verschonet.
1Co 10:26 Denn die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.
1Co 10:27 So aber jemand von den Unglubigen euch ladet und ihr wollt hingehen, so esset alles, was euch vorgetragen wird, und forschet nicht, auf dass ihr das Gewissen verschonet.
1Co 10:28 Wo aber jemand wrde zu euch sagen: Das ist Gtzenopfer, so esset nicht, um des willen, der es anzeigte, auf dass ihr das Gewissen verschonet.
1Co 10:29 Ich sage aber vom Gewissen, nicht deiner selbst, sondern des andern. Denn warum sollte ich meine Freiheit lassen richten von eines andern Gewissen?
1Co 10:30 So ich's mit Danksagung geniee, was sollte ich denn verlstert werden ber dem, dafr ich danke?
1Co 10:31 Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre.
1Co 10:32 Gebet kein rgernis weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes;
1Co 10:33 gleichwie ich auch jedermann in allerlei mich gefllig mache und suche nicht, was mir, sondern was vielen frommt, dass sie selig werden.
1Co 11:1 Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi!
1Co 11:2 Ich lobe euch, liebe Brder, dass ihr an mich denkt in allen Stcken und haltet die Weise, wie ich sie euch gegeben habe.
1Co 11:3 Ich lasse euch aber wissen, dass Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt.
1Co 11:4 Ein jeglicher Mann, der betet oder weissagt und hat etwas auf dem Haupt, der schndet sein Haupt.
1Co 11:5 Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schndet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wre es geschoren.
1Co 11:6 Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber bel steht, dass ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken.
1Co 11:7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre.
1Co 11:8 Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne.
1Co 11:9 Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen.
1Co 11:10 Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.
1Co 11:11 Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem Herrn;
1Co 11:12 denn wie das Weib vom Manne, also kommt auch der Mann durchs Weib; aber alles von Gott.
1Co 11:13 Richtet bei euch selbst, ob es wohl steht, dass ein Weib unbedeckt vor Gott bete.
1Co 11:14 Oder lehrt euch auch nicht die Natur, dass es einem Manne eine Unehre ist, so er das Haar lang wachsen lsst,
1Co 11:15 und dem Weibe eine Ehre, so sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben.
1Co 11:16 Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, dass wir solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht.
1Co 11:17 Ich muss aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, dass ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf rgere Weise zusammenkommt.
1Co 11:18 Zum ersten, wenn ihr zusammenkommt in der Gemeinde, hre ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's.
1Co 11:19 Denn es mssen Parteien unter euch sein, auf dass die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden.
1Co 11:20 Wenn ihr nun zusammenkommt, so hlt man da nicht des Herrn Abendmahl.
1Co 11:21 Denn so man das Abendmahl halten soll, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken.
1Co 11:22 Habt ihr aber nicht Huser, da ihr essen und trinken knnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschmet die, so da nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.
1Co 11:23 Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,
1Co 11:24 dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der fr euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedchtnis.
1Co 11:25 Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedchtnis.
1Co 11:26 Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkndigen, bis dass er kommt.
1Co 11:27 Welcher nun unwrdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn.
1Co 11:28 Der Mensch prfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.
1Co 11:29 Denn welcher unwrdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, dass er nicht unterscheidet den Leib des Herrn.
1Co 11:30 Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen.
1Co 11:31 Denn so wir uns selber richten, so wrden wir nicht gerichtet.
1Co 11:32 Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezchtigt, auf dass wir nicht samt der Welt verdammt werden.
1Co 11:33 Darum, meine lieben Brder, wenn ihr zusammenkommt, zu essen, so harre einer des andern.
1Co 11:34 Hungert aber jemand, der esse daheim, auf dass ihr nicht euch zum Gericht zusammenkommt. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.
1Co 12:1 Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Brder, nicht verhalten.
1Co 12:2 Ihr wisset, dass ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gtzen, wie ihr gefhrt wurdet.
1Co 12:3 Darum tue ich euch kund, dass niemand Jesum verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heien auer durch den heiligen Geist.
1Co 12:4 Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist.
1Co 12:5 Und es sind mancherlei mter; aber es ist ein Herr.
1Co 12:6 Und es sind mancherlei Krfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem.
1Co 12:7 In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen.
1Co 12:8 Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselben Geist;
1Co 12:9 einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in demselben Geist;
1Co 12:10 einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen.
1Co 12:11 Dies aber alles wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will.
1Co 12:12 Denn gleichwie ein Leib ist, und hat doch viele Glieder, alle Glieder aber des Leibes, wiewohl ihrer viel sind, doch ein Leib sind: also auch Christus.
1Co 12:13 Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getrnkt.
1Co 12:14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
1Co 12:15 So aber der Fu sprche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
1Co 12:16 Und so das Ohr sprche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
1Co 12:17 Wenn der ganze Leib Auge wre, wo bliebe das Gehr? So er ganz Gehr wre, wo bliebe der Geruch?
1Co 12:18 Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat.
1Co 12:19 So aber alle Glieder ein Glied wren, wo bliebe der Leib?
1Co 12:20 Nun aber sind der Glieder viele; aber der Leib ist einer.
1Co 12:21 Es kann das Auge nicht sagen zur Hand: Ich bedarf dein nicht; oder wiederum das Haupt zu den Fen: Ich bedarf euer nicht.
1Co 12:22 Sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die uns dnken die schwchsten zu sein, sind die ntigsten;
1Co 12:23 und die uns dnken am wenigsten ehrbar zu sein, denen legen wir am meisten Ehre an; und die uns bel anstehen, die schmckt man am meisten.
1Co 12:24 Denn die uns wohl anstehen, die bedrfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermengt und dem drftigen Glied am meisten Ehre gegeben,
1Co 12:25 auf dass nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder freinander gleich sorgen.
1Co 12:26 Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit.
1Co 12:27 Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil.
1Co 12:28 Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andre die Propheten, aufs dritte die Lehrer, darnach die Wundertter, darnach die Gaben, gesund zu machen, Helfer, Regierer, mancherlei Sprachen.
1Co 12:29 Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertter?
1Co 12:30 Haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle mancherlei Sprachen? Knnen sie alle auslegen?
1Co 12:31 Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen kstlichern Weg zeigen.
1Co 13:1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und htte der Liebe nicht, so wre ich ein tnend Erz oder eine klingende Schelle.
1Co 13:2 Und wenn ich weissagen knnte und wsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und htte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte, und htte der Liebe nicht, so wre ich nichts.
1Co 13:3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gbe und liee meinen Leib brennen, und htte der Liebe nicht, so wre mir's nichts ntze.
1Co 13:4 Die Liebe ist langmtig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blhet sich nicht,
1Co 13:5 sie stellet sich nicht ungebrdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lsst sich nicht erbittern, sie rechnet das Bse nicht zu,
1Co 13:6 sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;
1Co 13:7 sie vertrgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
1Co 13:8 Die Liebe hret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhren werden und die Sprachen aufhren werden und die Erkenntnis aufhren wird.
1Co 13:9 Denn unser Wissen ist Stckwerk, und unser Weissagen ist Stckwerk.
1Co 13:10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stckwerk aufhren.
1Co 13:11 Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschlge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war.
1Co 13:12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stckweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
1Co 13:13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grte unter ihnen.
1Co 14:1 Strebet nach der Liebe! Fleiiget euch der geistlichen Gaben, am meisten aber, dass ihr weissagen mget!
1Co 14:2 Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hrt niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse.
1Co 14:3 Wer aber weissagt, der redet den Menschen zur Besserung und zur Ermahnung und zur Trstung.
1Co 14:4 Wer mit Zungen redet, der bessert sich selbst; wer aber weissagt, der bessert die Gemeinde.
1Co 14:5 Ich wollte, dass ihr alle mit Zungen reden knntet; aber viel mehr, dass ihr weissagt. Denn der da weissagt, ist grer, als der mit Zungen redet; es sei denn, dass er's auch auslege, dass die Gemeinde davon gebessert werde.
1Co 14:6 Nun aber, liebe Brder, wenn ich zu euch kme und redete mit Zungen, was wre es euch ntze, so ich nicht mit euch redete entweder durch Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre?
1Co 14:7 Verhlt sich's doch auch also mit den Dingen, die da lauten, und doch nicht leben; es sei eine Pfeife oder eine Harfe: wenn sie nicht unterschiedene Tne von sich geben, wie kann man erkennen, was gepfiffen oder geharft wird?
1Co 14:8 Und so die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Streit rsten?
1Co 14:9 Also auch ihr, wenn ihr mit Zungen redet, so ihr nicht eine deutliche Rede gebet, wie kann man wissen, was geredet ist? Denn ihr werdet in den Wind reden.
1Co 14:10 Es ist mancherlei Art der Stimmen in der Welt, und derselben ist keine undeutlich.
1Co 14:11 So ich nun nicht wei der Stimme Bedeutung, werde ich unverstndlich sein dem, der da redet, und der da redet, wird mir unverstndlich sein.
1Co 14:12 Also auch ihr, sintemal ihr euch fleiigt der geistlichen Gaben, trachtet darnach, dass ihr alles reichlich habet, auf dass ihr die Gemeinde bessert.
1Co 14:13 Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, dass er's auch auslege.
1Co 14:14 Denn so ich mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn bringt niemand Frucht.
1Co 14:15 Wie soll das aber dann sein? Ich will beten mit dem Geist und will beten auch im Sinn; ich will Psalmen singen im Geist und will auch Psalmen singen mit dem Sinn.
1Co 14:16 Wenn du aber segnest im Geist, wie soll der, so an des Laien Statt steht, Amen sagen auf deine Danksagung, sintemal er nicht wei, was du sagst?
1Co 14:17 Du danksagest wohl fein, aber der andere wird nicht davon gebessert.
1Co 14:18 Ich danke meinem Gott, dass ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle.
1Co 14:19 Aber ich will in der Gemeinde lieber fnf Worte reden mit meinem Sinn, auf dass ich auch andere unterweise, denn zehntausend Worte mit Zungen.
1Co 14:20 Liebe Brder, werdet nicht Kinder an dem Verstndnis; sondern an der Bosheit seid Kinder, an dem Verstndnis aber seid vollkommen.
1Co 14:21 Im Gesetz steht geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht hren, spricht der Herr.
1Co 14:22 Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht den Glubigen, sondern den Unglubigen; die Weissagung aber nicht den Unglubigen, sondern den Glubigen.
1Co 14:23 Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkme an einen Ort und redeten alle mit Zungen, es kmen aber hinein Laien oder Unglubige, wrden sie nicht sagen, ihr wret unsinnig?
1Co 14:24 So sie aber alle weissagen und kme dann ein Unglubiger oder Laie hinein, der wrde von ihnen allen gestraft und von allen gerichtet;
1Co 14:25 und also wrde das Verborgene seines Herzens offenbar, und er wrde also fallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig in euch sei.
1Co 14:26 Wie ist es denn nun, liebe Brder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasst alles geschehen zur Besserung!
1Co 14:27 So jemand mit Zungen redet, so seien es ihrer zwei oder aufs meiste drei, und einer um den andern; und einer lege es aus.
1Co 14:28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde, rede aber sich selber und Gott.
1Co 14:29 Weissager aber lasset reden zwei oder drei, und die andern lasset richten.
1Co 14:30 So aber eine Offenbarung geschieht einem andern, der da sitzt, so schweige der erste.
1Co 14:31 Ihr knnt wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf dass sie alle lernen und alle ermahnt werden.
1Co 14:32 Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
1Co 14:33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
1Co 14:34 Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.
1Co 14:35 Wollen sie etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Mnner fragen. Es steht den Weibern bel an, in der Gemeinde zu reden.
1Co 14:36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgekommen? Oder ist's allein zu euch gekommen?
1Co 14:37 So sich jemand lsst dnken, er sei ein Prophet oder geistlich, der erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des Herrn Gebote.
1Co 14:38 Ist aber jemand unwissend, der sei unwissend.
1Co 14:39 Darum, liebe Brder, fleiiget euch des Weissagens und wehret nicht, mit Zungen zu reden.
1Co 14:40 Lasset alles ehrbar und ordentlich zugehen.
1Co 15:1 Ich erinnere euch aber, liebe Brder, des Evangeliums, das ich euch verkndigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet,
1Co 15:2 durch welches ihr auch selig werdet: welchergestalt ich es euch verkndigt habe, so ihr's behalten habt; es wre denn, dass ihr umsonst geglaubt httet.
1Co 15:3 Denn ich habe euch zuvrderst gegeben, was ich empfangen habe: dass Christus gestorben sei fr unsre Snden nach der Schrift,
1Co 15:4 und dass er begraben sei, und dass er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift,
1Co 15:5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwlfen.
1Co 15:6 Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fnfhundert Brdern auf einmal, deren noch viele leben, etliche aber sind entschlafen.
1Co 15:7 Darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln.
1Co 15:8 Am letzten ist er auch von mir, einer unzeitigen Geburt gesehen worden.
1Co 15:9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heie, darum dass ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
1Co 15:10 Aber von Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe vielmehr gearbeitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.
1Co 15:11 Es sei nun ich oder jene: also predigen wir, und also habt ihr geglaubt.
1Co 15:12 So aber Christus gepredigt wird, dass er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts?
1Co 15:13 Ist die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden.
1Co 15:14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
1Co 15:15 Wir wrden aber auch erfunden als falsche Zeugen Gottes, dass wir wider Gott gezeugt htten, er htte Christum auferweckt, den er nicht auferweckt htte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.
1Co 15:16 Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden.
1Co 15:17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Snden.
1Co 15:18 So sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren.
1Co 15:19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
1Co 15:20 Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.
1Co 15:21 Sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt.
1Co 15:22 Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.
1Co 15:23 Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus; darnach die Christo angehren, wenn er kommen wird;
1Co 15:24 darnach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater berantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt.
1Co 15:25 Er muss aber herrschen, bis dass er alle seine Feinde unter seine Fe lege.
1Co 15:26 Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod.
1Co 15:27 Denn er hat ihm alles unter seine Fe getan. Wenn er aber sagt, dass es alles untertan sei, ist's offenbar, dass ausgenommen ist, der ihm alles untergetan hat.
1Co 15:28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf dass Gott sei alles in allen.
1Co 15:29 Was machen sonst, die sich taufen lassen ber den Toten, so berhaupt die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen ber den Toten?
1Co 15:30 Und was stehen wir alle Stunde in der Gefahr?
1Co 15:31 Bei unsrem Ruhm, den ich habe in Christo Jesu, unsrem Herrn, ich sterbe tglich.
1Co 15:32 Habe ich nach menschlicher Meinung zu Ephesus mit wilden Tieren gefochten, was hilft's mir? So die Toten nicht auferstehen, lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!
1Co 15:33 Lasset euch nicht verfhren! Bse Geschwtze verderben gute Sitten.
1Co 15:34 Werdet doch einmal recht nchtern und sndigt nicht! Denn etliche wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande.
1Co 15:35 Mchte aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit welchem Leibe werden sie kommen?
1Co 15:36 Du Narr: was du sst, wird nicht lebendig, es sterbe denn.
1Co 15:37 Und was du sst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloes Korn, etwa Weizen oder der andern eines.
1Co 15:38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib.
1Co 15:39 Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch; sondern ein anderes Fleisch ist der Menschen, ein anderes des Viehs, ein anderes der Fische, ein anderes der Vgel.
1Co 15:40 Und es sind himmlische Krper und irdische Krper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen Krper und eine andere die irdischen.
1Co 15:41 Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern bertrifft den andern an Klarheit.
1Co 15:42 Also auch die Auferstehung der Toten. Es wird gest verweslich, und wird auferstehen unverweslich.
1Co 15:43 Es wird gest in Unehre, und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gest in Schwachheit, und wird auferstehen in Kraft.
1Co 15:44 Es wird gest ein natrlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natrlicher Leib, so ist auch ein geistlicher Leib.
1Co 15:45 Wie es geschrieben steht: der erste Mensch, Adam, ward zu einer lebendigen Seele, und der letzte Adam zum Geist, der da lebendig macht.
1Co 15:46 Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natrliche; darnach der geistliche.
1Co 15:47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist der Herr vom Himmel.
1Co 15:48 Welcherlei der irdische ist, solcherlei sind auch die irdischen; und welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen.
1Co 15:49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.
1Co 15:50 Das sage ich aber, liebe Brder, dass Fleisch und Blut nicht knnen das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche.
1Co 15:51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
1Co 15:52 und dasselbe pltzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
1Co 15:53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.
1Co 15:54 Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfllt werden das Wort, das geschrieben steht:
1Co 15:55 Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hlle, wo ist dein Sieg?
1Co 15:56 Aber der Stachel des Todes ist die Snde; die Kraft aber der Snde ist das Gesetz.
1Co 15:57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsren Herrn Jesus Christus!
1Co 15:58 Darum, meine lieben Brder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.
1Co 16:1 Was aber die Steuer anlangt, die den Heiligen geschieht; wie ich den Gemeinden in Galatien geordnet habe, also tut auch ihr.
1Co 16:2 An jeglichem ersten Tag der Woche lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch und sammle, was ihn gut dnkt, auf dass nicht, wenn ich komme, dann allererst die Steuer zu sammeln sei.
1Co 16:3 Wenn ich aber gekommen bin, so will ich die, welche ihr dafr anseht, mit Briefen senden, dass sie hinbringen eure Wohltat gen Jerusalem.
1Co 16:4 So es aber wert ist, dass ich auch hinreise, sollen sie mit mir reisen.
1Co 16:5 Ich will aber zu euch kommen, wenn ich durch Mazedonien gezogen bin; denn durch Mazedonien werde ich ziehen.
1Co 16:6 Bei euch aber werde ich vielleicht bleiben oder auch berwintern, auf dass ihr mich geleitet, wo ich hin ziehen werde.
1Co 16:7 Ich will euch jetzt nicht sehen im Vorberziehen; denn ich hoffe, ich werde etliche Zeit bei euch bleiben, so es der Herr zulsst.
1Co 16:8 Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten.
1Co 16:9 Denn mir ist eine groe Tr aufgetan, die viel Frucht wirkt, und sind viel Widersacher da.
1Co 16:10 So Timotheus kommt, so sehet zu, dass er ohne Furcht bei euch sei; denn er treibt auch das Werk des Herrn wie ich.
1Co 16:11 dass ihn nun nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber im Frieden, dass er zu mir komme; denn ich warte sein mit den Brdern.
1Co 16:12 Von Apollos, dem Bruder, aber wisset, dass ich ihn sehr viel ermahnt habe, dass er zu euch kme mit den Brdern; und es war durchaus sein Wille nicht, dass er jetzt kme; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird.
1Co 16:13 Wachet, stehet im Glauben, seid mnnlich und seid stark!
1Co 16:14 Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen!
1Co 16:15 Ich ermahne euch aber, liebe Brder: Ihr kennet das Haus des Stephanas, dass sie sind die Erstlinge in Achaja und haben sich selbst verordnet zum Dienst den Heiligen;
1Co 16:16 dass auch ihr solchen untertan seid und allen, die mitwirken und arbeiten.
1Co 16:17 Ich freue mich ber die Ankunft des Stephanas und Fortunatus und Achaikus; denn wo ich an euch Mangel hatte, das haben sie erstattet.
1Co 16:18 Sie haben erquickt meinen und euren Geist. Erkennet die an, die solche sind!
1Co 16:19 Es gren euch die Gemeinden in Asien. Es grt euch sehr in dem Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause.
1Co 16:20 Es gren euch alle Brder. Gret euch untereinander mit dem heiligen Kuss.
1Co 16:21 Ich, Paulus, gre euch mit meiner Hand.
1Co 16:22 So jemand den Herrn Jesus Christus nicht liebhat, der sei anathema. Maran atha! (das heit: der sei verflucht. Unser Herr kommt!)
1Co 16:23 Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit euch!
1Co 16:24 Meine Liebe sei mit euch allen in Christo Jesu! Amen.
2Co 1:1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus der Gemeinde Gottes zu Korinth samt allen Heiligen in ganz Achaja:
2Co 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
2Co 1:3 Gelobet sei Gott und der Vater unsres Herrn Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
2Co 1:4 der uns trstet in aller unsrer Trbsal, dass auch wir trsten knnen, die da sind in allerlei Trbsal, mit dem Trost, damit wir getrstet werden von Gott.
2Co 1:5 Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden wir auch reichlich getrstet durch Christum.
2Co 1:6 Wir haben aber Trbsal oder Trost, so geschieht es euch zugute. Ist's Trbsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil; welches Heil sich beweist, so ihr leidet mit Geduld, dermaen, wie wir leiden. Ist's Trost, so geschieht auch das euch zu Trost und Heil;
2Co 1:7 und unsre Hoffnung steht fest fr euch, dieweil wir wissen, dass, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein.
2Co 1:8 Denn wir wollen euch nicht verhalten, liebe Brder, unsre Trbsal, die uns in Asien widerfahren ist, da wir ber die Maen beschwert waren und ber Macht, also dass wir auch am Leben verzagten
2Co 1:9 und bei uns beschlossen hatten, wir mssten sterben. Das geschah aber darum, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst sollen stellen, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,
2Co 1:10 welcher uns von solchem Tode erlst hat und noch tglich erlst; und wir hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlsen,
2Co 1:11 durch Hilfe auch eurer Frbitte fr uns, auf dass ber uns fr die Gabe, die uns gegeben ist, durch viel Personen viel Dank geschehe.
2Co 1:12 Denn unser Ruhm ist dieser: das Zeugnis unsres Gewissens, dass wir in Einfalt und gttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes auf der Welt gewandelt haben, allermeist aber bei euch.
2Co 1:13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr leset und auch befindet. Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis ans Ende also befinden, gleichwie ihr uns zum Teil befunden habt.
2Co 1:14 Denn wir sind euer Ruhm, gleichwie auch ihr unser Ruhm seid auf des Herrn Jesu Tag.
2Co 1:15 Und auf solch Vertrauen gedachte ich jenes Mal zu euch zu kommen, auf dass ihr abermals eine Wohltat empfinget,
2Co 1:16 und ich durch euch nach Mazedonien reiste und wiederum aus Mazedonien zu euch kme und von euch geleitet wrde nach Juda.
2Co 1:17 Bin ich aber leichtfertig gewesen, da ich solches dachte? Oder sind meine Anschlge fleischlich? Nicht also; sondern bei mir ist Ja Ja, und Nein ist Nein.
2Co 1:18 Aber, o ein treuer Gott, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist.
2Co 1:19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm.
2Co 1:20 Denn alle Gottesverheiungen sind Ja in ihm und sind Amen in ihm, Gott zu Lobe durch uns.
2Co 1:21 Gott ist's aber, der uns befestigt samt euch in Christum und uns gesalbt
2Co 1:22 und versiegelt und in unsre Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat.
2Co 1:23 Ich rufe aber Gott an zum Zeugen auf meine Seele, dass ich euch verschont habe in dem, dass ich nicht wieder gen Korinth gekommen bin.
2Co 1:24 Nicht dass wir Herren seien ber euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.
2Co 2:1 Ich dachte aber solches bei mir, dass ich nicht abermals in Traurigkeit zu euch kme.
2Co 2:2 Denn, so ich euch traurig mache, wer ist, der mich frhlich mache, wenn nicht, der da von mir betrbt wird?
2Co 2:3 Und dasselbe habe ich euch geschrieben, dass ich nicht, wenn ich kme, ber die traurig sein msste, ber welche ich mich billig soll freuen; sintemal ich mich des zu euch allen versehe, dass meine Freude euer aller Freude sei.
2Co 2:4 Denn ich schrieb euch in groer Trbsal und Angst des Herzens mit viel Trnen; nicht, dass ihr solltet betrbt werden, sondern auf dass ihr die Liebe erkennet, welche ich habe sonderlich zu euch.
2Co 2:5 So aber jemand eine Betrbnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrbt, sondern zum Teil, auf dass ich nicht zu viel sage, euch alle.
2Co 2:6 Es ist aber genug, dass derselbe von vielen also gestraft ist,
2Co 2:7 dass ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet und ihn trstet, auf dass er nicht in allzu groe Traurigkeit versinke.
2Co 2:8 Darum ermahne ich euch, dass ihr die Liebe an ihm beweiset.
2Co 2:9 Denn darum habe ich euch auch geschrieben, dass ich erkennte, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stcken.
2Co 2:10 Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemand, das vergebe ich um euretwillen an Christi Statt,
2Co 2:11 auf dass wir nicht bervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht unbewusst, was er im Sinn hat.
2Co 2:12 Da ich aber gen Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir eine Tr aufgetan war in dem Herrn,
2Co 2:13 hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, da ich Titus, meinen Bruder, nicht fand; sondern ich machte meinen Abschied mit ihnen und fuhr aus nach Mazedonien.
2Co 2:14 Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
2Co 2:15 Denn wir sind Gott ein guter Geruch Christi unter denen, die selig werden, und unter denen, die verloren werden:
2Co 2:16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tchtig?
2Co 2:17 Denn wir sind nicht, wie die vielen, die das Wort Gottes verflschen; sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott reden wir vor Gott in Christo.
2Co 3:1 Heben wir denn abermals an, uns selbst zu preisen? Oder bedrfen wir, wie etliche, der Lobebriefe an euch oder Lobebriefe von euch?
2Co 3:2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, der erkannt und gelesen wird von allen Menschen;
2Co 3:3 die ihr offenbar geworden seid, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsren Dienst zubereitet, und geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens.
2Co 3:4 Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott.
2Co 3:5 Nicht, dass wir tchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber; sondern dass wir tchtig sind, ist von Gott,
2Co 3:6 welcher auch uns tchtig gemacht hat, das Amt zu fhren des Neuen Testaments, nicht des Buchstaben, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe ttet, aber der Geist macht lebendig.
2Co 3:7 So aber das Amt, das durch die Buchstaben ttet und in die Steine gebildet war, Klarheit hatte, also dass die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Moses um der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhrt,
2Co 3:8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben!
2Co 3:9 Denn so das Amt, das die Verdammnis predigt, Klarheit hat, wie viel mehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit predigt, berschwengliche Klarheit.
2Co 3:10 Denn auch jenes Teil, das verklrt war, ist nicht fr Klarheit zu achten gegen die berschwengliche Klarheit.
2Co 3:11 Denn so das Klarheit hatte, das da aufhrt, wie viel mehr wird das Klarheit haben, das da bleibt.
2Co 3:12 Dieweil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll groer Freudigkeit
2Co 3:13 und tun nicht wie Mose, der die Decke vor sein Angesicht hing, dass die Kinder Israel nicht ansehen konnten das Ende des, das aufhrt;
2Co 3:14 sondern ihre Sinne sind verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt ber dem alten Testament, wenn sie es lesen, welche in Christo aufhrt;
2Co 3:15 aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hngt die Decke vor ihrem Herzen.
2Co 3:16 Wenn es aber sich bekehrte zu dem Herrn, so wrde die Decke abgetan.
2Co 3:17 Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2Co 3:18 Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit aufgedecktem Angesicht, und wir werden verklrt in dasselbe Bild von einer Klarheit zu der andern, als vom Herrn, der der Geist ist.
2Co 4:1 Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, wie uns denn Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht mde,
2Co 4:2 sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit um, flschen auch nicht Gottes Wort; sondern mit Offenbarung der Wahrheit beweisen wir uns wohl an aller Menschen Gewissen vor Gott.
2Co 4:3 Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt;
2Co 4:4 bei welchen der Gott dieser Welt der Unglubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.
2Co 4:5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum, dass er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen.
2Co 4:6 Denn Gott, der da hie das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstnde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi.
2Co 4:7 Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefen, auf dass die berschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns.
2Co 4:8 Wir haben allenthalben Trbsal, aber wir ngsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht;
2Co 4:9 wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdrckt, aber wir kommen nicht um;
2Co 4:10 und tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unsrem Leibe, auf dass auch das Leben des Herrn Jesu an unsrem Leibe offenbar werde.
2Co 4:11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf das auch das Leben Jesu offenbar werde an unsrem sterblichen Fleische.
2Co 4:12 Darum ist nun der Tod mchtig in uns, aber das Leben in euch.
2Co 4:13 Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben, nach dem, das geschrieben steht: Ich glaube, darum rede ich, so glauben wir auch, darum so reden wir auch
2Co 4:14 und wissen, dass der, so den Herrn Jesus hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch.
2Co 4:15 Denn das geschieht alles um euretwillen, auf dass die berschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise.
2Co 4:16 Darum werden wir nicht mde; sondern, ob unser uerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert.
2Co 4:17 Denn unsre Trbsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und ber alle Maen wichtige Herrlichkeit
2Co 4:18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
2Co 5:1 Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Htte zerbrochen wird, dass wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Hnden gemacht, das ewig ist, im Himmel.
2Co 5:2 Und darber sehnen wir uns auch nach unsrer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlangt, dass wir damit berkleidet werden;
2Co 5:3 so doch, wo wir bekleidet und nicht blo erfunden werden.
2Co 5:4 Denn dieweil wir in der Htte sind, sehnen wir uns und sind beschwert; sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern berkleidet werden, auf dass das Sterbliche wrde verschlungen von dem Leben.
2Co 5:5 Der uns aber dazu bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist, gegeben hat.
2Co 5:6 So sind wir denn getrost allezeit und wissen, dass, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir ferne vom Herrn;
2Co 5:7 denn wir wandeln im Glauben, und nicht im Schauen.
2Co 5:8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, auer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn.
2Co 5:9 Darum fleiigen wir uns auch, wir sind daheim oder wallen, dass wir ihm wohl gefallen.
2Co 5:10 Denn wir mssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder bse.
2Co 5:11 Dieweil wir denn wissen, dass der Herr zu frchten ist, fahren wir schn mit den Leuten; aber Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dass wir auch in eurem Gewissen offenbar sind.
2Co 5:12 Wir loben uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch eine Ursache, zu rhmen von uns, auf dass ihr habt zu rhmen wider die, so sich nach dem Ansehen rhmen, und nicht nach dem Herzen.
2Co 5:13 Denn tun wir zu viel, so tun wir's Gott; sind wir mig, so sind wir euch mig.
2Co 5:14 Denn die Liebe Christi dringt in uns also, sintemal wir halten, dass, so einer fr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben;
2Co 5:15 und er ist darum fr alle gestorben, auf dass die, so da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der fr sie gestorben und auferstanden ist.
2Co 5:16 Darum kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; und ob wir auch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr.
2Co 5:17 Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2Co 5:18 Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber vershnt hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Vershnung predigt.
2Co 5:19 Denn Gott war in Christo und vershnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Snden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Vershnung.
2Co 5:20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch vershnen mit Gott.
2Co 5:21 Denn er hat den, der von keiner Snde wusste, fr uns zur Snde gemacht, auf dass wir wrden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
2Co 6:1 Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget.
2Co 6:2 Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhrt und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!
2Co 6:3 Und wir geben niemand irgend ein rgernis, auf dass unser Amt nicht verlstert werde;
2Co 6:4 sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes: in groer Geduld, in Trbsalen, in Nten, in ngsten,
2Co 6:5 in Schlgen, in Gefngnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten,
2Co 6:6 in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in ungefrbter Liebe,
2Co 6:7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,
2Co 6:8 durch Ehre und Schande, durch bse Gerchte und gute Gerchte: als die Verfhrer, und doch wahrhaftig;
2Co 6:9 als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezchtigten, und doch nicht erttet;
2Co 6:10 als die Traurigen, aber allezeit frhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts innehaben, und doch alles haben.
2Co 6:11 O ihr Korinther! unser Mund hat sich zu euch aufgetan, unser Herz ist weit.
2Co 6:12 Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist's in euren Herzen.
2Co 6:13 Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, dass ihr euch auch also gegen mich stellet und werdet auch weit.
2Co 6:14 Ziehet nicht am fremden Joch mit den Unglubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fr Gemeinschaft mit der Finsternis?
2Co 6:15 Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was fr ein Teil hat der Glubige mit dem Unglubigen?
2Co 6:16 Was hat der Tempel Gottes fr Gleichheit mit den Gtzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
2Co 6:17 Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rhrt kein Unreines an, so will ich euch annehmen
2Co 6:18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Shne und Tchter sein, spricht der allmchtige Herr.
2Co 7:1 Dieweil wir nun solche Verheiungen haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes.
2Co 7:2 Fasset uns: Wir haben niemand Leid getan, wir haben niemand verletzt, wir haben niemand bervorteilt.
2Co 7:3 Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, dass ihr in unsren Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.
2Co 7:4 Ich rede mit groer Freudigkeit zu euch; ich rhme viel von euch; ich bin erfllt mit Trost; ich bin berschwenglich in Freuden und in aller unsrer Trbsal.
2Co 7:5 Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe; sondern allenthalben waren wir in Trbsal: auswendig Streit, inwendig Furcht.
2Co 7:6 Aber Gott, der die Geringen trstet, der trstete auch uns durch die Ankunft des Titus;
2Co 7:7 nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er getrstet war an euch, da er uns verkndigte euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer um mich, also dass ich mich noch mehr freute.
2Co 7:8 Denn dass ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reut mich nicht. Und ob's mich reute, dieweil ich sehe, dass der Brief vielleicht eine Weile euch betrbt hat,
2Co 7:9 so freue ich mich doch nun, nicht darber, dass ihr seid betrbt worden, sondern dass ihr betrbt seid worden zur Reue. Denn ihr seid gttlich betrbt worden, dass ihr von uns ja keinen Schaden irgendworin nehmet.
2Co 7:10 Denn gttliche Traurigkeit wirkt zur Seligkeit einen Reue, die niemand gereut; die Traurigkeit aber der Welt wirkt den Tod.
2Co 7:11 Siehe, dass ihr gttlich seid betrbt worden, welchen Flei hat das in euch gewirkt, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rache! Ihr habt euch bewiesen in allen Stcken, dass ihr rein seid in der Sache.
2Co 7:12 Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um des willen, der beleidigt hat, auch nicht um des willen, der beleidigt ist, sondern um deswillen, dass euer Flei gegen uns offenbar sein wrde bei euch vor Gott.
2Co 7:13 Derhalben sind wir getrstet worden, dass ihr getrstet seid. berschwenglicher aber haben wir uns noch gefreut ber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquickt an euch allen.
2Co 7:14 Denn was ich vor ihm von euch gerhmt habe, darin bin ich nicht zu Schanden geworden; sondern, gleichwie alles wahr ist, was ich von euch geredet habe, also ist auch unser Rhmen vor Titus wahr geworden.
2Co 7:15 Und er ist beraus herzlich wohl gegen euch gesinnt, wenn er gedenkt an euer aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen.
2Co 7:16 Ich freue mich, dass ich mich zu euch alles Guten versehen darf.
2Co 8:1 Ich tue euch kund, liebe Brder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden in Mazedonien gegeben ist.
2Co 8:2 Denn ihre Freude war berschwenglich, da sie durch viel Trbsal bewhrt wurden; und wiewohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfalt.
2Co 8:3 Denn nach allem Vermgen (das bezeuge ich) und ber Vermgen waren sie willig
2Co 8:4 und baten uns mit vielem Zureden, dass wir aufnhmen die Wohltat und Gemeinschaft der Handreichung, die da geschieht den Heiligen;
2Co 8:5 und nicht, wie wir hofften, sondern sie ergaben sich selbst, zuerst dem Herrn und darnach uns, durch den Willen Gottes,
2Co 8:6 dass wir mussten Titus ermahnen, auf dass er, wie er zuvor angefangen hatte, also auch unter euch solche Wohltat ausrichtete.
2Co 8:7 Aber gleichwie ihr in allen Stcken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allerlei Flei und in eurer Liebe zu uns, also schaffet, dass ihr auch in dieser Wohltat reich seid.
2Co 8:8 Nicht sage ich, dass ich etwas gebiete; sondern, dieweil andere so fleiig sind, versuche ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.
2Co 8:9 Denn ihr wisset die Gnade unsres Herrn Jesu Christi, dass, ob er wohl reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich wrdet.
2Co 8:10 Und meine Meinung hierin gebe ich; denn solches ist euch ntzlich, die ihr angefangen habt vom vorigen Jahre her nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen;
2Co 8:11 nun aber vollbringet auch das Tun, auf dass, gleichwie da ist ein geneigtes Gemt, zu wollen, so sei auch da ein geneigtes Gemt, zu tun von dem, was ihr habt.
2Co 8:12 Denn so einer willig ist, so ist er angenehm, nach dem er hat, nicht nach dem er nicht hat.
2Co 8:13 Nicht geschieht das in der Meinung, dass die andern Ruhe haben, und ihr Trbsal, sondern dass es gleich sei.
2Co 8:14 So diene euer berfluss ihrem Mangel diese teure Zeit lang, auf dass auch ihr berfluss hernach diene eurem Mangel und ein Ausgleich geschehe;
2Co 8:15 wie geschrieben steht: Der viel sammelte, hatte nicht berfluss, der wenig sammelte, hatte nicht Mangel.
2Co 8:16 Gott aber sei Dank, der solchen Eifer fr euch gegeben hat in das Herz des Titus.
2Co 8:17 Denn er nahm zwar die Ermahnung an; aber dieweil er fleiig war, ist er von selber zu euch gereist.
2Co 8:18 Wir haben aber einen Bruder mit ihm gesandt, der das Lob hat am Evangelium durch alle Gemeinden.
2Co 8:19 Nicht allein aber das, sondern er ist auch verordnet von den Gemeinden zum Gefhrten unsrer Fahrt in dieser Wohltat, welche durch uns ausgerichtet wird dem Herrn zu Ehren und zum Preis eures guten Willens.
2Co 8:20 Also verhten wir, dass uns nicht jemand bel nachreden mge solcher reichen Steuer halben, die durch uns ausgerichtet wird;
2Co 8:21 und sehen darauf, dass es redlich zugehe, nicht allein vor dem Herrn sondern auch vor den Menschen.
2Co 8:22 Auch haben wir mit ihnen gesandt unsren Bruder, den wir oft erfunden haben in vielen Stcken, dass er fleiig sei, nun aber viel fleiiger.
2Co 8:23 Und wir sind groer Zuversicht zu euch, es sei des Titus halben, welcher mein Geselle und Gehilfe unter euch ist, oder unsrer Brder halben, welche Boten sind der Gemeinden und eine Ehre Christi.
2Co 8:24 Erzeiget nun die Beweisung eurer Liebe und unsres Rhmens von euch an diesen auch ffentlich vor den Gemeinden!
2Co 9:1 Denn von solcher Steuer, die den Heiligen geschieht, ist mir nicht not, euch zu schreiben.
2Co 9:2 Denn ich wei euren guten Willen, davon ich rhme bei denen aus Mazedonien und sage: Achaja ist schon voriges Jahr bereit gewesen; und euer Beispiel hat viele gereizt.
2Co 9:3 Ich habe aber diese Brder darum gesandt, dass nicht unser Rhmen von euch zunichte wrde in dem Stcke, und dass ihr bereit seid, gleichwie ich von euch gesagt habe;
2Co 9:4 auf dass nicht, so die aus Mazedonien mit mir kmen und euch unbereit fnden, wir (will nicht sagen: ihr) zu Schanden wrden mit solchem Rhmen.
2Co 9:5 So habe ich es nun fr ntig angesehen, die Brder zu ermahnen, dass sie voranzgen zu euch, fertigzumachen diesen zuvor verheienen Segen, dass er bereit sei, also dass es sei ein Segen und nicht ein Geiz.
2Co 9:6 Ich meine aber das: Wer da krglich st, der wird auch krglich ernten; und wer da st im Segen, der wird auch ernten im Segen.
2Co 9:7 Ein jeglicher nach seiner Willkr, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen frhlichen Geber hat Gott lieb.
2Co 9:8 Gott aber kann machen, dass allerlei Gnade unter euch reichlich sei, dass ihr in allen Dingen volle Genge habt und reich seid zu allerlei guten Werken;
2Co 9:9 wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut und gegeben den Armen; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.
2Co 9:10 Der aber Samen reicht dem Semann, der wird auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewchs eurer Gerechtigkeit,
2Co 9:11 dass ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfalt, welche wirkt durch uns Danksagung Gott.
2Co 9:12 Denn die Handreichung dieser Steuer erfllt nicht allein den Mangel der Heiligen, sondern ist auch berschwenglich darin, dass viele Gott danken fr diesen unsren treuen Dienst
2Co 9:13 und preisen Gott ber euer untertniges Bekenntnis des Evangeliums Christi und ber eure einfltige Steuer an sie und an alle,
2Co 9:14 indem auch sie nach euch verlangt im Gebet fr euch um der berschwenglichen Gnade Gottes willen in euch.
2Co 9:15 Gott aber sei Dank fr seine unaussprechliche Gabe!
2Co 10:1 Ich aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmtigkeit und Lindigkeit Christi, der ich gegenwrtig unter euch gering bin, abwesend aber dreist gegen euch.
2Co 10:2 Ich bitte aber, dass mir nicht not sei, gegenwrtig dreist zu handeln und der Khnheit zu brauchen, die man mir zumisst, gegen etliche, die uns schtzen, als wandelten wir fleischlicherweise.
2Co 10:3 Denn ob wir wohl im Fleisch wandeln, so streiten wir doch nicht fleischlicherweise.
2Co 10:4 Denn die Waffen unsrer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern mchtig vor Gott, zu zerstren Befestigungen;
2Co 10:5 wir zerstren damit die Anschlge und alle Hhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi
2Co 10:6 und sind bereit, zu rchen allen Ungehorsam, wenn euer Gehorsam erfllt ist.
2Co 10:7 Richtet ihr nach dem Ansehen? Verlsst sich jemand darauf, dass er Christo angehre, der denke solches auch wiederum bei sich, dass, gleichwie er Christo angehre, also auch wir Christo angehren.
2Co 10:8 Und so ich auch etwas weiter mich rhmte von unsrer Gewalt, welche uns der Herr gegeben hat, euch zu bessern, und nicht zu verderben, wollte ich nicht zu Schanden werden.
2Co 10:9 Das sage ich aber, dass ihr nicht euch dnken lasset, als htte ich euch wollen schrecken mit Briefen.
2Co 10:10 Denn die Briefe, sprechen sie, sind schwer und stark; aber die Gegenwart des Leibes ist schwach und die Rede verchtlich.
2Co 10:11 Wer ein solcher ist, der denke, dass, wie wir sind mit Worten in den Briefen abwesend, so werden wir auch wohl sein mit der Tat gegenwrtig.
2Co 10:12 Denn wir wagen uns nicht unter die zu rechnen oder zu zhlen, so sich selbst loben, aber dieweil sie an sich selbst messen und halten allein von sich selbst, verstehen sie nichts.
2Co 10:13 Wir aber rhmen uns nicht ber das Ziel hinaus, sondern nur nach dem Ziel der Regel, mit der uns Gott abgemessen hat das Ziel, zu gelangen auch bis zu euch.
2Co 10:14 Denn wir fahren nicht zu weit, als wren wir nicht gelangt zu euch; denn wir sind ja auch zu euch gekommen mit dem Evangelium Christi;
2Co 10:15 und rhmen uns nicht bers Ziel hinaus in fremder Arbeit und haben Hoffnung, wenn nun euer Glaube in euch wchst, dass wir in unsrer Regel nach wollen weiterkommen
2Co 10:16 und das Evangelium auch predigen denen, die jenseit von euch wohnen, und uns nicht rhmen in dem, was mit fremder Regel bereitet ist.
2Co 10:17 Wer sich aber rhmt, der rhme sich des Herrn.
2Co 10:18 Denn darum ist einer nicht tchtig, dass er sich selbst lobt, sondern dass ihn der Herr lobt.
2Co 11:1 Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! doch ihr haltet mir's wohl zugut.
2Co 11:2 Denn ich eifere um euch mit gttlichem Eifer; denn ich habe euch vertraut einem Manne, dass ich eine reine Jungfrau Christo zubrchte.
2Co 11:3 Ich frchte aber, dass, wie die Schlange Eva verfhrte mit ihrer Schalkheit, also auch eure Sinne verrckt werden von der Einfalt in Christo.
2Co 11:4 Denn so, der da zu euch kommt, einen andern Jesus predigte, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfinget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein ander Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so vertrget ihr's billig.
2Co 11:5 Denn ich achte, ich sei nicht weniger, als die hohen Apostel sind.
2Co 11:6 Und ob ich nicht kundig bin der Rede, so bin ich doch nicht unkundig der Erkenntnis. Doch ich bin bei euch allenthalben wohl bekannt.
2Co 11:7 Oder habe ich gesndigt, dass ich mich erniedrigt habe, auf dass ihr erhht wrdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes umsonst verkndigt
2Co 11:8 und habe andere Gemeinden beraubt und Sold von ihnen genommen, dass ich euch predigte.
2Co 11:9 Und da ich bei euch war gegenwrtig und Mangel hatte, war ich niemand beschwerlich. Denn mein Mangel erstatteten die Brder, die aus Mazedonien kamen, so habe ich mich in allen Stcken euch unbeschwerlich gehalten und will auch noch mich also halten.
2Co 11:10 So gewiss die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm in den Lndern Achajas nicht verstopft werden.
2Co 11:11 Warum das? dass ich euch nicht sollte liebhaben? Gott wei es.
2Co 11:12 Was ich aber tue und tun will, das tue ich darum, dass ich die Ursache abschneide denen, die Ursache suchen, dass sie rhmen mchten, sie seien wie wir.
2Co 11:13 Denn solche falsche Apostel und trgliche Arbeiter verstellen sich zu Christi Aposteln.
2Co 11:14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes.
2Co 11:15 Darum ist es auch nicht ein Groes, wenn sich seine Diener verstellen als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken.
2Co 11:16 Ich sage abermals, dass nicht jemand whne, ich sei tricht; wo aber nicht, so nehmet mich als einen Trichten, dass ich mich auch ein wenig rhme.
2Co 11:17 Was ich jetzt rede, das rede ich nicht als im Herrn, sondern als in der Torheit, dieweil wir in das Rhmen gekommen sind.
2Co 11:18 Sintemal viele sich rhmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rhmen.
2Co 11:19 Denn ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug seid.
2Co 11:20 Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten macht, so euch jemand schindet, so euch jemand gefangennimmt, so jemand euch trotzt, so euch jemand ins Angesicht streicht.
2Co 11:21 Das sage ich nach der Unehre, als wren wir schwach geworden. Worauf aber jemand khn ist (ich rede in Torheit!), darauf bin ich auch khn.
2Co 11:22 Sie sind Hebrer? Ich auch! Sie sind Israeliter? Ich auch! Sie sind Abrahams Same? Ich auch!
2Co 11:23 Sie sind Diener Christi? Ich rede tricht: Ich bin's wohl mehr: Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schlge erlitten, bin fter gefangen, oft in Todesnten gewesen;
2Co 11:24 von den Juden habe ich fnfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins;
2Co 11:25 ich bin dreimal gestupt, einmal gesteinigt, dreimal Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe des Meers;
2Co 11:26 ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch die Flsse, in Gefahr durch die Mrder, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Stdten, in Gefahr in der Wste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falschen Brdern;
2Co 11:27 in Mhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Ble;
2Co 11:28 auer was sich sonst zutrgt, nmlich, dass ich tglich werde angelaufen und trage Sorge fr alle Gemeinden.
2Co 11:29 Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird gergert, und ich brenne nicht?
2Co 11:30 So ich mich ja rhmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rhmen.
2Co 11:31 Gott und der Vater unsres Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobt in Ewigkeit, wei, dass ich nicht lge.
2Co 11:32 Zu Damaskus verwahrte der Landpfleger des Knigs Aretas die Stadt der Damasker und wollte mich greifen,
2Co 11:33 und ich ward in einem Korbe zum Fenster hinaus durch die Mauer niedergelassen und entrann aus seinen Hnden.
2Co 12:1 Es ist mir ja das Rhmen nichts ntze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarung des Herrn.
2Co 12:2 Ich kenne einen Menschen in Christo; vor vierzehn Jahren (ist er in dem Leibe gewesen, so wei ich's nicht; oder ist er auer dem Leibe gewesen, so wei ich's nicht; Gott wei es) ward derselbe entzckt bis in den dritten Himmel.
2Co 12:3 Und ich kenne denselben Menschen (ob er im Leibe oder auer dem Leibe gewesen ist, wei ich nicht; Gott wei es);
2Co 12:4 der ward entzckt in das Paradies und hrte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann.
2Co 12:5 Fr denselben will ich mich rhmen; fr mich selbst aber will ich mich nichts rhmen, nur meiner Schwachheit.
2Co 12:6 Und so ich mich rhmen wollte, tte ich daran nicht tricht; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, auf dass nicht jemand mich hher achte, als er an mir sieht oder von mir hrt.
2Co 12:7 Und auf dass ich mich nicht der hohen Offenbarung berhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nmlich des Satans Engel, der mich mit Fusten schlage, auf dass ich mich nicht berhebe.
2Co 12:8 Dafr ich dreimal zum Herrn gefleht habe, dass er von mir wiche.
2Co 12:9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade gengen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mchtig. Darum will ich mich am allerliebsten rhmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.
2Co 12:10 Darum bin ich gutes Muts in Schwachheiten, in Mihandlungen, in Nten, in Verfolgungen, in ngsten, um Christi willen; denn, wenn ich schwach bin, so bin ich stark.
2Co 12:11 Ich bin ein Narr geworden ber dem Rhmen; dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich sollte von euch gelobt werden, sintemal<RF>bedeutet: weil<Rf> ich nichts weniger bin, als die hohen Apostel sind, wiewohl ich nichts bin.
2Co 12:12 Denn es sind ja eines Apostels Zeichen unter euch geschehen mit aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.
2Co 12:13 Was ist's, darin ihr geringer seid denn die andern Gemeinden, auer dass ich selbst euch nicht habe beschwert? Vergebet mir diese Snde!
2Co 12:14 Siehe, ich bin bereit zum drittenmal zu euch zu kommen, und will euch nicht beschweren; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schtze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.
2Co 12:15 Ich aber will sehr gern hingeben und hingegeben werden fr eure Seelen; wiewohl ich euch gar sehr liebe, und doch weniger geliebt werde.
2Co 12:16 Aber lass es also sein, dass ich euch nicht habe beschwert; sondern, die weil ich tckisch bin, habe ich euch mit Hinterlist gefangen.
2Co 12:17 Habe ich aber etwa jemand bervorteilt durch derer einen, die ich zu euch gesandt habe?
2Co 12:18 Ich habe Titus ermahnt und mit ihm gesandt einen Bruder. Hat euch etwa Titus bervorteilt? Haben wir nicht in einem Geist gewandelt? Sind wir nicht in einerlei Futapfen gegangen?
2Co 12:19 Lasset ihr euch abermals dnken, wir verantworten uns vor euch? Wir reden in Christo vor Gott; aber das alles geschieht, meine Liebsten, euch zur Besserung.
2Co 12:20 Denn ich frchte, wenn ich komme, dass ich euch nicht finde, wie ich will, und ihr mich auch nicht findet, wie ihr wollt; dass Hader, Neid, Zorn, Zank, Afterreden, Ohrenblasen, Aufblhen, Aufruhr dasei;
2Co 12:21 dass mich, wenn ich abermals komme, mein Gott demtige bei euch und ich msse Leid tragen ber viele, die zuvor gesndigt und nicht Bue getan haben fr die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben haben.
2Co 13:1 Komme ich zum drittenmal zu euch, so soll in zweier oder dreier Zeugen Mund bestehen allerlei Sache.
2Co 13:2 Ich habe es euch zuvor gesagt und sage es euch zuvor, wie, als ich zum andernmal gegenwrtig war, so auch nun abwesend schreibe ich es denen, die zuvor gesndigt haben, und den andern allen: Wenn ich abermals komme, so will ich nicht schonen;
2Co 13:3 sintemal ihr suchet, dass ihr einmal gewahr werdet des, der in mir redet, nmlich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist mchtig unter euch.
2Co 13:4 Und ob er wohl gekreuzigt ist in der Schwachheit, so lebt er doch in der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der Kraft Gottes unter euch.
2Co 13:5 Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prfet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr untchtig seid.
2Co 13:6 Ich hoffe aber, ihr erkennet, dass wir nicht untchtig sind.
2Co 13:7 Ich bitte aber Gott, dass ihr nichts bles tut; nicht, auf dass wir als tchtig angesehen werden, sondern auf dass ihr das Gute tut und wir wie die Untchtigen seien.
2Co 13:8 Denn wir knnen nichts wider die Wahrheit, sondern fr die Wahrheit.
2Co 13:9 Wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr mchtig seid. Und dasselbe wnschen wir auch, nmlich eure Vollkommenheit.
2Co 13:10 Derhalben schreibe ich auch solches abwesend, auf dass ich nicht, wenn ich gegenwrtig bin, Schrfe brauchen msse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat.
2Co 13:11 Zuletzt, liebe Brder, freuet euch, seid vollkommen, trstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam! so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.
2Co 13:12 Gret euch untereinander mit dem heiligen Kuss.
2Co 13:13 Es gren euch alle Heiligen.
2Co 13:14 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.
Gal 1:1 Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten),
Gal 1:2 und alle Brder, die bei mir sind, den Gemeinden in Galatien:
Gal 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unsrem Herrn Jesus Christus,
Gal 1:4 der sich selbst fr unsre Snden gegeben hat, dass er uns errettete von dieser gegenwrtigen, argen Welt nach dem Willen Gottes und unsres Vaters,
Gal 1:5 welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Gal 1:6 Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium,
Gal 1:7 so doch kein anderes ist, auer, dass etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
Gal 1:8 Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch wrde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht!
Gal 1:9 Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir abermals: So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht!
Gal 1:10 Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefllig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefllig wre, so wre ich Christi Knecht nicht.
Gal 1:11 Ich tue euch aber kund, liebe Brder, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist.
Gal 1:12 Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi.
Gal 1:13 Denn ihr habt ja wohl gehrt meinen Wandel weiland<RF>bedeutet: einst, vormals<Rf> im Judentum, wie ich ber die Maen die Gemeinde Gottes verfolgte und verstrte
Gal 1:14 und nahm zu im Judentum ber viele meinesgleichen in meinem Geschlecht und eiferte ber die Maen um das vterliche Gesetz.
Gal 1:15 Da es aber Gott wohl gefiel, der mich von meiner Mutter Leibe an hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade,
Gal 1:16 dass er seinen Sohn offenbarte in mir, dass ich ihn durchs Evangelium verkndigen sollte unter den Heiden: alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht darber mit Fleisch und Blut,
Gal 1:17 kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus.
Gal 1:18 Darnach ber drei Jahre kam ich nach Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb fnfzehn Tage bei ihm.
Gal 1:19 Der andern Apostel aber sah ich keinen auer Jakobus, des Herrn Bruder.
Gal 1:20 Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott wei, ich lge nicht!
Gal 1:21 Darnach kam ich in die Lnder Syrien und Zilizien.
Gal 1:22 Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in Juda.
Gal 1:23 Sie hatten aber allein gehrt, dass, der uns weiland verfolgte, der predigt jetzt den Glauben, welchen er weiland verstrte,
Gal 1:24 und priesen Gott ber mir.
Gal 2:1 Darnach ber vierzehn Jahre zog ich abermals hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Titus auch mit mir.
Gal 2:2 Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung und besprach mich mit ihnen ber das Evangelium, das ich predige unter den Heiden, besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf dass ich nicht vergeblich liefe oder gelaufen wre.
Gal 2:3 Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen, der mit mir war, obwohl er ein Grieche war.
Gal 2:4 Denn da etliche falsche Brder sich mit eingedrngt hatten und neben eingeschlichen waren, auszukundschaften unsre Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, dass sie uns gefangennhmen,
Gal 2:5 wichen wir denselben nicht eine Stunde, ihnen untertan zu sein, auf dass die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestnde.
Gal 2:6 Von denen aber, die das Ansehen hatten, welcherlei sie weiland gewesen sind, daran liegt mir nichts; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht, mich haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehrt;
Gal 2:7 sondern dagegen, da sie sahen, dass mir vertraut war das Evangelium an die Heiden, gleichwie dem Petrus das Evangelium an die Juden
Gal 2:8 (denn der mit Petrus krftig gewesen ist zum Apostelamt unter den Juden, der ist mit mir auch krftig gewesen unter den Heiden),
Gal 2:9 und da sie erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und Johannes, die fr Sulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, dass wir unter die Heiden, sie aber unter die Juden gingen,
Gal 2:10 allein dass wir der Armen gedchten, welches ich auch fleiig bin gewesen zu tun.
Gal 2:11 Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstand ich ihm unter Augen; denn es war Klage ber ihn gekommen.
Gal 2:12 Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, a er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich ab, darum dass er die aus den Juden frchtete.
Gal 2:13 Und mit ihm heuchelten die andern Juden, also dass auch Barnabas verfhrt ward, mit ihnen zu heucheln.
Gal 2:14 Aber da ich sah, dass sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen ffentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jdisch, warum zwingst du denn die Heiden, jdisch zu leben?
Gal 2:15 Wir sind von Natur Juden und nicht Snder aus den Heiden;
Gal 2:16 doch weil wir wissen, dass der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf dass wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzeswerke wird kein Fleisch gerecht.
Gal 2:17 Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Snder erfunden werden, so wre Christus ja ein Sndendiener. Das sei ferne!
Gal 2:18 Wenn ich aber das, was ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem bertreter.
Gal 2:19 Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf dass ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuzigt.
Gal 2:20 Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst fr mich dargegeben.
Gal 2:21 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
Gal 3:1 O ihr unverstndigen Galater, wer hat euch bezaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorchet, welchen Christus Jesus vor die Augen gemalt war, als wre er unter euch gekreuzigt?
Gal 3:2 Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
Gal 3:3 Seid ihr so unverstndig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?
Gal 3:4 Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst!
Gal 3:5 Der euch nun den Geist reicht und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
Gal 3:6 Gleichwie Abraham hat Gott geglaubt und es ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit.
Gal 3:7 So erkennet ihr ja, dass, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder.
Gal 3:8 Die Schrift aber hat es zuvor gesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht; darum verkndigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.
Gal 3:9 Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glubigen Abraham.
Gal 3:10 Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue.
Gal 3:11 dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben.
Gal 3:12 Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.
Gal 3:13 Christus aber hat uns erlst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch fr uns (denn es steht geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am Holz hngt!),
Gal 3:14 auf dass der Segen Abrahams unter die Heiden kme in Christo Jesu und wir also den verheienen Geist empfingen durch den Glauben.
Gal 3:15 Liebe Brder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es besttigt ist, und tut auch nichts dazu.
Gal 3:16 Nun ist ja die Verheiung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen: durch deinen Samen, welcher ist Christus.
Gal 3:17 Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor besttigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheiung sollte durchs Gesetz aufhren, welches gegeben ist vierhundertdreiig Jahre hernach.
Gal 3:18 Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben wrde, so wrde es nicht durch Verheiung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheiung frei geschenkt.
Gal 3:19 Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Snden willen, bis der Same kme, dem die Verheiung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers.
Gal 3:20 Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer.
Gal 3:21 Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wre, das da knnte lebendig machen, so kme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz.
Gal 3:22 Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Snde, auf dass die Verheiung kme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.
Gal 3:23 Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden.
Gal 3:24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, dass wir durch den Glauben gerecht wrden.
Gal 3:25 Nun aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.
Gal 3:26 Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum.
Gal 3:27 Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen.
Gal 3:28 Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.
Gal 3:29 Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheiung Erben.
Gal 4:1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmndig ist, so ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Gter;
Gal 4:2 sondern er ist unter den Vormndern und Pflegern bis auf die Zeit, die der Vater bestimmt hat.
Gal 4:3 Also auch wir, da wir unmndig waren, waren wir gefangen unter den uerlichen Satzungen.
Gal 4:4 Da aber die Zeit erfllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan,
Gal 4:5 auf dass er die, so unter dem Gesetz waren, erlste, dass wir die Kindschaft empfingen.
Gal 4:6 Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater!
Gal 4:7 Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder; sind's aber Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum.
Gal 4:8 Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Gtter sind.
Gal 4:9 Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn wiederum zu den schwachen und drftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt?
Gal 4:10 Ihr haltet Tage und Monate und Feste und Jahre.
Gal 4:11 Ich frchte fr euch, dass ich vielleicht umsonst an euch gearbeitet habe.
Gal 4:12 Seid doch wie ich; denn ich bin wie ihr. Liebe Brder, ich bitte euch. Ihr habt mir kein Leid getan.
Gal 4:13 Denn ihr wisset, dass ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium gepredigt habe zum erstenmal.
Gal 4:14 Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschmht; sondern wie ein Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja wie Christum Jesum.
Gal 4:15 Wie wart ihr dazumal so selig! ich bin euer Zeuge, dass, wenn es mglich gewesen wre, ihr httet eure Augen ausgerissen und mir gegeben.
Gal 4:16 Bin ich denn damit euer Feind geworden, dass ich euch die Wahrheit vorhalte?
Gal 4:17 Sie eifern um euch nicht fein; sondern sie wollen euch von mir abfllig machen, dass ihr um sie eifern sollt.
Gal 4:18 Eifern ist gut, wenn's immerdar geschieht um das Gute, und nicht allein, wenn ich gegenwrtig bei euch bin.
Gal 4:19 Meine lieben Kinder, welche ich abermals mit ngsten gebre, bis dass Christus in euch eine Gestalt gewinne,
Gal 4:20 ich wollte, dass ich jetzt bei euch wre und meine Stimme wandeln knnte; denn ich bin irre an euch.
Gal 4:21 Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Habt ihr das Gesetz nicht gehrt?
Gal 4:22 Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Shne hatte: einen von der Magd, den andern von der Freien.
Gal 4:23 Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien ist durch die Verheiung geboren.
Gal 4:24 Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind zwei Testamente: eins von dem Berge Sinai, dass zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Hagar;
Gal 4:25 denn Hagar heit in Arabien der Berg Sinai und kommt berein mit Jerusalem, das zu dieser Zeit ist und dienstbar ist mit seinen Kindern.
Gal 4:26 Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter.
Gal 4:27 Denn es steht geschrieben: Sei frhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.
Gal 4:28 Wir aber, liebe Brder, sind, Isaak nach, der Verheiung Kinder.
Gal 4:29 Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgte den, der nach dem Geist geboren war, also geht es auch jetzt.
Gal 4:30 Aber was spricht die Schrift? Sto die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.
Gal 4:31 So sind wir nun, liebe Brder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.
Gal 5:1 So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen.
Gal 5:2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ntzt euch Christus nichts.
Gal 5:3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lsst, dass er das ganze Gesetz schuldig ist zu tun.
Gal 5:4 Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen.
Gal 5:5 Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss.
Gal 5:6 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe ttig ist.
Gal 5:7 Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen?
Gal 5:8 Solch berreden ist nicht von dem, der euch berufen hat.
Gal 5:9 Ein wenig Sauerteig versuert den ganzen Teig.
Gal 5:10 Ich versehe mich zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle.
Gal 5:11 Ich aber, liebe Brder, so ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So htte ja das rgernis des Kreuzes aufgehrt.
Gal 5:12 Wollte Gott, dass sie auch ausgerottet wrden, die euch verstren!
Gal 5:13 Ihr aber, liebe Brder, seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, dass ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet; sondern durch die Liebe diene einer dem andern.
Gal 5:14 Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfllt, in dem: Liebe deinen Nchsten wie dich selbst.
Gal 5:15 So ihr euch aber untereinander beiet und fresset, so seht zu, dass ihr nicht untereinander verzehrt werdet.
Gal 5:16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lste des Fleisches nicht vollbringen.
Gal 5:17 Denn das Fleisch gelstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, dass ihr nicht tut, was ihr wollt.
Gal 5:18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Gal 5:19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht,
Gal 5:20 Abgtterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord,
Gal 5:21 Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
Gal 5:22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gtigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.
Gal 5:23 Wider solche ist das Gesetz nicht.
Gal 5:24 Welche aber Christo angehren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lsten und Begierden.
Gal 5:25 So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.
Gal 5:26 Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, einander zu entrsten und zu hassen.
Gal 6:1 Liebe Brder, so ein Mensch etwa von einem Fehler bereilt wrde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmtigem Geist ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.
Gal 6:2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfllen.
Gal 6:3 So aber jemand sich lsst dnken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrgt sich selbst.
Gal 6:4 Ein jeglicher aber prfe sein eigen Werk; und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern.
Gal 6:5 Denn ein jeglicher wird seine Last tragen.
Gal 6:6 Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet.
Gal 6:7 Irrt euch nicht! Gott lsst sich nicht spotten. Denn was der Mensch st, das wird er ernten.
Gal 6:8 Wer auf sein Fleisch st, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist st, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
Gal 6:9 Lasset uns aber Gutes tun und nicht mde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhren.
Gal 6:10 Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
Gal 6:11 Sehet, mit wie vielen Worten habe ich euch geschrieben mit eigener Hand!
Gal 6:12 Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolgt werden.
Gal 6:13 Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht; sondern sie wollen, dass ihr euch beschneiden lasset, auf dass sie sich von eurem Fleisch rhmen mgen.
Gal 6:14 Es sei aber ferne von mir, mich zu rhmen, denn allein von dem Kreuz unsres Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Gal 6:15 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern eine neue Kreatur.
Gal 6:16 Und wie viele nach dieser Regel einhergehen, ber die sei Friede und Barmherzigkeit und ber das Israel Gottes.
Gal 6:17 Hinfort mache mir niemand weiter Mhe; denn ich trage die Malzeichen des Herrn Jesu an meinem Leibe.
Gal 6:18 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Brder! Amen.
Eph 1:1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, den Heiligen zu Ephesus und Glubigen an Christum Jesum:
Eph 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Eph 1:3 Gelobet sei Gott und der Vater unsres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gtern durch Christum;
Eph 1:4 wie er uns denn erwhlt hat durch denselben, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir sollten sein heilig und unstrflich vor ihm in der Liebe;
Eph 1:5 und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen sich selbst durch Jesum Christum nach dem Wohlgefallen seines Willens,
Eph 1:6 zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten,
Eph 1:7 an welchem wir haben die Erlsung durch sein Blut, die Vergebung der Snden, nach dem Reichtum seiner Gnade,
Eph 1:8 welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und Klugheit;
Eph 1:9 und er hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, so er sich vorgesetzt hatte in ihm,
Eph 1:10 dass es ausgefhrt wrde, da die Zeit erfllet war, auf dass alle Dinge zusammengefasst wrden in Christo, beide, das im Himmel und auf Erden ist, durch ihn,
Eph 1:11 durch welchen wir auch zum Erbteil gekommen sind, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirkt nach dem Rat seines Willens,
Eph 1:12 auf dass wir etwas seien zu Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christum hofften;
Eph 1:13 durch welchen auch ihr gehrt habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium von eurer Seligkeit; durch welchen ihr auch, da ihr glubig wurdet, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheiung,
Eph 1:14 welcher ist das Pfand unsres Erbes zu unsrer Erlsung, dass wir sein Eigentum wrden zu Lob seiner Herrlichkeit.
Eph 1:15 Darum auch ich, nachdem ich gehrt habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen,
Eph 1:16 hre ich nicht auf, zu danken fr euch, und gedenke euer in meinem Gebet,
Eph 1:17 dass der Gott unsres Herrn Jesus Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis
Eph 1:18 und erleuchtete Augen eures Verstndnisses, dass ihr erkennen mget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen,
Eph 1:19 und welche da sei die berschwengliche Gre seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mchtigen Strke,
Eph 1:20 welche er gewirkt hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckt hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel
Eph 1:21 ber alle Frstentmer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein auf dieser Welt, sondern auch in der zuknftigen;
Eph 1:22 und hat alle Dinge unter seine Fe getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde ber alles,
Eph 1:23 welche da ist sein Leib, nmlich die Flle des, der alles in allem erfllt.
Eph 2:1 Und auch euch, da ihr tot waret durch bertretungen und Snden,
Eph 2:2 in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Frsten, der in der Luft herrscht, nmlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens,
Eph 2:3 unter welchen auch wir alle weiland unsren Wandel gehabt haben in den Lsten unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern;
Eph 2:4 Aber Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine groe Liebe, damit er uns geliebt hat,
Eph 2:5 da wir tot waren in den Snden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden)
Eph 2:6 und hat uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu,
Eph 2:7 auf dass er erzeigte in den zuknftigen Zeiten den berschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Gte gegen uns in Christo Jesu.
Eph 2:8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,
Eph 2:9 nicht aus den Werken, auf dass sich nicht jemand rhme.
Eph 2:10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Eph 2:11 Darum gedenket daran, dass ihr, die ihr weiland nach dem Fleisch Heiden gewesen seid und die Unbeschnittenen genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht,
Eph 2:12 dass ihr zur selben Zeit waret ohne Christum, fremd und auer der Brgerschaft Israels und fremd den Testamenten der Verheiung; daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt.
Eph 2:13 Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi.
Eph 2:14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft,
Eph 2:15 nmlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war, auf dass er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schfe und Frieden machte,
Eph 2:16 und dass er beide vershnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz und hat die Feindschaft gettet durch sich selbst.
Eph 2:17 Und er ist gekommen, hat verkndigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren;
Eph 2:18 denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater.
Eph 2:19 So seid ihr nun nicht mehr Gste und Fremdlinge, sondern Brger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen,
Eph 2:20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist,
Eph 2:21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefgt wchst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn,
Eph 2:22 auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.
Eph 3:1 Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu fr euch Heiden,
Eph 3:2 wie ihr ja gehrt habt von dem Amt der Gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist,
Eph 3:3 dass mir ist kund geworden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich droben aufs krzeste geschrieben habe,
Eph 3:4 daran ihr, so ihr's leset, merken knnt mein Verstndnis des Geheimnisses Christi,
Eph 3:5 welches nicht kundgetan ist in den vorigen Zeiten den Menschenkindern, wie es nun offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist,
Eph 3:6 nmlich, dass die Heiden Miterben seien und mit eingeleibt und Mitgenossen seiner Verheiung in Christo durch das Evangelium,
Eph 3:7 dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die mir nach seiner mchtigen Kraft gegeben ist;
Eph 3:8 mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist gegeben diese Gnade, unter den Heiden zu verkndigen den unausforschlichen Reichtum Christi
Eph 3:9 und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle Dinge geschaffen hat durch Jesum Christum,
Eph 3:10 auf dass jetzt kund wrde den Frstentmern und Herrschaften in dem Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes,
Eph 3:11 nach dem Vorsatz von der Welt her, welche er bewiesen hat in Christo Jesu, unsrem Herrn,
Eph 3:12 durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.
Eph 3:13 Darum bitte ich, dass ihr nicht mde werdet um meiner Trbsal willen, die ich fr euch leide, welche euch eine Ehre sind.
Eph 3:14 Derhalben beuge ich meine Kniee vor dem Vater unsres Herrn Jesu Christi,
Eph 3:15 der der rechte Vater ist ber alles, was da Kinder heit im Himmel und auf Erden,
Eph 3:16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen,
Eph 3:17 dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen und ihr durch die Liebe eingewurzelt und gegrndet werdet,
Eph 3:18 auf dass ihr begreifen mget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Lnge und die Tiefe und die Hhe;
Eph 3:19 auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis bertrifft, auf dass ihr erfllt werdet mit allerlei Gottesflle.
Eph 3:20 Dem aber, der berschwenglich tun kann ber alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt,
Eph 3:21 dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Eph 4:1 So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, dass ihr wandelt, wie sich's gebhrt eurer Berufung, mit der ihr berufen seid,
Eph 4:2 mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe
Eph 4:3 und seid fleiig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
Eph 4:4 ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung;
Eph 4:5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;
Eph 4:6 ein Gott und Vater unser aller, der da ist ber euch allen und durch euch alle und in euch allen.
Eph 4:7 Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Ma der Gabe Christi.
Eph 4:8 Darum heit es: Er ist aufgefahren in die Hhe und hat das Gefngnis gefangengefhrt und hat den Menschen Gaben gegeben.
Eph 4:9 dass er aber aufgefahren ist, was ist's, denn dass er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten rter der Erde?
Eph 4:10 Der hinuntergefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist ber alle Himmel, auf dass er alles erfllte.
Eph 4:11 Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,
Eph 4:12 dass die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Dienstes, dadurch der Leib Christi erbaut werde,
Eph 4:13 bis dass wir alle hinkommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Mae des vollkommenen Alters Christi,
Eph 4:14 auf dass wir nicht mehr Kinder seien und uns bewegen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Tuscherei, womit sie uns erschleichen, uns zu verfhren.
Eph 4:15 Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe und wachsen in allen Stcken an dem, der das Haupt ist, Christus,
Eph 4:16 von welchem aus der ganze Leib zusammengefgt ist und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, dadurch eins dem andern Handreichung tut nach dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Mae und macht, dass der Leib wchst zu seiner selbst Besserung, und das alles in Liebe.
Eph 4:17 So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes,
Eph 4:18 deren Verstand verfinstert ist, und die entfremdet sind von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens;
Eph 4:19 welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz.
Eph 4:20 Ihr aber habt Christum nicht also gelernt,
Eph 4:21 so ihr anders von ihm gehrt habt und in ihm belehrt, wie in Jesu ein rechtschaffenes Wesen ist.
Eph 4:22 So legt nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lste im Irrtum sich verderbt.
Eph 4:23 Erneuert euch aber im Geist eures Gemts
Eph 4:24 und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Eph 4:25 Darum leget die Lge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nchsten, sintemal wir untereinander Glieder sind.
Eph 4:26 Zrnet, und sndiget nicht; lasset die Sonne nicht ber eurem Zorn untergehen.
Eph 4:27 Gebet auch nicht Raum dem Lsterer.
Eph 4:28 Wer gestohlen hat der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Hnden etwas Gutes, auf dass er habe, zu geben dem Drftigen.
Eph 4:29 Lasset kein faul Geschwtz aus eurem Munde gehen, sondern was ntzlich zur Besserung ist, wo es not tut, dass es holdselig sei zu hren.
Eph 4:30 Und betrbet nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlsung.
Eph 4:31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lsterung sei ferne von euch samt aller Bosheit.
Eph 4:32 Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo.
Eph 5:1 So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder
Eph 5:2 und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebt und sich selbst dargegeben fr uns als Gabe und Opfer, Gott zu einem sen Geruch.
Eph 5:3 Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht,
Eph 5:4 auch nicht schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherze, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung.
Eph 5:5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Gtzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi und Gottes.
Eph 5:6 Lasset euch niemand verfhren mit vergeblichen Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes ber die Kinder des Unglaubens.
Eph 5:7 Darum seid nicht ihr Mitgenossen.
Eph 5:8 Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn.
Eph 5:9 Wandelt wie die Kinder des Lichts, die Frucht des Geistes ist allerlei Gtigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit,
Eph 5:10 und prfet, was da sei wohlgefllig dem Herrn.
Eph 5:11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, strafet sie aber vielmehr.
Eph 5:12 Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch zu sagen schndlich.
Eph 5:13 Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht gestraft wird; denn alles, was offenbar ist, das ist Licht.
Eph 5:14 Darum heit es: Wache auf, der du schlfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.
Eph 5:15 So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen,
Eph 5:16 und kaufet die Zeit aus; denn es ist bse Zeit.
Eph 5:17 Darum werdet nicht unverstndig, sondern verstndig, was da sei des Herrn Wille.
Eph 5:18 Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes:
Eph 5:19 redet untereinander in Psalmen und Lobgesngen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen
Eph 5:20 und saget Dank allezeit fr alles Gott und dem Vater in dem Namen unsres Herrn Jesu Christi,
Eph 5:21 und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes.
Eph 5:22 Die Weiber seien untertan ihren Mnnern als dem Herrn.
Eph 5:23 Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.
Eph 5:24 Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Mnnern in allen Dingen.
Eph 5:25 Ihr Mnner, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst fr sie gegeben,
Eph 5:26 auf dass er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort,
Eph 5:27 auf dass er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern dass sie heilig sei und unstrflich.
Eph 5:28 Also sollen auch die Mnner ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst.
Eph 5:29 Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasst; sondern er nhrt es und pflegt sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde.
Eph 5:30 Denn wir sind die Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.
Eph 5:31 Um deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.
Eph 5:32 Das Geheimnis ist gro; ich sage aber von Christo und der Gemeinde.
Eph 5:33 Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber frchte den Mann.
Eph 6:1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist billig.
Eph 6:2 Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheiung hat:
Eph 6:3 auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden.
Eph 6:4 Und ihr Vter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Vermahnung zum Herrn.
Eph 6:5 Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo;
Eph 6:6 nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, dass ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.
Eph 6:7 Lasset euch dnken, dass ihr dem Herrn dienet und nicht den Menschen,
Eph 6:8 und wisset: Was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier.
Eph 6:9 Und ihr Herren, tut auch dasselbe gegen sie und lasset das Drohen; wisset, dass auch euer Herr im Himmel ist und ist bei ihm kein Ansehen der Person.
Eph 6:10 Zuletzt, meine Brder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Strke.
Eph 6:11 Ziehet an den Harnisch Gottes, dass ihr bestehen knnet gegen die listigen Anlufe des Teufels.
Eph 6:12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kmpfen, sondern mit Frsten und Gewaltigen, nmlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bsen Geistern unter dem Himmel.
Eph 6:13 Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf dass ihr an dem bsen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten mget.
Eph 6:14 So stehet nun, umgrtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit
Eph 6:15 und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens.
Eph 6:16 Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslschen knnt alle feurigen Pfeile des Bsewichtes;
Eph 6:17 und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
Eph 6:18 Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen fr alle Heiligen
Eph 6:19 und fr mich, auf dass mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, dass ich mge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums,
Eph 6:20 dessen Bote ich bin in der Kette, auf dass ich darin freudig handeln mge und reden, wie sich's gebhrt.
Eph 6:21 Auf dass aber ihr auch wisset, wie es um mich steht und was ich schaffe, wird's euch alles kundtun Tychikus, mein lieber Bruder und getreuer Diener in dem Herrn,
Eph 6:22 welchen ich gesandt habe zu euch um deswillen, dass ihr erfahret, wie es um mich steht, und dass er eure Herzen trste.
Eph 6:23 Friede sei den Brdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Eph 6:24 Gnade sei mit euch allen, die da liebhaben unsren Herrn Jesus Christus unverrckt! Amen.
Phi 1:1 Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, allen Heiligen in Christo Jesu zu Philippi samt den Bischfen und Dienern:
Phi 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Phi 1:3 Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke
Phi 1:4 (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet fr euch alle, und tue das Gebet mit Freuden),
Phi 1:5 ber eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her,
Phi 1:6 und bin desselben in guter Zuversicht, dass, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollfhren bis an den Tag Jesu Christi.
Phi 1:7 Wie es denn mir billig ist, dass ich dermaen von euch halte, darum dass ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefngnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekrftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid.
Phi 1:8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Jesu Christo.
Phi 1:9 Und darum bete ich, dass eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung,
Phi 1:10 dass ihr prfen mget, was das Beste sei, auf dass ihr seid lauter und unanstig auf den Tag Christi,
Phi 1:11 erfllt mit Frchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zur Ehre und Lobe Gottes.
Phi 1:12 Ich lasse euch aber wissen, liebe Brder, dass, wie es um mich steht, das ist nur mehr zur Frderung des Evangeliums geraten,
Phi 1:13 also dass meine Bande offenbar geworden sind in Christo in dem ganzen Richthause und bei den andern allen,
Phi 1:14 und viele Brder in dem Herrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen haben und desto khner geworden sind, das Wort zu reden ohne Scheu.
Phi 1:15 Etliche zwar predigen Christum um des Neides und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung.
Phi 1:16 Jene verkndigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trbsal zuwenden meinen Banden;
Phi 1:17 diese aber aus Liebe; denn sie wissen, dass ich zur Verantwortung des Evangeliums hier liege.
Phi 1:18 Was tut's aber? dass nur Christus verkndigt werde allerleiweise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich doch darin und will mich auch freuen.
Phi 1:19 Denn ich wei, dass mir dies gelingt zur Seligkeit durch euer Gebet und durch Handreichung des Geistes Jesu Christi,
Phi 1:20 wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinerlei Stck zu Schanden werde, sondern dass mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit also auch jetzt, Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod.
Phi 1:21 Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.
Phi 1:22 Sintemal aber im Fleisch leben dient, mehr Frucht zu schaffen, so wei ich nicht, welches ich erwhlen soll.
Phi 1:23 Denn es liegt mir beides hart an: ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christo zu sein, was auch viel besser wre;
Phi 1:24 aber es ist ntiger, im Fleisch bleiben um euretwillen.
Phi 1:25 Und in guter Zuversicht wei ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Frderung und Freude des Glaubens,
Phi 1:26 auf dass ihr euch sehr rhmen mget in Christo Jesu an mir, wenn ich wieder zu euch komme.
Phi 1:27 Wandelt nur wrdig dem Evangelium Christi, auf dass, ob ich komme und sehe euch oder abwesend von euch hre, ihr steht in einem Geist und einer Seele und samt uns kmpfet fr den Glauben des Evangeliums
Phi 1:28 und euch in keinem Weg erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis, euch aber der Seligkeit, und das von Gott.
Phi 1:29 Denn euch ist gegeben, um Christi willen zu tun, dass ihr nicht allein an ihn glaubet sondern auch um seinetwillen leidet;
Phi 1:30 und habet denselben Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir hret.
Phi 2:1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,
Phi 2:2 so erfllet meine Freude, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmtig und einhellig seid.
Phi 2:3 Nichts tut durch Zank oder eitle Ehre; sondern durch Demut achte einer den andern hher denn sich selbst,
Phi 2:4 und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist.
Phi 2:5 Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war:
Phi 2:6 welcher, ob er wohl in gttlicher Gestalt war, hielt er's nicht fr einen Raub, Gott gleich sein,
Phi 2:7 sondern entuerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebrden als ein Mensch erfunden;
Phi 2:8 er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
Phi 2:9 Darum hat ihn auch Gott erhht und hat ihm einen Namen gegeben, der ber alle Namen ist,
Phi 2:10 dass in dem Namen Jesu sich beugen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
Phi 2:11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Phi 2:12 Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.
Phi 2:13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Phi 2:14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel,
Phi 2:15 auf dass ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstrflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt,
Phi 2:16 damit dass ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe.
Phi 2:17 Und ob ich geopfert werde ber dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.
Phi 2:18 Dessen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.
Phi 2:19 Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, dass ich Timotheus bald werde zu euch senden, dass ich auch erquickt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht.
Phi 2:20 Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzlich fr euch sorgt.
Phi 2:21 Denn sie suchen alle das ihre, nicht, das Christi Jesu ist.
Phi 2:22 Ihr aber wisset, dass er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mir gedient am Evangelium.
Phi 2:23 Ihn, hoffe ich, werde ich senden von Stund an, wenn ich erfahren habe, wie es um mich steht.
Phi 2:24 Ich vertraue aber in dem Herrn, dass auch ich selbst bald kommen werde.
Phi 2:25 Ich habe es aber fr ntig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Gesandter und meiner Notdurft Diener ist;
Phi 2:26 sintemal er nach euch allen Verlangen hatte und war hoch bekmmert, darum dass ihr gehrt hattet, dass er krank war gewesen.
Phi 2:27 Und er war todkrank, aber Gott hat sich ber ihn erbarmt; nicht allein aber ber ihn, sondern auch ber mich, auf dass ich nicht eine Traurigkeit ber die andern htte.
Phi 2:28 Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf dass ihr ihn seht und wieder frhlich werdet und ich auch der Traurigkeit weniger habe.
Phi 2:29 So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit allen Freuden und habt solche Leute in Ehren.
Phi 2:30 Denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tode so nahe gekommen, da er sein Leben gering bedachte, auf dass er mir diente an eurer Statt.
Phi 3:1 Weiter, liebe Brder, freuet euch in dem Herrn! dass ich euch immer einerlei schreibe, verdriet mich nicht und macht euch desto gewisser.
Phi 3:2 Sehet auf die Hunde, sehet auf die bsen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung!
Phi 3:3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und rhmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch,
Phi 3:4 wiewohl ich auch habe, dass ich mich Fleisches rhmen knnte. So ein anderer sich dnken lsst, er knnte sich Fleisches rhmen, ich knnte es viel mehr:
Phi 3:5 der ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Hebrer von Hebrern und nach dem Gesetz ein Phariser,
Phi 3:6 nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unstrflich.
Phi 3:7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen fr Schaden geachtet.
Phi 3:8 Ja, ich achte es noch alles fr Schaden gegen die berschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um welches willen ich alles habe fr Schaden gerechnet, und achte es fr Kot, auf dass ich Christum gewinne
Phi 3:9 und in ihm erfunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nmlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird,
Phi 3:10 zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, dass ich seinem Tode hnlich werde,
Phi 3:11 damit ich gelange zur Auferstehung der Toten.
Phi 3:12 Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen mchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.
Phi 3:13 Meine Brder, ich schtze mich selbst noch nicht, dass ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, was da vorne ist,
Phi 3:14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhlt die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu.
Phi 3:15 Wie viele nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnt sein. Und solltet ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren;
Phi 3:16 doch soferne, dass wir nach derselben Regel, darin wir gekommen sind, wandeln und gleich gesinnt seien.
Phi 3:17 Folget mir, liebe Brder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde.
Phi 3:18 Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, dass sie sind die Feinde des Kreuzes Christi,
Phi 3:19 welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und deren Ehre zu Schanden wird, die irdisch gesinnt sind.
Phi 3:20 Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des Herrn,
Phi 3:21 welcher unsren nichtigen Leib verklren wird, dass er hnlich werde seinem verklrten Leibe nach der Wirkung, mit der er kann auch alle Dinge sich untertnig machen.
Phi 4:1 Also, meine lieben und ersehnten Brder, meine Freude und meine Krone, besteht also in dem Herrn, ihr Lieben.
Phi 4:2 Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, dass sie eines Sinnes seien in dem Herrn.
Phi 4:3 Ja ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir fr das Evangelium gekmpft haben, mit Klemens und meinen andern Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens.
Phi 4:4 Freuet euch in dem Herrn allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!
Phi 4:5 Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen! der Herr ist nahe!
Phi 4:6 Sorget nichts! sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.
Phi 4:7 Und der Friede Gottes, welcher hher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!
Phi 4:8 Weiter, liebe Brder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohllautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach!
Phi 4:9 Welches ihr auch gelernt und empfangen und gehrt und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
Phi 4:10 Ich bin aber hchlich erfreut in dem Herrn, dass ihr wieder wacker geworden seid, fr mich zu sorgen; wiewohl ihr allewege gesorgt habt, aber die Zeit hat's nicht wollen leiden.
Phi 4:11 Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernt, worin ich bin, mir gengen zu lassen.
Phi 4:12 Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und bei allen geschickt, beides, satt sein und hungern, beides, brighaben und Mangel leiden.
Phi 4:13 Ich vermag alles durch den, der mich mchtig macht, Christus.
Phi 4:14 Doch ihr habt wohl getan, dass ihr euch meiner Trbsal angenommen habt.
Phi 4:15 Ihr aber von Philippi wisset, dass von Anfang des Evangeliums, da ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilt hat nach der Rechnung der Ausgabe und Einnahme als ihr allein.
Phi 4:16 Denn auch gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und darnach noch einmal.
Phi 4:17 Nicht, dass ich das Geschenk suche; sondern ich suche die Frucht, dass sie reichlich in eurer Rechnung sei.
Phi 4:18 Denn ich habe alles und habe berflssig. Ich habe die Flle, da ich empfing durch Epaphroditus, was von euch kam: ein ser Geruch, ein angenehmes Opfer, Gott gefllig.
Phi 4:19 Mein Gott aber flle aus alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu.
Phi 4:20 Gott aber, unsrem Vater, sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Phi 4:21 Gret alle Heiligen in Christo Jesu. Es gren euch die Brder, die bei mir sind.
Phi 4:22 Es gren euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause.
Phi 4:23 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.
Col 1:1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus
Col 1:2 den Heiligen zu Koloss und den glubigen Brdern in Christo: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Col 1:3 Wir danken Gott und dem Vater unsres Herrn Jesu Christi und beten allezeit fr euch,
Col 1:4 nachdem wir gehrt haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu allen Heiligen,
Col 1:5 um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, von welcher ihr zuvor gehrt habt durch das Wort der Wahrheit im Evangelium,
Col 1:6 das zu euch gekommen ist, wie auch in alle Welt, und ist fruchtbar, wie auch in euch, von dem Tage an, da ihr's gehrt habt und erkannt die Gnade Gottes in der Wahrheit;
Col 1:7 wie ihr denn gelernt habt von Epaphras, unsrem lieben Mitdiener, welcher ist ein treuer Diener Christi fr euch,
Col 1:8 der uns auch erffnet hat eure Liebe im Geist.
Col 1:9 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehrt haben, hren wir nicht auf, fr euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstndnis,
Col 1:10 dass ihr wandelt wrdig dem Herrn zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken
Col 1:11 und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestrkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmtigkeit mit Freuden,
Col 1:12 und danksaget dem Vater, der uns tchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht;
Col 1:13 welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes,
Col 1:14 an welchem wir haben die Erlsung durch sein Blut, die Vergebung der Snden;
Col 1:15 welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen.
Col 1:16 Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Frstentmer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
Col 1:17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.
Col 1:18 Und er ist das Haupt des Leibes, nmlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allen Dingen den Vorrang habe.
Col 1:19 Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, dass in ihm alle Flle wohnen sollte
Col 1:20 und alles durch ihn vershnt wrde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit dass er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst.
Col 1:21 Und euch, die ihr weiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bsen Werken,
Col 1:22 hat er nun vershnt mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf dass er euch darstellte heilig und unstrflich und ohne Tadel vor ihm selbst;
Col 1:23 so ihr anders bleibet im Glauben, gegrndet und fest und unbeweglich von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehrt habt, welches gepredigt ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
Col 1:24 Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich fr euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trbsalen in Christo, fr seinen Leib, welcher ist die Gemeinde,
Col 1:25 deren Diener ich geworden bin nach dem gttlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, dass ich das Wort Gottes reichlich predigen soll,
Col 1:26 nmlich das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und von den Zeiten her, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen,
Col 1:27 denen Gott gewollt hat kundtun, welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit.
Col 1:28 Den verkndigen wir und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf dass wir darstellen einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu;
Col 1:29 daran ich auch arbeite und ringe, nach der Wirkung des, der in mir krftig wirkt.
Col 2:1 Ich lasse euch aber wissen, welch einen Kampf ich habe um euch und um die zu Laodizea und alle, die meine Person im Fleisch nicht gesehen haben,
Col 2:2 auf dass ihre Herzen ermahnt und zusammengefasst werden in der Liebe und zu allem Reichtum des gewissen Verstndnisses, zu erkennen das Geheimnis Gottes, des Vaters und Christi,
Col 2:3 in welchem verborgen liegen alle Schtze der Weisheit und der Erkenntnis.
Col 2:4 Ich sage aber davon, auf dass euch niemand betrge mit unvernnftigen Reden.
Col 2:5 Denn ob ich wohl nach dem Fleisch nicht da bin, so bin ich doch im Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und euren festen Glauben an Christum.
Col 2:6 Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so wandelt in ihm
Col 2:7 und seid gewurzelt und erbaut in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar.
Col 2:8 Sehet zu, dass euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verfhrung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo.
Col 2:9 Denn in ihm wohnt die ganze Flle der Gottheit leibhaftig,
Col 2:10 und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Frstentmer und Obrigkeiten;
Col 2:11 in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hnde, durch Ablegung des sndlichen Leibes im Fleisch, nmlich mit der Beschneidung Christi,
Col 2:12 indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten.
Col 2:13 Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Snden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Snden
Col 2:14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet;
Col 2:15 und hat ausgezogen die Frstentmer und die Gewaltigen und sie schaugetragen ffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.
Col 2:16 So lasset nun niemand euch Gewissen machen ber Speise oder ber Trank oder ber bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate;
Col 2:17 welches ist der Schatten von dem, das zuknftig war; aber der Krper selbst ist in Christo.
Col 2:18 Lasst euch niemand das Ziel verrcken, der nach eigener Wahl einhergeht in Demut und Geistlichkeit der Engel, davon er nie etwas gesehen hat, und ist ohne Ursache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn
Col 2:19 und hlt sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Handreichung empfngt und zusammengehalten wird und also wchst zur gttlichen Gre.
Col 2:20 So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt?
Col 2:21 Du sollst, sagen sie, das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrhren,
Col 2:22 was sich doch alles unter den Hnden verzehrt; es sind der Menschen Gebote und Lehren,
Col 2:23 welche haben einen Schein der Weisheit durch selbst erwhlte Geistlichkeit und Demut und dadurch, dass sie des Leibes nicht schonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft.
Col 3:1 Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes.
Col 3:2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
Col 3:3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott.
Col 3:4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit.
Col 3:5 So ttet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Hurerei, Unreinigkeit, schndliche Brunst, bse Lust und den Geiz, welcher ist Abgtterei,
Col 3:6 um welcher willen kommt der Zorn Gottes ber die Kinder des Unglaubens;
Col 3:7 in welchem auch ihr weiland gewandelt habt, da ihr darin lebtet.
Col 3:8 Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lsterung, schandbare Worte aus eurem Munde.
Col 3:9 Lget nicht untereinander; zieht den alten Menschen mit seinen Werken aus
Col 3:10 und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat;
Col 3:11 da nicht ist Grieche, Jude, Beschnittener, Unbeschnittener, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.
Col 3:12 So ziehet nun an, als die Auserwhlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld;
Col 3:13 und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr.
Col 3:14 ber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Col 3:15 Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar!
Col 3:16 Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesngen und geistlichen lieblichen Liedern und singt dem Herrn in eurem Herzen.
Col 3:17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn.
Col 3:18 Ihr Weiber, seid untertan euren Mnnern in dem Herrn, wie sich's gebhrt.
Col 3:19 Ihr Mnner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie.
Col 3:20 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen; denn das ist dem Herrn gefllig.
Col 3:21 Ihr Vter, erbittert eure Kinder nicht, auf dass sie nicht scheu werden.
Col 3:22 Ihr Knechte, seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfalt des Herzens und mit Gottesfurcht.
Col 3:23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen,
Col 3:24 und wisset, dass ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christus.
Col 3:25 Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person.
Col 4:1 Ihr Herren, was recht und billig ist, das beweiset den Knechten, und wisset, dass ihr auch einen Herrn im Himmel habt.
Col 4:2 Haltet an am Gebet und wachet in demselben mit Danksagung;
Col 4:3 und betet zugleich auch fr uns, auf dass Gott uns eine Tr des Wortes auftue, zu reden das Geheimnis Christi, darum ich auch gebunden bin,
Col 4:4 auf dass ich es offenbare, wie ich soll reden.
Col 4:5 Wandelt weise gegen die, die drauen sind, und kauft die Zeit aus.
Col 4:6 Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewrzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeglichen antworten sollt.
Col 4:7 Wie es um mich steht, wird euch alles kundtun Tychikus, der liebe Bruder und getreue Diener und Mitknecht in dem Herrn,
Col 4:8 welchen ich habe darum zu euch gesandt, dass er erfahre, wie es sich mit euch verhlt, und dass er eure Herzen ermahne,
Col 4:9 samt Onesimus, dem getreuen und lieben Bruder, welcher von den Euren ist. Alles, wie es hier steht, werden sie euch kundtun.
Col 4:10 Es grt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Neffe des Barnabas, ber welchen ihr etliche Befehle empfangen habt (so er zu euch kommt, nehmt ihn auf!)
Col 4:11 und Jesus, der da heit Just, die aus den Juden sind. Diese sind allein meine Gehilfen am Reich Gottes, die mir ein Trost geworden sind.
Col 4:12 Es grt euch Epaphras, der von den Euren ist, ein Knecht Christi, und allezeit ringt fr euch mit Gebeten, auf dass ihr bestehet vollkommen und erfllt mit allem Willen Gottes.
Col 4:13 Ich gebe ihm Zeugnis, dass er groen Flei hat um euch und um die zu Laodizea und zu Hierapolis.
Col 4:14 Es grt euch Lukas, der Arzt, der Geliebte, und Demas.
Col 4:15 Gret die Brder zu Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in seinem Hause.
Col 4:16 Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so schafft, dass er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und dass ihr den von Laodizea lest.
Col 4:17 Und saget Archippus: Siehe auf das Amt, das du empfangen hast in dem Herrn, dass du es ausrichtest!
Col 4:18 Mein Gru mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenket meiner Bande! Die Gnade sei mit euch! Amen.
1Th 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
1Th 1:2 Wir danken Gott allezeit fr euch alle und gedenken euer im Gebet ohne Unterlass
1Th 1:3 und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser Herr Jesus Christus, vor Gott und unsrem Vater.
1Th 1:4 Denn, liebe Brder, von Gott geliebt, wir wissen, wie ihr auserwhlt seid,
1Th 1:5 dass unser Evangelium ist bei euch gewesen nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in groer Gewissheit; wie ihr denn wisset, welcherlei wir gewesen sind unter euch um euretwillen;
1Th 1:6 und ihr seid unsre Nachfolger geworden und des Herrn und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trbsalen mit Freuden im heiligen Geist,
1Th 1:7 also dass ihr geworden seid ein Vorbild allen Glubigen in Mazedonien und Achaja.
1Th 1:8 Denn von euch ist auserschollen das Wort des Herrn; nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist auch euer Glaube an Gott bekannt geworden, also dass uns nicht not ist, etwas zu sagen.
1Th 1:9 Denn sie selbst verkndigen von euch, was fr einen Eingang wir zu euch gehabt haben und wie ihr bekehrt seid zu Gott von den Abgttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott
1Th 1:10 und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, welchen er auferweckt hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zuknftigen Zorn erlst.
1Th 2:1 Denn auch ihr wisset, liebe Brder, von unsrem Eingang zu euch, dass er nicht vergeblich gewesen ist;
1Th 2:2 sondern, ob wir gleich zuvor gelitten hatten und geschmht gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir freudig in unsrem Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit groen Kmpfen.
1Th 2:3 Denn unsre Ermahnung ist nicht gewesen aus Irrtum noch aus Unreinigkeit noch mit List;
1Th 2:4 sondern, wie wir von Gott bewhrt sind, dass uns das Evangelium vertraut ist zu predigen, also reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prft.
1Th 2:5 Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihr wisset, noch mit verstecktem Geiz, Gott ist des Zeuge;
1Th 2:6 haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern;
1Th 2:7 htten euch auch mgen schwer sein als Christi Apostel. Aber wir sind mtterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihr Kind pflegt;
1Th 2:8 also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen nicht allein das Evangelium Gottes sondern auch unser Leben, darum dass wir euch liebgewonnen haben.
1Th 2:9 Ihr seid wohl eingedenk, liebe Brder, unsrer Arbeit und unsrer Mhe; denn Tag und Nacht arbeiteten wir, dass wir niemand unter euch beschwerlich wren, und predigten unter euch das Evangelium Gottes.
1Th 2:10 Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unstrflich wir bei euch, die ihr glubig waret, gewesen sind;
1Th 2:11 wie ihr denn wisset, dass wir, wie ein Vater seine Kinder, einen jeglichen unter euch ermahnt und getrstet
1Th 2:12 und bezeugt haben, dass ihr wandeln solltet wrdig vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit.
1Th 2:13 Darum danken auch wir ohne Unterlass Gott, dass ihr, da ihr empfinget von uns das Wort gttlicher Predigt, es aufnahmt nicht als Menschenwort, sondern, wie es denn wahrhaftig ist, als Gottes Wort, welcher auch wirkt in euch, die ihr glaubet.
1Th 2:14 Denn ihr seid Nachfolger geworden, liebe Brder, der Gemeinden Gottes in Juda in Christo Jesu, weil ihr ebendasselbe erlitten habt von euren Blutsfreunden, was jene von den Juden,
1Th 2:15 welche auch den Herrn Jesus gettet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen zuwider,
1Th 2:16 wehren uns, zu predigen den Heiden, damit sie selig wrden, auf dass sie ihre Snden erfllen allewege; denn der Zorn ist schon ber sie gekommen zum Ende hin.
1Th 2:17 Wir aber, liebe Brder, nachdem wir euer eine Weile beraubt gewesen sind nach dem Angesicht, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr geeilt, euer Angesicht zu sehen mit groem Verlangen.
1Th 2:18 Darum haben wir wollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal, und Satan hat uns verhindert.
1Th 2:19 Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unsrem Herrn Jesus Christus zu seiner Zukunft?
1Th 2:20 Ihr seid ja unsre Ehre und Freude.
1Th 3:1 Darum haben wir's nicht weiter wollen ertragen und haben uns lassen wohlgefallen, dass wir zu Athen allein gelassen wrden,
1Th 3:2 und haben Timotheus gesandt, unsren Bruder und Diener Gottes und unsren Gehilfen im Evangelium Christi, euch zu strken und zu ermahnen in eurem Glauben,
1Th 3:3 dass nicht jemand weich wrde in diesen Trbsalen. Denn ihr wisset, dass wir dazu gesetzt sind;
1Th 3:4 und da wir bei euch waren, sagten wir's euch zuvor, wir wrden Trbsale haben mssen; wie denn auch geschehen ist und ihr wisset.
1Th 3:5 Darum habe ich's auch nicht lnger ertragen und ausgesandt, dass ich erfhre euren Glauben, auf dass nicht euch vielleicht versucht htte der Versucher und unsre Arbeit vergeblich wrde.
1Th 3:6 Nun aber, da Timotheus zu uns von euch gekommen ist und uns verkndigt hat euren Glauben und eure Liebe, und dass ihr unser gedenket allezeit zum besten und euch verlangt, uns zu sehen, wie denn auch uns nach euch,
1Th 3:7 da sind wir, liebe Brder, getrstet worden an euch in aller unsrer Trbsal und Not durch euren Glauben;
1Th 3:8 denn nun sind wir lebendig, wenn ihr stehet im Herrn.
1Th 3:9 Denn was fr einen Dank knnen wir Gott vergelten um euch fr alle diese Freude, die wir haben von euch vor unsrem Gott?
1Th 3:10 Wir bitten Tag und Nacht gar sehr, dass wir sehen mgen euer Angesicht und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben.
1Th 3:11 Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke unsren Weg zu euch.
1Th 3:12 Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vllig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wir sind gegen euch),
1Th 3:13 dass eure Herzen gestrkt werden und unstrflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unsrem Vater auf die Zukunft unsres Herrn Jesu Christi samt allen seinen Heiligen.
1Th 4:1 Weiter, liebe Brder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesus (nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr solltet wandeln und Gott gefallen), dass ihr immer vlliger werdet.
1Th 4:2 Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus.
1Th 4:3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, und dass ihr meidet die Hurerei
1Th 4:4 und ein jeglicher unter euch wisse sein Gef zu behalten in Heiligung und Ehren.
1Th 4:5 nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen;
1Th 4:6 und dass niemand zu weit greife und bervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Rcher ber das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeugt haben.
1Th 4:7 Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung.
1Th 4:8 Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist gegeben hat in euch.
1Th 4:9 Von der brderlichen Liebe aber ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben.
1Th 4:10 Und das tut ihr auch an allen Brdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, liebe Brder, dass ihr noch vlliger werdet
1Th 4:11 und ringet darnach, dass ihr stille seid und das Eure schaffet und arbeitet mit euren eigenen Hnden, wie wir euch geboten haben,
1Th 4:12 auf dass ihr ehrbar wandelt gegen die, die drauen sind, und ihrer keines bedrfet.
1Th 4:13 Wir wollen euch aber, liebe Brder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf dass ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
1Th 4:14 Denn so wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm fhren.
1Th 4:15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und brig bleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen.
1Th 4:16 denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst.
1Th 4:17 Darnach wir, die wir leben und brig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerckt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit.
1Th 4:18 So trstet euch nun mit diesen Worten untereinander.
1Th 5:1 Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brder, ist nicht not euch zu schreiben;
1Th 5:2 denn ihr selbst wisset gewiss, dass der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht.
1Th 5:3 Denn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell berfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen.
1Th 5:4 Ihr aber, liebe Brder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife.
1Th 5:5 Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis.
1Th 5:6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nchtern sein.
1Th 5:7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken;
1Th 5:8 wir aber, die wir des Tages sind, sollen nchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit.
1Th 5:9 Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsren Herrn Jesus Christus,
1Th 5:10 der fr uns alle gestorben ist, auf dass, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen.
1Th 5:11 Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut.
1Th 5:12 Wir bitten aber euch, liebe Brder, dass ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch vermahnen;
1Th 5:13 habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit ihnen.
1Th 5:14 Wir ermahnen aber euch, liebe Brder, vermahnet die Ungezogenen, trstet die Kleinmtigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.
1Th 5:15 Sehet zu, dass keiner Bses mit Bsem jemand vergelte; sondern allezeit jaget dem Guten nach, untereinander und gegen jedermann.
1Th 5:16 Seid allezeit frhlich,
1Th 5:17 betet ohne Unterlass,
1Th 5:18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch.
1Th 5:19 Den Geist dmpfet nicht,
1Th 5:20 die Weissagung verachtet nicht;
1Th 5:21 prfet aber alles, und das Gute behaltet.
1Th 5:22 Meidet allen bsen Schein.
1Th 5:23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib msse bewahrt werden unstrflich auf die Zukunft unsres Herrn Jesu Christi.
1Th 5:24 Getreu ist er, der euch ruft; er wird's auch tun.
1Th 5:25 Liebe Brder, betet fr uns.
1Th 5:26 Gret alle Brder mit dem heiligen Kuss.
1Th 5:27 Ich beschwre euch bei dem Herrn, dass ihr diesen Brief lesen lasset vor allen heiligen Brdern.
1Th 5:28 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch! Amen.
2Th 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus:
2Th 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
2Th 1:3 Wir sollen Gott danken allezeit um euch, liebe Brder, wie es billig ist; denn euer Glauben wchst sehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegeneinander,
2Th 1:4 also dass wir uns euer rhmen unter den Gemeinden Gottes ber eure Geduld und euren Glauben in allen Verfolgungen und Trbsalen, die ihr duldet;
2Th 1:5 welches anzeigt, dass Gott recht richten wird und ihr wrdig werdet zum Reich Gottes, fr das ihr auch leidet;
2Th 1:6 nach dem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trbsal denen, die euch Trbsal antun,
2Th 1:7 euch aber, die ihr Trbsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft
2Th 1:8 und mit Feuerflammen, Rache zu geben ber die, so Gott nicht erkennen, und ber die so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsres Herrn Jesu Christi,
2Th 1:9 welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesichte des Herrn und von seiner herrlichen Macht,
2Th 1:10 wenn er kommen wird, dass er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und wunderbar mit allen Glubigen; denn unser Zeugnis an euch von diesem Tage habt ihr geglaubt.
2Th 1:11 Und derhalben beten wir auch allezeit fr euch, dass unser Gott euch wrdig mache zur Berufung und erflle alles Wohlgefallen der Gte und das Werk des Glaubens in der Kraft,
2Th 1:12 auf dass an euch gepriesen werde der Namen unsres Herrn Jesu Christi und ihr an ihm, nach der Gnade unsres Gottes und des Herrn Jesu Christi.
2Th 2:1 Aber der Zukunft halben unsres Herrn Jesu Christi und unsrer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brder,
2Th 2:2 dass ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns gesandt, dass der Tag Christi vorhanden sei.
2Th 2:3 Lasset euch niemand verfhren in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Snde, das Kind des Verderbens,
2Th 2:4 der da ist der Widersacher und sich berhebt ber alles, was Gott oder Gottesdienst heit, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.
2Th 2:5 Gedenket ihr nicht daran, dass ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war?
2Th 2:6 Und was es noch aufhlt, wisset ihr, dass er offenbart werde zu seiner Zeit.
2Th 2:7 Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur dass, der es jetzt aufhlt, muss hinweggetan werden;
2Th 2:8 und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
2Th 2:9 ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lgenhaftigen Krften und Zeichen und Wundern
2Th 2:10 und mit allerlei Verfhrung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafr dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf dass sie selig wrden.
2Th 2:11 Darum wird ihnen Gott krftige Irrtmer senden, dass sie glauben der Lge,
2Th 2:12 auf dass gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.
2Th 2:13 Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, von dem Herrn geliebte Brder, dass euch Gott erwhlt hat von Anfang zur Seligkeit, in der Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit,
2Th 2:14 darein er euch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsres Herrn Jesu Christi.
2Th 2:15 So stehet nun, liebe Brder, und haltet an den Satzungen, in denen ihr gelehrt seid, es sei durch unser Wort oder Brief.
2Th 2:16 Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns hat geliebt und uns gegeben einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade,
2Th 2:17 der ermahne eure Herzen und strke euch in allerlei Lehre und gutem Werk.
2Th 3:1 Weiter, liebe Brder, betet fr uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch,
2Th 3:2 und dass wir erlst werden von den unverstndigen und argen Menschen. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding.
2Th 3:3 Aber der Herr ist treu; der wird euch strken und bewahren vor dem Argen.
2Th 3:4 Wir versehen uns aber zu euch in dem Herrn, dass ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten.
2Th 3:5 Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi.
2Th 3:6 Wir gebieten euch aber, liebe Brder, in dem Namen unsres Herrn Jesu Christi, dass ihr euch entzieht von jedem Bruder, der da unordentlich wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat.
2Th 3:7 Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nachfolgen. Denn wir sind nicht unordentlich unter euch gewesen,
2Th 3:8 haben auch nicht umsonst das Brot genommen von jemand; sondern mit Arbeit und Mhe Tag und Nacht haben wir gewirkt, dass wir nicht jemand unter euch beschwerlich wren.
2Th 3:9 Nicht darum, dass wir es nicht Macht haben, sondern dass wir uns selbst zum Vorbilde euch gben, uns nachzufolgen.
2Th 3:10 Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, dass, so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen.
2Th 3:11 Denn wir hren, dass etliche unter euch wandeln unordentlich und arbeiten nichts, sondern treiben Vorwitz.
2Th 3:12 Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie durch unsren Herrn Jesus Christus, dass sie mit stillem Wesen arbeiten und ihr eigen Brot essen.
2Th 3:13 Ihr aber, liebe Brder, werdet nicht verdrossen Gutes zu tun.
2Th 3:14 So aber jemand nicht gehorsam ist unsrem Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf dass er schamrot werde;
2Th 3:15 doch haltet ihn nicht als einen Feind, sondern vermahnet ihn als einen Bruder.
2Th 3:16 Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise. Der Herr sei mit euch allen!
2Th 3:17 Der Gru mit meiner, des Paulus, Hand. Das ist das Zeichen in allen Briefen; also schreibe ich.
2Th 3:18 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.
1Ti 1:1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unsres Heilandes, und des Herrn Jesu Christi, der unsre Hoffnung ist,
1Ti 1:2 dem Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unsrem Vater, und unsrem Herrn Jesus Christus!
1Ti 1:3 Wie ich dich ermahnt habe, dass du zu Ephesus bliebest, da ich nach Mazedonien zog, und gebtest etlichen, dass sie nicht anders lehrten,
1Ti 1:4 und nicht acht htten auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und Fragen aufbringen mehr denn Besserung zu Gott im Glauben;
1Ti 1:5 denn die Hauptsumme des Gebotes ist Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefrbtem Glauben;
1Ti 1:6 wovon etliche sind abgeirrt und haben sich umgewandt zu unntzem Geschwtz,
1Ti 1:7 wollen der Schrift Meister sein, und verstehen nicht, was sie sagen oder was sie setzen.
1Ti 1:8 Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, so es jemand recht braucht
1Ti 1:9 und wei solches, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sndern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermrdern und Muttermrdern, den Totschlgern
1Ti 1:10 den Hurern, den Knabenschndern, den Menschendieben, den Lgnern, den Meineidigen und so etwas mehr der heilsamen Lehre zuwider ist,
1Ti 1:11 nach dem herrlichen Evangelium des seligen Gottes, welches mir anvertrauet ist.
1Ti 1:12 Ich danke unsrem Herr Christus Jesus, der mich stark gemacht und treu geachtet hat und gesetzt in das Amt,
1Ti 1:13 der ich zuvor war ein Lsterer und ein Verfolger und ein Schmher; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan im Unglauben.
1Ti 1:14 Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist.
1Ti 1:15 Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort, dass Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Snder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin.
1Ti 1:16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf dass an mir vornehmlich Jesus Christus erzeigte alle Geduld, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben.
1Ti 1:17 Aber Gott, dem ewigen Knig, dem Unvergnglichen und Unsichtbaren und allein Weisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
1Ti 1:18 Dies Gebot befehle ich dir, mein Sohn Timotheus, nach den vorherigen Weissagungen ber dich, dass du in ihnen eine gute Ritterschaft best
1Ti 1:19 und habest den Glauben und gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoen und am Glauben Schiffbruch erlitten haben;
1Ti 1:20 unter welchen ist Hymenus und Alexander, welche ich habe dem Satan bergeben, dass sie gezchtigt werden, nicht mehr zu lstern.
1Ti 2:1 So ermahne ich euch nun, dass man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Frbitte und Danksagung fr alle Menschen,
1Ti 2:2 fr die Knige und alle Obrigkeit, auf dass wir ein ruhiges und stilles Leben fhren mgen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
1Ti 2:3 Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unsrem Heiland,
1Ti 2:4 welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
1Ti 2:5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nmlich der Mensch Christus Jesus,
1Ti 2:6 der sich selbst gegeben hat fr alle zur Erlsung, dass solches zu seiner Zeit gepredigt wrde;
1Ti 2:7 dazu ich gesetzt bin als Prediger und Apostel (ich sage die Wahrheit in Christo und lge nicht), als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
1Ti 2:8 So will ich nun, dass die Mnner beten an allen Orten und aufheben heilige Hnde ohne Zorn und Zweifel.
1Ti 2:9 Desgleichen dass die Weiber in zierlichem Kleide mit Scham und Zucht sich schmcken, nicht mit Zpfen oder Gold oder Perlen oder kstlichem Gewand,
1Ti 2:10 sondern, wie sich's ziemt den Weibern, die da Gottseligkeit beweisen wollen, durch gute Werke.
1Ti 2:11 Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertnigkeit.
1Ti 2:12 Einem Weibe aber gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei.
1Ti 2:13 Denn Adam ist am ersten gemacht, darnach Eva.
1Ti 2:14 Und Adam ward nicht verfhrt; das Weib aber ward verfhrt und hat die bertretung eingefhrt.
1Ti 2:15 Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.
1Ti 3:1 Das ist gewisslich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein kstlich Werk.
1Ti 3:2 Es soll aber ein Bischof unstrflich sein, eines Weibes Mann, nchtern, mig, sittig, gastfrei, lehrhaft,
1Ti 3:3 nicht ein Weinsufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht znkisch, nicht geizig,
1Ti 3:4 der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit,
1Ti 3:5 (so aber jemand seinem eigenen Hause nicht wei vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?);
1Ti 3:6 Nicht ein Neuling, auf dass er sich nicht aufblase und ins Urteil des Lsterers falle.
1Ti 3:7 Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die drauen sind, auf dass er nicht falle dem Lsterer in Schmach und Strick.
1Ti 3:8 Desgleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizngig, nicht Weinsufer, nicht unehrliche Hantierungen treiben;
1Ti 3:9 die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben.
1Ti 3:10 Und diese lasse man zuvor versuchen; darnach lasse man sie dienen, wenn sie unstrflich sind.
1Ti 3:11 Desgleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lsterinnen, nchtern, treu in allen Dingen.
1Ti 3:12 Die Diener lass einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Husern.
1Ti 3:13 Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine groe Freudigkeit im Glauben an Christum Jesum.
1Ti 3:14 Solches schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen;
1Ti 3:15 so ich aber verzge, dass du wissest, wie du wandeln sollst in dem Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.
1Ti 3:16 Und kndlich<RF>bedeutet: anerkannt<Rf> gro ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1Ti 4:1 Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verfhrerischen Geistern und Lehren der Teufel
1Ti 4:2 durch die, so in Gleisnerei<RF>bedeutet: Heuchelei mit glnzendem (gleiendem) Schein<Rf> Lgen reden und Brandmal<RF>bedeutet: keine Empfindung mehr haben<Rf> in ihrem Gewissen haben,
1Ti 4:3 die da gebieten, nicht ehelich zu werden und zu meiden die Speisen, die Gott geschaffen hat zu nehmen mit Danksagung, den Glubigen und denen, die die Wahrheit erkennen.
1Ti 4:4 Denn alle Kreatur Gottes ist gut, und nichts ist verwerflich, das mit Danksagung empfangen wird;
1Ti 4:5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.
1Ti 4:6 Wenn du den Brdern solches vorhltst, so wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, auferzogen in den Worten des Glaubens und der guten Lehre, bei welcher du immerdar gewesen bist.
1Ti 4:7 Aber der ungeistlichen Altweiberfabeln entschlage dich; be dich selbst aber in der Gottseligkeit.
1Ti 4:8 Denn die leibliche bung ist wenig ntz; aber die Gottseligkeit ist zu allen Dingen ntz und hat die Verheiung dieses und des zuknftigen Lebens.
1Ti 4:9 Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort.
1Ti 4:10 Denn dahin arbeiten wir auch und werden geschmht, dass wir auf den lebendigen Gott gehofft haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, sonderlich der Glubigen.
1Ti 4:11 Solches gebiete und lehre.
1Ti 4:12 Niemand verachte deine Jugend; sondern sei ein Vorbild den Glubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.
1Ti 4:13 Halte an mit Lesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme.
1Ti 4:14 Lass nicht aus der Acht die Gabe, die dir gegeben ist durch die Weissagung mit Handauflegung der ltesten.
1Ti 4:15 Dessen warte, gehe damit um, auf dass dein Zunehmen in allen Dingen offenbar sei.
1Ti 4:16 Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stcken. Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen und die dich hren.
1Ti 5:1 Einen Alten schilt nicht, sondern ermahne ihn als einen Vater, die Jungen als Brder,
1Ti 5:2 Die alten Weiber als Mtter, die jungen als Schwestern mit aller Keuschheit.
1Ti 5:3 Ehre die Witwen, welche rechte Witwen sind.
1Ti 5:4 So aber eine Witwe Enkel oder Kinder hat, solche lass zuvor lernen, ihre eigenen Huser gttlich regieren und den Eltern Gleiches vergelten; denn das ist wohl getan und angenehm vor Gott.
1Ti 5:5 Das ist aber die rechte Witwe, die einsam ist, die ihre Hoffnung auf Gott stellt und bleibt am Gebet und Flehen Tag und Nacht.
1Ti 5:6 Welche aber in Wollsten lebt, die ist lebendig tot.
1Ti 5:7 Solches gebiete, auf dass sie untadelig seien.
1Ti 5:8 So aber jemand die Seinen, sonderlich seine Hausgenossen, nicht versorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist rger denn ein Heide.
1Ti 5:9 Lass keine Witwe erwhlt werden unter sechzig Jahren, und die da gewesen sei eines Mannes Weib,
1Ti 5:10 und die ein Zeugnis habe guter Werke: so sie Kinder aufgezogen hat, so sie gastfrei gewesen ist, so sie der Heiligen Fe gewaschen hat, so sie den Trbseligen Handreichung getan hat, so sie allem guten Werk nachgekommen ist.
1Ti 5:11 Der jungen Witwen aber entschlage dich; denn wenn sie geil geworden sind wider Christum, so wollen sie freien
1Ti 5:12 und haben ihr Urteil, dass sie den ersten Glauben gebrochen haben.
1Ti 5:13 Daneben sind sie faul und lernen umlaufen durch die Huser; nicht allein aber sind sie faul, sondern auch geschwtzig und vorwitzig und reden, was nicht sein soll.
1Ti 5:14 So will ich nun, dass die jungen Witwen freien, Kinder zeugen, haushalten, dem Widersacher keine Ursache geben zu schelten.
1Ti 5:15 Denn es sind schon etliche umgewandt dem Satan nach.
1Ti 5:16 So aber ein Glubiger oder Glubige Witwen hat, der versorge sie und lasse die Gemeinde nicht beschwert werden, auf dass die, so rechte Witwen sind, mgen genug haben.
1Ti 5:17 Die ltesten, die wohl vorstehen, die halte man zweifacher Ehre wert, sonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre.
1Ti 5:18 Denn es spricht die Schrift: Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da drischt; und Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.
1Ti 5:19 Wider einen ltesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen.
1Ti 5:20 Die da sndigen, die strafe vor allen, auf dass sich auch die andern frchten.
1Ti 5:21 Ich bezeuge vor Gott und dem Herrn Jesus Christus und den auserwhlten Engeln, dass du solches haltest ohne eigenes Gutdnken und nichts tust nach Gunst.
1Ti 5:22 Die Hnde lege niemand zu bald auf, mache dich auch nicht teilhaftig fremder Snden. Halte dich selber keusch.
1Ti 5:23 Trinke nicht mehr Wasser, sondern auch ein wenig Wein um deines Magens willen und weil du oft krank bist.
1Ti 5:24 Etlicher Menschen Snden sind offenbar, dass man sie zuvor richten kann; bei etlichen aber werden sie hernach offenbar.
1Ti 5:25 Desgleichen auch etlicher gute Werke sind zuvor offenbar, und die andern bleiben auch nicht verborgen.
1Ti 6:1 Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, auf dass nicht der Name Gottes und die Lehre verlstert werde.
1Ti 6:2 Welche aber glubige Herren haben, sollen sie nicht verachten, weil sie Brder sind, sondern sollen viel mehr dienstbar sein, dieweil sie glubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne.
1Ti 6:3 So jemand anders lehrt und bleibt nicht bei den heilsamen Worten unsres Herrn Jesu Christi und bei der Lehre, die gem ist der Gottseligkeit,
1Ti 6:4 der ist aufgeblasen und wei nichts, sondern hat die Seuche der Fragen und Wortkriege, aus welchen entspringt Neid, Hader, Lsterung, bser Argwohn.
1Ti 6:5 Schulgeznke solcher Menschen, die zerrttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen!
1Ti 6:6 Es ist aber ein groer Gewinn, wer gottselig ist und lsset sich gengen.
1Ti 6:7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinausbringen.
1Ti 6:8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns gengen.
1Ti 6:9 Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel trichte und schdliche Lste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis.
1Ti 6:10 Denn Geiz ist eine Wurzel alles bels; das hat etliche gelstet und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen.
1Ti 6:11 Aber du, Gottesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut;
1Ti 6:12 kmpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen.
1Ti 6:13 Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat ein gutes Bekenntnis,
1Ti 6:14 dass du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsres Herrn Jesu Christi,
1Ti 6:15 welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der Knig aller Knige und Herr aller Herren,
1Ti 6:16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen.
1Ti 6:17 Den Reichen von dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dargibt reichlich, allerlei zu genieen;
1Ti 6:18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gern geben, behilflich seien,
1Ti 6:19 Schtze sammeln, sich selbst einen guten Grund aufs Zuknftige, dass sie ergreifen das wahre Leben.
1Ti 6:20 O Timotheus! bewahre, was dir vertraut ist, und meide die ungeistlichen, losen Geschwtze und das Geznke der falsch berhmten Kunst,
1Ti 6:21 welche etliche vorgeben und gehen vom Glauben irre. Die Gnade sei mit dir! Amen.
2Ti 1:1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der Verheiung des Lebens in Christo Jesu,
2Ti 1:2 meinem lieben Sohn Timotheus: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unsrem Herrn!
2Ti 1:3 Ich danke Gott, dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen, dass ich ohne Unterlass dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht;
2Ti 1:4 und mich verlangt, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Trnen, auf dass ich mit Freude erfllt wrde;
2Ti 1:5 und wenn ich mich erinnere des ungefrbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnt hat in deiner Gromutter Lois und deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiss, auch in dir.
2Ti 1:6 Um solcher Ursache willen erinnere ich dich, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hnde.
2Ti 1:7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.
2Ti 1:8 Darum so schme dich nicht des Zeugnisses unsres Herrn noch meiner, der ich sein Gebundener bin, sondern leide mit fr das Evangelium wie ich, nach der Kraft Gottes,
2Ti 1:9 der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsren Werken, sondern nach dem Vorsatz und der Gnade, die uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt,
2Ti 1:10 jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsres Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unvergnglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium,
2Ti 1:11 fr welches ich gesetzt bin als Prediger und Apostel der Heiden.
2Ti 1:12 Um dieser Ursache willen leide ich auch solches; aber ich schme mich dessen nicht; denn ich wei, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir beigelegt ist, bis an jenen Tag.
2Ti 1:13 Halte an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehrt hast, im Glauben und in der Liebe in Christo Jesu.
2Ti 1:14 Dies beigelegte Gut bewahre durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.
2Ti 1:15 Das weit du, dass sich von mir gewandt haben alle, die in Asien sind, unter welchen ist Phygellus und Hermogenes.
2Ti 1:16 Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause Onesiphorus; denn er hat mich oft erquickt und hat sich meiner Kette nicht geschmt,
2Ti 1:17 sondern da er zu Rom war, suchte er mich aufs fleiigste und fand mich.
2Ti 1:18 Der Herr gebe ihm, dass er finde Barmherzigkeit bei dem Herrn an jenem Tage. Und wieviel er zu Ephesus gedient hat, weit du am besten.
2Ti 2:1 So sei nun stark, mein Sohn, durch die Gnade in Christo Jesu.
2Ti 2:2 Und was du von mir gehrt hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen, die da tchtig sind, auch andere zu lehren.
2Ti 2:3 Leide mit als ein guter Streiter Jesu Christi.
2Ti 2:4 Kein Kriegsmann flicht sich in Hndel der Nahrung, auf dass er gefalle dem, der ihn angenommen hat.
2Ti 2:5 Und so jemand auch kmpft, wird er doch nicht gekrnt, er kmpfe denn recht.
2Ti 2:6 Es soll aber der Ackermann, der den Acker baut, die Frchte am ersten genieen. Merke, was ich sage!
2Ti 2:7 Der Herr aber wird dir in allen Dingen Verstand geben.
2Ti 2:8 Halt im Gedchtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium,
2Ti 2:9 fr welches ich leide bis zu den Banden wie ein beltter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden.
2Ti 2:10 Darum erdulde ich alles um der Auserwhlten willen, auf dass auch sie die Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit.
2Ti 2:11 Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben;
2Ti 2:12 dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen;
2Ti 2:13 glauben wir nicht, so bleibt er treu; er kann sich selbst nicht verleugnen.
2Ti 2:14 Solches erinnere sie und bezeuge vor dem Herrn, dass sie nicht um Worte zanken, welches nichts ntze ist denn zu verkehren, die da zuhren.
2Ti 2:15 Befleiige dich, Gott dich zu erzeigen als einen rechtschaffenen und unstrflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit.
2Ti 2:16 Des ungeistlichen, losen Geschwtzes entschlage dich; denn es hilft viel zum ungttlichen Wesen,
2Ti 2:17 und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs; unter welchen ist Hymenus und Philetus,
2Ti 2:18 welche von der Wahrheit irregegangen sind und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und haben etlicher Glauben verkehrt.
2Ti 2:19 Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die seinen; und: Es trete ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennt.
2Ti 2:20 In einem groen Hause aber sind nicht allein goldene und silberne Gefe, sondern auch hlzerne und irdene, und etliche zu Ehren, etliche aber zu Unehren.
2Ti 2:21 So nun jemand sich reinigt von solchen Leuten, der wird ein geheiligtes Gef sein zu Ehren, dem Hausherrn bruchlich und zu allem guten Werk bereitet.
2Ti 2:22 Fliehe die Lste der Jugend; jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen von reinem Herzen.
2Ti 2:23 Aber der trichten und unntzen Fragen entschlage dich; denn du weit, dass sie nur Zank gebren.
2Ti 2:24 Ein Knecht aber des Herrn soll nicht znkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bsen tragen kann
2Ti 2:25 und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Bue gebe, die Wahrheit zu erkennen,
2Ti 2:26 und sie wieder nchtern wrden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.
2Ti 3:1 Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.
2Ti 3:2 Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffrtig, Lsterer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich,
2Ti 3:3 lieblos, unvershnlich, Verleumder, unkeusch, wild, ungtig,
2Ti 3:4 Verrter, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott,
2Ti 3:5 die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide.
2Ti 3:6 Aus denselben sind, die hin und her in die Huser schleichen und fhren die Weiblein gefangen, die mit Snden beladen sind und von mancherlei Lsten umgetrieben,
2Ti 3:7 lernen immerdar, und knnen nimmer zur Erkenntnis kommen.
2Ti 3:8 Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen von zerrtteten Sinnen, untchtig zum Glauben.
2Ti 3:9 Aber sie werden's in die Lnge nicht treiben; denn ihre Torheit wird offenbar werden jedermann, gleichwie auch jener Torheit offenbar ward.
2Ti 3:10 Du aber bist nachgefolgt meiner Lehre, meiner Weise, meiner Meinung, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meiner Geduld,
2Ti 3:11 meinen Verfolgungen, meinen Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, zu Ikonien, zu Lystra. Welche Verfolgungen ich da ertrug! Und aus allen hat mich der Herr erlst.
2Ti 3:12 Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, mssen Verfolgung leiden.
2Ti 3:13 Mit den bsen Menschen aber und verfhrerischen wird's je lnger, je rger: sie verfhren und werden verfhrt.
2Ti 3:14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und dir vertrauet ist, sintemal du weit, von wem du gelernt hast.
2Ti 3:15 Und weil du von Kind auf die heilige Schrift weit, kann dich dieselbe unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum.
2Ti 3:16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist ntze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Zchtigung in der Gerechtigkeit,
2Ti 3:17 dass ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.
2Ti 4:1 So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herrn Jesus Christus, der da zuknftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich:
2Ti 4:2 Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.
2Ti 4:3 Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken,
2Ti 4:4 und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu Fabeln kehren.
2Ti 4:5 Du aber sei nchtern allenthalben, sei willig, zu leiden, tue das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus.
2Ti 4:6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden.
2Ti 4:7 Ich habe einen guten Kampf gekmpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten;
2Ti 4:8 hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.
2Ti 4:9 Befleiige dich, dass du bald zu mir kommst.
2Ti 4:10 Denn Demas hat mich verlassen und hat diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
2Ti 4:11 Lukas allein ist bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir ntzlich zum Dienst.
2Ti 4:12 Tychikus habe ich gen Ephesus gesandt.
2Ti 4:13 Den Mantel, den ich zu Troas lie bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bcher, sonderlich die Pergamente.
2Ti 4:14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Bses bewiesen; der Herr bezahle ihm nach seinen Werken.
2Ti 4:15 Vor dem hte du dich auch; denn er hat unsren Worten sehr widerstanden.
2Ti 4:16 In meiner ersten Verantwortung stand mir niemand bei, sondern sie verlieen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet.
2Ti 4:17 Der Herr aber stand mir bei und strkte mich, auf dass durch mich die Predigt besttigt wrde und alle Heiden sie hrten; und ich ward erlst von des Lwen Rachen.
2Ti 4:18 Der Herr aber wird mich erlsen von allem bel und mir aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
2Ti 4:19 Gre Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus.
2Ti 4:20 Erastus blieb zu Korinth; Trophimus aber lie ich zu Milet krank.
2Ti 4:21 Tue Flei, dass du vor dem Winter kommst. Es grt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brder.
2Ti 4:22 Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geiste! Die Gnade sei mit euch! Amen.
Tit 1:1 Paulus, ein Knecht Gottes und ein Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserwhlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit zur Gottseligkeit,
Tit 1:2 auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheien hat, der nicht lgt, Gott, vor den Zeiten der Welt,
Tit 1:3 aber zu seiner Zeit hat er offenbart sein Wort durch die Predigt, die mir vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsres Heilandes,
Tit 1:4 dem Titus, meinem rechtschaffenen Sohn nach unser beider Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, unsrem Heiland!
Tit 1:5 Derhalben lie ich dich in Kreta, dass du solltest vollends ausrichten, was ich gelassen habe, und besetzen die Stdte hin und her mit ltesten, wie ich dir befohlen haben;
Tit 1:6 wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der glubige Kinder habe, nicht berchtigt, dass sie Schwelger und ungehorsam sind.
Tit 1:7 Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben;
Tit 1:8 sondern gastfrei, gtig, zchtig, gerecht, heilig, keusch,
Tit 1:9 und haltend ob dem Wort, das gewiss ist, und lehrhaft, auf dass er mchtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher.
Tit 1:10 Denn es sind viel freche und unntze Schwtzer und Verfhrer, sonderlich die aus den Juden,
Tit 1:11 welchen man muss das Maul stopfen, die da ganze Huser verkehren und lehren, was nicht taugt, um schndlichen Gewinns willen.
Tit 1:12 Es hat einer aus ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: Die Kreter sind immer Lgner, bse Tiere und faule Buche.
Tit 1:13 Dies Zeugnis ist wahr. Um der Sache willen strafe sie scharf, auf dass sie gesund seien im Glauben
Tit 1:14 und nicht achten auf die jdischen Fabeln und Gebote von Menschen, welche sich von der Wahrheit abwenden.
Tit 1:15 Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Unglubigen ist nichts rein, sondern unrein ist ihr Sinn sowohl als ihr Gewissen.
Tit 1:16 Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie es sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht und sind zu allem guten Werk untchtig.
Tit 2:1 Du aber rede, wie sich's ziemt nach der heilsamen Lehre:
Tit 2:2 den Alten sage, dass sie nchtern seien, ehrbar, zchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld;
Tit 2:3 den alten Weibern desgleichen, dass sie sich halten wie den Heiligen ziemt, nicht Lsterinnen seien, nicht Weinsuferinnen, gute Lehrerinnen;
Tit 2:4 dass sie die jungen Weiber lehren zchtig sein, ihre Mnner lieben, Kinder lieben,
Tit 2:5 sittig sein, keusch, huslich, gtig, ihren Mnnern untertan, auf dass nicht das Wort Gottes verlstert werde.
Tit 2:6 Desgleichen die jungen Mnner ermahne, dass sie zchtig seien.
Tit 2:7 Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke, mit unverflschter Lehre, mit Ehrbarkeit,
Tit 2:8 mit heilsamem und untadeligem Wort, auf dass der Widersacher sich schme und nichts habe, dass er von uns mge Bses sagen.
Tit 2:9 Den Knechten sage, dass sie ihren Herren untertnig seien, in allen Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen,
Tit 2:10 nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf dass sie die Lehre Gottes, unsres Heilandes, zieren in allen Stcken.
Tit 2:11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen
Tit 2:12 und zchtigt uns, dass wir sollen verleugnen das ungttliche Wesen und die weltlichen Lste, und zchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt
Tit 2:13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des groen Gottes und unsres Heilandes, Jesu Christi,
Tit 2:14 der sich selbst fr uns gegeben hat, auf dass er uns erlste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleiig wre zu guten Werken.
Tit 2:15 Solches rede und ermahne und strafe mit gutem Ernst. Lass dich niemand verachten.
Tit 3:1 Erinnere sie, dass sie den Frsten und der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit seien,
Tit 3:2 niemand lstern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmtigkeit beweisen gegen alle Menschen.
Tit 3:3 Denn wir waren weiland auch unweise, ungehorsam, verirrt, dienend den Begierden und mancherlei Wollsten, und wandelten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander.
Tit 3:4 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsres Heilandes,
Tit 3:5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,
Tit 3:6 welchen er ausgegossen hat ber uns reichlich durch Jesum Christum, unsren Heiland,
Tit 3:7 auf dass wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.
Tit 3:8 Das ist gewisslich wahr; solches will ich, dass du fest lehrest, auf dass die, so an Gott glubig geworden sind, in einem Stand guter Werke gefunden werden. Solches ist gut und ntze den Menschen.
Tit 3:9 Der trichten Fragen aber, der Geschlechtsregister, des Zankes und Streites ber das Gesetz entschlage dich; denn sie sind unntz und eitel.
Tit 3:10 Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und abermals ermahnt ist,
Tit 3:11 und wisse, dass ein solcher verkehrt ist und sndigt, als der sich selbst verurteilt hat.
Tit 3:12 Wenn ich zu dir senden werde Artemas oder Tychikus, so komm eilend zu mir gen Nikopolis; denn daselbst habe ich beschlossen den Winter zu bleiben.
Tit 3:13 Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos fertige ab mit Flei, auf dass ihnen nichts gebreche.
Tit 3:14 Lass aber auch die Unsren lernen, dass sie im Stand guter Werke sich finden lassen, wo man ihrer bedarf, auf dass sie nicht unfruchtbar seien.
Tit 3:15 Es gren dich alle, die mit mir sind. Gre alle, die uns lieben im Glauben. Die Gnade sei mit euch allen! Amen.
Phm 1:1 Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Lieben und unsrem Gehilfen,
Phm 1:2 und Appia, der Lieben, und Archippus, unsrem Streitgenossen, und der Gemeinde in deinem Hause:
Phm 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Phm 1:4 Ich danke meinem Gott und gedenke dein allezeit in meinem Gebet,
Phm 1:5 nachdem ich hre von der Liebe und dem Glauben, welche du hast an den Herrn Jesus und gegen alle Heiligen,
Phm 1:6 dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir krftig werde durch Erkenntnis alles des Guten, das ihr habt in Christo Jesu.
Phm 1:7 Wir haben aber groe Freude und Trost an deiner Liebe; denn die Herzen der Heiligen sind erquickt durch dich, lieber Bruder.
Phm 1:8 Darum, wiewohl ich habe groe Freudigkeit in Christo, dir zu gebieten, was dir ziemt,
Phm 1:9 so will ich doch um der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher bin, nmlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi.
Phm 1:10 So ermahne ich dich um meines Sohnes willen, Onesimus, den ich gezeugt habe in meinen Banden,
Phm 1:11 welcher weiland dir unntz, nun aber dir und mir wohl ntze ist; den habe ich wiedergesandt.
Phm 1:12 Du aber wollest ihn, das ist mein eigen Herz, annehmen.
Phm 1:13 Denn ich wollte ihn bei mir behalten, dass er mir an deiner Statt diente in den Banden des Evangeliums;
Phm 1:14 aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf dass dein Gutes nicht wre gentigt, sondern freiwillig.
Phm 1:15 Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir gekommen, dass du ihn ewig wieder httest,
Phm 1:16 nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, als einen lieben Bruder, sonderlich mir, wie viel mehr aber dir, beides, nach dem Fleisch und in dem Herrn.
Phm 1:17 So du nun mich hltst fr deinen Genossen, so wollest du ihn als mich selbst annehmen.
Phm 1:18 So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne mir zu.
Phm 1:19 Ich, Paulus, habe es geschrieben mit meiner Hand: Ich will's bezahlen. Ich schweige, dass du dich selbst mir schuldig bist.
Phm 1:20 Ja, lieber Bruder, gnne mir, dass ich mich an dir ergtze in dem Herrn; erquicke mein Herz in dem Herrn.
Phm 1:21 Ich habe aus Zuversicht deines Gehorsams dir geschrieben; und ich wei, du wirst mehr tun, denn ich sage.
Phm 1:22 Daneben bereite mir die Herberge; denn ich hoffe, dass ich durch euer Gebet euch geschenkt werde.
Phm 1:23 Es grt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christo Jesu,
Phm 1:24 Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Gehilfen.
Phm 1:25 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist! Amen.
Heb 1:1 Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherleiweise geredet hat zu den Vtern durch die Propheten,
Heb 1:2 hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben ber alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat;
Heb 1:3 welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trgt alle Dinge mit seinem krftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unsrer Snden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestt in der Hhe
Heb 1:4 und ist so viel besser geworden denn die Engel, so viel hher der Name ist, den er vor ihnen ererbt hat.
Heb 1:5 Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Du bist mein lieber Sohn, heute habe ich dich gezeugt? und abermals: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein?
Heb 1:6 Und abermals, da er einfhrt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.
Heb 1:7 Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen,
Heb 1:8 aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl whrt von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter.
Heb 1:9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem l der Freuden ber deine Genossen.
Heb 1:10 Und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrndet, und die Himmel sind deiner Hnde Werk.
Heb 1:11 Sie werden vergehen, du aber wirst bleiben. Und sie werden alle veralten wie ein Kleid;
Heb 1:12 und wie ein Gewand wirst du sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhren.
Heb 1:13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe?
Heb 1:14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?
Heb 2:1 Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir hren, damit wir nicht dahinfahren.
Heb 2:2 Denn so das Wort fest geworden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche bertretung und jeder Ungehorsam seinen rechten Lohn empfangen hat,
Heb 2:3 wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie zuerst gepredigt ist durch den Herrn, auf uns gekommen ist durch die, so es gehrt haben;
Heb 2:4 und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Krften und mit Austeilung des heiligen Geistes nach seinem Willen.
Heb 2:5 Denn er hat nicht den Engeln untergetan die zuknftige Welt, davon wir reden.
Heb 2:6 Es bezeugt aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, dass du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest?
Heb 2:7 Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen denn die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrnt und hast ihn gesetzt ber die Werke deiner Hnde;
Heb 2:8 alles hast du unter seine Fe getan. In dem, dass er ihm alles hat untergetan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles untertan sei.
Heb 2:9 Den aber, der eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel, Jesum, sehen wir durchs Leiden des Todes gekrnt mit Preis und Ehre, auf dass er von Gottes Gnaden fr alle den Tod schmeckte.
Heb 2:10 Denn es ziemte dem, um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit gefhrt, dass er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
Heb 2:11 Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schmt er sich auch nicht, sie Brder zu heien,
Heb 2:12 und spricht: Ich will verkndigen deinen Namen meinen Brdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.
Heb 2:13 Und abermals: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermals: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat.
Heb 2:14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaen teilhaftig geworden, auf dass er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel,
Heb 2:15 und erlste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mussten.
Heb 2:16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.
Heb 2:17 Daher musste er in allen Dingen seinen Brdern gleich werden, auf dass er barmherzig wrde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu vershnen die Snden des Volks.
Heb 2:18 Denn worin er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden.
Heb 3:1 Derhalben, ihr heiligen Brder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung, nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters, den wir bekennen, Christus Jesus,
Heb 3:2 der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in seinem ganzen Hause.
Heb 3:3 Dieser aber ist grerer Ehre wert denn Mose, soviel grere Ehre denn das Haus der hat, der es bereitete.
Heb 3:4 Denn ein jeglich Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet hat, das ist Gott.
Heb 3:5 Und Mose war zwar treu in seinem ganzen Hause als ein Knecht, zum Zeugnis des, das gesagt sollte werden,
Heb 3:6 Christus aber als ein Sohn ber sein Haus; des Haus sind wir, so wir anders das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest behalten.
Heb 3:7 Darum, wie der heilige Geist spricht: Heute, so ihr hren werdet seine Stimme,
Heb 3:8 so verstocket eure Herzen nicht, wie geschah in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wste,
Heb 3:9 da mich eure Vter versuchten; sie prften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.
Heb 3:10 Darum ward ich entrstet ber dies Geschlecht und sprach: Immerdar irren sie mit dem Herzen! Aber sie erkannten meine Wege nicht,
Heb 3:11 dass ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen.
Heb 3:12 Sehet zu, liebe Brder, dass nicht jemand unter euch ein arges, unglubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott;
Heb 3:13 sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es heute heit, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Snde.
Heb 3:14 Denn wir sind Christi teilhaftig geworden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten.
Heb 3:15 Indem gesagt wird: Heute, so ihr seine Stimme hren werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung geschah, 
Heb 3:16 welche denn hrten sie und richteten eine Verbitterung an? Waren's nicht alle, die von gypten ausgingen durch Mose?
Heb 3:17 ber welche aber ward er entrstet vierzig Jahre lang? Ist's nicht ber die, so da sndigten, deren Leiber in der Wste verfielen?
Heb 3:18 Welchen schwur er aber, dass sie nicht zur Ruhe kommen sollten, wenn nicht den Unglubigen?
Heb 3:19 Und wir sehen, dass sie nicht haben knnen hineinkommen um des Unglaubens willen.
Heb 4:1 So lasset uns nun frchten, dass wir die Verheiung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht versumen und unser keiner dahintenbleibe.
Heb 4:2 Denn es ist uns auch verkndigt gleichwie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nichts, da nicht glaubten die, so es hrten.
Heb 4:3 Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: dass ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen. Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt gemacht waren,
Heb 4:4 sprach er an einem Ort von dem siebenten Tag also: Und Gott ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken;
Heb 4:5 und hier an diesem Ort abermals: Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe.
Heb 4:6 Nachdem es nun noch vorhanden ist, dass etliche sollen zu ihr kommen, und die, denen es zuerst verkndigt ist, sind nicht dazu gekommen um des Unglaubens willen,
Heb 4:7 bestimmt er abermals einen Tag nach solcher langen Zeit und sagt durch David: Heute, wie gesagt ist, so ihr seine Stimme hren werdet, so verstocket eure Herzen nicht.
Heb 4:8 Denn so Josua htte sie zur Ruhe gebracht, wrde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben.
Heb 4:9 Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes.
Heb 4:10 Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen.
Heb 4:11 So lasset uns nun Flei tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf dass nicht jemand falle in dasselbe Beispiel des Unglaubens.
Heb 4:12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und krftig und schrfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
Heb 4:13 Und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar; es ist aber alles blo und entdeckt vor seinen Augen. Von dem reden wir.
Heb 4:14 Dieweil wir denn einen groen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis.
Heb 4:15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht knnte Mitleiden haben mit unsren Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Snde.
Heb 4:16 Darum lasst uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.
Heb 5:1 Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fr die Menschen gegen Gott, auf dass er opfere Gaben und Opfer fr die Snden;
Heb 5:2 der da knnte mitfhlen mit denen, die da unwissend sind und irren, dieweil er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit.
Heb 5:3 Darum muss er auch, gleichwie fr das Volk, also auch fr sich selbst opfern fr die Snden.
Heb 5:4 Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern er wird berufen von Gott gleichwie Aaron.
Heb 5:5 Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, dass er Hoherpriester wrde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein lieber Sohn, heute habe ich dich gezeuget.
Heb 5:6 Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Heb 5:7 Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Trnen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhrt, darum dass er Gott in Ehren hatte.
Heb 5:8 Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt Gehorsam gelernt.
Heb 5:9 Und da er vollendet war, ist er geworden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit,
Heb 5:10 genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.
Heb 5:11 Davon htten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstndig seid.
Heb 5:12 Und die ihr solltet lngst Meister sein, bedrft wiederum, dass man euch die ersten Buchstaben der gttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht starke Speise.
Heb 5:13 Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind.
Heb 5:14 Den Vollkommenen aber gehrt starke Speise, die durch Gewohnheit haben gebte Sinne zu unterscheiden Gutes und Bses.
Heb 6:1 Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christlichen Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermals Grund legen von Bue der toten Werke, vom Glauben an Gott,
Heb 6:2 von der Taufe, von der Lehre, vom Hndeauflegen, von der Toten Auferstehung und vom ewigen Gericht.
Heb 6:3 Und das wollen wir tun, so es Gott anders zulsst.
Heb 6:4 Denn es ist unmglich, die, so einmal erleuchtet sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind des heiligen Geistes
Heb 6:5 und geschmeckt haben das gtige Wort Gottes und die Krfte der zuknftigen Welt,
Heb 6:6 wo sie abfallen, wiederum zu erneuern zur Bue, als die sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und fr Spott halten.
Heb 6:7 Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft ber sie kommt, und ntzliches Kraut trgt denen, die sie bauen, empfngt Segen von Gott.
Heb 6:8 Welche aber Dornen und Disteln trgt, die ist untchtig und dem Fluch nahe, dass man sie zuletzt verbrennt.
Heb 6:9 Wir versehen uns aber, ihr Liebsten, eines Besseren zu euch und dass die Seligkeit nher sei, ob wir wohl also reden.
Heb 6:10 Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergesse eures Werks und der Arbeit der Liebe, die ihr erzeigt habt an seinem Namen, da ihr den Heiligen dientet und noch dienet.
Heb 6:11 Wir begehren aber, dass euer jeglicher denselben Flei beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende,
Heb 6:12 dass ihr nicht trge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld ererben die Verheiungen.
Heb 6:13 Denn als Gott Abraham verhie, da er bei keinem Greren zu schwren hatte, schwur er bei sich selbst
Heb 6:14 und sprach: Wahrlich, ich will dich segnen und vermehren.
Heb 6:15 Und also trug er Geduld und erlangte die Verheiung.
Heb 6:16 Die Menschen schwren ja bei einem Greren, denn sie sind; und der Eid macht ein Ende alles Haders, dabei es fest bleibt unter ihnen.
Heb 6:17 So hat Gott, da er wollte den Erben der Verheiung berschwenglich beweisen, dass sein Rat nicht wankte, einen Eid dazu getan,
Heb 6:18 auf dass wir durch zwei Stcke, die nicht wanken (denn es ist unmglich, dass Gott lge), einen starken Trost htten, die wir Zuflucht haben und halten an der angebotenen Hoffnung,
Heb 6:19 welche wir haben als einen sichern und festen Anker unsrer Seele, der auch hineingeht in das Inwendige des Vorhangs,
Heb 6:20 dahin der Vorlufer fr uns eingegangen, Jesus, ein Hoherpriester geworden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Heb 7:1 Dieser Melchisedek aber war ein Knig von Salem, ein Priester Gottes, des Allerhchsten, der Abraham entgegenging, da er von der Knige Schlacht wiederkam, und segnete ihn;
Heb 7:2 welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Gter. Aufs erste wird er verdolmetscht: ein Knig der Gerechtigkeit; darnach aber ist er auch ein Knig Salems, das ist: ein Knig des Friedens;
Heb 7:3 ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens:  er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit.
Heb 7:4 Schauet aber, wie gro ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten gibt von der eroberten Beute!
Heb 7:5 Zwar die Kinder Levi, die das Priestertum empfangen, haben ein Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist von ihren Brdern, zu nehmen nach dem Gesetz, wiewohl auch diese aus den Lenden Abrahams gekommen sind.
Heb 7:6 Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheiungen hatte.
Heb 7:7 Nun ist's ohne alles Widersprechen also, dass das Geringere von dem Besseren gesegnet wird;
Heb 7:8 und hier nehmen die Zehnten die sterbenden Menschen, aber dort einer, dem bezeugt wird, dass er lebe.
Heb 7:9 Und, dass ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham,
Heb 7:10 denn er war ja noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek entgegenging.
Heb 7:11 Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen (denn unter demselben hat das Volk das Gesetz empfangen), was ist denn weiter not zu sagen, dass ein anderer Priester aufkommen solle nach der Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons?
Heb 7:12 Denn wo das Priestertum verndert wird, da muss auch das Gesetz verndert werden.
Heb 7:13 Denn von dem solches gesagt ist, der ist von einem andern Geschlecht, aus welchem nie einer des Altars gewartet hat.
Heb 7:14 Denn es ist ja offenbar, dass von Juda aufgegangen ist unser Herr, zu welchem Geschlecht Mose nichts geredet hat vom Priestertum.
Heb 7:15 Und es ist noch viel klarer, so nach der Weise Melchisedeks ein andrer Priester aufkommt,
Heb 7:16 welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist, sondern nach der Kraft des unendlichen Lebens.
Heb 7:17 Denn er bezeugt: Du bist ein Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedeks.
Heb 7:18 Denn damit wird das vorige Gebot aufgehoben, darum dass es zu schwach und nicht ntze war
Heb 7:19 (denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen); und wird eingefhrt eine bessere Hoffnung, durch welche wir zu Gott nahen;
Heb 7:20 und dazu, was viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester geworden,
Heb 7:21 dieser aber mit dem Eid, durch den, der zu ihm spricht: Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Heb 7:22 Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus geworden.
Heb 7:23 Und jener sind viele, die Priester wurden, darum dass sie der Tod nicht bleiben lie;
Heb 7:24 dieser aber hat darum, dass er ewiglich bleibt, ein unvergngliches Priestertum.
Heb 7:25 Daher kann er auch selig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebt immerdar und bittet fr sie.
Heb 7:26 Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Snden abgesondert und hher, denn der Himmel ist;
Heb 7:27 dem nicht tglich not wre, wie jenen Hohenpriestern, zuerst fr eigene Snden Opfer zu tun, darnach fr des Volkes Snden; denn das hat er getan einmal, da er sich selbst opferte.
Heb 7:28 denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ward, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.
Heb 8:1 Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestt im Himmel
Heb 8:2 und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Htte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.
Heb 8:3 Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt, zu opfern Gaben und Opfer. Darum muss auch dieser etwas haben, das er opfere.
Heb 8:4 Wenn er nun auf Erden wre, so wre er nicht Priester, dieweil da Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern,
Heb 8:5 welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen; wie die gttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Htte vollenden: Schaue zu, sprach er, dass du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.
Heb 8:6 Nun aber hat er ein besseres Amt erlangt, als der eines besseren Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verheiungen steht.
Heb 8:7 Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen wre, wrde nicht Raum zu einem andern gesucht.
Heb 8:8 Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es kommen die Tage, spricht der Herr, dass ich ber das Haus Israel und ber das Haus Juda ein neues Testament machen will;
Heb 8:9 nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vtern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszufhren aus gyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament, so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der Herr.
Heb 8:10 Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben mein Gesetz in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
Heb 8:11 Und soll nicht lehren jemand seinen Nchsten noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! denn sie sollen mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Grten.
Heb 8:12 Denn ich will gndig sein ihrer Untugend und ihren Snden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.
Heb 8:13 Indem er sagt: Ein neues, macht er das erste alt. Was aber alt und berjahrt ist, das ist nahe bei seinem Ende.
Heb 9:1 Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und das uerliche Heiligtum.
Heb 9:2 Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Htte, darin der Leuchter war und der Tisch und die Schaubrote; und dies hie das Heilige.
Heb 9:3 Hinter dem andern Vorhang aber war die Htte, die da heit das Allerheiligste;
Heb 9:4 die hatte das goldene Ruchfass und die Lade des Testaments allenthalben mit Gold berzogen, in welcher war der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und die Rute Aarons, die gegrnt hatte, und die Tafeln des Testaments;
Heb 9:5 obendarber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die berschatteten den Gnadenstuhl; von welchen Dingen jetzt nicht zu sagen ist insonderheit.
Heb 9:6 Da nun solches also zugerichtet war, gingen die Priester allezeit in die vordere Htte und richteten aus den Gottesdienst.
Heb 9:7 In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er opferte fr seine und des Volkes Versehen.
Heb 9:8 Damit deutete der heilige Geist, dass noch nicht offenbart wre der Weg zum Heiligen, solange die vordere Htte stnde,
Heb 9:9 welche ist ein Gleichnis auf die gegenwrtige Zeit, nach welchem Gaben und Opfer geopfert werden, die nicht knnen vollkommen machen nach dem Gewissen den, der da Gottesdienst tut
Heb 9:10 allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und uerlicher Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt.
Heb 9:11 Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zuknftigen Gter, und ist durch eine grere und vollkommenere Htte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schpfung ist,
Heb 9:12 auch nicht der Bcke oder Klber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlsung erfunden.
Heb 9:13 Denn so der Ochsen und der Bcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit,
Heb 9:14 wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
Heb 9:15 Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf dass durch den Tod, so geschehen ist zur Erlsung von den bertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheiene ewige Erbe empfangen.
Heb 9:16 Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod geschehen des, der das Testament machte.
Heb 9:17 Denn ein Testament wird fest durch den Tod; es hat noch nicht Kraft, wenn der noch lebt, der es gemacht hat.
Heb 9:18 Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward.
Heb 9:19 Denn als Mose ausgeredet hatte von allen Geboten nach dem Gesetz zu allem Volk, nahm er Klber- und Bocksblut mit Wasser und Scharlachwolle und Isop und besprengte das Buch und alles Volk
Heb 9:20 und sprach: Das ist das Blut des Testaments, das Gott euch geboten hat.
Heb 9:21 Und die Htte und alles Gerte des Gottesdienstes besprengte er gleicherweise mit Blut.
Heb 9:22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz; und ohne Blutvergieen geschieht keine Vergebung.
Heb 9:23 So mussten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereinigt werden; aber sie selbst, die himmlischen, mssen bessere Opfer haben, denn jene waren.
Heb 9:24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Hnden gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes fr uns;
Heb 9:25 auch nicht, dass er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester geht alle Jahre in das Heilige mit fremden Blut;
Heb 9:26 sonst htte er oft mssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Snde aufzuheben.
Heb 9:27 Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht:
Heb 9:28 also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Snden; zum andernmal wird er ohne Snde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Heb 10:1 Denn das Gesetz hat den Schatten von den zuknftigen Gtern, nicht das Wesen der Gter selbst; alle Jahre muss man opfern immer einerlei Opfer, und es kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;
Heb 10:2 sonst htte das Opfern aufgehrt, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Gewissen mehr htten von den Snden, wenn sie einmal gereinigt wren;
Heb 10:3 sondern es geschieht dadurch nur ein Gedchtnis der Snden alle Jahre.
Heb 10:4 Denn es ist unmglich, durch Ochsen- und Bocksblut Snden wegzunehmen.
Heb 10:5 Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; den Leib aber hast du mir bereitet.
Heb 10:6 Brandopfer und Sndopfer gefallen dir nicht.
Heb 10:7 Da sprach ich: Siehe, ich komme (im Buch steht von mir geschrieben), dass ich tue, Gott, deinen Willen.
Heb 10:8 Nachdem er weiter oben gesagt hatte: Opfer und Gaben, Brandopfer und Sndopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht (welche nach dem Gesetz geopfert werden),
Heb 10:9 da sprach er: Siehe, ich komme, zu tun, Gott, deinen Willen. Da hebt er das erste auf, dass er das andere einsetze.
Heb 10:10 In diesem Willen sind wir geheiligt auf einmal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
Heb 10:11 Und ein jeglicher Priester ist eingesetzt, dass er tglich Gottesdienst pflege und oftmals einerlei Opfer tue, welche nimmermehr knnen die Snden abnehmen.
Heb 10:12 Dieser aber, da er hat ein Opfer fr die Snden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt nun zur Rechten Gottes
Heb 10:13 und wartet hinfort, bis dass seine Feinde zum Schemel seiner Fe gelegt werden.
Heb 10:14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet, die geheiligt werden.
Heb 10:15 Es bezeugt uns aber das auch der heilige Geist. Denn nachdem er zuvor gesagt hatte:
Heb 10:16 Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben,
Heb 10:17 und ihrer Snden und Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.
Heb 10:18 Wo aber derselben Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer fr die Snde.
Heb 10:19 So wir denn nun haben, liebe Brder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu,
Heb 10:20 welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch,
Heb 10:21 und haben einen Hohenpriester ber das Haus Gottes:
Heb 10:22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in vlligem Glauben, besprengt in unsren Herzen und los von dem bsen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser;
Heb 10:23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheien hat;
Heb 10:24 und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken
Heb 10:25 und nicht verlassen unsre Versammlung, wie etliche pflegen, sondern einander ermahnen; und das so viel mehr, soviel ihr sehet, dass sich der Tag naht.
Heb 10:26 Denn so wir mutwillig sndigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir frder kein anderes Opfer mehr fr die Snden,
Heb 10:27 sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widersacher verzehren wird.
Heb 10:28 Wenn jemand das Gesetz Moses bricht, der muss sterben ohne Barmherzigkeit durch zwei oder drei Zeugen.
Heb 10:29 Wie viel, meint ihr, rgere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Fen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet, durch welches er geheiligt ist, und den Geist der Gnade schmht?
Heb 10:30 Denn wir kennen den, der da sagte: Die Rache ist mein, ich will vergelten, und abermals: Der Herr wird sein Volk richten.
Heb 10:31 Schrecklich ist's, in die Hnde des lebendigen Gottes zu fallen.
Heb 10:32 Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr, nachdem ihr erleuchtet wart, erduldet habt einen groen Kampf des Leidens
Heb 10:33 und zum Teil selbst durch Schmach und Trbsal ein Schauspiel wurdet, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen, welchen es also geht.
Heb 10:34 Denn ihr habt mit den Gebundenen Mitleiden gehabt und den Raub eurer Gter mit Freuden erduldet, als die ihr wisset, dass ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt.
Heb 10:35 Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine groe Belohnung hat.
Heb 10:36 Geduld aber ist euch not, auf dass ihr den Willen Gottes tut und die Verheiung empfanget.
Heb 10:37 Denn noch ber eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen.
Heb 10:38 Der Gerechte aber wird des Glaubens leben, Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele keinen Gefallen haben.
Heb 10:39 Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammt werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten.
Heb 11:1 Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.
Heb 11:2 Durch den haben die Alten Zeugnis berkommen.
Heb 11:3 Durch den Glauben merken wir, dass die Welt durch Gottes Wort fertig ist; dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.
Heb 11:4 Durch den Glauben hat Abel Gott ein greres Opfer getan denn Kain; durch welchen er Zeugnis berkommen hat, dass er gerecht sei, da Gott zeugte von seiner Gabe; und durch denselben redet er noch, wiewohl er gestorben ist.
Heb 11:5 Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, dass er den Tod nicht she, und ward nicht gefunden, darum dass ihn Gott wegnahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, dass er Gott gefallen habe.
Heb 11:6 Aber ohne Glauben ist's unmglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.
Heb 11:7 Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er ein gttliches Wort empfing ber das, was man noch nicht sah; und verdammte durch denselben die Welt und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.
Heb 11:8 Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wusste nicht wo er hinkme.
Heb 11:9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheienen Lande als in einem fremden und wohnte in Htten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheiung;
Heb 11:10 denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, deren Baumeister und Schpfer Gott ist.
Heb 11:11 Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, dass sie schwanger ward und gebar ber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verheien hatte.
Heb 11:12 Darum sind auch von einem, wiewohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der unzhlig ist.
Heb 11:13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheiungen nicht empfangen, sondern sie von ferne gesehen und sich ihrer getrstet und wohl gengen lassen und bekannt, dass sie Gste und Fremdlinge auf Erden wren.
Heb 11:14 Denn die solches sagen, die geben zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen.
Heb 11:15 Und zwar, wo sie das gemeint htten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren.
Heb 11:16 Nun aber begehren sie eines bessern, nmlich eines himmlischen. Darum schmt sich Gott ihrer nicht, zu heien ihr Gott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet.
Heb 11:17 Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Verheiungen empfangen hatte,
Heb 11:18 von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same genannt werden;
Heb 11:19 und dachte, Gott kann auch wohl von den Toten auferwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wiederbekam.
Heb 11:20 Durch den Glauben segnete Isaak von den zuknftigen Dingen den Jakob und Esau.
Heb 11:21 Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Shne Josephs und neigte sich gegen seines Stabes Spitze.
Heb 11:22 Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen.
Heb 11:23 Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, darum dass sie sahen, wie er ein schnes Kind war, und frchteten sich nicht vor des Knigs Gebot.
Heb 11:24 Durch den Glauben wollte Mose, da er gro ward, nicht mehr ein Sohn heien der Tochter Pharaos,
Heb 11:25 und erwhlte viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergtzung der Snde zu haben,
Heb 11:26 und achtete die Schmach Christi fr grern Reichtum denn die Schtze gyptens; denn er sah an die Belohnung.
Heb 11:27 Durch den Glauben verlie er gypten und frchtete nicht des Knigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als she er ihn.
Heb 11:28 Durch den Glauben hielt er Ostern<RF>gemeint ist hier: Passah<Rf> und das Blutgieen, auf dass, der die Erstgeburten erwrgte, sie nicht trfe.
Heb 11:29 Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie durch trockenes Land; was die gypter auch versuchten, und ersoffen.
Heb 11:30 Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage um sie herumgegangen waren.
Heb 11:31 Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den Unglubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm.
Heb 11:32 Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit wrde mir zu kurz, wenn ich sollte erzhlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten,
Heb 11:33 welche haben durch den Glauben Knigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirkt, Verheiungen erlangt, der Lwen Rachen verstopft,
Heb 11:34 des Feuers Kraft ausgelscht, sind des Schwertes Schrfe entronnen, sind krftig geworden aus der Schwachheit, sind stark geworden im Streit, haben der Fremden Heere darniedergelegt.
Heb 11:35 Weiber haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere aber sind zerschlagen und haben keine Erlsung angenommen, auf dass sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten.
Heb 11:36 Etliche haben Spott und Geieln erlitten, dazu Bande und Gefngnis;
Heb 11:37 sie wurden gesteinigt, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert gettet; sie sind umhergegangen in Schafpelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Trbsal, mit Ungemach
Heb 11:38 (deren die Welt nicht wert war), und sind im Elend umhergeirrt in den Wsten, auf den Bergen und in den Klften und Lchern der Erde.
Heb 11:39 Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis berkommen und nicht empfangen die Verheiung,
Heb 11:40 darum dass Gott etwas Besseres fr uns zuvor ersehen hat, dass sie nicht ohne uns vollendet wrden.
Heb 12:1 Darum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Snde, so uns immer anklebt und trge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist.
Heb 12:2 und aufsehen auf Jesum, den Anfnger und Vollender des Glaubens; welcher, da er wohl htte mgen Freude haben, erduldete das Kreuz und achtete der Schande nicht und hat sich gesetzt zur Rechten auf den Stuhl Gottes.
Heb 12:3 Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sndern wider sich erduldet hat, dass ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset.
Heb 12:4 Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden in den Kmpfen wider die Snde
Heb 12:5 und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu den Kindern: Mein Sohn, achte nicht gering die Zchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.
Heb 12:6 Denn welchen der Herr liebhat, den zchtigt er; und er stupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.
Heb 12:7 So ihr die Zchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zchtigt?
Heb 12:8 Seid ihr aber ohne Zchtigung, welcher sind alle teilhaftig geworden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder.
Heb 12:9 Und so wir haben unsre leiblichen Vter zu Zchtigern gehabt und sie gescheut, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem Vater der Geister, dass wir leben?
Heb 12:10 Denn jene haben uns gezchtigt wenig Tage nach ihrem Dnken, dieser aber zu Nutz, auf dass wir seine Heiligung erlangen.
Heb 12:11 Alle Zchtigung aber, wenn sie da ist, dnkt uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch gebt sind.
Heb 12:12 Darum richtet wieder auf die lssigen Hnde und die mden Kniee
Heb 12:13 und tut gewisse Tritte mit euren Fen, dass nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.
Heb 12:14 Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herrn sehen,
Heb 12:15 und sehet darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch dieselbe verunreinigt werden;
Heb 12:16 dass nicht jemand sei ein Hurer oder ein Gottloser wie Esau, der um einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte.
Heb 12:17 Wisset aber, dass er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ward; denn er fand keinen Raum zur Bue, wiewohl er sie mit Trnen suchte.
Heb 12:18 Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berge, den man anrhren konnte und der mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter
Heb 12:19 noch zu dem Hall der Posaune und zu der Stimme der Worte, da sich weigerten, die sie hrten, dass ihnen das Wort ja nicht gesagt wrde;
Heb 12:20 denn sie mochten's nicht ertragen, was da gesagt ward: Und wenn ein Tier den Berg anrhrt, soll es gesteinigt oder mit einem Geschoss erschossen werden;
Heb 12:21 und also erschrecklich war das Gesicht, dass Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere.
Heb 12:22 Sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel
Heb 12:23 und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter ber alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten
Heb 12:24 und zu dem Mittler des neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn das Abels.
Heb 12:25 Sehet zu, dass ihr den nicht abweiset, der da redet. Denn so jene nicht entflohen sind, die ihn abwiesen, da er auf Erden redete, viel weniger wir, so wir den abweisen, der vom Himmel redet;
Heb 12:26 dessen Stimme zu der Zeit die Erde bewegte, nun aber verheit er und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.
Heb 12:27 Aber solches Noch einmal zeigt an, dass das Bewegliche soll verwandelt werden, als das gemacht ist, auf dass da bleibe das Unbewegliche.
Heb 12:28 Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht;
Heb 12:29 denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.
Heb 13:1 Bleibet fest in der brderlichen Liebe.
Heb 13:2 Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
Heb 13:3 Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen derer, die in Trbsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet.
Heb 13:4 Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten.
Heb 13:5 Der Wandel sei ohne Geiz; und lasst euch gengen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versumen;
Heb 13:6 also dass wir drfen sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht frchten; was sollte mir ein Mensch tun?
Heb 13:7 Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.
Heb 13:8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Heb 13:9 Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein kstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch die Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, die damit umgehen.
Heb 13:10 Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Htte pflegen.
Heb 13:11 Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige fr die Snde, deren Leichname werden verbrannt auerhalb des Lagers.
Heb 13:12 Darum hat auch Jesus, auf dass er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, gelitten drauen vor dem Tor.
Heb 13:13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.
Heb 13:14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuknftige suchen wir.
Heb 13:15 So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
Heb 13:16 Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.
Heb 13:17 Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen; denn sie wachen ber eure Seelen, als die da Rechenschaft dafr geben sollen; auf dass sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut.
Heb 13:18 Betet fr uns. Unser Trost ist der, dass wir ein gutes Gewissen haben und fleiigen uns, guten Wandel zu fhren bei allen.
Heb 13:19 Ich ermahne aber desto mehr, solches zu tun, auf dass ich umso schneller wieder zu euch komme.
Heb 13:20 Der Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgefhrt hat den groen Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsren Herrn Jesus,
Heb 13:21 der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefllig ist, durch Jesum Christum; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Heb 13:22 Ich ermahne euch aber, liebe Brder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben.
Heb 13:23 Wisset, dass der Bruder Timotheus wieder frei ist; mit dem, so er bald kommt, will ich euch sehen.
Heb 13:24 Gret alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es gren euch die Brder aus Italien.
Heb 13:25 Die Gnade sei mit euch allen! Amen.
Jam 1:1 Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwlf Geschlechtern, die da sind hin und her, Freude zuvor!
Jam 1:2 Meine lieben Brder, achtet es fr eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet,
Jam 1:3 und wisset, dass euer Glaube, wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirkt.
Jam 1:4 Die Geduld aber soll festbleiben bis ans Ende, auf dass ihr seid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet.
Jam 1:5 So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der da gibt einfltig jedermann und rcket's niemand auf, so wird sie ihm gegeben werden.
Jam 1:6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebt wird.
Jam 1:7 Solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.
Jam 1:8 Ein Zweifler ist unbestndig in allen seinen Wegen.
Jam 1:9 Ein Bruder aber, der niedrig ist, rhme sich seiner Hhe;
Jam 1:10 und der da reich ist, rhme sich seiner Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen.
Jam 1:11 Die Sonne geht auf mit der Hitze, und das Gras verwelkt, und seine Blume fllt ab, und seine schne Gestalt verdirbt: also wird der Reiche in seinen Wegen verwelken.
Jam 1:12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewhrt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheien hat denen, die ihn liebhaben.
Jam 1:13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bsen, und er selbst versucht niemand.
Jam 1:14 Sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.
Jam 1:15 Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Snde; die Snde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod.
Jam 1:16 Irret nicht, liebe Brder.
Jam 1:17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von obenherab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Vernderung noch Wechsel des Lichtes und der Finsternis.
Jam 1:18 Er hat uns gezeugt nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf dass wir wren Erstlinge seiner Kreaturen.
Jam 1:19 Darum, liebe Brder, ein jeglicher Mensch sei schnell, zu hren, langsam aber, zu reden, und langsam zum Zorn.
Jam 1:20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.
Jam 1:21 Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist, welches kann eure Seelen selig machen.
Jam 1:22 Seid aber Tter des Worts und nicht Hrer allein, wodurch ihr euch selbst betrget.
Jam 1:23 Denn so jemand ist ein Hrer des Worts und nicht ein Tter, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschaut.
Jam 1:24 Denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er gestaltet war.
Jam 1:25 Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergelicher Hrer, sondern ein Tter, der wird selig sein in seiner Tat.
Jam 1:26 So sich jemand unter euch lsst dnken, er diene Gott, und hlt seine Zunge nicht im Zaum, sondern tuscht sein Herz, des Gottesdienst ist eitel.
Jam 1:27 Ein reiner unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: Die Waisen und Witwen in ihrer Trbsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt erhalten.
Jam 2:1 Liebe Brder, haltet nicht dafr, dass der Glaube an Jesum Christum, unsren Herrn der Herrlichkeit, Ansehung der Person leide.
Jam 2:2 Denn so in eure Versammlung kme ein Mann mit einem goldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kme aber auch ein Armer in einem unsauberen Kleide,
Jam 2:3 und ihr shet auf den, der das herrliche Kleid trgt, und sprchet zu ihm: Setze du dich her aufs beste! und sprchet zu dem Armen: Stehe du dort! oder: Setze dich her zu meinen Fen!
Jam 2:4 ist's recht, dass ihr solchen Unterschied bei euch selbst macht und richtet nach argen Gedanken?
Jam 2:5 Hret zu, meine lieben Brder! Hat nicht Gott erwhlt die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheien hat denen, die ihn liebhaben?
Jam 2:6 Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch ben und ziehen euch vor Gericht?
Jam 2:7 Verlstern sie nicht den guten Namen, nach dem ihr genannt seid?
Jam 2:8 So ihr das knigliche Gesetz erfllet nach der Schrift: Liebe deinen Nchsten wie dich selbst, so tut ihr wohl;
Jam 2:9 so ihr aber die Person ansehet, tut ihr Snde und werdet berfhrt vom Gesetz als bertreter.
Jam 2:10 Denn so jemand das ganze Gesetz hlt und sndigt an einem, der ist's ganz schuldig.
Jam 2:11 Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht tten. So du nun nicht ehebrichst, ttest aber, bist du ein bertreter des Gesetzes.
Jam 2:12 Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden.
Jam 2:13 Es wird aber ein unbarmherziges Gericht ber den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rhmt sich wider das Gericht.
Jam 2:14 Was hilft's, liebe Brder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen?
Jam 2:15 So aber ein Bruder oder eine Schwester blo wre und Mangel htte der tglichen Nahrung,
Jam 2:16 und jemand unter euch sprche zu ihnen: Gott berate euch, wrmet euch und sttiget euch! ihr gbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hlfe ihnen das?
Jam 2:17 Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber.
Jam 2:18 Aber es mchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.
Jam 2:19 Du glaubst, dass ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und  zittern.
Jam 2:20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke tot sei?
Jam 2:21 Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht geworden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte?
Jam 2:22 Da siehest du, dass der Glaube mitgewirkt hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden;
Jam 2:23 und ist die Schrift erfllt, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er ward ein Freund Gottes geheien.
Jam 2:24 So sehet ihr nun, dass der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein.
Jam 2:25 Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden, da sie die Boten aufnahm und lie sie einen andern Weg hinaus?
Jam 2:26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Jam 3:1 Liebe Brder, unterwinde sich nicht jedermann, Lehrer zu sein, und wisset, dass wir desto mehr Urteil empfangen werden.
Jam 3:2 Denn wir fehlen alle mannigfaltig. Wer aber auch in keinem Wort fehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten.
Jam 3:3 Siehe, die Pferde halten wir in Zumen, dass sie uns gehorchen, und wir lenken ihren ganzen Leib.
Jam 3:4 Siehe, die Schiffe, ob sie wohl so gro sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wo der hin will, der es regiert.
Jam 3:5 Also ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet groe Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zndet's an!
Jam 3:6 Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Also ist die Zunge unter unsren Gliedern und befleckt den ganzen Leib und zndet an allen unsren Wandel, wenn sie von der Hlle entzndet ist.
Jam 3:7 Denn alle Natur der Tiere und der Vgel und der Schlangen und der Meerwunder wird gezhmt und ist gezhmt von der menschlichen Natur;
Jam 3:8 aber die Zunge kann kein Mensch zhmen, das unruhige bel, voll tdlichen Giftes.
Jam 3:9 Durch sie loben wir Gott, den Vater, und durch sie fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind.
Jam 3:10 Aus einem Munde geht Loben und Fluchen. Es soll nicht, liebe Brder, also sein.
Jam 3:11 Quillt auch ein Brunnen aus einem Loch s und bitter?
Jam 3:12 Kann auch, liebe Brder, ein Feigenbaum lbeeren oder ein Weinstock Feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salziges und ses Wasser geben.
Jam 3:13 Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit.
Jam 3:14 Habt ihr aber bittern Neid und Zank in eurem Herzen, so rhmet euch nicht und lget nicht wider die Wahrheit.
Jam 3:15 Das ist nicht die Weisheit, die von obenherab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch.
Jam 3:16 Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel bses Ding.
Jam 3:17 Die Weisheit aber von obenher ist aufs erste keusch, darnach friedsam, gelinde, lsst sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Frchte, unparteiisch, ohne Heuchelei.
Jam 3:18 Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gest im Frieden denen, die den Frieden halten.
Jam 4:1 Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher: aus euren Wollsten, die da streiten in euren Gliedern?
Jam 4:2 Ihr seid begierig, und erlanget's damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum dass ihr nicht bittet;
Jam 4:3 ihr bittet, und nehmet nicht, darum dass ihr bel bittet, nmlich dahin, dass ihr's mit euren Wollsten verzehret.
Jam 4:4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, dass der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.
Jam 4:5 Oder lasset ihr euch dnken, die Schrift sage umsonst: Der Geist, der in euch wohnt, begehrt und eifert?
Jam 4:6 Er gibt aber desto reichlicher Gnade. Darum sagt sie: Gott widersteht den Hoffrtigen, aber den Demtigen gibt er Gnade.
Jam 4:7 So seid nun Gott untertnig. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch;
Jam 4:8 nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reiniget die Hnde, ihr Snder, und macht eure Herzen keusch, ihr Wankelmtigen.
Jam 4:9 Seid elend und traget Leid und weinet; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit.
Jam 4:10 Demtiget euch vor Gott, so wir er euch erhhen.
Jam 4:11 Afterredet nicht untereinander, liebe Brder. Wer seinem Bruder afterredet und richtet seinen Bruder, der afterredet dem Gesetz und richtet das Gesetz. Richtest du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Tter des Gesetzes, sondern ein Richter.
Jam 4:12 Es ist ein einiger Gesetzgeber, der kann selig machen und verdammen. Wer bist du, der du einen andern richtest?
Jam 4:13 Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir gehen in die oder die Stadt und wollen ein Jahr da liegen und Handel treiben und gewinnen;
Jam 4:14 die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit whrt, darnach aber verschwindet er.
Jam 4:15 Dafr ihr sagen solltet: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.
Jam 4:16 Nun aber rhmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist bse.
Jam 4:17 Denn wer da wei Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Snde.
Jam 5:1 Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet ber euer Elend, das ber euch kommen wird!
Jam 5:2 Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind mottenfrig geworden.
Jam 5:3 Euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schtze gesammelt in den letzten Tagen.
Jam 5:4 Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, der von euch abgebrochen ist, der schreit, und das Rufen der Ernter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth.
Jam 5:5 Ihr habt wohlgelebt auf Erden und eure Wollust gehabt und eure Herzen geweidet am Schlachttag.
Jam 5:6 Ihr habt verurteilt den Gerechten und gettet, und er hat euch nicht widerstanden.
Jam 5:7 So seid nun geduldig, liebe Brder, bis auf die Zukunft des Herrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf die kstliche Frucht der Erde und ist geduldig darber, bis er empfange den Frhregen und den Sptregen.
Jam 5:8 Seid ihr auch geduldig und strket eure Herzen; denn die Zukunft des Herrn ist nahe.
Jam 5:9 Seufzet nicht widereinander, liebe Brder, auf dass ihr nicht verdammt werdet. Siehe, der Richter ist vor der Tr.
Jam 5:10 Nehmet, meine lieben Brder, zum Exempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.
Jam 5:11 Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt ihr gehrt, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.
Jam 5:12 Vor allen Dingen aber, meine Brder, schwret nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Wort: Ja, das Ja ist; und: Nein, das Nein ist, auf dass ihr nicht unter das Gericht fallet.
Jam 5:13 Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gutes Muts, der singe Psalmen.
Jam 5:14 Ist jemand krank, der rufe zu sich die ltesten von der Gemeinde, dass sie ber ihm beten und salben ihn mit l in dem Namen des Herrn.
Jam 5:15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und so er hat Snden getan, werden sie ihm vergeben sein.
Jam 5:16 Bekenne einer dem andern seine Snden und betet freinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jam 5:17 Elia war ein Mensch gleich wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate.
Jam 5:18 Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht.
Jam 5:19 Liebe Brder, so jemand unter euch irren wrde von der Wahrheit, und jemand bekehrte ihn,
Jam 5:20 der soll wissen, dass, wer den Snder bekehrt hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die Menge der Snden.
1Pe 1:1 Petrus, ein Apostel Jesu Christi, den erwhlten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien,
1Pe 1:2 nach der Vorsehung Gottes, des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden!
1Pe 1:3 Gelobet sei Gott und der Vater unsres Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,
1Pe 1:4 zu einem unvergnglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel
1Pe 1:5 euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereitet ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.
1Pe 1:6 In derselben werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
1Pe 1:7 auf dass euer Glaube rechtschaffen und viel kstlicher erfunden werde denn das vergngliche Gold, das durchs Feuer bewhrt wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn nun offenbart wird Jesus Christus,
1Pe 1:8 welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet, und werdet euch freuen mit herrlicher und unaussprechlicher Freude
1Pe 1:9 und das Ende eures Glaubens davonbringen, nmlich der Seelen Seligkeit.
1Pe 1:10 Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, so auf euch kommen sollte,
1Pe 1:11 und haben geforscht, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die ber Christum kommen sollten, und die Herrlichkeit darnach;
1Pe 1:12 welchen es offenbart ist. Denn sie haben's nicht sich selbst, sondern uns dargetan, was euch nun verkndigt ist durch die, so euch das Evangelium verkndigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist; was auch die Engel gelstet zu schauen.
1Pe 1:13 Darum so begrtet die Lenden eures Gemtes, seid nchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi,
1Pe 1:14 als gehorsame Kinder, und stellt euch nicht gleichwie vormals, da ihr in Unwissenheit nach den Lsten lebtet;
1Pe 1:15 sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel.
1Pe 1:16 Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.
1Pe 1:17 Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so fhret euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht
1Pe 1:18 und wisset, dass ihr nicht mit vergnglichem Silber oder Gold erlst seid von eurem eitlen Wandel nach vterlicher Weise,
1Pe 1:19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes,
1Pe 1:20 der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen,
1Pe 1:21 die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf dass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben mchtet.
1Pe 1:22 Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefrbter Bruderliebe und habt euch untereinander inbrnstig lieb aus reinem Herzen,
1Pe 1:23 als die da wiedergeboren sind, nicht aus vergnglichem, sondern aus unvergnglichem Samen, nmlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibt.
1Pe 1:24 Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen;
1Pe 1:25 aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches unter euch verkndigt ist.
1Pe 2:1 So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden,
1Pe 2:2 und seid begierig nach der vernnftigen, lautern Milch als die jetzt geborenen Kindlein, auf dass ihr durch dieselbe zunehmet,
1Pe 2:3 so ihr anders geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist,
1Pe 2:4 zu welchem ihr gekommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von Menschen verworfen ist, aber bei Gott ist er auserwhlt und kstlich.
1Pe 2:5 Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum.
1Pe 2:6 Darum steht in der Schrift: Siehe da, ich lege einen auserwhlten, kstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden.
1Pe 2:7 Euch nun, die ihr glaubet, ist er kstlich; den Unglubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der zum Eckstein geworden ist,
1Pe 2:8 ein Stein des Anstoens und ein Fels des rgernisses; denn sie stoen sich an dem Wort und glauben nicht daran, wozu sie auch gesetzt sind.
1Pe 2:9 Ihr aber seid das auserwhlte Geschlecht, das knigliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkndigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;
1Pe 2:10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.
1Pe 2:11 Liebe Brder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lsten, welche wider die Seele streiten,
1Pe 2:12 und fhret einen guten Wandel unter den Heiden, auf dass die, so von euch afterreden als von belttern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird.
1Pe 2:13 Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Knig, als dem Obersten,
1Pe 2:14 oder den Hauptleuten, als die von ihm gesandt sind zur Rache ber die beltter und zu Lobe den Frommen.
1Pe 2:15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissenheit der trichten Menschen,
1Pe 2:16 als die Freien, und nicht, als httet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes.
1Pe 2:17 Tut Ehre jedermann, habt die Brder lieb; frchtet Gott, ehret den Knig!
1Pe 2:18 Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gtigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen.
1Pe 2:19 Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das bel vertrgt und leidet das Unrecht.
1Pe 2:20 Denn was ist das fr ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott.
1Pe 2:21 Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat fr uns und uns ein Vorbild gelassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Futapfen;
1Pe 2:22 welcher keine Snde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden;
1Pe 2:23 welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt, er stellte es aber dem anheim, der da recht richtet;
1Pe 2:24 welcher unsre Snden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf dass wir, der Snde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.
1Pe 2:25 Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1Pe 3:1 Desgleichen sollen die Weiber ihren Mnnern untertan sein, auf dass auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden,
1Pe 3:2 wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht.
1Pe 3:3 Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhngen oder Kleideranlegen,
1Pe 3:4 sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrckt mit sanftem und stillem Geiste; das ist kstlich vor Gott.
1Pe 3:5 Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmckt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Mnnern untertan waren,
1Pe 3:6 wie die Sara Abraham gehorsam war und hie ihn Herr; deren Tchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht lasst schchtern machen.
1Pe 3:7 Desgleichen, ihr Mnner, wohnet bei ihnen mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwcheren Werkzeuge seine Ehre, als die auch Miterben sind der Gnade des Lebens, auf dass eure Gebete nicht verhindert werden.
1Pe 3:8 Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brderlich, barmherzig, freundlich.
1Pe 3:9 Vergeltet nicht Bses mit Bsem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, dass ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen erbet.
1Pe 3:10 Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, dass sie nichts Bses rede, und seine Lippen, dass sie nicht trgen.
1Pe 3:11 Er wende sich vom Bsen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.
1Pe 3:12 Denn die Augen des Herrn merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn steht wider die, die Bses tun.
1Pe 3:13 Und wer ist, der euch schaden knnte, so ihr dem Gutem nachkommt?
1Pe 3:14 Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Frchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht;
1Pe 3:15 heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist,
1Pe 3:16 und das mit Sanftmtigkeit und Furcht; und habt ein gutes Gewissen, auf dass die, so von euch afterreden als von belttern, zu Schanden werden, dass sie geschmht haben euren guten Wandel in Christo.
1Pe 3:17 Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, dass ihr von Wohltat wegen leidet als von beltat wegen.
1Pe 3:18 Sintemal auch Christus einmal fr unsre Snden gelitten hat, der Gerechte fr die Ungerechten, auf dass er uns zu Gott fhrte, und ist gettet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
1Pe 3:19 In demselben ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefngnis,
1Pe 3:20 die vorzeiten nicht glaubten, da Gott harrte und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurstete, in welcher wenige, das ist acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser;
1Pe 3:21 welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi,
1Pe 3:22 welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Krfte.
1Pe 4:1 Weil nun Christus im Fleisch fr uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer am Fleisch leidet, der hrt auf von Snden,
1Pe 4:2 dass er hinfort die noch brige Zeit im Fleisch nicht der Menschen Lsten, sondern dem Willen Gottes lebe.
1Pe 4:3 Denn es ist genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Lsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgttereien.
1Pe 4:4 Das befremdet sie, dass ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbe wste, unordentliche Wesen, und sie lstern;
1Pe 4:5 aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten.
1Pe 4:6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkndigt, auf dass sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben.
1Pe 4:7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.
1Pe 4:8 So seid nun mig und nchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine inbrnstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Snden Menge.
1Pe 4:9 Seid gastfrei untereinander ohne Murren.
1Pe 4:10 Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:
1Pe 4:11 so jemand redet, dass er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dass er's tue als aus dem Vermgen, das Gott darreicht, auf dass in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
1Pe 4:12 Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfhrt, dass ihr versucht werdet), als widerfhre euch etwas Seltsames;
1Pe 4:13 sondern freuet euch, dass ihr mit Christo leidet, auf dass ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mget.
1Pe 4:14 Selig seid ihr, wenn ihr geschmht werdet ber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlstert, aber bei euch ist er gepriesen.
1Pe 4:15 Niemand aber unter euch leide als ein Mrder oder Dieb oder beltter oder der in ein fremdes Amt greift.
1Pe 4:16 Leidet er aber als ein Christ, so schme er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall.
1Pe 4:17 Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fr ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium nicht glauben?
1Pe 4:18 Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Snder erscheinen?
1Pe 4:19 Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schpfer in guten Werken.
1Pe 5:1 Die ltesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitlteste und Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und auch teilhaftig der Herrlichkeit, die offenbart werden soll:
1Pe 5:2 Weidet die Herde Christi, die euch befohlen ist und sehet wohl zu, nicht gezwungen, sondern willig; nicht um schndlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund;
1Pe 5:3 nicht als die bers Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der Herde.
1Pe 5:4 So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Ehren empfangen.
1Pe 5:5 Desgleichen, ihr Jngeren, seid untertan den ltesten. Allesamt seid untereinander untertan und haltet fest an der Demut. Denn Gott widersteht den Hoffrtigen, aber den Demtigen gibt er Gnade.
1Pe 5:6 So demtiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, dass er euch erhhe zu seiner Zeit.
1Pe 5:7 Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt fr euch.
1Pe 5:8 Seid nchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brllender Lwe und sucht, welchen er verschlinge.
1Pe 5:9 Dem widerstehet, fest im Glauben, und wisset, dass ebendieselben Leiden ber eure Brder in der Welt gehen.
1Pe 5:10 Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, strken, krftigen, grnden.
1Pe 5:11 Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
1Pe 5:12 Durch euren treuen Bruder Silvanus (wie ich achte) habe ich euch ein wenig geschrieben, zu ermahnen und zu bezeugen, dass das die rechte Gnade Gottes ist, darin ihr stehet.
1Pe 5:13 Es gren euch, die samt euch auserwhlt sind zu Babylon, und mein Sohn Markus.
1Pe 5:14 Gret euch untereinander mit dem Kuss der Liebe. Friede sei mit allen, die in Christo Jesu sind! Amen.
2Pe 1:1 Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi, denen, die mit uns ebendenselben teuren Glauben berkommen haben in der Gerechtigkeit, die unser Gott gibt und der Heiland Jesus Christus:
2Pe 1:2 Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu Christi, unsres Herrn!
2Pe 1:3 Nachdem allerlei seiner gttlichen Kraft, was zum Leben und gttlichen Wandel dient, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend,
2Pe 1:4 durch welche uns die teuren und allergrten Verheiungen geschenkt sind, nmlich, dass ihr dadurch teilhaftig werdet der gttlichen Natur, so ihr fliehet die vergngliche Lust der Welt:
2Pe 1:5 so wendet allen euren Flei daran und reichet dar in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis
2Pe 1:6 und in der Erkenntnis Migkeit und in der Migkeit Geduld und in der Geduld Gottseligkeit
2Pe 1:7 und in der Gottseligkeit brderliche Liebe und in der brderlichen Liebe allgemeine Liebe.
2Pe 1:8 Denn wo solches reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unsres Herrn Jesu Christi;
2Pe 1:9 welcher aber solches nicht hat, der ist blind und tappt mit der Hand und vergisst die Reinigung seiner vorigen Snden.
2Pe 1:10 Darum, liebe Brder, tut desto mehr Flei, eure Berufung und Erwhlung festzumachen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln,
2Pe 1:11 und also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsres Herrn und Heilandes Jesu Christi.
2Pe 1:12 Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, wiewohl ihr's wisset und gestrkt seid in der gegenwrtigen Wahrheit.
2Pe 1:13 Ich achte es fr billig, solange ich in dieser Htte bin, euch zu erinnern und zu erwecken;
2Pe 1:14 denn ich wei, dass ich meine Htte bald ablegen muss, wie mir denn auch unser Herr Jesus Christus erffnet hat.
2Pe 1:15 Ich will aber Flei tun, dass ihr allezeit nach meinem Abschied solches im Gedchtnis halten knnt.
2Pe 1:16 Denn wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unsres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen,
2Pe 1:17 da er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der groen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
2Pe 1:18 Und diese Stimme haben wir gehrt vom Himmel geschehen, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
2Pe 1:19 Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
2Pe 1:20 Und das sollt ihr fr das erste wissen, dass keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung.
2Pe 1:21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.
2Pe 2:1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die nebeneinfhren werden verderbliche Sekten und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat, und werden ber sich selbst herbeifhren eine schnelle Verdammnis.
2Pe 2:2 Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; um welcher willen wird der Weg der Wahrheit verlstert werden.
2Pe 2:3 Und durch Geiz mit erdichteten Worten werden sie an euch Gewinn suchen; welchen das Urteil von lange her nicht sumig ist, und ihre Verdammnis schlft nicht.
2Pe 2:4 Denn Gott hat die Engel, die gesndigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis zur Hlle verstoen und bergeben, dass sie zum Gericht behalten werden;
2Pe 2:5 und hat nicht verschont die vorige Welt, sondern bewahrte Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbacht<RF>bedeutet: die achte Person<Rf> und fhrte die Sintflut ber die Welt der Gottlosen;
2Pe 2:6 und hat die Stdte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehrt und verdammt, damit ein Beispiel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen wrden;
2Pe 2:7 und hat erlst den gerechten Lot, welchem die schndlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzchtigen Wandel;
2Pe 2:8 denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnte, dass er's sehen und hren musste, qulten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken.
2Pe 2:9 Der Herr wei die Gottseligen aus der Versuchung zu erlsen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichts, sie zu peinigen,
2Pe 2:10 allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen Lust, und die Herrschaft verachten, frech, eigensinnig, nicht erzittern, die Majestten zu lstern,
2Pe 2:11 so doch die Engel, die grere Strke und Macht haben, kein lsterlich Urteil wider sie fllen vor dem Herrn.
2Pe 2:12 Aber sie sind wie die unvernnftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden, lstern, davon sie nichts wissen, und werden in ihrem verderblichen Wesen umkommen
2Pe 2:13 und den Lohn der Ungerechtigkeit davonbringen. Sie achten fr Wollust das zeitliche Wohlleben, sie sind Schandflecken und Laster, prangen von euren Almosen, prassen mit dem Euren,
2Pe 2:14 haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Snde nicht wehren, locken an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, verfluchte Leute.
2Pe 2:15 Sie haben verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher liebte den Lohn der Ungerechtigkeit,
2Pe 2:16 hatte aber eine Strafe seiner bertretung: das stumme lastbare Tier redete mit Menschenstimme und wehrte des Propheten Torheit.
2Pe 2:17 Das sind Brunnen ohne Wasser, und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben, welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit.
2Pe 2:18 Denn sie reden stolze Worte, dahinter nichts ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren denen, die im Irrtum wandeln,
2Pe 2:19 und verheien ihnen Freiheit, ob sie wohl selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von wem jemand berwunden ist, des Knecht ist er geworden.
2Pe 2:20 Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselben verflochten und berwunden, ist mit ihnen das Letzte rger geworden denn das Erste.
2Pe 2:21 Denn es wre ihnen besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt htten, als dass sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.
2Pe 2:22 Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisst wieder, was er gespieen hat; und: Die Sau wlzt sich nach der Schwemme wieder im Kot.
2Pe 3:1 Dies ist der zweite Brief, den ich euch schreibe, ihr Lieben, in welchem ich euch erinnere und erwecke euren lautern Sinn,
2Pe 3:2 dass ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes.
2Pe 3:3 Und wisset das aufs erste, dass in den letzten Tagen kommen werden Sptter, die nach ihren eigenen Lsten wandeln
2Pe 3:4 und sagen: Wo ist die Verheiung seiner Zukunft? denn nachdem die Vter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist.
2Pe 3:5 Aber aus Mutwillen wollen sie nicht wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort;
2Pe 3:6 dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die dieselben mit der Sintflut verderbt.
2Pe 3:7 Also auch der Himmel, der jetzund ist, und die Erde werden durch sein Wort gespart, dass sie zum Feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.
2Pe 3:8 Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.
2Pe 3:9 Der Herr verzieht nicht die Verheiung, wie es etliche fr einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass sich jedermann zur Bue kehre.
2Pe 3:10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit groem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen.
2Pe 3:11 So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen,
2Pe 3:12 dass ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!
2Pe 3:13 Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheiung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.
2Pe 3:14 Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Flei, dass ihr vor ihm unbefleckt und unstrflich im Frieden erfunden werdet;
2Pe 3:15 und die Geduld unsres Herrn achtet fr eure Seligkeit, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat,
2Pe 3:16 wie er auch in allen Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche die Ungelehrigen und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis.
2Pe 3:17 Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, dass ihr nicht durch den Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfhret werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung.
2Pe 3:18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsres Herrn und Heilandes Jesu Christi. Dem sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen.
1Jo 1:1 Das da von Anfang war, das wir gehrt haben, das wir gesehen haben mit unsren Augen, das wir beschaut haben und unsre Hnde betastet haben, vom Wort des Lebens 
1Jo 1:2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkndigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen :
1Jo 1:3 was wir gesehen und gehrt haben, das verkndigen wir euch, auf dass ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsre Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.
1Jo 1:4 Und solches schreiben wir euch, auf dass eure Freude vllig sei.
1Jo 1:5 Und das ist die Verkndigung, die wir von ihm gehrt haben und euch verkndigen, dass Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis.
1Jo 1:6 So wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lgen wir und tun nicht die Wahrheit.
1Jo 1:7 So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Snde.
1Jo 1:8 So wir sagen, wir haben keine Snde, so verfhren wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
1Jo 1:9 So wir aber unsre Snden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Snden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.
1Jo 1:10 So wir sagen, wir haben nicht gesndigt, so machen wir ihn zum Lgner, und sein Wort ist nicht in uns.
1Jo 2:1 Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf dass ihr nicht sndiget. Und ob jemand sndigt, so haben wir einen Frsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist.
1Jo 2:2 Und derselbe ist die Vershnung fr unsre Snden, nicht allein aber fr die unseren, sondern auch fr die der ganzen Welt.
1Jo 2:3 Und an dem merken wir, dass wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten.
1Jo 2:4 Wer da sagt: Ich kenne ihn,  und hlt seine Gebote nicht, der ist ein Lgner, und in solchem ist keine Wahrheit.
1Jo 2:5 Wer aber sein Wort hlt, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
1Jo 2:6 Wer da sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat.
1Jo 2:7 Brder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehrt habt.
1Jo 2:8 Wiederum ein neues Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt.
1Jo 2:9 Wer da sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis.
1Jo 2:10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und ist kein rgernis bei ihm.
1Jo 2:11 Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und wei nicht, wo er hin geht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.
1Jo 2:12 Liebe Kindlein, ich schreibe euch; denn die Snden sind euch vergeben durch seinen Namen.
1Jo 2:13 Ich schreibe euch Vtern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Jnglingen; denn ihr habt den Bsewicht berwunden.
1Jo 2:14 Ich habe euch Kindern geschrieben; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vtern geschrieben; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich habe euch Jnglingen geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt bei euch, und ihr habt den Bsewicht berwunden.
1Jo 2:15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
1Jo 2:16 Denn alles, was in der Welt ist: des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffrtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
1Jo 2:17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
1Jo 2:18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehrt habt, dass der Widerchrist kommt, so sind nun viele Widerchristen geworden; daher erkennen wir, dass die letzte Stunde ist.
1Jo 2:19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo sie von uns gewesen wren, so wren sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass nicht alle von uns sind.
1Jo 2:20 Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und wisset alles.
1Jo 2:21 Ich habe euch nicht geschrieben, als wsstet ihr die Wahrheit nicht; sondern ihr wisset sie und wisset, dass keine Lge aus der Wahrheit kommt.
1Jo 2:22 Wer ist ein Lgner, wenn nicht, der da leugnet, dass Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
1Jo 2:23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.
1Jo 2:24 Was ihr nun gehrt habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch bleibt, was ihr von Anfang gehrt habt, so werdet ihr auch bei dem Sohn und dem Vater bleiben.
1Jo 2:25 Und das ist die Verheiung, die er uns verheien hat: das ewige Leben.
1Jo 2:26 Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verfhren.
1Jo 2:27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedrfet nicht, dass euch jemand lehre; sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm.
1Jo 2:28 Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf dass, wenn er offenbart wird, wir Freudigkeit haben und nicht zu Schanden werden vor ihm bei seiner Zukunft.
1Jo 2:29 So ihr wisset, dass er gerecht ist, so erkennet ihr auch, dass, wer recht tut, der ist von ihm geboren.
1Jo 3:1 Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heien! Darum kennt euch die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht.
1Jo 3:2 Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, dass wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
1Jo 3:3 Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie Er auch rein ist.
1Jo 3:4 Wer Snde tut, der tut auch Unrecht, und die Snde ist das Unrecht.
1Jo 3:5 Und ihr wisset, dass er ist erschienen, auf dass er unsre Snden wegnehme, und es ist keine Snde in ihm.
1Jo 3:6 Wer in ihm bleibt, der sndigt nicht; wer da sndigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt.
1Jo 3:7 Kindlein, lasset euch niemand verfhren! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist.
1Jo 3:8 Wer Snde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sndigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstre.
1Jo 3:9 Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Snde, denn sein Same bleibt bei ihm; und kann nicht sndigen, denn er ist von Gott geboren.
1Jo 3:10 Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat.
1Jo 3:11 Denn das ist die Botschaft, die ihr gehrt habt von Anfang, dass wir uns untereinander lieben sollen.
1Jo 3:12 Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwrgte seinen Bruder. Und warum erwrgte er ihn? Weil seine Werke bse waren, und die seines Bruders gerecht.
1Jo 3:13 Verwundert euch nicht, meine Brder, wenn euch die Welt hasst.
1Jo 3:14 Wir wissen, dass wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode.
1Jo 3:15 Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschlger; und ihr wisset, dass ein Totschlger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend.
1Jo 3:16 Daran haben wir erkannt die Liebe, dass er sein Leben fr uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben fr die Brder lassen.
1Jo 3:17 Wenn aber jemand dieser Welt Gter hat und sieht seinen Bruder darben und schliet sein Herz vor ihm zu,  wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm?
1Jo 3:18 Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
1Jo 3:19 Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und knnen unser Herz vor ihm damit stillen,
1Jo 3:20 dass, so uns unser Herz verdammt, Gott grer ist denn unser Herz und erkennt alle Dinge.
1Jo 3:21 Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott,
1Jo 3:22 und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefllig ist.
1Jo 3:23 Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat.
1Jo 3:24 Und wer seine Gebote hlt, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat.
1Jo 4:1 Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prfet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt.
1Jo 4:2 Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: ein jeglicher Geist, der da bekennt, dass Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist von Gott;
1Jo 4:3 und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennt, dass Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehrt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.
1Jo 4:4 Kindlein, ihr seid von Gott und habt jene berwunden; denn der in euch ist, ist grer, als der in der Welt ist.
1Jo 4:5 Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hrt sie.
1Jo 4:6 Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hrt uns; welcher nicht von Gott ist, der hrt uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.
1Jo 4:7 Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennt Gott.
1Jo 4:8 Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
1Jo 4:9 Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen.
1Jo 4:10 Darin steht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Vershnung fr unsre Snden.
1Jo 4:11 Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben.
1Jo 4:12 Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist vllig in uns.
1Jo 4:13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
1Jo 4:14 Und wir haben gesehen und zeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt.
1Jo 4:15 Welcher nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
1Jo 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1Jo 4:17 Darin ist die Liebe vllig bei uns, dass wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
1Jo 4:18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vllige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber frchtet, der ist nicht vllig in der Liebe.
1Jo 4:19 Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt.
1Jo 4:20 So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lgner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?
1Jo 4:21 Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
1Jo 5:1 Wer da glaubt, dass Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren; und wer da liebt den, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist.
1Jo 5:2 Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten.
1Jo 5:3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1Jo 5:4 Denn alles, was von Gott geboren ist, berwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt berwunden hat.
1Jo 5:5 Wer ist aber, der die Welt berwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?
1Jo 5:6 Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeugt; denn der Geist ist die Wahrheit.
1Jo 5:7 Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut;
1Jo 5:8 und die drei sind beisammen.
1Jo 5:9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grer; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeugt hat von seinem Sohn.
1Jo 5:10 Wer da glaubt an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lgner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott zeugt von seinem Sohn.
1Jo 5:11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben hat gegeben; und solches Leben ist in seinem Sohn.
1Jo 5:12 Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
1Jo 5:13 Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf dass ihr wisset, dass ihr das ewige Leben habt, und dass ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.
1Jo 5:14 Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, dass, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so hrt er uns.
1Jo 5:15 Und so wir wissen, dass er uns hrt, was wir bitten, so wissen wir, dass wir die Bitten haben, die wir von ihm gebeten haben.
1Jo 5:16 So jemand sieht seinen Bruder sndigen eine Snde nicht zum Tode, der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sndigen nicht zum Tode. Es gibt eine Snde zum Tode; fr die sage ich nicht, dass jemand bitte.
1Jo 5:17 Alle Untugend ist Snde; und es ist etliche Snde nicht zum Tode.
1Jo 5:18 Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sndigt nicht; sondern wer von Gott geboren ist, der bewahrt sich, und der Arge wird ihn nicht antasten.
1Jo 5:19 Wir wissen, dass wir von Gott sind und die ganze Welt im Argen liegt.
1Jo 5:20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und hat uns einen Sinn gegeben, dass wir erkennen den Wahrhaftigen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1Jo 5:21 Kindlein, htet euch vor den Abgttern! Amen.
2Jo 1:1 Der lteste: der auserwhlten Frau und ihren Kindern, die ich liebhabe in der Wahrheit, und nicht allein ich sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben,
2Jo 1:2 um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit.
2Jo 1:3 Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in der Wahrheit und in der Liebe, sei mit euch!
2Jo 1:4 Ich bin sehr erfreut, dass ich gefunden habe unter deinen Kindern, die in der Wahrheit wandeln, wie denn wir ein Gebot vom Vater empfangen haben.
2Jo 1:5 Und nun bitte ich dich, Frau (nicht als schriebe ich dir ein neues Gebot, sondern das wir gehabt haben von Anfang), dass wir uns untereinander lieben.
2Jo 1:6 Und das ist die Liebe, dass wir wandeln nach seinem Gebot; das ist das Gebot, wie ihr gehrt habt von Anfang, dass ihr in derselben wandeln sollt.
2Jo 1:7 Denn viele Verfhrer sind in die Welt gekommen, die nicht bekennen Jesum Christum, dass er in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verfhrer und der Widerchrist.
2Jo 1:8 Sehet euch vor, dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen.
2Jo 1:9 Wer bertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.
2Jo 1:10 So jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus und gret ihn auch nicht.
2Jo 1:11 Denn wer ihn grt, der macht sich teilhaftig seiner bsen Werke.
2Jo 1:12 Ich hatte euch viel zu schreiben, aber ich wollte nicht mit Briefen und Tinte; sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mndlich mit euch zu reden, auf dass unsre Freude vollkommen sei.
2Jo 1:13 Es gren dich die Kinder deiner Schwester, der Auserwhlten. Amen.
3Jo 1:1 Der lteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit.
3Jo 1:2 Mein Lieber, ich wnsche in allen Stcken, dass dir's wohl gehe und du gesund seist, wie es denn deiner Seele wohl geht.
3Jo 1:3 Ich bin aber sehr erfreut worden, da die Brder kamen und zeugten von deiner Wahrheit, wie denn du wandelst in der Wahrheit.
3Jo 1:4 Ich habe keine grere Freude denn die, dass ich hre, wie meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
3Jo 1:5 Mein Lieber, du tust treulich, was du tust an den Brdern und Gsten,
3Jo 1:6 die von deiner Liebe gezeugt haben vor der Gemeinde; und du wirst wohl tun, wenn du sie abfertigst wrdig vor Gott.
3Jo 1:7 Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden nichts.
3Jo 1:8 So sollen wir nun solche aufnehmen, auf dass wir der Wahrheit Gehilfen werden.
3Jo 1:9 Ich habe der Gemeinde geschrieben, aber Diotrephes, der unter ihnen will hochgehalten sein, nimmt uns nicht an.
3Jo 1:10 Darum, wenn ich komme, will ich ihn erinnern seiner Werke, die er tut; denn er plaudert mit bsen Worten wider uns und lsst sich an dem nicht gengen; er selbst nimmt die Brder nicht an und wehrt denen, die es tun wollen, und stt sie aus der Gemeinde.
3Jo 1:11 Mein Lieber, folge nicht nach dem Bsen, sondern dem Guten. Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Bses tut, der sieht Gott nicht.
3Jo 1:12 Demetrius hat Zeugnis von jedermann und von der Wahrheit selbst; und wir zeugen auch, und ihr wisset, das unser Zeugnis wahr ist.
3Jo 1:13 Ich hatte viel zu schreiben; aber ich wollte nicht mit Tinte und Feder an dich schreiben.
3Jo 1:14 Ich hoffe aber, dich bald zu sehen; so wollen wir mndlich miteinander reden.
3Jo 1:15 Friede sei mit dir! Es gren dich die Freunde. Gre die Freunde bei Namen.
Jud 1:1 Judas, ein Knecht Jesu Christi, ein Bruder aber des Jakobus, den Berufenen, die da geheiligt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt in Jesu Christo:
Jud 1:2 Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe!
Jud 1:3 Ihr Lieben, nachdem ich vorhatte, euch zu schreiben von unser aller Heil, hielt ich's fr ntig, euch mit Schriften zu ermahnen, dass ihr fr den Glauben kmpfet, der einmal den Heiligen bergeben ist.
Jud 1:4 Denn es sind etliche Menschen nebeneingeschlichen, von denen vorzeiten geschrieben ist solches Urteil: Die sind Gottlose, ziehen die Gnade unsres Gottes auf Mutwillen und verleugnen Gott und unsren Herrn Jesus Christus, den einigen Herrscher.
Jud 1:5 Ich will euch aber erinnern, die ihr dies ja schon wisset, dass der Herr, da er dem Volk aus gypten half, das andere Mal umbrachte, die da nicht glaubten.
Jud 1:6 Auch die Engel, die ihr Frstentum nicht bewahrten, sondern verlieen ihre Behausung, hat er behalten zum Gericht des groen Tages mit ewigen Banden in der Finsternis.
Jud 1:7 Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Stdte, die gleicherweise wie diese Unzucht getrieben haben und nach einem andern Fleisch gegangen sind, zum Beispiel gesetzt sind und leiden des ewigen Feuers Pein.
Jud 1:8 Desgleichen sind auch diese Trumer, die das Fleisch beflecken, die Herrschaft aber verachten und die Majestten lstern.
Jud 1:9 Michael aber, der Erzengel, da er mit dem Teufel stritt und mit ihm redete ber den Leichnam Moses, wagte er das Urteil der Lsterung nicht zu fllen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!
Jud 1:10 Diese aber lstern alles, davon sie nichts wissen; was sie aber natrlich erkennen wie die unvernnftigen Tiere, darin verderben sie.
Jud 1:11 Weh ihnen! denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korahs.
Jud 1:12 Diese Unflter prassen bei euren Liebesmahlen ohne Scheu, weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, von dem Winde umgetrieben, kahle, unfruchtbare Bume, zweimal erstorben und ausgewurzelt,
Jud 1:13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschumen, irre Sterne, welchen behalten ist das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit.
Jud 1:14 Es hat aber auch von solchen geweissagt Henoch, der siebente von Adam, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit vielen tausend Heiligen,
Jud 1:15 Gericht zu halten ber alle und zu strafen alle Gottlosen um alle Werke ihres gottlosen Wandels, womit sie gottlos gewesen sind, und um all das Harte, das die gottlosen Snder wider ihn geredet haben.
Jud 1:16 Diese murren und klagen immerdar und wandeln dabei nach ihren Lsten; und ihr Mund redet stolze Worte, und achten das Ansehen der Person um Nutzens willen.
Jud 1:17 Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unsres Herrn Jesu Christi,
Jud 1:18 da sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit werden Sptter sein, die nach ihren eigenen Lsten des gottlosen Wesens wandeln.
Jud 1:19 Diese sind es, die da Trennungen machen, Fleischliche, die da keinen Geist haben.
Jud 1:20 Ihr aber, meine Lieben, erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben durch den heiligen Geist und betet,
Jud 1:21 und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unsres Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben.
Jud 1:22 Und haltet diesen Unterschied, dass ihr euch etlicher erbarmet,
Jud 1:23 etliche aber mit Furcht selig machet und rcket sie aus dem Feuer; und hasset auch den Rock, der vom Fleische befleckt ist.
Jud 1:24 Dem aber, der euch kann behten ohne Fehl und stellen vor das Angesicht seiner Herrlichkeit unstrflich mit Freuden,
Jud 1:25 dem Gott, der allein weise ist, unsrem Heiland, sei Ehre und Majestt und Gewalt und Macht nun und zu aller Ewigkeit! Amen.
Rev 1:1 Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Krze geschehen soll; und er hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes,
Rev 1:2 der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat.
Rev 1:3 Selig ist, der da liest und die da hren die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.
Rev 1:4 Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl,
Rev 1:5 und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Frst der Knige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen von den Snden mit seinem Blut
Rev 1:6 und hat uns zu Knigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Rev 1:7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, amen.
Rev 1:8 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmchtige.
Rev 1:9 Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trbsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heit Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi.
Rev 1:10 Ich war im Geist an des Herrn Tag und hrte hinter mir eine groe Stimme wie einer Posaune,
Rev 1:11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodizea.
Rev 1:12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben goldene Leuchter
Rev 1:13 und mitten unter die sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohne gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und begrtet um die Brust mit einem goldenen Grtel.
Rev 1:14 Sein Haupt aber und sein Haar war wei wie weie Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme
Rev 1:15 und seine Fe gleichwie Messing, das im Ofen glht, und seine Stimme wie groes Wasserrauschen;
Rev 1:16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne.
Rev 1:17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fen wie ein Toter; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Frchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
Rev 1:18 und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlssel der Hlle und des Todes.
Rev 1:19 Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soll darnach.
Rev 1:20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und die sieben goldenen Leuchter: die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden; und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden.
Rev 2:1 Dem Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe: Das sagt, der da hlt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern:
Rev 2:2 Ich wei deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld und dass du die Bsen nicht tragen kannst; und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie als Lgner erfunden;
Rev 2:3 und vertrgst und hast Geduld, und um meines Namens willen arbeitest du und bist nicht mde geworden.
Rev 2:4 Aber ich habe wider dich, dass du die erste Liebe verlssest.
Rev 2:5 Gedenke, wovon du gefallen bist, und tue Bue und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dir bald kommen und deinen Leuchter wegstoen von seiner Sttte, wo du nicht Bue tust.
Rev 2:6 Aber das hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse.
Rev 2:7 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer berwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist.
Rev 2:8 Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig geworden:
Rev 2:9 Ich wei deine Werke und deine Trbsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lsterung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule.
Rev 2:10 Frchte dich vor der keinem, das du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefngnis werfen, auf dass ihr versucht werdet, und werdet Trbsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.
Rev 2:11 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer berwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode.
Rev 2:12 Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamus schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert:
Rev 2:13 Ich wei, was du tust und wo du wohnst, da des Satans Stuhl ist; und hltst an meinem Namen und hast meinen Glauben nicht verleugnet auch in den Tagen, in welchen Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch gettet ist, da der Satan wohnt.
Rev 2:14 Aber ich habe ein Kleines wider dich, dass du daselbst hast, die an der Lehre Bileams halten, welcher lehrte den Balak ein rgernis aufrichten vor den Kindern Israel, zu essen Gtzenopfer und Hurerei zu treiben.
Rev 2:15 Also hast du auch, die an der Lehre der Nikolaiten halten: das hasse ich.
Rev 2:16 Tue Bue; wo aber nicht, so werde ich dir bald kommen und mit ihnen kriegen durch das Schwert meines Mundes.
Rev 2:17 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer berwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weien Stein und auf den Stein einen neuen Namen geschrieben, welchen niemand kennt, denn der ihn empfngt.
Rev 2:18 Und dem Engel der Gemeinde zu Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und seine Fe sind gleichwie Messing:
Rev 2:19 Ich wei deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und deine Geduld und dass du je lnger, je mehr tust.
Rev 2:20 Aber ich habe wider dich, dass du lssest das Weib Isebel, die da spricht, sie sei eine Prophetin, lehren und verfhren meine Knechte, Hurerei zu treiben und Gtzenopfer zu essen.
Rev 2:21 Und ich habe ihr Zeit gegeben, dass sie sollte Bue tun fr ihre Hurerei; und sie tut nicht Bue.
Rev 2:22 Siehe, ich werfe sie in ein Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben, in groe Trbsal, wo sie nicht Bue tun fr ihre Werke,
Rev 2:23 und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen. Und alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht; und ich werde geben einem jeglichen unter euch nach euren Werken.
Rev 2:24 Euch aber sage ich, den andern, die zu Thyatira sind, die nicht haben solche Lehre und die nicht erkannt haben die Tiefen des Satans (wie sie sagen): Ich will nicht auf euch werfen eine andere Last:
Rev 2:25 doch was ihr habt, das haltet, bis dass ich komme.
Rev 2:26 Und wer da berwindet und hlt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben ber die Heiden,
Rev 2:27 und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Tpfers Gefe soll er sie zerschmeien,
Rev 2:28 wie ich von meinem Vater empfangen habe; und ich will ihm geben den Morgenstern.
Rev 2:29 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Rev 3:1 Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich wei deine Werke; denn du hast den Namen, dass du lebest, und bist tot.
Rev 3:2 Werde wach und strke das andere, das sterben will; denn ich habe deine Werke nicht vllig erfunden vor Gott.
Rev 3:3 So gedenke nun, wie du empfangen und gehrt hast, und halte es und tue Bue. So du nicht wirst wachen, werde ich ber dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich ber dich kommen werde.
Rev 3:4 Aber du hast etliche Namen zu Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt haben; und sie werden mit mir wandeln in weien Kleidern, denn sie sind's wert.
Rev 3:5 Wer berwindet soll mit weien Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.
Rev 3:6 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Rev 3:7 Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlssel Davids, der auftut, und niemand schliet zu, der zuschliet, und niemand tut auf:
Rev 3:8 Ich wei deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tr, und niemand kann sie zuschlieen; denn du hast eine kleine Kraft, und hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet.
Rev 3:9 Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern lgen; siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen sollen und niederfallen zu deinen Fen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.
Rev 3:10 Dieweil du hast bewahrt das Wort meiner Geduld, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird ber den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden.
Rev 3:11 Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!
Rev 3:12 Wer berwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.
Rev 3:13 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Rev 3:14 Und dem Engel der Gemeinde zu Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heit, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes:
Rev 3:15 Ich wei deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wrest!
Rev 3:16 Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
Rev 3:17 Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weit nicht, dass du bist elend und jmmerlich, arm, blind und blo.
Rev 3:18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchlutert ist, dass du reich werdest, und weie Kleider, dass du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Ble; und salbe deine Augen mit Augensalbe, dass du sehen mgest.
Rev 3:19 Welche ich liebhabe, die strafe und zchtige ich. So sei nun fleiig und tue Bue!
Rev 3:20 Siehe, ich stehe vor der Tr und klopfe an. So jemand meine Stimme hren wird und die Tr auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
Rev 3:21 Wer berwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich berwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.
Rev 3:22 Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Rev 4:1 Darnach sah ich, und siehe, eine Tr war aufgetan im Himmel; und die erste Stimme, die ich gehrt hatte mit mir reden wie eine Posaune, die sprach: Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
Rev 4:2 Und alsobald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl sa einer;
Rev 4:3 und der da sa, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd.
Rev 4:4 Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Sthle, und auf den Sthlen saen vierundzwanzig lteste, mit weien Kleidern angetan, und hatten auf ihren Huptern goldene Kronen.
Rev 4:5 Und von dem Stuhl gingen aus Blitze, Donner und Stimmen; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister Gottes.
Rev 4:6 Und vor dem Stuhl war ein glsernes Meer gleich dem Kristall, und mitten am Stuhl und um den Stuhl vier Tiere, voll Augen vorn und hinten.
Rev 4:7 Und das erste Tier war gleich einem Lwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem fliegenden Adler.
Rev 4:8 Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flgel, und sie waren auenherum und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmchtige, der da war und der da ist und der da kommt!
Rev 4:9 Und da die Tiere gaben Preis und Ehre und Dank dem, der da auf dem Stuhl sa, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,
Rev 4:10 fielen die vierundzwanzig ltesten nieder vor dem, der auf dem Stuhl sa, und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und warfen ihre Kronen vor den Stuhl und sprachen:
Rev 4:11 Herr, du bist wrdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen.
Rev 5:1 Und ich sah in der rechten Hand des, der auf dem Stuhl sa, ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit sieben Siegeln.
Rev 5:2 Und ich sah einen starken Engel, der rief aus mit groer Stimme: Wer ist wrdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?
Rev 5:3 Und niemand im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde konnte das Buch auftun und hineinsehen.
Rev 5:4 Und ich weinte sehr, dass niemand wrdig erfunden ward, das Buch aufzutun und zu lesen noch hineinzusehen.
Rev 5:5 Und einer von den ltesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat berwunden der Lwe, der da ist vom Geschlecht Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und zu brechen seine sieben Siegel.
Rev 5:6 Und ich sah, und siehe, mitten zwischen dem Stuhl und den vier Tieren und zwischen den ltesten stand ein Lamm, wie wenn es erwrgt wre, und hatte sieben Hrner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
Rev 5:7 Und es kam und nahm das Buch aus der Hand des, der auf dem Stuhl sa.
Rev 5:8 Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig ltesten nieder vor dem Lamm und hatten ein jeglicher Harfen und goldene Schalen voll Ruchwerk, das sind die Gebete der Heiligen,
Rev 5:9 und sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist wrdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist erwrget und hast uns<RF>eigentlich: Menschen<Rf> Gott erkauft mit deinem Blut aus allerlei Geschlecht und Zunge und Volk und Heiden
Rev 5:10 und hast uns<RF>eigentlich: sie<Rf> unsrem Gott zu Knigen und Priestern gemacht, und wir<RF>eigentlich: sie<Rf> werden Knige sein auf Erden.
Rev 5:11 Und ich sah und hrte eine Stimme vieler Engel um den Stuhl und um die Tiere und um die ltesten her; und ihre Zahl war vieltausendmal tausend;
Rev 5:12 und sie sprachen mit groer Stimme: Das Lamm, das erwrget ist, ist wrdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Strke und Ehre und Preis und Lob.
Rev 5:13 Und alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und im Meer, und alles, was darinnen ist, hrte ich sagen: Dem, der auf dem Stuhl sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Rev 5:14 Und die vier Tiere sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig ltesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Rev 6:1 Und ich sah, dass das Lamm der Siegel eines auftat; und hrte der vier Tiere eines sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
Rev 6:2 Und ich sah, und siehe, ein weies Pferd. Und der darauf sa, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus sieghaft, und dass er siegte.
Rev 6:3 Und da es das andere Siegel auftat, hrte ich das andere Tier sagen: Komm!
Rev 6:4 Und es ging heraus ein anderes Pferd, das war rot. Und dem, der darauf sa, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde und dass sie sich untereinander erwrgten; und ihm ward ein groes Schwert gegeben.
Rev 6:5 Und da es das dritte Siegel auftat, hrte ich das dritte Tier sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf sa, hatte eine Waage in seiner Hand.
Rev 6:6 Und ich hrte eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Ma Weizen um einen Groschen und drei Ma Gerste um einen Groschen; und dem l und Wein tu kein Leid!
Rev 6:7 Und da es das vierte Siegel auftat, hrte ich die Stimme des vierten Tiers sagen: Komm!
Rev 6:8 Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf sa, des Name hie Tod, und die Hlle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu tten den vierten Teil auf der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod und durch die Tiere auf Erden.
Rev 6:9 Und da es das fnfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwrgt waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
Rev 6:10 Und sie schrieen mit groer Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rchest unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?
Rev 6:11 Und ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein weies Kleid, und ward zu ihnen gesagt, dass sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis dass vollends dazukmen ihre Mitknechte und Brder, die auch sollten noch gettet werden gleich wie sie.
Rev 6:12 Und ich sah, dass es das sechste Siegel auftat, und siehe, da ward ein groes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein hrener Sack, und der Mond ward wie Blut;
Rev 6:13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gleichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von groem Wind bewegt wird.
Rev 6:14 Und der Himmel entwich wie ein zusammengerolltes Buch; und alle Berge und Inseln wurden bewegt aus ihren rtern.
Rev 6:15 Und die Knige auf Erden und die Groen und die Reichen und die Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klften und Felsen an den Bergen
Rev 6:16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallet ber uns und verberget uns vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!
Rev 6:17 Denn es ist gekommen der groe Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?
Rev 7:1 Und darnach sah ich vier Engel stehen auf den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde, auf dass kein Wind ber die Erde bliese noch ber das Meer noch ber irgend einen Baum.
Rev 7:2 Und ich sah einen anderen Engel aufsteigen von der Sonne Aufgang, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und schrie mit groer Stimme zu den vier Engeln, welchen gegeben war zu beschdigen die Erde und das Meer;
Rev 7:3 und er sprach: Beschdiget die Erde nicht noch das Meer noch die Bume, bis dass wir versiegeln die Knechte unsres Gottes an ihren Stirnen!
Rev 7:4 Und ich hrte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren von allen Geschlechtern der Kinder Israel:
Rev 7:5 Von dem Geschlechte Juda zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Ruben zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Gad zwlftausend versiegelt;
Rev 7:6 von dem Geschlechte Asser zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Naphthali zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Manasse zwlftausend versiegelt;
Rev 7:7 von dem Geschlechte Simeon zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Levi zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Isaschar zwlftausend versiegelt;
Rev 7:8 von dem Geschlechte Sebulon zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Joseph zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Benjamin zwlftausend versiegelt.
Rev 7:9 Darnach sah ich, und siehe, eine groe Schar, welche niemand zhlen konnte, aus allen Heiden und Vlkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weien Kleidern und Palmen in ihren Hnden,
Rev 7:10 schrieen mit groer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unsrem Gott, und dem Lamm!
Rev 7:11 Und alle Engel standen um den Stuhl und um die ltesten und um die vier Tiere und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und beteten Gott an
Rev 7:12 und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Strke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Rev 7:13 Und es antwortete der ltesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese, mit den weien Kleidern angetan, und woher sind sie gekommen?
Rev 7:14 Und ich sprach zu ihm: Herr, du weit es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus groer Trbsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.
Rev 7:15 Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird ber ihnen wohnen.
Rev 7:16 Sie wird nicht mehr hungern noch drsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze;
Rev 7:17 denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Trnen von ihren Augen.
Rev 8:1 Und da es das siebente Siegel auftat, ward eine Stille in dem Himmel bei einer halben Stunde.
Rev 8:2 Und ich sah die sieben Engel, die da stehen vor Gott, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.
Rev 8:3 Und ein andrer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Ruchfass; und ihm ward viel Ruchwerk gegeben, dass er es gbe zum Gebet aller Heiligen auf den goldenen Altar vor dem Stuhl.
Rev 8:4 Und der Rauch des Ruchwerks vom Gebet der Heiligen ging auf von der Hand des Engels vor Gott.
Rev 8:5 Und der Engel nahm das Ruchfass und fllte es mit Feuer vom Altar und schttete es auf die Erde. Und da geschahen Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben.
Rev 8:6 Und die sieben Engel mit den sieben Posaunen hatten sich gerstet zu posaunen.
Rev 8:7 Und der erste Engel posaunte: und es ward ein Hagel und Feuer, mit Blut gemengt, und fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Bume verbrannte, und alles grne Gras verbrannte.
Rev 8:8 Und der andere Engel posaunte: und es fuhr wie ein groer Berg mit Feuer brennend ins Meer; und der dritte Teil des Meeres ward Blut,
Rev 8:9 und der dritte Teil der lebendigen Kreaturen im Meer starben, und der dritte Teil der Schiffe wurden verderbt.
Rev 8:10 Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein groer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserstrme und ber die Wasserbrunnen.
Rev 8:11 Und der Name des Sterns heit Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden.
Rev 8:12 Und der vierte Engel posaunte: und es ward geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, dass ihr dritter Teil verfinstert ward und der Tag den dritten Teil nicht schien und die Nacht desgleichen.
Rev 8:13 Und ich sah und hrte einen Engel fliegen mitten durch den Himmel und sagen mit groer Stimme: Weh, weh, weh denen, die auf Erden wohnen, vor den andern Stimmen der Posaune der drei Engel, die noch posaunen sollen!
Rev 9:1 Und der fnfte Engel posaunte: und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde; und ihm ward der Schlssel zum Brunnen des Abgrunds gegeben.
Rev 9:2 Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf; und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines groen Ofens, und es ward verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.
Rev 9:3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde; und ihnen ward Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben.
Rev 9:4 Und es ward ihnen gesagt, dass sie nicht beschdigten das Gras auf Erden noch ein Grnes noch einen Baum, sondern allein die Menschen, die nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen.
Rev 9:5 Und es ward ihnen gegeben, dass sie sie nicht tteten, sondern sie qulten fnf Monate lang; und ihre Qual war wie eine Qual vom Skorpion, wenn er einen Menschen schlgt.
Rev 9:6 Und in den Tagen werden die Menschen den Tod suchen, und nicht finden; werden begehren zu sterben, und der Tod wird vor ihnen fliehen.
Rev 9:7 Und die Heuschrecken sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereitet sind; und auf ihrem Haupt wie Kronen, dem Golde gleich, und ihr Antlitz gleich der Menschen Antlitz;
Rev 9:8 und hatten Haare wie Weiberhaare, und ihre Zhne waren wie die der Lwen;
Rev 9:9 und hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer Flgel wie das Rasseln an den Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen;
Rev 9:10 und hatten Schwnze gleich den Skorpionen, und es waren Stacheln an ihren Schwnzen; und ihre Macht war, zu beschdigen die Menschen fnf Monate lang.
Rev 9:11 Und hatten ber sich einen Knig, den Engel des Abgrunds, des Name heit auf hebrisch Abaddon, und auf griechisch hat er den Namen Apollyon.
Rev 9:12 Ein Wehe ist dahin; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach dem.
Rev 9:13 Und der sechste Engel posaunte: und ich hrte eine Stimme aus den vier Ecken des goldenen Altars vor Gott,
Rev 9:14 die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lse die vier Engel, die gebunden sind an dem groen Wasserstrom Euphrat.
Rev 9:15 Und es wurden die vier Engel los, die bereit waren auf die Stunde und auf den Tag und auf den Monat und auf das Jahr, dass sie tteten den dritten Teil der Menschen.
Rev 9:16 Und die Zahl des reisigen Volkes<RF>bedeutet: des Kriegsvolkes<Rf> war vieltausendmal tausend; und ich hrte ihre Zahl.
Rev 9:17 Und also sah ich die Rosse im Gesicht und die darauf saen, dass sie hatten feurige und bluliche und schwefelige Panzer; und die Hupter der Rosse waren wie die Hupter der Lwen, und aus ihrem Munde ging Feuer und Rauch und Schwefel.
Rev 9:18 Von diesen drei Plagen ward gettet der dritte Teil der Menschen, von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde ging.
Rev 9:19 Denn ihre Macht war in ihrem Munde; und ihre Schwnze waren den Schlangen gleich und hatten Hupter, und mit denselben taten sie Schaden.
Rev 9:20 Und die brigen Leute, die nicht gettet wurden von diesen Plagen, taten nicht Bue fr die Werke ihrer Hnde, dass sie nicht anbeteten die Teufel und goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hlzernen Gtzen, welche weder sehen noch hren noch wandeln knnen;
Rev 9:21 und taten auch nicht Bue fr ihre Morde, Zauberei, Hurerei und Dieberei.
Rev 10:1 Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen; der war mit einer Wolke bekleidet, und ein Regenbogen auf seinem Haupt und sein Antlitz wie die Sonne und Fe wie Feuersulen,
Rev 10:2 und er hatte in seiner Hand ein Bchlein aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fu auf das Meer und den linken auf die Erde;
Rev 10:3 und er schrie mit groer Stimme, wie ein Lwe brllt. Und da er schrie, redeten sieben Donner ihre Stimmen.
Rev 10:4 Und da die sieben Donner ihre Stimmen geredet hatten, wollte ich sie schreiben. Da hrte ich eine Stimme vom Himmel sagen zu mir: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben; schreibe es nicht!
Rev 10:5 Und der Engel, den ich sah stehen auf dem Meer und der Erde, hob seine Hand gen Himmel
Rev 10:6 und schwur bei dem Lebendigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist, dass hinfort keine Zeit mehr sein soll;
Rev 10:7 sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie er hat verkndigt seinen Knechten, den Propheten.
Rev 10:8 Und ich hrte eine Stimme vom Himmel abermals mit mir reden und sagen: Gehe hin, nimm das offene Bchlein von der Hand des Engels, der auf dem Meer und der Erde steht!
Rev 10:9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Bchlein! Und er sprach zu mir: Nimm hin und verschling es! und es wird dich im Bauch grimmen; aber in deinem Munde wird's s sein wie Honig.
Rev 10:10 Und ich nahm das Bchlein von der Hand des Engels und verschlang es, und es war s in meinem Munde wie Honig; und da ich's gegessen hatte, grimmte mich's im Bauch.
Rev 10:11 Und er sprach zu mir: Du musst abermals weissagen von Vlkern und Heiden und Sprachen und vielen Knigen.
Rev 11:1 Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und er sprach: Stehe auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten.
Rev 11:2 Aber den Vorhof auerhalb des Tempels wirf hinaus und miss ihn nicht; denn er ist den Heiden gegeben, und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate.
Rev 11:3 Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage, angetan mit Scken.
Rev 11:4 Diese sind die zwei lbume<RF>siehe Sacharja 4, 11-14<Rf> und die Fackeln, stehend vor dem Herrn der Erde.
Rev 11:5 Und so jemand sie will schdigen, so geht Feuer aus ihrem Munde und verzehrt ihre Feinde; und so jemand sie will schdigen, der muss also gettet werden.
Rev 11:6 Diese haben Macht, den Himmel zu verschlieen, dass es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung, und haben Macht ber das Wasser, es zu wandeln in Blut, und zu schlagen die Erde mit allerlei Plage, so oft sie wollen.
Rev 11:7 Und wenn sie ihr Zeugnis geendet haben, so wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen einen Streit halten und wird sie berwinden und wird sie tten.
Rev 11:8 Und ihre Leichname werden liegen auf der Gasse der groen Stadt, die da heit geistlich Sodom und gypten, da auch ihr Herr gekreuzigt ist.
Rev 11:9 Und es werden etliche von den Vlkern und Geschlechter und Sprachen ihre Leichname sehen drei Tage und einen halben und werden ihre Leichname nicht lassen in Grber legen.
Rev 11:10 Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen ber sie und wohlleben und Geschenke untereinander senden; denn diese zwei Propheten qulten die auf Erden wohnten.
Rev 11:11 Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie traten auf ihre Fe; und eine groe Furcht fiel ber die, so sie sahen.
Rev 11:12 Und sie hrten eine groe Stimme von Himmel zu ihnen sagen: Steiget herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde.
Rev 11:13 Und zu derselben Stunde ward ein groes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel; und wurden gettet in dem Erdbeben siebentausend Namen der Menschen, und die andern erschraken und gaben Ehre dem Gott des Himmels.
Rev 11:14 Das andere Wehe ist dahin; siehe, das dritte Wehe kommt schnell.
Rev 11:15 Und der siebente Engel posaunte: und es wurden groe Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Rev 11:16 Und die vierundzwanzig ltesten, die vor Gott auf ihren Sthlen saen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an
Rev 11:17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmchtiger Gott, der du bist und warest, dass du hast angenommen deine groe Kraft und herrschest;
Rev 11:18 und die Heiden sind zornig geworden, und es ist gekommen dein Zorn und die Zeit der Toten, zu richten und zu geben den Lohn deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen frchten, den Kleinen und Groen, und zu verderben, die die Erde verderbt haben.
Rev 11:19 Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel, und die Lade seines Bundes ward im Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Donner und Erdbeben und ein groer Hagel.
Rev 12:1 Und es erschien ein groes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Fen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwlf Sternen.
Rev 12:2 Und sie war schwanger und schrie in Kindesnten und hatte groe Qual zur Geburt.
Rev 12:3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein groer, roter Drache, der hatte sieben Hupter und zehn Hrner und auf seinen Huptern sieben Kronen;
Rev 12:4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor das Weib, die gebren sollte, auf dass, wenn sie geboren htte, er ihr Kind fre.
Rev 12:5 Und sie gebar einen Sohn, ein Knblein, der alle Heiden sollte weiden mit eisernem Stabe. Und ihr Kind ward entrckt zu Gott und seinem Stuhl.
Rev 12:6 Und das Weib entfloh in die Wste, wo sie einen Ort hat, bereitet von Gott, dass sie daselbst ernhrt wrde tausend zweihundertundsechzig Tage.
Rev 12:7 Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel,
Rev 12:8 und siegten nicht, auch ward ihre Sttte nicht mehr gefunden im Himmel.
Rev 12:9 Und es ward ausgeworfen der groe Drache, die alte Schlange, die da heit der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verfhrt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen.
Rev 12:10 Und ich hrte eine groe Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unsres Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verklger unsrer Brder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott.
Rev 12:11 Und sie haben ihn berwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod.
Rev 12:12 Darum freuet euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer! denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen groen Zorn und wei, dass er wenig Zeit hat.
Rev 12:13 Und da der Drache sah, dass er verworfen war auf die Erde, verfolgte er das Weib, die das Knblein geboren hatte.
Rev 12:14 Und es wurden dem Weibe zwei Flgel gegeben wie eines Adlers, dass sie in die Wste flge an ihren Ort, da sie ernhrt wrde eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit vor dem Angesicht der Schlange.
Rev 12:15 Und die Schlange schoss nach dem Weibe aus ihrem Munde ein Wasser wie einen Strom, dass er sie ersufte.
Rev 12:16 Aber die Erde half dem Weibe und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Munde schoss.
Rev 12:17 Und der Drache ward zornig ber das Weib und ging hin zu streiten mit den brigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi.
Rev 12:18 Und ich trat an den Sand des Meeres 
Rev 13:1 und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Hupter und zehn Hrner und auf seinen Hrnern zehn Kronen und auf seinen Huptern Namen der Lsterung.
Rev 13:2 Und das Tier, dass ich sah, war gleich einem Parder und seine Fe wie Brenfe und sein Mund wie eines Lwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und groe Macht.
Rev 13:3 Und ich sah seiner Hupter eines, als wre es tdlich wund; und seine tdliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres,
Rev 13:4 und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen?
Rev 13:5 Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden groe Dinge und Lsterungen, und ward ihm gegeben, dass es mit ihm whrte zweiundvierzig Monate lang.
Rev 13:6 Und es tat seinen Mund auf zur Lsterung gegen Gott, zu lstern seinen Namen und seine Htte und die im Himmel wohnen.
Rev 13:7 Und ihm ward gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu berwinden; und ihm ward gegeben Macht ber alle Geschlechter und Sprachen und Heiden.
Rev 13:8 Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwrgt ist, von Anfang der Welt.
Rev 13:9 Hat jemand Ohren, der hre!
Rev 13:10 So jemand in das Gefngnis fhrt, der wird in das Gefngnis gehen; so jemand mit dem Schwert ttet, der muss mit dem Schwert gettet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.
Rev 13:11 Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hrner gleichwie ein Lamm und redete wie ein Drache.
Rev 13:12 Und es bt alle Macht des ersten Tiers vor ihm; und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, dessen tdliche Wunde heil geworden war;
Rev 13:13 und tut groe Zeichen, dass es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen;
Rev 13:14 und verfhrt, die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm gegeben sind zu tun vor dem Tier; und sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war.
Rev 13:15 Und es ward ihm gegeben, dass es dem Bilde des Tiers den Geist gab, dass des Tiers Bild redete und machte, dass alle, welche nicht des Tiers Bild anbeteten, gettet wrden.
Rev 13:16 Und es macht, dass die Kleinen und die Groen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte  allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn,
Rev 13:17 dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nmlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.
Rev 13:18 Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der berlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
Rev 14:1 Und ich sah das Lamm stehen auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben an ihre Stirn.
Rev 14:2 Und ich hrte eine Stimme vom Himmel wie eines groen Wassers und wie eine Stimme eines groen Donners; und die Stimme, die ich hrte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen.
Rev 14:3 Und sie sangen ein neues Lied vor dem Stuhl und vor den vier Tieren und den ltesten; und niemand konnte das Lied lernen denn die hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.
Rev 14:4 Diese sind's, die mit Weibern nicht befleckt sind  denn sie sind Jungfrauen  und folgen dem Lamme nach, wo es hingeht. Diese sind erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm;
Rev 14:5 und in ihrem Munde ist kein Falsch gefunden; denn sie sind unstrflich vor dem Stuhl Gottes.
Rev 14:6 Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkndigen denen, die auf Erden wohnen, und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Vlkern,
Rev 14:7 und sprach mit groer Stimme: Frchtet Gott und gebet ihm die Ehre; denn die Zeit seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserbrunnen.
Rev 14:8 Und ein anderer Engel folgte nach, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die groe Stadt; denn sie hat mit dem Wein ihrer Hurerei getrnkt alle Heiden.
Rev 14:9 Und der dritte Engel folgte diesem nach und sprach mit groer Stimme: So jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt sein Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand,
Rev 14:10 der wird vom Wein des Zorns Gottes trinken, der lauter eingeschenkt ist in seines Zornes Kelch, und wird geqult werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm;
Rev 14:11 und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier haben angebetet und sein Bild, und so jemand hat das Malzeichen seines Namens angenommen.
Rev 14:12 Hier ist Geduld der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesum.
Rev 14:13 Und ich hrte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach.
Rev 14:14 Und ich sah, und siehe, eine weie Wolke. Und auf der Wolke sa einer, der gleich war eines Menschen Sohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
Rev 14:15 Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel und schrie mit groer Stimme zu dem, der auf der Wolke sa: Schlag an mit deiner Sichel und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist drr geworden!
Rev 14:16 Und der auf der Wolke sa, schlug mit seiner Sichel an die Erde, und die Erde ward geerntet.
Rev 14:17 Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel, der hatte eine scharfe Hippe<RF>bedeutet: Rebmesser<Rf>.
Rev 14:18 Und ein anderer Engel ging aus vom Altar, der hatte Macht ber das Feuer und rief mit groem Geschrei zu dem, der die scharfe Hippe hatte, und sprach: Schlag an mit deiner scharfen Hippe und schneide die Trauben vom Weinstock der Erde; denn seine Beeren sind reif!
Rev 14:19 Und der Engel schlug an mit seiner Hippe an die Erde und schnitt die Trauben der Erde und warf sie in die groe Kelter des Zorns Gottes.
Rev 14:20 Und die Kelter ward drauen vor der Stadt getreten; und das Blut ging von der Kelter bis an die Zume der Pferde durch tausend sechshundert Feld Wegs.
Rev 15:1 Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, das war gro und wundersam: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit denselben ist vollendet der Zorn Gottes.
Rev 15:2 Und ich sah wie ein glsernes Meer, mit Feuer gemengt; und die den Sieg behalten hatten an dem Tier und seinem Bild und seinem Malzeichen und seines Namens Zahl, standen an dem glsernen Meer und hatten Harfen Gottes
Rev 15:3 und sangen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprachen: Gro und wundersam sind deine Werke, Herr, allmchtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du Knig der Heiden!
Rev 15:4 Wer sollte dich nicht frchten, Herr und deinen Namen preisen? Denn du bist allein heilig. Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir; denn deine Urteile sind offenbar geworden.
Rev 15:5 Darnach sah ich, und siehe, da ward aufgetan der Tempel der Htte des Zeugnisses im Himmel;
Rev 15:6 und gingen aus dem Tempel die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, angetan mit reiner, heller Leinwand und umgrtet an ihren Brsten mit goldenen Grteln.
Rev 15:7 Und eines der vier Tiere gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll Zorns Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Rev 15:8 Und der Tempel ward voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel gehen, bis dass die sieben Plagen der sieben Engel vollendet wurden.
Rev 16:1 Und ich hrte eine groe Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Gehet hin und gieet aus die Schalen des Zorns Gottes auf die Erde!
Rev 16:2 Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde; und es ward eine bse und arge Drse an den Menschen, die das Malzeichen des Tiers hatten und die sein Bild anbeteten.
Rev 16:3 Und der andere Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es ward Blut wie eines Toten, und alle lebendigen Seelen starben in dem Meer.
Rev 16:4 Und der dritte Engel goss aus seine Schale in die Wasserstrme und in die Wasserbrunnen; und es ward Blut.
Rev 16:5 Und ich hrte den Engel der Wasser sagen: Herr, du bist gerecht, der da ist und der da war, und heilig, dass du solches geurteilt hast,
Rev 16:6 denn sie haben das Blut der Heiligen und Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; denn sie sind's wert.
Rev 16:7 Und ich hrte einen anderen Engel aus dem Altar sagen: Ja, Herr, allmchtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht.
Rev 16:8 Und der vierte Engel goss aus seine Schale in die Sonne, und ihm ward gegeben, den Menschen hei zu machen mit Feuer.
Rev 16:9 Und den Menschen ward hei von groer Hitze, und sie lsterten den Namen Gottes, der Macht hat ber diese Plagen, und taten nicht Bue, ihm die Ehre zu geben.
Rev 16:10 Und der fnfte Engel goss aus seine Schale auf den Stuhl des Tiers; und sein Reich ward verfinstert, und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen
Rev 16:11 und lsterten Gott im Himmel vor ihren Schmerzen und vor ihren Drsen und taten nicht Bue fr ihre Werke.
Rev 16:12 Und der sechste Engel goss aus seine Schale auf den groen Wasserstrom Euphrat; und das Wasser vertrocknete, auf dass bereitet wrde der Weg den Knigen vom Aufgang der Sonne.
Rev 16:13 Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tiers und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister gehen, gleich den Frschen;
Rev 16:14 denn es sind Geister der Teufel, die tun Zeichen und gehen aus zu den Knigen auf dem ganzen Kreis der Welt, sie zu versammeln in den Streit auf jenen Tag Gottes, des Allmchtigen.
Rev 16:15 Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und hlt seine Kleider, dass er nicht blo wandle und man nicht seine Schande sehe.
Rev 16:16 Und er hat sie versammelt an einen Ort, der da heit auf hebrisch Harmagedon.
Rev 16:17 Und der siebente Engel goss aus seine Schale in die Luft; und es ging aus eine Stimme vom Himmel aus dem Stuhl, die sprach: Es ist geschehen.
Rev 16:18 Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze; und ward ein solches Erdbeben, wie solches nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden gewesen sind, solch Erdbeben also gro.
Rev 16:19 Und aus der groen Stadt wurden drei Teile, und die Stdte der Heiden fielen. Und Babylon, der groen, ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn.
Rev 16:20 Und alle Inseln entflohen, und keine Berge wurden gefunden.
Rev 16:21 Und ein groer Hagel, wie ein Zentner, fiel vom Himmel auf die Menschen; und die Menschen lsterten Gott ber die Plage des Hagels, denn seine Plage war sehr gro.
Rev 17:1 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach zu mir: Komm, ich will dir zeigen das Urteil der groen Hure, die da an vielen Wassern sitzt;
Rev 17:2 mit welcher gehurt haben die Knige auf Erden; und die da wohnen auf Erden, sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.
Rev 17:3 Und er brachte mich im Geist in die Wste. Und ich sah ein Weib sitzen auf einem scharlachfarbenen Tier, das war voll Namen der Lsterung und hatte sieben Hupter und zehn Hrner.
Rev 17:4 Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und bergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Greuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei,
Rev 17:5 und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die groe Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.
Rev 17:6 Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, da ich sie sah.
Rev 17:7 Und der Engel spricht zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir sagen das Geheimnis von dem Weibe und von dem Tier, das sie trgt und hat sieben Hupter und zehn Hrner.
Rev 17:8 Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis, und es werden sich verwundern, die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen in dem Buch des Lebens von Anfang der Welt, wenn sie sehen das Tier, dass es gewesen ist und nicht ist und dasein wird.
Rev 17:9 Hier ist der Sinn, zu dem Weisheit gehrt! Die sieben Hupter sind sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt, und sind sieben Knige.
Rev 17:10 Fnf sind gefallen, und einer ist, und der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er eine kleine Zeit bleiben.
Rev 17:11 Und das Tier, das gewesen ist und nicht ist, das ist der achte und ist von den sieben und fhrt in die Verdammnis.
Rev 17:12 Und die zehn Hrner, die du gesehen hast, das sind zehn Knige, die das Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Knige werden sie eine Zeit Macht empfangen mit dem Tier.
Rev 17:13 Die haben eine Meinung und werden ihre Kraft und Macht geben dem Tier.
Rev 17:14 Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie berwinden (denn es ist der Herr aller Herren und der Knig aller Knige) und mit ihm die Berufenen und Auserwhlten und Glubigen.
Rev 17:15 Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure sitzt, sind Vlker und Scharen und Heiden und Sprachen.
Rev 17:16 Und die zehn Hrner, die du gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie einsam machen und blo und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer verbrennen.
Rev 17:17 Denn Gott hat's ihnen gegeben in ihr Herz, zu tun seine Meinung und zu tun einerlei Meinung und zu geben ihr Reich dem Tier, bis dass vollendet werden die Worte Gottes.
Rev 17:18 Und das Weib, das du gesehen hast, ist die groe Stadt, die das Reich hat ber die Knige auf Erden.
Rev 18:1 Und darnach sah ich einen andern Engel niederfahren vom Himmel, der hatte eine groe Macht, und die Erde ward erleuchtet von seiner Klarheit.
Rev 18:2 Und er schrie aus Macht mit groer Stimme und sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die groe, und eine Behausung der Teufel geworden und ein Behltnis aller unreinen Geister und ein Behltnis aller unreinen und verhassten Vgel.
Rev 18:3 Denn von dem Wein des Zorns ihrer Hurerei haben alle Heiden getrunken, und die Knige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer groen Wollust.
Rev 18:4 Und ich hrte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach: Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Snden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen!
Rev 18:5 Denn ihre Snden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.
Rev 18:6 Bezahlet sie, wie sie bezahlt hat, und macht's ihr zwiefltig nach ihren Werken; und in welchem Kelch sie eingeschenkt hat, schenket ihr zwiefltig ein.
Rev 18:7 Wieviel sie sich herrlich gemacht und ihren Mutwillen gehabt hat, so viel schenket ihr Qual und Leid ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Knigin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen.
Rev 18:8 Darum werden ihre Plagen auf einen Tag kommen: Tod, Leid und Hunger; mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richten wird.
Rev 18:9 Und es werden sie beweinen und sie beklagen die Knige auf Erden, die mit ihr gehurt und Mutwillen getrieben haben, wenn sie sehen werden den Rauch von ihrem Brand;
Rev 18:10 und werden von ferne stehen vor Furcht ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, die groe Stadt Babylon, die starke Stadt! In einer Stunde ist dein Gericht gekommen.
Rev 18:11 Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen ber sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird,
Rev 18:12 die Ware des Goldes und Silbers und Edelgesteins und die Perlen und kstliche Leinwand und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechendes Holz und allerlei Gef von Elfenbein und allerlei Gef von kstlichem Holz und von Erz und von Eisen und von Marmor,
Rev 18:13 und Zimt und Ruchwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und l und Semmelmehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und  Seelen der Menschen.
Rev 18:14 Und das Obst, daran deine Seele Lust hatte, ist von dir gewichen, und alles, was vllig und herrlich war, ist von dir gewichen, und du wirst solches nicht mehr finden.
Rev 18:15 Die Hndler solcher Ware, die von ihr sind reich geworden, werden von ferne stehen vor Furcht ihrer Qual, weinen und klagen
Rev 18:16 und sagen: Weh, weh, die groe Stadt, die bekleidet war mit kstlicher Leinwand und Purpur und Scharlach und bergoldet war mit Gold und Edelgestein und Perlen!
Rev 18:17 denn in einer Stunde ist verwstet solcher Reichtum. Und alle Schiffsherren und der Haufe derer, die auf den Schiffen hantieren, und Schiffsleute, die auf dem Meer hantieren, standen von ferne
Rev 18:18 und schrieen, da sie den Rauch von ihrem Brande sahen, und sprachen: Wer ist gleich der groen Stadt?
Rev 18:19 Und sie warfen Staub auf ihre Hupter und schrieen, weinten und klagten und sprachen: Weh, weh, die groe Stadt, in welcher reich geworden sind alle, die da Schiffe im Meere hatten, von ihrer Ware! denn in einer Stunde ist sie verwstet.
Rev 18:20 Freue dich ber sie, Himmel und ihr Heiligen und Apostel und Propheten; denn Gott hat euer Urteil an ihr gerichtet!
Rev 18:21 Und ein starker Engel hob einen groen Stein auf wie einen Mhlstein, warf ihn ins Meer und sprach: Also wird mit einem Sturm verworfen die groe Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden.
Rev 18:22 Und die Stimme der Snger und Saitenspieler, Pfeifer und Posauner soll nicht mehr in dir gehrt werden, und kein Handwerksmann irgend eines Handwerks soll mehr in dir gefunden werden, und die Stimme der Mhle soll nicht mehr in dir gehrt werden,
Rev 18:23 und das Licht der Leuchte soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Brutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehrt werden! Denn deine Kaufleute waren Frsten auf Erden; denn durch deine Zauberei sind verfhrt worden alle Heiden.
Rev 18:24 Und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden und all derer, die auf Erden erwrgt sind.
Rev 19:1 Darnach hrte ich eine Stimme groer Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unsrem Herrn!
Rev 19:2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, dass er die groe Hure verurteilt hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert.
Rev 19:3 Und sie sprachen zum andernmal: Halleluja! und der Rauch geht auf ewiglich.
Rev 19:4 Und die vierundzwanzig ltesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl sa, und sprachen: Amen, halleluja!
Rev 19:5 Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsren Gott, alle seine Knechte und die ihn frchten, beide, klein und gro!
Rev 19:6 Und ich hrte wie eine Stimme einer groen Schar und wie eine Stimme groer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmchtige Gott hat das Reich eingenommen.
Rev 19:7 Lasset uns freuen und frhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet.
Rev 19:8 Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schner Leinwand. (Die kstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)
Rev 19:9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.
Rev 19:10 Und ich fiel vor ihn zu seinen Fen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und deiner Brder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.)
Rev 19:11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weies Pferd. Und der darauf sa, hie Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit.
Rev 19:12 Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wusste denn er selbst.
Rev 19:13 Und er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heit das Wort Gottes.
Rev 19:14 Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weien Pferden, angetan mit weier und reiner Leinwand.
Rev 19:15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Heiden schlge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmchtigen.
Rev 19:16 Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hfte also: Ein Knig aller Knige und ein Herr aller Herren.
Rev 19:17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit groer Stimme und sprach zu allen Vgeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des groen Gottes,
Rev 19:18 dass ihr esset das Fleisch der Knige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der Kleinen und der Groen!
Rev 19:19 Und ich sah das Tier und die Knige auf Erden und ihre Heere versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde sa, und mit seinem Heer.
Rev 19:20 Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verfhrte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte.
Rev 19:21 Und die andern wurden erwrgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde sa, das aus seinem Munde ging; und alle Vgel wurden satt von ihrem Fleisch.
Rev 20:1 Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlssel zum Abgrund und eine groe Kette in seiner Hand.
Rev 20:2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend Jahre
Rev 20:3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und versiegelte obendarauf, dass er nicht mehr verfhren sollte die Heiden, bis dass vollendet wrden tausend Jahre; und darnach muss er los werden eine kleine Zeit.
Rev 20:4 Und ich sah Sthle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht; und die Seelen derer, die enthauptet sind um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand, diese lebten und regierten mit Christo tausend Jahre.
Rev 20:5 Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis dass tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung.
Rev 20:6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. ber solche hat der andere Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
Rev 20:7 Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefngnis
Rev 20:8 und wird ausgehen, zu verfhren die Heiden an den vier Enden der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer.
Rev 20:9 Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie.
Rev 20:10 Und der Teufel, der sie verfhrte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden geqult werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Rev 20:11 Und ich sah einen groen, weien Stuhl und den, der darauf sa; vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel und ihnen ward keine Sttte gefunden.
Rev 20:12 Und ich sah die Toten, beide, gro und klein, stehen vor Gott, und Bcher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Bchern, nach ihren Werken.
Rev 20:13 Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und die Hlle gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken.
Rev 20:14 Und der Tod und die Hlle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. das ist der andere Tod.
Rev 20:15 Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.
Rev 21:1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr.
Rev 21:2 Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmckte Braut ihrem Mann.
Rev 21:3 Und ich hrte eine groe Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Htte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
Rev 21:4 und Gott wird abwischen alle Trnen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Rev 21:5 Und der auf dem Stuhl sa, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
Rev 21:6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.
Rev 21:7 Wer berwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.
Rev 21:8 Der Verzagten aber und Unglubigen und Greulichen und Totschlger und Hurer und Zauberer und Abgttischen und aller Lgner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod.
Rev 21:9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll der letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes.
Rev 21:10 Und er fhrte mich hin im Geist auf einen groen und hohen Berg und zeigte mir die groe Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott,
Rev 21:11 die hatte die Herrlichkeit Gottes. Und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis.
Rev 21:12 Und sie hatte eine groe und hohe Mauer und hatte zwlf Tore und auf den Toren zwlf Engel, und Namen darauf geschrieben, nmlich der zwlf Geschlechter der Kinder Israel.
Rev 21:13 Vom Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, vom Mittag drei Tore, vom Abend drei Tore.
Rev 21:14 Und die Mauer der Stadt hatte zwlf Grundsteine und auf ihnen Namen der zwlf Apostel des Lammes.
Rev 21:15 Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, dass er die Stadt messen sollte und ihre Tore und Mauer.
Rev 21:16 Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Lnge ist so gro als die Breite. Und er ma die Stadt mit dem Rohr auf zwlftausend Feld Wegs<RF>das sind 2200 km<Rf>. Die Lnge und die Breite und die Hhe der Stadt sind gleich.
Rev 21:17 Und er ma ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen, nach Menschenma, das der Engel hat.
Rev 21:18 Und der Bau ihrer Mauer war von Jaspis und die Stadt von lauterm Golde, gleich dem reinen Glase.
Rev 21:19 Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmckt mit allerlei Edelgestein. Der erste Grund war ein Jaspis, der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd,
Rev 21:20 der fnfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Berill, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwlfte ein Amethyst.
Rev 21:21 Und die zwlf Tore waren zwlf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle; und die Gassen der Stadt waren lauteres Gold wie ein durchscheinend Glas.
Rev 21:22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmchtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.
Rev 21:23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Rev 21:24 Und die Heiden, die da selig werden, wandeln in ihrem Licht; und die Knige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.
Rev 21:25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein.
Rev 21:26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen.
Rev 21:27 Und es wird nicht hineingehen irgend ein Gemeines und das da Greuel tut und Lge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.
Rev 22:1 Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein Kristall; der ging aus von dem Stuhl Gottes und des Lammes.
Rev 22:2 Mitten auf ihrer Gasse auf beiden Seiten des Stroms stand Holz des Lebens, das trug zwlfmal Frchte und brachte seine Frchte alle Monate; und die Bltter des Holzes dienten zu der Gesundheit der Heiden.
Rev 22:3 Und es wird kein Verbanntes mehr sein. Und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden ihm dienen
Rev 22:4 und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
Rev 22:5 Und wird keine Nacht da sein, und sie werden nicht bedrfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Rev 22:6 Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muss.
Rev 22:7 Siehe, ich komme bald. Selig ist, der da hlt die Worte der Weissagung in diesem Buch.
Rev 22:8 Und ich bin Johannes, der solches gehrt hat. Und da ich's gehrt und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Fen des Engels, der mir solches zeigte.
Rev 22:9 Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht! denn ich bin dein Mitknecht und deiner Brder, der Propheten, und derer, die da halten die Worte dieses Buchs. Bete Gott an!
Rev 22:10 Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe!
Rev 22:11 Wer bse ist, der sei fernerhin bse, und wer unrein ist, der sei fernerhin unrein; aber wer fromm ist, der sei fernerhin fromm, und wer heilig ist, der sei fernerhin heilig.
Rev 22:12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden.
Rev 22:13 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.
Rev 22:14 Selig sind, die seine Gebote halten, auf dass sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt.
Rev 22:15 Denn drauen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschlger und die Abgttischen und alle, die liebhaben und tun die Lge.
Rev 22:16 Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches zu bezeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern.
Rev 22:17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hrt, der spreche: Komm! Und wen drstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Rev 22:18 Ich bezeuge allen, die da hren die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen.
Rev 22:19 Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist.
Rev 22:20 Es spricht, der solches bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen, ja komm, Herr Jesu!
Rev 22:21 Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.

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